Wikipedia alswiki https://als.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Houptsyte MediaWiki 1.47.0-wmf.17 first-letter Medium Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikipedia Wikipedia Diskussion Datei Datei Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Portal Portal Diskussion Buech Buech Diskussion Wort Wort Diskussion Text Text Diskussion Spruch Spruch Diskussion Nochricht Nochricht Diskussion TimedText TimedText talk Modul Modul Diskussion Veranstaltung Veranstaltung Diskussion Ukraine 0 5914 1088019 1087194 2026-08-27T19:25:12Z Summershell67 122682 /* Verwaltigsgliderig */ 1088019 wikitext text/x-wiki {{Infobox Staat |NAME = <span style="font-size:1.4em">'''Україна'''</span><br /> <span style="font-size:1.4em">'''Ukrajina'''</span><br />Ukraine |BILD-FLAGGE = Flag of Ukraine.svg |BILD-WAPPEN = Lesser Coat of Arms of Ukraine.svg |BILD-WAPPEN-BREITE = 100px |TEXT-FLAGGE = Fahne vo dr Ukraine |TEXT-WAPPEN = Wappe vo dr Ukraine |WAHLSPRUCH = |AMTSSPRACHE = [[Ukrainische Sprache|Ukrainisch]] |HAUPTSTADT = [[Kiew]] |STAATSFORM = Semipräsidiali Republik |STAATSOBERHAUPT = [[Wolodymyr Selenskyj]] |REGIERUNGSCHEF = [[Serhii Koretskyi]] |FLÄCHE = <small>(43.)</small> 603.700 |IIWOHNER = 45.994.287 (2008) |BEV-DICHTE = 78 |BIP/IIWOHNER = 3.920 US$ <small>(2007)</small> |WÄHRIG = 1 Hrywnja = 100 Kopeke |UNABHÄNGIGKEIT = erklärt am 24. August 1991 |NATIONALHYMNE = ''Schtsche ne wmerla Ukrajiny'' (Ще не вмерла України) |ZIITZONE = UTC + 2 |KFZ-KENNZEICHE = UA |INTERNET-TLD = .ua |TELEFON-VORWAHL = +380 |BILD-LAGE = Ukraine in Europe.svg |BILD1 = Ukraine topo de.jpg }} D '''Ukraine''' [{{IPA|ukraˈiːnə}}], [{{IPA|uˈkraɪ̯nə}}] ([[Ukrainische Sprache|ukrainisch]] {{lang|uk|Україна}} ''Ukrajina'') isch e [[Staat]] z [[Osteuropa|Oschteuropa]]. Si gränzt an [[Russland]] im Nordoschte, [[Weißrussland|Wyssrussland]] im Norde, [[Polen|Pole]], d [[Slowakei]] un [[Ungarn]] im Weschte, [[Rumänien]] un [[Moldawien]] im Sidweschte un an s [[Schwarzes Meer|Schwarz Meer]] un s [[Asowsches Meer|Asowsche Meer]] im Side. D Hauptstadt isch [[Kiew]] ({{lang|uk|Київ}}/''Kyjiw''). D Ukraine isch mit ere Flechi vu 600'000 qkm no Russland s zwaitgrescht Land z [[Europa]]. Syt dr Uflesig vu dr [[Sowjetunion]] anne 1991 isch d Ukraine unabhängig. == Geografii == S Land grenzt as [[Asowsches Meer|Asowsche Meer]] und as [[Schwarzes Meer|Schwarze Meer]] und a d Länder [[Rumänien|Rumänie]], [[Moldawien|Moldawie]], [[Slowakei]], [[Polen|Pole]], [[Weissrussland|Wiissrussland]] und [[Russland]]. D'Gränzlängi isch rund 6500 Killometer. Zwüschem westligste (22° 08' O) un em östligste Punkt (40° 13' O) isch d'Entfernig 1316 km, de nördligst (55° 22' N) un de südligst (44° 23' N) lige 893 km usenand. === Topografii === D'Ukraiine deilt sich topografisch gseh in 70 Prozänt Diefebeni, 25 Prozänt Hochebeni un 5 Prozänt Gebirg ii. D'Bärg sin zwüsche 1500 un 2000 Meter hoch un glidere sich in zwei Gebirg uff: * '''Ukraiinischi [[Karpaten|Karpate]].''' Si sin s gröscht Gebirg vum Land un sin de nordöstlig Deil vum Karpategebirg. * '''[[Krimgebirge|Krimgebirg]].''' Im Süde vu de Insle Krim gläge, bstoht's us dräi Gebirgszüg, em Haupt- em innere un em üßere Krimgebirg. === Gwässer === De gröscht Fluss isch de Dnepr, wu z Russland entspringt un im Norde di ukraiinisch-wißrussischi Gränze übberschritet. Er fließt in richtig Süde durch d'Hauptstadt Kiew un mündet ins Schwarz Meer. De 2201 km lang Fluss durchfließt s Land uff ere Längi vu 981 km. Witeri wichtigi Flüss sin de Dnestr, d'[[Donau]] un de Südlig Bug. In de Ukraiine gitt's öbbe 3000 Seë vu verschidener Größi. D'Sacki-Seë sin riich an Fisch un Wasservögel, sällewäg isch do au de Nationalpark Sacki aaglègt wore. Viili vu de Seë sin durch d'Begradigung un Bearbeitig vu Flussbette entstande, au si hänn verschideni Größe un Forme (huufiiseförmig, länglig, rund uew.). Di meiste vu ihne sin nit bsunders dief un diene viile Dier als Läbensruum un de Mänsche als Nocherholigsgebiet. Am Ufer vum Schwarze Meer gitt's ußerdemm 22 Liman. Säll sin Däler, wu vum Meer übberflüetet un deno meistens vum Meer abgschnitte wore sin. Zu de gröschte ghöre de Dnestr-Liman, de Dnepr-Liman, de Bug-Liman, de Kujalanicki-Liman un de Hadschibej-Liman. Di gröschte Moor findet mer z Polesie, ere Region, wu riich an Flüss mit diefer Fließgschwindigkeit isch. === Kliima === D'Ukraiine hät e gmäßigts, truches Chliima, im Süde vu de Krim mache sich au subtropischi Iiflüss bemerchbar. S Gebiet wird im Johr durchschnittlig vu 45 Zyklon un 39 Antizyklon beiiflusst. S Wätter isch an 230-235 Dag chlor un sunnig. D'Mitteltemperatuur isch im Januar bi -8&nbsp;°C, im Süde un uff de Krim abber bis zu 4&nbsp;°C. Im Juuli litt s Mittel zwüsche 19 un 24 Grad. In de Gebirg isch d'Temperatuur allerdings allwiil dütlig nidriger. D'Summe vu de Sunnestunde isch in de meiste Deil zwüsche 150 un 160 Dag, im Süde um die 200 un uff de Krim bis zu 260 Dag. D'Windrichtig hänkt vu de Johreszit ab, im Winter chömme im Norde hauptsächlig füüchti Wind us em Weste un im Süde trucheni us em Oste un Nordoste. Im Summer degege wahje vor allem Nordostwind. D'Karpate un s Krimgebirg sin vor chalte Luftmasse besser gschützt. We'mer vu Nordweste/Weste noch Südoste/Oste goht, no sinkt d'Niderschlagsmängi kontinuierlig; si litt zwüsche 300 un 650 Millimeter pro Johr. In de Bärgregione ghäit allerdings viil meh Niderschlag (1000-1200 mm im Krimgebirge, 1500 mm in de Karpate), in de Steppelandschafte vum Süde weniger. Was d'Verdeilig übber s Johr aagoht, ghäie Niderschleg vor allem in de Summermonet, am wenigste im Februar. == Bevelkerig == === Ethnie === No dr offiziälle Volkszellig vu 2001 läben in dr Ukraine 77,8 % Ukrainer, 17,3 % Russe un iber 100 anderi Nationalitete. E staatli nit anerkännti Minderhait sin d Russine z Transkarpatie. Näbe dr zeh greschte Nationalitete git s no chlaineri Minderhaite mit weniger wie 100.000 Yywohner, dodrunter in dr Hauptsach Grieche, Roma, Aserbaidschaner, [[Georgier]] un Dytschi.<ref name="census2001" /> D Ukrainer stellen in allene Regione mit Uusnahm vu dr [[Krim|Autonome Republik Krim]] un dr Stadt Sewastopol dr grescht Dail vu dr Bevelkerig. In däne bode Regione sin d Russe di grescht Volksgruppe, wyteri Biet mit hochem russischem Bevelkerigsaadail vu 39,0 % bzw. 38,2 % (Volkszellig vu 2001) sin d Oblast Luhansk un Donezk im Sidoschte vu dr Ukraine. {|align=right |[[Datei:Ukraine census 2001 Ukrainians.svg|miniatur|hochkant=1.4|250px|Aadail vu dr ethnische Ukrainer an dr Gsamtbevelkerig in dr Regione vu dr Ukraine (2001)<ref name="census2001">http://2001.ukrcensus.gov.ua/results/general/nationality/ Ergebnis vu dr Volkszellig vu 2001 zue dr Nationaliteteverdailig (ukrainisch)</ref>]] |} {| class="wikitable sortable" |- class="hintergrundfarbe5" ! | Nationalität ! align="center" | Aazahl ! align="center" | Aadail |- | align="left" | Ukrainer | align="right" | 37.541.700 | align="right" | 77,8 % |- | align="left" | Russe | align="right" | 8.334.100 | align="right" | 17,3 % |- | align="left" | Wyssrusse | align="right" | 275.800 | align="right" | 0,6 % |- | align="left" | Moldawier | align="right" | 258.600 | align="right" | 0,5 % |- | align="left" |[[Tataren|Krimtatare]] | align="right" | 248.200 | align="right" | 0,5 % |- | align="left" | Bulgare | align="right" | 204.600 | align="right" | 0,4 % |- | align="left" | [[Magyaren|Magyare]] | align="right" | 156.600 | align="right" | 0,3 % |- | align="left" | Pole | align="right" | 144.100 | align="right" | 0,3 % |- | align="left" | [[Judentum|Jude]] | align="right" | 103.600 | align="right" | 0,2 % |- | align="left" | Armenier | align="right" | 99.900 | align="right" | 0,2 % |} === Historischi Entwicklig === [[Datei:Population of Ukraine from 1950z.svg|miniatur|250px|Bevelkerigsentwicklig 1960–2024]] Vor em [[Erster Weltkrieg|Erschte Wältchrieg]] het s uf em Biet vu dr hitige Ukraine ([[Galizien|Galizie]], [[Bukowina]], [[Wolhynien|Wolhynie]], [[Schwarzes Meer|Schwarzmeerkischte]]) ne [[Deutsche Sprache|dytschsprochigi]] Minderhait vu ne baar hundertdöusert Mänsche gee, hite sin s no villicht 30.000 bis 40.000. Au uf dr Krim het s e baar dytschsprochigi Derfer gee: Friedental, Heilbronn (Heilbrunn), Kronental, Neusatz (Nejsaz), Rosental, [[Zürichtal]]. Di maischte Uuswanderer sin um 1805 vu dr Schwyz, vu Bade, vu Württeberg un vu dr Pfalz chuu. Bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweete Wältchrieg]] hän e baar Millione [[Polen (Ethnie)|Pole]] in dr Biet [[Galizien|Galizie]], [[Bukowina]] un [[Wolhynien|Wolhynie]] gläbt, wu hite zum Weschte vu dr Ukraine ghere. Anne 1944 isch s vor allem z Wolhynie zue Massaker an dr polnische Bevelkerig chuu, wu iber 40.000 Pole umbrocht wore sin. Noch em Chrieg un dr Annexion vu dr polnische Biet eschtli vum Bug isch di polnisch Bevelkerig verdribe wore.. Bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweete Wältchrieg]] hän in dr hitige Ukraine au seli vyl [[Juden|Jude]] gläbt (z.&nbsp;B. in dr „Schtetl“), wu aber zum große Dail in dr Zyt vu dr Bsatzig dur s [[Deutsches Reich|Dytsch Rych]] vu SS-Yysatzgruppe ermordet wore sin. D Ukraine isch vor em Chrieg ais vu dr Hauptverbraitigsbiet vu dr [[Jiddische Sprache|jiddische Sproch]] gsii. Di maischte Jude, wu dr [[Holocaust]] iberläbt hän, sin syterhär in dr [[Vereinigte Staaten|USA]], uf [[Israel]] un zum e chlaine Dail au uf [[Deutschland|Dytschland]] uusgwanderet. Anne 2001 hän no rund 100.000 Juden in dr Ukraine gläbt, d Zahl vun ene nimmt aber wyter ab. === Religion === [[Datei:Ukraine religion 2006 Razumkov center.svg|thumb|upright=1.2|250px|Religione in dr Ukraine<br /> Link Diagramm<br /> {{Farbindex|FFFFFF|atheistisch / ohni&nbsp;Konfession}}<br /> Rächt Diagramm {{Farblegende|#CCCCCC|[[Ukrainisch-Orthodoxe Kirche Moskauer Patriarchats|ukrainisch-orthodox (Moskauer&nbsp;Patr.)]]}} {{Farblegende|#FFCC00|[[Ukrainisch-orthodoxe Kirche – Kiewer Patriarchat|ukrainisch-orthodox (Kiewer&nbsp;Patr.)]]}} {{Farblegende|#FFFF00|[[Ukrainische Autokephale Orthodoxe Kirche|ukrainisch-orthodox (Autokephali)]]}} {{Farblegende|#FF9900|[[Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche|ukrainisch-(griechisch-)katholisch]]}} {{Farblegende|#FF0000|[[Römisch-Katholische Kirche|remisch-katholisch]]}} {{Farblegende|#FF99FF|[[Protestantismus|proteschtantisch/evangelisch]]}} {{Farblegende|#66FF00|[[Judentum|jidisch]]}} {{Farblegende|#069506|[[Islam|islamisch]]}} {{Farblegende|#660099|[[Buddhismus|buddhistisch]]}} {{Farblegende|#B6A049|Sunschtigi}} {{Farblegende|#BAD9FE|ohni Aagab}}<br /> Quälle: Razumkov centre, 2006]] Di wichtigscht chrischtli Chilche isch d ''Ukrainisch-Orthodox Chilche'', wu zue dr [[Orthodoxe Kirchen|eschtlig-orthodox Chilche]] zellt. Syt d Ukraine zum russische Zareryych ghert het, hän di orthodoxe Glaibige in dr Ukraine zue dr Russisch-Orthodoxe Chilche ghert. Vorhär sin di ukrainische Bischtimer zytwys em Patriarch vu Konstantinopel, zytwys däm vu Moskau unterstande. Autonomybsträbige hän in dr 1920er Johr zue dr Abspaltig vu dr ''Ukrainische Autokephale Orthodoxe Chilche'', wu si Konstantinopel zuegherig fielt. Dezue ane het si no dr Unabhängigkait vu dr Ukraine 1991 ne Dail vum ukrainische Klerus vu dr Moskauer Fierig abgspalte un het sy Zäntrum uf [[Kiew]] verlageret; die Chilche isch di ''Ukrainisch-Orthodox Chilche vum Kiewer Patriarchat'' gsii. 2018 hend sich die baide Chilche zur ''Orthodoxe Chilche vu dr Ukraine'' zämegschlosse, und 2019 isch die vum Ökumenische Patriarch vu Konstantinopel as autokephali orthodoxi Chilche anerchännt worde. Ire Metropolit isch syt 2018 dr Epiphanius. Di ''Ukrainisch-Orthodox Chilche vum Moskauer Patriarchat'' dominiert hüt vor allem im russisch bregte Oschte vum Land. Ire Metropolit isch syt 2014 dr Onufrij. Di ''Ukrainisch-(Griechisch-)Katholisch Chilche'' isch e unierti, katholischi Oschtchilche, wu ne orthodoxe Ritus het, aber em [[Papst|Papscht]] z Rom unterstoht un vun eme Großerzbischof vu Kiew un Halytsch glaitet wird. Im Weschte vum Land git s au no di [[Römisch-Katholische Kirche|remisch-katholisch Chilche]] mit weschtligem (latynischen) Ritus, wu stark polnisch beyyflusst isch. Dr [[Islam]] isch vor allem uf dr [[Krim]] verbraitet, dert bsundersch unter dr Krimtatare un andere turkstämmige Bevelkerigsdail. S [[Judentum|Judetum]] het sy Zäntre bis zum Zweete Wältchrieg vor allem im Weschte und im Landesinnere gha, aso i däne Landesdail, wu friener zum Kenigrych [[Polen-Litauen|Pole-Litaue]] gherd gha hän. Es isch aber in wie in ganz Zäntraloschteuropa zum greschte Dail im [[Holocaust]] vu dr Nazionalsozialischte uusglescht wore. == Gschicht == === Antike === Uf em Biet vu dr hitige Ukraine hän in dr Friezyt vilmol indogermanischi Verlker gsidlet, unter anderem d [[Kimmerier]], d [[Skythen]] un d [[Sarmaten|Sarmate]]. An dr Schwarzmeerkischte sin im sibte bis sechste Johrhundert v.&nbsp;Chr. griechischi Kolonien entstande, wu im fimfte Johrhundert v. Chr. s [[Bosporanisches Reich|Bosporanisch Rych]] bildet hän. Im dritten un vierte Johrhundert n. Chr. hän sich im Side zwische dr Fliss [[Dnestr]] un [[Dnepr]] un uf dr [[Krim]] [[Goten|Gote]] nidergloo. Anne 375 sin si vu dr [[Hunnen]] unterworfe wore. S „Wild Fäld“, di uusdehnte Steppebiet im Side vum Land, sin s Durgangsbiet gsii fir [[Bulgaren]], [[Awaren|Aware]], [[Magyaren]] un anderi Velker. === Mittelalter === [[Datei:KiewerRus.jpg|miniatur|hochkant=1.5|250px|D Uusdehnig vu dr Kiewer Rus um 1000 n. Chr.]] D Region Polesien im Nordweschte vu dr Ukraine giltet as ai megligi Urhaimet vu dr [[Slawen|Slawe]]. Di hitig Ukraine het ihren Ursprung, wie au Russland un Wyssrussland, im erschten oschtslawische Staat, dr [[Kiewer Rus]]. Ab em 8.&nbsp;Johrhundert sin [[Wikinger]] uf dr oschteuropäische Fliss gfahre un hän si vermischlet mit dr slawische Bevelkerigsmeehait. Die Chriegerchauflyt, wu au Waräger oder Rus gnännt wore sin, sin wichtig gsii bi dr Grindig vu dr Kiewer Rus mit Zäntre z [[Kiew]] un z [[Weliki Nowgorod|Nowgorod]]. D Kiewer Rus het ihre Bluescht im 10. un 11. Johrhundert ghaa, nodäm si dur militärischi Fäldzig Handelsprivilegie z [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] het chenne duresetze un s [[Chasaren|Chasarerych]] zerstert ghaa het. No dr griechisch-orthodoxe Christianisierig vu dr Rus ab 988 het s e kulturällen Ufschwung gee. Ab em 12. Johrhundert het s aber feudali Spaltigsprozäss gee. Wäg dr bolitische Versplitterig isch s altrussisch Rych in dr Johre 1237 bis 1240 dr Invasion vu dr Mongole unterläge, wu d Rus ihrem Rych vu dr [[Goldene Horde|Guldine Horde]] tributpflichtig gmacht hän. Dr nordeschtli Dail vu dr Rus (d Firschtetum Wladimir-Susdal, Rjasan, Twer) sin bis anne 1480 unter dr Herrschaft vu dr Mongole blibe, derwylscht sidweschtligi Biet dur d Schlacht am Irpen (1321) un d Schlacht an dr Blaue Wasser (1362) unter d Herrschaft vum [[Großfürstentum Litauen|Großfirschtetum Litaue]] chuu sin, wu speter mit Pole zämme d Republik [[Polen-Litauen|Pole-Litaue]] bildet hän. Biet vu dr hitige Ukraine sin do ab em 16.&nbsp;Johrhundert in dr polnisch Herrschaftsberaich chuu. Im Oschten isch us em Firschtetum Wladimir-Susdal s Großfirstetum Moskau wore, wu nodno alli russische Nochberfirschtetimer um si konsolidiert un schließli s tatarisch [[Khanat Kasan]] unterworfe het. D Ukraine isch dur die Uusdehnig zum russisch-polnische Gränzland wore, wu drum gstritte woren isch. Im Schwarzmeerbiet het si no lang d Herrschaft vum [[Krimchanat]] unter ere osmanische Oberhohait ghalte, bis d Krim im 18.&nbsp;Johrhundert vum [[Russisches Kaiserreich|Russische Chaiserrych]] annektiert woren isch. In dr Gränzregione zwische dr Wälder, wu d Lyt sässhaft gsii sin, un dr nomadisch bregte Steppelandschafte (historisch „Wilds Fäld“ gnännt) hän di slawische [[Kosaken|Kosake]], wu si an d Läbeswys as Stepperyter aabasst ghaa hän, in eme ständige Chlaichrieg mit dr Krimtartare gläbt. Z Russland sin s Donkosake gsii, in dr Ukraine d Saporoger- oder Dneprkosake. [[Datei:Ilja Jefimowitsch Repin - Reply of the Zaporozhian Cossacks - Yorck.jpg|miniatur|hochkant=1.2|250px|''D Saporoger Kosake schryben em tirkische Sultan e Brief'', Ilja Jefimowitsch Repin, 1880]] === Neizyt === [[Datei:Chocim stronghold front.jpg|mini|hochkant=1.2|250px|D Feschtig Chotyn]] Di rächtli Diskriminierig, d wirtschaftlig Uusbytig un dr religies Druck uf di orthodox Bevelkerig vu dr sidweschtlige Rus dur di polnisch Chrone un di polnische Magnate hän alsfurt zue bluetige Ufständ gege di polnisch Herrschaft gfiert, wu vu dr ufzwungene Chilchenunion vu Brest anne 1596 wyter aagfyrt woren isch. Dr orthodox Klerus vu Kiew un Galizie het ängi Kontakt mit Russland gchnipft un het fir e Widerverainigung vum dreiainige russisch Volk (Großrusse, Chlairusse, Wyssrusse) unter em Schutz vum russische Zar gworbe. Anne 1654 isch s Biet uf em linke Stade vum Dnepr mit Kiew an s Zaretum Russland chuu, wu d Saporoger Kosaken unter em Bohdan Chmelnyzkyj gege di polnisch Herrschaft ufgstande sin un sich im Verdrag vu Perejaslaw Russland aagschlosse ghaa hän. S Hetmanat vu dr Kosake isch as autonomer Dail vum [[Russisches Kaiserreich|Russische Chaiserrych]] bis in d Regierigszyt vu dr [[Katharina II. (Russland)|Katharina dr Groß]] bstande. D Ukraine uf em rächte Stade vum Dnepr, dodrunter Wolhynien un Podolie sin zerscht bi Pole-Litaue blibe. S Hetmanat uf em rächte Stade isch scho im 17. Johrhundert vu dr Polen ufglest wore. Dr Dail vu dr Ukraine uf em rächte Stade het Russland mit dr Polnische Dalige iberchuu, wu aber dr usserscht Weschte vum ukrainische Sprochruum ([[Galizien|Galizie]]) an s [[Donaumonarchie|Habsburgerrych]] gangen isch. As Resultat vun e baar russisch-tirkische Chrieg sin im 18.&nbsp;Johrhundert großi Dail vu dr hitige Sidukraine dr [[Krimtataren]] abgrunge wore, wu Vasalle vum Osmanische Rych gsii sin. Die Biet sin as „Neirussland“ unter dr Laitig vum Grigori Potjomkin erschlossen un mit Saporoger Kosake un Sidler vu Zäntralrussland bsidlet wore. Di hitige Ukrainer sin im Russische Rych „Chlairusse“ gnännt wore. Des chunnt vun ere alte [[Byzantinisches Reich|byzantinische]] Definition vun eme Chlai-Russland (s historisch Chärnland um Kiew) un eme Groß-Russland (alli andere Biet). In dr zwote Helfti vum 19. Johrhundert het sich uf em Biet vu dr hitigen Ukraine efange ne „ukrainischi” Identitet entwicklet alternativ zue dr wyt verbraitete „chlairussische“ Identitet. Si isch vu polnische Krais un vu dr eschtrychishe Beherde z Galizie stark gferderet wore. Si het si vu dr chlairussische in dr Hauptsach doderdur unterschiden, ass si s vorherrschend Konzäpt vu dr Dreiainigkait vum russisch Volk (Großrusse, Chlairussen un Wyssrusse) abglähnt het un e weschtorientierte Nationalstaat fir d Ukrainer aagsträbt het. E wichtige Ideolog vu däre Konzeption isch dr Hischtoriker Mychajlo Hruschewskyj gsii. Zwische dr Aahänger vu däne baide Identitetsverständnis het s im Russischen Rych um d Johrhundertwändi ne regelrächte Kulturkampf gee. Glychzytig sin russophili Stremige z Galizie vu dr eschtrychische Beherden rigoros unterdruckt wore. === Burgerchrieg un frieji Sowjetherrschaft === No dr russische Februarrevolution 1917 un in dr Zyt vu dr dytsche Bsatzig am Änd vum [[Erster Weltkrieg|Erschte Wältchrieg]] sin di churzläbige Nationalstaate Ukrainischi Volksrepublik un Ukrainische Staat entstande. Noch em Zämmebruch vu [[Österreich-Ungarn|Eschtrych-Ungarn]] isch anne 1918 di Wescht-Ukrainisch Volksrepublik entstande, wu sich am 22. Jänner 1919 mit dr Ukrainische Volksrepublik zue aim Staat verainigt het. Anne 1920 isch dr Staat vu dr [[Rote Armee]] bsetzt wore. Im Fride vu Riga 1921 isch s Biet vu dr Wescht-Ukrainische Volksrepublik an [[Polen|Pole]], [[Rumänien]] un d [[Tschechoslowakei]] chuu. Parallel doderzue isch s vu 1917 bis 1922 dr in dr Hauptsach vu Bure draite Machno-Bewegig im Sidoschte vum Land glunge, ne anarchistischi Revolution durezfiere. Zerscht hän d Anarchischte dr sowjetische Bolschewike gege di konservativ-monarchistische „Wysse“ vum Anton Denikin ghulfe, derno sin si aber vu dr Bolschewike sälber vernichtet wore. Im Verlauf vum seli wächselvollen un bluetige [[Russischer Bürgerkrieg|Russische Burgerchrieg]] isch d Ukraine schließli vu dr Roten Armee unter em Trotzki Sowjetrussland aagschlosse. Mit dr Grindig vu dr [[Sowjetunion]] im Dezämber 1922 isch si zue dr Ukrainische SSR wore. Di frie bolschewistisch Nationalitetenbolitik vu dr Korenisazija het druf abzilt, d Minderhaite fir di sozialistisch Idee z ginnen un glychzytig di reaktioneren ainhaitsrussische Chreft z schweche. Mit dr staatlige Bolitik vu dr Ukrainisierig het si di ukrainisch Identitet (ohni d Weschtorientierig) ändgiltig manifeschtiert un di chlairussisch isch verdrängt wore. Fir di jung Sowjetunion isch d Ukraine d „Fruchtchammere” gsii. Wu unter em [[Stalin]] 1932–1933 d Landwirtschaft zwangswys kollektiviert woren isch, sin in dr Ukraine schetzigswys 2,8 Millione Mänsche dur e sowjetwyti Hungersnot umchuu, wu as [[Holodomor]] bekannt woren isch. In dr Ukraine giltet dr Lasar Kaganowitsch bis hite as verantwortli fir Hungersnot, wu dur d Zwangskollektivierig verursacht woren isch. === Zweete Wältchrieg === In dr Zyt vu dr dytsche, [[Königreich Rumänien|rumänische]] und [[Königreich Ungarn|ungarische]] Bsatzig im [[Zweiter Weltkrieg|Zweete Wältchrieg]] (1941 bis 1943/44) isch di domolig Ukraine as Rychskommissariat Ukraine zum greßere Dail unter ere dytsche Zivilverwaltig gstande. D Ukraine isch Schaublatz vu zahlryche Massemord an [[Juden]] un sowjetische Chriegsgfangene gsii. In dr Zyt vu dr Bsatzig isch s vor allem im Oschten un Side vu dr Ukraine zue Hungersnet chuu, wel di Dytsche dr Bevelkerig s Ässen ewäg gnuu hän (Backe-Blan) un d Ärne uf Dytschland brocht ghaa hän. Zwische Dezämber 1941 un Augschte 1942 sin wäge däre Uusblinderig elai z Charkiw iber 12.000 Mänsche verhungeret. E großi Zahl vu Ukrainer sin as „Oschtarbaiter“ uf Dytschland verschlaipft wore. Dr Zweet Wältchrieg het in dr Ukraine rund 6,5 Millione zivili Dodesopfer gforderet, dodervu rund 750.000 bis ai Million jidischi Ukrainer. Fascht di ganz jidisch Bevelkerig isch, wän si nit gflichtet sin, uusglescht wore. Vyl Derfer un Stedt sin anne 1943 bim Ruggzug vu dr dytsche [[Wehrmacht]] zerstert wore. Anne 1945 het s in dr Ukraine rund zeh Millionen Obdachlosi gee. Im Zweete Wältchrieg het s unter dr Fierig vum Sydir Kowpak e Partisanechrieg gege di dytsche Bsatzer gee. Im Weschte vum Land het s aber au ne Unabhängigkaitsbewegig (''Ukrajinska Powstanska Armija'', „Ukrainischi Ufständischenarmee”) gee, wu gege d Sowjets un geg di polnisch Bevelkerig kämpft het. Wel d Aagherige vu däre Untergrundarmee gwisst ghaa hän, ass in dr Hand vu dr sowjetische Beherden em Dod gweit gsii sin, het s no lengeri Zyt bis iber s Änd vum Chrieg brucht, bis si vu Ainhaite vum NKWD ändgiltig nidergschlaa wore sin. === Noochriegszyt === Am 24.&nbsp;Oktober 1945 isch d Ukraine as Grindigsmitglid dr [[Vereinte Nationen|Verainte Natione]] bydrätte. Im Zug vu dr „Weschtverschiebig” vu Polen isch di gsamt polnisch Bevelkerig us dr bis dert polnische Biet vu dr hitige Weschtukraine uusgsidlet un zum Dail gwaltsam verdribe wore. Im Gegezug isch di ukrainisch Minderhait vu Polen in d Ukraine zwangsumgsidlet wore („Operation Weichsel”). Derno isch d Ukraine wyter Dail vu dr [[Sowjetunion]] gsii. Dr [[Chruschtschow]] het dr Ukrainische SSR anne 1954 d Halbinsle [[Krim]] gschänkt zum 300-jehrige Jubileum vu dr Russisch-Ukrainisch Ainhait (Verdrag vu Perejaslaw). In dr Noochriegszyt het s in dr Ukraine ne starki Induschtrialisierig gee. [[Datei:2005-08-11 Kiev Pechersk Lavra 165.JPG|miniatur|250px|S Kiewer Hehlechloschter ghert zue dr nationale Hailigtimer vu dr drei oschtslawische Natione.]] === Unabhängigkait === Im Zug vu dr Uflesig vu dr Sowjetunion isch d Ukraine anne 1991 unabhängig wore. Sythär suecht si ihri national Identitet un ihri international Roll zwischen ere weschtlige Orientierig, zem Byschpel ere Integration in di [[Europäische Union|Europäisch Union]], un ere eschtlige Orientierig, d.&nbsp;h. ere bolitische Nechi zue Russland. No dr Bresidäntschaftswahle 2004 isch s zue dr sognännte „Oraschene Revolution“ chuu, wu si dr weschtli orientiert Bresidäntschaftskandidat [[Wiktor Juschtschenko]] gege dr vu Russland unterstitzt [[Wiktor Janukowytsch]] duregsetzet het. Fir e Huffe bolitischi Beobachter isch des e Zaiche gsii fir d di chimftig Orientierig vu dr Ukraine. Di wichtigschte Lyt vum oraschene Lager – dr Juschtschenko un d [[Julija Tymoschenko]] – hän si aber in dr Johr derno nit uf e gmainsame Wäg chenne ainige un e Huffe Hoffnig vu dr Ukrainer sin erfillt wore. Wel d Wehler gnue ghaa hän vu dr bolitische Stagnation, hän si aafangs 2010 dr Wiktor Janukowytsch doch no in s Bresidäntenamt gwehlt. Im Novämber 2013 hän Brotescht aagfange, wu mer as „Euromaidan“ chännt. Alli Demonschtrante hän Neiwahle gforderet, s het aber e Huffe unterschidligi Gruppierige gee, wu verschideni aigeni Inträsse verdrätte hän. Im Gegesatz zue dr „Oraschene Revolution“ vu 2004 het si d Euromaidan-Bewegig au geg di verbraitet Korruption grichtet un si fir e Weschtorientierig yygsetzt.<ref>Steffen Dobbert: Euromaidan - Protest und Zivilcourage in der Ukraine. Hrsg. von Zeit Online. Berlin: epubli 2014. ISBN 978-3844286014 ({{Webarchiv|url=http://www.epubli.de/shop/buch/Euromaidan-ZEIT-ONLINE-Steffen-Dobbert-9783844286014/35377|wayback=20140302121331|text=ebook|archiv-bot=2019-09-24 10:59:32 InternetArchiveBot}})</ref> Ab em 18. Februar 2014 isch s zuen ere nit iberschaubaren Eskalation chuu, wu iber 80 Dodesopfer gforderet het.<ref name="BZ_2014-02-23">{{Internetquelle | url=http://bazonline.ch/ausland/europa/Ihr-muesst-bis-zum-Ende-bleiben/story/21773199 | titel=«Ihr müsst bis zum Ende bleiben» | hrsg=Basler Zeitung | datum=2014-02-23 | zugriff=2014-02-23}}</ref> Wu d Usseminischter vu [[Deutschland|Dytschland]], [[Frankreich|Frankrych]] un [[Polen|Pole]] ne Verdrag vermittlet hän go dr Konflikt bylege,<ref>{{Internetquelle | url=http://www.welt.de/politik/ausland/article125094196/Der-diplomatische-Coup-des-Frank-Walter-Steinmeier.html | titel=Ukraine: Der diplomatische Coup des Frank-Walter Steinmeier | autor=Claudia Ehrenstein, Sascha Lehnartz, Florian Kellermann | hrsg=Die Welt | datum=2014-02-22 | zugriff=2014-02-23}}</ref> isch dr Bresidänt Janukowytsch in dr nämlige Nacht uf Russland gflichtet.<ref name="Überstürzte Flucht Janukowitsch">{{Internetquelle | url=http://www.welt.de/politik/ausland/article125191144/Bei-der-Flucht-vergass-Janukowitsch-sogar-seine-Brille.html | titel=Bei der Flucht vergaß Janukowitsch sogar seine Brille | autor= Florian Kellermann | hrsg=Die Welt | datum=2014-02-25 | zugriff=2014-05-25}}</ref> S Barlemänt het derno am 22. Februar 2014 dr Janukowytsch fir abgsetzt erklert. Dr Olexandr Turtschynow isch derno zum Ibergangsbresidänt ernännt wore un am 26. Februar isch en Ibergangsregierig unter em Arsenij Jazenjuk bildet wore. In dr Monet derno isch s zum Konflikt mit Russland um d Halbsinsle Krim un zuen ere Destabilisierig dur bewaffneti Konflikt in zwai eschtlige Oblast chuu. Am 11. Merz 2014 het s Barlemänt vu dr Krim d Unabhängigkait vu dr Ukraine verchindet un e Referändum iber dr Aaschluss an Russland durfiere loo. Am 18. Merz 2014 hän Russland un d Republik Krim e Verdrag iber d Yygliderig vu dr Krim in di Russisch Federation unterzaichnet. No dr Ratifizierig vum Verdrag dur d Duma un dr Federationsrot un no dr Erklerig vum russische Verfassigsgricht iber d Rächtmäßigkait vum Verdrag, het dr Wladimir Putin am 21. Merz 2014 s Gsetz zue dr Ufnahm vu dr Republik Krim in di Russisch Federation unterzaichnet. D Zuegherigkait vu dr Krim zue Russland wird nume vu wenig Staaten anerkännt. Glychzytig het Russland e aktivi anti-ukrainischi Agitation uin dr eschtlige Region um [[Charkiw]], [[Odessa]], [[Mariupol]], [[Luhansk]] un [[Donezk]] dribe. Derwylscht d Lag z Charkiw, z Odessa un z Mariupol wider rueig woren isch, sin in dr Oblast Donezk un Luhansk bewaffneti Milize aktiv wore. Wie uf dr Krim hän au Söldnerdruppe vu Russland mitgmacht.<ref name="sueddeutsche_2231494">{{Internetquelle |autor=Julian Hans |url=http://www.sueddeutsche.de/politik/russischer-geheimdienstler-zur-ostukraine-den-ausloeser-zum-krieg-habe-ich-gedrueckt-1.2231494 |titel=Russischer Geheimdienstler zur Ostukraine – „Den Auslöser zum Krieg habe ich gedrückt“ |hrsg=Süddeutsche Zeitung |datum=2014-11-21 |abruf=2014-11-22}}</ref><ref>[https://www.faz.net/aktuell/politik/buk-rakete-kam-von-russischer-armee-15605305.html ''Ermittler: Buk-Rakete kam von russischer Armee''], FAZ, 24. Mai 2018.</ref> Im Juni 2014 het dr [[UNHCHR]] in sällene Biet iber Mord, Folterrige un anderi Mänscherächtsverletzige dur die Milize brichtet.<ref>Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights: [http://www.ohchr.org/Documents/Countries/UA/HRMMUReport15June2014.pdf ''Report on the human rights situation in Ukraine.''] 15. Juni 2014.</ref><ref name="UNHCHR28">[http://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=14908&LangID=E Erklärung des UNHCHR am 28. Juli 2014]: {{"|A total breakdown of law and order and a reign of fear and terror have been inflicted by armed groups on the population of eastern Ukraine. The report documents how these armed groups continue to abduct, detain, torture and execute people kept as hostages in order to intimidate and ‘to exercise their power over the population in raw and brutal ways.’|Sprache=en}}</ref> Hundertdöuserti Mänsche sin us däne Biet gflichtet. Aafangs Septämber 2014 isch mit em Protokoll vu Minsk e Waffestillstand in Chraft drätte, wu im Lauf vu dr Johr aber alli Ränn broche woren isch.<ref>[http://www.nzz.ch/international/1300-tote-trotz-waffenstillstand-1.18445074 ''Uno-Bericht zum Ukraine-Konflikt – 1300 Tote trotz Waffenstillstand.''] NZZ, 15. Dezämber 2014.</ref><ref name="WaffOSZE">Thomas Gutschker: [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/ukrainekonflikt-von-wegen-waffenruhe-13511725.html ''Von wegen Waffenruhe.''] In: FAZ.net, 29. März 2015.</ref><ref>''Auf dem Weg zu einem neuen Krieg.'' Tages-Anzeiger, 21. November 2015, S. 8.</ref><ref name="NZZEuropasV">[http://www.nzz.ch/meinung/moegliches-ende-des-sanktionsregimes-gegen-moskau-europas-verrat-an-der-ukraine-ld.89990 ''Europas Verrat an der Ukraine.''] NZZ, 18. Juni 2016.</ref><ref name="Krimgrenze">[http://www.nzz.ch/international/europa/unklare-lage-nach-gefechten-auf-der-krim-moskau-bezichtigt-kiew-des-terrors-ld.110389 ''Die Ukraine verstärkt ihre Abwehr.''] NZZ, 12. August 2016.</ref><ref name="Bilanzverh">''Die verheerende Bilanz des Minsker Abkommens''. In: ''Tages-Anzeiger'', 19. Oktober 2016, S. 5.</ref><ref>[https://www.nzz.ch/international/russland-zermuerbt-die-ukraine-vom-meer-her-ld.1402016 ''Russland zermürbt die Ukraine vom Meer her.''] NZZ, 12. Juli, 2018.</ref> Noch eme massive Druppeufmarsch vu russische Druppe an dr Gränze zue dr Ukraine un diplomatische Krisegspräch uf internationaler Ebeni im Februar 2022, het Russland am 21. Februar d Unabhängigkait vu dr ukrainische Provinze Luhansk un Donezk offiziäll anerkännt un am 24. Februar mit eme Aagríffschrieg gege d Ukraine aagfange. Där Aagriffsschrieg isch am 2.&nbsp;Merz 2022 vu dr [[Generalversammlung der Vereinten Nationen|UN-Generalversammlig]] mit ere große Meehait verurdailt wore, vyl Staate hän umfangrychi Wirtschaftssanktione gege Russland verhänkt un hän dr Ukraine humaniteri un militärischi Hilf glaischtet. == Verwaltigsgliderig == [[Datei:Karte_Ukraine.png|right|250px|Ibersichtscharte vu dr Ukraine]] D Ukraine isch in 24 Oblast (ukrain. ''область/oblast'', Pl. ''області/oblasti''; Bezirk, wertl. „Biet“), ai Autonomi Republik (ukrain. ''Автономна Республіка/Awtonomna Respublika'') un zwoo Stedt (ukrain. ''місто/misto'', Pl. ''міста/mista'') mit Sonderstatus glideret. {| class="prettytable sortable" !width="80"|Wappe !width="150" |Oblast /<br /> Stadt /<br /> Republik !width="150" |ukrainische Name !width="150" |Transkription !width="60" |Yywohnerzahl<sup>1</sup> !width="50" |Flechi in km²<sup>2</sup> !width="150" |Hauptort !width="150" |ukrainische Name |- |[[Datei:Coat_of_Arms_of_Kharkiv_Oblast.png|80px]] |Oblast Charkiw |Харківська область |Charkiwska oblast |2.831.129 |31.415 |Charkiw |Харків |- |[[Datei:Coat of Arms of Kherson Oblast.svg|80px]] |Oblast Cherson |Херсонська область |Chersonska oblast |1.132.040 |28.461 |Cherson |Херсон |- |[[Datei:Coat_of_Arms_of_Khmelnytskyi_Oblast.png|80px]] |Oblast Chmelnyzkyj |Хмельницька область |Chmelnyzka oblast |1.380.355 |20.645 |Chmelnyzkyj |Хмельницький |- |[[Datei:Large_Coat_of_Arms_of_Dnipropetrovsk_Oblast.svg|80px]] |Oblast Dnipropetrowsk |Дніпропетровська область |Dnipropetrowska oblast |3.457.146 |31.974 |Dnipropetrowsk |Дніпропетровськ |- |[[Datei:Coat of Arms of Donetsk Oblast 1999 UKR.png|80px]] |Oblast Donezk |Донецька область |Donezka oblast |4.641.619 |26.517 |Donezk |Донецьк |- |[[Datei:Coat of Arms of Ivano-Frankivsk Oblast.svg|80px]] |Oblast Iwano-Frankiwsk |Івано-Франківська область |Iwano-Frankiwska oblast |1.390.884 |13.928 |Iwano-Frankiwsk |Івано-Франківськ |- |[[Datei:COA of Kyiv Kurovskyi.svg|80px]] |Stadt Kiew |місто Київ |Misto Kyjiw |2.671.527 |839 |Misto Kyjiw |місто Київ |- |[[Datei:Coat_of_Arms_of_Kyiv_Oblast.png|80px]] |Oblast Kiew |Київська область |Kyjiwska oblast |1.770.502 |28.131 |Kiew |Київ |- |[[Datei:Coat_of_Arms_of_Kirovohrad_Oblast.png|80px]] |Oblast Kirowohrad |Кіровоградська область |Kirowohradska oblast |1.074.784 |24.588 |Kirowohrad |Кіровоград |- |[[Datei:Emblem of Crimea.svg|80px]] |Autonomi Republik [[Krim]] |Автономна Республіка Крим |Awtonomna Respublika Krym |1.988.202 |26.081 |[[Simferopol]] |Сімферополь |- |[[Datei:Coat of Arms of Lviv Oblast SVG.svg|80px]] |Oblast Lwiw |Львівська область |Lwiwska oblast |2.580.269 |21.833 |[[Lemberg]] |Львів |- |[[Datei:Coat of Arms Luhansk Oblast.svg|80px]] |Oblast Luhansk |Луганська область |Luhanska oblast |2.421.944 |26.684 |Luhansk |Луганськ |- |[[Datei:Coat of Arms of Mykolaiv Oblast.svg|80px]] |Oblast Mykolajiw |Миколаївська область |Mykolajiwska oblast |1.223.953 |24.598 |Mykolajiw |Миколаїв |- |[[Datei:Coat of Arms of Odesa Oblast.svg|80px]] |Oblast Odessa |Одеська область |Odesska oblast |2.406.309 |33.310 |Odessa |Одеса |- |[[Datei:Coat of Arms of Poltava Oblast.svg|80px]] |Oblast Poltawa |Полтавська область |Poltawska oblast |1.561.559 |27.748 |Poltawa |Полтава |- |[[Datei:Coat_of_Arms_of_Rivne_Oblast_(2001-2005).png|80px]] |Oblast Riwne |Рівненська область |Riwnenska oblast |1.158.377 |20.047 |Riwne |Рівне |- |[[Datei:Coat of arms of Zaporizhia Oblast.svg|80px]] |Oblast Saporischschja |Запорізька область |Saporiska oblast |1.867.391 |27.180 |Saporischschja |Запоріжжя |- |[[Datei:Coat of Arms of Zhytomyr Oblast.svg|80px]] |Oblast Schytomyr |Житомирська область |Schytomyrska oblast |1.336.777 |29.832 |Schytomyr |Житомир |- |[[Datei:COA of Sevastopol.svg|80px]] |Stadt Sewastopol |місто Севастополь |Misto Sewastopol |378.321 |864 |місто Севастополь |місто Севастополь |- |[[Datei:Coat of Arms of Sumy Oblast.svg|80px]] |Oblast Sumy |Сумська область |Sumska oblast |1.233.990 |23.834 |Sumy |Суми |- |[[Datei:Coat_of_Arms_of_Ternopil_Oblast.svg|80px]] |Oblast Ternopil |Тернопільська область |Ternopilska oblast |1.115.480 |13.823 |Ternopil |Тернопіль |- |[[Datei:Coat of arms of Zakarpattia Oblast.svg|80px]] |Oblast Transkarpatie |Закарпатська область |Sakarpatska oblast |1.246.239 |12.777 |Uschhorod |Ужгород |- |[[Datei:Coat of Arms of Cherkasy Oblast.svg|80px]] |Oblast Tscherkassy |Черкаська область |Tscherkaska oblast |1.348.384 |20.900 |Tscherkassy |Черкаси |- |[[Datei:Coat of Arms of Chernihiv Oblast.svg|80px]] |Oblast Tschernihiw |Чернігівська область |Tschernihiwska oblast |1.177.195 |31.865 |Tschernihiw |Чернігів |- |[[Datei:Coat of Arms of Chernivtsi Oblast.svg|80px]] |Oblast Tscherniwzi |Чернівецька область |Tscherniwezka oblast |909.408 |8.097 |Czernowitz |Чернівці |- |[[Datei:Volyn coat of arms.svg|80px]] |Oblast Wolhynie |Волинська область |Wolynska oblast |1.042.684 |20.144 |Luzk |Луцьк |- |[[Datei:Coat_of_Arms_of_Vinnytsya_Oblast.png|80px]] |Oblast Winnyzja |Вінницька область |Winnyzka oblast |1.709.695 |26.513 |Winnyzja |Вінниця |- |&nbsp; |colspan=3|gsamt |47.056.163 |603.628 |colspan=2|&nbsp; |} * <sup>1</sup>: Amtligi Aagabe für dr 1. Augschte 2005, Quälle: https://web.archive.org/web/20130123112523/http://www.ukrstat.gov.ua/ * <sup>2</sup>: Regionen vu dr Ukraine http://www.citypopulation.de/Ukraine-Cities.html == Wichtigi Stedt == Di greschte Agglomeratione in dr Ukraine sin: # [[Kiew]]: 3.000.388 Yywohner # [[Donezk]]: 1.640.854 Yywohner # [[Charkiw]]: 1.606.448 Yywohner # [[Dnipropetrowsk]]: 1.414.772 Yywohner # [[Odessa]]: 1.130.921 Yywohner == Literatur == * Steffen Dobbert: ''Euromaidan – Protest und Zivilcourage in der Ukraine''. Hrsg. von Zeit online. Berlin: epubli 2014. ISBN 978-3-8442-8601-4 ([https://web.archive.org/web/20140302121331/http://www.epubli.de/shop/buch/Euromaidan-ZEIT-ONLINE-Steffen-Dobbert-9783844286014/35377 ebook]) * Winfried Schneider-Deters (2012): [http://books.google.de/books?id=GVMzukJb6CAC&pg=PA61&lpg=PA61&dq=Russland+Ukraine+Flottenabkommen+1997&source=bl&ots=2QAk14QV8X&sig=q9FeTQjkcev7AjZ7kEnD1_-gwqM&hl=de&sa=X&ei=zTbaUuX-IIXH7Aa_64CQAw&ved=0CEEQ6AEwAw#v=onepage&q=Russland%20Ukraine%20Flottenabkommen%201997&f=false Die Ukraine: Machtvakuum zwischen Russland und der Europäischen Union]. Berliner Wissenschafts-Verlag, ISBN 978-3-8305-3116-6 * Adolph Stiller (Hrsg.): ''Ukraine: Städte Regionen Spuren''. Architektur im Ringturm XXVIII. Müry Salzmann Verlag, Salzburg 2012, ISBN 978-3-9901406-0-4. * Kerstin S. Jobst: ''Geschichte der Ukraine.'' Reclam, Ditzingen 2010, ISBN 3-15-018729-X * Viktor Timtschenko: ''Ukraine – Einblicke in den neuen Osten Europas'' Ch. Links Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-86153-488-4. * Christian Reder, Erich Klein (Hrsg.): ''Graue Donau, Schwarzes Meer. Wien Sulina Odessa Jalta Istanbul'' (Recherchen, Gespräche, Essays), Edition Transfer bei Springer, Wien–New York 2008, ISBN 978-3-211-75482-5. * Kathrin Boeckh, Ekkehard Völkl: ''Ukraine. Von der Roten zur Orangenen Revolution.'' Regensburg 2007. ISBN 978-3-7917-2050-0. * [http://www.bpb.de/publikationen/5X9VPM,0,0,Nachbarn_im_Osten%3A_Ukraine_und_Belarus.html ''Nachbarn im Osten: Ukraine und Belarus'']. [[Bundeszentrale für politische Bildung]], 1.&nbsp;November 2006 * [https://web.archive.org/web/20070927173257/http://www.swp-berlin.org/de/common/get_document.php?asset_id=3219 Rainer Lindner: ''Das Ende von Orange. Die Ukraine in der Transformationskrise''.] Studie der [[Stiftung Wissenschaft und Politik]], 2006 * Pavlo Khiminets: ''Protestantismus in der Ukraine. Rolle und Stellung des Protestantismus im soziokulturellen Kontext der Geschichte der Ukraine''. 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Beck, München 1994, ISBN 3-406-37449-2. * Claus Remer: ''Zum Ukrainebild in Deutschland vom 19. zum 20.&nbsp;Jahrhundert,'' in Erhard Hexelschneider, Hg.: ''Russland & Europa. Historische und kulturelle Aspekte eines Jahrhundertproblems.'' Jenaer Forum für Bildung und Wissenschaft, Leipzig 1995, ISBN 3-929994-44-5, S.&nbsp;225–243 == Weblinks == {{Commonscat}} * [http://www.president.gov.ua/ Homepage vum Ukrainische Bresidänt] (ukr. russ., ängl.) * [http://www.kmu.gov.ua/ Homepage vu dr Ukrainische Regierig] (ukr. russ., ängl.) * [https://archive.is/20120804113737/www.mfa.gov.ua/austria Homepage vu dr Botschaft vu dr Ukraine z Eschtrych] * [https://archive.is/20121222150118/www.mfa.gov.ua/germany Homepage vu dr Botschaft vu dr Ukraine z Dytschland] * [http://www.diplo.de/Ukraine Länder- un Raiseinformatione] vum Uuswärtigen Amt * [https://web.archive.org/web/20140313045747/http://www.kiew.diplo.de/Vertretung/kiew/de/Startseite.html Homepage vu dr Dytsche Botschaft in dr Ukraine] * [https://web.archive.org/web/20131226132448/http://www.laender-analysen.de/ukraine/ Ukraine-Analyse] (Forschigsstell Oschteuropa, Universitet Bremen) * [http://www.indexmundi.com/de/ukraine/ Indexmundi – statistischi Date zue dr Ukraine] * [http://maps.vlasenko.net/ Chartesammlig vu dr Ukraine] (ukrainisch) * [https://web.archive.org/web/20140310002313/http://ukrainetrek.com/ Stedt un Regione vu dr Ukraine] (änglisch) == Fueßnote == <references/> {{Navigationsleiste Staaten in Europa}} {{Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS)}} {{Navigationsleiste Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft}} {{normdaten}} {{Übersetzungshinweis|1 = de|2 =Ukraine|3 = dütsch|4 = 128120580}} [[Kategorie:Land]] [[Kategorie:Ukraine| ]] [[Kategorie:Staat z Europa]] [[Kategorie:Mitgliid i der UNO]] 6tmdtfunms7gdlu1l7kulscs80clzqp Norwegen 0 6447 1088054 1081911 2026-08-28T08:51:20Z Freigut 8945 Gaat das via {{#property:P35}} oder nööd? Uf jede Fall hät Nummere gfäält. 