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Diese Seite wurde von http://en.wikibooks.org kopiert. Autoren: Andre Riemann, Arcy, Berni, Envia, Get-back-world-respect, Guaka, Hmusil, Homunkulus, Karl Wick, Lars Hennings, Lesath, Limasign, Lka, Louis, Mathias Schindler, Merkel, Moolsan, Phlogiston, Rawuza, Reytan, Samuel, Sgh7a, Siegfried Petry, Thewob, TomK32, Traroth, Wfg, Yacht, Yann, Zeus, sowie etliche anonyme Benutzer.
*'''''Archivierte und kommentierte Diskussionen, die die Hauptseite betreffen, sind im [[#Archiv|Archiv]] zu finden.'''''
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Hinweis: Der Inhalt der einzelnen Bausteine der Hauptseite kann über die folgenden Vorlagen bzw. Seiten geändert werden:
* [[Hauptseite/ Editorial]]
* [[Hauptseite/ Regale/ Wikijunior]]
* [[Hauptseite/ Regale]]
* [[Hauptseite/ Schwesterprojekte]]
==Fehler im Editorial==
Im Satz über Fehler hat sich passenderweise ein Fehler eingeschlichen:
"Menschen machen Fehler wenn einer auffällt"
Korrektur zb
"Menschen machen Fehler, und wenn einer auffällt"
: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es entweder "...Fehler und wenn..." ''oder'' "...Fehler, wenn..." heißt. Wenn es auch grammatisch richtig scheint, fällt es mir schwer hier von zwei verbundenen Hauptsätzen zu sprechen. Bitte aber um eine zweite Meinung. Viele Grüße, [[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]<sup>[[Benutzer Diskussion:HirnSpuk|Disk]]</sup> – 11:52, 13. Dez. 2024 (CET)
:Meines Wissens gilt die Regel "kein Beistrich vor 'und'" nicht immer. Dies ist so ein Fall. Meinetwegen, ist es sicherlich nicht falsch, wenn der Beistrich doch wegfällt. Entsprechend hab ich das inzwischen geändert. Danke allerdings an beiden für die Korrektur. LG! [[Benutzer:Yomomo|Yomomo]] 19:16, 13. Dez. 2024 (CET)
==Archiv==
Abgeschlossene Themen (die sich erledigt haben) wurden nicht extra verlinkt. Wer dennoch neugierig ist, der klicke den nächsten Beitrag in der Reihe an, und scrolle etwas zurück. Abgeschlossene Routinearbeiten werden hier gar nicht erst erwähnt.
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[[Diskussion:Hauptseite:Archiv-2008#Adventskalenderfunktion_vom_Vorjahr|Adventskalenderfunktion vom Vorjahr]] -
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|[[Diskussion:Hauptseite:Archiv-2009|2009]]||
Von roten Links und fehlenden Einträgen - Typo und Formatierungsvorschlag auf der Hauptseite - Anmeldung - Urheberrechtsfragen werden in der Wikiversity behandelt - Zeilenlänge - Ich blicke bei den Wikibook-Hilfeseiten-Seiten einfach nicht mehr durch - "Buch des Monats" - Link Wikibooks:Gemeinschafts-Portal - Inhaltsverzeichnis Österreichischer Ingenieur- und Architektenverein - Wird der Adventskalender 2009 nicht mehr eingebunden?
|-
|[[Diskussion:Hauptseite:Archiv-2010-2013|2010–2013]]||
Link zur Wikiversity führt nur zum Logo - Erster Satz im Abschnitt "In eigener Sache" - Vektorisierte Version von Grafiken - Darstellungsfehler - Unterschriftbutton fehlt gelegentlich - Informatik - Weihnachtsgruß - Leerzeichen nach dem Schrägstrich - Gestaltung Schwesterprojekte - Bücher?! – Hauptseite umgestalten – Entwurf für die neue Hauptseite
|-
|[[Diskussion:Hauptseite:Archiv-2014–2016|2014–2016]]||Wäre „Wikbooks:Hauptseite“ nicht der bessere Name? – HTML-Fehler – [[Regal:Mathematik]] in „Naturwissenschaften und Technik“ entfernen – Editorial: nicht fertige Bücher – Abschnitt [[Diskussion:Hauptseite:Archiv-Internes|"In eigener Sache"]]
|}
== Noch ein weiterer Vorschlag… ==
=== Soll die Box "Exzellente Bücher" gelöscht werden oder soll sie weiterhin angezeigt werden? ===
* '''Löschen''' -- [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 23:57, 17. Sep. 2015 (CEST)
* '''Löschen''' -- [[Benutzer:Qwertz84|Qwertz84]] 08:57, 18. Sep. 2015 (CEST)
* '''Löschen''' -- [[Benutzer:David23x|David23x]] 14:00, 18. Sep. 2015 (CEST)
* '''Löschen''' -- [[Benutzer:Klaus Eifert|Klaus]] 09:51, 28. Sep. 2015 (CEST)
{{erledigt|Box ist gelöscht. -- [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 00:13, 2. Okt. 2015 (CEST)}}
=== Soll die Box "In eigener Sache" gelöscht werden oder soll sie weiterhin angezeigt werden? ===
* '''Löschen''' -- [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 23:57, 17. Sep. 2015 (CEST) <small>Will es mir noch überlegen</small>
* '''Löschen''' -- [[Benutzer:Qwertz84|Qwertz84]] 08:58, 18. Sep. 2015 (CEST)
* '''Löschen''' -- [[Benutzer:David23x|David23x]] 14:00, 18. Sep. 2015 (CEST) (ein schwaches)<br />Kurze Teile davon in die oberste Box einbauen, dazu Hinweis auf Buchkatalog. -- [[Benutzer:David23x|David23x]] 16:22, 29. Sep. 2015 (CEST)
* <del>'''keinesfalls Löschen''', aber kürzer und besser formulieren. Es gibt ständig Erstnutzer von Wikis, die sich über deren Vertrauenswürdigkeit noch nie Gedanken gemacht haben. Zumindest muss klar unterscheiden zwischen den Büchern im Katalog (von mehreren Autoren geprüft) und den Buchentwürfen. -- [[Benutzer:Klaus Eifert|Klaus]] 09:51, 28. Sep. 2015 (CEST)</del>
* '''Löschen''' nachdem ich das nötigste in "Willkommen bei Wikibooks" eingearbeitet habe. -- [[Benutzer:Klaus Eifert|Klaus]] 23:55, 26. Jul. 2016 (CEST)
* '''Löschen''' -- [[Benutzer:Respeto|Respeto]] 05:56, 20. Dez. 2015 (CET) <small>Binsenwahrheit</small>
=== Diskussion ===
@Admins: Ich habe eine neue Version der Hauptseite erstellt, ohne <del>Interwikilinks</del> interne Sprachverweise und mit anderen Verbesserungen. Wäre nett, wenn ihr sie aufnehmen und dann auch [[Hauptseite/ Empfehlenswerte Bücher]] nach [[Hauptseite/ Exzellente Bücher]] verschieben könntet. Die Veränderungen: [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Benutzer%3ADavid23x%2FHauptseitenvorschlag&type=revision&diff=768483&oldid=768471 Versionsvergleich]. -- [[Benutzer:David23x|David23x]] 15:00, 16. Sep. 2015 (CEST)
{{-|1=Vorschlag: Ich würde die Box "Exzellente Bücher" komplett entfernen. Gründe dafür:
# Seit Jahren erscheint dort die Blender Dokumentation. Seit Jahren haben wir keine neuen exzellenten Bücher gewählt und ich glaube auch nicht, dass wir in den nächsten Monaten neue Bücher wählen werden.
# Die exzellenten Bücher sind auch im Buchkatalog und erscheinen dementsprechend auch in der Rubrik "Zufälliges Buch".
# In der [https://de.m.wikibooks.org/w/index.php?title=Hauptseite&mobileaction=toggle_view_mobile mobilen Version] werden die exzellenten Bücher auch nicht angezeigt.
Meinungen? -- [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 22:05, 16. Sep. 2015 (CEST)}}
{{---|<code><nowiki>{{clear}}</nowiki></code> setzt ein <code><nowiki><br /></nowiki></code>. An dieser Stelle sollte statt eines Zeilenumbruches ein Abstand mit <code>margin-bottom</code> eingebaut werden, wie es im Rest des Textes auch gemacht wurde. Mir schwebt aber eine [[Vorlage:Clear2]] vor, die dass mithilfe eines <code><nowiki><div /></nowiki></code>s macht. Ich denke, die Entfernung der Sprachlinks lohnt sich auf jeden Fall. -- [[Benutzer:David23x|David23x]] 14:42, 17. Sep. 2015 (CEST)}}
{{----|@[[Benutzer:David23x|David23x]]: Mir schwebt eher vor [[Vorlage:Clear]] auf <code><nowiki><div style="clear:both;"></div></nowiki></code> umstellen. Bin davor aber immer zurückgeschreckt, weil diese Vorlage sehr oft eingebunden wird. -- [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 23:57, 17. Sep. 2015 (CEST) <small>Bitte keine Vorlage [[Vorlage:Clear2]]! Durchnummerierte Vorlagen sollte es nicht geben, da so mehrere Vorlagen dieselbe semantische Information tragen und wir so unnötige Dopplungen haben. [[w:Don’t repeat yourself|DRY-Prinzip]]: Don't repeat yourself! -- [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 11:43, 18. Sep. 2015 (CEST)</small>}}
{{--|Ich bin wie [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] der Meinung, dass wir auf der Hauptseite keinen Verweis auf "exzellente Bücher" brauchen. Der Text "''In eigener Sache''" (unten) kann wegen mir gerne komplett entfallen, der Text oben darf gerne zugeschnitten werden auf konkrete Handlungen: ''lesen, korrigieren, schreiben und mitmachen''. -- [[Benutzer:Qwertz84|Qwertz84]] 16:32, 17. Sep. 2015 (CEST)}}
{{---|Ich habe mir gedacht, man könnte ein zufälliges exzellentes Buch anzeigen. Das würde immerhin für '''ein bisschen''' Abwechslung sorgen. Aber eine Streichung ist wohl auch besser als es so zu lassen. Die Mobil- und die Desktop-Version sollten auf jeden Fall die gleichen Informationen anzeigen, finde ich. -- [[Benutzer:David23x|David23x]] 20:52, 17. Sep. 2015 (CEST)}}
{{----|@alle: Um eine Entscheidung zu finden, habe ich am Anfang eine Umfrage gestartet, ob die Box "Exzellente Bücher" weiterhin angezeigt werden soll. Bitte tragt euch da ein. -- [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 23:57, 17. Sep. 2015 (CEST)
@[[Benutzer:Qwertz84|Qwertz84]]: Bin auch dafür "In eigener Sache" zu löschen. Das hier Gesagte war 2006 sicherlich noch aktuell, heutzutage sollte dies allgemeines Vorwissen sein. Habe mal eine Umfrage gestartet. -- [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 23:57, 17. Sep. 2015 (CEST)
@[[Benutzer:Juetho|Jürgen]]: Weißt du, welchen Grund es für die Box "In eigener Sache" gab? -- [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 00:06, 18. Sep. 2015 (CEST)}}
{{-----|Siehe [[Diskussion:Hauptseite:Archiv-2010-2013#Erster Satz im Abschnitt "In eigener Sache"]]; sicher gab es auch frühere Diskussionen. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 08:21, 18. Sep. 2015 (CEST)}}
<small>Meinen Beitrag zu diesem Thema erkläre ich für ungültig und entferne ihn hiermit. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 08:21, 18. Sep. 2015 (CEST)</small>
{{------|Vielen Dank [[Benutzer:David23x|David23x]] fürs erste erarbeiten der Seite und den Anstoß der Diskussion, [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] besonders für die Abstimmung und [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] fürs Recherchieren! -- [[Benutzer:Qwertz84|Qwertz84]] 09:01, 18. Sep. 2015 (CEST)}}
@[[Benutzer:Juetho|Jürgen]]: Danke für den Link! @alle: Nachdem ich es mir überlegt habe, bin ich fürs Löschen der Box "In eigener Sache". Meine Begründung:
* Ich schließe mich dem ersten Beitrag von [[Benutzer:Trockennasenaffe]] im Thread [[Diskussion:Hauptseite:Archiv-2010-2013#Erster_Satz_im_Abschnitt_.22In_eigener_Sache.22]] an: Der Text suggeriert für mich, dass Wiki-Bücher einen Nachteil gegenüber konventionellen Büchern haben.
* Für mich gehört ein solcher Text nicht auf die Hauptseite – Ich würde ihn auf einer der Hilfeseiten unterbringen.
* Das hier Gesagte sollte mittlerweile für alle Leser selbstverständlich sein. Anders als 2008, sind Wikis nichts Neues mehr. Sie gehören seit Jahren zum Alltag von uns allen (jeder benutzt seit Jahren bspw. die Wikipedia). Dass Informationen von Wikis (wie allgemein Informationen aus dem Web) hinterfragt werden müssen, sollte jedem klar sein.
Viele Grüße, [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 11:38, 18. Sep. 2015 (CEST)
{{-|Die Vorlage [[Vorlage:Clear2|Clear2]] würde ja eine andere Bedeutung haben. Das eine Mal: Zeilumbruch und Clear. Das andere Mal: Nur Clear. Allerdings hat clear sowieso nur style-Bedeutung, am Inhalt ändert es nichts. Daher sollte diese Vorlage '''eigentlich''' nicht eingesetzt werden, erst Recht nicht auf einer Seite, die eigentlich gut geschrieben sein müsste. -- [[Benutzer:David23x|David23x]] 14:00, 18. Sep. 2015 (CEST)}}
Die philosophisch (trivale) Einlassung über endgültige Wahrheit ist schon etwas drollig oder gar witzig, mehr noch der leicht irreführende Bezug speziell auf hiesige Bücher (von daher habe ich das gelegentlich schon mit Vergnügen gelesen). Ansonsten ist solch ein allgemeiner, kurzer Absatz auf der Startseite solch eines Projektes über Sinn und Zweck doch eine gute Sache. Was bleibt sonst für die Startseite - Kopfzeile und dieser elendig lange Seitenstreifen zur Navigation? Wenn man es nicht lustig oder selbstironisch mag: Ist es nicht hilfreicher zu überlegen, wie man das anders formuliert ohne sich dabei auf philosophisches Glatteis zu begeben? [[Benutzer:Doktorchen|Doktorchen]] 14:06, 18. Sep. 2015 (CEST)
{{-|1=@[[Benutzer:Klaus Eifert|Klaus]]: Wie findest du [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Diskussion%3AHauptseite&type=revision&diff=770105&oldid=769898 den Vorschlag von David23x]? -- [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 00:18, 2. Okt. 2015 (CEST)}}
:: Wo es steht, ist egal. Ich mache bis Montag einen Vorschlag für eine kurze Formulierung. -- [[Benutzer:Klaus Eifert|Klaus]] 02:21, 2. Okt. 2015 (CEST)
{{---|[[Benutzer:Klaus Eifert|Klaus]] hat nun einen Vorschlag direkt auf der Seite umgesetzt, auf der Seite [[Diskussion:Hauptseite:Archiv-Internes#Noch_ein_Vorschlag]] habe ich einen Gegenentwurf erarbeitet. ''Gesichertes Wissen'' gibt es nicht, Wikibooks ist kein Werkzeug, sondern eine Bibliothek (hust!), ''brauchbar und vertrauensvoll'' finde ich gut. -- [[Benutzer:Qwertz84|Qwertz84]] 14:27, 7. Okt. 2015 (CEST)}}
{{--|@[[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] und andere Admins: Bitte arbeitet [[Benutzer:David23x/Hauptseitenvorschlag]] schnell ein, die Änderung hat das Design tweilweise beschädigt (wobei das ganze ein Glück war, ansonsten wäre ein anderer Fehler evtl. nicht aufgefallen). -- [[Benutzer:David23x|David23x]] 13:50, 2. Okt. 2015 (CEST)}}
{{---|@[[Benutzer:David23x|David23x]]: Done. [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 14:14, 2. Okt. 2015 (CEST)}}
=== Zur Box "In eigener Sache" ===
Nach Klaus Umarbeit und Berücksichtigung der geführten Diskussionen: Ich finde die Box in eigener Sache an sich gut und würde dafür plädieren sie zu behalten:
weil ich es aus der Erfahrung heraus immer wieder gesehen habe, dass nicht kritisch gelesen wird, sondern Gelesenes zu schnell für bare Münze genommen wird. Das hat für mich nichts mit Wikis im allgemeinen sondern mit Quellen im Besonderen zu tun. Darauf auf der Hauptseite hinzuweisen halte ich für sehr sinnvoll. In meinen Augen kann man das nicht oft genug sagen.
Von daher halte ich es für sinnvoll diese Box auf der Startseite zu erhalten (und ihren Text leicht abzuändern, Vorschlag unten). Wer sie dort liest, kann etwas mitnehmen, für alle anderen ist sie egal. Darüber hinaus finde ich es gut, dass nach dem zufälligen Buch (oder nach den Bücherregalen, wie es mir vorschweben würde) noch ein weiterer Textteil kommt. Diese Infos finde ich an dieser Stelle sehr gut aufgehoben. Es ist quasi Editorial 2/Rahmen-Ende, bevor auf einen ganzen Haufen anderes verlinkt wird.
Einige Einwände kann ich aber gut verstehen (Wikibooks unterlegen, Werkzeug, etc...). Für mich folgt: '''behalten''' + folgende Änderungs-Idee:
''Über gesichertes Wissen'' (möglicherweise statt "In eigener Sache" als Titel verwenden?)
''Wir, die Autoren und Mitarbeiter von Wikibooks, möchten darauf hingewiesen, dass digitale Informationen wie Wikibooks, genauso wie analoge Informationen gedruckter Bücher, von Menschen erstellt werden und daher fehlerbehaftet sein können. Nicht nur in fertigen Wiki-Büchern – auch in den nur halbfertigen – wird jedoch schon ein brauchbares Wissen vermittelt. Da wir allerdings nicht sicher stellen können, dass wir hier keinen Irrtümern unterliegen, möchten wir darauf hinweisen, dass man sich nicht ausschließlich auf ein Werk (hier Wikibooks) in seiner Wissenserlangung verlassen sollte. Das gilt generell für das Lernen. Das bietet auch den weiteren Vorteil, dass man in Büchern die für einen selbst geeignete Lernart wählen kann. Diesen Vorteil hat man Beispielsweise bei einem Lehrer oder Dozenten nicht, den man als Kursteilnehmer üblicherweise nicht austauschen kann.''
''Was ist „gesichertes“ Wissen? Damit ist Folgendes gemeint: Wir konzentrieren uns auf Lehr- und allgemeine Fachbücher, die Wissen darstellen und erklären, das auch anderweitig verfügbar wäre. „Theoriefindung“, im Sinne einer erstmaligen Erarbeitung neuen Wissens (etwa durch Doktorarbeiten oder Forschungsberichte), soll nicht hier in Wikibooks stattfinden. Dies ist unserem Schwesterprojekt Wikiversity vorbehalten.''
''Vielen Dank für die Aufmerksamtkeit und viel Freude mit Wikibooks!''
Gruß Axel --[[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]] 01:07, 27. Jul. 2016 (CEST)
{{-|Das Meinungsbild oben war ziemlich eindeutig; siehe auch [[Wikibooks:Verbesserungsvorschläge#Umsetzung von Gemeinschaftswünschen|Umsetzung von Gemeinschaftswünschen]]. Klaus hat sich mit seinen Änderungen bemüht, seine Bedenken an die Argumentation der Mehrheit anzupassen (hoffentlich hat er eine bessere Formulierung für diese Einschätzung); damit kann der Abschnitt gestrichten werden. Wir können aber natürlich jede Diskussion in jedem Jahr einmal neu aufgreifen und wiederholen. Genau wie bei anderen Wikibooks-Bedingungen sage ich: Bestimmte Maßnahmen haben sich aufgrund der Praxis und der Arbeitssituation als nützlich, sachgerecht oder angemessen gezeigt. Wer „lang genug“ Erfahrungen gesammelt hat, ist selbstverständlich eingeladen, neue Vorschläge zu unterbreiten, bisherige Maßnahmen für unpassend (oder auch unsinnig) zu halten usw. Aber an dieser Stelle? <small>''(Den vorletzten Satz darfst du auf dich beziehen, ich habe dabei aber weniger an dich gedacht.)''</small> -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 08:29, 27. Jul. 2016 (CEST)}}
:: @[[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]: Natürlich kannst du deine Meinung äußern. Doch nachdem sechs Nutzer einmütig für Löschen gestimmt haben - findest du es nicht etwas vermessen zu glauben, du könntest mit deinem Beitrag ruck-zuck die Mehrheit umstimmen? Politik ist immer die Kunst des Möglichen. Nur durch die Auswahl von mehrheitsfähigen '''Teil'''zielen sind Änderungen Schritt für Schritt möglich. -- [[Benutzer:Klaus Eifert|Klaus]] 17:06, 27. Jul. 2016 (CEST)
{{---|<small> zKn [[Benutzer:Klaus_Eifert|Klaus]], [[Benutzer:Stephan_Kulla|Stephan]], [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] entschuldigt diesen Weg, aber ich wollte sicher gehen, dass Ihr diese Stellungnahme zur Kenntnis nehmt. Wenn das so weiter geht, werde ich mal versuchen den Vermittlungsausschuss zu benutzen... Ich weiß inzwischen überhaupt nicht mehr, was ich noch sagen oder tun kann, ohne eine Reaktion zu provozieren die erstmal lautet "Halt die Klappe, Du hast keine Ahnung" und nicht "Danke für die Hinweise, aber es wird trotzdem anders gemacht" oder "Danke für die Hinweise, daran haben wir nicht gedacht" – So ist mein Empfinden... Ich möchte nochmal darum bitten, dass Ihr Admins Euch mal zusammensetzt und eine gemeinsame Linie findet.</small>
@ Jürgen: Lieber Jürgen, ich habe lange überlegt, ob ich hier reagieren soll, oder Dich schon wieder privat darauf ansprechen soll, habe mich aber dazu entschieden hier zu reagieren. Damit ich mich für andere erkennbar erklären kann.
Dein Kommentar hier finde ich überflüssig und er bietet mir keine Mehrinformationen. Der einzige Zweck besteht in meinen Augen darin, mir über den Mund zu fahren. Meine Meinungsäußerung an dieser Stelle ist völlig gerechtfertig. Ich habe Klaus Meinung und Plan nicht kritisiert. Du widersprichst Dir nebenbei hier und in dem angegebenen Link selbst, wenn ich das richtig verstanden hab. Ich wiederhole mich <ironie>gern</ironie> wieder: '''Ich gebe Hinweise, ob Ihr denen folgt oder nicht, ist Euer Ding!''' (auch wenn ich das sehr schade finde)
Ich verlange nicht, dass der Absatz stehen bleibt. Hab ich nicht, und werd ich nicht. Und an dieser Stelle habe ich lang genug Erfahrung. 25 Jahre Lehrbetrieb auf beiden Seiten, die letzten 10 Jahre davon mit umfassender Literaturarbeit, befähigen mich -von der Erfahrung- sehr wohl zu beurteilen, ob '''ich''' diesen Absatz hier gut finde oder nicht. (Nebenbei: In der derzeitigen Form halte ich ihn, ob der von anderen in den Diskussionen geäußerten Argumenten, sehr wohl für entfernenswert, was in meiner obigen Meinung auch deutlich wird, siehe "Wikibooks unterlegen, Werkzeug, etc..".)
Fakt: Es gab eine Entscheidung, die ungefähr ein Jahr her ist, den Absatz zu löschen. Fakt, ich habe dazu eine andere Meinung. Wenn jetzt in 2 Jahren jemand kommt, der vorschlägt einen ähnlichen Absatz wieder auf die Hauptseite zu integrieren, willst Du ihn dann pampig auf diese Diskussion verweisen und sagen, dass Du keine Lust hast, alle zwei Jahre die gleichen Hinweise zu geben? Ernsthaft, ich hab Augen im Kopf, ich hab sehr wohl wahrgenommen, dass alle für Löschen sind. Trotzdem habe ich meine Meinung geäußert. Wenn mich jemand auf Informationen hinweist, die mich weiter bringen, weil sie hier nicht stehen (zum Beispiel, dass eine Hilfeseite den gleichen Inhalt hat), dann ist das in Ordnung, aber Du beziehst Dich hier nur auf Dinge, die bereits in obiger Diskussion stehen und sprichst mir die Erfahrung ab, ''diese Meinung äußern zu dürfen'' (die ich nebenbei gar nicht brauche, um einen Meinung zu sagen. Es ist eine Meinung.).
Da Du ständig diese Karte ziehst: Dieses Verhalten von Dir führt bei mir regelmäßig dazu zu überlegen, ob ich hier noch weiter aktiv sein will. Auch bei Dir gibt es pinzipienbedingte Reflexe, bedenke dies mal! As Always: Ich bin gern zu Diskussionen bereit, meine Diskussionseite steht Dir offen und mein Gesprächsangebot steht ebenfalls noch. Aber erwarte nicht, dass ich mich hier für eine Meinungsäußerung in dieser Art von Dir zurechtweisen lasse. Hätte ich die Hauptseite eigenmächtig geändert, wäre das was anderes, aber so bin ich leider gezwungen zu reagieren und mich zu rechtfertigen.
@ Klaus: Lieber Klaus, Deine Interpretation basiert auf der Annahme, ich wolle jemanden umstimmen. Natürlich wäre es vermessen, wenn ich glauben würde "ich könne ruck-zuck die Mehrheit umstimmen". Das war (und ist) jedoch nicht mein Ziel. Wenn jemand durch meine Ansicht hier umgestimmt würde, geschieht das. Wenn nicht, nicht. Wenn der Abschnitt gelöscht wird, geschieht das, wenn nicht nicht. Ich habe darauf in meiner Position keinen Einfluss und das ist auch gut so. Aber ich darf, kann und werde Meinungen äußern ohne mir vorwerfen lassen zu müssen, ich sei nicht kompetent genug. Argumentiert: „Es sind fünf Stimmen mit nachvollziehbaren Argumenten für löschen, also führe ich die Löschung trotz der neuen Argumente aus.“ Hätte als Erklärung gereicht und uns allen Zeit, Nerven und Tipparbeit erspart.
Probiert es doch einfach mal, wie ich reagiere, wenn Ihr die Box löscht? Probiert doch einfach mal, was passiert, wenn Ihr einen Änderung von mir mit dem Hinweis "Admin möchte prüfen" einfach revertiert. Ich nehm Euch die Antwort ab: NICHTS! Ich wäre möglicherweise frustriert, vielleicht sogar traurig. Würde eventuell nachfragen wieso. Aber aus dem Alter bin ich eigentlich inzwischen hier raus.
Wie soll ich denn die von Dir Klaus mehrfach getätigte Aussage "Damit aber jeder ausreichend Gelegenheit hat, meinen Änderungen zu widersprechen, warte ich nach jeder Änderung zwei Wochen und ich nehme nur kleine Änderungen vor." sonst verstehen? Und ich hab ja noch nichtmal widersprochen, nur die Meinung geäußert, dass ich den Abschnitt erhalten würde und warum. Und jetzt lasst uns bitte keine Wortklaubereien durchführen, dass "ich für behalten plädieren würde" ja ein Widerspruch ist. Was soll ich denn noch machen als "Ich finde" schreiben und den Konjunktiv benutzen.
Übrigens nehme ich die Aussage, ich wäre hier reflexhaft gegen Löschen, beleidigend wahr. Denn das ist in meinen Augen nicht korrekt. Werft mir das vor, wenn ich ein Schild hochhalte "Dagegen". So ist es nämlich nicht, ich habe in allen vier Fällen meine Meinung begründet und mich auch einmal umstimmen lassen, wenn ich auch in diesem Fall die Notwendigkeit der Dokumentation an gegebener Stelle als nicht mehr erforderlich ansah, da alles Notwendige dort bereits steht!
Entschuldigt bitte die <del>romanhaftig</del>Ausführlichkeit, ich weiß ich stehle Euch damit wertvolle Lebenszeit.
Gruß Axel--[[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]] 18:11, 27. Jul. 2016 (CEST)}}
'''Box kann jetzt wohl gelöscht werden,''' nachdem [[Benutzer:Klaus Eifert|Klaus Eifert]] das Editorial mit diesen [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Hauptseite%2F_Editorial&type=revision&diff=797292&oldid=782650 Änderungen] überarbeitet hat. Angesichts des obigen Meinungsbildes entscheide ich eigenmächtig und willkürlich: Wenn es keinen gravierenden Widerspruch gibt, der sich auf das Meinungsbild bezieht, sollte diese Box '''nach dem 5. Sept. 2016''' gelöscht werden. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 15:23, 22. Aug. 2016 (CEST)
{{Erledigt|Box mit Unterseite wurde gelöscht, Diskussionsseite wurde archiviert. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 15:39, 6. Sep. 2016 (CEST)}}
== Hass gegen Homosexuelle – Wikibooks schweigt ==
Nach den Terroranschlägen gegen Charlie Hebdo, in Paris und Brüssel hatte ich auf [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=MediaWiki:Sitenotice&oldid=786977 MediaWiki:sitenotice] Trauer und Solidarität im Namen von Wikibooks bekundet. Nach dem Terroranschlag in Orlando fehlt eine solche öffentliche Stellungnahme – warum?
* Zu den vergangenen Bekundungen habe ich keinerlei Reaktion bekommen. <small>(Das einzige war ein eher nebensächlicher [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Juetho&oldid=786985#MediaWiki:Sitenotice Kommentar] zur Übersetzung.)</small>
* Bei Charlie Hebdo hatte ich den Bezug von Wikibooks als Plattform für Veröffentlichungen zur Pressefreiheit erwähnt, bei Paris und Brüssel die freiheitliche Lebensweise allgemein. Schon damals fiel mir eine kurze allgemeine Formulierung schwer; das hat sich jetzt verstärkt.
* Irgendwie habe ich kein gutes Gefühl bei solchen wiederkehrenden öffentlichen Stellungnahmen. Sind zwei Tote wie in [[w:Terroranschlag in Magnanville|Magnanville]] nicht genug? Warum werden Anschläge des IS im Irak mit Hunderten Toten oder in der Türkei nicht zum Anlass genommen? Wie oft passen solche Hinweise, wie lange sollen sie stehenbleiben?
Eigentlich müsste „man“ ständig öffentlich für Freiheit der Lebensweisen und Respekt vor allen Menschen eintreten. Aber bietet Wikibooks dafür einen angemessenen Ort?
Ich beschränke mich deshalb auf eine persönliche Stellungnahme:
{{-|Hass auf Homosexuelle und andere „vom Normalen abweichende Lebensweisen“ gibt es nicht nur bei Islamisten, sondern auch bei europäischen Rechten, manchen Regierungen oder evangelikalen Christen. Tatsächlich gibt es bei höheren Lebewesen in der Regel die zweigeschlechtliche Fortpflanzung; und Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen (1. Mose 1,27). Aber die Natur – Gottes Schöpfung – kann sich in vielen Fällen nicht entscheiden und zeugt (erzeugt) alle möglichen Varianten wie Homosexuelle, Transsexuelle oder Zwitter. Deshalb hat niemand das Recht, solche Menschen – also Gottes Geschöpfe – herabzusetzen,
zu verurteilen oder ihnen gar das Recht auf Leben abzusprechen.}}
-- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 08:59, 16. Jun. 2016 (CEST)
{{-|Moin Juetho, welche Art von Reaktion wäre dir denn insbesondere von mir Lieb gewesen? Von dir habe ich schon für Lob an deiner Arbeit und für Tadel ebenso eins drauf gekriegt. Es sollte mir vielleicht "egaler" sein: Ich fand deine sitenotice gut und begrüße dein Engagement auf de-WB, dich für eine friedvolle und tolerante Welt einzusetzen. Mit Gott und der Bibel habe ich es nicht so, aber die Kernaussage möchte trotzdem in vollem Umfang unterstützen. [[Benutzer:Qwertz84|Qwertz84]] 10:31, 16. Jun. 2016 (CEST) }}
{{-|Offenbar hat immerhin dann auch niemand genörgelt, daß die Solidaritätsbekundungen da standen, ich vermute, man kann das weitgehend als schweigende Zustimmung deuten ;o) Ich habe etwa gar nicht recherchiert, wer das da eingebunden hat oder woher Text und Bilder stammen.
Ob man solche Massaker hier auch noch breit diskutieren sollte? Ich habe meine Zweifel. Das wird doch schon anderweitig ausgiebig getan. Trotzdem gibt es offenbar reichlich Leute mit dem Willen, nicht nur auf sich, sondern auch auf andere zu schießen, um sie mit in den eigenen Abgrund des Irrsinns zu reißen. Das liegt auch daran, daß es viel leichter ist zu zerstören als etwas Konstruktives für die Gemeinschaft beizutragen. Wer nichts kann und sich nichts zutraut, neigt eben offenbar zu Vandalismus und Massakern - wobei da so ziemlich alles als Grund vorgeschoben werden kann, wenn man einen braucht. Offenbar ist das leider ein Charakterzug der Menschheit.
Hinsichtlich der Homosexualität - ich persönlich vermute, es hat eine soziale Funktion und hat sich in der Evolution der Menschheit offenbar bewährt - Gruppen mit 'flexiblem', tolerantem Sozialwesen hatten vermutlich bessere Überlebenschancen als andere. Auch den Charakterzug der Menschheit gibt es offenbar, ohne den wohl Kultur und gemeinschaftliche Entwicklungen gar nicht funktionieren würden.
[[Benutzer:Doktorchen|Doktorchen]] 11:23, 16. Jun. 2016 (CEST)}}
== "Gesichertes Wissen" ==
Ich beantrage das Entfernen der Esoterikbücher oder Streichung der Passage.--[[Benutzer:Mideal|Mideal]] 15:24, 5. Sep. 2016 (CEST)
{{-|Ich denke, ersteres wirst du bei jedem Buch mit Begründung beantragen müssen. Auch wenn Esoterik sozusagen per Definition selbst kein gesichertes Wissen ist, kann man ja gleichwohl Lehr/Sachbücher schreiben, die 'gesichertes Wissen' darüber enthalten, was einige Leute so glauben oder praktizieren, ähnlich begründen kann man auch Bücher über Religion etc. Die Anforderung 'gesichertes Wissen' selbst zu streichen, wird wohl nicht durchgehen, ist immerhin ein Grundprinzip. [[Benutzer:Doktorchen|Doktorchen]] 15:53, 5. Sep. 2016 (CEST)}}
{{--|[[Benutzer:Doktorchen|Doktorchen]] hat recht. Gesichertes Wissen ist eine der Grundlagen für Wikibooks. Konkret gilt außerdem:
* Du [[Benutzer:Mideal|Mideal]] darfst keinen Löschantrag stellen, weil du bei Wikibooks noch keine 200 Bearbeitungen vorgenommen hast. (Gemeint wären eigentlich Edits in Büchern und Kapiteln, aber die [[Hilfe:Löschregeln|Löschregeln]] beschränken sich nicht darauf.)
* Der richtige Platz für den Löschantrag zu einem bestimmten Buch sind die aktuellen [[Wikibooks:Löschkandidaten/_{{#time:Y"-"m|{{CURRENTYEAR}}-{{CURRENTMONTH}}-01}}|Löschkandidaten]].
* Die Löschung eines solchen Buches ist sehr aufwändig (sowohl hinsichtlich Antrag als auch Diskussion), siehe z.B. die Löschungen zu [[Wikibooks:Löschkandidaten/ 2011-05#Gott|„Gott“]] und [[Wikibooks:Löschkandidaten/ 2012-12#Yoga|„Yoga“]].
* Der richtige Platz für die Streichung des Regals ist [[Wikibooks Diskussion:Bücherregale]].
* Damit dieser Themenbereich künftig dauerhaft für "tabu" erklärt wird, sind die [[Wikibooks:Verbesserungsvorschläge|Verbesserungsvorschläge]] geeignet.
Wenn du einen Löschantrag z.B. für [[Die Kunst glücklich zu leben]] vorbereiten möchtest, würde ich ihn gerne übernehmen. Meine Beteiligung an den genannten Löschdiskussionen hängt mir jetzt noch zum Halse raus. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 16:20, 5. Sep. 2016 (CEST)}}
== Was Wikibooks ist ==
Im Editorial werden wichtige Grundlagen für WB genannt; ich vermisse aber einen zusammenfassenden Link zu [[Hilfe:Was Wikibooks ist]]. Ich schlage deshalb vor, den letzten Satz im zweiten Absatz als Link zu schreiben; das ändert den angezeigten Text überhaupt nicht (macht ihn also weder länger noch komplizierter), bietet aber den IMHO erforderlichen Link:
* [[Hilfe:Was Wikibooks ist|Wikibooks ist eine Bibliothek nur für Lehr-, Sach- und Fachbücher.]]
Wenn es keinen begründeten Widerspruch oder alternative Vorschläge gibt, werde ich das nach dem 26.10.2016 erledigen. Bei Alternativen bitte ich darum, die früheren Diskussionen zur Gestaltung der Hauptseite zu berücksichtigen (siehe oben und die archivierten Themen). -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 13:24, 26. Sep. 2016 (CEST)
{{-|Find ich gut. Was hälst Du davon das direkt im ersten Absatz ganz vorn zu machen? Würde den Satz auch nicht ändern. Und wie wärs, die Lizenz zu verlinken? Gruß Axel --[[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]] 13:59, 26. Sep. 2016 (CEST)}}
== Vandalismus, gesichtete Versionen ==
Auf Wikibooks scheint es offenbar kontinuierlich einen gewissen Vandalismus zu geben. Mich bewegt das zu der Frage, warum es auf Wikibooks keine [[w:Wikipedia:Gesichtete_Versionen|gesichteten Versionen]] gibt. Mein Problem mit der nachträglichen Bereinigung von Vandalismus ist
# dass der Vandalismus übersehen werden kann,
# dass der Vandalismus bis zur Bereinigung allen Lesern gezeigt wird,
# die Verschmutzung der Versionsgeschichte.
--[[Benutzer:Rumil|Rumil]] 12:37, 27. Dez. 2017 (CET)
{{-|Von Vandalismus-Orgien, wie kürzlich dreimal geschehen, abgesehen, hält er sich meiner Erfahrung nach in Grenzen. Wenn sich jeder hier Aktive aktiv an der Beseitigung beteiligen würde, wäre das Problem auch deutlich kleiner (oder? Sonst höre ich nämlich damit auf). Warum es hier keine gesichteten Versionen gibt, kann ich nicht beantworten, halte ich aber auch für eine falsche Herangehensweise.
# Übersehener Vandalismus wird schon irgendwann behoben, das ist das Wikiprinzip; auch Sichtungen können Vandalismus übersehen
# Vandalismus der allen Lesern gezeigt wird ist nicht gefährlich, da er als solcher offensichtlich ist
# nicht offensichtlicher Vandalismus ist ebenfalls kein Problem, da nicht anderweitig belegbar, und da Wikibooks nie als einzige Informationsquelle herangezogen werden sollte, ist das ebenfalls nicht dramatisch
# Die ''Verschmutzung'' der Versionsgeschichte ist marginal, Kapitel die unter verstärktem Vandalismus leiden, werden ggf. halbgesperrt und gut ist
Hinzufügen möchte ich: Bei allem, was den Lesern hier als offizieller Inhalt präsentiert wird (selbst bei Fertigem), halte ich Vandalismus für unser kleinstes Problem. Nein, löschen will ich nichts (naja, fast nichts), ich würds aber auch nicht als Buchanfänge ins Regal stellen. Wer würde auch die Edits sichten wollen? Solange wie von den Aktiven hier so wenig Vandalismus-Bekämpfung betrieben wird, ist eine Sichtungsmöglichkeit wahrscheinlich nicht sinnvoll. Allerdings wären wohl schon Modelle vorstellbar, wie man das handhaben könnte, so wie es in der Wikipedia betrieben wird, hielte ich die Sache aber für Kontraproduktiv.
An dieser Stelle auch der Hinweis auf [[Hilfe:Vandalismus]].
Gruß --[[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]] 00:52, 29. Dez. 2017 (CET)}}
{{--|1=
"''Übersehener Vandalismus wird schon irgendwann behoben, das ist das Wikiprinzip''" Das ist eine wirklich grenzenlos naive Annahme und deckt sich ja nicht im Entferntesten mit der Entwicklung der letzten Jahre. Das Textvolumen nimmt ständig zu (wenn auch verlangsamt), somit auch der darin enthaltene Vandalismus. Da nur sporadisch Vandalismus bekämpft wird, werden die unfertigen Bücher immer unattraktiver für potentielle Autoren. (Davon ab: Wo dran will man nach Jahren Löschungen wie z.B. [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Traktorenlexikon:_MAN_4P1&curid=51548&diff=811068&oldid=805108 Link] erkennen? Bei einem Sichtungsprozedere kein Problem). Fast schlimmer ist der völlige Verzicht auf Qualität bei Bearbeitungen, denn bei einem nicht revidierten Vandalismus kann man noch denken, dass er übersehen wurde (nur warum?), die Akzeptanz von Null-Qualität dagegen ist eine Ansage an die Außenwelt und schreckt potentielle Autoren nachhaltig ab. Und die "Abschreckungsmaßnahmen" nehmen ja ständig zu, siehe "Mahnungsbuch" - absoluter Tiefpunkt, den WP bei sich verhindert hat (im Prinzip ja auch über eine Art Sichtung).
Ich weiß nicht, was das "Wikiprinzip" ist. Hier bei WB is es wohl die Hoffnung, dass die Schwarmintelligenz zwangsläufig irgendwann zu etwas Vorzeigbaren führen wird. Aber egal welchen Aspekt, welche Kennzahlen man sich anguckt (Verhältnis zw. fertig/unfertig, unfertig und verwaist/nicht verwaist, Qualität laufender Buchprojekte früher/heute), z.Z. geht es ja nur bergab, die letzten 2 oder 3 Jahre beschleunigt, aber auch vorher schon. Wann also greift eurer Meinung nach das Wikiprinzip, die Schwarmintelligenz und stoppt die Talfahrt? Antwort: Nie. Also bleibt nur, prinzipientreu unterzugehen.
Hier mal Vandalismus (kleine Auswahl), der alles andere als versteckt ist, und trotzdem nicht revidiert wurde: [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=C%2B%2B-Programmierung%2F_Einf%C3%BChrung_in_C%2B%2B%2F_Ein_Taschenrechner_wird_geboren&type=revision&diff=834195&oldid=725921 Link](ein ganzer Block an unsinnigen Bearbeitungen. Buch eines vorgeblich aktiven Admins!), [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Visual_Basic_Script_(VBS):_Wichtige_Objekte_und_Funktionen&curid=77335&diff=834074&oldid=825753 Link], [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Programmierkurs:_Delphi:_Pascal:_Variablen_und_Konstanten&curid=7487&diff=833607&oldid=680235 Link], [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Mathematische_%C3%9Cbungsbeispiele:_Textaufgaben_Rechenweg&curid=69366&diff=834520&oldid=658570 Link]
Kein Vandalismus, aber schlechte Bearbeitungen, die, das hier akzeptierte Niveau demonstrieren: [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=C%2B%2B-Programmierung:_Kompilierung&curid=82&diff=825254&oldid=624287 Link], [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Batch-Programmierung%3A_Programmierungshilfen&type=revision&diff=824324&oldid=817807 Link], [https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Gambas%3A_Bilder&type=revision&diff=824195&oldid=463022 Link]
Eine Sichtung wie bei Wikipedia würde das alles verhindern, wäre dann aber wohl nicht das hier angewandte "Wikiprinzip" (das garantiert noch nie irgendwo zu einem lesenswerten Wiki geführt hat). Trotzdem, ein Sichtungsmechanismus dürfte kaum machbar sein. Es fehlt an Personal und an einem garantierten, zumindest minimalen Qualitätsanspruch (Bei WP geht ja die Sichtung deutlich über die reine Vandalismusbekämpfung hinaus). Zudem gibt es hier No-go-Areas (Traktorlexikon (extrem vandalismus- und URV-behaftet), [[Benutzer:Rho|Rhos]] Sammelurien), was ja schon allein einer Kapitulation gleichkommt. Wer will da wie sichten?
"''Vandalismus der allen Lesern gezeigt wird ist nicht gefährlich, da er als solcher offensichtlich ist''". Es gibt im Medizinbuch von [[Benutzer:Rho|Rho]] Werteänderungen einzelner IPs um den Faktoren 5 oder auch 10, in einige Fällen sicherlich Vandalismus, da fragt man sich, ob jetzt die Dosierung tödlich ist, oder es vorher war. Klar, kein Mediziner, zumindest keiner bei Verstand, wird dieser Informationsquelle trauen (dein Punkt 3). Aber allein die Vorstellung, dass es einen Arzt gibt, nämlich den, der sicherlich seinen eigenen Texten traut, ließe mich einen großen Bogen um Kronach machen.
--[[Spezial:Beiträge/92.196.121.223|92.196.121.223]] 14:46, 29. Dez. 2017 (CET) Buchfreund
}}
{{--|1=Ergänzung: https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Innere_Medizin_kk&curid=62939&diff=836880&oldid=836851 . [[Benutzer:Rho|Rho]] sieht das Werk tatsächlich als jetzt schon praxistaugliche Hilfe. Wie kann ein Mediziner derart verantwortungslos handeln? Kein Wunder, dass er Sorge hat, sein AG könnte hiervon erfahren. --[[Spezial:Beiträge/92.196.29.137|92.196.29.137]] 21:06, 19. Jan. 2018 (CET) Buchfreund
}}
:::Vandalismus bearbeitet.--[[Benutzer:4tilden|4tilden]] 16:09, 29. Dez. 2017 (CET)
{{---|Danke @[[Benutzer:4tilden|4tilden]]. Hätte ich mich sonst auch noch dran gemacht.
@allg./BF-IP: Ich hatte die Änderungen gesehen und grob geprüft, konnte aber mangels detailierter Fachkenntnis hier kein Urteil fällen. Mein Vorschlag Wikibooks für IPs zu sperren wurde (nicht ganz zu unrecht) für undurchführbar gehalten. Admin-Rechte sind Admin-Rechte, keine Pflichten. Bestimmte Dinge hätte ich lieber nicht in den Regalen, wie ich sagte. Rho habe ich bereits auf die Problematik hingewiesen, da müsste mal eine nachhaltige Lösung her, ohne Frage. Wo findet man denn diese Daten und Kennzahlen für Deine vermutete Talfahrt. Ich fühle keine Änderung in den letzten zwei Jahren. Ohne das Wikiprinzip gäbe es die ganze Wikipedia nicht, schau Dir beliebige Artikel aus der Anfangszeit der Wikipedia an. Die Sache hat sich inzwischen überholt aus diversen Gründen, auch wenn das niemand eingestehen will (mbM), genauso wie „geh von guten Absichten aus“ und „sei mutig“. Aber wenn wir die Nummer hier mit den IP-Edits durchziehen wollen, müssen wir zwangsläufig systembedingt daran glauben. Ich persönlich halte es für Unsinn dieses Prinzip bei Wikibooks einzusetzen. Aber solange nicht alle daran Interessierten bereit sind über theoretisch mögliche Veränderungen zu sprechen, sich auf irgendwas zu einigen und das dann auch umzusetzen, muss halt alles so bleiben, wie es ist. Wenn Du darin einen Untergang siehst, ist es vielleicht besser, Du investierst die Zeit nicht mehr darin, Vandalismus zu sehen und ihn nicht zu revidieren, obwohl Du Dich anscheinend auskennst, das sollte das Problem von Deiner Seite aus schneller und vor allem bequemer lösen.
Nebenbei, das größte Problem, was wir hier haben (so sehe ich das), ist, Leute hauptsächlich wegen Lizenzverstößen raus zu schmeißen (nicht, dass ich das nicht in gewissem Sinne befürwortet hätte), uns aber selbst einen Kericht drum zu scheren: [[Wikibooks_Diskussion:Lizenzbestimmungen#Verstößt_Wikibooks_gegen_seine_eigenen_Lizenzbestimmungen?]] Wenn hier irgendeine Autorin auch nur nennenswerte Sicherheit haben möchte, dass ihre Kapitel nicht einfach so irgendwo eingebunden werden, sie dadurch aber nicht mehr als Autorin ersichtlich ist, obwohl Ihr von allen Seiten suggeriert wird, das (die präzise Autorennennung) sei ein Kernpunkt der Wikimedia-Projekte, ist es besser nichts zu schreiben. Gruß --[[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]] 22:23, 29. Dez. 2017 (CET)}}
Eine gewisse Begründung für gesichtete Versionen ergibt sich für mich über ein kleines Gedankenexperiment: Angenommen, alle würden für die nächsten Monate Urlaub nehmen und niemand würde sich mehr um Wikibooks kümmern. Vandalismus würde sich vielleicht über viele Bücher ziehen und Wikibooks wäre schnell in einen verwahrlosten Zustand gebracht. Mit gesichteten Versionen könnte man Wikibooks jedoch eine Weile lang sich selbst überlassen.
Meine Überlegungen führen mich immer zu der Ansicht, dass sich ein technisches System ohne Hinzutun möglichst selbst stabilisieren und in diesem stabilen Zustand verbleiben sollte.
Was »nichttrivialen« Vandalismus und unbeabsichtigte Fehler angeht, da denke ich dass die Fach-Community ein vernünftiges Konzept von Peer-Review und Auflagen zu Quellennachweisen haben muss. Ein fertiges Buchkapitel sollte außerdem stufenweise als eingefroren deklariert werden können. Einer wesentlichen Änderung an einem eingefrorenen Kapitel muss immer mit Misstrauen begegnet werden, oder sie ist komplett zu unterbinden falls die ursprünglichen Autoren keine weiteren Veränderungen wünschen.
Wenn etwas als Quelle dienen soll, dann muss es m.E. eingefroren und bei wissenschaftlicher Information zusätzlich peer-reviewed sein. --[[Benutzer:Rumil|Rumil]] 01:45, 30. Dez. 2017 (CET)
{{-|Dazu möchte ich ein paar Sachen zu bedenken geben:
#Wenn die Situation mit den gesichteten Versionen so passieren würde, wer möchte/kann dann im Nachhinein alles sichten? Die aktuelle ''halbwegs'' akzeptable Version ist dann zwar eingefroren, ein massiver Einschnitt aber so oder so unausweichlich.
#Peer-Review ist zwar eine schöne Idee, aber auch dazu fehlt Wikibooks entschieden die Mitarbeiter-Decke. Eine ähnliche Idee hatte ich durchaus auch, nenne das in meinem Kopf aber nicht Peer-Review, sondern Lektorat. Ist bei der Darstellung gesicherten Wissens überhaupt „Peer-Review“ erforderlich?
#Auflagen zu Quellen-Nachweisen halte ich für gefährlich, weil wir sonst möglicherweise in die gleiche Falle laufen, wie die Wikipedia (mbM). (Nicht dass darüber nicht gesprochen werden müsste, ich arbeite sogar an einem Teil davon: [[Benutzer:HirnSpuk/Werkstatt/01]])
#Die Idee des stufenweisen Einfrierens wird ja durchaus auch schon in gewissem Sinne praktiziert, wenn es auch der Idee der Wikimedia zuwider läuft. Unter der Bedingung, dass es beliebig viele Bücher zum gleichen Thema geben kann/darf/soll ist das aber sicher ein gangbarer Weg.
#Last not least: Wikibooks sollen überwiegend Lehrbücher sein. Lehrbücher sollten keine Quellen sein. Fachbücher wahrscheinlich, davon haben wir aber noch recht wenig, da müsste man abwarten wo sich die Reise hin entwickelt (und so wie es im Moment aussieht, ist der Zeithorizont dafür eher lang). Über Sachbücher brauchen wir sicher nicht reden. Und – der Vollständigkeit halber – der häufig in diesem Moment gebrachte Einwand: „über die Versionsgeschichte gibt es das implizit über alte Versionen.“
Auch wenn es nicht so klingen mag @[[Benutzer:Rumil|Rumil]], ich befürworte grundsätzlich den Vorstoß und die Kommentare, sehe aber noch Gesprächsbedarf, davon abgesehen, dass uns allein da ohnehin die Hände gebunden sind. Guten Rutsch --[[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]] 12:44, 30. Dez. 2017 (CET)}}
: Was das "Einfrieren" betrifft: Du kannst von einem fertigen Buch (oder Kapitel) eine PDF-Datei herstellen (lassen). Diese kann schreibgeschützt werden und als Referenz dienen. -- [[Benutzer:Klaus Eifert|Klaus]] 20:18, 1. Jan. 2018 (CET)
:: Ja, das ist grundsätzlich eine gute Idee. Gegenüber Schreibschutz, Versions-Ids und digitale Signaturen bin ich aber kritisch eingestellt. Wegen Sicherheitslücken. Ruhig schlafen kann ich eigentlich nur, wenn ich den kryptologischen Hashwert der Datei oder des zip-Archivs auf ein Blatt Papier geschrieben habe. --[[Benutzer:Rumil|Rumil]] 16:48, 2. Jan. 2018 (CET)
=== CMS mit VCS+Rechteverwaltung ===
Wie wäre es, wenn eine Rechteverwaltung in Wikibooks integriert würde? Z. B. so ähnlich wie das folgende Modell beschreibt:
# Jedes Buch eröffnet eine neue Gruppe, die ''Buchgruppe''.
# Jeder Autor in der Buchgruppe darf das Buch editieren.
# Jemand außerhalb der Buchgruppe kann nur einen ''Pull-Request'' stellen. Dieser ergibt sich ganz automatisch beim einem Edit, und stimmt mit einer ungesichteten Version überein.
# Der Pull-Request darf nur von einem Autor aus der Buchgruppe übernommen werden.
# Zu jedem Buch können weitere Gruppen hinzugefügt werden. Jedes Mitglied in einer dieser Gruppen darf das Buch dann editieren und Pull-Requests übernehmen.
# Gruppen können auch mit anderen Rechten ausgestattet werden. Hierbei ist Edit-Recht+Merge-Recht einfach der Vorgabewert.
# Nur Administratoren dürfen Nutzer zu einer Gruppe hinzufügen oder aus einer Gruppe entlassen. Ein Nutzer kann aber das Gruppenadministrator-Recht bekommen, und darf die Gruppe dann ebenfalls verwalten.
# Gruppen können zu jedem Zeitpunkt hinzugefügt und entfernt werden, von Administratoren und Gruppenadministratoren der Buchgruppe.
# Es soll eine Gruppe »Leichte Bearbeitungen« geben, die zu den meisten Büchern hinzugefügt wird. Die Mitglieder dieser Gruppe übernehmen Pull-Requests von IP-Adressen, wenn es sich um ohne zu tiefes Fachwissen nachvollziehbare Änderungen handelt. Statistisch gesehen gibt es oft z. B. Rechtschreibkorrekturen, wofür diese Gruppe gedacht wäre.
An der genauen Ausgestaltung und den Details müsste man feilen, davon ist schließlich vieles abhängig. Würde ein solches System ideal umgesetzt werden, könnte es vielleicht sogar eher Arbeit abnehmen als schaffen. Ich finde es auch nicht unbedingt zu kompliziert. Eher kommt es mir wie bei einem guten Typsystem einer Programmiersprache vor, dergestalt dass Klarheit über Befugnisse geschafft wird, die ohnehin ständig implizit respektiert werden müssen.
Keinenfalls soll dies eine Weiterarbeit an Büchern durch neue Autorenkreise verhindern. Außerdem gestatten die Lizenzen sowieso das forken von Büchern. --[[Benutzer:Rumil|Rumil]] 19:34, 19. Mai 2018 (CEST)
{{-|Dafür ist de-WB leider der falsche Ansprechpartner, das ist ein "Upstream-Problem" und sollte daher an die Entwickler der Mediawiki-Software herangetragen werden. Leider ist schon das Problem, Seiten zu kopieren / zu forken, zu aufwendig für eine schnelle Implementierung. Was wie `github` für Mediawiki wäre schon fein. [[Benutzer:Qwertz84|Qwertz84]] 20:49, 19. Mai 2018 (CEST)}}
{{--|@[[Benutzer:Rumil|Rumil]]: Hierfür fehlen aktuell die Voraussetzungen in der Mediawiki-Software. [[m:WMDE Technical Wishes]] ist der bessere Ort für diese Wünsche. -- [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] 11:43, 20. Mai 2018 (CEST)}}
== Buch mit Sprichwörtern ==
Dies ist ein Buch mit 300 schönen Sprichwörtern, die in 7 Sprachen übersetzt wurden, darunter auch Deutsch: [[c:File:מיינע שפריכווערטער.pdf]]
<!-- https://commons.wikimedia.org/wiki/File:%D7%9E%D7%99%D7%99%D7%A0%D7%A2_%D7%A9%D7%A4%D7%A8%D7%99 % D7% 9B% D7% 95% D7% 95% D7% A2% D7% A8% D7% 98% D7% A2% D7% A8.pdf -->
Kannst du es auf einer der deutschsprachigen Wikiseiten hochladen? bitte. [[Benutzer:ששון|ששון]] 05:36, 2. Aug. 2021 (CEST)
{{-|Wozu? Die PDF ist auf Commons vorhanden. Commons ist der zentrale Datenspeicher (auch) für de-WB. Die Frage wäre allenfalls, wo auf dieses Buch hingewiesen werden könnte. Aber auch für einen solchen Hinweis ist Wikibooks nicht geeignet. (Nebenbei: Der Link funktionierte nicht; ich habe ihn korrigiert.) -- [[Benutzer Diskussion:Juetho|Jürgen]] 09:04, 2. Aug. 2021 (CEST)}}
== Syntaxfehler ==
Mit Feuerfuchs 109 wird die Startseite fehlerhaft angezeigt. Änderungsvorschlag:<syntaxhighlight lang="diff">--- Hauptseite~ 2023-02-02 13:32:16.041195001 +0000
+++ Hauptseite 2023-02-02 13:32:16.041195001 +0000
@@ -15,14 +15,14 @@
<div style="{{:Hauptseite/ Style/ Box}} padding-bottom: .2em;">
<div class="inhalt" id="mf-zufall" title="Zufällig ausgewähltes Buch">
{{:Hauptseite/ Zufälliges Buch}}
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<!-- h2 style="{{:Hauptseite/ Style/ Überschrift}} text-align: center;">In eigener Sache</h2>
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<!--#### Box "Schwesterprojekte" ####-->
<h2 style="{{:Hauptseite/ Style/ Überschrift}} text-align: center;">Schwesterprojekte</h2>
<div style="{{:Hauptseite/ Style/ Box}} padding-bottom: 0.2em; padding-right: 0em;"></syntaxhighlight> ‑‑ [[User: Kai Burghardt|K]] ([[User talk:Kai Burghardt|🗣]] | [[Special: Contributions/Kai_Burghardt|🖺]]) 14:32, 2. Feb. 2023 (CET)
: Das ist korrekt. Der Fehler ist schon länger bekannt und nicht nur im Feuerfuchs. Er ist aber zum Glück nicht dramatisch. Dein Änderungsvorschlag sieht in meinen Augen gut aus. Ping @[[Benutzer:Yomomo|Yomomo]], wenn Du dafür gelegentlich Zeit findest? Viele Grüße, [[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]<sup>[[Benutzer Diskussion:HirnSpuk|Disk]]</sup> – 18:08, 2. Feb. 2023 (CET)
::Die zweite Änderung ist zwar nicht notwendig (liegt innerhalb von nicht gezeigtem Inhalt), hab ich aber jetzt gemacht. Ich hab für das erste clear dir Vorlage benutzt (hat auch padding), ich hab allerdings keinen solchen Browser, bitte überprüfen. LG! [[Benutzer:Yomomo|Yomomo]] 04:01, 4. Feb. 2023 (CET)
== Update der Lizenz ==
Die Lizenz wurde upgedated zu CC-BY-SA-4.0 [[Benutzer:CyberOne25|CyberOne25]] 08:37, 28. Jul. 2023 (CEST)
:@[[Benutzer:CyberOne25|CyberOne25]], besten Dank für den Hinweis, war mir noch gar nicht aufgefallen. So Betriebsblind kann man werden, wenn sich nur eine Zahl im Kleingedruckten ändert.
:*Dort können wir das nachlesen: [[foundation:Special:Diff/240859/267246]].
:Ping @ (halb-)aktive Admins @[[Benutzer:Mjchael|Mjchael]], @[[Benutzer:Klaus Eifert|Klaus Eifert]], @[[Benutzer:Yomomo|Yomomo]]
: Erinnert sich noch jemand, wie das das letzte Mal gehandhabt wurde?
: Wenn ich es recht verstehe, dann müssen wir
:# nicht sofort tätig werden, weil Lizenz-Bedingungen der eigenen Projekte, die Lizenzbedingungen der Wikimedia überschreiben,
:# wenn wir die 4.0 wollen, klären, wie wir mit dem alten Inhalt verfahren, weil die CC vorschreibt, dass es eine explizite "relizensierung" geben muss; [[m:Talk:Terms of use/Creative Commons 4.0]], dort gibt's allerdings dazu eine FAQ, die was anderes zu sagen scheint (die alten Versionen bleiben 3.0 oder anders, die neuen werden 4.0).
:# Muss man ggf ohnehin mal darüber reden, weil ja beliebig viele Lizenzupdates erfolgt sind und aus der Versionsgeschichte nicht ersichtlich ist, welcher Inhalt unter welcher Lizenz erstellt wurde (vgl. auch [[Wikibooks Diskussion:Lizenzbestimmungen]])? (<small>Anm.: welche Bedeutung aktuell Aktive der Lizenz beimessen ist möglicherweise ein wenig aus diesem [[Wikibooks:Projektentwicklung/2021/Umfrage_Grundsätzliche_Meinungen/Auswertung#Frage_47_–_Autorennennung_nach_Lizenz_(Attribution)|Abschnitt meiner letzten Umfrage]] abzuleiten, es scheint mir also erstmal minderdramatisch</small>)
:# Wenn wir geklärt haben, wie das alles soll, müssen vermutlich jede Menge Seiten angepasst werden. Dazu zählen nicht nur unsere Hilfe- und Community-Seiten, sondern auch tiefer steckende Seiten, wie [[MediaWiki:Citethispage-content]]. Wobei, weiß jemand seit wann die Edit-Notice unter dem Quelltext-Editor angepasst ist? Dort verwenden wir das nämlich schon.
: Ggf. könnte man mal den ehemaligen Syndikus der WMDE [[m:User:John Weitzmann (WMDE)]] kontaktieren und um Rat und/oder Bewertung bitten.
:Irgendwas ist ja immer... Viele Grüße, [[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]<sup>[[Benutzer Diskussion:HirnSpuk|Disk]]</sup> – 13:31, 28. Jul. 2023 (CEST)
== Kein Abstand zwischen eingeklappten Überschriften in Mobilansicht ==
Zeile 14 von [[Spezial:Permalink/1009768|Hauptseite]] hat <syntaxhighlight lang="css" inline>margin-top:0;
</syntaxhighlight>, was in der Mobilansicht (https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Hauptseite&mobileaction=toggle_view_mobile) zu keinem Abstand zwischen "Regale" und "Zufällig ausgewähltes Buch" führt.
Ohne sieht es richtig aus.<br/> –[[Benutzer:joshinils|joshinils]] ([[Benutzer Diskussion:joshinils|Diskussion]]) 14:09, 12. Feb. 2026 (CET)
== Human ==
wie schreibt sich, was es bedeuten soll.
_bedeutensoll- [[Benutzer:Mick Roeger|Mick Roeger]] 10:02, 3. Jul. 2026 (CEST)
1gwubpd60k7kggi5we8bagigx30lhmb
Kochbuch/ Biryani
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2026-07-02T22:16:25Z
~2026-37787-03
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/* Tipps / Anmerkungen */ Tippo korrigiert
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wikitext
text/x-wiki
{{:Kochbuch/ Navigationsleiste/ Ebenen}}
{{:Kochbuch/_Vorlage/_RezeptBox
|Kategorie = <!-- Name einer existierenden Kategorie -->
|Portionen = 4 Personen<!-- Anzahl Portionen oder Anzahl Personen -->
|Menge = <!-- Mengenangabe in Gewicht oder Litern -->
|Zubereitungszeit = 90 min<!-- Arbeitszeit -->
|Zeit bis Servierung = <!-- Zeit, bis das Rezept serviert werden kann -->
|Schwierigkeitsgrad = 3<!-- 1, 2, 3, 4 oder 5 -->
|Brennwert = <!-- Energiewert in Joule oder Kilojoule (je 100g) -->
|Kohlenhydrate = <!-- Menge an Kohlenhydraten in Gramm (je 100g) -->
|Eiweiß = <!-- Menge an Eiweißen in Gramm (je 100g) -->
|Fett = <!-- Menge an Fetten in Gramm (je 100g) -->
|Vegetarisch = Nein<!-- Nein / Ja / Vegan -->
|Alkohol = Nein<!-- Nein / Ja -->
|Werkzeuge = <!-- Benötigte Utensilien -->
}}
'''Lamm-Biryani'''
Biryani ist ein indisches Festtagsgericht und wird gerne zu Hochzeiten den Gästen gereicht. Varianten sind [[Kochbuch/ Chicken Biryani|Hühner-Biryani]] und [[Kochbuch/ vegetarian Biryani|vegetarisches Biryani]].
== Zutaten ==
* ca. 500-600 g Lammfleisch
* 400 g Basmati-Reis
* ca. 200 g Joghurt (nach Möglichkeit den türkischen)
* 2-3 Zwiebeln
* 2 Tomaten
* 1 Chilischote (gerne mehr, nach Geschmack)
* 2 Knoblauchzehen
* Saft einer halben Limette (Zitrone geht auch)
* ca. 1 TL Ingwer, frisch gerieben
* ca. 1 TL „Garam Masala“ (indische Würzmischung)
* ca. ½ TL Kreuzkümmel (Cumin, Jeera)
* ca. ½ TL Nelken (gemahlen), oder zwei Stück ungemahlen
* 1 Kardamom-Nuss, gemahlen
* 1 Zimtstange
* ca. 2 TL Kurkuma (Haldi, Turmeric, Gelbwurz)
* ca. 3-4 EL Butterreinfett (Butterschmalz, Ghee), alternativ Pflanzenöl
* etwas Safran
* etwas Salz
* ca. 4-5 Korianderblätter
* div. Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, etc. gerne auch tiefgefroren)
* einen großen, backofengeeigneten Topf (also ohne Kunststoffgriffe)
* eine Schale/Schüssel
== Zubereitung ==
Das Fleisch klein schneiden (Gulaschgröße) und mit dem Joghurt, Limettensaft und Gewürzen (Kurkuma, Ingwer, Garam Masala, Kreuzkümmel, Nelken, Kardamom, Zimt, bzw. Biryani paste) vermischen und mindestens eine Stunde in einer Schale oder Schüssel einwirken lassen ([[Kochbuch/_Techniken/_Marinieren|marinieren]]).
In der heißen Pfanne mit dem Butterreinfett (oder Öl) die Zwiebeln goldgelb anbraten. Die Tomaten hinzugeben und anbraten. Nun Knoblauch, Chilischoten, das marinierte Fleisch und auch den Knochen hinzugeben. Drauf achten, dass auch der ganze Joghurt mit den Gewürzen mitkommt. Schön umrühren und aufpassen, dass die Gewürze nicht anbrennen. Wenn das Fleisch angebraten ist, die Hitze auf ein Minimum reduzieren und ca. 1 Stunde köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Kurz vor Ablauf der Zeit die Korianderblätter und die Kräuter hinzugeben.
Bis hierhin kann man alles auch am Vortag vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Das gibt auch den Gewürzen Gelegenheit tief in das Fleisch einzudringen.
Ca. 40 Minuten bevor man essen möchte, den Basmatireis waschen, damit die Stärke entfernt wird, die den Reis klebrig macht. Nun den Reis zum warmen Fleisch geben. Wenn das Fleisch aus dem Kühlschrank kommt vorher erhitzen. Vorsicht, den Reis nicht zu lange im Wasser stehen lassen, sonst wird er schon vor dem Kochen weich. Ungefähr die gleich Menge Wasser, wie Reis hinzugeben und ca. 20 Minuten bei niedriger Hitze kochen lassen. Während dieser Zeit (solange der Reis noch hart ist) den Safran hinzugeben. Jetzt auch mit Salz abschmecken.
Wenn der Reis fast gar ist, den Topf vom Herd nehmen und noch ca. 10 bis 15 Minuten in den Backofen stellen und fertig garen.
Den Biryani mit [[Kochbuch/ Raita|Raita]] servieren.
== Tipps / Anmerkungen ==
* Gutes frisches Lammfleisch bekommt man in Deutschland beim türkischen Metzger. Ein Stück von der Keule oder Schulter sind am geeignetsten. Den Metzger bitten, das Fleisch wie Gulasch klein zu schneiden (auf Türkisch heisst es "kuşbaşı"; sprich Kuschbaschi, mit Betonung der letzten Silbe). Wenn gewollt, soll er auch gleich das Fett wegschneiden. Allerdings ist das Fleisch mit dem Fett nach der Zubereitung aromatischer. Ein Stück vom Knochen verleiht dem Essen ebenfalls ein besonderes Aroma.
* Für Faule: Sollte kein ordentlicher Metzger in der Nähe sein, tuts zur Not auch das tiefgefrorene Neuseeland-Lamm vom Supermarkt. Dann aber bitte die Version '''ohne''' [[Kochbuch/_Techniken/_Marinieren|Marinade]]! Man kann auch „Garam Masala“, Cumin, Nelken, Zimt und Kardamom durch eine Biryani-Gewürzmischung ersetzen. Die gibts von diversen Herstellern und heißt „Biryani paste“.
{{:Kochbuch/ Navigationsleiste/ Ebenen}}
[[Kategorie:Kochbuch/ Alle Rezepte|Biryani]]
[[Kategorie:Kochbuch/ Reisgerichte|Biryani]]
[[Kategorie:Kochbuch/ Asiatische Küche|Biryani]]
[[Kategorie:Kochbuch/ Indische Küche|Biryani]]
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Gitarre: Schlagmuster erarbeiten
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2026-07-02T17:03:11Z
Mjchael
2222
/* Übung 99 */
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wikitext
text/x-wiki
{{:Gitarre/ Navi|Rockdiplom|
{{:Gitarre: Rockdiplom/ Navi}}|
{{:Gitarre: Rockdiplom/ Navi_Schlagmuster_1}}|
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{| {{Prettytable-R}}
! colspan="2" style="background-color:#63b8ff;" | Mindest-Voraussetzungen
|-
| [[Gitarre: schneller Griffwechsel|schneller Griffwechsel]]<br />[[Gitarre: Folkdiplom - Rhythmus-Variationen|einfache Variationen der Grundschläge]]
|-
! colspan="2" style="background-color:#63b8ff;" | Verwandte Kapitel
|-
|[[Gitarre: Schlagmuster 9000|Schlagmuster 9000]]
|-
! colspan="2" style="background-color:#63b8ff;" | Weiterführende Kapitel
|-
|[[Gitarre: Diatonischer Quintfall in Am mit Samba-Rhythmen|Diatonischer Quintfall in Am mit Samba-Rhythmen]] ([[Gitarre: Rockballadendiplom|Rockballadendiplom]])
|}
__TOC__
=16 Takthälften zum Auswendiglernen =
Schlagmuster gibt es in großer Vielfalt, und ein Lied lässt sich meist auf verschiedene Arten begleiten. Nur selten ist es nötig, exakt das Originalmuster zu übernehmen – oft genügt es, ihm nahezukommen. Selbst Originalinterpreten variieren ihre Stücke von Aufführung zu Aufführung.
Doch wie eignet man sich Schlagmuster effektiv an? Ob für dein Repertoire oder für ein konkretes Original: Hunderte Muster auswendig zu lernen ist wenig sinnvoll.
Lege dir deshalb eine kleine Auswahl bewährter Schlagmuster zu und wähle daraus diejenigen aus, die dem Original nahe kommen. Passende es bei Bedarf so lange an, bis es für dein Stück ausreicht.
Besonders hilfreich sind folgende 16 grundlegende Takthälften-Pattern. Die meisten Schlagmuster im 4/4- oder 12/8-Takt lassen sich darauf zurückführen. Beherrschst du diese 16 Bausteine, kannst du daraus flexibel komplexere Muster zusammensetzen.
= Grundlegendes =
Wir unterscheiden vier Arten von Schlägen.
# den Abschlag
# den Luftschlag aufwärts
# den Luftschlag abwärts
# und den Aufschlag.
<div style="width:400px;">
<!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab strings EADGHE.svg]][[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]]<!-- Abschlag
-->[[Image:Tab bar.svg]]<!-- Taktstrich
-->[[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- Luftschlag auf
-->[[Image:Tab bar.svg]]<!-- Taktstrich
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]]<!-- Luftschlag ab
-->[[Image:Tab bar.svg]]<!-- Taktstrich
-->[[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- Aufschlag
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
</div>
So banal es klingt, die folgenden Schlagmuster bauen sich nur aus diesen vier Schlägen auf.
Im [[Gitarre: Folkdiplom - Rhythmus-Variationen|Folkdiplom]] haben wir schon gelernt, die Schläge stärker oder schwächer zu spielen, mal mit mehr, mal mit weniger Saiten. Für die Lektion lassen wir dies außer Acht.
[[Gitarre: Lesen von Diagrammen, Tabulaturen und Noten|Wie man Schlagmuster und Tabulaturen liest]], setze ich als bekannt voraus.
Beim jedem 4/4-Schlag werden nicht nur vier Abschläge ausführt, sondern auch vier Luftschläge aufwärts. Du führst also insgesamt 8 Schläge aus. 4 mal richtig durchgezogen und 4 mal werden die Saiten nicht berührt. Diesen Wechselschlag fasst man als 8el-Feeling zusammen.
Doppelt so schnell, also insgesamt 16 Schläge in einem Takt (Auf-, Ab-, Luftschläge) nennt man 16tel-Feeling.
Gehe davon aus, dass Schlagmuster im 16tel-Feeling meist anspruchsvoller sind, weil du schlicht mehr Kombinationsmöglichkeiten hat.
Solltest du jedoch Rhythmen im 1/16-Feeling üben, so lerne diese vorerst halb so schnell (also im 1/8-Feeling). Wenn das Muster im 1/8-Feeling klappt, steigere das Tempo schrittweise, bis du es auch doppelt so schnell im 1/16-Feeling kannst.
<div style="width:400px;">
;Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|F F]]
Beim Achtel-Feeling ist es vollkommen gleich, ob man richtige Schläge macht...
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]] [[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br />[[Image:Tab strings EADGHE.svg]]<!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
;Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|0 0]]
...oder bloß Luftschläge ausführt.
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 0
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 0
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
Wenn sehr viele Luftschläge hintereinander folgen, können diese dezenter ausfallen. Mache jedoch keine Pause, dann hast du auch keine Probleme mehr den Takt zu halten.
{{merke|Alle Zahlen, die hier gezählt werden, sind Abschläge, alle "und" sind Aufschläge|info=Beachte|px=30}}
= 4 Grund-Rhythmen =
; Wiederholung
; [[Gitarre: der Vier-Viertel-Schlag#Der 4.2F4 Schlag | 4/4el-Schlag ]] (Rhythmus 88)
[[Image:Tab spacer.svg|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 3.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br />
[[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]]
; [[Gitarre: Eisenbahn und Westernschlag|Eisenbahnschlag]] (Rhythmus FF)
[[Image:Tab spacer.svg|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 3.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br />
[[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact dae.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact dae.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]]
; [[Gitarre: Eisenbahn und Westernschlag|Westernschlag]] (Rhythmus BB)
[[Image:Tab spacer.svg|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 3.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br />
[[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]]
; [[Gitarre: Lagerfeuerschlag|Lagerfeuerschlag]] (Rhythmus B6)
[[Image:Tab spacer.svg|10px|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br />
[[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]]
= Die 16 Basis-Takthälften =
Die ganze Kunst besteht darin, bei diesem Schlagmuster mal die Saiten zu berühren und mal nicht. Auch wenn du die Saiten nicht verührst, so muss dein Arm die Auf- oder Abbewegung ausgeführt. Diese nennen wir "Luftschläge".<br />
<div style="width:380px; border: 1px black solid;">
[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Platzhalter
-->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Platzhalter
-->[[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab end.svg]]
</div>
*Im ersten Takt werden nur Abschläge (Downbeats) ausgeführt. Alle Aufschläge sind dort Luftschläge.
* Im zweiten Takt werden nur Aufschläge (Upbeats) ausgeführt (engl. Offbeat). Dort sind die Abschläge Luftschläge.
Üblicherweise werden Luftschläge nicht extra angezeigt, doch für diese Übung werden sie besonders deutlich hervorgehoben.<br />
<div style="width:380px; border: 1px black solid;">
[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Platzhalter
-->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Platzhalter
-->[[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab end.svg]]
</div>
Wir lernen Takthälften. Diese musst du sowohl am Anfang, als auch am Ende eines Taktes auszählen können. Wenn du übst, zähle laut und deutlich.
;Tipp
* Die Takte werden im Hexadezimalsystem bezeichnet. (s.u.)
* Wir starten mit den Pattern, die mit einem Abschlag beginnen, denn sie sind etwas einfacher.
* Rhythmushälften, die nicht mit einem Abschlag beginnen, tauchen eher als Auftakt oder mitten in einem zusamnengesetzten Rhythmus auf.
* <span class="noprint">Um den Rhythmus besser erfassen zu können, wurde einigen Schlagmuster eine einfache Schlagzeugbegleitung oder ein Basslauf hinterlegt.</span>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|F F]]==
:4/4- bzw. Eisenbahnschlag
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
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}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c8 \downbow % 1
8 \upbow % +
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
8 \downbow % 3
8 \upbow % +
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
%%
c8 \downbow % 1
8 \upbow % +
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
8 \downbow % 3
8 \upbow % +
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
}\addlyrics {
"1 " "+ " "2 " "+ "
"3 " "+ " "4 " "+ "
"1 " "+ " "2 " "+ "
"3 " "+ " "4 " "+ "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
< c-3 e-2 g c'-1 e'>1
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|E E]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- E
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- E
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 56-41er"
subtitle="(Rhythmus EE)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>8 4
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>8 4
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>8 4
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>8 4
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 4
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 4
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>8 4
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>8 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myG \myAm \myF \myC
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
g1 a:m f c
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-4 e'-4 g'-1>1 % C
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c8 \downbow % 1
8 \upbow % +
4 \downbow % 2
8 \downbow % 3
8 \upbow % +
4 \downbow % 4
%%
c8 \downbow % 1
8 \upbow % +
4 \downbow % 2
8 \downbow % 3
8 \upbow % +
4 \downbow % 4
}\addlyrics {
"1 " "+ " "2 . "
"3 " "+ " "4 . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{
\unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=70\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|D D]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- D
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- D
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 64-15er"
subtitle="(Rhythmus DD)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>4 8
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>4 8
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>4 8
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>4 8
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>4 8
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>4 8
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>4 8
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>4 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myAm \myF \myC \myG
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m f c1 g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c8 \downbow % 1
8~ \upbow % +
8 % 2
8 \upbow % +
8 \downbow % 3
8~ \upbow % +
8 % 4
8 \upbow % +
%%
c8 \downbow % 1
4 \upbow % +
8 \upbow % +
8 \downbow % 3
4 \upbow % +
8 \upbow % +
}\addlyrics {
"1 " "+ . " "+ "
"3 " "+ . " "+ "
"1 " "+ . " "+ "
"3 " "+ . " "+ "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Einmal mit überbundenen Noten, einmal mit viertel Noten.
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|C C]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- C
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- C
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 41-56er"
subtitle="(Rhythmus CC)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>8~4
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>8~4
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>4.
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>4.
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>4.
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>4.
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>4.
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>4.
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myF \myC \myG \myAm
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
f1 c1 g a:m
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c8 \downbow % 1
8~ \upbow % +
4
8 \downbow % 3
8~ \upbow % +
4
%%
c8 \downbow % 1
4. \upbow % +
8 \downbow % 3
4. \upbow % +
}\addlyrics {
"1 " "+ . . "
"3 " "+ . . "
"1 " "+ . . "
"3 " "+ . . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Mal mit überbundenen Noten, mal mit punktierten Noten.
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|B B]]==
:Westernschlag
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- B
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- B
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 15-64er"
subtitle="(Rhythmus BB)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4
< e-2 g c'-1 e'>8 8
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4
< e-2 g c'-1 e'>8 8
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>4
< d g b' d' g'>8 8
< g, d g b' d' g'>4
< d g b' d' g'>8 8
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 8
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 8
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>4
< c f a' c' f'>8 8
< f, c f a' c' f'>4
< c f a' c' f'>8 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myC \myG \myAm \myF
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 g a:m f
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c4 \downbow % 1
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
4 \downbow % 3
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
%%
c4 \downbow % 1
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
4 \downbow % 3
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
}\addlyrics {
"1 . " "2 " "+ "
"3 . " "4 " "+ "
"1 . " "2 " "+ "
"3 . " "4 " "+ "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|A A]]==
:4/4-Schlag
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- A
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- A
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 56-41er"
subtitle="(Rhythmus AA)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4
< e-2 g c'-1 e'>4
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4
< e-2 g c'-1 e'>4
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>4
< d g b' d' g'>4
< g, d g b' d' g'>4
< d g b' d' g'>4
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4
< e-2 a-3 c'-1 e'>4
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4
< e-2 a-3 c'-1 e'>4
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>4
< c f a' c' f'>4
< f, c f a' c' f'>4
< c f a' c' f'>4
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myG \myAm \myF \myC
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
g1 a:m f c
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-4 e'-4 g'-1>1 % C
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c4 \downbow % 1
4 \downbow % 2
4 \downbow % 3
4 \downbow % 4
%%
c4 \downbow % 1
4 \downbow % 2
4 \downbow % 3
4 \downbow % 4
}\addlyrics {
"1 . " "2 ." "3 . " "4 . "
"1 . " "2 ." "3 . " "4 . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{
\unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=70\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|9 9]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 9
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 9
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 64-15er"
subtitle="(Rhythmus 99)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4.
< e-2 g c'-1 e'>8
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4.
< e-2 g c'-1 e'>8
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>4.
< d g b' d' g'>8
< g, d g b' d' g'>4.
< d g b' d' g'>8
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4.
< e-2 a-3 c'-1 e'>8
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4.
< e-2 a-3 c'-1 e'>8
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>4.
< c f a' c' f'>8
< f, c f a' c' f'>4.
< c f a' c' f'>8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myAm \myF \myC \myG
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m f c1 g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
%%
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
}\addlyrics {
"1 . . " "+ "
"3 . . " "+ "
"1 . . " "+ "
"3 . . " "+ "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|8 8]]==
:Ein einfacher 2/2 Takt
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 8
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 8
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 41-56er"
subtitle="(Rhythmus 88)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>2
< e-2 g c'-1 e'>2
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>2
< d g b' d' g'>2
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>2
< e-2 a-3 c'-1 e'>2
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>2
< c f a' c' f'>2
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myF \myC \myG \myAm
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
f1 c1 g a:m
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c2 \downbow % 1
2 \downbow % 3
%%
c2 \downbow % 1
2 \downbow % 3
}\addlyrics {
"1 . . . "
"3 . . . "
"1 . . . "
"3 . . . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|7 7]]==
:Ende vom Lagerfeuerschlag mit zusätzlichem Aufschlag
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 7
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 7
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 15-64er"
subtitle="(Rhythmus 77)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r8
< e-2 g c'-1 e'>8 8 8
r8
< e-2 g c'-1 e'>8 8 8
}
myG = {
r8
< d g b' d' g'>8 8 8
r8
< d g b' d' g'>8 8 8
}
myAm = {
r8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 8 8
r8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 8 8
}
myF = {
r8
< c f a' c' f'>8 8 8
r8
< c f a' c' f'>8 8 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myC \myG \myAm \myF
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 g a:m f
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r8
c8 \upbow % +
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
r8
8 \upbow % +
8 \downbow % 4
8~ \upbow % +
%%
8
c8 \upbow % +
8 \downbow % 2
8~ \upbow % +
8
8 \upbow % +
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
}\addlyrics {
". + " "2 " "+ "
". + " "4 " "+ "
". + " "2 " "+ "
". +" "4 " "+ "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
< c-3 e-2 g c'-1 e'>1
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Wenn man nicht die 1 im Ohr hat, ist es schwerer den Rhythmus herauszuhören.
Damit es etwas leichter ist, erklingt ein Schlagzeug im Hintergrund.
Der Luftschlag kann auf eine Pause erfolgen, oder während einer überbundenen Note. Man könnte auch punktierte Noten verwenden. Man versucht allerdings meist eine 2er, 4er oder 8er-Einteilung des Taktes sichtbar zu machen.
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|6 6]]==
:Ende vom Lagerfeuerschlag
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 6
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 6
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 56-41-er"
subtitle="(Rhythmus 66)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r8
< e-2 g c'-1 e'>8 4
r8
< e-2 g c'-1 e'>8 4
}
myG = {
r8
< d g b' d' g'>8 4
r8
< d g b' d' g'>8 4
}
myAm = {
r8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 4
r8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 4
}
myF = {
r8
< c f a' c' f'>8 4
r8
< c f a' c' f'>8 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myG \myAm \myF \myC
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 g a:m f
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r8
c8 \upbow % +
4 \downbow % 2
r8
c8 \upbow % +
4 \downbow % 4
%%
r8
c8 \upbow % +
4 \downbow % 2
r8
c8 \upbow % +
4 \downbow % 4
}\addlyrics {
". + " "2 . "
". + " "4 . "
". + " "2 . "
". + " "4 . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|5 5]]==
:Ska
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 5
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 5
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 64-15er"
subtitle="(Rhythmus 55)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r8 < e-2 g c'-1 e'>8
r8 < e-2 g c'-1 e'>8
r8 < e-2 g c'-1 e'>8
r8 < e-2 g c'-1 e'>8
}
myG = {
r8 < d g b' d' g'>8
r8 < d g b' d' g'>8
r8 < d g b' d' g'>8
r8 < d g b' d' g'>8
}
myAm = {
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>8
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>8
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>8
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>8
}
myF = {
r8 < c f a' c' f'>8
r8 < c f a' c' f'>8
r8 < c f a' c' f'>8
r8 < c f a' c' f'>8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myAm \myF \myC \myG
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m f c1 g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
%%
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
}\addlyrics {
". + " ". + " ". + " ". + "
". + " ". + " ". + " ". + "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|4 4]]==
→
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 4
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 4
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 41-56er"
subtitle="(Rhythmus 44)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r8 < e-2 g c'-1 e'>4.
r8 < e-2 g c'-1 e'>4.
}
myG = {
r8 < d g b' d' g'>4.
r8 < d g b' d' g'>4.
}
myAm = {
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>4.
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>4.
}
myF = {
r8 < c f a' c' f'>4.
r8 < c f a' c' f'>4.
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myF \myC \myG \myAm
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
f2 c1 g a1:m
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r8 c4. \upbow % +
r8 c4. \upbow % +
%%
r8 c4. \upbow % +
r8 c4. \upbow % +
}\addlyrics {
". + . . " ". + . ."
". + . . " ". + . ."
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|3 3]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 3
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 3
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 41-56er"
subtitle="(Rhythmus 33)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r4 < e-2 g c'-1 e'>8 8
r4 < e-2 g c'-1 e'>8 8
}
myG = {
r4 < d g b' d' g'>8 8
r4 < d g b' d' g'>8 8
}
myAm = {
r4 < e-2 a-3 c'-1 e'>8 8
r4 < e-2 a-3 c'-1 e'>8 8
}
myF = {
r4 < c f a' c' f'>8 8
r4 < c f a' c' f'>8 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myC \myG \myAm \myF
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 g a1:m f
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r4 c8 \downbow % 2
8 \upbow % +
r4 c8 \downbow % 4
8 \upbow % +
%%
r4 c8 \downbow % 2
8 \upbow % +
r4 c8 \downbow % 4
8 \upbow % +
}\addlyrics {
". . 2 " " + "
". . 4 " " + "
". . 2 " " + "
". . 4 " " + "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|2 2]]==
: Reggae
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 56-41er"
subtitle="(Rhythmus 2 2)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r4 < e-2 g c'-1 e'>4
r4 < e-2 g c'-1 e'>4
}
myG = {
r4 < d g b' d' g'>4
r4 < d g b' d' g'>4
}
myAm = {
r4 < e-2 a-3 c'-1 e'>4
r4 < e-2 a-3 c'-1 e'>4
}
myF = {
r4 < c f a' c' f'>4
r4 < c f a' c' f'>4
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myAm \myF \myC \myG
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m f c g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r4 c4 \downbow % 2
r4 c4 \downbow % 4
%%
r4 c4 \downbow % 2
r4 c4 \downbow % 4
}\addlyrics {
". . 2 . "
". . 4 . "
". . 2 . "
". . 4 . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
;Tipp: Haue bei der 1 und bei der 3 bewusst daneben.
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|1 1]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 64-15er"
subtitle="(Rhythmus 11)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r4. < e-2 g c'-1 e'>8
r4. < e-2 g c'-1 e'>8
}
myG = {
r4. < d g b' d' g'>8
r4. < d g b' d' g'>8
}
myAm = {
r4. < e-2 a-3 c'-1 e'>8
r4. < e-2 a-3 c'-1 e'>8
}
myF = {
r4. < c f a' c' f'>8
r4. < c f a' c' f'>8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myC \myG \myAm \myF
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m f c1 g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r4. c8 \upbow % +
r4. c8 \upbow % +
%%
r4. c8 \upbow % +
r4. c8 \upbow % +
}\addlyrics {
". . . + "
". . . + "
". . . + "
". . . + "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|0 0]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
{{clear}}
Der letzte Takt00 scheint auf den ersten Blick ein wenig unsinnig zu sein, aber beim der [[#Übung_88_und_00|Übung 88 und 0 (0Hey Joe)]] gibt es Takthälften und ganze Takte, die ohne Schläge auskommen.
Damit hast du 16 Module bzw. Takthälften, die du nach Belieben miteinander kombinieren kannst.
= Übungen =
== Übung FF ==
<!--
Platzhalter für einfacheres Kopieren
-->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 14-55er"
subtitle="(Rhythmus FF)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>8 8 8
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>8 8 8
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>8 8 8
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>8 8 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 {
\myC \myF \myG
\myC \myF \myG
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 f g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< c-3 e-2 g c'-1 e'>1 % C
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c8 \downbow % 1
8 \upbow % +
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
8 \downbow % 3
8 \upbow % +
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
}\addlyrics {
"1 " "+ " "2 " "+ "
"3 " "+ " "4 " "+ "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
< c-3 e-2 g c'-1 e'>1
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<small> Siehe [[Gitarre:_Akkordprogressionen/_Ein_14-55er|Ein 14-55er]]</small>
== Übung EE ==
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Andalusische Kadenz"
subtitle="(Rhythmus EE)"
encoder="mjchael"
}
myAm = {
< a, e a c' e' a'>8 8 4 8 8 4
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>8 8 4 8 8 4
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>8 8 4 8 8 4
}
myEsus = {
< e, b, e a' b' e'>8 8 4
}
myE = {
< e, b, e gis' b' e'>8 8 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myAm \myG
\myF \myEsus \myE}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m g f e2:sus4 e
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-2 a-3 c'-1 e'-1 a'-1>1 % Am
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< e, b,-2 e-3 a-4 b e'>2 % Esus4
< e, b,-2 e-3 gis-1 b e'> % E
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
<a,>8 \downbow % 1
<a,> \upbow % +
<a,>4 \downbow % 2
%
<a,>8 \downbow % 3
<a,> \upbow % +
<a,>4 \downbow % 4
%
}\addlyrics { "1 " "+ " "2 . "
"3 " "+ " "4 . " }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
< a,-1 e-2 a-3 c'-1 e'-1 a'-1>1
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Ein 65-43er (die andalusische bzw. spanische Kadenz)|Ein 65-43er (die andalusische bzw. spanische Kadenz)]]</small>
== Übung DD ==
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Millennium Progression"
subtitle="Rhythmus DD"
encoder="mjchael"
}
myFism = {
< fis, cis fis a cis>8 <cis fis a cis fis'>4 8
< fis, cis fis a cis>8 <cis fis a cis fis'>4 8
}
myA = {
< a, e a cis'>8 <e a cis' e'>4 8
< a, e a cis'>8 <e a cis' e'>4 8
}
myE = {
< e, b, e gis b>8 <b, e gis b e'>4 8
< e, b, e gis b>8 <b, e gis b e'>4 8
}
myB = {
< b, fis b dis'>8 <fis b dis' fis'>4 8
< b, fis b dis'>8 <fis b dis' fis'>4 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myFism \myA
\myE \myB}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
fis1:m a e b
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< fis,-1 cis-3 fis-4 a-1 cis'-1 fis'-1 > % F#m
< a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A
< e, b,-2 e-3 gis-1 b e' > % E
< b,-1 fis-2 b-3 dis'-4 fis'-1 > % B
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
fis,8 \downbow % 1
4 \upbow % +
8 \upbow % +
8 \downbow % 3
4 \upbow % +
8 \upbow % +
}\addlyrics { "1 . " "2 " "+ " "3 . " "4 " "+" }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\key e \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
< fis,-1 cis-3 fis-4 a-1 cis'-1 fis'-1 >1
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Die Millenium-Akkordfolgen|Die Millenium-Akkordfolgen]]</small>
== Übung CC ==
<!--
Platzhalter für einfacheres Kopieren
-->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Pop-Formel in Moll"
subtitle="(Rhythmus CC)"
encoder="mjchael"
}
myD = {
< d a d'>8 <d a d'>8~ 4
< a d fis'>8 <a d fis'>8~ 4
}
myA = {
< a, e a>8 <a, e a>8~ 4
< a cis' e'>8 <a cis' e'>8~ 4
}
myBm = {
< b, fis b>8 <b, fis b>8~ 4
< b d' fis'>8 <b d' fis'>8~ 4
}
myG = {
< g, d g >8 <g, d g>8~ 4
< b d' g' >8 <b d' g'>8~ 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 {
\myBm \myG \myD \myA }
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
b1:m g d a
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1>1 % Bm
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< d a-1 d'-3 fis'-2> % D
< a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
d8 \downbow % 1
8~ \upbow 4 % +
8 \downbow % 3
8~ \upbow 4 % +
8 \downbow % 1
4. \upbow % +
8 \downbow % 3
4. \upbow % +
}\addlyrics { "1 " "+ . . " "3 " "+ . ." "1 " "+ . . " "3 " "+ . ." }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 160
\time 4/4
\key d \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 16 {
\myDiskant
}
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1>1 % Bm
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Warte 2 Takte und spiele D A Bm G. Du kannst auch mittendrin wechseln, wie es Axis of Awesome mit ihrem 4-Four-Chord-Song gemacht haben. In der Notation kann dir entweder eine überbundene Note begegnen oder eine punktierte. Die Schreibweise ändert nichts an der Länge der Noten. Jeder Komponist oder Arrangeur hat da seine eigenen Vorlieben.
<small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Die Pop-Punk-Progression|Die Pop-Punk-Progression]]</small>
== Übung BB ==
;auch G Am C G (Capo=2)
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 12-41er in A"
subtitle="(Rhythmus BB)"
encoder="mjchael"
}
myA = {
< a, e a>4 <a cis' e'>8 8
< a, e a>4 <a cis' e'>8 8
}
myBm = {
< b, fis b>4 <b d' fis'>8 8
< b, fis b>4 <b d' fis'>8 8
}
myD = {
< a, d a>4 <a d' fis'>8 8
< a, d a>4 <a d' fis'>8 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myA \myA \myBm \myBm \myD \myD \myA \myA }
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a:1 b:m d a
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1> % Bm
< a, d a-1 d'-3 fis'-2 > % D
< a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
fis,4 \downbow % 1
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
4 \downbow % 3
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
4 \downbow % 1
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
4 \downbow % 3
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
}\addlyrics { "1 . " "2 " "+ " "3 . " "4 " "+ " "1 . " "2 " "+ " "3 . " "4 " "+ " }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key e \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
< e, b,-2 e-3 gis-1 b e' >1
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
* {{Youtube-Suche|MASHUP+Dont+Worry+Be+Happy+Whats+Up|Don't Worry Be Happy / Whats Up (MASHUP)}}
<small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Ein 12-41er|Ein 12-41er]]</small>
== Übung AA ==
;auch mit Am Em (4x) Dm Em (Capo=5)
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Lemon Tree Intro"
subtitle="4/4-Schlag (Rhythmus AA)"
encoder="mjchael"
}
myEm = {
< e, b, e>4 <g b e'>
< e, b, e> <g b e'>
}
myBm = {
< b, fis b\3>4 <b\3 d' fis'>
< b, fis b\3> <b\3 d' fis'>
}
myBmBbm = {
< b, fis b\3>4 <b\3 d' fis'>
< b, fis b d' fis'>
< bes, f bes des' f'>
}
myAm = {
< a, e a>4 <a c' e'>
< a, e a> <a c' e'>
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myEm \myBm }
\myEm \myBmBbm \break
\myAm \myBm
< e, b, e g b e'>2 b,4 d e2
< \parenthesize g'\3
\parenthesize b'\2
\parenthesize e''\1
>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
e1:m b:m bes:m a:m
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< e, b,-2 e-3 g b e' > % Em
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1 > % Bm
< bes,-1 f-3 bes-4 des'-2 f'-1 > % Bbm
< a, e-2 a-3 c'-1 e' > % Am
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
<e, b, e>4 \downbow %1
<g b e'>4 \downbow %2
<e, b, e>4 \downbow %3
<g b e'>4 \downbow %4
}\addlyrics { "1 . " "2 . " "3 . " "4 ." }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\key g \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<small> Siehe [[Gitarre:_der_Bm-Akkord#Lemon-Tree-Begleitung|Lemon-Tree Begleitung]]</small>
== Übung 99 ==
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Lady Madonna"
subtitle="(Rhythmus 99)"
encoder="mjchael"
}
myA = {
< a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a-1>4.
< e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a-1>8
< a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a-1>4.
< e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a-1>8
}
myDsept = {
< d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1>4.
< a-2 d'-3 fis'-4 a'-1>8
< d-1 a-2 c'-1 fis'-4 a'-1>4.
< a-2 c'-1 fis'-4 a'-1>8
}
myFG = {
< f,-1 c-3 f-4 a'-2 c'-1 f'-1>4 4
< g,-1 d-3 g-4 b'-2 d'-1 g'-1>4 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myA \myDsept \myA \myDsept
\myA \myDsept \myFG \myA
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1 d:7 f g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a'-1 >1 % A
< d-1 a-2 c'-1 fis'-4 a'-1> % D7
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
%%
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
%%
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
%%
c4 \downbow % 1
4 \downbow % 2
4 \downbow % 3
4 \downbow % 4
%%
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
}\addlyrics {
"1.." "+" "3.." "+"
"1.." "+" "3.." "+"
"1.." "+" "3.." "+"
"1." "2." "3." "4."
"1.." "+" "3.." "+"
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 180
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Übung 88 und 00 ==
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Hey Joe"
subtitle="(Rhythmus 88 und 00)"
encoder="mjchael"
}
%% Strumming Pattern
myC = { <c g c' e' g'>2 2 }
myG = { < g, d g b' d' g'>2 2 }
myD = { <d a d' fis' a'>2 2 }
myA = { < a, e a cis' e' a'>2 2 }
myE = { < e, b, e gis' b' e'>1 }
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myC \myG
\myD \myA \myE r1 r r }
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \up }
\new DrumVoice { \voiceTwo \down}
>>
}
%% Chords
\score { <<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 g d a e r r r
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1 >1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1 > % G
< d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1> % D
< a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a'-1 > % A
\break
< e, b,-2 e-3 gis-1 b e'>1 %1
<d,><d,><d,>
}
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c2 \downbow % 1
2 \downbow % 2
2 \downbow % 3
2 \downbow % 4
c2 \downbow % 1
2 \downbow % 2
2 \downbow % 3
2 \downbow % 4
1 \downbow % 1
r1 r1 r1
%
}\addlyrics { "1 . "2 "3 . "2 "1 . "2 "3 . "2 "1 . "2 "3 . "2 "1 . "2 "3 . "2 "1 (2 3 4)"1 "(2 2 3 4)"1 "(3 2 3 4)"1 "(4 2 3 4)"1}
% \myDrum
>>
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 64 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Übung 77 ==
== Übung 66 ==
== Übung 55 ==
;G Bm C D • C D G D
Der erste Abschlag dient nur, um die 1 im Ohr zu haben. Dannach folgen nur noch Offbeats.
Aus dem etwas schnelleren jamaikanischen Tanzrhythmus Ska (55) hat sich später der etwas langsamere Reggae (22) entwickelt. Wundere dich jedoch nicht, wenn die Begriffe mal synonym gebraucht werden.
<!--
Platzhalter für einfacheres Kopieren
-->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Kingston Town"
subtitle="Ska (Rhythmus 55)"
encoder="mjchael"
}
%% Strumming Pattern
myGg = { < g, d g >8 8
r8 < g, d g b' d' g'>8
r8 < g, d g b' d' g'>8
r8 < g, d g b' d' g'>8 }
myG = { r8 < g, d g b' d' g'>8
r8 < g, d g b' d' g'>8
r8 < g, d g b' d' g'>8
r8 < g, d g b' d' g'>8 }
myBm = { r8 < b, fis b d' fis>
r8 < b, fis b d' fis>
r8 < b, fis b d' fis>
r8 < b, fis b d' fis> }
myD = { r8 <d a d' fis' a'>8
r8 <d a d' fis' a'>8
r8 <d a d' fis' a'>8
r8 <d a d' fis' a'>8 }
myC = { r8 <c g c' e' g'>8
r8 <c g c' e' g'>8
r8 <c g c' e' g'>8
r8 <c g c' e' g'>8 }
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myGg \myBm
\myC \myD \myC \myD \myG \myD }
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \up }
\new DrumVoice { \voiceTwo \down}
>>
}
%% Chords
\score { <<
\new ChordNames { \chordmode {
g1 b:m c d
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1 > % G
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1> % Bm
< d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1> % D
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1 >1 % C
}
>>
\layout{}
}
\score { <<
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
g8 \downbow % 1
g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow \mark "sim."
%
}\addlyrics { "1" " + " ". + " ". + " ". + " ". + " ". + " ". + " ". + " }
% \myDrum
>>
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 100
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 64 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
* {{Youtube-Suche|Kingston+Town+UB40|Kingston Town (UB40)}}
== Übung 44 ==
== Übung 33 ==
== Übung 22 ==
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Pop-Formel in Dur"
subtitle="Reggae (Rhythmus 22)"
encoder="mjchael"
}
myD = { r4
< d a d' fis'>4 r4 4
}
myA = { r4
< a, e a cis' e'>4 r4 4
}
myBm = { r4
< b, fis b d' fis'>4 r4 4
}
myG = { r4
< g, d g b d' g'>4 r4 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 {
\myD \myD \myA \myA \myBm \myBm \myG \myG}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
d1 a b:m g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< d a-1 d'-3 fis'-2> % D
< a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1>1 % Bm
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r4
d4 \downbow % 2
r4
d4 \downbow % 4
r4
d4 \downbow % 2
r4
d4 \downbow % 4
}\addlyrics { ". . 2 . " ". . 4 . " ". . 2 . " ". . 4 . " }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 140
\time 4/4
\key d \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 16 {
\myDiskant }
< d a-1 d'-3 fis'-2>1 % D
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Warte 2 Takte und spiele Bm G D A. Du kannst auch mittendrin wechseln, wie es Axis of Awesome mit ihrem 4-Four-Chord-Song gemacht haben.
* {{Youtube-Suche|I'm+yours+somewhere+over+the+rainbow+don't+worry+be+happy|I'm Yours /Somewhere over the rainbow / Don't worry be happy (Meshup)}}
<small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Die Pop-Punk-Progression|Die Pop-Punk-Progression]]</small>
== Übung 11 ==
;auch mit einfachen Akkorden spielbar.
Zähle:
:1 und 2 <u>'''und'''</u> 3 und 4 <u>'''und'''</u>
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Dominantenkette"
subtitle="(Rhythmus 11)"
encoder="mjchael"
}
myBass = \relative c, {
e8 dis cis b a'8 gis fis e |
d8 cis b a g'8 fis e d |
c8 b a g f'8 e d c |
b8 a g fis fis a b dis
}
%% Strumming Pattern
myE = {r8 r8 r8 <e b e' gis' b' >8}
myA = {r8 r8 r8 <a, e a cis' e' a'>8}
myD = {r8 r8 r8 <d a d' fis' a' >8}
myG = {r8 r8 r8 <g, d g b d' g' >8}
myC = {r8 r8 r8 <c g c' e' g' >8}
myF = {r8 r8 r8 <f, c f a c' f' >8}
myBBsept = { r8 r8 r8
< b, fis b dis' fis' b' >8
r8 r8 r8 < b, fis a dis' fis' b' >8}
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myE \myA
\myD \myG \myC \myF \myBBsept }
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
bd4 sn bd sn
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \up }
\new DrumVoice { \voiceTwo \down}
>>
}
\score { <<
\new Staff \with {
\omit StringNumber
} {
\clef "bass_8"
\set Staff.midiInstrument = #"electric bass (pick)"
\myBass
}
%{
\new TabStaff \with {
stringTunings = "#bass-tuning"
} { \myBass }
%}
\new ChordNames { \chordmode {
e2 a d g c2 f b b:7
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< e-1 b-2 e'-3 gis'-4 b'-1>2 % E
< a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a'-2> 2 %A
< d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1 >2 % D
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1 >2 % G
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1 >2 % C
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1>2 % F
< b,-1 fis-3 b-4 dis'-2 fis'-1 b'-1 >2 % B
< b,-1 fis-3 a-1 dis'-2 fis'-1 b'-1 >2 % B
}
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r8 r8 r8 c8 \upbow % 1
r8 r8 r8 c8 \upbow % 3
r8 r8 r8 c8 \upbow % 1
r8 r8 r8 c8 \upbow % 3
r8 r8 r8 c8 \upbow % 1
r8 r8 r8 c8 \upbow % 3
r8 r8 r8 c8 \upbow % 1
r8 r8 r8 c8 \upbow % 3
%
}\addlyrics {
". . . + " ". . . + "
". . . + " ". . . + "
". . . + " ". . . + "
". . . + " ". . . + "
}
% \myDrum
>>
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 80
\time 4/4
\key a \minor
\new Voice = "mySong" { \unfoldRepeats \repeat volta 8 {
\myBass}}
\new Voice {
\set Staff.midiInstrument = #"electric bass (finger)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
<e b e' gis' b' >1
}}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
{{Todo|Herausfinden, wie man Bass-Tabulaturen richtig anzeigen kann. E-Bass-Tabs werden nicht richtig angezeigt.|Rockdiplom|Mjchael}}
<small> Siehe [[Gitarre:_Akkordfolgen_erweitern#Dominantenkette|Akkordfolgen erweitern (Lektion 6) Dominantenkette]]</small>
== Kombiniere ==
Bastele dir aus diesen 16 Modulen einen Rhythmus wie im Baukastensystem von Lego.
Picke dir täglich eine Takthälfte von 8 bis F heraus (eine, die mit einem Abschlag anfängt) und füge als zweite Takthälfte nacheinander alle Schlagmuster von 0 bis F an. Du kannst dazu jede beliebige Akkordfolge verwenden. Wie wäre es mit der Pop-Formel G D Em C?
;Beispiel
*Rhythmus 8{{rot|0}}: A - - - {{rot|- - - -}}
*Rhythmus 8{{rot|1}}: A - - - {{rot|- - - V}}
*Rhythmus 8{{rot|2}}: A - - - {{rot|- - A -}}
*Rhythmus 8{{rot|3}}: A - - - {{rot|- - A V}}
*Rhythmus 8{{rot|4}}: A - - - {{rot|- V - -}}
*Rhythmus 8{{rot|5}}: A - - - {{rot|- V - V}}
*Rhythmus 8{{rot|6}}: A - - - {{rot|- V A -}}
*Rhythmus 8{{rot|7}}: A - - - {{rot|- V A V}}
*Rhythmus 8{{rot|8}}: A - - - {{rot|A - - -}}
*Rhythmus 8{{rot|9}}: A - - - {{rot|A - - V}}
*Rhythmus 8{{rot|A}}: A - - - {{rot|A - A -}}
*Rhythmus 8{{rot|B}}: A - - - {{rot|A - A V}}
*Rhythmus 8{{rot|C}}: A - - - {{rot|A V - -}}
*Rhythmus 8{{rot|D}}: A - - - {{rot|A V - V}}
*Rhythmus 8{{rot|E}}: A - - - {{rot|A V A -}}
*Rhythmus 8{{rot|F}}: A - - - {{rot|A V A V}}
A = Abschlag, V = Aufschlag, - = Luftschlag.
Als zweite Übung pickst du dir eine Takthälfte von 0 bis F heraus, setzt diese als zweite Takthälfte, und exerzierst die Pattern 8 bis F als erste Takthälfte durch. Die Übungen kannst du auch ohne Gitarre machen, z.B. bei einer Bus- oder Zugfahrt. Nutze die Hosennaht als Ersatz für die Gitarrensaiten.
;Beispiel
*Rhythmus {{rot|8}}8: {{rot|A - - -}} A - - -
*Rhythmus {{rot|9}}8: {{rot|A - - V}} A - - -
*Rhythmus {{rot|A}}8: {{rot|A - A -}} A - - -
*Rhythmus {{rot|B}}8: {{rot|A - A V}} A - - -
*Rhythmus {{rot|C}}8: {{rot|A V - -}} A - - -
*Rhythmus {{rot|D}}8: {{rot|A V - V}} A - - -
*Rhythmus {{rot|E}}8: {{rot|A V A -}} A - - -
*Rhythmus {{rot|F}}8: {{rot|A V A V}} A - - -
=Beispiel: Rhythmus 895A =
== Der Balladenschlag ==
Taktmuster im 16tel-Feeling werden doppelt so schnell gespielt. Wenn du sie das erste Mal übst, behandele sie wie ein zweitaktiges Schlagmuster. Spiele es also halb so schnell wie es notiert ist. So kannst du den Takt wie beim 8el-Feeling zählen. Klappt das zweitaktige Schlagmuster, spiele es immer schneller bis das Tempo passt.
;4 einzelne Takthälften
8 = [[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]] + 9 = [[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]] + 5 =[[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]] + A = [[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]] = 895A
; ergeben
895A = [[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab break.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tab bar.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tab break.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]]
Dieses Schlagmuster lässt sich auch doppelt so schnell spielen. In einigen Lehrbüchern findet man eine Variante, bei dem man die 1/16-Schläge mit dem Buchstaben "e" zählt. Also würde dieses für unser Beispiel folgendermaßen aussehen:
1 e + e 2 e + e : 3 e + e 4 e + e (Grundtakt)
1 . . . 2 . . e : . e . e 4 . + . (Schlagmuster)
Zum Üben empfehle ich dir in diesem Fall das Schlagmuster wie 2 Takte im 4/4-Takt durchzuzählen, und anfangs das Schlagmuster langsam zu üben. Später kann man das dann schneller spielen. Du zählst wie gewohnt, nur doppelt so schnell.
1 + 2 + 3 + 4 + | 1 + 2 + 3 + 4 + (Grundtakt)
1 . . . 3 . . + | . + . + 3 . 4 . (Schlagmuster)
Takte gleich im Sechzentel-Feeling zu zählen, kannst du später mal üben, wenn du die einfachere Variante um Achtel-Feeling sicher beherrschst.
Weitere [[Gitarre: Variationen beim Balladenschlag|Varianten zu diesem Schlagmuster]] werden in einer der nächsten Lektionen vorgestellt.
== Rhythmus 895A ==
... sondern alle Schläge werden über die ganzen Linien durchgezogen angezeigt. Der Spieler muss sich selbst überlegen, wie er den Takt betonen möchte.
<div style="width:380px; border: 1px black solid;">
[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Platzhalter
--> [[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tab end.svg]]
</div>
;Hörbeispiel mit der [[Gitarre: Diatonischer Quintfall in Am mit Samba-Rhythmen#Die Akkorde|Akkordfolge Am7 Dm7 G7 Cj7 - Fj7 Hm7b5 Esus4 E]]
{{Audio|Rhythm_895A_circle_progression Am.mid|Rhythm_895A_circle_progression Am}}
und das wäre auch schon das erste Schlagmuster. Dieses Schlagmuster hat eine sehr große Ähnlichkeit zum Lagerfeuer-Schlag, wird jedoch über zwei Takte ausgeführt. Dieses Schlagmuster lässt sich also sehr gut für etwas langsamere Lieder einsetzen, und erhält daher den sprechenden Namen: '''Balladen-Schlag'''. Es eignet sich besonders gut für die Lieder, bei denen ein einfacher Lagerfeuerschlag zu langsam ist, aber zwei Lagerfeuerschläge in der gleichen Zeit (also doppelt so schnell) viel zu schnell wären. Ebenso kann er zwei Lagerfeuerschläge hintereinander ersetzen. Beachte, dass dann der Akkordwechsel auf das letzte "und" des ersten Taktes erfolgt (ähnlich wie beim Schnellen Griffwechsel). Man nennt dieses "vorgezogener Griffwechsel".
Das einzige wirkliche "Anfänger-Problem" sind die Luftschläge beim Balladenschlag. Es müssen wirklich drei Luftschläge nach der "1" ausgeführt werden, und noch einmal zwei Luftschläge nach der "3".
=== Liedvorschlag für den Rhythmus 895A===
* Akkordfolge von White Flag © (Dido) in E-Moll (Original in Dm)
{|
!Intro
|width="30px"|
!Verse
|width="30px"|
!Chorus
|-
|
{|
!G ||Hm
|}
|width="30px"|
|
{|
!Em ||Em ||Bm||Bm
|-
!Em ||Em ||Bm||Bm
|-
!D || D ||Am||Bm
|}
|width="30px"|
|
{|
!C||G||Am||Em
|-
!C||G||D||Am
|}
|}
== Rhythmus AB5A ==
Wer das mit den Luftschlägen noch nicht gleich hinbekommen sollte, kann auch vorerst versuchen, am Anfang nur Abschläge zu spielen. Doch der Aufschlag sollte kurz vor dem zweiten Takt erfolgen.
[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Platzhalter
--> [[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tab end.svg]]
Der Takt kommt schon um einiges rhythmischer daher. Und wer ganz mutig ist, der kann ja versuchen, diesen Schlag etwa doppelt so schnell bei "breakfast at Tiffany's" (Deep Blue Something) anzuwenden.
Ebenso gibt es noch die Möglichkeit, die Luftschläge nicht als Luftschläge auszuführen, sondern als gedämpfte Schläge (siehe [[Gitarre: Schlagmuster 9000|Schlagmuster 9 0 0 0]]). Und wenn man dieses alles berücksichtigt, und auch noch die Techniken anwendet, die hier noch gar nicht erwähnt worden sind, kann man sich sicher sein, dass man noch lange nicht alle Möglichkeiten, die einem ein Rhythmus bietet, ausgelotet hat.
= Tipp zum Heraushören von Schlagmuster =
Ein Schlagmuster auf Anhieb herauszuhören ist nicht leicht. Man benötigt einiges an Erfahrung. Und einige Erfahrungen sammelt man dadurch, dass man einige Schlagmuster lernt. So findet man viel leichter etwas Vergleichbares.
;Beispiel: [[Gitarre: Diatonischer Quintfall in Am mit Samba-Rhythmen|Samba-Rhythmen]]
Und wenn man ein ähnliches Schlagmuster kennt, dann ist es mehr die Aufgabe, das bekannte Schlagmuster so lange zu variieren, bis es dem Original so weit nahe kommt, dass es für die eigenen Ansprüche reicht. (Es muss nicht immer 100% wie das Original klingen!)
;vgl: [[Gitarre: Folkdiplom - Rhythmus-Variationen|Einfache Variationen der Grundschläge]]
Beim Zuhören des unbekannten Stückes sollte man mit dem Fuß wippen oder mit dem Kopf wippen oder mit der Schlaghand den Beat mitschlagen. Man kann auch alles gleichzeitig machen. Man muss halt nur so schnell mitwippen, wie der Beat ist. Das ist halb so schnell wie die kleinste Zähleinheit. Wenn also die Schläge in 16tel sein sollten, dann wippt man mit dem Fuß/Kopf im 8el-Takt. Jeder "Tapp" bzw. jedes vorwärts Nicken ist eine 1 und entspricht einem Abschlag. Jedes "und" bzw. jedes rückwärts-Nicken entspricht einem Aufschlag. Man richtet sein Zählen immer so ein, dass man bis 4 zählen kann. So bleibt die Sache halbwegs übersichtlich und man bekommt mit, wann nur Abschläge kommen und wann Aufschläge mit dabei sind und wann der Rhythmus stark synkopiert ist.
Man wendet das Gleiche an, was man schon für das Durchzählen eines Taktes eingeübt hat.
:[[image:Lagerfeuerschlag 2Takte.png]]
Wenn es immer noch zu schwer sein sollte, dann schrecke man nicht davor zurück, das Musikstück langsamer abzuspielen, was sich bei einem Midi und einem guten Midiplayer sehr leicht bewerkstelligen lässt und was sich mit einem entsprechenden MP3-Player für den PC auch mit MP3-Dateien machen lässt. Wer keinen Player finden sollte, der ein Musikstück langsamer abspielen kann, der sollte nicht davor zurückschrecken, mit einem MP3-Editor das Stück so zu verlangsamen, dass das Heraushören kein Problem mehr macht.
Und wenn alle Stricke reißen, hilft es immer noch, eine Tabulatur des Stückes anzusehen. Dieses gehört dann aber mehr zum "Schlagmuster lernen" als zum "Schlagmuster heraushören".
<div class="noprint">
=Exkurs: wie kommt es zu den Bezeichnungen der Takte bzw. Takthälften?=
Es gibt insgesamt 16 Module, die durchnummeriert worden sind. Die Schlagmuster-Module sind nicht rein zufällig durchnummeriert worden, sondern sie orientieren sich an den [[w:Hexadezimalsystem|Hexadezimalsystem]], das mit 16 Ziffern arbeitet und am [[w:Dualsystem|Dualsystem]], das nur mit 1 und 0 als Ziffer arbeitet. Das heißt, für die Wikibooks wurden den einzelnen Rhythmus-Bausteinen Namen von 0 bis 9 und von A bis F gegeben. Jeder, der sich schon mal mit Hexadezimalzahlen befasst hat, wird ganz schnell mit dieser Bezeichnung klarkommen, und der kann es für Übungen nutzen (insbesondere wenn man wenig Ahnung von Computer hat, denn dort werden sie ständig benutzt).
Wer noch nie etwas davon gehört hat, und meint, das sei alles viel zu kompliziert, dem sei gesagt: Es sind nur 16 Bezeichnungen, die man ganz schnell mal nachschlagen kann. Die Nummerierung 0 bis 9 sollten keine Probleme machen. Aber anstelle 10 bis 15 weiter zu nummerieren, wurden hier die [[w:Hexadezimal|Hexadezimalzahlen]] A bis F verwendet. A = 10; B = 11; C = 12; D = 13; E = 14 und F = 15.
*0 = 0000<sub>2</sub>
*1 = 0001<sub>2</sub>
*2 = 0010<sub>2</sub>
*3 = 0011<sub>2</sub>
*4 = 0100<sub>2</sub>
*5 = 0101<sub>2</sub>
*6 = 0110<sub>2</sub>
*7 = 0111<sub>2</sub>
*8 = 1000<sub>2</sub>
*9 = 1001<sub>2</sub> = 9<sub>16</sub>
*10 = 1010<sub>2</sub> = A<sub>16</sub>
*11 = 1011<sub>2</sub> = B<sub>16</sub>
*12 = 1100<sub>2</sub> = C<sub>16</sub>
*13 = 1101<sub>2</sub> = D<sub>16</sub>
*14 = 1110<sub>2</sub> = E<sub>16</sub>
*15 = 1111<sub>2</sub> = F<sub>16</sub>
Dembach würde der Rhythmus 895A folgendermaßen entschlüsselt:
*8 = 1000<sub>2</sub>
*9 = 1001<sub>2</sub>
*5 = 0101<sub>2</sub>
*A<sub>16</sub> =10<sub>10</sub> = 1010<sub>2</sub>
8 + 9 + 5 + 16 bzw. 8 + 9 + 5 + A = 1000 + 1001 + 0101 + 1010 wobei jede 1 ein Schlag und jede 0 ein Luftschlag ist.
Aber du brauchst dir das Hexadezimal-System, wie schon gesagt, nicht zu merken, du kann es auch einfach hier nachschlagen, dich die 16 Takt-Module silltest du bei jeder Gelegenheit wiedererkennen können.
Wenn du dich ein wenig mit Mathematik auskennst, dann kannst du selbst ausrechnen, dass es für einen einfachen 4/4-Takt im 8el-Feeling, (also aus einem Takt, der aus zwei Takt-Modulen besteht) 16x16 also 256 Möglichkeiten gibt. Alle 256 Kombinationen werden auch in der Praxis angewandt. Bei zweitaktigen Schlagmustern oder eintaktige im 16tel-Feeling gibt es schon 256x256 also 65536 mehr oder weniger sinnvolle Möglichkeiten.
<div class="noprint">
=Web-Links=
*[https://youtube.com/watch?v=lvq-ucNkf8s Andreas Januschke von Fingerfux] fasst auf YouTube alles nochmal kurz zusammen.
* [http://gitarrespielen.net/schlagmuster-4-4-gitarre www.gitarrespielen.net] Schlagmuster für populäre Songs mit Hörbeispielen.
* [http://www.gitarrenbeginner.de/schlagmuster-fuer-gitarre/ www.gitarrenbeginner.de] liefert gute Hörbeispiele für diese Übung.
*[https://www.gitarrenunterrichtzuerich.ch/blog/rhythmen/basic-guitar-rhythms www.gitarrenunterrichtzuerich.ch] Viele Beispiele von Schlagmustern.
{{:Vorlage:Navigation hoch}}
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2026-07-02T18:47:11Z
Mjchael
2222
/* Übung 99 */
1088564
wikitext
text/x-wiki
{{:Gitarre/ Navi|Rockdiplom|
{{:Gitarre: Rockdiplom/ Navi}}|
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img=Rockdiplom.gif |bg=LightCyan|border=indigo|color=indigo}}
{| {{Prettytable-R}}
! colspan="2" style="background-color:#63b8ff;" | Mindest-Voraussetzungen
|-
| [[Gitarre: schneller Griffwechsel|schneller Griffwechsel]]<br />[[Gitarre: Folkdiplom - Rhythmus-Variationen|einfache Variationen der Grundschläge]]
|-
! colspan="2" style="background-color:#63b8ff;" | Verwandte Kapitel
|-
|[[Gitarre: Schlagmuster 9000|Schlagmuster 9000]]
|-
! colspan="2" style="background-color:#63b8ff;" | Weiterführende Kapitel
|-
|[[Gitarre: Diatonischer Quintfall in Am mit Samba-Rhythmen|Diatonischer Quintfall in Am mit Samba-Rhythmen]] ([[Gitarre: Rockballadendiplom|Rockballadendiplom]])
|}
__TOC__
=16 Takthälften zum Auswendiglernen =
Schlagmuster gibt es in großer Vielfalt, und ein Lied lässt sich meist auf verschiedene Arten begleiten. Nur selten ist es nötig, exakt das Originalmuster zu übernehmen – oft genügt es, ihm nahezukommen. Selbst Originalinterpreten variieren ihre Stücke von Aufführung zu Aufführung.
Doch wie eignet man sich Schlagmuster effektiv an? Ob für dein Repertoire oder für ein konkretes Original: Hunderte Muster auswendig zu lernen ist wenig sinnvoll.
Lege dir deshalb eine kleine Auswahl bewährter Schlagmuster zu und wähle daraus diejenigen aus, die dem Original nahe kommen. Passende es bei Bedarf so lange an, bis es für dein Stück ausreicht.
Besonders hilfreich sind folgende 16 grundlegende Takthälften-Pattern. Die meisten Schlagmuster im 4/4- oder 12/8-Takt lassen sich darauf zurückführen. Beherrschst du diese 16 Bausteine, kannst du daraus flexibel komplexere Muster zusammensetzen.
= Grundlegendes =
Wir unterscheiden vier Arten von Schlägen.
# den Abschlag
# den Luftschlag aufwärts
# den Luftschlag abwärts
# und den Aufschlag.
<div style="width:400px;">
<!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab strings EADGHE.svg]][[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]]<!-- Abschlag
-->[[Image:Tab bar.svg]]<!-- Taktstrich
-->[[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- Luftschlag auf
-->[[Image:Tab bar.svg]]<!-- Taktstrich
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]]<!-- Luftschlag ab
-->[[Image:Tab bar.svg]]<!-- Taktstrich
-->[[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- Aufschlag
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
</div>
So banal es klingt, die folgenden Schlagmuster bauen sich nur aus diesen vier Schlägen auf.
Im [[Gitarre: Folkdiplom - Rhythmus-Variationen|Folkdiplom]] haben wir schon gelernt, die Schläge stärker oder schwächer zu spielen, mal mit mehr, mal mit weniger Saiten. Für die Lektion lassen wir dies außer Acht.
[[Gitarre: Lesen von Diagrammen, Tabulaturen und Noten|Wie man Schlagmuster und Tabulaturen liest]], setze ich als bekannt voraus.
Beim jedem 4/4-Schlag werden nicht nur vier Abschläge ausführt, sondern auch vier Luftschläge aufwärts. Du führst also insgesamt 8 Schläge aus. 4 mal richtig durchgezogen und 4 mal werden die Saiten nicht berührt. Diesen Wechselschlag fasst man als 8el-Feeling zusammen.
Doppelt so schnell, also insgesamt 16 Schläge in einem Takt (Auf-, Ab-, Luftschläge) nennt man 16tel-Feeling.
Gehe davon aus, dass Schlagmuster im 16tel-Feeling meist anspruchsvoller sind, weil du schlicht mehr Kombinationsmöglichkeiten hat.
Solltest du jedoch Rhythmen im 1/16-Feeling üben, so lerne diese vorerst halb so schnell (also im 1/8-Feeling). Wenn das Muster im 1/8-Feeling klappt, steigere das Tempo schrittweise, bis du es auch doppelt so schnell im 1/16-Feeling kannst.
<div style="width:400px;">
;Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|F F]]
Beim Achtel-Feeling ist es vollkommen gleich, ob man richtige Schläge macht...
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]] [[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br />[[Image:Tab strings EADGHE.svg]]<!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
;Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|0 0]]
...oder bloß Luftschläge ausführt.
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 0
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 0
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
Wenn sehr viele Luftschläge hintereinander folgen, können diese dezenter ausfallen. Mache jedoch keine Pause, dann hast du auch keine Probleme mehr den Takt zu halten.
{{merke|Alle Zahlen, die hier gezählt werden, sind Abschläge, alle "und" sind Aufschläge|info=Beachte|px=30}}
= 4 Grund-Rhythmen =
; Wiederholung
; [[Gitarre: der Vier-Viertel-Schlag#Der 4.2F4 Schlag | 4/4el-Schlag ]] (Rhythmus 88)
[[Image:Tab spacer.svg|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 3.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br />
[[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]]
; [[Gitarre: Eisenbahn und Westernschlag|Eisenbahnschlag]] (Rhythmus FF)
[[Image:Tab spacer.svg|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 3.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br />
[[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact dae.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact dae.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]]
; [[Gitarre: Eisenbahn und Westernschlag|Westernschlag]] (Rhythmus BB)
[[Image:Tab spacer.svg|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 3.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br />
[[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]]
; [[Gitarre: Lagerfeuerschlag|Lagerfeuerschlag]] (Rhythmus B6)
[[Image:Tab spacer.svg|10px|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br />
[[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]]
= Die 16 Basis-Takthälften =
Die ganze Kunst besteht darin, bei diesem Schlagmuster mal die Saiten zu berühren und mal nicht. Auch wenn du die Saiten nicht verührst, so muss dein Arm die Auf- oder Abbewegung ausgeführt. Diese nennen wir "Luftschläge".<br />
<div style="width:380px; border: 1px black solid;">
[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Platzhalter
-->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Platzhalter
-->[[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab end.svg]]
</div>
*Im ersten Takt werden nur Abschläge (Downbeats) ausgeführt. Alle Aufschläge sind dort Luftschläge.
* Im zweiten Takt werden nur Aufschläge (Upbeats) ausgeführt (engl. Offbeat). Dort sind die Abschläge Luftschläge.
Üblicherweise werden Luftschläge nicht extra angezeigt, doch für diese Übung werden sie besonders deutlich hervorgehoben.<br />
<div style="width:380px; border: 1px black solid;">
[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Platzhalter
-->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Platzhalter
-->[[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab end.svg]]
</div>
Wir lernen Takthälften. Diese musst du sowohl am Anfang, als auch am Ende eines Taktes auszählen können. Wenn du übst, zähle laut und deutlich.
;Tipp
* Die Takte werden im Hexadezimalsystem bezeichnet. (s.u.)
* Wir starten mit den Pattern, die mit einem Abschlag beginnen, denn sie sind etwas einfacher.
* Rhythmushälften, die nicht mit einem Abschlag beginnen, tauchen eher als Auftakt oder mitten in einem zusamnengesetzten Rhythmus auf.
* <span class="noprint">Um den Rhythmus besser erfassen zu können, wurde einigen Schlagmuster eine einfache Schlagzeugbegleitung oder ein Basslauf hinterlegt.</span>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|F F]]==
:4/4- bzw. Eisenbahnschlag
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 15-64er"
subtitle="(Rhythmus FF)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
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<<
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==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|E E]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- E
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- E
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 56-41er"
subtitle="(Rhythmus EE)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>8 4
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>8 4
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>8 4
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>8 4
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 4
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 4
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>8 4
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>8 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myG \myAm \myF \myC
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
g1 a:m f c
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-4 e'-4 g'-1>1 % C
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c8 \downbow % 1
8 \upbow % +
4 \downbow % 2
8 \downbow % 3
8 \upbow % +
4 \downbow % 4
%%
c8 \downbow % 1
8 \upbow % +
4 \downbow % 2
8 \downbow % 3
8 \upbow % +
4 \downbow % 4
}\addlyrics {
"1 " "+ " "2 . "
"3 " "+ " "4 . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{
\unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=70\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|D D]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- D
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- D
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 64-15er"
subtitle="(Rhythmus DD)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>4 8
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>4 8
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>4 8
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>4 8
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>4 8
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>4 8
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>4 8
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>4 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myAm \myF \myC \myG
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m f c1 g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c8 \downbow % 1
8~ \upbow % +
8 % 2
8 \upbow % +
8 \downbow % 3
8~ \upbow % +
8 % 4
8 \upbow % +
%%
c8 \downbow % 1
4 \upbow % +
8 \upbow % +
8 \downbow % 3
4 \upbow % +
8 \upbow % +
}\addlyrics {
"1 " "+ . " "+ "
"3 " "+ . " "+ "
"1 " "+ . " "+ "
"3 " "+ . " "+ "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Einmal mit überbundenen Noten, einmal mit viertel Noten.
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|C C]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- C
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- C
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 41-56er"
subtitle="(Rhythmus CC)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>8~4
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>8~4
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>4.
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>4.
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>4.
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>8
< e-2 a-3 c'-1 e'>4.
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>4.
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>4.
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myF \myC \myG \myAm
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
f1 c1 g a:m
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c8 \downbow % 1
8~ \upbow % +
4
8 \downbow % 3
8~ \upbow % +
4
%%
c8 \downbow % 1
4. \upbow % +
8 \downbow % 3
4. \upbow % +
}\addlyrics {
"1 " "+ . . "
"3 " "+ . . "
"1 " "+ . . "
"3 " "+ . . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Mal mit überbundenen Noten, mal mit punktierten Noten.
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|B B]]==
:Westernschlag
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- B
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- B
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 15-64er"
subtitle="(Rhythmus BB)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4
< e-2 g c'-1 e'>8 8
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4
< e-2 g c'-1 e'>8 8
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>4
< d g b' d' g'>8 8
< g, d g b' d' g'>4
< d g b' d' g'>8 8
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 8
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 8
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>4
< c f a' c' f'>8 8
< f, c f a' c' f'>4
< c f a' c' f'>8 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myC \myG \myAm \myF
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 g a:m f
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c4 \downbow % 1
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
4 \downbow % 3
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
%%
c4 \downbow % 1
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
4 \downbow % 3
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
}\addlyrics {
"1 . " "2 " "+ "
"3 . " "4 " "+ "
"1 . " "2 " "+ "
"3 . " "4 " "+ "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|A A]]==
:4/4-Schlag
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- A
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- A
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 56-41er"
subtitle="(Rhythmus AA)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4
< e-2 g c'-1 e'>4
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4
< e-2 g c'-1 e'>4
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>4
< d g b' d' g'>4
< g, d g b' d' g'>4
< d g b' d' g'>4
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4
< e-2 a-3 c'-1 e'>4
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4
< e-2 a-3 c'-1 e'>4
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>4
< c f a' c' f'>4
< f, c f a' c' f'>4
< c f a' c' f'>4
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myG \myAm \myF \myC
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
g1 a:m f c
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-4 e'-4 g'-1>1 % C
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c4 \downbow % 1
4 \downbow % 2
4 \downbow % 3
4 \downbow % 4
%%
c4 \downbow % 1
4 \downbow % 2
4 \downbow % 3
4 \downbow % 4
}\addlyrics {
"1 . " "2 ." "3 . " "4 . "
"1 . " "2 ." "3 . " "4 . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{
\unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=70\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|9 9]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 9
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 9
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 64-15er"
subtitle="(Rhythmus 99)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4.
< e-2 g c'-1 e'>8
< c-3 e-2 g c'-1 e'>4.
< e-2 g c'-1 e'>8
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>4.
< d g b' d' g'>8
< g, d g b' d' g'>4.
< d g b' d' g'>8
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4.
< e-2 a-3 c'-1 e'>8
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>4.
< e-2 a-3 c'-1 e'>8
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>4.
< c f a' c' f'>8
< f, c f a' c' f'>4.
< c f a' c' f'>8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myAm \myF \myC \myG
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m f c1 g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
%%
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
}\addlyrics {
"1 . . " "+ "
"3 . . " "+ "
"1 . . " "+ "
"3 . . " "+ "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|8 8]]==
:Ein einfacher 2/2 Takt
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 8
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 8
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 41-56er"
subtitle="(Rhythmus 88)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>2
< e-2 g c'-1 e'>2
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>2
< d g b' d' g'>2
}
myAm = {
< a, e-2 a-3 c'-1 e'>2
< e-2 a-3 c'-1 e'>2
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>2
< c f a' c' f'>2
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myF \myC \myG \myAm
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
f1 c1 g a:m
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c2 \downbow % 1
2 \downbow % 3
%%
c2 \downbow % 1
2 \downbow % 3
}\addlyrics {
"1 . . . "
"3 . . . "
"1 . . . "
"3 . . . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|7 7]]==
:Ende vom Lagerfeuerschlag mit zusätzlichem Aufschlag
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 7
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 7
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 15-64er"
subtitle="(Rhythmus 77)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r8
< e-2 g c'-1 e'>8 8 8
r8
< e-2 g c'-1 e'>8 8 8
}
myG = {
r8
< d g b' d' g'>8 8 8
r8
< d g b' d' g'>8 8 8
}
myAm = {
r8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 8 8
r8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 8 8
}
myF = {
r8
< c f a' c' f'>8 8 8
r8
< c f a' c' f'>8 8 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myC \myG \myAm \myF
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 g a:m f
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r8
c8 \upbow % +
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
r8
8 \upbow % +
8 \downbow % 4
8~ \upbow % +
%%
8
c8 \upbow % +
8 \downbow % 2
8~ \upbow % +
8
8 \upbow % +
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
}\addlyrics {
". + " "2 " "+ "
". + " "4 " "+ "
". + " "2 " "+ "
". +" "4 " "+ "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
< c-3 e-2 g c'-1 e'>1
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Wenn man nicht die 1 im Ohr hat, ist es schwerer den Rhythmus herauszuhören.
Damit es etwas leichter ist, erklingt ein Schlagzeug im Hintergrund.
Der Luftschlag kann auf eine Pause erfolgen, oder während einer überbundenen Note. Man könnte auch punktierte Noten verwenden. Man versucht allerdings meist eine 2er, 4er oder 8er-Einteilung des Taktes sichtbar zu machen.
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|6 6]]==
:Ende vom Lagerfeuerschlag
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 6
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 6
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 56-41-er"
subtitle="(Rhythmus 66)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r8
< e-2 g c'-1 e'>8 4
r8
< e-2 g c'-1 e'>8 4
}
myG = {
r8
< d g b' d' g'>8 4
r8
< d g b' d' g'>8 4
}
myAm = {
r8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 4
r8
< e-2 a-3 c'-1 e'>8 4
}
myF = {
r8
< c f a' c' f'>8 4
r8
< c f a' c' f'>8 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myG \myAm \myF \myC
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 g a:m f
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r8
c8 \upbow % +
4 \downbow % 2
r8
c8 \upbow % +
4 \downbow % 4
%%
r8
c8 \upbow % +
4 \downbow % 2
r8
c8 \upbow % +
4 \downbow % 4
}\addlyrics {
". + " "2 . "
". + " "4 . "
". + " "2 . "
". + " "4 . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|5 5]]==
:Ska
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 5
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 5
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 64-15er"
subtitle="(Rhythmus 55)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r8 < e-2 g c'-1 e'>8
r8 < e-2 g c'-1 e'>8
r8 < e-2 g c'-1 e'>8
r8 < e-2 g c'-1 e'>8
}
myG = {
r8 < d g b' d' g'>8
r8 < d g b' d' g'>8
r8 < d g b' d' g'>8
r8 < d g b' d' g'>8
}
myAm = {
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>8
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>8
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>8
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>8
}
myF = {
r8 < c f a' c' f'>8
r8 < c f a' c' f'>8
r8 < c f a' c' f'>8
r8 < c f a' c' f'>8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myAm \myF \myC \myG
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m f c1 g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
%%
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
r8 c8 \upbow % +
}\addlyrics {
". + " ". + " ". + " ". + "
". + " ". + " ". + " ". + "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|4 4]]==
→
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<!-- Halb
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 4
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 4
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 41-56er"
subtitle="(Rhythmus 44)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r8 < e-2 g c'-1 e'>4.
r8 < e-2 g c'-1 e'>4.
}
myG = {
r8 < d g b' d' g'>4.
r8 < d g b' d' g'>4.
}
myAm = {
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>4.
r8 < e-2 a-3 c'-1 e'>4.
}
myF = {
r8 < c f a' c' f'>4.
r8 < c f a' c' f'>4.
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myF \myC \myG \myAm
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
f2 c1 g a1:m
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r8 c4. \upbow % +
r8 c4. \upbow % +
%%
r8 c4. \upbow % +
r8 c4. \upbow % +
}\addlyrics {
". + . . " ". + . ."
". + . . " ". + . ."
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|3 3]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 3
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 3
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 41-56er"
subtitle="(Rhythmus 33)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r4 < e-2 g c'-1 e'>8 8
r4 < e-2 g c'-1 e'>8 8
}
myG = {
r4 < d g b' d' g'>8 8
r4 < d g b' d' g'>8 8
}
myAm = {
r4 < e-2 a-3 c'-1 e'>8 8
r4 < e-2 a-3 c'-1 e'>8 8
}
myF = {
r4 < c f a' c' f'>8 8
r4 < c f a' c' f'>8 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myC \myG \myAm \myF
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 g a1:m f
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r4 c8 \downbow % 2
8 \upbow % +
r4 c8 \downbow % 4
8 \upbow % +
%%
r4 c8 \downbow % 2
8 \upbow % +
r4 c8 \downbow % 4
8 \upbow % +
}\addlyrics {
". . 2 " " + "
". . 4 " " + "
". . 2 " " + "
". . 4 " " + "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|2 2]]==
: Reggae
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 56-41er"
subtitle="(Rhythmus 2 2)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r4 < e-2 g c'-1 e'>4
r4 < e-2 g c'-1 e'>4
}
myG = {
r4 < d g b' d' g'>4
r4 < d g b' d' g'>4
}
myAm = {
r4 < e-2 a-3 c'-1 e'>4
r4 < e-2 a-3 c'-1 e'>4
}
myF = {
r4 < c f a' c' f'>4
r4 < c f a' c' f'>4
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myAm \myF \myC \myG
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m f c g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r4 c4 \downbow % 2
r4 c4 \downbow % 4
%%
r4 c4 \downbow % 2
r4 c4 \downbow % 4
}\addlyrics {
". . 2 . "
". . 4 . "
". . 2 . "
". . 4 . "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
;Tipp: Haue bei der 1 und bei der 3 bewusst daneben.
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|1 1]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 64-15er"
subtitle="(Rhythmus 11)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
r4. < e-2 g c'-1 e'>8
r4. < e-2 g c'-1 e'>8
}
myG = {
r4. < d g b' d' g'>8
r4. < d g b' d' g'>8
}
myAm = {
r4. < e-2 a-3 c'-1 e'>8
r4. < e-2 a-3 c'-1 e'>8
}
myF = {
r4. < c f a' c' f'>8
r4. < c f a' c' f'>8
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myC \myG \myAm \myF
}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m f c1 g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 c'-1 e'-1 a'-1 >1 % Am
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1>1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r4. c8 \upbow % +
r4. c8 \upbow % +
%%
r4. c8 \upbow % +
r4. c8 \upbow % +
}\addlyrics {
". . . + "
". . . + "
". . . + "
". . . + "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|0 0]]==
<!-- Zählen
-->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Schlagmuster
-->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte
-->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1
-->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende -->
{{clear}}
Der letzte Takt00 scheint auf den ersten Blick ein wenig unsinnig zu sein, aber beim der [[#Übung_88_und_00|Übung 88 und 0 (0Hey Joe)]] gibt es Takthälften und ganze Takte, die ohne Schläge auskommen.
Damit hast du 16 Module bzw. Takthälften, die du nach Belieben miteinander kombinieren kannst.
= Übungen =
== Übung FF ==
<!--
Platzhalter für einfacheres Kopieren
-->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 14-55er"
subtitle="(Rhythmus FF)"
encoder="mjchael"
}
myC = {
< c-3 e-2 g c'-1 e'>8
< e-2 g c'-1 e'>8 8 8
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>8
< c f a' c' f'>8 8 8
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>8 8 8
< g, d g b' d' g'>8
< d g b' d' g'>8 8 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 {
\myC \myF \myG
\myC \myF \myG
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 f g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< c-3 e-2 g c'-1 e'>1 % C
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c8 \downbow % 1
8 \upbow % +
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
8 \downbow % 3
8 \upbow % +
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
}\addlyrics {
"1 " "+ " "2 " "+ "
"3 " "+ " "4 " "+ "
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
< c-3 e-2 g c'-1 e'>1
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<small> Siehe [[Gitarre:_Akkordprogressionen/_Ein_14-55er|Ein 14-55er]]</small>
== Übung EE ==
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Andalusische Kadenz"
subtitle="(Rhythmus EE)"
encoder="mjchael"
}
myAm = {
< a, e a c' e' a'>8 8 4 8 8 4
}
myG = {
< g, d g b' d' g'>8 8 4 8 8 4
}
myF = {
< f, c f a' c' f'>8 8 4 8 8 4
}
myEsus = {
< e, b, e a' b' e'>8 8 4
}
myE = {
< e, b, e gis' b' e'>8 8 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myAm \myG
\myF \myEsus \myE}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1:m g f e2:sus4 e
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-2 a-3 c'-1 e'-1 a'-1>1 % Am
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< e, b,-2 e-3 a-4 b e'>2 % Esus4
< e, b,-2 e-3 gis-1 b e'> % E
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
<a,>8 \downbow % 1
<a,> \upbow % +
<a,>4 \downbow % 2
%
<a,>8 \downbow % 3
<a,> \upbow % +
<a,>4 \downbow % 4
%
}\addlyrics { "1 " "+ " "2 . "
"3 " "+ " "4 . " }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
< a,-1 e-2 a-3 c'-1 e'-1 a'-1>1
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Ein 65-43er (die andalusische bzw. spanische Kadenz)|Ein 65-43er (die andalusische bzw. spanische Kadenz)]]</small>
== Übung DD ==
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Millennium Progression"
subtitle="Rhythmus DD"
encoder="mjchael"
}
myFism = {
< fis, cis fis a cis>8 <cis fis a cis fis'>4 8
< fis, cis fis a cis>8 <cis fis a cis fis'>4 8
}
myA = {
< a, e a cis'>8 <e a cis' e'>4 8
< a, e a cis'>8 <e a cis' e'>4 8
}
myE = {
< e, b, e gis b>8 <b, e gis b e'>4 8
< e, b, e gis b>8 <b, e gis b e'>4 8
}
myB = {
< b, fis b dis'>8 <fis b dis' fis'>4 8
< b, fis b dis'>8 <fis b dis' fis'>4 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myFism \myA
\myE \myB}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
fis1:m a e b
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< fis,-1 cis-3 fis-4 a-1 cis'-1 fis'-1 > % F#m
< a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A
< e, b,-2 e-3 gis-1 b e' > % E
< b,-1 fis-2 b-3 dis'-4 fis'-1 > % B
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
fis,8 \downbow % 1
4 \upbow % +
8 \upbow % +
8 \downbow % 3
4 \upbow % +
8 \upbow % +
}\addlyrics { "1 . " "2 " "+ " "3 . " "4 " "+" }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\key e \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
< fis,-1 cis-3 fis-4 a-1 cis'-1 fis'-1 >1
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Die Millenium-Akkordfolgen|Die Millenium-Akkordfolgen]]</small>
== Übung CC ==
<!--
Platzhalter für einfacheres Kopieren
-->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Pop-Formel in Moll"
subtitle="(Rhythmus CC)"
encoder="mjchael"
}
myD = {
< d a d'>8 <d a d'>8~ 4
< a d fis'>8 <a d fis'>8~ 4
}
myA = {
< a, e a>8 <a, e a>8~ 4
< a cis' e'>8 <a cis' e'>8~ 4
}
myBm = {
< b, fis b>8 <b, fis b>8~ 4
< b d' fis'>8 <b d' fis'>8~ 4
}
myG = {
< g, d g >8 <g, d g>8~ 4
< b d' g' >8 <b d' g'>8~ 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 {
\myBm \myG \myD \myA }
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
b1:m g d a
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1>1 % Bm
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
< d a-1 d'-3 fis'-2> % D
< a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
d8 \downbow % 1
8~ \upbow 4 % +
8 \downbow % 3
8~ \upbow 4 % +
8 \downbow % 1
4. \upbow % +
8 \downbow % 3
4. \upbow % +
}\addlyrics { "1 " "+ . . " "3 " "+ . ." "1 " "+ . . " "3 " "+ . ." }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 160
\time 4/4
\key d \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 16 {
\myDiskant
}
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1>1 % Bm
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Warte 2 Takte und spiele D A Bm G. Du kannst auch mittendrin wechseln, wie es Axis of Awesome mit ihrem 4-Four-Chord-Song gemacht haben. In der Notation kann dir entweder eine überbundene Note begegnen oder eine punktierte. Die Schreibweise ändert nichts an der Länge der Noten. Jeder Komponist oder Arrangeur hat da seine eigenen Vorlieben.
<small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Die Pop-Punk-Progression|Die Pop-Punk-Progression]]</small>
== Übung BB ==
;auch G Am C G (Capo=2)
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Ein 12-41er in A"
subtitle="(Rhythmus BB)"
encoder="mjchael"
}
myA = {
< a, e a>4 <a cis' e'>8 8
< a, e a>4 <a cis' e'>8 8
}
myBm = {
< b, fis b>4 <b d' fis'>8 8
< b, fis b>4 <b d' fis'>8 8
}
myD = {
< a, d a>4 <a d' fis'>8 8
< a, d a>4 <a d' fis'>8 8
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myA \myA \myBm \myBm \myD \myD \myA \myA }
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a:1 b:m d a
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1> % Bm
< a, d a-1 d'-3 fis'-2 > % D
< a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
fis,4 \downbow % 1
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
4 \downbow % 3
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
4 \downbow % 1
8 \downbow % 2
8 \upbow % +
4 \downbow % 3
8 \downbow % 4
8 \upbow % +
}\addlyrics { "1 . " "2 " "+ " "3 . " "4 " "+ " "1 . " "2 " "+ " "3 . " "4 " "+ " }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key e \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
< e, b,-2 e-3 gis-1 b e' >1
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
* {{Youtube-Suche|MASHUP+Dont+Worry+Be+Happy+Whats+Up|Don't Worry Be Happy / Whats Up (MASHUP)}}
<small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Ein 12-41er|Ein 12-41er]]</small>
== Übung AA ==
;auch mit Am Em (4x) Dm Em (Capo=5)
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Lemon Tree Intro"
subtitle="4/4-Schlag (Rhythmus AA)"
encoder="mjchael"
}
myEm = {
< e, b, e>4 <g b e'>
< e, b, e> <g b e'>
}
myBm = {
< b, fis b\3>4 <b\3 d' fis'>
< b, fis b\3> <b\3 d' fis'>
}
myBmBbm = {
< b, fis b\3>4 <b\3 d' fis'>
< b, fis b d' fis'>
< bes, f bes des' f'>
}
myAm = {
< a, e a>4 <a c' e'>
< a, e a> <a c' e'>
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myEm \myBm }
\myEm \myBmBbm \break
\myAm \myBm
< e, b, e g b e'>2 b,4 d e2
< \parenthesize g'\3
\parenthesize b'\2
\parenthesize e''\1
>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
e1:m b:m bes:m a:m
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< e, b,-2 e-3 g b e' > % Em
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1 > % Bm
< bes,-1 f-3 bes-4 des'-2 f'-1 > % Bbm
< a, e-2 a-3 c'-1 e' > % Am
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
<e, b, e>4 \downbow %1
<g b e'>4 \downbow %2
<e, b, e>4 \downbow %3
<g b e'>4 \downbow %4
}\addlyrics { "1 . " "2 . " "3 . " "4 ." }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\key g \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<small> Siehe [[Gitarre:_der_Bm-Akkord#Lemon-Tree-Begleitung|Lemon-Tree Begleitung]]</small>
== Übung 99 ==
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Lady Madonna"
subtitle="(Rhythmus 99)"
encoder="mjchael"
}
myA = {
< a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a-1>4.
< e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a-1>8
< a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a-1>4.
< e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a-1>8
}
myD = {
< d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1>4.
< a-2 d'-3 fis'-4 a'-1>8
< d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1>4.
< a-2 d'-3 fis'-4 a'-1>8
}
myFG = {
< f,-1 c-3 f-4 a'-2 c'-1 f'-1>4 4
< g,-1 d-3 g-4 b'-2 d'-1 g'-1>4 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 8 {
\myA \myD \myA \myD
\myA \myD \myFG \myA
}
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
a1 d f g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'2
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a'-1 >1 % A
< d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1> % D
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
%%
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
%%
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
%%
c4 \downbow % 1
4 \downbow % 2
4 \downbow % 3
4 \downbow % 4
%%
c4.\downbow % 1
8 \upbow % +
4.\downbow % 3
8 \upbow % +
}\addlyrics {
"1.." "+" "3.." "+"
"1.." "+" "3.." "+"
"1.." "+" "3.." "+"
"1." "2." "3." "4."
"1.." "+" "3.." "+"
}
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 180
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Diese Übung wurde von {{Youtube-Suche|Lady+Madonna+Beatles|Lady Madonna (Beatles)}} inspiriert.
== Übung 88 und 00 ==
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Hey Joe"
subtitle="(Rhythmus 88 und 00)"
encoder="mjchael"
}
%% Strumming Pattern
myC = { <c g c' e' g'>2 2 }
myG = { < g, d g b' d' g'>2 2 }
myD = { <d a d' fis' a'>2 2 }
myA = { < a, e a cis' e' a'>2 2 }
myE = { < e, b, e gis' b' e'>1 }
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myC \myG
\myD \myA \myE r1 r r }
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \up }
\new DrumVoice { \voiceTwo \down}
>>
}
%% Chords
\score { <<
\new ChordNames { \chordmode {
c1 g d a e r r r
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1 >1 % C
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1 > % G
< d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1> % D
< a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a'-1 > % A
\break
< e, b,-2 e-3 gis-1 b e'>1 %1
<d,><d,><d,>
}
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
c2 \downbow % 1
2 \downbow % 2
2 \downbow % 3
2 \downbow % 4
c2 \downbow % 1
2 \downbow % 2
2 \downbow % 3
2 \downbow % 4
1 \downbow % 1
r1 r1 r1
%
}\addlyrics { "1 . "2 "3 . "2 "1 . "2 "3 . "2 "1 . "2 "3 . "2 "1 . "2 "3 . "2 "1 (2 3 4)"1 "(2 2 3 4)"1 "(3 2 3 4)"1 "(4 2 3 4)"1}
% \myDrum
>>
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 130
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 64 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Übung 77 ==
== Übung 66 ==
== Übung 55 ==
;G Bm C D • C D G D
Der erste Abschlag dient nur, um die 1 im Ohr zu haben. Dannach folgen nur noch Offbeats.
Aus dem etwas schnelleren jamaikanischen Tanzrhythmus Ska (55) hat sich später der etwas langsamere Reggae (22) entwickelt. Wundere dich jedoch nicht, wenn die Begriffe mal synonym gebraucht werden.
<!--
Platzhalter für einfacheres Kopieren
-->
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Kingston Town"
subtitle="Ska (Rhythmus 55)"
encoder="mjchael"
}
%% Strumming Pattern
myGg = { < g, d g >8 8
r8 < g, d g b' d' g'>8
r8 < g, d g b' d' g'>8
r8 < g, d g b' d' g'>8 }
myG = { r8 < g, d g b' d' g'>8
r8 < g, d g b' d' g'>8
r8 < g, d g b' d' g'>8
r8 < g, d g b' d' g'>8 }
myBm = { r8 < b, fis b d' fis>
r8 < b, fis b d' fis>
r8 < b, fis b d' fis>
r8 < b, fis b d' fis> }
myD = { r8 <d a d' fis' a'>8
r8 <d a d' fis' a'>8
r8 <d a d' fis' a'>8
r8 <d a d' fis' a'>8 }
myC = { r8 <c g c' e' g'>8
r8 <c g c' e' g'>8
r8 <c g c' e' g'>8
r8 <c g c' e' g'>8 }
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myGg \myBm
\myC \myD \myC \myD \myG \myD }
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \up }
\new DrumVoice { \voiceTwo \down}
>>
}
%% Chords
\score { <<
\new ChordNames { \chordmode {
g1 b:m c d
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1 > % G
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1> % Bm
< d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1> % D
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1 >1 % C
}
>>
\layout{}
}
\score { <<
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
g8 \downbow % 1
g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow % +
r8 g8 \upbow \mark "sim."
%
}\addlyrics { "1" " + " ". + " ". + " ". + " ". + " ". + " ". + " ". + " }
% \myDrum
>>
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 100
\time 4/4
\key a \minor
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
}
\unfoldRepeats \repeat volta 64 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
* {{Youtube-Suche|Kingston+Town+UB40|Kingston Town (UB40)}}
== Übung 44 ==
== Übung 33 ==
== Übung 22 ==
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Pop-Formel in Dur"
subtitle="Reggae (Rhythmus 22)"
encoder="mjchael"
}
myD = { r4
< d a d' fis'>4 r4 4
}
myA = { r4
< a, e a cis' e'>4 r4 4
}
myBm = { r4
< b, fis b d' fis'>4 r4 4
}
myG = { r4
< g, d g b d' g'>4 r4 4
}
myDiskant = {
\repeat volta 2 {
\myD \myD \myA \myA \myBm \myBm \myG \myG}
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
<bd snare>4 sn bd sn4
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}}
\new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}}
>>
}
\score {
<<
\new ChordNames { \chordmode {
d1 a b:m g
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< d a-1 d'-3 fis'-2> % D
< a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A
< b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1>1 % Bm
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G
}
>>
}
\score {
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r4
d4 \downbow % 2
r4
d4 \downbow % 4
r4
d4 \downbow % 2
r4
d4 \downbow % 4
}\addlyrics { ". . 2 . " ". . 4 . " ". . 2 . " ". . 4 . " }
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 140
\time 4/4
\key d \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 16 {
\myDiskant }
< d a-1 d'-3 fis'-2>1 % D
}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=80\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Warte 2 Takte und spiele Bm G D A. Du kannst auch mittendrin wechseln, wie es Axis of Awesome mit ihrem 4-Four-Chord-Song gemacht haben.
* {{Youtube-Suche|I'm+yours+somewhere+over+the+rainbow+don't+worry+be+happy|I'm Yours /Somewhere over the rainbow / Don't worry be happy (Meshup)}}
<small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Die Pop-Punk-Progression|Die Pop-Punk-Progression]]</small>
== Übung 11 ==
;auch mit einfachen Akkorden spielbar.
