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Linux-Praxisbuch/ Linux-Geschichte
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/* 2012 */ x32-ABI, siehe https://www.phoronix.com/news/MTA4MzE
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text/x-wiki
Der vorliegende Artikel über die Geschichte von Linux beschreibt wichtige Meilensteine und Ereignisse, die nicht immer nur Linux selbst betreffen, sondern ggf. auch wichtige Anwendungssoftware, die für die Verbreitung von Linux eine besondere Bedeutung hat.
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==1991==
*Der 21-jährige finnische Student Linus Benedict Torvalds beginnt, aufbauend auf dem Minix-Betriebssystem, ein unixartiges Betriebssystem für AT-386-Computer zu schreiben. Er schreibt am 5. Oktober in der Newsgroup comp.os.minix:
"...As I mentioned a month ago, I'm working on a free version of a Minix-look-alike for AT-386 computers. It has finally reached the stage where it's even usable (though may not be, depending on what you want), and I am willing to put out the sources for wider distribution. It is just version 0.02... but I've successfully run bash, gcc, gnu-make, gnu-sed, compress, etc. under it."
==1992==
*Linus Torvalds verteilt die Version 0.11 per anonymous FTP im Internet, was zu einem sprunghaften Anstieg der Zahl interessierter Benutzer führt. Da diese Zahl so groß wird, dass die nötige Kommunikation nicht mehr per Email zu bewältigen ist, wird in den Usenet News die Gruppe alt.os.linux ins Leben gerufen. Dies hat zur Folge, dass eine explosionsartige Weiterentwicklung des Systems im ganzen Internet entsteht und von Linus Torvalds fortan koordiniert wird.
==1993==
*Bereits über 100 Programmierer arbeiten am Linux-Code mit. Durch Anpassung des Linux-Kernels an die GNU-Umgebung der Free Software Foundation (FSF) im Jahre 1993 wachsen die Möglichkeiten von Linux erneut stark an, da man nun auf eine große Sammlung an vorhandener freier Software und Tools zurückgreifen kann, die unter Linux laufen.
*Am 7. Juni wird der Kernel mit der Version 0.99.10 erstmals unter der GPL veröffentlicht. Damit ist die Weiterentwicklung des Kernels als freie Software gesichert.
*Am 4. Juli 1993 starten Bob Amstadt und Eric Youngdale das „{{w|Wine}} Project“, eine Windows-kompatible Laufzeitumgebung für Unix und Unix-artige Betriebssysteme, nach dem Vorbild {{w|Wabi (Software)|Wabi}} für {{w|Solaris (Betriebssystem)|Solaris}}.
==1994==
*Mit der Linux-Version 1.0 wird der Betriebssystem-Kernel netzwerkfähig und die User-Zahl steigt auf 100.000 an. Ein wichtiger Schritt, der ebenfalls im Jahre 1994 geschieht, ist auch die Anpassung einer grafischen Benutzerschnittstelle (GUI) auf Linux. Diese wird von einer weiteren Non-Profit-Gruppe, dem XFree86-Projekt, beigesteuert. Linus Torvalds stellt nun den Quelltext des Linux-Kernels offiziell unter die GPL. Somit ist die freie Existenz von Linux gesichert.
==1995==
*Linux wird auf die Plattformen Digital (DEC) und Sun Sparc portiert. Damit kann sich das neue Betriebssystem nun mit vollem Schwung auf den vielen Plattformen ausbreiten.
==1996==
*Mit der neuen Version 2.0 des Linux-Kernels können nun mehrere Prozessoren gleichzeitig angesteuert werden. Linux verliert langsam seinen Bastlerstatus und wird zu einer ernst zu nehmenden Alternative für Firmen.
==1997==
*Nun erscheinen wöchentlich neue, aktualisierte Versionen des Linux-Kernels. Verschiedene namhafte Firmen beginnen, ihre Software auf Linux zu portieren: Netscape seinen Webbrowser, Applixware seine Office-Anwendung und die Software AG ihre Datenbank Adabas D. Damit gibt es immer mehr kommerzielle Software-Pakete für Linux.
==1998==
*Das Desktop-Projekt KDE wird gestartet. Es arbeiten etwa 750 Programmierer am Quellcode dieser heute am weitesten verbreiteten Desktopumgebung für Linux.
*Seit diesem Jahr überschlagen sich die Ereignisse rund um Linux. Viele namhafte Hardware- und Softwarehersteller kündigen die Portierung ihrer Produkte auf Linux an.
*Darunter finden sich Firmen wie IBM und Compaq, die Linux als Betriebssystem auf ihren Computern unterstützen. Informix und Oracle entwickeln ihre Datenbanken fortan auch für Linux.
*Netscape gibt die Quellen seines Webbrowsers frei und lässt die zukünftige Entwicklung durch das Mozilla-Projekt vorantreiben.
==1999==
*Die Kernelversion 2.2 erscheint. Sie verfügt über einen verbesserten SMP-Support und einen überarbeiteten Netzwerkcode.
*Ein neues Desktop-Projekt mit dem Namen GNOME wird gestartet.
*Zur Soundunterstützung erscheint das Open Sound System. Auch Samba wird in einer neuen Version 2.0 veröffentlicht.
*Die Portierung von Domino Notes wird angekündigt, und IBM propagiert seine Linux-Strategie.
==2000==
*Im März wird XFree86 in der Version 4.0 veröffentlicht.
*KDE 2.0 erscheint.
*IBM kündigt für 2001 Investitionen in Linux in der Höhe von 1 Milliarde Dollar an.
*Sun veröffentlicht den Quellcode von StarOffice unter der LGPL (Lesser GPL) und legt damit den Grundstein für OpenOffice.
==2001==
*Die Kernelversion 2.4 erscheint. Der Kernel unterstützt bis zu 64 GByte RAM und 64-Bit-Dateisysteme. Ebenso werden USB und Journaling Filesysteme unterstützt.
*Linux läuft auf IBM iSeries (AS/400).
*Samba 2.2 erscheint.
==2002==
*Nachdem TransGaming Technologies die unter der MIT-Lizenz stehende Laufzeitumgebung {{w|Wine}} als WineX kommerziell vermarktete, die Verbesserungen aber nicht an das Wine-Projekt zurückgab, stellen die Wine-Entwickler ihre Laufzeitumgebung im März 2002 unter die {{w|GNU Lesser General Public License}} (LGPL), um ein solches Vorgehen in Zukunft zu verhindern. 2004 wurde WineX in {{w|Cedega}} umbenannt.
*Am 27. März 2002 erscheint der Wine-Fork {{w|CrossOver}} von CodeWeavers, der speziell für die Ausführung von Microsoft Office unter Linux ausgelegt ist. Im Gegensatz zu TransGaming Technologies gibt CodeWeavers die Verbesserungen an der Windows-Laufzeitumgebung an das Wine-Projekt zurück.
*Das OpenOffice-Projekt bringt OpenOffice in der Version 1.0 auf den Markt. Es ist ein komplettes Office-Paket mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsmodul und läuft nicht nur unter Linux.
*Der OpenSource Webbrowser Mozilla wird nach vier Jahren in der Version 1.0 veröffentlicht.
*Auch bei den Desktops wird die nächste Runde eingeläutet: KDE 3.0 erscheint im Frühling, GNOME 2.0 zur Jahresmitte.
==2003==
*Linus Torvalds wechselt von seinem bisherigen Arbeitgeber Transmeta in das [http://www.osdl.org Open Source Development Lab (OSDL)]. Dort wird er in Zukunft auch beruflich seine Zeit der Arbeit am Linux-Kernel widmen.
*Linux findet zusehends Verbreitung auf Embedded-Systemen.
*Der Münchener Stadtrat hat sich am 28. Mai auf Grund einer Studie für die Umstellung seiner 14.000 Computer von Windows auf Linux entschieden.
*XFree86 wird in der Version 4.3 veröffentlicht und bietet dadurch viele neue Treiber für moderne Grafikkarten.
*KDE Desktop 3.1 erscheint.
*OpenOffice wird in der Version 1.1 veröffentlicht, welche etliche Erweiterungen gegenüber den Vorgängerversionen bietet.
*Samba erscheint in der Version 3.0, welche gerade im Bereich als Domänenkontroller viele Erweiterungen und Verbesserungen erfahren hat. Auch eine Integration in das von Windows 2000 eingeführte "Active Directory" ist nun möglich.
*Gnome Desktop 2.4 erscheint.
*Die Entwicklerserie 2.5 des Linux-Kernels wird geschlossen und in die Serie 2.6.0-test übergeführt.
*Am 17. Dezember 2003 wird Version 2.6.0 des Linux-Kernels [http://marc.theaimsgroup.com/?l=linux-kernel&m=107172114329154 freigegeben].
==2004==
*Am 7. April 2004 veröffentlicht X.org die gleichnamige Abspaltung des X-Servers XFree86. Grund für die Abspaltung waren Lizenzstreitigkeiten nachdem XFree86 zu einer neuen Lizenz wechselte.
*Im September 2004 stellt X.org ihren X-Server in Version 6.8 vor. Dieser beherrscht nun auch Transparenz.
*Am 20. Oktober 2004 wird die erste Version von {{w|Ubuntu (Betriebssystem)|Ubuntu}} veröffentlicht – das erklärte Ziel dieser Linux-Distribution ist die einfache Installation, leichte Bedienbarkeit und aufeinander abgestimmte Software.
==2005==
*Im März 2005 erscheint der Desktop KDE [http://www.kde.de/infos/ankuendigungen/kde3.4.php in Version 3.4].
*Im April 2005 ändert die franz. Linux-Distributionfirma Mandrake ihren Namen nach der Übernahme des brasilianischen Konkurrenten Conectiva in Mandriva.
*Die Nero AG (vormals Ahead) veröffentlicht Nero für Linux.
==2006==
*Im Juli 2006 stellt der Entwickler Szabolcs Szakacsits {{w|NTFS-3G}} vor, womit das Windows-Dateisystem NTFS auch unter Linux (und anderen Unix-artigen Betriebssystemen) verwendet werden kann. Der Dateisystem-Treiber nutzt {{w|Filesystem in Userspace|FUSE}} (Filesystem in Userspace) und läuft daher im Benutzermodus (User Mode).
*Die erste Vorabversion von KDE 4.0 mit der Versionsnummer 3.80.1 wird am 18. August 2006 verfügbar. Die mit Version 4.4 in {{w|KDE Software Compilation}} (vom 9. Februar 2010) umbenannte Desktop-Umgebung sorgte anfangs wegen ihrer Instabilität und gegenüber KDE 3 fehlenden Funktionen für viel Kritik.
*Am 26. Oktober 2006 erscheint Ubuntu 6.10 mit dem neuen {{w|init|Init}}-System {{w|Upstart}}.
==2007==
*Mit {{w|PlayOnLinux}} erscheint 2007 ein grafisches Frontend für Wine, das die Installation von Windows-Spielen unter Linux deutlich vereinfacht.
==2008==
*Am 29. Juli 2008 wird KDE 4.1 veröffentlicht, das jedoch immer noch als unvollständig gegenüber KDE 3 gilt.
*Mit KDE 3.5.10 wird am 26. August 2008 die letzte Version von KDE 3 verfügbar.
*2008 beginnt Kristian Høgsberg mit der Entwicklung von {{w|Wayland}}, einem Display-Server, der es grafischen Anwendungen erlaubt, die Grafikausgabe genauer zu kontrollieren. Im Gegensatz zu X Window sollen dadurch Probleme wie {{w|Screen Tearing}}, instabile {{w|Bildwiederholfrequenz|Bildwiederholfrequenzen}} und {{w|Flimmerverschmelzungsfrequenz|Flimmern}} der Vergangenheit angehören. Außerdem hat das Wayland-Protokoll modernere Sicherheitskonzepte. Als im November 2008 [http://www.phoronix.com/scan.php?page=article&item=xorg_wayland&num=1 ein Artikel auf phoronix.com] zu Wayland veröffentlicht wird, erhält das frühe Projekt viel Aufmerksamkeit und wird als „neuer X-Server“ präsentiert – obwohl Wayland gerade kein X-Server ist.
==2009==
*Am 27. Januar 2009 erscheint KDE 4.2, das einige neue Funktionen für reguläre Anwender nachliefert.
*Am 4. August 2009 wird KDE 4.3 veröffentlicht, bei dem vor allem der Feinschliff der vorhandenen Funktionen im Vordergrund stand.
*Mit {{w|Lutris}} erscheint am 28. November 2009 ein quelloffenes Programm zur Verwaltung von Linux-Computerspielen.
==2010==
*Im Januar 2010 wird {{w|Sun Microsystems}} von {{w|Oracle}} übernommen, und damit auch die freie Office-Suite {{w|OpenOffice.org}}.
*Am 9. Februar 2010 wird als Nachfolger von KDE 4.3 die {{w|KDE Software Compilation 4}}.4 veröffentlicht.
*Am 10. April 2010 erscheint die erste Version von {{w|systemd}}, einem modernen Ersatz für das traditionelle {{w|SysVinit}}. Die Entwicklung wie auch die Verwendung von systemd war mit Kritik seitens der Community begleitet, da systemd bewusst auf Funktionen setzt, die nur unter Linux verfügbar sind. Damit ist es nicht auf anderen Unix-Betriebssystemen nutzbar.
*Am 29. April 2010 wird mit dem {{w|Trinity Desktop Environment}} in Version 3.5.11 eine Abspaltung und Fortführung der letzten regulären KDE-3-Version veröffentlicht, die aus der Unzufriedenheit mit KDE 4.x (bzw. {{w|KDE Plasma Workspaces}} mit der KDE Software Compilation 4) heraus entstand.
*Im September 2010 beschließen führende Mitglieder der OpenOffice.org-Community, nach der Unzufriedenheit über die unklare Kommunikation seitens Oracle zur Weiterentwicklung von OpenOffice, die Gründung der [https://www.documentfoundation.org/ Document Foundation]. Als Reaktion darauf übergibt Oracle die Entwicklung von OpenOffice an die {{w|Apache Software Foundation}}.
==2011==
*Die Document Foundation veröffentlicht die erste Version der Abspaltung von OpenOffice.org: mit {{w|LibreOffice}} 3.3.0 erscheint am 25. Januar 2011 ein Nachfolger für OpenOffice.org 3.2.1.
*Am 6. April 2011 wird {{w|Gnome}} 3.0 veröffentlicht. Ähnlich KDE 4.0/4.1 gab es Kritik an der neuen Version, vor allem da sie mit Gnome 2 nicht mehr kompatibel ist.
*Am 24. Mai 2011 erscheint {{w|Fedora (Linux-Distribution)|Fedora}} 15, mit Gnome 3 als Desktop. OpenOffice.org wurde durch LibreOffice ersetzt und systemd beerbt Upstart
*Im Juni 2011 wird mit {{w|MATE Desktop Environment|MATE}} 1.0 eine Abspaltung und Weiterentwicklung von Gnome 2.x veröffentlicht.
*Das am 16. November 2011 veröffentlichte {{w|openSUSE}} Linux 12.1 ersetzt ebenfalls OpenOffice.org durch LibreOffice und nützt nun systemd.
*Im Dezember 2011 veröffentlichen die Macher von {{w|Linux Mint}} eine Gnome-3.x-Abspaltung mit dem Namen {{w|Cinnamon (Desktop-Umgebung)|Cinnamon}} (englisch für „Zimt“), die entfernte Funktionen von Gnome 2.x in Gnome 3 wieder zurück bringt, allen voran die Taskleiste.
==2012==
*Am 13. März 2012 wird {{w|Linux Mint}} 13 verfügbar, mit {{w|Cinnamon (Desktop-Umgebung)|Cinnamon}} 1.4 als Alternative zu Gnome 3.
*Das nunmehr von der Apache Software Foundation weiterentwickelte OpenOffice.org wird mit Version 4.4.0 vom 8. Mai 2012 in {{w|Apache OpenOffice}} umbenannt. OpenOffice entwickelt sich seither getrennt von LibreOffice weiter bzw. auseinander.
*Der am 20. Mai 2012 veröffentlichte Linux-Kernel 3.4 beinhaltet erstmals Unterstützung für das {{w|x32 (ABI)|x32-ABI}}, womit angepasste 32-Bit-Software die architekturbedingten Vorteile der x86-64-Architektur nutzen kann. Dafür sind angepasste Versionen von GCC, binutils und glibc die Voraussetzung.
*Am 22. Oktober 2012 veröffentlicht Kristian Høgsberg Version 1.0 von {{w|Wayland}} samt Referenz-Compositor Weston.
*Im Dezember 2012 wurde mit einem Patch von Ingo Molnar die Unterstützung für i386-Prozessoren aus dem Linux-Kernel entfernt, beginnend mit Version 3.8 (veröffentlicht im Februar 2013), um die Komplexität zu verringern.
==2013==
*Valve, die Firma hinter {{w|Steam}}, veröffentlich am 13. Dezember die erste Version von {{w|SteamOS}}. Diese ist für „Steam Machines“ gedacht und basiert auf {{w|Debian}}.
==2014==
*Am 15. Juli 2014 wird mit {{w|KDE Plasma 5}} der Nachfolger von KDE Plasma Workspaces (Version 4) veröffentlicht.
*Zum Jahresende 2014 zerstreitet sich die Debian-Entwicklergemeinde um die Aufnahme von systemd als Init-System im kommenden Debian 8 dermaßen, dass es zu zahlreichen Rücktritten führender Entwickler kommt. Diese Gruppe, die sich „Veteran UNIX Admins“ nennt, entwickelt fortan den Debian-Fork {{w|Devuan}} mit dem traditionellen Unix-Init-System {{w|SysVinit}} weiter.
==2015==
*Mit Ubuntu 15.04 vom 23. April 2015 wechselt die Distribution von Upstart auf systemd.
*Am 25. April 2015 erscheint {{w|Debian}} 8 „Jessie“ erstmals mit systemd als Init-System.
==2016==
*{{w|Fedora (Linux-Distribution)|Fedora}} 25, veröffentlicht am 22. November 2016, ist die erste Linux-Distribution, die auf Wayland als Standard-Compositor setzt (als moderne Alternative zu X11, dem klassischen X Window Manager).
==2017==
*Am 25. Mai 2017 erscheint die erste Version von „Devuan GNU+Linux“: {{w|Devuan}} 1 „Jessie“ verwendet nach der Abspaltung von Debian weiterhin SysVinit.
==2018==
*Valve entwickelt in Zusammenarbeit mit CodeWeavers den Wine-Fork {{w|Proton (Software)|Proton}}, der am 21. August 2018 erstmals erscheint. Sowohl CodeWeavers als auch Valve tragen mit ihren Verbesserungen dem Wine-Projekt bei. Proton ist dabei eine der auf Linux-Gaming ausgelegten ''Wine-Varianten'', mit deren Hilfe sich zahlreiche PC-Spiele für Windows auch unter Linux ausführen lassen.
==2021==
*Mit {{w|Gnome}} 40 erscheint am 24. März 2021 der Nachfolger von Gnome 3.30 und die erste Version des Gnome-Desktops mit einem neuen Versionsnummern-Schema, das eine Weiterentwicklung in kleineren Schritten ermöglichen soll. Erste Teile wurden auf {{w|GTK (Programmbibliothek)|GTK}} 4 portiert.
*In Linux-Kernel-Version 5.15, veröffentlicht am 31. Oktober 2021, ist der von Paragon entwickelte NTFS-Treiber „NTFS3“ enthalten, der (wie NTFS-3G, ebenfalls) vollen Zugriff auf das Windows-Dateisystem NTFS bietet.
==2022==
*Das von Valve entwickelte {{w|Steam Deck}} ist am 25. Februar 2022 verfügbar. Die darauf vorinstallierte Linux-Version ist {{w|SteamOS}} in Version 3, die auf {{w|Arch Linux}} basiert.
*Ende Februar 2022 wird die erste Alpha-Version von {{w|Asahi Linux}} verfügbar, eine an „Apple Silicon“-ARM64 angepasste Linux-Distribution für Apple Macs.
==2024==
*Am 28. Februar 2024 wird {{w|KDE Plasma 6}} verfügbar.
==2025==
*{{w|Ubuntu (Betriebssystem)|Ubuntu Desktop}} und {{w|Kubuntu}} erscheinen in Version 25.10 erstmals mit {{w|Wayland_(Display-Server-Protokoll)|Wayland}} als Display-Server; Wayland löst damit das traditionelle {{w|X Window System}} „X11“ bzw. den {{w|X.Org-Server}} vollständig ab.
==2026==
*Im April brachte Ingo Molnar einen Patch ein, der die Unterstützung für Prozessoren der i486-Klasse (das inkludiert z. B. auch AMD Elan und UMC U5S) aus dem Linux-Kernel entfernt, beginnend mit Version 7.1.
*Der ursprüngliche NTFS-Treiber (der 2024 mit Kernel 6.9 entfernt worden war) wird wieder in den Kernel integriert und weiterentwickelt. Dieser sei ''sauberer'' und besser dokumentiert als die 2021 integrierte Neuentwicklung NTFS3. NTFS ist in Linux 7.1 integriert, bietet mit NTFS3 kompatible mount-Optionen und soll sukzessive erweitert werden.
<br /><div class="noprint" style="font-size:80%; border: 1px solid #dfdfdf; background-color:#F8F8FF;">[[Bild:Nuvola apps bookcase.svg|32px]] Dieses Buch steht im Regal [[Regal:EDV#Betriebssysteme|EDV#Betriebssysteme]] [[Bild:Go-previous.svg|32px]] [[Linux-Praxisbuch|Zur Startseite]] [[Bild:Go-up.svg|30px]] [[Linux-Praxisbuch: Projektorganisation|Zur Projektorganisation]] [[Bild:Go-next.svg|32px]] [[Linux-Praxisbuch: Vorwort|Vorwort – der Anfang]] </div>
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Ungarisch
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Thirunavukkarasye-Raveendran
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wikitext
text/x-wiki
{{Regal|ort=Sprachen}}
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| [[Datei:Hungarian Parliament Building back.JPG|450px|Parlamentsgebäude in Budapest|verweis=w:Parlamentsgebäude_(Budapest)]]
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| <div align="center" style="font-size:2em">'''Szeretettel üdvözöljük Önöket!'''</div>
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!'''<font>Szeretettel üdvözöljük Önöket! - Wie liest man diesen Zungenbrecher? Was bedeutet das?</font> '''
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:Aussprache: "sz" wird immer wie das stimmlose deutsche "s" (z. B. in Fuß, Fluss, Glas oder Szeged) gesprochen. (Eselsbrücke: "sz" wie das deutsche "ß" sprechen). - Für das stimmhafte "s" schreiben die Ungarn immer einen eigenen Buchstaben - nämlich "z" und das klingt dann wie das deutsche "Sahne", "Soja" oder "Masern". (z. B. ungarisch: zebra ["z" wie Sekunde] - deutsch: Zebra; Der ungarische Buchstabe "z" entspricht dem russischen "з".). Wenn die Ungarn das deutsche Wort "Zebra" so aufschreiben würden, wie es die Deutschen aussprechen, dann müssten sie "cebra" schreiben. Der ungarische Buchstabe "c" wird immer wie das deutsche "z" ausgesprochen.
:Budapest - Der ungarische Buchstabe "s" hat immer den Lautwert "sch". Auf Ungarisch wird die Hautstadt also ausgesprochen wie "Budapescht". Im Alltag kürzt der Ungar das gerne zu "Pescht" = Pest ab, obwohl Buda auf der Westseite der Donau auch noch mal 30 % der Stadt Budapest ausmacht.
:Szeretettel - doppelte Konsonanten, wie hier das "tt", werden 2-3x so lang ausgesprochen (was eher wie eine kurze Sprechpause klingt) - nicht wie im Deutschen, wo sie eine Verkürzung des davor stehenden Vokals anzeigen. Aber auch im Deutschen müssen wir bei manchen zusammengesetzten Wörtern Konsonanten andeutungsweise doppelt und länger aussprechen: Fett-Tropfen, Back-Kuchen, Wut-Tanz. In den arabischen Sprachen hält man sich ebenfalls an die "logischere" ungarische Ausspracheregel, so wird "Allah" mit einem doppelt gesprochenen "L" korrekt ausgesprochen oder zumindest wird das "L" mit einer kurzen darauffolgenden Pause ausgesprochen. Ebenso im Russischen, wo in der Aussprach deutlich zwischen Ina und Inna unterschieden wird. (So würde ein Deutscher "Binnen-Natur" auch mit einem länger gehaltenen bzw. doppelten "n" aussprechen.) Auch im Schweizerdeutsch kann man die verlängerte Aussprache von Konsonanten, ähnlich der ungarischen Aussprache, hören ("das Wet-ter in Zürich").
:Das ungarische "v" entspricht in der Aussprache dem deutschen "w."
:"ö" und "ü" sind mit der deutschen Aussprache identisch.
:Jedes Wort wird im Ungarischen auf der ersten Silbe betont. - Und schon kann man nach der 10. Wiederholung diese Zeile lesen:
;Szeretettel üdvözöljük Önöket!
:Szeretettel üdvözöljük Önöket! - Wir heißen Sie willkommen! (Herzlich willkommen!)
:szeret - lieben, mögen, gern haben
:szeretett - geliebt, mit Liebe
:a szeretet - die Liebe
:szeretettel - mit Liebe
:szeretettel, ... - Liebe Grüße ...
:üdvözöl - begrüßen, grüßen
:üdvözöljük - wir begrüßen, wir grüßen
:az üdvözlet - der Gruß
:ön - Sie (Anredeform für eine einzelne Person [Singular] in der Höflichkeitsform)
:önök - Sie (Anredeform für mehrere Personen [Plural] in der Höflichkeitsform)
:önöket - Sie-Anrede (für mehrere Personen) mit zusätzlicher Akkusativendung "-et" (genauer: "-t" für Akkusativ und das "-e-" vor dem "-t" als Bindevokal für die einfachere Aussprache)
:Szeretettel üdvözöljük Önöket! - wörtlich: Liebe-mit begrüßen-wir Sie! (Weil hier "Sie" im Akkusativ steht - wen oder was begrüßen wir? - nicht "önök" sondern "önöket")
|}
== Inhaltsverzeichnis ==
[[Datei:Hungary, administrative divisions - de - colored.svg|mini|Komitate Ungarns|verweis=w:Ungarn]]
[[Datei:Dist of hu lang europe.svg|mini|Verbreitung der ungarischen Sprache|verweis=w:Ungarische_Sprache#Verbreitung_und_rechtlicher_Status]]
* [[Ungarisch/ Projektseite|Projektbeschreibung zu diesem Buch]]
* [[Ungarisch: Einleitung|Einleitung]]
== Grundlagen ==
* [[Ungarisch: Alphabet|Das Alphabet und seine Aussprache]]
* [[Ungarisch: Alltagsvokabeln|Alltägliche Vokabeln]]
* [[Ungarisch: Vokalharmonie|Vokalharmonie]]
** [[Ungarisch: Vokalharmonie Übungen|Übungen]]
== Grammatik ==
* [[/Ungarisch-Grammatik/Die Fälle im Überblick|Die 18 Fälle im Überblick]]
** [[/Ungarisch-Grammatik/Akkusativ|Akkusativ - tárgyeset]] („-t“)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Dativ|Dativ - részeseset]] („-nak/-nek“)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Possessiv|Possessiv (≈ „Genitiv“) - birtokos eset]] („-m; -d; -ja/-je; -unk/-ünk; -otok/-etek/-ötök; -uk/-ük; ... “)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Instrumentalis|Instrumentalis]] („-val/-vel“)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Lokalkasus|Lokalkasus und Präpositionen]] - (9 verschiedene Ortsfälle, die auch als sonstige Präpositionen verwendet werden) („-ra/-on/ról/-ba/-ban/-ból/-hoz/-nál/-tól/ ... “)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Terminativ|Terminativ]] („-ig“)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Essiv|Essiv]] („-ként“)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Translativ|Translativ]]
** [[/Ungarisch-Grammatik/Causal|Causal-final ]] („-ért“)
* [[/Ungarisch-Grammatik/Adverbialpartizip|Adverbialpartizip]] („-va/-ve“ - Handlungen geschehen gleichzeitig und nebeneinander)
* [[/Ungarisch-Grammatik/Transformativ|Transformativ]] („-vá/-vé“ - „zu etwas werden“)
* [[/Ungarisch-Grammatik/Imperativ|Imperativ]] („-j-“)
* [[/Ungarisch-Grammatik/Komparativ und Superlativ|Komparativ, Superlativ]] (Steigerungsform)
* [[/Ungarisch-Grammatik/Verkleinerungsform|Verkleinerungsform]] (Diminutiv; Augmentativ)
* [[/Ungarisch-Grammatik/Systematik und Hierarchie der Suffixe|Systematik und Hierarchie der Suffixe]] (képző - jel - rag)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Wortumwandlung|Wortumwandlung]] (Umwandlung von einer Wortart in eine andere)
* [[/Ungarisch-Grammatik/Verschmelzung und Angleichung|Lautassimilation, Verschmelzung und Angleichung]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Fachbegriffe: Grammatik|Fachbegriffe: Grammatik]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Substantiv|Substantiv]] - (das müsste thematisch rein: Gemeinsubstantive, Eigennamen, Abstrakte, Kollektiva], Geschlecht, Zahl [Pluralbildung - regelmäßig/unregelmäßig], bei Paaren, bei unbestimmten Zahlwörtern], Kasus, besitzanzeigende Endungen, Komposita, Nominalisierung [aus Verben], typische Endungen und ihre Bedeutung und Regeln [-ság / -ség, -ás / -és, -ó / -ő, -at / -et / -ot / -öt], Berufsbezeichnungen)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Possessiv|Possessivsuffix]] (Die besitzanzeigenden Suffixe) birtokos személyjelek
* [[/Ungarisch-Grammatik/Verben|Verben]]
** [[/Ungarisch-Grammatik/Zeitformen|Zeitformen]]
** [[/Ungarisch-Grammatik/Vergangenheit|Präteritum (Vergangenheitsform)]]
** [[/Ungarisch-Grammatik/Futur|Futur (Zukunftsform)]]
** [[/Ungarisch-Grammatik/Rektion|Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)]]
** [[/Ungarisch-Grammatik/Adverb|Adverb]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Adjektiv|Adjektiv]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Partizip|Partizip]]
* Pronomen
** [[/Ungarisch-Grammatik/Personalpronomen|Personalpronomen]] (ich, du, er, ...)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Possesivpronomen|Possesivpronomen]] (mein, dein, sein, ...)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Demonstrativpronomen|Demonstrativpronomen]] (dieser, jener, der, dessen, ...)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Reflexivpronomen|Reflexivpronomen]] (mich selber, dich selber, er sich selber, ...)
** [[/Ungarisch-Grammatik/Relativpronomen|Relativpronomen]] (deren, dessen, welcher, wer, ...)
** Interrogativpronomen (siehe: [[/Ungarisch-Grammatik/Fragen Fragewörter und Fragepartikel|Fragewörter]])
** [[/Ungarisch-Grammatik/Indefinitpronomen|Indefinitpronomen]] (jemand, niemand, keiner, mancher,
* [[/Ungarisch-Grammatik/Verneinung|Verneinung]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Pseudo-Kasus|Pseudo-Kasus]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Temporalis|Temporalis]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Passiv|Passivkonstruktion]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Reflexiv|Reflexive Verben]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Medial|Mediale Verben]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Konjugierter Infinitiv|Konjugierter Infinitiv]]
** Beispielsätze: [[/Ungarisch-Grammatik/Konjugierter Infinitiv Beispielsätze 1|Teil 1]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konjugierter Infinitiv Beispielsätze 2|Teil 2]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konjugierter Infinitiv Beispielsätze 3|Teil 3]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konjugierter Infinitiv Beispielsätze 4|Teil 4]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konjugierter Infinitiv Beispielsätze 5|Teil 5]]
** [[/Ungarisch-Grammatik/Konjugierter Infinitiv Übungen|Übungen]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Kausativ|Kausativ]] (-at/-et/-tat/-tet)
** Beispielsätze: [[/Ungarisch-Grammatik/Kausativ Beispielsätze 1|Teil 1]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Kausativ Beispielsätze 2|Teil 2]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Kausativ Beispielsätze 3|Teil 3]]
** [[/Ungarisch-Grammatik/Kausativ Übungen|Übungen]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis|Potentialis]] (Suffix „-hat/-het“)
** Beispielsätze: [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 1|Teil 1]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 2|Teil 2]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 3|Teil 3]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 4|Teil 4]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 5|Teil 5]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 6|Teil 6]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 7|Teil 7]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 8|Teil 8]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 9|Teil 9]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 10|Teil 10]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 11|Teil 11]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 12|Teil 12]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 13|Teil 13]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 14|Teil 14]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 15|Teil 15]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 16|Teil 16]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 17|Teil 17]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 18|Teil 18]] - - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 19|Teil 19]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 20|Teil 20]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Potentialis Beispielsätze 21|Teil 21]]
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** Beispielsätze: [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 1|Teil 1]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 2|Teil 2]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 3|Teil 3]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 4|Teil 4]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 5|Teil 5]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 6|Teil 6]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 7|Teil 7]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 8|Teil 8]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 9|Teil 9]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 10|Teil 10]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 11|Teil 11]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 12|Teil 12]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 13|Teil 13]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 14|Teil 14]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 15|Teil 15]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 16|Teil 16]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 17|Teil 17]] - [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Beispielsätze 18|Teil 18]]
** [[/Ungarisch-Grammatik/Konditional Übungen|Übungen]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Fragen Fragewörter und Fragepartikel|Fragen, Fragewörter und Fragepartikel]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Satzstruktur|Satzstruktur]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Wortreihenfolge|Wortreihenfolge]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Kommaregeln|Kommaregeln]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Kurze ungarische Wörter|Kurze ungarische Wörter]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Diagraphen an Wortteilgrenzen|Diagraphen an Wortteilgrenzen]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Alphabetische Sortierung|Alphabetische Sortierung]]
* [[/Ungarisch-Grammatik/Rechtschreibung und Aussprache|Rechtschreibung und Aussprache]]
== [[Ungarisch: Themengebiete|Themengebiete]] ==
{{:Ungarisch: Themengebiete}}
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* [[/Ungarisch-Lesebuch-Peters und Jörgs Radtour|Peters und Jörgs Radtour]]
* [[/Ungarisch-Lesebuch|Sätze ungarisch-deutsch thematisch geordnet]]
* [[/Ungarisch-Lesebuch-Schilder|Der ungarische Schilderwald]]
* [[/Ungarisch-Lesebuch-Sprichwörter|Sprichwörter]]
* [[/Ungarisch-Lesebuch-Synonyme|Synonyme (mit Erklärung und Beispielen)]]
* [[/Ungarisch-Lesebuch-Witze|Witze und witzige Sprüche]]
* [[/Ungarisch-Lesebuch-Zahlen-üben|Zahlen üben]]
* [[/Ungarisch-Lesebuch-Geschichte-Ungarns|Die Geschichte Ungarns]]
== Weiterführendes ==
* [[Ungarisch: Quellen|Quellen]]
* [[Ungarisch: Links|Links]]
* [https://szinonimaszotar.hu/ Synonymwörterbuch]
* [https://idegen-szavak.hu/ Fremdwörterbuch]
* [https://dictzone.com/german-hungarian-dictionary/w%C3%B6rterbuch Wörterbuch: DictZone]
* [https://www.ungarische-grammatik.de/ Ungarische Grammatik (www.ungarische-grammatik.de)]
* [https://www.ungarische-sprache.de/ Ungarische Grammatik (www.ungarische-sprache.de)]
** [https://www.ungarische-sprache.de/index2.html hier die Unterseite im "HTML-Stil"]
[[Kategorie:Buch]]
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Benutzer:Bautsch
2
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1087629
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Bautsch
35687
Transmissionline.Lautsprecherbox.ohne.Daempfung.png
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wikitext
text/x-wiki
__INDEXIEREN__
'''Markus Bautsch''' (*1964 in Berlin-Zehlendorf) ist Diplom-Physiker, promovierter Ingenieur und planmäßiger Professor für Optomechatronik.
Näheres siehe {{w|Benutzer:Bautsch}}.
== Wikibook-Beiträge ==
<gallery caption="Ausgewählte Beiträge von Bautsch" widths=360 heights=240>
Hortus Deliciarum, Die Philosophie mit den sieben freien Künsten.JPG|Zu den [[Datei:Qsicon Exzellent.svg|15px|]] [[Quadriviale Kuriositäten|quadrivialen Kuriositäten]] in der Philosophie.
Die-fuenf-Balmer-Toene-c-f-g-gis-a-des-Till-Eulenspiegel-Motivs-von-Richard-Strauss.png|Zu [[Datei:Qsicon Exzellent.svg|15px|]] [[Till Eulenspiegels lustige Serie|Till Eulenspiegels lustiger Balmer-Serie]] von Richard Strauss.
Goldener.Henkel.9.6.2022.P1139248.jpg|Zur [[Astronomie von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit]].
Beugungsscheibchen.k.720.jpg|Zu [[Digitale bildgebende Verfahren|digitalen bildgebenden Verfahren]].
Anteus.und.Tiro.png|Zu den [[Quadriviale Kuriositäten/ Zahlen/ Anteus|Dialogen zwischen Anteus und Tiro]].
Moving.star.in.dark.shell.png|Zu [[:en:Moving objects in retarded gravitational potentials of an expanding spherical shell|schnell bewegten Objekten in retardierten Gravitationspotentialen]].
Himmelstafel-Tal-Qadi.Logo.png|Zur [[Die Himmelstafel von Tal-Qadi|Himmelstafel von Tal-Qadi]].
Kalenderstein.Mnajdra.labelled.png|Zum [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Mondzyklen#Der_Kalenderstein_vom_Tempel_Mnajdra|Kalenderstein von Mnajdra]].
CodexSang.342.p.128.png|Zu den Königen aus [[Die_Himmelstafel_von_Tal-Qadi/_Tarxien|Tarschisch]].
Pythagoras.in.der.Steinmetzwerkstatt.png|Zur Legende von [[Pythagoras in der Schmiede]].
Fragment-de-STELE_8210.jpg|Zur [[Quadriviale Kuriositäten/ Die Stele vom Rocher des Doms|Stele vom Rocher des Doms]].
NUN.KI.4000BC.Eridu.Mesopotamia.png|Zur Bezeichnung des [[Quadriviale Kuriositäten/ Die Stele vom Rocher des Doms#Canopus|Sterns der Stadt Eridu]].
Stabdolch.Bronzezeit.Halle-Kanena,Sachsen-Anhalt.P1068175.jpg|Zur astronomischen Verwendung von [[Quadriviale Kuriositäten/ Stabdolche|Stabdolchen]].
Vollmond.Gruendonnerstag.2023.P1162584.jpg|Zur Bestimmung des [[Quadriviale Kuriositäten/ Osterdatum|Osterdatums]] mit dem Frühlingsvollmond.
Belchen-System.png|Zum prähistorischen Observatorium [[Das_Belchen-System|Belchen-System]].
Plejaden.VAT.7851.Umzeichnung.png|Zum [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden|Siebengestirn]].
VAT7647.Jupiter.Loewe.Wasserschlange.P1151457.jpg|Zu [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Historische_Konjunktionen|historischen Konjunktionen in der Astronomie]].
DasGoldeneTorSDerEkliptik.png|Zum [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Das_Goldene_Tor_der_Ekliptik|Goldenen Tor der Ekliptik]].
Heptagramm.Pergament.png|Zum Ursprung der [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Die_Siebentagewoche|Siebentagewoche]].
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BlumeDesLebens19.png|Zur [[Quadriviale Kuriositäten/ Zahlen|Symbolik von Zahlen]].
Stiersymbol.Magura.png|Zur [[Die Höhlenmalerei in der Magura-Höhle|Höhlenmalerei in der Magura-Höhle]].
Lichtbringer.Magura.1.Station.png|Zur [[Die Höhlenmalerei in der Magura-Höhle/ Nacherzählung|Nacherzählung der Schöpfungsgeschichte aus Magura]].
Face_de_chapiteau_figurant_la_Multiplication_des_pains,_choeur_de_l%27église_de_Saint-Nectaire,_Puy-de-Dôme.jpg|Zu den [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Gedanken_zur_wundersamen_Brotvermehrung|Gedanken zur wundersamen Brotvermehrung]].
Caspar_David_Friedrich_-_Zwei_Männer_in_Betrachtung_des_Mondes.jpg|[[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Mondzyklen#Kontrastverhältnisse_bei_aschgrauem_Mondlicht|Zu den Kontrastverhältnissen bei aschgrauem Mondlicht]].
Unterprogrammaufruf.png|Zur [[Strukturierte Programmierung|strukturierten Programmierung]].
Workflow.Capsula.png|Zur strukturierten [[:en:User:Bautsch/Capsula|Programmiersprache Capsula]].
Mandelbrot-Menge.png|Zum [[Das Apfelmännchen|Apfelmännchen]] von Mandelbrot.
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Heptachord.png|Zur Vier, Sieben und Zwölf in den [[Quadriviale_Kuriositäten/_Zahlen#Tonsysteme|Tonsystemen]] der Musik.
</gallery>
==Siehe auch==
* [[Benutzer:Bautsch/ Erkenntnisse|Bautsch / Erkenntnisse]]
[[en:User:Bautsch]]
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Gitarre: Bordun mit leerer E-Saite
0
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Mjchael
2222
/* Übung */
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wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{:Gitarre/ Navi|Balladendiplom|
<br>
{{:Gitarre: Balladendiplom/ Navi Akkordfolgen}} |
img=Balladendiplom.gif|bg=#F0e68c|border=#ba55d3|color=#800080|px=100}}
</noinclude>
= Wonderwall-Akkorde mit leerer E-Saite =
In der vorherige Lektion mit den [[Gitarre: Fixierte Finger|fixierten Fingern]] wurde ein ähnlicher Bordun vorgestellt.
Hier halten wir den Ton D gegriffen und die hohe E-Saite leer. Die folgenden Akkorde eignen sich recht gut für Zupfmuster. Dabei kommt es nicht selten vor, dass man die hohe E-Saite nur sehr sparsam mit in das Zupfmuster einbaut.
:[[Datei:Crd Gadd6 320030.svg|150px]] [[Datei:Crd Em7 022030.svg|150px]] [[Datei:Crd Cadd9 032030.svg|150px]]
:[[Datei:Crd Dsus2 x00230.svg|150px]] [[Datei:Crd Asus4 002230.svg|150px]] [[Datei:Crd Bm11 x202230.svg|150px]]
* Zum Gadd6 kommt noch das E (6) und die Quinte (5 bzw. D) wird verdoppelt.
* Der Em7, Cadd9, Dsus2 und Asus4 sollten inzwischen schon bekannt sein. Da hat ist automatisch die hohe E-Saite frei.
* Der Bm11 ist eigentlich ein Bm7add11. Die Septime (7) ist der Ton A und der Ton E (11) ist die oktavierte Quarte (4) die dir schon bei den sus4-Akkorden vorgestellt wurde. Einen Bm7add9add11 kann man im Jazz zu Bm11 abkürzen. Hier geht man davon aus, dass der Ton C (9) einfach unter den Tisch gefallen ist. Was es mit diesen Abkürzungen auf sich hat, das schaut man sich am besten in einer Lektion über Jazz an.
:[[Datei:Crd Dadd9 slash F sharp 200230.svg|150px]]
* Für den schon bekannten Dsus2 gibt es eine interessante Variante. Beim Dsus4 fällt ja die Dur-Terz weg. Dieses hat auf der Gitarre oftmals grifftechnische Gründe. Auf einem Klavier ließe sich die Dur-Terz F# viel leichter greifen. Man kann jedoch die Terz, die eigentlich auf der hohen E-Saite wäre, auch in den Bass verlegen, so wie wir es schon bei anderen Akkordumkehrungen gemacht haben.
{{Todo|Mehr Beispiel-Tab erstellem|Balladendiplom|Mjchael}}
== Übung ==
; G<sup>add6</sup> | D<sup>add9</sup>/F# | Em<sup>7</sup> | Bm<sup>11</sup>
; C<sup>add9</sup> | G<sup>add6</sup> | A<sup>sus4</sup> | D<sup>add9</sup>/F#
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Travis-Pattern"
encoder="mjchael"
}
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\tempo 4 = 120
\time 4/4
\key g \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
}
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d'8 a d e' fis, a d d' | % Dadd9/F#
d'8 g e e' e, g e d' | % Em7
d'8 a d e' b, a d d' | % Bm11
d'8 g d e' c g d d' | % Cadd9
d'8 g d e' g, g d d' | % Gadd6
d'8 a e e' a, a e d' | % Asus4
d'8 a d e' fis, a d d' | % Dadd9/F#
\mark "4x"
}
myBass = {
g,4 d g, d | % Gadd6
fis,4 d fis, d | % Dadd9/F#
e,4 e e, e | % Em7
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g,4 d g, d | % Gadd6
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fis,4 d fis, d | % Dadd9/F#
}
% Layout
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<<
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a:sus4
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{ % Noten
\new Staff <<
\myKey
\clef "G_8"
% Balken nur über viertel Noten, nicht über halbe Noten
\set Timing.beamExceptions = #'()
\set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1/4)
\set Timing.beatStructure = #'(1 1 1 1)
\repeat volta 4 \myDiskant
\\
\repeat volta 4 \myBass
>>
}
\new TabStaff {
\tabFullNotation
\repeat volta 4
<<
\myDiskant
\\
\myBass
>>
}
>>
\layout {}
}
% Midi
\score {
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\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\clef "G_8"
\repeat volta 4 \myDiskant
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\repeat volta 4 \myBass
>>
}
>>
\midi {}
}
% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
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% DinA4 0 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
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% bookTitleMarkup=##f
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</score>
<noinclude>
{{:Gitarre:_Liedervorschlag|
{{:Gitarre: Liedervorschläge/ Bordun mit leerer E-Saite}}
|img=Balladendiplom.gif|bg=#F0e68c|border=#ba55d3|color=#800080|px=100}}
{{Fußnoten}}
{{Navigation hoch}}
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2026-06-04T15:16:56Z
Mjchael
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/* Übung */
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{{:Gitarre/ Navi|Balladendiplom|
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{{:Gitarre: Balladendiplom/ Navi Akkordfolgen}} |
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= Wonderwall-Akkorde mit leerer E-Saite =
In der vorherige Lektion mit den [[Gitarre: Fixierte Finger|fixierten Fingern]] wurde ein ähnlicher Bordun vorgestellt.
Hier halten wir den Ton D gegriffen und die hohe E-Saite leer. Die folgenden Akkorde eignen sich recht gut für Zupfmuster. Dabei kommt es nicht selten vor, dass man die hohe E-Saite nur sehr sparsam mit in das Zupfmuster einbaut.
:[[Datei:Crd Gadd6 320030.svg|150px]] [[Datei:Crd Em7 022030.svg|150px]] [[Datei:Crd Cadd9 032030.svg|150px]]
:[[Datei:Crd Dsus2 x00230.svg|150px]] [[Datei:Crd Asus4 002230.svg|150px]] [[Datei:Crd Bm11 x202230.svg|150px]]
* Zum Gadd6 kommt noch das E (6) und die Quinte (5 bzw. D) wird verdoppelt.
* Der Em7, Cadd9, Dsus2 und Asus4 sollten inzwischen schon bekannt sein. Da hat ist automatisch die hohe E-Saite frei.
* Der Bm11 ist eigentlich ein Bm7add11. Die Septime (7) ist der Ton A und der Ton E (11) ist die oktavierte Quarte (4) die dir schon bei den sus4-Akkorden vorgestellt wurde. Einen Bm7add9add11 kann man im Jazz zu Bm11 abkürzen. Hier geht man davon aus, dass der Ton C (9) einfach unter den Tisch gefallen ist. Was es mit diesen Abkürzungen auf sich hat, das schaut man sich am besten in einer Lektion über Jazz an.
:[[Datei:Crd Dadd9 slash F sharp 200230.svg|150px]]
* Für den schon bekannten Dsus2 gibt es eine interessante Variante. Beim Dsus4 fällt ja die Dur-Terz weg. Dieses hat auf der Gitarre oftmals grifftechnische Gründe. Auf einem Klavier ließe sich die Dur-Terz F# viel leichter greifen. Man kann jedoch die Terz, die eigentlich auf der hohen E-Saite wäre, auch in den Bass verlegen, so wie wir es schon bei anderen Akkordumkehrungen gemacht haben.
{{Todo|Mehr Beispiel-Tab erstellem|Balladendiplom|Mjchael}}
== Übung ==
; G<sup>add6</sup> | D<sup>add9</sup>/F# | Em<sup>7</sup> | Bm<sup>11</sup>
; C<sup>add9</sup> | G<sup>add6</sup> | A<sup>sus4</sup> | D<sup>add9</sup>/F#
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
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img=Balladendiplom.gif|bg=#F0e68c|border=#ba55d3|color=#800080|px=100}}
</noinclude>
= Wonderwall-Akkorde mit leerer E-Saite =
In der vorherige Lektion mit den [[Gitarre: Fixierte Finger|fixierten Fingern]] wurde ein ähnlicher Bordun vorgestellt.
Hier halten wir den Ton D gegriffen und die hohe E-Saite leer. Die folgenden Akkorde eignen sich recht gut für Zupfmuster. Dabei kommt es nicht selten vor, dass man die hohe E-Saite nur sehr sparsam mit in das Zupfmuster einbaut.
:[[Datei:Crd Gadd6 320030.svg|150px]] [[Datei:Crd Em7 022030.svg|150px]] [[Datei:Crd Cadd9 032030.svg|150px]]
:[[Datei:Crd Dsus2 x00230.svg|150px]] [[Datei:Crd Asus4 002230.svg|150px]] [[Datei:Crd Bm11 x202230.svg|150px]]
* Zum Gadd6 kommt noch das E (6) und die Quinte (5 bzw. D) wird verdoppelt.
* Der Em7, Cadd9, Dsus2 und Asus4 sollten inzwischen schon bekannt sein. Da hat ist automatisch die hohe E-Saite frei.
* Der Bm11 ist eigentlich ein Bm7add11. Die Septime (7) ist der Ton A und der Ton E (11) ist die oktavierte Quarte (4) die dir schon bei den sus4-Akkorden vorgestellt wurde. Einen Bm7add9add11 kann man im Jazz zu Bm11 abkürzen. Hier geht man davon aus, dass der Ton C (9) einfach unter den Tisch gefallen ist. Was es mit diesen Abkürzungen auf sich hat, das schaut man sich am besten in einer Lektion über Jazz an.
:[[Datei:Crd Dadd9 slash F sharp 200230.svg|150px]]
* Für den schon bekannten Dsus2 gibt es eine interessante Variante. Beim Dsus4 fällt ja die Dur-Terz weg. Dieses hat auf der Gitarre oftmals grifftechnische Gründe. Auf einem Klavier ließe sich die Dur-Terz F# viel leichter greifen. Man kann jedoch die Terz, die eigentlich auf der hohen E-Saite wäre, auch in den Bass verlegen, so wie wir es schon bei anderen Akkordumkehrungen gemacht haben.
{{Todo|Mehr Beispiel-Tab erstellem|Balladendiplom|Mjchael}}
== Übung ==
; G<sup>add6</sup> | D<sup>add9</sup>/F# | Em<sup>7</sup> | Bm<sup>11</sup>
; C<sup>add9</sup> | G<sup>add6</sup> | A<sup>sus4</sup> | D<sup>add9</sup>/F#
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="Travis-Pattern"
encoder="mjchael"
}
myKey = {
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\key g \major
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
}
myDiskant = {
d'8 g d e' g, g d d' | % Gadd6
d'8 a d e' fis, a d d' | % Dadd9/F#
d'8 g e e' e, g e d' | % Em7
d'8 a d e' b, a d d' | % Bm11
d'8 g e e' c g e d' | % Cadd9
d'8 g d e' g, g d d' | % Gadd6
d'8 a e e' a, a e d' | % Asus4
d'8 a d e' fis, a d d' | % Dadd9/F#
\mark "4x"
}
myBass = {
g,4 d g, d | % Gadd6
fis,4 d fis, d | % Dadd9/F#
e,4 e e, e | % Em7
b,4 d b, d | % Bm11
c4 e c e | % Cadd9
g,4 d g, d | % Gadd6
a,4 e a, e | % Asus4
fis,4 d fis, d | % Dadd9/F#
}
% Layout
\score {
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
\myKey
g1:6
d:9/fis
e:m7
b:m11
c:9
g:6
a:sus4
d:9/fis
}
}
{ % Noten
\new Staff <<
\myKey
\clef "G_8"
% Balken nur über viertel Noten, nicht über halbe Noten
\set Timing.beamExceptions = #'()
\set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1/4)
\set Timing.beatStructure = #'(1 1 1 1)
\repeat volta 4 \myDiskant
\\
\repeat volta 4 \myBass
>>
}
\new TabStaff {
\tabFullNotation
\repeat volta 4
<<
\myDiskant
\\
\myBass
>>
}
>>
\layout {}
}
% Midi
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\clef "G_8"
\repeat volta 4 \myDiskant
\\
\repeat volta 4 \myBass
>>
}
>>
\midi {}
}
% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
% DinA4 0 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<noinclude>
{{:Gitarre:_Liedervorschlag|
{{:Gitarre: Liedervorschläge/ Bordun mit leerer E-Saite}}
|img=Balladendiplom.gif|bg=#F0e68c|border=#ba55d3|color=#800080|px=100}}
{{Fußnoten}}
{{Navigation hoch}}
</noinclude>
n28a78uuv0e9tzz45j9bc9sny6wog31
Digitale bildgebende Verfahren: Bildaufnahme
0
88417
1087656
1084203
2026-06-05T07:41:38Z
Bautsch
35687
/* Telezentrie */ + 2 Abbildungen
1087656
wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{:Digitale_bildgebende_Verfahren/ Navigation}}
</noinclude>
Dieses Kapitel beschäftigt sich damit, wie durch Berücksichtigung der Parameter Ort und Zeit mit Hilfe von Licht orts- und zeitaufgelöste Bildinformation gewonnen werden kann und welche Komponenten, Verfahren und optischen Geräte dafür häufig zum Einsatz kommen.
Die Lichtwandlung mit Bildsensoren wird im eigenen Kapitel [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Lichtwandlung|Lichtwandlung]] behandelt.
==Objektive==
[[Datei:Katadioptrisches.System.Ultrakurzdistanzprojektor.jpg|miniatur|hochkant=2|Katadioptrisches System mit Blick auf das Spiegelbild der asphärischen Frontlinse eines Objektivs im Konvexspiegel eines Ultrakurzdistanzprojektors]]
Objektive sind lichtsammelnde Geräte, die eine reelle optische Abbildung von Objekten erzeugen.
Grundsätzlich können Objektive als dioptrische, als kataoptrische oder als katadioptrische Systeme gestaltet werden. Dioptrische Systeme (von griechisch "διοπτρον", "Visier") verwenden durchsichtige Elemente und kataoptrische Systeme (von griechisch "κάτοπτρον", "Spiegel") verwenden reflektierende Elemente, um eine optische Abbildung zu erzeugen. Bei katadioptrischen Systemen werden durchsichtige und reflektierende Elemente kombiniert, was zum Beispiel zweckmäßig sein kann, wenn Teleskope, Ultrakurzdistanzprojektoren oder 360-Grad-Panoramakameras in kompakter Form gebaut werden sollen.
Durchsichtige Elemente mit gewölbten Oberflächen, wie zum Beispiel Glaslinsen, lenken das Licht durch Brechung ab. Eine Alternative stellen lichtbeugende Elemente dar. Für die Ablenkung des Lichtes können auch durchsichtige oder reflektierende Zonenplatten eingesetzt werden. Die Stärke der Brechung und der Beugung von Licht sind von dessen Wellenlänge abhängig, so dass hierbei im Gegensatz zu reflektierenden Elementen Dispersion auftritt.
Bei der Aufnahme spielen die Eigenschaften der verwendeten Objektive eine entscheidende Rolle. Moderne Objektive haben konstruktionsbedingte Abbildungsfehler sogar in Abhängigkeit von eingestellter Brennweite, Objektweite und Blendenzahl digital im Objektiv gespeichert und können sie dank eines eigenen Prozessors an die kamerainterne Bildverarbeitung übermitteln, so dass sie in den digitalen Rasterbildern zusammen mit den aufgenommenen Bilddaten als Metadaten (zum Beispiel im '''E'''xchangeable '''I'''mage '''F'''ile '''F'''ormat ('''EXIF''')) gespeichert oder von der Kamera unmittelbar ausgewertet werden können. Somit ist es beispielsweise möglich, den Randlichtabfall, den Farbquerfehler oder die Verzeichnung der optischen Abbildung rechnerisch zu kompensieren.
Durch die stetige digitale Kommunikation zwischen der Objektiv- und der Kamera-Firmware ist es darüber hinaus auch möglich, in verschiedenen Aufnahmesituationen automatisch optimale Abbildungsparameter zu wählen. Sogar während der Aufnahme können beispielsweise die optomechanischen Bildstabilisierungen in einem Kameragehäuse und in einem Objektiv kombiniert und synchronisiert werden. Ferner kann die Objektentfernung kontinuierlich verändert werden, um zum Beispiel [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Erhöhung_der_Schärfentiefe|Fokus Stacking]] zu ermöglichen, oder die Aperturblende kann unmittelbar und stufenlos sich ändernden Lichtbedingungen angepasst werden.
===Objektivarten===
[[Datei:Objektivarten.png|miniatur|rechts|hochkant=2|Abbildung eines doppelzylindrischen Rohres (oben), dessen Symmetrieachse auf der optischen Achse liegt, mit verschiedenen Objektiven:<br />Links: Bei einer gegenstandsseitig entozentrischen Abbildung wird die hintere Rohröffnung kleiner abgebildet als die vordere Rohröffnung und ist somit sichtbar.<br />Mitte: Bei einer gegenstandsseitig telezentrischen Abbildung wird die hintere Rohröffnung genauso groß abgebildet wie die vordere Rohröffnung und ist somit deckungsgleich.<br />Rechts: Bei einer gegenstandsseitig perizentrischen Abbildung wird die hintere Rohröffnung größer abgebildet als die vordere Rohröffnung und ist in der Projektion somit als äußerer Rand der Mantelfläche des Rohres zu sehen.]]
[[Datei:Leica.Nocticron.42.5.f1.2.MFT.jpg|mini|rechts|Entozentrisches Objektiv für photographische Apparate]]
Es kann zwischen herkömmlichen (oder auch '''entozentrischen'''), '''telezentrischen''' und '''perizentrischen''' (oder auch '''hyperzentrischen''') Objektiven unterschieden werden:
* Bei einer gegenstandsseitig '''entozentrischen''' (das perspektivische Zentrum liegt im Inneren) Abbildung wird der Abbildungsmaßstab mit zunehmender Objektweite immer kleiner. Objekte gleicher Größe werden bei größerer Entfernung vom Aufnahmegerät kleiner abgebildet als bei kleiner Entfernung vom Aufnahmegerät. Bei einer herkömmlichen optischen Abbildung ist die Schärfentiefe bei einem Objekt im Brennpunkt vor der ersten Hauptebene, der nach unendlich abgebildet wird, gleich null, beziehungsweise der Abbildungsmaßstab ist unendlich.
* Bei einer gegenstandsseitig '''telezentrischen''' (das perspektivische Zentrum liegt in der Ferne) Abbildung ist der Abbildungsmaßstab unabhängig von der Objektweite. Objekte gleicher Größe haben unabhängig von ihrer Entfernung vom Aufnahmegerät immer mit die gleiche Bildgröße.
* Bei einer gegenstandsseitig '''perizentrischen''' (das perspektivische Zentrum liegt im Äußeren) Abbildung wird der Abbildungsmaßstab mit zunehmender Objektweite immer größer. Objekte gleicher Größe werden bei größerer Entfernung vom Aufnahmegerät größer abgebildet als bei kleiner Entfernung vom Aufnahmegerät. Dies erfordert besonders große und aufwendig konstruierte Objektive, die ein Objekt aus mehreren Richtungen gleichzeitig erfassen können. Die perspektivischen Projektionen solcher Objektive wirken unnatürlich, können aber zum Beispiel zur einfachen Begutachtung von voluminösen Objekten unter Umständen sinnvoll eingesetzt werden.
====Telezentrie====
Bei digitalen Bildsensoren ist es nützlich, bildseitig '''telezentrische Objektive''' einzusetzen, da diese wegen des weitgehend parallelen Strahlenganges geringere Aberrationen durch die optisch wirksamen Elemente auf dem Bildsensor (wie etwa Mikrolinsen, Sperrfilter oder Farbfilter) verursachen und damit Bilder mit größerer Auflösung ermöglichen.
Mit beidseitig telezentrischen Objektiven ist der [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Abbildungsmaßstab|Abbildungsmaßstab]] in großen Bereichen unabhängig von der Objektweite und der Lage des Bildsensors auf der optischen Achse. Dieses Verhalten kann zur Überprüfung von Objektmaßen bei variabler, oder sogar unbekannter Objektweite ausgenutzt werden.
Ferner weist ein beidseitig telezentrischer Strahlengang eine hohe Schärfentiefe auf. Bei einem beidseitig telezentrischen Strahlengang mit zwei gespiegelten, konfokal angeordneten Objektiven ist die Schärfentiefe genauso groß wie die Brennweite, beziehungsweise kann der Bildsensor um eine Brennweite entlang der optischen Achse verschoben werden, ohne dass die durch die Defokussierung verursachten Zerstreuungskreise mehr als halb so groß werden, wie die Aperturblende zwischen den beiden Objektiven. Für eine hohe Messgenauigkeit ist eine entsprechend kleine Aperturblende erforderlich, wobei diese gegebenenfalls durch Beugung auflösungsbegrenzend wirkt.
<gallery perrow="1" widths="720" heights="240" caption="Telezentrische Systeme">
Telezentrische.Abbildung.objektseitig.png|Beispiel für eine objektseitige telezentrische Abbildung mit einem Objektiv, in dessen Brennpunkt (für Objekte in unendlicher Weite) sich eine Blende befindet.
Telezentrische.Abbildung.bildseitig.png|Beispiel für eine bildseitige telezentrische Abbildung mit einem Objektiv, in dessen Brennpunkt (für Bilder in unendlicher Weite) sich eine Blende befindet.
Datei:Telezentrische.Abbildung.beidseitig.png|Beispiel für eine beidseitige telezentrische Abbildung mit zwei konfokal angeordneten Objektiven, in deren gemeinsamem Brennpunkt (für Objekte und Bilder in unendlicher Weite) sich eine Blende befindet.
Datei:Telezentrische.Abbildung.beidseitig.Spiegel.png|Beispiel für eine beidseitige telezentrische Abbildung mit zwei konfokal angeordneten Cassegrain-Spiegelteleskopen, in deren gemeinsamem Brennpunkt (für Objekte und Bilder in unendlicher Weite) sich eine Blende befindet.
</gallery>
<gallery perrow="1" widths="720" heights="400" caption="Beidseitig telezentrische Abbildungen">
Datei:Telezentrische.Abbildung.beidseitig.Prinzip.png|Beidseitig telezentrische Abbildung mit konstantem Abbildungsmaßstab für verschiedene Objektweiten mit zwei, konfokal zum Punkt F angeordneten Objektiven der gleichen Brennweite f. In der gemeinsamen Brennebene befindet sich eine Aperturblende. Ein Objekt bei doppelter Brennweite wird in die zweite Hauptebene H' abgebildet (<span style="color:blue;">blau</span>). Alle Objekte, die sich näher an der ersten Hauptebene H befinden, werden reell hinter die zweite Hauptebene H' abgebildet, wobei die Bildgröße und somit der Abbildungsmaßstab nicht variieren. Ein Objekt, das sich genau im Brennpunkt vor der ersten Hauptebene befindet, wird genau in den Brennpunkt hinter der zweiten Hauptebene abgebildet (<span style="color:red;">rot</span>).
Datei:Telezentrische.Abbildung.beidseitig.Schaerfentiefe.png|Zur Schärfentiefe bei einer beidseitig telezentrischen Abbildung mit zwei, konfokal zum Punkt F angeordneten Objektiven der gleichen Brennweite f: Der <span style="color:red;">rote Punkt</span> wird geometrisch scharf in die Brennebene B hinter der zweiten Hauptebene H' abgebildet. Alle Objekte, die sich zwischen der <span style="color:blue;">eineinhalbfachen</span> und der <span style="color:green;">halben</span> Brennweite vor der ersten Hauptebene H befinden werden noch hinreichend scharf mit einem Zerstreuungskreis abgebildet. Der akzeptable Durchmesser des Zerstreuungskreises ist in diesem Fall halb so groß wie die Öffnungsweite D, und sowohl die objektseitige als auch die bildseitige die Schärfentiefe betragen f.
</gallery>
====Retrofokusobjektiv====
[[Datei:Retrofokusobjektiv.png|mini|hochkant=2|Prinzip eines Retrofokusobjektivs: Abbildung eines Objektpunktes G über die virtuelle Hauptebene H<sub>b</sub> mit einem '''Retrofokusobjektiv''' der Brennweite f in den Bildpunkt B. Das Objektiv besteht aus einer Zerstreuungslinse mit der negativen Brennweite f und der Hauptebene H<sub>Z</sub> sowie einer Sammellinse mit der Brennweite f und der Hauptebene H<sub>S</sub>. Die wirksame Öffnungsweite beträgt D, und α ist der Bildwinkel.]]
Retrofokusobjektive können eingesetzt werden, wenn die Brennweite kürzer sein soll, als es der minimale Abstand zwischen Objektiv und Bildebene zulässt, zum Beispiel weil an dieser Stelle erforderliche optische Elemente, wie Prismen oder Umlenkspiegel in den Strahlengang gebracht werden sollen.
Ein Retrofokusobjektiv kann beispielsweise durch das Hinzufügen einer Zerstreuungslinse vor dem lichtsammelnden System realisiert werden. In diesem Fall wird die effektive Öffnungsweite <math>D</math> des Systems kleiner als der größte Strahlquerschnitt und die größte Sammellinse im Strahlengang. Die scheinbare Hauptebene des Systems liegt bildseitig hinter der letzten Linse.
Wenn der Brennpunkt der Sammellinse mit dem Hauptpunkt der Zerstreuungslinse übereinstimmt und beide Linsen die gleiche Brennweite <math>f</math> haben, ist die Brennweite des Gesamtsystems gemessen von der scheinbare Hauptebene H<sub>b</sub> ebenfalls <math>f</math>.
<div style="clear:both"></div>
====Telefokusobjektiv====
[[Datei:Telefokusobjektiv.png|mini|hochkant=2|Prinzip eines Telefokusobjektivs: Abbildung eines Objektpunktes G über die virtuelle Hauptebene H<sub>b</sub> mit einem '''Telefokusobjektiv''' der Brennweite 2f in den Bildpunkt B. Das Objektiv besteht aus einer Sammellinse mit der Brennweite f und der Hauptebene H<sub>S</sub> sowie aus einer Zerstreuungslinse mit der negativen Brennweite f und der Hauptebene H<sub>Z</sub>. Die wirksame Öffnungsweite beträgt D, und α ist der Bildwinkel. In dieser Konfiguration liegt das Bild eines unendlich entfernten Objektes in der Hauptebene der Zerstreuungslinse.]]
Bei Telefokusobjektiven liegt die scheinbare Hauptebene objektseitig vor der ersten Linse im Strahlengang. Auf diese Weise können Objektive gebaut werden, deren Baulänge kürzer ist als deren wirksame Brennweite. Ferner können bei unzugänglichen aufzunehmenden Objekten mit Telefokusobjektiven auch bei kleineren Objektweiten lange Brennweiten eingesetzt werden.
Ein Telefokusobjektiv kann beispielsweise durch das Hinzufügen einer Zerstreuungslinse hinter dem lichtsammelnden System realisiert werden. In diesem Fall ist die wirksame Öffnungsweite <math>D</math> des Systems kleiner als die Frontlinse des Objektivs.
Wenn der Brennpunkt der Sammellinse mit dem Hauptpunkt der Zerstreuungslinse übereinstimmt und beide Linsen die gleiche Brennweite <math>f</math> haben, beträgt die wirksame Brennweite des Gesamtsystems gemessen von der scheinbaren Hauptebene H<sub>b</sub> <math>2f</math>. In diesem Fall ist allerdings keine Bildaufnahme bei unendlicher Objektweite möglich, da das Bild dann innerhalb der Zerstreuungslinse entsteht.
<div style="clear:both"></div>
====Makroobjektiv====
[[Datei:Makro.Zwischenring.png|mini|rechts|hochkant=4|Makroaufnahme über die Hauptebene H eines Objektivs mit der minimalen Objektweite <math>a_{min}</math> mit einem Zwischenring der Länge z.]]