1088054 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Norweege}} {{Infobox Staat |NAME = <span style="font-size:1.4em">'''Kongeriket Norge<br />Kongeriket Noreg'''</span><br /> Königriich Norweege |BILD-FLAGGE = Flag of Norway.svg |BILD-FLAGGE-RAHMEN = ja |BILD-WAPPEN = Coat of Arms of Norway.svg |BILD-WAPPEN-BREITE = 90px |TEXT-FLAGGE = Fahne vo Norweege |TEXT-WAPPEN = Wappe vo Norweege |WAHLSPRUCH = ''Alt for Norge / Alt for Noreg''<br /> ([[Norwegische Sprache|norw.]] für ''»Alles für Norweege«'') |AMTSSPRACHE = [[Norwegische Sprache|Norwegisch]] (Bokmål und Nynorsk), [[Samische Sprachen|Samisch]] isch Amtsschpraach in sechs Kommune, [[Finnische Sprache|Finnisch]] i einere Kommune. |HAUPTSTADT = [[Oslo]] |STAATSFORM = Parlamentarischi [[Monarchie|Monarchii]] |STAATSOBERHAUPT = Haakon VIII. |REGIERUNGSCHEF = {{#property:P6}} |FLÄCHE = <small>(67.)</small> 323'808<ref name="kart">{{Cite web|url=https://www.kartverket.no/Kunnskap/Fakta-om-Norge/Arealstatistikk/Arealstatistikk-Norge/|title=Arealstatistics for Norway 2020|publisher=Kartverket, mapping directory for Norway|year=2019|date=2019-12-20|accessdate=2020-03-07|language=no}}</ref> km²<br /> ohni ''[[Svalbard]]'' mit 61'022 km², ''[[Jan Mayen]]'' mit 377 km² und ''Bilandet'' (Nebeländer): Bouvetøya ([[Bouvetinsel|Bouvetinsle]]) mit 49 km², Peter I Øy ([[Peter-I.-Insel|Peter-I.-Insle]]) mit 156 km² und Dronning Maud Land ([[Königin-Maud-Land]]) mit 2'800'000 |EINWOHNER = <small>(120.)</small> 5'627'400<ref name="ssbf">{{Cite web|url=https://www.ssb.no/en/befolkning/folketall/statistikk/befolkning|title=Population, 2026-01-01|publisher=Statistics Norway|date=2026-02-25|accessdate=2026-02-26|language=en}}</ref><small>(2026)</small> |BEV-DICHTE = <small>(213.)</small> 14,6 |BIP/EINWOHNER = 53'471 US-$ <small>(2011)</small> |WÄHRUNG = Norwegischi Chrone |UNABHÄNGIGKEIT = |NATIONALHYMNE = ''Ja, vi elsker dette landet'' [[Datei:Norway (National Anthem).ogg]] |NATIONALFEIERTAG = 17. Mai |ZEITZONE = UTC +1 |KFZ-KENNZEICHEN = N |INTERNET-TLD = .no |TELEFON-VORWAHL = +47 |BILD-LAGE = Europe-Norway.svg |BILD1 = Norway, administrative divisions - de - colored (2024).svg }} '''Norweege''' (oder '''Norwäge, Norwääge''') isch es Chünigrych im Norde vo [[Europa]]. == Geografy == S Land lytt im Weschte vor Skandinavische Halbinsle und het e Flächi vo ca. 386.000 km² und ca. 6 Mio. Iwohner. Amtssprach isch [[Norwegische Sprache|Norwegisch]], und zwar i de beede Variante [[Bokmål]] und [[Nynorsk]]. Im Norde läbe no es paar tuusig [[Saami]] oder Lappe. D Houptstadt isch [[Oslo]]. Bekannti Stedt sind ou [[Bergen (Norwegen)|Bergen]] (e Handelsstadt im Weschte), [[Trondheim]] (mit sym Dom), [[Lillehammer]] (won emal d Olympia stattgfunde hät) und [[Narvik]] (lytt am [[Polarkreis]]). Norweege het Grenze mit [[Schweden|Schwede]], [[Finnland]] un [[Russland]]. E Nochber – iber s Meer – isch au [[Dänemark]]. == Verfassig == Di norwägisch Verfassig, wo hüt na mee oder weniger gültig isch, datiert ursprünglich vom 17.&nbsp;Mai 1814 und isch scho doozmaal ganz modäärn gsy: De Chünig het i Gsetzessache syt doo ekeis absoluts Vetorächt und s Parlament ''(Storting)'' chan en überstimme; au der Adel isch scho doo abgschaffet worde. De 17.&nbsp;Mai isch drum de Nationalfyrtig vo Norwäge. Vorbild für die Verfassig isch di demokratisch französisch Konstitution vom spaate 18.&nbsp;Jahrhundert gsy. == Wirtschaft == Norweege isch eis vo de rychschte Länder vor Welt und het kei Schulde meh. D Houptikünft het Norweege durchs Öl und döre Fischfang. == Gschicht == Weschtskandinavie isch um 900 ume vom Harald Schönhaar (Haraldr Hårfagre) zu eim einzige Chünigrych ggeint worde. Vo Norwäge us sind i dere Zyt – de [[Wikinger]]<nowiki />zyt – [[Island]], d [[Färöer]] und Süd[[grönland]] bisidlet worde, und au d [[Orkney]]- und d [[Shetland]]<nowiki />insel händ zytewys zu Norwäge ghört. De Name vom Land, altnordisch «Norvegr» (im Vorderglid eitwäder ''norðr'' «Norde» oder ''nor'' «schmale Sund», im Hinderglid ''vegr'' «Wäg»), meint eitwäder «Nordwäg, Land am Wäg i Richtig Norde» oder aber «Sundwäg, Land am (a de) schmale Sund». Us dere Zyt stamed d [[Stabkirche|Stabchile]], hüt es Symbol vo Norwäge. 1380 aber isch Norwäge an dänische Chüng cho und isch für vili Jahrhundert zunere Provinz abegsunke. Im früene 19.&nbsp;Jahrhundert hät sich das gänderet: Wil Dänemark de [[Napoleon]] understützt gha hät, häts 1814 Norwäge (ohni Färöer, Island und Grönland) müese a Schwede abgää. D Norwäger händ zwar churz probiert, sälbständig z sy, und händ sich i dere Zyt die Verfassig ggää, wos hüt na händ (lueg obe). S Land hät dänn aber glych müese de schwedisch Chüng anerchänne, s isch aber en autonome Staat bblibe. De Stryt mit Schwede um Kompetänze hät im Lauf vom 19. Jahrhundert ständig zuegnaa. 1905 schliessli isch Norwäge nach ere Volchsabstimmig unabhängig worde. Si händ de dänisch Prinz Carl zu irem Chüng gwählt, und dä isch under em Name Haakon&nbsp;VII. s eerscht eige Staatsoberhaupt syt über 500 Jahr gsy. == Wäblink == {{Commonscat|Norway|Norwege}} * [http://www.diplo.de/Norwegen Länder- und Reiseinformatione] vom dütsche usswärtige Amt == Fuessnote == <references /> <div class="BoxenVerschmelzen"> {{Navigationsleiste Staaten Europas}} {{Navigationsleiste Nordischer Rat}} {{Navigationsleiste Mitgliedstaaten OECD}} </div> [[Kategorie:Land]] [[Kategorie:Norweege| ]] [[Kategorie:Staat z Europa]] [[Kategorie:Monarchii]] [[Kategorie:Mitgliid i der UNO]] n62qekjkj0ksqcbzx4ivhtniecfynwd Rimelladeutsch 0 20793 1088037 1087991 2026-08-28T03:43:18Z Holder 491 e weng driiber gluegt 1088037 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Lutig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded: :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe: :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. æ''' :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant: :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njànka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Bàrbà'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchàndre, jéràndru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und hàlbu'' (dt. halb zehn) :''stà'' (dt. wohnen) :''stà fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tànnu – d Tànne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wättà – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) Nù säldte mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Beergsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild sin di romaanische Partizipie: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :'endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchel tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} e87l74p0lmikpbppkvhc98qit2vh5oc 1088038 1088037 2026-08-28T03:43:32Z Holder 491 1088038 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded: :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe: :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. æ''' :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant: :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njànka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Bàrbà'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchàndre, jéràndru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und hàlbu'' (dt. halb zehn) :''stà'' (dt. wohnen) :''stà fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tànnu – d Tànne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wättà – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) Nù säldte mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Beergsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild sin di romaanische Partizipie: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :'endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchel tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} peu7ediz02994qsxo76cmghikwe736u 1088039 1088038 2026-08-28T03:43:59Z Holder 491 /* Yyflis us em Romanisch */ 1088039 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded: :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe: :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. æ''' :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant: :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njànka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Bàrbà'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchàndre, jéràndru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und hàlbu'' (dt. halb zehn) :''stà'' (dt. wohnen) :''stà fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tànnu – d Tànne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wättà – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) Nù säldte mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Beergsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild sin di romaanische Partizipie: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchel tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} 3j4usgos57u69hhorwxpwcz1rgcvq6z 1088041 1088039 2026-08-28T07:30:51Z Freigut 8945 1088041 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded: :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe: :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. æ''' :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant: :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njànka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Bàrbà'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchàndre, jéràndru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und hàlbu'' (dt. halb zehn) :''stà'' (dt. wohnen) :''stà fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tànnu – d Tànne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wättà – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Beergsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild sin di romaanische Partizipie: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchel tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} k9zm1omk61hjfes82jn0xglzdk45c5u 1088042 1088041 2026-08-28T07:35:31Z Freigut 8945 /* Yyflis us em Romanisch */ 1088042 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded: :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe: :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. æ''' :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant: :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njànka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Bàrbà'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchàndre, jéràndru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und hàlbu'' (dt. halb zehn) :''stà'' (dt. wohnen) :''stà fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tànnu – d Tànne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wättà – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Beergsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchel tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} dooedi4i4eiu5a0xyia0z57xji46wno 1088043 1088042 2026-08-28T07:45:13Z Freigut 8945 /* Yyflis us em Romanisch */ 1088043 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded: :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe: :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. æ''' :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant: :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njanka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Barba'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchandre, jérandru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und halbu'' (dt. halb zehn) :''sta'' (dt. wohnen) :''sta fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tannu – d Tanne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wätta – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Beergsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''stannut'' (dt. gestanden, zue staa) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchelj tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) Drnääben aber au mit ''bet'' (dt. mit): *''Bet guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} rs06jnegbri072eh3de8w1msrm7gju1 1088044 1088043 2026-08-28T07:47:38Z Freigut 8945 /* Yyflis us em Romanisch */ 1088044 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded: :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe: :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. æ''' :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant: :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njanka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Barba'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchandre, jérandru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und halbu'' (dt. halb zehn) :''sta'' (dt. wohnen) :''sta fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tannu – d Tanne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wätta – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der awangscht tsch Wéég'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Béérgsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''stannut'' (dt. gestanden, zue staa) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchelj tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) Drnääben aber au mit ''bet'' (dt. mit): *''Bet guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} epo4kpf8gj8iaw212tgi01jn7mvjqyh 1088045 1088044 2026-08-28T08:10:02Z Freigut 8945 /* Bsùnderhaide us dr Ludig */ {{Ping|Holder}} chasch au daa bisseguet drüberluege? 1088045 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded. :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd. :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe. :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. a – ë – e''' :Mhd. a erschyynd as e starg verdumpfts a, also e a, wo in e o yybergood (d Remmaljer schryybe sälber «à»). :''Tak'' [tåk] (dt. Tag), ''ga'' [gå] (dt. gehen), ''sta'' [štå] (dt. gehen) :Mhd. ë erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), wenn s chùrz isch, und as e /e/, wenn s deend isch: :''ṣchäksch'' (dt. sechs), ''Béérg'' (dt. Berg), ''Stéég'' (dt. Steg), ''Wéég'' (dt. Weg) :Mhd. e erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend): :''Bätt'' (dt. Bett), ''läggu'' (dt. legen), ''wänj'' (dt. wenn und wann) *'''mhd. æ''' :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant. :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njanka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Barba'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchandre, jérandru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und halbu'' (dt. halb zehn) :''sta'' (dt. wohnen) :''sta fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tannu – d Tanne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wätta – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der awangscht tsch Wéég'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Béérgsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''stannut'' (dt. gestanden, zue staa) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchelj tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) Drnääben aber au mit ''bet'' (dt. mit): *''Bet guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} b7tqruiuuonjzqajg7538dhxqc9molq 1088046 1088045 2026-08-28T08:13:03Z Freigut 8945 /* Bsùnderhaide us dr Ludig */ Namaal [[Benutzer:Holder]], s Aapinge hät vorane nöd funkzioniert ... 1088046 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded. :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd. :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe. :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. a – ë – e''' :Mhd. a erschyynd as e starg verdumpfts a, also e a, wo in e o yybergood (d Remmaljer schryybe sälber «à»). :''Tak'' [tåk] (dt. Tag), ''ga'' [gå] (dt. gehen), ''sta'' [štå] (dt. gehen) :Mhd. ë erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), wenn s chùrz isch, und as e /e/, wenn s deend isch. :''ṣchäksch'' (dt. sechs), ''Béérg'' (dt. Berg), ''Stéég'' (dt. Steg), ''Wéég'' (dt. Weg) :Mhd. e erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend). :''Bätt'' (dt. Bett), ''läggu'' (dt. legen), ''wänj'' (dt. wenn und wann) *'''mhd. æ''' :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant. :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njanka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Barba'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchandre, jérandru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und halbu'' (dt. halb zehn) :''sta'' (dt. wohnen) :''sta fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tannu – d Tanne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wätta – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der awangscht tsch Wéég'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Béérgsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''stannut'' (dt. gestanden, zue staa) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchelj tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) Drnääben aber au mit ''bet'' (dt. mit): *''Bet guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} 61gijy5duq3zmnhnldqehkqxxm5tnfc 1088047 1088046 2026-08-28T08:27:35Z Freigut 8945 /* Bsùnderhaide us dr Ludig */ oder analog Arimmertiitsch 1088047 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded. :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd. :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe. :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. a''' :Mhd. a erschyynd as e starg verdumpfts a, also e a, wo in e o yybergood (d Remmaljer schryybe sälber «à»). :''Tak'' [tåk] (dt. Tag), ''ga'' [gå] (dt. gehen), ''sta'' [štå] (dt. gehen) *'''mhd. e''' (Primärumlud) :Mhd. e erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend). :''Bätt'' (dt. Bett), ''läggu'' (dt. legen), ''wänj'' (dt. wenn und wann) *'''mhd. ä''' (Sekundärumlud) :Mhd. ä erschyynd as e hells /ä/, wenn s chùrz isch (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), und as e gschloses /e/, wenn s deend isch. :''Wäkṣje'' (dt. Wespe), ''Wéérzu'' („Wärze“, dt. Warze) *'''mhd. ë''' (germaanischs e) :Mhd. ë erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), wenn s chùrz isch, und as e gschloses /e/, wenn s deend isch. :''ṣchäksch'' (dt. sechs), ''Béérg'' (dt. Berg), ''Stéég'' (dt. Steg), ''Wéég'' (dt. Weg) *'''mhd. æ''' (Umlud vù ahd. lang â) :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant. :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njanka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Barba'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchandre, jérandru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und halbu'' (dt. halb zehn) :''sta'' (dt. wohnen) :''sta fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tannu – d Tanne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wätta – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der awangscht tsch Wéég'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Béérgsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''stannut'' (dt. gestanden, zue staa) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchelj tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) Drnääben aber au mit ''bet'' (dt. mit): *''Bet guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} ctos2v7ki18suuayat4sz5urd40ucq5 1088048 1088047 2026-08-28T08:27:59Z Freigut 8945 /* Bsùnderhaide us dr Ludig */ 1088048 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded. :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd. :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe. :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. a''' :Mhd. a erschyynd as e starg verdumpfts a, also e a, wo in e o yybergood (d Remmaljer schryybe sälber «à»). :''Tak'' [tåk] (dt. Tag), ''ga'' [gå] (dt. gehen), ''sta'' [štå] (dt. gehen) *'''mhd. e''' (Primärumlud) :Mhd. e erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend). :''Bätt'' (dt. Bett), ''läggu'' (dt. legen), ''wänj'' (dt. wenn und wann) *'''mhd. ä''' (Sekundärumlud) :Mhd. ä erschyynd as e hells /ä/, wenn s chùrz isch (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), und as e gschloses /e/, wenn s deend isch. :''Wäkṣchje'' (dt. Wespe), ''Wéérzu'' („Wärze“, dt. Warze) *'''mhd. ë''' (germaanischs e) :Mhd. ë erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), wenn s chùrz isch, und as e gschloses /e/, wenn s deend isch. :''ṣchäksch'' (dt. sechs), ''Béérg'' (dt. Berg), ''Stéég'' (dt. Steg), ''Wéég'' (dt. Weg) *'''mhd. æ''' (Umlud vù ahd. lang â) :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant. :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njanka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Barba'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchandre, jérandru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und halbu'' (dt. halb zehn) :''sta'' (dt. wohnen) :''sta fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tannu – d Tanne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wätta – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der awangscht tsch Wéég'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Béérgsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''stannut'' (dt. gestanden, zue staa) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchelj tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) Drnääben aber au mit ''bet'' (dt. mit): *''Bet guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} ouq40vztshpwrzrvdr16n3qqumlzgcn 1088049 1088048 2026-08-28T08:29:30Z Freigut 8945 /* Yyflis us em Romanisch */ 1088049 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded. :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd. :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe. :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. a''' :Mhd. a erschyynd as e starg verdumpfts a, also e a, wo in e o yybergood (d Remmaljer schryybe sälber «à»). :''Tak'' [tåk] (dt. Tag), ''ga'' [gå] (dt. gehen), ''sta'' [štå] (dt. gehen) *'''mhd. e''' (Primärumlud) :Mhd. e erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend). :''Bätt'' (dt. Bett), ''läggu'' (dt. legen), ''wänj'' (dt. wenn und wann) *'''mhd. ä''' (Sekundärumlud) :Mhd. ä erschyynd as e hells /ä/, wenn s chùrz isch (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), und as e gschloses /e/, wenn s deend isch. :''Wäkṣchje'' (dt. Wespe), ''Wéérzu'' („Wärze“, dt. Warze) *'''mhd. ë''' (germaanischs e) :Mhd. ë erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), wenn s chùrz isch, und as e gschloses /e/, wenn s deend isch. :''ṣchäksch'' (dt. sechs), ''Béérg'' (dt. Berg), ''Stéég'' (dt. Steg), ''Wéég'' (dt. Weg) *'''mhd. æ''' (Umlud vù ahd. lang â) :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant. :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njanka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Barba'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchandre, jérandru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und halbu'' (dt. halb zehn) :''sta'' (dt. wohnen) :''sta fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tannu – d Tanne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wätta – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der Awangscht tsch Wéég'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Béérgsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''stannut'' (dt. gestanden, zue staa) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchelj tsch Ṣchàlz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) Drnääben aber au mit ''bet'' (dt. mit): *''Bet guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} r96174pl72zvw07gzk7n2u0ci7tg29m 1088050 1088049 2026-08-28T08:30:15Z Freigut 8945 /* Yyflis us em Romanisch */ 1088050 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded. :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd. :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe. :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. a''' :Mhd. a erschyynd as e starg verdumpfts a, also e a, wo in e o yybergood (d Remmaljer schryybe sälber «à»). :''Tak'' [tåk] (dt. Tag), ''ga'' [gå] (dt. gehen), ''sta'' [štå] (dt. gehen) *'''mhd. e''' (Primärumlud) :Mhd. e erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend). :''Bätt'' (dt. Bett), ''läggu'' (dt. legen), ''wänj'' (dt. wenn und wann) *'''mhd. ä''' (Sekundärumlud) :Mhd. ä erschyynd as e hells /ä/, wenn s chùrz isch (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), und as e gschloses /e/, wenn s deend isch. :''Wäkṣchje'' (dt. Wespe), ''Wéérzu'' („Wärze“, dt. Warze) *'''mhd. ë''' (germaanischs e) :Mhd. ë erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), wenn s chùrz isch, und as e gschloses /e/, wenn s deend isch. :''ṣchäksch'' (dt. sechs), ''Béérg'' (dt. Berg), ''Stéég'' (dt. Steg), ''Wéég'' (dt. Weg) *'''mhd. æ''' (Umlud vù ahd. lang â) :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant. :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njanka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Barba'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''Gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchandre, jérandru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und halbu'' (dt. halb zehn) :''sta'' (dt. wohnen) :''sta fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tannu – d Tanne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wätta – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der Awangscht tsch Wéég'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Béérgsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''bi'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''stannut'' (dt. gestanden, zue staa) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchelj tsch Ṣchalz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) Drnääben aber au mit ''bet'' (dt. mit): *''Bet guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. 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Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} 3z1kqp63o98ap1twfkpckbma0r34pdb 1088051 1088050 2026-08-28T08:31:14Z Freigut 8945 /* Yyflis us em Romanisch */ 1088051 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). Es ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded. :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd. :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe. :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. a''' :Mhd. a erschyynd as e starg verdumpfts a, also e a, wo in e o yybergood (d Remmaljer schryybe sälber «à»). :''Tak'' [tåk] (dt. Tag), ''ga'' [gå] (dt. gehen), ''sta'' [štå] (dt. gehen) *'''mhd. e''' (Primärumlud) :Mhd. e erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend). :''Bätt'' (dt. Bett), ''läggu'' (dt. legen), ''wänj'' (dt. wenn und wann) *'''mhd. ä''' (Sekundärumlud) :Mhd. ä erschyynd as e hells /ä/, wenn s chùrz isch (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), und as e gschloses /e/, wenn s deend isch. :''Wäkṣchje'' (dt. Wespe), ''Wéérzu'' („Wärze“, dt. Warze) *'''mhd. ë''' (germaanischs e) :Mhd. ë erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend), wenn s chùrz isch, und as e gschloses /e/, wenn s deend isch. :''ṣchäksch'' (dt. sechs), ''Béérg'' (dt. Berg), ''Stéég'' (dt. Steg), ''Wéég'' (dt. Weg) *'''mhd. æ''' (Umlud vù ahd. lang â) :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant. :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njanka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Barba'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''Gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchandre, jérandru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und halbu'' (dt. halb zehn) :''sta'' (dt. wohnen) :''sta fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tannu – d Tanne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wätta – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der Awangscht tsch Wéég'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Béérgsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''big'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''stannut'' (dt. gestanden, zue staa) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchelj tsch Ṣchalz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) Drnääben aber au mit ''bet'' (dt. mit): *''Bet guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} fieu4106g2aulbxrokrg3b4g6o0ra0s 1088058 1088051 2026-08-28T09:18:35Z Holder 491 1088058 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). S ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded. :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd. :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe. :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. a''' :Mhd. a erschyynd as e staarg verdùmpfd a, also e a, wù in e o iibergood (d Remmaljer schryybe sälber «à»). :''Tak'' [tåk] (dt. Tag), ''ga'' [gå] (dt. gehen), ''sta'' [štå] (dt. gehen) *'''mhd. e''' (Primärumlud) :Mhd. e erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend). :''Bätt'' (dt. Bett), ''läggu'' (dt. legen), ''wänj'' (dt. wenn und wann) *'''mhd. ä''' (Sekundärumlud) :Mhd. ä erschyynd as e häl /ä/, wenn s chùùrz isch (d Remmaljer schryybe sälber «a», wel s wie s /a/ im Idalieenisch deend), und as e gschlose /e/, wän s deend isch. :''Wäkṣchje'' (dt. Wespe), ''Wéérzu'' („Wärze“, dt. Warze) *'''mhd. ë''' (germaanischs e) :Mhd. ë erschyynd as e häl /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wel s wie s /a/ im Idalieenisch deend), wenn s chùùrz isch, ùn as e gschlose /e/, wän s deend isch. :''ṣchäksch'' (dt. sechs), ''Béérg'' (dt. Berg), ''Stéég'' (dt. Steg), ''Wéég'' (dt. Weg) *'''mhd. æ''' (Umlud vù ahd. lang â) :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant. :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njanka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Barba'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''Gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchandre, jérandru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und halbu'' (dt. halb zehn) :''sta'' (dt. wohnen) :''sta fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tannu – d Tanne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wätta – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der Awangscht tsch Wéég'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Béérgsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''big'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''stannut'' (dt. gestanden, zue staa) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchelj tsch Ṣchalz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) Drnääben aber au mit ''bet'' (dt. mit): *''Bet guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} 4xygdvi32szpkre61y0h6dqmopqm74x 1088059 1088058 2026-08-28T09:39:02Z Holder 491 1088059 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Remmaljertittschu}} [[Datei:Remalljertittschu.jpg|mini|rechts|300px|''Ts Remmaljertittschu''. S Wèèrderbuech vù Remmalju]] S '''Remmaljertittschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella). S ghèèrd doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]]. == Foorschigsgschiichd == Remmalju isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] im April 1952 gmachd woore. Frieni Publikatione, wù s Remmaljertittschu es Thema isch, sin vom Braiß [[Julius Maximilian Schottky]] („Das Thal von Rimella und seine deutschen Bewohner“ in dr Zytschrifd „Das Ausland“, 1836) ùn vùm Wiirdebäärgr [[Albert Schott]] („Die deutschen Colonien in Piemont“, 1842). Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober ane 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. 1924 ùn 1930 hed dr [[Emil Balmer]] Remmalju bsuecht. 1949 chùnd sy Buech iiber d Siidwalser uuse, wù s au ne Kapitel iiber s Remmalljertittschu din hed. Dr [[Marco Bauen]] hed fir syyni Dokteraarbed „Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella (Valsesia, Piemont)“ zwische 1965 ùn 1971 Ùfnaame ùn Befroogige z Remmalju gmachd. Dooderzue hed er ali Yywoner vù Remmalju gfrogd (insgsamd 168). Au d Fluurnäme vù Remmalju hed er gsamled. Dr [[Paul Zinsli]] hed scho ane 1958 zäme mid Studänte ùf ere Exkursion Fluurnäme vù Remmalju ùfgnùù. In syym Buech „Südwalser Namengut“ vù 1984 hed er derno die Fluurnäme verefendligd, au die, wù vùm Marco Bauen gsamled woore sin. 1995/1996 ùn 1996/1997 sin an dr Universideed Turin zwoo Magischteraarbede iiber s Remmaljertittschu gschriibe woore. Di aind isch vùm M.&nbsp;De Michelis mid eme soziolinguistische Thema, di ander vù dr Margherita Vergnano mid grammatische Froogeschdelige. 1995 und 2005 isch es remmaljertittsches Wèèrderbuech und 2011 e remmaljertittschi Grammatik bublizierd wore, uusegee vùm Centro Studi Walser di Rimella ùnder dr Laidig vùm [[Dino Vasina]]. Fir e Buech iiber d Gschiichd vù Remmalju, wù 2004 uusechùù isch, hed d [[Silvia Dal Negro]] dr Woordschaz vùm Titschu analisierd. 2007 isch dr Remmalju-Band vùm „Atlante Toponomastico del Piemonte Montano“ uusechùù – e Biechli, wù d Fluernämen erchläärd ùn si (andersch wie bim Zinsli sym Buech) uf segs Chaarde lokalisierd. Ab ane 2003 hed d [[Maria Concetta Di Paolo]] an ere Dokteraarbed mid em Aarbedstitel „Lehnwortschatz und Code-Switching in Rimella“ iber s Remmaljertittschu an dr Universideed Züri gschafd. 2018 isch s in ere weng andere Foorm ùnder em Titel „Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia“ bublizierd woore – e Gsamdschau iber dr Dialäkt vù dääre Walsersiidlig. == Schryybwyys== In däm Artikel sin di remmaljertittschä Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe. D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. D Rimeller hän e aigeni Schryybwyys, wù vùm [[Marco Bauen]] ùn em [[Dino Vasina]] uusgschafd wooren isch. Mer drifd si in alne Bublikazioone aa, wù vùm Centro Studi Walser da Rimella uusegee wääre. == Bsùnderhaide us dr Ludig== [[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|300px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]] *'''Voli Vokal''' :Im Remmaljertittschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore. :''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) *'''Entrùndig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe ùn öu entrùnded. :''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) *'''Palatalisierig''' :Wie im Wallisertitsch sin mhd. û, ou palatalisierd. :''Hüt'' (dt. Haut), ''brüüchu'' (dt. brauchen), ''üüf'' (dt. auf), ''Löib'' (dt. Laub) *'''mhd. î, iu, û''' :Mhd. î, iu ùn û sin wie in alene hegschdalemanische Dialäkt au im Uuslud ùn im Hiatus as Monophthong erhalde. :''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe'' (dt. neue) * '''mhd. ie, üe, uo''' :Mhd. ie, üe, uo sin vo fallende zue glychgwiichdige oder sogaar zue styygende Diphthong woore, des haisst, si hän dr Toon dailwyys oder ganz ùf dr zwaid Dail verschoobe. :''wlieegu, wljeegu'' (dt. fliegen), ''giööd, giood, gjööd, gjood'' (dt. gut) *'''mhd. a''' :Mhd. a erschyynd as e staarg verdùmpfd a, also e a, wù in e o iibergood (d Remmaljer schryybe sälber «à»). :''Tak'' [tåk] (dt. Tag), ''ga'' [gå] (dt. gehen), ''sta'' [štå] (dt. gehen) *'''mhd. e''' (Primärumlud) :Mhd. e erschyynd as e hells /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wil s wie s /a/ im Idalieenisch deend). :''Bätt'' (dt. Bett), ''läggu'' (dt. legen), ''wänj'' (dt. wenn und wann) *'''mhd. ä''' (Sekundärumlud) :Mhd. ä erschyynd as e häl /ä/, wenn s chùùrz isch (d Remmaljer schryybe sälber «a», wel s wie s /a/ im Idalieenisch deend), und as e gschlose /e/, wän s deend isch. :''Wäkṣchje'' (dt. Wespe), ''Wéérzu'' („Wärze“, dt. Warze) *'''mhd. ë''' (germaanischs e) :Mhd. ë erschyynd as e häl /ä/ (d Remmaljer schryybe sälber «a», wel s wie s /a/ im Idalieenisch deend), wenn s chùùrz isch, ùn as e gschlose /e/, wän s deend isch. :''ṣchäksch'' (dt. sechs), ''Béérg'' (dt. Berg), ''Stéég'' (dt. Steg), ''Wéég'' (dt. Weg) *'''mhd. æ''' (Umlud vù ahd. lang â) :Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Remmaljertittschu zue dr weschdlige Siidwalser Dialäkt. :''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentak'' (dt. Montag) *'''Vokalquaniteet''' :Ob e Vokal lang oder chùrz isch, isch phonetisch nid relevant. :''Hüüsch'' oder ''Hüsch'' (dt. Haus; urspringlig lang) :''Gadu'' oder ''Gaadu'' (dt. Stall; urspringlig chùrz) :''zochut'' oder ''zoochut'' (dt. gezogen; urspringlig chùrz) *'''mhd. -nk''' :Mhd. -nk erschyynd wie in andere südwalserische Dialäkt as -nch. :''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) *'''mhd. -rn''' :Wie in alene hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as -ru. :''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) *'''mhd. -rm''' :D Konsonanteverbindig rm wird dur en Sprossvokal uufgleest ùn zue -rum. :''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) *'''mhd. -hs''' :Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. -hs as -ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs: :''Wuksch'' (dt. Fuchs) *'''german. s > sch''' :Wie in alene Walserdialäkt vùm Sesiadaal, aso au Im Land ùn z Arimmu, wird faschd jèèdes germanisch s zue sch palatalisierd. :''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchind gṣchi'' (dt. sind gewesen), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch''' :D Konsonante s ùn sch sin vor Vokal ùn vor w imer schdimhafd, vor Konsonant ùn im Uuslud schdimloos. :''baṣur'' (dt. besser), ''eṣwas'' (dt. etwas), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) *'''Schdimhafdigkaid vù f''' :Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid. :''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''Wuksch'' (dt. Fuchs), ''wènnu'' (dt. finden) *'''mhd. -nd, -nt''' :Mhd. -nd ùn -nt erschyyne in e Dail Wèèrder as n/nn. :''fènnu'' (dt. finden), ''unna'' (dt. unten) *'''Palatalisierig vù l, m, n, ng''' :In e Dail Wèèrder sin l, m, n, oder ng palatalisierd zue lj, mj, nj, ngj. :''Remmalju'', ''wèrbrännju'' (dt. verbrennen), ''wällju'' (dt. wollen), ''ljèk'' (dt. klein) *'''Uslutverhertig''' :Im Remmaljertittschu gid s no wie in andere Walserdialäkt di mhd. Uslutverhertig. : ''Tak'' m. (dt. Tag), Pl. ''Taga'' == Deklination == === Genitiv === ==== Foorme ==== Im Singular zaigd sich d Genitivändig in dr maischde Fäl nùmen am Artikel: :''der Brioder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michael) :''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters) :''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege) :''d Wäta der Aju'' (dt. die Schwester der Mutter) Di ald Foorm chùnd im Singular nùme no sälde vor: :''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr) :''ṣchind töt tsch Hungersch'' (dt. Sie sind Hungers gestorben.) Im Plural good dr Genitiv i freijer Varianz uf ''-o'' oder ''-u'' us: :''d Tränchje der Geissu'' (dt. die Glocken der Geissen) :''der Jaaro, der Jaaru'' (dt. vor vielen Jahren, vor langer Zeit) Denääbe gid s au d Form vùm Nominativ Plural: :''äi der Chnächta'' (dt. einer der Knechte) ==== Aawändig vùm Genitiv ==== Im Remmaljertittschu chaa mr dr Genitiv (wie im [[Issimedeutsch|Eischemtöitschu]]) no ganz frèi bruuche: * Bsiz ùn Zueghèèrigkaid :''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels) :''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges) * Uursach :''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.) :''Isch niemer bṣcheet nit tsch Firsch.'' (dt. Es ist noch nie etwas geschehen des Feuers wegen.) * Zyd :''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen) :''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht) :''tsch Suntak'' (dt. am Sonntag) * Genitivus partitivus :''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.) :''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees) * Genitivus instrumentalis :''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) * he der Manglu :''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz) :''Ich hè nit dèr Manglu dinnèsch'' (dt. Ich bedarf deiner nicht.) * Genitiv abhängig vù Pronome :''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat ihrer keine.) :''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) === Dativ ùn Akkusativ vù dr Substantiv === Im Singular lutted dr Dativ ùn dr Akkusativ alwyyl wie dr Nominativ. Räschte vùmenen alde Underschiid, wie-n-en d [[Elise Wipf]] no fir s walliserisch Visperterminen zaiged, liige vilyycht im hytt freije Wächsel vù ''-o'' und ''-u'' voor: :''der Atto, der Beero, der Heero, der Pfaffo – dum/zum Heeru, dum/zum Pfaffu'' (dt. der Vater, der Bär, der Herr/Pfarrer, der Pfaffe/Pfarrer – dem/zum Herrn, dem/zum Pfaffen), dernääben aber au im Nominativ ''min Attu, der Heeru'' ùn im Dativ ''zum Faffo;'' ùn ''der Owo – en dun Oowo'' (dt. der Ofen, in den / im Ofen) stood nääbe ''en grosse Gadu – in dun Gaadu'' (dt. ein großer Stall, in den / im Stall) Im Plural goot dr Dativ uf ''-u'' us: :''trängchu du Chieenu'' (dt. die Kühe [wèèrdlig: den Kühen] tränken) :''het er ṣchäid du Chendu'' (dt. hat er den Kindern gesagt) :''bet du Händu'' (dt. mit den Händen) :''zun dreju Jaaru'' (dt. alle drei Jahre, jedes dritte Jahr) Denääbe gids au d Form vùm Nominativ Plural: :''i kebu z ässu dun Gäis'' (dt. ich geben den Geissen zu essen) :''der Watter hed gṣchäit schinu Chnächta'' (dt. der Vater sagte seinen Knechten) === Adjektivdeklination === Wie in andere hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd. :''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.) :''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.) :''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) In dr attributive Schdelig gid s zwoo Meegligkaide: * voraagschdeld :''der ängke Weeg'' (dt. der enge Weg) :''t lätze Hand'' (dt. die linke Hand) * noogschdeld (wie im Idalieenisch): :''deer Brjoder ṣchjeche'' (dt. der kranke Bruder) :''d Arma längu'' (dt. die langen Arme) == Aawändig vù dr Pronomina == Bim Personalpronome gid s im Remmaljertittschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt verlengeredi Foorme nach em Voorbild vùm Idalieenische. