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/* Foorschigsgschiichd */ stimmt das spraachlich?
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{{DISPLAYTITLE:Arimmertitschu}}
[[Datei:Gysling_Walserdialekte.jpg|mini|250px|''Walserdialekte in Oberitalien'' vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle]]
S '''Arimmertitschu''' isch dr [[Höchstalemannisch|hegschdalemanisch]] Dialäkt vù [[Rima San Giuseppe|Arrimmu]] gsii. Es hed doodrmid zem [[Südwalserdeutsch|Siidwalsertiitsch]] ghèèrd. Waarschyyns isch es am Änd vùm 20. Joorhùnderd uusgschdoorbe.
== Foorschigsgschiichd ==
[[Datei:Stockmeyer Brief von Axerio.jpg|mini|E Brief vùm Giulio Axerio fir d Clara Stockmeyer mid dr Froog, wenn si gnau uf Arrimu chem (1927)]]
Fir s Phonogramm-Archiv vù dr Universität Züri hed dr Wilhelm Doegen vùm Berliner Lutarchiv im Oktober 1929 Tonbandùfnaame gmachd. Die Ùfnaame sin vùm [[Friedrich Gysling|Fritz Gysling]], em [[Rudolf Hotzenköcherle]] ùn dr [[Clara Stockmeyer]] voorberaided ùn vù dr beeden èrschte ane 1952 verefendligd woore.
Arrimmu isch e Ùfnaameord vùm [[Sprachatlas der deutschen Schweiz|Schwyzer Schbroochatlas]] gsii. D Ùfnaam isch vùm Fritz Gysling ùn em Rudolf Hotzenköcherle im April 1952 gmachd woore.
Au d [[Clara Stockmeyer]], Redaktoori am [[Schweizerisches Idiotikon|Schwyzerische Idiotikon]], hed dèèrd Ùfzaichnige gmachd ùn ùf Ziiri midgnùù. Ùn dr [[Emil Balmer]], wù ne baar Mool bi dr Siidwalser ùf Bsuech gsii isch, hèd in sym Buech ''Die Walser im Piemont'' vyyl Gediichdli, Liedli ùn Sprichwèèrder vù Arimmu abdrùgd.
1974 hän dr [[Piergiuseppe Scardigli]] un syni Lyt vùm G.R.I.L.A.V.I. (Gruppo di recerca sulle isole linguistiche alemanne del versante italiano) z Floränz nomool Ùfnaame z Arrimu gmachd. As Uskunftsperon hèd si no d Anna Maria Axerio zuer Verfiegig gschdelld, wo scho 1952 fir dr Gysling ùn dr Hotzenköcherle Gwäärsperson gsii ischd.
D Fluurnäme vù Arrimmu sin ùf verschiidene Forschigsexkursione ùfgnùù, e Dail vùm [[Paul Zinsli]], im Juni 1958 zäme mid Schtudände, e Dail vùm [[Paul Scheuermeier]] im Augschte 1961. Im Mai 1981 hed dr Zinsli zäme mid em [[Max Waibel]] ùn em E. Schorno no Nochùfnaame gmachd.
== Schryybwyys==
In däm Artikel sin di arimmertitsche Dialektbyyschbel in [[Dieth-Schreibung|Dieth-Schryybig]] gschriibe. Dooderbyy wird dr Buechschdaab <k> fir d Fortis [k] bruucht, fir d Affrikata [kx] wird <kch> gschriibe.
D Schdimhafdigkaid vù s [z] oder sch [ʒ] wird mid eme Pùnggd ùnder em s gchänzaichned: <ṣ>, <ṣch>. Die Schdimhafdigkaid isch aber nùme bi dääne Dialäktfoorme gschriibe, wù si au in dr Literatur belaid isch.
== Bsùnderhaide us dr Lutig==
*'''Voli Vokal'''
:Im Arimmertitschu sin wie in andere Walserdialäkt di vole Vokal in ùùbetoonde Silbe nid abgschwèchd woore.
:''salbu'' (dt. salben), ''schniida'' (dt. schneiden), ''lose'' (dt. zuhören), ''Hennjo'' (Henne), ''ech issan'' (dt. ich esse)
*'''Entrùndig'''
:Wie im Wallisertitsch sin ü, ö, üü, öö, üe ùn öü entrùnded:
: ''frìa'' (dt. früh), ''Wèksch'' (dt. Füchse), ''beesch'' (dt. böse), ''Heuw'' (dt. Heu)
*'''mhd. î, iu, û im Hiatus ùn im Uuslud'''
:Im Geegesaz zue andere hegschdalemanische Dialäkt sin mhd. î, iu, û im Hiatus ùn im Uuslud in Wèèrder wie mhd. snîen, gehîen, srîen, niuw, niuwe, bûwen, diphthongierd.
:''schneuwa'', ''khaija'', ''schreija'', ''nouw'', ''nouwe'', ''bouwa''
*'''altalem. iu'''
:Wie im Wallisertitsch erschyynd altalem. iu in e Dail Wèèrder as Diphthong.
: ''Fläigu'' (dt. Fliege), aber: ''tìaf'' (dt. tief)
*'''mhd. æ'''
:Mhd. æ erschyynd as ee. Doodermid ghèèrd s Arimmertitschu zue dr weschtlige Siidwalser Dialäkt
:''schweer'' (dt. schwer), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Meentog'' (dt. Montag)
*'''mhd. e (Primärumlud)'''
:''Batt'' (dt. Bett), ''ang'' (dt. eng)
*'''mhd. ä (Sekundärumlud)'''
:''Weschbo'' (dt. Wespe)
*'''germ. ë'''
:''sakschi'' (dt. sechs)
:''Meel'' (dt. Mehl)
*'''mhd. i'''
:Mhd. i isch vyylmool gsänggd zue e.
:''Chend'' (dt. Kind), ''escht'' (dt. ist)
*'''mhd. o'''
: Mhd. o erschyynd zmaischd as a oder ä.
:''Gatt'' (dt. Gott), ''Gald'' (dt. Gold), ''Glake'' (dt. Glocke), ''Halz'' (dt. Holz), ''Bäkch'' (dt. Bock), ''Wälch'' (dt. Volk)
*'''mhd. u'''
: Mhd. u isch zem Dail gsänggd zue o.
:''loschteg'' (dt. lustig), ''Mond'' (dt. Mund), ''onder'' (dt. unter)
*'''mhd. â > òò'''
: Mhd. â isch verdùmfd zue òò.
:''Jòòr'' (dt. Jahr)
*'''Vokaldeenig'''
:Wie in dr andere weschdlige Siidwalserdialäkt sin Vokal in Aisilber ùn ùfige Silbe deend.
:''Groob''/''Greeber'' (dt. Grab/Gräber), ''Groobe'' (dt. Graben)
*'''2./3. Sg. vù mhd. stân, gân'''
:Wie im Wallisertitsch erschyyne di 2./3. Sg. vù mhd. stân, gân mid Diphthong
: ''du gäisch'' (dt. du gehst), ''èr gäid'' (dt. er geht), ''du schtäisch'' (dt. du stehst), ''èr schtäid'' (dt. er steht)
*'''german. s > sch'''
:Wie in andere Walserdialäkt isch s germanisch s in vyyle Wèèrder palatalisierd zue sch.
:''endsch'' (dt. uns), ''schi'' (dt. sie, Sg.), ''schi'' (dt. sie, Pl.), ''schech'' (dt. sich), ''desche'' (dt. diese), ''schi'' (dt. sein, Poss.pron.), ''sakschi'' (dt. sechs), ''schoscht'' (dt. sonst), ''Cheesch'' (dt. Käse), ''Foschnacht'' (dt. Fasnacht), ''Gloosch'' (dt. Glas), ''Gschang'' (dt. Gesang), ''Huusch'' (dt. Haus), ''Schend'' (dt. Südnde), ''Schido'' (dt. Seide), ''Schirinado'' (dt. Serenade), ''Schoon'' (dt. Sohn), ''Wogsch'' (dt. Fuchs), ''bschennän'' (dt. besinnen), ''schengan'' (dt. singen), ''schjass'' (dt. süss)
:Im Geegesaz zue andre Walserdialäkt, wù germ. s nùr palatalisierd isch, wän s im Ahd. im Kontakt zue me i gschdanden isch (vgl. ''endsch'' < ahd. unsih, ünsih), isch germ. s im Arimmertitschu au in andre Schdelige palatalisierd.
*'''mhd. -hs'''
:Wie im Wallisertitsch erschyynd mhd. –hs as –ks, nid wie in vyyle Schwyzer Dialäkt as -chs:
:''sakschi'' (dt. sechs), ''Akslu'' (dt. Achsel), ''Wogsch'' (dt. Fuchs)
*'''mhd. -nk'''
:Mhd. -nk erschyynd wie in andere siidwalserische Dialäkt as -ngch bzw. as -ch.
:''trengche'' (dt. trinken), ''Bangch/Baach'' (Bank)
*'''mhd. ng'''
:Mhd. -ng, z. B. in ''Hunger'' erschyynd im Arimmertitschu as -nch.
:''Huncher'' (dt. Hunger)
*'''mhd. -rn'''
:Wie in andre hegschdalemanische Dialäkt erschyynd mhd. -rn as –ra.
: ''gèèra'' (dt. gern), ''Huroa/Chuora'' (dt. Horn), ''mòòre'' (dt. morgen)
*'''mhd. -rm'''
:Wie in andre Walser Dialäkt erschyynd mhd. -rm as –ra oder -ram.
:''Doora'' (dt. Darm), ''Òòra'' (dt. Arm), ''òòram'' (dt. arm), ''wòòram'' (dt. warm)
*'''Schdimhafdigkaid vù f'''
:Dr Konsonant f (v) wird vyylmool schdimhafd gsaid.
: ''gwäälä'' (dt. gefallen), ''Wälch'' (dt. Volk), ''wäròòtne'' (dt. verratene), ''Wogsch'' (dt. Fuchs), ''wòn'' (dt. von), ''Wrau'' (dt. Frau)
*'''Schdimhafdigkaid vù s ùn sch'''
:D Konsonante s ùn sch sin schdimhafd, wän si im Aalud, im Uuslud oder vor oder noch eme schdimhafde Lud schdeen.