Zähle:
:1 und 2 <u>'''und'''</u> 3 und 4 <u>'''und'''</u>
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Dominantenkette"
subtitle="(Rhythmus 11)"
encoder="mjchael"
}
myBass = \relative c, {
e8 dis cis b a'8 gis fis e |
d8 cis b a g'8 fis e d |
c8 b a g f'8 e d c |
b8 a g fis fis a b dis
}
%% Strumming Pattern
myE = {r8 r8 r8 <e b e' gis' b' >8}
myA = {r8 r8 r8 <a, e a cis' e' a'>8}
myD = {r8 r8 r8 <d a d' fis' a' >8}
myG = {r8 r8 r8 <g, d g b d' g' >8}
myC = {r8 r8 r8 <c g c' e' g' >8}
myF = {r8 r8 r8 <f, c f a c' f' >8}
myBBsept = { r8 r8 r8
< b, fis b dis' fis' b' >8
r8 r8 r8 < b, fis a dis' fis' b' >8}
myDiskant = {
\repeat volta 2 { \myE \myA
\myD \myG \myC \myF \myBBsept }
}
up = \drummode {
hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8
}
down = \drummode {
bd4 sn bd sn
}
myDrum = { \new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \up }
\new DrumVoice { \voiceTwo \down}
>>
}
\score { <<
\new Staff \with {
\omit StringNumber
} {
\clef "bass_8"
\set Staff.midiInstrument = #"electric bass (pick)"
\myBass
}
%{
\new TabStaff \with {
stringTunings = "#bass-tuning"
} { \myBass }
%}
\new ChordNames { \chordmode {
e2 a d g c2 f b b:7
}}
\new FretBoards {
\override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
\override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
\override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
\override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
#'landscape
< e-1 b-2 e'-3 gis'-4 b'-1>2 % E
< a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a'-2> 2 %A
< d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1 >2 % D
< g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1 >2 % G
< c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1 >2 % C
< f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1>2 % F
< b,-1 fis-3 b-4 dis'-2 fis'-1 b'-1 >2 % B
< b,-1 fis-3 a-1 dis'-2 fis'-1 b'-1 >2 % B
}
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
}{
\improvisationOn
\override NoteHead.X-offset = 0
r8 r8 r8 c8 \upbow % 1
r8 r8 r8 c8 \upbow % 3
r8 r8 r8 c8 \upbow % 1
r8 r8 r8 c8 \upbow % 3
r8 r8 r8 c8 \upbow % 1
r8 r8 r8 c8 \upbow % 3
r8 r8 r8 c8 \upbow % 1
r8 r8 r8 c8 \upbow % 3
%
}\addlyrics {
". . . + " ". . . + "
". . . + " ". . . + "
". . . + " ". . . + "
". . . + " ". . . + "
}
% \myDrum
>>
\layout{}
}
\score { << % midi
\tempo 4 = 80
\time 4/4
\key a \minor
\new Voice = "mySong" { \unfoldRepeats \repeat volta 8 {
\myBass}}
\new Voice {
\set Staff.midiInstrument = #"electric bass (finger)"
{ \unfoldRepeats \repeat volta 4 {
\myDiskant
}
<e b e' gis' b' >1
}}
\unfoldRepeats \repeat volta 32 {
\myDrum
}
>> \midi{} }
\paper {
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
{{Todo|Herausfinden, wie man Bass-Tabulaturen richtig anzeigen kann. E-Bass-Tabs werden nicht richtig angezeigt.|Rockdiplom|Mjchael}}
<small> Siehe [[Gitarre:_Akkordfolgen_erweitern#Dominantenkette|Akkordfolgen erweitern (Lektion 6) Dominantenkette]]</small>
== Kombiniere ==
Bastele dir aus diesen 16 Modulen einen Rhythmus wie im Baukastensystem von Lego.
Picke dir täglich eine Takthälfte von 8 bis F heraus (eine, die mit einem Abschlag anfängt) und füge als zweite Takthälfte nacheinander alle Schlagmuster von 0 bis F an. Du kannst dazu jede beliebige Akkordfolge verwenden. Wie wäre es mit der Pop-Formel G D Em C?
;Beispiel
*Rhythmus 8{{rot|0}}: A - - - {{rot|- - - -}}
*Rhythmus 8{{rot|1}}: A - - - {{rot|- - - V}}
*Rhythmus 8{{rot|2}}: A - - - {{rot|- - A -}}
*Rhythmus 8{{rot|3}}: A - - - {{rot|- - A V}}
*Rhythmus 8{{rot|4}}: A - - - {{rot|- V - -}}
*Rhythmus 8{{rot|5}}: A - - - {{rot|- V - V}}
*Rhythmus 8{{rot|6}}: A - - - {{rot|- V A -}}
*Rhythmus 8{{rot|7}}: A - - - {{rot|- V A V}}
*Rhythmus 8{{rot|8}}: A - - - {{rot|A - - -}}
*Rhythmus 8{{rot|9}}: A - - - {{rot|A - - V}}
*Rhythmus 8{{rot|A}}: A - - - {{rot|A - A -}}
*Rhythmus 8{{rot|B}}: A - - - {{rot|A - A V}}
*Rhythmus 8{{rot|C}}: A - - - {{rot|A V - -}}
*Rhythmus 8{{rot|D}}: A - - - {{rot|A V - V}}
*Rhythmus 8{{rot|E}}: A - - - {{rot|A V A -}}
*Rhythmus 8{{rot|F}}: A - - - {{rot|A V A V}}
A = Abschlag, V = Aufschlag, - = Luftschlag.
Als zweite Übung pickst du dir eine Takthälfte von 0 bis F heraus, setzt diese als zweite Takthälfte, und exerzierst die Pattern 8 bis F als erste Takthälfte durch. Die Übungen kannst du auch ohne Gitarre machen, z.B. bei einer Bus- oder Zugfahrt. Nutze die Hosennaht als Ersatz für die Gitarrensaiten.
;Beispiel
*Rhythmus {{rot|8}}8: {{rot|A - - -}} A - - -
*Rhythmus {{rot|9}}8: {{rot|A - - V}} A - - -
*Rhythmus {{rot|A}}8: {{rot|A - A -}} A - - -
*Rhythmus {{rot|B}}8: {{rot|A - A V}} A - - -
*Rhythmus {{rot|C}}8: {{rot|A V - -}} A - - -
*Rhythmus {{rot|D}}8: {{rot|A V - V}} A - - -
*Rhythmus {{rot|E}}8: {{rot|A V A -}} A - - -
*Rhythmus {{rot|F}}8: {{rot|A V A V}} A - - -
=Beispiel: Rhythmus 895A =
== Der Balladenschlag ==
Taktmuster im 16tel-Feeling werden doppelt so schnell gespielt. Wenn du sie das erste Mal übst, behandele sie wie ein zweitaktiges Schlagmuster. Spiele es also halb so schnell wie es notiert ist. So kannst du den Takt wie beim 8el-Feeling zählen. Klappt das zweitaktige Schlagmuster, spiele es immer schneller bis das Tempo passt.
;4 einzelne Takthälften
8 = [[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]] + 9 = [[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]] + 5 =[[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]] + A = [[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]] = 895A
; ergeben
895A = [[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab break.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tab bar.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tab break.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]]
Dieses Schlagmuster lässt sich auch doppelt so schnell spielen. In einigen Lehrbüchern findet man eine Variante, bei dem man die 1/16-Schläge mit dem Buchstaben "e" zählt. Also würde dieses für unser Beispiel folgendermaßen aussehen:
1 e + e 2 e + e : 3 e + e 4 e + e (Grundtakt)
1 . . . 2 . . e : . e . e 4 . + . (Schlagmuster)
Zum Üben empfehle ich dir in diesem Fall das Schlagmuster wie 2 Takte im 4/4-Takt durchzuzählen, und anfangs das Schlagmuster langsam zu üben. Später kann man das dann schneller spielen. Du zählst wie gewohnt, nur doppelt so schnell.
1 + 2 + 3 + 4 + | 1 + 2 + 3 + 4 + (Grundtakt)
1 . . . 3 . . + | . + . + 3 . 4 . (Schlagmuster)
Takte gleich im Sechzentel-Feeling zu zählen, kannst du später mal üben, wenn du die einfachere Variante um Achtel-Feeling sicher beherrschst.
Weitere [[Gitarre: Variationen beim Balladenschlag|Varianten zu diesem Schlagmuster]] werden in einer der nächsten Lektionen vorgestellt.
== Rhythmus 895A ==
... sondern alle Schläge werden über die ganzen Linien durchgezogen angezeigt. Der Spieler muss sich selbst überlegen, wie er den Takt betonen möchte.
<div style="width:380px; border: 1px black solid;">
[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Platzhalter
--> [[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tab end.svg]]
</div>
;Hörbeispiel mit der [[Gitarre: Diatonischer Quintfall in Am mit Samba-Rhythmen#Die Akkorde|Akkordfolge Am7 Dm7 G7 Cj7 - Fj7 Hm7b5 Esus4 E]]
{{Audio|Rhythm_895A_circle_progression Am.mid|Rhythm_895A_circle_progression Am}}
und das wäre auch schon das erste Schlagmuster. Dieses Schlagmuster hat eine sehr große Ähnlichkeit zum Lagerfeuer-Schlag, wird jedoch über zwei Takte ausgeführt. Dieses Schlagmuster lässt sich also sehr gut für etwas langsamere Lieder einsetzen, und erhält daher den sprechenden Namen: '''Balladen-Schlag'''. Es eignet sich besonders gut für die Lieder, bei denen ein einfacher Lagerfeuerschlag zu langsam ist, aber zwei Lagerfeuerschläge in der gleichen Zeit (also doppelt so schnell) viel zu schnell wären. Ebenso kann er zwei Lagerfeuerschläge hintereinander ersetzen. Beachte, dass dann der Akkordwechsel auf das letzte "und" des ersten Taktes erfolgt (ähnlich wie beim Schnellen Griffwechsel). Man nennt dieses "vorgezogener Griffwechsel".
Das einzige wirkliche "Anfänger-Problem" sind die Luftschläge beim Balladenschlag. Es müssen wirklich drei Luftschläge nach der "1" ausgeführt werden, und noch einmal zwei Luftschläge nach der "3".
=== Liedvorschlag für den Rhythmus 895A===
* Akkordfolge von White Flag © (Dido) in E-Moll (Original in Dm)
{|
!Intro
|width="30px"|
!Verse
|width="30px"|
!Chorus
|-
|
{|
!G ||Hm
|}
|width="30px"|
|
{|
!Em ||Em ||Bm||Bm
|-
!Em ||Em ||Bm||Bm
|-
!D || D ||Am||Bm
|}
|width="30px"|
|
{|
!C||G||Am||Em
|-
!C||G||D||Am
|}
|}
== Rhythmus AB5A ==
Wer das mit den Luftschlägen noch nicht gleich hinbekommen sollte, kann auch vorerst versuchen, am Anfang nur Abschläge zu spielen. Doch der Aufschlag sollte kurz vor dem zweiten Takt erfolgen.
[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!--
Platzhalter
--> [[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!--
Platzhalter
-->[[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tab end.svg]]
Der Takt kommt schon um einiges rhythmischer daher. Und wer ganz mutig ist, der kann ja versuchen, diesen Schlag etwa doppelt so schnell bei "breakfast at Tiffany's" (Deep Blue Something) anzuwenden.
Ebenso gibt es noch die Möglichkeit, die Luftschläge nicht als Luftschläge auszuführen, sondern als gedämpfte Schläge (siehe [[Gitarre: Schlagmuster 9000|Schlagmuster 9 0 0 0]]). Und wenn man dieses alles berücksichtigt, und auch noch die Techniken anwendet, die hier noch gar nicht erwähnt worden sind, kann man sich sicher sein, dass man noch lange nicht alle Möglichkeiten, die einem ein Rhythmus bietet, ausgelotet hat.
= Tipp zum Heraushören von Schlagmuster =
Ein Schlagmuster auf Anhieb herauszuhören ist nicht leicht. Man benötigt einiges an Erfahrung. Und einige Erfahrungen sammelt man dadurch, dass man einige Schlagmuster lernt. So findet man viel leichter etwas Vergleichbares.
;Beispiel: [[Gitarre: Diatonischer Quintfall in Am mit Samba-Rhythmen|Samba-Rhythmen]]
Und wenn man ein ähnliches Schlagmuster kennt, dann ist es mehr die Aufgabe, das bekannte Schlagmuster so lange zu variieren, bis es dem Original so weit nahe kommt, dass es für die eigenen Ansprüche reicht. (Es muss nicht immer 100% wie das Original klingen!)
;vgl: [[Gitarre: Folkdiplom - Rhythmus-Variationen|Einfache Variationen der Grundschläge]]
Beim Zuhören des unbekannten Stückes sollte man mit dem Fuß wippen oder mit dem Kopf wippen oder mit der Schlaghand den Beat mitschlagen. Man kann auch alles gleichzeitig machen. Man muss halt nur so schnell mitwippen, wie der Beat ist. Das ist halb so schnell wie die kleinste Zähleinheit. Wenn also die Schläge in 16tel sein sollten, dann wippt man mit dem Fuß/Kopf im 8el-Takt. Jeder "Tapp" bzw. jedes vorwärts Nicken ist eine 1 und entspricht einem Abschlag. Jedes "und" bzw. jedes rückwärts-Nicken entspricht einem Aufschlag. Man richtet sein Zählen immer so ein, dass man bis 4 zählen kann. So bleibt die Sache halbwegs übersichtlich und man bekommt mit, wann nur Abschläge kommen und wann Aufschläge mit dabei sind und wann der Rhythmus stark synkopiert ist.
Man wendet das Gleiche an, was man schon für das Durchzählen eines Taktes eingeübt hat.
:[[image:Lagerfeuerschlag 2Takte.png]]
Wenn es immer noch zu schwer sein sollte, dann schrecke man nicht davor zurück, das Musikstück langsamer abzuspielen, was sich bei einem Midi und einem guten Midiplayer sehr leicht bewerkstelligen lässt und was sich mit einem entsprechenden MP3-Player für den PC auch mit MP3-Dateien machen lässt. Wer keinen Player finden sollte, der ein Musikstück langsamer abspielen kann, der sollte nicht davor zurückschrecken, mit einem MP3-Editor das Stück so zu verlangsamen, dass das Heraushören kein Problem mehr macht.
Und wenn alle Stricke reißen, hilft es immer noch, eine Tabulatur des Stückes anzusehen. Dieses gehört dann aber mehr zum "Schlagmuster lernen" als zum "Schlagmuster heraushören".
<div class="noprint">
=Exkurs: wie kommt es zu den Bezeichnungen der Takte bzw. Takthälften?=
Es gibt insgesamt 16 Module, die durchnummeriert worden sind. Die Schlagmuster-Module sind nicht rein zufällig durchnummeriert worden, sondern sie orientieren sich an den [[w:Hexadezimalsystem|Hexadezimalsystem]], das mit 16 Ziffern arbeitet und am [[w:Dualsystem|Dualsystem]], das nur mit 1 und 0 als Ziffer arbeitet. Das heißt, für die Wikibooks wurden den einzelnen Rhythmus-Bausteinen Namen von 0 bis 9 und von A bis F gegeben. Jeder, der sich schon mal mit Hexadezimalzahlen befasst hat, wird ganz schnell mit dieser Bezeichnung klarkommen, und der kann es für Übungen nutzen (insbesondere wenn man wenig Ahnung von Computer hat, denn dort werden sie ständig benutzt).
Wer noch nie etwas davon gehört hat, und meint, das sei alles viel zu kompliziert, dem sei gesagt: Es sind nur 16 Bezeichnungen, die man ganz schnell mal nachschlagen kann. Die Nummerierung 0 bis 9 sollten keine Probleme machen. Aber anstelle 10 bis 15 weiter zu nummerieren, wurden hier die [[w:Hexadezimal|Hexadezimalzahlen]] A bis F verwendet. A = 10; B = 11; C = 12; D = 13; E = 14 und F = 15.
*0 = 0000<sub>2</sub>
*1 = 0001<sub>2</sub>
*2 = 0010<sub>2</sub>
*3 = 0011<sub>2</sub>
*4 = 0100<sub>2</sub>
*5 = 0101<sub>2</sub>
*6 = 0110<sub>2</sub>
*7 = 0111<sub>2</sub>
*8 = 1000<sub>2</sub>
*9 = 1001<sub>2</sub> = 9<sub>16</sub>
*10 = 1010<sub>2</sub> = A<sub>16</sub>
*11 = 1011<sub>2</sub> = B<sub>16</sub>
*12 = 1100<sub>2</sub> = C<sub>16</sub>
*13 = 1101<sub>2</sub> = D<sub>16</sub>
*14 = 1110<sub>2</sub> = E<sub>16</sub>
*15 = 1111<sub>2</sub> = F<sub>16</sub>
Dembach würde der Rhythmus 895A folgendermaßen entschlüsselt:
*8 = 1000<sub>2</sub>
*9 = 1001<sub>2</sub>
*5 = 0101<sub>2</sub>
*A<sub>16</sub> =10<sub>10</sub> = 1010<sub>2</sub>
8 + 9 + 5 + 16 bzw. 8 + 9 + 5 + A = 1000 + 1001 + 0101 + 1010 wobei jede 1 ein Schlag und jede 0 ein Luftschlag ist.
Aber du brauchst dir das Hexadezimal-System, wie schon gesagt, nicht zu merken, du kann es auch einfach hier nachschlagen, dich die 16 Takt-Module silltest du bei jeder Gelegenheit wiedererkennen können.
Wenn du dich ein wenig mit Mathematik auskennst, dann kannst du selbst ausrechnen, dass es für einen einfachen 4/4-Takt im 8el-Feeling, (also aus einem Takt, der aus zwei Takt-Modulen besteht) 16x16 also 256 Möglichkeiten gibt. Alle 256 Kombinationen werden auch in der Praxis angewandt. Bei zweitaktigen Schlagmustern oder eintaktige im 16tel-Feeling gibt es schon 256x256 also 65536 mehr oder weniger sinnvolle Möglichkeiten.
<div class="noprint">
=Web-Links=
*[https://youtube.com/watch?v=lvq-ucNkf8s Andreas Januschke von Fingerfux] fasst auf YouTube alles nochmal kurz zusammen.
* [http://gitarrespielen.net/schlagmuster-4-4-gitarre www.gitarrespielen.net] Schlagmuster für populäre Songs mit Hörbeispielen.
* [http://www.gitarrenbeginner.de/schlagmuster-fuer-gitarre/ www.gitarrenbeginner.de] liefert gute Hörbeispiele für diese Übung.
*[https://www.gitarrenunterrichtzuerich.ch/blog/rhythmen/basic-guitar-rhythms www.gitarrenunterrichtzuerich.ch] Viele Beispiele von Schlagmustern.
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Gitarre: Liedervorschläge/ Lieder mit Fis-Moll
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Mjchael
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/* Lieder mit F#m */ Gliederung
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=== [[Gitarre: der Fis-Moll-Akkord|Lieder mit F#m]] ===
{{todo|Geeignete Copyright-freie Lieder suchen|Mjchael|Rockdiplom}}
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# Dann wird sie in der Zusammenfassung des [[Gitarre: Rockdiplom Liedbeispiele|Rockdiploms]] gebraucht
# und zuletzt wird es für den [[Gitarre: Liedervorschläge|Gesamtüberblick]] benötigt
Diese Vorlage erleichtert es die Listen aneinander anzugleichen.}}
[[Kategorie:Bucheigene Vorlage]]
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/* Lieder mit F#m */
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Diskussion:Strukturierte Programmierung
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2026-07-02T15:48:52Z
Gebu
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/* Erweiterung */ Antwort
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wikitext
text/x-wiki
== Erweiterung ==
Diese Zusammenstellung von Hinweisen gefällt mir. In vielen Lehrbüchern werden immer wieder dieselben Ratschläge benötigt -- hier sind sie als Sammlung zu finden. ''Ich glaube, ich werde auch etwas beitragen.'' -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
:Die Unterstützung würde mich sehr freuen! --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
Auch die folgenden Themen könnten besprochen werden.
;Untergliederung: Das Buch bekommt inzwischen so viele Einzelthemen, dass eine Gliederung in Bereiche (und damit in eigenständige Kapitel) sinnvoll wäre. ''Ich habe mir darüber noch keine genaueren Gedanken gemacht.'' -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Diese Idee ist mir auch schon gekommen, aber ich habe mir auch noch keine weiteren Gedanken gemacht. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
::: Diese Anleitung nimmt immer mehr Inhalt an (und sobald andere Programmierer es sehen, dürfte noch mehr dazu kommen). Ich empfehle deshalb die Aufteilung in einzelne Kapitel (Seiten); als Hauptthemen geht mir so etwas durch den Kopf (noch nicht als Formulierungen der Kapitel):
:::* Gestaltung von Quelltexten
:::* Konstante, Variable, Bezeichner, Deklaration
:::* Zusammenarbeit zwischen Quelldateien/Modulen/DLLs usw.
:::* Steuerung des Arbeitsablaufs
:::* alles, was zur OOP relevant ist
::: Ich bin mir noch unsicher, ob alle bisherigen Stichpunkte auf diese Weise sinnvoll untergebracht werden. Aber vielleicht kommen wir auf diese Weise zu einer Struktur – denn um Struktur geht es hier schließlich. {{Smiley|lol}} -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 13:32, 6. Jan. 2012 (CET)
;Einrückungen und Zeilenumbruch: Du hast den Code automatisch eingerückt. Das sollte in einem eigenen Punkt erläutert werden. Ein Zeichen ist dafür entschieden zuwenig; man sollte mindestens zwei Zeichen verwenden. Bitte setze aber keine absoluten Regeln fest. Beispielsweise kann man bei diesen [[C++-Programmierung/ Einführung zum Buch/ Konventionen|Konventionen]] unterschiedlicher Meinung sind. Wichtig sind klare Festlegungen innerhalb eines Programms, damit die Struktur auch für neue Leser erkennbar bleibt. (Das hilft auch dem Autor eines Codes, wenn er nach zwei Wochen, Monaten oder Jahren etwas überarbeiten muss.) -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Ich bevorzuge den Tabulator - mehrfache Leerzeichen stammen aus der Zeit der ersten Texteditoren-, aber ich vermute und befürchte, dass dies in der Wiki-Software zur Zeit noch nicht unterstützt wird. Für die Compiler spielt dies keine Rolle, aber dafür umso mehr für die Menschen, die davor sitzen ;-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
::: Ich bevorzuge eigentlich ebenfalls Tabs, zumal in der IDE die Tab-Größe in der Regel eingestellt werden kann. Aber beim Kopieren z.B. über Foren geht der eigene Standard verloren; dann sind Leerzeichen besser, weil kompatibler. Mir ist vor allem aufgefallen, dass deine Code-Beispiele nur um ein Zeichen eingerückt sind. Es mag sein, dass das bei dir ein Tab war, und beim Herüberkopieren wurde das zu einem einsamen Leerzeichen. qed -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 13:32, 6. Jan. 2012 (CET)
;Deutsch oder Englisch: Ich empfehle, für Bezeichner generell englische Begriffe zu wählen, auch wenn ich die Verwendung der deutschen Sprache im deutschen Sprachraum entschieden bevorzuge. Zur Erläuterung meines Standpunkts (mit Beispielen) siehe [[Arbeiten mit .NET: Allgemeines/ Anhang/ Namenskonventionen#Deutsch oder Englisch?|.NET-Namenskonventionen]]. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Damit habe ich keine Probleme, zumal ich sowieso vor hatte, das Wikibook ins Englische zu übertragen. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
:::Ich finde deutsche Bezeichner für deutschsprachige Leser verständlicher. Auch die Kommentare sollten meiner Meinung nach deutschsprachig bleiben. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 17:48, 2. Jul. 2026 (CEST)
Es ist erstaunlich, was einem bei Verbessern noch so alles einfällt. Ich habe einiges vom Diskutierten bereits umgesetzt und bin mir aber bewusst, dass dies alles noch nicht fertig und noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Die sinnvolle Strukturierung von Artikeln ist mindestens so herausfordernd, wie diejenige von Programmen ;-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 12:49, 7. Jan. 2012 (CET)
== Kein Missbrauch bei Imports ==
Ich möchte widersprechen: Es ist kein Missbrauch, wenn <tt>using</tt> bzw. <tt>imports</tt> zur Verkürzung des Quellcodes genutzt wird. Gerade bei .NET mit den langen, mehrstufigen Namespace-Bezeichnern macht die ständige Wiederholung des vollständigen Bezeichners den Code sehr unübersichtlich. Der folgende Quelltext (aus der .NET-Doku kopiert) ist doch überhaupt nicht mehr lesbar, und es gibt Namespaces mit noch viel längeren Namen:
{{Syntax|lang=csharp|border=2|code=
public void InsertRow(string connectionString)
{
string queryString = "INSERT INTO Dept (DeptNo, Dname, Loc) values (50, 'TECHNOLOGY', 'DENVER')";
using (System.Data.OracleClient.OracleConnection connection
= new System.Data.OracleClient.OracleConnection(connectionString))
{
System.Data.OracleClient.OracleCommand command = new System.Data.OracleClient.OracleCommand(queryString);
// do anything
}
} }}
Man muss also in der Praxis abwägen. Bei "einfachen" Bezeichnern wie MyModule passt der Ratschlag, aber es gibt eben auch andere Situationen. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
:Ich finde diesen Code gerade noch lesbar, verstehe das Argument aber sehr gut; insbesondere wenn auf engem Raum sehr viele Bezeichner aus einer fernen Bibliothek benutzt werden, kann das schnell albern und unübersichtlich aussehen. Bei einmaligem Auftreten finde ich das Ausschreiben im Allgemeinen schon recht hilfreich.
:Im engeren Sinne meinte ich aber besonders die Imports mit Wildcards, so wie zum Beispiel:
import myPackage.*;
import yourPackage.*;
drawLine ();
Class var = new Class (); /* To which package does Class belong ? */
und ähnliche Fälle. Ich werde das demnächst einmal genauer und etwas umfangreicher formulieren. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
== For-Schleifen ==
Mit dem was unter "For-Schleifen" steht, bin ich nicht ganz einverstanden bzw. erkenne nicht so ganz die Relevanz. Praktisch jede Programmiersprache, die die dortige Syntax kennt (z.B. C ab C99, C++, Java, C#, D), erlaubt auch ...
for(int i = 0; i < max; i++)
{
...
}
... mit dem entscheidenen Vorteil, dass i "so lokal wie möglich ist" (siehe weiter oben unter "Prinzip der Lokalität"), nämlich nur innerhalb des Schleifen-Blocks. Wenn wirklich nur stumpf gezählt wird und die Zähl-Variable danach nicht mehr benötigt wird, sollte immer die For-Schleife den Vorzug bekommen. Zudem würd ich die for-Schleifen noch zum "einfachen Sprachumfang" zählen, da immer sehr einfach und praktisch immer (in der obigen Form) identisch implementiert. Wenn man sich dagegen mal die Regeln für switch/case-Anweisungen vermeintlich ähnlicher Sprachen anguckt ... --[[Spezial:Beiträge/92.196.53.40|92.196.53.40]] 21:51, 26. Mär. 2012 (CEST)
: Zustimmung zu deinen Bedenken. Es sind wohl die Randbedingungen zu beachten: Sofern dasselbe ''i'' vorher oder nachher benutzt wird, kann <tt>for</tt> durch eine der anderen Schleifen ersetzt werden. Du darfst Text und Gliederung gerne überarbeiten. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:04, 27. Mär. 2012 (CEST)
:: Ich würd es eigentlich nur löschen wollen (was ich aber nicht tun werde). Die genannten Argumente überzeugen mich nicht und "... unter Umständen <small>[welchen?]</small> ... auschließlich ..." spricht auch nicht für eine eindeutigen Standpunkt des Autors. Wenn eine Sprache einen Zählschleifenkonstrukt mitbringt, sollte man es auch nutzen dürfen, denn es macht dem Quellcode-Leser deutlich, dass da nur gezählt wird (möglichst fixe Anzahl und Schrittweite) und nicht auf die Nichterfüllung einer while-Bedingung gewartet wird. --[[Spezial:Beiträge/92.196.30.97|92.196.30.97]] 21:20, 27. Mär. 2012 (CEST)
:::Ich bedanke mich für den wichtigen und richtigen Hinweis zur Lokalität und die Nichtlöschung des Abschnittes. Die Information habe ich mit einer weiteren Ergänzung in das Wikibook eingebaut. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 08:39, 30. Mär. 2012 (CEST)
== Standard-Vorsilben und Bezeichner ==
Bei der Schreibweise von Bezeichnern und Methoden könnte man noch anfügen, dass bestimmte Standard-Vorsilben allgemein üblich sind. '''set'''Foo '''get'''Foo und andere wie '''is'''Foo '''my'''Foo '''del'''Foo '''copy'''Foo recht gebräuchlich. Der Bezug zum Objekt bleibt dadurch gewahrt. Ebenso kann man die Joker (Metasyntaktische Variablen) Foo, Bar, Bas, für den Quellcode erläutern. (z.B. am Beispiel von Parameterlisten). Weiterhin sollten gängige Zählvariablen erläutert werden. Das i und j meist für Iterationen gebraucht werden. --[[Benutzer:Mjchael|mjchael]] 13:57, 30. Mär. 2012 (CEST)
: my, del und copy ist mir noch nie untergekommen. Das dürfte auch zu sprachspezifisch werden (ist es teileweise schon jetzt, finde ich). Ab irgendeinem Punkt kann man nur noch auf die Styleguides der einzelnen Sprachen verweisen. --[[Spezial:Beiträge/92.196.71.109|92.196.71.109]] 17:07, 31. Mär. 2012 (CEST)
== Leerräume ==
"Leerräume, also zum Beispiel Leerzeichen, Zeilen- und Seitenumbrüche oder Tabulatoren, werden - genauso wie Kommentare - vom Compiler überlesen und dienen daher ausschließlich zur Verbesserung der Lesbarkeit für die Programmierer." Stimmt das wirklich immer? Zumindest für bestimmte Scriptsprachen trifft es nicht zu. In Python z.B. ist korrekte Einrückung absolut notwendig (siehe [[w:Python (Programmiersprache)#Strukturierung durch Einrücken]]). Ich würde hier zumindest einen entsprechenden Hinweis anbringen, dass es durchaus Ausnahmen geben kann. --[[Benutzer:Versat|Versat]] 09:36, 4. Dez. 2015 (CET)
: Zustimmung zu deinem Hinweis; bei Basic (vermutlich bei allen Dialekten) ist das Zeilenende (also ein einfacher Zeilenumbruch) die Markierung für den Abschluss einer Anweisung. Also ändere es passend. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 10:03, 4. Dez. 2015 (CET)
: Danke für die Hinweise ! Ich stimme auch zu, denn auch bei FORTRAN mussten am Zeilenanfang bestimmte Einrückungen eingehalten werden, damit die Lochkarten korrekt gestanzt werden konnten. Ich hatte das verdrängt, und habe den Text jetzt entsprechend geändert. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 16:19, 5. Dez. 2015 (CET)
== Beispiele Überladung des Divisionsoperators ==
Huhu, eine Frage wegen den Beispielen in diesem Abschnitt, laut Kommentar sind dort zwei Beispiele für Pascal, ist das nicht eher C, weil die Zuordnung der Werte in Pascal mit := erfolgen, oder? -- [[Benutzer:Zase Wieder|Zase Wieder]] 10:23, 28. Nov. 2023 (CET)
:Ich schätze es handelt sich hier lediglich um einen Flüchtigkeitsfehler. Kommentare und Syntaxhighlight sprechen für das Ziel Pascal. Könnte ja auch sein, dass es Zuweisungen aus dem Programmbeginn sein sollen. Nach der Projektbeschreibung (offensichtlicher Fehler) hab ich mal Doppelpunkte ergänzt. Für den Fall der Fälle: Ping@[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]]. Viele Grüße, [[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]<sup>[[Benutzer Diskussion:HirnSpuk|Disk]]</sup> – 15:39, 28. Nov. 2023 (CET)
::Ich danke Euch beiden, und habe mir auch noch erlaubt, "div" mit kleinen Buchstaben zu schreiben... :-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 16:50, 28. Nov. 2023 (CET)
:::ich danke auch, nur noch eine Kleinigkeit: die Zuweisungart des Typs ist mir nicht so bekannt, ist es nicht umgekehrt ''xxx: integer;'' statt ''int xxx;''und erfolgt diese Typenanweisung nicht „außerhalb“ in der Präambel. Auch scheinen leider unter der Literatur Ihre/Deine Beiträge nicht mehr bei ENISA aufrufbar zu sein, gibt es Alternativen (crises verbessert google zu crisis, ist letzteres gemeint?). Danke im Voraus und danke für die ganzen Kapitel hier auf de.wikibooks.org :). --grüße [[Benutzer:Zase Wieder|Zase Wieder]] 20:45, 12. Dez. 2023 (CET)
== Veraltetes im Kommentar zu Beginn ==
Derzeit im Buch: „Dazu gehören der Dateiname, der Modulname (respektive Klassenname) …“
Beides ist meines Wissens veraltet. Außerdem widerspricht beides dem DRY-Grundsatz („Wiederhole dich nicht.“). In Java müsste beispielsweise bei Änderung des Klassennamens sowohl der Dateiname als auch der Klassenname im Kommentar zu Beginn geändert werden. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:23, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Ist der Begriff „Prozeduren“ veraltet? ==
Derzeit im Buch: „… für Methoden (respektive für Prozeduren oder für Funktionen) …“.
Prozeduren gab es mal in der historischen Programmiersprache Pascal. Wird in aktuellen Programmiersprachen noch zwischen Prozedur und Funktion bzw. Methode unterschieden? – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:34, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Minuszeichen im Beispiel in Component Pascal ==
Derzeit im Buch: „zahl-: LONGINT;“.
Ist hier das Minuszeichen falsch? – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:44, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Zuweisungskompatibilität / Zeichenketten ==
Derzeit zu sehr auf die Programmiersprache C bezogen. Spätestens seit Java (seit 30 Jahren) überholt. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 11:10, 2. Jul. 2026 (CEST)
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2026-07-02T15:57:53Z
Gebu
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/* Standard-Vorsilben und Bezeichner */
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wikitext
text/x-wiki
== Erweiterung ==
Diese Zusammenstellung von Hinweisen gefällt mir. In vielen Lehrbüchern werden immer wieder dieselben Ratschläge benötigt -- hier sind sie als Sammlung zu finden. ''Ich glaube, ich werde auch etwas beitragen.'' -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
:Die Unterstützung würde mich sehr freuen! --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
Auch die folgenden Themen könnten besprochen werden.
;Untergliederung: Das Buch bekommt inzwischen so viele Einzelthemen, dass eine Gliederung in Bereiche (und damit in eigenständige Kapitel) sinnvoll wäre. ''Ich habe mir darüber noch keine genaueren Gedanken gemacht.'' -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Diese Idee ist mir auch schon gekommen, aber ich habe mir auch noch keine weiteren Gedanken gemacht. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
::: Diese Anleitung nimmt immer mehr Inhalt an (und sobald andere Programmierer es sehen, dürfte noch mehr dazu kommen). Ich empfehle deshalb die Aufteilung in einzelne Kapitel (Seiten); als Hauptthemen geht mir so etwas durch den Kopf (noch nicht als Formulierungen der Kapitel):
:::* Gestaltung von Quelltexten
:::* Konstante, Variable, Bezeichner, Deklaration
:::* Zusammenarbeit zwischen Quelldateien/Modulen/DLLs usw.
:::* Steuerung des Arbeitsablaufs
:::* alles, was zur OOP relevant ist
::: Ich bin mir noch unsicher, ob alle bisherigen Stichpunkte auf diese Weise sinnvoll untergebracht werden. Aber vielleicht kommen wir auf diese Weise zu einer Struktur – denn um Struktur geht es hier schließlich. {{Smiley|lol}} -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 13:32, 6. Jan. 2012 (CET)
;Einrückungen und Zeilenumbruch: Du hast den Code automatisch eingerückt. Das sollte in einem eigenen Punkt erläutert werden. Ein Zeichen ist dafür entschieden zuwenig; man sollte mindestens zwei Zeichen verwenden. Bitte setze aber keine absoluten Regeln fest. Beispielsweise kann man bei diesen [[C++-Programmierung/ Einführung zum Buch/ Konventionen|Konventionen]] unterschiedlicher Meinung sind. Wichtig sind klare Festlegungen innerhalb eines Programms, damit die Struktur auch für neue Leser erkennbar bleibt. (Das hilft auch dem Autor eines Codes, wenn er nach zwei Wochen, Monaten oder Jahren etwas überarbeiten muss.) -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Ich bevorzuge den Tabulator - mehrfache Leerzeichen stammen aus der Zeit der ersten Texteditoren-, aber ich vermute und befürchte, dass dies in der Wiki-Software zur Zeit noch nicht unterstützt wird. Für die Compiler spielt dies keine Rolle, aber dafür umso mehr für die Menschen, die davor sitzen ;-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
::: Ich bevorzuge eigentlich ebenfalls Tabs, zumal in der IDE die Tab-Größe in der Regel eingestellt werden kann. Aber beim Kopieren z.B. über Foren geht der eigene Standard verloren; dann sind Leerzeichen besser, weil kompatibler. Mir ist vor allem aufgefallen, dass deine Code-Beispiele nur um ein Zeichen eingerückt sind. Es mag sein, dass das bei dir ein Tab war, und beim Herüberkopieren wurde das zu einem einsamen Leerzeichen. qed -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 13:32, 6. Jan. 2012 (CET)
;Deutsch oder Englisch: Ich empfehle, für Bezeichner generell englische Begriffe zu wählen, auch wenn ich die Verwendung der deutschen Sprache im deutschen Sprachraum entschieden bevorzuge. Zur Erläuterung meines Standpunkts (mit Beispielen) siehe [[Arbeiten mit .NET: Allgemeines/ Anhang/ Namenskonventionen#Deutsch oder Englisch?|.NET-Namenskonventionen]]. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Damit habe ich keine Probleme, zumal ich sowieso vor hatte, das Wikibook ins Englische zu übertragen. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
:::Ich finde deutsche Bezeichner für deutschsprachige Leser verständlicher. Auch die Kommentare sollten meiner Meinung nach deutschsprachig bleiben. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 17:48, 2. Jul. 2026 (CEST)
Es ist erstaunlich, was einem bei Verbessern noch so alles einfällt. Ich habe einiges vom Diskutierten bereits umgesetzt und bin mir aber bewusst, dass dies alles noch nicht fertig und noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Die sinnvolle Strukturierung von Artikeln ist mindestens so herausfordernd, wie diejenige von Programmen ;-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 12:49, 7. Jan. 2012 (CET)
== Kein Missbrauch bei Imports ==
Ich möchte widersprechen: Es ist kein Missbrauch, wenn <tt>using</tt> bzw. <tt>imports</tt> zur Verkürzung des Quellcodes genutzt wird. Gerade bei .NET mit den langen, mehrstufigen Namespace-Bezeichnern macht die ständige Wiederholung des vollständigen Bezeichners den Code sehr unübersichtlich. Der folgende Quelltext (aus der .NET-Doku kopiert) ist doch überhaupt nicht mehr lesbar, und es gibt Namespaces mit noch viel längeren Namen:
{{Syntax|lang=csharp|border=2|code=
public void InsertRow(string connectionString)
{
string queryString = "INSERT INTO Dept (DeptNo, Dname, Loc) values (50, 'TECHNOLOGY', 'DENVER')";
using (System.Data.OracleClient.OracleConnection connection
= new System.Data.OracleClient.OracleConnection(connectionString))
{
System.Data.OracleClient.OracleCommand command = new System.Data.OracleClient.OracleCommand(queryString);
// do anything
}
} }}
Man muss also in der Praxis abwägen. Bei "einfachen" Bezeichnern wie MyModule passt der Ratschlag, aber es gibt eben auch andere Situationen. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
:Ich finde diesen Code gerade noch lesbar, verstehe das Argument aber sehr gut; insbesondere wenn auf engem Raum sehr viele Bezeichner aus einer fernen Bibliothek benutzt werden, kann das schnell albern und unübersichtlich aussehen. Bei einmaligem Auftreten finde ich das Ausschreiben im Allgemeinen schon recht hilfreich.
:Im engeren Sinne meinte ich aber besonders die Imports mit Wildcards, so wie zum Beispiel:
import myPackage.*;
import yourPackage.*;
drawLine ();
Class var = new Class (); /* To which package does Class belong ? */
und ähnliche Fälle. Ich werde das demnächst einmal genauer und etwas umfangreicher formulieren. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
== For-Schleifen ==
Mit dem was unter "For-Schleifen" steht, bin ich nicht ganz einverstanden bzw. erkenne nicht so ganz die Relevanz. Praktisch jede Programmiersprache, die die dortige Syntax kennt (z.B. C ab C99, C++, Java, C#, D), erlaubt auch ...
for(int i = 0; i < max; i++)
{
...
}
... mit dem entscheidenen Vorteil, dass i "so lokal wie möglich ist" (siehe weiter oben unter "Prinzip der Lokalität"), nämlich nur innerhalb des Schleifen-Blocks. Wenn wirklich nur stumpf gezählt wird und die Zähl-Variable danach nicht mehr benötigt wird, sollte immer die For-Schleife den Vorzug bekommen. Zudem würd ich die for-Schleifen noch zum "einfachen Sprachumfang" zählen, da immer sehr einfach und praktisch immer (in der obigen Form) identisch implementiert. Wenn man sich dagegen mal die Regeln für switch/case-Anweisungen vermeintlich ähnlicher Sprachen anguckt ... --[[Spezial:Beiträge/92.196.53.40|92.196.53.40]] 21:51, 26. Mär. 2012 (CEST)
: Zustimmung zu deinen Bedenken. Es sind wohl die Randbedingungen zu beachten: Sofern dasselbe ''i'' vorher oder nachher benutzt wird, kann <tt>for</tt> durch eine der anderen Schleifen ersetzt werden. Du darfst Text und Gliederung gerne überarbeiten. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:04, 27. Mär. 2012 (CEST)
:: Ich würd es eigentlich nur löschen wollen (was ich aber nicht tun werde). Die genannten Argumente überzeugen mich nicht und "... unter Umständen <small>[welchen?]</small> ... auschließlich ..." spricht auch nicht für eine eindeutigen Standpunkt des Autors. Wenn eine Sprache einen Zählschleifenkonstrukt mitbringt, sollte man es auch nutzen dürfen, denn es macht dem Quellcode-Leser deutlich, dass da nur gezählt wird (möglichst fixe Anzahl und Schrittweite) und nicht auf die Nichterfüllung einer while-Bedingung gewartet wird. --[[Spezial:Beiträge/92.196.30.97|92.196.30.97]] 21:20, 27. Mär. 2012 (CEST)
:::Ich bedanke mich für den wichtigen und richtigen Hinweis zur Lokalität und die Nichtlöschung des Abschnittes. Die Information habe ich mit einer weiteren Ergänzung in das Wikibook eingebaut. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 08:39, 30. Mär. 2012 (CEST)
== Standard-Vorsilben und Bezeichner ==
Bei der Schreibweise von Bezeichnern und Methoden könnte man noch anfügen, dass bestimmte Standard-Vorsilben allgemein üblich sind. '''set'''Foo '''get'''Foo und andere wie '''is'''Foo '''my'''Foo '''del'''Foo '''copy'''Foo recht gebräuchlich. Der Bezug zum Objekt bleibt dadurch gewahrt. Ebenso kann man die Joker (Metasyntaktische Variablen) Foo, Bar, Bas, für den Quellcode erläutern. (z.B. am Beispiel von Parameterlisten). Weiterhin sollten gängige Zählvariablen erläutert werden. Das i und j meist für Iterationen gebraucht werden. --[[Benutzer:Mjchael|mjchael]] 13:57, 30. Mär. 2012 (CEST)
: my, del und copy ist mir noch nie untergekommen. Das dürfte auch zu sprachspezifisch werden (ist es teileweise schon jetzt, finde ich). Ab irgendeinem Punkt kann man nur noch auf die Styleguides der einzelnen Sprachen verweisen. --[[Spezial:Beiträge/92.196.71.109|92.196.71.109]] 17:07, 31. Mär. 2012 (CEST)
: Eine kleine Anekdote, die von meinem Vater berichtet wurde, der über 40 Jahre in der Softwareentwicklung tätig war: Als Schleifenzähler wurde "ii" benutzt (doppeltes "i"). Dadurch kann man diese Variable mit der Suchfunktion besser finden als ein einzelnes "i", das z. B. auch in anderen Variablennamen oder Kommentaren vorkommen kann. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 17:57, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Leerräume ==
"Leerräume, also zum Beispiel Leerzeichen, Zeilen- und Seitenumbrüche oder Tabulatoren, werden - genauso wie Kommentare - vom Compiler überlesen und dienen daher ausschließlich zur Verbesserung der Lesbarkeit für die Programmierer." Stimmt das wirklich immer? Zumindest für bestimmte Scriptsprachen trifft es nicht zu. In Python z.B. ist korrekte Einrückung absolut notwendig (siehe [[w:Python (Programmiersprache)#Strukturierung durch Einrücken]]). Ich würde hier zumindest einen entsprechenden Hinweis anbringen, dass es durchaus Ausnahmen geben kann. --[[Benutzer:Versat|Versat]] 09:36, 4. Dez. 2015 (CET)
: Zustimmung zu deinem Hinweis; bei Basic (vermutlich bei allen Dialekten) ist das Zeilenende (also ein einfacher Zeilenumbruch) die Markierung für den Abschluss einer Anweisung. Also ändere es passend. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 10:03, 4. Dez. 2015 (CET)
: Danke für die Hinweise ! Ich stimme auch zu, denn auch bei FORTRAN mussten am Zeilenanfang bestimmte Einrückungen eingehalten werden, damit die Lochkarten korrekt gestanzt werden konnten. Ich hatte das verdrängt, und habe den Text jetzt entsprechend geändert. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 16:19, 5. Dez. 2015 (CET)
== Beispiele Überladung des Divisionsoperators ==
Huhu, eine Frage wegen den Beispielen in diesem Abschnitt, laut Kommentar sind dort zwei Beispiele für Pascal, ist das nicht eher C, weil die Zuordnung der Werte in Pascal mit := erfolgen, oder? -- [[Benutzer:Zase Wieder|Zase Wieder]] 10:23, 28. Nov. 2023 (CET)
:Ich schätze es handelt sich hier lediglich um einen Flüchtigkeitsfehler. Kommentare und Syntaxhighlight sprechen für das Ziel Pascal. Könnte ja auch sein, dass es Zuweisungen aus dem Programmbeginn sein sollen. Nach der Projektbeschreibung (offensichtlicher Fehler) hab ich mal Doppelpunkte ergänzt. Für den Fall der Fälle: Ping@[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]]. Viele Grüße, [[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]<sup>[[Benutzer Diskussion:HirnSpuk|Disk]]</sup> – 15:39, 28. Nov. 2023 (CET)
::Ich danke Euch beiden, und habe mir auch noch erlaubt, "div" mit kleinen Buchstaben zu schreiben... :-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 16:50, 28. Nov. 2023 (CET)
:::ich danke auch, nur noch eine Kleinigkeit: die Zuweisungart des Typs ist mir nicht so bekannt, ist es nicht umgekehrt ''xxx: integer;'' statt ''int xxx;''und erfolgt diese Typenanweisung nicht „außerhalb“ in der Präambel. Auch scheinen leider unter der Literatur Ihre/Deine Beiträge nicht mehr bei ENISA aufrufbar zu sein, gibt es Alternativen (crises verbessert google zu crisis, ist letzteres gemeint?). Danke im Voraus und danke für die ganzen Kapitel hier auf de.wikibooks.org :). --grüße [[Benutzer:Zase Wieder|Zase Wieder]] 20:45, 12. Dez. 2023 (CET)
== Veraltetes im Kommentar zu Beginn ==
Derzeit im Buch: „Dazu gehören der Dateiname, der Modulname (respektive Klassenname) …“
Beides ist meines Wissens veraltet. Außerdem widerspricht beides dem DRY-Grundsatz („Wiederhole dich nicht.“). In Java müsste beispielsweise bei Änderung des Klassennamens sowohl der Dateiname als auch der Klassenname im Kommentar zu Beginn geändert werden. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:23, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Ist der Begriff „Prozeduren“ veraltet? ==
Derzeit im Buch: „… für Methoden (respektive für Prozeduren oder für Funktionen) …“.
Prozeduren gab es mal in der historischen Programmiersprache Pascal. Wird in aktuellen Programmiersprachen noch zwischen Prozedur und Funktion bzw. Methode unterschieden? – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:34, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Minuszeichen im Beispiel in Component Pascal ==
Derzeit im Buch: „zahl-: LONGINT;“.
Ist hier das Minuszeichen falsch? – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:44, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Zuweisungskompatibilität / Zeichenketten ==
Derzeit zu sehr auf die Programmiersprache C bezogen. Spätestens seit Java (seit 30 Jahren) überholt. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 11:10, 2. Jul. 2026 (CEST)
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Gebu
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/* Leerräume */ + Vier Leerzeichen oder Tabulator?
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wikitext
text/x-wiki
== Erweiterung ==
Diese Zusammenstellung von Hinweisen gefällt mir. In vielen Lehrbüchern werden immer wieder dieselben Ratschläge benötigt -- hier sind sie als Sammlung zu finden. ''Ich glaube, ich werde auch etwas beitragen.'' -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
:Die Unterstützung würde mich sehr freuen! --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
Auch die folgenden Themen könnten besprochen werden.
;Untergliederung: Das Buch bekommt inzwischen so viele Einzelthemen, dass eine Gliederung in Bereiche (und damit in eigenständige Kapitel) sinnvoll wäre. ''Ich habe mir darüber noch keine genaueren Gedanken gemacht.'' -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Diese Idee ist mir auch schon gekommen, aber ich habe mir auch noch keine weiteren Gedanken gemacht. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
::: Diese Anleitung nimmt immer mehr Inhalt an (und sobald andere Programmierer es sehen, dürfte noch mehr dazu kommen). Ich empfehle deshalb die Aufteilung in einzelne Kapitel (Seiten); als Hauptthemen geht mir so etwas durch den Kopf (noch nicht als Formulierungen der Kapitel):
:::* Gestaltung von Quelltexten
:::* Konstante, Variable, Bezeichner, Deklaration
:::* Zusammenarbeit zwischen Quelldateien/Modulen/DLLs usw.
:::* Steuerung des Arbeitsablaufs
:::* alles, was zur OOP relevant ist
::: Ich bin mir noch unsicher, ob alle bisherigen Stichpunkte auf diese Weise sinnvoll untergebracht werden. Aber vielleicht kommen wir auf diese Weise zu einer Struktur – denn um Struktur geht es hier schließlich. {{Smiley|lol}} -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 13:32, 6. Jan. 2012 (CET)
;Einrückungen und Zeilenumbruch: Du hast den Code automatisch eingerückt. Das sollte in einem eigenen Punkt erläutert werden. Ein Zeichen ist dafür entschieden zuwenig; man sollte mindestens zwei Zeichen verwenden. Bitte setze aber keine absoluten Regeln fest. Beispielsweise kann man bei diesen [[C++-Programmierung/ Einführung zum Buch/ Konventionen|Konventionen]] unterschiedlicher Meinung sind. Wichtig sind klare Festlegungen innerhalb eines Programms, damit die Struktur auch für neue Leser erkennbar bleibt. (Das hilft auch dem Autor eines Codes, wenn er nach zwei Wochen, Monaten oder Jahren etwas überarbeiten muss.) -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Ich bevorzuge den Tabulator - mehrfache Leerzeichen stammen aus der Zeit der ersten Texteditoren-, aber ich vermute und befürchte, dass dies in der Wiki-Software zur Zeit noch nicht unterstützt wird. Für die Compiler spielt dies keine Rolle, aber dafür umso mehr für die Menschen, die davor sitzen ;-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
::: Ich bevorzuge eigentlich ebenfalls Tabs, zumal in der IDE die Tab-Größe in der Regel eingestellt werden kann. Aber beim Kopieren z.B. über Foren geht der eigene Standard verloren; dann sind Leerzeichen besser, weil kompatibler. Mir ist vor allem aufgefallen, dass deine Code-Beispiele nur um ein Zeichen eingerückt sind. Es mag sein, dass das bei dir ein Tab war, und beim Herüberkopieren wurde das zu einem einsamen Leerzeichen. qed -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 13:32, 6. Jan. 2012 (CET)
;Deutsch oder Englisch: Ich empfehle, für Bezeichner generell englische Begriffe zu wählen, auch wenn ich die Verwendung der deutschen Sprache im deutschen Sprachraum entschieden bevorzuge. Zur Erläuterung meines Standpunkts (mit Beispielen) siehe [[Arbeiten mit .NET: Allgemeines/ Anhang/ Namenskonventionen#Deutsch oder Englisch?|.NET-Namenskonventionen]]. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Damit habe ich keine Probleme, zumal ich sowieso vor hatte, das Wikibook ins Englische zu übertragen. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
:::Ich finde deutsche Bezeichner für deutschsprachige Leser verständlicher. Auch die Kommentare sollten meiner Meinung nach deutschsprachig bleiben. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 17:48, 2. Jul. 2026 (CEST)
Es ist erstaunlich, was einem bei Verbessern noch so alles einfällt. Ich habe einiges vom Diskutierten bereits umgesetzt und bin mir aber bewusst, dass dies alles noch nicht fertig und noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Die sinnvolle Strukturierung von Artikeln ist mindestens so herausfordernd, wie diejenige von Programmen ;-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 12:49, 7. Jan. 2012 (CET)
== Kein Missbrauch bei Imports ==
Ich möchte widersprechen: Es ist kein Missbrauch, wenn <tt>using</tt> bzw. <tt>imports</tt> zur Verkürzung des Quellcodes genutzt wird. Gerade bei .NET mit den langen, mehrstufigen Namespace-Bezeichnern macht die ständige Wiederholung des vollständigen Bezeichners den Code sehr unübersichtlich. Der folgende Quelltext (aus der .NET-Doku kopiert) ist doch überhaupt nicht mehr lesbar, und es gibt Namespaces mit noch viel längeren Namen:
{{Syntax|lang=csharp|border=2|code=
public void InsertRow(string connectionString)
{
string queryString = "INSERT INTO Dept (DeptNo, Dname, Loc) values (50, 'TECHNOLOGY', 'DENVER')";
using (System.Data.OracleClient.OracleConnection connection
= new System.Data.OracleClient.OracleConnection(connectionString))
{
System.Data.OracleClient.OracleCommand command = new System.Data.OracleClient.OracleCommand(queryString);
// do anything
}
} }}
Man muss also in der Praxis abwägen. Bei "einfachen" Bezeichnern wie MyModule passt der Ratschlag, aber es gibt eben auch andere Situationen. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
:Ich finde diesen Code gerade noch lesbar, verstehe das Argument aber sehr gut; insbesondere wenn auf engem Raum sehr viele Bezeichner aus einer fernen Bibliothek benutzt werden, kann das schnell albern und unübersichtlich aussehen. Bei einmaligem Auftreten finde ich das Ausschreiben im Allgemeinen schon recht hilfreich.
:Im engeren Sinne meinte ich aber besonders die Imports mit Wildcards, so wie zum Beispiel:
import myPackage.*;
import yourPackage.*;
drawLine ();
Class var = new Class (); /* To which package does Class belong ? */
und ähnliche Fälle. Ich werde das demnächst einmal genauer und etwas umfangreicher formulieren. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
== For-Schleifen ==
Mit dem was unter "For-Schleifen" steht, bin ich nicht ganz einverstanden bzw. erkenne nicht so ganz die Relevanz. Praktisch jede Programmiersprache, die die dortige Syntax kennt (z.B. C ab C99, C++, Java, C#, D), erlaubt auch ...
for(int i = 0; i < max; i++)
{
...
}
... mit dem entscheidenen Vorteil, dass i "so lokal wie möglich ist" (siehe weiter oben unter "Prinzip der Lokalität"), nämlich nur innerhalb des Schleifen-Blocks. Wenn wirklich nur stumpf gezählt wird und die Zähl-Variable danach nicht mehr benötigt wird, sollte immer die For-Schleife den Vorzug bekommen. Zudem würd ich die for-Schleifen noch zum "einfachen Sprachumfang" zählen, da immer sehr einfach und praktisch immer (in der obigen Form) identisch implementiert. Wenn man sich dagegen mal die Regeln für switch/case-Anweisungen vermeintlich ähnlicher Sprachen anguckt ... --[[Spezial:Beiträge/92.196.53.40|92.196.53.40]] 21:51, 26. Mär. 2012 (CEST)
: Zustimmung zu deinen Bedenken. Es sind wohl die Randbedingungen zu beachten: Sofern dasselbe ''i'' vorher oder nachher benutzt wird, kann <tt>for</tt> durch eine der anderen Schleifen ersetzt werden. Du darfst Text und Gliederung gerne überarbeiten. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:04, 27. Mär. 2012 (CEST)
:: Ich würd es eigentlich nur löschen wollen (was ich aber nicht tun werde). Die genannten Argumente überzeugen mich nicht und "... unter Umständen <small>[welchen?]</small> ... auschließlich ..." spricht auch nicht für eine eindeutigen Standpunkt des Autors. Wenn eine Sprache einen Zählschleifenkonstrukt mitbringt, sollte man es auch nutzen dürfen, denn es macht dem Quellcode-Leser deutlich, dass da nur gezählt wird (möglichst fixe Anzahl und Schrittweite) und nicht auf die Nichterfüllung einer while-Bedingung gewartet wird. --[[Spezial:Beiträge/92.196.30.97|92.196.30.97]] 21:20, 27. Mär. 2012 (CEST)
:::Ich bedanke mich für den wichtigen und richtigen Hinweis zur Lokalität und die Nichtlöschung des Abschnittes. Die Information habe ich mit einer weiteren Ergänzung in das Wikibook eingebaut. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 08:39, 30. Mär. 2012 (CEST)
== Standard-Vorsilben und Bezeichner ==
Bei der Schreibweise von Bezeichnern und Methoden könnte man noch anfügen, dass bestimmte Standard-Vorsilben allgemein üblich sind. '''set'''Foo '''get'''Foo und andere wie '''is'''Foo '''my'''Foo '''del'''Foo '''copy'''Foo recht gebräuchlich. Der Bezug zum Objekt bleibt dadurch gewahrt. Ebenso kann man die Joker (Metasyntaktische Variablen) Foo, Bar, Bas, für den Quellcode erläutern. (z.B. am Beispiel von Parameterlisten). Weiterhin sollten gängige Zählvariablen erläutert werden. Das i und j meist für Iterationen gebraucht werden. --[[Benutzer:Mjchael|mjchael]] 13:57, 30. Mär. 2012 (CEST)
: my, del und copy ist mir noch nie untergekommen. Das dürfte auch zu sprachspezifisch werden (ist es teileweise schon jetzt, finde ich). Ab irgendeinem Punkt kann man nur noch auf die Styleguides der einzelnen Sprachen verweisen. --[[Spezial:Beiträge/92.196.71.109|92.196.71.109]] 17:07, 31. Mär. 2012 (CEST)
: Eine kleine Anekdote, die von meinem Vater berichtet wurde, der über 40 Jahre in der Softwareentwicklung tätig war: Als Schleifenzähler wurde "ii" benutzt (doppeltes "i"). Dadurch kann man diese Variable mit der Suchfunktion besser finden als ein einzelnes "i", das z. B. auch in anderen Variablennamen oder Kommentaren vorkommen kann. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 17:57, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Leerräume ==
"Leerräume, also zum Beispiel Leerzeichen, Zeilen- und Seitenumbrüche oder Tabulatoren, werden - genauso wie Kommentare - vom Compiler überlesen und dienen daher ausschließlich zur Verbesserung der Lesbarkeit für die Programmierer." Stimmt das wirklich immer? Zumindest für bestimmte Scriptsprachen trifft es nicht zu. In Python z.B. ist korrekte Einrückung absolut notwendig (siehe [[w:Python (Programmiersprache)#Strukturierung durch Einrücken]]). Ich würde hier zumindest einen entsprechenden Hinweis anbringen, dass es durchaus Ausnahmen geben kann. --[[Benutzer:Versat|Versat]] 09:36, 4. Dez. 2015 (CET)
: Zustimmung zu deinem Hinweis; bei Basic (vermutlich bei allen Dialekten) ist das Zeilenende (also ein einfacher Zeilenumbruch) die Markierung für den Abschluss einer Anweisung. Also ändere es passend. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 10:03, 4. Dez. 2015 (CET)
: Danke für die Hinweise ! Ich stimme auch zu, denn auch bei FORTRAN mussten am Zeilenanfang bestimmte Einrückungen eingehalten werden, damit die Lochkarten korrekt gestanzt werden konnten. Ich hatte das verdrängt, und habe den Text jetzt entsprechend geändert. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 16:19, 5. Dez. 2015 (CET)
: Wie ich lese, sind Tabulatoren nicht mehr erwünscht. Statt dessen haben sich vier Leerzeichen durchgesetzt. Das könnte nach einer Prüfung an passender Stelle ins Buch aufgenommen werden. Quelle: Eine Google-Suche nach „Vier Leerzeichen oder Tabulator?“ – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 18:13, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Beispiele Überladung des Divisionsoperators ==
Huhu, eine Frage wegen den Beispielen in diesem Abschnitt, laut Kommentar sind dort zwei Beispiele für Pascal, ist das nicht eher C, weil die Zuordnung der Werte in Pascal mit := erfolgen, oder? -- [[Benutzer:Zase Wieder|Zase Wieder]] 10:23, 28. Nov. 2023 (CET)
:Ich schätze es handelt sich hier lediglich um einen Flüchtigkeitsfehler. Kommentare und Syntaxhighlight sprechen für das Ziel Pascal. Könnte ja auch sein, dass es Zuweisungen aus dem Programmbeginn sein sollen. Nach der Projektbeschreibung (offensichtlicher Fehler) hab ich mal Doppelpunkte ergänzt. Für den Fall der Fälle: Ping@[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]]. Viele Grüße, [[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]<sup>[[Benutzer Diskussion:HirnSpuk|Disk]]</sup> – 15:39, 28. Nov. 2023 (CET)
::Ich danke Euch beiden, und habe mir auch noch erlaubt, "div" mit kleinen Buchstaben zu schreiben... :-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 16:50, 28. Nov. 2023 (CET)
:::ich danke auch, nur noch eine Kleinigkeit: die Zuweisungart des Typs ist mir nicht so bekannt, ist es nicht umgekehrt ''xxx: integer;'' statt ''int xxx;''und erfolgt diese Typenanweisung nicht „außerhalb“ in der Präambel. Auch scheinen leider unter der Literatur Ihre/Deine Beiträge nicht mehr bei ENISA aufrufbar zu sein, gibt es Alternativen (crises verbessert google zu crisis, ist letzteres gemeint?). Danke im Voraus und danke für die ganzen Kapitel hier auf de.wikibooks.org :). --grüße [[Benutzer:Zase Wieder|Zase Wieder]] 20:45, 12. Dez. 2023 (CET)
== Veraltetes im Kommentar zu Beginn ==
Derzeit im Buch: „Dazu gehören der Dateiname, der Modulname (respektive Klassenname) …“
Beides ist meines Wissens veraltet. Außerdem widerspricht beides dem DRY-Grundsatz („Wiederhole dich nicht.“). In Java müsste beispielsweise bei Änderung des Klassennamens sowohl der Dateiname als auch der Klassenname im Kommentar zu Beginn geändert werden. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:23, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Ist der Begriff „Prozeduren“ veraltet? ==
Derzeit im Buch: „… für Methoden (respektive für Prozeduren oder für Funktionen) …“.
Prozeduren gab es mal in der historischen Programmiersprache Pascal. Wird in aktuellen Programmiersprachen noch zwischen Prozedur und Funktion bzw. Methode unterschieden? – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:34, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Minuszeichen im Beispiel in Component Pascal ==
Derzeit im Buch: „zahl-: LONGINT;“.
Ist hier das Minuszeichen falsch? – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:44, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Zuweisungskompatibilität / Zeichenketten ==
Derzeit zu sehr auf die Programmiersprache C bezogen. Spätestens seit Java (seit 30 Jahren) überholt. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 11:10, 2. Jul. 2026 (CEST)
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Bautsch
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/* Standard-Vorsilben und Bezeichner */ Antwort
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text/x-wiki
== Erweiterung ==
Diese Zusammenstellung von Hinweisen gefällt mir. In vielen Lehrbüchern werden immer wieder dieselben Ratschläge benötigt -- hier sind sie als Sammlung zu finden. ''Ich glaube, ich werde auch etwas beitragen.'' -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
:Die Unterstützung würde mich sehr freuen! --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
Auch die folgenden Themen könnten besprochen werden.
;Untergliederung: Das Buch bekommt inzwischen so viele Einzelthemen, dass eine Gliederung in Bereiche (und damit in eigenständige Kapitel) sinnvoll wäre. ''Ich habe mir darüber noch keine genaueren Gedanken gemacht.'' -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Diese Idee ist mir auch schon gekommen, aber ich habe mir auch noch keine weiteren Gedanken gemacht. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
::: Diese Anleitung nimmt immer mehr Inhalt an (und sobald andere Programmierer es sehen, dürfte noch mehr dazu kommen). Ich empfehle deshalb die Aufteilung in einzelne Kapitel (Seiten); als Hauptthemen geht mir so etwas durch den Kopf (noch nicht als Formulierungen der Kapitel):
:::* Gestaltung von Quelltexten
:::* Konstante, Variable, Bezeichner, Deklaration
:::* Zusammenarbeit zwischen Quelldateien/Modulen/DLLs usw.
:::* Steuerung des Arbeitsablaufs
:::* alles, was zur OOP relevant ist
::: Ich bin mir noch unsicher, ob alle bisherigen Stichpunkte auf diese Weise sinnvoll untergebracht werden. Aber vielleicht kommen wir auf diese Weise zu einer Struktur – denn um Struktur geht es hier schließlich. {{Smiley|lol}} -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 13:32, 6. Jan. 2012 (CET)
;Einrückungen und Zeilenumbruch: Du hast den Code automatisch eingerückt. Das sollte in einem eigenen Punkt erläutert werden. Ein Zeichen ist dafür entschieden zuwenig; man sollte mindestens zwei Zeichen verwenden. Bitte setze aber keine absoluten Regeln fest. Beispielsweise kann man bei diesen [[C++-Programmierung/ Einführung zum Buch/ Konventionen|Konventionen]] unterschiedlicher Meinung sind. Wichtig sind klare Festlegungen innerhalb eines Programms, damit die Struktur auch für neue Leser erkennbar bleibt. (Das hilft auch dem Autor eines Codes, wenn er nach zwei Wochen, Monaten oder Jahren etwas überarbeiten muss.) -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Ich bevorzuge den Tabulator - mehrfache Leerzeichen stammen aus der Zeit der ersten Texteditoren-, aber ich vermute und befürchte, dass dies in der Wiki-Software zur Zeit noch nicht unterstützt wird. Für die Compiler spielt dies keine Rolle, aber dafür umso mehr für die Menschen, die davor sitzen ;-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
::: Ich bevorzuge eigentlich ebenfalls Tabs, zumal in der IDE die Tab-Größe in der Regel eingestellt werden kann. Aber beim Kopieren z.B. über Foren geht der eigene Standard verloren; dann sind Leerzeichen besser, weil kompatibler. Mir ist vor allem aufgefallen, dass deine Code-Beispiele nur um ein Zeichen eingerückt sind. Es mag sein, dass das bei dir ein Tab war, und beim Herüberkopieren wurde das zu einem einsamen Leerzeichen. qed -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 13:32, 6. Jan. 2012 (CET)
;Deutsch oder Englisch: Ich empfehle, für Bezeichner generell englische Begriffe zu wählen, auch wenn ich die Verwendung der deutschen Sprache im deutschen Sprachraum entschieden bevorzuge. Zur Erläuterung meines Standpunkts (mit Beispielen) siehe [[Arbeiten mit .NET: Allgemeines/ Anhang/ Namenskonventionen#Deutsch oder Englisch?|.NET-Namenskonventionen]]. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
::Damit habe ich keine Probleme, zumal ich sowieso vor hatte, das Wikibook ins Englische zu übertragen. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
:::Ich finde deutsche Bezeichner für deutschsprachige Leser verständlicher. Auch die Kommentare sollten meiner Meinung nach deutschsprachig bleiben. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 17:48, 2. Jul. 2026 (CEST)
Es ist erstaunlich, was einem bei Verbessern noch so alles einfällt. Ich habe einiges vom Diskutierten bereits umgesetzt und bin mir aber bewusst, dass dies alles noch nicht fertig und noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Die sinnvolle Strukturierung von Artikeln ist mindestens so herausfordernd, wie diejenige von Programmen ;-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 12:49, 7. Jan. 2012 (CET)
== Kein Missbrauch bei Imports ==
Ich möchte widersprechen: Es ist kein Missbrauch, wenn <tt>using</tt> bzw. <tt>imports</tt> zur Verkürzung des Quellcodes genutzt wird. Gerade bei .NET mit den langen, mehrstufigen Namespace-Bezeichnern macht die ständige Wiederholung des vollständigen Bezeichners den Code sehr unübersichtlich. Der folgende Quelltext (aus der .NET-Doku kopiert) ist doch überhaupt nicht mehr lesbar, und es gibt Namespaces mit noch viel längeren Namen:
{{Syntax|lang=csharp|border=2|code=
public void InsertRow(string connectionString)
{
string queryString = "INSERT INTO Dept (DeptNo, Dname, Loc) values (50, 'TECHNOLOGY', 'DENVER')";
using (System.Data.OracleClient.OracleConnection connection
= new System.Data.OracleClient.OracleConnection(connectionString))
{
System.Data.OracleClient.OracleCommand command = new System.Data.OracleClient.OracleCommand(queryString);
// do anything
}
} }}
Man muss also in der Praxis abwägen. Bei "einfachen" Bezeichnern wie MyModule passt der Ratschlag, aber es gibt eben auch andere Situationen. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:28, 5. Jan. 2012 (CET)
:Ich finde diesen Code gerade noch lesbar, verstehe das Argument aber sehr gut; insbesondere wenn auf engem Raum sehr viele Bezeichner aus einer fernen Bibliothek benutzt werden, kann das schnell albern und unübersichtlich aussehen. Bei einmaligem Auftreten finde ich das Ausschreiben im Allgemeinen schon recht hilfreich.
:Im engeren Sinne meinte ich aber besonders die Imports mit Wildcards, so wie zum Beispiel:
import myPackage.*;
import yourPackage.*;
drawLine ();
Class var = new Class (); /* To which package does Class belong ? */
und ähnliche Fälle. Ich werde das demnächst einmal genauer und etwas umfangreicher formulieren. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 01:55, 6. Jan. 2012 (CET)
== For-Schleifen ==
Mit dem was unter "For-Schleifen" steht, bin ich nicht ganz einverstanden bzw. erkenne nicht so ganz die Relevanz. Praktisch jede Programmiersprache, die die dortige Syntax kennt (z.B. C ab C99, C++, Java, C#, D), erlaubt auch ...
for(int i = 0; i < max; i++)
{
...
}
... mit dem entscheidenen Vorteil, dass i "so lokal wie möglich ist" (siehe weiter oben unter "Prinzip der Lokalität"), nämlich nur innerhalb des Schleifen-Blocks. Wenn wirklich nur stumpf gezählt wird und die Zähl-Variable danach nicht mehr benötigt wird, sollte immer die For-Schleife den Vorzug bekommen. Zudem würd ich die for-Schleifen noch zum "einfachen Sprachumfang" zählen, da immer sehr einfach und praktisch immer (in der obigen Form) identisch implementiert. Wenn man sich dagegen mal die Regeln für switch/case-Anweisungen vermeintlich ähnlicher Sprachen anguckt ... --[[Spezial:Beiträge/92.196.53.40|92.196.53.40]] 21:51, 26. Mär. 2012 (CEST)
: Zustimmung zu deinen Bedenken. Es sind wohl die Randbedingungen zu beachten: Sofern dasselbe ''i'' vorher oder nachher benutzt wird, kann <tt>for</tt> durch eine der anderen Schleifen ersetzt werden. Du darfst Text und Gliederung gerne überarbeiten. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 09:04, 27. Mär. 2012 (CEST)
:: Ich würd es eigentlich nur löschen wollen (was ich aber nicht tun werde). Die genannten Argumente überzeugen mich nicht und "... unter Umständen <small>[welchen?]</small> ... auschließlich ..." spricht auch nicht für eine eindeutigen Standpunkt des Autors. Wenn eine Sprache einen Zählschleifenkonstrukt mitbringt, sollte man es auch nutzen dürfen, denn es macht dem Quellcode-Leser deutlich, dass da nur gezählt wird (möglichst fixe Anzahl und Schrittweite) und nicht auf die Nichterfüllung einer while-Bedingung gewartet wird. --[[Spezial:Beiträge/92.196.30.97|92.196.30.97]] 21:20, 27. Mär. 2012 (CEST)
:::Ich bedanke mich für den wichtigen und richtigen Hinweis zur Lokalität und die Nichtlöschung des Abschnittes. Die Information habe ich mit einer weiteren Ergänzung in das Wikibook eingebaut. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 08:39, 30. Mär. 2012 (CEST)
== Standard-Vorsilben und Bezeichner ==
Bei der Schreibweise von Bezeichnern und Methoden könnte man noch anfügen, dass bestimmte Standard-Vorsilben allgemein üblich sind. '''set'''Foo '''get'''Foo und andere wie '''is'''Foo '''my'''Foo '''del'''Foo '''copy'''Foo recht gebräuchlich. Der Bezug zum Objekt bleibt dadurch gewahrt. Ebenso kann man die Joker (Metasyntaktische Variablen) Foo, Bar, Bas, für den Quellcode erläutern. (z.B. am Beispiel von Parameterlisten). Weiterhin sollten gängige Zählvariablen erläutert werden. Das i und j meist für Iterationen gebraucht werden. --[[Benutzer:Mjchael|mjchael]] 13:57, 30. Mär. 2012 (CEST)
: my, del und copy ist mir noch nie untergekommen. Das dürfte auch zu sprachspezifisch werden (ist es teileweise schon jetzt, finde ich). Ab irgendeinem Punkt kann man nur noch auf die Styleguides der einzelnen Sprachen verweisen. --[[Spezial:Beiträge/92.196.71.109|92.196.71.109]] 17:07, 31. Mär. 2012 (CEST)
: Eine kleine Anekdote, die von meinem Vater berichtet wurde, der über 40 Jahre in der Softwareentwicklung tätig war: Als Schleifenzähler wurde "ii" benutzt (doppeltes "i"). Dadurch kann man diese Variable mit der Suchfunktion besser finden als ein einzelnes "i", das z. B. auch in anderen Variablennamen oder Kommentaren vorkommen kann. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 17:57, 2. Jul. 2026 (CEST)
::Solche Konstrukte sind bei der Verwendung von Editoren mit "Refactor"-Funktion inzwischen ja nicht mehr notwendig, sofern die Variablen und deren Sichtbarkeitsbereiche strukturiert deklariert worden sind... --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 13:57, 3. Jul. 2026 (CEST)
== Leerräume ==
"Leerräume, also zum Beispiel Leerzeichen, Zeilen- und Seitenumbrüche oder Tabulatoren, werden - genauso wie Kommentare - vom Compiler überlesen und dienen daher ausschließlich zur Verbesserung der Lesbarkeit für die Programmierer." Stimmt das wirklich immer? Zumindest für bestimmte Scriptsprachen trifft es nicht zu. In Python z.B. ist korrekte Einrückung absolut notwendig (siehe [[w:Python (Programmiersprache)#Strukturierung durch Einrücken]]). Ich würde hier zumindest einen entsprechenden Hinweis anbringen, dass es durchaus Ausnahmen geben kann. --[[Benutzer:Versat|Versat]] 09:36, 4. Dez. 2015 (CET)
: Zustimmung zu deinem Hinweis; bei Basic (vermutlich bei allen Dialekten) ist das Zeilenende (also ein einfacher Zeilenumbruch) die Markierung für den Abschluss einer Anweisung. Also ändere es passend. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 10:03, 4. Dez. 2015 (CET)
: Danke für die Hinweise ! Ich stimme auch zu, denn auch bei FORTRAN mussten am Zeilenanfang bestimmte Einrückungen eingehalten werden, damit die Lochkarten korrekt gestanzt werden konnten. Ich hatte das verdrängt, und habe den Text jetzt entsprechend geändert. --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 16:19, 5. Dez. 2015 (CET)
: Wie ich lese, sind Tabulatoren nicht mehr erwünscht. Statt dessen haben sich vier Leerzeichen durchgesetzt. Das könnte nach einer Prüfung an passender Stelle ins Buch aufgenommen werden. Quelle: Eine Google-Suche nach „Vier Leerzeichen oder Tabulator?“ – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 18:13, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Beispiele Überladung des Divisionsoperators ==
Huhu, eine Frage wegen den Beispielen in diesem Abschnitt, laut Kommentar sind dort zwei Beispiele für Pascal, ist das nicht eher C, weil die Zuordnung der Werte in Pascal mit := erfolgen, oder? -- [[Benutzer:Zase Wieder|Zase Wieder]] 10:23, 28. Nov. 2023 (CET)
:Ich schätze es handelt sich hier lediglich um einen Flüchtigkeitsfehler. Kommentare und Syntaxhighlight sprechen für das Ziel Pascal. Könnte ja auch sein, dass es Zuweisungen aus dem Programmbeginn sein sollen. Nach der Projektbeschreibung (offensichtlicher Fehler) hab ich mal Doppelpunkte ergänzt. Für den Fall der Fälle: Ping@[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]]. Viele Grüße, [[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]<sup>[[Benutzer Diskussion:HirnSpuk|Disk]]</sup> – 15:39, 28. Nov. 2023 (CET)
::Ich danke Euch beiden, und habe mir auch noch erlaubt, "div" mit kleinen Buchstaben zu schreiben... :-) --[[Benutzer:Bautsch|Bautsch]] 16:50, 28. Nov. 2023 (CET)
:::ich danke auch, nur noch eine Kleinigkeit: die Zuweisungart des Typs ist mir nicht so bekannt, ist es nicht umgekehrt ''xxx: integer;'' statt ''int xxx;''und erfolgt diese Typenanweisung nicht „außerhalb“ in der Präambel. Auch scheinen leider unter der Literatur Ihre/Deine Beiträge nicht mehr bei ENISA aufrufbar zu sein, gibt es Alternativen (crises verbessert google zu crisis, ist letzteres gemeint?). Danke im Voraus und danke für die ganzen Kapitel hier auf de.wikibooks.org :). --grüße [[Benutzer:Zase Wieder|Zase Wieder]] 20:45, 12. Dez. 2023 (CET)
== Veraltetes im Kommentar zu Beginn ==
Derzeit im Buch: „Dazu gehören der Dateiname, der Modulname (respektive Klassenname) …“
Beides ist meines Wissens veraltet. Außerdem widerspricht beides dem DRY-Grundsatz („Wiederhole dich nicht.“). In Java müsste beispielsweise bei Änderung des Klassennamens sowohl der Dateiname als auch der Klassenname im Kommentar zu Beginn geändert werden. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:23, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Ist der Begriff „Prozeduren“ veraltet? ==
Derzeit im Buch: „… für Methoden (respektive für Prozeduren oder für Funktionen) …“.
Prozeduren gab es mal in der historischen Programmiersprache Pascal. Wird in aktuellen Programmiersprachen noch zwischen Prozedur und Funktion bzw. Methode unterschieden? – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:34, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Minuszeichen im Beispiel in Component Pascal ==
Derzeit im Buch: „zahl-: LONGINT;“.
Ist hier das Minuszeichen falsch? – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 10:44, 2. Jul. 2026 (CEST)
== Zuweisungskompatibilität / Zeichenketten ==
Derzeit zu sehr auf die Programmiersprache C bezogen. Spätestens seit Java (seit 30 Jahren) überholt. – [[Benutzer:Gebu|Gebu]] 11:10, 2. Jul. 2026 (CEST)
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Benutzer:Dirk Hünniger/play
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Dirk Hünniger
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Dirk Hünniger
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Vokabeltexte Chinesisch/ Vokabellektionen/ Lektion 628
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Christian-bauer
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kleinere Ergänzungen und Korrekturen
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text/x-wiki
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== Zeichen ==
{| class="wikitable"
|-
! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung !! Lernhilfen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |髦}} || mao2 || Mähne, Pony, modisch, elegant || {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Texte_Zeichen_Externe_Links|Zeichen=髦}}
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋}} || qu1 || beeilen, eilen, hasten, zu etwas neigen, tendieren, einer Tendenz folgen || {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Texte_Zeichen_Externe_Links|Zeichen=趋}}
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移}} || yi2 || abändern, ändern, austauschen, tauschen, entfernen, beseitigen, verschieben, verlegen, bewegen || {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Texte_Zeichen_Externe_Links|Zeichen=移}} (HSK 3.0 Band 4)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |盥}} || guan4 || waschen, wässern || {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Texte_Zeichen_Externe_Links|Zeichen=盥}} [[Datei:盥-oracle.svg|40px]][[Datei:盥-bronze-spring.svg|40px]][[Datei:盥-seal.svg|40px]][[Datei:盥-bigseal.svg|40px]]
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |漱}} || shu4, sou4 || gurgeln, (aus)spülen, auswaschen || {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Texte_Zeichen_Externe_Links|Zeichen=漱}}
|}
== Zusammengesetzte Wörter ==
=== 髦 ===
{| class="wikitable"
|-
! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung !! Lernhilfen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |曹髦}} || cao2 mao2 || Cao Mao
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |时髦}} || shi2 mao2 || der letzte Schrei, es ist total in(Adj, vulg), modisch, modern, schick, elegant || (HSK 3.0 Band 7-9)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |時髦}} || shi2 mao2 || (traditionelle Schreibweise von 时髦), der letzte Schrei, es ist total in(Adj, vulg), modisch, modern, schick, elegant
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |不时髦}} || bu4 shi2 mao2 || altmodisch
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |不時髦}} || bu4 shi2 mao2 || (traditionelle Schreibweise von 不时髦), altmodisch
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |时髦语}} || shi2 mao2 yu3 || Schlagwort
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |時髦語}} || shi2 mao2 yu3 || (traditionelle Schreibweise von 时髦语), Schlagwort
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |时髦人物}} || shi2 mao2 ren2 wu4 || Swinger
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |時髦人物}} || shi2 mao2 ren2 wu4 || (traditionelle Schreibweise von 时髦人物), Swinger
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |赶时髦者}} || gan3 shi2 mao2 zhe3 || Swinger
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趕時髦者}} || gan3 shi2 mao2 zhe3 || (traditionelle Schreibweise von 赶时髦者), Swinger
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |服装时髦的人}} || fu2 zhuang1 shi2 mao2 de5 ren2 || Schmetterling
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |服裝時髦的人}} || fu2 zhuang1 shi2 mao2 de5 ren2 || (traditionelle Schreibweise von 服装时髦的人), Schmetterling
|}
=== 趋 ===
{| class="wikitable"
|-
! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung !! Lernhilfen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋同}} || qu1 tong2 || Konvergenz
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋势}} || qu1 shi4 || Mode, Tendenz, Trend || (HSK 3.0 Band 4)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |日趋}} || ri4 qu1 || allmählich, Tag für Tag || (HSK 3.0 Band 7-9)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋时}} || qu1 shi2 || mit od. nach der Mode gehen, dem Trend folgen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋向}} || qu1 xiang4 || Richtung, Trend, neigen, sich neigen, tendieren
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋降}} || qu1 jiang4 || fallende Tendenz
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋于}} || qu1 yu2 || neigen zu, tendieren zu || (HSK 3.0 Band 7-9)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋近}} || qu1 jin4 || gehen auf...
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋向性}} || qu1 xiang4 xing4 || Taxis
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋向补语}} || qu1 xiang4 bu3 yu3 || Komplement der Richtung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |长期趋势}} || chang2 qi1 qu1 shi4 || langfristiger Trend
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |历史趋势}} || li4 shi3 qu1 shi4 || geschichtliche Tendenz
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋势科技}} || qu1 shi4 ke1 ji4 || Trend Micro
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |上升趋势}} || shang4 sheng1 qu1 shi4 || Aufwärtstrend
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |下降趋势}} || xia4 jiang4 qu1 shi4 || Abwärtstrend
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |亦步亦趋}} || yi4 bu4 yi4 qu1 || blindlings folgen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |市场趋势}} || shi4 chang3 qu1 shi4 || Marktorientierung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |日趋成熟}} || ri4 qu1 cheng2 shu2 || täglich reifer werden
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |大势所趋}} || da4 shi4 suo3 qu1 || allgemeiner Trend
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |增长趋势}} || zeng1 zhang3 qu1 shi4 || Wachstumstrend
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |发展趋势}} || fa1 zhan3 qu1 shi4 || Entwicklungstendenz, Trend
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |高涨趋势}} || gao1 zhang3 qu1 shi4 || Aufschwung, Aufschwungstendenz
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |相反的趋势}} || xiang1 fan3 de5 qu1 shi4 || Gegenstrom
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |随发展趋势}} || sui2 fa1 zhan3 qu1 shi4 || tendenziell
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |人口发展趋势}} || ren2 kou3 fa1 zhan3 qu1 shi4 || Bevölkerungsentwicklung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |逐渐趋近的法}} || zhu2 jian4 qu1 jin4 de5 fa3 || Annäherungswert
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |符合发展趋势}} || fu2 he2 fa1 zhan3 qu1 shi4 || tendenziell
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |趋势科技股份有限公司}} || qu1 shi4 ke1 ji4 gu3 fen4 you3 xian4 gong1 si1 || Trend Micro, Inc.
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |经济周期性发展趋势分析}} || jing1 ji4 zhou1 qi1 xing4 fa1 zhan3 qu1 shi4 fen1 xi1 || Konjunkturanalyse
|}
=== 移 ===
{| class="wikitable"
|-
! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung !! Lernhilfen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移交}} || yi2 jiao1 || überweisen || (HSK 3.0 Band 7-9)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移用}} || yi2 yong4 || wieder verwenden
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |漂移}} || piao1 yi2 || abweichen, Abdrift
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移殖}} || yi2 zhi2 || transplantieren, verpflanzen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |偏移}} || pian1 yi2 || Verschiebung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移入}} || yi2 ru4 || Immigration
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |平移}} || ping2 yi2 || Translation
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |红移}} || hong2 yi2 || Rotverschiebung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |紅移}} || hong2 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 红移), Rotverschiebung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |位移}} || wei4 yi2 || Verschiebung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移居}} || yi2 ju1 || Zuwanderung, eingewandert
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |搬移}} || ban1 yi2 || wegstellen, umziehen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |不移}} || bu4 yi2 || nicht ändern wollen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |初移}} || chu1 yi2 || elementar, primär
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移植}} || yi2 zhi2 || Implantat, Portierung, Umsetzung, Verpflanzung, transplantieren, umsetzen, umpflanzen || (HSK 3.0 Band 7-9)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移走}} || yi2 zou3 || abschieben
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民}} || yi2 min2 || übergehen, übersiedeln, Einwanderer, Einwanderung, Emigrant, Immigration, Migrant, Siedler, Siedlung, Zuwanderung, einwandern, eingewandert || (HSK 3.0 Band 4)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |转移}} || zhuan3 yi2 || wechseln, sich verlagern, Ablenkung, Übertragung, Metastase, Umschaltung, ableiten, ablenken, überführen || (HSK 3.0 Band 4)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |轉移}} || zhuan3 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 转移), wechseln, sich verlagern, Ablenkung, Übertragung, Metastase, Umschaltung, ableiten, ablenken, überführen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移情}} || yi2 qing2 || Empathie, einfühlen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |前移}} || qian2 yi2 || vorrücken
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移转}} || yi2 zhuan3 || Abwanderung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移轉}} || yi2 zhuan3 || (traditionelle Schreibweise von 移转), Abwanderung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移开}} || yi2 kai1 || geräumt, abrücken, abwenden, ausrücken, räumen, entfernt
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移開}} || yi2 kai1 || (traditionelle Schreibweise von 移开), geräumt, abrücken, abwenden, ausrücken, räumen, entfernt
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移数}} || yi2 shu4 || Verlagerung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移數}} || yi2 shu4 || (traditionelle Schreibweise von 移数), Verlagerung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |推移}} || tui1 yi2 || Verjährung eines Anspruches, Zeit vergehen || (HSK 3.0 Band 7-9)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移觉}} || yi2 jue2 || Synästhesie
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移覺}} || yi2 jue2 || (traditionelle Schreibweise von 移觉), Synästhesie
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移位}} || yi2 wei4 || Verlagerung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移除}} || yi2 chu2 || Ausriss, Elimination, Entnahme, entfernen, entfernt, roden
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |没移}} || mei2 yi2 || Meiyi
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |沒移}} || mei2 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 没移), Meiyi
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移行}} || yi2 xing2 || Ausbringen (Druckw)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |大移}} || da4 yi2 || Ihr Brief
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移}} || ke3 yi2 || beweglich
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动}} || yi2 dong4 || bewegen, verschieben, wandern || (HSK 3.0 Band 4)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動}} || yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 移动), bewegen, verschieben, wandern
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移出}} || yi2 chu1 || Raum
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移去}} || yi2 qu4 || Abflug
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |迁移}} || qian1 yi2 || Abwanderung, übersiedeln, umsiedeln, wegziehen, umziehen nach || (HSK 3.0 Band 7-9)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动式}} || yi2 dong4 shi4 || beweglich, mobil, rückbar
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動式}} || yi2 dong4 shi4 || (traditionelle Schreibweise von 移动式), beweglich, mobil, rückbar
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移动}} || ke3 yi2 dong4 || abnehmbar, bewegbar, beweglich, entfernbar, herausnehmbar, tragbar, transportierbar, umschaltbar, umstellbar, verschiebbar, verstellbar
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移動}} || ke3 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 可移动), abnehmbar, bewegbar, beweglich, entfernbar, herausnehmbar, tragbar, transportierbar, umschaltbar, umstellbar, verschiebbar, verstellbar
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民法}} || yi2 min2 fa3 || Ausländergesetz, Zuwanderungsgesetz
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民点}} || yi2 min2 dian3 || Ansiedlung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民點}} || yi2 min2 dian3 || (traditionelle Schreibweise von 移民点), Ansiedlung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |权转移}} || quan2 zhuan3 yi2 || Rechtsübergang, Rechtsänderung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移居者}} || yi2 ju1 zhe3 || Ansiedler
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民区}} || yi2 min2 qu1 || Niederlassung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民區}} || yi2 min2 qu1 || (traditionelle Schreibweise von 移民区), Niederlassung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |初移班}} || chu1 yi2 ban1 || Anfängerkurs
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |欲移动}} || yu4 yi2 dong4 || entfernen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民权}} || yi2 min2 quan2 || Zuwanderungsrecht
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动量}} || yi2 dong4 liang4 || Verschiebung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動量}} || yi2 dong4 liang4 || (traditionelle Schreibweise von 移动量), Verschiebung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民者}} || yi2 min2 zhe3 || Immigrant, Zugvogel
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动性}} || yi2 dong4 xing4 || Beweglichkeit
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動性}} || yi2 dong4 xing4 || (traditionelle Schreibweise von 移动性), Beweglichkeit
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |迁移群}} || qian1 yi2 qun2 || Abwanderung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |转移法}} || zhuan3 yi2 fa3 || umbuchen, überweisen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |轉移法}} || zhuan3 yi2 fa3 || (traditionelle Schreibweise von 转移法), umbuchen, überweisen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民船}} || yi2 min2 chuan2 || Auswandererschiff
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移开}} || ke3 yi2 kai1 || abfahrbar
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移開}} || ke3 yi2 kai1 || (traditionelle Schreibweise von 可移开), abfahrbar
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可转移}} || ke3 zhuan3 yi2 || übertragbar, transferierbarer
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可轉移}} || ke3 zhuan3 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 可转移), übertragbar, transferierbarer
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移植}} || ke3 yi2 zhi2 || portierbar, tragbar
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |肾移植}} || shen4 yi2 zhi2 || Nierentransplantation
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |大移居}} || da4 yi2 ju1 || Diaspora
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |变移性}} || bian4 yi2 xing4 || Flüssigkeit
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移除}} || ke3 yi2 chu2 || abziehbar, herausnehmbar
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民于}} || yi2 min2 yu2 || bevölkern
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民於}} || yi2 min2 yu2 || (traditionelle Schreibweise von 移民于), bevölkern
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |女移民}} || nü3 yi2 min2 || Einwandererin
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移植性}} || yi2 zhi2 xing4 || Beweglichkeit, Tragbarkeit
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民局}} || yi2 min2 ju2 || Ausländeramt, Ausländerbehörde
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |转移性}} || zhuan3 yi2 xing4 || Transitivität
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |轉移性}} || zhuan3 yi2 xing4 || (traditionelle Schreibweise von 转移性), Transitivität
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可以移动}} || ke3 yi3 yi2 dong4 || mobil
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可以移動}} || ke3 yi3 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 可以移动), mobil
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |地表移动}} || di4 biao3 yi2 dong4 || Bodenbewegung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |地表移動}} || di4 biao3 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 地表移动), Bodenbewegung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民背景}} || yi2 min2 bei4 jing3 || Migrationshintergrund
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |完全移除}} || wan2 quan2 yi2 chu2 || löschen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |心脏移植}} || xin1 zang4 yi2 zhi2 || Herztransplantation
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |心臟移植}} || xin1 zang4 yi2 zhi2 || (traditionelle Schreibweise von 心脏移植), Herztransplantation
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |器官移植}} || qi4 guan1 yi2 zhi2 || Organtransplantation, Organverpflanzung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |反向移动}} || fan3 xiang4 yi2 dong4 || kentern
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |反向移動}} || fan3 xiang4 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 反向移动), kentern
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |本性难移}} || ben3 xing4 nan2 yi2 || Es ist sehr schwer, seinen Charakter zu ändern, die Natur lässt sich nicht ändern
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |本性難移}} || ben3 xing4 nan2 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 本性难移), Es ist sehr schwer, seinen Charakter zu ändern, die Natur lässt sich nicht ändern
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |油墨转移}} || you2 mo4 zhuan3 yi2 || Farbübertragung, Farbtransport
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |油墨轉移}} || you2 mo4 zhuan3 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 油墨转移), Farbübertragung, Farbtransport
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动平均}} || yi2 dong4 ping2 jun1 || Gleitendes Mittel
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動平均}} || yi2 dong4 ping2 jun1 || (traditionelle Schreibweise von 移动平均), Gleitendes Mittel
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |战略转移}} || zhan4 lüe4 zhuan3 yi2 || Strategiewechsel
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |迁居移民}} || qian1 ju1 yi2 min2 || Einwanderung, Immigration
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |心脏移殖}} || xin1 zang4 yi2 zhi2 || Herzverpflanzung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |心臟移殖}} || xin1 zang4 yi2 zhi2 || (traditionelle Schreibweise von 心脏移殖), Herzverpflanzung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |向前推移}} || xiang4 qian2 tui1 yi2 || vorgeschoben
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |原子移动}} || yuan2 zi3 yi2 dong4 || Abwanderung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |原子移動}} || yuan2 zi3 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 原子移动), Abwanderung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |离子移动}} || li2 zi3 yi2 dong4 || Abwanderung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |離子移動}} || li2 zi3 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 离子移动), Abwanderung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |相差移后}} || xiang1 cha4 yi2 hou4 || phasenverschoben
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |相差移後}} || xiang1 cha4 yi2 hou4 || (traditionelle Schreibweise von 相差移后), phasenverschoben
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |迁出移民}} || qian1 chu1 yi2 min2 || Auswanderer
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |非法移民}} || fei1 fa3 yi2 min2 || Sans papiers, illegale Einwanderer
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |感情移入}} || gan3 qing2 yi2 ru4 || einfühlsam
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动硬盘}} || yi2 dong4 ying4 pan2 || externe Festplatte
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動硬盤}} || yi2 dong4 ying4 pan2 || (traditionelle Schreibweise von 移动硬盘), externe Festplatte
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移情作用}} || yi2 qing2 zuo4 yong4 || Empathie, einfühlsam
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |人口迁移}} || ren2 kou3 qian1 yi2 || Bevölkerungswanderung, Migration
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |阶调转移}} || jie1 diao4 zhuan3 yi2 || Tonübertragung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动电话}} || yi2 dong4 dian4 hua4 || Mobiltelefon
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動電話}} || yi2 dong4 dian4 hua4 || (traditionelle Schreibweise von 移动电话), Mobiltelefon
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移出的}} || ke3 yi2 chu1 de5 || ausfahrbar(Adj, Tech)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |随机移动}} || sui2 ji1 yi2 dong4 || Zufallsbewegung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |隨機移動}} || sui2 ji1 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 随机移动), Zufallsbewegung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |微位移器}} || wei1 wei4 yi2 qi4 || Mikrosteller
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |呼叫转移}} || hu1 jiao4 zhuan3 yi2 || Rufumleitung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |呼叫轉移}} || hu1 jiao4 zhuan3 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 呼叫转移), Rufumleitung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |信念移山}} || xin4 nian4 yi2 shan1 || Glaube versetzt Berge
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |愚公移山}} || yu2 gong1 yi2 shan1 || Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. || (HSK 3.0 Band 7-9)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |风险转移}} || feng1 xian3 zhuan3 yi2 || Gefahrübergang
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |風險轉移}} || feng1 xian3 zhuan3 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 风险转移), Gefahrübergang
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移植供体}} || yi2 zhi2 gong1 ti3 || Transplantat
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移植供體}} || yi2 zhi2 gong1 ti3 || (traditionelle Schreibweise von 移植供体), Transplantat
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |前后移动}} || qian2 hou4 yi2 dong4 || vorn
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |前後移動}} || qian2 hou4 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 前后移动), vorn
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |转移安置}} || zhuan3 yi2 an1 zhi4 || zurücksetzen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |轉移安置}} || zhuan3 yi2 an1 zhi4 || (traditionelle Schreibweise von 转移安置), zurücksetzen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移除总额}} || yi2 chu2 zong3 e2 || Entfernungspauschale
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民出境}} || yi2 min2 chu1 jing4 || Auswanderung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |平滑移动}} || ping2 hua2 yi2 dong4 || gleiten, rutschen, sich auf eine ebne Fläche gleiten, bewegen, Floss, fließen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |平滑移動}} || ping2 hua2 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 平滑移动), gleiten, rutschen, sich auf eine ebne Fläche gleiten, bewegen, Floss, fließen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |技术转移}} || ji4 shu4 zhuan3 yi2 || Technologietransfer
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动通信}} || yi2 dong4 tong1 xin4 || Mobilkommunikation
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動通信}} || yi2 dong4 tong1 xin4 || (traditionelle Schreibweise von 移动通信), Mobilkommunikation
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移转定价}} || yi2 zhuan3 ding4 jia4 || Verrechnungspreis(Rechtsw)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移轉定價}} || yi2 zhuan3 ding4 jia4 || (traditionelle Schreibweise von 移转定价), Verrechnungspreis(Rechtsw)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移花接木}} || yi2 hua1 jie1 mu4 || etw, jmd. heimlich vertauschen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |向前移动}} || xiang4 qian2 yi2 dong4 || Vorwärtsbewegung, fortbewegen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |向前移動}} || xiang4 qian2 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 向前移动), Vorwärtsbewegung, fortbewegen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移植性}} || ke3 yi2 zhi2 xing4 || Beweglichkeit, Tragbarkeit
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |坚定不移}} || jian1 ding4 bu4 yi2 || unerschütterlich, unerschrocken, Folge, Folgerichtigkeit, Standhaftigkeit
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |堅定不移}} || jian1 ding4 bu4 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 坚定不移), unerschütterlich, unerschrocken, Folge, Folgerichtigkeit, Standhaftigkeit
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |游移不定}} || you2 yi2 bu4 ding4 || immer noch schwanken
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移动的}} || ke3 yi2 dong4 de5 || fahrbar, verfahrbar
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移動的}} || ke3 yi2 dong4 de5 || (traditionelle Schreibweise von 可移动的), fahrbar, verfahrbar
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移居国外}} || yi2 ju1 guo2 wai4 || auswandern
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移居國外}} || yi2 ju1 guo2 wai4 || (traditionelle Schreibweise von 移居国外), auswandern
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动位置}} || yi2 dong4 wei4 zhi5 || verrenken
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動位置}} || yi2 dong4 wei4 zhi5 || (traditionelle Schreibweise von 移动位置), verrenken
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动营销}} || yi2 dong4 ying2 xiao1 || Mobile Marketing
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |水平位移}} || shui3 ping2 wei4 yi2 || Horizontalverschiebung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动装置}} || yi2 dong4 zhuang1 zhi4 || Abrückvorrichtung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動裝置}} || yi2 dong4 zhuang1 zhi4 || (traditionelle Schreibweise von 移动装置), Abrückvorrichtung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |不能移动}} || bu4 neng2 yi2 dong4 || unbeweglich
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |不能移動}} || bu4 neng2 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 不能移动), unbeweglich
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民政策}} || yi2 min2 zheng4 ce4 || Einwanderungspolitik
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |大陆漂移}} || da4 lu4 piao1 yi2 || Kontinentalverschiebung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |大陸漂移}} || da4 lu4 piao1 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 大陆漂移), Kontinentalverschiebung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |外来移民}} || wai4 lai2 yi2 min2 || Zuwanderung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |外來移民}} || wai4 lai2 yi2 min2 || (traditionelle Schreibweise von 外来移民), Zuwanderung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |爱能移山}} || ai4 neng2 yi2 shan1 || Liebe kann Berge versetzen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |愛能移山}} || ai4 neng2 yi2 shan1 || (traditionelle Schreibweise von 爱能移山), Liebe kann Berge versetzen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |惯性漂移}} || guan4 xing4 piao1 yi2 || Deviationsmoment
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |慣性漂移}} || guan4 xing4 piao1 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 惯性漂移), Deviationsmoment
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动龙门}} || yi2 dong4 long2 men2 || verfahrbares Portal
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |中国移动}} || zhong1 guo2 yi2 dong4 || China Mobile
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |中國移動}} || zhong1 guo2 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 中国移动), China Mobile
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移风易俗}} || yi2 feng1 yi4 su2 || Wandel von Moral und Gebräuchen, alte Gewohnheiten ändern
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移風易俗}} || yi2 feng1 yi4 su2 || (traditionelle Schreibweise von 移风易俗), Wandel von Moral und Gebräuchen, alte Gewohnheiten ändern
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |转移责任}} || zhuan3 yi2 ze2 ren4 || sich der Verantwortung entziehen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |轉移責任}} || zhuan3 yi2 ze2 ren4 || (traditionelle Schreibweise von 转移责任), sich der Verantwortung entziehen
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |岩石移动}} || yan2 shi2 yi2 dong4 || Gebirgsbewegung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |岩石移動}} || yan2 shi2 yi2 dong4 || (traditionelle Schreibweise von 岩石移动), Gebirgsbewegung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |漂移速度}} || piao1 yi2 su4 du4 || Driftgeschwindigkeit
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |职务移交}} || zhi2 wu4 yi2 jiao1 || Amtsübergabe
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动式桥梁}} || yi2 dong4 shi4 qiao2 liang2 || mobile Brücken
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移动硬盘}} || ke3 yi2 dong4 ying4 pan2 || Wechselfestplatte
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移動硬盤}} || ke3 yi2 dong4 ying4 pan2 || (traditionelle Schreibweise von 可移动硬盘), Wechselfestplatte
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动运营商}} || yi2 dong4 yun4 ying2 shang1 || Mobile Server
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移动磁盘}} || ke3 yi2 dong4 ci2 pan2 || Wechselplatte
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移動磁盤}} || ke3 yi2 dong4 ci2 pan2 || (traditionelle Schreibweise von 可移动磁盘), Wechselplatte
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可转移涂层}} || ke3 zhuan3 yi2 tu2 ceng2 || abziehbare Schicht
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移动设备}} || ke3 yi2 dong4 she4 bei4 || Abfahrvorrichtung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动三角架}} || yi2 dong4 san1 jiao3 jia4 || Dolly (Begriff der Filmtechnik für eine fahrbare, vibrationsarme, lautlose Plattform für Filmkameras und Kameramann auf Gummirädern oder Schienensystemen)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動三角架}} || yi2 dong4 san1 jiao3 jia4 || (traditionelle Schreibweise von 移动三角架), Dolly (Begriff der Filmtechnik für eine fahrbare, vibrationsarme, lautlose Plattform für Filmkameras und Kameramann auf Gummirädern oder Schienensystemen)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动摄影车}} || yi2 dong4 she4 ying3 che1 || Dolly (Begriff der Filmtechnik für eine fahrbare, vibrationsarme, lautlose Plattform für Filmkameras und Kameramann auf Gummirädern oder Schienensystemen)
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动終端器}} || yi2 dong4 zhong1 duan1 qi4 || mobile Endgeräte
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动终端器}} || yi2 dong4 zhong1 duan1 qi4 || (traditionelle Schreibweise von 移动終端器), mobile Endgeräte
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动无线电}} || yi2 dong4 wu2 xian4 dian4 || Mobilfunk
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |中国移动通信}} || zhong1 guo2 yi2 dong4 tong1 xin4 || China Mobile
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |中國移動通信}} || zhong1 guo2 yi2 dong4 tong1 xin4 || (traditionelle Schreibweise von 中国移动通信), China Mobile
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移出的机组}} || ke3 yi2 chu1 de5 ji1 zu3 || ausfahrbares Aggregat
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移出的機組}} || ke3 yi2 chu1 de5 ji1 zu3 || (traditionelle Schreibweise von 可移出的机组), ausfahrbares Aggregat
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |维恩位移定律}} || wei2 en1 wei4 yi2 ding4 lü4 || Wiensches Verschiebungsgesetz
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |維恩位移定律}} || wei2 en1 wei4 yi2 ding4 lü4 || (traditionelle Schreibweise von 维恩位移定律), Wiensches Verschiebungsgesetz
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动通信系统}} || yi2 dong4 tong1 xin4 xi4 tong3 || Mobilfunk
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |大陆漂移学说}} || da4 lu4 piao1 yi2 xue2 shuo1 || Kontinentaldrift
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |大陸漂移學說}} || da4 lu4 piao1 yi2 xue2 shuo1 || (traditionelle Schreibweise von 大陆漂移学说), Kontinentaldrift
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动交换中心}} || yi2 dong4 jiao1 huan4 zhong1 xin1 || Mobile Switching Center, Mobilfunk-Netzknoten, MSC, MSC
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動交換中心}} || yi2 dong4 jiao1 huan4 zhong1 xin1 || (traditionelle Schreibweise von 移动交换中心), Mobile Switching Center, Mobilfunk-Netzknoten, MSC, MSC
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动电话市场}} || yi2 dong4 dian4 hua4 shi4 chang3 || Mobilfunkmarkt
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移動電話市場}} || yi2 dong4 dian4 hua4 shi4 chang3 || (traditionelle Schreibweise von 移动电话市场), Mobilfunkmarkt
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移动电话系统}} || yi2 dong4 dian4 hua4 xi4 tong3 || Mobilfunk
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |快速移动速度}} || kuai4 su4 yi2 dong4 su4 du4 || Eilgang
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |快速移動速度}} || kuai4 su4 yi2 dong4 su4 du4 || (traditionelle Schreibweise von 快速移动速度), Eilgang
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |贸易转移效应}} || mao4 yi4 zhuan3 yi2 xiao4 ying4 || Handelsumlenkung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |带钢移动行程}} || dai4 gang1 yi2 dong4 xing2 cheng2 || Bandlauf
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |帶鋼移動行程}} || dai4 gang1 yi2 dong4 xing2 cheng2 || (traditionelle Schreibweise von 带钢移动行程), Bandlauf
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |拖车式移动房屋}} || tuo1 che1 shi4 yi2 dong4 fang2 wu1 || Trailer
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |拖車式移動房屋}} || tuo1 che1 shi4 yi2 dong4 fang2 wu1 || (traditionelle Schreibweise von 拖车式移动房屋), Trailer
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移居殖民地的人}} || yi2 ju1 zhi2 min2 di4 de5 ren2 || Besiedler
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |随着时间的推移}} || sui2 zhe5 shi2 jian1 de5 tui1 yi2 || im Laufe der Zeit
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |隨著時間的推移}} || sui2 zhe5 shi2 jian1 de5 tui1 yi2 || (traditionelle Schreibweise von 随着时间的推移), im Laufe der Zeit
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |自由移动的键盘}} || zi4 you2 yi2 dong4 de5 jian4 pan2 || freibewegliche Tastatur
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |欧洲学分转移制度}} || ou1 zhou1 xue2 fen1 zhuan3 yi2 zhi4 du4 || ECTS (European Credit Transfer System)
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |歐洲學分轉移制度}} || ou1 zhou1 xue2 fen1 zhuan3 yi2 zhi4 du4 || (traditionelle Schreibweise von 欧洲学分转移制度), ECTS (European Credit Transfer System)
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |全球移动通信系统}} || quan2 qiu2 yi2 dong4 tong1 xin4 xi4 tong3 || GSM (Global System for Mobile Communications, ein Mobilfunkstandard)
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |建设运营转移项目}} || jian4 she4 yun4 ying2 zhuan3 yi2 xiang4 mu4 || BOT-Projekt, Build-Operate-Transfer-Projekt
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |通用移动通信系统报告}} || tong1 yong4 yi2 dong4 tong1 xin4 xi4 tong3 bao4 gao4 || UMTS (Nachfolgesystem für GSM), UMTS-Report, Universal Mobile Telecommunication System, Universal Mobile Telecommunications System, Nachfolgesystem für GSM
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |中国移动通信集团公司}} || zhong1 guo2 yi2 dong4 tong1 xin4 ji2 tuan2 gong1 si1 || China Mobile
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移出的印刷机组滑座}} || ke3 yi2 chu1 de5 yin4 shua4 ji1 zu3 hua2 zuo4 || herausfahrbarer Druckwerkswagen
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移出的印刷機組滑座}} || ke3 yi2 chu1 de5 yin4 shua4 ji1 zu3 hua2 zuo4 || (traditionelle Schreibweise von 可移出的印刷机组滑座), herausfahrbarer Druckwerkswagen
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |民间兴建营运后转移模式}} || min2 jian1 xing1 jian4 ying2 yun4 hou4 zhuan3 yi2 mo2 shi4 || Betreibermodell
|}
=== 盥 ===
{| class="wikitable"
|-
! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |盥洗}} || guan4 xi3 || Waschgelegenheit
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |盥洗室}} || guan4 xi3 shi4 || Waschraum
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |盥洗盆}} || guan4 xi3 pen2 || washbowl
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |男盥洗室}} || nan2 guan4 xi3 shi4 || Herrentoilette
|}
=== 漱 ===
{| class="wikitable"
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! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |漱口}} || shu4 kou3 || Mundspülung, gurgeln, den Mund ausspülen
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |洗漱}} || xi3 shu4 || to wash the face and rinse the mouth
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |漱洗}} || shu4 xi3 || to rinse the mouth and wash the face
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |漱流}} || shu4 liu2 || to rinse one's mouth with water, to gargle
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |漱口剂}} || shu4 kou3 ji4 || Mundspülung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |饶漱石}} || rao2 shu4 shi2 || Rao Shushi
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |饒漱石}} || rao2 shu4 shi2 || (traditionelle Schreibweise von 饶漱石), Rao Shushi
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |漱口水}} || shu4 kou3 shui3 || Mundspülung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |夏目漱石}} || xia4 mu4 shu4 shi2 || Natsume Sōseki
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |枕岩漱流}} || zhen3 yan2 shu4 liu2 || see 枕石漱流[zhen3 shi2 shu4 liu2]
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |枕石漱流}} || zhen3 shi2 shu4 liu2 || to live a hermit's life (in seclusion), a frugal life
|}
== Sätze ==
=== 髦 ===
{| class="wikitable"
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! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你可能認為那些鞋子很時髦,但是他們不是。}} || ni3 ke3/ke4 neng2 ren4 wei2/wei4 na4/nei4 xie1 xie2 zi5 hen3 shi2 mao2 , dan4 shi4 ta1 men5 bu4 shi4 。|| Du denkst wohl, diese Schuhe sind modern, sie sind es aber nicht. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/775799 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Manfredo Manfredo])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你可能认为那些鞋子很时髦,但是他们不是。}} || ni3 ke3/ke4 neng2 ren4 wei2/wei4 na4/nei4 xie1 xie2 zi5 hen3 shi2 mao2 , dan4 shi4 ta1 men5 bu4 shi4 。|| Du denkst wohl, diese Schuhe sind modern, sie sind es aber nicht. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/775799 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Manfredo Manfredo])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |不要趕時髦。}} || bu4 yao4 gan3 shi2 mao2 。|| Don't follow the trends. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/770345 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/bekindtoall bekindtoall])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |不要赶时髦。}} || bu4 yao4 gan3 shi2 mao2 。|| Don't follow the trends. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/770345 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/bekindtoall bekindtoall])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |赶上时髦}} || gan3 shang4 shi2 mao2 || Get with it. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/940263 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/sweethoney sweethoney])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |虽然时髦一点,但是价钱太大!}} || sui1 ran2 shi2 mao2 yi1 dian3 , dan4 shi4 jia4/jie4 qian2 tai4 da4 !|| It's kind of in vogue, but the price is too much! It's sort of fashionable, but the price is too high! (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/420712 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/sysko sysko] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/paper1n0 paper1n0])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |短裙不时髦了。}} || duan3 qun2 bu4 shi2 mao2 le5 。|| Kurze Röcke sind nicht mehr in Mode. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/2675123 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Tximist Tximist] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/MUIRIEL MUIRIEL])
|}
=== 趋 ===
{| class="wikitable"
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! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |人们趋向于带着偏见看待他人。}} || ren2 men5 qu1 xiang4 yu2 dai4 zhao2/zhe2 pian1 jian4/xian4 kan4 dai1 ta1 ren2 。|| People tend to look at others with bias. People tend to look at others with prejudice. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/1783884 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/sadhen sadhen] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/wallebot wallebot])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |她很了解最新的时尚趋势。}} || ta1 hen3 le5 jie3 zui4 xin1 de5 shi2 shang4 qu1 shi4 。|| Sie kennt sich mit der neuesten Mode gut aus. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/5372278 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/egg0073 egg0073] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/xtofu80 xtofu80])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |世界人口有上升的趋势。}} || shi4 jie4 ren2 kou3 you3 shang4 sheng1 de5 qu1 shi4 。|| The world's population tends to increase. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/344956 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/nickyeow nickyeow])
|}
=== 移 ===
{| class="wikitable"
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! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你可以移一移那张椅子吗?}} || ni3 ke3/ke4 yi3 yi2 yi1 yi2 na4/nei4 zhang1 yi3 zi5 ma5 ?|| Könnten Sie den Stuhl ein wenig verschieben? (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/345686 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/nickyeow nickyeow] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Manfredo Manfredo])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你何時移民到我們國家?}} || ni3 he2 shi2 yi2 min2 dao4 wo3 men5 guo2 jia1 ?|| Wann sind Sie in unser Land eingereist? (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/779038 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/qdii qdii])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |如果没人帮点忙的话,汤姆是没办法移动书柜的。}} || ru2 guo3 mei2/mo4 ren2 bang1 dian3 mang2 de5 hua4 , tang1 mu3 shi4 mei2/mo4 ban4 fa3 yi2 dong4 shu1 gui4 de5 。|| Tom can't move this bookcase without a little help. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/1946019 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/penelope0707 penelope0707] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你可以移一移那張椅子嗎?}} || ni3 ke3/ke4 yi3 yi2 yi1 yi2 na4/nei4 zhang1 yi3 zi5 ma5 ?|| Könnten Sie den Stuhl ein wenig verschieben? (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/345686 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/nickyeow nickyeow] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Manfredo Manfredo])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你介意我移动你的车吗?}} || ni3 jie4 yi4 wo3 yi2 dong4 ni3 de5 che1 ma5 ?|| Would you mind my moving your car? (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/900682 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |她慢慢移动向前。}} || ta1 man4 man4 yi2 dong4 xiang4 qian2 。|| She slowly moved forward. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/3593476 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/bwpanda bwpanda] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |他移动了家具。}} || ta1 yi2 dong4 le5 jia1 ju4 。|| Er verschob die Möbel. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/5551010 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/verdastelo9604 verdastelo9604] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Melang Melang])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |他往右边移了书桌。}} || ta1 wang3/wang4 you4 bian1 yi2 le5 shu1 桌。|| Er verschob den Schreibtisch nach rechts. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/659864 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/sysko sysko] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/whosnick whosnick])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你去转移他的注意力。}} || ni3 qu4 zhuan3 yi2 ta1 de5 zhu4 yi4 li4 。|| Geh ihn ablenken! (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/10265791 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/GlossaMatik GlossaMatik] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Yorwba Yorwba])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |如果您移过去一点,每个人就可以有空间了。}} || ru2 guo3 nin2 yi2 guo4 qu4 yi1 dian3 , mei3 ge4 ren2 jiu4 ke3/ke4 yi3 you3 kong1/kong4 jian1 le5 。|| If you would move over, there would be room for everyone. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/786045 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你何时移民到我们国家?}} || ni3 he2 shi2 yi2 min2 dao4 wo3 men5 guo2 jia1 ?|| Wann sind Sie in unser Land eingereist? (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/779038 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/qdii qdii])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |如果您移過去一點,每個人就可以有空間了。}} || ru2 guo3 nin2 yi2 guo4 qu4 yi1 dian3 , mei3 ge4 ren2 jiu4 ke3/ke4 yi3 you3 kong1/kong4 jian1 le5 。|| If you would move over, there would be room for everyone. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/786045 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你介意我移動你的車嗎?}} || ni3 jie4 yi4 wo3 yi2 dong4 ni3 de5 che1 ma5 ?|| Would you mind my moving your car? (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/900682 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |sami正在再次移动}} || sami zheng4 zai4 zai4 ci4 yi2 dong4 || Sami is in the process of moving again. (Jin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/8741569 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/cxpadonis cxpadonis] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/OsoHombre OsoHombre])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你带没带移动硬盘?}} || ni3 dai4 mei2/mo4 dai4 yi2 dong4 ying4 pan2 ?|| Hast du eine mobile Festplatte dabei? (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/10265799 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/GlossaMatik GlossaMatik] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Yorwba Yorwba])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |乔治感觉到火车开始移动了。}} || qiao2 zhi4 gan3 jiao4/jue2 dao4 huo3 che1 kai1 shi3 yi2 dong4 le5 。|| George fühlte, wie sich der Zug in Bewegung setzte. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/919882 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/lilygilder lilygilder])
|-
| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |他把他的手从桌上移开了。}} || ta1 ba3 ta1 de5 shou3 cong2 桌 shang4 yi2 kai1 le5 。|| Er nahm seine Hand vom Tisch weg. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/335086 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/fucongcong fucongcong] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Chris Chris])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |他使劲使她转移视线。}} || ta1 shi3/shi4 jing4 shi3/shi4 ta1 zhuan3 yi2 shi4 xian4 。|| Er bemühte sich, sie abzulenken. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/10081662 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/ColawithIce ColawithIce] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Yorwba Yorwba])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |「总统先生,您可知道难民与移民之间的区别?」—「不,我完全不晓得。我是一名政治家,而不是一名科学家。」}} || 「 zong3 tong3 xian1 sheng1 , nin2 ke3/ke4 zhi1 dao4 nan2/nan4 min2 yu3 yi2 min2 zhi1 jian1 de5 qu1 bie2 ?」—「 bu4 , wo3 wan2 quan2 bu4 晓 de2/de5/dei3 。 wo3 shi4 yi1 ming2 zheng4 zhi4 jia1 , er2 bu4 shi4 yi1 ming2 ke1 xue2 jia1 。」|| „Herr Präsident, wissen Sie, was der Unterschied zwischen Flüchtlingen und Migranten ist?“ – „Nein, ich habe keine Ahnung. Ich bin Politiker und kein Wissenschaftler.“ (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/7980260 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Leolaaziano Leolaaziano] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/maaster maaster])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |富贵不能淫,贫贱不能移,威武不能屈,此之为大丈夫。}} || fu4 gui4 bu4 neng2 yin2 ,贫 jian4 bu4 neng2 yi2 , wei1 wu3 bu4 neng2 qu1 , ci3 zhi1 wei2/wei4 da4 zhang4 fu2 。|| Reichtum und Ruhm können ihn nicht verführen, Armut und Demütigung können ihn nicht von seinem Ziel abbringen. Er beugt sich vor keiner Macht und Gewalt. So ist ein Großer Mann. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/1185734 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/dericteng dericteng])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |如果你移动笔的距离太小,速度太慢,它就无法辨识出你的手势,那麼你便无法用你想要的方式操作它。}} || ru2 guo3 ni3 yi2 dong4 bi3 de5 ju4 li2 tai4 xiao3 , su4 du4 tai4 man4 , ta1/tuo2 jiu4 wu2 fa3 bian4 zhi4 chu1 ni3 de5 shou3 shi4 , na4/nei4 me5 ni3 bian4 wu2 fa3 yong4 ni3 xiang3 yao4 de5 fang1 shi4 cao1 zuo4 ta1/tuo2 。|| If the distance you move the pen is too small, the speed too slow, it can't recognize the gestures well and you can't operate it in the way you thought. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/778734 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |他移开,让卡车通过。}} || ta1 yi2 kai1 , rang4 ka3/qia3 che1 tong1 guo4 。|| Er wich aus, um den Lastwagen vorbeizulassen. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/333792 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/fucongcong fucongcong] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Yorwba Yorwba])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |喬治感覺到火車開始移動了。}} || qiao2 zhi4 gan3 jiao4/jue2 dao4 huo3 che1 kai1 shi3 yi2 dong4 le5 。|| George fühlte, wie sich der Zug in Bewegung setzte. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/919882 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/lilygilder lilygilder])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |如果追根溯源的话,绝大多数美国人都是移民。}} || ru2 guo3 zhui1 gen5 su4 yuan2 de5 hua4 , jue2 da4 duo1 shu3/shuo4 mei3 guo2 ren2 dou1/du1 shi4 yi2 min2 。|| Die meisten Amerikaner stammen von Einwanderern ab. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/345422 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/zhouj1955 zhouj1955] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Ullalia Ullalia])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |中国的经济随着时间的推移而变得越来越好。}} || zhong1/zhong4 guo2 de5 jing4 ji4 sui2 zhao2/zhe2 shi2 jian1 de5 tui1 yi2 er2 bian4 de2/de5/dei3 yue4 lai2 yue4 hao3 。|| As time goes on, China's economy gets stronger and stronger. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/758869 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/eastasiastudent eastasiastudent])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |我们移走了行李腾出空间让老太太可以坐下。}} || wo3 men5 yi2 zou3 le5 hang2/xing2 li3 teng2 chu1 kong1/kong4 jian1 rang4 lao3 tai4 tai4 ke3/ke4 yi3 zuo4 xia4 。|| We moved our bags to make room for the elderly lady to sit down. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/759674 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Dejo Dejo])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |从我走进这房间的那一刻开始,我的视线就不能再从你的身上移开了。}} || cong2 wo3 zou3 jin4 zhe4/zhei4 fang2 jian1 de5 na4/nei4 yi1 ke4 kai1 shi3 , wo3 de5 shi4 xian4 jiu4 bu4 neng2 zai4 cong2 ni3 de5 shen1 shang4 yi2 kai1 le5 。|| I couldn't take my eyes off of you from the minute I entered this room. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/618482 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/nickyeow nickyeow] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/TRANG TRANG])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |她转移了视线。}} || ta1 zhuan3 yi2 le5 shi4 xian4 。|| She looked away. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/825166 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |我的生活随着时间的推移而变得越来越糟糕。}} || wo3 de5 sheng1 huo2 sui2 zhao2/zhe2 shi2 jian1 de5 tui1 yi2 er2 bian4 de2/de5/dei3 yue4 lai2 yue4 zao1 gao1 。|| As time goes on, my life gets worse and worse. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/758876 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/eastasiastudent eastasiastudent])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |手指在键盘上快速的移动。}} || shou3 zhi3 zai4 jian4 pan2 shang4 kuai4 su4 de5 yi2 dong4 。|| Die Finger bewegten sich schnell über die Tastatur. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/765874 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Yorwba Yorwba])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |非洲是转移的大洲。}} || fei1 zhou1 shi4 zhuan3 yi2 de5 da4 zhou1 。|| Afrika ist ein Migrationskontinent. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/8930121 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/iiujik iiujik] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/MUIRIEL MUIRIEL])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民们忍受着肉体和精神的痛苦。}} || yi2 min2 men5 ren3 shou4 zhao2/zhe2 rou4 ti3 he2/he4/huo2 jing1 shen2 de5 tong4 ku3 。|| The emigrants have endured physical and mental pain. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/1395055 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/mtdot mtdot] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/AlanF_US AlanF_US])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |美國是一個移民國家。}} || mei3 guo2 shi4 yi1 ge4 yi2 min2 guo2 jia1 。|| Amerika ist ein Einwandererland. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/844610 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/MUIRIEL MUIRIEL])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |我在棋盤上把一個棋子在向前移動一步。}} || wo3 zai4 qi2 pan2 shang4 ba3 yi1 ge4 qi2 zi5 zai4 xiang4 qian2 yi2 dong4 yi1 bu4 。|| Ich bewegte eine Schachfigur auf dem Brett eins vor. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/793548 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Espi Espi])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |美国是一个移民国家。}} || mei3 guo2 shi4 yi1 ge4 yi2 min2 guo2 jia1 。|| Amerika ist ein Einwandererland. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/844610 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/MUIRIEL MUIRIEL])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |萨米没有时间移动。}} || sa4 mi3 mei2/mo4 you3 shi2 jian1 yi2 dong4 。|| Sami didn't have time to maneuver. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/8791854 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/slo_oth slo_oth] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/OsoHombre OsoHombre])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |我无法把我的视线从你身上移开。}} || wo3 wu2 fa3 ba3 wo3 de5 shi4 xian4 cong2 ni3 shen1 shang4 yi2 kai1 。|| Ich kann meine Augen nicht von dir lassen. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/917853 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Pfirsichbaeumchen Pfirsichbaeumchen])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |贝克小姐知道那个年轻男子很快就要离开了,所以决定请求他将车稍微移开,如此一来她就能在夜间入睡前将她的车停到正确的位置。}} || bei4 ke4 xiao3 jie3 zhi1 dao4 na4/nei4 ge4 nian2 qing1 nan2 zi5 hen3 kuai4 jiu4 yao4 li2 kai1 le5 , suo3 yi3 jue2 ding4 qing3 qiu2 ta1 jiang1/jiang4 che1 shao1 wei2 yi2 kai1 , ru2 ci3 yi1 lai2 ta1 jiu4 neng2 zai4 ye4 jian1 ru4 shui4 qian2 jiang1/jiang4 ta1 de5 che1 ting2 dao4 zheng4 que4 de5 wei4 zhi4 。|| Miss Baker knew that the young man would have to leave very soon, so she decided to ask him to move his car a bit, so that she could park hers in the proper place for the night before going to bed. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/417956 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Rebeca Rebeca] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Zifre Zifre])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |请将您的自行车移出这裡。}} || qing3 jiang1/jiang4 nin2 de5 zi4 hang2/xing2 che1 yi2 chu1 zhe4/zhei4 li3 。|| Please move your bicycle out of here. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/894352 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |马停了下来,而且拒绝移动。}} || ma3 ting2 le5 xia4 lai2 , er2 qie3 ju4 jue2 yi2 dong4 。|| Das Pferd machte Halt und wollte nicht weiter. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/3742623 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/egg0073 egg0073] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Dejo Dejo])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |我們移走了行李騰出空間讓老太太可以坐下。}} || wo3 men5 yi2 zou3 le5 hang2/xing2 li3 teng2 chu1 kong1/kong4 jian1 rang4 lao3 tai4 tai4 ke3/ke4 yi3 zuo4 xia4 。|| We moved our bags to make room for the elderly lady to sit down. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/759674 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Dejo Dejo])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |这些鸟不转移。}} || zhe4/zhei4 xie1 niao3 bu4 zhuan3 yi2 。|| These birds don't migrate. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/8930117 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/iiujik iiujik] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/OsoHombre OsoHombre])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |請將您的自行車移出這裡。}} || qing3 jiang1/jiang4 nin2 de5 zi4 hang2/xing2 che1 yi2 chu1 zhe4/zhei4 li3 。|| Please move your bicycle out of here. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/894352 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |随着时间的推移,比赛增加了规则以使之更安全。}} || sui2 zhao2/zhe2 shi2 jian1 de5 tui1 yi2 , bi4 sai4 zeng1 jia1 le5 gui1 ze2 yi3 shi3/shi4 zhi1 geng4 an1 quan2 。|| Mit der Zeit wurden dem Wettbewerb Regeln hinzugefügt, um ihn sicherer zu machen. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/332589 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/fucongcong fucongcong] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Yorwba Yorwba])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |轻轻地移动。}} || qing1 qing1 de4/di4 yi2 dong4 。|| Bewege dich leise. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/5102260 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/mirrorvan mirrorvan] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Esperantostern Esperantostern])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民川流不息地进入这个国家。}} || yi2 min2 chuan1 liu2 bu4 xi1 de4/di4 jin4 ru4 zhe4/zhei4 ge4 guo2 jia1 。|| Die Einwanderer kamen in Strömen ins Land. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/9969185 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/GlossaMatik GlossaMatik] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/xtofu80 xtofu80])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |我在棋盘上把一个棋子在向前移动一步。}} || wo3 zai4 qi2 pan2 shang4 ba3 yi1 ge4 qi2 zi5 zai4 xiang4 qian2 yi2 dong4 yi1 bu4 。|| Ich bewegte eine Schachfigur auf dem Brett eins vor. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/793548 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Espi Espi])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |请把桌子向左移。}} || qing3 ba3 桌 zi5 xiang4 zuo3 yi2 。|| Please move the desk to the left. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/2370640 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/vicch vicch] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |若追根溯源,绝大多数美国人都是移民。}} || ruo4 zhui1 gen5 su4 yuan2 , jue2 da4 duo1 shu3/shuo4 mei3 guo2 ren2 dou1/du1 shi4 yi2 min2 。|| Die meisten Amerikaner stammen von Einwanderern ab. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/345421 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/zhouj1955 zhouj1955] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Ullalia Ullalia])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |燕子在迁移。}} || yan1/yan4 zi5 zai4 qian1 yi2 。|| Die Schwalben ziehen fort. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/9958134 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/GlossaMatik GlossaMatik] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/carlosalberto carlosalberto])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |许多移民改了名字。}} || xu3 duo1 yi2 min2 gai3 le5 ming2 zi4 。|| Viele Migranten haben ihre Namen geändert. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/5685912 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/verdastelo9604 verdastelo9604] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Yorwba Yorwba])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |江山易改,本性难移。}} || jiang1 shan1/shan5 yi4 gai3 , ben3 xing4 nan2/nan4 yi2 。|| A leopard never changes its spots. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/891501 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/U2FS U2FS])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |我无法把我的视线从她身上移开。}} || wo3 wu2 fa3 ba3 wo3 de5 shi4 xian4 cong2 ta1 shen1 shang4 yi2 kai1 。|| Ich kann meine Augen nicht von ihr lassen. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/8716932 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/krrk krrk] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Pfirsichbaeumchen Pfirsichbaeumchen])
|}
=== 盥 ===
{| class="wikitable"
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! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung
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=== 漱 ===
{| class="wikitable"
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! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |這個漱口水的薄荷味太重了。}} || zhe4/zhei4 ge4 shu4 kou3 shui3 de5 bao2 荷 wei4 tai4 chong2/zhong4 le5 。|| Diese Mundspülung schmeckt zu stark nach Minze. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/9049749 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/xjjAstrus xjjAstrus] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Yorwba Yorwba])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |這個牌子的漱口水的味道好怪。}} || zhe4/zhei4 ge4 pai2 zi5 de5 shu4 kou3 shui3 de5 wei4 dao4 hao3 guai4 。|| Die Mundspülung dieser Marke schmeckt komisch. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/9049748 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/xjjAstrus xjjAstrus] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Yorwba Yorwba])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |这个漱口水的薄荷味太重了。}} || zhe4/zhei4 ge4 shu4 kou3 shui3 de5 bao2 荷 wei4 tai4 chong2/zhong4 le5 。|| Diese Mundspülung schmeckt zu stark nach Minze. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/9049749 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/xjjAstrus xjjAstrus] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Yorwba Yorwba])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |这个牌子的漱口水的味道好怪。}} || zhe4/zhei4 ge4 pai2 zi5 de5 shu4 kou3 shui3 de5 wei4 dao4 hao3 guai4 。|| Die Mundspülung dieser Marke schmeckt komisch. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/9049748 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/xjjAstrus xjjAstrus] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Yorwba Yorwba])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |有一天,夏目漱石在伦敦迷路了。}} || you3 yi1 tian1 , xia4 mu4 shu4 shi2 zai4 lun2 dun1 迷 lu4 le5 。|| Eines Tages verirrte sich Natsume Sōseki in London. (Mandarin, [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/790598 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/bephana bephana])
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=== einzusortieren ===
{| class="wikitable"
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! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |物换星移}} || wu4 huan4 xing1 yi2 ||Literally: things change and the stars move; the change that accompanies the passage of time; circumstances change over the years
([[wikt:en:物换星移|Wiktionary en]])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |人心齐,泰山移}} || ren2 xin1 qi2 , tai4 shan1/shan5 yi2 || Wenn sich alle einig sind, ist der Tai-Berg leicht.([[q:Chinesische_Sprichw%C3%B6rter|Chinesische Sprichwörter]])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |愚公移山}} || yu2 gong1 yi2 shan1/shan5 ||Literally: “the foolish man moves a mountain”. to be resolute in one's endeavor, no matter what hardships one encounters
([[wikt:en:愚公移山|Wiktionary en]])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |江山易改,本性难移}} || jiang1 shan1/shan5 yi4 gai3 , ben3 xing4 nan2/nan4 yi2 ||Flüsse und Berge sind leicht zu ändern, der eigene Charakter ist schwer zu ändern.([[q:Chinesische_Sprichw%C3%B6rter|Chinesische Sprichwörter]])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |若美恶之不可移}} || ruo4 mei3 e4/wu4 zhi1 bu4 ke3/ke4 yi2 ||wie ein guter und schlechter Name sich nicht vertauschen läßt ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |请移之}} || qing3 yi2 zhi1 ||man möge (das Unglück) abwälzen ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |虽然,可移于宰相}} || sui1 ran2 , ke3/ke4 yi2 yu2 zai3 xiang1/xiang4 ||Allein es kann abgewandt werden auf den Kanzler. ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |若何其移之也?}} || ruo4 he2 qi2 yi2 zhi1 ye3 ?||Wie kann es (Unglück) denn abgewälzt werden? ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |凡音乐通乎政,而移风平俗者也,俗定而音乐化之矣。}} || fan2 yin1 le4/yue4 tong1 乎 zheng4 , er2 yi2 feng1 ping2 su2 zhe3 ye3 , su2 ding4 er2 yin1 le4/yue4 hua4 zhi1 yi3 。||Stets ist die Musik in Wechselwirkung mit der Regierungsart und beeinflußt die Gebräuche und mildert die Sitten. Wenn die Sitten gefestigt sind, so vermag die Musik sie zu beeinflussen. ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |宰相所与治国家也,而移死焉,不祥}} || zai3 xiang1/xiang4 suo3 yu3 zhi4 guo2 jia1 ye3 , er2 yi2 si3 yan1 , bu4 xiang2 ||Mit dem Kanzler zusammen regiere ich mein Land; wollte ich durch diese Abwendung ihn zu Tode bringen, so wäre das unheilvoll. ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |請移之}} || qing3 yi2 zhi1 ||man möge (das Unglück) abwälzen ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移于岁}} || ke3/ke4 yi2 yu2 sui4 ||Dann mag man es auf die Jahresernte abwälzen. ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移於民}} || ke3/ke4 yi2 yu2 min2 ||Dann läßt es sich auf das Volk abwälzen. ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |可移于民}} || ke3/ke4 yi2 yu2 min2 ||Dann läßt es sich auf das Volk abwälzen. ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |兴事动众,以增国城,其可以移之乎}} || xing1/xing4 shi4 dong4 zhong4 , yi3 zeng1 guo2 cheng2 , qi2 ke3/ke4 yi3 yi2 zhi1 乎||(Nach einem Erdbeben:) Wenn wir die Sache ins Werk setzen und die Massen aufbieten, um die Mauern der Hauptstadt zu erhöhen, so läßt es sich vielleicht abwälzen. ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |短裙不时髦了。}} || duan3 qun2 bu4 shi2 mao2 le5 。||The short skirt is out of fashion. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/2675123 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Tximist Tximist] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/FeuDRenais FeuDRenais]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |虽然时髦一点,但是价钱太大!}} || sui1 ran2 shi2 mao2 yi1 dian3 , dan4 shi4 jia4/jie4 qian2 tai4 da4 !||It's sort of fashionable, but the price is too high! It's kind of in vogue, but the price is too much! [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/420712 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/sysko sysko] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/paper1n0 paper1n0]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |赶上时髦}} || gan3 shang4 shi2 mao2 ||Get with it. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/940263 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/sweethoney sweethoney]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |孔子径庭而趋,历级而上}} || kong3 zi5 jing4 ting2 er2 qu1 , li4 ji2 er2 shang4 || Da schritt Meister Kung mit eiligem Schritt quer über den Hof und sprang die Treppe empor ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |此A之所以外生乐、趋患难故也。}} || ci3 A zhi1 suo3 yi3 wai4 sheng1 le4/yue4 、 qu1 huan4 nan2/nan4 gu4 ye3 。||Das war der Grund, weshalb A bereit war, alle Freuden des Lebens preis zu geben und Jammer und Not auf sich zu nehmen. ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |人们趋向于带着偏见看待他人。}} || ren2 men5 qu1 xiang4 yu2 dai4 zhao2/zhe2 pian1 jian4/xian4 kan4 dai1 ta1 ren2 。||People tend to look at others with bias. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/1783884 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/sadhen sadhen]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你可以移一移那張椅子嗎?}} || ni3 ke3/ke4 yi3 yi2 yi1 yi2 na4/nei4 zhang1 yi3 zi5 ma5 ?||Könnten Sie den Stuhl ein wenig verschieben? [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/345686 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/nickyeow nickyeow] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Manfredo Manfredo]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |江山易改,本性难移。}} || jiang1 shan1/shan5 yi4 gai3 , ben3 xing4 nan2/nan4 yi2 。||A leopard never changes its spots. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/891501 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/U2FS U2FS]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |中国的经济随着时间的推移而变得越来越好。}} || zhong1/zhong4 guo2 de5 jing4 ji4 sui2 zhao2/zhe2 shi2 jian1 de5 tui1 yi2 er2 bian4 de2/de5/dei3 yue4 lai2 yue4 hao3 。||As time goes on, China's economy gets stronger and stronger. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/758869 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/eastasiastudent eastasiastudent]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |堅定不移}} || jian1 ding4 bu4 yi2 ||([[wikt:en:堅定不移|Wiktionary en]])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |他把他的手从桌上移开了。}} || ta1 ba3 ta1 de5 shou3 cong2 桌 shang4 yi2 kai1 le5 。||Er nahm seine Hand vom Tisch weg. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/335086 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/fucongcong fucongcong] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Chris Chris]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你何時移民到我們國家?}} || ni3 he2 shi2 yi2 min2 dao4 wo3 men5 guo2 jia1 ?||Wann sind Sie in unser Land eingereist? [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/779038 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/qdii qdii]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |请把桌子向左移。}} || qing3 ba3 桌 zi5 xiang4 zuo3 yi2 。||Please move the desk to the left. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/2370640 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/vicch vicch] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |若追根溯源,绝大多数美国人都是移民。}} || ruo4 zhui1 gen5 su4 yuan2 , jue2 da4 duo1 shu3/shuo4 mei3 guo2 ren2 dou1/du1 shi4 yi2 min2 。||Die meisten Amerikaner stammen von Einwanderern ab. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/345421 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/zhouj1955 zhouj1955] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Ullalia Ullalia]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |随着时间的推移,比赛增加了规则以使之更安全。}} || sui2 zhao2/zhe2 shi2 jian1 de5 tui1 yi2 , bi4 sai4 zeng1 jia1 le5 gui1 ze2 yi3 shi3/shi4 zhi1 geng4 an1 quan2 。||As time went on, rules were added to the game to make it safer. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/332589 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/fucongcong fucongcong] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |移民们忍受着肉体和精神的痛苦。}} || yi2 min2 men5 ren3 shou4 zhao2/zhe2 rou4 ti3 he2/he4/huo2 jing1 shen2 de5 tong4 ku3 。||The emigrants have endured physical and mental pain. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/1395055 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/mtdot mtdot] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/AlanF_US AlanF_US]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |他往右边移了书桌。}} || ta1 wang3/wang4 you4 bian1 yi2 le5 shu1 桌。||Er verschob den Schreibtisch nach rechts. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/659864 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/sysko sysko] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/whosnick whosnick]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |坚定不移}} || jian1 ding4 bu4 yi2 ||([[wikt:en:坚定不移|Wiktionary en]])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |此要步必信工的是篇非讨扩申民美雇由移术本用书找批论助种改属除年务息月进到面这作服签局国从板主为出类须人页给发更模士及中请需协求公条证后业目专技且会在善可或日充一事能将准于}} || ci3 yao4 bu4 bi4 xin4 gong1 de5 shi4 pian1 fei1 tao3 kuo4 shen1 min2 mei3 gu4 you2 yi2 shu4 ben3 yong4 shu1 zhao3 pi1 lun4 zhu4 chong2/zhong3/zhong4 gai3 shu3 chu2 nian2 wu4 xi1 yue4 jin4 dao4 mian4 zhe4/zhei4 zuo4 fu2 qian1 ju2 guo2 cong2 ban3 zhu3 wei2/wei4 chu1 lei4 xu1 ren2 ye4 gei3 fa1 geng4 mo2 shi4 ji2 zhong1/zhong4 qing3 xu1 xie2 qiu2 gong1 tiao2 zheng4 hou4 ye4 mu4 zhuan1 ji4 qie3 hui4 zai4 shan3/shan4 ke3/ke4 huo4 ri4 chong1 yi1 shi4 neng2 jiang1/jiang4 zhun3 yu2 ||bereits in autorenliste https://zh.wikipedia.org/zh-cn/H-1B%E7%AD%BE%E8%AF%81_(%E7%BE%8E%E5%9B%BD)
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |愚公移山}} || yu2 gong1 yi2 shan1/shan5 ||([[wikt:en:愚公移山|Wiktionary en]])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |你介意我移動你的車嗎?}} || ni3 jie4 yi4 wo3 yi2 dong4 ni3 de5 che1 ma5 ?||Would you mind my moving your car? [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/900682 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |轻轻地移动。}} || qing1 qing1 de4/di4 yi2 dong4 。||Move quietly. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/5102260 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/mirrorvan mirrorvan] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Scott Scott]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |武者不能革,而工者不能移}} || wu3 zhe3 bu4 neng2 ge2 , er2 gong1 zhe3 bu4 neng2 yi2 ||Das Kriegshandwerk läßt sich nicht abschaffen und die Rüstungen lassen sich nicht einstellen. ([http://ctext.org/lv-shi-chun-qiu/zhs Lü Bu We] [http://www.zeno.org/pnd/119012251 Richard Wilhelm])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |如果追根溯源的话,绝大多数美国人都是移民。}} || ru2 guo3 zhui1 gen5 su4 yuan2 de5 hua4 , jue2 da4 duo1 shu3/shuo4 mei3 guo2 ren2 dou1/du1 shi4 yi2 min2 。||Die meisten Amerikaner stammen von Einwanderern ab. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/345422 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/zhouj1955 zhouj1955] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Ullalia Ullalia]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |物换星移}} || wu4 huan4 xing1 yi2 ||([[wikt:en:物换星移|Wiktionary en]])
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |他移开,让卡车通过。}} || ta1 yi2 kai1 , rang4 ka3/qia3 che1 tong1 guo4 。||He pulled aside to let a truck pass. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/333792 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/fucongcong fucongcong] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/papabear papabear]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |美國是一個移民國家。}} || mei3 guo2 shi4 yi1 ge4 yi2 min2 guo2 jia1 。||Amerika ist ein Einwandererland. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/844610 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/Martha Martha] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/MUIRIEL MUIRIEL]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |她慢慢移动向前。}} || ta1 man4 man4 yi2 dong4 xiang4 qian2 。||She slowly moved forward. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/3593476 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/bwpanda bwpanda] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |我的生活随着时间的推移而变得越来越糟糕。}} || wo3 de5 sheng1 huo2 sui2 zhao2/zhe2 shi2 jian1 de5 tui1 yi2 er2 bian4 de2/de5/dei3 yue4 lai2 yue4 zao1 gao1 。||As time goes on, my life gets worse and worse. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/758876 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/eastasiastudent eastasiastudent]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |许多移民改了名字。}} || xu3 duo1 yi2 min2 gai3 le5 ming2 zi4 。||Many of the immigrants changed their names. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/5685912 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/verdastelo9604 verdastelo9604] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/CK CK]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |富贵不能淫,贫贱不能移,威武不能屈,此之为大丈夫。}} || fu4 gui4 bu4 neng2 yin2 ,贫 jian4 bu4 neng2 yi2 , wei1 wu3 bu4 neng2 qu1 , ci3 zhi1 wei2/wei4 da4 zhang4 fu2 。||Reichtum und Ruhm können ihn nicht verführen, Armut und Demütigung können ihn nicht von seinem Ziel abbringen. Er beugt sich vor keiner Macht und Gewalt. So ist ein Großer Mann. [https://tatoeba.org/eng/sentences/show/1185734 Tatoeba] [https://tatoeba.org/eng/user/profile/dericteng dericteng]
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |因为希律知道约翰是义人,是圣人,所以敬畏他,保护他,听他讲论,就多照着行(有古卷:游移不定),并且乐意听他。 }} || yin1 wei2/wei4 xi1 lü4 zhi1 dao4 yue1 han4 shi4 yi4 ren2 , shi4 sheng4 ren2 , suo3 yi3 jing4 wei4 ta1 , bao3 hu4 ta1 , ting1 ta1 jiang3/jiang5 lun4 , jiu4 duo1 zhao4 zhao2/zhe2 hang2/xing2 ( you3 gu3 juan3 : you2 yi2 bu4 ding4 ), bing4 qie3 le4/yue4 yi4 ting1 ta1 。 ||6.20 denn Herodes fürchtete den Johannes, da er wußte, daß er ein gerechter und heiliger Mann war, und er verwahrte ihn; und wenn er ihn gehört hatte, so tat er vieles, und er hörte ihn gern. ([[Diskussion:Vokabeltexte_Chinesisch/_Vokabellektionen#Das_Neue_Testament|Die Bibel - Markusevangelium]])
|}
== Lückentexte ==
=== [[:zh:Wikijunior:太阳系/月球|Wikijunior: 太阳系/月球 Sonnensystem/Mond]] ===
{| class="wikitable"
! [[:zh:Wikijunior:太阳系/月球|Wikijunior: 太阳系/月球 Sonnensystem/Mond]] !! Übersetzung Christian Bauer
|-
| 月球 会 自转 吗?|| Hat der Mond eine Rotation?
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| 月球 也 会 自转。|| Der Mond hat auch eine Rotation.
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| 它 自转 一周 所要 的 时间 是 一个 月,|| Der Zeitraum für eine Rotationsperiode von ihm ist ein Monat.
|-
| 和 它 绕着 地球 公转 的 周期 差不多。|| Das ist fast die gleiche Periode, die er für eine Erdumdrehung benötigt.
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| 因此,月球 总是 以 一面 对着 地球。|| Daher zeigt der Mond immer nur mit einer Seite zur Erde
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| 地球 上 的 人 永远 看不到 月球 的 Rück-面。|| Die Menschen auf der Erde können nie die Rückseite des Mondes sehen.
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|
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| 亲自 登上 月球 是 人类 一直 以来的 梦想。|| Selbst über den Mond zu steigen war schon immer ein Traum der Menschheit.
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| 1959年,苏联 发射了“月球1号” Raum-飞船 飞到 月球 附近,|| Im Jahr 1959 schoss die Sowjetunion das Raumschiff "Mond Nummer 1" (in den Weltraum), um in die Nähe des Mondes zu fliegen.
|-
| 绕着 月球 飞行,|| Es umkreiste den Mond.
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| 对 月球 近距离 地 观察。|| und beobachtete den Mond aus der Nähe.
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| 美国 当地时间 1969年7月16日 9时32分(13时32分UTC),|| Nach amerikanischer lokaler Zeit am 16.07.1969 9:32 (13:32 UTC-Zeit)
|-
| 阿波罗11号 飞船 在 土星 5号 Rakete 的 运载下,|| wurde das Raumschiff Apollo 11, getragen von einer Saturn 5 Rakete,
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| 从 Kennedy 航天 中心 发射 升空,|| vom Kennedy Raumzentrum in den Himmel geschossen.
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| 开始了 人类 首次 登月 行动。|| Es begann die erste Mondreise der Menschheit.
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| 1969年7月21日(北京 时间),|| Am 21.07.1969 (Pekinger Zeit)
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| 宇航员 阿姆斯特朗 和 奥尔德林 登上 月球 表面。|| stiegen die Astronauten Armstrong und Aldrin über die Mondoberfläche.
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| 人类 终于 能够 betreten 另一个 星球 了。|| und der Menschheit war es endlich möglich, einen anderen Himmelskörper zu betreten.
|}
=== [http://magazine.marcopoloproject.org/man-mistakes-bomb-for-a-pillow-%e7%94%b7%e5%ad%90%e5%b0%86%e6%94%b6%e6%9d%a5%e5%ba%9f%e9%93%81%e5%bd%93%e6%9e%95%e5%a4%b4-%e6%9c%8b%e5%8f%8b%e4%b8%b2%e9%97%a8%e6%96%b9%e7%9f%a5%e6%98%af%e7%82%b8/ the marco polo project: 男子将收来废铁当枕头 朋友串门方知是 Bombe] ===
中新网福州9月24日电 (王 Huan-林)福州一收废品男子周某将收来废铁当枕头,24日,朋友来串门发现这块废铁枕头 in Wahrheit 是一颗 Bombe,周某 eilig 报警求助。
9月24日下午15时许,福建福州城门派出所接到报警求助,报警人周某称在自家发现一个 Bombe,要求民警赶快到现场。
民警 Ankunft 现场时发现,一个长约 50cm,直径约 18cm 的条状 verrostetes 金属疑似航空 Bombe。
原来,报警人周某长期从事收购废品,收购的废铁一般堆放在住处角落里。据周某回忆,此次发现的 Bombe 是其一个月前由城门村收购过来的,当时没有特别注意就顺手丢在一边,堆放在自己睡觉的床头下,当起了“枕头”,直至今天下午朋友到周某家里才发现 dass es in Wahrheit 是 Bombe。
目前,该物品已移送有关部门技术处理。
[http://magazine.marcopoloproject.org/authors/youquxinwen%20-%20%E6%9C%89%E8%B6%A3%E6%96%B0%E9%97%BB/ youquxinwen]
[http://magazine.marcopoloproject.org/man-mistakes-bomb-for-a-pillow-%e7%94%b7%e5%ad%90%e5%b0%86%e6%94%b6%e6%9d%a5%e5%ba%9f%e9%93%81%e5%bd%93%e6%9e%95%e5%a4%b4-%e6%9c%8b%e5%8f%8b%e4%b8%b2%e9%97%a8%e6%96%b9%e7%9f%a5%e6%98%af%e7%82%b8-5/ Übersetzung]
Ein Mann hält versehentlich eine Bombe für ein Kissen
Zhongxin net. Fuzhou. Sept 24th (Wang Huanlin) A scrap metal worker/recycler from Fuzhou, Zhou Mou began using a scrap piece of metal he’d found as a pillow. On the 24th, a friend dropped in and discovered that this ‘metal pillow’ was in fact a bomb. In all haste, Zhou Mou went to the police for help.
At 3pm, the Fuzhou urban police department received a report for assistance that a man named Zhou Mou had discovered a bomb at his residence and is seeking immediate assistance at the scene.
Upon arriving at the scene, police discovered a 50cm X 18 cm long rusted metal bomb, suspected to have been from an aircraft.
According to police, as Zhou Mou had long dealt in scrap metal, there was a pile of it in the corner. From Zhou Mou’s recollection, the bomb they had just discovered was bought from a dealer at the city gate a month ago. At the time, he wasn’t being particularly attentive and merely piled it to one side at the foot of his bed, making it his ‘pillow’ until that afternoon when his friend popped in and discovered it was a bomb.
Presently, the materials have been sent for processing to the relevant departments.
[http://magazine.marcopoloproject.org/author/julienleyre/ Julien Leyre] [http://julienleyre.wordpress.com website]
=== Haenisch: Lehrgang der klassischen chinesischen Schriftsprache ===
==== 第五十三課 ====
第五十三课
dì wǔ shí sān kè
Dreiundfünfzigste Lektion
Es ist auch die 50. Lektion im [https://www.epochtimes.com/b5/18/12/17/n10916518.htm 清末小學國文課, den elementaren landessprachlichen Lektionen aus der Qing-Zeit], eine Geschichte über 刘安世/Liu Anshi.
-----------------------------------
_安世見_客.
刘安世见宾客.
Liú ān shì jiàn bīn kè.
(Einst) hatte Liu Anshi einen Gast zu Besuch.
-----------------------------------
_論 dauerten lange 時
谈论 dauerten lange 时
Tán lùn yú shí
Die Gespräche dauerten lange (überschritten die Zeit)
-----------------------------------
體無 lehnen an der Seite.
体无 lehnen an der Seite.
tǐ wú yī cè.
sein Körper lehnte sich nicht an der Seite an
-----------------------------------
肩背 aufgerichtet 直.
Jiān bèi sǒng zhí.
Schulter und Rücken waren aufgerichtet und gerade.
-----------------------------------
身不少動.
身不少动.
Shēn bù shǎo dòng.
Sein Körper bewegte sich kein bißchen.
-----------------------------------
手足亦不移.
手足亦不移.
Shǒu zú yì bù yí.
Auch Hände und Füße bewegten sich nicht.
-----------------------------------
==== 第七十六課 ====
第七十六课
dì qī shí liù kè
Sechsundsiebzigste Lektion
Diesen Text findet man auch im [[s:zh:%E7%A6%AE%E8%A8%98/%E6%9B%B2%E7%A6%AE%E4%B8%8A| Buch der Riten]].
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敬先生
敬先生
Jìng xiān shēng
Den Lehrer ehren
-----------------------------------
從於先生,
从于先生,
cóng yú xiān shēng,
Ist man mit (hinter) dem Lehrer unterwegs
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不越路而與人言。
不越路而与人言。
bù yuè lù ér yǔ rén yán.
überquert man nicht die Straße, um mit anderen Menschen zu reden
-----------------------------------
遭先生於道,
遭先生于道,
Zāo xiān shēng yú dào,
Begegnet man seinem Lehrer auf der Straße
-----------------------------------
_而進,
趋而进,
qū ér jìn,
beeilt man sich und geht hin zu ihm.
-----------------------------------
正立拱手。
正立拱手。
zhèng lì gǒng shǒu.
Man stehe aufrecht vor ihm, mit zum Gruß zusammengelegten Händen.
-----------------------------------
先生與之言則對
先生与之言则对
Xiān shēng yǔ zhī yán zé duì
Redet der Lehrer mit einem, dann antwortet man.
-----------------------------------
不與之言則_而退。
不与之言则趋而退。
bù yǔ zhī yán zé qū ér tuì.
