Wikipedia alswiki https://als.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Houptsyte MediaWiki 1.47.0-wmf.15 first-letter Medium Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikipedia Wikipedia Diskussion Datei Datei Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Portal Portal Diskussion Buech Buech Diskussion Wort Wort Diskussion Text Text Diskussion Spruch Spruch Diskussion Nochricht Nochricht Diskussion TimedText TimedText talk Modul Modul Diskussion Veranstaltung Veranstaltung Diskussion Südwalserdeutsch 0 23234 1087582 1087535 2026-08-13T16:27:45Z Freigut 8945 /* Romaanischi Yyflis ùn Romanisme */ 1087582 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Siidwalserisch}} [[Datei:Walser Italien.JPG|mini|300px|Chaarde vù 1881 mid dr italienische Walsergmaine. Salei, Aager ùn s schwyzerisch Gurin sin nid yyzaichnet.]] [[Datei:Distribuzione della lingua e della comunità Walser in Italia.png|mini|300px|Chaarde mid dr italienische Walsergmaine. As mr z Carcoforo ùn z Rimasco sel dydsch gschwäzd haa, isch nid noogwiise.]] [[Datei:Greschoneititsch.jpg|mini|300px|Dänggmool fir dr [[Heinrich Welf]] ùf Greschoneititsch an dr Chilchemuure vù Greschunei Oberteil (La-Trinité)]] [[Datei:Alagna Valsesia- (26).JPG|mini|zwaischbroochigi Oordsnaamedaafele]] [[Datei:AlagnaWegweiser1.jpg|mini|E zwaischbroochige Wäägwyyser z Im Land]] [[Datei:Casa walser.jpg|mini|250px|es Walserhuus z Im Land – „Wïtte mu hed aswenn glebed im Land“]] [[Datei:Alagna Valsesia 203.JPG|mini|250px|zwaischbroochigi Schrifde im Walserhuus z Im Land]] S '''Siidwalserisch''' oder s ''äänetbirgisch Walserdytsch,'' wie dr [[Paul Zinsli]] gsaid hed, isch e Uusdrùg fir di [[Höchstalemannisch|hegschdalemanische]] Dialägd, wù in dr [[Walser|Walsergmaine]] z [[Italien|Italie]] ùn im [[Kanton Tessin|Tessin]] gschwäzd wääre. Die siidlichi Schbroochfamilie vùm [[Walserdeutsch|Walserdytsch]] hed verschiideni Oords[[Dialekt|dialägd]]. == wù s Siidwalserisch voorchùnd == ;Im [[Piemont]]: * [[Alagna Valsesia|Im Land]] ([[Italienische Sprache|ital.]]: Alagna Valsesia) * [[Macugnaga|Makanaa]] (ital. Macugnaga) * [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella) * [[Formazza|Pumatt]] (ital. Formazza) ;Im [[Aostatal|Augschtal]] (dt. Aostatal): * [[Issime|Eischeme]] (ital. Issime) * [[Gressoney|Greschonei]] (ital. Gressoney) ;Im [[Tessin]]: * [[Bosco/Gurin|Gurin]] (ital. Bosco) Uusgschdoorbe sin midlerwyyli d Walserdialägd vù: * [[Rima San Giuseppe|Arimmu]] (ital. Rima): syd dr 1970er Joor nùme no im Sùmer bewoond * [[Saley|Salei]] (ital. Salecchio): vù dr ledschde Yywooner ane 1964 verloo * [[Ornavasso|Urnafaasch]] ùn [[Migiandone]] Weenig waisd mer iber d Walserdialägd vù * [[Agaro|Aager]] (ital. Agaro): ane 1937 im Schdausee (Lago di Agaro) versùngge. * [[Gaby (Aostatal)|Goabi]] (ital. Gaby): Bis ane 1950 hed s im Ordsdail Niel no Lyd gee, wù Walsertitsch hän chene. * Urnafasch (ital. Ornavasso): 1963 isch dr ledschd Walsertitsch-Schbrächer gschdoorbe; d Gmai bflägd no Erinerig an d Walser-Voorfaare. Uuser e baar [[Flurname|Fluurnäme]] isch nyd me iibrig bliibe vù dr Walserdialägd vù: * [[Ausone|Opsu]] (ital. Ausone): nimi bewoond * [[Riva Valdobbia|Rifu]] (ital. Riva Valdobbia): romanisierd == Foorschigsgschiichd == Fir d Aafäng vù dr Foorschig iiber s Siidwalserisch isch em [[Albert Schott]] syy Aarbed vù 1842 inträssant: ''Die deutschen Colonien in Piemont. Ihr Land, ihre Mundart und Herkunft. Ein Beitrag zur Geschichte der Alpen.'' Är hed au scho ne grooses Kabidl iiber d Dialägd vù Arrimmu, Eischeme, Greschonei, Im Land, Makanaa ùn Remmalju gschriibe ùn au s Glyychnis vùm verloorene Sùùn in die Mundaarde iiberdraage loo. Scho vorhäär isch dr [[Julius Maximilian Schottky]] z Remmalju gsii, aber däm sy Briichd isch e weng gaar ùùwiseschafdli. Vum [[Karl Bohnenberger]] isch s Buech ''Die Mundart der deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten,'' wu bim [[Verlag Huber|Hueber]] z Frauefeld ane 1913 usecho isch. Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr [[Wilhelm Doegen]] im Oktober ane 1929 Toonbandùfnaame vù verschiidene Siidwalserdialägd gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. Vù dr Siidwalsergmaine, wù in dr 50er Joor no ne lääbige Dialägd ghaa hän, hän dr [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn dr [[Rudolf Hotzenköcherle]] zwische 1951 ùn 1955 Ùfnaame fir dr [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gmachd ('''Arrimmu''': IT 5. '''Eischeme''': IT 1. '''Greschonei''': IT 2. '''Gurin''': TI 1. '''Im Land''': IT 3. '''Makanaa''': IT 4. '''Pumatt''': IT 8. '''Remmalju''': IT 6. '''Salei''': IT 7). Vù Aager ùn vù Niel (Goabi) sin kaini me gmachd woore. In dr Schwyz isch s in dr Haubdsach dr [[Paul Zinsli]] an dr [[Universität Bern|Uniwersideed Bäärn]] gsii, wù hed chene Studänte ùn Studäntine motiwiere, si mid em Siidwalserdydsch abzgee. Z Itaalie hed dr [[Piergiuseppe Scardigli]] an dr Uniwersideed [[Florenz|Floränz]] dr ''Gruppo di recerca sulle isole linguistiche alemanne del versante italiano,'' abgchiirzd ''G.R.I.L.A.V.I.,'' grinded, wù d Siiwalserdialägd undersuechd hèd. Monografyye zù ainzelne Ortsmundaarte gid s vù der [[Angela Bacher]] fir Pumatt, vùm [[Marco Bauen]] ùn dr [[Maria Concetta Di Paolo]] fir Remmalju, vù dr [[Gertrud Frei]] fir Salei, vù dr [[Emily Gerstner-Hirzel]] ùn vùm [[Charles V.&nbsp;J.&nbsp;Russ]] fir Gurin, vùm [[Giovanni Giordani]] fir Im Land, vùm [[Max Waibel]] fir Makanaa und vùm [[Peter Zürrer]] fir Greschonei ùn Eischeme. Wiichdig sin au d Ùfzaichnige vùm [[Emil Balmer]]. Derzue cheme wyderi Spezialùndersuechige wie die vùm [[Renato Perinetto]] fir Eischeme, die vùm Peter Zürrer, vùm [[Marco Angster]] ùn vùm [[Livio Gaeta]] fir Greschonei ùn Eischeme ùn die vù dr [[Silvia Dal Negro]] fir Pumatt. Idalieenischi Sproochforscher wie dr Valerio Cantamessi ùn dr Paolo Crosa Lenz hän d Gschiichd vùm Walserisch vù Urnafaasch undersuechd. S gid au e ganzi Raie Wèèrderbiecher, ùnder anderem vùm Sergio Maria Gilardino (dra gschafd hän aber Yyhaimischi wie dr [[Emilio Stainer]]) fir Im Land, vùm [[Ugo Busso]] ùn vùm [[Alberto Linty]] fir Eischeme, vùm Peter Zürrer fir Greschonei, vù der Emily Gerstner-Hirzel fir Gurin, vùm [[Pio Scilligo]] fir Pumatt, vùm [[Dino Vasina]] fir Remmalju ùn ùnder anderem vùm [[Heinrich Welf]] fir Greschonei. D [[Elisabetta Fazzini]] ùn d [[Costanza Cigni]] hän au ais fir ali Siidwalserdialägd gschriibe. Dr [[Paul Zinsli]] hed d Fluernäme vù dr Siidwalsergmaine ùfgnùù ùn die Samlig derno ane 1984 in syym Buech „Südwalser Namengut“ verefendligd, aber ooni Chaarde. E baar ainzelni Gmaine wie Gurin, Im Land ùn Remmalju hän iiri Fluernäme au sälber gsamled, si bschriibe ùn ùf Chaarde yyzaichned – oder hän des lo mache. Wiichdig sin au verschiideni Verainigùnge, wù no dr Schbrooch ùn Kultuur vù dr Sydwalserderfer luege, bsùndersch d [[Associazione Walserhaus – Gesellschaft Walserhaus]] z Gurin, s [[Centro Studi e Cultura Walser – Walser Kulturzentrum]] im Lysdaal, d [[Associazione Augusta]], s [[Centro Walser Rimella]] ùn dr [[Südwalserverein]]. Wyderi Aagoobe zue dr Foorschigsgschiichd vù dr verschiidene Dialägd finded mer in dr jeewyylige Spezialartikel. == Mèèrgmool vù dr Siidwalserdialägd == Typisch fir d Siidwalserdialägd sin noch em Rudolf Hotzenköcherle drèi Mèèrgmool: # Konservativi Merkmool, wù nùme no doo voorcheme # Nèierige, wù sùnschd niene voorcheme # Schdaarchi Yyflis us em [[Romanische Sprachen|Romanisch]] Dooderbyy chaa mer ùnderschaide zwische hegschdalemannische, walserische ùn siidwalserische Mèèrgmool. === Hegschtalemannischi Mèèrgmool === ==== Konservativi Mèèrgmool im Hegschtalemannisch ==== ;1. Mhd. â Mhd. â isch in dr maischde hegschdalemannische Dialägd nid verdùmbfd – in dr Siidwalserdialägd aber nùmme im Pumatt ùn z Aager nid ùn z Salei nùme lyychd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Braachùt'' (dt. Brachmonat, Juni) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Jaar'' (dt. Jahr) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Jaar'' (dt. Jahr) |} Z Arrimmu, z Gurin, z Makanaa, z Remmalju ùn Im Land isch mhd. â dergeege verdùmbfd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Jòòr'' (dt. Jahr) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Jòòr'' (dt. Jahr) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Joor'' (dt. Jahr) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Jààr'' (dt. Jahr) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Jòòr'' (dt. Jahr) |} Z Greschonei ùn z Eischeme isch mhd. â diphthongiert. Die [[Diphthong|Diphthongierig]] isch au z Goabi gängig gsii (vgl. dr Naame!). {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Oabe'' (dt. Abend), ''goan'' (dt. gehen) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Oabe'' (dt. Abend), ''bloase'' (dt. blasen), ''Joar'' (dt. Jahr) |} ;2. Mhd. î, iu, û im Uuslud ùn im Hiatus In dr hegschdalemanische Dialägd sin mhd. î, iu, û im Hiatus ùn im Uuslud in Wèèrder wie mhd. drî, frî, snîen, gehîen, srîen, sû, bûwen, niuw, niuwe (dt. drei, frei, schneien, fallen, Sau, bauen, neu, neue) as [[Monophthong]] erhalde, derwyylschd si in andere [[Alemannische Sprache|alemanische]] Dialägd diphthongierd sin. User z Eischeme, wù ali mhd. Langvokal diphtongierd sin, ùn z Rimmu sin si in dr Siidwalsergmaine zem greeschde Dail as Monophthong erhalde. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''driia'' (dt. drei), ''schniia'' (dt. schneien) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''drii'' (dt. drei), ''schnuuä'' (dt. schneien), ''ghiiä'' (dt. fallen), ''schriiä'' (dt. schreien), ''buuä'' (dt. bauen), ''nuu'' (dt. neu), ''nuue'' (dt. neue). |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''schniia'' (dt. schneien), ''büwä'' (dt. bauen), ''niwe'' (dt. neue). |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''schnüwe'' (dt. schneien), ''khie'' (dt. fallen), ''schraju'' (dt. schreien), ''buwwa'' (dt. bauen), ''nüwe'' (dt. neue), ''drii'' (dt. drei) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''schniia'' (dt. schneien), ''khiie'' (dt. fallen, werfen), ''schriie'' (dt. schreien), ''büwe'' (dt. bauen), ''niiw'' (dt. neu), ''nuuwe'' (dt. neue), ''drii'' (dt. drei), ''frii'' (dt. frei) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''schniia'' (dt. schneien), ''khiia'' (dt. fallen), ''schriia'' (dt. schreien), ''büwa'' (dt. bauen), ''niwe'' (dt. neue), ''drii'' (dt. drei), ''Sü'' (dt. Sau) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe/noue'' (dt. neue) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''schniiä'' (dt. schneien), ''khiiä'' (dt. fallen), ''buuä'' (dt. bauen), ''niiw'' (dt. neu), ''niwe'' (dt. neue) |} aber: '''Arrimmu''': ''schneuwa'' (dt. schneien), ''khaja'' (dt. fallen), ''schreja'' (dt. schreien), ''bouwa'' (dt. bauen), ''nouwe'' (dt. neue). '''Eischeme''': ''schnouwe'' (dt. schneien), ''gheije'' (dt. fallen), ''schreijä'' (dt. schreien), ''bouwe'' (dt. bauen), ''naue'' (dt. neue). ;3. Enklitischs -ru Ahd. iro (Gen. Pl., dt. „ihrer“) erschyynd enklitisch as -ru. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Ich wilju rùn auch iich.'' (dt. Ich will auch von ihnen.). |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Ich wil ru auch.'' (dt. Ich will auch von ihnen.). |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Ich hän mu ru gseit.'' (dt. Ich habe ihm ihrer gesagt, hier: Schimpfwörter.). |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Ich wil rù auch.'' (dt. Ich will auch von ihnen.). |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Wir hen t rù ou zwìe.'' (dt. Wir haben auch zwei von ihnen.). |- align=left |align=left|'''Pumatt'''||''Wir sin rù wenig in der Familiu gsi.'' (dt. Wir waren wenige in der Familie.). |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat keine von ihnen.). |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Ich hän d rù nit.'' (dt. Ich habe keine von ihnen.) |} ;4. Adjektiv in prädikativer Schdelig Adjektiv wääre au in ere prädikative Schdelig dekliniert. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Am Morgè chùnt ds Tòòtè gnùùt ùn ùùfpùnnès ùf zwèi Lattelti Lattelti ùn esòò chùnt s träges bis Bätsch.'' |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Der Heer escht tauba.'' (dt. Der Pfarrer ist nicht gescheit.), ''Äs escht noch ds jongs.'' (Es ist noch jung.) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Dan Baum ischt hübschi.'' (dt. Der Baum ist schön.), ''Ds Bet ischt woarms.'' (dt. Das Bett ist warm.) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Der Ettru isch liebe.'' (dt. Der Onkel ist lieb), ''D Muema isch liebi.'' (dt. Die Tante ist lieb), ''Ds Techterli isch liebs. '' (dt. Die Tochter ist lieb), ''D Ettrunga sin liebi.'' (dt. Die Onkel sind lieb), ''De Techterlene sin liebi.'' (dt. Die Töchter sind lieb), ''D Mueme sin liebi.'' (dt. Die Tanten sind lieb.) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Der Wolf hät gmeint, der Fuks siigi rotä va Blüät.'' (dt. Der Wolf meinte, der Fuchs sei rot vom Blut.), ''Wiä düä der Urännu afa aaltä chu ischt.'' (dt. Wie der Urgrossvater langsam alt wurde.), ''Dass d Chriädschi afaan rooti chu.'' (dt. Dass die Kirschen allmählich rot werden.) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''D Aju isch jungi und hìbschi.'' (dt. Die Mutter ist jung und hübsch.) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Är isch laame.'' (dt. Er ist lahm.), ''Dü bìsch nò ganz jungge, das magsch no gsìe.'' (dt. Du bist noch ganz jung, das kannst Du noch sehen.), ''Schi isch wuol globigi gsi.'' (dt. Sie war durchaus gläubig.), ''Hìe isch alls nò gsii pleits.'' (dt. Hier war noch alles bewachsen.), ''Dischi Wiiber sin aalti.'' (dt. Diese Frauen sind alt.), ''Hipschi sindsch gsii, di Bööchjini.'' (dt. Schön waren sie, die Bücher.) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Der Mischt isch nasse.'' (dt. Der Mist ist nass.), ''D Chüö sigi siechi.'' (dt. Die Kuh sei krank.), ''Wenn s Wätter schlächts ischt.'' (dt. Wenn das Wetter schlecht ist.), ''D Wälder sin grossi.'' (dt. Die Wälder sind groß.), ''D Chie sinn feissti.'' (dt. Die Kühe sind fett.) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.), ''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.), ''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Där Ennù ischt siächä'' (dt. Der Großvater ist krank.), ''Wär wan de ou nò chliinì.'' (dt. Wir waren damals auch noch klein.) |} ;5. sumi „einige“ {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''schummi'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''sumi'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''summi'' |} ;6. Haupt „Kopf“ {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Hoiwt'' |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Aupd/Chaupd'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Hopt'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Hopt'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Höt'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Aupd'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Höit/Höd'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Chepd/Hepd/Achepd'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Hoit'' |} aber: '''Makanaa''': Chopf ;7. Spiegel „Brille“ (zem Dail au dr Uusdrùg „Glareisen“) {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Augschpieglù'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Schpiigla'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Ougschpiegla'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Öigschpiegla'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Augschpiegla'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Ougschpiigla'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Öigschpiegla/Öiguschpiigla'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Öigschpiegla'', ''Gluuriischä'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Gluriisä'' |} <!-- weitere, «extreme» Archaismen sind Brautlauf und erwinden, weniger extrem auch Wett; mache gelegentlich ein Wortschatzkapitel. Und dann natürlich das Präteritum --> ==== Nèierige im Hegschtalemannisch ==== ;1. Ahd. iu > öü, ei, ai {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Wljaigu'' (dt. Fliege), aber: ''tiaf'' (dt. tief) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''töif'' (dt. tief), ''Wljöigù'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''teif'' (dt. tief), ''Fleigù'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''teif'' (dt. tief), ''Fleigù'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''taif'' (dt. tief), ''Flaiga'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''teif'' (dt. tief), ''Fleigù'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''teif'' (dt. tief), ''Fleiga'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''taif'' (dt. tief), ''Flaigù, Wlaigù'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''teif'' (dt. tief), ''Fleigù'' (dt. Fliege) |} ;2. Mhd. nk In dr hegschdalemanische Dialägd isch mhd. -nk in Wèèrder wie ''Bank'', ''Gstank'', ''trinke'', ''denke'', ''danke'', ''Anke'' verschoobe zue ch: ''Baach'', ''Gstaach'', ''triiche'', ''deeche'', ''daache'', ''Aache''. User z Greschonei ùn z Aager finded mer die Verschiebig au in dr Siidwalserdialägd, zmaischd zue -nch. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''trengche'' (dt. trinken), ''Bangch/Baach'' (Bank) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''tringche'' (dt. trinken), ''Banch'' (dt. Bank) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''triächä'' (dt. trinken), ''Baach'' (Bank), ''Aachä'' (dt. Butter) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''tringchä'' (dt. trinken), ''Bangch'' (Bank) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''tringche/triiche'' (dt. trinken), ''Bangch/Baach/Bouch'' (Bank), ''Aache/Ouche'' (dt. Butter) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''triiche'' (dt. trinken), ''Baach'' (Bank), ''deeche'' (dt. denken), ''Aache'' (dt. Butter) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''triichä'' (dt. trinken), ''daachä'' (dt. danken) |} aber: '''Aager''': ''tankchä'' (dt. danken). '''Greschonei''': ''tringgä'' (dt. trinken), ''danggä'' (dt. danken) ;3. Mhd. -rn In dr hegschdalemanische Dialägd erschyynd mhd -rn in Wèèrder wie ''Garn'', ''Horn'', ''gern'' as -re: ''Gaare'', ''Hoore'', ''geere''. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''gèèra'' (dt. gern), ''Huroa/Chuora'' (dt. Horn), ''mòòre'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''geere'' (dt. gern), ''Huore'' (dt. Horn), ''muore'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Goare'' (dt. Garn), ''Hoore'' (dt. Horn), ''Zoore'' (dt. Zorn) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''gäärä'' (dt. gern), ''Hòòrä'' (dt. Horn), ''mòòrä'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''geere'' (dt. gern), ''Houre/Oure'' (dt. Horn), ''moure'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''giääre'' (dt. gern), ''Huore'' (dt. Horn), ''muore'' (dt. morgen), ''fiääre'' (dt. letztes Jahr), ''Gaare'' (dt. Garn) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''gääre'' (dt. gern), ''Hòòrä'' (dt. Horn), ''mòòrä'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Gaare'' (dt. Garn) |} ;4. Mhd. -rm. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Doora'' (dt. Darm), ''Òòra'' (dt. Arm), aber: ''òòram'' (dt. arm), ''wòòram'' (dt. warm) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Doarm'' (dt. Darm), ''Oarm'' (dt. Arm), ''Wurm'' (dt. Wurm) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Doarä'' (dt. Darm), ''Oarä'' (dt. Arm), ''Wuurä'' (dt. Wurm) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Dòòrum'' (dt. Darm) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Dooru'' (dt. Darm), ''Ooru'' (dt. Arm), ''Wuuru'' (dt. Wurm) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Daare'' (dt. Darm), ''waare'' (dt. warm) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Daarä'' (dt. Darm), ''waarä'' (dt. warm) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''||''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Daarä'' (dt. Darm) |} ;5. mhd. -hs Im [[Walliserdeutsch|Wallisertitsch]] erschyynd mhd. -hs in Wèèrder wie ''Fuchs'', ''sechs'' as -ks, nid wie in vyyl Schwyzer Dialägd as -chs: ''Fuks'', ''sekschi''. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''säkschi'' (dt. sechs) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Wogsch'' (dt. Fuchs), ''sakschi'' (dt. sechs), ''Akslu'' (dt. Achsel) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Wùks'' (dt. Fuchs), ''seksi'' (dt. sechs) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Fuks'' (dt. Fuchs), ''säkschi'' m. (dt. sechs) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Fuks'' (dt. Fuchs), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Akslä'' (dt. Achseln) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''sakschi'' (dt. sechs), ''Akschla'' (dt. Achseln) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Fuks/Fuksch'' (dt. Fuchs), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Akslù/Akschlù'' (dt. Achsel), ''wakse'' (dt. wachsen) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Fuksch'' (dt. Fuchs), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Akslä'' (dt. Achsel) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Wuksch'' (dt. Fuchs) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Fùks'' m. (dt. Fuchs) |} ;6. 2.,3. Sg. gân, stân Di 2./3. Sg. vù mhd. gân (dt. gehen) ùn stân (dt. stehen) erschyyne mid Diphthong. Derwyylschd d Foorme in dr iibrige alemanische Dialägd (z. B. du goosch / är good) ùf regulärs ahd. ''dû gâs'' / ''ër gât'' zrùggeen (oder ùf ahd. ''dû gês'' / ''ër gêt'', wie z.&nbsp;B. elsässisch dü geesch / är geed), sin si im Hegschdalemanisch mid dr Ändige -is bzw. -it bilded (''dû gâ-is'', ''ër gâ-it''). {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''du gäisch'' / ''èr gäid'', ''du schtäisch'' / ''èr schtäid'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''du geischt'' / ''is geit'', ''du schteischt'' / ''is schteit'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''du geischt'' / ''er geit'', ''du steischt'' / ''er steit'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''düw geischt'' / ''är geit'' , ''düw schteischt'' / ''är schteit'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''du gaischt'' / ''er gaid'', ''du schtaischt'' / ''er schtaid'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''du geischt'' / ''är geit'', ''du schteischt'' / ''är schteit'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''dü geischt'' / ''är geit'', ''dü schteischt'' / ''är schteit'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''du gäischd'' / ''is gäid'', ''du schtaischt'' / ''is schtait'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''du geischt'' / ''är geit'', ''du steischt'' / ''är steit'' |} ;7. Diminutivbildig Im Hegschdalemannisch sin verschiideni Diminutivsuffix gängig: -elti, -ji, -li, -si, -tsi, -tschi. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Lattelti'' |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Hundsi'', ''Hòòkji'', ''Roodje'', ''Trooge'', ''Weegalti'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Hündji'', ''Öpfelti'', ''Woogelti'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Hundji'', ''Hoakji'', ''Reedji'', ''Epfelti'', ''Voogälti'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Doorftschi'', ''Bliämdschi'', ''Mannli'', ''Hiändli'', ''Terli'', ''Alpulti'', ''Schtekchälti'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Hundsi'', ''Hookji'', ''Reidsi'', ''Trougji'', ''Vegelti'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Hundji'', ''Räädji'', ''Epfelti'', ''Vogelti'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Hundschi'', ''Haakji'', ''Raadje'', ''Troogji'', ''Epfelti'', ''Vogulti'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Hundsi'', ''Reedje'', ''Woogelte'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Hundschi'', ''Haakji'', ''Roodje'', ''Epfelti'', ''Voogälti'' |} ;8. Passivbildung Im Hegschdalemannisch wääre Passivkonschtruktione nid mid „wääre“ bilded, sundere nach romanischem Voorbild mid „chùù“. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Am Morgè chùnt ds Tòòtè gnùùt ùn ùùfpùnnès ùf zwèi Lattelti Lattelti ùn esòò chùnt s träges bis Bätsch.'' |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Wänn äs chènnt z Mittòòg'' (dt. wenn es Mittag wird) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''daas Huus chint verchoufts'' (dt. das Haus wird verkauft) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Un tas Fèscht ischt gmachuts chu.'' (dt. Und das Fest wurde gemacht.), ''Ds Heww escht gotzs chu.'' (Das Heu wurde verfüttert.) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Ìsch z chleis gchùo''. (dt. Es ist zu klein geworden.), ''Jetzt ìscht er gchùo gschtraaffe.'' (dt. Jetzt ist er bestraft worden.) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Mu mös scheen riibä, suscht chunt s nit süvers''. (dt. Man muss fest reiben, sonst wird es nicht sauber.), ''Der Ziger chunt gsalzne.'' (dt. Der Zieger wird gesalzen.) |} === Walserischi Mèèrgmool === ==== Konservativi Mèèrgmool im Walserisch ==== ;1. Voli Vokal Di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe sin nid abgschwèchd woore. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''bättu'' (dt. beten), ''Tòòtuchaschte'' (dt. Sarg), ''Sonnutak'' (dt. Sonntag), ''ùssar'' (dt. außer), ''Gmeinù'' (dt. Gemeinden) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''salbu'' (dt. salben), ''schniida'' (dt. schneiden), ''lose'' (dt. zuhören), ''Hennjo'' (Henne), ''ech issan'' (dt. ich esse) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Feädru'' (dt. Federn, Pl.), ''Weäga'' (dt. Wege, Pl.), ''Noami'' (dt. Namen, Pl.) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''machu'' (dt. machen), ''Eeschil'' (dt. Esel), ''Fuksa'' (dt. Füchse) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''littä'' (dt. läuten), ''badu'' (dt. baden), ''Bètti'' (dt. Betten) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Schnoobul'' (dt. Schnaabel), ''Hoomra'' (dt. Hämmer), ''Achär'' (dt. Acker) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Mattù'' (dt. Wiese), ''Naagla'' (dt. Nägel), ''Schlùssil'' (dt. Schlüssel) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''büwwu'' (dt. bauen), ''Taga'' (dt. Tage), ''Hasu'' (dt. Hase) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''machù'' (dt. machen), ''Vogil'' m. (dt. Vogel), Pl. ''Vogla'', ''ich bliibù'' (dt. ich bleibe) |} ;2. Part. Perf. mit erhaltenem Präfix vor Dental. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''gtròògad'' / ''gatraage'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''gatraage'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''gtraagùd'', ''gìtrùnche'', ''gìzelld'', ''gìzwenggt'', ''getreid'' |} Aber: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''traagä'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''treit'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''träägä'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''traagä'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''traagud'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''traagä'' |} ;3. Ùnderschaidig vù dr ahd. Verbchlasse I schdaarch: schniide; II -jan: hefte; III -ôn: salbu; IV -ên: lose {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''schniida'' || ''hefta'' || ''salbu'' || ''lose'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''schneide'' || ''hefte'' || ''salbu'' || ''lose'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''schniidä'' || ''heftä'' || ''salbu'' || ''losä'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''schniidä'' || ''heftä'' || ''salbu'' || ''losä'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''schniide'' || ''hefte'' || ''salbu'' || ''losi'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''schniide'' || ''hefte'' || ''salbu'' || ''lose'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''schniidä'' || ''heftä'' || ''salbu'' || ''losä'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''schniidu'' || ''heftu'' || ''salbu'' || ''lose'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''schniidä'' || ''heftä'' || ''salbu'' || ''losä'' |} ;4. Ùnderschaidig Pluralforme Verbe Im Wallisertiitsch wääre no drèi Pluralfoorme ùnderschiide: ''wir schniide'', ''iir schniidet'', ''schi schniident''. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''wiar andre tròògen'', ''iar andre tròògad'', ''schi andre tròògend'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''wiär schriibä'', ''iär schriibät'', ''schi schriibän'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''wiär suachi'', ''iär suached'', ''schi suachind'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''wier zellä'', ''ir zellät'', ''schi zellän'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''endṣchandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ṣchiandru ṣchegent'' |} In e Dail Siidwalserdialägd wääre nùme zwoo Foorme ùnderschiide: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''wir cheemen'', ''ir cheet'', ''dṣchi cheemen'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''wir singen'', ''iir singet'', ''dschi singen'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''wir traagen'', ''ir traaget'', ''schi traagen'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''wier ässùn'', ''ier ässùt'', ''schi ässùn'' |} ;5. Pluralbildig ooni Ùmlud In dr Siidwalserdialägd wääre bi vyyl Wèèrder d Pluralforme no wie im Ahd. ooni Ùmlud bilded, z. B. im Woord ''Oofe'' (dt. Ofen). {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Oowa'' / ''Oofno'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Oofä'' / ''Oofna'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Ofä'' / ''Ofnä'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Oufu'' / ''Oufna'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Ofe'' / ''Ofna'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Ofä'' / ''Ofna'' |} aber: '''Pumatt''': ''Ofä'' / ''Efäm''. ;6. Genitiv In dr Siidwalserdialägd sin s no lääbigi [[Genitiv|Genitivfoorme]] erhalde. Voll lääbig (wie in dr dytsche Schriftschbrooch) isch er aber nimme in allne Dialäkd; z Greschonei ùn z Gurin (ùn au im Pumatt?) chùnd er – wien im Wallis – nùme noo bi lääbige Wääse, in adverbiale Fiegige ùn in fèschde Wändige voor. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''dar Bruud Angscht'' (dt. die Angst der Braut), ''dar Bruud Kovalje'' (dt. das Körbchen der Braut), ''dar Bruud Schapf'' (dt. der Schopf der Braut), ''auer oltù Ljitù Einikeit'' (dt. euer alten Leute Einigkeit), ''tsch Brittjensch Ajù'' (dt. des Bräutigams Mutter), ''dar Halscha dar Mualtùn'' (dt. der Deckel der Teigmulde), ''d Hanja dar jiabùn Wraun'' (dt. die Hennen der lieben Frau, d .h. Marienkäfer), ''dar Dschabta dar Hanjo'' (dt. der Fuss der Henne), ''dar Firtog endsch Landsch'' (dt. der Feiertag unseres Landes), ''d Kovalje dar Bruud'' (dt. das Körbchen der Braut), ''im Huusch misch Attan'' (dt. im Haus meines Vaters), ''der Tail misch Guadsch'' (dt. der Teil meines Gutes), ''d Chend descha Zit'' (dt. die Kinder dieser Zeit) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Tu nöi scheämen deir Houslöitu.'' (dt. Schäme dich nicht deiner Verwandten.), ''Was tuscht al der Chüünu?'' (dt. Was machst Du mit all den Kühen?), ''diisch Mansch Bruuder'' (dt. dieses Mannes Bruder), ''ds Suunsch Hous'' (dt. das Haus des Sohnes), ''ds Moanendsch Schein'' (dt. der Mondschein), ''dar Wröinun Ketschi'' (dt. die Häuser der Freunde), ''dar Rossun Goade'' (dt. der Pferdestall), ''d Güüter dar Nizjungu'' (dt. die Güter der Neffen), ''an Buada ds Uawansch'' (dt. ein Ofenboden), ''höit z tagsch'' (dt. heutzutage) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Endi ds Maanudsch '' (dt. Ende des Monats), ''Aafangsch Meije'' (dt. anfangs Mai), ''bi Gotsch Hilf'' (dt. mit Gottes Hilfe), ''riichär Littu Vee'' (dt. reicher Leute Vieh), ''guetär Dingu sii'' (dt. guter Dinge sein), ''Bisch hiina gutär Dingu?'' (dt. Bist du heute Abend gut gelaunt?), ''Ich tuen der miineru gää'' (dt. Ich gebe die von meinen.), ''Desche Hersch Mattu'' (dt. die Wiese dieses Herrn), ''Weschi isch diischi Chue?'' (dt. Wessen ist diese Kuh?), ''Weeleru sin dii?'' (dt. Wessen sind diese?), ''kcheische Wiibsch Huus'' (dt. das Hause keiner Frau), ''Sin di ganzu Chin alli eische?'' (dt. Sind die ganzen Kinder alle eines Vaters?) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''ds Chenns Chappi'' (dt. das Käppchen des Kindes), ''an allä Sitä där Chilchu'' (dt. an allen Seiten der Kirche), ''dsch Attä Tschoopä'' (dt. Vaters Rock), ''ds Hansch Chiä'' (dt. die Kühe des Hans), ''ds Chatzisch Tällärli'' (dt. das Tellerchen des Kätzchens), ''dsch Morgändsch'' (dt. am Morgen), ''dsch Aabändsch'' (dt. am Abend), ''tagsch'' (dt. am Tag), ''nachtsch'' (dt. nachts) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''der Soo miisch Vettersch'' (dt. der Sohn meines Vetters), ''miisch Vatersch Huus'' (dt. meines Vaters Haus), ''ds Huus miisch Vatersch'' (dt. das Haus meines Vaters), ''sich versicherre der Woorhait'' (dt. sich der Wahrheit versichern), ''sich bdianu dsch Messersch'' (dt. sich des Messers bedienen) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Dèr Bäärù hen s taa gchaa.'' (dt. Dort hatten sie Bären.), ''dèr Brüüch alter Jaarù'' (dt. der Brauch früherer Zeiten), ''tè Jänd dèr Wìält'' (dt. das Ende der Welt), ''alli Chritzù Liide'' (dt. alle Leiden des Kreuzes), ''Ùn tè hed er appù sèli mössù böössù wäge däschi.'' (dt. Und dann musste er deswegen sehr büssen.), ''es Tagsch'' (dt. eines Tages), ''es Morgentsch'' (dt. eines Morgens), ''es Sùnnùtagsch'' (dt. eines Sonntags), ''ùnderdäschi'' (dt. unterdessen) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''ä Meter desch Töch'' (dt. ein Meter dieses Tuchs), ''Samschtag ds Abendsch'' (dt. am Samstagabend), ''Welsch Jarsch häid er gheirate?'' (dt. In welchem Jahr habt ihr geheiratet?), ''Misch Atte'' (dt. Meines Vaters), ''tsch Attisch'' (dt. Vaters), ''Jitz sin deru mer.'' (dt. Heutzutage gibt es mehr von diesen.) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters), ''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege), ''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr), ''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels), ''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges), ''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.), ''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen), ''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht), ''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.), ''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees), ''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen), ''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz), ''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Äs steit an tsch Attùsch Wìllä.'' (dt. Es hängt von Vaters Willen ab.), ''Är geit ùf tsch Eschilsch Rìk.'' (dt. Er reitet auf des Esels Rücken.), ''Ìch weis nìmme där Storjù Livrätù.'' (dt. Ich weiß das Ender der Geschichte nicht mehr.), ''ts Schnepfjì tsch Ouksch'' (dt. Ohrläppchen), ''Ìch psìnnùm mì dessì nìmmì.'' (dt. Ich kann mich dessen nicht mehr erinnern.) |} ;7. Pluralbildig vù Modalverbe Bi dr Modalverbe (z.&nbsp;B. können, mögen, dürfen, sollen) wääre d Pluralfoorme in dr maischde Siidwalserdialägd no ooni Ùmlud bilded. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''wiar andre chònnen'', ''iar andre chònnad'', ''schi andre chònnend'', ''wiar andre tòrfen'', ''iar andre tòrfad'', ''schi andre tòrfend'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''wir chonnu'', ''ir chònnit'', ''dschi chonnu'', ''wir toffun'', ''ir toffit'', ''dschi toffun'', ''wir sollun'', ''ir sollit'', ''dschi sollun'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''wir channän'', ''ir channät'', ''dschi channän'', ''wir torfän'', ''ir torfät'', ''dschi torfän'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''wiär chunu'', ''iär chunut'', ''schi chunun'', ''wiär mugu'', ''iär mugut'', ''schi mugun'', ''wiär turfu'', ''iär turfut'', ''schi turfun'', ''wiär sulu'', ''iär sulut'', ''schi sulun'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''wiär chonni'', ''iär chonnd'', ''schi chonnind'', ''wiär mùùn'', ''iär mùùd'', ''schi mùnd'', ''wiär scholli'', ''iär scholld'', ''schi schollind'', ''wiär turfi / turri'', ''iär turfd / turred'', ''schi turfind / turrind'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''wier chuunu'', ''ir chunt'', ''schi chunnun'', ''wier mugu'', ''ir mugt'', ''schi mugun'', ''wier turfu'', ''ir turfud'', ''schi turfun'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''wier chùnnän'', ''ier chùnnät'', ''schi chùnnän'', ''wier mùgùn'', ''ier mùgùt'', ''schi mùgùn'', ''wier sùllùn'', ''ier sùllùt'', ''schi sùllùn'', ''wier tùrffùn'', ''ier tùrffùt'', ''schi tùrffùn'' |} aber: '''Makanaa''': ''ir meind'', ''ir meid'', ''schi mein''. '''Remmalju''': ''endṣchandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ṣchiandru chennund''. ;8. Rùgùmlud D Walliser ùn ali siidwalserische Dialägd hän bi vyyle jan-Värbe (èèrschdi schwachi Konjugazioonsklass) der [[Rückumlaut|Rùgùmlud]] bhalte, wù sùnschd im Ooberdydsch uufgee wooren isch. Dr Rùgùmlud isch sogaa rùf Väärbe iiberdrait woore, wù er friejer nie voorchùù isch. Ùfdräde dued er bi dr Siidwalser wie im Aldhoochdydsch (aber andersch wie im Neihoochdydsch) nùme, wän s Bartizip flekdierd isch. Z Salei chùnd er au (wie im Aldhoochdydsch) im Präteritum voor. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''bhaft-'' (zue bhefte), ''entbrant-'' (zue entbrenne), ''versatzt-'' (zue versetze), ''gstackt-'' (zue stecke), ''gwatzt-'' (zue wetze), ''droat-'' (zue dreeche), ''ufghangt-'' (zue ufhenge), ''grooscht-'' (zue reeschte), ''troolt-'' (zue treele), ''gfullt-'' (zue fille), ''gchnupft-'' (zue chnipfe), ''gschutt-'' (zue schitte), ''truckt-'' (zue tricke), ''buezt-'' (zue bieze), ''gfuert-'' (zue fiere), ''ghuet-'' (zue hiete) – „falschi Riggumlut“: ''grucht-'' (zue richte), ''verguft-'' (zue vergifte), ''grasuert-'' (zue rasiere) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''glöit-'' (zue lèggä), ''gsöit-'' (zue sägä), ''gstollt-'' (zue stellä), ''gwotzt-'' (zue wetzä), ''zollt-'' (zue zellä) – „falschi Riggumlut“: ''ghölt'' (zue heilä), ''aagsölt-'' (zue aaseilä) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''bdacht-'' (zue bdecke), ''gstracht-'' (zue strecke), ''gfulld-'' (zue fille) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''bdacht-'' [Zinsli], ''bdackt-'' [Vasina] (zue bdäcku, dt. bedecken), ''erstrackt-'' [Bauen], ''erstrucht-'' [Vasina] (zue erstrecku, dt. erschrecken), ''gchnupft-'' (zue chnepfu, dt. knüpfen) – „falschi Riggumlut“: ''gchult-'' (zue hellju, dt. „heilen“, kastrieren), ''gsult-'' (zue sellju, dt. seilen), ''gstrucht'' (zue striichu, dt. fliehen), ''gwuscht-'' (zue weschu, dt. wischen), ''tult-'' (zue tellju, dt. teilen) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''ich satzt'' (zue setzä), ''ich glatt'' (zue glettä), ''ich tackt'' (zue teckä), ''ich fallt'' (zue fällä), ''ich straalt'' (zue sträälä), ''ich fullt'' (zue fillä), ''ich zunt'' (zue zindä), ''ich chnupft'' (zue chnipfä), ''ich luit'' (zue littä), ''ich ghoort'' (zue gheerä), ''ich toot'' (zue teetä), ''ich buäzt'' (zue biäzä), ''ich saat'' (zue sääijä), ''ich foort'' (zu firchtä) – „falschi Riggumlut“: ''ich lait'' (zue leitä), ''ich haizt'' (zue heizä), ''ich schuckt'' (zue schickä), ''ich studuert'' (zue studiärä) |} ;9. Aldi Verwandschafdsuusdrùg. In dr Siidwalserdialägd sin no verschiideni aldi Verwandschafduusdrùg lääbig bliibe. Im Pumattertiitsch wird sogar no ùnderschiide zwisch em Vatterbrueder ''(Ettru)'' ùn em Mueterbrueder ''(Eechi)''. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Attù'' (dt. Vater), ''alt Attù'' (dt. Grossvater), ''Aajù'' (dt. Mutter), ''alt Aajù'' (dt. Grossmutter), ''Ettru'' (dt. Onkel) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Attu'' (dt. Vater), ''oalt Attu'' (dt. Grossvater), ''Ejo'' (dt. Mutter), ''oalt Ejo'' (dt. Grossmutter), ''Ettru'' (dt. Onkel), ''Muuma'' (dt. Tante) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Attu'' (dt. Vater), ''oalt Attu'' (dt. Grossvater), ''Eiju'' (dt. Mutter), ''oalt Eiju'' (dt. Grossmutter), ''Ettru'' (dt. Onkel), ''Muama'' (dt. Tante) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Àttu'' (dt. Vater), ''Anä'' (dt. Grossmutter), ''Eechi'' (dt. Onkel), ''Ènnu'' (dt. Grossvater) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Attu'' (dt. Vater), ''olt Attu'' (dt. Grossvater), ''Aajù'' (dt. Mutter), ''olt Aajù'' (dt. Grossmutter), ''Ettru'' (dt. Onkel) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Ana'' (dt. Großmutter), ''Attu'' (dt. Vater), ''Ennu'' (dt. Großvater), ''Ettru'' (dt. Onkel: Vaterbruder), ''Eechi'' (dt. Onkel: Mutterbruder), ''Mömä'' (dt. Tante) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Àttu'' (dt. Vater), ''alt Àttu'' (dt. Grossvater), ''Aju'' (dt. Mutter), ''Eelte'' (dt. Grossmutter) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Aani'' (dt. Großmutter), ''Attù'' (dt. Vater), ''Ennù'' (dt. Großvater), ''Ettrù'' (dt. Onkel), ''Muämä'' (dt. Tante) |} ==== Nèierige im Walserisch ==== ;1. Entrùndig Uuser z Eischeme sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe, öu endrùnded. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Rik'' (dt. Rücken), ''niin'' (dt. neun) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''frìa'' (dt. früh), ''Wèksch'' (dt. Füchse), ''beesch'' (dt. böse), ''Heuw'' (dt. Heu) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Hittu'' (dt. Hütte), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''beesch'' (dt. böse), ''Mersil'' (dt. Mörser) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Chebil'' (dt. Kübel), ''Biilu'' (dt. Beule), ''dèrrä'' (dt. dörren), ''Eechi'' (dt. Onkel), ''Leiffär'' (dt. Läufer), ''friä'' (dt. früh) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Tiir'' (dt. Tür), ''Leflji'' (dt. Löffel), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''Chiä'' (dt. Kühe), ''Hai'' (dt. Heu) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Lècher'' (dt. Löcher), ''bìesch'' (dt. böse), ''Sìnd'' (dt. Sünde), ''Miisch'' (dt. Mäuse), ''Heuw'' (dt. Heu), ''riime/rieme'' (dt. rühmen) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Hiischer'' (dt. Häuser), ''Beedem'' (dt. Böden), ''Heww'' (dt. Heu), ''siess'' (dt. süß), ''Brekke'' (dt. Brücke) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Fiks'' (dt. Füchse), ''hiit'' (dt. heute), ''kheerä'' (dt. hören, fühlen, schmecken), ''friäj'' (dt. früh) |} aber: '''Eischeme''': ''Möisch'' (dt. Mäuse), ''Wüksch'' (dt. Füchse), ''grüün'' (dt. grün), '' tö̀if '' (dt. tief) ;2. germ. s E karakteristisch Mèèrgmool vù alene Walserdialägd isch d Paladalisierig vù germ. s in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal, ebe in Wèèrder wie ''Eis'', ''Häuser'', ''sie'', ''sich'', ''uns'' zue sch: ''Iisch'', ''Hiischer'', ''schi'', ''schi''/''schich'', ''ünsch''/''insch''. – Lueg au im Kapitel iiber di romaanische Yyflis! {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''in ischem Hùis'' (dt. in unserem Haus), ''säkschi'' (dt. sechs), ''wasch'' (dt. was) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''endsch'' (dt. uns), ''schi'' (dt. sie, Sg.), ''schi'' (dt. sie, Pl.), ''schech'' (dt. sich), ''desche'' (dt. diese), ''schi'' (dt. sein, Poss.pron.), ''sakschi'' (dt. sechs), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Huusch'' (dt. Haus) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''dṣchi'' (dt. sie), ''dṣchi'' (dt. sich), ''ünsch'' (dt. uns), ''Eisch'' (dt. Eis), ''Höischer'' (dt. Häuser), ''Chiesch'' (dt. Käse), ''Scheido'' (dt. Seide) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''dschi'' (dt. sie), ''dschi'' (dt. sich), ''insch'' (dt. uns), ''diischi'' (dt. diese), ''säkschi'' m. (dt. sechs), ''Biksche'' (dt. Büchse), ''Miis'' (dt. Mäuse), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''Eeschil'' m. (dt. Esel) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''iäsch'' (dt. uns), ''schech'' (dt. sich), ''schii'' (dt. sie), ''schin'' (dt. sein), ''diischä'' (dt. dieser), ''beeschi'' (dt. böse), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Chääsch'' (dt. Käse), ''Eeschil'' (dt. Esel), ''Feksch'' (dt. Füchse), ''Gèmschi'' (dt. Gemse), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''Liisch'' (dt. Läuse), ''Määsch'' (dt. Messe), ''Miisch'' (dt. Mäuse) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''indsch'' (dt. uns), ''sakschi'' (dt. sechs), ''Cheisch'' (dt. Käse), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''Iisch'' (dt. Eis), ''Iische'' (dt. Eisen), ''Liisch'' (dt. Läuse), ''liischmu'' (dt. stricken), ''Masch'' (dt. Messe), ''Miisch'' (dt. Mäuse), |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''schi'' (dt. sie), ''iisch'' (dt. uns), ''schiis'' (dt. sein), ''schi'' (dt. sich), ''dischi'' (dt. diese), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Chìesch'' (dt. Käse), ''Èèschil'' (dt. Esel), ''Fiksch'' (dt. Füchse), ''Glèèscher'' (dt. Gläser), ''Iisch'' (dt. Eis), ''Miisch'' (dt. Mäuse), ''Akschlù''/''Akslù'' (dt. Achsel), ''Bikschù'' (dt. Büchse), ''Gèmschù'' (dt. Gemse), ''linksch'' (dt. links) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''schi'' (dt. sie), ''schi'' (dt. sich), ''insch'' (dt. uns), ''diischi'' (dt. diese), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Fuksch'' (dt. Fuchs), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''Iisch'' (dt. Eis), ''Liisch'' (dt. Läuse), ''Miisch'' (dt. Mäuse) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''schia'' (dt. sie), ''schì'' (dt. sich), ''ìnschì'' (dt. uns) |} ;3. a-Voorschlaag voor r. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Arrimmu'' (Rima), ''aredù'' (dt. reden), ''Arosch'' (dt. Ross, Pferd), ''areschtan'' (dt. rüsten), ''arjemu'' (dt. rühmen), ''zär Arrächtùn'' (dt. zur Rechten) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Arrifu'' (dt. Reif) |} === Siidwalserischi Mèèrgmool === In allne Siidwalserdialägd – ùn faschd nùme dèrd (noch em Schwyzerische Idiotikon sol s des driibernus au z Guggisberg im Bäärnbied gee) – gid s s Verb ''gee'' ùn äänli, wù „nehmen“ bedyded: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''gee,'' Partizip II ''geecht'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''gien,'' Partizip II ''ggiet, giecht'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''gee,'' Partizip II ''g(g)eecht, g(g)eet,'' flektiert ''g(g)oochts'' usw. |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''gee,'' Partizip II ''ggeet,'' flektiert ''ggoota, ggooti, ggoots'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''gei,'' Partizip II ''ggeicht,'' flektiert ''ggouchts'' usw. |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''gee,'' Partizip II ''geet'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''géé,'' Partizip II ''ggéét'' |} D Häärchùmfd vù däm Verb isch ganz ùùchlaar. Noch em [[Schweizerisches Idiotikon|Schwyzerische Idiotikon]] chend s vù mhd. ''gâchen, gæhen'' „eilen“ stame; di siidwalserisch Bedydig wäär derno iiber e Zwischebedydig „eilig zusammenraffen“ endschdande.<ref>''Schweizerisches Idiotikon,'' Band II, Spalte 102, Artikel ''gâchen'' Bed. 2.</ref> Noch em [[Karl Bohnenberger]] cha des us ludlige Grind nid syy, äär dänggd an ahd. ''gijëhan'' „bekennen, zugeben“, was aber us semantische Grind au nid ùùbroblematisch sei.<ref>Karl Bohnenberger: ''Die Mundart der deutschen Walliser im Heimattal und in den Außenorten.'' Frauenfeld 1913 (Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik 6), Syde 260/61.</ref> ==== Konservativi Mèèrgmool im Siidwalserisch ==== ;1. Präteritum S Saleititsch ùn vermuedli s Aagernertitsch sin di ainzige alemanische Dialägd ùn au di ainzige im ganze ooberdydsche Schbroochruum, wù no bis in di zwood Hälfdi vùm 20.&nbsp;Joorhùndert e volschdändig erhalde un lääbig [[Präteritum]] ghaa hed. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Wa da t Milch drin was.'' (dt. Wo die Milch darin war), ''Asie warund sch hie alli Tiitschi.'' (Einst waren sie hier alle Deutsch[sprachig]e), ''Ùn dèr groos gwalt Schnee hèèt das Tal alls ùnnartekcht, das mù njòòng Wassèr me hèt gfùùna fir z bruhe ùn muòstù dr Schnee zerlaa.'' (dt. Und die große Schneemasse deckte das ganze Tal dermaßen zu, dass man nicht einmal mehr Wasser fand für den täglichen Gebrauch, sondern Schnee schmelzen musste.) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''ich hat'' (dt. ich hatte), ''du torftùscht'' (dt. du durftest), ''wier wassùn'' (dt. wir waren), ''schi wärchùtùn'' (dt. sie arbeiteten), ''ich hat gässä'' (dt. ich hatte gegessen), ''schi wass plìbä'' (dt. sie war geblieben), ''De giängu wär de wiär i Feifä. Und te daa inhi, das wan de di Wältschu. Und wiär chonntun de no nit zellä, wär wan de noch äbä Chin!'' (dt. Wir gingen dann etwa auf die Alpe Vova. Da taleinwärts waren dann die Italiener. Wir konnten damals noch nicht sprechen, wir waren noch erst Kinder.) |} ;2. Partizip Präsens In e Dail Siidwalserdialägd gid s no ne lääbig Partizip Präsens. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''di Lèèbontù ùnd di Tòòtù'' (dt. die Lebenden und die Toten), ''Naachomanda'' (dt. Nachkommen) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''stipfens Graas'' (dt. stechendes Gras), ''Dits Graas isch stipfens.'' (dt. Dieses Gras ist stechend.), ''E gaksleni Hennu'' (dt. ein gackerndes Huhn). ''Die Chue isch troageni.'' (Diese Kuh ist tragend, d.&nbsp;h. trächtig) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''en trùolende Schtei'' (dt. ein rollender Stein) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''hangend'' (dt. hängend) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''di chomend Wùchù'' (dt. kommende Woche) |} ;3. „Gerundium“ Ine Dail Siidwalserdialägd chùnd, andersch wie bi dr andere Walserdialägd, nooch dr Infinitivpartikel ''z'' no ne bsùnderigi Form fir dr Infinitiv voor, wù ùf s aldhoochdydsch Gerundium zruggood. Z Gurin ùn z Salei schdood des in jeedem Fall, im Land ùn z Pumatt nùme bi dr Chùùrzverebe; z Arimmu, z Eischeme, z Greschonei, z Makanaa ùn z Remmalju gid s es gaar nimi. (Im Oschdalemanisch isch des sog. Gerundium dergeege no vyyl lääbiger, lueg [[Alemannische Grammatik#Gerundium]].) {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''D Müatar escht darhendar ggsin z biazan'' (dt. Die Mutter war am Nähen) – Inf. ''biaza'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Äs gfiälì mär wol, s z machùn'' (dt. Es gefiele mir wohl, es zu machen) – Inf. ''machù''. ''Schi wärchut algu, aani nie naazlään'' (dt. Sie arbeitet immer, ohne je nachzulassen) – Inf. ''laa'' |} Im Land ùn z Pumatt gid s des Gerundium nùme no bi dr Chùùrzverbe. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''z feen'' (dt. zu fangen) – Inf. ''foo'', ''z hänn (z heen?)'' (dt. zu haben) – Inf. ''hoo'', ''z gschein'' (dt. zu sehen) – Inf. ''gschei'', ''z leen'' (dt. zu lassen) – Inf. ''loo'', ''z schleen'' (dt. zu schlagen) – Inf. ''schloo'', ''z schyn'' (dt. zu sein) – Inf. ''schy'', ''z tiän'' (dt. zu tun) – Inf. ''tua'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Häni scho a Schuppe Sache z tììn.'' (dt. Ich habe immer noch viel zu tun.) – Inf. ''tö''. ''In hei z chon häni ds Mötti ksee.'' (dt. Als ich nach Hause kam, habe ich Mutter gesehen.) – Inf. ''chu''. Wyteri Byyspil: ''z fään'' (dt. zu fangen) – Inf. ''faa'', ''z gään'' (dt. zu gehen) – Inf. ''gaa'', ''z schlään'' (zu schlagen) – Inf. ''schlaa'', ''z stään'' (zu stehen) – Inf. ''staa'', ''z zììn'' (zu ziehen) – Inf. ''zìì'' |} ;4. Ùmlud im schdaarg flektierde Adjektiv vor (urspr.) -i Z Gurin, z Remmalju ùn z Salei wird s Adjektiv ùmgluded, wän im Aldhoochdydsch d Ändig -iu gfolgd isch. Bi dr andere siidwalserische Dialägd ùn im Wallis gid s doodrvù nùme chlaine Räschd. Userhalb vù dr Siidwalser chäne aber au [[Vals GR|Vals]] ùn [[Triesenberg|Trisebärg]] die Erschyynig. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''aarm Seelä – än äärmi Seel'' (dt. arme Seelen, eine arme Seele) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''allu d Manna – ällje d Wiiber'' (dt. alle die Männer, alle die Weiber), ''es esch fats – dische Chuche esch fätte'' (dt. es ist fad, diese Suppe ist fad), ''e chalbe Pumm – e chälbe Biiru'' (dt. ein halber Apfel, eine halbe Birne), ''aalt Chie – en eelte Chiöö'' (dt. alte Kühe, eine alte Kuh), ''ds aalt Hüüsch – eelte Hiischer'' (dt. das alte Haus, alte Häuser), ''groos Manna – greese Wiiber'' (dt. grosse Männer, grosse Weiber), ''trull – trelle Dengjene'' (dt. rund, runde Dinge), ''en giööte Wiöösch – gieete Melch'' (dt. ein guter Fuss, gute Milch) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| [er ist] ''affe'' – [sie ist] ''äffi'' (dt. böse), ''d Mattu ischt ääbäri'' (dt. die Matte [=&nbsp;Wiese] ist aper [=&nbsp;schneefrei]), [die Schüssel ist] ''felli'' (dt. voll), [die Kuh ist] ''gmelchni'' (dt. gemolken), ''ä reeti'' (dt. eine rote), ''äs gruissäs Wäärch – än griissi Äärbät'' (dt. ein grosses Werk, eine grosse Arbeit), ''än guätä Häärd – än giäti Mattu'' (dt. eine guter Herd [=&nbsp;Erde], eine gute Matte [=&nbsp;Wiese]) |} ;5. Grùndedi Vokal Im Eischemtöitschu gid s im Geegesatz zue dr andere siidwalserische und dr Walliser Dialägd no grùndedi Vokal. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Möisch'' (dt. Mäuse), ''Wüksch'' (dt. Füchse), ''grüün'' (dt. grün), ''tö̀if'' (dt. tief) |} ;6. Relativsatz Relativsatzbildig mid „der, die das“ (lueg aber au ùnder dr Nèierige): {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Där Hergùt het äreert t Lùft ùnd där Häärt, ùnd där Hìmmìl ùbär där Lùft, ts Lann ùnd ts Mer, all Waalda, ùn als Vee ìn allär Wäält, d Fìschä ùn t Vogla, dì daa an där Lùft fleigän''. ''Dennä Wiibrù, dììù da di schwäär Bùrdì trägän'' |} ==== Nèierige im Siidwalserisch ==== Lueg au ùnde im Kapitel ''Romaanische Yyflis'' – vyyli Neierige sin au dur dr Kontakt mit dr romaanische Sprooche endschdande. ;1. Mhd. â. Mhd. â isch in e Dail Siidwalserdialägd verdùmbfd, z. B. in Joor (dt. Jahr) '''Makanaa''': ''Jààr''. '''Gurin''': ''Jòòr'', '''Remmalju''': ''Jòòr''. '''Arrimmu''': ''Jòòr''. '''Im Land''': ''Joor'' Z Greschonei ùn z Eischeme isch mhd. â diphthongiert: '''Greschonei''': ''Oabe'' (dt. Abend), ''bloase'' (dt. blasen), ''Joar'' (dt. Jahr). '''Eischeme''': ''Oabe'' (dt. Abend), ''goan'' (dt. gehen). Die Diphthongierig isch au z Goabi gängig gsii (vgl. Name!). aber: '''Pumatt''': ''Jaar''. '''Salei''': ''Jaar'' ;2. Mhd. ê, ô Mhd. ê ùn ô sin in e Dail Siidwalserdialägd diphthongiert. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Schneei'' (dt. Schnee), ''Broout'' (dt. Brot) |- align=left |'''Eischeme''' || ''Schnie'' (dt. Schnee), ''Broat'' (dt. Brot) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Schnie'' (dt. Schnee), ''Brùot'' (dt. Brot) |} aber: '''Arrimmu''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Broot'' (dt. Brot). '''Greschonei''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Broot'' (dt. Brot). '''Gurin''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Broot'' (dt. Brot). '''Pumatt''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Broot'' (dt. Brot). '''Remmalju''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Brööt'' (dt. Brot). '''Salei''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Broot'' (dt. Brot) ;3. mhd. ie, üe, uo Z Eischeme, z Makanaa ùn im Pumatt sin die Lud monophthongiert (wie im [[Haslital|Haslidaal]] im Bäärner Ooberland). {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme''' || ''Diib'' (dt. Dieb), ''Güüti'' (dt. Güte), ''Bruuder'' (dt. Bruder) – dr Monophthong wird ofe uusgschbroche. |- align=left |align=left|'''Makanaa''' || ''Diib'' (dt. Dieb), ''fiire'' (dt. führen), ''gööt'' (dt. gut) – dr Monophthong wird gschlosse uusgschbroche. |- align=left |align=left|'''Pumatt''' || ''vììr, veer'' (dt. vier), ''Bǜǜch/Bööch'' (dt. Buch) – dr Monophthong isch e Lut, wo äntwääder ganz schdarch offe (ìì, ǜǜ) oder ganz schdarch gschlosse (ee, öö) uusgschbroche wird. |} === Romaanischi Yyflis ùn Romanisme === Quälle<ref>Zue däm Thema lueg ebbe Marco Bauen: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Verlag Paul Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28); Karl Bohnenberger: ''Die Mundart der deutschen Walliser im Heimattal und in den Außenorten.'' Frauenfeld 1913 (Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik 6); Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' I: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483; Fritz Gysling: ''Zu einigen Fremdwörtern in der Mundart von Alagna.'' In: Wir Walser 7, 1969, 1, S.&nbsp;16–24; Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' I: ''Fragen und Forchungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie. Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag am 23.&nbsp;Juli 1956.'' Berlin 1956, S.