:''ṣiittär'' (dt. seither), ''diiṣ'' (dt. deines), ''ṣchi'' (dt. sind), ''Ṣcheel'' (dt. Seele), ''gṣiin/gṣchiin'' (dt. gewesen), ''gṣchäid'' (dt. gesagt)
*'''mhd. ch'''
:S ch wird z Rimmu palatal realisierd, d. h. eender wie in dt. ''ich'', au im Aalud ùn nooch velare Vokal: ''Chend'', ''arauchu'' (dt. räuchern)
:Dailwyys wird s ch zue me h abgschwächd.
:''Chaschta''/''Haschta'' (dt. Kosten), 'chaupfen''/''haupfen'' (dt. kaufen), ''Chend''/''Hend'' (dt. Kind), ''chemän''/''hemän'' (dt. kommen), ''chennän''/''hennän'' (dt. können), ''cholt''/''holt'' (dt. kalt)
*'''germ. h im Aalud'''
: Ùnder em Yyflùs vùm Idalieenisch schwinded germ. h im Aalud dailwyys
: ''Ächzit'' (dt. Hochzeit)
:Dailwyys wird germ. h im Aalud au realiserd as ch: ''Huroa/Chuora'' (dt. Horn)
*'''germ. -kk'''
:Germanisch kk isch wie z [[Issime|Eischeme]] ùn z [[Gressoney|Greschonei]] im Inlud nid verschoobe.
:''drikke'' (dt. drücken)
*'''Palatalisierig vù l, r'''
:In e Dail Wèèrder sin l oder r palatalisierd zue lj, rj.
:''wailljan'' (dt. wollen), ''ljik'' (dt. klein), ''arjemu'' (dt. rühmen),
*'''Vorsilbe a- vor r'''
:Wie im Dialäkt vù [[Alagna Valsesia|Land]] wird im Arimmertitschu vor r zem Dail e Vorsilb a- gschbroche.
:''Arrimmu'' (Rima), ''aredù'' (dt. reden), ''Arosch'' (dt. Ross, Pferd), ''areschtan'' (dt. rüsten), ''arjemu'' (dt. rühmen), ''zär Arrächtùn'' (dt. zuer Rechten)
*'''Vorsilbe be-/ge-'''
:E Bsunderhaid vùm Arimmertitschu isch, as Vorsilbe wie im Dialäkt vù [[Alagna Valsesia|Land]] oder [[Macugnaga|Makanaa]] be- oder ge- vor Dental nid ganz gschwunde sin, sùndere no as Verschluslud bliibe sin. Noch em Material vùm Schwyzer Schbroochatlas said mer z Arrimmu also wiirgli ''gtròògad'' (dt. getragen), ''gtòrfd'' (dt. dürfen), ''ptuan'' (dt. schliessen). Die gnau phonetisch Realisierig vù dääne Konsonantecluster wird allerdings us em SDS-Material nid chlaar.
== Deklination ==
{| {{prettytable}}
|-
| ||'''m.''' (schdaarch)|| ||'''m.''' (schwach) || || '''f.''' (schdaarch) || ||| '''f.''' (schwach) || ||'''s.''' ||
|-
| ||'''Sg.'''||'''Pl.'''|| '''Sg.''' || '''Pl.''' || '''Sg.'''||'''Pl.'''|| '''Sg.''' || '''Pl.''' || '''Sg.'''||'''Pl.'''
|-
| '''Nom.'''|| Tåg || Tago|| Bèro || Bèro || Hand || Hènd || Alpo || Alpa || Huusch|| Hiischer
|-
| '''Gen.''' || Tågsch || Tagun || Bèrun || Bèrun || Hand || Hèndun || Alpun || Alpun || Huusch || Hiischrun
|-
| '''Dat.''' || Tåg || Tagun || Bèru(n?) || Bèrun || Hand || Hèndun || Alpun || Alpun || Huusch || Hiischrun
|-
| '''Akk.''' || Tåg || Tago || Bèro || Bèro || Hand || Hènd || Alpo || Alpa || Huusch|| Hiischer
|-
|} <!--sic, bei Tag im Sg. «å», im Pl. «à». Das fehlende n im Dat. Sg. von «Bèro» zweifelt Schott zurecht an.-->
=== Genitiv ===
Dr Genitiv isch im Arimmertitschu no in vyyl Foorme bruuchd woore, wird aber hyfig au mid «van» plus Dativ umschriibe.
;voorgschdeld
:''dar Bruud Angscht'' (dt. die Angst der Braut)
:''dar Bruud Kovalje'' (dt. das Körbchen der Braut)
:''dar Bruud Schapf'' (dt. der Schopf der Braut)
:''auer oltù Ljitù Einikeit'' (dt. euer alten Leute Einigkeit)
:''tsch Brittjensch Ajù'' (dt. des Bräutigams Mutter)
;noochgschdeld
:''dar Halscha dar Mualtùn'' (dt. der Deckel der Teigmulde)
:''d Hanja dar jiabùn Wraun'' (dt. die Hennen der lieben Frau, d .h. Marienkäfer)
:''dar Dschabta dar Hanjo'' (dt. der Fuss der Henne)
:''dar Firtog endsch Landsch'' (dt. der Feiertag unseres Landes)
:''d Kovalje dar Bruud'' (dt. das Körbchen der Braut)
:''im Huusch misch Attan'' (dt. im Haus meines Vaters)
:''der Tail misch Guadsch'' (dt. der Teil meines Gutes)
:''d Chend descha Zit'' (dt. die Kinder dieser Zeit)
=== Pronomina ===
Bim Personalpronome gid s im Arimmertitschu wie au in andere Siidwalser Dialäkt nooch italiänischer Voorlaag konschdruierdi verlengeredi Foorme. Die sin bilded us em Personalpronome ùn „andere“.
:''wiar andre'' (dt. wir), ''iar andre'' (dt. ihr), ''schi andre'' (dt. sie)
=== Adjektiv ===
Wie in vyyle hooch- ùn hegschdalemanische Dialäkt wääre Adjektiv au prädikativ deklinierd.
:''Der Heer escht tauba.'' (dt. Der Pfarrer ist nicht gescheit.)
:''Äs escht noch ds jongs.'' (Es ist noch jung.)
== Konjugation==
=== Vollverbe ===
*''tròògan'' (dt. tragen)
:Präs. Ind.: ''ich tròògich'', ''du tròògaschd'', ''èr trògd'', ''wiar andre tròògen'', ''iar andre tròògad'', ''schi andre tròògend''
:Part Perf.: ''gtròògad''
Bildig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche Verbe:
:''gschonga'' (dt. gesungen), ''gschäässä'' (dt. gesessen), ''gfallä'' (dt. gefallen), ''värgassa'' (dt. vergessen), ''gsòòlza (dt. gesalzen)
Bildig vùm Partizip Perfekt bi schwache Verbe:
:''globut'' (dt. gelobt), ''gmälchèt'' (gemelkt), ''grecht'' (gesiebt)
D Ùnderschaidig bi dr Bildig vùm Partizip Perfekt bi schdaarche (Bildig ooni t-Suffix) ùn schwache Verbe (Bildig mid t-Suffix) isch nimi sicher.
:''glescha'' (dt. gelöscht), ''garedù'' (dt. geredet)
:''gfonned'' (dt. gefunden), ''gtròògad'' (getragen)
=== Hilfsverbe ===
*''schiin'' (dt. sein)
:Präs. Ind.: ''ich ben'', ''du besch'', ''èr escht'', ''wiar andre schiin/schiwar'', ''iar andre schiid/schiidar'', ''schi andre schiind''
:Part Perf.: ''gschiin''
:Konj. Präs.: ''schiigi'', Konj. Prät.: ''weeri''
*''hòòn'' (dt. haben)
:Präs. Ind.: ''ich hän'', ''du häsch'', ''èr hät'', ''wiar andre hain'', ''iar andre haid'', ''schi andre haind''
:Part Perf.: ''ghòòbä''
:Konj. Präs.: ''häigi''
*''tua'' (dt. tun)
:Präs. Ind.: ''ich tua'', ''du tuascht'', ''er tuad'', ''wiar andre tian/tuawar'', ''iar andre tiad/tuadar'', ''schi andre tiand/tuansch''
:Part Perf.: ''gtòò''
:Konj. Präs.: ''ich tiigi'', Konj. Prät.: ''ich täti''
=== Modalverbe ===
*''chònna'' (dt. können)
:Präs. Ind.: ''ich chònnech'', ''du chònnaschd'', ''èr chònnd'', ''wiar andre chònnen'', ''iar andre chònnad'', ''schi andre chònnend''
:Part Perf.: ''chòòn''
*''meega'' (dt. können, vermögen)
:Präs. Ind.: ''ich man'', ''du maschd'', ''èr mad'', ''wiar andre meen'', ''iar andre meed'', ''schi andre meend''
:Part Perf.: ''meega''
*''miassa'' (dt. müssen)
:Präs. Ind.: ''ich muass'', ''du muassaschd'', ''èr muassd'', ''wiar andre miassen/muaschwer'', ''iar andre miassad/muasidar'', ''schi andre miassand/muase''
:Part Perf.:''miassa''
*''tòrfa'' (dt. dürfen)
:Präs. Ind.: ''ich tòrfech'', ''du tòrfaschd'', ''èr tòrfd'', ''wiar andre tòrfen'', ''iar andre tòrfad'', ''schi andre tòrfend''
:Part Perf.: ''gtòrfd''
=== Chùùrzverbe ===
*''gèèn'' (dt. geben)
:Präs. Ind.: ''ich gèèbech'', ''du geschd/gèèbaschd'', ''èr gèt'', ''wiar andre geeben/geewer'', ''iar andre gèèbad'', ''schi andre gèèn/gèèbend''
:Part Perf.: ''–''
*''geen'' (dt. nehmen)
:Präs. Ind.: ''ich geen'', ''du geeschd'', ''èr geet'', ''wiar andre geen'', ''iar andre geed'', ''schi andre geend''
:Part Perf.: ''geechd''
*''gòòn'' (dt. gehen)
:Präs. Ind.: ''ich gòòn'', ''du gaischd'', ''èr gaid'', ''wiar andre gaangen'', ''iar andre gaangged'', ''schi andre gaangend''
:Part Perf.: ''kangä''
*''lòòn'' (dt. lassen)
:Präs. Ind.: ''ich lòòn'', ''du lòòscht'', ''èr lòòt'', ''wiar andre lòòwar'', ''iar andre lòòdar'', ''schi andre lòòn''
*''zian'' (dt. ziehen)
:Präs. Ind.: ''ich zian'', ''du ziaschd'', ''èr ziad'', ''wiar andre zian'', ''iar andre ziad'', ''schi andre ziand''
=== Passiv ===
:Wie in andere Siidwalser Dialät wird s Passiv mid "chemmä" (dt. kommen) bilded.