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“: ''endschandre'' (dt. wir, „uns andere“), ''jerandru'' (dt. ihr, „ihr andere“), ''ṣchiandru'' (dt. sie, „sie andere“) Im Remmaljertittschu verwänded mer dr neutral Artikel bi wyyblige ùn bi mänligi Persone. :''ts Mejè'' (dt. Maria), ''ts Riko'' (dt. Rico), ''ts Bateschta'' (dt. Battista) S neutral Pronome ''es'' wird wie in andere alemanische Dialäkt fir wyybligi Persone verwänded, aber doodriiberuuse au no fir mänligi Persone, wù kaini Reschpektspersone sin. :''Hit mim Brioder chunt nit, ma ṣchu hättet s Zit ṣchu chentet s.'' (dt. Heute kommt mein Bruder nicht, aber wenn er Zeit hätte, käme er.) :''Wie hèt s mu gspält, hed s chänt, ke ṣchijen ees.'' (dt. Wie sie ihn anredete, erkannte sie, das er es war.) :''Dio ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hed s gwäscht.'' (dt. Als wir dort bei der Mutter waren, wo sie gewaschen hat.) == Verbkonjugation== === Vollverbe === [[Datei:Bauen Rimella.jpg|mini|rechts|300px|D Dokterarbed vùm Marco Bauen]] Im Remmaljertittschu good dr Infinitiv uf ''-u'' (ahd. ''-an, -en, -ôn'') oder ''-e'' (ahd. ''-ên'') us. Im Präsens sin d Foorme vù dr 1. ùn 2. Pl. verschmùlze mid enklitische Pronome: ''endschandre bisswer'' (< biss-wer, dt. wir beissen), ''jerandru bisseder'' (< bissed-er, dt. ihr beisst). Im Partizip Perfäkt isch s Präfix ''g-'' fakultativ ùn feelt hyffig. D Ändig vù dr schdaarche Verb good wie bi de schwache zmaischt uf ''-t'' us: ''gfunnut/funnut'' (dt. gefunden). In dr flektierte Form falld das ''-t'' aber äwägg: ''ess ṣchii ṣchuffus'' (dt. es [= er] sei betrunken), ''gṣchottne bäine'' (dt. gesottene Knochen). :''ṣchege'' (dt. sagen) :Präs. Ind.: ''ich ṣchege'', ''du ṣchegescht'', ''is ṣcheget'', ''endschandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ''ṣchiandru ṣchegent'' :Part. Perf.: ''gṣchäit/ṣchäit/ṣchäid'' :''ässu'' (dt. essen) :Präs. Ind.: ''ich ässu'', ''du ässuscht'', ''is ässt'', ''endschandre ässwer'', ''jerandru ässeder'', ''ṣchiandru ässunt'' :Part. Perf.: ''kässt'' === Hilfsverbe === :''hä'' (dt. haben) :Präs. Ind.: ''ich heg'', ''du hescht'', ''is het'', ''endschandre häwwer'', ''jerandru hädder'', ''ṣchiandru hänt'' :Part. Perf.: ''hebet'' :Konj. Präs.: ''ich häje'', Konj. Prät.: ''ich hätte'' :''ṣchi'' (dt. sein) :Präs. Ind.: ''ich bì/pì'', ''du bescht'', ''is ìsch'', ''endschandre ṣchiwwer/bìwwer'', ''jerandru ṣchidder'', ''ṣchiandru ṣchint'' :Part. Perf.: ''gṣchit/ṣchid'' :Konj. Präs.: ''ich ṣchije'', Konj. Prät.: ''ich wìste/wìre'' :''tjo/tjö'' (dt. tun) :Präs. Ind.: ''ich tjo/tjö'', ''du tjoscht/tjöscht'', ''is tjot/tjöt'', ''endschandre tjewer'', ''jerandru tjeder'', ''ṣchiandru tjent'' :Part. Perf.: ''tat'' :Konj. Präs.: ''ich tjeje'', Konj. Prät.: ''ich tjette'' === Modalverbe=== :''wällju'' (dt. wollen) :Präs. Ind.: ''ich wilj'', ''du welscht'', ''is welt'', ''endschandre wälljwer'', ''jerandru wälljeder'', ''ṣchiandru wälljunt'' :Part. Perf.: ''wälljut'' :Konj. Präs.: ''ich wällje'', Konj. Prät.: ''ich walte'' :''tùrrù'' (dt. dürfen) :Präs. Ind.: ''ich tùrrù'', ''du tarschd'', ''is tard'', ''endschandre terwer'', ''jerandru terender'', ''ṣchiandru terru'' :Part. Perf.: ''tùrrù'' :''chùnnù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich chaa'', ''du chaascht'', ''is chaad'', ''endschandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ''ṣchiandru chennund'' :Part. Perf.: ''chùnnù'' :''messù'' (dt. müssen) :Präs. Ind.: ''ich mes'', ''du mescht'', ''is mesd'', ''endschandre messwer'', ''jerandru messender'', ''ṣchiandru messends'' :Part. Perf.: ''messù/gmessù'' :''mùù'' (dt. können) :Präs. Ind.: ''ich mòò'', ''du mòòschd'', ''is mòòd'', ''endschandre meewer'', ''jerandru meeder'', ''ṣchiandru meend'' :Part. Perf.: ''gmùù'' === Chùùrzverbe === :''gaa'' (dt. gehen) :Präs. Ind.: ''ich gaa/gaag'', ''du gäischd'', ''is gäid'', ''endschandre gangwer'', ''jerandru gangeder'', ''ṣchiandru gand'' :Part. Perf.: ''kangud'' :Konj. Präs.: ''ich gange'', Konj. Prät.: ''ich gente'' :''schta'' (dt. stehen) :Präs. Ind.: ''ich schta'', ''du schtaischt'', ''is schtait'', ''endschandre schtenwer'', ''jerandru schtenneder'', ''ṣchiandru schtennunt'' :Part. Perf.: ''schtannut'' :Konj. Präs.: ''ich schtenne'', Konj. Prät.: ''ich schtente'' :''gee'' (dt. geben) :Präs. Ind.: ''ich gebù'', ''du geschd'', ''is ged'', ''endschandre gewer/gääwer'', ''jerandru gender/gäder'', ''ṣchiandru gend/gänd'' :Part. Perf.: ''keed'' :''gìì'' (dt. nehmen) :Präs. Ind.: ''ich gìì/gee'', ''du gììscht/geeschd'', ''is gìt/ged'', ''endschandre gììwer/geewer'', ''jerandru gììder/geender'', ''ṣchiandru gìnd/gend'' :Part. Perf.: ''kìd/ked'' :Konj: ''ich gìje'' :''zie'' (dt. ziehen) :Präs. Ind.: ''ich zie'', ''du ziesch'', ''is ziet'', ''endschandre ziewer'', ''jerandru zieder'', ''ṣchiandru zient'' :Part. Perf.: ''zocht/zohut/zoochut'' :Konj: ''ich zieje'' :''laa'' (dt. lassen) :Präs. Ind.: ''ich laa'', ''du laaschd'', ''is lad'', ''endschandre leewer'', ''jerandru leeder'', ''ṣchiandru leend'' :''schlaa'' (dt. schlagen) :Präs. Ind.: ''ich schlaanech'', ''du schlaaschd'', ''is schlaad'', ''endschandre schleewer'', ''jerandru schleender'', ''ṣchiandru schleent'' :Part. Perf.: ''gschlaagùd'' :''traagu'' (dt. tragen) :Präs. Ind.: ''ich traag'', ''du träischd'', ''is träid'', ''endschandre treewer'', ''jerandru treeder'', ''ṣchiandru treend'' :Part. Perf.: ''gtraagud'' == Woordschaz== ;Wùchedääg ''Meentak'', ''Ziischtag'', ''Mitwuche'', ''Donschtak'', ''Friitak'', ''Samschtak'', ''Sunnutak'' ;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin :''entcheedu'' (dt. antworten), vgl. ahd. quedan :''schpallu'' (dt. sprechen) < ahd. spellon :''zellu'' (dt. erzählen) < mhd. zeln :''Ramm'' (dt. Rabe) < ahd. hram :''ṣchiech'' (dt. krank) < mhd. siech :''Brjöch'' (dt. Hose) < mhd. bruoch ;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder :''Oischpiegle'' (dt. Brille) :''Hotschpal'' (dt. Frosch) :''Fiifunstròòglù'' (dt. Schmetterling) :''Schtraafùl'' (dt. Heuschrecke) :''Grüüfle'' (dt. Preiselbeeren) :''Gèrgedsch'' (dt. Vogelbeere) :''Attu'' (dt. Vater) :''Aju'' (dt. Mutter) == Yyflis us em Romanisch == ;Woordschaz Nadyyrli gid s im Remmaljertittschu vyyl Främd- ùn Läänwèèrder us em Italienisch ùn em Piemontesisch: :''ma'' (dt. aber) :''toscht'' (dt. beinahe, fast) :''dṣcha'' (dt. schon) :''njanka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht) :''lìvru'' (dt. beenden) :''passru'' (dt. vorbeigehen) :''Barba'' (dt. Onkel) :''Gäṣchenu'' (dt. Hütte) :''Gratsia'' (dt. Gnade) :''Schkarpio'' (dt. Böschung) Bi vyyl Wèèrder gid s dernääbe au no remmaljetitschi Wèèrder mid dr glyyche Bedydig: :''kè'' (dt. dass), nääbe remmaljetittschu ''dass'', ''dasch'' :''dopu'' (dt. dann), nääbe remmaljetittschu ''derna'' :''parkä'' (dt. warum), nääbe remmaljetittschu ''wèrum'' :''angke'' (dt. auch), nääbe remmaljetittschu ''öich'' :''kuntra'' (dt. gegen, entgegen), nääbe remmaljetittschu ''wèder'' :''ṣübit'' (dt. sofort), nääbe remmaljetittschu ''bhänt'' :''e'' (dt. und), nääbe remmaljetittschu ''und'' In grooser Zaal gid s au Lääniibersezige: :''endṣchandre, jérandru'' (dt. wir, ihr; lueg unde) :''ninu und halbu'' (dt. halb zehn) :''sta'' (dt. wohnen) :''sta fi'' (gut gehen) :''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten) :''wallju wol'' (dt. gernhaben) ;Ludig D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch wie in dr romaanische Schbrooche ùfghoobe: :''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) S mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore: :''Brö(ö)t'' (dt. Brot) :''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon) :''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“) :''Hö(ö)ru'' (dt. Horn) :''mö(ö)ru'' (dt. morgen) :''tö(ö)t'' (dt. tot) :''Wö(ö)rd'' (dt. Wort) :''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) S mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud) – di Erschyynig chäne au di romaanische Noochberdialägd: :''Woogal'' (dt. Vogel) :''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten) :''Wuggsch'' (dt. Fuchs) :''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass) :''Ṣchach'' (dt. Sache) :''ṣchege'' (dt. sagen) :''Ṣchunnu'' (dt. Sonne) :''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd – au di Erschyynig chäne di romaanische Noochberdialägd: :''Remmalju'' (it. Rimella) :''ljekk'' („lützel“, dt. klein) :''ljekku'' (dt. liegen) :''wälj'' (dt. welch) :''wällju'' (dt. wollen) :''wilj'' (dt. viel) Paladalisierig vù (faschd) ale s zue sch (wie in dr romaanische Dialägd vùm Sesiadaal), nid nùme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch: :''Ṣchache'' (dt. Sachen) :''ṣchèège'' (dt. sagen) :''ṣchengu'' (dt. singen) :''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen) :''Wuggsch'' (Fuchs) :''Huusch'' (dt. Haus) ;Morfologyy Wie in alle Walliser- ùn Syydwalsermùndaarte chänd de Pluraal vù de wyybliche Wèèrder en Ändig, wù us em Romaanische chùnd ùn nit uf s Althoochdydsch zrùggood: :''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen) :''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) :''d Tannu – d Tanne'' (dt. die Tanne – die Tannen) :''d Wätta – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern) Dr [[Genitiv]] vù dr schdaarche mänlige ùn sächlige Wèèrder hed nùme sälde en Ändig: :''der Briöder tsch Mechel'' (dt. der Bruder des Michels) :''der Awangscht tsch Wéég'' (dt. der Anfang des Weges) Nù sälde mit ''-sch:'' :''der Schpetz tsch Béérgsch'' (dt. die Spitze des Berges) S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor: :''ich tjönech ṣchetzu'' (dt. ich sitze) :''er häder noch Zit'' (dt. ihr habt noch Zeit) :''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen) :''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt) :''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen) :''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Chùùrzverbe vyylmool uf ''-g'' uus. Des basd derzue, as i vyyl grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èèrschde Persoon Singular es ''-c'' oder ''-g'' aahängge, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. :''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe) :''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann) :''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse) :''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe) :''ich bi'' / ''big'' (dt. ich bin) :''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe) :''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded, ùn au s Präfix ''g'' wird vyylmool ewäggloo; s Voorbild isch di romaanisch Partizipbildig: :''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu) :''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa) :''laagut'' (dt. gelassen, zue laa) :''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé) :''stannut'' (dt. gestanden, zue staa) :''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) Bim Personalpronome im Plural gid s verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. :''endṣchandre'' (dt. wir, uns) :''jerandru'' (dt. ihr) :''uwandre'' (dt. ihr, euch) :''ṣchiandru'' (dt. sie) :''dunandre'' (dt. ihnen) ;Syntax Au im Sazböu gid s Yyflis us em Idalieenisch. D Inversion vùm Subjekt ùn em Prädikat finded nid schdad bi nominale Subjekt, glyych wie im Idalieenisch. :''Ich mess berru Wet.'' (dt. Ich muss Holz tragen.) :''Dopu mi Wäta chund änchär.'' (dt. Dann kommt meine Schwester herab.) :''Èn t Chilchu tèr Heeru schpält alṣchi Wältṣchu.'' (dt. In der Kirche spricht der Pfarrer immer Italienisch.) :''I ga wennu min Briöder siechs.'' (dt. Ich besuche meinen kranken Bruder.) :''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) Dr Genitiv schdood mee oder weeniger brinzipiel baraleel zem idalieenische „di“, er isch also nid aifach aliwyyl „althoochdydsch“: :''ladu der Eeṣchelj tsch Ṣchalz'' (dt. den Esel mit Salz beladen) [[Kasus]] bi Präposizioone :''gawer in t Chilchu'' Akk. (dt. Wir gehen in die Kirche.) :''tjöwer altsi bätu en t Chilchu'' Akk. (dt. Wir beten immer in der Kirche)) Dr [[Relativsatz|Relativsaz]] wird mid ''das'' oder mit ''kè'' (vù idalieenisch „che“) bilded: :''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.) :''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) :''Hiere ṣchègendsch, kè s isch Sant’Antonio, ma n ä Fard ess ṣchiid Summerzianu.'' (dt. Hier sagen sie, dass es Sant’Antonio ist [= heisst], aber früher war es Summerzianu.) S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. :''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) Drnääben aber au mid ''bet'' (dt. mit): *''Bet guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' == Schbroochbyyschbel == :''Der Jaaro hènd sch altsi zält d Alto: Üf èn un Oobru isch gṣchid èn Aajo. Èss kango wäṣchu d Wèndle èn Tèmp der Mäsch uber èn d Schljöcht. Hèd sch nahebèt bèt ira irä zwäi Chènd ljèke. Dopu kuket sch ubar, hèd sch nèmme gṣchèè t Chend, wa hèt ṣchè hèbet dar derbei. Hèd ṣche gschjöcht bhèremaläke, ma t Chend hèt ṣchè nèmme gfunnut. Èss kanged emuuber èn un Kantung, èss kangu ṣchèège: „I wäis ni, wa ṣchin mer kangu liiwru mi Chènd, i fènne ṣchi nemme, eswèèls hè mer ṣchèn ewèg tragu, parkä wannu èn da hèn sch ni mu schtriichu.“ Nèsch d Lit ṣchin kangu schjoche, ma sch hèn nid gfunnud. Hènd sch awärtirt uber Zer Chilchu, un hènd sch littut Gloke, ṣchind sch allje kangu schjöche diṣche Chènt. Hènd sch nienu ni gfunnut. Dopun eswèèls bèt passrun üf ne heje Galgo, hèt är heerd äs Wuuschje. Er hèd heerd brellju. Hènd sch kuked obṣchech, hènd sch em gṣchid üf en dische Galgo diṣche Chend. Hènd sch gṣchäid: „Wermunt hiere, da mèwer ṣchè ni ko gi. Wèls gäid üf da?“ Hèn ṣchi gṣchèllt Lèttru zeemund bèt Schnieren, und griwert ṣchind sch da. Und dän hènd sch brèlt du Chendu, dass ṣchech nid schteere, perkä un tjend ṣchèch schteeru ṣcho da käpun sch èncher. Numu gṣchid üf nes ljèksch Weegje. Djö ṣchind sch üfgriwart derbei, hèn ṣchäid: „Wie hèd er tat z schtè hiere Ṣcheel Zitsch un nid äncher ge?“ – „Ma, enschandre hiere hèwer talmi hèbed es Wib wörnan enschandre, es blauwu Wib bèt em Schkussal entlagos. Nèsch hèwer ni mu keppu.“ – „Ma wèls hè nu trago hie?“ – „Aa, djö ṣchiwer gṣchi da bei d Ajo, wa hèd s gwäscht, isch passard e ṣchwèrze Chjö, hèt ènsch gbèrt üf en Hööru un hèd sch ènsch getragut hie.“ D Èèlte mine hèd no kchäna äis tèr Wiiber, dèro das hènd sch ewèètragud, djön èss gṣchit äs ljèks Chènt.'' == Literatur == * ''Atlante Toponomastico,'' Band 31: ''Rimella.'' Ricercatore: [[Dino Vasina]]. Hrsg. von Atlante Toponomastico del Piemonte Montano unter der Leitung von Arturo Genre und Lorenzo Massobrio. Turin 2007. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa.'' Francke, Bern 1949, S.&nbsp;174–189. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten.'' Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * [[Silvia Dal Negro]]: ''Altertümlichkeit, Sprachwandel und Sprachtod. Das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ in zwei piemontesischen Walserdialekten.'' In: ''Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik'' 67, 2000, S.&nbsp;28–52. * Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' In: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483. * Silvia Dal Negro: ''Usi linguistici nelle comunità walser: il caso di Rimella alla luce della edizione del Dizionario Italiano–Tittschu e Tittschu–Italiano. Influenza delle lingue sull’idioma di Rimella.'' In: ''Un popolo di migranti a sud delle Alpi. I Walser a Rimella e in Valsesia. Atti delle manifestazioni indette dal Comune di Rimella e dal Centro Studi Walser rimellese in occasione dei 750 anni dalla fondazione di una stabile comunità.'' Hrsg. vom Centro Studi Walser Rimella. Rimella 2005/2006, S.&nbsp;105–114. * M. De Michelis: ''Il dialetto alemannico di Rimella: aspetti sociolinguistici e particolarità.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1995/1996. * [[Maria Concetta Di Paolo]]: ''Un’indagine sull’evoluzione del Remmalljertittschu. Il lessico delle attività lavorative domestiche.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Studi alemannici II.'' Dell’Orso, Alessandria 2002, S.&nbsp;175–220. * Maria Concetta Di Paolo: ''Ma lieksch und nid: Romanisch und Germanisch im Kontakt in Rimella.'' In: [[Hubert Klausmann]] (Hrsg.): ''Raumstrukturen im Alemannischen. Beiträge zur 15.&nbsp;Arbeitstagung zur alemmannischen Dialektologie. Schloss Hofen, Bregenz/Lochau (Vorarlberg), 19.–21.9.2005.'' Neugebauer, Graz/Feldkirch 2006, S.&nbsp;181–188. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività. Morfologia e semantica del verbo.'' In: Walter Breu (Hrsg.): ''L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie. Atti del 2 Convegno Internazionale di Costanza.'' Brockmeyer, Bremen 2010 (Diversitas Linguarum 29), S.&nbsp;67–87. * Maria Concetta Di Paolo: ''Per una ri-lettura di'' Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella ''di Marco Bauen.'' I: Elisabetta Fazzini (Hrsg.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2011 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 4), S.&nbsp;51–64. * Maria Concetta Di Paolo: ''Il tittschu di Rimella. L’evoluzione di un dialetto alemannico in Italia.'' Edizioni dell’Orso, Alessandria 2018 (zugleich Dissertation Universität Zürich 2017) (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 8). * Maria Concetta Di Paolo: ''E poi ci sono tutti i bljöme. Fenomeni di contatto nella parlata dell’isola linguistica di Rimella in Italia.'' In: Claudio Di Felice (Hrsg.): ''Nuovi aspetti linguistici e letterari dell’italianità.'' Lang, Bern 2020. * [[Elisabetta Fazzini]], Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica. Studi linguistici, filologici e dialettologici 1, 5, 6, 7, 9, 10). * ''La grammatica de „Ts Remmaljertittschu“. Compendio al Dizionario dell’Idioma Walser di Rimella.'' Zusammengestellt von [[Dino Vasina]] und Margherita Vergnano. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Rimella 2011. * [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Frauenfeld 1952. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie.'' Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag. Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle, Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98. * Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke, Bern 1958. * ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano–Tittschu; Vocabolario Tittschu–Italiano.'' Redaktion: Dino Vasina und Caro Bucchelloni bzw. Dino Vasina und Antonella Giacosa. Hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995. 2005. * Paolo Sibilla: ''Una comunità Walser delle Alpi. Strutture tradizionali e processi culturali.'' Leo S. Olschki Editore, Firenze 1980 (Biblioteca di Lares 46). * ''Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS).'' Begr. von [[Heinrich Baumgartner]] und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, [[Robert Schläpfer]], [[Rudolf Trüb]] und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. Francke, Bern bzw. Basel 1962–2003). – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+6&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rimella]. * Margherita Vergnano: ''Aspetti grammaticali del dialetto walser di Rimella.'' Unpublizierte Magisterarbeit Universität Turin 1996/1997. * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutsche Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Stämpfli, Bern 1984. == Weblink == * [http://www.centrostudiwalserrimella.it/ Centro Studi Walser Rimella] {{Navigationsleiste Walser}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] {{Läsiger Artikel}} n0w1lwnwkc9s7vkz3yxirssn3qg9gog Südwalserdeutsch 0 23234 1088052 1087582 2026-08-28T08:31:37Z Freigut 8945 /* Romaanischi Yyflis ùn Romanisme */ 1088052 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Siidwalserisch}} [[Datei:Walser Italien.JPG|mini|300px|Chaarde vù 1881 mid dr italienische Walsergmaine. Salei, Aager ùn s schwyzerisch Gurin sin nid yyzaichnet.]] [[Datei:Distribuzione della lingua e della comunità Walser in Italia.png|mini|300px|Chaarde mid dr italienische Walsergmaine. As mr z Carcoforo ùn z Rimasco sel dydsch gschwäzd haa, isch nid noogwiise.]] [[Datei:Greschoneititsch.jpg|mini|300px|Dänggmool fir dr [[Heinrich Welf]] ùf Greschoneititsch an dr Chilchemuure vù Greschunei Oberteil (La-Trinité)]] [[Datei:Alagna Valsesia- (26).JPG|mini|zwaischbroochigi Oordsnaamedaafele]] [[Datei:AlagnaWegweiser1.jpg|mini|E zwaischbroochige Wäägwyyser z Im Land]] [[Datei:Casa walser.jpg|mini|250px|es Walserhuus z Im Land – „Wïtte mu hed aswenn glebed im Land“]] [[Datei:Alagna Valsesia 203.JPG|mini|250px|zwaischbroochigi Schrifde im Walserhuus z Im Land]] S '''Siidwalserisch''' oder s ''äänetbirgisch Walserdytsch,'' wie dr [[Paul Zinsli]] gsaid hed, isch e Uusdrùg fir di [[Höchstalemannisch|hegschdalemanische]] Dialägd, wù in dr [[Walser|Walsergmaine]] z [[Italien|Italie]] ùn im [[Kanton Tessin|Tessin]] gschwäzd wääre. Die siidlichi Schbroochfamilie vùm [[Walserdeutsch|Walserdytsch]] hed verschiideni Oords[[Dialekt|dialägd]]. == wù s Siidwalserisch voorchùnd == ;Im [[Piemont]]: * [[Alagna Valsesia|Im Land]] ([[Italienische Sprache|ital.]]: Alagna Valsesia) * [[Macugnaga|Makanaa]] (ital. Macugnaga) * [[Rimella|Remmalju]] (ital. Rimella) * [[Formazza|Pumatt]] (ital. Formazza) ;Im [[Aostatal|Augschtal]] (dt. Aostatal): * [[Issime|Eischeme]] (ital. Issime) * [[Gressoney|Greschonei]] (ital. Gressoney) ;Im [[Tessin]]: * [[Bosco/Gurin|Gurin]] (ital. Bosco) Uusgschdoorbe sin midlerwyyli d Walserdialägd vù: * [[Rima San Giuseppe|Arimmu]] (ital. Rima): syd dr 1970er Joor nùme no im Sùmer bewoond * [[Saley|Salei]] (ital. Salecchio): vù dr ledschde Yywooner ane 1964 verloo * [[Ornavasso|Urnafaasch]] ùn [[Migiandone]] Weenig waisd mer iber d Walserdialägd vù * [[Agaro|Aager]] (ital. Agaro): ane 1937 im Schdausee (Lago di Agaro) versùngge. * [[Gaby (Aostatal)|Goabi]] (ital. Gaby): Bis ane 1950 hed s im Ordsdail Niel no Lyd gee, wù Walsertitsch hän chene. * Urnafasch (ital. Ornavasso): 1963 isch dr ledschd Walsertitsch-Schbrächer gschdoorbe; d Gmai bflägd no Erinerig an d Walser-Voorfaare. Uuser e baar [[Flurname|Fluurnäme]] isch nyd me iibrig bliibe vù dr Walserdialägd vù: * [[Ausone|Opsu]] (ital. Ausone): nimi bewoond * [[Riva Valdobbia|Rifu]] (ital. Riva Valdobbia): romanisierd == Foorschigsgschiichd == Fir d Aafäng vù dr Foorschig iiber s Siidwalserisch isch em [[Albert Schott]] syy Aarbed vù 1842 inträssant: ''Die deutschen Colonien in Piemont. Ihr Land, ihre Mundart und Herkunft. Ein Beitrag zur Geschichte der Alpen.'' Är hed au scho ne grooses Kabidl iiber d Dialägd vù Arrimmu, Eischeme, Greschonei, Im Land, Makanaa ùn Remmalju gschriibe ùn au s Glyychnis vùm verloorene Sùùn in die Mundaarde iiberdraage loo. Scho vorhäär isch dr [[Julius Maximilian Schottky]] z Remmalju gsii, aber däm sy Briichd isch e weng gaar ùùwiseschafdli. Vum [[Karl Bohnenberger]] isch s Buech ''Die Mundart der deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten,'' wu bim [[Verlag Huber|Hueber]] z Frauefeld ane 1913 usecho isch. Fir s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri]] hed dr [[Wilhelm Doegen]] im Oktober ane 1929 Toonbandùfnaame vù verschiidene Siidwalserdialägd gmachd. Die Ùfnaame sin voorberaided woore vùm [[Fritz Gysling]] ùn em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn sin vùn ene ane 1952 verefendligd woore. Vù dr Siidwalsergmaine, wù in dr 50er Joor no ne lääbige Dialägd ghaa hän, hän dr [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]] ùn dr [[Rudolf Hotzenköcherle]] zwische 1951 ùn 1955 Ùfnaame fir dr [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gmachd ('''Arrimmu''': IT 5. '''Eischeme''': IT 1. '''Greschonei''': IT 2. '''Gurin''': TI 1. '''Im Land''': IT 3. '''Makanaa''': IT 4. '''Pumatt''': IT 8. '''Remmalju''': IT 6. '''Salei''': IT 7). Vù Aager ùn vù Niel (Goabi) sin kaini me gmachd woore. In dr Schwyz isch s in dr Haubdsach dr [[Paul Zinsli]] an dr [[Universität Bern|Uniwersideed Bäärn]] gsii, wù hed chene Studänte ùn Studäntine motiwiere, si mid em Siidwalserdydsch abzgee. Z Itaalie hed dr [[Piergiuseppe Scardigli]] an dr Uniwersideed [[Florenz|Floränz]] dr ''Gruppo di recerca sulle isole linguistiche alemanne del versante italiano,'' abgchiirzd ''G.R.I.L.A.V.I.,'' grinded, wù d Siiwalserdialägd undersuechd hèd. Monografyye zù ainzelne Ortsmundaarte gid s vù der [[Angela Bacher]] fir Pumatt, vùm [[Marco Bauen]] ùn dr [[Maria Concetta Di Paolo]] fir Remmalju, vù dr [[Gertrud Frei]] fir Salei, vù dr [[Emily Gerstner-Hirzel]] ùn vùm [[Charles V.&nbsp;J.&nbsp;Russ]] fir Gurin, vùm [[Giovanni Giordani]] fir Im Land, vùm [[Max Waibel]] fir Makanaa und vùm [[Peter Zürrer]] fir Greschonei ùn Eischeme. Wiichdig sin au d Ùfzaichnige vùm [[Emil Balmer]]. Derzue cheme wyderi Spezialùndersuechige wie die vùm [[Renato Perinetto]] fir Eischeme, die vùm Peter Zürrer, vùm [[Marco Angster]] ùn vùm [[Livio Gaeta]] fir Greschonei ùn Eischeme ùn die vù dr [[Silvia Dal Negro]] fir Pumatt. Idalieenischi Sproochforscher wie dr Valerio Cantamessi ùn dr Paolo Crosa Lenz hän d Gschiichd vùm Walserisch vù Urnafaasch undersuechd. S gid au e ganzi Raie Wèèrderbiecher, ùnder anderem vùm Sergio Maria Gilardino (dra gschafd hän aber Yyhaimischi wie dr [[Emilio Stainer]]) fir Im Land, vùm [[Ugo Busso]] ùn vùm [[Alberto Linty]] fir Eischeme, vùm Peter Zürrer fir Greschonei, vù der Emily Gerstner-Hirzel fir Gurin, vùm [[Pio Scilligo]] fir Pumatt, vùm [[Dino Vasina]] fir Remmalju ùn ùnder anderem vùm [[Heinrich Welf]] fir Greschonei. D [[Elisabetta Fazzini]] ùn d [[Costanza Cigni]] hän au ais fir ali Siidwalserdialägd gschriibe. Dr [[Paul Zinsli]] hed d Fluernäme vù dr Siidwalsergmaine ùfgnùù ùn die Samlig derno ane 1984 in syym Buech „Südwalser Namengut“ verefendligd, aber ooni Chaarde. E baar ainzelni Gmaine wie Gurin, Im Land ùn Remmalju hän iiri Fluernäme au sälber gsamled, si bschriibe ùn ùf Chaarde yyzaichned – oder hän des lo mache. Wiichdig sin au verschiideni Verainigùnge, wù no dr Schbrooch ùn Kultuur vù dr Sydwalserderfer luege, bsùndersch d [[Associazione Walserhaus – Gesellschaft Walserhaus]] z Gurin, s [[Centro Studi e Cultura Walser – Walser Kulturzentrum]] im Lysdaal, d [[Associazione Augusta]], s [[Centro Walser Rimella]] ùn dr [[Südwalserverein]]. Wyderi Aagoobe zue dr Foorschigsgschiichd vù dr verschiidene Dialägd finded mer in dr jeewyylige Spezialartikel. == Mèèrgmool vù dr Siidwalserdialägd == Typisch fir d Siidwalserdialägd sin noch em Rudolf Hotzenköcherle drèi Mèèrgmool: # Konservativi Merkmool, wù nùme no doo voorcheme # Nèierige, wù sùnschd niene voorcheme # Schdaarchi Yyflis us em [[Romanische Sprachen|Romanisch]] Dooderbyy chaa mer ùnderschaide zwische hegschdalemannische, walserische ùn siidwalserische Mèèrgmool. === Hegschtalemannischi Mèèrgmool === ==== Konservativi Mèèrgmool im Hegschtalemannisch ==== ;1. Mhd. â Mhd. â isch in dr maischde hegschdalemannische Dialägd nid verdùmbfd – in dr Siidwalserdialägd aber nùmme im Pumatt ùn z Aager nid ùn z Salei nùme lyychd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Braachùt'' (dt. Brachmonat, Juni) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Jaar'' (dt. Jahr) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Jaar'' (dt. Jahr) |} Z Arrimmu, z Gurin, z Makanaa, z Remmalju ùn Im Land isch mhd. â dergeege verdùmbfd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Jòòr'' (dt. Jahr) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Jòòr'' (dt. Jahr) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Joor'' (dt. Jahr) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Jààr'' (dt. Jahr) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Jòòr'' (dt. Jahr) |} Z Greschonei ùn z Eischeme isch mhd. â diphthongiert. Die [[Diphthong|Diphthongierig]] isch au z Goabi gängig gsii (vgl. dr Naame!). {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Oabe'' (dt. Abend), ''goan'' (dt. gehen) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Oabe'' (dt. Abend), ''bloase'' (dt. blasen), ''Joar'' (dt. Jahr) |} ;2. Mhd. î, iu, û im Uuslud ùn im Hiatus In dr hegschdalemanische Dialägd sin mhd. î, iu, û im Hiatus ùn im Uuslud in Wèèrder wie mhd. drî, frî, snîen, gehîen, srîen, sû, bûwen, niuw, niuwe (dt. drei, frei, schneien, fallen, Sau, bauen, neu, neue) as [[Monophthong]] erhalde, derwyylschd si in andere [[Alemannische Sprache|alemanische]] Dialägd diphthongierd sin. User z Eischeme, wù ali mhd. Langvokal diphtongierd sin, ùn z Rimmu sin si in dr Siidwalsergmaine zem greeschde Dail as Monophthong erhalde. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''driia'' (dt. drei), ''schniia'' (dt. schneien) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''drii'' (dt. drei), ''schnuuä'' (dt. schneien), ''ghiiä'' (dt. fallen), ''schriiä'' (dt. schreien), ''buuä'' (dt. bauen), ''nuu'' (dt. neu), ''nuue'' (dt. neue). |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''schniia'' (dt. schneien), ''büwä'' (dt. bauen), ''niwe'' (dt. neue). |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''schnüwe'' (dt. schneien), ''khie'' (dt. fallen), ''schraju'' (dt. schreien), ''buwwa'' (dt. bauen), ''nüwe'' (dt. neue), ''drii'' (dt. drei) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''schniia'' (dt. schneien), ''khiie'' (dt. fallen, werfen), ''schriie'' (dt. schreien), ''büwe'' (dt. bauen), ''niiw'' (dt. neu), ''nuuwe'' (dt. neue), ''drii'' (dt. drei), ''frii'' (dt. frei) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''schniia'' (dt. schneien), ''khiia'' (dt. fallen), ''schriia'' (dt. schreien), ''büwa'' (dt. bauen), ''niwe'' (dt. neue), ''drii'' (dt. drei), ''Sü'' (dt. Sau) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''schnuwu'' (dt. schneien), ''schreju'' (dt. schreien), ''nuwe/noue'' (dt. neue) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''schniiä'' (dt. schneien), ''khiiä'' (dt. fallen), ''buuä'' (dt. bauen), ''niiw'' (dt. neu), ''niwe'' (dt. neue) |} aber: '''Arrimmu''': ''schneuwa'' (dt. schneien), ''khaja'' (dt. fallen), ''schreja'' (dt. schreien), ''bouwa'' (dt. bauen), ''nouwe'' (dt. neue). '''Eischeme''': ''schnouwe'' (dt. schneien), ''gheije'' (dt. fallen), ''schreijä'' (dt. schreien), ''bouwe'' (dt. bauen), ''naue'' (dt. neue). ;3. Enklitischs -ru Ahd. iro (Gen. Pl., dt. „ihrer“) erschyynd enklitisch as -ru. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Ich wilju rùn auch iich.'' (dt. Ich will auch von ihnen.). |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Ich wil ru auch.'' (dt. Ich will auch von ihnen.). |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Ich hän mu ru gseit.'' (dt. Ich habe ihm ihrer gesagt, hier: Schimpfwörter.). |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Ich wil rù auch.'' (dt. Ich will auch von ihnen.). |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Wir hen t rù ou zwìe.'' (dt. Wir haben auch zwei von ihnen.). |- align=left |align=left|'''Pumatt'''||''Wir sin rù wenig in der Familiu gsi.'' (dt. Wir waren wenige in der Familie.). |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ès hèd ru nit.'' (dt. Es hat keine von ihnen.). |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Ich hän d rù nit.'' (dt. Ich habe keine von ihnen.) |} ;4. Adjektiv in prädikativer Schdelig Adjektiv wääre au in ere prädikative Schdelig dekliniert. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Am Morgè chùnt ds Tòòtè gnùùt ùn ùùfpùnnès ùf zwèi Lattelti Lattelti ùn esòò chùnt s träges bis Bätsch.'' |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Der Heer escht tauba.'' (dt. Der Pfarrer ist nicht gescheit.), ''Äs escht noch ds jongs.'' (Es ist noch jung.) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Dan Baum ischt hübschi.'' (dt. Der Baum ist schön.), ''Ds Bet ischt woarms.'' (dt. Das Bett ist warm.) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Der Ettru isch liebe.'' (dt. Der Onkel ist lieb), ''D Muema isch liebi.'' (dt. Die Tante ist lieb), ''Ds Techterli isch liebs. '' (dt. Die Tochter ist lieb), ''D Ettrunga sin liebi.'' (dt. Die Onkel sind lieb), ''De Techterlene sin liebi.'' (dt. Die Töchter sind lieb), ''D Mueme sin liebi.'' (dt. Die Tanten sind lieb.) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Der Wolf hät gmeint, der Fuks siigi rotä va Blüät.'' (dt. Der Wolf meinte, der Fuchs sei rot vom Blut.), ''Wiä düä der Urännu afa aaltä chu ischt.'' (dt. Wie der Urgrossvater langsam alt wurde.), ''Dass d Chriädschi afaan rooti chu.'' (dt. Dass die Kirschen allmählich rot werden.) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''D Aju isch jungi und hìbschi.'' (dt. Die Mutter ist jung und hübsch.) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Är isch laame.'' (dt. Er ist lahm.), ''Dü bìsch nò ganz jungge, das magsch no gsìe.'' (dt. Du bist noch ganz jung, das kannst Du noch sehen.), ''Schi isch wuol globigi gsi.'' (dt. Sie war durchaus gläubig.), ''Hìe isch alls nò gsii pleits.'' (dt. Hier war noch alles bewachsen.), ''Dischi Wiiber sin aalti.'' (dt. Diese Frauen sind alt.), ''Hipschi sindsch gsii, di Bööchjini.'' (dt. Schön waren sie, die Bücher.) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Der Mischt isch nasse.'' (dt. Der Mist ist nass.), ''D Chüö sigi siechi.'' (dt. Die Kuh sei krank.), ''Wenn s Wätter schlächts ischt.'' (dt. Wenn das Wetter schlecht ist.), ''D Wälder sin grossi.'' (dt. Die Wälder sind groß.), ''D Chie sinn feissti.'' (dt. Die Kühe sind fett.) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ds Häi isch dṣcha derrs.'' (dt. Das Heu ist schon dürr.), ''D Bemma ṣchind füllu.'' (dt. Die Balken sind faul.), ''D Pum isch noch gṣchid underrifte.'' (dt. Der Apfel ist noch unreif gewesen.) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Där Ennù ischt siächä'' (dt. Der Großvater ist krank.), ''Wär wan de ou nò chliinì.'' (dt. Wir waren damals auch noch klein.) |} ;5. sumi „einige“ {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''schummi'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''sumi'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''summi'' |} ;6. Haupt „Kopf“ {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Hoiwt'' |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Aupd/Chaupd'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Hopt'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Hopt'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Höt'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Aupd'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Höit/Höd'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Chepd/Hepd/Achepd'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Hoit'' |} aber: '''Makanaa''': Chopf ;7. Spiegel „Brille“ (zem Dail au dr Uusdrùg „Glareisen“) {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Augschpieglù'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Schpiigla'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Ougschpiegla'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Öigschpiegla'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Augschpiegla'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Ougschpiigla'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Öigschpiegla/Öiguschpiigla'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Öigschpiegla'', ''Gluuriischä'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Gluriisä'' |} <!-- weitere, «extreme» Archaismen sind Brautlauf und erwinden, weniger extrem auch Wett; mache gelegentlich ein Wortschatzkapitel. Und dann natürlich das Präteritum --> ==== Nèierige im Hegschtalemannisch ==== ;1. Ahd. iu > öü, ei, ai {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Wljaigu'' (dt. Fliege), aber: ''tiaf'' (dt. tief) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''töif'' (dt. tief), ''Wljöigù'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''teif'' (dt. tief), ''Fleigù'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''teif'' (dt. tief), ''Fleigù'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''taif'' (dt. tief), ''Flaiga'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''teif'' (dt. tief), ''Fleigù'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''teif'' (dt. tief), ''Fleiga'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''taif'' (dt. tief), ''Flaigù, Wlaigù'' (dt. Fliege) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''teif'' (dt. tief), ''Fleigù'' (dt. Fliege) |} ;2. Mhd. nk In dr hegschdalemanische Dialägd isch mhd. -nk in Wèèrder wie ''Bank'', ''Gstank'', ''trinke'', ''denke'', ''danke'', ''Anke'' verschoobe zue ch: ''Baach'', ''Gstaach'', ''triiche'', ''deeche'', ''daache'', ''Aache''. User z Greschonei ùn z Aager finded mer die Verschiebig au in dr Siidwalserdialägd, zmaischd zue -nch. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''trengche'' (dt. trinken), ''Bangch/Baach'' (Bank) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''tringche'' (dt. trinken), ''Banch'' (dt. Bank) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''triächä'' (dt. trinken), ''Baach'' (Bank), ''Aachä'' (dt. Butter) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''tringchä'' (dt. trinken), ''Bangch'' (Bank) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''tringche/triiche'' (dt. trinken), ''Bangch/Baach/Bouch'' (Bank), ''Aache/Ouche'' (dt. Butter) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''triiche'' (dt. trinken), ''Baach'' (Bank), ''deeche'' (dt. denken), ''Aache'' (dt. Butter) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''trengchu'' (dt. trinken), ''Bangch'' (dt. Bank), ''Angchu'' (dt. Butter) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''triichä'' (dt. trinken), ''daachä'' (dt. danken) |} aber: '''Aager''': ''tankchä'' (dt. danken). '''Greschonei''': ''tringgä'' (dt. trinken), ''danggä'' (dt. danken) ;3. Mhd. -rn In dr hegschdalemanische Dialägd erschyynd mhd -rn in Wèèrder wie ''Garn'', ''Horn'', ''gern'' as -re: ''Gaare'', ''Hoore'', ''geere''. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''gèèra'' (dt. gern), ''Huroa/Chuora'' (dt. Horn), ''mòòre'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''geere'' (dt. gern), ''Huore'' (dt. Horn), ''muore'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Goare'' (dt. Garn), ''Hoore'' (dt. Horn), ''Zoore'' (dt. Zorn) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''gäärä'' (dt. gern), ''Hòòrä'' (dt. Horn), ''mòòrä'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''geere'' (dt. gern), ''Houre/Oure'' (dt. Horn), ''moure'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''giääre'' (dt. gern), ''Huore'' (dt. Horn), ''muore'' (dt. morgen), ''fiääre'' (dt. letztes Jahr), ''Gaare'' (dt. Garn) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''gääre'' (dt. gern), ''Hòòrä'' (dt. Horn), ''mòòrä'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''gèèru'' (dt. gern), ''Ööru'' (dt. Horn), ''mööru'' (dt. morgen) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Gaare'' (dt. Garn) |} ;4. Mhd. -rm. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Doora'' (dt. Darm), ''Òòra'' (dt. Arm), aber: ''òòram'' (dt. arm), ''wòòram'' (dt. warm) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Doarm'' (dt. Darm), ''Oarm'' (dt. Arm), ''Wurm'' (dt. Wurm) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Doarä'' (dt. Darm), ''Oarä'' (dt. Arm), ''Wuurä'' (dt. Wurm) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Dòòrum'' (dt. Darm) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Dooru'' (dt. Darm), ''Ooru'' (dt. Arm), ''Wuuru'' (dt. Wurm) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Daare'' (dt. Darm), ''waare'' (dt. warm) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Daarä'' (dt. Darm), ''waarä'' (dt. warm) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''||''Daarum'' (dt. Darm), ''Òòrum'' (dt. Arm), ''wòòrum'' (dt. warm), ''Wùùrum'' (dt. Wurm) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Daarä'' (dt. Darm) |} ;5. mhd. -hs Im [[Walliserdeutsch|Wallisertitsch]] erschyynd mhd. -hs in Wèèrder wie ''Fuchs'', ''sechs'' as -ks, nid wie in vyyl Schwyzer Dialägd as -chs: ''Fuks'', ''sekschi''. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''säkschi'' (dt. sechs) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Wogsch'' (dt. Fuchs), ''sakschi'' (dt. sechs), ''Akslu'' (dt. Achsel) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Wùks'' (dt. Fuchs), ''seksi'' (dt. sechs) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Fuks'' (dt. Fuchs), ''säkschi'' m. (dt. sechs) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Fuks'' (dt. Fuchs), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Akslä'' (dt. Achseln) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''sakschi'' (dt. sechs), ''Akschla'' (dt. Achseln) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Fuks/Fuksch'' (dt. Fuchs), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Akslù/Akschlù'' (dt. Achsel), ''wakse'' (dt. wachsen) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Fuksch'' (dt. Fuchs), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Akslä'' (dt. Achsel) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Wuksch'' (dt. Fuchs) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Fùks'' m. (dt. Fuchs) |} ;6. 2.,3. Sg. gân, stân Di 2./3. Sg. vù mhd. gân (dt. gehen) ùn stân (dt. stehen) erschyyne mid Diphthong. Derwyylschd d Foorme in dr iibrige alemanische Dialägd (z. B. du goosch / är good) ùf regulärs ahd. ''dû gâs'' / ''ër gât'' zrùggeen (oder ùf ahd. ''dû gês'' / ''ër gêt'', wie z.&nbsp;B. elsässisch dü geesch / är geed), sin si im Hegschdalemanisch mid dr Ändige -is bzw. -it bilded (''dû gâ-is'', ''ër gâ-it''). {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''du gäisch'' / ''èr gäid'', ''du schtäisch'' / ''èr schtäid'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''du geischt'' / ''is geit'', ''du schteischt'' / ''is schteit'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''du geischt'' / ''er geit'', ''du steischt'' / ''er steit'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''düw geischt'' / ''är geit'' , ''düw schteischt'' / ''är schteit'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''du gaischt'' / ''er gaid'', ''du schtaischt'' / ''er schtaid'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''du geischt'' / ''är geit'', ''du schteischt'' / ''är schteit'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''dü geischt'' / ''är geit'', ''dü schteischt'' / ''är schteit'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''du gäischd'' / ''is gäid'', ''du schtaischt'' / ''is schtait'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''du geischt'' / ''är geit'', ''du steischt'' / ''är steit'' |} ;7. Diminutivbildig Im Hegschdalemannisch sin verschiideni Diminutivsuffix gängig: -elti, -ji, -li, -si, -tsi, -tschi. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Lattelti'' |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Hundsi'', ''Hòòkji'', ''Roodje'', ''Trooge'', ''Weegalti'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Hündji'', ''Öpfelti'', ''Woogelti'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Hundji'', ''Hoakji'', ''Reedji'', ''Epfelti'', ''Voogälti'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Doorftschi'', ''Bliämdschi'', ''Mannli'', ''Hiändli'', ''Terli'', ''Alpulti'', ''Schtekchälti'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Hundsi'', ''Hookji'', ''Reidsi'', ''Trougji'', ''Vegelti'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Hundji'', ''Räädji'', ''Epfelti'', ''Vogelti'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Hundschi'', ''Haakji'', ''Raadje'', ''Troogji'', ''Epfelti'', ''Vogulti'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Hundsi'', ''Reedje'', ''Woogelte'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Hundschi'', ''Haakji'', ''Roodje'', ''Epfelti'', ''Voogälti'' |} ;8. Passivbildung Im Hegschdalemannisch wääre Passivkonschtruktione nid mid „wääre“ bilded, sundere nach romanischem Voorbild mid „chùù“. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Am Morgè chùnt ds Tòòtè gnùùt ùn ùùfpùnnès ùf zwèi Lattelti Lattelti ùn esòò chùnt s träges bis Bätsch.'' |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Wänn äs chènnt z Mittòòg'' (dt. wenn es Mittag wird) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''daas Huus chint verchoufts'' (dt. das Haus wird verkauft) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Un tas Fèscht ischt gmachuts chu.'' (dt. Und das Fest wurde gemacht.), ''Ds Heww escht gotzs chu.'' (Das Heu wurde verfüttert.) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Ìsch z chleis gchùo''. (dt. Es ist zu klein geworden.), ''Jetzt ìscht er gchùo gschtraaffe.'' (dt. Jetzt ist er bestraft worden.) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Mu mös scheen riibä, suscht chunt s nit süvers''. (dt. Man muss fest reiben, sonst wird es nicht sauber.), ''Der Ziger chunt gsalzne.'' (dt. Der Zieger wird gesalzen.) |} === Walserischi Mèèrgmool === ==== Konservativi Mèèrgmool im Walserisch ==== ;1. Voli Vokal Di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe sin nid abgschwèchd woore. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''bättu'' (dt. beten), ''Tòòtuchaschte'' (dt. Sarg), ''Sonnutak'' (dt. Sonntag), ''ùssar'' (dt. außer), ''Gmeinù'' (dt. Gemeinden) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''salbu'' (dt. salben), ''schniida'' (dt. schneiden), ''lose'' (dt. zuhören), ''Hennjo'' (Henne), ''ech issan'' (dt. ich esse) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Feädru'' (dt. Federn, Pl.), ''Weäga'' (dt. Wege, Pl.), ''Noami'' (dt. Namen, Pl.) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''machu'' (dt. machen), ''Eeschil'' (dt. Esel), ''Fuksa'' (dt. Füchse) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''littä'' (dt. läuten), ''badu'' (dt. baden), ''Bètti'' (dt. Betten) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Schnoobul'' (dt. Schnaabel), ''Hoomra'' (dt. Hämmer), ''Achär'' (dt. Acker) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Mattù'' (dt. Wiese), ''Naagla'' (dt. Nägel), ''Schlùssil'' (dt. Schlüssel) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''büwwu'' (dt. bauen), ''Taga'' (dt. Tage), ''Hasu'' (dt. Hase) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Beero'' (dt. Bär), ''getragut'' (dt. getragen), ''unna'' (dt. unten), ''Zungu'' (dt. Zunge), ''chrüttu'' (dt. mähen) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''machù'' (dt. machen), ''Vogil'' m. (dt. Vogel), Pl. ''Vogla'', ''ich bliibù'' (dt. ich bleibe) |} ;2. Part. Perf. mit erhaltenem Präfix vor Dental. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''gtròògad'' / ''gatraage'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''gatraage'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''gtraagùd'', ''gìtrùnche'', ''gìzelld'', ''gìzwenggt'', ''getreid'' |} Aber: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''traagä'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''treit'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''träägä'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''traagä'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''traagud'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''traagä'' |} ;3. Ùnderschaidig vù dr ahd. Verbchlasse I schdaarch: schniide; II -jan: hefte; III -ôn: salbu; IV -ên: lose {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''schniida'' || ''hefta'' || ''salbu'' || ''lose'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''schneide'' || ''hefte'' || ''salbu'' || ''lose'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''schniidä'' || ''heftä'' || ''salbu'' || ''losä'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''schniidä'' || ''heftä'' || ''salbu'' || ''losä'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''schniide'' || ''hefte'' || ''salbu'' || ''losi'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''schniide'' || ''hefte'' || ''salbu'' || ''lose'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''schniidä'' || ''heftä'' || ''salbu'' || ''losä'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''schniidu'' || ''heftu'' || ''salbu'' || ''lose'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''schniidä'' || ''heftä'' || ''salbu'' || ''losä'' |} ;4. Ùnderschaidig Pluralforme Verbe Im Wallisertiitsch wääre no drèi Pluralfoorme ùnderschiide: ''wir schniide'', ''iir schniidet'', ''schi schniident''. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''wiar andre tròògen'', ''iar andre tròògad'', ''schi andre tròògend'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''wiär schriibä'', ''iär schriibät'', ''schi schriibän'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''wiär suachi'', ''iär suached'', ''schi suachind'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''wier zellä'', ''ir zellät'', ''schi zellän'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''endṣchandre ṣchegewer'', ''jerandru ṣchegeder'', ṣchiandru ṣchegent'' |} In e Dail Siidwalserdialägd wääre nùme zwoo Foorme ùnderschiide: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''wir cheemen'', ''ir cheet'', ''dṣchi cheemen'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''wir singen'', ''iir singet'', ''dschi singen'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''wir traagen'', ''ir traaget'', ''schi traagen'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''wier ässùn'', ''ier ässùt'', ''schi ässùn'' |} ;5. Pluralbildig ooni Ùmlud In dr Siidwalserdialägd wääre bi vyyl Wèèrder d Pluralforme no wie im Ahd. ooni Ùmlud bilded, z. B. im Woord ''Oofe'' (dt. Ofen). {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Oowa'' / ''Oofno'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Oofä'' / ''Oofna'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Ofä'' / ''Ofnä'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Oufu'' / ''Oufna'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Ofe'' / ''Ofna'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Ofä'' / ''Ofna'' |} aber: '''Pumatt''': ''Ofä'' / ''Efäm''. ;6. Genitiv In dr Siidwalserdialägd sin s no lääbigi [[Genitiv|Genitivfoorme]] erhalde. Voll lääbig (wie in dr dytsche Schriftschbrooch) isch er aber nimme in allne Dialäkd; z Greschonei ùn z Gurin (ùn au im Pumatt?) chùnd er – wien im Wallis – nùme noo bi lääbige Wääse, in adverbiale Fiegige ùn in fèschde Wändige voor. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''dar Bruud Angscht'' (dt. die Angst der Braut), ''dar Bruud Kovalje'' (dt. das Körbchen der Braut), ''dar Bruud Schapf'' (dt. der Schopf der Braut), ''auer oltù Ljitù Einikeit'' (dt. euer alten Leute Einigkeit), ''tsch Brittjensch Ajù'' (dt. des Bräutigams Mutter), ''dar Halscha dar Mualtùn'' (dt. der Deckel der Teigmulde), ''d Hanja dar jiabùn Wraun'' (dt. die Hennen der lieben Frau, d .h. Marienkäfer), ''dar Dschabta dar Hanjo'' (dt. der Fuss der Henne), ''dar Firtog endsch Landsch'' (dt. der Feiertag unseres Landes), ''d Kovalje dar Bruud'' (dt. das Körbchen der Braut), ''im Huusch misch Attan'' (dt. im Haus meines Vaters), ''der Tail misch Guadsch'' (dt. der Teil meines Gutes), ''d Chend descha Zit'' (dt. die Kinder dieser Zeit) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Tu nöi scheämen deir Houslöitu.'' (dt. Schäme dich nicht deiner Verwandten.), ''Was tuscht al der Chüünu?'' (dt. Was machst Du mit all den Kühen?), ''diisch Mansch Bruuder'' (dt. dieses Mannes Bruder), ''ds Suunsch Hous'' (dt. das Haus des Sohnes), ''ds Moanendsch Schein'' (dt. der Mondschein), ''dar Wröinun Ketschi'' (dt. die Häuser der Freunde), ''dar Rossun Goade'' (dt. der Pferdestall), ''d Güüter dar Nizjungu'' (dt. die Güter der Neffen), ''an Buada ds Uawansch'' (dt. ein Ofenboden), ''höit z tagsch'' (dt. heutzutage) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Endi ds Maanudsch '' (dt. Ende des Monats), ''Aafangsch Meije'' (dt. anfangs Mai), ''bi Gotsch Hilf'' (dt. mit Gottes Hilfe), ''riichär Littu Vee'' (dt. reicher Leute Vieh), ''guetär Dingu sii'' (dt. guter Dinge sein), ''Bisch hiina gutär Dingu?'' (dt. Bist du heute Abend gut gelaunt?), ''Ich tuen der miineru gää'' (dt. Ich gebe die von meinen.), ''Desche Hersch Mattu'' (dt. die Wiese dieses Herrn), ''Weschi isch diischi Chue?'' (dt. Wessen ist diese Kuh?), ''Weeleru sin dii?'' (dt. Wessen sind diese?), ''kcheische Wiibsch Huus'' (dt. das Hause keiner Frau), ''Sin di ganzu Chin alli eische?'' (dt. Sind die ganzen Kinder alle eines Vaters?) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''ds Chenns Chappi'' (dt. das Käppchen des Kindes), ''an allä Sitä där Chilchu'' (dt. an allen Seiten der Kirche), ''dsch Attä Tschoopä'' (dt. Vaters Rock), ''ds Hansch Chiä'' (dt. die Kühe des Hans), ''ds Chatzisch Tällärli'' (dt. das Tellerchen des Kätzchens), ''dsch Morgändsch'' (dt. am Morgen), ''dsch Aabändsch'' (dt. am Abend), ''tagsch'' (dt. am Tag), ''nachtsch'' (dt. nachts) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''der Soo miisch Vettersch'' (dt. der Sohn meines Vetters), ''miisch Vatersch Huus'' (dt. meines Vaters Haus), ''ds Huus miisch Vatersch'' (dt. das Haus meines Vaters), ''sich versicherre der Woorhait'' (dt. sich der Wahrheit versichern), ''sich bdianu dsch Messersch'' (dt. sich des Messers bedienen) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Dèr Bäärù hen s taa gchaa.'' (dt. Dort hatten sie Bären.), ''dèr Brüüch alter Jaarù'' (dt. der Brauch früherer Zeiten), ''tè Jänd dèr Wìält'' (dt. das Ende der Welt), ''alli Chritzù Liide'' (dt. alle Leiden des Kreuzes), ''Ùn tè hed er appù sèli mössù böössù wäge däschi.'' (dt. Und dann musste er deswegen sehr büssen.), ''es Tagsch'' (dt. eines Tages), ''es Morgentsch'' (dt. eines Morgens), ''es Sùnnùtagsch'' (dt. eines Sonntags), ''ùnderdäschi'' (dt. unterdessen) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''ä Meter desch Töch'' (dt. ein Meter dieses Tuchs), ''Samschtag ds Abendsch'' (dt. am Samstagabend), ''Welsch Jarsch häid er gheirate?'' (dt. In welchem Jahr habt ihr geheiratet?), ''Misch Atte'' (dt. Meines Vaters), ''tsch Attisch'' (dt. Vaters), ''Jitz sin deru mer.'' (dt. Heutzutage gibt es mehr von diesen.) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''d Oischpiegle tsch Attu'' (dt. die Brille des Vaters), ''d Hüt der Gäis'' (dt. die Haut der Ziege), ''dsch Wattersch Urlodsch'' (dt. des Vaters Uhr), ''ts Hüsch misch Barba'' (dt. das Haus meines Onkels), ''der Awangscht tsch Weeg'' (dt. der Anfang des Weges), ''Ṣchind töt tsch Hungersch èswmängs Chend'' (dt. Es sind einige Kinder Hungers gestorben.), ''dsch Mörgundsch'' (dt. am Morgen), ''Tagsch un Nachtsch'' (dt. bei Tag und Nacht), ''Ä fard ṣchin gṣchi hie dèr Littu.'' (dt. Einmal sind hier Leute gewesen.), ''z vil tsch Schneesch'' (dt. zuviel des Schnees), ''ladu dèr Èèschel tsch Salz'' (dt. den Esel mit Salz beladen), ''Ich hè dèr Manglu tsch Wèt.'' (dt. Ich benötige Brennholz), ''D Ṣchwambe ṣchin noch dèrun èfeeru.'' (dt. Die Pilze sind noch von denen von letztem Jahr.) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Äs steit an tsch Attùsch Wìllä.'' (dt. Es hängt von Vaters Willen ab.), ''Är geit ùf tsch Eschilsch Rìk.'' (dt. Er reitet auf des Esels Rücken.), ''Ìch weis nìmme där Storjù Livrätù.'' (dt. Ich weiß das Ender der Geschichte nicht mehr.), ''ts Schnepfjì tsch Ouksch'' (dt. Ohrläppchen), ''Ìch psìnnùm mì dessì nìmmì.'' (dt. Ich kann mich dessen nicht mehr erinnern.) |} ;7. Pluralbildig vù Modalverbe Bi dr Modalverbe (z.&nbsp;B. können, mögen, dürfen, sollen) wääre d Pluralfoorme in dr maischde Siidwalserdialägd no ooni Ùmlud bilded. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''wiar andre chònnen'', ''iar andre chònnad'', ''schi andre chònnend'', ''wiar andre tòrfen'', ''iar andre tòrfad'', ''schi andre tòrfend'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''wir chonnu'', ''ir chònnit'', ''dschi chonnu'', ''wir toffun'', ''ir toffit'', ''dschi toffun'', ''wir sollun'', ''ir sollit'', ''dschi sollun'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''wir channän'', ''ir channät'', ''dschi channän'', ''wir torfän'', ''ir torfät'', ''dschi torfän'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''wiär chunu'', ''iär chunut'', ''schi chunun'', ''wiär mugu'', ''iär mugut'', ''schi mugun'', ''wiär turfu'', ''iär turfut'', ''schi turfun'', ''wiär sulu'', ''iär sulut'', ''schi sulun'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''wiär chonni'', ''iär chonnd'', ''schi chonnind'', ''wiär mùùn'', ''iär mùùd'', ''schi mùnd'', ''wiär scholli'', ''iär scholld'', ''schi schollind'', ''wiär turfi / turri'', ''iär turfd / turred'', ''schi turfind / turrind'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''wier chuunu'', ''ir chunt'', ''schi chunnun'', ''wier mugu'', ''ir mugt'', ''schi mugun'', ''wier turfu'', ''ir turfud'', ''schi turfun'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''wier chùnnän'', ''ier chùnnät'', ''schi chùnnän'', ''wier mùgùn'', ''ier mùgùt'', ''schi mùgùn'', ''wier sùllùn'', ''ier sùllùt'', ''schi sùllùn'', ''wier tùrffùn'', ''ier tùrffùt'', ''schi tùrffùn'' |} aber: '''Makanaa''': ''ir meind'', ''ir meid'', ''schi mein''. '''Remmalju''': ''endṣchandre chennwer'', ''jerandru chenneder'', ṣchiandru chennund''. ;8. Rùgùmlud D Walliser ùn ali siidwalserische Dialägd hän bi vyyle jan-Värbe (èèrschdi schwachi Konjugazioonsklass) der [[Rückumlaut|Rùgùmlud]] bhalte, wù sùnschd im Ooberdydsch uufgee wooren isch. Dr Rùgùmlud isch sogaa rùf Väärbe iiberdrait woore, wù er friejer nie voorchùù isch. Ùfdräde dued er bi dr Siidwalser wie im Aldhoochdydsch (aber andersch wie im Neihoochdydsch) nùme, wän s Bartizip flekdierd isch. Z Salei chùnd er au (wie im Aldhoochdydsch) im Präteritum voor. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''bhaft-'' (zue bhefte), ''entbrant-'' (zue entbrenne), ''versatzt-'' (zue versetze), ''gstackt-'' (zue stecke), ''gwatzt-'' (zue wetze), ''droat-'' (zue dreeche), ''ufghangt-'' (zue ufhenge), ''grooscht-'' (zue reeschte), ''troolt-'' (zue treele), ''gfullt-'' (zue fille), ''gchnupft-'' (zue chnipfe), ''gschutt-'' (zue schitte), ''truckt-'' (zue tricke), ''buezt-'' (zue bieze), ''gfuert-'' (zue fiere), ''ghuet-'' (zue hiete) – „falschi Riggumlut“: ''grucht-'' (zue richte), ''verguft-'' (zue vergifte), ''grasuert-'' (zue rasiere) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''glöit-'' (zue lèggä), ''gsöit-'' (zue sägä), ''gstollt-'' (zue stellä), ''gwotzt-'' (zue wetzä), ''zollt-'' (zue zellä) – „falschi Riggumlut“: ''ghölt'' (zue heilä), ''aagsölt-'' (zue aaseilä) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''bdacht-'' (zue bdecke), ''gstracht-'' (zue strecke), ''gfulld-'' (zue fille) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''bdacht-'' [Zinsli], ''bdackt-'' [Vasina] (zue bdäcku, dt. bedecken), ''erstrackt-'' [Bauen], ''erstrucht-'' [Vasina] (zue erstrecku, dt. erschrecken), ''gchnupft-'' (zue chnepfu, dt. knüpfen) – „falschi Riggumlut“: ''gchult-'' (zue hellju, dt. „heilen“, kastrieren), ''gsult-'' (zue sellju, dt. seilen), ''gstrucht'' (zue striichu, dt. fliehen), ''gwuscht-'' (zue weschu, dt. wischen), ''tult-'' (zue tellju, dt. teilen) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''ich satzt'' (zue setzä), ''ich glatt'' (zue glettä), ''ich tackt'' (zue teckä), ''ich fallt'' (zue fällä), ''ich straalt'' (zue sträälä), ''ich fullt'' (zue fillä), ''ich zunt'' (zue zindä), ''ich chnupft'' (zue chnipfä), ''ich luit'' (zue littä), ''ich ghoort'' (zue gheerä), ''ich toot'' (zue teetä), ''ich buäzt'' (zue biäzä), ''ich saat'' (zue sääijä), ''ich foort'' (zu firchtä) – „falschi Riggumlut“: ''ich lait'' (zue leitä), ''ich haizt'' (zue heizä), ''ich schuckt'' (zue schickä), ''ich studuert'' (zue studiärä) |} ;9. Aldi Verwandschafdsuusdrùg. In dr Siidwalserdialägd sin no verschiideni aldi Verwandschafduusdrùg lääbig bliibe. Im Pumattertiitsch wird sogar no ùnderschiide zwisch em Vatterbrueder ''(Ettru)'' ùn em Mueterbrueder ''(Eechi)''. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Attù'' (dt. Vater), ''alt Attù'' (dt. Grossvater), ''Aajù'' (dt. Mutter), ''alt Aajù'' (dt. Grossmutter), ''Ettru'' (dt. Onkel) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Attu'' (dt. Vater), ''oalt Attu'' (dt. Grossvater), ''Ejo'' (dt. Mutter), ''oalt Ejo'' (dt. Grossmutter), ''Ettru'' (dt. Onkel), ''Muuma'' (dt. Tante) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Attu'' (dt. Vater), ''oalt Attu'' (dt. Grossvater), ''Eiju'' (dt. Mutter), ''oalt Eiju'' (dt. Grossmutter), ''Ettru'' (dt. Onkel), ''Muama'' (dt. Tante) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Àttu'' (dt. Vater), ''Anä'' (dt. Grossmutter), ''Eechi'' (dt. Onkel), ''Ènnu'' (dt. Grossvater) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Attu'' (dt. Vater), ''olt Attu'' (dt. Grossvater), ''Aajù'' (dt. Mutter), ''olt Aajù'' (dt. Grossmutter), ''Ettru'' (dt. Onkel) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Ana'' (dt. Großmutter), ''Attu'' (dt. Vater), ''Ennu'' (dt. Großvater), ''Ettru'' (dt. Onkel: Vaterbruder), ''Eechi'' (dt. Onkel: Mutterbruder), ''Mömä'' (dt. Tante) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Àttu'' (dt. Vater), ''alt Àttu'' (dt. Grossvater), ''Aju'' (dt. Mutter), ''Eelte'' (dt. Grossmutter) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Aani'' (dt. Großmutter), ''Attù'' (dt. Vater), ''Ennù'' (dt. Großvater), ''Ettrù'' (dt. Onkel), ''Muämä'' (dt. Tante) |} ==== Nèierige im Walserisch ==== ;1. Entrùndig Uuser z Eischeme sin mhd. ü, ö, iu, oe, üe, öu endrùnded. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Rik'' (dt. Rücken), ''niin'' (dt. neun) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''frìa'' (dt. früh), ''Wèksch'' (dt. Füchse), ''beesch'' (dt. böse), ''Heuw'' (dt. Heu) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Hittu'' (dt. Hütte), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''beesch'' (dt. böse), ''Mersil'' (dt. Mörser) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Chebil'' (dt. Kübel), ''Biilu'' (dt. Beule), ''dèrrä'' (dt. dörren), ''Eechi'' (dt. Onkel), ''Leiffär'' (dt. Läufer), ''friä'' (dt. früh) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Tiir'' (dt. Tür), ''Leflji'' (dt. Löffel), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''Chiä'' (dt. Kühe), ''Hai'' (dt. Heu) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Lècher'' (dt. Löcher), ''bìesch'' (dt. böse), ''Sìnd'' (dt. Sünde), ''Miisch'' (dt. Mäuse), ''Heuw'' (dt. Heu), ''riime/rieme'' (dt. rühmen) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Hiischer'' (dt. Häuser), ''Beedem'' (dt. Böden), ''Heww'' (dt. Heu), ''siess'' (dt. süß), ''Brekke'' (dt. Brücke) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Tiiwal'' (dt. Teufel), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''hit'' (dt. heute), ''mied'' (dt. müde), ''beesch'' (dt. böse), ''Häi'' (dt. Heu) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Fiks'' (dt. Füchse), ''hiit'' (dt. heute), ''kheerä'' (dt. hören, fühlen, schmecken), ''friäj'' (dt. früh) |} aber: '''Eischeme''': ''Möisch'' (dt. Mäuse), ''Wüksch'' (dt. Füchse), ''grüün'' (dt. grün), '' tö̀if '' (dt. tief) ;2. germ. s E karakteristisch Mèèrgmool vù alene Walserdialägd isch d Paladalisierig vù germ. s in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal, ebe in Wèèrder wie ''Eis'', ''Häuser'', ''sie'', ''sich'', ''uns'' zue sch: ''Iisch'', ''Hiischer'', ''schi'', ''schi''/''schich'', ''ünsch''/''insch''. – Lueg au im Kapitel iiber di romaanische Yyflis! {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''in ischem Hùis'' (dt. in unserem Haus), ''säkschi'' (dt. sechs), ''wasch'' (dt. was) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''endsch'' (dt. uns), ''schi'' (dt. sie, Sg.), ''schi'' (dt. sie, Pl.), ''schech'' (dt. sich), ''desche'' (dt. diese), ''schi'' (dt. sein, Poss.pron.), ''sakschi'' (dt. sechs), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Huusch'' (dt. Haus) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''dṣchi'' (dt. sie), ''dṣchi'' (dt. sich), ''ünsch'' (dt. uns), ''Eisch'' (dt. Eis), ''Höischer'' (dt. Häuser), ''Chiesch'' (dt. Käse), ''Scheido'' (dt. Seide) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''dschi'' (dt. sie), ''dschi'' (dt. sich), ''insch'' (dt. uns), ''diischi'' (dt. diese), ''säkschi'' m. (dt. sechs), ''Biksche'' (dt. Büchse), ''Miis'' (dt. Mäuse), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''Eeschil'' m. (dt. Esel) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''iäsch'' (dt. uns), ''schech'' (dt. sich), ''schii'' (dt. sie), ''schin'' (dt. sein), ''diischä'' (dt. dieser), ''beeschi'' (dt. böse), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Chääsch'' (dt. Käse), ''Eeschil'' (dt. Esel), ''Feksch'' (dt. Füchse), ''Gèmschi'' (dt. Gemse), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''Liisch'' (dt. Läuse), ''Määsch'' (dt. Messe), ''Miisch'' (dt. Mäuse) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''indsch'' (dt. uns), ''sakschi'' (dt. sechs), ''Cheisch'' (dt. Käse), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''Iisch'' (dt. Eis), ''Iische'' (dt. Eisen), ''Liisch'' (dt. Läuse), ''liischmu'' (dt. stricken), ''Masch'' (dt. Messe), ''Miisch'' (dt. Mäuse), |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''schi'' (dt. sie), ''iisch'' (dt. uns), ''schiis'' (dt. sein), ''schi'' (dt. sich), ''dischi'' (dt. diese), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Chìesch'' (dt. Käse), ''Èèschil'' (dt. Esel), ''Fiksch'' (dt. Füchse), ''Glèèscher'' (dt. Gläser), ''Iisch'' (dt. Eis), ''Miisch'' (dt. Mäuse), ''Akschlù''/''Akslù'' (dt. Achsel), ''Bikschù'' (dt. Büchse), ''Gèmschù'' (dt. Gemse), ''linksch'' (dt. links) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''schi'' (dt. sie), ''schi'' (dt. sich), ''insch'' (dt. uns), ''diischi'' (dt. diese), ''säkschi'' (dt. sechs), ''Fuksch'' (dt. Fuchs), ''Hiischär'' (dt. Häuser), ''Iisch'' (dt. Eis), ''Liisch'' (dt. Läuse), ''Miisch'' (dt. Mäuse) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''ṣche'' (dt. sie), ''ènsch'' (dt. uns), ''ṣchech'' (dt. sich), ''diṣche'' (dt. dieser), ''Bekṣchu'' (dt. Büchse), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''beesch'' (dt. böse), ''Hiiṣcher'' (dt. Häuser) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''schia'' (dt. sie), ''schì'' (dt. sich), ''ìnschì'' (dt. uns) |} ;3. a-Voorschlaag voor r. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Arrimmu'' (Rima), ''aredù'' (dt. reden), ''Arosch'' (dt. Ross, Pferd), ''areschtan'' (dt. rüsten), ''arjemu'' (dt. rühmen), ''zär Arrächtùn'' (dt. zur Rechten) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Arrifu'' (dt. Reif) |} === Siidwalserischi Mèèrgmool === In allne Siidwalserdialägd – ùn faschd nùme dèrd (noch em Schwyzerische Idiotikon sol s des driibernus au z Guggisberg im Bäärnbied gee) – gid s s Verb ''gee'' ùn äänli, wù „nehmen“ bedyded: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''gee,'' Partizip II ''geecht'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''gien,'' Partizip II ''ggiet, giecht'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''gee,'' Partizip II ''g(g)eecht, g(g)eet,'' flektiert ''g(g)oochts'' usw. |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''gee,'' Partizip II ''ggeet,'' flektiert ''ggoota, ggooti, ggoots'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''gei,'' Partizip II ''ggeicht,'' flektiert ''ggouchts'' usw. |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''gee,'' Partizip II ''geet'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''géé,'' Partizip II ''ggéét'' |} D Häärchùmfd vù däm Verb isch ganz ùùchlaar. Noch em [[Schweizerisches Idiotikon|Schwyzerische Idiotikon]] chend s vù mhd. ''gâchen, gæhen'' „eilen“ stame; di siidwalserisch Bedydig wäär derno iiber e Zwischebedydig „eilig zusammenraffen“ endschdande.<ref>''Schweizerisches Idiotikon,'' Band II, Spalte 102, Artikel ''gâchen'' Bed. 2.</ref> Noch em [[Karl Bohnenberger]] cha des us ludlige Grind nid syy, äär dänggd an ahd. ''gijëhan'' „bekennen, zugeben“, was aber us semantische Grind au nid ùùbroblematisch sei.<ref>Karl Bohnenberger: ''Die Mundart der deutschen Walliser im Heimattal und in den Außenorten.'' Frauenfeld 1913 (Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik 6), Syde 260/61.</ref> ==== Konservativi Mèèrgmool im Siidwalserisch ==== ;1. Präteritum S Saleititsch ùn vermuedli s Aagernertitsch sin di ainzige alemanische Dialägd ùn au di ainzige im ganze ooberdydsche Schbroochruum, wù no bis in di zwood Hälfdi vùm 20.&nbsp;Joorhùndert e volschdändig erhalde un lääbig [[Präteritum]] ghaa hed. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''Wa da t Milch drin was.'' (dt. Wo die Milch darin war), ''Asie warund sch hie alli Tiitschi.'' (Einst waren sie hier alle Deutsch[sprachig]e), ''Ùn dèr groos gwalt Schnee hèèt das Tal alls ùnnartekcht, das mù njòòng Wassèr me hèt gfùùna fir z bruhe ùn muòstù dr Schnee zerlaa.'' (dt. Und die große Schneemasse deckte das ganze Tal dermaßen zu, dass man nicht einmal mehr Wasser fand für den täglichen Gebrauch, sondern Schnee schmelzen musste.) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''ich hat'' (dt. ich hatte), ''du torftùscht'' (dt. du durftest), ''wier wassùn'' (dt. wir waren), ''schi wärchùtùn'' (dt. sie arbeiteten), ''ich hat gässä'' (dt. ich hatte gegessen), ''schi wass plìbä'' (dt. sie war geblieben), ''De giängu wär de wiär i Feifä. Und te daa inhi, das wan de di Wältschu. Und wiär chonntun de no nit zellä, wär wan de noch äbä Chin!'' (dt. Wir gingen dann etwa auf die Alpe Vova. Da taleinwärts waren dann die Italiener. Wir konnten damals noch nicht sprechen, wir waren noch erst Kinder.) |} ;2. Partizip Präsens In e Dail Siidwalserdialägd gid s no ne lääbig Partizip Präsens. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''di Lèèbontù ùnd di Tòòtù'' (dt. die Lebenden und die Toten), ''Naachomanda'' (dt. Nachkommen) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''stipfens Graas'' (dt. stechendes Gras), ''Dits Graas isch stipfens.'' (dt. Dieses Gras ist stechend.), ''E gaksleni Hennu'' (dt. ein gackerndes Huhn). ''Die Chue isch troageni.'' (Diese Kuh ist tragend, d.&nbsp;h. trächtig) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''en trùolende Schtei'' (dt. ein rollender Stein) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''hangend'' (dt. hängend) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''di chomend Wùchù'' (dt. kommende Woche) |} ;3. „Gerundium“ Ine Dail Siidwalserdialägd chùnd, andersch wie bi dr andere Walserdialägd, nooch dr Infinitivpartikel ''z'' no ne bsùnderigi Form fir dr Infinitiv voor, wù ùf s aldhoochdydsch Gerundium zruggood. Z Gurin ùn z Salei schdood des in jeedem Fall, im Land ùn z Pumatt nùme bi dr Chùùrzverebe; z Arimmu, z Eischeme, z Greschonei, z Makanaa ùn z Remmalju gid s es gaar nimi. (Im Oschdalemanisch isch des sog. Gerundium dergeege no vyyl lääbiger, lueg [[Alemannische Grammatik#Gerundium]].) {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''D Müatar escht darhendar ggsin z biazan'' (dt. Die Mutter war am Nähen) – Inf. ''biaza'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Äs gfiälì mär wol, s z machùn'' (dt. Es gefiele mir wohl, es zu machen) – Inf. ''machù''. ''Schi wärchut algu, aani nie naazlään'' (dt. Sie arbeitet immer, ohne je nachzulassen) – Inf. ''laa'' |} Im Land ùn z Pumatt gid s des Gerundium nùme no bi dr Chùùrzverbe. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''z feen'' (dt. zu fangen) – Inf. ''foo'', ''z hänn (z heen?)'' (dt. zu haben) – Inf. ''hoo'', ''z gschein'' (dt. zu sehen) – Inf. ''gschei'', ''z leen'' (dt. zu lassen) – Inf. ''loo'', ''z schleen'' (dt. zu schlagen) – Inf. ''schloo'', ''z schyn'' (dt. zu sein) – Inf. ''schy'', ''z tiän'' (dt. zu tun) – Inf. ''tua'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Häni scho a Schuppe Sache z tììn.'' (dt. Ich habe immer noch viel zu tun.) – Inf. ''tö''. ''In hei z chon häni ds Mötti ksee.'' (dt. Als ich nach Hause kam, habe ich Mutter gesehen.) – Inf. ''chu''. Wyteri Byyspil: ''z fään'' (dt. zu fangen) – Inf. ''faa'', ''z gään'' (dt. zu gehen) – Inf. ''gaa'', ''z schlään'' (zu schlagen) – Inf. ''schlaa'', ''z stään'' (zu stehen) – Inf. ''staa'', ''z zììn'' (zu ziehen) – Inf. ''zìì'' |} ;4. Ùmlud im schdaarg flektierde Adjektiv vor (urspr.) -i Z Gurin, z Remmalju ùn z Salei wird s Adjektiv ùmgluded, wän im Aldhoochdydsch d Ändig -iu gfolgd isch. Bi dr andere siidwalserische Dialägd ùn im Wallis gid s doodrvù nùme chlaine Räschd. Userhalb vù dr Siidwalser chäne aber au [[Vals GR|Vals]] ùn [[Triesenberg|Trisebärg]] die Erschyynig. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''aarm Seelä – än äärmi Seel'' (dt. arme Seelen, eine arme Seele) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''allu d Manna – ällje d Wiiber'' (dt. alle die Männer, alle die Weiber), ''es esch fats – dische Chuche esch fätte'' (dt. es ist fad, diese Suppe ist fad), ''e chalbe Pumm – e chälbe Biiru'' (dt. ein halber Apfel, eine halbe Birne), ''aalt Chie – en eelte Chiöö'' (dt. alte Kühe, eine alte Kuh), ''ds aalt Hüüsch – eelte Hiischer'' (dt. das alte Haus, alte Häuser), ''groos Manna – greese Wiiber'' (dt. grosse Männer, grosse Weiber), ''trull – trelle Dengjene'' (dt. rund, runde Dinge), ''en giööte Wiöösch – gieete Melch'' (dt. ein guter Fuss, gute Milch) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| [er ist] ''affe'' – [sie ist] ''äffi'' (dt. böse), ''d Mattu ischt ääbäri'' (dt. die Matte [=&nbsp;Wiese] ist aper [=&nbsp;schneefrei]), [die Schüssel ist] ''felli'' (dt. voll), [die Kuh ist] ''gmelchni'' (dt. gemolken), ''ä reeti'' (dt. eine rote), ''äs gruissäs Wäärch – än griissi Äärbät'' (dt. ein grosses Werk, eine grosse Arbeit), ''än guätä Häärd – än giäti Mattu'' (dt. eine guter Herd [=&nbsp;Erde], eine gute Matte [=&nbsp;Wiese]) |} ;5. Grùndedi Vokal Im Eischemtöitschu gid s im Geegesatz zue dr andere siidwalserische und dr Walliser Dialägd no grùndedi Vokal. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Möisch'' (dt. Mäuse), ''Wüksch'' (dt. Füchse), ''grüün'' (dt. grün), ''tö̀if'' (dt. tief) |} ;6. Relativsatz Relativsatzbildig mid „der, die das“ (lueg aber au ùnder dr Nèierige): {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Där Hergùt het äreert t Lùft ùnd där Häärt, ùnd där Hìmmìl ùbär där Lùft, ts Lann ùnd ts Mer, all Waalda, ùn als Vee ìn allär Wäält, d Fìschä ùn t Vogla, dì daa an där Lùft fleigän''. ''Dennä Wiibrù, dììù da di schwäär Bùrdì trägän'' |} ==== Nèierige im Siidwalserisch ==== Lueg au ùnde im Kapitel ''Romaanische Yyflis'' – vyyli Neierige sin au dur dr Kontakt mit dr romaanische Sprooche endschdande. ;1. Mhd. â. Mhd. â isch in e Dail Siidwalserdialägd verdùmbfd, z. B. in Joor (dt. Jahr) '''Makanaa''': ''Jààr''. '''Gurin''': ''Jòòr'', '''Remmalju''': ''Jòòr''. '''Arrimmu''': ''Jòòr''. '''Im Land''': ''Joor'' Z Greschonei ùn z Eischeme isch mhd. â diphthongiert: '''Greschonei''': ''Oabe'' (dt. Abend), ''bloase'' (dt. blasen), ''Joar'' (dt. Jahr). '''Eischeme''': ''Oabe'' (dt. Abend), ''goan'' (dt. gehen). Die Diphthongierig isch au z Goabi gängig gsii (vgl. Name!). aber: '''Pumatt''': ''Jaar''. '''Salei''': ''Jaar'' ;2. Mhd. ê, ô Mhd. ê ùn ô sin in e Dail Siidwalserdialägd diphthongiert. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Schneei'' (dt. Schnee), ''Broout'' (dt. Brot) |- align=left |'''Eischeme''' || ''Schnie'' (dt. Schnee), ''Broat'' (dt. Brot) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Schnie'' (dt. Schnee), ''Brùot'' (dt. Brot) |} aber: '''Arrimmu''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Broot'' (dt. Brot). '''Greschonei''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Broot'' (dt. Brot). '''Gurin''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Broot'' (dt. Brot). '''Pumatt''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Broot'' (dt. Brot). '''Remmalju''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Brööt'' (dt. Brot). '''Salei''': ''Schnee'' (dt. Schnee), ''Broot'' (dt. Brot) ;3. mhd. ie, üe, uo Z Eischeme, z Makanaa ùn im Pumatt sin die Lud monophthongiert (wie im [[Haslital|Haslidaal]] im Bäärner Ooberland). {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme''' || ''Diib'' (dt. Dieb), ''Güüti'' (dt. Güte), ''Bruuder'' (dt. Bruder) – dr Monophthong wird ofe uusgschbroche. |- align=left |align=left|'''Makanaa''' || ''Diib'' (dt. Dieb), ''fiire'' (dt. führen), ''gööt'' (dt. gut) – dr Monophthong wird gschlosse uusgschbroche. |- align=left |align=left|'''Pumatt''' || ''vììr, veer'' (dt. vier), ''Bǜǜch/Bööch'' (dt. Buch) – dr Monophthong isch e Lut, wo äntwääder ganz schdarch offe (ìì, ǜǜ) oder ganz schdarch gschlosse (ee, öö) uusgschbroche wird. |} === Romaanischi Yyflis ùn Romanisme === Quälle<ref>Zue däm Thema lueg ebbe Marco Bauen: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont).'' Verlag Paul Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28); Karl Bohnenberger: ''Die Mundart der deutschen Walliser im Heimattal und in den Außenorten.'' Frauenfeld 1913 (Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik 6); Silvia Dal Negro: ''Profilo di storia linguistica rimellese.'' I: ''Storia di Rimella in Valsesia. “Alpes ville comune parochia.”'' Unter der Leitung von Augusto Vasina hrsg. vom Centro Studi Walser – Rimella. Tipolitografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 2004, S.&nbsp;465–483; Fritz Gysling: ''Zu einigen Fremdwörtern in der Mundart von Alagna.'' In: Wir Walser 7, 1969, 1, S.&nbsp;16–24; Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania.'' I: ''Fragen und Forchungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie. Festgabe für Theodor Frings zum 70.&nbsp;Geburtstag am 23.&nbsp;Juli 1956.'' Berlin 1956, S.&nbsp;221–250; Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ennetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' I: ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Ug. vù dr Maria Bindschedler, em Rudolf Hotzenköcherle ùn em Werner Kohlschmidt. Francke, Bern 1971, S.&nbsp;79–98; Peter Zürrer: ''Sprachinseldialekte. Walserdeutsch im Aostatal.'' Aarau 1999 (Reihe Sprachlandschaften 23); Albert Schott: ''Die deutschen Colonien in Piemont. Ihr Land, ihre Mundart und Herkunft. Ein Beitrag zur Geschichte der Alpen.'' Cotta’scher Verlag, Stuttgart/Tübingen 1842, S.&nbsp;162–169; ùn schließlig di wytere Monografye, wo s zem Theema gid.