Redet er nicht mit einem, dann zieht man sich schnell zurück
-----------------------------------
==== 第九十六課 ====
第九十六课
dì jiǔ shí liù kè
Sechsundneunzigste Lektion
Es handelt sich um eine Geschichte aus dem [https://ctext.org/hanfeizi/zh Han Feizi]
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海大魚
海大鱼
hǎi dà yú
Der Wal, der große Meeresfisch
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靖郭君为齊相
靖郭君为齐相
jìng guō jūn wèi qí xiàng
Der [[w:zh:%E7%94%B0%E5%A9%B4|Fürst von Jing Guo]] war Kanzler von Qi
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封於 Xue
封于 Xue
fēng yú xuē
Er wurde mit Xue belehnt
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將城而居之
将城而居之
jiāng chéng ér jū zhī
Er wollte dort eine Stadtmauer errichten und sich niederlassen
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Variante
靖郭君將城 Xue
靖郭君将城 Xue
jìng guō jūn jiāng chéng xuē
Der Fürst von Jing Guo wollte Xue befestigen
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客多谏者
kè duō jiàn zhě
Viele Besucher sprachen Mahnungen aus
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Variante
客多以谏者
kè duō yǐ jiàn zhě
Viele Besucher sprachen Mahnungen aus
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靖郭君謂 dem Hofmeister
靖郭君谓 dem Hofmeister
jìng guō jūn wèi yè zhě
Der Fürst von Jing Guo sagte dem [[w:zh:%E8%B0%92%E8%80%85|Hofmeister (dem für die Aufwartung Zuständigen)]]
-----------------------------------
勿為客通
勿为客通
wù wèi kè tōng
er stehe nicht für Besucher zur Verfügung
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齊人有請(見)者
齐人有请(见)者
qí rén yǒu qǐng (jiàn) zhě
Unter den Leuten von Qi gab es einen Antragsteller (für eine Audienz)
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曰:臣請三言而已矣
曰:臣请三言而已矣
yuē: chén qǐng sān yán ér yǐ yǐ
Der sagte: Er (der Diener) bitte nur um drei Worte und dann sei es auch gut.
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過三言,臣請烹
过三言,臣请烹
Guò sān yán, chén qǐng pēng
Nach den drei Worten erwarte er seine Bestrafung.
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靖郭君因見之
靖郭君因见之
jìng guō jūn yīn jiàn zhī
Der Fürst von Jing Guo empfing ihn deswegen
-----------------------------------
客_而進曰
客趋而进曰
kè qū ér jìn yuē
Der Besucher eilte, trat ein und sagte:
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海大魚
海大鱼
hǎi dà yú
Meereswal (Großer Meeresfisch)
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因反走
因反走
yīn fǎn zǒu
Anschließend dreht er sich um zum Gehen
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靖郭君曰:
靖郭君曰:
jìng guō jūn yuē:
Der Fürst von Jing Guo sagte:
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請聞其說
请闻其说
qǐng wén qí shuō
Bitte lass mich eine Erläuterung dessen (der drei Worte) hören
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客曰
客曰
kè yuē
Der Besucher sagte:
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君不聞大魚乎
君不闻大鱼乎
jūn bù wén dà yú hū
Hat mein Fürst nicht vom Walfisch gehört?
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Variante
君聞大魚乎
君闻大鱼乎
Jūn wén dà yú hū
Hat mein Fürst vom Walfisch gehört?
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網不能止
网不能止
wǎng bù néng zhǐ
Netze können ihn nicht stoppen
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Angelhaken 不能牽
Angelhaken 不能牵
gōu bù néng qiān
Angelhaken können ihn nicht heranziehen
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Ist er angespült 而失水
dàng ér shī shuǐ
Ist er angespült und hat den Kontakt zum Wasser verloren
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則 Maulwurfsgrillen und _得意焉
则 Maulwurfsgrillen und 蚁得意焉
zé lóu yǐ dé yì yān
dann setzen Maulwurfsgrillen und Ameisen ihren Willen durch (und fressen ihn)
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今齊亦君之水也
今齐亦君之水也
jīn qí yì jūn zhī shuǐ yě
Heute ist Qi genauso das Wasser des Fürsten
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失齊
失齐
shī qí
Verliert er Qi,
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雖隆 Xue 之城到於天
虽隆 Xue 之城到于天
suī lóng xuē zhī chéng dào yú tiān
selbst wenn er die Stadtmauern von Xue bis zum Himmel erhöht,
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猶之無益也
犹之无益也
yóu zhī wú yì yě
bringt es genauso viel, wie etwas Unnützes
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靖郭君曰:善
靖郭君曰:善
jìng guō jūn yuē: shàn
Der Fürst Jing Guo sagte: Gut
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乃(辍)不城 Xue
nǎi (chuò) bù chéng xuē
Daraufhin (stoppte er und) befestigte Xue nicht.
-----------------------------------
== Texte ==
=== [https://ctext.org/liji/ens Das Buch der Riten] ===
==== [https://ctext.org/liji/qu-li-i/ens Qu Li (Teil 1)] ====
{{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |
从于先生,不越路而与人言。遭先生于道,趋而进,正立拱手。先生与之言则对;不与之言则趋而退。
}}
Übersetzung James Legge
When he is following his teacher, he should not quit the road to speak with another person. When he meets his teacher on the road, he should hasten forward to him, and stand with his hands joined across his breast. If the teacher speak to him, he will answer; if he do not, he will retire with hasty steps.
==== [https://ctext.org/liji/jiao-te-sheng/ens Jiao Te Sheng] ====
{{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |
八蜡以记四方。四方年不顺成,八蜡不通,以谨民财也。顺成之方,其蜡乃通,以移民也。既蜡而收,民息已。故既蜡,君子不兴功。
}}
Übersetzung James Legge
The ji with its eight sacrifices served to record (the condition of the people) throughout all the quarters (of the country). If in any quarter the year had not been good, it did not contribute to those services, out of a careful regard to the resources of the people. Where the labours of a good year had been successfully completed, they took part in them, to give them pleasure and satisfaction. Alt the harvest having by this time been gathered, the people had nothing to do but to rest, and therefore after the ji wise (rulers) commenced no new work.
==== [https://ctext.org/liji/da-zhuan/ens Da Zhuan] ====
{{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |
绝族无移服,亲者属也。
}}
Übersetzung James Legge
When the kinship was no longer counted, there was no further wearing of mourning. The kinship was the bond of connexion (expressed in the degree of mourning).
==== [https://ctext.org/liji/yue-ji/ens Yue Ji] ====
{{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |
是故先王有大事,必有礼以哀之;有大福,必有礼以乐之。哀乐之分,皆以礼终。乐也者,圣人之所乐也,而可以善民心,其感人深,其移风易俗,故先王著其教焉。
}}
Übersetzung James Legge
Hence the former kings, on occasions of great sorrow, had their rules according to which they expressed their grief; and on occasions of great happiness, they had their rules by which they expressed their pleasure. The manifestations, whether of grief or joy, were all bounded by the limits of these rules. In music the sages found pleasure, and (saw that) it could be used to make the hearts of the people good. Because of the deep influence which it exerts on a man, and the change which it produces in manners and customs, the ancient kings appointed it as one of the subjects of instruction.
=== [https://ctext.org/analects/ens Analekte des Konfuzius] ===
{{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 子曰:“唯上知与下愚不移。” }}
Übersetzung James Legge
The Master said, "There are only the wise of the highest class, and the stupid of the lowest class, who cannot be changed."
=== [https://ctext.org/xiao-jing/ens 孝经 Der Klassiker der kindlichen Frömmigkeit] ===
==== 广扬名 - Amplification of "Making our Name Famous" in Chapter I ====
{{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |
子曰:君子之事亲孝,故忠可移于君。事兄悌,故顺可移于长。居家理,故治可移于官。是以行成于内,而名立于后世矣。
}}
Übersetzung James Legge
The Master said, "The filial piety with which the superior man serves his parents may be transferred as loyalty to the ruler. The fraternal duty with which he serves his elder brother may be transferred as submissive deference to elders. His regulation of his family may be transferred as good government in any official position. Therefore, when his conduct is thus successful in his inner (private) circle, his name will be established (and transmitted) to future generations."
==== 广要道 - Amplification of "The All-embracing Rule of Conduct" in Chapter ====
{{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch |
子曰:教民亲爱,莫善于孝。教民礼顺,莫善于悌。移风易俗,莫善于乐。安上治民,莫善于礼。礼者,敬而已矣。故敬其父,则子悦;敬其兄,则弟悦;敬其君,则臣悦;敬一人,而千万人悦。所敬者寡,而悦者众,此之谓要道也。
}}
Übersetzung James Legge
The Master said, "For teaching the people to be affectionate and loving, there is nothing better than filial piety. For teaching them (the observance of) propriety and submissiveness, there is nothing better than fraternal duty. For changing their manners and altering their customs, there is nothing better than music. For securing the repose of superiors and the good order of the people, there is nothing better than the rules of propriety.
The rules of propriety are simply (the development of) the principle of reverence. Therefore the reverence paid to a father makes (all) sons pleased. The reverence paid to an elder brother makes (all) younger brothers pleased. The reverence paid to a ruler makes (all) subjects pleased. The reverence paid to the One man makes thousands and myriads of men pleased. The reverence is paid to a few, and the pleasure extends to many. This is what is meant by an 'All-embracing Rule of Conduct.'"
== [[s:zh:弟子規 | 弟子规]] ==
{| class="wikitable"
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! Zeichen !! Pinyin !! Übersetzung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 路遇长、疾趋揖}} || lu4 yu4 chang2/zhang3 、 ji2 qu1 yi1 || Wenn man auf der Strasse einen Älteren trifft, nähere dich schnell und grüße ihn.
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 长无言、退恭立}} || chang2/zhang3 wu2 yan2 、 tui4 gong1 li4 || Wenn der Ältere nichts sage, tritt zurück und bleibe respektvoll stehen.
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 骑下马、乘下车}} || qi2 xia4 ma3 、 cheng2/sheng4 xia4 che1 || Beim Reiten steige ab vom Pferd; beim Fahren, verlasse den Wagen
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 过犹待、百步馀}} || guo4 you2 dai1 、 bai3 bu4 yu2 || Ist er vorbei, warte immer noch, bis er mehr als 100 Schritte gegangen ist.
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 长者立、幼勿坐}} || chang2/zhang3 zhe3 li4 、 you4 wu4 zuo4 || Steht der Ältere, setzt sich der jüngere nicht
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 长者坐、命乃坐}} || chang2/zhang3 zhe3 zuo4 、 ming4 nai3 zuo4 || Sitzt der Ältere, setzt (sich der jüngere) erst auf Aufforderung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 尊长前、声要低}} || zun1 chang2/zhang3 qian2 、 sheng1 yao4 di1 || Vor einem respektierten Älteren muss die Stimme leise sein
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 低不闻、却非宜}} || di1 bu4 wen2 、 que4 fei1 yi2 || Ist (die Stimme) nicht hörbar, ist es aber auch nicht passend.
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 进必趋、退必迟}} || jin4 bi4 qu1 、 tui4 bi4 chi2/zhi4 || Nähert man sich (einem Älteren) muss man sich beeilen, entfernt man sich muss man langsam sein
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 问起对、视勿移}} || wen4 qi3 dui4 、 shi4 wu4 yi2 || Wird man (von einem Älteren) gefragt, stehe auf und antworte; der Blick sei dabei ohne Bewegung
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 事诸父、如事父}} || shi4 zhu1 fu4 、 ru2 shi4 fu4 || Diene allen, die als Vater bezeichnet werden, wie du dem leiblichen Vater dienst
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| {{:Vokabeltexte_Chinesisch/ Vorlage:Chinesisch | 事诸兄、如事兄}} || shi4 zhu1 xiong1 、 ru2 shi4 xiong1 || Diene allen, die als ältere Brüder bezeichnet werden, wie du dem leiblichen Bruder dienst.
|}
== [https://zh.wikibooks.org/zh-cn/德语/介紹 德语 Kapitel 介绍] ==
=== Text ===
英语对德语的影响
第二次世界大战后对德语冲击最大的是英语了。英语有时被戏称为“新标准德语”。据[[曼海姆]]的德语研究所2004年初统计,在过去10年中德语总共产生了约700个新词,其中40%以上直接来自英语或是英语与德语组成的混合词。英语对德语的冲击来自下面三个方面:
许多新的科技术语被直接由英语输入到德语中来了。有些术语虽然也有相应的德语词,但英语原词被更广泛地应用和接受(如 Computer/Rechner,DNA/DNS 等等)。
许多跨国公司(甚至德国的跨国公司)内部以英语为工作语言。
在德国社会中许多人感到德语土,英语“酷”。说英语或用英语词汇显得一个人时髦、先进。许多广告完全使用英语。一个经理人员在做报告时不用英语词汇显得他落后、不全球化,因此有可能危及他的发展趋势。
虽然德国政府不像法国那样使用强制措施维护法语一样来维护德语,但德语的英语化在社会上被意识到是一个问题。许多有影响的报刊和电视文化节目抨击这个趋势,但它们往往不能摆脱和忽视这个趋势的要求。
德语也有自己创造的“仿英语”词汇。最有代表性的是Handy一词,英语中则没有这个意思。
=== Übersetzung(shilfe) ===
Der Einfluß des Englischen auf Deutsch
Nach dem zweiten Weltkrieg hatte Englisch die größte Einwirkung auf das Deutsche.
Englisch wird manchmal scherzhaft als "das neue offizielle Deutsch" bezeichnet.
Nach den Statistiken des Mannheimer Deutschinstituts von Anfang 2004 sind in den vergangenen 10 Jahren insgesamt 700 neue Worte zum Deutschen hinzugekommen, davon stammen ca. 40% aus dem Englischen oder sind Mischungen englischer und deutscher Wörter.
Der starke Einfluß des Englischen auf das Deutsche kommt aufgrund nachfolgender drei Aspekte:
Viele neue Fachbegriffe wurden direkt aus dem Englischen ins Deutsche übernommen.
Auch wenn es für Fachbegriffe entsprechende deutsche Ausdrücke gibt, sind doch die Originalbegriffe aus dem Englischen weiter verbreitet und verwendet (z.B. Computer/Rechner, DNA/DNS, etc.)
Viele transnationale Firmen (umso mehr die deutschen transnationalen Firmen) verwenden intern Englisch als Arbeitssprache.
In der deutschen Gesellschaft meinen viele Leute, das Deutsch bodenständig, Englisch aber cool ist.
Man meint, das Englisch oder die Verwendung englischer Begriffe modisch oder fortschrittlich ist.
Viele Anzeigen verwenden ausschließlich Englisch.
Wenn das Managementpersonal Ankündigungen macht meint man, das man hintendran liegt, wenn kein Englisch verwendet wird; nicht globalisiert.
Obwohl die deutsche Regierung nicht der französischen ähnelt, die verpflichtende Maßnahmen durchführt, um das Französisch zu verteidigen- sie also nicht genauso das deutsche verteidigt -ist die Anglizierierung des Deutschen ein Thema in der deutschen Gesellschaft.
Viele einflussreiche Zeitung und kulturellen Fernsehprogrammen greifen diesen Trend an, aber sie können sich häufig nicht davon abkoppeln und die Nachfrage nach diesem Trend ignorieren.
Deutsch hat auch selbst eigene Wörter hervorgebracht, die Englisch imitieren.
Ein aktuelles typisches Wort ist Handy; im Englischen hat es nicht diese Bedeutung.
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Till Eulenspiegels lustige Serie
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2026-07-02T17:20:14Z
Dirk Hünniger
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wikitext
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|icon-link=Wikibooks:Exzellente Bücher
|inhalt=Dieses Buch wurde durch die Aufnahme des Übertitels {{StatusFertig|E}}[[Quadriviale Kuriositäten]] als [[Wikibooks:Exzellente Bücher|exzellentes Buch]] ebenfalls als exzellent befunden, da es eine fantastische Wiki-Kooperation zeigt (vgl. [[Diskussion:Till_Eulenspiegels_lustige_Serie|Diskussionsseite]]).
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[[Datei:Die-fuenf-Balmer-Toene-c-f-g-gis-a-des-Till-Eulenspiegel-Motivs-von-Richard-Strauss.png|mini|hochkant=1.5|Die fünf Balmer-Töne des Till-Eulenspiegel-Motivs von Richard Strauss.]]
Dieses Wikibook beschäftigt sich mit der verblüffenden Ähnlichkeit bei den Verhältnissen der Schwingungsfrequenzen der '''Balmer-Serie''' mit den Verhältnissen der Schallfrequenzen des einleitenden Motivs der Sinfonischen Dichtung '''Till Eulenspiegels lustige Streiche''' von '''{{w|Richard Strauss}}''' (* 1864; † 1949).
Es steht außer Zweifel, dass für solche kompositorischen Transferleistungen nicht nur eine überragende Musikalität eine Voraussetzung ist, sondern dass Richard Strauss auch über die erforderliche Genialität und den Einfallsreichtum verfügte, um aus dem physikalischen Basismaterial derart hochrangige Werke zu erschaffen.
== Einleitung ==
[[Datei:Dyl Ulenspiegel.jpg|mini|rechts|Titelblatt des Buches ''Ein kurtzweilig lesen von Dyl Ulenspiegel gebore vß dem land zu Brunßwick : wie er sein leben volbracht hatt ; XCVI seiner geschichten'', Straßburg, 1515]]
'''{{w|Till Eulenspiegel}}''' soll im 14. Jahrhundert ein umherstreifender gerissener Schalk gewesen sein, der sich dumm stellte und seinen Mitmenschen viele Streiche spielte.
Die nach dem Schweizer Mathematiker und Physiker '''{{w|Johann Jakob Balmer}}''' (* 1825; † 1898) benannte Balmer-Serie beschreibt eine Folge von Spektrallinien im Spektrum von Wasserstoffatomen, die durch spezifische Frequenzen oder Wellenlängen elektromagnetischer Strahlung beschrieben werden können und von denen fünf Linien im Bereich des sichtbaren Lichts liegen. Diese sind zunächst im Sonnenlicht nachgewiesen worden, da das chemische Element Wasserstoff Hauptbestandteil von Sternen ist und das Sonnenlicht wegen seiner großen Helligkeit sehr gut untersucht werden kann. Später wurden die Wasserstofflinien auch im Licht heller Sterne nachgewiesen, wie zum Beispiel beim hellsten Stern des Nachthimmels, nämlich Sirius (α Canis Majoris) im Sternbild Großer Hund.
Kurz bevor die Komposition entstand, hatten der Komponist Richard Strauss und der Mathematiker und Komponist '''{{w|Hans Sommer (Komponist, 1837)|Hans Sommer}}''' (* 1837; † 1922, eigentlich Hans Zincken genannt Sommer), der in der Optik sehr bewandert war, in Weimar Freundschaft geschlossen.<ref>Siehe auch: [https://www.stretta-music.de/strauss-coester-briefwechsel-mit-hans-sommer-hermann-bahr-und-willy-levin-nr-695974.html Briefwechsel Hans Sommer an Richard Strauss, Weimar, 14. April 1893], in Christian Cöster (Herausgeber): ''Briefwechsel mit Hans Sommer, Hermann Bahr und Willy Levin'', Schott Music, 2020, ISBN 9783795718060</ref> Es könnte daher gut sein, dass Richard Strauss damals über seinen väterlichen Freund Hans Sommer von aktuellen physikalischen Entdeckungen und somit auch von der optischen Balmer-Serie erfahren hat. Mit dessen Hilfe könnte er die auf Schallfrequenzen übertragenen Frequenzen der fünf sichtbaren Spektrallinien - quasi schalkhaft - für die fünf Töne c - f - g - gis - a des Eingangsmotivs seiner Sinfonischen Dichtung ''Till Eulenspiegels lustige Streiche'' verwendet haben.
== Die Balmer-Serie ==
Die Atome oder Moleküle eines Gases können durch Energiezufuhr angeregt werden. Hierbei werden die Elektronen in der Atomhülle auf höhere diskrete Energieniveaus gebracht. Durch spontane Emission fallen die Elektronen irgendwann zufällig in ein niedrigeres Energieniveau zurück, wobei die dabei frei werdende Energie als elektromagnetische Strahlung in Form eines Photons abgestrahlt wird, dessen Schwingungsfrequenz <math>\nu</math> über die Lichtgeschwindigkeit <math>c</math> ausgedrückt werden kann, die eine festgelegte Größe hat:
:<math>c = 299792458 \, \frac {\text {Meter}} {\text {Sekunde}}</math>
:<math>\nu = \frac {c} {\lambda}</math>
Hierbei ist <math>\lambda</math> die Wellenlänge des vom Atom emittierten Lichtteilchens, und jede Wellenlänge entspricht einer bestimmten gesättigten Farbe. Weißes Licht hat ein kontinuierliches Spektrum mit praktisch allen sichtbaren Wellenlängen:
[[Datei:Electromagnetic spectrum -de c.svg|Das elektromagnetische Spektrum mit besonderer Herausstellung der sichtbaren Lichtwellen im Wellenlängenbereich zwischen 380 und 750 Nanometer.]]
Werden Atome durch Licht angeregt, werden die Photonen mit den zu den Energieniveaus passenden Wellenlängen dabei vernichtet (absorbiert), und im entsprechenden Absorptionsspektrum ist bei der dazugehörigen Wellenlänge eine dunkle Linie zu sehen. Wird ein Gas zu einem Plasmaleuchten angeregt, werden nur bei den zu den Energieniveaus passenden Wellenlängen Photonen erzeugt (emittiert), die im Emissionsspektrum dann als helle Linien zu sehen sind.
Die Lage dieser Linien auf dem Bildschirm eines optischen Spektrometers hängt von den von der Wellenlänge des untersuchten Lichtes abhängigen Brechungswinkeln des verwendeten Glasprismas beziehungsweise von den Eigenschaften des verwendeten Beugungsgitters ab. Die erzielten Brechungswinkel werden also durch die geometrische Anordnung in den eingesetzten optischen Geräten bestimmt.
[[Datei:Spektrum.Prisma.Balmer-Serie.png|mini|zentriert|hochkant=4|Gewinnung des Wasserstoffemissionsspektrums mit einem optischen Prisma: Die Lichtquelle auf der linken Seite mit zum Leuchten angeregtem Wasserstoff wird über eine Sammellinse in einen Spalt abgebildet. Der Spalt wird durch eine Kollimatorlinse nach Unendlich abgebildet, und diese Strahlen werden durch ein Dreiecksprisma geschickt. Dieses Prisma spaltet das einfallende Licht je nach Wellenlänge in verschiedene Richtungen auf (Dispersion); '''<span style="color:#FF0000">rotes</span>''' Licht wird schwächer abgelenkt als '''<span style="color:#8B00FF">violettes</span>''' Licht. Mit einer weiteren Linse wird der Spalt auf einen Schirm (rechts unten) abgebildet, wo die Spektrallinien erkennbar werden.<br/>→ Siehe hierzu auch '''[[Digitale bildgebende Verfahren: Bildaufnahme#Ablenkung von Lichtstrahlen|Wikibook Digitale bildgebende Verfahren / Ablenkung von Lichtstrahlen]]''']]
Diese Wellenlängen sind auch vom Absorptionsspektrum des Lichtes der Sterne bekannt, allen voran unserer Sonne, da diese zu einem sehr großen Teil aus Wasserstoff bestehen und einen hohen Energieumsatz haben. Der englische Arzt, Physiker und Chemiker '''{{w|William Hyde Wollaston}}''' (* 1766; † 1828) hat 1802 als erster solche dunklen Linien im Sonnenspektrum beschrieben, er hat sie allerdings für Trennlinien zwischen den natürlichen Farben gehalten.<ref> William Hyde Wollaston: ‘‘On the Dispersion of Light“, ‘‘Philosophical Transactions of the Royal Society of London’’, Teil II, Kapitel XII, Seiten 365 bis 380, 1802</ref> Sie wurden unabhängig von ihm 1814 auch vom deutschen Optiker und Physiker '''{{w|Joseph von Fraunhofer}}''' (* 1787; † 1826) entdeckt und systematisch untersucht.<ref>Joseph Fraunhofer: ‘‘Bestimmung des Brechungs- und Farbzerstreuungs-Vermögens verschiedener Glasarten, in bezug auf die Vervollkommnung achromatischer Fernröhre’‘, Denkschriften der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu München für die Jahre 1814 und 1815, Band V, Seiten 193 bis 226, München, 1815</ref> Ihm zu Ehren werden sie '''Fraunhofer-Linien''' genannt. Zur Unterscheidung wurden die zahlreichen Absorptionslinien mit Buchstaben gekennzeichnet – starke Linien mit Großbuchstaben und schwächere Linien mit Kleinbuchstaben. Zu noch genaueren Differenzierungen werden zusätzliche Ziffern verwendet:
[[Datei:Fraunhofer_lines.svg|zentriert|mini|hochkant=3|Fraunhofer-Linien im sichtbaren Bereich.]]
[[Datei:Sonnenspektrum.png||zentriert|mini|hochkant=3|Mit einem Spektrometer gemessene Fraunhofer-Linien im sichtbaren terrestrischen Sonnenspektrum zur Mittagszeit.]]
[[Datei:Balmer.jpeg|mini|Johann Jakob Balmer um 1880.]]
Wenn das angeregte Elektron sich in einem Wasserstoffatom befindet und von einem höheren Energieniveau <math>E_m</math> zum zweittiefsten Energieniveau <math>E_2</math> übergeht, ergeben sich die Wellenlängen <math>\lambda_{m,2}</math> der Balmer-Serie. Die Spektrallinien dieser Serie sind nach dem Schweizer Mathematiker und Physiker '''Johann Jakob Balmer''' (* 1825; † 1898) benannt, der die mathematische Gesetzmäßigkeit '''1885''' anhand seiner empirisch gefundenen, verallgemeinerten '''Balmer-Formel''' für die Wellenlängen <math>\lambda_{m,n}</math> in den ''Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel'' darstellen konnte:<ref>Johann Jakob Balmer: [https://books.google.de/books?id=K7QUizwjEXgC&dq=Balmer%3A%20%27%27Notiz%20%C3%BCber%20die%20Spectrallinien%20des%20Wasserstoffes%27%27&hl=de&pg=PA548#v=onepage&q&f=false Notiz über die Spektrallinien des Wasserstoffes], in: ''Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel'', Band 7, Seiten 548 bis 560, H. Georg's Verlag, 1885</ref>
:<math>\lambda_{m,n} = A \left( \frac {m^2} {m^2 - n^2} \right)</math> mit <math>m > n</math> und <math>n \ge 1</math>
Hierbei ist
:<math>A = \lim_{m \to \infty} \lambda_{m,n} = \lambda_{\infty,n} \approx 364,506820 \text{ Nanometer}</math>
eine konstante Wellenlänge im Ultravioletten. Balmer nannte sie die ''Grundzahl des Wasserstoffs'' und gab ihren Wert mit 3645,6 Angström beziehungsweise 364,56 Nanometer bedingt durch die damaligen Messgenauigkeiten geringfügig höher an.
Die Existenz von Energieniveaus war zu dieser Zeit allerdings noch gar nicht bekannt, und die zeitgenössischen Forscher waren wegen der fehlenden Erklärung wie elektrisiert. Johann Jakob Balmer schrieb hierzu in seiner Veröffentlichung:
<blockquote>''Es sind besonders die numerischen Verhältnisse der Wellenlängen der ersten vier Wasserstofflinien, welche die Aufmerksamkeit reizen und fesseln. Die Verhältnisse dieser Wellenlängen lassen sich nämlich überraschend genau durch kleine Zahlen ausdrücken.''
</blockquote>
<blockquote>''Der Unterschied zwischen den berechneten und beobachteten Wellenlängen ist so klein, dass die Übereinstimmung im höchsten Grade überraschen muss.''
</blockquote>
<blockquote>''Aus diesen Vergleichungen ergibt sich [...], dass die Formel auch für die fünfte [...] Wasserstofflinie zutrifft.''
</blockquote>
Die Koeffizienten <math>k_{m,2}</math> der Balmer-Serie, die sich für <math>n = 2</math> aus dem Klammerausdruck ergeben, hat Johann Jakob Balmer ebenfalls angegeben:
:<math>k_{m,2} = \frac {m^2} {m^2 - 4}</math>
Diese Koeffizienten <math>k_{m,2}</math> und die dazugehörigen Wellenlängen <math>\lambda_{m,2}</math> lauten mit der zusätzlichen Definition <math>r_{3} := 1</math> für die ersten fünf Spektrallinien der Balmer-Serie mit <math>3 \le m \le 7</math>:
{| class="wikitable"
|-
! m !! Rationaler Wert von <math>k_{m,2}</math> !! Dezimalwert von <math>k_{m,2}</math> !! Verhältnis <math>r_{m} = r_{(m-1)} \cdot \frac {k_{(m-1),2}} {k_{m,2}}</math> !! Dezimalwert des Kehrwerts <math>\frac {1} {r_{m}}</math> || Wellenlänge <math>\lambda_{m,2} = A \cdot k_{m,2} = A \frac {k_{3,2}} {r_{m}} </math> in Nanometer
|-
| 3 || <math>\frac {9} {5}</math> || <math>1,8</math> || <math>1</math> || <math>1</math> || 656,112
|-
| 4 || <math>\frac {16} {12} = \frac {4} {3}</math> || <math>1,\overline {3}</math> || <math>\frac {27} {20}</math> || <math>0,\overline {740}</math> || 486,009
|-
| 5 || <math>\frac {25} {21}</math> || <math>1,\overline {190476}</math> || <math>\frac {189} {125}</math> || <math>0,\overline {661375}</math> || 433,937
|-
| 6 || <math>\frac {36} {32} = \frac {9} {8}</math> || <math>1,125</math> || <math>\frac {8} {5}</math> || <math>0,625</math> || 410,070
|-
| 7 || <math>\frac {49} {45}</math> || <math>1,0\overline {8}</math> || <math>\frac {81} {49}</math> || <math>0,\overline {604938271}</math> || 396,907
|}
[[Datei:Spektrum.Balmer-Serie.png|mini|rechts|hochkant=2|Die Intensität der fünf langwelligsten und sichtbaren Spektrallinien der Balmer-Serie <math>H_\alpha</math>, <math>H_\beta</math>, <math>H_\gamma</math>, <math>H_\delta</math> und <math>H_\epsilon</math> über der Lichtwellenlänge <math>\lambda</math>.]]
Balmer gab in seiner Veröffentlichung unter anderem die von '''{{w|Anders Jonas Ångström}}''' (* 1814; † 1874) in dessen französischsprachigem Werk über das Sonnenspektrum von 1866 experimentell bestimmten und 1868 veröffentlichten Wellenlängen für die sichtbaren Wasserstofflinien an:<ref>Anders Jonas Ångström: ''Spectre normal du Soleil – Atlas de six planches'', in: ''Recherches sur le Spectre Solaire'', Verlag W. Schultz, Uppsala (1868)</ref>
{| class="wikitable"
|-
! m !! Wellenlänge</br><math>\lambda_{m,2}</math> in Nanometer !! Bezeichnung !! Bezeichnung</br>nach Fraunhofer !! Farbbezeichnung !! Farbe !! Frequenz der Wasserstofflinie</br><math>\nu_{m,2}</math> in Hertz
|-
| 3 || 656,2 || <math>H_\alpha</math> || C-Linie || '''<span style="color:#FF0000">Rot</span>''' || style="background:#FF0000" | || <math>4,569 \cdot 10^{14}</math>
|-
| 4 || 486,1 || <math>H_\beta</math> || F-Linie || '''<span style="color:#00BFBF">Blaugrün</span>''' || style="background:#00BFBF" | || <math>6,168 \cdot 10^{14}</math>
|-
| 5 || 434,0 || <math>H_\gamma</math> || f-Linie vor G || '''<span style="color:#0000FF">Blau</span>''' || style="background:#0000FF" | || <math>6,909 \cdot 10^{14}</math>
|-
| 6 || 410,1 || <math>H_\delta</math> || h-Linie || '''<span style="color:#8B00FF">Violett</span>''' || style="background:#8B00FF" | || <math>7,311 \cdot 10^{14}</math>
|-
| 7 || 396,8 || <math>H_\epsilon</math> || nahe vor <math>H_I</math> || '''<span style="color:#9932CC">Violett</span>''' || style="background:#9932CC" | || <math>7,553 \cdot 10^{14}</math>
|}
[[Datei:visible spectrum of hydrogen.jpg|mini|links|hochkant=4|Der sichtbare Bereich des Wasserstoffspektrums mit den Linien der Balmer-Serie. Die Wellenlängen des emittierten Lichtes werden von links ('''<span style="color:#8B00FF">violett</span>''') nach rechts ('''<span style="color:#FF0000">rot</span>''') immer größer, die Frequenzen immer kleiner. Solche Lichtspektren können beispielsweise durch die Brechung von Licht, das aus einer Lichtquelle stammt, an einem Prisma gewonnen werden. Je nach Dispersion des optischen Glases, aus dem das Prisma besteht, ergeben sich für verschiedene Wellenlängen unterschiedliche Brechungswinkel.]]
<div style="clear:both"></div>
Alternativ können diese Serien auch mit der Rydberg-Konstante
:<math>R_\infty = \frac {4} {A} \approx 1,0973731568160 \cdot 10^{7}\,\mathrm{m^{-1}}</math>
für die Frequenzen <math>\nu_{m,n}</math> beschrieben werden:
:<math>\nu_{m,n} = c \cdot R_\infty \left( \frac {1} {n^2} - \frac {1} {m^2} \right)</math> mit <math>m > n</math> und <math>n \ge 1</math>
Die Frequenz <math>\nu_{A,2}</math>, die sich mit der Grundzahl des Wasserstoffs für <math>m \rightarrow \infty</math> bei der Balmer-Serie mit <math>n = 2</math> ergibt, kann also folgendermaßen berechnet werden:
:<math>\nu_{m,n} = \frac {c} {\lambda_{m,n}} = \frac {c} {A \left( \frac {m^2} {m^2 - n^2} \right)}</math>
:<math>\lim_{m \to \infty} \nu_{m,n} = \nu_{\infty,2} = \nu_{A,2} = \frac {c} {A} = c \cdot R_\infty \frac {1} {4} \approx 8,224605 \cdot 10^{14} \, \text{Hertz}</math>
Der Bezeichnung durch Balmer für die Wellenlänge <math>A</math> als ''Grundzahl des Wasserstoffs'' folgend, könnte diese Frequenz ''Grundschwingungszahl des Wasserstoffs'' genannt werden.
== Die Komposition ==
=== Till Eulenspiegels lustige Streiche ===
[[Datei:Richard.Strauss.1894.jpg|mini|Richard Strauss im Entstehungsjahr 1894 der sinfonischen Dichtung ''Till Eulenspiegels lustige Streiche''.]]
[[Datei:Till Eulenspiegel's Merry Pranks - United States Navy Band.opus|mini|''Till Eulenspiegels lustige Streiche'' im Jahr 2001 gespielt von der United States Navy Band.]]
''Till Eulenspiegels lustige Streiche'' sind neun Jahre nach der Entdeckung der Balmer-Serie vom deutschen Komponisten Richard Strauss (* 1864; † 1949) komponiert worden. Es handelt sich um eine Tondichtung für großes Orchester mit einer Aufführungsdauer von fünfzehn Minuten, die '''zwischen 1893 und 1894''' entstanden ist, nachdem Richard Strauss mehrere Monate in Griechenland und Ägypten verbracht hatte, um sich von den Spätfolgen einer Lungenentzündung zu erholen, und nachdem seine Oper ''Guntram'' fertig geworden worden war.
Ursprünglich hatte Richard Strauss offenbar geplant, das Werk unmittelbar mit dem bekannten und markanten sechstaktigen Till-Eulenspiegel-Motiv beginnen zu lassen. Der fünftaktige Prolog wurde von Richard Strauss erst im Laufe der Überarbeitung als Beginn der Komposition hinzugefügt. Im Verlauf der Komposition taucht das Till-Eulenspiegel-Motiv dann erst am Ende erneut auf.
Der Prolog wurde vom Komponisten schließlich mit den Worten "Es war einmal ein Schalknarr..." und "gemächlich" betitelt, das unmittelbar darauffolgende Till-Eulenspiegel-Motiv mit den Worten "...Namens „Till Eulenspiegel“" und "allmählich" lebhafter".<ref>[https://abenteuer-klassik.de/fileadmin/media/bilder/abenteuer/material/Tills_Streiche.pdf Till Eulenspiegels lustige Streiche opus 28], Abenteuer Klassik</ref>
Der Beginn der Komposition ist in F-Dur notiert, und die fünf Töne des Till-Eulenspiegel-Motivs sind c - f - g - gis - a. Sie werden zwei Mal wiederholt:
[[Datei:Till_Eulenspiegel_Thema_1.png|zentriert|mini|hochkant=3|Die sechs Takte direkt nach dem Prolog der Sinfonischen Dichtung ''Till Eulenspiegels lustige Streiche'' mit dem vollständigen von einem Solohorn zu spielenden Till-Eulenspiegel-Motiv.<br/>[[Datei:Motiv.Till.Eulenspiegel.Strauss.oga|zentriert|mini|Die dreimal hintereinander erklingenden ersten fünf Töne des Till-Eulenspiegel-Motivs.]]]]
Die Sinfonische Dichtung ''Till Eulenspiegels lustige Streiche'' trägt die Opus-Zahl 28, und sie wurde unter der Leitung des deutschen Komponisten Franz Wüllner (* 1832; † 1902) am 5. November 1895 in Köln uraufgeführt.
=== Also sprach Zarathustra ===
Diese Sinfonische Tondichtung von Richard Strauss mit der Opus-Zahl 30, '''Also sprach Zarathustra''' wurde Ende November 1896 durch unter Leitung von Richard Strauss in Frankfurt am Main uraufgeführt.
==== Naturtonreihe ====
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die kurz nach der Sinfonischen Dichtung ''Till Eulenspiegels lustige Streiche'' entstandene Komposition, ebenfalls sehr deutliche Bezüge physikalischen Zahlenverhältnissen hat und ein Eingangsmotiv mit fünf Tönen verwendet.
Das in der Einleitung ''Sonnenaufgang'' verwendete Eingangsmotiv ist auch aus einer physikalischen Zahlenreihe, nämlich der '''Naturtonreihe''' abgeleitet, wobei deren erster, zweiter, dritter, vierter und fünfter Ton mit den Frequenzverhältnissen 1:1, 2:1, 3:2, 4:3 und 5:4 in Bezug auf den Grundton eine zentrale Rolle spielen.
[[Datei:Strauss APZ.jpg|zentriert|mini|hochkant=3|Die ersten acht Takte der Sinfonischen Dichtung ''Also sprach Zarathustra'' mit den Stimmen der Trompeten, der Posaunen, der Pauken und der großen Trommel.<br/>[[Datei:Also Sprach Zarathustra - Einleitung.ogg|zentriert|mini|Orchesteraufnahme der gesamten Einleitung mit der Überschrift ''Sonnenaufgang''.]]]]
Strauss verwendet erneut das C als Basiston, der als Oktave auf Groß-C und Klein-c zunächst vier Takte lang in den Kontrabässen, im Orgelpedal und im Kontrafagott ausgehalten wird, bevor die vier '''C-Trompeten''' mit ihrem markanten aufsteigenden Motiv dazukommen. Für sein Trompetenmotiv verwendet Richard Strauss die nächsten vier Töne der Naturtonreihe c', g', c" und e", so dass schließlich ein fast vom gesamten Orchester gespielter, strahlender C-Dur-Akkord erklingt, der durch die Alteration des Terztons sogleich nach c-Moll verändert wird. Nach einem kurzen triolischen Zwischenspiel der Pauken mit den beiden Quarttönen G und c erklingt das Trompetenmotiv erneut mit umgekehrter Akkordfolge c-Moll und C-Dur. Wie auch in der Sinfonischen Dichtung ''Till Eulenspielgels lustige Streiche'' wird das Motiv ein drittes Mal gespielt und dann weiterentwickelt, wobei der aufgebaute C-Dur-Akkord bei diesem Mal als Dominante zu dem danach folgenden F-Dur gedeutet werden kann. Nach vier Takten schließt die Einleitung mit einem erneuten und lang ausgehaltenen C-Dur im Fortissimo, welches von allen Instrumenten gespielt wird.
==== Zwölftonreihe ====
Im weiteren Verlauf des Orchesterstückes spielt Richard Strauss in den Abschnitten ''Von der Wissenschaft'' und ''Der Genesende'' auch noch mit der in der Astronomie bedeutenden Zahl Zwölf, indem er '''Zwölftonreihen''' verwendet.
Die äußerst kunstvoll gestaltete Fuge zu Beginn des Abschnitts "Von der Wissenschaft" mit der Anweisung ''sehr langsam'' beginnt mit einem viertaktigen Thema im Viervierteltakt, dessen drei erste Töne C - G - c den drei Naturtönen des Trompetenmotivs aus der Einleitung der Komposition entsprechen, bei denen es erst eine Quinte und dann eine weitere Quarte nach oben geht. Ausgehend vom Spitzenton c ergibt sich im Folgenden eine Zwölftonreihe, die nach einem zunächst sehr simplen Rhythmus eine schnelle Triole auf Vierteln und eine weitere langsame Triole auf Halben verwendet. Der Dux wird in den vierten Celli unisono mit den vierten Kontrabässen auf C - G - c vorgetragen. Danach setzen die dritten Celli und Kontrabässe mit dem Comes eine Quinte höher auf G - d - g ein. Der zweite Comes beginnt dann wiederum eine Quinte höher auf d - a - d' und wird von den zweiten Celli und Kontrabässen übernommen. Der dritte Comes auf a - e' - a' erklingt schließlich in den ersten Celli und Kontrabässen.
Zu Beginn des sich anschließenden Abschnitts "Der Genesende" mit der Anweisung ''marcato'' wird das zwölftönige Thema zunächst in den Celli, Kontrabässen und den Posaunen, dann in den Hörnern und den Bratschen und danach in den Oboen und den zweiten Geigen noch einmal rhythmisch geringfügig verändert aufgegriffen:
[[Datei:AlsoSprachZarathustra.DerGenesende.Zwoelftonmotiv.png|hochkant=4|mini|zentriert|'''Zwölftonmotiv''' zu Beginn des Abschnitts "Der Genesende" der Sinfonischen Dichtung "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss in den Celli, Kontrabässen und Posaunen. Die ersten drei Töne e - h - e' entsprechen den drei Naturtönen des Trompetenmotivs aus der Einleitung der Komposition. Die zwölf Töne von dem Spitzenton e' bis zum letzten Ton c' liegen innerhalb der Oktave des Eingangsmotivs und stellen eine Zwölftonreihe dar:<br/>e' - es' - b - ges - g - h - d' - cis' - gis - f - a - c'.<br/>Beim vom vorletzten zum letzten Takt übergebundenen Ton eis handelt es sich um eine enharmonische Verwechslung des darauffolgenden Tones f.<br/>[[Datei:DerGenesende.Zwoelftonmotiv.ogg|mini|zentriert|Zwölftonmotiv zu Beginn des Abschnitts "Der Genesende" der Sinfonischen Dichtung "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss.]]]]
Es gibt nur wenige weitere physikalische Zahlenreihen, die für die Tonhöhen von musikalischen Motiven geeignet wären. Ferner ist festzuhalten, dass Richard Strauss kein Pionier und auch kein Anhänger der Zwölftonmusik war, so dass die Tatsache, dass er dennoch damit arbeitet, als symbolisch und durchaus auch als ein wenig schalkhaft angesehen werden kann.
Siehe hierzu auch '''[[Quadriviale Kuriositäten/ Zahlen#Zur_Zwölf|→ Wikibook Zahlen / Zur Zwölf]]'''.
==== Zwölf Glockenschläge ====
Beim letzten Abschnitt der Komposition mit der Bezeichnung '''''Nachtwandler'''lied'' verwendet er zwölf mitternächtliche Glockenschläge. Die Zwölf hat nicht nur enge astronomische Bezüge zur Aufteilung der Nacht in die zwölf '''Nacht'''stunden, sondern auch zu den zwölf '''nachts''' sichtbaren Lebewesenkreiszeichen der Ekliptik, die von den sieben '''Wandel'''gestirnen durchlaufen werden und in denen sich der Planet Jupiter von der Erde aus gesehen jeweils ein Jahr lang aufhält.
Siehe hierzu auch '''[[Die Himmelstafel von Tal-Qadi/ Konjunktionen|→ Wikibook Konjunktionen]]'''.
=== Drei Lieder nach Gedichten von Otto Julius Bierbaum ===
Übrigens beschäftigen sich auch die drei Gedichte ''Traum durch die Dämmerung'', ''Schlagende Herzen'' und ''Nachtgang'' der zwischen den beiden Sinfonischen Dichtungen geschaffenen Komposition ''Drei Lieder nach Gedichten von {{w|Otto Julius Bierbaum}}'' von 1895 mit der Opus-Zahl 29 (also genau zwischen den beiden oben beschriebenen Sinfonischen Dichtungen) mit den astronomischen Objekten Sonne, Mond und Sterne und deren Betrachtung und Wirkung in der Natur ("Licht", "Dämmerung", "Nacht", "Frühling").
* Nummer 1: ''Traum durch die Dämmerung'' (Fis-Dur / B-Dur / Fis-Dur, sehr ruhig, 2/4-Takt)
** ''... im Dämmergrau, die Sonne verglomm, die Sterne ziehn,''
** ''... in ein blaues, mildes Licht.''
** ''... in ein mildes, blaues Licht.''
* Nummer 2: ''Schlagende Herzen'' (G-Dur, lebhaft und heiter, Allegro giocoso, 2/4-Takt)
** ''... du gold'ne Sonne in Himmelshöhn!'' (in strahlendem C-Dur)
* Nummer 3: ''Nachtgesang'' (c-Moll, mäßig langsam, 3/4-Takt)
** ''Der Mond goss silbernes Licht ...''
** ''... rein wie die liebe Sonne.''
== Bezüge ==
=== Intervalle ===
Die mit dem menschlichen Auge sichtbaren Lichtfrequenzen der ersten fünf Wasserstofflinien (<math>3 \le m \le 7</math>) der Balmer-Serie (<math>n = 2</math>) entsprechen recht genau den Verhältnissen der Tonfrequenzen der unmittelbar danach zwei Mal wiederholten fünf Töne des ersten Motivs der Sinfonischen Dichtung ''Till Eulenspiegels lustige Streiche'':
{| class="wikitable"
|-
! Tonbezeichnung !! Bezeichnung</br>nach Fraunhofer !! Tonfrequenz</br><math>f_m</math> in Hertz !! Frequenzverhältnis</br>zum nächsten Ton !! m !! Frequenz der Wasserstofflinie</br><math>\nu_{m,2}</math> in Hertz !! Frequenzverhältnis</br>zur nächsten Linie !! Wellenlänge</br><math>\lambda_{m,2}</math> in Nanometer
|-
| [[Datei:Tone.c.ogg|120px]] ''' c''' || C-Linie || 261,6 || 1,335 || 3 || <math>4,569 \cdot 10^{14}</math> || 1,350 || 656,1
|-
| [[Datei:Tone.f.ogg|120px]] ''' f''' || F-Linie || 349,2 || 1,122 || 4 || <math>6,168 \cdot 10^{14}</math> || 1,120 || 486,0
|-
| [[Datei:Tone.g.ogg|120px]] ''' g''' || f-Linie || 392,0 || 1,059 || 5 || <math>6,909 \cdot 10^{14}</math> || 1,058 || 433,9
|-
| [[Datei:Tone.g_sharp.ogg|120px]] ''' gis''' || h-Linie || 415,3 || 1,059 || 6 || <math>7,311 \cdot 10^{14}</math> || 1,033 || 410,1
|-
| [[Datei:Tone.a.ogg|120px]] ''' a''' || H-Linie || 440,0 || - || 7 || <math>7,553 \cdot 10^{14}</math> || - || 396,9
|}
Die in der zweiten Spalte angegebenen Tonfrequenzen beziehen sich also auf den Kammerton A mit 440 Hertz. Die in der letzten Spalte angegebenen Wellenlängen entsprechen fast exakt den fünf in der Veröffentlichung von Balmer 1884 für die Wasserstofflinien im sichtbaren Bereich angegebenen Wellenlängen (siehe oben).
Werden die Lichtfrequenzen <math>\nu_{m,2}</math> mit dem mittleren Umrechnungsfaktor <math>u_{440} = 5,713 \cdot 10^{-13}</math> multipliziert, ergeben sich die entsprechenden Tonfrequenzen <math>f_m = u_{440} \cdot \nu_{m,2}</math> und die musikalischen Intervalle des aufsteigenden Motivs von Richard Strauss.
=== Stimmton ===
An dieser Stelle muss noch festgehalten werden, dass dieser Umrechnungsfaktor willkürlich gewählt werden kann, aber irgendwie festgelegt werden muss. Die Stimmung der Musikinstrumente bei Ensemblemusik muss seit jeher durchgeführt werden, damit alle Instrumente harmonische Zusammenklänge erzeugen können. Hierzu wurden auch Stimmtöne oder ein '''Kammerton''' verwendet, deren Tonhöhe festgelegt war. Der französische Gelehrte '''{{w|Joseph Sauveur}}''' (* 1653; † 1716) und später auch der deutsche Physiker und Astronom '''{{w|Ernst Chladni}}''' (* 1756; † 1827) schlugen vor, als grundlegendes Zeitmaß einer '''physikalischen Stimmung''' die Einheit einer Sekunde für die Festlegung des Grundtons C zu verwenden. Dies bedeutet, dass der Grundton C0 exakt die Frequenz 1 Hertz hat und alle Oktaven dieses Grundtons nach oben immer exakt die doppelte Frequenz haben. Dies führt zu der folgenden Reihe:
[[Datei:Tonumfang.physikalischeStimmung.png|mini|hochkant=4|rechts|Chromatische Tonleiter im Bass- und Violinschlüssel von der Kontra-Oktave bis zur dreigestrichenen Oktave mit den Frequenzen der tiefsten Töne der jeweiligen Oktaven in physikalischer Stimmung.]]
{| class="wikitable"
|-
! Tonbezeichnung !! Faktor !! Tonfrequenz <math>f</math> in Hertz !! Tiefster Ton der...
|-
| '''C0''' || <math>2^0</math> || 1 ||
|-
| '''C1''' || <math>2^1</math> || 2 ||
|-
| '''C2''' || <math>2^2</math> || 4 ||
|-
| '''C3''' || <math>2^3</math> || 8 ||
|-
| '''C4''' || <math>2^4</math> || 16 || Subkontra-Oktave
|-
| '''C5''' || <math>2^5</math> || 32 || Kontra-Oktave
|-
| '''C6''' || <math>2^6</math> || 64 || großen Oktave
|-
| '''C7''' || <math>2^7</math> || 128 || kleinen Oktave
|-
| '''C8''' || <math>2^8</math> || 256 || eingestrichenen Oktave
|-
| '''C9''' || <math>2^9</math> || 512 || zweigestrichenen Oktave
|-
| '''C10''' || <math>2^{10}</math> || 1024 || dreigestrichenen Oktave
|-
| '''C11''' || <math>2^{11}</math> || 2048 || viergestrichenen Oktave
|}
Wenn eine Referenztonhöhe für die Übertragung von Frequenzen elektromagnetischer Wellen zu Schallwellen gesucht wird, ist es für Physiker naheliegend, sich an dem Grundton C dieser physikalischen Stimmung zu orientieren.
Die ersten fünf Töne dieser Reihe haben aus musikalischer Sicht nur eine theoretische Bedeutung und sind für Menschen praktisch nicht mit einer Tonhöhe wahrnehmbar. Der Ton A ist eine große Sexte (respektive neun Halbtöne) höher als das direkt darunterliegende C beziehungsweise eine kleine Terz (respektive drei Halbtöne) tiefer als das direkt darüberliegende C. Wenn das A in der letzten Oktave zwischen C8 und C9 in dieser Reihe als Kammerton festgelegt wird, hat er bei gleichschwebender Stimmung (alle zwölf aufeinanderfolgenden Halbtonintervalle haben dasselbe Frequenzverhältnis <math>{2}^{\frac {1} {12}} \approx 1,059463</math>) die folgende Frequenz:
:<math>f_A = f_{C8} \cdot {2}^{\frac {9} {12}} = f_{C9} \cdot {2}^{-\frac {3} {12}} \approx 430,539 \text { Hertz} \approx 431 \text { Hertz} </math>
Mit einer Frequenz von 256 Hertz für den Grundton c ergeben sich die folgenden Tonhöhen für die fünf Töne des Till-Eulenspiegel-Motivs beziehungsweise die ersten fünf Linien der Balmer-Serie (3 ≤ m ≤ 7):
[[Datei:Frequenzverhaeltnisse.Balmer-Serie.png|mini|rechts|hochkant=2|Vergleich der Frequenzverhältnisse bei gleichstufiger (respektive gleichschwebender) und reiner Stimmung sowie bei den Tonfrequenzen entsprechend der Balmer-Serie.]]
{| class="wikitable"
|-
! Tonbezeichnung !! Tonfrequenz<br/>reine Stimmung<br/>in Hertz !! Tonfrequenz<br/>gleichschwebende Stimmung<br/>in Hertz !! Tonfrequenz<br/>Balmer-Serie <math>f_m</math><br/>in Hertz !! m !! Intervall zum<br/>Grundton c
|-
| '''c''' || 256,000 || 256,000 || 256,000 || 3 || Prime
|-
| '''f''' || 341,333 || 341,719 || 345,600 || 4 || Quarte
|-
| '''g''' || 384,000 || 383,567 || 387,072 || 5 || Quinte
|-
| '''gis''' || 409,600 || 406,375 || 409,600 || 6 || Kleine Sexte
|-
| '''a''' || 426,667 || 430,539 || 423,184 || 7 || Große Sexte
|}
Hieraus resultiert ein etwas kleinerer mittlerer Faktor <math>u_{431} = 5,591 \cdot 10^{-13}</math> als Proportionalitätskonstante zwischen den Licht- und den Schallfrequenzen <math>f_m = u_{431} \cdot \nu_{m,2}</math> des aufsteigenden Motivs von Richard Strauss.
Diese Tonhöhen wurden beispielsweise bei der frühen '''Pariser Stimmung''' von 1829 im 19. Jahrhundert verwendet. Im Laufe der Zeit wurde die Referenztonhöhe allerdings aus praktischen Erwägungen immer höher - Saiteninstrumente klingen voller und lauter, wenn die Saiten etwas stärker gespannt werden, wobei sie allerdings eine höhere Eigenfrequenz bekommen. Richard Strauss war sich der damit verbundenen Problematik bewusst und kommentierte die gestiegene Höhe des Kammertons einige Jahre vor seinem Tod folgendermaßen:<ref>Aus: Brief von Richard Strauss vom 7. Oktober 1942 aus den Hotels Verenahof - Ochsen, Baden bei Zürich, Schweiz</ref>
<blockquote>
''Die hohe Stimmung unserer Orchester wird immer unerträglicher. Es ist doch unmöglich, dass eine arme Sängerin A-Dur-Koloraturen, die ich Esel schon an der äußersten Höhengrenze geschrieben habe, in H-Dur herausquetschen soll.''
</blockquote>
<blockquote>
''Rückkehr zum '''Pariser A''', bevor sich unsere armen Sänger die Paar letzten noch vorhanden Stimmen verschrien haben!''
</blockquote>
=== Zufall oder Koinzidenz ===
Es ergibt sich die Frage, ob es diese physikalischen und musikalischen Sachverhalte koinzident sind, oder ob sich um einen Zufall handeln kann. Da es offenbar keine belastbaren historischen Belege für einen Zusammenhang gibt, ist die Frage nicht zweifelsfrei zu beantworten. Die kognitive historische Analyse aller Sachverhalte zeugt allerdings von einer sehr hohen Koinzidenz.
Zumindest muss festgehalten werden, dass es sich um einen äußerst bemerkenswerten Zufall handeln würde. Es gibt allein schon <math>{12}^{4} = 20736</math> Möglichkeiten, genau vier Töne aus einem Vorrat von zwölf Tönen auf einen beliebigen Anfangston folgen zu lassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass genau die fünf Töne des Till-Eulenspiegel-Motivs aus diesem Tonvorrat zufällig ausgewählt werden, beträgt demnach knapp 0,00005. Andere Motive haben weniger oder mehr als fünf Töne, haben einen größeren Tonumfang oder haben einen anderen Anfangston, was die Anzahl der Möglichkeiten noch zusätzlich und deutlich erhöht und die Wahrscheinlichkeit eines Zufalls entsprechend verringert.
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Motiv mit den fünf Tönen c' - f' - g' - gis' - a', das im Gegensatz zu den vielen anderen tatsächlich komponierten Motiven noch nicht einmal diatonisch ist, sondern chromatische Bestandteile hat, ausgerechnet und zufällig nur wenige Jahre nach der Entdeckung der Balmer-Serie und deren Diskussion in Fachkreisen komponiert wird, ist noch geringer.
Schließlich ist zu berücksichtigen, dass das in der Tonart F-Dur notierte Motiv mit dem Ton C beginnt, dessen Tonhöhe im 18. und 19. Jahrhundert häufig mithilfe der Definition der Zeiteinheit der Sekunde rein physikalisch festgelegt war. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass die beiden ersten Töne C und F die gleichen Buchstaben für die Tonbezeichnungen haben wie die entsprechenden beiden Buchstabenbezeichnungen der Fraunhofer-Linien.
Im sehr umfangreichen ''Répertoire International des Sources Musicales'' (RISM) findet sich in über einer Million Notendokumente kein anderes Beispiel, das mit einem Motiv nur aus exakt diesen fünf Tönen beginnt. Nur zwei weitere, in der Tonart C-Dur stehende Beispiele mit einer Entstehungszeit vor 1893 lassen sich finden. Die beiden Folgen mit den fünf Tönen verwenden fast die gleichen Tonlängen wie das Till-Eulenspiegel-Motiv (drei Achtelnoten, eine Viertelnote und eine Achtelnote), und das Motiv wird in beiden Beispielen einmal unmittelbar wiederholt:
* {{w|Carl Czerny}} (* 1791; † 1857): Klavierübung in C-Dur (6/8-Takt), opus 599, Nummer 38: Tonfolge: g", c"', d"', dis"', e"'<ref>[https://opac.rism.info/search?id=553003238&View=rism Czerny, Carl <1791-1857>, Exercises in C-Dur], Répertoire International des Sources Musicales (RISM)</ref>
* Anonymus: Ländler in C-Dur (3/4-Takt), Tonfolge: g', c", d", dis", e"<ref>[https://opac.rism.info/search?id=455039331&View=rism Anonymus, Ländler in C-Dur], Répertoire International des Sources Musicales (RISM)</ref>
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Till-Eulenspiegel-Motiv von Richard Strauss 1893 rein zufällig entsprechend der Frequenzverhältnisse der Balmer-Serie gewählt wurde, ist nach diesen Überlegungen gewiss nicht null, sie ist aber äußerst gering.
=== Weitere Beispiele ===
[[Datei:Wasserstoff-Termschema.svg|mini|rechts|hochkant=2|Die Energieniveaus und daraus resultierenden Spektrallinien des Wasserstoffatoms der verschiedenen Serien.<br/>'''Anmerkung:''' Die Balmer-Serie ist hier mit dem Wert m = 2 dargestellt. Die Koeffizienten m und n sind gegenüber der Originalveröffentlichung von Balmer, der seine Serie mit dem Koeffizienten n = 2 aufgeführt hatte, in dieser Darstellung vertauscht, was der modernen Notation für die Hauptquantenzahlen des Wasserstoffs entspricht.]]
==== Wasserstoffserien====
Es möge bedacht werden, dass eine rationale Folge mit fünf aufeinanderfolgenden Zahlen wie bei der Balmer-Serie keineswegs ästhetisch empfundene Tonhöhenverhältnisse ergeben muss. Bei den höheren Ordnungen in der Balmer-Serie sowie beispielsweise bei der 1906 von dem US-amerikanischen Physiker '''{{w|Theodore Lyman (Physiker)|Theodore Lyman}}''' (* 1874; † 1954) gefundenen '''{{w|Lyman-Serie}}''' im Ultravioletten<ref>Theodore Lyman: ''The Spectrum of Hydrogen in the Region of Extremely Short Wave-Lengths'', Astrophysical Journal, Band 23, Seiten 181 bis 210, 1906</ref> oder der 1908 von dem deutschen Physiker '''{{w|Friedrich Paschen (Physiker)|Friedrich Paschen}}''' (* 1865; † 1947) gefundenen '''{{w|Paschen-Serie}}''' im Infraroten ist das zum Beispiel nicht der Fall.<ref>Friedrich Paschen: ‘‘Zur Kenntnis ultraroter Linienspektra’‘, Annalen der Physik, Band 27, 332, Ausgabe 13, Leipzig, Seiten 537 bis 570, 1908</ref> Es ist bemerkenswert, dass von diesen spektralen Serien nur die Balmer-Serie im für Menschen sichtbaren Wellenlängenbereich des Lichtes liegt und gleichzeitig nur die Balmer-Serie linear in eine von Menschen harmonisch wahrnehmbare Tonfolge transformiert werden kann.
==== Obertonreihe ====
Es sind daher nur sehr wenige Fälle bekannt, bei denen sich physikalische Zahlenfolgen, insbesondere wenn diese auch noch mit den menschlichen Sinnen unmittelbar wahrgenommen werden können, in musikalischen Tonfolgen widerspiegeln. Ein bedeutendes Beispiel ist die '''natürliche Obertonreihe''', die sich aus ganzzahligen Verhältnissen bei schwingenden Saiten oder in Luftsäulen ergibt und von Richard Strauss in der Sinfonischen Dichtung ''Also sprach Zarathustra'' verarbeitet wurde ('''[[Till_Eulenspiegels_lustige_Serie#Also_sprach_Zarathustra|siehe oben]]''').
==== Pythagoreische Töne ====
[[Datei:Pyttagrische_Schmitdts_Fuencklein_Titelseite.png|mini|rechts|hochkant=2|Titelseite der sieben Orchestersuiten "Pythagorische Schmids=Fuencklein" von Rupert Ignaz Mayr aus dem Jahr 1692 mit einer Illustration des deutschen Malers Johann '''{{w|Andreas Wolff}}''' (* 1652; † 1716).<br/>[[Datei:Pyttagrische_Schmitdts_Fuencklein_Canon_pythagoreischeToene.png|mini|center|hochkant=2|Kanon mit blauen Markierungen bei den vier pythagoreischen Tönen g'-c"-d"-g" auf der Titelseite der sieben Orchestersuiten "Pythagorische Schmids=Fuencklein" von Rupert Ignaz Mayr aus dem Jahr 1692.]]<br/>[[Datei:Pyttagrische_Schmitdts_Fuencklein_Canon_perpet__in_unissono_à_4_Violini.ogg|mini|zentriert|Vierstimmiger Kanon auf der Titelseite der sieben Orchestersuiten "Pythagorische Schmids=Fuencklein" von Rupert Ignaz Mayr aus dem Jahr 1692.]]]]
Ein weiteres Beispiel mit den vier pythagoreischen Tönen c' - f' - g' - c" ist in der Legende von '''Pythagoras in der Schmiede''' überliefert.
→ Siehe auch '''[[Pythagoras in der Schmiede|Wikibook Pythagoras in der Schmiede]]'''.
Die ersten drei dieser Töne entsprechen den ersten drei Tönen des Till-Eulenspiegel-Motivs. Das dort unter anderem eine Rolle spielende Verhältnis zwischen den ganzen Zahlen Vier und Drei beschreibt das musikalische Intervall der reinen Quarte, die sowohl beim ersten Intervall des Till-Eulenspiegel-Motivs als auch beim zweiten Intervall des Zarathustra-Motivs auftaucht.
Die pythagoreischen Töne, die laut einiger Überlieferungen angeblich die Klänge von Hammerschlägen gewesen seien, wurden 1690 vom französisch-deutschen Organisten und Komponisten '''{{w|Georg Muffat}}''' (* 1653; † 1704) in seiner Orgelkomposition '''Nova Cyclopeias Harmonica''' verwendet. Diese Komposition ist von einer Aria eingerahmt, sie umfasst acht Variationen zum Thema '''Ad Malleorum Ictus Allusio''' (''Zur Anspielung auf die Schläge der Hämmer'') und endet mit dem Spruch ''Summo Deo Gloria''.
Zwei Jahre darauf veröffentlichte der deutsche Geiger, Komponist und Hofkapellmeister '''{{w|Rupert Ignaz Mayr}}''' (* 1646; † 1712), der wie Georg Muffat Schüler des italienischen Komponisten '''{{w|Jean-Baptiste Lully}}''' (* 1632; † 1687) war, die sieben dem Kurfürsten von Bayern Maximilian II. Emanuel gewidmeten Orchestersuiten:
:'''''Pythagorische Schmids=Fuencklein'''''
:''Bestehend in unterschiedlichen Arien / Sonatinen / Ouverturen / Allemanden / Couranten / Gavotten / Sarabanden / Giquen / Menueten / &c.''
:''Mit 4.Instrumenten und beygefügten General-Baß,'' ''Bey Tafel=Musicken / Comœdien / Serenaden / und zu anderen fröhlichen Zusammenkunfften zu gebrauchen.''
Schon die '''{{w|Pythagoreer}}''' waren der Auffassung, dass sich in der Astronomie dieselben zahlenmäßigen Gesetzmäßigkeiten zeigen wie in der Musik. Es gab auch später immer wieder Versuche, die Umlaufbahnen der Planeten mit harmonischen Klängen in Verbindung zu bringen, wie zum Beispiel durch '''{{w|Johannes Kepler}}''' (* 1571; † 1630) in seinem Werk ''Harmonices mundi libri V'' (fünf Bücher über die Harmonien der Welt) von 1619, in dem er astronomische Zahlenverhältnisse auf musikalische Intervalle übertrug. Der deutsche Komponist '''{{w|Paul Hindemith}}''' (* 1895; † 1963) griff dieses Thema auf und schuf 1951 die Symphonie ''Die Harmonie der Welt'' mit den drei Sätzen ''Musica instrumentalis'' (wörtlich: "werkzeugliche Musik"), ''Musica humana'' (wörtlich: "menschliche oder gebildete Musik") und ''Musica mundana'' (wörtlich: "Weltmusik") sowie 1957 das Libretto und die Musik zur gleichnamigen Oper in fünf Akten. In der Einleitung zu seinem musiktheoretischen Werk ''Unterweisung im Tonsatz'' schreibt er:
<blockquote>''Ich weiß mich mit dieser Einstellung zum Handwerklichen des Tonsatzes einig mit den Anschauungen, die gültig waren lange vor der Zeit der großen klassischen Meister. Wir finden ihre Vertreter im frühen Altertum; weitblickende Künstler des Mittelalters und der Neuzeit bewahren die Lehre und geben sie weiter. Was war ihnen das Tonmaterial? Die Intervalle waren Zeugnisse aus den Urtagen der Weltschöpfung; geheimnisvoll wie die Zahl, gleichen Wesens mit den Grundbegriffen der Fläche und des Raumes, Richtmaß gleicherweise für die hörbare wie die sichtbare Welt; Teile des Universums, das in gleichen Verhältnissen sich ausbreitet wie die Abstände der Obertonreihe, so daß Maß, Musik und Weltall in eins verschmolzen.''
</blockquote>
<div style="clear:both"></div>
==== Fibonacci-Folge ====
[[Datei:Fibonacci.Quadrate.png|mini|rechts|hochkant=2|Die Kantenlängen der zehn ersten Fibonacci-Quadrate.]]
Auch mit rein mathematisch definierten Zahlenfolgen, wie zum Beispiel der Fibonacci-Folge, können Melodien geschaffen werden. Die Fibonacci-Folge geht auf den mittelalterlichen Mathematiker '''{{w|Leonardo Fibonacci}}''' aus Pisa (* um 1170; † nach 1240) zurück, und ergibt mit den beiden Startwerten Null und Eins immer wieder neue nachfolgende ganze Zahlen, indem die letzten beiden Zahlen der Folge jeweils addiert werden:
:<math>f_0 = 0</math>
:<math>f_1 = 1</math>
:<math>f_{i+2} = f_{i+1} + f_i \, \forall \, i \isin \N_0</math>
Daraus ergibt sich die folgende unendliche Zahlenreihe:
:<math>f_2 = 1</math>
:<math>f_3 = 2</math>
:<math>f_4 = 3</math>
:<math>f_5 = 5</math>
:<math>f_6 = 8</math>
:<math>f_7 = 13</math>
:<math>f_8 = 21</math>
:<math>f_9 = 34</math>
:<math>f_{10} = 55</math>
:<math>f_{11} = 89</math>
:<math>f_{12} = 144</math>
:<math>\dots</math>
Mit zunehmender Länge der Folge nähert sich das Verhältnis der beiden letzten Zahlen immer mehr dem {{w|Goldener Schnitt|Goldenen Schnitt}}:
:<math>\lim_{i \to \infty} \frac {f_i} {f_{i-1}} = \frac {1 + \sqrt {5}} {2} \approx 1,6180339887498948482</math>
[[Datei:Mehrfachreflexion.Doppelschicht.png|mini|rechts|hochkant=2|Die Anzahlen der unterscheidbaren Mehrfachreflexionen (schwarz) an einer halbverspiegelten optischen Doppelschicht vermehren sich bei jeder zusätzlichen Reflexion genauso wie die Fibonacci-Folge. Die Anzahl der Reflexionen innerhalb der Doppelschicht ist jeweils mit den dunkelgrünen Zahlen angegeben. Bei einer geraden Anzahl von Reflexionen wird das Licht vollständig transmittiert, und bei einer ungeraden Anzahl von Reflexionen wird das Licht vollständig reflektiert.]]
Auch in der Physik hat diese Zahlenfolge eine Bedeutung. Bei einer optischen Doppelschicht, die an den beiden Außenflächen und zwischen den beiden optischen Schichten halbverspiegelt ist, wird jeweils die Hälfte des auftreffenden Lichtes reflektiert und die andere Hälfte transmittiert. Zählt man, wie viele Kombinationen <math>k</math> von unterschiedlichen Strahlengängen es für eine gegebene Anzahl <math>n</math> von aufeinanderfolgenden Reflexionen innerhalb der Doppelschicht gibt, ergibt sich mit der folgenden Bedingung eine Fibonacci-Folge:
:<math>k = f_{n+2}</math>
Diese Erkenntnis geht auf den in Wien geborenen kanadischen Mathematiker '''{{w|Leo Moser (Mathematiker)|Leo Moser}}''' (* 1921; † 1970) zurück.<ref>Stanley L. Basin (* 1936; † 2016): [https://www.fq.math.ca/Scanned/1-1/basin.pdf The Fibonacci Sequence as it Appears in Nature], San Jose State College, Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika, in: ''The Fibonacci Quaterly'', Volume 1, Number 1, 1963, Seiten 53 bis 56</ref>
[[Datei:Fibonacci-Jingle.BHT.png|mini|rechts|hochkant=2|Fibonacci-Jingle aus den ersten sieben Fibonacci-Zahlen. Die Fibonacci-Zahl <math>f_0 = 0</math> wird in der Melodie durch eine Pause repräsentiert, und die folgenden sechs Fibonacci-Zahlen entsprechen den Tonstufen c', c', d', e', g', c": <br />[[Datei:BHT-Jingle.Bautsch.Klavier.Bautsch.430Hz.wav|mini|zentriert|Fibonacci-Jingle der Podcasts der Berliner Hochschule für Technik.]]]]
Das Notenbeispiel rechts zeigt ein Fibonacci-Jingle mit den ersten sieben Fibonacci-Zahlen von Null bis Acht als Melodie mit den Tonstufen in der Tonart C-Dur in physikalischer Stimmung (c = 2<sup>8</sup> Hertz = 256 Hertz) mit reinen Intervallen mit ganzzahligen Schwingungszahlen pro Sekunde. Die Stimmtonhöhe für den Ton a' liegt hierbei wie bei der Pariser Stimmung bei rund 430,5 Hertz.<ref>[https://www.bht-berlin.de/podcast#c37089 ''Behind the MINT #04: … weil wir mehr als Technik können.''] Podcast – Höre Zukunft!, Berliner Hochschule für Technik, abgerufen am 22. November 2024.</ref>
{| class="wikitable"
|-
! Tonbezeichnung !! Tonfrequenz <math>f</math> in Hertz !! Intervall !! Verhältnis zum Grundton
|-
| '''C8''' || 256 || Grundton || 1
|-
| '''C8''' || 256 || Prime || 1:1
|-
| '''D8''' || 288 || Sekunde || 9:8
|-
| '''E8''' || 320 || Große Terz || 5:4
|-
| '''G8''' || 384 || Quinte || 3:2
|-
| '''C9''' || 512 || Oktave || 2:1
|}
== Quantenphysikalischer Hintergrund ==
Als die Spektrallinien entdeckt worden waren und selbst 1884 als Johann Jakob Balmer die mathematischen Gesetzmäßigkeiten empirisch gefunden und mit der Balmer-Formel beschrieben hatte, waren die physikalischen und theoretischen Ursachen für die Entstehung solcher diskreten Spektrallinien noch völlig unbekannt. Erst in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts gelang es mit Hilfe der ''Quantenmechanik'', den Bau der Atome und die Wechselwirkung zwischen geladenen Materieteilchen (beispielsweise Elektronen) und den Lichtteilchen (Photonen) sehr genau zu beschreiben.
Das elektromagnetische Lichtfeld reagiert mit anderen Teilchen so, dass ein Quantum mit der Energie
:<math>E = h \cdot \nu</math>
entweder aufgefangen oder abgegeben wird. Die Konstante
:<math>h = 6,62607015\cdot10^{-34} \text { Joulesekunden}</math>
ist das '''Plancksche Wirkungsquantum''' (in Joulesekunden) und <math>\nu</math> ist die Frequenz einer elektromagnetischen Welle.
Die Teilchennatur des Lichts folgerten in den Jahren von 1899 bis 1905 der deutsche Forscher '''{{w|Max Planck}}''' (* 1858; † 1947) aus den Gesetzmäßigkeiten der Wärmestrahlung<ref>Max Planck: ‘‘Zur Theorie des Gesetzes der Energieverteilung im Normalspectrum’‘, Verhandlungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Nummer 17, Seite 237 bis 254, Berlin, 1900</ref> und in verschärfter Form sein jüngerer Kollege '''{{w|Albert Einstein}}''' (* 1879; † 1955) in der Veröffentlichung ''Ueber einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt'' aus dem lichtelektrischen Effekt (oder Photoeffekt).<ref>Albert Einstein: ‘‘Ueber einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt’‘, Annalen der Physik, Band 322, Nummer 6, Seiten 132 bis 148, 1905</ref> 1918 wurde Max Planck für die Entdeckung der Energiequanten und 1921 Albert Einstein für die Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts der Nobelpreis für Physik verliehen. Das Schlagwort vom Dualismus Welle-Korpuskel durchzieht seither die schwierigen Diskussionen darüber, wie die Physik der mikroskopisch kleinen Dinge zu verstehen ist. Ja, selbst die Schallwellen der Musik haben klitzekleine Körner: die ''Phononen'' mit einer Energie proportional zur Frequenz nach der Planck-Einstein-Formel.
Auch ein Teilchen mit einer Ruhemasse, wie zum Beispiel ein Elektron, kann als eine Materiewelle aufgefasst werden. Die nach dem französischen Physiker '''{{w|Louis-Victor de Broglie}}''' (* 1892; † 1987) benannten De-Broglie-Gleichungen von 1924 stellen die Bezüge zwischen Wellenlänge <math>\lambda</math> und Frequenz <math>\nu</math> für Materiewellen her, die für Teilchen mit der Energie <math>E</math> beziehungsweise mit dem Impuls <math>p</math> gelten:
:<math>\lambda = \frac {h} {p}</math>
:<math>\nu = \frac {E} {h}</math>
Für die Entdeckung der Wellennatur der Elektronen wurde ihm 1929 der Nobelpreis für Physik verliehen
Als Max Planck das Wirkungsquantum als '''Hilfs'''größe <math>\boldsymbol {h}</math> einführte, ahnte er noch nicht, welche universelle Tragweite die Konstante hat. Sie verkettet die Werteskala von Raum und Zeit eindeutig und fundamental mit der von Masse, Energie und Impuls. Im modernen ''Internationalen Einheitensystem'' kennt die Mechanik nur noch eine willkürliche Größe, die Sekunde. Meter und Kilogramm werden über die endgültig festgeschriebenen Werte der universellen Lichtgeschwindigkeit <math>c</math> (seit 1983) und der Planck-Konstanten <math>h</math> (seit 2019) von der Sekunde abgeleitet. Die Dauer einer Sekunde wurde 1967 auf 9 192 631 770 Perioden eines Quantenübergangs von Caesium-Atomen festgelegt.
=== Wasserstoffatom ===
[[Datei:Bohr model.jpg|mini|Das Wasserstoffatom nach dem '''{{w|Bohrsches Atommodell|Bohrschen Atommodell}}''']]
Die angegebenen Formeln betreffen die Materiewellen von freifliegenden Teilchen. Wenig später baute ein brillanter Theoretiker die allgemeineren Wellengleichungen mit Kräften, die Teilchen anziehen oder abstoßen. Platz frei für das Paradebeispiel dieser neuen Wellenmechanik!
Die Bindung zwischen dem negativ geladenen Elektron und dem positiv geladenen Proton des Wasserstoffatoms (genauer: des leichtesten Wasserstoff-Isotops '''{{w|Wasserstoff#Isotope|Protium}}''') nimmt genau dann eine relativ zeitstabile, also stationäre, Form an, wenn es eine räumlich konzentrierte ''stehende Welle'' gibt, die die berühmte '''{{w|Schrödinger-Gleichung}}''' erfüllt, die 1926 vom österreichischen Physiker '''{{w|Erwin Schrödinger}}''' (* 1887; † 1961) aufgestellt wurde.<ref>Erwin Schrödinger: ‘‘Quantisierung als Eigenwertproblem’‘, Teil I bis IV, Annalen der Physik, Band 79 bis 81, 1926</ref> Wie bei großen mechanischen Objekten auch, etwa Saiten und Orgelpfeifen, sind die möglichen Frequenzen ihrer verschiedenen Schwingungsformen oder stehenden Wellen sehr gut mit kleinen ganzen Zahlen verbunden. Seit Pythagoras wissen wir, dass die harmonischen Intervalle von Tönen nichts anderes sind als solche Frequenzen, deren Verhältnisse zwei ganze Zahlen sind. Sie treten gern in Erscheinung als die '''{{w|Eigenfrequenz|Eigenfrequenzen}}''' von schwingenden Objekten.
[[Datei:Bohr atom model.svg|mini|Nach dem Bohrschen Atommodell bewegen sich Elektronen auf Kreisbahnen mit einer definierten Energie. In der Abbildung ist der Wechsel eines Elektron von der 3. auf die 2. Kreisbahn dargestellt; wobei ein Photon mit der entsprechenden Energiedifferenz ausgesendet wird (rot). Beim Wasserstoff ist der Zahlenwert Z für das eine positiv geladene Proton im Atomkern gleich eins.<ref>Niels Bohr: ‘‘On the Constitution of Atoms and Molecules’‘, Teil I bis III, Philosophical Magazine, 26. Jahrgang, 1913</ref>]]
Die Eigenfrequenzen des Wasserstoffatoms folgen mit <math>n = 1, 2, 3, ...</math> der Formel
:<math>\nu_n = \frac {\nu_1} {n^2}</math>,
wo <math>\nu_1</math> die höchste vorkommende Frequenz ist. Die Bindungsenergien des Atoms werden negativ gemessen in Bezug auf ein ungebundenes Paar aus Elektron und Proton. Die Folge lautet:
:<math>E_n = - h \cdot \nu_n</math>
Wieder zieht die Plancksche Konstante <math>h</math> ein. Die tiefste Energie für die Hauptquantenzahl 1 ergibt sich zu:
:<math>E_1 = - h \cdot \nu_1 \approx -13,6 \text{ eV}</math>
Diese Energie gehört zur kugelförmigen stehenden Welle, in der keine Knoten vorkommen.
Also folgt:
:<math>E_n = - \frac {h \cdot \nu_1} {n^2} = \frac {E_1} {n^2}</math>
Die Abkürzung ''eV'' steht für die Energieeinheit ''''{{w|Elektronenvolt}}''', die in der Atomphysik häufig verwendet wird'. Die Umrechnung einer Energie zwischen der Maßeinheit Joule und der Maßeinheit Elektronenvolt ist mit der Ladung eines Elektrons
:<math>e = 1,602176634 \cdot 10^{-19} \text { Coulomb}</math>
definiert:
:<math>E \text { (in Joule)} = e \cdot E_{eV} \text { (in Elektronenvolt)}</math>
:<math>E_{eV} \text { (in Elektronenvolt)} = \frac {E \text { (in Joule)}} {e}</math>
Bei der Energiedifferenz von einem Elektronenvolt handelt sich also um die Energie, die ein Elektron gewinnt oder verliert, wenn es in einem elektrischen Feld eine Potentialdifferenz von einem Volt durchlaufen hat.
Somit liegt die höchste Eigenfrequenz <math>\nu_1</math> beziehungsweise die kleinste Wellenlänge <math>\lambda_1</math> des Wasserstoffatoms im Ultravioletten:
:<math>\nu_1 \approx 3,2899 \cdot 10^{15} \text { Hertz} = 3,2899 \text { Petahertz}</math>
:<math>\lambda_1 \approx 91,125 \text { Nanometer}</math>
Wird diese der höchsten Eigenfrequenz <math>\nu_1</math> entsprechende Wellenlänge <math>\lambda_1</math> auf einen vollständigen Kreis gelegt, ergibt sich aus dessen Umfang ein Radius von rund 14,5 Nanometern. Dieser Radius ist nicht identisch mit dem Radius des Wasserstoffatoms im niedrigsten Energiezustand, dem so genannten '''{{w|Bohrscher Radius|Bohrschen Radius}}''', da hierfür zusätzlich zur kinetischen Energie auch die potentielle Energie im elektrischen Feld zwischen positiv geladenem Atomkern und negativ geladenem Elektron berücksichtigt werden muss, die eine Anziehungskraft bewirkt. Der Bohrsche Radius beträgt deswegen nur ungefähr 53 Pikometer, also weniger als ein Tausendstel von <math>\lambda_1</math>.
[[Datei:Atomic_orbitals_spdf_m-eigenstates.png|mini|rechts|640px|Zustandsbasis des Wasserstoffatoms mit den Hauptquantenzahlen 1 bis 4 (von oben nach unten auch mit den Buchstaben s, p, d und f gekennzeichnet ).]]
Die angeregten Energien <math>E_n</math> haben eine symmetrische räumliche Struktur mit Knotenflächen, welche die Wellenform in eine Anzahl von 'Keulen' oder 'Bäuchen' aufteilen. Beispiele rechts im Bild zu den Hauptquantenzahlen n von 1 bis 4. Zu sehen sind Flächen konstanter Amplitude und Farben konstanter Phase.
Die Quantenmechanik erklärt, wie das Wasserstoffatom leuchtet. Es geht vom Zustand <math>E_m</math> in den tieferen Zustand <math>E_n</math> mit <math>m > n</math> über. Die Energie <math>\Delta E = E_m - E_n</math> wird dabei an ein Photon übergeben, dessen Frequenz in der Spektralserie liegt und die mit der folgenden vom schwedischen Physiker {{w|Johannes Robert Rydberg}} '''{{w|Rydberg-Formel}}''' mit der '''{{w|Rydberg-Konstante|Rydberg-Konstanten}}''' <math>R_\infty = \frac {4} {A}</math> ([[Till_Eulenspiegels_lustige_Serie#Die Balmer-Serie|siehe oben]]) berechnet werden kann:<ref>Johannes Robert Rydberg: ‘‘Recherches sur la constitution des spectres d'émission des éléments chimiques’‘, Kongliga Svenska Vetenskaps-Akademiens Handlingar, Band 23, Nummer 11, Seiten 1 bis 177, 1889</ref>
:<math>\Delta E = h \cdot \nu_{m,n} = h \cdot \nu_{m,n} \cdot \lambda_{m,n} \cdot R_\infty \left( \frac {1} {n^2} - \frac {1} {m^2} \right) = h \cdot c \cdot R_\infty \left( \frac {1} {n^2} - \frac {1} {m^2} \right) = h \cdot \nu_1 \left( \frac {1} {n^2} - \frac {1} {m^2} \right)</math>
Beziehungsweise sowie über die Beziehung <math>|E_1| = \frac {h \cdot c} {e} \cdot R_\infty</math> in der Maßeinheit Elektronenvolt:
:<math>\Delta E_{eV} = \frac {h \cdot \nu_{m,n}} {e} = |E_1| \left( \frac 1{n^2}-\frac 1{m^2} \right) = \frac {h \cdot c} {e} \cdot R_\infty \left( \frac {1} {n^2} - \frac {1} {m^2} \right) \text { (in Elektronenvolt)}</math>
Die höchste Eigenfrequenz <math>\nu_1</math> kann demzufolge auch mit der Rydberg-Konstante ausgedrückt werden:
:<math>\nu_1 = c \cdot R_\infty = \frac {4 \cdot c} {A}</math>
Zu den Methoden der Physik gehört eine Störungsrechnung, wonach bereits eine klassisch gedachte elektrische Schwingung die ''stimulierten'' Quantenübergänge des Wasserstoffs hervorruft, und zwar genau mit dem experimentell bestätigten Spektrum von Frequenzen. Aber um die ''spontane'' Emission von Lichtquanten zu erklären, musste eine gründliche teilchenartige Behandlung des Lichtfeldes her: die ''Quantenfeldtheorie''. Mit deren Rechenmethoden kommt dann korrekt heraus, dass die angeregten Zustände des Atoms nicht ganz stabil sind. Aus dem Vakuum können die Photonen auftauchen, die an die passenden Zustände von Elektronen ankoppeln.
Eine tiefschürfende Deutung des Wasserstoff-Spektrums verdanken wir dem österreichischen Physiker '''{{w|Wolfgang Pauli}}''' (* 1900; † 1958), der mit den Physikern '''{{w|Niels Bohr}}''' (* 1885; † 1962) aus Dänemark, '''{{w|Werner Heisenberg}}''' (* 1901; † 1976) aus Deutschland, dem oben bereits erwähnten Erwin Schrödinger und anderen maßgeblich zur wissenschaftlichen Revolution der Quantenmechanik beitrug. Niels Bohr wurde 1922 für seine Verdienste um die Erforschung der Struktur der Atome und der von ihnen ausgehenden Strahlung der Nobelpreis für Physik verliehen. Werner Heisenberg wurde 1932 für die Begründung der Quantenmechanik, deren Anwendung unter anderem zur Entdeckung der allotropen Formen des Wasserstoffs geführt hat, damit geehrt.
Wolfgang Pauli gelang 1926 eine algebraische Formulierung des Wasserstoff-Modells dank einer in sich geschlossenen Gruppe von Symmetrie-Operatoren.<ref>Wolfgang Pauli: ''Über das Wasserstoffspektrum vom Standpunkt der neuen Quantenmechanik'', Zeitschrift für Physik, Band 36, 5. Heft, 27. März 1926, Seite 336 bis 665, Julius Springer, Berlin</ref> Er konnte das Spektrum ganz ohne die lästigen Schrödingerschen Differenzialgleichungen herleiten. Die spezielle Form der Coulomb-Anziehung zwischen Elektron und Proton erlaubt einen hohen Grad von Symmetrie.
Seither spielten die Symmetriegruppen eine steigende Rolle in der Physik. Häufig werden solche Gruppen in der Natur dargestellt in Verbindung mit Serien von ganzen Quantenzahlen. Symmetrie und Harmonie sind offenbar eng miteinander verbunden. Der deutsche theoretische Physiker '''{{w|Arnold Sommerfeld}}''' (* 1868; † 1951) schrieb im September 1919 in München im Vorwort seines Buches ''Atombau und Spektrallinien'':
<blockquote>
Seit der Entdeckung der Spektralanalyse konnte kein Kundiger zweifeln, daß das Problem des Atoms gelöst sein würde, wenn man gelernt hätte, die Sprache der Spektren zu verstehen. Das ungeheure Material, welches 60 Jahre spektroskopischer Praxis aufgehäuft haben, schien allerdings in seiner Mannigfaltigkeit zunächst unentwirrbar. Fast mehr haben die sieben Jahre Röntgenspektroskopie zur Klärung beigetragen, indem hier das Problem des Atoms an seiner Wurzel erfaßt und das Innere des Atoms beleuchtet wird. '''Was wir heutzutage aus der Sprache der Spektren heraus hören, ist eine wirkliche Sphärenmusik des Atoms, ein Zusammenklingen ganzzahliger Verhältnisse, eine bei aller Mannigfaltigkeit zunehmende Ordnung und Harmonie.''' Für alle Zeiten wird die Theorie der Spektrallinien den Namen '''Bohrs''' tragen. Aber noch ein anderer Name wird dauernd mit ihr verknüpft sein, der Name '''Plancks'''. Alle ganzzahligen Gesetze der Spektrallinien und der Atomistik fließen letzten Endes aus der Quantentheorie. Sie ist das geheimnisvolle '''Organon''', auf dem die Natur die '''Spektralmusik''' spielt und nach dessen '''Rhythmus''' sie den Bau der Atome und Kerne regelt.
</blockquote>
'''Siehe auch''':
* '''[[Quantenmechanik|→ Wikibook Quantenmechanik]]'''
* '''[[Unsere Quantenwelt|→ Wikibook Unsere Quantenwelt]]'''
== Musiktheoretischer Hintergrund ==
=== Auditive Wahrnehmung ===
Das menschliche Ohr ist ein bemerkenswertes Messinstrument, das sowohl für die Amplituden wie für die Frequenzen von Schallwellen eine ''logarithmische'' Empfindlichkeit aufweist. Das bedeutet, dass für uns die Lautstärke um den gleichen Schritt zunimmt, wenn die Amplitude mit demselben Faktor multipliziert wird - nicht etwa wenn derselbe Betrag addiert wird. Genauso steigt die Tonhöhe für uns um den gleichen Schritt, wenn die Frequenz um einen Faktor erhöht wird. Der Faktor zwei wird besonders deutlich wahrgenommen, nämlich als eine Oktave. Im Abstand von Oktaven klingen die Melodien so ähnlich, dass man den Tönen den gleichen Namen gibt, versehen mit Strichlein oder Ziffern, wenn man die Oktavenlage angeben will.
Vielen ist das logarithmische Maß geläufig, mit dem wir die Verhältnisse von Amplituden beschreiben. Ein Faktor zehn wurde als 20 Dezibel definiert. Ein Amplitudenfaktor <math>q</math> kann mit dem dekadischen Logarithmus <math>\operatorname{lg}</math> beziehungsweise <math>\log_{10}</math> oder mit einem Logarithmus zu einer beliebigen Basis <math>\log</math> in einen Pegel <math>Q</math> in der '''Maßeinheit Dezibel (dB)''' umgerechnet werden:
:<math>Q \text{ (in Dezibel)} = 20 \text{ dB} \cdot \log_{10} q = 20 \text{ dB} \cdot \frac {\log q} {\log 10}</math>
Das gleiche Prinzip funktioniert bei den Frequenzen respektive den wahrgenommenen Tonhöhen. Ein Faktor zwei wurde als 1200 Cent definiert. Alle zwölf Halbtöne - beziehungsweise alle kleine Sekunden - haben in der Musiktheorie bei der gleichstufigen Stimmung definitionsgemäß eine Größe von 100 Cent. Zwölf gleichgroße Halbtöne direkt übereinander ergeben eine Oktave, die demzufolge eine Größe von 1200 Cent hat. Der Tonhöhenunterschied <math>c</math> in der '''Maßeinheit Cent (C)''' bei einem vorgegebenen Frequenzverhältnis <math>q</math> kann mit der folgenden Formel ebenfalls mit einem Logarithmus zu einer beliebigen Basis <math>\log</math> oder mit dem Logarithmus dualis <math>\operatorname{ld}</math> beziehungsweise <math>\log_{2}</math> berechnet werden:
:<math>c \text{ (in Cent)} = 1200 \text{ C} \cdot \log_{2} {q} = 1200 \text{ C} \cdot \frac {\log {q}} {\log {2}}</math>
Die Bezeichnung Cent für die Maßeinheit wurde 1875 von '''{{w|Alexander John Ellis}}''' (* 1814; † 1890) im Anhang zu seiner Übersetzung von {{w|Hermann von Helmholtz}}’ Buch ''Die Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik'' zum Größenvergleich von Intervallen vorgeschlagen.<ref>Hermann von Helmholtz: [http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/references?id=lit3483 ''Die Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik.''], Vieweg, Braunschweig, 1863.</ref><ref>Alexander John Ellis: ''On the Sensations of Tone as a Physiological Basis for the Theory of Music'', London, Longmans, Green & Company, 1875</ref>
=== Intervalle ===
Zwei Töne, die als ein musikalisches Intervall im ganzzahligen Schwingungsverhältnis zueinanderstehen, werden als konsonant klingend empfunden. Dies ist besonders deutlich bei der Prime und bei der Oktave, bei denen das Frequenzverhältnis 1:1 beziehungsweise 1:2 ist. Je größer die beiden ganzen Zahlen werden, desto geringer wird der Effekt wahrgenommenen Konsonanz und somit einer harmonischen Wahrnehmung. Dieser Effekt ist für geübte Ohren auch bei der reinen Quinte (Frequenzverhältnis 2:3) und bei der reinen Quarte (Frequenzverhältnis 3:4) noch gut zu hören. Instrumente ohne fest vorgegebene Tonhöhen wie Streicher oder Posaunen sowie Gesangsensembles können auch große und kleine Terzen (Frequenzverhältnis 4:5 und 5:6) beziehungsweise kleine und große Sexten (Frequenzverhältnis 5:8 und 3:5) rein intonieren. Insbesondere bei Dur- und Moll-Dreiklängen, die aus drei Tönen im Abstand einer großen und einer kleinen Terz beziehungsweise einer Quinte zusammengesetzt sind, entsteht durch die Verwendung reiner Intervalle ein besonders harmonisch empfundener Klang.
Die folgende Tabelle gibt die Frequenzverhältnisse bei den musikalischen Intervallen von der Prime bis zur Oktave in der reinen Stimmung und in Bezug auf die Quarte, Quinte und Oktave in pythagoreischer Stimmung wieder:
{| class="wikitable"
|-
! Intervall !! Frequenzverhältnis<br/>in reiner Stimmung !! Frequenzverhältnis<br/>in reiner Stimmung<br/>als Dezimalwert !! Frequenzverhältnis<br/>in gleichstufiger Stimmung<br/>als Dezimalwert !! Abweichung zwischen<br/>reiner Stimmung und<br/>gleichstufiger Stimmung<br/>in Cent
|-
| '''Prime''' || 1:1 || 1,0000 || 1,0000 || 0
|-
| '''Kleine Sekunde''' || 15:16 || 0,9375 || 0,9439 || 12
|-
| '''Große Sekunde''' || 8:9 || 0,8889 || 0,8909 || 4
|-
| '''Kleine Terz''' || 5:6 || 0,8333 ||0,8409 || 16
|-
| '''Große Terz''' || 4:5 || 0,8000 || 0,7937 || -14
|-
| '''Quarte''' || 3:4 || 0,7500 || 0,7492 || -2
|-
| '''Tritonus''' || 25:36 || 0,6944 || 0,7071 || 31
|-
| '''Quinte''' || 2:3 || 0,6667 || 0,6674 || 2
|-
| '''Kleine Sexte''' || 5:8 || 0,6250 || 0,6300 || 14
|-
| '''Große Sexte''' || 3:5 || 0,6000 || 0,5946 || -16
|-
| '''Kleine Septime''' || 9:16 || 0,5625 || 0,5612 || -4
|-
| '''Große Septime''' || 8:15 || 0,5333 || 0,5297 || -12
|-
| '''Oktave''' || 1:2 || 0,5000 || 0,5000 || 0
|}
Der Tritonus ist also das Intervall zwischen der Quarte und der Quinte. Am großen Zahlenverhältnis 25:36 liest man ab, ohne den Zweiklang gehört zu haben: da kommt eine Dissonanz heraus. In gleichstufiger Stimmung haben die beiden Töne das folgende irrationale Frequenzverhältnis (auch kein sanfter Klang):
:<math>2^{- \frac {6} {12}} = 2^{- \frac {1} {2}} = \sqrt {\frac {1} {2}}</math>
Positive Abweichungen in der letzten Spalte mit der Maßeinheit Cent bedeuten, dass der Ton der reinen Stimmung höher ist als der Ton der gleichstufigen Stimmung, und negative Abweichungen bedeuten, dass der Ton der reinen Stimmung tiefer ist als der Ton der gleichstufigen Stimmung.
Bemerkenswert ist, dass bei den oben in der Tabelle angegebenen ganzzahligen Verhältnissen unter den Zahlen mit nur einer Ziffer allein die Sieben nicht auftaucht, was unterstreicht, dass sie aus Sicht einiger mittelalterlicher Autoren eine besondere Zahl ist.
Mehr zu den Stimmungen und mancherlei pingelige Berechnungen gibt es hier zu lesen:
* '''[[Till Eulenspiegels lustige Serie/ Stimmung]]'''
→ Siehe hierzu auch:
* '''[[Quadriviale Kuriositäten/ Zahlen#Zur_Sieben|Wikibook / Zahlen / Zur Sieben]]'''
* '''[[Quadriviale Kuriositäten/ Zahlen#Tonsysteme|Wikibook / Zahlen / Tonsysteme]]'''
Die nächste Tabelle stellt die entsprechenden musikalischen reinen Intervalle den Frequenzverhältnissen bei der Balmer-Serie gegenüber:
{| class="wikitable"
|-
! Intervall !! Frequenzverhältnis<br/>in reiner Stimmung !! Frequenzverhältnis<br/>in der Balmer-Serie !! Verhältnis der Frequenzverhältnisse<br/>bei der Balmer-Serie und<br/>bei reiner Stimmung !! Abweichung zwischen<br/>Balmer-Serie und<br/>gleichstufiger Stimmung<br/>in Prozent !! Abweichung zwischen<br/>Balmer-Serie und<br/>gleichstufiger Stimmung<br/>in Cent
|-
| '''Prime''' || 1:1 || 1:1 || 1:1 || 0 || 0
|-
| '''Quarte''' || 3:4 || 20:27 || 80:81 || -1,6 || -20
|-
| '''Quinte''' || 2:3 || 125:189 || 375:378 || -1,3 || -16
|-
| '''Kleine Sexte''' || 5:8 || 5:8 || 1:1 || 0 || 0
|-
| '''Große Sexte''' || 3:5 || 49:81 || 245:243 || 0,8 || 14
|}
[[Datei:Monochord.Balmer-Serie.png|mini|links|hochkant=3|Die Töne der Balmer-Serie auf dem Monochord. Oben das Spektrum mit den fünf Linien des Wasserstoffs und deren Koeffizienten der Balmer-Formel. Darunter das Monochord mit den fünf entsprechenden Saitenlängen, die alle dieselbe Saitenspannung und Saitendicke haben und durch die Verkürzung der Saitenlänge eine kürzere Wellenlänge und somit eine höhere Frequenz aufweisen. Die Konstante <math>A</math> stammt aus der Balmer-Formel und repräsentiert die Wellenlänge für <math>m = \infty</math>.]]
<div style="clear:both"></div>
Schließlich noch eine Tabelle, die die entsprechenden musikalischen Intervalle aus der Balmer-Serie mit den Frequenzverhältnissen bei gleichstufiger Stimmung vergleicht:
{| class="wikitable"
|-
! Intervall !! Frequenzverhältnis<br/>in der Balmer-Serie !! Frequenzverhältnis<br/>in gleichstufiger Stimmung !! Abweichung zwischen<br/>Balmer-Serie und<br/>gleichstufiger Stimmung<br/>in Prozent !! Abweichung zwischen<br/>Balmer-Serie und<br/>gleichstufiger Stimmung<br/>in Cent
|-
| '''Prime''' || 1:1 || 1,0000 || 0 || 0
|-
| '''Quarte''' || 20:27 || 0,7492 || -1,1 || 20
|-
| '''Quinte''' || 125:189 || 0,6674 || 0,9 || 16
|-
| '''Kleine Sexte''' || 5:8 || 0,6300 || 0,8 || 14
|-
| '''Große Sexte''' || 49:81 || 0,5946 || -1,7 || -30
|}
[[Datei:Balmer-Serie.Gitarre.svg|mini|links|hochkant=3|Die Töne der Balmer-Serie auf dem Griffbrett einer Gitarre. Oben das Spektrum mit den fünf Linien des Wasserstoffs mit den dazugehörigen Wellenlängenverhältnissen. Darunter das Griffbrett der Gitarre mit den Bünden bei den Halbtönen in gleichstufiger Stimmung. Das Till-Eulenspiegel-Motiv kann auf allen sechs Saiten in verschiedenen Tonhöhen gespielt werden.]]
<div style="clear:both"></div>
Von Schwingungen, Wellen und Obertönen handelt das technische Kapitel, das etwa 30 Papierseiten entspricht:
'''→ [[Till Eulenspiegels lustige Serie/ Schwingende Objekte]]'''.
Es schürft in den physikalischen Grundlagen für Schwingungen und Wellen in Stoffen und bemüht reichlich Formeln und Algorithmen dazu.
== Hans Sommer ==
[[Datei:Hans Sommer (composer).jpg|mini|rechts|Hans Sommer um 1890.]]
Der Komponist und Naturwissenschaftler Hans Sommer könnte Richard Strauss den Sachverhalt über die akustisch-musikalisch Variante der optisch-physikalischen Balmer-Serie vermittelt haben. Es ist leicht nachvollziehbar, dass er über Entdeckungen in der Optik und der Physik bestens unterrichtet war.
Hans Sommer hieß als Sohn von '''Otto Gustav Zincken''' (* 1809; † 1940) eigentlich Hans Friedrich August Zincken genannt Sommer. Der Vater von Otto Gustav Zincken war der promovierte Herzoglich Braunschweigischer Hofmedicus '''{{w|Julius Leopold Theodor Friedrich Zincken}}''' (* 1770; † 1856), der wiederum der Sohn des Justizbeamten '''{{w|Carl Friedrich Wilhelm Zincken}}''' (* 1729; † 1806) und seiner Frau '''Sophie Schläger''' war. Diese Ehe wurde geschieden und beide Ehepartner heirateten erneut. Sophie Schläger heiratete 1782 '''{{w|Johann Christoph Sommer}}''' (* 1741; † 1802), der als Hofrat und Professor für Anatomie am Anatomisch-Chirurgischen Institut in Braunschweig tätig war und dessen Nachname fortan bei ihren Nachfahren der Familie Zincken geführt wurde.
Hans Sommers Vater starb als er zweieinhalb Jahre alt war. Seine verwitwete Mutter, '''Nanny Langenheim''' (* 1813; † 1902), heiratete 1845 den Unternehmer, Optiker und Pionier der Photographie '''{{w|Peter Wilhelm Friedrich von Voigtländer}}''' (* 1812; † 1878). Dessen Vater war der Optiker '''{{w|Johann Friedrich Voigtländer (Optiker)|Johann Friedrich Voigtländer}}''' (* 1779; † 1859), der seit 1808 die Firma ''J. F. Voigtländer, Werkstätte für optische und feinmechanische Instrumente'' führte und der Nachfahre des Optikers und Erfinders '''{{w|Johann Christoph Voigtländer}}''' war (* 1732; † 1797).
Hans und Antonie Sommer hatten die beiden Söhne Otto und Richard.
[[Datei:Stammbaum.Hans.Sommer.png|mini|zentriert|hochkant=4|Der Stammbaum von Hans Friedrich August Zincken, genannt Hans Sommer]]
Hans Sommer war ausgebildeter Mathematiker, und er war in Göttingen auch von dem Physiker '''{{w|Wilhelm Eduard Weber}}''' (* 1804; † 1891) unterrichtet worden. Bereits 1866 wurde er in Braunschweig am Polytechnikum ''Collegium Carolinum'' Professor für Mathematik. Zwölf Jahre später wurde er zum Rektor ernannt, und er war bei der Überführung des Collegiums in die ''Herzogliche Technische Hochschule Carolo-Wilhelmina'' beteiligt, die heute die Technische Universität Braunschweig ist. Er forschte in Braunschweig bis 1884 insbesondere auf dem Gebiet der angewandten Optik.
Er half als einer der Pioniere in der angewandten Optik auch seinem Stiefvater Peter Wilhelm Friedrich Ritter von Voigtländer, der zusammen mit seinem Vater Johann Friedrich Voigtländer ab 1849 als Unternehmer die optischen Werke ''Voigtländer & Sohn'' in Braunschweig führte.<ref>Bernhard Braunecker und Reinmar Wagner: [https://www.sps.ch/artikel/physik-anekdoten/hans-zincke-sommer-1837-1922-/-physiker-und-komponist-16 Hans Zincke-Sommer (1837–1922) / Physiker und Komponist], Zeitschrift Musik & Theater, September 2012, Schweizerische Physikalische Gesellschaft</ref>
Im Jahr 1858 veröffentlichte Hans Sommer in Göttingen seine Inaugural-Dissertation zur Erlangung der philosophischen Doktorwürde mit dem Titel ''Zur Bestimmung der Brechungsverhältnisse''. Hierin widmet er sich auch und ausführlich der Brechung am Prisma, mit dessen Hilfe weißes Licht spektral aufgespalten werden kann, um zum Beispiel Spektrallinien erkennen und vermessen zu können.<ref>Hans Sommer: [https://www.google.de/books/edition/Zur_Bestimmung_der_Brechungsverh%C3%A4ltniss/C2s_AAAAcAAJ Zur Bestimmung der Brechungsverhältnisse], Google Books</ref>
Im Jahr 1870 veröffentlichte Hans Sommer in Braunschweig ein Buch mit dem Titel ''Über die Dioptik der Linsen-Systeme'', in dem er ebenfalls auf den Brechungseffekt eingeht.<ref>Hans Sommer: [https://www.google.de/books/edition/Untersuchungen_%C3%BCber_die_dioptrik_der_li/dO04AAAAMAAJ Über die Dioptik der Linsen-Systeme], Google Books</ref>
→ Siehe hierzu auch '''[[Digitale bildgebende Verfahren: Bildaufnahme#Ablenkung von Lichtstrahlen|Wikibook Digitale bildgebende Verfahren / Ablenkung von Lichtstrahlen]]'''
Hans Sommer und Richard Strauss gründeten 1903 gemeinsam die ''Anstalt für musikalische Aufführungsrechte'' (AFMA), die als erste Vorgängerorganisation der späteren ''Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte'' (GEMA) gilt.
2019 wurde der Briefwechsel zwischen Richard Strauss und Hans Sommer in Buchform herausgegeben.<ref>Christian Cöster: ''Richard Strauss im Briefwechsel mit Hans Sommer, Hermann Bahr und Willy Levin'', Seiten 23 bis 178, Schott, Mainz, 2019</ref>
== Nachwort ==
Ohne die vielfältigen Forschungsergebnisse und bemerkenswerten Entdeckungen aus dem 19. Jahrhundert wäre es sehr schwierig gewesen, die Quantentheorie zu entwickeln. Und ohne das tiefere Verständnis der Quantenmechanik gäbe es vermutlich keine Halbleiter, die heute fast in jedem Haushalt vorhanden sind. Mit explizitem Bezug auf die Lichtemission möge zur Kenntnis genommen werden, dass durch die Erforschung der vielen verschiedenen diskreten Energieniveaus von Gasen, Kristallen und Halbleitern, heute Leuchtstofflampen, Laser und Leuchtdioden hergestellt werden können, die praktisch bei jeder beliebigen Wellenlänge in einem weiten Spektralbereich vom Infraroten bis zum Ultravioletten monochromatisches Licht emittieren. Leuchtdioden werden heute als energieeffiziente Leuchtmittel in der Beleuchtungstechnik und bei fast allen Bildschirmen eingesetzt.
→ Siehe auch Wikibook '''[[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Lichtquellen|Digitale bildgebende Verfahren / Beleuchtung / Lichtquellen]]'''
Bislang sind für die hier aufgestellte interdisziplinäre Hypothese, dass die Entdeckung der ganzzahligen Verhältnisse bei der optisch-physikalischen Balmer-Serie die Umsetzung in ein akustisch-musikalisches Motiv angeregt haben könnte, keine schriftlichen Quellen bekannt geworden. Diese Geschichte wurde allerdings über Generationen von Physikern mündlich tradiert. Der Hauptautor hatte sie Mitte der 1980er Jahre in einer Lehrveranstaltung der Technischen Universität Berlin von Professor '''Gerd Koppelmann''' (* 5. September 1929; † 21. September 1992) erfahren. Der Hauptautor dankt seinem Doktorvater Professor '''{{w|Heinz Niedrig}}''' für den Nachruf auf dessen Kollegen Gerd Koppelmann.<ref>Heinz Niedrig: [https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1002/phbl.19920481214 Gerd Koppelmann zum Gedenken], Physikalische Blätter, Jahrgang 48, 1992, Nummer 12</ref>
== Literatur ==
* Markus Bautsch: ''Die von Johann Jakob Balmer gefundenen Zahlenverhältnisse bei den Spektrallinien des Wasserstoffs'', in: Gudrun Wolfschmidt (Herausgeberin): ''Astrophysik seit 1900 – Jubiläum von Karl Schwarzschild (1873–1916) und Ejnar Hertzsprung (1873–1967)'', Proceedings der Tagung des Arbeitskreises Astronomiegeschichte in der Astronomischen Gesellschaft in Berlin im September 2023, tredition (Nuncius Hamburgensis – Beiträge zur Geschichte der Naturwissenschaften, Band 59), Hamburg, 2024, Seiten 14–33.
== Siehe auch ==
* [[Quadriviale Kuriositäten]]
== Einzelnachweise ==
<references></references>
<noinclude>
==Zusammenfassung des Projekts==
{{Vorlage:StatusBuch|10}}
* '''Zielgruppe:''' Musiker, Naturwissenschaftler
* '''Lernziele:''' Zahlenverhältnisse bei Licht- und Schallfrequenzen
* '''Buchpatenschaft/Ansprechperson:''' [[Benutzer:Bautsch]]
* '''Sind Co-Autoren gegenwärtig erwünscht?''' Ja, sehr gerne. Korrekturen von offensichtlichen Fehlern direkt im Text; Inhaltliches bitte per Diskussion.
* '''Richtlinien für Co-Autoren:''' Wikimedia-like.
{{:Till Eulenspiegels lustige Serie/ Navigation}}
[[Kategorie:Studium]]
[[Kategorie:Arithmetische Kuriositäten]]
[[Kategorie:Musikalische Kuriositäten]]
</noinclude>
1854abhoopdo8stj7jm9n6ylb1d77du
Till Eulenspiegels lustige Serie/ Schwingende Platten
0
114830
1088557
973863
2026-07-02T16:47:13Z
Dirk Hünniger
48754
/* Umgehung von Differenzialgleichungen und Randbedingungen */
1088557
wikitext
text/x-wiki
=== Eigenschwingungen zweidimensionaler Objekte ===
In diesem Kapitel soll beispielhaft mit der Mechanik elastischer Körper und mit den Methoden von Walter Ritz durchgerechnet werden, welche Schwingungen eine quadratische Platte ausführen kann, wenn sie frei aufgestellt wird.<ref>[https://zenodo.org/record/2318087#.YNiV3ugzbcs Walter Ritz (1909). Theorie der Transversalschwingungen einer quadratischen Platte mit freien Rändern.]</ref> Die Modellvorstellung: die Ränder und Ecken bleiben frei beweglich.
==== Die Klangfiguren von Chladni ====
[[Datei:Chladini.Diagrams.for.Quadratic.Plates.svg|thumb|400px|Einige von Chladnis Klangfiguren]]
[[Datei:Chladni_guitar.svg|thumb|400px|Chladni-Moden einer Gitarrendecke]]
'''Ernst Florens Friedrich Chladni''' (1756-1827) war zuerst promovierter Jurist und sattelte dann auf die Naturwisssenschaften um, wo er zum Begründer der physikalischen Akustik wurde. Er studierte die Töne, mit denen die Platten aus Glas oder Metall erklingen, wenn sie angeschlagen oder anderweitig angeregt werden. Er versah die Frequenzen mit Noten aus der Zwölftonskala und machte die zugehörigen stehenden Wellen als Figuren der Knotenlinien sichtbar. Dazu streute er feinen Sand auf die Platte und strich sie an ausgewählten Stellen am Rand mit dem Geigenbogen. Der Sand sammelt sich bei den Eigenschwingungen auf bestimmten Knotenlinien, also da, wo die Platte sich nicht bewegt. Die ''Chladnischen Klangfiguren'' sind das Ergebnis seiner Experimente. Chladni war es auch, der erkannte, dass die Meteoriten aus dem Weltall stammen, entgegen der Meinung von hochrangigen skeptischen Intellektuellen.
Die Theorie im Anschluss an Chladni, vorangetrieben durch Kirchhoff, Ritz, ... machte die Platten-Schwingungen berechenbar. Für die eckigen (im Gegensatz zu kreisrunden) Platten gab es keine analytische Lösung, aber bahnbrechende Fortschritte in der Numerik.
==== Theorie der elastischen Platte ====
Um die transversalen Schwingungen von Platten zu berechnen, kann man ausgehen von den Ergebnissen eine Dimension niedriger, also den Schwingungen der Saiten. Es wurde möglich, mathematisch ausformulierte Lösungen des Problems bei rechteckigen Platten zu finden, die an zwei oder vier Kanten fest eingespannt sind. Aber für die frei bewegliche Platte, wie sie Chladnis Versuchen nahekommt, holte man keine analytischen Wellenformen heraus aus den Differenzialgleichungen und den Randbedingungen. Fangen wir an mit dem freischwingenden Stab oder Draht oder Balken, wie auch immer.
==== Biegeschwingung in einer Dimension ====
Die Wirkung der biegesteifen Saite mit Zugkraft <math>F</math> aus dem vorigen Kapitel hatte diese quadratische Form, als ein Integrand über Ort und Zeit betrachtet:
:<math>L=\frac{\mu}2\dot w^2-\frac F2 (w')^2-\frac{EI}2 (w'')^2</math>
Nun soll die Zugkraft wegfallen und der Draht oder Balken soll frei sein, nicht an den Enden eingespannt. Welche transversalen Schwingungen macht er dann?
Mit dem Ansatz <math>w(x,t)=\cos(\omega t)u(x)</math> und der schlampigen Annahme, dass in ganz ferner Zukunft und Vergangenheit die Werte von ''w'' vernachlässigt werden, ersetzen wir in der Dichte ''L'' den Term <math>\dot w^2</math> mit Hilfe von partieller Integration über die Zeit durch <math>-w\ddot w = \omega^2\cdot w^2</math>.
Es bleibt ein Variationsproblem auf der ''x''-Achse, unabhängig von der Zeit:
:<math>\int \Big[\frac{\mu\omega^2}2 w^2 - \frac{EI}2 (w'')^2\Big]\;dx =</math> extremal oder stationär.
Setzen wir <math>w(x,t)\text{ zu }u(x)</math>, und <math>\lambda=\frac{\mu\omega^2}{EI}</math>, dann wird daraus:
:<math>\frac\delta{\delta u}\Big(\int \Big[\frac{(u'')^2}2-\lambda\frac{u^2}2\Big]\;dx\Big)=0.</math>
Aus dieser Form des Problems kann man sowohl eine Differenzialgleichung im Drahtinneren als auch die Randbedingungen an den Drahtenden herleiten. Wenn das analoge Problem eine Dimension höher für die Platte drankommt, wird es Gleichungen fürs Innere, für die Kanten und für die Ecken geben. Daher üben wir die Sache zuerst mit einer Dimension. Der Draht/Balken sei auf dem Intervall [-''a,a''] angesiedelt.
Die Funktion ''u(x)'' wird mit einer glatten Testfunktion ε(''x'') variiert, typischerweise einer beliebig konzentriert gedachten Warze an irgendeinem Ort. Die Ein-Parameter-Familie <math>\{u(x)+z\;\epsilon(x)|-1<z<1\}</math> ergibt bei ''z''=0 ein Minimum des Wirkungsfunktionals, wenn ''u''() eine Lösung des Problems sein soll. Als Funktion von ''z'' betrachtet, hat diese Wirkung die erste Ableitung Null bei ''z''=0. Das ist hier die Rechenaufgabe:
:<math>0=\frac d{dz}|_{z=0}\int L(u+z\epsilon,(u+z\epsilon)',(u+z\epsilon)'')\;dx</math>
:<math>0= \int\Big(\frac{\partial L}{\partial u(x)}\epsilon(x)+\frac{\partial L}{\partial u'(x)}\epsilon'(x)+\frac{\partial L}{\partial u''(x)}\epsilon''(x)\Big)\;dx</math>
Nun werden die Ableitungen von ε(''x'') aus dem Inneren vertrieben, nämlich mit partieller Integration:
:<math>\int\frac{\partial L}{\partial u'(x)}\epsilon'(x)\;dx=\frac{\partial L}{\partial u'}\epsilon|_{-a}^a-\int\Big(\frac d{dx}\frac{\partial L}{\partial u'}\Big)\epsilon\;dx</math>
:<math>\int\frac{\partial L}{\partial u''(x)}\epsilon''(x)\;dx=\frac{\partial L}{\partial u''}\epsilon'|_{-a}^a-\int\Big(\frac d{dx}\frac{\partial L}{\partial u''}\Big)\epsilon'(x)\;dx</math>
Das letzte Integral wird noch einmal umgeformt:
:<math>-\int\Big(\frac d{dx}\frac{\partial L}{\partial u''}\Big)\epsilon'(x)\;dx=-\Big(\frac d{dx}\frac{\partial L}{\partial u''}\Big)\epsilon|_{-a}^a+\int\Big(\frac{d^2}{dx^2}\frac{\partial L}{\partial u''}\Big)\epsilon(x)\;dx</math>
Jetzt gibt es einen Integranden mit dem Faktor ε(''x'') und Randterme. Weil die Testfunktionen beliebige Buckel sind, muss ihr Multiplikand identisch Null werden, um die Extremalbedingung zu erfüllen. Einsammeln von dem, was unter dem Integral bleibt, ergibt die Differenzialgleichung für ''u''(), nämlich:
:<math>\frac{\partial L}{\partial u}-\frac d{dx}\frac{\partial L}{\partial u'}+\frac{d^2}{dx^2}\frac{\partial L}{\partial u''}=0</math>
Die Randterme an der oberen Grenze ''x=a'' sind:
:<math>\frac{\partial L}{\partial u'}\epsilon+\frac{\partial L}{\partial u''}\epsilon'-\Big(\frac d{dx}\frac{\partial L} {\partial u''}\Big)\epsilon</math>
Da es sich um einen isolierten Punkt handelt, kann dort das beliebige <math>\epsilon</math>; und seine Ableitung unabhängig verformt werden. Es gibt daher zwei Randbedingungen für die Funktion ''u''():
:<math>0=\frac{\partial L}{\partial u''}(x=a);\quad 0=\Big(\frac{\partial L}{\partial u'}-\frac d{dx}\frac{\partial L}{\partial u''}\Big)(x=a)</math>
Am unteren Grenzpunkt ''x=-a'' folgen die gleichen Bedingungen noch einmal.
:Konkretes Beispiel <math>L= ((u'')^2/2-\lambda\; u^2/2)</math>
:<math>\frac{\partial L}{\partial u}+\frac{d^2}{dx^2}\frac{\partial L}{\partial u''}=u''''(x)-\lambda\;u(x)=0;</math>
:<math>\frac{\partial L}{\partial u''}(\pm a)= u''(\pm a)=0;</math>
:<math>\frac d{dx}\frac{\partial L}{\partial u''}(\pm a)= u'''(\pm a)=0.</math>
Die Differenzialgleichung im Intervall ist zu lösen mit den Randbedingungen, dass die zweite und dritte Ableitung an den Endpunkten verschwindet.
Im Kapitel zu den Saiten wurde der frei longitudinal schwingende Stab erwähnt und seine Randbedingungen wurden mit etwas wedelnden Händen, den berühmten ''hand-waving arguments'', begründet. Hier zeigt sich, wie man sie rigoros aus dem Wirkungsprinzip hätte ableiten sollen.
==== Die Reihe der Biegeschwingungen des Balkens ====
Mit den Endpunkten <math>x=\pm 1</math> erwartet man gerade und ungerade Lösungen der Gleichung <math>u''''=\lambda u</math>, die aus den trigonometrischen und den hyperbolischen Funktionen linearkombiniert werden. Gleichung und Randbedingungen sagen:
:<math> u=a\;\cos(kx)+b\;\cosh(kx);\;k^4=\lambda;\;-a\cos(k)+b\cosh(k)=0;\;a\sin(k)+b\sinh(k)=0</math>
:<math> u=a\;\sin(kx)+b\;\sinh(kx);\;k^4=\lambda;\;-a\sin(k)+b\sinh(k)=0;\;-a\cos(k)+b\cosh(k)=0</math>
Elimination von ''a,b'' ergibt je eine numerisch zu lösende Gleichung für zwei diskrete Folgen von Lösungen.
:<math>\tan k_n=-\tanh k_n;\; a_n=\cosh k_n;\;b_n=\cos k_n\quad</math> (''n'' gerade);
:<math>q_n=\sqrt{(a_n^2+b_n^2)};\; u_n(x)=(a_n\cos k_nx+b_n\cosh k_n x)/q_n;</math>
:<math>\tan k_n=+\tanh k_n;\; a_n=\sinh k_n;\;b_n=\sin k_n\quad</math> (''n'' ungerade);
:<math>q_n=\sqrt{(a_n^2-b_n^2)};\; u_n(x)=(a_n\sin k_nx+b_n\sinh k_n x)/q_n.</math>
Die Koeffizienten konnten so justiert werden, dass das Integral über Paare von diesen Eigenschwingungen eine ''Orthogonalitätsrelation'' erfüllt:
:<math>\int_{-1}^1u_n(x)\;u_m(x)\;dx=\delta_{nm}.</math>
Um ein vollständiges Funktionensystem zu erhalten, werden am Anfang der Reihe zwei triviale Funktionen vorgeschaltet, die nicht schwingen:
:<math>u_0(x)=1/\sqrt{(2)};\quad u_1(x)=\sqrt{(3/2)}\;x.</math>
Danach kommen die Wellenzahlen <math>k_n</math> dran in aufsteigender Ordnung.
:<math>k_2</math>=2,365 ist die erste gerade Lösung, Knoten an den Enden in <math>u_2(x)</math>.
:<math>k_3</math>=3,9266 die erste ungerade Lösung mit einem Knoten mehr in der Mitte.
Nach Ritz kann man jede stetige Funktion auf dem Intervall [-1,1] durch eine gleichmäßig konvergente Reihe aus diesem Funktionensatz approximieren mit:
:<math>f(x)=\sum\nolimits_{n=0}^\infty f_n\;u_n(x);\quad f_n=\int_{-1}^1 u_n(x)f(x)\;dx.</math>
Dabei stört es nicht, dass die Randbedingungen der verschwindenden zweiten und dritten Ableitung gelten.
Das erste beiliegende Skript berechnet die Reihe der Funktionen in Form der Tupel <math>\{k_n,a_n,b_n,q_n\}</math> so weit wie nötig, um die Näherungsverfahren damit durchzuführen. In zwei Dimensionen wird eine doppelt indizierte Produktbasis nützlich sein, <math>\{u_n(x)\cdot u_m(y)\}</math>.
Man kann die Orthogonalität ohne Nachrechnen beweisen. Denn <math>u\mapsto u''''</math> ist ein ''symmetrischer'' Operator auf dem Teilraum der Funktionen, die den Randbedingungen genügen. Das heißt, mit partieller Integration gilt für Paare:
:<math>\int_{-1}^1u(v)v''''(x)\;dx=\int_{-1}^1u''''(x)v(x)\;dx.</math>
Bei den Randtermen während der Umformung taucht nämlich immer eine zweite oder dritte Ableitung auf, die nach Voraussetzung zu Null wird.
Nun das Argument: Sind ''u''() und ''v''() zwei Eigenfunktionen zu einem symmetrischen Operator mit verschiedenen Eigenwerten, dann sind sie orthogonal. In der Tat liefert <math>v''''=\lambda v;\;u''''=\mu u</math> beim Einsetzen in die Symmetriegleichung das ''Skalarprodukt'' aus, <math>\langle u|v\rangle=\int u(x)v(x)\;dx</math> mit ungleichen Koeffizienten. Es muss daher verschwinden. Die Reihe der <math>u_n</math> hat die Reihe von Eigenwerten <math>\lambda_n=k_n^4</math>, am Anfang zusätzlich <math>\lambda_0=\lambda_1=0</math>.
==== Vollständige orthonormale Funktionensysteme ====
Orthogonale Funktionen sind ein wichtiges Hilfsmittel. Beliebige aber brave Funktionen werden als Linearkombinationen von solchen ausgedrückt. Das Integral <math>\iint_F f(x,y)g(x,y)\;dx\;dy</math> wird als ein Skalarprodukt bezeichnet und in der Physik gern als <math>\langle f|g\rangle</math> notiert. Es ist symmetrisch, linear in beiden Argumenten und <math>\langle f|f\rangle</math> ist streng positiv außer bei der Nullfunktion (Pedantisch: auf Mengen vom Maß Null darf ''f'' machen, was es will). Im Vektorraum der Funktionen gibt es dann die L<sub>2</sub>-Norm
:<math>\|f\|=\langle f|f\rangle^{1/2}</math>
und den Abstand <math>\|f-g\|</math> zwischen zwei Funktionen. Eine Folge oder Reihe von Funktionen konvergiert gegen eine Grenzfunktion, wenn die Folge der Abstände dazu gegen Null geht. Dies ist eine schwache Art von Konvergenz, manchmal "Grenzwert im Mittel" oder "l.i.m." genannt. Wesentlich strengere Metriken wären die punktweise Konvergenz von Funktionen und die noch stärkere gleichmäßige Konvergenz. In der Praxis hat man mit der L<sub>2</sub>-Norm das Privileg eines ''Hilbert-Raums''. Es gibt ''Vollständige Orthonormalsysteme'' von Funktionen, die eine abzählbare Basis für die Gesamtheit der Funktionen ausmachen. Jedes Hilbert-Raum-Element ist Grenzwert einer Reihe von linearkombinierten Basisfunktionen <math>f(x,y)=\sum\nolimits_{i=0}^\infty f_i\; b_i(x,y)</math>. Die Basisfunktionen sind orthonormal, <math>\langle b_i|b_k\rangle=\delta_{ik}.</math> Die Koeffizienten der Entwicklung sind einfach zu berechnen übers Skalarprodukt: <math>f_i=\langle b_i|f\rangle</math>. Die Fourier-Reihen bilden ein Musterbeispiel der Reihenentwicklung von Funktionen. Aber es gibt jede Menge von anderen Orthonormalsystemen, die spezifisch auf die jeweilige Anwendung gemünzt werden.
'''Beispiel''' für orthogonale Polynome.
Die Monome <math>\{y_i(x)=x^i;\;i=0,1,...\}</math> sind eine Basis, in der man gutartige Funktionen auf dem Intervall <math>x\in[-1,1]</math> annähern kann. Die Entwicklung nennt sich die Taylor-Reihe
:<math>f(x)=\sum\nolimits_{n=0}^\infty f_n\;x^n=\sum\nolimits_{n=0}^\infty \frac 1{n!}\frac{d^nf(0)}{dx^n} x^n</math>
Wir wollen aus den Monomen eine andere Basis machen <math>\{z_i\}</math>, die orthonormal sei bezüglich des Produktes <math>\langle f|g\rangle=\int_{-1}^1f(x)g(x)\;dx</math>.
Mit <math>y_0=1 \text{ und }z_0=(1/\sqrt 2)</math> fängt ein Induktionsargument an. Was folgt, ist die gleiche Prozedur auf jedem Vektorraum mit Skalarprodukt. Angenommen, es seien bereits orthonormal
:<math>\{z_i|i=0...n\};\;\langle z_i|z_k\rangle=\delta_{ik}.</math>
Dann verbiegen wir <math>y_{n+1}</math> zuerst so, dass wir all seine Projektionen auf die vorhandenen <math>z_i</math> abziehen:
:<math>w:= y_{n+1}-\sum\nolimits_{i=0}^n\langle z_i|y_{n+1}\rangle z_i\;\Rightarrow\;\forall k:\;\langle z_k|w\rangle=\langle z_k|y_{n+1}\rangle-\sum\nolimits_{i=0}^n\langle z_i|y_{n+1}\rangle\delta_{ki}=0.</math>
Bleibt nur noch, dieses neue orthogonale Element zu normieren und zu vereinnahmen mit der Definition:
:<math>z_{n+1}:= w/(\sqrt{\langle w|w\rangle})</math>.
Das Ergebnis ist eine Reihe von orthonormalen Vektoren, hier Polynomen. Das Skalarprodukt hat hier die spezielle Eigenschaft <math>\langle y_i|y_k\rangle=0</math> falls (''i+k'') ungerade ist, weil das Integral einer ungeraden Funktion über [-1,1] verschwindet. Rekursiv folgt daraus, dass alle <math>z_i(x)</math> gerade oder ungerade Funktionen sind, je nachdem ob ihr Index gerade ist oder nicht.
Ein kleines Skript erzeugt die Polynome bis zur Ordnung 16, in Form ihrer Koeffizientenlisten. Sie werden ein Testsystem für die Ritz-Methode, mit einem weniger guten als dem fast idealen Basissystem von Ritz.
Bemerkung. Wenn eine Normierung nicht gefordert wird, kann die Orthogonalisierung mit folgender Rekursion erfolgen, ohne Wurzelrechnung:
:<math>z_{n+1}= y_{n+1}-\sum\nolimits_{i=0}^n\frac{\langle z_i|y_{n+1}\rangle}{\langle z_i|z_i\rangle}\cdot z_i</math>
So sehen die ersten nicht-normierten Polynome mit ganzen Koeffizienten aus, die ein Skript mit Ganzzahl-Arithmetik ermittelte:
:<math>\begin{array}{ll}
p_{0}&=1\\
p_{1}&=x\\
p_{2}&=3\;x^{2}-1\\
p_{3}&=5\;x^{3}-3\;x\\
p_{4}&=35\;x^{4}-30\;x^{2}+3\\
p_{5}&=63\;x^{5}-70\;x^{3}+15\;x\\
p_{6}&=231\;x^{6}-315\;x^{4}+105\;x^{2}-5\\
p_{7}&=429\;x^{7}-693\;x^{5}+315\;x^{3}-35\;x\\
p_{8}&=6435\;x^{8}-12012\;x^{6}+6930\;x^{4}-1260\;x^{2}+35\\
p_{9}&=12155\;x^{9}-25740\;x^{7}+18018\;x^{5}-4620\;x^{3}+315\;x\\
p_{10}&=46189\;x^{10}-109395\;x^{8}+90090\;x^{6}-30030\;x^{4}+3465\;x^{2}-63\\
p_{11}&=88179\;x^{11}-230945\;x^{9}+218790\;x^{7}-90090\;x^{5}+15015\;x^{3}-693\;x\\
p_{12}&=676039\;x^{12}-1939938\;x^{10}+2078505\;x^{8}-1021020\;x^{6}+225225\;x^{4}-18018\;x^{2}+231\\
\end{array}</math>
Auf dem quadratischen Gebiet [-1,1]x[-1,1] sind die paarweisen Produkte von orthonormalen Polynomen einer Variablen wieder ein Orthonormalsystem, <math>w_{ik}(x,y)=z_i(x)\cdot z_k(y)</math>. Daraus bildet man Teilbasen fÿr die verschiedenen Symmetriedarstellungen; weiter unten wird das benutzt.
:A,B: <math>(w_{ik}\pm w_{ki})/\sqrt 2</math>, ''i'' und ''k'' ungerade
:C,D: <math>(w_{ik}\pm w_{ki})/\sqrt 2</math>, ''i'' und ''k'' gerade.
:E,F: <math>w_{ik}</math> , ''i'' gerade und ''k'' ungerade, oder umgekehrt.
==== Modell der elastischen Platte ====
Das Modell der elastischen Platte für kleine Auslenkungen ist ein Spezialfall der Theorie eines allgemeinen elastischen Objekts ''P'', das als homogen und isototrop angenommen wird. Dessen Auslenkung aus der Ruhelage für jeden seiner Punkte <math>\vec x \in P</math> wird durch ein Verschiebungsfeld <math>\vec u(\vec x)</math> beschrieben. Die Verschiebungen sind kleine zeitveränderliche Auslenkungen; der Punkt <math>\vec x</math> wandert nach <math>\vec x + \vec u(\vec x)</math>.
Die elastische Energie, also die im Objekt gespeicherte potenzielle Energie ''V'', ist nach dem allgemeinen Hookeschen Gesetz des vorigen Kapitels die Summe über eine quadratische Funktion des symmetrischen Verzerrungstensors :<math>\epsilon_{ik}(\vec x)=(\partial_iu_k+\partial_ku_i)/2;\quad V=\int_P d^3\vec x\; \sum\nolimits_{ijkl}C_{ijkl}\; \epsilon_{ij}\epsilon_{kl}.</math> Die eventuell zeitveränderliche Dichte unter dem Integral werde hier ebenfalls (ewas schludrig, dieser Autor) als <math>V(t,\vec x)</math> bezeichnet.
Zum Glück stecken in den 81 Konstanten ''C'' nur zwei unabhängige Werte, etwa der Elastizitätsmodul ''E'' und die Poisssonsche Querkontraktions-Zahl <math>\nu</math>;. Denn Homogenität und Isotropie sind synonym für vielfache Symmetrie: die Invarianz des Problems unter der Isometrie-Gruppe von Rotationen und Translationen. Daraus folgt mathematisch, wie die Elastizitätskontanten einzudampfen sind.
Wie im Saiten-Kapitel irgendwo ausgeführt wurde, hat mit dem Paar ''(E,ν)'' die Dichte der potenziellen Energie die einfachere Form
:<math>V(t,\vec x)= \frac 12 \sum\nolimits_{ik}\sigma_{ik}\epsilon_{ik}</math>
wo der Cauchy-Spannungstensor σ '''linear''' aus den Verzerrungen erwächst:
:<math>\sigma_{ik}= 2G\epsilon_{ik} = \frac E{\nu+1} \epsilon_{ik} \quad(i\ne k)</math>
:<math>\sigma_{ii} =\frac E{\nu+1}\Big(\epsilon_{ii}+\frac{\nu(\epsilon_{11}+\epsilon_{22}+\epsilon_{33})}{1-2\nu}\Big).</math>
Die Verzerrung ε ist dimensionslos, denn ihre Differenzialquotienten teilen Länge durch Länge. Die Spannung σ hat die Dimension eines ''Drucks'', nämlich Kraft durch Fläche. Unser Integrand ''V'', mal dem Integrationsmaß
im Raum, also dem Volumenelement <math>(dx\;dy\;dz)</math>, bekommt so die Dimension Kraft mal Länge. Gleich Arbeit, gleich ''Energie'', ganz wie gewünscht. Wird noch dazu in der vierten Dimension, der Zeit, integriert, dann haben wir mit Energie mal Zeit in der Tat eine ''Wirkung A'' vor uns. Auf Englisch ''action''.
Azubis der Naturlehre tun gut daran, ab und zu die Dimensionen in den Formeln genau nachzuprüfen. Was viel dabei hilft, Unsinn zu vermeiden.
Ist ein Objekt in Bewegung, etwa weil es vibriert und wofür wir auf ein berechenbares Modell hoffen, dann beschreibt jeder Massenpunkt eine Bahnkurve <math>\vec u(t,\vec x)</math>. Mit der Materialdichte ρ wird die gesamte kinetische Energie zum Zeitpunkt ''t'' das Raum-Integral über die kinetische Energiedichte
:<math>T(t,\vec x)= \rho(\vec x)\;(\partial_t \vec u)^2/2.</math>
Nach dem mächtigen Wirkungsprinzip folgen die Bewegungsgleichungen des Objekts aus der Forderung, dass die Wirkung extremal oder zumindest stationär sei. Die Wirkung ist das vierdimensionale Raumzeit-Integral über die Lagrange-Dichte
:<math>L(t,\vec x)= T(t,\vec x)-V(t,\vec x),\quad A=\int_{[-\infty,\infty]\times P} dt\;d^3\vec x\; L(t,\vec x).</math>
Die Dichte ''L'' hat die Dimension "Druck", das Funktional ''A'' die Dimension "Wirkung". Stationär ist die Wirkung, wenn an jedem Punkt von Raum und Zeit die Euler-Lagrange-Gleichungen für die in ''L'' anwesenden Verschiebungsfelder erfüllt werden. In dieser traditionellen Version kommt das Problem auf den Tisch als ein System von partiellen Differenzialgleichungen.
Die Aufgabe besteht nun darin, diese Allgemeinheiten für den Fall der elastischen Platte auszuarbeiten und soweit zu vereinfachen, dass ein brauchbares Rechenmodell zum Vorschein kommt, eines benannt nach Kirchhoff. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Ränder des Objekts ''P'', also verschieden niedrig-dimensionale Mannigfaltigkeiten an seiner Oberfläche. Auf diesen Teilmengen werden die Euler-Gleichungen eingepfercht mit den Randbedingungen des Problems.
<small>Lücke stopfen: Kirchhoffs Plattentheorie herleiten.</small>
==== Energiedichte, Wirkungsprinzip, Differenzialgleichung, Randbedingungen ====
Das quadratische Potenzial-Funktional ''V{f}'', das die gesuchten Funktionen extremal oder zumindest stationär machen sollen, ist ein Integral über die Fläche ''F'':
:<math>V\{f\}=\iint_F \Big[\left(\frac{\partial^2f}{\partial x^2}\right)^2+\left(\frac{\partial^2f}{\partial y^2}\right)^2 +</math>
:<math>+2\nu\;\left(\frac{\partial^2f}{\partial x^2}\right)\left(\frac{\partial^2f}{\partial y^2}\right)+2(1-\nu)\;\left(\frac{\partial^2f}{\partial x\partial y}\right)^2-\lambda\;f^2\Big]\;dx\;dy</math>
Um Schreibarbeit zu sparen, gibt es in diesem Abschnitt Abkürzungen nach folgendem Muster:
:<math>\frac{\partial f}{\partial x}=\partial_xf=f_x;\; \frac{\partial^2f}{\partial x\partial y}=\partial_x\partial_yf=f_{xy}</math>
Das Energie-Funktional für periodische Lösungen hat die Gestalt
:<math>V\{w\}=\iint_F\big(w_{xx}^2+w_{yy}^2+2w_{xy}^2+2\nu[w_{xx}w_{yy}-w_{xy}^2]-\lambda w^2\big)\;dx\;dy=\iint_F L(w,\partial_x w,...) \;dx\;dy</math>
Allgemein habe das Funktional eine Dichte mit den sechs Argumenten:
:<math>L(w,w_x,w_y,w_{xx},w_{yy},w_{xy})</math>.
Die Variation (die Ableitung bei Null der Ein-Parameter-Familie) mit einer beliebigen Testfunktion <math>\epsilon(x,y)</math> hat einen Integranden ganz analog zum eindimensionalen Fall,
:<math>\frac{\partial L}{\partial w}\epsilon+\frac{\partial L}{\partial w_x}\epsilon_x+\frac{\partial L}{\partial w_y}\epsilon_y+\frac{\partial L}{\partial w_{xx}}\epsilon_{xx}+\frac{\partial L}{\partial w_{yy}}\epsilon_{yy}+\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\epsilon_{xy}</math>
Das Gebiet ''F'' in der Ebene sei nun das Rechteck <math>[x_a,x_b]\times[y_a,y_b]</math>. Die Ableitungen der Testfunktion werden an die Ränder vertrieben, wobei die gemischte Ableitung sogar einen Sonderbeitrag für die Ecken liefern wird.
:<math>\iint\frac{\partial L}{\partial w_x}\epsilon_x\;dx\;dy=\int\Big[(\frac{\partial L}{\partial w_x}\epsilon)
\Big]_{x_a}^{x_b}\;dy - \iint \partial_x\big(\frac{\partial L}{\partial w_x}\big)\epsilon\;dx\;dy</math>
:<math>\iint\frac{\partial L}{\partial w_y}\epsilon_y\;dx\;dy=\int\Big[(\frac{\partial L}{\partial w_y}\epsilon)
\Big]_{y_a}^{y_b}\;dx - \iint \partial_y\big(\frac{\partial L}{\partial w_y}\big)\epsilon\;dx\;dy</math>
:<math>\iint\frac{\partial L}{\partial w_{xx}}\epsilon_{xx}\;dx\;dy=\int\Big[(\frac{\partial L}{\partial w_{xx}}\epsilon_x)
\Big]_{x_a}^{x_b}\;dy - \iint \partial_x\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xx}}\big)\epsilon_x\;dx\;dy</math>
:::<math>-\iint \partial_x\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xx}}\big)\epsilon_x\;dx\;dy=
-\int \Big[\partial_x\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xx}}\big)\epsilon
\Big]_{x_a}^{x_b}\;dy +\iint \partial_x^2\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xx}}\big)\epsilon\;dx\;dy</math>
:<math>\iint\frac{\partial L}{\partial w_{yy}}\epsilon_{yy}\;dx\;dy=\int\Big[(\frac{\partial L}{\partial w_{yy}}\epsilon_y)
\Big]_{y_a}^{y_b}\;dx - \iint \partial_y\big(\frac{\partial L}{\partial w_{yy}}\big)\epsilon_y\;dx\;dy</math>
:::<math>-\iint \partial_y\big(\frac{\partial L}{\partial w_{yy}}\big)\epsilon_y\;dx\;dy=
-\int\Big[ \partial_y\big(\frac{\partial L}{\partial w_{yy}}\big)\epsilon
\Big]_{y_a}^{y_b}\;dx +\iint \partial_y^2\big(\frac{\partial L}{\partial w_{yy}}\big)\epsilon\;dx\;dy</math>
:<math>\iint\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\epsilon_{xy}\;dx\;dy=\int\Big[(\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\epsilon_y)
\Big]_{x_a}^{x_b}\;dy -\iint \partial_x\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\big)\epsilon_y\;dx\;dy</math>
:::<math>-\iint \partial_x\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\big)\epsilon_y\;dx\;dy=
-\int\Big[ \partial_x\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\big)\epsilon
\Big]_{y_a}^{y_b}\;dx +\iint \partial_x\partial_y\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\big)\epsilon\;dx\;dy</math>
:::<math>\int\Big[\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\epsilon_y\big)\Big]_{x_a}^{x_b}\;dy =
\Big[\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\epsilon\Big]_{x_a,y_a}^{x_b,y_b}
-\int \Big[\partial_y\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\big)\epsilon\Big]_{x_a}^{x_b}\;dy</math>
Argumentiert wird, dass ε(''x,y'') ganz willkürlich verformt werden kann im Gebietsinneren und an den Seiten und Ecken. Dazu kann noch <math>\epsilon_x</math> an den Seiten <math>x=x_a,x=x_b</math> und <math>\epsilon_y</math> and den Seiten <math>y=y_a,y=y_b</math> nach Belieben verbogen werden. Wenn das Funktional extremal wird, werden die Faktoren der Testfunktion für all diese Fälle verschwinden. Aufsammeln dieser Faktoren ergibt:
*innen <math>\;\frac{\partial L}{\partial w}-\partial_x\big(\frac{\partial L}{\partial w_x}\big) -\partial_y\big(\frac{\partial L}{\partial w_y}\big) +\partial_x^2\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xx}}\big) +\partial_y^2\big(\frac{\partial L}{\partial w_{yy}}\big) +\partial_x\partial_y\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\big)=0;</math>
*<math>\epsilon\text{ bei }x=x_a,x_b:\quad \frac{\partial L}{\partial w_x} -\partial_x\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xx}}\big)-\partial_y\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\big)=0;</math>
*<math>\epsilon_x\text{ bei }x=x_a,x_b: \quad \frac{\partial L}{\partial w_{xx}}=0;</math>
*<math>\epsilon\text{ bei }y=y_a,y_b:\quad \frac{\partial L}{\partial w_y} -\partial_y\big(\frac{\partial L}{\partial w_{yy}}\big)-\partial_x\big(\frac{\partial L}{\partial w_{xy}}\big)=0;</math>
*<math>\epsilon_y\text{ bei }y=y_a,y_b: \quad \frac{\partial L}{\partial w_{yy}}=0;</math>
*vier Ecken: <math>\quad \frac{\partial L}{\partial w_{xy}}=0.</math>
Mit der Lagrange-Dichte der Transversalschwingungen der Platte ergibt so die Forderung nach verschwindender Variation diese Gleichungen:
*Innen <math>\quad(\partial_x^4+\partial_y^4+2\partial_x^2\partial_y^2)w=(\partial_x^2+\partial_y^2)^2\;w=\lambda w;</math>
*Seiten <math>x=\pm 1:\quad \partial_x(w_{xx}+(2-\nu)w_{yy})=0;\quad w_{xx}+\nu\;w_{yy}=0;</math>
*Seiten <math>y=\pm 1:\quad \partial_y(w_{yy}+(2-\nu)w_{xx})=0;\quad w_{yy}+\nu\;w_{xx}=0;</math>
*Ecken: <math>\quad w_{xy}=0.</math>
Nicht sehr einladend, wenn jemand nach analytischen Lösungen Ausschau hält.
==== Umgehung von Differenzialgleichungen und Randbedingungen ====
Ritz setzt auf mathematisch höherem Niveau an als manche seiner Nachfolger. Das Variationsprinzip, welches ein stationäres Energie-Funktional V über eine bilineare Dichtefunktion fordert, hat automatisch alle nötigen Randbedingungen und Differenzialgleichungen für periodische dynamische Lösungen zur Folge:
*Gleichung vierter Ordnung im Inneren des Rechtecks,
*Gleichungen dritter Ordnung auf den Kanten,
*Gleichung zweiter Ordnung in den Ecken.
Es bleibt einem erspart, alle diese Gleichungen zu lösen! Man wählt eine endliche Basis aus einem Orthonormalsystem von Funktionen. Linearkombinationen davon nähern die richtige Lösung gut genug an. Die Variations-Aufgabe wird zu einem Eigenwertproblem der linearen Algebra. Im Gegensatz zu den Methoden, die testen, wie gut die Gleichungen auf Rändern und im Inneren approximiert werden, wird direkt die Ursache von allem, das Funktional, herangezogen.
{{Zitat|zitat=Der Umstand, daß das Prinzip der kleinsten Aktion, welches die kürzeste Zusammenfassung der Gesetze der meisten physikalischen Erscheinungen gibt, auch in vielen Fällen den direkten Weg zu deren mathematischen Behandlung und numerischen Berechnung weist, dürfte nicht ohne Bedeutung sein.
|autor=Walter Ritz
|quelle=Theorie der Transversalschwingungen einer quadratischen Platte mit freien Rändern, Januar 1909.
}}
==== Stationäre Wirkung als Eigenwertproblem ====
Angestrebt wird eine Näherung mit endlich vielen Basis-Funktionen. Die Methode verwandelt das Problem, Funktionen zu finden, die ein Funktional extremal (oder zumindest stationär) machen, in ein Matrixproblem mit endlicher Dimension. Das Funktional <math>F\{f\}</math> soll quadratisch im Argument sein. Also in allen Integranden, Summanden stehen nur Terme zweiter Ordnung, Produkte zweier linearer Operationen auf der Funktion. Die typisch linearen Faktoren sind da partielle Ableitungen jedweder Ordnung. Deswegen wird das Gleichungssystem in die wohlbekannte lineare Algebra münden.
'''1.''' Aus dem quadratischen machen wir ein symmetrisches bilineares Funktional <math>B(f,g)</math> mit der Definition <math>2 B(f,g):= F\{f+g\}-F\{f\}-F\{g\}</math>. Meist kann ''B'' sofort ohne diese Ausrechnung hingeschrieben werden.
'''2.''' Die Funktion ''f'' wird als Linearkombinationen von ''n'' Basisfunktionen angenähert, etwa <math>f(x,y)=\sum\nolimits_i a_i Z_i(x,y)</math>. Diese Basis definiert die Matrixelemente des Funktionals, <math>F_{ik} = B(Z_i,Z_k)</math>. Wegen der Bilinearität <math>F\{f\}= \sum\nolimits_{i,k} a_i F_{ik} a_k</math>. Der Koeffizientenvektor <math>a=\{a_i\}</math> ist so zu bestimmen, dass das Funktional einen Extremwert annimmt.
'''3.''' Extremwerte treten auf, wenn die partiellen Ableitungen nach allen Komponenten von <math>\{a_i\}</math> verschwinden. Das ist leicht mit der Produktregel:
:<math>0 = \Big(\frac{\partial}{\partial a_j}\Big)\Big(\sum\nolimits_{i,k} a_i F_{ik} a_k\Big)= \Big(\sum\nolimits_k F_{jk} a_k\Big)
+ \Big(\sum\nolimits_i a_i F_{ij}\Big) = 2\Big(\sum\nolimits_k F_{jk} a_k\Big)</math>
wegen der Symmetrie. In Matrix-Vektor-Schreibweise, es ist das Gleichungssystem ''Fa''=0 zu lösen.
'''4.''' Die Arbeit besteht darin, ein geeignetes Basis-System zu wählen. Am Besten ist ein vollständiges Orthonormalsystem, wie wir gleich sehen. Damit muss auch möglich sein, die Matrix des Funktionals effizient zu berechnen.
:'''Anwendung'''.
Das Funktional ''V{f}'' des vorigen Abschnitts wird mit der einschlägigen Notation zur bilinearen symmetrischen Form:
:<math>B(f,g)=\iint_F\big(\partial_x^2f\;\partial_x^2g+\partial_y^2f\;\partial_y^2g+\nu\;(\partial_x^2f\;\partial_y^2g+\partial_y^2f\;\partial_x^2g)+2(1-\nu)\;\partial_x\partial_yf\;\partial_x\partial_yg -\lambda\;fg)\;dx\;dy</math>
Der letzte Term entspricht einem Skalarprodukt. Wenn wir das Variationsproblem mit einem Satz von ''orthonormalen'' Basisfunktion auf eine Matrixgleichung abbilden, macht der Term eine Einheitsmatrix und führt zur ''Eigenwertgleichung''
:<math> \sum\nolimits_k F_{jk}a_k-\lambda\;a_j=0</math>
für einen N-Tupel-Vektor ''a''.
Die Matrix ''F'' kommt hier aus dem Operator-Teil der Bilinearform,
:<math>F_{jk}=\iint_F\big(\partial_x^2Z_j\;\partial_x^2Z_k+\partial_y^2Z_j\;\partial_y^2Zk+\nu\;(\partial_x^2Z_j\;\partial_y^2Z_k+\partial_y^2Z_j\;\partial_x^2Z_k)+2(1-\nu)\;\partial_x\partial_yZ_j\;\partial_y\partial_xZ_k\big)\;dx\;dy</math>
Die Rechenarbeit besteht erst einmal darin, die Matrix für das Orthonormalsystem zu finden, das aus Produkten von je zwei Balken-Funktionen besteht.
Gilt ''f(x,y) = u(x) v(y)'', kann wie folgt notiert werden:
:<math>\frac{\partial^2f}{\partial x^2}=u''v;\quad\frac{\partial^2f}{\partial y^2}=uv'';\quad \frac{\partial^2f}{\partial x\partial y}=u'v'.</math>
Nun sei eine allgemeine Funktion ''f(x,y)'' gut angenähert als eine Summe von Termen aus einem Orthonormalsystem von Funktionen <math>\{u_n(x)v_m(y)\}</math>. Hier sind die ''u'' und die ''v'' die gleiche Folge von (Balken-)Funktionen einer Variablen, aber wir notieren sie verschieden um bei verkürzter Schreibweise ihr Argument gelegentlich wegzulassen. Also gibt es die Doppelsumme
:<math>f(x,y)=\sum\nolimits_n\sum\nolimits_m f_{nm}\;u_n(x)v_m(y)</math>
und eine quadratische Form, wie der Integrand von ''V{f}'', wird eine Vierfachsumme mit einer Koeffientenmatrix wie <math>F_{nm;pq}</math>.
Die Matrixelemente des Potenzials <math>V(u_mv_n,u_pv_q)</math> sind Integrale über
:<math>u_m''u_p''\;v_n v_q+v_n''v_q''\;u_mu_p +\nu\;(u_m''u_p\;v_nv_q'' + v_n''v_q\;u_mu_p'')+ 2(1-\nu)\;(u_m'v_n'u_p'v_q')</math>
Mit Abkürzungen
:<math>\int u_j'u_k'=A_{jk},\;\int u_j''u_k= B_{jk},\;\int u_j''u_k''= C_{jk},</math>
:<math>F_{mn;pq}= C_{mp}+C_{nq} + \nu\;(B_{mp}B_{qn}+B_{nq}B_{pm}) + 2(1-\nu)\;A_{mp}A_{nq}.</math>
Im Anhang A stehen explizite Formeln für die Matrizen A,B,C mit der Reihe der Eigenfunktionen des Balkens. Damit kann ein Rechenskript in Python seine Aufgabe tun.
Bemerkung zur Wahl der Basis:
Für ν=0 ist das Funktional in zwei Dimensionen beinahe die Summe von zwei eindimensionalen Funktionalen, die dem einfachen Balkenmodell entsprechen. Die Funktionen <math>w(x,y)=u_1(x)\cdot u_2(y),\text{ wo }u_1,u_2</math> Eigenschwingungen des Balkens sind, sind ansatzweise schon Lösungen. Daher wird eine Orthonormalbasis aus solchen gut bekannten Lösungen gebaut. Der Parameter ν wird als eine Störung behandelt. Die korrekten Eigenschwingungen sind den ungestörten ganz ähnlich und ergeben sich so, dass zu einer dominanten alten Eigenfunktion kleine Beiträge der anderen Eigenfunktionen beigemischt werden.
==== Graphische Darstellung der Knotenlinien ====
Es gibt Skripte hier in Python, die die Arbeit von Ritz nachrechnen.
Einerseits mit dem System der Balkenfunktionen, andererseits mit
einer Basis von orthogonalen Polynomen. Viele .svg-Bilder werden
auf die Platte geschrieben, im gerade gewählten Arbeitsverzeichnis.
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==== Klassifikation mit der Symmetrie des Quadrats ====
Wenn das Wirkungsfunktional für Teilmengen von Funktionen invariant unter Transformationen ist, verwandeln diese Lösungen des Extremalproblems in ebensolche Lösungen. Daher kommt der Ansatz, die Lösungsmenge in Teile aufzuspalten, die jeweils unter den Symmetrietransformationen abgeschlossen sind. Mit dem Jargon des letzten Abschnitts, in irreduzible Darstellungen.
Um die Näherungslösungen als Linearkombinationen einer Basis anzusetzen, wird die Symmetrie des Funktionals berücksichtigt. Man betrachtet Teilmengen von Funktionen, die bei Spiegelungen bzw. Drehungen der quadratischen Platte unter sich bleiben, so dass auch die Integration der Potenzialdichte keine Funktion aus der Menge herauswirft. In diesen invarianten Teilräumen kombiniert man die Lösungsanwärter aus einer Basis mit dem jeweiligen Symmetrieverhalten.
Seien also <math>\{g_i\},\;\{u_i\}</math> Folgen von ''geraden'' beziehungsweise ''ungeraden'' Funktionen, die idealerweise zusammen ein vollständiges Orthonormalsystem auf [-1,1] bilden.
:<math>\begin{array}{l|llll}
\text{Basis A:}& w_{ij}(x,y)=u_i(x)u_j(y)+u_j(x)u_i(y) & w(x,y)=w(y,w)
& w(-x,y)=-w(x,y) & w(x,-y)=-w(x,y) \\
\text{Basis B:}& w_{ij}(x,y)=u_i(x)u_j(y)-u_j(x)u_i(y) & w(x,y)=-w(y,x)
& w(-x,y)=-w(x,y) & w(x,-y)=-w(x,y) \\
\text{Basis C:}& w_{ij}(x,y)=g_i(x)g_j(y)+g_j(x)g_i(y) & w(x,y)=w(y,x)
& w(-x,y)=w(x,y) & w(x,-y)=-w(x,y) \\
\text{Basis D:}& w_{ij}(x,y)=g_i(x)g_j(y)-g_j(x)g_i(y) & w(x,y)=-w(y,x)
& w(-x,y)=w(x,y) & w(x,-y)=-w(x,y) \\
\text{Basis E:}& w_{ij}(x,y)=u_i(x)g_j(y) & w(-x,-y)=-w(x,y) &w(-x,y)=-w(x,y)
& w(x,-y)=w(x,y) \\
\text{Basis F:}& w_{ij}(x,y)=g_i(x)u_j(y) & w(-x,-y)=-w(x,y) &w(-x,y)=w(x,y)
& w(x,-y)=w(x,y)
\end{array}</math>
Die von Basen A bis D aufgespannten Teilräume sind invariant unter der Symmetriegruppe des Quadrats. Aber Basis E und F werden durch Spiegelung an der Diagonale vertauscht. Man kann nicht zwei invariante Teilräume daraus linearkombinieren. Aus einer Eigenfunktion, die von E erzeugt wird, macht eine Spiegelung eine linear unabhängige mit derselben Eigenfrequenz aber der Basis F. Es gibt bei dieser Symmetrie zweifach entartete Eigenwerte.
