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Diskrete Mathematik/Fußball/Textabschnitt
0
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1105977
1105062
2026-07-05T11:08:32Z
Bocardodarapti
2041
1105977
wikitext
text/x-wiki
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Mathematischer Textabschnitt{{{opt|}}}
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{{Seitenüberschrift|Zur Fußball-WM 2026}}
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|FIFA World Cup Trophy at National Football Museum, Manchester 02|jpg| 230px {{!}} right {{!}} |
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{{Zwischenüberschrift|Das Einzelspiel}}
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|Fußballspiel/Begrüßung/Anzahl/Aufgabe||
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|Fußballspiel/Zweikampf/Bipartiter Graph/Beispiel||
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|Femalesoccerun02|jpg| 230px {{!}} right {{!}} |
|Text=Bolzplatz
|Autor=
|Benutzer=Julián Ortega
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|Lizenz=CC-by sa 3.0
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|Fußballspiel/Zweikampf/Gleichzeitig/Aufgabe||
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|Bolzplatz/Zweikampfketten/Team/Aufgabe||
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|Pokal/Wildberg/Bayern München/Aufgabe||
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|Fußballmanschaft/Auswahl/Kapitän/Aufgabe||
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{{Zwischenüberschrift|Der Ball}}
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|Football_theorem_qtl1|svg| 230px {{!}} right {{!}}
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|Lineare Isometrie/Raum/Fixpunkte auf Fußball/Fakt|Satz||
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{{Zwischenüberschrift|Das Tor}}
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|Götze kicks the match winning goal|jpg| 230px {{!}} right {{!}} |
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inputaufgabe
|Karl und Susanne/Tor/Aufgabe||
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inputbeispiel
|Abbildung/Fußballspiel/Torschütze/Beispiel||
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}}
{{
inputaufgabe
|Borussia Dortmund/5 zu 2/Möglichkeiten/Aufgabe||
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}}
{{
inputaufgabe
|Fußball/8 zu 3/Möglichkeiten/Aufgabe||
|zusatz=
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}}
Die folgende Aufgabe gehört eher zur Analysis II.
{{
inputaufgabe
|Tor/Winkeloptimierung/Gradient/Aufgabe||
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}}
{{Zwischenüberschrift|Die Gruppenphase}}
Ein Turnier führt sowohl zu einem ungerichteten Graphen
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Zusatz/Klammer
|text=Spielrelation|
|ISZ=|ESZ=
}}
als auch zu einem gerichteten Graphen
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Zusatz/Klammer
|text=Gewinnrelation|
|ISZ=|ESZ=.
}}
{{
inputbeispiel
|Spielgruppen (Fußball)/4/Darstellungsmöglichkeiten/Beispiel||
}}
{{
inputaufgabe
|Isomorphe Fußballgruppe/Klassifiziere/Aufgabe||
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{{:Isomorphe Fußballgruppen/Fragen/Textabschnitt}}
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|Fußballgruppe/Euro 2016/C/Relation/Graph/Adjazenzmatrix/Aufgabe||
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}}
{{
inputaufgabe
|Fußballgruppe/Euro 2016/C/Stochastische Matrix/Eigenverteilung/Aufgabe||
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}}
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inputaufgabe
|Fußballgruppe/3-1-Regel/Tabelle/Aufgabe||
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}}
{{Zwischenüberschrift|Das KO-System}}
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|KO-System/Summenformel/Fußballspiele/Aufgabe||
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}}
{{
inputaufgabe
|KO-System/8/Höhenskizze/Aufgabe||
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}}
{{
inputaufgabe
|KO-System/16/Numerische Eigenschaften/Aufgabe||
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}}
{{
inputaufgabe
|KO-System/8/Freier Graph/Spielgraph/Quotientengraph/Aufgabe||
|zusatz=
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}}
{{
inputaufgabe
|KO-System/Gewinnrelation/Konjugiert-isomorph/Eindeutig/Aufgabe||
|zusatz=
|tipp=
}}
Die beiden folgenden Aufgaben nehmen Bezug auf Konzepte der Prädikatenlogik.
{{
inputaufgabe
|KO-System/Elementare Äquivalenz/Aufgabe||
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|tipp=
}}
{{
inputaufgabe
|Fußballweltmeisterschaft/KO-Runde/Elementare Äquivalenz/Aufgabe||
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|tipp=
}}
{{Zwischenüberschrift|Das Turnier}}
{{
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|WM 26/Gesamtspielgraph/Numerische Eigenschaften/Aufgabe||
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}}
{{
inputaufgabe
|WM 26/Gesamtspielgraph/Cliquen/Aufgabe||
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{{Zwischenüberschrift|Turnierplanung}}
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|EM 2016/Fußballgruppen/Drittplatzierte/Aufgabe||
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}}
{{Zwischenüberschrift|Heimvorteil}}
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inputaufgabe
|Weltmeisterschaften/1970 bis 2014/Auswahl/Vollständige Metrik/Aufgabe||
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}}
{{
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|Weltmeisterschaften/1978 bis 2014/Ohne 1998/Vollständige Metrik/Aufgabe||
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}}
{{
inputaufgabe
|Weltmeisterschaften/1978 bis 2014/Vollständige Metrik/Aufgabe||
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|tipp=
}}
{{Zwischenüberschrift|Informationsverarbeitung}}
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inputaufgabe
|Fußball-Weltmeisterschaft/Teilinformation/Möglichkeiten/Aufgabe||
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}}
{{
inputaufgabe
|Fußball-WM/Top 4/Spielreihenfolge/Aufgabe||
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}}
{{Zwischenüberschrift|Die Liga}}
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inputaufgabe
|Rekordrekordmeister/Aufgabe||
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|Textart=Textabschnitt
|Kategorie=Diskrete Mathematik
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|Bearbeitungsstand=wd
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Kurs:Räumliche Modellbildung
106
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2026-07-05T07:14:38Z
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/* SOSE 2026 */
1105930
wikitext
text/x-wiki
{{Fachbereich|Mathematik}}
[[Datei:Wiki2Reveal Logo.png|146px|mini|Kurs enthält [[v:en:Wiki2Reveal|Wiki2Reveal]] Audio-Folien]]
Der Kurs zur räumlichen Modellbildung wurde im Sommersemester 2020 erstellt und nutzt den [https://niebert.github.io/Wiki2Reveal Foliengenerator Wiki2Reveal], der direkt aus dem jeweiligen Wiki-Quelltext eine Präsentation erstellt, die man im Browser mit der Taste "F" in den Vollbildmodus (z.B. für die Nutzung direkt in der Vorlesung verwenden kann. Mit der Taste "C" (Comment) kann man die Folien im Browser auch beschreiben. Mit der Taste "B" (Blackboard) hat man zu jeder Folien eine digitale Tafel für handschriftliche Anmerkungen. Die Annotationen bleiben nur für den jeweiligen Aufruf der Wiki2Reveal-Präsentation im eigenen Browser erhalten und sind bei nächsten Aufruf der Seite nicht mehr sichtbar.
== Hinweis ==
Diese Seite wird während der [[COVID-19|COVID-19-Pandemie]] aufgebaut. Es ist eine Lerneinheit zur räumliche Modellbildung. Bitte informieren Sie sich bzgl. [https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html COVID-19] immer auf
* offiziellen Seite von internationalen Gesundheitsbehörden - '''[https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019 Weltgesundheitsorganisation - WHO]''' oder
* offiziellen nationalen Einrichtungen - '''[https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html Robert Koch Institut - RKI]<ref>Robert Koch Institut (2020) Informationen zum neuartigen Corona-Virus COVID-19 - URL: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html - (accessed 2020/03/27)</ref>''' - [https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/about/index.html CDC]
über aktuelle Empfehlungen und Hinweise.
::: '''<div style="color:red">Eine Lerneinheit kann nie die Informationen der offiziellen Behörden ersetzen!!!</div>'''.
== Wesentliche Begriffsdefinitionen ==
* [[w:de:Partielle_Ableitung|Partielle Ableitung]], [[ w:Richtungsableitung |Richtungsableitung]] <br>
* [[w:de:Gewöhnliche_Differentialgleichung|Gewöhnliche Differentialgleichung]]
* [[w:de:Partielle_Differentialgleichung|Partielle Differentialgleichung]]
<!--
[[File:Video Gradient.webm|thumb|Gradient und Tangentialebende, Screencast vom [https://www.geogebra.org/m/ngbpudth interaktivem Geogebra-Applet Gradient], Autor L. Sittinger und S. Schmitz ]]
[[File:Video Richtungsableitung.webm|thumb|Richtungsableitung, geometrische Darstellung, Screencast vom [https://www.geogebra.org/m/rzpyhdf2 Geogebra-Applet Richtungsableitung], Autor L. Sittinger und S. Schmitz]]
-->
Zu geometrischer Darstellung der partiellen Ableitungen als Komponenten vom Gradientvektor, Tangentialebende, des steilsten Anstiegs siehe
[https://www.geogebra.org/m/ngbpudth Interaktives Geogebra-Applet Gradient], der Richtungsableitung und ihre Approximation durch Differenzenquotient siehe [https://www.geogebra.org/m/rzpyhdf2 Interaktives Geogebra-Applet Richtungsableitung] (Autor L. Sittinger und S. Schmitz).
{| class="wikitable"
|+
|-
! Gradient und Tangentialebene !! Richtungsableitung
|-
| [[File:Video Gradient.webm|500px|Gradient und Tangentialebende]] || [[File:Video Richtungsableitung.webm|500px|Tichtungsableitung]]
|-
| [https://www.geogebra.org/m/ngbpudth Interaktives Geogebra-Applet Gradient] (L. Sittinger und S. Schmitz)|| [https://www.geogebra.org/m/rzpyhdf2 Interaktives Geogebra-Applet Richtungsableitung] (L. Sittinger und S. Schmitz)
|}
== Lernressourcen ==
<!-- Kommentartext * [[/Aufgaben Tutorium SS2020/]]-->
* [[Kurs:Räumliche Modellbildung/Aufgaben Tutorium kontinuerliche räumliche Modellierung|Aufgaben Tutorium kontinuerliche räumliche Modellierung ]]
* [[COVID-19]]
* [[Videokonferenz/Gruppenarbeit|Gruppenarbeit in Breakouträumen mit Videokonferenzen]]
* [[/Deterministisches Kontaktmodell/]]
=== Kontinuerliche Modellierung ===
In diesem Teil des Kurses werden kontinuerliche Modelle für räumliche (Verbreitungs)Prozesse mithilfe Differentialgleichungen studiert und in der Modellierung der Coronaverbreitung angewendet. In solchem Modellen sind die gesuchte Größen (Konzentration eines Stoffes oder der Corona-Infizierten Menschen) als makroskopische Größen betrachtet und als unbekannte Dichtefunktion der Raum- und Zeitveränderlichen <math display="block">
{\bf u} (x,t), x \in \mathbb R^n, \ t \in \mathbb R^+</math>
beschrieben.<br>
Die Anzahl der Infizierten auf einer Fläche <math>S</math> im Zeitpunkt <math>t</math> ergibt sich als Integral der Dichtefunktion über diese Fläche, <math>I(t)=\int_S f(x,t) \ dx.</math>
<br>
Es werden dynamische Populationsmodelle wie [https://de.wikiversity.org/wiki/COVID-19/Mathematische_Modellierung exponenzielle und logistische], Kompartimentmodelle wie [https://de.wikipedia.org/wiki/SIR-Modell SIR-Modell]
im Kursteil [[Kurs:Räumliche Modellbildung#Epidemiologie_-_Modellbildung|Epidemiologie - Modellbildung]] vorgestellt und in diesem Kursteil mit räumlichen Diffusionsprozessen verknüpft. Das resultierende [https://de.wikipedia.org/wiki/Reaktionsdiffusionsgleichung Reaktion-Difussionsmodell] wird in diesem Kursteil näher studiert. Die numerische Diskretisierung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Finite-Differenzen-Methode Finite-Differenzen-Methode] wird implementiert und praktisch angewendet.
Inhalte des Kurses Kontinuerliche Modellierung:
==== Einstieg in die räumliche Modellierung ====
* [[/Deterministisches Kontaktmodell/| Deterministisches Kontakt-Modell]]
==== [[Reaktion-Diffusionsprozess|Reaktionsdiffusiongleichung ]] ====
* ([https://niebert.github.io/Wiki2Reveal/wiki2reveal.html?language=de&domain=wikiversity&title=Reaktion-Diffusionsprozess&author=Kurs:R%C3%A4umliche%20Modellbildung&audioslide=yes Folien 06.04]).- AH [[Datei:Wiki2Reveal Logo.png|35px]],
==== [[Modelle der Populationsdynamik|Modelle der Populationsdynamik ]] ====
* [https://niebert.github.io/Wiki2Reveal/wiki2reveal.html?domain=wikiversity&title=Modelle%20der%20Populationsdynamik&author=Kurs:R%C3%A4umliche%20Modellbildung&language=de&audioslide=yes (Wiki2Reveal-Folien)] - [[Datei:Wiki2Reveal Logo.png|35px]], (Anna Hundertmark - 2020)
==== [[Numerische Modellierung der Diffusion| Numerische Modellierung des Reaktionsdiffusionsprozesses ]] ====
* ([https://niebert.github.io/Wiki2Reveal/wiki2reveal.html?domain=wikiversity&title=Numerische%20Modellierung%20der%20Diffusion&author=Kurs:R%C3%A4umliche%20Modellbildung&language=de&audioslide=yes Folien 16.04]).- AH [[Datei:Wiki2Reveal Logo.png|35px]],
<br>
==== Tutorium zu kontinuerlichen Modellierung ====
<!-- ===== Kontakt-Modell ===== -->
<!-- Kommentartext * [[Kurs:Räumliche Modellbildung/Aufgaben Tutorium SS2020|1. Tutoriumaufgabe.]]- Kontaktmodell. -->
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Aufgaben_Tutorium_kontinuerliche_räumliche_Modellierung#1._Übungsaufgabe_SW1%3A_Kontaktmodell |1. Tutoriumaufgabe]]- Kontaktmodell
<!-- ===== Reaktion-Diffusionsprozess ===== -->
<!-- * [[Kurs:Räumliche Modellbildung/Aufgaben Tutorium SS2020|2. Tutoriumaufgabe.]]- Fundamentallösungen der Poisson und der Diffusionsgleichung.
* [[Kurs:Räumliche Modellbildung/Aufgaben Tutorium SS2020|3. Tutoriumaufgabe.]]- Kompartimentmodelle für die dynamische Beschreibung der Infektionsverbreitung und die Datenlage -->
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Aufgaben_Tutorium_kontinuerliche_räumliche_Modellierung#2._Übungsaufgabe_SW2_- Fundamentallösungen |2. Tutoriumaufgabe]]- Fundamenallösunen der Diffusionsgleichung
<!-- ===== Populationsmodelle ===== -->
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Aufgaben_Tutorium_kontinuerliche_räumliche_Modellierung#3._Übungsaufgabe_SW5:_Kompartimentmodelle|3. Tutoriumaufgabe]]- SIR Populationsmodell
<!-- ===== Numerischen Modellierung ===== -->
<!-- * [[Kurs:Räumliche Modellbildung/Aufgaben Tutorium SS2020|4. Tutoriumaufgabe.]]- Randwertaufgabe für Poissongleichung mit Finite-Differenzen-Verfahren.
* [[Kurs:Räumliche Modellbildung/Aufgaben Tutorium SS2020|5. Tutoriumaufgabe.]]- Epidemiologische Modellierung durch numerische Diskretisierung
-->
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Aufgaben_Tutorium_kontinuerliche_räumliche_Modellierung#4._Übungsaufgabe_SW7:_Poissongleichung_mit_FDM|4. Tutoriumaufgabe]]- FDM für Poisongleichung
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Aufgaben_Tutorium_kontinuerliche_räumliche_Modellierung#5._Übungsaufgabe_SW11:_Epidemiologische_Modellierung_als_Reaktionsdiffusionsprozess_mit_FDM|5. Tutoriumaufgabe]] - Räumliche Epidemieausbreitung mit FDM
==== Studentische Arbeiten zur kontinuerlichen Modellierung SOSE 2020====
* [[Kurs:R%C3%A4umliche_Modellbildung/Gruppe_1#Kontinuierliche_Diffusionsprozesse_(Hundertmark)| Gruppe 1]]
* [[Kurs:R%C3%A4umliche_Modellbildung/Gruppe_4| Gruppe 4]]
* [[Kurs:R%C3%A4umliche_Modellbildung/Gruppe_6#A1_Einfaches_Kontaktmodell |Gruppe 6]]
* [[Kurs:R%C3%A4umliche_Modellbildung/Gruppe_8#Kontinuierliche_Modellierung_von_Diffusionsprozessen| Gruppe 8 ]]
* [[Kurs:R%C3%A4umliche_Modellbildung/Gruppe_11 | Gruppe 11]]
==== Studentische Arbeiten SOSE 2021====
Sie können sich einem dieser Gruppenseiten zuordnen:
* [[Kurs:R%C3%A4umliche_Modellbildung/Gruppe_2#Kontinuierliche_Diffusionsprozesse_(Hundertmark)| Gruppe 2]]
* [[Kurs:R%C3%A4umliche_Modellbildung/Gruppe_3| Gruppe 3]]
* [[Kurs:R%C3%A4umliche_Modellbildung/Gruppe_5#A1_Einfaches_Kontaktmodell |Gruppe 5]]
* [[Kurs:R%C3%A4umliche_Modellbildung/Gruppe_7#Kontinuierliche_Modellierung_von_Diffusionsprozessen| Gruppe 7 ]]
* [[Kurs:R%C3%A4umliche_Modellbildung/Gruppe_9 | Kirstin, Erika, Moritz, Erik]]
* [[Kurs:R%C3%A4umliche_Modellbildung/Gruppe_10 | Gruppe 10]]
oder eine neue Gruppe bilden:
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Gruppe_13| Gruppe 13]]
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Gruppe_14| Gruppe 14]]
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Gruppe_15| Gruppe 15]]
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Gruppe_16| Gruppe 16]]
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Gruppe_Nr |Gruppe 17]]
==== Studentische Arbeiten Thema Fluiddynamik ====
===== SOSE 2022 =====
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Gruppe_Nr18 |Gruppe 18]]
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Gruppe_Nr19 |Gruppe 19]]
===== SOSE 2023 =====
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Fluiddynamik_Gruppe_Nr1 |Gruppe 1: Simulation des Luftstroms in einer Blockflöte]]
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Fluiddynamik_Gruppe_Nr2 |Gruppe 2: Simulation einer Ölverschmutzung des Rheins]]
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Fluiddynamik_Gruppe_Nr3 |Gruppe 3: Simulation der Aerodynamik verschiedener Autoformen]]
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Fluiddynamik_Gruppe_Nr4 |Gruppe 4: Simulation eines Windrades in 2D und 3D]]
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Fluiddynamik_Gruppe_Nr5 |Gruppe 5: Simulation des Windschattens bei Radfahrern in 2D]]
* [[Kurs:Mathematische_Modellbildung/Themen/Corona-Modellierung#Modellierungszyklus_4_-_Implementierung_in_Comsol_2D|
Gruppe 6: Simulation Aerosolen im Klassenzimmer]]
===== SOSE 2026 =====
* [[Kurs:Räumliche_Modellbildung/Fluiddynamik_Gruppe_1|Gruppe_1: Ausbreitung von Zigarettenrauch]]
=== Diskrete Modellbildung ===
In diesem Kursteil gehen wir von der epidemiologischen Situation<ref>„Epidemiologie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. April 2021, 13:41 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Epidemiologie&oldid=210784660 (Abgerufen: 22. April 2021, 10:25 UTC) </ref> aus und versuchen daraus schrittweise die mathematischen Anforderungen und Rahmenbedingungen für die Modellbildung abzuleiten. Die folgenden Wiki2Reveal-Folien können für die Portfolioprüfung verwendet und angepasst werden. Ob Erweiterungen vorgenommen werden oder eine eigen Wiki2Reveal-Präsentation verwendet wird, wir jeweils in der Lehrveranstaltung besprochen
* '''[[/COVID-19/|COVID-19 Einführung]]''' - ([https://niebert.github.io/Wiki2Reveal/wiki2reveal.html?domain=wikiversity&title=Kurs:R%C3%A4umliche%20Modellbildung/COVID-19&author=Kurs:R%C3%A4umliche%20Modellbildung&language=de&audioslide=yes Folien 15.04.2021]) - EN - [[Datei:Wiki2Reveal Logo.png|35px]],
==== Mathematische Modellbildung COVID-19 ====
Unter der Lernressource '''[[COVID-19/Mathematische_Modellbildung|Mathematische Modellbildung COVID-19]]''' finden Sie einführende Informationen zur mathematischen Modellbildung von COVID-19, die als mathematische Werkzeuge untersucht werden, aber nicht zur tatsächlichen Risikoabschätzung verwendet werden sollten (dazu bitte RKI, WHO, Gesundheitsbehörden, ...)
* '''[[Epidemiologische Distanz]]''' - ([https://niebert.github.io/Wiki2Reveal/wiki2reveal.html?domain=wikiversity&title=Epidemiologische%20Distanz&author=Kurs:R%C3%A4umliche%20Modellierung&language=de&audioslide=yes Folien 22.04.2021]) [[Datei:Wiki2Reveal Logo.png|35px]],
* '''[[COVID-19/Mathematische Modellierung/DiMoT|Krankheitsmodellierungszeitraum:]]''' Zeitspanne über die die Krankheitsentwicklung modelliert wird.
=== Beiträge zu Wikiversity ===
In dem folgenden Dokument werden die Beiträge gelistet, die einzelne Gruppe/Studierende zu der kollaborativen Entwicklung von Inhalten beigetragen haben. Verweisen Sie auf den entsprechenden Artikel in Wikiversity den Sie optimiert haben, bzw. den Sie in Absprache in der Lehrveranstaltungen selbst oder in der Gruppe erstellt haben.
* [[/SoSe 2021/]]
* [[/Arbeitsaufträge/|Arbeitsaufträge diskrete Modellbildung]]
=== Zitieren von Vorarbeiten ===
Auch in Wikiversity kann man und sollte man Vorarbeiten von anderen Studierende oder anderen Mitgliedern der Wiki-Gemeinschaft in anderen Artikeln zitieren. Dies ist auf jeder Seite in Wikipedia und Wikiversity mit dem Menüpunkt "Diese Seite zitieren" möglich.
==== Gruppenarbeit in Videokonferenz ====
In einem [[Videokonferenz/Gruppenarbeit|Videokonferenzsystem kann Gruppenarbeit]] abbgebildet werden (Breakouträume in BigBlueButton). Es wird versucht die Gruppengröße an die Schwierigkeit der Aufgaben für die Gruppenarbeit anzupassen.
== Zeiten Flipped Classroom ==
In Breakout-Räumen in BigBlueButton werden die individuellen Arbeiten in den Gruppen besprochen. Es werden Zeit-Slots in Breakouträumen für die Gruppen angeboten ('''Termin 15.04.2021 12c.t.'''): Die Breakouträume sind mit Links hinterlegt, auf denen Sie vorab Kernfragen für die individuelle Betreuung in den Breakouträumen definieren können. Das erlaubt die Planung bestimmte Gruppen mit gleichen Themen zusammenzufassen. Die Nummern der Breakouträume werden in der Regel konsistent zu den Gruppennummer gewählt. Es kann aber auch sein, dass sich Gruppe 1 (VN) und Gruppe 7 (HP) gemeinsam im Breakoutraum 1 treffen sollen, weil ein bestimmtes Thema beide Gruppen betrifft. Dann würde das jeweils angegeben.
=== Gruppenseiten ===
Wenn Sie auf den Gruppenlink klicken kommen Sie auf Ihre Wikiversity-Gruppenseite, auf der Sie Informationen aus Ihren Portfolio zusammentragen können. Diese Informationen sind die Grundlage für die Prüfung. Sie können bei anderen Gruppen schauen und ihre Arbeit anpassen. Verwenden Sie die Option "Seite zitieren", um wie bei einer wissenschaftlichen Veröffentlichung auf die Arbeiten anderer Gruppen zu verweisen
{| class="wikitable sortable"
|+ Projektdokumentation
|-
! Gruppe (Kürzel) !! Doku !! Funktionen !! Implementation !! Octave-Tut !! Script-URL !! Fertig
|-
| '''[[/Gruppe 1/|Gruppe 1:]]''' - (NWG) || Dok || Fkt || Imp || || [[/Gruppe 1/Script/|Script 1]] || NEIN
|-
| '''[[/Gruppe 2/|Gruppe 2:]]''' - (GLP) || Dok100% || Fkt || Imp100% || || [[/Gruppe 2/Script/|Script 2]] || JA
|-
| '''[[/Gruppe 3/|Gruppe 3:]]''' - (D) || Dok || Fkt || Imp || || [[/Gruppe 3/Script/|Script 3]] || NEIN
|-
| '''[[/Gruppe 4/|Gruppe 4:]]''' - (HHL) || Dok || Fkt || Imp75% || || [[/Gruppe 4/Script/|Script 4]] || NEIN
|-
| '''[[/Gruppe 5/|Gruppe 5:]]''' - (CGL) || Dok || Fkt || Imp100% || || [[/Gruppe 5/Script/|Script 5]] || JA
|-
| '''[[/Gruppe 6/|Gruppe 6:]]''' - (KWS) || Dok || Fkt || Imp || || [[/Gruppe 6/Script/|Script 6]] || NEIN
|-
| '''[[/Gruppe 7/|Gruppe 7:]]''' - (HP) || Dok || Fkt || Imp || || [[/Gruppe 7/Script/|Script 7]] || NEIN
|-
| '''[[/Gruppe 8/|Gruppe 8:]]''' - (ST) || Dok || Fkt || Imp || || [[/Gruppe 8/Script/|Script 8]] || NEIN
|-
| '''[[/Gruppe 9/|Gruppe 9:]]''' - (OK) || Dok || Fkt || Imp || OctTut || [[/Gruppe 9/Script/|Script 9]] || NEIN
|-
| '''[[/Gruppe 10/|Gruppe 10:]]''' - (VT) || Dok || Fkt || Imp || OctTut || [[/Gruppe 10/Script/|Script 10]] || NEIN
|-
| '''[[/Gruppe 11/|Gruppe 11:]]''' - (BSM) || Dok || Fkt || Imp || OctTut || [[/Gruppe 11/Script/|Script 11]] || JA
|-
| '''[[/Gruppe 12/|Gruppe 12:]]''' - (KKS) || Dok || Fkt || Imp || OctTut || [[/Gruppe 12/Script/|Script 12]] || NEIN
|}
=== Zeitplanung 15.04.2021 ===
* Wenn Breakoutzeiten unbelegt bleiben, beginnt die Gruppenphase später.
* Definition von mathematischen Funktionen: Wählen Sie in Ihrem Projekt eine kleine Funktion aus der Implementierung der Modellbildung aus und dokumentieren Sie diese. Auf den Gruppenseiten sollten die Funktionen
** sowohl in einer mathematischen Schreibweise als Funktion definiert sein und
** als dokumentierter Code in Octave mit Eingabeparametern (Definitionsbereich) und Rückgabewerten (Wertebereich
** Passen Sie dazu die bereitgestellten Textblöcke auf Ihren Gruppenseiten an.
** Für die Prüfung benötigen Sie keine LibreOffice-Impress-Folien. Ein exportiertes PDF-Dokument reicht.
{| class="wikitable"
|-
! Gruppe/Raum !! Thema/Beratung !! Zeit
|-
| '''[[/Plenum/|Plenum:]]''' || [[COVID-19/Mathematische Modellierung/DiMoT|Krankheitsmodellierungszeitraum]] || Do 12:15-12:30 min (EN)
|-
| '''Breakoutraum 5:''' || [[/Gruppe 5/]] || Gruppenphase 0:00 - 15min (CGL)
|-
| '''Breakoutraum 1:''' || [[/Gruppe 12/]] - || Gruppenphase +0:15 - 15min (KKS)
|-
| '''Breakoutraum 4:''' ||[[/Gruppe 4/]] || Gruppenphase +0:30 - 15min (HHL)
|-
| '''Breakoutraum 2:''' || [[/Gruppe 2 /]] || Gruppenphase +0:45 - 15min (GLP)
|-
| '''Breakoutraum 3:''' || [[/Gruppe 3/]] || Gruppenphase +1:00 - 15min (DJ)
|}
=== Zeitplanung 22.04.2021 ===
{| class="wikitable"
|-
! Gruppe/Raum !! Thema/Beratung !! Zeit
|-
| '''[[/Plenum/|Plenum:]]''' || [[COVID-19/Mathematische Modellierung/DiMoT|Krankheitsmodellierungszeitraum]] || Do 12:15- 12:30min (EN)
|-
| '''Breakoutraum 7:''' ||[[/Gruppe 7/]] || Do 12:30-12:45 - 15min (HP)
|-
| '''Breakoutraum 3:''' || [[/Gruppe 3/]] || Do 12:45-13:00 - 15min (DJ)
|-
| '''Breakoutraum 2:''' || [[/Gruppe 9/]] || Do 13:00-13:15 - 15min (OK)
|-
| '''Breakoutraum 1:''' || [[/Gruppe 1/]] - Nachholtermin || Do 13:15-13:30 - 15min (VN)
|-
| '''Breakoutraum 8:''' || [[/Gruppe 8/]] - Nachholtermin || Do 13:30-13:45 - 15min (ST)
|}
=== Zeitplanung 29.04.2021 ===
{| class="wikitable"
|-
! Gruppe/Raum !! Thema/Beratung !! Zeit
|-
| '''[[/Plenum/|Plenum:]]''' || [[/Plenum/|Zusammenfassung der Rückmeldung]] || Do 12:15-12:45 - 30min (EN)
|-
| '''[[/Gruppe 6/|Breakoutraum 6:]]''' || Gruppentermin 6 - Nachholtermin wegen Zeitmangel || Do 12:45-13:00 - 15min - (KWS)
|-
| '''[[/Gruppe 7/|Breakoutraum 7:]]''' || Gruppentermin 7 - Nachholtermin wegen Zeitmangel || Do 13:00-13:15 - 15min - (HP)
|-
| '''[[/Gruppe 1/|Breakoutraum 1:]]''' || Gruppentermin 1 || Do 13:15-13:30 - 15min - (VN)
|-
| '''[[/Gruppe 8/|Breakoutraum 8:]]''' || Neue Gruppe 8 - ohne Vorstellung in der Übung || Do 13:30-13:45 - 15min - (ST)
|}
Bitte dokumentieren Sie Ihr Projekt auf den Gruppenseiten und kennzeichnen Sie Ihre Gruppe durch ein selbst gewähltes eindeutiges '''<div style="color:red">Namenskürzel der Gruppe</div>''', z.B. wenn sich Ihre Gruppe zu einem bestimmten Zeitfenster in einem Breakoutroum trifft '''<div style="color:red">(ABC) 22.06.2020 Breakoutroom 5</div>''' ein
* z.B. wie bei (EN) bei Plenum
* Nennen Sie die Gruppe und das Gruppenkürzel und belegen Sie die freien Beratungsplätze.
* Sie können den Breakoutraum während der gesamten Gruppenarbeitsphase verwenden. Die angegebenen Zeiten beziehen sich auf die geplante Besuchszeit des Dozenten in der Gruppe.