</ref> ;1. Woordschaz In alne Siidwalserdialägd isch dr Woordschaz schdaarg mid Wèèrder us dr romaanische Noochberdialägd dùùrsezd. Au woordwèèrdligi Iibersezige cheme voor. {| class="wikitable" |- align=left | align=left|'''Arrimmu'''|| ''Paapùlo'' (dt. Schmetterling), ''Artifulä'' (dt. Kartoffeln), ''Gulatschu'' (dt. Frühstück), ''liifrù'' (dt. beenden), ''täisù'' (dt. aufschichten), ''schtòòn'' (dt. stehen, wohnen), ''ma'' (dt. aber), ''ke'' (dt. dass) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''muschtaz'' (dt. Schnauzbart) < frkprov. mostatse, ''pouss'' (dt. Schläfe) < piemont. poss, ''fatschu'' (dt. Gesicht) < piemont. facia, ''boavu'' (dt. Speichel) < frkprov./piemont. bava, ''suvén'' (dt. oft) < frkprov. soven, ''selon'' (dt. je nach) < frz. selon, ''cunfrúnta'' (dt. im Gegensatz zu) < piemont. confront, ''sicche'' (dt. daher, also) < ital. sicche, ''dunque'' (dt. also, folglich) < ital dunque, ''voilà'' < frz., ''ecco'' < ital., ''bon appétit'' < frz., ''au revoir'' (dt. auf Wiedersehen) < frz. |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Grup'' m. (dt. Diphterie) < frz. croup, ''Guppu'' w. (dt. Schüssel) < piemont. coppa, ''Känju'' w. (dt. Hündin) < frkprov. cagne, ''Krikku'' w. (dt. Türfalle) < frkprov. crecca, ''Lanternu'' w. (dt. Laterne) < piemont. lanterna, ''Schkoatulu'' w. (dt. Schachtel) < ital. scatola, ''Tawang'' m. (dt. Bremse (Insekt)) < ital. tafano, ''bischtu'' (dt. quetschen) < piemont. pistè |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Botzu'' (dt. Tasse), ''Büisa'' (dt. Nebel), ''Dscherä'' (dt. Kies), ''Holzmeischtär'' (dt. Schreiner) < piemont. mastro di bosco, ''Kuntrat'' (dt. Vertrag), ''Gwatsu'' (dt. Zopf), ''Limposchtä'' (dt. Steuer), ''Paschtä'' (dt. Pasta), ''Riigu'' (dt. Linie), ''Schegäl'' (dt. Zigarre), ''Schtatsiung'' (dt. Bahnhof), ''Schtuppung'' (dt. Korken), ''Tèlèvisiung'' (dt. Fernsehen), ''Tollu'' (dt. Milchtopf), ''Tschefrä'' (dt. Rückentragkorb), ''Zokul'' (dt. Holzschuh), ''bandu'' (dt. Zeit mit Trinken verbummeln), ''lètschu'' (dt. wählen), ''pekku'' (dt. schlagen), ''schfosiärä'' (dt. schmuggeln), ''tschuk'' (dt. betrunken), ''almaang'' (dt. wenigstens), ''proppi'' (dt. wirklich) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Artuffule'' (dt. Kattoffeln) < piemont. tartùfoli, ''Gbouch'' (dt. Wäsche) < piemont. bugà, ''Griifle'' (dt. Preiselbeere), piemont. grivle, ''Pummi'' (dt. Apfel) < piemont. pom, ''Rubinettji'' (dt. Wasserhahn) < piemont. rubinèt, ''ds Zid'' (dt. Wetter) < piemont. temp, wo usserd „Zyt“ au „Wätter“ haisd, ''proprio'' (dt. wirklich) < ital. proprio |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Iert'' (dt. Hausgarten) < piemont. öört, ''Kääwili'' (dt. Korb) < piemont. kavan, ''Kadrìegù'' (dt. Sitzmöbel mit Rückenlehne) < piemont. kadreega, ''Tèlèwisiùng'' (dt. Fernseher) < ital. televisione, ''Ùmbrèllù'' (dt. Regenschirm) < ital. ombrello, ''ma'' (dt. aber) < piemont. ma, ''pèrkè'' (dt. denn, darum) < piemont. perché, ''proppri'' (dt. wirklich) < piemont. propri; Leeniibersezige: ''ghìere'' schdood nääbem hèère au fir schmege (dt. schmecken, riechen), gschbiere (dt. fühlen), die Bedydige sin dleend us em piemont. sentí, ''Holzmeischter'' (dt. Schreiner) < piemont. mastro di bosco |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Kuntratt'' (dt. Vertrag), ''Makina'' (dt. Auto), ''Schpös'' (dt. Bräutigam), ''Schpösa'' (dt. Braut), ''Telefunu'' (dt. Fernsehen), ''Television'' (dt. Fernsehen), ''pensire'' (dt. denken), ''schkärz'' (dt. knapp), ''propri'' (dt. wirklich). |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Bàrbà'' (dt. Onkel), ''Frànkubul'' (dt. Briefmarke), ''Kunaj'' (dt. Kaninchen), ''Kunsei'' (dt. Rat), ''bénediru'' (dt. segnen), ''kuntentàru'' (dt. zufriedenstellen), ''lìvru'' (dt. beenden), ''vezziàru'' (dt. verwöhnen), ''bjund'' (dt. blond), ''nujus'' (dt. langweilig), ''doppu'' (dt. danach), ''mà'' (dt. aber), ''njànka'' (dt. nicht einmal, überhaupt nicht), ''parka'' (dt. weil), ''sübbit'' (dt. sofort) –<br />Leeniibersezige: ''endṣchàndre, jéràndru'' (dt. wir, ihr; lueg Bunkt 7), ''ninu und hàlbu'' (dt. halb zehn), ''stà'' (dt. wohnen), ''stà fi'' (gut gehen), ''wallju ṣchége'' (dt. bedeuten), ''wallju wol'' (dt. gernhaben) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Schkiisù'' w. (dt. Rechtfertigung), ''kùnweengä'' (dt. sich lohnen), ''kùndannä'' (dt. verurteilen), ''propì'' (dt. wirklich, wahrhaftig), ''peensù'' (dt. über etw. nachdenken); ''kheerä'' (dt. hören) isch nid aifach nùme hèère. S schdood fir ali Empfindige user em Sää, d.&nbsp;h. au fir schmege (dt. schmecken, riechen), gschbiere (dt. fühlen), die Bedydige sin endleend us em lomb. sentí |} ;2. Woordschdelig {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''der Schtiir isch gsii siiche'' (dt. der Stier war krank), ''Sakchji eifachs'' (dt. einfacher Rucksack) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ich mess berru Wet'' (dt. Ich muss Holz tragen), ''Hit mörgund der Heeru welt üsserchomo ṣchége d Mäsch.'' (dt. Heute morgen will der Pfarrer herauskommen, um die Messe zu lesen.) ''I ga wennu min Briöder ṣchiechs.'' (dt. Ich gehe meinen kranken Bruder besuchen.) ''D Ṣchaf hepse und fäischte hééd er gfärgt hender d Furggu en du Määrt.'' (Die schönen und feissen Schafe brachte er über den Pass auf den Markt.) |} ;3. D Meezaal vù dr wyyblige (ùn zem Dail mänlige) Substantiv D Meezaal vù dr maischde wyyblige Wèèrder im Walliserdydsch (ooni Goms) ùn ime Dail vù dr Siidwalserdialägd good ùf ''-e'' oder ''-i'' uus, was nid ùf s Aldhoochdydsch cha zruggoo (däm syy ''-ûn'' im Nominativ Plural häd e ''-u'' miese gee). Des gilded au in vyyle Dialägd fir di schwach biegde mänlige Wèèrder. S ''-e'' basd aber gued zue dr frankoprovänzaalische Dialägd, ùn doodrùm hed mer s as en Iibernaam vù deerd erchläärd; s ''-i'' chènd e Heebig vùm ''-e'' syy.<ref>[[William G. Moulton]]: ''Swiss German dialect and Roman patois.'' Baltimore 1941 (Supplement to ''Language'' 17.4, ''Language'' dissertation 34), S.&nbsp;51&nbsp;f., 60&nbsp;f. Au dr [[Karl Bohnenberger]] hed scho voorsiichdig an die Leesig dänggd: ''Die Mundart der deutschen Walliser im Heimattal und in den Außenorten.'' Frauenfeld 1913 (Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik 6), S.&nbsp;201. D Meezaaländig in dr andere Walserdialägd cha mer nid inderprediere, wel s ''-ä'' oder ''-a'' vù dr Bindner ùn Vooradlbäärger Walser uf verschiideni aldhoochdydschi Vokal cha zruggoo.</ref> Eb s ''-ä'' e Variante vùm ''-e'' isch oder di aldhoochdydsch schdaarg wyybli Biegig fùùrdsezd (aldhoochdydsch Nominativ Plural ''-â''), isch nid glaar.<ref>Dr Moulton said nyd derzue, ùn dr [[Charles V.&nbsp;J.&nbsp;Russ]] maind in syym Buech ''Die Mundart von Bosco Gurin. Eine synchronische und diachronische Untersuchung,'' Stuttgart 2002 (ZDL Beihefte 120), S.&nbsp;92&nbsp;f., s diei di schdaarg aldhoochdydsch Biegig fùùrdseze.</ref> {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''d Zeewi'' (dt. Zehen) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''di Soolo – di Soola'' (dt. die Sohle – die Sohlen) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''d Ṣuelu – d Ṣueli'' (dt. die Sohle – die Sohlen), ''d Mattu – d Matti'' (dt. die Matte [Wiese] - die Matten [Wiesen]), ''d Zunhu – d Zunhi'' (dt. die Zunge – die Zungen), ''d Blüümu – d Blüümi'' (dt. die Blume – die Blumen), ''där Beäru – d Beäri'' (dt. der Bär – die Bären), ''dan Brunne – d Brunni'' (dt. der Brunnen – die Brunnen) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''d Ṣoolu – d Ṣoolä'' (dt. die Sohle – die Sohlen), ''de Beäru – d Beäri'' (dt. der Bär – die Bären) |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''d Blåttu – d Blåttä'' (dt. die Platte – die Platten), ''d Hosu – d Hosä'' (dt. der Strumpf – die Strümpfe), ''d Tånnu – d Tånnä'' (dt. die Tanne – die Tannen), ''där Bäru – d Bärä'' (dt. der Bär – die Bären) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''d Schoula – d Schoule'' (dt. die Sohle – die Sohlen), ''d Watta – d Watte'' (dt. die Schwester – die Schwestern), ''di Techter – di Techtre'' (dt. die Tochter – die Töchter), ''der Gortu – d Gorte'' (dt. der Garten – die Gärten), ''der Herru – d Herre'' (dt. der Pfarrer – die Pfarrer) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''d Ṣoolu – d Ṣoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen) |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''d Sola – d Solä'' (dt. die Sohle – die Sohlen) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''d Ṣchoolu – d Ṣchoole'' (dt. die Sohle – die Sohlen), ''d Bljoomu – d Bljoome'' (dt. die Blume – die Blumen), ''d Tånnu – d Tånne'' (dt. die Tanne – die Tannen), ''d Wättå – d Wätte'' (dt. die Schwester – die Schwestern), ''d Ṣchunna – d Ṣchunne'' (dt. die Sonne – die Sonnen), ''der Beru – di Bere'' (dt. der Bär – die Bären), ''der Brunnu – d Brunne'' (dt. der Brunnen – die Brunnen), ''der Heeru – d Heere'' (der Pfarrer – die Pfarrer) |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''d Solu – d Solä'' (dt. die Sohle – die Sohlen) |} ;4. S enklitisch Personalpronome im Iibergang zuen ere Verb-Ändig S enklitisch Personalpronome chùnd noch em italiänische Voorbild as Verb-Äändig ùmdide voor, also ''ech gan-ech, er gäid-er, wer'' (oder ''endsch-andre'') ''gaa-wer, iir'' (oder ''ier-andre'') ''ganged-er, schi gangend-sch'' analog zue dr italiänische Verb-Ändige. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Dar Aavogat chinter van z Türiin'' (dt. Der Advokat kommt von Turin) |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Wir leggeber nendsch an'' (dt. Wir legen uns an = ziehen uns an) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Heider iir Angscht?'' (dt. Habt ihr Angst?), ''T räächt Chilchù heiwer wiir gchaa zèr altù Chilchù'' (dt. Die richtige Kirche hatten wir zèr altù Chilchù), ''Das chùmmer mir wùol no z Sint'' (dt. Das fällt mir wohl noch ein), ''Di „Zeiche“, wi tiwer wir sääge'' (dt. Die „Zeichen“, wie wir sagen), ''Wir andrù heiwer dè nid kchaa ds Glettiise èlèktrik'' (dt. Wir hatten damals kein elektrisches Bügeleisen) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ich tjönech ṣchetzu'' (dt. Ich sitze), ''Er häder noch Zit'' (dt. Ihr habt noch Zeit), ''endṣchandre ṣchegewer'' (dt. wir sagen), ''jerandru ṣchegeder'' (dt. ihr sagt), ''endṣchandre ässwer'' (dt. wir essen), ''jerandru ässeder'' (dt. ihr esst) |} ;5. èrschdi Persoon Singular uf -g Z Remmalju luded di èrschd Persoon Singular vù dr Kùrzvärbe hyffig uf ''-g'' uus. Das passd drzue, ass i vyyle grad ooberidaliäänische Dialägd ''dare'' ùn ''stare'' in dr èrschde Persoon Singular es ''-c'' oder -''g'' aahänke, ùn zwoor nooch em Voorbild vù ''dire'' (<&nbsp;dicere), ''durre'' (<&nbsp;ducere), ''fare'' (<&nbsp;facere) usw. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''ich héé'' / ''héég'' (dt. ich habe), ''ich chaa'' / ''chaag'' (dt. ich kann), ''ich laa'' / ''laag'' (dt. ich lasse), ''ich gṣchéé'' / ''gṣchéég'' (dt. ich sehe), ''ich bi'' / ''big'' (dt. ich bin), ''ich staa'' / ''staag'' (dt. ich stehe), ''ich tiöö, tioo'' / ''tiöög, tioog'' (dt. ich tue) |} ;6. Ùnderschaidig schwachi/schdaarchi Part. Perf. good dùùrenander Dr Ùnderschiid in dr Ändig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche ùn schwache Verbe schwinded in e Dail Siidwalserdialägd. S Voorbild sin di romaanische Partizipie uf ''-t(o)''. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''bonne'' / ''bonnet'' (dt. gebunden, zue bénne), ''ggäät'' (dt. gegeben, zue gää), ''gsiid'' (dt. gewesen, zue sii), ''trébet'' (dt. getrieben, zue triibe) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''gìbrùngge'' / ''gìbrùngged'' / ''gìbracht'' (dt. gebracht, zue brìngge), ''kange'' / ''kanget'' (dt. gegangen, zue gaa), ''gheisse'' / ''gheisst'' (dt. geheissen, zue heisse), ''ghouwe'' / ''ghouwet'' (dt. gehauen, zue houwe), ''klööge'' / ''klöögt'' (dt. geschaut, zue lööge), ''gmachù'' / ''gmachùd'' / ''gmacht'' (dt. gemacht, zue machù), ''gschtùorbe'' / ''gschtùorbet'' (dt. gestorben, zue schtäärbe), ''gìtrùnche'' / ''gìtrùnchet'' (dt. getrunken, zue trììche) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''bunnut'' (dt. gebunden, zue bennu), ''ggangut'' (dt. gegangen, zue gaa), ''laagut'' (dt. gelassen, zue laa), ''gṣchéét'' (dt. gesehen, zue gṣchéé), ''troft'' (dt. getroffen, zue träffu) |} ;7. noi altri, voi altri. Bim Personalpronome im Plural gid s in e Dail Siidwalserdialägd verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn ''andere,'' analog zem ital. „noi altri“, „voi altri“. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''wiar andre'' (dt. wir), ''iar andre'' (dt. ihr), ''schi andre'' (dt. sie) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''wirendri'' (dt. wir), ''ündscherandru'' (dt. uns), ''irandri'' (dt. ihr), ''auwerandru'' (dt. euch), ''dṣchiendri'' (dt. sie), ''ürjerandru'' (dt. ihnen) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Wir andrù'' (dt. wir), ''ir andrù'' (dt. ihr), ''schi andrù'' (dt. sie) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''endṣchandre'' (dt. wir, uns), ''jerandru'' (dt. ihr), ''uwandre'' (dt. ihr, euch), ''ṣchiandru'' (dt. sie), ''dunandre'' (dt. ihnen) |} ;8. Relativsazbildig mid „das“, en Ibersezig vù italiänisch „che“: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''D Kovaljiene, doos du trogend d Moon'' (dt. Die Körbchen, die die Männer tragen). |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Da Chiesch, das di hescht gchauvt geschter isch nöid guuti.'' (dt. Der Käse, den du gestern gekauft hast, ist nicht gut.), ''D Waidu, das dṣch essen da ouv, isch besser.'' (dt. Die Weide, die sie da oben abfressen, ist besser.). |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Hèt s kilhut, das isch mun altschi nachgstannud.'' (dt. Sie hat den geheiratet, der die ganze Zeit hinter ihr her war.), ''Händsch ènkuntrart tèr Heeru, das isch kangu nètṣchech.'' (dt. Sie sind dem Pfarrer begegnet, der herab kam.) |} Aber z Makanaa wie neerdlig vù dr Alpe mid wa/wo: ''Schi säägen, t altù Litt hen tè gseid, dass di jerschtù Wùoner, wa sind gchùo va Saas anna, sìnd ga machù d Hiischer embru im Wald da deer.'' (dt. Sie sagen, die alten Leute erzählten, dass die ersten Bewohner, die von Saas drüben gekommen sind, ihre Häuser dort oben im Wald gebaut haben.) ;9. Infinitivkonschtruktion S git noch em italiänische Voorbild en Infinitivkonschtruktion, wù Glyychzydigkait uusdrùgd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Im Usstogg, z tenggä, schyyg äs myyns […] Äsweljä Togg, z taisu Wett […].'' (dt. Im Frühling, beim Düngen, sei es [näml. das Wieslein] mir […] Eines Tages, beim Aufschichten von Holz […].) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Z guggen uber, het är gṣche d Fänschtre der Chamru illüminarte.'' (dt. Beim Hinüberschauen sah er die Fenster der Kammer erleuchtet.) |} ;10. Wie si d Schbrooch aahèèrd Dr Albert Schott hed 1842 riichdig gsaid: «Ganz dem romanischen einfluß unterworfen, wie es auch bei dem innigen verkehr nicht anders erwarten läßt, scheint das Silvische in dem gebiete des tons, das der rede im allgemeinen ihre färbung giebt, im rhythmus und in der melodie.» Die Beobaachdig hän schbeeder au ebe dr Emil Balmer ùn dr Marco Bauen fir Remmalju ùn dr Fritz Gysling fir Im Land gmachd. ;11. D Obosizioon Langvokal – Chùùrzvokal isch ùfghoobe Zmindeschd in e Dail vù dr Dialägd chene d Vokal lang oder chùùrz gsait wääre – wie im Idaliäänisch. Z Remmalju isch aaber di chùùrz Uusschbrooch (au vù hischdoorisch lange Vokal) vyyl hyfiger. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''entchédu – entchéédu'' (dt. antworten), ''Gadu – Gaadu'' (dt. „Gaden“, Stall), ''Hüsch – Hüüsch'' (dt. Haus), ''Liéchtje – Liééchtje'' (dt. Lichtlein), ''Loch – Looch'' (dt. Loch), ''Tag – Taag'' (dt. Tag), ''gawer – gaawer'' (dt. gehen wir), ''tiöwer – tiööwer'' (dt. tun wir), ''gṣchid – gṣchiid'' (dt. gewesen), ''wéls – wééls'' (dt. „welches“, wer) |} ;12. mhd. î, û, iu /yː/ ùnd mhd. ie, üe, uo Im Geegesaz zue dr maischde andere alemanische Dialägd sin im Eischemtöitschu di mhd. Monophthong î, û, œ diphthongierd – wie im Hoochdydsch. D Häärchùmbfd isch nid chloor, aber dr frankoprovänzaalisch Noochberdialägd vù [[Gaby (Aostatal)|Goaby]] zaigd di glyych Erschyynig. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme''' || ''wéiss'' (dt. weiß), ''Mous'' (dt. Maus), ''Wöir'' (dt. Feuer) |} Z Remmalju sin us dr falende Vokal schdyygendi Vokal woore oder soonigi, wù mid dr Silbe im uurschbringliche Haubddoon glyychwärdig sin (ié, iéé, jéé; iö, iöö, jöö). {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Remmalju''' || ''wié(é)re'' (dt. vier), ''Chrié(é)ṣchi'' (dt. Kirsche), ''njé(é)'' (dt. nie), ''Wiö(ö)sch/Wio(o)sch'' (dt. Fuss), ''Biö(ö)ch/Bio(o)ch'' (dt. Buch), ''Miö(ö)ma/Miooma'' (dt. „Muhme“, Tante), ''Schniö(ö)r/Schnio(o)r'' (dt. „Schnur“, Schwiegertochter), ''arié(é)mu'' (dt. rühmen) |} ;13. Mhd. o in gwise Ludùmgeebige. Z Remmalju isch mhd. o in gwise Ludùmgeebige wie in dr romaanische Noochberdialägd ze ö woore. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Remmalju''' || ''Brö(ö)t'' (dt. Brot), ''Dö(ö)rf'' (dt. Dorf, au dr Name vùn ere Frakzioon), ''gwörtu'' (dt. geboren, „geworden“), ''Hö(ö)ru'' (dt. Horn), ''mö(ö)ru'' (dt. morgen), ''tö(ö)t'' (dt. tot), ''Wö(ö)rd'' (dt. Wort), ''Wrö(ö)ntag'' (dt. Donnerstag, „Frontag“) |} ;14. Germ. h im Aalud. Germ. h im Aalud schwinded in e Dail Siidwalserdialägd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Ai'' (dt. Heu), ''Aupd'' (dt. Haupt) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''Aupd'' (dt. Haupt) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ai'' (dt. Heu), ''Epd'' (dt. Haupt) |} Au d Ùnderschaidig zwische h ùn ch schwinded in e Dail Siidwalserdialägd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''Chaschta'' / ''Haschta'' (dt. Kosten), ''chaupfen'' / ''haupfen'' (dt. kaufen), ''Chend'' / ''Hend'' (dt. Kind), ''chemän'' / ''hemän'' (dt. kommen), ''chennän'' / ''hennän'' (dt. können), ''cholt'' / ''holt'' (dt. kalt) |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''Chälder'' / ''Hälder'' (dt. Keller), ''Holz'' / ''Cholz'' (dt. Holz) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Chunt'' / ''Hunt'' (dt. Hund) |} ;15. Sonorisierig vù f, s, sch. Mhd. f ùn s, ùn au dr Lud sch, wù us em mhd. s endwigled isch, isch in e Dail Siidwalserdialägd schdimhafd («w» schdood i däm Fall fir dr [v]-Lud; s mhd. w isch en [w]-Lud). Di Erschyynig chenne au di romaanische Noochberdialägd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''gwäälä'' (dt. gefallen), ''Wälch'' (dt. Volk), ''wäròòtne'' (dt. verratene), ''Wogsch'' (dt. Fuchs), ''wòn'' (dt. von), ''Wrau'' (dt. Frau), ''ṣiittär'' (dt. seither), ''diiṣ'' (dt. deines), ''ṣchi'' (dt. sind), ''Ṣcheel'' (dt. Seele), ''gṣiin/gṣchiin'' (dt. gewesen), ''gṣchäid'' (dt. gesagt). |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''woan a'' (dt. anfangen), ''Wlöisch'' (dt. Fleisch), ''Wöir'' (dt. Feuer), ''Wuuss'' (dt. Fuss), ''dṣchi'' (dt. sich; di andere ''sch'' sin z Eischeme aber schdimmloos) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Woogal'' (dt. Vogel), ''wuchtu'' (dt. „fuchten“, streiten), ''Wuggsch'' (dt. Fuchs), ''Wurggu'' (dt. „Furke“, Pass), ''Ṣchach'' (dt. Sache), ''ṣchege'' (dt. sagen), ''Ṣchunnu'' (dt. Sonne), ''loṣche'' (dt. „losen“, zuhören, horchen) |} ;16. Paladalisierig vù l, m, n, ng. Nasal, Lateral ùn Vibrante sin i e Dail Siidwalserdialägd paladalisierd. Di Erschyynig chenne au di romaanische Noochberdialägd. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''è haljbi Stonn'' (dt. eine halbe Stunde) |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''wailljan'' (dt. wollen), ''ljik'' (dt. klein) |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''ljicht'' (dt. leicht), ''Wljöigu'' (dt. Fliege), ''welljen'' (dt. wollen), ''njimmer'' (dt. nie mehr), ''njüf'' (dt. Karotte) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Remmalju'' (it. Rimella), ''ljekk'' (dt. klein), ''ljekku'' (dt. liegen), ''walj'' (dt. welch), ''wallju'' (dt. wollen), ''wilj'' (dt. viel) |} ;17. Paladalisierig vù (faschd) alle s zue sch, nid nùmme in dr Noochberschafd vù (uurschbringli) paladaale Vokaal wie gmainwalserisch (lueg oobe). Die Erschyynig, wù nùmme fir Arimmu, Im Land ùn Remmalju gilded, chenne au di romaanische Dialägd vùm [[Valsesia|Sesiadaal]]. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''ṣchoscht'' (dt. sonst), ''Foschnacht'' (dt. Fasnacht), ''Gloosch'' (dt. Glas), ''Gschang'' (dt. Gesang), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Ṣchend'' (dt. Sünde), ''Ṣchido'' (dt. Seide), ''Ṣchirinado'' (dt. Serenade), ''Ṣchoon'' (dt. Sohn), ''Wogsch'' (dt. Fuchs), ''bṣchennän'' (dt. besinnen), ''ṣchengan'' (dt. singen), ''ṣchjass'' (dt. süss) |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''ṣchiiban'' (dt. sieben), ''Akschla'' (dt. Achsel), ''Nooṣcha'' (dt. Nase), ''Ṣchagaṣcha'' (dt. Sense), ''ṣchelle'' (dt. sollen), ''Ṣchiida'' (dt. Seide), ''Huusch'' (dt. Haus) |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Ṣchache'' (dt. Sachen), ''ṣchèège'' (dt. sagen), ''ṣchengu'' (dt. singen), ''ṣchind gṣchit'' (dt. sind gewesen), ''Wuggsch'' (Fuchs), ''Huusch'' (dt. Haus) |} == Ùnderschiid zwische dr Siidwalserdialägd == In dr Siidwalserdialägd chaa mer in vyyl Mèèrgmool e weschdligi Grùbe (Arrimmu, Eischeme, Greschonei, Im Land, Makanaa, Remmalju) vùn ere eschdlige Grùbe (Gurin, Pumatt, Salei) ùnderschaide. In dääre Ùnderdailig zaigd si di ùnderschiidlig Bsiidligsgschiichd: Di weschdlige Walsergmaine sin us em ùndere Wallis uus bsiidled woore, di eschdlige Walsergmaine vùm [[Goms]] im oobere [[Kanton Wallis|Wallis]] uus. ;1. '''mhd. æ''' Mhd. æ in schwer, Käse, Montag eschdligi Dialägd: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Aager'''|| ''(Alp)chääs'', ''Määntagg'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''schwäär'', ''Chääsch'', ''Määntagg'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''schwäär'', ''Chääsch'', ''Määntagg'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''schwäär'', ''Chääsch'', ''Määntagg'' |} weschdligi Dialägd: {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Arrimmu'''|| ''schweer'', ''Cheesch'', ''Meentagg'' |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''schwier'', ''Chiesch'', ''Mientagg'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''schweer'', ''Cheesch'', ''Meentagg'' |- align=left |align=left|'''Im Land'''|| ''schweer'', ''Cheeisch'', ''Meeintagg'' |- align=left |align=left|'''Makanaa'''|| ''schwìer'', ''Chìesch'', ''Mientagg'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''schweer'', ''Cheesch'', ''Meentagg'' |} ;2. Deenig in ere ùfige Silb, z. B. in Grabe, Ofe vs. Graabe, Oofe Deendi Vokal hän Eischeme, Greschonei, Im Land, Makanaa, Arrimmu ùn Remmalju. Chùùrzi Vokal wie im Wallis hän Salei, Pumatt ùn Gurin. ;3. Aisilberdeenig, z. B. in Grab / Greber vs. Graab / Greeber Deendi Vokal hän Eischeme, Greschonei, Im Land, Makanaa, Arrimmu ùn Remmalju. Chùùrzi Vokal wie im Wallis hän Salei, Pumatt ùn Gurin. ;4. mhd. -nd In vyyl Dialägd im weschdlige Dail vùm Hooch- ùn vùm Hegschdalemanisch isch mhd. –nd in Wèèrder wie Hund, finde, Chinder, Rinde zue nn oder ng endwigled: ''Hunn''/''Hung'', ''finne'' / ''finge'', ''Chinner'' / ''Chinger'', ''Rinne'' / ''Ringe''. Au in vyyl Siidwalserdialägd chaa mer des finde. {| class="wikitable" |- align=left |align=left|'''Eischeme'''|| ''Hun'' / ''Hung'', ''finnen'' |- align=left |align=left|'''Greschonei'''|| ''Hunn'', ''finnä'' |- align=left |align=left|'''Gurin'''|| ''Hunn'', ''finda'' |- align=left |align=left|'''Pumatt'''|| ''Hunn'', ''finne'' |- align=left |align=left|'''Remmalju'''|| ''Hund'', ''finnu'' |- align=left |align=left|'''Salei'''|| ''Hunn'', ''finne'' |} aber: '''Arrimmu''': ''Hund'', ''finda''. '''Im Land''': ''Hund'', ''finde''. '''Makanaa''': ''Hund'', ''finde''. ;5. mhd. ng Mhd. -ng, z. B. in ''Hunger,'' erschyynd in dr Siidwalserdialägd zem Dail no in dr alde Form. [ŋg] (Hungger) hän Greschonei, Im Land ùn Makanaa [ŋx] (Huncher) hed Arrimmu [ŋ] (Hunger) hän Eischeme, Remmalju, Salei, Pumatt ùn Gurin ;6. germ. -kk Germanisch kk, z. B. in ''drücke/drucke,'' isch: * verschoobe zue kch z Im Land, Makanaa, Remmalju, Salei, Pumatt ùn Gurin * nid verschoobe z Eischeme, Greschonei, Arrimmu == Siidwalserischi Belletristik == Ab em 19. Joorhùnderd sin e Raie siidwalserischi Schrifdschdeler aktiv woore. Wydùme bekand isch d Walserdiichderi [[Anna Maria Bacher]] (* 1947) us Pumat. Vù Greschunei sin d Mùndardschrifdschdeler [[Alys Barell]] (1920–1999), [[Ferdinand Castell]] (1830–1907), [[Caterina Castell Lettry]] (1859–1939), [[Bruno Favre]] (1914–1991), [[Maria Liscoz]] (1874–1929), [[Erwin Monterin]] (1913–2006), [[Magherita (Grittle) Scaler]] (1895–1983), [[Nelly Schmit]] (1923–?), [[Attilio Squinobal]] (1921–1995) ùn [[Louis Zumstein]] (1805–1871).<ref>Guy Tercinod: ''Louis Zumstein (De la Pierre) et la poésie dialectale de la Vallée du Lys.'' Aosta 1957.</ref> Vù Eischeme sin d [[Irene Alby Tregsch]] (* 1948), dr [[Jean-Jacques Christillin]] (1863–1915), dr [[Joseph Hilaire Christillin]] (1872–1943) ùn dr [[Albert Linty]] (1906–1983). Dr [[Pietro Axerio]] (1827–1905) isch e Dialägddiichder vù Arimmu. Ane 1995 sin im Samelband «Orizzonti di poesia» d Wäärch vùn e baar siidwalserischi Autoore nei uusechùù.<ref>''Orizzonti di poesia. Mundarttexte aus Gressoney und Issime.'' Centro Studi e cultura Walser della Valle d’Aosta. Gressoney-Saint-Jean 1995.</ref> In syynere [[Anthologie|Bliedelääsi]] vù dr alemanische Literatur, em «Holderbluescht», het dr [[Georg Thürer]] dr siidwalserische Literatur en aige Kapitel gee. Doo sin nääbe alde Gschiichde, Spriich ùn Saage au Tegscht vùm Pietro Axerio ùn vùm Ludwig Zumstein abdrùgd. == Schbroochwiseschafdligi Literatur == (Wyteri Literatur findt mer au ùnder dr ainzelne Mùndart-Artikel.) * Irene André, Alis Barell, Laura Bassi, Franco Camisasca, Bruno Favre, Ervin Monterin, Eugenio Squindo, Caio Vincent und [[Heinrich Welf]]: ''Greschoneytitsch. Vocabolario Italiano – Titsch. Titsch – Italiano.'' Centro Studi e Cultura Walser della Valle d’Aosta / Walser Kulturzentrum, Gressoney St-Jean (Aosta) 1988 und 1998. * [[Marco Angster]], Marco Bellante, Raffaele Cioffi und [[Livio Gaeta]]: ''I progetti DiWaC e ArchiWals.'' In: Livio Gaeta (Hrsg.): ''Le isole linguistiche tedescofone in Italia.'' Special Issue of Bollettino dell’Atlante Linguistico Italiano 41, 2017, S.&nbsp;83–94. * [[Angela Bacher]]: ''Contributo agli studi sul dialetto walser della Val Formazza.'' Diss. Katholische Universität Mailand 1975. * Angela Bacher: ''Bärulussä. Il prato più bello dell’orso. Suoni, nomi e luoghi nella parlata walser di Formazza.'' Tararà Edizione, Verbania 1995. * [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und von der Sprache der deutschen Aussiedler hinterm Monte Rosa''. [[A. Francke Verlag|Francke Verlag]], Bern 1949. * [[Marco Bauen]]: ''Sprachgemischter Mundartausdruck in Rimella Valsesia (Piemont)''. Verlag Paul Haupt, Bern und Stuttgart 1978 (Sprache und Dichtung 28). * Gerald Bernhard: ''Einblicke in Sprecherbiographien von Walsern im Tessin und im Ossola-Tal.'' In: Michael Bernsen, Elmar Eggert, Angela Schroitt: ''Historische Sprachwissenschaft als philologische Kulturwissenschaft.'' Göttingen 2015, S. 379–392. * [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten''. Verlag Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6). * Valerio Cantamessi: ''Als vir saghen. Dizionario della lingua walser e della toponomastica di Ornavasso.'' 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Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 1978 (ZDL Beihefte 28). * Elisabetta Fazzini, Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Band 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica 1, 5, 6, 7, 9, 10). * [[Gertrud Frei]]: ''Walserdeutsch in Saley. Wortinhaltliche Untersuchung zu Mundart und Weltsicht der altertümlichen Siedlung Salecchio/Saley (Antigoriotal)''. Verlag Paul Haupt, Bern und Stuttgart 1970 (Sprache und Dichtung. Sonderreihe Berner Arbeiten zur Dialektologie und Volkskunde 18). * [[Livio Gaeta]] (Hrsg.): ''Le isole linguistiche tedescofone in Italia: situazione attuale e prospettive future'' (Workshop, Torino, 24 febbraio 2017). In: ''Bollettino dell’Atlante Linguistico Italiano,'' III serie, 41, 2017, S.&nbsp;79–176. * [[Emily Gerstner-Hirzel]]: ''Aus der Volksüberlieferung von Bosco Gurin. Sagen, Berichte und Meinungen, Märchen und Schwänke.'' Basel 1979 (Schriften der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde 63) [mit eme grammatische Aahang]. * [[Giovanni Giordani]]: ''La colonia tedesca di Alagna – Valsersia e il suo dialetto''. Nachdruck der 2. Auflage 1927. * [[Fritz Gysling]] und Rudolf Hotzenköcherle: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Huber Verlag, Frauenfeld 1952. * Fritz Gysling: ''Fossilien der Walsermundart von Ornavasso.'' In: Studia Neophilologica 40, 1968, S. 386–413. * [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania''. In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie, Festgabe für Theodor Frings zum 70. Geburtstag.'' Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250. * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ernetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' 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Ihr Land, ihre Mundart und Herkunft. Ein Beitrag zur Geschichte der Alpen.'' Cotta’scher Verlag, Stuttgart/Tübingen 1842 ({{Digitalisat|GB=gQ0DAAAAIAAJ}}); zuer Schbrooch Side 131–194. * [[Pio Scilligo]]: ''Pumattertietsch Werterbeuch. Vocabolario Formazzino-Tedesco-Italiano e Italiano-Formazzino-Tedesco / Pumattertietsch-Waeltsch-Tietsch und Waeltsch-Pumattertietsch-Tietsch.'' IFREP, Roma 1993. * ''[[Sprachatlas der deutschen Schweiz]] (SDS).'' Begr. von Heinrich Baumgartner und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, Robert Schläpfer, Rudolf Trüb und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. [[A. Francke Verlag|Francke Verlag]], Bern bzw. Basel 1962–2003. – D Orginaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://sprachatlas.ch/ sprachatlas.ch]. * [[Dino Vasina]], Caro Bucchelloni, Antonella Giacosa u.&nbsp;a.: ''Ts Remmaljertittschu. Vocabolario Italiano – Tittschu. Tittschu – Italiano. Centro Studi Walser – Rimella – Sede in Torino.'' Tipografia di Borgosesia s.a.s, Borgosesia 1995 und 2005. * [[Max Waibel]]: ''Die volkstümliche Überlieferung in der Walserkolonie Macugnaga (Provinz Novara).'' SGV, Basel 1985 (SSGV 70). * [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Verlag Huber, Frauenfeld 1968. * Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutschen Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Verlag Stämpfli & Cie AG, Bern 1984. * [[Peter Zürrer]]: ''Wortfelder in der Mundart von Gressoney. Ein Beitrag zur Kenntnis der norditalienischen Walser-Mundarten. '' Frauenfeld 1975 (Beiträge zur schweizerdeutschen Mundartforschung 21). * Peter Zürrer: ''Wörterbuch der Mundart von Gressoney. Mit einer Einführung in die Sprachsituation und einem grammatischen Abriss.'' Frauenfeld 1982 (Beiträge zur schweizerdeutschen Mundartforschung 24). * Peter Zürrer: ''Deutscher Dialekt in mehrsprachiger Gemeinschaft. Die Sprachinselsituation von Gressoney (Valle d’Aosta, Italien).'' Stuttgart 1986 (ZDL-Beiheft 53). * Peter Zürrer: ''Sprachwandelphänomene in Sprachinseln.'' In: Volker Schupp (Hrsg.): ''Alemannisch in der Regio. Beiträge zur 10. Arbeitstagung alemannischer Dialektologen in Freiburg/Breisgau 1990.'' Kümmerle Verlag, Göppingen 1993, S.&nbsp;25–35 [doodrin vrglyycht dr Zürrer rezänti Ùfnaame mit sèttigen us dr èrschte Hèlfdi vùm 19.&nbsp;Joorhùndert]. * Peter Zürrer: ''Sprachinseldialekte. Walserdeutsch im Aostatal.'' Aarau 1999. (Reihe Sprachlandschaften 23). * Peter Zürrer: ''Sprachkontakt in Walser Dialekten. Gressoney und Issime im Aostatal (Italien).'' Franz Steiner Verlag, Wiesbaden/Stuttgart 2009 (ZDL Beihefte 137), ISBN 978-3-515-09358-3. == Weblink == {{Commonscat|Walser German|Walserdydsch}} * [https://www.walliserdialekt.ch/suedwalser-text-und-ton Walserdeutsch in Oberitalien], Ufnaame vù 1929 us Greschonei, Eischeme, Arrimmu und Remmalju. * [https://www.idiotikon.ch/hoerproben «Hörproben aus der deutschen Schweiz und den angrenzenden alemannischen Mundartgebieten»], doo au us Greschonei, Gurin, Makanaa un Pumatt. * [https://www.phonogrammarchiv.uzh.ch/de/sammlung/extern-suedwalser.html Korpora mit Südwalser Aufnahmen], Ufnaame us Remmalju (vùm Marco Bauen) und Makanaa (vùm Max Waibel). * [https://diwac.it/ Il progetto DiWaC], nasce con lo scopo di realizzare un archivio digitale per la salvaguardia dell’eredità linguistica e culturale dei Walser. * [https://www.archiwals.org/ Il progetto ArchiWals], nasce con lo scopo di realizzare un archivio digitale per la salvaguardia dell’eredità linguistica e culturale dei Walser del Piemonte e della Valle d’Aosta. * [http://www.walser-cultura.it/bibliografia/ Bibliografia], e grossi Zämestellig vù Litteraduur bsùnders au zem Syydwalserdytsch uf walser-cultura.it. == Fuesnode == <references /> {{Navigationsleiste Walser}} {{Läsiger Artikel}} {{DEFAULTSORT:Sudwalserdeutsch}} [[Kategorie:Alemannischer Dialäkt|!]] [[Kategorie:Walsertiitsch]] q5kwgf173gxrd33wdrn21yyfenue2v6 Koblach 0 27360 1088053 1021645 2026-08-28T08:49:41Z ~2026-46852-90 122691 /* Politik */ 1088053 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Kobla}} {{Infobox Ort in Österreich | Art = Gemeinde | Name = Kobla | Name_de = Koblach | Wappen = Wappen Gemeinde Koblach Vorarlberg.svg | lat_deg = 47 | lat_min = 20 | lat_sec = 00 | lon_deg = 09 | lon_min = 36 | lon_sec = 00 |Bundesland = Vorarlberg |Bezirk = Fealdkirch | Höhe = 456 | Fläche = 10.24 |Einwohner = <!-- bitte nöd vo Hand abändere, wird automatisch erledigt --> |Stand = <!-- bitte nöd vo Hand abändere, wird automatisch erledigt --> | PLZ = 6842 | Vorwahl = 05523 | Kfz = FK |Lageplan = Koblach im Bezirk FK.png | Gemeindekennzahl = 80410 | NUTS = AT342 | Straße = Werben 9 | Website = [http://www.koblach.at www.koblach.at] | Bürgermeister = Fritz Maierhofer | Partei = ÖVP | Gemeinderatanzahl = 24 | Gemeinderat = 18 [[ÖVP]] <br/>4 [[SPÖ]] <br/>2 [[FPÖ]] | Wahljahr = 2010 | Bild1 = Koblach Blick von der Neuburg.JPG | Bildbeschreibung1 = Koblach, Blick vo dr Burgruine Neuburg }} {{Dialekt|Vorarlbergisch|Vorarlbärgisch|Vorarlbärgisch}} '''Kobla''' ([[hochdeutsch|hochdütsch]] Koblach) isch a Gmoand im [[Bezirk Feldkirch|Bezirk Fealdkirch]] z [[Vorarlberg]], [[Österreich|Öschtriich]] mit {{Einwohner|AT-8|80410}}&nbsp;Iiwohner. == Geografii == Kobla lit im mittlera öschtriichischa [[Rheintal|Rhital]] uf 456&nbsp;m Seehöhe und hot a Fläche vo 10,24&nbsp;km². Dr alte Dorfkern lit am Fuaß vom [[Kummenberg|Kummaberg]]. Ortstöal vo dr Gmoand sind Au, Dürne, Stroßahüser, Neuburg und Udlberg. Vom Gmuandsgbiet siand im Johr 1996 56,6 % Landwirtschaftsfläch, 19,7 % Wald, 11,2 % Sidlungsfläche und 12,4 % sunschtige Fläche gsi.<ref>Amt der Vorarlberger Landesregierung (Hrsg): ''Strukturdaten Vorarlberg.'' Bregenz 1996</ref> D Nochburgmuanda vo Kobla siand [[Mäder]], [[Götzis]], [[Klaus (Vorarlberg)|Kluus]], [[Röthis]], [[Rankweil]], [[Meiningen (Vorarlberg)|Meiningen]] und [[Oberriet SG|Oberriet]]. == Gschicht == Scho i dar Mittlstuazit, vor ebba 7.000 Johr, hots im Gmoandsgebiat Siedliga gia.<ref>Funde vo da Usgrabiga kamma im Landesmuseum z Breagaz aluaga.</ref> 1952 hot ma am Fuaß vom Kummaberg bi Usgrabiga menschliche Übrrescht us da Mittlstuazit (ebba 7.500 v. Chr.) gfunda.<ref>[http://www.vol.at/engine.aspx/page/vol-article-detail-page/cn/vol-news-egunz-20060318-083212/dc/tp:vol:vorarlberg/ag/tp-vn Sensationsfund z Kobla]</ref> Im Mittlalter isch Kobla an Königshof vo da [[Welfen|Welfa]] gsi. Dr Hugo vo Tumb hot 1363 dia Burg und d Herrschaft Neuburg ad Herzög vo Öschtriich verkoft - direkt im Herrschaftsgebiat vo da Montforter. 1675 isch Kobla a uagene Pfarrgmoand wora. Vo 1805 bis 1814 hot dr Ort zu [[Bayern]] khört, denn widr zu Öschtriich. Dia [[Habsburger]] hond dia Ort z Vorarlberg amol vo [[Tirol]] und amol vo [[Vorderösterreich|Vordröschtriich]] ([[Freiburg im Breisgau|Friburg&nbsp;im&nbsp;Brisgau]]) us regiert - dia hond 1852 d Pfandschaft übrnoh. Zum öschtriichischa Bundesland Vorarlberg khört Kobla sit da Gründig 1861. 1888 sind viele Hüser und große Flächa vom Gmoandsgebiat bi nar Rhiübrschwemmig zrstört wora. Vo 1945 bis 1955 hot dr Ort zu da französischa Bsatzigszona z Öschtriich khört. == Iiwohner == Quella: Statistik Austria: ''Bevölkerung seit 1869 für Gemeinden.'' STATcube {| class="wikitable" width=350 |- align=center class="hintergrundfarbe5" |align=left | '''Johr''' || '''1869''' || '''1880''' || '''1890''' || '''1900''' || '''1910''' || '''1923''' || '''1934''' || '''1939''' |- align=center |align=left|'''Iiwohner'''|| 877 || 875 || 940 || 991 || 1.034 || 1.046 || 1.171 || 1.190 |- align=center class="hintergrundfarbe5" |align=left | '''Johr''' || '''1951''' || '''1961''' || '''1971''' || '''1981''' || '''1991''' || '''2001''' || '''2011'''|| '''2021''' |- align=center |align=left|'''Iiwohner'''|| 1.405 || 1.659 || 2.211 || 2.633 || 3.171 || 3.797 || 4.249 || 4.793 |} == Politik == D Gmoandsvertreatig bestoht us 24 Mitglider. D Sitzvertoalig noch da Gmoandsvertreatigswahl 2010 isch: ÖVP 18 Sitz, SPÖ 4 Sitz und FPÖ 2 Sitz. Bürgermoaschtr isch da Gerd Hölzl vo da ÖVP. == Würtschaft und Infrastruktur == Im Johr 2003 hots im Ort 82 Firmana vo da gwerblicha Würtschaft mit 641 Bschäftigta und 72 Lehrling gia, lohnstüerpflichtige Erwerbstätige sinds 1.711 gsi. D Landwürtschaft spiilt a wichtige Rolla, dr Atoal vo da landwürtschaftlicha Flächa lit bi 54,9&nbsp;%. == Bildig == Z Kobla gits zwoa Kindergärta und 436 Schüaler in a Volks- und a Mittlschual (Stand Jänner 2003). == Dialekt == Dr Dialekt vo Kobla khört zum [[Bodenseealemannisch|Bodeseealemannisch]]. == Berühmte Söhn und Töchter vo da Gmoand == * [[Erwin Kräutler]] (*1939), römisch-katholischer Bischof und Prälat in Brasilia == Weblink == {{commonscat|Koblach|Kobla}} * [https://web.archive.org/web/20190616164659/https://koblach.at/ Gmoand Kobla] == Fuaßnota == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Bezirk Feldkirch}} {{Normdaten}} {{Übersetzungshinweis|de|Koblach|dütsch|74444565}} [[Kategorie:Ort (Vorarlberg)]] 1b5qlpyyd4zxyc43v2p1jv2rvbkg455 Schlesisch (Slawisch) 0 33014 1088060 1023387 2026-08-28T11:15:34Z TruthfulSpeech 122693 1088060 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:S slawische Schlesisch}} {{Infobox Sprache| Sprache= Schlesisch| Länder= [[Schlesien]]| Sprecher= 509 000<ref>[https://web.archive.org/web/20121221235509/http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/LUD_raport_z_wynikow_NSP2011.pdf Narodowy Spis Powszechny Ludności i Mieszkań 2011. Raport z wyników] - Central Statistical Office of Poland</ref> | |Klassifikation=* [[Indogermanische Sprachen|Indogermanischi Sproche]] :* [[Slawische Sprachen|Slawischi Sproche]] ::* [[Westslawische Sprachen|Westslawischi Sproche]] :::* [[Lechische Sprachen|Lechischi Sproche]]| |KSprache=Schlesisch |Amtssprache=| ISO1= | ISO2= | ISO3= szl| SIL= szl |Karte= [[Datei:Languages of CE Europe-3.PNG|thumb|left|200px|Sprooche vo Oschtmitteleuropa, Schlesisch - S]] }} Di '''Schlesischi Sprach''' (Schlesisch: ''Ślůnsko godka'' / ''ślōnskŏ gŏdka'') ghört zue de [[Lechische Sprachen|lechische Gruppe]] vo de [[Westslawische Sprachen|weschtslawische Sprache]]<ref>[http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=szl Ethnologue report for language code: szl] - Ethnologue, languages of the World</ref><ref>Reinhold Olesch, 1910-1990 Śląsk bogaty różnorodnością – kultur, narodów i wyznań. Historia lokalna na przykładzie wybranych powiatów, miast i gmin (red. Krzysztof Kluczniok, Tomasz Zając), Urząd Gm. i M. Czerwionka-Leszczyny, Dom Współpracy Pol.-Niem., Czerwionka-Leszczyny 2004, ISBN 83-920458-5-8</ref><ref>Joseph S. Roucek (Editor) - Slavonic Encyclopedia, New York 1949, s. 1149-1151</ref><ref>Norman Davies, Europe: A History, Oxford 1996 s. 1233, ISBN 0-19-820171-0</ref><ref>"Silesian Idiom and Language" - Ewald Osers, New York 1949</ref><ref>Gerd Hentschel: Das Schlesische – eine neue (oder auch nicht neue) slavische Sprache?, Mitteleuropa – Osteuropa. Oldenburger Beiträge zur Kultur und Geschichte Ostmitteleuropas. Band 2, 2001 ISBN 3-631-37648-0</ref>, zuenere Untergruppe vo de [[indogermanische Sprachfamilie]]. [[International Organization for Standardization|ISO code]]: ''szl''.<ref>[http://www.sil.org/iso639-3/documentation.asp?id=szl Documentation for ISO 639 identifier: szl] {{Webarchiv|text=Archivlink |url=http://www.sil.org/iso639-3/documentation.asp?id=szl |wayback=20121003061821}} - SIL International</ref> Schlesisch wird vorallem in de Region [[Oberschlesien|Oberschlesie]] gschwätzt, wo im Südweschte vo [[Polen|Pole]] un em Nordoschte vo de [[Tschechische Republik]] lait. Nit verweggsle sött mer s slawisch Schlesisch mit em [[Ostmitteldeutsche Dialekte|Ostmitteldütsche]] Dialäkt [[Schlesisch (deutscher Dialekt)|Schlesisch]]. Mangi Forscher gsänne ''Schlesisch'' als Regionalsprooch, z. B. Prof. Jolanta Tambor (Schlesische Universität), dr Elżbieta Sekuła (Szkoła Wyższa Psychologii Społecznej), dr Tomasz Wicherkiewicz (Adam-Mickiewicz-Universität Posen), dr Tomasz Kamusella (Universität Oppeln), ks. dr Jerzy Dadaczyński (Päpstliche Universität Johannes Paul II.).