&nbsp;221–250; Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ennetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' I: ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Ug. vù dr Maria Bindschedler, em Rudolf Hotzenköcherle ùn em Werner Kohlschmidt. Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98; Peter Zürrer: ''Sprachinseldialekte. Walserdeutsch im Aostatal.'' Aarau 1999 (Reihe Sprachlandschaften 23); Albert Schott: ''Die deutschen Colonien in Piemont. Ihr Land, ihre Mundart und Herkunft. Ein Beitrag zur Geschichte der Alpen.'' Cotta’scher Verlag, Stuttgart/Tübingen 1842, S.&nbsp;162–169; ùn schließlig di wytere Monografye, wo s zem Theema gid.</ref> ;1. Woordschaz In alne Siidwalserdialägd isch dr Woordschaz schdaarg mid Wèèrder us dr romaanische Noochberdialägd dùùrsezd. Au woordwèèrdligi Iibersezige cheme voor. {| class="wikitable" |- align=left | align=left|'''Arrimmu'''|| ''Paapùlo'' (dt. Schmetterling), ''Artifulä'' (dt. Kartoffeln), ''Gulatschu'' (dt. Frühstück), ''liifrù'' (dt. beenden), ''täisù'' (dt. aufschichten), ''schtòòn'' (dt. stehen, wohnen), ''ma'' (dt. aber), ''ke'' (dt. dass) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''muschtaz'' (dt. Schnauzbart) < frkprov. mostatse, ''pouss'' (dt. Schläfe) < piemont. poss, ''fatschu'' (dt. Gesicht) < piemont. facia, ''boavu'' (dt. Speichel) < frkprov./piemont. bava, ''suvén'' (dt. oft) < frkprov. soven, ''selon'' (dt. je nach) < frz. selon, ''cunfrúnta'' (dt. im Gegensatz zu) < piemont. confront, ''sicche'' (dt. daher, also) < ital. sicche, ''dunque'' (dt. also, folglich) < ital dunque, ''voilà'' < frz., ''ecco'' < ital., ''bon appétit'' < frz., ''au revoir'' (dt. auf Wiedersehen) < frz. |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Grup'' m. (dt. Diphterie) < frz. croup, ''Guppu'' w. (dt. Schüssel) < piemont. coppa, ''Känju'' w. (dt. Hündin) < frkprov. cagne, ''Krikku'' w. (dt. Türfalle) < frkprov. crecca, ''Lanternu'' w. (dt. Laterne) < piemont. lanterna, ''Schkoatulu'' w. (dt. Schachtel) < ital. scatola, ''Tawang'' m. (dt. Bremse (Insekt)) < ital. tafano, ''bischtu'' (dt. quetschen) < piemont. pistè |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Botzu'' (dt. Tasse), ''Büisa'' (dt. Nebel), ''Dscherä'' (dt. Kies), ''Holzmeischtär'' (dt. Schreiner) < piemont. mastro di bosco, ''Kuntrat'' (dt. Vertrag), ''Gwatsu'' (dt. Zopf), ''Limposchtä'' (dt. Steuer), ''Paschtä'' (dt. Pasta), ''Riigu'' (dt. Linie), ''Schegäl'' (dt. Zigarre), ''Schtatsiung'' (dt. Bahnhof), ''Schtuppung'' (dt. Korken), ''Tèlèvisiung'' (dt. Fernsehen), ''Tollu'' (dt. Milchtopf), ''Tschefrä'' (dt. Rückentragkorb), ''Zokul'' (dt. Holzschuh), ''bandu'' (dt. Zeit mit Trinken verbummeln), ''lètschu'' (dt. wählen), ''pekku'' (dt. schlagen), ''schfosiärä'' (dt. schmuggeln), ''tschuk'' (dt. betrunken), ''almaang'' (dt. wenigstens), ''proppi'' (dt. wirklich) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Artuffule'' (dt. Kattoffeln) < piemont. tartùfoli, ''Gbouch'' (dt. Wäsche) < piemont. bugà, ''Griifle'' (dt. Preiselbeere), piemont. grivle, ''Pummi'' (dt. Apfel) < piemont. pom, ''Rubinettji'' (dt. Wasserhahn) < piemont. rubinèt, ''ds Zid'' (dt. Wetter) < piemont. temp, wo usserd „Zyt“ au „Wätter“ haisd, ''proprio'' (dt. wirklich) < ital. proprio |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Iert'' (dt. Hausgarten) < piemont. öört, ''Kääwili'' (dt. Korb) < piemont. kavan, ''Kadrìegù'' (dt. Sitzmöbel mit Rückenlehne) < piemont. kadreega, ''Tèlèwisiùng'' (dt. Fernseher) < ital. televisione, ''Ùmbrèllù'' (dt. Regenschirm) < ital. ombrello, ''ma'' (dt. aber) < piemont. ma, ''pèrkè'' (dt. denn, darum) < piemont. perché, ''proppri'' (dt. wirklich) < piemont. propri; Leeniibersezige: ''ghìere'' schdood nääbem hèère au fir schmege (dt. schmecken, riechen), gschbiere (dt. fühlen), die Bedydige sin dleend us em piemont. sentí, ''Holzmeischter'' (dt. Schreiner) < piemont. mastro di bosco |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Kuntratt'' (dt. Vertrag), ''Makina'' (dt. Auto), ''Schpös'' (dt. Bräutigam), ''Schpösa'' (dt. Braut), ''Telefunu'' (dt. Fernsehen), ''Television'' (dt. Fernsehen), ''pensire'' (dt. denken), ''schkärz'' (dt. knapp), ''propri'' (dt. wirklich). |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Bàrbà'' (dt. Onkel), ''Frànkubul'' (dt. Briefmarke), ''Kunaj'' (dt. Kaninchen), ''Kunsei'' (dt. Rat), ''bénediru'' (dt. segnen), ''kuntentàru'' (dt. zufriedenstellen), ''lìvru'' (dt. beenden), ''vezziàru'' (dt. verwöhnen), ''bjund'' (dt. blond), ''nujus'' (dt. langweilig), ''doppu'' (dt. danach), ''mà'' (dt. aber), ''njànka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht), ''parka'' (dt. weil), ''sübbit'' (dt. sofort) –<br />Leeniibersezige: ''endṣchàndre, jéràndru'' (dt. wir, ihr; lueg Bunkt 7), ''ninu und hàlbu'' (dt. halb zehn), ''stà'' (dt. wohnen), ''stà fi'' (gut gehen), ''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten), ''wallju wol'' (dt. gernhaben) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Schkiisù'' w. (dt. Rechtfertigung), ''kùnweengä'' (dt. sich lohnen), ''kùndannä'' (dt. verurteilen), ''propì'' (dt. wirklich, wahrhaftig), ''peensù'' (dt. über etw. nachdenken); ''kheerä'' (dt. hören) isch nid aifach nùme hèère. S schdood fir ali Empfindige user em Sää, d.&nbsp;h. au fir schmege (dt. schmecken, riechen), gschbiere (dt. fühlen), die Bedydige sin endleend us em lomb. sentí |} ;2. Woordschdelig {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''der Schtiir isch gsii siiche'' (dt. der Stier war krank), ''Sakchji eifachs'' (dt. einfacher Rucksack) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ich mess berru Wet'' (dt. Ich muss Holz tragen), ''Hit mörgund der Heeru welt üsserchomo ṣchége d Mäsch.'' (dt. Heute morgen will der Pfarrer herauskommen, um die Messe zu lesen.) ''I ga wennu min Briöder ṣchiechs.'' (dt. Ich gehe meinen kranken Bruder besuchen.) ''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) |} ;3. D Meezaal vù dr wyyblige (ùn zem Dail mänlige) Substantiv D Meezaal vù dr maischde wyyblige Wèèrder im Walliserdydsch (ooni Goms) ùn ime Dail vù dr Siidwalserdialägd good ùf ''-e'' oder ''-i'' uus, was nid ùf s Aldhoochdydsch cha zruggoo (däm syy ''-ûn'' im Nominativ Plural häd e ''-u'' miese gee). Des gilded au in vyyle Dialägd fir di schwach biegde mänlige Wèèrder. S ''-e'' basd aber gued zue dr frankoprovänzaalische Dialägd, ùn doodrùm hed mer s as en Iibernaam vù deerd erchläärd; s ''-i'' chènd e Heebig vùm ''-e'' syy.<ref>[[William G. Moulton]]: ''Swiss German dialect and Roman patois.'' Baltimore 1941 (Supplement to ''Language'' 17.4, ''Language'' dissertation 34), S.&nbsp;51&nbsp;f., 60&nbsp;f. Au dr [[Karl Bohnenberger]] hed scho voorsiichdig an die Leesig dänggd: ''Die Mundart der deutschen Walliser im Heimattal und in den Außenorten.'' Frauenfeld 1913 (Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik 6), S.&nbsp;201. D Meezaaländig in dr andere Walserdialägd cha mer nid inderprediere, wel s ''-ä'' oder ''-a'' vù dr Bindner ùn Vooradlbäärger Walser uf verschiideni aldhoochdydschi Vokal cha zruggoo.</ref> Eb s ''-ä'' e Variante vùm ''-e'' isch oder di aldhoochdydsch schdaarg wyybli Biegig fùùrdsezd (aldhoochdydsch Nominativ Plural ''-â''), isch nid glaar.<ref>Dr Moulton said nyd derzue, ùn dr [[Charles V.&nbsp;J.&nbsp;Russ]] maind in syym Buech ''Die Mundart von Bosco Gurin. Eine synchronische und diachronische Untersuchung,'' Stuttgart 2002 (ZDL Beihefte 120), S.&nbsp;92&nbsp;f., s diei di schdaarg aldhoochdydsch Biegig fùùrdseze.</ref> {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''d Zeewi'' (dt. Zehen) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''di Soolo – di Soola'' (dt. die Sohle – die Sohlen) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''d Ṣuelu – d Ṣueli'' (dt. die Sohle – die Sohlen), ''d Mattu – d Matti'' (dt. die Matte [Wiese] - die Matten [Wiesen]), ''d Zunhu – d Zunhi'' (dt. die Zunge – die Zungen), ''d Blüümu – d Blüümi'' (dt. die Blume – die Blumen), ''där Beäru – d Beäri'' (dt. der Bär – die Bären), ''dan Brunne – d Brunni'' (dt. der Brunnen – die Brunnen) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''d Ṣoolu – d Ṣoolä'' (dt. die Sohle – die Sohlen), ''de Beäru – d Beäri'' (dt. der Bär – die Bären) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''d Blåttu – d Blåttä'' (dt. die Platte – die Platten), ''d Hosu – d Hosä'' (dt. der Strumpf – die Strümpfe), ''d Tånnu – d Tånnä'' (dt. die Tanne – die Tannen), ''där Bäru – d Bärä'' (dt. der Bär – die Bären) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''d Schoula – d Schoule'' (dt. die Sohle – die Sohlen), ''d Watta – d Watte'' (dt. die Schwester – die Schwestern), ''di Techter – di Techtre'' (dt. die Tochter – die Töchter), ''der Gortu – d Gorte'' (dt. der Garten – die Gärten), ''der Herru – d Herre'' (dt. der Pfarrer – die Pfarrer) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''d Ṣoolu – d Ṣoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''d Sola – d Solä'' (dt. die Sohle – die Sohlen) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen), ''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen), ''d Tånnu – d Tånne'' (dt. die Tanne – die Tannen), ''d Wättå – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern), ''d Ṣchunna – d Ṣchunne'' (dt. die Sonne – die Sonnen), ''der Beru – di Bere'' (dt. der Bär – die Bären), ''der Brunnu – d Brunne'' (dt. der Brunnen – die Brunnen), ''der Heeru – d Heere'' (der Pfarrer – die Pfarrer) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''d Solu – d Solä'' (dt. die Sohle – die Sohlen) |} ;4. S enklitisch Personalpronome im Iibergang zuen ere Verb-Ändig S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor, also ''ech gan-ech, er gäid-er, wer'' (oder ''endsch-andre'') ''gaa-wer, iir'' (oder ''ier-andre'') ''ganged-er, schi gangend-sch'' analog zue dr italiänische Verb-Ändige. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Dar Aavogat chinter van z Türiin'' (dt. Der Advokat kommt von Turin) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Wir leggeber nendsch an'' (dt. Wir legen uns an = ziehen uns an) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Heider iir Angscht?'' (dt. Habt ihr Angst?), ''T räächt Chilchù heiwer wiir gchaa zèr altù Chilchù'' (dt. Die richtige Kirche hatten wir zèr altù Chilchù), ''Das chùmmer mir wùol no z Sint'' (dt. Das fällt mir wohl noch ein), ''Di „Zeiche“, wi tiwer wir sääge'' (dt. Die „Zeichen“, wie wir sagen), ''Wir andrù heiwer dè nid kchaa ds Glettiise èlèktrik'' (dt. Wir hatten damals kein elektrisches Bügeleisen) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ich tjönech ṣchetzu'' (dt. Ich sitze), ''Er häder noch Zit'' (dt. Ihr habt noch Zeit), ''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen), ''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt), ''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen), ''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) |} ;5. èrschdi Persoon Singular uf -g Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Kùrzvärbe hyffig uf ''-g'' uus. Das passd drzue, ass i vyyle grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èrschde Persoon Singular es ''-c'' oder -''g'' aahänke, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe), ''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann), ''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse), ''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe), ''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin), ''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe), ''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) |} ;6. Ùnderschaidig schwachi/schdaarchi Part. Perf. good dùùrenander Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded in e Dail Siidwalserdialägd. S Voorbild sin di romaanische Partizipie uf ''-t(o)''. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''bonne'' / ''bonnet'' (dt. gebunden, zue bénne), ''ggäät'' (dt. gegeben, zue gää), ''gsiid'' (dt. gewesen, zue sii), ''trébet'' (dt. getrieben, zue triibe) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''gìbrùngge'' / ''gìbrùngged'' / ''gìbracht'' (dt. gebracht, zue brìngge), ''kange'' / ''kanget'' (dt. gegangen, zue gaa), ''gheisse'' / ''gheisst'' (dt. geheissen, zue heisse), ''ghouwe'' / ''ghouwet'' (dt. gehauen, zue houwe), ''klööge'' / ''klöögt'' (dt. geschaut, zue lööge), ''gmachù'' / ''gmachùd'' / ''gmacht'' (dt. gemacht, zue machù), ''gschtùorbe'' / ''gschtùorbet'' (dt. gestorben, zue schtäärbe), ''gìtrùnche'' / ''gìtrùnchet'' (dt. getrunken, zue trììche) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu), ''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa), ''laagut'' (dt. gelassen, zue laa), ''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé), ''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) |} ;7. noi altri, voi altri. Bim Personalpronome im Plural gid s in e Dail Siidwalserdialägd verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''wiar andre'' (dt. wir), ''iar andre'' (dt. ihr), ''schi andre'' (dt. sie) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''wirendri'' (dt. wir), ''ündscherandru'' (dt. uns), ''irandri'' (dt. ihr), ''auwerandru'' (dt. euch), ''dṣchiendri'' (dt. sie), ''ürjerandru'' (dt. ihnen) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Wir andrù'' (dt. wir), ''ir andrù'' (dt. ihr), ''schi andrù'' (dt. sie) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''endṣchandre'' (dt. wir, uns), ''jerandru'' (dt. ihr), ''uwandre'' (dt. ihr, euch), ''ṣchiandru'' (dt. sie), ''dunandre'' (dt. ihnen) |} ;8. Relativsazbildig mid „das“, en Ibersezig vù italiänisch „che“: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''D Kovaljiene, doos du trogend d Moon'' (dt. Die Körbchen, die die Männer tragen). |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Da Chiesch, das di hescht gchauvt geschter isch nöid guuti.'' (dt. Der Käse, den du gestern gekauft hast, ist nicht gut.), ''D Waidu, das dṣch essen da ouv, isch besser.'' (dt. Die Weide, die sie da oben abfressen, ist besser.). |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.), ''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) |} Aber z Makanaa wie neerdlig vù dr Alpe mid wa/wo: ''Schi säägen, t altù Litt hen tè gseid, dass di jerschtù Wùoner, wa sind gchùo va Saas anna, sìnd ga machù d Hiischer embru im Wald da deer.'' (dt. Sie sagen, die alten Leute erzählten, dass die ersten Bewohner, die von Saas drüben gekommen sind, ihre Häuser dort oben im Wald gebaut haben.) ;9. Infinitivkonschtruktion S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Im Usstogg, z tenggä, schyyg äs myyns […] Äsweljä Togg, z taisu Wett […].'' (dt. Im Frühling, beim Düngen, sei es [näml. das Wieslein] mir […] Eines Tages, beim Aufschichten von Holz […].) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) |} ;10. Wie si d Schbrooch aahèèrd Dr Albert Schott hed 1842 riichdig gsaid: «Ganz dem romanischen einfluß unterworfen, wie es auch bei dem innigen verkehr nicht anders erwarten läßt, scheint das Silvische in dem gebiete des tons, das der rede im allgemeinen ihre färbung giebt, im rhythmus und in der melodie.» Die Beobaachdig hän schbeeder au ebe dr Emil Balmer ùn dr Marco Bauen fir Remmalju ùn dr Fritz Gysling fir Im Land gmachd. ;11. D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch ùfghoobe Zmindeschd in e Dail vù dr Dialägd chene d Vokal lang oder chùùrz gsait wääre – wie im Idaliäänisch. Z Remmalju isch aaber di chùùrz Uusschbrooch (au vù hischdoorisch lange Vokal) vyyl hyfiger. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) |} ;12. mhd. î, û, iu /yː/ ùnd mhd. ie, üe, uo Im Geegesaz zue dr maischde andere alemanische Dialägd sin im Eischemtöitschu di mhd. Monophthong î, û, œ diphthongierd – wie im Hoochdydsch. D Häärchùmbfd isch nid chloor, aber dr frankoprovänzaalisch Noochberdialägd vù [[Gaby (Aostatal)|Goaby]] zaigd di glyych Erschyynig. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme''' || ''wéiss'' (dt. weiß), ''Mous'' (dt. Maus), ''Wöir'' (dt. Feuer) |} Z Remmalju sin us dr falende Vokal schdyygendi Vokal woore oder soonigi, wù mid dr Silbe im uurschbringliche Haubddoon glyychwärdig sin (ié, iéé, jéé; iö, iöö, jöö). {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Remmalju''' || ''wié(é)re'' (dt. vier), ''Chrié(é)ṣchi'' (dt. Kirsche), ''njé(é)'' (dt. nie), ''Wiö(ö)sch/Wio(o)sch'' (dt. Fuss), ''Biö(ö)ch/Bio(o)ch'' (dt. Buch), ''Miö(ö)ma/Miooma'' (dt. „Muhme“, Tante), ''Schniö(ö)r/Schnio(o)r'' (dt. „Schnur“, Schwiegertochter), ''arié(é)mu'' (dt. rühmen) |} ;13. Mhd. o in gwise Ludùmgeebige. Z Remmalju isch mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Remmalju''' || ''Brö(ö)t'' (dt. Brot), ''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon), ''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“), ''Hö(ö)ru'' (dt. Horn), ''mö(ö)ru'' (dt. morgen), ''tö(ö)t'' (dt. tot), ''Wö(ö)rd'' (dt. Wort), ''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) |} ;14. Germ. h im Aalud. Germ. h im Aalud schwinded in e Dail Siidwalserdialägd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Ai'' (dt. Heu), ''Aupd'' (dt. Haupt) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Aupd'' (dt. Haupt) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ai'' (dt. Heu), ''Epd'' (dt. Haupt) |} Au d Ùnderschaidig zwische h ùn ch schwinded in e Dail Siidwalserdialägd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Chaschta'' / ''Haschta'' (dt. Kosten), ''chaupfen'' / ''haupfen'' (dt. kaufen), ''Chend'' / ''Hend'' (dt. Kind), ''chemän'' / ''hemän'' (dt. kommen), ''chennän'' / ''hennän'' (dt. können), ''cholt'' / ''holt'' (dt. kalt) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Chälder'' / ''Hälder'' (dt. Keller), ''Holz'' / ''Cholz'' (dt. Holz) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Chunt'' / ''Hunt'' (dt. Hund) |} ;15. Sonorisierig vù f, s, sch. Mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud). Di Erschyynig chenne au di romaanische Noochberdialägd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''gwäälä'' (dt. gefallen), ''Wälch'' (dt. Volk), ''wäròòtne'' (dt. verratene), ''Wogsch'' (dt. Fuchs), ''wòn'' (dt. von), ''Wrau'' (dt. Frau), ''ṣiittär'' (dt. seither), ''diiṣ'' (dt. deines), ''ṣchi'' (dt. sind), ''Ṣcheel'' (dt. Seele), ''gṣiin/gṣchiin'' (dt. gewesen), ''gṣchäid'' (dt. gesagt). |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''woan a'' (dt. anfangen), ''Wlöisch'' (dt. Fleisch), ''Wöir'' (dt. Feuer), ''Wuuss'' (dt. Fuss), ''dṣchi'' (dt. sich; di andere ''sch'' sin z Eischeme aber schdimmloos) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Woogal'' (dt. Vogel), ''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten), ''Wuggsch'' (dt. Fuchs), ''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass), ''Ṣchach'' (dt. Sache), ''ṣchege'' (dt. sagen), ''Ṣchunnu'' (dt. Sonne), ''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) |} ;16. Paladalisierig vù l, m, n, ng. Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd. Di Erschyynig chenne au di romaanische Noochberdialägd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''è haljbi Stonn'' (dt. eine halbe Stunde) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''wailljan'' (dt. wollen), ''ljik'' (dt. klein) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''ljicht'' (dt. leicht), ''Wljöigu'' (dt. Fliege), ''welljen'' (dt. wollen), ''njimmer'' (dt. nie mehr), ''njüf'' (dt. Karotte) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Remmalju'' (it. Rimella), ''ljekk'' (dt. klein), ''ljekku'' (dt. liegen), ''walj'' (dt. welch), ''wallju'' (dt. wollen), ''wilj'' (dt. viel) |} ;17. Paladalisierig vù (faschd) alle s zue sch, nid nùmme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch (lueg oobe). Die Erschyynig, wù nùmme fir Arimmu, Im Land ùn Remmalju gilded, chenne au di romaanische Dialägd vùm [[Valsesia|Sesiadaal]]. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''ṣchoscht'' (dt. sonst), ''Foschnacht'' (dt. Fasnacht), ''Gloosch'' (dt. Glas), ''Gschang'' (dt. Gesang), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Ṣchend'' (dt. Sünde), ''Ṣchido'' (dt. Seide), ''Ṣchirinado'' (dt. Serenade), ''Ṣchoon'' (dt. Sohn), ''Wogsch'' (dt. Fuchs), ''bṣchennän'' (dt. besinnen), ''ṣchengan'' (dt. singen), ''ṣchjass'' (dt. süss) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''ṣchiiban'' (dt. sieben), ''Akschla'' (dt. Achsel), ''Nooṣcha'' (dt. Nase), ''Ṣchagaṣcha'' (dt. Sense), ''ṣchelle'' (dt. sollen), ''Ṣchiida'' (dt. Seide), ''Huusch'' (dt. Haus) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchengu'' (dt. singen), ''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen), ''Wuggsch'' (Fuchs), ''Huusch'' (dt. Haus) |} == Ùnderschiid zwische dr Siidwalserdialägd == In dr Siidwalserdialägd chaa mer in vyyl Mèèrgmool e weschdligi Grùbe (Arrimmu, Eischeme, Greschonei, Im Land, Makanaa, Remmalju) vùn ere eschdlige Grùbe (Gurin, Pumatt, Salei) ùnderschaide. In dääre Ùnderdailig zaigd si di ùnderschiidlig Bsiidligsgschiichd: Di weschdlige Walsergmaine sin us em ùndere Wallis uus bsiidled woore, di eschdlige Walsergmaine vùm [[Goms]] im oobere [[Kanton Wallis|Wallis]] uus. ;1. '''mhd. æ''' Mhd. æ in schwer, Käse, Montag eschdligi Dialägd: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''(Alp)chääs'', ''Määntagg'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''schwäär'', ''Chääsch'', ''Määntagg'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''schwäär'', ''Chääsch'', ''Määntagg'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''schwäär'', ''Chääsch'', ''Määntagg'' |} weschdligi Dialägd: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''schweer'', ''Cheesch'', ''Meentagg'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''schwier'', ''Chiesch'', ''Mientagg'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''schweer'', ''Cheesch'', ''Meentagg'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''schweer'', ''Cheeisch'', ''Meeintagg'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''schwìer'', ''Chìesch'', ''Mientagg'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''schweer'', ''Cheesch'', ''Meentagg'' |} ;2. Deenig in ere ùfige Silb, z. B. in Grabe, Ofe vs. Graabe, Oofe Deendi Vokal hän Eischeme, Greschonei, Im Land, Makanaa, Arrimmu ùn Remmalju. Chùùrzi Vokal wie im Wallis hän Salei, Pumatt ùn Gurin. ;3. Aisilberdeenig, z. B. in Grab / Greber vs. Graab / Greeber Deendi Vokal hän Eischeme, Greschonei, Im Land, Makanaa, Arrimmu ùn Remmalju. Chùùrzi Vokal wie im Wallis hän Salei, Pumatt ùn Gurin. ;4. mhd. -nd In vyyl Dialägd im weschdlige Dail vùm Hooch- ùn vùm Hegschdalemanisch isch mhd. –nd in Wèèrder wie Hund, finde, Chinder, Rinde zue nn oder ng endwigled: ''Hunn''/''Hung'', ''finne'' / ''finge'', ''Chinner'' / ''Chinger'', ''Rinne'' / ''Ringe''. Au in vyyl Siidwalserdialägd chaa mer des finde. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Hun'' / ''Hung'', ''finnen'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Hunn'', ''finnä'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Hunn'', ''finda'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Hunn'', ''finne'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Hund'', ''finnu'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Hunn'', ''finne'' |} aber: '''Arrimmu''': ''Hund'', ''finda''. '''Im Land''': ''Hund'', ''finde''. '''Makanaa''': ''Hund'', ''finde''. ;5. mhd. ng Mhd. -ng, z. B. in ''Hunger,'' erschyynd in dr Siidwalserdialägd zem Dail no in dr alde Form. [ŋg] (Hungger) hän Greschonei, Im Land ùn Makanaa [ŋx] (Huncher) hed Arrimmu [ŋ] (Hunger) hän Eischeme, Remmalju, Salei, Pumatt ùn Gurin ;6. germ. -kk Germanisch kk, z. B. in ''drücke/drucke,'' isch: * verschoobe zue kch z Im Land, Makanaa, Remmalju, Salei, Pumatt ùn Gurin * nid verschoobe z Eischeme, Greschonei, Arrimmu == Siidwalserischi Belletristik == Ab em 19. Joorhùnderd sin e Raie siidwalserischi Schrifdschdeler aktiv woore. Wydùme bekand isch d Walserdiichderi [[Anna Maria Bacher]] (* 1947) us Pumat. Vù Greschunei sin d Mùndardschrifdschdeler [[Alys Barell]] (1920–1999), [[Ferdinand Castell]] (1830–1907), [[Caterina Castell Lettry]] (1859–1939), [[Bruno Favre]] (1914–1991), [[Maria Liscoz]] (1874–1929), [[Erwin Monterin]] (1913–2006), [[Magherita (Grittle) Scaler]] (1895–1983), [[Nelly Schmit]] (1923–?), [[Attilio Squinobal]] (1921–1995) ùn [[Louis Zumstein]] (1805–1871).<ref>Guy Tercinod: ''Louis Zumstein (De la Pierre) et la poésie dialectale de la Vallée du Lys.'' Aosta 1957.</ref> Vù Eischeme sin d [[Irene Alby Tregsch]] (* 1948), dr [[Jean-Jacques Christillin]] (1863–1915), dr [[Joseph Hilaire Christillin]] (1872–1943) ùn dr [[Albert Linty]] (1906–1983). Dr [[Pietro Axerio]] (1827–1905) isch e Dialägddiichder vù Arimmu. Ane 1995 sin im Samelband «Orizzonti di poesia» d Wäärch vùn e baar siidwalserischi Autoore nei uusechùù.<ref>''Orizzonti di poesia. Mundarttexte aus Gressoney und Issime.'' Centro Studi e cultura Walser della Valle d’Aosta. Gressoney-Saint-Jean 1995.</ref> In syynere [[Anthologie|Bliedelääsi]] vù dr alemanische Literatur, em «Holderbluescht», het dr [[Georg Thürer]] dr siidwalserische Literatur en aige Kapitel gee. Doo sin nääbe alde Gschiichde, Spriich ùn Saage au Tegscht vùm Pietro Axerio ùn vùm Ludwig Zumstein abdrùgd. == Schbroochwiseschafdligi Literatur == (Wyteri Literatur findt mer au ùnder dr ainzelne Mùndart-Artikel.) * Irene André, Alis Barell, Laura Bassi, Franco Camisasca, Bruno Favre, Ervin Monterin, Eugenio Squindo, Caio Vincent und [[Heinrich Welf]]: ''Greschoneytitsch. Vocabolario Italiano – Titsch. Titsch – Italiano.'' Centro Studi e Cultura Walser della Valle d’Aosta / Walser Kulturzentrum, Gressoney St-Jean (Aosta) 1988 und 1998. * [[Marco Angster]], Marco Bellante, Raffaele Cioffi und [[Livio Gaeta]]: ''I progetti DiWaC e ArchiWals.'' In: Livio Gaeta (Hrsg.): ''Le isole linguistiche tedescofone in Italia.'' Special Issue of Bollettino dell’Atlante Linguistico Italiano 41, 2017, S.&nbsp;83–94. * [[Angela Bacher]]: ''Contributo agli studi sul dialetto walser della Val Formazza.'' Diss. Katholische Universität Mailand 1975. * Angela Bacher: ''Bärulussä. Il prato più bello dell’orso. Suoni, nomi e luoghi nella parlata walser di Formazza.'' Tararà Edizione, Verbania 1995. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und von der Sprache der deutschen Aussiedler hinterm Monte Rosa''. [[A. Francke Verlag|Francke Verlag]], Bern 1949. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont)''. Verlag Paul Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * Gerald Bernhard: ''Einblicke in Sprecherbiographien von Walsern im Tessin und im Ossola-Tal.'' In: Michael Bernsen, Elmar Eggert, Angela Schroitt: ''Historische Sprachwissenschaft als philologische Kulturwissenschaft.'' Göttingen 2015, S. 379–392. * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten''. Verlag Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * Valerio Cantamessi: ''Als vir saghen. Dizionario della lingua walser e della toponomastica di Ornavasso.'' 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Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 1978 (ZDL Beihefte 28). * Elisabetta Fazzini, Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Band 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica 1, 5, 6, 7, 9, 10). * [[Gertrud Frei]]: ''Walserdeutsch in Saley. Wortinhaltliche Untersuchung zu Mundart und Weltsicht der altertümlichen Siedlung Salecchio/Saley (Antigoriotal)''. Verlag Paul Haupt, Bern und Stuttgart 1970 (Sprache und Dichtung. Sonderreihe Berner Arbeiten zur Dialektologie und Volkskunde 18). * [[Livio Gaeta]] (Hrsg.): ''Le isole linguistiche tedescofone in Italia: situazione attuale e prospettive future'' (Workshop, Torino, 24 febbraio 2017). In: ''Bollettino dell’Atlante Linguistico Italiano,'' III serie, 41, 2017, S.&nbsp;79–176. * [[Emily Gerstner-Hirzel]]: ''Aus der Volksüberlieferung von Bosco Gurin. Sagen, Berichte und Meinungen, Märchen und Schwänke.'' Basel 1979 (Schriften der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde 63) [mit eme grammatische Aahang]. * [[Giovanni Giordani]]: ''La colonia tedesca di Alagna – Valsersia e il suo dialetto''. Nachdruck der 2. Auflage 1927. * [[Fritz Gysling]] und Rudolf Hotzenköcherle: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Huber Verlag, Frauenfeld 1952. * Fritz Gysling: ''Fossilien der Walsermundart von Ornavasso.'' In: Studia Neophilologica 40, 1968, S. 386–413. * [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania''. In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie, Festgabe für Theodor Frings zum 70. Geburtstag.'' Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle und Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke Verlag, Bern 1971, S. 79–98. * Konrad Huber: ''Ornavasso. Zerfall und Untergang einer deutschen Sprachinsel.'' In: [[Paul Zinsli]], [[Oskar Bandle]], [[Peter Dalcher]], [[Kurt Meyer]], [[Rudolf Trüb]], [[Hans Wanner]]: ''Sprachleben der Schweiz.'' Bern 1963, S. 197–208. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke Verlag, Bern 1958. * Alberto Linty, Ugo Busso, Imelda Ronco, Edmondo Ronco u.&nbsp;a.: ''D’Eischemtöitschu. Vocabolario Italiano – Töitschu. Töitschu – Italiano.'' Centro Studi e Cultura Walser della Valle d’Aosta / Walser Kulturzentrum, Gressoney St-Jean (Aosta) 1988 und 1998. * [[Charles V. J. Russ]]: ''Die Mundart von Bosco Gurin. Eine synchronische und diachronische Untersuchung.'' Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2002 (ZDL Beihefte 120). * [[Albert Schott]]: ''Die deutschen Colonien in Piemont. Ihr Land, ihre Mundart und Herkunft. Ein Beitrag zur Geschichte der Alpen.'' Cotta’scher Verlag, Stuttgart/Tübingen 1842 ({{Digitalisat|GB=gQ0DAAAAIAAJ}}); zuer Schbrooch Side 131–194. * [[Pio Scilligo]]: ''Pumattertietsch Werterbeuch. Vocabolario Formazzino-Tedesco-Italiano e Italiano-Formazzino-Tedesco / Pumattertietsch-Waeltsch-Tietsch und Waeltsch-Pumattertietsch-Tietsch.'' IFREP, Roma 1993. * ''[[Sprachatlas der deutschen Schweiz]] (SDS).'' Begr. von Heinrich Baumgartner und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, Robert Schläpfer, Rudolf Trüb und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. [[A. Francke Verlag|Francke Verlag]], Bern bzw. Basel 1962–2003. – D Orginaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://sprachatlas.ch/ sprachatlas.ch]. * [[Dino Vasina]], Caro Bucchelloni, Antonella Giacosa u.&nbsp;a.: ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano – Tittschu. Tittschu – Italiano. Centro Studi Walser – Rimella – Sede in Torino.'' Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995 und 2005. * [[Max Waibel]]: ''Die volkstümliche Überlieferung in der Walserkolonie Macugnaga (Provinz Novara).'' SGV, Basel 1985 (SSGV 70). * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Verlag Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutschen Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Verlag Stämpfli & Cie AG, Bern 1984. * [[Peter Zürrer]]: ''Wortfelder in der Mundart von Gressoney. Ein Beitrag zur Kenntnis der norditalienischen Walser-Mundarten. '' Frauenfeld 1975 (Beiträge zur schweizerdeutschen Mundartforschung 21). * Peter Zürrer: ''Wörterbuch der Mundart von Gressoney. Mit einer Einführung in die Sprachsituation und einem grammatischen Abriss.'' Frauenfeld 1982 (Beiträge zur schweizerdeutschen Mundartforschung 24). * Peter Zürrer: ''Deutscher Dialekt in mehrsprachiger Gemeinschaft. Die Sprachinselsituation von Gressoney (Valle d’Aosta, Italien).'' Stuttgart 1986 (ZDL-Beiheft 53). * Peter Zürrer: ''Sprachwandelphänomene in Sprachinseln.'' In: Volker Schupp (Hrsg.): ''Alemannisch in der Regio. Beiträge zur 10. Arbeitstagung alemannischer Dialektologen in Freiburg/Breisgau 1990.'' Kümmerle Verlag, Göppingen 1993, S.&nbsp;25–35 [doodrin vrglyycht dr Zürrer rezänti Ùfnaame mit sèttigen us dr èrschte Hèlfdi vùm 19.&nbsp;Joorhùndert]. * Peter Zürrer: ''Sprachinseldialekte. Walserdeutsch im Aostatal.'' Aarau 1999. (Reihe Sprachlandschaften 23). * Peter Zürrer: ''Sprachkontakt in Walser Dialekten. Gressoney und Issime im Aostatal (Italien).'' Franz Steiner Verlag, Wiesbaden/Stuttgart 2009 (ZDL Beihefte 137), ISBN 978-3-515-09358-3. == Weblink == {{Commonscat|Walser German|Walserdydsch}} * [https://www.walliserdialekt.ch/suedwalser-text-und-ton Walserdeutsch in Oberitalien], Ufnaame vù 1929 us Greschonei, Eischeme, Arrimmu und Remmalju. * [https://www.idiotikon.ch/hoerproben «Hörproben aus der deutschen Schweiz und den angrenzenden alemannischen Mundartgebieten»], doo au us Greschonei, Gurin, Makanaa un Pumatt. * [https://www.phonogrammarchiv.uzh.ch/de/sammlung/extern-suedwalser.html Korpora mit Südwalser Aufnahmen], Ufnaame us Remmalju (vùm Marco Bauen) und Makanaa (vùm Max Waibel). * [https://diwac.it/ Il progetto DiWaC], nasce con lo scopo di realizzare un archivio digitale per la salvaguardia dell’eredità linguistica e culturale dei Walser. * [https://www.archiwals.org/ Il progetto ArchiWals], nasce con lo scopo di realizzare un archivio digitale per la salvaguardia dell’eredità linguistica e culturale dei Walser del Piemonte e della Valle d’Aosta. * [http://www.walser-cultura.it/bibliografia/ Bibliografia], e grossi Zämestellig vù Litteraduur bsùnders au zem Syydwalserdytsch uf walser-cultura.it. == Fuesnode == <references /> {{Navigationsleiste Walser}} {{Läsiger Artikel}} {{DEFAULTSORT:Sudwalserdeutsch}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt|!]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] b3alir0d81tw86xohcwi017rzpckpp1 Liste der Nobelpreisträger für Literatur 0 28652 1087584 1084184 2026-08-13T18:27:01Z IvanScrooge98 47233 /* 1981–1990 */ Bild 1087584 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Liste vo de Nobelbriisdreger für Liddratur}} Der [[Nobelpreis für Literatur|Nobelbriis für Liddratur]] wird sit 1901 jöhrlig vergee und isch sit 2001 mit öbbe 10 Millione [[Schwedische Krone|schwedische Chroone]] dotiert. Für d Uswahl vo de Briisdreeger isch die [[Svenska Akademien|Schwedischi Akademii]] verantwortlig. Dr [[Alfred Nobel]], der Stifter vo de fümf verschiidene Nobelbriis, het in sim Testamänt verfüegt, ass der Briisdreeger für Liddratur «s Beste in ere idealistische Richtig» söll gschriibe ha.<ref>[http://www.nobelbriis.org/#testament Alemannischi Übersetzig us em Testamänt vom Alfred Nobel]{{Toter Link|date=2017-09 |bot=InternetArchiveBot |url=http://www.nobelbriis.org/}}</ref> D Uszeichnig wird jedes Johr am 10.&nbsp;Dezämber, em Dodesdag vom Alfred Nobel, vom schwedische König vergee. Sit der erste Verleihig hai im Ganze 106 [[Schriftsteller]] dr Liddratur-Nobelbriis übercho. Drunder si 94 Manne (87,9 %) und 13 Fraue (12,1 %) gsi. Bis jetzt het no niemer dr Liddraturnobelbriis meh as eimol übercho. Vo 1901 bis 2009 isch der Briis 98 mol undeilt an ei Person vergee worde. Erst viermol isch der Briis zwüsche zwei Persone ufdeilt worde (zletzt 1974); und no nie isch er zwüsche drei Persone ufdeilt worde, au wenn das dr Satzig nooch möglig wer. Siibemol isch der Briis nit vergee worde, zletzt 1943. == Liste vo de Briisdreeger == In dere Liste si alli Dreeger vom Nobelbriis für Liddratur in chronologischer Reihefolg ufgfüehrt mit der Begründig vom Nobelkomitee. __NOTOC__ ---- <center> [[#1901–1910|1901 bis 1910]] · [[#1911–1920|1911 bis 1920]] · [[#1921–1930|1921 bis 1930]] · [[#1931–1940|1931 bis 1940]] · [[#1941–1950|1941 bis 1950]] · [[#1951–1960|1951 bis 1960]] · [[#1961–1970|1961 bis 1970]] · [[#1971–1980|1971 bis 1980]] · [[#1981–1990|1981 bis 1990]] · [[#1991–2000|1991 bis 2000]] · [[#2001–2010|2001 bis 2010]] · [[#2011–2020|2011 bis 2020]] · [[#2021–2030|2021 bis 2030]] </center> ---- == 1901–1910 == {| class="prettytable" cellpadding="5" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name=Land>Land noch der Agob uf nobelprize.org. S Land kaa vo der Nationalität vom Laureat abwiiche.