* Speichern Sie die geteilten Dokumente vor dem Verlassen der Breakouträume ab bzw. machen Sie Screenshots von den Skizzen. [https://niebert.github.io/wikiversity_files/de/Videokonferenz/PDF_Kollaboration_BigBlueButton.pdf Leere Arbeitsblätter]<ref>Bert Niehaus (2020) [https://niebert.github.io/wikiversity_files Leere Arbeitsblätter für Gruppenarbeit in Breakouträumen von BigBlueButton] - URL: https://niebert.github.io/wikiversity_files/de/Videokonferenz/PDF_Kollaboration_BigBlueButton.pdf - Enthalten im GitHub-ZIP File </ref> können
* Besuch des Dozenten in den Breakouträume findet ungefähr in dem angegebenen Zeitfenster statt
* Wenn z.B. die Zeiten für die individuelle Arbeitsruppenberatung nicht ausreichend sind.
== Siehe auch ==
* [[Graph einer Funktion]]
* [[w:de:Optimierung_(Mathematik)|Optimierung in der Mathematik]]
* [[Räumliche Diffusion]]
* [[/Explizte-implizite Modelle/]]
* [[COVID-19/Mathematische_Modellierung]]
* [[Octave-Tutorial]]
* [[Octave-Tutorial/Funktionsdefinition|Funktionsdefinition in Octave]]
* [[b:Octave_Programming_Tutorial|Wikibook zu Octave]]
* [[Humanitarian Open Streetmap]] - Kartenerstellung für humanitäre Zwecke - Räumliche Modellbildung für die Erstellung von Risikokarten.
* [[Kontinuitätsgleichung]]
== Externe Links ==
* [https://www.hotosm.org/impact-areas/public-health/ HOT-OSM Public Health]
== Quellen/Literatur ==
[[Kategorie:Wiki2Reveal]]
[[Kategorie:Epidemiologie]]
[[Kategorie:Mathematische Modellierung]]
mtvi5oslb2q7lbttnl0zidno2dlydbr
Kurs:Diskrete Mathematik/16/Klausur
106
121952
1105988
1105323
2026-07-05T11:55:33Z
Bocardodarapti
2041
1105988
wikitext
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Klausur19
|Diskrete Mathematik/Gemischte Definitionsabfrage/16/Aufgabe|p|||
|Diskrete Mathematik/Gemischte Satzabfrage/16/Aufgabe|p|||
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Kurs:Mathematische Modellbildung/Themen/Windkraftanlagen/Uni-Niveau
106
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1105966
1105887
2026-07-05T09:38:52Z
Björn Henrich
41518
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wikitext
text/x-wiki
= Modellierungszyklus (Universitätsniveau): Optimierung eines Windenergieanlagen-Standorts durch ein Gradientenverfahren =
== Grundidee ==
Die Wahl eines geeigneten Standortes für eine Windenergieanlage ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Ein Standort mit möglichst hoher Windgeschwindigkeit ist nicht automatisch optimal, da zusätzlich wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Neben dem Energieertrag spielen beispielsweise Kosten für Infrastruktur, Erschließung und Entfernung zu vorhandenen Anschlüssen eine Rolle.
Ziel des Modellierungsprozesses ist es, einen Standort <math>(x,y)</math> zu bestimmen, an dem der wirtschaftliche Gesamtnutzen einer Windenergieanlage maximal ist.
Dazu wird ein mathematisches Modell entwickelt und mithilfe eines Gradientenverfahrens optimiert.
== Ziele des Modellierungsprozesses ==
Die Studierenden sollen:
* eine reale Standortentscheidung mathematisch beschreiben,
* geeignete Funktionen zur Modellierung entwickeln,
* eine Zielfunktion mit mehreren Einflussfaktoren aufstellen,
* den Gradienten einer Funktion bestimmen,
* ein numerisches Optimierungsverfahren anwenden,
* die Ergebnisse interpretieren und die Grenzen des Modells reflektieren.
== Vereinfachung der Realität (Annahmen) ==
Da reale Standortentscheidungen von vielen Faktoren abhängen, wird das Problem vereinfacht.
Folgende Annahmen werden getroffen:
* Die betrachtete Fläche wird durch ein zweidimensionales Koordinatensystem beschrieben.
* Jeder Punkt <math>(x,y)</math> entspricht einem möglichen Standort.
* Der Energieertrag hängt von der Windqualität am Standort ab.
* Die Kosten hängen von der Entfernung zur Infrastruktur ab.
* Umweltrechtliche und technische Faktoren werden zunächst nicht berücksichtigt.
Die Funktionen stellen somit ein vereinfachtes Modell einer realen Standortentscheidung dar.
== Mathematisches Modell ==
=== Modellierung des Energieertrags ===
Der Energieertrag wird durch eine Funktion beschrieben, die einen optimalen Bereich für die Windbedingungen darstellt.
Die Funktion lautet:
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2
</math>
Dabei beschreibt:
* <math>E(x,y)</math>: erwarteter Energieertrag
* <math>(x,y)</math>: Standort der Windenergieanlage
Die Funktion besitzt ein Maximum beim Punkt:
<math>
(2,-1)
</math>
Dieser Punkt entspricht dem Standort mit den besten modellierten Windbedingungen.
Da diese Funktion nur ein einziges Maximum und allgemein zu vereinfachend für eine reale Situation ist, wird anhand dieser Funktion nun zuerst das Gradientenverfahren erläutert. Später in diesem Zyklus wird dann eine Möglichkeit vorgestellt, wie möglichst reale Daten in das Modell eingearbeitet werden können und das Modell so die Suche für den idealen Standort der Windenergieanlage finden erleichtern kann.
Zum Plotten und der Eingabe der Funktion kann dafür Octave verwendet werden. Auf den folgenden Screenshots von Octave erkennt man, wie die Energieertragsfunktion im Befehlsfenster erst definiert und dann geplottet wird. Außerdem wird das Gradientenaufstiegsverfahren mit dem Startpunkt <math>(0,0)</math> mithilfe einer for-Schleife durchgeführt.
[[File:Befehlsfenster in Octave.png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
Auf dieser Abbildung ist der Plot erkennbar, den Octave von der Energieertragsfunktion erstellt.
[[File:Energieertragsfunktion in Octave.png|thumb|Energieertragsfunktion in Octave|800px|center]]
=== Modellierung der Kosten ===
Zusätzlich zum Energieertrag entstehen Kosten, die beispielsweise durch Erschließung und Infrastruktur entstehen.
Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage werden durch folgende Funktion modelliert:
<math>
K(x,y)=0{,}5x^2+0{,}5y^2
</math>
Dabei beschreiben
* <math>x</math> und <math>y</math> die Koordinaten des Standorts,
* <math>K(x,y)</math> die standortabhängigen Kosten.
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y
</math>
== Aufstellen der Zielfunktion ==
Da nicht nur der Energieertrag maximiert, sondern gleichzeitig die Kosten minimiert werden sollen, wird eine Nutzenfunktion eingeführt:
== Zielfunktion ==
Zur Bestimmung des optimalen Standorts wird die Zielfunktion als Differenz aus Energieertrag und Kosten definiert:
<math>
G(x,y)=E(x,y)-K(x,y)
</math>
Durch Einsetzen der Energieertrags- und Kostenfunktion ergibt sich:
<math>
G(x,y)=50-5(x-3)^2-2(y-4)^2-0{,}5x^2-0{,}5y^2
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Der Gradient der Zielfunktion ist somit
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-10(x-3)-x\\
-4(y-4)-y
\end{pmatrix}.
</math>
Die Zielfunktion wird verwendet, um den Standort zu bestimmen, bei dem der wirtschaftliche Nutzen – also der Energieertrag abzüglich der Kosten – maximal ist.
== Mathematische Bearbeitung: Gradient ==
Zur Bestimmung des optimalen Standortes wird der Gradient der Zielfunktion betrachtet.
'''Siehe auch'''
[[Gradientenabstiegsverfahren]]
Der Gradient ist:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
und
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Damit ergibt sich:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-11x+30\\
-5y+20
\end{pmatrix}
</math>
Der Gradient zeigt die Richtung, in der sich der wirtschaftliche Nutzen am stärksten verändert.
== Durchführung des Optimierungsverfahrens ==
Da ein Maximum gesucht wird, wird ein Gradientenaufstiegsverfahren verwendet.
Die Iterationsformel lautet:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla G(x_n,y_n)
</math>
Dabei bezeichnet:
* <math>\alpha</math>: Schrittweite
* <math>(x_n,y_n)</math>: aktueller Standort
* <math>(x_{n+1},y_{n+1})</math>: neuer Standort
=== Beispielhafte Durchführung ===
Als Startpunkt wird gewählt:
<math>
(x_0,y_0)=(0,0)
</math>
Der Gradient am Startpunkt ist:
<math>
\nabla G(0,0)=
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
Für eine Schrittweite:
<math>
\alpha=0,1
</math>
ergibt sich:
<math>
(x_1,y_1)
=
(0,0)+0,1
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
also:
<math>
(x_1,y_1)=(3,2)
</math>
Durch weitere Wiederholungen nähert sich der Punkt dem optimalen Standort an.
== Abbruchkriterium ==
Das Verfahren wird beendet, wenn die Veränderung des Standortes sehr klein wird:
<math>
||(x_{n+1},y_{n+1})-(x_n,y_n)||<\varepsilon
</math>
Dann wird angenommen, dass der optimale Standort erreicht wurde.
== Interpretation und Modellkritik ==
Der berechnete Punkt stellt den optimalen Standort innerhalb des mathematischen Modells dar.
Optimal bedeutet:
* möglichst hoher Energieertrag
* gleichzeitig möglichst geringe Kosten
Das Modell ist jedoch eine Vereinfachung der Realität.
Nicht berücksichtigt werden beispielsweise:
* wechselnde Windgeschwindigkeiten
* Naturschutzgebiete
* Abstandsregelungen
* Bodenbeschaffenheit
* reale Baukosten
* Netzanbindung
Eine Erweiterung wäre die Einführung zusätzlicher Nebenbedingungen:
<math>
(x,y)\in D
</math>
wobei <math>D</math> die tatsächlich nutzbare Fläche beschreibt.
== Beispiel für unterschiedliche Gewichtungen ==
'''Szenario 1: Energieertrag ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=1
</math>
Der Energieertrag wird doppelt so stark bewertet wie die Kosten.
'''Szenario 2: Kostenminimierung ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=3
</math>
Die Kosten werden stärker berücksichtigt als der Energieertrag.
== Einfluss der Gewichtung auf das Optimierungsverfahren ==
Das Optimierungsziel verändert sich durch die Wahl der Parameter <math>a</math> und <math>b</math>. Dadurch kann sich der optimale Standort verändern.
Der Gradient der gewichteten Zielfunktion lautet:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Das Gradientenverfahren wird weiterhin durch:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha\nabla G(x_n,y_n)
</math>
beschrieben.
Dabei wird in jedem Schritt die Richtung des größten Anstiegs des gewichteten Gesamtnutzens bestimmt.
---
== Interpretation der Erweiterung ==
Durch die Gewichtungsfaktoren wird das Modell realistischer, da unterschiedliche Zielvorstellungen berücksichtigt werden können.
Die mathematische Lösung hängt somit nicht nur von den physikalischen Eigenschaften des Standortes ab, sondern auch davon, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung bevorzugt werden.
Damit zeigt das Modell, dass mathematische Optimierung nicht nur eine Rechnung ist, sondern auch eine Möglichkeit, reale Entscheidungsprozesse abzubilden.
== Realer Modellierungszyklus ==
[[File:Gitterpunkte in Octave erstellen.png|thumb|Gitterpunkte in Octave erstellen|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 1.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 1|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 2.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 2|800px|center]]
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2026-07-05T09:50:41Z
Björn Henrich
41518
/* Modellierung der Kosten */
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wikitext
text/x-wiki
= Modellierungszyklus (Universitätsniveau): Optimierung eines Windenergieanlagen-Standorts durch ein Gradientenverfahren =
== Grundidee ==
Die Wahl eines geeigneten Standortes für eine Windenergieanlage ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Ein Standort mit möglichst hoher Windgeschwindigkeit ist nicht automatisch optimal, da zusätzlich wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Neben dem Energieertrag spielen beispielsweise Kosten für Infrastruktur, Erschließung und Entfernung zu vorhandenen Anschlüssen eine Rolle.
Ziel des Modellierungsprozesses ist es, einen Standort <math>(x,y)</math> zu bestimmen, an dem der wirtschaftliche Gesamtnutzen einer Windenergieanlage maximal ist.
Dazu wird ein mathematisches Modell entwickelt und mithilfe eines Gradientenverfahrens optimiert.
== Ziele des Modellierungsprozesses ==
Die Studierenden sollen:
* eine reale Standortentscheidung mathematisch beschreiben,
* geeignete Funktionen zur Modellierung entwickeln,
* eine Zielfunktion mit mehreren Einflussfaktoren aufstellen,
* den Gradienten einer Funktion bestimmen,
* ein numerisches Optimierungsverfahren anwenden,
* die Ergebnisse interpretieren und die Grenzen des Modells reflektieren.
== Vereinfachung der Realität (Annahmen) ==
Da reale Standortentscheidungen von vielen Faktoren abhängen, wird das Problem vereinfacht.
Folgende Annahmen werden getroffen:
* Die betrachtete Fläche wird durch ein zweidimensionales Koordinatensystem beschrieben.
* Jeder Punkt <math>(x,y)</math> entspricht einem möglichen Standort.
* Der Energieertrag hängt von der Windqualität am Standort ab.
* Die Kosten hängen von der Entfernung zur Infrastruktur ab.
* Umweltrechtliche und technische Faktoren werden zunächst nicht berücksichtigt.
Die Funktionen stellen somit ein vereinfachtes Modell einer realen Standortentscheidung dar.
== Mathematisches Modell ==
=== Modellierung des Energieertrags ===
Der Energieertrag wird durch eine Funktion beschrieben, die einen optimalen Bereich für die Windbedingungen darstellt.
Die Funktion lautet:
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2
</math>
Dabei beschreibt:
* <math>E(x,y)</math>: erwarteter Energieertrag
* <math>(x,y)</math>: Standort der Windenergieanlage
Die Funktion besitzt ein Maximum beim Punkt:
<math>
(2,-1)
</math>
Dieser Punkt entspricht dem Standort mit den besten modellierten Windbedingungen.
Da diese Funktion nur ein einziges Maximum und allgemein zu vereinfachend für eine reale Situation ist, wird anhand dieser Funktion nun zuerst das Gradientenverfahren erläutert. Später in diesem Zyklus wird dann eine Möglichkeit vorgestellt, wie möglichst reale Daten in das Modell eingearbeitet werden können und das Modell so die Suche für den idealen Standort der Windenergieanlage finden erleichtern kann.
Zum Plotten und der Eingabe der Funktion kann dafür Octave verwendet werden. Auf den folgenden Screenshots von Octave erkennt man, wie die Energieertragsfunktion im Befehlsfenster erst definiert und dann geplottet wird. Außerdem wird das Gradientenaufstiegsverfahren mit dem Startpunkt <math>(0,0)</math> mithilfe einer for-Schleife durchgeführt.
[[File:Befehlsfenster in Octave.png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
Auf dieser Abbildung ist der Plot erkennbar, den Octave von der Energieertragsfunktion erstellt.
[[File:Energieertragsfunktion in Octave.png|thumb|Energieertragsfunktion in Octave|800px|center]]
=== Modellierung der Kosten ===
Zusätzlich zum Energieertrag entstehen Kosten, die beispielsweise durch Erschließung und Infrastruktur entstehen.
Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage werden durch folgende Funktion modelliert:
<math>
K(x,y)=0{,}5x^2+0{,}5y^2
</math>
Dabei beschreiben
* <math>x</math> und <math>y</math> die Koordinaten des Standorts,
* <math>K(x,y)</math> die standortabhängigen Kosten.
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y
</math>
Auch diese Funktion wurde mithilfe von Octave geplottet.
[[File:Befehlsfenster in Octave (2).png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
[[File:Kostenfunktion in Octave.png|thumb|Kostenfunktion in Octave|800px|center]]
== Aufstellen der Zielfunktion ==
Da nicht nur der Energieertrag maximiert, sondern gleichzeitig die Kosten minimiert werden sollen, wird eine Nutzenfunktion eingeführt:
== Zielfunktion ==
Zur Bestimmung des optimalen Standorts wird die Zielfunktion als Differenz aus Energieertrag und Kosten definiert:
<math>
G(x,y)=E(x,y)-K(x,y)
</math>
Durch Einsetzen der Energieertrags- und Kostenfunktion ergibt sich:
<math>
G(x,y)=50-5(x-3)^2-2(y-4)^2-0{,}5x^2-0{,}5y^2
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Der Gradient der Zielfunktion ist somit
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-10(x-3)-x\\
-4(y-4)-y
\end{pmatrix}.
</math>
Die Zielfunktion wird verwendet, um den Standort zu bestimmen, bei dem der wirtschaftliche Nutzen – also der Energieertrag abzüglich der Kosten – maximal ist.
== Mathematische Bearbeitung: Gradient ==
Zur Bestimmung des optimalen Standortes wird der Gradient der Zielfunktion betrachtet.
'''Siehe auch'''
[[Gradientenabstiegsverfahren]]
Der Gradient ist:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
und
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Damit ergibt sich:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-11x+30\\
-5y+20
\end{pmatrix}
</math>
Der Gradient zeigt die Richtung, in der sich der wirtschaftliche Nutzen am stärksten verändert.
== Durchführung des Optimierungsverfahrens ==
Da ein Maximum gesucht wird, wird ein Gradientenaufstiegsverfahren verwendet.
Die Iterationsformel lautet:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla G(x_n,y_n)
</math>
Dabei bezeichnet:
* <math>\alpha</math>: Schrittweite
* <math>(x_n,y_n)</math>: aktueller Standort
* <math>(x_{n+1},y_{n+1})</math>: neuer Standort
=== Beispielhafte Durchführung ===
Als Startpunkt wird gewählt:
<math>
(x_0,y_0)=(0,0)
</math>
Der Gradient am Startpunkt ist:
<math>
\nabla G(0,0)=
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
Für eine Schrittweite:
<math>
\alpha=0,1
</math>
ergibt sich:
<math>
(x_1,y_1)
=
(0,0)+0,1
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
also:
<math>
(x_1,y_1)=(3,2)
</math>
Durch weitere Wiederholungen nähert sich der Punkt dem optimalen Standort an.
== Abbruchkriterium ==
Das Verfahren wird beendet, wenn die Veränderung des Standortes sehr klein wird:
<math>
||(x_{n+1},y_{n+1})-(x_n,y_n)||<\varepsilon
</math>
Dann wird angenommen, dass der optimale Standort erreicht wurde.
== Interpretation und Modellkritik ==
Der berechnete Punkt stellt den optimalen Standort innerhalb des mathematischen Modells dar.
Optimal bedeutet:
* möglichst hoher Energieertrag
* gleichzeitig möglichst geringe Kosten
Das Modell ist jedoch eine Vereinfachung der Realität.
Nicht berücksichtigt werden beispielsweise:
* wechselnde Windgeschwindigkeiten
* Naturschutzgebiete
* Abstandsregelungen
* Bodenbeschaffenheit
* reale Baukosten
* Netzanbindung
Eine Erweiterung wäre die Einführung zusätzlicher Nebenbedingungen:
<math>
(x,y)\in D
</math>
wobei <math>D</math> die tatsächlich nutzbare Fläche beschreibt.
== Beispiel für unterschiedliche Gewichtungen ==
'''Szenario 1: Energieertrag ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=1
</math>
Der Energieertrag wird doppelt so stark bewertet wie die Kosten.
'''Szenario 2: Kostenminimierung ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=3
</math>
Die Kosten werden stärker berücksichtigt als der Energieertrag.
== Einfluss der Gewichtung auf das Optimierungsverfahren ==
Das Optimierungsziel verändert sich durch die Wahl der Parameter <math>a</math> und <math>b</math>. Dadurch kann sich der optimale Standort verändern.
Der Gradient der gewichteten Zielfunktion lautet:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Das Gradientenverfahren wird weiterhin durch:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha\nabla G(x_n,y_n)
</math>
beschrieben.
Dabei wird in jedem Schritt die Richtung des größten Anstiegs des gewichteten Gesamtnutzens bestimmt.
---
== Interpretation der Erweiterung ==
Durch die Gewichtungsfaktoren wird das Modell realistischer, da unterschiedliche Zielvorstellungen berücksichtigt werden können.
Die mathematische Lösung hängt somit nicht nur von den physikalischen Eigenschaften des Standortes ab, sondern auch davon, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung bevorzugt werden.
Damit zeigt das Modell, dass mathematische Optimierung nicht nur eine Rechnung ist, sondern auch eine Möglichkeit, reale Entscheidungsprozesse abzubilden.
== Realer Modellierungszyklus ==
[[File:Gitterpunkte in Octave erstellen.png|thumb|Gitterpunkte in Octave erstellen|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 1.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 1|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 2.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 2|800px|center]]
7mbna7iu5iezti3r0qub8flj1gxcz65
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2026-07-05T09:56:57Z
Björn Henrich
41518
/* Aufstellen der Zielfunktion */
1105968
wikitext
text/x-wiki
= Modellierungszyklus (Universitätsniveau): Optimierung eines Windenergieanlagen-Standorts durch ein Gradientenverfahren =
== Grundidee ==
Die Wahl eines geeigneten Standortes für eine Windenergieanlage ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Ein Standort mit möglichst hoher Windgeschwindigkeit ist nicht automatisch optimal, da zusätzlich wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Neben dem Energieertrag spielen beispielsweise Kosten für Infrastruktur, Erschließung und Entfernung zu vorhandenen Anschlüssen eine Rolle.
Ziel des Modellierungsprozesses ist es, einen Standort <math>(x,y)</math> zu bestimmen, an dem der wirtschaftliche Gesamtnutzen einer Windenergieanlage maximal ist.
Dazu wird ein mathematisches Modell entwickelt und mithilfe eines Gradientenverfahrens optimiert.
== Ziele des Modellierungsprozesses ==
Die Studierenden sollen:
* eine reale Standortentscheidung mathematisch beschreiben,
* geeignete Funktionen zur Modellierung entwickeln,
* eine Zielfunktion mit mehreren Einflussfaktoren aufstellen,
* den Gradienten einer Funktion bestimmen,
* ein numerisches Optimierungsverfahren anwenden,
* die Ergebnisse interpretieren und die Grenzen des Modells reflektieren.
== Vereinfachung der Realität (Annahmen) ==
Da reale Standortentscheidungen von vielen Faktoren abhängen, wird das Problem vereinfacht.
Folgende Annahmen werden getroffen:
* Die betrachtete Fläche wird durch ein zweidimensionales Koordinatensystem beschrieben.
* Jeder Punkt <math>(x,y)</math> entspricht einem möglichen Standort.
* Der Energieertrag hängt von der Windqualität am Standort ab.
* Die Kosten hängen von der Entfernung zur Infrastruktur ab.
* Umweltrechtliche und technische Faktoren werden zunächst nicht berücksichtigt.
Die Funktionen stellen somit ein vereinfachtes Modell einer realen Standortentscheidung dar.
== Mathematisches Modell ==
=== Modellierung des Energieertrags ===
Der Energieertrag wird durch eine Funktion beschrieben, die einen optimalen Bereich für die Windbedingungen darstellt.
Die Funktion lautet:
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2
</math>
Dabei beschreibt:
* <math>E(x,y)</math>: erwarteter Energieertrag
* <math>(x,y)</math>: Standort der Windenergieanlage
Die Funktion besitzt ein Maximum beim Punkt:
<math>
(2,-1)
</math>
Dieser Punkt entspricht dem Standort mit den besten modellierten Windbedingungen.
Da diese Funktion nur ein einziges Maximum und allgemein zu vereinfachend für eine reale Situation ist, wird anhand dieser Funktion nun zuerst das Gradientenverfahren erläutert. Später in diesem Zyklus wird dann eine Möglichkeit vorgestellt, wie möglichst reale Daten in das Modell eingearbeitet werden können und das Modell so die Suche für den idealen Standort der Windenergieanlage finden erleichtern kann.
Zum Plotten und der Eingabe der Funktion kann dafür Octave verwendet werden. Auf den folgenden Screenshots von Octave erkennt man, wie die Energieertragsfunktion im Befehlsfenster erst definiert und dann geplottet wird. Außerdem wird das Gradientenaufstiegsverfahren mit dem Startpunkt <math>(0,0)</math> mithilfe einer for-Schleife durchgeführt.
[[File:Befehlsfenster in Octave.png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
Auf dieser Abbildung ist der Plot erkennbar, den Octave von der Energieertragsfunktion erstellt.
[[File:Energieertragsfunktion in Octave.png|thumb|Energieertragsfunktion in Octave|800px|center]]
=== Modellierung der Kosten ===
Zusätzlich zum Energieertrag entstehen Kosten, die beispielsweise durch Erschließung und Infrastruktur entstehen.
Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage werden durch folgende Funktion modelliert:
<math>
K(x,y)=0{,}5x^2+0{,}5y^2
</math>
Dabei beschreiben
* <math>x</math> und <math>y</math> die Koordinaten des Standorts,
* <math>K(x,y)</math> die standortabhängigen Kosten.
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y
</math>
Auch diese Funktion wurde mithilfe von Octave geplottet.
[[File:Befehlsfenster in Octave (2).png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
[[File:Kostenfunktion in Octave.png|thumb|Kostenfunktion in Octave|800px|center]]
== Gradientenverfahren ==
Im Folgenden werden das '''Gradientenaufstiegsverfahren''' und das '''Gradientenabstiegsverfahren''' anhand der Energiefunktion und der Kostenfunktion erläutert. Beide Verfahren gehören zu den wichtigsten numerischen Optimierungsverfahren und werden eingesetzt, wenn eine Funktion nicht oder nur schwer analytisch optimiert werden kann.
== Gradientenaufstiegsverfahren ==
Zur Veranschaulichung betrachten wir die Funktion
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ein eindeutiges Maximum bei
<math>
(2,-1).
</math>
Anschaulich kann man sich die Funktion als einen Berg vorstellen. Ziel des Gradientenaufstiegsverfahrens ist es, den höchsten Punkt dieses Berges zu finden.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Zunächst werden die partiellen Ableitungen berechnet.
Die Ableitung nach <math>x</math> lautet
<math>
\frac{\partial E}{\partial x}
=
-10(x-2)
</math>
und die Ableitung nach <math>y</math>
<math>
\frac{\partial E}{\partial y}
=
-6(y+1).
</math>
Der Gradient ergibt sich somit zu
<math>
\nabla E(x,y)
=
\begin{pmatrix}
-10(x-2)\\
-6(y+1)
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt an jedem Punkt die Richtung des stärksten Anstiegs der Funktion an.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Da das Maximum zunächst unbekannt ist, wird ein beliebiger Startpunkt gewählt.
Beispielsweise
<math>
(x_0,y_0)=(-2,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient am Startpunkt berechnen ===
Nun wird der Gradient im Startpunkt bestimmt.
<math>
\nabla E(-2,3)
=
\begin{pmatrix}
40\\
-24
\end{pmatrix}.
</math>
Dies bedeutet:
* Die x-Koordinate sollte vergrößert werden.
* Die y-Koordinate sollte verkleinert werden.
Der Gradient zeigt somit genau in Richtung des Maximums.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Nun wird eine Schrittweite
<math>
\alpha=0{,}05
</math>
gewählt.
Der neue Punkt ergibt sich durch
<math>
\begin{pmatrix}
x_1\\
y_1
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_0\\
y_0
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla E(x_0,y_0).
</math>
Einsetzen liefert
<math>
x_1=-2+0,05\cdot40=0
</math>
und
<math>
y_1=3+0,05\cdot(-24)=1,8.
</math>
Der neue Punkt lautet also
<math>
(0,1{,}8).
</math>
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt wird erneut der Gradient berechnet.
Dadurch ergibt sich wiederum eine neue Bewegungsrichtung.
Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis sich die Koordinaten kaum noch verändern.
Schließlich nähert sich das Verfahren dem Maximum <math>
(2,-1)
</math> an.
== Gradientenabstiegsverfahren ==
Das Gradientenabstiegsverfahren funktioniert nach demselben Prinzip, verfolgt jedoch das entgegengesetzte Ziel.
Hier soll nicht das Maximum, sondern das Minimum einer Funktion bestimmt werden.
Als Beispiel betrachten wir die Kostenfunktion
<math>
K(x,y)=0,5x^2+0,5y^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ihr globales Minimum im Ursprung
<math>
(0,0).
</math>
Anschaulich entspricht diese Funktion einer nach oben geöffneten Schüssel.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Die partiellen Ableitungen lauten
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
und
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y.
</math>
Damit ergibt sich der Gradient zu
<math>
\nabla K(x,y)
=
\begin{pmatrix}
x\\
y
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt wieder die Richtung des stärksten Anstiegs an.
Da jedoch das Minimum gesucht wird, wird nun in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Als Startpunkt wählen wir
<math>
(x_0,y_0)=(4,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient berechnen ===
Am Startpunkt ergibt sich
<math>
\nabla K(4,3)
=
\begin{pmatrix}
4\\
3
\end{pmatrix}.
</math>
Da das Minimum gesucht wird, bewegt sich das Verfahren entgegen dieser Richtung.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Mit derselben Schrittweite
<math>
\alpha=0,1
</math>
lautet die Iterationsvorschrift
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
-
\alpha
\nabla K(x_n,y_n).
</math>
Einsetzen ergibt
<math>
x_1=4-0,1\cdot4=3,6
</math>
und
<math>
y_1=3-0,1\cdot3=2,7.
</math>
Der neue Punkt liegt also näher am Ursprung.
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt wird erneut der Gradient berechnet.
Da die Punkte mit jeder Iteration näher zum Ursprung rücken, konvergiert das Verfahren schließlich gegen das Minimum
<math>
(0,0).
</math>
== Zielfunktion ==
Zur Bestimmung des optimalen Standorts wird die Zielfunktion als Differenz aus Energieertrag und Kosten definiert:
<math>
G(x,y)=E(x,y)-K(x,y)
</math>
Durch Einsetzen der Energieertrags- und Kostenfunktion ergibt sich:
<math>
G(x,y)=50-5(x-3)^2-2(y-4)^2-0{,}5x^2-0{,}5y^2
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Der Gradient der Zielfunktion ist somit
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-10(x-3)-x\\
-4(y-4)-y
\end{pmatrix}.
</math>
Die Zielfunktion wird verwendet, um den Standort zu bestimmen, bei dem der wirtschaftliche Nutzen – also der Energieertrag abzüglich der Kosten – maximal ist.
== Mathematische Bearbeitung: Gradient ==
Zur Bestimmung des optimalen Standortes wird der Gradient der Zielfunktion betrachtet.
'''Siehe auch'''
[[Gradientenabstiegsverfahren]]
Der Gradient ist:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
und
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Damit ergibt sich:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-11x+30\\
-5y+20
\end{pmatrix}
</math>
Der Gradient zeigt die Richtung, in der sich der wirtschaftliche Nutzen am stärksten verändert.
== Durchführung des Optimierungsverfahrens ==
Da ein Maximum gesucht wird, wird ein Gradientenaufstiegsverfahren verwendet.
Die Iterationsformel lautet:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla G(x_n,y_n)
</math>
Dabei bezeichnet:
* <math>\alpha</math>: Schrittweite
* <math>(x_n,y_n)</math>: aktueller Standort
* <math>(x_{n+1},y_{n+1})</math>: neuer Standort
=== Beispielhafte Durchführung ===
Als Startpunkt wird gewählt:
<math>
(x_0,y_0)=(0,0)
</math>
Der Gradient am Startpunkt ist:
<math>
\nabla G(0,0)=
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
Für eine Schrittweite:
<math>
\alpha=0,1
</math>
ergibt sich:
<math>
(x_1,y_1)
=
(0,0)+0,1
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
also:
<math>
(x_1,y_1)=(3,2)
</math>
Durch weitere Wiederholungen nähert sich der Punkt dem optimalen Standort an.