Mit einem Makroobjektiv können Nahaufnahmen mit großem Abbildungsmaßstab gemacht werden. Der Betrag des Abbildungsmaßstabs ist in der Regel größer als ein Viertel, kann aber auch ohne Weiteres größer als eins sein. Beim Abbildungsmaßstab eins ist die Objektweite identisch mit der Bildweite, und beide Werte sind vom Betrag doppelt so groß wie die Brennweite des konvergenten Abbildungssystems.
Ein fokussierbares Objektiv hat in der Regel einen minimale Objektweite <math>a_{min}</math>, in der noch ein hinreichend scharfes Bild erzeugt werden kann. Bei Kamerasystemen ist es allerdings möglich, durch die Verwendung von geeigneten und gegen Streulicht abgeschirmten und geschützten Zwischenringen oder Balgengeräten zwischen dem Objektivanschluss und dem Kameraanschluss die Bildweite zu vergrößern, so dass auch kleinere Objektweiten scharfgestellt werden können.
Bei vorgegebener Brennweite <math>f</math> und bei minimaler Objektweite <math>a_{min}</math> können die Bildweite <math>a'</math>, die Objektweite <math>a</math> und der Abbildungsmaßstab <math>\beta</math> in Abhängigkeit und der Länge des Zwischenrings <math>z</math> wie folgt bestimmt werden:
:<math>a'(0) = \frac {1}{\frac {1}{f} - \frac {1}{a_{min}(0)}}</math>
:<math>a'(z) = a'(0) + z = \frac {1}{\frac {1}{f} - \frac {1}{a_{min}(0)}} + z</math>
:<math>a_{min}(z) = \frac {1}{\frac {1}{f} - \frac {1}{a'(z)}}</math>
:<math>\beta(z) = \frac {a'(z)}{a_{min}(z)}</math>
Für den Sonderfall, dass das Objektiv auf unendliche Objektweite (<math>a = \infty</math>) eingestellt ist (hier entspräche also die Bildweite <math>a'</math> der Brennweite <math>f</math>), jedoch bildseitig mit einem Zwischenring der Länge <math>z</math> versehen wird, ergibt sich:
:<math>a' = f + z</math>
:<math>a = \frac {a'} {\beta} = \frac {f + z} {\beta}</math>
In diesem Fall gilt für den Aufnahmeabstand d zwischen Objekt und Bildebene:
:<math>d = a + a' = a' \cdot \left( \frac {1} {\beta} + 1 \right) = a + f + z = (f + z) \cdot \left( \frac {1} {\beta} + 1 \right)</math>
Hierbei ist gegebenenfalls zu beachten, dass viele Objektive über mehrere Hauptebenen verfügen, so dass der Abstand zwischen den beiden äußersten Hauptebenen unter Umständen noch zu dem solchermaßen berechneten Aufnahmeabstand hinzugerechnet werden muss.
Wenn der Abbildungsmaßstab größer als eins werden soll, kann es sinnvoll sein, das verwendete Objektiv umzudrehen ('''Retrostellung'''), um Einschränkungen bei der Bildqualität zu verringern.
<gallery widths="480" heights="360" caption="Bildebenensymbol" mode="packed">
Symbol.Lage.Bildebene.png|Der Strich in diesem nach DIN 4522-11 standardisierten Symbol kennzeichnet an einem Kameragehäuse die Lage der Bildebene.
Bildebene.DIN4522-11.P1310635.jpg|Relief des Bildebenensymbols auf der Oberseite eines Kameragehäuses aus dunklem Kunststoff.
</gallery>
=====Lichtausbeute=====
Es ist insbesondere bei Nahaufnahmen mit geringer Objektweite und beim Einsatz von Zwischenringen zu beachten, dass bei konstanter Bildfläche mit entsprechend großen Bildweiten und Abbildungsmaßstäben die genutzten Bildwinkel und somit auch die im Bild genutzten Lichtströme geringer werden. Bei einem Abbildungsmaßstab von 1/2 ist die Lichtausbeute im Verhältnis zu einer Abbildung aus dem Unendlichen (also beim Abbildungsmaßstab 0) bereits nur noch 4/9, bei einem Abbildungsmaßstab von 1 nur noch 1/4 und bei einem Abbildungsmaßstab von 2 sogar nur noch 1/9.
Die relative Lichtausbeute <math>\eta</math> ergibt sich zu:
:<math>\eta = \frac {f^2} {a'^2} \le 1</math>
Dies ist gleichbedeutend mit einer scheinbaren Vergrößerung der Blendenzahl <math>k</math> auf den Wert der effektiven Blendenzahl <math>k_{eff}</math>:
:<math>k_{eff} = k \cdot \frac {a'} {f} = \frac {k} {\sqrt {\eta}} \ge k</math>
Da die photographische Belichtung quadratisch von der Blendenzahl abhängt, gilt für die Belichtungszeit <math>T</math> bei der Aufnahme von unendlich weit entfernten Objektiven bei gleicher Belichtung eine um den Faktor <math>\frac {1} {\eta}</math> verlängerte effektive Belichtungszeit <math>T_{eff}</math>:
:<math>T_{eff} = T \cdot \left( \frac {a'} {f} \right)^2 = \frac {T} {\eta}</math>
Siehe auch '''[[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Belichtung|Kapitel Beleuchtung, Abschnitt Belichtung]]'''.
Der Wert für die effektive Blendenzahl kann auch in einen Wert für die Anzahl der Blendenstufen <math>\Delta n_k</math> umgerechtet werden, bei der die gleiche Lichteinbuße durch das Abblenden der Aperturblende erreicht wird. Die beiden Blendenzahlen <math>k_{eff}</math> und <math>k</math> unterscheiden sich durch die folgende Anzahl von Blendenstufen <math>\Delta n_k</math>:
:<math>\Delta n_k = \log_{\sqrt{2}} {\frac {k_{eff}} {k}} = \frac {\log {\frac {k_{eff}} {k}}} {\log {\sqrt {2}}} = \frac {\log {\frac {a'} {f}}} {\log {\sqrt {2}}} = \frac {\log {\sqrt {\frac {1} {\eta}}}} {\log {\sqrt {2}}} = - \, \frac {\log \eta} {\log 2} = - \, \log_2 {\eta}</math>
In der folgenden Tabelle sind für verschiedene auf die Brennweite <math>f = 1</math> normierte Objektweiten <math>a</math> jeweils die entsprechende Bildweite <math>a'</math>, der dazugehörige Abbildungsmaßstab <math>\beta</math>, die relative Lichtausbeute <math>\eta</math>, der Wert des Lichtverlusts in Blendenstufen <math>\Delta n_k</math> sowie der Verlängerungsfaktor für die photographische Belichtungszeit angegeben:
{| class="wikitable" style="text-align:center"
|-
! Objekt-</br>weite</br><math>a</math>
! Bild-</br>weite</br><math>a'</math>
! Abbildungs-</br>maßstab</br><math>\beta</math>
! Relative</br>Lichtausbeute</br><math>\eta</math>
! Blenden-</br>stufen</br><math>\Delta n_k</math>
! Verlängerung der</br>Belichtungszeit</br><math>\frac {1} {\eta}</math>
|-
| 1000 || 1,001 || 0,001 || 1,00 || 0,003 || 1,00
|-
| 100 || 1,01 || 0,010 || 0,98 || 0,029 || 1,02
|-
| 10 || 1,11 || 0,111 || 0,81 || 0,30 || 1,23
|-
| 3,0 || 1,50 || 0,500 || 0,44 || 1,17 || 2,3
|-
| 2,0 || 2,00 || 1,00 || 0,25 || 2,0 || 4,0
|-
| 1,5 || 3,00 || 2,00 || 0,11 || 3,2 || 9,0
|}
====Kollimator====
Ein '''Kollimator''' dient zur Erzeugung paralleler Strahlenbündel. Der Vorteil dieser parallelen Strahlenbündel besteht darin, dass sich diese in beliebigem Abstand hinter dem Kollimator nicht verändern und bildseitige optische Geräte nicht auf den Abstand zum Kollimator eingestellt werden müssen. Da ein Kollimator ins Unendliche abbildet, müssen nachfolgende optische Geräte, wie zum Beispiel ein Beobachtungsfernrohr, objektseitig stets auf unendliche Objektweite eingestellt sein, damit sie eine scharfe optische Abbildung im Endlichen erzeugen können.
Wenn es nicht auf eine hohe optische Auflösung ankommt, wie zum Beispiel in einem Beleuchtungsstrahlengang, sind die Anforderungen an die Kollimation nicht besonders hoch, so dass ein einfacher optischer '''Kollektor''' in Form einer plan-konvexen Linse eingesetzt werden kann.
Siehe hierzu auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Kondensor|'''Kondensor''']].
<gallery caption="Kollimation divergenter Strahlenbündel" perrow=3 widths=360 heights=360>
Prinzip.Kollimator.png|Prinzip eines Kollimators respektive Kollektors mit der Abbildung des objektseitigen Brennpunktes F über die Hauptebene H einer Sammellinse ins Unendliche.
Kollimation.divergentes.Strahlenbuendel.4f.png|Beispiel für die Kollimation eines divergenten Strahlenbündels mit einer Sammellinse (Hauptebene H<sub>S</sub>) mit dem Öffnungswinkel ω und der Öffnungsweite D sowie einer Zerstreuungslinse (Hauptebene H<sub>Z</sub>) mit gleicher Brennweite f.
Kollimation.divergentes.Strahlenbuendel.5f.png|Beispiel für die Kollimation eines divergenten Strahlenbündels mit zwei Sammellinsen (Hauptebenen H<sub>1</sub> und H<sub>2</sub>) mit den Öffnungswinkeln ω und gleicher Brennweite f.
</gallery>
<div style="clear:both"></div>
====Zonenplatten====
[[Datei:Zonenplatte.sinusfioermig.png|miniatur|hochkant=2|Sinusförmig modulierte Zonenplatte mit konzentrischen Ringen]]
Statt Glaslinsen oder in Ergänzung zu Glaslinsen können auch Fresnelsche Zonenplatten eingesetzt werden, um Licht abzulenken und eine optische Abbildung zu erzeugen.
Optische Medien haben eine Brechzahl größer als eins und eine entsprechende Dispersion, so dass kurzwelliges Licht stärker gebrochen wird als langwelliges. Im Gegensatz dazu beruhen Zonenplatten auf Beugungseffekten, bei denen Licht mit kurzer Wellenlänge schwächer gebeugt wird als Licht mit langer Wellenlänge. Bei geschickter Kombination von Linsen und Zonenplatten in einem Objektiv können deren Farbfehler kompensiert werden.
<div style="clear:both"></div>
====Fabry-Linse====
[[Datei:Fabry-Linse.png|mini|hochkant=2|Abbildung von Objektpunkten im Unendlichen über die Hauptebene <math>H_O</math> eines Objektivs in eine Feldblende mit einer nachgelagerten Fabry-Linse mit der Hauptebene <math>H_F</math> zur flächenhaften Ausleuchtung von Detektoren in der Messebene <math>M</math>]]
Soll ein Objektpunkt geometrisch nicht als Bildpunkt abgebildet werden, weil zum Beispiel in einem hochempfindlichen Photometer ein flächenhafter Detektor für die Messung eines Lichtstroms eingesetzt werden soll, kann an der Stelle des Bildes eines Objektivs eine Feldblende als Austrittsluke in den Strahlengang gebracht werden. Hinter dieser Blende wird dann eine zusätzliche sammelnde '''Fabry-Linse''' angeordnet, die den Strahlengang aufweitet und das Licht auf die Detektorfläche projiziert.
Die Abbildungsparameter dieses Strahlengangs können mit Hilfe der Brennweite des Objektivs <math>f_O</math>, der Brennweite der Fabry-Linse <math>f_F</math>, der Öffnungsweite des Objektivs <math>D_O</math>, der Öffnungsweite der Fabry-Linse <math>D_F</math>, der Detektorweite <math>d</math> sowie den geometrischen Längenparametern <math>x</math> (Abstand zwischen Feldblende und Hauptebene der Fabry-Linse) und <math>y</math> (Abstand zwischen Fabry-Linse und Messebene) in Beziehung gesetzt werden. Bei unendlicher Objektweite (<math>a_O = \infty</math>) ist die Bildweite gleich der Brennweite (<math>a_O' = f_O</math>), und es gilt:
:<math>\frac {D_O} {D_F} = \frac {f_O} {x}</math>
:<math>d = {\frac {x \cdot D_O} {f_O}} \cdot {\frac {1} {y \cdot \left( \frac {1} {f_F} - \frac {1} {x} \right) + 1}}</math>
Befindet sich die Feldblende genau im objektseitigen Brennpunkt der Fabry-Linse und werden die Blendenzahlen <math>k_O</math> und <math>k_F</math> eingeführt
:<math>k_O = \frac {f_O} {D_O}</math>
:<math>k_F = \frac {f_F} {D_F}</math>,
vereinfachen sich diese Beziehungen zu:
:<math>k_F = k_O</math> für <math>f_F = x</math>
:<math>d = \frac {f_F} {k_O} = {\frac {f_F} {k_F}} = D_F</math> für <math>f_F = x</math>
Die Blendenzahlen von Objektiv <math>k_O</math> und Fabry-Linse <math>k_F</math> sind in diesem Fall also gleich, und die Detektorsweite <math>d</math> ist identisch mit der Öffnungsweite der Fabry-Linse <math>D_F</math>.
<div style="clear:both"></div>
===Beugungsbegrenzung===
Alle optischen Abbildungen mit Objektiven sind in der Auflösung beugungsbegrenzt, da das Auflösungsvermögen immer durch Beugung an Kanten eingeschränkt wird. Ein Objektpunkt wird also nie als Punkt abgebildet, sondern immer als Beugungsfigur, die für jeden Punkt der Abbildung, wo Beugung auftritt, mit einer Gaußschen Glockenfunktion (also einer Normalverteilung) beschrieben werden kann. Im Allgemeinen müssen alle Punkte berücksichtigt werden, an denen Beugung auftritt, und die Beugungsverteilungen aller einzelnen Punkte müssen unter Berücksichtigung der Amplituden und Phasen der komplexwertigen Wellenfunktionen überlagert werden, um das gesamte aus der Interferenz resultierende Verteilungsmuster zu erhalten.
<gallery perrow="3" widths="400" heights="300" caption="Beugungsscheibchen">
Datei:Diskrete.Gaussverteilung.png|Durch die Wellenoptik (Fourier-Optik) bedingte Gaußsche Normalverteilung einer endlichen Anzahl von in der Bildebene eintreffender Photonen, die von einem Objektpunkt ausgehend rein geometrisch-optisch betrachtet alle exakt in die Bildmitte abgebildet würden.
Datei:Diffraction disc calculated.png|Berechnetes Beugungsbild einer idealen Kreislochblende. Der Durchmesser des zentralen Beugungsscheibchens ergibt sich aus der nullten Beugungsordnung, die weiteren konzentrischen Beugungsringe entstehen durch die Berücksichtigung der höheren Beugungsordnungen.
Datei:Beugungsscheibchen.k.720.jpg|Photographisch aufgenommenes Beugungsbild einer 0,09 Millimeter großen, mit rotem Laserlicht beleuchteten Lochblende in 65 Millimetern Entfernung, in dem die 0. (Beugungsscheibchen in der Mitte mit dem Durchmesser von gut einem Millimeter) bis 27. Beugungsordnung (links oben) zu sehen sind.
</gallery>
[[Bild:Durchmesser.Beugungsscheibchen.png|mini|hochkant=2|Zum Durchmesser eines Beugungsscheibchens]]
Der Durchmesser <math>d</math> beziehungsweise der Winkeldurchmesser <math>\alpha</math> eines Beugungsscheibchens, das durch die nullte Beugungsordnung einer kreisförmigen Blende mit dem Durchmesser <math>D</math> in einer Bildebene im Abstand <math>z</math> hervorgerufen wird, die im Verhältnis zur Wellenlänge des untersuchten Lichtes <math>\lambda</math> weit von der Blende entfernt ist (<math>z \gg \lambda</math>), ergeben sich wie folgt:
:<math>d = 2,44 \cdot \lambda \cdot \frac {z} {D}</math>
:<math>\alpha \approx \frac {d} {z} = 2,44 \cdot \frac {\lambda} {D}</math>
Erzeugt ein Objektiv mit der Öffnungsweite <math>D</math> eine optische Abbildung in einer Bildebene mit der Bildweite <math>z</math> kann der Quotient dieser beiden Größen durch die Blendenzahl <math>k</math> des Objektivs ersetzt werden:
:<math>k = \frac {z} {D}</math>
Der Durchmesser <math>d</math> und die Fläche <math>A</math> des kreisförmigen Beugungsscheibchens ergeben sich dann also wie folgt:
:<math>d = 2,44 \cdot \lambda \cdot k</math>
:<math>A = \pi \cdot d^2 = 4,67 \cdot \left( \lambda \cdot k \right) ^2</math>
Das Intensitätsprofil eines Beugungsscheibchens kann mit Hilfe der Bessel-Funktion erster Art und erster Ordnung <math>J_1 (x)</math> als bestimmtes Integral über das abgeschlossene Intervall [0, π] beschrieben werden:
:<math>J_1 (x) = \frac {1} {\pi} \int_0^\pi \cos (\tau - x \sin \tau) \, \mathrm d \tau</math>
Die senkrecht und symmetrisch zur optischen Achse (Lage bei <math>x = 0</math>) aufgetragene Lichtintensität ergibt sich dann wie folgt, wobei <math>I_0</math> lediglich eine Proportionalitätskonstante für die maximale Intensität ist:
:<math>I(x) = I_0 \cdot \left(\frac {J_1( 2 \, \pi x)} {\pi x} \right)^2</math>
Die Beugungsscheibchen von zwei punktförmigen Objekten überlagern sich und können in der Bildebene bei zu geringem seitlichem Versatz nicht unterschieden werden. Erst ab einem Abstand vom Radius des Beugungsscheibchens ('''Rayleigh-Kriterium''' mit <math>\Delta x = 0,61</math>) ist es es in der Praxis möglich, die beiden Bilder der beiden Objektpunkte zu unterscheiden. Je weiter die beiden Objekte auseinanderliegen, desto besser können sie im Bild unterschieden werden.
Bei einem Abstand, der dem Durchmesser des Beugungsscheibchens entspricht (<math>\Delta x = 1,22</math>), sind die beiden Objekte sehr gut zu unterscheiden, wenn sie geometrisch einwandfrei - also ohne Abbildungsfehler - abgebildet werden:
{| class="wikitable" | style="text-align:center"
!Verteilung der Lichtintensität bei der Beugung an einer Lochblende mit <math>I_0 = 1</math>
!Beugungsscheibchen im Bild
|-
| [[Bild:Beugungsscheibchen.I(x).png|420px]]<br />Ohne Überlagerung - ein Bildpunkt || [[Bild:Beugungsscheibchen.I(x).jpg|300px]]
|-
| [[Bild:Beugungsscheibchen.I(x).plus.I(x+0.5).png|420px]]<br />Überlagerung mit Abstand 0,5<br />zwei Bildpunkte praktisch nicht unterscheidbar,<br />die Modulation zwischen den beiden Maxima beträgt unter 1% || [[Bild:Beugungsscheibchen.I(x).plus.I(x+0.5).jpg|300px]]
|-
| [[Bild:Beugungsscheibchen.I(x).plus.I(x+1).png|420px]]<br />Überlagerung mit Abstand 1,0<br />zwei Bildpunkte gut unterscheidbar,<br />die Modulation zwischen den beiden Maxima beträgt fast 90% || [[Bild:Beugungsscheibchen.I(x).plus.I(x+1).jpg|300px]]
|}
Wenn bildseitig ein maximaler Durchmesser für das Beugungsscheibchen <math>d_{max}</math> definiert werden kann, folgt daraus unmittelbar die maximale Blendenzahl <math>k_{max}</math> beziehungsweise bei gegebener Brennweite <math>f</math> die minimale Öffnungsweite <math>D_{min}</math> für das optische System der optischen Abbildung:
:<math>k_{max} = \frac {d_{max}} {2,44 \cdot \lambda}</math>
:<math>D_{min} = \frac {f \cdot 2,44 \cdot \lambda} {d_{max}}</math>
Durch die Beugungsbegrenzung können auch zwei dunkle Objekte vor hellem Hintergrund nicht beliebig genau aufgelöst werden. Dieser Effekt wurde zum Beispiel nach der Erfindung des Fernrohrs bei Merkur- und Venusdurchgängen vor der Sonnenscheibe beobachtet. Bei der sogenannten Tröpfchenbildung verschmilzt das Schattenbild der Planeten mit der dunklen Umgebung der Sonnenscheibe, während sich der Planet noch vollständig innerhalb der Sonnenscheibe befindet. Dass dieser Effekt umso stärker ist, je kleiner die Öffnungsweite der optischen Instrumente ist (beziehungsweise je mehr diese optischen Instrumente beugungsbegrenzt sind), war beim Merkurtransit im Mai 1832 durch die beiden deutschen Astronomen Friedrich Wilhelm Bessel und Wilhelm August Argelander nachgewiesen geworden.
<gallery caption="Zwei schwarze Objekte vor weißem Hintergrund" heights=360 widths=640 perrow=2>
Zwei.schwarze.Scheiben.geometrisch.png|Streng geometrische Abbildung bei punktförmiger Berührung zweier schwarzer Kreise.
Zwei.schwarze.Scheiben.optisch.png|Tropfenphänomen im Bereich des Kontakts bei beugungsbegrenzter optischer Abbildung dieser beiden Kreise.
Schwarzer.Kreis.an.Kante.geometrisch.png|Bereich des Scheitels eines schwarzen Kreises an einer nicht berührten, senkrechten schwarzen Kante bei geometrischer Abbildung.
Schwarzer.Kreis.an.Kante.optisch.png|Tropfenphänomen im Bereich des Scheitels eines schwarzen Kreises an einer einer nicht berührten schwarzen Kante bei beugungsbegrenzter optischer Abbildung. Bei der scheinbaren Wölbung des oberen und des unteren Endes der senkrechten Kante nach links hin handelt es sich um eine optische Täuschung.
</gallery>
Wenn bei einer Kamera gefordert ist, dass der Durchmesser des Beugungsscheibchens die Größe der Bildelemente (Pixel) nicht überschreiten soll, ergibt sich beispielsweise bei einer Größe der Bildelemente von zwei Mikrometern und einer Lichtwellenlänge von 550 Nanometern eine maximale Blendenzahl von 1,5. Bei einer Brennweite von 75 Millimetern entspräche diese Blendenzahl einer Öffnungsweite von 50 Millimetern. Bei größeren Blendenzahlen als <math>d_{max}</math> respektive kleineren Öffnungsweiten als <math>D_{min}</math> arbeitet die Kamera beugungsbegrenzt.
[[Datei:Maxilmale.Blendenzahlen.ohne.Beugungsbegrenzung.png|mini|rechts|hochkant=2|Maximale Blendenzahlen bei einer Lichtwellenlänge von 550 Nanometern ohne Beugungsbegrenzung in Abhängigkeit von der Bildauflösung und der Bildgröße.]]
[[Datei:Megapixel.Blendenzahl.Bildgroesse.png|mini|rechts|hochkant=2|Maximale Bildauflösung in Megapixel bei einer Lichtwellenlänge von 550 Nanometern ohne Beugungsbegrenzung in Abhängigkeit von der verwendeten Blendenzahl und der Bilddiagonale bei einem quadratischen Bild.]]
In der folgenden Tabelle sind die maximalen Blendenzahlen angegeben, bei den bei verschiedenen Bilddiagonalen (respektive Bildkreisdurchmessern) und Bildauflösungen gearbeitet werden kann, wenn die quadratischen Aufnahmen bei einer Wellenlänge von 550 Nanometern nicht beugungsbegrenzt sein sollen. Werden größere Blendenzahlen als diese verwendet, sind die aufgenommenen Bilder in Bezug auf das Auflösungsvermögen des optischen Systems '''beugungsbegrenzt'''. Bei größeren Wellenlängen sind die maximalen Blendenzahlen noch kleiner, bei kurzen Wellenlängen kann auch mit etwas größeren maximalen Blendenzahlen ohne Beugungsbegrenzung gearbeitet werden. Bei Bildsensoren ohne Farbfilter oder bei unbunten Objekten beziehungsweise Abbildungen verdoppelt sich in der Bildebene die maximal erreichbare Auflösung gegenüber den in der folgenden Tabelle angegebenen Werten, da unter diesen Bedingungen in jedem Bildpunkt die vollständige gewünschte Bildinformation vorhanden ist.
{| class="wikitable zebra" | style="text-align:center"
|-
| colspan="5" | '''Maximale Blendenzahlen bei Bayer-Sensoren ohne Beugungsbegrenzung'''
|-
| || colspan="4" | Bildauflösung in Millionen Bildpunkten
|-
| || 1,0 || 4,2 || 16,8 || 67,1
|-
| Bilddiagonale<br/>in Millimetern<br/>(Bildsensorklasse) || || || ||
|-
| 5,6 (Miniatur) || 2,9 || 1,4 || 0,72 || (0,36)
|-
| 11 (Kompakt) || 5,7 || 2,8 || 1,4 || 0,71
|-
| 16 (1-Zoll) || 8,2 || 4,1 || 2,0 || 1,0
|-
| 22 (MFT) || 11 || 5,6 || 2,8 || 1,4
|-
| 27 (APS-C) || 14 || 6,9 || 3,4 || 1,7
|-
| 43 (Vollformat) || 22 || 11 || 5,6 || 2,8
|-
| 54 (Mittelformat) || 28 || 14 || 6,9 || 3,4
|}
Auch wenn Objektive mit der Lichtstärke 0,5 gebaut werden können, werden diese nicht für photographische Zwecke eingesetzt. Objektive mit einer kleineren Blendenzahl als 0,7 haben in der Regel sehr große Abbildungsfehler (Aberration), die sich viel stärker auswirken als die Beugungsbegrenzung. Der Arbeitsbereich der Blende, bei dem sich Beugungsbegrenzung und sphärische Aberration bei der Abbildung auf der optischen Achse in der Waage halten, wird auch '''kritische Blende''' genannt ([[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Kritische_Blende|siehe unten]]). Hier ergibt sich das optimale Auflösungsvermögen für die entsprechende Abbildung. Im Übrigen sollte immer berücksichtigt werden, dass selbst wenn alle Abbildungsfehler auf der Achse optisch weitgehend korrigiert sind, wie zum Beispiel bei der Verwendung apochromatischer Objektive, dass immer eine Reihe von weiteren Abbildungsfehlern vorhanden ist, die das optische Auflösungsvermögen zu den Bildrändern und -ecken hin erniedrigen.
Im Allgemeinen kann festgestellt werden, dass die Blendenzahl der jeweiligen kritische Blende umso kleiner ist, je kleiner die Bilddiagonale ist. Bei sehr kleinen Bilddiagonalen mit optisch gut korrigierten Objektiven, wie zum Beispiel bei hochwertigen Smartphone-Kameras, ergibt sich oft eine kritische Blendenzahl um 2,0, bei größeren Bilddiagonalen, wie zum Beispiel 43 Millimeter beim Kleinbildformat, liegt die kritische Blendenzahl oft im Bereich von 5,6.
====Abhängigkeit des beugungsbegrenzten Auflösungsvermögens von der Objektweite====
[[Datei:Beugungsbegrenzung.png|miniatur|Zur Beugungsbegrenzung bei reellen optischen Abbildungen mit der Objektebene G, der Hauptebene H und der Bildebene B]]
Zum Zusammenhang zwischen diesem Beugungsscheibchen in der Bildebene <math>B</math> mit der Bildweite <math>b</math> bei der optischen Abbildung eines Objekts mit der Objektweite <math>g</math> über die Hauptebene <math>H</math> und der entsprechenden minimalen geometrischen Größe <math>d_G</math> in der Objektebene <math>G</math> (synonym für "'''G'''egenstandsebene") möge die die Abschätzung dienen, dass die Größe des Beugungsscheibchens <math>d_B</math> mit Hilfe des Strahlensatzes einer Scheibe mit dem Durchmesser <math>d_G</math> in der Objektebene <math>G</math> rein geometrisch ins Verhältnis gesetzt werden kann (siehe Abbildung rechts):
:<math>d_G = \frac {d_B \cdot g} {b} = \frac {d_B} {\beta}</math>,
wobei <math>\beta</math> der Abbildungsmaßstab ist.
Den Durchmesser des Beugungsscheibchens <math>d_B</math> erhält man aus der bekannten Abhängigkeit von der Wellenlänge <math>\lambda</math> und der Blendenzahl <math>k</math> (siehe oben):
:<math>d_B \approx 2,44 \cdot \lambda \cdot k</math>
Bei einer Abbildung, bei der die Objektweite <math>g</math> deutlich größer als die Brennweite <math>f</math> ist (<math>g \gg f</math>), ist die Bildweite <math>b</math> nur sehr geringfügig größer als die Brennweite <math>f</math> (daraus folgt <math>b \approx f</math>), so dass sich in der Objektebene G der folgende minimale Kreisdurchmesser <math>d_G</math> ergibt:
:<math>d_G \approx \frac {d_B \cdot g} {f} = \frac {2,44 \cdot k \cdot \lambda \cdot g} {f} = \frac {2,44 \cdot \lambda \cdot g} {D}</math>
Kleinere Strukturen können aufgrund der Beugungsbegrenzung nicht vollständig aufgelöst werden.
Bei einer Öffnungsweite <math>D</math> von 100 Millimetern und bei grünem Licht mit einer Wellenlänge <math>\lambda</math> von 550 Nanometern ergeben sich in Abhängigkeit von der Objektweite <math>g</math> also diese maximalen optischen Auflösungen <math>d_G</math>:
{| class="wikitable zebra"
!Objektweite<br/><math>g</math>
!Maximal auflösbare Struktur im Objektraum<br/><math>d_G</math>
|-
| style="text-align:center" | 100 mm || style="text-align:center" | 1,3 µm
|-
| style="text-align:center" | 1 m || style="text-align:center" | 13 µm
|-
| style="text-align:center" | 10 m || style="text-align:center" | 130 µm
|-
| style="text-align:center" | 100 m || style="text-align:center" | 1,3 mm
|-
| style="text-align:center" | 1 km || style="text-align:center" | 13 mm
|-
| style="text-align:center" | 10 km || style="text-align:center" | 130 mm
|-
| style="text-align:center" | 100 km || style="text-align:center" | 1,3 m
|-
| style="text-align:center" | 1000 km || style="text-align:center" | 13 m
|-
| style="text-align:center" | 10000 km || style="text-align:center" | 130 m
|-
| style="text-align:center" | 100000 km || style="text-align:center" | 1,3 km
|}
====Beugungsbegrenztes Auflösungsvermögen bei Teleskopen====
Sterne können wegen ihrer großen Entfernung gar nicht aufgelöst werden und erscheinen in optischen Abbildungen daher immer als Beugungsscheibchen. Vom 300000 Kilometer entfernten Mond aus gesehen, kann die Erdoberfläche hierbei also nur in zirka vier Kilometer große Scheibchen aufgelöst werden. Geostationäre Satelliten, die einen Abstand von rund 36000 Kilometern über der Erdoberfläche haben, könnten mit einer entsprechenden Kamera nur Strukturen auflösen, die knapp fünfhundert Meter groß sind. Kameras in Satelliten in erdnäheren Umlaufbahnen von einigen 100 Kilometern Höhe haben eine Auflösung von einigen Metern. Flugzeuge in der Atmosphäre können hingegen bei ausreichend niedriger Flughöhe und hinreichend geringen atmosphärischen Störungen mit ihren Luftbildkameras durchaus optische Auflösungen im Zentimeterbereich erreichen, wie sie zum Beispiel bei modernem Navigationskartenmaterial üblich ist.
Bei Teleskopen ist die Objektweite im Verhältnis zur Brennweite in der Regel sehr groß und der kleinste Winkel <math>\delta</math> zwischen zwei kontrastreichen Objekten (zum Beispiel ein Doppelstern) ergibt sich als Maß des Auflösungsvermögens aus dem halben Durchmesser des Beugungsscheibchens ([[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Beugungsbegrenzung|siehe oben]]):
:<math>\delta = \arctan {\left( \frac {\frac {d_G} {2}} {g} \right)} = \arctan {\left( \frac {\frac {d_B} {2}} {b} \right)}</math>
Für sehr kleine Winkel <math>\delta</math> gilt im Bogenmaß die Näherung:
:<math>\delta \approx \arctan \delta</math>
Damit ergibt sich:
:<math>\delta \approx \frac {d_G} {2 \, g} = \frac {d_B} {2 \, b}</math>
Durch Substitution von <math>d_G</math> folgt daraus:
:<math>\delta \approx \frac {d_G} {2 \, g} = \frac {\frac {2,44 \cdot \lambda \cdot g} {D}} {2 \, g} = \frac {1,22 \cdot \lambda} {D} = \frac {d_B} {2 \, k \ D} = \frac {d_B} {2 \, f}</math>
Setzt man den Bildwinkel <math>\alpha</math> mit diesem Auflösungsvermögen <math>\delta</math> ins Verhältnis, ergibt sich für die maximale Anzahl in einer Bildrichtung auflösbaren Bildpunkte <math>N_P</math>:
:<math>N_P \approx \frac {\alpha} {\delta}</math>
Für die kleinen Bildwinkel, die bei Teleskopen üblicherweise erreicht werden, ergibt sich mit dem Bildkreisdurchmesser <math>B</math> im Bogenmaß gleichermaßen die Näherung:
:<math>\alpha \approx \arctan \alpha \approx \frac {B} {f}</math>
Damit gilt:
:<math>N_P \approx \frac {B \cdot D} {f \cdot 1,22 \cdot \lambda} = \frac {B} {1,22 \cdot \lambda \cdot k} = 2 \, \frac {B} {d_B}</math>
Für die Informationsübertragung sind zwei benachbarte Punkte unterschiedlichen Kontrast erforderlich (siehe auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Modulationsübertragung|Grundlagen / Modulationsübertragung]]), so dass die Anzahl der Linienpaare pro Bildkreisdurchmesser <math>N_L</math> nur halb so groß ist:
:<math>N_L = \frac {N_P} {2} \approx \frac {B} {2,44 \cdot \lambda \cdot k} = \frac {B} {d_B}</math>
Bei dieser Ortsfrequenz (siehe auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Ortsfrequenz|Ortsfrequenz]]) wird nur ein sehr schwacher Kontrast übertragen. Bei der doppelten Ortsfrequenz ist der Kontrastverlust durch die Beugungsbegrenzung bereits fast vernachlässigbar ([[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Beugungsbegrenzung|siehe oben]]).
====Bildschärfeverluste durch Abblenden====
[[Datei:Wanderpfad.mit.Findling.in.den.Glauer.Bergen.jpg|mini|rechts|Originalaufnahme]]
Anhand eines kleinen Ausschnitts einer photographischen, nicht beugungsbegrenzten Aufnahme mit einem hochwertigen und korrigierten Objektiv kann demonstriert werden, wie sich die Beugungsbegrenzung beim Abblenden auswirkt, wenn die Aufnahme mit einer größeren Blendenzahl <math>k</math> und somit einer geringeren Öffnungsweite gemacht worden wäre. Die Aufnahme mit einer Gesamtzahl von 3456 mal 4608 Bildpunkten (16 Megapixel) ist bei einer Blendenzahl von 2,2 aufgenommen worden, wo der Durchmesser des Beugungsscheibchen <math>d_B</math> mit 3 Mikrometern kleiner war als der Punktabstand auf dem Bildsensor von 3,76 Mikrometern.
Die folgende Tabelle gibt für eine mittlere Wellenlänge von 550 Nanometern die Durchmesser der Beugungsscheibchen an (sowohl auf dem Bildsensor in Mikrometern als auch im digitalen Bild in Bildpunkten), die bei verschiedenen Blendenzahlen resultieren, und in den beigefügten Bildern wurde die Auswirkung der Beugungsbegrenzung durch Gaußsche Weichzeichnung simuliert. In der rechten Spalte sind die Leistungsdichtespektren der Bilder zur Verdeutlichung der Modulationen in Abhängigkeit von den Ortsfrequenzen dargestellt. In der Mitte der Modulationsübertragungsdiagramme liegt jeweils die Ortsfrequenz null, und in den Mitten der vier Diagrammkanten beträgt die Ortsfrequenz jeweils 128 Linienpaare pro Bildausschnittshöhe. Der Bildausschnitt auf dem Bildsensor war geringfügig kleiner als ein Quadratmillimeter, und dies entspricht daher einer Ortsfrequenz von 133 Linienpaaren pro Millimeter ('''Lp/mm''') auf dem Bildsensor beziehungsweise von 2304 Linienpaaren pro Bildhöhe ('''Lp/Bh''') in der Originalaufnahme.
Der Strukturanteil gibt den prozentualen Anteil der in den Leistungsdichtespektren der Modulationsübertragungsdiagramme effektiv auftretenden Ortsfrequenzen an. Die maximalen effektiv auftretenden Ortsfrequenzen liegen weit unterhalb der durch die Bildauflösung vorgegebenen maximal möglichen Ortsfrequenz von 133 Lp/mm beziehungsweise von 2304 Lp/Bh (siehe auch Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Ortsfrequenz|Ortsfrequenz]]).
Das Originalbild mit einer maximal effektiv auftretenden Ortsfrequenz von 82 Lp/mm beziehungsweise von 1420 Lp/Bh kann folglich bei sehr geringem Informationsverlust auch in einem digitalen Bild mit einer Bildauflösung von nur sechs Megapixel gespeichert werden, bei einer entsprechenden Aufnahme bei der Blendenzahl 32 mit einer maximal effektiv auftretenden Ortsfrequenz von 23 Lp/mm respektive von 400 Lp/Bh wäre die für die Informationsübertragung maximal erforderliche Bildauflösung sogar nur ein halbes Megapixel:
{| class="wikitable"
!<math>k</math><br/>Blendenzahl
!<math>d_B</math><br/>auf dem<br/>Bildsensor
!<math>d_B</math><br/>in der<br/>digitalen Aufnahme
!Digitale Aufnahme
!Strukturanteil
!Maximal effektiv<br/>auftretende<br/>Ortsfrequenz
!Modulationsübertragungsdiagramm
|-
| style="text-align:center" | 2,2 || style="text-align:center" | 3,0 µm || style="text-align:center" | 0,8 Bildpunkte || [[Datei:Stein.Blende.2.jpg|256px|Blendenzahl 2,2]] || style="text-align:center" | 16% || style="text-align:center" | 82 Lp/mm<br/>1420 Lp/Bh || [[Datei:FFT.Stein.Blende.2.png|257px|Blendenzahl 2,2]]
|-
| style="text-align:center" | 4,0 || style="text-align:center" | 5,4 µm || style="text-align:center" | 1,5 Bildpunkte || [[Datei:Stein.Blende.4.jpg|256px|Blendenzahl 4]] || style="text-align:center" | 15% || style="text-align:center" | 77 Lp/mm<br/>1330 Lp/Bh || [[Datei:FFT.Stein.Blende.4.png|257px|Blendenzahl 4]]
|-
| style="text-align:center" | 8,0 || style="text-align:center" | 11 µm || style="text-align:center" | 2,9 Bildpunkte || [[Datei:Stein.Blende.8.jpg|256px|Blendenzahl 8]] || style="text-align:center" | 13% || style="text-align:center" | 67 Lp/mm<br/>1160 Lp/Bh || [[Datei:FFT.Stein.Blende.8.png|257px|Blendenzahl 8]]
|-
| style="text-align:center" | 16 || style="text-align:center" | 21 µm || style="text-align:center" | 5,8 Bildpunkte || [[Datei:Stein.Blende.16.jpg|256px|Blendenzahl 16]] || style="text-align:center" | 8% || style="text-align:center" | 41 Lp/mm<br/>710 Lp/Bh || [[Datei:FFT.Stein.Blende.16.png|257px|Blendenzahl 16]]
|-
| style="text-align:center" | 32 || style="text-align:center" | 43 µm || style="text-align:center" | 12 Bildpunkte || [[Datei:Stein.Blende.32.jpg|256px|Blendenzahl 32]] || style="text-align:center" | 4% || style="text-align:center" | 23 Lp/mm<br/>400 Lp/Bh || [[Datei:FFT.Stein.Blende.32.png|257px|Blendenzahl 32]]
|}
Da im optischen Bild keine Strukturen auftreten, die kleiner sind als die Beugungsscheibchen, kann die Kenntnis der Durchmesser der Beugungsscheibchen ausgenutzt werden. So können zum Beispiel ohne Weiteres Annahmen über die maximal auftretende Ortsfrequenz des Bildrauschens oder über die maximale Steilheit von Kanten gemacht werden, die zur rechnerischen Verbesserung von digitalen Bilddaten eingesetzt werden können.
==== Beugungseffekte bei hellen Lichtquellen ====
[[Datei:Iris Diaphragm.gif|mini|Animierte Darstellung einer Irisblende mit neun verstellbaren Lamellen.]]
Wenn eine helle nahezu punktförmige Lichtquelle abgebildet wird, kommt es an allen Blenden im Strahlengang zu einer in der Abbildung mehr oder weniger stark wahrnehmbaren Beugung. Kreisförmige Blenden erzeugen hierbei kreisförmige Beugungsscheibchen.
Viele Objektive sind mit verstellbaren Irisblenden ausgestattet, die aus mehreren gleichartigen Lamellen bestehen. Je weiter solche Objektive abgeblendet werden, desto stärker nähert sich die Blendenform einem Polygon an, das genauso viele Kanten beziehungsweise Ecken hat, wie es Blendenlamellen gibt. Die dann zunehmend geradlinig werdenden Kanten der Irisblende erzeugen senkrecht zu den jeweiligen Kanten rechts und links kleine Beugungsstriche, die sich in der Abbildung zu einem Strahlenkranz überlagern. Wenn die Anzahl der Blendenlamellen wie üblich ungerade ist, entstehen doppelt so viele Strahlen wie es Blendenlamellen gibt, ansonsten sind es genauso viele, da die Beugungsstriche der gegenüberliegenden Blendenkanten dann deckungsgleich sind.
Im folgenden Bild ist die optische Abbildung des Planeten Venus am Nachthimmel mit einem auf die Blendenzahl 4 abgeblendeten Objektiv mit 9 Blendenlamellen und somit 18 radial von der Venus weggehenden Strahlen zu sehen:
[[Datei:Mars.Venus.Jupiter.sigmaLeo.2015-10-27.03.55.jpg|mini|links|360px|Planetenkonstellation am Nachthimmel mit der hellen Venus in der Mitte rechts im Bild. Links unten der rötliche Mars, und rechts oben der Jupiter mit seinem Mond Ganymed direkt rechts oberhalb vom Planeten.]]
<div style="clear: both;"></div>
===Güte der optischen Abbildung===
[[Datei:Verzeichnung.Bildkreis.Aberration.jpg|miniatur|hochkant=2|Drei typische Abbildungsfehler bei der Abbildung eines rechtwinkligen und äquidistanten weißen Gitters auf schwarzem Hintergrund, die mit zunehmender Bildhöhe stärker werden:<br/>kissenförmige '''Verzeichnung''', '''Vignettierung''' und '''Farbquerfehler'''. Die beiden konzentrischen weißen Rechtecke symbolisieren zwei verschieden große, zentrale Bildausschnitte innerhalb des Bildkreises des Objektivs, bei denen diese Abbildungsfehler unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Alle Abbildungsfehler sind üblicherweise am Bildkreisrand größer als in der Bildmitte. Die optische Auflösung ist bei der Verwendung desselben Objektivs beim kleinen Bildausschnitt im Vergleich zum großen Bildausschnitt in Bezug auf die genutzte Bildgröße ebenfalls entsprechend geringer.]]
Die Kontrastübertragung einer optischen Abbildung wird stets, mit zunehmenden Ortsfrequenzen zunehmend stark durch '''Beugung''' an Kanten begrenzt (siehe oben). Da alle optischen System über Kanten verfügen, wie zum Beispiel Blendenöffnungen oder Einfassungen, kann diese Beschränkung durch geeignete Maßnahmen zwar verringert, aber nie vollständig ausgeschaltet werden.
Ferner können auch gerichtete oder diffuse Reflexionen innerhalb des abbildenden Systems die Kontrastübertragung vermindern, da sie in dunklen Bildbereichen '''Falschlicht''' hervorrufen.
Siehe hierzu auch: [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Modulationsübertragung|Modulationsübertragung]]
Häufig kommen andere Abbildungsfehler deutlich stärker zum Tragen, von denen einige im Folgenden erläutert werden. Sie betreffen nicht unmittelbar die Kontrastübertragung einer optischen Abbildung, sondern werden durch Abschattungen oder durch geometrische Verzerrungen verursacht.
In der Regel ist die optische Güte in der Bildmitte (also auf der optischen Achse bei der Bildhöhe null) am größten und nimmt zum Bildrand (also mit wachsender Bildhöhe) immer mehr ab.
<div style="clear:both"></div>
====Randlichtabfall====
[[Datei:Randlichtabfall.Projektion.jpg|mini|Randlichtabfall bei einer rotationssymmetrischen Projektion einer gleichmäßig hellen Ursprungsfläche; die optische Achse und der hellste Punkt befinden sich in der Bildmitte]]
Ebenso unvermeidlich ist der natürliche Randlichtabfall, der in optischen Systemen durch die geometrische Projektion in verschiedene Winkel zustande kommt. Der Lichtstrom <math>\Phi_{effektiv}</math> von einer lichtemittierenden Fläche durch eine begrenzende kreisrunde Referenzfläche auf einer Projektionsfläche reduziert sich hierbei in Bezug auf den Lichtstrom entlang der optischen Achse <math>\Phi_{0}</math> in Abhängigkeit vom betrachteten Winkel <math>\gamma</math> zur optischen Achse wie folgt:
:<math>\Phi_{effektiv}(\gamma) = \Phi_{0} \cdot \cos^4 (\gamma)</math>
Für die effektive Beleuchtungsstärke <math>E_{effektiv}</math> in einer optischen Projektion unter verschiedenen Winkeln <math>\gamma</math> zur optischen Achse in Bezug auf die Beleuchtungsstärke in der Projektion auf der optischen Achse <math>E_{0}</math> ergibt sich analog:
:<math>E_{effektiv}(\gamma) = E_{0} \cdot \cos^4 (\gamma)</math>
Die korrigierte Helligkeit <math>L_{korr} (\vec X)</math> in einem Bildpunkt beim Ortsvektor <math>\vec X</math> ergibt sich dann aus der dazugehörigen gemessenen Helligkeit <math>L_{mess} (\vec X)</math> zu:
:<math>L_{korr} (\vec X) = \frac {L_{mess} (\vec X)} {cos^4 (\gamma)}</math>
Siehe auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Transformationen#Bildkoordinaten|Bildkoordinaten]].
Die Kompensation des Randlichtabfalls kann direkt nach der Aufnahme und vor dem Speichern der Bilddaten von der Firmware einer Kamera durchgeführt werden. Wenn die Information in den Metadaten eines digitalen Bildes gespeichert wurde oder aus anderen Quellen beschafft werden kann, kann die Kompensation auch nachträglich mit Hilfe einer geeigneten Bildbearbeitungssoftware berechnet werden.
<div style="clear:both"></div>
====Vignettierung====
[[Datei:Vignettierung.bei.Zebramuster.jpg|mini|Starke Vignettierung bei einem Zebramuster; in den Bildecken sind keine Streifen mehr erkennbar]]
Kommen im Strahlengang mehrere abschattende Blenden oder Einfassungen zum Tragen, verstärkt sich der Helligkeitsabfall in den Bildecken über das Maß des Randlichtabfalls hinaus. Dies wird '''Vignettierung''' genannt und kann dazu führen, dass in den Bildecken praktisch kaum noch ein Bildsignal ausgewertet werden kann.
Wird die tatsächlich genutzte Bildkreis einer optischen Abbildung auf einen hinreichend kleinen Bildsensor reduziert, wird der Helligkeitsverlust am Bildrand geringer.
Siehe hierzu auch: [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Lichtwandlung#Zweidimensionale_Bildsensoren|Zweidimensionale Bildsensoren]]
Auch die Vignettierung kann rechnerisch korrigiert werden, wenn die entsprechenden Bildparameter während der Aufnahme und die Objektiveigenschaften bekannt sind.
<div style="clear:both"></div>
====Sphärische Aberration====
[[Datei:Aspheric.lens.for.ultra.short.distance.projection.jpg|mini|links|Asphärische Linse eines Projektors für Ultrakurzdistanzprojektion]]
Der '''Öffnungsfehler''' ('''sphärische Aberration''') hängt von der maximalen '''Einfallshöhe''' der Strahlen ab, die zu einer optischen Abbildung beitragen. Die Einfallshöhe <math>H</math> wird für Strahlen betrachtet, die parallel zur optischen Achse einfallen, und sie wird als Abstand von der optischen Achse gemessen.
[[Datei:ZerstreuungsscheibchenZ.png|mini|hochkant=3|Bei einer Öffnungsweite <math>D</math> resultieren aus der maximalen Einfallshöhe <math>H</math> eine von der Hauptebene aus gemessene, verkürzte Schnittweite <math>s</math>. In der Brennebene <math>F</math> ergibt sich bei der Brennweite <math>f</math> somit kein Bildpunkt, sondern der Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z</math>.]]
Die Einfallshöhe <math>H</math> kann hierbei maximal halb so groß werden, wie die '''Öffnungsweite''' <math>D</math> des verwendeten Objektivs:
:<math>H \le H_{max} = \frac {D} {2}</math>
Strahlen mit maximaler Einfallshöhe <math>H_{max}</math> erzeugen aufgrund des Öffnungsfehlers im Bildraum keinen geometrischen Bildpunkt, sondern wegen der verkleinerten Schnittweite <math>s</math> einen Zerstreuungskreis mit dem Durchmesser <math>Z</math>. Hierbei gilt die folgende Verhältnisgleichung:
:<math>\frac {s} {D} = \frac {f - s} {Z}</math>
Die erzielbare optische Auflösung ist demnach geometrisch auf den folgenden '''Zerstreuungskreisdurchmesser''' <math>Z</math> begrenzt:
:<math>Z = D \cdot \frac {f - s} {s} = D \cdot \left( \frac {f} {s} - 1 \right)</math>
Mit zunehmender Einfallshöhe nimmt bei sphärischen Linsen die von der senkrecht zur optischen Achse stehende Hauptebene <math>H</math> gemessene bildseitige Schnittweite <math>s</math> also immer weiter ab. Einfallende Strahlen mit großen Einfallshöhen können innerhalb der Linse sogar totalreflektiert werden und tragen dann gar nicht mehr zur optischen Abbildung bei. Nur achsnahe, parallel zur optischen Achse einfallende Strahlen schneiden die optische Achse in die Nähe des bildseitigen Brennpunktes.
Von einem auf der optischen Achse befindlichen, unendlich entfernten Objektpunkt ausgehende Strahlen mit kleiner Einfallshöhe <math>H_{para}</math> (paraxiale Strahlen) schneiden sich bildseitig also im Brennpunkt bei der Brennweite <math>f</math>, wo sich optische Achse und die senkrecht dazu stehende Brennebene <math>F</math> schneiden. Für paraxiale Strahlen gilt an einer Linse die Bedingung:
:<math>H_{para} \ll \min (|R_1|, |R_2|) </math>
Hierbei stehen <math>R_1</math> und <math>R_2</math> für die Krümmungsradien der Linsenoberflächen auf der optischen Achse. Damit gilt im Bogenmaß:
:<math>\tan \frac {H_{para}} {f} \approx \sin \frac {H_{para}} {f} \approx \frac {H_{para}} {f}</math> sowie <math>f \approx s</math> und <math>Z \approx 0</math>
Ein auf der optischen Achse befindlicher, unendlich weit entfernter Objektpunkt wird mit seinen paraxialen (monochromatischen) Strahlen also geometrisch exakt in einen Bildpunkt auf der optischen Achse abgebildet, der mit dem Brennpunkt des optischen Systems identisch ist.
Der Öffnungsfehler kann mit einer Aperturblende durch Abblenden auf Strahlen mit geringer Einfallshöhe reduziert werden. Bei dieser durch die Aperturblende verkleinerten Öffnungsweite ist der Lichtstrom durch die Linse allerdings verringert. Durch den Einsatz von '''asphärischen Linsen''' kann der Öffnungsfehler optisch korrigiert werden, so dass auch Strahlen mit großer Einfallshöhe bei der Ablenkung keine Schnittweitenverkürzung erfahren und somit kein Abblenden erforderlich ist.
<gallery caption="Wellenfronten bei bikonvexen Linsen" perrow=3 widths=360 heights=360>
Bautsch.Abb.06.Wellenfronten.bikonvexe.Linse.paraxial.png|Ebene Wellenfronten mit paraxialen Strahlen werden durch eine bikonvexe Linse gebündelt.
Bautsch.Abb.07.Wellenfronten.bikonvexe.Linse.sphaerische.Abberation.png|Ebene Wellenfronten werden durch eine bikonvexe Linse mit sphärischer Aberration gebündelt.
Bautsch.Abb.08.Wellenfronten.bikonvexe.asphaerische.Linse.png|Ebene Wellenfronten werden durch eine bikonvexe, asphärische Linse gebündelt.
</gallery>
<div style="clear:both"></div>
=====Berechnung an plankonvexer Linse=====
[[Datei: Aspheric.planar.convex.geometry.png|miniatur|hochkant=2|Zur Schnittweite <math>s(H)</math> bei einer optischen Abbildung mit einer plankonvexen, '''asphärischen''' Linse mit der Hauptebene H (grün), dem Brennpunkt F (rot), dem Brechungsindex <math>n = 1,5</math> und dem Krümmungsradius <math>R(H)</math> bei gegebener Einfallshöhe <math>H</math>. Die Schnittweite <math>s(H)</math> soll bei zunehmender Einfallshöhe <math>H</math> konstant bleiben. Dies wird dadurch erreicht, dass der Scheitelabstand <math>\Delta(H)</math>, die Pfeilhöhe <math>z(H)</math> sowie der Krümmungsradius <math>R(H)</math> mit zunehmender Einfallshöhe <math>H</math> ebenfalls zunehmen.]]
[[Datei:Spheric.planar.convex.lens.png|miniatur|rechts|hochkant=2|Design einer plankonvexen, '''sphärischen''' Linse mit den Einfallshöhen ''H'' in Zehnerschritten bis ±90 mit einem Brechungsindex von 1,5, einem konstanten Krümmungsradius von 100 und einer Brennweite von 200. Mit zunehmender Einfallshöhe nimmt die von der Hauptebene H gemessene Schnittweite immer weiter ab, und einfallende Strahlen mit Einfallshöhen von ±70 und größeren Beträgen werden innerhalb der Linse sogar '''totalreflektiert''' (schwarze Pfeile) und tragen daher gar nicht zur optischen Abbildung bei. Nur achsnahe Strahlen schneiden die optische Achse in die Nähe des Brennpunktes F.]]
Anhand einer plankonvexen Linse kann die Form der entsprechenden '''asphärischen Oberfläche''' veranschaulicht werden. Betrachtet man eine optische Abbildung aus dem Unendlichen mit parallelem, monochromatischem Licht durch eine solche Linse mit dem Krümmungsradius <math>R</math> bei der Einfallshöhe <math>H</math>, ergibt sich die in nebenstehender Abbildung dargestellte Situation.
Zur Berechnung der asphärischen Oberfläche können Lichtstrahlen betrachtet werden, die mit der Einfallshöhe <math>H</math> parallel zur optischen Achse auf die objektseitige, plane Linsenfläche fallen. Diese werden beim Eintritt in das optisch dichtere Medium des Linsenmaterials mit dem Brechungsindex <math>n</math> nicht gebrochen, da sie senkrecht auftreffen. Bildseitig bilden diese Strahlen zum Oberflächenlot der Linse in der Linse den Winkel <math>\alpha</math> und außerhalb der Linse den Winkel <math>\beta</math>. Diese Winkel verhalten sich wie durch das Snelliussche Brechungsgesetz beschrieben. Dabei gelten die folgenden Beziehungen:
:<math>\sin \alpha = \frac {H}{R}</math>
:<math>\sin \beta = \frac {n \cdot H}{R}</math>
Die optische Achse schneiden diese Strahlen dann unter dem Winkel
:<math>\gamma = \beta - \alpha</math>
Für paraxiale Strahlen (also für <math>H \to 0</math>) ergibt sich eine bildseitige Schnittweite <math>s_{0}</math> respektive Brennweite <math>f</math> von:
:<math>f = s_{0} = R_{0} \cdot \left( \frac {n} {n - 1} - 1 \right) = \frac {R_{0}} {n - 1}</math>,
wobei <math> R_{0}</math> der Radius im Scheitel der Linse auf der optischen Achse ist.
Die Pfeilhöhe <math>z</math>, gemessen von der Hauptebene der Linse, kann dann in Abhängigkeit von der Einfallshöhe <math>H</math> mit Hilfe einiger Hilfsgrößen ausgehend von <math> H_{0} = 0</math> und <math> \Delta_{0} = 0</math> in Schritten von <math> \Delta H</math> iterativ ermittelt werden:
:<math>H_{i} = H_{i-1} + \Delta H</math>
:<math>z_{i} = \Delta_{i-1} + R_{i-1} - \sqrt{R_{i-1}^2 - H_{i}^2}</math>
:<math>\gamma_{i} = \arctan {\frac {H_{i}}{f + z_{i}}}</math>
:<math>R_{i} = \sqrt {\left({\frac {n \cdot H_{i}}{\sin{\gamma_{i}}} - f - z_{i}}\right)^2 + H_{i}^2}</math>
:<math>\alpha_{i} = \arcsin {\frac {H_{i}}{R_{i}}}</math>
:<math>\beta_{i} = \arcsin {\frac {n \cdot H_{i}}{R_{i}}}</math>
Für die Schnittweite <math>s_{i}</math> vom Scheitelpunkt der Kugel mit dem Radius <math>R_{i}</math> auf der optischen Achse gilt:
:<math>s_{i} = \frac {n \cdot H_{i}} {\sin \gamma_{i}} - R_{i}</math>
Schließlich ergibt sich der Scheitelabstand <math>\Delta_{i}</math> von der Hauptebene aus der Differenz dieser Schnittweite mit der Schnittweite bei paraxialen Strahlen <math>s_{0}</math>:
:<math>\Delta_{i} = s_{i} - s_{0}</math>
'''Beispiel'''
[[Datei:Aspheric.planar.convex.lens.png|miniatur|rechts|hochkant=2|Design einer plankonvexen, '''asphärischen''' Linse mit den Einfallshöhen ''H'' in Zehnerschritten bis ±100 entsprechend der Beispieltabelle mit einem Brechungsindex von 1,5, einem Krümmungsradius im Scheitelpunkt auf der optischen Achse von 100 und einer Brennweite von 200. Für alle Einfallshöhen ergibt sich dieselbe von der Hauptebene H gemessene Schnittweite, und alle gebrochenen Strahlen schneiden die optische Achse im Brennpunkt F.]]
In der folgenden Tabelle sind einige auf diese Weise berechnete Beispielwerte für <math>n = 1,5</math>, und den einheitenlosen Längenmaßen <math>R_{0} = 100</math> und <math>f = s_{0} = 200</math> angegeben. Mit zunehmender Einfallshöhe werden die Krümmungsradien immer größer und sowohl die Mittelpunkte als auch Scheitelpunkte der entsprechenden Kreise entfernen sich objektseitig immer weiter von der Hauptebene.
{| class="wikitable" style="text-align:center"
|-
! Einfallshöhe</br><math>H</math></br> !! Pfeilhöhe</br><math>z</math></br> !! Radius</br><math>R</math></br> !! Scheitel-</br>abstand</br><math>\Delta</math> !! Winkel</br><math>\alpha</math></br>in ° !! Winkel</br><math>\beta</math></br>in ° !! Winkel</br><math>\gamma</math></br>in °
|-
|0 || 0,0 || 100,0 || 0,0 || 0,0 || 0,0 || 0,0
|-
|10 || 0,5 || 101,1 || 0,0 || 5,7 || 8,5 || 2,9
|-
|20 || 2,0 || 104,4 || 0,1 || 11,0 || 16,7 || 5,7
|-
|30 || 4,5 || 109,7 || 0,3 || 15,9 || 24,2 || 8,3
|-
|40 || 7,8 || 116,7 || 0,8 || 20,0 || 30,9 || 10,9
|-
|50 || 12,0 || 125,2 || 1,6 || 23,5 || 36,8 || 13,3
|-
|60 || 16,9 || 134,8 || 2,8 || 26,4 || 41,9 || 15,5
|-
|70 || 22,4 || 145,3 || 4,5 || 28,8 || 46,3 || 17,5
|-
|80 || 28,5 || 156,6 || 6,5 || 30,7 || 50,0 || 19,3
|-
|90 || 34,9 || 168,5 || 8,9 || 32,3 || 53,2 || 21,0
|-
|100 || 41,8 || 180,8 || 11,6 || 33,6 || 56,0 || 22,5
|-
|110 || 48,9 || 193,6 || 14,6 || 34,6 || 58,5 || 23,8
|-
|120 || 56,3 || 206,6 || 17,9 || 35,5 || 60,6 || 25,1
|-
|130 || 63,9 || 219,9 || 21,4 || 36,2 || 62,5 || 26,2
|-
|140 || 71,7 || 233,4 || 25,0 || 36,9 || 64,1 || 27,3
|-
|150 || 79,6 || 247,1 || 28,9 || 37,4 || 65,6 || 28,2
|-
|160 || 87,7 || 260,9 || 32,9 || 37,8 || 66,9 || 29,1
|-
|170 || 95,8 || 274,9 || 37,0 || 38,2 || 68,1 || 29,9
|-
|180 || 104,1 || 288,9 || 41,2 || 38,5 || 69,2 || 30,6
|-
|190 || 112,4 || 303,0 || 45,5 || 38,8 || 70,1 || 31,3
|-
|200 || 120,9 || 317,3 || 49,9 || 39,1 || 71,0 || 31,9
|}
Bis zu einer Einfallshöhe von 140 entspricht die konvexe Oberfläche dieser Linse nach DIN ISO 10110-12 ohne weitere asphärische Parameter in den höheren Gliedern relativ genau der Beziehung für einen Hyperboloiden mit der konischen Konstante <math>k = -2</math>:
:<math>z(H) = \frac {H^2} {R_{0} \left(1 + \sqrt {1 + \left( \frac {H} {R_{0}} \right)^2} \right)} = \frac {H^2} {R_{0} + \sqrt{R_{0}^2 + H^2}}</math>
=====Verzeichnung=====
'''Verzeichnung''' kommt zustande, wenn sich der Abbildungsmaßstab für verschiedene Bildhöhen (also für verschiedene Abstände der Bildpunkte von der optischen Achse) ändert. Mit korrigierten Objektiven oder mit telezentrischen Objektiven lassen sich solche Abweichungen vermeiden, und wenn der Abbildungsmaßstab über das gesamte Bildfeld konstant ist, wird eine solche Abbildung '''verzeichnungsfrei''' genannt.
Siehe hierzu auch: [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Abbildungsmaßstab|Abbildungsmaßstab]] und [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Telezentrie|Telezentrie]]
Bei einfachen Objektivkonstruktionen nimmt der Betrag der Verzeichnung mit zunehmender Bildhöhe typischerweise monoton und stetig zu:
<gallery perrow="3" widths="300" heights="300" caption="Verzeichnung von quadratischen Objekten bei optischen Abbildungen">
Datei:Abbildung.mit.zunehmendem.Abbildungsmaßstab.png|Kissenförmig verzeichnete Abbildung mit nach außen hin zunehmendem Abbildungsmaßstab <math>\beta</math>
Datei:Abbildung.mit.konstantem.Abbildungsmaßstab.png|Verzeichnungsfreie Abbildung mit konstantem Abbildungsmaßstab <math>\beta</math>
Datei:Abbildung.mit.abnehmendem.Abbildungsmaßstab.png|Tonnenförmig verzeichnete Abbildung mit nach außen hin abnehmendem Abbildungsmaßstab <math>\beta</math>
</gallery>
Nimmt der Abbildungsmaßstab mit zunehmender Bildhöhe kontinuierlich zu, wird von einer '''kissenförmigen Verzeichnung''' oder '''Kissenverzeichnung''' gesprochen, nimmt er kontinuierlich ab, wird von einer '''tonnenförmigen Verzeichnung''' oder '''Tonnenverzeichnung''' gesprochen.
Verzeichnung tritt bei Linsen und unkorrigierten Objektiven mit sphärischer Aberration auf, wenn die abbildenden Strahlenbündel vor oder hinter den Hauptebenen durch Blenden eingeengt werden. Dabei ist es nicht wesentlich, wie groß oder wie klein diese Blende ist. Liegt die das Strahlenbündel einengende Blende vor der Hauptebene, kommt es zu einer Tonnenverzeichnung, liegt eine solche Blende hinter der Hauptebene, kommt es zu einer Kissenverzeichnung:
<gallery perrow="2" widths="450" heights="300" caption="Zur Verzeichnung bei optischen Abbildungen in der Bildebene B">
Datei:Kissenverzeichung.png|Kissenförmig verzeichnete Abbildung mit nach außen hin zunehmendem Abbildungsmaßstab (dunkelblau), da die Hauptstrahlen mit konstantem Abbildungsmaßstab (blau) von der Blende hinter der Hauptebene H ausgeblendet werden.
Datei:Tonnenverzeichung.png|Tonnenförmig verzeichnete Abbildung mit nach außen hin abnehmendem Abbildungsmaßstab (dunkelblau), da die Hauptstrahlen mit konstantem Abbildungsmaßstab (blau) von der Blende vor der Hauptebene H ausgeblendet werden.
</gallery>
[[Datei:Verzeichnung.Berechnung.png|miniatur|hochkant=2|rechts|Zu den Berechnungsmöglichkeiten der Verzeichnung in vertikaler Bildrichtung an einem Beispiel der Abbildung eines Rechtecks mit kissenförmiger Verzeichnung. Die optische Achse (blauer Punkt) befindet sich in der Bildmitte.]]
Die optische Achse markiert in einer Abbildung das Verzeichnungszentrum. Rechnerisch kann die Verzeichnung mit der Aufnahme von zwei parallelen Geraden bestimmt werden. Die eine Gerade liegt hierbei in der Regel senkrecht zur optischen Achse und hat in diesem Punkt die Objekthöhe null. Diese Gerade erscheint im Bild ebenfalls als Gerade mit der Bildhöhe null. Der Abstand zur zweiten Geraden entspricht der Bildhöhe, bei der die Verzeichnung bestimmt wird. Diese Gerade wird bei vorhandener Verzeichnung jedoch nicht als Gerade abgebildet, sondern gebogen.
Traditionell wird die Verzeichnung <math>V</math> häufig in Prozent angegeben. Hierzu wird häufig ein einfacher Standard der Europäischen Rundfunkunion (European Broadcasting Union (EBU)) verwendet, der sie als das Verhältnis der Differenz zweier Höhen im Bild <math>\Delta h</math> (in der Skizze gilt hierfür <math>\Delta h = \Delta h_1 = \Delta h_2 = \Delta h_3 = \Delta h_4</math>) zu der von der optischen Achse gemessenen Höhe <math>h</math> bestimmt:
:<math>V_{EBU} = \frac {\Delta h} {h}</math>
Dieses Vorgehen erfordert jedoch eine große Sorgfalt mit Blick auf die Symmetrie der Abbildung, da bei nicht hinreichend genauer Zentrierung der Objektive oder des Messaufbaus in verschiedenen Bildbereichen mit gleicher Bildhöhe verschiedene Werte für die Verzeichnung ermittelt werden.
Nach einem Industriestandard der Standard Mobile Imaging Architecture (SMIA) wird die Verzeichnung durch den Mittelwert <math>\bar h</math> zweier Höhen <math>h_l</math> und <math>h_r</math>, die auf gegenüberliegenden Seiten der optischen Achse liegen, wie folgt auf die Höhe <math>h</math> durch die optische Achse in der Bildmitte bezogen:
:<math>V_{SMIA} = \frac {\bar h - h} {h} = \frac {\frac {hl + hr} {2} - h} {h}</math>
Wenn alle Differenzen <math>\Delta h</math>, wie bei der Betrachtung der Verzeichnung nach der EBU gleich groß sind, gilt:
:<math>V_{SMIA} = \frac {\frac {(h + \Delta h_1 + \Delta h_3) + (h + \Delta h_2 + \Delta h_4)} {2} - h} {h} = \frac {\frac {2h + 4\Delta h} {2} - h} {h} = \frac {2 \Delta h} {h} = 2 \cdot V_{EBU}</math>
Die Verzeichnung kann auf diese Weise auch in horizontaler Richtung oder für jeden anderen Azimutwinkel bestimmt werden.