==== Anhang A: Die Elemente ''A,B,C'' für die Balkenfunktionen ====
Im Artikel von Ritz stehen nur die Ergebnisse vieler Integrationen. Wie sehr oft im harten Kern der Wissenschaft, setzt der Autor stillschweigend voraus, dass die geneigeten Leserinnen und Leser sich alle Rechenschritte selbst auf dem Briefumschlag oder Bierdeckel zusammenkritzeln. Solcher Art Gekritzel kommt also hier hinein, der Vollständigkeit halber.
Gegeben: Funktionen ''u,v'' auf dem Intervall [-1,1] mit den Eigenschaften:
:<math>u''''=a\;u;\;u''(1)=u''(-1)=u'''(1)=u'''(-1)=0;</math>
:<math>v''''=b\;v;\;v''(1)=v''(-1)=v'''(1)=v'''(-1)=0;\quad a\ne b;</math>
:<math>\int_{-1}^{1}u^2 = \int_{-1}^{1}v^2 = 1;\quad\int_{-1}^{1}uv=0.</math>
:Gesucht: <math>A(u,v)=\int_{-1}^1 u''v;\quad B(u,v)=\int_{-1}^1 u'v';\quad C(u,v)=\int_{-1}^1 u''v''.</math>
Ab jetzt sind die Integralgrenzen impliziert und der senkrechte Strich hinter einem Term bedeutet: Wert bei (''x''=1) minus Wert bei (''x''=-1).
:<math>b\int u''v=\int v''''u''=(v'''u'')|-\int v'''u'''=-v''u'''|+\int v''u''''=a\int v''u;</math>
:<math>b\cdot\int u''v = a\cdot\int v''u.</math>
Andererseits
:<math>\int u''v=u'v|-\int u'v' = u'v|-uv'|+\int uv''=(u'v-uv')|+\int uv''.</math>
:<math>(u'v-uv')|= \int u''v-\int uv''=\left(\int u''v\right)\cdot
\left(1-\frac ba\right)=\frac{a-b}a\int u''v</math>
*<math>A(u,v)=\int u''v=\frac a{a-b}(u'v-uv')|.</math>
Wenn ''u,v'' die gleiche Parität haben, ist ( ''u'v-uv' '') ungerade und <math>(u'v-uv')|=2(u'v-uv')(x=1)</math>. Bei entgegengesetzter Parität ist der Term gerade und das Integral ''A(u,v)'' verschwindet.
:<math>\int u'v'= (u'v)|-\int u''v= [(a-b)\cdot(u'v)|-a\;(u'v-uv')|]/(a-b)=</math>*<math>B(u,v)=\frac{(a\;uv'-b\;u'v)|}{(a-b)}.</math>
Auch dieses entweder <math>=2(a\;uv'-b\;u'v)(x=1)</math> oder 0 bei ungleicher Parität.
:<math> \int u''v''=u'v''|-\int u'v'''=u'v''|-uv'''|+\int uv''''=</math>*<math>C(u,v)= b \int uv.</math>
Mit <math>u=u_n(x),\;v=u_m(x)</math>, Balken-Eigenfunktionen <math>u_n''''=k_n^4u_n</math>, folgt:
:<math>A_{nm}=\frac{2 k_n}{k_n-k_m}(u_n'u_m-u_nu_m')(x=1)\quad</math> (n+m gerade)
:<math>B_{nm}=2\frac{k_nu_nu'_m-k_mu_n'u_m}{k_n-k_m}(x=1)\quad</math> (n+m gerade)
:<math>C_{nm}=k_n^4\delta_{nm}</math>
Die diagonalen Matrixelemente <math>A_{nn}</math> und <math>B_{nn}</math> bleiben noch zu berechnen.
Zu erwähnen sind zuerst die Zahlen am Anfang, an denen die Hilfsfunktionen <math> u_0(x)=1/\sqrt2,\;u_1(x)=x\sqrt{3/2}</math> beteiligt sind.
:<math>(A_{00},A_{11},B_{00},B_{11})=(0,3,0,0).</math>
Die anderen Integrale A,B für ''n=m'' gehen über Integranden der Art
:<math> (p\;\cos^2(kx) + q\;\cos(kx)\;\cosh(kx) + r\;\cosh^2(kx)) \quad\text{wo }\;\tan k = -\tanh k;</math>
:<math> (p\;\sin^2(kx) + q\;\sin(kx)\;\sinh(kx) + r\;\sinh^2(kx)) \quad\text{wo }\;\tan k = +\tanh k.</math>
Zunächst die Stammfunktionen der Produkte
:<math>\cos^2(ax), \cosh^2(bx), \cos(ax)\cosh(bx)</math>
und so weriter als Päckchen von Rechenübungen. Alle sind als ungerade Funktionen ausgelegt.
:<math> \begin{array}{l}
f(x)=ux+v \sin(ax)\cos(ax);\; f'=u(\sin^2+\cos^2)+av(\cos^2-\sin^2)\\
f'=\sin^2(ax) \;\Rightarrow\; u-av=1;\;u+av=0;\; u=1/2;\; v=1/(2a)\\
f'=\cos^2(ax) \;\Rightarrow\; u-av=0;\;u+av=1;\; u=1/2;\; v=-1/(2a)\\
\\
f=ux+v \sinh(bx)\cosh(bx);\; f'=u(\cosh^2(bx) - \sinh^2(bx))+av(\cosh^2(bx)+\sinh^2(bx))\\
f'=\sinh^2(bx) \;\Rightarrow\; u+bv=0;\;-u+bv=1;\; u=-1/2;\; v=1/(2b)\\
f'=\cosh^2(bx) \;\Rightarrow\; u+bv=1;\;-u+bv=0;\; u=1/2;\; v=-1/(2b)\\
\\
c(x)=\cos(ax)\sinh(bx);\; s(x)=\sin(ax)\cosh(bx);\; f(x) = u c(x) + v s(x)\\
c'=-a \sin(ax)\sinh(bx)+b \cos(ax)\cosh(bx)\\
s'= a \cos(ax)\cosh(bx)+b \sin(ax)\sinh(bx)\\
f'=\cos(ax)\cosh(bx) \;\Rightarrow\; u=b/(a^2+b^2);\; v=a/(a^2+b^2)\\
f'=\sin(ax)\sinh(bx) \;\Rightarrow\; u=-b/(a^2+b^2);\; v=a/(a^2+b^2)
\end{array}</math>
Die Stammfunktionen ergeben mit ''a=b=k'' und <math>I(f):=\int_{-1}^1 f(x)\;dx</math> die bestimmten Integrale:
:<math> \begin{array}{l}
I(\sin^2(kx))= 1 - \frac{\sin(k)\cos(k)}k\\
I(\cos^2(kx))= 1 + \frac{\sin(k)\cos(k)}k\\
I(\sinh^2(kx))= \frac{\sinh(k)\cosh(k)}k - 1\\
I(\cosh^2(kx))= \frac{\sinh(k)\cosh(k)}k + 1\\
I(\sinh(kx)\sin(kx))= \frac{-\cos(k)\sinh(k)+\sin(k)\cosh(k)}k\\
I(\cosh(kx)\cos(kx))= \frac{\cos(k)\sinh(k)+\sin(k)\cosh(k)}k
\end{array}</math>
Mit den Abkürzungen
:<math>(C,S,c,s)=(\cosh(k),\sinh(k),\cos(k),\sin(k))</math>
haben die zwei Arten von Stabschwingungen die nicht-normierten Wellenformen
:<math> \begin{array}{l}
f(x)= c \cosh(kx)+C \cos(kx);\quad s/c+S/C=0 ;\; cS+Cs=0;\\
f'(x)=k(c \sinh(kx)-C \sin(kx));\\
f''(x)=k^2(c \cosh(kx)-C \cos(kx));\\
g(x)= s \sinh(kx)+S \sin(kx);\quad s/c-S/C=0 ;\; cS-Cs=0;\\
g'(x)=k(s \cosh(kx)+S \cos(kx));\\
g''(x)=k^2(s \sinh(kx)-S \sin(kx)).
\end{array}</math>
Mit den Integralen und mit den Nebenbedingungen folgen die Normquadrate
:<math>I(f^2)= c^2(1+\frac{SC}k)+2cC\frac{cS+sC}k+C^2(1+\frac{sc}k)=c^2+C^2;</math>
:<math>I(g^2)= s^2(\frac{SC}k-1)+2sS\frac{-cS+sC}k+S^2(1-\frac{sc}k)=S^2-s^2.</math>
Und weiter die Integrale
:<math> \begin{array}{l}
I(f'^2)=k^2[c^2(\frac{SC}k-1)-2cC\frac{sC-cS}k+C^2(1-\frac{sc}k)]
\quad\text{wo }\; sC=-cS\\
\Rightarrow\;I(f'^2)=k^2(C^2-c^2)+6kc^2SC\\
I(g'^2)=k^2[s^2(\frac{SC}k+1)+2sS\frac{cS+sC}k+S^2(\frac{sc}k+1)]
\quad\text{wo }\; cS=sC\\
\Rightarrow\; I(g'^2)=k^2(s^2+S^2)+6ks^2SC\\
I(ff'')= k^2[c^2(1+\frac{SC}k)-C^2(1+\frac{sc}k)]\\
\Rightarrow\; I(ff'')= -k^2(C^2-c^2)+2kc^2SC\\
I(gg'')= k^2[s^2(\frac{SC}k-1)-S^2(1-\frac{sc}k)]\\
\Rightarrow\; I(gg'')= -k^2(S^2-s^2)+2ks^2SC
\end{array}</math>
Endlich erhalten wir Formeln für die normierten Wellen und ihre Diagonalelemente.
*n gerade, <math>\tan(k_n)+\tanh(k_n)=0:</math>
:<math>u_n(x)= (a\cos(k_nx)+b\cosh(k_nx))/q;\; a=\cosh(k_n);\;b=\cos(k_n);\;q=\sqrt{a^2+b^2}</math>
:<math>A_{nn}= [k_n^2(a^2-b^2)+6k_n ab^2\sinh(k_n)]/q^2</math>
:<math>B_{nn}= [-k_n^2(a^2-b^2)+2k_n ab^2\sinh(k_n)]/q^2</math>
*n ungerade, <math>\tan(k_n)-\tanh(k_n)=0:</math>
:<math>u_n(x)= (a\sin(k_nx)+b\sinh(k_nx))/q;\; a=\sinh(k_n);\;b=\sin(k_n);\;q=\sqrt{a^2-b^2}</math>
:<math>A_{nn}= [k_n^2(a^2+b^2)+6k_n ab^2\cosh(k_n)]/q^2</math>
:<math>B_{nn}= [-k_n^2(a^2+b^2)+2k_n ab^2\cosh(k_n)]/q^2</math>
Alles sehr langweilig, aber die Rechenskripte weiter unten benutzen den Kram.
==== Anhang C: Der Jacobi-Algorithmus ====
Dieser Algorithmus zur Berechnung der Eigenwerte verlangt kleine aber viele Rechenschritte und ist erst mit Computereinsatz praktikabel geworden. Im vorigen Kapitel wurde erwähnt, dass jede symmetrische Matrix ''S'' mit einer (nicht eindeutigen) orthogonalen Matrix ''R'' auf Diagonalform geht, <math>D=RSR^T</math>. Äquivalent dazu ist, dass ''S'' ein vollständiges orthonormales System von Eigenvektoren hat und dass ''R'' gemacht wird, indem man diese Spalten- oder Zeilenvektoren zusammenklebt. Jacobis Methode baut die Rotationsmatrix iterativ auf, indem sie elementare Drehungen in Indexpaaren so hinbiegt, dass je ein Nichtdiagonal-Element genullt wird. Das Element kann als Nebeneffekt eines späteren Schritts wieder wachsen, aber die Norm von allem Nichtdiagonalen zusammen nimmt streng monoton ab, die Schleife konvergiert.
Gegeben ist eine symmetrische Matrix <math>A,\;A_{ik}=A_{ki}</math>. Es soll eine Folge von elementaren Dreh-Matrizen ''R'' so konstruiert werden, dass die Transformationen <math>A'=RAR^T</math> die Elemente außerhalb der Diagonalen gegen Null streben lassen. Parallel häuft eine Matrix ''U'', die als Einheitsmatrix gestartet wurde, mit <math>U'=RU</math> die Gesamtheit der Rotationen an. Am Ende der Schleifen ist ''A'' diagonal und enhält die Eigenwerte, ''U'' ist orthogonal und enhält die zugehörigen Eigenvektoren als Spalten (oder Zeilen).
Die elementare Drehung eines Koordinatenpaars (m,n) ist so definiert:
Mit dem Winkel α sei <math>c=\cos\alpha,\;s=\sin\alpha</math>. Die Matrix ist trivial <math>R,\;R_{ij}=\delta_{ij}</math> '''außer''' wenn ''i'' und ''j'' die Indizes des Paars sind:
:<math>\begin{pmatrix}R_{mm}&R_{mn}\\R_{nm}&R_{nn}\end{pmatrix}=
\begin{pmatrix}c&-s\\s&c\end{pmatrix}.</math>
Wie wirkt die Matrix ''R'' in dem Rezept <math>A'_{ik}=\sum\nolimits_{j,l}R_{ij}R_{kl}A_{jl}</math> ?
*<math> \forall i,k\notin\{m,n\}\;\Rightarrow\; A'_{ik}=A_{ik}</math>
*<math> A'_{mm}=A_{mm}\;c^2+A_{mn}(-cs)+A_{nm}(-cs)+A_{nn}\;s^2=
c^2A_{mm}+s^2A_{nn}-2csA_{mn}</math>
*<math> A'_{mn}=A_{mm}\;cs+A_{mn}\;c^2+A_{nm}(-s^2)+A_{nn}(-cs)=
cs(A_{mm}-A_{nn})+(c^2-s^2)A_{mn}</math>
*<math> A'_{nm}=A_{mm}\;cs+A_{mn}(-s^2)+A_{nm}\;c^2+A_{nn}(-cs)=
cs(A_{mm}-A_{nn})+(c^2-s^2)A_{nm}</math>
*<math> A'_{nn}=A_{mm}\;s^2+A_{mn}(-cs)+A_{nm}(-cs)+A_{nn}\;c^2=
c^2A_{nn}+s^2A_{mm}-2csA_{mn}</math>
*<math> \forall i \notin \{m,n\}:\quad A'_{mi}=cA_{mi}-sA_{ni};\quad A'_{ni}=sA_{mi}+cA_{ni}</math>
*<math> \forall i \notin \{m,n\}:\quad A'_{im}=cA_{im}-sA_{in};\quad A'_{in}=sA_{im}+cA_{in}</math>
Die Transformation der Eigenvektormatrix <math>U'_{ik}=\sum\nolimits_j R_{ij}U_{jk}</math> sieht so aus:
* <math>\forall i\notin\{m,n\},\;\forall k:\quad U'_{ik}=U_{ik}</math>
* <math>\forall k:\quad U'_{mk}=cU_{mk}-sU_{nk};\quad U'_{nk}=sU_{mk}+cU_{nk}</math>
Das Ziel sei nun, ein Element A_{mn} mit ausgewähltem Winkel auf Null zu zwingen.
:<math>0=cs(A_{mm}-A_{nn})+(c^2-s^2)A_{mn}</math>
:<math>2B:=\frac{A_{mm}-A_{nn}}{A_{mn}}=\frac{s^2-c^2}{cs}=\frac{t^2-1}t\text{ mit } t=(s/c)=\tan\alpha</math>
Man nimmt die betragsmäßig kleinere Lösung der quadratischen Gleichung:
:<math>t^2-2Bt-1=0\;\Rightarrow\;t=B\pm\sqrt{1+B^2};\; c=1/\sqrt{1+t^2};\;s=ct.</math>
Dinge vereinfachen sich dann auf der Diagonalen:
:<math>A'_{mm}=A_{mm}+s^2(A_{nn}-A_{mm})-2csA_{mn}=A_{mm}+t(c^2-s^2)A_{mn}-2csA_{mn} = A_{mm}-tA_{mn}</math>
:<math>A'_{nn}=A_{nn}+tA_{mn}</math>
Die Transformation bewirkt daher, dass <math>A'_{mn}=0</math> wird und dass die anderen betroffenen Nichtdiagonal-Elemente wie <math>(A_{mi},A_{ni})</math> paarweise eine Drehung erfahren; so bleibt die Summe ihrer Quadrate konstant. Die Summe aller Quadrate außerhalb der Diagonalen nimmt also monoton ab. Es gelingt dem Algorithmus, nach vielleicht höchstens <math>\mathcal O(N^3)</math> Schritten, die sich jeweils eines der größten Matrixelemente vorknöpfen, nur die Diagonale übrig zu lassen. Für nicht zu große Matrizen ist die Prozedur empfehlenswert.
Das folgende Listing führt die Berechnung aus, manipuliert dabei nur das obere Dreieck der symmetrischen Matrix (Speicher sparen?).
<syntaxhighlight lang=Python>
def rotjacobi(a,x) : # after en.wikipedia, Jacobi_rotation sweep
# a symm.matrix, x eigenvectors,
n=len(a); gain=0; tiny=1e-33; giant=1e33
for k in range(n): # upper triangle k<l, one similarity transf per pair
for l in range(k+1,n) : # todo: keep list of pivots= largest z per row?
z=a[k][l]; ok=(abs(z)<tiny)
if ok : a[k][l]=0 # experiment
else :
gain+=abs(z)
v=(a[l][l]-a[k][k]); b=v/(2.0*z); t= -abs(b)+sqrt(1+b*b)
t=(-t) if(b<0) else t # if v=0, t=1, angle pi/4.
if t>giant : s=0; c=1; tz=v
elif t<-giant : s=0; c=-1; tz=-v
else : u=sqrt(1.0+t*t); c=1.0/u; s=c*t; tz=t*z
a[k][k] -= tz; a[l][l] += tz; a[k][l]=0
for h in range(n) :
if (h!=k) and (h!=l) : # rotate pair {a_hk,a_hl}, use index symmetry.
(hk,kh)= (h,k) if (h<k) else (k,h); ak=a[hk][kh]
(hl,lh)= (h,l) if (h<l) else (l,h); al=a[hl][lh]
a[hk][kh]= c*ak-s*al; a[hl][lh]= s*ak+c*al
for h in range(n) : # rotate such that no transpose later
xk=x[k][h];xl=x[l][h]; x[k][h]= c*xk-s*xl; x[l][h]= s*xk+c*xl
return gain
def eigenloop(ma) : # symmetric matrix ma. return eigenvals, row-eigenvectors.
n=len(ma); x=[[]]*n; m=[[]]*n; epsi=1e-33; j=0; gain=1; eval=[0]*n
for i in range(n) :
x[i]=[0]*n; x[i][i]=1; m[i]=[0]*n
for k in range(n) : m[i][k]=ma[i][k]
while (j<(2*n))and(gain>epsi) : # matrix m is transformed
gain=rotjacobi(m,x); j+=1; # print('Gain='+str(gain))
for i in range(n) : eval[i]=m[i][i]
if gain>=epsi : print('eigenloop: failure.'); exit()
# Matrix equation now: x*ma*x^T = diag(eval) . Diagonalized ma.
return eval,x # eval=eigenval list, rows of x are orthonormal eigenvectors
</syntaxhighlight>
==== Anhang B: Symmetrien der N-Ecke, Darstellungen ====
[[Datei:Labeled_Triangle_Reflections.svg|mini|240px|Spiegelungen in der Gruppe D<sub>6</sub>]]
[[Datei:Dih4_cycle_graph.svg|mini|240px|Zyklen in der Gruppe D<sub>8</sub>. a<sup>n</sup>= Drehungen, a<sup>n</sup>b= Spiegelungen.]]
Die regelmäßigen Dreiecke, Vierecke alias Quadrate, Fünfecke und so fort in der Ebene haben je eine Menge von Transformationen, die sie deckungsgleich bewegen. Es sind dies Drehungen ums Zentrum mit passenden Winkeln sowie Spiegelungen an passenden Achsen durchs Zentrum der Figur. Die Transformationen kommen als mathematische Gruppen daher: sie kombinieren sich assoziativ, es gibt ein neutrales Element und jedes Element hat eine Umkehrung.
Die Symmetrietransformationen des ''n''-Ecks bilden die '''''Diedergruppe''''' <math>D_{2n}</math> (Aussprache Di-Eder, Sonderfall von Polyeder). Die Gruppe hat insgesamt 2''n'' Elemente und beinhaltet offensichtlich die zyklische Untergruppe <math>C_n</math> der Drehungen um die Winkel <math>(2\pi)\cdot(k/n);\; k=0,1,...,n-1</math>. Die anderen ''n'' Symmetrien sind Spiegelungen an den Achsen, die durch gegenüberliegende Ecken oder Kanten oder, bei ungeraden ''n'', durch je eine Ecke und eine Kante verlaufen. Zur Verwirrung des Publikums notieren manche Bücher und Schriften die Gruppen als <math>D_n</math>, die hier <math>D_{2n}</math> heißen.
Das "regelmäßige Zweieck", also ein gerader Strich in der Landschaft, hat die kleinste Diedergruppe <math>D_4</math>, bestehend aus den Drehungen um 0 und 180 Grad und den Spiegelungen an der ''x''-Achse und an der ''y''-Achse. Bezeichnen wir diese Transformationen mit 1,''a,b,c'' und definieren die Produkte wie (''ab'') als die Verkettung von Transformationen, also ''(ab)(p)= a(b(p))'' für alle Punkte ''p=(x,y)'' in der Ebene. Dann hat die Gruppe <math>D_4</math> folgende Auswirkungen und Produkte, von den trivialen mit dem neutralen Element 1 abgesehen:
:<math>a: (x,y)\mapsto(-x,-y);\;b:(x,y)\mapsto(x,-y);\;c:(x,y)\mapsto(-x,y);</math>
:<math>aa=bb=cc=1;\; ab=ba=c;\; bc=cb=a;\; ac=ca=b.</math>
Jedes Element ist sein eigenes Inverses. Die Gruppe ist kommutativ (abelsch). Die Gruppe <math>D_4</math> entspricht auch der Symmetrie eines Rechtecks, das kein Quadrat ist. Der Multiplikationstabelle nach ist sie isomorph zur "Kleinschen Vierergruppe".
Die Symmetriegruppe <math>D_6</math> des Dreiecks schafft es, alle Permutationen der drei Ecken zu verwirklichen. Man sagt dazu, sie ist isomorph zur Symmetrischen Gruppe <math>S_3</math>, also der Menge aller Permutationen von drei Symbolen.
Das Quadrat hat die Symmetriegruppe <math>D_8</math>. Ihre Elemente sind die Vierteldrehung ''g'' und ihre Wiederholungen sowie die Reflektion ''r'' an einer Achse, kombiniert mit all diesen Drehungen. In Sachen Permutation kann sie nicht alle Mischungen von 4 Ecken machen, sondern <math>D_8</math> der Größe 8 ist nur eine bescheidene Untergruppe von <math>S_4</math>, welche 4!=24 Elemente hat.
:<math>\begin{array}{lccccccccr} D_8=\{&1,&g,&g^2,&g^3,&r,&rg,&rg^2,&rg^3&\}\\(x,y)\mapsto&(x,y)& (-y,x)& (-x,-y)& (y,-x)& (x,-y)& (-y,-x)& (-x,y)& (y,x)&\end{array}</math>
[[Datei:Snowflake8.png|mini|240px|Die Schneeflocke hat die Symmetriegruppe D<sub>12</sub>]]
Hier spiegelt ''r'' an der ''x''-Achse, ''rg'' an der Diagonalen ''x+y=0'', ''rg<sup>2</sup>'' an der ''y''-Achse und ''rg<sup>3</sup>'' an der Diagonalen ''x=y''. Die Wahl des ''r'' ist willkürlich, wir hätten dafür auch die Spiegelung an der ''x=y''-Diagonalen wählen können. Kann man die Symbole einer Gruppe "Eins-zu-Eins" in eine andere umschreiben, so dass die Multiplikationstabelle fehlerfrei mitgeht, sind die Gruppen "isomorph" und für mathematische Studien ein und dasselbe Objekt.
Zu den Rechenregeln auf <math>D_{2n}</math> gehört folgendes, in unserem Fall mit ''n''=4 (wobei ''g<sup>0</sup>''=1):
:<math> g^j\cdot g^k=g^{(j+k)\mod n};\;(rg^j)^2=1;\;rg^j=g^{n-j}r.</math>
Die Gruppe ist nicht abelsch, beim Beispiel des Quadrats: <math>rg=g^3r \ne gr</math>.
Kommen wir zur Anwendung auf die Schwingungsfiguren des Quadrats. Der Integrand des Wirkungsfunktionals ist invariant unter allen Drehungen und Spiegelungen in der Ebene. Das Wirkungsintegral aber, das über die Form einer Platte geht, ist nur noch unter der endlichen Symmetriegruppe des Quadrats invariant, also <math>D_8</math> in diesem Fall. Bei einer allgemeinen Symmetrietransformation ''a'' im Ortsraum werden die Auslenkungsfunktionen ''w(x,y)'' linear transformiert nach dem Ritus: <math> w\mapsto Aw;\quad(Aw)(a(x,y))=w(x,y)</math>.
Zum Produkt zweier Transformationen (''ab'') im Ortsraum gehört das Produkt (''AB'') der entsprechenden linearen Abbildungen im Raum der Funktionen. Die Zuordnung <math>a\mapsto A</math> ist ein Gruppen-'''''Homomorphismus''''', das heißt, sie respektiert die Gruppenmultiplikation und inverse Elemente sowie die Eins werden auf Inverse bzw. Eins abgebildet. Man nennt eine '''''Darstellung''''' einer beliebigen Gruppe einen Homomorphismus der Gruppe in eine Gruppe von ''linearen Abbildungen''. Wenn die Auswirkung der linearen Abbildungen auf einem endlich-dimensionalen Vektorraum der Dimension N zu Hause bleibt, stellen wir solche als NxN-Matrizen dar und erhalten eine Matrixdarstellung der Gruppe.
Die Darstellungen der Symmetrien tauchen immer wieder auf bei der Klassifikation von physikalischen Problemen. Die erste Frage bei ''a-priori'' riesig großen Matrixdarstellungen ist: Kann man sie ausreduzieren? Gibt es möglichst kleine, invariante Unterräume, deren Vektoren unter der Menge der linearen Darstellungs-Abbildungen diesen Teilraum nicht verlassen? Anders gefragt, welche Matrizenmengen von kleinster Dimension bilden eine '''''irreduzible Darstellung''''' der Gruppe? Ist ein beliebiger Darstellungsraum zerlegbar in eine direkte Summe von irreduziblen Komponenten?
Bei den endlichen Gruppen stellt sich heraus, dass man ihre irreduziblen Darstellungen alle aus einer ''natürlichen'' Darstellung herausklauben
kann. Die reguläre Darstellung einer Gruppe ''G'' der Ordnung ''n'' (Zahl der Elemente von ''G, |G|=n'') nimmt einen ''n''-dimensionalen Vektorraum und schenkt jedem <math>g\in G</math> ein Element <math>v_g</math> der Basis des Raums. Jedes <math>f\in G</math> bewirkt dann eine Permutation dieser Basis nach der Vorschrift <math>R(f)(v_g)= v_{f\cdot g}</math>. Als n-mal-n Matrix ausgeschrieben hat ''R(f)'' in jeder Zeile genau eine 1 und sonst Nullen.
Quadratische Matrizen <math>\{A_{ik}\}</math> haben eine brauchbare Kennziffer, die '''''Spur''''', also die Summe der Diagonalelemente <math>\text{tr}(A)=\sum\nolimits_iA_{ii}</math>. Sie bleibt unverändert bei vertauschter Matrixmultiplikation, denn:
<math>\text{tr}(AB)=\sum\nolimits_i\sum\nolimits_kA_{ik}B_{ki}=\sum\nolimits_k\sum\nolimits_iB_{ki}A_{ik}=\text{tr}(BA)</math>
Daraus folgt, dass sie bei Ähnlichkeitstransformationen erhalten bleibt, <math>\text{tr}(ABA^{-1})=\text{tr}(B)</math>. Und weiter, dass unabhängig von der Wahl der Basis die Spur der Matrizen einer gegebenen linearen Abbildung dieselbe ist. Die Spur ist eine Funktion der linearen Abbildung, ohne überhaupt eine Basis festzulegen.
Was passiert mit der Spur von Darstellungen von Gruppen? Zu einer Darstellung ''R'' definiert man ihren '''''Charakter''''', eine reellwertige oder komplexwertige Funktion auf der Gruppe, als <math>\chi(g)=\text{tr}(R(g))</math>. Wegen der Eigenschaften von Homomorphismen und von Spuren gilt <math>\chi(hgh^{-1})=\chi(g)</math>. Man sagt dazu, der Charakter ist invariant unter '''''Konjugation'''''. Für das Einselement der Gruppe ist <math>\chi(1)=\text{tr}(R(1))=\dim V(R)</math> die Dimension des Darstellungsraums. Direkte Summen und Tensorprodukte von Darstellungen, die man aus entsprechenden Summen und Tensorprodukten der Darstellungsräume herstellt, haben als Charaktere die Summen bzw. Produkte aus den Komponenten.
Ein Charakter definiert eine Darstellung bis auf Isomorphie vollständig! Die mathematische Theorie, beruhend auf dem Skalarprodukt zwischen Charakteren,
:<math>\langle\chi|\psi\rangle=(1/|G|)\cdot \sum\nolimits_{g\in G}\bar\chi(g)\psi(g); \quad(\bar\chi(g)=\chi(g^{-1}))</math>
beweist nun, dass die reguläre Darstellung eine direkte Summe ist aus allen irreduziblen Darstellungen <math>R_k</math>, deren jede <math>n_k=\dim V(R_k)</math> mal vorkommt, mit der Dimension ihres Darstellungsraums. Also gilt <math>|G|=n=\sum\nolimits_kn_k^2</math>. Wenn die Charaktere einer Gruppe eingedampft werden zu Funktionen der Konjugationsklassen <math>\{hgh^{-1}|h\in G\}</math> statt der Gruppenelemente, findet die Darstellungstheorie eine quadratische Tabelle aller möglichen Charaktere und damit aller Darstellungen einer Gruppe. Genauer, aller Äquivalenzklassen von solchen irreduziblen Darstellungen. Bei den Charakteren der irreduziblen Darstellungen hat das Produkt mit sich selbst den Betrag Eins. Darstellungen sind nicht äquivalent (nicht isomorph), wenn das Skalarprodukt der Charaktere verschwindet. Es gibt genauso viele irreduzible Darstellungen wie Konjugationsklassen der Gruppe.
Unterschlagen wir die Frage, wann der Körper <math>\mathbb C</math> oder <math>\mathbb R</math> der Darstellung unterliegt, damit die Dimensionsformel stimmt. Hier genügen reelle Darstellungen.
In abelschen Gruppen ist jedes Element eine Klasse für sich. Doch welche Konjugationsklassen, kurz Klassen, hat eine Diedergruppe <math>D_{2n}</math>?
Das Einselement steht für sich alleine, wie bei jeder Gruppe.
Die Drehungen <math>g^p\;(p=0,1,...n-1);\; g^n=1</math>, vertauschen untereinander. Aber mit der Spiegelung ''r'' gilt:
:<math> r^2=1 \text{ und }(r\;g^p)=(g^{n-p}\;r)\;\Rightarrow\;r(g^p)r^{-1} = g^{n-p}.</math>
Die Paare <math>\{g^p,g^{n-p}\}</math> sind Klassen, eventuell kommt in der Mitte ein Einzelexemplar bei geradem ''n'', das ist die Drehung um π, um 180 Grad.
Die Spiegelungen <math>\{rg^p\}</math> formen zusammen eine oder zwei Klassen, denn:
:<math>g(rg^p)g^{-1}=rg^{n-1}g^{p-1}= rg^{p-2};\; r(rg^p)r^{-1}= g^pr=rg^{n-p}.</math>
Bei geradem ''n'' bleiben die Spiegelungen mit geradem und ungeradem ''p'' unter sich, bei ''n'' ungerade gibt es keine Aufspaltung. Klassenlisten:
:<math>\begin{array}{l|lllll}
D_4 & \{1\}& \{g\} & &\{r\} &\{rg\} \\
D_6 & \{1\}& \{g,g^2\}& &\{r,rg,rg^2\} &\\
D_8 & \{1\}& \{g,g^3\}& \{g^2\} &\{r,rg^2\} & \{rg,rg^3\} \\
D_{10}& \{1\}& \{g,g^4\}& \{g^2,g^3\} &\{r,...,rg^4\}&
\end{array}</math>
Welche Darstellungen der Diedergruppen lassen sich leicht erraten?
Die triviale Darstellung T bildet alles auf die Zahl 1 ab, bei jeder Gruppe.
Die Vorzeichendarstellung V wirft die Drehungen auf 1, die Spiegelungen auf -1. Bei Gruppen von linearen Transformationen (speziell Matrizen) ist allgemein das Vorzeichen dasjenige der Determinante. Bei positiver Determinante bleibt die Orientierung des Koordinatensystems erhalten, bei negativer klappt sie um.
Die geometrische Darstellung G gibt der Rotation und Spiegelung ihre angestammten Matrizen, mit <math>\alpha= (2\pi)/n \text{ bei } D_{2n}</math>.
:<math>g\mapsto G(g)=\begin{pmatrix}\cos\alpha & -\sin\alpha\\\sin\alpha& \cos\alpha \end{pmatrix};\quad r\mapsto G(r)=\begin{pmatrix}1&0\\0&-1\end{pmatrix}.</math>
Ist sie irreduzibel?
Die "Potenzen" dieser Matrixdarstellung mit ''k'' von 2 bis ''n''-1 geben eventuell andere Darstellungen ab:
:<math>G^k: g^j\mapsto G(g^j)^k;\; r\mapsto G(r)</math>.
An den Rechenregeln zu prüfen als Übung: diese Vorschrift erweitert sich wirklich zu einem Gruppenhomomorphismus. Wirklich Neues kommt nur vor, wenn k nicht größer als (n/2) wird, denn es gilt eine Äquivalenz:
:<math>\forall z\in D_{2n}:\; G^k(z)=G^{n-k}(rzr^{-1}).</math> (Übung)
Charakter-Tabelle der Diedergruppe <math>D_4</math>, (T=trivial, V=Vorzeichen, G=geometrisch).
:<math>\begin{array}{l|cccc}
D_4 & \{1\} & \{g\} & \{r\} & \{rg\} \\
T & 1 & 1 & 1 & -1 \\
V & 1 & 1 & -1 & 1 \\
G & 2 & 2 & 0 & 0
\end{array}</math>
Problem: die Quadratsumme der Charakter-Werte der Spalte {1} ist größer als 4. Folglich muss die Darstellung G reduzibel sein. Tatsächlich sind es nur Diagonalmatrizen und die zwei Koordinaten bleiben eindimensional unter sich. Berichtigte Tabelle:
:<math>\begin{array}{l|cccc}
D_4 & \{1\} & \{g\} & \{r\} & \{rg\} \\
T & 1 & 1 & 1 & -1 \\
V & 1 & 1 & -1 & 1 \\
G_x & 1 & -1 & 1 & -1 \\
G_y & 1 & -1 & -1 & 1
\end{array}</math>
Also gibt es vier eindimensionale Darstellungen.
Charakter-Tabelle von <math>D_6</math>, mit <math>z=2\cos(2\pi/3)=-1</math>.
:<math>\begin{array}{l|ccc}
D_6& \{1\}& \{g,g^2\} & \{r,rg,rg^2\}\\
T & 1 & 1 & 1 \\
V & 1 & 1 & -1 \\
G & 2 & z & 0
\end{array}</math>
Hier stimmt die Summenregel: Die Quadrate der Dimensionen der Darstellungen addieren sich zu 6. Die Gruppe des Dreiecks hat zwei eindimensionale und eine zweidimensionale irreduzible Darstellung.
Vorläufige Charakter-Tabelle von <math>D_8</math> mit (<math>g=\begin{pmatrix}0&-1\\1&0\end{pmatrix};\;r=\begin{pmatrix}1&0\\0&-1 \end{pmatrix}</math>).
:<math>\begin{array}{l|ccccc}
D_8 & \{1\}& \{g,g^3\}& \{g^2\}& \{r,rg^2\}& \{rg,rg^3\} \\
T & 1 & 1 & 1 & 1 & 1 \\
V & 1 & 1 & 1 & -1 & -1 \\
G & 2 & 0 & -2 & 0 & 0 \\
G^2 & 2 & -2 & 2 & 0 & 0
\end{array}</math>
Wieder ist die Quadratsumme der ersten Spalte zu hoch, denn <math>G^2(D_8)</math> ist reduzibel zu zwei eindimensionalen Darstellungen. Auch daran zu erkennen, dass die Norm ihres Charakters zu groß ist. Als Matrixmenge ist die Darstellung diagonal wie beim reduziblen <math>G(D_4)</math> von vorhin. Zwei Zeilen ersetzen also <math>G^2</math> in der korrekten Tabelle:
:<math>\begin{array}{l|ccccc}
D_8 & \{1\}& \{g,g^3\}& \{g^2\}& \{r,rg^2\}& \{rg,rg^3\} \\
T & 1 & 1 & 1 & 1 & 1 \\
V & 1 & 1 & 1 & -1 & -1 \\
G & 2 & 0 & -2 & 0 & 0 \\
G_{2x} & 1 & -1 & 1 & 1 & -1 \\
G_{2y} & 1 & -1 & 1 & -1 & 1
\end{array}</math>
Bei den höheren Diedergruppen geht es nach dem Muster weiter. Es kommen immer mehr Darstellungen vom Typ <math>G^k</math> hinzu, von denen eine bei geradzahligen N-Ecken um den Winkel π dreht, also diagonal ist und in zwei eindimensionale zerfällt.
Die Gruppe eines quadratischen Objekts hat also vier eindimensionale Darstellungen und eine zweidimensionale. Wie müssen Funktionen von Punkten ''p'' auf der Ebene aussehen, die solchen Darstellungen gehorchen?
:<math>\begin{array}{l|ll}
T: & f(p)=f(rg^3.p)=f(r.p) & f(x,y)=f(y,x)=f(x,-y) \\
V: & f(p)=-f(rg^3.p)=-f(r.p) & f(x,y)=-f(y,x)=-f(x,-y) \\
G_{2x}: & f(p)=-f(rg^3.p)=f(r.p) & f(x,y)=-f(y,x)=f(x,-y) \\
G_{2y}: & f(p)=f(rg^3.p)=-f(r.p) & f(x,y)=f(y,x)=-f(x,-y) \\
G: & f(p)=-f(-p);\;f(r.p)=\pm f(p) & f(-x,-y)=-f(x,y);\;f(x,-y)=\pm f(x,y)
\end{array}</math>
In Worten, die Eigenschaften von f:
::T: xy-symmetrisch, beide Paritäten +.
::V: xy-antisymmetrisch, beide Paritäten -.
::G2x: xy-antisymmetrisch, Paritäten +.
::G2y: xy-symmetrisch, Paritäten -.
::G: Linearkombination aus 2 Typen von f mit x-Parität ungleich y-Parität.
Diese fünf Fälle sind genau die Schwingungsarten, die Walter Ritz getrennt behandelt hat. Diejenigen mit isolierten Eigenwerten sind genau die vier eindimensionalen Darstellungen der Gruppe. Der Fall mit entarteten Eigenwerten betrifft die zweidimensionalen irreduziblen Unterräume von Funktionen.
Ein schlagendes mathematisches Argument für die Multiplizität, mit der manche Eigenwerte entartet sind, kommt aus dem '''''Lemma von Schur'''''. Dieses besagt, dass unter vernünftigen Umständen jede lineare Abbildung, die mit allen Abbildungen einer irreduziblen Menge vertauschbar ist, auf dem betroffenen irreduziblen Unterraum ein Vielfaches der Eins-Abbildung ist. Hier ist es der Operator eines Eigenwertproblems, der unsere lineare Abbildung vermittelt. Diese vertauscht mit allen Symmetrie-Abbildungen von <math>D_8</math>. Der Unterraum, der von den Funktionen mit verschiedener x- und y-Parität aufgespannt wird, zerfällt in zweidimensionale irreduzible Darstellungen mit der oben angegebenen Isomorphieklasse G. Ein Eigenwert des Symmetrie-invarianten Operators muss nach Schur auf einem solchen Unterraum einheitlich sein, wenn er existiert.
Daraus folgt der Entartungsgrad 2 der Eigenschwingungen gemischter Parität. Es gibt da kontinuierliche Familien von Klangfiguren bei derselben Frequenz. Sobald aber die Symmetrie gebrochen wird, zum Beispiel wenn das Quadrat zum Rechteck wird und daher <math>D_8</math> zu <math>D_4</math> schrumpft, trennen solche Eigenschwingungen sich auf in Dubletts. Man sagt, der Bruch der Symmetrie hebt die Entartung auf.
Obige Ausschweifungen über Gruppendarstellungen, um die Chladni-Figuren des Quadrats etwas einzuordnen, waren eigentlich nicht nötig. Denn kluge
Autoren haben die Gruppierung ohne solchen Hintergrund richtig ermittelt. Allerdings für beliebige andere Symmetrien liefert die Gruppentheorie
uns weniger Gewieften Werkzeuge an die Hand, um eine Klassifikation vom Symmetrieverhalten nachzuvollziehen. Sei hingewiesen auf die Quantenmechanik der Moleküle, der Kristalle.
==Anmerkungen==
<references></references>
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Benutzer:Dirk Hünniger/play2
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1088577
1087669
2026-07-03T11:51:57Z
Dirk Hünniger
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Astronomie von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit/ Die Sonne
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Bautsch
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/* Sonnenuhren */ Anmerkung
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[[Datei:Nachmittagssonne.29.7.2024.P1033307.jpg|mini|hochkant=2|Die Nachmittagssonne am 29. Juli 2024 mit Sonnenflecken von Berlin aus gesehen.]]
Die Erde umrundet die Sonne in einem Jahr. Die Sonnen umrundet auf ihrer von der Erde aus zu beobachtenden Bahn (Ekliptiklinie) die Erde einmal innerhalb eines Tages.
== Der Meridian ==
Die '''Südrichtung''' ist so definiert, dass bedingt durch die Rotation der Erde jedes Himmelsobjekt in dieser Richtung seine größte Höhe über dem Horizont erreicht. Die Höhe wird hierbei senkrecht zum Horizont entlang des '''Meridians''' gemessen, der den Himmel im Zenit und im Nadir schneiden. Das ist besonders augenfällig bei unserer Sonne, die wie alle anderen Sterne jeden Tag genau in dieser Richtung ihren höchsten Stand erreicht. Der Zeitpunkt und Ort beim Erreichen der größten Höhe wird auch als die Kulmination eines Objektes auf dem südlichen Meridian bezeichnet. Da die Sonne stets mittags ihren höchsten Stand erreicht, wird der südliche Meridian auch '''Mittagsmeridian''' genannt.
Anders als die Fixsterne ändert die '''Sonne''' ihre täglichen Aufgangs- und Untergangsrichtungen sowie die maximale Höhe über dem Horizont auf dem '''südlichen Meridian'''.
Bei der '''Nordrichtung''' verhält es sich auf der nördlichen Halbkugel der Erde umgekehrt wie bei der Südrichtung: alle Himmelsobjekte erreichen hier ihre niedrigste Höhe unter dem Horizont, wo sie nicht beobachtbar sind. Auf der südlichen Halbkugel der Erde ist dies naturgemäß entgegengesetzt: jedes Objekt am Himmel erreicht im Norden seine größte Höhe über dem Horizont und im Süden seine niedrigste Höhe unter dem Horizont.
Viele deutschsprachige Menschen kennen den folgenden sich reimenden Merksatz, von dem es auch etliche Abwandlungen gibt:
<blockquote>
Im Osten geht die Sonne auf,</br>
im Süden hält sie Mittagslauf,</br>
im Westen geht sie unter,</br>
im Norden wird sie niemals munter.
</blockquote>
== Die Äquinoktien ==
Bei der '''Tag-und-Nachtgleiche''' im Frühjahr steht die Sonne im '''Frühlingspunkt''' auf der '''Ekliptiklinie''', und bei der Tag-und-Nachtgleiche im Herbst steht sie im '''Herbstpunkt'''. An diesen Tagen geht sie überall auf der Erde genau im Osten auf und im Westen unter, und während sie sich dann ebenfalls überall von 6 Uhr '''morgens''' bis 18 Uhr '''abends''' auf ihrer180 Bogengrad langen Bahn oberhalb des Horizonts befindet, beschreitet sie ihren zwölfstündigen Tagbogen. Astronomisch werden die Tag-und-Nacht-Gleichen als '''Äquinoktien''' bezeichnet.
Die folgenden beiden Bilder zeigen die Situation zur '''Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühjahr'''. Der Horizont ist auf seiner vollen Länge von 360 Bogengrad von Norden (links) über Süden (Mitte) bis wieder nach Norden (rechts) in einer rechtwinkligen Mercator-Projektion dargestellt. Die Meridiane stehen in diesen Darstellungen senkrecht auf dem Horizont. Der Himmelsäquator hat stets dieselbe Lage. Die Ekliptiklinie ist morgens allerdings sehr flach und abends sehr steil. An diesem Morgen steht die Sonne beim Aufgang im '''Frühlingspunkt''' und an diesem Abend beim Untergang im '''Herbstpunkt'''. Zur Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst verhält es sich genau umgekehrt, die Sonne steht morgens beim Aufgang im Herbstpunkt und abends beim Untergang im Frühlingspunkt.
<gallery caption="Der Sternenhimmel auf 53 Bogengrad nördlicher Breite zur Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühling mit Darstellung in Blickrichtung südlicher Horizont in Mercator-Projektion" perrow=2 widths=720 heights=300 style="text-align: center">
hozizontal.Morgen.Fruehling.png|Morgens beim Sonnenaufgang genau in Richtung Osten: flache Ekliptik (gelb), Himmelsäquator (hellblau), horizontales Koordinatensystem mit Meridian (grün).
hozizontal.Abend.Fruehling.png|Abends bei Sonnenuntergang genau in Richtung Westen: steile Ekliptik (gelb), Himmelsäquator (hellblau), horizontales Koordinatensystem mit Meridian (grün).
</gallery>
An den beiden Tagen der Tag-und-Nacht-Gleiche kreuzt die Ekliptiklinie für jeden Beobachtungspunkt auf der Erde sowohl den Horizont als auch den Himmelsäquator genau im Osten und im Westen.
Vom Äquator aus gesehen steht die '''Mittagssonne''' zu den Tag-und-Nachtgleichen genau im '''Zenit''', im Horizontsystem also genau senkrecht über einem Beobachter, und um '''Mitternacht''' genau senkrecht unterhalb eines Beobachters im '''Nadir'''.
→ Siehe auch [[Astronomie von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit/ Astronomische Bezugssysteme|'''Astronomische Bezugssysteme''']]
== Die Sonnenwenden ==
Die Erde rotiert täglich einmal um ihre Rotationsachse, die zwischen dem geographischen '''Nordpol''' und dem '''Südpol''' liegt. Diese Erdachse ist um zirka 23,4 Bogengrad zur Ekliptikebene geneigt. Da die Erdachse ihre Lage zum Fixsternhimmel nur sehr langsam und geringfügig ändert (Präzession der Erdachse), ist sie je nach Jahreszeit mehr oder weniger zur Sonne hin geneigt. Auf der zur Sonne hin geneigten Erdhalbkugel (Hemisphäre) herrscht das '''Sommerhalbjahr''', und auf der von der Sonne weg geneigten Erdhalbkugel herrscht das '''Winterhalbjahr'''.
'''Mittags''' steht die Sonne für Beobachter zwischen den '''Polarkreisen''' stets am höchsten über dem Horizont und um '''Mitternacht''' am weitesten unter dem Horizont. Sie kreuzt in diesem Augenblick den senkrecht auf dem südlichen und nördlichen Horizont stehenden '''Meridian''' (Mittagslinie). Nördlich des nördlichen Wendekreises der Erdoberfläche steht sie für einen Beobachter dann genau in Richtung Süden, und südlich des südlichen Wendekreises der Erdoberfläche genau in Richtung Norden. Zwischen den beiden Wendekreisen ist die Sonne auf dem Meridian in der Nähe des Zenits zu sehen – je nach Jahreszeit entweder etwas nördlicher oder etwas südlicher.
Ihren höchsten Stand erreicht die Sonne für jeden Ort auf der Erde am Mittag der '''Sommersonnenwende'''. Von der Nordhalbkugel aus gesehen steht sie dann genau in Richtung Süden, und an diesem Tag hat sie am Horizont ihre nördlichsten Aufgangs- und Untergangspunkte. Nördlich vom nördlichen Polarkreis geht die Sonne von der Erdoberfläche aus gesehen dann gar nicht unter. Von der Südhalbkugel aus gesehen ist es umgekehrt: sie steht dann genau in Richtung Norden und hat am Horizont ihre südlichsten Aufgangs- und Untergangspunkte. Südlich vom südlichen Polarkreis geht die Sonne von der Erdoberfläche aus gesehen dann gar nicht unter.
Ihren niedrigsten Mittagsstand erreicht die Sonne zur '''Wintersonnenwende'''. Von der Nordhalbkugel aus gesehen steht sie dann ebenfalls genau in Richtung Süden, und an diesem Tag hat sie am Horizont jedoch ihre nördlichsten Aufgangs- und Untergangspunkte. Nördlich vom nördlichen Polarkreis geht die Sonne von der Erdoberfläche aus gesehen dann gar nicht auf. Von der Südhalbkugel aus gesehen ist es wieder umgekehrt: sie steht dann genau in Richtung Norden und hat am Horizont ihre südlichsten Aufgangs- und Untergangspunkte. Südlich vom südlichen Polarkreis geht die Sonne von der Erdoberfläche aus gesehen dann gar nicht auf.
Astronomisch werden die Sonnenwenden als '''Solstitien''' bezeichnet.
Der '''maximale Höhenwinkel''' über dem Horizont wird bei allen Himmelsobjekten grundsätzlich bei der Kulmination auf dem südlichen Meridian erreicht. Dieser Höhenwinkel ergibt sich aus dem zur Beobachtung gehörenden '''geographischen Breitengrad''' <math>\varphi</math> und der '''Deklination''' <math>\delta</math>, also die Höhe eines Himmelsobjektes über dem Himmelsäquator. Der Zusammenhang zwischen dem maximalen Höhenwinkel auf dem südlichen Meridian <math>h_{max,S}</math> und dem geographischen Breitengrad <math>\varphi</math> der Beobachtung kann mit Hilfe der Deklination <math>\delta</math> wie folgt hergestellt werden:
:<math>h_{max,S} = (90^\circ - \varphi) + \delta</math>
Daraus ergibt sich, dass bei bekannter Deklination <math>\delta</math> aus der Beobachtung des Höhenwinkels <math>h_{max,S}</math> der Breitengrad <math>\varphi</math> bestimmt werden kann:
:<math>\varphi = 90^\circ + \delta - h_{max,S}</math>
Ist der Breitengrad <math>\varphi</math> bekannt, kann anhand der Beobachtung des Höhenwinkels <math>{max,S}</math> die Deklination eines Himmelsobjekts <math>\delta</math> bestimmt werden:
:<math>\delta = \varphi + h_{max,S} - 90^\circ</math>
Bei den Tag-und-Nacht-Gleichen geht die Sonne genau im Osten auf und genau im Westen unter. Im Laufe eines Jahres pendeln ihre Auf- und Untergangspunkte symmetrisch um diese beiden Äquinoktialpunkte. Die Winkel der Auf- und Untergangspunkte können auf dem Horizont mit ihrem Azimut <math>a</math> angegeben werden, wobei die Azimute im horizontalen System von Norden (0 Bogengrad) aus über Osten (90 Bogengrad) nach Süden (180 Bogengrad) und dann weiter nach Westen (270 Bogengrad) gemessen werden:
:<math>a = \arccos \frac {\sin \delta} {\cos \phi}</math>
:'''Anmerkung:''' ''Die atmosphärische Refraktion vergrößert den von der Erdoberfläche aus beobachteten Höhenwinkel in der Nähe des Horizonts ein wenig. Dadurch gehen die Gestirne etwas früher auf und gehen etwas später unter als sich aus der hier durchgeführten, rein geometrischen Betrachtungsweise ergibt. Durch die Berücksichtigung der atmosphärischen Refraktion ergeben sich darüber hinaus in Abhängigkeit vom Winkel zwischen der Ekliptiklinie und der Horizontline auch geringfügig abweichende Azimute.''
Durch Einsetzen der entsprechenden Deklinationen der Sonne können die maximalen Höhenwinkel bei ihrer Kulmination auf dem südlichen Meridian berechnet werden, wobei <math>\varepsilon</math> für die '''Schiefe der Ekliptikebene''' (heute '''23,44 Bogengrad''') in Bezug auf das äquatoriale System steht: Für die Sonne ergeben sich demnach die in der folgenden Tabelle angegebenen Werte:
{| class="wikitable"
|+ Deklinationen, maximale Höhenwinkel sowie Auf- und Untergangsazimute der Sonne
! Ereignis !! Deklination der Sonne<br/><math>\delta_S</math> !! Maximaler Höhenwinkel der Sonne<br/><math>h_{max,S}</math> || Azimut des Sonnenaufgangs<br/><math>a_{A,S}</math> || Azimut des Sonnenuntergangs<br/><math>a_{U,S}</math>
|-
| Wintersonnenwende || <math>-\varepsilon</math> || <math>(90^\circ - \varphi) - \varepsilon</math> || <math>180^\circ - \arccos \frac {\sin \varepsilon} {\cos \varphi}</math> || <math>180^\circ + \arccos \frac {\sin \varepsilon} {\cos \varphi}</math>
|-
| Tag-und-Nacht-Gleiche || 0 || <math>(90^\circ - \varphi)</math> || <math>90^\circ</math> || <math>270^\circ</math>
|-
| Sommersonnenwende || <math>+\varepsilon</math> || <math>(90^\circ - \varphi) + \varepsilon</math> || <math>\arccos \frac {\sin \varepsilon} {\cos \varphi}</math> || <math>360^\circ - \arccos \frac {\sin \varepsilon} {\cos \varphi}</math>
|}
== Schattenwurf ==
Die Schattenlängen und Schattenrichtungen variieren sowohl mit der Tageszeit als auch mit der Jahreszeit. Sie können im Sonnenlicht mit stabförmigen Zeigern gemessen werden, die einen Schatten mit einer bestimmten Länge werfen. Das Verhältnis zwischen der Zeigerlänge und der senkrecht zum ihm gemessenen Schattenlänge ist identisch mit dem Tangens des Höhenwinkels der Sonne.
<gallery caption="Schattenlängen im Sonnenlicht" perrow=2 widths=480 heights=480>
Thales_Theorem_6.svg|Die Zeigerlänge A im Verhältnis zu seiner Schattenlänge B stimmt mit der Höhe der Pyramide D im Verhältnis zu ihrer Schattenlänge C überein.<br/>Wenn der Höhenwinkel der Sonne <math>\alpha</math> von der Schattenspitze über die Spitze des Zeigers oder der Pyramide zur Horizontalen gemessen wird, gilt: <math>\frac {A} {B} = \frac {D} {C} = \tan \alpha</math>
Stabdolch.Bronzezeit.Halle-Kanena,Sachsen-Anhalt.P1068175.jpg|Bronzekopf eines Stabdolchs aus der Bronzezeit (Anfang des zweiten Jahrtausends vor Christus) im Neuen Museum in Berlin. Mit dem Schattenwurf der Dolchspitze auf den Dolchstab (beim dargestellten archäologischen Fund nicht erhalten) können die Kulmination von Sonne und Mond auf dem südlichen Meridian beobachtet werden. Auf diese Weise können die Südrichtung, die Winter- und Sommersonnenwende, die Tag-und-Nacht-Gleichen sowie der ekliptikalen Breiten des Mondes inklusive der großen und kleinen Mondwenden bestimmt werden.<br/>→ Siehe auch [[Astronomie von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit/ Stabdolche|'''Stabdolche''']].
</gallery>
=== Sonnenuhren ===
Seit der Antike sind Sonnenuhren im Einsatz, um die Tageszeit, aber auch um das Datum im Jahr bestimmen zu können. Sie erzeugen zum Beispiel mit einem Schattenstab einen auf der Sonnenuhrenfläche erkennbaren Schattenzeiger. Anhand der Lage des Schattens kann auf einem dazu passenden Ziffernblatt die wahre Ortszeit abgelesen werden. Über die Länge des Schattens kann der Zeitpunkt im Kalenderjahr bestimmt werden. Aus drei Gründen kann die wahre Ortszeit von der amtlichen Uhrzeit abweichen:
[[Datei:Zeitgleichung.png|mini|rechts|hochkant=3|Diagramm mit dem jährlichen Funktionsverlauf der Zeitgleichung und ihrer beiden Anteile durch die von der Abweichung einer Kreisbahn bedingte variierende Bahngeschwindigkeit der Erde (Exzentrizität) und den durch die pendelnde Achsschiefe bedingten variierenden Winkel der Erdachse zur Verbindungslinie zwischen Erde und Sonne in der Ekliptik.]]
# Die Sonnenuhr befindet sich nicht auf dem '''Bezugsmeridian''', der zur geltenden Zeitzone gehört. Für die mitteleuropäische Zeit (MEZ) ist dies der Längengrad bei 15 Grad östlicher Länge, was in Deutschland zum Beispiel nur für die ostdeutsche Stadt Görlitz zutrifft. Alle anderen deutschen Städte liegen weiter westlich, so dass sie den Mittag erst nach der amtlichen Zeit 12:00 Uhr MEZ anzeigen.
# Die '''Zeitgleichung''' ZG beschreibt die Abweichungen zwischen der angezeigten wahren Ortszeit (WOZ) und der mittleren Ortszeit (MOZ): <math>\mathrm {ZG} = \mathrm {WOZ} - \mathrm {MOZ}</math>. Diese Abweichungen beruhen auf zwei Ursachen:
## Die Erde umläuft die Sonnen auf einer Ellipsenbahn mit einer entsprechenden '''Exzentrizität'''. Im Perihel befindet sie sich Anfang Januar, und dann ist sie am schnellsten, so dass der nächste Mittag in etwas weniger als 24 Stunden erreicht wird. Im Aphel befindet sie sich Anfang Juli, und dann ist sie am langsamsten, so dass der nächste Mittag in etwas mehr als 24 Stunden erreicht wird. Durch diese Schwankungen ergeben sich im Laufe eines Jahres sinusförmige Abweichungen von bis zu 7,5 Minuten.
## Der Winkel der Erdachse zur Verbindungslinie zwischen Erde und Sonne ist zeitlich nicht konstant, sondern die entsprechende '''Achsschiefe''' schwankt jahreszeitlich um die rechten Winkel bei den Tag-und-Nacht-Gleichen. Durch diese Schwankungen ergeben sich im Laufe eines Jahres sinusförmige Abweichungen von bis zu 10 Minuten.
# Aufgrund von nationalen politischen Beschlüssen kann die '''amtlich geltende Uhrzeit in Zeitzonen''' festgelegt werden, die von der wahren Ortszeit abweicht. Hierbei treten folgende beiden Fälle auf:
## Der betreffende Staat wird von gar keinem Bezugsmeridian, einem anderen Bezugsmeridian oder mehreren Bezugsmeridianen durchlaufen. '''Rechtliche Normen''' definieren, welche Zeitzonen angewendet werden.
## Die Uhrzeit bekommt im Sommerhalbjahr (meist zwischen Ende März und Ende Oktober) einen Aufschlag von genau einer Stunde. In diesem Fall spricht man von der Anwendung der '''Sommerzeit''', es gilt also die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) anstelle der mitteleuropäischen Zeit (MEZ).
Die beschriebenen Effekte können zum Beispiel dazu führen, dass in Finisterre, dem westlichsten Punkt Spaniens auf 9,25 westlicher geographischer Breite, wo die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) gilt, die Sonne erst gegen 13:30 Uhr (MESZ) im Süden steht und bei 12:00 Uhr (WOZ) ihren Höchststand erreicht. In der Folge geht die Sonne zu den Tag-und-Nacht-Gleichen, wie überall auf der Erde um 6:00 Uhr (WOZ) auf, aber erst um 7:30 Uhr (MESZ), und wie überall auf der Erde um 18:00 Uhr (WOZ) unter, aber erst um 19:30 Uhr (MESZ).
<div style="clear:both"></div>
<gallery caption="Sonnenuhren" perrow=2 widths=480 heights=480>
Maerstetten.Sankt.Jakob.Sonnenuhr.P1047273.jpg|Unter Schweizer Bundesschutz stehende Sonnenuhr am Kirchturm von Sankt Jakob in Märstetten im Kanton Thurgau aus dem Jahr 1808 von Johannes Konrad Boltshauser mit dem Spruch "Nur die heitren Stunden weis ich".
Maerstetten.Kirche.Sankt.Jakob.Sonnenuhr.P1047273.png|Erläuternde Hilfslinien und Texte für die Sonnenuhr an der nach Süden ausgerichteten Turmwand der Kirche Sankt Jakob in Märstetten (Schweiz). Die Schleifen im Diagramm in Form langgezogener Achten zeigen für ein gegebenes Datum die Abweichung der wahren Ortszeit auf der Längsachse der Schleifen von der mittleren Ortszeit auf dem Schleifenrand an, die durch die Zeitgleichung gegeben ist. Die blaue Hälften beschreiben von oben nach unten das erste Halbjahr von Januar bis Juni und die orangefarbenen Hälften von unten nach oben das zweite Halbjahr von Juli bis Dezember.
</gallery>
Der Sonnenhöchststand wird zur wahren Ortszeit 12:00 Uhr erreicht, wenn die Sonne auf dem südlichen Meridian kulminiert und der Schattenzeiger somit senkrecht steht. Die Tageszeiten, an den die Sonne in den Städten '''J'''erusalem, '''W'''ien, '''P'''aris und '''L'''ondon auf dem südlichen Meridian kulminiert, sind im Ziffernblatt mit den vier Anfangsbuchstaben dieser vier Städte markiert.
Das Datum kann im Liniendiagramm in der Mitte der Sonnenuhr abgelesen werden. Das Sonnenlicht, das durch die zentrale Lochblende im Stern am Schattenstab auf die Turmfläche fällt, beschreibt im Laufe eines Tages Bögen, die im Monatsabstand in horizontaler Richtung aufgetragen sind. Die dargestellten Bögen entsprechen den zwölf Tagen im Sonnenjahr, an denen sich die Sonne jeweils auf der Grenze zwischen zwei Lebewesenkreiszeichen des Zodiaks befindet, die innerhalb des Ziffernblatts als astronomische Symbole und außen als bildliche Darstellungen markiert sind. Der oberste Bogen (Tropicus Capricornici<ref>'''''Anmerkung:''' Die Schreibweise mit "ci" am Ende ist ungewöhnlich und scheint vom neulateinischen Adjektiv "capricornicus" ("steinböckisch") abgeleitet worden zu sein. Die übliche Schreibweise ist "Capricorni".''</ref> = südlicher Wendekreis des Steinbocks) beschreibt den Tagesbogen bei der Wintersonnenwende, der unterste Bogen (Tropicus Cancri = nördlicher Wendekreis des Krebses) beschreibt den Tagesbogen bei der Sommersonnenwende. Die mit "Aequator" beschriftete, exakt horizontale und gerade Linie beschreibt die Tagesbögen zu den beiden Tag-und-Nacht-Gleichen im Frühling und im Herbst, bei denen die Sonne genau im Osten aufgeht und genau im Westen untergeht. Die Aufnahme wurde am 16. August (2025) gemacht, als die Sonne eine ekliptikale Länge von 143,5 Bogengrad hatte und somit sechs Tage vor dem Erreichen der Grenze zum Sternbild Jungfrau noch im Sternbild Löwe stand.
Da im Sommer aus politischen Gründen eine Stunde hochgezählt werden musste, war die amtliche Zeit zum Zeitpunkt der Aufnahme im obenstehenden Bild bereits 10:55 Uhr (MESZ), was der mittleren Zeit auf dem Bezugsmeridian von 9:55 Uhr (MEZ) entspricht. Auf der Sonnenuhr konnte zu diesem Zeitpunkt auf dem Schnittpunkt des Schattenzeigers mit dem Bogen des Ziffernblatts für die Stunden des Tages für die wahre Sonnenzeit die Uhrzeit 9:37 Uhr abgelesen werden. Märstetten befindet sich knapp sechs Grad westlich vom 15-Grad-Bezugsmeridian der mitteleuropäischen Zeitzone. Dies bedeutet, dass die Sonne beim Kirchturm in Märstetten erst 23 Minuten später als auf dem Bezugsmeridian ihren Höchststand erreicht. Die mittlere Ortszeit betrug also 9:32 Uhr (MOZ). Aus der Zeitgleichung ergibt sich für den 16. August gegenüber der mittleren Ortszeit eine Verzögerung der wahren Ortszeit um knapp fünf Minuten, so dass diese 9:37 Uhr (WOZ) betrug, was der abgelesen Uhrzeit auf dem Ziffernblatt der Sonnenuhr entspricht.
== Sonnenbeobachtung ==
Die Sonnenbahn wurde schon in der Steinzeit von verschiedenen Orten der Erde aus regelmäßig beobachtet. Es gibt zahllose {{w|Sonnenuhr|Sonnenuhren}}, mit denen die Ortszeit abgelesen werden kann, wenn die Sonne am Himmel zu sehen ist. Im Altertum sind aber auch viele größere Anlagen errichtet worden, mit denen die Auf- und Untergangsorte am Horizont beobachtet werden konnten. Hierzu zählen beispielsweise die zahlreichen als Sonnenobservatorium nutzbaren {{w|Kreisgrabenanlage|Kreisgrabenanlagen}} oder Ringheiligtümer in Mitteleuropa genauso wie manche Tempelanlagen auf Malta. In der folgenden Tabelle sind einige aufgeführt:
{| class="wikitable" style="text-align:left"
|+ Astronomische Beobachtungsstätten im Altertum
!Name
!Art
!Ort
!Datierung
|-
|'''[[Astronomie von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit/ Kalenderführung#Goseck|Kreisgrabenanlage von Goseck]]'''
|Sonnenobservatorium
|Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt, Europa
|4900 vor Christus
|-
|'''{{w|Nabta-Playa}}'''
|Steinkreis
|Nubische Wüste, Afrika
|um 4000 vor Christus
|-
|'''[[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Mondzyklen#Der_Kalenderstein_vom_Tempel_Mnajdra|Mnajdra]]'''
|Sonnentempel / Kalenderstein
|Malta, Mittelmeer
|3800 vor Christus
|-
|'''{{w|Kokino}}'''
|Megalithische Sternwarte
|Staro Nagoričane, Nordmazedonien, Europa
|3800 vor Christus
|-
|'''{{w|Stonehenge}}'''
|Megalith-Bauwerk
|Amesbury, Wiltshire, Süd-England
|3000 vor Christus
|-
|'''{{w|Santa Cristina (Brunnenheiligtum)|Santa Cristina}}'''
|Brunnenheiligtum
|Sardinien, Mittelmeer
|18. Jahrhundert vor Christus
|-
|'''{{w|Yazılıkaya}}'''
|Sonnenheiligtum
|Çorum, Türkei, Kleinasien
|13. Jahrhundert vor Christus
|-
|'''{{w|Chanquillo}}'''
|Präkolumbischer Komplex der Prä-Inka-Kulturen
|Bei Casma, Peru
|3. Jahrhundert vor Christus
|-
|'''[[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Das_Belchen-System|Belchen-System]]'''
|Bergsystem
|Vogesen, Schwarzwald, Jura
|unbekannt
|}
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Astronomie von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit/ Bedeutung in anderen Disziplinen
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2026-07-02T18:32:30Z
Bautsch
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/* Astronomische Bezüge */ ergänzt / Antipoden
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text/x-wiki
Viele Bezeichnungen für verschiedene Lehren werden mit der aus dem Altgriechischen stammenden Endung "-logie" (altgriechisch λόγος ("logos"), zu Deutsch „Lehre“) gebildet. Die folgenden Disziplinen sind in diesem Kontext hervorzuheben, da sie insbesondere für die '''{{w|Archäoastronomie}}''' wertvolle wissenschaftliche Ergänzungen zur '''{{w|Astronomie}}''' (aus den altgriechischen Wörtern ἄστρον ("ástron", zu Deutsch „Stern“) und νόμος ("nómos, zu Deutsch „Gesetz“) zusammengesetzt also „Sterngesetz“) liefern:
* Die '''{{w|Archäologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen Wort ἀρχαῖος ("archaios"), zu Deutsch „Altertumslehre“) beschäftigt sich mit der kulturellen Entwicklung der Menschheit.
* Die '''{{w|Etymologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen Wort ἔτυμος ("etymos"), zu Deutsch „Wortherkunftslehre“) untersucht die geschichtliche Herkunft von Wörtern.
* Die '''{{w|Mythologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen Wort μῦθος ("mythos"), zu Deutsch „Erzählungslehre“), die sich wissenschaftlich mit der Sagenwelt beschäftigt.
* Die '''{{w|Theologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen Wort θεός ("theós"), zu Deutsch „Gotteslehre“) mit ihren Lehren zum religiösen Glauben und dessen Glaubensdokumenten.
* Die '''{{w|Kosmologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen Wort κόσμος ("kósmos"), zu Deutsch „Weltenlehre“) ist hingegen eine Lehre, die sich im Laufe der Jahrtausende deutlich verändert hat und sich auch heute noch erheblich weiterentwickelt, da es in der modernen Astronomie und Astrophysik mit zunehmend hohem technischem Aufwand immer wieder zu neuen Erkenntnissen kommt.
* Die '''{{w|Numerologie}}''' (zusammengesetzt mit dem lateinischen Wort numerus, zu Deutsch „Zahlenlehre“) mit ihren mystischen Lehren über die symbolische Zuweisung von Bedeutungen an Zahlen.
Von der Antike bis ins Mittelalter galt die Beherrschung der '''{{w|sieben freien Künste}}''' als Voraussetzung für das Betreiben von Philosophie. Zu den drei "trivialen" Künsten der {{w|Grammatik}}, der {{w|Rhetorik}} und der {{w|Dialektik}} des '''{{w|Trivium|Triviums}}''' wurden die vier Künste der {{w|Musiktheorie}}, der {{w|Arithmetik}}, der {{w|Geometrie}} und der {{w|Astronomie}} zu den Künsten des '''{{w|Quadrivium|Quadriviums}}''' gezählt → siehe hierzu auch [[Quadriviale_Kuriositäten|'''Wikibook ''Quadriviale Kuriositäten''''']].
== Zur Etymologie ==
Die Genesis aus dem Alten Testament greift die Thematik der Verwirrung der einheitlichen Sprache in ihrem elften Kapitel auf, und beschreibt, wie die bereits sternenkundigen Menschen im Norden Mesopotamiens übermütig geworden waren und in Babel einen Turm mit einer Spitze '''bis in den Himmel''' errichten wollten:<ref>[https://www.bibleserver.com/EU/1.Mose11 Genesis 11], Genesis, Kapitel 11, Einheitsübersetzung</ref>
<blockquote>
1 Die ganze Erde hatte eine Sprache und ein und dieselben Worte.<br/>
2 Als sie ostwärts aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an.<br/>
3 Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel.<br/>
4 Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze '''bis in den Himmel'''! So wollen wir uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen.<br/>
5 Da stieg der HERR herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten.<br/>
6 Und der HERR sprach: Siehe, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, wenn sie es sich zu tun vornehmen.<br/>
7 Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht.<br/>
8 Der HERR zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen.<br/>
9 Darum gab man der Stadt den Namen Babel, Wirrsal, denn dort hat der HERR die Sprache der ganzen Erde verwirrt und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut.
</blockquote>
Es mag weniger verwunderlich sein, dass Schöpfungsmythen oder Berichte über Katastrophen nicht nur einen astronomischen Hintergrund haben, sondern in völlig verschiedenen Kulturen sehr ähnliche Merkmale zeigen, wenn man sich das Folgende bewusst macht: Einige Indizien deuten auf einen für viele Kulturen gemeinsamen Ursprung hin, der auf eine tiefsinnige Betrachtung und Beobachtung des Himmelsgeschehens hindeutet.
Bei bestimmten Wörtern sind die Ähnlichkeiten in vielen lebenden und toten Sprachen so auffällig, dass sie ein gemeinsames Ursprungswort (Etymon) haben und somit Kognaten sein dürften.
=== "Stern" ===
Bei den Wörtern „Gestirn“ beziehungsweise „Stern“ sind die Ähnlichkeiten in vielen lebenden und toten Sprachen sehr auffällig, und diese Verwandtschaften mögen durch die Wörter für "Stern" in den folgenden Sprachen belegt werden:
* Akkadisch "istar"
* Indogermanisch "ster"
* Griechisch "astro" / "asteri"
* Lateinisch "astrum" / "stella"
* Althochdeutsch "stern(o)"
* Jiddisch "shtern"
* Katalanisch und Spanisch "estrella"
* Portugiesisch "estrela"
* Englisch "star"
* Niederländisch "ster"
* Westfriesisch "stjer"
* Italienisch und Korsisch "stella"
* Rumänisch "stea"
* Sardisch "istedda"
* Maltesisch "stilla"
* Französisch "étoile" aus Altfranzösisch "estoile"
* Galicisch "estrela"
* Walisisch "seren"
* Dänisch und Norwegisch "stjerne"
* Schwedisch "stjärna"
* Isländisch "stjarna"
* Kurdisch "stêrk"
* Gujarati "Tārō"
* Hindi "तारा" (taara)
* Marathi "तारा" (Tārā)
* Nepalesisch "तारा" (Tārā)
* Punjabi "ਤਾਰਾ" (Tārā)
* Singhalesisch "තරුව" (taruva)
* Khmer "តារា" (tara)
* Armenisch "աստղ" (astgh)
* Tadschikisch "ситора" (sitora)
* Hausa "tauraro"
* Krio "sta"
=== "Stier" ===
Eine starke Ähnlichkeit gibt es in vielen Sprachen auch zwischen den Wörtern „Stern“ und „Stier“. Der Stier bezeichnet zudem auch ein bedeutendes und eines der ältesten Sternbilder überhaupt:
→ Siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsstier|'''Himmelsstier''']].
* Akkadisch und Assyrisch "šūru"
* Aramäisch "tōra"
* Hebräisch "šǒr"
* Ugaritisch "twr"
* Arabisch "ثور" ("thawr")
* Griechisch "ταύρος" ("tauros")
* Lateinisch "taurus"
* Althochdeutsch "stior"
* Italienisch, Katalanisch und Spanisch "toro"
* Galicisch "touro"
* Gallisch "tarvos"
* Französisch "taureau"
* Schwedisch "tjur"
* Dänisch "tyr"
* Irisch und Gälisch "tarbh"
* Wallisisch "tarw"
=== "Horn" ===
Auch die Hörner des Stieres betreffend setzen sich die vielen Ähnlichkeiten fort:
* Akkadisch "carnu"
* Aramäisch "qeren"
* Griechisch "κόρνο" ("korno")
* Lateinisch "cornu"
* Maltesisch "qrun"*
* Arabisch "قرون" ("qurun")
* Französisch "corne"
* Italienisch "corne"
* Rumänisch "corn"
* Haitianisch "kòn"
=== "Sieben" ===
Die in vielen Kulturen als heilig angesehene Zahl Sieben taucht im Zusammenhang mit der Astronomie als Anzahl der mit bloßem Auge sichtbaren Wandelgestirne und als Zahl der Hauptsterne in vielen Asterismen auf:
* Sieben Wandelgestirne: Sonne Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn
* Siebengestirn im Himmelsstier: Alkione, Atlas, Electra, Maia, Merope, Taygeta, Pleione
* Sternbild Orion: Beteigeuze, Rigel, Bellatrix, Alnilam, Alnitak, Saiph, Mintaka
* Asterismus Großer Wagen: Alioth, Dubhe, Alkaid, Mizar, Merak, Phekda, Megrez
→ Siehe auch:
* [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Sieben|'''Zur Sieben''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Der_Fixsternhimmel#Die_sieben_hellsten_Objekte_der_Ekliptik|'''Die sieben hellsten Objekte der Ekliptik''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Kalenderführung#Die_Siebentagewoche|'''Die Siebentagewoche''']].
Wegen der hohen kulturellen, rituellen oder mythischen Bedeutung gibt es in vielen Kulturen und Sprachen etymologische Übereinstimmungen:
* Akkadisch "sebe"
* Proto-Indoeuropäisch "septḿ̥"
* Hetitisch "sipta"
* Proto-Germanisch "*sebun"
* Althochdeutsch "sibun"
* Hebräisch "sajin" (Buchstabe) oder "scheva" (Wort)
* Etruskisch "semph"
* Maltesisch "sebgħa"
* Arabisch "sabʿa"
* Griechisch "επτά" ("(h)epta")
* Lateinisch "septem"
* Ungarisch "het"
* Proto-Balto-slawisch "septin"
* Proto-Indo-Iranisch "saptá"
* Katalanisch "set"
* Spanisch "siete"
* Galicisch "sete"
* Lettisch "septiņi"
* Italienisch "sette"
* Französisch "sept"
* Englisch "seven"
* Wallisisch "saith"
* Bosnisch / Kroatisch "sedam"
* Rumänisch "șapte"
* Irisch "seacht"
* Swahili "saba"
* Haitianisch "sèt"
== Zur Mythologie ==
Seit Jahrtausenden blicken Menschen in den Nachthimmel und versuchen, die unzähligen Lichter am Firmament zu deuten. Schon früh begannen sie, die von ihnen erfundenen Sternbilder und die unablässig durch den Himmel ziehenden Wandelgestirne durch Geschichten über Götter, Helden oder andere Wesen zu interpretieren, zu erzählen und zum Teil über Jahrhunderte hinweg zu tradieren. Die '''Mythologie''' spielte dabei eine zentrale Rolle: Sie half nicht nur, eine symbolische Ordnung in den geheimnisvollen Kosmos zu bringen, sondern prägte auch viele der Bezeichnungen und Vorstellungen, die bis heute in der beschreibenden Astronomie überlebt haben.
Die Verbindung zwischen Mythologie und Astronomie ist tief verwurzelt und zeugt vom menschlichen Bedürfnis, das wahrgenommene, aber dennoch unfassbare Universum durch räumliche und zeitliche Vorstellungen sowie durch Erzählungen begreifbar zu machen. Das Geschehen am Himmel musste auf die Menschen vor der Erfindung der Bewegtbilder und des Films in der späten Neuzeit sowohl attraktiv als auch spektakulär gewirkt haben. So konnten verschiedene mythische Gestalten am Himmel durch ihre scheinbaren Handlungen wahrgenommen werden. Durch die Wiederholung solcher Deutungen konnten sich besonders beliebte Mythen im kulturellen Kontext über die Zeit verfestigen, und entsprechende Riten konnten sich etablieren.
Damit war auch eine wesentliche Voraussetzung für den Glauben der Menschen an eine höhere Macht oder mehrere höhere Mächte gegeben. Der Begriff '''Religion''' stammt vom lateinischen Inifiniv "relegere" ab. Dieses Verb bedeutet wörtlich übersetzt "wieder lesen" und meint im Sinne von "überdenken" das bewusste Wahrnehmen von Prophezeiungen oder Omen sowie das nachhaltige Beachten tradierter Vorschriften.
'''→ Siehe:'''
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Urozean|'''Der Urozean''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Sagenwelt|'''Die Plejaden / Sagenwelt''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Mythologie|'''Der Himmelsstier''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Babylonische_Himmelswege|'''Babylonische Himmelswege''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Mithraskult|'''Mithraskult und Tauroktonie''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Höhlenmalerei_in_der_Magura-Höhle|'''Die Höhlenmalerei in der Magura-Höhle''']].
== Zur Theologie ==
Die '''Theologie''' (vom Altgriechischen θεός = theós = Gott und λόγος = lógos = Lehre) ist die Lehre von einem Gott oder von mehreren Göttern. Sie lehrt einen ausgeprägten religiösen Glauben, begründet rituelle Traditionen und deutet die vorhandenen Glaubensdokumente.
[[Datei:Aristoteles.Theologie.png|mini|rechts|Wahrnehmbarkeit und Vergänglichkeit nach Aristoteles]]
Die Theologie des '''{{w|Aristoteles}}''' (384–322) postuliert drei mögliche Substanzen:<ref>Aristoteles: ''Metaphysik'', Kapitel XII (Λ), Philosophische Theologie, Seiten 1069a –1076a</ref>
{| class="wikitable"
|+ Mögliche Substanzen nach Aristoteles
! Nummer !! Substanz !! Erläuterung !! Interpretationsbeispiel
|-
| 1. || Die sinnlich wahrnehmbare und vergängliche Substanz || Konkrete Dinge, die nur eine begrenzte Teilhabe an der Ewigkeit haben. || Lebewesen
|-
| 2. || Die sinnlich wahrnehmbare und unvergängliche Substanz || Konkrete Dinge, die eine unbegrenzte Teilhabe an der Ewigkeit haben. || Die sieben Wandelgestirne und die Fixsterne
|-
| 3. || Die sinnlich nicht wahrnehmbare und unvergängliche Substanz || Lebendiger, unbewegter Beweger, der der Ursprung aller anderen Dinge ist. || Gott
|}
Dieses theologische Prinzip wurde später auch von '''{{w|Thomas van Aquin}}''' (1225-1274) in seinen ''Quinque viae ad Deum'' ("Fünf Wege zu Gott") aufgegriffen:
{| class="wikitable"
|+ Nach dem ''Quinque viae ad Deum'' ("Fünf Wege zu Gott") von Thomas von Aquin
! Weg !! Bezeichnung !! Voraussetzung !! Feststellung !! Folgerung
|-
| Via I || Bewegungsbeweis || In der Welt ist überall Bewegung. || Alles Bewegte muss von einem anderen in Bewegung gebracht worden sein. || Der Erstbeweger ist Gott.
|-
| Via II || Kausalitätsbeweis || In der Welt gibt es überall Ursachen und Wirkungen. || Jede Wirkung muss eine Ursache haben. || Die erste Ursache der Welt ist Gott.
|-
| Via III || Kontingenzbeweis || Alles Empirische in der Welt entsteht und vergeht wieder. || Jedes empirische Wesen muss das Sein von einem absoluten Wesen empfangen haben. || Das absolute Wesen ist Gott.
|-
| Via IV || Stufenbeweis || In der Welt gibt es abgestuft gute, wahre und schöne Dinge. || Das absolute Wesen muss die höchste Güte, Wahrheit und Schönheit haben. || Das höchste Gute, Wahre und Schöne ist Gott.
|-
| Via V || Finalitätsbeweis || In der Welt gibt es Ordnung und Gesetzmäßigkeit. || Ordnung und Gesetzmäßigkeit müssen auf einen denkenden Geist zurückgehen. || Dieser Geist kommt von Gott.
|}
Auch '''{{w|Gottfried Wilhelm Leibniz}}''' (1646-1717) lehnt sich in seiner Hypothese von „Gott als letztem und zureichendem Grund der Welt“ daran an.
Auch im 90. Psalm wird dieser Ansatz thematisiert:
<blockquote>
Das vierte Buch<br/>
Der '''ewige''' Gott – der '''vergängliche''' Mensch<br/><br/>
1 Ein Bittgebet des Mose, des Mannes Gottes. O Herr, du warst uns Wohnung '''von Geschlecht zu Geschlecht'''.<br/>
2 '''Ehe geboren wurden die Berge, ehe du unter Wehen hervorbrachtest Erde und Erdkreis''', bist du '''Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit'''.<br/>
3 '''Zum Staub zurückkehren lässt du den Menschen''', du sprichst: Ihr Menschenkinder, kehrt zurück!<br/>
4 Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der Tag, der gestern vergangen ist, wie eine Wache in der Nacht.
</blockquote>
Darüber hinaus gibt der vierte Vers einen deutlichen Hinweis auf das Verhältnis zwischen der Länge des viele Jahrtausende dauernden Präzessionszyklus und der Länge eines siderischen Monats: der Mond wandert entlang der Ekliptiklinie an einem Tag genauso weit wie der Frühlingspunkt in tausend Jahren.
→ Siehe hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Präzession|'''Präzession''']].
Der griechische Dichter '''{{w|Aratos von Soloi}}''' in Kilikien (≈310–245) hatte seine astronomischen Kenntnisse vom Astronomen und Mathematiker '''{{w|Eudoxos von Knidos}}''' (geboren nach 390, gestorben nach 338) erhalten. In dem in der Antike verbreiteten Lehrgedicht Φαινόμενα (Phainomena = „Himmelserscheinungen“) von Aratos wird der Sternenhimmel in zahlreichen Hexametern beschrieben. Sein monumentales sechseckiges Grab aus der antiken Stadt Pompeiopolis wurde 2020 in der türkischen Provinz Mersin wiederentdeckt.<ref>Patricia Claus: [https://greekreporter.com/2021/07/11/memorial-tomb-of-ancient-greek-astronomer-aratus-unearthed-in-turkey/ Memorial Tomb of Ancient Greek Astronomer Aratus Unearthed in Turkey], The Greek Reporter, 11. Juli 2021</ref>
Hier der Beginn des Prologs des Lehrgedichts:
<blockquote>
Εκ Διὸς ἀρχώμεσθα , τὸν οὐδέποτ᾽ ἄνδρες ἐῶμεν<br/>
῎Αῤῥητον . Μεσταὶ δὲ Διὸς πᾶσαι μὲν ἀγυιαὶ ,<br/>
Πᾶσαι δ᾽ ἀνθρώπων ἀγοραί · μεστὴ δὲ θάλασσα ,<br/>
Καὶ λιμένες. πάντη δὲ Διὸς κεχρήμεθα πάντες .<br/>
'''Τοῦ γὰρ καὶ γένος εἰμέν''' · ὁ δ᾽ ἤπιος ἀνθρώποισι<br/>
Δεξιὰ σημαίνει · λαοὺς δ᾽ ἐπὶ ἔργον ἐγείρει ,<br/>
Μιμνήσκων βιότοιο . λέγει δ᾽ , ὅτε βῶλος ἀρίστη<br/>
Βουσί τε καὶ μακέλῃσι · λέγει δ᾽ , ὅτε δεξιαὶ ὧραι ,<br/>
Καὶ φυτὰ γύρῶσαι , καὶ σπέρματα πάντα βαλέσθαι .<br/>
Αὐτὸς γὰρ τάγε σήματ᾽ ἐν '''οὐρανῷ''' ἐστήριξεν ,<br/>
'''Αστρα''' διακρίνας · ἐσκέψατο δ᾽ εἰς ἐνιαυτὸν<br/>
'''᾿Αστέρας''' , οἵ κε μάλιστα τετυγμένα σημαίνοιεν<br/>
᾿Ανδράσιν ὡράων , ὄφρ᾽ ἔμπεδα πάντα φύωνται .<br/>
Τῷ μιν ἀεὶ πρῶτόν τε καὶ ὕστατον ἱλάσκονται .<br/>
Χαῖρε , πάτερ , μέγα θαῦμα , μέγ᾽ ἀνθρώποισιν ὄνειαρ ,<br/>
Αὐτὸς καὶ προτέρη γενεή ! χαίροιτε δὲ , Μοῦσαι<br/>
Μειλίχιαι , μάλα πᾶσαι ! ἐμοί γε μὲν '''ἀστέρας''' εἰπεῖν ,<br/>
Ηἱ θέμις εὐχομένῳ , τεκμήρατε πᾶσαν ἀοιδήν .<br/>
Οἱ μὲν ὁμῶς πολέες τε , καὶ ἄλλυδις ἄλλοι ἐόντες ,<br/>
'''Οὐρανῷ''' ἕλκονται πάντ᾽ ἤματα συνεχὲς αἰεί.<br/>
Αὐτὰρ ὅγ᾽ οὐδ᾽ ὀλίγον μετανίσσεται · ἀλλὰ μάλ' αὕτως<br/>
'''῎Αξων''' οἱ ἐνάρηρεν · ἔχει δ᾽ ἀτάλαντον ἁπάντη<br/>
'''Μεσσηγὺς γαῖαν''' , περὶ δ᾽ '''οὐρανὸν''' αὐτὸν ἀγινεῖ.<br/>
Καί μιν πειραίνουσι δύω '''πόλοι''' ἀμφοτέρωθεν ·<br/>
᾿Αλλ᾽ ὁ μὲν οὐκ ἐπίοπτος · ὁ δ᾽ ἀντίος ἐκ '''Βορέαο''' ,<br/>
Ὑψόθεν Ὠκεανοῖο . Δύω δὲ μιν ἀμφὶς ἔχουσαι<br/>
'''Ἄρκτοι''' ἅμα τροχόωσι · τὸ δὴ καλέονται '''῞Αμαξαι''' .
</blockquote>
Übersetzung unter Beibehaltung der Hexameter nach dem deutschen Dichter, Übersetzer und Hochschullehrer Johann Heinrich Voss (1751–1826) von 1824:<ref>АРАТОΥ ΦΑΙΝΟΜΕΝΑ ΚΑΙ ΔΙΟΣΗΜΕΙΑ. Des Aratos Sternerscheinungen und Wetterzeichen. Übersetzt und erklärt von Johann Heinrich Voss. Heidelberg bei Christian Friedrich Winter. 1824.</ref>
<blockquote>
Zeus sei unser Beginn , und niemals bleib' er uns Männern<br/>
Ungelobt. Voll wahrlich des Zeus sind alle des Wandels<br/>
Weg' , und alle Versammlung der Welt ; voll jegliche Meerflut ,<br/>
Jeglicher Port ; ringsum ja des Zeus bedürfen wir alle .<br/>
'''Seines Geschlechts auch sind wir''' ; und Er , mildherzig den Menschen,<br/>
Zeichnet, was frommt, rechtsher ; und zu Tätigkeit weckt er die Völker,<br/>
Mahnend an Lebensbedarf : Er sagt , wann besser dem Pflugstier<br/>
Fuge die Scholl' , und dem Karst ; er sagt , wann schickliche Jahrszeit,<br/>
Dass man die Pflanze behäuf" , und einsenk' allerlei Anwachs .<br/>
Denn selbst hat er die Zeichen am oberen '''Himmel''' befestigt ,<br/>
Und '''Sternbilder''' verteilt ; er hat fürsehend dem Jahrlauf<br/>
'''Sterne''' bestimmt , die den Menschen zumeist annahende Wechsel<br/>
Deuteten jeglicher Zeit , dass in Völligkeit alles erwachse .<br/>
Drum ihn immer zuerst , und zulezt ihn , sühnen sie feiernd.<br/>
Heil , anstaunlicher Vater , den Sterblichen mächtiges Labsal ,<br/>
Du auch , selbst des Geschlechts Ursprung ! Heil , freundliche Musen,<br/>
Heil euch allen gesamt ! doch mir , der , die '''Sterne''' zu melden ,<br/>
Euch , wie geziemt , anfleht , bringt allen Gesang zur Vollendung.<br/>
Jene zugleich , so viele zerstreuete , andere anders ,<br/>
Ziehn mit dem '''Himmel''' einher in ewigem Zuge beständig .<br/>
Doch nie schwanket er selbst um ein weniges; sondern durchaus so<br/>
Bleibt ihm die '''Axe''' geheftet ; die hält gleichschwebend vom Umfang<br/>
Hier '''in der Mitte die Erd'''' , und umher dort dreht sie den '''Himmel''' .<br/>
Sie dann hat zween '''Pol'''' an jeglichem Ende gerichtet :<br/>
Unsichtbar ist jener; doch hier um den '''Boreas''' ragt er<br/>
Ob dem Okeanos hoch. Zwo dem zu den Seiten gestellte<br/>
'''Bärinnen''' rollen umher: drum auch '''Rollwagen''' benamet.
</blockquote>
'''''Hinweise:'''''
* Die "Axe" beschreibt die Erdachse.
* ''Mit dem "Boreas" ist der Himmelsnordpol gemeint.''
* ''Bei den beiden Bärinnen handelt es sich um die Sternbilder des Großen Bären (Ursa Maior) und des Kleinen Bären (Ursa Minor).''
* ''Die beiden Rollwagen sind bei uns heute die Asterismen Großer Wagen und Kleiner Wagen.''
Der Apostel '''{{w|Paulus von Tarsus}}''' (geboren vor 10, gestorben nach 60) war der bedeutendste Missionar des Urchristentums und kannte diesen Text offensichtlich. Im 17. Kapitel der Apostelgeschichte des Lukas wird ihm ein Zitat aus dem Prolog des Lehrgedichts über die Abstammung der Menschen von Gott in den Mund gelegt.<ref>[https://www.die-bibel.de/bibel/NA28,EUE/ACT.17.28 Apostelgeschichte 17,28], Abschnitt: ''Paulus in Athen'', Novum Testamentum Graece und Einheitsübersetzung</ref>
<blockquote>
Apostelgeschichte 17,28: '''Τοῦ γὰρ καὶ γένος ἐσμέν.'''
</blockquote>
<blockquote>
Apostelgeschichte 17,28: '''Wir sind von seinem Geschlecht.'''
</blockquote>
=== Zahlen in Religionen ===
Die '''Zwei''' steht oft für Gegensätze, wie zum Beispiel Tag und Nacht, Aufgang und Untergang, Sommerhalbjahr und Winterhalbjahr, zunehmender und abnehmender Mond oder obere und untere Kulmination. Eine solche Zweiteilung findet sich oft auch in gegensätzliche Kategorien wieder, die in vielen Disziplinen, insbesondere auch in der Ethik und in Religionen verwendet werden, wie beispielsweise gut und böse, oben und unten, Leben und Tod, Licht und Schatten, Wärme und Kälte oder Himmel und Hölle.
Interessant ist auch die frühgeschichtliche astronomische Auffassung von '''zwei''' mächtigen Gegenspielern, die sich im Sternenhimmel an zwei gegenüberliegenden Seiten befinden, der [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsstier|der Himmelsstier]] und der [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsskorpion|der Himmelsskorpion]].
→ Siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Zwei|'''Zur Zwei''']].
Die astronomischen Zahlen '''Sieben''' und '''Zwölf''' werden als heilige Zahlen angesehen. Sie werden in vielfältigen Kontexten in religiösen Texten erwähnt und für viele religiöse Symbole verwendet. Ferner spielt auch die astronomische Zahl '''Vier''' in Religionen eine bedeutende Rolle, wo sie deswegen manchmal ebenfalls als heilige Zahlen angesehen wird:
* '''Vier''' Hauptsterne respektive Hauptsternbilder mit den '''vier''' Himmelsrichtungen und den '''vier''' Jahreszeiten: → siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Bedeutung_der_Vier_in_Religionen|'''Bedeutung der Vier in Religionen''']].
* '''Sieben''' Wandelgestirne mit den die '''sieben''' Tagen einer Woche beziehungsweise eines Mondviertels: → siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Bedeutung_der_Sieben_in_Religionen|'''Bedeutung der Sieben in Religionen''']].
* '''Zwölf''' Ekliptiksternbilder, '''zwölf''' Monate pro Jahr, '''zwölf''' Jahre Umlaufzeit des Planeten Jupiter, jeweils '''zwölf''' Stunden Tag und Nacht: → siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Bedeutung_der_Zwölf_in_Religionen|'''Bedeutung der Zwölf in Religionen''']].
=== Altes Testament ===
In der Bibel wird in der Regel nicht zwischen Fixsternen und Planeten unterschieden. Eine Ausnahme gibt es im 2. Buch der Könige, Kapitel 23, Vers 5 aus dem siebenten vorchristlichen Jahrhundert, wo in der deutschsprachigen Einheitsübersetzung von "den Wandelsternen" und in der Luther-Bibel von "den Planeten" die Rede ist. Die Vulgata schreibt hier allerdings von den "duodecim signis", womit sicherlich die zwölf Sternzeichen der Ekliptik gemeint sind, durch die die sieben Wandelgestirne ziehen. Die Septuaginta spricht noch allgemeiner von den "μαζουρωθ" nach dem Hebräischen Wort "מַזָּלָה" ("mazzaroth"), womit vermutlich Sternkonstellationen und im engeren Sinne ebenfalls die zwölf Sternzeichen des Zodiaks gemeint sind:
<blockquote>
'''Septuaginta '''<br/>
5 καὶ κατέπαυσεν τοὺς χωμαριμ, οὓς ἔδωκαν βασιλεῖς Ιουδα καὶ ἐθυμίων ἐν τοῖς ὑψηλοῖς καὶ ἐν ταῖς πόλεσιν Ιουδα καὶ τοῖς περικύκλῳ Ιερουσαλημ, καὶ τοὺς θυμιῶντας τῷ Βααλ καὶ τῷ ἡλίῳ καὶ τῇ σελήνῃ καὶ τοῖς '''μαζουρωθ''' καὶ πάσῃ τῇ δυνάμει τοῦ οὐρανοῦ.<br/>
<br/>
'''Vulgata'''<br/>
5 Et delevit aedituos, quos posuerant reges Iudae ad sacrificandum in excelsis per civitates Iudae et in circuitu Ierusalem, et eos, qui adolebant Baal et soli et lunae et '''duodecim signis''' et omni militiae caeli.<br/>
<br/>
'''Einheitsübersetzung (2016)'''<br/>
5 Auch setzte er die Götzenpriester ab, die von den Königen von Juda bestellt worden waren und die auf den Kulthöhen, in den Städten Judas und in der Umgebung Jerusalems Opfer verbrannt sowie dem Baal, der Sonne, dem Mond, den '''Wandelsternen''' und dem ganzen Heer des Himmels geopfert hatten.<br/>
<br/>
'''Luther-Bibel (2017)'''<br/>
5 Und er setzte die Götzenpriester ab, die die Könige von Juda eingesetzt hatten, um auf den Höhen zu opfern in den Städten Judas und um Jerusalem her; auch die dem Baal geräuchert hatten, der Sonne und dem Mond und den '''Planeten''' und allem Heer am Himmel.<br/>
</blockquote>
Der Prophet Habakuk erwähnt in seinem Psalm in Kapitel 3 aus dem siebenten vorchristlichen Jahrhundert das Konzept der Aufteilung der Ekliptik in Mondstationen respektive in Mondhäuser:
<blockquote>
10 Wenn sie dich sehen, erbeben die Berge,<br/>
das Tosen der Wasser rauscht vorüber; es erhebt die Urflut ihre Stimme,<br/>
hoch oben vergisst die Sonne ihre Strahlen.<br/>
11 '''Der Mond bleibt in der Behausung;'''<br/>
als Beleuchtung schwirren deine Pfeile,<br/>
als heller Schein das Blitzen deiner Lanze.
</blockquote>
In den folgenden Bibelstellen aus dem Alten Testament spiegeln sich astronomische Vorstellungen in Bezug auf Gott wider:
'''Genesis 1:'''
<blockquote>
1 Im Anfang erschuf Gott '''Himmel''' und Erde.<br/>
2 Die '''Erde''' war wüst und wirr und '''Finsternis''' lag über der '''Urflut''' und Gottes Geist schwebte über dem '''Wasser'''.<br/>
3 Gott sprach: Es werde '''Licht'''. Und es wurde '''Licht'''.
...<br/>
5 Und Gott nannte das Licht '''Tag''' und die Finsternis nannte er '''Nacht'''. Es wurde '''Abend''' und es wurde '''Morgen''': erster Tag.<br/>
...<br/>
14 Dann sprach Gott: Lichter sollen am '''Himmelsgewölbe''' sein, um '''Tag''' und '''Nacht''' zu scheiden. Sie sollen als Zeichen für '''Festzeiten''', für '''Tage''' und '''Jahre''' dienen.<br/>
15 Sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, um über die Erde hin zu leuchten. Und so geschah es.<br/>
16 Gott machte '''die beiden großen Lichter''', das große zur Herrschaft über den '''Tag''', das kleine zur Herrschaft über die '''Nacht''', und die '''Sterne'''.
</blockquote>
'''Psalm 8:'''
<blockquote>
4 Seh ich deine '''Himmel''', die Werke deiner Finger, '''Mond '''und '''Sterne''', die du befestigt.
</blockquote>
[[Datei:Johannes.Kepler.Coeli.enarrant.gloriam.Dei.png|mini|rechts|Portrait des jungen Johannes Keplers mit dem Motto "Coeli enarrant gloriam Dei." nach Psalm 19: "Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes."]]
'''Psalm 19:'''
<blockquote>
2 Die '''Himmel''' erzählen die Herrlichkeit Gottes und das '''Firmament''' kündet das Werk seiner Hände.
</blockquote>
'''Psalm 90:'''
<blockquote>
2 Ehe geboren wurden die Berge, ehe du unter Wehen hervorbrachtest '''Erde''' und '''Erdkreis''', bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.
</blockquote>
'''Psalm 102:'''
<blockquote>
26 Vorzeiten hast du der Erde Grund gelegt, die '''Himmel''' sind das Werk deiner Hände.
</blockquote>
'''Psalm 103:'''
<blockquote>
19 Der HERR hat seinen Thron errichtet im '''Himmel''', seine königliche Macht beherrscht '''das All'''.
</blockquote>
'''Psalm 104:'''
<blockquote>
19 Du machst den '''Mond''' zum Maß für die Zeiten, die '''Sonne''' weiß, wann sie untergeht.
</blockquote>
'''Psalm 113:'''
<blockquote>
3 Vom '''Aufgang der Sonne''' bis zu ihrem '''Untergang''' sei gelobt der Name des HERRN.<br/>
4 Erhaben ist der HERR über alle Völker, über den '''Himmeln''' ist seine Herrlichkeit.
</blockquote>
'''Psalm 136:'''
<blockquote>
3 Dankt dem Herrn der Herren, denn seine Huld währt ewig!<br/>
4 Ihm, der allein große Wunder tut, denn seine Huld währt ewig,<br/>
5 der den '''Himmel''' gemacht hat in Weisheit, denn seine Huld währt ewig,<br/>
6 der die Erde gefestigt hat über den Wassern, denn seine Huld währt ewig,<br/>
7 der '''die großen Leuchten''' gemacht hat, denn seine Huld währt ewig,<br/>
8 die '''Sonne''' zur Herrschaft über den '''Tag''', denn seine Huld währt ewig,<br/>
9 den '''Mond''' und die '''Sterne''' zur Herrschaft über die '''Nacht''', denn seine Huld währt ewig.
</blockquote>
'''Psalm 147:'''
<blockquote>
4 Er bestimmt die Zahl der '''Sterne''' und ruft sie alle mit Namen.
</blockquote>
'''Psalm 148:'''
<blockquote>
'''Lobpreis auf den Herrn, den König des Kosmos'''<br/>
1 Halleluja! Lobt den HERRN vom '''Himmel''' her, lobt ihn in den Höhen:<br/>
2 Lobt ihn, all seine Engel, lobt ihn, all seine Heerscharen,<br/>
3 lobt ihn, '''Sonne''' und '''Mond''', lobt ihn, all ihr leuchtenden '''Sterne''',<br/>
4 lobt ihn, ihr '''Himmel der Himmel''', ihr Wasser über dem '''Himmel'''!
</blockquote>
Mit den "Wassern über dem Himmel" können nicht die Wolken unterhalb der Sternensphäre gemeint sein. Vielmehr dürfte es sich um eine Anspielung auf den Urozean beziehungsweise die Urflut handeln (siehe hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Urozean|'''Urozean''']]). Diese Urflut existierte bereits vor der Erschaffung des Lichts und der Gestirne. Man erinnere sich an den Beginn der Schöpfungsgeschichte in den ersten drei Versen der Bibel (siehe oben).
'''Buch der Weisheit (Weisheit Salomos):'''
<blockquote>
'''Salomos Gebet um Weisheit'''<br/>
9,1 Gott der Väter und Herr des Erbarmens, du hast '''das All''' durch dein Wort gemacht.
</blockquote>
'''Jesus Sirach 42:'''
<blockquote>
'''Lob Gottes in der Schöpfung'''<br/>
15 Nun will ich der Werke des Herrn gedenken, und was ich gesehen habe, werde ich erzählen: Durch die Worte des Herrn sind seine Werke und durch seinen Segen gab er ihnen ihre Bestimmung.<br/>
16 Die leuchtende '''Sonne''' blickt auf alles hernieder und von der Herrlichkeit des Herrn ist sein Werk erfüllt.<br/>
17 Der Herr gab es selbst den Heiligen nicht, all seine Wunder zu erzählen, der Herr der Herrscher über '''das All''', hat sie gegründet, sodass '''das All''' in seiner Herrlichkeit Bestand hat.<br/>
18 Abgrund und Herz hat er durchforscht und ihre Absichten hat er durchschaut; denn der Höchste kennt alles Wissen und er blickt auf die '''Zeichen der Zeiten'''.<br/>
19 Er tut das Vergangene und das Kommende kund und enthüllt die Spuren des Verborgenen.<br/>
20 Kein Gedanke entgeht ihm und kein einziges Wort bleibt ihm verborgen.<br/>
21 Die Großtaten seiner Weisheit hat er geordnet; wie er ist '''von Ewigkeit und in Ewigkeit'''. Ihm ist weder etwas hinzugefügt noch weggenommen worden und er hat keines Ratgebers bedurft.
</blockquote>
Auch im nachfolgenden Kapitel lobt Jesus Sirach die Sonne, den Mond und die Sterne in den höchsten Tönen:
'''Jesus Sirach 43:'''
<blockquote>
1 Der Stolz der Höhe ist ein '''Firmament''' von Reinheit, die Gestalt des '''Himmels''' beim Anblick der Herrlichkeit.<br/>
2 Die '''Sonne''' verkündet durch ihr Erscheinen beim Aufgang, ein wunderbares Geschöpf, ein Werk des Höchsten!<br/>
3 Zur '''Mittagszeit''' trocknet sie den Boden aus, wer wird bestehen vor ihrer Glut?<br/>
4 Wer in einen Ofen bläst bei Arbeiten mit Glut - dreimal so stark versengt die '''Sonne''' Berge; sie atmet Feuerdämpfe aus und blendet mit gleißenden Strahlen die Augen.<br/>
5 Groß ist der Herr, der sie gemacht hat, mit seinen Worten beschleunigt er ihren Lauf.<br/>
6 Auch der '''Mond''' hält sich in allem an seinen Zeitpunkt, zur '''Festsetzung der Zeiten''' und als Zeichen auf Dauer.<br/>
7 Vom '''Mond''' geht das Zeichen für einen Festtag aus, ein Gestirn, das abnimmt bis zur Vollendung.<br/>
8 Der Name '''Monat''' kommt vom '''Neumond''', der wunderbar zunimmt beim Wechsel, ein Geschöpf des Heeres in der Höhe, das am '''Himmelsgewölbe''' leuchtet.<br/>
9 Die Schönheit des '''Himmels''' ist der Glanz der '''Sterne''', ein strahlender Schmuck in den Höhen des Herrn.<br/>
10 Durch die Worte des Heiligen stehen sie gemäß ihrer Bestimmung und sie ermüden nie bei ihrer Wache.<br/>
...<br/>
27 Vieles werden wir sagen, aber wir kommen nie an ein Ziel und das Ende der Worte ist: Er ist '''das All'''.
</blockquote>
'''Jesaja 40:'''
<blockquote>
26 Hebt eure Augen in die Höhe und seht: Wer hat diese '''Gestirne''' erschaffen?<br/>
Der vollzählig herausführt ihr Heer, er ruft sie alle beim Namen.<br/>
Wegen seiner Fülle an Kraft und mächtiger Stärke fehlt kein einziges.
</blockquote>
Das Buch Baruch gehört zu den späten Schriften des Alten Testaments. Im dritten Kapitel werden das Licht und die Sterne in Bezug auf Gott thematisiert:
'''Baruch 3:'''
<blockquote>
33 Er entsendet das '''Licht''' und es eilt dahin; er ruft es zurück und zitternd gehorcht es ihm.<br/>
34 Froh leuchten die '''Sterne''' auf ihren Posten.<br/>
35 Ruft er sie, so antworten sie: Hier sind wir. Sie leuchten mit Freude für ihren Schöpfer.<br/>
36 Das ist unser Gott; kein anderer gilt neben ihm.
</blockquote>
Ein Lobpreis auf die Werke, Engel und Mächte Gottes am Gewölbe des Himmels findet sich im '''Buch Daniel''' im dritten Kapitel. Der Text macht inhaltlich eine ähnliche Aussage wie der Lobpreis auf den Herrn, den König des Kosmos in Psalm 148 (siehe oben):
'''Daniel 3:'''
<blockquote>
56 Gepriesen bist du am Gewölbe des '''Himmels''', gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.<br/>
57 Preist den HERRN, all ihr Werke des HERRN; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
58 Preist den HERRN, ihr '''Himmel'''; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
59 Preist den HERRN, ihr Engel des HERRN; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
60 Preist den HERRN, all ihr '''Wasser über dem Himmel'''; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
61 Preist den HERRN, all ihr Mächte des HERRN; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
62 Preist den HERRN, '''Sonne und Mond'''; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
63 Preist den HERRN, ihr '''Sterne am Himmel'''; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
</blockquote>
=== Der Himmelsthron ===
Der '''Himmelsthron''' wir in vielen Texten des Alten Testaments als der Sitz Gottes genannt. Hier zunächst einige Erwähnungen in den Psalmen:
<blockquote>
11,4 Der HERR ist in seinem heiligen Tempel, der HERR hat seinen '''Thron im Himmel'''.<br/>
Seine Augen schauen herab, seine Blicke prüfen die Menschen.
</blockquote>
<blockquote>
33,13 Der HERR blickt herab vom '''Himmel''', er sieht alle Menschen.<br/>
33,14 Von seinem '''Thronsitz''' schaut er nieder auf alle Bewohner der Erde.
</blockquote>
<blockquote>
89,37 Sein Haus soll bleiben auf ewig, sein '''Thron''' habe Bestand vor mir wie die '''Sonne''';
</blockquote>
<blockquote>
103,19 Der HERR hat seinen '''Thron''' errichtet im '''Himmel''', seine königliche Macht beherrscht '''das All'''.
</blockquote>
Im Buch der Weisheit stehen die folgenden beiden Verse:
<blockquote>
9,9 Mit dir ist die Weisheit, die deine Werke kennt und die zugegen war, als du die Welt erschufst. Sie weiß, was wohlgefällig ist in deinen Augen und was recht ist nach deinen Geboten.<br/>
9,10 Sende sie vom heiligen '''Himmel''' und schick sie vom '''Thron''' deiner Herrlichkeit, damit sie bei mir sei und alle Mühe mit mir teile und ich erkenne, was wohlgefällig ist bei dir!
</blockquote>
Diese Bild von Gottes Thron im Himmel wir auch im Neuen Testament aufgegriffen, wie beispielsweise beim Evangelisten Matthäus (Kapitel 5, Vers 34) oder in der Offenbarung des Johannes, wo im vierten Kapitel die eröffnende Himmelsvision mit dem Abschnitt über "Die Huldigung vor dem Thron Gottes" beginnt:
<blockquote>
1 Danach sah ich und siehe, eine Tür war geöffnet am '''Himmel'''; und die erste Stimme, die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehört hatte, sagte: Komm herauf und ich werde dir zeigen, was dann geschehen muss.<br/>
2 Sogleich wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, '''ein Thron stand im Himmel'''; auf dem Thron saß einer,<br/>
3 der wie ein Jaspis und ein Karneol aussah. Und über dem '''Thron''' wölbte sich ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah.<br/>
4 Und rings um den '''Thron standen vierundzwanzig Throne''' und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, in weiße Gewänder gekleidet und mit goldenen Kränzen auf dem Haupt.<br/>
5 Von dem Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus. Und '''sieben lodernde Fackeln brannten vor dem Thron; das sind die sieben Geister Gottes'''.<br/>
6 Und vor dem Thron war etwas wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall. Und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron waren '''vier Lebewesen''' voller Augen, vorn und hinten.<br/>
7 Das erste Lebewesen glich einem '''Löwen''', das zweite einem '''Stier''', das dritte sah aus wie ein '''Mensch''', das vierte glich einem '''fliegenden Adler'''.<br/>
</blockquote>
Der achtstrophige Adventshymnus ''Veni redemptor gentium'' (die deutschsprachige Kontrafaktur heißt "Nun komm, der Heiden Heiland") wird dem Kirchenvater Ambrosius von Mailand (339–397) zugeschrieben. In der fünften Strophe wird mit Bezug auf die Himmelfahrt des Messias der Sitz Gottes erwähnt:
<blockquote>
5,1 Egressus eius a Patre,<br/>
5,2 Regressus eius ad Patrem;<br/>
5,3 Excursus usque ad inferos,<br/>
5,4 Recursus ad '''sedem Dei'''.
</blockquote>
<blockquote>
5,1 Sein Ausgang ist vom Vater,<br/>
5,2 Seine Rückkehr ist beim Vater;<br/>
5,3 Hinausgelaufen bis zu den Toten,<br/>
5,4 Zurückgelaufen bis zum '''Sitz Gottes'''.
</blockquote>
Es ist nicht viel Phantasie erforderlich, um den Thron Gottes im '''Himmelsstier''' wiederzuerkennen. Die vierundzwanzig Throne, die sich entlang der '''Ekliptik''' um diesen Thron herum aufreihen, stehen für die vierundzwanzig Stunden eines Tages, und sie sind je zwei für jedes der zwölf Lebewesenkreiszeichen des '''Zodiaks'''. Die als sieben lodernde Fackeln vor dem Thron sind die sieben '''Wandelgestirne''', die als die '''sieben Geister Gottes''' immer wieder durch das '''Goldene Tor der Ekliptik''' in der Sitzfläche des Thrones ziehen. Die '''vier besonderen Lebewesen''' sind die vier Evangelistensymbole bei den vier zoroastrischen '''Königssternen'''.
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsstier|'''Himmelsstier''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Die_Ekliptik|'''Ekliptik''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Zodiak|'''Zodiak''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Das_Goldene_Tor_der_Ekliptik|'''Goldenes Tor der Ekliptik''']].
→ Siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Bedeutung_der_Vier_in_Religionen|'''Bedeutung der Vier in Religionen''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Königssterne|'''Königssterne''']].
<gallery caption="Throne" widths=640 heights=480 perrow=2>
Aachen_Cathedral_Karlsthron_02.jpg|Thron Karls des Großen aus den 790er Jahren im Aachener Dom.
Himmelsthron.Taurus.Aries.png|Himmelsthron in den Sternbildern Stier (Taurus) und Widder (Aries) vor dem Untergang in Richtung Westen.
</gallery>
=== Das Lamm ===
Im ersten Kapitel des Evangeliums nach Johannes wird Jesus von Nazareth explizit als "Lamm Gottes" bezeichnet:<ref>[https://www.bibleserver.com/EU/Johannes1%2C29 Johannes 1,29], bibleserver.com, Einheitsübersetzung (2016)</ref>
<blockquote>
29b Seht, das '''Lamm Gottes''', das die Sünde der Welt hinwegnimmt!<br/>
...<br/>
36b Seht, das '''Lamm Gottes'''!
</blockquote>
Es handelt sich beim „Lamm Gottes“ (Kirchenlatein: „Agnus Dei“) um ein seit ältester Zeit verbreitetes Symbol für Jesus Christus. Es wird auch als das Osterlamm bezeichnet, das am Ostertag, also kurz nach der Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühjahr auferstanden ist. Nach dem Evangelisten Markus wurde die Auferstehung „... am ersten Tag der Woche, früh am Morgen, als eben die Sonne aufging“, also am Ostersonntag während der Morgenröte im Osten entdeckt.<ref>[https://www.bibleserver.com/LUT/Markus16%2C2 Markus 16,2], Einheitsübersetzung, 2016</ref> Am 40. Tag ist Jesus Christus nach dem Zeugnis der Evangelisten Markus und Lukas in den Himmel aufgefahren. Zu Beginn der Apostelgeschichte wird dieses Ereignis folgendermaßen beschrieben:<ref>[https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte1 Apostelgeschichte 1], Einheitsübersetzung, 2016</ref>
<blockquote>
7 Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.<br/>
8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.<br/>
9 Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.<br/>
</blockquote>
Im altrömischen Glaubensbekenntnis gibt es die Textstelle:
<blockquote>
„ascendit in caelis, sedet ad dexteram Patris“
</blockquote>
Zu Deutsch:
<blockquote>
„aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten des Vaters“
</blockquote>
Das '''Lamm''' (astronomisch Widder) befindet sich am nördlichen Sternenhimmel '''zur Rechten''' des Stieres (Taurus). Sowohl der mesopotamische Himmelsstier als auch das altarabische Sternbild Thuraya verbinden diese beiden neuzeitlichen Sternbilder zu einer Einheit. Der Hauptstern im Sternbild Widder (Aries) heißt Hamal, und das arabische Wort "hamal" steht für ein einjähriges Lamm.<ref name="Adams">Danielle Adams: [http://onesky.arizona.edu/arab-star-names/the-lamb/ The Lamb – A folkloric celestial complex], Two Deserts, one Sky – Arab Star Calendars</ref> Der fette Schwanz des Lammes wird durch die '''Plejaden (Siebengestirn)''' markiert.<ref name="Adams" /> Die Augen des Stieres sind die Sterne '''Aldebaran''' und '''Ain'''. Zwischen dem Kopf des Stieres und den '''Plejaden''' befindet sich das '''Goldene Tor der Ekliptik''', durch das alle Wandelgestirne regelmäßig hindurchziehen.
→ Siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Bibelstellen|'''Bibelstellen zum Siebengestirn''']].
→ Siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Das_Goldene_Tor_der_Ekliptik|'''Goldenes Tor der Ekliptik''']].
Der Frühlingspunkt der Sonne, also deren Ort auf der Ekliptiklinie zur Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühjahr, ist von der monotheistischen Schöpfung bis zur Geburt des christlichen Gottessohns vom Kopf des Stiers (bei den Sternen '''Aldebaran''' und '''Ain''' im Goldenen Tor der Ekliptik) im heutigen Sternbild Stier (Taurus) bis zum Kopf des Lammes (beim Stern '''Hamal''') im heutigen Sternbild Widder (Aries) nach Westen gewandert. Heute befindet sich der Frühlingspunkt bereits am westlichen Ende des Sternbilds Fische (Pisces), das sich westlich an das Sternbild Widder anschließt.
==== Offenbarung des Johannes ====
In der Offenbarung des Johannes heißt es im 7. Kapitel:
<blockquote>
10b Die Rettung kommt von unserem '''Gott''', der auf dem '''Thron''' sitzt, und von dem '''Lamm'''.<br/>
17a Denn das Lamm in der Mitte vor dem Thron wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das '''Wasser des Lebens''' strömt.
</blockquote>
Wird der '''Thron Gottes''' mit dem Himmelsstier identifiziert (siehe oben), dann sitzt das '''Lamm''' (Aries, Sternbild Widder) westlich und somit rechts vor diesem Thron. Im weiteren Verlauf der Ekliptik nach Westen befinden sich die zusammenhängenden '''Wassersternbilder''' des Urozeans, dem Urquell des Lebens. Es handelt ich um die heutigen Sternbilder Fluss Eridanus, Walfisch (Cetus), Fische (Pisces), Wassermann (Aquarius), Südlicher Fisch (Piscis Austrinus) und Delphin (Delphinus) sowie Steinbock (Capricornus, früher Ziegenfisch).
→ Siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Urozean|'''Urozean''']].
<gallery caption="Das Lamm zur Rechten des Stieres" mode=packed widths=800 heights=600>
Himmelsstier.P1117152.jpg|Astrophotographie vom Asterismus Himmelsstier
Himmelsstier.Sternbilder.P1117152.png|Beschriftete Astrophotographie vom Himmelsstier am winterlichen Abendhimmel in Richtung südlicher Meridian. Die Ekliptiklinie verläuft horizontal etwas unterhalb der Bildmitte.
Haende.der.Thuraya.Vollmond.Sterne.P1079912.jpg|Astrophotographie der Himmelsregion mit dem beduinischen Sternbild "Hände der Thuraya" (grüne durchgezogene Linien, Ekliptik rot gepunktete Linie) mit arabisch bezeichneten Sternen. Der Vollmond befindet sich zwischen den Sternbildern Taurus, Aries und Cetus.
Urozean.Wassersternbilder.png|Die zusammenhängenden Wassersternbilder des Urozeans am Sternenhimmel: Fluss Eridanus, Walfisch (Cetus), Fische (Pisces), Wassermann (Aquarius), Südlicher Fisch (Piscis Austrinus), Delphin (Delphinus) sowie Ziegenfisch (Steinbock, Capricornus).
</gallery>
Interpretiert man das Sternbild "Lamm" (Widder / Aries) als Mittler auf dem ekliptischen Weg vom finsteren kosmischen Urozean im Westen (rechts) zum strahlenden majestätischen Sternbild Stier (Taurus) im Osten (links), ergeben auch andere Bibelstellen in Bezug auf den Sternenhimmel einen tiefen symbolischen Sinn, die in den folgenden Abschnitten aufgeführt sind.
==== Evangelium nach Johannes ====
Die Rede von Jesus an den Jünger Thomas aus dem 14. Kapitel des Evangeliums nach Johannes ist in diesem Zusammenhang interessant:
<blockquote>
6 Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.<br/>
7 Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
</blockquote>
Alle Wandelgestirne bewegen sich entlang der Ekliptiklinie (Weg) durch das heutige Sternbild Widder (das altarabische Sternbild "Lamm") im Westen zum [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Das_Goldene_Tor_der-Ekliptik|Goldenen Tor der Ekliptik]] nach Osten im großen Himmelsstier (Vater / Thron).
==== Evangelium nach Markus ====
Im Evangelium nach Markus heißt es:
<blockquote>
14,62 Jesus sagte: Ich bin es. Und ihr werdet den Menschensohn '''zur Rechten der Macht''' sitzen und mit den Wolken des '''Himmels''' kommen sehen.
</blockquote>
<blockquote>
16,19 Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den '''Himmel''' aufgenommen und setzte sich '''zur Rechten Gottes'''.
</blockquote>
==== Evangelium nach Lukas ====
Im Evangelium nach Lukas ist es folgendermaßen formuliert:
<blockquote>
22,69 Von nun an wird der Menschensohn '''zur Rechten der Macht Gottes''' sitzen.
</blockquote>
==== Evangelium nach Matthäus ====
Auch im Evangelium nach Matthäus findet sich eine entsprechende Stelle:
<blockquote>
26,64 Jesus antwortete: Du hast es gesagt. Doch ich erkläre euch: Von nun an werdet ihr den Menschensohn '''zur Rechten der Macht''' sitzen und auf den Wolken des '''Himmels''' kommen sehen.
</blockquote>
==== Brief an die Hebräer ====
Im Brief an die Hebräer, dessen Autor unbekannt ist, gibt es etliche entsprechende Stellen:
<blockquote>
'''Gottes Rede in seinem Sohn'''<br/>
1,3 er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt '''das All''' durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann '''zur Rechten der Majestät in der Höhe''' gesetzt;<br/>
1,10 Und: Du, Herr, hast vorzeiten der Erde Grund gelegt, die '''Himmel''' sind das Werk deiner Hände.<br/>
1,11 Sie werden vergehen, '''du aber bleibst'''; sie alle veralten wie ein Gewand;<br/>
1,12 du rollst sie zusammen wie einen Mantel und wie ein Gewand werden sie gewechselt. Du aber bleibst, der du bist, und '''deine Jahre enden nie'''.<br/>
1,13 Zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Setze dich mir '''zur Rechten''' und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße?
</blockquote>
<blockquote>
'''Die Liturgie des neuen Bundes'''<br/>
8,1 Die Hauptsache bei dem Gesagten aber ist: Wir haben einen solchen Hohepriester, der sich '''zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel''' gesetzt hat,<br/>
8,2 als Diener des Heiligtums und des '''wahren Zeltes''', das der Herr selbst aufgeschlagen hat, nicht ein Mensch.
</blockquote>
<blockquote>
'''Christus als Mittler des neuen Bundes'''<br/>
9,24 Denn Christus ist nicht in ein von Menschenhand gemachtes Heiligtum hineingegangen, in ein Abbild des wirklichen, sondern '''in den Himmel selbst''', um jetzt '''vor Gottes Angesicht''' zu erscheinen für uns;
</blockquote>
<blockquote>
'''Das Opfer Jesu Christi als endgültige Versöhnung mit Gott'''<br/>
10,12 Dieser aber hat nur ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht und sich dann '''für immer zur Rechten Gottes''' gesetzt;
</blockquote>
<blockquote>
'''Das Beispiel Jesu Christi'''<br/>
12,2 und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich '''zur Rechten von Gottes Thron''' gesetzt.
</blockquote>
==== Erster Brief des Petrus ====
Der erste Brief des Petrus zählt zu den katholischen Briefen des Neuen Testaments. Dort heißt es im letzten Satz über Jesus Christus:
<blockquote>
22 der in den '''Himmel''' gegangen ist; dort ist er '''zur Rechten''' Gottes und Engel, Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen.
</blockquote>
==== Apostelgeschichte ====
Die Apostelgeschichte schließt an das Evangelium nach Lukas an und wird ebenfalls diesem zugeschrieben. Hier kommen der erste bekennende sowie erste berufene Apostel Petrus und der erste christliche Märtyrer Stephanus zu Wort:
<blockquote>
'''Die Pfingstpredigt des Petrus'''<br/>
2,33 '''Zur Rechten Gottes''' erhöht, hat er vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen und ihn ausgegossen, wie ihr seht und hört.
</blockquote>
<blockquote>
'''Steinigung des Stephanus'''<br/>
7,55 Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum '''Himmel''' empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus '''zur Rechten Gottes''' stehen<br/>
7,56 und rief: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn '''zur Rechten Gottes''' stehen.
</blockquote>
=== Gedanken zur wundersamen Brotvermehrung ===
==== Evangelien ====
[[Datei:Face de chapiteau figurant la Multiplication des pains, choeur de l'église de Saint-Nectaire, Puy-de-Dôme.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Jesus mit vier seiner Jünger mit fünf Broten und zwei Fischen an einem Säulenkapitell in der romanischen Wallfahrtskirche Saint Nectaire auf dem Mont Cornadore in Saint-Nectaire in Frankreich (Département Puy-de-Dôme in der Region Auvergne-Rhône-Alpes).]]
Die wundersame Speisung der mehreren Tausend mit wenigen Broten und Fischen wird in aller vier Evangelien der Bibel erwähnt. Das Ereignis fand auf einem Berg am Ufer des Sees von Galiläa (auch als "See von Tiberias", "See Genezareth" oder "Galiläisches Meer" bekannt) statt. In der abgelegenen Gegend gab es damals sehr wenig künstliche Lichtquellen, so dass ein ungestörter Anblick des Sternenhimmels möglich war.
===== Evangelium nach Johannes =====
Im sechsten Kapitel des Evangeliums nach '''Johannes''' tauchen bei der Beschreibung der Brotvermehrung durch Jesus zum jüdischen Pessachfest neben einigen weiteren Symbolen mit astronomischer Deutungsmöglichkeit auch die expliziten Zahlen Zwei, Fünf und Zwölf auf:
<blockquote>
9 Hier ist ein kleiner Junge, der hat '''fünf Gerstenbrote''' und '''zwei Fische'''; doch was ist das für so viele?<br/>
10 Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa '''fünftausend''' Männer.<br/>
11 Dann nahm Jesus die '''Brote''', sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den '''Fischen'''.<br/>
12 Als die Menge satt geworden war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt!<br/>
13 Sie sammelten und füllten '''zwölf Körbe''' mit den Brocken, die von den '''fünf Gerstenbroten''' nach dem Essen übrig waren.<br/>
...<br/>
31 Unsere Väter haben das '''Manna''' in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: '''Brot vom Himmel''' gab er ihnen zu essen.<br/>
32 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das '''Brot vom Himmel''' gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre '''Brot vom Himmel'''.<br/>
33 Denn das '''Brot''', das Gott gibt, kommt vom '''Himmel''' herab und gibt der Welt das Leben.<br/>
34 Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses '''Brot'''!<br/>
35 Jesus antwortete ihnen: Ich bin das '''Brot des Lebens'''; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.<br/>
...<br/>
48 Ich bin das '''Brot des Lebens'''.<br/>
49 Eure Väter haben in der Wüste das '''Manna''' gegessen und sind gestorben.<br/>
50 So aber ist es mit dem '''Brot''', das vom '''Himmel''' herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.<br/>
51 Ich bin das '''lebendige Brot''', das vom '''Himmel''' herabgekommen ist. Wer von diesem '''Brot''' isst, wird in Ewigkeit leben. Das '''Brot''', das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.
</blockquote>
===== Evangelium nach Markus =====
Eine ähnliche Schilderung befindet sich im sechsten Kapitel des Evangeliums nach '''Markus''', wo das Ereignis an einem abgelegenen und einsamen Ort stattgefunden hat:
<blockquote>
38 Er sagte zu ihnen: Wie viele '''Brote''' habt ihr? Geht und seht nach! Sie sahen nach und berichteten: '''Fünf Brote''' und außerdem '''zwei Fische'''.<br/>
39 Dann befahl er ihnen, sie sollten sich in Mahlgemeinschaften im grünen Gras lagern.<br/>
40 Und sie ließen sich in Gruppen zu hundert und zu fünfzig nieder.<br/>
41 Darauf nahm er die '''fünf Brote''' und die '''zwei Fische''', blickte zum '''Himmel''' auf, sprach den Lobpreis, brach die '''Brote''' und gab sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten. Auch die '''zwei Fische''' ließ er unter allen verteilen.<br/>
42 Und alle aßen und wurden satt.<br/>
43 Und sie hoben Brocken auf, '''zwölf Körbe''' voll, und Reste von den '''Fischen'''.<br/>
44 Es waren '''fünftausend''' Männer, die von den '''Broten''' gegessen hatten.
</blockquote>
Die Brotvermehrung auch ein weiteres Mal im achten Kapitel des Evangeliums nach '''Markus''' erwähnt:
<blockquote>
5 Er fragte sie: Wie viele '''Brote''' habt ihr? Sie antworteten: '''Sieben'''.<br/>
6 Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen. Dann nahm er die sieben '''Brote''', sprach das Dankgebet, brach die '''Brote''' und gab sie seinen Jüngern zum Verteilen; und die Jünger teilten sie an die Leute aus.<br/>
7 Sie hatten auch noch ein paar '''Fische''' bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.<br/>
8 Die Leute aßen und wurden satt. Und sie hoben die Überreste der '''Brotstücke''' auf, '''sieben Körbe''' voll.<br/>
9 Es waren etwa '''viertausend''' Menschen beisammen. Danach schickte er sie nach Hause.<br/>
...<br/>
19 Als ich die '''fünf Brote''' für die '''Fünftausend''' brach, wie viele '''Körbe voll Brotstücke''' habt ihr da aufgehoben? Sie antworteten ihm: '''Zwölf'''.<br/>
20 Und als ich die '''sieben Brote''' für die '''Viertausend''' brach, wie viele '''Körbe''' voll habt ihr da aufgehoben? Sie antworteten: '''Sieben'''.<br/>
21 Da sagte er zu ihnen: Versteht ihr immer noch nicht?
</blockquote>
===== Evangelium nach Lukas =====
Ebenso verhält es sich im neunten Kapitel des Evangeliums nach '''Lukas''', wo das Ereignis dem Ort Betsaida (zu Deutsch: „Haus des Fisches“) am See Genezareth zugeordnet ist:
<blockquote>
12 Als der Tag zur Neige ging, kamen '''die Zwölf''' und sagten zu ihm: Schick die Leute weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.<br/>
13 Er antwortete ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als '''fünf Brote''' und '''zwei Fische'''; wir müssten erst weggehen und für dieses ganze Volk etwas zu essen kaufen.<br/>
14 Es waren nämlich etwa '''fünftausend''' Männer. Er aber sagte zu seinen Jüngern: Lasst sie sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig lagern!<br/>
15 Die Jünger taten so und veranlassten, dass sich alle lagerten.<br/>
16 Jesus aber nahm die '''fünf Brote''' und die '''zwei Fische''', blickte zum '''Himmel''' auf, sprach den Lobpreis und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten.<br/>
17 Und alle aßen und wurden satt. Als man die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es '''zwölf Körbe''' voll.
</blockquote>
===== Evangelium nach Matthäus =====
Auch im vierzehnten Kapitel des Evangeliums nach '''Matthäus''' ist von einem abgelegenen Ort in einer einsamen Gegend die Rede:
<blockquote>
17 Sie sagten zu ihm: Wir haben nur '''fünf Brote''' und '''zwei Fische''' hier.<br/>
18 Er antwortete: Bringt sie mir her!<br/>
19 Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die '''fünf Brote''' und die '''zwei Fische''', blickte zum '''Himmel''' auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten<br/>
20 und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein, '''zwölf Körbe''' voll.<br/>
21 Es waren etwa '''fünftausend''' Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder.
</blockquote>
Etwas abgewandelt taucht die Brotvermehrung mit '''sieben Körben''' auch im fünfzehnten Kapitel des Evangeliums nach '''Matthäus''' auf:
<blockquote>
34 Jesus sagte zu ihnen: Wie viele '''Brote''' habt ihr? Sie antworteten: '''Sieben''' - und ein paar '''Fische'''.<br/>
35 Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen.<br/>
36 Und er nahm die '''sieben Brote''' und die '''Fische''', sprach das Dankgebet, brach sie und gab sie den Jüngern und die Jünger gaben sie den Menschen.<br/>
37 Und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Stücke ein, '''sieben Körbe''' voll.<br/>
38 Es waren '''viertausend''' Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder.<br/>
39 Danach schickte er die Menge nach Hause, stieg ins Boot und fuhr in die Gegend von Magadan.
</blockquote>
Der Ort Magadan ist möglicherweise mit dem heutigen Ort Migdal (aramäisch: Magdala) am westlichen Ufer des Sees Genezareth gleichzusetzen.
==== Astronomische Bezüge ====
[[Datei:Sternenhimmel.Pessach.25.3.23.png|mini|rechts|hochkant=2|Sternenhimmel am jüdischen Pessachfest im Jahr 25 nach Christus. Der Vollmond stand hoch über dem Horizont im Süden im Herbstpunkt beim Stern Spica (= "Kornähre") im Sternbild Jungfrau (Virgo). Gleichzeitig befand sich die Sonne tief unter dem Horizont im Norden in der Nähe des Frühlingspunktes im Sternbild Fische (Pisces).]]
[[Datei:Dendera.09.Jungfrau.Loewe.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Das Sternbild Jungfrau (links) mit der Kornähre in der Hand und das Sternbild Löwe (rechts) im ägyptischen Zodiak von Dendera aus der Zeit kurz vor Christi Geburt.]]
[[Datei:Dendera.03.Fische.Wassermann.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Das Sternbild Fische (links) und das Sternbild Wassermann (rechts unten) im ägyptischen Zodiak von Dendera aus der Zeit kurz vor Christi Geburt.]]
Zu diesen Bibelstellen sind im Folgenden einige Hinweise mit astronomischen Bezügen aufgeführt. Die [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Beobachtungen_in_der_Nähe_der_Ekliptik|Bezugspunkte]] liegen hierbei in der Nähe der [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Die_Ekliptik|Ekliptik]]:
* In den Versen im Evangelium nach Johannes ist mehrfach vom '''Brot, das vom Himmel herabkommt''' die Rede.
* Das zur Herstellung von Brot erforderliche Getreide kann durch eine '''Kornähre''' symbolisiert werden. Am Sternenhimmel wird die Kornähre durch den hellen, ekliptiknahen Stern '''Spica''' (α Virginis) im Sternbild '''Jungfrau''' (Virgo) repräsentiert. Der Vollmond stand zum jüdischen Pessachfest beim Stern Spica.
* Alle Pflanzen benötigen für das Gedeihen '''Wasser'''. Das '''Wasser''' wird am Himmel durch die drei Wassersternbilder der Ekliptik '''Fische''' (Pisces), '''Wassermann''' (Aquarius), und '''Ziegenfisch''' (Steinbock, Capricornus) westlich des [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Frühlingspunkt|Frühlingspunktes]] repräsentiert. Diese Sternbilder bilden mit einigen weiteren angrenzenden Wassersternbildern den [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Urozean|Urozean am Himmel]] (siehe hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Trichter_der_Thuraya|Der Trichter der Thuraya]]). Die Wassersternbilder waren zum Pessachfest in den drei Monaten unmittelbar zuvor von der Sonne durchlaufen worden und befanden sich beim Sonnenuntergang deshalb bereits unterhalb des westlichen Horizonts.
* Das Sternbild '''Fische''' (Pisces) besteht seit der Antike aus '''zwei Fischen'''.
* Zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth war der '''Frühlingspunkt''' vom Sternbild Widder (Aries, ursprünglich das Hinterteil des großen Sternbilds [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsstier|Himmelsstier (Taurus caeli)]]) in das Sternbild '''Fische''' (Pisces) gewandert. Inzwischen ist er innerhalb dieses Sternbilds noch weiter nach Westen gewandert. Die Sonne und der Neumond standen zu Beginn des jüdischen Monats Nisan, also dem Monat des jüdischen Pessachfestes, im Sternbild '''Fische'''. Der erste Monat des Jahres Nisan hieß bereits in der mesopotamischen Tradition, als sich der Frühlingspunkt noch im Sternbild Widder (Aries) befand, auf Akkadisch "nisannu" (siehe hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Schaltregeln|Plejaden-Schaltregeln]]). In der alten jüdischen Tradition war der Nisan deswegen mit dem Sternbild Widder verbunden. Ferner wurde der Widder dem israelitischen Stamm Juda zugeordnet.
* Zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth war der '''Herbstpunkt''' vom Sternbild Waage (Libra, ursprünglich die Scheren des großen Sternbilds [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsskorpion|Himmelsskorpion (Scorpio caeli)]]) in das Sternbild Jungfrau (Virgo) gewandert. Inzwischen ist er innerhalb dieses Sternbilds noch weiter nach Westen gewandert. Um 285 nach Christi erreichte der '''Herbstpunkt''' dann die ekliptikale Länge des Sterns '''Spica''' (α Virginis).
* Der Frühlingspunkt – damals im Sternbild Fische – und der Herbstpunkt – damals im Sternbild Jungfrau (Virgo) beim Stern Spica – befinden sich immer in genau gegenüber liegenden Punkten auf der Ekliptik. Auf diese Weise umfassen diese beiden ausgezeichneten Punkte den Lebewesenkreis (Zodiak) mit seinen '''zwölf''' Sternbildern sowie die Bahnen aller '''sieben''' Wandelgestirne. Diese beiden Punkte teilen die Ekliptik in '''zwei''' gleichgroße Teile, das Sommerhalbjahr und das Winterhalbjahr.
** Die '''fünf Brote''' können also mit den fünf mit bloßem Auge sichtbaren Wandelgestirnen (Planeten) '''Merkur''', '''Venus''', '''Mars''', '''Jupiter '''und '''Saturn''' gleichgesetzt werden.<br/>'''''Anmerkung''': In der Bibel wird in der Regel nicht zwischen Fixsternen und Planeten unterschieden. Für eine Ausnahme siehe 2. Buch der Könige, Kapitel 23, Vers 5 aus dem siebenten vorchristlichen Jahrhundert, wo in der Einheitsübersetzung explizit von "den Wandelsternen" und in der Luther-Bibel von "den Planeten" die Rede ist.<ref>[https://www.bibleserver.com/EU/2.K%C3%B6nige23%2C5 2. Buch der Könige, Kapitel 23, Vers 5], bibleserver.com, Einheitsübersetzung 2016</ref> Die Vulgata schreibt hier allerdings von den "duodecim signis" (zu Deutsch: "'''zwölf''' Zeichen"), womit die '''zwölf''' Sternzeichen der Ekliptik gemeint sind, durch die die '''sieben''' Wandelgestirne ziehen. Die Septuaginta spricht noch allgemeiner von den "μαζουρωθ" ("mazuroth") nach dem Hebräischen Wort "מַזָּלָה" ("mazzaroth"), womit allgemein eher Sternkonstellationen und nur im engeren Sinne die Sternzeichen des Zodiaks gemeint sind.''
** Die '''zwei Fische''' können also mit den beiden flächenhaft wahrnehmbaren Wandelgestirnen '''Sonne''' und '''Mond '''gleichgesetzt werden.
** Die Summe der '''fünf Brote''' und der '''zwei Fische''' respektive die '''sieben Brote''' (oder die '''sieben Körbe''') entsprechen der Anzahl der freiäugig sichtbaren '''sieben Wandelgestirne''', die sich entlang der Ekliptiklinie stetig gegenüber dem Fixsternhimmel bewegen. Siehe hierzu auch:
*** [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Beobachtungen_in_der_Nähe_der_Ekliptik|Beobachtungen in der Nähe der Ekliptik]]
*** [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Zusammenhang_mit_dem_Stier|Zu den Etyma und den Kognaten von "Sieben", "Stier", "Gestirn" und "Stern"]]
* Die ausgeteilten '''Brote''' und '''Fische''' durchmaßen die gesamte versammelte Menschenmenge, die durch den vollständigen [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Zodiak|Lebewesenkreis (Zodiak)]] mit den '''zwölf Lebewesenkreiszeichen''' beziehungsweise durch die '''zwölf Körbe''' symbolisiert wird. Der Planet Jupiter, der den Zodiak in zwölf Jahren einmal durchläuft, wurde in Babylonien mit dem babylonischen Hauptgott Marduk gleichgesetzt.
* Insgesamt gibt es am Fixsternhimmel gut 2800 Sterne bis zur scheinbaren Helligkeit 5,5<sup>m</sup> und knapp 8800 Sterne bis zur scheinbaren Helligkeit 6,5<sup>m</sup>, die ohne Lichtverschmutzung mit bloßem Auge als einzelne Lichtpunkte gesehen werden können. Diese verteilen sich allerdings in der gesamten Himmelssphäre, so dass von einem Punkt auf der Erdoberfläche aus zu jedem Zeitpunkt immer nur ungefähr die Hälfte davon über dem Horizont steht. An den beiden Polen sind stets nur die Sterne der jeweiligen nördlichen oder südlichen Hemisphäre zu sehen, und am Äquator können im Laufe eines Jahres alle Sterne gesehen werden. Je nach Breitengrad und Zeitpunkt können bei Neumond (kein Streulicht) innerhalb einer wolkenlosen Nacht viertausend bis zu fast siebentausend Sterne beobachtet werden.<ref>Bob King: [https://skyandtelescope.org/astronomy-blogs/how-many-stars-night-sky-09172014/ 9,096 Stars in the Sky—Is that all? How many stars in the sky can you see?], skyandtelescope.org - The essential Guide to Astronomy, 17. September 2014</ref> Diese Spanne entspricht der Angabe der bei der Brotvermehrung versammelten Menschen, deren Anzahl in den Evangelien mit '''viertausend''' beziehungsweise '''fünftausend''' angegeben ist.
** Im ersten Buch des Alten Testaments ('''Genesis''') wird Abram aus Ur in Mesopotamien bereits das Folgende prophezeit:
<blockquote>
15,5 ''Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein''<br/>
...<br/>
17,5 ''Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham, Vater der Menge, wird dein Name sein; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt.''
</blockquote>
* Die Gruppen von (ungefähr) '''fünfzig''' oder '''hundert Männern''' entsprechen den Sternbildern, die über den gesamten Himmel verteilt sind. Nach der Festlegung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) von 1930 gibt es heute 88 Sternbilder, die den Himmel vollständig abdecken. Mit den maximal fast 8800 freiäugig sichtbaren Sternen entspricht dies im Mittel also 100 Sternen pro Sternbild. Bei 4400 freiäugig sichtbaren Sternen wären es 50 Sterne pro Sternbild. Dies entspricht genau der Spanne der Gruppenstärke, die im Neuen Testament angegeben sind.
* Das '''Brot''' und der '''Wein''' werden nach der christlichen Lehre bei der Transsubstantiation in den Leib und das Blut des vom '''Himmel''' herabgekommenen "Brot des Lebens" (vergleiche die Rede über das Himmelsbrot von Jesus in der Synagoge von Kafarnaum in Evangelium nach Johannes 6,48–58) gewandelt, das die kosmische Ewigkeit verheißt.
Die Zahlen '''Zwei''', '''Fünf''', '''Sieben''' und '''Zwölf''' stehen in einem einfachen arithmetischen Zusammenhang, bei dem die beiden jeweils vorhergehenden Zahlen der Folge addiert werden:
{| class="wikitable"
|+
|'''Zahl'''
|'''Summe'''
|'''Anmerkung'''
|-
|'''2'''
|
|Anzahl der freiäugig als '''flächenhaft wahrnehmbaren Wandelgestirne''' ('''Sonne''' und '''Mond'''), siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Zwei|Zur Zwei]]
|-
|'''5'''
|
|Anzahl der freiäugig als '''punktförmig wahrnehmbaren Wandelgestirne''' '''Merkur''', '''Venus''', '''Mars''', '''Jupiter''', '''Saturn'''
|-
|'''7'''
|= 2 + 5
|Anzahl der freiäugig wahrnehmbaren '''Wandelgestirne''' sowie der '''Tage in der Woche''', siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Sieben|Zur Sieben]]
|-
|'''12'''
|= 5 + 7
|Anzahl der '''Monate im Jahr''', der '''Lebewesenkreiszeichen des Zodiaks''' sowie der '''Erdenjahre pro Jupiterjahr''', siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Zwölf|Zur Zwölf]], vergleiche hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Zodiak|Der Zodiak]]
|-
|'''19'''
|= 7 + 12
|Anzahl der '''Jahre''' mit '''zwölf Monaten''' und '''sieben Schaltmonaten''' einer '''Meton-Periode''', siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Neunzehn|Zur Neunzehn]], vergleiche hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Schaltregeln|Die Plejaden-Schaltregeln]] und [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Mondzyklen#Der_Meton-Zyklus|Der Meton-Zyklus]]
|}
=== Weitere Bezüge ===
Weitere Bezüge von der Astronomie zur Theologie ergeben sich bei den folgenden Sachverhalten:
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Biblische_Erwähnungen|'''biblische Erwähnungen von Konstellationen''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Der_Stern_von_Bethlehem|'''Der Stern von Bethlehem''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Ochs_und_Esel|'''Ochs und Esel / Krippe / „Ich bin das Alpha und das Omega“''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Biblische_Bezüge|'''Biblische Bezüge zu den Mondhäusern / Mondstationen''']].
== Zur Kosmologie ==
[[Datei:Kosmologisches.Modell.Schwarze.Schale.Rotverschiebung.png|mini|rechts|hochkant=2.5|Ein kosmologisches Modell unseres im Zentrum isotropen und inhomogenen Universums, das von einer undurchsichtigen und massereichen schwarzen Kugelschale umgeben ist. Von der äußeren Region aus betrachtet, ist unser Universum ein gigantisches Schwarzes Loch. Zwischen dem inneren und dem äußeren Bereich der schwarzen Kugelschale ist kein Informationsaustausch möglich. Jegliche Materie, die von innen oder außen in die schwarze Kugelschale gelangt, ist von innen und von außen nicht mehr sichtbar. Sowohl die innere als auch die äußere Grenze der schwarzen Kugelschale stellen demzufolge einen Ereignishorizont dar.]]
Die '''Kosmologie''' beschäftigt sich mit der Struktur, dem Ursprung und der Entwicklung des Universums. Dadurch ergeben sich zahlreiche Bezüge zur beobachtenden '''Astronomie''' und zur '''Astrophysik''', aber auch zur '''Quantenphysik'''.
In der Antike gingen die Menschen noch davon aus, dass sich die Erde im Mittelpunkt der Welt und somit auch in der Mitte des sichtbaren Universums befindet. Dieses geozentrische Weltbild wurde seit dem 16. Jahrhundert, ausgelöst durch die kopernikanische Wende, zunehmend verworfen und durch ein heliozentrisches Weltbild ersetzt. Durch die Erfindung und Verwendung von Fernrohren konnten seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts immer mehr Details im Sternenhimmel entdeckt werden. Durch astronomische Beobachtungen ergaben sich immer mehr Indizien für die Tatsache, dass die Erde einmal pro Jahr auf einer Ellipsenbahn die Sonne umrundet und nicht die Sonne die Erde umkreist. Der Philosoph Immanuel Kant (1724–1804) erkannte bereits 1755 in seiner Allgemeinen Naturgeschichte und Theorie des Himmels das innere Wesen unserer Milchstraße. Mit der ersten zuverlässigen Messung der Parallaxe von unserer Erde zum benachbarten Fixstern 61 Cygni ("Bessel's Stern") durch Friedrich Wilhelm Bessel (1784–1846) in Königsberg und der daraus folgenden Berechnung von dessen Entfernung von gut zehn Lichtjahren im Jahr 1838 war die Tatsache, dass die Erde um die Sonne läuft, endgültig bewiesen.
Die Auswertung der astronomischen Beobachtungen hat zu der heute allgemein geteilten Auffassung geführt, dass unser Universum bei einem Urknall entstanden ist und seitdem expandiert. Die Berücksichtigung des Äquivalenzprinzips zwischen schwerer und träger Masse, das zu der von '''Albert Einstein''' (1879–1955) formulierten Allgemeinen Relativitätstheorie führt, brachte '''Alexander Friedmann''' (1888–1925) 1922 zu der theoretischen Vorhersage eines dynamischen Universums. Fünf Jahre später schlussfolgerte der belgische Astronom '''Georges Lemaître''' (1894–1966) aus den von '''Vesto Slipher''' (1875–1969) beobachteten Rotverschiebungen von fernen Galaxien und den von '''Edwin Hubble''' (1889–1953) ermittelten Entfernungen dieser Galaxien, dass das Universum expandiert. Aufgrund dieser Erkenntnis ergibt sich, dass das Universum einen Ursprung mit sehr kleinem Radius gehabt haben muss. Diesen Zustand nannte er "primordiales Atom" beziehungsweise "Uratom". In der Folgezeit etablierte sich für diesen initialen Vorgang der Begriff "'''Urknall'''" (im Englischen: "'''Big Bang'''").<ref>Markus Bautsch: ''[https://en.wikibooks.org/wiki/Moving_objects_in_retarded_gravitational_potentials_of_an_expanding_spherical_shell/Brief_historical_review Moving objects in retarded gravitational potentials of an expanding spherical shell / Brief historical review], Wikibook (englisch), 2024, abgerufen am 28. Februar 2026</ref>
Viele Astrophysiker versuchen heute mit dem sogenannten '''Standardmodell der Kosmologie''' (auch '''ΛCDM-Modell''' beziehungsweise Lambda-CDM-Modell, wobei "CDM" für "cold dark matter" steht, also für "kalte, dunkle Materie") die Entwicklung des Universums nachzubilden. Hierfür wenden sie das kosmologische Prinzip an, das von zwei grundlegenden Annahmen ausgeht:<ref>Markus Bautsch: ''[https://en.wikibooks.org/wiki/Moving_objects_in_retarded_gravitational_potentials_of_an_expanding_spherical_shell/Preface Moving objects in retarded gravitational potentials of an expanding spherical shell / Preface], Wikibook (englisch), 2024, abgerufen am 28. Februar 2026</ref>
# Das Weltall sei '''homogen''', was bedeutet, dass es in groben Zügen von jedem Punkt aus gleich aussieht.
# Das Weltall sei '''isotrop''', was besagt, dass es in groben Zügen in jede Richtung gleich aussieht.
Mit diesen Annahmen kann das Modell berechnet werden, und mit diversen zusätzlichen Annahmen stimmt es in vielerlei Hinsicht mit den astronomischen Beobachtungen überein. Zu den zusätzlichen Annahmen gehören die folgenden beiden hypothetischen Größen:
* '''Kalte, dunkle Materie''', die zwar der Gravitation unterläge, aber keine Wechselwirkung mit elektromagnetischer Strahlung zeigt.
* Eine '''kosmologische Konstante''' Λ, die eine '''dunkle Energie''' beschreibt und für die beschleunigte Expansion des Universums verantwortlich sei.
Weder für die Homogenität noch für die Isotropie des Kosmos konnten bislang Belege gefunden werden, und auch für die kalte dunkle Materie und die dunkle Energie konnte bislang keine physikalische Interpretation geliefert werden.
Ferner ist auch die Annahme, dass die Naturkonstanten unveränderliche Werte haben, nicht begründbar. Auf kosmischen Zeitskalen kann es durchaus Änderungen geben, die wir derzeit nicht messen können. Die gilt insbesondere für die Hubble-Konstante, die die Expansionsrate des Universums beschreibt, für die Gravitationskonstante, die die Anziehung zweier Massen beschreibt, oder für die kosmologische Konstante, die die beschleunigte Expansion des Universums beschreibt. In diesem Kontext sei darauf hingewiesen, dass unser Universum genauso groß ist wie ein Schwarzes Loch mit der Masse unseres Universums. Deshalb gehen einige Kosmologen davon aus, dass wir innerhalb eines Schwarzen Loches der Größe und Masse unseres Universums leben könnten.
Siehe hierzu auch: [[:en:Moving_objects_in_retarded_gravitational_potentials_of_an_expanding_spherical_shell|'''Moving objects in retarded gravitational potentials of an expanding spherical shell''']].
Darüber hinaus mehren sich Anzeichen und Hinweise, die gegen die Ergebnisse des Standardmodells der Kosmologie sprechen, beziehungsweise durch weitere Hypothesen, die physikalisch nicht begründet werden können, im Standardmodell berücksichtigt werden müssen. Die folgende unvollständige Liste soll hierzu einige Anhaltspunkte liefern:
* Präzise astronomische Beobachtungen zeigen, dass das Weltall auch auf großen Längenskalen '''nicht homogen''' ist, sondern Strukturen zeigt.
* Präzise astronomische Beobachtungen zeigen, dass das Weltall auch auf großen Längenskalen '''nicht isotrop''' ist (Asymmetrie der kosmischen Hintergrundstrahlung).
* Die Hubble-Konstante hat heute einen anderen Wert als früher ("'''Hubble tension'''"), was mit dem Standardmodell nicht im Einklang steht.
* Das beobachtete Vorkommen des dritten Elements im Periodensystem, also des Alkalimetalls '''Lithium''', ist mindestens dreimal geringer als vom Standardmodell vorhergesagt.
* Die '''Rotverschiebung von fernen Galaxien''' ist deutlich größer als es nach dem Standardmodell möglich wäre.
* Die beobachteten '''Rotationskurven von Spiralgalaxien''' stehen im Widerspruch zu den Ergebnissen des Standardmodells.
* Das Standardmodell ist nicht in der Lage, die Abwesenheit von '''Antimaterie''' im sichtbaren Teil des Universums zu erklären.
* Die im frühen Universum beobachteten '''primordialen Schwarzen Löcher und Galaxien''' mit explodierende '''Supernovae''' sowie dem Vorkommen von '''Sauerstoff''' stehen im Widerspruch zu den Ergebnissen des Standardmodells.
== Zur Astrologie ==
Eine Sonderstellung nimmt die '''{{w|Astrologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen ἄστρον ("astron"), zu Deutsch „Sternenlehre“) ein. Sie ist ein weiteres Beispiel für eine Disziplin, bei der grundlegende Kenntnisse über die Astronomie eine Voraussetzung sind. Sie versucht, Zusammenhänge zwischen den Konstellationen der Wandelgestirne oder astronomischen Ereignissen am Sternenhimmel mit irdischen Geschehnissen oder Veränderungen herzustellen, insbesondere was bestimmte Konjunktionen und daraus abgeleitete Prophezeiungen betrifft. Sie wurde bereits in Mesopotamien und in anderen alten Kulturkreisen von Astronomen ausgeübt. Noch der Astronom '''{{w|Johannes Kepler}}''' (1571–1630) hat als einer der letzten Astronomen einen wesentlichen Teil seiner Einkünfte durch die Erstellung von Horoskopen bestritten. Aber schon Aristoteles hatte festgestellt und beschrieben, dass die bei bestimmten Konstellationen am Himmel vorhergesagten Ereignisse nicht eingetreten waren.