== Abbruchkriterium ==
Das Verfahren wird beendet, wenn die Veränderung des Standortes sehr klein wird:
<math>
||(x_{n+1},y_{n+1})-(x_n,y_n)||<\varepsilon
</math>
Dann wird angenommen, dass der optimale Standort erreicht wurde.
== Interpretation und Modellkritik ==
Der berechnete Punkt stellt den optimalen Standort innerhalb des mathematischen Modells dar.
Optimal bedeutet:
* möglichst hoher Energieertrag
* gleichzeitig möglichst geringe Kosten
Das Modell ist jedoch eine Vereinfachung der Realität.
Nicht berücksichtigt werden beispielsweise:
* wechselnde Windgeschwindigkeiten
* Naturschutzgebiete
* Abstandsregelungen
* Bodenbeschaffenheit
* reale Baukosten
* Netzanbindung
Eine Erweiterung wäre die Einführung zusätzlicher Nebenbedingungen:
<math>
(x,y)\in D
</math>
wobei <math>D</math> die tatsächlich nutzbare Fläche beschreibt.
== Beispiel für unterschiedliche Gewichtungen ==
'''Szenario 1: Energieertrag ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=1
</math>
Der Energieertrag wird doppelt so stark bewertet wie die Kosten.
'''Szenario 2: Kostenminimierung ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=3
</math>
Die Kosten werden stärker berücksichtigt als der Energieertrag.
== Einfluss der Gewichtung auf das Optimierungsverfahren ==
Das Optimierungsziel verändert sich durch die Wahl der Parameter <math>a</math> und <math>b</math>. Dadurch kann sich der optimale Standort verändern.
Der Gradient der gewichteten Zielfunktion lautet:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Das Gradientenverfahren wird weiterhin durch:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha\nabla G(x_n,y_n)
</math>
beschrieben.
Dabei wird in jedem Schritt die Richtung des größten Anstiegs des gewichteten Gesamtnutzens bestimmt.
---
== Interpretation der Erweiterung ==
Durch die Gewichtungsfaktoren wird das Modell realistischer, da unterschiedliche Zielvorstellungen berücksichtigt werden können.
Die mathematische Lösung hängt somit nicht nur von den physikalischen Eigenschaften des Standortes ab, sondern auch davon, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung bevorzugt werden.
Damit zeigt das Modell, dass mathematische Optimierung nicht nur eine Rechnung ist, sondern auch eine Möglichkeit, reale Entscheidungsprozesse abzubilden.
== Realer Modellierungszyklus ==
[[File:Gitterpunkte in Octave erstellen.png|thumb|Gitterpunkte in Octave erstellen|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 1.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 1|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 2.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 2|800px|center]]
ori8zka94kmvx5zghm0z08xfa3x9ejh
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2026-07-05T09:57:46Z
Björn Henrich
41518
/* Gradientenabstiegsverfahren */
1105969
wikitext
text/x-wiki
= Modellierungszyklus (Universitätsniveau): Optimierung eines Windenergieanlagen-Standorts durch ein Gradientenverfahren =
== Grundidee ==
Die Wahl eines geeigneten Standortes für eine Windenergieanlage ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Ein Standort mit möglichst hoher Windgeschwindigkeit ist nicht automatisch optimal, da zusätzlich wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Neben dem Energieertrag spielen beispielsweise Kosten für Infrastruktur, Erschließung und Entfernung zu vorhandenen Anschlüssen eine Rolle.
Ziel des Modellierungsprozesses ist es, einen Standort <math>(x,y)</math> zu bestimmen, an dem der wirtschaftliche Gesamtnutzen einer Windenergieanlage maximal ist.
Dazu wird ein mathematisches Modell entwickelt und mithilfe eines Gradientenverfahrens optimiert.
== Ziele des Modellierungsprozesses ==
Die Studierenden sollen:
* eine reale Standortentscheidung mathematisch beschreiben,
* geeignete Funktionen zur Modellierung entwickeln,
* eine Zielfunktion mit mehreren Einflussfaktoren aufstellen,
* den Gradienten einer Funktion bestimmen,
* ein numerisches Optimierungsverfahren anwenden,
* die Ergebnisse interpretieren und die Grenzen des Modells reflektieren.
== Vereinfachung der Realität (Annahmen) ==
Da reale Standortentscheidungen von vielen Faktoren abhängen, wird das Problem vereinfacht.
Folgende Annahmen werden getroffen:
* Die betrachtete Fläche wird durch ein zweidimensionales Koordinatensystem beschrieben.
* Jeder Punkt <math>(x,y)</math> entspricht einem möglichen Standort.
* Der Energieertrag hängt von der Windqualität am Standort ab.
* Die Kosten hängen von der Entfernung zur Infrastruktur ab.
* Umweltrechtliche und technische Faktoren werden zunächst nicht berücksichtigt.
Die Funktionen stellen somit ein vereinfachtes Modell einer realen Standortentscheidung dar.
== Mathematisches Modell ==
=== Modellierung des Energieertrags ===
Der Energieertrag wird durch eine Funktion beschrieben, die einen optimalen Bereich für die Windbedingungen darstellt.
Die Funktion lautet:
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2
</math>
Dabei beschreibt:
* <math>E(x,y)</math>: erwarteter Energieertrag
* <math>(x,y)</math>: Standort der Windenergieanlage
Die Funktion besitzt ein Maximum beim Punkt:
<math>
(2,-1)
</math>
Dieser Punkt entspricht dem Standort mit den besten modellierten Windbedingungen.
Da diese Funktion nur ein einziges Maximum und allgemein zu vereinfachend für eine reale Situation ist, wird anhand dieser Funktion nun zuerst das Gradientenverfahren erläutert. Später in diesem Zyklus wird dann eine Möglichkeit vorgestellt, wie möglichst reale Daten in das Modell eingearbeitet werden können und das Modell so die Suche für den idealen Standort der Windenergieanlage finden erleichtern kann.
Zum Plotten und der Eingabe der Funktion kann dafür Octave verwendet werden. Auf den folgenden Screenshots von Octave erkennt man, wie die Energieertragsfunktion im Befehlsfenster erst definiert und dann geplottet wird. Außerdem wird das Gradientenaufstiegsverfahren mit dem Startpunkt <math>(0,0)</math> mithilfe einer for-Schleife durchgeführt.
[[File:Befehlsfenster in Octave.png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
Auf dieser Abbildung ist der Plot erkennbar, den Octave von der Energieertragsfunktion erstellt.
[[File:Energieertragsfunktion in Octave.png|thumb|Energieertragsfunktion in Octave|800px|center]]
=== Modellierung der Kosten ===
Zusätzlich zum Energieertrag entstehen Kosten, die beispielsweise durch Erschließung und Infrastruktur entstehen.
Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage werden durch folgende Funktion modelliert:
<math>
K(x,y)=0{,}5x^2+0{,}5y^2
</math>
Dabei beschreiben
* <math>x</math> und <math>y</math> die Koordinaten des Standorts,
* <math>K(x,y)</math> die standortabhängigen Kosten.
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y
</math>
Auch diese Funktion wurde mithilfe von Octave geplottet.
[[File:Befehlsfenster in Octave (2).png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
[[File:Kostenfunktion in Octave.png|thumb|Kostenfunktion in Octave|800px|center]]
== Gradientenverfahren ==
Im Folgenden werden das '''Gradientenaufstiegsverfahren''' und das '''Gradientenabstiegsverfahren''' anhand der Energiefunktion und der Kostenfunktion erläutert. Beide Verfahren gehören zu den wichtigsten numerischen Optimierungsverfahren und werden eingesetzt, wenn eine Funktion nicht oder nur schwer analytisch optimiert werden kann.
== Gradientenaufstiegsverfahren ==
Zur Veranschaulichung betrachten wir die Funktion
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ein eindeutiges Maximum bei
<math>
(2,-1).
</math>
Anschaulich kann man sich die Funktion als einen Berg vorstellen. Ziel des Gradientenaufstiegsverfahrens ist es, den höchsten Punkt dieses Berges zu finden.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Zunächst werden die partiellen Ableitungen berechnet.
Die Ableitung nach <math>x</math> lautet
<math>
\frac{\partial E}{\partial x}
=
-10(x-2)
</math>
und die Ableitung nach <math>y</math>
<math>
\frac{\partial E}{\partial y}
=
-6(y+1).
</math>
Der Gradient ergibt sich somit zu
<math>
\nabla E(x,y)
=
\begin{pmatrix}
-10(x-2)\\
-6(y+1)
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt an jedem Punkt die Richtung des stärksten Anstiegs der Funktion an.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Da das Maximum zunächst unbekannt ist, wird ein beliebiger Startpunkt gewählt.
Beispielsweise
<math>
(x_0,y_0)=(-2,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient am Startpunkt berechnen ===
Nun wird der Gradient im Startpunkt bestimmt.
<math>
\nabla E(-2,3)
=
\begin{pmatrix}
40\\
-24
\end{pmatrix}.
</math>
Dies bedeutet:
* Die x-Koordinate sollte vergrößert werden.
* Die y-Koordinate sollte verkleinert werden.
Der Gradient zeigt somit genau in Richtung des Maximums.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Nun wird eine Schrittweite
<math>
\alpha=0{,}05
</math>
gewählt.
Der neue Punkt ergibt sich durch
<math>
\begin{pmatrix}
x_1\\
y_1
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_0\\
y_0
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla E(x_0,y_0).
</math>
Einsetzen liefert
<math>
x_1=-2+0,05\cdot40=0
</math>
und
<math>
y_1=3+0,05\cdot(-24)=1,8.
</math>
Der neue Punkt lautet also
<math>
(0,1{,}8).
</math>
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt wird erneut der Gradient berechnet.
Dadurch ergibt sich wiederum eine neue Bewegungsrichtung.
Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis sich die Koordinaten kaum noch verändern.
Schließlich nähert sich das Verfahren dem Maximum <math>
(2,-1)
</math> an.
== Gradientenabstiegsverfahren ==
Das Gradientenabstiegsverfahren funktioniert nach demselben Prinzip, verfolgt jedoch das entgegengesetzte Ziel.
Hier soll nicht das Maximum, sondern das Minimum einer Funktion bestimmt werden.
Als Beispiel betrachten wir die Kostenfunktion
<math>
K(x,y)=0,5x^2+0,5y^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ihr globales Minimum im Ursprung
<math>
(0,0).
</math>
Anschaulich entspricht diese Funktion einer nach oben geöffneten Schüssel.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Die partiellen Ableitungen lauten
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
und
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y.
</math>
Damit ergibt sich der Gradient zu
<math>
\nabla K(x,y)
=
\begin{pmatrix}
x\\
y
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt wieder die Richtung des stärksten Anstiegs an.
Da jedoch das Minimum gesucht wird, wird nun in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Als Startpunkt wählen wir
<math>
(x_0,y_0)=(4,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient berechnen ===
Am Startpunkt ergibt sich
<math>
\nabla K(4,3)
=
\begin{pmatrix}
4\\
3
\end{pmatrix}.
</math>
Da das Minimum gesucht wird, bewegt sich das Verfahren entgegen dieser Richtung.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Mit derselben Schrittweite
<math>
\alpha=0,1
</math>
lautet die Iterationsvorschrift
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
-
\alpha
\nabla K(x_n,y_n).
</math>
Einsetzen ergibt
<math>
x_1=4-0,1\cdot4=3,6
</math>
und
<math>
y_1=3-0,1\cdot3=2,7.
</math>
Der neue Punkt liegt also näher am Ursprung.
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt wird erneut der Gradient berechnet.
Da die Punkte mit jeder Iteration näher zum Ursprung rücken, konvergiert das Verfahren schließlich gegen das Minimum
<math>
(0,0).
</math>
== Unterschied zwischen Gradientenaufstieg und Gradientenabstieg ==
Beide Verfahren verwenden den Gradienten einer Funktion. Der Unterschied besteht ausschließlich in der Bewegungsrichtung.
{| class="wikitable"
! Verfahren
! Ziel
! Iterationsvorschrift
|-
| Gradientenaufstieg
| Maximum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n+\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|-
| Gradientenabstieg
| Minimum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n-\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|}
Während beim Gradientenaufstieg der Gradient addiert wird und somit der Richtung des stärksten Anstiegs gefolgt wird, wird beim Gradientenabstieg der Gradient subtrahiert. Dadurch bewegt sich das Verfahren entlang der Richtung des stärksten Gefälles und nähert sich einem Minimum.
Der grundlegende Ablauf beider Verfahren ist identisch:
# Startpunkt wählen.
# Gradient berechnen.
# Schrittweite festlegen.
# Neue Position berechnen.
# Wiederholen, bis sich die Position kaum noch verändert.
Numerische Gradientenverfahren bilden die Grundlage zahlreicher Optimierungsverfahren und werden unter anderem in der Mathematik, Informatik, den Ingenieurwissenschaften sowie im maschinellen Lernen eingesetzt.
== Zielfunktion ==
Zur Bestimmung des optimalen Standorts wird die Zielfunktion als Differenz aus Energieertrag und Kosten definiert:
<math>
G(x,y)=E(x,y)-K(x,y)
</math>
Durch Einsetzen der Energieertrags- und Kostenfunktion ergibt sich:
<math>
G(x,y)=50-5(x-3)^2-2(y-4)^2-0{,}5x^2-0{,}5y^2
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Der Gradient der Zielfunktion ist somit
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-10(x-3)-x\\
-4(y-4)-y
\end{pmatrix}.
</math>
Die Zielfunktion wird verwendet, um den Standort zu bestimmen, bei dem der wirtschaftliche Nutzen – also der Energieertrag abzüglich der Kosten – maximal ist.
== Mathematische Bearbeitung: Gradient ==
Zur Bestimmung des optimalen Standortes wird der Gradient der Zielfunktion betrachtet.
'''Siehe auch'''
[[Gradientenabstiegsverfahren]]
Der Gradient ist:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
und
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Damit ergibt sich:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-11x+30\\
-5y+20
\end{pmatrix}
</math>
Der Gradient zeigt die Richtung, in der sich der wirtschaftliche Nutzen am stärksten verändert.
== Durchführung des Optimierungsverfahrens ==
Da ein Maximum gesucht wird, wird ein Gradientenaufstiegsverfahren verwendet.
Die Iterationsformel lautet:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla G(x_n,y_n)
</math>
Dabei bezeichnet:
* <math>\alpha</math>: Schrittweite
* <math>(x_n,y_n)</math>: aktueller Standort
* <math>(x_{n+1},y_{n+1})</math>: neuer Standort
=== Beispielhafte Durchführung ===
Als Startpunkt wird gewählt:
<math>
(x_0,y_0)=(0,0)
</math>
Der Gradient am Startpunkt ist:
<math>
\nabla G(0,0)=
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
Für eine Schrittweite:
<math>
\alpha=0,1
</math>
ergibt sich:
<math>
(x_1,y_1)
=
(0,0)+0,1
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
also:
<math>
(x_1,y_1)=(3,2)
</math>
Durch weitere Wiederholungen nähert sich der Punkt dem optimalen Standort an.
== Abbruchkriterium ==
Das Verfahren wird beendet, wenn die Veränderung des Standortes sehr klein wird:
<math>
||(x_{n+1},y_{n+1})-(x_n,y_n)||<\varepsilon
</math>
Dann wird angenommen, dass der optimale Standort erreicht wurde.
== Interpretation und Modellkritik ==
Der berechnete Punkt stellt den optimalen Standort innerhalb des mathematischen Modells dar.
Optimal bedeutet:
* möglichst hoher Energieertrag
* gleichzeitig möglichst geringe Kosten
Das Modell ist jedoch eine Vereinfachung der Realität.
Nicht berücksichtigt werden beispielsweise:
* wechselnde Windgeschwindigkeiten
* Naturschutzgebiete
* Abstandsregelungen
* Bodenbeschaffenheit
* reale Baukosten
* Netzanbindung
Eine Erweiterung wäre die Einführung zusätzlicher Nebenbedingungen:
<math>
(x,y)\in D
</math>
wobei <math>D</math> die tatsächlich nutzbare Fläche beschreibt.
== Beispiel für unterschiedliche Gewichtungen ==
'''Szenario 1: Energieertrag ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=1
</math>
Der Energieertrag wird doppelt so stark bewertet wie die Kosten.
'''Szenario 2: Kostenminimierung ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=3
</math>
Die Kosten werden stärker berücksichtigt als der Energieertrag.
== Einfluss der Gewichtung auf das Optimierungsverfahren ==
Das Optimierungsziel verändert sich durch die Wahl der Parameter <math>a</math> und <math>b</math>. Dadurch kann sich der optimale Standort verändern.
Der Gradient der gewichteten Zielfunktion lautet:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Das Gradientenverfahren wird weiterhin durch:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha\nabla G(x_n,y_n)
</math>
beschrieben.
Dabei wird in jedem Schritt die Richtung des größten Anstiegs des gewichteten Gesamtnutzens bestimmt.
---
== Interpretation der Erweiterung ==
Durch die Gewichtungsfaktoren wird das Modell realistischer, da unterschiedliche Zielvorstellungen berücksichtigt werden können.
Die mathematische Lösung hängt somit nicht nur von den physikalischen Eigenschaften des Standortes ab, sondern auch davon, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung bevorzugt werden.
Damit zeigt das Modell, dass mathematische Optimierung nicht nur eine Rechnung ist, sondern auch eine Möglichkeit, reale Entscheidungsprozesse abzubilden.
== Realer Modellierungszyklus ==
[[File:Gitterpunkte in Octave erstellen.png|thumb|Gitterpunkte in Octave erstellen|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 1.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 1|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 2.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 2|800px|center]]
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1105970
1105969
2026-07-05T09:58:39Z
Björn Henrich
41518
/* Modellierung des Energieertrags */
1105970
wikitext
text/x-wiki
= Modellierungszyklus (Universitätsniveau): Optimierung eines Windenergieanlagen-Standorts durch ein Gradientenverfahren =
== Grundidee ==
Die Wahl eines geeigneten Standortes für eine Windenergieanlage ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Ein Standort mit möglichst hoher Windgeschwindigkeit ist nicht automatisch optimal, da zusätzlich wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Neben dem Energieertrag spielen beispielsweise Kosten für Infrastruktur, Erschließung und Entfernung zu vorhandenen Anschlüssen eine Rolle.
Ziel des Modellierungsprozesses ist es, einen Standort <math>(x,y)</math> zu bestimmen, an dem der wirtschaftliche Gesamtnutzen einer Windenergieanlage maximal ist.
Dazu wird ein mathematisches Modell entwickelt und mithilfe eines Gradientenverfahrens optimiert.
== Ziele des Modellierungsprozesses ==
Die Studierenden sollen:
* eine reale Standortentscheidung mathematisch beschreiben,
* geeignete Funktionen zur Modellierung entwickeln,
* eine Zielfunktion mit mehreren Einflussfaktoren aufstellen,
* den Gradienten einer Funktion bestimmen,
* ein numerisches Optimierungsverfahren anwenden,
* die Ergebnisse interpretieren und die Grenzen des Modells reflektieren.
== Vereinfachung der Realität (Annahmen) ==
Da reale Standortentscheidungen von vielen Faktoren abhängen, wird das Problem vereinfacht.
Folgende Annahmen werden getroffen:
* Die betrachtete Fläche wird durch ein zweidimensionales Koordinatensystem beschrieben.
* Jeder Punkt <math>(x,y)</math> entspricht einem möglichen Standort.
* Der Energieertrag hängt von der Windqualität am Standort ab.
* Die Kosten hängen von der Entfernung zur Infrastruktur ab.
* Umweltrechtliche und technische Faktoren werden zunächst nicht berücksichtigt.
Die Funktionen stellen somit ein vereinfachtes Modell einer realen Standortentscheidung dar.
== Mathematisches Modell ==
=== Modellierung des Energieertrags ===
Der Energieertrag wird durch eine Funktion beschrieben, die einen optimalen Bereich für die Windbedingungen darstellt.
Die Funktion lautet:
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2
</math>
Dabei beschreibt:
* <math>E(x,y)</math>: erwarteter Energieertrag
* <math>(x,y)</math>: Standort der Windenergieanlage
Da diese Funktion nur ein einziges Maximum und allgemein zu vereinfachend für eine reale Situation ist, wird anhand dieser Funktion nun zuerst das Gradientenverfahren erläutert. Später in diesem Zyklus wird dann eine Möglichkeit vorgestellt, wie möglichst reale Daten in das Modell eingearbeitet werden können und das Modell so die Suche für den idealen Standort der Windenergieanlage finden erleichtern kann.
Zum Plotten und der Eingabe der Funktion kann dafür Octave verwendet werden. Auf den folgenden Screenshots von Octave erkennt man, wie die Energieertragsfunktion im Befehlsfenster erst definiert und dann geplottet wird. Außerdem wird das Gradientenaufstiegsverfahren mit dem Startpunkt <math>(0,0)</math> mithilfe einer for-Schleife durchgeführt.
[[File:Befehlsfenster in Octave.png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
Auf dieser Abbildung ist der Plot erkennbar, den Octave von der Energieertragsfunktion erstellt.
[[File:Energieertragsfunktion in Octave.png|thumb|Energieertragsfunktion in Octave|800px|center]]
=== Modellierung der Kosten ===
Zusätzlich zum Energieertrag entstehen Kosten, die beispielsweise durch Erschließung und Infrastruktur entstehen.
Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage werden durch folgende Funktion modelliert:
<math>
K(x,y)=0{,}5x^2+0{,}5y^2
</math>
Dabei beschreiben
* <math>x</math> und <math>y</math> die Koordinaten des Standorts,
* <math>K(x,y)</math> die standortabhängigen Kosten.
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y
</math>
Auch diese Funktion wurde mithilfe von Octave geplottet.
[[File:Befehlsfenster in Octave (2).png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
[[File:Kostenfunktion in Octave.png|thumb|Kostenfunktion in Octave|800px|center]]
== Gradientenverfahren ==
Im Folgenden werden das '''Gradientenaufstiegsverfahren''' und das '''Gradientenabstiegsverfahren''' anhand der Energiefunktion und der Kostenfunktion erläutert. Beide Verfahren gehören zu den wichtigsten numerischen Optimierungsverfahren und werden eingesetzt, wenn eine Funktion nicht oder nur schwer analytisch optimiert werden kann.
== Gradientenaufstiegsverfahren ==
Zur Veranschaulichung betrachten wir die Funktion
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ein eindeutiges Maximum bei
<math>
(2,-1).
</math>
Anschaulich kann man sich die Funktion als einen Berg vorstellen. Ziel des Gradientenaufstiegsverfahrens ist es, den höchsten Punkt dieses Berges zu finden.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Zunächst werden die partiellen Ableitungen berechnet.
Die Ableitung nach <math>x</math> lautet
<math>
\frac{\partial E}{\partial x}
=
-10(x-2)
</math>
und die Ableitung nach <math>y</math>
<math>
\frac{\partial E}{\partial y}
=
-6(y+1).
</math>
Der Gradient ergibt sich somit zu
<math>
\nabla E(x,y)
=
\begin{pmatrix}
-10(x-2)\\
-6(y+1)
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt an jedem Punkt die Richtung des stärksten Anstiegs der Funktion an.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Da das Maximum zunächst unbekannt ist, wird ein beliebiger Startpunkt gewählt.
Beispielsweise
<math>
(x_0,y_0)=(-2,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient am Startpunkt berechnen ===
Nun wird der Gradient im Startpunkt bestimmt.
<math>
\nabla E(-2,3)
=
\begin{pmatrix}
40\\
-24
\end{pmatrix}.
</math>
Dies bedeutet:
* Die x-Koordinate sollte vergrößert werden.
* Die y-Koordinate sollte verkleinert werden.
Der Gradient zeigt somit genau in Richtung des Maximums.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Nun wird eine Schrittweite
<math>
\alpha=0{,}05
</math>
gewählt.
Der neue Punkt ergibt sich durch
<math>
\begin{pmatrix}
x_1\\
y_1
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_0\\
y_0
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla E(x_0,y_0).
</math>
Einsetzen liefert
<math>
x_1=-2+0,05\cdot40=0
</math>
und
<math>
y_1=3+0,05\cdot(-24)=1,8.
</math>
Der neue Punkt lautet also
<math>
(0,1{,}8).
</math>
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt wird erneut der Gradient berechnet.
Dadurch ergibt sich wiederum eine neue Bewegungsrichtung.
Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis sich die Koordinaten kaum noch verändern.
Schließlich nähert sich das Verfahren dem Maximum <math>
(2,-1)
</math> an.
== Gradientenabstiegsverfahren ==
Das Gradientenabstiegsverfahren funktioniert nach demselben Prinzip, verfolgt jedoch das entgegengesetzte Ziel.
Hier soll nicht das Maximum, sondern das Minimum einer Funktion bestimmt werden.
Als Beispiel betrachten wir die Kostenfunktion
<math>
K(x,y)=0,5x^2+0,5y^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ihr globales Minimum im Ursprung
<math>
(0,0).
</math>
Anschaulich entspricht diese Funktion einer nach oben geöffneten Schüssel.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Die partiellen Ableitungen lauten
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
und
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y.
</math>
Damit ergibt sich der Gradient zu
<math>
\nabla K(x,y)
=
\begin{pmatrix}
x\\
y
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt wieder die Richtung des stärksten Anstiegs an.
Da jedoch das Minimum gesucht wird, wird nun in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Als Startpunkt wählen wir
<math>
(x_0,y_0)=(4,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient berechnen ===
Am Startpunkt ergibt sich
<math>
\nabla K(4,3)
=
\begin{pmatrix}
4\\
3
\end{pmatrix}.
</math>
Da das Minimum gesucht wird, bewegt sich das Verfahren entgegen dieser Richtung.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Mit derselben Schrittweite
<math>
\alpha=0,1
</math>
lautet die Iterationsvorschrift
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
-
\alpha
\nabla K(x_n,y_n).
</math>
Einsetzen ergibt
<math>
x_1=4-0,1\cdot4=3,6
</math>
und
<math>
y_1=3-0,1\cdot3=2,7.
</math>
Der neue Punkt liegt also näher am Ursprung.
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt wird erneut der Gradient berechnet.
Da die Punkte mit jeder Iteration näher zum Ursprung rücken, konvergiert das Verfahren schließlich gegen das Minimum
<math>
(0,0).
</math>
== Unterschied zwischen Gradientenaufstieg und Gradientenabstieg ==
Beide Verfahren verwenden den Gradienten einer Funktion. Der Unterschied besteht ausschließlich in der Bewegungsrichtung.
{| class="wikitable"
! Verfahren
! Ziel
! Iterationsvorschrift
|-
| Gradientenaufstieg
| Maximum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n+\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|-
| Gradientenabstieg
| Minimum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n-\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|}
Während beim Gradientenaufstieg der Gradient addiert wird und somit der Richtung des stärksten Anstiegs gefolgt wird, wird beim Gradientenabstieg der Gradient subtrahiert. Dadurch bewegt sich das Verfahren entlang der Richtung des stärksten Gefälles und nähert sich einem Minimum.
Der grundlegende Ablauf beider Verfahren ist identisch:
# Startpunkt wählen.
# Gradient berechnen.
# Schrittweite festlegen.
# Neue Position berechnen.
# Wiederholen, bis sich die Position kaum noch verändert.
Numerische Gradientenverfahren bilden die Grundlage zahlreicher Optimierungsverfahren und werden unter anderem in der Mathematik, Informatik, den Ingenieurwissenschaften sowie im maschinellen Lernen eingesetzt.
== Zielfunktion ==
Zur Bestimmung des optimalen Standorts wird die Zielfunktion als Differenz aus Energieertrag und Kosten definiert:
<math>
G(x,y)=E(x,y)-K(x,y)
</math>
Durch Einsetzen der Energieertrags- und Kostenfunktion ergibt sich:
<math>
G(x,y)=50-5(x-3)^2-2(y-4)^2-0{,}5x^2-0{,}5y^2
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Der Gradient der Zielfunktion ist somit
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-10(x-3)-x\\
-4(y-4)-y
\end{pmatrix}.
</math>
Die Zielfunktion wird verwendet, um den Standort zu bestimmen, bei dem der wirtschaftliche Nutzen – also der Energieertrag abzüglich der Kosten – maximal ist.
== Mathematische Bearbeitung: Gradient ==
Zur Bestimmung des optimalen Standortes wird der Gradient der Zielfunktion betrachtet.
'''Siehe auch'''
[[Gradientenabstiegsverfahren]]
Der Gradient ist:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
und
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Damit ergibt sich:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-11x+30\\
-5y+20
\end{pmatrix}
</math>
Der Gradient zeigt die Richtung, in der sich der wirtschaftliche Nutzen am stärksten verändert.
== Durchführung des Optimierungsverfahrens ==
Da ein Maximum gesucht wird, wird ein Gradientenaufstiegsverfahren verwendet.
Die Iterationsformel lautet:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla G(x_n,y_n)
</math>
Dabei bezeichnet:
* <math>\alpha</math>: Schrittweite
* <math>(x_n,y_n)</math>: aktueller Standort
* <math>(x_{n+1},y_{n+1})</math>: neuer Standort
=== Beispielhafte Durchführung ===
Als Startpunkt wird gewählt:
<math>
(x_0,y_0)=(0,0)
</math>
Der Gradient am Startpunkt ist:
<math>
\nabla G(0,0)=
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
Für eine Schrittweite:
<math>
\alpha=0,1
</math>
ergibt sich:
<math>
(x_1,y_1)
=
(0,0)+0,1
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
also:
<math>
(x_1,y_1)=(3,2)
</math>
Durch weitere Wiederholungen nähert sich der Punkt dem optimalen Standort an.
== Abbruchkriterium ==
Das Verfahren wird beendet, wenn die Veränderung des Standortes sehr klein wird:
<math>
||(x_{n+1},y_{n+1})-(x_n,y_n)||<\varepsilon
</math>
Dann wird angenommen, dass der optimale Standort erreicht wurde.
== Interpretation und Modellkritik ==
Der berechnete Punkt stellt den optimalen Standort innerhalb des mathematischen Modells dar.
Optimal bedeutet:
* möglichst hoher Energieertrag
* gleichzeitig möglichst geringe Kosten
Das Modell ist jedoch eine Vereinfachung der Realität.
Nicht berücksichtigt werden beispielsweise:
* wechselnde Windgeschwindigkeiten
* Naturschutzgebiete
* Abstandsregelungen
* Bodenbeschaffenheit
* reale Baukosten
* Netzanbindung
Eine Erweiterung wäre die Einführung zusätzlicher Nebenbedingungen:
<math>
(x,y)\in D
</math>
wobei <math>D</math> die tatsächlich nutzbare Fläche beschreibt.
== Beispiel für unterschiedliche Gewichtungen ==
'''Szenario 1: Energieertrag ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=1
</math>
Der Energieertrag wird doppelt so stark bewertet wie die Kosten.
'''Szenario 2: Kostenminimierung ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=3
</math>
Die Kosten werden stärker berücksichtigt als der Energieertrag.
== Einfluss der Gewichtung auf das Optimierungsverfahren ==
Das Optimierungsziel verändert sich durch die Wahl der Parameter <math>a</math> und <math>b</math>. Dadurch kann sich der optimale Standort verändern.