Es gibt weitere Varianten zur Bestimmung, bei denen wie in der ISO 9039-2008 bei maximaler Bildhöhe vier Werte in den Bildecken gemessen und gemittelt werden und mit der bei halber Bildhöhe ermittelten Verzeichnung ins Verhältnis gesetzt werden. Dies führt zum Beispiel bei vielen modernen Zoom-Objektiven allerdings dazu, dass dieses Verhältnis unendlich werden kann. In einer optischen Abbildung über mehrere Hauptebenen können nämlich auch gleichzeitig kissenförmige und tonnenförmige Verzeichnungen auftreten. Solche Objektive sind dann nicht notwendigerweise auf der optischen Achse, sondern bei einer Bildhöhe im mittleren Bildfeldbereich - möglicherweise also auch genau bei halber Bildhöhe - verzeichnungsfrei.
Verzeichnung kann mit geometrischen Transformationen mit variablem Maßstab rechnerisch kompensiert werden, wenn die entsprechenden Bildparameter während der Aufnahme und die Objektiveigenschaften bekannt sind. Im Idealfall ist ein in der Bildebene senkrecht zur optischen Achse liegender Bildvektor <math>\vec B</math> mit dem Ursprung auf der optischen Achse mit dem konstanten Abbildungsmaßstab <math>\beta</math> proportional zum in der Objektebene senkrecht zur optischen Achse liegenden Objektvektor <math>\vec G</math>, der seinen Ursprung ebenfalls auf der optischen Achse hat.
:<math>\vec B = \beta \cdot \vec G</math>
Die zur Kompensation der Verzeichnung transformierten Bildvektoren <math>\vec B_{komp}</math> eines Punktes im Bild ergeben sich dann aus gemessenen Bildvektoren <math>\vec B</math> eines Bildpunktes wie folgt, wobei der einheitenlose Faktor <math>c</math> nicht konstant ist, sondern in der Regel eine Funktion der Bildhöhe <math>h = | \vec B |</math> ist:
:<math>\vec B_{komp} = c(h) \cdot \vec B = c(h) \cdot \beta \cdot \vec G</math>
Siehe auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Transformationen#Bildkoordinaten|Bildkoordinaten]].
Der von der Bildhöhe <math>h</math> abhängige effektive Abbildungsmaßstab <math>\beta_{eff}(h)</math> beträgt somit:
:<math>\beta_{eff}(h) = c(h) \cdot \beta</math>
Für die verzeichnungsfreie Bildhöhe <math>h_{0}</math> gilt dann:
:<math>c(h_{0}) = 1</math>
und somit
:<math>\beta_{eff}(h_0) = \beta</math>
Eine solche Transformation kann gegebenenfalls von der Firmware einer Kamera oder später mit Hilfe einer geeigneten Bildbearbeitungssoftware durchgeführt werden. Nach der Transformation sind die Bildkanten nicht mehr gerade und werden daher üblicherweise so beschnitten, so dass wieder ein rechteckiger Bildausschnitt entsteht und somit Bildinformation verloren geht: bei kissenförmiger Verzeichnung in den Bildecken oder bei tonnenförmiger Verzeichnung an den Bildkanten.
<div style="clear:both"></div>
=====Bildfeldwölbung=====
[[Datei:Bildfeldwoelbung.png|mini|rechts|hochkant=2|Zur Bildfeldwölbung bei einer optischen Abbildung eines Objekts G über die Hauptebene H auf die gekrümmte Bildfläche B]]
Eine weitere häufig Folge der sphärischen Aberration ist die '''Bildfeldwölbung'''. Hierbei liegen die Bildpunkte nicht in einer Ebene, die senkrecht zur optischen Achse steht, sondern auf einer gekrümmten, rotationssymmetrischen Fläche, die die ideale Bildebene auf der optischen Achse berührt.
In der Regel ist die Schnittweite hinter der Hauptebene einer sammelnden Optik hierbei umso kürzer, je größer die Bildhöhe ist. Ein auf der optischen Achse scharfgestelltes Bild eines Objekts mit konstanter Objektweite wird bei einer ebenen Bildfläche zu den Rändern hin durch die wachsenden Zerstreuungskreisdurchmesser der Bildpunktstrahlen also zunehmend unschärfer abgebildet. In diesen Fällen wir oft bei halber Bildhöhe scharfgestellt, da die Bildpunkte auf der optischen Achse und an den Bildrändern dann weniger unscharf sind, als die Bildpunkte am Rand, wenn auf die Bildmitte scharfgestellt wird.
Wird die Projektionsfläche entsprechend der Bildfeldwölbung angepasst, können alle Bildpunkte geometrisch scharf abgebildet werden. Daher gibt es spezielle Bildsensoren, die entsprechend gestaltet sind.
<div style="clear:both"></div>
====Kritische Blende====
Wenn die Bildschärfe optimiert werden soll, ist am Objektiv die '''kritische Blende''' einzustellen, bei der die Schärfe weder durch die Beugung an der Blende (also bei kleiner Öffnungsweite) noch durch den Öffnungsfehler (also bei großer Öffnungsweite) zu stark eingeschränkt wird. Sammelnde Objektivlinsen haben in der Regel eine geringere sphärische Aberration (Öffnungsfehler), wenn die Oberfläche mit der schwächeren Krümmung bildseitig angeordnet wird.
=====Berechnung an plankonvexer Linse=====
[[Datei:Oeffnungsfehler.png|miniatur|hochkant=2|Schnittweite x bei einer optischen Abbildung mit einer plankonvexen, sphärischen Linse mit dem Brechungsindex <math>n = 1,5</math> und dem Krümmungsradius <math>R</math> bei gegebener Einfallshöhe <math>H</math>.]]
Anhand einer plankonvexen, sphärischen Linse kann die kritische Blende verhältnismäßig leicht veranschaulicht werden. Betrachtet man eine optische Abbildung aus dem Unendlichen mit parallelem, monochromatischem Licht der Wellenlänge <math>\lambda</math> durch eine solche Linse mit dem Krümmungsradius <math>R</math> und der Brennweite <math>f</math>, ergibt sich die in nebenstehender Abbildung dargestellte Situation.
Durch Beugung ergibt sich in der Bildebene ein Beugungsscheibchen mit dem Durchmesser
:<math>d = 2,44 \cdot \lambda \cdot \frac {f} {D} = 2,44 \cdot \lambda \cdot k</math>,
wobei <math>D</math> die Eintrittspupille der optischen Abbildung und <math>k = \frac {f} {D}</math> die Blendenzahl sind. Die Größe des Beugungsscheibchens ist also proportional zur Blendenzahl.
Zur Berechnung der sphärischen Aberration können Lichtstrahlen betrachtet werden, die mit der Einfallshöhe
:<math>H = \frac {D} {2} = \frac {f} {2 \, k}</math>
parallel zur optischen Achse auf die objektseitige, plane Linsenfläche fallen. Diese werden beim Eintritt in das optisch dichtere Medium des Linsenmaterials mit dem Brechungsindex <math>n</math> nicht gebrochen, da sie senkrecht auftreffen. Bildseitig bilden diese Strahlen zum Oberflächenlot der Linse in der Linse den Winkel <math>\alpha</math> und außerhalb der Linse den Winkel <math>\beta</math> und werden entsprechend dem Snelliusschen Brechungsgesetz gebrochen. Dabei gilt:
:<math>\sin(\alpha) = \frac {H} {R}</math>
:<math>\alpha = \arcsin \frac {H} {R} = \arcsin \frac {f} {2 \, k \cdot R}</math>
und
:<math>\sin(\beta) = n \cdot \sin (\alpha) = n \cdot \frac {H} {R}</math>
:<math>\beta = \arcsin \left( n \cdot \frac {H} {R} \right) = \arcsin \frac {n \cdot f} {2 \, k \cdot R}</math>
Die optische Achse schneiden diese Strahlen dann unter dem Winkel <math>\beta - \alpha</math>. Die bildseitige Schnittweite <math>x</math>, gemessen vom Scheitelpunkt der Linse, ergibt sich dann in Abhängigkeit von der Einfallshöhe <math>H</math> mit Hilfe des Sinussatzes zu:
:<math>x(H) = {\frac {n \cdot H} {\sin (\beta - \alpha)}} - R</math>
Für paraxiale Strahlen (also für <math>H \to 0</math>) vereinfacht sich diese Beziehung durch die Bildung des Grenzwertes zu:
:<math>\lim_{H \to 0}x(H) = x(0) = f = R \cdot \left( \frac {n} {n - 1} - 1 \right) = \frac {R} {n - 1}</math> respektive <math>R = f \cdot (n - 1)</math>,
wobei die Brennweite <math>f</math> und die Schnittweite <math>x(0)</math> der Linse bei paraxialen Strahlen (also bei <math>H \to 0</math>) dann identisch sind.
Aus der Bedingung für die Totalreflexion innerhalb der Linse (das Argument vom Arkussinus des Winkels <math>\beta</math> darf nicht größer als eins werden) ergibt sich die minimal mögliche Blendenzahl <math>k_{min}</math>:
:<math>k_{min} = \frac {1} {2} \left( \frac {n^2} {n - 1} - n \right) = \frac {1} {2} \cdot \frac {n} {n - 1}</math>
Im Folgenden wird mit dieser Zusammenfassung weitergerechnet:
:<math>\gamma = \beta - \alpha = \arcsin \frac {n} {2 \, k \cdot (n - 1)} - \arcsin \frac {1} {2 \, k \cdot (n - 1)}</math>
[[Datei:Zerstreuungsscheibchen.png|miniatur|hochkant=2|Zerstreuungskreis mit dem Durchmesser <math>Z</math> bei einer optischen Abbildung mit einer plankonvexen, sphärischen Linse mit der Brennweite <math>f</math> durch sphärische Aberration mit der Schnittweite <math>x</math>.]]
Unter Verwendung der Blendenzahl <math>k</math> und der Brennweite <math>f</math> ergibt sich die Schnittweite <math>x</math> zu:
:<math>x(k) = {\frac {n \cdot f} {2 \, k \cdot \sin \gamma}} - R = f \cdot \left( {\frac {n} {2 \, k \cdot \sin \gamma}} - n + 1 \right)</math>
Durch die sphärische Aberration verschiebt sich der Schnittpunkt der hinter der Linse gebrochenen Strahlen mit der optischen Achse umso näher an die Linse, je größer die Einfallshöhe <math>H</math> ist. In der Brennebene im Abstand <math>f</math> vom Scheitelpunkt der Linse ergibt sich daher keine punktförmige Abbildung mehr, sondern ein Zerstreuungskreis mit dem Durchmesser <math>Z</math>:
:<math>Z = 2 \cdot (f - x) \cdot \tan \gamma = 2 \cdot f \cdot n \left( 1 - \frac {1} {2 \, k \cdot \sin \gamma} \right) \cdot \tan \gamma</math>
An dieser Stelle sei explizit darauf hingewiesen, dass diese Betrachtungen nur für optische Abbildungen direkt auf der optischen Achse gültig sind. Sobald Objektpunkte von Gegenständen, die sich nicht auf der optischen Achse befinden, abgebildet werden, ergeben sich bei der hier betrachteten plankonvexen Linsengeometrie starke Abbildungsfehler.
====== Näherung ======
Mit den Näherungen für hinreichend kleine <math>\gamma</math> im Bogenmaß
:<math>\sin \gamma \approx \gamma</math>
:<math>\tan \gamma \approx \gamma</math>
ergibt sich die folgende Näherungsgleichung für den von der Blendenzahl <math>k</math> abhängigen Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z(k)</math>:
:<math>Z(k) \approx 2 \cdot f \cdot n \left( 1 - \frac {1} {2 \, k \cdot \gamma} \right) \cdot \gamma = 2 \cdot f \cdot n \left( \gamma - \frac {1} {2 \, k} \right)</math>
Eine für kleine Blendenzahlen weniger genaue Näherung kann mit einer Reihenentwicklung für den Arkussinus bestimmt werden:
:<math>\arcsin y \approx y + \frac {y^3} {6} + \ldots</math>
:<math>\gamma \approx \frac {1} {2 \, k} + \frac {1} {48k^3} \cdot \frac {n^3 - 1} {(n - 1)^3}</math>
Damit vereinfacht sich die Gleichung für den Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z(k)</math> folgendermaßen:
:<math>Z(k) \approx \frac {f} {24 \cdot k^3} \cdot \frac {n^4 - n} {(n - 1)^3} = \frac {R} {24 \cdot k^3} \cdot \frac {n^4 - n} {(n - 1)^4}</math>
Bei gegebener Brennweite <math>f</math> beziehungsweise bei gegebenem Radius <math>R</math> und gegebener Brechzahl <math>n</math> der plankonvexen Linse wächst der Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z(k)</math> also mit dem Kehrwert der dritten Potenz der Blendenzahl <math>k</math>.
======Beispiel======
[[Datei:Kritische.Blende.png|miniatur|hochkant=2|Kritische Blende am Schnittpunkt der beiden Kurven, die die Unschärfe durch das Beugungsscheibchen mit dem Durchmesser <math>d</math> (rot) und den Zerstreuungskreis durch den Öffnungsfehler mit dem Durchmesser <math>Z</math> (blau) logarithmisch über der Blendenzahl <math>k</math> darstellen.]]
Bei einer Wellenlänge <math>\lambda</math> im Grünen von 550 Nanometern ergibt sich der Durchmesser des Beugungsscheibchens (Airy-Scheibchen) <math>d</math> in Abhängigkeit von der Blendenzahl <math>k</math> zu:
:<math>d(k) = 2,44 \cdot {550 \, \text{nm}} \cdot k = {1,342 \, \text{µm}} \cdot k</math>
Der Durchmesser des Beugungsscheibchens ist also proportional zur Blendenzahl.
Der Durchmesser des Zerstreuungskreises <math>Z</math> wird mit zunehmender Blendenzahl <math>k</math> jedoch kleiner und dies sogar überproportional (und zwar in Näherung und insbesondere für zunehmende Blendenzahlen mit der dritten Potenz des Kehrwerts (siehe oben unter "Näherung")). Der Betrag der Steigung nimmt in der in der vertikalen Koordinatenachse logarithmischen graphischen Darstellung (siehe rechts) demzufolge kontinuierlich ab, wobei sich die Funktion <math>Z(k)</math> für große k asymptotisch der horizontalen Achse nähert.
Bei einem Brechungsindex <math>n = 1,50</math> und einem Krümmungsradius <math>R</math> von 100 Millimetern ergibt sich also eine Brennweite <math>f</math> von 200 Millimetern. Die kleinste Grenze für die Blendenzahl wäre hier <math>k_{min} = 1,5</math>. Die Näherung für den Zerstreuungskreisdurchmesser ergibt sich bei diesen Werten zu:
:<math>Z_{n=1,5}(k) \approx \frac {237,5} {k^3}</math>
Für verschiedene größere Blendenzahlen ergeben sich dann die in der folgenden Tabelle angegebenen Eintrittspupillen <math>D</math> und die Durchmesser <math>d</math> für das Beugungsscheibchen und <math>Z</math> für den Zerstreuungskreis:
{| class="wikitable" style="text-align:center"
|-
! Blendenzahl</br><math>k</math></br> !! Eintrittspupille</br><math>D</math></br>in mm !! Winkel</br><math>\alpha</math></br>in ° !! Winkel</br><math>\beta</math></br>in ° !! Durchmesser</br>Beugungsscheibchen <math>d</math></br>in µm !! Durchmesser</br>Zerstreuungskreis <math>Z</math></br>in µm
|-
| 2,0 || 100,0 || 30,0 || 48,6 || 3 || 43553
|-
| 2,8 || 70,7 || 20,7 || 32,0 || 4 || 11970
|-
| 4,0 || 50,0 || 14,5 || 22,0 || 5 || 3835
|-
| 5,7 || 35,4 || 10,2 || 15,4 || 8 || 1297
|-
| 8,0 || 25,0 || 7,2 || 10,8 || 11 || 449
|-
| 11,3 || 17,7 || 5,1 || 7,6 || 15 || 157
|-
| 16,0 || 12,5 || 3,6 || 5,4 || 21 || 55
|-
| 22,6 || 8,8 || 2,5 || 3,8 || 30 || 19
|-
| 32,0 || 6,3 || 1,8 || 2,7 || 43 || 7
|}
Das Minimum der Unschärfe liegt nicht notwendigerweise auf dem Schnittpunkt der Funktionen (die Summe der beiden Durchmesser beträgt im Beispiel bei der Blendenzahl 20 etwa 55 Mikrometer). Mit der Annahme, dass die Summe der beiden Durchmesser minimal sein soll, liegt sie Blendenzahl der kritischen Blende bei dieser optischen Abbildung bei Blende 26,7. Die Summe der beiden Durchmesser beträgt hier 47,8 Mikrometer; der Durchmesser des Beugungsscheibchen beträgt dann 36,4 Mikrometer und der des Zerstreuungskreises 11,4 Mikrometer. Die Blendenzahl 26,7 entspricht im oben angegebenen Beispiel einer Blendenöffnung D von 7,5 Millimetern.
<div style="clear:both"></div>
====Chromatische Aberration====
[[Datei:Achromat de.svg|rechts|mini|hochkant=2|'''Achromatisches''' Objektiv mit zwei verkitteten Linsen aus Kronglas (bikonvex) und Flintglas (plankonkav) unterschiedlicher Brechzahl und Abbe-Zahl. Rote und blaue paraxiale Strahlen haben dieselbe Schnittweite. Grüne Strahlen haben bei dieser Schnittweite einen erkennbaren Zerstreuungskreisdurchmesser.]]
[[Datei:Apochromat.svg|rechts|mini|hochkant=2|'''Apochromatisches''' Objektiv mit drei verkitteten Linsen (bikonvex, bikonkav und plankonvex) aus unterschiedlichen Glassorten mit verschiedenen Brechzahlen und Abbe-Zahlen. Rote, grüne und blaue paraxiale Strahlen haben dieselbe Schnittweite.]]
Bei der '''chromatischen Aberration''' wird unterschieden zwischen dem '''Farblängsfehler''', bei dem sich die Schnittweite mit der Wellenlänge ändert, und dem '''Farbquerfehler''', bei dem sich der Abbildungsmaßstab mit der Wellenlänge ändert. Diese Farbfehler beruhen auf der Dispersion der eingesetzten Gläser, bei der blaues Licht stärker als rotes Licht gebrochen wird.
<gallery caption="Chromatische Aberration" perrow="2" widths="600" heights="450">
Farblaengsfehler.png|Longitudinale chromatische Aberration (Farblängsfehler) durch Dispersion bei einer optischen Abbildung aus dem Unendlichen mit weißem Licht über die Hauptebene H auf die optische Achse.
Laterale.chromatische.Aberration.png|Laterale chromatische Aberration (Farbquerfehler) bei der Abbildung von Objekten außerhalb der optischen Achse aus dem Unendlichen über die Hauptebene H auf die Bildebene B mit verschiedenen Wellenlängen (rot, grün, blau).
Chromatische.Aberration.png|Longitudinale und laterale chromatische Aberration treten in der Regel in Kombination auf, so dass sich für eine gegebene Objektgröße <math>y</math> und Objektweite <math>a</math> verschiedene, von der Wellenlänge abhängige Bildgrößen <math>y'</math> und Bildweiten <math>a'</math> ergeben.
Farbquerfehler.png|Farbquerfehler bei der optischen Abbildung von weißen, zur optischen Achse zentrierten Kreisen mit verschiedenen Durchmessern.
</gallery>
Diese Fehler können durch die Kombination unterschiedlich brechender und dispergierender Materialien kompensiert werden. '''Achromaten''' haben mindestens zwei Linsen und sind für zwei Wellenlängen korrigiert (üblicherweise für lang- und kurzwelliges Licht, also im Roten und im Blauen), bei '''Apochromaten''', die mindestens aus drei Linsen bestehen, ist die Schnittweite sogar bei drei verschiedenen Wellenlängen identisch (üblicherweise für alle drei Primärfarben, also rot, grün und blau). Die hierfür eingesetzten Glassorten unterscheiden sich zum einen im Brechungsindex <math>n</math> und zum anderen bei der '''Abbe-Zahl''' <math>\nu_e</math>, die wie folgt definiert ist:
:<math>\nu_{e} = \frac {n_{e} - 1} {n_{F'} - n_{C'}}</math>
Hierbei stehen die drei Indizes am Brechungsindex für die folgenden Lichtwellenlängen:
* <math>n_{C'}</math>: Brechzahl im Roten bei <math>\lambda_{C'} = 643,8469 \text { nm}</math>
* <math>n_{e}</math>: Brechzahl im Grünen bei <math>\lambda_{e} = 546,0740 \text { nm}</math>
* <math>n_{F'}</math>: Brechzahl im Blauen bei <math>\lambda_{F'} = 479,9914 \text { nm}</math>
'''Kronglas''' hat typischerweise einen Brechungsindex von 1,5 bis 1,6 und eine Abbe-Zahl, die größer als 50 ist, was einer geringen Dispersion entspricht.
'''Flintglas''' hat typischerweise einen Brechungsindex von 1,5 bis 2,0 und eine Abbe-Zahl, die kleiner als 50 ist, was einer starken Dispersion entspricht.
Der Farbquerfehler kann auch rechnerisch kompensiert werden, wenn bei Farbaufnahmen die Teilbilder für die verschiedenen Farbkanäle mit geeigneten Skalierungsfaktoren transformiert werden. Bei einer Farbaufnahme mit den Primärfarben rot, grün und blau (RGB) und den entsprechenden Skalierungsfaktoren <math>m_R</math>, <math>m_G</math> und <math>m_B</math> ergeben sich die korrigierten Ortsvektoren <math>\vec X'_R</math>, <math>\vec X'_R</math> und <math>\vec X'_R</math> zu:
:<math>\vec X'_R = m_R \cdot \vec X_R</math>
:<math>\vec X'_G = m_G \cdot \vec X_G</math>
:<math>\vec X'_B = m_B \cdot \vec X_B</math>
Hierbei gilt üblicherweise:
:<math>m_R < m_G < m_B</math>
Siehe auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Transformationen#Bildkoordinaten|Bildkoordinaten]].
Nach der Transformation sind die Bildkanten nicht mehr deckungsgleich und werden daher üblicherweise auf die Begrenzung der kleinsten Teilfläche beschnitten.
Bei Aufnahmen mit Licht aus einem engen Wellenlängenbereich kann die chromatische Aberration vernachlässigt werden. Dies kann zum Beispiel mit geeigneten monochromatischen Leuchtmitteln, wie Leuchtdioden oder Lasern sowie durch die Verwendung von Interferenzfiltern realisiert werden.
<div style="clear:both"></div>
===Schärfentiefe===
Der Schärfentiefebereich, bei dem Objektpunkte in verschiedenen Objektweiten hinreichend scharf abgebildet werden, wird durch die '''förderliche Blende''' realisiert, bei der in der optischen Abbildung alle geometrisch aus dem Objektraum abgebildeten Punkte einen festgelegten, maximalen Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z_{max}</math> nicht überschreiten.
Falls keine absoluten Vorgaben für den maximalen Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z_{max}</math> vorliegen, kann dieser unter der Verwendung der Anzahl der mindestens zu unterscheidenden Bildpunkte <math>N</math> auf dem Bildkreisdurchmesser <math>d</math> definiert werden:
:<math>Z_{max} = \frac {d} {N}</math>
Falls die optische Abbildung nicht digital oder maschinell weiterverarbeitet, sondern mit der Auflösung des menschlichen Auges betrachtet werden soll, kann die Anzahl der mindestens zu unterscheidenden Bildpunkte <math>N</math> auf der Bilddiagonale wie folgt abgeschätzt werden:
:<math>1000 \lessapprox N \lessapprox 1500</math>
Die Schärfentiefe <math>\Delta d</math> ist eine Funktion des akzeptablen Zerstreuungskreisdurchmessers <math>Z_{max}</math>, der geometrisch scharf eingestellten Objektweite <math>a</math> sowie der Brennweite <math>f'</math> und der Blendenzahl <math>k = \frac {f'} {D}</math> der optischen Abbildung. Sie ergibt sich als Längenmaß aus der Differenz der Fernpunktentfernung <math>d_f</math> und der Nahpunktentfernung <math>d_n</math>, die beide geometrisch als Zerstreuungskreis mit dem Durchmesser <math>Z_{max}</math> abgebildet werden:
:<math>\Delta d (Z_{max},a,f',k) = d_f (Z_{max},a,f',k) - d_n (Z_{max},a,f',k)</math>
Alle Objektpunkte zwischen dem Fernpunkt und dem Nahpunkt werden geometrisch mit Zerstreuungskreisdurchmessern abgebildet, die kleiner sind als der maximalen Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z_{max}</math>.
====Hyperfokale Entfernung====
[[Datei:Hyperfokale.Entfernung.png|hochkant=2|miniatur|Geometrisch-optische Abbildung eines Punktes P über die Hauptebene H (blau) bei der Brennweite <math>f'</math> (dunkelrot), mit der Öffnungsweite <math>D</math> und mit der Einstellung der Objektweite <math>a</math> auf die hyperfokale Entfernung <math>d_h = a</math> (dunkelgrün); rechts die Bildebene B (blau) in der Bildweite <math>a'</math> mit dem Bildpunkt P'; der Fernpunkt wird in den Brennpunkt abgebildet, und der Nahpunkt Q wird in den Punkt Q' abgebildet; die Fernpunktentfernung ist unendlich (<math>d_f = \infty</math>), und die Nahpunktentfernung beträgt exakt die Hälfte der hyperfokalen Entfernung (<math>d_n = \frac {a} {2}</math>); in der Bildebene B werden der Fernpunkt und der Nahpunkt beide als Zerstreuungskreise mit dem Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z</math> abgebildet.]]
Zur Bestimmung von Nahpunkt und Fernpunkt kann die hyperfokale Entfernung eingeführt werden. Wird ein entozentrisches Objektiv auf die hyperfokale Entfernung eingestellt, werden alle Objekte zwischen der halben hyperfokalen Entfernung und unendlich hinreichend scharf abgebildet. Hierfür kann anhand der beiden ähnlichen Dreiecke die folgende Beziehung mit der Brennweite <math>f'</math>, der Objektweite <math>a</math>, der Bildweite <math>a'</math>, der Blendenzahl <math>k</math> und dem in der Bildweite auftretenden Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z</math> aufgestellt werden:
:<math>\frac {Z} {a' - f'} = \frac {D} {f'}</math>
Für die Bildweite <math>a'</math> gilt nach Umformung sowie entsprechend der [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Abbildungsmaßstab|Abbildungsgleichung]]:
:<math>a' = \frac {Z \cdot f'} {D} + f' = k \cdot Z + f' = \frac {1} {\frac {1} {f'} - \frac {1} {a}} = \frac {f' \cdot a} {a - f'}</math>
Diese Beziehung kann nun nach der Objektweite <math>a</math> aufgelöst werden:
:<math>k \cdot Z + f' = \frac {f' \cdot a} {a - f'}</math>
:<math>\Rightarrow (k \cdot Z + f') \cdot (a - f') = f' \cdot a</math>
:<math>\Rightarrow k \cdot Z \cdot a + f' \cdot a - k \cdot Z \cdot f' - f'^2 = f' \cdot a</math>
:<math>\Rightarrow a = \frac {f'^2} {k \cdot Z} + f'</math>
Die hyperfokale Entfernung <math>d_h</math> berechnet sich aus der Brennweite <math>f'</math>, der Blendenzahl <math>k</math> und dem in der Bildebene festzulegenden maximalen Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z_{max}</math> wie folgt:
:<math>d_h = \frac {f'^2} {k \cdot Z_{max}} + f'</math>
Der Summand mit der Brennweite kann in der Regel in guter Näherung vernachlässigt werden, so dass gilt:
:<math>d_h \approx \frac {f'^2} {k \cdot Z_{max}}</math>
Liegt ein Objektpunkt in einer Objektweite <math>a</math> zwischen der halben hyperfokalen Entfernung und dem Unendlichen, wird dieser in der Bildebene also mit einem Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z(a)</math> abgebildet, der kleiner als <math>Z_{max}</math> ist:
:<math>\bigwedge_a \left( \frac {d_h} {2} \leq a \leq \infty \right): Z(a) \leq Z_{max}</math>
Die Schärfentiefe ist in diesem Fall wegen der unendlichen Fernpunktentfernung ebenfalls unendlich. Bei manchen einfachen Kameras sind die entsprechenden Fixfokusobjektive auf die hyperfokale Entfernung eingestellt. Sie erlauben keine Veränderung der Scharfstellung und bilden alle Objekte ab der halben hyperfokalen Entfernung hinreichend scharf ab.
Bei optisch korrigierten Systemen kann die erreichbare optische Auflösung allein durch Beugungseffekte limitiert sein. Bei solchen beugungsbegrenzten abbildenden Systemen kann der Zerstreuungskreisdurchmesser mit dem Durchmesser des Beugungsscheibchens gleichgesetzt werden (siehe [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Beugungsbegrenzung|Beugungsbegrenzung]]):
:<math>Z_{max} = 2,44 \cdot k \cdot \lambda</math>
:<math>d_h = \frac {f'^2} {k \cdot 2,44 \cdot k \cdot \lambda} + f' = \frac {f'^2} {k^2 \cdot 2,44 \cdot \lambda} + f'</math>
Mit der Definition der Blendenzahl <math>k</math> als Quotient von bildseitiger Brennweite <math>f'</math> und Öffnungsweite <math>D</math> ergibt sich:
:<math>k = \frac {f'} {D}</math>
:<math>d_h = \frac {D^2} {2,44 \cdot \lambda} + f'</math>
Der Summand mit der Brennweite kann auch hier in der Regel vernachlässigt werden:
:<math>d_h \approx \frac {D^2} {2,44 \cdot \lambda}</math>
Die hyperfokale Entfernung eines Objektivs ist also im Wesentlichen durch das Quadrat seiner Öffnungsweite bestimmt.
====Nahpunkt====
Die Nahpunktentfernung <math>d_n</math> beschreibt die Objektweite, bei der nahe Objekte noch hinreichend scharf abgebildet werden, wenn das Objektiv auf die Objektweite <math>a</math> eingestellt ist:
:<math>d_n(a) = \frac {a} {1 + \frac {a - f'} {d_h - f'}}</math>
Wird die Objektweite <math>a</math> für ein abbildendes System auf die hyperfokale Entfernung <math>d_h</math> eingestellt, ergibt sich für den Nahpunkt also exakt:
:<math>d_n(d_h)= \frac {d_h} {2}</math>
Wird die Objektweite <math>a</math> für ein abbildendes System auf dessen Brennweite <math>f = f'</math> eingestellt, ergibt sich für den Nahpunktentfernung exakt die Brennweite:
:<math>d_n(f)= f</math>
Wird die Objektweite <math>a</math> für ein abbildendes System auf unendlich eingestellt, ergibt sich für den Nahpunktentfernung die hyperfokale Entfernung minus der Brennweite:
:<math>d_n(\infty) = \lim_{a \to \infty} d_n(a) = \lim_{a \to \infty} \frac {a} {1 + \frac {a - f'} {d_h - f'}} = \lim_{a \to \infty} \frac {1} {\frac {1} {a} + \frac {1 - \frac {f'} {a}} {d_h - f'}} = d_h - f' = \frac {f'^2} {k \cdot Z_{max}}</math>
Da die hyperfokale Entfernung in der Regel wegen der Erfüllung der Bedingung <math>Z_{max} \ll f'</math> deutlich größer ist als die Brennweite, gilt näherungsweise:
:<math>d_n(\infty) \lessapprox d_h</math>
====Fernpunkt====
Die Fernpunktentfernung <math>d_f</math> beschreibt die Objektweite, bei der ferne Objekte noch hinreichend scharf abgebildet werden, wenn das Objektiv auf die Objektweite <math>a</math> eingestellt ist:
:<math>d_f(a) = \frac {a} {1 - \frac {a - f'} {d_h - f}}</math>
Wird die Objektweite <math>a</math> für ein abbildendes System auf die hyperfokale Entfernung <math>d_h</math> oder noch größere Entfernungen eingestellt, ergibt sich für die Fernpunktentfernung also:
:<math>d_f(d_h) = \infty</math>
Wird die Objektweite <math>a</math> für ein abbildendes System auf dessen Brennweite <math>f = f'</math> eingestellt, ergibt sich für die Fernpunktentfernung der gleiche Wert wie für die Nahpunktentfernung, und die Schärfentiefe ist somit null:
:<math>d_f(f) = f</math>
====Schärfentiefebereich====
Mit der Hilfsgröße
:<math>v(a) = \frac {a - f'} {d_h - f'}</math> mit <math>f' \le a \le d_h</math> beziehungsweise <math>0 \le v(a) \le 1</math>
ergibt sich aus der Differenz von Fernpunktentfernung <math>d_f(a)</math> und Nahpunktentfernung <math>d_n(a)</math> die Schärfentiefe <math>\Delta d(a)</math> wie folgt:
:<math>\Delta d(a) = d_f(a) - d_n(a) = a \left( \frac {1} {1 - v(a)} - \frac {1} {1 + v(a)} \right) = \frac {2 a \, v(a)} {1-v(a)^2} = \frac {2 a} {\frac {1} {v(a)} - v(a)}</math>
In der Praxis kann häufig die folgende Annahme gemacht werden:
:<math>f' \le a \ll d_h</math> beziehungsweise <math>0 \le v(a) \ll 1</math>
Unter dieser Voraussetzung vereinfachen sich die Bestimmung der Schärfentiefe <math>\Delta d(a)</math> und der Hilfsgröße <math>v(a)</math>:
:<math>\Delta d(a) \approx 2 a \, v(a)</math> beziehungsweise <math>v(a) \approx \frac {\Delta d(a)} {2 a}</math>
Bei vorgegebener Schärfentiefe <math>\Delta d(a)</math> kann für eine bestimmte Objektweite <math>a</math> die Hilfsgröße <math>v(a, \Delta d(a))</math> durch Lösen der entsprechenden quadratischen Gleichung bestimmt werden:
:<math>v(a, \Delta d(a)) = \sqrt {1 + \frac {a^2} {\Delta d(a)^2}} - \frac {a} {\Delta d(a)}</math>
Wenn die Brennweite <math>f'</math> ebenfalls vorgegeben ist, kann hieraus unmittelbar die dazugehörige maximale hyperfokale Entfernung <math>d_{h,max}(a, \Delta d(a), f')</math> berechnet werden:
:<math>d_{h,max}(a, \Delta d(a), f') = \frac {a - f'} {v(\Delta d(a), a)} + f'</math>
Wenn der maximale Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z_{max}</math> festgelegt ist und diese Gleichung mit der Definitionsgleichung für die hyperfokale Entfernung (siehe oben) gleichgesetzt wird, ergibt sich für die minimale Blendenzahl <math>k_{min}</math> schließlich:
:<math>k_{min}(a, v(a, \Delta d(a)), f', Z_{max}) = \frac {v(a, \Delta d(a)) \cdot f'^2} {Z_{max} \cdot (a - f')}</math>
Mit der oben genannten, für die meisten praktischen Fälle geltenden Einschränkung kann die minimale Blendenzahl <math>k_{min}</math> gut wie folgt abgeschätzt werden:
:<math>k_{min}(a, \Delta d(a), f', Z_{max}) \approx \frac {\Delta d(a)} {2 Z_{max}} \cdot \frac {f'^2} {a (a - f')}</math>
Unter Verwendung des Abbildungsmaßstabs <math>\beta</math> vereinfacht sich diese Gleichung zu:
:<math>k_{min}(\Delta d, Z_{max}) \approx \frac {\Delta d} {2 Z_{max}} \cdot \frac {\beta} {1 + \frac {1} {\beta}}</math>
[[Datei:Depth.of.Field.png|hochkant=2|miniatur|Optische Abbildungen mit der Brennweite <math>f</math> (violett) über die Hauptebene H (grün) mit der vorgegebenen hyperfokalen Entfernung <math>d_h</math> (rot); ganz rechts die Brennebene F (violett); die Abstände der Nahpunkte <math>d_n</math> und der Fernpunkte <math>d_f</math> mit den dazugehörigen Schärfentiefebereichen (dunkelcyan) variieren mit den Objektweiten <math>g</math> (blau)]]
Somit kann unter den genannten Voraussetzungen bei vorgegebener Blendenzahl <math>k</math> auch die Schärfentiefe <math>\Delta d(a)</math> relativ einfach abgeschätzt werden:
:<math>\Delta d(a) \approx 2 \, k \, Z_{max} \frac {a (a - f')} {f'^2} = 2 \, k \, Z_{max} \frac {1 + \frac {1} {\beta}} {\beta}</math>
Für größere Objektweiten mit <math>d_h \gg a \gg f'</math> und mit der Öffnungsweite des Objektivs <math>D = \frac {f'} {k}</math> vereinfacht sich diese Abschätzung weiter zu:
:<math>\Delta d(a) \approx 2 \, k \, Z_{max} \frac {a^2} {f'^2} = 2 \, Z_{max} \frac {a^2} {D \cdot f'} = 2 \, \frac {d} {f'} \frac {a^2} {D \cdot N}</math>
Bei vorgegebenem Bildwinkel ist der Quotient aus Bilddiagonale <math>d</math> und Brennweite <math>f'</math> konstant. Sind ferner die Öffnungsweite <math>D</math> und die Anzahl <math>N</math> der auf der Bilddiagonalen aufzulösenden Bildpunkte gegeben, hängt die Schärfentiefe <math>\Delta d(a)</math> ausschließlich vom Quadrat der Objektweite <math>a^2</math> ab. Bei doppelter Objektweite vergrößert sich die Schärfentiefe also ungefähr auf das Vierfache und bei halber Objektweite verringert sie sich ungefähr auf ein Viertel.
====Erhöhung der Schärfentiefe====
Wenn eine große Schärfentiefe gewünscht wird, kann zur Reduktion der hyperfokalen Entfernung mit Objektiven mit kleineren Öffnungsweiten beziehungsweise mit abgeblendeten Objektiven oder mit kürzeren Brennweiten gearbeitet werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass bei großen Blendenzahlen die Beugungsbegrenzung die erreichbare optische Auflösung deutlich einschränken kann.
Alternativ können objektseitig telezentrische Objektive eingesetzt werden, bei denen eine größere Schärfentiefe erreicht wird als bei entozentrischen Objektiven gleicher Brennweite und Öffnungsweite (siehe auch Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Telezentrie|Telezentrie]]).
Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von plenoptischen Kameras, die bei der Aufnahme ein Lichtfeld registrieren, aus denen für verschiedene Objektweiten scharfe Bilder berechnet werden können (siehe auch Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Plenoptische_Kameras|Plenoptische Kameras]]).
Ferner ist es bei unbewegtem Objekt und unbewegter Kamera möglich, eine Aufnahmereihe mit automatisch variierenden oder manuell variierten Objektweiten zu machen (englisch: '''focus bracketing'''). Alternativ kann die Kamera während der Aufnahmereihe mit fest eingestellter Objektweite entlang der optischen Achse verschoben werden. Bei einer anschließenden Bildanalyse können die im jeweiligen Schärfentiefebereich scharf abgebildeten Bildbereiche jeder Aufnahme zu einer einzigen Aufnahme zusammengesetzt werden (englisch: '''focus stacking'''). Hierzu können die digitalisierten Bilddaten zweidimensionalen '''Fourier-Transformationen''' unterzogen werden, wobei sie aus dem Ortsraum in den Ortsfrequenzraum übertragen werden. Wenn in den einzelnen Bildtransformationen jeweils die spektralen Anteile mit hohen Amplituden bei höheren Ortsfrequenzen berücksichtigt werden, die durch scharf abgebildete Objekte hervorgerufen werden, können diese Ortsfrequenzanteile aus allen Aufnahmen überlagert und mit Hilfe einer '''inversen Fourier-Transformation''' zurück in den Ortsraum übertragen werden. Auf diese Weise ergibt sich ein einziges Bild mit einem großen Schärfentiefebereich. Für die Berechnung der Fourier-Transformation wird aus Effizienzgründen häufig eine diskrete Fast-Fourier-Transformation (FFT) angewendet (siehe auch Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Transformationen#Fourier-Transformation|Fourier-Transformation]]).
Die folgenden sechs Bilder zeigen Aufnahmen mit zunehmend größer werdender Objektweite:
[[Datei:Guitar.Focus.Stacking.Composition.jpg|miniatur|rechts|hochkant=2||Aus den sechs Einzelaufnahmen mit Fokus-Stacking zusammengesetztes Bild]]
<gallery perrow="3" heights="180" widths="240" caption="Fokus-Stacking">
Datei:Guitar.Focus.Stacking.1.jpg|1. Aufnahme
Datei:Guitar.Focus.Stacking.2.jpg|2. Aufnahme
Datei:Guitar.Focus.Stacking.3.jpg|3. Aufnahme
Datei:Guitar.Focus.Stacking.4.jpg|4. Aufnahme
Datei:Guitar.Focus.Stacking.5.jpg|5. Aufnahme
Datei:Guitar.Focus.Stacking.6.jpg|6. Aufnahme
</gallery>
Siehe auch:
* Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Modulation_in_Abhängigkeit_von_der_Ortsfrequenz|Modulation in Abhängigkeit von der Ortsfrequenz]]
* Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Transformationen#Fourier-Transformation|Fourier-Transformation]]
===Entfernungseinstellung===
Viele Kamerasysteme sind mit Fokussierungshilfen ausgestattet, um die Objektive auf die richtige Entfernung einstellen zu können. Für manuelle Fokussierung kann das photographische Bild auf eine Hilfsebene projiziert werden, die zum Beispiel mit einer Einstellscheibe versehen ist, auf der es bei hinreichend großen Bildern direkt in einem Lichtschachtsucher oder bei kleineren Bildern durch einen optischen Sucher mit einem Okular betrachtet werden.
Moderne Systeme erlauben eine Echtzeitwiedergabe der Bilder (''Live-View''), bei der das Bild, das vom Bildsensor aufgenommen wurde, auf einem Bildschirm oder in einem elektronischen Sucher betrachtet und ohne Weiteres auch vergrößert (''Software-Lupe'') oder mit zusätzlicher Information angereichert werden kann.
====Fokus-Peaking====
Durch eine entsprechende Analyse der Modulation benachbarter Bildpunkte kann in Echtzeit im gesamten Bild Information über die Bildschärfe gewonnen werden und zum Beispel durch farbig oder in der Helligkeit hervorgehobene Konturen angezeigt werden. Dieses Hilfsmittel wird üblicherweise als '''Fokus-Peaking''' bezeichnet.
<gallery perrow="4" heights="300" widths="200" caption="Fokus-Peaking">
Datei:Zweig.in.Gasse.original.jpg|Photographie eines scharf abgebildeten Baumzweigs in einer unscharf abgebildeten Gasse
Datei:Zweig.in.Gasse.Kantendetektion.jpg|Kanten im Bild nach der Filterung mit einem zweidimensionalen digitalen Hochpassfilter
Datei:Zweig.in.Gasse.Kanten.rot.und.verstaerkt.jpg|Tonwerterhöhung und Rotfärbung der Kanten im gefilterten Bild
Datei:Zweig.in.Gasse.mit.Fokus-Peaking.jpg|Überlagerung der Photographie mit den ermittelten und überhöhten Kanten
</gallery>
Ein einfaches Verfahren zur Erkennung von Kanten ist die mathematische Faltung der digitalen Bilddaten mit einer kleinen geeigneten Faltungsmatrix, die über die entsprechenden Bildbereiche gerastert wird, wobei benachbarte Helligkeitswerte mit den jeweiligen Elementen der Faltungsmatrix multipliziert werden müssen. Als Hochpass-Operator für eine solche Kantendetektion kann zum Beispiel der Laplace-Operator in Form eines Laplace-Filters eingesetzt werden, der als Ergebnis der Operation ein entsprechendes Kantenbild erzeugt.
Auf dem Kontrollbildschirm werden das originale Bild und das im Kontrast verstärkte und gegebenenfalls farblich hervorgehobene Kantenbild überlagert, um dem Anwender den Bildinhalt und die Information über die Schärfe in den verschiedenen Bildbereichen gleichzeitig anzuzeigen. Hierzu kann zum Beispiel bildpunktweise die maximale Helligkeit in den beiden Bildern ermittelt oder ein geeignetes normiertes Produkt gebildet werden.
====Autofokussysteme====
Für die automatische Scharfstellung gibt es '''Autofokussysteme''', die die Schärfe mit einem Hilfssensor in einer eigenen Bildebene ermitteln. Dieses Vorgehen wird zunehmend durch die direkte Schärfemessung mit Hilfe der Bildsensors für die Bildaufnahme abgelöst, die inzwischen ebenso schnell und vor allem zuverlässiger und flexibler arbeitet als die automatische Fokussierung mit Hilfssensoren. Bei der Kontrastmessung kann der Kontrast zwischen benachbarten Bildpunkten (pixel) maximiert werden. Bei einer Kontrastmessung kann lediglich festgestellt werden, wie hoch der Kontrastwert zwischen zwei benachbarten Bildpunkten ist, nicht jedoch, ob dieser bereits ein Maximum erreicht hat, beziehungsweise in welche Richtung die Scharfstellung korrigiert werden muss, um den Kontrast zu erhöhen.
Hilfssensoren und Sucherbilder von Einstellscheiben stehen bei Spiegelreflexkameras systembedingt nicht für kontinuierliche Fokussierung bei Videoaufnahmen zur Verfügung. Mit einem zusätzlichen Autofokussensor, der zum Beispiel über den teildurchlässigen Spiegel eines Strahlteilers mit dem Messignal versorgt wird, kann eine kalibrierte Schärfemessung durchgeführt werden, bei der die Richtung der Nachfokussierung bestimmt ist:
[[Datei:Schaerfemessung.png|miniatur|hochkant=3|zentriert|Schärfemessung bei der optischen Abbildung eines Objekts in der Objektebene G über eine Hauptebene H in die Bildebene B. Zur ortsaufgelösten Messung der beiden oberhalb und unterhalb der optischen Achse über die Hilfshauptebene M abgebildeten Lichtintensitäten in der Sensorebene S kann ein Zeilensensor verwendet werden.]]
Wenn ein Objekt in der Objektebene G über die Hauptebene H scharf auf die Bildebene B abgebildet werden soll, kann eine automatische Schärfemessung durchgeführt werden, indem hinter der Bildebene B zwei kleine zusätzliche sammelnde Mikrolinsen (mit der gemeinsamen Hauptebene M) in den Strahlengang gebracht werden. Diese bilden Objekte mit verschiedenen Objektweiten in die Sensorebene S ab, wobei der Abstand der beiden Bildpunkte in der Sensorebene S für unendliche Objektweite maximal ist und für kleiner werdende Objektweiten immer geringer wird. Der Abstand der beiden Bildpunkte bei korrekter Fokussierung über die Hauptebene H liegt in der graphischen Darstellung oben beim Wert b (Strahlengang magenta).
Kleinere Abstände (a < b) ergeben sich durch geringere Objektweiten (Strahlengang rot), die Schärfe ist in diesem Fall auf eine zu große Objektweite eingestellt. Größere Abstände (c > b) ergeben sich durch größere Objektweiten (Strahlengang zyan), die Schärfe ist in diesem Fall auf eine zu kleine Objektweite eingestellt. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass aus dem Abstand der beiden Bildpunkte sofort abgelesen werden kann, ob die Schärfe für zu kleine Objektweiten (Abstand = c > b) oder für zu große Objektweiten (Abstand = a < b) eingestellt ist, beziehungsweise dass die Schärfe bereits korrekt eingestellt ist (Abstand = b). In der Praxis wird der Abbildungsstrahlengang während der Schärfemessung über Spiegel oder teildurchlässige Spiegel auf eine entsprechende Messeinheit umgelenkt (siehe auch [[#Spiegelreflexsysteme|Spiegelreflexsysteme]]).
In Kameras mit digitalen Bildsensoren werden die Sensoren für die Schärfemessung zunehmend im Bildsensor integriert. Hierzu können beliebig viele Bildpunkte des Sensors zur Hälfte mit Blenden abgedeckt werden, um an dieser Bildstelle die Information über die Schärfeeinstellung gewinnen zu können. Wenn der Bildsensor mit Mikrolinsen ausgestattet ist, um die Lichtausbeute zu erhöhen, können die entsprechenden Halbblenden direkt vor oder direkt hinter die Mikrolinsen M positioniert werden, um die einfallenden Lichtbündel asymmetrisch zu begrenzen. Aus der Lage des Lichtsignals in der Bildebene B kann dann auf die Objektweite zurückgeschlossen werden:
<gallery caption="Autofokussensor bei optischer Abbildung über die Hauptebene H mit Phasenkontrastmessung in der Bildebene B über eine Halbblende ..." perrow=2 heights=480 widths=480 style="text-align:center">
Phasenkonstrastmessung.hinter.Bildsensor.png|... hinter der Mikrolinse M
Phasenkonstrastmessung.vor.Bildsensor.png|... vor der Mikrolinse M
</gallery>
Bei feststehendem Abstand <math>x</math> zwischen der Hauptebene H und der Bildebene B der optischen Abbildung ergeben sich für die zu ermittelnde Objektweiten <math>a_1 > a_2 > a_3</math> verschiedene Positionen in der Bildebene für die Schärfemessung, in denen das Licht ein Sensorsignal auslöst. Für die Bildweiten gilt <math>a'_1 < a'_2 = x < a'_3</math>:
* Im '''Fall 1''' ist die Bildweite zu groß eingestellt, und das Lichtsignal erscheint '''über''' der optischen Achse.
* Im '''Fall 2''' ist die Bildweite korrekt eingestellt, und das Lichtsignal erscheint '''auf''' der optischen Achse.
* Im '''Fall 3''' ist die Bildweite zu klein eingestellt, und das Lichtsignal erscheint '''unter''' der optischen Achse.
<div style="clear:both"></div>
====Fokussierungsfehler====
[[Datei:Front.Back.Focus.Setup.png|miniatur|hochkant=2|Experimentelle Bestimmung des Fokussierungsfehlers bei einer optischen Abbildung von fünf blauen, runden Stäben (von oben gesehen) in verschiedener Objektweite (links) mit einem Objektiv (Mitte) auf eine Bildebene (rechts). Bei der Entfernungseinstellung soll die maximale Schärfe auf den mittleren Stab eingestellt werden.]]
Sowohl bei der manuellen Fokussierung mit einer Einstellscheibe als auch bei der Benutzung von Hilfssensoren besteht die Gefahr von '''Fokussierungsfehlern''', da die Messebene und die Aufnahmeebene weder exakt den gleichen Abstand von der letzten Hauptebene des Objektivs haben noch perfekt parallel und perfekt senkrecht zur optischen Achse ausgerichtet werden können. Ursachen können Lagefehler bei der Abbildung mit einem Objektiv, wie zum Beispiel die Bildfeldwölbung, oder Toleranzen und Dejustierungen, sowie bei bewegten Motiven Verzögerungen im automatischen Fokussierungssystem der Kamera sein.
<gallery perrow="3" heights="200" widths="200" caption="Fokussierungsfehler">
Datei:Back.Focus.jpg|Aufnahme mit Backfokus auf dem vierten Stab
Datei:Correct.Focus.jpg|Aufnahme mit korrekter Fokussierung auf dem mittleren Stab
Datei:Front.Focus.jpg|Aufnahme mit Frontfokus auf dem zweiten Stab
</gallery>
[[Datei:Fokussierungsfehler.png|miniatur|hochkant=2|Rechnerische Bestimmung des Fokussierungsfehlers über die Größe des Zerstreuungskreises <math>Z</math> anhand der bildseitigen Öffnungsweite <math>D</math>, der Bildweite <math>b</math> und dem Einstellfehler <math>\Delta b</math>.]]
Die Stärke des Fokussierungsfehlers kann bei vorgegebener Öffnungsweite <math>D</math> über die Größe des Zerstreuungskreises <math>Z</math> bestimmt werden, der in der Bildebene aufgrund der Differenz <math>\Delta b</math> zwischen eingestellter und optimaler Bildweite <math>b</math> entsteht:
:<math>\frac {Z} {\Delta b} = \frac {D} {b}</math>
Für eine Abbildung aus dem Unendlichen ist Bildweite <math>b</math> identisch mit der Brennweite <math>f</math>. Für diesen Fall ergibt sich unter Verwendung der Blendenzahl <math>k</math> der maximale durch den Fokussierungsfehler <math>\Delta b_{max}</math> bedingte maximale Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z_{max}</math> zu:
:<math>Z_{max} = \frac {\Delta b_{max}} {k}</math>
Alternativ kann der maximale Fokussierungsfehler <math>\Delta b_{max}</math> aus der eingestellten Blendenzahl <math>k</math> und dem maximal tolerierbaren Zerstreuungskreisdurchmesser <math>Z_{max}</math>ermittelt werden:
:<math>\Delta b_{max} = {k \cdot Z_{max}}</math>
====Spiegelreflexsysteme====
[[Datei:Spiegelreflexprinzip.png|miniatur|hochkant=2|Prinzip einer Spiegelreflexkamera mit Autofokusmessung. Ein Objekt in der Gegenstandsebene G wird über die Hauptebene H und ein Spiegelsystem S auf eine Einstellscheibe E und einen Autofokussensor AF abgebildet. Zur Bildaufnahme in der Bildebene B wird der Spiegel entfernt. Die drei Maße x dürfen sich nicht unterscheiden.]]
Bei Spiegelreflexsystemen wird das Bild des Objektivs der Kamera für die Bildauswahl zunächst über einen Spiegelsystem in auf eine Einstellscheibe und einen Autofokussensor abgebildet. Anhand der Darstellung auf der Einstellscheibe können der Bildausschnitt betrachtet und die Bildschärfe visuell beurteilt werden. Mit einem kalibrierten Autofokussensor kann die eingestellte Objektweite ermittelt werden, um die Entfernungseinstellung des Objektivs gegebenenfalls korrigieren zu können.
Beim Photographieren mit kleiner Blendenzahl und mit kleinen akzeptablen Zerstreuungskreisen auf dem Bildsensor müssen die Ebenen vom Bild, von der Einstellscheibe und vom Autofokussensor über das gesamte Bildfeld auf weniger als 1/100 Millimeter genau positioniert sein, was aufgrund von Fertigungstoleranzen und Temperaturschwankungen in Bezug auf das Kameragehäuse in der Praxis sehr aufwendig und schwierig ist.
Bei hochgeöffneten Objektiven mit kleiner Blendenzahl und entsprechend großen bildseitigen Öffnungswinkeln oder bei unkorrigierten Objektiven mit Bildfeldwölbung sind die tolerierbaren Fokussierungsfehler, also die Abweichungen der Bildweite von den Weiten der Einstellscheibe oder von den Weiten des Autofokussensors also sehr klein und die Kamera kann unter Umständen mechanisch nicht mehr hinreichend präzise und thermisch nicht mehr hinreichend stabil konstruiert und ausgeführt werden. In solchen Fällen wird ein über die Einstellscheibe oder den Autofokussensor in der Schärfe eingestelltes Bild in der Bildebene geometrisch nicht mehr hinreichend scharf abgebildet, und es bietet sich an, die Schärfemessung direkt in der Bildebene, bei digitalen Kameras also mithilfe des Bildsensors durchzuführen.
===Auswirkung der Bildgröße auf Abbildungsparameter===
Die Bildgröße wird bei Kameras durch das Aufnahmemedium festgelegt, das in der Regel rechteckig begrenzt ist. Wenn sich die optische Achse des Systems in der Mitte des entsprechenden Rechtecks in der Bildebene befindet, ist die Bilddiagonale des aufgenommenen Bildes identisch mit dem genutzten Bildkreisdurchmesser der Abbildung.
In der folgenden Tabelle wird die Auswirkung der Halbierung der Bilddiagonale <math>d</math> eines Bildaufnahmesystems dargestellt, die sich bei gleicher Brennweite <math>f</math> der optischen Abbildung sowie bei gleicher Öffnung <math>D</math> und gleicher Blendenzahl <math>k</math> des Objektivs ergeben, wenn die Anzahl der im Bild aufgenommenen Bildpunkte konstant gehalten wird:
{| class="wikitable zebra"
!Vergleich<br/>von Größen bei<br/>optischer Abbildung
!Referenzformat mit <br/>gegebener Bilddiagonale,<br/>Öffnungsweite und Brennweite
!Halbe Bilddiagonale,<br/>gleiche Öffnungsweite,<br/>gleiche Brennweite
!Halbe Bilddiagonale,<br/>gleiche Öffnungsweite,<br/>halbe Brennweite
!Halbe Bilddiagonale,<br/>halbe Öffnungsweite,<br/>gleiche Brennweite
!Halbe Bilddiagonale,<br/>halbe Öffnungsweite,<br/>halbe Brennweite
|-
| style="text-align:left" | || style="text-align:center" | [[Datei:Dfd.png|centre|150px]] || style="text-align:center" | [[Datei:Dfd2.png|centre|150px]] || style="text-align:center" | [[Datei:Df2d2.png|centre|150px]] || style="text-align:center" | [[Datei:D2fd2.png|centre|150px]] || style="text-align:center" | [[Datei:D2f2d2.png|centre|150px]]
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Wiedergabe#Bilddiagonale|'''Bilddiagonale''']] /<br/>Bildkreisdurchmesser || style="text-align:center" | <math>d</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {d} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {d} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {d} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {d} {2}</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Öffnung|'''Öffnungsweite''']] || style="text-align:center" | <math>D</math> || style="text-align:center" | <math>D</math> || style="text-align:center" | <math>D</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {D} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {D} {2}</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Brennweite|'''Brennweite''']] || style="text-align:center" | <math>f</math> || style="text-align:center" | <math>f</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {f} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>f</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {f} {2}</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Blendenzahl|Blendenzahl]] || style="text-align:center" | <math>k</math> || style="text-align:center" | <math>k</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {k} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>2 \, k</math> || style="text-align:center" | <math>k</math>
|-
| style="text-align:left" | Durchmesser des<br/>[[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Beugungsbegrenzung|Beugungsscheibchens]] || style="text-align:center" | <math>d_B</math> || style="text-align:center" | <math>d_B</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {d_B} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>2 d_B</math> || style="text-align:center" | <math>d_B</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Abbildungsmaßstab|Abbildungsmaßstab]] || style="text-align:center" | <math>\beta</math> || style="text-align:center" | <math>\beta</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {\beta} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\beta</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {\beta} {2}</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Bildwinkel|Bildwinkel]] || style="text-align:center" | <math>\alpha</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {\alpha} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \alpha</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {\alpha} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \alpha</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Lichtstrom|Lichtstrom]]<br/>im Objektiv || style="text-align:center" | <math>\Phi_v</math> || style="text-align:center" | <math>\Phi_v</math> || style="text-align:center" | <math>\Phi_v</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {\Phi_v} {4}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {\Phi_v} {4}</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Beleuchtungsstärke|Beleuchtungsstärke]]<br/>im Bild || style="text-align:center" | <math>E_v</math> || style="text-align:center" | <math>E_v</math> || style="text-align:center" | <math>\approx 4 E_v</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {E_v} {4}</math> || style="text-align:center" | <math>\approx E_v</math>
|-
| style="text-align:left" | Bildseitiger<br/>[[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Öffnungswinkel|Öffnungswinkel]] || style="text-align:center" | <math>\omega_B</math> || style="text-align:center" | <math>\omega_B</math> || style="text-align:center" | <math>\approx 2 \, \omega_B</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {\omega_B} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\omega_B</math>
|-
| style="text-align:left" | Bildseitiger<br/>[[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Raumwinkel|Raumwinkel]] || style="text-align:center" | <math>\Omega_B</math> || style="text-align:center" | <math>\Omega_B</math> || style="text-align:center" | <math>\approx 4 \, \Omega_B</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {\Omega_B} {4}</math> || style="text-align:center" | <math>\Omega_B</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Lichtstärke|Lichtstärke]]<br/>im Bild || style="text-align:center" | <math>I_v</math> || style="text-align:center" | <math>I_v</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {I_v} {4}</math> || style="text-align:center" | <math>\approx I_v</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {I_v} {4}</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Leuchtdichte|Leuchtdichte]]<br/>im Bild || style="text-align:center" | <math>L_v</math> || style="text-align:center" | <math>L_v</math> || style="text-align:center" | <math>\approx L_v</math> || style="text-align:center" | <math>\approx L_v</math> || style="text-align:center" | <math>L_v</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Belichtungswert|Belichtungswert]] || style="text-align:center" | <math>EV</math> || style="text-align:center" | <math>EV</math> || style="text-align:center" | <math>\approx EV</math> || style="text-align:center" | <math>\approx EV</math> || style="text-align:center" | <math>EV</math>
|-
| style="text-align:left" | Belichtungszeit || style="text-align:center" | <math>t</math> || style="text-align:center" | <math>t</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {t} {4}</math> || style="text-align:center" | <math>\approx 4t</math> || style="text-align:center" | <math>t</math>
|-
| style="text-align:left" | Objektivvolumen || style="text-align:center" | <math>V</math> || style="text-align:center" | <math>V</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {V} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {V} {4}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {V} {8}</math>
|-
| style="text-align:left" | Bildfläche || style="text-align:center" | <math>A</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {A} {4}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {A} {4}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {A} {4}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {A} {4}</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Normalbrennweite|Normalbrennweite]] || style="text-align:center" | <math>f_{norm}</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {f_{norm}} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {f_{norm}} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {f_{norm}} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {f_{norm}} {2}</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Wiedergabe#Punktabstand|Punktabstand]] || style="text-align:center" | <math>s</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {s} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {s} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {s} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {s} {2}</math>
|-
| style="text-align:left" | Relativer<br/>[[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Fokussierungsfehler|Fokussierungsfehler]] || style="text-align:center" | <math>\Delta a'</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {\Delta a'} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {\Delta a'} {4}</math> || style="text-align:center" | <math>\Delta a'</math> || style="text-align:center" | <math>\frac {\Delta a'} {2}</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Hyperfokale_Entfernung|Hyperfokale<br/>Entfernung]] || style="text-align:center" | <math>d_h</math> || style="text-align:center" | <math>\approx 2 d_h</math> || style="text-align:center" | <math>\approx d_h</math> || style="text-align:center" | <math>\approx d_h</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {d_h} {2}</math>
|-
| style="text-align:left" | [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Schärfentiefe|Schärfentiefe]] || style="text-align:center" | <math>\Delta d</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \frac {\Delta d} {2}</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \Delta d</math> || style="text-align:center" | <math>\approx \Delta d</math> || style="text-align:center" | <math>\approx 2 \, \Delta d</math>
|}
Bei gleicher Öffnung <math>D</math> sowie bei halber Bildgröße <math>\frac {d} {2}</math> und halber Brennweite <math>\frac {f} {2}</math> unterscheidet sich ein Objektiv also vor allem durch die kürzere Bauform und das dadurch geringere Volumen und Gewicht. Insbesondere sind die Schärfentiefe des Bildes und der Bildwinkel sowie der Lichtstrom und damit die Lichtempfindlichkeit pro Bildpunkt identisch. Die Beugungsscheibchen sind zwar nur halb so groß, aber dafür sind auch die Bildpunkte nur halb so groß, so dass sich in der Bildqualität hierdurch kein Unterschied ergibt.
<div style="clear:both"></div>
==== Äquivalente Brennweite ====
[[Datei:Aequivalente.Objektive.png|mini|rechts|hochkant=2|Zur äquivalenten Brennweite, zur äquivalenten Blendenzahl und zum äquivalenten Belichtungsindex (ISO-Zahl) bei gleichem Bildwinkel, gleicher Öffnungsweite, gleicher Belichtungszeit und verschiedenen Bildsensorgrößen]]
Der Bildausschnitt hängt von der Brennweite des Objektivs und der Größe des Bildsensors ab und wird am besten durch den sogenannten Bildwinkel beschrieben. Um den '''gleichen Bildwinkel''' und somit die gleiche Bildperspektive zu erhalten, muss eine Kamera mit einem doppelt so großen Bildsensor mit doppelt so großer Brennweite betrieben werden. Der Abbildungsmaßstab unterscheidet sich bei großer Objektweite dann auch um den Faktor zwei, das heißt, dass der '''äquivalente Abbildungsmaßstab''' für halb so große Bildsensoren bei halber Brennweite auch nur halb so groß ist.
Die folgende Tabelle zeigt Beispiele für '''äquivalente Brennweiten''' mit gleichem Bildwinkel bei verschiedenen Bildsensorklassen:
{| class="wikitable zebra"
!Bildsensorklasse
!Äquivalente Brennweite<br/>bei Weitwinkel<br/>in Millimetern
!Äquivalente Brennweite<br/>bei Normalwinkel<br/>in Millimetern
!Äquivalente Brennweite<br/>bei Telewinkel<br/>in Millimetern
|-
| style="text-align:left" | Miniatur || style="text-align:center" | 4 || style="text-align:center" | 7 || style="text-align:center" | 12
|-
| style="text-align:left" | Kompakt || style="text-align:center" | 5 || style="text-align:center" | 9 || style="text-align:center" | 15
|-
| style="text-align:left" | 2/3-Zoll || style="text-align:center" | 7 || style="text-align:center" | 13 || style="text-align:center" | 22
|-
| style="text-align:left" | 1-Zoll || style="text-align:center" | 10 || style="text-align:center" | 18 || style="text-align:center" | 30
|-
| style="text-align:left" | Micro Four Thirds || style="text-align:center" | 14 || style="text-align:center" | 25 || style="text-align:center" | 42
|-
| style="text-align:left" | APS-C || style="text-align:center" | 18 || style="text-align:center" | 32 || style="text-align:center" | 55
|-
| style="text-align:left" | Vollformat || style="text-align:center" | 28 || style="text-align:center" | 50 || style="text-align:center" | 85
|-
| style="text-align:left" | Mittelformat || style="text-align:center" | 39 || style="text-align:center" | 70 || style="text-align:center" | 120
|-
| style="text-align:left" | Großformat || style="text-align:center" | 56 || style="text-align:center" | 100 || style="text-align:center" | 170
|}
==== Äquivalente Blendenzahl ====
[[Datei:Aequivalente.Beugung.png|miniatur|hochkant=2|Zur Indifferenz des Winkeldurchmessers des Beugungsscheibchens bei vorgegebener Öffnungsweite. Der Durchmesser des Beugungsscheibchens ist proportional zur Bilddiagonale (respektive zur Bildsensorgröße) beziehungsweise proportional zur Brennweite f'.]]
[[Datei:Aequivalente.Schaerfentiefe.png|miniatur|hochkant=2|Zur Indifferenz der Schärfentiefe bei vorgegebener Öffnungsweite und Objektweite a. Der Durchmesser des Zerstreuungsscheibchens Z ist ungefähr proportional zur Bilddiagonale (respektive zur Bildsensorgröße) beziehungsweise proportional zur Brennweite (f' versus 2 f').<br />'''Anmerkung''': Der Weg zur Scharfstellung im Bildraum von unendlicher Objektweite auf die endliche Objektweite a wird mit größer werdender Brennweite und entsprechend größerem Bild überproportional länger (Δa' versus 4,5 Δa').]]
Die Schärfentiefe und die Beugungsunschärfe hängen von der Brennweite des Objektivs und der eingestellten Blendenzahl respektive von der Öffnungsweite ab. Um bei gleichem Bildwinkel - also bei äquivalenter Brennweite - die '''gleiche Schärfentiefe''' und die '''gleiche Beugungsunschärfe''' - also den gleichen Winkeldurchmesser des Beugungsscheibchens - zu erhalten, muss eine Kamera mit doppelt so großer Brennweite mit halb so großer Blendenzahl - also mit gleicher Öffnungsweite - betrieben werden.
Der Stellweg <math>\Delta a'</math> entlang der optischen Achse im Bildraum, der sich bei der Scharfstellung aus dem Unendlichen ergibt, wenn sich das scharfzustellende Objekt in der Objektweite <math>a</math> befindet, lässt sich für ein Objektiv mit der Brennweite <math>f'</math> über die folgende Beziehung berechnen:
:<math>\Delta a' = f' \left( \frac {1} {1 - \frac {f'} {a}} - 1 \right) = \frac {f'^2} {a - f'}</math>
Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft verschiedene Bildsensorklassen und die jeweilige '''äquivalente Blendenzahlen''' bei konstanter Öffnungsweite. Dabei resultieren immer die gleiche Schärfentiefe und die gleiche relative Beugungsunschärfe. Ferner sind für ein Objektiv mit Normalbrennweite die Längen der entsprechenden Stellwege im Bildraum angegeben, die sich bei der Scharfstellung aus dem Unendlichen ergeben, wenn sich das scharfzustellende Objekt in einer Objektweite von einem Meter (<math>a = 1000 \text{ mm}</math>) befindet.