:''Wänn äs chènnt z Mittòòg'' (dt. wenn es Mittag wird)
== Relativsatz ==
:Dr Relativsatz wird wie im [[Rimelladeutsch|Remmaljertitsch]] mid ''dòòs du'' bilded – baralel ze idalieenisch „che“.
:''D Kovaljiene, doos du trogend d Moon'' (dt. Die Körbchen, die die Männer tragen)
== Woordbildig==
Bim Diminutiv gid s wie in vyyle Walliser ùn Walser Dialäkt verschiideni Suffix:
*'''-e''': ''Trooge''
*'''-si''': ''Hundsi''
*'''-ji/-je''': ''Hòòkji'', ''Roodje'', ''Mäitje''
*'''-alti''': ''Weegalti'', ''Schtèkchalti'',
== Wortschatz ==
''lueg au d Samlige mid [[Wort:Pflanzennamen Rima|Bflanzenäme]] ùn [[Wort:Tiernamen Rima|Diernäme]].''
;Wùchedääg
''Meentog'', ''Zischtog'', ''Mittwuchu'', ''Froontog'', ''Friitog'', ''Samschtog'', ''Sonnùntog''
;Wèèrder, wù in in andere Bied sùnschd maischd uusgschdoorbe sin
*''baitù'' (dt. warten)
*''gauh'' (dt. närrisch) < gouh
*''Gschaillje'' (dt. Freundin) < mhd. gesellîn
*''littschil'' (dt. wenig) < mhd. lützel
*''Mòònd'' (dt. Mund) < mhd. munt
*''undchet'' (dt. antwortet), vgl. ahd. quedan
*''Wètt'' (dt. Brennholz) < ahd. witu
;Sùnschdigi bsùnderi Wèèrder
*''Griiflu'' (dt. Preiselbeeren)
*''Schtrafful'' (dt. Heuschrecke)
*''Attù'' (dt. Vater)
*''Aajù'' (dt. Mutter)
*''Wate'' (dt. Schwester)
*''Holdwiib'' (dt. Geliebte)
*''Ùsstog'' (dt. Frühling)
*''dar groos Mòònud'' (dt. Januar)
*''dar ljek Mòònud'' (dt. Februar)
*''ljek'' (dt. klein)
== Yyflis us em Romanisch ==
*''ma'' (dt. aber) < ital. ma
*''ke'' (dt. dass) < ital. che
*''Paapùlo'' (dt. Schmetterling)
*''Artifulä'' (dt. Kartoffeln)
*''Gulatschu'' (dt. Frühstück) < ital. colazione
*''liifrù'' (dt. beenden) < piemont. lifré
*''täisù'' (dt. aufschichten) < ital. tensare
*''schtòòn'' (dt. stehen, wohnen) < ital. stare „stehen, wohnen“
== Schbroochbyschbel: E Hochzyd z Rimmu ==
''Wänn ä Rremmo escht äs Ächzit, ds jong Wälch läkt schih zeemä, wär ärrechtùn d Schòòl. Ùn wänn dù chènnt där Määrga, Gṣchälljine gòònd pfläitän Bruut ùnd äṣ ljèks Ṣchoonjè läktro uuf ds Tschääpäljè. Uus wòm Schäpf schtònd bäitùn Ljytro. Där Brytem häischùd dar Bruut ùnd där Ääjo. Där Ääto gèè rrù der Òòrä ùn gòònt a Kiljchù. D Mèttärettjinä kòò rä nò. Wèrr Kiljchù schtäid dèr Heer ù gä rro där Ṣchèègä, Zam Nätsschtèin zwäi Gṣchälljine läki ro uuv d Wènndlo. Dèr Brytjèm gè rro ds Wiièwessär ùn gòòn zam Älter. Nòò där Määs gäid d Bruut mit äm Äätä ds Britjingṣch ù wän der Teer ds Brytjiṣch Huuṣch schtäid d Ääjo mèd èṣ Chènd em Òòrm bidèrro ù get s där Bruud dòs si verchäschts ùn kèmmo a Mekko. Därnòò d Bruud ùn Britjèm ääsin s Mùäṣje ùs dèr gljychi Schèschjù. Dòṣ wilj bidyttä, tas schi mjässänt wäärchùn i Freedä tschèmù. Wänn äs chènnt z Mittòòg, ṣchù gòònṣch med ääle Rimmärù äässä im Ṣchòòl. Bruud häd ir Wytälje bèi däm Teeṣch. Där Ättù ds Britjèmṣch schtäi ru gṣchäässä bèi. Zär ärräächtù ṣind äälù er Frindä, wäm ändrän Oort schtòn d Èjo dṣ Britjingṣch. Z Mitòòg der Britjèng diènùd Bruud ùnd ṣ jong Wäälch diènùd äändärù Lytt. Wènsch tùntsch äässä, ṣchèngintsch ljoschtige Ljièdjènä,d jong Wälch, ùn d Òòltùn tiä häälfä. Ìm Òòbän z Näächtù ṣchäscht seh där Britjeng bèi der Bruud, ùn d jòngä Ljytt ṣchäscht sèch òùch ùn d Òòltù mièssind diänù. Ljiivrùd ds Näächt, d jòngä Ljytt tièn garèng ùntareschta di Tèschär ùm meegän täänzù. Där iirscht Täänz määchùd Bruut ùn Britjing ainegù. Wänn äṣ èscht ùm bètz schpòòt, Bruud ùn Britjeng gòònd schlòffä. ds jòng Wäälch täänzù nòch. Ma därnòò gòòndṣch ṣèègi òndar Pfäänschtro as titschs Ljièdjè.''
:(verzeld vù dr Anna Maria Axerio ane 1929, zidierd bi Gysling/Hotzenköcherle 1952, S.18f.)
== As hebsch g’liadjie van [[Pietro Axerio|Piaru van d’ Piazzu]] ==
''Liabs maitjie ondar ds blatun toch<br>
''oh! g’heer mis loschteg g’liad.<br>''
''Mora escht dar hachzidtog<br>''
''ech hondech scho liab, scho liab.<br>''
''Dar liab tog escht nohar und nohar chema,<br>''
''doos du werdenesch eweg varbendan z’schema.<br>''
''Liabs maitjie ondar ds blatun toch<br>''
''oh! g’heer mis loschteg g’liad.<br>''
''Glaubmar as escht as liabesproch<br>''
''ech hondech scho liab, scho liab.<br>''
''Ech wäre g’storba van grossa schmerz<br>''
''Wann du hatteschmar nid g’schenkt dis herz.<br>''
== Literatur ==
* Maria Cecilia Axerio: ''Rima e il suo territorio. La «perla della Valsesia» tra natura e storia''. Edizioni Millenia, Novara 2000.
* [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont. Vom Leben und von der Sprache der deutschen Ansiedler hinterm Monte Rosa''. [[A. Francke Verlag|Francke Verlag]], Bern 1949, S. 147–173.
* [[Karl Bohnenberger]]: ''Die Mundart der Deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten''. Verlag Huber, Frauenfeld 1913 ([[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]] 6).
* [[Elisabetta Fazzini Giovannucci]]: ''Die alemannischen Dialekte im westlichen Norditalien. Ein Forschungsbericht.''. Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 1978 (ZDL Beihefte 28).
* Elisabetta Fazzini, Costanza Cigni: ''Vocabolario comparativo dei dialetti Walser in Italia''. Bd. 1–6. Edizioni dell’Orso, Alessandria 2004–2022 (Alemannica 1, 5–7, 9, 10).
* [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprachplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Huber Verlag, Frauenfeld 1952.
* Rudolf Hotzenköcherle: ''Umlautphänomene am Südrand der Germania''. In: ''Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie, Festgabe für Theodor Frings zum 70. Geburtstag.'' Berlin 1956 (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur), S. 221–250.
* Rudolf Hotzenköcherle: ''Die südwalserisch-ennetbirgischen Mundarten im Spiegel ihrer Verbalformen.'' In: Maria Bindschedel, Rudolf Hotzenköcherle und Werner Kohlschmidt (Hrsg.): ''Festschrift für Paul Zinsli.'' Francke Verlag, Bern 1971.
* Hans Kreis: ''Die Walser. Ein Stück Besiedlungsgeschichte der Zentralalpen.'' Francke Verlag, Bern 1958, S. 79–98.
* Pierguiseppe Scardigli in Zusammenarbeit [mit] Angelo Bazzanella, Elisabetta Fazzini Giovannucci, Nicoletta Onesti Francovich, Renate Hadorn Sarantari: ''Semantische Probleme in extremis: Rima.'' In: Josef Zehrer und Eugen Gabriel: ''Beiträge zur Semantik. 5. Arbeitstagung alemannischer Dialektologen in Bezau, Bregenzerwald, vom 1. bis 3. Mai 1975.'' Selbstverlag, Dornbirn 1978, S. 7–17.