Der Gradient der gewichteten Zielfunktion lautet:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Das Gradientenverfahren wird weiterhin durch:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha\nabla G(x_n,y_n)
</math>
beschrieben.
Dabei wird in jedem Schritt die Richtung des größten Anstiegs des gewichteten Gesamtnutzens bestimmt.
---
== Interpretation der Erweiterung ==
Durch die Gewichtungsfaktoren wird das Modell realistischer, da unterschiedliche Zielvorstellungen berücksichtigt werden können.
Die mathematische Lösung hängt somit nicht nur von den physikalischen Eigenschaften des Standortes ab, sondern auch davon, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung bevorzugt werden.
Damit zeigt das Modell, dass mathematische Optimierung nicht nur eine Rechnung ist, sondern auch eine Möglichkeit, reale Entscheidungsprozesse abzubilden.
== Realer Modellierungszyklus ==
[[File:Gitterpunkte in Octave erstellen.png|thumb|Gitterpunkte in Octave erstellen|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 1.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 1|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 2.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 2|800px|center]]
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1105970
2026-07-05T09:59:05Z
Björn Henrich
41518
/* Gradientenaufstiegsverfahren */
1105971
wikitext
text/x-wiki
= Modellierungszyklus (Universitätsniveau): Optimierung eines Windenergieanlagen-Standorts durch ein Gradientenverfahren =
== Grundidee ==
Die Wahl eines geeigneten Standortes für eine Windenergieanlage ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Ein Standort mit möglichst hoher Windgeschwindigkeit ist nicht automatisch optimal, da zusätzlich wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Neben dem Energieertrag spielen beispielsweise Kosten für Infrastruktur, Erschließung und Entfernung zu vorhandenen Anschlüssen eine Rolle.
Ziel des Modellierungsprozesses ist es, einen Standort <math>(x,y)</math> zu bestimmen, an dem der wirtschaftliche Gesamtnutzen einer Windenergieanlage maximal ist.
Dazu wird ein mathematisches Modell entwickelt und mithilfe eines Gradientenverfahrens optimiert.
== Ziele des Modellierungsprozesses ==
Die Studierenden sollen:
* eine reale Standortentscheidung mathematisch beschreiben,
* geeignete Funktionen zur Modellierung entwickeln,
* eine Zielfunktion mit mehreren Einflussfaktoren aufstellen,
* den Gradienten einer Funktion bestimmen,
* ein numerisches Optimierungsverfahren anwenden,
* die Ergebnisse interpretieren und die Grenzen des Modells reflektieren.
== Vereinfachung der Realität (Annahmen) ==
Da reale Standortentscheidungen von vielen Faktoren abhängen, wird das Problem vereinfacht.
Folgende Annahmen werden getroffen:
* Die betrachtete Fläche wird durch ein zweidimensionales Koordinatensystem beschrieben.
* Jeder Punkt <math>(x,y)</math> entspricht einem möglichen Standort.
* Der Energieertrag hängt von der Windqualität am Standort ab.
* Die Kosten hängen von der Entfernung zur Infrastruktur ab.
* Umweltrechtliche und technische Faktoren werden zunächst nicht berücksichtigt.
Die Funktionen stellen somit ein vereinfachtes Modell einer realen Standortentscheidung dar.
== Mathematisches Modell ==
=== Modellierung des Energieertrags ===
Der Energieertrag wird durch eine Funktion beschrieben, die einen optimalen Bereich für die Windbedingungen darstellt.
Die Funktion lautet:
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2
</math>
Dabei beschreibt:
* <math>E(x,y)</math>: erwarteter Energieertrag
* <math>(x,y)</math>: Standort der Windenergieanlage
Da diese Funktion nur ein einziges Maximum und allgemein zu vereinfachend für eine reale Situation ist, wird anhand dieser Funktion nun zuerst das Gradientenverfahren erläutert. Später in diesem Zyklus wird dann eine Möglichkeit vorgestellt, wie möglichst reale Daten in das Modell eingearbeitet werden können und das Modell so die Suche für den idealen Standort der Windenergieanlage finden erleichtern kann.
Zum Plotten und der Eingabe der Funktion kann dafür Octave verwendet werden. Auf den folgenden Screenshots von Octave erkennt man, wie die Energieertragsfunktion im Befehlsfenster erst definiert und dann geplottet wird. Außerdem wird das Gradientenaufstiegsverfahren mit dem Startpunkt <math>(0,0)</math> mithilfe einer for-Schleife durchgeführt.
[[File:Befehlsfenster in Octave.png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
Auf dieser Abbildung ist der Plot erkennbar, den Octave von der Energieertragsfunktion erstellt.
[[File:Energieertragsfunktion in Octave.png|thumb|Energieertragsfunktion in Octave|800px|center]]
=== Modellierung der Kosten ===
Zusätzlich zum Energieertrag entstehen Kosten, die beispielsweise durch Erschließung und Infrastruktur entstehen.
Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage werden durch folgende Funktion modelliert:
<math>
K(x,y)=0{,}5x^2+0{,}5y^2
</math>
Dabei beschreiben
* <math>x</math> und <math>y</math> die Koordinaten des Standorts,
* <math>K(x,y)</math> die standortabhängigen Kosten.
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y
</math>
Auch diese Funktion wurde mithilfe von Octave geplottet.
[[File:Befehlsfenster in Octave (2).png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
[[File:Kostenfunktion in Octave.png|thumb|Kostenfunktion in Octave|800px|center]]
== Gradientenverfahren ==
Im Folgenden werden das '''Gradientenaufstiegsverfahren''' und das '''Gradientenabstiegsverfahren''' anhand der Energiefunktion und der Kostenfunktion erläutert. Beide Verfahren gehören zu den wichtigsten numerischen Optimierungsverfahren und werden eingesetzt, wenn eine Funktion nicht oder nur schwer analytisch optimiert werden kann.
== Gradientenaufstiegsverfahren ==
Zur Veranschaulichung betrachten wir die Funktion
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ein eindeutiges Maximum bei
<math>
(2,-1).
</math>
Dieser Punkt entspricht dem Standort mit den besten modellierten Windbedingungen.
Anschaulich kann man sich die Funktion als einen Berg vorstellen. Ziel des Gradientenaufstiegsverfahrens ist es, den höchsten Punkt dieses Berges zu finden.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Zunächst werden die partiellen Ableitungen berechnet.
Die Ableitung nach <math>x</math> lautet
<math>
\frac{\partial E}{\partial x}
=
-10(x-2)
</math>
und die Ableitung nach <math>y</math>
<math>
\frac{\partial E}{\partial y}
=
-6(y+1).
</math>
Der Gradient ergibt sich somit zu
<math>
\nabla E(x,y)
=
\begin{pmatrix}
-10(x-2)\\
-6(y+1)
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt an jedem Punkt die Richtung des stärksten Anstiegs der Funktion an.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Da das Maximum zunächst unbekannt ist, wird ein beliebiger Startpunkt gewählt.
Beispielsweise
<math>
(x_0,y_0)=(-2,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient am Startpunkt berechnen ===
Nun wird der Gradient im Startpunkt bestimmt.
<math>
\nabla E(-2,3)
=
\begin{pmatrix}
40\\
-24
\end{pmatrix}.
</math>
Dies bedeutet:
* Die x-Koordinate sollte vergrößert werden.
* Die y-Koordinate sollte verkleinert werden.
Der Gradient zeigt somit genau in Richtung des Maximums.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Nun wird eine Schrittweite
<math>
\alpha=0{,}05
</math>
gewählt.
Der neue Punkt ergibt sich durch
<math>
\begin{pmatrix}
x_1\\
y_1
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_0\\
y_0
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla E(x_0,y_0).
</math>
Einsetzen liefert
<math>
x_1=-2+0,05\cdot40=0
</math>
und
<math>
y_1=3+0,05\cdot(-24)=1,8.
</math>
Der neue Punkt lautet also
<math>
(0,1{,}8).
</math>
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt wird erneut der Gradient berechnet.
Dadurch ergibt sich wiederum eine neue Bewegungsrichtung.
Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis sich die Koordinaten kaum noch verändern.
Schließlich nähert sich das Verfahren dem Maximum <math>
(2,-1)
</math> an.
== Gradientenabstiegsverfahren ==
Das Gradientenabstiegsverfahren funktioniert nach demselben Prinzip, verfolgt jedoch das entgegengesetzte Ziel.
Hier soll nicht das Maximum, sondern das Minimum einer Funktion bestimmt werden.
Als Beispiel betrachten wir die Kostenfunktion
<math>
K(x,y)=0,5x^2+0,5y^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ihr globales Minimum im Ursprung
<math>
(0,0).
</math>
Anschaulich entspricht diese Funktion einer nach oben geöffneten Schüssel.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Die partiellen Ableitungen lauten
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
und
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y.
</math>
Damit ergibt sich der Gradient zu
<math>
\nabla K(x,y)
=
\begin{pmatrix}
x\\
y
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt wieder die Richtung des stärksten Anstiegs an.
Da jedoch das Minimum gesucht wird, wird nun in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Als Startpunkt wählen wir
<math>
(x_0,y_0)=(4,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient berechnen ===
Am Startpunkt ergibt sich
<math>
\nabla K(4,3)
=
\begin{pmatrix}
4\\
3
\end{pmatrix}.
</math>
Da das Minimum gesucht wird, bewegt sich das Verfahren entgegen dieser Richtung.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Mit derselben Schrittweite
<math>
\alpha=0,1
</math>
lautet die Iterationsvorschrift
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
-
\alpha
\nabla K(x_n,y_n).
</math>
Einsetzen ergibt
<math>
x_1=4-0,1\cdot4=3,6
</math>
und
<math>
y_1=3-0,1\cdot3=2,7.
</math>
Der neue Punkt liegt also näher am Ursprung.
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt wird erneut der Gradient berechnet.
Da die Punkte mit jeder Iteration näher zum Ursprung rücken, konvergiert das Verfahren schließlich gegen das Minimum
<math>
(0,0).
</math>
== Unterschied zwischen Gradientenaufstieg und Gradientenabstieg ==
Beide Verfahren verwenden den Gradienten einer Funktion. Der Unterschied besteht ausschließlich in der Bewegungsrichtung.
{| class="wikitable"
! Verfahren
! Ziel
! Iterationsvorschrift
|-
| Gradientenaufstieg
| Maximum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n+\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|-
| Gradientenabstieg
| Minimum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n-\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|}
Während beim Gradientenaufstieg der Gradient addiert wird und somit der Richtung des stärksten Anstiegs gefolgt wird, wird beim Gradientenabstieg der Gradient subtrahiert. Dadurch bewegt sich das Verfahren entlang der Richtung des stärksten Gefälles und nähert sich einem Minimum.
Der grundlegende Ablauf beider Verfahren ist identisch:
# Startpunkt wählen.
# Gradient berechnen.
# Schrittweite festlegen.
# Neue Position berechnen.
# Wiederholen, bis sich die Position kaum noch verändert.
Numerische Gradientenverfahren bilden die Grundlage zahlreicher Optimierungsverfahren und werden unter anderem in der Mathematik, Informatik, den Ingenieurwissenschaften sowie im maschinellen Lernen eingesetzt.
== Zielfunktion ==
Zur Bestimmung des optimalen Standorts wird die Zielfunktion als Differenz aus Energieertrag und Kosten definiert:
<math>
G(x,y)=E(x,y)-K(x,y)
</math>
Durch Einsetzen der Energieertrags- und Kostenfunktion ergibt sich:
<math>
G(x,y)=50-5(x-3)^2-2(y-4)^2-0{,}5x^2-0{,}5y^2
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Der Gradient der Zielfunktion ist somit
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-10(x-3)-x\\
-4(y-4)-y
\end{pmatrix}.
</math>
Die Zielfunktion wird verwendet, um den Standort zu bestimmen, bei dem der wirtschaftliche Nutzen – also der Energieertrag abzüglich der Kosten – maximal ist.
== Mathematische Bearbeitung: Gradient ==
Zur Bestimmung des optimalen Standortes wird der Gradient der Zielfunktion betrachtet.
'''Siehe auch'''
[[Gradientenabstiegsverfahren]]
Der Gradient ist:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
und
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Damit ergibt sich:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-11x+30\\
-5y+20
\end{pmatrix}
</math>
Der Gradient zeigt die Richtung, in der sich der wirtschaftliche Nutzen am stärksten verändert.
== Durchführung des Optimierungsverfahrens ==
Da ein Maximum gesucht wird, wird ein Gradientenaufstiegsverfahren verwendet.
Die Iterationsformel lautet:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla G(x_n,y_n)
</math>
Dabei bezeichnet:
* <math>\alpha</math>: Schrittweite
* <math>(x_n,y_n)</math>: aktueller Standort
* <math>(x_{n+1},y_{n+1})</math>: neuer Standort
=== Beispielhafte Durchführung ===
Als Startpunkt wird gewählt:
<math>
(x_0,y_0)=(0,0)
</math>
Der Gradient am Startpunkt ist:
<math>
\nabla G(0,0)=
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
Für eine Schrittweite:
<math>
\alpha=0,1
</math>
ergibt sich:
<math>
(x_1,y_1)
=
(0,0)+0,1
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
also:
<math>
(x_1,y_1)=(3,2)
</math>
Durch weitere Wiederholungen nähert sich der Punkt dem optimalen Standort an.
== Abbruchkriterium ==
Das Verfahren wird beendet, wenn die Veränderung des Standortes sehr klein wird:
<math>
||(x_{n+1},y_{n+1})-(x_n,y_n)||<\varepsilon
</math>
Dann wird angenommen, dass der optimale Standort erreicht wurde.
== Interpretation und Modellkritik ==
Der berechnete Punkt stellt den optimalen Standort innerhalb des mathematischen Modells dar.
Optimal bedeutet:
* möglichst hoher Energieertrag
* gleichzeitig möglichst geringe Kosten
Das Modell ist jedoch eine Vereinfachung der Realität.
Nicht berücksichtigt werden beispielsweise:
* wechselnde Windgeschwindigkeiten
* Naturschutzgebiete
* Abstandsregelungen
* Bodenbeschaffenheit
* reale Baukosten
* Netzanbindung
Eine Erweiterung wäre die Einführung zusätzlicher Nebenbedingungen:
<math>
(x,y)\in D
</math>
wobei <math>D</math> die tatsächlich nutzbare Fläche beschreibt.
== Beispiel für unterschiedliche Gewichtungen ==
'''Szenario 1: Energieertrag ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=1
</math>
Der Energieertrag wird doppelt so stark bewertet wie die Kosten.
'''Szenario 2: Kostenminimierung ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=3
</math>
Die Kosten werden stärker berücksichtigt als der Energieertrag.
== Einfluss der Gewichtung auf das Optimierungsverfahren ==
Das Optimierungsziel verändert sich durch die Wahl der Parameter <math>a</math> und <math>b</math>. Dadurch kann sich der optimale Standort verändern.
Der Gradient der gewichteten Zielfunktion lautet:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Das Gradientenverfahren wird weiterhin durch:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha\nabla G(x_n,y_n)
</math>
beschrieben.
Dabei wird in jedem Schritt die Richtung des größten Anstiegs des gewichteten Gesamtnutzens bestimmt.
---
== Interpretation der Erweiterung ==
Durch die Gewichtungsfaktoren wird das Modell realistischer, da unterschiedliche Zielvorstellungen berücksichtigt werden können.
Die mathematische Lösung hängt somit nicht nur von den physikalischen Eigenschaften des Standortes ab, sondern auch davon, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung bevorzugt werden.
Damit zeigt das Modell, dass mathematische Optimierung nicht nur eine Rechnung ist, sondern auch eine Möglichkeit, reale Entscheidungsprozesse abzubilden.
== Realer Modellierungszyklus ==
[[File:Gitterpunkte in Octave erstellen.png|thumb|Gitterpunkte in Octave erstellen|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 1.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 1|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 2.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 2|800px|center]]
9q7mrzoggz3cjs08ep636ttvhdomagy
1105972
1105971
2026-07-05T10:00:49Z
Björn Henrich
41518
/* Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen */
1105972
wikitext
text/x-wiki
= Modellierungszyklus (Universitätsniveau): Optimierung eines Windenergieanlagen-Standorts durch ein Gradientenverfahren =
== Grundidee ==
Die Wahl eines geeigneten Standortes für eine Windenergieanlage ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Ein Standort mit möglichst hoher Windgeschwindigkeit ist nicht automatisch optimal, da zusätzlich wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Neben dem Energieertrag spielen beispielsweise Kosten für Infrastruktur, Erschließung und Entfernung zu vorhandenen Anschlüssen eine Rolle.
Ziel des Modellierungsprozesses ist es, einen Standort <math>(x,y)</math> zu bestimmen, an dem der wirtschaftliche Gesamtnutzen einer Windenergieanlage maximal ist.
Dazu wird ein mathematisches Modell entwickelt und mithilfe eines Gradientenverfahrens optimiert.
== Ziele des Modellierungsprozesses ==
Die Studierenden sollen:
* eine reale Standortentscheidung mathematisch beschreiben,
* geeignete Funktionen zur Modellierung entwickeln,
* eine Zielfunktion mit mehreren Einflussfaktoren aufstellen,
* den Gradienten einer Funktion bestimmen,
* ein numerisches Optimierungsverfahren anwenden,
* die Ergebnisse interpretieren und die Grenzen des Modells reflektieren.
== Vereinfachung der Realität (Annahmen) ==
Da reale Standortentscheidungen von vielen Faktoren abhängen, wird das Problem vereinfacht.
Folgende Annahmen werden getroffen:
* Die betrachtete Fläche wird durch ein zweidimensionales Koordinatensystem beschrieben.
* Jeder Punkt <math>(x,y)</math> entspricht einem möglichen Standort.
* Der Energieertrag hängt von der Windqualität am Standort ab.
* Die Kosten hängen von der Entfernung zur Infrastruktur ab.
* Umweltrechtliche und technische Faktoren werden zunächst nicht berücksichtigt.
Die Funktionen stellen somit ein vereinfachtes Modell einer realen Standortentscheidung dar.
== Mathematisches Modell ==
=== Modellierung des Energieertrags ===
Der Energieertrag wird durch eine Funktion beschrieben, die einen optimalen Bereich für die Windbedingungen darstellt.
Die Funktion lautet:
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2
</math>
Dabei beschreibt:
* <math>E(x,y)</math>: erwarteter Energieertrag
* <math>(x,y)</math>: Standort der Windenergieanlage
Da diese Funktion nur ein einziges Maximum und allgemein zu vereinfachend für eine reale Situation ist, wird anhand dieser Funktion nun zuerst das Gradientenverfahren erläutert. Später in diesem Zyklus wird dann eine Möglichkeit vorgestellt, wie möglichst reale Daten in das Modell eingearbeitet werden können und das Modell so die Suche für den idealen Standort der Windenergieanlage finden erleichtern kann.
Zum Plotten und der Eingabe der Funktion kann dafür Octave verwendet werden. Auf den folgenden Screenshots von Octave erkennt man, wie die Energieertragsfunktion im Befehlsfenster erst definiert und dann geplottet wird. Außerdem wird das Gradientenaufstiegsverfahren mit dem Startpunkt <math>(0,0)</math> mithilfe einer for-Schleife durchgeführt.
[[File:Befehlsfenster in Octave.png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
Auf dieser Abbildung ist der Plot erkennbar, den Octave von der Energieertragsfunktion erstellt.
[[File:Energieertragsfunktion in Octave.png|thumb|Energieertragsfunktion in Octave|800px|center]]
=== Modellierung der Kosten ===
Zusätzlich zum Energieertrag entstehen Kosten, die beispielsweise durch Erschließung und Infrastruktur entstehen.
Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage werden durch folgende Funktion modelliert:
<math>
K(x,y)=0{,}5x^2+0{,}5y^2
</math>
Dabei beschreiben
* <math>x</math> und <math>y</math> die Koordinaten des Standorts,
* <math>K(x,y)</math> die standortabhängigen Kosten.
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y
</math>
Auch diese Funktion wurde mithilfe von Octave geplottet.
[[File:Befehlsfenster in Octave (2).png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
[[File:Kostenfunktion in Octave.png|thumb|Kostenfunktion in Octave|800px|center]]
== Gradientenverfahren ==
Im Folgenden werden das '''Gradientenaufstiegsverfahren''' und das '''Gradientenabstiegsverfahren''' anhand der Energiefunktion und der Kostenfunktion erläutert. Beide Verfahren gehören zu den wichtigsten numerischen Optimierungsverfahren und werden eingesetzt, wenn eine Funktion nicht oder nur schwer analytisch optimiert werden kann.
== Gradientenaufstiegsverfahren ==
Zur Veranschaulichung betrachten wir die Funktion
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ein eindeutiges Maximum bei
<math>
(2,-1).
</math>
Dieser Punkt entspricht dem Standort mit den besten modellierten Windbedingungen.
Anschaulich kann man sich die Funktion als einen Berg vorstellen. Ziel des Gradientenaufstiegsverfahrens ist es, den höchsten Punkt dieses Berges zu finden.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Zunächst werden die partiellen Ableitungen berechnet.
Die Ableitung nach <math>x</math> lautet
<math>
\frac{\partial E}{\partial x}
=
-10(x-2)
</math>
und die Ableitung nach <math>y</math>
<math>
\frac{\partial E}{\partial y}
=
-6(y+1).
</math>
Der Gradient ergibt sich somit zu
<math>
\nabla E(x,y)
=
\begin{pmatrix}
-10(x-2)\\
-6(y+1)
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt an jedem Punkt die Richtung des stärksten Anstiegs der Funktion an.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Da das Maximum zunächst unbekannt ist, wird ein beliebiger Startpunkt gewählt.
Beispielsweise
<math>
(x_0,y_0)=(-2,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient am Startpunkt berechnen ===
Nun wird der Gradient im Startpunkt bestimmt.
<math>
\nabla E(-2,3)
=
\begin{pmatrix}
40\\
-24
\end{pmatrix}.
</math>
Dies bedeutet:
* Die x-Koordinate sollte vergrößert werden.
* Die y-Koordinate sollte verkleinert werden.
Der Gradient zeigt somit genau in Richtung des Maximums.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Nun wird eine Schrittweite <math>
\alpha=0{,}05
</math> gewählt.
Die Schrittweite <math>\alpha</math> bestimmt, wie weit sich der Algorithmus in jeder Iteration entlang des Gradienten bewegt. Sie hat einen entscheidenden Einfluss auf die Geschwindigkeit und Stabilität des Verfahrens.
* '''Kleine Schrittweite (<math>\alpha</math>)''':
** Der Algorithmus nähert sich dem Optimum in vielen kleinen Schritten.
** Die Berechnung ist meist sehr stabil.
** Allerdings werden häufig viele Iterationen benötigt, bis das Optimum erreicht wird.
* '''Große Schrittweite (<math>\alpha</math>)''':
** Das Verfahren bewegt sich schneller in Richtung des Optimums.
** Ist die Schrittweite jedoch zu groß, kann das Optimum übersprungen werden.
** Im ungünstigsten Fall springt der Algorithmus zwischen verschiedenen Punkten hin und her oder divergiert, sodass keine Lösung gefunden wird.
Die Wahl einer geeigneten Schrittweite stellt daher einen wichtigen Bestandteil numerischer Optimierungsverfahren dar. In der Praxis werden häufig adaptive Verfahren eingesetzt, bei denen die Schrittweite während der Berechnung automatisch angepasst wird. Für das hier betrachtete Beispiel wird eine konstante Schrittweite verwendet, um das Verfahren möglichst anschaulich darzustellen.
Der neue Punkt ergibt sich durch
<math>
\begin{pmatrix}
x_1\\
y_1
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_0\\
y_0
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla E(x_0,y_0).
</math>
Einsetzen liefert
<math>
x_1=-2+0,05\cdot40=0
</math>
und
<math>
y_1=3+0,05\cdot(-24)=1,8.
</math>
Der neue Punkt lautet also
<math>
(0,1{,}8).
</math>
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt wird erneut der Gradient berechnet.
Dadurch ergibt sich wiederum eine neue Bewegungsrichtung.
Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis sich die Koordinaten kaum noch verändern.
Schließlich nähert sich das Verfahren dem Maximum <math>
(2,-1)
</math> an.
== Gradientenabstiegsverfahren ==
Das Gradientenabstiegsverfahren funktioniert nach demselben Prinzip, verfolgt jedoch das entgegengesetzte Ziel.
Hier soll nicht das Maximum, sondern das Minimum einer Funktion bestimmt werden.
Als Beispiel betrachten wir die Kostenfunktion
<math>
K(x,y)=0,5x^2+0,5y^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ihr globales Minimum im Ursprung
<math>
(0,0).
</math>
Anschaulich entspricht diese Funktion einer nach oben geöffneten Schüssel.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Die partiellen Ableitungen lauten
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
und
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y.
</math>
Damit ergibt sich der Gradient zu
<math>
\nabla K(x,y)
=
\begin{pmatrix}
x\\
y
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt wieder die Richtung des stärksten Anstiegs an.
Da jedoch das Minimum gesucht wird, wird nun in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Als Startpunkt wählen wir
<math>
(x_0,y_0)=(4,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient berechnen ===
Am Startpunkt ergibt sich
<math>
\nabla K(4,3)
=
\begin{pmatrix}
4\\
3
\end{pmatrix}.
</math>
Da das Minimum gesucht wird, bewegt sich das Verfahren entgegen dieser Richtung.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Mit derselben Schrittweite
<math>
\alpha=0,1
</math>
lautet die Iterationsvorschrift
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
-
\alpha
\nabla K(x_n,y_n).
</math>
Einsetzen ergibt
<math>
x_1=4-0,1\cdot4=3,6
</math>
und
<math>
y_1=3-0,1\cdot3=2,7.
</math>
Der neue Punkt liegt also näher am Ursprung.
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt wird erneut der Gradient berechnet.
Da die Punkte mit jeder Iteration näher zum Ursprung rücken, konvergiert das Verfahren schließlich gegen das Minimum
<math>
(0,0).
</math>
== Unterschied zwischen Gradientenaufstieg und Gradientenabstieg ==
Beide Verfahren verwenden den Gradienten einer Funktion. Der Unterschied besteht ausschließlich in der Bewegungsrichtung.
{| class="wikitable"
! Verfahren
! Ziel
! Iterationsvorschrift
|-
| Gradientenaufstieg
| Maximum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n+\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|-
| Gradientenabstieg
| Minimum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n-\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|}
Während beim Gradientenaufstieg der Gradient addiert wird und somit der Richtung des stärksten Anstiegs gefolgt wird, wird beim Gradientenabstieg der Gradient subtrahiert. Dadurch bewegt sich das Verfahren entlang der Richtung des stärksten Gefälles und nähert sich einem Minimum.
Der grundlegende Ablauf beider Verfahren ist identisch:
# Startpunkt wählen.
# Gradient berechnen.
# Schrittweite festlegen.
# Neue Position berechnen.
# Wiederholen, bis sich die Position kaum noch verändert.
Numerische Gradientenverfahren bilden die Grundlage zahlreicher Optimierungsverfahren und werden unter anderem in der Mathematik, Informatik, den Ingenieurwissenschaften sowie im maschinellen Lernen eingesetzt.
== Zielfunktion ==
Zur Bestimmung des optimalen Standorts wird die Zielfunktion als Differenz aus Energieertrag und Kosten definiert:
<math>
G(x,y)=E(x,y)-K(x,y)
</math>
Durch Einsetzen der Energieertrags- und Kostenfunktion ergibt sich:
<math>
G(x,y)=50-5(x-3)^2-2(y-4)^2-0{,}5x^2-0{,}5y^2
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Der Gradient der Zielfunktion ist somit
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-10(x-3)-x\\
-4(y-4)-y
\end{pmatrix}.
</math>
Die Zielfunktion wird verwendet, um den Standort zu bestimmen, bei dem der wirtschaftliche Nutzen – also der Energieertrag abzüglich der Kosten – maximal ist.
== Mathematische Bearbeitung: Gradient ==
Zur Bestimmung des optimalen Standortes wird der Gradient der Zielfunktion betrachtet.
'''Siehe auch'''
[[Gradientenabstiegsverfahren]]
Der Gradient ist:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
und
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Damit ergibt sich:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-11x+30\\
-5y+20
\end{pmatrix}
</math>
Der Gradient zeigt die Richtung, in der sich der wirtschaftliche Nutzen am stärksten verändert.
== Durchführung des Optimierungsverfahrens ==
Da ein Maximum gesucht wird, wird ein Gradientenaufstiegsverfahren verwendet.
Die Iterationsformel lautet:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla G(x_n,y_n)
</math>
Dabei bezeichnet:
* <math>\alpha</math>: Schrittweite
* <math>(x_n,y_n)</math>: aktueller Standort
* <math>(x_{n+1},y_{n+1})</math>: neuer Standort
=== Beispielhafte Durchführung ===
Als Startpunkt wird gewählt:
<math>
(x_0,y_0)=(0,0)
</math>
Der Gradient am Startpunkt ist:
<math>
\nabla G(0,0)=
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
Für eine Schrittweite:
<math>
\alpha=0,1
</math>
ergibt sich:
<math>
(x_1,y_1)
=
(0,0)+0,1
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
also:
<math>
(x_1,y_1)=(3,2)
</math>
Durch weitere Wiederholungen nähert sich der Punkt dem optimalen Standort an.
== Abbruchkriterium ==
Das Verfahren wird beendet, wenn die Veränderung des Standortes sehr klein wird:
<math>
||(x_{n+1},y_{n+1})-(x_n,y_n)||<\varepsilon
</math>
Dann wird angenommen, dass der optimale Standort erreicht wurde.
== Interpretation und Modellkritik ==
Der berechnete Punkt stellt den optimalen Standort innerhalb des mathematischen Modells dar.
Optimal bedeutet:
* möglichst hoher Energieertrag
* gleichzeitig möglichst geringe Kosten
Das Modell ist jedoch eine Vereinfachung der Realität.
Nicht berücksichtigt werden beispielsweise:
* wechselnde Windgeschwindigkeiten
* Naturschutzgebiete
* Abstandsregelungen
* Bodenbeschaffenheit
* reale Baukosten
* Netzanbindung
Eine Erweiterung wäre die Einführung zusätzlicher Nebenbedingungen:
<math>
(x,y)\in D
</math>
wobei <math>D</math> die tatsächlich nutzbare Fläche beschreibt.
== Beispiel für unterschiedliche Gewichtungen ==
'''Szenario 1: Energieertrag ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=1
</math>
Der Energieertrag wird doppelt so stark bewertet wie die Kosten.
'''Szenario 2: Kostenminimierung ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=3
</math>
Die Kosten werden stärker berücksichtigt als der Energieertrag.
== Einfluss der Gewichtung auf das Optimierungsverfahren ==
Das Optimierungsziel verändert sich durch die Wahl der Parameter <math>a</math> und <math>b</math>. Dadurch kann sich der optimale Standort verändern.
Der Gradient der gewichteten Zielfunktion lautet:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Das Gradientenverfahren wird weiterhin durch:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha\nabla G(x_n,y_n)
</math>
beschrieben.
Dabei wird in jedem Schritt die Richtung des größten Anstiegs des gewichteten Gesamtnutzens bestimmt.
---
== Interpretation der Erweiterung ==
Durch die Gewichtungsfaktoren wird das Modell realistischer, da unterschiedliche Zielvorstellungen berücksichtigt werden können.