</ref> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |1901 |[[Sully Prudhomme]]<br />(1839–1907) |{{FRA}} |„as Anerkennig vo siine usgezeichnete Verdienst as Schriftsteller, won er au no in spötere Johr an dr Dag gleit het, und bsunders vo siine Dichtige, won e hoche Idealismus, künstlerischi Volländig und e sälteni Vereinigung vo Härz und Geist bezüüge“ |[[Datei:Sully-Prudhomme.jpg|100px|Sully Prudhomme]] |- valign="top" |1902 |[[Theodor Mommsen]]<br />(1817–1903) |{{DEU-1867}} (uf d Wält cho z [[Garding]], [[Schleswig]], denn {{DNK}}) |„für e grösst läbig Meister vo der historische Darstelligskunst, mit bsundriger Berücksichtigung vo sim monumentale Wärk ‹Römische Geschichte›“ |[[Datei:Theodor Mommsen 1902.jpg|100px|Theodor Mommsen]] |- valign="top" |1903 |[[Bjørnstjerne Bjørnson]]<br />(1832–1910) |{{NOR}} |„as e Bewiis für d Anerkennig vo siner edle, grossartige und vilsiitige Wirksamkeit as Dichter, wo immer von ere eimolige Früschheit vo der Iigäbig und von ere sältene Seelereinheit uszeichnet gsi isch“ |[[Datei:Bjørnstjerne Martinus Bjørnson.jpg|100px|Bjørnstjerne Bjørnson]] |- valign="top" |rowspan="2" | 1904 |[[Frédéric Mistral]]<br />(1830–1914) |{{FRA}} |„mit Bezug uf die früschi Ursprüngligkeit, s Geistriiche und Künstlerische in siner Dichtig, wo d Natur und s Volksläbe vo siner Heimat dreu widerspieglet, und uf sini bedütigsvolli Wirksamkeit as e provenzalische Philolog“ |[[Datei:Portrait frederic mistral.jpg|100px|Frédéric Mistral]] |- valign="top" |[[José Echegaray]]<br />(1832–1916) |{{ESP-1785}} |„mit Bezug uf sini umfassendi und geistriichi Verfasserschaft, wo uf sälbständigi und originelli Wiis die grosse Draditione vom spanische Schauspiil wiiderbeläbt het“ |[[Datei:José Echegaray y Eizaguirre.jpg|100px|José Echgaray]] |- valign="top" |1905 |[[Henryk Sienkiewicz]]<br />(1846–1916) |{{POL}} |„uf Grund vo siine grossartige Verdienst as epische Schriftsteller“ |[[Datei:Henryk Sienkiewicz 1905.jpg|100px|Henryk Sienkienwicz]] |- valign="top" |1906 |[[Giosuè Carducci]]<br />(1835–1907) |{{ITA-1861}} |„nit nume in Anerkennig vo siiner riiche Glehrsamkeit und siine kritische Forschige, sondern vor allem as e Huldigung für die plastischi Energii, d Früschi vom Stil und die lyrischi Chraft, wo siini poetische Meisterwärk uszeichne“ |[[Datei:Giosuè Carducci 1906.jpg|100px|Giosuè Carducci]] |- valign="top" |1907 |[[Rudyard Kipling]]<br />(1865–1936) |{{GBR}} (uf d Wält cho z [[Mumbai|Bombay]], [[Datei:British Raj Red Ensign.svg|20px]] [[Indien|Indie]] |„in Anerkennig vo der Beobachtigsgob, der ursprünglige Iibildigschraft und vo der männlige Sterki in dr Uffassig und Schilderigskunst, wo d Schöpfige vo däm wältberüehmte Schriftsteller uszeichne“ |[[Datei:Rudyard Kipling.jpg|100px|Rudyard Kipling]] |- valign="top" |1908 |[[Rudolf Eucken]]<br />(1846–1926) |{{DEU-1867}} |„uf Grund vom ärnste Sueche noch dr Wohrhet, vo der durchdringende Gedankechraft und vom Wiitblick, der Wermi und Chraft vo der Darstellig, won er drmit in zahlriiche Arbete en ideali Wältaschauig verdräte und entwigglet het“ |[[Datei:Rudolf Eucken 1908.jpg|100px|Rudolf Eucken]] |- valign="top" |1909 |[[Selma Lagerlöf]]<br />(1858–1940) |{{SWE}} |„uf Grund vom edlen Idealismus, vom Phantasiiriichtum und der seelevolle Darstellig, wo ihri Dichtig bräge“ |[[Datei:Selma Lagerlöf.jpg|100px|Selma Lagerlöf]] |- valign="top" |1910 |[[Paul Heyse]]<br />(1830–1914) |{{DEU-1867}} |„as Huldigungsbewiis für s volländete Künstlertum, wo von ere ideale Uffassig brägt isch, und won er währed ere lange und bedütende Wirksamkeit as Lyriker, Dramatiker, Romanschriftsteller und Dichter vo wältberüehmte Novälle an dr Dag gleit het“ |[[Datei:Paul Heyse 1910.jpg|100px|Paul Heyse]] |} == 1911–1920 == {| class="prettytable" cellpadding="5" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name=Land/> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |1911 |[[Maurice Maeterlinck]]<br />(1862–1949) |{{BEL}} |„uf Grund vo siiner vilsiitige literarische Wirksamkeit, bsunders vo siine dramatische Schöpfige, wo sich dur Phantasiiriichtum uszeichne und dur e poetische Idealismus, wo, mänggisch in der verschleierete Form vom Märlispiil, diefi Iigäbig offebart und uf gheimnisvolli Wiis s Gfüehl und d Ahnig vom Läser aredet“ |[[Datei:Maurice Maeterlinck 1911.jpg|100px|Maurice Maeterlinck]] |- valign="top" |1912 |[[Gerhart Hauptmann]]<br />(1862–1946) |{{DEU-1867}} |„vornähmlig für siini riichi, vilsiitigi, hervorragendi Wirksamkeit uf em Gebiet vo der dramatische Dichtig“ |[[Datei:Scolik - Gerhart Hauptmann.jpg|100px|Gerhart Hauptmann]] |- valign="top" |1913 |[[Rabindranath Thakur|Rabindranath Tagore]]<br />(1861–1941) |[[Datei:Flag of Imperial India.svg|20px]] [[Indien]] |„uf Grund vo der diefe und hoche Beziehig und vo der Schönheit und Früschi vo siine Dichtige, wo uf e glänzendi Wiis si dichterischs Schaffe au in siim eigedümlige änglische Gwand der schöne Liddratur vom [[Abendland|Oobeland]] iiverlibt“ |[[Datei:Tagore3.jpg|100px|Rabindranath Thakur]] |- valign="top" |1914 |''nit vergee'' | | | |- valign="top" |1915 |[[Romain Rolland]]<br />(1866–1944) |{{FRA}} |„as Huldigung für dr erhabe Idealismus vo siiner Verfasserschaft und für s Mitgfüehl und d Wohrhet, won er drmit die verschiidenste Menschetype zeichnet“ |[[Datei:Romain Rolland 1915.jpg|100px|Romain Rolland]] |- valign="top" |1916 |[[Verner von Heidenstam]]<br />(1859–1940) |{{SWE}} |„as en Anerkennig vo siiner Bedütig as Wortfüehrer von ere neuen Epoche in unserer schöne Liddratur“ |[[Datei:Verner von Heidenstam 1916.jpg|100px|Verner von Heidenstam]] |- valign="top" |rowspan="2" | 1917 |[[Karl Gjellerup]]<br />(1857–1919) |{{DNK}} |„für siini vilsiitige, riiche Dichtig, wo vo hochen Ideal drait wird“ |[[Datei:Karl Gjellerup 1917.jpg|100px|Karl Gjellerup]] |- valign="top" |[[Henrik Pontoppidan]]<br />(1857–1943) |{{DNK}} |„für siini ghaltvolli Darstellig vom hütige dänische Läbe“ |[[Datei:Henrik Pontoppidan 1917.jpg|100px|Henrik Pontoppidan]] |- valign="top" |1918 |''nit vergee'' | | | |- valign="top" |1919 |[[Carl Spitteler]]<br />(1845–1924)<br />''(vergee 1920)'' |{{CHE}} |„im bsundrige Hiblick uf si mächtigs Epos ‹Olympischer Frühling›“ |[[Datei:Carl Spitteler 1919.jpg|100px|Carl Spitteler]] |- valign="top" |1920 |[[Knut Hamsun]]<br />(1859–1952) |{{NOR}} |„für si monumentals Wärk ‹Segen der Erde›“ |[[Datei:Knut Hamsun.jpeg|100px|Knut Hamsun]] |} == 1921–1930 == {| class="prettytable" cellpadding="5" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name=Land/> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |1921 |[[Anatole France]]<br />(1844–1924) |{{FRA}} |„as en Anerkennig vo siiner glänzende schriftstellerische Dätigkeit, prägt von ere edle Stilkunst, wiithärzige Humanität, vo Aamuet und französischem Gmüet“ |[[Datei:Anatole France 1921.jpg|100px|Anatole France]] |- valign="top" |1922 |[[Jacinto Benavente]]<br />(1866–1954) |{{ESP-1785}} |„für die glückligi Wiis, won er die ehrevolle Draditione vom spanische Drama wiitergfüehrt het din“ |[[Datei:Jacinto Benavente.jpg|100px|Jacinto Benavente]] |- valign="top" |1923 |[[William Butler Yeats]]<br />(1865–1939) |{{IRL}} |„für siini ständig bseelti Dichtig, wo in der strängste künstlerische Form em Geist vo siim Volk Usdruck verleiht“ |[[Datei:Yeats1923.jpg|100px|William Butler Yeats]] |- valign="top" |1924 |[[Władysław Reymont]]<br />(1867–1925) |{{POL}} |„für si grosses Nationalepos ‹Die Bauern›“ |[[Datei:Wladyslaw Reymont 1924.jpg|100px|Władysław Reymont]] |- valign="top" |1925 |[[George Bernard Shaw]]<br />(1856–1950)<br />''(vergee 1926)'' |{{GBR}} (uf d Wält cho z [[Dublin]], {{IRL}}) |„für siini Verfasserschaft, wo vo Idealismus und au vo Humanität drait wird, wo deren ihri früschi Satire sich hüfig mit ere eigenartige poetische Schönheit vereint“ |[[Datei:George Bernard Shaw 1925.jpg|100px|George Bernard Shaw]] |- valign="top" |1926 |[[Grazia Deledda]]<br />(1871–1936)<br />''(vergee 1927)'' |{{ITA-1861}} (uf d Wält cho z [[Nuoro]], [[Sardinien]]) |„für ihri Verfasserschaft, wo vo hochem Idealismus drait wird und wo s Läbe vo ihrer väterlige Härkumft mit Aaschauligkeit und Klarheit schilderet und allgemeinmenschligi Problem mit Diefi und Wermi behandlet“ |[[Datei:Grazia Deledda 1926.jpg|100px|Grazia Deledda]] |- valign="top" |1927 |[[Henri Bergson]]<br />(1859–1941)<br />''(vergee 1928)'' |{{FRA}} |„as Anerkennig für siini riichen und beläbenden Ideä und die glänzendi Kunst, wo si drmit vordrait wärde“ |[[Datei:Henri Bergson.jpg|100px|Henri Bergson]] |- valign="top" |1928 |[[Sigrid Undset]]<br />(1882–1949) |{{NOR}} (uf d Wält cho z [[Kalundborg]], {{DNK}}) |„vor Allem für ihri mächtige Schildrige us em mittelalterlige Läbe vom (skandinavische) Norde“ |[[Datei:Sigrid Undset 1928.jpg|100px|Sigrid Undset]] |- valign="top" |1929 |[[Thomas Mann]]<br />(1875–1955) |{{DEU-1919}} |„vor Allem für si gross Roman ‹[[Buddenbrooks]]›, wo im Lauf vo de Johr Anerkennig as e klassischs Wärk vo der zitgenössische Liddratur gwunne het, wo sich immer meh verfestigt“ |[[Datei:Thomas Mann 1929.jpg|100px|Thomas Mann]] |- valign="top" |1930 |[[Sinclair Lewis]]<br />(1885–1951) |{{USA 48 Stars}} |„für siini starki und läbigi Schilderigskunst, näb em Talänt, mit Witz und Humor Type zu erschaffe“ |[[Datei:Sinclair Lewis 1930.jpg|100px|Sinclair Lewis]] |} == 1931–1940 == {| class="prettytable" cellpadding="5" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name=Land/> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |1931 |[[Erik Axel Karlfeldt]]<br />(1864–1931) |{{SWE}} |„Erik Axel Karlfeldts Dichtig“ |[[Datei:Erik Axel Karlfeldt 1931.jpg|100px|Erik Axel Karlfeldt]] |- valign="top" |1932 |[[John Galsworthy]]<br />(1867–1933) |{{GBR}} |„für die vornähmi Schilderigskunst, wo in ‹The Forsyte Saga› ihre höchsten Usdruck findet“ |[[Datei:John Galsworthy 1932.jpg|100px|John Galsworthy]] |- valign="top" |1933 |[[Iwan Alexejewitsch Bunin|Iwan Bunin]]<br />(1870–1953) |Staatelos, wohnhaft z {{FRA}} (uf d Wält cho z [[Woronesch]], {{RUS-1721}})<ref>Agoob noch offizielle Liste vo der Nobelstiftig. Die bezieht sich uf e Zitpunkt vo der Vergoob.</ref> |„für die strängi Künstlerschaft, won er drmit die klassischi russischi Linie in der Prosadichtig verdrätet“ |[[Datei:Ivan Bunin 1933.jpg|100px|Iwan Bunin]] |- valign="top" |1934 |[[Luigi Pirandello]]<br />(1867–1936) |{{ITA-1861}} |„für siini küehni und sinnriichi Neuschöpfig vo Drama und Bühnekunst“ |[[Datei:Luigi Pirandello 1934.jpg|100px|Luigi Pirandello]] |- valign="top" |1935 |''nit vergee'' | | | |- valign="top" |1936 |[[Eugene O’Neill]]<br />(1888–1953) |{{USA 48 Stars}} |„für siini dramatischi Dichtig, wo vo Chraft, Ehrlichkeit und starkem Gfüehl und von ere sälbständige Uffassig vom Tragische brägt isch “ |[[Datei:Eugene O'Neill 1936.jpg|100px|Eugene O’Neill]] |- valign="top" |1937 |[[Roger Martin du Gard]]<br />(1881–1958) |{{FRA}} |„für die künstlerischi Chraft und Wohrhet, won er drmit in der Romanserii ‹Les Thibault› menschligi Gegesätz und wäsentligi Site vom gegewärtige Läbe dargstellt het“ |[[Datei:Roger Martin du Gard 1937.jpg|100px|Roger Martin du Gard]] |- valign="top" |1938 |[[Pearl S. Buck]]<br />(1892–1973) |{{USA 48 Stars}} |„für ihri riichen und ächten epische Schildrige us em chinesische Buureläbe und für ihri biographische Meisterwärk“ |[[Datei:Pearl Buck (Nobel).jpg|100px|Pearl S. Buck]] |- valign="top" |1939 |[[Frans Eemil Sillanpää]]<br />(1888–1964) |{{FIN}} |„für die diefi Uffassig und die erläseni Stilkunst, won er drmit s Buureläbe und d Natur vo siim Heimetland in ihrem gegesiitige Zsämmehang schilderet“ |[[Datei:Frans Eemil Sillanpää 1939.jpg|100px|Frans Eemil Sillanpää]] |- valign="top" |1940 |''nit vergee'' | | | |} == 1941–1950 == {| class="prettytable" cellpadding="5" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name=Land/> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |1941 |''nit vergee'' | | | |- valign="top" |1942 |''nit vergee'' | | | |- valign="top" |1943 |''nit vergee'' | | | |- valign="top" |1944 |[[Johannes Vilhelm Jensen]]<br />(1873–1950) |{{DNK}} |„für die sälteni Chraft und Fruchtbarkeit vo siiner Dichterphantasii, verbunde mit eme umfassende Intellekt und ere küehne schöpferische Stilkunst“ |[[Datei:Johannes Vilhelm Jensen 1944.jpg|100px|Johannes Vilhelm Jensen]] |- valign="top" |1945 |[[Gabriela Mistral]]<br />(1889–1957) |{{CHL}} |„für d Lyrik, wo vo mächtige Gfüehl inspiriert isch, und wo ihre Dichtername zun eme Symbol für die ideelle Besträbige vo der ganze latiinamerikanische Wält gmacht het“ |[[Datei:Gabriela Mistral 1945.jpg|100px|Gabriela Mistral]] |- valign="top" |1946 |[[Hermann Hesse]]<br />(1877–1962) |{{CHE}} (uf d Wält cho z [[Calw]], [[Württemberg]], {{DEU-1867}}) |„für siini inspirierti Verfasserschaft, wo in ihrer Entwicklig näbe Küehnheit und Diefe gliichzitig klassischi Humanitätsideal und hochi Stilwärt duet verdrätte“ |[[Datei:Hermann Hesse 1946.jpg|100px|Hermann Hesse]] |- valign="top" |1947 |[[André Gide]]<br />(1869–1951) |{{FRA}} |„für siini wiitumfassendi und künstlerisch bedütigsvolli Verfasserschaft, wo Frooge und Verhältniss vo der Menschheit din mit ere unverschrockene Wohrhetsliebi und psychologischem Scharfsinn dargstellt wärde“ |[[Datei:André Gide 1947.jpg|100px|André Gide]] |- valign="top" |1948 |[[T. S. Eliot|Thomas Stearns Eliot]]<br />(1888–1965) |{{GBR}} (uf d Wält cho z [[St. Louis]], [[Missouri]], {{USA 38 Stars}}) |„für siini bemerkenswerti Leistig as Bahnbrächer in der hütige Poesii“ |[[Datei:Thomas Stearns Eliot by Lady Ottoline Morrell (1934).jpg|100px|Thomas Stearns Eliot]] |- valign="top" |1949 |[[William Faulkner]]<br />(1897–1962) |{{USA 48 Stars}} |„für siini chraftvolli und künstlerisch sälbständigi Leistig in dr Romanliteratur vo Amerika“ |[[Datei:Carl Van Vechten - William Faulkner.jpg|100px|William Faulkner]] |- valign="top" |1950 |[[Bertrand Russell]]<br />(1872–1970) |{{GBR}} |„as en Anerkennig für siini vilsiitigi und bedütigsvolli Verfasserschaft, won er drmit as Vorkämpfer vo der Humanität und Gedankefreiheit uuse stohht“ | |} == 1951–1960 == {| class="prettytable" cellpadding="5" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name=Land/> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |1951 |[[Pär Lagerkvist]]<br />(1891–1974) |{{SWE}} |„für die künstlerischi Chraft und diefi Sälbständigkeit, won er drmit in siiner Dichtig d Antwort uf die ewige Frooge vom Mensch suecht“ |[[Datei:Lagerkvist.jpg|100px|Pär Lagerkvist]] |- valign="top" |1952 |[[François Mauriac]]<br />(1885–1970) |{{FRA}} |„für die durchdringendi Seelekenntnis und künstlerischi Chraft, won er drmit in der Form vom Roman s Drama vom menschlige Läbe dütet“ |[[Datei:François Mauriac 1952.jpg|100px|François Mauriac]] |- valign="top" |1953 |[[Winston Churchill]]<br />(1874–1965) |{{GBR}} |„für siini Meisterschaft in der historischen und biographische Darstellig und für die glänzendi Redkunst, won er drmit as Verdeidiger vo de höchste menschlige Wärt uuse stoht“ |[[Datei:Churchill HU 90973.jpg|100px|Winston Curchill]] |- valign="top" |1954 |[[Ernest Hemingway]]<br />(1899–1961) |{{USA 48 Stars}} |„für siini chraftvolli Meisterschaft, wo in der hütigen Erzählkunst stilbildend isch, und won er zletscht in ‹The Old Man and the Sea›“, dt. ‹[[Der alte Mann und das Meer]]› |[[Datei:Ernest Hemingway 1950 crop.jpg|100px|Ernest Hemingway]] |- valign="top" |1955 |[[Halldór Laxness]]<br />(1902–1998) |{{ISL}} |„für siini aschauligi Epik, wo die grossi isländischi Verzelkunst erneueret“ |[[Datei:Halldór Kiljan Laxness 1955.jpg|100px|Halldór Laxness]] |- valign="top" |1956 |[[Juan Ramón Jiménez]]<br />(1881–1958) |{{ESP-1945}} |„für siini lyrischi Dichtig, wo in dr spanische Sprooch e Vorbild von ere hoche Geistigkeit und ere künstlerische Reinheit bildet“ |[[Datei:JRJimenez.JPG|100px|Juan Ramón Jiménez]] |- valign="top" |1957 |[[Albert Camus]]<br />(1913–1960) |{{FRA}} (uf d Wält cho z [[Dréan|Mondovi]], {{DZA}}) |„für siini bedütigsvolli Verfasserschaft, wo mit scharfsichtigem Ärnst menschligi Gwüssensproblem in unserer Zit belüchtet“ |[[Datei:Albert Camus, gagnant de prix Nobel, portrait en buste, posé au bureau, faisant face à gauche, cigarette de tabagisme.jpg|100px|Albert Camus]] |- valign="top" |1958 |[[Boris Leonidowitsch Pasternak|Boris Pasternak]]<br />(1890–1960)<br />''(nit agnoh)''<ref>Wo em Pasternak 1958 der Nobelbriis für Liddratur hät sölle vergee wärde, het er en zwar zerst aagnoh, het en aber spöter uf Druck vo der sowjetischen Obrigkeit abglehnt. Noch der Wändi het si Sohn 1989 dr Nobelbriis, wo vom Pasternak abglehnt worden isch, z Stockholm in ere bsundrige Zeremonii stellverdrätend für si Vater aagnoh.</ref> |{{SUN}} |„für siini bedütendi Leistig in der zitgenössische Lyrik wie au uf em Gebiet vo der grosse russische Verzeldradition“ | |- valign="top" |1959 |[[Salvatore Quasimodo]]<br />(1901–1968) |{{ITA}} |„für siini lyrischi Dichtig, wo mit klassischem Füür s dragische Läbensgfüehl vo der Gegewart usdruckt“ |[[Datei:Salvatore Quasimodo 1959.jpg|100px|Salvatore Quasimodo]] |- valign="top" |1960 |[[Saint-John Perse]]<br />(1887–1975) |{{FRA}} (uf d Wält cho uf [[Guadeloupe]]) |„für dr hoch Flug und die bildschöpferische Phantasie vo siiner Dichtig, wo d Zitlag visionär widerspieglet“ |[[Datei:Saint-John Perse 1960.jpg|100px|Saint-John Perse]] |} == 1961–1970 == {| class="prettytable" cellpadding="5" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name=Land/> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |1961 |[[Ivo Andrić]]<br />(1892–1975) |{{YUG}} (uf d Wält cho z [[Travnik]], [[Bosnien]]) |„für die epischi Chraft, won er drmit Motiv und Schicksäl us der Gschicht vo sim Land gstaltet“ |[[Datei:S. Kragujevic, Ivo Andric, 1961.jpg|100px|Ivo Andrić]] |- valign="top" |1962 |[[John Steinbeck]]<br />(1902–1968) |{{USA}} |„für siini eimoligi realistischi und phantasiivolli Verzelkunst, kennzeichnet dur mitfüehlende Humor und soziale Scharfsinn“ |[[Datei:JohnSteinbeck crop.JPG|100px|John Steinbeck]] |- valign="top" |1963 |[[Giorgos Seferis]]<br />(1900–1971) |{{GRC}} (uf d Wält cho z [[Izmir|Smyrna]], [[Datei:Ottoman Flag.svg|20px]] [[Osmanisches Reich|Osmanischs Riich]]) |„für siini hervorragendi lyrischi Dichtig, inspiriert vom ene diefe Gfüehl für die hellenischi Kulturwält“ |[[Datei:GiorgosSeferis.jpg|100px|Giorgios Seferis]] |- valign="top" |1964 |[[Jean-Paul Sartre]]<br />(1905–1980)<br />''(nit agnoh)'' |{{FRA}} |„in Anerkennig vo sim schöpferische schriftstellerische Schaffe, wo dr freiheitlig Geist und d Suechi noch Wohrhet drvo e wiitriichende Iifluss uf unser Zitalter usgüebt het“ |[[Datei:Jean-Paul Sartre FP.JPG|100px|Jean-Paul Sartre]] |- valign="top" |1965 |[[Michail Alexandrowitsch Scholochow|Michail Scholochow]]<br />(1905–1984) |{{SUN}} |„für siini künstlerischi Chraft und Ehrligkeit, won er in sim Don-Epos drmit e gschichtlige Zitabschnitt us em russische Volksläben gstaltet het“ | |- valign="top" |rowspan="2" | 1966 |[[Samuel Agnon]]<br />(1888–1970) |{{ISR}} (uf d Wält cho z [[Butschatsch|Buczacz]], [[Galizien|Galizie]], hüte [[Ukraine]]<ref>Üebligerwiis wärde Geburtsort in den offizielle Liste vo der Nobelstiftig usgwiise, wenn die nit im Staat lige, wo agee isch. Do aber fehlt die Agoob.</ref>) |„für siini diefgründigi charakteristischi Verzelkunst mit Motiv us em jüdische Volk“ | |- valign="top" |[[Nelly Sachs]]<br />(1891–1970) |{{SWE}} (uf d Wält cho z [[Berlin]], {{DEU-1867}}) |„für ihri hervorragende lyrische und dramatische Wärk, wo s Schicksal vo Israel mit ergrifender Dütligkeit interpretiere“ |[[Datei:Nelly Sachs 1910.jpg|100px|Nelly Sachs]] |- valign="top" |1967 |[[Miguel Ángel Asturias]]<br />(1899–1974) |{{GTM}} |„für siini farberiichi Dichtig, wo in dr volkstümlige Eigenart und in indianische Draditione (vo Latiinamerika) verwurzlet isch“ |[[Datei:MiguelAngelAsturias.JPG|100px|Miguel Ángel Asturias]] |- valign="top" |1968 |[[Kawabata Yasunari|Yasunari Kawabata]]<br />(1899–1972) |{{JPN}} |„für siini Verzelkunst, wo mit fiinem Gfüehl s japanische Wäse und däm si Eigenart usdruckt“ |[[Datei:Yasunari Kawabata 1951.jpg|100px|Yasunari Kawabata]] |- valign="top" |1969 |[[Samuel Beckett]]<br />(1906–1989) |{{IRL}} |„für e Dichtig, wo in neue Forme vom Roman und vom Drama die künstlerischi Ufrichtig vom Mensch us siiner Verlasseheit erreicht“ |[[Datei:Samuel Beckett, Pic, 1.jpg|100px|Samuel Beckett]] |- valign="top" |1970 |[[Alexander Issajewitsch Solschenizyn|Alexander Solschenizyn]]<br />(1918–2008) |{{SUN}} |„für die ethischi Chraft, won er drmit die unverüsserligi Dradition vo der russische Liddratur wiitergfühert het“ |[[Datei:A solzhenitsin.JPG|100px|Alexander Solschenizyn]] |} == 1971–1980 == {| class="prettytable" cellpadding="5" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name=Land/> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |1971 |[[Pablo Neruda]]<br />(1904–1973) |{{CHL}} |„für e Poesii, wo mit der Wirkig von ere Naturchraft s Schicksal und d Dräum vom ene Kontinänt läbig macht“ |[[Datei:Pablo Neruda.jpg|100px|Pablo Neruda]] |- valign="top" |1972 |[[Heinrich Böll]]<br />(1917–1985) |{{DEU}} |„für e Dichtig, wo dur ihri Verbindig vo zitgschichtligem Wiitblick und liebevoller Gstaltigschraft erneuerend in der dütsche Liddratur gwürkt het“ |[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F062164-0004, Bonn, Heinrich Böll.jpg|100px|Heinrich Böll]] |- valign="top" |1973 |[[Patrick White]]<br />(1912–1990) |{{AUS}} (uf d Wält cho z [[London]], {{GBR}} |„für siini epischi und psychologischi Verzelkunst, wo der Liddratur drdur e neue Ärddeil zuegfüehrt worden isch“ |[[Datei:Patrick White 1973.jpg|100px|Patrick White]] |- valign="top" |rowspan="2" | 1974 |[[Eyvind Johnson]]<br />(1900–1976) |{{SWE}} |„für siini Kunst im Verzelle, wo im Dienst vo der Freiheit stoht und wiit über Länder und Zite luegt“ |[[Datei:Eyvindj.gif|100px|Eyvind Johnson]] |- valign="top" |[[Harry Martinson]]<br />(1904–1978) |{{SWE}} |„für e dichterischs Wärk, wo dr Daudropfe iifangt und d Kosmos widerspieglet“ |[[Datei:Johansson Martinson.jpg|100px|Harry Martinson (links)]] |- valign="top" |1975 |[[Eugenio Montale]]<br />(1896–1981) |{{ITA}} |„für siini bsunders brägti Dichtig, wo mit ere grosse künstlerische Fiinfüehligkeit menschligi Wärt as Usdruck von ere illusionsfreie Läbensaschauig dütet“ |[[Datei:Eugenio Montale.jpg|100px|Eugenio Montale]] |- valign="top" |1976 |[[Saul Bellow]]<br />(1915–2005) |{{USA}} (uf d Wält cho z [[Montreal]], [[Datei:Canadian Red Ensign 1957-1965.svg|20px]] [[Kanada]]) |„für s menschlige Verständnis und die subtili Kulturanalyse, wo in sim Wärk vereinigt si“ | |- valign="top" |1977 |[[Vicente Aleixandre]]<br />(1898–1984) |{{ESP-1977}} |„für siini schöpferischi Dichtig, wo d Verheltniss vom Mensch im Kosmos und in der hütige Gsellschaft belüchtet und gliichzitig d Erneuerig vo der draditionelle spanische Poesii zwüsche de Chrieg repräsentiert“ |[[Datei:Vicente Aleixandre.jpg|100px|Vicente Aleixandre]] |- valign="top" |1978 |[[Isaac Bashevis Singer]]<br />(1902–1991) |{{USA}} (uf d Wält cho z [[Leoncin]], [[Polen|Pole]]<ref>Agoob noch der Nobelliste. Pole het zu säller Zit nit as eigenständige Staat existiert.