<ref>{{Webarchiv|url=http://katowice.gazeta.pl/katowice/1,35063,9144738,Zwolennik_godki_rozprawia_sie_z_mitami.html |wayback=20110630222905 |text="''Zwolennik godki rozprawia się z mitami''" |archiv-bot=2019-12-10 09:33:18 InternetArchiveBot }} - Gazeta Wyborcza, 2011</ref> Zurzit (2011) git's e Gsetzesvorlag, wo Schlesisch als offizielli Regionalsprooch vo Pole söll anerkenne<ref>[http://www.dziennikzachodni.pl/stronaglowna/326695,projekt-ustawy-wprowadzajacej-slaski-jako-jezyk-regionalny,id,t.html?cookie=1 "''Projekt ustawy wprowadzającej śląski jako język regionalny - w Sejmie''"]{{Toter Link|url=http://www.dziennikzachodni.pl/stronaglowna/326695,projekt-ustawy-wprowadzajacej-slaski-jako-jezyk-regionalny,id,t.html?cookie=1 |date=2019-12 }}, Dziennik Zachodni, 2010</ref>. In de polnische Volchszäälig vo 2011 hen über 509 000<ref>[https://web.archive.org/web/20121221235509/http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/LUD_raport_z_wynikow_NSP2011.pdf Narodowy Spis Powszechny Ludności i Mieszkań 2011. Raport z wyników] - Central Statistical Office of Poland</ref> Mänsche ihri Muettersprooch als Schlesisch aagee, di Gsamtzaal vo de Sprecher isch warschynts höcher. == Quälle == <references/> == Weblink == {{Wikipedia auf|szl|Schlesisch}} {{Navigationsleiste Slawische Sprachen}} [[Kategorie:Einzelsproch]] [[Kategorie:Slawischi Sprooch]] [[Kategorie:Pole]] 57l4v4sxr1fp5llu7acpfecy5road5s Ratko Mladić 0 34522 1088014 1019151 2026-08-27T17:21:13Z Holder 491 1088014 wikitext text/x-wiki [[Datei:Evstafiev-ratko-mladic-1993-w.jpg|miniatur|Dr Ratko Mladić 1993]] Dr '''Ratko Mladić''' [{{IPA|ˈmlaːditɕ}}] (Serbisch Ратко Младић, * [[12. März|12. Merz]] [[1942]]<ref>{{Literatur|Herausgeber= Prosecutor of the International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia |Online= [http://www.icty.org/x/cases/mladic/ind/en/mla-ai021010e.pdf PDF] |Titel= The prosecutor of the tribunal against Ratko Mladic|Nummer= <!--Case No.--> IT-95-5/18-I|Seiten=1 |Datum= 2002-10-00||Jahr=2002|zugriff=2012-12-02}}</ref> z [[Božanovići]], hüte [[Bosnien und Herzegowina|Bosnie und Herzegowina]]; † [[27. August]] [[2026]] z [[Den Haag]]) isch en ehemolige bosnisch-serbische General gsi, wo vo 1992 bis 1996 Oberbefählshaber vo dr [[Vojska Republike Srpske|Armee]] vo dr bosnische Serberepublik ([[Republika Srpska]]) gsi isch, wo international nit anerkennt worden isch. As si ihm e Hufe [[Kriegsverbrechen|Chriegsverbräche]] und [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit|Verbräche gege d Menschlikeit]] während em [[Bosnienkrieg|Bosniechrieg]] zur Last gleit, drunder im Zsämmehang mit dr knapp vierjöhrige [[Belagerung von Sarajevo|Belagerig vo Sarajevo]] und em [[Massaker von Srebrenica|Massaker vo Srebrenica]] im Juli 1995, wo bis zu 8.000 bosnischi Manne und Jugendligi ermordet worde si. Dr Mladić isch 1995 vor em [[Internationaler Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien|Internationale Stroofgrichtshof für s ehemolige Jugoslawie]] aagchlagt worde, won er zsämme mit em [[Radovan Karadžić]] am blante [[Völkermord]] an de [[Bosniaken|bosnische Muslime]] beschuldigt worde isch. Er het sich fufzäh Johr lang vor de Behörde chönne verstecke, isch denn aber am 26. Mai 2011 z [[Serbien|Serbie]] festgnoh<ref name="SPON_26052011">Spiegel Online: ''[http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,765070,00.html Serbiens Präsident bestätigt Festnahme von Mladic]'', 26. Mai 2011.</ref> und am 3. Juni 2011 vor Gricht gstellt worde.<ref>faz.de: ''http://www.faz.net/artikel/S31325/ratko-mladic-vor-dem-un-tribunal-habe-keine-muslime-umgebracht-30430486.html Ratko Mladic vor dem UN-Tribunal: „Habe keine Muslime umgebracht“]'', 3. Juni 2011, abgüeft am 03. Juli 2011.</ref> Am 22. November 2017 isch er wäge Völkermord und andere vo elf Aachlagpünkt für schuldig gsproche und zue läbeslanger Haft verurtäilt worde.<ref>{{Internetquelle|url=http://www.icty.org/en/press/tribunal-convicts-ratko-mladi%C4%87-for-genocide-war-crimes-and-crimes-against-humanity|titel=Tribunal convicts Ratko Mladić for genocide, war crimes and crimes against humanity|autor=ICTY|zugriff=2017-11-22}}</ref> == Weblink == {{Commonscat|Ratko Mladić}} * [http://www.un.org/icty/indictment/english/mla-ai021010e.htm Aaklagschrift] vom UN-Chriegsverbrechertribunal gege dr Mladić ==Fuessnote== <references /> {{Normdaten}} {{SORTIERUNG:Mladic, Ratko}} [[Kategorie:Bruefsmilidär]] [[Kategorie:Verurteilti Person]] [[Kategorie:Serb]] [[Kategorie:Bosnier]] [[Kategorie:Maa]] 26cjzapeikeqyssp32c72amgvy89cts Vorlage:Houptsyte/24.11 10 35403 1088036 1063684 2026-08-28T03:36:03Z Holder 491 1088036 wikitext text/x-wiki [[Datei:Paul Haeberlin.jpg|70px|right|Paul Haeberlin]] * [[1411]]: D [[Kanton Appenzell|Appezäller]] schließe in dr [[Appenzellerkriege|Appezällerchrieg]] mit dr acht alte Ort vu dr [[Alte Eidgenossenschaft|Alte Aidgnosseschaft]] e Schutzverdrag, wu si as [[Zugewandter Ort|Zuegwandti Ort]] yygschränkti Rächte in dr Aidgnosseschaft hän. * [[1847]]: Ai Dag no dr entschaidende Niderlag bi Gisike un Chappu im [[Sonderbundskrieg|Sonderbundchrieg]] kapituliert dr katholisch [[Kanton Luzern|Kanton Lozärn]] as erschts Mitglid vum [[Sonderbund (Geschichte)|Sonderbund]] in dr [[Schweiz|Schwyz]]. * [[1859]]: Dr [[Charles Darwin]] vereffetligt mit em Wärch ''On the Origin of Species'' syy Evolutionstheori. * [[1923]]: Dr elssässisch Choch [[Paul Haeberlin]] <small>(Bild)</small> chunnt uf d Wält. * [[1972]]: Dr Schwyzer Liedermacher [[Mani Matter]] stirbt. <noinclude> [[Kategorie:Wikipedia:Hauptsite Novämber|{{PAGENAME}}]] </noinclude> rirj3i6adts4adxybfba9kre4qb5bqf Norwegische Sprache 0 41991 1088055 1017302 2026-08-28T08:55:06Z Freigut 8945 1088055 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:Norwäägisch}} {{Infobox_Sprache| Sprache=Norwägisch ''(norsk)'' |Länder=[[Norwegen|Norwääge]] |Sprecher=öbbe 5 Millione |Klassifikation=* [[Indogermanische Sprachen|Indogermanischi Sprooche]] *: [[Germanische Sprachen|Germanischi Sprooche]] *:: [[Nordgermanische Sprachen|Nordgermanischi Sprooche]] |KSprache=Norwäägisch |Amtssprache={{NOR}} |ISO1=no<br />nb (Bokmål)<br />nn (Nynorsk) |ISO2=nor<br />nob (Bokmål)<br />nno (Nynorsk) |ISO3=nor<br />nob (Bokmål)<br />nno (Nynorsk) }} [[Datei:Norwegianmalforms.png|mini|Nynorsk und Bokmål as Amtssprooche uf Gmäindseebeni]] Die '''norwäägischi Sprooch''' (Äigebezäichnig: '''''norsk''''' {{IPA|[nɔʃk]}}, wo die bäide Standardvarietääte ''bokmål'' {{IPA|['buːkmoːl]}} und ''nynorsk'' {{IPA|['nyːnɔʃk]}} umfasst) ghöört zum skandinavische/[[Nordgermanische Sprachen|nordgermanische Zwiig]] vo de [[Indogermanische Sprachen|indogermanische Sprooche]]. Norwäägisch wird vo öbbe fümf Millioone Norwääger as Muetersprooch gschwätzt, wo dr gröscht Däil von ene z [[Norwegen|Norwääge]] läbt. Dört isch es d [[Amtssprache|Amtssprooch]]. Es isch au en Arbets- und Vercheerssprooch im Nordische Root. S Norwäägische isch im Lauf vom 19. und 20.&nbsp;Joorhundert in vier [[Varietät (Linguistik)|Varietääte]] standardisiert worde, vo deene si hüte zwäi amtlig anerkennt: '''''[[Bokmål]]''''' ([[Deutsche Sprache|dt.]] „Buechsprooch“), bis 1929 '''Riksmål''': * offizielli Standardvarietäät * basiert zum grösste Däil uf em [[Dänische Sprache|Däänische]] und zum e chliinere Däil uf bestimmte urbane [[Norwegische Dialekte|norwäägische Dialäkt]] '''''[[Riksmål]]''''' {{IPA|['rɪksmoːl]}} (dt. „Riichssprooch“) im ''hütige Sinn'' isch e Variante vom Bokmål: * ooni offizielle Status * e konservativi Varietäät, wo us historische Gründ no sterker am Däänische orientiert isch als ''Bokmål'' '''''[[Nynorsk]]''''' (dt. „Nöinorwäägisch“), bis 1929 '''Landsmål''': * offizielli Standardvarietäät * basiert vor allem uf ländlige norwäägische Dialäkt '''''[[Høgnorsk]]''''' {{IPA|['høːgnɔʃk]}} (dt. „Hoochnorwäägisch“): * ooni offizielle Status * e konservativs ''Nynorsk,'' wo sterker an dr ursprünglige Standardisierig, so wie si dr [[Ivar Aasen]] gschaffe het ''(Landsmål),'' orientiert isch ''Bokmål'' wird vo öbbe 85 bis 90&nbsp;Brozänt vo dr norwäägische Bevölkerig gschriibe. Es het sich drbii ursprünglig um e Varietäät vom Däänische ghandlet, wo jorhundertilang au z Norwääge [[Schriftsprache|Schriftsprooch]] gsi isch. Es isch aber – bsunders in dr erste Helfti vom 20.&nbsp;Joorhundert – no di noo uf dr Basis vo dr bürgerlig-stedtische [[Umgangssprache|Umgangssprooch]] norwägisiert worde. S ''Riksmål'' isch en elteri Varietät, wo hüte amtlig nid understützt wird. Es isch eme konservative ''Bokmål'' äänlig. Es isch dr [[Dänemark-Norwegen|däänisch-norwäägische]] literaarische Dradizioon verpflichtet und in dr Rächtschriibig weniger norwäägisiert. ''Nynorsk'' hingeege isch e Sintheese us de iihäimische norwäägische Dialäkt und het dorum mee Gmäinsamkäite mit de westskandinavische Sprooche [[Färöische Sprache|Färöisch]] und [[Isländische Sprache|Isländisch]] as ''Bokmål,'' Däänisch und [[Schwedische Sprache|Schweedisch]]. Es wird vo öbbe 10 bis 15&nbsp;Brozänt vo dr norwäägische Bevölkerig gschriibe. ''Høgnorsk'' schliessli wird nume in seer chliine Kräis pflägt. == Litratuur == ; Grammatike: * Jan Terje Faarlund, Svein Lie, Kjell Ivar Vannebo: ''Norsk referansegrammatikk''. Universitetsforlaget, Oslo 1997. (3.&nbsp;Ufflaag 2002, ISBN 82-00-22569-0) (Bokmål und Nynorsk). * Olav T. Beito: ''Nynorsk grammatikk. Lyd- og ordlære.'' Det Norske Samlaget, Oslo 1986, ISBN 82-521-2801-7. * Kjell Venås: ''Norsk grammatik. Nynorsk.'' Universitetsforlaget, Oslo 1990. (2.&nbsp;Ufflaag au dert 2002, ISBN 82-13-01972-5). * Åse-Berit Strandskogen, Rolf Strandskogen: ''Norsk grammatikk for utlendinger.'' 6.&nbsp;Ufflaag Gyldendal Norsk Forlag, Oslo 1991, ISBN 82-05-10324-0. ; Leerbüecher: * Eldrid Hågård Aas: ''Langenscheidts Praktischer Sprachlehrgang Norwegisch''. Langenscheidt Verlag, München/Berlin 2009, ISBN 978-3-468-80373-4. ; Wörterbüecher: * ''Bokmålsordboka'' und ''Nynorskordboka,'' usegää vo dr Avdeling for leksikografi ved Institutt for lingvistiske og nordiske studier (ILN) ved Universitetet i Oslo, in Zämmenarbet mit em Språkrådet, vil Ufflaage; digital: [http://ordbok.uib.no/perl/ordbok.cgi?OPP=+&ant_bokmaal=5&ant_nynorsk=5&begge=+&ordbok=nynorsk Bokmålsordbok | Nynorskordboka]. * ''Norsk Ordbok. Ordbok over det norske folkemålet og det nynorske skriftmålet.'' Oslo 1965–2016 (12 Bänd). * ''Norsk Riksmålsordbok,'' 1. Ufflaag. 1937–57 (vier Bänd). Noodruck 1983 (sächs Bänd), Supplement 1995 (2 Bänd), Nöibiarbeitig sit 2002. * K.&nbsp;Antonsen Vadøy, M.&nbsp; Hansen, L.&nbsp; B.&nbsp;Stechlicka: ''Thematisches Wörterbuch Neu-Norwegisch – Deutsch / Deutsch – Neu-Norwegisch.'' Ondefo-Deutschland 2009, ISBN 978-3-939703-49-5. * K.&nbsp;Antonsen Vadøy, M.&nbsp;Hansen, L.&nbsp;B.&nbsp;Stechlicka: ''Tematisk Ordbok Nynorsk – Tysk / Tysk – Nynorsk''. Ondefo, Hagenow 2009, ISBN 978-3-939703-49-5. ; Verschidnigs: * Egil Pettersen: [http://stephan-kaps.net/sprakrad.htm ''Die Normierungsarbeit des norwegischen Sprachrats (Norsk Språkråd).'']{{Toter Link|date=2017-09 |bot=InternetArchiveBot |url=http://stephan-kaps.net/sprakrad.htm}} In: Robert Fallenstein, Tor Jan Ropeid (Usegäber): ''Sprachpflege in Europäischen Ländern.'' Schriften des Germanistischen Instituts der Universität Bergen, Bergen 1989, ISBN 82-90865-02-3. == Weblingg == {{Commonscat|Norwegian language|Norwäägischi Sprooch}} * [https://web.archive.org/web/20121130181911/http://sprakrad.no/ Rat für Norwegische Sprache] (norwäägisch, au Informazioon uf änglisch, dütsch, franzöösisch) * [https://snl.no/bokmål ''bokmål''] im ''Store norske leksikon'' * [https://snl.no/nynorsk ''nynorsk''] im ''Store norske leksikon'' * [http://www.aasentunet.no/ Ivar Aasen-tunet] (Zentrum für Nynorsk) * [http://www.heinzelnisse.info/ Dütsch-Norwäägischs Wörterbuech, au Forum und Churzgrammatik] * [https://web.archive.org/web/20110105114204/http://www.etymos.de/de/languages/norwegian/index.htm Dütschs Online-Wörterbuech und Grammatik für Norwäägisch] * [http://www.heinzelnisse.info/wiki/StarkeUndSchwacheVerben Liste vo unregelmäässige Wärbe im Bokmål] {{Übersetzungshinweis|1=de|2=Norwegische_Sprache|3=dütsch}} [[Kategorie:Germanischi Sproch]] [[Kategorie:Einzelsproch]] [[Kategorie:Norweege]] cg7h0sopotoz8cvu6csyzjzkcfctm3w 27. August 0 44834 1088015 1074335 2026-08-27T17:21:46Z Holder 491 /* Gstorbe */ 1088015 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:27. Augschte}} {{Kalender Jahrestage|August}} Dr '''27. Augschte''' isch dr 239. Dag vum [[Gregorianischer Kalender|Gregorianische Kalender]] (dr 240. in [[Schaltjahr|Schaltjohr]]), dodermit blybe no 126 Däg bis zum Änd vum Johr. == Was isch bassiert? == [[Datei:Hegel portrait by Schlesinger 1831.jpg|100px|right|thumb|Georg Wilhelm Friedrich Hegel]] [[Datei:Titian-face.jpg|100px|right|thumb|Tizian]] [[Datei:Erika Mann NYWTS.jpg|100px|right|thumb|Erika Mann]] * [[1883]]: Uusbruch vum Vulkan Krakatau z [[Indonesien|Indonesie]]. Dur dr Uusbruch, Fluetwälle ([[Tsunami]]) un pyroklastischi Strem stärbe zmindescht 36.000 Mänsche. * [[1991]]: [[Moldawien|Moldawie]] wird unabhängig vu dr [[Sowjetunion]]. == Uf d Wält chuu == * [[1770]]: [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]], dytsche Philosoph * [[1877]]: [[Ernst Wetter]], Schwyzer Bolitiker un Bundesrot * [[1888]]: [[Ernst Ochs]], dytsche Germanischt un Dialäktforscher * [[1890]]: [[Man Ray]], US-amerikanische Moler un Fotograf * [[1914]]: [[Heidi Kabel]], dytschi Schauspiileri * [[1943]]: [[Bärbel Brüderle]], dytschi Dialäktautori * [[1951]]: [[Christof Wackernagel]], dytsche Schauspiiler un RAF-Mitgliid * [[1954]]: [[Martha Niquille]], Schwyzer Jurischti * [[1965]]: [[Thomas Dörflinger]], dytsche Bolitiker * [[1968]]: [[Taylor Wane]], britischi Pornodarstelleri * [[1971]]: [[Dirk Baldinger]], dytsche Radrännfahrer * [[1987]]: [[Isabell Huber]], dytschi Bolitikeri * [[1992]]: [[Tanja Hüberli]], Schwyzer Beachvolleyballspileri == Gstorbe == * {{0}}[[827]]: [[Eugen II.]], Papscht vu 824 bis 827 * [[1576]]: [[Tizian]], italienische Moler * [[1653]]: [[Niklaus Leuenberger]], Schwyzer Buurefierer un Bundesobmann * [[1762]]: [[Ferdinand Raspieler]], Schwyzer Pfaarer, Mundartdichter und Lexikograaf * [[1891]]: [[Michael Kuoni]], Schwyzer Beamte und Mundartautor * [[1933]]: [[Xaver Severin Gretener]], Schwyzer Jurischt * [[1965]]: [[Le Corbusier]], franzesisch-schwyzerische Architekt * [[1969]]: [[Erika Mann]], düütschi Autoorin * [[2017]]: [[Helli Stehle]], Schwyzer Schauspileri un Radiomoderatori * [[2024]]: [[Friedrich Hechelmann]], dytsche Moler un Buechilluschtrator * [[2026]]: [[Ratko Mladić]], serbische General un Chriegsverbrächer == Weblink == {{commonscat|27 August|27. Augschte}} [[Kategorie:Tag|0827]] pgk76xkbs9zk76942a063gxcx5ja8yp 28. November 0 45184 1088034 1082441 2026-08-28T03:31:49Z Holder 491 /* Uf d Wält chuu */ 1088034 wikitext text/x-wiki {{DISPLAYTITLE:28. Novämber}} {{Kalender Jahrestage|November}} Dr '''28. Novämber''' isch dr 332. Dag vum [[Gregorianischer Kalender|Gregorianische Kalender]] (dr 333. in [[Schaltjahr|Schaltjohr]]), dodermit blybe no 33 Däg bis zum Änd vum Johr. == Was isch bassiert? == [[Datei:Stefan Zweig2.png|100px|right|thumb|Stefan Zweig]] [[Datei:DIDACTA 2017 by Olaf Kosinsky-64.jpg|100px|right|thumb|Susanne Eisenmann]] [[Datei:Conrad Ferdinand Meyer.gif|100px|right|thumb|Conrad Ferdinand Meyer]] * [[1443]]: Nodäm dr [[Albanien|albanisch]] Firscht [[Skanderbeg]] am Dag dervor d Feschtig [[Kruja]] yygnuu gha het, verchindet er dr Abfall vum [[Osmanisches Reich|Osmanische Rych]]. * [[1848]]: [[Bern|Bärn]] gwinnt d Abstimmung zue dr Hauptstadtfrog vu dr [[Schweiz|Schwyz]] in dr Bundesversammlig gege [[Zürich|Züri]] un [[Luzern|Lozärn]] un wird dodermit zur ''Bundesstadt''. * [[1912]]: [[Albanien|Albanie]] wird unabhängig vum [[Osmanisches Reich|Osmanische Rych]]. * [[1960]]: [[Mauretanien|Mauretanie]] wird unabhängig vu [[Frankreich|Frankrych]]. * [[1982]]: In dr [[Schweiz|Schwyz]] wird e Volksinitiative fir d Yyfierig vun eme Brysiberwacher aagnuu. == Uf d Wält chuu == * [[1118]]: [[Manuel I. (Byzanz)|Manuel I.]], byzantinische Chaiser * [[1632]]: [[Jean-Baptiste Lully]], italienische Komponischt * [[1881]]: [[Stefan Zweig]], eschtrychische Schriftsteller * [[1930]]: [[Alfred Gilgen]], Schwyzer Bolitiker * [[1931]]: [[Tomi Ungerer]], elsässische Zaichner * [[1951]]: [[Therese Affolter]], Schwyzer Schauspileri * [[1954]]: [[Marc Haeberlin]], elsässische Choch * [[1958]]: [[Johannes Kaiser (Autor)|Johannes Kaiser]], dytsche Lehrer un Autor * [[1964]]: [[Susanne Eisenmann]], dytschi Bolitikeri * [[1985]]: [[Stanislas Wawrinka]], Schwyzer Dennisspiiler == Gstorbe == * {{0}}[[741]]: [[Gregor III. (Papst)|Gregor III.]], Papscht * [[1691]]: [[Hans Konrad Mosis]], Basler Revolutionär * [[1694]]: [[Matsuo Bashō]], japanische Dichter * [[1889]]: [[Reinhard Reitzel]], dytsche Lehrer un Haimetdichter * [[1898]]: [[Conrad Ferdinand Meyer]], Schwyzer Dichter * [[1936]]: [[Eduard Hoffmann-Krayer]], Schwyzer Volchskundler und germanistische Mediävischt * [[1954]]: [[Enrico Fermi]], italienisch-amerikanische Physiker * [[1963]]: [[Richard Nutzinger]], dytsche Mundartdichter * [[2016]]: [[Wolfgang Raufelder]], dytsche Bolitiker == Sunschtigs == * Nationalfyrtig vu [[Albanien|Albanie]] * Nationalfyrtig vu [[Mauretanien|Mauretanie]] * Nationalfyrtig vu [[Osttimor|Oschttimor]] == Weblink == {{commonscat|28 November|28. Novämber}} [[Kategorie:Tag|1128]] 54o8mesfj4kwg7k7hz23lst8k3r60rx Vorlage:Wechselkursdaten/EZB 10 53385 1088018 1087995 2026-08-27T18:07:41Z LkhBot 98539 Bot: Aktualisierung 1088018 wikitext text/x-wiki <includeonly>{{#switch: {{{1|}}} |STAND=2026-08-27 |USD = 1.1645 |JPY = 185.61 |BGN = 1.9558 |CZK = 24.139 |DKK = 7.4747 |GBP = 0.8574 |HUF = 363.95 |PLN = 4.3268 |RON = 5.2584 |SEK = 11.0835 |CHF = 0.9376 |ISK = 140.4 |NOK = 10.877 |HRK = 7.5365 |RUB = 117.2010 |TRY = 56.0483 |AUD = 1.6196 |BRL = 5.9879 |CAD = 1.6151 |CNY = 7.8258 |HKD = 9.1282 |IDR = 20655.26 |ILS = 3.4634 |INR = 111.2575 |KRW = 1607.45 |MXN = 19.7653 |MYR = 4.6964 |NZD = 1.9566 |PHP = 72.085 |SGD = 1.4804 |THB = 38.26 |QUELLE=[http://www.ecb.europa.eu/stats/eurofxref/eurofxref-daily.xml EZB Euro foreign exchange reference rates] }}</includeonly><noinclude> Liefert den Gegenwert von 1 EUR in einer Fremdwährung. Datenquelle: http://www.ecb.int/stats/exchange/eurofxref/html/index.en.html [[Kategorie:Vorlage:Metadaten|Wechselkursdaten/EZB]] </noinclude> 08dwy3qqylf2vu6ftx01oy00equpzgp 1954 0 54211 1088035 1085937 2026-08-28T03:32:19Z Holder 491 /* uf d Wält chuu */ 1088035 wikitext text/x-wiki {{Artikel Jahr}} {| {{Jahresbox}} | colspan="2" style="text-align:center;"|[[Datei:Dien bien phu castor or siege deinterlaced.png|250px|Franzesischi Fallschirmspringer in dr Schlacht vu Điện Biên Phủ]]<br />Franzesischi Fallschirmspringer in dr Schlacht um Điện Biên Phủ |- |} {{Linkbox Andere Kalender}} |} == Was isch bassiert? == * [[1. Januar|1. Jänner]]: Dr [[Rodolphe Rubattel]] wird [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespresidänt]] vu dr [[Schweiz|Schwyz]]. * [[11. Januar|11. Jänner]]: Lawineabgäng z [[Vorarlberg]] fordere insgsamt 135 Doti, bsundersch droffe isch d Gmai [[Bolns|Blòòs]] im Große Walsertal. * [[11. März|11.]] bis [[21. März|21. Merz]]: 24. [[Genfer Auto-Salon|Gämfer Auto-Salon]] * [[13. März|13. Merz]]: D Schlacht um Điện Biên Phủ fangt aa. Mit dr Niderlag vu dr [[Frankreich|Franzose]] am [[7. Mai]] chunnt dr [[Indochinakrieg|Indochinachrieg]] zum Änd. * [[4. Mai]]: In dr ''Bad-Lichtspiele'' z [[Stuttgart|Stuegert]] chunnt dr Film [[Rosen-Resli]] zum erschte Mol in s Kino. * [[13. Mai|13.]] bis [[16. Mai]]: 8. [[Tour de Romandie]] * [[10. Juni]]: Mit em erschte Spaatestich wird mit em Böu vum [[Stuttgarter Fernsehturm|Stuegerter Färnsehdurm]] aagfange. * [[16. Juni]] bis [[4. Juli]]: [[Fußball-Weltmeisterschaft 1954|5. Fueßball-Wältmaischterschaft]] in dr [[Schweiz|Schwyz]]: Di [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|dytsch Nationalmannschaft]] (Trainer [[Sepp Herberger]]) wird iberraschend mit eme 3:2-Final-Siig iber Ungarn im [[Stade de Suisse|Wankdorfstadion]] z [[Bern|Bärn]] zum erschte Mol Wätmaischter ''(Wunder vu Bärn)'' * [[18. Juni|18.]] bis [[29. Juni]]: 4. [[Internationale Filmfestspiele Berlin|Internationali Filmfeschtspiil Berlin]] * [[21. Juli]]: Uf dr [[Genf|Gämfer]] Kumferänz wird noch em Indochinachrieg d Dailig vu [[Vietnam]] bschlosse. * [[22. Juli]]: [[Laos]] wird unabhängig vu [[Frankreich|Frankrych]]. * [[24. Juli]] bis [[15. August|15. Augschte]]: 9. [[Bregenzer Festspiele|Breagazer Feschtspiil]] * [[29. Juli]]: Z [[London]] erschynt dr erscht Dail vu s [[J. R. R. Tolkien]]s Roman [[Der Herr der Ringe]]. * [[7. August|7.]] bis [[14. August|14. Augschte]]: 18. [[Tour de Suisse]] * [[22. August|22. Augschte]] bis [[7. September|7. Septämber]]: 15. [[Internationale Filmfestspiele von Venedig|Internationali Filmfeschtspiil vu Venedig]] * [[7. Oktober|7.]] bis [[17. Oktober]]: 12. [[OLMA Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung|OLMA, Schweizer Messe für Land- und Milchwirtschaft]] * [[17. Oktober]]: [[Landtagswahl in Vorarlberg 1954|Landdagswahl z Vorarlberg]] * [[19. Oktober]]: [[Ägypten|Egypten]] un [[Vereinigtes Königreich|Großbritannie]] schließe s Suez-Abchuu, wu dr Abzug vu dr stationierte britische Strytchreft innerhalb vu zwanzg Monet vorsiit. Im Verdrag erkännt Egypte au s international Statut vu dr [[Sueskanal]]zonen aa. * [[28. Oktober]]: Em [[Ernest Hemingway]] wird dr [[Nobelpreis für Literatur|Nobelbryys fir Literatur]] verliie. * [[11. November|11. Novämber]]: Z Großbritannie erschynt mit ''The Two Towers'' dr zweet Dail vu s [[J. R. R. Tolkien|Tolkiens]] ''[[Der Herr der Ringe|The Lord of the Rings]]''. * Grindig vu dr [[Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg|Landesforstschule Schadenweilerhof]] z Rauteburg == uf d Wält chuu == * [[21. Januar|21. Jänner]]: [[Thomas de Maizière]], dytsche Bolitiker * [[25. Januar|25. Jänner]]: [[David Grossman]], israelische Schrifsteller * [[27. Januar|27. Jänner]]: [[Hans-Peter Schifferle]], Schwyzer Dialektolog un Lexikograf * [[1. Februar]]: [[Carlo Conti (Politiker)|Carlo Conti]], Schwyzer Bolitiker * [[6. Februar]]: [[Elvira Glaser]], dytschi Sprochwisseschaftleri * [[11. Februar]]: [[Heidi Siller-Runggaldier]], Sidtiroler Romanischti * [[19. Februar]]: [[Reiner Haseloff]], dytsche Bolitiker * [[26. Februar]]: [[Recep Tayyip Erdoğan]], dirkische Bolitiker * [[4. März|4. Merz]]: [[François Fillon]], franzesische Bolitiker * [[8. März|8. Merz]]: [[Marie-Theres Nadig]], Schwyzer Skirännfahreri * [[21. März|21. Merz]]: [[Roland Kroell]], dytsche Liedermacher un Autor * [[16. April]]: [[Sibylle Lewitscharoff]], dytschi Schriftstelleri * [[16. April]]: [[Evert Thielen]], belgische Moler * [[27. April]]: [[Thomas Oppermann (Politiker)|Thomas Oppermann]], dytsche Bolitiker * [[21. Juni]]: [[Friedlinde Gurr-Hirsch]], dytschi Bolitikeri * [[1. Juli]]: [[Bettina Bohn]], dytschi Chinschtleri un Chunschterzieheri * [[5. Juli]]: [[Claudia Demarmels]], Schwyzer Schauspileri * [[17. Juli]]: [[Angela Merkel]], dytschi Bolitikeri un Bundeschanzleri * [[25. Juli]]: [[Anetta Kahane]], dytschi Schurnalischti * [[25. Juli]]: [[Jürgen Trittin]], dytsche Bolitiker * [[28. Juli]]: [[Hugo Chávez]], venezolanische Offizier un Bolitiker * [[12. August|12. Augschte]]: [[François Hollande]], franzesische Bolitiker un Bresidänt * [[14. August|14. Augschte]]: [[Christian Gross]], Schwyzer Fueßballtrainer un –spiiler * [[14. August|14. Augschte]]: [[Alexander Schoch]], dytsche Bolitiker * [[27. August|27. Augschte]]: [[Martha Niquille]], Schwyzer Jurischti * [[30. August|30. Augschte]]: [[Aljaksandr Lukaschenka]], wyssrussische Bolitiker * [[21. September|21. Septämber]]: [[Shinzō Abe]], japanische Bolitiker * [[21. September|21. Septämber]]: [[Erna Sonner]], dytschi Schriftstelleri * [[1. Oktober]]: [[Hans Thill]], dytsche Autor un Ibersetzer * [[5. Oktober]]: [[Markus Manfred Jung]], dytsche Schriftsteller * [[23. Oktober]]: [[Heidi Knoblich]], dytschi Schurnalischti un Schriftstelleri * [[29. Oktober]]: [[Matthias Zschokke]], Schwyzer Schriftsteller * [[28. November|28. Novämber]]: [[Marc Haeberlin]], elsässische Choch * [[1. Dezember|1. Dezämber]]: [[Daniel de Roche]], Schwyzer Bfaarer un Bolitiker * [[5. Dezember|5. Dezämber]]: [[Dorothée Reize]], Schwyzer Schauspileri un Sängeri ;Datum nit bekannt * [[Rolf Beeler]], Schwyzer Maître Fromager * [[Georg Cornelissen]], dytsche Sprochwisseschaftler * [[Irene Loebell]], Schwyzer Journalischti un Dokumäntarfilmeri * [[Felicity Rash]], britischi Sprochwisseschaftlere == gstorbe == * [[7. Januar|7. Jänner]]: [[Johann Jakob Gerster]], Schwyzer Mediziner * [[30. Mai]]: [[August Steiger]], Schwyzer Germanischt * [[13. Juli]]: [[Frida Kahlo]], mexikanischi Moleri * [[3. November|3. Novämber]]: [[Henri Matisse]], franzesische Moler * [[28. November|28. Novämber]]: [[Enrico Fermi]], italienisch-amerikanische Physiker * [[9. Dezember|9. Dezämber]]: [[Josef Escher]], Schwyzer Bolitiker un Bundesrot Datum nid bekant: * [[Rosa Genoni]], iteliänischi Modeschöpferin und Aktivischtin == Rund um di alemannische Dialäkt == * [[19. September|19. Septämber]]: Dytsch-Schwyzerisches Mundartdichterdräffe z Badewyler un z Mille, organisiert vum [[Hubert Baum]]. Us däm Dichterkrais uuse isch 1965 d [[Muettersproch-Gsellschaft|„Muettersproch“, Gesellschaft für alemannische Sprache]] grindet wore. == Weblink == {{Commonscat}} bmivsvebh7i84ny3bfs43i4gfejjaql Niklaus Bigler 0 58672 1088057 1056554 2026-08-28T09:03:02Z Freigut 8945 /* Läben und Schaffe */ 1088057 wikitext text/x-wiki {{Dialekt|Zürichdeutsch|Züritüütsch|Züritüütsch}} [[Datei:Niklaus Bigler.jpg|mini|de Niklaus Bigler]] De '''Niklaus (Chlaus) Bigler''' (* [[1. Februar]] [[1949]] z [[Wohlen AG|Wolen]] im Aargöi) isch en Schwyzer [[Germanistik|Gërmanischt]], wo über dryssg Jaar lang Redakter bim [[Schweizerisches Idiotikon|Schwyzerischen Idiotikon]] gsy isch. == Läben und Schaffe == De Bigler isch as Soo vo [[Kanton Bern|bëërn]]<nowiki />stämige Puuren uf eme Hoof im [[Kanton Aargau|aargauische]] [[Freiamt (Schweiz)|Freiamt]] uufgwachse. I s Gimnaasium isch er z [[Aarau]], und nachanen hät er a den Uniwërsitëëte [[Universität Bern|Bëërn]] und [[Wien]] Gërmanischtik und [[Musik|Musig]]<nowiki />wüsseschaft gstudiert. S Tüütschstuudium hät er na bim [[Paul Zinsli]] aagfange, aber wil dëë dänn gly emeritiert woorden isch, hät er 1978 bim sym Naachfolger, em [[Roland Ris]], promowiert. S Theema vo synere Tokteraarbet sind d Mundaartverheltnis im aargauischen Übergangsgibiet zwüsched em weschtlichen und em öschtliche [[Schweizerdeutsch|Schwyzertüütsch]] gsy. 1976 hät er bim «Bëërner Oortsnamebuech» (ere Gründig vom Zinsli) afa mitschaffe; 1982 isch er dänn Redakter am «Schwyzerischen Idiotikon» woorde. Gröösseri und wichtigeri Woortfamilie, won er im Wöörterbuech abghandlet hät, sind öppe ''Trotten, wëben, Wëg, wol, Tag-wan, Wand, Ge-wand, winken, wërben'' (mit ''ge-wërben''), ''wërffen, Wësen, Wãt, Wuet'' und ''Zëdel''. Dezue sind na s «Alfabeetisch Regischter zun Bänd I–XI» und d Bandregischter zun Bänd XV und XVI under synere Läitig uusgschaffet woorde. Näbetdure hät er sich em Archyv vom «Idiotikon» aagnaa und hät d Koreschpondänz und d Manuskript us de Früezyt vom Wöörterbuech erschlosse. Bsunders intressiert hät er sich für de Gründer vom «Idiotikon», de [[Friedrich Staub|Fritz Staub]]. Aber au em Staub sys Voorbild, de früe Läxikograaf [[Franz Joseph Stalder]], häts em aataa, und er hät s überarbäitet Manuskript vo dëm sym Wöörterbuech 162 Jaar nach em Abschluss äntli useggëë. Mitghulffe hät er au bi de poschtuumen Usegaab vom [[Rudolf Hotzenköcherle|Ruedolf Hotzeköherli]] syne berüemte «Sprachlandschafte vo de tüütsche Schwyz». Und sit vile Jaar schrybt er i der «Aargauer Zytig» all ander Wuche di woortgschichtlich Kolumne «Auf ein Wort». 2014 isch de Bigler am «Idiotikon» pänsioniert woorde; syni Naachfolgeri isch d [[Claudia Schmid]] gsy. De Niklaus Bigler isch mit de Wieneri [[Ingrid Bigler-Marschall]] verhüraatet. Au sii isch Lexikograafin. Si hät s «Tüütsch Theaater-Läxikon» aagfüert und deet, aber au im «Theaaterläxikon vo de Schwyz» und im «Tüütsche Literatuur-Läxikon (Kosch)» ganz vil Artikel gschribe. == Publikazioone (Uuswaal) == * Mitaarbet am ''Schwyzerischen Idiotikon,'' Bänd XIV, XV, XVI und XVII. E paar Artikel, wo von em sind, findt men oben uufglyschtet. ; Monografy * ''Mundartwandel im mittleren Aargau. Eine Untersuchung zu den heutigen Sprachverhältnissen im Spannungsfeld zwischen Ost- und Westschweizerdeutsch.'' Diss. Uni Bëërn. Bëërn u.&nbsp;a. 1979 (Europäische Hochschulschriften, Reihe 1, 264). ; Uufsätz * [https://www.idiotikon.ch/Texte/Jahresberichte/Id_Jahresbericht_1984.pdf ''Der Aargau im Schweizerdeutschen Wörterbuch. Beispiele zur Organisation des Materialsammelns in einem mundartreichen Kanton.''] I: ''Schweizerdeutsches Wörterbuch. Schweizerisches Idiotikon. Bericht über das Jahr 1984.'' [Züri] 1985, S.&nbsp;9–21. * [https://www.idiotikon.ch/Texte/Jahresberichte/Id_Jahresbericht_1988.pdf ''Eine Kundfahrt zu den Südwalsern vor 125 Jahren. Briefe Friedrich Staubs an seine Frau.''] I: ''Schweizerdeutsches Wörterbuch. Schweizerisches Idiotikon. Bericht über das Jahr 1988.'' [Züri] 1989, S.&nbsp;11–34. * [https://www.idiotikon.ch/Texte/Jahresberichte/Id_Jahresbericht_2000.pdf ''Auf der Suche nach Gewährsleuten. Ein alter Reisebericht aus der Urschweiz.''] I: ''Schweizerdeutsches Wörterbuch. Schweizerisches Idiotikon. Bericht über das Jahr 2000.'' [Züri] 2001, S.&nbsp;11–33. * [https://www.idiotikon.ch/Texte/Jahresberichte/Id_Jahresbericht_2007.pdf ''Als das Idiotikon in Druck ging. Kurzer Rückblick auf den Beginn einer langen Zusammenarbeit.''] I: ''Schweizerdeutsches Wörterbuch. Schweizerisches Idiotikon. Bericht über das Jahr 2007.'' [Züri] 2008, S.&nbsp;13–32. * ''Einführung in die Grundlagenwerke der Walsersprachforschung.'' In: Elisabetta Fazzini (Ug.): ''Il tedesco superiore. Tradizione scritta e varietà parlate.'' Alessandria 2011 (Alemannica&nbsp;4), S.&nbsp;157–175. * [https://www.idiotikon.ch/Texte/Jahresberichte/Id_Jahresbericht_2012.pdf ''Fritz Staub – Ein Privatmann im Dienste der Öffentlichkeit.''] I: ''Schweizerdeutsches Wörterbuch. Bericht über das Jahr 2012.'' [Züri] 2013, S.&nbsp;18–36. * [https://www.idiotikon.ch/Texte/Jahresberichte/Id_Jahresbericht_2014.pdf ''Johann Konrad Däniker – ein Original im Dienste des Idiotikons.''] I: ''Schweizerisches Idiotikon. Schweizerdeutsches Wörterbuch.<!--sic--> Bericht über das Jahr 2014.'' [Züri] 2015, S.&nbsp;29–48. ; Usegäber, Mitusegäber und Suschtigs * Rudolf Hotzenköcherle: ''Die Sprachlandschaften der deutschen Schweiz.'' Useggëë vom Niklaus Bigler und em Robert Schläpfer under de Mitaarbet vom Rolf Börlin. Aarau u.&nbsp;a 1984 (Reihe Sprachlandschaft 1). * Franz Joseph Stalder: ''Schweizerisches Idiotikon mit etymologischen Bemerkungen untermischt. Samt einem Anhange der verkürzten Taufnamen.'' [abgschlosse 1832]. Useggëë vom Niklaus Bigler. Aarau u.&nbsp;a. 1994 (Reihe Sprachlandschaft 14). * ''Mein Gott, Sie haben eine fürchterliche Arbeit unternommen! Der Briefwechsel zwischen Fritz Staub und Moritz Tscheinen,'' useggëë vom Niklaus Bigler. I: ''Vallesia'' LXIX, 2014, S.&nbsp;297–452. * Im Wytere hät er au e Räien Artikel im [[Historisches Lexikon der Schweiz|Hischtoorische Läxikon vo de Schwyz]] gschribe. == Quäle == * [https://www.idiotikon.ch/ueber-uns/rueckblick/jahresberichte Jaarespricht vom «Schwyzerischen Idiotikon»]. * Archyv vom «Schwyzerischen Idiotikon». * Manuel Bühlmann: ''Wort für Wort zum Jubliläum. Seit 12 Jahren schreibt Niklaus Bigler seine Kolumne – heute erscheint «Auf ein Wort» zum 300. Mal.'' In: ''Schweiz am Sonntag,'' Nr. 32, 9. August 2015 ([https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/er-erklart-den-aargauern-die-bedeutung-der-mundart-ausdrucke-ld.1711025 Online under em Titel: ''Er erklärt den Aargauern die Bedeutung der Mundart-Ausdrücke'']). {{Navigationsleiste Redaktoren und Redaktorinnen am Schweizerischen Idiotikon}} {{Normdaten}} {{SORTIERUNG:Bigler, Niklaus}} [[Kategorie:Sprochwüsseschaftler]] [[Kategorie:Lexikograf]] [[Kategorie:Bärner]] [[Kategorie:Person (Kanton Aargau)]] [[Kategorie:Maa]] [[Kategorie:Läbigi Person]] p3jcvoaq832qd5aa61oz7tobgxzc6a9 Herbert Burkhardt 0 70182 1088025 1087981 2026-08-27T20:09:06Z Haebbmaster 122631 Lebenslauf ergänzt 1088025 wikitext text/x-wiki Dr '''Herbert Burkhardt''' (* [[19. Mai]] [[1935]] z [[Emmendingen|Ämmedinge]]; † [[30. Dezember|30. Dezämber]] [[2024]] z Ämmedinge-Kollmerschritti) isch e [[Deutschland|dytsche]] Induschtrychaufmann un Haimetautor gsii. == Lääbe == Dr Burkhardt isch z Ämmedinge uf d Wält chuu un ufgwachse. In syre Haimetstadt isch er au uf d Schuel gange un het do ne Lehr zum Induschtrychaufmann gmacht. Aafangs het er z Ämmedinge in dr Metallinduschtry (Firma Sick) gschafft, derno 25 Johr lang bi dr Babyyri Sonntag, wun er bal Prokurischt woren isch. Wu d Babyyri ufglest woren isch, isch er erscht as Prokurischt zum "Bibbili-Ehret" in Kollmerschritti un dann zum [[Freiburg|Frybuger]] Herder-Verlag gange. Anne 1996 isch er pänsioniert wore. Syter anne 1970 het er mit syre Frau z Wingeritti gwohnt. Iber 20 Johr lang isch er as Rächner vu dr Kollmerschrittemer Wuergnosseschaft zueständig gsii fir dr Mihlibach vu Kollmerschritti bis Riegel. 1996 isch d Wuergnosseschaft ufglest wore. Anne 1965 het er aagfange schrybe, vor allem Gedicht un Prosa im [[alemannisch]]e Dialäkt vu Ämmedinge, derzue forscht un schrybt er au iber dr Regionalgschicht vum Hachberger Land. Är isch Mitgrinder vu dr Hachberg-Bibliothek z Ämmedingen. Bis 2007 isch er Mitautor vum Wingeridder Heimetkalender gsii. En Uuswahl us syne Alemannische Gedicht un Gschichtel het er zäme hit hochdytsche Täxt anne 1978 unter em Titel „D alt Märktscheese vrzellt“ im [[Verlag Moritz Schauenburg|Schauenburg-Verlag]] vereffetligt. 1985 isch e zweete Band („I will Dr ebbis sage ...“) uusechuu. Ainzelni Bydreg vum Burkhardt sin unter anderem au in dr Badische Zytig un im Ämmedinger Haimetkaländer erschine. Är het au Theaterstuck gschribe, z. B. s „Historische Stadtspiel Herbolzheim“ (1989) un as Mitautor s „Emmendinger Milleniumspiel“ (1999/2000). Fir d Volkshochschuel un d Hachberg-Bibliothek het er Vordreg ghalte<ref>lueg z. B. [http://www.badische-zeitung.de/emmendingen/die-wasser-und-lebensader-der-stadt--101034429.html Die Wasser- und Lebensader der Stadt] (BZ, 26.02.2015) oder [http://www.badische-zeitung.de/kunst-ticket/herbert-burkhardt-ueber-verborgene-und-vergangene-kunst-in-emmendingen--128661645.html Verborgene und vergangene Kunst in Emmendingen] (BZ, 17.10.2016)</ref> un Fierige aabote.<ref>lueg z. B. [http://www.badische-zeitung.de/emmendingen/bierkeller-und-eisweiher Bierkeller und Eisweiher] (BZ, 28.05.2014)</ref> Är isch Mitglid im [[Schwarzwaldverein|Schwarzwaldverain]] Ämmedinge un in dr [[Muettersproch-Gsellschaft]] gsii. Ändi 1970er Johr het er d Schriftstelleri Harriet Straub (1872-1945) entdeckt, wu z Ämmedinge uf d Wält chuu isch. 1989 het er d Verlagsräächt an ihre Schrifte vu dr Hamburgeri Felicitas Barg iberchuu, wu die Räächt vum Meersburger Stadtbfaarer Wilhelm Restle gerbt ghaa het, eme Frynd vu dr Straub. Wu dr Germanischt Ludger Lütkehaus im Fryburger Kore-Verlag Schrifte vu dr Straub rusgee het, 1990 „Zerrissene Briefe“, 1991 „Wüstenabenteuer, Frauenleben“, het dr Burkhardt mit Erfolg vor em Landgricht Manne gege dr Verlag gchlagt. S Buech „Wüstenabenteuer, Frauenleben“ het dr Verlag mieße vum Määrt nee. D Zeit het dodmol zue dr Hintergrind vum Räächtsstryt gschribe: „Doch gefiel […] Ludger Lütkehaus gar nicht, wie provinziell und frömmlerisch Herbert Burkhardt seine ‚Dr. Hedwig Mauthner‘ betrachtete. Der Herder-Kaufmann machte aus seinem skeptischen und zeitlebens unbequemen Findling eine ‚ewig Suchende ... nach Erfüllung im christlichen Glauben‘. Er vernebelte in seinen biographischen Notizen, daß Harriet Straub zunächst in ‚wilder Ehe‘ mit Mauthner gelebt hat. Ihre Werke seien ‚wie mit einem ‚roten Faden‘ durchzogen von der Geisteshaltung als strenggläubige Christin […] Nein, Harriet Straubs Denken ist doch wohl Herbert Burkhardts Sache nicht. Der habilitierte Germanist Ludger Lütkehaus nennt den Hobby-Literaten Burkhardt einen ‚gutkatholischen Prokrustes‘. Harriet Straub lasse sich auch beim schlechtesten Willen nicht in ein solches Weltbild einpassen. Der literarisch versierte Journalist sah hier keine adäquate und kongeniale Edition heranreifen. Damit könnte er recht haben.“<ref>Zeit, 20.09.1991</ref> E Gsamtuusgab vu dr Wärch vu dr Straub isch bis hit (Stand Merz 2025) kaini erschine. Syt langem het dr Burkhardt Werter vum Ämmedinger Dialäkt gsammlet. Är het emol derzue gsait: „Die Mundart zerfällt und ich habe gedacht, da muss ich einiges festhalten für die Nachwelt.“<ref>Badische Zeitung, 12.02.2007</ref> Är het rund 8000 Werter zämegsammlet ghaa. Am 30. Dezämber 2024 isch dr Herbert Burkhardt im Seniorehaim an dr Elz z Ämmedinge-Kollmerschritti gstorbe. == Uuszaichnige == * 1994: Kulturbryys vu dr Große Kraisstadt Ämmedinge == Wäärch == * ''D alt Märktscheese vrzellt. Heiteres und Besinnliches in alemannischer Mundart.'' [[Verlag Moritz Schauenburg]], Lahr/Schwarzwald 1978 ([[Silberdistel-Reihe]] 131) * ''I will Dr ebbis sage ... Ein Breisgaubüchlein. Nachdenkliches und Heiteres aus dem nördlichen Breisgau und drum herum in Hochdeutsch und auf Alemannisch.'' Kehrer, Freiburg i. Br. 1985 * ''Harriet Straub. Ärztin und Schriftstellerin, eine ungewöhnliche Frau.'' In Emmendinger Heimatkalender. Görner-Druck, Emmendingen 1986, S. 33-34 * ''Historisches Stadtspiel Herbolzheim.'' 1989 * ''Windenreute 1094 – 1994. Festschrift und Chronik anläßlich des Jubiläums der urkundlichen Ersterwähnung.'' Hrsg. von der Ortschaftsverwaltung Windenreute 1994 * ''Der Kollmarsreuter Mühlbach. - Lebensader einer Landschaft während der vergangenen 800 Jahre.'' * ''850 Jahre [[Kloster Tennenbach|Zisterzienserkloster Tennenbach]]. Ausstellung zum Jubiläum.'' Idee und Ausführung: Hachberg-Bibliothek Emmendingen; Herbert Burkhardt. Blumdigitaldruck, Tenningen 2004 as Mitautor: * ''Wingeridder Heimetkalender.'' 17 Johrgäng bis 2007 * ''Emmendinger Milleniumspiel.'' 1999/2000 * ''S Eige zeige. Jahrbuch des Landkreises Emmendingen für Kultur und Geschichte 2/1988.'' Herausgegeben von Dr. Volker Watzka == Literatur == * Anke Hees: ''Burkhardt, Herbert.'' In: ''Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert.'' Begr. v. Wilhelm Kosch. Hrsg. v. Lutz Hagestedt. Band 4 Braungart - Busta. De Gruyter Saur, Berlin / Zürich / München 2002. Sp. 647 * Sylvia-Karina Jahn: ''Herbert Burkhardt sammelte 7000 Mundartausdrücke'', Badische Zeitung, 12. Februar 2007 ([http://www.frsw.de/heimatforscher.htm#Herbert%20Burkhardt%20aus%20Emmendingen|Online] uf frsw.de) == Weblink == * [https://www.herbert-burkhardt.de Herbert Burkhardt persenlichi Homepage] * [https://www.alemannisch.de/de/autoren-musiker/show.php?id=163&type=dead dr Herbert Burkhardt] uf dr Websyte vu dr Muettersproch-Gsellschaft * [https://www.emmendingen.de/stadt-emmendingen/geschichte/kulturpreis/1994-herbert-burkhardt Kulturpreisträger 1994: Herbert Burkhardt] uf dr Websyte vu dr Stadt Ämmedinge * [http://www.zeit.de/1991/39/in-den-faengen-ihres-liebhabers/komplettansicht In den Fängen ihres „Liebhabers“], Zeit, 20. September 1991 * [https://www.badische-zeitung.de/der-emmendinger-heimatkundler-und-kulturpreistraeger-herbert-burkhardt-ist-mit-89-jahren-gestorben Der Emmendinger Heimatkundler und Kulturpreisträger Herbert Burkhardt ist mit 89 Jahren gestorben], Badische Zeitung, 5. Jänner 2025 == Fueßnote == <references/> {{Normdaten}} {{DEFAULTSORT:Burkhardt, Herbert}} [[Kategorie:Lyriker]] [[Kategorie:Autor uf Alemannisch]] [[Kategorie:Badener]] [[Kategorie:Dütsche]] [[Kategorie:Maa]] qmsyd6iopfjg3vnycs2ddy7i9iktpcl MediaWiki:Gadget-Direct-link-to-Commons.js 8 74537 1088024 1086698 2026-08-27T20:08:37Z ASarabadani (WMF) 108313 Allow thumb.wikimedia.org alongside upload.wikimedia.org ([[phab:T427465]]) 1088024 javascript text/javascript /** * Direct imagelinks to Commons * * @source https://www.mediawiki.org/wiki/Snippets/Direct_imagelinks_to_Commons Revision 2026-04-16 * @author Krinkle */ if ( mw.config.get( 'wgNamespaceNumber', 0 ) >= 0 ) { mw.loader.using( [ 'mediawiki.util' ] ).then( function () { mw.hook( 'wikipage.content' ).add( function ( $content ) { var uploadBaseRe = /^(https:)?