Vor der Aufklärung haben astrologische Prophezeiungen noch eine große und weitreichende gesellschaftliche Bedeutung gehabt. Als Beispiel seien die Behauptungen des ersten im Kurfürstentum Brandenburg tätigen Astrologen '''{{w|Johannes Carion}}''' (1499–1537) genannt, der für 1524 eine Sintflut vorhersagte, die nicht eingetroffen ist.<ref>{{Literatur |Autor=Markus Bautsch, Friedhelm Pedde |Titel=Vor 500 Jahren: Die Sintflut von 1524 die nicht stattfand |Online=https://wfs.berlin/wp-content/uploads/2024/05/A19-BROplanetA4_40s-feb2024ff_www-rz.pdf |Sammelwerk=Dem Himmel nahe. |WerkErg=Mitteilungen der Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V.|Nummer=19 |Hrsg=Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V. / Zeiss-Planetarium am Insulaner |Ort=Berlin |Datum=2024-02 |Seiten=16–19 |Sprache=de |Abruf=2025-08-03|ISSN=2940-9330}}</ref> Der Wiener Hofastronom '''{{w|Georg Tannstetter}}''' (1482–1535) sah sich 1523 bemüßigt, die schon lange im Voraus erhitzten und besorgten Gemüter zu beruhigen:<ref>Georg Tannstetter: ''Libellus consolatorius contra opiniones de diluvio et aliis horrendis periculis anni 1523''</ref>
<blockquote>
Nun hat sich überall, in allen Köpfen, in allen Seelen das Gerücht eingeschlichen:<br/>
die Gelehrten und Weisen sind in ständigem Streitgespräch, andere hingegen sind derart verstört, dass sie ihren Geschäften nicht mehr nachgehen können; sie verkaufen ihre Anwesen, ihre Felder und Besitztümer oder lassen davon ab, Güter zu kaufen, in der Hoffnung, ihr Geld leichter in die sicheren Berge transportieren zu können. Andere wiederum verschieben ihr Heiratsversprechen, kündigen ohne scheinbaren Grund Verträge auf, entziehen sich ihren christlichen Gelübden, arbeiten faul und missmutig auf dem Land und fragen sich, was es denn nütze, Geld und Gut anzuhäufen, wenn doch in kürzester Zeit niemand mehr davon Nutzen ziehen könne.
</blockquote>
'''→ Siehe auch:'''
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Definition|'''Konjunktionen''', Abschnitt '''Definition''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Historische_Konjunktionen|'''Historische Konjunktionen''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Beobachtungen_in_der_Nähe_der_Ekliptik|'''Beobachtungen in der Nähe der Ekliptik''']].
<div style="clear:both"></div>
== Einzelnachweise ==
<references></references>
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1088563
2026-07-02T18:50:12Z
Bautsch
35687
/* Astronomische Bezüge */ Einrückungen
1088565
wikitext
text/x-wiki
Viele Bezeichnungen für verschiedene Lehren werden mit der aus dem Altgriechischen stammenden Endung "-logie" (altgriechisch λόγος ("logos"), zu Deutsch „Lehre“) gebildet. Die folgenden Disziplinen sind in diesem Kontext hervorzuheben, da sie insbesondere für die '''{{w|Archäoastronomie}}''' wertvolle wissenschaftliche Ergänzungen zur '''{{w|Astronomie}}''' (aus den altgriechischen Wörtern ἄστρον ("ástron", zu Deutsch „Stern“) und νόμος ("nómos, zu Deutsch „Gesetz“) zusammengesetzt also „Sterngesetz“) liefern:
* Die '''{{w|Archäologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen Wort ἀρχαῖος ("archaios"), zu Deutsch „Altertumslehre“) beschäftigt sich mit der kulturellen Entwicklung der Menschheit.
* Die '''{{w|Etymologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen Wort ἔτυμος ("etymos"), zu Deutsch „Wortherkunftslehre“) untersucht die geschichtliche Herkunft von Wörtern.
* Die '''{{w|Mythologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen Wort μῦθος ("mythos"), zu Deutsch „Erzählungslehre“), die sich wissenschaftlich mit der Sagenwelt beschäftigt.
* Die '''{{w|Theologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen Wort θεός ("theós"), zu Deutsch „Gotteslehre“) mit ihren Lehren zum religiösen Glauben und dessen Glaubensdokumenten.
* Die '''{{w|Kosmologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen Wort κόσμος ("kósmos"), zu Deutsch „Weltenlehre“) ist hingegen eine Lehre, die sich im Laufe der Jahrtausende deutlich verändert hat und sich auch heute noch erheblich weiterentwickelt, da es in der modernen Astronomie und Astrophysik mit zunehmend hohem technischem Aufwand immer wieder zu neuen Erkenntnissen kommt.
* Die '''{{w|Numerologie}}''' (zusammengesetzt mit dem lateinischen Wort numerus, zu Deutsch „Zahlenlehre“) mit ihren mystischen Lehren über die symbolische Zuweisung von Bedeutungen an Zahlen.
Von der Antike bis ins Mittelalter galt die Beherrschung der '''{{w|sieben freien Künste}}''' als Voraussetzung für das Betreiben von Philosophie. Zu den drei "trivialen" Künsten der {{w|Grammatik}}, der {{w|Rhetorik}} und der {{w|Dialektik}} des '''{{w|Trivium|Triviums}}''' wurden die vier Künste der {{w|Musiktheorie}}, der {{w|Arithmetik}}, der {{w|Geometrie}} und der {{w|Astronomie}} zu den Künsten des '''{{w|Quadrivium|Quadriviums}}''' gezählt → siehe hierzu auch [[Quadriviale_Kuriositäten|'''Wikibook ''Quadriviale Kuriositäten''''']].
== Zur Etymologie ==
Die Genesis aus dem Alten Testament greift die Thematik der Verwirrung der einheitlichen Sprache in ihrem elften Kapitel auf, und beschreibt, wie die bereits sternenkundigen Menschen im Norden Mesopotamiens übermütig geworden waren und in Babel einen Turm mit einer Spitze '''bis in den Himmel''' errichten wollten:<ref>[https://www.bibleserver.com/EU/1.Mose11 Genesis 11], Genesis, Kapitel 11, Einheitsübersetzung</ref>
<blockquote>
1 Die ganze Erde hatte eine Sprache und ein und dieselben Worte.<br/>
2 Als sie ostwärts aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an.<br/>
3 Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel.<br/>
4 Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze '''bis in den Himmel'''! So wollen wir uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen.<br/>
5 Da stieg der HERR herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten.<br/>
6 Und der HERR sprach: Siehe, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, wenn sie es sich zu tun vornehmen.<br/>
7 Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht.<br/>
8 Der HERR zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen.<br/>
9 Darum gab man der Stadt den Namen Babel, Wirrsal, denn dort hat der HERR die Sprache der ganzen Erde verwirrt und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut.
</blockquote>
Es mag weniger verwunderlich sein, dass Schöpfungsmythen oder Berichte über Katastrophen nicht nur einen astronomischen Hintergrund haben, sondern in völlig verschiedenen Kulturen sehr ähnliche Merkmale zeigen, wenn man sich das Folgende bewusst macht: Einige Indizien deuten auf einen für viele Kulturen gemeinsamen Ursprung hin, der auf eine tiefsinnige Betrachtung und Beobachtung des Himmelsgeschehens hindeutet.
Bei bestimmten Wörtern sind die Ähnlichkeiten in vielen lebenden und toten Sprachen so auffällig, dass sie ein gemeinsames Ursprungswort (Etymon) haben und somit Kognaten sein dürften.
=== "Stern" ===
Bei den Wörtern „Gestirn“ beziehungsweise „Stern“ sind die Ähnlichkeiten in vielen lebenden und toten Sprachen sehr auffällig, und diese Verwandtschaften mögen durch die Wörter für "Stern" in den folgenden Sprachen belegt werden:
* Akkadisch "istar"
* Indogermanisch "ster"
* Griechisch "astro" / "asteri"
* Lateinisch "astrum" / "stella"
* Althochdeutsch "stern(o)"
* Jiddisch "shtern"
* Katalanisch und Spanisch "estrella"
* Portugiesisch "estrela"
* Englisch "star"
* Niederländisch "ster"
* Westfriesisch "stjer"
* Italienisch und Korsisch "stella"
* Rumänisch "stea"
* Sardisch "istedda"
* Maltesisch "stilla"
* Französisch "étoile" aus Altfranzösisch "estoile"
* Galicisch "estrela"
* Walisisch "seren"
* Dänisch und Norwegisch "stjerne"
* Schwedisch "stjärna"
* Isländisch "stjarna"
* Kurdisch "stêrk"
* Gujarati "Tārō"
* Hindi "तारा" (taara)
* Marathi "तारा" (Tārā)
* Nepalesisch "तारा" (Tārā)
* Punjabi "ਤਾਰਾ" (Tārā)
* Singhalesisch "තරුව" (taruva)
* Khmer "តារា" (tara)
* Armenisch "աստղ" (astgh)
* Tadschikisch "ситора" (sitora)
* Hausa "tauraro"
* Krio "sta"
=== "Stier" ===
Eine starke Ähnlichkeit gibt es in vielen Sprachen auch zwischen den Wörtern „Stern“ und „Stier“. Der Stier bezeichnet zudem auch ein bedeutendes und eines der ältesten Sternbilder überhaupt:
→ Siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsstier|'''Himmelsstier''']].
* Akkadisch und Assyrisch "šūru"
* Aramäisch "tōra"
* Hebräisch "šǒr"
* Ugaritisch "twr"
* Arabisch "ثور" ("thawr")
* Griechisch "ταύρος" ("tauros")
* Lateinisch "taurus"
* Althochdeutsch "stior"
* Italienisch, Katalanisch und Spanisch "toro"
* Galicisch "touro"
* Gallisch "tarvos"
* Französisch "taureau"
* Schwedisch "tjur"
* Dänisch "tyr"
* Irisch und Gälisch "tarbh"
* Wallisisch "tarw"
=== "Horn" ===
Auch die Hörner des Stieres betreffend setzen sich die vielen Ähnlichkeiten fort:
* Akkadisch "carnu"
* Aramäisch "qeren"
* Griechisch "κόρνο" ("korno")
* Lateinisch "cornu"
* Maltesisch "qrun"*
* Arabisch "قرون" ("qurun")
* Französisch "corne"
* Italienisch "corne"
* Rumänisch "corn"
* Haitianisch "kòn"
=== "Sieben" ===
Die in vielen Kulturen als heilig angesehene Zahl Sieben taucht im Zusammenhang mit der Astronomie als Anzahl der mit bloßem Auge sichtbaren Wandelgestirne und als Zahl der Hauptsterne in vielen Asterismen auf:
* Sieben Wandelgestirne: Sonne Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn
* Siebengestirn im Himmelsstier: Alkione, Atlas, Electra, Maia, Merope, Taygeta, Pleione
* Sternbild Orion: Beteigeuze, Rigel, Bellatrix, Alnilam, Alnitak, Saiph, Mintaka
* Asterismus Großer Wagen: Alioth, Dubhe, Alkaid, Mizar, Merak, Phekda, Megrez
→ Siehe auch:
* [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Sieben|'''Zur Sieben''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Der_Fixsternhimmel#Die_sieben_hellsten_Objekte_der_Ekliptik|'''Die sieben hellsten Objekte der Ekliptik''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Kalenderführung#Die_Siebentagewoche|'''Die Siebentagewoche''']].
Wegen der hohen kulturellen, rituellen oder mythischen Bedeutung gibt es in vielen Kulturen und Sprachen etymologische Übereinstimmungen:
* Akkadisch "sebe"
* Proto-Indoeuropäisch "septḿ̥"
* Hetitisch "sipta"
* Proto-Germanisch "*sebun"
* Althochdeutsch "sibun"
* Hebräisch "sajin" (Buchstabe) oder "scheva" (Wort)
* Etruskisch "semph"
* Maltesisch "sebgħa"
* Arabisch "sabʿa"
* Griechisch "επτά" ("(h)epta")
* Lateinisch "septem"
* Ungarisch "het"
* Proto-Balto-slawisch "septin"
* Proto-Indo-Iranisch "saptá"
* Katalanisch "set"
* Spanisch "siete"
* Galicisch "sete"
* Lettisch "septiņi"
* Italienisch "sette"
* Französisch "sept"
* Englisch "seven"
* Wallisisch "saith"
* Bosnisch / Kroatisch "sedam"
* Rumänisch "șapte"
* Irisch "seacht"
* Swahili "saba"
* Haitianisch "sèt"
== Zur Mythologie ==
Seit Jahrtausenden blicken Menschen in den Nachthimmel und versuchen, die unzähligen Lichter am Firmament zu deuten. Schon früh begannen sie, die von ihnen erfundenen Sternbilder und die unablässig durch den Himmel ziehenden Wandelgestirne durch Geschichten über Götter, Helden oder andere Wesen zu interpretieren, zu erzählen und zum Teil über Jahrhunderte hinweg zu tradieren. Die '''Mythologie''' spielte dabei eine zentrale Rolle: Sie half nicht nur, eine symbolische Ordnung in den geheimnisvollen Kosmos zu bringen, sondern prägte auch viele der Bezeichnungen und Vorstellungen, die bis heute in der beschreibenden Astronomie überlebt haben.
Die Verbindung zwischen Mythologie und Astronomie ist tief verwurzelt und zeugt vom menschlichen Bedürfnis, das wahrgenommene, aber dennoch unfassbare Universum durch räumliche und zeitliche Vorstellungen sowie durch Erzählungen begreifbar zu machen. Das Geschehen am Himmel musste auf die Menschen vor der Erfindung der Bewegtbilder und des Films in der späten Neuzeit sowohl attraktiv als auch spektakulär gewirkt haben. So konnten verschiedene mythische Gestalten am Himmel durch ihre scheinbaren Handlungen wahrgenommen werden. Durch die Wiederholung solcher Deutungen konnten sich besonders beliebte Mythen im kulturellen Kontext über die Zeit verfestigen, und entsprechende Riten konnten sich etablieren.
Damit war auch eine wesentliche Voraussetzung für den Glauben der Menschen an eine höhere Macht oder mehrere höhere Mächte gegeben. Der Begriff '''Religion''' stammt vom lateinischen Inifiniv "relegere" ab. Dieses Verb bedeutet wörtlich übersetzt "wieder lesen" und meint im Sinne von "überdenken" das bewusste Wahrnehmen von Prophezeiungen oder Omen sowie das nachhaltige Beachten tradierter Vorschriften.
'''→ Siehe:'''
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Urozean|'''Der Urozean''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Sagenwelt|'''Die Plejaden / Sagenwelt''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Mythologie|'''Der Himmelsstier''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Babylonische_Himmelswege|'''Babylonische Himmelswege''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Mithraskult|'''Mithraskult und Tauroktonie''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Höhlenmalerei_in_der_Magura-Höhle|'''Die Höhlenmalerei in der Magura-Höhle''']].
== Zur Theologie ==
Die '''Theologie''' (vom Altgriechischen θεός = theós = Gott und λόγος = lógos = Lehre) ist die Lehre von einem Gott oder von mehreren Göttern. Sie lehrt einen ausgeprägten religiösen Glauben, begründet rituelle Traditionen und deutet die vorhandenen Glaubensdokumente.
[[Datei:Aristoteles.Theologie.png|mini|rechts|Wahrnehmbarkeit und Vergänglichkeit nach Aristoteles]]
Die Theologie des '''{{w|Aristoteles}}''' (384–322) postuliert drei mögliche Substanzen:<ref>Aristoteles: ''Metaphysik'', Kapitel XII (Λ), Philosophische Theologie, Seiten 1069a –1076a</ref>
{| class="wikitable"
|+ Mögliche Substanzen nach Aristoteles
! Nummer !! Substanz !! Erläuterung !! Interpretationsbeispiel
|-
| 1. || Die sinnlich wahrnehmbare und vergängliche Substanz || Konkrete Dinge, die nur eine begrenzte Teilhabe an der Ewigkeit haben. || Lebewesen
|-
| 2. || Die sinnlich wahrnehmbare und unvergängliche Substanz || Konkrete Dinge, die eine unbegrenzte Teilhabe an der Ewigkeit haben. || Die sieben Wandelgestirne und die Fixsterne
|-
| 3. || Die sinnlich nicht wahrnehmbare und unvergängliche Substanz || Lebendiger, unbewegter Beweger, der der Ursprung aller anderen Dinge ist. || Gott
|}
Dieses theologische Prinzip wurde später auch von '''{{w|Thomas van Aquin}}''' (1225-1274) in seinen ''Quinque viae ad Deum'' ("Fünf Wege zu Gott") aufgegriffen:
{| class="wikitable"
|+ Nach dem ''Quinque viae ad Deum'' ("Fünf Wege zu Gott") von Thomas von Aquin
! Weg !! Bezeichnung !! Voraussetzung !! Feststellung !! Folgerung
|-
| Via I || Bewegungsbeweis || In der Welt ist überall Bewegung. || Alles Bewegte muss von einem anderen in Bewegung gebracht worden sein. || Der Erstbeweger ist Gott.
|-
| Via II || Kausalitätsbeweis || In der Welt gibt es überall Ursachen und Wirkungen. || Jede Wirkung muss eine Ursache haben. || Die erste Ursache der Welt ist Gott.
|-
| Via III || Kontingenzbeweis || Alles Empirische in der Welt entsteht und vergeht wieder. || Jedes empirische Wesen muss das Sein von einem absoluten Wesen empfangen haben. || Das absolute Wesen ist Gott.
|-
| Via IV || Stufenbeweis || In der Welt gibt es abgestuft gute, wahre und schöne Dinge. || Das absolute Wesen muss die höchste Güte, Wahrheit und Schönheit haben. || Das höchste Gute, Wahre und Schöne ist Gott.
|-
| Via V || Finalitätsbeweis || In der Welt gibt es Ordnung und Gesetzmäßigkeit. || Ordnung und Gesetzmäßigkeit müssen auf einen denkenden Geist zurückgehen. || Dieser Geist kommt von Gott.
|}
Auch '''{{w|Gottfried Wilhelm Leibniz}}''' (1646-1717) lehnt sich in seiner Hypothese von „Gott als letztem und zureichendem Grund der Welt“ daran an.
Auch im 90. Psalm wird dieser Ansatz thematisiert:
<blockquote>
Das vierte Buch<br/>
Der '''ewige''' Gott – der '''vergängliche''' Mensch<br/><br/>
1 Ein Bittgebet des Mose, des Mannes Gottes. O Herr, du warst uns Wohnung '''von Geschlecht zu Geschlecht'''.<br/>
2 '''Ehe geboren wurden die Berge, ehe du unter Wehen hervorbrachtest Erde und Erdkreis''', bist du '''Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit'''.<br/>
3 '''Zum Staub zurückkehren lässt du den Menschen''', du sprichst: Ihr Menschenkinder, kehrt zurück!<br/>
4 Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der Tag, der gestern vergangen ist, wie eine Wache in der Nacht.
</blockquote>
Darüber hinaus gibt der vierte Vers einen deutlichen Hinweis auf das Verhältnis zwischen der Länge des viele Jahrtausende dauernden Präzessionszyklus und der Länge eines siderischen Monats: der Mond wandert entlang der Ekliptiklinie an einem Tag genauso weit wie der Frühlingspunkt in tausend Jahren.
→ Siehe hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Präzession|'''Präzession''']].
Der griechische Dichter '''{{w|Aratos von Soloi}}''' in Kilikien (≈310–245) hatte seine astronomischen Kenntnisse vom Astronomen und Mathematiker '''{{w|Eudoxos von Knidos}}''' (geboren nach 390, gestorben nach 338) erhalten. In dem in der Antike verbreiteten Lehrgedicht Φαινόμενα (Phainomena = „Himmelserscheinungen“) von Aratos wird der Sternenhimmel in zahlreichen Hexametern beschrieben. Sein monumentales sechseckiges Grab aus der antiken Stadt Pompeiopolis wurde 2020 in der türkischen Provinz Mersin wiederentdeckt.<ref>Patricia Claus: [https://greekreporter.com/2021/07/11/memorial-tomb-of-ancient-greek-astronomer-aratus-unearthed-in-turkey/ Memorial Tomb of Ancient Greek Astronomer Aratus Unearthed in Turkey], The Greek Reporter, 11. Juli 2021</ref>
Hier der Beginn des Prologs des Lehrgedichts:
<blockquote>
Εκ Διὸς ἀρχώμεσθα , τὸν οὐδέποτ᾽ ἄνδρες ἐῶμεν<br/>
῎Αῤῥητον . Μεσταὶ δὲ Διὸς πᾶσαι μὲν ἀγυιαὶ ,<br/>
Πᾶσαι δ᾽ ἀνθρώπων ἀγοραί · μεστὴ δὲ θάλασσα ,<br/>
Καὶ λιμένες. πάντη δὲ Διὸς κεχρήμεθα πάντες .<br/>
'''Τοῦ γὰρ καὶ γένος εἰμέν''' · ὁ δ᾽ ἤπιος ἀνθρώποισι<br/>
Δεξιὰ σημαίνει · λαοὺς δ᾽ ἐπὶ ἔργον ἐγείρει ,<br/>
Μιμνήσκων βιότοιο . λέγει δ᾽ , ὅτε βῶλος ἀρίστη<br/>
Βουσί τε καὶ μακέλῃσι · λέγει δ᾽ , ὅτε δεξιαὶ ὧραι ,<br/>
Καὶ φυτὰ γύρῶσαι , καὶ σπέρματα πάντα βαλέσθαι .<br/>
Αὐτὸς γὰρ τάγε σήματ᾽ ἐν '''οὐρανῷ''' ἐστήριξεν ,<br/>
'''Αστρα''' διακρίνας · ἐσκέψατο δ᾽ εἰς ἐνιαυτὸν<br/>
'''᾿Αστέρας''' , οἵ κε μάλιστα τετυγμένα σημαίνοιεν<br/>
᾿Ανδράσιν ὡράων , ὄφρ᾽ ἔμπεδα πάντα φύωνται .<br/>
Τῷ μιν ἀεὶ πρῶτόν τε καὶ ὕστατον ἱλάσκονται .<br/>
Χαῖρε , πάτερ , μέγα θαῦμα , μέγ᾽ ἀνθρώποισιν ὄνειαρ ,<br/>
Αὐτὸς καὶ προτέρη γενεή ! χαίροιτε δὲ , Μοῦσαι<br/>
Μειλίχιαι , μάλα πᾶσαι ! ἐμοί γε μὲν '''ἀστέρας''' εἰπεῖν ,<br/>
Ηἱ θέμις εὐχομένῳ , τεκμήρατε πᾶσαν ἀοιδήν .<br/>
Οἱ μὲν ὁμῶς πολέες τε , καὶ ἄλλυδις ἄλλοι ἐόντες ,<br/>
'''Οὐρανῷ''' ἕλκονται πάντ᾽ ἤματα συνεχὲς αἰεί.<br/>
Αὐτὰρ ὅγ᾽ οὐδ᾽ ὀλίγον μετανίσσεται · ἀλλὰ μάλ' αὕτως<br/>
'''῎Αξων''' οἱ ἐνάρηρεν · ἔχει δ᾽ ἀτάλαντον ἁπάντη<br/>
'''Μεσσηγὺς γαῖαν''' , περὶ δ᾽ '''οὐρανὸν''' αὐτὸν ἀγινεῖ.<br/>
Καί μιν πειραίνουσι δύω '''πόλοι''' ἀμφοτέρωθεν ·<br/>
᾿Αλλ᾽ ὁ μὲν οὐκ ἐπίοπτος · ὁ δ᾽ ἀντίος ἐκ '''Βορέαο''' ,<br/>
Ὑψόθεν Ὠκεανοῖο . Δύω δὲ μιν ἀμφὶς ἔχουσαι<br/>
'''Ἄρκτοι''' ἅμα τροχόωσι · τὸ δὴ καλέονται '''῞Αμαξαι''' .
</blockquote>
Übersetzung unter Beibehaltung der Hexameter nach dem deutschen Dichter, Übersetzer und Hochschullehrer Johann Heinrich Voss (1751–1826) von 1824:<ref>АРАТОΥ ΦΑΙΝΟΜΕΝΑ ΚΑΙ ΔΙΟΣΗΜΕΙΑ. Des Aratos Sternerscheinungen und Wetterzeichen. Übersetzt und erklärt von Johann Heinrich Voss. Heidelberg bei Christian Friedrich Winter. 1824.</ref>
<blockquote>
Zeus sei unser Beginn , und niemals bleib' er uns Männern<br/>
Ungelobt. Voll wahrlich des Zeus sind alle des Wandels<br/>
Weg' , und alle Versammlung der Welt ; voll jegliche Meerflut ,<br/>
Jeglicher Port ; ringsum ja des Zeus bedürfen wir alle .<br/>
'''Seines Geschlechts auch sind wir''' ; und Er , mildherzig den Menschen,<br/>
Zeichnet, was frommt, rechtsher ; und zu Tätigkeit weckt er die Völker,<br/>
Mahnend an Lebensbedarf : Er sagt , wann besser dem Pflugstier<br/>
Fuge die Scholl' , und dem Karst ; er sagt , wann schickliche Jahrszeit,<br/>
Dass man die Pflanze behäuf" , und einsenk' allerlei Anwachs .<br/>
Denn selbst hat er die Zeichen am oberen '''Himmel''' befestigt ,<br/>
Und '''Sternbilder''' verteilt ; er hat fürsehend dem Jahrlauf<br/>
'''Sterne''' bestimmt , die den Menschen zumeist annahende Wechsel<br/>
Deuteten jeglicher Zeit , dass in Völligkeit alles erwachse .<br/>
Drum ihn immer zuerst , und zulezt ihn , sühnen sie feiernd.<br/>
Heil , anstaunlicher Vater , den Sterblichen mächtiges Labsal ,<br/>
Du auch , selbst des Geschlechts Ursprung ! Heil , freundliche Musen,<br/>
Heil euch allen gesamt ! doch mir , der , die '''Sterne''' zu melden ,<br/>
Euch , wie geziemt , anfleht , bringt allen Gesang zur Vollendung.<br/>
Jene zugleich , so viele zerstreuete , andere anders ,<br/>
Ziehn mit dem '''Himmel''' einher in ewigem Zuge beständig .<br/>
Doch nie schwanket er selbst um ein weniges; sondern durchaus so<br/>
Bleibt ihm die '''Axe''' geheftet ; die hält gleichschwebend vom Umfang<br/>
Hier '''in der Mitte die Erd'''' , und umher dort dreht sie den '''Himmel''' .<br/>
Sie dann hat zween '''Pol'''' an jeglichem Ende gerichtet :<br/>
Unsichtbar ist jener; doch hier um den '''Boreas''' ragt er<br/>
Ob dem Okeanos hoch. Zwo dem zu den Seiten gestellte<br/>
'''Bärinnen''' rollen umher: drum auch '''Rollwagen''' benamet.
</blockquote>
'''''Hinweise:'''''
* Die "Axe" beschreibt die Erdachse.
* ''Mit dem "Boreas" ist der Himmelsnordpol gemeint.''
* ''Bei den beiden Bärinnen handelt es sich um die Sternbilder des Großen Bären (Ursa Maior) und des Kleinen Bären (Ursa Minor).''
* ''Die beiden Rollwagen sind bei uns heute die Asterismen Großer Wagen und Kleiner Wagen.''
Der Apostel '''{{w|Paulus von Tarsus}}''' (geboren vor 10, gestorben nach 60) war der bedeutendste Missionar des Urchristentums und kannte diesen Text offensichtlich. Im 17. Kapitel der Apostelgeschichte des Lukas wird ihm ein Zitat aus dem Prolog des Lehrgedichts über die Abstammung der Menschen von Gott in den Mund gelegt.<ref>[https://www.die-bibel.de/bibel/NA28,EUE/ACT.17.28 Apostelgeschichte 17,28], Abschnitt: ''Paulus in Athen'', Novum Testamentum Graece und Einheitsübersetzung</ref>
<blockquote>
Apostelgeschichte 17,28: '''Τοῦ γὰρ καὶ γένος ἐσμέν.'''
</blockquote>
<blockquote>
Apostelgeschichte 17,28: '''Wir sind von seinem Geschlecht.'''
</blockquote>
=== Zahlen in Religionen ===
Die '''Zwei''' steht oft für Gegensätze, wie zum Beispiel Tag und Nacht, Aufgang und Untergang, Sommerhalbjahr und Winterhalbjahr, zunehmender und abnehmender Mond oder obere und untere Kulmination. Eine solche Zweiteilung findet sich oft auch in gegensätzliche Kategorien wieder, die in vielen Disziplinen, insbesondere auch in der Ethik und in Religionen verwendet werden, wie beispielsweise gut und böse, oben und unten, Leben und Tod, Licht und Schatten, Wärme und Kälte oder Himmel und Hölle.
Interessant ist auch die frühgeschichtliche astronomische Auffassung von '''zwei''' mächtigen Gegenspielern, die sich im Sternenhimmel an zwei gegenüberliegenden Seiten befinden, der [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsstier|der Himmelsstier]] und der [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsskorpion|der Himmelsskorpion]].
→ Siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Zwei|'''Zur Zwei''']].
Die astronomischen Zahlen '''Sieben''' und '''Zwölf''' werden als heilige Zahlen angesehen. Sie werden in vielfältigen Kontexten in religiösen Texten erwähnt und für viele religiöse Symbole verwendet. Ferner spielt auch die astronomische Zahl '''Vier''' in Religionen eine bedeutende Rolle, wo sie deswegen manchmal ebenfalls als heilige Zahlen angesehen wird:
* '''Vier''' Hauptsterne respektive Hauptsternbilder mit den '''vier''' Himmelsrichtungen und den '''vier''' Jahreszeiten: → siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Bedeutung_der_Vier_in_Religionen|'''Bedeutung der Vier in Religionen''']].
* '''Sieben''' Wandelgestirne mit den die '''sieben''' Tagen einer Woche beziehungsweise eines Mondviertels: → siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Bedeutung_der_Sieben_in_Religionen|'''Bedeutung der Sieben in Religionen''']].
* '''Zwölf''' Ekliptiksternbilder, '''zwölf''' Monate pro Jahr, '''zwölf''' Jahre Umlaufzeit des Planeten Jupiter, jeweils '''zwölf''' Stunden Tag und Nacht: → siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Bedeutung_der_Zwölf_in_Religionen|'''Bedeutung der Zwölf in Religionen''']].
=== Altes Testament ===
In der Bibel wird in der Regel nicht zwischen Fixsternen und Planeten unterschieden. Eine Ausnahme gibt es im 2. Buch der Könige, Kapitel 23, Vers 5 aus dem siebenten vorchristlichen Jahrhundert, wo in der deutschsprachigen Einheitsübersetzung von "den Wandelsternen" und in der Luther-Bibel von "den Planeten" die Rede ist. Die Vulgata schreibt hier allerdings von den "duodecim signis", womit sicherlich die zwölf Sternzeichen der Ekliptik gemeint sind, durch die die sieben Wandelgestirne ziehen. Die Septuaginta spricht noch allgemeiner von den "μαζουρωθ" nach dem Hebräischen Wort "מַזָּלָה" ("mazzaroth"), womit vermutlich Sternkonstellationen und im engeren Sinne ebenfalls die zwölf Sternzeichen des Zodiaks gemeint sind:
<blockquote>
'''Septuaginta '''<br/>
5 καὶ κατέπαυσεν τοὺς χωμαριμ, οὓς ἔδωκαν βασιλεῖς Ιουδα καὶ ἐθυμίων ἐν τοῖς ὑψηλοῖς καὶ ἐν ταῖς πόλεσιν Ιουδα καὶ τοῖς περικύκλῳ Ιερουσαλημ, καὶ τοὺς θυμιῶντας τῷ Βααλ καὶ τῷ ἡλίῳ καὶ τῇ σελήνῃ καὶ τοῖς '''μαζουρωθ''' καὶ πάσῃ τῇ δυνάμει τοῦ οὐρανοῦ.<br/>
<br/>
'''Vulgata'''<br/>
5 Et delevit aedituos, quos posuerant reges Iudae ad sacrificandum in excelsis per civitates Iudae et in circuitu Ierusalem, et eos, qui adolebant Baal et soli et lunae et '''duodecim signis''' et omni militiae caeli.<br/>
<br/>
'''Einheitsübersetzung (2016)'''<br/>
5 Auch setzte er die Götzenpriester ab, die von den Königen von Juda bestellt worden waren und die auf den Kulthöhen, in den Städten Judas und in der Umgebung Jerusalems Opfer verbrannt sowie dem Baal, der Sonne, dem Mond, den '''Wandelsternen''' und dem ganzen Heer des Himmels geopfert hatten.<br/>
<br/>
'''Luther-Bibel (2017)'''<br/>
5 Und er setzte die Götzenpriester ab, die die Könige von Juda eingesetzt hatten, um auf den Höhen zu opfern in den Städten Judas und um Jerusalem her; auch die dem Baal geräuchert hatten, der Sonne und dem Mond und den '''Planeten''' und allem Heer am Himmel.<br/>
</blockquote>
Der Prophet Habakuk erwähnt in seinem Psalm in Kapitel 3 aus dem siebenten vorchristlichen Jahrhundert das Konzept der Aufteilung der Ekliptik in Mondstationen respektive in Mondhäuser:
<blockquote>
10 Wenn sie dich sehen, erbeben die Berge,<br/>
das Tosen der Wasser rauscht vorüber; es erhebt die Urflut ihre Stimme,<br/>
hoch oben vergisst die Sonne ihre Strahlen.<br/>
11 '''Der Mond bleibt in der Behausung;'''<br/>
als Beleuchtung schwirren deine Pfeile,<br/>
als heller Schein das Blitzen deiner Lanze.
</blockquote>
In den folgenden Bibelstellen aus dem Alten Testament spiegeln sich astronomische Vorstellungen in Bezug auf Gott wider:
'''Genesis 1:'''
<blockquote>
1 Im Anfang erschuf Gott '''Himmel''' und Erde.<br/>
2 Die '''Erde''' war wüst und wirr und '''Finsternis''' lag über der '''Urflut''' und Gottes Geist schwebte über dem '''Wasser'''.<br/>
3 Gott sprach: Es werde '''Licht'''. Und es wurde '''Licht'''.
...<br/>
5 Und Gott nannte das Licht '''Tag''' und die Finsternis nannte er '''Nacht'''. Es wurde '''Abend''' und es wurde '''Morgen''': erster Tag.<br/>
...<br/>
14 Dann sprach Gott: Lichter sollen am '''Himmelsgewölbe''' sein, um '''Tag''' und '''Nacht''' zu scheiden. Sie sollen als Zeichen für '''Festzeiten''', für '''Tage''' und '''Jahre''' dienen.<br/>
15 Sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, um über die Erde hin zu leuchten. Und so geschah es.<br/>
16 Gott machte '''die beiden großen Lichter''', das große zur Herrschaft über den '''Tag''', das kleine zur Herrschaft über die '''Nacht''', und die '''Sterne'''.
</blockquote>
'''Psalm 8:'''
<blockquote>
4 Seh ich deine '''Himmel''', die Werke deiner Finger, '''Mond '''und '''Sterne''', die du befestigt.
</blockquote>
[[Datei:Johannes.Kepler.Coeli.enarrant.gloriam.Dei.png|mini|rechts|Portrait des jungen Johannes Keplers mit dem Motto "Coeli enarrant gloriam Dei." nach Psalm 19: "Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes."]]
'''Psalm 19:'''
<blockquote>
2 Die '''Himmel''' erzählen die Herrlichkeit Gottes und das '''Firmament''' kündet das Werk seiner Hände.
</blockquote>
'''Psalm 90:'''
<blockquote>
2 Ehe geboren wurden die Berge, ehe du unter Wehen hervorbrachtest '''Erde''' und '''Erdkreis''', bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.
</blockquote>
'''Psalm 102:'''
<blockquote>
26 Vorzeiten hast du der Erde Grund gelegt, die '''Himmel''' sind das Werk deiner Hände.
</blockquote>
'''Psalm 103:'''
<blockquote>
19 Der HERR hat seinen Thron errichtet im '''Himmel''', seine königliche Macht beherrscht '''das All'''.
</blockquote>
'''Psalm 104:'''
<blockquote>
19 Du machst den '''Mond''' zum Maß für die Zeiten, die '''Sonne''' weiß, wann sie untergeht.
</blockquote>
'''Psalm 113:'''
<blockquote>
3 Vom '''Aufgang der Sonne''' bis zu ihrem '''Untergang''' sei gelobt der Name des HERRN.<br/>
4 Erhaben ist der HERR über alle Völker, über den '''Himmeln''' ist seine Herrlichkeit.
</blockquote>
'''Psalm 136:'''
<blockquote>
3 Dankt dem Herrn der Herren, denn seine Huld währt ewig!<br/>
4 Ihm, der allein große Wunder tut, denn seine Huld währt ewig,<br/>
5 der den '''Himmel''' gemacht hat in Weisheit, denn seine Huld währt ewig,<br/>
6 der die Erde gefestigt hat über den Wassern, denn seine Huld währt ewig,<br/>
7 der '''die großen Leuchten''' gemacht hat, denn seine Huld währt ewig,<br/>
8 die '''Sonne''' zur Herrschaft über den '''Tag''', denn seine Huld währt ewig,<br/>
9 den '''Mond''' und die '''Sterne''' zur Herrschaft über die '''Nacht''', denn seine Huld währt ewig.
</blockquote>
'''Psalm 147:'''
<blockquote>
4 Er bestimmt die Zahl der '''Sterne''' und ruft sie alle mit Namen.
</blockquote>
'''Psalm 148:'''
<blockquote>
'''Lobpreis auf den Herrn, den König des Kosmos'''<br/>
1 Halleluja! Lobt den HERRN vom '''Himmel''' her, lobt ihn in den Höhen:<br/>
2 Lobt ihn, all seine Engel, lobt ihn, all seine Heerscharen,<br/>
3 lobt ihn, '''Sonne''' und '''Mond''', lobt ihn, all ihr leuchtenden '''Sterne''',<br/>
4 lobt ihn, ihr '''Himmel der Himmel''', ihr Wasser über dem '''Himmel'''!
</blockquote>
Mit den "Wassern über dem Himmel" können nicht die Wolken unterhalb der Sternensphäre gemeint sein. Vielmehr dürfte es sich um eine Anspielung auf den Urozean beziehungsweise die Urflut handeln (siehe hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Urozean|'''Urozean''']]). Diese Urflut existierte bereits vor der Erschaffung des Lichts und der Gestirne. Man erinnere sich an den Beginn der Schöpfungsgeschichte in den ersten drei Versen der Bibel (siehe oben).
'''Buch der Weisheit (Weisheit Salomos):'''
<blockquote>
'''Salomos Gebet um Weisheit'''<br/>
9,1 Gott der Väter und Herr des Erbarmens, du hast '''das All''' durch dein Wort gemacht.
</blockquote>
'''Jesus Sirach 42:'''
<blockquote>
'''Lob Gottes in der Schöpfung'''<br/>
15 Nun will ich der Werke des Herrn gedenken, und was ich gesehen habe, werde ich erzählen: Durch die Worte des Herrn sind seine Werke und durch seinen Segen gab er ihnen ihre Bestimmung.<br/>
16 Die leuchtende '''Sonne''' blickt auf alles hernieder und von der Herrlichkeit des Herrn ist sein Werk erfüllt.<br/>
17 Der Herr gab es selbst den Heiligen nicht, all seine Wunder zu erzählen, der Herr der Herrscher über '''das All''', hat sie gegründet, sodass '''das All''' in seiner Herrlichkeit Bestand hat.<br/>
18 Abgrund und Herz hat er durchforscht und ihre Absichten hat er durchschaut; denn der Höchste kennt alles Wissen und er blickt auf die '''Zeichen der Zeiten'''.<br/>
19 Er tut das Vergangene und das Kommende kund und enthüllt die Spuren des Verborgenen.<br/>
20 Kein Gedanke entgeht ihm und kein einziges Wort bleibt ihm verborgen.<br/>
21 Die Großtaten seiner Weisheit hat er geordnet; wie er ist '''von Ewigkeit und in Ewigkeit'''. Ihm ist weder etwas hinzugefügt noch weggenommen worden und er hat keines Ratgebers bedurft.
</blockquote>
Auch im nachfolgenden Kapitel lobt Jesus Sirach die Sonne, den Mond und die Sterne in den höchsten Tönen:
'''Jesus Sirach 43:'''
<blockquote>
1 Der Stolz der Höhe ist ein '''Firmament''' von Reinheit, die Gestalt des '''Himmels''' beim Anblick der Herrlichkeit.<br/>
2 Die '''Sonne''' verkündet durch ihr Erscheinen beim Aufgang, ein wunderbares Geschöpf, ein Werk des Höchsten!<br/>
3 Zur '''Mittagszeit''' trocknet sie den Boden aus, wer wird bestehen vor ihrer Glut?<br/>
4 Wer in einen Ofen bläst bei Arbeiten mit Glut - dreimal so stark versengt die '''Sonne''' Berge; sie atmet Feuerdämpfe aus und blendet mit gleißenden Strahlen die Augen.<br/>
5 Groß ist der Herr, der sie gemacht hat, mit seinen Worten beschleunigt er ihren Lauf.<br/>
6 Auch der '''Mond''' hält sich in allem an seinen Zeitpunkt, zur '''Festsetzung der Zeiten''' und als Zeichen auf Dauer.<br/>
7 Vom '''Mond''' geht das Zeichen für einen Festtag aus, ein Gestirn, das abnimmt bis zur Vollendung.<br/>
8 Der Name '''Monat''' kommt vom '''Neumond''', der wunderbar zunimmt beim Wechsel, ein Geschöpf des Heeres in der Höhe, das am '''Himmelsgewölbe''' leuchtet.<br/>
9 Die Schönheit des '''Himmels''' ist der Glanz der '''Sterne''', ein strahlender Schmuck in den Höhen des Herrn.<br/>
10 Durch die Worte des Heiligen stehen sie gemäß ihrer Bestimmung und sie ermüden nie bei ihrer Wache.<br/>
...<br/>
27 Vieles werden wir sagen, aber wir kommen nie an ein Ziel und das Ende der Worte ist: Er ist '''das All'''.
</blockquote>
'''Jesaja 40:'''
<blockquote>
26 Hebt eure Augen in die Höhe und seht: Wer hat diese '''Gestirne''' erschaffen?<br/>
Der vollzählig herausführt ihr Heer, er ruft sie alle beim Namen.<br/>
Wegen seiner Fülle an Kraft und mächtiger Stärke fehlt kein einziges.
</blockquote>
Das Buch Baruch gehört zu den späten Schriften des Alten Testaments. Im dritten Kapitel werden das Licht und die Sterne in Bezug auf Gott thematisiert:
'''Baruch 3:'''
<blockquote>
33 Er entsendet das '''Licht''' und es eilt dahin; er ruft es zurück und zitternd gehorcht es ihm.<br/>
34 Froh leuchten die '''Sterne''' auf ihren Posten.<br/>
35 Ruft er sie, so antworten sie: Hier sind wir. Sie leuchten mit Freude für ihren Schöpfer.<br/>
36 Das ist unser Gott; kein anderer gilt neben ihm.
</blockquote>
Ein Lobpreis auf die Werke, Engel und Mächte Gottes am Gewölbe des Himmels findet sich im '''Buch Daniel''' im dritten Kapitel. Der Text macht inhaltlich eine ähnliche Aussage wie der Lobpreis auf den Herrn, den König des Kosmos in Psalm 148 (siehe oben):
'''Daniel 3:'''
<blockquote>
56 Gepriesen bist du am Gewölbe des '''Himmels''', gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.<br/>
57 Preist den HERRN, all ihr Werke des HERRN; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
58 Preist den HERRN, ihr '''Himmel'''; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
59 Preist den HERRN, ihr Engel des HERRN; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
60 Preist den HERRN, all ihr '''Wasser über dem Himmel'''; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
61 Preist den HERRN, all ihr Mächte des HERRN; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
62 Preist den HERRN, '''Sonne und Mond'''; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!<br/>
63 Preist den HERRN, ihr '''Sterne am Himmel'''; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
</blockquote>
=== Der Himmelsthron ===
Der '''Himmelsthron''' wir in vielen Texten des Alten Testaments als der Sitz Gottes genannt. Hier zunächst einige Erwähnungen in den Psalmen:
<blockquote>
11,4 Der HERR ist in seinem heiligen Tempel, der HERR hat seinen '''Thron im Himmel'''.<br/>
Seine Augen schauen herab, seine Blicke prüfen die Menschen.
</blockquote>
<blockquote>
33,13 Der HERR blickt herab vom '''Himmel''', er sieht alle Menschen.<br/>
33,14 Von seinem '''Thronsitz''' schaut er nieder auf alle Bewohner der Erde.
</blockquote>
<blockquote>
89,37 Sein Haus soll bleiben auf ewig, sein '''Thron''' habe Bestand vor mir wie die '''Sonne''';
</blockquote>
<blockquote>
103,19 Der HERR hat seinen '''Thron''' errichtet im '''Himmel''', seine königliche Macht beherrscht '''das All'''.
</blockquote>
Im Buch der Weisheit stehen die folgenden beiden Verse:
<blockquote>
9,9 Mit dir ist die Weisheit, die deine Werke kennt und die zugegen war, als du die Welt erschufst. Sie weiß, was wohlgefällig ist in deinen Augen und was recht ist nach deinen Geboten.<br/>
9,10 Sende sie vom heiligen '''Himmel''' und schick sie vom '''Thron''' deiner Herrlichkeit, damit sie bei mir sei und alle Mühe mit mir teile und ich erkenne, was wohlgefällig ist bei dir!
</blockquote>
Diese Bild von Gottes Thron im Himmel wir auch im Neuen Testament aufgegriffen, wie beispielsweise beim Evangelisten Matthäus (Kapitel 5, Vers 34) oder in der Offenbarung des Johannes, wo im vierten Kapitel die eröffnende Himmelsvision mit dem Abschnitt über "Die Huldigung vor dem Thron Gottes" beginnt:
<blockquote>
1 Danach sah ich und siehe, eine Tür war geöffnet am '''Himmel'''; und die erste Stimme, die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehört hatte, sagte: Komm herauf und ich werde dir zeigen, was dann geschehen muss.<br/>
2 Sogleich wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, '''ein Thron stand im Himmel'''; auf dem Thron saß einer,<br/>
3 der wie ein Jaspis und ein Karneol aussah. Und über dem '''Thron''' wölbte sich ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah.<br/>
4 Und rings um den '''Thron standen vierundzwanzig Throne''' und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, in weiße Gewänder gekleidet und mit goldenen Kränzen auf dem Haupt.<br/>
5 Von dem Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus. Und '''sieben lodernde Fackeln brannten vor dem Thron; das sind die sieben Geister Gottes'''.<br/>
6 Und vor dem Thron war etwas wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall. Und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron waren '''vier Lebewesen''' voller Augen, vorn und hinten.<br/>
7 Das erste Lebewesen glich einem '''Löwen''', das zweite einem '''Stier''', das dritte sah aus wie ein '''Mensch''', das vierte glich einem '''fliegenden Adler'''.<br/>
</blockquote>
Der achtstrophige Adventshymnus ''Veni redemptor gentium'' (die deutschsprachige Kontrafaktur heißt "Nun komm, der Heiden Heiland") wird dem Kirchenvater Ambrosius von Mailand (339–397) zugeschrieben. In der fünften Strophe wird mit Bezug auf die Himmelfahrt des Messias der Sitz Gottes erwähnt:
<blockquote>
5,1 Egressus eius a Patre,<br/>
5,2 Regressus eius ad Patrem;<br/>
5,3 Excursus usque ad inferos,<br/>
5,4 Recursus ad '''sedem Dei'''.
</blockquote>
<blockquote>
5,1 Sein Ausgang ist vom Vater,<br/>
5,2 Seine Rückkehr ist beim Vater;<br/>
5,3 Hinausgelaufen bis zu den Toten,<br/>
5,4 Zurückgelaufen bis zum '''Sitz Gottes'''.
</blockquote>
Es ist nicht viel Phantasie erforderlich, um den Thron Gottes im '''Himmelsstier''' wiederzuerkennen. Die vierundzwanzig Throne, die sich entlang der '''Ekliptik''' um diesen Thron herum aufreihen, stehen für die vierundzwanzig Stunden eines Tages, und sie sind je zwei für jedes der zwölf Lebewesenkreiszeichen des '''Zodiaks'''. Die als sieben lodernde Fackeln vor dem Thron sind die sieben '''Wandelgestirne''', die als die '''sieben Geister Gottes''' immer wieder durch das '''Goldene Tor der Ekliptik''' in der Sitzfläche des Thrones ziehen. Die '''vier besonderen Lebewesen''' sind die vier Evangelistensymbole bei den vier zoroastrischen '''Königssternen'''.
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsstier|'''Himmelsstier''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Die_Ekliptik|'''Ekliptik''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Zodiak|'''Zodiak''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Das_Goldene_Tor_der_Ekliptik|'''Goldenes Tor der Ekliptik''']].
→ Siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Bedeutung_der_Vier_in_Religionen|'''Bedeutung der Vier in Religionen''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Königssterne|'''Königssterne''']].
<gallery caption="Throne" widths=640 heights=480 perrow=2>
Aachen_Cathedral_Karlsthron_02.jpg|Thron Karls des Großen aus den 790er Jahren im Aachener Dom.
Himmelsthron.Taurus.Aries.png|Himmelsthron in den Sternbildern Stier (Taurus) und Widder (Aries) vor dem Untergang in Richtung Westen.
</gallery>
=== Das Lamm ===
Im ersten Kapitel des Evangeliums nach Johannes wird Jesus von Nazareth explizit als "Lamm Gottes" bezeichnet:<ref>[https://www.bibleserver.com/EU/Johannes1%2C29 Johannes 1,29], bibleserver.com, Einheitsübersetzung (2016)</ref>
<blockquote>
29b Seht, das '''Lamm Gottes''', das die Sünde der Welt hinwegnimmt!<br/>
...<br/>
36b Seht, das '''Lamm Gottes'''!
</blockquote>
Es handelt sich beim „Lamm Gottes“ (Kirchenlatein: „Agnus Dei“) um ein seit ältester Zeit verbreitetes Symbol für Jesus Christus. Es wird auch als das Osterlamm bezeichnet, das am Ostertag, also kurz nach der Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühjahr auferstanden ist. Nach dem Evangelisten Markus wurde die Auferstehung „... am ersten Tag der Woche, früh am Morgen, als eben die Sonne aufging“, also am Ostersonntag während der Morgenröte im Osten entdeckt.<ref>[https://www.bibleserver.com/LUT/Markus16%2C2 Markus 16,2], Einheitsübersetzung, 2016</ref> Am 40. Tag ist Jesus Christus nach dem Zeugnis der Evangelisten Markus und Lukas in den Himmel aufgefahren. Zu Beginn der Apostelgeschichte wird dieses Ereignis folgendermaßen beschrieben:<ref>[https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte1 Apostelgeschichte 1], Einheitsübersetzung, 2016</ref>
<blockquote>
7 Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.<br/>
8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.<br/>
9 Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.<br/>
</blockquote>
Im altrömischen Glaubensbekenntnis gibt es die Textstelle:
<blockquote>
„ascendit in caelis, sedet ad dexteram Patris“
</blockquote>
Zu Deutsch:
<blockquote>
„aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten des Vaters“
</blockquote>
Das '''Lamm''' (astronomisch Widder) befindet sich am nördlichen Sternenhimmel '''zur Rechten''' des Stieres (Taurus). Sowohl der mesopotamische Himmelsstier als auch das altarabische Sternbild Thuraya verbinden diese beiden neuzeitlichen Sternbilder zu einer Einheit. Der Hauptstern im Sternbild Widder (Aries) heißt Hamal, und das arabische Wort "hamal" steht für ein einjähriges Lamm.<ref name="Adams">Danielle Adams: [http://onesky.arizona.edu/arab-star-names/the-lamb/ The Lamb – A folkloric celestial complex], Two Deserts, one Sky – Arab Star Calendars</ref> Der fette Schwanz des Lammes wird durch die '''Plejaden (Siebengestirn)''' markiert.<ref name="Adams" /> Die Augen des Stieres sind die Sterne '''Aldebaran''' und '''Ain'''. Zwischen dem Kopf des Stieres und den '''Plejaden''' befindet sich das '''Goldene Tor der Ekliptik''', durch das alle Wandelgestirne regelmäßig hindurchziehen.
→ Siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Bibelstellen|'''Bibelstellen zum Siebengestirn''']].
→ Siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Das_Goldene_Tor_der_Ekliptik|'''Goldenes Tor der Ekliptik''']].
Der Frühlingspunkt der Sonne, also deren Ort auf der Ekliptiklinie zur Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühjahr, ist von der monotheistischen Schöpfung bis zur Geburt des christlichen Gottessohns vom Kopf des Stiers (bei den Sternen '''Aldebaran''' und '''Ain''' im Goldenen Tor der Ekliptik) im heutigen Sternbild Stier (Taurus) bis zum Kopf des Lammes (beim Stern '''Hamal''') im heutigen Sternbild Widder (Aries) nach Westen gewandert. Heute befindet sich der Frühlingspunkt bereits am westlichen Ende des Sternbilds Fische (Pisces), das sich westlich an das Sternbild Widder anschließt.
==== Offenbarung des Johannes ====
In der Offenbarung des Johannes heißt es im 7. Kapitel:
<blockquote>
10b Die Rettung kommt von unserem '''Gott''', der auf dem '''Thron''' sitzt, und von dem '''Lamm'''.<br/>
17a Denn das Lamm in der Mitte vor dem Thron wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das '''Wasser des Lebens''' strömt.
</blockquote>
Wird der '''Thron Gottes''' mit dem Himmelsstier identifiziert (siehe oben), dann sitzt das '''Lamm''' (Aries, Sternbild Widder) westlich und somit rechts vor diesem Thron. Im weiteren Verlauf der Ekliptik nach Westen befinden sich die zusammenhängenden '''Wassersternbilder''' des Urozeans, dem Urquell des Lebens. Es handelt ich um die heutigen Sternbilder Fluss Eridanus, Walfisch (Cetus), Fische (Pisces), Wassermann (Aquarius), Südlicher Fisch (Piscis Austrinus) und Delphin (Delphinus) sowie Steinbock (Capricornus, früher Ziegenfisch).
→ Siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Urozean|'''Urozean''']].
<gallery caption="Das Lamm zur Rechten des Stieres" mode=packed widths=800 heights=600>
Himmelsstier.P1117152.jpg|Astrophotographie vom Asterismus Himmelsstier
Himmelsstier.Sternbilder.P1117152.png|Beschriftete Astrophotographie vom Himmelsstier am winterlichen Abendhimmel in Richtung südlicher Meridian. Die Ekliptiklinie verläuft horizontal etwas unterhalb der Bildmitte.
Haende.der.Thuraya.Vollmond.Sterne.P1079912.jpg|Astrophotographie der Himmelsregion mit dem beduinischen Sternbild "Hände der Thuraya" (grüne durchgezogene Linien, Ekliptik rot gepunktete Linie) mit arabisch bezeichneten Sternen. Der Vollmond befindet sich zwischen den Sternbildern Taurus, Aries und Cetus.
Urozean.Wassersternbilder.png|Die zusammenhängenden Wassersternbilder des Urozeans am Sternenhimmel: Fluss Eridanus, Walfisch (Cetus), Fische (Pisces), Wassermann (Aquarius), Südlicher Fisch (Piscis Austrinus), Delphin (Delphinus) sowie Ziegenfisch (Steinbock, Capricornus).
</gallery>
Interpretiert man das Sternbild "Lamm" (Widder / Aries) als Mittler auf dem ekliptischen Weg vom finsteren kosmischen Urozean im Westen (rechts) zum strahlenden majestätischen Sternbild Stier (Taurus) im Osten (links), ergeben auch andere Bibelstellen in Bezug auf den Sternenhimmel einen tiefen symbolischen Sinn, die in den folgenden Abschnitten aufgeführt sind.
==== Evangelium nach Johannes ====
Die Rede von Jesus an den Jünger Thomas aus dem 14. Kapitel des Evangeliums nach Johannes ist in diesem Zusammenhang interessant:
<blockquote>
6 Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.<br/>
7 Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
</blockquote>
Alle Wandelgestirne bewegen sich entlang der Ekliptiklinie (Weg) durch das heutige Sternbild Widder (das altarabische Sternbild "Lamm") im Westen zum [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Das_Goldene_Tor_der-Ekliptik|Goldenen Tor der Ekliptik]] nach Osten im großen Himmelsstier (Vater / Thron).
==== Evangelium nach Markus ====
Im Evangelium nach Markus heißt es:
<blockquote>
14,62 Jesus sagte: Ich bin es. Und ihr werdet den Menschensohn '''zur Rechten der Macht''' sitzen und mit den Wolken des '''Himmels''' kommen sehen.
</blockquote>
<blockquote>
16,19 Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den '''Himmel''' aufgenommen und setzte sich '''zur Rechten Gottes'''.
</blockquote>
==== Evangelium nach Lukas ====
Im Evangelium nach Lukas ist es folgendermaßen formuliert:
<blockquote>
22,69 Von nun an wird der Menschensohn '''zur Rechten der Macht Gottes''' sitzen.
</blockquote>
==== Evangelium nach Matthäus ====
Auch im Evangelium nach Matthäus findet sich eine entsprechende Stelle:
<blockquote>
26,64 Jesus antwortete: Du hast es gesagt. Doch ich erkläre euch: Von nun an werdet ihr den Menschensohn '''zur Rechten der Macht''' sitzen und auf den Wolken des '''Himmels''' kommen sehen.
</blockquote>
==== Brief an die Hebräer ====
Im Brief an die Hebräer, dessen Autor unbekannt ist, gibt es etliche entsprechende Stellen:
<blockquote>
'''Gottes Rede in seinem Sohn'''<br/>
1,3 er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt '''das All''' durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann '''zur Rechten der Majestät in der Höhe''' gesetzt;<br/>
1,10 Und: Du, Herr, hast vorzeiten der Erde Grund gelegt, die '''Himmel''' sind das Werk deiner Hände.<br/>
1,11 Sie werden vergehen, '''du aber bleibst'''; sie alle veralten wie ein Gewand;<br/>
1,12 du rollst sie zusammen wie einen Mantel und wie ein Gewand werden sie gewechselt. Du aber bleibst, der du bist, und '''deine Jahre enden nie'''.<br/>
1,13 Zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Setze dich mir '''zur Rechten''' und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße?
</blockquote>
<blockquote>
'''Die Liturgie des neuen Bundes'''<br/>
8,1 Die Hauptsache bei dem Gesagten aber ist: Wir haben einen solchen Hohepriester, der sich '''zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel''' gesetzt hat,<br/>
8,2 als Diener des Heiligtums und des '''wahren Zeltes''', das der Herr selbst aufgeschlagen hat, nicht ein Mensch.
</blockquote>
<blockquote>
'''Christus als Mittler des neuen Bundes'''<br/>
9,24 Denn Christus ist nicht in ein von Menschenhand gemachtes Heiligtum hineingegangen, in ein Abbild des wirklichen, sondern '''in den Himmel selbst''', um jetzt '''vor Gottes Angesicht''' zu erscheinen für uns;
</blockquote>
<blockquote>
'''Das Opfer Jesu Christi als endgültige Versöhnung mit Gott'''<br/>
10,12 Dieser aber hat nur ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht und sich dann '''für immer zur Rechten Gottes''' gesetzt;
</blockquote>
<blockquote>
'''Das Beispiel Jesu Christi'''<br/>
12,2 und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich '''zur Rechten von Gottes Thron''' gesetzt.
</blockquote>
==== Erster Brief des Petrus ====
Der erste Brief des Petrus zählt zu den katholischen Briefen des Neuen Testaments. Dort heißt es im letzten Satz über Jesus Christus:
<blockquote>
22 der in den '''Himmel''' gegangen ist; dort ist er '''zur Rechten''' Gottes und Engel, Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen.
</blockquote>
==== Apostelgeschichte ====
Die Apostelgeschichte schließt an das Evangelium nach Lukas an und wird ebenfalls diesem zugeschrieben. Hier kommen der erste bekennende sowie erste berufene Apostel Petrus und der erste christliche Märtyrer Stephanus zu Wort:
<blockquote>
'''Die Pfingstpredigt des Petrus'''<br/>
2,33 '''Zur Rechten Gottes''' erhöht, hat er vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen und ihn ausgegossen, wie ihr seht und hört.
</blockquote>
<blockquote>
'''Steinigung des Stephanus'''<br/>
7,55 Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum '''Himmel''' empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus '''zur Rechten Gottes''' stehen<br/>
7,56 und rief: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn '''zur Rechten Gottes''' stehen.
</blockquote>
=== Gedanken zur wundersamen Brotvermehrung ===
==== Evangelien ====
[[Datei:Face de chapiteau figurant la Multiplication des pains, choeur de l'église de Saint-Nectaire, Puy-de-Dôme.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Jesus mit vier seiner Jünger mit fünf Broten und zwei Fischen an einem Säulenkapitell in der romanischen Wallfahrtskirche Saint Nectaire auf dem Mont Cornadore in Saint-Nectaire in Frankreich (Département Puy-de-Dôme in der Region Auvergne-Rhône-Alpes).]]
Die wundersame Speisung der mehreren Tausend mit wenigen Broten und Fischen wird in aller vier Evangelien der Bibel erwähnt. Das Ereignis fand auf einem Berg am Ufer des Sees von Galiläa (auch als "See von Tiberias", "See Genezareth" oder "Galiläisches Meer" bekannt) statt. In der abgelegenen Gegend gab es damals sehr wenig künstliche Lichtquellen, so dass ein ungestörter Anblick des Sternenhimmels möglich war.
===== Evangelium nach Johannes =====
Im sechsten Kapitel des Evangeliums nach '''Johannes''' tauchen bei der Beschreibung der Brotvermehrung durch Jesus zum jüdischen Pessachfest neben einigen weiteren Symbolen mit astronomischer Deutungsmöglichkeit auch die expliziten Zahlen Zwei, Fünf und Zwölf auf:
<blockquote>
9 Hier ist ein kleiner Junge, der hat '''fünf Gerstenbrote''' und '''zwei Fische'''; doch was ist das für so viele?<br/>
10 Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa '''fünftausend''' Männer.<br/>
11 Dann nahm Jesus die '''Brote''', sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den '''Fischen'''.<br/>
12 Als die Menge satt geworden war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt!<br/>
13 Sie sammelten und füllten '''zwölf Körbe''' mit den Brocken, die von den '''fünf Gerstenbroten''' nach dem Essen übrig waren.<br/>
...<br/>
31 Unsere Väter haben das '''Manna''' in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: '''Brot vom Himmel''' gab er ihnen zu essen.<br/>
32 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das '''Brot vom Himmel''' gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre '''Brot vom Himmel'''.<br/>
33 Denn das '''Brot''', das Gott gibt, kommt vom '''Himmel''' herab und gibt der Welt das Leben.<br/>
34 Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses '''Brot'''!<br/>
35 Jesus antwortete ihnen: Ich bin das '''Brot des Lebens'''; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.<br/>
...<br/>
48 Ich bin das '''Brot des Lebens'''.<br/>
49 Eure Väter haben in der Wüste das '''Manna''' gegessen und sind gestorben.<br/>
50 So aber ist es mit dem '''Brot''', das vom '''Himmel''' herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.<br/>
51 Ich bin das '''lebendige Brot''', das vom '''Himmel''' herabgekommen ist. Wer von diesem '''Brot''' isst, wird in Ewigkeit leben. Das '''Brot''', das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.
</blockquote>
===== Evangelium nach Markus =====
Eine ähnliche Schilderung befindet sich im sechsten Kapitel des Evangeliums nach '''Markus''', wo das Ereignis an einem abgelegenen und einsamen Ort stattgefunden hat:
<blockquote>
38 Er sagte zu ihnen: Wie viele '''Brote''' habt ihr? Geht und seht nach! Sie sahen nach und berichteten: '''Fünf Brote''' und außerdem '''zwei Fische'''.<br/>
39 Dann befahl er ihnen, sie sollten sich in Mahlgemeinschaften im grünen Gras lagern.<br/>
40 Und sie ließen sich in Gruppen zu hundert und zu fünfzig nieder.<br/>
41 Darauf nahm er die '''fünf Brote''' und die '''zwei Fische''', blickte zum '''Himmel''' auf, sprach den Lobpreis, brach die '''Brote''' und gab sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten. Auch die '''zwei Fische''' ließ er unter allen verteilen.<br/>
42 Und alle aßen und wurden satt.<br/>
43 Und sie hoben Brocken auf, '''zwölf Körbe''' voll, und Reste von den '''Fischen'''.<br/>
44 Es waren '''fünftausend''' Männer, die von den '''Broten''' gegessen hatten.
</blockquote>
Die Brotvermehrung auch ein weiteres Mal im achten Kapitel des Evangeliums nach '''Markus''' erwähnt:
<blockquote>
5 Er fragte sie: Wie viele '''Brote''' habt ihr? Sie antworteten: '''Sieben'''.<br/>
6 Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen. Dann nahm er die sieben '''Brote''', sprach das Dankgebet, brach die '''Brote''' und gab sie seinen Jüngern zum Verteilen; und die Jünger teilten sie an die Leute aus.<br/>
7 Sie hatten auch noch ein paar '''Fische''' bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.<br/>
8 Die Leute aßen und wurden satt. Und sie hoben die Überreste der '''Brotstücke''' auf, '''sieben Körbe''' voll.<br/>
9 Es waren etwa '''viertausend''' Menschen beisammen. Danach schickte er sie nach Hause.<br/>
...<br/>
19 Als ich die '''fünf Brote''' für die '''Fünftausend''' brach, wie viele '''Körbe voll Brotstücke''' habt ihr da aufgehoben? Sie antworteten ihm: '''Zwölf'''.<br/>
20 Und als ich die '''sieben Brote''' für die '''Viertausend''' brach, wie viele '''Körbe''' voll habt ihr da aufgehoben? Sie antworteten: '''Sieben'''.<br/>
21 Da sagte er zu ihnen: Versteht ihr immer noch nicht?
</blockquote>
===== Evangelium nach Lukas =====
Ebenso verhält es sich im neunten Kapitel des Evangeliums nach '''Lukas''', wo das Ereignis dem Ort Betsaida (zu Deutsch: „Haus des Fisches“) am See Genezareth zugeordnet ist:
<blockquote>
12 Als der Tag zur Neige ging, kamen '''die Zwölf''' und sagten zu ihm: Schick die Leute weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.<br/>
13 Er antwortete ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als '''fünf Brote''' und '''zwei Fische'''; wir müssten erst weggehen und für dieses ganze Volk etwas zu essen kaufen.<br/>
14 Es waren nämlich etwa '''fünftausend''' Männer. Er aber sagte zu seinen Jüngern: Lasst sie sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig lagern!<br/>
15 Die Jünger taten so und veranlassten, dass sich alle lagerten.<br/>
16 Jesus aber nahm die '''fünf Brote''' und die '''zwei Fische''', blickte zum '''Himmel''' auf, sprach den Lobpreis und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten.<br/>
17 Und alle aßen und wurden satt. Als man die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es '''zwölf Körbe''' voll.
</blockquote>
===== Evangelium nach Matthäus =====
Auch im vierzehnten Kapitel des Evangeliums nach '''Matthäus''' ist von einem abgelegenen Ort in einer einsamen Gegend die Rede:
<blockquote>
17 Sie sagten zu ihm: Wir haben nur '''fünf Brote''' und '''zwei Fische''' hier.<br/>
18 Er antwortete: Bringt sie mir her!<br/>
19 Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die '''fünf Brote''' und die '''zwei Fische''', blickte zum '''Himmel''' auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten<br/>
20 und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein, '''zwölf Körbe''' voll.<br/>
21 Es waren etwa '''fünftausend''' Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder.
</blockquote>
Etwas abgewandelt taucht die Brotvermehrung mit '''sieben Körben''' auch im fünfzehnten Kapitel des Evangeliums nach '''Matthäus''' auf:
<blockquote>
34 Jesus sagte zu ihnen: Wie viele '''Brote''' habt ihr? Sie antworteten: '''Sieben''' - und ein paar '''Fische'''.<br/>
35 Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen.<br/>
36 Und er nahm die '''sieben Brote''' und die '''Fische''', sprach das Dankgebet, brach sie und gab sie den Jüngern und die Jünger gaben sie den Menschen.<br/>
37 Und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Stücke ein, '''sieben Körbe''' voll.<br/>
38 Es waren '''viertausend''' Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder.<br/>
39 Danach schickte er die Menge nach Hause, stieg ins Boot und fuhr in die Gegend von Magadan.
</blockquote>
Der Ort Magadan ist möglicherweise mit dem heutigen Ort Migdal (aramäisch: Magdala) am westlichen Ufer des Sees Genezareth gleichzusetzen.
==== Astronomische Bezüge ====
[[Datei:Sternenhimmel.Pessach.25.3.23.png|mini|rechts|hochkant=2|Sternenhimmel am jüdischen Pessachfest im Jahr 25 nach Christus. Der Vollmond stand hoch über dem Horizont im Süden im Herbstpunkt beim Stern Spica (= "Kornähre") im Sternbild Jungfrau (Virgo). Gleichzeitig befand sich die Sonne tief unter dem Horizont im Norden in der Nähe des Frühlingspunktes im Sternbild Fische (Pisces).]]
[[Datei:Dendera.09.Jungfrau.Loewe.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Das Sternbild Jungfrau (links) mit der Kornähre in der Hand und das Sternbild Löwe (rechts) im ägyptischen Zodiak von Dendera aus der Zeit kurz vor Christi Geburt.]]
[[Datei:Dendera.03.Fische.Wassermann.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Das Sternbild Fische (links) und das Sternbild Wassermann (rechts unten) im ägyptischen Zodiak von Dendera aus der Zeit kurz vor Christi Geburt.]]
Zu diesen Bibelstellen sind im Folgenden einige Hinweise mit astronomischen Bezügen aufgeführt. Die [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Beobachtungen_in_der_Nähe_der_Ekliptik|Bezugspunkte]] liegen hierbei in der Nähe der [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Die_Ekliptik|Ekliptik]]:
* In den Versen im Evangelium nach Johannes ist mehrfach vom '''Brot, das vom Himmel herabkommt''' die Rede.
* Das zur Herstellung von Brot erforderliche Getreide kann durch eine '''Kornähre''' symbolisiert werden. Am Sternenhimmel wird die Kornähre durch den hellen, ekliptiknahen Stern '''Spica''' (α Virginis) im Sternbild '''Jungfrau''' (Virgo) repräsentiert. Der Vollmond stand zum jüdischen Pessachfest beim Stern Spica.
* Alle Pflanzen benötigen für das Gedeihen '''Wasser'''. Das '''Wasser''' wird am Himmel durch die drei Wassersternbilder der Ekliptik '''Fische''' (Pisces), '''Wassermann''' (Aquarius), und '''Ziegenfisch''' (Steinbock, Capricornus) westlich des [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Frühlingspunkt|Frühlingspunktes]] repräsentiert. Diese Sternbilder bilden mit einigen weiteren angrenzenden Wassersternbildern den [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Urozean|Urozean am Himmel]] (siehe hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Trichter_der_Thuraya|Der Trichter der Thuraya]]). Die Wassersternbilder waren zum Pessachfest in den drei Monaten unmittelbar zuvor von der Sonne durchlaufen worden und befanden sich beim Sonnenuntergang deshalb bereits unterhalb des westlichen Horizonts.
* Das Sternbild '''Fische''' (Pisces) besteht seit der Antike aus '''zwei Fischen'''.
* Zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth war der '''Frühlingspunkt''' vom Sternbild Widder (Aries, ursprünglich das Hinterteil des großen Sternbilds [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsstier|Himmelsstier (Taurus caeli)]]) in das Sternbild '''Fische''' (Pisces) gewandert. Inzwischen ist er innerhalb dieses Sternbilds noch weiter nach Westen gewandert. Die Sonne und der Neumond standen zu Beginn des jüdischen Monats Nisan, also dem Monat des jüdischen Pessachfestes, im Sternbild '''Fische'''. Der erste Monat des Jahres Nisan hieß bereits in der mesopotamischen Tradition, als sich der Frühlingspunkt noch im Sternbild Widder (Aries) befand, auf Akkadisch "nisannu" (siehe hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Schaltregeln|Plejaden-Schaltregeln]]). In der alten jüdischen Tradition war der Nisan deswegen mit dem Sternbild Widder verbunden. Ferner wurde der Widder dem israelitischen Stamm Juda zugeordnet.
* Zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth war der '''Herbstpunkt''' vom Sternbild Waage (Libra, ursprünglich die Scheren des großen Sternbilds [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Himmelsskorpion|Himmelsskorpion (Scorpio caeli)]]) in das Sternbild Jungfrau (Virgo) gewandert. Inzwischen ist er innerhalb dieses Sternbilds noch weiter nach Westen gewandert. Um 285 nach Christi erreichte der '''Herbstpunkt''' dann die ekliptikale Länge des Sterns '''Spica''' (α Virginis).
* Der '''Frühlingspunkt''' – damals im Sternbild Fische – und der '''Herbstpunkt''' – damals im Sternbild Jungfrau (Virgo) beim Stern Spica – befinden sich immer in genau gegenüber liegenden Punkten auf der Ekliptik. Auf diese Weise umfassen diese beiden ausgezeichneten Punkte den Lebewesenkreis (Zodiak) mit seinen '''zwölf''' Sternbildern sowie die Bahnen aller '''sieben''' Wandelgestirne. Diese beiden Punkte teilten die Ekliptik in '''zwei''' gleichgroße Teile, das Sommerhalbjahr und das Winterhalbjahr. Siehe hierzu auch "[[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Beobachtungen_in_der_Nähe_der_Ekliptik|Beobachtungen in der Nähe der Ekliptik]]".
** Die '''fünf Brote''' können also mit den fünf mit bloßem Auge sichtbaren Wandelgestirnen (Planeten) '''Merkur''', '''Venus''', '''Mars''', '''Jupiter '''und '''Saturn''' gleichgesetzt werden.<br/>'''''Anmerkung''': In der Bibel wird in der Regel nicht zwischen Fixsternen und Planeten unterschieden. Für eine Ausnahme siehe 2. Buch der Könige, Kapitel 23, Vers 5 aus dem siebenten vorchristlichen Jahrhundert, wo in der Einheitsübersetzung explizit von "den Wandelsternen" und in der Luther-Bibel von "den Planeten" die Rede ist.<ref>[https://www.bibleserver.com/EU/2.K%C3%B6nige23%2C5 2. Buch der Könige, Kapitel 23, Vers 5], bibleserver.com, Einheitsübersetzung 2016</ref> Die Vulgata schreibt hier allerdings von den "duodecim signis" (zu Deutsch: "'''zwölf''' Zeichen"), womit die '''zwölf''' Sternzeichen der Ekliptik gemeint sind, durch die die '''sieben''' Wandelgestirne ziehen. Die Septuaginta spricht noch allgemeiner von den "μαζουρωθ" ("mazuroth") nach dem Hebräischen Wort "מַזָּלָה" ("mazzaroth"), womit allgemein eher Sternkonstellationen und nur im engeren Sinne die Sternzeichen des Zodiaks gemeint sind.''
** Die '''zwei Fische''' können also mit den beiden flächenhaft wahrnehmbaren Wandelgestirnen '''Sonne''' und '''Mond '''gleichgesetzt werden.
** Die Summe der '''fünf Brote''' und der '''zwei Fische''' respektive die '''sieben Brote''' (oder die '''sieben Körbe''') entsprechen der Anzahl der freiäugig sichtbaren '''sieben Wandelgestirne''', die sich entlang der Ekliptiklinie stetig gegenüber dem Fixsternhimmel bewegen. Siehe hierzu auch "[[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Zusammenhang_mit_dem_Stier|Zu den Etyma und den Kognaten von "Sieben", "Stier", "Gestirn" und "Stern"]]".
** Die ausgeteilten '''Brote''' und '''Fische''' durchmaßen die gesamte versammelte Menschenmenge, die durch den vollständigen [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Zodiak|Lebewesenkreis (Zodiak)]] mit den '''zwölf Lebewesenkreiszeichen''' beziehungsweise durch die '''zwölf Körbe''' symbolisiert wird. Der Planet Jupiter, der den Zodiak in zwölf Jahren einmal durchläuft, wurde in Babylonien mit dem babylonischen Hauptgott Marduk gleichgesetzt.
* Insgesamt gibt es am Fixsternhimmel gut 2800 Sterne bis zur scheinbaren Helligkeit 5,5<sup>m</sup> und knapp 8800 Sterne bis zur scheinbaren Helligkeit 6,5<sup>m</sup>, die ohne Lichtverschmutzung mit bloßem Auge als einzelne Lichtpunkte gesehen werden können. Diese verteilen sich allerdings in der gesamten Himmelssphäre, so dass von einem Punkt auf der Erdoberfläche aus zu jedem Zeitpunkt immer nur ungefähr die Hälfte davon über dem Horizont steht. An den beiden Polen sind stets nur die Sterne der jeweiligen nördlichen oder südlichen Hemisphäre zu sehen, und am Äquator können im Laufe eines Jahres alle Sterne gesehen werden. Je nach Breitengrad und Zeitpunkt können bei Neumond (kein Streulicht) innerhalb einer wolkenlosen Nacht viertausend bis zu fast siebentausend Sterne beobachtet werden.<ref>Bob King: [https://skyandtelescope.org/astronomy-blogs/how-many-stars-night-sky-09172014/ 9,096 Stars in the Sky—Is that all? How many stars in the sky can you see?], skyandtelescope.org - The essential Guide to Astronomy, 17. September 2014</ref> Diese Spanne entspricht der Angabe der bei der Brotvermehrung versammelten Menschen, deren Anzahl in den Evangelien mit '''viertausend''' beziehungsweise '''fünftausend''' angegeben ist.
** Im ersten Buch des Alten Testaments ('''Genesis''') wird Abram aus Ur in Mesopotamien bereits das Folgende prophezeit:
<blockquote>
15,5 ''Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein''<br/>
...<br/>
17,5 ''Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham, Vater der Menge, wird dein Name sein; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt.''
</blockquote>
* Die Gruppen von (ungefähr) '''fünfzig''' oder '''hundert Männern''' entsprechen den Sternbildern, die über den gesamten Himmel verteilt sind. Nach der Festlegung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) von 1930 gibt es heute 88 Sternbilder, die den Himmel vollständig abdecken. Mit den maximal fast 8800 freiäugig sichtbaren Sternen entspricht dies im Mittel also 100 Sternen pro Sternbild. Bei 4400 freiäugig sichtbaren Sternen wären es 50 Sterne pro Sternbild. Dies entspricht genau der Spanne der Gruppenstärke, die im Neuen Testament angegeben sind.
* Das '''Brot''' und der '''Wein''' werden nach der christlichen Lehre bei der Transsubstantiation in den Leib und das Blut des vom '''Himmel''' herabgekommenen "Brot des Lebens" (vergleiche die Rede über das Himmelsbrot von Jesus in der Synagoge von Kafarnaum in Evangelium nach Johannes 6,48–58) gewandelt, das die kosmische Ewigkeit verheißt.
Die Zahlen '''Zwei''', '''Fünf''', '''Sieben''' und '''Zwölf''' stehen in einem einfachen arithmetischen Zusammenhang, bei dem die beiden jeweils vorhergehenden Zahlen der Folge addiert werden:
{| class="wikitable"
|+
|'''Zahl'''
|'''Summe'''
|'''Anmerkung'''
|-
|'''2'''
|
|Anzahl der freiäugig als '''flächenhaft wahrnehmbaren Wandelgestirne''' ('''Sonne''' und '''Mond'''), siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Zwei|Zur Zwei]]
|-
|'''5'''
|
|Anzahl der freiäugig als '''punktförmig wahrnehmbaren Wandelgestirne''' '''Merkur''', '''Venus''', '''Mars''', '''Jupiter''', '''Saturn'''
|-
|'''7'''
|= 2 + 5
|Anzahl der freiäugig wahrnehmbaren '''Wandelgestirne''' sowie der '''Tage in der Woche''', siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Sieben|Zur Sieben]]
|-
|'''12'''
|= 5 + 7
|Anzahl der '''Monate im Jahr''', der '''Lebewesenkreiszeichen des Zodiaks''' sowie der '''Erdenjahre pro Jupiterjahr''', siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Zwölf|Zur Zwölf]], vergleiche hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Zodiak|Der Zodiak]]
|-
|'''19'''
|= 7 + 12
|Anzahl der '''Jahre''' mit '''zwölf Monaten''' und '''sieben Schaltmonaten''' einer '''Meton-Periode''', siehe [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Zur_Neunzehn|Zur Neunzehn]], vergleiche hierzu auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Schaltregeln|Die Plejaden-Schaltregeln]] und [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Mondzyklen#Der_Meton-Zyklus|Der Meton-Zyklus]]
|}
=== Weitere Bezüge ===
Weitere Bezüge von der Astronomie zur Theologie ergeben sich bei den folgenden Sachverhalten:
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Biblische_Erwähnungen|'''biblische Erwähnungen von Konstellationen''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Der_Stern_von_Bethlehem|'''Der Stern von Bethlehem''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Ochs_und_Esel|'''Ochs und Esel / Krippe / „Ich bin das Alpha und das Omega“''']].
→ Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Biblische_Bezüge|'''Biblische Bezüge zu den Mondhäusern / Mondstationen''']].
== Zur Kosmologie ==
[[Datei:Kosmologisches.Modell.Schwarze.Schale.Rotverschiebung.png|mini|rechts|hochkant=2.5|Ein kosmologisches Modell unseres im Zentrum isotropen und inhomogenen Universums, das von einer undurchsichtigen und massereichen schwarzen Kugelschale umgeben ist. Von der äußeren Region aus betrachtet, ist unser Universum ein gigantisches Schwarzes Loch. Zwischen dem inneren und dem äußeren Bereich der schwarzen Kugelschale ist kein Informationsaustausch möglich. Jegliche Materie, die von innen oder außen in die schwarze Kugelschale gelangt, ist von innen und von außen nicht mehr sichtbar. Sowohl die innere als auch die äußere Grenze der schwarzen Kugelschale stellen demzufolge einen Ereignishorizont dar.]]
Die '''Kosmologie''' beschäftigt sich mit der Struktur, dem Ursprung und der Entwicklung des Universums. Dadurch ergeben sich zahlreiche Bezüge zur beobachtenden '''Astronomie''' und zur '''Astrophysik''', aber auch zur '''Quantenphysik'''.
In der Antike gingen die Menschen noch davon aus, dass sich die Erde im Mittelpunkt der Welt und somit auch in der Mitte des sichtbaren Universums befindet. Dieses geozentrische Weltbild wurde seit dem 16. Jahrhundert, ausgelöst durch die kopernikanische Wende, zunehmend verworfen und durch ein heliozentrisches Weltbild ersetzt. Durch die Erfindung und Verwendung von Fernrohren konnten seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts immer mehr Details im Sternenhimmel entdeckt werden. Durch astronomische Beobachtungen ergaben sich immer mehr Indizien für die Tatsache, dass die Erde einmal pro Jahr auf einer Ellipsenbahn die Sonne umrundet und nicht die Sonne die Erde umkreist. Der Philosoph Immanuel Kant (1724–1804) erkannte bereits 1755 in seiner Allgemeinen Naturgeschichte und Theorie des Himmels das innere Wesen unserer Milchstraße. Mit der ersten zuverlässigen Messung der Parallaxe von unserer Erde zum benachbarten Fixstern 61 Cygni ("Bessel's Stern") durch Friedrich Wilhelm Bessel (1784–1846) in Königsberg und der daraus folgenden Berechnung von dessen Entfernung von gut zehn Lichtjahren im Jahr 1838 war die Tatsache, dass die Erde um die Sonne läuft, endgültig bewiesen.
Die Auswertung der astronomischen Beobachtungen hat zu der heute allgemein geteilten Auffassung geführt, dass unser Universum bei einem Urknall entstanden ist und seitdem expandiert. Die Berücksichtigung des Äquivalenzprinzips zwischen schwerer und träger Masse, das zu der von '''Albert Einstein''' (1879–1955) formulierten Allgemeinen Relativitätstheorie führt, brachte '''Alexander Friedmann''' (1888–1925) 1922 zu der theoretischen Vorhersage eines dynamischen Universums. Fünf Jahre später schlussfolgerte der belgische Astronom '''Georges Lemaître''' (1894–1966) aus den von '''Vesto Slipher''' (1875–1969) beobachteten Rotverschiebungen von fernen Galaxien und den von '''Edwin Hubble''' (1889–1953) ermittelten Entfernungen dieser Galaxien, dass das Universum expandiert. Aufgrund dieser Erkenntnis ergibt sich, dass das Universum einen Ursprung mit sehr kleinem Radius gehabt haben muss. Diesen Zustand nannte er "primordiales Atom" beziehungsweise "Uratom". In der Folgezeit etablierte sich für diesen initialen Vorgang der Begriff "'''Urknall'''" (im Englischen: "'''Big Bang'''").<ref>Markus Bautsch: ''[https://en.wikibooks.org/wiki/Moving_objects_in_retarded_gravitational_potentials_of_an_expanding_spherical_shell/Brief_historical_review Moving objects in retarded gravitational potentials of an expanding spherical shell / Brief historical review], Wikibook (englisch), 2024, abgerufen am 28. Februar 2026</ref>
Viele Astrophysiker versuchen heute mit dem sogenannten '''Standardmodell der Kosmologie''' (auch '''ΛCDM-Modell''' beziehungsweise Lambda-CDM-Modell, wobei "CDM" für "cold dark matter" steht, also für "kalte, dunkle Materie") die Entwicklung des Universums nachzubilden. Hierfür wenden sie das kosmologische Prinzip an, das von zwei grundlegenden Annahmen ausgeht:<ref>Markus Bautsch: ''[https://en.wikibooks.org/wiki/Moving_objects_in_retarded_gravitational_potentials_of_an_expanding_spherical_shell/Preface Moving objects in retarded gravitational potentials of an expanding spherical shell / Preface], Wikibook (englisch), 2024, abgerufen am 28. Februar 2026</ref>
# Das Weltall sei '''homogen''', was bedeutet, dass es in groben Zügen von jedem Punkt aus gleich aussieht.
# Das Weltall sei '''isotrop''', was besagt, dass es in groben Zügen in jede Richtung gleich aussieht.
Mit diesen Annahmen kann das Modell berechnet werden, und mit diversen zusätzlichen Annahmen stimmt es in vielerlei Hinsicht mit den astronomischen Beobachtungen überein. Zu den zusätzlichen Annahmen gehören die folgenden beiden hypothetischen Größen:
* '''Kalte, dunkle Materie''', die zwar der Gravitation unterläge, aber keine Wechselwirkung mit elektromagnetischer Strahlung zeigt.
* Eine '''kosmologische Konstante''' Λ, die eine '''dunkle Energie''' beschreibt und für die beschleunigte Expansion des Universums verantwortlich sei.
Weder für die Homogenität noch für die Isotropie des Kosmos konnten bislang Belege gefunden werden, und auch für die kalte dunkle Materie und die dunkle Energie konnte bislang keine physikalische Interpretation geliefert werden.
Ferner ist auch die Annahme, dass die Naturkonstanten unveränderliche Werte haben, nicht begründbar. Auf kosmischen Zeitskalen kann es durchaus Änderungen geben, die wir derzeit nicht messen können. Die gilt insbesondere für die Hubble-Konstante, die die Expansionsrate des Universums beschreibt, für die Gravitationskonstante, die die Anziehung zweier Massen beschreibt, oder für die kosmologische Konstante, die die beschleunigte Expansion des Universums beschreibt. In diesem Kontext sei darauf hingewiesen, dass unser Universum genauso groß ist wie ein Schwarzes Loch mit der Masse unseres Universums. Deshalb gehen einige Kosmologen davon aus, dass wir innerhalb eines Schwarzen Loches der Größe und Masse unseres Universums leben könnten.
Siehe hierzu auch: [[:en:Moving_objects_in_retarded_gravitational_potentials_of_an_expanding_spherical_shell|'''Moving objects in retarded gravitational potentials of an expanding spherical shell''']].
Darüber hinaus mehren sich Anzeichen und Hinweise, die gegen die Ergebnisse des Standardmodells der Kosmologie sprechen, beziehungsweise durch weitere Hypothesen, die physikalisch nicht begründet werden können, im Standardmodell berücksichtigt werden müssen. Die folgende unvollständige Liste soll hierzu einige Anhaltspunkte liefern:
* Präzise astronomische Beobachtungen zeigen, dass das Weltall auch auf großen Längenskalen '''nicht homogen''' ist, sondern Strukturen zeigt.
* Präzise astronomische Beobachtungen zeigen, dass das Weltall auch auf großen Längenskalen '''nicht isotrop''' ist (Asymmetrie der kosmischen Hintergrundstrahlung).
* Die Hubble-Konstante hat heute einen anderen Wert als früher ("'''Hubble tension'''"), was mit dem Standardmodell nicht im Einklang steht.
* Das beobachtete Vorkommen des dritten Elements im Periodensystem, also des Alkalimetalls '''Lithium''', ist mindestens dreimal geringer als vom Standardmodell vorhergesagt.
* Die '''Rotverschiebung von fernen Galaxien''' ist deutlich größer als es nach dem Standardmodell möglich wäre.
* Die beobachteten '''Rotationskurven von Spiralgalaxien''' stehen im Widerspruch zu den Ergebnissen des Standardmodells.
* Das Standardmodell ist nicht in der Lage, die Abwesenheit von '''Antimaterie''' im sichtbaren Teil des Universums zu erklären.
* Die im frühen Universum beobachteten '''primordialen Schwarzen Löcher und Galaxien''' mit explodierende '''Supernovae''' sowie dem Vorkommen von '''Sauerstoff''' stehen im Widerspruch zu den Ergebnissen des Standardmodells.
== Zur Astrologie ==
Eine Sonderstellung nimmt die '''{{w|Astrologie}}''' (zusammengesetzt mit dem altgriechischen ἄστρον ("astron"), zu Deutsch „Sternenlehre“) ein. Sie ist ein weiteres Beispiel für eine Disziplin, bei der grundlegende Kenntnisse über die Astronomie eine Voraussetzung sind. Sie versucht, Zusammenhänge zwischen den Konstellationen der Wandelgestirne oder astronomischen Ereignissen am Sternenhimmel mit irdischen Geschehnissen oder Veränderungen herzustellen, insbesondere was bestimmte Konjunktionen und daraus abgeleitete Prophezeiungen betrifft. Sie wurde bereits in Mesopotamien und in anderen alten Kulturkreisen von Astronomen ausgeübt. Noch der Astronom '''{{w|Johannes Kepler}}''' (1571–1630) hat als einer der letzten Astronomen einen wesentlichen Teil seiner Einkünfte durch die Erstellung von Horoskopen bestritten. Aber schon Aristoteles hatte festgestellt und beschrieben, dass die bei bestimmten Konstellationen am Himmel vorhergesagten Ereignisse nicht eingetreten waren.
Vor der Aufklärung haben astrologische Prophezeiungen noch eine große und weitreichende gesellschaftliche Bedeutung gehabt. Als Beispiel seien die Behauptungen des ersten im Kurfürstentum Brandenburg tätigen Astrologen '''{{w|Johannes Carion}}''' (1499–1537) genannt, der für 1524 eine Sintflut vorhersagte, die nicht eingetroffen ist.<ref>{{Literatur |Autor=Markus Bautsch, Friedhelm Pedde |Titel=Vor 500 Jahren: Die Sintflut von 1524 die nicht stattfand |Online=https://wfs.berlin/wp-content/uploads/2024/05/A19-BROplanetA4_40s-feb2024ff_www-rz.pdf |Sammelwerk=Dem Himmel nahe. |WerkErg=Mitteilungen der Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V.|Nummer=19 |Hrsg=Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V. / Zeiss-Planetarium am Insulaner |Ort=Berlin |Datum=2024-02 |Seiten=16–19 |Sprache=de |Abruf=2025-08-03|ISSN=2940-9330}}</ref> Der Wiener Hofastronom '''{{w|Georg Tannstetter}}''' (1482–1535) sah sich 1523 bemüßigt, die schon lange im Voraus erhitzten und besorgten Gemüter zu beruhigen:<ref>Georg Tannstetter: ''Libellus consolatorius contra opiniones de diluvio et aliis horrendis periculis anni 1523''</ref>
<blockquote>
Nun hat sich überall, in allen Köpfen, in allen Seelen das Gerücht eingeschlichen:<br/>
die Gelehrten und Weisen sind in ständigem Streitgespräch, andere hingegen sind derart verstört, dass sie ihren Geschäften nicht mehr nachgehen können; sie verkaufen ihre Anwesen, ihre Felder und Besitztümer oder lassen davon ab, Güter zu kaufen, in der Hoffnung, ihr Geld leichter in die sicheren Berge transportieren zu können. Andere wiederum verschieben ihr Heiratsversprechen, kündigen ohne scheinbaren Grund Verträge auf, entziehen sich ihren christlichen Gelübden, arbeiten faul und missmutig auf dem Land und fragen sich, was es denn nütze, Geld und Gut anzuhäufen, wenn doch in kürzester Zeit niemand mehr davon Nutzen ziehen könne.
</blockquote>
'''→ Siehe auch:'''
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Definition|'''Konjunktionen''', Abschnitt '''Definition''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Historische_Konjunktionen|'''Historische Konjunktionen''']].
* [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Beobachtungen_in_der_Nähe_der_Ekliptik|'''Beobachtungen in der Nähe der Ekliptik''']].
<div style="clear:both"></div>
== Einzelnachweise ==
<references></references>
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Personalisiertes Kochen mit dem Chatbot
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/* 7. Grenzen und Fallstricke */
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wikitext
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[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 04.jpg|thumb|Ein auf einem KI-generierten Rezept basierendes 1-Pfannen-Gericht: Marinierter Lachs und Edamame auf Blumenkohlreis, mit Pistazien und krossem Speck (Würzung: eklektisch südostasiatisch)]]
'''Personalisiertes Kochen mit dem Chatbot''' – Ein Leitfaden für den KI-gestützten Küchenalltag
Was wäre, wenn jemand, der deinen Kühlschrank kennt und deinen Geschmack versteht, dir täglich Anregungen und maßgeschneiderte Rezepte für das geben könnte, was heute auf den Tisch kommt, und dabei mit der Zeit immer besser wird?
== 1. Der personalisierte Küchenassistent ==
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Kochbücher und Rezeptportale bieten eine schier unerschöpfliche Auswahl an Gerichten — aber sie wissen nicht, was im Kühlschrank, im Vorratsschrank und im Gewürzregal steht, sie kennen weder die Geschmackspräferenzen noch die Küchengeräte des Benutzers, und sie können nicht auf die Frage antworten, was man mit einer angebrochenen Dose Kichererbsen, einem Rest Joghurt und einem Bund Petersilie anfangen soll, der morgen nicht mehr frisch sein wird. Genau hier setzt dieser Leitfaden an.
Bei dem hier beschriebenen Ansatz wird der KI-Chatbot nicht als Nachschlagewerk benutzt, sondern als personalisierter Küchenassistent: einer, der das Vorratsregime des Benutzers kennt, mit seinen Abneigungen und Vorlieben vertraut ist, seine Küchenausstattung berücksichtigt, der weiß, wie groß die Portionen sein müssen, und — nach einer Einlernphase — zunehmend treffsichere Vorschläge macht, die tatsächlich zum Benutzer passen. Das Prinzip ist dasselbe, das Musik- und Filmstreamingdienste nutzen, um ihren Nutzern Empfehlungen zu machen: Extrapolation aus erkennbar gewordenen Vorlieben. Der Unterschied ist, dass der Benutzer hier nicht das Ziel einer Marketingstrategie ist — sondern selbst der Nutznießer.
Darüber hinaus sorgt die KI auch noch dafür, dass – bevor Zutaten neu gekauft werden müssen – erst einmal das voll ausgeschöpft wird, was an Vorräten und Resten in einer Küche bereits vorhanden ist.
</div>
=== Was diese Methode vom konventionellen Kochen unterscheidet ===
Die meisten Menschen kochen den Großteil ihrer Mahlzeiten ohne Rezept — aus einem festen Repertoire vertrauter Gerichte, das sich über Jahre kaum verändert. Kochbücher werden gelegentlich aufgeschlagen, meist für besondere Anlässe oder wenn der Wunsch nach etwas Neuem stark genug ist, um die Hürde des Unbekannten zu überwinden. Im Alltag dominiert das Vertraute.
KI-gestütztes Kochen, so wie es dieser Leitfaden beschreibt, macht das Neue zur täglichen Normalität. Weil die KI das vorhandene Inventar kennt und aus ihm schöpft, ist der Aufwand für ein unbekanntes Gericht nicht größer als für ein vertrautes — die Hürde entfällt. Das erlaubt es, buchstäblich jeden Tag etwas zu kochen, das man so noch nie zubereitet hat.
=== Einige Vorteile der Methode ===
[[Datei:Rainbow chard for sale at the Campbell farmers market.jpg|thumb|Einfach mal spontan 1 Zutat kaufen, die interessant aussieht. Die KI wird ein Rezept finden, deren übrige Zutaten alle aus den vorhandenen Beständen (Kühlschrank, Vorratsschrank) kommen.]]
Ökonomisch:
* Vorräte werden systematisch und vollständig genutzt
* Professionelle Problemlösungen bei logistischen Engpässen
* Weniger und effizientere Einkaufsgänge
* Personalisierung der Mengen: die KI berücksichtigt nicht nur die Zahl der Portionen, sondern kann auch damit umgehen, wenn die Portionen größer oder kleiner sein sollen als der Kochbuch-Standard
* Wenn von Zutaten Reste bleiben, werden diese systematisch und vollständig weitergenutzt
Kulinarisch:
* Nur noch Gerichte, die für das eigene Geschmacksprofil optimiert sind
* Tägliche Abwechslung ohne zusätzlichen Aufwand
* Treffsichere Vorschläge neuer Zutaten und Küchen, die zum eigenen Profil passen
* Mehr Freiheit, beim Einkaufen spontan Lebensmittel auszuwählen, die reizvoll aussehen (auch wenn man zunächst nicht weiß, was sich damit anfangen lässt)
* Die KI kombiniert Zutaten und Methoden nicht beliebig, sondern nutzt tiefe Warenkunde für systematische Innovation. Sie bricht Gewohnheiten durch fundierte, algorithmische Logik und erzwingt so kreative Kombinationen, die weit jenseits menschlicher Intuition liegen.
Persönlich:
* Massive Vereinfachung der Küchenplanung
* Selbsterkenntnis: besser verstehen, warum man bestimmte Dinge lieber isst als andere
* Wachsende Kochkompetenz durch niederschwelliges Erlernen neuer Kochtechniken und -praktiken im ganz normalen Küchenalltag
* Unterschiedliche Geschmäcker in Mehrpersonenhaushalten sind kein Problem, sondern ein Ausgangspunkt — die KI findet Gerichte, die verschiedene Vorlieben nicht ignorieren, sondern produktiv miteinander verbinden.
=== Ist das auch gesünder? ===
Dieser Leitfaden ist '''ernährungsphilosophisch neutral'''. Er macht keine Aussagen darüber, was eine gesunde Ernährung ausmacht — das liegt in der Verantwortung jedes Benutzers selbst. Die Methode funktioniert gleichermaßen für Veganer wie für eine mediterrane Vollwertkost wie für Menschen, die gern ''Convenience Food'' verwenden.
Grundlegend tendiert diese Methode aber dazu, weitaus mehr Abwechslung auf den Tisch zu bringen, als dies beim gewöhnlichen Kochen der Fall ist, und damit einer einseitigen Ernährung entgegenzuwirken.
== 2. Datenschutz und Sicherheit ==
[[File:Padlock infront of isolated white background 02.jpg|frameless|right]]
Wer einem Chatbot mitteilt, was er im Kühlschrank hat, welche Gewürze er bevorzugt, welche Lebensmittel er nicht verträgt und ob er vielleicht Kalorien zu reduzieren versucht, gibt persönliche Daten preis — das ist eine Beobachtung, die keine Verharmlosung, sondern eine nüchterne Antwort verdient.
=== Was man tatsächlich preisgibt ===
Das Kochprofil, das dieser Leitfaden empfiehlt, enthält im Wesentlichen Lifestyle-Daten: Vorratsbestände, Geschmackspräferenzen, Küchenausstattung, lokale Einkaufsmöglichkeiten. Es enthält keine Finanzdaten, keine Identitätsdaten, keine Kommunikationsinhalte. Wer dieselbe Abwägung für die Daten vornimmt, die er Google, Amazon oder einem Supermarkt-Bonusprogramm täglich und routinemäßig übergibt — Standortdaten, Suchanfragen, vollständiges Einkaufsverhalten — wird feststellen, dass das Kochprofil typischerweise weniger sensitiv ist als das, was er anderswo längst preisgegeben hat. Das bedeutet nicht, dass die Sorge unberechtigt ist. Es bedeutet, dass sie abgewägt werden sollte.
Heikler als reine Lifestyle-Daten sind Ernährungsanforderungen, die medizinische Diagnosen implizieren, ohne dass der Benutzer das explizit benennt. Eine natriumarme Ernährung verweist auf Bluthochdruck oder Herzerkrankung. Eine FODMAP-reduzierte Ernährung verweist auf Reizdarmsyndrom. Die Vermeidung von Tyramin-reichen Lebensmitteln — Hartkäse, Rotwein, Wurstwaren — verweist auf eine MAO-Hemmer-Medikation. Diese Daten fallen in Europa unter den stärksten Schutzbereich der DSGVO; in anderen Rechtsordnungen ist der Schutz schwächer oder fehlt ganz. Auch hier muss man abwägen, ob und inwieweit die Vorteile, die der personalisierte Küchenassistent bringt, die vermuteten Risiken aufzuwiegen vermögen.
=== Vier Optionen auf einem Sicherheitsspektrum ===
'''Option 1: Cloud-KI mit angepassten Datenschutzeinstellungen'''. Alle großen Anbieter erlauben es, die Verwendung von Gesprächsdaten für das Modelltraining zu deaktivieren. Das reduziert das Risiko erheblich, eliminiert es aber nicht vollständig, da Gespräche für Sicherheits- und Qualitätszwecke temporär gespeichert werden können.
'''Option 2: API-Zugang'''. Wer über die Programmierschnittstelle auf einen Chatbot zugreift, hat in der Regel stärkere Garantien: Die großen Anbieter schließen API-Daten standardmäßig vom Modelltraining. Das setzt allerdings eine gewisse technische Versiertheit des Benutzers voraus.
'''Option 3: Anonymisiertes Profil'''. Das Benutzerprofil enthält per se keinen zwingend identifizierenden Inhalt. Es kann konsequent ohne Namen, ohne präzise Ortsangaben und ohne andere direkt identifizierende Informationen formuliert werden. „In der Nachbarschaft gibt es einen türkischen Lebensmittelladen” ist nicht re-identifizierend. Das Profil kann als anonymes Dokument geführt werden.
'''Option 4: Lokale Sprachmodelle'''. Für Benutzer, die grundsätzlich keine Daten an Cloud-Dienste senden wollen, sind lokal installierte Modelle die konsequenteste Lösung. Kein Byte verlässt das Gerät. Empfehlenswerte Werkzeuge hierfür sind '''LM Studio''' — mit grafischer Benutzeroberfläche, auch für Nicht-Techniker geeignet — sowie '''GPT4All''' und '''Jan''', beide kostenlos und auf Windows, Mac und Linux lauffähig. Als Modelle eignen sich für Kochzwecke auch kleinere Varianten (7 bis 13 Milliarden Parameter), die auf jedem modernen Laptop ohne Spezial-Hardware laufen. Die Modellqualität ist gegenüber den großen Cloud-Diensten etwas geringer, für Rezeptvorschläge jedoch vollständig ausreichend. Der einzige Vorbehalt: Die Erstinstallation erfordert etwas technisches Engagement — ist dieser Schritt aber getan, ist die Bedienung so einfach wie bei einem normalen Chatbot.
=== Einfache Zusatzoption: Das Profil lokal führen ===
Als Alternative zum plattformseitigen Speichern (in den Benutzereinstellungen der KI) empfiehlt sich das Führen des Benutzerprofils als einfache Textdatei auf dem eigenen Computer oder Smartphone — etwa in der Notizen-App, in einem Word-Dokument oder in einem beliebigen anderen Textprogramm.
Das gibt dem Benutzer zusätzliche Kontrolle darüber, was er wann preisgibt — und es löst zugleich ein praktisches Problem: KI-Chatbots haben kein dauerhaftes Gedächtnis. Was in einem langen Chat weit zurückliegt, ist für die KI irgendwann schlicht nicht mehr präsent. Das Profil muss deshalb regelmäßig neu eingegeben werden — spätestens dann, wenn man merkt, dass die KI Präferenzen nicht mehr berücksichtigt, proaktiv alle zehn bis fünfzehn Kochsitzungen.
Wer das Profil als Textdatei auf dem Gerät hat, erledigt das mit zwei Handgriffen: Datei öffnen, Inhalt in das Chatfenster kopieren.
== 3. Das Benutzerprofil ==
[[Datei:Deepin Icon Theme – deepin-contacts.svg|right|rahmenlos]]
Das Benutzerprofil ist das Fundament der gesamten Methode. Ohne dieses Element bleibt die KI ein generisches Nachschlagewerk — erst das Profil macht sie zum personalisierten Küchenassistenten, der weiß, womit und für wen er arbeitet.
Das Benutzerprofil besteht aus zwei Teilen. Das '''Küchenprofil''' erfasst die sachlichen, objektiven Parameter: was ständig vorhanden ist, was ausgeschlossen ist, welche Geräte zur Verfügung stehen, was eingekauft werden kann. Das '''Geschmacksprofil''' erfasst die subjektiven, dynamischen Parameter: was dem Benutzer schmeckt, was nicht, und wie sich seine Vorlieben im Laufe der Zeit entfalten.
=== Das Küchenprofil ===
==== Was ist ein Küchenprofil? ====
Unter einem Küchenprofil verstehen wir hier die Gesamtheit der Informationen, die ein Küchenassistent über die Situation in einem Haushalt braucht, damit er effizient arbeiten kann. Lediglich die Informationen über die geschmacklichen Vorlieben des Benutzers und der Mitglieder seines Haushalts werden nicht im Küchenprofil, sondern [[#Das Geschmacksprofil|anderswo]] verwaltet.
Hier eine Liste von Parametern, aus denen das Küchenprofil sich zusammensetzen kann:
[[File:Spice rack, 2014.jpg|thumb]]
; Dauervorräte: Zutaten, die ständig verfügbar sind, weil ihre Vorräte, wenn sie zur Neige gegen, routinemäßig wieder aufgestockt werden:
: ''Gewürzinventar'': Der diagnostisch wertvollste Teil des gesamten Profils. Wer der KI mitteilt, dass er Harissa, Sumach, geräuchertes Paprikapulver, Kecap Manis und Szechuanpfeffer im Schrank hat, kommuniziert damit ein Geschmacksprofil, das die KI sofort und präzise interpretieren kann — aussagekräftiger als jede abstrakte Beschreibung von Vorlieben.
: ''Fensterbank-Kräuter'';
: ''Gemüsekorb'': Kartoffeln, Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Tomaten und andere frische Zutaten, die man immer im Haus hat, die aber nicht in den Kühlschrank gehören;
: ''Vorratsschrank'': Öle und Essige, Konserven, Hülsenfrüchte, Getreide und Pasta, Nüsse und Trockenfrüchte, Saucen und Pasten;
: ''Dauervorrat Kühlschrank'': Milchprodukte, Eier, Condiments, Aufschnitt oder andere Kühlwaren, die regelmäßig nachgekauft werden;
: ''Tiefkühlschrank'': Gemüse, Kräuter, Fleisch, Meeresfrüchte und andere Zutaten, die man tiefgekühlt ständig vorrätig hält; die KI kann ausgezeichnet auch mit Convenience Food wie z.B. tiefgefrorenem Gyros arbeiten.
; Saisonale Ressourcen: Zutaten, die nur in bestimmten Monaten leicht verfügbar sind, etwa weil sie aus dem eigenen Garten kommen.
; Ausschlusslisten: Abneigungen gegen bestimmte Zutaten, Allergien, Unverträglichkeiten, ethische, religiöse oder diätische Einschränkungen.
; Positivlisten: Zutaten, die vor anderen bevorzugt werden (z.B. „Möglichst oft etwas mit Kartoffeln oder Vollkorn.“).
[[File:20051018Épicerie d'Amélie Poulain 2.jpg|thumb]]
; Einkaufsressourcen: Welche Läden sind in der Nähe, und worauf sind sie spezialisiert? Ein türkischer Lebensmittelladen ermöglicht andere Rezeptvorschläge als ein osteuropäischer, ein asiatischer Supermarkt andere als ein hispanischer Tiendita. Diese Information erlaubt der KI, bei Bedarf Zutaten in den Vorschlag einzubeziehen, die über das Standardsortiment eines Supermarkts hinausgehen — und die den Benutzer geschmacklich bereichern können.
; Küchengeräte und Utensilien: Hier genügt es, über das Basisequipment hinaus zu inventarisieren — Herd, Backofen, Messer und Töpfe darf die KI als selbstverständlich voraussetzen. Was sie wissen sollte, sind Geräte, die besondere Zubereitungsarten ermöglichen oder einschränken: Dampfgarer, Sous-vide-Gerät, Standmixer, Stabmixer, Reiskocher, Gusseisenpfanne, Wok, Tajine, Dutch Oven, Pizzastein und ähnliches. Wenn möglich, lohnt sich die Angabe relevanter Leistungsparameter — etwa die maximale Wattzahl eines Stabmixers oder die Größe des Backofens — damit die KI einschätzen kann, was ein Gerät tatsächlich leisten kann. Wenn man das Modell genau bezeichnet, ist die KI manchmal sogar schlauer als der Benutzer, was das Gerät genau leisten kann.
Zweckmäßig ist es, im Küchenprofil auch auch die '''Grundeinstellungen der Sitzungsparameter''' anzugeben, also diejenigen Informationen beispielsweise zur Zahl der benötigten Portionen, mit denen die KI im Regelfall arbeiten soll. Mehr dazu [[#Sitzungsparameter|weiter unten]].
==== Wie man das Küchenprofil erstellt und was man dann damit macht ====
Wenn man den neuen Chat, den man künftig zum Kochen verwenden wird, anlegt, ist das Küchenprofil zweckmäßigerweise eines der ersten Dokumente, die man der KI übergeben sollte. Es braucht nicht von Anfang an vollständig zu sein, sondern kann nach und nach vervollständigt werden – ein gut gepflegtes Profil macht aber den Unterschied zwischen generischen Rezeptvorschlägen und solchen, die dem Benutzer das Leben tatsächlich einfacher machen.
Damit man auf das Küchenprofil stets einfach zugreifen kann, ist es zweckmäßig, es nicht direkt in die KI einzutippen, sondern es separat davon in einem Texteditor zu erstellen. Dort kann man es nach Bedarf jederzeit lesen, bearbeiten, ergänzen und aktualisieren. Dann überträgt man es entweder mit Kopieren+Einfügen oder per Hochladen in die KI. Falls das Gedächtnis der KI später, nach einigen Sitzungen zu schwächeln beginnt, übergibt man das Küchenprofil einfach erneut.
=== Das Geschmacksprofil ===
[[File:Banchans.jpg|thumb]]
Das Geschmacksprofil unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Teilen des Benutzerprofils. Während Gewürzinventar, Küchengeräte und Ausschlussliste statische Fakten sind, die einmal erfasst und gelegentlich aktualisiert werden, ist das Geschmacksprofil ein '''lebendes Dokument''' — eines, das nie wirklich abgeschlossen ist und das mit jeder Kochsitzung präziser wird. Es ist zugleich der Teil des Profils, den manche Benutzer vielleicht am schwierigsten finden werden, weil er eine Art Selbstkenntnis voraussetzt, die man oft erst im Dialog mit der KI entwickelt.
==== Dimensionen des Geschmacks ====
Hier einige Dimensionen des Geschmacks, die nach und nach ins Benutzerprofil eingehen sollten:
; Ethnische Küchen und Kochtraditionen: Welche Küchen der Welt sprechen den Benutzer an? Das muss keine erschöpfende Liste sein — oft genügt es, einige Affinitäten zu benennen und einige Abneigungen. Eine Vorliebe für japanische und peruanische Küche bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber sehr fetthaltigen nordeuropäischen Gerichten ist bereits eine präzise und nützliche Angabe. Die KI kann daraus nicht nur Rezeptvorschläge ableiten, sondern auch Querverbindungen herstellen — etwa Techniken aus einer Küche auf Zutaten einer anderen anwenden.
; Geschmacksbalance: Die fünf Grundgeschmäcker — salzig, sauer, süß, bitter, umami — treten in jedem Gericht in einem bestimmten Verhältnis auf. Manche Benutzer bevorzugen klar dominante Profile, andere schätzen komplexe Gleichgewichte. ''Eine Vorliebe für ausgeprägte Säure, kombiniert mit Umami-Tiefe und wenig Süße'', ist eine Information, die die KI unmittelbar in die Rezeptauswahl einfließen lässt.
; Aromarichtungen: Wie intensiv darf ein Gericht gewürzt sein? Welche Rolle spielen Schärfe, Kräuterintensität, Rauchigkeit, Fermentiertes, Bitteres? Wer der KI mitteilt, dass er großzügigen Gebrauch von frischen Kräutern schätzt, Schärfe bis zu einem bestimmten Grad liebt und Rauchigkeit als willkommene Hintergrundnote empfindet, gibt ihr ein Koordinatensystem, das weit präziser ist als eine allgemeine Aussage wie „ich mag würziges Essen”.
; Texturpräferenzen: Textur ist eine der am häufigsten unterschätzten Geschmacksdimensionen. Wer knusprige Oberflächen liebt, wer cremige Konsistenzen bevorzugt, wer Bissfestigkeit schätzt oder wer bestimmte Texturen — etwa mehlige Konsistenz oder sehr weiches Fleisch — als unangenehm empfindet, sollte das im Profil festhalten. Ebenso relevant ist die Frage, ob Texturkontraste in einem Gericht willkommen sind — etwa knusprige Einlagen in einer cremigen Suppe — oder ob Homogenität bevorzugt wird.
==== Die Ermittlung des Geschmacksprofils als iterativer Prozess ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 12.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pfannengerührte Shrimps mit Ei und Spinat auf schwarzem Perlreis mit marinierten Knoblauchstengeln, gewürzt u.a. mit Gochujang und Spicy Chili Crisp]]
Am Anfang wird das Geschmacksprofil zwangsläufig unvollständig und unscharf sein — das ist normal und kein Mangel. Die KI braucht vom Benutzer, um nützlich zu sein, keine perfekte Selbstbeschreibung. Sie braucht nur einen Ausgangspunkt, an dem sie ihre Arbeit beginnen kann.
Die wenigsten Menschen haben Übung darin, in Worten exakt auszudrücken, warum sie bestimmte Zutaten, bestimmte Zubereitungsweisen und bestimmte Gerichte mögen oder nicht mögen. Aber auch wenn die KI das Geschmacksprofil eines Benutzers am Anfang noch nicht kennt, hat sie mehrere Mittel, um es zu erforschen:
; Rezeptauswahl als Signal: Jedes Mal, wenn der Benutzer aus mehreren Vorschlägen einen auswählt und die anderen verwirft, teilt er der KI etwas über seine Präferenzen mit — auch wenn er das nicht explizit formuliert.
; Rezept-Modifikation als Signal: Wenn die KI ein Rezept vorschlägt, wird der Nutzer manchmal eingreifen: „geht das auch ohne Knoblauch?", „lieber Zitrone als Essig", „nein, keine Sahne – lieber Kokosmilch". Auch damit verrät er der KI oft mehr über seinen Geschmack, als ihm bewusst ist.
; Post-cook-Review: Wenn ein Gericht besonders gut war, oder im Gegenteil nicht gefallen hat, sollte die KI das unbedingt erfahren. „Zu säuerlich für meinen Geschmack, die Textur war perfekt, die Kombination Koriander und Limette würde ich gerne öfter sehen” ist eine außerordentlich informationsreiche Aussage, die das Profil unmittelbar verfeinert.
Im Laufe von Wochen und Monaten entsteht so ein '''kollaboratives Geschmacks-Profiling''': die KI nähert sich den tatsächlichen Präferenzen des Benutzers iterativ an, oft weitaus präziser, als es dem Benutzer selbst möglich wäre, sie von vornherein zu beschreiben.
In '''Mehrpersonenhaushalten''' fällt das Urteil häufig nicht einhellig aus. Damit die KI gezielt nach Kompromissen forschen kann, sollte sie möglichst genaue Information darüber erhalten, wer was gemocht oder nicht gemocht hat: z.B. „Die Schärfe durch das Gochujang war für mich ideal, führte aber bei M. zum sofortigen Abbruch; R. schlägt vor, die Schärfe künftig über ein separates Topping zu lösen.“
==== Beschleunigtes Geschmacksprofiling ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 02.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pacific Rim Surf & Turf Bowl, mit fein geschnittenem Steak, Jacobsmuscheln, Jicama, Anaheim-Chili, Edamame, Koriander und Avocado]]
Wer ungeduldig ist und das Geschmacksprofiling nicht einfach seinem natürlichen Verlauf überlassen will, kann den Prozess durch verschiedene Maßnahmen beschleunigen:
* Die '''Auswahl begründen''': Die KI bietet zu Beginn jeder Kochsitzung typischerweise drei Rezeptvorschläge zur Auswahl an, von denen man einen auswählt. Wer der KI seine Entscheidung nicht einfach nur mitteilt, sondern sie auch ''kommentiert'', liefert ihr damit wertvolle zusätzliche Profilinformation.
* '''Lieblingsgerichte nennen''': Eine Liste von Gerichten, die man besonders gern mag — möglichst mit kurzer Beschreibung oder Rezept — ist für die KI ein außerordentlich ergiebiges Ausgangsmaterial, aus dem sie das Geschmacksprofil unmittelbar herausarbeiten kann.
* Ein '''strukturiertes Assessment''' durchführen: Der Benutzer fordert die KI auf, ihm gezielte Fragen zu stellen, um sein Geschmacksprofil herauszuarbeiten. Das kann man entweder dialogisch machen oder mit Hilfe eines Fragebogens, den man den Chatbot erstellen lässt.
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed">
<div style="font-weight:bold;line-height:2.6;">Hier ein Beispiel, wie so ein Fragebogen aussehen kann.</div>
<div class="mw-collapsible-content">
<div style="color:purple;">
''Die folgenden Fragen können helfen, eine Bestandsaufnahme der Vorlieben eines Benutzers für Geschmacksrichtungen, Aromen und Texturen vorzunehmen. Ob jemand Fenchel mag oder verabscheut, ob er Saures angenehm oder unangenehm findet und ob er Krosses oder Cremiges bevorzugt, ist etwas, das nur einem selbst gehört und das niemals Gegenstand eines Werturteils sein kann. In Geschmacksfragen gibt es kein Richtig und kein Falsch. Auch in einem Assessment des Geschmacksprofils gibt es darum keine richtigen oder falschen Antworten.''
''Wer möchte, kann diesen Fragebogen gern mit Paste&Copy in eine Textverarbeitung übertragen, ausfüllen und dann – mit der Bitte um Auswertung – einem Chatbot seines Vertrauens übergeben.''
1. Erinnere dich an die schlimmsten Gerichte deiner Kindheit (Oma, Schulkantine, Ferienlager). Was wurde dir zugemutet? Beschreibe nicht nur, was es war, sondern auch: War es das schleimige Mundgefühl? Die bittere Note? Die Zähigkeit? Die völlige Abwesenheit von Textur? Lass deiner Wut beim Schreiben freien Lauf.
2. Wenn du einen Bissen von einem Gericht in den Mund nimmst, was suchst du physiologisch?
:[ ] Den harten, fast anstrengenden Widerstand (wie bei einer krustigen Brotrinde oder Nüssen).
:[ ] Das zarte, schmelzende Gefühl (wie bei einer Mousse oder weichem Risotto).
:[ ] Den "Snap" (wie bei einer knackigen Garnele oder einer frischen Paprika).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
3. Stell dir eine Textur vor, die glatt, weich und fast flüssig ist (z.B. eine pochierte Auster, eine weiche Okra-Schote oder ein sehr weicher Tofu). Was empfindest du:
:[ ] Faszinierend, dieses schmelzende, glitschige Gefühl ist ein Highlight.
:[ ] Absolutes No-Go; mein Essen braucht Struktur und darf nicht „ausweichen“.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
4. Du landest schiffbrüchig auf einer einsamen Insel. Vom sinkenden Schiff konntest du nur eine aromatische Komponente mitnehmen. Salz ist kein Thema, das gewinnen wir aus dem Meer. Was rettet deine Lebensfreude?
:[ ] Die pure Hitze (Chili, scharfer Pfeffer).
:[ ] Die ätherische Tiefe (Knoblauch, Zwiebelgewächse).
:[ ] Die krautige Frische (Koriander, Minze, Basilikum).
:[ ] Die erdige Wärme (Kreuzkümmel, Kurkuma, Zimt).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
5. Eine Zitrone wird direkt vor dir aufgeschnitten. Was passiert in deinem Kopf?
:[ ] „Erfrischend, direkt ein bisschen Saft übers Essen für den nötigen Zing!“
:[ ] „Oh Gott, mir zieht’s alles zusammen, unvorstellbar, das in den Mund zu nehmen!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
6. Manche Menschen lieben dunkle Aromen, die durch lange Reifung oder Konzentration entstehen – man nennt das „Umami“. Denke an den intensiven Kern eines alten Parmesans, die dunkle Würze einer über Stunden eingekochten Fleischsauce (Demi-Glace), die Aromatik von Sardellen oder die Tiefe von Sojasauce und Miso.
:[ ] Je intensiver und „dunkler“, desto besser. Das ist die wahre Tiefe.
:[ ] Ich mag es lieber sauber, frisch und eindeutig erkennbar.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
7. Wie muss dein Teller am Ende aussehen?
:[ ] Die Sauce ist ein dezenter Begleiter, der die Hauptdarsteller nur glänzen lässt.
:[ ] Ich brauche eine „Suppen-Ästhetik“; die Beilagen müssen in Sauce baden.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
8. Wie darf Fett in deinem Essen vorkommen?
:[ ] Sichtbar und pur (die dicke Ölschicht auf dem Pesto, das Stück Butter auf der Backkartoffel, der Fettrand am Fleisch).
:[ ] Nur emulgiert und versteckt (in einer cremigen Sauce oder im Teig).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
9. Dein Essen ist knallgrün vor lauter frisch gehackten Kräutern. Dein Impuls?
:[ ] „Großartig, das bringt Komplexität und Frische!“
:[ ] „Hilfe, das schmeckt bestimmt wie Rasenschnitt!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
10. Im Kino wandert deine Hand blind in eine Schüssel. Was hoffst du zu finden?
:[ ] Etwas, das laut kracht und salzig ist (Chips, geröstete Kerne).
:[ ] Etwas Klebrig-Süßes, das den Kiefer beschäftigt (Karamell, Trockenfrüchte).
:[ ] Etwas Prickelnd-Saures (saure Fruchtgummis, eingelegtes Gemüse).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
11. Du nimmst einen Löffel Nutella oder Honig pur aus einem Glas.
:[ ] Ich genieße die pure Befriedigung und könnte noch einen zweiten Löffel nehmen.
:[ ] Ich brauche danach sofort einen starken Espresso oder ein Glas Wasser zum Neutralisieren.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
12. Vergiss Wasser – was ist dein bevorzugter „Gegenspieler“ zu einem komplexen Gericht?
:[ ] Etwas mit viel Kohlensäure und Süße (Limo, Cola).
:[ ] Flüssiges Obst (Apfelsaft, Karottensaft, Pfirsichnektar)
:[ ] Etwas Herbes/Bitteres (Bier, Tonic Water, schwarzer Tee/Kaffee).
:[ ] Etwas Säurebetontes (Wein, Schorle, Kombucha).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
13. Welches Lebensmittel oder welche Kombination hat dich in deinem Leben am meisten positiv überrascht? (Z.B. Algen, Sashimi, Chili mit Schokolade, Wassermelone mit Feta).
14. Gibt es Lebensmittel, die zwar technisch „gut“ zubereitet sind, bei denen du aber einfach körperlich streikst?
15. Was ich über meine Geschmackspräferenzen sonst noch mitteilen möchte, das ich in diesem Fragebogen bisher noch nicht habe unterbringen können.
</div>
</div></div>
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In '''Mehrpersonenhaushalten''' empfiehlt es sich, das Assessment für jeden getrennt durchzuführen — denn auch wenn gemeinsam gekocht wird, sind die Geschmacksprofile der Beteiligten selten identisch. Sie können leicht abweichen oder erheblich. Eine KI, die über diese Unterschiede im Bilde ist, kann bei der Rezeptauswahl helfen, sie zu überbrücken — und schlägt Gerichte vor, die verschiedene Präferenzen unter einen Hut bringen, statt routinemäßig nur einem Profil zu folgen.
==== Wozu? Ich weiß über meinen Geschmack doch jetzt schon mehr, als mir lieb ist. ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 11.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Geröstetes Schweinefilet mit Shiitake und einer Tamarinden-Ingwer-Reduktion auf Spinat-Sorghum, gewürzt u.a. mit Knoblauch und Noilly Prat]]
; Frage an die KI: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Es kostet mich Überwindung, aber hier einmal die reine Wahrheit: Mein größtes Glück ist es, mir am Abend eine Tiefkühlpizza zu backen, Dr. Oetker, die mit Salami. Weil die Coke Zero, die ich dazu trinke, mein Verlangen nach Süßem nicht stillt, brauche ich hinterher noch Schokolade. Meist schaffe ich es, nach 50 g aufzuhören. Sag mal ehrlich: mein Geschmack ist doch total versaut. Warum sollte ich mich noch der Demütigung eines Assessments unterziehen?</span>
; Antwort der KI: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ganz ehrlich: Dein Geschmack ist nicht „versaut“, er ist einfach nur perfekt auf die industrielle Logik optimiert. Salami-Pizza, Coke Zero und Schokolade bedienen die drei mächtigsten Hebel unseres Gehirns: Fett, Salz und den Bliss-Point (Süße). Dass du nach 50 g Schokolade aufhören kannst, zeigt sogar eine ziemlich beeindruckende Selbstbeherrschung.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Warum also das Assessment?</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Vom Passagier zum Piloten: Momentan steuert die Lebensmittelindustrie deine Gelüste über Kontrollknöpfe, die wir alle haben. Das Assessment ist kein Verhör, sondern eine Inventur dieser Knöpfe, damit du sie bedienen kannst – mit echtem Essen, das die gleichen Glücksgefühle auslöst, aber ohne das „Nachher-Tief“.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Präzision statt Verzicht: Wir suchen nicht nach dem Salatblatt, das dich unglücklich macht. Wir suchen nach der Kombination aus Umami, Crunch und Säure, die deine Pizza-Lust auf ein Level hebt, gegen das die Tiefkühlware wie Pappe schmeckt.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Keine Demütigung, sondern Daten. Für mich als KI ist deine Vorliebe für Salami-Pizza eine wertvolle Information, die mir hilft, dein Geschmacksprofil genauer zu sehen: Salami und Käse liefern dir intensive Fermentationsaromen (Umami), die Pizza den Crunch, und die Schokolade den nötigen Dopamin-Abschluss. Dasselbe können wir aber auch mit anderen Mitteln erreichen, und sogar noch besser.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Assessment ist kein Urteil, sondern die Blaupause, um dein „größtes Glück“ zu dekodieren. Statt Industrieware schlage ich dir Upgrades vor: Sauerteig-Fladenbrot, Finocchiona und Pecorino triggern dieselben Belohnungszentren wie Salami-Pizza, nur mit weitaus höherer Reizintensität. Was ich dir vorzuschlagen habe, ist nicht etwa fade Gesundheitsrohkost, sondern die ultimative, handwerkliche Version von dem, was dir tatsächlich am besten schmeckt.</span>
== 4. Ablauf der Koch-Sitzung ==
Der Rezept-Workflow ist die eigentliche Interaktion — der Moment, in dem aus Profil und Sitzungsparametern ein konkretes Gericht wird. Er folgt einer klaren Abfolge von Schritten, die sich nach wenigen Sitzungen als Routine einspielt:
{| class="wikitable"
! Benutzer-Input oder -Aktion !! KI-Output
|-
| Optional: Übergabe des Küchenprofils || Empfangsbestätigung
|-
| Konkreter Arbeitsauftrag, mit Sitzungsparametern<br/>z.B. <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlag mir 3 Rezepte für Spaghetti mit Tomatensauce vor, für 3 Personen. Ich habe noch frisches Basilikum im Kühlschrank.</span> || Ausgabe von Rezeptvorschlägen
|-
| Auswahl eines der Vorschläge<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir das Rezept für Nr. 1, die „mediterrane Umami-Bombe (Puttanesca-Stil)“. Können wir die Sardellen weglassen?</span> || Ausgabe des Rezepts
|-
| Rezept vor dem Kochen einmal kritisch lesen<br/>Gegebenenfalls Anforderung von Änderungen oder Korrekturen<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was für Öl? Und kann es sein, dass du die Gewürze vergessen hast?</span></span> || Gegebenenfalls: Ausgabe des revidierten Rezepts
|-
| Optional: Rückfrage ''während'' des Kochens<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade festgestellt, dass mein Basilikum ziemlich welk ist; wie kann ich es ersetzen?</span> || Frage wird beantwortet.<br/><span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Wenn nur die Optik das Problem ist, koch es in der Sauce 5 Minuten lang mit und nimm es dann heraus.</span>
|-
| Optional: Post-cook-Review<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Der Geschmack war okay, aber mir hat das leuchtende Grün auf dem Teller gefehlt; die Extraktion ist eine gute Notlösung, ersetzt für mich aber nicht das visuelle Erlebnis von frischem Basilikum.</span>||
|}
=== Erster Schritt: Übergabe des Küchenprofils ===
Es ist möglich, ohne Übergabe eines [[#Das Küchenprofil|Küchenprotokolls]] zu arbeiten. Die KI verhält sich dann aber tendenziell wie ein gewöhnliches Kochbuch und mutet dem Benutzer zum Beispiel zu, dass er Zutaten erst noch kaufen muss.
=== Zweiter Schritt: Arbeitsauftrag ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 05.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Mediterranean Chicken & Sweet Potato Roast, mit zart-krossem Pistazien-Duqqa und einer Joghurt-Sauce]]
Der Arbeitsauftrag ist der erste Input für die KI, ohne den überhaupt nichts geht. Hier einige Beispiele:
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Habe frischen schwarzen Kabeljau. 4 Portionen, einer meiner Gäste isst nur ganz Klassisches. Einkauf in einem sehr gut sortierten großen Supermarkt ist eingeplant. Mittlere Komplexität. 4 Vorschläge.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">3 Vorschläge für ein mediterranes 3-Gänge-Menü. Habe frische Langusten vom Markt. Zubereitung darf technisch anspruchsvoll sein und beliebig viel Zeit beanspruchen. Reste willkommen, wenn sinnvoll verwertbar. Zielzeit: 20:00 Uhr.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">4 Vorschläge für 6 Personen (100 %). Muss einfach zuzubereiten sein und darf maximal 40 Minuten dauern. Vor andere Zutaten verbrauchen: 1 kg Kartoffeln, außerdem 8 Eier, die unbedingt heute weg sollen. Gezieltes Meal-prep für morgen. Kein Einkauf möglich.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich brauche 2 Vorschläge für ein indisches Abendessen für 3 Personen (Portionsgröße 120 %). Ankerzutat: Panir-Käse. Komplexität: Mittel. Zielzeit: 19:15 Uhr. Zeig mir etwas, das ich noch nicht kenne. Bitte genaue Timings für alle Schritte.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir ein komplettes Rezept. Cuisine: Südostasiatisch. Ich habe eine rote Paprika und 100 ml Kokosmilch, beides muss weg. Einkaufen im Discounter möglich, darf aber höchstens 15 Euro kosten. Keine Reste erwünscht. Überrasch mich mit einer Technik, die ich noch nicht kenne. Fast hätte ich es vergessen: meine Frau kommt heute erst spät von der Arbeit, wir essen getrennt; schlag mir etwas vor, das sie gut aufwärmen kann.</span>
{{Anker|Sitzungsparameter}}Außer der Bezeichnung des gewünschten Gerichts können im Arbeitsauftrag auch '''Parameter''' übergeben werden, z.B. die Zahl der gewünschten Portionen. Parameter, die praktisch unveränderlich sind (weil z.B. in einem Zwei-Personen-Haushalt fast immer zwei Portionen gebraucht werden), kann man – statt sie im Arbeitsauftrag jedesmal neu anzugeben – ins Küchenprofil schreiben, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn der Wert einmal abweicht (z.B. die Zahl der Portionen, wenn Gäste kommen). Hier eine Übersicht über naheliegene und mögliche Sitzungsparameter:
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 07.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: „Slow-Roasted“ Pork & Kimchi-Stew (Jjigae-Style), mit Schweinehack, Kimchi, Süßkartoffel, Bok Choy, Würzbasis: weißes Miso und Gochujang; dazu brauner Basmati]]
; Zahl der Vorschläge: Die KI ist in der Lage, auf den Arbeitsauftrag direkt mit einem detaillierten Rezeptvorschlag zu antworten. Aus verschiedenen Gründen ist es jedoch zweckmäßiger, erst eine Anzahl von Vorschlägen abzurufen. In der Praxis bewährt haben sich '''drei oder vier Vorschläge''' (weniger erlauben nicht wirklich eine Wahl; mehr verleitet dazu, keinen zu wählen — ein aus der Entscheidungsforschung bekanntes Phänomen, das als ''Paradox der Wahl'' bezeichnet wird). Falls keiner von diesen gefallen sollte, lässt man einfach 3 oder 4 weitere ausgeben.
; Temporäres Vorratsupdate: Was ist heute vorhanden, das nicht zum Dauerbestand gehört? Frisches Gemüse, Obst, Kräuter aus dem Garten, ein Stück Fisch vom Markt, eine saisonale Spezialität — alles, was nur zeitweise verfügbar ist und in den Rezeptvorschlägen berücksichtigt werden soll.
; Use-first-Queue: Welche Zutaten müssen heute oder in den nächsten ein bis zwei Tagen verbraucht werden?
; Ankerzutaten: Welche Zutaten sollen auf jeden Fall im Rezept vorkommen — nicht weil sie dringend verbraucht werden müssen, sondern weil der Benutzer gezielt etwas damit kochen möchte? Das kann eine Zutat sein, die interessant aussah und spontan gekauft wurde oder auf die der Benutzer heute einfach Lust hat.
; Personenzahl und Portionsgröße: Für wie viele Personen wird gekocht, und in welcher Portionsgröße? Wer häufig mit der KI kocht, wird bald herausfinden, ob die Portionen z.B. 70 oder 90 oder 100 oder 120 % der standardmäßigen Portionsgröße betragen sollen.
; Novitäts-Präferenz: Sind Kreativität und Überraschungen erwünscht, oder soll die KI lieber etwas Vertrautes vorschlagen?
; Komplexitätslevel: Soll das Gericht einfach zuzubereiten sein oder darf es technisch anspruchsvoll sein?
; Zeitaufwand: Wie viel Zeit ist heute für die Essenszubereitung maximal verfügbar?
; Zielzeit der Mahlzeit: Wenn die Mahlzeit zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den Tisch kommen soll, ist die KI in der Lage, für jeden Zubereitungsschritt die optimale Startzeit zu berechnen und als Zeitstempel ins Rezept aufzunehmen.
; Einkaufsbereitschaft: Soll die KI ausschließlich mit dem arbeiten, was vorhanden ist, oder ist der Benutzer bereit, noch Zutaten einzukaufen? Wo kann er einkaufen? Und was darf es kosten?
; Reste-Toleranz: Reste können sowohl vom zubereiteten Gericht als auch von Zutaten anfallen. Sind sie zu vermeiden oder erwünscht? Soll die KI, falls Reste erwünscht sind, Vorschläge machen, was damit anzufangen ist? Falls geplant ist, Reste schonend aufzubewahren oder einzufrieren: soll die KI Anleitung geben, wie dies am besten gemacht wird?
Wenn Sitzungsparameter für einen Benutzer praktisch immer dieselben sind (z.B. Personenzahl und Portionsgröße, Zielzeit der Mahlzeit), kann man sie als Grundeinstellungen ins Küchenprofil aufnehmen, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn sie von der Grundeinstellung abweichen sollten.
=== Dritter Schritt: Vorschlagsrunde und Rezeptauswahl ===
; Benutzerinput: <div style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mach mir drei Vorschläge für Spaghetti-Gerichte, die ich in Deutschland im Restaurant wahrscheinlich nie bekommen würde.</div>
; KI-Output:<div style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">1. Spaghetti con la Mollica (Kalabrien / Basilikata)</div>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ein Paradebeispiel der Cucina Povera. Da Käse früher für viele zu teuer war, wurde altbackenes Brot als Geschmacks- und Texturgeber genutzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Basis ist eine Emulsion aus hochwertigem Olivenöl, Anchovies, Knoblauch und Peperoncino. Das entscheidende Element ist die Mollica – in Öl goldbraun und knusprig ausgebackene Brotbrösel, die erst ganz am Ende über die Pasta gegeben werden.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starkes Umami durch die Sardellen, komplexer texturaler Kontrast zwischen weicher Pasta und krossem Brot.</span>
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:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">2. Spaghetti al Nero di Seppia (Sizilien / Venedig)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht nutzt die Tinte des Tintenfisches nicht nur als Farbstoff, sondern als primäres Gewürz.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Sauce wird aus frischem Tintenfisch, Weißwein, Knoblauch und der tiefschwarzen Tinte hergestellt. Entgegen der Erwartung schmeckt die Tinte nicht "fischig", sondern hat ein tiefes, erdiges und leicht metallisches Aroma.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Tiefes, dunkles Umami mit einer seidigen Textur und einer visuell radikalen Ästhetik.</span>
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:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">3. Spaghetti Cacio e Pepe (Lazio / Rom)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Obwohl es simpel klingt (Käse und Pfeffer), ist es in seiner römischen Urform eine technische Herausforderung, die keinen Fehler verzeiht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Es wird ausschließlich Pecorino Romano und frisch gerösteter, grob gemörserter schwarzer Pfeffer verwendet. Die Kunst besteht darin, durch die exakte Temperatur des Pastawassers eine Emulsion zu schaffen, bevor der Käse klumpt oder Fäden zieht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starke Schärfe durch die ätherischen Öle des gerösteten Pfeffers, kombiniert mit der salzigen Dominanz des Schafskäses.</span>
Falls keiner der Vorschläge überzeugt, geht es in eine nächste Runde. Der Benutzer kann dabei kommentierend oder steuernd eingreifen. Beispiel:
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nr. 3 klingt gut, aber ich trau mir das mit der Emulsion nicht ganz zu. Und eigentlich hätte ich heute auch lieber etwas mit Tomaten. Gib mir noch drei.</span>
=== Vierter Schritt: Empfang das vollständigen Rezepts ===
Wenn der Benutzer seine Entscheidung gefällt und der KI mitgeteilt hat…
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">„Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili“ klingt spannend. Gib mir das Rezept, mit allen Zusatzinformationen, die ich in meinem Küchenprofil festgelegt habe. Außerdem brauche Zeitstempel. Zielzeit fürs Servieren ist 19 Uhr.</span>
…gibt diese das komplette Rezept aus. Beispiel:
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">'''Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili'''</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Für 3 Personen | 100 % Portionsgröße | Zielzeit: 19:00 Uhr</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht funktioniert für dich deshalb, weil es deine Vorliebe für extreme Umami-Konzentration und deutliche Säurespitzen aufgreift, während die cremige Burrata die für dich obligatorische feuchte Komponente liefert und einen spannungsreichen texturalen Kontrast zur dichten, würzigen Konfitüre bildet.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Die Zutaten</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Basis: 750 g hochwertige Dosentomaten (San Marzano), 3 EL Tomatenmark.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Würze: 2 getrocknete Chipotle-Chilis (oder 1 EL Chipotle in Adobo), 3 Knoblauchzehen, Meersalz, 1 EL Zucker.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Pasta: 375 g Vollkorn-Spaghetti (z. B. Kamut oder Farro).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Finish: 2 Kugeln Burrata (Kuhmilch), frisches Basilikum, 3 EL hochwertiges Olivenöl.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Der Zeitplan</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">16:50 Uhr: Vorbereitung. Knoblauch fein hacken, Chipotles mörsern.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">17:00 Uhr: Start Konfitüre. Tomaten, Tomatenmark, Knoblauch, Chili und Süße in einem weiten Topf bei kleiner Hitze ansetzen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:40 Uhr: Pastawasser aufsetzen (stark gesalzen). Konfitüre final abschmecken (Säure/Salz-Balance).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:48 Uhr: Spaghetti ins Wasser geben (Garzeit ca. 10–12 Min. für Vollkorn, Packungsanleitung beachten).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:57 Uhr: Pasta direkt aus dem Wasser in den Topf mit der Konfitüre heben. Ein Schluck Pastawasser dazu, kräftig durchschwenken, bis jede Nudel glänzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">19:00 Uhr: Anrichten. Burrata erst auf dem Teller mittig aufreißen und über die heiße Pasta geben. 2/3 Kugel pro Portion ist genug. Mit Olivenöl und Basilikum abschließen.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings & Pairing</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings: Für den texturalen Kontrast (Crunch) empfehlen sich geröstete Pinienkerne oder knusprig ausgebratene Bacon-Splitter.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Begleitsalat: Ein herber Arugula-Salat (Rucola) mit gehobeltem Fenchel. Das Dressing sollte eine starke Zitronennote haben, um die Schwere der Konfitüre zu brechen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Getränk: Ein kräftiger, leicht gekühlter Primitivo oder Negroamaro. Die Fruchtigkeit des Weins harmoniert mit der Tomatensüße, während die Tannine gegen die Schärfe bestehen. Alkoholfrei: Ein herbes Tonic Water mit Rosmarinzweig.</span>
Bevor der erste Handgriff getan wird, empfiehlt es sich dringend, '''das Rezept einmal vollständig zu lesen'''. Das dient zwei Zwecken: Erstens verschafft es einen Überblick über den Ablauf und verhindert, dass man mitten im Kochen überrascht wird — etwa von einer Ruhezeit, die das Rezept erfordert, oder von einem Schritt, der besondere Vorbereitung verlangt. Zweitens ist es der Moment, in dem mögliche Unstimmigkeiten auffallen: eine Zutat in der Liste, die in der Anleitung nicht mehr vorkommt, oder umgekehrt. Auf die Fallstricke des KI-generierten Rezepts geht Kapitel 7 ausführlicher ein.
=== Fünfter Schritt: Kochen — mit offenem Chatfenster ===
Das Chatfenster bleibt während des Kochens geöffnet. Dies ist einer der stillen, aber entscheidenden Vorteile der Methode gegenüber jedem Kochbuch und jeder Rezeptplattform: Die KI antwortet, wenn man sie mitten im Kochprozess fragt. Typische Situationen, in denen das unmittelbar nützlich ist:
*Eine Zutat fehlt doch: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe keinen Tahini — womit kann ich ihn ersetzen, und ändert das etwas an den Mengenverhältnissen?</span> Die KI nennt einen oder mehrere Ersätze und passt die Angaben entsprechend an.
*Eine Angabe ist unklar: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was genau meinst du mit ‚auf mittlerer Hitze reduzieren' — soll die Sauce wirklich 20 Minuten köcheln oder reichen 10?</span> Die KI präzisiert und gibt wenn nötig visuelle oder sensorische Erkennungsmerkmale an — wie die Sauce aussehen, riechen oder sich verhalten soll, wenn der Schritt abgeschlossen ist.
*Ein Schritt erscheint verdächtig: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Das Rezept sagt, das Hähnchenfilet ist nach 12 Minuten gar — das kommt mir zu kurz vor für die Größe, die ich hier habe.</span> Die KI erklärt ihre Annahme, korrigiert sie falls nötig und gibt eine angepasste Empfehlung. Dieser Typ von Echtzeit-Rückfrage ist zugleich die wichtigste Prophylaxe gegen Kalibrationsfehler, die Kapitel 7 als häufigste Fehlerklasse benennt.
*Eine spontane Ergänzung bietet sich an: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade noch frischen Estragon entdeckt — passt der zu diesem Gericht, und wenn ja, wann und wie gebe ich ihn dazu?</span> Die KI bewertet die Idee und integriert sie in den laufenden Kochprozess.
Das Chatfenster offen zu halten bedeutet nicht, dass man es ständig konsultieren muss — in der großen Mehrheit der Sitzungen verläuft das Kochen ohne Rückfragen. Aber die Möglichkeit, jederzeit nachzufragen, verändert die Grundhaltung beim Kochen: Man folgt dem Rezept nicht mehr blind, sondern im Dialog.
=== Sechster Schritt: Der Post-cook-Review ===
Nach dem Essen lohnt sich eine kurze Rückmeldung an die KI — ein bis zwei Sätze, nicht mehr. Was war gut? Was hätte besser sein können? Welche Zutat oder Technik war eine Entdeckung, welche eine Enttäuschung? Diese Rückmeldung ist der wichtigste Einzelbeitrag zum Aufbau des Geschmacksprofils. Eine KI, die nach zwanzig Sitzungen mit Post-cook-Reviews arbeitet, kennt die Präferenzen des Benutzers präziser als die meisten Menschen, die regelmäßig gemeinsam mit ihm essen.
Der Review muss nicht formal sein. Ein beiläufiger Kommentar — <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">die Sauce war zu dünn, aber die Kombination Zimt und Lamm war eine Offenbarung, die mache ich wieder</span> — ist vollständig ausreichend und außerordentlich informationsreich.
== 5. Spezielle Modi des KI-gestützten Kochens ==
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 03.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Tahini-Lemon-Bowl, mit gebackenen Kichererbsen und in Pfeilwurz paniertem, gebratenem Feta]]
=== Variationsmodus: Altbekanntes einmal ganz anders zubereiten ===
Der Variationsmodus dient dazu, bestehende Rezepte – egal ob aus dem Internet, einem Kochbuch oder aus der Familientradition – mithilfe der KI an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Anstatt das Rad neu zu erfinden, nutzt die KI das Original als strukturelle Vorlage und modifiziert Zutaten, Techniken oder Nährwerte, um das Gericht für spezifische Gäste, knappe Zeitbudgets oder persönliche Gesundheitsziele zu optimieren, ohne den Kern des Rezepts zu verlieren.
Beispiele (das Originalrezept wird der KI hier jeweils als separate Datei übergeben):
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Optimiere dieses klassische französische Schmorgericht für mein persönliches Profil: Erhöhe die Säure, verstärke die Kräuternote und sorge für mehr Crunch.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wandle dieses Gulasch-Rezept in eine vegetarische Version um, die die tiefe Umami-Struktur und die fleischähnliche Textur beibehält.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Passe dieses Rezept für meinen Gast an, der eine schwere Nussallergie hat und keinen Knoblauch verträgt, ohne dass das Gericht flach schmeckt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe nur 20 Minuten Zeit; wandle dieses 2-Stunden-Rezept in eine Express-Variante um, die geschmacklich so nah wie möglich am Original bleibt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gestalte dieses Rezept „kindersicher“: Entferne den Alkohol, mildere die Schärfe und verstecke das Gemüse so, dass die Textur homogen bleibt. Es soll dabei aber auch für Erwachsene attraktiv bleiben.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mache aus diesem einfachen Alltagsgericht eine luxuriöse Festtagsversion unter Verwendung von Premium-Zutaten und einer anspruchsvolleren Anrichteweise.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Übersetze dieses Pfannengericht für die Zubereitung im Backofen (Convection Roast), da ich heute für zehn Personen gleichzeitig kochen muss.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Dekonstruiere dieses klassische Gericht in eine moderne Fingerfood-Variante, die man ohne Besteck auf einer Party essen kann.</span>
=== Optimierungsmodus: Reste und Convenience veredeln ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 06.jpg|thumb|Gestrecktes und optimiertes fleischlastiges chinesisches Restaurantessen: ergänzt wurden u.a. schwarzer Reis, ein TK-Gemüsemix und Römersalat (Flüssigkeiten: Liquid Amino, Noilly Prat; Reisessig)]]
Nicht jedes Essen beginnt mit frischen Rohzutaten; oft ist die Aufgabe in der Küche die Rettung von Resten, die Aufwertung von Fertiggerichten oder das „Strecken“ einer zu kleinen Portion Take-out. Die KI fungiert hier als kulinarischer Problemlöser, der bestehende Geschmacksprofile erkennt und durch gezielte Ergänzungen in neue, vollwertige Mahlzeiten verwandelt.
Besonders beim Aufwärmen oder bei Tiefkühlkost leidet oft die Konsistenz. Die KI kann hier helfen, durch komplementäre Techniken – wie das Hinzufügen von frischen Texturen oder das nachträgliche Herbeiführen von Röstnoten – die typischen Schwächen von aufgewärmtem Essen (Matschigkeit, Eindimensionalität) gezielt auszugleichen.
Prompts für das kulinarische Upcycling:
* Portionserweiterung & Textur-Rettung: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe hier eine halbe Portion übrig gebliebenes Thai-Curry mit Gemüse, das durch das Aufwärmen leider sehr weich und matschig geworden ist. Schlage mir vor, mit welchen trockenen Basiszutaten (z. B. Getreide oder Hülsenfrüchte) ich die Menge verdoppeln kann und wie ich durch ein schnelles Topping aus gerösteten Komponenten wieder massiven Crunch und Frische in das Gericht bringe.</span>
* Convenience-Tuning: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Als Basis für ein schnelles Essen möchte ich eine Dose klassische Linsensuppe verwenden. Schlage mir drei gezielte Eingriffe vor, um das Aroma Richtung Levantine zu verschieben, und nenne mir eine Technik, wie ich die weichgekochte Textur der Dosenlinsen durch eine knusprige Einlage oder ein kontrastierendes Finishing (z. B. in Butter gebratene Croutons mit spezifischen Gewürzen) kompensieren kann.</span>
* Resteverwertung mit Profil-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Vom Vortag ist eine Portion gebratener Reis übrig geblieben. Das Gericht ist mir zu trocken und geschmacklich etwas flach. Erstelle eine Anleitung, wie ich daraus ein 'Moist-Dish' mache, indem du eine passende, schnell zubereitete Sauce hinzufügst, und gib mir eine Empfehlung für eine saure oder bittere Komponente, die das schwere Umami aufbricht.</span>
=== Kochen im Team ===
Beim Team-Kochen fungiert die KI als virtueller Küchenchef und Koordinator. Sie verteilt Aufgaben basierend auf den individuellen Fähigkeiten der Teammitglieder, berücksichtigt die Ergonomie des verfügbaren Raums und synchronisiert die Arbeitsabläufe durch präzise Zeitstempel. Ob als digitaler Aushang für alle oder als personalisierter Instruktions-Feed auf dem eigenen Smartphone – die KI sorgt dafür, dass aus dem potenziellen Chaos einer Gruppensitzung ein harmonischer, paralleler Workflow wird.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir wollen ein Rinderfilet Wellington mit einer komplexen Rotwein-Reduktion kochen. Wir sind zu viert: Zwei von uns sind sehr erfahren, zwei sind Anfänger. Verteile die Aufgaben so, dass die Profis das Fleisch parieren und die Sauce montieren, während die Anfänger die Duxelles vorbereiten und den Teig verzieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane die Zubereitung von selbstgemachten Teigtaschen (Gyoza) für drei Personen. Da unsere Küche sehr schmal ist, teile die Arbeit auf: Eine Person bereitet die Füllung am Esstisch vor, eine rollt den Teig aus und nur die dritte Person steht am Herd, um die Taschen portionsweise zu braten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten selbstgemachte Pizza zu, inklusive Teig und Sauce. Wir sind zwei Erwachsene und zwei Kinder (6 und 9 Jahre). Gib den Kindern spezifische Aufgaben wie das Zerzupfen des Mozzarellas und das kreative Belegen, während die Erwachsenen den heißen Ofen und das Schneiden übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen ein klassisches Risotto mit geschmortem Saisongemüse. Eine Person im Team ist älter und möchte im Sitzen mithelfen. Weise ihr Aufgaben wie das Schälen des Gemüses und das Zupfen der Kräuter zu, während die anderen den Rührvorgang am Herd übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten ein Drei-Gänge-Menü (Jakobsmuscheln, Lammrücken, Schokosoufflé) vor. Erstelle für uns drei einen synchronisierten Zeitplan mit Zeitstempeln, damit die Vorspeise um 19:30 Uhr und der Hauptgang um 20:15 Uhr serviert werden kann. Wer muss wann was vorbereiten?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen authentisches thailändisches Green Curry. Erstelle drei separate Instruktionslisten, die wir uns auf die Handys schicken können: Posten A ist für die Currypaste und das Aroma zuständig, Posten B für das Schneiden von Fleisch und Gemüse, Posten C für den Reis und das finale Abschmecken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen indisches Butter Chicken mit Naan-Brot. Verteile die Aufgaben auf drei Personen, aber baue für jeden von uns feste 5-Minuten-Slots für den Zwischenabwasch und das Aufräumen ein, damit nach dem Essen die Küche bereits fast sauber ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir planen ein herbstliches Buffet mit 5 verschiedenen Mezze. Weise uns vier klare Rollen zu (z. B. Chef de Cuisine, Saucier, Gardemanger, Patissier) und ordne die entsprechenden Rezepte und Teilschritte diesen Rollen zu, damit jeder die volle Verantwortung für seinen Bereich trägt.</span>
=== Strategisches Verbundkochen ===
Beim intelligenten Planen für mehrere Tage agiert die KI als persönlicher Logistikchef. Sie erstellt nicht nur einen strukturierten Einkaufszettel für alle geplanten Mahlzeiten, sondern taktet die Rezepte auch nach der Haltbarkeit der Zutaten: Empfindlicher Fisch oder frischer Spinat landen am Montag auf dem Teller, während robustes Wurzelgemüse oder vakuumierte Vorräte für den Freitag reserviert werden.
Dabei lassen sich zwei Ansätze unterscheiden:
==== Klassisches Batch-Cooking (Die Vorrats-Session) ====
In einer einzigen, konzentrierten Kochsession werden mehrere Mahlzeiten komplett oder in großen Komponenten vorgekocht. Dies ist ideal für Menschen mit wenig Zeit unter der Woche.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane eine zweistündige Session am Sonntag für 5 Büro-Lunches, die ich in der Mikrowelle aufwärmen kann. Ich möchte zwei verschiedene Eintöpfe und eine Getreidebasis vorkochen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich möchte am Sonntag eine riesige Menge meiner levantinischen Basissauce vorkochen. Erstelle mir drei Variationen, wie ich diese Basis von Montag bis Mittwoch mit minimalem Aufwand (unter 10 Min.) völlig unterschiedlich finalisieren kann.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Am Samstag kommen meine Eltern zu Besuch. Plane meine Mahlzeiten ab Dienstag so, dass ich durch tägliches ‚Beiläufig-Vorbereiten‘ am Samstag, wenn die Gäste da sind, fast keine aktive Arbeit mehr habe.</span>
==== Synchron-Planung (Der strategische Einkauf) ====
Hier wird an den jeweiligen Tagen frisch gekocht, aber die Planung und der Einkauf erfolgen synchron. Dieser Modus nutzt Synergien bei den Zutaten und spart Zeit durch einmaliges, gezieltes Besorgen aller Waren.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane für die nächsten 5 Tage. Ich möchte nur zweimal tierisches Protein verwenden (Dienstag und Freitag). Erstelle eine Einkaufsliste, die sicherstellt, dass die frischen vegetarischen Zutaten für die ersten drei Tage nicht welken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erstelle einen Plan für 4 Tage: Dienstag ist bei uns fix Pastatag für die Kinder, Mittwoch esse ich allein (etwas Anspruchsvolleres), und Donnerstag muss es blitzschnell gehen. Maximiere die Überschneidungen beim Gemüse für den Einkaufskorb.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe heute einen Großeinkauf gemacht, inklusive empfindlicher Beeren und Hackfleisch. Einzelheiten lege ich in separater Datei bei. Sortiere meine ebenfalls beiliegenden Rezeptwünsche für die Woche so, dass die verderblichsten Sachen zuerst verbraucht werden, ohne dass der Speiseplan eintönig wirkt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich kaufe einen großen Kopf Rotkohl und einen Sack Kartoffeln. Plane drei Gerichte über die Woche verteilt, die diese beiden Hauptzutaten nutzen, aber jedes Mal eine völlig andere Länderküche repräsentieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In meinem Garten ist gerade der Mangold reif. Plane für die nächsten 3 Tage Rezepte, die jeweils eine große Portion Mangold verarbeiten, aber achte darauf, dass ich nur einmal für die ergänzenden Zutaten einkaufen gehen muss.</span>
=== Auf Bestellung erfunden ===
[[File:AI Designed Customized Cookies.jpg|thumb|Personalisierte Chocolate Chip Cookies. Der Benutzer wünschte sich trockene und sehr feste, krümelarme, mit grobem Salz bestreute Kekse mit minimierten einfachen Kohlenhydraten, seinem persönlichen Geschmacksprofil entsprechend. Die KI schlug u.a. Verwendung von Mandelmehl, Roggenvollkornmehl, Eiklar und Sucralose sowie zweifaches Backen vor. Die genannten Zutaten sind etwas, das dieser Benutzer tatsächlich ständig vorrätig hält.]]