* ''[[Sprachatlas der deutschen Schweiz]] (SDS)''. Begr. von Heinrich Baumgartner und Rudolf Hotzenköcherle. In Zusammenarbeit mit Konrad Lobeck, Robert Schläpfer, Rudolf Trüb und unter Mitwirkung von Paul Zinsli herausgegeben von Rudolf Hotzenköcherle. 8 Bde, Einführungsband, Abschlussband. [[A. Francke Verlag|Francke]], Bern bzw. Basel 1962–2003. – D Originaalùfnaame vùm Schbroochatlas cha mer syd 2018 online aaluege: [https://digital.sprachatlas.ch/scans/?ortlist=IT+5&fblist=#page/1/mode/thumb sprachatlas.ch – Rima].
* [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien''. Verlag Huber, Frauenfeld 1968.
* Paul Zinsli: ''Südwalser Namengut. Die deutschen Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont.'' Verlag Stämpfli & Cie AG, Bern 1984.
{{Navigationsleiste Walser}}
[[Kategorie:Alemannischer Dialäkt]]
[[Kategorie:Walsertiitsch]]
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Pietro Axerio
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soo luut em Casimiro Debiaggi; d Aagaaben uf Marmo Artificiale chönd nöd stime
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wikitext
text/x-wiki
{{Dialekt|Alagnadeutsch|Walsertiitsch|Laindertitzschu}}
[[Datei:Piaru van d’ Piazu.jpg|mini]]
[[Datei:Pietro Axerio tumb.jpg|mini]]
'''Pietro Axerio''', im dourf ''Piaru van d’ Piazu'' g’nammte noh dam ourd wo sis hus ïst g’stande – garrod fum dourfplatz (''piazza'' i’ [[italienische Sprache|wailschu]]) – ïst [[1827]] in [[Rima San Giuseppe|Rimmu]] g’boure; noch fast junge ïst er z’ Chalon-sur-Sâone g’fore, wo er als jepser<ref>Stukkateur</ref> häd g’werchud. Disi chunst häd er darnoh van 1840 bis 1850 in [[Deutschland|Titzschland]], Schwede und Norwege verbressrud, wo er mid dam schwoger Antonio De Toma häd z’semmendg’werchud, deis wattu Margherita (Grete) häd er g’hobe g’mannud. Noh deir zit häd er z’ [[Berlin]] in dar Friedrichstrasse 243 an aig’ni g’sellschaft fïr d’erschaffung van chunstmarmor grundg’laidt.
1886 ïst er in Rimmu erwunde und häd d’ woul z’wegg’laidtni totickait da’ sehne g’loh. In Rimmu ïst er burgmaister g’si, er häd d’ erstu wasserrouri tuan z’ lekke und mid andri arimmerljite häd er sich bemieijt, umdas der woguweg täte van Rimask bis in Rimmu vïrsichfori. Er häd auch dan erste sitz ds museums Pietro Della Vedova tuan z’ buwwe, wo d’ werchi ds b’ruamte chunstlers sind g’si g’sammluti.
Als selbstleirer häd er sich vile chunsttotickaitu ong’wandt: dam g’sang, dam holzschnitzwerch, dam g’mol mid der uppigu technik ds chunstmarmors. Er häd vil ''g’liadjie'' (Liader oder g’dichte) in [[Rimadeutsch|arimmertitzsch]] g’schribe, wo er sini liebi fïr sis land, sini sproch und sis ljit häd g’sunge. In sini g'dichte g'spirrt mu d' treicki<ref>Heimweh</ref> und d’ trurigi ds uswanderers oder ''dannamans,'' der sis land häd miasse verloh, um ''danna'' z'gehn, sich ds broud z’ g’wïnne.
Er häd zwai fïr sini zit avangardistisch gasthofe in Rimmu loh buwwe und ïst dorum aine der vïrchemendu ds turismus im Tzseschrutol g’si. G’stourbe ïst er [[1905]] i’ Vrol (Varallo).
Miat z’vil ïst im letsche hunderkjor auch sini sproch usg’stourbe, ober sini ''g’liadjie'' erlaubind nis, d’ siässi und d’hïbschi siner arimmertitzschu z’ bewundru:<br>
<poem>
''Min liab Arimmu, ech muass dech verlohn,''
''Dos tua’ mer im herz so weh!''
''Du liabs ort, wo-n-ech so gera stohn,''
''Walje’s Gatt, doss ech chema meh!''
''Kumpfiata aju und attu''
''Und alle Rimmaru ljit!''
''Tiad far mech batu,''
''Ech muass gohn so witt, so witt!''
''All chend, dos in d’ Rimmu tia werda''
''Miassind gohn in d’ framde gwennan eriun brod,''
''Und flisseg aswos varberga,''
''Om im oltar nid z’ljida nod!''
''Darom walj’ech Gatt batu,''
''Doss ar macha usser mech an brova mon,''
''Und falgen, wos du schägt min attu:''
''Mu miassat sporen, wann mu wellt aswos hon!''
''Minen liaben toten, dos im fritthof stohn,''
''Denen schäg ich au kumpfiata!''
''Dei luagi mech van im hemmel on''
''Und werde mech halfa hiata!''
''Min liabun altattu und altaju,''
''Ar hai’ mech so gera g’hoba!''
''Dar liab Gatt hat so walje,''
''Doss mu si so pfant, ach so pfant, vargroba!''
''Kumpfiata bergo, kumpfiata tol,''
''Kumpfiata mi liabu alle z’samd!''
''Dank’ ihna alle z’ tuschem mol,''
''Kumpfiata, du liabs land!''
</poem>
__NOTOC__
== Fuessnote ==
<references/>
== g’liadjie ==
* [[Text:Pietro Axerio|g’dichte vam Pietro Axerio]] in dr Alemannische Textsammlig (Wikisource).
* [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont.'' Bern 1949: ''Liabs Maitje'' S. 153, ''Varrotni Liabe'' S. 154, Sprichwörter S. 160/162, ''In d’ Rimmu'' S. 164, ''Myn liab Arimmu'' S. 164–166, ''Beesche Nachborschaft'' S. 166, ''Der laid Wentar'' S. 166–170, ''Schlof, mys Chennje'' S. 172 f., Gebet S. 173.
* ''Wänn ä Rimmo ëscht äs ächze; Beeschë Nächporschäft'' und ''Wäròòtne Ljiëbe.'' In: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprechplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Bearbeitet von [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]. Huber, Frauenfeld 1952, S. 18–22.
* ''Wenn Ärrimmo escht äs ächtse.'' In: ''[http://dx.doi.org/10.5169/seals-114801 Hochzeitsbräuche aus Rima (Piemont).]'' In: ''Schweizerisches Archiv für Volkskunde'' 49, 1953, S. 16–33.
* ''Rima Wiegenlied.'' In: ''Wir Walser. Halbjahresschrift für Walsertum'' 1, Visp 1964.
* ''Liabs Maitije …'' In: ''Ljetzan-Giazza,'' 5, Milano, 1968.
* ''Schloof, mis henghie, schloof …'' In: ''Ljetzan-Giazza,'' 6, Milano 1968.
== Literatur ==
* [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont.'' [[A. Francke Verlag|Francke]], Bern 1949.
* Pietro Cazzola: ''Piemontesi in Russia.'' In: ''Piemonte Vivo.'' 1970, 2: 16.
* Casimiro Debiaggi: ''Dizionario degli artisti valsesiani dal secolo XIV al XX.'' Società conservazione opere arte monumenti Valsesia, Varallo 1968.
* [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Verlag Huber, Frauenfeld 1968.
== Weblinks ==
* [https://www.marmoartificiale.com/gli-axerio-piazza/ ''Gli Axerio Piazza''] uf marmoartificiale.com.
{{DEFAULTSORT:Axerio Piazza, Pietro}}
[[Kategorie:Künschtler (Italie)]]
[[Kategorie:Gmeindspolitiker]]
[[Kategorie:Autor uf Alemannisch]]
[[Kategorie:Lyriker]]
[[Kategorie:Walser]]
[[Kategorie:Italiäner]]
[[Kategorie:Maa]]
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[[Datei:Piaru van d’ Piazu.jpg|mini]]
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[[Datei:Margherita De Toma Bust Ristorante-Alpino Rima Valle Sermenza.jpg|mini|d Margherita De Toma]]
[[Datei:Pietro Axerio tumb.jpg|mini]]
'''Pietro Axerio''', im dourf ''Piaru van d’ Piazu'' g’nammte noh dam ourd wo sis hus ïst g’stande – garrod fum dourfplatz (''piazza'' i’ [[italienische Sprache|wailschu]]) – ïst [[1827]] in [[Rima San Giuseppe|Rimmu]] g’boure; noch fast junge ïst er z’ Chalon-sur-Sâone g’fore, wo er als jepser<ref>Stukkateur</ref> häd g’werchud. Disi chunst häd er darnoh van 1840 bis 1850 in [[Deutschland|Titzschland]], Schwede und Norwege verbressrud, wo er mid dam schwoger Antonio De Toma häd z’semmendg’werchud, deis wattu Margherita (Grete) häd er g’hobe g’mannud. Noh deir zit häd er z’ [[Berlin]] in dar Friedrichstrasse 243 an aig’ni g’sellschaft fïr d’erschaffung van chunstmarmor grundg’laidt.
1886 ïst er in Rimmu erwunde und häd d’ woul z’wegg’laidtni totickait da’ sehne g’loh. In Rimmu ïst er burgmaister g’si, er häd d’ erstu wasserrouri tuan z’ lekke und mid andri arimmerljite häd er sich bemieijt, umdas der woguweg täte van Rimask bis in Rimmu vïrsichfori. Er häd auch dan erste sitz ds museums Pietro Della Vedova tuan z’ buwwe, wo d’ werchi ds b’ruamte chunstlers sind g’si g’sammluti.
Als selbstleirer häd er sich vile chunsttotickaitu ong’wandt: dam g’sang, dam holzschnitzwerch, dam g’mol mid der uppigu technik ds chunstmarmors. Er häd vil ''g’liadjie'' (Liader oder g’dichte) in [[Rimadeutsch|arimmertitzsch]] g’schribe, wo er sini liebi fïr sis land, sini sproch und sis ljit häd g’sunge. In sini g'dichte g'spirrt mu d' treicki<ref>Heimweh</ref> und d’ trurigi ds uswanderers oder ''dannamans,'' der sis land häd miasse verloh, um ''danna'' z'gehn, sich ds broud z’ g’wïnne.