Die mathematische Lösung hängt somit nicht nur von den physikalischen Eigenschaften des Standortes ab, sondern auch davon, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung bevorzugt werden.
Damit zeigt das Modell, dass mathematische Optimierung nicht nur eine Rechnung ist, sondern auch eine Möglichkeit, reale Entscheidungsprozesse abzubilden.
== Realer Modellierungszyklus ==
[[File:Gitterpunkte in Octave erstellen.png|thumb|Gitterpunkte in Octave erstellen|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 1.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 1|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 2.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 2|800px|center]]
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2026-07-05T10:04:16Z
Björn Henrich
41518
/* Schritt 5: Iteration wiederholen */
1105973
wikitext
text/x-wiki
= Modellierungszyklus (Universitätsniveau): Optimierung eines Windenergieanlagen-Standorts durch ein Gradientenverfahren =
== Grundidee ==
Die Wahl eines geeigneten Standortes für eine Windenergieanlage ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Ein Standort mit möglichst hoher Windgeschwindigkeit ist nicht automatisch optimal, da zusätzlich wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Neben dem Energieertrag spielen beispielsweise Kosten für Infrastruktur, Erschließung und Entfernung zu vorhandenen Anschlüssen eine Rolle.
Ziel des Modellierungsprozesses ist es, einen Standort <math>(x,y)</math> zu bestimmen, an dem der wirtschaftliche Gesamtnutzen einer Windenergieanlage maximal ist.
Dazu wird ein mathematisches Modell entwickelt und mithilfe eines Gradientenverfahrens optimiert.
== Ziele des Modellierungsprozesses ==
Die Studierenden sollen:
* eine reale Standortentscheidung mathematisch beschreiben,
* geeignete Funktionen zur Modellierung entwickeln,
* eine Zielfunktion mit mehreren Einflussfaktoren aufstellen,
* den Gradienten einer Funktion bestimmen,
* ein numerisches Optimierungsverfahren anwenden,
* die Ergebnisse interpretieren und die Grenzen des Modells reflektieren.
== Vereinfachung der Realität (Annahmen) ==
Da reale Standortentscheidungen von vielen Faktoren abhängen, wird das Problem vereinfacht.
Folgende Annahmen werden getroffen:
* Die betrachtete Fläche wird durch ein zweidimensionales Koordinatensystem beschrieben.
* Jeder Punkt <math>(x,y)</math> entspricht einem möglichen Standort.
* Der Energieertrag hängt von der Windqualität am Standort ab.
* Die Kosten hängen von der Entfernung zur Infrastruktur ab.
* Umweltrechtliche und technische Faktoren werden zunächst nicht berücksichtigt.
Die Funktionen stellen somit ein vereinfachtes Modell einer realen Standortentscheidung dar.
== Mathematisches Modell ==
=== Modellierung des Energieertrags ===
Der Energieertrag wird durch eine Funktion beschrieben, die einen optimalen Bereich für die Windbedingungen darstellt.
Die Funktion lautet:
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2
</math>
Dabei beschreibt:
* <math>E(x,y)</math>: erwarteter Energieertrag
* <math>(x,y)</math>: Standort der Windenergieanlage
Da diese Funktion nur ein einziges Maximum und allgemein zu vereinfachend für eine reale Situation ist, wird anhand dieser Funktion nun zuerst das Gradientenverfahren erläutert. Später in diesem Zyklus wird dann eine Möglichkeit vorgestellt, wie möglichst reale Daten in das Modell eingearbeitet werden können und das Modell so die Suche für den idealen Standort der Windenergieanlage finden erleichtern kann.
Zum Plotten und der Eingabe der Funktion kann dafür Octave verwendet werden. Auf den folgenden Screenshots von Octave erkennt man, wie die Energieertragsfunktion im Befehlsfenster erst definiert und dann geplottet wird. Außerdem wird das Gradientenaufstiegsverfahren mit dem Startpunkt <math>(0,0)</math> mithilfe einer for-Schleife durchgeführt.
[[File:Befehlsfenster in Octave.png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
Auf dieser Abbildung ist der Plot erkennbar, den Octave von der Energieertragsfunktion erstellt.
[[File:Energieertragsfunktion in Octave.png|thumb|Energieertragsfunktion in Octave|800px|center]]
=== Modellierung der Kosten ===
Zusätzlich zum Energieertrag entstehen Kosten, die beispielsweise durch Erschließung und Infrastruktur entstehen.
Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage werden durch folgende Funktion modelliert:
<math>
K(x,y)=0{,}5x^2+0{,}5y^2
</math>
Dabei beschreiben
* <math>x</math> und <math>y</math> die Koordinaten des Standorts,
* <math>K(x,y)</math> die standortabhängigen Kosten.
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y
</math>
Auch diese Funktion wurde mithilfe von Octave geplottet.
[[File:Befehlsfenster in Octave (2).png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
[[File:Kostenfunktion in Octave.png|thumb|Kostenfunktion in Octave|800px|center]]
== Gradientenverfahren ==
Im Folgenden werden das '''Gradientenaufstiegsverfahren''' und das '''Gradientenabstiegsverfahren''' anhand der Energiefunktion und der Kostenfunktion erläutert. Beide Verfahren gehören zu den wichtigsten numerischen Optimierungsverfahren und werden eingesetzt, wenn eine Funktion nicht oder nur schwer analytisch optimiert werden kann.
== Gradientenaufstiegsverfahren ==
Zur Veranschaulichung betrachten wir die Funktion
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ein eindeutiges Maximum bei
<math>
(2,-1).
</math>
Dieser Punkt entspricht dem Standort mit den besten modellierten Windbedingungen.
Anschaulich kann man sich die Funktion als einen Berg vorstellen. Ziel des Gradientenaufstiegsverfahrens ist es, den höchsten Punkt dieses Berges zu finden.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Zunächst werden die partiellen Ableitungen berechnet.
Die Ableitung nach <math>x</math> lautet
<math>
\frac{\partial E}{\partial x}
=
-10(x-2)
</math>
und die Ableitung nach <math>y</math>
<math>
\frac{\partial E}{\partial y}
=
-6(y+1).
</math>
Der Gradient ergibt sich somit zu
<math>
\nabla E(x,y)
=
\begin{pmatrix}
-10(x-2)\\
-6(y+1)
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt an jedem Punkt die Richtung des stärksten Anstiegs der Funktion an.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Da das Maximum zunächst unbekannt ist, wird ein beliebiger Startpunkt gewählt.
Beispielsweise
<math>
(x_0,y_0)=(-2,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient am Startpunkt berechnen ===
Nun wird der Gradient im Startpunkt bestimmt.
<math>
\nabla E(-2,3)
=
\begin{pmatrix}
40\\
-24
\end{pmatrix}.
</math>
Dies bedeutet:
* Die x-Koordinate sollte vergrößert werden.
* Die y-Koordinate sollte verkleinert werden.
Der Gradient zeigt somit genau in Richtung des Maximums.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Nun wird eine Schrittweite <math>
\alpha=0{,}05
</math> gewählt.
Die Schrittweite <math>\alpha</math> bestimmt, wie weit sich der Algorithmus in jeder Iteration entlang des Gradienten bewegt. Sie hat einen entscheidenden Einfluss auf die Geschwindigkeit und Stabilität des Verfahrens.
* '''Kleine Schrittweite (<math>\alpha</math>)''':
** Der Algorithmus nähert sich dem Optimum in vielen kleinen Schritten.
** Die Berechnung ist meist sehr stabil.
** Allerdings werden häufig viele Iterationen benötigt, bis das Optimum erreicht wird.
* '''Große Schrittweite (<math>\alpha</math>)''':
** Das Verfahren bewegt sich schneller in Richtung des Optimums.
** Ist die Schrittweite jedoch zu groß, kann das Optimum übersprungen werden.
** Im ungünstigsten Fall springt der Algorithmus zwischen verschiedenen Punkten hin und her oder divergiert, sodass keine Lösung gefunden wird.
Die Wahl einer geeigneten Schrittweite stellt daher einen wichtigen Bestandteil numerischer Optimierungsverfahren dar. In der Praxis werden häufig adaptive Verfahren eingesetzt, bei denen die Schrittweite während der Berechnung automatisch angepasst wird. Für das hier betrachtete Beispiel wird eine konstante Schrittweite verwendet, um das Verfahren möglichst anschaulich darzustellen.
Der neue Punkt ergibt sich durch
<math>
\begin{pmatrix}
x_1\\
y_1
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_0\\
y_0
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla E(x_0,y_0).
</math>
Einsetzen liefert
<math>
x_1=-2+0,05\cdot40=0
</math>
und
<math>
y_1=3+0,05\cdot(-24)=1,8.
</math>
Der neue Punkt lautet also
<math>
(0,1{,}8).
</math>
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt <math>(0,1{.}8)</math> wird erneut der Gradient berechnet.
Es ergibt sich
<math>
\nabla E(0,1{.}8)=
\begin{pmatrix}
-10(0-2)\\
-6(1{,}8+1)
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
20\\
-16{,}8
\end{pmatrix}.
</math>
Mit der Schrittweite <math>\alpha=0{,}05</math> erhält man den nächsten Punkt
<math>
x_2=0+0,05\cdot20=1
</math>
und
<math>
y_2=1,8+0,05\cdot(-16,8)=0,96.
</math>
Der zweite Iterationspunkt lautet somit
<math>
(1,0{,}96).
</math>
Der Algorithmus hat sich dem Maximum bereits weiter angenähert.
Im nächsten Schritt wird der Gradient erneut bestimmt:
<math>
\nabla E(1,0{,}96)=
\begin{pmatrix}
-10(1-2)\\
-6(0{,}96+1)
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
10\\
-11{,}76
\end{pmatrix}.
</math>
Daraus folgt
<math>
x_3=1+0,05\cdot10=1,5
</math>
und
<math>
y_3=0,96+0,05\cdot(-11,76)=0,372.
</math>
Der dritte Iterationspunkt lautet daher
<math>
(1{,}5,0{,}372).
</math>
Die Punkte nähern sich mit jeder Iteration dem Maximum bei
<math>
(2,-1)
</math> an.
== Gradientenabstiegsverfahren ==
Das Gradientenabstiegsverfahren funktioniert nach demselben Prinzip, verfolgt jedoch das entgegengesetzte Ziel.
Hier soll nicht das Maximum, sondern das Minimum einer Funktion bestimmt werden.
Als Beispiel betrachten wir die Kostenfunktion
<math>
K(x,y)=0,5x^2+0,5y^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ihr globales Minimum im Ursprung
<math>
(0,0).
</math>
Anschaulich entspricht diese Funktion einer nach oben geöffneten Schüssel.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Die partiellen Ableitungen lauten
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
und
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y.
</math>
Damit ergibt sich der Gradient zu
<math>
\nabla K(x,y)
=
\begin{pmatrix}
x\\
y
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt wieder die Richtung des stärksten Anstiegs an.
Da jedoch das Minimum gesucht wird, wird nun in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Als Startpunkt wählen wir
<math>
(x_0,y_0)=(4,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient berechnen ===
Am Startpunkt ergibt sich
<math>
\nabla K(4,3)
=
\begin{pmatrix}
4\\
3
\end{pmatrix}.
</math>
Da das Minimum gesucht wird, bewegt sich das Verfahren entgegen dieser Richtung.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Mit derselben Schrittweite
<math>
\alpha=0,1
</math>
lautet die Iterationsvorschrift
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
-
\alpha
\nabla K(x_n,y_n).
</math>
Einsetzen ergibt
<math>
x_1=4-0,1\cdot4=3,6
</math>
und
<math>
y_1=3-0,1\cdot3=2,7.
</math>
Der neue Punkt liegt also näher am Ursprung.
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt wird erneut der Gradient berechnet.
Da die Punkte mit jeder Iteration näher zum Ursprung rücken, konvergiert das Verfahren schließlich gegen das Minimum
<math>
(0,0).
</math>
== Unterschied zwischen Gradientenaufstieg und Gradientenabstieg ==
Beide Verfahren verwenden den Gradienten einer Funktion. Der Unterschied besteht ausschließlich in der Bewegungsrichtung.
{| class="wikitable"
! Verfahren
! Ziel
! Iterationsvorschrift
|-
| Gradientenaufstieg
| Maximum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n+\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|-
| Gradientenabstieg
| Minimum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n-\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|}
Während beim Gradientenaufstieg der Gradient addiert wird und somit der Richtung des stärksten Anstiegs gefolgt wird, wird beim Gradientenabstieg der Gradient subtrahiert. Dadurch bewegt sich das Verfahren entlang der Richtung des stärksten Gefälles und nähert sich einem Minimum.
Der grundlegende Ablauf beider Verfahren ist identisch:
# Startpunkt wählen.
# Gradient berechnen.
# Schrittweite festlegen.
# Neue Position berechnen.
# Wiederholen, bis sich die Position kaum noch verändert.
Numerische Gradientenverfahren bilden die Grundlage zahlreicher Optimierungsverfahren und werden unter anderem in der Mathematik, Informatik, den Ingenieurwissenschaften sowie im maschinellen Lernen eingesetzt.
== Zielfunktion ==
Zur Bestimmung des optimalen Standorts wird die Zielfunktion als Differenz aus Energieertrag und Kosten definiert:
<math>
G(x,y)=E(x,y)-K(x,y)
</math>
Durch Einsetzen der Energieertrags- und Kostenfunktion ergibt sich:
<math>
G(x,y)=50-5(x-3)^2-2(y-4)^2-0{,}5x^2-0{,}5y^2
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Der Gradient der Zielfunktion ist somit
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-10(x-3)-x\\
-4(y-4)-y
\end{pmatrix}.
</math>
Die Zielfunktion wird verwendet, um den Standort zu bestimmen, bei dem der wirtschaftliche Nutzen – also der Energieertrag abzüglich der Kosten – maximal ist.
== Mathematische Bearbeitung: Gradient ==
Zur Bestimmung des optimalen Standortes wird der Gradient der Zielfunktion betrachtet.
'''Siehe auch'''
[[Gradientenabstiegsverfahren]]
Der Gradient ist:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
und
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Damit ergibt sich:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-11x+30\\
-5y+20
\end{pmatrix}
</math>
Der Gradient zeigt die Richtung, in der sich der wirtschaftliche Nutzen am stärksten verändert.
== Durchführung des Optimierungsverfahrens ==
Da ein Maximum gesucht wird, wird ein Gradientenaufstiegsverfahren verwendet.
Die Iterationsformel lautet:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla G(x_n,y_n)
</math>
Dabei bezeichnet:
* <math>\alpha</math>: Schrittweite
* <math>(x_n,y_n)</math>: aktueller Standort
* <math>(x_{n+1},y_{n+1})</math>: neuer Standort
=== Beispielhafte Durchführung ===
Als Startpunkt wird gewählt:
<math>
(x_0,y_0)=(0,0)
</math>
Der Gradient am Startpunkt ist:
<math>
\nabla G(0,0)=
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
Für eine Schrittweite:
<math>
\alpha=0,1
</math>
ergibt sich:
<math>
(x_1,y_1)
=
(0,0)+0,1
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
also:
<math>
(x_1,y_1)=(3,2)
</math>
Durch weitere Wiederholungen nähert sich der Punkt dem optimalen Standort an.
== Abbruchkriterium ==
Das Verfahren wird beendet, wenn die Veränderung des Standortes sehr klein wird:
<math>
||(x_{n+1},y_{n+1})-(x_n,y_n)||<\varepsilon
</math>
Dann wird angenommen, dass der optimale Standort erreicht wurde.
== Interpretation und Modellkritik ==
Der berechnete Punkt stellt den optimalen Standort innerhalb des mathematischen Modells dar.
Optimal bedeutet:
* möglichst hoher Energieertrag
* gleichzeitig möglichst geringe Kosten
Das Modell ist jedoch eine Vereinfachung der Realität.
Nicht berücksichtigt werden beispielsweise:
* wechselnde Windgeschwindigkeiten
* Naturschutzgebiete
* Abstandsregelungen
* Bodenbeschaffenheit
* reale Baukosten
* Netzanbindung
Eine Erweiterung wäre die Einführung zusätzlicher Nebenbedingungen:
<math>
(x,y)\in D
</math>
wobei <math>D</math> die tatsächlich nutzbare Fläche beschreibt.
== Beispiel für unterschiedliche Gewichtungen ==
'''Szenario 1: Energieertrag ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=1
</math>
Der Energieertrag wird doppelt so stark bewertet wie die Kosten.
'''Szenario 2: Kostenminimierung ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=3
</math>
Die Kosten werden stärker berücksichtigt als der Energieertrag.
== Einfluss der Gewichtung auf das Optimierungsverfahren ==
Das Optimierungsziel verändert sich durch die Wahl der Parameter <math>a</math> und <math>b</math>. Dadurch kann sich der optimale Standort verändern.
Der Gradient der gewichteten Zielfunktion lautet:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Das Gradientenverfahren wird weiterhin durch:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha\nabla G(x_n,y_n)
</math>
beschrieben.
Dabei wird in jedem Schritt die Richtung des größten Anstiegs des gewichteten Gesamtnutzens bestimmt.
---
== Interpretation der Erweiterung ==
Durch die Gewichtungsfaktoren wird das Modell realistischer, da unterschiedliche Zielvorstellungen berücksichtigt werden können.
Die mathematische Lösung hängt somit nicht nur von den physikalischen Eigenschaften des Standortes ab, sondern auch davon, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung bevorzugt werden.
Damit zeigt das Modell, dass mathematische Optimierung nicht nur eine Rechnung ist, sondern auch eine Möglichkeit, reale Entscheidungsprozesse abzubilden.
== Realer Modellierungszyklus ==
[[File:Gitterpunkte in Octave erstellen.png|thumb|Gitterpunkte in Octave erstellen|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 1.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 1|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 2.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 2|800px|center]]
bpct6jvapkn2ao62ed5e4u89ny24uat
1105974
1105973
2026-07-05T10:05:46Z
Björn Henrich
41518
/* Schritt 5: Iteration wiederholen */
1105974
wikitext
text/x-wiki
= Modellierungszyklus (Universitätsniveau): Optimierung eines Windenergieanlagen-Standorts durch ein Gradientenverfahren =
== Grundidee ==
Die Wahl eines geeigneten Standortes für eine Windenergieanlage ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Ein Standort mit möglichst hoher Windgeschwindigkeit ist nicht automatisch optimal, da zusätzlich wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Neben dem Energieertrag spielen beispielsweise Kosten für Infrastruktur, Erschließung und Entfernung zu vorhandenen Anschlüssen eine Rolle.
Ziel des Modellierungsprozesses ist es, einen Standort <math>(x,y)</math> zu bestimmen, an dem der wirtschaftliche Gesamtnutzen einer Windenergieanlage maximal ist.
Dazu wird ein mathematisches Modell entwickelt und mithilfe eines Gradientenverfahrens optimiert.
== Ziele des Modellierungsprozesses ==
Die Studierenden sollen:
* eine reale Standortentscheidung mathematisch beschreiben,
* geeignete Funktionen zur Modellierung entwickeln,
* eine Zielfunktion mit mehreren Einflussfaktoren aufstellen,
* den Gradienten einer Funktion bestimmen,
* ein numerisches Optimierungsverfahren anwenden,
* die Ergebnisse interpretieren und die Grenzen des Modells reflektieren.
== Vereinfachung der Realität (Annahmen) ==
Da reale Standortentscheidungen von vielen Faktoren abhängen, wird das Problem vereinfacht.
Folgende Annahmen werden getroffen:
* Die betrachtete Fläche wird durch ein zweidimensionales Koordinatensystem beschrieben.
* Jeder Punkt <math>(x,y)</math> entspricht einem möglichen Standort.
* Der Energieertrag hängt von der Windqualität am Standort ab.
* Die Kosten hängen von der Entfernung zur Infrastruktur ab.
* Umweltrechtliche und technische Faktoren werden zunächst nicht berücksichtigt.
Die Funktionen stellen somit ein vereinfachtes Modell einer realen Standortentscheidung dar.
== Mathematisches Modell ==
=== Modellierung des Energieertrags ===
Der Energieertrag wird durch eine Funktion beschrieben, die einen optimalen Bereich für die Windbedingungen darstellt.
Die Funktion lautet:
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2
</math>
Dabei beschreibt:
* <math>E(x,y)</math>: erwarteter Energieertrag
* <math>(x,y)</math>: Standort der Windenergieanlage
Da diese Funktion nur ein einziges Maximum und allgemein zu vereinfachend für eine reale Situation ist, wird anhand dieser Funktion nun zuerst das Gradientenverfahren erläutert. Später in diesem Zyklus wird dann eine Möglichkeit vorgestellt, wie möglichst reale Daten in das Modell eingearbeitet werden können und das Modell so die Suche für den idealen Standort der Windenergieanlage finden erleichtern kann.
Zum Plotten und der Eingabe der Funktion kann dafür Octave verwendet werden. Auf den folgenden Screenshots von Octave erkennt man, wie die Energieertragsfunktion im Befehlsfenster erst definiert und dann geplottet wird. Außerdem wird das Gradientenaufstiegsverfahren mit dem Startpunkt <math>(0,0)</math> mithilfe einer for-Schleife durchgeführt.
[[File:Befehlsfenster in Octave.png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
Auf dieser Abbildung ist der Plot erkennbar, den Octave von der Energieertragsfunktion erstellt.
[[File:Energieertragsfunktion in Octave.png|thumb|Energieertragsfunktion in Octave|800px|center]]
=== Modellierung der Kosten ===
Zusätzlich zum Energieertrag entstehen Kosten, die beispielsweise durch Erschließung und Infrastruktur entstehen.
Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage werden durch folgende Funktion modelliert:
<math>
K(x,y)=0{,}5x^2+0{,}5y^2
</math>
Dabei beschreiben
* <math>x</math> und <math>y</math> die Koordinaten des Standorts,
* <math>K(x,y)</math> die standortabhängigen Kosten.
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y
</math>
Auch diese Funktion wurde mithilfe von Octave geplottet.
[[File:Befehlsfenster in Octave (2).png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
[[File:Kostenfunktion in Octave.png|thumb|Kostenfunktion in Octave|800px|center]]
== Gradientenverfahren ==
Im Folgenden werden das '''Gradientenaufstiegsverfahren''' und das '''Gradientenabstiegsverfahren''' anhand der Energiefunktion und der Kostenfunktion erläutert. Beide Verfahren gehören zu den wichtigsten numerischen Optimierungsverfahren und werden eingesetzt, wenn eine Funktion nicht oder nur schwer analytisch optimiert werden kann.
== Gradientenaufstiegsverfahren ==
Zur Veranschaulichung betrachten wir die Funktion
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ein eindeutiges Maximum bei
<math>
(2,-1).
</math>
Dieser Punkt entspricht dem Standort mit den besten modellierten Windbedingungen.
Anschaulich kann man sich die Funktion als einen Berg vorstellen. Ziel des Gradientenaufstiegsverfahrens ist es, den höchsten Punkt dieses Berges zu finden.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Zunächst werden die partiellen Ableitungen berechnet.
Die Ableitung nach <math>x</math> lautet
<math>
\frac{\partial E}{\partial x}
=
-10(x-2)
</math>
und die Ableitung nach <math>y</math>
<math>
\frac{\partial E}{\partial y}
=
-6(y+1).
</math>
Der Gradient ergibt sich somit zu
<math>
\nabla E(x,y)
=
\begin{pmatrix}
-10(x-2)\\
-6(y+1)
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt an jedem Punkt die Richtung des stärksten Anstiegs der Funktion an.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Da das Maximum zunächst unbekannt ist, wird ein beliebiger Startpunkt gewählt.
Beispielsweise
<math>
(x_0,y_0)=(-2,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient am Startpunkt berechnen ===
Nun wird der Gradient im Startpunkt bestimmt.
<math>
\nabla E(-2,3)
=
\begin{pmatrix}
40\\
-24
\end{pmatrix}.
</math>
Dies bedeutet:
* Die x-Koordinate sollte vergrößert werden.
* Die y-Koordinate sollte verkleinert werden.
Der Gradient zeigt somit genau in Richtung des Maximums.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Nun wird eine Schrittweite <math>
\alpha=0{,}05
</math> gewählt.
Die Schrittweite <math>\alpha</math> bestimmt, wie weit sich der Algorithmus in jeder Iteration entlang des Gradienten bewegt. Sie hat einen entscheidenden Einfluss auf die Geschwindigkeit und Stabilität des Verfahrens.
* '''Kleine Schrittweite (<math>\alpha</math>)''':
** Der Algorithmus nähert sich dem Optimum in vielen kleinen Schritten.
** Die Berechnung ist meist sehr stabil.
** Allerdings werden häufig viele Iterationen benötigt, bis das Optimum erreicht wird.
* '''Große Schrittweite (<math>\alpha</math>)''':
** Das Verfahren bewegt sich schneller in Richtung des Optimums.
** Ist die Schrittweite jedoch zu groß, kann das Optimum übersprungen werden.
** Im ungünstigsten Fall springt der Algorithmus zwischen verschiedenen Punkten hin und her oder divergiert, sodass keine Lösung gefunden wird.
Die Wahl einer geeigneten Schrittweite stellt daher einen wichtigen Bestandteil numerischer Optimierungsverfahren dar. In der Praxis werden häufig adaptive Verfahren eingesetzt, bei denen die Schrittweite während der Berechnung automatisch angepasst wird. Für das hier betrachtete Beispiel wird eine konstante Schrittweite verwendet, um das Verfahren möglichst anschaulich darzustellen.
Der neue Punkt ergibt sich durch
<math>
\begin{pmatrix}
x_1\\
y_1
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_0\\
y_0
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla E(x_0,y_0).
</math>
Einsetzen liefert
<math>
x_1=-2+0,05\cdot40=0
</math>
und
<math>
y_1=3+0,05\cdot(-24)=1,8.
</math>
Der neue Punkt lautet also
<math>
(0,1{,}8).
</math>
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt <math>(0,1{.}8)</math> wird erneut der Gradient berechnet.
Es ergibt sich
<math>
\nabla E(0,1{.}8)=
\begin{pmatrix}
-10(0-2)\\
-6(1{,}8+1)
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
20\\
-16{,}8
\end{pmatrix}.
</math>
Mit der Schrittweite <math>\alpha=0{,}05</math> erhält man den nächsten Punkt
<math>
x_2=0+0,05\cdot20=1
</math>
und
<math>
y_2=1,8+0,05\cdot(-16,8)=0,96.
</math>
Der zweite Iterationspunkt lautet somit
<math>
(1,0{,}96).
</math>
Der Algorithmus hat sich dem Maximum bereits weiter angenähert.
Im nächsten Schritt wird der Gradient erneut bestimmt:
<math>
\nabla E(1,0{,}96)=
\begin{pmatrix}
-10(1-2)\\
-6(0{,}96+1)
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
10\\
-11{,}76
\end{pmatrix}.
</math>
Daraus folgt
<math>
x_3=1+0,05\cdot10=1,5
</math>
und
<math>
y_3=0,96+0,05\cdot(-11,76)=0,372.
</math>
Der dritte Iterationspunkt lautet daher
<math>
(1{,}5,0{,}372).
</math>
Die Punkte nähern sich mit jeder Iteration dem Maximum bei
<math>
(2,-1)
</math> an.
== Gradientenabstiegsverfahren ==
Das Gradientenabstiegsverfahren funktioniert nach demselben Prinzip, verfolgt jedoch das entgegengesetzte Ziel.
Hier soll nicht das Maximum, sondern das Minimum einer Funktion bestimmt werden.
Als Beispiel betrachten wir die Kostenfunktion
<math>
K(x,y)=0,5x^2+0,5y^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ihr globales Minimum im Ursprung
<math>
(0,0).
</math>
Anschaulich entspricht diese Funktion einer nach oben geöffneten Schüssel.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Die partiellen Ableitungen lauten
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
und
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y.
</math>
Damit ergibt sich der Gradient zu
<math>
\nabla K(x,y)
=
\begin{pmatrix}
x\\
y
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt wieder die Richtung des stärksten Anstiegs an.
Da jedoch das Minimum gesucht wird, wird nun in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Als Startpunkt wählen wir
<math>
(x_0,y_0)=(4,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient berechnen ===
Am Startpunkt ergibt sich
<math>
\nabla K(4,3)
=
\begin{pmatrix}
4\\
3
\end{pmatrix}.
</math>
Da das Minimum gesucht wird, bewegt sich das Verfahren entgegen dieser Richtung.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Mit derselben Schrittweite
<math>
\alpha=0,1
</math>
lautet die Iterationsvorschrift
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
-
\alpha
\nabla K(x_n,y_n).
</math>
Einsetzen ergibt
<math>
x_1=4-0,1\cdot4=3,6
</math>
und
<math>
y_1=3-0,1\cdot3=2,7.
</math>
Der neue Punkt liegt also näher am Ursprung.
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt <math>(3{,}6,2{,}7)</math> wird erneut der Gradient berechnet.
Es ergibt sich
<math>
\nabla K(3{,}6,2{,}7)=
\begin{pmatrix}
3{,}6\\
2{,}7
\end{pmatrix}.
</math>
Mit der Schrittweite <math>\alpha=0{,}1</math> erhält man den nächsten Punkt
<math>
x_2=3{,}6-0{,}1\cdot3{,}6=3{,}24
</math>
und
<math>
y_2=2{,}7-0{,}1\cdot2{,}7=2{,}43.
</math>
Der zweite Iterationspunkt lautet somit
<math>
(3{,}24,2{,}43).
</math>
Im nächsten Schritt wird der Gradient erneut berechnet:
<math>
\nabla K(3{,}24,2{,}43)=
\begin{pmatrix}
3{,}24\\
2{,}43
\end{pmatrix}.
</math>
Daraus folgt
<math>
x_3=3{,}24-0{,}1\cdot3{,}24=2{,}916
</math>
und
<math>
y_3=2{,}43-0{,}1\cdot2{,}43=2{,}187.
</math>
Der dritte Iterationspunkt lautet daher
<math>
(2{,}916,2{,}187).
</math>
Man erkennt, dass sich die Punkte mit jeder Iteration dem Minimum bei
<math>
(0,0)
</math>
annähern. Da der Gradient in jeder Iteration neu berechnet wird, wird die Bewegungsrichtung kontinuierlich angepasst. Gleichzeitig nimmt der Betrag des Gradienten mit zunehmender Nähe zum Minimum ab, sodass die Schrittgrößen immer kleiner werden. Das Verfahren konvergiert somit schrittweise gegen den Tiefpunkt der Funktion.
== Unterschied zwischen Gradientenaufstieg und Gradientenabstieg ==
Beide Verfahren verwenden den Gradienten einer Funktion. Der Unterschied besteht ausschließlich in der Bewegungsrichtung.
{| class="wikitable"
! Verfahren
! Ziel
! Iterationsvorschrift
|-
| Gradientenaufstieg
| Maximum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n+\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|-
| Gradientenabstieg
| Minimum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n-\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|}
Während beim Gradientenaufstieg der Gradient addiert wird und somit der Richtung des stärksten Anstiegs gefolgt wird, wird beim Gradientenabstieg der Gradient subtrahiert. Dadurch bewegt sich das Verfahren entlang der Richtung des stärksten Gefälles und nähert sich einem Minimum.
Der grundlegende Ablauf beider Verfahren ist identisch:
# Startpunkt wählen.
# Gradient berechnen.
# Schrittweite festlegen.
# Neue Position berechnen.
# Wiederholen, bis sich die Position kaum noch verändert.
Numerische Gradientenverfahren bilden die Grundlage zahlreicher Optimierungsverfahren und werden unter anderem in der Mathematik, Informatik, den Ingenieurwissenschaften sowie im maschinellen Lernen eingesetzt.