{| class="wikitable zebra"
!Bildsensorklasse
!Äquivalente Blendenzahl<br/>bei lichtstarkem Objektiv
!Äquivalente Blendenzahl<br/>bei lichtschwachem Objektiv
!Länge des Stellwegs<br/>in der Bildebene in mm<br/>bei der Scharfstellung<br/>von unendlich auf ein Meter
|-
| style="text-align:left" | Miniatur || style="text-align:center" | - || style="text-align:center" | 2,0 || style="text-align:center" | 0,049
|-
| style="text-align:left" | Kompakt || style="text-align:center" | - || style="text-align:center" | 2,8 || style="text-align:center" | 0,082
|-
| style="text-align:left" | 2/3-Zoll || style="text-align:center" | 0,7 || style="text-align:center" | 4,0 || style="text-align:center" | 0,17
|-
| style="text-align:left" | 1-Zoll || style="text-align:center" | 1,0 || style="text-align:center" | 5,6 || style="text-align:center" | 0,33
|-
| style="text-align:left" | Micro Four Thirds || style="text-align:center" | 1,4 || style="text-align:center" | 8,0 || style="text-align:center" | 0,64
|-
| style="text-align:left" | APS-C || style="text-align:center" | 2,0 || style="text-align:center" | 11 || style="text-align:center" | 1,1
|-
| style="text-align:left" | Vollformat || style="text-align:center" | 2,8 || style="text-align:center" | 16 || style="text-align:center" | 2,6
|-
| style="text-align:left" | Mittelformat || style="text-align:center" | 4,0 || style="text-align:center" | 22 || style="text-align:center" | 5,3
|-
| style="text-align:left" | Großformat || style="text-align:center" | 5,6 || style="text-align:center" | 32 || style="text-align:center" | 11,1
|}
==== Äquivalente Lichtempfindlichkeit ====
Das Bildqualität hängt auch von der Lichtmenge ab, die durch das Objektiv auf den Bildsensor oder den photographischen Film geworfen wird. Die aufgefangene Lichtmenge kann als Maß für die Lichtempfindlichkeit mit dem Belichtungsindex (wird umgangssprachlich auch als ISO-Zahl bezeichnet) <math>S_i</math> beschrieben werden – je höher der Belichtungsindex beziehungsweise der Belichtungswert ist (siehe auch Kapitel [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Belichtungswert|Belichtungswert]]), desto weniger Licht wird für eine Aufnahme verwendet und desto kürzer muss bei gleicher Blendenzahl belichtet werden.
Bei vorgegebenem Belichtungsindex, '''gleichem Belichtungswert''' beziehungsweise '''gleicher Leuchtdichte''', gleichem Bildwinkel (äquivalente Brennweite) und gleicher Öffnungsweite (äquivalente Blendenzahl) resultiert für größere Bildformate eine längere Belichtungszeit. Um unter diesen Umständen bei gleicher Bildauflösung mit der gleichen Lichtmenge eine vergleichbare Bildqualität zu erhalten, muss eine Kamera mit einem halb so großen Bildsensor bei '''gleicher Belichtungszeit''' mit einem um den Faktor 4 kleineren (äquivalenten) Belichtungsindex betrieben werden. Wird sie bei '''gleichem Belichtungsindex''' mit einem Viertel der Belichtungszeit (äquivalente Belichtungszeit) betrieben, registriert sie allerdings auch nur ein Viertel der vergleichbaren Lichtmenge.
Eine ähnliche Situation ergibt sich bei halb so großem Bildsensor, wenn Objekte mit einer viermal so hohen Leuchtdichte und somit einem um den Summanden 2 erhöhten Belichtungswert bei gleicher Belichtungszeit und gleichem Belichtungsindex aufgenommen werden.
Die folgende Tabelle zeigt Beispiele für '''äquivalente Lichtempfindlichkeiten''' bei gleicher Belichtungszeit, '''äquivalente Belichtungswerte''' bei gleicher Belichtungszeit beziehungsweise '''äquivalente Belichtungszeiten''' bei gleichem Belichtungsindex für verschiedenen Bildsensorklassen:
{| class="wikitable zebra"
!Bildsensorklasse
!Äquivalenter<br/>Belichtungsindex<br/><math>S_i</math> bei gleicher<br/>Belichtungszeit
!Äquivalenter<br/>Belichtungswert<br/>EV bei gleicher<br/>Belichtungszeit
!Äquivalente<br/>Belichtungszeit<br/>t in s bei gleichem<br/>Belichtungsindex
|-
| style="text-align:left" | Miniatur || style="text-align:center" | 50 || style="text-align:center" | 6 || style="text-align:center" | 1/1000
|-
| style="text-align:left" | Kompakt || style="text-align:center" | 100 || style="text-align:center" | 5 || style="text-align:center" | 1/500
|-
| style="text-align:left" | 2/3-Zoll || style="text-align:center" | 200 || style="text-align:center" | 4 || style="text-align:center" | 1/250
|-
| style="text-align:left" | 1-Zoll || style="text-align:center" | 400 || style="text-align:center" | 3 || style="text-align:center" | 1/125
|-
| style="text-align:left" | Micro Four Thirds || style="text-align:center" | 800 || style="text-align:center" | 2 || style="text-align:center" | 1/60
|-
| style="text-align:left" | APS-C || style="text-align:center" | 1600 || style="text-align:center" | 1 || style="text-align:center" | 1/30
|-
| style="text-align:left" | Vollformat || style="text-align:center" | 3200 || style="text-align:center" | 0 || style="text-align:center" | 1/15
|-
| style="text-align:left" | Mittelformat || style="text-align:center" | 6400 || style="text-align:center" | -1 || style="text-align:center" | 1/8
|-
| style="text-align:left" | Großformat || style="text-align:center" | 12800 || style="text-align:center" | -2 || style="text-align:center" | 1/4
|}
==== Äquivalenter Fokussierungsfehler ====
Der durch eine fehlerhafte Einstellung der Objektweite verursachte maximale Zerstreuungskreisdurchmesser muss auf die Bilddiagonale bezogen werden, um vergleichbare Bedingungen zu erhalten. Je kürzer die für ein Bild erforderliche Brennweite und je kleiner der verwendete Bildkreis sind, desto kleiner wird der maximale Zerstreuungskreisdurchmesser und damit auch der Fokussierungsfehler, der eine vorgegebene Unschärfe erzeugt. Demzufolge wird auch der Stellweg zur Scharfstellung zwischen zwei bestimmten Objektweiten entsprechend kleiner.
Die folgende Tabelle zeigt Beispiele für '''äquivalente Zerstreuungskreisdurchmesser''' und '''äquivalente Fokussierungsfehler''' bei gleichem Bildwinkel und bei äquivalenter Blendenzahl für verschiedenen Bildsensorklassen, wenn der Durchmesser der Zerstreuungskreise <math>Z</math> nicht größer als ein Tausendstel der Bilddiagonale werden darf:
{| class="wikitable zebra"
!Bildsensorklasse
!Äquivalente<br/>Blendenzahl
!Äquivalenter<br/>Zerstreuungskreis-<br/>durchmesser<br/><math>Z</math> in µm
!Äquivalenter<br/>Fokussierungsfehler<br/><math>\Delta a'</math> in µm
|-
| style="text-align:left" | Miniatur || style="text-align:center" | 1,0 || style="text-align:center" | 5,4 || style="text-align:center" | 5,4
|-
| style="text-align:left" | Kompakt || style="text-align:center" | 1,4 || style="text-align:center" | 7,6 || style="text-align:center" | 11
|-
| style="text-align:left" | 2/3-Zoll || style="text-align:center" | 2,0 || style="text-align:center" | 11 || style="text-align:center" | 22
|-
| style="text-align:left" | 1-Zoll || style="text-align:center" | 2,8 || style="text-align:center" | 15 || style="text-align:center" | 42
|-
| style="text-align:left" | Micro Four Thirds || style="text-align:center" | 4,0 || style="text-align:center" | 22 || style="text-align:center" | 87
|-
| style="text-align:left" | APS-C || style="text-align:center" | 5,6 || style="text-align:center" | 30 || style="text-align:center" | 170
|-
| style="text-align:left" | Vollformat || style="text-align:center" | 8,0 || style="text-align:center" | 43 || style="text-align:center" | 350
|-
| style="text-align:left" | Mittelformat || style="text-align:center" | 11 || style="text-align:center" | 59 || style="text-align:center" | 650
|-
| style="text-align:left" | Großformat || style="text-align:center" | 16 || style="text-align:center" | 87 || style="text-align:center" | 1400
|}
===Falschlicht===
Bei einer idealen optischen Abbildung wird jeder Objektpunkt entsprechend dem dazugehörigen Abbildungsmaßstab geometrisch exakt in einen Bildpunkt übertragen. Bei Falschlicht handelt es sich allgemein um unerwünschtes Licht im Bild, also Lichtsignale, die nicht vom entsprechenden Punkt in der Objektebene stammen oder nicht am idealen geometrischen Bildort ankommen (siehe auch ISO 18844). Es gibt zahlreiche Ursachen und Quellen für derartiges Falschlicht, das abseits der jeweiligen geometrisch exakten Bildpunkte in die Bildebene gelangen kann. Hierbei kann zwischen primärem und sekundärem Falschlicht unterschieden werden. Primäres Falschlicht wird durch prinzipiell vermeidbare Störungen hervorgerufen, sekundäres Falschlicht ergibt sich unmittelbar durch Einflüsse der unvollkommenen Strahlengeometrie oder durch unvermeidbare wellenoptische Effekte:
* '''Primäre Falschlichtquellen'''
** Licht, das an Störstellen von optischen Medien abgelenkt wird.
** Licht, das durch einfache oder mehrfache Fresnel-Reflexion an Grenzflächen von (unvergüteten) optischen Medien ins Bild gelangt.
** Licht, das an Fassungen, Blenden oder an anderen innenliegenden Gehäuseteilen des optischen Systems im Strahlengang reflektiert oder gestreut wird.
** Licht, das durch Lichtlecks in das optische System gelangt.
** Licht, das von Lichtquellen innerhalb des optischen Systems stammt (inklusive aller Formen von Lumineszenz, wie auch Fluoreszenz, Phosphoreszenz oder Szintillation).
* '''Sekundäre Falschlichtquellen'''
** Licht, das durch Abbildungsfehler (Aberrationen) nicht in die geometrisch korrekten Bildorte abgelenkt wird.
** Licht, das von einem Objektpunkt durch fehlerhafte Entfernungseinstellung nicht in den entsprechenden Punkt in der dazugehörigen Bildebene, sondern in einen Zerstreuungskreis der tatsächlich gewählten Bildebene abgebildet wird.
** Licht, das an Fassungen oder Blenden im Strahlengang gebeugt wird.
Die Bilder der das Falschlicht verursachenden Objektpunkte und Lichtquellen können innerhalb aber auch außerhalb des zu erfassenden Bildfelds liegen. Im noch weiter gefassten Sinn erzeugen auch elektronisches Rauschen oder Digitalisierungsrauschen unerwünschte Signale in elektronischen und digitalen Bildern. In digitalen Bildern sind die durch die vielfältigen Quellen verursachten, unerwünschten Bildsignale nicht immer ohne Weiteres zu unterscheiden. Nichtsdestoweniger können einige der Störeffekte mit automatischer oder manueller Bildbearbeitung vermindert oder sogar vollständig kompensiert werden.
====Gegenlicht====
Eine häufige Situation stellt Gegenlicht dar. In diesem Fall wird eine Lichtquelle direkt abgebildet, oder sie befindet sich in der Nähe des abgebildeten Objektfelds. In der Abbildung werden durch primäres Falschlicht Lichtsignale erzeugt, die nicht direkt Objektpunkten entsprechen.
Der graue Schirm auf der linken Seite der ersten der folgenden Abbildungen wird durch das Objektiv in die Bildebene abgebildet. Der rote Laserstrahl, dessen Lichtquelle sich von der optischen Achse aus gemessen 10° außerhalb des Bildwinkels befindet, ist im Idealfall in der Bildfläche nicht sichtbar, sondern wird in der Kamera absorbiert. In der Praxis trifft durch gerichtete und ungerichtete Reflexionen oder Beugung innerhalb des Objektivs dennoch Licht der Lichtquelle auf die Bildfläche (Abbildung mit einem typischen Beispiel in der Mitte).
Falschlicht, das durch außerhalb des Objektfeldes vorhandene Lichtquellen verursacht wird, kann leicht durch die Verwendung einer '''Streulichtblende''' vor dem Objektiv (Abbildung rechts, auch '''Gegenlichtblende''' genannt) reduziert oder sogar vollständig vermieden werden.
<gallery perrow="3" widths="240" heights="240" caption="Zur Wirkung von Streulicht">
Datei:Measurement.of.scattered.and.reflected.light.png|Unerwünschter Einfluss von Gegenlicht, das sich außerhalb Objektfeldes befindet
Datei:Gegenlichtmessung.jpg|Exemplarische fotografische Aufnahme mit unerwünschtem Einfluss von Laserlicht außerhalb des Objektfeldes
Datei:Tulip Lens Hood.jpg|Beispiel einer Streulichtblende zur Vermeidung von Falschlicht in der Bildfläche
</gallery>
== Räumliche Motive ==
Bei räumlichen Motiven ergibt sich bei entozentrischen und perizentrischen Abbildungen das Problem, dass die Objektweite nicht konstant ist. Dadurch kommt es für ein räumliches Objekt zu unterschiedlichen Abbildungsmaßstäben im Bild. Durch die Verwendung von objektseitig telezentrischen Objektiven ([[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Telezentrie|siehe oben]]), bei denen der Abbildungsmaßstab von der Objektweite unabhängig ist, kann dieses Problem vermieden werden.
[[Datei:Kugelfoermige.Objekte.neben.optischer.Achse.png|miniatur|hochkant=2|Abbildung eines kugelförmigen Objektes]]
[[Datei:Verzerrung.kugelfoermiger.Objekte.png|miniatur|hochkant=2|Verzerrung bei der verzeichnungsfreien optischen Abbildung kugelförmiger Objekte abseits der optischen Achse]]
Betrachten wir ein kugelförmiges Objekt mit dem Radius <math>r</math>, dessen Mittelpunkt sich im Abstand <math>x</math> von der optischen Achse in der Objektebene G befindet und über die Hauptebene H verzeichnungsfrei in die Bildebene B abgebildet wird. Die Objektweite beträgt <math>a</math> und die Bildweite <math>a'</math>. Das Zentrum dieser Kugel wird im Abstand <math>x'</math> von der optischen Achse in die Bildebene projiziert. Der Abbildungsmaßstab <math>\beta</math> beträgt für diesen Punkt:
:<math>\beta = \frac {x'} {x} = \frac {a'} {a}</math>
Bei undurchsichtigen Objekten wird jedoch nur die Oberfläche des Körpers abgebildet und die beiden Tangentenpunkte der Sichtstrahlen auf die Oberfläche der Kugel in der Schnittebene befinden sich näher beziehungsweise entfernter als die Objektweite des Mittelpunkts der Kugel, so dass sich für den näheren Punkt die Objektweite <math>n</math> und für den ferneren Punkt die Objektweite <math>f</math> ergibt. Daraus resultieren die entsprechenden Abbildungsmaßstäbe <math>\beta_n</math> und <math>\beta_f</math>:
:<math>\beta_n = \frac {a'} {n}</math>
:<math>\beta_f = \frac {a'} {f}</math>
Die beiden Objektweiten <math>n</math> und <math>f</math> können wie folgt konstruiert und berechnet werden:
Der Abstand vom Hauptpunkt zum Mittelpunkt der Kugel ist <math>d</math>:
:<math>d = \sqrt {a^2 + x^2}</math>
Die Höhe <math>h</math> kann über die Betrachtung ähnlicher Dreiecke aus folgender Verhältnisgleichung gewonnen werden:
:<math>\frac {h} {r} = \frac {r} {d}</math>
:<math>h = \frac {r^2} {d}</math>
Die Differenz <math>y</math> ergibt sich ebenfalls aus einer Verhältnisgleichung, die auf ähnlichen Dreiecken beruht:
:<math>\frac {y} {h} = \frac {a} {d}</math>
:<math>y = \frac {a \cdot h} {d} = \frac {a \cdot r^2} {a^2 + x^2}</math>
Der Grenzwert von <math>y</math> für große Objektweiten <math>a</math> geht gegen null:
:<math> \lim_{a \to \infty} y(a) = \frac {1} {a} = 0</math>
Die Hilfsgröße <math>g</math> kann mit Hilfe des Satzes des Pythagoras berechnet werden:
:<math>g = \sqrt {r^2 - h^2}</math>
Die Differenz <math>c</math> kann dann wiederum über die entsprechenden ähnlichen Dreiecke aus einer Verhältnisgleichung abgeleitet werden:
:<math>\frac {c} {g} = \frac {x} {d}</math>
:<math>c = \frac {x \cdot g} {d} = \frac {x \cdot \sqrt {r^2 - h^2}} {d} = \frac {x \cdot r \cdot \sqrt {a^2 + x^2 - r^2}} {a^2 + x^2}</math>
Befindet sich der Mittelpunkt der Kugel auf der optischen Achse (<math>x = 0</math>), dann ist <math>c = 0</math>.
Die gesuchten Objektweiten ergeben sich dann schließlich wie folgt:
:<math>n = a - y - c</math>
:<math>f = a - y + c</math>
Die beiden entsprechenden Abbildungsmaßstäbe <math>\beta_n</math> und <math>\beta_f</math> hängen bei vorgegebener Objektweite des Mittelpunkts <math>a</math>, vorgegebenem Abstand <math>x</math> von der optischen Achse in der Objektebene G und vorgegebenem Radius <math>r</math> des kugelförmigen Objektes nur von der Bildweite <math>a'</math> ab, die für alle Bildpunkte allerdings identisch ist. Für das Verhältnis dieser beiden Abbildungsmaßstäbe ergibt sich dann also wie folgt:
:<math>\frac {\beta_f} {\beta_n} = \frac {n} {f} = \frac {a - y - c} {a - y + c}</math>
[[Datei:Drei.Kugeln.in.Objektebene.jpg|miniatur|hochkant=2|Verzerrung bei der optischen Abbildung dreier gleich großer Kugeln in der gleichen Objektebene. Die Kugel in der Mitte wurde kreisrund und unverzerrt abgebildet. Die beiden außenliegenden Kugeln wurden asymmetrisch abgebildet und sind über zehn Prozent breiter als hoch.]]
Die unterschiedlichen Abbildungsmaßstäbe entlang der vom Hauptpunkt aus gesehenen sichtbaren Konturen eines kugelförmigen Objektes führen dazu, dass nicht der Radius der entsprechenden Kugel in der Größe der optischen Abbildung wiedergegeben wird. Je näher der sichtbare Punkt auf der Kontur an der Hauptebene liegt, desto größer ist der Abbildungsmaßstab. Dies führt dazu, dass Objektteile von Kugeln, deren Konturpunkte weiter seitlich von der optischen Achse entfernt sind, stärker vergrößert werden als Objektteile, deren Konturpunkte näher an oder sogar auf der optischen Achse liegen. Eine Kugel, deren Mittelpunkt außerhalb der optischen Achse liegt, wird daher nicht kreisrund, sondern als Oval abgebildet.
Dieser Effekt tritt insbesondere bei weitwinkligen Aufnahmen mit großen Bildwinkeln auf, bei denen unter Umständen eine noch stärker hervortretende Verzeichnung ([[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Verzeichnung|siehe oben]]) hinzukommt, da hierbei der Abbildungsmaßstab aufgrund von Lagefehlern in der Abbildung über das Bildfeld variiert. In der Abbildung rechts ist eine beispielhafte Aufnahme zu sehen, bei denen die Verformung der Kugelbilder am Rand der Aufnahme hauptsächlich von der Verzerrung durch die unterschiedlichen Objektweiten der aufgenommenen Kugeln zustande kommt.
<div style="clear:both"></div>
== Bewegte Motive ==
=== Senkrecht zur optischen Achse ===
Bei der Aufnahme von bewegten Motiven, die sich in der Objektweite <math>a</math> senkrecht zur optischen Achse mit der Geschwindigkeit <math>v_q</math> bewegen, darf für ein Einzelbild eine maximale Belichtungszeit von <math>\Delta t_q</math> nicht überschritten werden, wenn im Bild keine Bewegungsunschärfe <math>\Delta y = v_q \cdot \Delta t_q</math> zu erkennen sein soll.
Die Bewegungsunschärfe wird bei der Verwendung einer bestimmten Brennweite <math>f'</math> im Bild mit dem Abbildungsmaßstab <math>\beta'</math> in die Bildunschärfe <math>\Delta y'</math> skaliert:
:<math>\beta' = \frac {\Delta y'} {\Delta y} = \frac {1} {\frac {a} {f'} - 1}</math>
Diese Bildunschärfe soll in der Regel einen festzulegenden Bruchteil <math>N</math> der Bilddiagonale <math>d</math> nicht überschreiten:
:<math>\Delta y' \leq \frac {d} {N}</math>
Hierbei kann für <math>N</math>, wie bei der Festlegung des maximal tolerierbaren Zerstreuungskreisdurchmessers bei der Bestimmung der visuellen Schärfentiefe, zum Beispiel ein Wert zwischen 1000 und 1500 festgelegt werden.
Für die maximale Belichtungszeit <math>\Delta t_q</math> resultiert dann:
:<math>\Delta t_q \leq \frac {\Delta y} {v_q} = \frac {\Delta y'} {\beta' \cdot v_q} = \frac {d \cdot \left(\frac {a} {f'} - 1 \right)} {N \cdot v_q}</math>
Für ein Motiv, das sich zum Beispiel mit einer Geschwindigkeit <math>v_q = 10 \, \text{m/s}</math> und in einer Objektweite <math>a = 20 \, \text{m}</math> an einer unbewegten Kamera mit einer Brennweite <math>f' = 400 \, \text{mm}</math> und einer Bilddiagonale <math>d = 20 \,
\text{mm}</math> vorbeibewegt, ergibt sich mit <math>N = 1000</math> eine maximale Belichtungszeit <math>\Delta t_q = 1/10000 \, \text{s}</math>.
=== Auf der optischen Achse ===
Bei der Aufnahme von bewegten Motiven, die sich mit der Geschwindigkeit <math>v_p</math> auf eine Kamera zubewegen oder sich von ihr wegbewegen, darf für ein Einzelbild eine maximale Belichtungszeit von <math>\Delta t_p</math> nicht überschritten werden, wenn im Bild bei der von der optischen Achse aus gemessenen Bildhöhe <math>y'</math> keine Veränderung des Abbildungsmaßstabs <math>\beta</math> zu erkennen sein soll. Ferner darf das Motiv den Bereich der Schärfentiefe <math>\Delta d</math> zwischen Fernpunkt und Nahpunkt im Objektraum nicht verlassen.
Von der optischen Achse aus gemessen ergibt sich die maximale Objekthöhe <math>y_{max}</math> aus der halben Bilddiagonale <math>\frac {d} {2}</math> und dem Abbildungsmaßstab <math>\beta'</math>:
:<math>y_{max} = \frac {d} {2 \, \beta'}</math>
Bei der Änderung der Objektweite <math>a</math> um <math>\Delta a</math> resultiert eine geänderte Bildhöhe <math>\tilde y'</math>, und die entsprechenden Abbildungsmaßstäbe <math>\beta</math> und <math>\tilde \beta</math> lauten:
:<math>\beta' = \frac {y'} {y_{max}} = \frac {1} {\frac {a} {f'} - 1}</math>
:<math>\tilde \beta' = \frac {\tilde y'} {y_{max}} = \frac {1} {\frac {a + \Delta a} {f'} - 1}</math>
Die Änderung der Bildhöhe <math>\Delta y'</math> ergibt sich daraus und erneut mit einem festzulegenden Bruchteil <math>N</math> der Bilddiagonale <math>d</math> für die maximale Verschiebung im Bild <math>| \Delta y' | \leq \frac {d} {N}</math> (siehe oben) wie folgt:
:<math>\Delta y' = \tilde y' - y' = (\tilde \beta' - \beta') \cdot y_{max} = \frac {d} {2} \cdot \left(\frac {\tilde \beta'} {\beta'} - 1 \right)</math>
Aus dieser maximalen Bildhöhenänderung folgt schließlich die Gleichung für die entsprechende Objektweitenänderung <math>\Delta a</math>:
:<math>| \Delta a | = \frac {a - f'} {\frac {N} {2} + 1} \approx 2 \frac {a - f'} {N}</math>
Für große Objektweiten (<math>a \gg | f' |</math>) gilt in guter Näherung:
:<math>| \Delta a | \approx \frac {2 \, a} {N}</math>
Für ein Motiv, das sich zum Beispiel mit einer Geschwindigkeit <math>v_p = 10 \, \text{m/s}</math> und in einer Objektweite <math>a = 20 \, \text{m}</math> auf eine Kamera mit einer Brennweite <math>f' = 400 \, \text{mm}</math> und einer Bilddiagonale <math>d = 20 \, \text{mm}</math> zubewegt, ergibt sich bei einer eingestellten Blendenzahl <math>k = 6,3</math> mit <math>N = 1000</math> eine [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Schärfentiefebereich|Schärfentiefe]] <math>\Delta d = 0,6 \, \text{m}</math>. Die maximale Bewegungsstrecke <math>\Delta a</math> entlang der optischen Achse darf innerhalb des Schärfentiefebereichs 40 Millimeter nicht überschreiten, ohne dass sich der Abbildungsmaßstab in den Bildecken zu stark ändert (<math>\Delta a \leq \text{40 mm}</math>).
Für die maximale Belichtungszeit <math>\Delta t_p</math> resultiert entsprechend:
:<math>\Delta t_p \leq \frac {| \Delta a |} {v_p} \approx \frac {2 \, a} {N \, v_p}</math>
Somit beträgt die maximale Belichtungszeit im obigen Beispiel <math>\Delta t_p \approx \text{1/250 s}</math>.
Bei Motiven, die das Bild nicht bis in die Bildecken ausfüllen, ergeben sich entsprechend längere Belichtungszeiten, da die Bildhöhen in der Nähe der optischen Achse weniger stark variieren als in den Bildecken. Auf der optischen Achse selbst ist die Bildhöhe immer null, da auch das entsprechende Objekt sich auf der optischen Achse befinden muss.
Bei einer Nachfokussierung während der Aufnahme kann es insbesondere bei Objektiven mit innenliegender Fokussierung (IF) zu Änderungen des Abbildungsmaßstabs kommen, die nicht auf eine Änderung der Objektweite zurückzuführen sind und gegebenenfalls ebenfalls berücksichtigt werden müssen.
==Belichtung==
Die Helligkeits- und Farbwerte in einer optischen Abbildung müssen zunächst einem endlichen Farbraum zugeordnet werden, damit sie bei der Bildwiedergabe korrekt reproduziert werden können.
===Helligkeiten===
Die '''Helligkeiten''' im Bild werden durch die entsprechenden Leuchtdichten repräsentiert (siehe auch Kapitel [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Leuchtdichte|Leuchtdichte]]).
Der '''Farbraum''' ist durch den '''Schwarzwert''' begrenzt, bei dem gar keine Helligkeit vorliegt. Der '''Weißwert''' entspricht in der Regel dem hellstmöglichen Punkt im Bild, und dieser kann wegen der extrem großen potentiellen Spannweite für die Helligkeitswerte einer Aufnahme nicht allgemein festgelegt werden. Daher ist es in der Praxis sinnvoll, eine Belichtungsmessung durchzuführen, bei der der Bereich maximaler Helligkeit ermittelt und dem Weißwert in der Aufnahme zugeordnet wird.
Die Verteilung der Helligkeiten der Bildpunkte kann zum Beispiel in sogenannten Histogrammen dargestellt werden.
Siehe hierzu auch: [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Digitale_Bilder#Histogramme|Histogramme]]
Das Histogramm zeigt die Verteilung der Häufigkeiten von gleichen Helligkeiten in einem digitalen Bild. In der Regel befinden sich ganz links die Häufigkeit des Schwarzwertes und ganz rechts die Häufigkeit des Weißwertes. Dazwischen werden die Häufigkeiten der Helligkeitsstufen zwischen Schwarz- und Weißwert dargestellt.
Wenn die Helligkeiten in Bildpunkten die Helligkeit des Weißpunktes überschreiten, werden die gespeicherten Helligkeiten dieser Bildpunkte auf die Helligkeit des Weißpunktes begrenzt (englisch: ''clipping''). In den digitalen Bilddaten ist dann keine Differenzierung dieser Bildpunkte mehr möglich. Die Modulation zwischen den Bildpunkten geht verloren, obwohl die Objekthelligkeiten unterschiedlich hell waren.
Bei digitalen photographischen Geräten mit Live-View-Funktion können die entsprechenden Bildbereiche auf einem Bildschirm oder in einem elektronischen Sucher durch auffällige, gegebenenfalls blinkende Farben oder mit regelmäßigen Mustern hervorgehoben werden, damit der Nutzer eine solche Überbelichtung sofort erkennen und durch eine Belichtungskorrektur beheben kann. Eine Belichtungskorrektur kann zum Beispiel durch das Abblenden des Objektivs, die Verkürzung der Belichtungszeit, das Einbringen eines Lichtfilters in den Strahlengang oder die Reduktion der Objekthelligkeit erfolgen.
Das folgende Beispiel zeigt ein Bild mit überbelichteten Teilbereichen, die als Weißwert gespeichert sind, mit dem dazugehörigen Histogramm. In zwei weiteren Bildvarianten wurden die überbelichteten Bildpunkte mit dem Weißwert durch eine Zebramusterung (englisch: ''zebra patterning'') beziehungsweise durch eine Rotfärbung hervorgehoben:
<gallery perrow="2" heights="300" widths="256" caption="Überbelichtung">
Datei:Mendelssohn.without.zebra.patterning.jpg|Photographische Aufnahme mit überbelichteten Teilbereichen im bewölkten Himmel, die Schneebedeckung ist dunkler als der Weißwert.
Datei:Mendelssohn.Histogramm.png|Histogramm mit der dazugehörigen Verteilung der Häufigkeiten von Helligkeitswerten - wegen der Überbelichtung ist der Weißpunkt am rechten Rand des Histogramms sehr häufig vertreten.
Datei:Mendelssohn.with.zebra.patterning.jpg|Hervorhebung der überbelichteten Bildpunkte durch eine Zebramusterung.
Datei:Mendelssohn.with.colour.highlighting.jpg|Hervorhebung der überbelichteten Bildpunkte durch Färbung mit gesättigtem Rot.
</gallery>
===Farben===
[[Datei:Colorspace.png|miniatur|rechts|hochkant=1.5|Verschiedene technische Farbräume im Vergleich zu dem unten mit einer Geraden begrenzten "Hufeisen" mit den physiologisch wahrnehmbaren Farben maximaler Helligkeit und Sättigung - der Weißpunkt befindet sich ungefähr in der Mitte aller Farbräume.]]
In Bezug auf die Farben ist der Farbraum ebenfalls begrenzt. Bei jeder Wellenlänge kann eine maximale Farbsättigung erfasst und gespeichert werden. zwischen dem Schwarzpunkt und dem Weißpunkt verläuft im mittleren Bereich des Farbraums eine Graulinie oder Grauachse, auf denen die farbneutralen Bildpunkte liegen.
Wenn der Wiedergabefarbraum mindestens so groß ist, wie der Farbraum der Aufnahme, können die Farben mit den entsprechenden Helligkeiten und Farbsättigungen reproduziert werden. Ist der Wiedergabefarbraum kleiner, können bestimmte Farben in der geforderten Sättigung nicht reproduziert werden, sondern werden häufig mit der maximal möglichen Farbsättigung ausgegeben.
Es können jedoch auch verschiedene Maßnahmen zur Kompensation getroffen werden. Hierzu kann der Farbraum eines Bildes umkehrbar eindeutig (bijektiv) in den Farbraum eines Wiedergabemediums transformiert werden. In diesem Fall können zwischen unterschiedlichen Punkten zwar Unterschiede erkannt werden, die Farbtöne und Farbsättigungen der wiedergegebenen Punkte weichen dann aber alle mehr oder weniger von den gemessenen Punkten ab. Es ist also abzuwägen, ob einer möglichst differenzierten Wiedergabe oder einer farbverbindlichen Wiedergabe der Vorzug gegeben werden soll.
==Stehbilder==
Bei Aufnahmen von Stehbildern wird ein Bild registriert, das den Zustand eines bewegten oder unbewegten, photographisch erfassten Objektes innerhalb einer bestimmten Zeitspanne in einer einzelnen projizierten Aufnahme einfriert. Kameras können gegebenenfalls mehrere Stehbilder innerhalb einer Sekunde aufnehmen, so dass die Grenzen zwischen Folgen von Stehbildern und Bewegtbildaufnahmen (siehe unten) fließend sind. Bei Bildfrequenzen von über 20 Bildern pro Sekunde kann ein Mensch üblicherweise keine einzelnen Stehbilder mehr erkennen, sondern nimmt eine solche Bildserie als Filmsequenz wahr.
===Kameras===
Eine Kamera besteht aus einem reell abbildenden, optischen System, das einen Gegenstand aus der Objektebene in eine Bildebene abbildet, wo das Bild aufgefangen und gegebenenfalls registriert werden kann. Das optische System besteht in der Regel aus einem Objektiv, das im Gegensatz zu einer einzelnen Feldlinse, einem Hohlspiegel (Spiegelteleskop) oder einer Lochblende (Lochkamera) in der Regel aus mehreren Linsen (respektive Linsengruppen) besteht.
Die Objektive sind häufig korrigiert, damit bestimmte Abbildungsfehler vermindert werden, wie zum Beispiel Verzeichnung, Öffnungsfehler (sphärische Aberration) oder Farbfehler (chromatische Aberration). Objektive mit variabler Brennweite werden Zoomobjektive genannt. Eine weitere wichtige Kenngröße von Objektiven ist die maximale Blendenöffnung, die meistens mit der kleinsten einstellbaren Blendenzahl angegeben wird.
Siehe hierzu auch: [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Blendenzahl|Blendenzahl]]
Das reelle Bild kann auf einer transparenten Mattscheibe oder auf einem reflektierenden Projektionsschirm beobachtet, oder mit einem photographischen Film beziehungsweise mit einem elektronischen Bildsensor registriert werden.
====Kompaktkameras====
[[Datei:Kamerakomponenten.png|miniatur|hochkant=2|Hauptbestandteile einer digitalen Kamera. Das Speichermedium und die Energieversorgung können meist gewechselt werden. Der Bildschirm, der Auslöser und der Bildsensor sind in der Regel fest in der Kamera eingebaut.]]
Kompaktkameras zeichnen sich dadurch aus, dass alle ihre Bestandteile auf engem Raum zusammengefügt sind. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass solche Kameras absolut gesehen klein sind, sondern lediglich, dass sie vergleichsweise klein sind. Die tatsächliche Bauform und Größe hängen von vielen Parametern ab, wie zum Beispiel vom Abbildungsmaßstab, von der Bildgröße und vom Bildwinkel.
Neben dem Objektiv und einem Bildsensor sind digitale Kompaktkameras häufig auch noch mit einer autarken Energieversorgung und einem Speichermedium ausgestattet. Zusätzlich gibt es oft noch einen Bildschirm und einen Auslöser, gegebenenfalls auch einen Sucher, ein Blitzlicht oder eine Leuchte für die Aufhellung des zu photographierenden Objekts.
<div style="clear:both"></div>
====Systemkameras====
Systemkameras gehören zu einem Kamerasystem und können durch den Austausch von kompatiblen Komponenten verändert oder durch die Hinzufügung von Komponenten erweitert werden. Zu den Hauptkomponenten gehören ein Kameragehäuse und ein Wechselobjektiv. Weitere Komponenten sind beispielsweise Blitzlichtgeräte, optische Filter, Fernauslöser, Sucher, Einstellhilfen, Belichtungsmesser oder Module für die Erfassung von Metadaten (Georeferenzierung, Zeiterfassung).
Spiegelreflexkameras sind Systemkameras mit einem optischen Sucher. Sie haben einen Klappspiegel, der die optische Abbildung vor der Aufnahme auf eine Einstellscheibe umlenkt, so dass diese vom Photographen im optischen Sucher angeschaut und beurteilt werden kann. Während der Aufnahme wird der Spiegel weggeklappt, so dass das Bild registriert werden kann; im Sucher ist dann keine Abbildung mehr zu sehen. Moderne Spiegelreflexkamera sind mit einem System zur automatischen Entfernungseinstellung ausgestattet, das einen Teil des Lichtes der optischen Abbildung vor der Aufnahme auf einen separaten Sensor umlenkt.
Siehe hierzu auch: [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Autofokussysteme|Autofokussysteme]]
Spiegellose Systemkameras waren im 20. Jahrhundert meist Messucherkameras, die mit einem zusätzlichen optischen Suchersystem mit einem Okular ausgestattet sind, mit dessen Hilfe der Photograph den Bildausschnitt wählen und die Entfernungseinstellung vornehmen kann.
[[Datei:Elektronischer Sucher.png|miniatur|hochkant=2|Prinzip eines elektronischen Suchers: Das Bild eines kleinen Bildschirms wird mit einem Okular virtuell abgebildet und vergrößert, so dass der Betrachter es bei der deutlichen Sehweite (Normwert = 0,25 Meter) erkennen kann]]
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts gibt es digitale spiegellose Systemkameras, die optional mit einem elektronischen Sucher ausgerüstet sind, und bei denen die Belichtungsmessung und die Entfernungseinstellung über den Bildsensor erfolgen können. Bei spiegellosen Systemkameras kann das Sucherbild auch während der photographischen Belichtung zur Verfügung gestellt werden.
<div style="clear:both"></div>
====Plenoptische Kameras====
[[Datei:Lichtfeldaufnahme.png|miniatur|hochkant=2|Zwei grundlegende Prinzipien für die plenoptische Aufnahme eines Lichtfeldes bei gleichem Bildwinkel:<br/>Links: Abbildung mit mehreren benachbarten Objektiven auf verschiedene benachbarte Bereiche eines Bildsensors oder auf mehrere Bildsensoren.<br/>Rechts: Aufnahme mit einem Objektiv und mehreren zusätzlichen Mikrolinsen vor dem Bildsensor.]]
Bei '''plenoptischen Kameras''' (auch '''Lichtfeldkameras''' genannt) wird nicht nur eine Ebene eines dreidimensionalen Objektes projiziert, sondern es werden mehrere Projektionsebenen festgehalten, die später mit geeigneter Software oder digitaler Signalverarbeitung miteinander verknüpft werden können. Dabei können in geringem Umfang der Abbildungsmaßstab und der Betrachtungswinkel variiert werden, aber vor allem können Schärfeebenen für sehr verschiedene Objektweiten realisiert und auch kombiniert werden. Mit anderen Worten können die gewünschte Objektweite und der dazugehörige Schärfentiefebereich nach der Aufnahme festgelegt werden, so dass eine Scharfstellung vor der Aufnahme sogar entfallen kann.
Die Variante mit einem Objektiv hat den Vorteil, dass nur ein Objektiv eingesetzt werden muss, dass entsprechend hochwertig gestaltet werden kann, jedoch den Nachteil, dass ein zusätzliches Mikrolinsen-Array erforderlich ist. Bei der anderen Variante müssen mehrere Objektive eingesetzt werden, bei gleichem Bildwinkel kann die Bauform so jedoch erheblich flacher gestaltet werden.
<gallery widths="180" heights="180" perrow="2" caption="Vier verschiedene Repräsentationen einer einzigen plenoptischen Makroaufnahme">
Datei:AltGr1.jpg
Datei:AltGr2.jpg
Datei:AltGr3.jpg
Datei:AltGr4.jpg
</gallery>
Für die Animation von Bilderfolgen einer plenoptischen Kamera siehe:
* [http://www.youtube.com/watch?v=D67UN7PeE4E Nahaufnahme von Tasten einer Computer-Tastatur mit einer Lichtfeldkamera von Lytro]
* [http://www.youtube.com/watch?v=68zrZiKGN2k Lytro light field camera - Piano Player]
==Bewegtbilder==
Bei Aufnahmen von Bewegtbildern ergeben sich oft besondere Anforderungen an die automatische Scharfstellung und Blendensteuerung. Da sich die Entfernung und Helligkeit der Motive kontinuierlich und stetig ändern kann, müssen diese im Objektiv ebenso kontinuierlich und stufenlos nachgeführt werden können, um Helligkeitssprünge zwischen aufeinanderfolgenden Einzelbildern und ungewollte Unschärfen zu vermeiden.
Bewegtbilder stellen in Bezug auf die Pixelfehler höhere Ansprüche an die verwendeten Bildsensoren, da auf dem Bildsensor örtliche Häufungen von Fehlern bei optischen Zoomfahrten, Schwenks und bewegten Motiven als bildortsfeste Unregelmäßigkeiten besonders deutlich sichtbar und störend sein können.
===Synchrone Tonaufnahmen===
Wenn zu den Bewegtbildern auch synchrone Tonaufnahmen gemacht werden sollen, ist es gegebenenfalls sinnvoll, Objektive und Kameragehäuse mit geringer Geräuschentwicklung zu benutzen. Hierzu gibt es spezielle Objektive mit Linearmotoren oder mit Ultraschallmotoren, die bei der Scharfstellung oder der Einstellung von Blende oder Entfernung fast keine hörbaren Geräusche verursachen. Alternativ können externe Mikrophone an die Kamera angeschlossen oder digitale Audiorekorder eingesetzt werden.
==Bildstabilisierung==
[[Datei:Bildstabilisierung.png|miniatur|hochkant=3|rechts|Verschiedene Methoden der Bildstabilisierung]]
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Bildstabilisierung, wobei zwischen rein mechanischer, optomechanischer, elektronischer und informationstechnischer Bildstabilisierung unterschieden werden kann. In der Regel können alle Arten der Bildstabilisierung auch kombiniert werden.
Die mechanische Bildstabilisierung geschieht in der Regel mit mechanischen Aufbauten am optischen System. Diese können statisch sein, wie zum Beispiel ein Stativ. Sie können aber auch den durch die Massenträgheit verursachten Impuls oder Drehimpuls von Gegenständen verwenden, um das optische System im Raum stabil ausgerichtet zu halten, wie zum Beispiel mit Kreiselstabilisatoren oder mit Schwebestativen, die mit Zusatzgewichten beschwert wurden.
Die optomechanische Bildstabilisierung ist im optischen System integriert. Im Allgemeinen wird die auszugleichende Unruhe heute mit elektronischen Bewegungssensoren gemessen und kann dann mit Aktoren ausgeglichen werden, die die Lage von bestimmten optischen Elementen oder Bildsensoren verändern.
Die elektronische Bildstabilisierung erfolgt durch elektronische Signalverstärkung im Lichtwandler (siehe auch Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Lichtwandlung|Lichtwandlung]]), die eine Verkürzung der Belichtungszeit und somit sowohl eine Verringerung von Bewegungs- als auch von Verwacklungsunschärfen zur Folge hat. Hierbei besteht allerdings die Gefahr, dass Rauschsignale ebenfalls verstärkt werden und die Bildqualität erniedrigen.
Nach der Analog-Digital-Wandlung der elektrischen Signale können die Daten auf sehr vielfältige Weise auf informationstechnischem Wege analysiert und manipuliert werden (siehe auch Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Digitale_Bilder|Digitale Bilder]]), um eine Bildstabilisierung durchzuführen.
===Optomechanische Bildstabilisierung===
[[Datei:Freiheitsgrade.Bildstabilisierung.png|miniatur|Sechs Freiheitsgrade in der Bildebene (orangefarben): optische Achse O (rot), horizontale Achse H (blau) und vertikale Achse V (grün)]]
Position und Ausrichtung einer Kamera im Raum können sich während einer Aufnahme verändern, so dass durch diese Bewegung in der Aufnahme Unschärfen entstehen können. Prinzipiell gibt es sechs unabhängige Freiheitsgrade, in der sich eine Kamera in Bezug auf ein aufzunehmendes Objekt gleichzeitig bewegen kann:
* '''Translation entlang der'''
** optischen Achse O (rot), nach vorne oder nach hinten
** horizontalen Achse H (blau) senkrecht zur optischen Achse O, nach rechts oder nach links
** vertikalen Achse V (grün) senkrecht zur optischen Achse O, nach oben oder nach unten
* '''Rotation um die'''
** optische Achse O (rot), rechts- oder linksherum ("rollen", englisch: "to roll" = "wanken")
** horizontale Achse H (blau) senkrecht zur optischen Achse, nach oben oder nach unten ("nicken", englisch: "to pitch" = "neigen")
** vertikale Achse V (grün) senkrecht zur optischen Achse, nach rechts oder nach links ("gieren", englisch: "to yaw" = "schwanken")
Zur Ermittlung der Bewegung können Objektive und Kameragehäuse mit Beschleunigungssensoren ausgestattet werden. Mit optomechanischen Systemen können im Objektiv oder am Bildsensor im Kameragehäuse entsprechende Kompensationsbewegungen erzeugt werden. Bei modernen digitalen Kamerasystemen können die Bildstabilisatoren im Objektiv und im Kameragehäuse '''kombiniert''' und '''synchronisiert''' werden.
Eine Verschiebung entlang der optischen Achse kann durch eine [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Entfernungseinstellung|Nachfokussierung]] kompensiert werden, wobei die Objektweite nachgeführt werden muss.
Die Verschiebungen senkrecht zur optischen Achse können durch eine [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Parallele_Verschiebung|parallele Verschiebung]] des Strahlengangs oder durch eine entsprechende Verschiebung der Bildebene kompensiert werden.
Eine Drehung um die optische Achse ("rollen", englisch: "roll") kann durch eine mitlaufende Rotation der Bildebene kompensiert werden.
Die Rotationen senkrecht zur optischen Achse können durch eine [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Verkippung|Verkippung]] des Strahlengangs oder durch eine entsprechende Verkippung der Bildebene kompensiert werden. Hierbei kann zwischen der Verkippung zur Horizontlinie ("nicken", englisch: "pitch") und der Verkippung zur Lotrichtung ("gieren", englisch: "yaw") unterschieden werden.
Die folgenden beiden nacheinander getätigten teleskopischen Aufnahmen verdeutlichen die bildstabilisierende Wirkung bei der freihändigen Aufnahme des farbig szintillierenden Fixsterns Sirius mit einer Belichtungszeit von jeweils 15 Sekunden. Das erste Bild ist ohne eine Bildstabilisierung aufgenommen und das zweite Bild mit einer synchronisierten Bildstabilisierung zwischen dem Superteleobjektiv und dem beweglichen Bildsensor (Abkürzung "IBIS" für "In-Body Image Stabilisation", zu Deutsch "Bildstabilisierung im Gehäuse") eines digitalen Kamerasystems. Die linke Hand befand sich während der Aufnahmen jeweils vorne unter dem Teleobjektiv, die rechte Hand rechts am Kameragehäuse und das rechte Auge stützte das Kameragehäuse an der Suchermuschel. Die Atemluft wurde für die Dauer der Aufnahmen angehalten. In beiden Bildern betragen die Bildhöhe rund ein Bogengrad und die Bildbreite rund zwei Bogengrad. Der Stern bewegte sich während der Belichtung in Bezug auf das horizontale Bezugssystem am Fixsternhimmel nur um 1/16 Bogengrad von links nach rechts. Die vertikale Nickbewegung ("pitch") der Kamera lag bei diesen in Bezug auf die Bildstabilisierung extrem herausfordernden Aufnahmen bei ungefähr einem halben Bogengrad. In beiden Bildern gab es zudem eine kontinuierliche Winkeldrift in horizontaler Richtung. In dieser Konstellation konnten die höherfrequenten Variationen bei aktivierter Bildstabilisierung insbesondere in vertikaler Richtung über mehrere Sekunden fast vollständig stabilisiert werden.
<gallery caption="Wirkung eines Bildstabilisators bei Teleaufnahmen von Sirius" perrow=1 widths=800 heights=450>
Sirius.15sec.ohneIS.P1186694.jpg|Ohne Bildstabilisierung im Teleobjektiv oder im Kameragehäuse.
Sirius.15sec.mitIS.P1186693.jpg|Mit synchronisierter Bildstabilisierung zwischen Teleobjektiv und Kameragehäuse. Zwischenzeitlich konnte die vertikale Nickbewegung der Kamera nicht mehr vollständig kompensiert werden.
</gallery>
====Rotationsbewegungen====
Die Gravitation der Erde verursacht eine konstante Kraft, die beim freien Fall eine Beschleunigung verursacht. Rotieren jedoch Kamera und Objekt in der Zeit <math>T</math> auf einen vollen Kreis mit <math>360^\circ</math> oder <math> 2 \, \pi \text{ Radiant}</math> um ein Kreiszentrum mit der gleichen Kreisfrequenz
:<math>\omega = \frac { 2 \, \pi} {T}</math>
und in der gleichen Richtung im Abstand von der Rotationsachse <math>r</math>, entsteht eine Zentripetalkraft, obwohl sich Kamera und Objekt im Bezug zueinander gar nicht bewegen. Dabei wirkt die folgende Zentripetalbeschleunigung <math>a</math> auf die Kamera und somit auch auf deren Beschleunigungssensoren:
:<math>a = r \omega^2 = 4 \, \pi^2 \frac {r} {T^2}</math>
=====Erdrotation=====
Am Äquator beträgt der mittlere Erdradius
:<math>r_{Erde} = 6,378 \cdot 10^6\,\text{m}</math>
und die Kreisfrequenz
:<math>\omega_{Erde} = 2 \, \pi\,\text{rad}</math> pro siderischem Tag.
Die Dauer <math>T_d</math> eines siderischen Tages beträgt
:<math>T_d = 82624\,\text{s}</math> oder 23 Stunden, 56 Minuten und 4 Sekunden.
Die entsprechende Kreisfrequenz beträgt dann also
:<math>\omega_{Erde} = \frac {2 \, \pi} {82624\,\text{s}} = 76,0 \cdot 10^{-6}\,\text{Hz}</math> oder 15,7 Bogensekunden pro Sekunde.
Bei einer teleskopischen Aufnahme mit einem Bildwinkel von 2 Bogengrad (= 120 Bogenminuten = 7200 Bogensekunden) verschiebt sich bei dieser Kreisfrequenz der in einem Inertialsystem erfasste Bildausschnitt schon nach einer halben Sekunde um mehr als den tausendsten Teil seiner Ausdehnung, so dass ab dieser Belichtungszeit von einem menschlichen Betrachter eine zunehmend erkennbare Unschärfe im aufgenommenen Bild entsteht.
Daraus resultiert am Äquator eine konstante Beschleunigung in Richtung Zenit von:
:<math>a_{Erde} = 4 \, \pi^2 \frac {6,378 \cdot 10^6\,\text{m}} {(82624\,\text{s})^2} = 0,0369 \frac {\text{m}} {\text{s²}} = 36,9 \frac {\text{mm}} {\text{s²}}</math>
Diese Zentripetalbeschleunigung hat betragsmäßig den 265. Teil der Erdbeschleunigung, und beide wirken am Äquator in Richtung Nadir. Auf Breitengraden nördlich oder südlich des Äquators ist die Zentripetalbeschleunigung betragsmäßig kleiner (gleiche Kreisfrequenz, aber geringerer Abstand von der Rotationsachse) und wirkt in die Richtung senkrecht auf die zwischen Nord- und Südpol verlaufenden Rotationsachse und somit dann auch nicht mehr gleichgerichtet zur Erdbeschleunigung. In Bezug auf eine auf der Erdoberfläche ortsfeste Kamera ändert sich die Richtung dieser Beschleunigungen jedoch nicht. An den Polen selbst wirkt keine Zentripetalbeschleunigung mehr.
=====Rotation der Erde um die Sonne=====
Für die Rotation der Erde um die Sonne ergibt sich aus dem mittleren Radius der Erdbahn
:<math>r_{Erdbahn} = 149,6 \cdot 10^9\,\text{m}</math>
und aus der Dauer eines siderischen Jahres (365,256 Tage)
:<math>T_a = 31,56 \cdot 10^6\,\text{s}</math>
die entsprechende Kreisfrequenz:
:<math>\omega_{Erdbahn} = \frac { 2 \, \pi} {31,56 \cdot 10^6\,\text{s}} = 0,199 \cdot 10^{-6}\,\text{Hz}</math> oder 0,04 Bogensekunden pro Sekunde.
Die Zentripetalbeschleunigung in Richtung zur Sonne beträgt dann:
:<math>a_{Erdbahn} = 4 \, \pi^2 \frac {149,6 \cdot 10^9\,\text{m}} {(31,56 \cdot 10^6\,\text{s})^2} = 0,0059 \frac {\text{m}} {\text{s²}} = 5,9 \frac {\text{mm}} {\text{s²}}</math>
Das ist betragsmäßig zirka der 1650. Teil der Erdbeschleunigung.
====Maximale Belichtungszeit====
Eine Kamera, die im Bezug zum Horizont fest ausgerichtet ist, dreht sich aufgrund der Erdrotation mit der Kreisfrequenz <math>\omega_{Erde}</math> um eine bestimmte Achse. Der Drehwinkel <math>\delta</math> beträgt in Anhängigkeit der Belichtungszeit <math>t</math>:
:<math>\delta = \omega_{Erde} \cdot t = 15,7 \frac {\text{Bogensekunden}} {\text{s}} \cdot t</math>
Wenn dieser Drehwinkel mit dem diagonalen Bildwinkel der Aufnahme <math>\alpha</math> in Beziehung gesetzt wird, ergibt sich das folgende Verhältnis <math>N</math>:
:<math>N = \frac {\alpha} {\delta} = \frac {\alpha} {\omega_{Erde} \cdot t}</math>
Wenn die Erdrotation bei der Bildstabilisierung nicht berücksichtigt wird, führt dieser Anteil während der Belichtung zu einer Überkompensation, die bei zu langen Belichtungszeiten erkennbar werden kann. Für das minimal akzeptable Winkelverhältnis <math>N_{min}</math> ergibt sich die maximale Belichtungszeit <math>t_{max}</math> aus der folgenden Umformung:
:<math>t_{max} = \frac {\alpha} {\omega_{Erde} \cdot N_{min}}</math>
In Bezug auf empirische Abschätzungen für <math>N_{min}</math> siehe auch Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Schärfentiefe|Schärfentiefe]] und Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Bewegte_Motive|Bewegte Motive]].
Für einen Bildwinkel einer teleskopischen Aufnahme von <math>\alpha = 3^\circ = 10800 \, \text{Bogensekunden}</math> und ein minimal gefordertes Winkelverhältnis <math>N_{min} = 1500</math> ergibt sich beispielsweise eine maximale Belichtungszeit von:
:<math>t_{max} = \frac {10800 \, \text{Bogensekunden}} {15,7 \frac {\text{Bogensekunden}} {\text{s}} \cdot 1500} \approx 0,5 \, \text{s}</math>
Für einen diagonalen Bildwinkel einer weitwinkligen Aufnahme von <math>\alpha = 84^\circ = 302400 \, \text{Bogensekunden}</math> und ein minimal gefordertes Winkelverhältnis <math>N_{min} = 1500</math> ergibt sich zum Beispiel eine entsprechend längere maximale Belichtungszeit von:
:<math>t_{max} = \frac {302400 \, \text{Bogensekunden}} {15,7 \frac {\text{Bogensekunden}} {\text{s}} \cdot 1500} \approx 13 \, \text{s}</math>
Als Faustformel gilt, dass die maximale Belichtungszeit in Sekunden, den sechsten Teil des diagonalen Bildwinkels <math>\alpha</math> in Grad nicht überschreiten darf:
:<math>t_{max} \,\text{in Sekunden} = \frac {\alpha \,\text{in Grad}} {6}</math>
{| class="wikitable" style="text-align:center"
|-
! Objektivart !! Diagonaler</br>Bildwinkel !! Maximale</br>Belichtungszeit
|-
| Fischauge|| 180° || 30 Sekunden
|-
| Ultraweitwinkel|| 120° || 20 Sekunden
|-
| Superweitwinkel|| 90° || 15 Sekunden
|-
| Weitwinkel || 60° || 10 Sekunden
|-
| Normal || 48° || 8 Sekunden
|-
| Portrait || 24° || 4 Sekunden
|-
| Tele || 12° || 2 Sekunden
|-
| Supertele || 6° || 1,0 Sekunden
|-
| Ultratele || 3° || 0,5 Sekunden
|}
In Bezug auf das im 20. Jahrhundert sehr verbreitete Kleinbildsystem (35-Millimeter-Film) ergibt sich überschlägig, dass die maximale Belichtungszeit in Sekunden, 400 Millimeter geteilt durch die verwendete Brennweite nicht überschreiten darf.
=====Astrophotographie=====
Diese Überlegungen gelten im Übrigen auch, wenn mit einer ortsfesten Kamera der Sternenhimmel aufgenommen werden soll. Eine im Inertialsystem kompensierende, und somit notwendigerweise im dreidimensionalen Raum orientierte Bildstabilisierung ändert den Bildausschnitt während einer beliebig lange dauernden Belichtung nicht.
Für astronomische Zwecke gibt es Kamerastative, die auf den Himmelspol ausgerichtet werden und mit der Kreisfrequenz der Erde <math>\omega_{Erde}</math> entgegen der Erddrehung (also nach Westen) um die Polachse rotieren. Moderne Systeme, die über zwei beliebige, linear unabhängige Rotationsachsen verfügen, können den Standort der Kamera, die Neigung der optischen Achse zum Horizont und die Himmelsrichtung der optischen Achse erfassen und die entsprechenden Kompensationsdrehungen dann automatisch berechnen und durchführen. Eine Alternative dazu ist die Bewegungskompensation direkt in der Bildebene, wo das Bild während der Aufnahme um die optische Achse entsprechend rotiert und senkrecht dazu verschoben werden kann.
Hierbei ist grundsätzlich zu beachten, dass die Rotation der aufgenommenen Objekte in einem sphärischen äquatorialen System stattfindet, und die Bewegung in der Bildebene von der beobachteten Deklination der Objekte und von der eingesetzten Brennweite abhängt. Siehe auch:
* {{w|Astronomische Koordinatensysteme}}
* [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Transformationen#Koordinatentransformationen|Koordinatentransformationen]]
====Bewegte Kamera im rotierenden System====
Bei mit der Geschwindigkeit <math>v</math> in Bezug auf die Erdoberfläche bewegter Kamera können aufgrund der Erdrotation zusätzlich auch noch Coriolis-Beschleunigungen <math>\vec a_{C}</math> auftreten, die senkrecht zur Rotationsachse und senkrecht zur Bewegungsrichtung wirken:
:<math>\vec a_C = 2 \, (\vec v \times \vec \omega_{Erde})</math>
Bewegt sich eine Kamera senkrecht zur Rotationsachse, auf der Erdoberfläche also am Nord- oder Südpol oder entlang eines Breitenkreises wie zum Beispiel dem Äquator, kann das Kreuzprodukt durch das Produkt der Vektorbeträge ersetzt werden, um den Betrag der Coriolis-Beschleunigung zu ermitteln:
:<math>a_C = 2 \cdot v \cdot \omega_{Erde}</math>
Bewegt sich die Kamera beispielsweise in einem Flugzeug mit einer Geschwindigkeit von <math>v = 720 \, \text{km/h} = 200 \, \text{m/s}</math> auf einem Großkreis über den Nordpol (die Kreisfrequenz beträgt hierbei übrigens ungefähr <math>\omega_{Flugzeug} = 31 \cdot 10^{-6}\,\text{Hz} = 6,5</math> Bogensekunden pro Sekunde), ergibt sich für die Coriolis-Beschleunigung:
:<math>a_C = 2 \cdot 200 \frac {\text{m}} {\text{s}} \cdot 76,0 \cdot 10^{-6}\,\text{Hz} = 0,030 \frac {\text{m}} {\text{s²}} = 30 \frac {\text{mm}} {\text{s²}}</math>
Das ist betragsmäßig zirka der 320. Teil der Erdbeschleunigung.
Die Zentripetalbeschleunigung durch die um die Sonne laufende Erdbahn ändert in Bezug auf eine auf der Erdoberfläche ortsfeste Kamera permanent ihre Richtung. Auch die Coriolis-Beschleunigungen von schnell bewegten Kameras liegen in der Größenordnung der Beschleunigungen typischer Wackelbewegungen und Vibrationen von Kameras. Dies kann das Messergebnis der Beschleunigungssensoren beeinflussen und muss für eine Kompensation entsprechend präzise bestimmt und berücksichtigt werden.
===Informationstechnische Bildstabilisierung===
[[Datei:Elektronische.Bildstabilisierung.png|links|mini|hochkant=4.0|Informationstechnische Bildstabilisierung mit drei aufeinanderfolgenden Einzelbildern:<br/>1.: Mit unbewegter Kamera aufgenommene Szene<br/>2.: Mit sich bewegender Kamera aufgenommene Szene<br/>3.: Analyse der gleichen Bildausschnitte (grüner Rahmen) in der mit sich bewegender Kamera aufgenommenen Szene (blauer Rahmen)<br/>4.: Verwendung der analysierten Bildausschnitte der mit sich bewegender Kamera aufgenommenen Szene]]
Bewegtbilder setzen sich aus aufeinanderfolgenden Einzelbildern zusammen, die in der Regel einen Bildausschnitt zeigen sollen, der sich nicht verändert oder nur langsam ändert, wenn zum Beispiel der Abbildungsmaßstab variiert wird oder die Kamera geschwenkt wird. Bei Aufnahmen, die mit freier Hand oder aus anderen Gründen mit unbeabsichtigt bewegter Kamera erstellt werden, verändert sich der Bildausschnitt mehr oder weniger stark und auf zufällige Weise. Durch die Messung der Bewegung der Kamera mit Bewegungssensoren oder durch eine Bildanalyse mittels Software kann diese Veränderung ermittelt und ausgeglichen werden, wenn in Kauf genommen wird, dass der für die stabilisierte Aufnahme zur Verfügung stehende Bildausschnitt kleiner ist als der von der Kamera erfasste Bildausschnitt. Dabei ergibt sich zwangsläufig eine Reduktion der verfügbaren Information, da auf der einen Seite Bildinhalte verworfen werden müssen und auf der anderen Seite die Bildauflösung der verbleibenden Bildausschnitte im Vergleich zur unstabilisierten Aufnahme reduziert ist.
Die vier Bildsequenzen in der Abbildung aus jeweils drei aufeinanderfolgenden Einzelbildern veranschaulichen die Wirkungsweise einer Bildstabilisierung mit der '''Translation''' eines geeigneten Bildausschnittes:
Ein elementares Problem bei diesem Verfahren ist die Ermittlung geeigneter Fixpunkte im zu stabilisierenden Bildausschnitt, da sich das Motiv oder Teilmotive zwischen aufeinanderfolgenden Einzelaufnahmen ebenfalls bewegt haben können, wie der Schmetterling zwischen Katze und Elephant in den Beispielbildern. Ähnliche Probleme ergeben sich, wenn die Kamera während der Aufnahme absichtlich bewegt wird, wie beispielsweise beim Schwenken, oder wenn die Brennweite während der Aufnahme variiert wird.
Mit entsprechend höherem Aufwand können auch Änderungen des Abbildungsmaßstabs und Bilddrehungen zwischen den Einzelaufnahmen ermittelt und durch entsprechende Transformation ausgeglichen werden, die dann nicht nur die '''Translation''' sondern auch die '''Rotation''' und '''Skalierung''' berücksichtigen muss, wie zum Beispiel eine zweidimensionale '''Helmert-Transformation'''. Sollen auch dynamische perspektivische Verzerrungen ausgeglichen werden, können auch noch aufwendigere '''affine Transformationen''' angewendet werden.
Eine informationstechnische Bildstabilisierung kann durch eine [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Optomechanische_Bildstabilisierung|optomechanische Bildstabilisierung]] ergänzt werden, um den Kompensationsspielraum zu vergrößern.
==Ablenkung von Lichtstrahlen==
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die optische Achse in einem optischen System um einen bestimmten Betrag parallel zu verschieben oder um einem bestimmten Winkel zu verkippen. Hierzu können reflektierende oder brechende optische Elemente in den Strahlengang eingebaut werden. An Kanten, Blenden und optischen Gittern wird das Licht gebeugt, so dass die Beugung in bestimmten Fällen ebenfalls für die gezielte Ablenkung von Lichtstrahlen ausgenutzt werden kann.
Bei der Verwendung von optischen Medien, mit unterschiedlichen Brechungsindices muss gegebenenfalls berücksichtigt werden, dass das Licht an jeder Grenzfläche zwischen zwei Materialien mit verschiedener optischer Dichte nicht nur gebrochen, sondern auch reflektiert wird.
Für die Ausbreitung in optischen Medien gilt allgemein immer das '''Fermatsche Prinzip''', das lokal betrachtet mit dem '''Huygensschen Prinzip''' veranschaulicht werden kann. Mit diesem Prinzip lassen sich die Effekte Reflexion, Brechung und Beugung erklären.
===Refraktion an optischen Übergängen===
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit <math>c</math> von elektromagnetischen Wellen in einem optischen Medium mit der Brechzahl <math>n</math> kann mit der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum <math>c_0</math> folgendermaßen bestimmt werden:
:<math>c = \frac {c_0} {n}</math>
Die Wellenlänge <math>\lambda</math> verkürzt sich mit wachsender Brechzahl linear, da die Frequenz der elektromagnetischen Welle <math>f</math> unverändert bleibt:
:<math>\lambda = \frac {c} {f} = \frac {c_0} {n \cdot f}</math>
[[Datei:Herleitung.Brechungsgesetz.png|miniatur|hochkant=1.5|Brechung an einer optischen Grenzfläche mit <math> c_1 > c_2</math>.]]
Brechung findet an einem Punkt O beim Übergang zwischen zwei optischen Medien statt, die sich durch die Ausbreitungsgeschwindigkeiten des Lichts <math>c_1</math> und <math>c_2</math> unterscheiden. Unter Berücksichtigung der Ausbreitung mit '''Huygensschen Elementarwellen''' mit der jeweiligen Lichtgeschwindigkeit und entsprechend dem '''Fermatschen Prinzip''' legt das Licht den schnellsten Weg zwischen einem Startpunkt A und einem Endpunkt B zurück. Dieser Weg setzt sich aus den beiden Teilstrecken <math>\overline{AO} = s_{1}</math> und <math>\overline{OB} = s_{2}</math> zusammen.
Für diese beiden Teilstrecken gilt:
:<math>s_1 = {\sqrt {x^2 + a^2}}</math>
:<math>s_2 = {\sqrt {(d - x)^2 + b^2}}</math>
Die entsprechenden Laufzeiten in den beiden optischen Medien ergeben sich dann folgendermaßen:
:<math>t_1 = \frac {s_1} {c_1}</math>
:<math>t_2 = \frac {s_2} {c_2}</math>
Die gesamte Laufzeit <math>t(x)</math> von A nach B ist die Summe dieser beiden Zeiten:
:<math>t(x) = t_1 + t_2</math>
Diese Funktion variiert entlang der Grenzkante zwischen den beiden optischen Medien mit dem Parameter <math>x</math> und kann nach diesem differenziert werden, um bei der Nullstelle der Ableitung das Minimum zu ermitteln:
:<math>\frac {dt(x)} {dx} = 0</math>
:<math> \frac {dt(x)} {dx} = \frac {x} {c_1 \sqrt {x^2 + a^2}} - \frac {d - x} {c_2 \sqrt {(d - x)^2 + b^2}}</math>
:<math>\frac {dt(x)} {dx} = \frac {x} {c_1 \cdot s_1} - \frac {d - x} {c_2 \cdot s_2}</math>
Für die beiden rechtwinkligen Dreiecke ergeben sich die Sinus der Winkel zur Flächennormalen aus den Quotienten zwischen den Gegenkatheten und den Hypotenusen:
:<math>\sin \alpha = \frac {x} {s_1}</math>
:<math>\sin \beta = \frac {d - x} {s_2}</math>
Eingesetzt ergibt sich dann:
:<math>\frac {\sin \alpha} {c_1} = \frac {\sin \beta} {c_2}</math>
Bei der Brechung an einer optischen Grenzfläche zwischen den optischen Medien 1 und 2 gilt dieses '''Snelliussche Brechungsgesetz''', das üblicherweise in der folgenden Form mit den beiden zu den Lichtgeschwindigkeiten antiproportionalen Brechzahlen <math>n_1</math> und <math>n_2</math> dargestellt wird:
:<math>n_1 \cdot \sin \alpha = n_2 \cdot \sin \beta</math>
Wellenoptisch ergibt sich entsprechend den unterschiedlichen Ausbreitungsgeschwindigkeiten und Wellenlängen hierfür das folgende Bild:
<gallery caption="Brechung von Wellenfronten am Übergang zweier Medien" perrow=1 widths=300 heights=300>
Snells law wavefronts.gif|Die vom oberen Punkt ausgehenden kreisförmigen Wellenfronten werden an der horizontalen Grenzfläche zwischen zwei Medien mit unterschiedlicher Ausbreitungsgeschwindigkeit gebrochen. Im unteren Medium breiten sich die Wellenfronten langsamer aus als im oberen Medium, so dass die senkrecht zu den Wellenfronten stehende Ausbreitungsrichtung zum Oberflächenlot hin gebrochen wird.