Er häd zwai fïr sini zit avangardistisch gasthofe in Rimmu loh buwwe und ïst dorum aine der vïrchemendu ds turismus im Tzseschrutol g’si. G’stourbe ïst er [[1905]] i’ Vrol (Varallo).
Miat z’vil ïst im letsche hunderkjor auch sini sproch usg’stourbe, ober sini ''g’liadjie'' erlaubind nis, d’ siässi und d’hïbschi siner arimmertitzschu z’ bewundru:<br>
<poem>
''Min liab Arimmu, ech muass dech verlohn,''
''Dos tua’ mer im herz so weh!''
''Du liabs ort, wo-n-ech so gera stohn,''
''Walje’s Gatt, doss ech chema meh!''
''Kumpfiata aju und attu''
''Und alle Rimmaru ljit!''
''Tiad far mech batu,''
''Ech muass gohn so witt, so witt!''
''All chend, dos in d’ Rimmu tia werda''
''Miassind gohn in d’ framde gwennan eriun brod,''
''Und flisseg aswos varberga,''
''Om im oltar nid z’ljida nod!''
''Darom walj’ech Gatt batu,''
''Doss ar macha usser mech an brova mon,''
''Und falgen, wos du schägt min attu:''
''Mu miassat sporen, wann mu wellt aswos hon!''
''Minen liaben toten, dos im fritthof stohn,''
''Denen schäg ich au kumpfiata!''
''Dei luagi mech van im hemmel on''
''Und werde mech halfa hiata!''
''Min liabun altattu und altaju,''
''Ar hai’ mech so gera g’hoba!''
''Dar liab Gatt hat so walje,''
''Doss mu si so pfant, ach so pfant, vargroba!''
''Kumpfiata bergo, kumpfiata tol,''
''Kumpfiata mi liabu alle z’samd!''
''Dank’ ihna alle z’ tuschem mol,''
''Kumpfiata, du liabs land!''
</poem>
__NOTOC__
== Fuessnote ==
<references/>
== g’liadjie ==
* [[Text:Pietro Axerio|g’dichte vam Pietro Axerio]] in dr Alemannische Textsammlig (Wikisource).
* [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont.'' Bern 1949: ''Liabs Maitje'' S. 153, ''Varrotni Liabe'' S. 154, Sprichwörter S. 160/162, ''In d’ Rimmu'' S. 164, ''Myn liab Arimmu'' S. 164–166, ''Beesche Nachborschaft'' S. 166, ''Der laid Wentar'' S. 166–170, ''Schlof, mys Chennje'' S. 172 f., Gebet S. 173.
* ''Wänn ä Rimmo ëscht äs ächze; Beeschë Nächporschäft'' und ''Wäròòtne Ljiëbe.'' In: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprechplatten des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich.'' Bearbeitet von [[Fritz Gysling]] und [[Rudolf Hotzenköcherle]]. Huber, Frauenfeld 1952, S. 18–22.
* ''Wenn Ärrimmo escht äs ächtse.'' In: ''[http://dx.doi.org/10.5169/seals-114801 Hochzeitsbräuche aus Rima (Piemont).]'' In: ''Schweizerisches Archiv für Volkskunde'' 49, 1953, S. 16–33.
* ''Rima Wiegenlied.'' In: ''Wir Walser. Halbjahresschrift für Walsertum'' 1, Visp 1964.
* ''Liabs Maitije …'' In: ''Ljetzan-Giazza,'' 5, Milano, 1968.
* ''Schloof, mis henghie, schloof …'' In: ''Ljetzan-Giazza,'' 6, Milano 1968.
== Literatur ==
* [[Emil Balmer]]: ''Die Walser im Piemont.'' [[A. Francke Verlag|Francke]], Bern 1949.
* Pietro Cazzola: ''Piemontesi in Russia.'' In: ''Piemonte Vivo.'' 1970, 2: 16.
* Casimiro Debiaggi: ''Dizionario degli artisti valsesiani dal secolo XIV al XX.'' Società conservazione opere arte monumenti Valsesia, Varallo 1968.
* [[Paul Zinsli]]: ''Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien.'' Verlag Huber, Frauenfeld 1968.
== Weblinks ==
* [https://www.marmoartificiale.com/gli-axerio-piazza/ ''Gli Axerio Piazza''] uf marmoartificiale.com.
{{DEFAULTSORT:Axerio Piazza, Pietro}}
[[Kategorie:Künschtler (Italie)]]
[[Kategorie:Gmeindspolitiker]]
[[Kategorie:Autor uf Alemannisch]]
[[Kategorie:Lyriker]]
[[Kategorie:Walser]]
[[Kategorie:Italiäner]]
[[Kategorie:Maa]]
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Cogne
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EuropAir
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/* Politik */ De Bürgermaischter hät gwächslet
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wikitext
text/x-wiki
{{DISPLAYTITLE:Cogne}}
{{Infobox Ort in Italien
|Nome=Cogne
|Panorama=Panorama Cogne.jpg
|Didascalia=Vista del capoluogo
|Bandiera=Cogne-Gonfalone.png
|Voce bandiera=
|linkStemma = Blason ville It Cogne (AO).svg
|Voce stemma=
|Stato=ITA
|Grado amministrativo=3
| regione = Aostatal
|siglaRegione = VAO
|siglaProvincia = <!-- nicht vorhanden -->
|Divisione amm grado 2=no
|Amministratore locale=Franco Allera
|Partito=lista civica ''Ensemble pour Cogne''
|Data elezione=24/05/2010
|Lingue=
|Data istituzione=
|latitudineGradi =45
|latitudineMinuti =36
|latitudineSecondi = 28.62
|Latitudine NS=N
| longitudineGradi =7
| longitudineMinuti =21
|Longitudine secondi=20.16
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|altitudine=1534
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|Note superficie=
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|Note abitanti=[http://demo.istat.it/bil2010/index.html Dato Istat] - Popolazione residente al 31 dicembre 2010.
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|Codice postale=11012
|Prefisso=0165
|Fuso orario=+1
| istat=007021
|Codice catastale=C821
|Targa=AO
|Zona sismica=4
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|Nome abitanti=cognini o cogneins
|Patrono=Orso di Aosta|sant'Orso
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|PIL procapite=
|Mappa=Map of comune of Cogne (region Aosta Valley, Italy).svg
|Didascalia mappa=Lag vu dr Gmai Cogne im Augschtdal
|Sito=http://www.comune.cogne.ao.it
}}
'''Cogne''' ([[Frankoprovenzalische Sprache|frankoprov.]] ''Cogne,'' [[Issimedeutsch|töitschu]] ''Kunji'') isch e [[Italienische Gemeinden|Gmai]] in dr autonome Provinz [[Aostatal|Augschtdal]] z [[Italien|Italie]].
Cogne ghert zue dr Gmainschaft [[Unité de communes Grand-Paradis]].
==Geografi==
Cogne lyt im Val di Cogne i, eme Sytedal vum Augschtdal.
Zue dr Gmai ghere d Wyyler Boutillères, Champlong, Crétaz, Épinel, [[Gimillan]], [[Lillaz]], [[Valnontey]], Moline, Montroz, Veulla, Villaggio Cogne. Nochbergmaine sin [[Aymavilles]], [[Brissogne]], [[Champorcher]], [[Charvensod]], [[Fénis]], [[Gressan]], [[Locana]] (TO), [[Noasca]] (TO), [[Ronco Canavese]] (TO), [[Saint-Marcel (Aostatal)|Saint-Marcel]], [[Valprato Soana]] (TO) un [[Valsavarenche]]
==Gschicht==
Dr Grinder vum [[Haus Savoyen|Huus Savoye]], dr ''Humbert I mit dr wysse Händ,'' het anne 1025 s Augschtdal as Leeche griegt. Mid Uusnahme vun e baar Johr (1691, 1704–1706, 1798–1814 zue Frankrych) het s Augschtdal derno zem Huus Savoye gheert bis anne 1946, d. h. bis dr letscht [[König von Italien|italienisch Chenig]] [[Umberto II. (Italien)|Umberto II.]] abdankt ghaa het. Wu s [[Königreich Italien|italienisch Chenigrych]] anne 1861 grindet woren isch, isch s Augschtdal zue dr Provinz Turin chuu. Anne 1927 isch s derno ne aigestädnigi Provinz wore. Im [[Italienischer Faschismus|Faschismus]] under em [[Benito Mussolini]] isch di franzesisch Sproch verbote wore un s het e starki [[Italianisierung|Italienisierigsbolitik]] gee. Vu 1939 bis 1945 het Cogne dr italienisiert Name ''Cogno''' drait. Noch em [[Zweiter Weltkrieg|Zweede Wältchrieg]] het s Augschtdal anne 1948 e autonome Sonderstatus griegt.
== Bevelkerig ==
{| class="wikitable" width=350
|- align=center class="hintergrundfarbe5"
|align=left | '''Johr''' || '''1861''' || '''1871''' || '''1881''' || '''1901''' || '''1911''' || '''1921''' || '''1931'''
|- align=center
|align=left|'''Yywohner'''|| 1633 || 1722 || 1731 || 1489 || 1443 || 1557 || 1599
|- align=center class="hintergrundfarbe5"
|align=left | '''Johr''' || '''1936''' || '''1951''' || '''1961''' || '''1971''' || '''1981''' || '''1991''' || '''2001'''
|- align=center
|align=left|'''Yywohner'''|| 1791 || 1772 || 1856 || 1687 || 1486 || 1440 || 1467
|}
==Politik==
Dr Burgermaischter (Sindaco) vu Cogne isch dr Denis Giovanni Truc (Schtand Oktober 2026).
== Sproch und Dialäkt ==
Dr [[Frankoprovenzalische Sprache|frankoprovenzalisch]] Dialäkt vu Cogne ghert zum [[Valdostanisch]] (Valdôtèn).