\/\/(?:upload|thumb).wikimedia.org\/wikipedia\/commons/; var localFileNSString = mw.config.get( 'wgFormattedNamespaces' )['6'] + ':'; var server = '(https:)?' + mw.util.escapeRegExp( mw.config.get( 'wgServer' ) ); 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[[Skilangläufer]] | data-sort-value="1974" | 1974-10-29 | | [[Datei:LAURENT PHILIPPOT Karine Tour de Ski 2010.jpg|center|100px]] | [[:d:Q290732|Q290732]] |- | style='text-align:right'| 14 | [[Mireille Delunsch]] | | [[Operesänger]]<br/>[[opera director]]<br/>[[voice teacher]]<br/>[[Sänger]]<br/>[[Musiker]] | data-sort-value="1962" | 1962-11-02 | | [[Datei:Mireille Delunsch UdeM.png|center|100px]] | [[:d:Q445011|Q445011]] |- | style='text-align:right'| 15 | [[Christiane Klapisch-Zuber]] | | [[Historiker]]<br/>[[director of studies]]<br/>[[anthropologist]]<br/>[[Hochschuellehrer]] | data-sort-value="1936" | 1936-11-30 | data-sort-value="2024" | 2024-11-29 | [[Datei:Christiane Klapisch-Zuber.jpg|center|100px]] | [[:d:Q1082714|Q1082714]] |- | style='text-align:right'| 16 | [[Alice Lévêque]] | | [[handball player]] | data-sort-value="1989" | 1989-05-09 | | [[Datei:Alice Leveque 20140430.png|center|100px]] | [[:d:Q2836601|Q2836601]] |- | style='text-align:right'| 17 | [[Amel Bouderra]] | | [[basketball player]] | data-sort-value="1989" | 1989-03-26 | | [[Datei:20131005 - Open LFB - Charleville-Mézières - Tarbes 045.jpg|center|100px]] | [[:d:Q2842633|Q2842633]] |- | style='text-align:right'| 18 | [[Michèle Striffler]] | | [[Politiker]] | data-sort-value="1957" | 1957-08-23 | | [[Datei:Striffler, Michèle-2373.jpg|center|100px]] | [[:d:Q440004|Q440004]] |- | style='text-align:right'| 19 | [[Mathilde Monnier]] | | [[choreographer]]<br/>[[Regisseur]] | data-sort-value="1959" | 1959-04-02 | | [[Datei:Nouvelles2.jpg|center|100px]] | [[:d:Q2370518|Q2370518]] |- | style='text-align:right'| 20 | [[Armelle Faesch]] | | [[volleyball player]] | data-sort-value="1981" | 1981-12-26 | | [[Datei:Armelle Faesch.jpg|center|100px]] | [[:d:Q2862183|Q2862183]] |- | style='text-align:right'| 21 | [[Claire Roman]] | | [[aircraft pilot]] | data-sort-value="1906" | 1906-03-25 | data-sort-value="1941" | 1941-08-04 | | [[:d:Q2975116|Q2975116]] |- | style='text-align:right'| 22 | [[Michele Marsh]] | | [[Schauspieler|Schauspiller]]<br/>[[television actor]]<br/>[[Filmschauspiller]] | data-sort-value="1946" | 1946-12-20 | | | [[:d:Q6836785|Q6836785]] |- | style='text-align:right'| 23 | [[Alexia Djilali]] | | [[volleyball player]] | data-sort-value="1987" | 1987-10-27 | | [[Datei:Alexia Djilali 1.jpg|center|100px]] | [[:d:Q2834401|Q2834401]] |- | style='text-align:right'| 24 | [[Déborah Ortschitt]] | | [[volleyball player]] | data-sort-value="1987" | 1987-06-10 | | [[Datei:Déborah Ortschitt 2017 03.jpg|center|100px]] | [[:d:Q3042390|Q3042390]] |- | style='text-align:right'| 25 | [[Sophie Villeneuve]] | | [[Skilangläufer]] | data-sort-value="1969" | 1969-11-06 | | | [[:d:Q3491061|Q3491061]] |- | style='text-align:right'| 26 | [[Juliette Bossu]] | | [[artistic gymnast]] | data-sort-value="2000" | 2000-01-08 | | [[Datei:Juliette Bossu - Glasgow 2018 - 02.jpg|center|100px]] | [[:d:Q54370317|Q54370317]] |- | style='text-align:right'| 27 | [[Roxanne Frank]] | | [[handball player]] | data-sort-value="1998" | 1998-01-14 | | [[Datei:Roxanne Frank 2022-02-16.jpg|center|100px]] | [[:d:Q57413550|Q57413550]] |- | style='text-align:right'| 28 | [[Madeleine Schlumberger]] | | [[Mooler]] | data-sort-value="1900" | 1900-04-28 | data-sort-value="1981" | 1981-08-24 | | [[:d:Q526229|Q526229]] |- | style='text-align:right'| 29 | [[Catherine Furet]] | | [[Architekt]] | data-sort-value="1954" | 1954-11-17 | | | [[:d:Q2941922|Q2941922]] |- | style='text-align:right'| 30 | [[Lauriane Truchetet]] | | [[volleyball player]] | data-sort-value="1984" | 1984-04-07 | | [[Datei:20130330 - Vannes Volley-Ball - Terville Florange Olympique Club - Lauriane Truchetet - 01.jpg|center|100px]] | [[:d:Q3219633|Q3219633]] |- | style='text-align:right'| 31 | [[Laura Felpin]] | | [[Sprächer]]<br/>[[Filmschauspiller]]<br/>[[vlogger]]<br/>[[comedian]] | data-sort-value="1990" | 1990-02-26 | | [[Datei:LauraFelpin2021.jpg|center|100px]] | [[:d:Q67219567|Q67219567]] |- | style='text-align:right'| 32 | [[Paulette Fink]] | | [[Gsundheits- und Chrankepfläger]]<br/>[[resistance fighter]]<br/>[[Aktivist]] | data-sort-value="1911" | 1911-10-22 | data-sort-value="2005" | 2005-04-02 | [[Datei:Fink-Paulette.jpg|center|100px]] | [[:d:Q88766484|Q88766484]] |- | style='text-align:right'| 33 | [[Marie Hartig Kendall]] | | [[photographer]]<br/>[[Gsundheits- und Chrankepfläger]]<br/>[[nutritionist]] | data-sort-value="1854" | 1854 | data-sort-value="1943" | 1943 | [[Datei:Self-portrait of Marie Hartig Kendall.jpg|center|100px]] | [[:d:Q106520495|Q106520495]] |- | style='text-align:right'| 34 | [[Caroline de Maupeou]] | | [[Mooler]]<br/>[[aristocrat]] | data-sort-value="1836" | 1836-12-31 | data-sort-value="1915" | 1915 | [[Datei:Gervex-Un mardi soirée chez Madeleine Lemaire-P2116.jpg|center|100px]] | [[:d:Q19689513|Q19689513]] |- | style='text-align:right'| 35 | [[Marie Adam-Doerrer]] | | [[Frauerächtlere]] | data-sort-value="1838" | 1838 | data-sort-value="1908" | 1908 | | [[:d:Q24579069|Q24579069]] |- | style='text-align:right'| 36 | [[Audrey Syren]] | | [[volleyball player]]<br/>[[beach volleyball player]] | data-sort-value="1983" | 1983-09-04 | | | [[:d:Q2870868|Q2870868]] |- | style='text-align:right'| 37 | [[Brigitte Lesage]] | | [[volleyball player]]<br/>[[beach volleyball player]] | data-sort-value="1964" | 1964-06-18 | | | [[:d:Q2925444|Q2925444]] |- | style='text-align:right'| 38 | [[Catherine Troendlé]] | | [[Politiker]]<br/>[[miscellaneous persons without work under 60 excluding retirees]] | data-sort-value="1961" | 1961-02-20 | | | [[:d:Q2942086|Q2942086]] |- | style='text-align:right'| 39 | [[Hélène Burger]] | | [[Gsundheits- und Chrankepfläger]]<br/>[[French resistance fighter]]<br/>[[social worker]] | data-sort-value="1900" | 1900-05-16 | data-sort-value="1987" | 1987-06-04 | [[Datei:Hélène Burger, née le 16 mai 1900.jpg|center|100px]] | [[:d:Q3144721|Q3144721]] |- | style='text-align:right'| 40 | [[Juliette de La Genière]] | | [[art historian]]<br/>[[classical archaeologist]]<br/>[[Hochschuellehrer]]<br/>[[archaeologist]] | data-sort-value="1927" | 1927-08-04 | data-sort-value="2022" | 2022-06-06 | | [[:d:Q3189787|Q3189787]] |- | style='text-align:right'| 41 | [[Vanessa Burggraf]] | | [[Journalist|Schurnalischt]] | data-sort-value="1971" | 1971-12-31 | | | [[:d:Q3554515|Q3554515]] |- | style='text-align:right'| 42 | [[Léa Soldner]] | | [[volleyball player]] | data-sort-value="1996" | 1996-02-10 | | [[Datei:Léa Soldner 2017.jpg|center|100px]] | [[:d:Q48877733|Q48877733]] |- | style='text-align:right'| 43 | [[Inès Khiri]] | | [[Fussballspieler]] | data-sort-value="1999" | 1999-03-28 | | | [[:d:Q137296892|Q137296892]] |- | style='text-align:right'| 44 | [[Gabrielle Lutz]] | | [[canoeist]] | data-sort-value="1935" | 1935-12-04 | data-sort-value="2011" | 2011-08-03 | | [[:d:Q5516085|Q5516085]] |- | style='text-align:right'| 45 | [[Joanne Mayer]] | | [[canoeist]] | data-sort-value="1993" | 1993-03-16 | | | [[:d:Q6206170|Q6206170]] |- | style='text-align:right'| 46 | [[Monique Rutler]] | | [[Regisseur]]<br/>[[translator]]<br/>[[film editor]]<br/>[[Drehbuchautor]] | data-sort-value="1941" | 1941-02-02 | | | [[:d:Q10331854|Q10331854]] |- | style='text-align:right'| 47 | [[Franciszka Cegielska]] | | [[Politiker]]<br/>[[Ingenieur|Ääscheniöör]]<br/>[[Hochschuellehrer]] | data-sort-value="1946" | 1946-08-02 | data-sort-value="2000" | 2000-10-22 | [[Datei:Szkoła Podstawowa nr 47, Gdynia - 001.JPG|center|100px]] | [[:d:Q11698773|Q11698773]] |- | style='text-align:right'| 48 | [[Margareta Spörlin]] | | [[Schriftsteller|Schriftschteller]]<br/>[[Lehrer]] | data-sort-value="1800" | 1800-07-19 | data-sort-value="1882" | 1882-09-15 | [[Datei:UBH Portr BS Spoerlin M 1800 1 (cropped).jpg|center|100px]] | [[:d:Q18916888|Q18916888]] |- | style='text-align:right'| 49 | [[Ninon Haït-Weyl]] | | [[French resistance fighter]] | data-sort-value="1911" | 1911-04-02 | data-sort-value="2007" | 2007-10-15 | [[Datei:Ninon Weyl.jpg|center|100px]] | [[:d:Q20750652|Q20750652]] |- | style='text-align:right'| 50 | [[Mi Kwan Lock]] | | [[Schauspieler|Schauspiller]]<br/>[[Regisseur]] | | | [[Datei:Mi Kwan Lock, 2010 (cropped).jpg|center|100px]] | [[:d:Q22278888|Q22278888]] |- | style='text-align:right'| 51 | [[Gabrielle Kaufmann-Kohler]] | | [[legal scholar]]<br/>[[editing staff]]<br/>[[Rechtsanwalt|Rächtsaawalt]]<br/>[[Hochschuellehrer]]<br/>[[Jurischt]] | data-sort-value="1952" | 1952-11-03 | | [[Datei:考夫曼·科勒从日内瓦大学退休并讲授告别课.jpg|center|100px]] | [[:d:Q121109|Q121109]] |- | style='text-align:right'| 52 | [[Virginie Sarpaux]] | | [[volleyball player]]<br/>[[beach volleyball player]] | data-sort-value="1977" | 1977-06-12 | | [[Datei:Virginie Sarpaux Austrian Masters 2008.jpg|center|100px]] | [[:d:Q1726264|Q1726264]] |- | style='text-align:right'| 53 | [[Christiane Peugeot]] | | [[Mooler]]<br/>[[Schriftsteller|Schriftschteller]] | data-sort-value="1927" | 1927-12-06 | | [[Datei:Christiane PEUGEOT.jpg|center|100px]] | [[:d:Q2965790|Q2965790]] |- | style='text-align:right'| 54 | [[Isabelle Pia]] | | [[Schauspieler|Schauspiller]] | data-sort-value="1931" | 1931-07-13 | data-sort-value="2008" | 2008-07-10 | | [[:d:Q3155011|Q3155011]] |- | style='text-align:right'| 55 | [[Laurence Piquet]] | | [[Journalist|Schurnalischt]]<br/>[[news presenter]] | data-sort-value="1965" | 1965-02 | | | [[:d:Q3218928|Q3218928]] |- | style='text-align:right'| 56 | [[Laëtitia Stribick]] | | [[Fussballspieler]] | data-sort-value="1984" | 1984-01-22 | | | [[:d:Q3220099|Q3220099]] |- | style='text-align:right'| 57 | [[Marie-Anne Desmarest]] | | [[Schriftsteller|Schriftschteller]] | data-sort-value="1904" | 1904-05-17 | data-sort-value="1973" | 1973-03-02 | | [[:d:Q3291517|Q3291517]] |- | style='text-align:right'| 58 | [[Lisa Jeanpierre]] | | [[volleyball player]] | data-sort-value="1999" | 1999-07-28 | | [[Datei:Lisa Jeanpierre 2017.jpg|center|100px]] | [[:d:Q111436853|Q111436853]] |- | style='text-align:right'| 59 | [[Charlotte Goetschy-Bolognese]] | | [[Politiker]] | data-sort-value="1990" | 1990-07-21 | | | [[:d:Q113376374|Q113376374]] |- | style='text-align:right'| 60 | [[Geneviève Senger]] | | [[Schriftsteller|Schriftschteller]]<br/>[[Chinderbuechautor]]<br/>[[Romanschriftsteller]] | data-sort-value="1950" | 1950<br/>1956 | | [[Datei:Geneviève Senger.jpg|center|100px]] | [[:d:Q16335786|Q16335786]] |- | style='text-align:right'| 61 | [[Magali Magail]] | | [[general manager]] | data-sort-value="1978" | 1978-02-24 | | [[Datei:Magali Magail 2016 ASPTTM.jpg|center|100px]] | [[:d:Q16661961|Q16661961]] |- | style='text-align:right'| 62 | [[Elsa Grether]] | | [[Gyger]] | data-sort-value="1980" | 1980-06-28 | | | [[:d:Q23816480|Q23816480]] |- | style='text-align:right'| 63 | [[Suzanne Angly]] | | [[beauty pageant contestant]]<br/>[[Model]] | data-sort-value="1951" | 1951-02-19 | | | [[:d:Q964392|Q964392]] |- | style='text-align:right'| 64 | [[Margaretha Schwab-Plüss]] | | [[Schriftsteller|Schriftschteller]]<br/>[[philologist]] | data-sort-value="1881" | 1881-08-22 | data-sort-value="1967" | 1967-09-09 | | [[:d:Q1895088|Q1895088]] |- | style='text-align:right'| 65 | [[Noémi Hepp]] | | [[Hochschuellehrer]]<br/>[[Romanschriftsteller]]<br/>[[Schriftsteller|Schriftschteller]]<br/>[[literary scholar]]<br/>[[Romanist]] | data-sort-value="1922" | 1922-03-13 | data-sort-value="2007" | 2007-12-18 | | [[:d:Q2003848|Q2003848]] |- | style='text-align:right'| 66 | [[Andrée Buchmann]] | | [[Politiker]] | data-sort-value="1956" | 1956-02-11 | | [[Datei:Andrée Buchmann (février 2014) (2).jpg|center|100px]] | [[:d:Q2848931|Q2848931]] |- | style='text-align:right'| 67 | [[Bella Pochez]] | | [[French resistance fighter]] | data-sort-value="1888" | 1888-09-17 | data-sort-value="1943" | 1943-02-18 | [[Datei:Bella pochez.jpg|center|100px]] | [[:d:Q2894613|Q2894613]] |- | style='text-align:right'| 68 | [[Bénédicte Zimmermann]] | | [[sociologist]]<br/>[[Hochschuellehrer]] | data-sort-value="1965" | 1965 | | | [[:d:Q2929908|Q2929908]] |- | style='text-align:right'| 69 | [[Danielle Peter]] | | [[basketball player]] | data-sort-value="1945" | 1945-12-28 | data-sort-value="1981" | 1981-05-23 | | [[:d:Q3015023|Q3015023]] |- | style='text-align:right'| 70 | [[Françoise Urban-Menninger]] | | [[Schriftsteller|Schriftschteller]] | data-sort-value="1953" | 1953-04-26 | | | [[:d:Q3086625|Q3086625]] |- | style='text-align:right'| 71 | [[Sabrine Bouzenna]] | | [[basketball player]] | data-sort-value="1993" | 1993-10-14 | | | [[:d:Q3460759|Q3460759]] |- | style='text-align:right'| 72 | [[Michèle Lutz]] | | [[Politiker]]<br/>[[artisan]]<br/>[[artisans]] | data-sort-value="1958" | 1958-11-15 | | [[Datei:Michele-Lutz-credit-Julien-Di-Giusto.jpg|center|100px]] | [[:d:Q47872392|Q47872392]] |- | style='text-align:right'| 73 | [[Aminata Sow]] | | [[handball player]] | data-sort-value="1994" | 1994-08-19 | | | [[:d:Q63928869|Q63928869]] |- | style='text-align:right'| 74 | [[Corinne Dreyfuss]] | | [[Chinderbuechautor]]<br/>[[illustrator]]<br/>[[Mooler]]<br/>[[picture book writer]]<br/>[[Schriftsteller|Schriftschteller]] | data-sort-value="1964" | 1964-02-20 | | [[Datei:Corinne Dreyfuss 2019.jpg|center|100px]] | [[:d:Q84902700|Q84902700]] |- | style='text-align:right'| 75 | [[Marguerite Walther]] | | [[group activist]] | data-sort-value="1882" | 1882-12-04 | data-sort-value="1942" | 1942-04-29 | [[Datei:Marguerite Walther.jpg|center|100px]] | [[:d:Q97368277|Q97368277]] |- | style='text-align:right'| 76 | [[Jeanne Garnier]] | | [[athletics competitor]]<br/>[[basketball player]] | data-sort-value="1912" | 1912-12-21 | data-sort-value="2005" | 2005-05-01 | | [[:d:Q106946699|Q106946699]] |- | style='text-align:right'| 77 | [[Madeleine Will]] | | [[Organist]]<br/>[[Komponist]] | data-sort-value="1910" | 1910-11-01 | data-sort-value="2012" | 2012-01-01 | | [[:d:Q107349442|Q107349442]] |- | style='text-align:right'| 78 | [[Simone Hirschler]] | | [[resistance fighter]]<br/>[[Schriftsteller|Schriftschteller]] | data-sort-value="1911" | 1911-11-08 | data-sort-value="1944" | 1944-04-27 | [[Datei:Simone Hirschler 1943.jpg|center|100px]] | [[:d:Q111016944|Q111016944]] |- | style='text-align:right'| 79 | [[Marie Sester]] | | [[visual artist]]<br/>[[Chinschtler]] | data-sort-value="1955" | 1955 | | [[Datei:Sester.jpg|center|100px]] | [[:d:Q6763021|Q6763021]] |- | style='text-align:right'| 80 | [[Henriëtte Holthausen]] | | [[Journalist|Schurnalischt]] | data-sort-value="1908" | 1908-05-21 | data-sort-value="1982" | 1982-12-14 | [[Datei:Henriëtte Holthausen, 1961.jpg|center|100px]] | [[:d:Q28064002|Q28064002]] |- | style='text-align:right'| 81 | [[Françoise Winnik]] | | [[chemist]]<br/>[[Lehrer]]<br/>[[researcher]] | data-sort-value="1952" | 1952-03-02 | data-sort-value="2021" | 2021-02-13 | | [[:d:Q28870798|Q28870798]] |- | style='text-align:right'| 82 | [[Emma Koechlin-Schwartz]] | | [[philanthropist]] | data-sort-value="1838" | 1838-03-25 | data-sort-value="1911" | 1911-05-29 | [[Datei:Schwartz, Emma.jpg|center|100px]] | [[:d:Q30302912|Q30302912]] |- | style='text-align:right'| 83 | [[Célia Blauel]] | | [[Politiker]] | data-sort-value="1981" | 1981-11-10 | | [[Datei:Célia Blauel.jpg|center|100px]] | [[:d:Q41673155|Q41673155]] |- | style='text-align:right'| 84 | [[Marcelle Brunswig]] | | [[Mooler]] | data-sort-value="1903" | 1903-04-21 | data-sort-value="1987" | 1987-05-14 | | [[:d:Q45703117|Q45703117]] |- | style='text-align:right'| 85 | [[Edith Lorans]] | | [[Sänger]] | data-sort-value="2000" | 20th century | | | [[:d:Q1234786|Q1234786]] |- | style='text-align:right'| 86 | [[Stéphanie Wendlinger]] | | [[Fussballspieler]] | data-sort-value="1980" | 1980-08-13 | | | [[:d:Q2360408|Q2360408]] |- | style='text-align:right'| 87 | [[Madeleine Elbogen]] | | [[student]] | data-sort-value="1922" | 1922-10-19 | data-sort-value="1944" | 1944-02-01 | | [[:d:Q3275640|Q3275640]] |- | style='text-align:right'| 88 | [[Nicole Dreyfus]] | | [[Rechtsanwalt|Rächtsaawalt]] | data-sort-value="1924" | 1924-05-26 | data-sort-value="2010" | 2010-02-11 | | [[:d:Q3341036|Q3341036]] |- | style='text-align:right'| 89 | [[Isabelle Merlet]] | | [[comics colorist]] | data-sort-value="1967" | 1967-10-07 | | [[Datei:FIBD2019RencontreCouleur 02.jpg|center|100px]] | [[:d:Q59582305|Q59582305]] |- | style='text-align:right'| 90 | [[Anne-Marie de Grazia Hueber]] | | [[Schriftsteller|Schriftschteller]] | data-sort-value="1948" | 1948-11-17 | | [[Datei:Anne-Marie de-Grazia en 2011.jpg|center|100px]] | [[:d:Q63967453|Q63967453]] |- | style='text-align:right'| 91 | [[Marguerite Thomann]] | | [[basketball player]] | data-sort-value="1927" | 1927-09-16 | data-sort-value="2026" | 2026-01-11 | | [[:d:Q93384459|Q93384459]] |- | style='text-align:right'| 92 | [[Janine Cahen]] | | [[Lehrer]]<br/>[[proofreader]] | data-sort-value="1931" | 1931-09-10 | data-sort-value="2011" | 2011-08-10 | | [[:d:Q94148094|Q94148094]] |- | style='text-align:right'| 93 | [[Aurore Gaillet]] | | [[Jurischt]] | data-sort-value="1981" | 1981 | | | [[:d:Q95193300|Q95193300]] |- | style='text-align:right'| 94 | [[Florette Feissel]] | | | data-sort-value="1922" | 1922-01-25 | data-sort-value="1944" | 1944-04-16 | | [[:d:Q96337728|Q96337728]] |- | style='text-align:right'| 95 | [[Eve Tharlet]] | | [[visual artist]]<br/>[[illustrator]]<br/>[[cartoonist]] | data-sort-value="1956" | 1956-07-05 | | | [[:d:Q99460896|Q99460896]] |- | style='text-align:right'| 96 | [[Florence Heath]] | | [[geologist]] | | | | [[:d:Q105528790|Q105528790]] |- | style='text-align:right'| 97 | [[Monique Gimel]] | | [[Sportler]] | data-sort-value="1933" | 1933-11-14 | | | [[:d:Q105825471|Q105825471]] |- | style='text-align:right'| 98 | [[Anny Blatt]] | | [[dressmaker]]<br/>[[business executive]]<br/>[[personal stylist]] | data-sort-value="1910" | 1910-06-14 | data-sort-value="1999" | 1999-10-05 | | [[:d:Q110998173|Q110998173]] |- | style='text-align:right'| 99 | [[Marion Ortis]] | | [[basketball official]] | data-sort-value="1992" | 1992-01-17 | | | [[:d:Q112607546|Q112607546]] |- | style='text-align:right'| 100 | [[Christelle Baldeck]] | | | data-sort-value="1976" | 1976 | | | [[:d:Q113321138|Q113321138]] |- | style='text-align:right'| 101 | [[Olivia Gay]] | | [[cellist]] | data-sort-value="1987" | 1987-01-03 | | | [[:d:Q117950717|Q117950717]] |- | style='text-align:right'| 102 | [[Marie-Michèle Naelten]] | | [[Politiker]] | data-sort-value="1946" | 1946-12-01 | data-sort-value="2023" | 2023-10-22 | | [[:d:Q123174720|Q123174720]] |- | style='text-align:right'| 103 | [[Alessia Sanna]] | | [[plastic artist]] | data-sort-value="1995" | 1995-07-22 | | | [[:d:Q126681424|Q126681424]] |- | style='text-align:right'| 104 | [[Béatrice Knopf-Basson]] | | [[canoeist]] | data-sort-value="1958" | 1958-06-29 | | | [[:d:Q5004981|Q5004981]] |- | style='text-align:right'| 105 | [[Véronique North-Minca]] | | [[Diplomat|Diplomato]] | data-sort-value="1953" | 1953-12-04 | | | [[:d:Q7944546|Q7944546]] |- | style='text-align:right'| 106 | [[Michèle Finck]] | | [[Hochschuellehrer]]<br/>[[Dichter]]<br/>[[Schriftsteller|Schriftschteller]]<br/>[[literary scholar]] | data-sort-value="1960" | 1960 | | | [[:d:Q15406968|Q15406968]] |- | style='text-align:right'| 107 | [[Marie Meyer]] | | [[Model]]<br/>[[Regisseur]] | data-sort-value="1984" | 1984-07-18 | | | [[:d:Q16223280|Q16223280]] |- | style='text-align:right'| 108 | [[Allison Vernerey]] | | [[basketball player]] | data-sort-value="1991" | 1991-02-27 | | | [[:d:Q16526276|Q16526276]] |- | style='text-align:right'| 109 | [[Marie Baumgartner]] | | [[translator]] | data-sort-value="1831" | 1831 | data-sort-value="1897" | 1897-07-03 | | [[:d:Q18011888|Q18011888]] |- | style='text-align:right'| 110 | [[Myriam Bernauer]] | | [[Fussballspieler]] | data-sort-value="1966" | 1966-11-18 | | | [[:d:Q18221795|Q18221795]] |- | style='text-align:right'| 111 | [[Martha Heublein]] | | [[Operesänger]] | data-sort-value="1898" | 1898-02-18 | data-sort-value="1945" | 1945-01-18 | | [[:d:Q28736882|Q28736882]] |- | style='text-align:right'| 112 | [[Véronique Cardi]] | | [[publisher]] | data-sort-value="1980" | 1980-10-31 | | | [[:d:Q33111771|Q33111771]] |} {{Wikidata list end}} mz5dd13xnwvzinwjh0w6x7y650bsqz2 Prosnes 0 92219 1088028 1062686 2026-08-27T20:59:50Z Mathieu Kappler 76078 /* wàs doo z’ sah ìsch */ 1088028 wikitext text/x-wiki {{Infobox Gemeinde in Frankreich dewiki |nomcommune=Prosnes |armoiries= |région=[[Grand Est]] |département=[[Département Marne|Marne]] |arrondissement=[[Arrondissement Reims|Reims]] |canton=[[Kanton Mourmelon-Vesle et Monts de Champagne|Mourmelon-Vesle et Monts de Champagne]] |intercomm=[[Communauté urbaine du Grand Reims|Grand Reims]] |insee=51447 |cp=51400 |longitude=04/17/35/O |latitude=49/11/34/N |alt mini=98 |alt maxi=257 |km²=32.79 |image= |image-desc= |siteweb= }}{{Dialekt|Elsässisch|Milhüserisch|Mìlhüüserdiitsch}} '''Prosnes''' {{Audio-IPA|LL-Q150 (fra)-Mathieu Kappler-Prosnes.wav|[pʁon]}} ìsch a [[Frankreich|frànzeescha]] [[Gemeinde (Frankreich)|Gmainda]] mìt {{EWZT|FR|51447}} Iiwoohner (Schtànd: {{EWD|FR|51447}}) ìm [[Département Marne]] ìn dr [[Region (Frankreich)|Regioon]] [[Grand Est]]. Sa gheert zem [[Arrondissement Reims]] un zem [[Kanton Mourmelon-Vesle et Monts de Champagne|Kàntoon Mourmelon-Vesle et Monts de Champagne]]. D’ Iiwoohner nännt m’r ''{{lang|fr|Prosnoises}}'' {{Audio-IPA|LL-Q150 (fra)-Mathieu Kappler-Prosnoises.wav|[pʁonwaz]}} (fìr d’ Fràuija) un ''{{lang|fr|Prosnois}}'' {{Audio-IPA|LL-Q150 (fra)-Mathieu Kappler-Prosnois.wav|[pʁonwa]}} (fìr d’ Manner). == wu ’s lììgt == <mapframe text="s’ Gmaindagebiat vu Prosnes" latitude="49.2002" longitude="4.3039" zoom="11" width="200" height="200" align="left"> { "type": "ExternalData", "service": "geoline", "ids": "Q783740", "properties": { "stroke": "#3b78cb", "stroke-width": 2 } }</mapframe> Prosnes lììgt äbba 15 Kilomeeter oscht-süüdeeschtlig vu [[Reims]]. Umgaa wìrd Prosnes vu da Nochbergmainda [[Pontfaverger-Moronvilliers]] ìm Norda, [[Saint-Hilaire-le-Petit]] ìm Nordoschta, [[Vaudesincourt]] ìm Oschta un Nordoschta, [[Aubérive]] ìm Oschta, [[Baconnes]] ìm Süüda un Süüdoschta, [[Sept-Saulx]] ìm Süüda un Süüdwäschta, [[Val-de-Vesle]] ìm Wäschta un Süüdwäschta so wia [[Beine-Nauroy]] ìm Nordwäschta.<ref name="dewiki">Dia Informàzioona sìnn üss’m Àrtìkel [[:de:Prosnes|Prosnes]] ìn dr hoochdiitscha Wikipedia ìwwernumma worra.</ref> == wia d’ Beväälkerung äntwìckelt hàt == {| class="wikitable" width=400 |- align=center class="hintergrundfarbe5" |align=left | '''Joohr''' || '''1962''' || '''1968''' || '''1975''' || '''1982''' || '''1990''' || '''1999''' || '''2006''' || '''2012''' || '''2018''' |- align=center |align=left|'''Iiwoohner'''|| 229 || 219 || 244 || 298 || 361 || 422 || 519 || 520 || 488 |- |align=center colspan=10 | Kwalla: Cassini un [[Institut national de la statistique et des études économiques|INSEE]] |} == wàs doo z’ sah ìsch == * d’ [[Römisch-katholische Kirche|reemisch-kàthoolischa]] Remigiuskìrìch ''({{lang|fr|église Saint-Rémi}})'', wo zem hl. Bischoof [[Remigius von Reims|Remigius vu Reims]] g’wìdmet ìsch. Ìn dr Kìrìch sìnn d’ Schtaischtàtüüta vu dr [[Maria (Mutter Jesu)|Màdonna mìt’m Jesüskìnd]] üss’m 14. Joohrhundert<ref>{{Base Palissy|PM51000656|Statue : Vierge à l’Enfant}}</ref> d’ Schtaischtàtüüta vum Kopf vu’ma Hailiga üss’m 13. Joohrhundert,<ref>{{Base Palissy|PM51000657|Tête (tête) : Saint}}</ref> so wia d’ Grààbschtaina vu da Briader Novisse üss’m 17. Joohrhundert<ref>{{Base Palissy|PM51000655|plaques funéraires des frères Novisse, curés de Prosnes}}</ref> àls Objakta bii da [[Monument historique|Histoorischa Dankmooler]] vu nàzionààler Bediitung klàssifiziart. Zallamols sìnn àui s’ Krüzifix üss’m 16. Joohrhundert<ref>{{Base Palissy|PM51001541|Statue : Christ en croix}}</ref> un dr Kommünioontìsch üss Schmììdiisa üss’m 18. Joohrhundert<ref>{{Base Palissy|PM51001540|clôture de choeur (grille)}}</ref> bii da Histoorischa Dankmooler vu nàzionààler Bediitung klàssifiziart gsìì; sa sìnn àwwer ìm [[Erster Weltkrieg|Äärschta Waltkriag]] zärschteert worra. * àm Roothüüsplàtz schteht s’ Kriagerdankmool, fìr d’ g’schtoorwana Soldààta vum Äärschta Waltkriag eehra. ’S b’schteeht vun’ra Schpìtzasüüla mìt’ra Hälmschtàtüüta druff.<ref>{{Internetquelle|sprache=fr|url=https://frontdechampagne.over-blog.com/2017/06/prosnes-monument-aux-morts.html|autor=Béatrice Keller|titel=Prosnes : monument aux morts|datum=2017-06-22|abruf=2024-06-02|werk=Front de Champagne|archiv-url=https://web.archive.org/web/20200128105422/https://frontdechampagne.over-blog.com/2017/06/prosnes-monument-aux-morts.html|archiv-datum=2020-01-28}}</ref> * àn dr Dorfiifàhrt schteht s’ Dankmool zem 27. Territoriààla Infàntriireschimant. Vììla Soldààta vu dam Reschimant sìnn z’ Prosnes àm 31. Janner 1917 ums Laawa kumma. S’ Dankmool ìsch àm 27. Jüüli 1921 iig’wäijt worra.<ref>{{Internetquelle|sprache=fr|url=https://pedagogie.ac-reims.fr/memoire/lieux/1GM_CA/monuments/prosnes.htm|titel=Le Monument aux morts du 27e RIT à Prosnes (Marne)|autor=Jean-Pierre Husson|hrsg=Reimser Schüalàkàdemii|abruf=2024-06-02|archiv-url=https://web.archive.org/web/20240318130921/https://pedagogie.ac-reims.fr/memoire/lieux/1GM_CA/monuments/prosnes.htm|archiv-datum=2024-03-18}}</ref><ref>{{Internetquelle|sprache=fr|autor=Béatrice Keller|url=http://frontdechampagne.over-blog.com/2018/04/prosnes-au-27e-r.i.t.html|datum=2018-04-13|abruf=2024-06-02|archiv-url=https://web.archive.org/web/20220913172124/http://frontdechampagne.over-blog.com/2018/04/prosnes-au-27e-r.i.t.html|archiv-datum=|datum=2022-09-13|titel=Prosnes : au 27e R.I.T.}}</ref> <gallery widths=175px heights=150px> L154 - Eglise de Prosnes (1).JPG|d’ Remigiuskìrìch L159 - Monument aux morts - Prosnes.JPG|s’ Kriagerdankmool L158 - Mairie de Prosnes.JPG|s’ Roothüüs </gallery> == Lüag àui == * [[Liste der Gemeinden im Département Marne|Lischta vu da Gmainda ìm Département Marne]] == Weblìnks == {{commonscat}} * [https://www.insee.fr/fr/statistiques/2011101?geo=COM-51447 Schtàtistik züa dr Gmainda Prosnes] biim [[Institut national de la statistique et des études économiques|INSEE]] (frànzeesch) * [https://www.data.gouv.fr/fr/territories/commune/51447/Prosnes/ Schtàtistischa Dààta züa dr Gmainda Prosnes, wo düü ufflààda kààsch] bii ''data.gouv.fr'' (frànzeesch) == Ainzelnoohwiisa == <references responsive /> {{Navigationsleiste Gemeinden im Arrondissement Reims}} {{Normdaten}} [[Kategorie:Ort (Marne)]] hyu7szo62smviv2giw7nxig2vt2dn4m MrBeast 0 92718 1088040 1062336 2026-08-28T06:49:57Z PicCrews 122690 1088040 wikitext text/x-wiki [[Datei:MrBeast in 2026 (cropped 4).png|thumb|Jimmy Donaldson, 2026]] '''MrBeast''' (* [[7. Mai]] [[1998]] z [[Wichita (Kansas)|Wichita]], [[Kansas]]; burgerli '''James Stephen „Jimmy“ Donaldson''') isch e [[Vereinigte Staaten|US-amerikanische]] [[YouTube|YouTuber]] un Unternämer. Är giltet as Pionier vu YouTube-Video, wu s dyri Stunt, ufwändigi Wettbewärb un lukrativi Verlosige din het. Mit iber 331 Millione Abonnänte*ne het er dr erfolgrychscht Kanal uf YouTube. Dernäbe het er no vier anderi YouTube-Kanäl, „MrBeast Gaming“, „Beast Reacts“, „Beast Philanthropy“ un „MrBeast 2“. Mit iber 103 Millione Follower*ne het er au dr drittgrescht [[TikTok|TikTok-Account]]. == Weblink == {{Commonscat}} * [https://www.youtube.com/user/MrBeast6000/MrBeast MrBeast] uf youtube.com * [https://www.youtube.com/channel/UCIPPMRA040LQr5QPyJEbmXA MrBeast Gaming] uf youtube.com * [https://www.youtube.com/channel/UCUaT_39o1x6qWjz7K2pWcgw Beast Reacts] uf youtube.com * [https://www.youtube.com/channel/UC4-79UOlP48-QNGgCko5p2g MrBeast 2] uf youtube.com {{Normdaten}} [[Kategorie:Person (Netzkultur)]] [[Kategorie:Pseudonym]] [[Kategorie:US-Amerikaner]] [[Kategorie:Läbigi Person]] [[Kategorie:Maa]] ftazadmrnead3wr5tjx8iuvmad0wx41 2026 0 94119 1088016 1087921 2026-08-27T17:22:00Z Holder 491 /* gstorbe */ 1088016 wikitext text/x-wiki {{Artikel Jahr}} {| {{Jahresbox}} | colspan="2" style="text-align:center;"| |- |} {{Linkbox Andere Kalender}} |} == Was isch bassiert? == * [[1. Januar|1. Jänner]]: Dr [[Guy Parmelin]] wird [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespresidänt]] vu dr [[Schweiz|Schwyz]]. * [[1. Januar|1. Jänner]]: [[Zypern|Zypere]] ibernimmt d Rotsbresidäntschaft vu dr [[Europäische Union|EU]]. * [[1. Januar|1. Jänner]]: D [[Schweiz|Schwyz]] ibernimmt d Bresidäntschaft vu dr [[Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa|OSZE]]. * [[1. Januar|1. Jänner]]: [[Bulgarien|Bulgarie]] wird Mitglid vu dr [[Eurozone]] un firert dodermit dr [[Euro]] yy. * [[1. Januar|1. Jänner]]: D Schwyzer Gmai [[Moutier|Münschter]] wägslet vum [[Kanton Bern|Kanton Bärn]] zum [[Kanton Jura]]. * [[1. Januar|1. Jänner]]: In ere Brandkataschtrof in ere Bar z [[Crans-Montana]], Wallis, stärbe 40 Lyt un 119 wäre verletzt. * [[3. Januar|3. Jänner]]: D [[USA]] fiere ne militerische Aagriff uf [[Venezuela]] dure un näme dr Bresidänt vum Land, [[Nicolás Maduro]], gfange un schaffe ne us em Land. * [[19. Januar|19.]] bis [[23. Januar|23. Jänner]]: 56. [[Weltwirtschaftsforum|Wältwirtschaftsforum]] uf [[Davos|Tafaas]], Schwyz * [[21. Januar|21.]] bis [[28. Januar|28. Jänner]]: 61. [[Solothurner Filmtage|Soledurner Filmdäg]] * [[6. Februar|6.]] bis [[22. Februar]]: XXV. [[Olympische Winterspiele|Olympischi Winterspiil]] z Mailand un z Cortina d’Ampezzo, Italie. * [[12. Februar|12.]] bis [[22. Februar]]: 76. [[Internationale Filmfestspiele Berlin|Internationali Filmfeschtspiil Berlin]] * [[24. Februar]]: Di Dytsch Bischofskumferänz wehlt dr Heiner Wilmer, dr Bischof vu Hildesheim, zum Vorsitzer. * [[28. Februar]]: D [[USA]] un [[Israel]] gryfe zäme dr [[Iran]] aa, doderby chunnt unter anderem dr eberscht Religionsfierer Ali Chamenei um s Lääbe im Gegezug gryft dr Iran Israel un US-Militärbase in sibe andere Staate in dr Region aa. * [[8. März|8. Merz]]: Bi dr [[Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026|Landdagswahl z Bade-Wirttebärg]] cheme di [[Bündnis 90/Die Grünen|Griene]] drotz lychte Verluscht mit 30,2 % (-2,2) zum dritte Mol in Folg uf s bescht Ergebnis, d [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] gwinnt derzue un chunnt mit 29,7 % (+5,6) uf dr zweet Blatz. D [[Alternative für Deutschland|AfD]] gwinnt mit 18,8 % (+9,1) dytli derzue, s bescht Ergebnis in eme weschtdytsche Flecheland. D [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] verliert dytli un het mit 5,5 % (−5,5) s schlächtscht Ergebnis bi re Landdagswahl z Dytschland syt em Zweete Wältchrieg. D [[Die Linke|Linksbartei]] (4,4 %, +0,8) un d [[Freie Demokratische Partei|FDP]] (4,4 %, −6,1) sin dergege an dr Fimf-Brozänt-Hurd hange blibe. * [[8. März|8. Merz]]: Bi dr [[Volksabstimmung (Schweiz)|Volksabstimmig]] in dr Schwyz wird d Volksinitiativ «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)» mit 54,42 % Nai-Stimme un em Mee vu de Ständ (8:14) abglähnt. Dr [[Gegenentwurf (Schweiz)|Gegenentwurf]] («Bundesbeschluss vom 17. September 2025 über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung») mit 73,42 % Jo-Stimme un em Mee vu de Ständ (22:0) aagnuu, d Stichfrog het kai Roll gspiilt, wel dr Gegenentwurf aagnuu woren isch. Bi me [[Doppeltes Ja mit Stichfrage|Dopplete Jo]] hätt s Volch mit 1'835'347 zue 1'093'697 Stimme dr Gegenentwurf aagnuu. Tessin un Jura wäre di ainzige Kanton gsii, wu fir d Initiativ gstimmt hätte. D Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» un «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)» sin boodi mit 61,92 % bzw. 70,73 % Nai-Stimme un em Mee vu de Ständ (boodi 0:22) abglähnt wore. S «Bundesgesetz über die Individualbesteuerung» isch bim Fakulative Referändum mit 54,23 % Jo-Stimme aagnuu wore. * [[8. März|8. Merz]]: Kommunalwahle z [[Bayern]] * [[12. April]]: Bi dr Barlemäntswahl z [[Ungarn]] gwinnt d Oppositionsbartei Tisza gege d Fidesz-Bartei um de Minischterbresidänt [[Viktor Orbán]], wu syt 2010 regiert het. * [[12. April]]: [[Freiburg-Marathon|Friburg-Marathon]] * [[12. April]]: [[Zürich-Marathon|Züri Marathon]] * [[28. April]] bis [[3. Mai]]: 79. [[Tour de Romandie]] * [[8. Mai|8.]] bis [[31. Mai]]: 109. [[Giro d’Italia]] * [[12. Mai|12.]] bis [[16. Mai]]: 70. [[Eurovision Song Contest]] z Wien, Eschtrych * [[13. Mai]]: Dr [[Cem Özdemir]] wird vum [[Landtag von Baden-Württemberg|bade-wirttebärgische Landdag]] zum Minischterbresidänt vu [[ Baden-Württemberg|Bade-Wirttebärg]] gwehlt. Är fiert e grien-schwarzi Koalition us [[Bündnis 90/Die Grünen|Bindnis 90/Di Griene]] un [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]. * [[14. Juni]]: Bi dr [[Volksabstimmung (Schweiz)|Volksabstimmig]] in dr Schwyz wird d Volksinitiativ «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» mit 54,79 % Nai-Stimme un em Mee vu de Ständ (10:13) abglähnt. D «Änderung des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst (Zivildienstgesetz)» isch bim Fakulative Referändum mit 52,46 % Jo-Stimme aagnuu wore. * [[17. Juni|17.]] bis [[21. Juni]]: 89. [[Tour de Suisse]] * [[17. Juni|18.]] bis [[28. Juni]]: Im Rame vun ere extreme Hitzewälle chunnt in verrschidene eurpopäische Staate zue Hitzerekord, z Dytschland wäre drei Dääg in Folg di hegschte Tämperature syt em Aafang vu dr Wätterufzaichnige gmässe: am 26.6. z Saarbrücken-Burbach 41,3 °C, am 27.6. z Sandersdorf-Brehna 41,6°C un am 28.6. z Coschen 41,7 °C. Au z Frankrych het s an zwee Dääg in Folg Hitzerekord gee. * [[18. Juni|18.]] bis [[21. Juni]]: [[Art Basel]] * [[26. Juni|26.]] bis [[28. Juni]]: 32. [[Eidgenössisches Jodlerfest|Eidgnössisch Jodlerfäscht]] z [[Basel|Baasel]] * [[1. Juli]]: [[Irland]] ibernimmt d Rotsbresidäntschaft vu dr [[Europäische Union|EU]]. * [[3. Juli|3.]] bis [[18. Juli]]: 60. [[Montreux Jazz Festival]] * [[4. Juli|4.]] bis [[26. Juli]]: 113. [[Tour de France]] * [[15. Juli]] bis [[2. August|2. Augschte]]: 42. [[Zelt-Musik-Festival]], Friburg * [[22. Juli]] bis [[23. August|23. Augschte]]: [[Bregenzer Festspiele|Breagazer Feschtspiil]] * [[25. Juli]]: Bi me islamistische Aaschlag uf dr [[Berlin]]er [[Christopher Street Day]] stirbt e Frau, 16 Mänsche wäre verletzt. Dr muetmaßlig Däter wird am Dag druf vu dr Bolizei verschosse. * [[30. Juli|30.]]/[[31. Juli]]: Rund 60 000 Mänsche schwimme vu [[Marokko]] us iber s Meer in di [[Spanien|spanisch]] Exklave [[Ceuta]] un umgehn eso dr Gränzhag, wu illegali Yywanderig soll verhindere. Doderby cheme 88 Lyt um s Läbe. Fascht alli wäre in de Däg druf wider retur uf Marokko gschickt. * [[8. August|8. Augschte]]: [[Street Parade]] z Züri * [[15. August|15. Augschte]]: S [[Haus Liechten­stein|Huus Liachtastaa]] bschließt e Neireglig vu dr Droonfolg: chimftig sin au erscht­geboreni Fraue erb­folgberäch­tigt un chennte Landes­firschti vu [[Liechten­stein|Liachtastaa]] wäre. == gstorbe == * [[18. Februar]]: [[Margot Queitsch]], dytschi Bolitikeri * [[22. Februar]]: [[Willy Loretan]], Schwyzer Bolitiker * [[24. März|24. Merz]]: [[Birutė Galdikas]], kanadischi Zoologi * [[28. März|28. Merz]]: [[Arno Müller]], dytsche Dialäktautor * [[9. April]]: [[Afrika Bambaata]], US-amerikanische HipHop-Pionier un Grinder vu dr Zulu-Nation * [[30. April]]: [[Georg Baselitz]], dytsche Moler * [[7. Mai]]: [[Ursula Bäumlin]], Schwyzer Bolitikeri * [[10. Juni]]: [[Jean Ziegler]], Schwyzer Soziolog un Bolitiker * [[17. Juni]]: [[Frank Dietsche]], dytsche Lehrer un Liedermacher * [[17. Juni]]: [[Hildegard Fässler]], Schwyzer Bolitikeri * [[20. Juni]]: [[Geneviève Aubry]], Schwyzer Bolitikeri * [[5. Juli]]: [[Adolf Seger]], dytsche Ringer * [[5. Juli]]: [[Adolf Vallaster]], Vorarlbärger Mundartschriftsteller * [[10. Juli]]: [[Roland Collombin]], Schwyzer Skirännfahrer * [[2. August|2. Augschte]]: [[Monika Helfer]], Vorarlbärger Schriftstelleri * [[27. August|27. Augschte]]: [[Ratko Mladić]], serbische General un Chriegsverbrächer == Weblink == {{Commonscat}} 4p8vqa2bimhe5q8srgx4ocd2om4o1o8 1088017 1088016 2026-08-27T17:24:39Z Holder 491 1088017 wikitext text/x-wiki {{Artikel Jahr}} {| {{Jahresbox}} | colspan="2" style="text-align:center;"|[[Datei:ECDM 20260624 Europe Heatwave.pdf|250px|Hitzewälle im Juni 2026]]<br />Im Rame vun ere extreme Hitzewälle chunnt in verschidene eurpopäische Staate zue Hitzerekord. |- |} {{Linkbox Andere Kalender}} |} == Was isch bassiert? == * [[1. Januar|1. Jänner]]: Dr [[Guy Parmelin]] wird [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespresidänt]] vu dr [[Schweiz|Schwyz]]. * [[1. Januar|1. Jänner]]: [[Zypern|Zypere]] ibernimmt d Rotsbresidäntschaft vu dr [[Europäische Union|EU]]. * [[1. Januar|1. Jänner]]: D [[Schweiz|Schwyz]] ibernimmt d Bresidäntschaft vu dr [[Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa|OSZE]]. * [[1. Januar|1. Jänner]]: [[Bulgarien|Bulgarie]] wird Mitglid vu dr [[Eurozone]] un firert dodermit dr [[Euro]] yy. * [[1. Januar|1. Jänner]]: D Schwyzer Gmai [[Moutier|Münschter]] wägslet vum [[Kanton Bern|Kanton Bärn]] zum [[Kanton Jura]]. * [[1. Januar|1. Jänner]]: In ere Brandkataschtrof in ere Bar z [[Crans-Montana]], Wallis, stärbe 40 Lyt un 119 wäre verletzt. * [[3. Januar|3. Jänner]]: D [[USA]] fiere ne militerische Aagriff uf [[Venezuela]] dure un näme dr Bresidänt vum Land, [[Nicolás Maduro]], gfange un schaffe ne us em Land. * [[19. Januar|19.]] bis [[23. Januar|23. Jänner]]: 56. [[Weltwirtschaftsforum|Wältwirtschaftsforum]] uf [[Davos|Tafaas]], Schwyz * [[21. Januar|21.]] bis [[28. Januar|28. Jänner]]: 61. [[Solothurner Filmtage|Soledurner Filmdäg]] * [[6. Februar|6.]] bis [[22. Februar]]: XXV. [[Olympische Winterspiele|Olympischi Winterspiil]] z Mailand un z Cortina d’Ampezzo, Italie. * [[12. Februar|12.]] bis [[22. Februar]]: 76. [[Internationale Filmfestspiele Berlin|Internationali Filmfeschtspiil Berlin]] * [[24. Februar]]: Di Dytsch Bischofskumferänz wehlt dr Heiner Wilmer, dr Bischof vu Hildesheim, zum Vorsitzer. * [[28. Februar]]: D [[USA]] un [[Israel]] gryfe zäme dr [[Iran]] aa, doderby chunnt unter anderem dr eberscht Religionsfierer Ali Chamenei um s Lääbe im Gegezug gryft dr Iran Israel un US-Militärbase in sibe andere Staate in dr Region aa. * [[8. März|8. Merz]]: Bi dr [[Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026|Landdagswahl z Bade-Wirttebärg]] cheme di [[Bündnis 90/Die Grünen|Griene]] drotz lychte Verluscht mit 30,2 % (-2,2) zum dritte Mol in Folg uf s bescht Ergebnis, d [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] gwinnt derzue un chunnt mit 29,7 % (+5,6) uf dr zweet Blatz. D [[Alternative für Deutschland|AfD]] gwinnt mit 18,8 % (+9,1) dytli derzue, s bescht Ergebnis in eme weschtdytsche Flecheland. D [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] verliert dytli un het mit 5,5 % (−5,5) s schlächtscht Ergebnis bi re Landdagswahl z Dytschland syt em Zweete Wältchrieg. D [[Die Linke|Linksbartei]] (4,4 %, +0,8) un d [[Freie Demokratische Partei|FDP]] (4,4 %, −6,1) sin dergege an dr Fimf-Brozänt-Hurd hange blibe. * [[8. März|8. Merz]]: Bi dr [[Volksabstimmung (Schweiz)|Volksabstimmig]] in dr Schwyz wird d Volksinitiativ «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)» mit 54,42 % Nai-Stimme un em Mee vu de Ständ (8:14) abglähnt. Dr [[Gegenentwurf (Schweiz)|Gegenentwurf]] («Bundesbeschluss vom 17. September 2025 über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung») mit 73,42 % Jo-Stimme un em Mee vu de Ständ (22:0) aagnuu, d Stichfrog het kai Roll gspiilt, wel dr Gegenentwurf aagnuu woren isch. Bi me [[Doppeltes Ja mit Stichfrage|Dopplete Jo]] hätt s Volch mit 1'835'347 zue 1'093'697 Stimme dr Gegenentwurf aagnuu. Tessin un Jura wäre di ainzige Kanton gsii, wu fir d Initiativ gstimmt hätte. D Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» un «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)» sin boodi mit 61,92 % bzw. 70,73 % Nai-Stimme un em Mee vu de Ständ (boodi 0:22) abglähnt wore. S «Bundesgesetz über die Individualbesteuerung» isch bim Fakulative Referändum mit 54,23 % Jo-Stimme aagnuu wore. * [[8. März|8. Merz]]: Kommunalwahle z [[Bayern]] * [[12. April]]: Bi dr Barlemäntswahl z [[Ungarn]] gwinnt d Oppositionsbartei Tisza gege d Fidesz-Bartei um de Minischterbresidänt [[Viktor Orbán]], wu syt 2010 regiert het. * [[12. April]]: [[Freiburg-Marathon|Friburg-Marathon]] * [[12. April]]: [[Zürich-Marathon|Züri Marathon]] * [[28. April]] bis [[3. Mai]]: 79. [[Tour de Romandie]] * [[8. Mai|8.]] bis [[31. Mai]]: 109. [[Giro d’Italia]] * [[12. Mai|12.]] bis [[16. Mai]]: 70. [[Eurovision Song Contest]] z Wien, Eschtrych * [[13. Mai]]: Dr [[Cem Özdemir]] wird vum [[Landtag von Baden-Württemberg|bade-wirttebärgische Landdag]] zum Minischterbresidänt vu [[ Baden-Württemberg|Bade-Wirttebärg]] gwehlt. Är fiert e grien-schwarzi Koalition us [[Bündnis 90/Die Grünen|Bindnis 90/Di Griene]] un [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]. * [[14. Juni]]: Bi dr [[Volksabstimmung (Schweiz)|Volksabstimmig]] in dr Schwyz wird d Volksinitiativ «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» mit 54,79 % Nai-Stimme un em Mee vu de Ständ (10:13) abglähnt. D «Änderung des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst (Zivildienstgesetz)» isch bim Fakulative Referändum mit 52,46 % Jo-Stimme aagnuu wore. * [[17. Juni|17.]] bis [[21. Juni]]: 89. [[Tour de Suisse]] * [[17. Juni|18.]] bis [[28. Juni]]: Im Rame vun ere extreme Hitzewälle chunnt in verschidene eurpopäische Staate zue Hitzerekord, z Dytschland wäre drei Dääg in Folg di hegschte Tämperature syt em Aafang vu dr Wätterufzaichnige gmässe: am 26.6. z Saarbrücken-Burbach 41,3 °C, am 27.6. z Sandersdorf-Brehna 41,6°C un am 28.6. z Coschen 41,7 °C. Au z Frankrych het s an zwee Dääg in Folg Hitzerekord gee. * [[18. Juni|18.]] bis [[21. Juni]]: [[Art Basel]] * [[26. Juni|26.]] bis [[28. Juni]]: 32. [[Eidgenössisches Jodlerfest|Eidgnössisch Jodlerfäscht]] z [[Basel|Baasel]] * [[1. Juli]]: [[Irland]] ibernimmt d Rotsbresidäntschaft vu dr [[Europäische Union|EU]]. * [[3. Juli|3.]] bis [[18. Juli]]: 60. [[Montreux Jazz Festival]] * [[4. Juli|4.]] bis [[26. Juli]]: 113. [[Tour de France]] * [[15. Juli]] bis [[2. August|2. Augschte]]: 42. [[Zelt-Musik-Festival]], Friburg * [[22. Juli]] bis [[23. August|23. Augschte]]: [[Bregenzer Festspiele|Breagazer Feschtspiil]] * [[25. Juli]]: Bi me islamistische Aaschlag uf dr [[Berlin]]er [[Christopher Street Day]] stirbt e Frau, 16 Mänsche wäre verletzt. Dr muetmaßlig Däter wird am Dag druf vu dr Bolizei verschosse. * [[30. Juli|30.]]