== Zielfunktion ==
Zur Bestimmung des optimalen Standorts wird die Zielfunktion als Differenz aus Energieertrag und Kosten definiert:
<math>
G(x,y)=E(x,y)-K(x,y)
</math>
Durch Einsetzen der Energieertrags- und Kostenfunktion ergibt sich:
<math>
G(x,y)=50-5(x-3)^2-2(y-4)^2-0{,}5x^2-0{,}5y^2
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Der Gradient der Zielfunktion ist somit
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-10(x-3)-x\\
-4(y-4)-y
\end{pmatrix}.
</math>
Die Zielfunktion wird verwendet, um den Standort zu bestimmen, bei dem der wirtschaftliche Nutzen – also der Energieertrag abzüglich der Kosten – maximal ist.
== Mathematische Bearbeitung: Gradient ==
Zur Bestimmung des optimalen Standortes wird der Gradient der Zielfunktion betrachtet.
'''Siehe auch'''
[[Gradientenabstiegsverfahren]]
Der Gradient ist:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
und
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Damit ergibt sich:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-11x+30\\
-5y+20
\end{pmatrix}
</math>
Der Gradient zeigt die Richtung, in der sich der wirtschaftliche Nutzen am stärksten verändert.
== Durchführung des Optimierungsverfahrens ==
Da ein Maximum gesucht wird, wird ein Gradientenaufstiegsverfahren verwendet.
Die Iterationsformel lautet:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla G(x_n,y_n)
</math>
Dabei bezeichnet:
* <math>\alpha</math>: Schrittweite
* <math>(x_n,y_n)</math>: aktueller Standort
* <math>(x_{n+1},y_{n+1})</math>: neuer Standort
=== Beispielhafte Durchführung ===
Als Startpunkt wird gewählt:
<math>
(x_0,y_0)=(0,0)
</math>
Der Gradient am Startpunkt ist:
<math>
\nabla G(0,0)=
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
Für eine Schrittweite:
<math>
\alpha=0,1
</math>
ergibt sich:
<math>
(x_1,y_1)
=
(0,0)+0,1
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
also:
<math>
(x_1,y_1)=(3,2)
</math>
Durch weitere Wiederholungen nähert sich der Punkt dem optimalen Standort an.
== Abbruchkriterium ==
Das Verfahren wird beendet, wenn die Veränderung des Standortes sehr klein wird:
<math>
||(x_{n+1},y_{n+1})-(x_n,y_n)||<\varepsilon
</math>
Dann wird angenommen, dass der optimale Standort erreicht wurde.
== Interpretation und Modellkritik ==
Der berechnete Punkt stellt den optimalen Standort innerhalb des mathematischen Modells dar.
Optimal bedeutet:
* möglichst hoher Energieertrag
* gleichzeitig möglichst geringe Kosten
Das Modell ist jedoch eine Vereinfachung der Realität.
Nicht berücksichtigt werden beispielsweise:
* wechselnde Windgeschwindigkeiten
* Naturschutzgebiete
* Abstandsregelungen
* Bodenbeschaffenheit
* reale Baukosten
* Netzanbindung
Eine Erweiterung wäre die Einführung zusätzlicher Nebenbedingungen:
<math>
(x,y)\in D
</math>
wobei <math>D</math> die tatsächlich nutzbare Fläche beschreibt.
== Beispiel für unterschiedliche Gewichtungen ==
'''Szenario 1: Energieertrag ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=1
</math>
Der Energieertrag wird doppelt so stark bewertet wie die Kosten.
'''Szenario 2: Kostenminimierung ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=3
</math>
Die Kosten werden stärker berücksichtigt als der Energieertrag.
== Einfluss der Gewichtung auf das Optimierungsverfahren ==
Das Optimierungsziel verändert sich durch die Wahl der Parameter <math>a</math> und <math>b</math>. Dadurch kann sich der optimale Standort verändern.
Der Gradient der gewichteten Zielfunktion lautet:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Das Gradientenverfahren wird weiterhin durch:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha\nabla G(x_n,y_n)
</math>
beschrieben.
Dabei wird in jedem Schritt die Richtung des größten Anstiegs des gewichteten Gesamtnutzens bestimmt.
---
== Interpretation der Erweiterung ==
Durch die Gewichtungsfaktoren wird das Modell realistischer, da unterschiedliche Zielvorstellungen berücksichtigt werden können.
Die mathematische Lösung hängt somit nicht nur von den physikalischen Eigenschaften des Standortes ab, sondern auch davon, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung bevorzugt werden.
Damit zeigt das Modell, dass mathematische Optimierung nicht nur eine Rechnung ist, sondern auch eine Möglichkeit, reale Entscheidungsprozesse abzubilden.
== Realer Modellierungszyklus ==
[[File:Gitterpunkte in Octave erstellen.png|thumb|Gitterpunkte in Octave erstellen|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 1.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 1|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 2.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 2|800px|center]]
knxqa1dvn6yopwlb9eeu7kk2704vyif
1105975
1105974
2026-07-05T10:06:52Z
Björn Henrich
41518
/* Mathematische Bearbeitung: Gradient */
1105975
wikitext
text/x-wiki
= Modellierungszyklus (Universitätsniveau): Optimierung eines Windenergieanlagen-Standorts durch ein Gradientenverfahren =
== Grundidee ==
Die Wahl eines geeigneten Standortes für eine Windenergieanlage ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Ein Standort mit möglichst hoher Windgeschwindigkeit ist nicht automatisch optimal, da zusätzlich wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Neben dem Energieertrag spielen beispielsweise Kosten für Infrastruktur, Erschließung und Entfernung zu vorhandenen Anschlüssen eine Rolle.
Ziel des Modellierungsprozesses ist es, einen Standort <math>(x,y)</math> zu bestimmen, an dem der wirtschaftliche Gesamtnutzen einer Windenergieanlage maximal ist.
Dazu wird ein mathematisches Modell entwickelt und mithilfe eines Gradientenverfahrens optimiert.
== Ziele des Modellierungsprozesses ==
Die Studierenden sollen:
* eine reale Standortentscheidung mathematisch beschreiben,
* geeignete Funktionen zur Modellierung entwickeln,
* eine Zielfunktion mit mehreren Einflussfaktoren aufstellen,
* den Gradienten einer Funktion bestimmen,
* ein numerisches Optimierungsverfahren anwenden,
* die Ergebnisse interpretieren und die Grenzen des Modells reflektieren.
== Vereinfachung der Realität (Annahmen) ==
Da reale Standortentscheidungen von vielen Faktoren abhängen, wird das Problem vereinfacht.
Folgende Annahmen werden getroffen:
* Die betrachtete Fläche wird durch ein zweidimensionales Koordinatensystem beschrieben.
* Jeder Punkt <math>(x,y)</math> entspricht einem möglichen Standort.
* Der Energieertrag hängt von der Windqualität am Standort ab.
* Die Kosten hängen von der Entfernung zur Infrastruktur ab.
* Umweltrechtliche und technische Faktoren werden zunächst nicht berücksichtigt.
Die Funktionen stellen somit ein vereinfachtes Modell einer realen Standortentscheidung dar.
== Mathematisches Modell ==
=== Modellierung des Energieertrags ===
Der Energieertrag wird durch eine Funktion beschrieben, die einen optimalen Bereich für die Windbedingungen darstellt.
Die Funktion lautet:
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2
</math>
Dabei beschreibt:
* <math>E(x,y)</math>: erwarteter Energieertrag
* <math>(x,y)</math>: Standort der Windenergieanlage
Da diese Funktion nur ein einziges Maximum und allgemein zu vereinfachend für eine reale Situation ist, wird anhand dieser Funktion nun zuerst das Gradientenverfahren erläutert. Später in diesem Zyklus wird dann eine Möglichkeit vorgestellt, wie möglichst reale Daten in das Modell eingearbeitet werden können und das Modell so die Suche für den idealen Standort der Windenergieanlage finden erleichtern kann.
Zum Plotten und der Eingabe der Funktion kann dafür Octave verwendet werden. Auf den folgenden Screenshots von Octave erkennt man, wie die Energieertragsfunktion im Befehlsfenster erst definiert und dann geplottet wird. Außerdem wird das Gradientenaufstiegsverfahren mit dem Startpunkt <math>(0,0)</math> mithilfe einer for-Schleife durchgeführt.
[[File:Befehlsfenster in Octave.png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
Auf dieser Abbildung ist der Plot erkennbar, den Octave von der Energieertragsfunktion erstellt.
[[File:Energieertragsfunktion in Octave.png|thumb|Energieertragsfunktion in Octave|800px|center]]
=== Modellierung der Kosten ===
Zusätzlich zum Energieertrag entstehen Kosten, die beispielsweise durch Erschließung und Infrastruktur entstehen.
Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage werden durch folgende Funktion modelliert:
<math>
K(x,y)=0{,}5x^2+0{,}5y^2
</math>
Dabei beschreiben
* <math>x</math> und <math>y</math> die Koordinaten des Standorts,
* <math>K(x,y)</math> die standortabhängigen Kosten.
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y
</math>
Auch diese Funktion wurde mithilfe von Octave geplottet.
[[File:Befehlsfenster in Octave (2).png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
[[File:Kostenfunktion in Octave.png|thumb|Kostenfunktion in Octave|800px|center]]
== Gradientenverfahren ==
Im Folgenden werden das '''Gradientenaufstiegsverfahren''' und das '''Gradientenabstiegsverfahren''' anhand der Energiefunktion und der Kostenfunktion erläutert. Beide Verfahren gehören zu den wichtigsten numerischen Optimierungsverfahren und werden eingesetzt, wenn eine Funktion nicht oder nur schwer analytisch optimiert werden kann.
== Gradientenaufstiegsverfahren ==
Zur Veranschaulichung betrachten wir die Funktion
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ein eindeutiges Maximum bei
<math>
(2,-1).
</math>
Dieser Punkt entspricht dem Standort mit den besten modellierten Windbedingungen.
Anschaulich kann man sich die Funktion als einen Berg vorstellen. Ziel des Gradientenaufstiegsverfahrens ist es, den höchsten Punkt dieses Berges zu finden.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Zunächst werden die partiellen Ableitungen berechnet.
Die Ableitung nach <math>x</math> lautet
<math>
\frac{\partial E}{\partial x}
=
-10(x-2)
</math>
und die Ableitung nach <math>y</math>
<math>
\frac{\partial E}{\partial y}
=
-6(y+1).
</math>
Der Gradient ergibt sich somit zu
<math>
\nabla E(x,y)
=
\begin{pmatrix}
-10(x-2)\\
-6(y+1)
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt an jedem Punkt die Richtung des stärksten Anstiegs der Funktion an.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Da das Maximum zunächst unbekannt ist, wird ein beliebiger Startpunkt gewählt.
Beispielsweise
<math>
(x_0,y_0)=(-2,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient am Startpunkt berechnen ===
Nun wird der Gradient im Startpunkt bestimmt.
<math>
\nabla E(-2,3)
=
\begin{pmatrix}
40\\
-24
\end{pmatrix}.
</math>
Dies bedeutet:
* Die x-Koordinate sollte vergrößert werden.
* Die y-Koordinate sollte verkleinert werden.
Der Gradient zeigt somit genau in Richtung des Maximums.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Nun wird eine Schrittweite <math>
\alpha=0{,}05
</math> gewählt.
Die Schrittweite <math>\alpha</math> bestimmt, wie weit sich der Algorithmus in jeder Iteration entlang des Gradienten bewegt. Sie hat einen entscheidenden Einfluss auf die Geschwindigkeit und Stabilität des Verfahrens.
* '''Kleine Schrittweite (<math>\alpha</math>)''':
** Der Algorithmus nähert sich dem Optimum in vielen kleinen Schritten.
** Die Berechnung ist meist sehr stabil.
** Allerdings werden häufig viele Iterationen benötigt, bis das Optimum erreicht wird.
* '''Große Schrittweite (<math>\alpha</math>)''':
** Das Verfahren bewegt sich schneller in Richtung des Optimums.
** Ist die Schrittweite jedoch zu groß, kann das Optimum übersprungen werden.
** Im ungünstigsten Fall springt der Algorithmus zwischen verschiedenen Punkten hin und her oder divergiert, sodass keine Lösung gefunden wird.
Die Wahl einer geeigneten Schrittweite stellt daher einen wichtigen Bestandteil numerischer Optimierungsverfahren dar. In der Praxis werden häufig adaptive Verfahren eingesetzt, bei denen die Schrittweite während der Berechnung automatisch angepasst wird. Für das hier betrachtete Beispiel wird eine konstante Schrittweite verwendet, um das Verfahren möglichst anschaulich darzustellen.
Der neue Punkt ergibt sich durch
<math>
\begin{pmatrix}
x_1\\
y_1
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_0\\
y_0
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla E(x_0,y_0).
</math>
Einsetzen liefert
<math>
x_1=-2+0,05\cdot40=0
</math>
und
<math>
y_1=3+0,05\cdot(-24)=1,8.
</math>
Der neue Punkt lautet also
<math>
(0,1{,}8).
</math>
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt <math>(0,1{.}8)</math> wird erneut der Gradient berechnet.
Es ergibt sich
<math>
\nabla E(0,1{.}8)=
\begin{pmatrix}
-10(0-2)\\
-6(1{,}8+1)
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
20\\
-16{,}8
\end{pmatrix}.
</math>
Mit der Schrittweite <math>\alpha=0{,}05</math> erhält man den nächsten Punkt
<math>
x_2=0+0,05\cdot20=1
</math>
und
<math>
y_2=1,8+0,05\cdot(-16,8)=0,96.
</math>
Der zweite Iterationspunkt lautet somit
<math>
(1,0{,}96).
</math>
Der Algorithmus hat sich dem Maximum bereits weiter angenähert.
Im nächsten Schritt wird der Gradient erneut bestimmt:
<math>
\nabla E(1,0{,}96)=
\begin{pmatrix}
-10(1-2)\\
-6(0{,}96+1)
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
10\\
-11{,}76
\end{pmatrix}.
</math>
Daraus folgt
<math>
x_3=1+0,05\cdot10=1,5
</math>
und
<math>
y_3=0,96+0,05\cdot(-11,76)=0,372.
</math>
Der dritte Iterationspunkt lautet daher
<math>
(1{,}5,0{,}372).
</math>
Die Punkte nähern sich mit jeder Iteration dem Maximum bei
<math>
(2,-1)
</math> an.
== Gradientenabstiegsverfahren ==
Das Gradientenabstiegsverfahren funktioniert nach demselben Prinzip, verfolgt jedoch das entgegengesetzte Ziel.
Hier soll nicht das Maximum, sondern das Minimum einer Funktion bestimmt werden.
Als Beispiel betrachten wir die Kostenfunktion
<math>
K(x,y)=0,5x^2+0,5y^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ihr globales Minimum im Ursprung
<math>
(0,0).
</math>
Anschaulich entspricht diese Funktion einer nach oben geöffneten Schüssel.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Die partiellen Ableitungen lauten
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
und
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y.
</math>
Damit ergibt sich der Gradient zu
<math>
\nabla K(x,y)
=
\begin{pmatrix}
x\\
y
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt wieder die Richtung des stärksten Anstiegs an.
Da jedoch das Minimum gesucht wird, wird nun in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Als Startpunkt wählen wir
<math>
(x_0,y_0)=(4,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient berechnen ===
Am Startpunkt ergibt sich
<math>
\nabla K(4,3)
=
\begin{pmatrix}
4\\
3
\end{pmatrix}.
</math>
Da das Minimum gesucht wird, bewegt sich das Verfahren entgegen dieser Richtung.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Mit derselben Schrittweite
<math>
\alpha=0,1
</math>
lautet die Iterationsvorschrift
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
-
\alpha
\nabla K(x_n,y_n).
</math>
Einsetzen ergibt
<math>
x_1=4-0,1\cdot4=3,6
</math>
und
<math>
y_1=3-0,1\cdot3=2,7.
</math>
Der neue Punkt liegt also näher am Ursprung.
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt <math>(3{,}6,2{,}7)</math> wird erneut der Gradient berechnet.
Es ergibt sich
<math>
\nabla K(3{,}6,2{,}7)=
\begin{pmatrix}
3{,}6\\
2{,}7
\end{pmatrix}.
</math>
Mit der Schrittweite <math>\alpha=0{,}1</math> erhält man den nächsten Punkt
<math>
x_2=3{,}6-0{,}1\cdot3{,}6=3{,}24
</math>
und
<math>
y_2=2{,}7-0{,}1\cdot2{,}7=2{,}43.
</math>
Der zweite Iterationspunkt lautet somit
<math>
(3{,}24,2{,}43).
</math>
Im nächsten Schritt wird der Gradient erneut berechnet:
<math>
\nabla K(3{,}24,2{,}43)=
\begin{pmatrix}
3{,}24\\
2{,}43
\end{pmatrix}.
</math>
Daraus folgt
<math>
x_3=3{,}24-0{,}1\cdot3{,}24=2{,}916
</math>
und
<math>
y_3=2{,}43-0{,}1\cdot2{,}43=2{,}187.
</math>
Der dritte Iterationspunkt lautet daher
<math>
(2{,}916,2{,}187).
</math>
Man erkennt, dass sich die Punkte mit jeder Iteration dem Minimum bei
<math>
(0,0)
</math>
annähern. Da der Gradient in jeder Iteration neu berechnet wird, wird die Bewegungsrichtung kontinuierlich angepasst. Gleichzeitig nimmt der Betrag des Gradienten mit zunehmender Nähe zum Minimum ab, sodass die Schrittgrößen immer kleiner werden. Das Verfahren konvergiert somit schrittweise gegen den Tiefpunkt der Funktion.
== Unterschied zwischen Gradientenaufstieg und Gradientenabstieg ==
Beide Verfahren verwenden den Gradienten einer Funktion. Der Unterschied besteht ausschließlich in der Bewegungsrichtung.
{| class="wikitable"
! Verfahren
! Ziel
! Iterationsvorschrift
|-
| Gradientenaufstieg
| Maximum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n+\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|-
| Gradientenabstieg
| Minimum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n-\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|}
Während beim Gradientenaufstieg der Gradient addiert wird und somit der Richtung des stärksten Anstiegs gefolgt wird, wird beim Gradientenabstieg der Gradient subtrahiert. Dadurch bewegt sich das Verfahren entlang der Richtung des stärksten Gefälles und nähert sich einem Minimum.
Der grundlegende Ablauf beider Verfahren ist identisch:
# Startpunkt wählen.
# Gradient berechnen.
# Schrittweite festlegen.
# Neue Position berechnen.
# Wiederholen, bis sich die Position kaum noch verändert.
Numerische Gradientenverfahren bilden die Grundlage zahlreicher Optimierungsverfahren und werden unter anderem in der Mathematik, Informatik, den Ingenieurwissenschaften sowie im maschinellen Lernen eingesetzt.
== Zielfunktion ==
Zur Bestimmung des optimalen Standorts wird die Zielfunktion als Differenz aus Energieertrag und Kosten definiert:
<math>
G(x,y)=E(x,y)-K(x,y)
</math>
Durch Einsetzen der Energieertrags- und Kostenfunktion ergibt sich:
<math>
G(x,y)=50-5(x-3)^2-2(y-4)^2-0{,}5x^2-0{,}5y^2
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Der Gradient der Zielfunktion ist somit
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-10(x-3)-x\\
-4(y-4)-y
\end{pmatrix}.
</math>
Die Zielfunktion wird verwendet, um den Standort zu bestimmen, bei dem der wirtschaftliche Nutzen – also der Energieertrag abzüglich der Kosten – maximal ist.
== Durchführung des Optimierungsverfahrens ==
Da ein Maximum gesucht wird, wird ein Gradientenaufstiegsverfahren verwendet.
Die Iterationsformel lautet:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla G(x_n,y_n)
</math>
Dabei bezeichnet:
* <math>\alpha</math>: Schrittweite
* <math>(x_n,y_n)</math>: aktueller Standort
* <math>(x_{n+1},y_{n+1})</math>: neuer Standort
=== Beispielhafte Durchführung ===
Als Startpunkt wird gewählt:
<math>
(x_0,y_0)=(0,0)
</math>
Der Gradient am Startpunkt ist:
<math>
\nabla G(0,0)=
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
Für eine Schrittweite:
<math>
\alpha=0,1
</math>
ergibt sich:
<math>
(x_1,y_1)
=
(0,0)+0,1
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
also:
<math>
(x_1,y_1)=(3,2)
</math>
Durch weitere Wiederholungen nähert sich der Punkt dem optimalen Standort an.
== Abbruchkriterium ==
Das Verfahren wird beendet, wenn die Veränderung des Standortes sehr klein wird:
<math>
||(x_{n+1},y_{n+1})-(x_n,y_n)||<\varepsilon
</math>
Dann wird angenommen, dass der optimale Standort erreicht wurde.
== Interpretation und Modellkritik ==
Der berechnete Punkt stellt den optimalen Standort innerhalb des mathematischen Modells dar.
Optimal bedeutet:
* möglichst hoher Energieertrag
* gleichzeitig möglichst geringe Kosten
Das Modell ist jedoch eine Vereinfachung der Realität.
Nicht berücksichtigt werden beispielsweise:
* wechselnde Windgeschwindigkeiten
* Naturschutzgebiete
* Abstandsregelungen
* Bodenbeschaffenheit
* reale Baukosten
* Netzanbindung
Eine Erweiterung wäre die Einführung zusätzlicher Nebenbedingungen:
<math>
(x,y)\in D
</math>
wobei <math>D</math> die tatsächlich nutzbare Fläche beschreibt.
== Beispiel für unterschiedliche Gewichtungen ==
'''Szenario 1: Energieertrag ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=1
</math>
Der Energieertrag wird doppelt so stark bewertet wie die Kosten.
'''Szenario 2: Kostenminimierung ist besonders wichtig'''
<math>
a=2,\quad b=3
</math>
Die Kosten werden stärker berücksichtigt als der Energieertrag.
== Einfluss der Gewichtung auf das Optimierungsverfahren ==
Das Optimierungsziel verändert sich durch die Wahl der Parameter <math>a</math> und <math>b</math>. Dadurch kann sich der optimale Standort verändern.
Der Gradient der gewichteten Zielfunktion lautet:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Das Gradientenverfahren wird weiterhin durch:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha\nabla G(x_n,y_n)
</math>
beschrieben.
Dabei wird in jedem Schritt die Richtung des größten Anstiegs des gewichteten Gesamtnutzens bestimmt.
---
== Interpretation der Erweiterung ==
Durch die Gewichtungsfaktoren wird das Modell realistischer, da unterschiedliche Zielvorstellungen berücksichtigt werden können.
Die mathematische Lösung hängt somit nicht nur von den physikalischen Eigenschaften des Standortes ab, sondern auch davon, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung bevorzugt werden.
Damit zeigt das Modell, dass mathematische Optimierung nicht nur eine Rechnung ist, sondern auch eine Möglichkeit, reale Entscheidungsprozesse abzubilden.
== Realer Modellierungszyklus ==
[[File:Gitterpunkte in Octave erstellen.png|thumb|Gitterpunkte in Octave erstellen|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 1.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 1|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 2.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 2|800px|center]]
0kp8jstvsay7nobo2e72d8g1tzhya4e
1105976
1105975
2026-07-05T10:07:28Z
Björn Henrich
41518
/* Beispiel für unterschiedliche Gewichtungen */
1105976
wikitext
text/x-wiki
= Modellierungszyklus (Universitätsniveau): Optimierung eines Windenergieanlagen-Standorts durch ein Gradientenverfahren =
== Grundidee ==
Die Wahl eines geeigneten Standortes für eine Windenergieanlage ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Ein Standort mit möglichst hoher Windgeschwindigkeit ist nicht automatisch optimal, da zusätzlich wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Neben dem Energieertrag spielen beispielsweise Kosten für Infrastruktur, Erschließung und Entfernung zu vorhandenen Anschlüssen eine Rolle.
Ziel des Modellierungsprozesses ist es, einen Standort <math>(x,y)</math> zu bestimmen, an dem der wirtschaftliche Gesamtnutzen einer Windenergieanlage maximal ist.
Dazu wird ein mathematisches Modell entwickelt und mithilfe eines Gradientenverfahrens optimiert.
== Ziele des Modellierungsprozesses ==
Die Studierenden sollen:
* eine reale Standortentscheidung mathematisch beschreiben,
* geeignete Funktionen zur Modellierung entwickeln,
* eine Zielfunktion mit mehreren Einflussfaktoren aufstellen,
* den Gradienten einer Funktion bestimmen,
* ein numerisches Optimierungsverfahren anwenden,
* die Ergebnisse interpretieren und die Grenzen des Modells reflektieren.
== Vereinfachung der Realität (Annahmen) ==
Da reale Standortentscheidungen von vielen Faktoren abhängen, wird das Problem vereinfacht.
Folgende Annahmen werden getroffen:
* Die betrachtete Fläche wird durch ein zweidimensionales Koordinatensystem beschrieben.
* Jeder Punkt <math>(x,y)</math> entspricht einem möglichen Standort.
* Der Energieertrag hängt von der Windqualität am Standort ab.
* Die Kosten hängen von der Entfernung zur Infrastruktur ab.
* Umweltrechtliche und technische Faktoren werden zunächst nicht berücksichtigt.
Die Funktionen stellen somit ein vereinfachtes Modell einer realen Standortentscheidung dar.
== Mathematisches Modell ==
=== Modellierung des Energieertrags ===
Der Energieertrag wird durch eine Funktion beschrieben, die einen optimalen Bereich für die Windbedingungen darstellt.
Die Funktion lautet:
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2
</math>
Dabei beschreibt:
* <math>E(x,y)</math>: erwarteter Energieertrag
* <math>(x,y)</math>: Standort der Windenergieanlage
Da diese Funktion nur ein einziges Maximum und allgemein zu vereinfachend für eine reale Situation ist, wird anhand dieser Funktion nun zuerst das Gradientenverfahren erläutert. Später in diesem Zyklus wird dann eine Möglichkeit vorgestellt, wie möglichst reale Daten in das Modell eingearbeitet werden können und das Modell so die Suche für den idealen Standort der Windenergieanlage finden erleichtern kann.
Zum Plotten und der Eingabe der Funktion kann dafür Octave verwendet werden. Auf den folgenden Screenshots von Octave erkennt man, wie die Energieertragsfunktion im Befehlsfenster erst definiert und dann geplottet wird. Außerdem wird das Gradientenaufstiegsverfahren mit dem Startpunkt <math>(0,0)</math> mithilfe einer for-Schleife durchgeführt.
[[File:Befehlsfenster in Octave.png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
Auf dieser Abbildung ist der Plot erkennbar, den Octave von der Energieertragsfunktion erstellt.
[[File:Energieertragsfunktion in Octave.png|thumb|Energieertragsfunktion in Octave|800px|center]]
=== Modellierung der Kosten ===
Zusätzlich zum Energieertrag entstehen Kosten, die beispielsweise durch Erschließung und Infrastruktur entstehen.
Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage werden durch folgende Funktion modelliert:
<math>
K(x,y)=0{,}5x^2+0{,}5y^2
</math>
Dabei beschreiben
* <math>x</math> und <math>y</math> die Koordinaten des Standorts,
* <math>K(x,y)</math> die standortabhängigen Kosten.
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y
</math>
Auch diese Funktion wurde mithilfe von Octave geplottet.
[[File:Befehlsfenster in Octave (2).png|thumb|Befehlsfenster in Octave|800px|center]]
[[File:Kostenfunktion in Octave.png|thumb|Kostenfunktion in Octave|800px|center]]
== Gradientenverfahren ==
Im Folgenden werden das '''Gradientenaufstiegsverfahren''' und das '''Gradientenabstiegsverfahren''' anhand der Energiefunktion und der Kostenfunktion erläutert. Beide Verfahren gehören zu den wichtigsten numerischen Optimierungsverfahren und werden eingesetzt, wenn eine Funktion nicht oder nur schwer analytisch optimiert werden kann.
== Gradientenaufstiegsverfahren ==
Zur Veranschaulichung betrachten wir die Funktion
<math>
E(x,y)=50-5(x-2)^2-3(y+1)^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ein eindeutiges Maximum bei
<math>
(2,-1).
</math>
Dieser Punkt entspricht dem Standort mit den besten modellierten Windbedingungen.
Anschaulich kann man sich die Funktion als einen Berg vorstellen. Ziel des Gradientenaufstiegsverfahrens ist es, den höchsten Punkt dieses Berges zu finden.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Zunächst werden die partiellen Ableitungen berechnet.
Die Ableitung nach <math>x</math> lautet
<math>
\frac{\partial E}{\partial x}
=
-10(x-2)
</math>
und die Ableitung nach <math>y</math>
<math>
\frac{\partial E}{\partial y}
=
-6(y+1).
</math>
Der Gradient ergibt sich somit zu
<math>
\nabla E(x,y)
=
\begin{pmatrix}
-10(x-2)\\
-6(y+1)
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt an jedem Punkt die Richtung des stärksten Anstiegs der Funktion an.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Da das Maximum zunächst unbekannt ist, wird ein beliebiger Startpunkt gewählt.
Beispielsweise
<math>
(x_0,y_0)=(-2,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient am Startpunkt berechnen ===
Nun wird der Gradient im Startpunkt bestimmt.
<math>
\nabla E(-2,3)
=
\begin{pmatrix}
40\\
-24
\end{pmatrix}.
</math>
Dies bedeutet:
* Die x-Koordinate sollte vergrößert werden.
* Die y-Koordinate sollte verkleinert werden.
Der Gradient zeigt somit genau in Richtung des Maximums.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Nun wird eine Schrittweite <math>
\alpha=0{,}05
</math> gewählt.
Die Schrittweite <math>\alpha</math> bestimmt, wie weit sich der Algorithmus in jeder Iteration entlang des Gradienten bewegt. Sie hat einen entscheidenden Einfluss auf die Geschwindigkeit und Stabilität des Verfahrens.
* '''Kleine Schrittweite (<math>\alpha</math>)''':
** Der Algorithmus nähert sich dem Optimum in vielen kleinen Schritten.
** Die Berechnung ist meist sehr stabil.
** Allerdings werden häufig viele Iterationen benötigt, bis das Optimum erreicht wird.
* '''Große Schrittweite (<math>\alpha</math>)''':
** Das Verfahren bewegt sich schneller in Richtung des Optimums.
** Ist die Schrittweite jedoch zu groß, kann das Optimum übersprungen werden.
** Im ungünstigsten Fall springt der Algorithmus zwischen verschiedenen Punkten hin und her oder divergiert, sodass keine Lösung gefunden wird.
Die Wahl einer geeigneten Schrittweite stellt daher einen wichtigen Bestandteil numerischer Optimierungsverfahren dar. In der Praxis werden häufig adaptive Verfahren eingesetzt, bei denen die Schrittweite während der Berechnung automatisch angepasst wird. Für das hier betrachtete Beispiel wird eine konstante Schrittweite verwendet, um das Verfahren möglichst anschaulich darzustellen.
Der neue Punkt ergibt sich durch
<math>
\begin{pmatrix}
x_1\\
y_1
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_0\\
y_0
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla E(x_0,y_0).
</math>
Einsetzen liefert
<math>
x_1=-2+0,05\cdot40=0
</math>
und
<math>
y_1=3+0,05\cdot(-24)=1,8.
</math>
Der neue Punkt lautet also
<math>
(0,1{,}8).