Anne 2001 het d ''Fondation Émile Chanoux'' in Zämmenarbet mit em ''Centre d'Études Linguistiques pour l'Europe'' un dr ''Università degli Studi di Trento'' di soziolinguistisch Situation vu allne Gmaine im Augschtdal untersuecht. Doderzue isch im Septämber un Oktober 2002 e Froogebooge verschickt woore. Vu Cogne sin 104 Froogebeege wider retuurchuu<ref>{{Internetquelle |titel=Fondation Émile Chanoux: ‘‘Sondage linguistique’’ |url=http://www.fondchanoux.org/sondagelinguistiqueq.aspx |zugriff=2012-11-15 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170705142845/http://www.fondchanoux.org/sondagelinguistiqueq.aspx |archiv-datum=2017-07-05 }}</ref>.
{| {{prettytable}}
|-
| colspan="6" |Froog 0301: '''''Was isch Ihri Muetersprooch?'''''
|-
| '''Italienisch''' || '''Patois''' || '''Franzeesisch''' || '''anderi''' || '''kai Andwoord''' || '''Total'''
|-
| 61 (58,7 %) || 21 (20,2 %) || 2 (1,9 %) || 1 (1 %) || 19 (18,3 %) || 104
|-
|}
{| {{prettytable}}
|-
| colspan="6" |Froog 1403a: '''''Wie guet verstehn si Frankoprovenzalisch (Patois)?'''''
|-
| '''guet''' || '''mittelguet''' || '''e weng''' || '''gar nit''' || '''kai Andwoord''' || '''Total'''
|-
| 82 (78,9 %) || 11 (10,6 %) || 2 (1,9 %) || 9 (8,7 %) || 0 (0 %) || 104
|-
| colspan="6" |Froog 1403b: '''''Wie guet chenne si Frankoprovenzalisch (Patois) schwätze?'''''
|-
| '''guet''' || '''mittelguet''' || '''e weng''' || '''gar nit''' || '''kai Andwoord''' || '''Total'''
|-
| 67 (64,4 %) || 11 (10,6 %) || 6 (5,8 %) || 13 (12,5 %) || 7 (6,7 %) || 104
|-
|}
== Weblink ==
{{Commonscat|Cogne}}
* http://www.comune.cogne.ao.it
== Fueßnote ==
<references/>
{{Navigationsleiste Navigationsleiste Gemeinden Provinz Aostatal}}
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[[Kategorie:Ort (Aostatal)]]
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Clara Stockmeyer
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text/x-wiki
{{Dialekt|Zürichdeutsch|Züritüütsch|Züritüütsch}}
D '''Clara Maria Stockmeyer''' (* [[19. Juni]] [[1884]] z [[Ormalingen|Ormalinge]]; † [[21. Mai]] [[1967]] z [[Zürich|Züri]]) isch e [[Germanistik|Gërmanischtin]] gsyy, wo dryyssg Jaar lang am [[Schweizerisches Idiotikon|Schwyyzerischen Idiotikon]] gschaffet hät und drüberusen as aktyyvs Mitgliid i de [[Religiöser Sozialismus|religiöös-soziaale Biwegig]] und i de Schwyyzer [[Frauenbewegung|Frauebiwegig]] gwürkt hät.
== Iri Chindhäit und Uusbildig ==
D Clara Stockmeyer isch as sächsti Tochter vom Pfarer Immanuel Stockmeyer (1842–1893) und der Emilie giboorenen Oehri (1848–1923)<ref>Luut Trautvetter (1967) und em Staatsarchyyv Basel-Stadt, Sign. [http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=201803 PA 509 U 1]{{Toter Link|url=http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=201803 |date=2019-06}}. De Vatter isch luut Karl Gauss: ''Basilea reformata 1,'' Basel 1930, S. 146 zeerscht Leerer z [[Schiers|Schiersch]] gsyy, dänn 1868–1870 Pfarer im nöieburgische [[Val-de-Ruz NE|Val de Ruz]], 1870–1874 Pfarer z [[Wartau|Azmes]] und zletscht 1874–1893 Pfarer z Ormalinge.</ref> uf d Wält choo; im Stadtbasler Staatsarchyyv lyyt es Gidicht zur Tauffi vo synere Tochter<ref>[http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=201803 PA 509 U 1 1 Gedichte von Bernhard Daniel Immanuel Stockmeyer-Oeri, 1860–1884 (Dossier).]{{Toter Link|url=http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=201803 |date=2019-06}}</ref>. Si hät zeerscht d Primaarschuel z Ormalinge bsuecht, aber nach em früene Tood vom Vatter – d Clara isch eerscht nüüni gsyy –, isch di verwitwet Mueter uf [[Basel]] i s Huus «am Mühleberg» züglet. S Mäitli isch vo doo a i di Frei Evangeelisch Volchsschuel ggange, drufabe für es Pänsionsjaar uf [[Morges]] i s Wadtland zoge und dänn a di Pëdagoogisch Abtäilig vo de Basler Töchtereschuel ggange, s hüttig «Gymnasium Leonhard»; die hät si mit em Leererinenäxaamen abgschlosse. Nachanen isch si für zwäi Jaar as Huusleereri uf [[Schottland]], wo si di drüü Chind vomene Profässer underwise hät.
Wo si zruggchoo isch, hät si Müe ghaa, e Stell z finde, wo si glückli woorde wëër – si hät gmërkt, dass si mit chlyyne Chind äigetli nöd eso vil chan aafaa. Si isch drum a d [[Universität Basel|Uniwërsitëët Basel]], zeerscht emaal as Hööreri; 1913 hät si bschlosse, richtig z studiere, hät d Matuur naagholt, sich im 15i laa immatrikuliere und dänn modërni Spraache – Tüütsch, Französisch und Änglisch – gstudiert. Promowiert hät si im 19i mit der Aarbet «Soziale Probleme im Drama des Sturmes und Dranges».
Nachanen isch si zwäi Jaar lang as Vikaarin a de Basler Mäitlisekundaarschuel tëëtig gsyy, bis si 1921 die Stell wäge staatliche Spaarmaassnaame verloore hät. S Erzieigsdepartemänt hät ere defüür aber e Stell i der Uniwërsitëëtsbiblioteek ggëë, wo men en Zäntraalkateloog vo alne Basler Biblioteeke zämegstelt hät. Ab em 24i hät si dänn zäme mit em Basler Volchskundprofässer [[Eduard Hoffmann-Krayer]] an ere volchskundliche Bibliografyy gschaffet.
== Ires Schaffe ==
=== S Idiotikon ===
A s ''Schwyyzerisch Idiotikon'' isch d Clara Stockmeyer 1925 choo, und zwar mit Empfelige vom [[Eduard Hoffmann-Krayer]], em Basler Volchskundprofässer, und vom [[Ernst Tappolet]], em Basler Romanischtikprofässer und Mitbigründer vom [[Glossaire des patois de la Suisse romande]]. Uf Züri z zie, isch ere drum nöd eso schwëër aachoo, wil si scho zwoo Schwöschtere – d Luise verhüraateti Matthieu und d Esther verhüraateti Kober – z Züri ghaa hät, und si hät esoo au chönen e gueti Tante zun Chind vo de Luise syy. Am ''Idiotikon'' hät me si gfröit, das me wider öpper us de weschtliche Tüütschschwyyz im Büro ghaa hät; ander us de Weschthelfti wie der [[Eduard Hoffmann-Krayer]], de [[Felix Balsiger]], de [[Hermann Blattner]], de [[Johann Ulrich Hubschmied|Johann Uelrich Hubschmid]] und de [[Werner Hodler]] sind all nu churz am ''Idiotikon'' plibe. Di eerscht Frau isch si aber nöd gsyy, Redaktoorine sind vor ire scho d [[Elise Wipf]] und d [[Anna Zollinger-Escher|Nani Äscher]] gsyy, aber au die sind glyy wider furt. D Stockmeyer isch dänn nöd lang di äinzig Frau plibe; vier Jaar spööter, 1929, isch au d [[Ida Suter]] dezuegstoosse.
Am Wöörterbuech hät si zeerscht emaal sele de Scheffredakter [[Albert Bachmann (Philologe)|Albert Baachmen]] entlaschte, wo näbed sym Poschten am ''Idiotikon'' na Profässer a der [[Universität Zürich|Uniwërsitëët Züri]] gsyy isch, und d Korektuure bsorge, was vorane de [[Walter Clauss]] – wo iez in Redaktoorestand gwächslet isch – gmachet ghaa hät. Paralell dezue hät si na Voorläsigen i tüütscher Linguischtik a der Uni Züri bsuecht. Ab 1928 isch si vo irem Scheff zur Redakzioonsaarbet byzoge woorde: Si hät tërffen Artikel voorbiräiten oder uusformuliere.<ref>Maschinegschribeni «Beilage» vo de Clara Stockmeyer (i was füreme Zämehang gschribe?) im Archyyv vom ''Schwyzerischen Idiotikon''.</ref> Nach em Tood vom Baachme, 1934, hät si alewyl sälbschständiger tërffe redigiere, ganz bsunders ab 1937, wo der [[Eugen Dieth]] hät müese s ''Idiotikon'' verlaa und sich ganz uf syyni Stell a der Uniwërsitëët konzäntriere, wil d Subwänzioone für s Wöörterbuech alewyyl wyyter gchürzt woorde sind und men in nüme lenger hät chöne zale. Im Band X hät d Stockmeyer iri Artikel na fascht all zäme mit em nöie faktische Scheffredakter [[Otto Gröger]] gschribe oder aber de Gröger hät si äifach mitzäichnet, ab em spaate Band X und nachane in Bänd XI und XII aber hät si dän eläige zäichnet. De Gröger hät em «Läitenden Uusschuss» scho 1934 voorgläit, me seli d Näme vo de Stockmeyer und irer Koleegin Suter doch au uf em Titelblatt vo den Äinzelliferigen und de Bänd bringe, si läischtid ja vollgültigi Aarbet. Der Uusschuss hät das Aaliggen aber zrugggwise – die beede Fraue hetted us ere söttigen explizite Nänig na es Rächt uf e besseri Aastelig chönen abläite! Eerscht 1937, wo de Dieth ggangen und esoo wider echly Gält frei woorden isch, sind d Stockmeyer und d Suter as regulëëri Redaktoorinen anerchänt woorde.