Manchmal reicht Personalisierung im üblichen Sinne nicht aus. Das Benutzerprofil ist bekannt, das Geschmacksprofil ist geschärft — und trotzdem gibt es Situationen, in denen der Benutzer etwas braucht, das so spezifisch ist, dass kein Kochbuch und keine Rezeptplattform der Welt es liefern kann. Genau hier liegt eine der stillen Stärken der Methode: Die KI erfindet auf Anfrage Originalrezepte, die auf eine einzige Person und eine einzige Situation zugeschnitten sind. Ein paar Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Rezept für warmes High-Protein-Lunch im Büro, nur mit Wasserkocher und Thermoskanne gegart. Kein Tütensuppen-Niveau.</span>
''
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Brauche ein vollwertiges, klecker- und krümelfreies Gericht, das man beim Computerspiel blind mit einer Hand essen kann. Andere Hand fixiert.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Snack gesucht. Maximaler akustischer Crunch beim Kauen, aber minimal Kalorien. Fokus auf extremen oralen Widerstand.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nahrhafter Frühstücksriegel, der beim Auspacken und Kauen absolut lautlos ist. Pendler-Modus, will die Mitreisenden nicht verärgern.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Hilfe, meine Kekse verschwinden immer in unbefugten Mündern! Denk dir ein Kleingebäck aus, das nur mein persönliches Profil perfekt trifft, aber für alle meine Mitbewohner geschmacklich abstoßend ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Einzelportion „Wellington“-Style für den Toaster-Ofen. Fertig in 15 Min, keine Restmengen bei Spezialzutaten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Herzhaftes Hauptgericht mit kryogenen Zutaten zur Senkung der Körpertemperatur. Kein Salat, keine kalte Suppe.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erfinde eine Zubereitungsart, die Gemüse in eine papierartige oder knusprige Form bringt. Keine matschigen Texturen erlaubt.</span>
'''Aber aufgepasst''': Die Gefahr des Scheiterns steigt hier, da die KI oft in technologische Grenzbereiche spekuliert. Anspruchsvolle Techniken wie die molekulare Sphärisierung oder das präzise Temperieren von Schokolade erfordern nicht nur spezialisiertes Equipment, sondern auch jahrelange Übung in der Feinmotorik. Wenn die KI komplexe Emulsionen oder chemisch sensible Texturkontraste vorschlägt, überschätzt der Laie leicht seine Fähigkeiten. Solche Verfahren verzeihen keine Abweichung bei Temperatur oder pH-Wert – handwerkliche Meisterschaft lässt sich nicht durch einen Prompt ersetzen.
=== Explorationsmodus ===
Im Explorationsmodus bittet der Benutzer die KI, auf Basis des bisherigen Geschmacksprofils aktiv neue Empfehlungen auszusprechen. Statt auf konkrete Zutaten oder Hunger zu reagieren, nutzt die KI das gespeicherte Wissen über Vorlieben und Abneigungen als Koordinatensystem, um gezielt Vorschläge in das noch unbekannte kulinarische Terrain zu machen – ähnlich einem personalisierten Algorithmus für Musik, nur für die Küche. Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Zutat, die ich noch nie verwendet habe, passt perfekt zu meiner Vorliebe für Umami und Texturkontraste?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nenne mir eine regionale Küche, die ich bisher ignoriert habe, die aber genau mein Säure-Schärfe-Empfinden trifft.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir drei Gewürze vor, die mein aktuelles Repertoire sinnvoll ergänzen, ohne redundant zu sein.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Entwirf ein Rezept, das eine Zutat verwendet, die ich normalerweise ablehne, aber so zubereitet ist, dass sie mein Profil anspricht.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getränk-Pairing (alkoholisch oder alkoholfrei) würde meine liebsten Abendessen ideal ergänzen?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getreide oder Pseudogetreide fehlt mir noch für eine abwechslungsreiche Textur in meinen Bowls?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Empfiehl mir ein spezielles Küchenwerkzeug, das Techniken ermöglicht, die mein Profil radikal erweitern würden.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Konservierungsmethode (Einlegen, Trocknen etc.) passt am besten zu den Aromen, die ich das ganze Jahr über essen möchte?</span>
=== Bildungsmodus: Den eigenen Gaumen verstehen ===
Nach einer längeren Phase der Zusammenarbeit ist die KI in der Lage, nicht mehr nur Rezepte zu liefern, sondern ein konsistentes kulinarisches Profil für den Benutzer zu entwerfen. Dabei entstehen oft wiederkehrende Muster in der Auswahl von Gewürzen, Säureträgern oder Techniken, die tief in der Aromenlehre verwurzelt sind, vom Benutzer aber oft nur unbewusst als „stimmig“ wahrgenommen werden.
Im Bildungsmodus nutzt man die KI als Mentorin, um die theoretische Architektur hinter den eigenen Vorlieben zu entschlüsseln. Indem man die KI zwingt, ihre Entscheidungen zu begründen, wandelt sich das Kochen von einer bloßen Ausführung von Schritten zu einer bewussten Schulung des eigenen Geschmacks- und Technikverständnisses.
Beispielexplorationen für den Bildungsmodus:
* Musteranalyse der Zutaten: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In den letzten Monaten hast du mir für fast alle Fleischgerichte eine Kombination aus Sternanis und Orangenschale vorgeschlagen. Erkläre mir die chemische und geschmackliche Logik hinter diesem Muster und warum das spezifisch zu meiner Vorliebe für dunkle, komplexe Saucen passt.</span>
* Technik-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Du schlägst bei meinen Gemüsebeilagen oft das Rösten bei sehr hohen Temperaturen statt Dämpfen vor. Welche Rolle spielt dabei die Maillard-Reaktion für mein Profil und wie verändert das die Balance, wenn gleichzeitig eine säurebetonte Sauce im Spiel ist?</span>
* Die 'Warum'-Frage beim Abschmecken: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In der heutigen Fisch-Sauce hast du Kapernwasser und kalte Butter kombiniert. Warum hast du dich für diese spezifische Säurequelle entschieden und nicht für den Zitronensaft, den ich sonst oft verwende? Was bewirkt dieser Unterschied im Mundgefühl?</span>
* Profil-Extraktion: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Analysiere die letzten zehn Rezepte, die wir gemeinsam gekocht haben. Welche drei kulinarischen Grundprinzipien ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Gerichte und wie könnte ich diese Prinzipien anwenden, wenn ich einmal völlig ohne KI-Hilfe ein improvisiertes Essen zubereite?</span>
== 6. Welcher Chatbot eignet sich am besten? ==
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 01.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: „South-Asian Heat“ Sirloin, mit Steak, fein gewürfelten, gebackenen Kartoffeln, grünen Bohnen, Spinat und Kapernäpfeln; gewürzt u.a. mit Tamarindenpaste, Gochujang und Fischsauce]]
Die Wahl des Chatbots beeinflusst den Workflow maßgeblich, da die Modelle auf unterschiedliche Daten spezialisiert sind. Gemini z.B. wirkt oft wie ein Praktiker, der massiv mit Inhalten aus Kochforen trainiert wurde und bei Warenkunde sowie pragmatischer Küchenlogistik glänzt. „Intellektuellere“ Modelle wie Claude, deren Fokus eher auf wissenschaftlichen oder literarischen Texten liegt, erweisen sich in der direkten Küchenpraxis oft als weniger intuitiv.
Trotzdem sollte der Benutzer selbst experimentieren, um herauszufinden, welche KI-Mentalität sich am besten in den persönlichen Workflow einfügt. Ein direkter Vergleich desselben Auftrags in verschiedenen Systemen offenbart schnell, ob man eher die logische Schärfe eines Strategen oder die pragmatische Erfahrung eines virtuellen Kochbuchs benötigt – die Letztentscheidung bleibt eine Frage des individuellen Stils.
== 7. Grenzen und Fallstricke ==
KI-gestütztes Kochen ist keine Magie, sondern ein logistisches Werkzeug. '''Die Methode ersetzt keine Kochkompetenz, sondern setzt sie voraus''': Wer weiß, wie ein Gericht schmecken sollte, erkennt Fehler im Entwurf sofort.
Die KI hat keinen Geschmackssinn und keine Augen. Sie weiß nicht, wie reif die Tomate oder wie scharf das Messer ist. Auch in Fragen der Lebensmittelsicherheit (Garzeiten bei Geflügel, Kühlketten) ist gesunder Menschenverstand obligatorisch. Ein gedrucktes Kochbuch hat dieselben Schwächen – es kennt weder den Herd des Benutzers noch seine Abneigungen. Der entscheidende Vorteil der KI ist ihre '''Interaktivität''': Sie ist korrigierbar und passt sich im Dialog an. Wer die KI als lernfähigen Assistenten begreift, statt ihr blind zu vertrauen, wird die erheblichen Vorteile der Methode schnell für sich nutzen.
Die hilfreiche Kurzformel: Die KI plant, der Benutzer kocht.
=== Der Benutzer bleibt Chef ===
Die KI ist ein Sprachmodell — sie hat Millionen von Rezepten, Kochtexten und Küchenbeschreibungen verarbeitet und daraus ein beeindruckendes funktionales Wissen destilliert. Was sie nicht hat, ist Verständnis. Sie weiß, dass eine Zwiebel glasig wird, bevor sie karamellisiert — aber sie sieht es nicht, riecht es nicht und schmeckt es nicht. Ihre Rezepte sind keine Kochentscheidungen, sondern statistische Extrapolationen aus dem, was andere Köche aufgeschrieben haben.
Das bedeutet nicht, dass ihre Vorschläge unzuverlässig sind — im Gegenteil. Es bedeutet, dass der Benutzer zu jedem Zeitpunkt derjenige ist, der die reale Küche bewohnt, und dass diese Rolle nicht delegierbar ist. Zwei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit:
==== Garzeiten und sensorische Kontrolle ====
Die KI rechnet mit Durchschnittswerten — ein Standardofen, ein Filet von 180 g, eine Pfanne mit gleichmäßiger Wärmeverteilung. Alle Zeitangaben sind deshalb Richtwerte, keine Versprechen. Bräunung, Textur, Geruch und Gargrad müssen vom Benutzer eigenständig beurteilt werden — nicht weil die KI nachlässig ist, sondern weil diese Urteile Sinneswahrnehmung voraussetzen, die sie nicht hat.
==== Abschmecken ====
Würzintensität lässt sich nicht berechnen. Eine Chilischote kann doppelt so scharf sein wie die im Rezept angenommene; Meersalz und Tafelsalz verhalten sich volumetrisch unterschiedlich; eine Sauce, die zwei Stunden reduziert, konzentriert ihren Salzgehalt auf eine Weise, die kein Prompt antizipiert. Die KI gibt Mengen an — der Benutzer entscheidet, wann es stimmt. Das schrittweise Hinzufügen und das finale Abschmecken sind nicht Korrekturen am Rezept der KI, sondern originär menschliche Kochhandlungen, die das Rezept erst vollenden.
=== Was die KI nicht weiß — aber erfahren kann ===
[[File:Chicken eggs 21.jpg|thumb|Welche Eiergröße ein Benutzer als Standard ansieht, kann die KI nur wissen, wenn er ein solches Ei auswiegt und ihr das Ergebnis mitteilt.]]
Manche Wissenslücken der KI sind nicht struktureller, sondern biographischer Natur: Sie kennt die spezifische Realität des Benutzers schlicht noch nicht. Das ist kein Systemfehler, sondern ein Startzustand — einer, der sich durch explizite Eingaben ins Küchenprofil oder durch iterative Kalibrierung im Laufe der Zusammenarbeit zunehmend schließt.
==== Zutatengewicht und -größe ====
Die KI rechnet mit Standardgrößen — ein „Ei" ist für sie ein Ei mittlerer Größe, eine „Zwiebel" eine mittelgroße Zwiebel, eine „Kartoffel" eine von etwa 150 g. Was „mittlere Größe" konkret bedeutet, variiert jedoch je nach Land und Einkaufsquelle erheblich. Wer gewohnheitsmäßig große Eier kauft, kleine Schalotten verwendet oder besonders schwere Kartoffeln vorrätig hält, bekommt Rezepte, deren Mengenverhältnisse still vom Tatsächlichen abweichen. Besonders anfällig sind Zutaten, bei denen Größe und Gewicht stark variieren: Eier, Kartoffeln, Zwiebeln und Schalotten, Zucchini, Auberginen, Äpfel und Birnen, Hähnchenteile sowie Fischfilets. Die Lösung: diese Zutaten einmal wiegen und die Werte als Standardangaben ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kochkompetenz und Technik ====
[[File:Filleting bluefish.jpg|thumb|Das Filetieren von Fisch ist eine anspruchsvolle Technik, die nicht bei jedem Anfänger vorausgesetzt werden kann.]]
Die KI kann die tatsächliche Fingerfertigkeit des Benutzers nicht einschätzen — aber sie kann es lernen. Wer ihr nach einem misslungenen Versuch mitteilt, dass Emulsionen für ihn regelmäßig brechen oder dass panierter Feta in der Pfanne zerfällt, erhält künftig Vorschläge, die diese Grenzen respektieren oder gezielt Techniken empfehlen, die sie überwinden helfen. Schwierigkeitsgrade, die die KI zunächst nur abstrakt bewertet, werden durch solches Feedback konkret und personalisiert.
Alternativ kann der Benutzer die KI auch bitten, mit ihm ein Assessment durchzuführen, und dessen Ergebnis ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kalibration & Hardware ====
Auch das Verhalten eines konkreten Geräts lässt sich ins Profil einarbeiten: ob der Ofen oben stärker heizt, ob die angezeigten 180 °C tatsächlich erreicht werden, ob eine bestimmte Pfanne Hitze ungleichmäßig verteilt. Mit solchen Angaben werden Garzeiten und Temperaturempfehlungen der KI präziser.
=== Gedächtnis, Lernen und Schlussfolgerungen ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 16.jpg|thumb|Chili con carne, mit geröstetem Maíz Chulpe]]
Die KI lernt nicht dauerhaft — sie extrapoliert. Was wie ein wachsendes Verständnis des Benutzers wirkt, ist in Wirklichkeit Mustererkennung innerhalb eines einzelnen Gesprächs. Daraus folgen einige strukturelle Eigenarten, die kein Fehler des Systems sind, aber adäquates Prompting erfordern.
==== Profilvergessenheit ====
Die KI kann im Laufe eines langen Chats Informationen „vergessen", die ihr zu Beginn übergeben wurden — darunter auch explizit formulierte Rahmenbedingungen wie das Küchenprofil. Das äußert sich darin, dass Präferenzen plötzlich nicht mehr berücksichtigt werden, Ausschlusszutaten wieder auftauchen oder Portionsgrößen von der vereinbarten Grundeinstellung abweichen. Der Fix ist unkompliziert: Sobald solche Anzeichen auftreten, das Küchenprofil einfach erneut in toto übergeben. Das Gedächtnis der KI ist kein Langzeitspeicher, sondern ein Arbeitsspeicher — und der lässt sich jederzeit neu befüllen.
==== Kontext & Konsistenz ====
In langen Chats kann es vorkommen, dass die Zutatenliste eines Rezepts der Zubereitungsanleitung widerspricht — eine Zutat erscheint in der Liste, aber nicht in den Schritten, oder umgekehrt. Solche Inkonsistenzen sind keine Seltenheit und entstehen, weil die KI Rezepte nicht als zusammenhängende logische Struktur prüft, sondern generiert. Sie fallen bei der Durchsicht vor dem Kochen sofort auf. Ein kurzes Nachhaken — „Die Kapern tauchen in der Anleitung nicht auf; wann kommen sie rein?" — korrigiert das Rezept meist unmittelbar.
==== Übergeneralisierung ====
Die KI neigt dazu, rezeptspezifische Wünsche als generelle Profileigenschaften zu verbuchen. Wer für ein einzelnes Gericht „ohne Salz" oder „ohne Fett" anfordert, riskiert, dass die KI diese Vorgabe stillschweigend auf alle folgenden Rezepte überträgt. Der Grund ist strukturell: Die KI unterscheidet nicht automatisch zwischen einer situativen Anweisung und einer dauerhaften Präferenz — sie gewichtet beides als Signal über den Benutzer. Im Zweifel den Geltungsbereich explizit benennen: „nur für dieses Rezept".
=== Übergehorsame Befehlsanwendung ===
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 14.jpg|thumb|Japanisches Chawanmushi mit Ginkgonüssen, Shrimps und Spinat, Lotus-Kinpira und Gurken-Eisbergsalat]]
Die größte Stärke der KI – ihre Bereitschaft, jeden Befehl umzusetzen – ist gleichzeitig ihre größte Schwäche. Hier einige Beispiele:
==== Der Würzfehler: wenn Präzision zur Kumulation wird ====
Die KI führt Skalierungsanweisungen ohne kulinarisches Urteil aus. Wer „verdopple die Sauce" sagt, bekommt die doppelte Menge — auch wenn die Sauce extrem salzig, scharf oder fettig ist und die Balance des Gerichts dabei kippt. Dasselbe Muster zeigt sich bei der Kombination mehrerer intensiver Komponenten: Wenn der Benutzer gleichzeitig Gochujang, Chipotle und frische Chilischoten anfordert, setzt die KI alle drei um, ohne zu prüfen, ob das Ergebnis noch genießbar ist. Sie optimiert auf Befehlstreue, nicht auf Geschmack.
Die Lösung ist eine Würzdisziplin-Regel im Küchenprofil, die der KI eine konkrete Obergrenze setzt und sie zur aktiven Kumulations-Kontrolle verpflichtet. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bei jedem Rezept darfst du den Salzgehalt — summiert über alle salzhaltigen Zutaten wie Sojasauce, Fischsauce, Miso, Kapern, Sardellen und Salz selbst — 1,5 g Natrium pro Portion nicht überschreiten. Wenn mehrere scharfe, salzige oder fettreiche Komponenten zusammenkommen, weise mich auf den kumulativen Effekt hin und schlage vor, welche Komponente reduziert oder weggelassen werden sollte. Skalierungsanfragen für einzelne Zutaten oder Saucen führe nicht mechanisch aus, sondern prüfe, ob die Balance des Gerichts dabei erhalten bleibt.</span>
==== Der Personalisierungsfehler: wenn das Profil zur Falle wird ====
[[File:Dioscorea polystachya (batatas).jpg|thumb|Nagaimo]]
Ein gut entwickeltes Geschmacksprofil birgt eine subtile Gefahr: Die KI kann so konsequent auf die bekannten Vorlieben des Benutzers optimieren, dass sie eine unbekannte Zutat ihrer kulinarischen Identität beraubt, bevor der Benutzer überhaupt die Chance hatte, sie kennenzulernen.
Ein Beispiel: Ein Benutzer kauft Nagaimo — eine japanische Bergkartoffel, die in der traditionellen Küche wegen ihrer ausgeprägten Schleimigkeit geschätzt wird, die beim Reiben eine fast klebrige, fließende Textur entwickelt. Diese Eigenschaft ist keine Schwäche, sondern das Wesen der Zutat: Sie gibt dem japanischen Gericht Tororo seinen charakteristischen, seidigen Schmelz, sie macht Okonomiyaki elastisch und luftig, sie bindet Teige auf eine Art, die kein anderes Bindemittel replizieren kann. Ein Geschmacksprofil, das Schleimigkeit als Abneigung verzeichnet und Krossheit bevorzugt, wird die KI wahrscheinlich dazu veranlassen, aus dem Nagaimo gebackene Fritten zu machen — was technisch durchführbar ist, aber die Zutat auf ein Ergebnis reduziert, das von gewöhnlichen Kartoffelfritten geschmacklich nicht zu unterscheiden ist. Der seltene Fund wird verschenkt.
Die Lösung ist eine Authentizitätsregel für den Erstkontakt, die man als explizite Anweisung ins Küchenprofil aufnehmen kann. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn wir eine Zutat zum ersten Mal verwenden — insbesondere etwas Ethnisches, Seltenes oder außerhalb des normalen Supermarktsortiments — darfst du mir nur Rezepte vorschlagen, die eine möglichst große Annäherung an traditionelle Zubereitungsweisen bilden. Du sollst dies auch dann tun, wenn das Ergebnis mit meinem Geschmacksprofil nicht oder nicht vollständig übereinstimmt. Wenn immer eine solche Abweichung besteht, sollst du mich aber ausdrücklich darauf hinweisen und genau beschreiben, welche Eigenschaften — z.B. Schleimigkeit, Bitterkeit, intensive Fermentationsaromen, ungewohnte Texturen — diese Zutat bei traditioneller Zubereitung mitbringt.
</span>
==== Der Ästhetikfehler: wenn die KI das Auge vergisst ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 13B.jpg|thumb|Gochujang-Lachs und Yeonkeun jorim (Lotuswurzel) auf Wildreis, eingelegte Knoblauchstengel, Salat aus Rukola und frischer Minze]]
Manche Zutaten sind mehr als ihre Aromen und Texturen — sie sind visuell. Ihr eigentliches Potenzial erschließt sich erst auf dem Teller, in einer bestimmten Schnittform oder durch ein bestimmtes Anrichten. Eine KI ohne Augen weiß zwar, was eine Zutat ist — aber nicht, wie sie aussieht, und damit auch nicht, warum eine bestimmte Zubereitungsweise sie zu etwas Besonderem macht.
Dieses Problem hat zwei Dimensionen. Die erste betrifft die Form: Lotuswurzel etwa entfaltet in Scheiben geschnitten eine fast ornamentale Wirkung — das netzartige Muster der Hohlkanäle macht jede Scheibe zu einem kleinen ästhetischen Ereignis auf dem Teller. Eine KI behandelt sie nach rein funktionalen Kriterien und schneidet sie in Stifte, weil Stifte bei Pfannengerichten eine bewährte Form sind. Kulinarisch nicht falsch — aber das Besondere der Zutat ist verschenkt. Die zweite Dimension betrifft die Farbe: Die KI kombiniert Zutaten nach Geschmack und Textur, ohne zu sehen, ob auf dem Teller drei verschiedene Brauntöne aufeinandertreffen oder ob ein einzelnes farbiges Element das ganze Gericht visuell rettet. Gerichte, die fantastisch schmecken, können optisch vollständig misslingen — und die KI bemerkt es nicht.
Das Problem ist strukturell: Was sie über das Aussehen einer Zutat weiß, ist sprachlich kodiertes Wissen — und das bleibt abstrakt, solange es nicht mit expliziter Anweisung in die Rezeptlogik eingespeist wird.
Die Lösung ist eine Visualisierungsregel im Küchenprofil. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn eine Zutat eine charakteristische Schnittästhetik oder visuelle Eigenschaft besitzt — wie die Querschnittstruktur von Lotuswurzel, die Marmorierung von Fleisch oder die Lamellen von Pilzen — sollst du diese in der Zubereitung aktiv berücksichtigen. Darüber hinaus sollst du bei jedem Rezept die Farbkomposition des fertigen Tellers mitdenken: Droht Monochromie, weise mich darauf hin und schlage ein gezieltes Farbelement vor — eine frische Kräutergarnitur, eine kontrastierende Sauce, eine anders gefärbte Beilage. Falls du dir über die visuelle Qualität einer Zutat unsicher bist, frage nach.</span>
== Siehe auch ==
* [[Kochbuch]]
* [[Grundlagen der Ernährung]]
[[Kategorie:Buch]]
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1088561
1088560
2026-07-02T17:36:54Z
Stilfehler
1981
/* 6. Welcher Chatbot eignet sich am besten? */
1088561
wikitext
text/x-wiki
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 04.jpg|thumb|Ein auf einem KI-generierten Rezept basierendes 1-Pfannen-Gericht: Marinierter Lachs und Edamame auf Blumenkohlreis, mit Pistazien und krossem Speck (Würzung: eklektisch südostasiatisch)]]
'''Personalisiertes Kochen mit dem Chatbot''' – Ein Leitfaden für den KI-gestützten Küchenalltag
Was wäre, wenn jemand, der deinen Kühlschrank kennt und deinen Geschmack versteht, dir täglich Anregungen und maßgeschneiderte Rezepte für das geben könnte, was heute auf den Tisch kommt, und dabei mit der Zeit immer besser wird?
== 1. Der personalisierte Küchenassistent ==
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Kochbücher und Rezeptportale bieten eine schier unerschöpfliche Auswahl an Gerichten — aber sie wissen nicht, was im Kühlschrank, im Vorratsschrank und im Gewürzregal steht, sie kennen weder die Geschmackspräferenzen noch die Küchengeräte des Benutzers, und sie können nicht auf die Frage antworten, was man mit einer angebrochenen Dose Kichererbsen, einem Rest Joghurt und einem Bund Petersilie anfangen soll, der morgen nicht mehr frisch sein wird. Genau hier setzt dieser Leitfaden an.
Bei dem hier beschriebenen Ansatz wird der KI-Chatbot nicht als Nachschlagewerk benutzt, sondern als personalisierter Küchenassistent: einer, der das Vorratsregime des Benutzers kennt, mit seinen Abneigungen und Vorlieben vertraut ist, seine Küchenausstattung berücksichtigt, der weiß, wie groß die Portionen sein müssen, und — nach einer Einlernphase — zunehmend treffsichere Vorschläge macht, die tatsächlich zum Benutzer passen. Das Prinzip ist dasselbe, das Musik- und Filmstreamingdienste nutzen, um ihren Nutzern Empfehlungen zu machen: Extrapolation aus erkennbar gewordenen Vorlieben. Der Unterschied ist, dass der Benutzer hier nicht das Ziel einer Marketingstrategie ist — sondern selbst der Nutznießer.
Darüber hinaus sorgt die KI auch noch dafür, dass – bevor Zutaten neu gekauft werden müssen – erst einmal das voll ausgeschöpft wird, was an Vorräten und Resten in einer Küche bereits vorhanden ist.
</div>
=== Was diese Methode vom konventionellen Kochen unterscheidet ===
Die meisten Menschen kochen den Großteil ihrer Mahlzeiten ohne Rezept — aus einem festen Repertoire vertrauter Gerichte, das sich über Jahre kaum verändert. Kochbücher werden gelegentlich aufgeschlagen, meist für besondere Anlässe oder wenn der Wunsch nach etwas Neuem stark genug ist, um die Hürde des Unbekannten zu überwinden. Im Alltag dominiert das Vertraute.
KI-gestütztes Kochen, so wie es dieser Leitfaden beschreibt, macht das Neue zur täglichen Normalität. Weil die KI das vorhandene Inventar kennt und aus ihm schöpft, ist der Aufwand für ein unbekanntes Gericht nicht größer als für ein vertrautes — die Hürde entfällt. Das erlaubt es, buchstäblich jeden Tag etwas zu kochen, das man so noch nie zubereitet hat.
=== Einige Vorteile der Methode ===
[[Datei:Rainbow chard for sale at the Campbell farmers market.jpg|thumb|Einfach mal spontan 1 Zutat kaufen, die interessant aussieht. Die KI wird ein Rezept finden, deren übrige Zutaten alle aus den vorhandenen Beständen (Kühlschrank, Vorratsschrank) kommen.]]
Ökonomisch:
* Vorräte werden systematisch und vollständig genutzt
* Professionelle Problemlösungen bei logistischen Engpässen
* Weniger und effizientere Einkaufsgänge
* Personalisierung der Mengen: die KI berücksichtigt nicht nur die Zahl der Portionen, sondern kann auch damit umgehen, wenn die Portionen größer oder kleiner sein sollen als der Kochbuch-Standard
* Wenn von Zutaten Reste bleiben, werden diese systematisch und vollständig weitergenutzt
Kulinarisch:
* Nur noch Gerichte, die für das eigene Geschmacksprofil optimiert sind
* Tägliche Abwechslung ohne zusätzlichen Aufwand
* Treffsichere Vorschläge neuer Zutaten und Küchen, die zum eigenen Profil passen
* Mehr Freiheit, beim Einkaufen spontan Lebensmittel auszuwählen, die reizvoll aussehen (auch wenn man zunächst nicht weiß, was sich damit anfangen lässt)
* Die KI kombiniert Zutaten und Methoden nicht beliebig, sondern nutzt tiefe Warenkunde für systematische Innovation. Sie bricht Gewohnheiten durch fundierte, algorithmische Logik und erzwingt so kreative Kombinationen, die weit jenseits menschlicher Intuition liegen.
Persönlich:
* Massive Vereinfachung der Küchenplanung
* Selbsterkenntnis: besser verstehen, warum man bestimmte Dinge lieber isst als andere
* Wachsende Kochkompetenz durch niederschwelliges Erlernen neuer Kochtechniken und -praktiken im ganz normalen Küchenalltag
* Unterschiedliche Geschmäcker in Mehrpersonenhaushalten sind kein Problem, sondern ein Ausgangspunkt — die KI findet Gerichte, die verschiedene Vorlieben nicht ignorieren, sondern produktiv miteinander verbinden.
=== Ist das auch gesünder? ===
Dieser Leitfaden ist '''ernährungsphilosophisch neutral'''. Er macht keine Aussagen darüber, was eine gesunde Ernährung ausmacht — das liegt in der Verantwortung jedes Benutzers selbst. Die Methode funktioniert gleichermaßen für Veganer wie für eine mediterrane Vollwertkost wie für Menschen, die gern ''Convenience Food'' verwenden.
Grundlegend tendiert diese Methode aber dazu, weitaus mehr Abwechslung auf den Tisch zu bringen, als dies beim gewöhnlichen Kochen der Fall ist, und damit einer einseitigen Ernährung entgegenzuwirken.
== 2. Datenschutz und Sicherheit ==
[[File:Padlock infront of isolated white background 02.jpg|frameless|right]]
Wer einem Chatbot mitteilt, was er im Kühlschrank hat, welche Gewürze er bevorzugt, welche Lebensmittel er nicht verträgt und ob er vielleicht Kalorien zu reduzieren versucht, gibt persönliche Daten preis — das ist eine Beobachtung, die keine Verharmlosung, sondern eine nüchterne Antwort verdient.
=== Was man tatsächlich preisgibt ===
Das Kochprofil, das dieser Leitfaden empfiehlt, enthält im Wesentlichen Lifestyle-Daten: Vorratsbestände, Geschmackspräferenzen, Küchenausstattung, lokale Einkaufsmöglichkeiten. Es enthält keine Finanzdaten, keine Identitätsdaten, keine Kommunikationsinhalte. Wer dieselbe Abwägung für die Daten vornimmt, die er Google, Amazon oder einem Supermarkt-Bonusprogramm täglich und routinemäßig übergibt — Standortdaten, Suchanfragen, vollständiges Einkaufsverhalten — wird feststellen, dass das Kochprofil typischerweise weniger sensitiv ist als das, was er anderswo längst preisgegeben hat. Das bedeutet nicht, dass die Sorge unberechtigt ist. Es bedeutet, dass sie abgewägt werden sollte.
Heikler als reine Lifestyle-Daten sind Ernährungsanforderungen, die medizinische Diagnosen implizieren, ohne dass der Benutzer das explizit benennt. Eine natriumarme Ernährung verweist auf Bluthochdruck oder Herzerkrankung. Eine FODMAP-reduzierte Ernährung verweist auf Reizdarmsyndrom. Die Vermeidung von Tyramin-reichen Lebensmitteln — Hartkäse, Rotwein, Wurstwaren — verweist auf eine MAO-Hemmer-Medikation. Diese Daten fallen in Europa unter den stärksten Schutzbereich der DSGVO; in anderen Rechtsordnungen ist der Schutz schwächer oder fehlt ganz. Auch hier muss man abwägen, ob und inwieweit die Vorteile, die der personalisierte Küchenassistent bringt, die vermuteten Risiken aufzuwiegen vermögen.
=== Vier Optionen auf einem Sicherheitsspektrum ===
'''Option 1: Cloud-KI mit angepassten Datenschutzeinstellungen'''. Alle großen Anbieter erlauben es, die Verwendung von Gesprächsdaten für das Modelltraining zu deaktivieren. Das reduziert das Risiko erheblich, eliminiert es aber nicht vollständig, da Gespräche für Sicherheits- und Qualitätszwecke temporär gespeichert werden können.
'''Option 2: API-Zugang'''. Wer über die Programmierschnittstelle auf einen Chatbot zugreift, hat in der Regel stärkere Garantien: Die großen Anbieter schließen API-Daten standardmäßig vom Modelltraining. Das setzt allerdings eine gewisse technische Versiertheit des Benutzers voraus.
'''Option 3: Anonymisiertes Profil'''. Das Benutzerprofil enthält per se keinen zwingend identifizierenden Inhalt. Es kann konsequent ohne Namen, ohne präzise Ortsangaben und ohne andere direkt identifizierende Informationen formuliert werden. „In der Nachbarschaft gibt es einen türkischen Lebensmittelladen” ist nicht re-identifizierend. Das Profil kann als anonymes Dokument geführt werden.
'''Option 4: Lokale Sprachmodelle'''. Für Benutzer, die grundsätzlich keine Daten an Cloud-Dienste senden wollen, sind lokal installierte Modelle die konsequenteste Lösung. Kein Byte verlässt das Gerät. Empfehlenswerte Werkzeuge hierfür sind '''LM Studio''' — mit grafischer Benutzeroberfläche, auch für Nicht-Techniker geeignet — sowie '''GPT4All''' und '''Jan''', beide kostenlos und auf Windows, Mac und Linux lauffähig. Als Modelle eignen sich für Kochzwecke auch kleinere Varianten (7 bis 13 Milliarden Parameter), die auf jedem modernen Laptop ohne Spezial-Hardware laufen. Die Modellqualität ist gegenüber den großen Cloud-Diensten etwas geringer, für Rezeptvorschläge jedoch vollständig ausreichend. Der einzige Vorbehalt: Die Erstinstallation erfordert etwas technisches Engagement — ist dieser Schritt aber getan, ist die Bedienung so einfach wie bei einem normalen Chatbot.
=== Einfache Zusatzoption: Das Profil lokal führen ===
Als Alternative zum plattformseitigen Speichern (in den Benutzereinstellungen der KI) empfiehlt sich das Führen des Benutzerprofils als einfache Textdatei auf dem eigenen Computer oder Smartphone — etwa in der Notizen-App, in einem Word-Dokument oder in einem beliebigen anderen Textprogramm.
Das gibt dem Benutzer zusätzliche Kontrolle darüber, was er wann preisgibt — und es löst zugleich ein praktisches Problem: KI-Chatbots haben kein dauerhaftes Gedächtnis. Was in einem langen Chat weit zurückliegt, ist für die KI irgendwann schlicht nicht mehr präsent. Das Profil muss deshalb regelmäßig neu eingegeben werden — spätestens dann, wenn man merkt, dass die KI Präferenzen nicht mehr berücksichtigt, proaktiv alle zehn bis fünfzehn Kochsitzungen.
Wer das Profil als Textdatei auf dem Gerät hat, erledigt das mit zwei Handgriffen: Datei öffnen, Inhalt in das Chatfenster kopieren.
== 3. Das Benutzerprofil ==
[[Datei:Deepin Icon Theme – deepin-contacts.svg|right|rahmenlos]]
Das Benutzerprofil ist das Fundament der gesamten Methode. Ohne dieses Element bleibt die KI ein generisches Nachschlagewerk — erst das Profil macht sie zum personalisierten Küchenassistenten, der weiß, womit und für wen er arbeitet.
Das Benutzerprofil besteht aus zwei Teilen. Das '''Küchenprofil''' erfasst die sachlichen, objektiven Parameter: was ständig vorhanden ist, was ausgeschlossen ist, welche Geräte zur Verfügung stehen, was eingekauft werden kann. Das '''Geschmacksprofil''' erfasst die subjektiven, dynamischen Parameter: was dem Benutzer schmeckt, was nicht, und wie sich seine Vorlieben im Laufe der Zeit entfalten.
=== Das Küchenprofil ===
==== Was ist ein Küchenprofil? ====
Unter einem Küchenprofil verstehen wir hier die Gesamtheit der Informationen, die ein Küchenassistent über die Situation in einem Haushalt braucht, damit er effizient arbeiten kann. Lediglich die Informationen über die geschmacklichen Vorlieben des Benutzers und der Mitglieder seines Haushalts werden nicht im Küchenprofil, sondern [[#Das Geschmacksprofil|anderswo]] verwaltet.
Hier eine Liste von Parametern, aus denen das Küchenprofil sich zusammensetzen kann:
[[File:Spice rack, 2014.jpg|thumb]]
; Dauervorräte: Zutaten, die ständig verfügbar sind, weil ihre Vorräte, wenn sie zur Neige gegen, routinemäßig wieder aufgestockt werden:
: ''Gewürzinventar'': Der diagnostisch wertvollste Teil des gesamten Profils. Wer der KI mitteilt, dass er Harissa, Sumach, geräuchertes Paprikapulver, Kecap Manis und Szechuanpfeffer im Schrank hat, kommuniziert damit ein Geschmacksprofil, das die KI sofort und präzise interpretieren kann — aussagekräftiger als jede abstrakte Beschreibung von Vorlieben.
: ''Fensterbank-Kräuter'';
: ''Gemüsekorb'': Kartoffeln, Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Tomaten und andere frische Zutaten, die man immer im Haus hat, die aber nicht in den Kühlschrank gehören;
: ''Vorratsschrank'': Öle und Essige, Konserven, Hülsenfrüchte, Getreide und Pasta, Nüsse und Trockenfrüchte, Saucen und Pasten;
: ''Dauervorrat Kühlschrank'': Milchprodukte, Eier, Condiments, Aufschnitt oder andere Kühlwaren, die regelmäßig nachgekauft werden;
: ''Tiefkühlschrank'': Gemüse, Kräuter, Fleisch, Meeresfrüchte und andere Zutaten, die man tiefgekühlt ständig vorrätig hält; die KI kann ausgezeichnet auch mit Convenience Food wie z.B. tiefgefrorenem Gyros arbeiten.
; Saisonale Ressourcen: Zutaten, die nur in bestimmten Monaten leicht verfügbar sind, etwa weil sie aus dem eigenen Garten kommen.
; Ausschlusslisten: Abneigungen gegen bestimmte Zutaten, Allergien, Unverträglichkeiten, ethische, religiöse oder diätische Einschränkungen.
; Positivlisten: Zutaten, die vor anderen bevorzugt werden (z.B. „Möglichst oft etwas mit Kartoffeln oder Vollkorn.“).
[[File:20051018Épicerie d'Amélie Poulain 2.jpg|thumb]]
; Einkaufsressourcen: Welche Läden sind in der Nähe, und worauf sind sie spezialisiert? Ein türkischer Lebensmittelladen ermöglicht andere Rezeptvorschläge als ein osteuropäischer, ein asiatischer Supermarkt andere als ein hispanischer Tiendita. Diese Information erlaubt der KI, bei Bedarf Zutaten in den Vorschlag einzubeziehen, die über das Standardsortiment eines Supermarkts hinausgehen — und die den Benutzer geschmacklich bereichern können.
; Küchengeräte und Utensilien: Hier genügt es, über das Basisequipment hinaus zu inventarisieren — Herd, Backofen, Messer und Töpfe darf die KI als selbstverständlich voraussetzen. Was sie wissen sollte, sind Geräte, die besondere Zubereitungsarten ermöglichen oder einschränken: Dampfgarer, Sous-vide-Gerät, Standmixer, Stabmixer, Reiskocher, Gusseisenpfanne, Wok, Tajine, Dutch Oven, Pizzastein und ähnliches. Wenn möglich, lohnt sich die Angabe relevanter Leistungsparameter — etwa die maximale Wattzahl eines Stabmixers oder die Größe des Backofens — damit die KI einschätzen kann, was ein Gerät tatsächlich leisten kann. Wenn man das Modell genau bezeichnet, ist die KI manchmal sogar schlauer als der Benutzer, was das Gerät genau leisten kann.
Zweckmäßig ist es, im Küchenprofil auch auch die '''Grundeinstellungen der Sitzungsparameter''' anzugeben, also diejenigen Informationen beispielsweise zur Zahl der benötigten Portionen, mit denen die KI im Regelfall arbeiten soll. Mehr dazu [[#Sitzungsparameter|weiter unten]].
==== Wie man das Küchenprofil erstellt und was man dann damit macht ====
Wenn man den neuen Chat, den man künftig zum Kochen verwenden wird, anlegt, ist das Küchenprofil zweckmäßigerweise eines der ersten Dokumente, die man der KI übergeben sollte. Es braucht nicht von Anfang an vollständig zu sein, sondern kann nach und nach vervollständigt werden – ein gut gepflegtes Profil macht aber den Unterschied zwischen generischen Rezeptvorschlägen und solchen, die dem Benutzer das Leben tatsächlich einfacher machen.
Damit man auf das Küchenprofil stets einfach zugreifen kann, ist es zweckmäßig, es nicht direkt in die KI einzutippen, sondern es separat davon in einem Texteditor zu erstellen. Dort kann man es nach Bedarf jederzeit lesen, bearbeiten, ergänzen und aktualisieren. Dann überträgt man es entweder mit Kopieren+Einfügen oder per Hochladen in die KI. Falls das Gedächtnis der KI später, nach einigen Sitzungen zu schwächeln beginnt, übergibt man das Küchenprofil einfach erneut.
=== Das Geschmacksprofil ===
[[File:Banchans.jpg|thumb]]
Das Geschmacksprofil unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Teilen des Benutzerprofils. Während Gewürzinventar, Küchengeräte und Ausschlussliste statische Fakten sind, die einmal erfasst und gelegentlich aktualisiert werden, ist das Geschmacksprofil ein '''lebendes Dokument''' — eines, das nie wirklich abgeschlossen ist und das mit jeder Kochsitzung präziser wird. Es ist zugleich der Teil des Profils, den manche Benutzer vielleicht am schwierigsten finden werden, weil er eine Art Selbstkenntnis voraussetzt, die man oft erst im Dialog mit der KI entwickelt.
==== Dimensionen des Geschmacks ====
Hier einige Dimensionen des Geschmacks, die nach und nach ins Benutzerprofil eingehen sollten:
; Ethnische Küchen und Kochtraditionen: Welche Küchen der Welt sprechen den Benutzer an? Das muss keine erschöpfende Liste sein — oft genügt es, einige Affinitäten zu benennen und einige Abneigungen. Eine Vorliebe für japanische und peruanische Küche bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber sehr fetthaltigen nordeuropäischen Gerichten ist bereits eine präzise und nützliche Angabe. Die KI kann daraus nicht nur Rezeptvorschläge ableiten, sondern auch Querverbindungen herstellen — etwa Techniken aus einer Küche auf Zutaten einer anderen anwenden.
; Geschmacksbalance: Die fünf Grundgeschmäcker — salzig, sauer, süß, bitter, umami — treten in jedem Gericht in einem bestimmten Verhältnis auf. Manche Benutzer bevorzugen klar dominante Profile, andere schätzen komplexe Gleichgewichte. ''Eine Vorliebe für ausgeprägte Säure, kombiniert mit Umami-Tiefe und wenig Süße'', ist eine Information, die die KI unmittelbar in die Rezeptauswahl einfließen lässt.
; Aromarichtungen: Wie intensiv darf ein Gericht gewürzt sein? Welche Rolle spielen Schärfe, Kräuterintensität, Rauchigkeit, Fermentiertes, Bitteres? Wer der KI mitteilt, dass er großzügigen Gebrauch von frischen Kräutern schätzt, Schärfe bis zu einem bestimmten Grad liebt und Rauchigkeit als willkommene Hintergrundnote empfindet, gibt ihr ein Koordinatensystem, das weit präziser ist als eine allgemeine Aussage wie „ich mag würziges Essen”.
; Texturpräferenzen: Textur ist eine der am häufigsten unterschätzten Geschmacksdimensionen. Wer knusprige Oberflächen liebt, wer cremige Konsistenzen bevorzugt, wer Bissfestigkeit schätzt oder wer bestimmte Texturen — etwa mehlige Konsistenz oder sehr weiches Fleisch — als unangenehm empfindet, sollte das im Profil festhalten. Ebenso relevant ist die Frage, ob Texturkontraste in einem Gericht willkommen sind — etwa knusprige Einlagen in einer cremigen Suppe — oder ob Homogenität bevorzugt wird.
==== Die Ermittlung des Geschmacksprofils als iterativer Prozess ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 12.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pfannengerührte Shrimps mit Ei und Spinat auf schwarzem Perlreis mit marinierten Knoblauchstengeln, gewürzt u.a. mit Gochujang und Spicy Chili Crisp]]
Am Anfang wird das Geschmacksprofil zwangsläufig unvollständig und unscharf sein — das ist normal und kein Mangel. Die KI braucht vom Benutzer, um nützlich zu sein, keine perfekte Selbstbeschreibung. Sie braucht nur einen Ausgangspunkt, an dem sie ihre Arbeit beginnen kann.
Die wenigsten Menschen haben Übung darin, in Worten exakt auszudrücken, warum sie bestimmte Zutaten, bestimmte Zubereitungsweisen und bestimmte Gerichte mögen oder nicht mögen. Aber auch wenn die KI das Geschmacksprofil eines Benutzers am Anfang noch nicht kennt, hat sie mehrere Mittel, um es zu erforschen:
; Rezeptauswahl als Signal: Jedes Mal, wenn der Benutzer aus mehreren Vorschlägen einen auswählt und die anderen verwirft, teilt er der KI etwas über seine Präferenzen mit — auch wenn er das nicht explizit formuliert.
; Rezept-Modifikation als Signal: Wenn die KI ein Rezept vorschlägt, wird der Nutzer manchmal eingreifen: „geht das auch ohne Knoblauch?", „lieber Zitrone als Essig", „nein, keine Sahne – lieber Kokosmilch". Auch damit verrät er der KI oft mehr über seinen Geschmack, als ihm bewusst ist.
; Post-cook-Review: Wenn ein Gericht besonders gut war, oder im Gegenteil nicht gefallen hat, sollte die KI das unbedingt erfahren. „Zu säuerlich für meinen Geschmack, die Textur war perfekt, die Kombination Koriander und Limette würde ich gerne öfter sehen” ist eine außerordentlich informationsreiche Aussage, die das Profil unmittelbar verfeinert.
Im Laufe von Wochen und Monaten entsteht so ein '''kollaboratives Geschmacks-Profiling''': die KI nähert sich den tatsächlichen Präferenzen des Benutzers iterativ an, oft weitaus präziser, als es dem Benutzer selbst möglich wäre, sie von vornherein zu beschreiben.
In '''Mehrpersonenhaushalten''' fällt das Urteil häufig nicht einhellig aus. Damit die KI gezielt nach Kompromissen forschen kann, sollte sie möglichst genaue Information darüber erhalten, wer was gemocht oder nicht gemocht hat: z.B. „Die Schärfe durch das Gochujang war für mich ideal, führte aber bei M. zum sofortigen Abbruch; R. schlägt vor, die Schärfe künftig über ein separates Topping zu lösen.“
==== Beschleunigtes Geschmacksprofiling ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 02.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pacific Rim Surf & Turf Bowl, mit fein geschnittenem Steak, Jacobsmuscheln, Jicama, Anaheim-Chili, Edamame, Koriander und Avocado]]
Wer ungeduldig ist und das Geschmacksprofiling nicht einfach seinem natürlichen Verlauf überlassen will, kann den Prozess durch verschiedene Maßnahmen beschleunigen:
* Die '''Auswahl begründen''': Die KI bietet zu Beginn jeder Kochsitzung typischerweise drei Rezeptvorschläge zur Auswahl an, von denen man einen auswählt. Wer der KI seine Entscheidung nicht einfach nur mitteilt, sondern sie auch ''kommentiert'', liefert ihr damit wertvolle zusätzliche Profilinformation.
* '''Lieblingsgerichte nennen''': Eine Liste von Gerichten, die man besonders gern mag — möglichst mit kurzer Beschreibung oder Rezept — ist für die KI ein außerordentlich ergiebiges Ausgangsmaterial, aus dem sie das Geschmacksprofil unmittelbar herausarbeiten kann.
* Ein '''strukturiertes Assessment''' durchführen: Der Benutzer fordert die KI auf, ihm gezielte Fragen zu stellen, um sein Geschmacksprofil herauszuarbeiten. Das kann man entweder dialogisch machen oder mit Hilfe eines Fragebogens, den man den Chatbot erstellen lässt.
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed">
<div style="font-weight:bold;line-height:2.6;">Hier ein Beispiel, wie so ein Fragebogen aussehen kann.</div>
<div class="mw-collapsible-content">
<div style="color:purple;">
''Die folgenden Fragen können helfen, eine Bestandsaufnahme der Vorlieben eines Benutzers für Geschmacksrichtungen, Aromen und Texturen vorzunehmen. Ob jemand Fenchel mag oder verabscheut, ob er Saures angenehm oder unangenehm findet und ob er Krosses oder Cremiges bevorzugt, ist etwas, das nur einem selbst gehört und das niemals Gegenstand eines Werturteils sein kann. In Geschmacksfragen gibt es kein Richtig und kein Falsch. Auch in einem Assessment des Geschmacksprofils gibt es darum keine richtigen oder falschen Antworten.''
''Wer möchte, kann diesen Fragebogen gern mit Paste&Copy in eine Textverarbeitung übertragen, ausfüllen und dann – mit der Bitte um Auswertung – einem Chatbot seines Vertrauens übergeben.''
1. Erinnere dich an die schlimmsten Gerichte deiner Kindheit (Oma, Schulkantine, Ferienlager). Was wurde dir zugemutet? Beschreibe nicht nur, was es war, sondern auch: War es das schleimige Mundgefühl? Die bittere Note? Die Zähigkeit? Die völlige Abwesenheit von Textur? Lass deiner Wut beim Schreiben freien Lauf.
2. Wenn du einen Bissen von einem Gericht in den Mund nimmst, was suchst du physiologisch?
:[ ] Den harten, fast anstrengenden Widerstand (wie bei einer krustigen Brotrinde oder Nüssen).
:[ ] Das zarte, schmelzende Gefühl (wie bei einer Mousse oder weichem Risotto).
:[ ] Den "Snap" (wie bei einer knackigen Garnele oder einer frischen Paprika).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
3. Stell dir eine Textur vor, die glatt, weich und fast flüssig ist (z.B. eine pochierte Auster, eine weiche Okra-Schote oder ein sehr weicher Tofu). Was empfindest du:
:[ ] Faszinierend, dieses schmelzende, glitschige Gefühl ist ein Highlight.
:[ ] Absolutes No-Go; mein Essen braucht Struktur und darf nicht „ausweichen“.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
4. Du landest schiffbrüchig auf einer einsamen Insel. Vom sinkenden Schiff konntest du nur eine aromatische Komponente mitnehmen. Salz ist kein Thema, das gewinnen wir aus dem Meer. Was rettet deine Lebensfreude?
:[ ] Die pure Hitze (Chili, scharfer Pfeffer).
:[ ] Die ätherische Tiefe (Knoblauch, Zwiebelgewächse).
:[ ] Die krautige Frische (Koriander, Minze, Basilikum).
:[ ] Die erdige Wärme (Kreuzkümmel, Kurkuma, Zimt).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
5. Eine Zitrone wird direkt vor dir aufgeschnitten. Was passiert in deinem Kopf?
:[ ] „Erfrischend, direkt ein bisschen Saft übers Essen für den nötigen Zing!“
:[ ] „Oh Gott, mir zieht’s alles zusammen, unvorstellbar, das in den Mund zu nehmen!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
6. Manche Menschen lieben dunkle Aromen, die durch lange Reifung oder Konzentration entstehen – man nennt das „Umami“. Denke an den intensiven Kern eines alten Parmesans, die dunkle Würze einer über Stunden eingekochten Fleischsauce (Demi-Glace), die Aromatik von Sardellen oder die Tiefe von Sojasauce und Miso.
:[ ] Je intensiver und „dunkler“, desto besser. Das ist die wahre Tiefe.
:[ ] Ich mag es lieber sauber, frisch und eindeutig erkennbar.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
7. Wie muss dein Teller am Ende aussehen?
:[ ] Die Sauce ist ein dezenter Begleiter, der die Hauptdarsteller nur glänzen lässt.
:[ ] Ich brauche eine „Suppen-Ästhetik“; die Beilagen müssen in Sauce baden.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
8. Wie darf Fett in deinem Essen vorkommen?
:[ ] Sichtbar und pur (die dicke Ölschicht auf dem Pesto, das Stück Butter auf der Backkartoffel, der Fettrand am Fleisch).
:[ ] Nur emulgiert und versteckt (in einer cremigen Sauce oder im Teig).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
9. Dein Essen ist knallgrün vor lauter frisch gehackten Kräutern. Dein Impuls?
:[ ] „Großartig, das bringt Komplexität und Frische!“
:[ ] „Hilfe, das schmeckt bestimmt wie Rasenschnitt!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
10. Im Kino wandert deine Hand blind in eine Schüssel. Was hoffst du zu finden?
:[ ] Etwas, das laut kracht und salzig ist (Chips, geröstete Kerne).
:[ ] Etwas Klebrig-Süßes, das den Kiefer beschäftigt (Karamell, Trockenfrüchte).
:[ ] Etwas Prickelnd-Saures (saure Fruchtgummis, eingelegtes Gemüse).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
11. Du nimmst einen Löffel Nutella oder Honig pur aus einem Glas.
:[ ] Ich genieße die pure Befriedigung und könnte noch einen zweiten Löffel nehmen.
:[ ] Ich brauche danach sofort einen starken Espresso oder ein Glas Wasser zum Neutralisieren.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
12. Vergiss Wasser – was ist dein bevorzugter „Gegenspieler“ zu einem komplexen Gericht?
:[ ] Etwas mit viel Kohlensäure und Süße (Limo, Cola).
:[ ] Flüssiges Obst (Apfelsaft, Karottensaft, Pfirsichnektar)
:[ ] Etwas Herbes/Bitteres (Bier, Tonic Water, schwarzer Tee/Kaffee).
:[ ] Etwas Säurebetontes (Wein, Schorle, Kombucha).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
13. Welches Lebensmittel oder welche Kombination hat dich in deinem Leben am meisten positiv überrascht? (Z.B. Algen, Sashimi, Chili mit Schokolade, Wassermelone mit Feta).
14. Gibt es Lebensmittel, die zwar technisch „gut“ zubereitet sind, bei denen du aber einfach körperlich streikst?
15. Was ich über meine Geschmackspräferenzen sonst noch mitteilen möchte, das ich in diesem Fragebogen bisher noch nicht habe unterbringen können.
</div>
</div></div>
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In '''Mehrpersonenhaushalten''' empfiehlt es sich, das Assessment für jeden getrennt durchzuführen — denn auch wenn gemeinsam gekocht wird, sind die Geschmacksprofile der Beteiligten selten identisch. Sie können leicht abweichen oder erheblich. Eine KI, die über diese Unterschiede im Bilde ist, kann bei der Rezeptauswahl helfen, sie zu überbrücken — und schlägt Gerichte vor, die verschiedene Präferenzen unter einen Hut bringen, statt routinemäßig nur einem Profil zu folgen.
==== Wozu? Ich weiß über meinen Geschmack doch jetzt schon mehr, als mir lieb ist. ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 11.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Geröstetes Schweinefilet mit Shiitake und einer Tamarinden-Ingwer-Reduktion auf Spinat-Sorghum, gewürzt u.a. mit Knoblauch und Noilly Prat]]
; Frage an die KI: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Es kostet mich Überwindung, aber hier einmal die reine Wahrheit: Mein größtes Glück ist es, mir am Abend eine Tiefkühlpizza zu backen, Dr. Oetker, die mit Salami. Weil die Coke Zero, die ich dazu trinke, mein Verlangen nach Süßem nicht stillt, brauche ich hinterher noch Schokolade. Meist schaffe ich es, nach 50 g aufzuhören. Sag mal ehrlich: mein Geschmack ist doch total versaut. Warum sollte ich mich noch der Demütigung eines Assessments unterziehen?</span>
; Antwort der KI: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ganz ehrlich: Dein Geschmack ist nicht „versaut“, er ist einfach nur perfekt auf die industrielle Logik optimiert. Salami-Pizza, Coke Zero und Schokolade bedienen die drei mächtigsten Hebel unseres Gehirns: Fett, Salz und den Bliss-Point (Süße). Dass du nach 50 g Schokolade aufhören kannst, zeigt sogar eine ziemlich beeindruckende Selbstbeherrschung.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Warum also das Assessment?</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Vom Passagier zum Piloten: Momentan steuert die Lebensmittelindustrie deine Gelüste über Kontrollknöpfe, die wir alle haben. Das Assessment ist kein Verhör, sondern eine Inventur dieser Knöpfe, damit du sie bedienen kannst – mit echtem Essen, das die gleichen Glücksgefühle auslöst, aber ohne das „Nachher-Tief“.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Präzision statt Verzicht: Wir suchen nicht nach dem Salatblatt, das dich unglücklich macht. Wir suchen nach der Kombination aus Umami, Crunch und Säure, die deine Pizza-Lust auf ein Level hebt, gegen das die Tiefkühlware wie Pappe schmeckt.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Keine Demütigung, sondern Daten. Für mich als KI ist deine Vorliebe für Salami-Pizza eine wertvolle Information, die mir hilft, dein Geschmacksprofil genauer zu sehen: Salami und Käse liefern dir intensive Fermentationsaromen (Umami), die Pizza den Crunch, und die Schokolade den nötigen Dopamin-Abschluss. Dasselbe können wir aber auch mit anderen Mitteln erreichen, und sogar noch besser.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Assessment ist kein Urteil, sondern die Blaupause, um dein „größtes Glück“ zu dekodieren. Statt Industrieware schlage ich dir Upgrades vor: Sauerteig-Fladenbrot, Finocchiona und Pecorino triggern dieselben Belohnungszentren wie Salami-Pizza, nur mit weitaus höherer Reizintensität. Was ich dir vorzuschlagen habe, ist nicht etwa fade Gesundheitsrohkost, sondern die ultimative, handwerkliche Version von dem, was dir tatsächlich am besten schmeckt.</span>
== 4. Ablauf der Koch-Sitzung ==
Der Rezept-Workflow ist die eigentliche Interaktion — der Moment, in dem aus Profil und Sitzungsparametern ein konkretes Gericht wird. Er folgt einer klaren Abfolge von Schritten, die sich nach wenigen Sitzungen als Routine einspielt:
{| class="wikitable"
! Benutzer-Input oder -Aktion !! KI-Output
|-
| Optional: Übergabe des Küchenprofils || Empfangsbestätigung
|-
| Konkreter Arbeitsauftrag, mit Sitzungsparametern<br/>z.B. <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlag mir 3 Rezepte für Spaghetti mit Tomatensauce vor, für 3 Personen. Ich habe noch frisches Basilikum im Kühlschrank.</span> || Ausgabe von Rezeptvorschlägen
|-
| Auswahl eines der Vorschläge<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir das Rezept für Nr. 1, die „mediterrane Umami-Bombe (Puttanesca-Stil)“. Können wir die Sardellen weglassen?</span> || Ausgabe des Rezepts
|-
| Rezept vor dem Kochen einmal kritisch lesen<br/>Gegebenenfalls Anforderung von Änderungen oder Korrekturen<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was für Öl? Und kann es sein, dass du die Gewürze vergessen hast?</span></span> || Gegebenenfalls: Ausgabe des revidierten Rezepts
|-
| Optional: Rückfrage ''während'' des Kochens<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade festgestellt, dass mein Basilikum ziemlich welk ist; wie kann ich es ersetzen?</span> || Frage wird beantwortet.<br/><span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Wenn nur die Optik das Problem ist, koch es in der Sauce 5 Minuten lang mit und nimm es dann heraus.</span>
|-
| Optional: Post-cook-Review<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Der Geschmack war okay, aber mir hat das leuchtende Grün auf dem Teller gefehlt; die Extraktion ist eine gute Notlösung, ersetzt für mich aber nicht das visuelle Erlebnis von frischem Basilikum.</span>||
|}
=== Erster Schritt: Übergabe des Küchenprofils ===
Es ist möglich, ohne Übergabe eines [[#Das Küchenprofil|Küchenprotokolls]] zu arbeiten. Die KI verhält sich dann aber tendenziell wie ein gewöhnliches Kochbuch und mutet dem Benutzer zum Beispiel zu, dass er Zutaten erst noch kaufen muss.
=== Zweiter Schritt: Arbeitsauftrag ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 05.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Mediterranean Chicken & Sweet Potato Roast, mit zart-krossem Pistazien-Duqqa und einer Joghurt-Sauce]]
Der Arbeitsauftrag ist der erste Input für die KI, ohne den überhaupt nichts geht. Hier einige Beispiele:
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Habe frischen schwarzen Kabeljau. 4 Portionen, einer meiner Gäste isst nur ganz Klassisches. Einkauf in einem sehr gut sortierten großen Supermarkt ist eingeplant. Mittlere Komplexität. 4 Vorschläge.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">3 Vorschläge für ein mediterranes 3-Gänge-Menü. Habe frische Langusten vom Markt. Zubereitung darf technisch anspruchsvoll sein und beliebig viel Zeit beanspruchen. Reste willkommen, wenn sinnvoll verwertbar. Zielzeit: 20:00 Uhr.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">4 Vorschläge für 6 Personen (100 %). Muss einfach zuzubereiten sein und darf maximal 40 Minuten dauern. Vor andere Zutaten verbrauchen: 1 kg Kartoffeln, außerdem 8 Eier, die unbedingt heute weg sollen. Gezieltes Meal-prep für morgen. Kein Einkauf möglich.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich brauche 2 Vorschläge für ein indisches Abendessen für 3 Personen (Portionsgröße 120 %). Ankerzutat: Panir-Käse. Komplexität: Mittel. Zielzeit: 19:15 Uhr. Zeig mir etwas, das ich noch nicht kenne. Bitte genaue Timings für alle Schritte.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir ein komplettes Rezept. Cuisine: Südostasiatisch. Ich habe eine rote Paprika und 100 ml Kokosmilch, beides muss weg. Einkaufen im Discounter möglich, darf aber höchstens 15 Euro kosten. Keine Reste erwünscht. Überrasch mich mit einer Technik, die ich noch nicht kenne. Fast hätte ich es vergessen: meine Frau kommt heute erst spät von der Arbeit, wir essen getrennt; schlag mir etwas vor, das sie gut aufwärmen kann.</span>
{{Anker|Sitzungsparameter}}Außer der Bezeichnung des gewünschten Gerichts können im Arbeitsauftrag auch '''Parameter''' übergeben werden, z.B. die Zahl der gewünschten Portionen. Parameter, die praktisch unveränderlich sind (weil z.B. in einem Zwei-Personen-Haushalt fast immer zwei Portionen gebraucht werden), kann man – statt sie im Arbeitsauftrag jedesmal neu anzugeben – ins Küchenprofil schreiben, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn der Wert einmal abweicht (z.B. die Zahl der Portionen, wenn Gäste kommen). Hier eine Übersicht über naheliegene und mögliche Sitzungsparameter:
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 07.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: „Slow-Roasted“ Pork & Kimchi-Stew (Jjigae-Style), mit Schweinehack, Kimchi, Süßkartoffel, Bok Choy, Würzbasis: weißes Miso und Gochujang; dazu brauner Basmati]]
; Zahl der Vorschläge: Die KI ist in der Lage, auf den Arbeitsauftrag direkt mit einem detaillierten Rezeptvorschlag zu antworten. Aus verschiedenen Gründen ist es jedoch zweckmäßiger, erst eine Anzahl von Vorschlägen abzurufen. In der Praxis bewährt haben sich '''drei oder vier Vorschläge''' (weniger erlauben nicht wirklich eine Wahl; mehr verleitet dazu, keinen zu wählen — ein aus der Entscheidungsforschung bekanntes Phänomen, das als ''Paradox der Wahl'' bezeichnet wird). Falls keiner von diesen gefallen sollte, lässt man einfach 3 oder 4 weitere ausgeben.
; Temporäres Vorratsupdate: Was ist heute vorhanden, das nicht zum Dauerbestand gehört? Frisches Gemüse, Obst, Kräuter aus dem Garten, ein Stück Fisch vom Markt, eine saisonale Spezialität — alles, was nur zeitweise verfügbar ist und in den Rezeptvorschlägen berücksichtigt werden soll.
; Use-first-Queue: Welche Zutaten müssen heute oder in den nächsten ein bis zwei Tagen verbraucht werden?
; Ankerzutaten: Welche Zutaten sollen auf jeden Fall im Rezept vorkommen — nicht weil sie dringend verbraucht werden müssen, sondern weil der Benutzer gezielt etwas damit kochen möchte? Das kann eine Zutat sein, die interessant aussah und spontan gekauft wurde oder auf die der Benutzer heute einfach Lust hat.
; Personenzahl und Portionsgröße: Für wie viele Personen wird gekocht, und in welcher Portionsgröße? Wer häufig mit der KI kocht, wird bald herausfinden, ob die Portionen z.B. 70 oder 90 oder 100 oder 120 % der standardmäßigen Portionsgröße betragen sollen.
; Novitäts-Präferenz: Sind Kreativität und Überraschungen erwünscht, oder soll die KI lieber etwas Vertrautes vorschlagen?
; Komplexitätslevel: Soll das Gericht einfach zuzubereiten sein oder darf es technisch anspruchsvoll sein?
; Zeitaufwand: Wie viel Zeit ist heute für die Essenszubereitung maximal verfügbar?
; Zielzeit der Mahlzeit: Wenn die Mahlzeit zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den Tisch kommen soll, ist die KI in der Lage, für jeden Zubereitungsschritt die optimale Startzeit zu berechnen und als Zeitstempel ins Rezept aufzunehmen.
; Einkaufsbereitschaft: Soll die KI ausschließlich mit dem arbeiten, was vorhanden ist, oder ist der Benutzer bereit, noch Zutaten einzukaufen? Wo kann er einkaufen? Und was darf es kosten?
; Reste-Toleranz: Reste können sowohl vom zubereiteten Gericht als auch von Zutaten anfallen. Sind sie zu vermeiden oder erwünscht? Soll die KI, falls Reste erwünscht sind, Vorschläge machen, was damit anzufangen ist? Falls geplant ist, Reste schonend aufzubewahren oder einzufrieren: soll die KI Anleitung geben, wie dies am besten gemacht wird?
Wenn Sitzungsparameter für einen Benutzer praktisch immer dieselben sind (z.B. Personenzahl und Portionsgröße, Zielzeit der Mahlzeit), kann man sie als Grundeinstellungen ins Küchenprofil aufnehmen, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn sie von der Grundeinstellung abweichen sollten.
=== Dritter Schritt: Vorschlagsrunde und Rezeptauswahl ===
; Benutzerinput: <div style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mach mir drei Vorschläge für Spaghetti-Gerichte, die ich in Deutschland im Restaurant wahrscheinlich nie bekommen würde.</div>
; KI-Output:<div style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">1. Spaghetti con la Mollica (Kalabrien / Basilikata)</div>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ein Paradebeispiel der Cucina Povera. Da Käse früher für viele zu teuer war, wurde altbackenes Brot als Geschmacks- und Texturgeber genutzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Basis ist eine Emulsion aus hochwertigem Olivenöl, Anchovies, Knoblauch und Peperoncino. Das entscheidende Element ist die Mollica – in Öl goldbraun und knusprig ausgebackene Brotbrösel, die erst ganz am Ende über die Pasta gegeben werden.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starkes Umami durch die Sardellen, komplexer texturaler Kontrast zwischen weicher Pasta und krossem Brot.</span>
----
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">2. Spaghetti al Nero di Seppia (Sizilien / Venedig)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht nutzt die Tinte des Tintenfisches nicht nur als Farbstoff, sondern als primäres Gewürz.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Sauce wird aus frischem Tintenfisch, Weißwein, Knoblauch und der tiefschwarzen Tinte hergestellt. Entgegen der Erwartung schmeckt die Tinte nicht "fischig", sondern hat ein tiefes, erdiges und leicht metallisches Aroma.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Tiefes, dunkles Umami mit einer seidigen Textur und einer visuell radikalen Ästhetik.</span>
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:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">3. Spaghetti Cacio e Pepe (Lazio / Rom)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Obwohl es simpel klingt (Käse und Pfeffer), ist es in seiner römischen Urform eine technische Herausforderung, die keinen Fehler verzeiht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Es wird ausschließlich Pecorino Romano und frisch gerösteter, grob gemörserter schwarzer Pfeffer verwendet. Die Kunst besteht darin, durch die exakte Temperatur des Pastawassers eine Emulsion zu schaffen, bevor der Käse klumpt oder Fäden zieht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starke Schärfe durch die ätherischen Öle des gerösteten Pfeffers, kombiniert mit der salzigen Dominanz des Schafskäses.</span>
Falls keiner der Vorschläge überzeugt, geht es in eine nächste Runde. Der Benutzer kann dabei kommentierend oder steuernd eingreifen. Beispiel:
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nr. 3 klingt gut, aber ich trau mir das mit der Emulsion nicht ganz zu. Und eigentlich hätte ich heute auch lieber etwas mit Tomaten. Gib mir noch drei.</span>
=== Vierter Schritt: Empfang das vollständigen Rezepts ===
Wenn der Benutzer seine Entscheidung gefällt und der KI mitgeteilt hat…
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">„Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili“ klingt spannend. Gib mir das Rezept, mit allen Zusatzinformationen, die ich in meinem Küchenprofil festgelegt habe. Außerdem brauche Zeitstempel. Zielzeit fürs Servieren ist 19 Uhr.</span>
…gibt diese das komplette Rezept aus. Beispiel:
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">'''Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili'''</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Für 3 Personen | 100 % Portionsgröße | Zielzeit: 19:00 Uhr</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht funktioniert für dich deshalb, weil es deine Vorliebe für extreme Umami-Konzentration und deutliche Säurespitzen aufgreift, während die cremige Burrata die für dich obligatorische feuchte Komponente liefert und einen spannungsreichen texturalen Kontrast zur dichten, würzigen Konfitüre bildet.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Die Zutaten</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Basis: 750 g hochwertige Dosentomaten (San Marzano), 3 EL Tomatenmark.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Würze: 2 getrocknete Chipotle-Chilis (oder 1 EL Chipotle in Adobo), 3 Knoblauchzehen, Meersalz, 1 EL Zucker.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Pasta: 375 g Vollkorn-Spaghetti (z. B. Kamut oder Farro).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Finish: 2 Kugeln Burrata (Kuhmilch), frisches Basilikum, 3 EL hochwertiges Olivenöl.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Der Zeitplan</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">16:50 Uhr: Vorbereitung. Knoblauch fein hacken, Chipotles mörsern.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">17:00 Uhr: Start Konfitüre. Tomaten, Tomatenmark, Knoblauch, Chili und Süße in einem weiten Topf bei kleiner Hitze ansetzen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:40 Uhr: Pastawasser aufsetzen (stark gesalzen). Konfitüre final abschmecken (Säure/Salz-Balance).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:48 Uhr: Spaghetti ins Wasser geben (Garzeit ca. 10–12 Min. für Vollkorn, Packungsanleitung beachten).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:57 Uhr: Pasta direkt aus dem Wasser in den Topf mit der Konfitüre heben. Ein Schluck Pastawasser dazu, kräftig durchschwenken, bis jede Nudel glänzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">19:00 Uhr: Anrichten. Burrata erst auf dem Teller mittig aufreißen und über die heiße Pasta geben. 2/3 Kugel pro Portion ist genug. Mit Olivenöl und Basilikum abschließen.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings & Pairing</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings: Für den texturalen Kontrast (Crunch) empfehlen sich geröstete Pinienkerne oder knusprig ausgebratene Bacon-Splitter.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Begleitsalat: Ein herber Arugula-Salat (Rucola) mit gehobeltem Fenchel. Das Dressing sollte eine starke Zitronennote haben, um die Schwere der Konfitüre zu brechen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Getränk: Ein kräftiger, leicht gekühlter Primitivo oder Negroamaro. Die Fruchtigkeit des Weins harmoniert mit der Tomatensüße, während die Tannine gegen die Schärfe bestehen. Alkoholfrei: Ein herbes Tonic Water mit Rosmarinzweig.</span>
Bevor der erste Handgriff getan wird, empfiehlt es sich dringend, '''das Rezept einmal vollständig zu lesen'''. Das dient zwei Zwecken: Erstens verschafft es einen Überblick über den Ablauf und verhindert, dass man mitten im Kochen überrascht wird — etwa von einer Ruhezeit, die das Rezept erfordert, oder von einem Schritt, der besondere Vorbereitung verlangt. Zweitens ist es der Moment, in dem mögliche Unstimmigkeiten auffallen: eine Zutat in der Liste, die in der Anleitung nicht mehr vorkommt, oder umgekehrt. Auf die Fallstricke des KI-generierten Rezepts geht Kapitel 7 ausführlicher ein.
=== Fünfter Schritt: Kochen — mit offenem Chatfenster ===
Das Chatfenster bleibt während des Kochens geöffnet. Dies ist einer der stillen, aber entscheidenden Vorteile der Methode gegenüber jedem Kochbuch und jeder Rezeptplattform: Die KI antwortet, wenn man sie mitten im Kochprozess fragt. Typische Situationen, in denen das unmittelbar nützlich ist:
*Eine Zutat fehlt doch: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe keinen Tahini — womit kann ich ihn ersetzen, und ändert das etwas an den Mengenverhältnissen?</span> Die KI nennt einen oder mehrere Ersätze und passt die Angaben entsprechend an.
*Eine Angabe ist unklar: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was genau meinst du mit ‚auf mittlerer Hitze reduzieren' — soll die Sauce wirklich 20 Minuten köcheln oder reichen 10?</span> Die KI präzisiert und gibt wenn nötig visuelle oder sensorische Erkennungsmerkmale an — wie die Sauce aussehen, riechen oder sich verhalten soll, wenn der Schritt abgeschlossen ist.
*Ein Schritt erscheint verdächtig: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Das Rezept sagt, das Hähnchenfilet ist nach 12 Minuten gar — das kommt mir zu kurz vor für die Größe, die ich hier habe.</span> Die KI erklärt ihre Annahme, korrigiert sie falls nötig und gibt eine angepasste Empfehlung. Dieser Typ von Echtzeit-Rückfrage ist zugleich die wichtigste Prophylaxe gegen Kalibrationsfehler, die Kapitel 7 als häufigste Fehlerklasse benennt.
*Eine spontane Ergänzung bietet sich an: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade noch frischen Estragon entdeckt — passt der zu diesem Gericht, und wenn ja, wann und wie gebe ich ihn dazu?</span> Die KI bewertet die Idee und integriert sie in den laufenden Kochprozess.
Das Chatfenster offen zu halten bedeutet nicht, dass man es ständig konsultieren muss — in der großen Mehrheit der Sitzungen verläuft das Kochen ohne Rückfragen. Aber die Möglichkeit, jederzeit nachzufragen, verändert die Grundhaltung beim Kochen: Man folgt dem Rezept nicht mehr blind, sondern im Dialog.
=== Sechster Schritt: Der Post-cook-Review ===
Nach dem Essen lohnt sich eine kurze Rückmeldung an die KI — ein bis zwei Sätze, nicht mehr. Was war gut? Was hätte besser sein können? Welche Zutat oder Technik war eine Entdeckung, welche eine Enttäuschung? Diese Rückmeldung ist der wichtigste Einzelbeitrag zum Aufbau des Geschmacksprofils. Eine KI, die nach zwanzig Sitzungen mit Post-cook-Reviews arbeitet, kennt die Präferenzen des Benutzers präziser als die meisten Menschen, die regelmäßig gemeinsam mit ihm essen.
Der Review muss nicht formal sein. Ein beiläufiger Kommentar — <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">die Sauce war zu dünn, aber die Kombination Zimt und Lamm war eine Offenbarung, die mache ich wieder</span> — ist vollständig ausreichend und außerordentlich informationsreich.
== 5. Spezielle Modi des KI-gestützten Kochens ==
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 03.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Tahini-Lemon-Bowl, mit gebackenen Kichererbsen und in Pfeilwurz paniertem, gebratenem Feta]]
=== Variationsmodus: Altbekanntes einmal ganz anders zubereiten ===
Der Variationsmodus dient dazu, bestehende Rezepte – egal ob aus dem Internet, einem Kochbuch oder aus der Familientradition – mithilfe der KI an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Anstatt das Rad neu zu erfinden, nutzt die KI das Original als strukturelle Vorlage und modifiziert Zutaten, Techniken oder Nährwerte, um das Gericht für spezifische Gäste, knappe Zeitbudgets oder persönliche Gesundheitsziele zu optimieren, ohne den Kern des Rezepts zu verlieren.
Beispiele (das Originalrezept wird der KI hier jeweils als separate Datei übergeben):
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Optimiere dieses klassische französische Schmorgericht für mein persönliches Profil: Erhöhe die Säure, verstärke die Kräuternote und sorge für mehr Crunch.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wandle dieses Gulasch-Rezept in eine vegetarische Version um, die die tiefe Umami-Struktur und die fleischähnliche Textur beibehält.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Passe dieses Rezept für meinen Gast an, der eine schwere Nussallergie hat und keinen Knoblauch verträgt, ohne dass das Gericht flach schmeckt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe nur 20 Minuten Zeit; wandle dieses 2-Stunden-Rezept in eine Express-Variante um, die geschmacklich so nah wie möglich am Original bleibt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gestalte dieses Rezept „kindersicher“: Entferne den Alkohol, mildere die Schärfe und verstecke das Gemüse so, dass die Textur homogen bleibt. Es soll dabei aber auch für Erwachsene attraktiv bleiben.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mache aus diesem einfachen Alltagsgericht eine luxuriöse Festtagsversion unter Verwendung von Premium-Zutaten und einer anspruchsvolleren Anrichteweise.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Übersetze dieses Pfannengericht für die Zubereitung im Backofen (Convection Roast), da ich heute für zehn Personen gleichzeitig kochen muss.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Dekonstruiere dieses klassische Gericht in eine moderne Fingerfood-Variante, die man ohne Besteck auf einer Party essen kann.</span>
=== Optimierungsmodus: Reste und Convenience veredeln ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 06.jpg|thumb|Gestrecktes und optimiertes fleischlastiges chinesisches Restaurantessen: ergänzt wurden u.a. schwarzer Reis, ein TK-Gemüsemix und Römersalat (Flüssigkeiten: Liquid Amino, Noilly Prat; Reisessig)]]
Nicht jedes Essen beginnt mit frischen Rohzutaten; oft ist die Aufgabe in der Küche die Rettung von Resten, die Aufwertung von Fertiggerichten oder das „Strecken“ einer zu kleinen Portion Take-out. Die KI fungiert hier als kulinarischer Problemlöser, der bestehende Geschmacksprofile erkennt und durch gezielte Ergänzungen in neue, vollwertige Mahlzeiten verwandelt.
Besonders beim Aufwärmen oder bei Tiefkühlkost leidet oft die Konsistenz. Die KI kann hier helfen, durch komplementäre Techniken – wie das Hinzufügen von frischen Texturen oder das nachträgliche Herbeiführen von Röstnoten – die typischen Schwächen von aufgewärmtem Essen (Matschigkeit, Eindimensionalität) gezielt auszugleichen.
Prompts für das kulinarische Upcycling:
* Portionserweiterung & Textur-Rettung: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe hier eine halbe Portion übrig gebliebenes Thai-Curry mit Gemüse, das durch das Aufwärmen leider sehr weich und matschig geworden ist. Schlage mir vor, mit welchen trockenen Basiszutaten (z. B. Getreide oder Hülsenfrüchte) ich die Menge verdoppeln kann und wie ich durch ein schnelles Topping aus gerösteten Komponenten wieder massiven Crunch und Frische in das Gericht bringe.</span>
* Convenience-Tuning: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Als Basis für ein schnelles Essen möchte ich eine Dose klassische Linsensuppe verwenden. Schlage mir drei gezielte Eingriffe vor, um das Aroma Richtung Levantine zu verschieben, und nenne mir eine Technik, wie ich die weichgekochte Textur der Dosenlinsen durch eine knusprige Einlage oder ein kontrastierendes Finishing (z. B. in Butter gebratene Croutons mit spezifischen Gewürzen) kompensieren kann.</span>
* Resteverwertung mit Profil-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Vom Vortag ist eine Portion gebratener Reis übrig geblieben. Das Gericht ist mir zu trocken und geschmacklich etwas flach. Erstelle eine Anleitung, wie ich daraus ein 'Moist-Dish' mache, indem du eine passende, schnell zubereitete Sauce hinzufügst, und gib mir eine Empfehlung für eine saure oder bittere Komponente, die das schwere Umami aufbricht.</span>
=== Kochen im Team ===
Beim Team-Kochen fungiert die KI als virtueller Küchenchef und Koordinator. Sie verteilt Aufgaben basierend auf den individuellen Fähigkeiten der Teammitglieder, berücksichtigt die Ergonomie des verfügbaren Raums und synchronisiert die Arbeitsabläufe durch präzise Zeitstempel. Ob als digitaler Aushang für alle oder als personalisierter Instruktions-Feed auf dem eigenen Smartphone – die KI sorgt dafür, dass aus dem potenziellen Chaos einer Gruppensitzung ein harmonischer, paralleler Workflow wird.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir wollen ein Rinderfilet Wellington mit einer komplexen Rotwein-Reduktion kochen. Wir sind zu viert: Zwei von uns sind sehr erfahren, zwei sind Anfänger. Verteile die Aufgaben so, dass die Profis das Fleisch parieren und die Sauce montieren, während die Anfänger die Duxelles vorbereiten und den Teig verzieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane die Zubereitung von selbstgemachten Teigtaschen (Gyoza) für drei Personen. Da unsere Küche sehr schmal ist, teile die Arbeit auf: Eine Person bereitet die Füllung am Esstisch vor, eine rollt den Teig aus und nur die dritte Person steht am Herd, um die Taschen portionsweise zu braten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten selbstgemachte Pizza zu, inklusive Teig und Sauce. Wir sind zwei Erwachsene und zwei Kinder (6 und 9 Jahre). Gib den Kindern spezifische Aufgaben wie das Zerzupfen des Mozzarellas und das kreative Belegen, während die Erwachsenen den heißen Ofen und das Schneiden übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen ein klassisches Risotto mit geschmortem Saisongemüse. Eine Person im Team ist älter und möchte im Sitzen mithelfen. Weise ihr Aufgaben wie das Schälen des Gemüses und das Zupfen der Kräuter zu, während die anderen den Rührvorgang am Herd übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten ein Drei-Gänge-Menü (Jakobsmuscheln, Lammrücken, Schokosoufflé) vor. Erstelle für uns drei einen synchronisierten Zeitplan mit Zeitstempeln, damit die Vorspeise um 19:30 Uhr und der Hauptgang um 20:15 Uhr serviert werden kann. Wer muss wann was vorbereiten?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen authentisches thailändisches Green Curry. Erstelle drei separate Instruktionslisten, die wir uns auf die Handys schicken können: Posten A ist für die Currypaste und das Aroma zuständig, Posten B für das Schneiden von Fleisch und Gemüse, Posten C für den Reis und das finale Abschmecken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen indisches Butter Chicken mit Naan-Brot. Verteile die Aufgaben auf drei Personen, aber baue für jeden von uns feste 5-Minuten-Slots für den Zwischenabwasch und das Aufräumen ein, damit nach dem Essen die Küche bereits fast sauber ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir planen ein herbstliches Buffet mit 5 verschiedenen Mezze. Weise uns vier klare Rollen zu (z. B. Chef de Cuisine, Saucier, Gardemanger, Patissier) und ordne die entsprechenden Rezepte und Teilschritte diesen Rollen zu, damit jeder die volle Verantwortung für seinen Bereich trägt.</span>
=== Strategisches Verbundkochen ===
Beim intelligenten Planen für mehrere Tage agiert die KI als persönlicher Logistikchef. Sie erstellt nicht nur einen strukturierten Einkaufszettel für alle geplanten Mahlzeiten, sondern taktet die Rezepte auch nach der Haltbarkeit der Zutaten: Empfindlicher Fisch oder frischer Spinat landen am Montag auf dem Teller, während robustes Wurzelgemüse oder vakuumierte Vorräte für den Freitag reserviert werden.
Dabei lassen sich zwei Ansätze unterscheiden:
==== Klassisches Batch-Cooking (Die Vorrats-Session) ====
In einer einzigen, konzentrierten Kochsession werden mehrere Mahlzeiten komplett oder in großen Komponenten vorgekocht. Dies ist ideal für Menschen mit wenig Zeit unter der Woche.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane eine zweistündige Session am Sonntag für 5 Büro-Lunches, die ich in der Mikrowelle aufwärmen kann. Ich möchte zwei verschiedene Eintöpfe und eine Getreidebasis vorkochen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich möchte am Sonntag eine riesige Menge meiner levantinischen Basissauce vorkochen. Erstelle mir drei Variationen, wie ich diese Basis von Montag bis Mittwoch mit minimalem Aufwand (unter 10 Min.) völlig unterschiedlich finalisieren kann.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Am Samstag kommen meine Eltern zu Besuch. Plane meine Mahlzeiten ab Dienstag so, dass ich durch tägliches ‚Beiläufig-Vorbereiten‘ am Samstag, wenn die Gäste da sind, fast keine aktive Arbeit mehr habe.</span>
==== Synchron-Planung (Der strategische Einkauf) ====
Hier wird an den jeweiligen Tagen frisch gekocht, aber die Planung und der Einkauf erfolgen synchron. Dieser Modus nutzt Synergien bei den Zutaten und spart Zeit durch einmaliges, gezieltes Besorgen aller Waren.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane für die nächsten 5 Tage. Ich möchte nur zweimal tierisches Protein verwenden (Dienstag und Freitag). Erstelle eine Einkaufsliste, die sicherstellt, dass die frischen vegetarischen Zutaten für die ersten drei Tage nicht welken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erstelle einen Plan für 4 Tage: Dienstag ist bei uns fix Pastatag für die Kinder, Mittwoch esse ich allein (etwas Anspruchsvolleres), und Donnerstag muss es blitzschnell gehen. Maximiere die Überschneidungen beim Gemüse für den Einkaufskorb.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe heute einen Großeinkauf gemacht, inklusive empfindlicher Beeren und Hackfleisch. Einzelheiten lege ich in separater Datei bei. Sortiere meine ebenfalls beiliegenden Rezeptwünsche für die Woche so, dass die verderblichsten Sachen zuerst verbraucht werden, ohne dass der Speiseplan eintönig wirkt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich kaufe einen großen Kopf Rotkohl und einen Sack Kartoffeln. Plane drei Gerichte über die Woche verteilt, die diese beiden Hauptzutaten nutzen, aber jedes Mal eine völlig andere Länderküche repräsentieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In meinem Garten ist gerade der Mangold reif. Plane für die nächsten 3 Tage Rezepte, die jeweils eine große Portion Mangold verarbeiten, aber achte darauf, dass ich nur einmal für die ergänzenden Zutaten einkaufen gehen muss.</span>
=== Auf Bestellung erfunden ===
[[File:AI Designed Customized Cookies.jpg|thumb|Personalisierte Chocolate Chip Cookies. Der Benutzer wünschte sich trockene und sehr feste, krümelarme, mit grobem Salz bestreute Kekse mit minimierten einfachen Kohlenhydraten, seinem persönlichen Geschmacksprofil entsprechend. Die KI schlug u.a. Verwendung von Mandelmehl, Roggenvollkornmehl, Eiklar und Sucralose sowie zweifaches Backen vor. Die genannten Zutaten sind etwas, das dieser Benutzer tatsächlich ständig vorrätig hält.]]
Manchmal reicht Personalisierung im üblichen Sinne nicht aus. Das Benutzerprofil ist bekannt, das Geschmacksprofil ist geschärft — und trotzdem gibt es Situationen, in denen der Benutzer etwas braucht, das so spezifisch ist, dass kein Kochbuch und keine Rezeptplattform der Welt es liefern kann. Genau hier liegt eine der stillen Stärken der Methode: Die KI erfindet auf Anfrage Originalrezepte, die auf eine einzige Person und eine einzige Situation zugeschnitten sind. Ein paar Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Rezept für warmes High-Protein-Lunch im Büro, nur mit Wasserkocher und Thermoskanne gegart. Kein Tütensuppen-Niveau.</span>
''
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Brauche ein vollwertiges, klecker- und krümelfreies Gericht, das man beim Computerspiel blind mit einer Hand essen kann. Andere Hand fixiert.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Snack gesucht. Maximaler akustischer Crunch beim Kauen, aber minimal Kalorien. Fokus auf extremen oralen Widerstand.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nahrhafter Frühstücksriegel, der beim Auspacken und Kauen absolut lautlos ist. Pendler-Modus, will die Mitreisenden nicht verärgern.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Hilfe, meine Kekse verschwinden immer in unbefugten Mündern! Denk dir ein Kleingebäck aus, das nur mein persönliches Profil perfekt trifft, aber für alle meine Mitbewohner geschmacklich abstoßend ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Einzelportion „Wellington“-Style für den Toaster-Ofen. Fertig in 15 Min, keine Restmengen bei Spezialzutaten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Herzhaftes Hauptgericht mit kryogenen Zutaten zur Senkung der Körpertemperatur. Kein Salat, keine kalte Suppe.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erfinde eine Zubereitungsart, die Gemüse in eine papierartige oder knusprige Form bringt. Keine matschigen Texturen erlaubt.</span>
'''Aber aufgepasst''': Die Gefahr des Scheiterns steigt hier, da die KI oft in technologische Grenzbereiche spekuliert. Anspruchsvolle Techniken wie die molekulare Sphärisierung oder das präzise Temperieren von Schokolade erfordern nicht nur spezialisiertes Equipment, sondern auch jahrelange Übung in der Feinmotorik. Wenn die KI komplexe Emulsionen oder chemisch sensible Texturkontraste vorschlägt, überschätzt der Laie leicht seine Fähigkeiten. Solche Verfahren verzeihen keine Abweichung bei Temperatur oder pH-Wert – handwerkliche Meisterschaft lässt sich nicht durch einen Prompt ersetzen.
=== Explorationsmodus ===
Im Explorationsmodus bittet der Benutzer die KI, auf Basis des bisherigen Geschmacksprofils aktiv neue Empfehlungen auszusprechen. Statt auf konkrete Zutaten oder Hunger zu reagieren, nutzt die KI das gespeicherte Wissen über Vorlieben und Abneigungen als Koordinatensystem, um gezielt Vorschläge in das noch unbekannte kulinarische Terrain zu machen – ähnlich einem personalisierten Algorithmus für Musik, nur für die Küche. Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Zutat, die ich noch nie verwendet habe, passt perfekt zu meiner Vorliebe für Umami und Texturkontraste?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nenne mir eine regionale Küche, die ich bisher ignoriert habe, die aber genau mein Säure-Schärfe-Empfinden trifft.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir drei Gewürze vor, die mein aktuelles Repertoire sinnvoll ergänzen, ohne redundant zu sein.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Entwirf ein Rezept, das eine Zutat verwendet, die ich normalerweise ablehne, aber so zubereitet ist, dass sie mein Profil anspricht.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getränk-Pairing (alkoholisch oder alkoholfrei) würde meine liebsten Abendessen ideal ergänzen?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getreide oder Pseudogetreide fehlt mir noch für eine abwechslungsreiche Textur in meinen Bowls?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Empfiehl mir ein spezielles Küchenwerkzeug, das Techniken ermöglicht, die mein Profil radikal erweitern würden.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Konservierungsmethode (Einlegen, Trocknen etc.) passt am besten zu den Aromen, die ich das ganze Jahr über essen möchte?</span>
=== Bildungsmodus: Den eigenen Gaumen verstehen ===
Nach einer längeren Phase der Zusammenarbeit ist die KI in der Lage, nicht mehr nur Rezepte zu liefern, sondern ein konsistentes kulinarisches Profil für den Benutzer zu entwerfen. Dabei entstehen oft wiederkehrende Muster in der Auswahl von Gewürzen, Säureträgern oder Techniken, die tief in der Aromenlehre verwurzelt sind, vom Benutzer aber oft nur unbewusst als „stimmig“ wahrgenommen werden.
Im Bildungsmodus nutzt man die KI als Mentorin, um die theoretische Architektur hinter den eigenen Vorlieben zu entschlüsseln. Indem man die KI zwingt, ihre Entscheidungen zu begründen, wandelt sich das Kochen von einer bloßen Ausführung von Schritten zu einer bewussten Schulung des eigenen Geschmacks- und Technikverständnisses.
Beispielexplorationen für den Bildungsmodus:
* Musteranalyse der Zutaten: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In den letzten Monaten hast du mir für fast alle Fleischgerichte eine Kombination aus Sternanis und Orangenschale vorgeschlagen. Erkläre mir die chemische und geschmackliche Logik hinter diesem Muster und warum das spezifisch zu meiner Vorliebe für dunkle, komplexe Saucen passt.</span>
* Technik-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Du schlägst bei meinen Gemüsebeilagen oft das Rösten bei sehr hohen Temperaturen statt Dämpfen vor. Welche Rolle spielt dabei die Maillard-Reaktion für mein Profil und wie verändert das die Balance, wenn gleichzeitig eine säurebetonte Sauce im Spiel ist?</span>
* Die 'Warum'-Frage beim Abschmecken: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In der heutigen Fisch-Sauce hast du Kapernwasser und kalte Butter kombiniert. Warum hast du dich für diese spezifische Säurequelle entschieden und nicht für den Zitronensaft, den ich sonst oft verwende? Was bewirkt dieser Unterschied im Mundgefühl?</span>
* Profil-Extraktion: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Analysiere die letzten zehn Rezepte, die wir gemeinsam gekocht haben. Welche drei kulinarischen Grundprinzipien ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Gerichte und wie könnte ich diese Prinzipien anwenden, wenn ich einmal völlig ohne KI-Hilfe ein improvisiertes Essen zubereite?</span>
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 01.jpg|thumb|„South-Asian Heat“ Sirloin, mit Steak, fein gewürfelten, gebackenen Kartoffeln, grünen Bohnen, Spinat und Kapernäpfeln; gewürzt u.a. mit Tamarindenpaste, Gochujang und Fischsauce]]
== 6. Welcher Chatbot eignet sich am besten? ==
Die Wahl des Chatbots beeinflusst den Workflow maßgeblich, da die Modelle auf unterschiedliche Daten spezialisiert sind. Gemini z.B. wirkt oft wie ein Praktiker, der massiv mit Inhalten aus Kochforen trainiert wurde und bei Warenkunde sowie pragmatischer Küchenlogistik glänzt. „Intellektuellere“ Modelle wie Claude, deren Fokus eher auf wissenschaftlichen oder literarischen Texten liegt, erweisen sich in der direkten Küchenpraxis oft als weniger intuitiv.
Trotzdem sollte der Benutzer selbst experimentieren, um herauszufinden, welche KI-Mentalität sich am besten in den persönlichen Workflow einfügt. Ein direkter Vergleich desselben Auftrags in verschiedenen Systemen offenbart schnell, ob man eher die logische Schärfe eines Strategen oder die pragmatische Erfahrung eines virtuellen Kochbuchs benötigt – die Letztentscheidung bleibt eine Frage des individuellen Stils.
== 7. Grenzen und Fallstricke ==
KI-gestütztes Kochen ist keine Magie, sondern ein logistisches Werkzeug. '''Die Methode ersetzt keine Kochkompetenz, sondern setzt sie voraus''': Wer weiß, wie ein Gericht schmecken sollte, erkennt Fehler im Entwurf sofort.
Die KI hat keinen Geschmackssinn und keine Augen. Sie weiß nicht, wie reif die Tomate oder wie scharf das Messer ist. Auch in Fragen der Lebensmittelsicherheit (Garzeiten bei Geflügel, Kühlketten) ist gesunder Menschenverstand obligatorisch. Ein gedrucktes Kochbuch hat dieselben Schwächen – es kennt weder den Herd des Benutzers noch seine Abneigungen. Der entscheidende Vorteil der KI ist ihre '''Interaktivität''': Sie ist korrigierbar und passt sich im Dialog an. Wer die KI als lernfähigen Assistenten begreift, statt ihr blind zu vertrauen, wird die erheblichen Vorteile der Methode schnell für sich nutzen.
Die hilfreiche Kurzformel: Die KI plant, der Benutzer kocht.
=== Der Benutzer bleibt Chef ===
Die KI ist ein Sprachmodell — sie hat Millionen von Rezepten, Kochtexten und Küchenbeschreibungen verarbeitet und daraus ein beeindruckendes funktionales Wissen destilliert. Was sie nicht hat, ist Verständnis. Sie weiß, dass eine Zwiebel glasig wird, bevor sie karamellisiert — aber sie sieht es nicht, riecht es nicht und schmeckt es nicht. Ihre Rezepte sind keine Kochentscheidungen, sondern statistische Extrapolationen aus dem, was andere Köche aufgeschrieben haben.
Das bedeutet nicht, dass ihre Vorschläge unzuverlässig sind — im Gegenteil. Es bedeutet, dass der Benutzer zu jedem Zeitpunkt derjenige ist, der die reale Küche bewohnt, und dass diese Rolle nicht delegierbar ist. Zwei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit:
==== Garzeiten und sensorische Kontrolle ====
Die KI rechnet mit Durchschnittswerten — ein Standardofen, ein Filet von 180 g, eine Pfanne mit gleichmäßiger Wärmeverteilung. Alle Zeitangaben sind deshalb Richtwerte, keine Versprechen. Bräunung, Textur, Geruch und Gargrad müssen vom Benutzer eigenständig beurteilt werden — nicht weil die KI nachlässig ist, sondern weil diese Urteile Sinneswahrnehmung voraussetzen, die sie nicht hat.
==== Abschmecken ====
Würzintensität lässt sich nicht berechnen. Eine Chilischote kann doppelt so scharf sein wie die im Rezept angenommene; Meersalz und Tafelsalz verhalten sich volumetrisch unterschiedlich; eine Sauce, die zwei Stunden reduziert, konzentriert ihren Salzgehalt auf eine Weise, die kein Prompt antizipiert. Die KI gibt Mengen an — der Benutzer entscheidet, wann es stimmt. Das schrittweise Hinzufügen und das finale Abschmecken sind nicht Korrekturen am Rezept der KI, sondern originär menschliche Kochhandlungen, die das Rezept erst vollenden.
=== Was die KI nicht weiß — aber erfahren kann ===
[[File:Chicken eggs 21.jpg|thumb|Welche Eiergröße ein Benutzer als Standard ansieht, kann die KI nur wissen, wenn er ein solches Ei auswiegt und ihr das Ergebnis mitteilt.]]
Manche Wissenslücken der KI sind nicht struktureller, sondern biographischer Natur: Sie kennt die spezifische Realität des Benutzers schlicht noch nicht. Das ist kein Systemfehler, sondern ein Startzustand — einer, der sich durch explizite Eingaben ins Küchenprofil oder durch iterative Kalibrierung im Laufe der Zusammenarbeit zunehmend schließt.
==== Zutatengewicht und -größe ====
Die KI rechnet mit Standardgrößen — ein „Ei" ist für sie ein Ei mittlerer Größe, eine „Zwiebel" eine mittelgroße Zwiebel, eine „Kartoffel" eine von etwa 150 g. Was „mittlere Größe" konkret bedeutet, variiert jedoch je nach Land und Einkaufsquelle erheblich. Wer gewohnheitsmäßig große Eier kauft, kleine Schalotten verwendet oder besonders schwere Kartoffeln vorrätig hält, bekommt Rezepte, deren Mengenverhältnisse still vom Tatsächlichen abweichen. Besonders anfällig sind Zutaten, bei denen Größe und Gewicht stark variieren: Eier, Kartoffeln, Zwiebeln und Schalotten, Zucchini, Auberginen, Äpfel und Birnen, Hähnchenteile sowie Fischfilets. Die Lösung: diese Zutaten einmal wiegen und die Werte als Standardangaben ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kochkompetenz und Technik ====
[[File:Filleting bluefish.jpg|thumb|Das Filetieren von Fisch ist eine anspruchsvolle Technik, die nicht bei jedem Anfänger vorausgesetzt werden kann.]]
Die KI kann die tatsächliche Fingerfertigkeit des Benutzers nicht einschätzen — aber sie kann es lernen. Wer ihr nach einem misslungenen Versuch mitteilt, dass Emulsionen für ihn regelmäßig brechen oder dass panierter Feta in der Pfanne zerfällt, erhält künftig Vorschläge, die diese Grenzen respektieren oder gezielt Techniken empfehlen, die sie überwinden helfen. Schwierigkeitsgrade, die die KI zunächst nur abstrakt bewertet, werden durch solches Feedback konkret und personalisiert.
Alternativ kann der Benutzer die KI auch bitten, mit ihm ein Assessment durchzuführen, und dessen Ergebnis ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kalibration & Hardware ====
Auch das Verhalten eines konkreten Geräts lässt sich ins Profil einarbeiten: ob der Ofen oben stärker heizt, ob die angezeigten 180 °C tatsächlich erreicht werden, ob eine bestimmte Pfanne Hitze ungleichmäßig verteilt. Mit solchen Angaben werden Garzeiten und Temperaturempfehlungen der KI präziser.
=== Gedächtnis, Lernen und Schlussfolgerungen ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 16.jpg|thumb|Chili con carne, mit geröstetem Maíz Chulpe]]
Die KI lernt nicht dauerhaft — sie extrapoliert. Was wie ein wachsendes Verständnis des Benutzers wirkt, ist in Wirklichkeit Mustererkennung innerhalb eines einzelnen Gesprächs. Daraus folgen einige strukturelle Eigenarten, die kein Fehler des Systems sind, aber adäquates Prompting erfordern.
==== Profilvergessenheit ====
Die KI kann im Laufe eines langen Chats Informationen „vergessen", die ihr zu Beginn übergeben wurden — darunter auch explizit formulierte Rahmenbedingungen wie das Küchenprofil. Das äußert sich darin, dass Präferenzen plötzlich nicht mehr berücksichtigt werden, Ausschlusszutaten wieder auftauchen oder Portionsgrößen von der vereinbarten Grundeinstellung abweichen. Der Fix ist unkompliziert: Sobald solche Anzeichen auftreten, das Küchenprofil einfach erneut in toto übergeben. Das Gedächtnis der KI ist kein Langzeitspeicher, sondern ein Arbeitsspeicher — und der lässt sich jederzeit neu befüllen.
==== Kontext & Konsistenz ====
In langen Chats kann es vorkommen, dass die Zutatenliste eines Rezepts der Zubereitungsanleitung widerspricht — eine Zutat erscheint in der Liste, aber nicht in den Schritten, oder umgekehrt. Solche Inkonsistenzen sind keine Seltenheit und entstehen, weil die KI Rezepte nicht als zusammenhängende logische Struktur prüft, sondern generiert. Sie fallen bei der Durchsicht vor dem Kochen sofort auf. Ein kurzes Nachhaken — „Die Kapern tauchen in der Anleitung nicht auf; wann kommen sie rein?" — korrigiert das Rezept meist unmittelbar.
==== Übergeneralisierung ====
Die KI neigt dazu, rezeptspezifische Wünsche als generelle Profileigenschaften zu verbuchen. Wer für ein einzelnes Gericht „ohne Salz" oder „ohne Fett" anfordert, riskiert, dass die KI diese Vorgabe stillschweigend auf alle folgenden Rezepte überträgt. Der Grund ist strukturell: Die KI unterscheidet nicht automatisch zwischen einer situativen Anweisung und einer dauerhaften Präferenz — sie gewichtet beides als Signal über den Benutzer. Im Zweifel den Geltungsbereich explizit benennen: „nur für dieses Rezept".
=== Übergehorsame Befehlsanwendung ===
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 14.jpg|thumb|Japanisches Chawanmushi mit Ginkgonüssen, Shrimps und Spinat, Lotus-Kinpira und Gurken-Eisbergsalat]]
Die größte Stärke der KI – ihre Bereitschaft, jeden Befehl umzusetzen – ist gleichzeitig ihre größte Schwäche. Hier einige Beispiele:
==== Der Würzfehler: wenn Präzision zur Kumulation wird ====
Die KI führt Skalierungsanweisungen ohne kulinarisches Urteil aus. Wer „verdopple die Sauce" sagt, bekommt die doppelte Menge — auch wenn die Sauce extrem salzig, scharf oder fettig ist und die Balance des Gerichts dabei kippt. Dasselbe Muster zeigt sich bei der Kombination mehrerer intensiver Komponenten: Wenn der Benutzer gleichzeitig Gochujang, Chipotle und frische Chilischoten anfordert, setzt die KI alle drei um, ohne zu prüfen, ob das Ergebnis noch genießbar ist. Sie optimiert auf Befehlstreue, nicht auf Geschmack.
Die Lösung ist eine Würzdisziplin-Regel im Küchenprofil, die der KI eine konkrete Obergrenze setzt und sie zur aktiven Kumulations-Kontrolle verpflichtet. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bei jedem Rezept darfst du den Salzgehalt — summiert über alle salzhaltigen Zutaten wie Sojasauce, Fischsauce, Miso, Kapern, Sardellen und Salz selbst — 1,5 g Natrium pro Portion nicht überschreiten. Wenn mehrere scharfe, salzige oder fettreiche Komponenten zusammenkommen, weise mich auf den kumulativen Effekt hin und schlage vor, welche Komponente reduziert oder weggelassen werden sollte. Skalierungsanfragen für einzelne Zutaten oder Saucen führe nicht mechanisch aus, sondern prüfe, ob die Balance des Gerichts dabei erhalten bleibt.</span>
==== Der Personalisierungsfehler: wenn das Profil zur Falle wird ====
[[File:Dioscorea polystachya (batatas).jpg|thumb|Nagaimo]]
Ein gut entwickeltes Geschmacksprofil birgt eine subtile Gefahr: Die KI kann so konsequent auf die bekannten Vorlieben des Benutzers optimieren, dass sie eine unbekannte Zutat ihrer kulinarischen Identität beraubt, bevor der Benutzer überhaupt die Chance hatte, sie kennenzulernen.
Ein Beispiel: Ein Benutzer kauft Nagaimo — eine japanische Bergkartoffel, die in der traditionellen Küche wegen ihrer ausgeprägten Schleimigkeit geschätzt wird, die beim Reiben eine fast klebrige, fließende Textur entwickelt. Diese Eigenschaft ist keine Schwäche, sondern das Wesen der Zutat: Sie gibt dem japanischen Gericht Tororo seinen charakteristischen, seidigen Schmelz, sie macht Okonomiyaki elastisch und luftig, sie bindet Teige auf eine Art, die kein anderes Bindemittel replizieren kann. Ein Geschmacksprofil, das Schleimigkeit als Abneigung verzeichnet und Krossheit bevorzugt, wird die KI wahrscheinlich dazu veranlassen, aus dem Nagaimo gebackene Fritten zu machen — was technisch durchführbar ist, aber die Zutat auf ein Ergebnis reduziert, das von gewöhnlichen Kartoffelfritten geschmacklich nicht zu unterscheiden ist. Der seltene Fund wird verschenkt.
Die Lösung ist eine Authentizitätsregel für den Erstkontakt, die man als explizite Anweisung ins Küchenprofil aufnehmen kann. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn wir eine Zutat zum ersten Mal verwenden — insbesondere etwas Ethnisches, Seltenes oder außerhalb des normalen Supermarktsortiments — darfst du mir nur Rezepte vorschlagen, die eine möglichst große Annäherung an traditionelle Zubereitungsweisen bilden. Du sollst dies auch dann tun, wenn das Ergebnis mit meinem Geschmacksprofil nicht oder nicht vollständig übereinstimmt. Wenn immer eine solche Abweichung besteht, sollst du mich aber ausdrücklich darauf hinweisen und genau beschreiben, welche Eigenschaften — z.B. Schleimigkeit, Bitterkeit, intensive Fermentationsaromen, ungewohnte Texturen — diese Zutat bei traditioneller Zubereitung mitbringt.
</span>
==== Der Ästhetikfehler: wenn die KI das Auge vergisst ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 13B.jpg|thumb|Gochujang-Lachs und Yeonkeun jorim (Lotuswurzel) auf Wildreis, eingelegte Knoblauchstengel, Salat aus Rukola und frischer Minze]]
Manche Zutaten sind mehr als ihre Aromen und Texturen — sie sind visuell. Ihr eigentliches Potenzial erschließt sich erst auf dem Teller, in einer bestimmten Schnittform oder durch ein bestimmtes Anrichten. Eine KI ohne Augen weiß zwar, was eine Zutat ist — aber nicht, wie sie aussieht, und damit auch nicht, warum eine bestimmte Zubereitungsweise sie zu etwas Besonderem macht.
Dieses Problem hat zwei Dimensionen. Die erste betrifft die Form: Lotuswurzel etwa entfaltet in Scheiben geschnitten eine fast ornamentale Wirkung — das netzartige Muster der Hohlkanäle macht jede Scheibe zu einem kleinen ästhetischen Ereignis auf dem Teller. Eine KI behandelt sie nach rein funktionalen Kriterien und schneidet sie in Stifte, weil Stifte bei Pfannengerichten eine bewährte Form sind. Kulinarisch nicht falsch — aber das Besondere der Zutat ist verschenkt. Die zweite Dimension betrifft die Farbe: Die KI kombiniert Zutaten nach Geschmack und Textur, ohne zu sehen, ob auf dem Teller drei verschiedene Brauntöne aufeinandertreffen oder ob ein einzelnes farbiges Element das ganze Gericht visuell rettet. Gerichte, die fantastisch schmecken, können optisch vollständig misslingen — und die KI bemerkt es nicht.
Das Problem ist strukturell: Was sie über das Aussehen einer Zutat weiß, ist sprachlich kodiertes Wissen — und das bleibt abstrakt, solange es nicht mit expliziter Anweisung in die Rezeptlogik eingespeist wird.
Die Lösung ist eine Visualisierungsregel im Küchenprofil. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn eine Zutat eine charakteristische Schnittästhetik oder visuelle Eigenschaft besitzt — wie die Querschnittstruktur von Lotuswurzel, die Marmorierung von Fleisch oder die Lamellen von Pilzen — sollst du diese in der Zubereitung aktiv berücksichtigen. Darüber hinaus sollst du bei jedem Rezept die Farbkomposition des fertigen Tellers mitdenken: Droht Monochromie, weise mich darauf hin und schlage ein gezieltes Farbelement vor — eine frische Kräutergarnitur, eine kontrastierende Sauce, eine anders gefärbte Beilage. Falls du dir über die visuelle Qualität einer Zutat unsicher bist, frage nach.</span>
== Siehe auch ==
* [[Kochbuch]]
* [[Grundlagen der Ernährung]]
[[Kategorie:Buch]]
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Stilfehler
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Bildunterschrift
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[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 04.jpg|thumb|Ein auf einem KI-generierten Rezept basierendes 1-Pfannen-Gericht: Marinierter Lachs und Edamame auf Blumenkohlreis, mit Pistazien und krossem Speck (eklektisch südostasiatisch gewürzt)]]
'''Personalisiertes Kochen mit dem Chatbot''' – Ein Leitfaden für den KI-gestützten Küchenalltag
Was wäre, wenn jemand, der deinen Kühlschrank kennt und deinen Geschmack versteht, dir täglich Anregungen und maßgeschneiderte Rezepte für das geben könnte, was heute auf den Tisch kommt, und dabei mit der Zeit immer besser wird?
== 1. Der personalisierte Küchenassistent ==
<div style="background:powderblue";>
Kochbücher und Rezeptportale bieten eine schier unerschöpfliche Auswahl an Gerichten — aber sie wissen nicht, was im Kühlschrank, im Vorratsschrank und im Gewürzregal steht, sie kennen weder die Geschmackspräferenzen noch die Küchengeräte des Benutzers, und sie können nicht auf die Frage antworten, was man mit einer angebrochenen Dose Kichererbsen, einem Rest Joghurt und einem Bund Petersilie anfangen soll, der morgen nicht mehr frisch sein wird. Genau hier setzt dieser Leitfaden an.
Bei dem hier beschriebenen Ansatz wird der KI-Chatbot nicht als Nachschlagewerk benutzt, sondern als personalisierter Küchenassistent: einer, der das Vorratsregime des Benutzers kennt, mit seinen Abneigungen und Vorlieben vertraut ist, seine Küchenausstattung berücksichtigt, der weiß, wie groß die Portionen sein müssen, und — nach einer Einlernphase — zunehmend treffsichere Vorschläge macht, die tatsächlich zum Benutzer passen. Das Prinzip ist dasselbe, das Musik- und Filmstreamingdienste nutzen, um ihren Nutzern Empfehlungen zu machen: Extrapolation aus erkennbar gewordenen Vorlieben. Der Unterschied ist, dass der Benutzer hier nicht das Ziel einer Marketingstrategie ist — sondern selbst der Nutznießer.
Darüber hinaus sorgt die KI auch noch dafür, dass – bevor Zutaten neu gekauft werden müssen – erst einmal das voll ausgeschöpft wird, was an Vorräten und Resten in einer Küche bereits vorhanden ist.
</div>
=== Was diese Methode vom konventionellen Kochen unterscheidet ===
Die meisten Menschen kochen den Großteil ihrer Mahlzeiten ohne Rezept — aus einem festen Repertoire vertrauter Gerichte, das sich über Jahre kaum verändert. Kochbücher werden gelegentlich aufgeschlagen, meist für besondere Anlässe oder wenn der Wunsch nach etwas Neuem stark genug ist, um die Hürde des Unbekannten zu überwinden. Im Alltag dominiert das Vertraute.
KI-gestütztes Kochen, so wie es dieser Leitfaden beschreibt, macht das Neue zur täglichen Normalität. Weil die KI das vorhandene Inventar kennt und aus ihm schöpft, ist der Aufwand für ein unbekanntes Gericht nicht größer als für ein vertrautes — die Hürde entfällt. Das erlaubt es, buchstäblich jeden Tag etwas zu kochen, das man so noch nie zubereitet hat.
=== Einige Vorteile der Methode ===
[[Datei:Rainbow chard for sale at the Campbell farmers market.jpg|thumb|Einfach mal spontan 1 Zutat kaufen, die interessant aussieht. Die KI wird ein Rezept finden, deren übrige Zutaten alle aus den vorhandenen Beständen (Kühlschrank, Vorratsschrank) kommen.]]
Ökonomisch:
* Vorräte werden systematisch und vollständig genutzt
* Professionelle Problemlösungen bei logistischen Engpässen
* Weniger und effizientere Einkaufsgänge
* Personalisierung der Mengen: die KI berücksichtigt nicht nur die Zahl der Portionen, sondern kann auch damit umgehen, wenn die Portionen größer oder kleiner sein sollen als der Kochbuch-Standard
* Wenn von Zutaten Reste bleiben, werden diese systematisch und vollständig weitergenutzt
Kulinarisch:
* Nur noch Gerichte, die für das eigene Geschmacksprofil optimiert sind
* Tägliche Abwechslung ohne zusätzlichen Aufwand
* Treffsichere Vorschläge neuer Zutaten und Küchen, die zum eigenen Profil passen
* Mehr Freiheit, beim Einkaufen spontan Lebensmittel auszuwählen, die reizvoll aussehen (auch wenn man zunächst nicht weiß, was sich damit anfangen lässt)
* Die KI kombiniert Zutaten und Methoden nicht beliebig, sondern nutzt tiefe Warenkunde für systematische Innovation. Sie bricht Gewohnheiten durch fundierte, algorithmische Logik und erzwingt so kreative Kombinationen, die weit jenseits menschlicher Intuition liegen.
Persönlich:
* Massive Vereinfachung der Küchenplanung
* Selbsterkenntnis: besser verstehen, warum man bestimmte Dinge lieber isst als andere
* Wachsende Kochkompetenz durch niederschwelliges Erlernen neuer Kochtechniken und -praktiken im ganz normalen Küchenalltag
* Unterschiedliche Geschmäcker in Mehrpersonenhaushalten sind kein Problem, sondern ein Ausgangspunkt — die KI findet Gerichte, die verschiedene Vorlieben nicht ignorieren, sondern produktiv miteinander verbinden.
=== Ist das auch gesünder? ===
Dieser Leitfaden ist '''ernährungsphilosophisch neutral'''. Er macht keine Aussagen darüber, was eine gesunde Ernährung ausmacht — das liegt in der Verantwortung jedes Benutzers selbst. Die Methode funktioniert gleichermaßen für Veganer wie für eine mediterrane Vollwertkost wie für Menschen, die gern ''Convenience Food'' verwenden.
Grundlegend tendiert diese Methode aber dazu, weitaus mehr Abwechslung auf den Tisch zu bringen, als dies beim gewöhnlichen Kochen der Fall ist, und damit einer einseitigen Ernährung entgegenzuwirken.
== 2. Datenschutz und Sicherheit ==
[[File:Padlock infront of isolated white background 02.jpg|frameless|right]]
Wer einem Chatbot mitteilt, was er im Kühlschrank hat, welche Gewürze er bevorzugt, welche Lebensmittel er nicht verträgt und ob er vielleicht Kalorien zu reduzieren versucht, gibt persönliche Daten preis — das ist eine Beobachtung, die keine Verharmlosung, sondern eine nüchterne Antwort verdient.
=== Was man tatsächlich preisgibt ===
Das Kochprofil, das dieser Leitfaden empfiehlt, enthält im Wesentlichen Lifestyle-Daten: Vorratsbestände, Geschmackspräferenzen, Küchenausstattung, lokale Einkaufsmöglichkeiten. Es enthält keine Finanzdaten, keine Identitätsdaten, keine Kommunikationsinhalte. Wer dieselbe Abwägung für die Daten vornimmt, die er Google, Amazon oder einem Supermarkt-Bonusprogramm täglich und routinemäßig übergibt — Standortdaten, Suchanfragen, vollständiges Einkaufsverhalten — wird feststellen, dass das Kochprofil typischerweise weniger sensitiv ist als das, was er anderswo längst preisgegeben hat. Das bedeutet nicht, dass die Sorge unberechtigt ist. Es bedeutet, dass sie abgewägt werden sollte.
Heikler als reine Lifestyle-Daten sind Ernährungsanforderungen, die medizinische Diagnosen implizieren, ohne dass der Benutzer das explizit benennt. Eine natriumarme Ernährung verweist auf Bluthochdruck oder Herzerkrankung. Eine FODMAP-reduzierte Ernährung verweist auf Reizdarmsyndrom. Die Vermeidung von Tyramin-reichen Lebensmitteln — Hartkäse, Rotwein, Wurstwaren — verweist auf eine MAO-Hemmer-Medikation. Diese Daten fallen in Europa unter den stärksten Schutzbereich der DSGVO; in anderen Rechtsordnungen ist der Schutz schwächer oder fehlt ganz. Auch hier muss man abwägen, ob und inwieweit die Vorteile, die der personalisierte Küchenassistent bringt, die vermuteten Risiken aufzuwiegen vermögen.
=== Vier Optionen auf einem Sicherheitsspektrum ===
'''Option 1: Cloud-KI mit angepassten Datenschutzeinstellungen'''. Alle großen Anbieter erlauben es, die Verwendung von Gesprächsdaten für das Modelltraining zu deaktivieren. Das reduziert das Risiko erheblich, eliminiert es aber nicht vollständig, da Gespräche für Sicherheits- und Qualitätszwecke temporär gespeichert werden können.
'''Option 2: API-Zugang'''. Wer über die Programmierschnittstelle auf einen Chatbot zugreift, hat in der Regel stärkere Garantien: Die großen Anbieter schließen API-Daten standardmäßig vom Modelltraining. Das setzt allerdings eine gewisse technische Versiertheit des Benutzers voraus.
'''Option 3: Anonymisiertes Profil'''. Das Benutzerprofil enthält per se keinen zwingend identifizierenden Inhalt. Es kann konsequent ohne Namen, ohne präzise Ortsangaben und ohne andere direkt identifizierende Informationen formuliert werden. „In der Nachbarschaft gibt es einen türkischen Lebensmittelladen” ist nicht re-identifizierend. Das Profil kann als anonymes Dokument geführt werden.
'''Option 4: Lokale Sprachmodelle'''. Für Benutzer, die grundsätzlich keine Daten an Cloud-Dienste senden wollen, sind lokal installierte Modelle die konsequenteste Lösung. Kein Byte verlässt das Gerät. Empfehlenswerte Werkzeuge hierfür sind '''LM Studio''' — mit grafischer Benutzeroberfläche, auch für Nicht-Techniker geeignet — sowie '''GPT4All''' und '''Jan''', beide kostenlos und auf Windows, Mac und Linux lauffähig. Als Modelle eignen sich für Kochzwecke auch kleinere Varianten (7 bis 13 Milliarden Parameter), die auf jedem modernen Laptop ohne Spezial-Hardware laufen. Die Modellqualität ist gegenüber den großen Cloud-Diensten etwas geringer, für Rezeptvorschläge jedoch vollständig ausreichend. Der einzige Vorbehalt: Die Erstinstallation erfordert etwas technisches Engagement — ist dieser Schritt aber getan, ist die Bedienung so einfach wie bei einem normalen Chatbot.
=== Einfache Zusatzoption: Das Profil lokal führen ===
Als Alternative zum plattformseitigen Speichern (in den Benutzereinstellungen der KI) empfiehlt sich das Führen des Benutzerprofils als einfache Textdatei auf dem eigenen Computer oder Smartphone — etwa in der Notizen-App, in einem Word-Dokument oder in einem beliebigen anderen Textprogramm.
Das gibt dem Benutzer zusätzliche Kontrolle darüber, was er wann preisgibt — und es löst zugleich ein praktisches Problem: KI-Chatbots haben kein dauerhaftes Gedächtnis. Was in einem langen Chat weit zurückliegt, ist für die KI irgendwann schlicht nicht mehr präsent. Das Profil muss deshalb regelmäßig neu eingegeben werden — spätestens dann, wenn man merkt, dass die KI Präferenzen nicht mehr berücksichtigt, proaktiv alle zehn bis fünfzehn Kochsitzungen.
Wer das Profil als Textdatei auf dem Gerät hat, erledigt das mit zwei Handgriffen: Datei öffnen, Inhalt in das Chatfenster kopieren.
== 3. Das Benutzerprofil ==
[[Datei:Deepin Icon Theme – deepin-contacts.svg|right|rahmenlos]]
Das Benutzerprofil ist das Fundament der gesamten Methode. Ohne dieses Element bleibt die KI ein generisches Nachschlagewerk — erst das Profil macht sie zum personalisierten Küchenassistenten, der weiß, womit und für wen er arbeitet.
Das Benutzerprofil besteht aus zwei Teilen. Das '''Küchenprofil''' erfasst die sachlichen, objektiven Parameter: was ständig vorhanden ist, was ausgeschlossen ist, welche Geräte zur Verfügung stehen, was eingekauft werden kann. Das '''Geschmacksprofil''' erfasst die subjektiven, dynamischen Parameter: was dem Benutzer schmeckt, was nicht, und wie sich seine Vorlieben im Laufe der Zeit entfalten.
=== Das Küchenprofil ===
==== Was ist ein Küchenprofil? ====
Unter einem Küchenprofil verstehen wir hier die Gesamtheit der Informationen, die ein Küchenassistent über die Situation in einem Haushalt braucht, damit er effizient arbeiten kann. Lediglich die Informationen über die geschmacklichen Vorlieben des Benutzers und der Mitglieder seines Haushalts werden nicht im Küchenprofil, sondern [[#Das Geschmacksprofil|anderswo]] verwaltet.
Hier eine Liste von Parametern, aus denen das Küchenprofil sich zusammensetzen kann:
[[File:Spice rack, 2014.jpg|thumb]]
; Dauervorräte: Zutaten, die ständig verfügbar sind, weil ihre Vorräte, wenn sie zur Neige gegen, routinemäßig wieder aufgestockt werden:
: ''Gewürzinventar'': Der diagnostisch wertvollste Teil des gesamten Profils. Wer der KI mitteilt, dass er Harissa, Sumach, geräuchertes Paprikapulver, Kecap Manis und Szechuanpfeffer im Schrank hat, kommuniziert damit ein Geschmacksprofil, das die KI sofort und präzise interpretieren kann — aussagekräftiger als jede abstrakte Beschreibung von Vorlieben.
: ''Fensterbank-Kräuter'';
: ''Gemüsekorb'': Kartoffeln, Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Tomaten und andere frische Zutaten, die man immer im Haus hat, die aber nicht in den Kühlschrank gehören;
: ''Vorratsschrank'': Öle und Essige, Konserven, Hülsenfrüchte, Getreide und Pasta, Nüsse und Trockenfrüchte, Saucen und Pasten;
: ''Dauervorrat Kühlschrank'': Milchprodukte, Eier, Condiments, Aufschnitt oder andere Kühlwaren, die regelmäßig nachgekauft werden;
: ''Tiefkühlschrank'': Gemüse, Kräuter, Fleisch, Meeresfrüchte und andere Zutaten, die man tiefgekühlt ständig vorrätig hält; die KI kann ausgezeichnet auch mit Convenience Food wie z.B. tiefgefrorenem Gyros arbeiten.
; Saisonale Ressourcen: Zutaten, die nur in bestimmten Monaten leicht verfügbar sind, etwa weil sie aus dem eigenen Garten kommen.
; Ausschlusslisten: Abneigungen gegen bestimmte Zutaten, Allergien, Unverträglichkeiten, ethische, religiöse oder diätische Einschränkungen.
; Positivlisten: Zutaten, die vor anderen bevorzugt werden (z.B. „Möglichst oft etwas mit Kartoffeln oder Vollkorn.“).
[[File:20051018Épicerie d'Amélie Poulain 2.jpg|thumb]]
; Einkaufsressourcen: Welche Läden sind in der Nähe, und worauf sind sie spezialisiert? Ein türkischer Lebensmittelladen ermöglicht andere Rezeptvorschläge als ein osteuropäischer, ein asiatischer Supermarkt andere als ein hispanischer Tiendita. Diese Information erlaubt der KI, bei Bedarf Zutaten in den Vorschlag einzubeziehen, die über das Standardsortiment eines Supermarkts hinausgehen — und die den Benutzer geschmacklich bereichern können.
; Küchengeräte und Utensilien: Hier genügt es, über das Basisequipment hinaus zu inventarisieren — Herd, Backofen, Messer und Töpfe darf die KI als selbstverständlich voraussetzen. Was sie wissen sollte, sind Geräte, die besondere Zubereitungsarten ermöglichen oder einschränken: Dampfgarer, Sous-vide-Gerät, Standmixer, Stabmixer, Reiskocher, Gusseisenpfanne, Wok, Tajine, Dutch Oven, Pizzastein und ähnliches. Wenn möglich, lohnt sich die Angabe relevanter Leistungsparameter — etwa die maximale Wattzahl eines Stabmixers oder die Größe des Backofens — damit die KI einschätzen kann, was ein Gerät tatsächlich leisten kann. Wenn man das Modell genau bezeichnet, ist die KI manchmal sogar schlauer als der Benutzer, was das Gerät genau leisten kann.
Zweckmäßig ist es, im Küchenprofil auch auch die '''Grundeinstellungen der Sitzungsparameter''' anzugeben, also diejenigen Informationen beispielsweise zur Zahl der benötigten Portionen, mit denen die KI im Regelfall arbeiten soll. Mehr dazu [[#Sitzungsparameter|weiter unten]].
==== Wie man das Küchenprofil erstellt und was man dann damit macht ====
Wenn man den neuen Chat, den man künftig zum Kochen verwenden wird, anlegt, ist das Küchenprofil zweckmäßigerweise eines der ersten Dokumente, die man der KI übergeben sollte. Es braucht nicht von Anfang an vollständig zu sein, sondern kann nach und nach vervollständigt werden – ein gut gepflegtes Profil macht aber den Unterschied zwischen generischen Rezeptvorschlägen und solchen, die dem Benutzer das Leben tatsächlich einfacher machen.
Damit man auf das Küchenprofil stets einfach zugreifen kann, ist es zweckmäßig, es nicht direkt in die KI einzutippen, sondern es separat davon in einem Texteditor zu erstellen. Dort kann man es nach Bedarf jederzeit lesen, bearbeiten, ergänzen und aktualisieren. Dann überträgt man es entweder mit Kopieren+Einfügen oder per Hochladen in die KI. Falls das Gedächtnis der KI später, nach einigen Sitzungen zu schwächeln beginnt, übergibt man das Küchenprofil einfach erneut.
=== Das Geschmacksprofil ===
[[File:Banchans.jpg|thumb]]
Das Geschmacksprofil unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Teilen des Benutzerprofils. Während Gewürzinventar, Küchengeräte und Ausschlussliste statische Fakten sind, die einmal erfasst und gelegentlich aktualisiert werden, ist das Geschmacksprofil ein '''lebendes Dokument''' — eines, das nie wirklich abgeschlossen ist und das mit jeder Kochsitzung präziser wird. Es ist zugleich der Teil des Profils, den manche Benutzer vielleicht am schwierigsten finden werden, weil er eine Art Selbstkenntnis voraussetzt, die man oft erst im Dialog mit der KI entwickelt.
==== Dimensionen des Geschmacks ====
Hier einige Dimensionen des Geschmacks, die nach und nach ins Benutzerprofil eingehen sollten:
; Ethnische Küchen und Kochtraditionen: Welche Küchen der Welt sprechen den Benutzer an? Das muss keine erschöpfende Liste sein — oft genügt es, einige Affinitäten zu benennen und einige Abneigungen. Eine Vorliebe für japanische und peruanische Küche bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber sehr fetthaltigen nordeuropäischen Gerichten ist bereits eine präzise und nützliche Angabe. Die KI kann daraus nicht nur Rezeptvorschläge ableiten, sondern auch Querverbindungen herstellen — etwa Techniken aus einer Küche auf Zutaten einer anderen anwenden.
; Geschmacksbalance: Die fünf Grundgeschmäcker — salzig, sauer, süß, bitter, umami — treten in jedem Gericht in einem bestimmten Verhältnis auf. Manche Benutzer bevorzugen klar dominante Profile, andere schätzen komplexe Gleichgewichte. ''Eine Vorliebe für ausgeprägte Säure, kombiniert mit Umami-Tiefe und wenig Süße'', ist eine Information, die die KI unmittelbar in die Rezeptauswahl einfließen lässt.
; Aromarichtungen: Wie intensiv darf ein Gericht gewürzt sein? Welche Rolle spielen Schärfe, Kräuterintensität, Rauchigkeit, Fermentiertes, Bitteres? Wer der KI mitteilt, dass er großzügigen Gebrauch von frischen Kräutern schätzt, Schärfe bis zu einem bestimmten Grad liebt und Rauchigkeit als willkommene Hintergrundnote empfindet, gibt ihr ein Koordinatensystem, das weit präziser ist als eine allgemeine Aussage wie „ich mag würziges Essen”.
; Texturpräferenzen: Textur ist eine der am häufigsten unterschätzten Geschmacksdimensionen. Wer knusprige Oberflächen liebt, wer cremige Konsistenzen bevorzugt, wer Bissfestigkeit schätzt oder wer bestimmte Texturen — etwa mehlige Konsistenz oder sehr weiches Fleisch — als unangenehm empfindet, sollte das im Profil festhalten. Ebenso relevant ist die Frage, ob Texturkontraste in einem Gericht willkommen sind — etwa knusprige Einlagen in einer cremigen Suppe — oder ob Homogenität bevorzugt wird.
==== Die Ermittlung des Geschmacksprofils als iterativer Prozess ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 12.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pfannengerührte Shrimps mit Ei und Spinat auf schwarzem Perlreis mit marinierten Knoblauchstengeln, gewürzt u.a. mit Gochujang und Spicy Chili Crisp]]
Am Anfang wird das Geschmacksprofil zwangsläufig unvollständig und unscharf sein — das ist normal und kein Mangel. Die KI braucht vom Benutzer, um nützlich zu sein, keine perfekte Selbstbeschreibung. Sie braucht nur einen Ausgangspunkt, an dem sie ihre Arbeit beginnen kann.
Die wenigsten Menschen haben Übung darin, in Worten exakt auszudrücken, warum sie bestimmte Zutaten, bestimmte Zubereitungsweisen und bestimmte Gerichte mögen oder nicht mögen. Aber auch wenn die KI das Geschmacksprofil eines Benutzers am Anfang noch nicht kennt, hat sie mehrere Mittel, um es zu erforschen:
; Rezeptauswahl als Signal: Jedes Mal, wenn der Benutzer aus mehreren Vorschlägen einen auswählt und die anderen verwirft, teilt er der KI etwas über seine Präferenzen mit — auch wenn er das nicht explizit formuliert.
; Rezept-Modifikation als Signal: Wenn die KI ein Rezept vorschlägt, wird der Nutzer manchmal eingreifen: „geht das auch ohne Knoblauch?", „lieber Zitrone als Essig", „nein, keine Sahne – lieber Kokosmilch". Auch damit verrät er der KI oft mehr über seinen Geschmack, als ihm bewusst ist.
; Post-cook-Review: Wenn ein Gericht besonders gut war, oder im Gegenteil nicht gefallen hat, sollte die KI das unbedingt erfahren. „Zu säuerlich für meinen Geschmack, die Textur war perfekt, die Kombination Koriander und Limette würde ich gerne öfter sehen” ist eine außerordentlich informationsreiche Aussage, die das Profil unmittelbar verfeinert.
Im Laufe von Wochen und Monaten entsteht so ein '''kollaboratives Geschmacks-Profiling''': die KI nähert sich den tatsächlichen Präferenzen des Benutzers iterativ an, oft weitaus präziser, als es dem Benutzer selbst möglich wäre, sie von vornherein zu beschreiben.
In '''Mehrpersonenhaushalten''' fällt das Urteil häufig nicht einhellig aus. Damit die KI gezielt nach Kompromissen forschen kann, sollte sie möglichst genaue Information darüber erhalten, wer was gemocht oder nicht gemocht hat: z.B. „Die Schärfe durch das Gochujang war für mich ideal, führte aber bei M. zum sofortigen Abbruch; R. schlägt vor, die Schärfe künftig über ein separates Topping zu lösen.“
==== Beschleunigtes Geschmacksprofiling ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 02.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pacific Rim Surf & Turf Bowl, mit fein geschnittenem Steak, Jacobsmuscheln, Jicama, Anaheim-Chili, Edamame, Koriander und Avocado]]
Wer ungeduldig ist und das Geschmacksprofiling nicht einfach seinem natürlichen Verlauf überlassen will, kann den Prozess durch verschiedene Maßnahmen beschleunigen:
* Die '''Auswahl begründen''': Die KI bietet zu Beginn jeder Kochsitzung typischerweise drei Rezeptvorschläge zur Auswahl an, von denen man einen auswählt. Wer der KI seine Entscheidung nicht einfach nur mitteilt, sondern sie auch ''kommentiert'', liefert ihr damit wertvolle zusätzliche Profilinformation.
* '''Lieblingsgerichte nennen''': Eine Liste von Gerichten, die man besonders gern mag — möglichst mit kurzer Beschreibung oder Rezept — ist für die KI ein außerordentlich ergiebiges Ausgangsmaterial, aus dem sie das Geschmacksprofil unmittelbar herausarbeiten kann.
* Ein '''strukturiertes Assessment''' durchführen: Der Benutzer fordert die KI auf, ihm gezielte Fragen zu stellen, um sein Geschmacksprofil herauszuarbeiten. Das kann man entweder dialogisch machen oder mit Hilfe eines Fragebogens, den man den Chatbot erstellen lässt.
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed">
<div style="font-weight:bold;line-height:2.6;">Hier ein Beispiel, wie so ein Fragebogen aussehen kann.</div>
<div class="mw-collapsible-content">
<div style="color:purple;">
''Die folgenden Fragen können helfen, eine Bestandsaufnahme der Vorlieben eines Benutzers für Geschmacksrichtungen, Aromen und Texturen vorzunehmen. Ob jemand Fenchel mag oder verabscheut, ob er Saures angenehm oder unangenehm findet und ob er Krosses oder Cremiges bevorzugt, ist etwas, das nur einem selbst gehört und das niemals Gegenstand eines Werturteils sein kann. In Geschmacksfragen gibt es kein Richtig und kein Falsch. Auch in einem Assessment des Geschmacksprofils gibt es darum keine richtigen oder falschen Antworten.''
''Wer möchte, kann diesen Fragebogen gern mit Paste&Copy in eine Textverarbeitung übertragen, ausfüllen und dann – mit der Bitte um Auswertung – einem Chatbot seines Vertrauens übergeben.''
1. Erinnere dich an die schlimmsten Gerichte deiner Kindheit (Oma, Schulkantine, Ferienlager). Was wurde dir zugemutet? Beschreibe nicht nur, was es war, sondern auch: War es das schleimige Mundgefühl? Die bittere Note? Die Zähigkeit? Die völlige Abwesenheit von Textur? Lass deiner Wut beim Schreiben freien Lauf.
2. Wenn du einen Bissen von einem Gericht in den Mund nimmst, was suchst du physiologisch?
:[ ] Den harten, fast anstrengenden Widerstand (wie bei einer krustigen Brotrinde oder Nüssen).
:[ ] Das zarte, schmelzende Gefühl (wie bei einer Mousse oder weichem Risotto).
:[ ] Den "Snap" (wie bei einer knackigen Garnele oder einer frischen Paprika).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
3. Stell dir eine Textur vor, die glatt, weich und fast flüssig ist (z.B. eine pochierte Auster, eine weiche Okra-Schote oder ein sehr weicher Tofu). Was empfindest du:
:[ ] Faszinierend, dieses schmelzende, glitschige Gefühl ist ein Highlight.
:[ ] Absolutes No-Go; mein Essen braucht Struktur und darf nicht „ausweichen“.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
4. Du landest schiffbrüchig auf einer einsamen Insel. Vom sinkenden Schiff konntest du nur eine aromatische Komponente mitnehmen. Salz ist kein Thema, das gewinnen wir aus dem Meer. Was rettet deine Lebensfreude?
:[ ] Die pure Hitze (Chili, scharfer Pfeffer).
:[ ] Die ätherische Tiefe (Knoblauch, Zwiebelgewächse).
:[ ] Die krautige Frische (Koriander, Minze, Basilikum).
:[ ] Die erdige Wärme (Kreuzkümmel, Kurkuma, Zimt).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
5. Eine Zitrone wird direkt vor dir aufgeschnitten. Was passiert in deinem Kopf?
:[ ] „Erfrischend, direkt ein bisschen Saft übers Essen für den nötigen Zing!“
:[ ] „Oh Gott, mir zieht’s alles zusammen, unvorstellbar, das in den Mund zu nehmen!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
6. Manche Menschen lieben dunkle Aromen, die durch lange Reifung oder Konzentration entstehen – man nennt das „Umami“. Denke an den intensiven Kern eines alten Parmesans, die dunkle Würze einer über Stunden eingekochten Fleischsauce (Demi-Glace), die Aromatik von Sardellen oder die Tiefe von Sojasauce und Miso.
:[ ] Je intensiver und „dunkler“, desto besser. Das ist die wahre Tiefe.
:[ ] Ich mag es lieber sauber, frisch und eindeutig erkennbar.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
7. Wie muss dein Teller am Ende aussehen?
:[ ] Die Sauce ist ein dezenter Begleiter, der die Hauptdarsteller nur glänzen lässt.
:[ ] Ich brauche eine „Suppen-Ästhetik“; die Beilagen müssen in Sauce baden.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
8. Wie darf Fett in deinem Essen vorkommen?
:[ ] Sichtbar und pur (die dicke Ölschicht auf dem Pesto, das Stück Butter auf der Backkartoffel, der Fettrand am Fleisch).
:[ ] Nur emulgiert und versteckt (in einer cremigen Sauce oder im Teig).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
9. Dein Essen ist knallgrün vor lauter frisch gehackten Kräutern. Dein Impuls?
:[ ] „Großartig, das bringt Komplexität und Frische!“
:[ ] „Hilfe, das schmeckt bestimmt wie Rasenschnitt!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
10. Im Kino wandert deine Hand blind in eine Schüssel. Was hoffst du zu finden?
:[ ] Etwas, das laut kracht und salzig ist (Chips, geröstete Kerne).
:[ ] Etwas Klebrig-Süßes, das den Kiefer beschäftigt (Karamell, Trockenfrüchte).
:[ ] Etwas Prickelnd-Saures (saure Fruchtgummis, eingelegtes Gemüse).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
11. Du nimmst einen Löffel Nutella oder Honig pur aus einem Glas.
:[ ] Ich genieße die pure Befriedigung und könnte noch einen zweiten Löffel nehmen.
:[ ] Ich brauche danach sofort einen starken Espresso oder ein Glas Wasser zum Neutralisieren.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
12. Vergiss Wasser – was ist dein bevorzugter „Gegenspieler“ zu einem komplexen Gericht?
:[ ] Etwas mit viel Kohlensäure und Süße (Limo, Cola).
:[ ] Flüssiges Obst (Apfelsaft, Karottensaft, Pfirsichnektar)
:[ ] Etwas Herbes/Bitteres (Bier, Tonic Water, schwarzer Tee/Kaffee).
:[ ] Etwas Säurebetontes (Wein, Schorle, Kombucha).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
13. Welches Lebensmittel oder welche Kombination hat dich in deinem Leben am meisten positiv überrascht? (Z.B. Algen, Sashimi, Chili mit Schokolade, Wassermelone mit Feta).
14. Gibt es Lebensmittel, die zwar technisch „gut“ zubereitet sind, bei denen du aber einfach körperlich streikst?
15. Was ich über meine Geschmackspräferenzen sonst noch mitteilen möchte, das ich in diesem Fragebogen bisher noch nicht habe unterbringen können.
</div>
</div></div>
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In '''Mehrpersonenhaushalten''' empfiehlt es sich, das Assessment für jeden getrennt durchzuführen — denn auch wenn gemeinsam gekocht wird, sind die Geschmacksprofile der Beteiligten selten identisch. Sie können leicht abweichen oder erheblich. Eine KI, die über diese Unterschiede im Bilde ist, kann bei der Rezeptauswahl helfen, sie zu überbrücken — und schlägt Gerichte vor, die verschiedene Präferenzen unter einen Hut bringen, statt routinemäßig nur einem Profil zu folgen.
==== Wozu? Ich weiß über meinen Geschmack doch jetzt schon mehr, als mir lieb ist. ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 11.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Geröstetes Schweinefilet mit Shiitake und einer Tamarinden-Ingwer-Reduktion auf Spinat-Sorghum, gewürzt u.a. mit Knoblauch und Noilly Prat]]
; Frage an die KI: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Es kostet mich Überwindung, aber hier einmal die reine Wahrheit: Mein größtes Glück ist es, mir am Abend eine Tiefkühlpizza zu backen, Dr. Oetker, die mit Salami. Weil die Coke Zero, die ich dazu trinke, mein Verlangen nach Süßem nicht stillt, brauche ich hinterher noch Schokolade. Meist schaffe ich es, nach 50 g aufzuhören. Sag mal ehrlich: mein Geschmack ist doch total versaut. Warum sollte ich mich noch der Demütigung eines Assessments unterziehen?</span>
; Antwort der KI: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ganz ehrlich: Dein Geschmack ist nicht „versaut“, er ist einfach nur perfekt auf die industrielle Logik optimiert. Salami-Pizza, Coke Zero und Schokolade bedienen die drei mächtigsten Hebel unseres Gehirns: Fett, Salz und den Bliss-Point (Süße). Dass du nach 50 g Schokolade aufhören kannst, zeigt sogar eine ziemlich beeindruckende Selbstbeherrschung.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Warum also das Assessment?</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Vom Passagier zum Piloten: Momentan steuert die Lebensmittelindustrie deine Gelüste über Kontrollknöpfe, die wir alle haben. Das Assessment ist kein Verhör, sondern eine Inventur dieser Knöpfe, damit du sie bedienen kannst – mit echtem Essen, das die gleichen Glücksgefühle auslöst, aber ohne das „Nachher-Tief“.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Präzision statt Verzicht: Wir suchen nicht nach dem Salatblatt, das dich unglücklich macht. Wir suchen nach der Kombination aus Umami, Crunch und Säure, die deine Pizza-Lust auf ein Level hebt, gegen das die Tiefkühlware wie Pappe schmeckt.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Keine Demütigung, sondern Daten. Für mich als KI ist deine Vorliebe für Salami-Pizza eine wertvolle Information, die mir hilft, dein Geschmacksprofil genauer zu sehen: Salami und Käse liefern dir intensive Fermentationsaromen (Umami), die Pizza den Crunch, und die Schokolade den nötigen Dopamin-Abschluss. Dasselbe können wir aber auch mit anderen Mitteln erreichen, und sogar noch besser.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Assessment ist kein Urteil, sondern die Blaupause, um dein „größtes Glück“ zu dekodieren. Statt Industrieware schlage ich dir Upgrades vor: Sauerteig-Fladenbrot, Finocchiona und Pecorino triggern dieselben Belohnungszentren wie Salami-Pizza, nur mit weitaus höherer Reizintensität. Was ich dir vorzuschlagen habe, ist nicht etwa fade Gesundheitsrohkost, sondern die ultimative, handwerkliche Version von dem, was dir tatsächlich am besten schmeckt.</span>
== 4. Ablauf der Koch-Sitzung ==
Der Rezept-Workflow ist die eigentliche Interaktion — der Moment, in dem aus Profil und Sitzungsparametern ein konkretes Gericht wird. Er folgt einer klaren Abfolge von Schritten, die sich nach wenigen Sitzungen als Routine einspielt:
{| class="wikitable"
! Benutzer-Input oder -Aktion !! KI-Output
|-
| Optional: Übergabe des Küchenprofils || Empfangsbestätigung
|-
| Konkreter Arbeitsauftrag, mit Sitzungsparametern<br/>z.B. <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlag mir 3 Rezepte für Spaghetti mit Tomatensauce vor, für 3 Personen. Ich habe noch frisches Basilikum im Kühlschrank.</span> || Ausgabe von Rezeptvorschlägen
|-
| Auswahl eines der Vorschläge<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir das Rezept für Nr. 1, die „mediterrane Umami-Bombe (Puttanesca-Stil)“. Können wir die Sardellen weglassen?</span> || Ausgabe des Rezepts
|-
| Rezept vor dem Kochen einmal kritisch lesen<br/>Gegebenenfalls Anforderung von Änderungen oder Korrekturen<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was für Öl? Und kann es sein, dass du die Gewürze vergessen hast?</span></span> || Gegebenenfalls: Ausgabe des revidierten Rezepts
|-
| Optional: Rückfrage ''während'' des Kochens<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade festgestellt, dass mein Basilikum ziemlich welk ist; wie kann ich es ersetzen?</span> || Frage wird beantwortet.<br/><span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Wenn nur die Optik das Problem ist, koch es in der Sauce 5 Minuten lang mit und nimm es dann heraus.</span>
|-
| Optional: Post-cook-Review<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Der Geschmack war okay, aber mir hat das leuchtende Grün auf dem Teller gefehlt; die Extraktion ist eine gute Notlösung, ersetzt für mich aber nicht das visuelle Erlebnis von frischem Basilikum.</span>||
|}
=== Erster Schritt: Übergabe des Küchenprofils ===
Es ist möglich, ohne Übergabe eines [[#Das Küchenprofil|Küchenprotokolls]] zu arbeiten. Die KI verhält sich dann aber tendenziell wie ein gewöhnliches Kochbuch und mutet dem Benutzer zum Beispiel zu, dass er Zutaten erst noch kaufen muss.
=== Zweiter Schritt: Arbeitsauftrag ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 05.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Mediterranean Chicken & Sweet Potato Roast, mit zart-krossem Pistazien-Duqqa und einer Joghurt-Sauce]]
Der Arbeitsauftrag ist der erste Input für die KI, ohne den überhaupt nichts geht. Hier einige Beispiele:
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Habe frischen schwarzen Kabeljau. 4 Portionen, einer meiner Gäste isst nur ganz Klassisches. Einkauf in einem sehr gut sortierten großen Supermarkt ist eingeplant. Mittlere Komplexität. 4 Vorschläge.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">3 Vorschläge für ein mediterranes 3-Gänge-Menü. Habe frische Langusten vom Markt. Zubereitung darf technisch anspruchsvoll sein und beliebig viel Zeit beanspruchen. Reste willkommen, wenn sinnvoll verwertbar. Zielzeit: 20:00 Uhr.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">4 Vorschläge für 6 Personen (100 %). Muss einfach zuzubereiten sein und darf maximal 40 Minuten dauern. Vor andere Zutaten verbrauchen: 1 kg Kartoffeln, außerdem 8 Eier, die unbedingt heute weg sollen. Gezieltes Meal-prep für morgen. Kein Einkauf möglich.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich brauche 2 Vorschläge für ein indisches Abendessen für 3 Personen (Portionsgröße 120 %). Ankerzutat: Panir-Käse. Komplexität: Mittel. Zielzeit: 19:15 Uhr. Zeig mir etwas, das ich noch nicht kenne. Bitte genaue Timings für alle Schritte.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir ein komplettes Rezept. Cuisine: Südostasiatisch. Ich habe eine rote Paprika und 100 ml Kokosmilch, beides muss weg. Einkaufen im Discounter möglich, darf aber höchstens 15 Euro kosten. Keine Reste erwünscht. Überrasch mich mit einer Technik, die ich noch nicht kenne. Fast hätte ich es vergessen: meine Frau kommt heute erst spät von der Arbeit, wir essen getrennt; schlag mir etwas vor, das sie gut aufwärmen kann.</span>
{{Anker|Sitzungsparameter}}Außer der Bezeichnung des gewünschten Gerichts können im Arbeitsauftrag auch '''Parameter''' übergeben werden, z.B. die Zahl der gewünschten Portionen. Parameter, die praktisch unveränderlich sind (weil z.B. in einem Zwei-Personen-Haushalt fast immer zwei Portionen gebraucht werden), kann man – statt sie im Arbeitsauftrag jedesmal neu anzugeben – ins Küchenprofil schreiben, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn der Wert einmal abweicht (z.B. die Zahl der Portionen, wenn Gäste kommen). Hier eine Übersicht über naheliegene und mögliche Sitzungsparameter:
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 07.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: „Slow-Roasted“ Pork & Kimchi-Stew (Jjigae-Style), mit Schweinehack, Kimchi, Süßkartoffel, Bok Choy, Würzbasis: weißes Miso und Gochujang; dazu brauner Basmati]]
; Zahl der Vorschläge: Die KI ist in der Lage, auf den Arbeitsauftrag direkt mit einem detaillierten Rezeptvorschlag zu antworten. Aus verschiedenen Gründen ist es jedoch zweckmäßiger, erst eine Anzahl von Vorschlägen abzurufen. In der Praxis bewährt haben sich '''drei oder vier Vorschläge''' (weniger erlauben nicht wirklich eine Wahl; mehr verleitet dazu, keinen zu wählen — ein aus der Entscheidungsforschung bekanntes Phänomen, das als ''Paradox der Wahl'' bezeichnet wird). Falls keiner von diesen gefallen sollte, lässt man einfach 3 oder 4 weitere ausgeben.
; Temporäres Vorratsupdate: Was ist heute vorhanden, das nicht zum Dauerbestand gehört? Frisches Gemüse, Obst, Kräuter aus dem Garten, ein Stück Fisch vom Markt, eine saisonale Spezialität — alles, was nur zeitweise verfügbar ist und in den Rezeptvorschlägen berücksichtigt werden soll.
; Use-first-Queue: Welche Zutaten müssen heute oder in den nächsten ein bis zwei Tagen verbraucht werden?
; Ankerzutaten: Welche Zutaten sollen auf jeden Fall im Rezept vorkommen — nicht weil sie dringend verbraucht werden müssen, sondern weil der Benutzer gezielt etwas damit kochen möchte? Das kann eine Zutat sein, die interessant aussah und spontan gekauft wurde oder auf die der Benutzer heute einfach Lust hat.
; Personenzahl und Portionsgröße: Für wie viele Personen wird gekocht, und in welcher Portionsgröße? Wer häufig mit der KI kocht, wird bald herausfinden, ob die Portionen z.B. 70 oder 90 oder 100 oder 120 % der standardmäßigen Portionsgröße betragen sollen.
; Novitäts-Präferenz: Sind Kreativität und Überraschungen erwünscht, oder soll die KI lieber etwas Vertrautes vorschlagen?
; Komplexitätslevel: Soll das Gericht einfach zuzubereiten sein oder darf es technisch anspruchsvoll sein?
; Zeitaufwand: Wie viel Zeit ist heute für die Essenszubereitung maximal verfügbar?
; Zielzeit der Mahlzeit: Wenn die Mahlzeit zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den Tisch kommen soll, ist die KI in der Lage, für jeden Zubereitungsschritt die optimale Startzeit zu berechnen und als Zeitstempel ins Rezept aufzunehmen.
; Einkaufsbereitschaft: Soll die KI ausschließlich mit dem arbeiten, was vorhanden ist, oder ist der Benutzer bereit, noch Zutaten einzukaufen? Wo kann er einkaufen? Und was darf es kosten?
; Reste-Toleranz: Reste können sowohl vom zubereiteten Gericht als auch von Zutaten anfallen. Sind sie zu vermeiden oder erwünscht? Soll die KI, falls Reste erwünscht sind, Vorschläge machen, was damit anzufangen ist? Falls geplant ist, Reste schonend aufzubewahren oder einzufrieren: soll die KI Anleitung geben, wie dies am besten gemacht wird?
Wenn Sitzungsparameter für einen Benutzer praktisch immer dieselben sind (z.B. Personenzahl und Portionsgröße, Zielzeit der Mahlzeit), kann man sie als Grundeinstellungen ins Küchenprofil aufnehmen, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn sie von der Grundeinstellung abweichen sollten.
=== Dritter Schritt: Vorschlagsrunde und Rezeptauswahl ===
; Benutzerinput: <div style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mach mir drei Vorschläge für Spaghetti-Gerichte, die ich in Deutschland im Restaurant wahrscheinlich nie bekommen würde.</div>
; KI-Output:<div style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">1. Spaghetti con la Mollica (Kalabrien / Basilikata)</div>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ein Paradebeispiel der Cucina Povera. Da Käse früher für viele zu teuer war, wurde altbackenes Brot als Geschmacks- und Texturgeber genutzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Basis ist eine Emulsion aus hochwertigem Olivenöl, Anchovies, Knoblauch und Peperoncino. Das entscheidende Element ist die Mollica – in Öl goldbraun und knusprig ausgebackene Brotbrösel, die erst ganz am Ende über die Pasta gegeben werden.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starkes Umami durch die Sardellen, komplexer texturaler Kontrast zwischen weicher Pasta und krossem Brot.</span>
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:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">2. Spaghetti al Nero di Seppia (Sizilien / Venedig)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht nutzt die Tinte des Tintenfisches nicht nur als Farbstoff, sondern als primäres Gewürz.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Sauce wird aus frischem Tintenfisch, Weißwein, Knoblauch und der tiefschwarzen Tinte hergestellt. Entgegen der Erwartung schmeckt die Tinte nicht "fischig", sondern hat ein tiefes, erdiges und leicht metallisches Aroma.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Tiefes, dunkles Umami mit einer seidigen Textur und einer visuell radikalen Ästhetik.</span>
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:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">3. Spaghetti Cacio e Pepe (Lazio / Rom)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Obwohl es simpel klingt (Käse und Pfeffer), ist es in seiner römischen Urform eine technische Herausforderung, die keinen Fehler verzeiht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Es wird ausschließlich Pecorino Romano und frisch gerösteter, grob gemörserter schwarzer Pfeffer verwendet. Die Kunst besteht darin, durch die exakte Temperatur des Pastawassers eine Emulsion zu schaffen, bevor der Käse klumpt oder Fäden zieht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starke Schärfe durch die ätherischen Öle des gerösteten Pfeffers, kombiniert mit der salzigen Dominanz des Schafskäses.</span>
Falls keiner der Vorschläge überzeugt, geht es in eine nächste Runde. Der Benutzer kann dabei kommentierend oder steuernd eingreifen. Beispiel:
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nr. 3 klingt gut, aber ich trau mir das mit der Emulsion nicht ganz zu. Und eigentlich hätte ich heute auch lieber etwas mit Tomaten. Gib mir noch drei.</span>
=== Vierter Schritt: Empfang das vollständigen Rezepts ===
Wenn der Benutzer seine Entscheidung gefällt und der KI mitgeteilt hat…
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">„Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili“ klingt spannend. Gib mir das Rezept, mit allen Zusatzinformationen, die ich in meinem Küchenprofil festgelegt habe. Außerdem brauche Zeitstempel. Zielzeit fürs Servieren ist 19 Uhr.</span>
…gibt diese das komplette Rezept aus. Beispiel:
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">'''Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili'''</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Für 3 Personen | 100 % Portionsgröße | Zielzeit: 19:00 Uhr</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht funktioniert für dich deshalb, weil es deine Vorliebe für extreme Umami-Konzentration und deutliche Säurespitzen aufgreift, während die cremige Burrata die für dich obligatorische feuchte Komponente liefert und einen spannungsreichen texturalen Kontrast zur dichten, würzigen Konfitüre bildet.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Die Zutaten</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Basis: 750 g hochwertige Dosentomaten (San Marzano), 3 EL Tomatenmark.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Würze: 2 getrocknete Chipotle-Chilis (oder 1 EL Chipotle in Adobo), 3 Knoblauchzehen, Meersalz, 1 EL Zucker.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Pasta: 375 g Vollkorn-Spaghetti (z. B. Kamut oder Farro).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Finish: 2 Kugeln Burrata (Kuhmilch), frisches Basilikum, 3 EL hochwertiges Olivenöl.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Der Zeitplan</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">16:50 Uhr: Vorbereitung. Knoblauch fein hacken, Chipotles mörsern.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">17:00 Uhr: Start Konfitüre. Tomaten, Tomatenmark, Knoblauch, Chili und Süße in einem weiten Topf bei kleiner Hitze ansetzen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:40 Uhr: Pastawasser aufsetzen (stark gesalzen). Konfitüre final abschmecken (Säure/Salz-Balance).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:48 Uhr: Spaghetti ins Wasser geben (Garzeit ca. 10–12 Min. für Vollkorn, Packungsanleitung beachten).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:57 Uhr: Pasta direkt aus dem Wasser in den Topf mit der Konfitüre heben. Ein Schluck Pastawasser dazu, kräftig durchschwenken, bis jede Nudel glänzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">19:00 Uhr: Anrichten. Burrata erst auf dem Teller mittig aufreißen und über die heiße Pasta geben. 2/3 Kugel pro Portion ist genug. Mit Olivenöl und Basilikum abschließen.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings & Pairing</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings: Für den texturalen Kontrast (Crunch) empfehlen sich geröstete Pinienkerne oder knusprig ausgebratene Bacon-Splitter.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Begleitsalat: Ein herber Arugula-Salat (Rucola) mit gehobeltem Fenchel. Das Dressing sollte eine starke Zitronennote haben, um die Schwere der Konfitüre zu brechen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Getränk: Ein kräftiger, leicht gekühlter Primitivo oder Negroamaro. Die Fruchtigkeit des Weins harmoniert mit der Tomatensüße, während die Tannine gegen die Schärfe bestehen. Alkoholfrei: Ein herbes Tonic Water mit Rosmarinzweig.</span>
Bevor der erste Handgriff getan wird, empfiehlt es sich dringend, '''das Rezept einmal vollständig zu lesen'''. Das dient zwei Zwecken: Erstens verschafft es einen Überblick über den Ablauf und verhindert, dass man mitten im Kochen überrascht wird — etwa von einer Ruhezeit, die das Rezept erfordert, oder von einem Schritt, der besondere Vorbereitung verlangt. Zweitens ist es der Moment, in dem mögliche Unstimmigkeiten auffallen: eine Zutat in der Liste, die in der Anleitung nicht mehr vorkommt, oder umgekehrt. Auf die Fallstricke des KI-generierten Rezepts geht Kapitel 7 ausführlicher ein.