</math>
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt <math>(0,1{.}8)</math> wird erneut der Gradient berechnet.
Es ergibt sich
<math>
\nabla E(0,1{.}8)=
\begin{pmatrix}
-10(0-2)\\
-6(1{,}8+1)
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
20\\
-16{,}8
\end{pmatrix}.
</math>
Mit der Schrittweite <math>\alpha=0{,}05</math> erhält man den nächsten Punkt
<math>
x_2=0+0,05\cdot20=1
</math>
und
<math>
y_2=1,8+0,05\cdot(-16,8)=0,96.
</math>
Der zweite Iterationspunkt lautet somit
<math>
(1,0{,}96).
</math>
Der Algorithmus hat sich dem Maximum bereits weiter angenähert.
Im nächsten Schritt wird der Gradient erneut bestimmt:
<math>
\nabla E(1,0{,}96)=
\begin{pmatrix}
-10(1-2)\\
-6(0{,}96+1)
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
10\\
-11{,}76
\end{pmatrix}.
</math>
Daraus folgt
<math>
x_3=1+0,05\cdot10=1,5
</math>
und
<math>
y_3=0,96+0,05\cdot(-11,76)=0,372.
</math>
Der dritte Iterationspunkt lautet daher
<math>
(1{,}5,0{,}372).
</math>
Die Punkte nähern sich mit jeder Iteration dem Maximum bei
<math>
(2,-1)
</math> an.
== Gradientenabstiegsverfahren ==
Das Gradientenabstiegsverfahren funktioniert nach demselben Prinzip, verfolgt jedoch das entgegengesetzte Ziel.
Hier soll nicht das Maximum, sondern das Minimum einer Funktion bestimmt werden.
Als Beispiel betrachten wir die Kostenfunktion
<math>
K(x,y)=0,5x^2+0,5y^2.
</math>
Diese Funktion besitzt ihr globales Minimum im Ursprung
<math>
(0,0).
</math>
Anschaulich entspricht diese Funktion einer nach oben geöffneten Schüssel.
=== Schritt 1: Gradient berechnen ===
Die partiellen Ableitungen lauten
<math>
\frac{\partial K}{\partial x}=x
</math>
und
<math>
\frac{\partial K}{\partial y}=y.
</math>
Damit ergibt sich der Gradient zu
<math>
\nabla K(x,y)
=
\begin{pmatrix}
x\\
y
\end{pmatrix}.
</math>
Der Gradient zeigt wieder die Richtung des stärksten Anstiegs an.
Da jedoch das Minimum gesucht wird, wird nun in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
=== Schritt 2: Startpunkt wählen ===
Als Startpunkt wählen wir
<math>
(x_0,y_0)=(4,3).
</math>
=== Schritt 3: Gradient berechnen ===
Am Startpunkt ergibt sich
<math>
\nabla K(4,3)
=
\begin{pmatrix}
4\\
3
\end{pmatrix}.
</math>
Da das Minimum gesucht wird, bewegt sich das Verfahren entgegen dieser Richtung.
=== Schritt 4: Ersten Iterationsschritt durchführen ===
Mit derselben Schrittweite
<math>
\alpha=0,1
</math>
lautet die Iterationsvorschrift
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
-
\alpha
\nabla K(x_n,y_n).
</math>
Einsetzen ergibt
<math>
x_1=4-0,1\cdot4=3,6
</math>
und
<math>
y_1=3-0,1\cdot3=2,7.
</math>
Der neue Punkt liegt also näher am Ursprung.
=== Schritt 5: Iteration wiederholen ===
Am neuen Punkt <math>(3{,}6,2{,}7)</math> wird erneut der Gradient berechnet.
Es ergibt sich
<math>
\nabla K(3{,}6,2{,}7)=
\begin{pmatrix}
3{,}6\\
2{,}7
\end{pmatrix}.
</math>
Mit der Schrittweite <math>\alpha=0{,}1</math> erhält man den nächsten Punkt
<math>
x_2=3{,}6-0{,}1\cdot3{,}6=3{,}24
</math>
und
<math>
y_2=2{,}7-0{,}1\cdot2{,}7=2{,}43.
</math>
Der zweite Iterationspunkt lautet somit
<math>
(3{,}24,2{,}43).
</math>
Im nächsten Schritt wird der Gradient erneut berechnet:
<math>
\nabla K(3{,}24,2{,}43)=
\begin{pmatrix}
3{,}24\\
2{,}43
\end{pmatrix}.
</math>
Daraus folgt
<math>
x_3=3{,}24-0{,}1\cdot3{,}24=2{,}916
</math>
und
<math>
y_3=2{,}43-0{,}1\cdot2{,}43=2{,}187.
</math>
Der dritte Iterationspunkt lautet daher
<math>
(2{,}916,2{,}187).
</math>
Man erkennt, dass sich die Punkte mit jeder Iteration dem Minimum bei
<math>
(0,0)
</math>
annähern. Da der Gradient in jeder Iteration neu berechnet wird, wird die Bewegungsrichtung kontinuierlich angepasst. Gleichzeitig nimmt der Betrag des Gradienten mit zunehmender Nähe zum Minimum ab, sodass die Schrittgrößen immer kleiner werden. Das Verfahren konvergiert somit schrittweise gegen den Tiefpunkt der Funktion.
== Unterschied zwischen Gradientenaufstieg und Gradientenabstieg ==
Beide Verfahren verwenden den Gradienten einer Funktion. Der Unterschied besteht ausschließlich in der Bewegungsrichtung.
{| class="wikitable"
! Verfahren
! Ziel
! Iterationsvorschrift
|-
| Gradientenaufstieg
| Maximum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n+\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|-
| Gradientenabstieg
| Minimum bestimmen
| <math>\mathbf{x}_{n+1}=\mathbf{x}_n-\alpha\nabla f(\mathbf{x}_n)</math>
|}
Während beim Gradientenaufstieg der Gradient addiert wird und somit der Richtung des stärksten Anstiegs gefolgt wird, wird beim Gradientenabstieg der Gradient subtrahiert. Dadurch bewegt sich das Verfahren entlang der Richtung des stärksten Gefälles und nähert sich einem Minimum.
Der grundlegende Ablauf beider Verfahren ist identisch:
# Startpunkt wählen.
# Gradient berechnen.
# Schrittweite festlegen.
# Neue Position berechnen.
# Wiederholen, bis sich die Position kaum noch verändert.
Numerische Gradientenverfahren bilden die Grundlage zahlreicher Optimierungsverfahren und werden unter anderem in der Mathematik, Informatik, den Ingenieurwissenschaften sowie im maschinellen Lernen eingesetzt.
== Zielfunktion ==
Zur Bestimmung des optimalen Standorts wird die Zielfunktion als Differenz aus Energieertrag und Kosten definiert:
<math>
G(x,y)=E(x,y)-K(x,y)
</math>
Durch Einsetzen der Energieertrags- und Kostenfunktion ergibt sich:
<math>
G(x,y)=50-5(x-3)^2-2(y-4)^2-0{,}5x^2-0{,}5y^2
</math>
Die partiellen Ableitungen lauten:
<math>
\frac{\partial G}{\partial x}=-10(x-3)-x
</math>
<math>
\frac{\partial G}{\partial y}=-4(y-4)-y
</math>
Der Gradient der Zielfunktion ist somit
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
-10(x-3)-x\\
-4(y-4)-y
\end{pmatrix}.
</math>
Die Zielfunktion wird verwendet, um den Standort zu bestimmen, bei dem der wirtschaftliche Nutzen – also der Energieertrag abzüglich der Kosten – maximal ist.
== Durchführung des Optimierungsverfahrens ==
Da ein Maximum gesucht wird, wird ein Gradientenaufstiegsverfahren verwendet.
Die Iterationsformel lautet:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha
\nabla G(x_n,y_n)
</math>
Dabei bezeichnet:
* <math>\alpha</math>: Schrittweite
* <math>(x_n,y_n)</math>: aktueller Standort
* <math>(x_{n+1},y_{n+1})</math>: neuer Standort
=== Beispielhafte Durchführung ===
Als Startpunkt wird gewählt:
<math>
(x_0,y_0)=(0,0)
</math>
Der Gradient am Startpunkt ist:
<math>
\nabla G(0,0)=
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
Für eine Schrittweite:
<math>
\alpha=0,1
</math>
ergibt sich:
<math>
(x_1,y_1)
=
(0,0)+0,1
\begin{pmatrix}
30\\
20
\end{pmatrix}
</math>
also:
<math>
(x_1,y_1)=(3,2)
</math>
Durch weitere Wiederholungen nähert sich der Punkt dem optimalen Standort an.
== Abbruchkriterium ==
Das Verfahren wird beendet, wenn die Veränderung des Standortes sehr klein wird:
<math>
||(x_{n+1},y_{n+1})-(x_n,y_n)||<\varepsilon
</math>
Dann wird angenommen, dass der optimale Standort erreicht wurde.
== Interpretation und Modellkritik ==
Der berechnete Punkt stellt den optimalen Standort innerhalb des mathematischen Modells dar.
Optimal bedeutet:
* möglichst hoher Energieertrag
* gleichzeitig möglichst geringe Kosten
Das Modell ist jedoch eine Vereinfachung der Realität.
Nicht berücksichtigt werden beispielsweise:
* wechselnde Windgeschwindigkeiten
* Naturschutzgebiete
* Abstandsregelungen
* Bodenbeschaffenheit
* reale Baukosten
* Netzanbindung
Eine Erweiterung wäre die Einführung zusätzlicher Nebenbedingungen:
<math>
(x,y)\in D
</math>
wobei <math>D</math> die tatsächlich nutzbare Fläche beschreibt.
== Einfluss der Gewichtung auf das Optimierungsverfahren ==
Das Optimierungsziel verändert sich durch die Wahl der Parameter <math>a</math> und <math>b</math>. Dadurch kann sich der optimale Standort verändern.
Der Gradient der gewichteten Zielfunktion lautet:
<math>
\nabla G(x,y)=
\begin{pmatrix}
\frac{\partial G}{\partial x}\\
\frac{\partial G}{\partial y}
\end{pmatrix}
</math>
Das Gradientenverfahren wird weiterhin durch:
<math>
\begin{pmatrix}
x_{n+1}\\
y_{n+1}
\end{pmatrix}
=
\begin{pmatrix}
x_n\\
y_n
\end{pmatrix}
+
\alpha\nabla G(x_n,y_n)
</math>
beschrieben.
Dabei wird in jedem Schritt die Richtung des größten Anstiegs des gewichteten Gesamtnutzens bestimmt.
---
== Interpretation der Erweiterung ==
Durch die Gewichtungsfaktoren wird das Modell realistischer, da unterschiedliche Zielvorstellungen berücksichtigt werden können.
Die mathematische Lösung hängt somit nicht nur von den physikalischen Eigenschaften des Standortes ab, sondern auch davon, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung bevorzugt werden.
Damit zeigt das Modell, dass mathematische Optimierung nicht nur eine Rechnung ist, sondern auch eine Möglichkeit, reale Entscheidungsprozesse abzubilden.
== Realer Modellierungszyklus ==
[[File:Gitterpunkte in Octave erstellen.png|thumb|Gitterpunkte in Octave erstellen|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 1.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 1|800px|center]]
[[File:Höhenprofil Ansicht 2.png|thumb|Höhenprofil Ansicht 2|800px|center]]
kejkijv5u963jxqwae22iz2iuzys0e5
Kurs:Räumliche Modellbildung/Fluiddynamik Gruppe 1
106
171930
1105908
1105886
2026-07-04T12:19:13Z
Katharina Müller3203
37345
/* Mathematische und physikalische Hintergründe */
1105908
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
'''Würde in 3D-Modell Sinn ergeben:'''
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modelle ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
COMSOL löst diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
* Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Physikalische Parameter==
===Materialparameter===
===Rand- und Anfangsbedingungen:===
*
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
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1105909
1105908
2026-07-04T12:19:51Z
Katharina Müller3203
37345
/* Mathematische Modelle */
1105909
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
'''Würde in 3D-Modell Sinn ergeben:'''
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
COMSOL löst diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
* Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Physikalische Parameter==
===Materialparameter===
===Rand- und Anfangsbedingungen:===
*
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
ocedh0z6rw2gzmqfuk3v1p0m0ssr4lr
1105910
1105909
2026-07-04T12:20:14Z
Katharina Müller3203
37345
/* Konvektions-Diffusions-Gleichung */
1105910
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
'''Würde in 3D-Modell Sinn ergeben:'''
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
COMSOL löst diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
* Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Physikalische Parameter==
===Materialparameter===
===Rand- und Anfangsbedingungen:===
*
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
0idlqvp8hb6y4v480kfzliiqedsz8b8
1105911
1105910
2026-07-04T12:20:35Z
Katharina Müller3203
37345
/* Konvektions-Diffusions-Gleichung */
1105911
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
'''Würde in 3D-Modell Sinn ergeben:'''
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
COMSOL löst diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Physikalische Parameter==
===Materialparameter===
===Rand- und Anfangsbedingungen:===
*
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
j94y4692tau8hqj242v6qf8j90x7lew
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1105911
2026-07-04T12:20:52Z
Katharina Müller3203
37345
/* Rand- und Anfangsbedingungen: */
1105912
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
'''Würde in 3D-Modell Sinn ergeben:'''
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
COMSOL löst diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Physikalische Parameter==
===Materialparameter===
===Rand- und Anfangsbedingungen ===
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
63akrwiwthgppixxj4f8kqydc39109s
1105913
1105912
2026-07-04T12:21:47Z
Katharina Müller3203
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/* Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? */
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text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
'''Würde in 3D-Modell Sinn ergeben:'''
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
über Reynoldszahl folgt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
COMSOL löst diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Physikalische Parameter==
===Materialparameter===
===Rand- und Anfangsbedingungen ===
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
0u9nh33ksecav7prkd3rcjal8nmnkdd
1105914
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2026-07-04T12:51:04Z
Katharina Müller3203
37345
/* Navier-Stokes-Gleichungen */
1105914
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text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
'''Würde in 3D-Modell Sinn ergeben:'''
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
über Reynoldszahl folgt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Physikalische Parameter==
===Materialparameter===
===Rand- und Anfangsbedingungen ===
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
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Katharina Müller3203
37345
/* Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
'''Würde in 3D-Modell Sinn ergeben:'''
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die '''Reynolds-Zahl''' verwendet:
((einfügen Reynolds-Zahl))
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können.
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen. Diese Annahme ist für geringe Strömungsgeschwindigkeiten und kleine charakteristische Längen sinnvoll.
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Physikalische Parameter==
===Materialparameter===
===Rand- und Anfangsbedingungen ===
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
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2026-07-04T12:58:55Z
Katharina Müller3203
37345
/* Physikalische Parameter */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
'''Würde in 3D-Modell Sinn ergeben:'''
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die '''Reynolds-Zahl''' verwendet:
((einfügen Reynolds-Zahl))
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können.
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen. Diese Annahme ist für geringe Strömungsgeschwindigkeiten und kleine charakteristische Längen sinnvoll.
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
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2026-07-04T13:00:47Z
Katharina Müller3203
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/* Physikalische Annahmen */
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= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die '''Reynolds-Zahl''' verwendet:
((einfügen Reynolds-Zahl))
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können.
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen. Diese Annahme ist für geringe Strömungsgeschwindigkeiten und kleine charakteristische Längen sinnvoll.
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
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2026-07-04T13:02:01Z
Katharina Müller3203
37345
/* Materialparameter Zigarettenrauch */
1105918
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die '''Reynolds-Zahl''' verwendet:
((einfügen Reynolds-Zahl))
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können.
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen. Diese Annahme ist für geringe Strömungsgeschwindigkeiten und kleine charakteristische Längen sinnvoll.
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
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1105919
1105918
2026-07-04T13:02:17Z
Katharina Müller3203
37345
/* Materialparameter Zigarettenrauch */
1105919
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die '''Reynolds-Zahl''' verwendet:
((einfügen Reynolds-Zahl))
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können.
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen. Diese Annahme ist für geringe Strömungsgeschwindigkeiten und kleine charakteristische Längen sinnvoll.
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
rfi4e0mop3k4owdbzw6zaqjew563poa
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2026-07-04T13:03:03Z
Katharina Müller3203
37345
/* Rand- und Anfangsparameter */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die '''Reynolds-Zahl''' verwendet:
((einfügen Reynolds-Zahl))
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können.
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen. Diese Annahme ist für geringe Strömungsgeschwindigkeiten und kleine charakteristische Längen sinnvoll.
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
===Randbedingung===
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
jp4oewmvkndnj9lfzimav2t99q16x7f
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1105920
2026-07-04T13:04:19Z
Katharina Müller3203
37345
/* Rand- und Anfangsparameter */
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text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die '''Reynolds-Zahl''' verwendet:
((einfügen Reynolds-Zahl))
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können.
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen. Diese Annahme ist für geringe Strömungsgeschwindigkeiten und kleine charakteristische Längen sinnvoll.
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
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= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
jzbc07qrwjx75vea8s6srhdgru26eve
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~2026-38123-02
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/* Literaturverzeichnis */
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= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
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= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
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= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die '''Reynolds-Zahl''' verwendet:
((einfügen Reynolds-Zahl))
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können.
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen. Diese Annahme ist für geringe Strömungsgeschwindigkeiten und kleine charakteristische Längen sinnvoll.
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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2026-07-05T07:16:10Z
~2026-38123-02
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/* Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? */
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= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die '''Reynolds-Zahl''' verwendet:
((einfügen Reynolds-Zahl)) <math> Re=</math>
<br>
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können.
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen. Diese Annahme ist für geringe Strömungsgeschwindigkeiten und kleine charakteristische Längen sinnvoll.
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
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''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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2026-07-05T07:30:34Z
~2026-38123-02
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/* Mathematische Modellierung */
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= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho_0 \, v \, L}{\eta} = \frac{v \, L}{\nu}</math>
Hierbei steht <math>\rho_0</math> für die [[Dichte]] des [[Fluid]]s, <math>v</math> ist die mittlere [[Strömungsgeschwindigkeit]] und <math>L</math> eine [[charakteristische Länge]] des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die [[kinematische Viskosität]] des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\Re_krit=2000</math>.
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
41693
/* laminare und turbulente Strömung */
1105933
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho_0 \, v \, L}{\eta} = \frac{v \, L}{\nu}</math>
Hierbei steht <math>\rho_0</math> für die [[Dichte]] des [[Fluid]]s, <math>v</math> ist die mittlere [[Strömungsgeschwindigkeit]] und <math>L</math> eine [[charakteristische Länge]] des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die [[kinematische Viskosität]] des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\{\Re}_{\krit}=2000</math>.
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
41693
/* laminare und turbulente Strömung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho_0 \, v \, L}{\eta} = \frac{v \, L}{\nu}</math>
Hierbei steht <math>\rho_0</math> für die [[Dichte]] des [[Fluid]]s, <math>v</math> ist die mittlere [[Strömungsgeschwindigkeit]] und <math>L</math> eine [[charakteristische Länge]] des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die [[kinematische Viskosität]] des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei {Re}_\mathrm{krit}=2000</math>.
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
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/* laminare und turbulente Strömung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho_0 \, v \, L}{\eta} = \frac{v \, L}{\nu}</math>
Hierbei steht <math>\rho_0</math> für die [[Dichte]] des [[Fluid]]s, <math>v</math> ist die mittlere [[Strömungsgeschwindigkeit]] und <math>L</math> eine [[charakteristische Länge]] des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die [[kinematische Viskosität]] des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math>.
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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2026-07-05T07:36:37Z
~2026-38123-02
41693
/* laminare und turbulente Strömung */
1105936
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho_0 \, v \, L}{\eta} = \frac{v \, L}{\nu}</math>
Hierbei steht <math>\rho_0</math> für die [[Dichte]] des [[Fluid]]s, <math>v</math> ist die mittlere [[Strömungsgeschwindigkeit]] und <math>L</math> eine [[charakteristische Länge]] des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die [[kinematische Viskosität]] des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
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/* laminare und turbulente Strömung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho_0 \, v \, L}{\eta} = \frac{v \, L}{\nu}</math>
Hierbei steht <math>\rho_0</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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41693
/* laminare und turbulente Strömung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu}
Hierbei steht <math>\rho_0</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
41693
/* laminare und turbulente Strömung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} <math>
Hierbei steht <math>\rho_0</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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/* laminare und turbulente Strömung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho_0</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
41693
/* laminare und turbulente Strömung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
'' ((Einfügen Gleichung))''
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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/* Kontinuitätsgleichung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
<math>\frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v = 0</math>
(vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
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/* Kontinuitätsgleichung */
1105943
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text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
<math> \mathit \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v = 0 </math>
(vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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/* Kontinuitätsgleichung */
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= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung. Sie stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
<math> \mathit \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0 </math>
(vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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1105945
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2026-07-05T07:57:30Z
~2026-38123-02
41693
/* Kontinuitätsgleichung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was rein kommt, kommt auch wieder raus" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren:
Die '''Kontinuitätsgleichung''' für inkompressible Strömungen zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
Gleichung für inkompressible einfügen !!
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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2026-07-05T08:06:26Z
~2026-38123-02
41693
/* Kontinuitätsgleichung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
Gleichung für inkompressible einfügen !!
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
41693
/* Kontinuitätsgleichung */
1105947
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\Re_krit</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
(Gleichung für inkompressible einfügen !!)
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
41693
/* laminare und turbulente Strömung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Physikalische Modellierung: Fluiddynamik==
===Benötigte Gleichungen:===
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
(Gleichung für inkompressible einfügen !!)
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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/* Physikalische Modellierung: Fluiddynamik */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Mathematische und physikalische Hintergründe: Fluiddynamik==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
(Gleichung für inkompressible einfügen !!)
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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1105949
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41693
/* Mathematische und physikalische Hintergründe: Fluiddynamik */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==== Exkurs: Warum wird hier laminare Strömung verwendet? ====
Da sich Zigarettenrauch in der Simulation unter ruhigen Umgebungsbedingungen mit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ausbreitet, ist die Annahme einer '''laminaren Strömung''' gerechtfertigt.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
(Gleichung für inkompressible einfügen !!)
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
41693
/* Mathematische Modellierung */
1105951
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
== Mathematische Modellierung ==
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
(Gleichung für inkompressible einfügen !!)
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
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/* Mathematische Modellierung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum bzw. in der Natur befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
(Gleichung für inkompressible einfügen !!)
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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1105952
2026-07-05T08:16:54Z
~2026-38123-02
41693
/* Fragestellung */
1105953
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
(Gleichung für inkompressible einfügen !!)
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
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/* Relevanz */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
(Gleichung für inkompressible einfügen !!)
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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/* Kontinuitätsgleichung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
(Gleichung für inkompressible einfügen !!)
<math>\mathit { \frac{\partial \V}{\partial t} = \frac{\partial \s}{\partial t} \cdot \A = \v \cdot \A = const.} </math>
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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/* Kontinuitätsgleichung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
(Gleichung für inkompressible einfügen !!)
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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/* Kontinuitätsgleichung */
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wikitext
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= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität'''des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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1105957
2026-07-05T08:28:37Z
Katharina Müller3203
37345
/* laminare und turbulente Strömung */
1105958
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedürckt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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Katharina Müller3203
37345
/* Kontinuitätsgleichung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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/* Kontinuitätsgleichung */
1105960
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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2026-07-05T08:32:04Z
~2026-38123-02
41693
/* Kontinuitätsgleichung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math>\rho </math> \cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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Katharina Müller3203
37345
/* Kontinuitätsgleichung */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Massen- und Volumenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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/* Kontinuitätsgleichung */
1105963
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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Katharina Müller3203
37345
/* Navier-Stokes-Gleichungen */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
in 2D
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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~2026-38123-02
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/* Implementierung in Comsol */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
=== 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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2026-07-05T11:23:04Z
Clara Schug
41691
/* 3D-Modellierung */
1105978
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
* Annahme konstanter Materialeigenschaften (Dichte und Viskosität)
( evtl. noch? === 3D-Modellierung ===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.)
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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Clara Schug
41691
/* 2D-Modellierung */
1105979
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
=== ( evtl. noch? 3D-Modellierung )===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
''((Einfügen Gleichung))''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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Clara Schug
41691
/* Navier-Stokes-Gleichungen */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
=== ( evtl. noch? 3D-Modellierung )===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Luftbewegung wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
<math>\mathit {\rho\left(\frac{\Delta\vec{v}}{\Delta\vec{t}}+\left\vec{v}\cdot\nabla\right)\vec{v}\right)=-\nabla p+\mu\Delta\vec{v}+(\lambda+\mu)\nabla (\nabla\cdot\vec{v})+\vec{f}}</math>
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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2026-07-05T11:37:16Z
Clara Schug
41691
/* Navier-Stokes-Gleichungen */
1105981
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
=== ( evtl. noch? 3D-Modellierung )===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Das Strömungsverhalten wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
<math>\mathit {\rho\left(\frac{\Delta\vec{v}}{\Delta\vec{t}}+\left\vec{v}\cdot\nabla\right)\vec{v}\right)=-\nabla p+\mu\Delta\vec{v}+(\lambda+\mu)\nabla (\nabla\cdot\vec{v})+\vec{f}}</math>
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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2026-07-05T11:41:56Z
Clara Schug
41691
/* Navier-Stokes-Gleichungen */
1105982
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
=== ( evtl. noch? 3D-Modellierung )===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Das Strömungsverhalten wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
<math>\mathit {\rho\left(\frac{\Delta\vec{v}}{\Delta\vec{t}}+\left\vec{v}\cdot\nabla\right)\vec{v}\right)=-\nabla p+\mu\Delta\vec{v}+(\lambda+\mu)\nabla (\nabla\cdot\vec{v})+\vec{f}}</math>
<math>\rho \left( \frac{\partial \vec{v}}{\partial t} + (\vec{v} \cdot \nabla) \vec{v} \right) = -\nabla p + \mu \Delta \vec{v} + (\lambda + \mu) \nabla (\nabla \cdot \vec{v}) + \vec{f}</math>
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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Clara Schug
41691
/* Navier-Stokes-Gleichungen */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
=== ( evtl. noch? 3D-Modellierung )===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Das Strömungsverhalten wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
<math>\mathit {\rho\left(\frac{\Delta\vec{v}}{\Delta\vec{t}}+\left\vec{v}\cdot\nabla\right)\vec{v}\right)=-\nabla p+\mu\Delta\vec{v}+(\lambda+\mu)\nabla (\nabla\cdot\vec{v})+\vec{f}}</math>
<math>\mathit{\rho \left( \frac{\partial \vec{v}}{\partial t} + (\vec{v} \cdot \nabla) \vec{v} \right) = -\nabla p + \mu \Delta \vec{v} + (\lambda + \mu) \nabla (\nabla \cdot \vec{v}) + \vec{f}}</math>
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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Clara Schug
41691
/* Navier-Stokes-Gleichungen */
1105984
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
=== ( evtl. noch? 3D-Modellierung )===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Das Strömungsverhalten wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
<math>\mathit {\rho\left(\frac{\Delta\vec{v}}{\Delta\vec{t}}+\left\vec{v}\cdot\nabla\right)\vec{v}\right)=-\nabla p+\mu\Delta\vec{v}+(\lambda+\mu)\nabla (\nabla\cdot\vec{v})+\vec{f}}</math>
<math>\mathit{\rho \left( \frac{\partial \vec{v}}{\partial t} + (\vec{v} \cdot \nabla) \vec{v} \right) = -\nabla p + \mu \nabla^2 \vec{v}</math>\vec{v} + (\lambda + \mu) \nabla (\nabla \cdot \vec{v}) + \vec{f}}</math>
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
5qbaaodw2rvvh7ev9xufqsfbf1e281t
1105985
1105984
2026-07-05T11:45:45Z
Clara Schug
41691
/* Navier-Stokes-Gleichungen */
1105985
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
=== ( evtl. noch? 3D-Modellierung )===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Das Strömungsverhalten wird durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' beschrieben.
<math> \mathit{\rho \left( \frac{\partial \vec{v}}{\partial t} + (\vec{v} \cdot \nabla) \vec{v} \right) = -\nabla p + \mu \nabla^2 \vec{v} + (\lambda + \mu) \nabla (\nabla \cdot \vec{v}) + \vec{f}}</math>
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
fokpmfc2jnu88a2ujox81wzn23bohde
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Clara Schug
41691
/* Navier-Stokes-Gleichungen */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
=== ( evtl. noch? 3D-Modellierung )===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Beschreibung der Impulserhaltung in einem Fluid erfolgt durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''' (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201 f.).
<math> \mathit{\rho \left( \frac{\partial \vec{v}}{\partial t} + (\vec{v} \cdot \nabla) \vec{v} \right) = -\nabla p + \mu \nabla^2 \vec{v} + (\lambda + \mu) \nabla (\nabla \cdot \vec{v}) + \vec{f}}</math>
Dabei beschreibt ...
'''Seite 201 f. füge ich noch ein.'''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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2026-07-05T11:48:53Z
Clara Schug
41691
/* Navier-Stokes-Gleichungen */
1105987
wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
=== ( evtl. noch? 3D-Modellierung )===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Beschreibung der Impulserhaltung in einem Fluid erfolgt durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''', die in allgemeiner Form folgendermaßen aussehen (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201 f.):
<math> \mathit{\rho \left( \frac{\partial \vec{v}}{\partial t} + (\vec{v} \cdot \nabla) \vec{v} \right) = -\nabla p + \mu \nabla^2 \vec{v} + (\lambda + \mu) \nabla (\nabla \cdot \vec{v}) + \vec{f}}</math>
Dabei beschreibt ...
'''Seite 201 f. füge ich noch ein.'''
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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Clara Schug
41691
/* Navier-Stokes-Gleichungen */
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wikitext
text/x-wiki
= Gruppenteilnehmer =
* Katharina Müller
* Maximilian Groben
* Clara Schug
= Thema =
Ausbreitung von Zigarettenrauch
= Fragestellung =
* Wie breitet sich Zigarettenrauch in der Umgebung einer rauchenden Person aus?
* Wie können sich Nicht-Rauchende Personen in Gegenwart einer rauchenden Person positionieren, damit diese möglichst nicht passiv rauchen?
* Wie verändert sich die Aussetzung mit dem Zigarettenqualm, wenn man sich in einem (geschlossenen/teils geschlossenen) Raum (bzw. in der Natur) befindet?
= Relevanz =
Gesundheitszeug
Aspekt Passivrauchen
= Mathematische und physikalische Hintergründe =
2D-Simulation der Ausbreitung von Zigarettenrauch (als Laminar Flow in COMSOL)
== Zigarettenrauch als Gas-Partikel-Gemisch ==
'''Gase (ca. 95%):'''
* Stickstoff
* Sauerstoff
* Kohlendioxid
* Kohlenmonoxid
* Wasserdampf
'''feste/flüssige Aerosolpartikel:'''
* Nikotin
* Teer
* Feinstaub
Der Rauch breitet sich durch Luftströmungen aus. Aufgrund der höheren Temperatur steigt er zunächst nach oben (=Auftrieb). Durch Konvektion und Diffusion werden die Teilchen im Raum verteilt.
== Physikalische Annahmen ==
=== Materialparameter Zigarettenrauch ===
wird noch ergänzt: physikalische Eigenschaften des Materials: Dichte, Viskosität,... ggf. Temperatur, Auftrieb
=== 2D-Modellierung ===
* '''Simulation in 2D-Geometrie''' -> Betrachtung der Ausbreitung des Rauchs in waagerechter Ebene; Vernachlässigung senkrechter Strömungen.