</ref>) |„für siini iidringligi Verzelkunst, wo mit ihre Wurzle in ere polnisch-jüdische Kulturdradition universali Bedingige vom Mensch loot lo läbig wärde“ | |- valign="top" |1979 |[[Odysseas Elytis]]<br />(1911–1996) |{{GRC}} |„für siini Poesii, wo in der griechische Dradition fuesst und mit sinnliger Chraft und intellektueller Klarsicht dr Kampf vom ene modärne Mensch für d Freiheit gstaltet“ |[[Datei:Elytis, Odysseas (1911-1996).jpg|100px|Odysseas Elytis]] |- valign="top" |1980 |[[Czesław Miłosz]]<br />(1911–2004) |{{POL}} und {{USA}} |„wo mit ere kompromisslose Klarsicht dr Stellig vom Mensch in ere Wält vo schwere Komflikt Usdruck git“ |[[Datei:Czesław Miłosz 1986 (alt).jpg|100px|Czesław Miłosz]] |} == 1981–1990 == {| class="prettytable" cellpadding="5" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name=Land/> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |1981 |[[Elias Canetti]]<br />(1905–1994) |{{GBR}} (uf d Wält cho z [[Russe (Stadt)|Russe]], {{BGR}}) |„für si schriftstellerischs Wärk, prägt vo Wiitblick, Ideäriichtum und künstlerischer Chraft“ |[[Datei:Canetti 1970.jpg|100px|Elias Canetti]] |- valign="top" |1982 |[[Gabriel García Márquez]]<br />(1927–2014) |{{COL}} |„für siini Roman und Verzellige, wo sich s Phantastische und s Realistische din in ere vilfacettierte Wält vo der Dichtig düen vereine, und s Läbe und d Komflikt vom ene Kontinent düen widerspiegle“ |[[Datei:Gabriel Garcia Marquez 1984.jpg|100px|Gabriel García Márquez]] |- valign="top" |1983 |[[William Golding]]<br />(1911–1993) |{{GBR}} |„für siini Roman, wo mit der Aaschauligkeit vo dr realistische Verzelkunst und der vildütigen Allgemeingültigkeit vom Mythos die menschlige Bedingige in der hütige Wält belüchte“ |[[Datei:William Golding 1983.jpg|100px|William Golding]] |- valign="top" |1984 |[[Jaroslav Seifert]]<br />(1901–1986) |{{TCH}} |„für siini Dichtig, wo mit frischer Sinnligkeit und riicher Erfindungsgob e befreiends Bild vo dr menschlige Unbeugsamkeit und Vilfalt git“ |[[Datei:Jaroslav Seifert grave at Kralupy nad Vltavou cemetery CZ 0008.jpg|100px|Jaroslav Seifert]] |- valign="top" |1985 |[[Claude Simon]]<br />(1913–2005) |{{FRA}} |„wo in sine Romän s Schaffe vom ene Dichter und Mooler mit vertieftem Zitbewusstsi in der Schilderig vo de menschlige Grundbedingige vereint“ |[[Datei:Claude Simon ca 1932.jpg|100px|Claude Simon]] |- valign="top" |1986 |[[Wole Soyinka]]<br />(* 1934) |{{NGA}} |„wo in ere breite kulturelle Perspektive und mit poetische Oberdön s Drama vom menschlige Sii duet gstalte“ |[[Datei:Soyinka, Wole (1934).jpg|100px|Wole Soyinka]] |- valign="top" |1987 |[[Joseph Brodsky]] <br />(1940–1996) |{{USA}} (uf d Wält cho z [[Sankt Petersburg|Leningrad]], damas {{SUN}}) |„für e literarischs Schaffe von umfassender Breiti, prägt vo gedankliger Scherfi und vo dichterischer Usdruckssterki“ |[[Datei:Joseph Brodsky 1988.jpg|100px|Joseph Brodsky]] |- valign="top" |1988 |[[Nagib Mahfuz]]<br />(1911–2006) |{{EGY}} |„Wägbereiter von ere neue (sozialkritische) ägyptische Verzelkunst zwüsche Dradition und Modärne“ |[[Datei:Naguib Mahfouz HR.jpg|100px|Nagib Mahfuz]] |- valign="top" |1989 |[[Camilo José Cela]]<br />(1916–2002) |{{ESP}} |„für siini riichi und iidringligi Prosakunst, wo mit verhaltenem Mitgfüehl e useforderndi Vision vom menschlige Usgsetztsii duet gstalte“ |[[Datei:Camilo José Cela Madrid 1996.jpg|100px|Camilo José Cela]] |- valign="top" |1990 |[[Octavio Paz]]<br />(1914–1998) |{{MEX}} |„in Würdigung vo siiner liidenschaftlige Dichtig mit wiite Horizont, brägt von ere sinnlige Intelligänz und ere humanistische Integritet“ |[[Datei:Paz0.jpg|100px|Octavio Paz]] |} == 1991–2000 == {| class="prettytable" cellpadding="5" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name=Land/> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |1991 |[[Nadine Gordimer]]<br />(1923–2014) |[[Datei:Flag of South Africa 1928-1994.svg|20px]] [[Südafrika]] |„für ihri epischi Dichtig, wo für d Menschheit vo grossem Nutze isch und dur die diefen Iiblick in s historische Geschehe drzue biidrait, das Gschehe z forme“ |[[Datei:Nadine Gordimer und David Grossman.jpg|100px|Nadine Gordimer (links)]] |- valign="top" |1992 |[[Derek Walcott]]<br />(1930–2017) |{{LCA}} |„für e Dichtig vo grosser Lüchtchraft, drait von ere historische Vision, wo us ere multikulturelle Verpflichtig use gwachsen isch“ |[[Datei:Derek Walcott.jpg|100px|Derek Walcott]] |- valign="top" |1993 |[[Toni Morrison]]<br />(1931–2019) |{{USA}} |„für ihri literarischi Darstellig von ere wichtige Site vo der US-amerikanische Gsellschaft dur visionäri Chraft und poetischi Prägnanz“ |[[Datei:Toni Morrison 2008.jpg|100px|Toni Morrison]] |- valign="top" |1994 |[[Kenzaburō Ōe]]<br />(1935–2023) |{{JPN}} |„für siini Erschaffig von ere Wält im Wärk, wo sich din s Läbe und dr Mythos zum ene erschütterende Bild vom Mensch in der Gegewart verdichte“ |[[Datei:K oe.jpg|100px|Kenzaburō Ōe]] |- valign="top" |1995 |[[Seamus Heaney]]<br />(1939–2013) |{{IRL}} |„in Würdigung vo der lyrische Schönheit und dr ethische Diefi vo sim Gsamtwärk“ |[[Datei:Seamus Heaney, Irish poet, brightened (cropped 02).jpg|100px|Seamus Heaney]] |- valign="top" |1996 |[[Wisława Szymborska]]<br />(1923–2012) |{{POL}} |„für ihr Wärk, wo ironisch-präzis dr historisch und biologisch Zsämmehang in Fragmänt vo menschliger Wirklichkeit lot lo uusecho“ |[[Datei:Szymborska (cropped).jpg|100px|Wisława Szymborska]] |- valign="top" |1997 |[[Dario Fo]]<br />(1926–2016) |{{ITA}} |„für si volkstümlig-politischs Agitationstheater“ |[[Datei:Dario Fo-Cesena.jpg|100px|Dario Fo]] |- valign="top" |1998 |[[José Saramago]]<br />(1922–2010) |{{PRT}} |„für si Wärk, wo d Parable drvo d Mensche die trüegerischi Würkligkeit löön lo fasse“ |[[Datei:JSJoseSaramago.jpg|100px|José Saramago]] |- valign="top" |1999 |[[Günter Grass]]<br />(1927–2015) |{{DEU}} (uf d Wält cho z [[Freie Stadt Danzig|Danzig]]) |„wil er in munterschwarze Fable s vergässene Gsicht vo der Gschicht zeichnet het“ |[[Datei:Günter Grass, 2004.jpg|100px|Günter Grass]] |- valign="top" |2000 |[[Gao Xingjian]]<br />(* 1940) |{{FRA}} (uf d Wält cho z [[Ganzhou]], [[China]]) |„für si Wärk vo universaler Güetigkeit, bitterer Iisicht und sproochligem Sinnriichtum“ |[[Datei:Gao Xingjian.jpg|100px|Gao Xingjian]] |} == 2001–2010 == {| class="prettytable" cellpadding="5" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name=Land/> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |2001 |[[V. S. Naipaul]]<br />(1932–2018) |{{GBR}} (uf d Wält cho uf [[Trinidad (Insel)|Trinidad]]) |„für siini Wärk, wo hellhörigs Verzele und unbestächligs Beobachte zsämme chömme, und uns zwinge, d Gegewart vo dr verdrängte Gschicht zu gseh“ | |- valign="top" |2002 |[[Imre Kertész]]<br />(1929–2016) |{{HUN}} |„für e schriftstellerischs Wärk, wo die zerbrächligi Erfahrig vom Einzelne gegenüber der barbarische Willkür vo der Gschicht behauptet“ |[[Datei:Oliver Mark - Imre Kertész, Berlin 2005.jpg|100px|Imre Kertész]] |- valign="top" |2003 |[[J. M. Coetzee]]<br />(* 1940) |{{ZAF}} |„wo in zahlriiche Verchleidige darstellt, wie s Ussesiterdum uf überrumpelndi Art Deil nimmt“ |[[Datei:J.M. Coetzee.JPG|100px|J. M. Coetzee]] |- valign="top" |2004 |[[Elfriede Jelinek]]<br />(* 1946) |{{AUT}} |„für dr musikalisch Fluss vo Stimme und Gegestimme in Romän und Dramene, wo mit ere einzigartige sproochlige Liideschaft d Absurdität und die zwingendi Macht vo de soziale Klischees enthülle“ |[[Datei:Elfriede jelinek 2004 small.jpg|100px|Elfriede Jelinek]] |- valign="top" |2005 |[[Harold Pinter]]<br />(1930–2008) |{{GBR}} |„wo in siine Drame dr Abgrund unter em alldäglige Gschwätz freileit und in dr gschlossnig Ruum vo der Unterdruckig iibricht“ |[[Datei:Pinterfoto cropped.jpg |100px|Harold Pinter]] |- valign="top" |2006 |[[Orhan Pamuk]]<br />(* 1952) |{{TUR}} |„wo uf der Suechi noch der melancholische Seel vo siner Heimetstadt Istanbul neui Sinnbilder für Zsämmestoss und Verflächtig vo de Kulture gfunde het“ |[[Datei:Orhanpamuk2 cropped.jpg|100px|Orhan Pamuk]] |- valign="top" |2007 |[[Doris Lessing]]<br />(1919–2013) |{{GBR}} (uf d Wält cho z [[Kermānschāh (Stadt)|Kermānschāh]], {{IRN}}) |„der Epikere vo der wiiblige Erfahrig, wo sich mit Skepsis, Liideschaft und visionärer Chraft e zersplittereti Zivilisation zur Prüefig vorgnoh het“ |[[Datei:Doris lessing 20060312 (square).jpg|100px|Doris Lessing]] |- valign="top" |2008 |[[Jean-Marie Gustave Le Clézio]]<br />(* 1940) |{{FRA}} / {{MUS}} |„em Verfasser vom Ufbruch, vom poetische Abentüür und vo der sinnlige Ekstase, em Erforscher von ere Menschligkeit usserhalb und underhalb vo der herrschende Zivilisation“ |[[Datei:Jean-Marie Gustave Le Clézio-press conference Dec 06th, 2008-2.jpg|100px|Jean-Marie Gustave Le Clézio]] |- valign="top" |2009 |[[Herta Müller]]<br />(* 1953) |{{DEU}} (uf d Wält cho z [[Nițchidorf|Nitzkydorf]], [[Banat]], {{ROU}}) |„wo mit dr Verdichtig vo der Poesii und dr Sachligkeit vo der Prosa Landschafte vo der Heimetlosigkeit zeichnet“ |[[Datei:Herta Muller.jpg|100px|Herta Müller]] |- valign="top" |2010 |[[Mario Vargas Llosa]]<br />(1936–2025) |{{PER}}/{{ESP}} |„für siini Kartografi vu dr Strukture vo dr Macht un siini treffsichere Bilder vom Widerstand, dr Revolte und dr Niderlag vom Einzelne“ |[[Datei:Mario Vargas Llosa.jpg|100px|Mario Vargas Llosa]] |} == 2011–2020 == {| class="wikitable" cellpadding="5" width="100%" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name="Land" /> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |2011 |[[Tomas Tranströmer]]<br />(1931–2015) |{{SWE}} |„wel er üs in komprimierte, erhellende Bilder neui Weg zum Wirkliche wiist“ |[[Datei:Transtroemer.jpg|100px]] |- valign="top" |2012 |[[Mo Yan]]<br />(* 1955) |{{CHN}} |„wel er mit halluzinatorischem Realismus Märli, Gschicht und Gegewart vereint” |[[Datei:MoYan Hamburg 2008.jpg|100px]] |- valign="top" |2013 |[[Alice Munro]]<br />(1931–2024) |{{CAN}} |„dr Virtuosi vu dr zytgnessische Novelle“ |[[Datei:Alice Munro teikna av Andreas Vartdal (cc-by-sa).jpg|100px]] |- valign="top" |2014 |[[Patrick Modiano]]<br />(* 1945) |{{FRA}} |„für d Kunst vo dr Erinnerig, wo er di uugriifbarste mönschliche Schicksal und d Lebeswelt vo dr Bsetzig demit fürigruefe het” |[[Datei:Patrick Modiano 6 dec 2014 - 23.jpg|100px|Patrick Modiano (2014)]] |- valign="top" |2015 |[[Swetlana Alexandrowna Alexijewitsch|Swetlana Alexijewitsch]]<br />(* 1948) |{{BLR}} |„für ihres vilstimmig Werk, wo em Liiden und Muet in üsere Ziit e Denkmol setzt” |[[Datei:Swetlana Alexijewitsch 2013.jpg|100px]] |- valign="top" |2016 |[[Bob Dylan]]<br />(* 1941) |{{USA}} |„für syni poetische Nöischöpfige i de grosse amerikanische Song-Tradition” |[[Datei:Bob Dylan 1991.jpeg|100px]] |- valign="top" |2017 |[[Kazuo Ishiguro]]<br />(* 1954) |{{UK}} (* z [[Nagasaki]], {{JPN}}) |„wo in Roman vo starcher emotionaler Wirkig de Abgrund vo üsre vermäintliche Verbundehäit mit dr Wält bloßgläit het“ |[[Datei:Kazuo Ishiguro by Kubik.JPG|100px]] |- |2018<ref>Weg ere Krise i de Schwedische Akademi isch de Priis 2019 ruckwirkend für s Joor 2018 vergää worde.</ref> |[[Olga Tokarczuk]]<br />(* 1962) |{{POL}} |„für e verzellerischi Vorstelligschraft, wo mit enzyklopädischer Liideschaft Grenzüberschriitige als Lebesform darstellt“ |[[Datei:Olga Tokarczuk (2018).jpg|100px]] |- |2019 |[[Peter Handke]]<br />(* 1942) |{{AUT}} |„für e iiflussriich Werch, wo mit sprochlichem Iifallsriichtum Randberiich und d Spezifitet vo menschliche Erfahrige uusglotet hät“ |[[Datei:Peter-handke.jpg|100px]] |- |2020 |[[Louise Glück]]<br />(1943–2023) |{{USA}} |„für iri umverkännbaar poeetisch Stimm, wo mit stränger Schöönhäit di individuell Exischtänz universell macht“ | [[Datei:Louise Glück circa 1977 (cropped2).jpg|100px|Louise Glück]] |} == 2021–2030 == {| class="wikitable" cellpadding="5" width="100%" ! style="background:#ffeeaa" width="5%" | Johr ! style="background:#ffeeaa" width="20%" | Person ! style="background:#ffeeaa" width="15%" | Land<ref name="Land" /> ! style="background:#ffeeaa" | Begründig für d Briisvergob ! style="background:#ffeeaa" width="100px" | Bild |- valign="top" |2021 |[[Abdulrazak Gurnah]]<br />(* 1948) |{{TAN}} / {{UK}} (uf d Welt cho im [[Datei:Flag of Zanzibar Under British Rule.svg|20px]] Protektorat [[Sansibar]]) |„für si kompromisslos und mitfüelend Durdringe vo de Uuswürkige vom Kolonialismus und em Schicksal vom Flüchtling i de Kluft zwüsche Kulture und Kontinent“<ref>{{Internetquelle |url=https://www.nobelprize.org/prizes/literature/2021/summary/ |titel=The Nobel Prize in Literature 2021 |sprache=en-US |abruf=2021-10-07}}</ref> ||[[Datei:AbulrazakGurnahHebronPanel.jpg|100px|Abdulrazak Gurnah]] |- valign="top" |2022 |[[Annie Ernaux]]<br />(* 1940) |{{FRA}} |„für de Muet und di kliinisch Schärffi, wie si Wurzle, Entfrömdige und kolläktiivi Iischränkige vo de persöönlichen Erinnerig uufteckt“<ref>[https://www.nobelprize.org/prizes/literature/2022/summary/ ''The Nobel Prize in Literature 2022.''] Uf: nobelprize.org, 6. Oktober 2022 (abgrüefft am 6. Oktober 2022).</ref> ||[[Datei:Annie Ernaux al Salone del Libro (cropped).jpg|100px|d Annie Ernaux]] |- |2023 |[[Jon Fosse]]<br />(* 1959) |{{NOR}} |„für sini innovative Theaterstugg und Prosa, wo em Uusagbare e Stimm gän“ |[[Datei:Jon Fosse.jpg|100px|Jon Fosse]] |- |2024 |[[Han Kang]]<br />(* 1970) |{{KOR}} |„für iri intensivi poetischi Prosa, wo historischi Traumata aaspricht un d Zerbrächlichkeit vum mänschlige Läbe ufzeigt“ |[[Datei:HanKang.jpg|100px|Han Kang]] |- |2025 |[[László Krasznahorkai]]<br />(* 1954) |{{HUN}} |„für sii fesselnd und visionär Werch, wo zmitts in apokalyptischem Schrecke d Macht vo de Kunscht uusestellt.“ |[[Datei:Krasznahorkai László (Déri Miklós).jpg|100px|László Krasznahorkai]] |- |} ---- <center> [[#1901–1910|1901 bis 1910]] · [[#1911–1920|1911 bis 1920]] · [[#1921–1930|1921 bis 1930]] · [[#1931–1940|1931 bis 1940]] · [[#1941–1950|1941 bis 1950]] · [[#1951–1960|1951 bis 1960]] · [[#1961–1970|1961 bis 1970]] · [[#1971–1980|1971 bis 1980]] · [[#1981–1990|1981 bis 1990]] · [[#1991–2000|1991 bis 2000]] · [[#2001–2010|2001 bis 2010]] · [[#2011–2020|2011 bis 2020]] · [[#2021–2030|2021 bis 2030]] </center> ---- == Rangliste noch Länder == Si bin ere Person zwei Länder aagee, so zelt das bi beide Länder as halbe Punkt. {| class="wikitable sortable" style="text-align:right;" !style="background-color:#ABCDEF" | Nation !style="background-color:#ABCDEF" | Zahl vo der Verleihige |- |style="text-align:left;" | {{FRA}} || style="text-align:center;" | 15,5 |- |style="text-align:left;" | {{USA}} || style="text-align:center;" | 12,5 |- |style="text-align:left;" | {{GBR}} || style="text-align:center;" | 11,5 |- |style="text-align:left;" | {{DEU}} || style="text-align:center;" | {{0}}8{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{SWE}} || style="text-align:center;" | {{0}}8{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{ITA}} || style="text-align:center;" | {{0}}6{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{ESP}} || style="text-align:center;" | {{0}}5,5 |- |style="text-align:left;" | {{POL}} || style="text-align:center;" | {{0}}4,5 |- |style="text-align:left;" | {{IRL}} || style="text-align:center;" | {{0}}4{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{NOR}} || style="text-align:center;" | {{0}}4{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{DNK}} || style="text-align:center;" | {{0}}3{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{SUN}} || style="text-align:center;" | {{0}}3{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{CHL}} || style="text-align:center;" | {{0}}2{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{GRC}} || style="text-align:center;" | {{0}}2{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{JPN}} || style="text-align:center;" | {{0}}2{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{AUT}} || style="text-align:center;" | {{0}}2{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{CHE}} || style="text-align:center;" | {{0}}2{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{ZAF}} || style="text-align:center;" | {{0}}2{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{HUN}} || style="text-align:center;" | {{0}}2{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{EGY}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{AUS}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{BEL}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{CHN}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{FIN}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{GTM}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{IND}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{ISL}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{ISR}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{YUG}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{CAN}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{COL}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{MEX}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{NGA}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{PRT}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{KOR}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | staatenlos || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{LCA}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{TZA}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{CSK}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{TUR}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{BLR}} || style="text-align:center;" | {{0}}1{{0|,0}} |- |style="text-align:left;" | {{MUS}} || style="text-align:center;" | {{0}}0,5 |- |style="text-align:left;" | {{PER}} || style="text-align:center;" | {{0}}0,5 |} == Noowiis == <references /> == Weblingg == * [https://www.nobelprize.org/prizes/literature/ Offizielli Liischte vo de Nobelpriisträäger für Literatuur] (änglisch) * [https://www.svenskaakademien.se/ Website vo de Schweedischen Akademii] (schweedisch) * [http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/wissenschaft/nobelpreis/literatur/ Informazioone vom Tüütsche Hischtoorische Museeum] * [https://www.nobelprize.org/ Offizielle Website vo de Nobelstiftig] (änglisch) {{Navigationsleiste Nobelpreise}} [[Kategorie:Nobelpriis]] [[Kategorie:Nobelpriis für Litratur| ]] [[Kategorie:Lischte|Nobelpreisträger Literatur]] qk2nkh5xge62d1avoh1g4gv01w0gjp5 Nagib Mahfuz 0 43155 1087579 1024721 2026-08-13T15:12:59Z IvanScrooge98 47233 Bild 1087579 wikitext text/x-wiki [[Datei:Naguib Mahfouz HR.jpg|miniatur|Dr Nagib Mahfuz (1990er-Joor)]] Dr '''Nagib Mahfuz''' ({{arS|نجيب محفوظ |d=Naǧīb Maḥfūẓ}}, au ''Nagib Machfus'' oder ''Naguib Mahfouz'', ängl. '''Nadjib Mahfus'''; * [[11. Dezember|11. Dezämber]] [[1911]] z [[Kairo]]; † [[30. August]] [[2006]] z Kairo) isch en [[Ägypten|egüptische]] Schriftsteller gsi. Er het as äine vo de bedütendste Autore in siner Häimet gulte und as äine vo de füerende Intellektuelle in dr [[Araber|arabische Wält]]. 