</gallery>
Auch bei einem optischen Medium mit kontinuierlich veränderlichem Brechungsindex, wie zum Beispiel einer wässrigen Zuckerlösung, gelten das Snelliussche Brechungsgesetz und das Fermatsche Prinzip. Jeder Lichtstrahl sucht sich entsprechend der lokale sich permanent ändernden Ausbreitungsgeschwindigkeit den schnellsten Weg durch das Medium. Die Bahnkurve des Lichtstrahls kann durch eine Zykloide beschrieben werden, wie Johann Bernoulli 1697 nachweisen konnte.
<gallery caption="Brechung eines Laserstrahls in einer Zuckerlösung" perrow=1 widths=900 heights=600>
Kuevette.Zuckerloesung.Laserstrahl.P1033789.jpg|Der Zuckeranteil in der wässrigen Lösung nimmt nach unten hin kontinuierlich zu, so dass der Brechungsindex ebenfalls senkrecht nach unten hin zunimmt. Hierdurch wird der von links horizontal in die Küvette mit der Flüssigkeit eintretende Laserstrahl zunehmend nach unten hin abgelenkt.
</gallery>
<div style="clear:both"></div>
===Reflexion an optischen Übergängen===
[[Datei:Brechungsgesetz.Einheitskreis.png|miniatur|hochkant=1.5|Spiegelung und Brechung an einer optischen Grenzfläche mit <math> n_1 > n_2</math>.]]
Beim Übergang eines Lichtstrahls von einem optischen Medium mit der Brechzahl <math>n_1</math> in ein optisches Medium mit der Brechzahl <math>n_2</math> wird das Licht nicht nur gebrochen, sondern an der Grenzfläche auch reflektiert. Dabei spielt es für den Reflexionsgrad keine Rolle, ob das Licht von optische dünneren oder vom optisch dichteren Medium auf diese Grenzfläche trifft. Die Richtungen des Lichtstrahls werden durch den Einfallswinkel <math>\alpha</math>, den Winkel des reflektierten Lichtstrahls <math>\alpha</math> und den Ausfallswinkel <math>\beta</math> beschrieben. Alle Winkel werden zum senkrecht auf der Grenzfläche stehenden Lot, also der Normalen, an der Stelle des Lichtübergangs angegeben.
Für die Reflexion gilt das '''Reflexionsgesetz''', und bei der Brechung findet eine Transmission statt. Hierbei gilt das '''Snelliussche Brechungsgesetz''':
:<math>n_1 \cdot \sin \alpha = n_2 \cdot \sin \beta</math>
→ '''[[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Brechung|Kapitel "Grundlagen" / Abschnitt "Brechung]]'''
[[Datei:Partial transmittance.gif|miniatur|hochkant=1.5|links|Reflexion und Transmission einer von links senkrecht auf eine Grenzfläche zwischen zwei Medien mit unterschiedlicher Ausbreitungsgeschwindigkeit einfallenden Welle.]]
Der Grad der Reflexion <math>\rho</math> kann mit Hilfe der '''Fresnelschen Formeln''' bestimmt werden. Für den Sonderfall senkrecht einfallendes Lichtes <math>(\alpha = \beta = 0)</math> gilt dann die folgende Beziehung:
:<math>\rho = \left( \frac {n_1 - n_2} {n_1 + n_2} \right) ^2</math>
In der nachstehenden Tabelle sind die entsprechenden Reflexionsgrade für einige Materialien an der Grenze zu einem Vakuum (beziehungsweise in guter Annäherung auch zu Luft oder anderen Gasen) angegeben:
{| class="wikitable zebra"
!Brechzahl <math>n</math>
!Relexionsgrad <math>\rho</math>
!Material
|-
| style="text-align:center" | 1,00 || style="text-align:center" | 0,000 || style="text-align:center" | Vakuum
|-
| style="text-align:center" | 1,33 || style="text-align:center" | 0,020 || style="text-align:center" | Wasser
|-
| style="text-align:center" | 1,38 || style="text-align:center" | 0,025 || style="text-align:center" | Magnesiumfluorid
|-
| style="text-align:center" | 1,46 || style="text-align:center" | 0,035 || style="text-align:center" | Quarzglas
|-
| style="text-align:center" | 1,52 || style="text-align:center" | 0,043 || style="text-align:center" | Fensterglas
|-
| style="text-align:center" | 1,74 || style="text-align:center" | 0,073 || style="text-align:center" | Diiodmethan
|-
| style="text-align:center" | 2,42 || style="text-align:center" | 0,172 || style="text-align:center" | Diamant
|}
[[Datei:Teljes fényvisszaverődés.jpg|mini|rechts|Totalreflexion eines von links oben einfallenden Lichtstrahls an der horizontal ausgerichteten Kante in einem optischen Medium.]]
Mit zunehmend schrägem Lichteinfall wächst der Reflexionsgrad langsam an. Bei Einfallswinkeln <math>\alpha</math>, die einen Ausfallswinkel <math>\beta</math> erzeugen, der größer als 90° ist, tritt eine '''Totalreflexion''' ein, so dass dann der Reflexionsgrad eins und der Transmissionsgrad null betragen. Der kritische Einfallswinkel <math>\alpha_k</math> kann direkt aus dem Snelliusschen Brechungsgesetzes bestimmt werden:
:<math>\alpha_k = \arcsin \frac {n_2} {n_1}</math>
[[Datei:Mehrfachschicht.mit.Interferenzen.png|miniatur|hochkant=3|Verminderung von Reflexionen an Grenzflächen durch die Einbringung von Zwischenschichten]]
Die quadratische Abhängigkeit der Reflexion von den Brechzahlen kann zur Verringerung der Gesamtreflexion ausgenutzt werden, indem zwischen die beiden optischen Medien ein weiteres Medium eingebracht oder sogar mehrere weitere Medien eingebracht werden, deren Brechkraft zwischen derjenigen der beiden optischen Medien liegt. Bei senkrechtem Übergang zwischen Fensterglas mit dem Brechungsindex <math>n = 1,520</math> und Vakuum liegt der Reflexionsgrad bei 4,3 Prozent.
Wird auf das Fensterglas eine zusätzliche optische Schicht mit dem Brechungsindex 1,233 <math>(= {n}^{1/2})</math> aufgebracht, dann beträgt die Reflexion an beiden Grenzflächen, also zwischen Vakuum und optischer Schicht sowie zwischen optischer Schicht und Fensterglas, jeweils 1,1 Prozent, zusammen also nur 2,2 Prozent.
Bei zwei zusätzlichen Schichten mit der Brechzahl 1,150 <math>(= {n}^{1/3})</math> und 1,322 <math>(= {n}^{2/3})</math> beträgt die Reflexion an allen drei Grenzflächen jeweils 0,5 Prozent, zusammen also sogar nur 1,5 Prozent.
Hierbei ist zu beachten, dass bei der Reflexion beim Übergang zu einem optisch dichteren Medium ein '''Phasensprung''' von 180° auftritt. Beim Übergang zu einem optisch dünneren Medium tritt bei der Reflexion keine Änderung der Phase auf.
Die Wellen mit gleicher Ausbreitungsrichtung und gleicher Wellenlänge interferieren bei gleicher Phasenlage konstruktiv und bei gegenläufiger Phasenlage (die Phasendifferenz beträgt dann 180°) destruktiv. Unter Berücksichtigung der Phasensprünge können die Schichtdicken einer vorgegebenen Wellenlänge so angepasst werden, dass diese Wellenlänge dann fast vollständig transmittiert wird. Bei anderen Wellenlängen tritt dann eine geringere Transmission, und bei manchen Wellenlängen sogar gar keine Transmission mehr auf.
Zur Reduktion von Reflexionen an Grenzflächen werden bei optischen Systemen einzelne Linsen sehr häufig zu einer Einheit zusammengefasst, indem sie mit optischem Kitt verbunden werden (Verkittung).
Durch die Variation der Brechzahlen, der Schichtdicken und der Anzahl der Schichten stehen sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung, bei den die Reflexions- und Transmissionsgrade nicht mehr analytisch, sondern nur noch mit Simulationsberechnungen ermittelt werden können. Typische Anwendungsfelder sind die '''Oberflächenvergütung''' von Objektivlinsen zur Vermeidung von Reflexionen und insbesondere von Mehrfachreflexionen zwischen den Linsengruppen. Ferner können mit dünnen Schichten verschiedener Brechkraft '''Interferenzfilter''' hergestellt werden, die nur einen bestimmten und definierbaren Wellenlängenbereich passieren lassen.
<div style="clear:both"></div>
===Parallele Verschiebung===
[[Datei:Planparallele.Platte.png|miniatur|rechts|hochkant=2|Zum Versatz <math>\Delta</math> eines Lichtstrahls beim Durchlaufen einer planparallelen Platte mit der Plattendicke <math>d</math> und Brechzahl <math>n</math>]]
Um einen parallelen Versatz der optischen Achse um den Betrag <math>\Delta</math> zu erwirken, kann zum Beispiel eine um den Winkel <math>\alpha</math> zur optischen Achse geneigte planparallele Platte in den Strahlengang eingebracht werden.
Nach dem Snelliusschen Brechungsgesetz sind die Richtung des einfallenden Strahls und des ausfallenden Strahls parallel - die Winkel zwischen der optischen Achse und dem Lot der planparallelen Platte <math>\alpha</math> sind also vor und hinter der Platte identisch (siehe Abbildung rechts), wobei der Winkel <math>\beta</math> die Winkel des Lichtstrahls zu den beiden Loten innerhalb der Platte beschreibt.In den folgenden Rechenbeispielen wird die Brechzahl außerhalb der planparallelen Platte mit der Brechzahl <math>n</math> als eins angesetzt.
:<math>\sin \alpha = n \cdot \sin \beta</math>
Die Länge <math>s</math> ist eine Hilfsgröße zur Berechnung mit Hilfe der Anwendung des Sinussatzes. Wenn <math>d</math> die Dicke der planparallelen Platte ist, ergibt sich:
:<math>\frac {d} {\sin (\displaystyle 90^\circ - \beta)} = \frac {d} {\cos \beta} = \frac {s} {\sin \displaystyle 90^\circ} = s</math>
Unter erneuter Verwendung des Sinussatzes gilt jedoch auch:
:<math>\frac {\Delta} {\sin (\alpha - \beta)} = \frac {s} {\sin \displaystyle 90^\circ} = s</math>
[[Datei:Versatz.Planparallelplatte.ueber.Einfallswinkel.png|miniatur|rechts|hochkant=2|Versatz <math>\Delta</math> eines Lichtstrahls beim Durchlaufen einer Planparallelplatte in Anteilen der Plattendicke <math>d</math> in Abhängigkeit vom Einfallswinkel <math>\alpha</math> für drei verschiedene Brechzahlen <math>n</math>]]
Aus der Gleichsetzung der beiden Formeln ergibt sich für den Versatz <math>\Delta</math>:
:<math>\Delta = d \cdot \frac {\sin (\alpha - \beta)} {\cos \beta} = d \cdot (\sin \alpha - \cos \alpha \cdot \tan \beta) = d \cdot \sin \alpha \cdot \left( 1 - \frac {\cos \alpha} {\sqrt {n^2 - \sin^2 \alpha}} \right)</math>
Die maximal erreichbare Ablenkung <math>\Delta_{max}</math> entspricht bei einer Neigung von 90° der Dicke der Platte:
:<math>\Delta_{max} = d</math>
Für kleine Neigungswinkel <math>\alpha</math> (im Bogenmaß) gilt die Näherung:
:<math>\Delta \approx d \cdot \alpha \left( 1 - \frac {1} {n} \right)</math>
Auf der anderen Seite können durch planparallele Platten auch unerwünschte Aberrationen verursacht werden: wenn einfallende Lichtstrahlen aus unterschiedlichen Richtungen in einem bestimmten Punkt der planparallelen Platte eintreten, ergeben sich unterschiedliche Austrittsorte. Durch diese seitlichen Abweichungen kann es bei optischen Abbildungen zur Verschlechterung der Bildschärfe kommen. Beim Rechnen von Objektiven muss für höchste Ansprüche dieser Effekt berücksichtigt werden, wenn sich vor dem Bildsensor planparallele Platten wie zum Beispiel Infrarotfilter, optische Tiefpassfilter, Mikrolinsen- oder Farbfilterarrays befinden (siehe auch Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Lichtwandlung#Infrarot-Sperrfilter|Infrarot-Sperrfilter]] und folgende).
<div style="clear:both"></div>
===Verkippung===
[[Datei:Brechung.am.Prisma.png|miniatur|rechts|hochkant=2|<math>n</math> ist Brechzahl des Prismas, <math>\alpha</math> der Einfallswinkel, <math>\delta</math> der Ausfallswinkel, <math>\epsilon</math> der Prismenwinkel und <math>\phi</math> der Ablenkwinkel]]
Um eine Verkippung der optischen Achse um den Winkel <math>\phi</math> zu erwirken, kann zum Beispiel ein Dreiecksprisma mit dem '''Prismenwinkel''' <math>\epsilon</math> im Scheitel der Querschnittsfläche in den Strahlengang eingebracht werden.
Nach dem '''Snelliusschen Brechungsgesetz''' ergibt sich beim Einfall mit dem '''Einfallswinkel '''<math>\alpha</math> in das Prisma mit der '''Brechzahl''' <math>n</math> an der ersten brechenden Fläche des Primas der Ausfallswinkel <math>\beta</math> im Prisma:
:<math>\beta = \arcsin \frac {\sin \alpha} {n} </math>
Mit dem Prismenwinkel <math>\epsilon</math> ergibt sich dann an der zweiten brechenden Fläche des Prismas rein geometrisch für den Einfallswinkel <math>\gamma</math>:
:<math>\gamma = \epsilon - \beta</math>
Nach dem Snelliusschen Brechungsgesetz ergibt sich dort beim Ausfall aus dem Prisma der '''Ausfallswinkel''' <math>\delta</math>:
:<math>\delta = \arcsin \left( {n} \cdot {\sin \gamma} \right)</math>
[[Datei:Ablenkwinkel.Prisma.Prismenwinkel60.ueber.Einfallswinkel.png|miniatur|rechts|hochkant=2|Ablenkwinkel <math>\phi</math> eines Lichtstrahls beim Durchlaufen eines Prismas mit dem Prismenwinkel 60° in Abhängigkeit vom Einfallswinkel <math>\alpha</math> für drei verschiedene Brechzahlen <math>n</math>. Je nach Brechungsindex brechen die Kurven bei kleinen Einfallswinkeln wegen der Totalreflexion innerhalb des Prismas mit einem spezifischen maximalen Ablenkwinkel ab, und es wird bei noch kleineren Einfallswinkeln kein Licht mehr herausgebrochen.]]
Der '''Ablenkwinkel''' <math>\phi</math> ergibt sich dann wiederum rein geometrisch aus den oben angegebenen Winkeln:
:<math>\phi = \alpha - \beta - \gamma + \delta = \alpha - \epsilon + \delta</math>
Der '''minimale Ablenkwinkel''' <math>\phi_{min}</math> ergibt sich, wenn Einfallswinkel <math>\alpha</math> und Ausfallswinkel <math>\delta</math> identisch sind. Der Ablenkwinkel <math>\phi_{min}</math> ergibt sich in diesem Fall wie folgt:
:<math>\phi_{min} = 2 \, \alpha - \epsilon = 2 \, \delta - \epsilon</math>
mit:
:<math>2 \, \gamma = 2 \, \beta = \epsilon</math>
Demzufolge kann der Brechungsindex <math>n</math> bei bekanntem Prismenwinkel <math>\epsilon</math> aus dem minimalen Ablenkwinkel <math>\phi_{min}</math> bestimmt werden:
:<math>n = \frac {\sin {\frac {\phi_{min} + \epsilon} {2}}} {\sin {\frac {\epsilon} {2}}}</math>
Respektive kann auch der minimale Ablenkwinkel <math>\phi_{min}</math> mithilfe von Brechungsindex <math>n</math> und Prismenwinkel <math>\epsilon</math> bestimmt werden:
:<math>\phi_{min} = 2 \cdot \arcsin \left( n \cdot {\sin {\frac {\epsilon} {2}}} \right) - \epsilon</math>
Die maximale Ablenkung des Lichtstrahls ergibt sich sowohl bei einem Einfallswinkel von 90° als auch bei einem Ausfallswinkel von 90°. Der maximale Ablenkwinkel <math>\phi_{max}</math> beträgt dann jeweils:
:<math>\phi_{max} = \displaystyle 90^\circ - \epsilon + \arcsin \left( n \cdot \sin \left( \epsilon - \arcsin \frac {1} {n} \right) \right)</math>
[[Datei:Spektrum.mit.Prisma.png|mini|hochkant=2|links|Erzeugung eines Lichtspektrums durch die Dispersion eines Glasprismas]]
Bei der Brechung kommt es zur '''Dispersion''', also der wellenlängenabhängigen Varianz der Brechzahl. Dabei werden blaue Lichtstrahlen stärker gebrochen als rote, so dass es bei optischen Abbildungen zur chromatischen Aberration kommt (siehe auch Abschnitt [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Chromatische_Aberration|Chromatische Aberration]]).
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===Beugung an einem Gitter===
[[Datei:Sonne.Beugungsbild.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Durch Beugung von Sonnenlicht an einer Kreislochblende hervorgerufene Fraunhofer-Ringe.]]
Durch die wellenoptische '''Beugung''' an allen Formen von '''Kanten''' werden Lichtstrahlen von ihrer geometrisch geradlinigen Ausbreitungsrichtung abgelenkt. Beispiele für optische Komponenten mit Kanten sind Spalte, Kreislochblenden, wie Aperturblenden, Feldblenden oder Linsenfassungen.
Aber auch an Liniengittern, Kreuzgittern oder räumlichen Kristallgittern mit regelmäßigen und periodischen Strukturen tritt an allen Gitteröffnungen Beugung auf. Hierbei ist es unerheblich, ob das Licht durch die Gitteröffnungen hindurchtritt ('''Transmissionsgitter''') oder reflektiert wird ('''Reflexionsgitter''').
Bei solchen regelmäßigen Strukturen werden alle durch die einzelnen Gitteröffnungen hindurchtretenden beziehungsweise reflektierten Lichtstrahlen in den gesamten Halbraum abgelenkt, so dass sie interferieren können. In Abhängigkeit von der Wellenlänge des Lichts, der Gitterabstände <math>g</math> und der Beobachtungsrichtung ergeben sich für bestimmte Richtungen, die sich senkrecht zu den Gitterlinien um den Winkel <math>\varphi</math> von der Richtung des einfallenden Lichtes unterscheiden, '''konstruktive Interferenzen'''. In diesen Richtungen können im Fernfeld vom Gitter – also in Abständen die ein Vielfaches der betrachteten Wellenlänge betragen – Bereiche mit hoher Lichtintensität beobachtet werden.
[[Datei:Beugungsscheibchen.k.720.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Photographisch aufgenommenes Beugungsbild einer 90 Mikrometer großen, mit rotem Laserlicht beleuchteten Lochblende in 65 Millimetern Entfernung, in dem sich die nullte Beugungsordnung beim Beugungsscheibchen in der Mitte mit dem Durchmesser von gut einem Millimeter befindet. Die immer größer werdenden Ringe entsprechen den zunehmenden Beugungsordnungen, und links oben in der Ecke ist die 27. Beugungsordnung zu erkennen.]]
Je nachdem, wie groß in Beobachtungspunkt der Wellenlängenunterschied bei der konstruktiven Interferenz zwei Lichtstrahlen mit der gleichen Wellenlänge <math>\lambda</math> ist, wird diesem Bereich eine Beugungsordnung <math>n</math> zugeordnet. Die Weglängen zweier konstruktiv interferierender Lichtstrahlen <math>s_1</math> und <math>s_2</math> können in Bezug auf den ersten Lichtstrahl, bei dem die Weglänge <math>m</math> Wellenlängen beträgt, folgendermaßen beschrieben werden:
:<math>s_1 = m \cdot \lambda</math>
:<math>s_2 = (m + n) \cdot \lambda</math>
:<math>\frac {\Delta s} {\lambda} = \frac {s_2 - s_1} {\lambda} = \frac {n \cdot \lambda} {\lambda} = n</math>
Bei der nullten Beugungsordnung (<math>n = 0</math>) durchlaufen beide Lichtstrahlen exakt die gleiche Wegstrecke, bei der ersten Beugungsordnung (<math>n = 1</math>) beträgt die Wegdifferenz eine Wellenlänge, bei der zweiten Beugungsordnung (<math>n = 2</math>) beträgt die Wegdifferenz zwei Wellenlängen, und so weiter. Nur bei der nullten Beugungsordnung (<math>n = 0 \rightarrow \varphi = 0 </math>) tritt für keine Wellenlänge eine Richtungsänderung oder Phasendifferenz auf, so dass hier keine Dispersion zu beobachten ist.
<gallery perrow="2" widths="512" heights="512" caption="Beugung an einem Liniengitter">
Liniengitter.png|Bild eines Liniengitters.
Beugungsgitter.svg|Beugung an einem optischen Liniengitter bei einer einfallenden ebenen Welle mit der Intensität <math>I_0</math>. Die Gitterkonstante <math>g</math> gibt den regelmäßigen Abstand zwischen den Gitterelementen an, der Ablenkwinkel <math>\varphi</math> gilt für abgelenkten Strahlen mit der Intensität <math>I(\varphi)</math>, der Gangunterschied <math>d</math> in Richtung einer Beugungsordnung ist ein ganzzahliges Vielfaches <math>n</math> der Wellenlänge <math>\lambda</math>.
</gallery>
Bei einem Liniengitter mit der Gitterkonstante <math>g</math> ergibt sich bei der ersten Beugungsordnung für benachbarte Gitteröffnungen eine Weglängendifferenz <math>d</math>, die genau einer Wellenlänge <math>\lambda</math> entspricht:
:<math>d = \lambda = g \cdot \sin \varphi_1</math>
Für beliebige Beugungsordnungen <math>n</math> gilt dann für die entsprechenden Ablenkwinkel <math>\varphi_n</math> die '''Gittergleichung''':
:<math>d_n = n \cdot \lambda = g \cdot \sin \varphi_n</math>
:<math>\varphi_n = \arcsin \frac {n \cdot \lambda} {g}</math>
'''Optische Gitter''' werden in Monochromatoren und Spektrometern eingesetzt, um Licht verschiedener Wellenlänge analysieren zu können.
Siehe auch '''[[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Spektroskopie|Abschnitt "Spektroskopie".]]'''
<div style="clear: both;"></div>
===Atmosphärische Störungen===
Die Atome, Moleküle und Partikel (zum Beispiel Feinstaub oder Aerosole) in der Atmosphäre beeinflussen das Licht, das die Erdhülle durchläuft. Dabei müssen verschiedene optische Effekte berücksichtigt werden. Hierzu gehören die Streuung (Diffusion), die Brechung (Refraktion) und deren Wellenlängenabhängigkeit (Dispersion) sowie die Vernichtung (Absorption).
Diese Effekte können im natürlichen Sonnen- oder Mondlicht zu verschiedenen '''Photometeoren''' führen, wie zum Beispiel Regenbögen, Halos, Koronae oder leuchtenden Nachtwolken.
====Atmosphärische Streuung====
[[Datei:Atmosphaerische.Streuung.Mondfinsternis.png||mini|rechts|hochkant=2|Zur Entstehung des Blutmondes bei einer Mondfinsternis durch die Rayleigh-Streuung in der Erdatmosphäre. Das Licht der Sonne S wird an den Luftmolekülen in der Atmosphäre A der Erde E in Abhängigkeit von seiner Wellenlänge gestreut. Je kürzer die Wellenlänge, desto stärker wird das Licht abgelenkt. Der untere Teil des Mondes befindet sich im Kernschatten und wird nur durch das Streulicht der Erdatmosphäre rötlich beleuchtet. Die schematische Abbildung ist zur besseren Veranschaulichung nicht maßstäblich.]]
Der blaue Lichtanteil wird beim Lichtweg durch die Erdatmosphäre durch die '''Rayleigh-Streuung''' seitlich weggestreut, was die Ursache für den blauen Tageslichthimmel ist. Bei Auf- und Untergängen von Himmelsobjekten gelangt das horizontnahe blaue Licht gar nicht zum Beobachtungspunkt auf der Erde. Dies erklärt die rötlich gefärbten Auf- und Untergänge von leuchtenden Himmelskörpern, aber auch den '''grünen Blitz''', der bei günstigen Sichtverhältnissen bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang an der Oberkante der Sonnenscheibe beobachtet werden kann.
[[Datei:Mondfinsternis.7.9.2025.20.46MESZ.Berlin.png|mini|links|Totale Mondfinsternis am 7. September 2025 in Berlin.]]
Bei totalen Mondfinsternissen wird nur der rötliche Anteil des Sonnenlichtes in der Erdatmosphäre in Richtung Kernschatten gestreut, so dass dieser tiefrot erscheint und auch Blutmond genannt wird.
<div style="clear:both"></div>
====Atmosphärische Refraktion====
Durch die '''atmosphärische Refraktion''' tritt eine Winkelabweichung des scheinbaren Ortes eines abgebildeten Punkts von seiner tatsächlichen Lage, die im Vakuum beobachtet werden würde. Im Zenit verschwindet diese Abweichung, mit größer werdenden Zenitwinkeln nimmt sie aber stetig zu, und der scheinbare Ort ist am Horizont bei normalen atmosphärischen Bedingungen zirka 35 Bogenminuten höher als der wirkliche Ort. Der Winkelabstand zwischen zwei Punktobjekten mit unterschiedlicher Zenitdistanz wird demzufolge durch eine '''differentielle Refraktion''' verkleinert. Durch diesen Effekt erscheinen Sonne und Mond besonders im Horizontnähe in vertikaler Richtung verkürzt und somit nicht mehr kreisförmig, sondern in die Breite gezogen.
[[Datei:BennettAtmRefractVsAlt.png|rechts|mini|hochkant=2|Diagramm mit der atmosphärischen Refraktion über der Höhe über der Erdoberfläche nach Bennett.]]
Die Verringerung des beobachteten wahren Horizonts <math>h_{Refr}</math> um den Winkel <math>\rho</math> durch die atmosphärische Refraktion kann durch folgende Näherungsformel von George G. Bennet aus dem Jahr 1982 bestimmt werden kann, wobei der Höhenwinkel über dem Horizont <math>h</math> in Bogengrad einzusetzen ist:
:<math>\rho = \frac {1} {60 \cdot \tan \left( h + \frac {7,31} {h + 4,4} \right)}</math> (in Bogengrad)
:<math>h_{Refr} = h_{Kimm} - \rho</math>
Für einen auf dem mathematischen Horizont beobachteten Punkt außerhalb der Erdatmosphäre ergibt sich dann mit <math>h = 0</math> ein maximaler Korrekturwinkel <math>\rho_{max}</math> von gut einem halben Grad:
:<math>\rho_{max} = \frac {1} {60 \cdot \tan \frac {7,31} {4,4}} \approx 0,575^\circ \approx 34,5'</math>
'''→ [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Optische_Medien_mit_variabler_Brechzahl|Kapitel "Grundlagen" / Abschnitt "Optische Medien mit variabler Brechzahl"]]'''
Die oben angegebene Formel gilt für einen Luftdruck von 1010 Hektopascal und eine Temperatur von 10° Celsius (283 Kelvin). Falls der atmosphärische Luftdruck und die atmosphärische Temperatur an der Erdoberfläche genauer berücksichtigt werden sollen, kann für die Ermittlung der korrigierten Refraktion <math>\rho_{korr} (p, T)</math> der Refraktionswinkel <math>\rho</math> mit einem '''meteorologischen Korrekturfaktor''' <math>c</math> multipliziert werden, der vom Luftdruck <math>p</math> und von der Temperatur <math>T</math> anhängt:
:<math>\rho_{korr} (p, T) = \frac {p} {1010 \text { hPa}} \cdot \frac {283 \text { K}} {T} \cdot \rho</math>
<div style="clear:both"></div>
====Atmosphärische Dispersion====
[[Datei:Venus.30.5.2021.NW.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Die Venus zwei Monate nach der oberen Konjunktion am nordwestlichen Abendhimmel gut drei Bogengrad über dem Horizont (Zenitwinkel = 87 Bogengrad), eine halbe Stunde vor ihrem Untergang und eine Stunde nach Sonnenuntergang. Die Venus hatte einen scheinbaren Durchmesser von zehn Bogensekunden, eine visuelle Helligkeit von -2<sup>m</sup>, wurde von der Erde aus gesehen zu 95,5 Prozent durch das Sonnenlicht beleuchtet und erschien daher noch fast kreisrund. Das von der Venus reflektierte Licht passierte wegen der geringen Höhe über dem Horizont auf dem Weg zur Beobachtung mehrere hundert Kilometer Luft, und durch die Dispersion der Troposphäre ergaben sich am unteren Rand rötliche und am oberen Rand bläuliche Farbtöne. Die im Bild zusätzlich eingeblendete achtfache Vergrößerung der Venus dient zur besseren Erkennbarkeit dieser farbigen Ränder. Die leuchtende Scheibe ist durch Streueffekte in der Troposphäre zudem fast fünfmal so groß wie der geometrische scheinbare Durchmesser der Venusscheibe.]]
Eine weitere, wenn auch geringere, Winkelabweichung ist wellenlängenabhängig und wird auch '''atmosphärische Dispersion''' genannt. Die stärkere Brechung des kurzwelligen (blauen) Lichtes führt dazu, dass kontrastreiche Kanten in Horizontnähe mit Farbsäumen abgebildet werden. An der Unterkante von weißlichen Objekten ergeben sich in atmosphärischen Aufnahmen deswegen gelbliche und rötliche Farben und an der Oberkante grünliche und blaue.
Besonders beeindruckend ist der Nachweis der Dispersion der Erdatmosphäre im Halbschatten der Mondoberfläche bei Mondfinsternissen. Der Kernschattenbereich wird lediglich vom langwelligen und somit nur gering abgelenkten Streulicht der Erdatmosphäre (Rayleigh-Streuung) erreicht und erscheint deswegen rötlich. Im Halbschatten erreicht bereits ein Teil des Lichtes der Sonnenscheibe direkt die Mondoberfläche. Es wird überlagert von indirektem Sonnenlicht, dass zunächst die Erdatmosphäre in verschiedenen Höhen über der Erdoberfläche durchquert und dabei gebrochen wird:
[[Datei:Atmosphaerische.Refraktion.Mondfinsternis.png|mini|zentriert|hochkant=2|Zur Entstehung eines Lichtspektrums auf der Mondoberfläche bei einer partiellen Mondfinsternis. Ein Teil des Lichtes der Sonne S erreicht direkt die Mondoberfläche, und ein weiterer Anteil durchquert die Atmosphäre A der Erde E. Der untere Teil des Mondes befindet sich im Kernschatten und wird durch das Streulicht aus der Erdatmosphäre rötlich beleuchtet. Das nicht gestreute Licht wird gebrochen und trifft ebenfalls auf die Oberfläche des Mondes M. Die gepunktete graue Linie über dem Spektrum gibt die ursprüngliche Richtung des in dieser Darstellung beispielhaft gebrochenen Sonnenstrahls an. Die Abbildung ist zur besseren Veranschaulichung nicht maßstäblich.]]
Die Kugelkappe der Erdatmosphäre, die vom Sonnenlicht durchquert wird, kann hierbei in Näherung als ein Dreiecksprisma angenommen werden (siehe auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Verkippung|Verkippung am Prisma]]). Im symmetrischen Fall sind der Einfalls- und der Ausfallswinkel identisch. Der Ablenkwinkel des Prismas ist dann minimal.
[[Datei:Atmosphaerische.Refraktion.png|mini|zentriert|hochkant=3|Ersatz einer Kugelkappe der Erdatmosphäre durch ein Dreiecksprisma mit gleicher Höhe und gleicher Breite.]]
Wird für die optisch aktive Atmosphäre eine Höhe <math>h</math> von 15 Kilometern angenommen, resultiert mit dem Erdradius <math>R</math> von 6371 Kilometern die Sehnenlänge des entsprechenden Kreissegments <math>s</math>:
:<math>s \approx \sqrt {8 \cdot R \cdot h} \approx 874 \text{ km}</math>
Damit kann nun der Prismenwinkel <math>\epsilon</math> im Scheitel des Dreiecksprismas bestimmt werden:
:<math>\epsilon = 180^\circ - 2 \cdot \arctan {\frac {2 \cdot h} {s}} \approx 176^\circ</math>
Für die Brechkraft in der mittleren Erdatmosphäre (bei einer Höhe über dem Meeresspiegel von 7,5 Kilometer) kann für eine Wellenlänge im Grünen der folgende Schätzwert verwendet werden:
:<math>n_{7,5} = 1,00011</math>
Der Ablenkwinkel <math>\phi</math> des Prismas beträgt hierfür knapp einen dreiviertel Monddurchmesser (in den Abbildungen unten betrug der Monddurchmesser 32 Bogenminuten):
:<math>\phi = 2 \cdot \arcsin \left( n_{7,5} \cdot {\sin {\frac {\epsilon} {2}}} \right) - \epsilon \approx 0,38^\circ \approx 23'</math>
Es ist zu beachten, dass auch das Sonnenlicht unterhalb und oberhalb der mittleren Erdatmosphäre gebrochen wird, wobei die Dichte der Luft und somit deren Brechungsindex mit zunehmender Höhe immer weiter abnehmen. Der maximale Ablenkwinkel <math>\phi_{max}</math> ergibt sich mit der Brechkraft <math>n_{0} = 1,00029</math> auf Meeresspiegelhöhe und beträgt knapp zwei Monddurchmesser:
:<math>\phi_{max} = 2 \cdot \arcsin \left( n_{0} \cdot {\sin {\frac {\epsilon} {2}}} \right) - \epsilon \approx 1^\circ \approx 60'</math>
Je größer die optische Weglänge durch die Atmosphäre ist, desto mehr kurzwellige Anteile des Sonnenlichts werden durch die Rayleigh-Streuung abgelenkt. Diese Farbanteile werden demzufolge in den Lichtspektren, die in den tieferliegenden Schichten der Atmosphäre erzeugt werden, nur noch vermindert auftreten, so dass auch hier die rötlichen Anteile dominieren.
Auf der Mondoberfläche überlagern sich alle Lichtspektren, die durch die Refraktion in sämtlichen Schichthöhen der Atmosphäre entstehen und die im Rahmen des Winkeldurchmessers der Sonne durch aus unterschiedlichen Richtungen einfallende Lichtstrahlen erzeugt werden. Dadurch verbreitert sich zum einen das Lichtspektrum insgesamt, und zum anderen schwächt sich durch die Überlagerung von Licht verschiedener Wellenlängen der Farbkontrast deutlich ab. In einer photographischen Aufnahme einer Mondfinsternis mit sehr hohem dynamischem Umfang, bei der sich ungefähr die Hälfte der Mondscheibe im Kernschatten befindet, kann bei günstigen Bedingungen das resultierende Lichtspektrum auf der Oberfläche des Mondes durch die nachträgliche Verminderung des Bildkontrasts und die gleichzeitige Erhöhung des Farbkontrasts sichtbar gemacht werden:
<gallery perrow="2" widths="400" heights="400" caption="Mondfinsternis vom 7. September 2025 nach der Totalität mit halbem Kernschatten">
Datei:Mondfinsternis.7.9.2025.19.28UTC.Berlin_Org.png|Visueller Eindruck während der Mondfinsternis (Belichtungszeit 1/30 Sekunde).
Datei:Mondfinsternis.7.9.2025.19.28UTC.Berlin_HDR.png|Aus sieben Einzelbildern im Rohdatenformat zusammengesetzte Hochkontrastaufnahme (16 Bit HDR) mit den Belichtungszeiten 1/30, 1/15, 1/8, 1/4, 1/2, 1/1 und 2/1 Sekunden. Das rötliche Streulicht aus der Erdatmosphäre ist rechts im Kernschatten der Mondfinsternis erkennbar. Der Kernschattenrand erscheint bläulich.
Datei:Mondfinsternis.7.9.2025.19.28UTC.Berlin_Colours.png|Ergebnis für den Farbverlauf nach einer Bildbearbeitung mit Absenkung des Bildkontrastes, Gaußscher Weichzeichnung und Erhöhung der Farbsättigung. Das komplette durch die Erdatmosphäre erzeugte Lichtspektrum ist links im Halbschatten der Mondfinsternis erkennbar.
Mondfinsternis.7.9.2025.19.28UTC.Berlin Schattenposition.png|Farbverlauf mit stark erhöhtem Farbkontrast auf dem Mond mit der Lage der Mondscheibe im Halb- und Kernschatten der Mondfinsternis.
</gallery>
<div style="clear:both"></div>
====Extinktion====
[[Datei:Troposphaerische.Laengen.png|miniatur|hochkant=3|Weglängen für Lichtstrahlen in der 15 Kilometer hohen Troposphäre in Abhängigkeit von der Zenitdistanz]]
Durch die '''Extinktion''' in der Atmosphäre gibt es zudem einen Lichtverlust, der genauso wie im Wasser und in anderen optischen Medien auch von der Wellenlänge des beobachteten Lichts abhängt und nicht nur durch die wellenlängenabhängige Streuung (siehe auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Beleuchtung#Streuung|Streuung]]), sondern auch durch die wellenlängenabhängige Absorption verursacht wird. Sichtbares Licht, das aus dem Zenit die gesamte Atmosphäre durchläuft, wird um ungefähr zwanzig Prozent abgeschwächt. Hierbei kommt es auch zur Veränderung der beobachteten Verteilungen in den Lichtspektren, die einen Einfluss auf den Weißpunkt und den Weißabgleich von digitalen Bildern haben. Bei zunehmender Zenitdistanz wird der Weg durch die Atmosphäre immer länger, und somit nimmt auch die Abschwächung der Lichtstrahlen zu. Bei der Beobachtung eines Objektes außerhalb der Troposphäre, die ungefähr eine Höhe von 15 Kilometern hat, ist die Weglänge für die Lichtstrahlen durch die Troposphäre am Horizont (Zenitdistanz 90°) fast 50-mal größer als bei einem Objekt im Zenit (Zenitdistanz 0°).
'''→ [[Quadriviale_Kuriositäten/_Die_Stele_vom_Rocher_des_Doms#Extinktion|Extinktion]]'''
<div style="clear:both"></div>
====Szintillation====
Durch thermische Schwankungen in der Atmosphäre resultieren Dichteschwankungen und somit auch kleine Turbulenzen mit variierenden Brechungsindizes, die dafür verantwortlich sind, dass die beobachtete Helligkeit von quasi-punktförmigen Objekten zeitlich nicht konstant ist (englischer Begriff: "seeing"). Bei der Beobachtung - beispielsweise von Sternen - wird dieser durch die Luftunruhe hervorgerufene Effekt auch '''Szintillation''' genannt:
<gallery caption="Astronomische Szintillation" mode=packed>
Sirius.15sec.P1186696.jpg|Der szintillierende Stern Sirius mit einer Kamera mit Teleobjektiv frei Hand innerhalb von 15 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen.
Sirius.15sec.pop.P1186696.jpg|Die gleiche Aufnahme dargestellt mit erhöhter Farbsättigung.
Szintillation.Sirius.480.webm|mini|Szintillation des hellsten Sternes des Nachthimmels Sirius (scheinbare Helligkeit = −1,1 mag) am Abendhimmel kurz vor der oberen Kulmination auf dem südlichen Meridian bei einer Höhe von 20° über dem Horizont. Der Sirius bewegt sich während der 29 Sekunden der Videoaufnahme um 7,5 Bogenminuten von links nach rechts.
Zeitlupe.Szintillation.Sirius.webm|mini|Szintillation des hellsten Sternes des Nachthimmels Sirius (scheinbare Helligkeit = −1,0 mag) am Abendhimmel zwei Stunden vor der oberen Kulmination auf dem südlichen Meridian bei einer Höhe von 16° über dem Horizont. Der Sirius bewegt sich während der in zehnfacher Zeitlupe dargestellten Videoaufnahme um knapp 15 Bogenminuten von links nach rechts.
</gallery>
Die Periodendauer dieser atmosphärischen Schwankungen liegt typischerweise im Bereich von einigen Millisekunden. Bei Belichtungszeiten, die kürzer sind, ergibt sich eine Momentaufnahme mit örtlich variierenden Positionen, bei längeren Belichtungszeiten werden diese Schwankungen integriert, was zu einer Mittelung der registrierten Helligkeiten und somit zur Weichzeichnung von Objektkanten im Bild führt.
Bei Objektiven oder Fernrohren, die nicht beugungsbegrenzt sind und nicht über eine aktiv korrigierende adaptive Optik verfügen, setzt die entsprechende Auflösungsbegrenzung bei terrestrischer Beobachtung ab bei einer Öffnungsweite von mehr als ungefähr 50 Millimetern ein, bei erdbasierten Teleskopen liegt die maximal sinnvolle Öffnungsweite bei 200 Millimetern. Teleskope in Satelliten und Raumschiffen arbeiten hingegen rein beugungsbegrenzt, da die Lichtstrahlen hierbei in der Regel nicht durch die Erdatmosphäre beeinflusst werden.
<div style="clear:both"></div>
====Atmosphärisches Streulicht====
Bei optischen Abbildungen gibt es bei größer werdenden Objektweiten zunehmend starke atmosphärische Effekte. Der Bildkontrast wird durch Streuung in der Atmosphäre an Luftmolekülen, Staubpartikeln, Wassertröpfchen oder Eiskristallen grundsätzlich verringert. Nicht nur bei Tageslicht, sondern auch bei Dämmerungslicht oder beim Vorhandensein von künstlichen Lichtquellen werden auch die dunklen Bereiche des Objektfelds mit Streulicht aus den helleren Objektbereichen oder von Lichtquellen außerhalb des Bildfelds überlagert, so dass der Dunkelwert durch dieses '''Falschlicht''' deutlich erhöht sein kann und den Kontrast (die Modulation des Lichts) deutlich verringert.
'''→ [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Bildaufnahme#Falschlicht|Kapitel "Bildaufnahme" / Abschnitt "Falschlicht"]]'''
'''→ [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Modulation|Kapitel "Grundlagen" / Abschnitt "Modulation"]]'''
<gallery perrow="3" widths="320" heights="480" caption="Kugel des Berliner Fernsehturms (Durchmesser 32 Meter) aus fünf Kilometern Entfernung">
Datei:Fernsehturm.5km.jpg|Originalaufnahme mit Blaustich, geringem Kontrast und ungleichmäßigen Objektkanten durch die Einflüsse der Atmosphäre (Belichtungszeit 2 ms).
Datei:Fernsehturm.5km.korrigiert.jpg|Atmosphärische Kontrastverluste und Farbstich wurden durch digitale Tonwertkorrekturen kompensiert.
Datei:Fernsehturm.5km.Simulation.Langzeitbelichtung.jpg|Simulation der Weichzeichnung bei einer längeren Belichtung durch atmosphärisches Flimmern (Szintillation, siehe oben).
</gallery>
Die Lichtverschmutzung in Städten ist in den letzten Jahrzehnten so groß geworden, dass die Milchstraße dort nicht mehr gesehen werden kann. Oft können in den Innenstädten am Nachthimmel – wenn überhaupt – nur noch sehr wenige und sehr helle Sterne gefunden werden. Selbst bei scheinbar klarem Nachthimmel gibt es einen großen Anteil von Streulicht, der in der Astrofotographie bei längeren Belichtungszeiten deutlich zum Vorschein tritt. Das Falschlicht kann mit Hilfe der Bildverarbeitung zwar gefiltert werden, in den Bildern gehen dann allerdings zunehmend auch die Details des Sternhimmels verloren. Die folgende Aufnahme im Bereich der Galaxie Messier 101 mit der scheinbaren Helligkeit von 7,5<sup>m</sup> mit allen Fixsternen bis zur 10. Größenklasse wurde in einer sternklaren Nacht am Stadtrand von Berlin gegen Mitternacht mit einem lichtstarken Objektiv bei einer Belichtungszeit von fünf Sekunden und bei einem Belichtungsindex von ISO 12800 in Zenitnähe aufgenommen:
<gallery caption="Messier 101 im Streulicht" widths="400" heights="250" perrow="2">
Streulichtfilterung.0.P1023258.jpg|Originalaufnahme: unten am Bildrand in der Mitte Alkaid, rechts der Mitte der Doppelstern Mizar mit Alkor und rechts am Bildrand Alioth; die Galaxie Messier 101 ist ein kleiner diffuser Lichtfleck in der Bildmitte.
Streulichtfilterung.1.P1023258.jpg|Schwarzwert korrigiert: der dunkelste im Bild auftretende Lichtpunkt wurde auf schwarz gefiltert, um das Streulicht abzuschwächen, das blaue Licht der Rayleigh-Streuung von künstlichen Lichtquellen ist in der Bildmitte erkennbar.
Streulichtfilterung.2.P1023258.jpg|Streulicht halbiert: die dunklere Hälfte des Streulichts wurde auf schwarz gefiltert, das blaue Licht der Rayleigh-Streuung ist in der Bildmitte noch erkennbar.
Streulichtfilterung.3.P1023258.jpg|Streulicht vollständig eliminiert: das gesamte Streulicht wurde auf schwarz gefiltert, die lichtschwache und flächenhafte Galaxie Messier 101 ist jedoch ebenfalls nicht mehr sichtbar.
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Image:PbShieldingOfALaminarFlowCabinet.jpg|Bleiabschirmung um eine Flowbox in der Radiopharmaka hergestellt werden.
Image:PbShieldingOfALaminarFlowCabinet2.jpg|Die Blei-Abschirmung um die Flowbox aus einer anderen Perspektive.
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Image:PbShieldingOfALaminarFlowCabinet.jpg|Bleiabschirmung um eine Flowbox in der Radiopharmaka hergestellt werden.
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Dirk Hünniger
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Mathematrix: Antworten nach Thema/ Arbeiten mit Termen
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1085052
2026-06-05T09:28:17Z
Yomomo
36494
/* Strichrechnungen mit mehreren Variablen */
1087662
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{{:Mathematrix: Vorlage: Oben}}
=== Term Definition===
=== Einleitung Formeln ===
#<ol type="a"><section begin="FormelEinleitung01" /><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 130\qquad</math></li><li><math>\ 26,1\qquad</math></li></ol></li><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 430\qquad</math></li><li><math>\ 568\qquad</math></li></ol></li><li><math>\ G=5B+8A\qquad</math></li><section end="FormelEinleitung01" /></ol><br>
#<ol type="a"><section begin="FormelEinleitung02" /><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ -24\qquad</math></li><li><math>\ 7,8\qquad</math></li></ol></li><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 87\qquad</math></li><li><math>\ 99,6\qquad</math></li></ol></li><li><math>\ A=4k+7g\qquad</math></li><section end="FormelEinleitung02" /></ol><br>
#<ol type="a"><section begin="FormelEinleitung03" /><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 16\qquad</math></li><li><math>\ 13,2\qquad</math></li></ol></li><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 340\qquad</math></li><li><math>\ 348\qquad</math></li></ol></li><li><math>\ z=6k+9g\qquad</math></li><section end="FormelEinleitung03" /></ol><br>
#<ol type="a"><section begin="FormelEinleitung04" /><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ -3,5\qquad</math></li><li><math>\ -1\qquad</math></li></ol></li><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 55\qquad</math></li><li><math>\ 62\qquad</math></li></ol></li><li><math>\ T=6x+9y\qquad</math></li><section end="FormelEinleitung04" /></ol><br>
#<ol type="a"><section begin="FormelEinleitung05" /><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ -10,9\qquad</math></li><li><math>\ 0\qquad</math></li></ol></li><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 317\qquad</math></li><li><math>\ 397\qquad</math></li></ol></li><li><math>\ p=3k+4m\qquad</math></li><section end="FormelEinleitung05" /></ol><br>
#<ol type="a"><section begin="FormelEinleitung06" /><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 57,7\qquad</math></li><li><math>\ 46\qquad</math></li></ol></li><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 72\qquad</math></li><li><math>\ 78\qquad</math></li></ol></li><li><math>\ t=15a+4b\qquad</math></li><section end="FormelEinleitung06" /></ol><br>
#<ol type="a"><section begin="FormelEinleitung07" /><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 1\qquad</math></li><li><math>\ 0\qquad</math></li></ol></li><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 67,5\qquad</math></li><li><math>\ 85,7\qquad</math></li></ol></li><li><math>\ s=3x+9x\qquad</math></li><section end="FormelEinleitung07" /></ol><br>
#<ol type="a"><section begin="FormelEinleitung08" /><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 23\qquad</math></li><li><math>\ 18\qquad</math></li></ol></li><li><ol type="i" style="margin-left:12px"><li><math>\ 68\qquad</math></li><li><math>\ 67\qquad</math></li></ol></li><li><math>\ z=10k+6h\qquad</math></li><section end="FormelEinleitung08" /></ol><br>
=== Potenzen===
==== Potenz Definition====
==== Potenz Rechenarten====
===== Strichrechnungen mit mehreren Variablen =====
#<ol type="a"><section begin="Strichrechnungen mit mehreren Variablen01" /><li><math>\ a^5 - 8 a^3 + a^2</math></li><li><math>\ -8 a^5 - 10m^5 - m^4</math></li><li><math>\ 2a^3 w - 12a^3 + 2w^3 + 3q</math></li><section end="Strichrechnungen mit mehreren Variablen01" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Strichrechnungen mit mehreren Variablen02" /><li><math>\ 4s^5 + 8s^3 - 1</math></li><li><math>\ 4x^5 - 23x^3 - 4y^3</math></li><li><math>\ 6m \ z^7 - 7m^7 z - 12c^7 + 2m^7 + 5q</math></li><section end="Strichrechnungen mit mehreren Variablen02" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Strichrechnungen mit mehreren Variablen03" /><li><math>\ -m^7 - 9m^4 - 5m^3</math></li><li><math>\ 2v^7 - 5b^3</math></li><li><math>\ -12 w^7 - 4c \ w^2 - 3m \ w^2 - 7c^2 w + 2c^2 + 5q</math></li><section end="Strichrechnungen mit mehreren Variablen03" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Strichrechnungen mit mehreren Variablen04" /><li><math>\ 8k^8 - 5</math></li><li><math>\ 11j^9 + k^9 - 7</math></li><li><math>\ 14a \ w^3 - 3a^3 w - 12a^3 + 2w^3 + 5q</math></li><section end="Strichrechnungen mit mehreren Variablen04" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Strichrechnungen mit mehreren Variablen05" /><li><math>\ 5a^5 + 3</math></li><li><math>\ 5a^7 - 5b^7 + 5a^6</math></li><li><math>\ 14a \ w^3 - 3a^3 w - 12a^3 + 2w^3 + 5q</math></li><section end="Strichrechnungen mit mehreren Variablen05" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Strichrechnungen mit mehreren Variablen06" /><li><math>\ -5 x^3 - 4x^2 + 10</math></li><li><math>\ -3 x^3 - 10z^3</math></li><li><math>\ 2c \ m^4 - 5c^4 m - 7c^4 + 2m^4 + 3q</math></li><section end="Strichrechnungen mit mehreren Variablen06" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Strichrechnungen mit mehreren Variablen07" /><li><math>\ -c^7 - 2c^2</math></li><li><math>\ 4k^7 - 7m^7 + 22k^6</math></li><li><math>\ -12 m \ z^7 - 12m^7 z - 12c^7 + 2m^7 + 5q</math></li><section end="Strichrechnungen mit mehreren Variablen07" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Strichrechnungen mit mehreren Variablen08" /><li><math>\ 14k^4 - 2k^3 - 1</math></li><li><math>\ 8k^4 + 6u^4 - k^3</math></li><li><math>\ -6 c \ w^9 - m \ w^9 - 10c^9 w + 2c^9 - 12w^7 + 5b</math></li><section end="Strichrechnungen mit mehreren Variablen08" /></ol><br><br>
===== Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis =====
#<ol type="a"><section begin="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis01" /><section begin="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis01" /><li><math>\ a^{-2}\qquad</math></li><li><math>\ 4^{3+b}\qquad</math></li><section end="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis01" /><section begin="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis01" /><li><math>\ c^{-4}\qquad</math></li><li><math>\ w^{-3}</math></li><section end="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis01" /><section end="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis01" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis02" /><section begin="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis02" /><li><math>\ a^{b-x}\qquad</math></li><li><math>\ 4^4\qquad</math></li><section end="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis02" /><section begin="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis02" /><li><math>\ c^{-14}\qquad</math></li><li><math>\ w^{12}</math></li><section end="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis02" /><section end="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis02" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis03" /><section begin="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis03" /><li><math>\ 1\qquad</math></li><li><math>\ t^{-3b}\qquad</math></li><section end="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis03" /><section begin="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis03" /><li><math>\ c^{3-b}\qquad</math></li><li><math>\ w^{-b-12}</math></li><section end="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis03" /><section end="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis03" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis04" /><section begin="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis04" /><li><math>\ 3\qquad</math></li><li><math>\ b^{-7t}\qquad</math></li><section end="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis04" /><section begin="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis04" /><li><math>\ b^{2}\qquad</math></li><li><math>\ w^{12-b}</math></li><section end="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis04" /><section end="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis04" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis05" /><section begin="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis05" /><li><math>\ c^{-7}\qquad</math></li><li><math>\ 3^{2t-7}\qquad</math></li><section end="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis05" /><section begin="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis05" /><li><math>\ 5^{6}\qquad</math></li><li><math>\ w^{-5b}</math></li><section end="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis05" /><section end="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis05" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis06" /><section begin="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis06" /><li><math>\ 3^{0}\ also \ 1\qquad</math></li><li><math>\ a^{z-2t}\qquad</math></li><section end="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis06" /><section begin="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis06" /><li><math>\ b^{-2}\qquad</math></li><li><math>\ 3^{-4w}</math></li><section end="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis06" /><section end="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis06" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis07" /><section begin="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis07" /><li><math>\ 7^b\qquad</math></li><li><math>\ t^{t-3}\qquad</math></li><section end="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis07" /><section begin="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis07" /><li><math>\ 20^{2}\qquad</math></li><li><math>\ u^{b+12}</math></li><section end="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis07" /><section end="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis07" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis08" /><section begin="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis08" /><li><math>\ 7\qquad</math></li><li><math>\ j^{2w}\qquad</math></li><section end="Multiplikation von zwei Potenzen mit der gleichen Basis08" /><section begin="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis08" /><li><math>\ 3^{4b}\qquad</math></li><li><math>\ b^{-w-5}</math></li><section end="Division von zwei Potenzen mit der gleichen Basis08" /><section end="Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis08" /></ol><br><br>
===== Potenzen mit negativer Hochzahl =====
#<ol type="a"><section begin="Potenzen mit negativer Hochzahl01" /><li><math>\ 6^{4-x}\qquad</math></li><li><math>\ 3 \cdot 7^{12-2u}\qquad</math></li><li><math>\ 5\ z^{d}\qquad</math></li><section end="Potenzen mit negativer Hochzahl01" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Potenzen mit negativer Hochzahl02" /><li><math>\ 6^{1-x}\qquad</math></li><li><math>\ 3 \cdot 11^{6-4x}\qquad</math></li><li><math>\ 5\ z^{r}\qquad</math></li><section end="Potenzen mit negativer Hochzahl02" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Potenzen mit negativer Hochzahl03" /><li><math>\ 5 \cdot r^{4-x}\qquad</math></li><li><math>\ 3 \cdot b^{4z-13}\qquad</math></li><li><math>\ 5\ z^{-z}\qquad</math></li><section end="Potenzen mit negativer Hochzahl03" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Potenzen mit negativer Hochzahl04" /><li><math>\ 3 \cdot r^{4-2r}\qquad</math></li><li><math>\ 11 \cdot b^{4-8w}\qquad</math></li><li><math>\ 5^{1-z}\qquad</math></li><section end="Potenzen mit negativer Hochzahl04" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Potenzen mit negativer Hochzahl05" /><li><math>\ 6^{4-x}\qquad</math></li><li><math>\ 3 \cdot 7^{12-2u}\qquad</math></li><li><math>\ 5\ z^{d}\qquad</math></li><section end="Potenzen mit negativer Hochzahl05" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Potenzen mit negativer Hochzahl06" /><li><math>\ 6^{1-x}\qquad</math></li><li><math>\ 3 \cdot 11^{6-4x}\qquad</math></li><li><math>\ 5\ z^{r}\qquad</math></li><section end="Potenzen mit negativer Hochzahl06" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Potenzen mit negativer Hochzahl07" /><li><math>\ 5 \cdot r^{4-x}\qquad</math></li><li><math>\ 3 \cdot b^{4z-13}\qquad</math></li><li><math>\ 5\ z^{-z}\qquad</math></li><section end="Potenzen mit negativer Hochzahl07" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Potenzen mit negativer Hochzahl08" /><li><math>\ 3 \cdot r^{4-2r}\qquad</math></li><li><math>\ 11 \cdot b^{4-8w}\qquad</math></li><li><math>\ 5^{1-z}\qquad</math></li><section end="Potenzen mit negativer Hochzahl08" /></ol><br><br>
===== Potenzen Erklärung =====
#<section begin="Potenzen Erklärung01" /><div class="noprint">[[Mathematrix:_MA_TER/_Theorie/_Arbeiten_mit_Termen#Null_als_Hochzahl|hier klicken!]]</div><section end="Potenzen Erklärung01" />
#<section begin="Potenzen Erklärung02" /><div class="noprint">[[Mathematrix:_MA_TER/_Theorie/_Arbeiten_mit_Termen#Division_von_zwei_Potenzen_mit_der_gleichen_Basis|hier klicken!]]</div><section end="Potenzen Erklärung02" />
#<section begin="Potenzen Erklärung03" /><div class="noprint">[[Mathematrix:_MA_TER/_Theorie/_Arbeiten_mit_Termen#Multiplikation_von_zwei_Potenzen_mit_der_gleichen_Basis|hier klicken!]]</div><section end="Potenzen Erklärung03" />
#<section begin="Potenzen Erklärung04" /><div class="noprint">[[Mathematrix:_MA_TER/_Theorie/_Arbeiten_mit_Termen#Potenzen mit negativer Hochzahl|hier klicken!]]</div><section end="Potenzen Erklärung04" />
#<section begin="Potenzen Erklärung05" /><div class="noprint">[[Mathematrix:_MA_TER/_Theorie/_Arbeiten_mit_Termen#Potenzen mit negativer Hochzahl|hier klicken!]]</div><section end="Potenzen Erklärung05" />
#<section begin="Potenzen Erklärung06" /><div class="noprint">[[Mathematrix:_MA_TER/_Theorie/_Arbeiten_mit_Termen#Null_als_Hochzahl|hier klicken!]]</div><section end="Potenzen Erklärung06" />
#<section begin="Potenzen Erklärung07" /><div class="noprint">[[Mathematrix:_MA_TER/_Theorie/_Arbeiten_mit_Termen#Division_von_zwei_Potenzen_mit_der_gleichen_Basis|hier klicken!]]</div><section end="Potenzen Erklärung07" />
#<section begin="Potenzen Erklärung08" /><div class="noprint">[[Mathematrix:_MA_TER/_Theorie/_Arbeiten_mit_Termen#Multiplikation_von_zwei_Potenzen_mit_der_gleichen_Basis|hier klicken!]]</div><section end="Potenzen Erklärung08" />
===== Potenz einer Potenzzahl=====
===== Potenzen mit Bruchhochzahl=====
===== Potenz eines Produktes oder eines Bruches=====
===== Arbeiten mit Potenzen: Die Rechenregel zusammengefasst=====
===== Komplexe Beispiele mit Potenzzahlen =====
:'''A'''
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenA01" /><math> b^{\frac{4}{3}}\left(=\sqrt[3]{b^4}\right)</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenA01" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenA02" /><math> c^{-15}</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenA02" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenA03" /><math> a^{21}</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenA03" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenA04" /><math> m^{15}</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenA04" />
:'''B'''
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenB01" /><math>w^{2}</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenB01" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenB02" /><math>y^{-\frac{15}{4}}\left(=\sqrt[4]{\frac{1}{y^{15}}}\right)</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenB02" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenB03" /><math>y^{-3}\left(=\frac{1}{y^{3}}\right)</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenB03" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenB04" /><math>u^{-2}\left(=\frac{1}{u^{2}}\right)</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenB04" />
:'''C'''
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenC01" /><math>b^{29}</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenC01" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenC02" /><math>b^{52}</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenC02" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenC03" /><math>b^{-\frac{1138}{7}}\left(=\sqrt[7]{\frac{1}{y^{1138}}}\right)</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenC03" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenC04" /><math>b^{\frac{3}{2}}\left(=\sqrt{m^3}\right)</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenC04" />
:'''D'''
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenD01" /><math>b^9</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenD01" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenD02" /><math>b^{22}</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenD02" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenD03" /><math>b^9</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenD03" />
#<section begin="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenD04" /><math>1</math><section end="Komplexe Beispiele mit PotenzzahlenD04" />
=== Terme Grundaufgaben===
=== Klammer Auflösen===
==== Aufgaben mit einer Klammer====
==== Aufgaben mit 2 Klammern====
==== Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer ====
'''Ohne ± Regel'''
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer01" /><li><math>\ 6 x^7 - 14 x^2 + 10 x^3</math></li><li><math>\ 6m^5+8m^3+15 m^7 +20m^5=</math><br><math>=26m^5+8m^3+15m^7</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer01" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer02" /><li><math>\ 14 b^9+8 b^8-14 b^7</math></li><li><math>\ 10 w^7+ 8 w^5 +25 w^5 + 20 w^3=</math><br><math>=10 w^7+33 w^5 + 20 w^3</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer02" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer03" /><li><math>\ 8 s^8 + 4 s^9 - 28 s^7</math></li><li><math>\ 15 w^8 + 12 w^6 + 35 w^6 +28 w^4=</math><br><math>=15 w^8 + 47 w^6 +28 w^4</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer03" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer04" /><li><math>\ 28 v^{11} + 12 v^{12} - 8 v^8</math></li><li><math>\ 10 g^7 + 8 g^6 + 15 g^5 + 12 g^4</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer04" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer05" /><li><math>14n^14-14n^9+35n^7</math></li><li><math>15c^5+20c^4+18c^4+24c^3=</math><br><math>=15c^5+38c^4+24c^3</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer05" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer06" /><li><math>6z^6+12z^7-21z^5</math></li><li><math>8p^5+10p^7+12p^3+15p^5=</math><br><math>=23p^5+10p^7+12p^3</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer06" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer07" /><li><math>8s^8+4s^5-28s^7</math></li><li><math>10w^7+8w^6+5w^5+4w^4</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer07" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer08" /><li><math>4v^5+12v^6-8v^2</math></li><li><math>10a^7+8a^5+15a^5+12a^4</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer08" /></ol>
'''Mit ± Regel'''
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm01" /><li><math>\ 6m^4 -8m^2 -15 m^2 +20=6 m^4-23 m^2+20</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm01" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm02" /><li><math>\ 10 w^7- 8 w^5 -25 w^5 + 20 w^3=10 w^7-33 w^5 + 20 w^3</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm02" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm03" /><li><math>\ 15 w^8 - 12 w^6 + 5 w^6 - 4 w^4=15 w^8 - 7 w^6 - 4 w^4</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm03" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm04" /><li><math>\ 10 g^7 + 8 g^6 - 15 g^5 - 12 g^4</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm04" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm05" /><li><math>15c^2-20c^4-18+24c^2=39c^2-20c^4-18</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm05" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm06" /><li><math>8p^5-10p^7-12p^3+15p^5=23p^5-10p^7-12p^3</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm06" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm07" /><li><math>10w^7-8w^6+5w^5-4w^4</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm07" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm08" /></li><li><math>10a^7-8a^5+15a^5-12a^4</math></li><section end="Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammerm08" /></ol>
==== Arbeiten mit negativen Zahlen ====
'''Strichrechnungen'''
#<section begin="PlusMinusStrich01" /><math>\ -3</math><section end="PlusMinusStrich01" />
#<section begin="PlusMinusStrich02" /><math>\ 9</math><section end="PlusMinusStrich02" />
#<section begin="PlusMinusStrich03" /><math>\ 7</math><section end="PlusMinusStrich03" />
#<section begin="PlusMinusStrich04" /><math>\ -3</math><section end="PlusMinusStrich04" />
#<section begin="PlusMinusStrich05" /><math>-3</math><section end="PlusMinusStrich05" />
#<section begin="PlusMinusStrich06" /><math>-7</math><section end="PlusMinusStrich06" />
#<section begin="PlusMinusStrich07" /><math>9</math><section end="PlusMinusStrich07" />
#<section begin="PlusMinusStrich08" /><math>-7</math><section end="PlusMinusStrich08" />
'''Punktrechnungen'''
#<section begin="PlusMinusPunkt01" /><math>\ -71</math><section end="PlusMinusPunkt01" />
#<section begin="PlusMinusPunkt02" /><math>\ 71</math><section end="PlusMinusPunkt02" />
#<section begin="PlusMinusPunkt03" /><math>\ 71</math><section end="PlusMinusPunkt03" />
#<section begin="PlusMinusPunkt04" /><math>\ -71</math><section end="PlusMinusPunkt04" />
#<section begin="PlusMinusPunkt05" /><math>-61</math><section end="PlusMinusPunkt05" />
#<section begin="PlusMinusPunkt06" /><math>-61</math><section end="PlusMinusPunkt06" />
#<section begin="PlusMinusPunkt07" /><math>-71</math><section end="PlusMinusPunkt07" />
#<section begin="PlusMinusPunkt08" /><math>61</math><section end="PlusMinusPunkt08" />
=== Herausheben===
#<section begin="Herausheben01" /><math>15\ y\ n^7 ( 3\ b^4 y - 2\ y^4 n^2 - 5\ b^8 y^7 n+ 7\ b )</math><section end="Herausheben01" />
#<section begin="Herausheben02" /><math>7\ x^4\ c \ m^3( 5\ c\ m - 2\ x^5 c^2 - 1+ 9\ b\ x^3 c^8 m^{10})</math><section end="Herausheben02" />
#<section begin="Herausheben03" /><math>3\ x^4\ c^2 \ m^4( 1 - 11\ x^5 c^2 m^3 - 9\ m+ 21\ b\ x^3 c^7 m^{9})</math><section end="Herausheben03" />
#<section begin="Herausheben04" /><math>6\ y^3\ n^4 ( 3\ b^4 - 2\ y^4 n^2 - 5\ b^8 y^7 n+ 1) </math><section end="Herausheben04" />
#<section begin="Herausheben05" /><math>9\ x\ c^4 \ m^2( 5\ c\ m - 2\ x^5 c^2 - 1+ 9\ b\ x^3 c^8 m^{10}) </math><section end="Herausheben05" />
#<section begin="Herausheben06" /><math>4\ x^4\ c^3 \ m\ ( 5\ c\ m - 2\ x^5 c^2 - 1+ 9\ b\ x^3 c^8 m^{10}) </math><section end="Herausheben06" />
#<section begin="Herausheben07" /><math>11\ y^3\ n\ ( 3\ b^4 - 2\ y^4 n^2 - 5\ b^8 y^7 n+ 1) </math><section end="Herausheben07" />
#<section begin="Herausheben08" /><math>5\ y^3\ b^4 ( 3\ b^4 - 2\ y^4 n^2 - 5\ b^8 y^7 n+ 1) </math><section end="Herausheben08" />
=== Binomische Formeln ===
==== Binomische Formeln ausmultiplizieren ====
#<ol type="a"><section begin="Binomische Formeln ausmultiplizieren01" /><li><math>\ a^6-8\ a^3+16\qquad </math></li><li><math>\ 25\ x^4 +40\ x^2\ z^{2{,}5}+16\ z^5 </math></li><section end="Binomische Formeln ausmultiplizieren01" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Binomische Formeln ausmultiplizieren02" /><li><math>\ 49 \ w^7+84 \ w^{10} + 36 \ w^{13}\qquad </math></li><li><math>\ 25\ a^6 -121\ a^3 </math></li><section end="Binomische Formeln ausmultiplizieren02" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Binomische Formeln ausmultiplizieren03" /><li><math>4\ g^8-52\ g^{10{,}5}+169 \ g^{13}\qquad </math></li><li><math>\ 121\ a^{12}-16\ a^8 </math></li><section end="Binomische Formeln ausmultiplizieren03" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Binomische Formeln ausmultiplizieren04" /><li><math>144\ g^5+168\ g^{9}+49 \ g^{13}\qquad </math></li><li><math>\ 16\ a^{8}-88\ a^{10}+121\ a^{12} </math></li><section end="Binomische Formeln ausmultiplizieren04" /></ol>
==== Binomische Formeln faktorisieren ====
#<ol type="a"><section begin="Binomische Formeln faktorisieren01" /><li><math>\left(13\ a^4-2\right)^2\qquad</math></li><li><math>\left( 9\ x^2+10\ z^{4{,}5}\right)^2</math></li><section end="Binomische Formeln faktorisieren01" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Binomische Formeln faktorisieren02" /><li><math>\left(7\ w^{3{,}5}+ 5\ w^{6{,}5}\right)^2\qquad</math></li><li><math>(3\ c^2+7\ b^5)(3\ c^2-7\ b^5)</math></li><section end="Binomische Formeln faktorisieren02" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Binomische Formeln faktorisieren03" /><li><math>\left(11\ v^{2{,}5}- 3\ v^{9{,}5}\right)^2\qquad</math></li><li><math>(2\ n^2-3\ n^5)(2\ n^2+3\ n^5)</math></li><section end="Binomische Formeln faktorisieren03" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Binomische Formeln faktorisieren04" /><li><math>\left(25\ v^{3{,}5}+ 12\ v^{8{,}5}\right)^2\qquad</math></li><li><math>(2\ n^2-2{,}5\ \ n^8)^2</math></li><section end="Binomische Formeln faktorisieren04" /></ol>
==== Binomische Formeln erkennen ====
#<ul><section begin="Binomische Formeln erkennen01" /><li>Nein, 4 statt 16</li><li>ja</li><section end="Binomische Formeln erkennen01" /></ul>
#<ul><section begin="Binomische Formeln erkennen02" /><li>Nein, 9 statt 7</li><li>ja</li><section end="Binomische Formeln erkennen02" /></ul>
#<ul><section begin="Binomische Formeln erkennen03" /><li>Nein, 24 statt 12</li><li>ja</li><section end="Binomische Formeln erkennen03" /></ul>
#<ul><section begin="Binomische Formeln erkennen04" /><li>ja</li><li>Nein, 28 statt 14 <br>und 12 statt 11</li><section end="Binomische Formeln erkennen04" /></ul>
=== Das pascalsche Dreieck Binompotenzen ===
#<section begin="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen01" /><math>625\ x^{12} - 3500\ x^{9} \ z^{2} + 7350\ x^{6} \ z^{4} - 6860\ x^{3} \ z^{6} + 2401\ z^{8}</math><section end="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen01" />
#<section begin="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen02" /><math>243\ a^{20} - 2835\ a^{17} + 13230\ a^{14} - 30870\ a^{11} + 36015\ a^{8} - 16807\ a^{5}</math><section end="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen02" />
#<section begin="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen03" /><math>8\ m^{12} - 84\ m^{8} \ n^{5} + 294\ m^{4} \ n^{10} - 343\ n^{15}</math><section end="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen03" />
#<section begin="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen04" /><math>625\ b^{8} - 3500\ b^{6}\ e + 7350\ b^{4} \ e^{2} - 6860\ b^{2} \ e^{3} + 2401\ e^{4}</math><section end="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen04" />
#<section begin="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen05" /><math>256\ x^{8} - 1280\ x^{6} \ z^{3} + 2400\ x^{4} \ z^{6} - 2000\ x^{2} \ z^{9} + 625\ z^{12}</math><section end="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen05" />
#<section begin="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen06" /><math>-32 \ a^{15} + 240\ a^{14} - 720\ a^{13} + 1080\ a^{12} - 810\ a^{11} + 243\ a^{10}</math><section end="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen06" />
#<section begin="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen07" /><math>343\ m^{9} - 441\ m^{6} \ n^{4} + 189\ m^{3} \ n^{8} - 27\ n^{12}</math><section end="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen07" />
#<section begin="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen08" /><math>256\ b^{4} - 1280\ b^{3} \ e^{2} + 2400\ b^{2} \ e^{4} - 2000\ b \ e^{6} + 625\ e^{8}</math><section end="Das pascalsche Dreieck Binompotenzen08" />
=== Umformen Grundwissen Gegenrechnungen ===
#<ol type="a"><section begin="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen01" /><li><math>c=-4111\qquad</math></li><li><math> k=55\qquad</math></li><li><math> f=38\qquad</math></li><li><math>x=1208\ </math></li><br><br><li><math>\textstyle m=\tfrac{214}{23}\approx 9{,}3\qquad</math></li><li><math> w=19{,}\overline {45}</math></li><section end="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen01" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen02" /><li><math>c=1992\qquad</math></li><li><math> k=52\qquad</math></li><li><math> f=45\qquad</math></li><li><math>x=3983\ </math></li><br><br><li><math>\textstyle m=22\qquad</math></li><li><math> w=\tfrac{214}{13} =16{,}\overline {461538}\approx 16{,}46</math></li><section end="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen02" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen03" /><li><math>c=-4011\qquad</math></li><li><math> k=60\qquad</math></li><li><math> f=56\qquad</math></li><li><math>x=-3654\ </math></li><br><br><li><math>\textstyle m=\tfrac{72}{11}=6{,}\overline {54}\qquad</math></li><li><math> w=12\tfrac{10}{17}\approx 12{,}59</math></li><section end="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen03" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen04" /><li><math>c=-2603\qquad</math></li><li><math> k=91\qquad</math></li><li><math> f=28\qquad</math></li><li><math>x=-4834\ </math></li><br><br><li><math>\textstyle m=\tfrac{493}{29}=17\qquad</math></li><li><math> w=17\tfrac{11}{17}\approx 17{,}65</math></li><section end="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen04" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen05" /><li><math>c=-4111\qquad</math></li><li><math> k=55\qquad</math></li><li><math> f=38\qquad</math></li><li><math>x=1208\ </math></li><br><br><li><math>\textstyle m=\tfrac{214}{23}\approx 9{,}3\qquad</math></li><li><math> w=19{,}\overline {45}</math></li><section end="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen05" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen06" /><li><math>c=1992\qquad</math></li><li><math> k=52\qquad</math></li><li><math> f=45\qquad</math></li><li><math>x=3983\ </math></li><br><br><li><math>\textstyle m=22\qquad</math></li><li><math> w=\tfrac{214}{13} =16{,}\overline {461538}\approx 16{,}46</math></li><section end="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen06" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen07" /><li><math>c=-4011\qquad</math></li><li><math> k=60\qquad</math></li><li><math> f=56\qquad</math></li><li><math>x=-3654\ </math></li><br><br><li><math>\textstyle m=\tfrac{72}{11}=6{,}\overline {54}\qquad</math></li><li><math> w=12\tfrac{10}{17}\approx 12{,}59</math></li><section end="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen07" /></ol><br><br>
#<ol type="a"><section begin="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen08" /><li><math>c=-2603\qquad</math></li><li><math> k=91\qquad</math></li><li><math> f=28\qquad</math></li><li><math>x=-5514\ </math></li><br><br><li><math>\textstyle m=\tfrac{493}{29}=17\qquad</math></li><li><math> w=17\tfrac{11}{17}\approx 17{,}65</math></li><section end="Umformen Grundwissen Gegenrechnungen08" /></ol><br><br>
=== Umformen einfache Kombinationen ===
'''Typ A'''
#<section begin="Umformen einfache Kombinationen01" /><math>x=5</math><section end="Umformen einfache Kombinationen01" />
#<section begin="Umformen einfache Kombinationen02" /><math>b=-2 </math><section end="Umformen einfache Kombinationen02" />
#<section begin="Umformen einfache Kombinationen03" /><math>m=0{,}4 </math><section end="Umformen einfache Kombinationen03" />
#<section begin="Umformen einfache Kombinationen04" /><math>z=-2 </math><section end="Umformen einfache Kombinationen04" />
#<section begin="Umformen einfache Kombinationen05" /><math>z=2{,}5 </math><section end="Umformen einfache Kombinationen05" />
#<section begin="Umformen einfache Kombinationen06" /><math>z=-\tfrac13 </math><section end="Umformen einfache Kombinationen06" />
#<section begin="Umformen einfache Kombinationen07" /><math>z=5 </math><section end="Umformen einfache Kombinationen07" />
#<section begin="Umformen einfache Kombinationen08" /><math>z=-1 </math><section end="Umformen einfache Kombinationen08" />
'''Typ B'''
#<ol type="a"><section begin="Umformen einfache KombinationenB01" />8<section end="Umformen einfache KombinationenB01" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Umformen einfache KombinationenB02" />−3<section end="Umformen einfache KombinationenB02" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Umformen einfache KombinationenB03" />−1<section end="Umformen einfache KombinationenB03" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Umformen einfache KombinationenB04" />−1<section end="Umformen einfache KombinationenB04" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Umformen einfache KombinationenB05" />2<section end="Umformen einfache KombinationenB05" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Umformen einfache KombinationenB06" />−1<section end="Umformen einfache KombinationenB06" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Umformen einfache KombinationenB07" />−2<section end="Umformen einfache KombinationenB07" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Umformen einfache KombinationenB08" />1<section end="Umformen einfache KombinationenB08" /></ol>
=== Das Gleichheitszeichen in Umformungen===
=== Komplexe Umformungen ===
#<ul><section begin="Komplexe Umformungen01" /><section begin="Komplexe Umformungen04" /><li><math> \quad z=w-\frac {(t-s) \cdot {2 \cdot k_B \cdot T}}{\sqrt p \cdot {2 \cdot k_B \cdot T}+ c_L \cdot {m \cdot v^2} -4{,}4 \cdot { k_B \cdot T}} </math> </li><li><math> \quad m= \left(2,2- \sqrt p + \frac {t-s}{w-z}\right) \cdot \frac {2 \cdot k_B \cdot T}{ c_L \cdot v^2}</math></li><li><math> \quad v=\sqrt { \left(2,2- \sqrt p + \frac {t-s}{w-z}\right) \cdot \frac {2 \cdot k_B \cdot T}{ c_L \cdot m}\ \ }</math> </li><li><math> \quad{T}= \frac{{w-z}}{\left(2,2 \cdot (w-z)- \sqrt p \cdot (w-z) + {t-s}\right)} \cdot \frac {2 \cdot k_B }{v^2 \cdot c_L \cdot m}</math></li><li><math>\quad p =\left(2,2 - c_L \cdot \frac {m \cdot v^2}{2 \cdot k_B \cdot T} + \frac {t-s}{w-z}\ \right)^2</math></li><li><math>\quad {t}=\left( \sqrt p + c_L \cdot \frac {m \cdot v^2}{2 \cdot k_B \cdot T} -2,2 \right) \cdot {w-z}+s</math> </li><li><math>\quad {s}=t - \left( \sqrt p + c_L \cdot \frac {m \cdot v^2}{2 \cdot k_B \cdot T} -2,2 \right) \cdot {w-z}</math> </li><li><math> \quad{k_B}= \frac{{w-z}}{\left(2,2 \cdot (w-z)- \sqrt p \cdot (w-z) + {t-s}\right)} \cdot \frac {2 \cdot T }{v^2 \cdot c_L \cdot m}</math></li><li><math> \quad c_L= \left(2,2- \sqrt p + \frac {t-s}{w-z}\right) \cdot \frac {2 \cdot k_B \cdot T}{ m \cdot v^2}</math> </li><section end="Komplexe Umformungen04" /><section end="Komplexe Umformungen01" /></ul>
#<ul><section begin="Komplexe Umformungen02" /><li><math>\textstyle a= m - b\cdot c \cdot m+ (n-3)^2 - b \cdot \sqrt{d-w} + \frac{f}{k} </math></li><li><math>\textstyle b= \frac {(m-a + (n-3)^2 ) \cdot k+{f} }{(c \cdot m+ \sqrt{d-w})\cdot k}</math></li><li><math>\textstyle c= \frac{(m - a+ (n-3)^2 - b \cdot \sqrt{d-w})\cdot k + {f} }{b \cdot m \cdot k}</math></li><li><math>\textstyle f= (a+ b\cdot c \cdot m- (n-3)^2 + b \cdot \sqrt{d-w} -m)\cdot k </math></li><li><math>\textstyle m=\frac{(a- (n-3)^2 + b \cdot \sqrt{d-w})\cdot k - {f} }{(1- b\cdot c )\cdot k}</math></li><li><math>\textstyle n =\sqrt {a+ b\cdot c \cdot m - m + + b \cdot \sqrt{d-w} + \frac{f}{k} \ \ } \ +3</math></li><li><math>\textstyle {k} =\frac{f} {a+ b\cdot c \cdot m - (n-3)^2 + b \cdot \sqrt{d-w} - m}</math></li><li><math>\textstyle {w} =d -{\left(\frac { \left(m - a- b\cdot c \cdot m + (n-3)^2 \right)\cdot {k}+{f}}{b\cdot k}\right)}^2</math></li><section end="Komplexe Umformungen02" /></ul>
#<ul><section begin="Komplexe Umformungen03" /><li><math>\textstyle a = b^2 \cdot k - \frac{f}{\sqrt{d-w}} - m+6\cdot n- b^2\cdot c + (n-3)^2</math></li><li><math>\textstyle b = \sqrt{\frac{[(n-3)^2-a - m+6\cdot n]\cdot \sqrt{d-w} - {f}}{(c-k){\sqrt{d-w}}}}</math></li><li><math>\textstyle c =\frac{ [ (n-3)^2 - a + b^2 \cdot k - m+6\cdot n]\sqrt{d-w}- {f}}{b^2{\sqrt{d-w}}}</math></li><li><math>\textstyle {f}= [(n-3)^2 -a- b^2\cdot c + b^2 \cdot k - m+6\cdot n]{\sqrt{d-w}}</math></li><li><math>\textstyle m = b^2 \cdot k - \frac{f}{\sqrt{d-w}} +6\cdot n-a- b^2\cdot c + (n-3)^2</math></li><li><math>\textstyle n=\sqrt{a+ b^2\cdot c - b^2 \cdot k + \frac{f}{\sqrt{d-w}} + m-9 } </math></li><li><math>\textstyle k= \frac{(a+ b^2\cdot c - (n-3)^2 + m-6\cdot n){\sqrt{d-w}}+ {f}}{b^2{\sqrt{d-w}}} </math></li><li><math>\textstyle w=d-\left(\frac{f}{b^2 \cdot k - m+6\cdot n-a- b^2\cdot c + (n-3)^2}\right)^2 </math></li><section end="Komplexe Umformungen03" /></ul>
=== Formel anwenden ===
#<ol type="a"><section begin="Formel anwenden01" /><li><math>94{,}0 \ mg/d\ell</math></li><li><math>158{,}1 \ mg/d\ell</math></li><li><math>8{,}62 \ cm^3</math></li><li><math>2{,}59 \ g</math></li><section end="Formel anwenden01" /></ol>
=== Formeln aus der Physik ===
#<ol type="a"><section begin="Formeln aus der Physik01" /><li><math>ca. 7{,}58 \ cm</math></li><li><math>ca. 51{,}58 \ g/\ell</math></li><li><math>ca. 9550\ km</math></li><li><math>ca. 2850\ km</math></li><li>Zurückgelegte Strecke zwischen 2. und 5. Stunde</li><li>Durchschnittliche Beschleunigung zwischen <math>t_1</math> und <math>t_2</math></li><li>ca. am Anfang und am am 3,2-te Stunde</li><li>ca. 4 km</li><li><math>ca.\ 1{,}5\ km/h=0{,}41\dot6\ m/s</math></li><li><math>(4{,}7|2{,}7),\ 2{,}7\ km/h=0{,}75\ m/s</math></li><section end="Formeln aus der Physik01" /></ol>
=== Formel erstellen ===
#<ol type="a"><section begin="Formel erstellen01" /><li><math>\textstyle M=0{,}28\cdot a \cdot t</math></li><li><math>\textstyle M=\frac{500}{0{,}32 \cdot 60 \cdot a}\cdot t</math></li><section end="Formel erstellen01" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Formel erstellen02" /><li><math>s(t)=300-8t\ </math>(Gerade a im Diagramm)</li><li>5,5 km/h (Gerade a')</li><li>12:00</li><li>6 h 20 min, also um 16:20 Uhr</li><li><br>[[File:FormelErstellen2.svg|x96px|frameless|]]</li><section end="Formel erstellen02" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Formel erstellen03" /><li><math>P(m)=800+3m</math></li><li><math>\textstyle \frac{800}{340}\approx 2{,}35 cm/t</math></li><li>Die Änderung der Pegel in cm in Abhängigkeit von der Masse in T, also die Steigung in der entsprechenden Funktion</li><li>nach der Tagesenrnte</li><li>Form des Silos</li><section end="Formel erstellen03" /></ol>
#<ol type="a"><section begin="Formel erstellen04" /><li><math>0{,}920\ m</math></li><li><math>\textstyle 10\sqrt[3]{\frac{0{,}02835\cdot A}{\rho}}</math></li><section end="Formel erstellen04" /></ol>
=== Bruchterme kürzen ===
#<section begin="Bruchterme kürzen01" /><math>\textstyle \frac{3}{2(3x-1)}</math><section end="Bruchterme kürzen01" />
#<section begin="Bruchterme kürzen02" /><math>\textstyle \frac{3(5b-2)}{c\ b(5b+2)}</math><section end="Bruchterme kürzen02" />
#<section begin="Bruchterme kürzen03" /><math>\textstyle \frac{c\ y(3y-7)}{2(3y+7)}</math><section end="Bruchterme kürzen03" />
#<section begin="Bruchterme kürzen04" /><math>\textstyle (3x-1)</math><section end="Bruchterme kürzen04" />
#<section begin="Bruchterme kürzen05" /><math>\textstyle \frac{5 b(5 b+2)}{(5 b-2)}</math><section end="Bruchterme kürzen05" />
#<section begin="Bruchterme kürzen06" /><math>\textstyle \frac{c^2\ y(3 y-7)}{3(3 y+7)}</math><section end="Bruchterme kürzen06" />
#<section begin="Bruchterme kürzen07" /><math>\textstyle \frac{3}{2(3x-1)}</math><section end="Bruchterme kürzen07" />
#<section begin="Bruchterme kürzen08" /><math>\textstyle \frac{3(5b-2)}{c\ b(5b+2)}</math><section end="Bruchterme kürzen08" />
=== Bruchterme in Brüchen mit gemeinsamen Nenner umwandeln===
=== Bruchtermegleichungen===
#<section begin="Bruchtermegleichungen01" /><math>\mathbb D=\mathbb R\setminus\{-2,\ -1,\ 0,\ 1,\ 2\}\quad\mathbb L=\{\ 2\frac38\},\ 2\notin \mathbb D</math><section end="Bruchtermegleichungen01" />
#<section begin="Bruchtermegleichungen02" /><math>w\ne \{-1,\ 0\}\quad\mathbb L=\{4\}</math><section end="Bruchtermegleichungen02" />
#<section begin="Bruchtermegleichungen03" /><math>y\ne \{0,\ 2\}\quad\mathbb L=\{\ 12\}</math><section end="Bruchtermegleichungen03" />
#<section begin="Bruchtermegleichungen04" /><math>\mathbb D=\mathbb R\setminus\{-1,\ 0,\ 1\}\quad\mathbb L=\{-2\}</math><section end="Bruchtermegleichungen04" />
#<section begin="Bruchtermegleichungen05" /><math>\mathbb D=\mathbb R\setminus\{\pm 2\}\quad\mathbb L=\{\ \},\ 2\notin \mathbb D</math><section end="Bruchtermegleichungen05" />
#<section begin="Bruchtermegleichungen06" /><math>\mathbb D=\mathbb R\setminus\{\pm 2\}\quad\mathbb L=\{0{,}25\}</math><section end="Bruchtermegleichungen06" />
#<section begin="Bruchtermegleichungen07" /><math>a\ne \{-1,\ 0,\ 1\}\quad\mathbb L=\{\ \},\ -1\notin \mathbb D</math><section end="Bruchtermegleichungen07" />
#<section begin="Bruchtermegleichungen08" /><math>w\ne \{-1,\ 0,\ 1,\ 2\}\quad\mathbb L=\{4\frac12\}</math><section end="Bruchtermegleichungen08" />
=== Polynomdivision===
=== Definitionsmenge===
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Mathematrix: AT PSA/ Aufgabenheft
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Yomomo
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/* G1.7 Einleitung Formeln */
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<div class="noprint">{{:Mathematrix: Vorlage: Oben}}<div style="background:#666666;position:fixed;right:69px;top: 69px; display:block; height:49px;width:96px;text-align:center">[[Mathematrix: AT PSA/ Aufgabenheft_Antworten|Zu den<br>Antworten]]</div><div style="background:#666666;position:fixed;right:26px;bottom: 3px; display:block; height:33px;width:33px;">[[File:Escape suspect.svg|frameless|upright=0.12|verweis=Mathematrix: AT PSA/ Stoffaufbau|Zur Hauptseite des Projektes]]</div><div style="position:fixed;right:23px;bottom: 33px; display:block; height:39px;width:39px;background:#666666;">[[File:InicialF.svg{{!}}x38px{{!}}link=Mathematrix: MA TER/ Formelsammlung Geometrie{{!}}Formelsammlung]]</div></div></div></div><div class="nomobile">{{TOC limit|3}}{{clear}}<!--
<div style="height: 269px; width: 469px; overflow: auto; padding: 3px; border:1px solid gray; float:right; font-size:0.9em;" > {{TOC limit|3}} </div>{{Page-break}}
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== Grundniveau 1 ==
=== G1.1 Grundrechenartenvorrang ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
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|<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|O04}}</ol></li>
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</ol>
=== G1.2 Strich und Punkt Bruchrechnungen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
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|<li><math>\ </math></li>
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|-
|<li><math>\ </math></li>
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|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strich und Punkt Bruchrechnungen|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strich und Punkt Bruchrechnungen|08}}</ol>
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== G1.3 Grundaufgaben der Prozentrechnung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left"
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|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundaufgaben der Prozentrechnung|07}}</ol>
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|
|
|}</ol>{{clear}}
=== G1.4 Direkte Proportionalität ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
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|-
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|-
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|-
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|}</ol>{{clear}}
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=== G1.5 Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
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|-
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|-
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=== G1.6 Textaufgaben zu den Grundrechenarten ===
'''Typ 1'''
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|-
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|-
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|-
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|-
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|-
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|-
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|-
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|}</ol>
'''Typ 2'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|
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|-
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|-
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|-
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|-
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|-
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|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|B07}}
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|B08}}
|}</ol>
{{page-break}}
=== G1.7 Einleitung Formeln ===
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<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|
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|-
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|-
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|-
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|-
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|-
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|-
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|-
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|}</ol>
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=== G1.8 Strichrechnungen mit mehreren Variablen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|
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|-
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|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einleitung Formeln|03}}</ol>