* Umgebende '''Luft als inkompressibles Newtonsches Fluid'''. Dichte und Viskosität können hier aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten als konstant angenommen werden.
* '''Laminare Strömung:''' Luftschichten bewegen sich geordnet und weitgehend ohne Turbulenzen (geringe Strömungsgeschwindigkeiten in ruhender Umgebung)
* Die Konzentration des Zigarettenrauchs wird durch die Luftströmung transportiert, ohne die Strömungseigenschaften der Luft wesentlich zu beeinflussen. Chemische Reaktionen sowie Veränderungen der Stoffzusammensetzung werden nicht berücksichtigt.
=== ( evtl. noch? 3D-Modellierung )===
* '''Wärmeleitungsgleichung''', da Zigarettenrauch deutlich wärmer als die Umgebungsluft ist. Sie berechnet die Temperaturverteilung, Wärmeübertragung und Abkühlung des Rauchs u
* Eine Näherung um den '''Auftrieb''' des Rauchs zu beschrieben. Der Auftrieb entsteht durch die geringere Dichte warmer Luft.
==Mathematische und physikalische Hintergründe ==
===Benötigte Zusammenhänge und Gleichungen:===
====laminare und turbulente Strömung ====
Bei einer laminaren Strömung bewegen sich Fluidteilchen in geordneten Bahnen, ohne dass ausgeprägte turbulente Wirbel entstehen.
Zur Beurteilung des Strömungszustands wird die [[Reynolds-Zahl]] verwendet:
<math>\mathit{Re} = \frac{\rho \, v \, L}{\nu} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des '''Fluids''', <math>v</math> ist die mittlere '''Strömungsgeschwindigkeit''' und <math>L</math> eine '''charakteristische Länge''' des Strömungssystems und die <math>\nu</math> die '''Viskosität''' des Fluids.
Grundsätzlich ist die Reynolds-Zahl durch die charakteristische Länge l problemabhängig, sodass <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}</math> keinen harten Übergang von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung markiert, sondern verweist eher auf einen Übergangbereich. Für die meisten Rohre liege der typische Wert bei <math>\mathit{Re}_\mathrm{krit}=2000</math> (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196-198).
''Kleine Reynolds-Zahlen'' sprechen für eine ''laminare Strömung'', während bei ''großen Reynolds-Zahlen'' ''turbulente Strömungen'' auftreten können. Die Annahme einer laminaren Strömung kann insbesondere über den aufgestellten Term der Reynolds-Zahl bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeiten und einer kleinen charakteristischen Länge gerechtfertigt werden.
====Kontinuitätsgleichung====
Kontinuität bedeutet umgangssprachlich ausgedrückt "Was irgendwo reingeht, muss auch wieder rauskommen. Und was irgendwo rauskommt, muss irgendwo reingekommen sein" ( Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201). Die Kontinuitätsgleichung wird allgemein formuliert durch:
<math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} + div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>
Hierbei steht <math>\rho</math> für die '''Dichte''' des Fluids. Deren Produkt <math> \rho </math>\cdot \vec v </math> beschreibt den Massenstrom. <math> div </math> steht für den Divergenzoperator.
Somit wird durch den ersten Teil des Ausdruck die Änderung der Dichte im Fluid beschrieben und durch den zweiten Ausdruck die Quellstärke des Massenstroms ausgedrückt. Ist der Term <math>\mathit {div(\rho \cdot \vec v) = 0} </math>, bedeutet dies, dass der Massenstrom quellfrei ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 198-201).
Für inkompressible Fluide lässt sich basierend auf der allgemeinen Formulierung der Kontinuitätsgleichung unter Berücksichtigung weiterer Annahmen ein einfacheres Kontinuitätsgesetz formulieren. Hierbei wird insbesondere davon ausgegangen, dass die Dichte konstant bleibt, also <math>\mathit { \frac{\partial \rho}{\partial t} = 0} </math> und die Kontinuität kann für diesen Fall alleine über die Ströme beschrieben werden, wobei Volumen- und Massenstrom (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 196) zu allen Zeiten konstant ist (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201):
<math>\mathit { \frac{\partial V}{\partial t} = \frac{\partial s}{\partial t} \cdot A =v \cdot A = const.} </math>
und
<math>\mathit { \frac{\partial m}{\partial t} = \rho \cdot \frac{\partial V}{\partial t} = const.} </math>
Dabei beschreibt <math>{s}</math> die Strecke der Flussrichtung.
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Fluide zur Beschreibung der Massenerhaltung stellt sicher, dass bei einer inkompressiblen Strömung keine Masse erzeugt oder vernichtet wird.
====Navier-Stokes-Gleichungen====
Die Beschreibung der Impulserhaltung in einem Fluid erfolgt durch die '''Navier-Stokes-Gleichungen''', die in allgemeiner Form folgendermaßen aussehen (vgl. Kommer, Tugendhat & Wahl 2019: 201 f.):
<math> \mathit{\rho \left( \frac{\partial \vec{v}}{\partial t} + (\vec{v} \cdot \nabla) \vec{v} \right) = -\nabla p + \mu \nabla^2 \vec{v} + (\lambda + \mu) \nabla (\nabla \cdot \vec{v}) + \vec{f}}</math>
Dabei beschreibt ... '''füge ich noch ein.'''
Diese Gleichung könnte nach Kommer, Tugendhat & Wahl (2019: 201) analytisch nicht gelöst werden. Daher wird mit einer Vereinfachung gearbeitet, der die Annahme eines inkompressiblen Fluides zu Grunde liegt. Bei der sich daraus ergebende vereinfachten Gleichung entfällt der Term mit der Elastizitätskonstante. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die nachfolgende Gleichung zumindest numerisch arbeiten:
<math> \mathit{\rho \left( \frac{\partial \vec{v}}{\partial t} + (\vec{v} \cdot \nabla) \vec{v} \right) = -\nabla p + \mu \nabla^2 \vec{v} + \vec{f}}</math>
---------------------------------------------------------------------------------------------------
Die Gleichungen bilden die Grundlage der Fluiddynamik und ermöglichen die Berechnung von
* Geschwindigkeit
* Druck
* Dichte
* Impuls
innerhalb des betrachteten Gebiets.
Die Navier-Stokes-Gleichungen beruhen auf dem Prinzip der ''Impulserhaltung''. Sie beschreiben das Gleichgewicht zwischen den Trägheitskräften der strömenden Luft, dem Druck, der Viskosität und äußeren Kräften (bspw. Schwerkraft).
Aus der Lösung der Gleichung ergibt sich die Strömungsgeschwindigkeit an jedem Punkt des Simulationsgebiets.
Da eine analytische Lösung der Gleichungen aufgrund der hohen Komplexität nur schwer möglich ist, löst COMSOL diese Gleichungen numerisch mithilfe der
''Finite-Elemente-Methode'':
Dabei wird das Simulationsgebiet in eine Vielzahl kleiner Elemente unterteilt, die gemeinsam ein sogenanntes Netz (Mesh) bilden. Innerhalb jedes Elements werden die gesuchten Größen wie Geschwindigkeit, Druck und Rauchkonzentration mithilfe von Ansatzfunktionen angenähert. Durch die Diskretisierung entsteht ein großes Gleichungssystem, das von COMSOL iterativ gelöst wird. Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt unter anderem von der Netzqualität und der Größe der einzelnen Elemente ab. Ein feineres Netz liefert in der Regel genauere Ergebnisse, erhöht jedoch gleichzeitig den Rechenaufwand.
====Konvektions-Diffusions-Gleichung====
Die mit den Navier-Stokes-Gleichungen berechnete Luftströmung bildet die Grundlage für die Simulation der Rauchausbreitung. Die berechneten Geschwindigkeiten werden verwendet, um den Transport ''(Ausbreitung) des Zigarettenrauchs'' durch Konvektion und Diffusion zu bestimmen.
'''Konvektion''' = Mitnahme des Rauchs durch die Luftströmung.
'''Diffusion''' = eigenständige, gleichmäßige Ausbreitung des Rauchs infolge Konzentrationsunterschieden.
Beide Prozesse wirken gleichzeitig und bestimmen zusammen die räumliche und zeitliche Verteilung des Rauchs.
Die '''Konvektions-Diffusions-Gleichung''' zur Beschreibung des Transports von Teilchen in strömenden Medien (hier Luft).
'' ((Einfügen Gleichung))''
== Rand- und Anfangsparameter==
===Anfangsbedingung===
werden ergänzt
===Randbedingung===
werden ergänzt
= Implementierung in Comsol =
''' Dimensionenauswahl'''
Zunächst in 2D.
Die Ausbreitung des Rauches und der sich dadurch ergebende, sinnvolle Abstand für umstehende Personen kann durch eine Ansicht von oben aus der Vogelperspektive bestimmt werden und entsprechend kann auch ein geeigneter Radius als Abstand um die Person erkennbar sein.
''' Auswahl der Physik-Interfaces'''
Auswahl laminarer Strömung:
Die Modellierung erfolgte mit laminarer Strömung, da in der Comsol-Classroom-Lizenz keine turbulente Strömung gegeben ist. Genau genommen wäre über die Reynolds-Zahl zu bestimmen, ob es sich dabei um eine laminare oder turbulente Strömung handelt. Insbesondere bei einem geschlossenen Raum ohne Klimaanlage oder Fenster ist davon auszugehen, dass es sich um eine laminare Strömung handelt. In der Natur verhält sich dies anders, zum Beispiel durch Wind. Aber für die Konzentration eines Stoffes könne man dies auch vernachlässigen ... (Schwäche der Modellierung... in Diskussion)
''' Studienart'''
''' Geometrieerstellung'''
Folgende Geometrien wurden erstellt:
''' Materialauswahl'''
''' Randbedingungen'''
''' Gittermesh'''
= Ergebnisse =
= Diskussion =
= Fazit =
= Literaturverzeichnis =
Kommer, C., Tugendhat, T. & Wahl, N. (2019): ''Tutorium Physik fürs Nebenfach. Übersetzt aus dem Unverständlichen''. 2. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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Fichenskandal
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text/x-wiki
[[Datei:Fiche Max Frisch - CH-BAR - 5294964.pdf|thumb|mini|Staatsschutzfiche von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]]]]
Der '''[[:w:Fichenskandal|Fichenskandal]]''' wird in der Schweiz je nach Schulstufe unterschiedlich behandelt. Auf der [[:w:Sekundarstufe I|Sekundarstufe I (7.–9. Klasse)]] wird er meist nur kurz im Zusammenhang mit dem [[:w:Kalter Krieg|Kalten Krieg]] oder der Rolle des Staates erwähnt.
Auf der [[:w:Sekundarstufe II|Sekundarstufe II (Gymnasium, Berufsschule)]] ist die Fichenaffäre ein Beispiel der Schweizer Zeitgeschichte. Gelernt wird, dass während des Kalten Krieges rund 900'000 Personen überwacht wurden, und diskutieren Fragen zu Demokratie, Datenschutz und staatlicher Macht.
Auf der [[:w:Tertiärstufe|Tertiärstufe (Universitäten, Pädagogische Hochschulen)]] wird das Thema vertieft analysiert, etwa durch Quellenarbeit und die Einordnung in den internationalen Kontext von Überwachung und Geheimdiensten.
[[Datei:Fiche Hans Martin Sutermeister - CH-BAR - 5294288.pdf|thumb|mini|Fiche von [[:w:Hans Martin Sutermeister|Sutermeister]]]]
Fichen waren ursprünglich staatliche Geheimdokumente und sind daher nicht frei zugänglich, sondern im [[:w:Schweizerisches Bundesarchiv|Bundesarchiv]] unter Schutz archiviert. Gerade deshalb sind öffentlich einsehbare Beispiele sehr selten. Auf der Plattform [[:w:Wikimedia Commons|Wikimedia Commons]] finden sich lediglich zwei zugängliche Fichen: jene von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]] und jene von [[:w:Hans Martin Sutermmeister|Hans Martin Sutermeister]].
Folgendes Quiz widmet sich der Fiche von Sutermeister. Im Unterschied zu Max Frisch ist diese Fiche weniger erforscht und umfangreicher.
<quiz display="simple">
{ '''Sutermeister denunzierte seine Brüder [[:w:Heinrich Sutermeister|Heinrich]] und [[:w:Peter Sutermeister|Peter]] 1942,''' }
- weil sie ihn um Geld betrogen hatten.
- weil sie politisch unzuverlässig waren.
+ wegen Liebes- und Frauenkonflikten.
- grundlos.
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Was wollte Sutermeister 1974 überwachen lassen?''' }
- Schweizerische Bundeskanzlei
+ Botschaft des Libanon
- Botschaft von Chile
- Botschaft von Israel
</quiz>
[[Kategorie:Fach:Geschichte]]
[[Kategorie:Schweiz]]
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text/x-wiki
[[Datei:Fiche Max Frisch - CH-BAR - 5294964.pdf|thumb|mini|Staatsschutzfiche von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]]]]
Der '''[[:w:Fichenskandal|Fichenskandal]]''' wird in der Schweiz je nach Schulstufe unterschiedlich behandelt. Auf der [[:w:Sekundarstufe I|Sekundarstufe I (7.–9. Klasse)]] wird er meist nur kurz im Zusammenhang mit dem [[:w:Kalter Krieg|Kalten Krieg]] oder der Rolle des Staates erwähnt.
Auf der [[:w:Sekundarstufe II|Sekundarstufe II (Gymnasium, Berufsschule)]] ist die Fichenaffäre ein Beispiel der Schweizer Zeitgeschichte. Gelernt wird, dass während des Kalten Krieges rund 900'000 Personen überwacht wurden, und diskutieren Fragen zu Demokratie, Datenschutz und staatlicher Macht.
Auf der [[:w:Tertiärstufe|Tertiärstufe (Universitäten, Pädagogische Hochschulen)]] wird das Thema vertieft analysiert, etwa durch Quellenarbeit und die Einordnung in den internationalen Kontext von Überwachung und Geheimdiensten.
[[Datei:Fiche Hans Martin Sutermeister - CH-BAR - 5294288.pdf|thumb|mini|Fiche von [[:w:Hans Martin Sutermeister|Sutermeister]]]]
Fichen waren ursprünglich staatliche Geheimdokumente und sind daher nicht frei zugänglich, sondern im [[:w:Schweizerisches Bundesarchiv|Bundesarchiv]] unter Schutz archiviert. Gerade deshalb sind öffentlich einsehbare Beispiele sehr selten. Auf der Plattform [[:w:Wikimedia Commons|Wikimedia Commons]] finden sich lediglich zwei zugängliche Fichen: jene von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]] und jene von [[:w:Hans Martin Sutermmeister|Hans Martin Sutermeister]].
Folgendes Quiz widmet sich der Fiche von Sutermeister. Im Unterschied zu Max Frisch ist diese Fiche weniger erforscht und umfangreicher.
<quiz display="simple">
{ '''Sutermeister denunzierte seine Brüder [[:w:Heinrich Sutermeister|Heinrich]] und [[:w:Peter Sutermeister|Peter]] 1942,''' }
- weil sie ihn um Geld betrogen hatten.
- weil sie politisch unzuverlässig waren.
+ wegen Liebes- und Frauenkonflikten.
- grundlos.
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Was wollte Sutermeister 1974 überwachen lassen?''' }
- Schweizerische Bundeskanzlei
+ Botschaft des Libanon
- Botschaft von Chile
- Botschaft von Israel
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Was war Sutermeister 1975?''' }
+ Informant des Nachrichtendienstes
- Freier linker Journalist
- Gewählter Politiker
- Kaiseraugst-Besetzer
</quiz>
[[Kategorie:Fach:Geschichte]]
[[Kategorie:Schweiz]]
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Paul Sutermeister
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text/x-wiki
[[Datei:Fiche Max Frisch - CH-BAR - 5294964.pdf|thumb|mini|Staatsschutzfiche von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]]]]
Der '''[[:w:Fichenskandal|Fichenskandal]]''' wird in der Schweiz je nach Schulstufe unterschiedlich behandelt. Auf der [[:w:Sekundarstufe I|Sekundarstufe I (7.–9. Klasse)]] wird er meist nur kurz im Zusammenhang mit dem [[:w:Kalter Krieg|Kalten Krieg]] oder der Rolle des Staates erwähnt.
Auf der [[:w:Sekundarstufe II|Sekundarstufe II (Gymnasium, Berufsschule)]] ist die Fichenaffäre ein Beispiel der Schweizer Zeitgeschichte. Gelernt wird, dass während des Kalten Krieges rund 900'000 Personen überwacht wurden, und diskutieren Fragen zu Demokratie, Datenschutz und staatlicher Macht.
Auf der [[:w:Tertiärstufe|Tertiärstufe (Universitäten, Pädagogische Hochschulen)]] wird das Thema vertieft analysiert, etwa durch Quellenarbeit und die Einordnung in den internationalen Kontext von Überwachung und Geheimdiensten.
[[Datei:Fiche Hans Martin Sutermeister - CH-BAR - 5294288.pdf|thumb|mini|Fiche von [[:w:Hans Martin Sutermeister|Sutermeister]]]]
Fichen waren ursprünglich staatliche Geheimdokumente und sind daher nicht frei zugänglich, sondern im [[:w:Schweizerisches Bundesarchiv|Bundesarchiv]] unter Schutz archiviert. Gerade deshalb sind öffentlich einsehbare Beispiele sehr selten. Auf der Plattform [[:w:Wikimedia Commons|Wikimedia Commons]] finden sich lediglich zwei zugängliche Fichen: jene von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]] und jene von [[:w:Hans Martin Sutermmeister|Hans Martin Sutermeister]].
Folgendes Quiz widmet sich der Fiche von Sutermeister. Im Unterschied zu Max Frisch ist diese Fiche weniger erforscht und umfangreicher.
<quiz display="simple">
{ '''Sutermeister denunzierte seine Brüder [[:w:Heinrich Sutermeister|Heinrich]] und [[:w:Peter Sutermeister|Peter]] 1942,''' }
- weil sie ihn um Geld betrogen hatten.
- weil sie politisch unzuverlässig waren.
+ wegen Liebes- und Frauenkonflikten.
- grundlos.
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Auf welcher Liste stand 1970 Sutermeisters Name?''' }
+ Liste der Berner Kriegsdienstgegner
- Liste der Neonazis
- Liste der Frauenbewegung
- Liste der Schwulenbewegung
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Warum war Sutermeister 1971 in den Schlagzeilen?''' }
- Wegen des Vietcong
+ Wegen der Sekundarschule Laubegg
- Wegen Wegzugs nach Basel
- Wegen eines seiner Bücher
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Was wollte Sutermeister 1974 überwachen lassen?''' }
- Schweizerische Bundeskanzlei
+ Botschaft des Libanon
- Botschaft von Chile
- Botschaft von Israel
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Was war Sutermeister 1975?''' }
+ Informant des Nachrichtendienstes
- Freier linker Journalist
- Gewählter Politiker
- Kaiseraugst-Besetzer
</quiz>
[[Kategorie:Fach:Geschichte]]
[[Kategorie:Schweiz]]
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2026-07-04T16:13:37Z
Paul Sutermeister
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wikitext
text/x-wiki
[[Datei:Fiche Max Frisch - CH-BAR - 5294964.pdf|thumb|mini|Staatsschutzfiche von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]]]]
Der '''[[:w:Fichenskandal|Fichenskandal]]''' wird in der Schweiz je nach Schulstufe unterschiedlich behandelt. Auf der [[:w:Sekundarstufe I|Sekundarstufe I (7.–9. Klasse)]] wird er meist nur kurz im Zusammenhang mit dem [[:w:Kalter Krieg|Kalten Krieg]] oder der Rolle des Staates erwähnt.
Auf der [[:w:Sekundarstufe II|Sekundarstufe II (Gymnasium, Berufsschule)]] ist die Fichenaffäre ein Beispiel der Schweizer Zeitgeschichte. Gelernt wird, dass während des Kalten Krieges rund 900'000 Personen überwacht wurden, und diskutieren Fragen zu Demokratie, Datenschutz und staatlicher Macht.
Auf der [[:w:Tertiärstufe|Tertiärstufe (Universitäten, Pädagogische Hochschulen)]] wird das Thema vertieft analysiert, etwa durch Quellenarbeit und die Einordnung in den internationalen Kontext von Überwachung und Geheimdiensten.
[[Datei:Fiche Hans Martin Sutermeister - CH-BAR - 5294288.pdf|thumb|mini|Fiche von [[:w:Hans Martin Sutermeister|Sutermeister]]]]
Fichen waren ursprünglich staatliche Geheimdokumente und sind daher nicht frei zugänglich, sondern im [[:w:Schweizerisches Bundesarchiv|Bundesarchiv]] unter Schutz archiviert. Gerade deshalb sind öffentlich einsehbare Beispiele sehr selten. Auf der Plattform [[:w:Wikimedia Commons|Wikimedia Commons]] finden sich lediglich zwei zugängliche Fichen: jene von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]] und jene von [[:w:Hans Martin Sutermmeister|Hans Martin Sutermeister]].
Folgendes Quiz widmet sich der Fiche von Sutermeister. Im Unterschied zu Max Frisch ist diese Fiche weniger erforscht und umfangreicher.
<quiz display="simple">
{ '''Sutermeister denunzierte seine Brüder [[:w:Heinrich Sutermeister|Heinrich]] und [[:w:Peter Sutermeister|Peter]] 1942,''' }
- weil sie ihn um Geld betrogen hatten.
- weil sie politisch unzuverlässig waren.
+ wegen Liebes- und Frauenkonflikten.
- grundlos.
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Warum setzte sich Sutermeister für den verurteilten Genfer Anwalt [[:w:Pierre Jaccoud|Pierre Jaccoud]] ein?''' }
- Weil Jaccoud ihn persönlich dazu beauftragte.
- Weil er vom Vormund von Jaccoud beauftragt wurde.
- Weil die Familie von Jaccoud ihn beauftragte.
+ Weil Sutermeister aus eigenem Antrieb tätig wurde.
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Auf welcher Liste stand 1970 Sutermeisters Name?''' }
+ Liste der Berner Kriegsdienstgegner
- Liste der Neonazis
- Liste der Frauenbewegung
- Liste der Schwulenbewegung
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Warum war Sutermeister 1971 in den Schlagzeilen?''' }
- Wegen des Vietcong
+ Wegen der Sekundarschule Laubegg
- Wegen Wegzugs nach Basel
- Wegen eines seiner Bücher
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Was wollte Sutermeister 1974 überwachen lassen?''' }
- Schweizerische Bundeskanzlei
+ Botschaft des Libanon
- Botschaft von Chile
- Botschaft von Israel
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Was war Sutermeister 1975?''' }
+ Informant des Nachrichtendienstes
- Freier linker Journalist
- Gewählter Politiker
- Kaiseraugst-Besetzer
</quiz>
[[Kategorie:Fach:Geschichte]]
[[Kategorie:Schweiz]]
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Paul Sutermeister
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text/x-wiki
[[Datei:Fiche Max Frisch - CH-BAR - 5294964.pdf|thumb|mini|Staatsschutzfiche von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]]]]
Der '''[[:w:Fichenskandal|Fichenskandal]]''' wird in der Schweiz je nach Schulstufe unterschiedlich behandelt. Auf der [[:w:Sekundarstufe I|Sekundarstufe I (7.–9. Klasse)]] wird er meist nur kurz im Zusammenhang mit dem [[:w:Kalter Krieg|Kalten Krieg]] oder der Rolle des Staates erwähnt.
Auf der [[:w:Sekundarstufe II|Sekundarstufe II (Gymnasium, Berufsschule)]] ist die Fichenaffäre ein Beispiel der Schweizer Zeitgeschichte. Gelernt wird, dass während des Kalten Krieges rund 900'000 Personen überwacht wurden, und diskutieren Fragen zu Demokratie, Datenschutz und staatlicher Macht.
Auf der [[:w:Tertiärstufe|Tertiärstufe (Universitäten, Pädagogische Hochschulen)]] wird das Thema vertieft analysiert, etwa durch Quellenarbeit und die Einordnung in den internationalen Kontext von Überwachung und Geheimdiensten.
[[Datei:Fiche Hans Martin Sutermeister - CH-BAR - 5294288.pdf|thumb|mini|Fiche von [[:w:Hans Martin Sutermeister|Sutermeister]]]]
Fichen waren ursprünglich staatliche Geheimdokumente und sind daher nicht frei zugänglich, sondern im [[:w:Schweizerisches Bundesarchiv|Bundesarchiv]] unter Schutz archiviert. Gerade deshalb sind öffentlich einsehbare Beispiele sehr selten. Auf der Plattform [[:w:Wikimedia Commons|Wikimedia Commons]] finden sich lediglich zwei zugängliche Fichen: jene von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]] und jene von [[:w:Hans Martin Sutermmeister|Hans Martin Sutermeister]].
Folgendes Quiz widmet sich der Fiche von Sutermeister. Im Unterschied zu Max Frisch ist diese Fiche weniger erforscht und umfangreicher.
<quiz display="simple">
{ '''Sutermeister denunzierte seine Brüder [[:w:Heinrich Sutermeister|Heinrich]] und [[:w:Peter Sutermeister|Peter]] 1942,''' }
- weil sie ihn um Geld betrogen hatten.
- weil sie politisch unzuverlässig waren.
+ wegen Liebes- und Frauenkonflikten.
- grundlos.
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''In welchem politischen Umfeld war Hans Martin Sutermeister im gleichen Jahr aktiv?''' }
- In der [[:w:Nationale Front|Nationalen Front]] der Schweiz (rechtsextreme, NS-sympathisierende Bewegung)
+ In der [[:w:Partei der Arbeit|Partei der Arbeit]]
- In einer marxistisch-kommunistischen Untergrundorganisation
- Offen und direkt für die Nationalsozialisten tätig
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Warum setzte sich Sutermeister für den verurteilten Genfer Anwalt [[:w:Pierre Jaccoud|Pierre Jaccoud]] ein?''' }
- Weil Jaccoud ihn persönlich dazu beauftragte.
- Weil er vom Vormund von Jaccoud beauftragt wurde.
- Weil die Familie von Jaccoud ihn beauftragte.
+ Weil Sutermeister aus eigenem Antrieb tätig wurde.
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Auf welcher Liste stand 1970 Sutermeisters Name?''' }
+ Liste der Berner Kriegsdienstgegner
- Liste der Neonazis
- Liste der Frauenbewegung
- Liste der Schwulenbewegung
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Warum war Sutermeister 1971 in den Schlagzeilen?''' }
- Wegen des Vietcong
+ Wegen der Sekundarschule Laubegg
- Wegen Wegzugs nach Basel
- Wegen eines seiner Bücher
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Was wollte Sutermeister 1974 überwachen lassen?''' }
- Schweizerische Bundeskanzlei
+ Botschaft des Libanon
- Botschaft von Chile
- Botschaft von Israel
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Was war Sutermeister 1975?''' }
+ Informant des Nachrichtendienstes
- Freier linker Journalist
- Gewählter Politiker
- Kaiseraugst-Besetzer
</quiz>
[[Kategorie:Fach:Geschichte]]
[[Kategorie:Schweiz]]
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2026-07-04T16:23:16Z
Paul Sutermeister
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text/x-wiki
<!--[[Datei:Fiche Max Frisch - CH-BAR - 5294964.pdf|thumb|mini|Staatsschutzfiche von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]]]]
Der '''[[:w:Fichenskandal|Fichenskandal]]''' wird in der Schweiz je nach Schulstufe unterschiedlich behandelt. Auf der [[:w:Sekundarstufe I|Sekundarstufe I (7.–9. Klasse)]] wird er meist nur kurz im Zusammenhang mit dem [[:w:Kalter Krieg|Kalten Krieg]] oder der Rolle des Staates erwähnt.
Auf der [[:w:Sekundarstufe II|Sekundarstufe II (Gymnasium, Berufsschule)]] ist die Fichenaffäre ein Beispiel der Schweizer Zeitgeschichte. Gelernt wird, dass während des Kalten Krieges rund 900'000 Personen überwacht wurden, und diskutieren Fragen zu Demokratie, Datenschutz und staatlicher Macht.
Auf der [[:w:Tertiärstufe|Tertiärstufe (Universitäten, Pädagogische Hochschulen)]] wird das Thema vertieft analysiert, etwa durch Quellenarbeit und die Einordnung in den internationalen Kontext von Überwachung und Geheimdiensten.-->
[[Datei:Fiche Hans Martin Sutermeister - CH-BAR - 5294288.pdf|thumb|mini|Fiche von [[:w:Hans Martin Sutermeister|Sutermeister]]]]
[[:w:Fichenskandal|Fichen]] waren ursprünglich staatliche Geheimdokumente und sind daher nicht frei zugänglich, sondern im [[:w:Schweizerisches Bundesarchiv|Bundesarchiv]] unter Schutz archiviert. Gerade deshalb sind öffentlich einsehbare Beispiele sehr selten. Auf der Plattform [[:w:Wikimedia Commons|Wikimedia Commons]] finden sich lediglich zwei zugängliche Fichen: jene von [[:w:Max Frisch|Max Frisch]] und jene von [[:w:Hans Martin Sutermmeister|Hans Martin Sutermeister]].
Folgendes Quiz widmet sich der Fiche von Sutermeister. Im Unterschied zu Max Frisch ist diese Fiche weniger erforscht und umfangreicher.
<quiz display="simple">
{ '''Sutermeister denunzierte seine Brüder [[:w:Heinrich Sutermeister|Heinrich]] und [[:w:Peter Sutermeister|Peter]] 1942,''' }
- weil sie ihn um Geld betrogen hatten.
- weil sie politisch unzuverlässig waren.
+ wegen Liebes- und Frauenkonflikten.
- grundlos.
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''In welchem politischen Umfeld war Hans Martin Sutermeister im gleichen Jahr aktiv?''' }
- In der [[:w:Nationale Front|Nationalen Front]] der Schweiz (rechtsextreme, NS-sympathisierende Bewegung)
+ In der [[:w:Partei der Arbeit|Partei der Arbeit]]
- In einer marxistisch-kommunistischen Untergrundorganisation
- Offen und direkt für die Nationalsozialisten tätig
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Warum setzte sich Sutermeister für den verurteilten Genfer Anwalt [[:w:Pierre Jaccoud|Pierre Jaccoud]] ein?''' }
- Weil Jaccoud ihn persönlich dazu beauftragte.
- Weil er vom Vormund von Jaccoud beauftragt wurde.
- Weil die Familie von Jaccoud ihn beauftragte.
+ Weil Sutermeister aus eigenem Antrieb tätig wurde.
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Auf welcher Liste stand 1970 Sutermeisters Name?''' }
+ Liste der Berner Kriegsdienstgegner
- Liste der Neonazis
- Liste der Frauenbewegung
- Liste der Schwulenbewegung
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Warum war Sutermeister 1971 in den Schlagzeilen?''' }
- Wegen des Vietcong
+ Wegen der Sekundarschule Laubegg
- Wegen Wegzugs nach Basel
- Wegen eines seiner Bücher
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Was wollte Sutermeister 1974 überwachen lassen?''' }
- Schweizerische Bundeskanzlei
+ Botschaft des Libanon
- Botschaft von Chile
- Botschaft von Israel
</quiz>
<quiz display="simple">
{ '''Was war Sutermeister 1975?''' }
+ Informant des Nachrichtendienstes
- Freier linker Journalist
- Gewählter Politiker
- Kaiseraugst-Besetzer
</quiz>
[[Kategorie:Fach:Geschichte]]
[[Kategorie:Schweiz]]
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