Groossi Woortfamilie (aso Grundwoort plus Zämesetzigen und Abläitige), wo si sälber abghandlet hät, sind öppe die vo ''Stūchen, Stëft/Stift, stīgen, stëlen, Stil, Stolz, Stamm, Stimm'' (mit ''stimmen''), ''stumm, (un)gestüem, stān, stūnen, Stund, Stǖr'' (mit ''stǖren''), ''stërben, Stĩzen, Stotz'' (mit ''stotzig''), ''Stutz'' (mit ''stützen''), ''Strūss'' (mit ''strūssen''), ''Strĩt'' (mit ''strīten''), ''strutten/strütten,''<ref>Öb si di letschte drei Woortsippe gschribe hät, isch nöd ganz sicher; s «C. S.», wo deet staat, isch ganz ugwönli, susch hät me si mit «C. St.» abgchürzt. Aber wëër hetts dänn suscht sele syy? Alefalls en Truckfëëler für «I. S.»?</ref> ''Strauw, Streuw'' (mit ''streuwen''), ''strǟzen, Tǖchel, Tuech, gedigen,'' dezue na i der Eerschti ''Bad-Stuben'' und ''Stubeten'' und gäge s Ändi d Zämesetzigen und d Abläitige, aber nöd s Simplex vo ''Tǖfel''.
D Stockmeyer isch au nach de Pänsionierig 1955 em ''Idiotikon'' verbunde pliben und hät wyyter Korektuure gläse. Ire Platz i de Redakzioon hät de [[Peter Dalcher]] übernaa.
=== D Volchskund ===
D Clara Stockmeyer isch syt irer Stuudiezyyt a de [[Volkskunde|Volchskund]] intressiert gsyy. Vo irer Zämenaarbet mit em Hoffmann-Krayer isch scho obe d Reed gsyy. Und s isch au ekäs Wunder, hät si am ''Idiotikon,'' chuum isch si deete gsyy, di grooss Sammlig «Die Kinderlieder der deutschen Schweiz» vo de [[Gertrud Züricher]] exzërpiert.
Zäme mit irer Fründin [[Adèle Stoecklin]] (1876–1960) – die isch di eerscht Gërmanischtin a der Uni Basel gsyy – hät si zwüschet 1919 und 1942 mindischtens sächsmaal d Sumerfërie i verschidene Täil vo de Schwyyz verbraacht, und im [[Muotatal|Muetetaal]], im [[Emmental|Ämitaal]], i verschidene [[Graubünden|Bündner]] Döörffer, i de Gäged vo [[Zermatt]] und im [[Kanton Glarus|Kanton Glaris]] händ die beede hunderti vo Lieder uufzäichnet. D Stoecklin hät daadebyy de Täggscht, d Stockmeyer d Melodyy uufgschribe. Publiziert woorden isch das Materiaal nie, es lyyt aber bis hütt, süüberli archiwiert, im [[Schweizerisches Volksliedarchiv|Schwyyzerische Volchsliedarchyyv]] z Basel.<ref>Christine Burckhardt-Seebass: ''Von Bürgersitten und Trachten. Töchter Helvetiens auf ethnologischen Pfaden.'' I: ''Maß nehmen, Maß halten. Frauen im Fach Volkskunde.'' Useggëë vo der Elsbeth Wallnöfer. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2008, Syyte 171 f. und 182. S Volchsliedarchyyv isch en Täil vom Schwyyzerischen Inschtituut für Volchskund. D Burckhardt-Seebass schryybt au, das es schaad seg, das me käi Notize heg, wie die beede Fraue voorggange sind und was s fürig Erfaarige si gmachet händ.</ref>
=== S Walserdoorff Rima ===
[[Datei:Stockmeyer Brief von Axerio.jpg|mini|300px|Brief vom Giulio Axerio für d Clara Stockmeyer, wo uf Rima hät wele, zum deet Uufnaame vom Tialäkt mache (Archiv vom Schwyzerischen Idiotikon)]]
D Stockmeyer hät si scho früe für s chlyy [[Walser]]doorff [[Rima San Giuseppe|Rima]] ''(Arrimmu)'' zhinderscht im Sermenzatal im [[Piemont]] intressiert. Imene tüütsch gschribene Brief vom «Albergo Tagliaferro» z Rima, datiert vom 20. Oktoober 1927, underschribe vomene Giulio Axerio und adressiert an Bresidänt vom Schwyyzerischen Alpeclub, ghäisst s, s Fröläin Stockmeyer sell doch säge, wie vil si well zale und wänn si well choo; vilicht segs im Winter am gäbigschte, wil dänn d Lüüt ali zäme segid und mee Zyyt zum Prichte hegid, suscht aber chönn si au im Juli choo, wänn s Hotel äinewääg offe sig. Si isch dänn mindeschtens na es zwäits Maal z Rima gsyy, dasmaal im «Albergo Alpino»; wänn daas gsyy isch, cha me nümen usefinde.<ref>Ales nach Underlaagen im Archiyyv vom ''Schwyyzerischen Idiotikon''.</ref>
De Tialäkt vo dëm Doorff, s [[Rimadeutsch|Arimmertyytsch]], isch scho doozmaal am Uusstëërbe gsyy, und wil au das Doorff eso isoliert und nu gäge di [[Piemontesische Sprache|piemonteesischspraachig]] Naachberschaft offen isch, isch au d Mundart zimli schwirig und gspässig. Wurum d Stockmeyer grad uf Rima choo isch, wäiss me hütt nüme; i dëm Faal händ iri spraachlichen und volchskundlichen Inträssen aber sicher zämegwürkt. Vilicht isch si ja vo de Pricht vom Bëërner [[Emil Balmer]] motiwiert woorde, wo ab 1923 z Rima Spraachprooben und Lieder gsamlet hät. Im Archyyv vom ''Idiotikon'' sind ämel na vil Uufzäichnigen us Rima vorhande, wo vo ire stamed. Es sind zum äinte Notize zum Woortschatz, zur Woortbüügig und zur Luutleer und zum andere vil Gidicht und Liedli (gwüss sind vil vo dëne oder vilicht sogar ali vom Mundartdichter [[Pietro Axerio]] verfasst). Mängs isch aber verloore ggange; das gseet men us de zaalryychen Äinzelexzërpt, wo d Stockmeyer Syytezaale vo Böge drufgschribe hät, wo me von ene hütt nüme wäiss, wo s sind. – En Täil vo dëne Sache sind i ''Idiotikon''-Artikel yygflosse; d Gidicht as ganzi aber sind, wie d Volchslieder, wo d Stockmeyer mit de Stoecklin zämen uufzäichnet hät (daadezue obe), offebar nie publiziert woorde.
D Stockmeyer hät sich au suscht mit de Walser abggëë. Soo isch si bin Voorbiräitige für d Uufnaame für s [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Fonogrammarchyv vo der Uniwërsitëët Züri]] debyy gsyy, wo dänn de Wilhälm Doegen vom Berlyyner Luutarchyyv 1929 z Domodossola für fascht all Süüdwalsergmäinde duregfüert hät.<ref>Usechaa sind die eerscht 1952: ''Walser Dialekte in Oberitalien in Text und Ton.'' Biarbäitet vom [[Fritz Gysling]] und em [[Rudolf Hotzenköcherle|Ruedolf Hotzeköherli]]. Huber, Frauefäld 1952.</ref>
Wyyteri spraachlichi Uufzäichnige hät si au vo [[Melchsee Frutt|Melchsee Frutt]] ob [[Kerns|Chäärns]] häipraacht und für ires Giburtsoort Ormalinge zämegestelt, aber imene vil, vil chlyneren Umfang.
== Ires gsellschaftlich Engagement ==
D Clara Stockmeyer, vätterlicher- wie müeterlichersyyts us guetem Stadtbasler Huus, isch imene konserwatyyve Miliöö uufgwachse. I de Nullerjaar hät si sich aber under em Yyfluss vom Basler Möischterpfarer [[Leonhard Ragaz]], em Gründer vo de [[Religiöser Sozialismus|religiöös-soziaale Biwegig]], aafaa für soziaale Fraagen intressiere. D Verbindig vo [[Christentum|chrischtlichem Glauben]] und [[Sozialismus|soziaaler Gsinig]] isch vo doo a d Grundlaag vo irem Läbe gsyy. Si hät im Voorstand vo de «Freunde des Aufbaus» mitgwürkt, aso dëm Veräin, wo d Wuchezyytig vo de «Neue religiös-soziale Vereinigung» useggëë hät, und au i de Veräinigung «Arbeit und Bildung». Dezue isch si na im Voorstand vo de Chrischtlich-[[Judentum|jüdischen]] Aarbetsgmäinschaft gsyy.
Au politisch isch si aktyyv gsyy, nämli as Bresidäntin vom «Zürcher Verein für das Frauenstimmrecht» und drüberusen as gschaffigs Mitgliid vo de «Frauenliga für Frieden und Freiheit» und de Veräinigung «Frau und Demokratie». Au im «Verband der Akademikerinnen» hät si mittaa. Me tërf nöd vergässe, das im [[Kanton Zürich|Kanton Züri]] s Frauestimmrächt eerscht 1970 und uf Bundesebeni eerscht 1971 yygfüert woorden isch – wo d Stockmeyer scho gstoorbe gsy isch.