|-
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|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einleitung Formeln|05}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einleitung Formeln|06}}</ol>
|-
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|-
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|}</ol>
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== Grundniveau 2 ==
=== G2.1 Berechnungen mit Bruch und ganzer Zahl ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|class="wikitable" style="background-color:center;white;"
|rowspan="2" style="vertical-align:top"|<li style="font-size:133%;font-weight:bold"><math>\ </math></li>
|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
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|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P01}}
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|-
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|-
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{|class="wikitable" style="background-color:center;white;"
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|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
|<math>\qquad</math>b: '''Gemischte Zahl in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''unechten Bruch:'''
|<math>\qquad</math>c: '''Unechten Bruch in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''gemischte Zahl'''
|-
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P02}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|A02}}
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|-
|colspan="2"|<math>\qquad</math>d: '''Subtraktion'''
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|}
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|-
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P03}}
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|-
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|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P04}}
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|-
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|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P05}}
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|-
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|}
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|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P06}}
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|-
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|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
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|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P07}}
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|-
|colspan="2"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|C07}}
|colspan="2"|<ul style="list-style-type:none">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|M07}}</ul>
|}
{|class="wikitable" style="background-color:center;white;"
|rowspan="2" style="vertical-align:top"|<li style="font-size:133%;font-weight:bold"><math>\ </math></li>
|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
|<math>\qquad</math>b: '''Gemischte Zahl in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''unechten Bruch:'''
|<math>\qquad</math>c: '''Unechten Bruch in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''gemischte Zahl'''
|-
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P08}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|A08}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|B08}}
|-
|colspan="2"|<math>\qquad</math>d: '''Subtraktion'''
|colspan="2"|<math>\qquad</math>e: '''Multiplikation'''
|-
|colspan="2"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|C08}}
|colspan="2"|<ul style="list-style-type:none">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|M08}}</ul>
|}
</ol>
=== G2.2 Umformen Grundwissen Gegenrechnungen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|colspan="4"| Berechnen Sie jeweils die unbekannte Variable!
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== G2.3 Einheiten und physikalische Größen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|01}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|02}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|03}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|04}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|05}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|06}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|07}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|08}}
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== G2.4 Einheiten ohne Hochzahl ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|colspan="8"| Rechnen Sie jeweils um!
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o02}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o03}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o06}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
{{page-break}}
=== G2.5 Säulendiagramm ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|06}}</ol>
|}</ol>
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li value="7"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|08}}</ol>
|}</ol>
{{clear}}
=== G2.6 Lageparameter ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|01}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|02}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|03}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|04}}</ul>
|}
|
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|05}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|06}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|07}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|08}}</ul>
|}
|}</ol>{{clear}}
=== G2.7 Grundrechenarten mit Plus-Minus Regel ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|rowspan="2"|'''Strich-<br>rechnungen'''
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|01}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|02}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|03}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|04}}</li>
|-
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|05}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|06}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|07}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|rowspan="2"|'''Punkt-<br>rechnungen'''
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu01}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu02}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu03}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu04}}</li>
|-
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu05}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu06}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu07}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
{|
|<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|style="width:2%"|'''T<br>y<br>p<br>A'''
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A01}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A02}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A03}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A04}}
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A05}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A06}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A07}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A08}}
|}</ol>
|rowspan="2"|<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;text-align:center"
|'''Typ C'''
|-
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C01}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C02}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C03}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C04}}
|-
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C05}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C06}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C07}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C08}}
|}</ol>
|rowspan="2"|<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;text-align:center"
|'''Klammer auflösen'''
|-
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk01}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk02}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk03}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk04}}
|-
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk05}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk06}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk07}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk08}}
|}</ol>
|-
|<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|style="width:2%"|'''T<br>y<br>p<br>B'''
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B01}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B02}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B03}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B04}}
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B05}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B06}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B07}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B08}}
|}</ol>
|}{{clear}}
{{page-break}}
=== G2.8 Kürzen mit Primfaktorzerlegung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|02}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|03}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|04}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|08}}</ol>
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== G2.9 Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== G2.10 Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|colspan="4"|Berechnen Sie jeweils den Umfang und die Fläche!
|-
|<li><math>\ </math></li>
|style="width:47%"|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== G2.11 Einheiten mit Hochzahl ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|colspan="8"| Rechnen Sie jeweils um!
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o02}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o03}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o06}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== G2.12 Textaufgaben zu den Bruchrechnungen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|01}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|02}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|03}}</ol></li>
<li value="8"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|08}}</ol></li>
|
<li value="4"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|04}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|05}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|06}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|07}}</ol></li>
|}</ol>{{clear}}
=== G2.13 Liniendiagramm ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|01}}</ol></li>
{|border="1"
|style="width:50%">|<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|02}}</ol></li>
|<li value="5"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|05}}</ol></li>
|-
|<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|06}}</ol></li>
|<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|07}}</ol></li>
|}
<li value="3"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|03}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|04}}</ol></li>
<li value="8"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|08}}</ol></li>
</ol>
{{page-break}}
=== G2.14 Sachaufgaben zu den Grundrechenarten ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Sachaufgaben zu den Grundrechenarten|01}}</ol></li>
<li value="2"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Sachaufgaben zu den Grundrechenarten|02}}</ol></li>
|
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Sachaufgaben zu den Grundrechenarten|03}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Sachaufgaben zu den Grundrechenarten|04}}</ol></li>
<li value="6"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Sachaufgaben zu den Grundrechenarten|06}}</ol></li>
|}</ol>{{clear}}
== Vertiefendes Niveau 1 ==
=== V1.1 Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Vereinfachen Sie mit Hilfe der Primfaktorzerlegung!
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|01}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|02}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|03}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|04}}
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|05}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|06}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|07}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|08}}
|}</ol>{{clear}}
=== V1.2 Umformen einfache Kombinationen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="width:99%"
|colspan="3"|Lösen Sie folgende Gleichung, also formen Sie auf die unbekannte Variable um, um sie zu berechen!
|-
|style="width:33%"|<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A01}}</ol></li>
|style="width:33%"|<li value="2"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A02}}</ol></li>
|<li value="3"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A03}}</ol></li>
|-
|<li value="4"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A04}}</ol></li>
|<li value="5"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A05}}</ol></li>
|<li value="6"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A06}}</ol></li>
|-
|<li value="7"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A07}}</ol></li>
|<li value="8"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A08}}</ol></li>
|
|}</ol>{{clear}}
=== V1.3 Indirekte Proportionalität ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|01}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|02}}
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|03}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|04}}
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|05}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|06}}
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|07}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|08}}
|}</ol>{{clear}}
=== V1.4 Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Schreiben Sie folgende Terme als eine Potenzzahl auf!
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o02}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o03}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o04}}</ol>
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o05}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o06}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o07}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
{{page-break}}
=== V1.5 Kreisdiagramm ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:59%"|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|TA}}</ol>
|
{|
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B01}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B02}}
|}
|-
|colspan="2"|
{|
|<li value="3"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B03}}
|<li value="6"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B06}}
|}
|-
|style="width:59%"|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|TB}}</ol>
|
{|
|<li value="4"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B04}}
|-
|<li value="7"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B07}}
|}
|-
|style="width:59%"|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|TC}}</ol>
|
{|
|<li value="5"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B04}}
|-
|<li value="8"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B07}}
|}
|}{{clear}}
=== V1.6 Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|01}}</ol>
|style="width:2%"|<li value="4"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|04}}</ol>
|-
|style="width:2%"|<li value="2"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|02}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|03}}</ol>
|-
|style="width:2%"|<li value="5"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|05}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|06}}</ol>
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|07}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== V1.7 Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|08}}</li>
</ol>
=== V1.8 Vorrang und Bruchrechnungen ===
'''Vorrang mit Klammern in Klammern'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|01}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|02}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|03}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|04}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|05}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|06}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|07}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|08}}
</ol>
'''Vorrangregeln Fehlerfindung'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D01}}</ol></li>
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D02}}</ol></li>
|
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D03}}</ol></li>
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D04}}</ol></li>
|
<li value="5"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D05}}</ol></li>
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D06}}</ol></li>
|
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D07}}</ol></li>
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D08}}</ol></li>
|}</ol>{{clear}}
'''Doppelbrüche'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|01}}</li>
|<li value="2">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|02}}</li>
|<li value="3">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|03}}</li>
|<li value="4">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|04}}</li>
|<li value="5">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|05}}</li>
|<li value="6">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|06}}</li>
|<li value="7">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|07}}</li>
|<li value="8">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|08}}</li>
|}</ol>
'''Bruchrechnungen und Vorrang'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|03}}</li>
|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|06}}</li>
|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
=== V1.9 Umformen in der ebenen Geometrie konkret ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|05}}</li>
|
<li value="6">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
=== V1.10 Mittelwerte bei einem Säulendiagramm ===
Berechnen Sie den Durchschnitt und geben Sie den Modus an in jedem Diagramm aus der Aufgabe "Säulendiagramm" (G2.5)
=== V1.11 Wachstum und Abnahme ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|01}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|01}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|02}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|02}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|03}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|03}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|04}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|04}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|05}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|05}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|06}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|06}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|07}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|07}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|08}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|08}}</li></ol>
|}
</ol>
== Vertiefendes Niveau 2 ==
=== V2.1 Prozentsatz, Faktor, Bruch ===
'''Rechenaufgaben'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="6"|Wandeln Sie jeweils die Brüche in Faktor bzw. Prozentsatz und die Prozentsätze in Faktor, Hundertstel bzw. vereinfachten Bruch um!
|-
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF01}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP01}}</li></ol>
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF02}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP02}}</li></ol>
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF03}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP03}}</li></ol>
|-
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF04}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP04}}</li></ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF05}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP05}}</li></ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF06}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP06}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF07}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP07}}</li></ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF08}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP08}}</li></ol>
|
|
|}</ol>
'''Richtig/Falsch'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T01}}
|style="width:2%"|<li value="7"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T07}}
|}
{|border="1"
|style="width:2%"|<li value="3"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T03}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T04}}
|}
{|border="1"
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T05}}</li>
|<li value="2">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T02}}</li>
|}
{|border="1"
|style="width:2%"|<li value="6"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T06}}
|style="width:2%"|<li value="8"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T08}}
|}</ol>
{{page-break}}
'''Aufgaben mit Prozentänderung'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK01}}</ol>
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK06}}</ol>
|}</ol><ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|<li value="7"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK08}}</ol>
|}</ol>
=== V2.2 Ebene Geometrie Satz des Pythagoras ===
'''Typ 1'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
'''Typ 2'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B08}}</li>
</ol>
=== V2.3 Lineare Funktion Tabelle und Diagramm ===
'''Tabelle für eine lineare Funktion erstellen'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Für jede der folgenden linearen Funktionen erstellen Sie jeweils eine Tabelle mit dem Wert von x, dem Wert von y und den entsprechenden Punkt (x|y) für die folgenden x-Werte: <math>-2,\ -1,\ 0,\ 1,\ 2.\ </math> Berechnen Sie dann für die jeweilige Funktion den jeweiligen x-Wert für die folgenden y-Werte: <math>-4,\ -2,\ 0,\ 2,\ 4.</math>
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f01}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="3"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f03}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="5"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f05}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="7"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f07}}</ol>
|-
|colspan="8"|Für jede der folgenden linearen Funktionen erstellen Sie jeweils eine Tabelle mit dem Wert von x, dem Wert von y und den entsprechenden Punkt (x|y) für die folgenden x-Werte: <math>-4,\ -2,\ 0,\ 2,\ 4.\ </math> Berechnen Sie dann für die jeweilige Funktion den jeweiligen x-Wert für die folgenden y-Werte: <math>-2,\ -1,\ 0,\ 1,\ 2.</math>
|-
|style="text-align:right"|<li value="2"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f02}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="4"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f04}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="6"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f06}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="8"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f08}}</ol>
|}</ol>
{{page-break}}
'''Diagramm ablesen'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|01}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A01}}</ol></li>
<li value="4"><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|04}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A04}}</ol></li>
<li value="7"><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|07}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A07}}</ol></li>
<li><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|08}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A08}}</ol></li>
|
<li value="2"><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|02}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A02}}</ol></li>
<li><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|03}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A03}}</ol></li>
<li value="5"><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|05}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A05}}</ol></li>
<li><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|06}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A06}}</ol></li>
|}</ol>{{clear}}
=== V2.4 Zeitbedingte indirekte Proportionalität ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|
{|
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B01}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B03}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B04}}</ol>
|}
|
{|
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B05}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B07}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B08}}</ol>
|}
|}</ol>{{clear}}
{{page-break}}
=== V2.5 Einheiten Exakter ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|colspan="4"|Es wurde vergessen, die richtigen Maßeinheiten anzugeben. Ergänzen Sie diese:
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== V2.6 Erklärungen und Beweise ===
'''Erklärungen der Potenzzahleneigenschaften'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen Erklärung|01}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen Erklärung|02}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen Erklärung|03}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen Erklärung|04}}
|}</ol>{{clear}}
'''Geometrische Erklärungen und Beweise'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|02}}</li>
<li value="5">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|05}}</li>
<li value="7">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|07}}</li>
|
<li value="3">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|04}}</li>
<li value="6">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|06}}</li>
<li value="8">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
=== V2.7 Zinsrechnung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A02}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A03}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A04}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A08}}</ol>
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== V2.8 Säulendiagramm erstellen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|colspan="4"|In den folgenden Aufgaben berechnen Sie Durchschnitt und Spannweite, geben Sie Modus und Median an und zeichnen Sie das entsprechende '''''beschriftete''''' Säulendiagramm!
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== V2.9 Eine lineare Funktion mit Hilfe von zwei Punkten ermitteln ===
Benutzen Sie die Diagramme aus der Aufgabe Lineare Funktion Diagramm (V2.3). Berechnen Sie mit Hilfe von zwei Punkten aus dem jeweiligen Diagramm die zu diesem Diagramm entsprechende lineare Funktion! Welche sind die Einheiten von x, y und der entsprechenden Steigung? (8 Aufgaben)
=== V2.10 Umsatzsteuer und Rabatt ===
'''Umsatzsteuer (USt.)'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umsatzsteuer (USt.)|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umsatzsteuer (USt.)|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umsatzsteuer (USt.)|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umsatzsteuer (USt.)|04}}</li>
</ol>
'''Rabatt'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Rabatt|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Rabatt|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Rabatt|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Rabatt|04}}</li>
</ol>
'''USt. und Rabatt Gegebener Endwert'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Gegebener Endwert|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Gegebener Endwert|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Gegebener Endwert|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Gegebener Endwert|04}}</li>
</ol>
'''USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="4"|'''In den folgenden Aufgaben berechnen Sie die fehlenden Werte in der jeweiligen Tabelle:'''
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|01}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|02}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|03}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|04}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|05}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|06}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|07}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|08}}
|}</ol>{{clear}}
{{page-break}}
=== V2.11 Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|08}}</li>
</ol>
=== V2.12 Vergleich direkter und indirekter Proportionalität ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|
|style="width:52%|
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|01}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|03}}</ol>
|-
|<li value="5"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|05}}</ol>
|}
|
{|border="1" style="float:left;"
|<li value="4"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|04}}</ol>
|-
|<li value="6"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|07}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|08}}</ol>
|}
|}</ol>{{clear}}
=== V1.5 Kreisdiagramm Ergänzung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="6"|'''{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|T1}}'''
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P01}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P02}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P03}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P04}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P05}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P06}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P07}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P08}}
|
|
|}</ol>{{clear}}
{{Page-break}}
== Reflexionsniveau 1 ==
=== X1.1 Zahlenmengen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Zu welchen Zahlenmengen gehören folgende Zahlen?
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|04}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|06}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|08}}
|}</ol>{{clear}}
=== X1.2 Raumgeometrie Formelanwendung ===
'''Formel Einsetzen in der Raumgeometrie'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|08}}</li>
</ol>
'''Umformen in der Raumgeometrie konkret'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|08}}</li>
</ol>
'''Umformen in der Raumgeometrie abstrakt → Grundaufgaben'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|In den folgenden Aufgaben überprüfen Sie, ob die Formel richtig ist und, falls nicht, geben Sie die richtige Formel an!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|04}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|06}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|08}}
|}</ol>{{clear}}
'''Umformen in der Raumgeometrie abstrakt → Faktoraufgaben'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F08}}</li>
</ol>
=== X1.3 Herausheben ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Faktorisieren Sie, so weit es mit natürlichen Zahlen geht!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o03}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o04}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o06}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o08}}
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== X1.4 Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|colspan="8"|Sind folgende Gleichungsysteme Lösbar? Finden Sie die jeweilige Lösungsmenge. Finden Sie die Lösung, falls diese nur eine ist.
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o02}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o06}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== X1.5 Direkte und indirekte Beweise ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|03}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|04}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|06}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|08}}
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== X1.6 Zusammengesetzte Figuren ===
'''Formel'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="3"| Drücken Sie den dunklen Flächeninhalt durch die Länge a der Seite des (großen) dunklen Quadrats aus!
|rowspan="2"|<li value="6">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|06}}</li>
|-
|<li value="1">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|G01}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|G02}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|G03}}</li>
|-
{|border="1"
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|04}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|05}}</li>
|<li value="7">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|07}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|08}}</li>
|}
|}</ol>{{clear}}
'''Einheiten'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A01}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A02}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A03}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A04}}</li>
|-
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A05}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A06}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A07}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
=== X1.7 Ähnlichkeit von ebenen Figuren ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|01}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|02}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|03}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|04}}</li>
|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|05}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|06}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|07}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
=== X1.8 Textaufgaben zu den linearen Funktionen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|style="width:40%"|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== X1.9 Zahlensysteme ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|colspan="16"|'''Dezimalzahlen umwandeln:''' Wandeln Sie folgende Dezimalzahlen in binären bzw. Hexadezimalsystem um!
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D01}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D02}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D03}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D04}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D05}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D06}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D07}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D08}}
|}</ol>{{clear}}
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|'''Binärzahlen umwandeln:''' Wandeln Sie folgende Binärzahlen in Dezimal- bzw. Hexadezimalsystem um!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B04}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B06}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B08}}
|}</ol>{{clear}}
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="16"|'''Hexadezimalzahlen umwandeln:''' Wandeln Sie folgende Hexadezimalzahlen in Dezimal- bzw. Dualsystem um!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H04}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H06}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H08}}
|}</ol>{{clear}}
{{page-break}}
=== X1.10 Mittelwerte Argumentationsaufgaben ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|01}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|02}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|03}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|04}}</ol></li>
|
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|05}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|06}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|07}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|08}}</ol></li>
|}</ol>{{clear}}
== Reflexionsniveau 2 ==
=== X2.1 Ähnlichkeit von Körpern ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|08}}</li>
</ol>
=== X2.2 Prozentrechnung abstrakt ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|01}}</ol>
|<li value="4"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|04}}</ol>
|-
|<li value="2"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|02}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|03}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|05}}</ol>
|<li value="8"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|08}}</ol>
|-
|<li value="6"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|06}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|07}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== X2.3 Textaufgaben Primfaktorzerlegung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|01}}
|<li value="7"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|07}}
|-
|<li value="3"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|03}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|04}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|05}}
|<li value="8"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|08}}
|-
|<li value="2"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|02}}</ol>
|<li value="6"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|06}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== X2.4 Raumgeometrie Textaufgaben ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|08}}</li>
</ol>
=== X2.5 Potenzenkombinationen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="4"|Schreiben Sie folgende Terme ohne Bruch auf!
|-
|style="width:25%"|<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen mit negativer Hochzahl|o01}}</ol></li>
|style="width:25%"|<li value="2"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen mit negativer Hochzahl|o02}}</ol></li>
|style="width:25%"|<li value="3"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen mit negativer Hochzahl|o03}}</ol></li>
|<li value="4"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen mit negativer Hochzahl|o04}}</ol></li>
|}
{{page-break}}
<div style="text-align:center; font-size:140%;font-weight:bold">Termeaufgaben</div>
=== X2.6 Binomische Formeln ===
'''Ausmultiplizieren'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Multiplizieren Sie folgende Terme aus!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln ausmultiplizieren|o01}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln ausmultiplizieren|o02}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln ausmultiplizieren|o03}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln ausmultiplizieren|o04}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
'''Faktorisieren'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Faktorisieren Sie folgende Terme:
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln faktorisieren|o01}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln faktorisieren|o02}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln faktorisieren|o03}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln faktorisieren|o04}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
'''Erkennen'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Können folgende Ausdrücke als binomische Formeln faktorisiert werden? Wenn nicht, welches Element (wenn möglich nur eines) könnte geändert werden?
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln erkennen|o01}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln erkennen|o02}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln erkennen|o03}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln erkennen|o04}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== X2.7 Bruchterme kürzen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Zu welchen Zahlenmengen gehören folgende Zahlen?
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o02}}
|style="text-align:right"|<li value="4"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o04}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o05}}
|-
|style="text-align:right"|<li value="3"><math>\ </math></li>
|colspan="3"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o03}}
|style="text-align:right"|<li value="6"><math>\ </math></li>
|colspan="3"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o06}}
|}</ol>{{clear}}
=== X2.8 Bruchtermegleichungen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Finden Sie die Definitions- und die Lösungsmenge der folgenden Bruchtermegleichungen!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o04}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o05}}
|style="text-align:right"|<li value="7"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o07}}
|style="text-align:right"|<li value="6"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o06}}
|style="text-align:right"|<li value="8"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o08}}
|}</ol>{{clear}}
=== X2.9 Das pascalsche Dreieck Binompotenzen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="16"|Multiplizieren Sie mit Hilfe des pascalschen Dreiecks folgende Binome aus:
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o04}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o06}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o08}}
|}</ol>{{clear}}
</div>
<div class="noprint">{{:Mathematrix: Vorlage: Unten}}</div></div></div></div>
ivkflz2255fnexsgal1vb74zps77ymx
1087665
1087664
2026-06-05T09:32:33Z
Yomomo
36494
/* G1.8 Strichrechnungen mit mehreren Variablen */
1087665
wikitext
text/x-wiki
<div class="noprint">{{:Mathematrix: Vorlage: Oben}}<div style="background:#666666;position:fixed;right:69px;top: 69px; display:block; height:49px;width:96px;text-align:center">[[Mathematrix: AT PSA/ Aufgabenheft_Antworten|Zu den<br>Antworten]]</div><div style="background:#666666;position:fixed;right:26px;bottom: 3px; display:block; height:33px;width:33px;">[[File:Escape suspect.svg|frameless|upright=0.12|verweis=Mathematrix: AT PSA/ Stoffaufbau|Zur Hauptseite des Projektes]]</div><div style="position:fixed;right:23px;bottom: 33px; display:block; height:39px;width:39px;background:#666666;">[[File:InicialF.svg{{!}}x38px{{!}}link=Mathematrix: MA TER/ Formelsammlung Geometrie{{!}}Formelsammlung]]</div></div></div></div><div class="nomobile">{{TOC limit|3}}{{clear}}<!--
<div style="height: 269px; width: 469px; overflow: auto; padding: 3px; border:1px solid gray; float:right; font-size:0.9em;" > {{TOC limit|3}} </div>{{Page-break}}
<includeonly>{{TOC limit|3}}{{Page-break}}</includeonly>
-->
== Grundniveau 1 ==
=== G1.1 Grundrechenartenvorrang ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|O01}}</ol></li>
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|O02}}</ol></li>
|<li value="5"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|O05}}</ol></li>
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|O06}}</ol></li>
|<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|O07}}</ol></li>
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|O08}}</ol></li>
|}
{|border="1"
|<li value="3"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|O03}}</ol></li>
|<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|O04}}</ol></li>
|}
</ol>
=== G1.2 Strich und Punkt Bruchrechnungen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strich und Punkt Bruchrechnungen|01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strich und Punkt Bruchrechnungen|02}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strich und Punkt Bruchrechnungen|03}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strich und Punkt Bruchrechnungen|04}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strich und Punkt Bruchrechnungen|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strich und Punkt Bruchrechnungen|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strich und Punkt Bruchrechnungen|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strich und Punkt Bruchrechnungen|08}}</ol>
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== G1.3 Grundaufgaben der Prozentrechnung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundaufgaben der Prozentrechnung|01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundaufgaben der Prozentrechnung|02}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundaufgaben der Prozentrechnung|03}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundaufgaben der Prozentrechnung|04}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundaufgaben der Prozentrechnung|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundaufgaben der Prozentrechnung|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundaufgaben der Prozentrechnung|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundaufgaben der Prozentrechnung|08}}</ol>
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== G1.4 Direkte Proportionalität ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte Proportionalität|01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte Proportionalität|02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte Proportionalität|03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte Proportionalität|04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte Proportionalität|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte Proportionalität|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte Proportionalität|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte Proportionalität|08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
{{page-break}}
=== G1.5 Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|o01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|o02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|o03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|o04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|o05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|o06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|o07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|o08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== G1.6 Textaufgaben zu den Grundrechenarten ===
'''Typ 1'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|01}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|02}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|03}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|04}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|05}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|06}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|07}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|08}}</ol>
|}</ol>
'''Typ 2'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|B01}}
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|B02}}
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|B03}}
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|B04}}
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|B05}}
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|B06}}
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|B07}}
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Grundrechenarten|B08}}
|}</ol>
{{page-break}}
=== G1.7 Einleitung Formeln ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einleitung Formeln|01}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einleitung Formeln|02}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einleitung Formeln|03}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einleitung Formeln|04}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einleitung Formeln|05}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einleitung Formeln|06}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einleitung Formeln|07}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einleitung Formeln|08}}</ol>
|}</ol>
{{page-break}}
=== G1.8 Strichrechnungen mit mehreren Variablen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strichrechnungen mit mehreren Variablen|01}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strichrechnungen mit mehreren Variablen|02}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strichrechnungen mit mehreren Variablen|03}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strichrechnungen mit mehreren Variablen|04}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strichrechnungen mit mehreren Variablen|05}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strichrechnungen mit mehreren Variablen|06}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strichrechnungen mit mehreren Variablen|07}}</ol>
|-
|style="vertical-align:top"|<li><math>\ </math></li>||<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strichrechnungen mit mehreren Variablen|08}}</ol>
|}</ol>
{{page-break}}
== Grundniveau 2 ==
=== G2.1 Berechnungen mit Bruch und ganzer Zahl ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|class="wikitable" style="background-color:center;white;"
|rowspan="2" style="vertical-align:top"|<li style="font-size:133%;font-weight:bold"><math>\ </math></li>
|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
|<math>\qquad</math>b: '''Gemischte Zahl in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''unechten Bruch:'''
|<math>\qquad</math>c: '''Unechten Bruch in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''gemischte Zahl'''
|-
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P01}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|A01}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|B01}}
|-
|colspan="2"|<math>\qquad</math>d: '''Subtraktion'''
|colspan="2"|<math>\qquad</math>e: '''Multiplikation'''
|-
|colspan="2"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|C01}}
|colspan="2"|<ul style="list-style-type:none">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|M01}}</ul>
|}
{|class="wikitable" style="background-color:center;white;"
|rowspan="2" style="vertical-align:top"|<li style="font-size:133%;font-weight:bold"><math>\ </math></li>
|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
|<math>\qquad</math>b: '''Gemischte Zahl in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''unechten Bruch:'''
|<math>\qquad</math>c: '''Unechten Bruch in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''gemischte Zahl'''
|-
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P02}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|A02}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|B02}}
|-
|colspan="2"|<math>\qquad</math>d: '''Subtraktion'''
|colspan="2"|<math>\qquad</math>e: '''Multiplikation'''
|-
|colspan="2"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|C02}}
|colspan="2"|<ul style="list-style-type:none">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|M02}}</ul>
|}
{|class="wikitable" style="background-color:center;white;"
|rowspan="2" style="vertical-align:top"|<li style="font-size:133%;font-weight:bold"><math>\ </math></li>
|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
|<math>\qquad</math>b: '''Gemischte Zahl in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''unechten Bruch:'''
|<math>\qquad</math>c: '''Unechten Bruch in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''gemischte Zahl'''
|-
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P03}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|A03}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|B03}}
|-
|colspan="2"|<math>\qquad</math>d: '''Subtraktion'''
|colspan="2"|<math>\qquad</math>e: '''Multiplikation'''
|-
|colspan="2"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|C03}}
|colspan="2"|<ul style="list-style-type:none">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|M03}}</ul>
|}
{|class="wikitable" style="background-color:center;white;"
|rowspan="2" style="vertical-align:top"|<li style="font-size:133%;font-weight:bold"><math>\ </math></li>
|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
|<math>\qquad</math>b: '''Gemischte Zahl in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''unechten Bruch:'''
|<math>\qquad</math>c: '''Unechten Bruch in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''gemischte Zahl'''
|-
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P04}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|A04}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|B04}}
|-
|colspan="2"|<math>\qquad</math>d: '''Subtraktion'''
|colspan="2"|<math>\qquad</math>e: '''Multiplikation'''
|-
|colspan="2"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|C04}}
|colspan="2"|<ul style="list-style-type:none">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|M04}}</ul>
|}
{|class="wikitable" style="background-color:center;white;"
|rowspan="2" style="vertical-align:top"|<li style="font-size:133%;font-weight:bold"><math>\ </math></li>
|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
|<math>\qquad</math>b: '''Gemischte Zahl in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''unechten Bruch:'''
|<math>\qquad</math>c: '''Unechten Bruch in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''gemischte Zahl'''
|-
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P05}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|A05}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|B05}}
|-
|colspan="2"|<math>\qquad</math>d: '''Subtraktion'''
|colspan="2"|<math>\qquad</math>e: '''Multiplikation'''
|-
|colspan="2"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|C05}}
|colspan="2"|<ul style="list-style-type:none">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|M05}}</ul>
|}
{|class="wikitable" style="background-color:center;white;"
|rowspan="2" style="vertical-align:top"|<li style="font-size:133%;font-weight:bold"><math>\ </math></li>
|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
|<math>\qquad</math>b: '''Gemischte Zahl in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''unechten Bruch:'''
|<math>\qquad</math>c: '''Unechten Bruch in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''gemischte Zahl'''
|-
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P06}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|A06}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|B06}}
|-
|colspan="2"|<math>\qquad</math>d: '''Subtraktion'''
|colspan="2"|<math>\qquad</math>e: '''Multiplikation'''
|-
|colspan="2"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|C06}}
|colspan="2"|<ul style="list-style-type:none">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|M06}}</ul>
|}
{|class="wikitable" style="background-color:center;white;"
|rowspan="2" style="vertical-align:top"|<li style="font-size:133%;font-weight:bold"><math>\ </math></li>
|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
|<math>\qquad</math>b: '''Gemischte Zahl in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''unechten Bruch:'''
|<math>\qquad</math>c: '''Unechten Bruch in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''gemischte Zahl'''
|-
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P07}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|A07}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|B07}}
|-
|colspan="2"|<math>\qquad</math>d: '''Subtraktion'''
|colspan="2"|<math>\qquad</math>e: '''Multiplikation'''
|-
|colspan="2"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|C07}}
|colspan="2"|<ul style="list-style-type:none">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|M07}}</ul>
|}
{|class="wikitable" style="background-color:center;white;"
|rowspan="2" style="vertical-align:top"|<li style="font-size:133%;font-weight:bold"><math>\ </math></li>
|<math>\qquad</math>a: '''Addition:'''<math>\qquad\qquad</math>
|<math>\qquad</math>b: '''Gemischte Zahl in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''unechten Bruch:'''
|<math>\qquad</math>c: '''Unechten Bruch in'''<math>\qquad</math><br><math>\qquad\qquad</math>'''gemischte Zahl'''
|-
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|P08}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|A08}}
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|B08}}
|-
|colspan="2"|<math>\qquad</math>d: '''Subtraktion'''
|colspan="2"|<math>\qquad</math>e: '''Multiplikation'''
|-
|colspan="2"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Gemischte Zahlen|C08}}
|colspan="2"|<ul style="list-style-type:none">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit ganzen Zahlen und Brüchen|M08}}</ul>
|}
</ol>
=== G2.2 Umformen Grundwissen Gegenrechnungen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|colspan="4"| Berechnen Sie jeweils die unbekannte Variable!
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen Grundwissen Gegenrechnungen|o08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== G2.3 Einheiten und physikalische Größen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|01}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|02}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|03}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|04}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|05}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|06}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|07}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten und physikalische Größen|08}}
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== G2.4 Einheiten ohne Hochzahl ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|colspan="8"| Rechnen Sie jeweils um!
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o02}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o03}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o06}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten ohne Hochzahl|o08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
{{page-break}}
=== G2.5 Säulendiagramm ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|06}}</ol>
|}</ol>
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li value="7"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Säulendiagramm|08}}</ol>
|}</ol>
{{clear}}
=== G2.6 Lageparameter ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|01}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|02}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|03}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|04}}</ul>
|}
|
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|05}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|06}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|07}}</ul>
|}
{|
|style="vertical-align:top;width:2%"|<li><math>\ </math></li>||<ul style="list-style-type:none;>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lageparameter|08}}</ul>
|}
|}</ol>{{clear}}
=== G2.7 Grundrechenarten mit Plus-Minus Regel ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|rowspan="2"|'''Strich-<br>rechnungen'''
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|01}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|02}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|03}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|04}}</li>
|-
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|05}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|06}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|07}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|rowspan="2"|'''Punkt-<br>rechnungen'''
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu01}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu02}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu03}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu04}}</li>
|-
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu05}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu06}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu07}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Arbeiten mit negativen Zahlen|pu08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
{|
|<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|style="width:2%"|'''T<br>y<br>p<br>A'''
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A01}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A02}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A03}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A04}}
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A05}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A06}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A07}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|A08}}
|}</ol>
|rowspan="2"|<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;text-align:center"
|'''Typ C'''
|-
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C01}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C02}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C03}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C04}}
|-
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C05}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C06}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C07}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|C08}}
|}</ol>
|rowspan="2"|<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;text-align:center"
|'''Klammer auflösen'''
|-
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk01}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk02}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk03}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk04}}
|-
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk05}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk06}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk07}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ausmultiplizieren mit einer oder zwei Klammer|mk08}}
|}</ol>
|-
|<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|style="width:2%"|'''T<br>y<br>p<br>B'''
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B01}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B02}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B03}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B04}}
|
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B05}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B06}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B07}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|B08}}
|}</ol>
|}{{clear}}
{{page-break}}
=== G2.8 Kürzen mit Primfaktorzerlegung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|02}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|03}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|04}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kürzen mit Primfaktorzerlegung|08}}</ol>
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== G2.9 Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung bei Wachstum und Abnahme|08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== G2.10 Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|colspan="4"|Berechnen Sie jeweils den Umfang und die Fläche!
|-
|<li><math>\ </math></li>
|style="width:47%"|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der ebenen Geometrie|08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== G2.11 Einheiten mit Hochzahl ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|colspan="8"| Rechnen Sie jeweils um!
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o02}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o03}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o06}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten mit Hochzahl|o08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== G2.12 Textaufgaben zu den Bruchrechnungen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|01}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|02}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|03}}</ol></li>
<li value="8"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|08}}</ol></li>
|
<li value="4"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|04}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|05}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|06}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den Bruchrechnungen|07}}</ol></li>
|}</ol>{{clear}}
=== G2.13 Liniendiagramm ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|01}}</ol></li>
{|border="1"
|style="width:50%">|<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|02}}</ol></li>
|<li value="5"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|05}}</ol></li>
|-
|<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|06}}</ol></li>
|<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|07}}</ol></li>
|}
<li value="3"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|03}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|04}}</ol></li>
<li value="8"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Liniendiagramm|08}}</ol></li>
</ol>
{{page-break}}
=== G2.14 Sachaufgaben zu den Grundrechenarten ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Sachaufgaben zu den Grundrechenarten|01}}</ol></li>
<li value="2"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Sachaufgaben zu den Grundrechenarten|02}}</ol></li>
|
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Sachaufgaben zu den Grundrechenarten|03}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Sachaufgaben zu den Grundrechenarten|04}}</ol></li>
<li value="6"><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Sachaufgaben zu den Grundrechenarten|06}}</ol></li>
|}</ol>{{clear}}
== Vertiefendes Niveau 1 ==
=== V1.1 Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Vereinfachen Sie mit Hilfe der Primfaktorzerlegung!
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|01}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|02}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|03}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|04}}
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|05}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|06}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|07}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchstrichrechnungen mit Primfaktorzerlegung|08}}
|}</ol>{{clear}}
=== V1.2 Umformen einfache Kombinationen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="width:99%"
|colspan="3"|Lösen Sie folgende Gleichung, also formen Sie auf die unbekannte Variable um, um sie zu berechen!
|-
|style="width:33%"|<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A01}}</ol></li>
|style="width:33%"|<li value="2"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A02}}</ol></li>
|<li value="3"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A03}}</ol></li>
|-
|<li value="4"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A04}}</ol></li>
|<li value="5"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A05}}</ol></li>
|<li value="6"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A06}}</ol></li>
|-
|<li value="7"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A07}}</ol></li>
|<li value="8"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen einfache Kombinationen|A08}}</ol></li>
|
|}</ol>{{clear}}
=== V1.3 Indirekte Proportionalität ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|01}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|02}}
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|03}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|04}}
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|05}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|06}}
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|07}}
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Indirekte Proportionalität|08}}
|}</ol>{{clear}}
=== V1.4 Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Schreiben Sie folgende Terme als eine Potenzzahl auf!
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o01}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o02}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o03}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o04}}</ol>
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o05}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o06}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o07}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Punktrechnungen von zwei Potenzen mit der gleichen Basis|o08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
{{page-break}}
=== V1.5 Kreisdiagramm ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:59%"|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|TA}}</ol>
|
{|
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B01}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B02}}
|}
|-
|colspan="2"|
{|
|<li value="3"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B03}}
|<li value="6"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B06}}
|}
|-
|style="width:59%"|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|TB}}</ol>
|
{|
|<li value="4"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B04}}
|-
|<li value="7"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B07}}
|}
|-
|style="width:59%"|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|TC}}</ol>
|
{|
|<li value="5"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B04}}
|-
|<li value="8"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|B07}}
|}
|}{{clear}}
=== V1.6 Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|01}}</ol>
|style="width:2%"|<li value="4"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|04}}</ol>
|-
|style="width:2%"|<li value="2"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|02}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|03}}</ol>
|-
|style="width:2%"|<li value="5"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|05}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|06}}</ol>
|-
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|07}}</ol>
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kombinationsaufgaben der Prozentrechnung|08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== V1.7 Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben linearer Gleichungssysteme mit 2 Variablen|08}}</li>
</ol>
=== V1.8 Vorrang und Bruchrechnungen ===
'''Vorrang mit Klammern in Klammern'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|01}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|02}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|03}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|04}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|05}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|06}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|07}}
{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vorrang mit Klammern in Klammern|08}}
</ol>
'''Vorrangregeln Fehlerfindung'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D01}}</ol></li>
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D02}}</ol></li>
|
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D03}}</ol></li>
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D04}}</ol></li>
|
<li value="5"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D05}}</ol></li>
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D06}}</ol></li>
|
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D07}}</ol></li>
<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Grundrechenartenvorrang|D08}}</ol></li>
|}</ol>{{clear}}
'''Doppelbrüche'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|01}}</li>
|<li value="2">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|02}}</li>
|<li value="3">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|03}}</li>
|<li value="4">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|04}}</li>
|<li value="5">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|05}}</li>
|<li value="6">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|06}}</li>
|<li value="7">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|07}}</li>
|<li value="8">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Doppelbrüche|08}}</li>
|}</ol>
'''Bruchrechnungen und Vorrang'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|03}}</li>
|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|06}}</li>
|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchrechnungen und Vorrang|08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
=== V1.9 Umformen in der ebenen Geometrie konkret ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|05}}</li>
|
<li value="6">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie konkret|08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
=== V1.10 Mittelwerte bei einem Säulendiagramm ===
Berechnen Sie den Durchschnitt und geben Sie den Modus an in jedem Diagramm aus der Aufgabe "Säulendiagramm" (G2.5)
=== V1.11 Wachstum und Abnahme ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|01}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|01}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|02}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|02}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|03}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|03}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|04}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|04}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|05}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|05}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|06}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|06}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Abnahme|07}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|07}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|08}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Wachstum|08}}</li></ol>
|}
</ol>
== Vertiefendes Niveau 2 ==
=== V2.1 Prozentsatz, Faktor, Bruch ===
'''Rechenaufgaben'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="6"|Wandeln Sie jeweils die Brüche in Faktor bzw. Prozentsatz und die Prozentsätze in Faktor, Hundertstel bzw. vereinfachten Bruch um!
|-
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF01}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP01}}</li></ol>
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF02}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP02}}</li></ol>
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF03}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP03}}</li></ol>
|-
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF04}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP04}}</li></ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF05}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP05}}</li></ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF06}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP06}}</li></ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF07}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP07}}</li></ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px"><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|BF08}}</li><li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|FP08}}</li></ol>
|
|
|}</ol>
'''Richtig/Falsch'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:2%"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T01}}
|style="width:2%"|<li value="7"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T07}}
|}
{|border="1"
|style="width:2%"|<li value="3"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T03}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T04}}
|}
{|border="1"
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T05}}</li>
|<li value="2">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T02}}</li>
|}
{|border="1"
|style="width:2%"|<li value="6"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T06}}
|style="width:2%"|<li value="8"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentsatz, Faktor, Bruch|T08}}
|}</ol>
{{page-break}}
'''Aufgaben mit Prozentänderung'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK01}}</ol>
|style="width:2%">|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK06}}</ol>
|}</ol><ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|<li value="7"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung und Brüche|TK08}}</ol>
|}</ol>
=== V2.2 Ebene Geometrie Satz des Pythagoras ===
'''Typ 1'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|A08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
'''Typ 2'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Satz von Pythagoras|B08}}</li>
</ol>
=== V2.3 Lineare Funktion Tabelle und Diagramm ===
'''Tabelle für eine lineare Funktion erstellen'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Für jede der folgenden linearen Funktionen erstellen Sie jeweils eine Tabelle mit dem Wert von x, dem Wert von y und den entsprechenden Punkt (x|y) für die folgenden x-Werte: <math>-2,\ -1,\ 0,\ 1,\ 2.\ </math> Berechnen Sie dann für die jeweilige Funktion den jeweiligen x-Wert für die folgenden y-Werte: <math>-4,\ -2,\ 0,\ 2,\ 4.</math>
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f01}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="3"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f03}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="5"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f05}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="7"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f07}}</ol>
|-
|colspan="8"|Für jede der folgenden linearen Funktionen erstellen Sie jeweils eine Tabelle mit dem Wert von x, dem Wert von y und den entsprechenden Punkt (x|y) für die folgenden x-Werte: <math>-4,\ -2,\ 0,\ 2,\ 4.\ </math> Berechnen Sie dann für die jeweilige Funktion den jeweiligen x-Wert für die folgenden y-Werte: <math>-2,\ -1,\ 0,\ 1,\ 2.</math>
|-
|style="text-align:right"|<li value="2"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f02}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="4"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f04}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="6"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f06}}</ol>
|style="text-align:right"|<li value="8"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Tabelle für eine lineare Funktion erstellen|f08}}</ol>
|}</ol>
{{page-break}}
'''Diagramm ablesen'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|01}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A01}}</ol></li>
<li value="4"><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|04}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A04}}</ol></li>
<li value="7"><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|07}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A07}}</ol></li>
<li><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|08}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A08}}</ol></li>
|
<li value="2"><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|02}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A02}}</ol></li>
<li><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|03}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A03}}</ol></li>
<li value="5"><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|05}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A05}}</ol></li>
<li><br>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|06}}<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Funktion Diagramm|A06}}</ol></li>
|}</ol>{{clear}}
=== V2.4 Zeitbedingte indirekte Proportionalität ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|
{|
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B01}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B03}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B04}}</ol>
|}
|
{|
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B05}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B07}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zeitbedingte indirekte Proportionalität|B08}}</ol>
|}
|}</ol>{{clear}}
{{page-break}}
=== V2.5 Einheiten Exakter ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|colspan="4"|Es wurde vergessen, die richtigen Maßeinheiten anzugeben. Ergänzen Sie diese:
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Einheiten Exakter|L08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== V2.6 Erklärungen und Beweise ===
'''Erklärungen der Potenzzahleneigenschaften'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen Erklärung|01}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen Erklärung|02}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen Erklärung|03}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen Erklärung|04}}
|}</ol>{{clear}}
'''Geometrische Erklärungen und Beweise'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|02}}</li>
<li value="5">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|05}}</li>
<li value="7">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|07}}</li>
|
<li value="3">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|04}}</li>
<li value="6">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|06}}</li>
<li value="8">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Geometrie Beweise|08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
=== V2.7 Zinsrechnung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A02}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A03}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A04}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zinsrechnung Vorlage|A08}}</ol>
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== V2.8 Säulendiagramm erstellen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|colspan="4"|In den folgenden Aufgaben berechnen Sie Durchschnitt und Spannweite, geben Sie Modus und Median an und zeichnen Sie das entsprechende '''''beschriftete''''' Säulendiagramm!
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte bei einem Säulendiagramm|d08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== V2.9 Eine lineare Funktion mit Hilfe von zwei Punkten ermitteln ===
Benutzen Sie die Diagramme aus der Aufgabe Lineare Funktion Diagramm (V2.3). Berechnen Sie mit Hilfe von zwei Punkten aus dem jeweiligen Diagramm die zu diesem Diagramm entsprechende lineare Funktion! Welche sind die Einheiten von x, y und der entsprechenden Steigung? (8 Aufgaben)
=== V2.10 Umsatzsteuer und Rabatt ===
'''Umsatzsteuer (USt.)'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umsatzsteuer (USt.)|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umsatzsteuer (USt.)|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umsatzsteuer (USt.)|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umsatzsteuer (USt.)|04}}</li>
</ol>
'''Rabatt'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Rabatt|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Rabatt|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Rabatt|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Rabatt|04}}</li>
</ol>
'''USt. und Rabatt Gegebener Endwert'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Gegebener Endwert|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Gegebener Endwert|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Gegebener Endwert|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Gegebener Endwert|04}}</li>
</ol>
'''USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="4"|'''In den folgenden Aufgaben berechnen Sie die fehlenden Werte in der jeweiligen Tabelle:'''
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|01}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|02}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|03}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|04}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|05}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|06}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|07}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ USt. und Rabatt Kombinationsaufgaben|08}}
|}</ol>{{clear}}
{{page-break}}
=== V2.11 Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der ebenen Geometrie abstrakt|08}}</li>
</ol>
=== V2.12 Vergleich direkter und indirekter Proportionalität ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|
|style="width:52%|
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|01}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|03}}</ol>
|-
|<li value="5"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|05}}</ol>
|}
|
{|border="1" style="float:left;"
|<li value="4"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|04}}</ol>
|-
|<li value="6"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|07}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Vergleich direkter und indirekter Proportionalität|08}}</ol>
|}
|}</ol>{{clear}}
=== V1.5 Kreisdiagramm Ergänzung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="6"|'''{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|T1}}'''
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P01}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P02}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P03}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P04}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P05}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P06}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P07}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Kreisdiagramm|P08}}
|
|
|}</ol>{{clear}}
{{Page-break}}
== Reflexionsniveau 1 ==
=== X1.1 Zahlenmengen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Zu welchen Zahlenmengen gehören folgende Zahlen?