=== Fünfter Schritt: Kochen — mit offenem Chatfenster ===
Das Chatfenster bleibt während des Kochens geöffnet. Dies ist einer der stillen, aber entscheidenden Vorteile der Methode gegenüber jedem Kochbuch und jeder Rezeptplattform: Die KI antwortet, wenn man sie mitten im Kochprozess fragt. Typische Situationen, in denen das unmittelbar nützlich ist:
*Eine Zutat fehlt doch: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe keinen Tahini — womit kann ich ihn ersetzen, und ändert das etwas an den Mengenverhältnissen?</span> Die KI nennt einen oder mehrere Ersätze und passt die Angaben entsprechend an.
*Eine Angabe ist unklar: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was genau meinst du mit ‚auf mittlerer Hitze reduzieren' — soll die Sauce wirklich 20 Minuten köcheln oder reichen 10?</span> Die KI präzisiert und gibt wenn nötig visuelle oder sensorische Erkennungsmerkmale an — wie die Sauce aussehen, riechen oder sich verhalten soll, wenn der Schritt abgeschlossen ist.
*Ein Schritt erscheint verdächtig: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Das Rezept sagt, das Hähnchenfilet ist nach 12 Minuten gar — das kommt mir zu kurz vor für die Größe, die ich hier habe.</span> Die KI erklärt ihre Annahme, korrigiert sie falls nötig und gibt eine angepasste Empfehlung. Dieser Typ von Echtzeit-Rückfrage ist zugleich die wichtigste Prophylaxe gegen Kalibrationsfehler, die Kapitel 7 als häufigste Fehlerklasse benennt.
*Eine spontane Ergänzung bietet sich an: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade noch frischen Estragon entdeckt — passt der zu diesem Gericht, und wenn ja, wann und wie gebe ich ihn dazu?</span> Die KI bewertet die Idee und integriert sie in den laufenden Kochprozess.
Das Chatfenster offen zu halten bedeutet nicht, dass man es ständig konsultieren muss — in der großen Mehrheit der Sitzungen verläuft das Kochen ohne Rückfragen. Aber die Möglichkeit, jederzeit nachzufragen, verändert die Grundhaltung beim Kochen: Man folgt dem Rezept nicht mehr blind, sondern im Dialog.
=== Sechster Schritt: Der Post-cook-Review ===
Nach dem Essen lohnt sich eine kurze Rückmeldung an die KI — ein bis zwei Sätze, nicht mehr. Was war gut? Was hätte besser sein können? Welche Zutat oder Technik war eine Entdeckung, welche eine Enttäuschung? Diese Rückmeldung ist der wichtigste Einzelbeitrag zum Aufbau des Geschmacksprofils. Eine KI, die nach zwanzig Sitzungen mit Post-cook-Reviews arbeitet, kennt die Präferenzen des Benutzers präziser als die meisten Menschen, die regelmäßig gemeinsam mit ihm essen.
Der Review muss nicht formal sein. Ein beiläufiger Kommentar — <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">die Sauce war zu dünn, aber die Kombination Zimt und Lamm war eine Offenbarung, die mache ich wieder</span> — ist vollständig ausreichend und außerordentlich informationsreich.
== 5. Spezielle Modi des KI-gestützten Kochens ==
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 03.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Tahini-Lemon-Bowl, mit gebackenen Kichererbsen und in Pfeilwurz paniertem, gebratenem Feta]]
=== Variationsmodus: Altbekanntes einmal ganz anders zubereiten ===
Der Variationsmodus dient dazu, bestehende Rezepte – egal ob aus dem Internet, einem Kochbuch oder aus der Familientradition – mithilfe der KI an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Anstatt das Rad neu zu erfinden, nutzt die KI das Original als strukturelle Vorlage und modifiziert Zutaten, Techniken oder Nährwerte, um das Gericht für spezifische Gäste, knappe Zeitbudgets oder persönliche Gesundheitsziele zu optimieren, ohne den Kern des Rezepts zu verlieren.
Beispiele (das Originalrezept wird der KI hier jeweils als separate Datei übergeben):
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Optimiere dieses klassische französische Schmorgericht für mein persönliches Profil: Erhöhe die Säure, verstärke die Kräuternote und sorge für mehr Crunch.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wandle dieses Gulasch-Rezept in eine vegetarische Version um, die die tiefe Umami-Struktur und die fleischähnliche Textur beibehält.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Passe dieses Rezept für meinen Gast an, der eine schwere Nussallergie hat und keinen Knoblauch verträgt, ohne dass das Gericht flach schmeckt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe nur 20 Minuten Zeit; wandle dieses 2-Stunden-Rezept in eine Express-Variante um, die geschmacklich so nah wie möglich am Original bleibt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gestalte dieses Rezept „kindersicher“: Entferne den Alkohol, mildere die Schärfe und verstecke das Gemüse so, dass die Textur homogen bleibt. Es soll dabei aber auch für Erwachsene attraktiv bleiben.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mache aus diesem einfachen Alltagsgericht eine luxuriöse Festtagsversion unter Verwendung von Premium-Zutaten und einer anspruchsvolleren Anrichteweise.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Übersetze dieses Pfannengericht für die Zubereitung im Backofen (Convection Roast), da ich heute für zehn Personen gleichzeitig kochen muss.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Dekonstruiere dieses klassische Gericht in eine moderne Fingerfood-Variante, die man ohne Besteck auf einer Party essen kann.</span>
=== Optimierungsmodus: Reste und Convenience veredeln ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 06.jpg|thumb|Gestrecktes und optimiertes fleischlastiges chinesisches Restaurantessen: ergänzt wurden u.a. schwarzer Reis, ein TK-Gemüsemix und Römersalat (Flüssigkeiten: Liquid Amino, Noilly Prat; Reisessig)]]
Nicht jedes Essen beginnt mit frischen Rohzutaten; oft ist die Aufgabe in der Küche die Rettung von Resten, die Aufwertung von Fertiggerichten oder das „Strecken“ einer zu kleinen Portion Take-out. Die KI fungiert hier als kulinarischer Problemlöser, der bestehende Geschmacksprofile erkennt und durch gezielte Ergänzungen in neue, vollwertige Mahlzeiten verwandelt.
Besonders beim Aufwärmen oder bei Tiefkühlkost leidet oft die Konsistenz. Die KI kann hier helfen, durch komplementäre Techniken – wie das Hinzufügen von frischen Texturen oder das nachträgliche Herbeiführen von Röstnoten – die typischen Schwächen von aufgewärmtem Essen (Matschigkeit, Eindimensionalität) gezielt auszugleichen.
Prompts für das kulinarische Upcycling:
* Portionserweiterung & Textur-Rettung: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe hier eine halbe Portion übrig gebliebenes Thai-Curry mit Gemüse, das durch das Aufwärmen leider sehr weich und matschig geworden ist. Schlage mir vor, mit welchen trockenen Basiszutaten (z. B. Getreide oder Hülsenfrüchte) ich die Menge verdoppeln kann und wie ich durch ein schnelles Topping aus gerösteten Komponenten wieder massiven Crunch und Frische in das Gericht bringe.</span>
* Convenience-Tuning: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Als Basis für ein schnelles Essen möchte ich eine Dose klassische Linsensuppe verwenden. Schlage mir drei gezielte Eingriffe vor, um das Aroma Richtung Levantine zu verschieben, und nenne mir eine Technik, wie ich die weichgekochte Textur der Dosenlinsen durch eine knusprige Einlage oder ein kontrastierendes Finishing (z. B. in Butter gebratene Croutons mit spezifischen Gewürzen) kompensieren kann.</span>
* Resteverwertung mit Profil-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Vom Vortag ist eine Portion gebratener Reis übrig geblieben. Das Gericht ist mir zu trocken und geschmacklich etwas flach. Erstelle eine Anleitung, wie ich daraus ein 'Moist-Dish' mache, indem du eine passende, schnell zubereitete Sauce hinzufügst, und gib mir eine Empfehlung für eine saure oder bittere Komponente, die das schwere Umami aufbricht.</span>
=== Kochen im Team ===
Beim Team-Kochen fungiert die KI als virtueller Küchenchef und Koordinator. Sie verteilt Aufgaben basierend auf den individuellen Fähigkeiten der Teammitglieder, berücksichtigt die Ergonomie des verfügbaren Raums und synchronisiert die Arbeitsabläufe durch präzise Zeitstempel. Ob als digitaler Aushang für alle oder als personalisierter Instruktions-Feed auf dem eigenen Smartphone – die KI sorgt dafür, dass aus dem potenziellen Chaos einer Gruppensitzung ein harmonischer, paralleler Workflow wird.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir wollen ein Rinderfilet Wellington mit einer komplexen Rotwein-Reduktion kochen. Wir sind zu viert: Zwei von uns sind sehr erfahren, zwei sind Anfänger. Verteile die Aufgaben so, dass die Profis das Fleisch parieren und die Sauce montieren, während die Anfänger die Duxelles vorbereiten und den Teig verzieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane die Zubereitung von selbstgemachten Teigtaschen (Gyoza) für drei Personen. Da unsere Küche sehr schmal ist, teile die Arbeit auf: Eine Person bereitet die Füllung am Esstisch vor, eine rollt den Teig aus und nur die dritte Person steht am Herd, um die Taschen portionsweise zu braten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten selbstgemachte Pizza zu, inklusive Teig und Sauce. Wir sind zwei Erwachsene und zwei Kinder (6 und 9 Jahre). Gib den Kindern spezifische Aufgaben wie das Zerzupfen des Mozzarellas und das kreative Belegen, während die Erwachsenen den heißen Ofen und das Schneiden übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen ein klassisches Risotto mit geschmortem Saisongemüse. Eine Person im Team ist älter und möchte im Sitzen mithelfen. Weise ihr Aufgaben wie das Schälen des Gemüses und das Zupfen der Kräuter zu, während die anderen den Rührvorgang am Herd übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten ein Drei-Gänge-Menü (Jakobsmuscheln, Lammrücken, Schokosoufflé) vor. Erstelle für uns drei einen synchronisierten Zeitplan mit Zeitstempeln, damit die Vorspeise um 19:30 Uhr und der Hauptgang um 20:15 Uhr serviert werden kann. Wer muss wann was vorbereiten?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen authentisches thailändisches Green Curry. Erstelle drei separate Instruktionslisten, die wir uns auf die Handys schicken können: Posten A ist für die Currypaste und das Aroma zuständig, Posten B für das Schneiden von Fleisch und Gemüse, Posten C für den Reis und das finale Abschmecken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen indisches Butter Chicken mit Naan-Brot. Verteile die Aufgaben auf drei Personen, aber baue für jeden von uns feste 5-Minuten-Slots für den Zwischenabwasch und das Aufräumen ein, damit nach dem Essen die Küche bereits fast sauber ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir planen ein herbstliches Buffet mit 5 verschiedenen Mezze. Weise uns vier klare Rollen zu (z. B. Chef de Cuisine, Saucier, Gardemanger, Patissier) und ordne die entsprechenden Rezepte und Teilschritte diesen Rollen zu, damit jeder die volle Verantwortung für seinen Bereich trägt.</span>
=== Strategisches Verbundkochen ===
Beim intelligenten Planen für mehrere Tage agiert die KI als persönlicher Logistikchef. Sie erstellt nicht nur einen strukturierten Einkaufszettel für alle geplanten Mahlzeiten, sondern taktet die Rezepte auch nach der Haltbarkeit der Zutaten: Empfindlicher Fisch oder frischer Spinat landen am Montag auf dem Teller, während robustes Wurzelgemüse oder vakuumierte Vorräte für den Freitag reserviert werden.
Dabei lassen sich zwei Ansätze unterscheiden:
==== Klassisches Batch-Cooking (Die Vorrats-Session) ====
In einer einzigen, konzentrierten Kochsession werden mehrere Mahlzeiten komplett oder in großen Komponenten vorgekocht. Dies ist ideal für Menschen mit wenig Zeit unter der Woche.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane eine zweistündige Session am Sonntag für 5 Büro-Lunches, die ich in der Mikrowelle aufwärmen kann. Ich möchte zwei verschiedene Eintöpfe und eine Getreidebasis vorkochen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich möchte am Sonntag eine riesige Menge meiner levantinischen Basissauce vorkochen. Erstelle mir drei Variationen, wie ich diese Basis von Montag bis Mittwoch mit minimalem Aufwand (unter 10 Min.) völlig unterschiedlich finalisieren kann.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Am Samstag kommen meine Eltern zu Besuch. Plane meine Mahlzeiten ab Dienstag so, dass ich durch tägliches ‚Beiläufig-Vorbereiten‘ am Samstag, wenn die Gäste da sind, fast keine aktive Arbeit mehr habe.</span>
==== Synchron-Planung (Der strategische Einkauf) ====
Hier wird an den jeweiligen Tagen frisch gekocht, aber die Planung und der Einkauf erfolgen synchron. Dieser Modus nutzt Synergien bei den Zutaten und spart Zeit durch einmaliges, gezieltes Besorgen aller Waren.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane für die nächsten 5 Tage. Ich möchte nur zweimal tierisches Protein verwenden (Dienstag und Freitag). Erstelle eine Einkaufsliste, die sicherstellt, dass die frischen vegetarischen Zutaten für die ersten drei Tage nicht welken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erstelle einen Plan für 4 Tage: Dienstag ist bei uns fix Pastatag für die Kinder, Mittwoch esse ich allein (etwas Anspruchsvolleres), und Donnerstag muss es blitzschnell gehen. Maximiere die Überschneidungen beim Gemüse für den Einkaufskorb.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe heute einen Großeinkauf gemacht, inklusive empfindlicher Beeren und Hackfleisch. Einzelheiten lege ich in separater Datei bei. Sortiere meine ebenfalls beiliegenden Rezeptwünsche für die Woche so, dass die verderblichsten Sachen zuerst verbraucht werden, ohne dass der Speiseplan eintönig wirkt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich kaufe einen großen Kopf Rotkohl und einen Sack Kartoffeln. Plane drei Gerichte über die Woche verteilt, die diese beiden Hauptzutaten nutzen, aber jedes Mal eine völlig andere Länderküche repräsentieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In meinem Garten ist gerade der Mangold reif. Plane für die nächsten 3 Tage Rezepte, die jeweils eine große Portion Mangold verarbeiten, aber achte darauf, dass ich nur einmal für die ergänzenden Zutaten einkaufen gehen muss.</span>
=== Auf Bestellung erfunden ===
[[File:AI Designed Customized Cookies.jpg|thumb|Personalisierte Chocolate Chip Cookies. Der Benutzer wünschte sich trockene und sehr feste, krümelarme, mit grobem Salz bestreute Kekse mit minimierten einfachen Kohlenhydraten, seinem persönlichen Geschmacksprofil entsprechend. Die KI schlug u.a. Verwendung von Mandelmehl, Roggenvollkornmehl, Eiklar und Sucralose sowie zweifaches Backen vor. Die genannten Zutaten sind etwas, das dieser Benutzer tatsächlich ständig vorrätig hält.]]
Manchmal reicht Personalisierung im üblichen Sinne nicht aus. Das Benutzerprofil ist bekannt, das Geschmacksprofil ist geschärft — und trotzdem gibt es Situationen, in denen der Benutzer etwas braucht, das so spezifisch ist, dass kein Kochbuch und keine Rezeptplattform der Welt es liefern kann. Genau hier liegt eine der stillen Stärken der Methode: Die KI erfindet auf Anfrage Originalrezepte, die auf eine einzige Person und eine einzige Situation zugeschnitten sind. Ein paar Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Rezept für warmes High-Protein-Lunch im Büro, nur mit Wasserkocher und Thermoskanne gegart. Kein Tütensuppen-Niveau.</span>
''
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Brauche ein vollwertiges, klecker- und krümelfreies Gericht, das man beim Computerspiel blind mit einer Hand essen kann. Andere Hand fixiert.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Snack gesucht. Maximaler akustischer Crunch beim Kauen, aber minimal Kalorien. Fokus auf extremen oralen Widerstand.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nahrhafter Frühstücksriegel, der beim Auspacken und Kauen absolut lautlos ist. Pendler-Modus, will die Mitreisenden nicht verärgern.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Hilfe, meine Kekse verschwinden immer in unbefugten Mündern! Denk dir ein Kleingebäck aus, das nur mein persönliches Profil perfekt trifft, aber für alle meine Mitbewohner geschmacklich abstoßend ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Einzelportion „Wellington“-Style für den Toaster-Ofen. Fertig in 15 Min, keine Restmengen bei Spezialzutaten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Herzhaftes Hauptgericht mit kryogenen Zutaten zur Senkung der Körpertemperatur. Kein Salat, keine kalte Suppe.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erfinde eine Zubereitungsart, die Gemüse in eine papierartige oder knusprige Form bringt. Keine matschigen Texturen erlaubt.</span>
'''Aber aufgepasst''': Die Gefahr des Scheiterns steigt hier, da die KI oft in technologische Grenzbereiche spekuliert. Anspruchsvolle Techniken wie die molekulare Sphärisierung oder das präzise Temperieren von Schokolade erfordern nicht nur spezialisiertes Equipment, sondern auch jahrelange Übung in der Feinmotorik. Wenn die KI komplexe Emulsionen oder chemisch sensible Texturkontraste vorschlägt, überschätzt der Laie leicht seine Fähigkeiten. Solche Verfahren verzeihen keine Abweichung bei Temperatur oder pH-Wert – handwerkliche Meisterschaft lässt sich nicht durch einen Prompt ersetzen.
=== Explorationsmodus ===
Im Explorationsmodus bittet der Benutzer die KI, auf Basis des bisherigen Geschmacksprofils aktiv neue Empfehlungen auszusprechen. Statt auf konkrete Zutaten oder Hunger zu reagieren, nutzt die KI das gespeicherte Wissen über Vorlieben und Abneigungen als Koordinatensystem, um gezielt Vorschläge in das noch unbekannte kulinarische Terrain zu machen – ähnlich einem personalisierten Algorithmus für Musik, nur für die Küche. Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Zutat, die ich noch nie verwendet habe, passt perfekt zu meiner Vorliebe für Umami und Texturkontraste?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nenne mir eine regionale Küche, die ich bisher ignoriert habe, die aber genau mein Säure-Schärfe-Empfinden trifft.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir drei Gewürze vor, die mein aktuelles Repertoire sinnvoll ergänzen, ohne redundant zu sein.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Entwirf ein Rezept, das eine Zutat verwendet, die ich normalerweise ablehne, aber so zubereitet ist, dass sie mein Profil anspricht.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getränk-Pairing (alkoholisch oder alkoholfrei) würde meine liebsten Abendessen ideal ergänzen?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getreide oder Pseudogetreide fehlt mir noch für eine abwechslungsreiche Textur in meinen Bowls?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Empfiehl mir ein spezielles Küchenwerkzeug, das Techniken ermöglicht, die mein Profil radikal erweitern würden.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Konservierungsmethode (Einlegen, Trocknen etc.) passt am besten zu den Aromen, die ich das ganze Jahr über essen möchte?</span>
=== Bildungsmodus: Den eigenen Gaumen verstehen ===
Nach einer längeren Phase der Zusammenarbeit ist die KI in der Lage, nicht mehr nur Rezepte zu liefern, sondern ein konsistentes kulinarisches Profil für den Benutzer zu entwerfen. Dabei entstehen oft wiederkehrende Muster in der Auswahl von Gewürzen, Säureträgern oder Techniken, die tief in der Aromenlehre verwurzelt sind, vom Benutzer aber oft nur unbewusst als „stimmig“ wahrgenommen werden.
Im Bildungsmodus nutzt man die KI als Mentorin, um die theoretische Architektur hinter den eigenen Vorlieben zu entschlüsseln. Indem man die KI zwingt, ihre Entscheidungen zu begründen, wandelt sich das Kochen von einer bloßen Ausführung von Schritten zu einer bewussten Schulung des eigenen Geschmacks- und Technikverständnisses.
Beispielexplorationen für den Bildungsmodus:
* Musteranalyse der Zutaten: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In den letzten Monaten hast du mir für fast alle Fleischgerichte eine Kombination aus Sternanis und Orangenschale vorgeschlagen. Erkläre mir die chemische und geschmackliche Logik hinter diesem Muster und warum das spezifisch zu meiner Vorliebe für dunkle, komplexe Saucen passt.</span>
* Technik-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Du schlägst bei meinen Gemüsebeilagen oft das Rösten bei sehr hohen Temperaturen statt Dämpfen vor. Welche Rolle spielt dabei die Maillard-Reaktion für mein Profil und wie verändert das die Balance, wenn gleichzeitig eine säurebetonte Sauce im Spiel ist?</span>
* Die 'Warum'-Frage beim Abschmecken: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In der heutigen Fisch-Sauce hast du Kapernwasser und kalte Butter kombiniert. Warum hast du dich für diese spezifische Säurequelle entschieden und nicht für den Zitronensaft, den ich sonst oft verwende? Was bewirkt dieser Unterschied im Mundgefühl?</span>
* Profil-Extraktion: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Analysiere die letzten zehn Rezepte, die wir gemeinsam gekocht haben. Welche drei kulinarischen Grundprinzipien ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Gerichte und wie könnte ich diese Prinzipien anwenden, wenn ich einmal völlig ohne KI-Hilfe ein improvisiertes Essen zubereite?</span>
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 01.jpg|thumb|„South-Asian Heat“ Sirloin, mit Steak, fein gewürfelten, gebackenen Kartoffeln, grünen Bohnen, Spinat und Kapernäpfeln; gewürzt u.a. mit Tamarindenpaste, Gochujang und Fischsauce]]
== 6. Welcher Chatbot eignet sich am besten? ==
Die Wahl des Chatbots beeinflusst den Workflow maßgeblich, da die Modelle auf unterschiedliche Daten spezialisiert sind. Gemini z.B. wirkt oft wie ein Praktiker, der massiv mit Inhalten aus Kochforen trainiert wurde und bei Warenkunde sowie pragmatischer Küchenlogistik glänzt. „Intellektuellere“ Modelle wie Claude, deren Fokus eher auf wissenschaftlichen oder literarischen Texten liegt, erweisen sich in der direkten Küchenpraxis oft als weniger intuitiv.
Trotzdem sollte der Benutzer selbst experimentieren, um herauszufinden, welche KI-Mentalität sich am besten in den persönlichen Workflow einfügt. Ein direkter Vergleich desselben Auftrags in verschiedenen Systemen offenbart schnell, ob man eher die logische Schärfe eines Strategen oder die pragmatische Erfahrung eines virtuellen Kochbuchs benötigt – die Letztentscheidung bleibt eine Frage des individuellen Stils.
== 7. Grenzen und Fallstricke ==
KI-gestütztes Kochen ist keine Magie, sondern ein logistisches Werkzeug. '''Die Methode ersetzt keine Kochkompetenz, sondern setzt sie voraus''': Wer weiß, wie ein Gericht schmecken sollte, erkennt Fehler im Entwurf sofort.
Die KI hat keinen Geschmackssinn und keine Augen. Sie weiß nicht, wie reif die Tomate oder wie scharf das Messer ist. Auch in Fragen der Lebensmittelsicherheit (Garzeiten bei Geflügel, Kühlketten) ist gesunder Menschenverstand obligatorisch. Ein gedrucktes Kochbuch hat dieselben Schwächen – es kennt weder den Herd des Benutzers noch seine Abneigungen. Der entscheidende Vorteil der KI ist ihre '''Interaktivität''': Sie ist korrigierbar und passt sich im Dialog an. Wer die KI als lernfähigen Assistenten begreift, statt ihr blind zu vertrauen, wird die erheblichen Vorteile der Methode schnell für sich nutzen.
Die hilfreiche Kurzformel: Die KI plant, der Benutzer kocht.
=== Der Benutzer bleibt Chef ===
Die KI ist ein Sprachmodell — sie hat Millionen von Rezepten, Kochtexten und Küchenbeschreibungen verarbeitet und daraus ein beeindruckendes funktionales Wissen destilliert. Was sie nicht hat, ist Verständnis. Sie weiß, dass eine Zwiebel glasig wird, bevor sie karamellisiert — aber sie sieht es nicht, riecht es nicht und schmeckt es nicht. Ihre Rezepte sind keine Kochentscheidungen, sondern statistische Extrapolationen aus dem, was andere Köche aufgeschrieben haben.
Das bedeutet nicht, dass ihre Vorschläge unzuverlässig sind — im Gegenteil. Es bedeutet, dass der Benutzer zu jedem Zeitpunkt derjenige ist, der die reale Küche bewohnt, und dass diese Rolle nicht delegierbar ist. Zwei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit:
==== Garzeiten und sensorische Kontrolle ====
Die KI rechnet mit Durchschnittswerten — ein Standardofen, ein Filet von 180 g, eine Pfanne mit gleichmäßiger Wärmeverteilung. Alle Zeitangaben sind deshalb Richtwerte, keine Versprechen. Bräunung, Textur, Geruch und Gargrad müssen vom Benutzer eigenständig beurteilt werden — nicht weil die KI nachlässig ist, sondern weil diese Urteile Sinneswahrnehmung voraussetzen, die sie nicht hat.
==== Abschmecken ====
Würzintensität lässt sich nicht berechnen. Eine Chilischote kann doppelt so scharf sein wie die im Rezept angenommene; Meersalz und Tafelsalz verhalten sich volumetrisch unterschiedlich; eine Sauce, die zwei Stunden reduziert, konzentriert ihren Salzgehalt auf eine Weise, die kein Prompt antizipiert. Die KI gibt Mengen an — der Benutzer entscheidet, wann es stimmt. Das schrittweise Hinzufügen und das finale Abschmecken sind nicht Korrekturen am Rezept der KI, sondern originär menschliche Kochhandlungen, die das Rezept erst vollenden.
=== Was die KI nicht weiß — aber erfahren kann ===
[[File:Chicken eggs 21.jpg|thumb|Welche Eiergröße ein Benutzer als Standard ansieht, kann die KI nur wissen, wenn er ein solches Ei auswiegt und ihr das Ergebnis mitteilt.]]
Manche Wissenslücken der KI sind nicht struktureller, sondern biographischer Natur: Sie kennt die spezifische Realität des Benutzers schlicht noch nicht. Das ist kein Systemfehler, sondern ein Startzustand — einer, der sich durch explizite Eingaben ins Küchenprofil oder durch iterative Kalibrierung im Laufe der Zusammenarbeit zunehmend schließt.
==== Zutatengewicht und -größe ====
Die KI rechnet mit Standardgrößen — ein „Ei" ist für sie ein Ei mittlerer Größe, eine „Zwiebel" eine mittelgroße Zwiebel, eine „Kartoffel" eine von etwa 150 g. Was „mittlere Größe" konkret bedeutet, variiert jedoch je nach Land und Einkaufsquelle erheblich. Wer gewohnheitsmäßig große Eier kauft, kleine Schalotten verwendet oder besonders schwere Kartoffeln vorrätig hält, bekommt Rezepte, deren Mengenverhältnisse still vom Tatsächlichen abweichen. Besonders anfällig sind Zutaten, bei denen Größe und Gewicht stark variieren: Eier, Kartoffeln, Zwiebeln und Schalotten, Zucchini, Auberginen, Äpfel und Birnen, Hähnchenteile sowie Fischfilets. Die Lösung: diese Zutaten einmal wiegen und die Werte als Standardangaben ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kochkompetenz und Technik ====
[[File:Filleting bluefish.jpg|thumb|Das Filetieren von Fisch ist eine anspruchsvolle Technik, die nicht bei jedem Anfänger vorausgesetzt werden kann.]]
Die KI kann die tatsächliche Fingerfertigkeit des Benutzers nicht einschätzen — aber sie kann es lernen. Wer ihr nach einem misslungenen Versuch mitteilt, dass Emulsionen für ihn regelmäßig brechen oder dass panierter Feta in der Pfanne zerfällt, erhält künftig Vorschläge, die diese Grenzen respektieren oder gezielt Techniken empfehlen, die sie überwinden helfen. Schwierigkeitsgrade, die die KI zunächst nur abstrakt bewertet, werden durch solches Feedback konkret und personalisiert.
Alternativ kann der Benutzer die KI auch bitten, mit ihm ein Assessment durchzuführen, und dessen Ergebnis ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kalibration & Hardware ====
Auch das Verhalten eines konkreten Geräts lässt sich ins Profil einarbeiten: ob der Ofen oben stärker heizt, ob die angezeigten 180 °C tatsächlich erreicht werden, ob eine bestimmte Pfanne Hitze ungleichmäßig verteilt. Mit solchen Angaben werden Garzeiten und Temperaturempfehlungen der KI präziser.
=== Gedächtnis, Lernen und Schlussfolgerungen ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 16.jpg|thumb|Chili con carne, mit geröstetem Maíz Chulpe]]
Die KI lernt nicht dauerhaft — sie extrapoliert. Was wie ein wachsendes Verständnis des Benutzers wirkt, ist in Wirklichkeit Mustererkennung innerhalb eines einzelnen Gesprächs. Daraus folgen einige strukturelle Eigenarten, die kein Fehler des Systems sind, aber adäquates Prompting erfordern.
==== Profilvergessenheit ====
Die KI kann im Laufe eines langen Chats Informationen „vergessen", die ihr zu Beginn übergeben wurden — darunter auch explizit formulierte Rahmenbedingungen wie das Küchenprofil. Das äußert sich darin, dass Präferenzen plötzlich nicht mehr berücksichtigt werden, Ausschlusszutaten wieder auftauchen oder Portionsgrößen von der vereinbarten Grundeinstellung abweichen. Der Fix ist unkompliziert: Sobald solche Anzeichen auftreten, das Küchenprofil einfach erneut in toto übergeben. Das Gedächtnis der KI ist kein Langzeitspeicher, sondern ein Arbeitsspeicher — und der lässt sich jederzeit neu befüllen.
==== Kontext & Konsistenz ====
In langen Chats kann es vorkommen, dass die Zutatenliste eines Rezepts der Zubereitungsanleitung widerspricht — eine Zutat erscheint in der Liste, aber nicht in den Schritten, oder umgekehrt. Solche Inkonsistenzen sind keine Seltenheit und entstehen, weil die KI Rezepte nicht als zusammenhängende logische Struktur prüft, sondern generiert. Sie fallen bei der Durchsicht vor dem Kochen sofort auf. Ein kurzes Nachhaken — „Die Kapern tauchen in der Anleitung nicht auf; wann kommen sie rein?" — korrigiert das Rezept meist unmittelbar.
==== Übergeneralisierung ====
Die KI neigt dazu, rezeptspezifische Wünsche als generelle Profileigenschaften zu verbuchen. Wer für ein einzelnes Gericht „ohne Salz" oder „ohne Fett" anfordert, riskiert, dass die KI diese Vorgabe stillschweigend auf alle folgenden Rezepte überträgt. Der Grund ist strukturell: Die KI unterscheidet nicht automatisch zwischen einer situativen Anweisung und einer dauerhaften Präferenz — sie gewichtet beides als Signal über den Benutzer. Im Zweifel den Geltungsbereich explizit benennen: „nur für dieses Rezept".
=== Übergehorsame Befehlsanwendung ===
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 14.jpg|thumb|Japanisches Chawanmushi mit Ginkgonüssen, Shrimps und Spinat, Lotus-Kinpira und Gurken-Eisbergsalat]]
Die größte Stärke der KI – ihre Bereitschaft, jeden Befehl umzusetzen – ist gleichzeitig ihre größte Schwäche. Hier einige Beispiele:
==== Der Würzfehler: wenn Präzision zur Kumulation wird ====
Die KI führt Skalierungsanweisungen ohne kulinarisches Urteil aus. Wer „verdopple die Sauce" sagt, bekommt die doppelte Menge — auch wenn die Sauce extrem salzig, scharf oder fettig ist und die Balance des Gerichts dabei kippt. Dasselbe Muster zeigt sich bei der Kombination mehrerer intensiver Komponenten: Wenn der Benutzer gleichzeitig Gochujang, Chipotle und frische Chilischoten anfordert, setzt die KI alle drei um, ohne zu prüfen, ob das Ergebnis noch genießbar ist. Sie optimiert auf Befehlstreue, nicht auf Geschmack.
Die Lösung ist eine Würzdisziplin-Regel im Küchenprofil, die der KI eine konkrete Obergrenze setzt und sie zur aktiven Kumulations-Kontrolle verpflichtet. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bei jedem Rezept darfst du den Salzgehalt — summiert über alle salzhaltigen Zutaten wie Sojasauce, Fischsauce, Miso, Kapern, Sardellen und Salz selbst — 1,5 g Natrium pro Portion nicht überschreiten. Wenn mehrere scharfe, salzige oder fettreiche Komponenten zusammenkommen, weise mich auf den kumulativen Effekt hin und schlage vor, welche Komponente reduziert oder weggelassen werden sollte. Skalierungsanfragen für einzelne Zutaten oder Saucen führe nicht mechanisch aus, sondern prüfe, ob die Balance des Gerichts dabei erhalten bleibt.</span>
==== Der Personalisierungsfehler: wenn das Profil zur Falle wird ====
[[File:Dioscorea polystachya (batatas).jpg|thumb|Nagaimo]]
Ein gut entwickeltes Geschmacksprofil birgt eine subtile Gefahr: Die KI kann so konsequent auf die bekannten Vorlieben des Benutzers optimieren, dass sie eine unbekannte Zutat ihrer kulinarischen Identität beraubt, bevor der Benutzer überhaupt die Chance hatte, sie kennenzulernen.
Ein Beispiel: Ein Benutzer kauft Nagaimo — eine japanische Bergkartoffel, die in der traditionellen Küche wegen ihrer ausgeprägten Schleimigkeit geschätzt wird, die beim Reiben eine fast klebrige, fließende Textur entwickelt. Diese Eigenschaft ist keine Schwäche, sondern das Wesen der Zutat: Sie gibt dem japanischen Gericht Tororo seinen charakteristischen, seidigen Schmelz, sie macht Okonomiyaki elastisch und luftig, sie bindet Teige auf eine Art, die kein anderes Bindemittel replizieren kann. Ein Geschmacksprofil, das Schleimigkeit als Abneigung verzeichnet und Krossheit bevorzugt, wird die KI wahrscheinlich dazu veranlassen, aus dem Nagaimo gebackene Fritten zu machen — was technisch durchführbar ist, aber die Zutat auf ein Ergebnis reduziert, das von gewöhnlichen Kartoffelfritten geschmacklich nicht zu unterscheiden ist. Der seltene Fund wird verschenkt.
Die Lösung ist eine Authentizitätsregel für den Erstkontakt, die man als explizite Anweisung ins Küchenprofil aufnehmen kann. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn wir eine Zutat zum ersten Mal verwenden — insbesondere etwas Ethnisches, Seltenes oder außerhalb des normalen Supermarktsortiments — darfst du mir nur Rezepte vorschlagen, die eine möglichst große Annäherung an traditionelle Zubereitungsweisen bilden. Du sollst dies auch dann tun, wenn das Ergebnis mit meinem Geschmacksprofil nicht oder nicht vollständig übereinstimmt. Wenn immer eine solche Abweichung besteht, sollst du mich aber ausdrücklich darauf hinweisen und genau beschreiben, welche Eigenschaften — z.B. Schleimigkeit, Bitterkeit, intensive Fermentationsaromen, ungewohnte Texturen — diese Zutat bei traditioneller Zubereitung mitbringt.
</span>
==== Der Ästhetikfehler: wenn die KI das Auge vergisst ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 13B.jpg|thumb|Gochujang-Lachs und Yeonkeun jorim (Lotuswurzel) auf Wildreis, eingelegte Knoblauchstengel, Salat aus Rukola und frischer Minze]]
Manche Zutaten sind mehr als ihre Aromen und Texturen — sie sind visuell. Ihr eigentliches Potenzial erschließt sich erst auf dem Teller, in einer bestimmten Schnittform oder durch ein bestimmtes Anrichten. Eine KI ohne Augen weiß zwar, was eine Zutat ist — aber nicht, wie sie aussieht, und damit auch nicht, warum eine bestimmte Zubereitungsweise sie zu etwas Besonderem macht.
Dieses Problem hat zwei Dimensionen. Die erste betrifft die Form: Lotuswurzel etwa entfaltet in Scheiben geschnitten eine fast ornamentale Wirkung — das netzartige Muster der Hohlkanäle macht jede Scheibe zu einem kleinen ästhetischen Ereignis auf dem Teller. Eine KI behandelt sie nach rein funktionalen Kriterien und schneidet sie in Stifte, weil Stifte bei Pfannengerichten eine bewährte Form sind. Kulinarisch nicht falsch — aber das Besondere der Zutat ist verschenkt. Die zweite Dimension betrifft die Farbe: Die KI kombiniert Zutaten nach Geschmack und Textur, ohne zu sehen, ob auf dem Teller drei verschiedene Brauntöne aufeinandertreffen oder ob ein einzelnes farbiges Element das ganze Gericht visuell rettet. Gerichte, die fantastisch schmecken, können optisch vollständig misslingen — und die KI bemerkt es nicht.
Das Problem ist strukturell: Was sie über das Aussehen einer Zutat weiß, ist sprachlich kodiertes Wissen — und das bleibt abstrakt, solange es nicht mit expliziter Anweisung in die Rezeptlogik eingespeist wird.
Die Lösung ist eine Visualisierungsregel im Küchenprofil. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn eine Zutat eine charakteristische Schnittästhetik oder visuelle Eigenschaft besitzt — wie die Querschnittstruktur von Lotuswurzel, die Marmorierung von Fleisch oder die Lamellen von Pilzen — sollst du diese in der Zubereitung aktiv berücksichtigen. Darüber hinaus sollst du bei jedem Rezept die Farbkomposition des fertigen Tellers mitdenken: Droht Monochromie, weise mich darauf hin und schlage ein gezieltes Farbelement vor — eine frische Kräutergarnitur, eine kontrastierende Sauce, eine anders gefärbte Beilage. Falls du dir über die visuelle Qualität einer Zutat unsicher bist, frage nach.</span>
== Siehe auch ==
* [[Kochbuch]]
* [[Grundlagen der Ernährung]]
[[Kategorie:Buch]]
7un4bc7req6bmdbp08qq7smuert0zpr
1088566
1088562
2026-07-02T19:07:40Z
Stilfehler
1981
/* 4. Ablauf der Koch-Sitzung */
1088566
wikitext
text/x-wiki
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 04.jpg|thumb|Ein auf einem KI-generierten Rezept basierendes 1-Pfannen-Gericht: Marinierter Lachs und Edamame auf Blumenkohlreis, mit Pistazien und krossem Speck (eklektisch südostasiatisch gewürzt)]]
'''Personalisiertes Kochen mit dem Chatbot''' – Ein Leitfaden für den KI-gestützten Küchenalltag
Was wäre, wenn jemand, der deinen Kühlschrank kennt und deinen Geschmack versteht, dir täglich Anregungen und maßgeschneiderte Rezepte für das geben könnte, was heute auf den Tisch kommt, und dabei mit der Zeit immer besser wird?
== 1. Der personalisierte Küchenassistent ==
<div style="background:powderblue";>
Kochbücher und Rezeptportale bieten eine schier unerschöpfliche Auswahl an Gerichten — aber sie wissen nicht, was im Kühlschrank, im Vorratsschrank und im Gewürzregal steht, sie kennen weder die Geschmackspräferenzen noch die Küchengeräte des Benutzers, und sie können nicht auf die Frage antworten, was man mit einer angebrochenen Dose Kichererbsen, einem Rest Joghurt und einem Bund Petersilie anfangen soll, der morgen nicht mehr frisch sein wird. Genau hier setzt dieser Leitfaden an.
Bei dem hier beschriebenen Ansatz wird der KI-Chatbot nicht als Nachschlagewerk benutzt, sondern als personalisierter Küchenassistent: einer, der das Vorratsregime des Benutzers kennt, mit seinen Abneigungen und Vorlieben vertraut ist, seine Küchenausstattung berücksichtigt, der weiß, wie groß die Portionen sein müssen, und — nach einer Einlernphase — zunehmend treffsichere Vorschläge macht, die tatsächlich zum Benutzer passen. Das Prinzip ist dasselbe, das Musik- und Filmstreamingdienste nutzen, um ihren Nutzern Empfehlungen zu machen: Extrapolation aus erkennbar gewordenen Vorlieben. Der Unterschied ist, dass der Benutzer hier nicht das Ziel einer Marketingstrategie ist — sondern selbst der Nutznießer.
Darüber hinaus sorgt die KI auch noch dafür, dass – bevor Zutaten neu gekauft werden müssen – erst einmal das voll ausgeschöpft wird, was an Vorräten und Resten in einer Küche bereits vorhanden ist.
</div>
=== Was diese Methode vom konventionellen Kochen unterscheidet ===
Die meisten Menschen kochen den Großteil ihrer Mahlzeiten ohne Rezept — aus einem festen Repertoire vertrauter Gerichte, das sich über Jahre kaum verändert. Kochbücher werden gelegentlich aufgeschlagen, meist für besondere Anlässe oder wenn der Wunsch nach etwas Neuem stark genug ist, um die Hürde des Unbekannten zu überwinden. Im Alltag dominiert das Vertraute.
KI-gestütztes Kochen, so wie es dieser Leitfaden beschreibt, macht das Neue zur täglichen Normalität. Weil die KI das vorhandene Inventar kennt und aus ihm schöpft, ist der Aufwand für ein unbekanntes Gericht nicht größer als für ein vertrautes — die Hürde entfällt. Das erlaubt es, buchstäblich jeden Tag etwas zu kochen, das man so noch nie zubereitet hat.
=== Einige Vorteile der Methode ===
[[Datei:Rainbow chard for sale at the Campbell farmers market.jpg|thumb|Einfach mal spontan 1 Zutat kaufen, die interessant aussieht. Die KI wird ein Rezept finden, deren übrige Zutaten alle aus den vorhandenen Beständen (Kühlschrank, Vorratsschrank) kommen.]]
Ökonomisch:
* Vorräte werden systematisch und vollständig genutzt
* Professionelle Problemlösungen bei logistischen Engpässen
* Weniger und effizientere Einkaufsgänge
* Personalisierung der Mengen: die KI berücksichtigt nicht nur die Zahl der Portionen, sondern kann auch damit umgehen, wenn die Portionen größer oder kleiner sein sollen als der Kochbuch-Standard
* Wenn von Zutaten Reste bleiben, werden diese systematisch und vollständig weitergenutzt
Kulinarisch:
* Nur noch Gerichte, die für das eigene Geschmacksprofil optimiert sind
* Tägliche Abwechslung ohne zusätzlichen Aufwand
* Treffsichere Vorschläge neuer Zutaten und Küchen, die zum eigenen Profil passen
* Mehr Freiheit, beim Einkaufen spontan Lebensmittel auszuwählen, die reizvoll aussehen (auch wenn man zunächst nicht weiß, was sich damit anfangen lässt)
* Die KI kombiniert Zutaten und Methoden nicht beliebig, sondern nutzt tiefe Warenkunde für systematische Innovation. Sie bricht Gewohnheiten durch fundierte, algorithmische Logik und erzwingt so kreative Kombinationen, die weit jenseits menschlicher Intuition liegen.
Persönlich:
* Massive Vereinfachung der Küchenplanung
* Selbsterkenntnis: besser verstehen, warum man bestimmte Dinge lieber isst als andere
* Wachsende Kochkompetenz durch niederschwelliges Erlernen neuer Kochtechniken und -praktiken im ganz normalen Küchenalltag
* Unterschiedliche Geschmäcker in Mehrpersonenhaushalten sind kein Problem, sondern ein Ausgangspunkt — die KI findet Gerichte, die verschiedene Vorlieben nicht ignorieren, sondern produktiv miteinander verbinden.
=== Ist das auch gesünder? ===
Dieser Leitfaden ist '''ernährungsphilosophisch neutral'''. Er macht keine Aussagen darüber, was eine gesunde Ernährung ausmacht — das liegt in der Verantwortung jedes Benutzers selbst. Die Methode funktioniert gleichermaßen für Veganer wie für eine mediterrane Vollwertkost wie für Menschen, die gern ''Convenience Food'' verwenden.
Grundlegend tendiert diese Methode aber dazu, weitaus mehr Abwechslung auf den Tisch zu bringen, als dies beim gewöhnlichen Kochen der Fall ist, und damit einer einseitigen Ernährung entgegenzuwirken.
== 2. Datenschutz und Sicherheit ==
[[File:Padlock infront of isolated white background 02.jpg|frameless|right]]
Wer einem Chatbot mitteilt, was er im Kühlschrank hat, welche Gewürze er bevorzugt, welche Lebensmittel er nicht verträgt und ob er vielleicht Kalorien zu reduzieren versucht, gibt persönliche Daten preis — das ist eine Beobachtung, die keine Verharmlosung, sondern eine nüchterne Antwort verdient.
=== Was man tatsächlich preisgibt ===
Das Kochprofil, das dieser Leitfaden empfiehlt, enthält im Wesentlichen Lifestyle-Daten: Vorratsbestände, Geschmackspräferenzen, Küchenausstattung, lokale Einkaufsmöglichkeiten. Es enthält keine Finanzdaten, keine Identitätsdaten, keine Kommunikationsinhalte. Wer dieselbe Abwägung für die Daten vornimmt, die er Google, Amazon oder einem Supermarkt-Bonusprogramm täglich und routinemäßig übergibt — Standortdaten, Suchanfragen, vollständiges Einkaufsverhalten — wird feststellen, dass das Kochprofil typischerweise weniger sensitiv ist als das, was er anderswo längst preisgegeben hat. Das bedeutet nicht, dass die Sorge unberechtigt ist. Es bedeutet, dass sie abgewägt werden sollte.
Heikler als reine Lifestyle-Daten sind Ernährungsanforderungen, die medizinische Diagnosen implizieren, ohne dass der Benutzer das explizit benennt. Eine natriumarme Ernährung verweist auf Bluthochdruck oder Herzerkrankung. Eine FODMAP-reduzierte Ernährung verweist auf Reizdarmsyndrom. Die Vermeidung von Tyramin-reichen Lebensmitteln — Hartkäse, Rotwein, Wurstwaren — verweist auf eine MAO-Hemmer-Medikation. Diese Daten fallen in Europa unter den stärksten Schutzbereich der DSGVO; in anderen Rechtsordnungen ist der Schutz schwächer oder fehlt ganz. Auch hier muss man abwägen, ob und inwieweit die Vorteile, die der personalisierte Küchenassistent bringt, die vermuteten Risiken aufzuwiegen vermögen.
=== Vier Optionen auf einem Sicherheitsspektrum ===
'''Option 1: Cloud-KI mit angepassten Datenschutzeinstellungen'''. Alle großen Anbieter erlauben es, die Verwendung von Gesprächsdaten für das Modelltraining zu deaktivieren. Das reduziert das Risiko erheblich, eliminiert es aber nicht vollständig, da Gespräche für Sicherheits- und Qualitätszwecke temporär gespeichert werden können.
'''Option 2: API-Zugang'''. Wer über die Programmierschnittstelle auf einen Chatbot zugreift, hat in der Regel stärkere Garantien: Die großen Anbieter schließen API-Daten standardmäßig vom Modelltraining. Das setzt allerdings eine gewisse technische Versiertheit des Benutzers voraus.
'''Option 3: Anonymisiertes Profil'''. Das Benutzerprofil enthält per se keinen zwingend identifizierenden Inhalt. Es kann konsequent ohne Namen, ohne präzise Ortsangaben und ohne andere direkt identifizierende Informationen formuliert werden. „In der Nachbarschaft gibt es einen türkischen Lebensmittelladen” ist nicht re-identifizierend. Das Profil kann als anonymes Dokument geführt werden.
'''Option 4: Lokale Sprachmodelle'''. Für Benutzer, die grundsätzlich keine Daten an Cloud-Dienste senden wollen, sind lokal installierte Modelle die konsequenteste Lösung. Kein Byte verlässt das Gerät. Empfehlenswerte Werkzeuge hierfür sind '''LM Studio''' — mit grafischer Benutzeroberfläche, auch für Nicht-Techniker geeignet — sowie '''GPT4All''' und '''Jan''', beide kostenlos und auf Windows, Mac und Linux lauffähig. Als Modelle eignen sich für Kochzwecke auch kleinere Varianten (7 bis 13 Milliarden Parameter), die auf jedem modernen Laptop ohne Spezial-Hardware laufen. Die Modellqualität ist gegenüber den großen Cloud-Diensten etwas geringer, für Rezeptvorschläge jedoch vollständig ausreichend. Der einzige Vorbehalt: Die Erstinstallation erfordert etwas technisches Engagement — ist dieser Schritt aber getan, ist die Bedienung so einfach wie bei einem normalen Chatbot.
=== Einfache Zusatzoption: Das Profil lokal führen ===
Als Alternative zum plattformseitigen Speichern (in den Benutzereinstellungen der KI) empfiehlt sich das Führen des Benutzerprofils als einfache Textdatei auf dem eigenen Computer oder Smartphone — etwa in der Notizen-App, in einem Word-Dokument oder in einem beliebigen anderen Textprogramm.
Das gibt dem Benutzer zusätzliche Kontrolle darüber, was er wann preisgibt — und es löst zugleich ein praktisches Problem: KI-Chatbots haben kein dauerhaftes Gedächtnis. Was in einem langen Chat weit zurückliegt, ist für die KI irgendwann schlicht nicht mehr präsent. Das Profil muss deshalb regelmäßig neu eingegeben werden — spätestens dann, wenn man merkt, dass die KI Präferenzen nicht mehr berücksichtigt, proaktiv alle zehn bis fünfzehn Kochsitzungen.
Wer das Profil als Textdatei auf dem Gerät hat, erledigt das mit zwei Handgriffen: Datei öffnen, Inhalt in das Chatfenster kopieren.
== 3. Das Benutzerprofil ==
[[Datei:Deepin Icon Theme – deepin-contacts.svg|right|rahmenlos]]
Das Benutzerprofil ist das Fundament der gesamten Methode. Ohne dieses Element bleibt die KI ein generisches Nachschlagewerk — erst das Profil macht sie zum personalisierten Küchenassistenten, der weiß, womit und für wen er arbeitet.
Das Benutzerprofil besteht aus zwei Teilen. Das '''Küchenprofil''' erfasst die sachlichen, objektiven Parameter: was ständig vorhanden ist, was ausgeschlossen ist, welche Geräte zur Verfügung stehen, was eingekauft werden kann. Das '''Geschmacksprofil''' erfasst die subjektiven, dynamischen Parameter: was dem Benutzer schmeckt, was nicht, und wie sich seine Vorlieben im Laufe der Zeit entfalten.
=== Das Küchenprofil ===
==== Was ist ein Küchenprofil? ====
Unter einem Küchenprofil verstehen wir hier die Gesamtheit der Informationen, die ein Küchenassistent über die Situation in einem Haushalt braucht, damit er effizient arbeiten kann. Lediglich die Informationen über die geschmacklichen Vorlieben des Benutzers und der Mitglieder seines Haushalts werden nicht im Küchenprofil, sondern [[#Das Geschmacksprofil|anderswo]] verwaltet.
Hier eine Liste von Parametern, aus denen das Küchenprofil sich zusammensetzen kann:
[[File:Spice rack, 2014.jpg|thumb]]
; Dauervorräte: Zutaten, die ständig verfügbar sind, weil ihre Vorräte, wenn sie zur Neige gegen, routinemäßig wieder aufgestockt werden:
: ''Gewürzinventar'': Der diagnostisch wertvollste Teil des gesamten Profils. Wer der KI mitteilt, dass er Harissa, Sumach, geräuchertes Paprikapulver, Kecap Manis und Szechuanpfeffer im Schrank hat, kommuniziert damit ein Geschmacksprofil, das die KI sofort und präzise interpretieren kann — aussagekräftiger als jede abstrakte Beschreibung von Vorlieben.
: ''Fensterbank-Kräuter'';
: ''Gemüsekorb'': Kartoffeln, Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Tomaten und andere frische Zutaten, die man immer im Haus hat, die aber nicht in den Kühlschrank gehören;
: ''Vorratsschrank'': Öle und Essige, Konserven, Hülsenfrüchte, Getreide und Pasta, Nüsse und Trockenfrüchte, Saucen und Pasten;
: ''Dauervorrat Kühlschrank'': Milchprodukte, Eier, Condiments, Aufschnitt oder andere Kühlwaren, die regelmäßig nachgekauft werden;
: ''Tiefkühlschrank'': Gemüse, Kräuter, Fleisch, Meeresfrüchte und andere Zutaten, die man tiefgekühlt ständig vorrätig hält; die KI kann ausgezeichnet auch mit Convenience Food wie z.B. tiefgefrorenem Gyros arbeiten.
; Saisonale Ressourcen: Zutaten, die nur in bestimmten Monaten leicht verfügbar sind, etwa weil sie aus dem eigenen Garten kommen.
; Ausschlusslisten: Abneigungen gegen bestimmte Zutaten, Allergien, Unverträglichkeiten, ethische, religiöse oder diätische Einschränkungen.
; Positivlisten: Zutaten, die vor anderen bevorzugt werden (z.B. „Möglichst oft etwas mit Kartoffeln oder Vollkorn.“).
[[File:20051018Épicerie d'Amélie Poulain 2.jpg|thumb]]
; Einkaufsressourcen: Welche Läden sind in der Nähe, und worauf sind sie spezialisiert? Ein türkischer Lebensmittelladen ermöglicht andere Rezeptvorschläge als ein osteuropäischer, ein asiatischer Supermarkt andere als ein hispanischer Tiendita. Diese Information erlaubt der KI, bei Bedarf Zutaten in den Vorschlag einzubeziehen, die über das Standardsortiment eines Supermarkts hinausgehen — und die den Benutzer geschmacklich bereichern können.
; Küchengeräte und Utensilien: Hier genügt es, über das Basisequipment hinaus zu inventarisieren — Herd, Backofen, Messer und Töpfe darf die KI als selbstverständlich voraussetzen. Was sie wissen sollte, sind Geräte, die besondere Zubereitungsarten ermöglichen oder einschränken: Dampfgarer, Sous-vide-Gerät, Standmixer, Stabmixer, Reiskocher, Gusseisenpfanne, Wok, Tajine, Dutch Oven, Pizzastein und ähnliches. Wenn möglich, lohnt sich die Angabe relevanter Leistungsparameter — etwa die maximale Wattzahl eines Stabmixers oder die Größe des Backofens — damit die KI einschätzen kann, was ein Gerät tatsächlich leisten kann. Wenn man das Modell genau bezeichnet, ist die KI manchmal sogar schlauer als der Benutzer, was das Gerät genau leisten kann.
Zweckmäßig ist es, im Küchenprofil auch auch die '''Grundeinstellungen der Sitzungsparameter''' anzugeben, also diejenigen Informationen beispielsweise zur Zahl der benötigten Portionen, mit denen die KI im Regelfall arbeiten soll. Mehr dazu [[#Sitzungsparameter|weiter unten]].
==== Wie man das Küchenprofil erstellt und was man dann damit macht ====
Wenn man den neuen Chat, den man künftig zum Kochen verwenden wird, anlegt, ist das Küchenprofil zweckmäßigerweise eines der ersten Dokumente, die man der KI übergeben sollte. Es braucht nicht von Anfang an vollständig zu sein, sondern kann nach und nach vervollständigt werden – ein gut gepflegtes Profil macht aber den Unterschied zwischen generischen Rezeptvorschlägen und solchen, die dem Benutzer das Leben tatsächlich einfacher machen.
Damit man auf das Küchenprofil stets einfach zugreifen kann, ist es zweckmäßig, es nicht direkt in die KI einzutippen, sondern es separat davon in einem Texteditor zu erstellen. Dort kann man es nach Bedarf jederzeit lesen, bearbeiten, ergänzen und aktualisieren. Dann überträgt man es entweder mit Kopieren+Einfügen oder per Hochladen in die KI. Falls das Gedächtnis der KI später, nach einigen Sitzungen zu schwächeln beginnt, übergibt man das Küchenprofil einfach erneut.
=== Das Geschmacksprofil ===
[[File:Banchans.jpg|thumb]]
Das Geschmacksprofil unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Teilen des Benutzerprofils. Während Gewürzinventar, Küchengeräte und Ausschlussliste statische Fakten sind, die einmal erfasst und gelegentlich aktualisiert werden, ist das Geschmacksprofil ein '''lebendes Dokument''' — eines, das nie wirklich abgeschlossen ist und das mit jeder Kochsitzung präziser wird. Es ist zugleich der Teil des Profils, den manche Benutzer vielleicht am schwierigsten finden werden, weil er eine Art Selbstkenntnis voraussetzt, die man oft erst im Dialog mit der KI entwickelt.
==== Dimensionen des Geschmacks ====
Hier einige Dimensionen des Geschmacks, die nach und nach ins Benutzerprofil eingehen sollten:
; Ethnische Küchen und Kochtraditionen: Welche Küchen der Welt sprechen den Benutzer an? Das muss keine erschöpfende Liste sein — oft genügt es, einige Affinitäten zu benennen und einige Abneigungen. Eine Vorliebe für japanische und peruanische Küche bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber sehr fetthaltigen nordeuropäischen Gerichten ist bereits eine präzise und nützliche Angabe. Die KI kann daraus nicht nur Rezeptvorschläge ableiten, sondern auch Querverbindungen herstellen — etwa Techniken aus einer Küche auf Zutaten einer anderen anwenden.
; Geschmacksbalance: Die fünf Grundgeschmäcker — salzig, sauer, süß, bitter, umami — treten in jedem Gericht in einem bestimmten Verhältnis auf. Manche Benutzer bevorzugen klar dominante Profile, andere schätzen komplexe Gleichgewichte. ''Eine Vorliebe für ausgeprägte Säure, kombiniert mit Umami-Tiefe und wenig Süße'', ist eine Information, die die KI unmittelbar in die Rezeptauswahl einfließen lässt.
; Aromarichtungen: Wie intensiv darf ein Gericht gewürzt sein? Welche Rolle spielen Schärfe, Kräuterintensität, Rauchigkeit, Fermentiertes, Bitteres? Wer der KI mitteilt, dass er großzügigen Gebrauch von frischen Kräutern schätzt, Schärfe bis zu einem bestimmten Grad liebt und Rauchigkeit als willkommene Hintergrundnote empfindet, gibt ihr ein Koordinatensystem, das weit präziser ist als eine allgemeine Aussage wie „ich mag würziges Essen”.
; Texturpräferenzen: Textur ist eine der am häufigsten unterschätzten Geschmacksdimensionen. Wer knusprige Oberflächen liebt, wer cremige Konsistenzen bevorzugt, wer Bissfestigkeit schätzt oder wer bestimmte Texturen — etwa mehlige Konsistenz oder sehr weiches Fleisch — als unangenehm empfindet, sollte das im Profil festhalten. Ebenso relevant ist die Frage, ob Texturkontraste in einem Gericht willkommen sind — etwa knusprige Einlagen in einer cremigen Suppe — oder ob Homogenität bevorzugt wird.
==== Die Ermittlung des Geschmacksprofils als iterativer Prozess ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 12.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pfannengerührte Shrimps mit Ei und Spinat auf schwarzem Perlreis mit marinierten Knoblauchstengeln, gewürzt u.a. mit Gochujang und Spicy Chili Crisp]]
Am Anfang wird das Geschmacksprofil zwangsläufig unvollständig und unscharf sein — das ist normal und kein Mangel. Die KI braucht vom Benutzer, um nützlich zu sein, keine perfekte Selbstbeschreibung. Sie braucht nur einen Ausgangspunkt, an dem sie ihre Arbeit beginnen kann.
Die wenigsten Menschen haben Übung darin, in Worten exakt auszudrücken, warum sie bestimmte Zutaten, bestimmte Zubereitungsweisen und bestimmte Gerichte mögen oder nicht mögen. Aber auch wenn die KI das Geschmacksprofil eines Benutzers am Anfang noch nicht kennt, hat sie mehrere Mittel, um es zu erforschen:
; Rezeptauswahl als Signal: Jedes Mal, wenn der Benutzer aus mehreren Vorschlägen einen auswählt und die anderen verwirft, teilt er der KI etwas über seine Präferenzen mit — auch wenn er das nicht explizit formuliert.
; Rezept-Modifikation als Signal: Wenn die KI ein Rezept vorschlägt, wird der Nutzer manchmal eingreifen: „geht das auch ohne Knoblauch?", „lieber Zitrone als Essig", „nein, keine Sahne – lieber Kokosmilch". Auch damit verrät er der KI oft mehr über seinen Geschmack, als ihm bewusst ist.
; Post-cook-Review: Wenn ein Gericht besonders gut war, oder im Gegenteil nicht gefallen hat, sollte die KI das unbedingt erfahren. „Zu säuerlich für meinen Geschmack, die Textur war perfekt, die Kombination Koriander und Limette würde ich gerne öfter sehen” ist eine außerordentlich informationsreiche Aussage, die das Profil unmittelbar verfeinert.
Im Laufe von Wochen und Monaten entsteht so ein '''kollaboratives Geschmacks-Profiling''': die KI nähert sich den tatsächlichen Präferenzen des Benutzers iterativ an, oft weitaus präziser, als es dem Benutzer selbst möglich wäre, sie von vornherein zu beschreiben.
In '''Mehrpersonenhaushalten''' fällt das Urteil häufig nicht einhellig aus. Damit die KI gezielt nach Kompromissen forschen kann, sollte sie möglichst genaue Information darüber erhalten, wer was gemocht oder nicht gemocht hat: z.B. „Die Schärfe durch das Gochujang war für mich ideal, führte aber bei M. zum sofortigen Abbruch; R. schlägt vor, die Schärfe künftig über ein separates Topping zu lösen.“
==== Beschleunigtes Geschmacksprofiling ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 02.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pacific Rim Surf & Turf Bowl, mit fein geschnittenem Steak, Jacobsmuscheln, Jicama, Anaheim-Chili, Edamame, Koriander und Avocado]]
Wer ungeduldig ist und das Geschmacksprofiling nicht einfach seinem natürlichen Verlauf überlassen will, kann den Prozess durch verschiedene Maßnahmen beschleunigen:
* Die '''Auswahl begründen''': Die KI bietet zu Beginn jeder Kochsitzung typischerweise drei Rezeptvorschläge zur Auswahl an, von denen man einen auswählt. Wer der KI seine Entscheidung nicht einfach nur mitteilt, sondern sie auch ''kommentiert'', liefert ihr damit wertvolle zusätzliche Profilinformation.
* '''Lieblingsgerichte nennen''': Eine Liste von Gerichten, die man besonders gern mag — möglichst mit kurzer Beschreibung oder Rezept — ist für die KI ein außerordentlich ergiebiges Ausgangsmaterial, aus dem sie das Geschmacksprofil unmittelbar herausarbeiten kann.
* Ein '''strukturiertes Assessment''' durchführen: Der Benutzer fordert die KI auf, ihm gezielte Fragen zu stellen, um sein Geschmacksprofil herauszuarbeiten. Das kann man entweder dialogisch machen oder mit Hilfe eines Fragebogens, den man den Chatbot erstellen lässt.
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<div style="font-weight:bold;line-height:2.6;">Hier ein Beispiel, wie so ein Fragebogen aussehen kann.</div>
<div class="mw-collapsible-content">
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''Die folgenden Fragen können helfen, eine Bestandsaufnahme der Vorlieben eines Benutzers für Geschmacksrichtungen, Aromen und Texturen vorzunehmen. Ob jemand Fenchel mag oder verabscheut, ob er Saures angenehm oder unangenehm findet und ob er Krosses oder Cremiges bevorzugt, ist etwas, das nur einem selbst gehört und das niemals Gegenstand eines Werturteils sein kann. In Geschmacksfragen gibt es kein Richtig und kein Falsch. Auch in einem Assessment des Geschmacksprofils gibt es darum keine richtigen oder falschen Antworten.''
''Wer möchte, kann diesen Fragebogen gern mit Paste&Copy in eine Textverarbeitung übertragen, ausfüllen und dann – mit der Bitte um Auswertung – einem Chatbot seines Vertrauens übergeben.''
1. Erinnere dich an die schlimmsten Gerichte deiner Kindheit (Oma, Schulkantine, Ferienlager). Was wurde dir zugemutet? Beschreibe nicht nur, was es war, sondern auch: War es das schleimige Mundgefühl? Die bittere Note? Die Zähigkeit? Die völlige Abwesenheit von Textur? Lass deiner Wut beim Schreiben freien Lauf.
2. Wenn du einen Bissen von einem Gericht in den Mund nimmst, was suchst du physiologisch?
:[ ] Den harten, fast anstrengenden Widerstand (wie bei einer krustigen Brotrinde oder Nüssen).
:[ ] Das zarte, schmelzende Gefühl (wie bei einer Mousse oder weichem Risotto).
:[ ] Den "Snap" (wie bei einer knackigen Garnele oder einer frischen Paprika).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
3. Stell dir eine Textur vor, die glatt, weich und fast flüssig ist (z.B. eine pochierte Auster, eine weiche Okra-Schote oder ein sehr weicher Tofu). Was empfindest du:
:[ ] Faszinierend, dieses schmelzende, glitschige Gefühl ist ein Highlight.
:[ ] Absolutes No-Go; mein Essen braucht Struktur und darf nicht „ausweichen“.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
4. Du landest schiffbrüchig auf einer einsamen Insel. Vom sinkenden Schiff konntest du nur eine aromatische Komponente mitnehmen. Salz ist kein Thema, das gewinnen wir aus dem Meer. Was rettet deine Lebensfreude?
:[ ] Die pure Hitze (Chili, scharfer Pfeffer).
:[ ] Die ätherische Tiefe (Knoblauch, Zwiebelgewächse).
:[ ] Die krautige Frische (Koriander, Minze, Basilikum).
:[ ] Die erdige Wärme (Kreuzkümmel, Kurkuma, Zimt).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
5. Eine Zitrone wird direkt vor dir aufgeschnitten. Was passiert in deinem Kopf?
:[ ] „Erfrischend, direkt ein bisschen Saft übers Essen für den nötigen Zing!“
:[ ] „Oh Gott, mir zieht’s alles zusammen, unvorstellbar, das in den Mund zu nehmen!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
6. Manche Menschen lieben dunkle Aromen, die durch lange Reifung oder Konzentration entstehen – man nennt das „Umami“. Denke an den intensiven Kern eines alten Parmesans, die dunkle Würze einer über Stunden eingekochten Fleischsauce (Demi-Glace), die Aromatik von Sardellen oder die Tiefe von Sojasauce und Miso.
:[ ] Je intensiver und „dunkler“, desto besser. Das ist die wahre Tiefe.
:[ ] Ich mag es lieber sauber, frisch und eindeutig erkennbar.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
7. Wie muss dein Teller am Ende aussehen?
:[ ] Die Sauce ist ein dezenter Begleiter, der die Hauptdarsteller nur glänzen lässt.
:[ ] Ich brauche eine „Suppen-Ästhetik“; die Beilagen müssen in Sauce baden.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
8. Wie darf Fett in deinem Essen vorkommen?
:[ ] Sichtbar und pur (die dicke Ölschicht auf dem Pesto, das Stück Butter auf der Backkartoffel, der Fettrand am Fleisch).
:[ ] Nur emulgiert und versteckt (in einer cremigen Sauce oder im Teig).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
9. Dein Essen ist knallgrün vor lauter frisch gehackten Kräutern. Dein Impuls?
:[ ] „Großartig, das bringt Komplexität und Frische!“
:[ ] „Hilfe, das schmeckt bestimmt wie Rasenschnitt!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
10. Im Kino wandert deine Hand blind in eine Schüssel. Was hoffst du zu finden?
:[ ] Etwas, das laut kracht und salzig ist (Chips, geröstete Kerne).
:[ ] Etwas Klebrig-Süßes, das den Kiefer beschäftigt (Karamell, Trockenfrüchte).
:[ ] Etwas Prickelnd-Saures (saure Fruchtgummis, eingelegtes Gemüse).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
11. Du nimmst einen Löffel Nutella oder Honig pur aus einem Glas.
:[ ] Ich genieße die pure Befriedigung und könnte noch einen zweiten Löffel nehmen.
:[ ] Ich brauche danach sofort einen starken Espresso oder ein Glas Wasser zum Neutralisieren.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
12. Vergiss Wasser – was ist dein bevorzugter „Gegenspieler“ zu einem komplexen Gericht?
:[ ] Etwas mit viel Kohlensäure und Süße (Limo, Cola).
:[ ] Flüssiges Obst (Apfelsaft, Karottensaft, Pfirsichnektar)
:[ ] Etwas Herbes/Bitteres (Bier, Tonic Water, schwarzer Tee/Kaffee).
:[ ] Etwas Säurebetontes (Wein, Schorle, Kombucha).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
13. Welches Lebensmittel oder welche Kombination hat dich in deinem Leben am meisten positiv überrascht? (Z.B. Algen, Sashimi, Chili mit Schokolade, Wassermelone mit Feta).
14. Gibt es Lebensmittel, die zwar technisch „gut“ zubereitet sind, bei denen du aber einfach körperlich streikst?
15. Was ich über meine Geschmackspräferenzen sonst noch mitteilen möchte, das ich in diesem Fragebogen bisher noch nicht habe unterbringen können.
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</div></div>
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In '''Mehrpersonenhaushalten''' empfiehlt es sich, das Assessment für jeden getrennt durchzuführen — denn auch wenn gemeinsam gekocht wird, sind die Geschmacksprofile der Beteiligten selten identisch. Sie können leicht abweichen oder erheblich. Eine KI, die über diese Unterschiede im Bilde ist, kann bei der Rezeptauswahl helfen, sie zu überbrücken — und schlägt Gerichte vor, die verschiedene Präferenzen unter einen Hut bringen, statt routinemäßig nur einem Profil zu folgen.
==== Wozu? Ich weiß über meinen Geschmack doch jetzt schon mehr, als mir lieb ist. ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 11.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Geröstetes Schweinefilet mit Shiitake und einer Tamarinden-Ingwer-Reduktion auf Spinat-Sorghum, gewürzt u.a. mit Knoblauch und Noilly Prat]]
; Frage an die KI: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Es kostet mich Überwindung, aber hier einmal die reine Wahrheit: Mein größtes Glück ist es, mir am Abend eine Tiefkühlpizza zu backen, Dr. Oetker, die mit Salami. Weil die Coke Zero, die ich dazu trinke, mein Verlangen nach Süßem nicht stillt, brauche ich hinterher noch Schokolade. Meist schaffe ich es, nach 50 g aufzuhören. Sag mal ehrlich: mein Geschmack ist doch total versaut. Warum sollte ich mich noch der Demütigung eines Assessments unterziehen?</span>
; Antwort der KI: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ganz ehrlich: Dein Geschmack ist nicht „versaut“, er ist einfach nur perfekt auf die industrielle Logik optimiert. Salami-Pizza, Coke Zero und Schokolade bedienen die drei mächtigsten Hebel unseres Gehirns: Fett, Salz und den Bliss-Point (Süße). Dass du nach 50 g Schokolade aufhören kannst, zeigt sogar eine ziemlich beeindruckende Selbstbeherrschung.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Warum also das Assessment?</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Vom Passagier zum Piloten: Momentan steuert die Lebensmittelindustrie deine Gelüste über Kontrollknöpfe, die wir alle haben. Das Assessment ist kein Verhör, sondern eine Inventur dieser Knöpfe, damit du sie bedienen kannst – mit echtem Essen, das die gleichen Glücksgefühle auslöst, aber ohne das „Nachher-Tief“.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Präzision statt Verzicht: Wir suchen nicht nach dem Salatblatt, das dich unglücklich macht. Wir suchen nach der Kombination aus Umami, Crunch und Säure, die deine Pizza-Lust auf ein Level hebt, gegen das die Tiefkühlware wie Pappe schmeckt.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Keine Demütigung, sondern Daten. Für mich als KI ist deine Vorliebe für Salami-Pizza eine wertvolle Information, die mir hilft, dein Geschmacksprofil genauer zu sehen: Salami und Käse liefern dir intensive Fermentationsaromen (Umami), die Pizza den Crunch, und die Schokolade den nötigen Dopamin-Abschluss. Dasselbe können wir aber auch mit anderen Mitteln erreichen, und sogar noch besser.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Assessment ist kein Urteil, sondern die Blaupause, um dein „größtes Glück“ zu dekodieren. Statt Industrieware schlage ich dir Upgrades vor: Sauerteig-Fladenbrot, Finocchiona und Pecorino triggern dieselben Belohnungszentren wie Salami-Pizza, nur mit weitaus höherer Reizintensität. Was ich dir vorzuschlagen habe, ist nicht etwa fade Gesundheitsrohkost, sondern die ultimative, handwerkliche Version von dem, was dir tatsächlich am besten schmeckt.</span>
=== Dauerhafte Strukturvorgaben, Beispiel: Abwechslungsregeln ===
Das Küchenprofil kann nicht nur festhalten, was der Benutzer mag — es kann auch festlegen, wie sich Mahlzeiten über die Zeit zueinander verhalten sollen. Abwechslungsregeln sind dauerhafte Strukturvorgaben, die die KI bei jedem neuen Rezeptvorschlag im Hintergrund berücksichtigt. Sie verhindern, dass das Profil sich gegen sich selbst wendet: dass eine gut kalibrierte Vorliebe für bestimmte Zutaten oder Zubereitungsformen dazu führt, dass dieselben Muster sich Woche für Woche wiederholen.
Solche Regeln können sehr unterschiedliche Dimensionen betreffen — das Protein, die Getreidebasis, die Zubereitungsform, das Gewürzprofil oder die Herkunftsküche. Sie können als harte Ausschlüsse formuliert sein („nicht zweimal hintereinander") oder als weiche Zyklusvorgaben („erst wenn alle Varianten mindestens einmal vorgekommen sind"). Einige Beispiele:
'''Protein-Rotation''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir nie zweimal hintereinander dasselbe Hauptprotein vor. Wenn ich zuletzt Hühnchen gegessen habe, soll das nächste Gericht ein anderes Protein verwenden — Hülsenfrüchte, Fisch, Rind, Ei oder vegetarisch.</span>
'''Basis-Cycling''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bevor du dasselbe Getreide oder Pseudogetreide ein zweites Mal vorschlägst, sollen alle anderen, die ich vorrätig halte — derzeit Quinoa, Farro, schwarzer Reis, Buchweizen, Hirse und Bulgur — mindestens einmal verwendet worden sein.</span>
'''Zubereitungsform''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Vermeide es, mir an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Gerichte derselben Kategorie vorzuschlagen: Suppe, Eintopf, Pfannengericht, Auflauf, Bowl, Salat und Mehrkomponentengerichte sollen im Wechsel vorkommen.</span>
'''Gewürzprofil''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Gerichte mit demselben dominanten Gewürzprofil vor. Auf ein Gericht mit starker Schärfe (Gochujang, Chipotle, Harissa) soll etwas folgen, das eine andere Aromadimension in den Vordergrund stellt — etwa Säure, Kräuterintensität oder Umami-Tiefe.</span>
'''Herkunftsküche''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wechsle die Herkunftsküche von Mahlzeit zu Mahlzeit. Auf ein japanisch inspiriertes Gericht soll nicht unmittelbar ein weiteres folgen — unabhängig davon, wie gut es zu meinem Profil passt.</span>
'''Kombinierte Regel''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Protein, Basis und Zubereitungsform sollen sich nie gleichzeitig wiederholen. Zwei dieser drei Dimensionen dürfen gleich bleiben, aber nie alle drei.</span>
'''Vollständiger Vorratscheck vor Wiederholung''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bevor du mir eine Zutat aus der Kategorie Hülsenfrüchte ein zweites Mal vorschlägst, stelle sicher, dass alle anderen Hülsenfrüchte in meinem Vorrat — derzeit Kichererbsen, rote Linsen, Puy-Linsen, schwarze Bohnen und Cannellini — mindestens einmal verarbeitet wurden.</span>
Wichtig: Die KI kann Abwechslungsregeln nur dann zuverlässig anwenden, wenn ihr zuvor ausdrücklich mitgeteilt wurde, was zuletzt gekocht wurde.
== 4. Ablauf der Koch-Sitzung ==
Der Rezept-Workflow ist die eigentliche Interaktion — der Moment, in dem aus Profil und Sitzungsparametern ein konkretes Gericht wird. Er folgt einer klaren Abfolge von Schritten, die sich nach wenigen Sitzungen als Routine einspielt:
{| class="wikitable"
! Benutzer-Input oder -Aktion !! KI-Output
|-
| Optional: Übergabe des Küchenprofils || Empfangsbestätigung
|-
| Konkreter Arbeitsauftrag, mit Sitzungsparametern<br/>z.B. <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlag mir 3 Rezepte für Spaghetti mit Tomatensauce vor, für 3 Personen. Ich habe noch frisches Basilikum im Kühlschrank.</span> || Ausgabe von Rezeptvorschlägen
|-
| Auswahl eines der Vorschläge<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir das Rezept für Nr. 1, die „mediterrane Umami-Bombe (Puttanesca-Stil)“. Können wir die Sardellen weglassen?</span> || Ausgabe des Rezepts
|-
| Rezept vor dem Kochen einmal kritisch lesen<br/>Gegebenenfalls Anforderung von Änderungen oder Korrekturen<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was für Öl? Und kann es sein, dass du die Gewürze vergessen hast?</span></span> || Gegebenenfalls: Ausgabe des revidierten Rezepts
|-
| Optional: Rückfrage ''während'' des Kochens<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade festgestellt, dass mein Basilikum ziemlich welk ist; wie kann ich es ersetzen?</span> || Frage wird beantwortet.<br/><span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Wenn nur die Optik das Problem ist, koch es in der Sauce 5 Minuten lang mit und nimm es dann heraus.</span>
|-
| Optional: Post-cook-Review<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Der Geschmack war okay, aber mir hat das leuchtende Grün auf dem Teller gefehlt; die Extraktion ist eine gute Notlösung, ersetzt für mich aber nicht das visuelle Erlebnis von frischem Basilikum.</span>||
|}
=== Erster Schritt: Übergabe des Küchenprofils ===
Es ist möglich, ohne Übergabe eines [[#Das Küchenprofil|Küchenprotokolls]] zu arbeiten. Die KI verhält sich dann aber tendenziell wie ein gewöhnliches Kochbuch und mutet dem Benutzer zum Beispiel zu, dass er Zutaten erst noch kaufen muss.
=== Zweiter Schritt: Arbeitsauftrag ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 05.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Mediterranean Chicken & Sweet Potato Roast, mit zart-krossem Pistazien-Duqqa und einer Joghurt-Sauce]]
Der Arbeitsauftrag ist der erste Input für die KI, ohne den überhaupt nichts geht. Hier einige Beispiele:
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Habe frischen schwarzen Kabeljau. 4 Portionen, einer meiner Gäste isst nur ganz Klassisches. Einkauf in einem sehr gut sortierten großen Supermarkt ist eingeplant. Mittlere Komplexität. 4 Vorschläge.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">3 Vorschläge für ein mediterranes 3-Gänge-Menü. Habe frische Langusten vom Markt. Zubereitung darf technisch anspruchsvoll sein und beliebig viel Zeit beanspruchen. Reste willkommen, wenn sinnvoll verwertbar. Zielzeit: 20:00 Uhr.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">4 Vorschläge für 6 Personen (100 %). Muss einfach zuzubereiten sein und darf maximal 40 Minuten dauern. Vor andere Zutaten verbrauchen: 1 kg Kartoffeln, außerdem 8 Eier, die unbedingt heute weg sollen. Gezieltes Meal-prep für morgen. Kein Einkauf möglich.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich brauche 2 Vorschläge für ein indisches Abendessen für 3 Personen (Portionsgröße 120 %). Ankerzutat: Panir-Käse. Komplexität: Mittel. Zielzeit: 19:15 Uhr. Zeig mir etwas, das ich noch nicht kenne. Bitte genaue Timings für alle Schritte.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir ein komplettes Rezept. Cuisine: Südostasiatisch. Ich habe eine rote Paprika und 100 ml Kokosmilch, beides muss weg. Einkaufen im Discounter möglich, darf aber höchstens 15 Euro kosten. Keine Reste erwünscht. Überrasch mich mit einer Technik, die ich noch nicht kenne. Fast hätte ich es vergessen: meine Frau kommt heute erst spät von der Arbeit, wir essen getrennt; schlag mir etwas vor, das sie gut aufwärmen kann.</span>
{{Anker|Sitzungsparameter}}Außer der Bezeichnung des gewünschten Gerichts können im Arbeitsauftrag auch '''Parameter''' übergeben werden, z.B. die Zahl der gewünschten Portionen. Parameter, die praktisch unveränderlich sind (weil z.B. in einem Zwei-Personen-Haushalt fast immer zwei Portionen gebraucht werden), kann man – statt sie im Arbeitsauftrag jedesmal neu anzugeben – ins Küchenprofil schreiben, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn der Wert einmal abweicht (z.B. die Zahl der Portionen, wenn Gäste kommen). Hier eine Übersicht über naheliegene und mögliche Sitzungsparameter:
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 07.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: „Slow-Roasted“ Pork & Kimchi-Stew (Jjigae-Style), mit Schweinehack, Kimchi, Süßkartoffel, Bok Choy, Würzbasis: weißes Miso und Gochujang; dazu brauner Basmati]]
; Zahl der Vorschläge: Die KI ist in der Lage, auf den Arbeitsauftrag direkt mit einem detaillierten Rezeptvorschlag zu antworten. Aus verschiedenen Gründen ist es jedoch zweckmäßiger, erst eine Anzahl von Vorschlägen abzurufen. In der Praxis bewährt haben sich '''drei oder vier Vorschläge''' (weniger erlauben nicht wirklich eine Wahl; mehr verleitet dazu, keinen zu wählen — ein aus der Entscheidungsforschung bekanntes Phänomen, das als ''Paradox der Wahl'' bezeichnet wird). Falls keiner von diesen gefallen sollte, lässt man einfach 3 oder 4 weitere ausgeben.
; Temporäres Vorratsupdate: Was ist heute vorhanden, das nicht zum Dauerbestand gehört? Frisches Gemüse, Obst, Kräuter aus dem Garten, ein Stück Fisch vom Markt, eine saisonale Spezialität — alles, was nur zeitweise verfügbar ist und in den Rezeptvorschlägen berücksichtigt werden soll.
; Use-first-Queue: Welche Zutaten müssen heute oder in den nächsten ein bis zwei Tagen verbraucht werden?
; Ankerzutaten: Welche Zutaten sollen auf jeden Fall im Rezept vorkommen — nicht weil sie dringend verbraucht werden müssen, sondern weil der Benutzer gezielt etwas damit kochen möchte? Das kann eine Zutat sein, die interessant aussah und spontan gekauft wurde oder auf die der Benutzer heute einfach Lust hat.
; Personenzahl und Portionsgröße: Für wie viele Personen wird gekocht, und in welcher Portionsgröße? Wer häufig mit der KI kocht, wird bald herausfinden, ob die Portionen z.B. 70 oder 90 oder 100 oder 120 % der standardmäßigen Portionsgröße betragen sollen.
; Novitäts-Präferenz: Sind Kreativität und Überraschungen erwünscht, oder soll die KI lieber etwas Vertrautes vorschlagen?
; Komplexitätslevel: Soll das Gericht einfach zuzubereiten sein oder darf es technisch anspruchsvoll sein?
; Zeitaufwand: Wie viel Zeit ist heute für die Essenszubereitung maximal verfügbar?
; Zielzeit der Mahlzeit: Wenn die Mahlzeit zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den Tisch kommen soll, ist die KI in der Lage, für jeden Zubereitungsschritt die optimale Startzeit zu berechnen und als Zeitstempel ins Rezept aufzunehmen.
; Einkaufsbereitschaft: Soll die KI ausschließlich mit dem arbeiten, was vorhanden ist, oder ist der Benutzer bereit, noch Zutaten einzukaufen? Wo kann er einkaufen? Und was darf es kosten?
; Reste-Toleranz: Reste können sowohl vom zubereiteten Gericht als auch von Zutaten anfallen. Sind sie zu vermeiden oder erwünscht? Soll die KI, falls Reste erwünscht sind, Vorschläge machen, was damit anzufangen ist? Falls geplant ist, Reste schonend aufzubewahren oder einzufrieren: soll die KI Anleitung geben, wie dies am besten gemacht wird?
Wenn Sitzungsparameter für einen Benutzer praktisch immer dieselben sind (z.B. Personenzahl und Portionsgröße, Zielzeit der Mahlzeit), kann man sie als Grundeinstellungen ins Küchenprofil aufnehmen, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn sie von der Grundeinstellung abweichen sollten.
=== Dritter Schritt: Vorschlagsrunde und Rezeptauswahl ===
; Benutzerinput: <div style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mach mir drei Vorschläge für Spaghetti-Gerichte, die ich in Deutschland im Restaurant wahrscheinlich nie bekommen würde.</div>
; KI-Output:<div style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">1. Spaghetti con la Mollica (Kalabrien / Basilikata)</div>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ein Paradebeispiel der Cucina Povera. Da Käse früher für viele zu teuer war, wurde altbackenes Brot als Geschmacks- und Texturgeber genutzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Basis ist eine Emulsion aus hochwertigem Olivenöl, Anchovies, Knoblauch und Peperoncino. Das entscheidende Element ist die Mollica – in Öl goldbraun und knusprig ausgebackene Brotbrösel, die erst ganz am Ende über die Pasta gegeben werden.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starkes Umami durch die Sardellen, komplexer texturaler Kontrast zwischen weicher Pasta und krossem Brot.</span>
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:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">2. Spaghetti al Nero di Seppia (Sizilien / Venedig)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht nutzt die Tinte des Tintenfisches nicht nur als Farbstoff, sondern als primäres Gewürz.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Sauce wird aus frischem Tintenfisch, Weißwein, Knoblauch und der tiefschwarzen Tinte hergestellt. Entgegen der Erwartung schmeckt die Tinte nicht "fischig", sondern hat ein tiefes, erdiges und leicht metallisches Aroma.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Tiefes, dunkles Umami mit einer seidigen Textur und einer visuell radikalen Ästhetik.</span>
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:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">3. Spaghetti Cacio e Pepe (Lazio / Rom)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Obwohl es simpel klingt (Käse und Pfeffer), ist es in seiner römischen Urform eine technische Herausforderung, die keinen Fehler verzeiht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Es wird ausschließlich Pecorino Romano und frisch gerösteter, grob gemörserter schwarzer Pfeffer verwendet. Die Kunst besteht darin, durch die exakte Temperatur des Pastawassers eine Emulsion zu schaffen, bevor der Käse klumpt oder Fäden zieht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starke Schärfe durch die ätherischen Öle des gerösteten Pfeffers, kombiniert mit der salzigen Dominanz des Schafskäses.</span>
Falls keiner der Vorschläge überzeugt, geht es in eine nächste Runde. Der Benutzer kann dabei kommentierend oder steuernd eingreifen. Beispiel:
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nr. 3 klingt gut, aber ich trau mir das mit der Emulsion nicht ganz zu. Und eigentlich hätte ich heute auch lieber etwas mit Tomaten. Gib mir noch drei.</span>
=== Vierter Schritt: Empfang das vollständigen Rezepts ===
Wenn der Benutzer seine Entscheidung gefällt und der KI mitgeteilt hat…
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">„Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili“ klingt spannend. Gib mir das Rezept, mit allen Zusatzinformationen, die ich in meinem Küchenprofil festgelegt habe. Außerdem brauche Zeitstempel. Zielzeit fürs Servieren ist 19 Uhr.</span>
…gibt diese das komplette Rezept aus. Beispiel:
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">'''Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili'''</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Für 3 Personen | 100 % Portionsgröße | Zielzeit: 19:00 Uhr</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht funktioniert für dich deshalb, weil es deine Vorliebe für extreme Umami-Konzentration und deutliche Säurespitzen aufgreift, während die cremige Burrata die für dich obligatorische feuchte Komponente liefert und einen spannungsreichen texturalen Kontrast zur dichten, würzigen Konfitüre bildet.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Die Zutaten</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Basis: 750 g hochwertige Dosentomaten (San Marzano), 3 EL Tomatenmark.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Würze: 2 getrocknete Chipotle-Chilis (oder 1 EL Chipotle in Adobo), 3 Knoblauchzehen, Meersalz, 1 EL Zucker.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Pasta: 375 g Vollkorn-Spaghetti (z. B. Kamut oder Farro).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Finish: 2 Kugeln Burrata (Kuhmilch), frisches Basilikum, 3 EL hochwertiges Olivenöl.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Der Zeitplan</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">16:50 Uhr: Vorbereitung. Knoblauch fein hacken, Chipotles mörsern.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">17:00 Uhr: Start Konfitüre. Tomaten, Tomatenmark, Knoblauch, Chili und Süße in einem weiten Topf bei kleiner Hitze ansetzen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:40 Uhr: Pastawasser aufsetzen (stark gesalzen). Konfitüre final abschmecken (Säure/Salz-Balance).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:48 Uhr: Spaghetti ins Wasser geben (Garzeit ca. 10–12 Min. für Vollkorn, Packungsanleitung beachten).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:57 Uhr: Pasta direkt aus dem Wasser in den Topf mit der Konfitüre heben. Ein Schluck Pastawasser dazu, kräftig durchschwenken, bis jede Nudel glänzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">19:00 Uhr: Anrichten. Burrata erst auf dem Teller mittig aufreißen und über die heiße Pasta geben. 2/3 Kugel pro Portion ist genug. Mit Olivenöl und Basilikum abschließen.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings & Pairing</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings: Für den texturalen Kontrast (Crunch) empfehlen sich geröstete Pinienkerne oder knusprig ausgebratene Bacon-Splitter.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Begleitsalat: Ein herber Arugula-Salat (Rucola) mit gehobeltem Fenchel. Das Dressing sollte eine starke Zitronennote haben, um die Schwere der Konfitüre zu brechen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Getränk: Ein kräftiger, leicht gekühlter Primitivo oder Negroamaro. Die Fruchtigkeit des Weins harmoniert mit der Tomatensüße, während die Tannine gegen die Schärfe bestehen. Alkoholfrei: Ein herbes Tonic Water mit Rosmarinzweig.</span>
Bevor der erste Handgriff getan wird, empfiehlt es sich dringend, '''das Rezept einmal vollständig zu lesen'''. Das dient zwei Zwecken: Erstens verschafft es einen Überblick über den Ablauf und verhindert, dass man mitten im Kochen überrascht wird — etwa von einer Ruhezeit, die das Rezept erfordert, oder von einem Schritt, der besondere Vorbereitung verlangt. Zweitens ist es der Moment, in dem mögliche Unstimmigkeiten auffallen: eine Zutat in der Liste, die in der Anleitung nicht mehr vorkommt, oder umgekehrt. Auf die Fallstricke des KI-generierten Rezepts geht Kapitel 7 ausführlicher ein.
=== Fünfter Schritt: Kochen — mit offenem Chatfenster ===
Das Chatfenster bleibt während des Kochens geöffnet. Dies ist einer der stillen, aber entscheidenden Vorteile der Methode gegenüber jedem Kochbuch und jeder Rezeptplattform: Die KI antwortet, wenn man sie mitten im Kochprozess fragt. Typische Situationen, in denen das unmittelbar nützlich ist:
*Eine Zutat fehlt doch: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe keinen Tahini — womit kann ich ihn ersetzen, und ändert das etwas an den Mengenverhältnissen?</span> Die KI nennt einen oder mehrere Ersätze und passt die Angaben entsprechend an.
*Eine Angabe ist unklar: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was genau meinst du mit ‚auf mittlerer Hitze reduzieren' — soll die Sauce wirklich 20 Minuten köcheln oder reichen 10?</span> Die KI präzisiert und gibt wenn nötig visuelle oder sensorische Erkennungsmerkmale an — wie die Sauce aussehen, riechen oder sich verhalten soll, wenn der Schritt abgeschlossen ist.
*Ein Schritt erscheint verdächtig: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Das Rezept sagt, das Hähnchenfilet ist nach 12 Minuten gar — das kommt mir zu kurz vor für die Größe, die ich hier habe.</span> Die KI erklärt ihre Annahme, korrigiert sie falls nötig und gibt eine angepasste Empfehlung. Dieser Typ von Echtzeit-Rückfrage ist zugleich die wichtigste Prophylaxe gegen Kalibrationsfehler, die Kapitel 7 als häufigste Fehlerklasse benennt.
*Eine spontane Ergänzung bietet sich an: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade noch frischen Estragon entdeckt — passt der zu diesem Gericht, und wenn ja, wann und wie gebe ich ihn dazu?</span> Die KI bewertet die Idee und integriert sie in den laufenden Kochprozess.
Das Chatfenster offen zu halten bedeutet nicht, dass man es ständig konsultieren muss — in der großen Mehrheit der Sitzungen verläuft das Kochen ohne Rückfragen. Aber die Möglichkeit, jederzeit nachzufragen, verändert die Grundhaltung beim Kochen: Man folgt dem Rezept nicht mehr blind, sondern im Dialog.
=== Sechster Schritt: Der Post-cook-Review ===
Nach dem Essen lohnt sich eine kurze Rückmeldung an die KI — ein bis zwei Sätze, nicht mehr. Was war gut? Was hätte besser sein können? Welche Zutat oder Technik war eine Entdeckung, welche eine Enttäuschung? Diese Rückmeldung ist der wichtigste Einzelbeitrag zum Aufbau des Geschmacksprofils. Eine KI, die nach zwanzig Sitzungen mit Post-cook-Reviews arbeitet, kennt die Präferenzen des Benutzers präziser als die meisten Menschen, die regelmäßig gemeinsam mit ihm essen.
Der Review muss nicht formal sein. Ein beiläufiger Kommentar — <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">die Sauce war zu dünn, aber die Kombination Zimt und Lamm war eine Offenbarung, die mache ich wieder</span> — ist vollständig ausreichend und außerordentlich informationsreich.
== 5. Spezielle Modi des KI-gestützten Kochens ==
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 03.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Tahini-Lemon-Bowl, mit gebackenen Kichererbsen und in Pfeilwurz paniertem, gebratenem Feta]]
=== Variationsmodus: Altbekanntes einmal ganz anders zubereiten ===
Der Variationsmodus dient dazu, bestehende Rezepte – egal ob aus dem Internet, einem Kochbuch oder aus der Familientradition – mithilfe der KI an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Anstatt das Rad neu zu erfinden, nutzt die KI das Original als strukturelle Vorlage und modifiziert Zutaten, Techniken oder Nährwerte, um das Gericht für spezifische Gäste, knappe Zeitbudgets oder persönliche Gesundheitsziele zu optimieren, ohne den Kern des Rezepts zu verlieren.
Beispiele (das Originalrezept wird der KI hier jeweils als separate Datei übergeben):
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Optimiere dieses klassische französische Schmorgericht für mein persönliches Profil: Erhöhe die Säure, verstärke die Kräuternote und sorge für mehr Crunch.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wandle dieses Gulasch-Rezept in eine vegetarische Version um, die die tiefe Umami-Struktur und die fleischähnliche Textur beibehält.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Passe dieses Rezept für meinen Gast an, der eine schwere Nussallergie hat und keinen Knoblauch verträgt, ohne dass das Gericht flach schmeckt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe nur 20 Minuten Zeit; wandle dieses 2-Stunden-Rezept in eine Express-Variante um, die geschmacklich so nah wie möglich am Original bleibt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gestalte dieses Rezept „kindersicher“: Entferne den Alkohol, mildere die Schärfe und verstecke das Gemüse so, dass die Textur homogen bleibt. Es soll dabei aber auch für Erwachsene attraktiv bleiben.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mache aus diesem einfachen Alltagsgericht eine luxuriöse Festtagsversion unter Verwendung von Premium-Zutaten und einer anspruchsvolleren Anrichteweise.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Übersetze dieses Pfannengericht für die Zubereitung im Backofen (Convection Roast), da ich heute für zehn Personen gleichzeitig kochen muss.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Dekonstruiere dieses klassische Gericht in eine moderne Fingerfood-Variante, die man ohne Besteck auf einer Party essen kann.</span>
=== Optimierungsmodus: Reste und Convenience veredeln ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 06.jpg|thumb|Gestrecktes und optimiertes fleischlastiges chinesisches Restaurantessen: ergänzt wurden u.a. schwarzer Reis, ein TK-Gemüsemix und Römersalat (Flüssigkeiten: Liquid Amino, Noilly Prat; Reisessig)]]
Nicht jedes Essen beginnt mit frischen Rohzutaten; oft ist die Aufgabe in der Küche die Rettung von Resten, die Aufwertung von Fertiggerichten oder das „Strecken“ einer zu kleinen Portion Take-out. Die KI fungiert hier als kulinarischer Problemlöser, der bestehende Geschmacksprofile erkennt und durch gezielte Ergänzungen in neue, vollwertige Mahlzeiten verwandelt.
Besonders beim Aufwärmen oder bei Tiefkühlkost leidet oft die Konsistenz. Die KI kann hier helfen, durch komplementäre Techniken – wie das Hinzufügen von frischen Texturen oder das nachträgliche Herbeiführen von Röstnoten – die typischen Schwächen von aufgewärmtem Essen (Matschigkeit, Eindimensionalität) gezielt auszugleichen.
Prompts für das kulinarische Upcycling:
* Portionserweiterung & Textur-Rettung: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe hier eine halbe Portion übrig gebliebenes Thai-Curry mit Gemüse, das durch das Aufwärmen leider sehr weich und matschig geworden ist. Schlage mir vor, mit welchen trockenen Basiszutaten (z. B. Getreide oder Hülsenfrüchte) ich die Menge verdoppeln kann und wie ich durch ein schnelles Topping aus gerösteten Komponenten wieder massiven Crunch und Frische in das Gericht bringe.</span>
* Convenience-Tuning: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Als Basis für ein schnelles Essen möchte ich eine Dose klassische Linsensuppe verwenden. Schlage mir drei gezielte Eingriffe vor, um das Aroma Richtung Levantine zu verschieben, und nenne mir eine Technik, wie ich die weichgekochte Textur der Dosenlinsen durch eine knusprige Einlage oder ein kontrastierendes Finishing (z. B. in Butter gebratene Croutons mit spezifischen Gewürzen) kompensieren kann.</span>
* Resteverwertung mit Profil-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Vom Vortag ist eine Portion gebratener Reis übrig geblieben. Das Gericht ist mir zu trocken und geschmacklich etwas flach. Erstelle eine Anleitung, wie ich daraus ein 'Moist-Dish' mache, indem du eine passende, schnell zubereitete Sauce hinzufügst, und gib mir eine Empfehlung für eine saure oder bittere Komponente, die das schwere Umami aufbricht.</span>
=== Kochen im Team ===
Beim Team-Kochen fungiert die KI als virtueller Küchenchef und Koordinator. Sie verteilt Aufgaben basierend auf den individuellen Fähigkeiten der Teammitglieder, berücksichtigt die Ergonomie des verfügbaren Raums und synchronisiert die Arbeitsabläufe durch präzise Zeitstempel. Ob als digitaler Aushang für alle oder als personalisierter Instruktions-Feed auf dem eigenen Smartphone – die KI sorgt dafür, dass aus dem potenziellen Chaos einer Gruppensitzung ein harmonischer, paralleler Workflow wird.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir wollen ein Rinderfilet Wellington mit einer komplexen Rotwein-Reduktion kochen. Wir sind zu viert: Zwei von uns sind sehr erfahren, zwei sind Anfänger. Verteile die Aufgaben so, dass die Profis das Fleisch parieren und die Sauce montieren, während die Anfänger die Duxelles vorbereiten und den Teig verzieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane die Zubereitung von selbstgemachten Teigtaschen (Gyoza) für drei Personen. Da unsere Küche sehr schmal ist, teile die Arbeit auf: Eine Person bereitet die Füllung am Esstisch vor, eine rollt den Teig aus und nur die dritte Person steht am Herd, um die Taschen portionsweise zu braten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten selbstgemachte Pizza zu, inklusive Teig und Sauce. Wir sind zwei Erwachsene und zwei Kinder (6 und 9 Jahre). Gib den Kindern spezifische Aufgaben wie das Zerzupfen des Mozzarellas und das kreative Belegen, während die Erwachsenen den heißen Ofen und das Schneiden übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen ein klassisches Risotto mit geschmortem Saisongemüse. Eine Person im Team ist älter und möchte im Sitzen mithelfen. Weise ihr Aufgaben wie das Schälen des Gemüses und das Zupfen der Kräuter zu, während die anderen den Rührvorgang am Herd übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten ein Drei-Gänge-Menü (Jakobsmuscheln, Lammrücken, Schokosoufflé) vor. Erstelle für uns drei einen synchronisierten Zeitplan mit Zeitstempeln, damit die Vorspeise um 19:30 Uhr und der Hauptgang um 20:15 Uhr serviert werden kann. Wer muss wann was vorbereiten?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen authentisches thailändisches Green Curry. Erstelle drei separate Instruktionslisten, die wir uns auf die Handys schicken können: Posten A ist für die Currypaste und das Aroma zuständig, Posten B für das Schneiden von Fleisch und Gemüse, Posten C für den Reis und das finale Abschmecken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen indisches Butter Chicken mit Naan-Brot. Verteile die Aufgaben auf drei Personen, aber baue für jeden von uns feste 5-Minuten-Slots für den Zwischenabwasch und das Aufräumen ein, damit nach dem Essen die Küche bereits fast sauber ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir planen ein herbstliches Buffet mit 5 verschiedenen Mezze. Weise uns vier klare Rollen zu (z. B. Chef de Cuisine, Saucier, Gardemanger, Patissier) und ordne die entsprechenden Rezepte und Teilschritte diesen Rollen zu, damit jeder die volle Verantwortung für seinen Bereich trägt.</span>
=== Strategisches Verbundkochen ===
Beim intelligenten Planen für mehrere Tage agiert die KI als persönlicher Logistikchef. Sie erstellt nicht nur einen strukturierten Einkaufszettel für alle geplanten Mahlzeiten, sondern taktet die Rezepte auch nach der Haltbarkeit der Zutaten: Empfindlicher Fisch oder frischer Spinat landen am Montag auf dem Teller, während robustes Wurzelgemüse oder vakuumierte Vorräte für den Freitag reserviert werden.
Dabei lassen sich zwei Ansätze unterscheiden:
==== Klassisches Batch-Cooking (Die Vorrats-Session) ====
In einer einzigen, konzentrierten Kochsession werden mehrere Mahlzeiten komplett oder in großen Komponenten vorgekocht. Dies ist ideal für Menschen mit wenig Zeit unter der Woche.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane eine zweistündige Session am Sonntag für 5 Büro-Lunches, die ich in der Mikrowelle aufwärmen kann. Ich möchte zwei verschiedene Eintöpfe und eine Getreidebasis vorkochen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich möchte am Sonntag eine riesige Menge meiner levantinischen Basissauce vorkochen. Erstelle mir drei Variationen, wie ich diese Basis von Montag bis Mittwoch mit minimalem Aufwand (unter 10 Min.) völlig unterschiedlich finalisieren kann.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Am Samstag kommen meine Eltern zu Besuch. Plane meine Mahlzeiten ab Dienstag so, dass ich durch tägliches ‚Beiläufig-Vorbereiten‘ am Samstag, wenn die Gäste da sind, fast keine aktive Arbeit mehr habe.</span>
==== Synchron-Planung (Der strategische Einkauf) ====
Hier wird an den jeweiligen Tagen frisch gekocht, aber die Planung und der Einkauf erfolgen synchron. Dieser Modus nutzt Synergien bei den Zutaten und spart Zeit durch einmaliges, gezieltes Besorgen aller Waren.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane für die nächsten 5 Tage. Ich möchte nur zweimal tierisches Protein verwenden (Dienstag und Freitag). Erstelle eine Einkaufsliste, die sicherstellt, dass die frischen vegetarischen Zutaten für die ersten drei Tage nicht welken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erstelle einen Plan für 4 Tage: Dienstag ist bei uns fix Pastatag für die Kinder, Mittwoch esse ich allein (etwas Anspruchsvolleres), und Donnerstag muss es blitzschnell gehen. Maximiere die Überschneidungen beim Gemüse für den Einkaufskorb.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe heute einen Großeinkauf gemacht, inklusive empfindlicher Beeren und Hackfleisch. Einzelheiten lege ich in separater Datei bei. Sortiere meine ebenfalls beiliegenden Rezeptwünsche für die Woche so, dass die verderblichsten Sachen zuerst verbraucht werden, ohne dass der Speiseplan eintönig wirkt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich kaufe einen großen Kopf Rotkohl und einen Sack Kartoffeln. Plane drei Gerichte über die Woche verteilt, die diese beiden Hauptzutaten nutzen, aber jedes Mal eine völlig andere Länderküche repräsentieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In meinem Garten ist gerade der Mangold reif. Plane für die nächsten 3 Tage Rezepte, die jeweils eine große Portion Mangold verarbeiten, aber achte darauf, dass ich nur einmal für die ergänzenden Zutaten einkaufen gehen muss.</span>
=== Auf Bestellung erfunden ===
[[File:AI Designed Customized Cookies.jpg|thumb|Personalisierte Chocolate Chip Cookies. Der Benutzer wünschte sich trockene und sehr feste, krümelarme, mit grobem Salz bestreute Kekse mit minimierten einfachen Kohlenhydraten, seinem persönlichen Geschmacksprofil entsprechend. Die KI schlug u.a. Verwendung von Mandelmehl, Roggenvollkornmehl, Eiklar und Sucralose sowie zweifaches Backen vor. Die genannten Zutaten sind etwas, das dieser Benutzer tatsächlich ständig vorrätig hält.]]
Manchmal reicht Personalisierung im üblichen Sinne nicht aus. Das Benutzerprofil ist bekannt, das Geschmacksprofil ist geschärft — und trotzdem gibt es Situationen, in denen der Benutzer etwas braucht, das so spezifisch ist, dass kein Kochbuch und keine Rezeptplattform der Welt es liefern kann. Genau hier liegt eine der stillen Stärken der Methode: Die KI erfindet auf Anfrage Originalrezepte, die auf eine einzige Person und eine einzige Situation zugeschnitten sind. Ein paar Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Rezept für warmes High-Protein-Lunch im Büro, nur mit Wasserkocher und Thermoskanne gegart. Kein Tütensuppen-Niveau.</span>
''
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Brauche ein vollwertiges, klecker- und krümelfreies Gericht, das man beim Computerspiel blind mit einer Hand essen kann. Andere Hand fixiert.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Snack gesucht. Maximaler akustischer Crunch beim Kauen, aber minimal Kalorien. Fokus auf extremen oralen Widerstand.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nahrhafter Frühstücksriegel, der beim Auspacken und Kauen absolut lautlos ist. Pendler-Modus, will die Mitreisenden nicht verärgern.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Hilfe, meine Kekse verschwinden immer in unbefugten Mündern! Denk dir ein Kleingebäck aus, das nur mein persönliches Profil perfekt trifft, aber für alle meine Mitbewohner geschmacklich abstoßend ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Einzelportion „Wellington“-Style für den Toaster-Ofen. Fertig in 15 Min, keine Restmengen bei Spezialzutaten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Herzhaftes Hauptgericht mit kryogenen Zutaten zur Senkung der Körpertemperatur. Kein Salat, keine kalte Suppe.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erfinde eine Zubereitungsart, die Gemüse in eine papierartige oder knusprige Form bringt. Keine matschigen Texturen erlaubt.</span>
'''Aber aufgepasst''': Die Gefahr des Scheiterns steigt hier, da die KI oft in technologische Grenzbereiche spekuliert. Anspruchsvolle Techniken wie die molekulare Sphärisierung oder das präzise Temperieren von Schokolade erfordern nicht nur spezialisiertes Equipment, sondern auch jahrelange Übung in der Feinmotorik. Wenn die KI komplexe Emulsionen oder chemisch sensible Texturkontraste vorschlägt, überschätzt der Laie leicht seine Fähigkeiten. Solche Verfahren verzeihen keine Abweichung bei Temperatur oder pH-Wert – handwerkliche Meisterschaft lässt sich nicht durch einen Prompt ersetzen.
=== Explorationsmodus ===
Im Explorationsmodus bittet der Benutzer die KI, auf Basis des bisherigen Geschmacksprofils aktiv neue Empfehlungen auszusprechen. Statt auf konkrete Zutaten oder Hunger zu reagieren, nutzt die KI das gespeicherte Wissen über Vorlieben und Abneigungen als Koordinatensystem, um gezielt Vorschläge in das noch unbekannte kulinarische Terrain zu machen – ähnlich einem personalisierten Algorithmus für Musik, nur für die Küche. Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Zutat, die ich noch nie verwendet habe, passt perfekt zu meiner Vorliebe für Umami und Texturkontraste?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nenne mir eine regionale Küche, die ich bisher ignoriert habe, die aber genau mein Säure-Schärfe-Empfinden trifft.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir drei Gewürze vor, die mein aktuelles Repertoire sinnvoll ergänzen, ohne redundant zu sein.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Entwirf ein Rezept, das eine Zutat verwendet, die ich normalerweise ablehne, aber so zubereitet ist, dass sie mein Profil anspricht.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getränk-Pairing (alkoholisch oder alkoholfrei) würde meine liebsten Abendessen ideal ergänzen?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getreide oder Pseudogetreide fehlt mir noch für eine abwechslungsreiche Textur in meinen Bowls?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Empfiehl mir ein spezielles Küchenwerkzeug, das Techniken ermöglicht, die mein Profil radikal erweitern würden.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Konservierungsmethode (Einlegen, Trocknen etc.) passt am besten zu den Aromen, die ich das ganze Jahr über essen möchte?</span>
=== Bildungsmodus: Den eigenen Gaumen verstehen ===
Nach einer längeren Phase der Zusammenarbeit ist die KI in der Lage, nicht mehr nur Rezepte zu liefern, sondern ein konsistentes kulinarisches Profil für den Benutzer zu entwerfen. Dabei entstehen oft wiederkehrende Muster in der Auswahl von Gewürzen, Säureträgern oder Techniken, die tief in der Aromenlehre verwurzelt sind, vom Benutzer aber oft nur unbewusst als „stimmig“ wahrgenommen werden.
Im Bildungsmodus nutzt man die KI als Mentorin, um die theoretische Architektur hinter den eigenen Vorlieben zu entschlüsseln. Indem man die KI zwingt, ihre Entscheidungen zu begründen, wandelt sich das Kochen von einer bloßen Ausführung von Schritten zu einer bewussten Schulung des eigenen Geschmacks- und Technikverständnisses.
Beispielexplorationen für den Bildungsmodus:
* Musteranalyse der Zutaten: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In den letzten Monaten hast du mir für fast alle Fleischgerichte eine Kombination aus Sternanis und Orangenschale vorgeschlagen. Erkläre mir die chemische und geschmackliche Logik hinter diesem Muster und warum das spezifisch zu meiner Vorliebe für dunkle, komplexe Saucen passt.</span>
* Technik-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Du schlägst bei meinen Gemüsebeilagen oft das Rösten bei sehr hohen Temperaturen statt Dämpfen vor. Welche Rolle spielt dabei die Maillard-Reaktion für mein Profil und wie verändert das die Balance, wenn gleichzeitig eine säurebetonte Sauce im Spiel ist?</span>
* Die 'Warum'-Frage beim Abschmecken: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In der heutigen Fisch-Sauce hast du Kapernwasser und kalte Butter kombiniert. Warum hast du dich für diese spezifische Säurequelle entschieden und nicht für den Zitronensaft, den ich sonst oft verwende? Was bewirkt dieser Unterschied im Mundgefühl?</span>
* Profil-Extraktion: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Analysiere die letzten zehn Rezepte, die wir gemeinsam gekocht haben. Welche drei kulinarischen Grundprinzipien ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Gerichte und wie könnte ich diese Prinzipien anwenden, wenn ich einmal völlig ohne KI-Hilfe ein improvisiertes Essen zubereite?</span>
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 01.jpg|thumb|„South-Asian Heat“ Sirloin, mit Steak, fein gewürfelten, gebackenen Kartoffeln, grünen Bohnen, Spinat und Kapernäpfeln; gewürzt u.a. mit Tamarindenpaste, Gochujang und Fischsauce]]
== 6. Welcher Chatbot eignet sich am besten? ==
Die Wahl des Chatbots beeinflusst den Workflow maßgeblich, da die Modelle auf unterschiedliche Daten spezialisiert sind. Gemini z.B. wirkt oft wie ein Praktiker, der massiv mit Inhalten aus Kochforen trainiert wurde und bei Warenkunde sowie pragmatischer Küchenlogistik glänzt. „Intellektuellere“ Modelle wie Claude, deren Fokus eher auf wissenschaftlichen oder literarischen Texten liegt, erweisen sich in der direkten Küchenpraxis oft als weniger intuitiv.
Trotzdem sollte der Benutzer selbst experimentieren, um herauszufinden, welche KI-Mentalität sich am besten in den persönlichen Workflow einfügt. Ein direkter Vergleich desselben Auftrags in verschiedenen Systemen offenbart schnell, ob man eher die logische Schärfe eines Strategen oder die pragmatische Erfahrung eines virtuellen Kochbuchs benötigt – die Letztentscheidung bleibt eine Frage des individuellen Stils.
== 7. Grenzen und Fallstricke ==
KI-gestütztes Kochen ist keine Magie, sondern ein logistisches Werkzeug. '''Die Methode ersetzt keine Kochkompetenz, sondern setzt sie voraus''': Wer weiß, wie ein Gericht schmecken sollte, erkennt Fehler im Entwurf sofort.
Die KI hat keinen Geschmackssinn und keine Augen. Sie weiß nicht, wie reif die Tomate oder wie scharf das Messer ist. Auch in Fragen der Lebensmittelsicherheit (Garzeiten bei Geflügel, Kühlketten) ist gesunder Menschenverstand obligatorisch. Ein gedrucktes Kochbuch hat dieselben Schwächen – es kennt weder den Herd des Benutzers noch seine Abneigungen. Der entscheidende Vorteil der KI ist ihre '''Interaktivität''': Sie ist korrigierbar und passt sich im Dialog an. Wer die KI als lernfähigen Assistenten begreift, statt ihr blind zu vertrauen, wird die erheblichen Vorteile der Methode schnell für sich nutzen.
Die hilfreiche Kurzformel: Die KI plant, der Benutzer kocht.
=== Der Benutzer bleibt Chef ===
Die KI ist ein Sprachmodell — sie hat Millionen von Rezepten, Kochtexten und Küchenbeschreibungen verarbeitet und daraus ein beeindruckendes funktionales Wissen destilliert. Was sie nicht hat, ist Verständnis. Sie weiß, dass eine Zwiebel glasig wird, bevor sie karamellisiert — aber sie sieht es nicht, riecht es nicht und schmeckt es nicht. Ihre Rezepte sind keine Kochentscheidungen, sondern statistische Extrapolationen aus dem, was andere Köche aufgeschrieben haben.
Das bedeutet nicht, dass ihre Vorschläge unzuverlässig sind — im Gegenteil. Es bedeutet, dass der Benutzer zu jedem Zeitpunkt derjenige ist, der die reale Küche bewohnt, und dass diese Rolle nicht delegierbar ist. Zwei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit:
==== Garzeiten und sensorische Kontrolle ====
Die KI rechnet mit Durchschnittswerten — ein Standardofen, ein Filet von 180 g, eine Pfanne mit gleichmäßiger Wärmeverteilung. Alle Zeitangaben sind deshalb Richtwerte, keine Versprechen. Bräunung, Textur, Geruch und Gargrad müssen vom Benutzer eigenständig beurteilt werden — nicht weil die KI nachlässig ist, sondern weil diese Urteile Sinneswahrnehmung voraussetzen, die sie nicht hat.
==== Abschmecken ====
Würzintensität lässt sich nicht berechnen. Eine Chilischote kann doppelt so scharf sein wie die im Rezept angenommene; Meersalz und Tafelsalz verhalten sich volumetrisch unterschiedlich; eine Sauce, die zwei Stunden reduziert, konzentriert ihren Salzgehalt auf eine Weise, die kein Prompt antizipiert. Die KI gibt Mengen an — der Benutzer entscheidet, wann es stimmt. Das schrittweise Hinzufügen und das finale Abschmecken sind nicht Korrekturen am Rezept der KI, sondern originär menschliche Kochhandlungen, die das Rezept erst vollenden.
=== Was die KI nicht weiß — aber erfahren kann ===
[[File:Chicken eggs 21.jpg|thumb|Welche Eiergröße ein Benutzer als Standard ansieht, kann die KI nur wissen, wenn er ein solches Ei auswiegt und ihr das Ergebnis mitteilt.]]
Manche Wissenslücken der KI sind nicht struktureller, sondern biographischer Natur: Sie kennt die spezifische Realität des Benutzers schlicht noch nicht. Das ist kein Systemfehler, sondern ein Startzustand — einer, der sich durch explizite Eingaben ins Küchenprofil oder durch iterative Kalibrierung im Laufe der Zusammenarbeit zunehmend schließt.
==== Zutatengewicht und -größe ====
Die KI rechnet mit Standardgrößen — ein „Ei" ist für sie ein Ei mittlerer Größe, eine „Zwiebel" eine mittelgroße Zwiebel, eine „Kartoffel" eine von etwa 150 g. Was „mittlere Größe" konkret bedeutet, variiert jedoch je nach Land und Einkaufsquelle erheblich. Wer gewohnheitsmäßig große Eier kauft, kleine Schalotten verwendet oder besonders schwere Kartoffeln vorrätig hält, bekommt Rezepte, deren Mengenverhältnisse still vom Tatsächlichen abweichen. Besonders anfällig sind Zutaten, bei denen Größe und Gewicht stark variieren: Eier, Kartoffeln, Zwiebeln und Schalotten, Zucchini, Auberginen, Äpfel und Birnen, Hähnchenteile sowie Fischfilets. Die Lösung: diese Zutaten einmal wiegen und die Werte als Standardangaben ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kochkompetenz und Technik ====
[[File:Filleting bluefish.jpg|thumb|Das Filetieren von Fisch ist eine anspruchsvolle Technik, die nicht bei jedem Anfänger vorausgesetzt werden kann.]]
Die KI kann die tatsächliche Fingerfertigkeit des Benutzers nicht einschätzen — aber sie kann es lernen. Wer ihr nach einem misslungenen Versuch mitteilt, dass Emulsionen für ihn regelmäßig brechen oder dass panierter Feta in der Pfanne zerfällt, erhält künftig Vorschläge, die diese Grenzen respektieren oder gezielt Techniken empfehlen, die sie überwinden helfen. Schwierigkeitsgrade, die die KI zunächst nur abstrakt bewertet, werden durch solches Feedback konkret und personalisiert.
Alternativ kann der Benutzer die KI auch bitten, mit ihm ein Assessment durchzuführen, und dessen Ergebnis ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kalibration & Hardware ====
Auch das Verhalten eines konkreten Geräts lässt sich ins Profil einarbeiten: ob der Ofen oben stärker heizt, ob die angezeigten 180 °C tatsächlich erreicht werden, ob eine bestimmte Pfanne Hitze ungleichmäßig verteilt. Mit solchen Angaben werden Garzeiten und Temperaturempfehlungen der KI präziser.
=== Gedächtnis, Lernen und Schlussfolgerungen ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 16.jpg|thumb|Chili con carne, mit geröstetem Maíz Chulpe]]
Die KI lernt nicht dauerhaft — sie extrapoliert. Was wie ein wachsendes Verständnis des Benutzers wirkt, ist in Wirklichkeit Mustererkennung innerhalb eines einzelnen Gesprächs. Daraus folgen einige strukturelle Eigenarten, die kein Fehler des Systems sind, aber adäquates Prompting erfordern.
==== Profilvergessenheit ====
Die KI kann im Laufe eines langen Chats Informationen „vergessen", die ihr zu Beginn übergeben wurden — darunter auch explizit formulierte Rahmenbedingungen wie das Küchenprofil. Das äußert sich darin, dass Präferenzen plötzlich nicht mehr berücksichtigt werden, Ausschlusszutaten wieder auftauchen oder Portionsgrößen von der vereinbarten Grundeinstellung abweichen. Der Fix ist unkompliziert: Sobald solche Anzeichen auftreten, das Küchenprofil einfach erneut in toto übergeben. Das Gedächtnis der KI ist kein Langzeitspeicher, sondern ein Arbeitsspeicher — und der lässt sich jederzeit neu befüllen.
==== Kontext & Konsistenz ====
In langen Chats kann es vorkommen, dass die Zutatenliste eines Rezepts der Zubereitungsanleitung widerspricht — eine Zutat erscheint in der Liste, aber nicht in den Schritten, oder umgekehrt. Solche Inkonsistenzen sind keine Seltenheit und entstehen, weil die KI Rezepte nicht als zusammenhängende logische Struktur prüft, sondern generiert. Sie fallen bei der Durchsicht vor dem Kochen sofort auf. Ein kurzes Nachhaken — „Die Kapern tauchen in der Anleitung nicht auf; wann kommen sie rein?" — korrigiert das Rezept meist unmittelbar.
==== Übergeneralisierung ====
Die KI neigt dazu, rezeptspezifische Wünsche als generelle Profileigenschaften zu verbuchen. Wer für ein einzelnes Gericht „ohne Salz" oder „ohne Fett" anfordert, riskiert, dass die KI diese Vorgabe stillschweigend auf alle folgenden Rezepte überträgt. Der Grund ist strukturell: Die KI unterscheidet nicht automatisch zwischen einer situativen Anweisung und einer dauerhaften Präferenz — sie gewichtet beides als Signal über den Benutzer. Im Zweifel den Geltungsbereich explizit benennen: „nur für dieses Rezept".
=== Übergehorsame Befehlsanwendung ===
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 14.jpg|thumb|Japanisches Chawanmushi mit Ginkgonüssen, Shrimps und Spinat, Lotus-Kinpira und Gurken-Eisbergsalat]]
Die größte Stärke der KI – ihre Bereitschaft, jeden Befehl umzusetzen – ist gleichzeitig ihre größte Schwäche. Hier einige Beispiele:
==== Der Würzfehler: wenn Präzision zur Kumulation wird ====
Die KI führt Skalierungsanweisungen ohne kulinarisches Urteil aus. Wer „verdopple die Sauce" sagt, bekommt die doppelte Menge — auch wenn die Sauce extrem salzig, scharf oder fettig ist und die Balance des Gerichts dabei kippt. Dasselbe Muster zeigt sich bei der Kombination mehrerer intensiver Komponenten: Wenn der Benutzer gleichzeitig Gochujang, Chipotle und frische Chilischoten anfordert, setzt die KI alle drei um, ohne zu prüfen, ob das Ergebnis noch genießbar ist. Sie optimiert auf Befehlstreue, nicht auf Geschmack.
Die Lösung ist eine Würzdisziplin-Regel im Küchenprofil, die der KI eine konkrete Obergrenze setzt und sie zur aktiven Kumulations-Kontrolle verpflichtet. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bei jedem Rezept darfst du den Salzgehalt — summiert über alle salzhaltigen Zutaten wie Sojasauce, Fischsauce, Miso, Kapern, Sardellen und Salz selbst — 1,5 g Natrium pro Portion nicht überschreiten. Wenn mehrere scharfe, salzige oder fettreiche Komponenten zusammenkommen, weise mich auf den kumulativen Effekt hin und schlage vor, welche Komponente reduziert oder weggelassen werden sollte. Skalierungsanfragen für einzelne Zutaten oder Saucen führe nicht mechanisch aus, sondern prüfe, ob die Balance des Gerichts dabei erhalten bleibt.</span>
==== Der Personalisierungsfehler: wenn das Profil zur Falle wird ====
[[File:Dioscorea polystachya (batatas).jpg|thumb|Nagaimo]]
Ein gut entwickeltes Geschmacksprofil birgt eine subtile Gefahr: Die KI kann so konsequent auf die bekannten Vorlieben des Benutzers optimieren, dass sie eine unbekannte Zutat ihrer kulinarischen Identität beraubt, bevor der Benutzer überhaupt die Chance hatte, sie kennenzulernen.
Ein Beispiel: Ein Benutzer kauft Nagaimo — eine japanische Bergkartoffel, die in der traditionellen Küche wegen ihrer ausgeprägten Schleimigkeit geschätzt wird, die beim Reiben eine fast klebrige, fließende Textur entwickelt. Diese Eigenschaft ist keine Schwäche, sondern das Wesen der Zutat: Sie gibt dem japanischen Gericht Tororo seinen charakteristischen, seidigen Schmelz, sie macht Okonomiyaki elastisch und luftig, sie bindet Teige auf eine Art, die kein anderes Bindemittel replizieren kann. Ein Geschmacksprofil, das Schleimigkeit als Abneigung verzeichnet und Krossheit bevorzugt, wird die KI wahrscheinlich dazu veranlassen, aus dem Nagaimo gebackene Fritten zu machen — was technisch durchführbar ist, aber die Zutat auf ein Ergebnis reduziert, das von gewöhnlichen Kartoffelfritten geschmacklich nicht zu unterscheiden ist. Der seltene Fund wird verschenkt.
Die Lösung ist eine Authentizitätsregel für den Erstkontakt, die man als explizite Anweisung ins Küchenprofil aufnehmen kann. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn wir eine Zutat zum ersten Mal verwenden — insbesondere etwas Ethnisches, Seltenes oder außerhalb des normalen Supermarktsortiments — darfst du mir nur Rezepte vorschlagen, die eine möglichst große Annäherung an traditionelle Zubereitungsweisen bilden. Du sollst dies auch dann tun, wenn das Ergebnis mit meinem Geschmacksprofil nicht oder nicht vollständig übereinstimmt. Wenn immer eine solche Abweichung besteht, sollst du mich aber ausdrücklich darauf hinweisen und genau beschreiben, welche Eigenschaften — z.B. Schleimigkeit, Bitterkeit, intensive Fermentationsaromen, ungewohnte Texturen — diese Zutat bei traditioneller Zubereitung mitbringt.
</span>
==== Der Ästhetikfehler: wenn die KI das Auge vergisst ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 13B.jpg|thumb|Gochujang-Lachs und Yeonkeun jorim (Lotuswurzel) auf Wildreis, eingelegte Knoblauchstengel, Salat aus Rukola und frischer Minze]]
Manche Zutaten sind mehr als ihre Aromen und Texturen — sie sind visuell. Ihr eigentliches Potenzial erschließt sich erst auf dem Teller, in einer bestimmten Schnittform oder durch ein bestimmtes Anrichten. Eine KI ohne Augen weiß zwar, was eine Zutat ist — aber nicht, wie sie aussieht, und damit auch nicht, warum eine bestimmte Zubereitungsweise sie zu etwas Besonderem macht.
Dieses Problem hat zwei Dimensionen. Die erste betrifft die Form: Lotuswurzel etwa entfaltet in Scheiben geschnitten eine fast ornamentale Wirkung — das netzartige Muster der Hohlkanäle macht jede Scheibe zu einem kleinen ästhetischen Ereignis auf dem Teller. Eine KI behandelt sie nach rein funktionalen Kriterien und schneidet sie in Stifte, weil Stifte bei Pfannengerichten eine bewährte Form sind. Kulinarisch nicht falsch — aber das Besondere der Zutat ist verschenkt. Die zweite Dimension betrifft die Farbe: Die KI kombiniert Zutaten nach Geschmack und Textur, ohne zu sehen, ob auf dem Teller drei verschiedene Brauntöne aufeinandertreffen oder ob ein einzelnes farbiges Element das ganze Gericht visuell rettet. Gerichte, die fantastisch schmecken, können optisch vollständig misslingen — und die KI bemerkt es nicht.
Das Problem ist strukturell: Was sie über das Aussehen einer Zutat weiß, ist sprachlich kodiertes Wissen — und das bleibt abstrakt, solange es nicht mit expliziter Anweisung in die Rezeptlogik eingespeist wird.
Die Lösung ist eine Visualisierungsregel im Küchenprofil. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn eine Zutat eine charakteristische Schnittästhetik oder visuelle Eigenschaft besitzt — wie die Querschnittstruktur von Lotuswurzel, die Marmorierung von Fleisch oder die Lamellen von Pilzen — sollst du diese in der Zubereitung aktiv berücksichtigen. Darüber hinaus sollst du bei jedem Rezept die Farbkomposition des fertigen Tellers mitdenken: Droht Monochromie, weise mich darauf hin und schlage ein gezieltes Farbelement vor — eine frische Kräutergarnitur, eine kontrastierende Sauce, eine anders gefärbte Beilage. Falls du dir über die visuelle Qualität einer Zutat unsicher bist, frage nach.</span>
== Siehe auch ==
* [[Kochbuch]]
* [[Grundlagen der Ernährung]]
[[Kategorie:Buch]]
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1088566
2026-07-02T19:18:08Z
Stilfehler
1981
/* 3. Das Benutzerprofil */ Gliederung
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wikitext
text/x-wiki
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 04.jpg|thumb|Ein auf einem KI-generierten Rezept basierendes 1-Pfannen-Gericht: Marinierter Lachs und Edamame auf Blumenkohlreis, mit Pistazien und krossem Speck (eklektisch südostasiatisch gewürzt)]]
'''Personalisiertes Kochen mit dem Chatbot''' – Ein Leitfaden für den KI-gestützten Küchenalltag
Was wäre, wenn jemand, der deinen Kühlschrank kennt und deinen Geschmack versteht, dir täglich Anregungen und maßgeschneiderte Rezepte für das geben könnte, was heute auf den Tisch kommt, und dabei mit der Zeit immer besser wird?
== 1. Der personalisierte Küchenassistent ==
<div style="background:powderblue";>
Kochbücher und Rezeptportale bieten eine schier unerschöpfliche Auswahl an Gerichten — aber sie wissen nicht, was im Kühlschrank, im Vorratsschrank und im Gewürzregal steht, sie kennen weder die Geschmackspräferenzen noch die Küchengeräte des Benutzers, und sie können nicht auf die Frage antworten, was man mit einer angebrochenen Dose Kichererbsen, einem Rest Joghurt und einem Bund Petersilie anfangen soll, der morgen nicht mehr frisch sein wird. Genau hier setzt dieser Leitfaden an.
Bei dem hier beschriebenen Ansatz wird der KI-Chatbot nicht als Nachschlagewerk benutzt, sondern als personalisierter Küchenassistent: einer, der das Vorratsregime des Benutzers kennt, mit seinen Abneigungen und Vorlieben vertraut ist, seine Küchenausstattung berücksichtigt, der weiß, wie groß die Portionen sein müssen, und — nach einer Einlernphase — zunehmend treffsichere Vorschläge macht, die tatsächlich zum Benutzer passen. Das Prinzip ist dasselbe, das Musik- und Filmstreamingdienste nutzen, um ihren Nutzern Empfehlungen zu machen: Extrapolation aus erkennbar gewordenen Vorlieben. Der Unterschied ist, dass der Benutzer hier nicht das Ziel einer Marketingstrategie ist — sondern selbst der Nutznießer.
Darüber hinaus sorgt die KI auch noch dafür, dass – bevor Zutaten neu gekauft werden müssen – erst einmal das voll ausgeschöpft wird, was an Vorräten und Resten in einer Küche bereits vorhanden ist.
</div>
=== Was diese Methode vom konventionellen Kochen unterscheidet ===
Die meisten Menschen kochen den Großteil ihrer Mahlzeiten ohne Rezept — aus einem festen Repertoire vertrauter Gerichte, das sich über Jahre kaum verändert. Kochbücher werden gelegentlich aufgeschlagen, meist für besondere Anlässe oder wenn der Wunsch nach etwas Neuem stark genug ist, um die Hürde des Unbekannten zu überwinden. Im Alltag dominiert das Vertraute.
KI-gestütztes Kochen, so wie es dieser Leitfaden beschreibt, macht das Neue zur täglichen Normalität. Weil die KI das vorhandene Inventar kennt und aus ihm schöpft, ist der Aufwand für ein unbekanntes Gericht nicht größer als für ein vertrautes — die Hürde entfällt. Das erlaubt es, buchstäblich jeden Tag etwas zu kochen, das man so noch nie zubereitet hat.
=== Einige Vorteile der Methode ===
[[Datei:Rainbow chard for sale at the Campbell farmers market.jpg|thumb|Einfach mal spontan 1 Zutat kaufen, die interessant aussieht. Die KI wird ein Rezept finden, deren übrige Zutaten alle aus den vorhandenen Beständen (Kühlschrank, Vorratsschrank) kommen.]]
Ökonomisch:
* Vorräte werden systematisch und vollständig genutzt
* Professionelle Problemlösungen bei logistischen Engpässen
* Weniger und effizientere Einkaufsgänge
* Personalisierung der Mengen: die KI berücksichtigt nicht nur die Zahl der Portionen, sondern kann auch damit umgehen, wenn die Portionen größer oder kleiner sein sollen als der Kochbuch-Standard
* Wenn von Zutaten Reste bleiben, werden diese systematisch und vollständig weitergenutzt
Kulinarisch:
* Nur noch Gerichte, die für das eigene Geschmacksprofil optimiert sind
* Tägliche Abwechslung ohne zusätzlichen Aufwand
* Treffsichere Vorschläge neuer Zutaten und Küchen, die zum eigenen Profil passen
* Mehr Freiheit, beim Einkaufen spontan Lebensmittel auszuwählen, die reizvoll aussehen (auch wenn man zunächst nicht weiß, was sich damit anfangen lässt)
* Die KI kombiniert Zutaten und Methoden nicht beliebig, sondern nutzt tiefe Warenkunde für systematische Innovation. Sie bricht Gewohnheiten durch fundierte, algorithmische Logik und erzwingt so kreative Kombinationen, die weit jenseits menschlicher Intuition liegen.
Persönlich:
* Massive Vereinfachung der Küchenplanung
* Selbsterkenntnis: besser verstehen, warum man bestimmte Dinge lieber isst als andere
* Wachsende Kochkompetenz durch niederschwelliges Erlernen neuer Kochtechniken und -praktiken im ganz normalen Küchenalltag
* Unterschiedliche Geschmäcker in Mehrpersonenhaushalten sind kein Problem, sondern ein Ausgangspunkt — die KI findet Gerichte, die verschiedene Vorlieben nicht ignorieren, sondern produktiv miteinander verbinden.
=== Ist das auch gesünder? ===
Dieser Leitfaden ist '''ernährungsphilosophisch neutral'''. Er macht keine Aussagen darüber, was eine gesunde Ernährung ausmacht — das liegt in der Verantwortung jedes Benutzers selbst. Die Methode funktioniert gleichermaßen für Veganer wie für eine mediterrane Vollwertkost wie für Menschen, die gern ''Convenience Food'' verwenden.
Grundlegend tendiert diese Methode aber dazu, weitaus mehr Abwechslung auf den Tisch zu bringen, als dies beim gewöhnlichen Kochen der Fall ist, und damit einer einseitigen Ernährung entgegenzuwirken.
== 2. Datenschutz und Sicherheit ==
[[File:Padlock infront of isolated white background 02.jpg|frameless|right]]
Wer einem Chatbot mitteilt, was er im Kühlschrank hat, welche Gewürze er bevorzugt, welche Lebensmittel er nicht verträgt und ob er vielleicht Kalorien zu reduzieren versucht, gibt persönliche Daten preis — das ist eine Beobachtung, die keine Verharmlosung, sondern eine nüchterne Antwort verdient.
=== Was man tatsächlich preisgibt ===
Das Kochprofil, das dieser Leitfaden empfiehlt, enthält im Wesentlichen Lifestyle-Daten: Vorratsbestände, Geschmackspräferenzen, Küchenausstattung, lokale Einkaufsmöglichkeiten. Es enthält keine Finanzdaten, keine Identitätsdaten, keine Kommunikationsinhalte. Wer dieselbe Abwägung für die Daten vornimmt, die er Google, Amazon oder einem Supermarkt-Bonusprogramm täglich und routinemäßig übergibt — Standortdaten, Suchanfragen, vollständiges Einkaufsverhalten — wird feststellen, dass das Kochprofil typischerweise weniger sensitiv ist als das, was er anderswo längst preisgegeben hat. Das bedeutet nicht, dass die Sorge unberechtigt ist. Es bedeutet, dass sie abgewägt werden sollte.
Heikler als reine Lifestyle-Daten sind Ernährungsanforderungen, die medizinische Diagnosen implizieren, ohne dass der Benutzer das explizit benennt. Eine natriumarme Ernährung verweist auf Bluthochdruck oder Herzerkrankung. Eine FODMAP-reduzierte Ernährung verweist auf Reizdarmsyndrom. Die Vermeidung von Tyramin-reichen Lebensmitteln — Hartkäse, Rotwein, Wurstwaren — verweist auf eine MAO-Hemmer-Medikation. Diese Daten fallen in Europa unter den stärksten Schutzbereich der DSGVO; in anderen Rechtsordnungen ist der Schutz schwächer oder fehlt ganz. Auch hier muss man abwägen, ob und inwieweit die Vorteile, die der personalisierte Küchenassistent bringt, die vermuteten Risiken aufzuwiegen vermögen.
=== Vier Optionen auf einem Sicherheitsspektrum ===
'''Option 1: Cloud-KI mit angepassten Datenschutzeinstellungen'''. Alle großen Anbieter erlauben es, die Verwendung von Gesprächsdaten für das Modelltraining zu deaktivieren. Das reduziert das Risiko erheblich, eliminiert es aber nicht vollständig, da Gespräche für Sicherheits- und Qualitätszwecke temporär gespeichert werden können.
'''Option 2: API-Zugang'''. Wer über die Programmierschnittstelle auf einen Chatbot zugreift, hat in der Regel stärkere Garantien: Die großen Anbieter schließen API-Daten standardmäßig vom Modelltraining. Das setzt allerdings eine gewisse technische Versiertheit des Benutzers voraus.
'''Option 3: Anonymisiertes Profil'''. Das Benutzerprofil enthält per se keinen zwingend identifizierenden Inhalt. Es kann konsequent ohne Namen, ohne präzise Ortsangaben und ohne andere direkt identifizierende Informationen formuliert werden. „In der Nachbarschaft gibt es einen türkischen Lebensmittelladen” ist nicht re-identifizierend. Das Profil kann als anonymes Dokument geführt werden.
'''Option 4: Lokale Sprachmodelle'''. Für Benutzer, die grundsätzlich keine Daten an Cloud-Dienste senden wollen, sind lokal installierte Modelle die konsequenteste Lösung. Kein Byte verlässt das Gerät. Empfehlenswerte Werkzeuge hierfür sind '''LM Studio''' — mit grafischer Benutzeroberfläche, auch für Nicht-Techniker geeignet — sowie '''GPT4All''' und '''Jan''', beide kostenlos und auf Windows, Mac und Linux lauffähig. Als Modelle eignen sich für Kochzwecke auch kleinere Varianten (7 bis 13 Milliarden Parameter), die auf jedem modernen Laptop ohne Spezial-Hardware laufen. Die Modellqualität ist gegenüber den großen Cloud-Diensten etwas geringer, für Rezeptvorschläge jedoch vollständig ausreichend. Der einzige Vorbehalt: Die Erstinstallation erfordert etwas technisches Engagement — ist dieser Schritt aber getan, ist die Bedienung so einfach wie bei einem normalen Chatbot.
=== Einfache Zusatzoption: Das Profil lokal führen ===
Als Alternative zum plattformseitigen Speichern (in den Benutzereinstellungen der KI) empfiehlt sich das Führen des Benutzerprofils als einfache Textdatei auf dem eigenen Computer oder Smartphone — etwa in der Notizen-App, in einem Word-Dokument oder in einem beliebigen anderen Textprogramm.
Das gibt dem Benutzer zusätzliche Kontrolle darüber, was er wann preisgibt — und es löst zugleich ein praktisches Problem: KI-Chatbots haben kein dauerhaftes Gedächtnis. Was in einem langen Chat weit zurückliegt, ist für die KI irgendwann schlicht nicht mehr präsent. Das Profil muss deshalb regelmäßig neu eingegeben werden — spätestens dann, wenn man merkt, dass die KI Präferenzen nicht mehr berücksichtigt, proaktiv alle zehn bis fünfzehn Kochsitzungen.
Wer das Profil als Textdatei auf dem Gerät hat, erledigt das mit zwei Handgriffen: Datei öffnen, Inhalt in das Chatfenster kopieren.
== 3. Das Benutzerprofil ==
[[Datei:Deepin Icon Theme – deepin-contacts.svg|right|rahmenlos]]
Das Benutzerprofil ist das Fundament der gesamten Methode. Ohne dieses Element bleibt die KI ein generisches Nachschlagewerk — erst das Profil macht sie zum personalisierten Küchenassistenten, der weiß, womit und für wen er arbeitet.
Das Benutzerprofil besteht aus zwei Teilen. Das '''Küchenprofil''' erfasst die sachlichen, objektiven Parameter: was ständig vorhanden ist, was ausgeschlossen ist, welche Geräte zur Verfügung stehen, was eingekauft werden kann. Das '''Geschmacksprofil''' erfasst die subjektiven, dynamischen Parameter: was dem Benutzer schmeckt, was nicht, und wie sich seine Vorlieben im Laufe der Zeit entfalten.
=== Das Küchenprofil ===
==== Was ist ein Küchenprofil? ====
Unter einem Küchenprofil verstehen wir hier die Gesamtheit der Informationen, die ein Küchenassistent über die Situation in einem Haushalt braucht, damit er effizient arbeiten kann. Lediglich die Informationen über die geschmacklichen Vorlieben des Benutzers und der Mitglieder seines Haushalts werden nicht im Küchenprofil, sondern [[#Das Geschmacksprofil|anderswo]] verwaltet.
Hier eine Liste von Parametern, aus denen das Küchenprofil sich zusammensetzen kann:
[[File:Spice rack, 2014.jpg|thumb]]
; Dauervorräte: Zutaten, die ständig verfügbar sind, weil ihre Vorräte, wenn sie zur Neige gegen, routinemäßig wieder aufgestockt werden:
: ''Gewürzinventar'': Der diagnostisch wertvollste Teil des gesamten Profils. Wer der KI mitteilt, dass er Harissa, Sumach, geräuchertes Paprikapulver, Kecap Manis und Szechuanpfeffer im Schrank hat, kommuniziert damit ein Geschmacksprofil, das die KI sofort und präzise interpretieren kann — aussagekräftiger als jede abstrakte Beschreibung von Vorlieben.
: ''Fensterbank-Kräuter'';
: ''Gemüsekorb'': Kartoffeln, Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Tomaten und andere frische Zutaten, die man immer im Haus hat, die aber nicht in den Kühlschrank gehören;
: ''Vorratsschrank'': Öle und Essige, Konserven, Hülsenfrüchte, Getreide und Pasta, Nüsse und Trockenfrüchte, Saucen und Pasten;
: ''Dauervorrat Kühlschrank'': Milchprodukte, Eier, Condiments, Aufschnitt oder andere Kühlwaren, die regelmäßig nachgekauft werden;
: ''Tiefkühlschrank'': Gemüse, Kräuter, Fleisch, Meeresfrüchte und andere Zutaten, die man tiefgekühlt ständig vorrätig hält; die KI kann ausgezeichnet auch mit Convenience Food wie z.B. tiefgefrorenem Gyros arbeiten.
; Saisonale Ressourcen: Zutaten, die nur in bestimmten Monaten leicht verfügbar sind, etwa weil sie aus dem eigenen Garten kommen.
; Ausschlusslisten: Abneigungen gegen bestimmte Zutaten, Allergien, Unverträglichkeiten, ethische, religiöse oder diätische Einschränkungen.
; Positivlisten: Zutaten, die vor anderen bevorzugt werden (z.B. „Möglichst oft etwas mit Kartoffeln oder Vollkorn.“).
[[File:20051018Épicerie d'Amélie Poulain 2.jpg|thumb]]
; Einkaufsressourcen: Welche Läden sind in der Nähe, und worauf sind sie spezialisiert? Ein türkischer Lebensmittelladen ermöglicht andere Rezeptvorschläge als ein osteuropäischer, ein asiatischer Supermarkt andere als ein hispanischer Tiendita. Diese Information erlaubt der KI, bei Bedarf Zutaten in den Vorschlag einzubeziehen, die über das Standardsortiment eines Supermarkts hinausgehen — und die den Benutzer geschmacklich bereichern können.
; Küchengeräte und Utensilien: Hier genügt es, über das Basisequipment hinaus zu inventarisieren — Herd, Backofen, Messer und Töpfe darf die KI als selbstverständlich voraussetzen. Was sie wissen sollte, sind Geräte, die besondere Zubereitungsarten ermöglichen oder einschränken: Dampfgarer, Sous-vide-Gerät, Standmixer, Stabmixer, Reiskocher, Gusseisenpfanne, Wok, Tajine, Dutch Oven, Pizzastein und ähnliches. Wenn möglich, lohnt sich die Angabe relevanter Leistungsparameter — etwa die maximale Wattzahl eines Stabmixers oder die Größe des Backofens — damit die KI einschätzen kann, was ein Gerät tatsächlich leisten kann. Wenn man das Modell genau bezeichnet, ist die KI manchmal sogar schlauer als der Benutzer, was das Gerät genau leisten kann.
Zweckmäßig ist es, im Küchenprofil auch auch die '''Grundeinstellungen der Sitzungsparameter''' anzugeben, also diejenigen Informationen beispielsweise zur Zahl der benötigten Portionen, mit denen die KI im Regelfall arbeiten soll. Mehr dazu [[#Sitzungsparameter|weiter unten]].
==== Dauerhafte Strukturvorgaben, Beispiel: Abwechslungsregeln ====
Das Küchenprofil kann nicht nur die Ressourcen des Benutzers beschreiben — es kann auch festlegen, wie sich Mahlzeiten über die Zeit zueinander verhalten sollen. Abwechslungsregeln sind dauerhafte Strukturvorgaben, die die KI bei jedem neuen Rezeptvorschlag im Hintergrund berücksichtigt. Sie verhindern, dass das Profil sich gegen sich selbst wendet: dass eine gut kalibrierte Vorliebe für bestimmte Zutaten oder Zubereitungsformen dazu führt, dass dieselben Muster sich Tag für Tag wiederholen.
Solche Regeln können sehr unterschiedliche Dimensionen betreffen — das Protein, die Getreidebasis, die Zubereitungsform, das Gewürzprofil oder die Herkunftsküche. Sie können als harte Ausschlüsse formuliert sein („nicht zweimal hintereinander") oder als weiche Zyklusvorgaben („erst wenn alle Varianten mindestens einmal vorgekommen sind"). Einige Beispiele:
'''Protein-Rotation''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir nie zweimal hintereinander dasselbe Hauptprotein vor. Wenn ich zuletzt Hühnchen gegessen habe, soll das nächste Gericht ein anderes Protein verwenden — Hülsenfrüchte, Fisch, Rind, Ei oder vegetarisch.</span>
'''Basis-Cycling''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bevor du dasselbe Getreide oder Pseudogetreide ein zweites Mal vorschlägst, sollen alle anderen, die ich vorrätig halte — derzeit Quinoa, Farro, schwarzer Reis, Buchweizen, Hirse und Bulgur — mindestens einmal verwendet worden sein.</span>
'''Zubereitungsform''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Vermeide es, mir an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Gerichte derselben Kategorie vorzuschlagen: Suppe, Eintopf, Pfannengericht, Auflauf, Bowl, Salat und Mehrkomponentengerichte sollen im Wechsel vorkommen.</span>
'''Gewürzprofil''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Gerichte mit demselben dominanten Gewürzprofil vor. Auf ein Gericht mit starker Schärfe (Gochujang, Chipotle, Harissa) soll etwas folgen, das eine andere Aromadimension in den Vordergrund stellt — etwa Säure, Kräuterintensität oder Umami-Tiefe.</span>
'''Herkunftsküche''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wechsle die Herkunftsküche von Mahlzeit zu Mahlzeit. Auf ein japanisch inspiriertes Gericht soll nicht unmittelbar ein weiteres folgen — unabhängig davon, wie gut es zu meinem Profil passt.</span>
'''Kombinierte Regel''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Protein, Basis und Zubereitungsform sollen sich nie gleichzeitig wiederholen. Zwei dieser drei Dimensionen dürfen gleich bleiben, aber nie alle drei.</span>
'''Vollständiger Vorratscheck vor Wiederholung''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bevor du mir eine Zutat aus der Kategorie Hülsenfrüchte ein zweites Mal vorschlägst, stelle sicher, dass alle anderen Hülsenfrüchte in meinem Vorrat — derzeit Kichererbsen, rote Linsen, Puy-Linsen, schwarze Bohnen und Cannellini — mindestens einmal verarbeitet wurden.</span>
Wichtig: Die KI kann Abwechslungsregeln nur dann zuverlässig anwenden, wenn ihr zuvor ausdrücklich mitgeteilt wurde, was zuletzt gekocht wurde.
=== Das Geschmacksprofil ===
[[File:Banchans.jpg|thumb]]
Das Geschmacksprofil unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Teilen des Benutzerprofils. Während Gewürzinventar, Küchengeräte und Ausschlussliste statische Fakten sind, die einmal erfasst und gelegentlich aktualisiert werden, ist das Geschmacksprofil ein '''lebendes Dokument''' — eines, das nie wirklich abgeschlossen ist und das mit jeder Kochsitzung präziser wird. Es ist zugleich der Teil des Profils, den manche Benutzer vielleicht am schwierigsten finden werden, weil er eine Art Selbstkenntnis voraussetzt, die man oft erst im Dialog mit der KI entwickelt.
==== Dimensionen des Geschmacks ====
Hier einige Dimensionen des Geschmacks, die nach und nach ins Benutzerprofil eingehen sollten:
; Ethnische Küchen und Kochtraditionen: Welche Küchen der Welt sprechen den Benutzer an? Das muss keine erschöpfende Liste sein — oft genügt es, einige Affinitäten zu benennen und einige Abneigungen. Eine Vorliebe für japanische und peruanische Küche bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber sehr fetthaltigen nordeuropäischen Gerichten ist bereits eine präzise und nützliche Angabe. Die KI kann daraus nicht nur Rezeptvorschläge ableiten, sondern auch Querverbindungen herstellen — etwa Techniken aus einer Küche auf Zutaten einer anderen anwenden.
; Geschmacksbalance: Die fünf Grundgeschmäcker — salzig, sauer, süß, bitter, umami — treten in jedem Gericht in einem bestimmten Verhältnis auf. Manche Benutzer bevorzugen klar dominante Profile, andere schätzen komplexe Gleichgewichte. ''Eine Vorliebe für ausgeprägte Säure, kombiniert mit Umami-Tiefe und wenig Süße'', ist eine Information, die die KI unmittelbar in die Rezeptauswahl einfließen lässt.
; Aromarichtungen: Wie intensiv darf ein Gericht gewürzt sein? Welche Rolle spielen Schärfe, Kräuterintensität, Rauchigkeit, Fermentiertes, Bitteres? Wer der KI mitteilt, dass er großzügigen Gebrauch von frischen Kräutern schätzt, Schärfe bis zu einem bestimmten Grad liebt und Rauchigkeit als willkommene Hintergrundnote empfindet, gibt ihr ein Koordinatensystem, das weit präziser ist als eine allgemeine Aussage wie „ich mag würziges Essen”.
; Texturpräferenzen: Textur ist eine der am häufigsten unterschätzten Geschmacksdimensionen. Wer knusprige Oberflächen liebt, wer cremige Konsistenzen bevorzugt, wer Bissfestigkeit schätzt oder wer bestimmte Texturen — etwa mehlige Konsistenz oder sehr weiches Fleisch — als unangenehm empfindet, sollte das im Profil festhalten. Ebenso relevant ist die Frage, ob Texturkontraste in einem Gericht willkommen sind — etwa knusprige Einlagen in einer cremigen Suppe — oder ob Homogenität bevorzugt wird.
==== Die Ermittlung des Geschmacksprofils als iterativer Prozess ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 12.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pfannengerührte Shrimps mit Ei und Spinat auf schwarzem Perlreis mit marinierten Knoblauchstengeln, gewürzt u.a. mit Gochujang und Spicy Chili Crisp]]
Am Anfang wird das Geschmacksprofil zwangsläufig unvollständig und unscharf sein — das ist normal und kein Mangel. Die KI braucht vom Benutzer, um nützlich zu sein, keine perfekte Selbstbeschreibung. Sie braucht nur einen Ausgangspunkt, an dem sie ihre Arbeit beginnen kann.
Die wenigsten Menschen haben Übung darin, in Worten exakt auszudrücken, warum sie bestimmte Zutaten, bestimmte Zubereitungsweisen und bestimmte Gerichte mögen oder nicht mögen. Aber auch wenn die KI das Geschmacksprofil eines Benutzers am Anfang noch nicht kennt, hat sie mehrere Mittel, um es zu erforschen:
; Rezeptauswahl als Signal: Jedes Mal, wenn der Benutzer aus mehreren Vorschlägen einen auswählt und die anderen verwirft, teilt er der KI etwas über seine Präferenzen mit — auch wenn er das nicht explizit formuliert.
; Rezept-Modifikation als Signal: Wenn die KI ein Rezept vorschlägt, wird der Nutzer manchmal eingreifen: „geht das auch ohne Knoblauch?", „lieber Zitrone als Essig", „nein, keine Sahne – lieber Kokosmilch". Auch damit verrät er der KI oft mehr über seinen Geschmack, als ihm bewusst ist.
; Post-cook-Review: Wenn ein Gericht besonders gut war, oder im Gegenteil nicht gefallen hat, sollte die KI das unbedingt erfahren. „Zu säuerlich für meinen Geschmack, die Textur war perfekt, die Kombination Koriander und Limette würde ich gerne öfter sehen” ist eine außerordentlich informationsreiche Aussage, die das Profil unmittelbar verfeinert.
Im Laufe von Wochen und Monaten entsteht so ein '''kollaboratives Geschmacks-Profiling''': die KI nähert sich den tatsächlichen Präferenzen des Benutzers iterativ an, oft weitaus präziser, als es dem Benutzer selbst möglich wäre, sie von vornherein zu beschreiben.