1988 het er as dr erst [[Arabische Sprache|arabischsproochigi]] Autor dr [[Literaturnobelpreis|Nobelbriis für Litratuur]] überchoo. == Lääbe == Dr Nagib Mahfuz isch z Kairo ufgwaggse, het [[Philosophie|Filosofii]] studiert und in de 1930er-Joor as Beamter im egüptische Bildigsministerium afo schaffe. In siner Freizit het er [[Kurzgeschichte|Churzgschichte]] verfasst und 1939 dr erst vo drei [[Roman|Romään]] über d [[Pharao|Faraonezit]] veröffentligt. Egüpte het in sällere Zit e halbkoloniale Status ghaa und mit deene historische Romään het dr Mahfuz brobiert, d Erinnerig an die groossi Vergangehäit vom Land wachzhalte und die nazionali Identidäät vo de [[Ägypten|Egüpter]] z sterke. In de Vierzger Joor het er realistischi Romään mit zitgenössische Themene afo schriibe und mit sinere ''Kairoer Trilogii'' isch er dr bedütendst arabisch Schriftsteller und wältberüemt worde. Mit sim Roman us em Joor 1959, ''Die Kinder unseres Viertels'', het er d Islamiste gege sich ufbrocht, won em Gotteslästerig vorgworfe häi. Dr Mahfuz het dr [[Israelisch-ägyptischer Friedensvertrag|Friidensprozäss mit Israel]] understützt und isch vo [[Fundamentalismus|Fundamentaliste]] und arabische Nazionaliste aagriffe worde. Ass er 1988 dr Nobelbriis überchoo het, häi d [[Islamismus|Islamiste]] as westligi Provokazioon aagluegt. 1994 het en än [[Islamismus|Islamist]] mit eme Mässer aagriffe und schweer verletzt. Am 30. August 2006 isch dr Nagib Mahfuz z Kairo im ene Chrankehuus gstorbe. Usser Romään, Churzgschichte und Essey het dr Mahfuz au Dräibüecher gschriibe. E Hufe vo sine Wärk si verfilmt worde, u. a. ''Qasr asch-Schauq (Palast der Sehnsucht, 1967) und ''As-sukkariyya'' (Zuckergässchen, 1972) mit dr [[Nour El-Sherif]]. == Wärk == * 1939: ''Cheops'' ('''عبث الأقدار'''), (dütsch 2007, ISBN 3-293-20380-9) * 1943: ''Radubis'' ('''رادوبيس'''), (dütsch 2006, ISBN 3-293-00365-6) * 1945: ''Das junge Kairo'' (dütsch 2011, ISBN 978-3-293-00432-0) * 1947: ''Die Midaq-Gasse'' ('''زقاق المدق'''), (dütsch 1985, ISBN 3-293-20008-7) * 1950: ''Anfang und Ende'' ('''بداية ونهاية'''), (dütsch 2002, ISBN 3-293-20228-4) * 1956: ''Zwischen den Palästen'' ('''بين القصرين'''), (dütsch 1996, ''[[Kairoer Trilogie]]'', Teil 1, ISBN 3-293-20065-6) * 1957: ''Palast der Sehnsucht'' ('''قصر الشوق'''), (dütsch 1996, ''Kairoer Trilogie'', Teil 2, ISBN 3-293-20075-3) * 1957: ''Zuckergässchen'' ('''السكرية'''), (dütsch 1996, ''Kairoer Trilogie'', Teil 3, ISBN 3-293-20080-X), * 1959: ''Die Kinder unseres Viertels'' ('''اولاد حارتنا'''), (dütsch 1990, ISBN 978-3-293-20378-5) * 1961: ''Der Dieb und die Hunde'' ('''اللص والكلاب'''), (dütsch 1993, ISBN 3-293-20027-3) * 1964: ''Die Spur'' ('''الطريق'''), (dütsch 1991, ISBN 3-293-00177-7) * 1965: ''Der Rausch'' ('''الشحاذ'''), (dütsch 2005, ISBN 978-3-293-20327-3) * 1966: ''Das Hausboot am Nil'' ('''ثرثرة فوق النيل'''), [[Edition Orient]], (dütsch 1982, ISBN 3-922825-06-0) * 1966: ''Geschwätz auf dem Nil'' ('''ثرثرة فوق النيل'''), [[Edition Orient]], (dütsch-arabisch 2009, ISBN 978-3-922825-76-0) * 1967: ''Miramar'' ('''ميرامار'''), (dütsch 1989, ISBN 3-293-00150-5) * 1974: ''Karnak-Café'' ('''الكرنك'''), (dütsch 2009, übersetzt von Doria Kilias, Unionsverlag, Zürich ISBN 978-3-293-00400-9; Taschenbuch 2010: ISBN 978-3-293-20501-7) * 1975: ''Ehrenwerter Herr'', 1975 ('''حضرة المحترم'''), (dütsch 2004, ISBN 3-293-20297-7) * 1977: ''Das Lied der Bettler'' ('''ملحمة الحرافيش'''), (dütsch 1995, ISBN 3-293-00219-6) * 1981: ''Die Nacht der tausend Nächte'' ('''ليالي ألف ليلة'''), (dütsch, ISBN 3-293-20158-X ) * 1983: ''Die Reise des Ibn Fattuma'' ('''رحلة ابن فطومه'''), (dütsch 2004, ISBN 3-293-00337-0) * 1985: ''Echnaton: Der in der Wahrheit lebt'' ('''العائش فى الحقيقة'''), (dütsch 1999, ISBN 3-293-00267-6) * 1985: ''Der letzte Tag des Präsidenten'' ('''يوم قتل الزعيم'''), (dütsch 2001, ISBN 3-293-00288-9) * 1994: ''Echo meines Lebens'' ('''أصداء السيرة الذاتية '''), (dütsch, ISBN 3-293-20185-7) * ''Die Moschee in der Gasse'', Erzählungen, (dütsch 1978, ISBN 3-379-00517-7) * ''Die segensreiche Nacht'', Erzählungen, (dütsch 1994, ISBN 3-293-20036-2) * 2005: ''Das Buch der Träume'', (dütsch 2007, übersetzt vo dr Doria Kilias, Unionsverlag, Züri, ISBN 978-3-293-00376-7) == Weblingg == {{Commonscat|Naguib Mahfouz|Nagib Mahfuz}} * {{Nobel-lit|1988|Nagib Mahfuz}} * {{IMDb Name|0536914}} * [https://web.archive.org/web/20080107040515/http://de.geocities.com/raoufmoussa111/ „Eine Übersicht über die wechselseitige Beziehung] zwischen Nagib Machfus und [[Salama Moussa]]“; im [[Internet Archive]] ; Noochrüef * [http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-866/i.html ''Nagib Mahfuz und die arabische Literatur: Im Schatten des Übervaters.'']{{Toter Link|url=http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-866/i.html |date=2019-05}} Qantara.de, 10. Januar 2011 * [https://web.archive.org/web/20120119022736/http://www.dkp-online.de/uz/3836/s1301.htm ''„Übervater“ des arabischen Romans. Noochruef wo im Machfus si Filosofii berücksichdigt.''] Unsere Zeit, 8. Septämber 2006 * Hartmut Fähndrich: [https://web.archive.org/web/20101208220319/http://www.nzz.ch/2006/08/31/fe/articleEEAQ2.html ''Arabische Prosa als Lebens-Geschichte.''] Neue Zürcher Zeitung, 28. August 2006 * [http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E56DB8D01159A42C7B99EFAA342E31D66~ATpl~Ecommon~Scontent.html ''Zuschauer der Schiffbrüche: Nagib Machfus ist tot.''] FAZ, 30. August 2006, mit Video, Fotene, Zitat und Buechkritike * [http://www.nytimes.com/2006/08/31/books/31mahfouz.html?ei=5090&en=1670959e69dd111c&ex=1314676800&partner=rssuserland&emc=rss&pagewanted=all ''Naguib Mahfouz, 94, Nobel Laureate in Literature, Dies.''] [[The New York Times|New York Times]], 31. August 2006, mit links zu NYT-Buchbesprechungen * [https://web.archive.org/web/20100726105708/http://under20.maktoob.com/Article191692-%D8%A7%D9%84%D8%B3%D9%8A%D8%B1%D9%87_%D8%A7%D9%84%D8%B0%D8%A7%D8%AA%D9%8A%D9%87_%D9%84%D9%84%D9%85%D9%85%D8%AB%D9%84_%D9%86%D9%88%D8%B1_%D8%A7%D9%84%D8%B4%D8%B1%D9%8A%D9%81.htm Biography Nour El Sherif] * Wolfgang G. Schwanitz: [https://web.archive.org/web/20131014184254/http://www.trafoberlin.de/pdf-dateien/Nagib%20Machfus%201911%202006.pdf ''In Memoriam Nagib Machufs: Den Zaubertrunk des Westens kosten.''] Die Welt, 30. August 2006 {{Normdaten}} {{Übersetzungshinweis|de|Nagib_Mahfuz|dütsch}} {{SORTIERUNG:Mahfuz, Nagib}} [[Kategorie:Autor]] [[Kategorie:Nobelpriis für Litratur]] [[Kategorie:Ägypter]] [[Kategorie:Araber]] [[Kategorie:Literatur uf Arabisch]] [[Kategorie:Literatur (20. Joorhundert)]] [[Kategorie:Epiker]] [[Kategorie:Esseyist]] [[Kategorie:Dräibuechautor]] [[Kategorie:Maa]] aog4nbsung4b70ex6ebr6e9fg6zorad 1087580 1087579 2026-08-13T15:13:03Z IvanScrooge98 47233 1087580 wikitext text/x-wiki [[Datei:Naguib Mahfouz HR.jpg|miniatur|Dr Nagib Mahfuz (1980er-Joor)]] Dr '''Nagib Mahfuz''' ({{arS|نجيب محفوظ |d=Naǧīb Maḥfūẓ}}, au ''Nagib Machfus'' oder ''Naguib Mahfouz'', ängl. '''Nadjib Mahfus'''; * [[11. Dezember|11. Dezämber]] [[1911]] z [[Kairo]]; † [[30. August]] [[2006]] z Kairo) isch en [[Ägypten|egüptische]] Schriftsteller gsi. Er het as äine vo de bedütendste Autore in siner Häimet gulte und as äine vo de füerende Intellektuelle in dr [[Araber|arabische Wält]]. 1988 het er as dr erst [[Arabische Sprache|arabischsproochigi]] Autor dr [[Literaturnobelpreis|Nobelbriis für Litratuur]] überchoo. == Lääbe == Dr Nagib Mahfuz isch z Kairo ufgwaggse, het [[Philosophie|Filosofii]] studiert und in de 1930er-Joor as Beamter im egüptische Bildigsministerium afo schaffe. In siner Freizit het er [[Kurzgeschichte|Churzgschichte]] verfasst und 1939 dr erst vo drei [[Roman|Romään]] über d [[Pharao|Faraonezit]] veröffentligt. Egüpte het in sällere Zit e halbkoloniale Status ghaa und mit deene historische Romään het dr Mahfuz brobiert, d Erinnerig an die groossi Vergangehäit vom Land wachzhalte und die nazionali Identidäät vo de [[Ägypten|Egüpter]] z sterke. In de Vierzger Joor het er realistischi Romään mit zitgenössische Themene afo schriibe und mit sinere ''Kairoer Trilogii'' isch er dr bedütendst arabisch Schriftsteller und wältberüemt worde. Mit sim Roman us em Joor 1959, ''Die Kinder unseres Viertels'', het er d Islamiste gege sich ufbrocht, won em Gotteslästerig vorgworfe häi. Dr Mahfuz het dr [[Israelisch-ägyptischer Friedensvertrag|Friidensprozäss mit Israel]] understützt und isch vo [[Fundamentalismus|Fundamentaliste]] und arabische Nazionaliste aagriffe worde. Ass er 1988 dr Nobelbriis überchoo het, häi d [[Islamismus|Islamiste]] as westligi Provokazioon aagluegt. 1994 het en än [[Islamismus|Islamist]] mit eme Mässer aagriffe und schweer verletzt. Am 30. August 2006 isch dr Nagib Mahfuz z Kairo im ene Chrankehuus gstorbe. Usser Romään, Churzgschichte und Essey het dr Mahfuz au Dräibüecher gschriibe. E Hufe vo sine Wärk si verfilmt worde, u. a. ''Qasr asch-Schauq (Palast der Sehnsucht, 1967) und ''As-sukkariyya'' (Zuckergässchen, 1972) mit dr [[Nour El-Sherif]]. == Wärk == * 1939: ''Cheops'' ('''عبث الأقدار'''), (dütsch 2007, ISBN 3-293-20380-9) * 1943: ''Radubis'' ('''رادوبيس'''), (dütsch 2006, ISBN 3-293-00365-6) * 1945: ''Das junge Kairo'' (dütsch 2011, ISBN 978-3-293-00432-0) * 1947: ''Die Midaq-Gasse'' ('''زقاق المدق'''), (dütsch 1985, ISBN 3-293-20008-7) * 1950: ''Anfang und Ende'' ('''بداية ونهاية'''), (dütsch 2002, ISBN 3-293-20228-4) * 1956: ''Zwischen den Palästen'' ('''بين القصرين'''), (dütsch 1996, ''[[Kairoer Trilogie]]'', Teil 1, ISBN 3-293-20065-6) * 1957: ''Palast der Sehnsucht'' ('''قصر الشوق'''), (dütsch 1996, ''Kairoer Trilogie'', Teil 2, ISBN 3-293-20075-3) * 1957: ''Zuckergässchen'' ('''السكرية'''), (dütsch 1996, ''Kairoer Trilogie'', Teil 3, ISBN 3-293-20080-X), * 1959: ''Die Kinder unseres Viertels'' ('''اولاد حارتنا'''), (dütsch 1990, ISBN 978-3-293-20378-5) * 1961: ''Der Dieb und die Hunde'' ('''اللص والكلاب'''), (dütsch 1993, ISBN 3-293-20027-3) * 1964: ''Die Spur'' ('''الطريق'''), (dütsch 1991, ISBN 3-293-00177-7) * 1965: ''Der Rausch'' ('''الشحاذ'''), (dütsch 2005, ISBN 978-3-293-20327-3) * 1966: ''Das Hausboot am Nil'' ('''ثرثرة فوق النيل'''), [[Edition Orient]], (dütsch 1982, ISBN 3-922825-06-0) * 1966: ''Geschwätz auf dem Nil'' ('''ثرثرة فوق النيل'''), [[Edition Orient]], (dütsch-arabisch 2009, ISBN 978-3-922825-76-0) * 1967: ''Miramar'' ('''ميرامار'''), (dütsch 1989, ISBN 3-293-00150-5) * 1974: ''Karnak-Café'' ('''الكرنك'''), (dütsch 2009, übersetzt von Doria Kilias, Unionsverlag, Zürich ISBN 978-3-293-00400-9; Taschenbuch 2010: ISBN 978-3-293-20501-7) * 1975: ''Ehrenwerter Herr'', 1975 ('''حضرة المحترم'''), (dütsch 2004, ISBN 3-293-20297-7) * 1977: ''Das Lied der Bettler'' ('''ملحمة الحرافيش'''), (dütsch 1995, ISBN 3-293-00219-6) * 1981: ''Die Nacht der tausend Nächte'' ('''ليالي ألف ليلة'''), (dütsch, ISBN 3-293-20158-X ) * 1983: ''Die Reise des Ibn Fattuma'' ('''رحلة ابن فطومه'''), (dütsch 2004, ISBN 3-293-00337-0) * 1985: ''Echnaton: Der in der Wahrheit lebt'' ('''العائش فى الحقيقة'''), (dütsch 1999, ISBN 3-293-00267-6) * 1985: ''Der letzte Tag des Präsidenten'' ('''يوم قتل الزعيم'''), (dütsch 2001, ISBN 3-293-00288-9) * 1994: ''Echo meines Lebens'' ('''أصداء السيرة الذاتية '''), (dütsch, ISBN 3-293-20185-7) * ''Die Moschee in der Gasse'', Erzählungen, (dütsch 1978, ISBN 3-379-00517-7) * ''Die segensreiche Nacht'', Erzählungen, (dütsch 1994, ISBN 3-293-20036-2) * 2005: ''Das Buch der Träume'', (dütsch 2007, übersetzt vo dr Doria Kilias, Unionsverlag, Züri, ISBN 978-3-293-00376-7) == Weblingg == {{Commonscat|Naguib Mahfouz|Nagib Mahfuz}} * {{Nobel-lit|1988|Nagib Mahfuz}} * {{IMDb Name|0536914}} * [https://web.archive.org/web/20080107040515/http://de.geocities.com/raoufmoussa111/ „Eine Übersicht über die wechselseitige Beziehung] zwischen Nagib Machfus und [[Salama Moussa]]“; im [[Internet Archive]] ; Noochrüef * [http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-866/i.html ''Nagib Mahfuz und die arabische Literatur: Im Schatten des Übervaters.'']{{Toter Link|url=http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-866/i.html |date=2019-05}} Qantara.de, 10. Januar 2011 * [https://web.archive.org/web/20120119022736/http://www.dkp-online.de/uz/3836/s1301.htm ''„Übervater“ des arabischen Romans. Noochruef wo im Machfus si Filosofii berücksichdigt.''] Unsere Zeit, 8. Septämber 2006 * Hartmut Fähndrich: [https://web.archive.org/web/20101208220319/http://www.nzz.ch/2006/08/31/fe/articleEEAQ2.html ''Arabische Prosa als Lebens-Geschichte.''] Neue Zürcher Zeitung, 28. August 2006 * [http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E56DB8D01159A42C7B99EFAA342E31D66~ATpl~Ecommon~Scontent.html ''Zuschauer der Schiffbrüche: Nagib Machfus ist tot.''] FAZ, 30. August 2006, mit Video, Fotene, Zitat und Buechkritike * [http://www.nytimes.com/2006/08/31/books/31mahfouz.html?ei=5090&en=1670959e69dd111c&ex=1314676800&partner=rssuserland&emc=rss&pagewanted=all ''Naguib Mahfouz, 94, Nobel Laureate in Literature, Dies.''] [[The New York Times|New York Times]], 31. August 2006, mit links zu NYT-Buchbesprechungen * [https://web.archive.org/web/20100726105708/http://under20.maktoob.com/Article191692-%D8%A7%D9%84%D8%B3%D9%8A%D8%B1%D9%87_%D8%A7%D9%84%D8%B0%D8%A7%D8%AA%D9%8A%D9%87_%D9%84%D9%84%D9%85%D9%85%D8%AB%D9%84_%D9%86%D9%88%D8%B1_%D8%A7%D9%84%D8%B4%D8%B1%D9%8A%D9%81.htm Biography Nour El Sherif] * Wolfgang G. Schwanitz: [https://web.archive.org/web/20131014184254/http://www.trafoberlin.de/pdf-dateien/Nagib%20Machfus%201911%202006.pdf ''In Memoriam Nagib Machufs: Den Zaubertrunk des Westens kosten.''] Die Welt, 30. August 2006 {{Normdaten}} {{Übersetzungshinweis|de|Nagib_Mahfuz|dütsch}} {{SORTIERUNG:Mahfuz, Nagib}} [[Kategorie:Autor]] [[Kategorie:Nobelpriis für Litratur]] [[Kategorie:Ägypter]] [[Kategorie:Araber]] [[Kategorie:Literatur uf Arabisch]] [[Kategorie:Literatur (20. Joorhundert)]] [[Kategorie:Epiker]] [[Kategorie:Esseyist]] [[Kategorie:Dräibuechautor]] [[Kategorie:Maa]] ilzmt4ktnqh39vrs9239wetaenq10nr Toulouse 0 52124 1087578 935243 2026-08-13T12:12:45Z EstelleToulouse 122322 /* Bilder */ +2 1087578 wikitext text/x-wiki {{Infobox Gemeinde in Frankreich | nomcommune = Toulouse | nomalsacien = Tolosa | alt moy = 144 | km² = 118.30 }} '''Toulouse''' ([{{IPA|tuluːz}}] ([[Okzitanische Sprache|okz.]] ''Tolosa'' [{{IPA|tuˈluzɔ}}]; dütsch veraltet: ''Tholosen'') isch e Stadt z [[Frankreich|Frankriich]] und zwar ganz im Süüde. Si liit am Fluss [[Garonne]]. I de Chärnstadt vo Toulouse wohned öppe 447340 Iiwohner, rundume 892115 Iiwohner und i de ganze Metropolregion 1250251 Iiwohner (Stand 2011). Das heisst, dass Toulouse die viertgröscht Stadt z Frankriich isch. Usserdem isch Toulouse d Haupstadt vo de Region Midi-Pyrénées. Das isch die zweit gröscht Region in Frankrich und isch 45.000 km² gross. Im [[Mittelalter]] isch si au scho e Hauptstadt gsi, nämli vo de Region Okzitanie. Bis d [[Französische Revolution|Französischi Revolution]] cho isch, isch si die offizielli Hauptstadt vo de Provinz Languedoc gsi. == Geografii == Toulouse liit am Garonne, em Fluss wo det dureflüüst, uf 146 m überem Meer. Dur verschideni Kanäl – de Canal du Midi und de Siitekanal vom Garonne – isch d Stadt smit em Mittelmeer und em Atlantik verbunde. [[Paris]] isch vo Toulouse 589 km Luftlinie entfernt. Z Toulouse isch e grossi Flugzügfabrigg. == Burgermeischter == * 1944–1958: Raymond Badiou (SFIO), * 1958–1971: Louis Bazerque (SFIO) * 1971–1983: Pierre Baudis (Centriste) * 1983–2001: Dominique Baudis (UDF) * 2001–2004: Philippe Douste-Blazy (UMP) * 2004–2008: Jean-Luc Moudenc (UMP) * 2008–2014: Pierre Cohen (Parti Socialiste) * sit 2014: Jean-Luc Moudenc (UMP) == Bilder == <gallery> Toulouse - Rathaus.JPG|s Rathuus Rue du Taur (Toulouse).jpg|e Strasseszene Rue d'Alsace-Lorraine (Toulouse) Le Square de Gaulle.jpg|e Strasseszene Toulouse - Basilika St. Sernin.jpg|d Basilika St. Sernin Entrée ENAC Toulouse - juillet 2026.jpg|[[Ecole nationale de l’aviation civile|ENAC]] Campus IPSA - EPITA Toulouse 2026.jpg|[[Institut polytechnique des sciences avancées|IPSA Toulouse]] </gallery> == Lüt == * [[Miss Van]] == Weblink == {{Commonscat}} * [https://www.toulouse.fr/ La mairie de Toulouse] * [https://web.archive.org/web/20140923112411/http://www.canaldumidi.com/Toulousain/Toulouse/Toulouse-Garonne.php Toulouse, la Garonne] et le Canal du Midi == Fuessnote == <references /> [[Kategorie:Ort (Okzitanie)]] [[Kategorie:Toulouse| ]] 9xjho4bi83lr0gtendpjlprcj7ak91i Vorlage:Wechselkursdaten/EZB 10 53385 1087583 1087577 2026-08-13T18:07:09Z LkhBot 98539 Bot: Aktualisierung 1087583 wikitext text/x-wiki <includeonly>{{#switch: {{{1|}}} |STAND=2026-08-13 |USD = 1.1534 |JPY = 183.77 |BGN = 1.9558 |CZK = 24.226 |DKK = 7.4757 |GBP = 0.8549 |HUF = 362.85 |PLN = 4.3048 |RON = 5.2444 |SEK = 11.0285 |CHF = 0.9373 |ISK = 142.2 |NOK = 10.986 |HRK = 7.5365 |RUB = 117.2010 |TRY = 55.1035 |AUD = 1.6356 |BRL = 5.9759 |CAD = 1.6089 |CNY = 7.7774 |HKD = 9.0506 |IDR = 20595.28 |ILS = 3.4383 |INR = 110.0815 |KRW = 1638.16 |MXN = 19.6694 |MYR = 4.7139 |NZD = 1.9735 |PHP = 70.732 |SGD = 1.4765 |THB = 38.212 |QUELLE=[http://www.ecb.europa.eu/stats/eurofxref/eurofxref-daily.xml EZB Euro foreign exchange reference rates] }}</includeonly><noinclude> Liefert den Gegenwert von 1 EUR in einer Fremdwährung. 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