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|04}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|06}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlenmengen|08}}
|}</ol>{{clear}}
=== X1.2 Raumgeometrie Formelanwendung ===
'''Formel Einsetzen in der Raumgeometrie'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Formel Einsetzen in der Raumgeometrie|08}}</li>
</ol>
'''Umformen in der Raumgeometrie konkret'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie konkret|08}}</li>
</ol>
'''Umformen in der Raumgeometrie abstrakt → Grundaufgaben'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|In den folgenden Aufgaben überprüfen Sie, ob die Formel richtig ist und, falls nicht, geben Sie die richtige Formel an!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|04}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|06}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|08}}
|}</ol>{{clear}}
'''Umformen in der Raumgeometrie abstrakt → Faktoraufgaben'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Umformen in der Raumgeometrie abstrakt|F08}}</li>
</ol>
=== X1.3 Herausheben ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Faktorisieren Sie, so weit es mit natürlichen Zahlen geht!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o03}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o04}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o06}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Herausheben|o08}}
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== X1.4 Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|colspan="8"|Sind folgende Gleichungsysteme Lösbar? Finden Sie die jeweilige Lösungsmenge. Finden Sie die Lösung, falls diese nur eine ist.
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o02}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o06}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Lineare Gleichungssysteme mit 2 Variablen|o08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== X1.5 Direkte und indirekte Beweise ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|03}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|04}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|06}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Direkte und indirekte Beweise|08}}
|
|
|}</ol>{{clear}}
=== X1.6 Zusammengesetzte Figuren ===
'''Formel'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="3"| Drücken Sie den dunklen Flächeninhalt durch die Länge a der Seite des (großen) dunklen Quadrats aus!
|rowspan="2"|<li value="6">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|06}}</li>
|-
|<li value="1">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|G01}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|G02}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|G03}}</li>
|-
{|border="1"
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|04}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|05}}</li>
|<li value="7">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|07}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|08}}</li>
|}
|}</ol>{{clear}}
'''Einheiten'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A01}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A02}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A03}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A04}}</li>
|-
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A05}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A06}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A07}}</li>
|<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zusammengesetzte Figuren|A08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
=== X1.7 Ähnlichkeit von ebenen Figuren ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|01}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|02}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|03}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|04}}</li>
|
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|05}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|06}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|07}}</li>{{clear}}
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Figuren|08}}</li>
|}</ol>{{clear}}
=== X1.8 Textaufgaben zu den linearen Funktionen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|style="width:40%"|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|01}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|02}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|03}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|04}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|05}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|06}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|07}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben zu den linearen Funktionen|08}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== X1.9 Zahlensysteme ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|colspan="16"|'''Dezimalzahlen umwandeln:''' Wandeln Sie folgende Dezimalzahlen in binären bzw. Hexadezimalsystem um!
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D01}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D02}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D03}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D04}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D05}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D06}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D07}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|D08}}
|}</ol>{{clear}}
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|'''Binärzahlen umwandeln:''' Wandeln Sie folgende Binärzahlen in Dezimal- bzw. Hexadezimalsystem um!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B04}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B06}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|B08}}
|}</ol>{{clear}}
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="16"|'''Hexadezimalzahlen umwandeln:''' Wandeln Sie folgende Hexadezimalzahlen in Dezimal- bzw. Dualsystem um!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H04}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H06}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Zahlensysteme|H08}}
|}</ol>{{clear}}
{{page-break}}
=== X1.10 Mittelwerte Argumentationsaufgaben ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;width:96%"
|style="width:50%"|
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|01}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|02}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|03}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|04}}</ol></li>
|
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|05}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|06}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|07}}</ol></li>
<li><br><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Mittelwerte Argumentationsaufgaben|08}}</ol></li>
|}</ol>{{clear}}
== Reflexionsniveau 2 ==
=== X2.1 Ähnlichkeit von Körpern ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Ähnlichkeit von Körpern|08}}</li>
</ol>
=== X2.2 Prozentrechnung abstrakt ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|01}}</ol>
|<li value="4"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|04}}</ol>
|-
|<li value="2"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|02}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|03}}</ol>
|-
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|05}}</ol>
|<li value="8"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|08}}</ol>
|-
|<li value="6"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|06}}</ol>
|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Prozentrechnung abstrakt|07}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== X2.3 Textaufgaben Primfaktorzerlegung ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1" style="float:left;"
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|01}}
|<li value="7"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|07}}
|-
|<li value="3"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|03}}
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|04}}
|-
|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|05}}
|<li value="8"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|08}}
|-
|<li value="2"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|02}}</ol>
|<li value="6"><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Textaufgaben Primfaktorzerlegung|06}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== X2.4 Raumgeometrie Textaufgaben ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|01}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|02}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|03}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|04}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|05}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|06}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|07}}</li>
<li>{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Raumgeometrie Textaufgaben|08}}</li>
</ol>
=== X2.5 Potenzenkombinationen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="4"|Schreiben Sie folgende Terme ohne Bruch auf!
|-
|style="width:25%"|<li><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen mit negativer Hochzahl|o01}}</ol></li>
|style="width:25%"|<li value="2"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen mit negativer Hochzahl|o02}}</ol></li>
|style="width:25%"|<li value="3"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen mit negativer Hochzahl|o03}}</ol></li>
|<li value="4"><ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Potenzen mit negativer Hochzahl|o04}}</ol></li>
|}
{{page-break}}
<div style="text-align:center; font-size:140%;font-weight:bold">Termeaufgaben</div>
=== X2.6 Binomische Formeln ===
'''Ausmultiplizieren'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Multiplizieren Sie folgende Terme aus!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln ausmultiplizieren|o01}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln ausmultiplizieren|o02}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln ausmultiplizieren|o03}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln ausmultiplizieren|o04}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
'''Faktorisieren'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Faktorisieren Sie folgende Terme:
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln faktorisieren|o01}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln faktorisieren|o02}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln faktorisieren|o03}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln faktorisieren|o04}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
'''Erkennen'''
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Können folgende Ausdrücke als binomische Formeln faktorisiert werden? Wenn nicht, welches Element (wenn möglich nur eines) könnte geändert werden?
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln erkennen|o01}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln erkennen|o02}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln erkennen|o03}}</ol>
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|<ol type="a" style="margin-left:7px">{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Binomische Formeln erkennen|o04}}</ol>
|}</ol>{{clear}}
=== X2.7 Bruchterme kürzen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Zu welchen Zahlenmengen gehören folgende Zahlen?
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o02}}
|style="text-align:right"|<li value="4"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o04}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o05}}
|-
|style="text-align:right"|<li value="3"><math>\ </math></li>
|colspan="3"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o03}}
|style="text-align:right"|<li value="6"><math>\ </math></li>
|colspan="3"|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchterme kürzen|o06}}
|}</ol>{{clear}}
=== X2.8 Bruchtermegleichungen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="8"|Finden Sie die Definitions- und die Lösungsmenge der folgenden Bruchtermegleichungen!
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o04}}
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o05}}
|style="text-align:right"|<li value="7"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o07}}
|style="text-align:right"|<li value="6"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o06}}
|style="text-align:right"|<li value="8"><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Bruchtermegleichungen|o08}}
|}</ol>{{clear}}
=== X2.9 Das pascalsche Dreieck Binompotenzen ===
<ol style="list-style-position:inside;margin-left:4px">
{|border="1"
|colspan="16"|Multiplizieren Sie mit Hilfe des pascalschen Dreiecks folgende Binome aus:
|-
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o01}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o02}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o03}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o04}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o05}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o06}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o07}}
|style="text-align:right"|<li><math>\ </math></li>
|{{#lst:Mathematrix: Aufgabensammlung/ Das pascalsche Dreieck Binompotenzen|o08}}
|}</ol>{{clear}}
</div>
<div class="noprint">{{:Mathematrix: Vorlage: Unten}}</div></div></div></div>
2mhwshn9tvr2k3b13dwizz2ewy76xq0
Gödel
0
117878
1087623
1087585
2026-06-04T15:17:53Z
Santiago
19191
/* Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ */ ::ohne Widerspruch:: hinzugefügt
1087623
wikitext
text/x-wiki
[[Kategorie: Buch]]
{{Regal|ort=Philosophie}}
{{Vorlage:StatusBuch|9}}
==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
----
===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit mathematisch-logischer Evidenz —, widerspruchfrei und wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, notwendig ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativen‘ Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische Unvollkommenheit, die sich in der notwendigen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">„eine Abneigung gegen das Gebet hatte“</span> und auch <span style="color:#FF6000">„nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte“</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn hier das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> und auch das <span style="color:#4C58FF">‚'''y'''‘</span>, für den Dreifaltigen GOTT der Christen steht, was dann im Korollar-3, mit der Identität, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, dargestellt mit Term :9:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identitat von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS ist der Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT —. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des ,Dreifaltigen‘, bzw. auch auf den inneren Zusammenhang dieser Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{ „aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{ die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\
{\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}} \text{ ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann } & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}} \text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}} \text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}} \text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, ist die offensichtliche Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ,Benennungen‘)</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(AE: Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':'''
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
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! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten Eigenschaften in GOTT <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span> sind.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>.
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es auch in GOTT so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>.
Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem einen, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem Unendlichen, GOTT.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES schon als notwendig gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
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! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unlogisch ist, und daher als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL in seiner Bedeutung neben KOPERNIKUS.
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Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den Gott der Christen“</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert, und beweist, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden.
Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
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;Fußnoten
<references />
fgth5fzgdtpmdu0i5fp0fd8ygzb4btg
1087628
1087623
2026-06-04T15:35:40Z
Santiago
19191
/* Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ */ Zusatz
1087628
wikitext
text/x-wiki
[[Kategorie: Buch]]
{{Regal|ort=Philosophie}}
{{Vorlage:StatusBuch|9}}
==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit mathematisch-logischer Evidenz —, widerspruchfrei und wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, notwendig ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativen‘ Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische Unvollkommenheit, die sich in der notwendigen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">„eine Abneigung gegen das Gebet hatte“</span> und auch <span style="color:#FF6000">„nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte“</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn hier das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> und auch das <span style="color:#4C58FF">‚'''y'''‘</span>, für den Dreifaltigen GOTT der Christen steht, was dann im Korollar-3, mit der Identität, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, dargestellt mit Term :9:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identitat von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS ist der Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT —. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des ,Dreifaltigen‘, bzw. auch auf den inneren Zusammenhang dieser Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{ „aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{ die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\
{\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}} \text{ ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann } & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}} \text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}} \text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}} \text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, ist die offensichtliche Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ,Benennungen‘)</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(AE: Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':'''
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten Eigenschaften in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>.
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es auch in GOTT so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>.
Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem einen, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem Unendlichen, GOTT.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES schon als notwendig gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
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! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unlogisch ist, und daher als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL in seiner Bedeutung neben KOPERNIKUS.
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Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den Gott der Christen“</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert, und beweist, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden.
Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
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;Fußnoten
<references />
5jxw50qdqhoemicg2ybsf9jrxy1pri1
1087642
1087628
2026-06-04T17:39:32Z
Santiago
19191
/* Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ */ Farbe
1087642
wikitext
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{{Regal|ort=Philosophie}}
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==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit mathematisch-logischer Evidenz —, widerspruchfrei und wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, notwendig ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativen‘ Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische Unvollkommenheit, die sich in der notwendigen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">„eine Abneigung gegen das Gebet hatte“</span> und auch <span style="color:#FF6000">„nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte“</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn hier das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> und auch das <span style="color:#4C58FF">‚'''y'''‘</span>, für den Dreifaltigen GOTT der Christen steht, was dann im Korollar-3, mit der Identität, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, dargestellt mit Term :9:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identitat von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS ist der Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT —. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des ,Dreifaltigen‘, bzw. auch auf den inneren Zusammenhang dieser Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{ „aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{ die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\
{\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}} \text{ ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann } & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}} \text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}} \text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}} \text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, ist die offensichtliche Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ,Benennungen‘)</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">'''AE:'''</span> Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':'''
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten Eigenschaften in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>.
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es auch in GOTT so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>.
Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem einen, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem Unendlichen, GOTT.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES schon als notwendig gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
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! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unlogisch ist, und daher als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL in seiner Bedeutung neben KOPERNIKUS.
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Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den Gott der Christen“</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert, und beweist, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden.
Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
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;Fußnoten
<references />
ca57vd4klmwfp561hxy97b54qgzeh52
1087643
1087642
2026-06-04T18:01:52Z
Santiago
19191
/* Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ */ ::muss:: statt ,soll‘
1087643
wikitext
text/x-wiki
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==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit mathematisch-logischer Evidenz —, widerspruchfrei und wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, notwendig ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativen‘ Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische Unvollkommenheit, die sich in der notwendigen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">„eine Abneigung gegen das Gebet hatte“</span> und auch <span style="color:#FF6000">„nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte“</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn hier das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> und auch das <span style="color:#4C58FF">‚'''y'''‘</span>, für den Dreifaltigen GOTT der Christen steht, was dann im Korollar-3, mit der Identität, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, dargestellt mit Term :9:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identitat von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS ist der Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT —. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des ,Dreifaltigen‘, bzw. auch auf den inneren Zusammenhang dieser Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{ „aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{ die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\
{\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}} \text{ ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann } & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}} \text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}} \text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}} \text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, ist die offensichtliche Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ,Benennungen‘)</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">'''AE:'''</span> Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':'''
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten Eigenschaften in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>.
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es auch in GOTT so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>.
Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem einen, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem Unendlichen, GOTT.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES schon als notwendig gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
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! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden muss. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unlogisch ist, und daher als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL in seiner Bedeutung neben KOPERNIKUS.
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Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den Gott der Christen“</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert, und beweist, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden.
Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
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;Fußnoten
<references />
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1087667
1087643
2026-06-05T11:53:11Z
Santiago
19191
/* Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ */ ::x=)y:: hinzugefügt
1087667
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==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit mathematisch-logischer Evidenz —, widerspruchfrei und wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, notwendig ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativen‘ Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische Unvollkommenheit, die sich in der notwendigen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">„eine Abneigung gegen das Gebet hatte“</span> und auch <span style="color:#FF6000">„nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte“</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn hier sowohl das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, als auch das <span style="color:#4C58FF">‚'''y'''‘</span>, für den Dreifaltigen GOTT der Christen steht, was dann im Korollar-3, mit der Identität, <span style="color:#4C58FF">‚'''x=y'''‘</span>, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, dargestellt mit Term :9:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identitat von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS ist der Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT —. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des ,Dreifaltigen‘, bzw. auch auf den inneren Zusammenhang dieser Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{ „aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{ die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\
{\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}} \text{ ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann } & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}} \text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}} \text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}} \text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, ist die offensichtliche Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ,Benennungen‘)</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">'''AE:'''</span> Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':'''
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten Eigenschaften in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>.
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es auch in GOTT so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>.
Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem einen, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem Unendlichen, GOTT.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES schon als notwendig gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
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! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden muss. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unlogisch ist, und daher als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL in seiner Bedeutung neben KOPERNIKUS.
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Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den Gott der Christen“</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert, und beweist, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden.
Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
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;Fußnoten
<references />
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Ing Mathematik: Python
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2026-06-04T14:14:47Z
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= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Python ==
* Python ist eine universelle höhere Programmiersprache.
* Python ist objektorientiert.
* Python ist Open-Source (Python Software Foundation License).
* Python ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Python ist ein Interpreter.
* Python ist durch Module fast beliebig erweiterbar.
* Python als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | Python (Programmiersprache)}}
== Python installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Python-Paket von der Webseite [https://www.python.org/] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Python bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Aber auch die Spyder-Entwicklungsumgebung ([https://www.spyder-ide.org]) bietet einen guten Einstieg mit Python (das gilt auch für MS Windows). Spyder bringt auch schon etliche wichtige Module standardmäßig mit.
== Python starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Python-Programm doppelklicken. Und schon startet das Programm.
[[Datei:PythonIng_start1.jpg]]
Python im interaktiven Modus präsentiert sich dann so:
Python 3.12.4 (tags/v3.12.4:8e8a4ba, Jun 6 2024, 19:30:16) [MSC v.1940 64 bit (AMD64)] on win32
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
Alternativ kann das Programm auch über die Eingabeaufforderung oder die PowerShell gestartet werden:
c:\devel\Python>python.exe
Python 3.12.4 (tags/v3.12.4:8e8a4ba, Jun 6 2024, 19:30:16) [MSC v.1940 64 bit (AMD64)] on win32
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
=== Linux ===
Tippen Sie einfach das Wort „python“ (oder unter openSUSE Tumbleweed z.B. auch „python3.11“ oder „python3.13“) in einem Linux-Terminal ein, schließen den Befehl mit der RETURN-Taste ab, und schon startet Python im interaktiven Modus:
Python 3.13.12 (main, Feb 09 2026, 22:37:44) [GCC] on linux
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
Es gibt auch noch andere Möglichkeiten Python zwecks Programmausführung zu starten, z. B. den {{W|Shebang}} (<code>#!</code>) am Beginn eines Python-Scripts. Das Script sei als Script.py gespeichert. Dann kann das Script mit ./Script.py ausgeführt werden. Für openSUSE Tumbleweed sei nachfolgend ein lauffähiges "Hallo Welt!"-Script angegeben. Es wird in diesem Script der Python-Interpreter in der Version 3.13 verwendet :
#!/usr/bin/python3.13
print("Hallo Welt!")
Die Berechtigungen zum Ausführen der Datei müssen natürlich noch richtig gesetzt werden, z.B. mittels <code>chmod 777 Script.py</code>.
<small>Oder es wird in einen Pfad verschoben, in dem sich ausführbare Programme generell befinden (<code>echo $PATH</code>). Das Script kann dann wie ein normales Programm ohne weitere Angaben mit Script.py gestartet werden. Alternativ wird nicht das Script an sich verschoben, sondern nur ein symbolischer Link angelegt, z.B. mit <code>ln -s ~/tmp/Script.py ~/.local/bin/Script.py</code>.<code>~/.local/bin</code> sei ein im PATH gelegenes Verzeichnis. Dies sind aber schon Features für fortgeschrittene Linux-Benutzer und werden am Anfang eher selten benötigt.</small>
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Getestet wurden die Beispiele unter den Betriebssystemen
* MS Windows 10 mit der Python-Version 3.12.0 (teilweise auch mit 3.12.2 und 3.13.1; nur die Inhalte die bis spätestens Juli 2025 erstellt wurden)
* MS Windows 11 ab der Python-Version 3.13.4 (nur zum Teil; ab Juli 2025)
* openSUSE Leap 15.6 mit der Python-Version 3.11.12 (Spyder, nur vereinzelt) und zum Teil mit 3.12.11 (ab Juli 2025 bis November 2025).
* openSUSE Tumbleweed ab der Python-Version 3.13.9 (nur vereinzelt, ab November 2025)
An Beliebtheit rangiert Python mit Stand März 2026 mit einem Rating von 21,25% an 1. Stelle vor C und C++ (lt. [https://www.tiobe.com/tiobe-index/ TPCI - TIOBE Programming Community Index]). Lt. [https://innovationgraph.github.com/global-metrics/programming-languages GitHub Top 50 Programming Languages Globally] lag Python im Q3/2025 auf Rang 2, vor TypeScript und hinter JavaScript. Der Name "Python" rührt von der Komikertruppe {{W|Monty Python}} her. Die Icons für Python (z.B. Python selbst, Eric IDE, IDLE) sind aber durch die Python-Schlangenart symbolisiert.
<gallery>
Python-logo-notext.svg|Python-Logo
Guido van Rossum OSCON 2006.jpg|Guido van Rossum (geb. 1956), der Erfinder von Python
</gallery>
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Python mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Python-Interpreter ignoriert. Text kann mit der print-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Python und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
>>> # Das ist ein Kommentar
>>> print("Hallo Welt!")
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (>>>) ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Python-System geliefert.
Strings können in Python entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
Im Gegensatz zu Julia ist es hier egal, ob zwischen <code>print</code> und der öffnenden Klammer Leerzeichen stehen.
= Python als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Python im interaktiven Modus. Geben Sie dann die Formel
>>> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN ({{Taste|↵}}) und erhalten als Ergebnis
15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
>>> import math
>>> math.sin(math.sqrt(15))
-0.6679052983383519
Als erstes wird das math-Modul importiert. Dann wird der mathematische Ausdruck berechnet.
Eine andere Variante, die dasselbe Ergebnis liefert, ist
>>> from math import *
>>> sin(sqrt(15))
-0.6679052983383519
Es wird also aus dem Modul <code>math</code> alles importiert (erkennbar am <code>*</code>). Will man nicht alles importieren, so kann man das auch einschränken:
>>> from math import sin, sqrt
Beenden lässt sich das Python-Programm durch Eingabe von <code>exit()</code> (und natürlich ist zur Bestätigung die RETURN-Taste zu drücken).
== Die Hilfefunktion von Python ==
Bei Eingabe der Anweisung help() springt Python in den Hilfemodus.
Eingabe:
>>> help()
Eingabe:
help> math.sin
Ausgabe:
Help on built-in function sin in math:
math.sin = sin(x, /)
Return the sine of x (measured in radians).
Für die komplette Python-Dokumentation siehe [https://docs.python.org/3/]. Verlassen kann man den Hilfemodus durch das Drücken von STRG-C.
== Aufgaben ==
* Erkunden Sie die Tangensfunktion "tan" mittels Python-Hilfe (vergessen Sie nicht das math-Modul zu importieren und das <code>math.</code> vor <code>tan</code>)
* Berechnen Sie mit Python den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot \text{e}^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>. Siehe für die Exponentialfunktion im Python-Hilfesystem auch den Befehl <code>math.exp</code>. Alternativ kann auch die Konstante <code>math.e</code> eingesetzt werden. Potenzieren kann man bei Python mit dem **-Operator (z.B. 2**3 = 8). Für <math>\pi</math> gibt es <code>math.pi</code>.
= Python als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.py
# Das ist ein Kommentar
print("Hallo Welt!")
Python-Dateien werden mit der Dateiendung .py versehen. Achten Sie darauf, dass vor dem print keine Leerzeichen vorhanden sind. Das ist eine Python-Eigenheit. Wie wir später sehen werden, nutzt Python Einrückungen als syntaktisches Mittel, z.B. um bei Schleifen den Schleifenkörper zu kennzeichnen.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.py (sozusagen das Hauptprogramm) folgendermaßen zur Ausführung:
1) Starten Sie unter MS Windows die Eingabeaufforderung (oder alternativ auch die Windows PowerShell). Das sieht dann etwa so aus:
Microsoft Windows [Version 10.0.19045.3693]
(c) Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
C:\Users\xyz>
: <small>Falls jemand nicht weiß, wie man die Eingabeaufforderung startet: Eine Möglichkeit ist, einfach in der Taskleiste von Windows das "Start"-Symbol ([[Image:Windows_logo_-_2021_(Black).svg|10px]]) mit der rechten Maustaste anklicken. "Ausführen" auswählen (oder alternativ für die PowerShell unter Windows 10 den Eintrag "Windows PowerShell", unter Windows 11 den Eintrag "Terminal"). Im sich öffnenden Dialogfenster gibt man in die "Öffnen"-Zeile das Wort <code>cmd</code> ein und mit "OK" wird das Ganze bestätigt.</small>
2) Wechseln Sie mittels <code>cd c:\tmp</code> in das Verzeichnis c:\tmp
3) Angenommen, Sie haben Python unter dem Pfad <code>c:\devel\Python\</code> installiert. Starten Sie das Programm so (der Prompt <code>c:\tmp></code>ist natürlich nicht mit einzutippen):
c:\tmp>c:\devel\Python\python.exe test1.py
4) Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Die Vorgehensweise unter Linux ist prinzipiell gleich. Die kleinen Unterschiede, wie z.B. der Slash statt dem Backslash in Pfadangaben, sollten für Linux-Benutzer keine Hürde darstellen.
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen. Führende Underscores haben u.a. im Kontext mit der Objektorientierten Programmierung eine spezielle Bedeutung und sollten nicht für "normale" Variablenbezeichner verwendet werden.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Es gibt in Python etliche Schlüsselwörter (z.B. for, if oder return). Diese dürfen nicht als eigene Variablenbezeichner verwendet werden. Eine Liste aller Schlüsselwörter liefert das Script
import keyword
print(keyword.kwlist)
<small>Übung: Speichern Sie dieses Script in eine Datei, z.B. in c:\tmp\test1.py. Führen Sie diese Datei aus, um die Liste der Schlüsselwörter auszugeben.</small>
Da Python case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.py gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
print(z)
Bringen Sie die Datei test1.py zur Ausführung so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben. Dies führt aber zu unübersichtlichem Code.
x = 5; y = 10; z = x*y; print(z)
Ausgabe:
50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5
# x = x - 2
x -= 2
print(x)
Bildschirmausgabe:
3
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist. Den Inkrement-/Dekrementoperator (z.B. x++ oder x--) aus C/C++ oder Java kennt Python aber nicht.
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist mit Python problemlos möglich:
import math
wert = 10
print(wert)
wert = 35.5
print(wert)
wert = "Hallo"
print(wert)
wert = math.pi
print(wert)
Ausgabe:
10
35.5
Hallo
3.141592653589793
== Physische und logische Zeilen ==
In Python muss eine Anweisung in einer logischen Zeile Platz finden. Wird eine Anweisung aber zu lang für eine Zeile, dann kann sie in mehrere physische Zeilen unterteilt werden. Dies kann einerseits durch einen Backslash am Ende einer Zeile geschehen, z.B.
a = 2 + \
5
Dies stellt eine logische Zeile dar, die in zwei physische Zeilen unterbrochen ist.
Geklammerte Ausdrücke werden automatisch zu einer logischen Zeile verbunden, z.B.
a = (2 +
5)
Achtung: Im ersten Beispiel darf nach dem Backslash nichts mehr stehen, auch kein Kommentar. Dies trifft im zweiten Bespiel nicht zu, hier könnte noch ein Kommentar folgen, z.B.
a = (2 + # Kommentar
5)
Auch für Strings gibt es Möglichkeiten, diese auf mehrere Zeilen aufzuspalten.
# Kurzer String
str1 = "ABC"
# Langer String
str2 = """Hallo Welt,
Grüetzi Schwyzer,
Servus an alle"""
# Backslash
str3 = "UVW\
XYZ"
# Mit Klammern
str4 = ("Sehr langer Text, der automatisch .............. "
"in einer einzigen Variable zusammengefügt wird."
)
print(str1)
print(str2)
print(str3)
print(str4)
Ausgabe:
ABC
Hallo Welt,
Grüetzi Schwyzer,
Servus an alle
UVWXYZ
Sehr langer Text, der automatisch .............. in einer einzigen Variable zusammengefügt wird.
==Hexadezimale, oktale, binäre und andere Zahlen==
d = 1050 # Dezimalzahl
h = 0xAA2 # Hexadezimalzahl
o = 0o12 # Oktalzahl
b = 0b100001101 # Binärzahl
print(d)
print(h)
print(o)
print(b)
Ausgabe:
1050
2722
10
269
Groß- und Kleinbuchstaben sind in obigen Literalen übrigens egal. So kann man z.B. statt <code>0b1001</code> auch <code>0B1001</code> schreiben (siehe dazu [https://docs.python.org/3/reference/lexical_analysis.html#integer-literals]).
Sie können auch dezimale in hexadezimale Zahlen umwandeln, usw.:
h = hex(1050) # Dezimalzahl -> Hexadezimalzahl
b = bin(1050) # Dezimalzahl -> Binärzahl
o = oct(1050) # Dezimalzahl -> Oktalzahl
print(h)
print(b)
print(o)
Ausgabe:
0x41a
0b10000011010
0o2032
Gegeben sei die Zahl 121 zur Basis 3. Diese soll in eine Dezimalzahl umgewandelt werden. Das kann so geschehen:
z = int("121", 3)
print(z)
Ausgabe:
16
Dass dies richtig ist, davon kann man sich folgendermaßen überzeugen:
<math> 1 \cdot 3^2 + 2 \cdot 3^1 + 1 \cdot 3^0 = 9 + 6+ 1 = 16 </math>
Zahlen übersichtlicher schreiben kann man auch mittels Underscore, z.B.:
print("Eine Million (Variante 1) =", 1000000)
print("Eine Million (Variante 2) =", 1_000_000)
print("Eine Rechnung:", 2_000 * 400_000);
Es ergibt sich bei beiden Varianten die gleiche Ausgabe. Variante 2 ist aber im Sourcecode leichter lesbar, detto die Zahlen in der Rechnung:
Eine Million (Variante 1) = 1000000
Eine Million (Variante 2) = 1000000
Eine Rechnung: 800000000
== Strings und Platzhalter==
Ein paar einfache Beispiele:
print("Hallo {}" . format("Hugo"))
print("Hallo {:s}" . format("Hugo"))
print("Hallo %s" % "Hugo")
Ausgabe:
Hallo Hugo
Hallo Hugo
Hallo Hugo
Python-Code (formatted string literals):
str1 = "Hallo"
str2 = "Hugo"
print(f"{str1} {str2}")
Ausgabe:
Hallo Hugo
Komplexere Beispiele:
print("Hallo {} und {}" . format("Hugo", "Mike"))
print("Hallo {name1} und {name2}" . format(name2="Hugo", name1="Mike"))
# Füllzeichen: *
# Bündigkeit: > (=rechts), < (=links), ^ (=zentriert)
# Feldweite: 10
# Typ: s (=String), f (=Gleitkommazahl), d (=Dezimalzahl) etc.
print("Hallo {:*>10s}" . format("Hugo"))
print("Hallo {:*<10s}" . format("Hugo"))
Ausgabe:
Hallo Hugo und Mike
Hallo Mike und Hugo
Hallo ******Hugo
Hallo Hugo******
Python-Code:
str = "Hallo\t%s\t%7.2f\t%10.2e\t%i" % ("Hugo", 12.34567, 34.567, 264)
print(str)
Ausgabe:
Hallo Hugo 12.35 3.46e+01 264
Python-Code:
wert = 11.567
print(f"Ausgabe: {wert:.5f}")
Ausgabe:
Ausgabe: 11.56700
== Unicode ==
Neben den bekannten ASCII-Zeichen lassen sich Zeichen auch mittels Unicode beschreiben. Griechische Buchstaben oder komplexere mathematische Operatoren - all das sollte kein Problem sein. Siehe auch {{W|Unicode}}, {{W|Liste der Unicodeblöcke}} und {{W|Unicodeblock Mathematische Operatoren}}. Im Folgenden werden ein paar Zeichen (Allquantor, Nabla-Operator, Existenzquantor), die man aus der Mathematik kennt, erzeugt.
ch1 = "\N{FOR ALL}"
ch2 = "\N{NABLA}"
ch3 = "\u2203"
print(ch1, ch2, ch3)
Ausgabe:
∀ ∇ ∃
<small>Diese Ausgabe ergibt sich z.B. mit der IDLE-Shell oder mit Cygwin. Beim Ausführen über die Windows-Eingabeaufforderung oder Windows PowerShell unter MS Windows 10 erfolgt keine korrekte Darstellung. IDLE ist die mit Python mitgelieferte IDE ('''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironment, Integrierte Entwicklungsumgebung). Gegen Ende dieses Textes wird IDLE kurz beschrieben.
Das Problem mit der Windows Eingabeaufforderung lässt sich aber umgehen. Man muss nur eine Schriftart auswählen, die die Zeichen kennt, z.B. "DejaVu Sans Mono". Dazu klicken Sie einfach bei der Eingabeaufforderung mit der rechten Maustaste oben auf die weiße Leiste und wählen im aufpoppenden Fenster den Menüpunkt "Eigenschaften". Es öffnet sich ein Dialogfenster. Über den Reiter "Schriftart" lässt sich nun die Schriftart einstellen. Unter MS Windows 11 oder openSUSE Leap 15.6 (bash-Konsole) gibt es dieses Problem ohnehin nicht.</small>
== Reguläre Ausdrücke ==
Python kennt auch {{W|Regulärer Ausdruck|reguläre Ausdrücke}}. Dazu gibt es in Python das Modul <code>re</code>. Beipielsweise sollen alle Zahlen (<math>\text{zahl}\in\mathbb{N}_0</math>) in einem String gesucht und ausgegeben werden. Als String sei gegeben: <code>3x Grüße und 100 Kekse.</code> Das Muster (Pattern) ist <code>\d+</code>. <code>\d</code> steht für eine Dezimalziffer 0-9. Das Plus-Zeichen (+) steht symbolisch für ein oder mehrere Zeichen des vorherigen Ausdrucks. Hier also ein oder mehrere Dezimalziffern. Es wird die Funktion <code>findall</code> aus dem Modul <code>re</code>verwendet.
Python-Code:
from re import findall
str = "3x Grüße und 100 Kekse."
pat = "\\d+" # Doppel-Backslashes müssen verwendet werden, sonst gibt Python eine Warnung aus!
# alternativ: pat = r"\d+"
# oder: pat = "[0-9]+"
numb = findall(pat, str)
print(numb)
Ausgabe:
['3', '100']
Python kennt noch viele weitere Möglichkeiten mittels regulärer Ausdrücke zu hantieren. Dies soll hier aber nicht vertieft werden, da das Thema schon ziemlich speziell und komplex ist. Bei Bedarf siehe aber z.B. die Bücher ''Weigend, Seite 380ff'' und ''Ernesti, Kaiser'' [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/28_001.html] oder die Python-Dokumentation [https://docs.python.org/3/library/re.html]. Auch [[Python unter Linux: Reguläre Ausdrücke]] liefert ein umfangreiches und brauchbares Python-2-Kapitel zu den regulären Ausdrücken. Die dort gelisteten Beispiele müssten ggf. vor Verwendung auf Python-3 umgeschrieben werden. <small>Wie macht man das? Dazu siehe z.B. [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/43_001.html], [https://portingguide.readthedocs.io/en/latest/] oder [https://www.digitalocean.com/community/tutorials/how-to-port-python-2-code-to-python-3]</small>
<small>Es gibt auch ein externes Modul ''regex'', das bei Bedarf extra installiert werden muss ([https://pypi.org/project/regex/]). Es bietet zusätzliche Funktionalität und gründlicheren Unicode-Support. Dies sei hier aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt.</small>
== Verzweigungen ==
=== if ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
In Python gibt es keinen expliziten ENDE-Kennzeichner. Stattdessen wird der Code durch Einrückungen strukturiert. Alles mit der gleichen Einrückungstiefe gehört zum selben Block. Dies zeichnet Python vor anderen Programmiersprachen aus.
Die test1.py-Datei laute also wie folgt:
x = 5
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Man achte auch auf die Doppelpunkte in der if- und else-Zeile. Darauf vergisst man gerne, wenn man von anderen Programmiersprachen kommt.
Folgendes wäre in Python ein Fehler (genauer gesagt ein IndentationError).
x = 5
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Auch Nachstehendes würde nicht zum gewünschten Ergebnis führen (löst aber keine Fehlermeldung aus). Der letzte print-Befehl ist schon außerhalb der IF-ELSE-Verzweigung.
x = 3
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Ausgabe:
x ist kleiner als 4
x ist groesser oder gleich 4
Python kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
<, <= ... kleiner (gleich)
>, >= ... größer (gleich)
== ... gleich
!= ... ungleich
is ... identisch
is not ... nicht identisch
and ... AND
or ... OR
not ... NOT
Beispielsweise:
a = 5
b = 9
if a<=10 and b!=7:
print("OK")
else
print("Nicht OK")
Ausgabe:
OK
Der else-Block kann übrigens auch ersatzlos entfallen.
Mehrfache Verzweigungen werden durch das elif-Konstrukt erstellt.
a = 14
if a<=10:
print("<=5")
elif a>11 and a<15:
print("11 bis 15")
elif a>16 and a<20:
print("16 bis 20")
else:
print(">=20")
Ausgabe:
11 bis 15
In Python gibt es auch die Schlüsselwörter <code>True</code> (für wahr) und <code>False</code> (für falsch). Man beachte, dass sie mit Großbuchstaben beginnen. Andere Schreibweisen wären ein Fehler. Sie gehören zum Datentyp <code>bool</code>. Ihnen sind auch die Zahlen <code>1</code> und <code>0</code> zugewiesen.
=== match ===
Ab Python 3.10 gibt es auch die match-Anweisung. Dies ist das Python-Pendant für die switch-Anweisung in anderen Programmiersprachen, geht aber bei näherer Betrachtung weit darüber hinaus. Hier nur ein einfaches Beispiel:
x = "Hello"
match x:
case "Servus" | "Ciao": # or
print("Servus an alle")
case "Grüetzi":
print("Grüetzi Schwyzer")
case _: # other, default, sonstiges ...
print("Hallo Welt")
Ausgabe:
Hallo Welt
Für nähere Details siehe z.B. [https://www.geeksforgeeks.org/python-match-case-statement/], [https://learnpython.com/blog/python-match-case-statement/], [https://docs.python.org/3/tutorial/controlflow.html#match-statements] und das Python Enhancement Proposal (PEP) 636 – Structural Pattern Matching: Tutorial [https://peps.python.org/pep-0636] und dort insbesondere den Anhang A - Quick Intro.
<small><code>match, case, _</code> etc. sind sogenannte ''soft keywords''. Im Gegensatz zu den normalen Schlüsselwörtern dürfen ihnen auch Werte zugewiesen werden. Eine Liste der weichen Schlüsselwörter lässt sich durch <code>keyword.softkwlist</code> erstellen (die Anweisung gibt es seit Python 3.9). Siehe dazu auch [https://stackoverflow.com/questions/65800344/what-are-soft-keywords] und [https://docs.python.org/3/library/keyword.html#keyword.softkwlist].</small>
== Schleifen ==
=== while ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Python:
x = 0
while x <= 10:
print(x)
x += 1
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== for ===
for x in range(6):
print(x*2)
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Die Schleife läuft von 0 bis 5. Ausgegeben wird jeweils der Wert x*2. Aquivalent kann diese Schleife auch so geschrieben werden:
for x in range(0, 11, 2):
print(x)
Die Ausgabe ist wie oben. Der Startwert sei 0, der Endwert ist 11-1 und die Schrittweite ist 2.
Ein anderes Beispiel sei
for x in "text":
print(x)
Ausgabe:
t
e
x
t
== Schleifen abbrechen ==
=== break ===
<code>break</code> bricht die Schleife ab und setzt mit dem nächsten Befehl außerhalb der Schleife fort.
for var in range(100):
print(var)
if var == 5:
break
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
=== continue ===
<code>continue</code> bricht den aktuellen Schleifendurchlauf ab und setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort.
for var in range (11):
if var == 5:
continue
print(var)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== try - except ==
try:
z1 = 12 / 0
print(z1)
except ZeroDivisionError:
print("Das Ergebnis ist unendlich")
except:
print("Kann nicht berechnet werden!")
print("Bitte die Formel korrigieren!")
Ausgabe:
Das Ergebnis ist unendlich
Es wird versucht, eine Zahl durch Null zu dividieren. Das ist nicht möglich, es wird eine Ausnahme ausgelöst. Das Programm springt daher in den except-ZeroDivisionError-Block und führt die dort gelisteten Anweisungen aus (in unserem Fall eine print-Anweisung). Würden wir dieses Programm ohne try-except ausführen, so ergibt sich aus
z1 = 12 / 0
print(z1)
folgende Fehlermeldung und ein unmittelbarer Programmabbruch
Traceback (most recent call last):
File "C:\tmp\test1.py", line 1, in <module>
z1 = 12 / 0
ZeroDivisionError: division by zero
Mit dem try-except-Mechanismus können also Ausnahmen oder Fehler aufgefangen und behandelt werden. In unserem Beispiel ist das eher trivial, aber bei größeren Programmen kann das durchaus Sinn machen.
== pass ==
Ein leerer Block muss in Python mittels dem Schlüsselwort <code>pass</code> dargestellt werden. Z.B.
x = 2
if x == 1:
print("Wert ist ", x)
else:
pass
Würde man das <code>pass</code> im else-Block weglassen, so würde man eine Fehlermeldung erhalten:
IndentationError: expected an indented block after 'else' statement on line 5
= Funktionen =
== Aufrufen von Funktionen ==
Funktionen sind uns im Rahmen dieses Kurses schon zuhauf begegnet. Sei es die print()-, die math.sin()- oder die hex()-Funktion. All diese Funktionen werden von Python zur Verfügung gestellt, ohne dass man sie explizit programmieren müsste. Aufgerufen werden diese Funktionen, indem man ihren Namen eintippt, gefolgt von runden Klammern. In diesen Klammern können noch Argumente übergeben werden. Auch Rückgabewerte sind möglich.
== Funktionen selber schreiben ==
Funktionen werden mit dem def-Schlüsselwort (man definiert die Funktion) eingeleitet, danach folgt der Funktionsname, danach wiederum runde Klammern, in denen formale Argumente stehen können. Abgeschlossen wird die def-Zeile mit einem Doppelpunkt. Danach folgt der Funktionskörper. Dieser Funktionskörper muss wiederum eingerückt werden (wie von den Verzweigungen und Schleifen bekannt). Aufgerufen wird diese Funktion, indem man ihren Funktionsnamen eingibt, gefolgt von runden Klammern (ggf. mit den aktuellen Parametern). Z.B.
# Funktion definieren
def halloWelt(i):
# i ... beliebige Ganzzahl
print("Hallo " * i, end="")
print("Welt!")
# Funktion aufrufen
halloWelt(3)
Ausgabe:
Hallo Hallo Hallo Welt!
Unterschied zwischen formalen und aktuellen Parametern:
[[Datei:PythonIng_func1.jpg]]
<small>Aktuelle Parameter werden auch Argumente genannt.</small>
Rückgabe von Funktionswerten:
# Funktion definieren
def mathFunc(a, b):
r1 = a + b
r2 = a * b
return r1, r2
# Funktion aufrufen
a, b = mathFunc(3, 5)
# Ausgabe der zurückgegebenen Werte
print(a)
print(b)
Ausgabe:
8
15
Vorgabeparameter, z.B.:
def mathFunc(a=10, b=20):
r1 = a + b
r2 = a * b
return r1, r2
a, b = mathFunc(3, 5)
print(a)
print(b)
a, b = mathFunc(5)
print(a)
print(b)
a, b = mathFunc(b=6)
print(a)
print(b)
Ausgabe:
8
15
25
100
16
60
== Lambda-Funktionen ==
print((lambda a, b: a*b) (3, 5))
Ausgabe:
15
Eingeleitet wird eine Lambda-Funktion (auch Lambda-Form, Lambda-Operator oder anonyme Funktion genannt) mit dem Schlüsselwort <code>lambda</code>. Es folgen die formalen Argumente, danach ein Doppelpunkt, die Berechnungsvorschrift und ggf. abschliessend in Klammern die aktuellen Parameter.
Man kann einer Lambda-Funktion auch einen Funktionsnamen geben und die Funktion über diesen Namen aufrufen, z.B.
prod = lambda a, b: a*b
print(prod(3, 5))
Als Ausgabe wird wieder die Zahl 15 geliefert.
== Rekursive Funktionen ==
Funktionen können wiederum andere Funktionen aufrufen. Von einem rekursiven Funktionsaufruf spricht man, wenn die aufgerufene Funktion gleich der aufrufenden ist.
def printFunc(i):
if (i >= 5):
return
else:
print("Hallo Welt")
printFunc(i+1)
printFunc(1)
Ausgabe:
Hallo Welt
Hallo Welt
Hallo Welt
Hallo Welt
== Funktionsannotationen ==
Python ist sehr flexibel, was Typen angeht. Im Vorhergehenden haben wir generell keine Typangaben gemacht. Will man Typen angeben, so bietet Python das Konzept der Funktionsannotation.
def calcFunc(a: int, b: int) -> int:
return a+b
r1 = calcFunc(8, 9)
r2 = calcFunc(8.0, 9.0)
r3 = calcFunc("Hallo", "Welt")
print(r1)
print(r2)
print(r3)
Ausgabe:
17
17.0
HalloWelt
Jetzt sieht man auf den ersten Blick, welche Typen der Programmierer im Sinn hatte, als er die Funktion erstellte. Das Problem dabei ist nur, dass es Python ziemlich egal ist, welche Typen man im Endeffekt eingibt. Im obigen Beispiel können statt Integer-Typen u.a. auch Float- oder String-Typen eingegeben werden.
<small>
Siehe zum Thema "Type Checking" aber auch den später folgenden Abschnitt [[Ing_Mathematik:_Python#Type_Checker]].
</small>
== Variadische Funktionen ==
Python-Code:
def test1(a, *b):
print(a);
for c in b:
print(c);
test1("Hallo", "Welt", "Schweizer", "und alle anderen")
Ausgabe:
Hallo
Welt
Schweizer
und alle anderen
Mit dem Stern (auch als Splat-Operator bezeichnet) in der formalen Parameterliste bei der Funktion <code>test1</code> wird angezeigt, dass eine beliebige Anzahl von Argumenten übergeben wird. <small> Dies entspricht in etwa dem, was in anderen Programmiersprachen (PHP etc.) mittels Ellipse (<code>...</code>) angezeigt wird.</small>
= Tupel, Listen und andere =
[[Datei:Python 3. The standard type hierarchy.png|mini|hochkant=1.7|Datentypen und Strukturen]]
Tupel, Listen und einige andere sind Datenstrukturen oder Sequenzen.
Listen (z.B. eine Einkaufsliste) sind veränderbar (mutable). Ein Tupel kann dagegen nicht verändert werden (immutable). Listen werden beim Anlegen in eckige Klammern eingeschlossen, Tupel in runde Klammern. Beim Tupel können die Klammern auch weggelassen werden. Ein Tupel mit nur einem Element muss mit einem Beistrich abgeschlossen werden. Der Grund ist, dass Python sonst nicht entscheiden kann, ob ein Tupel angelegt werden soll, oder nur ein geklammerter Wert. Nachfolgend werden einige Operationen mit Listen und Tupel dargestellt.
Als Gedächtnisstütze kann man sich den Unterschied zwischen Tupel und Liste ev. so leichter merken:
: T'''u'''pel ... r'''u'''nde Klammern, '''u'''nveränderlich
: L'''i'''ste ... eck'''i'''ge Klammern, veränderl'''i'''ch.
# Liste und Tupel
liste = [1, 2, "Hallo"]
tupel = (1, 2, "Hallo")
# Ausgabe von liste und tupel
print(liste)
print(tupel)
# Ausgabe von Einzelelementen
print(liste[1])
print(tupel[2])
# Element an Liste anhängen und einfügen
liste.append(55)
liste.insert(4, "Welt")
print(liste)
# Element aus Liste entfernen
liste.remove(1)
print(liste)
# einige weitere Beispiele
liste2 = [1,]
tupel2 = 1, 2
tupel3 = (1,)
print(liste2)
print(tupel2)
print(tupel3)
Ausgabe:
[1, 2, 'Hallo']
(1, 2, 'Hallo')
2
Hallo
[1, 2, 'Hallo', 55, 'Welt']
[2, 'Hallo', 55, 'Welt']
[1]
(1, 2)
(1,)
Beispiel:
woerter = ["Hallo", "Welt"]
satz = " ".join(woerter)
print(satz)
Ausgabe:
Hallo Welt
Zu den Datenstrukturen gehören weiters auch Mengen und Dictionaries. Mengen sind von der Mathematik bekannt, sie sind ungeordnet und es kommen keine mehrfachen Elemente vor. Dictionaries sind durch Schlüssel :Wert-Paare gekennzeichnet. Mengen werden beim Anlegen wie Dictionaries in geschweifte Klammern eingeschlossen.
dict = {"vorname":"Hugo", "nachname":"Meister" }
menge = {1, 1, 3, 4, 4, 4, "Hallo"}
print(dict)
print(menge)
print(dict["vorname"])
Ausgabe:
{'vorname': 'Hugo', 'nachname': 'Meister'}
{1, 3, 4, 'Hallo'}
Hugo
Geschweifte Klammern ohne Inhalt stellen Dictionaries dar und keine Mengen:
di = {}
print(type(di))
Ausgabe:
<class 'dict'>
== List Comprehensions ==
Aus einer Eingabeliste soll eine Ausgabeliste erzeugt werden. Das kann folgendermaßen geschehen.
Mathematische Schreibweise: <math>lc = \{2x|x\in\ \mathbb{N}, 1\le x < 11\}</math>
Python-Code:
lc = [x*2 for x in range(1,11)]
print(lc)
Ausgabe:
[2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20]
Mathematische Schreibweise: <math>lc = \{2x | x \in \mathbb{N}, 1\le x < 11, x \bmod 2 = 0 \}</math>
Python-Code:
lc = [x*2 for x in range(1,11) if x%2 == 0]
print(lc)
Ausgabe:
[4, 8, 12, 16, 20]
Siehe auch {{W|List Comprehension}}.
== Set Comprehensions ==
Dies ist sehr ähnlich wie im vorigen Abschnitt beschrieben. Es wird aber keine Liste, sondern eine Menge erzeugt.
sc = {x*2 for x in range(1,11)}
print(sc)
Ausgabe:
{2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20}
== Listen zusammenführen - zip() ==
li1 = ["A", "B", "C", "D"]
li2 = [1, 2, 3, 4]
li3 = [5.5, 6.6, 7.7, 8.8]
z = zip(li1, li2, li3)
print(z)
li4 = list(z)
print(li4)
Ausgabe:
<zip object at 0x00000283B6C6AC80>
[('A', 1, 5.5), ('B', 2, 6.6), ('C', 3, 7.7), ('D', 4, 8.8)]
== Generatorausdruck ==
g = (i*2 for i in range(1,11))
print(g)
t = tuple(g)
print(t)
print(t[1:3])
Ausgabe:
<generator object <genexpr> at 0x00000241D2A4A5A0>
(2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20)
(4, 6)
== Slicing ==
slice ... Scheibe, Teil, in Scheiben schneiden
Beispiel: Zugriff auf Elemente eines geordneten sequentiellen Objekttyps (Liste, Tupel oder String):
str1 = "Hallo"
# Das erste Element wird mit dem Index 0 angesprochen
# [start (inkl.) : stop (exkl.) : step (default=1)]
str2 = str1[0:2]
# Alternativ auch: str2 = str1[:2]
print(str2)
tup1 = (0,1,2,3)
# Das letzte Element hat auch den Index -1, das vorletzte den Index -2 usw.
tup2 = tup1[-3:-1]
print(tup2)
lst1 = [[1, 5, 10, 20],
[30, 40, 50, 60]]
lst2 = lst1[1][1]
print(lst2)
Ausgabe:
Ha
(1, 2)
40
Beispiel: Umdrehen von Strings
str1 = "Hallo"
str2 = str1[::-1]
print(str2)
Ausgabe:
ollaH
= Objektorientierte Programmierung =
== Eine einfache Klasse ==
[[Datei:PythonIng_uml1.svg | 200px]]
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
fahr = Fahrzeug(150, 90)
print(fahr.convertGeschw())
Ausgabe:
41.666666666666664
Die Klasse Fahrzeug wird durch das class-Schlüsselwort eingeleitet. raeder ist ein Klassenattribut und public. __init__ wird bei der Objekterzeugung automatisch aufgerufen. Man achte darauf, dass diese Methode immer mit zwei Unterstrichen eingeleitet und abgeschlossen wird. Instanzattributen wird das Wort self vorangestellt. Wir sehen uns z.B. das Attribut self.__geschwind an. Auch hier werden zwei Unterstriche verwendet. Das bedeutet, dass dieses Attribut private ist. Bei den Methoden wird immer self als erster Parameter angegeben. Beim Aufruf der entsprechenden Funktion wird das self aber nicht berücksichtigt.
== Klassen importieren ==
Häufig ist es sinnvoll und übersichtlicher Klassen in eigenen Dateien zu speichern. Das sind dann eigene Module. Abgespeichert werden Sie mit der Endung py, wie bisher auch praktiziert. Aufgerufen werden Sie mit der import-Anweisung. Dann ist aber nur der Dateiname ohne Endung py zu verwenden. Klarer wird das mit einem Beispiel.
Datei c:\tmp\fahrzeug.py
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
Datei c:\tmp\test1.py
import fahrzeug
fahr = fahrzeug.Fahrzeug(150, 90)
print(fahr.convertGeschw())
Ausgabe:
41.666666666666664
Die üblichen import-Anweisungen lauten wie folgt:
{| {{prettytable}}
! import-Befehl
! Instanz
|-
| import xyz || xyz.Klasse
|-
| import xyz as x || x.Klasse
|-
| from xyz import Klasse || Klasse
|-
| from xyz import * || Klasse
|}
Der Vorteil der ersten beiden import-Anweisungen ist, dass es kaum zu Namenskollisionen kommen kann. Dafür hat man bei den letzten beiden Varianten weniger Tipparbeit.
== Vererbung ==
[[Datei:PythonIng_uml2.svg | 200px]]
Datei fahrzeug.py:
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
class Luftfahrzeug(Fahrzeug):
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung, fluegel):
super().__init__(geschwindigkeit, leistung)
self.__flueg = fluegel
def getFlueg(self):
return self.__flueg
Datei test1.py:
import fahrzeug
fahr = fahrzeug.Luftfahrzeug(150, 90, 4)
print(fahr.getFlueg())
Ausgabe:
4
= Grafiken zeichnen =
Für das Zeichnen von Grafiken wird hier das Modul <code>matplotlib</code> verwendet. <code>matplotlib</code> ist ein externes Modul und muss vor der ersten Verwendung installiert werden. Das geht so:
# Starten Sie ein Terminal (bei Windows die Eingabeaufforderung).
# Führen Sie darin folgenden Befehl aus <code>c:\devel\Python\Scripts\pip.exe install matplotlib</code>
pip ist übrigens der Paketmanager von Python ({{W|Pip_(Python)}}).
Optimalerweise installieren wir auch gleich das Modul <code>numpy</code> (Numerical Python). Wir werden es im Folgenden oft benötigen (nicht nur bei den Grafiken). Das funktioniert vom Prinzip her genauso, wie für <code>matplotlib</code> gezeigt.
<small>Verwenden Sie Spyder, so sind diese Schritte nicht nötig. Spyder inkludiert diese Pakete standardmäßig. Unter openSUSE Tumbleweed lassen sich diese Pakete mittels YaST oder zypper installieren.</small>
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y = np.cosh(x)
plt.plot(x,y)
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_cosh1.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. Das Untermodul pyplot des matplotlib-Moduls und das numpy-Modul werden importiert. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plt.plot()" ist der Zeichenbefehl. "plt.show" ist notwendig, um das Fenster mit der Grafik anzuzeigen.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen. "plt.grid()" zeichnet ein Gitter in die Grafik (kann auch weggelassen werden).
Die Bezeichnungen plt und np könnten auch anders gewählt werden. Es ist aber Konvention, diese so wie hier gezeigt zu wählen.
<small>Mit der im obigen Bild gezeigten Menüleiste kann die dargestellte Grafik nachträglich noch geändert werden (Zoom, Pan, Achsenparameter, Kurvenparameter etc.). Natürlich kann man das alles auch direkt programmieren. Wie das funktioniert wird ansatzweise etwas später gezeigt.</small>
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y = np.cosh(x) + 2**x
plt.plot(x,y)
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_cosh4.png]]
Man beachte, dass im Gegensatz zu Octave und Julia der ominöse Punkt (.) bei 2**x mit Python nicht benötigt wird. Das macht das Programmiererleben etwas einfacher.
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y1 = np.cosh(x) + 2**x
y2 = np.sin(x) * np.cos(x)
plt.plot(x, y1, label = "cosh(x) + 2**x")
plt.plot(x, y2, label = "sin(x) * cos(x)")
plt.grid()
plt.title("Funktionsgraphen")
plt.xlabel("x")
plt.ylabel("y")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_cosh2.png]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y1 = np.cosh(x) + 2**x
y2 = np.sin(x) * np.cos(x)
plt.plot(x, y1, label = "cosh(x) + 2**x", lw=5, ls="dotted")
plt.plot(x, y2, label = "sin(x) * cos(x)", lw=3, ls="--")
plt.grid()
plt.title("Funktionsgraphen")
plt.xlabel("x")
plt.ylabel("y")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_cosh3.png]]
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi[</math> gezeichnet werden.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0., 6*np.pi, .1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.title("Archimedische Spirale")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_spirale1.png]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den plt.axis()-Befehl verwenden.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0., 6*np.pi, .1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.title("Archimedische Spirale")
plt.axis("equal")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_spirale2.png]]
=== Funktion in Polardarstellung ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
fig = plt.figure()
ax = fig.add_subplot(projection="polar")
r = np.arange(0, 1, 0.01)
theta = r**3
line = ax.plot(theta, r)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_polar1.png]]
=== Logarithmische Achsenskalierung ===
==== Semilog ====
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0., 10, .1)
y = 10**x
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.semilogy()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_semilog1.png]]
==== LogLog ====
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0., 10, .1)
y = 10**x
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.loglog()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_loglog1.png]]
=== Gefüllte Fläche ===
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
x = np.arange(0, 3, 0.1)
y1 = 3*x - 1
y2 = x**2
plt.plot(x, y1, x, y2, color='black')
plt.fill_between(x, y1, y2, where=y1>=y2)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_gefuellt.png]]
=== Linien, Pfeile, Rechtecke, Kreise und Texte ===
import matplotlib as mpl
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots()
r = mpl.patches.Rectangle((0, 0), 3, 3, angle=30, fill=False)
c = mpl.patches.Circle((4, 4), 2, fill=False)
ax.add_patch(r)
ax.add_patch(c)
ax.plot([-2, 7], [-2, 0], color="black")
ax.arrow(0, 7, 5, 0, length_includes_head=True, head_width=0.5, head_length=1.5,
color="black")
ax.set_aspect("equal")
plt.axis([-3, 8, -3, 8])
plt.show()
[[Datei:PythonIng_linien_pfeile_etc.png]]
Text kann mit <code>ax.text(x, y, "Text")</code> hinzugefügt werden, bspw.
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots()
ax.text(0.1, 0.1, "Hallo")
ax.text(0.5, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
Oder einfacher auch ohne <code>subplots</code>
import matplotlib.pyplot as plt
plt.text(0.1, 0.1, "Hallo")
plt.text(0.5, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text1.png]]
Auch Sonderzeichen (griechische Buchstaben etc.) können verwendet werden (siehe dazu auch [https://matplotlib.org/stable/users/explain/text/mathtext.html]).
import matplotlib.pyplot as plt
plt.text(.3, .5,
r'$\Omega\ \psi\ \oint\ \nabla\ \dot a\ \frac{a}{b}\ a_b$',
size="20")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text20.svg]]
Jetzt wird noch gezeigt, wofür <code>subplots</code> sinnvoll eingesetzt werden können.
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots(nrows=1, ncols=2)
ax[0].text(0.1, 0.1, "Hallo")
ax[1].text(0.1, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text2.png]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben. Farben können mit dem plt.plot()-Parameter color gewählt werden.
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0, 6*np.pi, 0.1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
z = t
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_raumkurve1.png]]
=== Flächen ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_fläche1.png]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.5)
y = np.arange(0, 10, 0.5)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_wireframe(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_fläche2.png]]
Ein etwas komplexeres Beispiel:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0.1, 10, 0.1)
y = np.arange(0.1, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z1 = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
z2 = np.sin(x) + np.log(y)
z3 = x + np.cos(y)
z4 = x**2 - y
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"}, nrows=2, ncols=2)
ax[0][0].plot_surface(x, y, z1)
ax[0][1].plot_surface(x, y, z2)
ax[1][0].plot_surface(x, y, z3)
ax[1][1].plot_surface(x, y, z4)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_subplot1.png]]
Man beachte, dass man die Unterbilder im Bild nach dem Ausführen des Scripts z.B. mit der mittleren Maustaste einzeln drehen, oder über die Einträge in der Menüzeile einzeln bearbeiten kann. Mit ein paar Zeilen Programmtext lässt sich also eine Menge an Funktionalität generieren.
Die Farbgebung lässt sich über <code>colormaps</code> variieren.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
from matplotlib import cm
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z, cmap = cm.coolwarm)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_colormap1.png]]
Es gibt eine Menge an Colormaps, z.B. <code>plasma, Greys, Dark2, ocean</code>. Zwecks detaillierterer Infos siehe die matplotlib-Dokumentation. <small>Verwendet man die IDE namens IDLE, so gibt es dort auch die automatische Codevervollständigung. D.h. es werden alle Möglichkeiten (in unserem Fall nach dem Eintippen von <code>cm.</code> alle verfügbaren Colormaps) angezeigt.</small>
Die "edgecolor" und Linienbreite können auch frei gewählt werden:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
from matplotlib import cm
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z, cmap = cm.coolwarm, edgecolor="black", linewidth=1.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_colormap2.png]]
=== Höhenlinien ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
ax.contour(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien1.png|400px]]
Etwas abgewandelt sieht das so aus:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
hl = ax.contour(x, y, z)
ax.clabel(hl, inline = True)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien2.png|400px]]
Und noch eine Variante (mit einem Farbbalken) sei gezeigt.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
hl = ax.contourf(x, y, z)
fig.colorbar(hl)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien5.svg|400px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>.
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>.
== Animationen ==
=== Mit matplotlib ===
Auch mit matplotlib sind Animationen möglich. Das ist ein bisschen komplizierter und wird deshalb hier nur mit einem sehr einfachen Beispiel dargestellt (bei Interesse siehe z.B. auch das [https://matplotlib.org/stable/users/explain/animations/animations.html#animations Animations using Matplotlib-Tutorial]).
import matplotlib.pyplot as plt
import matplotlib.animation as ani
import matplotlib
import numpy as np
def update(frame):
line.set_xdata(x[:frame])
line.set_ydata(y[:frame])
return (line)
fig, ax = plt.subplots()
x = np.arange(0, 10, .1)
y = np.sin(x)
line, = ax.plot(x[0], y[0])
ax.set(xlim=[0, 10], ylim=[-1, 1])
a = ani.FuncAnimation(fig=fig, func=update, frames=100, interval=20)
plt.show()
# Speichere die Animation in einem animierten GIF (optional)
a.save(filename="c:/tmp/PythonIng_anim5.gif", writer="pillow")
[[Datei:PythonIng_anim5.gif]]
Es wird eine Sinuskurve auf den Bildschirm gezeichnet. In der letzten Zeile wird diese Animation in ein animiertes GIF gespeichert. Das ist natürlich optional und kann auch weggelassen werden.
=== Mit VPython ===
Aber auch mit dem Modul VPython lassen sich einfache 3D-Animationen erstellen. VPython ist ein externes Modul, das vorab installiert werden muss. Unter openSUSE Tumbleweed gibt es dzt. kein entsprechendes rpm-Paket. Die übliche Methode der Installation mittels YaST oder zypper ist somit nicht möglich. Auch eine direkte Verwendung von pip führt nur zu einer Fehlermeldung (<code>error: externally-managed-environment</code>). Es empfiehlt sich dort folgende Vorgehensweise:
# Erstelle zuerst eine virtuelle Umgebung, z.B.: <code>python3.11 -m venv ~/tmp/venv1</code>
# Wechsle das Verzeichnis: <code>cd ~/tmp/venv1/bin</code>
# Installiere das entsprechende Paket: <code>./pip install vpython</code>
# Führe das entsprechende Skript aus: <code>./python ~/tmp/test1.py</code>
Aktuell (März 2026) ist dieses Programmpaket lt. der [https://vpython.org/presentation2018/install.html VPython-Homepage] nur für die Python-Versionen 3.8 bis 3.12 verfügbar.
Ein Beispiel zu einer einfachen Animation wird nachfolgend geliefert.
from vpython import *
scene.width = 1200
scene.height = 600
scene.center = vector(20,0,0)
scene.background = color.white
cylinder(pos=vector(0,0,0), axis=vector(20,0,0), radius=5,
color=color.blue)
cone(pos=vector(0,0,0), axis=vector(-10,0,0), radius=5,
color=color.blue)
helix(pos=vector(20,0,0), axis=vector(40,0,0), radius=2,
coils=10, thickness=0.5, color=color.blue)
ball = sphere(pos=vector(20,0,0), color = color.green, radius = 1)
ball.p = vector(0.15, 0, 0)
toc = True
while True:
rate(200)
if(ball.pos.x <= 60 and toc == True):
ball.pos += ball.p
else:
toc = False
ball.pos -= ball.p
if(ball.pos.x <= 20 and toc == False):
toc = True
[[Datei:PythonIng_vpython_anim.JPG]]
Idealerweise öffnet sich beim Ausführen des Scripts ein Browserfenster. Darin wird die programmierte Animation gezeigt (siehe auch den obigen Screenshot). Eine Größenänderung können Sie mit der mittleren Maustaste initiieren. Die Szenerie drehen können Sie mit der rechten Maustaste.
=== Mit VTK ===
Komplexer, aber auch mächtiger als VPython ist die Verwendung von VTK ('''V'''isualization '''T'''ool'''k'''it). Genauer gesagt des Python-Wrappers von VTK. Dieses externe Python-Modul muss vorab installiert werden (z.B. mittels YaST, pip oder in eine virtuelle Umgebung). VTK ist eine Softwarebibliothek zur 3D-Visualisierung und wurde ursprünglich in C++ geschrieben. Verbreitet eingesetzt wird diese Bibliothek in der Wissenschaft und Forschung, z.B.
* in der medizinischen Bildgebung
* für Strömungssimulationen
* für Klimadaten
VTK funktioniert nach dem {{W|Grafikpipeline|Pipeline-Prinzip}}:
Source (Quellen) -> Filter -> Mapper (Senken) -> Actor/Renderer
Daten fließen von den Quellen zu den Senken.
Als einfaches Beispiel wird die Darstellung eines Zylinders gezeigt, der mit den Maustasten gedreht oder in der Größe geändert werden kann:
import vtk
# Zylinder erzeugen
cyl = vtk.vtkCylinderSource()
cyl.SetRadius(5.0)
cyl.SetHeight(20.0)
cyl.SetResolution(40)
# Geometrie in darstellbare Daten umwandeln
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(cyl.GetOutputPort())
# Objekt in der Szene
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
# Szene verwalten
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderer.AddActor(actor)
# Render-Fenster
render_window = vtk.vtkRenderWindow()
render_window.AddRenderer(renderer)
# Maus/Tastatur-Steuerung
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(render_window)
# Starten
render_window.Render()
interactor.Start()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_VTK_1.png]]
Gleiches Beispiel wie oben, aber mit einer Animationssequenz:
import vtk
import time
cyl = vtk.vtkCylinderSource()
cyl.SetRadius(5.0)
cyl.SetHeight(20.0)
cyl.SetResolution(40)
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(cyl.GetOutputPort())
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderer.AddActor(actor)
render_window = vtk.vtkRenderWindow()
render_window.AddRenderer(renderer)
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(render_window)
for i in range(360):
actor.RotateZ(1)
actor.RotateY(.5)
render_window.Render()
time.sleep(0.01)
Das Grafikfenster schließt sich nach Ablauf der Schleife. Das Fenster bleibt geöffnet, wenn Sie am Programmende folgenden Befehl hinschreiben
interactor.Start()
Um den animierten Zylinder grün einzufärben, müssen Sie Folgendes im obigen Programm ergänzen (Farbnamen):
colors = vtk.vtkNamedColors()
actor.GetProperty().SetColor(colors.GetColor3d("Green"))
Als Namen können Sie u.a. die CSS3 Web-Farben verwenden (siehe z.B. [https://wiki.selfhtml.org/wiki/Farbe/Farbangaben] und {{W|Webfarbe#CSS_3}}).
Alternativ funktioniert auch das ({{W|RGB-Farbraum|RGB}}):
actor.GetProperty().SetColor(0.0, 0.6, 0.0)
Wie der Zylinder mit einer Textur versehen wird, zeigt folgendes Programm:
import vtk
import time
cylinder = vtk.vtkCylinderSource()
cylinder.SetResolution(30)
cylinder.SetHeight(3.0)
cylinder.SetRadius(1.0)
cylinder.CappingOn()
texture_coords = vtk.vtkTextureMapToCylinder()
texture_coords.SetInputConnection(cylinder.GetOutputPort())
texture_coords.PreventSeamOn()
reader = vtk.vtkJPEGReader()
reader.SetFileName("PythonIng_textur.jpg")
texture = vtk.vtkTexture()
texture.SetInputConnection(reader.GetOutputPort())
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(texture_coords.GetOutputPort())
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
actor.SetTexture(texture)
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderWindow = vtk.vtkRenderWindow()
renderWindow.AddRenderer(renderer)
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(renderWindow)
renderer.AddActor(actor)
for i in range(360):
actor.RotateZ(1)
actor.RotateY(.5)
renderWindow.Render()
time.sleep(0.01)
interactor.Start()
<gallery>
PythonIng_textur.jpg | Textur-Datei
PythonIng_VTK_2.png | Ausgabe (Screenshot)
</gallery>
Nun aber genug von VTK und der Erstellung von Grafiken, weiter geht es mit mathematischeren Themen.