== Ire Charakter ==
De [[Ernst Tappolet]] schryybt i syneren Empfelig vo 1925 z Hande vom Albert Baachme, d Clara Stockmeyer sei hööchinteligänt, kritisch, zueverlëëssig, voler Hiigaab, fyynfüülig, waarhaftig, heg e gueti Chinderstube, aber au e linkischs Uufträtte, und si seg z wenig chindlich und nayyv, zum e Leereri gëë. Z Basel seg si «berüchtigt für ihre herbe Verstandesmässigkeit und ihren Mangel an den Gaben des Gemüts».<ref>Brief vom Tappolet im Archyyv vom ''Schwyyzerischen Idiotikon.</ref>
Ire Läbesaabig hät si im Pfläghäim Dolderburg am Züribëërg verbraacht, wo si nach schwëërem Lyyde gstoorben isch. De Pfarer Trautvetter hät 1967 bi irer Abtankig gsäit, si heg ryychi Gaabe vom Gäischt und vom Hëërz ghaa, heg gëërn tienet, heg en chraftvole Charakter ghaa, heg iri Überzüügige muetig, aber sachlich und bischäide verfochte, heg si für Waret, Mäntschlichkäit und glöibigi Hoffnig yygsetzt, seg i irem Familiechräis tüüff verwurzlet gsyy und heg si dur e groossi Tröii uuszäichnet. Au im ''Idiotikon''-Pricht über s Jaar 1967, wo si gstoorben isch, wird si as «eine tüchtige und treue Mitarbeiterin, als frohmütige und hilfsbereite Kollegin» gschilderet.
== Iri Publikazioone ==
* Artikel im ''Schwyyzerischen Idiotikon,'' Bänd X, XI und XII (Byyspiil sind oben im Täggscht uufgfüert).
* ''Soziale Probleme im Drama des Sturmes und Dranges. Eine literaturhistorische Studie.'' Dissertazioon Uni Züri. Geibel, Leipzig 1920; Diesterweg, Frankfurt am Main 1922; Naatruck Gerstenberg, Hildesheim 1974.
== Quäle ==
* P. Trautvetter: ''Clara Stockmeyer.'' I: ''Der Aufbau,'' 1. Juni 1967, S. 1.
* Elisabeth Flüeler: ''Die ersten Studentinnen an der Universität Basel.'' I: ''Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde'' 90, 1990, S. 155–192.
* Christine Burckhardt-Seebass: ''Von Bürgersitten und Trachten. Töchter Helvetiens auf ethnologischen Pfaden.'' I: ''Maß nehmen, Maß halten. Frauen im Fach Volkskunde.'' Useggëë vo der Elsbeth Wallnöfer. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2008, S. 164–183.
* Christine Burckhardt-Seebass: ''[https://dx.doi.org/10.5169/seals-117772 Spuren weiblicher Volkskunde. Ein Beitrag zur schweizerischen Fachgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts.]'' I: ''Schweizerisches Archiv für Volkskunde'' 87, 1991, S. 209–224.
* [[Walter Haas]]: [https://www.idiotikon.ch/Texte/Literatur_Idiotikon/Haas_Woerterbuch.pdf ''Das Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. Versuch über eine nationale Institution.''] Useggëë vo de Redakzioon vom Schwyyzertüütsche Wöörterbuech. Huber, Frauefäld 1981.
* Verschideni [https://www.idiotikon.ch/ueber-uns/rueckblick/jahresberichte Jaarespricht vom ''Schwyyzerischen Idiotikon''], bsunders die über d Jaar 1925, 1934, 1937, 1955 und 1967.
* Archiwaalien und Materiaal vom ''Schwyyzerischen Idiotikon''.
== Fuessnoote ==
<references />
== Weblink ==
* {{Helveticat|w}}
{{Navigationsleiste Redaktoren und Redaktorinnen am Schweizerischen Idiotikon}}
{{Normdaten}}
{{Besonders gelungener Artikel}}
{{SORTIERUNG:Stockmeyer, Clara}}
[[Kategorie:Sprochwüsseschaftler]]
[[Kategorie:Lexikograf]]
[[Kategorie:Literaturwüsseschaftler]]
[[Kategorie:Ethnolog]]
[[Kategorie:Basler]]
[[Kategorie:Frau]]
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Schützenlaube (Visp)
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{{DISPLAYTITLE:Schitzulöiba (Vischp)}}
[[Datei:VispSchuetzenlaube.jpg|mini|d Schitzulöiba, we mu schi va Weschtu har alüegut]]
{{Dialekt|Walliserdeutsch|Wallisertiitsch|Wallisertitsch}}
D '''Schitzulöiba''' isch vaner Burgerschaft [[Visp|Vischp]] im Jaar 1664 gibuwti cho. Sit 1980 isch unnuni en Kunschtgalerii, obuni isch öi nu hitu d Stuba vaner Schitzuzumft.
Schi isch vam Schwizer [[Denkmalschutz|Dänkmalschutz]] als Objekt vaner Kategorii B igstuufti cho und darmit es regionaal schitzunswäärts Objekt. Schi isch öi ufer Lischta vanu Haager Konvenzioone zum Schutz va Kulturgieter bima biwaffnutu Konflikt (als KGS-Nummer 7196) üfgfiert.<ref>[https://www.babs.admin.ch/dam/de/sd-web/rDziImtiKwL4/KGS-Liste%20VS%202026.pdf Kantonsliste A- und B-Objekte Kanton VS.] Schweizerisches Kulturgüterschutzinventar mit Objekten von nationaler (A-Objekte) und regionaler (B-Objekte) Bedeutung. In: ''Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS – Fachbereich Kulturgüterschutz'', 6. Februar 2026.</ref>
== Gschicht ==
Der Bischof [[Matthäus Schiner]] und der [[Landrat des Wallis|Walliser Landraat]] hent im Jaar 1501 entschidu, iru Soldaatu besser üszrischtu und hent Waffe und Munizioo gchöift. Zum regelmäässig chännu iebu, wie mu di Waffe brüücht, het der Landraat Dezember 1545 entschidu, dass mu in jedum [[Zehnden|Zeendu]] es Schiessu durfiert. Ds eerscht Landschiessu am Gräfibiel z Vischp het mu vilicht 1548<ref>Josef Salzmann: [https://www.visper-chronik.ch/kapitel/landesschiessen,-prominenz,-herrenhaeuser-und-mehr-aus-den-jahren-1501%E2%80%931604-63 ''Landesschiessen, Prominenz, Herrenhäuser und mehr aus den Jahren 1501–1604.''] Visper Chronik, Kapitel 8.15.</ref> oder aber 1550<ref>''Die Walliser Landrats-Abschiede seit dem Jahre 1500.'' Hrsg. im Auftrage der Regierung des Kantons Wallis. Band 3, bearbeitet von Bernhard Truffer. Staatsarchiv, Sitten 1979, S. 115.</ref> oder 1551<ref>''Die Walliser Landrats-Abschiede seit dem Jahre 1500.'' Hrsg. im Auftrage der Regierung des Kantons Wallis. Band 3, bearbeitet von Bernhard Truffer. Staatsarchiv, Sitten 1979, S. 173.</ref> verastaaltut. D Organisazioo va dem Landschiessu het en Brüederschaft – di spääter Schitzuzumft – ubernu, wa daazumal en Teil vaner Burgerschaft isch gsi.
1664 het di Burgerschaft de ufum Gräfibiel d Schitzulöiba gibüwwu, wa bis hitu nu steit. Gschossu het mu dur d Rundbogupfeischter ufer weschtlichu Sita. Di Ziili het mu am gägunuberliggundi Hang platziert, daa, wa der Schlusselacher isch. Nuch im gliichu Jaar het schi di Schitzu-Brüederschaft oder Schitzu-Zumft eiguni Satzige gigä. Sit 1865 isch d Schitzuzumft zämu mit der Schitzulöiba eiguständig, also nimme Teil vaner Burgerschaft. D Schiessständ hent immer wider emaal iru Standort gwägslut, aber d Schitzuzumft sälber gits bis hitu.<ref>{{Internetquelle|url=http://www.vispinfo.ch/aufenthalt-in-visp/sehensw%C3%BCrdigkeiten/sch%C3%BCtzenlaube/|titel=Schützenlaube|hrsg=www.vispinfo.ch|archiv-url=https://web.archive.org/web/20120412045441/http://www.vispinfo.ch/aufenthalt-in-visp/sehensw%C3%BCrdigkeiten/sch%C3%BCtzenlaube/|archiv-datum=2012-04-12|zugriff=2013-12-03}}</ref>
== Laag und Üfbüw ==
Di Schitzulöiba isch da, waa s zum Gräfibiel embrüf geit, das isch der Hubel ganz im Noordu vaner Aaltstadt. D Schitzulöiba steit da ufuma grossu Tschuggu.
Ds Hüüs isch va Weschtu na Oschtu grichtuts und het zwei Steck. Im unnru Stock hets witi Rundbogupfeischter, füüf ufer Süüdsita, zwei ufer Weschtsita. Im obru Stock isch di Zumftstuba mit rächt chleine Pfeischter. Der Höiptigang isch es groossus Toor ufer Oschtsita vam unnru Stock. Fer inu obru Stock z cho, müess mu dur en chleine Gaartu ufer Südsita und daa isch en chleini Stäga, wa mu de in d Stuba vaner Schitzuzumft chunt.
Im unnru Stock steit bis hitu der Steitisch vanu ehemaligu Schitzu.<ref>Walter Ruppen: ''Visp VS. Siedlung und Bauten'' (= ''Schweizerische Kunstführer.'' Band 356). Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1984.</ref>
== Hitu ==
Unnuni isch sit 1980 en Kunschtgalerii mit dum Namu ''Galerie zur Schützenlaube.'' Der ''Kunschtverei Oberwallis'' organisiert hie regelmäässig Üsstellige va lokaalu, regionaalu oder internationaalu Künschtlera.
Obuni isch öi hitu nu d Stuba vaner Schitzuzumft.
== Literatüür ==
* Walter Ruppen: ''Visp VS. Siedlung und Bauten'' (= ''Schweizerische Kunstführer.'' Band 356). [[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]], Bern 1984, ISBN 3-85782-356-9.
== Weblink ==
{{commonscat}}
* [https://zunftvisp.ch/ Schützenzunft Visp]
* [https://www.kunstvereinoberwallis.ch/ Kunstverein Oberwallis]
== Füessnoote ==
<references />
[[Kategorie:Visp]]
[[Kategorie:Wallis]]
[[Kategorie:Kulturguet im Kanton Wallis]]
[[Kategorie:Bauwerk]]
{{Übersetzungshinweis|1 = de|2 = Schützenlaube_(Visp)|3 = tüütsch|4 = 269742179}}
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