/[[31. Juli]]: Rund 60 000 Mänsche schwimme vu [[Marokko]] us iber s Meer in di [[Spanien|spanisch]] Exklave [[Ceuta]] un umgehn eso dr Gränzhag, wu illegali Yywanderig soll verhindere. Doderby cheme 88 Lyt um s Läbe. Fascht alli wäre in de Däg druf wider retur uf Marokko gschickt. * [[8. August|8. Augschte]]: [[Street Parade]] z Züri * [[15. August|15. Augschte]]: S [[Haus Liechten­stein|Huus Liachtastaa]] bschließt e Neireglig vu dr Droonfolg: chimftig sin au erscht­geboreni Fraue erb­folgberäch­tigt un chennte Landes­firschti vu [[Liechten­stein|Liachtastaa]] wäre. == gstorbe == * [[18. Februar]]: [[Margot Queitsch]], dytschi Bolitikeri * [[22. Februar]]: [[Willy Loretan]], Schwyzer Bolitiker * [[24. März|24. Merz]]: [[Birutė Galdikas]], kanadischi Zoologi * [[28. März|28. Merz]]: [[Arno Müller]], dytsche Dialäktautor * [[9. April]]: [[Afrika Bambaata]], US-amerikanische HipHop-Pionier un Grinder vu dr Zulu-Nation * [[30. April]]: [[Georg Baselitz]], dytsche Moler * [[7. Mai]]: [[Ursula Bäumlin]], Schwyzer Bolitikeri * [[10. Juni]]: [[Jean Ziegler]], Schwyzer Soziolog un Bolitiker * [[17. Juni]]: [[Frank Dietsche]], dytsche Lehrer un Liedermacher * [[17. Juni]]: [[Hildegard Fässler]], Schwyzer Bolitikeri * [[20. Juni]]: [[Geneviève Aubry]], Schwyzer Bolitikeri * [[5. Juli]]: [[Adolf Seger]], dytsche Ringer * [[5. Juli]]: [[Adolf Vallaster]], Vorarlbärger Mundartschriftsteller * [[10. Juli]]: [[Roland Collombin]], Schwyzer Skirännfahrer * [[2. August|2. Augschte]]: [[Monika Helfer]], Vorarlbärger Schriftstelleri * [[27. August|27. Augschte]]: [[Ratko Mladić]], serbische General un Chriegsverbrächer == Weblink == {{Commonscat}} fj6yzqshy8achebeyf6bvednt39jkqt Walter Tritscheller 0 94912 1088013 1087630 2026-08-27T13:09:59Z Mathieu Kappler 76078 1088013 wikitext text/x-wiki Dr '''Walter Tritscheller''' (* [[17. Juli]] [[1897]] in [[Lenzkirch]]; † [[4. Februar]] [[1942]] in [[Ljuban]], [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik|Russland]]) isch e dytsche Gschichts- und Heimetforscher un Fabrikdiräkter im Hochschwarzwald gsi. Er het vor allem wege syneren Arbet iber d Wirtschaftsgschicht vu dr Uhrenmacherregion [[Lenzkirch]] regionali Bedytig erlangt. == Läbe un Wärk == Dr Tritscheller het anne [[1922]] sy Hauptwärk ''„Die Lenzkircher Handelsgesellschaften“'' gschribe, wu im Verlag H. Laupp z Dibenga erschine isch. Des Buech giltet bis hit as e wichtigi historischi Quälle fir d Gschicht vum Schwarzwälder Uhrenhandel un firi Unternäme wie ''Fürderer & Co.'' Näbe synere Forschig isch er dr Diräkter vu dr Falkauer Schruubefabrik (''Falkauer Schraubenfabrik'') gsi. Wu des Werk am [[1. April]] [[1930]] wege dr Wirtschaftskrise het miesse zuegmacht wäre, isch dr Tritscheller späder as Gschäftsfiehrer zum ''Deutschen Holzschraubenverband'' uf Düsseldorf gwechselt. Noch em Dod vum Furtwanger Sammler [[Oskar Spiegelhalder]] isch userem [[Karl Borromäus Hofmeyer]] au dr Dr. Tritscheller us Falkau als däm sy Noofolger fir s Amt vum Kreispfleger vu dr Chunscht- un Altertumsdenkmäler im Bezirk Neustadt im Gspräch gsi, zämme mit em Gewerbelehrer [[Karl Friedrich Ehret]]. [[Datei:Lenzkirch Friedhof Tritscheller und Siebler Ferry 1070926.jpg|mini|Familiengrab Tritscheller i Lenzkirch]] S (leere) Grab vum Walter Tritscheller befindet sich uf em Fridhof z Lenzkirch. Er isch als Leutnat gefallen in de Wolchow-Schlacht bi Ljuban in Russland. == Schrifte == * ''Die Lenzkircher Handelsgesellschaften.'' Verlag H. Laupp, Tübingen 1922. == Weblink == * [https://heimatmuseumschwarzwald.de Die Lenzkircher Handelsgesellschaften] im Online-Heimatmuseum Schwarzwald. {{SORTIERUNG:Tritscheller, Walter}} [[Kategorie:Unternämer, Fabrikant]] [[Kategorie:Dütsche]] [[Kategorie:Badener]] [[Kategorie:Maa]] lc67t08ehhdnka0glm3p7xk10f2heri Schützenlaube (Visp) 0 94923 1088012 1087992 2026-08-27T13:08:09Z Mathieu Kappler 76078 1088012 wikitext text/x-wiki [[Datei:VispSchuetzenlaube.jpg|mini|d Schitzulöiba, we mu schi va Weschtu har alüegut]] {{Dialekt|Walliserdeutsch|Wallisertiitsch|Wallisertitsch}} D '''Schitzulöiba''' isch vaner Burgerschaft [[Visp|Vischp]] im Jaar 1664 gibuwti cho. Sit 1980 isch unnuni en Kunschtgalerii, obuni isch öi nu hitu d Stuba vaner Schitzuzumft. Schi isch vam Schwizer [[Denkmalschutz|Dänkmalschutz]] als Objekt vaner Kategorii B igstuufti cho und darmit es regionaal schitzunswäärts Objekt. Schi isch öi ufer Lischta vanu Haager Konvenzioone zum Schutz va Kulturgieter bima biwaffnutu Konflikt (als KGS-Nummer 7196) üfgfiert.<ref>[https://www.babs.admin.ch/dam/de/sd-web/rDziImtiKwL4/KGS-Liste%20VS%202026.pdf Kantonsliste A- und B-Objekte Kanton VS.] Schweizerisches Kulturgüterschutzinventar mit Objekten von nationaler (A-Objekte) und regionaler (B-Objekte) Bedeutung. In: ''Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS – Fachbereich Kulturgüterschutz'', 6. Februar 2026.</ref> == Gschicht == Der Bischof [[Matthäus Schiner]] und der [[Landrat des Wallis|Walliser Landraat]] hent im Jaar 1501 entschidu, iru Soldaatu besser üszrischtu und hent Waffe und Munizioo gchöift. Zum regelmäässig chännu iebu, wie mu di Waffe brüücht, het der Landraat Dezember 1545 entschidu, dass mu in jedum [[Zehnden|Zeendu]] es Schiessu durfiert. Ds eerscht Landschiessu het mu 1548 am Gräfibiel z Vischp verastaaltut, 1550 de ds eerscht Gmeischiessu.<ref>Josef Salzmann: [https://www.visper-chronik.ch/kapitel/landesschiessen,-prominenz,-herrenhaeuser-und-mehr-aus-den-jahren-1501%E2%80%931604-63 Landesschiessen, Prominenz, Herrenhäuser und mehr aus den Jahren 1501–1604.] (Visper Chronik, Kapitel 8.15). </ref> D Organisazioo va dem Landschiessu het en Schitzuzumft ubernu, wa daazumal en Teil vaner Burgerschaft isch gsi. 1664 het di Burgschaft de ufum Gräfibiel d Schitzulöiba gibüwwu, wa bis hitu nu steit. Gschossu het mu dur d Rundbogupfeischter ufer weschtlichu Sita. Di Ziili het mu am gägunuberliggundi Hang platziert, daa, wa der Schlusselacher isch. Nuch im gliichu Jaar het schi d Schitzuzumpft eiguni Satzige gigä. Sit 1865 isch d Schitzuzumpft zämu mit der Schitzulöiba eiguständig, also nimme Teil vaner Burgerschaft. D Schiessständ hent immer wider emaal iru Standort gwägslut, aber d Schitzuzumft sälber gits bis hitu, und zwar immer nu mit du aaltu Satzige.<ref>{{Internetquelle|url=http://www.vispinfo.ch/aufenthalt-in-visp/sehensw%C3%BCrdigkeiten/sch%C3%BCtzenlaube/|titel=Schützenlaube|hrsg=www.vispinfo.ch|archiv-url=https://web.archive.org/web/20120412045441/http://www.vispinfo.ch/aufenthalt-in-visp/sehensw%C3%BCrdigkeiten/sch%C3%BCtzenlaube/|archiv-datum=2012-04-12|zugriff=2013-12-03}}</ref> == Laag und Üfbüw == Di Schitzulöiba isch da, waa s zum Gräfibiel embrüf geit, das isch der Hubel ganz im Noordu vaner Aaltstadt. D Schitzulöiba steit da ufuma grossu Tschuggu. Ds Hüüs isch va Weschtu na Oschtu grichtuts und het zwei Steck. Im unnru Stock hets witi Rundbogupfeischter, füüf ufer Süüdsita, zwei ufer Weschtsita. Im obru Stock isch di Zumftstuba mit rächt chleine Pfeischter. Der Höiptigang isch es groossus Toor ufer Oschtsita vam unnru Stock. Fer inu obru Stock z cho, müess mu dur en chleine Gaartu ufer Südsita und daa isch en chleini Stäga, wa mu de in d Stuba vaner Schitzuzumft chunt. Im unnru Stock steit bis hitu der Steitisch vanu ehemaligu Schitzu.<ref>Walter Ruppen: ''Visp VS. Siedlung und Bauten'' (= ''Schweizerische Kunstführer.'' Band 356). </ref> == Hitu == Unnuni isch sit 1980 en Kunschtgalerii mit dum Namu ''Galerie zur Schützenlaube.'' Der ''Kunschtverei Oberwallis'' organisiert hie regelmäässig Üsstellige va lokaalu, regionaalu oder internationaalu Künschtlera. Obuni isch öi hitu nu d Stuba vaner Schitzuzumft. == Literatüür == *{{Literatur|Sprache=de-CH|Autor=Walter Ruppen|Titel=Visp VS. Siedlung und Bauten|Reihe=Schweizerische Kunstführer|BandReihe=356|Verlag=[[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte|Gsellschaft für Schwizerischi Kunstgschicht]]|Ort=Bern|Jahr=1984|ISBN=3857823569|Online={{Google Buch|BuchID=RBlFAAAACAAJ}}}} == Weblink == {{commonscat}} * [https://www.visp.ch/ Gemeinde Visp] * [http://www.kunstvereinoberwallis.ch/ Kunstverein Oberwallis] == Füessnoote == <references /> [[Kategorie:Visp]] [[Kategorie:Wallis]] [[Kategorie:Kulturguet im Kanton Wallis]] [[Kategorie:Bauwerk]] {{Übersetzungshinweis|1 = de|2 = Schützenlaube_(Visp)|3 = tüütsch|4 = 269742179}} 1hsgtr205g6u07oexcd15z0d7rx4pdv 1088056 1088012 2026-08-28T09:00:48Z Freigut 8945 Was soll das – es gibt keine Pflicht, für die Literaturangaben dieses Format zu verwenden, und eingeschränkte Googlevorschauen und die Angabe «Schweizerhochdeutsch» sind völlig überflüssig. 1088056 wikitext text/x-wiki [[Datei:VispSchuetzenlaube.jpg|mini|d Schitzulöiba, we mu schi va Weschtu har alüegut]] {{Dialekt|Walliserdeutsch|Wallisertiitsch|Wallisertitsch}} D '''Schitzulöiba''' isch vaner Burgerschaft [[Visp|Vischp]] im Jaar 1664 gibuwti cho. Sit 1980 isch unnuni en Kunschtgalerii, obuni isch öi nu hitu d Stuba vaner Schitzuzumft. Schi isch vam Schwizer [[Denkmalschutz|Dänkmalschutz]] als Objekt vaner Kategorii B igstuufti cho und darmit es regionaal schitzunswäärts Objekt. Schi isch öi ufer Lischta vanu Haager Konvenzioone zum Schutz va Kulturgieter bima biwaffnutu Konflikt (als KGS-Nummer 7196) üfgfiert.<ref>[https://www.babs.admin.ch/dam/de/sd-web/rDziImtiKwL4/KGS-Liste%20VS%202026.pdf Kantonsliste A- und B-Objekte Kanton VS.] Schweizerisches Kulturgüterschutzinventar mit Objekten von nationaler (A-Objekte) und regionaler (B-Objekte) Bedeutung. In: ''Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS – Fachbereich Kulturgüterschutz'', 6. Februar 2026.</ref> == Gschicht == Der Bischof [[Matthäus Schiner]] und der [[Landrat des Wallis|Walliser Landraat]] hent im Jaar 1501 entschidu, iru Soldaatu besser üszrischtu und hent Waffe und Munizioo gchöift. Zum regelmäässig chännu iebu, wie mu di Waffe brüücht, het der Landraat Dezember 1545 entschidu, dass mu in jedum [[Zehnden|Zeendu]] es Schiessu durfiert. Ds eerscht Landschiessu het mu 1548 am Gräfibiel z Vischp verastaaltut, 1550 de ds eerscht Gmeischiessu.<ref>Josef Salzmann: [https://www.visper-chronik.ch/kapitel/landesschiessen,-prominenz,-herrenhaeuser-und-mehr-aus-den-jahren-1501%E2%80%931604-63 Landesschiessen, Prominenz, Herrenhäuser und mehr aus den Jahren 1501–1604.] (Visper Chronik, Kapitel 8.15). </ref> D Organisazioo va dem Landschiessu het en Schitzuzumft ubernu, wa daazumal en Teil vaner Burgerschaft isch gsi. 1664 het di Burgschaft de ufum Gräfibiel d Schitzulöiba gibüwwu, wa bis hitu nu steit. Gschossu het mu dur d Rundbogupfeischter ufer weschtlichu Sita. Di Ziili het mu am gägunuberliggundi Hang platziert, daa, wa der Schlusselacher isch. Nuch im gliichu Jaar het schi d Schitzuzumpft eiguni Satzige gigä. Sit 1865 isch d Schitzuzumpft zämu mit der Schitzulöiba eiguständig, also nimme Teil vaner Burgerschaft. D Schiessständ hent immer wider emaal iru Standort gwägslut, aber d Schitzuzumft sälber gits bis hitu, und zwar immer nu mit du aaltu Satzige.<ref>{{Internetquelle|url=http://www.vispinfo.ch/aufenthalt-in-visp/sehensw%C3%BCrdigkeiten/sch%C3%BCtzenlaube/|titel=Schützenlaube|hrsg=www.vispinfo.ch|archiv-url=https://web.archive.org/web/20120412045441/http://www.vispinfo.ch/aufenthalt-in-visp/sehensw%C3%BCrdigkeiten/sch%C3%BCtzenlaube/|archiv-datum=2012-04-12|zugriff=2013-12-03}}</ref> == Laag und Üfbüw == Di Schitzulöiba isch da, waa s zum Gräfibiel embrüf geit, das isch der Hubel ganz im Noordu vaner Aaltstadt. D Schitzulöiba steit da ufuma grossu Tschuggu. Ds Hüüs isch va Weschtu na Oschtu grichtuts und het zwei Steck. Im unnru Stock hets witi Rundbogupfeischter, füüf ufer Süüdsita, zwei ufer Weschtsita. Im obru Stock isch di Zumftstuba mit rächt chleine Pfeischter. Der Höiptigang isch es groossus Toor ufer Oschtsita vam unnru Stock. Fer inu obru Stock z cho, müess mu dur en chleine Gaartu ufer Südsita und daa isch en chleini Stäga, wa mu de in d Stuba vaner Schitzuzumft chunt. Im unnru Stock steit bis hitu der Steitisch vanu ehemaligu Schitzu.<ref>Walter Ruppen: ''Visp VS. Siedlung und Bauten'' (= ''Schweizerische Kunstführer.'' Band 356). </ref> == Hitu == Unnuni isch sit 1980 en Kunschtgalerii mit dum Namu ''Galerie zur Schützenlaube.'' Der ''Kunschtverei Oberwallis'' organisiert hie regelmäässig Üsstellige va lokaalu, regionaalu oder internationaalu Künschtlera. Obuni isch öi hitu nu d Stuba vaner Schitzuzumft. == Literatüür == * Walter Ruppen: ''Visp VS. Siedlung und Bauten'' (= ''Schweizerische Kunstführer.'' Band 356). [[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]], Bern 1984, ISBN 3-85782-356-9. == Weblink == {{commonscat}} * [https://www.visp.ch/ Gemeinde Visp] * [http://www.kunstvereinoberwallis.ch/ Kunstverein Oberwallis] == Füessnoote == <references /> [[Kategorie:Visp]] [[Kategorie:Wallis]] [[Kategorie:Kulturguet im Kanton Wallis]] [[Kategorie:Bauwerk]] {{Übersetzungshinweis|1 = de|2 = Schützenlaube_(Visp)|3 = tüütsch|4 = 269742179}} jz78r7nhn6sy9dxvfkrkvg1mu4d7hax Birutė Galdikas 0 94926 1088011 1087928 2026-08-27T13:04:29Z Mathieu Kappler 76078 1088011 wikitext text/x-wiki [[Datei:Dr Birute Galdikas.jpg|mini|hochkant=0.9|d Birutė Galdikas (2011)]] D '''Birutė Mary F. Galdikas''' (au: ''Birutė Marija Filomena Galdikas;'' * [[10. Mai]] [[1946]] z [[Wiesbaden]]; † [[24. März|24. Meerz]] [[2026]] z [[Los Angeles]]<ref>[https://www.vle.lt/straipsnis/birute-marija-galdikas/ Eintrag VLE]</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.vdu.lt/lt/vdu-bendruomene-liudi-del-profesores-birutes-galdikas-netekties/ |titel=VDU bendruomenė liūdi dėl profesorės Birutės Galdikas netekties |autor= |werk=vdu.lt |datum=2026-03-24 |abruf= 2026-03-24|sprache=lt}}</ref>) isch e [[Kanada|kanaadischi]] [[Zoologie|Zooloogi]] un [[Verhalten (Biologie)|Verhaltesfoorscheri]] litauischer Härchumft gsii. Si het as di bescht Chänneri vu de [[Orang-Utans|Orang-Utan]] vu [[Borneo]] gulte.<ref>[https://www.science.ca/scientists/scientistprofile.php?pID=7 ausführliche Biographie] uf ''science.ca''.</ref> == Lääbe == D Eltere vu dr Galdikas, Antanas Galdikas un sy Frau Filomena, sin vu [[Litauen|Litaue]] gsii un sin uf em Wääg ins kanaadisch Exiil gsii, wu iri Doochter z Dytschland uf d Wält chuu isch. Ire Vater het as Mooler gschafft, iri Mueter as Chrankeschweschter.<ref name="Guardian2026">{{Internetquelle |url=https://www.theguardian.com/science/2026/apr/09/birute-galdikas-obituary |titel=Biruté Galdikas obituary |autor=Laura Spinney |werk=[[The Guardian]] |datum=2026-04-09 |abruf=2026-04-24 |sprache=en}}</ref> Si isch mit zwee jingere Brieder un ere Schweschter z [[Toronto]] ufgwagse, wu si ire Inträssi an dr mänschlige Evoluzioon entwicklet het.<ref name="Guardian2026" /> Si het an dr University of California z Los Angeles [[Psychologie|Bsichology]], [[Biologie|Biology]] un [[Anthropologie|Antropology]] studiert un isch deert anne 1978 au [[Promotion (Doktor)|bromewiert]] woore. As Studänti het d Galdikas an dr University of California z Los Angeles dr Paleoantropoloog [[Louis Leakey]] chännegleert, wun ere zur Fäldfoorschig iber Mänscheaffe Muet gmacht het.<ref name="Guardian2026" /> D Galdikas isch näb dr [[Dian Fossey]] ([[Gorillas|Gorilla]]) un dr [[Jane Goodall]] ([[Gemeiner Schimpanse|Schimpanse]]) aini vu drei Fraue gsii, wu mit dr Unterstitzig dur dr Leakey ab de 1960er-Joor (Goodall un Fossey) bzw. ab 1971 (Galdikas)<ref>[https://archive.org/details/greatlivesfromhi0002unse_n5y6/page/n27/mode/2up Joseph L. Spradley (Hrsg.): ''Scientists and Science. Band 2, S. 339.'']</ref> Langzytstuudie iber [[Menschenaffen|Mänscheaffe]] aagfange hän. Di drei Foorscherne sin speeter vyylmool „Trimates“ oder „Leakey’s Angels“ ghaiße woore.<ref name="Guardian2026" /> Dr Leakey het ghofft, vu dääne Verhaltesbeobaachtige Ruggschliss uf s Verhalte vu [[Stammesgeschichte des Menschen|Voormänsche]] zie z chenne. Zäme mit dr [[National Geographic Society]] un speeter finanziäll unterstitzt dur d Leakey Foundation het s dr Leakey meegli gmacht, ass d Galdikas uf Borneo e Foorschigsstazioon het chenne yyriichte, go s Verhalte vu frei lääbige Orang-Utan studiere. Anne1971 het d Galdikas im Zäntrum vu Borneo zäme mit irem doomoolige Mann, em Fotograaf Rod Brindamour, s Camp Leakey grindet, wu ze Eere vu irem Mentor gnännt isch.<ref name="Guardian2026" /> Dr Brindamour het si 1970 ghyroote ghaa, d Ee isch 1979 gschiide woore.<ref name="Guardian2026" /> D Aarbet im sumpfige Räägewald het joorelangi Beobaachtige vum Verloo vu de Schloofnäschter am Moorge bis zum Böu vu neie Näschter in dr Oobedämmerig bruucht.<ref name="Guardian2026" /> D Galdikas het im Nazionaalpaark Tanjung Puting uf Borneo gfoorscht; si het dezue au as Brofässeri fir [[Archäologie|Archeology]] an dr Simon Fraser University z Burnaby in dr kanaadische Brovinz [[British Columbia]] gschafft, wu si aber nimi gleert het. Anne 1981 het d Galdikas in zwooter Ee dr Pak Bohap ghyroote, wu vu Borneo gstammt isch un anne 2022 gstoorben isch.<ref name="Guardian2026" /> Si het drei Chinder ghaa: dr Suun Binti us eerschter Ee un dr Frederick un d Jane us zwooter Ee.<ref name="Guardian2026" /> Bi irem Dood het si ai siibe Änkelchinder hinterloo.<ref name="Guardian2026" /> As Brofässeri het si au litauischi Wisseschaftler*ne uusbildet, het jungi Foorscher*ne fir Praktika uf dr Insle Borneo ufgnuu, het meefach d Vytautas-Magnus-Uniwersiteet z Kaunas bsuecht un het Voordreeg fir d Studänte*ne deert ghaalte. Anne 2021 isch d Galdikas Mitgliid vum Komitee vum Bresidänt-Valdas-Adamkus-Bryys woore, wu fir Yysatz zur Widerhäärstellig vu dr nadyyrlige Umwält un zur Siicherstellig vu dr Noohaltigkait vergee wiird. Im Botaanische Gaarte vu dr Uniwersiteet Kaunas het s Aichewäldili, wu noch ere gnännt isch. D Galdikas isch no langer Chranket am 24. Meerz 2026 z Los Angeles gstoorbe. Me het bi ire Lungechräbs un e Lungefibroose diagnoschtiziert. Lyt us irem Umfäld hän ire Yysatz geege Wäldbränd uf Borneo doodermit in Verbindig brocht.<ref name="Guardian2026" /> == Foorschig un Natuurschutz == D Langzytbeobaachtige vu dr Galdikas hänzaigt, ass Orang-Utan unter de Land-Saiger ais vu de lengschte Gebuurtsinterwall hän: Wyybli kriege nume all siibe bis aacht Joor e Jungdier un inväschtiere ussergweendli lang in d Ufzuucht vu däm.<ref name="Guardian2026" /> Si het au bschriibe, ass Orang-Utan uf aire Syte Allesfrässer sin, ass Friicht uf dr andere Syte aber dr Hauptdail vu ire Naarig uusmache.<ref name="Guardian2026" /> Dur d Verbraitig vu grooße Bflanzesoome iber iiri Verdauig un dur s Ufmache vum Chroonedach bim Abbräche vu ainzelne Nescht draage si byy zue dr Regenerazioon vum Wald.<ref name="Guardian2026" /> D Galdikas het au dezue byydrait, ass s Bild vu de Orang-Utan as strikt ainzelgängerischi Dier korrigiert wooren isch, wu si bi Wyybli lucki matrilineaari Gruppierige beoaachtet het.<ref name="Guardian2026" /> An d Fäldfoorschig vu dr Galdikas hän speeteri Beobaachtige zum Bruuche vu Wäärchzyyg bi Orang-Utan aagchnipft.<ref name="Guardian2026" /> Ass si d Waal vu de Wäärchzyyg un wie si bruucht wääre zwische Populazioone unterschaide, isch as Hiiwyys uf Verhalteswyyse ditte woore, wu kulturäll wytergee wääre.<ref name="Guardian2026" /> D Bedytig vu soziaale Bindige un vu Informazioon, wu iber Generazioon wytergee wääre, het au dezue byydrait, di bsunder Verletzligkait vu de Orang-Utan geegeniiber Lääbesruumverluscht z erkleere.<ref name="Guardian2026" /> Dr Schutz vu de Orang-Utan un vu irem Lääbesruum isch frie zue me zäntraale Dail vu dr Aarbet vu dr Galdikas woore.<ref name="Guardian2026" /> Si het im Joor 1986 d Orangutan Foundation International grindet, wu d Aarbet no irem Dood vun eme indoneesische Team unter dr Laitig vu irem Suun Frederick fuurtgfiert wiird.<ref name="Guardian2026" /> D Stiftig het bis 2026 zur Uuswilderig vi iiber 1000 rehabilitierte Orang-Utan us Gfangeschaft uzn zur Rettig vu rund 200 wilde Orang-Utan byydrait.<ref name="Guardian2026" /> As greeschti Gfoore fir dr Lääbesruum vu de Dier het Galdikas d Holzfellerei un Palmeelplantaasche bschriibe.<ref name="Guardian2026" /> Wäg irem Yysatz het m eire ne baar Mool mit em Dood droot un si scih au aiumool entfiert woore.<ref name="Guardian2026" /> Kritik het si geege di äng Aarbet vu dr Galdikas mit verwaiste Orang-Utan griichte, wu si fir Hunderti Dier zytwyys d Roll vun ere Ersatzmueter ibernuu het.<ref name="Guardian2026" /> Kritiker*ne hän doodegeege yygwändet, ass di speeter uusgwilderete Oran-Utan si andersch verhalte wie die, wu wild ufgwagse sin, dezue chennt d Neechi zum Mänsch di wisseschaftli Ogjetiviteet gfeerde un s echennt zum Iberdraage vu Chrankete zwische de Aarte chuu.<ref name="Guardian2026" /> Iri Aarbet isch aber au doodemit verdaidigt woore, ass Chranketsriisike in dr Friezyt vu dr Fäldfoorschig weeniger guet verstande woore sin un ass mänschligi Ersatzmietere fir Orang-Utan-Waise vyylmool di ainzig Iberlääbesschangs gsii sin.<ref name="Guardian2026" /> == Uuszaichnige == * 1990: PETA ''Humanitarian Award'' * 1991: Eddie Bauer ''Hero of the Earth'' Award * 1992: Sierra Club ''Chico Mendes Award'' * 1993: United Nations Environmental Programm Global 500 Award; * 1997: Kalpataru-Bryys, di hegscht Umwäluuszaichnig vum indoneesische Umwältminischterium * 1997: Tyler Prize for Environmental Achievement un Goldmedaille. * 2010: Eeredokter vu dr Vytautas-Magnus-Uniwersiteet Kaunas, Litaue * 2011: Jubileumsmedaille vu dr Vytautas-Magnus-Uniwersiteet * 2011: Offizierschryz vum Oorde fir Verdienscht um Litaue * 2012: Queen Elizabeth II Diamond Jubilee Medal (Canada) * Arizona State University Institute of Human Origins: Science Award Officer * Offizierschryz vum Order of Canada * Queen Elizabeth II Commemorative Medal (Canada) * Chevron Corporation|Chevron Conservation Award * Goldmedaille fir Conservation, Chester Zoological Society (UK) * Explorer and Leadership Award, Real Sociedad Geográfica de España == Uusglääseni Schrifte == *{{Literatur|Sprache=en|Titel=Reflections of Eden: My Years with the Orangutans of Borneo|Verlag=Orion|Jahr=1995|ISBN=9780575059863|Online={{Google Buch|BuchID=NjG9QgAACAAJ}}|Umfang=408}} **{{Literatur|Sprache=de|Titel=Meine Orang-Utans. 20 Jahre unter den scheuen Waldmenschen|Verlag=Scherz-Verlag|Ort=München|Jahr=1995|ISBN=9783502152255|Online={{Google Buch|BuchID=ZsYmQgAACAAJ}}|Kommentar=1998 as Däschebuech, Lübbe, ISBN 978-3-404-12828-0, {{Google Buch|BuchID=TzFOHQAACAAJ}}}} *{{Literatur|Sprache=en|Titel=Great Ape Odyssey|Verlag=Verlag Harry N. Abrams|Ort=Nöi York|Jahr=2005|ISBN=9780810955752|Online={{Google Buch|BuchID=X9wjAAAACAAJ}}|Autor=mit eme Voorwoort vu dr Jane Goodall}} == Weblink == {{Commonscat|Birutė Galdikas}} * {{DNB-Portal|119004445}} * [https://www.sfu.ca/archaeology/about/people/faculty/bgaldikas.html Simon Fraser University: Websyte vu dr Birutė Galdikas] * [https://sciencev1.orf.at/news/140159.html ''Birute Galdikas: Ein Leben für Orang-Utans.''] uf ''orf.at'' vum 8. Septämber 2005. * [https://www.orangutan.org/ ''Orangutan Foundation International.''] * [https://www.science.ca/scientists/scientistprofile.php?pID=7 ''Biruté Galdikas: World’s foremost authority on orangutans.''] == Fueßnote == <references /> {{Normdaten}} {{Übersetzungshinweis|1 = de |2 = Birutė_Galdikas |3 = dütsch |4 = 266463924}} {{SORTIERUNG:Galdikas, Birute}} [[Kategorie:Zoolog]] [[Kategorie:Hochschuellehrer z Kanada]] [[Kategorie:Kanadier]] [[Kategorie:Litauer]] [[Kategorie:Frau]] aar1p0o4w5z929cs86qfumpj290zcv0 Paul Haeberlin 0 94934 1088010 1087999 2026-08-27T12:58:57Z Mathieu Kappler 76078 /* Fueßnote */ +1 Kàtegorii 1088010 wikitext text/x-wiki [[Datei:Paul Haeberlin.jpg|mini|dr Paul Haeberlin 2000]] [[Datei:Illhaeusern auberge.jpg|mini|Auberge de l'Ill]] Dr '''Paul Haeberlin''' (* [[24. November|24. Novämber]] [[1923]] z [[Illhaeusern|Ìllhisre]]; † [[10. Mai]] [[2008]] au deert) isch e [[Frankreich|franzeesische]] [[Koch|Choch]] gsii. == Lääbe == Anne 1950 het dr Paul Haeberlin zäme mit sym Brueder Jean-Pierre (1925–2014) e Reschtaurant z [[Illhaeusern|Ìllhisre]] im [[Elsass|Elsiss]] ufgmacht.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.gourmet-report.de/artikel/17265/Paul-Haeberlin-verstorben/ |titel=Paul Haeberlin verstorben |abruf=2021-11-27}}</ref> Des isch scho vor em Zweete Wältchrieg as ''L'Arbre vert'' e Reschtaurant gsii, isch aber bim Yymaarsch vu dr Weermacht 1940 gschlisse woore.<ref> ViaMichelin, „L'Auberge de l'Ill: 3 Sterne seit 1967“, 12. Mai 2008. Online im {{Webarchiv | url=http://www.viamichelin.de/viamichelin/deu/tpl/mag5/art20071001/htm/tour-gastro-haeberlin.htm | wayback=20080917164524 | text=Internetarchiv}} </ref> Im Joor 1952 het dr Paul Haeberlin sy eerschte [[Michelin-Stern| Michelin-Stäärn]] iiberchuu, fimf Joor spetter isch dr zweet chuu un ab 1967 isch s vu iim grindet Reschtaurant ''L'Auberge de l'Ill'' mit drei Stäärn uuszaichnet woore, wu s bis 2018 bhalte het.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.auberge-de-l-ill.com/de/familiensinn/geschichte.html |titel=Geschichte der Familie Haeberlin {{!}} Luxuriöses Hotel-Restaurant im Elsass |sprache=de |abruf=2025-12-29}}</ref> S Reschtaurant wird syter anne 1976 vu sym Suun [[Marc Haeberlin|Marc]] gfiert. Zäme mit em [[Paul Bocuse]] isch d Familie Haeberlin syt Joorzeent uf de eerschte Blätz in de franzeesische Gaschtronomyfierer gsii. D Chuchi vu dr ''Auberge de l'Ill'' isch klassisch franzeesisch, si giltet dooderby as boodeständig un in dr Regioon verwuurzlet.<ref>Jürgen Dollase: ''Auberge de l'Ill: Ein Feuerwerk der Spitzenküche'', FAZ vum 19. Septämber 2007</ref> Vyyl Chech vu Dytschland un Eeschtryych hän im Lauf vu irem Beruefslääbe emool Stazioon bis Haeberlins gmacht, unter ine dr Eckart Witzigmann, wu 1965 bi s Haeberlins wiichtigi Impuls fir sy Chuchi iiberchuu het.<ref>Jürgen Dollase: ''Auberge de l'Ill: Ein Feuerwerk der Spitzenküche''. In: FAZ vum 19. Septämber 2007</ref> Anne 1978 het dr Witzigmann sy aige Reschtaurant ''Aubergine -'' gnännt, abglaitet vu ''L'Auberge de l'Il''.<ref>{{Internetquelle |autor=Franz Kotteder |url=https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-restaurant-aubergine-witzigmann-michelinsterne-1.4685193 |titel=München: Restaurant Aubergine bekam vor 40 Jahre Sterne |abruf=2020-12-25 |sprache=de}}</ref> Au dr Hans Haas het 1982 bim Haeberlin gschafft.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.restaurant-ranglisten.de/who-is-who/details/hans-haas/ |titel=Hans Haas |abruf=2020-12-25 |sprache=de}}</ref> == Uuszaichnige == * 1967 bis 2018: Drei Michelinstäärn fir d ''L'Auberge de l'Ill'' z Ìllhisre * 1994 isch dr Paul Haeberlin vum [[Valéry Giscard d’Estaing]] zum Ritter vu dr [[Ehrenlegion|Eerelegioon]] gschlaa woore.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.n-tv.de/panorama/Paul-Haeberlin-gestorben-article267124.html |titel="Zustand allgemeiner Erschöpfung" Paul Haeberlin gestorben - n-tv.de |datum=2008-05-13 |abruf=2023-09-10}}</ref> == Weblink == * [https://www.webjournal.ch/archive/webjournal.ch/article.php%3Farticle_id=1010.html Chuurzi Daarstellig mit Foto] * [https://web.archive.org/web/20180906195739/https://www.viamichelin.de/web/Suchen_Restaurants/Illhaeusern-68970-Auberge_de_l_Ill-29nft26 Beschreibung der ''L'Auberge de l'Ill'' uf viamichelin.de] (Webarchiv) * [http://www.auberge-de-l-ill.com/ Homepage vu dr L'Auberge de l'Ill] * [https://webjournal.ch/archive/webjournal.ch/article.php%3Farticle_id=1011.html J.-P. Lienhards Lupe - Zum Tod von Paul Haeberlin] uf webjournal.ch == Fueßnote == <references/> {{Normdaten}} {{Übersetzungshinweis|1 =de |2 = Paul_Haeberlin |3 = dütsch |4 =262822284 }} {{SORTIERUNG:Haeberlin, Paul}} [[Kategorie:Choch]] [[Kategorie:Elsassisch Kech]] [[Kategorie:Elsässer]] [[Kategorie:Franzoos]] [[Kategorie:Maa]] 6bwhwo21w3sdzg9dohg8btg1eud528i Benutzer:Haebbmaster 2 94935 1088020 2026-08-27T19:58:45Z Haebbmaster 122631 Erste Erstellung 1088020 wikitext text/x-wiki {{babel|gsw|de|en-3}} ''Häbbmaster'' heiß ich, well ich als emol mitere Giggilimüssig (also e kleini Guggemüssig) rumhäbbe düen. Ich bin de Rainer, des Sohn vum [[Herbert Burkhardt]] un hab mich do agmeldet, dass ich e baar Iidräg an sinnem Artikel mache kann. Ich schwätz (hoffendlig) im Ämmedinger Dialkt, wu ich vu minnem Vadder glehrt hab. Ob ich noch meh mache wir were mer dann sähne. 6pvrudwnaytsbo2jknkytdtoq1owz1m 1088021 1088020 2026-08-27T20:00:28Z Haebbmaster 122631 1088021 wikitext text/x-wiki {{babel|gsw|de|en-3}} ''Häbbmaster'' heiß ich, well ich als emol mitere Giggilimüssig (also e kleini Guggemüssig) rumhäbbe düen. Ich bin de Rainer, des Sohn vum [[Herbert Burkhardt]] un hab mich do agmeldet, dass ich e baar Iidräg an sinnem Artikel mache kann. Ich schwätz (hoffendlig) im Ämmedinger Dialekt, wiä ich des vu minnem Vadder glehrt hab. Ob d' Schriibwiis wirklich authentisch isch, des isch nochemol e anders Thema. Ob ich noch meh mache wir were mer dann sähne. nqed59osfp21p1i121hg4h61tfi2yxk 1088022 1088021 2026-08-27T20:01:13Z Haebbmaster 122631 1088022 wikitext text/x-wiki {{babel|gsw|de|en-3}} ''Häbbmaster'' heiß ich, well ich als emol mitere Giggilimüssig (also e kleini Guggemüssig) rumhäbbe dien. Ich bin de Rainer, des Sohn vum [[Herbert Burkhardt]] un hab mich do agmeldet, dass ich e baar Iidräg an sinnem Artikel mache kann. Ich schwätz (hoffendlig) im Ämmedinger Dialekt, wiä ich des vu minnem Vadder glehrt hab. Ob d' Schriibwiis wirklich authentisch isch, des isch nochemol e anders Thema. Ob ich noch meh mache wir were mer dann sähne. pj2gqe0x40gqwi80xtvm6zpfvzvpmma 1088023 1088022 2026-08-27T20:01:39Z Haebbmaster 122631 1088023 wikitext text/x-wiki {{babel|gsw|de|en-3}} ''Häbbmaster'' heiß ich, well ich als emol mitere Giggilimüssig (also e kleini Guggemüssig) rumhäbbe düen. Ich bin de Rainer, des Sohn vum [[Herbert Burkhardt]] un hab mich do agmeldet, dass ich e baar Iidräg an sinnem Artikel mache kann. Ich schwätz (hoffendlig) im Ämmedinger Dialekt, wiä ich des vu minnem Vadder glehrt hab. Ob d' Schriibwiis wirklich authentisch isch, des isch nochemol e anders Thema. Ob ich noch meh mache wir were mer dann sähne. nqed59osfp21p1i121hg4h61tfi2yxk Benutzer Diskussion:Haebbmaster 3 94936 1088030 2026-08-28T03:14:46Z Holder 491 Die Syte isch nöi erstellt worde: == Willchuu == Sali Haebbmaster un härzli willchuu bi dr Alemannische Wikipedia! Ich frai mi, ass Du zuen is gstosse bisch un mit dyne Verbesserige im Artikel [[Herbert Burkhardt]] scho ebis zue dr Alemannische Wikipedia bydrait hesch. Gärn deete mir no mee vu dir läse. Wänn Du Froge hesch, no chasch Di gärn an mi oder ain vu de andere Nutzer*ne wände oder am [[Wikipedia:Stammtisch]] noofrooge. Nitzlig isch villicht au s Wikipedia:Gemeinschafts-Po… 1088030 wikitext text/x-wiki == Willchuu == Sali Haebbmaster un härzli willchuu bi dr Alemannische Wikipedia! Ich frai mi, ass Du zuen is gstosse bisch un mit dyne Verbesserige im Artikel [[Herbert Burkhardt]] scho ebis zue dr Alemannische Wikipedia bydrait hesch. Gärn deete mir no mee vu dir läse. Wänn Du Froge hesch, no chasch Di gärn an mi oder ain vu de andere Nutzer*ne wände oder am [[Wikipedia:Stammtisch]] noofrooge. Nitzlig isch villicht au s [[Wikipedia:Gemeinschafts-Portal|Wikipedia-Portal]]. Vil Spass bim Mitmache! --[[Benutzer:Holder|Holder]] ([[Benutzer Diskussion:Holder|Diskussion]]) 05:14, 28. Aug. 2026 (MESZ) 64sjb7dfkt6zwb036q56ocb9bx3qi8h Marc Haeberlin 0 94937 1088031 2026-08-28T03:28:33Z Holder 491 Die Syte isch nöi erstellt worde: [[Datei:Marc Haeberlin par Claude Truong-Ngoc avril 2013.jpg|mini|dr Marc Haeberlin (2013)]] [[Datei:Illhaeusern auberge.jpg|mini|Auberge de l’Ill]] Dr '''Marc Haeberlin''' (* [[28. November|28. Novämber]] [[1954]] z [[Illhaeusern]]) isch e [[Frankreich|franzeesische]] [[Koch|Choch]]. == Lääbe == Dr Marc Haeberlin isch dr Suun vum [[Paul Haeberlin]], wu s [[Elsass|elsässisch]] Reschtaurant ''L’Auberge de l’Ill'' vun em vu 1967 bis 2018 all Joor… 1088031 wikitext text/x-wiki [[Datei:Marc Haeberlin par Claude Truong-Ngoc avril 2013.jpg|mini|dr Marc Haeberlin (2013)]] [[Datei:Illhaeusern auberge.jpg|mini|Auberge de l’Ill]] Dr '''Marc Haeberlin''' (* [[28. November|28. Novämber]] [[1954]] z [[Illhaeusern]]) isch e [[Frankreich|franzeesische]] [[Koch|Choch]]. == Lääbe == Dr Marc Haeberlin isch dr Suun vum [[Paul Haeberlin]], wu s [[Elsass|elsässisch]] Reschtaurant ''L’Auberge de l’Ill'' vun em vu 1967 bis 2018 all Joor mit drei [[Guide Michelin|Michelin-Stäärn]] uuszaichnet wooren isch. Uusbildet wooren isch dr Marc Haeberlin unter anderem bim [[Paul Bocuse]], em Gaston Lenôtre un de Brieder Troisgros. Anne 1976 het dr Marc Haeberlin d Chuchi vum ''L’Auberge de l’Ill'' in dr dritte Familie-Generazioon ibernuu. Syter 2019 wird s ''L’Auberge de l’Ill'' mit zwee Stäärn im Guide Michelin gfiert.<ref name="SPON-1249093">{{Internetquelle|autor=Julia Stanek |url=https://www.spiegel.de/reise/aktuell/guide-michelin-will-kuenftig-mehr-frauen-mit-sternen-ehren-a-1249093.html |titel="Guide Michelin" will künftig mehr Frauen mit Sternen ehren |werk=Spiegel Online |datum=2019-01-21 |abruf=2020-04-30}}</ref> == Uuszaichnige == * 2004: ''Spitzenkoch des Jahres'', Schlemmer Atlas * 2004: ''Five Diamond Award'' der ''American Academy of Hospitality Sciences'' * 2007: Ritter vu dr [[Ehrenlegion|Eerelegioon]] == Schrifte == * ''Elsass – Meine große Liebe'', ABC Verlag 2008, ISBN 978-3-938833-25-4. * ''Best of Marc Haeberlin'', vum Dirk Gieselmann (Autor), Les Editions Culinaires 2009, ISBN 978-2-84123-259-8. == Weblink == * {{IMDb|nm2948320}} * [https://www.auberge-de-l-ill.com/fr/ Reschtaurant ''L’Auberge de l’Ill''] * [https://www.stern.de/genuss/essen/kochdynastie-kochen-wie-bei-vattern-3362472.html Porträt] im ''Stern'' * {{SUDOC|057247501}} == Fueßnote == <references /> {{Normdaten}} {{Übersetzungshinweis|1 = de |2 = Marc_Haeberlin |3 = dütsch |4 = 267178201 }} {{SORTIERUNG:Haeberlin, Marc}} [[Kategorie:Choch]] [[Kategorie:Autor vo Sachliteratur]] [[Kategorie:Elsässer]] [[Kategorie:Franzoos]] [[Kategorie:Läbigi Person]] [[Kategorie:Maa]] exgo9kt0ml5d249stws0bmuqx6eipin 1088032 1088031 2026-08-28T03:30:44Z Holder 491 1088032 wikitext text/x-wiki [[Datei:Marc Haeberlin par Claude Truong-Ngoc avril 2013.jpg|mini|dr Marc Haeberlin (2013)]] [[Datei:Illhaeusern auberge.jpg|mini|Auberge de l’Ill]] Dr '''Marc Haeberlin''' (* [[28. November|28. Novämber]] [[1954]] z [[Illhaeusern|Ìllhisre]]) isch e [[Frankreich|franzeesische]] [[Koch|Choch]]. == Lääbe == Dr Marc Haeberlin isch dr Suun vum [[Paul Haeberlin]] (1923–2008), wu 1950 mit sym Brueder Jean-Pierre (1925–2014) s [[Elsass|elsässisch]] Reschtaurant ''L’Auberge de l’Ill'' ufgmacht het, wu vu 1967 bis 2018 all Joor mit drei [[Guide Michelin|Michelin-Stäärn]] uuszaichnet wooren isch. Uusbildet wooren isch dr Marc Haeberlin unter anderem bim [[Paul Bocuse]], em Gaston Lenôtre un de Brieder Troisgros. Anne 1976 het dr Marc Haeberlin d Chuchi vum ''L’Auberge de l’Ill'' in dr dritte Familie-Generazioon ibernuu. Syter 2019 wird s ''L’Auberge de l’Ill'' mit zwee Stäärn im Guide Michelin gfiert.<ref name="SPON-1249093">{{Internetquelle|autor=Julia Stanek |url=https://www.spiegel.de/reise/aktuell/guide-michelin-will-kuenftig-mehr-frauen-mit-sternen-ehren-a-1249093.html |titel="Guide Michelin" will künftig mehr Frauen mit Sternen ehren |werk=Spiegel Online |datum=2019-01-21 |abruf=2020-04-30}}</ref> == Uuszaichnige == * 2004: ''Spitzenkoch des Jahres'', Schlemmer Atlas * 2004: ''Five Diamond Award'' der ''American Academy of Hospitality Sciences'' * 2007: Ritter vu dr [[Ehrenlegion|Eerelegioon]] == Schrifte == * ''Elsass – Meine große Liebe'', ABC Verlag 2008, ISBN 978-3-938833-25-4. * ''Best of Marc Haeberlin'', vum Dirk Gieselmann (Autor), Les Editions Culinaires 2009, ISBN 978-2-84123-259-8. == Weblink == * {{IMDb|nm2948320}} * [https://www.auberge-de-l-ill.com/fr/ Reschtaurant ''L’Auberge de l’Ill''] * [https://www.stern.de/genuss/essen/kochdynastie-kochen-wie-bei-vattern-3362472.html Porträt] im ''Stern'' * {{SUDOC|057247501}} == Fueßnote == <references /> {{Normdaten}} {{Übersetzungshinweis|1 = de |2 = Marc_Haeberlin |3 = dütsch |4 = 267178201 }} {{SORTIERUNG:Haeberlin, Marc}} [[Kategorie:Choch]] [[Kategorie:Autor vo Sachliteratur]] [[Kategorie:Elsässer]] [[Kategorie:Franzoos]] [[Kategorie:Läbigi Person]] [[Kategorie:Maa]] 1b98m9nx6fihoysbjq6s8v6h8nxb2tq 1088033 1088032 2026-08-28T03:31:13Z Holder 491 1088033 wikitext text/x-wiki [[Datei:Marc Haeberlin par Claude Truong-Ngoc avril 2013.jpg|mini|dr Marc Haeberlin (2013)]] [[Datei:Illhaeusern auberge.jpg|mini|Auberge de l’Ill]] Dr '''Marc Haeberlin''' (* [[28. November|28. Novämber]] [[1954]] z [[Illhaeusern|Ìllhisre]]) isch e [[Frankreich|franzeesische]] [[Koch|Choch]]. == Lääbe == Dr Marc Haeberlin isch dr Suun vum [[Paul Haeberlin]] (1923–2008), wu 1950 mit sym Brueder Jean-Pierre (1925–2014) z Ìllhisre s [[Elsass|elsässisch]] Reschtaurant ''L’Auberge de l’Ill'' ufgmacht het, wu vu 1967 bis 2018 all Joor mit drei [[Guide Michelin|Michelin-Stäärn]] uuszaichnet wooren isch. Uusbildet wooren isch dr Marc Haeberlin unter anderem bim [[Paul Bocuse]], em Gaston Lenôtre un de Brieder Troisgros. Anne 1976 het dr Marc Haeberlin d Chuchi vum ''L’Auberge de l’Ill'' in dr dritte Familie-Generazioon ibernuu. Syter 2019 wird s ''L’Auberge de l’Ill'' mit zwee Stäärn im Guide Michelin gfiert.<ref name="SPON-1249093">{{Internetquelle|autor=Julia Stanek |url=https://www.spiegel.de/reise/aktuell/guide-michelin-will-kuenftig-mehr-frauen-mit-sternen-ehren-a-1249093.html |titel="Guide Michelin" will künftig mehr Frauen mit Sternen ehren |werk=Spiegel Online |datum=2019-01-21 |abruf=2020-04-30}}</ref> == Uuszaichnige == * 2004: ''Spitzenkoch des Jahres'', Schlemmer Atlas * 2004: ''Five Diamond Award'' der ''American Academy of Hospitality Sciences'' * 2007: Ritter vu dr [[Ehrenlegion|Eerelegioon]] == Schrifte == * ''Elsass – Meine große Liebe'', ABC Verlag 2008, ISBN 978-3-938833-25-4. * ''Best of Marc Haeberlin'', vum Dirk Gieselmann (Autor), Les Editions Culinaires 2009, ISBN 978-2-84123-259-8. == Weblink == * {{IMDb|nm2948320}} * [https://www.auberge-de-l-ill.com/fr/ Reschtaurant ''L’Auberge de l’Ill''] * [https://www.stern.de/genuss/essen/kochdynastie-kochen-wie-bei-vattern-3362472.html Porträt] im ''Stern'' * {{SUDOC|057247501}} == Fueßnote == <references /> {{Normdaten}} {{Übersetzungshinweis|1 = de |2 = Marc_Haeberlin |3 = dütsch |4 = 267178201 }} {{SORTIERUNG:Haeberlin, Marc}} [[Kategorie:Choch]] [[Kategorie:Autor vo Sachliteratur]] [[Kategorie:Elsässer]] [[Kategorie:Franzoos]] [[Kategorie:Läbigi Person]] [[Kategorie:Maa]] qsl2530drtsprghgurddkuptjntfxr3