In '''Mehrpersonenhaushalten''' fällt das Urteil häufig nicht einhellig aus. Damit die KI gezielt nach Kompromissen forschen kann, sollte sie möglichst genaue Information darüber erhalten, wer was gemocht oder nicht gemocht hat: z.B. „Die Schärfe durch das Gochujang war für mich ideal, führte aber bei M. zum sofortigen Abbruch; R. schlägt vor, die Schärfe künftig über ein separates Topping zu lösen.“
==== Beschleunigtes Geschmacksprofiling ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 02.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pacific Rim Surf & Turf Bowl, mit fein geschnittenem Steak, Jacobsmuscheln, Jicama, Anaheim-Chili, Edamame, Koriander und Avocado]]
Wer ungeduldig ist und das Geschmacksprofiling nicht einfach seinem natürlichen Verlauf überlassen will, kann den Prozess durch verschiedene Maßnahmen beschleunigen:
* Die '''Auswahl begründen''': Die KI bietet zu Beginn jeder Kochsitzung typischerweise drei Rezeptvorschläge zur Auswahl an, von denen man einen auswählt. Wer der KI seine Entscheidung nicht einfach nur mitteilt, sondern sie auch ''kommentiert'', liefert ihr damit wertvolle zusätzliche Profilinformation.
* '''Lieblingsgerichte nennen''': Eine Liste von Gerichten, die man besonders gern mag — möglichst mit kurzer Beschreibung oder Rezept — ist für die KI ein außerordentlich ergiebiges Ausgangsmaterial, aus dem sie das Geschmacksprofil unmittelbar herausarbeiten kann.
* Ein '''strukturiertes Assessment''' durchführen: Der Benutzer fordert die KI auf, ihm gezielte Fragen zu stellen, um sein Geschmacksprofil herauszuarbeiten. Das kann man entweder dialogisch machen oder mit Hilfe eines Fragebogens, den man den Chatbot erstellen lässt.
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed">
<div style="font-weight:bold;line-height:2.6;">Hier ein Beispiel, wie so ein Fragebogen aussehen kann.</div>
<div class="mw-collapsible-content">
<div style="color:purple;">
''Die folgenden Fragen können helfen, eine Bestandsaufnahme der Vorlieben eines Benutzers für Geschmacksrichtungen, Aromen und Texturen vorzunehmen. Ob jemand Fenchel mag oder verabscheut, ob er Saures angenehm oder unangenehm findet und ob er Krosses oder Cremiges bevorzugt, ist etwas, das nur einem selbst gehört und das niemals Gegenstand eines Werturteils sein kann. In Geschmacksfragen gibt es kein Richtig und kein Falsch. Auch in einem Assessment des Geschmacksprofils gibt es darum keine richtigen oder falschen Antworten.''
''Wer möchte, kann diesen Fragebogen gern mit Paste&Copy in eine Textverarbeitung übertragen, ausfüllen und dann – mit der Bitte um Auswertung – einem Chatbot seines Vertrauens übergeben.''
1. Erinnere dich an die schlimmsten Gerichte deiner Kindheit (Oma, Schulkantine, Ferienlager). Was wurde dir zugemutet? Beschreibe nicht nur, was es war, sondern auch: War es das schleimige Mundgefühl? Die bittere Note? Die Zähigkeit? Die völlige Abwesenheit von Textur? Lass deiner Wut beim Schreiben freien Lauf.
2. Wenn du einen Bissen von einem Gericht in den Mund nimmst, was suchst du physiologisch?
:[ ] Den harten, fast anstrengenden Widerstand (wie bei einer krustigen Brotrinde oder Nüssen).
:[ ] Das zarte, schmelzende Gefühl (wie bei einer Mousse oder weichem Risotto).
:[ ] Den "Snap" (wie bei einer knackigen Garnele oder einer frischen Paprika).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
3. Stell dir eine Textur vor, die glatt, weich und fast flüssig ist (z.B. eine pochierte Auster, eine weiche Okra-Schote oder ein sehr weicher Tofu). Was empfindest du:
:[ ] Faszinierend, dieses schmelzende, glitschige Gefühl ist ein Highlight.
:[ ] Absolutes No-Go; mein Essen braucht Struktur und darf nicht „ausweichen“.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
4. Du landest schiffbrüchig auf einer einsamen Insel. Vom sinkenden Schiff konntest du nur eine aromatische Komponente mitnehmen. Salz ist kein Thema, das gewinnen wir aus dem Meer. Was rettet deine Lebensfreude?
:[ ] Die pure Hitze (Chili, scharfer Pfeffer).
:[ ] Die ätherische Tiefe (Knoblauch, Zwiebelgewächse).
:[ ] Die krautige Frische (Koriander, Minze, Basilikum).
:[ ] Die erdige Wärme (Kreuzkümmel, Kurkuma, Zimt).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
5. Eine Zitrone wird direkt vor dir aufgeschnitten. Was passiert in deinem Kopf?
:[ ] „Erfrischend, direkt ein bisschen Saft übers Essen für den nötigen Zing!“
:[ ] „Oh Gott, mir zieht’s alles zusammen, unvorstellbar, das in den Mund zu nehmen!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
6. Manche Menschen lieben dunkle Aromen, die durch lange Reifung oder Konzentration entstehen – man nennt das „Umami“. Denke an den intensiven Kern eines alten Parmesans, die dunkle Würze einer über Stunden eingekochten Fleischsauce (Demi-Glace), die Aromatik von Sardellen oder die Tiefe von Sojasauce und Miso.
:[ ] Je intensiver und „dunkler“, desto besser. Das ist die wahre Tiefe.
:[ ] Ich mag es lieber sauber, frisch und eindeutig erkennbar.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
7. Wie muss dein Teller am Ende aussehen?
:[ ] Die Sauce ist ein dezenter Begleiter, der die Hauptdarsteller nur glänzen lässt.
:[ ] Ich brauche eine „Suppen-Ästhetik“; die Beilagen müssen in Sauce baden.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
8. Wie darf Fett in deinem Essen vorkommen?
:[ ] Sichtbar und pur (die dicke Ölschicht auf dem Pesto, das Stück Butter auf der Backkartoffel, der Fettrand am Fleisch).
:[ ] Nur emulgiert und versteckt (in einer cremigen Sauce oder im Teig).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
9. Dein Essen ist knallgrün vor lauter frisch gehackten Kräutern. Dein Impuls?
:[ ] „Großartig, das bringt Komplexität und Frische!“
:[ ] „Hilfe, das schmeckt bestimmt wie Rasenschnitt!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
10. Im Kino wandert deine Hand blind in eine Schüssel. Was hoffst du zu finden?
:[ ] Etwas, das laut kracht und salzig ist (Chips, geröstete Kerne).
:[ ] Etwas Klebrig-Süßes, das den Kiefer beschäftigt (Karamell, Trockenfrüchte).
:[ ] Etwas Prickelnd-Saures (saure Fruchtgummis, eingelegtes Gemüse).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
11. Du nimmst einen Löffel Nutella oder Honig pur aus einem Glas.
:[ ] Ich genieße die pure Befriedigung und könnte noch einen zweiten Löffel nehmen.
:[ ] Ich brauche danach sofort einen starken Espresso oder ein Glas Wasser zum Neutralisieren.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
12. Vergiss Wasser – was ist dein bevorzugter „Gegenspieler“ zu einem komplexen Gericht?
:[ ] Etwas mit viel Kohlensäure und Süße (Limo, Cola).
:[ ] Flüssiges Obst (Apfelsaft, Karottensaft, Pfirsichnektar)
:[ ] Etwas Herbes/Bitteres (Bier, Tonic Water, schwarzer Tee/Kaffee).
:[ ] Etwas Säurebetontes (Wein, Schorle, Kombucha).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
13. Welches Lebensmittel oder welche Kombination hat dich in deinem Leben am meisten positiv überrascht? (Z.B. Algen, Sashimi, Chili mit Schokolade, Wassermelone mit Feta).
14. Gibt es Lebensmittel, die zwar technisch „gut“ zubereitet sind, bei denen du aber einfach körperlich streikst?
15. Was ich über meine Geschmackspräferenzen sonst noch mitteilen möchte, das ich in diesem Fragebogen bisher noch nicht habe unterbringen können.
</div>
</div></div>
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In '''Mehrpersonenhaushalten''' empfiehlt es sich, das Assessment für jeden getrennt durchzuführen — denn auch wenn gemeinsam gekocht wird, sind die Geschmacksprofile der Beteiligten selten identisch. Sie können leicht abweichen oder erheblich. Eine KI, die über diese Unterschiede im Bilde ist, kann bei der Rezeptauswahl helfen, sie zu überbrücken — und schlägt Gerichte vor, die verschiedene Präferenzen unter einen Hut bringen, statt routinemäßig nur einem Profil zu folgen.
==== Wozu? Ich weiß über meinen Geschmack doch jetzt schon mehr, als mir lieb ist. ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 11.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Geröstetes Schweinefilet mit Shiitake und einer Tamarinden-Ingwer-Reduktion auf Spinat-Sorghum, gewürzt u.a. mit Knoblauch und Noilly Prat]]
; Frage an die KI: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Es kostet mich Überwindung, aber hier einmal die reine Wahrheit: Mein größtes Glück ist es, mir am Abend eine Tiefkühlpizza zu backen, Dr. Oetker, die mit Salami. Weil die Coke Zero, die ich dazu trinke, mein Verlangen nach Süßem nicht stillt, brauche ich hinterher noch Schokolade. Meist schaffe ich es, nach 50 g aufzuhören. Sag mal ehrlich: mein Geschmack ist doch total versaut. Warum sollte ich mich noch der Demütigung eines Assessments unterziehen?</span>
; Antwort der KI: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ganz ehrlich: Dein Geschmack ist nicht „versaut“, er ist einfach nur perfekt auf die industrielle Logik optimiert. Salami-Pizza, Coke Zero und Schokolade bedienen die drei mächtigsten Hebel unseres Gehirns: Fett, Salz und den Bliss-Point (Süße). Dass du nach 50 g Schokolade aufhören kannst, zeigt sogar eine ziemlich beeindruckende Selbstbeherrschung.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Warum also das Assessment?</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Vom Passagier zum Piloten: Momentan steuert die Lebensmittelindustrie deine Gelüste über Kontrollknöpfe, die wir alle haben. Das Assessment ist kein Verhör, sondern eine Inventur dieser Knöpfe, damit du sie bedienen kannst – mit echtem Essen, das die gleichen Glücksgefühle auslöst, aber ohne das „Nachher-Tief“.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Präzision statt Verzicht: Wir suchen nicht nach dem Salatblatt, das dich unglücklich macht. Wir suchen nach der Kombination aus Umami, Crunch und Säure, die deine Pizza-Lust auf ein Level hebt, gegen das die Tiefkühlware wie Pappe schmeckt.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Keine Demütigung, sondern Daten. Für mich als KI ist deine Vorliebe für Salami-Pizza eine wertvolle Information, die mir hilft, dein Geschmacksprofil genauer zu sehen: Salami und Käse liefern dir intensive Fermentationsaromen (Umami), die Pizza den Crunch, und die Schokolade den nötigen Dopamin-Abschluss. Dasselbe können wir aber auch mit anderen Mitteln erreichen, und sogar noch besser.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Assessment ist kein Urteil, sondern die Blaupause, um dein „größtes Glück“ zu dekodieren. Statt Industrieware schlage ich dir Upgrades vor: Sauerteig-Fladenbrot, Finocchiona und Pecorino triggern dieselben Belohnungszentren wie Salami-Pizza, nur mit weitaus höherer Reizintensität. Was ich dir vorzuschlagen habe, ist nicht etwa fade Gesundheitsrohkost, sondern die ultimative, handwerkliche Version von dem, was dir tatsächlich am besten schmeckt.</span>
==== Wie man das Küchenprofil erstellt und was man dann damit macht ====
Wenn man den neuen Chat, den man künftig zum Kochen verwenden wird, anlegt, ist das Küchenprofil zweckmäßigerweise eines der ersten Dokumente, die man der KI übergeben sollte. Es braucht nicht von Anfang an vollständig zu sein, sondern kann nach und nach vervollständigt werden – ein gut gepflegtes Profil macht aber den Unterschied zwischen generischen Rezeptvorschlägen und solchen, die dem Benutzer das Leben tatsächlich einfacher machen.
Damit man auf das Küchenprofil stets einfach zugreifen kann, ist es zweckmäßig, es nicht direkt in die KI einzutippen, sondern es separat davon in einem Texteditor zu erstellen. Dort kann man es nach Bedarf jederzeit lesen, bearbeiten, ergänzen und aktualisieren. Dann überträgt man es entweder mit Kopieren+Einfügen oder per Hochladen in die KI. Falls das Gedächtnis der KI später, nach einigen Sitzungen zu schwächeln beginnt, übergibt man das Küchenprofil einfach erneut.
== 4. Ablauf der Koch-Sitzung ==
Der Rezept-Workflow ist die eigentliche Interaktion — der Moment, in dem aus Profil und Sitzungsparametern ein konkretes Gericht wird. Er folgt einer klaren Abfolge von Schritten, die sich nach wenigen Sitzungen als Routine einspielt:
{| class="wikitable"
! Benutzer-Input oder -Aktion !! KI-Output
|-
| Optional: Übergabe des Küchenprofils || Empfangsbestätigung
|-
| Konkreter Arbeitsauftrag, mit Sitzungsparametern<br/>z.B. <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlag mir 3 Rezepte für Spaghetti mit Tomatensauce vor, für 3 Personen. Ich habe noch frisches Basilikum im Kühlschrank.</span> || Ausgabe von Rezeptvorschlägen
|-
| Auswahl eines der Vorschläge<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir das Rezept für Nr. 1, die „mediterrane Umami-Bombe (Puttanesca-Stil)“. Können wir die Sardellen weglassen?</span> || Ausgabe des Rezepts
|-
| Rezept vor dem Kochen einmal kritisch lesen<br/>Gegebenenfalls Anforderung von Änderungen oder Korrekturen<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was für Öl? Und kann es sein, dass du die Gewürze vergessen hast?</span></span> || Gegebenenfalls: Ausgabe des revidierten Rezepts
|-
| Optional: Rückfrage ''während'' des Kochens<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade festgestellt, dass mein Basilikum ziemlich welk ist; wie kann ich es ersetzen?</span> || Frage wird beantwortet.<br/><span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Wenn nur die Optik das Problem ist, koch es in der Sauce 5 Minuten lang mit und nimm es dann heraus.</span>
|-
| Optional: Post-cook-Review<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Der Geschmack war okay, aber mir hat das leuchtende Grün auf dem Teller gefehlt; die Extraktion ist eine gute Notlösung, ersetzt für mich aber nicht das visuelle Erlebnis von frischem Basilikum.</span>||
|}
=== Erster Schritt: Übergabe des Küchenprofils ===
Es ist möglich, ohne Übergabe eines [[#Das Küchenprofil|Küchenprotokolls]] zu arbeiten. Die KI verhält sich dann aber tendenziell wie ein gewöhnliches Kochbuch und mutet dem Benutzer zum Beispiel zu, dass er Zutaten erst noch kaufen muss.
=== Zweiter Schritt: Arbeitsauftrag ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 05.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Mediterranean Chicken & Sweet Potato Roast, mit zart-krossem Pistazien-Duqqa und einer Joghurt-Sauce]]
Der Arbeitsauftrag ist der erste Input für die KI, ohne den überhaupt nichts geht. Hier einige Beispiele:
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Habe frischen schwarzen Kabeljau. 4 Portionen, einer meiner Gäste isst nur ganz Klassisches. Einkauf in einem sehr gut sortierten großen Supermarkt ist eingeplant. Mittlere Komplexität. 4 Vorschläge.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">3 Vorschläge für ein mediterranes 3-Gänge-Menü. Habe frische Langusten vom Markt. Zubereitung darf technisch anspruchsvoll sein und beliebig viel Zeit beanspruchen. Reste willkommen, wenn sinnvoll verwertbar. Zielzeit: 20:00 Uhr.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">4 Vorschläge für 6 Personen (100 %). Muss einfach zuzubereiten sein und darf maximal 40 Minuten dauern. Vor andere Zutaten verbrauchen: 1 kg Kartoffeln, außerdem 8 Eier, die unbedingt heute weg sollen. Gezieltes Meal-prep für morgen. Kein Einkauf möglich.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich brauche 2 Vorschläge für ein indisches Abendessen für 3 Personen (Portionsgröße 120 %). Ankerzutat: Panir-Käse. Komplexität: Mittel. Zielzeit: 19:15 Uhr. Zeig mir etwas, das ich noch nicht kenne. Bitte genaue Timings für alle Schritte.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir ein komplettes Rezept. Cuisine: Südostasiatisch. Ich habe eine rote Paprika und 100 ml Kokosmilch, beides muss weg. Einkaufen im Discounter möglich, darf aber höchstens 15 Euro kosten. Keine Reste erwünscht. Überrasch mich mit einer Technik, die ich noch nicht kenne. Fast hätte ich es vergessen: meine Frau kommt heute erst spät von der Arbeit, wir essen getrennt; schlag mir etwas vor, das sie gut aufwärmen kann.</span>
{{Anker|Sitzungsparameter}}Außer der Bezeichnung des gewünschten Gerichts können im Arbeitsauftrag auch '''Parameter''' übergeben werden, z.B. die Zahl der gewünschten Portionen. Parameter, die praktisch unveränderlich sind (weil z.B. in einem Zwei-Personen-Haushalt fast immer zwei Portionen gebraucht werden), kann man – statt sie im Arbeitsauftrag jedesmal neu anzugeben – ins Küchenprofil schreiben, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn der Wert einmal abweicht (z.B. die Zahl der Portionen, wenn Gäste kommen). Hier eine Übersicht über naheliegene und mögliche Sitzungsparameter:
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 07.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: „Slow-Roasted“ Pork & Kimchi-Stew (Jjigae-Style), mit Schweinehack, Kimchi, Süßkartoffel, Bok Choy, Würzbasis: weißes Miso und Gochujang; dazu brauner Basmati]]
; Zahl der Vorschläge: Die KI ist in der Lage, auf den Arbeitsauftrag direkt mit einem detaillierten Rezeptvorschlag zu antworten. Aus verschiedenen Gründen ist es jedoch zweckmäßiger, erst eine Anzahl von Vorschlägen abzurufen. In der Praxis bewährt haben sich '''drei oder vier Vorschläge''' (weniger erlauben nicht wirklich eine Wahl; mehr verleitet dazu, keinen zu wählen — ein aus der Entscheidungsforschung bekanntes Phänomen, das als ''Paradox der Wahl'' bezeichnet wird). Falls keiner von diesen gefallen sollte, lässt man einfach 3 oder 4 weitere ausgeben.
; Temporäres Vorratsupdate: Was ist heute vorhanden, das nicht zum Dauerbestand gehört? Frisches Gemüse, Obst, Kräuter aus dem Garten, ein Stück Fisch vom Markt, eine saisonale Spezialität — alles, was nur zeitweise verfügbar ist und in den Rezeptvorschlägen berücksichtigt werden soll.
; Use-first-Queue: Welche Zutaten müssen heute oder in den nächsten ein bis zwei Tagen verbraucht werden?
; Ankerzutaten: Welche Zutaten sollen auf jeden Fall im Rezept vorkommen — nicht weil sie dringend verbraucht werden müssen, sondern weil der Benutzer gezielt etwas damit kochen möchte? Das kann eine Zutat sein, die interessant aussah und spontan gekauft wurde oder auf die der Benutzer heute einfach Lust hat.
; Personenzahl und Portionsgröße: Für wie viele Personen wird gekocht, und in welcher Portionsgröße? Wer häufig mit der KI kocht, wird bald herausfinden, ob die Portionen z.B. 70 oder 90 oder 100 oder 120 % der standardmäßigen Portionsgröße betragen sollen.
; Novitäts-Präferenz: Sind Kreativität und Überraschungen erwünscht, oder soll die KI lieber etwas Vertrautes vorschlagen?
; Komplexitätslevel: Soll das Gericht einfach zuzubereiten sein oder darf es technisch anspruchsvoll sein?
; Zeitaufwand: Wie viel Zeit ist heute für die Essenszubereitung maximal verfügbar?
; Zielzeit der Mahlzeit: Wenn die Mahlzeit zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den Tisch kommen soll, ist die KI in der Lage, für jeden Zubereitungsschritt die optimale Startzeit zu berechnen und als Zeitstempel ins Rezept aufzunehmen.
; Einkaufsbereitschaft: Soll die KI ausschließlich mit dem arbeiten, was vorhanden ist, oder ist der Benutzer bereit, noch Zutaten einzukaufen? Wo kann er einkaufen? Und was darf es kosten?
; Reste-Toleranz: Reste können sowohl vom zubereiteten Gericht als auch von Zutaten anfallen. Sind sie zu vermeiden oder erwünscht? Soll die KI, falls Reste erwünscht sind, Vorschläge machen, was damit anzufangen ist? Falls geplant ist, Reste schonend aufzubewahren oder einzufrieren: soll die KI Anleitung geben, wie dies am besten gemacht wird?
Wenn Sitzungsparameter für einen Benutzer praktisch immer dieselben sind (z.B. Personenzahl und Portionsgröße, Zielzeit der Mahlzeit), kann man sie als Grundeinstellungen ins Küchenprofil aufnehmen, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn sie von der Grundeinstellung abweichen sollten.
=== Dritter Schritt: Vorschlagsrunde und Rezeptauswahl ===
; Benutzerinput: <div style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mach mir drei Vorschläge für Spaghetti-Gerichte, die ich in Deutschland im Restaurant wahrscheinlich nie bekommen würde.</div>
; KI-Output:<div style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">1. Spaghetti con la Mollica (Kalabrien / Basilikata)</div>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ein Paradebeispiel der Cucina Povera. Da Käse früher für viele zu teuer war, wurde altbackenes Brot als Geschmacks- und Texturgeber genutzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Basis ist eine Emulsion aus hochwertigem Olivenöl, Anchovies, Knoblauch und Peperoncino. Das entscheidende Element ist die Mollica – in Öl goldbraun und knusprig ausgebackene Brotbrösel, die erst ganz am Ende über die Pasta gegeben werden.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starkes Umami durch die Sardellen, komplexer texturaler Kontrast zwischen weicher Pasta und krossem Brot.</span>
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:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">2. Spaghetti al Nero di Seppia (Sizilien / Venedig)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht nutzt die Tinte des Tintenfisches nicht nur als Farbstoff, sondern als primäres Gewürz.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Sauce wird aus frischem Tintenfisch, Weißwein, Knoblauch und der tiefschwarzen Tinte hergestellt. Entgegen der Erwartung schmeckt die Tinte nicht "fischig", sondern hat ein tiefes, erdiges und leicht metallisches Aroma.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Tiefes, dunkles Umami mit einer seidigen Textur und einer visuell radikalen Ästhetik.</span>
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:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">3. Spaghetti Cacio e Pepe (Lazio / Rom)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Obwohl es simpel klingt (Käse und Pfeffer), ist es in seiner römischen Urform eine technische Herausforderung, die keinen Fehler verzeiht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Es wird ausschließlich Pecorino Romano und frisch gerösteter, grob gemörserter schwarzer Pfeffer verwendet. Die Kunst besteht darin, durch die exakte Temperatur des Pastawassers eine Emulsion zu schaffen, bevor der Käse klumpt oder Fäden zieht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starke Schärfe durch die ätherischen Öle des gerösteten Pfeffers, kombiniert mit der salzigen Dominanz des Schafskäses.</span>
Falls keiner der Vorschläge überzeugt, geht es in eine nächste Runde. Der Benutzer kann dabei kommentierend oder steuernd eingreifen. Beispiel:
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nr. 3 klingt gut, aber ich trau mir das mit der Emulsion nicht ganz zu. Und eigentlich hätte ich heute auch lieber etwas mit Tomaten. Gib mir noch drei.</span>
=== Vierter Schritt: Empfang das vollständigen Rezepts ===
Wenn der Benutzer seine Entscheidung gefällt und der KI mitgeteilt hat…
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">„Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili“ klingt spannend. Gib mir das Rezept, mit allen Zusatzinformationen, die ich in meinem Küchenprofil festgelegt habe. Außerdem brauche Zeitstempel. Zielzeit fürs Servieren ist 19 Uhr.</span>
…gibt diese das komplette Rezept aus. Beispiel:
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">'''Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili'''</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Für 3 Personen | 100 % Portionsgröße | Zielzeit: 19:00 Uhr</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht funktioniert für dich deshalb, weil es deine Vorliebe für extreme Umami-Konzentration und deutliche Säurespitzen aufgreift, während die cremige Burrata die für dich obligatorische feuchte Komponente liefert und einen spannungsreichen texturalen Kontrast zur dichten, würzigen Konfitüre bildet.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Die Zutaten</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Basis: 750 g hochwertige Dosentomaten (San Marzano), 3 EL Tomatenmark.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Würze: 2 getrocknete Chipotle-Chilis (oder 1 EL Chipotle in Adobo), 3 Knoblauchzehen, Meersalz, 1 EL Zucker.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Pasta: 375 g Vollkorn-Spaghetti (z. B. Kamut oder Farro).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Finish: 2 Kugeln Burrata (Kuhmilch), frisches Basilikum, 3 EL hochwertiges Olivenöl.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Der Zeitplan</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">16:50 Uhr: Vorbereitung. Knoblauch fein hacken, Chipotles mörsern.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">17:00 Uhr: Start Konfitüre. Tomaten, Tomatenmark, Knoblauch, Chili und Süße in einem weiten Topf bei kleiner Hitze ansetzen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:40 Uhr: Pastawasser aufsetzen (stark gesalzen). Konfitüre final abschmecken (Säure/Salz-Balance).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:48 Uhr: Spaghetti ins Wasser geben (Garzeit ca. 10–12 Min. für Vollkorn, Packungsanleitung beachten).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:57 Uhr: Pasta direkt aus dem Wasser in den Topf mit der Konfitüre heben. Ein Schluck Pastawasser dazu, kräftig durchschwenken, bis jede Nudel glänzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">19:00 Uhr: Anrichten. Burrata erst auf dem Teller mittig aufreißen und über die heiße Pasta geben. 2/3 Kugel pro Portion ist genug. Mit Olivenöl und Basilikum abschließen.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings & Pairing</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings: Für den texturalen Kontrast (Crunch) empfehlen sich geröstete Pinienkerne oder knusprig ausgebratene Bacon-Splitter.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Begleitsalat: Ein herber Arugula-Salat (Rucola) mit gehobeltem Fenchel. Das Dressing sollte eine starke Zitronennote haben, um die Schwere der Konfitüre zu brechen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Getränk: Ein kräftiger, leicht gekühlter Primitivo oder Negroamaro. Die Fruchtigkeit des Weins harmoniert mit der Tomatensüße, während die Tannine gegen die Schärfe bestehen. Alkoholfrei: Ein herbes Tonic Water mit Rosmarinzweig.</span>
Bevor der erste Handgriff getan wird, empfiehlt es sich dringend, '''das Rezept einmal vollständig zu lesen'''. Das dient zwei Zwecken: Erstens verschafft es einen Überblick über den Ablauf und verhindert, dass man mitten im Kochen überrascht wird — etwa von einer Ruhezeit, die das Rezept erfordert, oder von einem Schritt, der besondere Vorbereitung verlangt. Zweitens ist es der Moment, in dem mögliche Unstimmigkeiten auffallen: eine Zutat in der Liste, die in der Anleitung nicht mehr vorkommt, oder umgekehrt. Auf die Fallstricke des KI-generierten Rezepts geht Kapitel 7 ausführlicher ein.
=== Fünfter Schritt: Kochen — mit offenem Chatfenster ===
Das Chatfenster bleibt während des Kochens geöffnet. Dies ist einer der stillen, aber entscheidenden Vorteile der Methode gegenüber jedem Kochbuch und jeder Rezeptplattform: Die KI antwortet, wenn man sie mitten im Kochprozess fragt. Typische Situationen, in denen das unmittelbar nützlich ist:
*Eine Zutat fehlt doch: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe keinen Tahini — womit kann ich ihn ersetzen, und ändert das etwas an den Mengenverhältnissen?</span> Die KI nennt einen oder mehrere Ersätze und passt die Angaben entsprechend an.
*Eine Angabe ist unklar: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was genau meinst du mit ‚auf mittlerer Hitze reduzieren' — soll die Sauce wirklich 20 Minuten köcheln oder reichen 10?</span> Die KI präzisiert und gibt wenn nötig visuelle oder sensorische Erkennungsmerkmale an — wie die Sauce aussehen, riechen oder sich verhalten soll, wenn der Schritt abgeschlossen ist.
*Ein Schritt erscheint verdächtig: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Das Rezept sagt, das Hähnchenfilet ist nach 12 Minuten gar — das kommt mir zu kurz vor für die Größe, die ich hier habe.</span> Die KI erklärt ihre Annahme, korrigiert sie falls nötig und gibt eine angepasste Empfehlung. Dieser Typ von Echtzeit-Rückfrage ist zugleich die wichtigste Prophylaxe gegen Kalibrationsfehler, die Kapitel 7 als häufigste Fehlerklasse benennt.
*Eine spontane Ergänzung bietet sich an: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade noch frischen Estragon entdeckt — passt der zu diesem Gericht, und wenn ja, wann und wie gebe ich ihn dazu?</span> Die KI bewertet die Idee und integriert sie in den laufenden Kochprozess.
Das Chatfenster offen zu halten bedeutet nicht, dass man es ständig konsultieren muss — in der großen Mehrheit der Sitzungen verläuft das Kochen ohne Rückfragen. Aber die Möglichkeit, jederzeit nachzufragen, verändert die Grundhaltung beim Kochen: Man folgt dem Rezept nicht mehr blind, sondern im Dialog.
=== Sechster Schritt: Der Post-cook-Review ===
Nach dem Essen lohnt sich eine kurze Rückmeldung an die KI — ein bis zwei Sätze, nicht mehr. Was war gut? Was hätte besser sein können? Welche Zutat oder Technik war eine Entdeckung, welche eine Enttäuschung? Diese Rückmeldung ist der wichtigste Einzelbeitrag zum Aufbau des Geschmacksprofils. Eine KI, die nach zwanzig Sitzungen mit Post-cook-Reviews arbeitet, kennt die Präferenzen des Benutzers präziser als die meisten Menschen, die regelmäßig gemeinsam mit ihm essen.
Der Review muss nicht formal sein. Ein beiläufiger Kommentar — <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">die Sauce war zu dünn, aber die Kombination Zimt und Lamm war eine Offenbarung, die mache ich wieder</span> — ist vollständig ausreichend und außerordentlich informationsreich.
== 5. Spezielle Modi des KI-gestützten Kochens ==
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 03.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Tahini-Lemon-Bowl, mit gebackenen Kichererbsen und in Pfeilwurz paniertem, gebratenem Feta]]
=== Variationsmodus: Altbekanntes einmal ganz anders zubereiten ===
Der Variationsmodus dient dazu, bestehende Rezepte – egal ob aus dem Internet, einem Kochbuch oder aus der Familientradition – mithilfe der KI an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Anstatt das Rad neu zu erfinden, nutzt die KI das Original als strukturelle Vorlage und modifiziert Zutaten, Techniken oder Nährwerte, um das Gericht für spezifische Gäste, knappe Zeitbudgets oder persönliche Gesundheitsziele zu optimieren, ohne den Kern des Rezepts zu verlieren.
Beispiele (das Originalrezept wird der KI hier jeweils als separate Datei übergeben):
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Optimiere dieses klassische französische Schmorgericht für mein persönliches Profil: Erhöhe die Säure, verstärke die Kräuternote und sorge für mehr Crunch.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wandle dieses Gulasch-Rezept in eine vegetarische Version um, die die tiefe Umami-Struktur und die fleischähnliche Textur beibehält.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Passe dieses Rezept für meinen Gast an, der eine schwere Nussallergie hat und keinen Knoblauch verträgt, ohne dass das Gericht flach schmeckt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe nur 20 Minuten Zeit; wandle dieses 2-Stunden-Rezept in eine Express-Variante um, die geschmacklich so nah wie möglich am Original bleibt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gestalte dieses Rezept „kindersicher“: Entferne den Alkohol, mildere die Schärfe und verstecke das Gemüse so, dass die Textur homogen bleibt. Es soll dabei aber auch für Erwachsene attraktiv bleiben.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mache aus diesem einfachen Alltagsgericht eine luxuriöse Festtagsversion unter Verwendung von Premium-Zutaten und einer anspruchsvolleren Anrichteweise.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Übersetze dieses Pfannengericht für die Zubereitung im Backofen (Convection Roast), da ich heute für zehn Personen gleichzeitig kochen muss.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Dekonstruiere dieses klassische Gericht in eine moderne Fingerfood-Variante, die man ohne Besteck auf einer Party essen kann.</span>
=== Optimierungsmodus: Reste und Convenience veredeln ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 06.jpg|thumb|Gestrecktes und optimiertes fleischlastiges chinesisches Restaurantessen: ergänzt wurden u.a. schwarzer Reis, ein TK-Gemüsemix und Römersalat (Flüssigkeiten: Liquid Amino, Noilly Prat; Reisessig)]]
Nicht jedes Essen beginnt mit frischen Rohzutaten; oft ist die Aufgabe in der Küche die Rettung von Resten, die Aufwertung von Fertiggerichten oder das „Strecken“ einer zu kleinen Portion Take-out. Die KI fungiert hier als kulinarischer Problemlöser, der bestehende Geschmacksprofile erkennt und durch gezielte Ergänzungen in neue, vollwertige Mahlzeiten verwandelt.
Besonders beim Aufwärmen oder bei Tiefkühlkost leidet oft die Konsistenz. Die KI kann hier helfen, durch komplementäre Techniken – wie das Hinzufügen von frischen Texturen oder das nachträgliche Herbeiführen von Röstnoten – die typischen Schwächen von aufgewärmtem Essen (Matschigkeit, Eindimensionalität) gezielt auszugleichen.
Prompts für das kulinarische Upcycling:
* Portionserweiterung & Textur-Rettung: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe hier eine halbe Portion übrig gebliebenes Thai-Curry mit Gemüse, das durch das Aufwärmen leider sehr weich und matschig geworden ist. Schlage mir vor, mit welchen trockenen Basiszutaten (z. B. Getreide oder Hülsenfrüchte) ich die Menge verdoppeln kann und wie ich durch ein schnelles Topping aus gerösteten Komponenten wieder massiven Crunch und Frische in das Gericht bringe.</span>
* Convenience-Tuning: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Als Basis für ein schnelles Essen möchte ich eine Dose klassische Linsensuppe verwenden. Schlage mir drei gezielte Eingriffe vor, um das Aroma Richtung Levantine zu verschieben, und nenne mir eine Technik, wie ich die weichgekochte Textur der Dosenlinsen durch eine knusprige Einlage oder ein kontrastierendes Finishing (z. B. in Butter gebratene Croutons mit spezifischen Gewürzen) kompensieren kann.</span>
* Resteverwertung mit Profil-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Vom Vortag ist eine Portion gebratener Reis übrig geblieben. Das Gericht ist mir zu trocken und geschmacklich etwas flach. Erstelle eine Anleitung, wie ich daraus ein 'Moist-Dish' mache, indem du eine passende, schnell zubereitete Sauce hinzufügst, und gib mir eine Empfehlung für eine saure oder bittere Komponente, die das schwere Umami aufbricht.</span>
=== Kochen im Team ===
Beim Team-Kochen fungiert die KI als virtueller Küchenchef und Koordinator. Sie verteilt Aufgaben basierend auf den individuellen Fähigkeiten der Teammitglieder, berücksichtigt die Ergonomie des verfügbaren Raums und synchronisiert die Arbeitsabläufe durch präzise Zeitstempel. Ob als digitaler Aushang für alle oder als personalisierter Instruktions-Feed auf dem eigenen Smartphone – die KI sorgt dafür, dass aus dem potenziellen Chaos einer Gruppensitzung ein harmonischer, paralleler Workflow wird.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir wollen ein Rinderfilet Wellington mit einer komplexen Rotwein-Reduktion kochen. Wir sind zu viert: Zwei von uns sind sehr erfahren, zwei sind Anfänger. Verteile die Aufgaben so, dass die Profis das Fleisch parieren und die Sauce montieren, während die Anfänger die Duxelles vorbereiten und den Teig verzieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane die Zubereitung von selbstgemachten Teigtaschen (Gyoza) für drei Personen. Da unsere Küche sehr schmal ist, teile die Arbeit auf: Eine Person bereitet die Füllung am Esstisch vor, eine rollt den Teig aus und nur die dritte Person steht am Herd, um die Taschen portionsweise zu braten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten selbstgemachte Pizza zu, inklusive Teig und Sauce. Wir sind zwei Erwachsene und zwei Kinder (6 und 9 Jahre). Gib den Kindern spezifische Aufgaben wie das Zerzupfen des Mozzarellas und das kreative Belegen, während die Erwachsenen den heißen Ofen und das Schneiden übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen ein klassisches Risotto mit geschmortem Saisongemüse. Eine Person im Team ist älter und möchte im Sitzen mithelfen. Weise ihr Aufgaben wie das Schälen des Gemüses und das Zupfen der Kräuter zu, während die anderen den Rührvorgang am Herd übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten ein Drei-Gänge-Menü (Jakobsmuscheln, Lammrücken, Schokosoufflé) vor. Erstelle für uns drei einen synchronisierten Zeitplan mit Zeitstempeln, damit die Vorspeise um 19:30 Uhr und der Hauptgang um 20:15 Uhr serviert werden kann. Wer muss wann was vorbereiten?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen authentisches thailändisches Green Curry. Erstelle drei separate Instruktionslisten, die wir uns auf die Handys schicken können: Posten A ist für die Currypaste und das Aroma zuständig, Posten B für das Schneiden von Fleisch und Gemüse, Posten C für den Reis und das finale Abschmecken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen indisches Butter Chicken mit Naan-Brot. Verteile die Aufgaben auf drei Personen, aber baue für jeden von uns feste 5-Minuten-Slots für den Zwischenabwasch und das Aufräumen ein, damit nach dem Essen die Küche bereits fast sauber ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir planen ein herbstliches Buffet mit 5 verschiedenen Mezze. Weise uns vier klare Rollen zu (z. B. Chef de Cuisine, Saucier, Gardemanger, Patissier) und ordne die entsprechenden Rezepte und Teilschritte diesen Rollen zu, damit jeder die volle Verantwortung für seinen Bereich trägt.</span>
=== Strategisches Verbundkochen ===
Beim intelligenten Planen für mehrere Tage agiert die KI als persönlicher Logistikchef. Sie erstellt nicht nur einen strukturierten Einkaufszettel für alle geplanten Mahlzeiten, sondern taktet die Rezepte auch nach der Haltbarkeit der Zutaten: Empfindlicher Fisch oder frischer Spinat landen am Montag auf dem Teller, während robustes Wurzelgemüse oder vakuumierte Vorräte für den Freitag reserviert werden.
Dabei lassen sich zwei Ansätze unterscheiden:
==== Klassisches Batch-Cooking (Die Vorrats-Session) ====
In einer einzigen, konzentrierten Kochsession werden mehrere Mahlzeiten komplett oder in großen Komponenten vorgekocht. Dies ist ideal für Menschen mit wenig Zeit unter der Woche.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane eine zweistündige Session am Sonntag für 5 Büro-Lunches, die ich in der Mikrowelle aufwärmen kann. Ich möchte zwei verschiedene Eintöpfe und eine Getreidebasis vorkochen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich möchte am Sonntag eine riesige Menge meiner levantinischen Basissauce vorkochen. Erstelle mir drei Variationen, wie ich diese Basis von Montag bis Mittwoch mit minimalem Aufwand (unter 10 Min.) völlig unterschiedlich finalisieren kann.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Am Samstag kommen meine Eltern zu Besuch. Plane meine Mahlzeiten ab Dienstag so, dass ich durch tägliches ‚Beiläufig-Vorbereiten‘ am Samstag, wenn die Gäste da sind, fast keine aktive Arbeit mehr habe.</span>
==== Synchron-Planung (Der strategische Einkauf) ====
Hier wird an den jeweiligen Tagen frisch gekocht, aber die Planung und der Einkauf erfolgen synchron. Dieser Modus nutzt Synergien bei den Zutaten und spart Zeit durch einmaliges, gezieltes Besorgen aller Waren.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane für die nächsten 5 Tage. Ich möchte nur zweimal tierisches Protein verwenden (Dienstag und Freitag). Erstelle eine Einkaufsliste, die sicherstellt, dass die frischen vegetarischen Zutaten für die ersten drei Tage nicht welken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erstelle einen Plan für 4 Tage: Dienstag ist bei uns fix Pastatag für die Kinder, Mittwoch esse ich allein (etwas Anspruchsvolleres), und Donnerstag muss es blitzschnell gehen. Maximiere die Überschneidungen beim Gemüse für den Einkaufskorb.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe heute einen Großeinkauf gemacht, inklusive empfindlicher Beeren und Hackfleisch. Einzelheiten lege ich in separater Datei bei. Sortiere meine ebenfalls beiliegenden Rezeptwünsche für die Woche so, dass die verderblichsten Sachen zuerst verbraucht werden, ohne dass der Speiseplan eintönig wirkt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich kaufe einen großen Kopf Rotkohl und einen Sack Kartoffeln. Plane drei Gerichte über die Woche verteilt, die diese beiden Hauptzutaten nutzen, aber jedes Mal eine völlig andere Länderküche repräsentieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In meinem Garten ist gerade der Mangold reif. Plane für die nächsten 3 Tage Rezepte, die jeweils eine große Portion Mangold verarbeiten, aber achte darauf, dass ich nur einmal für die ergänzenden Zutaten einkaufen gehen muss.</span>
=== Auf Bestellung erfunden ===
[[File:AI Designed Customized Cookies.jpg|thumb|Personalisierte Chocolate Chip Cookies. Der Benutzer wünschte sich trockene und sehr feste, krümelarme, mit grobem Salz bestreute Kekse mit minimierten einfachen Kohlenhydraten, seinem persönlichen Geschmacksprofil entsprechend. Die KI schlug u.a. Verwendung von Mandelmehl, Roggenvollkornmehl, Eiklar und Sucralose sowie zweifaches Backen vor. Die genannten Zutaten sind etwas, das dieser Benutzer tatsächlich ständig vorrätig hält.]]
Manchmal reicht Personalisierung im üblichen Sinne nicht aus. Das Benutzerprofil ist bekannt, das Geschmacksprofil ist geschärft — und trotzdem gibt es Situationen, in denen der Benutzer etwas braucht, das so spezifisch ist, dass kein Kochbuch und keine Rezeptplattform der Welt es liefern kann. Genau hier liegt eine der stillen Stärken der Methode: Die KI erfindet auf Anfrage Originalrezepte, die auf eine einzige Person und eine einzige Situation zugeschnitten sind. Ein paar Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Rezept für warmes High-Protein-Lunch im Büro, nur mit Wasserkocher und Thermoskanne gegart. Kein Tütensuppen-Niveau.</span>
''
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Brauche ein vollwertiges, klecker- und krümelfreies Gericht, das man beim Computerspiel blind mit einer Hand essen kann. Andere Hand fixiert.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Snack gesucht. Maximaler akustischer Crunch beim Kauen, aber minimal Kalorien. Fokus auf extremen oralen Widerstand.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nahrhafter Frühstücksriegel, der beim Auspacken und Kauen absolut lautlos ist. Pendler-Modus, will die Mitreisenden nicht verärgern.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Hilfe, meine Kekse verschwinden immer in unbefugten Mündern! Denk dir ein Kleingebäck aus, das nur mein persönliches Profil perfekt trifft, aber für alle meine Mitbewohner geschmacklich abstoßend ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Einzelportion „Wellington“-Style für den Toaster-Ofen. Fertig in 15 Min, keine Restmengen bei Spezialzutaten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Herzhaftes Hauptgericht mit kryogenen Zutaten zur Senkung der Körpertemperatur. Kein Salat, keine kalte Suppe.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erfinde eine Zubereitungsart, die Gemüse in eine papierartige oder knusprige Form bringt. Keine matschigen Texturen erlaubt.</span>
'''Aber aufgepasst''': Die Gefahr des Scheiterns steigt hier, da die KI oft in technologische Grenzbereiche spekuliert. Anspruchsvolle Techniken wie die molekulare Sphärisierung oder das präzise Temperieren von Schokolade erfordern nicht nur spezialisiertes Equipment, sondern auch jahrelange Übung in der Feinmotorik. Wenn die KI komplexe Emulsionen oder chemisch sensible Texturkontraste vorschlägt, überschätzt der Laie leicht seine Fähigkeiten. Solche Verfahren verzeihen keine Abweichung bei Temperatur oder pH-Wert – handwerkliche Meisterschaft lässt sich nicht durch einen Prompt ersetzen.
=== Explorationsmodus ===
Im Explorationsmodus bittet der Benutzer die KI, auf Basis des bisherigen Geschmacksprofils aktiv neue Empfehlungen auszusprechen. Statt auf konkrete Zutaten oder Hunger zu reagieren, nutzt die KI das gespeicherte Wissen über Vorlieben und Abneigungen als Koordinatensystem, um gezielt Vorschläge in das noch unbekannte kulinarische Terrain zu machen – ähnlich einem personalisierten Algorithmus für Musik, nur für die Küche. Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Zutat, die ich noch nie verwendet habe, passt perfekt zu meiner Vorliebe für Umami und Texturkontraste?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nenne mir eine regionale Küche, die ich bisher ignoriert habe, die aber genau mein Säure-Schärfe-Empfinden trifft.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir drei Gewürze vor, die mein aktuelles Repertoire sinnvoll ergänzen, ohne redundant zu sein.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Entwirf ein Rezept, das eine Zutat verwendet, die ich normalerweise ablehne, aber so zubereitet ist, dass sie mein Profil anspricht.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getränk-Pairing (alkoholisch oder alkoholfrei) würde meine liebsten Abendessen ideal ergänzen?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getreide oder Pseudogetreide fehlt mir noch für eine abwechslungsreiche Textur in meinen Bowls?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Empfiehl mir ein spezielles Küchenwerkzeug, das Techniken ermöglicht, die mein Profil radikal erweitern würden.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Konservierungsmethode (Einlegen, Trocknen etc.) passt am besten zu den Aromen, die ich das ganze Jahr über essen möchte?</span>
=== Bildungsmodus: Den eigenen Gaumen verstehen ===
Nach einer längeren Phase der Zusammenarbeit ist die KI in der Lage, nicht mehr nur Rezepte zu liefern, sondern ein konsistentes kulinarisches Profil für den Benutzer zu entwerfen. Dabei entstehen oft wiederkehrende Muster in der Auswahl von Gewürzen, Säureträgern oder Techniken, die tief in der Aromenlehre verwurzelt sind, vom Benutzer aber oft nur unbewusst als „stimmig“ wahrgenommen werden.
Im Bildungsmodus nutzt man die KI als Mentorin, um die theoretische Architektur hinter den eigenen Vorlieben zu entschlüsseln. Indem man die KI zwingt, ihre Entscheidungen zu begründen, wandelt sich das Kochen von einer bloßen Ausführung von Schritten zu einer bewussten Schulung des eigenen Geschmacks- und Technikverständnisses.
Beispielexplorationen für den Bildungsmodus:
* Musteranalyse der Zutaten: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In den letzten Monaten hast du mir für fast alle Fleischgerichte eine Kombination aus Sternanis und Orangenschale vorgeschlagen. Erkläre mir die chemische und geschmackliche Logik hinter diesem Muster und warum das spezifisch zu meiner Vorliebe für dunkle, komplexe Saucen passt.</span>
* Technik-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Du schlägst bei meinen Gemüsebeilagen oft das Rösten bei sehr hohen Temperaturen statt Dämpfen vor. Welche Rolle spielt dabei die Maillard-Reaktion für mein Profil und wie verändert das die Balance, wenn gleichzeitig eine säurebetonte Sauce im Spiel ist?</span>
* Die 'Warum'-Frage beim Abschmecken: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In der heutigen Fisch-Sauce hast du Kapernwasser und kalte Butter kombiniert. Warum hast du dich für diese spezifische Säurequelle entschieden und nicht für den Zitronensaft, den ich sonst oft verwende? Was bewirkt dieser Unterschied im Mundgefühl?</span>
* Profil-Extraktion: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Analysiere die letzten zehn Rezepte, die wir gemeinsam gekocht haben. Welche drei kulinarischen Grundprinzipien ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Gerichte und wie könnte ich diese Prinzipien anwenden, wenn ich einmal völlig ohne KI-Hilfe ein improvisiertes Essen zubereite?</span>
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 01.jpg|thumb|„South-Asian Heat“ Sirloin, mit Steak, fein gewürfelten, gebackenen Kartoffeln, grünen Bohnen, Spinat und Kapernäpfeln; gewürzt u.a. mit Tamarindenpaste, Gochujang und Fischsauce]]
== 6. Welcher Chatbot eignet sich am besten? ==
Die Wahl des Chatbots beeinflusst den Workflow maßgeblich, da die Modelle auf unterschiedliche Daten spezialisiert sind. Gemini z.B. wirkt oft wie ein Praktiker, der massiv mit Inhalten aus Kochforen trainiert wurde und bei Warenkunde sowie pragmatischer Küchenlogistik glänzt. „Intellektuellere“ Modelle wie Claude, deren Fokus eher auf wissenschaftlichen oder literarischen Texten liegt, erweisen sich in der direkten Küchenpraxis oft als weniger intuitiv.
Trotzdem sollte der Benutzer selbst experimentieren, um herauszufinden, welche KI-Mentalität sich am besten in den persönlichen Workflow einfügt. Ein direkter Vergleich desselben Auftrags in verschiedenen Systemen offenbart schnell, ob man eher die logische Schärfe eines Strategen oder die pragmatische Erfahrung eines virtuellen Kochbuchs benötigt – die Letztentscheidung bleibt eine Frage des individuellen Stils.
== 7. Grenzen und Fallstricke ==
KI-gestütztes Kochen ist keine Magie, sondern ein logistisches Werkzeug. '''Die Methode ersetzt keine Kochkompetenz, sondern setzt sie voraus''': Wer weiß, wie ein Gericht schmecken sollte, erkennt Fehler im Entwurf sofort.
Die KI hat keinen Geschmackssinn und keine Augen. Sie weiß nicht, wie reif die Tomate oder wie scharf das Messer ist. Auch in Fragen der Lebensmittelsicherheit (Garzeiten bei Geflügel, Kühlketten) ist gesunder Menschenverstand obligatorisch. Ein gedrucktes Kochbuch hat dieselben Schwächen – es kennt weder den Herd des Benutzers noch seine Abneigungen. Der entscheidende Vorteil der KI ist ihre '''Interaktivität''': Sie ist korrigierbar und passt sich im Dialog an. Wer die KI als lernfähigen Assistenten begreift, statt ihr blind zu vertrauen, wird die erheblichen Vorteile der Methode schnell für sich nutzen.
Die hilfreiche Kurzformel: Die KI plant, der Benutzer kocht.
=== Der Benutzer bleibt Chef ===
Die KI ist ein Sprachmodell — sie hat Millionen von Rezepten, Kochtexten und Küchenbeschreibungen verarbeitet und daraus ein beeindruckendes funktionales Wissen destilliert. Was sie nicht hat, ist Verständnis. Sie weiß, dass eine Zwiebel glasig wird, bevor sie karamellisiert — aber sie sieht es nicht, riecht es nicht und schmeckt es nicht. Ihre Rezepte sind keine Kochentscheidungen, sondern statistische Extrapolationen aus dem, was andere Köche aufgeschrieben haben.
Das bedeutet nicht, dass ihre Vorschläge unzuverlässig sind — im Gegenteil. Es bedeutet, dass der Benutzer zu jedem Zeitpunkt derjenige ist, der die reale Küche bewohnt, und dass diese Rolle nicht delegierbar ist. Zwei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit:
==== Garzeiten und sensorische Kontrolle ====
Die KI rechnet mit Durchschnittswerten — ein Standardofen, ein Filet von 180 g, eine Pfanne mit gleichmäßiger Wärmeverteilung. Alle Zeitangaben sind deshalb Richtwerte, keine Versprechen. Bräunung, Textur, Geruch und Gargrad müssen vom Benutzer eigenständig beurteilt werden — nicht weil die KI nachlässig ist, sondern weil diese Urteile Sinneswahrnehmung voraussetzen, die sie nicht hat.
==== Abschmecken ====
Würzintensität lässt sich nicht berechnen. Eine Chilischote kann doppelt so scharf sein wie die im Rezept angenommene; Meersalz und Tafelsalz verhalten sich volumetrisch unterschiedlich; eine Sauce, die zwei Stunden reduziert, konzentriert ihren Salzgehalt auf eine Weise, die kein Prompt antizipiert. Die KI gibt Mengen an — der Benutzer entscheidet, wann es stimmt. Das schrittweise Hinzufügen und das finale Abschmecken sind nicht Korrekturen am Rezept der KI, sondern originär menschliche Kochhandlungen, die das Rezept erst vollenden.
=== Was die KI nicht weiß — aber erfahren kann ===
[[File:Chicken eggs 21.jpg|thumb|Welche Eiergröße ein Benutzer als Standard ansieht, kann die KI nur wissen, wenn er ein solches Ei auswiegt und ihr das Ergebnis mitteilt.]]
Manche Wissenslücken der KI sind nicht struktureller, sondern biographischer Natur: Sie kennt die spezifische Realität des Benutzers schlicht noch nicht. Das ist kein Systemfehler, sondern ein Startzustand — einer, der sich durch explizite Eingaben ins Küchenprofil oder durch iterative Kalibrierung im Laufe der Zusammenarbeit zunehmend schließt.
==== Zutatengewicht und -größe ====
Die KI rechnet mit Standardgrößen — ein „Ei" ist für sie ein Ei mittlerer Größe, eine „Zwiebel" eine mittelgroße Zwiebel, eine „Kartoffel" eine von etwa 150 g. Was „mittlere Größe" konkret bedeutet, variiert jedoch je nach Land und Einkaufsquelle erheblich. Wer gewohnheitsmäßig große Eier kauft, kleine Schalotten verwendet oder besonders schwere Kartoffeln vorrätig hält, bekommt Rezepte, deren Mengenverhältnisse still vom Tatsächlichen abweichen. Besonders anfällig sind Zutaten, bei denen Größe und Gewicht stark variieren: Eier, Kartoffeln, Zwiebeln und Schalotten, Zucchini, Auberginen, Äpfel und Birnen, Hähnchenteile sowie Fischfilets. Die Lösung: diese Zutaten einmal wiegen und die Werte als Standardangaben ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kochkompetenz und Technik ====
[[File:Filleting bluefish.jpg|thumb|Das Filetieren von Fisch ist eine anspruchsvolle Technik, die nicht bei jedem Anfänger vorausgesetzt werden kann.]]
Die KI kann die tatsächliche Fingerfertigkeit des Benutzers nicht einschätzen — aber sie kann es lernen. Wer ihr nach einem misslungenen Versuch mitteilt, dass Emulsionen für ihn regelmäßig brechen oder dass panierter Feta in der Pfanne zerfällt, erhält künftig Vorschläge, die diese Grenzen respektieren oder gezielt Techniken empfehlen, die sie überwinden helfen. Schwierigkeitsgrade, die die KI zunächst nur abstrakt bewertet, werden durch solches Feedback konkret und personalisiert.
Alternativ kann der Benutzer die KI auch bitten, mit ihm ein Assessment durchzuführen, und dessen Ergebnis ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kalibration & Hardware ====
Auch das Verhalten eines konkreten Geräts lässt sich ins Profil einarbeiten: ob der Ofen oben stärker heizt, ob die angezeigten 180 °C tatsächlich erreicht werden, ob eine bestimmte Pfanne Hitze ungleichmäßig verteilt. Mit solchen Angaben werden Garzeiten und Temperaturempfehlungen der KI präziser.
=== Gedächtnis, Lernen und Schlussfolgerungen ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 16.jpg|thumb|Chili con carne, mit geröstetem Maíz Chulpe]]
Die KI lernt nicht dauerhaft — sie extrapoliert. Was wie ein wachsendes Verständnis des Benutzers wirkt, ist in Wirklichkeit Mustererkennung innerhalb eines einzelnen Gesprächs. Daraus folgen einige strukturelle Eigenarten, die kein Fehler des Systems sind, aber adäquates Prompting erfordern.
==== Profilvergessenheit ====
Die KI kann im Laufe eines langen Chats Informationen „vergessen", die ihr zu Beginn übergeben wurden — darunter auch explizit formulierte Rahmenbedingungen wie das Küchenprofil. Das äußert sich darin, dass Präferenzen plötzlich nicht mehr berücksichtigt werden, Ausschlusszutaten wieder auftauchen oder Portionsgrößen von der vereinbarten Grundeinstellung abweichen. Der Fix ist unkompliziert: Sobald solche Anzeichen auftreten, das Küchenprofil einfach erneut in toto übergeben. Das Gedächtnis der KI ist kein Langzeitspeicher, sondern ein Arbeitsspeicher — und der lässt sich jederzeit neu befüllen.
==== Kontext & Konsistenz ====
In langen Chats kann es vorkommen, dass die Zutatenliste eines Rezepts der Zubereitungsanleitung widerspricht — eine Zutat erscheint in der Liste, aber nicht in den Schritten, oder umgekehrt. Solche Inkonsistenzen sind keine Seltenheit und entstehen, weil die KI Rezepte nicht als zusammenhängende logische Struktur prüft, sondern generiert. Sie fallen bei der Durchsicht vor dem Kochen sofort auf. Ein kurzes Nachhaken — „Die Kapern tauchen in der Anleitung nicht auf; wann kommen sie rein?" — korrigiert das Rezept meist unmittelbar.
==== Übergeneralisierung ====
Die KI neigt dazu, rezeptspezifische Wünsche als generelle Profileigenschaften zu verbuchen. Wer für ein einzelnes Gericht „ohne Salz" oder „ohne Fett" anfordert, riskiert, dass die KI diese Vorgabe stillschweigend auf alle folgenden Rezepte überträgt. Der Grund ist strukturell: Die KI unterscheidet nicht automatisch zwischen einer situativen Anweisung und einer dauerhaften Präferenz — sie gewichtet beides als Signal über den Benutzer. Im Zweifel den Geltungsbereich explizit benennen: „nur für dieses Rezept".
=== Übergehorsame Befehlsanwendung ===
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 14.jpg|thumb|Japanisches Chawanmushi mit Ginkgonüssen, Shrimps und Spinat, Lotus-Kinpira und Gurken-Eisbergsalat]]
Die größte Stärke der KI – ihre Bereitschaft, jeden Befehl umzusetzen – ist gleichzeitig ihre größte Schwäche. Hier einige Beispiele:
==== Der Würzfehler: wenn Präzision zur Kumulation wird ====
Die KI führt Skalierungsanweisungen ohne kulinarisches Urteil aus. Wer „verdopple die Sauce" sagt, bekommt die doppelte Menge — auch wenn die Sauce extrem salzig, scharf oder fettig ist und die Balance des Gerichts dabei kippt. Dasselbe Muster zeigt sich bei der Kombination mehrerer intensiver Komponenten: Wenn der Benutzer gleichzeitig Gochujang, Chipotle und frische Chilischoten anfordert, setzt die KI alle drei um, ohne zu prüfen, ob das Ergebnis noch genießbar ist. Sie optimiert auf Befehlstreue, nicht auf Geschmack.
Die Lösung ist eine Würzdisziplin-Regel im Küchenprofil, die der KI eine konkrete Obergrenze setzt und sie zur aktiven Kumulations-Kontrolle verpflichtet. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bei jedem Rezept darfst du den Salzgehalt — summiert über alle salzhaltigen Zutaten wie Sojasauce, Fischsauce, Miso, Kapern, Sardellen und Salz selbst — 1,5 g Natrium pro Portion nicht überschreiten. Wenn mehrere scharfe, salzige oder fettreiche Komponenten zusammenkommen, weise mich auf den kumulativen Effekt hin und schlage vor, welche Komponente reduziert oder weggelassen werden sollte. Skalierungsanfragen für einzelne Zutaten oder Saucen führe nicht mechanisch aus, sondern prüfe, ob die Balance des Gerichts dabei erhalten bleibt.</span>
==== Der Personalisierungsfehler: wenn das Profil zur Falle wird ====
[[File:Dioscorea polystachya (batatas).jpg|thumb|Nagaimo]]
Ein gut entwickeltes Geschmacksprofil birgt eine subtile Gefahr: Die KI kann so konsequent auf die bekannten Vorlieben des Benutzers optimieren, dass sie eine unbekannte Zutat ihrer kulinarischen Identität beraubt, bevor der Benutzer überhaupt die Chance hatte, sie kennenzulernen.
Ein Beispiel: Ein Benutzer kauft Nagaimo — eine japanische Bergkartoffel, die in der traditionellen Küche wegen ihrer ausgeprägten Schleimigkeit geschätzt wird, die beim Reiben eine fast klebrige, fließende Textur entwickelt. Diese Eigenschaft ist keine Schwäche, sondern das Wesen der Zutat: Sie gibt dem japanischen Gericht Tororo seinen charakteristischen, seidigen Schmelz, sie macht Okonomiyaki elastisch und luftig, sie bindet Teige auf eine Art, die kein anderes Bindemittel replizieren kann. Ein Geschmacksprofil, das Schleimigkeit als Abneigung verzeichnet und Krossheit bevorzugt, wird die KI wahrscheinlich dazu veranlassen, aus dem Nagaimo gebackene Fritten zu machen — was technisch durchführbar ist, aber die Zutat auf ein Ergebnis reduziert, das von gewöhnlichen Kartoffelfritten geschmacklich nicht zu unterscheiden ist. Der seltene Fund wird verschenkt.
Die Lösung ist eine Authentizitätsregel für den Erstkontakt, die man als explizite Anweisung ins Küchenprofil aufnehmen kann. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn wir eine Zutat zum ersten Mal verwenden — insbesondere etwas Ethnisches, Seltenes oder außerhalb des normalen Supermarktsortiments — darfst du mir nur Rezepte vorschlagen, die eine möglichst große Annäherung an traditionelle Zubereitungsweisen bilden. Du sollst dies auch dann tun, wenn das Ergebnis mit meinem Geschmacksprofil nicht oder nicht vollständig übereinstimmt. Wenn immer eine solche Abweichung besteht, sollst du mich aber ausdrücklich darauf hinweisen und genau beschreiben, welche Eigenschaften — z.B. Schleimigkeit, Bitterkeit, intensive Fermentationsaromen, ungewohnte Texturen — diese Zutat bei traditioneller Zubereitung mitbringt.
</span>
==== Der Ästhetikfehler: wenn die KI das Auge vergisst ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 13B.jpg|thumb|Gochujang-Lachs und Yeonkeun jorim (Lotuswurzel) auf Wildreis, eingelegte Knoblauchstengel, Salat aus Rukola und frischer Minze]]
Manche Zutaten sind mehr als ihre Aromen und Texturen — sie sind visuell. Ihr eigentliches Potenzial erschließt sich erst auf dem Teller, in einer bestimmten Schnittform oder durch ein bestimmtes Anrichten. Eine KI ohne Augen weiß zwar, was eine Zutat ist — aber nicht, wie sie aussieht, und damit auch nicht, warum eine bestimmte Zubereitungsweise sie zu etwas Besonderem macht.
Dieses Problem hat zwei Dimensionen. Die erste betrifft die Form: Lotuswurzel etwa entfaltet in Scheiben geschnitten eine fast ornamentale Wirkung — das netzartige Muster der Hohlkanäle macht jede Scheibe zu einem kleinen ästhetischen Ereignis auf dem Teller. Eine KI behandelt sie nach rein funktionalen Kriterien und schneidet sie in Stifte, weil Stifte bei Pfannengerichten eine bewährte Form sind. Kulinarisch nicht falsch — aber das Besondere der Zutat ist verschenkt. Die zweite Dimension betrifft die Farbe: Die KI kombiniert Zutaten nach Geschmack und Textur, ohne zu sehen, ob auf dem Teller drei verschiedene Brauntöne aufeinandertreffen oder ob ein einzelnes farbiges Element das ganze Gericht visuell rettet. Gerichte, die fantastisch schmecken, können optisch vollständig misslingen — und die KI bemerkt es nicht.
Das Problem ist strukturell: Was sie über das Aussehen einer Zutat weiß, ist sprachlich kodiertes Wissen — und das bleibt abstrakt, solange es nicht mit expliziter Anweisung in die Rezeptlogik eingespeist wird.
Die Lösung ist eine Visualisierungsregel im Küchenprofil. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn eine Zutat eine charakteristische Schnittästhetik oder visuelle Eigenschaft besitzt — wie die Querschnittstruktur von Lotuswurzel, die Marmorierung von Fleisch oder die Lamellen von Pilzen — sollst du diese in der Zubereitung aktiv berücksichtigen. Darüber hinaus sollst du bei jedem Rezept die Farbkomposition des fertigen Tellers mitdenken: Droht Monochromie, weise mich darauf hin und schlage ein gezieltes Farbelement vor — eine frische Kräutergarnitur, eine kontrastierende Sauce, eine anders gefärbte Beilage. Falls du dir über die visuelle Qualität einer Zutat unsicher bist, frage nach.</span>
== Siehe auch ==
* [[Kochbuch]]
* [[Grundlagen der Ernährung]]
[[Kategorie:Buch]]
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1088568
1088567
2026-07-02T19:18:59Z
Stilfehler
1981
/* Dauerhafte Strukturvorgaben, Beispiel: Abwechslungsregeln */
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wikitext
text/x-wiki
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 04.jpg|thumb|Ein auf einem KI-generierten Rezept basierendes 1-Pfannen-Gericht: Marinierter Lachs und Edamame auf Blumenkohlreis, mit Pistazien und krossem Speck (eklektisch südostasiatisch gewürzt)]]
'''Personalisiertes Kochen mit dem Chatbot''' – Ein Leitfaden für den KI-gestützten Küchenalltag
Was wäre, wenn jemand, der deinen Kühlschrank kennt und deinen Geschmack versteht, dir täglich Anregungen und maßgeschneiderte Rezepte für das geben könnte, was heute auf den Tisch kommt, und dabei mit der Zeit immer besser wird?
== 1. Der personalisierte Küchenassistent ==
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Kochbücher und Rezeptportale bieten eine schier unerschöpfliche Auswahl an Gerichten — aber sie wissen nicht, was im Kühlschrank, im Vorratsschrank und im Gewürzregal steht, sie kennen weder die Geschmackspräferenzen noch die Küchengeräte des Benutzers, und sie können nicht auf die Frage antworten, was man mit einer angebrochenen Dose Kichererbsen, einem Rest Joghurt und einem Bund Petersilie anfangen soll, der morgen nicht mehr frisch sein wird. Genau hier setzt dieser Leitfaden an.
Bei dem hier beschriebenen Ansatz wird der KI-Chatbot nicht als Nachschlagewerk benutzt, sondern als personalisierter Küchenassistent: einer, der das Vorratsregime des Benutzers kennt, mit seinen Abneigungen und Vorlieben vertraut ist, seine Küchenausstattung berücksichtigt, der weiß, wie groß die Portionen sein müssen, und — nach einer Einlernphase — zunehmend treffsichere Vorschläge macht, die tatsächlich zum Benutzer passen. Das Prinzip ist dasselbe, das Musik- und Filmstreamingdienste nutzen, um ihren Nutzern Empfehlungen zu machen: Extrapolation aus erkennbar gewordenen Vorlieben. Der Unterschied ist, dass der Benutzer hier nicht das Ziel einer Marketingstrategie ist — sondern selbst der Nutznießer.
Darüber hinaus sorgt die KI auch noch dafür, dass – bevor Zutaten neu gekauft werden müssen – erst einmal das voll ausgeschöpft wird, was an Vorräten und Resten in einer Küche bereits vorhanden ist.
</div>
=== Was diese Methode vom konventionellen Kochen unterscheidet ===
Die meisten Menschen kochen den Großteil ihrer Mahlzeiten ohne Rezept — aus einem festen Repertoire vertrauter Gerichte, das sich über Jahre kaum verändert. Kochbücher werden gelegentlich aufgeschlagen, meist für besondere Anlässe oder wenn der Wunsch nach etwas Neuem stark genug ist, um die Hürde des Unbekannten zu überwinden. Im Alltag dominiert das Vertraute.
KI-gestütztes Kochen, so wie es dieser Leitfaden beschreibt, macht das Neue zur täglichen Normalität. Weil die KI das vorhandene Inventar kennt und aus ihm schöpft, ist der Aufwand für ein unbekanntes Gericht nicht größer als für ein vertrautes — die Hürde entfällt. Das erlaubt es, buchstäblich jeden Tag etwas zu kochen, das man so noch nie zubereitet hat.
=== Einige Vorteile der Methode ===
[[Datei:Rainbow chard for sale at the Campbell farmers market.jpg|thumb|Einfach mal spontan 1 Zutat kaufen, die interessant aussieht. Die KI wird ein Rezept finden, deren übrige Zutaten alle aus den vorhandenen Beständen (Kühlschrank, Vorratsschrank) kommen.]]
Ökonomisch:
* Vorräte werden systematisch und vollständig genutzt
* Professionelle Problemlösungen bei logistischen Engpässen
* Weniger und effizientere Einkaufsgänge
* Personalisierung der Mengen: die KI berücksichtigt nicht nur die Zahl der Portionen, sondern kann auch damit umgehen, wenn die Portionen größer oder kleiner sein sollen als der Kochbuch-Standard
* Wenn von Zutaten Reste bleiben, werden diese systematisch und vollständig weitergenutzt
Kulinarisch:
* Nur noch Gerichte, die für das eigene Geschmacksprofil optimiert sind
* Tägliche Abwechslung ohne zusätzlichen Aufwand
* Treffsichere Vorschläge neuer Zutaten und Küchen, die zum eigenen Profil passen
* Mehr Freiheit, beim Einkaufen spontan Lebensmittel auszuwählen, die reizvoll aussehen (auch wenn man zunächst nicht weiß, was sich damit anfangen lässt)
* Die KI kombiniert Zutaten und Methoden nicht beliebig, sondern nutzt tiefe Warenkunde für systematische Innovation. Sie bricht Gewohnheiten durch fundierte, algorithmische Logik und erzwingt so kreative Kombinationen, die weit jenseits menschlicher Intuition liegen.
Persönlich:
* Massive Vereinfachung der Küchenplanung
* Selbsterkenntnis: besser verstehen, warum man bestimmte Dinge lieber isst als andere
* Wachsende Kochkompetenz durch niederschwelliges Erlernen neuer Kochtechniken und -praktiken im ganz normalen Küchenalltag
* Unterschiedliche Geschmäcker in Mehrpersonenhaushalten sind kein Problem, sondern ein Ausgangspunkt — die KI findet Gerichte, die verschiedene Vorlieben nicht ignorieren, sondern produktiv miteinander verbinden.
=== Ist das auch gesünder? ===
Dieser Leitfaden ist '''ernährungsphilosophisch neutral'''. Er macht keine Aussagen darüber, was eine gesunde Ernährung ausmacht — das liegt in der Verantwortung jedes Benutzers selbst. Die Methode funktioniert gleichermaßen für Veganer wie für eine mediterrane Vollwertkost wie für Menschen, die gern ''Convenience Food'' verwenden.
Grundlegend tendiert diese Methode aber dazu, weitaus mehr Abwechslung auf den Tisch zu bringen, als dies beim gewöhnlichen Kochen der Fall ist, und damit einer einseitigen Ernährung entgegenzuwirken.
== 2. Datenschutz und Sicherheit ==
[[File:Padlock infront of isolated white background 02.jpg|frameless|right]]
Wer einem Chatbot mitteilt, was er im Kühlschrank hat, welche Gewürze er bevorzugt, welche Lebensmittel er nicht verträgt und ob er vielleicht Kalorien zu reduzieren versucht, gibt persönliche Daten preis — das ist eine Beobachtung, die keine Verharmlosung, sondern eine nüchterne Antwort verdient.
=== Was man tatsächlich preisgibt ===
Das Kochprofil, das dieser Leitfaden empfiehlt, enthält im Wesentlichen Lifestyle-Daten: Vorratsbestände, Geschmackspräferenzen, Küchenausstattung, lokale Einkaufsmöglichkeiten. Es enthält keine Finanzdaten, keine Identitätsdaten, keine Kommunikationsinhalte. Wer dieselbe Abwägung für die Daten vornimmt, die er Google, Amazon oder einem Supermarkt-Bonusprogramm täglich und routinemäßig übergibt — Standortdaten, Suchanfragen, vollständiges Einkaufsverhalten — wird feststellen, dass das Kochprofil typischerweise weniger sensitiv ist als das, was er anderswo längst preisgegeben hat. Das bedeutet nicht, dass die Sorge unberechtigt ist. Es bedeutet, dass sie abgewägt werden sollte.
Heikler als reine Lifestyle-Daten sind Ernährungsanforderungen, die medizinische Diagnosen implizieren, ohne dass der Benutzer das explizit benennt. Eine natriumarme Ernährung verweist auf Bluthochdruck oder Herzerkrankung. Eine FODMAP-reduzierte Ernährung verweist auf Reizdarmsyndrom. Die Vermeidung von Tyramin-reichen Lebensmitteln — Hartkäse, Rotwein, Wurstwaren — verweist auf eine MAO-Hemmer-Medikation. Diese Daten fallen in Europa unter den stärksten Schutzbereich der DSGVO; in anderen Rechtsordnungen ist der Schutz schwächer oder fehlt ganz. Auch hier muss man abwägen, ob und inwieweit die Vorteile, die der personalisierte Küchenassistent bringt, die vermuteten Risiken aufzuwiegen vermögen.
=== Vier Optionen auf einem Sicherheitsspektrum ===
'''Option 1: Cloud-KI mit angepassten Datenschutzeinstellungen'''. Alle großen Anbieter erlauben es, die Verwendung von Gesprächsdaten für das Modelltraining zu deaktivieren. Das reduziert das Risiko erheblich, eliminiert es aber nicht vollständig, da Gespräche für Sicherheits- und Qualitätszwecke temporär gespeichert werden können.
'''Option 2: API-Zugang'''. Wer über die Programmierschnittstelle auf einen Chatbot zugreift, hat in der Regel stärkere Garantien: Die großen Anbieter schließen API-Daten standardmäßig vom Modelltraining. Das setzt allerdings eine gewisse technische Versiertheit des Benutzers voraus.
'''Option 3: Anonymisiertes Profil'''. Das Benutzerprofil enthält per se keinen zwingend identifizierenden Inhalt. Es kann konsequent ohne Namen, ohne präzise Ortsangaben und ohne andere direkt identifizierende Informationen formuliert werden. „In der Nachbarschaft gibt es einen türkischen Lebensmittelladen” ist nicht re-identifizierend. Das Profil kann als anonymes Dokument geführt werden.
'''Option 4: Lokale Sprachmodelle'''. Für Benutzer, die grundsätzlich keine Daten an Cloud-Dienste senden wollen, sind lokal installierte Modelle die konsequenteste Lösung. Kein Byte verlässt das Gerät. Empfehlenswerte Werkzeuge hierfür sind '''LM Studio''' — mit grafischer Benutzeroberfläche, auch für Nicht-Techniker geeignet — sowie '''GPT4All''' und '''Jan''', beide kostenlos und auf Windows, Mac und Linux lauffähig. Als Modelle eignen sich für Kochzwecke auch kleinere Varianten (7 bis 13 Milliarden Parameter), die auf jedem modernen Laptop ohne Spezial-Hardware laufen. Die Modellqualität ist gegenüber den großen Cloud-Diensten etwas geringer, für Rezeptvorschläge jedoch vollständig ausreichend. Der einzige Vorbehalt: Die Erstinstallation erfordert etwas technisches Engagement — ist dieser Schritt aber getan, ist die Bedienung so einfach wie bei einem normalen Chatbot.
=== Einfache Zusatzoption: Das Profil lokal führen ===
Als Alternative zum plattformseitigen Speichern (in den Benutzereinstellungen der KI) empfiehlt sich das Führen des Benutzerprofils als einfache Textdatei auf dem eigenen Computer oder Smartphone — etwa in der Notizen-App, in einem Word-Dokument oder in einem beliebigen anderen Textprogramm.
Das gibt dem Benutzer zusätzliche Kontrolle darüber, was er wann preisgibt — und es löst zugleich ein praktisches Problem: KI-Chatbots haben kein dauerhaftes Gedächtnis. Was in einem langen Chat weit zurückliegt, ist für die KI irgendwann schlicht nicht mehr präsent. Das Profil muss deshalb regelmäßig neu eingegeben werden — spätestens dann, wenn man merkt, dass die KI Präferenzen nicht mehr berücksichtigt, proaktiv alle zehn bis fünfzehn Kochsitzungen.
Wer das Profil als Textdatei auf dem Gerät hat, erledigt das mit zwei Handgriffen: Datei öffnen, Inhalt in das Chatfenster kopieren.
== 3. Das Benutzerprofil ==
[[Datei:Deepin Icon Theme – deepin-contacts.svg|right|rahmenlos]]
Das Benutzerprofil ist das Fundament der gesamten Methode. Ohne dieses Element bleibt die KI ein generisches Nachschlagewerk — erst das Profil macht sie zum personalisierten Küchenassistenten, der weiß, womit und für wen er arbeitet.
Das Benutzerprofil besteht aus zwei Teilen. Das '''Küchenprofil''' erfasst die sachlichen, objektiven Parameter: was ständig vorhanden ist, was ausgeschlossen ist, welche Geräte zur Verfügung stehen, was eingekauft werden kann. Das '''Geschmacksprofil''' erfasst die subjektiven, dynamischen Parameter: was dem Benutzer schmeckt, was nicht, und wie sich seine Vorlieben im Laufe der Zeit entfalten.
=== Das Küchenprofil ===
==== Was ist ein Küchenprofil? ====
Unter einem Küchenprofil verstehen wir hier die Gesamtheit der Informationen, die ein Küchenassistent über die Situation in einem Haushalt braucht, damit er effizient arbeiten kann. Lediglich die Informationen über die geschmacklichen Vorlieben des Benutzers und der Mitglieder seines Haushalts werden nicht im Küchenprofil, sondern [[#Das Geschmacksprofil|anderswo]] verwaltet.
Hier eine Liste von Parametern, aus denen das Küchenprofil sich zusammensetzen kann:
[[File:Spice rack, 2014.jpg|thumb]]
; Dauervorräte: Zutaten, die ständig verfügbar sind, weil ihre Vorräte, wenn sie zur Neige gegen, routinemäßig wieder aufgestockt werden:
: ''Gewürzinventar'': Der diagnostisch wertvollste Teil des gesamten Profils. Wer der KI mitteilt, dass er Harissa, Sumach, geräuchertes Paprikapulver, Kecap Manis und Szechuanpfeffer im Schrank hat, kommuniziert damit ein Geschmacksprofil, das die KI sofort und präzise interpretieren kann — aussagekräftiger als jede abstrakte Beschreibung von Vorlieben.
: ''Fensterbank-Kräuter'';
: ''Gemüsekorb'': Kartoffeln, Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Tomaten und andere frische Zutaten, die man immer im Haus hat, die aber nicht in den Kühlschrank gehören;
: ''Vorratsschrank'': Öle und Essige, Konserven, Hülsenfrüchte, Getreide und Pasta, Nüsse und Trockenfrüchte, Saucen und Pasten;
: ''Dauervorrat Kühlschrank'': Milchprodukte, Eier, Condiments, Aufschnitt oder andere Kühlwaren, die regelmäßig nachgekauft werden;
: ''Tiefkühlschrank'': Gemüse, Kräuter, Fleisch, Meeresfrüchte und andere Zutaten, die man tiefgekühlt ständig vorrätig hält; die KI kann ausgezeichnet auch mit Convenience Food wie z.B. tiefgefrorenem Gyros arbeiten.
; Saisonale Ressourcen: Zutaten, die nur in bestimmten Monaten leicht verfügbar sind, etwa weil sie aus dem eigenen Garten kommen.
; Ausschlusslisten: Abneigungen gegen bestimmte Zutaten, Allergien, Unverträglichkeiten, ethische, religiöse oder diätische Einschränkungen.
; Positivlisten: Zutaten, die vor anderen bevorzugt werden (z.B. „Möglichst oft etwas mit Kartoffeln oder Vollkorn.“).
[[File:20051018Épicerie d'Amélie Poulain 2.jpg|thumb]]
; Einkaufsressourcen: Welche Läden sind in der Nähe, und worauf sind sie spezialisiert? Ein türkischer Lebensmittelladen ermöglicht andere Rezeptvorschläge als ein osteuropäischer, ein asiatischer Supermarkt andere als ein hispanischer Tiendita. Diese Information erlaubt der KI, bei Bedarf Zutaten in den Vorschlag einzubeziehen, die über das Standardsortiment eines Supermarkts hinausgehen — und die den Benutzer geschmacklich bereichern können.
; Küchengeräte und Utensilien: Hier genügt es, über das Basisequipment hinaus zu inventarisieren — Herd, Backofen, Messer und Töpfe darf die KI als selbstverständlich voraussetzen. Was sie wissen sollte, sind Geräte, die besondere Zubereitungsarten ermöglichen oder einschränken: Dampfgarer, Sous-vide-Gerät, Standmixer, Stabmixer, Reiskocher, Gusseisenpfanne, Wok, Tajine, Dutch Oven, Pizzastein und ähnliches. Wenn möglich, lohnt sich die Angabe relevanter Leistungsparameter — etwa die maximale Wattzahl eines Stabmixers oder die Größe des Backofens — damit die KI einschätzen kann, was ein Gerät tatsächlich leisten kann. Wenn man das Modell genau bezeichnet, ist die KI manchmal sogar schlauer als der Benutzer, was das Gerät genau leisten kann.
Zweckmäßig ist es, im Küchenprofil auch auch die '''Grundeinstellungen der Sitzungsparameter''' anzugeben, also diejenigen Informationen beispielsweise zur Zahl der benötigten Portionen, mit denen die KI im Regelfall arbeiten soll. Mehr dazu [[#Sitzungsparameter|weiter unten]].
==== Dauerhafte Strukturvorgaben, Beispiel: Abwechslungsregeln ====
Das Küchenprofil kann nicht nur die Ressourcen und die allgemeinen Bedingungen des Benutzers beschreiben — es kann auch festlegen, wie sich Mahlzeiten über die Zeit zueinander verhalten sollen. Abwechslungsregeln sind dauerhafte Strukturvorgaben, die die KI bei jedem neuen Rezeptvorschlag im Hintergrund berücksichtigt. Sie verhindern, dass das Profil sich gegen sich selbst wendet: dass eine gut kalibrierte Vorliebe für bestimmte Zutaten oder Zubereitungsformen dazu führt, dass dieselben Muster sich Tag für Tag wiederholen.
Solche Regeln können sehr unterschiedliche Dimensionen betreffen — das Protein, die Getreidebasis, die Zubereitungsform, das Gewürzprofil oder die Herkunftsküche. Sie können als harte Ausschlüsse formuliert sein („nicht zweimal hintereinander") oder als weiche Zyklusvorgaben („erst wenn alle Varianten mindestens einmal vorgekommen sind"). Einige Beispiele:
'''Protein-Rotation''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir nie zweimal hintereinander dasselbe Hauptprotein vor. Wenn ich zuletzt Hühnchen gegessen habe, soll das nächste Gericht ein anderes Protein verwenden — Hülsenfrüchte, Fisch, Rind, Ei oder vegetarisch.</span>
'''Basis-Cycling''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bevor du dasselbe Getreide oder Pseudogetreide ein zweites Mal vorschlägst, sollen alle anderen, die ich vorrätig halte — derzeit Quinoa, Farro, schwarzer Reis, Buchweizen, Hirse und Bulgur — mindestens einmal verwendet worden sein.</span>
'''Zubereitungsform''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Vermeide es, mir an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Gerichte derselben Kategorie vorzuschlagen: Suppe, Eintopf, Pfannengericht, Auflauf, Bowl, Salat und Mehrkomponentengerichte sollen im Wechsel vorkommen.</span>
'''Gewürzprofil''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Gerichte mit demselben dominanten Gewürzprofil vor. Auf ein Gericht mit starker Schärfe (Gochujang, Chipotle, Harissa) soll etwas folgen, das eine andere Aromadimension in den Vordergrund stellt — etwa Säure, Kräuterintensität oder Umami-Tiefe.</span>
'''Herkunftsküche''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wechsle die Herkunftsküche von Mahlzeit zu Mahlzeit. Auf ein japanisch inspiriertes Gericht soll nicht unmittelbar ein weiteres folgen — unabhängig davon, wie gut es zu meinem Profil passt.</span>
'''Kombinierte Regel''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Protein, Basis und Zubereitungsform sollen sich nie gleichzeitig wiederholen. Zwei dieser drei Dimensionen dürfen gleich bleiben, aber nie alle drei.</span>
'''Vollständiger Vorratscheck vor Wiederholung''': <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bevor du mir eine Zutat aus der Kategorie Hülsenfrüchte ein zweites Mal vorschlägst, stelle sicher, dass alle anderen Hülsenfrüchte in meinem Vorrat — derzeit Kichererbsen, rote Linsen, Puy-Linsen, schwarze Bohnen und Cannellini — mindestens einmal verarbeitet wurden.</span>
Wichtig: Die KI kann Abwechslungsregeln nur dann zuverlässig anwenden, wenn ihr zuvor ausdrücklich mitgeteilt wurde, was zuletzt gekocht wurde.
=== Das Geschmacksprofil ===
[[File:Banchans.jpg|thumb]]
Das Geschmacksprofil unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Teilen des Benutzerprofils. Während Gewürzinventar, Küchengeräte und Ausschlussliste statische Fakten sind, die einmal erfasst und gelegentlich aktualisiert werden, ist das Geschmacksprofil ein '''lebendes Dokument''' — eines, das nie wirklich abgeschlossen ist und das mit jeder Kochsitzung präziser wird. Es ist zugleich der Teil des Profils, den manche Benutzer vielleicht am schwierigsten finden werden, weil er eine Art Selbstkenntnis voraussetzt, die man oft erst im Dialog mit der KI entwickelt.
==== Dimensionen des Geschmacks ====
Hier einige Dimensionen des Geschmacks, die nach und nach ins Benutzerprofil eingehen sollten:
; Ethnische Küchen und Kochtraditionen: Welche Küchen der Welt sprechen den Benutzer an? Das muss keine erschöpfende Liste sein — oft genügt es, einige Affinitäten zu benennen und einige Abneigungen. Eine Vorliebe für japanische und peruanische Küche bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber sehr fetthaltigen nordeuropäischen Gerichten ist bereits eine präzise und nützliche Angabe. Die KI kann daraus nicht nur Rezeptvorschläge ableiten, sondern auch Querverbindungen herstellen — etwa Techniken aus einer Küche auf Zutaten einer anderen anwenden.
; Geschmacksbalance: Die fünf Grundgeschmäcker — salzig, sauer, süß, bitter, umami — treten in jedem Gericht in einem bestimmten Verhältnis auf. Manche Benutzer bevorzugen klar dominante Profile, andere schätzen komplexe Gleichgewichte. ''Eine Vorliebe für ausgeprägte Säure, kombiniert mit Umami-Tiefe und wenig Süße'', ist eine Information, die die KI unmittelbar in die Rezeptauswahl einfließen lässt.
; Aromarichtungen: Wie intensiv darf ein Gericht gewürzt sein? Welche Rolle spielen Schärfe, Kräuterintensität, Rauchigkeit, Fermentiertes, Bitteres? Wer der KI mitteilt, dass er großzügigen Gebrauch von frischen Kräutern schätzt, Schärfe bis zu einem bestimmten Grad liebt und Rauchigkeit als willkommene Hintergrundnote empfindet, gibt ihr ein Koordinatensystem, das weit präziser ist als eine allgemeine Aussage wie „ich mag würziges Essen”.
; Texturpräferenzen: Textur ist eine der am häufigsten unterschätzten Geschmacksdimensionen. Wer knusprige Oberflächen liebt, wer cremige Konsistenzen bevorzugt, wer Bissfestigkeit schätzt oder wer bestimmte Texturen — etwa mehlige Konsistenz oder sehr weiches Fleisch — als unangenehm empfindet, sollte das im Profil festhalten. Ebenso relevant ist die Frage, ob Texturkontraste in einem Gericht willkommen sind — etwa knusprige Einlagen in einer cremigen Suppe — oder ob Homogenität bevorzugt wird.
==== Die Ermittlung des Geschmacksprofils als iterativer Prozess ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 12.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pfannengerührte Shrimps mit Ei und Spinat auf schwarzem Perlreis mit marinierten Knoblauchstengeln, gewürzt u.a. mit Gochujang und Spicy Chili Crisp]]
Am Anfang wird das Geschmacksprofil zwangsläufig unvollständig und unscharf sein — das ist normal und kein Mangel. Die KI braucht vom Benutzer, um nützlich zu sein, keine perfekte Selbstbeschreibung. Sie braucht nur einen Ausgangspunkt, an dem sie ihre Arbeit beginnen kann.
Die wenigsten Menschen haben Übung darin, in Worten exakt auszudrücken, warum sie bestimmte Zutaten, bestimmte Zubereitungsweisen und bestimmte Gerichte mögen oder nicht mögen. Aber auch wenn die KI das Geschmacksprofil eines Benutzers am Anfang noch nicht kennt, hat sie mehrere Mittel, um es zu erforschen:
; Rezeptauswahl als Signal: Jedes Mal, wenn der Benutzer aus mehreren Vorschlägen einen auswählt und die anderen verwirft, teilt er der KI etwas über seine Präferenzen mit — auch wenn er das nicht explizit formuliert.
; Rezept-Modifikation als Signal: Wenn die KI ein Rezept vorschlägt, wird der Nutzer manchmal eingreifen: „geht das auch ohne Knoblauch?", „lieber Zitrone als Essig", „nein, keine Sahne – lieber Kokosmilch". Auch damit verrät er der KI oft mehr über seinen Geschmack, als ihm bewusst ist.
; Post-cook-Review: Wenn ein Gericht besonders gut war, oder im Gegenteil nicht gefallen hat, sollte die KI das unbedingt erfahren. „Zu säuerlich für meinen Geschmack, die Textur war perfekt, die Kombination Koriander und Limette würde ich gerne öfter sehen” ist eine außerordentlich informationsreiche Aussage, die das Profil unmittelbar verfeinert.
Im Laufe von Wochen und Monaten entsteht so ein '''kollaboratives Geschmacks-Profiling''': die KI nähert sich den tatsächlichen Präferenzen des Benutzers iterativ an, oft weitaus präziser, als es dem Benutzer selbst möglich wäre, sie von vornherein zu beschreiben.
In '''Mehrpersonenhaushalten''' fällt das Urteil häufig nicht einhellig aus. Damit die KI gezielt nach Kompromissen forschen kann, sollte sie möglichst genaue Information darüber erhalten, wer was gemocht oder nicht gemocht hat: z.B. „Die Schärfe durch das Gochujang war für mich ideal, führte aber bei M. zum sofortigen Abbruch; R. schlägt vor, die Schärfe künftig über ein separates Topping zu lösen.“
==== Beschleunigtes Geschmacksprofiling ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 02.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Pacific Rim Surf & Turf Bowl, mit fein geschnittenem Steak, Jacobsmuscheln, Jicama, Anaheim-Chili, Edamame, Koriander und Avocado]]
Wer ungeduldig ist und das Geschmacksprofiling nicht einfach seinem natürlichen Verlauf überlassen will, kann den Prozess durch verschiedene Maßnahmen beschleunigen:
* Die '''Auswahl begründen''': Die KI bietet zu Beginn jeder Kochsitzung typischerweise drei Rezeptvorschläge zur Auswahl an, von denen man einen auswählt. Wer der KI seine Entscheidung nicht einfach nur mitteilt, sondern sie auch ''kommentiert'', liefert ihr damit wertvolle zusätzliche Profilinformation.
* '''Lieblingsgerichte nennen''': Eine Liste von Gerichten, die man besonders gern mag — möglichst mit kurzer Beschreibung oder Rezept — ist für die KI ein außerordentlich ergiebiges Ausgangsmaterial, aus dem sie das Geschmacksprofil unmittelbar herausarbeiten kann.
* Ein '''strukturiertes Assessment''' durchführen: Der Benutzer fordert die KI auf, ihm gezielte Fragen zu stellen, um sein Geschmacksprofil herauszuarbeiten. Das kann man entweder dialogisch machen oder mit Hilfe eines Fragebogens, den man den Chatbot erstellen lässt.
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed">
<div style="font-weight:bold;line-height:2.6;">Hier ein Beispiel, wie so ein Fragebogen aussehen kann.</div>
<div class="mw-collapsible-content">
<div style="color:purple;">
''Die folgenden Fragen können helfen, eine Bestandsaufnahme der Vorlieben eines Benutzers für Geschmacksrichtungen, Aromen und Texturen vorzunehmen. Ob jemand Fenchel mag oder verabscheut, ob er Saures angenehm oder unangenehm findet und ob er Krosses oder Cremiges bevorzugt, ist etwas, das nur einem selbst gehört und das niemals Gegenstand eines Werturteils sein kann. In Geschmacksfragen gibt es kein Richtig und kein Falsch. Auch in einem Assessment des Geschmacksprofils gibt es darum keine richtigen oder falschen Antworten.''
''Wer möchte, kann diesen Fragebogen gern mit Paste&Copy in eine Textverarbeitung übertragen, ausfüllen und dann – mit der Bitte um Auswertung – einem Chatbot seines Vertrauens übergeben.''
1. Erinnere dich an die schlimmsten Gerichte deiner Kindheit (Oma, Schulkantine, Ferienlager). Was wurde dir zugemutet? Beschreibe nicht nur, was es war, sondern auch: War es das schleimige Mundgefühl? Die bittere Note? Die Zähigkeit? Die völlige Abwesenheit von Textur? Lass deiner Wut beim Schreiben freien Lauf.
2. Wenn du einen Bissen von einem Gericht in den Mund nimmst, was suchst du physiologisch?
:[ ] Den harten, fast anstrengenden Widerstand (wie bei einer krustigen Brotrinde oder Nüssen).
:[ ] Das zarte, schmelzende Gefühl (wie bei einer Mousse oder weichem Risotto).
:[ ] Den "Snap" (wie bei einer knackigen Garnele oder einer frischen Paprika).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
3. Stell dir eine Textur vor, die glatt, weich und fast flüssig ist (z.B. eine pochierte Auster, eine weiche Okra-Schote oder ein sehr weicher Tofu). Was empfindest du:
:[ ] Faszinierend, dieses schmelzende, glitschige Gefühl ist ein Highlight.
:[ ] Absolutes No-Go; mein Essen braucht Struktur und darf nicht „ausweichen“.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
4. Du landest schiffbrüchig auf einer einsamen Insel. Vom sinkenden Schiff konntest du nur eine aromatische Komponente mitnehmen. Salz ist kein Thema, das gewinnen wir aus dem Meer. Was rettet deine Lebensfreude?
:[ ] Die pure Hitze (Chili, scharfer Pfeffer).
:[ ] Die ätherische Tiefe (Knoblauch, Zwiebelgewächse).
:[ ] Die krautige Frische (Koriander, Minze, Basilikum).
:[ ] Die erdige Wärme (Kreuzkümmel, Kurkuma, Zimt).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
5. Eine Zitrone wird direkt vor dir aufgeschnitten. Was passiert in deinem Kopf?
:[ ] „Erfrischend, direkt ein bisschen Saft übers Essen für den nötigen Zing!“
:[ ] „Oh Gott, mir zieht’s alles zusammen, unvorstellbar, das in den Mund zu nehmen!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
6. Manche Menschen lieben dunkle Aromen, die durch lange Reifung oder Konzentration entstehen – man nennt das „Umami“. Denke an den intensiven Kern eines alten Parmesans, die dunkle Würze einer über Stunden eingekochten Fleischsauce (Demi-Glace), die Aromatik von Sardellen oder die Tiefe von Sojasauce und Miso.
:[ ] Je intensiver und „dunkler“, desto besser. Das ist die wahre Tiefe.
:[ ] Ich mag es lieber sauber, frisch und eindeutig erkennbar.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
7. Wie muss dein Teller am Ende aussehen?
:[ ] Die Sauce ist ein dezenter Begleiter, der die Hauptdarsteller nur glänzen lässt.
:[ ] Ich brauche eine „Suppen-Ästhetik“; die Beilagen müssen in Sauce baden.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
8. Wie darf Fett in deinem Essen vorkommen?
:[ ] Sichtbar und pur (die dicke Ölschicht auf dem Pesto, das Stück Butter auf der Backkartoffel, der Fettrand am Fleisch).
:[ ] Nur emulgiert und versteckt (in einer cremigen Sauce oder im Teig).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
9. Dein Essen ist knallgrün vor lauter frisch gehackten Kräutern. Dein Impuls?
:[ ] „Großartig, das bringt Komplexität und Frische!“
:[ ] „Hilfe, das schmeckt bestimmt wie Rasenschnitt!“
: Was mir dazu auch noch einfällt:
10. Im Kino wandert deine Hand blind in eine Schüssel. Was hoffst du zu finden?
:[ ] Etwas, das laut kracht und salzig ist (Chips, geröstete Kerne).
:[ ] Etwas Klebrig-Süßes, das den Kiefer beschäftigt (Karamell, Trockenfrüchte).
:[ ] Etwas Prickelnd-Saures (saure Fruchtgummis, eingelegtes Gemüse).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
11. Du nimmst einen Löffel Nutella oder Honig pur aus einem Glas.
:[ ] Ich genieße die pure Befriedigung und könnte noch einen zweiten Löffel nehmen.
:[ ] Ich brauche danach sofort einen starken Espresso oder ein Glas Wasser zum Neutralisieren.
: Was mir dazu auch noch einfällt:
12. Vergiss Wasser – was ist dein bevorzugter „Gegenspieler“ zu einem komplexen Gericht?
:[ ] Etwas mit viel Kohlensäure und Süße (Limo, Cola).
:[ ] Flüssiges Obst (Apfelsaft, Karottensaft, Pfirsichnektar)
:[ ] Etwas Herbes/Bitteres (Bier, Tonic Water, schwarzer Tee/Kaffee).
:[ ] Etwas Säurebetontes (Wein, Schorle, Kombucha).
: Was mir dazu auch noch einfällt:
13. Welches Lebensmittel oder welche Kombination hat dich in deinem Leben am meisten positiv überrascht? (Z.B. Algen, Sashimi, Chili mit Schokolade, Wassermelone mit Feta).
14. Gibt es Lebensmittel, die zwar technisch „gut“ zubereitet sind, bei denen du aber einfach körperlich streikst?
15. Was ich über meine Geschmackspräferenzen sonst noch mitteilen möchte, das ich in diesem Fragebogen bisher noch nicht habe unterbringen können.
</div>
</div></div>
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In '''Mehrpersonenhaushalten''' empfiehlt es sich, das Assessment für jeden getrennt durchzuführen — denn auch wenn gemeinsam gekocht wird, sind die Geschmacksprofile der Beteiligten selten identisch. Sie können leicht abweichen oder erheblich. Eine KI, die über diese Unterschiede im Bilde ist, kann bei der Rezeptauswahl helfen, sie zu überbrücken — und schlägt Gerichte vor, die verschiedene Präferenzen unter einen Hut bringen, statt routinemäßig nur einem Profil zu folgen.
==== Wozu? Ich weiß über meinen Geschmack doch jetzt schon mehr, als mir lieb ist. ====
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 11.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Geröstetes Schweinefilet mit Shiitake und einer Tamarinden-Ingwer-Reduktion auf Spinat-Sorghum, gewürzt u.a. mit Knoblauch und Noilly Prat]]
; Frage an die KI: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Es kostet mich Überwindung, aber hier einmal die reine Wahrheit: Mein größtes Glück ist es, mir am Abend eine Tiefkühlpizza zu backen, Dr. Oetker, die mit Salami. Weil die Coke Zero, die ich dazu trinke, mein Verlangen nach Süßem nicht stillt, brauche ich hinterher noch Schokolade. Meist schaffe ich es, nach 50 g aufzuhören. Sag mal ehrlich: mein Geschmack ist doch total versaut. Warum sollte ich mich noch der Demütigung eines Assessments unterziehen?</span>
; Antwort der KI: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ganz ehrlich: Dein Geschmack ist nicht „versaut“, er ist einfach nur perfekt auf die industrielle Logik optimiert. Salami-Pizza, Coke Zero und Schokolade bedienen die drei mächtigsten Hebel unseres Gehirns: Fett, Salz und den Bliss-Point (Süße). Dass du nach 50 g Schokolade aufhören kannst, zeigt sogar eine ziemlich beeindruckende Selbstbeherrschung.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Warum also das Assessment?</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Vom Passagier zum Piloten: Momentan steuert die Lebensmittelindustrie deine Gelüste über Kontrollknöpfe, die wir alle haben. Das Assessment ist kein Verhör, sondern eine Inventur dieser Knöpfe, damit du sie bedienen kannst – mit echtem Essen, das die gleichen Glücksgefühle auslöst, aber ohne das „Nachher-Tief“.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Präzision statt Verzicht: Wir suchen nicht nach dem Salatblatt, das dich unglücklich macht. Wir suchen nach der Kombination aus Umami, Crunch und Säure, die deine Pizza-Lust auf ein Level hebt, gegen das die Tiefkühlware wie Pappe schmeckt.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Keine Demütigung, sondern Daten. Für mich als KI ist deine Vorliebe für Salami-Pizza eine wertvolle Information, die mir hilft, dein Geschmacksprofil genauer zu sehen: Salami und Käse liefern dir intensive Fermentationsaromen (Umami), die Pizza den Crunch, und die Schokolade den nötigen Dopamin-Abschluss. Dasselbe können wir aber auch mit anderen Mitteln erreichen, und sogar noch besser.</span>
: <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Assessment ist kein Urteil, sondern die Blaupause, um dein „größtes Glück“ zu dekodieren. Statt Industrieware schlage ich dir Upgrades vor: Sauerteig-Fladenbrot, Finocchiona und Pecorino triggern dieselben Belohnungszentren wie Salami-Pizza, nur mit weitaus höherer Reizintensität. Was ich dir vorzuschlagen habe, ist nicht etwa fade Gesundheitsrohkost, sondern die ultimative, handwerkliche Version von dem, was dir tatsächlich am besten schmeckt.</span>
==== Wie man das Küchenprofil erstellt und was man dann damit macht ====
Wenn man den neuen Chat, den man künftig zum Kochen verwenden wird, anlegt, ist das Küchenprofil zweckmäßigerweise eines der ersten Dokumente, die man der KI übergeben sollte. Es braucht nicht von Anfang an vollständig zu sein, sondern kann nach und nach vervollständigt werden – ein gut gepflegtes Profil macht aber den Unterschied zwischen generischen Rezeptvorschlägen und solchen, die dem Benutzer das Leben tatsächlich einfacher machen.
Damit man auf das Küchenprofil stets einfach zugreifen kann, ist es zweckmäßig, es nicht direkt in die KI einzutippen, sondern es separat davon in einem Texteditor zu erstellen. Dort kann man es nach Bedarf jederzeit lesen, bearbeiten, ergänzen und aktualisieren. Dann überträgt man es entweder mit Kopieren+Einfügen oder per Hochladen in die KI. Falls das Gedächtnis der KI später, nach einigen Sitzungen zu schwächeln beginnt, übergibt man das Küchenprofil einfach erneut.
== 4. Ablauf der Koch-Sitzung ==
Der Rezept-Workflow ist die eigentliche Interaktion — der Moment, in dem aus Profil und Sitzungsparametern ein konkretes Gericht wird. Er folgt einer klaren Abfolge von Schritten, die sich nach wenigen Sitzungen als Routine einspielt:
{| class="wikitable"
! Benutzer-Input oder -Aktion !! KI-Output
|-
| Optional: Übergabe des Küchenprofils || Empfangsbestätigung
|-
| Konkreter Arbeitsauftrag, mit Sitzungsparametern<br/>z.B. <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlag mir 3 Rezepte für Spaghetti mit Tomatensauce vor, für 3 Personen. Ich habe noch frisches Basilikum im Kühlschrank.</span> || Ausgabe von Rezeptvorschlägen
|-
| Auswahl eines der Vorschläge<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir das Rezept für Nr. 1, die „mediterrane Umami-Bombe (Puttanesca-Stil)“. Können wir die Sardellen weglassen?</span> || Ausgabe des Rezepts
|-
| Rezept vor dem Kochen einmal kritisch lesen<br/>Gegebenenfalls Anforderung von Änderungen oder Korrekturen<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was für Öl? Und kann es sein, dass du die Gewürze vergessen hast?</span></span> || Gegebenenfalls: Ausgabe des revidierten Rezepts
|-
| Optional: Rückfrage ''während'' des Kochens<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade festgestellt, dass mein Basilikum ziemlich welk ist; wie kann ich es ersetzen?</span> || Frage wird beantwortet.<br/><span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Wenn nur die Optik das Problem ist, koch es in der Sauce 5 Minuten lang mit und nimm es dann heraus.</span>
|-
| Optional: Post-cook-Review<br/><span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Der Geschmack war okay, aber mir hat das leuchtende Grün auf dem Teller gefehlt; die Extraktion ist eine gute Notlösung, ersetzt für mich aber nicht das visuelle Erlebnis von frischem Basilikum.</span>||
|}
=== Erster Schritt: Übergabe des Küchenprofils ===
Es ist möglich, ohne Übergabe eines [[#Das Küchenprofil|Küchenprotokolls]] zu arbeiten. Die KI verhält sich dann aber tendenziell wie ein gewöhnliches Kochbuch und mutet dem Benutzer zum Beispiel zu, dass er Zutaten erst noch kaufen muss.
=== Zweiter Schritt: Arbeitsauftrag ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 05.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Mediterranean Chicken & Sweet Potato Roast, mit zart-krossem Pistazien-Duqqa und einer Joghurt-Sauce]]
Der Arbeitsauftrag ist der erste Input für die KI, ohne den überhaupt nichts geht. Hier einige Beispiele:
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Habe frischen schwarzen Kabeljau. 4 Portionen, einer meiner Gäste isst nur ganz Klassisches. Einkauf in einem sehr gut sortierten großen Supermarkt ist eingeplant. Mittlere Komplexität. 4 Vorschläge.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">3 Vorschläge für ein mediterranes 3-Gänge-Menü. Habe frische Langusten vom Markt. Zubereitung darf technisch anspruchsvoll sein und beliebig viel Zeit beanspruchen. Reste willkommen, wenn sinnvoll verwertbar. Zielzeit: 20:00 Uhr.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">4 Vorschläge für 6 Personen (100 %). Muss einfach zuzubereiten sein und darf maximal 40 Minuten dauern. Vor andere Zutaten verbrauchen: 1 kg Kartoffeln, außerdem 8 Eier, die unbedingt heute weg sollen. Gezieltes Meal-prep für morgen. Kein Einkauf möglich.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich brauche 2 Vorschläge für ein indisches Abendessen für 3 Personen (Portionsgröße 120 %). Ankerzutat: Panir-Käse. Komplexität: Mittel. Zielzeit: 19:15 Uhr. Zeig mir etwas, das ich noch nicht kenne. Bitte genaue Timings für alle Schritte.</span>
: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gib mir ein komplettes Rezept. Cuisine: Südostasiatisch. Ich habe eine rote Paprika und 100 ml Kokosmilch, beides muss weg. Einkaufen im Discounter möglich, darf aber höchstens 15 Euro kosten. Keine Reste erwünscht. Überrasch mich mit einer Technik, die ich noch nicht kenne. Fast hätte ich es vergessen: meine Frau kommt heute erst spät von der Arbeit, wir essen getrennt; schlag mir etwas vor, das sie gut aufwärmen kann.</span>
{{Anker|Sitzungsparameter}}Außer der Bezeichnung des gewünschten Gerichts können im Arbeitsauftrag auch '''Parameter''' übergeben werden, z.B. die Zahl der gewünschten Portionen. Parameter, die praktisch unveränderlich sind (weil z.B. in einem Zwei-Personen-Haushalt fast immer zwei Portionen gebraucht werden), kann man – statt sie im Arbeitsauftrag jedesmal neu anzugeben – ins Küchenprofil schreiben, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn der Wert einmal abweicht (z.B. die Zahl der Portionen, wenn Gäste kommen). Hier eine Übersicht über naheliegene und mögliche Sitzungsparameter:
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 07.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: „Slow-Roasted“ Pork & Kimchi-Stew (Jjigae-Style), mit Schweinehack, Kimchi, Süßkartoffel, Bok Choy, Würzbasis: weißes Miso und Gochujang; dazu brauner Basmati]]
; Zahl der Vorschläge: Die KI ist in der Lage, auf den Arbeitsauftrag direkt mit einem detaillierten Rezeptvorschlag zu antworten. Aus verschiedenen Gründen ist es jedoch zweckmäßiger, erst eine Anzahl von Vorschlägen abzurufen. In der Praxis bewährt haben sich '''drei oder vier Vorschläge''' (weniger erlauben nicht wirklich eine Wahl; mehr verleitet dazu, keinen zu wählen — ein aus der Entscheidungsforschung bekanntes Phänomen, das als ''Paradox der Wahl'' bezeichnet wird). Falls keiner von diesen gefallen sollte, lässt man einfach 3 oder 4 weitere ausgeben.
; Temporäres Vorratsupdate: Was ist heute vorhanden, das nicht zum Dauerbestand gehört? Frisches Gemüse, Obst, Kräuter aus dem Garten, ein Stück Fisch vom Markt, eine saisonale Spezialität — alles, was nur zeitweise verfügbar ist und in den Rezeptvorschlägen berücksichtigt werden soll.
; Use-first-Queue: Welche Zutaten müssen heute oder in den nächsten ein bis zwei Tagen verbraucht werden?
; Ankerzutaten: Welche Zutaten sollen auf jeden Fall im Rezept vorkommen — nicht weil sie dringend verbraucht werden müssen, sondern weil der Benutzer gezielt etwas damit kochen möchte? Das kann eine Zutat sein, die interessant aussah und spontan gekauft wurde oder auf die der Benutzer heute einfach Lust hat.
; Personenzahl und Portionsgröße: Für wie viele Personen wird gekocht, und in welcher Portionsgröße? Wer häufig mit der KI kocht, wird bald herausfinden, ob die Portionen z.B. 70 oder 90 oder 100 oder 120 % der standardmäßigen Portionsgröße betragen sollen.
; Novitäts-Präferenz: Sind Kreativität und Überraschungen erwünscht, oder soll die KI lieber etwas Vertrautes vorschlagen?
; Komplexitätslevel: Soll das Gericht einfach zuzubereiten sein oder darf es technisch anspruchsvoll sein?
; Zeitaufwand: Wie viel Zeit ist heute für die Essenszubereitung maximal verfügbar?
; Zielzeit der Mahlzeit: Wenn die Mahlzeit zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den Tisch kommen soll, ist die KI in der Lage, für jeden Zubereitungsschritt die optimale Startzeit zu berechnen und als Zeitstempel ins Rezept aufzunehmen.
; Einkaufsbereitschaft: Soll die KI ausschließlich mit dem arbeiten, was vorhanden ist, oder ist der Benutzer bereit, noch Zutaten einzukaufen? Wo kann er einkaufen? Und was darf es kosten?
; Reste-Toleranz: Reste können sowohl vom zubereiteten Gericht als auch von Zutaten anfallen. Sind sie zu vermeiden oder erwünscht? Soll die KI, falls Reste erwünscht sind, Vorschläge machen, was damit anzufangen ist? Falls geplant ist, Reste schonend aufzubewahren oder einzufrieren: soll die KI Anleitung geben, wie dies am besten gemacht wird?
Wenn Sitzungsparameter für einen Benutzer praktisch immer dieselben sind (z.B. Personenzahl und Portionsgröße, Zielzeit der Mahlzeit), kann man sie als Grundeinstellungen ins Küchenprofil aufnehmen, und erwähnt sie im Arbeitsauftrag nur dann, wenn sie von der Grundeinstellung abweichen sollten.
=== Dritter Schritt: Vorschlagsrunde und Rezeptauswahl ===
; Benutzerinput: <div style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mach mir drei Vorschläge für Spaghetti-Gerichte, die ich in Deutschland im Restaurant wahrscheinlich nie bekommen würde.</div>
; KI-Output:<div style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">1. Spaghetti con la Mollica (Kalabrien / Basilikata)</div>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Ein Paradebeispiel der Cucina Povera. Da Käse früher für viele zu teuer war, wurde altbackenes Brot als Geschmacks- und Texturgeber genutzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Basis ist eine Emulsion aus hochwertigem Olivenöl, Anchovies, Knoblauch und Peperoncino. Das entscheidende Element ist die Mollica – in Öl goldbraun und knusprig ausgebackene Brotbrösel, die erst ganz am Ende über die Pasta gegeben werden.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starkes Umami durch die Sardellen, komplexer texturaler Kontrast zwischen weicher Pasta und krossem Brot.</span>
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:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">2. Spaghetti al Nero di Seppia (Sizilien / Venedig)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht nutzt die Tinte des Tintenfisches nicht nur als Farbstoff, sondern als primäres Gewürz.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Die Sauce wird aus frischem Tintenfisch, Weißwein, Knoblauch und der tiefschwarzen Tinte hergestellt. Entgegen der Erwartung schmeckt die Tinte nicht "fischig", sondern hat ein tiefes, erdiges und leicht metallisches Aroma.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Tiefes, dunkles Umami mit einer seidigen Textur und einer visuell radikalen Ästhetik.</span>
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:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">3. Spaghetti Cacio e Pepe (Lazio / Rom)</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Obwohl es simpel klingt (Käse und Pfeffer), ist es in seiner römischen Urform eine technische Herausforderung, die keinen Fehler verzeiht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Das Besondere: Es wird ausschließlich Pecorino Romano und frisch gerösteter, grob gemörserter schwarzer Pfeffer verwendet. Die Kunst besteht darin, durch die exakte Temperatur des Pastawassers eine Emulsion zu schaffen, bevor der Käse klumpt oder Fäden zieht.</span>
:* <span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Profil: Starke Schärfe durch die ätherischen Öle des gerösteten Pfeffers, kombiniert mit der salzigen Dominanz des Schafskäses.</span>
Falls keiner der Vorschläge überzeugt, geht es in eine nächste Runde. Der Benutzer kann dabei kommentierend oder steuernd eingreifen. Beispiel:
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nr. 3 klingt gut, aber ich trau mir das mit der Emulsion nicht ganz zu. Und eigentlich hätte ich heute auch lieber etwas mit Tomaten. Gib mir noch drei.</span>
=== Vierter Schritt: Empfang das vollständigen Rezepts ===
Wenn der Benutzer seine Entscheidung gefällt und der KI mitgeteilt hat…
:<span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">„Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili“ klingt spannend. Gib mir das Rezept, mit allen Zusatzinformationen, die ich in meinem Küchenprofil festgelegt habe. Außerdem brauche Zeitstempel. Zielzeit fürs Servieren ist 19 Uhr.</span>
…gibt diese das komplette Rezept aus. Beispiel:
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">'''Spaghetti mit Tomaten-Konfitüre & geräuchertem Chili'''</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Für 3 Personen | 100 % Portionsgröße | Zielzeit: 19:00 Uhr</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Dieses Gericht funktioniert für dich deshalb, weil es deine Vorliebe für extreme Umami-Konzentration und deutliche Säurespitzen aufgreift, während die cremige Burrata die für dich obligatorische feuchte Komponente liefert und einen spannungsreichen texturalen Kontrast zur dichten, würzigen Konfitüre bildet.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Die Zutaten</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Basis: 750 g hochwertige Dosentomaten (San Marzano), 3 EL Tomatenmark.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Würze: 2 getrocknete Chipotle-Chilis (oder 1 EL Chipotle in Adobo), 3 Knoblauchzehen, Meersalz, 1 EL Zucker.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Pasta: 375 g Vollkorn-Spaghetti (z. B. Kamut oder Farro).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Finish: 2 Kugeln Burrata (Kuhmilch), frisches Basilikum, 3 EL hochwertiges Olivenöl.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Der Zeitplan</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">16:50 Uhr: Vorbereitung. Knoblauch fein hacken, Chipotles mörsern.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">17:00 Uhr: Start Konfitüre. Tomaten, Tomatenmark, Knoblauch, Chili und Süße in einem weiten Topf bei kleiner Hitze ansetzen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:40 Uhr: Pastawasser aufsetzen (stark gesalzen). Konfitüre final abschmecken (Säure/Salz-Balance).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:48 Uhr: Spaghetti ins Wasser geben (Garzeit ca. 10–12 Min. für Vollkorn, Packungsanleitung beachten).</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">18:57 Uhr: Pasta direkt aus dem Wasser in den Topf mit der Konfitüre heben. Ein Schluck Pastawasser dazu, kräftig durchschwenken, bis jede Nudel glänzt.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">19:00 Uhr: Anrichten. Burrata erst auf dem Teller mittig aufreißen und über die heiße Pasta geben. 2/3 Kugel pro Portion ist genug. Mit Olivenöl und Basilikum abschließen.</span>
:<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings & Pairing</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Toppings: Für den texturalen Kontrast (Crunch) empfehlen sich geröstete Pinienkerne oder knusprig ausgebratene Bacon-Splitter.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Begleitsalat: Ein herber Arugula-Salat (Rucola) mit gehobeltem Fenchel. Das Dressing sollte eine starke Zitronennote haben, um die Schwere der Konfitüre zu brechen.</span>
:*<span style="color:MidnightBlue; font-family: 'Courier New', Courier, monospace;">Getränk: Ein kräftiger, leicht gekühlter Primitivo oder Negroamaro. Die Fruchtigkeit des Weins harmoniert mit der Tomatensüße, während die Tannine gegen die Schärfe bestehen. Alkoholfrei: Ein herbes Tonic Water mit Rosmarinzweig.</span>
Bevor der erste Handgriff getan wird, empfiehlt es sich dringend, '''das Rezept einmal vollständig zu lesen'''. Das dient zwei Zwecken: Erstens verschafft es einen Überblick über den Ablauf und verhindert, dass man mitten im Kochen überrascht wird — etwa von einer Ruhezeit, die das Rezept erfordert, oder von einem Schritt, der besondere Vorbereitung verlangt. Zweitens ist es der Moment, in dem mögliche Unstimmigkeiten auffallen: eine Zutat in der Liste, die in der Anleitung nicht mehr vorkommt, oder umgekehrt. Auf die Fallstricke des KI-generierten Rezepts geht Kapitel 7 ausführlicher ein.
=== Fünfter Schritt: Kochen — mit offenem Chatfenster ===
Das Chatfenster bleibt während des Kochens geöffnet. Dies ist einer der stillen, aber entscheidenden Vorteile der Methode gegenüber jedem Kochbuch und jeder Rezeptplattform: Die KI antwortet, wenn man sie mitten im Kochprozess fragt. Typische Situationen, in denen das unmittelbar nützlich ist:
*Eine Zutat fehlt doch: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe keinen Tahini — womit kann ich ihn ersetzen, und ändert das etwas an den Mengenverhältnissen?</span> Die KI nennt einen oder mehrere Ersätze und passt die Angaben entsprechend an.
*Eine Angabe ist unklar: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Was genau meinst du mit ‚auf mittlerer Hitze reduzieren' — soll die Sauce wirklich 20 Minuten köcheln oder reichen 10?</span> Die KI präzisiert und gibt wenn nötig visuelle oder sensorische Erkennungsmerkmale an — wie die Sauce aussehen, riechen oder sich verhalten soll, wenn der Schritt abgeschlossen ist.
*Ein Schritt erscheint verdächtig: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Das Rezept sagt, das Hähnchenfilet ist nach 12 Minuten gar — das kommt mir zu kurz vor für die Größe, die ich hier habe.</span> Die KI erklärt ihre Annahme, korrigiert sie falls nötig und gibt eine angepasste Empfehlung. Dieser Typ von Echtzeit-Rückfrage ist zugleich die wichtigste Prophylaxe gegen Kalibrationsfehler, die Kapitel 7 als häufigste Fehlerklasse benennt.
*Eine spontane Ergänzung bietet sich an: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe gerade noch frischen Estragon entdeckt — passt der zu diesem Gericht, und wenn ja, wann und wie gebe ich ihn dazu?</span> Die KI bewertet die Idee und integriert sie in den laufenden Kochprozess.
Das Chatfenster offen zu halten bedeutet nicht, dass man es ständig konsultieren muss — in der großen Mehrheit der Sitzungen verläuft das Kochen ohne Rückfragen. Aber die Möglichkeit, jederzeit nachzufragen, verändert die Grundhaltung beim Kochen: Man folgt dem Rezept nicht mehr blind, sondern im Dialog.
=== Sechster Schritt: Der Post-cook-Review ===
Nach dem Essen lohnt sich eine kurze Rückmeldung an die KI — ein bis zwei Sätze, nicht mehr. Was war gut? Was hätte besser sein können? Welche Zutat oder Technik war eine Entdeckung, welche eine Enttäuschung? Diese Rückmeldung ist der wichtigste Einzelbeitrag zum Aufbau des Geschmacksprofils. Eine KI, die nach zwanzig Sitzungen mit Post-cook-Reviews arbeitet, kennt die Präferenzen des Benutzers präziser als die meisten Menschen, die regelmäßig gemeinsam mit ihm essen.
Der Review muss nicht formal sein. Ein beiläufiger Kommentar — <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">die Sauce war zu dünn, aber die Kombination Zimt und Lamm war eine Offenbarung, die mache ich wieder</span> — ist vollständig ausreichend und außerordentlich informationsreich.
== 5. Spezielle Modi des KI-gestützten Kochens ==
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 03.jpg|thumb|Nach einem Chatbot-Rezept gekocht: Tahini-Lemon-Bowl, mit gebackenen Kichererbsen und in Pfeilwurz paniertem, gebratenem Feta]]
=== Variationsmodus: Altbekanntes einmal ganz anders zubereiten ===
Der Variationsmodus dient dazu, bestehende Rezepte – egal ob aus dem Internet, einem Kochbuch oder aus der Familientradition – mithilfe der KI an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Anstatt das Rad neu zu erfinden, nutzt die KI das Original als strukturelle Vorlage und modifiziert Zutaten, Techniken oder Nährwerte, um das Gericht für spezifische Gäste, knappe Zeitbudgets oder persönliche Gesundheitsziele zu optimieren, ohne den Kern des Rezepts zu verlieren.
Beispiele (das Originalrezept wird der KI hier jeweils als separate Datei übergeben):
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Optimiere dieses klassische französische Schmorgericht für mein persönliches Profil: Erhöhe die Säure, verstärke die Kräuternote und sorge für mehr Crunch.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wandle dieses Gulasch-Rezept in eine vegetarische Version um, die die tiefe Umami-Struktur und die fleischähnliche Textur beibehält.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Passe dieses Rezept für meinen Gast an, der eine schwere Nussallergie hat und keinen Knoblauch verträgt, ohne dass das Gericht flach schmeckt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe nur 20 Minuten Zeit; wandle dieses 2-Stunden-Rezept in eine Express-Variante um, die geschmacklich so nah wie möglich am Original bleibt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Gestalte dieses Rezept „kindersicher“: Entferne den Alkohol, mildere die Schärfe und verstecke das Gemüse so, dass die Textur homogen bleibt. Es soll dabei aber auch für Erwachsene attraktiv bleiben.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Mache aus diesem einfachen Alltagsgericht eine luxuriöse Festtagsversion unter Verwendung von Premium-Zutaten und einer anspruchsvolleren Anrichteweise.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Übersetze dieses Pfannengericht für die Zubereitung im Backofen (Convection Roast), da ich heute für zehn Personen gleichzeitig kochen muss.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Dekonstruiere dieses klassische Gericht in eine moderne Fingerfood-Variante, die man ohne Besteck auf einer Party essen kann.</span>
=== Optimierungsmodus: Reste und Convenience veredeln ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 06.jpg|thumb|Gestrecktes und optimiertes fleischlastiges chinesisches Restaurantessen: ergänzt wurden u.a. schwarzer Reis, ein TK-Gemüsemix und Römersalat (Flüssigkeiten: Liquid Amino, Noilly Prat; Reisessig)]]
Nicht jedes Essen beginnt mit frischen Rohzutaten; oft ist die Aufgabe in der Küche die Rettung von Resten, die Aufwertung von Fertiggerichten oder das „Strecken“ einer zu kleinen Portion Take-out. Die KI fungiert hier als kulinarischer Problemlöser, der bestehende Geschmacksprofile erkennt und durch gezielte Ergänzungen in neue, vollwertige Mahlzeiten verwandelt.
Besonders beim Aufwärmen oder bei Tiefkühlkost leidet oft die Konsistenz. Die KI kann hier helfen, durch komplementäre Techniken – wie das Hinzufügen von frischen Texturen oder das nachträgliche Herbeiführen von Röstnoten – die typischen Schwächen von aufgewärmtem Essen (Matschigkeit, Eindimensionalität) gezielt auszugleichen.
Prompts für das kulinarische Upcycling:
* Portionserweiterung & Textur-Rettung: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe hier eine halbe Portion übrig gebliebenes Thai-Curry mit Gemüse, das durch das Aufwärmen leider sehr weich und matschig geworden ist. Schlage mir vor, mit welchen trockenen Basiszutaten (z. B. Getreide oder Hülsenfrüchte) ich die Menge verdoppeln kann und wie ich durch ein schnelles Topping aus gerösteten Komponenten wieder massiven Crunch und Frische in das Gericht bringe.</span>
* Convenience-Tuning: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Als Basis für ein schnelles Essen möchte ich eine Dose klassische Linsensuppe verwenden. Schlage mir drei gezielte Eingriffe vor, um das Aroma Richtung Levantine zu verschieben, und nenne mir eine Technik, wie ich die weichgekochte Textur der Dosenlinsen durch eine knusprige Einlage oder ein kontrastierendes Finishing (z. B. in Butter gebratene Croutons mit spezifischen Gewürzen) kompensieren kann.</span>
* Resteverwertung mit Profil-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Vom Vortag ist eine Portion gebratener Reis übrig geblieben. Das Gericht ist mir zu trocken und geschmacklich etwas flach. Erstelle eine Anleitung, wie ich daraus ein 'Moist-Dish' mache, indem du eine passende, schnell zubereitete Sauce hinzufügst, und gib mir eine Empfehlung für eine saure oder bittere Komponente, die das schwere Umami aufbricht.</span>
=== Kochen im Team ===
Beim Team-Kochen fungiert die KI als virtueller Küchenchef und Koordinator. Sie verteilt Aufgaben basierend auf den individuellen Fähigkeiten der Teammitglieder, berücksichtigt die Ergonomie des verfügbaren Raums und synchronisiert die Arbeitsabläufe durch präzise Zeitstempel. Ob als digitaler Aushang für alle oder als personalisierter Instruktions-Feed auf dem eigenen Smartphone – die KI sorgt dafür, dass aus dem potenziellen Chaos einer Gruppensitzung ein harmonischer, paralleler Workflow wird.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir wollen ein Rinderfilet Wellington mit einer komplexen Rotwein-Reduktion kochen. Wir sind zu viert: Zwei von uns sind sehr erfahren, zwei sind Anfänger. Verteile die Aufgaben so, dass die Profis das Fleisch parieren und die Sauce montieren, während die Anfänger die Duxelles vorbereiten und den Teig verzieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane die Zubereitung von selbstgemachten Teigtaschen (Gyoza) für drei Personen. Da unsere Küche sehr schmal ist, teile die Arbeit auf: Eine Person bereitet die Füllung am Esstisch vor, eine rollt den Teig aus und nur die dritte Person steht am Herd, um die Taschen portionsweise zu braten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten selbstgemachte Pizza zu, inklusive Teig und Sauce. Wir sind zwei Erwachsene und zwei Kinder (6 und 9 Jahre). Gib den Kindern spezifische Aufgaben wie das Zerzupfen des Mozzarellas und das kreative Belegen, während die Erwachsenen den heißen Ofen und das Schneiden übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen ein klassisches Risotto mit geschmortem Saisongemüse. Eine Person im Team ist älter und möchte im Sitzen mithelfen. Weise ihr Aufgaben wie das Schälen des Gemüses und das Zupfen der Kräuter zu, während die anderen den Rührvorgang am Herd übernehmen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir bereiten ein Drei-Gänge-Menü (Jakobsmuscheln, Lammrücken, Schokosoufflé) vor. Erstelle für uns drei einen synchronisierten Zeitplan mit Zeitstempeln, damit die Vorspeise um 19:30 Uhr und der Hauptgang um 20:15 Uhr serviert werden kann. Wer muss wann was vorbereiten?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen authentisches thailändisches Green Curry. Erstelle drei separate Instruktionslisten, die wir uns auf die Handys schicken können: Posten A ist für die Currypaste und das Aroma zuständig, Posten B für das Schneiden von Fleisch und Gemüse, Posten C für den Reis und das finale Abschmecken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir kochen indisches Butter Chicken mit Naan-Brot. Verteile die Aufgaben auf drei Personen, aber baue für jeden von uns feste 5-Minuten-Slots für den Zwischenabwasch und das Aufräumen ein, damit nach dem Essen die Küche bereits fast sauber ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wir planen ein herbstliches Buffet mit 5 verschiedenen Mezze. Weise uns vier klare Rollen zu (z. B. Chef de Cuisine, Saucier, Gardemanger, Patissier) und ordne die entsprechenden Rezepte und Teilschritte diesen Rollen zu, damit jeder die volle Verantwortung für seinen Bereich trägt.</span>
=== Strategisches Verbundkochen ===
Beim intelligenten Planen für mehrere Tage agiert die KI als persönlicher Logistikchef. Sie erstellt nicht nur einen strukturierten Einkaufszettel für alle geplanten Mahlzeiten, sondern taktet die Rezepte auch nach der Haltbarkeit der Zutaten: Empfindlicher Fisch oder frischer Spinat landen am Montag auf dem Teller, während robustes Wurzelgemüse oder vakuumierte Vorräte für den Freitag reserviert werden.
Dabei lassen sich zwei Ansätze unterscheiden:
==== Klassisches Batch-Cooking (Die Vorrats-Session) ====
In einer einzigen, konzentrierten Kochsession werden mehrere Mahlzeiten komplett oder in großen Komponenten vorgekocht. Dies ist ideal für Menschen mit wenig Zeit unter der Woche.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane eine zweistündige Session am Sonntag für 5 Büro-Lunches, die ich in der Mikrowelle aufwärmen kann. Ich möchte zwei verschiedene Eintöpfe und eine Getreidebasis vorkochen.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich möchte am Sonntag eine riesige Menge meiner levantinischen Basissauce vorkochen. Erstelle mir drei Variationen, wie ich diese Basis von Montag bis Mittwoch mit minimalem Aufwand (unter 10 Min.) völlig unterschiedlich finalisieren kann.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Am Samstag kommen meine Eltern zu Besuch. Plane meine Mahlzeiten ab Dienstag so, dass ich durch tägliches ‚Beiläufig-Vorbereiten‘ am Samstag, wenn die Gäste da sind, fast keine aktive Arbeit mehr habe.</span>
==== Synchron-Planung (Der strategische Einkauf) ====
Hier wird an den jeweiligen Tagen frisch gekocht, aber die Planung und der Einkauf erfolgen synchron. Dieser Modus nutzt Synergien bei den Zutaten und spart Zeit durch einmaliges, gezieltes Besorgen aller Waren.
Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Plane für die nächsten 5 Tage. Ich möchte nur zweimal tierisches Protein verwenden (Dienstag und Freitag). Erstelle eine Einkaufsliste, die sicherstellt, dass die frischen vegetarischen Zutaten für die ersten drei Tage nicht welken.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erstelle einen Plan für 4 Tage: Dienstag ist bei uns fix Pastatag für die Kinder, Mittwoch esse ich allein (etwas Anspruchsvolleres), und Donnerstag muss es blitzschnell gehen. Maximiere die Überschneidungen beim Gemüse für den Einkaufskorb.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich habe heute einen Großeinkauf gemacht, inklusive empfindlicher Beeren und Hackfleisch. Einzelheiten lege ich in separater Datei bei. Sortiere meine ebenfalls beiliegenden Rezeptwünsche für die Woche so, dass die verderblichsten Sachen zuerst verbraucht werden, ohne dass der Speiseplan eintönig wirkt.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Ich kaufe einen großen Kopf Rotkohl und einen Sack Kartoffeln. Plane drei Gerichte über die Woche verteilt, die diese beiden Hauptzutaten nutzen, aber jedes Mal eine völlig andere Länderküche repräsentieren.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In meinem Garten ist gerade der Mangold reif. Plane für die nächsten 3 Tage Rezepte, die jeweils eine große Portion Mangold verarbeiten, aber achte darauf, dass ich nur einmal für die ergänzenden Zutaten einkaufen gehen muss.</span>
=== Auf Bestellung erfunden ===
[[File:AI Designed Customized Cookies.jpg|thumb|Personalisierte Chocolate Chip Cookies. Der Benutzer wünschte sich trockene und sehr feste, krümelarme, mit grobem Salz bestreute Kekse mit minimierten einfachen Kohlenhydraten, seinem persönlichen Geschmacksprofil entsprechend. Die KI schlug u.a. Verwendung von Mandelmehl, Roggenvollkornmehl, Eiklar und Sucralose sowie zweifaches Backen vor. Die genannten Zutaten sind etwas, das dieser Benutzer tatsächlich ständig vorrätig hält.]]
Manchmal reicht Personalisierung im üblichen Sinne nicht aus. Das Benutzerprofil ist bekannt, das Geschmacksprofil ist geschärft — und trotzdem gibt es Situationen, in denen der Benutzer etwas braucht, das so spezifisch ist, dass kein Kochbuch und keine Rezeptplattform der Welt es liefern kann. Genau hier liegt eine der stillen Stärken der Methode: Die KI erfindet auf Anfrage Originalrezepte, die auf eine einzige Person und eine einzige Situation zugeschnitten sind. Ein paar Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Rezept für warmes High-Protein-Lunch im Büro, nur mit Wasserkocher und Thermoskanne gegart. Kein Tütensuppen-Niveau.</span>
''
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Brauche ein vollwertiges, klecker- und krümelfreies Gericht, das man beim Computerspiel blind mit einer Hand essen kann. Andere Hand fixiert.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Snack gesucht. Maximaler akustischer Crunch beim Kauen, aber minimal Kalorien. Fokus auf extremen oralen Widerstand.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nahrhafter Frühstücksriegel, der beim Auspacken und Kauen absolut lautlos ist. Pendler-Modus, will die Mitreisenden nicht verärgern.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Hilfe, meine Kekse verschwinden immer in unbefugten Mündern! Denk dir ein Kleingebäck aus, das nur mein persönliches Profil perfekt trifft, aber für alle meine Mitbewohner geschmacklich abstoßend ist.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Einzelportion „Wellington“-Style für den Toaster-Ofen. Fertig in 15 Min, keine Restmengen bei Spezialzutaten.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Herzhaftes Hauptgericht mit kryogenen Zutaten zur Senkung der Körpertemperatur. Kein Salat, keine kalte Suppe.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Erfinde eine Zubereitungsart, die Gemüse in eine papierartige oder knusprige Form bringt. Keine matschigen Texturen erlaubt.</span>
'''Aber aufgepasst''': Die Gefahr des Scheiterns steigt hier, da die KI oft in technologische Grenzbereiche spekuliert. Anspruchsvolle Techniken wie die molekulare Sphärisierung oder das präzise Temperieren von Schokolade erfordern nicht nur spezialisiertes Equipment, sondern auch jahrelange Übung in der Feinmotorik. Wenn die KI komplexe Emulsionen oder chemisch sensible Texturkontraste vorschlägt, überschätzt der Laie leicht seine Fähigkeiten. Solche Verfahren verzeihen keine Abweichung bei Temperatur oder pH-Wert – handwerkliche Meisterschaft lässt sich nicht durch einen Prompt ersetzen.
=== Explorationsmodus ===
Im Explorationsmodus bittet der Benutzer die KI, auf Basis des bisherigen Geschmacksprofils aktiv neue Empfehlungen auszusprechen. Statt auf konkrete Zutaten oder Hunger zu reagieren, nutzt die KI das gespeicherte Wissen über Vorlieben und Abneigungen als Koordinatensystem, um gezielt Vorschläge in das noch unbekannte kulinarische Terrain zu machen – ähnlich einem personalisierten Algorithmus für Musik, nur für die Küche. Beispiele:
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Zutat, die ich noch nie verwendet habe, passt perfekt zu meiner Vorliebe für Umami und Texturkontraste?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Nenne mir eine regionale Küche, die ich bisher ignoriert habe, die aber genau mein Säure-Schärfe-Empfinden trifft.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Schlage mir drei Gewürze vor, die mein aktuelles Repertoire sinnvoll ergänzen, ohne redundant zu sein.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Entwirf ein Rezept, das eine Zutat verwendet, die ich normalerweise ablehne, aber so zubereitet ist, dass sie mein Profil anspricht.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getränk-Pairing (alkoholisch oder alkoholfrei) würde meine liebsten Abendessen ideal ergänzen?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welches Getreide oder Pseudogetreide fehlt mir noch für eine abwechslungsreiche Textur in meinen Bowls?</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Empfiehl mir ein spezielles Küchenwerkzeug, das Techniken ermöglicht, die mein Profil radikal erweitern würden.</span>
* <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Welche Konservierungsmethode (Einlegen, Trocknen etc.) passt am besten zu den Aromen, die ich das ganze Jahr über essen möchte?</span>
=== Bildungsmodus: Den eigenen Gaumen verstehen ===
Nach einer längeren Phase der Zusammenarbeit ist die KI in der Lage, nicht mehr nur Rezepte zu liefern, sondern ein konsistentes kulinarisches Profil für den Benutzer zu entwerfen. Dabei entstehen oft wiederkehrende Muster in der Auswahl von Gewürzen, Säureträgern oder Techniken, die tief in der Aromenlehre verwurzelt sind, vom Benutzer aber oft nur unbewusst als „stimmig“ wahrgenommen werden.
Im Bildungsmodus nutzt man die KI als Mentorin, um die theoretische Architektur hinter den eigenen Vorlieben zu entschlüsseln. Indem man die KI zwingt, ihre Entscheidungen zu begründen, wandelt sich das Kochen von einer bloßen Ausführung von Schritten zu einer bewussten Schulung des eigenen Geschmacks- und Technikverständnisses.
Beispielexplorationen für den Bildungsmodus:
* Musteranalyse der Zutaten: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In den letzten Monaten hast du mir für fast alle Fleischgerichte eine Kombination aus Sternanis und Orangenschale vorgeschlagen. Erkläre mir die chemische und geschmackliche Logik hinter diesem Muster und warum das spezifisch zu meiner Vorliebe für dunkle, komplexe Saucen passt.</span>
* Technik-Check: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Du schlägst bei meinen Gemüsebeilagen oft das Rösten bei sehr hohen Temperaturen statt Dämpfen vor. Welche Rolle spielt dabei die Maillard-Reaktion für mein Profil und wie verändert das die Balance, wenn gleichzeitig eine säurebetonte Sauce im Spiel ist?</span>
* Die 'Warum'-Frage beim Abschmecken: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">In der heutigen Fisch-Sauce hast du Kapernwasser und kalte Butter kombiniert. Warum hast du dich für diese spezifische Säurequelle entschieden und nicht für den Zitronensaft, den ich sonst oft verwende? Was bewirkt dieser Unterschied im Mundgefühl?</span>
* Profil-Extraktion: <span style="color: #2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Analysiere die letzten zehn Rezepte, die wir gemeinsam gekocht haben. Welche drei kulinarischen Grundprinzipien ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Gerichte und wie könnte ich diese Prinzipien anwenden, wenn ich einmal völlig ohne KI-Hilfe ein improvisiertes Essen zubereite?</span>
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 01.jpg|thumb|„South-Asian Heat“ Sirloin, mit Steak, fein gewürfelten, gebackenen Kartoffeln, grünen Bohnen, Spinat und Kapernäpfeln; gewürzt u.a. mit Tamarindenpaste, Gochujang und Fischsauce]]
== 6. Welcher Chatbot eignet sich am besten? ==
Die Wahl des Chatbots beeinflusst den Workflow maßgeblich, da die Modelle auf unterschiedliche Daten spezialisiert sind. Gemini z.B. wirkt oft wie ein Praktiker, der massiv mit Inhalten aus Kochforen trainiert wurde und bei Warenkunde sowie pragmatischer Küchenlogistik glänzt. „Intellektuellere“ Modelle wie Claude, deren Fokus eher auf wissenschaftlichen oder literarischen Texten liegt, erweisen sich in der direkten Küchenpraxis oft als weniger intuitiv.
Trotzdem sollte der Benutzer selbst experimentieren, um herauszufinden, welche KI-Mentalität sich am besten in den persönlichen Workflow einfügt. Ein direkter Vergleich desselben Auftrags in verschiedenen Systemen offenbart schnell, ob man eher die logische Schärfe eines Strategen oder die pragmatische Erfahrung eines virtuellen Kochbuchs benötigt – die Letztentscheidung bleibt eine Frage des individuellen Stils.
== 7. Grenzen und Fallstricke ==
KI-gestütztes Kochen ist keine Magie, sondern ein logistisches Werkzeug. '''Die Methode ersetzt keine Kochkompetenz, sondern setzt sie voraus''': Wer weiß, wie ein Gericht schmecken sollte, erkennt Fehler im Entwurf sofort.
Die KI hat keinen Geschmackssinn und keine Augen. Sie weiß nicht, wie reif die Tomate oder wie scharf das Messer ist. Auch in Fragen der Lebensmittelsicherheit (Garzeiten bei Geflügel, Kühlketten) ist gesunder Menschenverstand obligatorisch. Ein gedrucktes Kochbuch hat dieselben Schwächen – es kennt weder den Herd des Benutzers noch seine Abneigungen. Der entscheidende Vorteil der KI ist ihre '''Interaktivität''': Sie ist korrigierbar und passt sich im Dialog an. Wer die KI als lernfähigen Assistenten begreift, statt ihr blind zu vertrauen, wird die erheblichen Vorteile der Methode schnell für sich nutzen.
Die hilfreiche Kurzformel: Die KI plant, der Benutzer kocht.
=== Der Benutzer bleibt Chef ===
Die KI ist ein Sprachmodell — sie hat Millionen von Rezepten, Kochtexten und Küchenbeschreibungen verarbeitet und daraus ein beeindruckendes funktionales Wissen destilliert. Was sie nicht hat, ist Verständnis. Sie weiß, dass eine Zwiebel glasig wird, bevor sie karamellisiert — aber sie sieht es nicht, riecht es nicht und schmeckt es nicht. Ihre Rezepte sind keine Kochentscheidungen, sondern statistische Extrapolationen aus dem, was andere Köche aufgeschrieben haben.
Das bedeutet nicht, dass ihre Vorschläge unzuverlässig sind — im Gegenteil. Es bedeutet, dass der Benutzer zu jedem Zeitpunkt derjenige ist, der die reale Küche bewohnt, und dass diese Rolle nicht delegierbar ist. Zwei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit:
==== Garzeiten und sensorische Kontrolle ====
Die KI rechnet mit Durchschnittswerten — ein Standardofen, ein Filet von 180 g, eine Pfanne mit gleichmäßiger Wärmeverteilung. Alle Zeitangaben sind deshalb Richtwerte, keine Versprechen. Bräunung, Textur, Geruch und Gargrad müssen vom Benutzer eigenständig beurteilt werden — nicht weil die KI nachlässig ist, sondern weil diese Urteile Sinneswahrnehmung voraussetzen, die sie nicht hat.
==== Abschmecken ====
Würzintensität lässt sich nicht berechnen. Eine Chilischote kann doppelt so scharf sein wie die im Rezept angenommene; Meersalz und Tafelsalz verhalten sich volumetrisch unterschiedlich; eine Sauce, die zwei Stunden reduziert, konzentriert ihren Salzgehalt auf eine Weise, die kein Prompt antizipiert. Die KI gibt Mengen an — der Benutzer entscheidet, wann es stimmt. Das schrittweise Hinzufügen und das finale Abschmecken sind nicht Korrekturen am Rezept der KI, sondern originär menschliche Kochhandlungen, die das Rezept erst vollenden.
=== Was die KI nicht weiß — aber erfahren kann ===
[[File:Chicken eggs 21.jpg|thumb|Welche Eiergröße ein Benutzer als Standard ansieht, kann die KI nur wissen, wenn er ein solches Ei auswiegt und ihr das Ergebnis mitteilt.]]
Manche Wissenslücken der KI sind nicht struktureller, sondern biographischer Natur: Sie kennt die spezifische Realität des Benutzers schlicht noch nicht. Das ist kein Systemfehler, sondern ein Startzustand — einer, der sich durch explizite Eingaben ins Küchenprofil oder durch iterative Kalibrierung im Laufe der Zusammenarbeit zunehmend schließt.
==== Zutatengewicht und -größe ====
Die KI rechnet mit Standardgrößen — ein „Ei" ist für sie ein Ei mittlerer Größe, eine „Zwiebel" eine mittelgroße Zwiebel, eine „Kartoffel" eine von etwa 150 g. Was „mittlere Größe" konkret bedeutet, variiert jedoch je nach Land und Einkaufsquelle erheblich. Wer gewohnheitsmäßig große Eier kauft, kleine Schalotten verwendet oder besonders schwere Kartoffeln vorrätig hält, bekommt Rezepte, deren Mengenverhältnisse still vom Tatsächlichen abweichen. Besonders anfällig sind Zutaten, bei denen Größe und Gewicht stark variieren: Eier, Kartoffeln, Zwiebeln und Schalotten, Zucchini, Auberginen, Äpfel und Birnen, Hähnchenteile sowie Fischfilets. Die Lösung: diese Zutaten einmal wiegen und die Werte als Standardangaben ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kochkompetenz und Technik ====
[[File:Filleting bluefish.jpg|thumb|Das Filetieren von Fisch ist eine anspruchsvolle Technik, die nicht bei jedem Anfänger vorausgesetzt werden kann.]]
Die KI kann die tatsächliche Fingerfertigkeit des Benutzers nicht einschätzen — aber sie kann es lernen. Wer ihr nach einem misslungenen Versuch mitteilt, dass Emulsionen für ihn regelmäßig brechen oder dass panierter Feta in der Pfanne zerfällt, erhält künftig Vorschläge, die diese Grenzen respektieren oder gezielt Techniken empfehlen, die sie überwinden helfen. Schwierigkeitsgrade, die die KI zunächst nur abstrakt bewertet, werden durch solches Feedback konkret und personalisiert.
Alternativ kann der Benutzer die KI auch bitten, mit ihm ein Assessment durchzuführen, und dessen Ergebnis ins Küchenprofil aufnehmen.
==== Kalibration & Hardware ====
Auch das Verhalten eines konkreten Geräts lässt sich ins Profil einarbeiten: ob der Ofen oben stärker heizt, ob die angezeigten 180 °C tatsächlich erreicht werden, ob eine bestimmte Pfanne Hitze ungleichmäßig verteilt. Mit solchen Angaben werden Garzeiten und Temperaturempfehlungen der KI präziser.
=== Gedächtnis, Lernen und Schlussfolgerungen ===
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 16.jpg|thumb|Chili con carne, mit geröstetem Maíz Chulpe]]
Die KI lernt nicht dauerhaft — sie extrapoliert. Was wie ein wachsendes Verständnis des Benutzers wirkt, ist in Wirklichkeit Mustererkennung innerhalb eines einzelnen Gesprächs. Daraus folgen einige strukturelle Eigenarten, die kein Fehler des Systems sind, aber adäquates Prompting erfordern.
==== Profilvergessenheit ====
Die KI kann im Laufe eines langen Chats Informationen „vergessen", die ihr zu Beginn übergeben wurden — darunter auch explizit formulierte Rahmenbedingungen wie das Küchenprofil. Das äußert sich darin, dass Präferenzen plötzlich nicht mehr berücksichtigt werden, Ausschlusszutaten wieder auftauchen oder Portionsgrößen von der vereinbarten Grundeinstellung abweichen. Der Fix ist unkompliziert: Sobald solche Anzeichen auftreten, das Küchenprofil einfach erneut in toto übergeben. Das Gedächtnis der KI ist kein Langzeitspeicher, sondern ein Arbeitsspeicher — und der lässt sich jederzeit neu befüllen.
==== Kontext & Konsistenz ====
In langen Chats kann es vorkommen, dass die Zutatenliste eines Rezepts der Zubereitungsanleitung widerspricht — eine Zutat erscheint in der Liste, aber nicht in den Schritten, oder umgekehrt. Solche Inkonsistenzen sind keine Seltenheit und entstehen, weil die KI Rezepte nicht als zusammenhängende logische Struktur prüft, sondern generiert. Sie fallen bei der Durchsicht vor dem Kochen sofort auf. Ein kurzes Nachhaken — „Die Kapern tauchen in der Anleitung nicht auf; wann kommen sie rein?" — korrigiert das Rezept meist unmittelbar.
==== Übergeneralisierung ====
Die KI neigt dazu, rezeptspezifische Wünsche als generelle Profileigenschaften zu verbuchen. Wer für ein einzelnes Gericht „ohne Salz" oder „ohne Fett" anfordert, riskiert, dass die KI diese Vorgabe stillschweigend auf alle folgenden Rezepte überträgt. Der Grund ist strukturell: Die KI unterscheidet nicht automatisch zwischen einer situativen Anweisung und einer dauerhaften Präferenz — sie gewichtet beides als Signal über den Benutzer. Im Zweifel den Geltungsbereich explizit benennen: „nur für dieses Rezept".
=== Übergehorsame Befehlsanwendung ===
[[Datei:Dish based on an AI-generated cooking recipe 14.jpg|thumb|Japanisches Chawanmushi mit Ginkgonüssen, Shrimps und Spinat, Lotus-Kinpira und Gurken-Eisbergsalat]]
Die größte Stärke der KI – ihre Bereitschaft, jeden Befehl umzusetzen – ist gleichzeitig ihre größte Schwäche. Hier einige Beispiele:
==== Der Würzfehler: wenn Präzision zur Kumulation wird ====
Die KI führt Skalierungsanweisungen ohne kulinarisches Urteil aus. Wer „verdopple die Sauce" sagt, bekommt die doppelte Menge — auch wenn die Sauce extrem salzig, scharf oder fettig ist und die Balance des Gerichts dabei kippt. Dasselbe Muster zeigt sich bei der Kombination mehrerer intensiver Komponenten: Wenn der Benutzer gleichzeitig Gochujang, Chipotle und frische Chilischoten anfordert, setzt die KI alle drei um, ohne zu prüfen, ob das Ergebnis noch genießbar ist. Sie optimiert auf Befehlstreue, nicht auf Geschmack.
Die Lösung ist eine Würzdisziplin-Regel im Küchenprofil, die der KI eine konkrete Obergrenze setzt und sie zur aktiven Kumulations-Kontrolle verpflichtet. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Bei jedem Rezept darfst du den Salzgehalt — summiert über alle salzhaltigen Zutaten wie Sojasauce, Fischsauce, Miso, Kapern, Sardellen und Salz selbst — 1,5 g Natrium pro Portion nicht überschreiten. Wenn mehrere scharfe, salzige oder fettreiche Komponenten zusammenkommen, weise mich auf den kumulativen Effekt hin und schlage vor, welche Komponente reduziert oder weggelassen werden sollte. Skalierungsanfragen für einzelne Zutaten oder Saucen führe nicht mechanisch aus, sondern prüfe, ob die Balance des Gerichts dabei erhalten bleibt.</span>
==== Der Personalisierungsfehler: wenn das Profil zur Falle wird ====
[[File:Dioscorea polystachya (batatas).jpg|thumb|Nagaimo]]
Ein gut entwickeltes Geschmacksprofil birgt eine subtile Gefahr: Die KI kann so konsequent auf die bekannten Vorlieben des Benutzers optimieren, dass sie eine unbekannte Zutat ihrer kulinarischen Identität beraubt, bevor der Benutzer überhaupt die Chance hatte, sie kennenzulernen.
Ein Beispiel: Ein Benutzer kauft Nagaimo — eine japanische Bergkartoffel, die in der traditionellen Küche wegen ihrer ausgeprägten Schleimigkeit geschätzt wird, die beim Reiben eine fast klebrige, fließende Textur entwickelt. Diese Eigenschaft ist keine Schwäche, sondern das Wesen der Zutat: Sie gibt dem japanischen Gericht Tororo seinen charakteristischen, seidigen Schmelz, sie macht Okonomiyaki elastisch und luftig, sie bindet Teige auf eine Art, die kein anderes Bindemittel replizieren kann. Ein Geschmacksprofil, das Schleimigkeit als Abneigung verzeichnet und Krossheit bevorzugt, wird die KI wahrscheinlich dazu veranlassen, aus dem Nagaimo gebackene Fritten zu machen — was technisch durchführbar ist, aber die Zutat auf ein Ergebnis reduziert, das von gewöhnlichen Kartoffelfritten geschmacklich nicht zu unterscheiden ist. Der seltene Fund wird verschenkt.
Die Lösung ist eine Authentizitätsregel für den Erstkontakt, die man als explizite Anweisung ins Küchenprofil aufnehmen kann. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn wir eine Zutat zum ersten Mal verwenden — insbesondere etwas Ethnisches, Seltenes oder außerhalb des normalen Supermarktsortiments — darfst du mir nur Rezepte vorschlagen, die eine möglichst große Annäherung an traditionelle Zubereitungsweisen bilden. Du sollst dies auch dann tun, wenn das Ergebnis mit meinem Geschmacksprofil nicht oder nicht vollständig übereinstimmt. Wenn immer eine solche Abweichung besteht, sollst du mich aber ausdrücklich darauf hinweisen und genau beschreiben, welche Eigenschaften — z.B. Schleimigkeit, Bitterkeit, intensive Fermentationsaromen, ungewohnte Texturen — diese Zutat bei traditioneller Zubereitung mitbringt.
</span>
==== Der Ästhetikfehler: wenn die KI das Auge vergisst ====
[[File:Dish based on an AI-generated cooking recipe 13B.jpg|thumb|Gochujang-Lachs und Yeonkeun jorim (Lotuswurzel) auf Wildreis, eingelegte Knoblauchstengel, Salat aus Rukola und frischer Minze]]
Manche Zutaten sind mehr als ihre Aromen und Texturen — sie sind visuell. Ihr eigentliches Potenzial erschließt sich erst auf dem Teller, in einer bestimmten Schnittform oder durch ein bestimmtes Anrichten. Eine KI ohne Augen weiß zwar, was eine Zutat ist — aber nicht, wie sie aussieht, und damit auch nicht, warum eine bestimmte Zubereitungsweise sie zu etwas Besonderem macht.
Dieses Problem hat zwei Dimensionen. Die erste betrifft die Form: Lotuswurzel etwa entfaltet in Scheiben geschnitten eine fast ornamentale Wirkung — das netzartige Muster der Hohlkanäle macht jede Scheibe zu einem kleinen ästhetischen Ereignis auf dem Teller. Eine KI behandelt sie nach rein funktionalen Kriterien und schneidet sie in Stifte, weil Stifte bei Pfannengerichten eine bewährte Form sind. Kulinarisch nicht falsch — aber das Besondere der Zutat ist verschenkt. Die zweite Dimension betrifft die Farbe: Die KI kombiniert Zutaten nach Geschmack und Textur, ohne zu sehen, ob auf dem Teller drei verschiedene Brauntöne aufeinandertreffen oder ob ein einzelnes farbiges Element das ganze Gericht visuell rettet. Gerichte, die fantastisch schmecken, können optisch vollständig misslingen — und die KI bemerkt es nicht.
Das Problem ist strukturell: Was sie über das Aussehen einer Zutat weiß, ist sprachlich kodiertes Wissen — und das bleibt abstrakt, solange es nicht mit expliziter Anweisung in die Rezeptlogik eingespeist wird.
Die Lösung ist eine Visualisierungsregel im Küchenprofil. Beispiel: <span style="color:#2e2ed1; font-family: 'Comic Sans MS', 'Comic Sans', cursive;">Wenn eine Zutat eine charakteristische Schnittästhetik oder visuelle Eigenschaft besitzt — wie die Querschnittstruktur von Lotuswurzel, die Marmorierung von Fleisch oder die Lamellen von Pilzen — sollst du diese in der Zubereitung aktiv berücksichtigen. Darüber hinaus sollst du bei jedem Rezept die Farbkomposition des fertigen Tellers mitdenken: Droht Monochromie, weise mich darauf hin und schlage ein gezieltes Farbelement vor — eine frische Kräutergarnitur, eine kontrastierende Sauce, eine anders gefärbte Beilage. Falls du dir über die visuelle Qualität einer Zutat unsicher bist, frage nach.</span>
== Siehe auch ==
* [[Kochbuch]]
* [[Grundlagen der Ernährung]]
[[Kategorie:Buch]]
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Benutzer:Tim Starling/Score test
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Tim Starling
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