= Vektoren und Matrizen =
== Zahlenfolgen ==
Für das Erstellen von Zahlenfolgen bieten sich die Funktionen <code>arange</code> und <code>linspace</code> aus dem <code>numpy</code>-Modul an.
from numpy import *
start = 0
stop = 10
step = 2
num = 10
r = arange(start, stop, step) # step ... Schrittweite
l = linspace(start, stop, num) # num ... Anzahl der Werte
print("r = ", r)
print("l = ", l)
Ausgabe:
r = [0 2 4 6 8]
l = [ 0. 1.11111111 2.22222222 3.33333333 4.44444444 5.55555556
6.66666667 7.77777778 8.88888889 10. ]
Bei <code>arange</code> ist der <code>stop</code>-Wert nicht im Ergebnis enthalten, bei <code>linspace</code> aber sehr wohl.
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Arrays ===
In Python mit NumPy kann man Vektoren durch die Funktion array erzeugen.
import numpy as np
l1 = (-5, 3, 2)
l2 = (1, 1, 4)
a1 = np.array(l1)
a2 = np.array(l2)
a3 = a1 + a2
a4 = 2 * a2
print(a1)
print(a2)
print(a3)
print(a3[2])
print(a4)
Ausgabe:
[-5 3 2]
[1 1 4]
[-4 4 6]
6
[2 2 8]
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
import numpy as np
# Zeilenvektor
z = np.array([ [-5, 3, 2] ])
# Spaltenvektor
s = np.array([[1], [1], [4]])
print(z)
print(s)
Ausgabe:
[ [-5 3 2] ]
[[1]
[1]
[4]]
=== Skalarprodukt ===
import numpy as np
a1 = np.array((-5, 3, 2))
a2 = np.array((1, 1, 4))
skalarprodukt = np.dot(a1, a2)
print(skalarprodukt)
Ausgabe:
6
=== Vektorprodukt ===
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Python-Code:
import numpy as np
a1 = np.array((-5, 3, 2))
a2 = np.array((1, 1, 4))
vektorprodukt = np.cross(a1, a2)
print(vektorprodukt)
Ausgabe:
[10 22 -8]
=== Transponierter Vektor ===
import numpy as np
# Zeilenvektor
z = np.array([ [-5, 3, 2] ])
# Spaltenvektor
s = np.array([[1], [1], [4]])
# transponierter Vektor
z_tp = np.transpose(z)
# transponierter Vektor
s_tp = np.transpose(s)
print(z_tp)
print(s_tp)
Ausgabe:
[[-5]
[ 3]
[ 2]]
[ [1 1 4] ]
=== Vektorfelder visualisieren ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
# Daten generieren
x = np.arange(0, 10, 1)
y = np.arange(0, 10, 1)
X, Y = np.meshgrid(x, y)
U = X * Y
V = Y + X
# Plotten
fig, ax = plt.subplots()
ax.quiver(X, Y, U, V, angles='xy')
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_quiver1.png]]
== Matrizen==
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
print(m1)
Ausgabe:
[[1 2 3]
[4 5 6]]
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
# Element aus Zeile 2 und Spalte 3 (Achtung! Index startet bei Null)
print(m1[1,2])
Ausgabe:
6
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
m2 = np.matrix([[0, 0, 2], [1, 3, 2]])
print(m1 + m2)
print(m1 - m2)
Ausgabe:
[[1 2 5]
[5 8 8]]
[[1 2 1]
[3 2 4]]
=== Transponierte Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
mt = np.transpose(m)
print(m)
print(mt)
Ausgabe:
[[1 2 3]
[4 5 6]]
[[1 4]
[2 5]
[3 6]]
=== Rang einer Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3], [0, -5]])
rg = np.linalg.matrix_rank(m)
print(rg)
Ausgabe:
2
=== Inverse Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3], [0, -5]])
mi = np.linalg.inv(m)
print(mi)
Ausgabe:
[[ 1. 0.6]
[-0. -0.2]]
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 3, 4], [0, -5, 1]])
m2 = np.matrix([[1, 2], [2, 3], [0, 2]])
print(m1 @ m2)
Ausgabe:
[[ 7 19]
[-10 -13]]
=== Eigenwerte und Eigenvektoren ===
import numpy as np
m = np.matrix([[5, 8], [1, 3]])
D,V = np.linalg.eig(m)
# Eigenwerte
print(D)
# Eigenvektoren
print(V)
Ausgabe:
[7. 1.]
[[ 0.9701425 -0.89442719]
[ 0.24253563 0.4472136 ]]
=== Teilmatrizen ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3, 4], [0, -5, 1]])
print("m = ", m)
# Erste Zeile extrahieren
m1 = m[0,:]
print("m1 = ", m1)
# Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m[0,1]
print("m2 = ", m2)
# Zweite Spalte extrahieren
m3 = m[:, 1]
print("m3 = ", m3)
Ausgabe:
m = [[ 1 3 4]
[ 0 -5 1]]
m1 = [ [1 3 4] ]
m2 = 3
m3 = [[ 3]
[-5]]
=== Spezielle Matrizen ===
==== Nullmatrix ====
import numpy as np
z = np.zeros((3, 2))
print(z)
Ausgabe:
[[0. 0.]
[0. 0.]
[0. 0.]]
==== Einheitsmatrix ====
import numpy as np
z = np.eye(3)
print(z)
Ausgabe:
[[1. 0. 0.]
[0. 1. 0.]
[0. 0. 1.]]
==== Matrix mit lauter Einsen ====
import numpy as np
z = np.ones((3, 2))
print(z)
Ausgabe:
[[1. 1.]
[1. 1.]
[1. 1.]]
=== Spärlich besetzte Matrizen ===
Das Thema spärlich besetzter Matrizen wird hier nur kurz angerissen. Nähere Details siehe unter dem Weblink [https://docs.scipy.org/doc/scipy/reference/sparse.html#module-scipy.sparse].
import numpy as np
import scipy
A = scipy.sparse.csr_array(np.eye(5))
print(A)
Ausgabe:
(0, 0) 1.0
(1, 1) 1.0
(2, 2) 1.0
(3, 3) 1.0
(4, 4) 1.0
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
Beispiel:
import numpy as np
A = np.array([[5, 1], [0, 2]])
b = np.array([1, 2])
x = np.linalg.solve(A, b)
print(x)
Ausgabe:
[0. 1.]
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Python (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Polynome =
== Ein erstes einfaches Beispiel ==
Gegeben sei das Polynom <math>7x^3+5x^2+1</math>. In Python:
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
print(p)
Ausgabe:
3 2
7 x + 5 x + 1
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
print(p(1.5))
Ausgabe:
35.875
== Polynome integrieren und differenzieren ==
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
# 1. Ableitung
p1 = p.deriv()
p2 = p.deriv(1)
# 2. Ableitung
p3 = p.deriv(2)
# Integral
p4 = p.integ()
print(p1)
print(p2)
print(p3)
print(p4)
Ausgabe:
2
21 x + 10 x
2
21 x + 10 x
42 x + 10
4 3
1.75 x + 1.667 x + 1 x
== Nullstellen bestimmen ==
import numpy as np
p = np.poly1d([2, 5, 0, 4])
r = np.roots(p)
print(r)
Ausgabe:
[-2.7621427 +0.j 0.13107135+0.84077099j 0.13107135-0.84077099j]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Differenzieren und integrieren Sie das Polynom <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
= Nichtlineare Gleichungen und Gleichungssysteme =
== Nullstellenbestimmung ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
import scipy
import numpy as np
def f(x):
return x**2 - 5*np.cos(x) - 10
xstart = [-1, 1] # Startwerte
xn = scipy.optimize.root(f, xstart)
print(xn.x)
Ausgabe:
[-2.46813009 2.46813009]
Funktionsgraph:
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
== Gleichungssysteme ==
SymPy ist ein externes Modul, das symbolisches Rechnen ('''Sym'''bolic '''Py'''thon) ermöglicht.
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Mit Python ist das so möglich:
import sympy
x1, x2 = sympy.symbols("x1 x2")
f1 = 2*x1 + 4*x2
f2 = 4*x1 + 8*x2**3
s = sympy.solve((f1, f2), x1, x2)
print(s)
Ausgabe:
[(-2, 1), (0, 0), (2, -1)]
Plot:
[[Datei:IngPython_nl_gleichung1.svg|500px]]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Python durch den Buchstaben <code>j</code> symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + j \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + j \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{j\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - j \cdot \Im(z)</math>
Nachfolgend einige mathematische Operationen mit Python und NumPy.
import numpy as np
z1 = 2 + 5j # kartesische Darstellung
z2 = 3 * np.exp(3j) # Polardarstellung
# Addition
res = z1 + z2
print("z1 + z2 = ", res)
# Multiplikation
res = z1 * z2
print("z1 * z2 = ", res)
# Realteil
res = np.real(z2)
print("Realteil von z2 = ", res)
# Imaginärteil
res = np.imag(z2)
print("Imaginaerteil von z2 = ", res)
# Betrag
res = np.abs(z1)
print("Betrag von z1 = ", res)
# Argument
res = np.angle(z1)
print("Argument von z1 = ", res)
# Konjugiert komplexe Zahl
res = np.conj(z1)
print("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = ", res)
Ausgabe:
z1 + z2 = (-0.9699774898013365+5.423360024179601j)
z1 * z2 = (-8.05675510050068-14.003167400647481j)
Realteil von z2 = -2.9699774898013365
Imaginaerteil von z2 = 0.4233600241796016
Betrag von z1 = 5.385164807134504
Argument von z1 = 1.1902899496825317
Konjugiert komplexe Zahl von z1 = (2-5j)
= Interpolation =
import numpy as np
import scipy
import matplotlib.pyplot as plt
# Stützpunkte
xp = np.arange(1, 6)
yp = (0, -5, 2, 7, 6)
ti = np.arange(1, 5, 0.01)
i1 = scipy.interpolate.interp1d(xp, yp, kind = "linear")
i2 = scipy.interpolate.interp1d(xp, yp, kind = "cubic")
plt.plot(xp, yp, "rx")
plt.plot(xp, i1(xp))
plt.plot(ti, i2(ti))
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_interpol1.png]]
= Differenzialrechnung =
== Numerisches Differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
from findiff import Diff
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
x = np.linspace(0, 10, 1000)
f = 5 * x * np.sin(x)
dx = x[1] - x[0]
# Ableitung
d_dx = Diff(0, dx)
df_dx = d_dx(f)
# Grafik
plt.plot(x, f, label = "y")
plt.plot(x, df_dx, label = "y'")
plt.grid()
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
<small>findiff ist ein externes Modul. Dieses muss installiert werden (z.B. so: ...\Python\Scripts\pip.exe install --upgrade findiff). Für die Vorgehensweise unter openSUSE Tumbleweed siehe das Kapitel VPython, nur dass das Ganze mit einer aktuelleren Python-Version exekutiert wird, z.B. mit Python 3.13. Das im Buch "Steinkamp: Der Python-Kurs für Ingenieure und Naturwissenschaftler, Rheinwerk" verwendete Modul "scipy.misc" ist veraltet (deprecated ... missbilligt). Lt. [https://docs.scipy.org/doc/scipy-1.17.0/dev/roadmap-detailed.html#misc SciPy-Dokumentation für die Version 1.17.0] wurden alle entsprechenden Features schon entfernt.</small>
== Symbolisches Differenzieren ==
Differenzieren Sie die Funktionen <math>f_1(x) = x^2</math> und <math>f_2(x) = \sin(x)\cos\left(\frac{x}{2}\right)</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f1 = x**2;
f2 = sympy.sin(x) * sympy.cos(x/2.)
d1 = sympy.diff(f1, x)
d2 = sympy.diff(f2, x)
print(d1)
print(d2)
Ausgabe:
2*x
-0.5*sin(0.5*x)*sin(x) + cos(0.5*x)*cos(x)
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Numerisches Integrieren ==
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math>.
import scipy
def f(x):
return x**2
i = scipy.integrate.quad(f, 0, 3)
print(i)
Ausgabe:
(9.000000000000002, 9.992007221626411e-14)
Das trifft den exakten Wert 9.0 ziemlich genau.
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{\infty} 2^{-x} dx</math>.
import scipy
import numpy as np
def f(x):
return 2**(-x)
i = scipy.integrate.quad(f, 0, np.inf)
print(i)
Ausgabe:
(1.4426950408889556, 4.486558477977586e-09)
== Symbolisches Integrieren ==
Berechnen Sie <math>\int x^2 \text{d}x</math> und <math>\int \sin{x}\cos{\frac{x}{2}} \text{d}x</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f1 = x**2
f2 = sympy.sin(x) * sympy.cos(x/2.)
i1 = sympy.integrate(f1, x)
i2 = sympy.integrate(f2, x)
print(i1)
print(i2)
Ausgabe:
x**3/3
-0.666666666666667*sin(0.5*x)*sin(x) - 1.33333333333333*cos(0.5*x)*cos(x)
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{\infty} 2^{-x} \text{d}x</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f = 2**(-x)
i = sympy.integrate(f, (x, 0, sympy.oo))
print(i)
Ausgabe:
1/log(2)
<code>sympy.oo</code> steht für das {{W|Unendlichzeichen}} <math>\infty</math> (die liegende Acht oder das Möbiusband). Mit <code>sympy.pprint(i)</code> ließe sich letzere Ausgabe etwas schöner schreiben:
1
──────
log(2)
Man beachtete, <code>log</code> steht hier für den natürlichen Logarithmus <code>ln</code>.
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von 1 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4.
* Integrieren Sie <math>\int x^x(\log (x) + 1)\mathrm dx</math> symbolisch.
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== DGL numerisch lösen ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen steht u.a. die Funktion scipy.integrate.solve_ivp() zur Verfügung. Diese Funktion implementiert auch das Runge-Kutta-Verfahren (RK45).
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
import scipy
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
def dy_dx(x, y):
return x**2 + y**3
y0 = [1]
xi = [0, 1]
x = np.arange(0, 1, 0.01)
z = scipy.integrate.solve_ivp(dy_dx, xi, y0, method="RK45", dense_output=True)
y = z.sol(x)
plt.plot(x, y.T)
plt.grid()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_dgl1.png]]
== DGL symbolisch lösen ==
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
import sympy
x = sympy.symbols("x")
y = sympy.Function("f")(x)
dgl = x**2 + y**3
lsg = sympy.dsolve(dgl, y)
print(lsg)
Ausgabe:
[Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)), Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)*(-1 - sqrt(3)*I)/2), Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)*(-1 + sqrt(3)*I)/2)]
Mit <code>sympy.pprint</code> (pretty print) lässt sich die Ausgabe etwas übersichtlicher darstellen.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
y = sympy.Function("f")(x)
dgl = x**2 + y**3
lsg = sympy.dsolve(dgl, y)
sympy.pprint(lsg)
Ausgabe:
⎡ _____ _____ ⎤
⎢ _____ 3 ╱ 2 3 ╱ 2 ⎥
⎢ 3 ╱ 2 ╲╱ -x ⋅(-1 - √3⋅ⅈ) ╲╱ -x ⋅(-1 + √3⋅ⅈ)⎥
⎢f(x) = ╲╱ -x , f(x) = ────────────────────, f(x) = ────────────────────⎥
⎣ 2 2 ⎦
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Python. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
=Laplace-Transformation=
Laplace-Transformation:
<math>F(s) =\mathcal{L} \left\{f\right\}(s) = \int_{0}^{\infty} f(t) \mathrm e^{-st} \,\mathrm{d}t, \qquad s\in\mathbb{C}
</math>
Inverse Laplace-Transformation:
<math>\mathcal{L}^{-1} \left\{F\right\}(t)
= \frac{1}{2 \pi \mathrm j} \int_{ \gamma - \mathrm j \infty}^{ \gamma + \mathrm j \infty} \mathrm e^{st} F(s)\,\mathrm ds
= \begin{cases}
f(t) & \text{für } t \geq 0 \\
0 & \text{für } t < 0
\end{cases}
</math>
Siehe auch [[Ing_Mathematik:_Laplace-Transformation]]
Code:
import sympy
from sympy.abc import t, s
# Laplace-Transformation der Funktion f(t) = 1 (Heaviside-Fkt.)
f = 1
# alternativ: f = sympy.Heaviside(t)
F = sympy.laplace_transform(f, t, s, noconds=True)
print("Laplace-Transformierte F(s):", F)
# Inverse Laplace-Transformation zurück in den Zeitbereich
f_inv = sympy.inverse_laplace_transform(F, s, t)
print("Inverse Transformation f(t):", f_inv)
Ausgabe:
Laplace-Transformierte F(s): 1/s
Inverse Transformation f(t): Heaviside(t)
Die Zeile
from sympy.abc import t, s
steht alternativ für
t = sympy.symbols("t")
s = sympy.symbols("s")
=Fourier-Reihen=
<math>
f(x)\approx \frac{a_{0}}{2}+\sum_{k=1}^{\infty}\left(a_{k}\cos\left(kx\right)+b_{k}\sin\left(kx\right)\right)
</math>
<math>
a_{k} = \frac{1}{\pi}\int_{-\pi}^{\pi}f(x)\cdot\cos\left(kx\right)\mathrm dx\quad\text{für }k\geq0
</math>
<math>
b_{k} = \frac{1}{\pi}\int_{-\pi}^{\pi}f(x)\cdot\sin\left(kx\right)\mathrm dx\quad\text{für }k\geq1
</math>
Für die Sägezahnfunktion <math>y=x;\, 0 < x < 2\pi</math> sei die Fourierreihe mit einem Python-Programm (unter Mithilfe von sympy) hergeleitet.
Code:
from sympy import fourier_series, pi, symbols, pprint
x = symbols('x')
f = x
s = fourier_series(f, (x, 0, 2*pi))
pprint(s.truncate(n=4))
Ausgabe:
2⋅sin(3⋅x)
-2⋅sin(x) - sin(2⋅x) - ────────── + π
3
Siehe auch [[Ing Mathematik: Fourierreihen]].
Ein komplizierteres Beispiel:
[[Datei:IngMath fourier bsp13.svg | 300px]]
<math>0\le t < T/2\text{:}\quad f(t) = H</math>
<math>T/2 \le t \le T\text{:}\quad f(t) = \frac{2H}{T}\left( t-\frac{T}{2}\right)</math>
Code:
import sympy as sp
H = sp.Symbol('H', positive=True)
T = sp.Symbol('T', positive=True)
t = sp.Symbol('t')
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T/2)),
(2*H/T*(t-T/2), (t > T/2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
Ausgabe:
⎛2⋅π⋅t⎞ ⎛4⋅π⋅t⎞ ⎛6⋅π⋅t⎞ ⎛2⋅π⋅t⎞ ⎛6⋅π⋅t⎞
H⋅sin⎜─────⎟ H⋅sin⎜─────⎟ H⋅sin⎜─────⎟ 2⋅H⋅cos⎜─────⎟ 2⋅H⋅cos⎜─────⎟
⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ 3⋅H
──────────── - ──────────── + ──────────── + ────────────── + ────────────── + ───
π 2⋅π 3⋅π 2 2 4
π 9⋅π
=Rechnen mit wirklich großen Zahlen=
Bekannt ist, dass Python kaum Einschränkungen beim Wertebereich von Ganzzahlen hat, z.B.
print(10**300)
Ausgabe (gekürzt):
100000000000000000000...00000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000
Ähnliches geht auch mit Gleitpunktzahlen, z.B. durch die Verwendung des Moduls mpmath:
import mpmath
print(mpmath.mpf(1500.4)**mpmath.mpf(300))
Ausgabe:
7.27975299218612e+952
Anderes Beispiel:
from mpmath import mp, pi
mp.dps = 100
print(pi)
Ausgabe:
3.141592653589793238462643383279502884197169399375105820974944592307816406286208998628034825342117068
mpmath kann noch einiges mehr, dazu sei aber auf die entsprechende Dokumentation auf der mpmath-Homepage verwiesen. mpmath ist Bestandteil von SymPy, kann aber auch separat installiert werden.
Aber auch Python selbst besitzt eine Möglichkeit, um mit großen bzw. exakten Gleitpunktzahlen zu rechnen, nämlich das interne Modul decimal. Dieses hat einige Vorteile gegenüber mpmath, aber auch gravierende Nachteile. Diese seien hier nicht detailliert aufgezählt. Grob gesagt hat decimal im Finanzwesen seine Berechtigung. Für wissenschaftliche Anwendungen wird aber mpmath vorzuziehen sein, da es u.a. vielfältige mathematische Funktionen bereit stellt. Nachfolgend ein einfaches Beispiel mit decimal:
import decimal
print("Potenzierung:", decimal.Decimal(1500.4) ** decimal.Decimal(300.0))
print("Einfache Addition:", 0.1 + 0.2)
decimal.getcontext().prec = 50
print("Addition mit decimal:", decimal.Decimal("0.1") + decimal.Decimal("0.2"))
Ausgabe:
Potenzierung: 7.279752992186121551039839134E+952
Einfache Addition: 0.30000000000000004
Addition mit decimal: 0.3
<u>Aufgabe:</u> Recherchieren Sie im Internet die genauen Vor- und Nachteile von decimal und mpmath. Verwenden Sie dazu auch KI (z.B. von Google, chatgpt).
=Regelungstechnische Aufgabenstellungen=
Für regelungstechnische Aufgaben gibt es u.a. das externe Paket <code>control</code>. Hier soll nicht detailliert darauf eingegangen werden. Anhand eines Beispiels soll anschließend nur die Visualisierung in Form eines Bode-Diagramms und der Sprungantwort gezeigt werden. Gegeben sei ein P-Regler mit <math>R = \frac{5}{2}</math> und eine Strecke <math>S= \frac{1}{30s^3+20s^2+10s+1,5}</math>. Gesucht sei vorerst ein Bode-Diagramm für den offenen Regelkreis und das Führungsverhalten.
import numpy as np
import control as ct
import matplotlib.pyplot as plt
zaehler1 = np.array([1.])
nenner1 = np.array([30., 20., 10., 1.5])
strecke = ct.tf(zaehler1, nenner1)
zaehler2 = np.array([5.])
nenner2 = np.array([2.])
regler = ct.tf(zaehler2, nenner2)
G0 = regler*strecke # oder: G0 = ct.series(regler, strecke)
Gw = ct.feedback(G0)
ct.bode_plot(G0, label='G0')
ct.bode_plot(Gw, label='Gw')
plt.show()
[[Datei:PythonIng_bode1.svg]]
Nun noch für obiges Beispiel die Sprungantwort. Diese zeigt einige große Überschwinger, d.h. der Regler kann sicher noch optimiert werden.
import numpy as np
import control as ct
import matplotlib.pyplot as plt
zaehler1 = np.array([1.])
nenner1 = np.array([30., 20., 10., 1.5])
strecke = ct.tf(zaehler1, nenner1)
zaehler2 = np.array([5.])
nenner2 = np.array([2.])
regler = ct.tf(zaehler2, nenner2)
G0 = regler*strecke
Gw = ct.feedback(G0)
t, y = ct.step_response(Gw)
plt.plot(t,y)
plt.title('Sprungantwort')
plt.xlabel('t')
plt.ylabel('h(t)')
plt.grid()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_bode3.svg]]
Einige weitere wichtige Daten (Phasenreserve, Amplitudenreserve, Durchtrittsfrequenz) lassen sich mittels der <code>control</code>-Funktion <code>margin()</code> ermitteln. Die Ortskurve lässt sich mit der Funktion <code>nyquist_plot()</code> zeichnen. Dies sei hier aber nicht weiter ausgeführt.
==Aufgaben==
* Zeichen Sie mit Python die Ortskurve für obiges Beispiel.
* Was passiert, wenn man die Reglerverstärkung weiter aufdreht (z.B. auf <math>R = \frac{25}{2}</math>)?
* Wie sehen das Bode-Diagramm und die Sprungantwort aus, wenn ein PI-Regler verwendet wird?
= Stereostatik etc. =
Das Modul SymPy bietet einige Möglichkeiten einfache Bauwerke zu berechnen, z.B. Balken oder Fachwerke. Nachfolgend wird ein einfaches Fachwerk berechnet und gezeichnet.
Python-Code:
from sympy.physics.continuum_mechanics.truss import Truss
t = Truss()
# Knoten
t.add_node(("A", -3, 0), ("B", 0, 0), ("C", 4, 0), ("D", 7, 0),
("E", 6, 1.5), ("F", 2, 3), ("G", -2, 1.5))
# Stäbe
t.add_member(("AB","A","B"), ("BC","B","C"), ("CD","C","D"))
t.add_member(("AG","A","G"), ("GB","G","B"), ("GF","G","F"))
t.add_member(("BF","B","F"), ("FC","F","C"), ("CE","C","E"))
t.add_member(("FE","F","E"), ("DE","D","E"))
# Auflager; roller ... Loslager, pinned ... Festlager
t.apply_support(("A","roller"), ("D","pinned"))
# Einwirkende Kräfte
t.apply_load(("G", 5, 270), ("E", 3, 90))
# Berechnung
t.solve()
print("Reaction Forces: ", t.reaction_loads)
print("Internal Forces: ", t.internal_forces)
# Fachwerk zeichnen
p = t.draw()
p.show()
Ausgabe auf der Konsole:
Reaction Forces: {'R_A_y': 4.20000000000000, 'R_D_x': 0, 'R_D_y': -2.20000000000000}
Internal Forces: {'AB': 2.80000000000000, 'BC': 0.333333333333333, 'CD': -1.46666666666667,
'AG': -5.04777178564958, 'GB': -2.05555555555556, 'GF': -1.23413387432364,
'BF': 0.411111111111111*sqrt(13), 'FC': -0.3*sqrt(13), 'CE': 1.50000000000000,
'FE': 0.284800124843917, 'DE': 2.64407093534026}
Zeichnung:
[[File:PythonIng_fachwerk1.svg|300px]]
Details zu diesem Thema siehe z.B. [https://docs.sympy.org/latest/modules/physics/continuum_mechanics/index.html Continuum Mechanics] oder [https://docs.sympy.org/latest/tutorials/physics/continuum_mechanics/index.html Continuum Mechanics Tutorials]. Auch andere mechanische Probleme werden von SymPy abgehandelt ([https://docs.sympy.org/latest/tutorials/physics/index.html Physics Tutorials]).
== Aufgabe ==
Gegeben sei ein einseitig eingespannter Kragträger. Belastet wird er durch eine Einzellast am Trägerende. Für die Daten siehe folgende ASCII-Skizze:
| 20 kN
//|---> x |
//| V
//|----------------------
//| 10 m |
Elastizitätsmodul E = 2,1*10⁵ N/mm²
Flächenträgheitsmoment I = 0.001 m⁴
Berechnen Sie die Auflagerreaktionen, den Querkraft- und Biegemomentenverlauf, sowie die Verformungen.
Stellen Sie dies mit Hilfe von SymPy graphisch und auch mittels Formeln dar. Verwenden Sie dazu auch pprint (pretty print) aus dem SymPy-Modul. Zwecks Lösungsansatz siehe die oben aufgeführte Seite "Continuum Mechanics Tutorials". Achten Sie auch auf die Einheiten! Kontrollieren Sie das Ganze mittels händischer Rechnung. In dem genannten Tutorial ist von "Singularity Functions" die Rede. Gemeint ist damit in diesem Kontext die {{W|Föppl-Klammer}}.
Einige Python-Programme, vorrangig zu Maschinenelementen, finden sich auf [https://baymp.de/download_python.html BayMP für Python] (Balken, Zahnräder, Stabknickung usw.).
=Thermodynamik=
== PYroMat ==
Für thermodynamische Aufgabenstellungen gibt es verschiedene externe Module. Eines davon ist PYroMat (siehe auch [http://pyromat.org]). Damit lassen sich thermodynamische Stoffdaten für viele Substanzen berechnen.
Beispiel (einige Stoffdaten für Wasser bei 400°C und 20 bar berechnen):
import pyromat as pm
# Wasserdaten laden:
H2O = pm.get('mp.H2O')
# Stoffdaten berechnen:
T = 673.15 # Temperatur in Kelvin
p = 20 # Druck in bar
v = H2O.v(T, p)
h = H2O.h(T, p)
s = H2O.s(T, p)
print(f"Spezifisches Volumen: {v} m³/kg")
print(f"Spezifische Enthalpie: {h} kJ/kg")
print(f"Spezifische Entropie: {s} kJ/(kg K)")
Ausgabe:
Spezifisches Volumen: [0.1512163] m³/kg
Spezifische Enthalpie: [3248.3789473] kJ/kg
Spezifische Entropie: [7.12924142] kJ/(kg K)
<small>
PYroMat muss vorab installiert werden (z.B. mittels pip, in eine virtuelle Umgebung)
</small>
<code>mp</code> steht für "multi phase". Für ein ideales Gas wäre <code>ig</code> zuständig, z.B. <code>'ig.O2'</code>.
Beispiel (T-s-Diagramm für Wasser zeichnen):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
import pyromat as pm
# Konfigurieren
pm.config["unit_pressure"] = "bar"
pm.config["unit_temperature"] = "K"
fluid = pm.get("mp.H2O")
# Temperaturbereich für das Nassdampfgebiet
T_tripel = 273.16
T_crit = 647.096
T = np.linspace(T_tripel, T_crit - 0.1, 200)
# Sättigungslinien berechnen und zeichnen
for x in np.linspace(0.0, 1.0, 5):
s = fluid.s(T=T, x=x)
if(x<=0.0):
plt.plot(s, T, label="Siedelinie x=%3.1f" % x, linewidth=2.0)
elif(x>=1.0):
plt.plot(s, T, label="Taulinie x=%3.1f" % x, linewidth=2.0)
else:
plt.plot(s, T, label="x=%3.1f" % x, linewidth=1.0)
# Isobaren zeichnen
p_values = [0.1, 1, 10, 50, 100]
T_isobar = np.linspace(T_tripel, 1000, 200)
t = 0.7
for p in p_values:
s_iso = fluid.s(T=T_isobar, p=p)
plt.plot(s_iso, T_isobar, 'k-', alpha=0.8, linewidth=0.8)
t += .05
idx = int(len(s_iso) * t)
plt.text(s_iso[idx], T_isobar[idx], f"{p} bar", fontsize=9, alpha=0.8)
# Diagramm zeichnen
plt.title("T-s-Diagramm für Wasser")
plt.xlabel("Spezifische Entropie s in kJ/kg K", fontsize=10)
plt.ylabel("Temperatur T in K", fontsize=10)
plt.legend(loc="best")
plt.grid(True)
plt.show()
Ausgabe (in etwa so):
[[Datei:T-s-Diagramm fuer Wasser.svg|400px]]
== CoolProp ==
Auch mit CoolProp können Stoffdaten berechnet werden. Siehe auch [https://coolprop.org/coolprop/wrappers/Python/index.html]
Beispiel (Wasser bei 20bar und 400°C):
import CoolProp.CoolProp as CP
fluid = 'Water'
T = 673.15 # Temperatur in Kelvin
P = 20e5 # Druck in Pascal
dichte = CP.PropsSI('D', 'T', T, 'P', P, fluid)
enthalpie = CP.PropsSI('H', 'T', T, 'P', P, fluid)
entropie = CP.PropsSI('S', 'T', T, 'P', P, fluid)
print(f"Spez. Volumen: {1/dichte:.6f} m³/kg")
print(f"Spez. Enthalpie: {enthalpie:.2f} J/kg")
print(f"Spez. Entropie: {entropie:.2f} J/kgK")
Ausgabe:
Spez. Volumen: 0.151215 m³/kg
Spez. Enthalpie: 3248344.02 J/kg
Spez. Entropie: 7129.16 J/kgK
== iapws ==
Um Werte für Wasser(dampf) zu erhalten (IAPWS; '''I'''nternational '''A'''ssociation for the '''P'''roperties of '''W'''ater and '''S'''team) gibt es die Bibliothek iapws. Siehe auch [https://iapws.org/] und [https://pypi.org/project/iapws/]
Beispiel (Wasser für 20bar und 400°C):
from iapws import IAPWS97
dampf = IAPWS97(P=2.0, T=673.15)
print(f"Spezifisches Volumen: {dampf.v:.6f} m³/kg")
print(f"Spezifische Enthalpie: {dampf.h:.2f} kJ/kg")
print(f"Spezifische Entropie: {dampf.s:.4f} kJ/(kgK)")
print(f"Phase: {dampf.phase}")
Ausgabe:
Spezifisches Volumen: 0.151208 m³/kg
Spezifische Enthalpie: 3248.23 kJ/kg
Spezifische Entropie: 7.1290 kJ/(kgK)
Phase: Gas
== TESPy ==
Ein anderes Modul für einen anderen Aufgabenzweck ist TESPy ('''T'''hermal '''E'''ngineering '''S'''ystems in '''Py'''thon). Dieses Modul ist für die Anlagensimulation zuständig. Für nähere Informationen siehe [https://tespy.readthedocs.io/en/main/getting_started/introduction.html]. Als Beipiel sei hier vorerst Code, der von der Google KI generiert wurde, angeführt. Der Code wurde überarbeitet, damit keine Warnungen auftreten. Bitte aber den Code trotzdem mit Vorsicht genießen, auch KI-generierter Code kann Fehler aufweisen. Eine Pumpe wird berechnet:
from tespy.components import Sink, Source, Pump
from tespy.connections import Connection
from tespy.networks import Network
# 1. Netzwerk definieren (Zentrales Steuerungselement)
# Wir wählen Wasser als Fluid und bar/Celsius als Einheiten
nw = Network(fluids=["water"])
nw.units.set_defaults(pressure="bar", pressure_difference="bar",
temperature="°C", enthalpy="kJ / kg")
# 2. Komponenten erstellen
eingang = Source("Wasserquelle")
ausgang = Sink("Wasserspeicher")
pumpe = Pump("Speisewasserpumpe")
# 3. Verbindungen definieren (Komponenten miteinander verknüpfen)
c1 = Connection(eingang, "out1", pumpe, "in1")
c2 = Connection(pumpe, "out1", ausgang, "in1")
# Verbindungen dem Netzwerk hinzufügen
nw.add_conns(c1, c2)
# 4. Randbedingungen und Parameter festlegen
# Zustand am Eingang (Druck, Temperatur, Massenstrom, Fluid-Zusammensetzung)
c1.set_attr(
v=1, # Massenstrom: 1 kg/s
T=20, # Temperatur: 20 °C
p=1, # Druck: 1 bar
fluid={"water": 1}, # 100% Wasser
)
# Zustand am Ausgang / Zielwerte der Pumpe
c2.set_attr(p=10) # Ziel-Druck nach der Pumpe: 10 bar
# Pumpeneigenschaften festlegen
pumpe.set_attr(eta_s=0.8) # Isentroper Wirkungsgrad von 80%
# 5. Simulation ausführen
nw.solve(mode="design")
# 6. Ergebnisse ausgeben
nw.print_results()
# Spezifische Werte direkt auslesen
print("\n--- Auswertung ---")
print(f"Erforderliche Pumpenleistung: {pumpe.P.val / 1000:.2f} kW")
print(f"Temperatur nach der Pumpe: {c2.T.val:.2f} °C")
Ausgabe (gekürzt):
iter | residual | progress | massflow | pressure | enthalpy | fluid | component
-------+------------+------------+------------+------------+------------+------------+------------
1 | 7.04e+04 | 12 % | 9.96e+02 | 0.00e+00 | 8.81e+04 | 0.00e+00 | 0.00e+00
2 | 5.91e-12 | 100 % | 1.11e-13 | 0.00e+00 | 7.39e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
3 | 5.80e-12 | 100 % | 0.00e+00 | 0.00e+00 | 7.25e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
4 | 5.80e-12 | 100 % | 0.00e+00 | 0.00e+00 | 7.25e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
Total iterations: 4, Calculation time: 0.01 s, Iterations per second: 480.85
##### RESULTS (Pump) #####
+-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------+
| | P | pr | dp | eta | eta_s | head |
|-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------|
| Speisewasserpumpe | 1.12e+06 | 1.00e+01 | -9.00e+00 | 8.00e-01 | 8.00e-01 | 9.19e+01 |
+-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------+
...
...
--- Auswertung ---
Erforderliche Pumpenleistung: 1124.77 kW
Temperatur nach der Pumpe: 20.07 °C
= Stochastik =
Die {{W|Stochastik}} ist ein sehr weites Feld. Hier werden etliche wichtige Themen kurz angerissen. Python stellt mit den Moduln math und statistics Software zu diesem Zwecke bereit. math und statistics sind bereits im Lieferumfang von Python enthalten. Aber auch mit den externen Modulen NumPy, SciPy, stochastic und pandas kann man Stochastik in Python betreiben. Die Theorie der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik soll etwas später in Band 5 dieser Buchreihe behandelt werden.
== Lageparameter ==
import statistics
werte = [1, 3, 4, 4, 1, 7, 9, 1, 2, 3]
m1 = statistics.mean(werte)
m2 = statistics.mode(werte)
m3 = statistics.median(werte)
print("Arithmetischer Mittelwert = ", m1)
print("Modalwert = ", m2)
print("Median = ", m3)
Ausgabe:
Arithmetischer Mittelwert = 3.5
Modalwert = 1
Median = 3.0
== Streuungsparameter ==
Beispiel (Berechnung der Standardabweichung):
import statistics
werte = [1, 3, 4, 4, 1, 7, 9, 1, 2, 3]
s = statistics.stdev(werte)
print("Standardabweichung = ", s)
Ausgabe:
Standardabweichung = 2.6770630673681683
Beispiel (Berechnung des Variationskoeffizienten V = Standardabweichung/Mittelwert)
import numpy as np
from scipy import stats
import statistics
k = 50
dat1 = [14, 21, 18, 25, 30, 17, 20]
dat = np.array(dat1)
# Mit SciPy
v = stats.variation(dat)
vddof = stats.variation(dat, ddof=1)
print("V SciPy: ", v)
print("V DDOF SciPy: ", vddof)
print(k*"-")
# mit NumPy
mittelwert1 = np.mean(dat)
std_abw1 = np.std(dat)
std_abw1ddof = np.std(dat, ddof=1)
v1= std_abw1 / mittelwert1
v1ddof = std_abw1ddof / mittelwert1
print("Mittelwert NumPy: ", mittelwert1)
print("Std.abw. NumPy: ", std_abw1)
print("Std.abw. DDOF NumPy: ", std_abw1ddof)
print("V NumPy: ", v1)
print("V DDOF NumPy: ", v1ddof)
print(k*"-")
# nur mit reinem Python
mittelwert2 = statistics.mean(dat1)
std_abw2 = statistics.stdev(dat1)
v2 = std_abw2 / mittelwert2
print("Mittelwert Python: ", mittelwert2)
print("Std.abw. Python: ", std_abw2)
print("V Python:", v2)
print(k*"-")
Ausgabe:
V SciPy: 0.23890355966467272
V DDOF SciPy: 0.25804533701889254
--------------------------------------------------
Mittelwert NumPy: 20.714285714285715
Std.abw. NumPy: 4.948716593053935
Std.abw. DDOF NumPy: 5.3452248382484875
V NumPy: 0.23890355966467272
V DDOF NumPy: 0.2580453370188925
--------------------------------------------------
Mittelwert Python: 20.714285714285715
Std.abw. Python: 5.3452248382484875
V Python: 0.2580453370188925
--------------------------------------------------
Der Unterschied bei der Standardabweichung zwischen reinem Python und den externen Bibliotheken SciPy und NumPy entsteht dadurch, dass einmal durch (n-1) und das andere Mal nur durch n dividiert wird. Dies kann bei NumPy und SciPy dadurch entschärft werden, indem <code>ddof=1</code> gesetzt wird. ddof steht für '''D'''elta '''D'''egrees '''o'''f '''F'''reedom.
== Kombinatorik ==
Beispiel:
import math
n = 7
k = 5
print("n! = ", math.factorial(n))
print("Kombinationen (n über k) = ", math.comb(n, k))
Ausgabe:
n! = 5040
Kombinationen (n über k) = 21
Siehe zu diesem Thema auch [[Ing Mathematik: Permutationen, Kombinationen, binomischer Lehrsatz]]. Die Anzahlen lassen sich einfach aus den dortigen Formeln ermitteln, z.B. bei Permutationen mit <math>n!</math> oder Variationen mit Wiederholungen als <math>n^k</math>. Will man die Kombinationen oder Variationen aber auch als Liste ausgeben, so kann das Modul <code>itertools</code> nützlich sein.
Beispiel (Variationen ohne Wiederholung):
from itertools import permutations
menge = ["A", "B", "C", "D"] # n = 4
k = 3
variationen = list(permutations(menge, k))
for v in variationen:
print("".join(v))
print(50*"-")
print(len(variationen))
Ausgabe (gekürzt):
ABC
ABD
ACB
...
DCA
DCB
--------------------------------------------------
24
Siehe zum Modul <code>itertools</code> auch die Website [https://docs.python.org/3/library/itertools.html].
* Variationen mit Wiederholung: <code>itertools.product()</code>
* Kombinationen ohne Wiederholung: <code>itertools.combinations()</code>
* Kombinationen mit Wiederholung: <code>itertools.combinations_with_replacement()</code>
== Zufallszahlen ==
Beispiel:
import random
# Ganzzahlige Zufallszahl von 1 bis 10
zufallszahl1 = random.randint(1, 10)
# Gleitpunktzahlen
# zwischen 0.0 und 1.0
zufallszahl2 = random.random()
# Zahl zwischen 1.5 und 9.5
zufallszahl3 = random.uniform(1.5, 9.5)
# aus Liste auswählen
farbe = ["Rot", "Grün", "Blau"]
zufallswert = random.choice(farbe)
print(zufallszahl1)
print(zufallszahl2)
print(zufallszahl3)
print(zufallswert)
Ausgabe, z.B.:
5
0.14147945849015753
6.894003397570905
Rot
Benötigt man mehrere Zufallszahlen, so ist das Modul <code>numpy</code> zu bevorzugen, z.B.:
* Normalverteilung: <code>np.random.normal(...)</code>
* Gleichverteilung: <code>np.random.uniform(...)</code>
== Histogramm ==
Zum Thema Histogramm siehe {{W|Histogramm}}.
Beispiel (mit Matplotlib):
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
daten = np.random.normal(loc=50, scale=10, size=1000)
plt.hist(daten, bins=25, edgecolor='darkgray')
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_histogramm.svg|300px]]
Beispiel (mit Seaborn):
import matplotlib.pyplot as plt
import seaborn as sns
import numpy as np
daten = np.random.normal(loc=50, scale=10, size=1000)
sns.set_theme(style="darkgrid")
sns.histplot(data=daten)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_histogramm2.svg|300px]]
Das Kürzel <code>sns</code> ist Konvention und steht für die fiktive Figur '''S'''amuel '''N'''orman '''S'''eaborn aus der US-Fernsehserie {{W|The West Wing – Im Zentrum der Macht | The West Wing}}.
== Box-Plot ==
[[File:Elements of a boxplot.svg|400px]]
Siehe auch {{W|Box-Plot}}.
Beispiel (mit Seaborn erstellt):
import seaborn as sns
import matplotlib.pyplot as plt
df = sns.load_dataset("tips")
sns.boxplot(data=df, x="day", y="tip", hue="day", legend=False)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_boxplot.svg|400px]]
Beispiel (mit Matplotlib erstellt):
import matplotlib.pyplot as plt
daten = [12, 15, 18, 19, 22, 25, 28, 30, 31, 35, 42, 55, 12, 25]
plt.boxplot(daten, patch_artist=True)
plt.title("Boxplot mit Matplotlib")
plt.ylabel("Daten")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_boxplot2.svg|300px]]
Um mehrere Box-Plots unterschiedlicher Farbe mit Matplotlib in einem Diagramm zu zeichnen, können Sie folgendermaßen vorgehen:
import matplotlib.pyplot as plt
daten = [[12, 15, 18, 19, 22, 25, 28, 30, 31, 35, 42, 55, 12, 25],
[10, 19, 20, 21, 20, 30, 19, 40, 11, 17, 19, 21]]
farben = ["green", "blue"]
boxplot = plt.boxplot(daten, patch_artist=True)
for patch, farbe in zip(boxplot['boxes'], farben):
patch.set_facecolor(farbe)
plt.title("Boxplot mit Matplotlib")
plt.ylabel("Daten")
plt.show()
== Regressionsrechnung ==
Beispiel:
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
# Messpunkte
x = np.array([1, 3, 5, 6, 8, 10, 20])
y = np.array([3, 4, 5, 5, 7, 9, 11])
# Regressionskurve (Grad 1 = lineare Regression, 2 = Polynom-Regression 2. Gr.)
# y = kx + d
k, d = np.polyfit(x, y, deg=1)
# y = ax**2 + bx + c
a, b, c = np.polyfit(x, y, deg=2)
x_l = np.linspace(1, 20, 100)
y_p = a * x_l**2 + b * x_l + c
# Zeichnen
plt.scatter(x, y, color='green', label='Messpunkte')
plt.plot(x, k*x + d, color='blue', label='Regressionsgerade')
plt.plot(x_l, y_p, color='red', label='Regressionspolynom 2. Gr.')
plt.xlabel('x')
plt.ylabel('y')
plt.grid()
plt.axis("equal")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_regression.svg|400px]]
== Korrelationsrechnung ==
Beispiel:
import pandas as pd
import matplotlib.pyplot as plt
# Messdaten
x = [1, 3, 4, 5, 6]
y = [2, 4, 6, 8, 5]
daten = {'X': x, 'Y': y}
df = pd.DataFrame(daten)
# Korrelation
korr = df['X'].corr(df['Y'])
print(f"Korrelationskoeff.: {korr}")
# Messpunkte zeichnen
plt.scatter(x, y, color='green', label='Messpunkte')
plt.grid()
plt.axis("equal")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
Korrelationskoeff.: 0.7556096518348252
[[Datei:IngMath_korrelation.svg|300px]]
== Mengen und Venn-Diagramme ==
Beispiel:
import matplotlib.pyplot as plt
from matplotlib_venn import venn2
menge_a = {1, 2, 3, 4, 5, 6}
menge_b = {4, 5, 6, 7, 8}
vereinigung = menge_a | menge_b
schnitt = menge_a & menge_b
print("Vereinigungsmenge = ", vereinigung)
print("Schnittmenge = ", schnitt)
venn2([menge_a, menge_b], set_labels=('Menge A', 'Menge B'))
plt.show()
Ausgabe:
Vereinigungsmenge = {1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8}
Schnittmenge = {4, 5, 6}
[[Datei:IngMath_venn.svg|300px]]
Siehe auch {{W|Mengendiagramm#Venn-Diagramme}}.
== Verteilungs- und Dichtefunktion ==
* CDF ... '''C'''umulative '''D'''istribution '''F'''unction, Verteilungsfunktion
* PDF ... '''P'''robability '''D'''ensity '''F'''unction, Dichtefunktion
Beispiel (Normalverteilung):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
from scipy.stats import norm
my, sigma = 0, 1
x = np.linspace(-4, 4, 50)
pdf = norm.pdf(x, my, sigma)
cdf = norm.cdf(x, my, sigma)
plt.plot(x, pdf, lw=2, label="Dichtefunktion")
plt.plot(x, cdf, lw=2, label="Verteilungsfunktion")
plt.legend()
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_cdf_pdf.svg|300px]]
Beispiel (<math>\chi^2</math>-Verteilung):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
import scipy.stats as stats
x = np.linspace(0, 20, 500)
# df ... degree of freedom, Freiheitsgrad
pdf = (stats.chi2.pdf(x, df=2), stats.chi2.pdf(x, df=5), stats.chi2.pdf(x, df=10))
for i in range(0,3):
if(i==0):
lab = "Freiheitsgrad 2"
elif(i==1):
lab = "Freiheitsgrad 5"
else:
lab = "Freiheitsgrad 10"
plt.plot(x, pdf[i], label=lab, lw=2)
plt.grid()
plt.legend()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_chi2.svg | 300px]]
== Schätzen und Testen ==
=== Intervallschätzung ===
Als Beispiel seien Daten gegeben, die von ''Dürr, Mayer: Wahrscheinlichkeitsrechnung und Schließende Statistik; 7. Aufl., Hanser, 2014, Seite 137'' stammen. Und zwar soll das 95%-Vertrauensintervall für den Mittelwert des Kaloriengehalts (kcal/100g) von Hähnchen ermittelt werden. Wir wollen das mit Python inkl. NumPy und SciPy durchführen. Die Stichprobe ist groß (50 Hähnchen):
Python-Code:
import numpy as np
import scipy.stats as stats
# Stichprobe
daten = [309, 202, 234, 252, 240, 225, 241, 212, 118, 191,
236, 204, 213, 220, 219, 218, 195, 159, 195, 206,
207, 232, 215, 210, 204, 332, 241, 225, 235, 193,
238, 187, 189, 203, 190, 252, 227, 212, 180, 178,
242, 236, 174, 240, 195, 223, 213, 209, 200, 203]
# Parameter definieren
konfidenzniveau = 0.95
mean = np.mean(daten)
std = np.std(daten, ddof=1)
stdfehler = stats.sem(daten)
intervall = stats.norm.interval(confidence=konfidenzniveau, loc=mean, scale=stdfehler)
print(f"Mittelwert: {mean}")
print(f"Standardabweichung: {std}")
print(f"Konfidenzintervall: {intervall}")
Ausgabe:
Mittelwert: 215.48
Standardabweichung: 33.14238915925757
Konfidenzintervall: (np.float64(206.29356722321992), np.float64(224.66643277678006))
Diese Werte stimmen gerundet mit denen im genannten Buch überein. Zum Code selbst:
* sem steht für '''s'''tandard '''e'''rror of the '''m'''ean.
* <code>scipy.stats.norm</code> ... Modul für die Normalverteilung.
=== Punktschätzung ===
Gleiche Daten wie oben bei der Intervallschätzung.
Python-Code:
import numpy as np
from scipy import stats
daten = [309, 202, 234, 252, 240, 225, 241, 212, 118, 191,
236, 204, 213, 220, 219, 218, 195, 159, 195, 206,
207, 232, 215, 210, 204, 332, 241, 225, 235, 193,
238, 187, 189, 203, 190, 252, 227, 212, 180, 178,
242, 236, 174, 240, 195, 223, 213, 209, 200, 203
]
mu_hat, sigma_hat = stats.norm.fit(daten)
print(f"Schätzer für den Erwartungswert (μ): {mu_hat:.4f}")
print(f"Schätzer für die Standardabweichung (σ): {sigma_hat:.4f}")
Ausgabe:
Schätzer für den Erwartungswert (μ): 215.4800
Schätzer für die Standardabweichung (σ): 32.8093
=== Hypothesentests ===
Beispiel:
import numpy as np
import scipy.stats as stats
x_quer = 12.075 # Stichproben-Mittelwert
var = 0.069 # Stichproben-Varianz
n = 90 # Stichprobengröße
my_0 = 12.0 # Nullhypothese
alpha = 0.05 # Signifikanzniveau
z_stat = (x_quer - my_0) / np.sqrt(var / n)
p_val = 2 * (1 - stats.norm.cdf(np.abs(z_stat)))
print(f"Z-Statistik: {z_stat:.4f}")
if p_val < alpha:
print(f"p-Wert: {p_val:.6f} < alpha:", alpha)
print("Die Nullhypothese wird verworfen.")
else:
print(f"p-Wert: {p_val:.6f} > alpha:", alpha)
print("Die Nullhypothese wird nicht verworfen.")
Ausgabe:
Z-Statistik: 2.7087
p-Wert: 0.006755 < alpha: 0.05
Die Nullhypothese wird verworfen.
== Statistische Qualitätskontrolle ==
Beispiel (Mittelwertkarte):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
# Gegeben
sollwert = 50.0
varianz = 4.0
stichproben_umfang = 1
daten = [49.5, 50.2, 53.0, 48.1, 52.6, 53.4, 49.8]
# Berechnung
standardabweichung = np.sqrt(varianz)
streuung = standardabweichung / np.sqrt(stichproben_umfang)
cl = sollwert
ucl = cl + 3 * streuung
lcl = cl - 3 * streuung
# Darstellung
plt.plot(daten, marker='o', linestyle='-', color='b', label='Messdaten')
plt.axhline(cl, color='green', linestyle='-', label=f'CL: {cl}')
plt.axhline(ucl, color='red', linestyle='--', label=f'UCL: {ucl:.2f}')
plt.axhline(lcl, color='red', linestyle='--', label=f'LCL: {lcl:.2f}')
plt.title('Mittelwertkarte')
plt.xlabel('Stichprobe')
plt.ylabel('Wert')
plt.legend(loc='lower left')
plt.grid(True)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_mittelwertkarte.svg|300px]]
Siehe auch {{W|Shewhart-Regelkarte}} und {{W|Qualitätsregelkarte}}.
* UCL ... '''U'''pper '''C'''ontrol '''Limit''', Obere Eingriffsgrenze
* LCL ... '''L'''ower '''C'''ontrol '''Limit''', Untere Eingriffsgrenze
* CL ... '''C'''enter '''L'''ine, Mittellinie
= Ein- und Ausgabe =
== print ==
Die Anweisung print haben wir schon oft verwendet. Hier soll anhand von Beispielen kurz beschrieben werden, was der Befehl print leisten kann.
print("Hallo", "Welt", 1, sep="-")
print("Hallo", end=" ")
print("Welt")
Ausgabe:
Hallo-Welt-1
Hallo Welt
== input ==
a = int(input("Zahl 1: "))
b = int(input("Zahl 2: "))
print("a + b = ", a+b)
Ausgabe (nach Eingabe der beiden Ganzzahlen):
Zahl 1: 4
Zahl 2: 5
a + b = 9
== Aus Dateien lesen ==
Es seinen die datei.txt
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
und test1.py
dat = open("datei.txt", mode = "r")
print(dat.read())
dat.close()
Ausgabe
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
Mit dem open()-Befehl wird die Datei datei.txt im Lesemodus geöffnet (r ... read). Mit dem read()-Befehl wird die Datei eingelesen und mittels print ausgegeben.
== In Dateien schreiben ==
dat = open("datei.txt", mode = "a", encoding = "utf-8")
dat.write("Hänge Zeile an\n")
dat.close()
Die Datei datei.txt sieht nach Abarbeitung des obigen Skripts nun so aus
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
Hänge Zeile an
Es wird die Datei im Schreibmodus geöffnet (a ... append (anhängend), w ... write (überschreibend)).
write() fügt hier also eine Zeile Text am Dateiende ein. close() schließt die Datei wieder.
Das close() kann man sich mit der with-Anweisung auch sparen.
with open("datei.txt", mode="a", encoding="utf-8") as dat:
dat.write("Hänge Zeile an\n")
= Benutzeroberflächen erstellen =
== tkinter ==
{{Wikipedia | Tkinter}}
Python bietet standardmäßig das Modul tkinter zur Programmierung von Benutzeroberflächen. Es müssen also bei der Verwendung von tkinter keine externen Module installiert werden. Hier wird eine (sehr) kurze Einführung in das Erstellen von grafischen Oberflächen mittels tkinter gegeben.
import tkinter as tk
win = tk.Tk()
win.title("Hallo Welt!")
win.minsize(300, 50)
but = tk.Button(win, text = "Push the button")
but.pack()
win.mainloop()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_gui1.jpg]]
Ein etwas komplizierteres Beispiel sei nachfolgend gezeigt. Es sollen zwei Strings miteinander verknüpft und ausgegeben werden.
import tkinter as tk
win = tk.Tk()
win.title("Hallo Welt!")
def on_button_clicked():
str = ent1.get() + ent2.get()
lab2["text"] = str
ent1 = tk.Entry(win)
ent2 = tk.Entry(win)
lab1 = tk.Label(win, text="verknuepfen mit")
lab2 = tk.Label(win, text="")
but = tk.Button(win, text = "=", command=on_button_clicked)
ent1.pack(side="left")
lab1.pack(side="left")
ent2.pack(side="left")
but.pack(side="left")
ent2.pack(side="left")
lab2.pack(side="left")
win.mainloop()
Ausgabe (vor der Eingabe der Teilstrings):
[[Datei:PythonIng_gui2.jpg]]
Ausgabe (nach der Eingabe der Teilstrings und dem Drücken des =-Buttons):
[[Datei:PythonIng_gui3.jpg]]
== curses ==
{{Wikipedia | curses}}
Mit dem curses-Modul lassen sich u.a. TUIs ('''T'''ext '''U'''ser '''I'''nterfaces) erstellen. Ein sehr einfaches Beispiel zur allgemeinen Funktionsweise wird nachstehend geliefert.
import curses
stdscr = curses.initscr()
curses.start_color()
curses.init_pair(1, curses.COLOR_RED, curses.COLOR_WHITE)
stdscr.clear()
stdscr.addstr("Hallo Welt", curses.color_pair(1))
stdscr.refresh()
stdscr.getch()
curses.endwin()
Als Ausgabe sollte <span style="color:#FF0000;">Hallo Welt</span> (rote Schrift auf weißem Hintergrund) auf dem Terminal/der Konsole erscheinen. Getestet wurde dies mit openSUSE Tumbleweed, Python-Version 3.13.12. Das entsprechende Python-curses-Package muss installiert sein.
Allgemeine Informationen zur Terminal-/Konsolengröße und Cursorposition liefert folgendes Programm:
import curses
stdscr = curses.initscr()
stdscr.addstr(3, 5, "LINES: %d" % curses.LINES)
stdscr.addstr(4, 5, "COLS: %d" % curses.COLS)
(y,x) = stdscr.getyx()
stdscr.addstr(5, 5, "Momentane Cursorposition: [%d, %d]" % (y, x))
(y,x) = stdscr.getbegyx()
stdscr.addstr(6, 5, "Koordinatenursprung: [%d, %d]" % (y, x))
(y,x) = stdscr.getmaxyx()
stdscr.addstr(7, 5, "Fenstergröße: [%d, %d]" % (y, x))
stdscr.addstr(11, 2, "Taste drücken -> Ende")
stdscr.refresh()
stdscr.getch()
curses.endwin()
Es sollte sich in etwa folgende Ausgabe ergeben:
LINES: 44
COLS: 110
Momentane Cursorposition: [4, 15]
Koordinatenursprung: [0, 0]
Fenstergröße: [44, 110]
Taste drücken -> Ende
Zur Funktionsweise von curses siehe auch das Wikibook [[ncurses]]. Zum Verständnis sind dort allerdings elementare Kenntnisse in der Programmiersprache C erforderlich.
== Qt ==
{{Wikipedia | Qt (Bibliothek)}}
Auch für das Qt-Framework gibt es eine Anbindung an Python. Nachfolgend ein einfaches Beispiel.
import sys
from PySide6.QtWidgets import QApplication, QLabel
app = QApplication(sys.argv)
label = QLabel("Hallo Welt!")
label.show()
sys.exit(app.exec())
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_gui10.png]]
== Gtk ==
{{Wikipedia | GTK (Programmbibliothek)}}
Eine idente Ausgabe, wie oben für Qt gezeigt, erzeugt z.B. folgendes Gtk-Programm:
import gi
gi.require_version("Gtk", "4.0")
from gi.repository import Gtk
def on_activate(app):
win = Gtk.ApplicationWindow(application=app)
lab = Gtk.Label(label="Hallo Welt!")
win.set_child(lab)
win.present()
app = Gtk.Application()
app.connect('activate', on_activate)
app.run(None)
Auch für die Benutzung von Qt und Gtk müssen die jeweiligen Packages installiert sein. Getestet wurden die entsprechenden Python-Programme nur unter openSUSE Tumbleweed. Wie das GTK-Paket unter MS Windows 11 installiert wird, siehe z.B. [https://www.gtk.org/docs/installations/windows Setting up GTK for Windows].
Damit sei aber das Thema "Benutzeroberflächen erstellen" hier abgeschlossen, da dies schon ein sehr spezielles Aufgabengebiet ist, das eher Informatiker und nicht so sehr Ingenieure anspricht. Bei Bedarf siehe aber ggf. die entsprechenden Links unten in diesem Tutorial. Dort sind weiterführende Informationen zu finden.
= Style Guide, flake8, pylint, Black etc. =
== Style Guide ==
Wie man schönen und richtigen Python-Code schreibt, erfahren Sie in
* [https://peps.python.org/pep-0008/ PEP 8 – Style Guide for Python Code]
== Formatter und Linter ==
Ein Modul, das prüft, ob die Richtlinien im Style Guide eingehalten wurden, ist ''flake8'':
* [https://flake8.pycqa.org/en/latest/ Flake8: Your Tool For Style Guide Enforcement]
Code formatieren kann man auch mit [https://pypi.org/project/black/ Black]. Z.B. übersetzt <code>black test1.py</code> die Datei <code>test1.py</code>
import sympy as sp
H = sp.Symbol("H", positive=True)
T = sp.Symbol("T", positive=True)
t = sp.Symbol("t")
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T / 2)),
(2 * H / T * (t - T / 2), (t > T / 2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
in
import sympy as sp
H = sp.Symbol("H", positive=True)
T = sp.Symbol("T", positive=True)
t = sp.Symbol("t")
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T / 2)), (2 * H / T * (t - T / 2), (t > T / 2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
Die Programmausgabe ist
reformatted test1.py
All done! ✨ 🍰 ✨
1 file reformatted.
Der Unterschied zwischen Black und Flake8:
* Black ist ein Code-Formatter. Er formatiert Ihren Code um, sodass er im Einklang mit PEP 8 steht.
* Flake8 ist ein {{W|Lint (Programmierwerkzeug) | Code-Linter}}. Flake8 verändert Ihren Code nicht, sondern durchsucht ihn nach potenziellen Fehlern etc.
Am obigen Beispiel sieht man auch, dass flake8 und Black nicht immer einer Meinung sind. Flake8 (<code>flake8 test1.py</code>) würde standardmäßig den mit Black formatierten Code bemängeln:
test1.py:8:80: E501 line too long (80 > 79 characters)
Diese Diskrepanz kann beseitigt werden. Da 79 Zeichen auf modernen Bildschirmen meist als zu kurz empfunden werden, ist ein Limit von 88 Zeichen (Black-Standard) oder mehr empfehlenswert. Um dies zu implementieren, erstellen Sie in Ihrem Projektverzeichnis eine <code>.flake8</code>-Datei mit dem Inhalt
[flake8]
max-line-length = 88
Und schon ignoriert Flake8 dieses Problem.
Ein anderer Linter ist pylint. Der würde beim Abarbeiten des obigen Beispiels, z.B. mit <code>pylint test1.py</code> noch eine Kleinigkeit bemängeln:
************* Module test1
/home/hr/tmp/test1.py:1:0: C0114: Missing module docstring (missing-module-docstring)
------------------------------------------------------------------
Your code has been rated at 8.57/10 (previous run: 8.57/10, +0.00)
Auch pylint muss vor der ersten Verwendung installiert werden (z.B. mittels pip, virtuelle Umgebung, YaST). Die Dokumentation zu pylint findet sich auf [https://pylint.readthedocs.io/en/latest/].
<u>Aufgabe:</u> Fügen Sie einen "module docstring" in die <code>test1.py</code>-Datei ein und testen Sie erneut mit flake8, Black und pylint. <small>Sehen Sie zum Thema docstrings auch [https://peps.python.org/pep-0257/#what-is-a-docstring PEP 257 – Docstring Conventions].</small>
Es gibt noch weitere Formatierungswerkzeuge für Python-Code. Z.B. [https://docs.astral.sh/ruff/ Ruff], ein moderner Code-Formatter und -Linter. Mittels <code>ruff check test1.py</code> würde obiger Code geprüft (Linter). <code>ruff format test1.py</code> formatiert den Code (Formatter).
== Type Checker ==
"Type Checker" sind z.B.
* mypy
* pyright
* ty
Diese prüfen die Datentypen, z.B. in folgendem Code
def greetings(name: str) -> str:
return "Hello, %s" % name
print(greetings(42))
Python selbst, flake8, ruff oder black würden diesen Code ohne zu Murren akzeptieren. "Type Checker" würden aber sehr wohl Alarm schlagen, z.B. liefert <code>mypy</code> folgende Ausgabe
test1.py:5: error: Argument 1 to "greetings" has incompatible type "int"; expected "str" [arg-type]
Found 1 error in 1 file (checked 1 source file)
== Sonstige Tools ==
Andere Tools für die statische Codeanalyse, die aber für Ingenieure weniger interessant sein dürften, sind z.B.
* Radon: Liefert verschiedene Codemetriken (Komplexität, Wartbarkeitsindex ...)
* Bandit: Findet Sicherheitslücken
Tools für die dynamische Codeanalyse, z.B.:
* DynaPyt (Framework zur dynamischen Programmanalyse)
* cProfile (Profiler)
* Memory Profiler (Speicheranalyse)
* Memray (Speicheranalyse)
* tracemalloc (Speicheranalyse)
Paket- und Projektmanagement (pip-Ersatz etc.):
* uv
* Poetry
* Conda
* pipx
= Einige Integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs)=
Werden Programmtexte größer und umfangreicher, so ist das Arbeiten mit der interaktiven Programmierumgebung bzw. das direkte Ausführen von Python-Skripten mühsam. Man wünscht sich z.B. Hilfen zum Debuggen oder die automatische Code-Vervollständigung. Zu diesem Zweck wurden IDEs (Integrated Development Environments) geschaffen. Von diesen seinen nachfolgend auszugsweise einige kurz beschrieben. Testen Sie einfach aus, welche davon für Sie bzw. für Ihr Python-Projekt geeignet sind.
== IDLE ==
IDLE ist die mit dem Python-Programmpaket mitgelieferte IDE. Der Name leitet sich einerseits ab vom Monty-Python-Mitglied Eric Idle, andererseits steht es als Abkürzung für "'''I'''ntegrated '''D'''evelopment and '''L'''earning '''E'''nvironment. IDLE ist einfach zu bedienen, bietet aber schon einen beachtlichen Leistungsumfang. Nachfolgend wird ein Screenshot zu IDLE geliefert. Rechts ist das Editor-Fenster zu sehen, links die interaktive Programmierumgebung. Um das Beispiel selbst nachvollziehen zu können, starten Sie IDLE. Das geht ähnlich, wie Sie die interaktive Programmierumgebung von Python starten (nur, dass Sie eben das IDLE-Icon doppelklicken und nicht das Python-Icon. Unter Linux geben Sie einfach in einem Terminal <code>idle3.13</code> o. Ä. ein). Weiter geht es mit "File - Open - ...". Die auszuführende Datei auswählen (im konkreten Fall ein "Hallo-Welt"-Programm). Es erscheint das rechte Fenster. Dort "Run - Run Module" auswählen. Und schon wird im linken Fenster "Hallo Welt!" ausgegeben.
[[Datei:PythonIng_idle1.jpg | 600px]]
Siehe auch {{W|IDLE}}.
== PyCharm ==
PyCharm ist ein kommerzielles Produkt. Es gab aber auch eine kostenlose Community Edition. Seit 2025 sind beide Varianten vereint. Für die ersten 30 Tage sind die Pro-Funktionen frei verfügbar, danach nur noch die Kernfunktionalitäten (oder man bezieht kostenpflichtig die Pro-Version). Zu beziehen ist PyCharm unter dem Weblink [https://www.jetbrains.com/pycharm/]. Nachfolgend ein etwas abgewandeltes "Hallo Welt"-Programm, editiert und ausgeführt mit PyCharm.
[[Datei:PyCharm_IDE_2023_screenshot.png | 600px]]
Siehe auch {{W|PyCharm}}.
== Eric ==
Auch eric ist Open Source und steht unter der GNU General Public License Version 3 oder später. Zu beziehen ist diese Software unter [https://eric-ide.python-projects.org/].
[[Datei:Screenshot_Eric_4.png | 600px]]
Siehe auch {{W|eric (Software)}}.
<small>
Unter openSUSE Tumbleweed sollte sich eric auch mit YaST installieren lassen. Bei mir gibt es aber dann beim Ausführen des eric-Programms eine Fehlermeldung (Stand März 2026):
...
ModuleNotFoundError: No module named 'PyQt6.QtPdfWidgets'
Umgehen kann man dieses Problem aber wieder mit dem Erstellen einer virtuellen Umgebung, in etwa so
python3.13 -m venv ~/tmp/venv1
cd ~/tmp/venv1/bin
./python3.13 -m pip install --upgrade --prefer-binary eric-ide
./eric7_ide
</small>
== PyScripter ==
Vom Funktionsumfang vergleichbar mit den vorherigen IDEs ist PyScripter. Auch PyScripter ist Open Source. Die Projekt-Homepage findet sich auf [https://sourceforge.net/projects/pyscripter/]. PyScripter ist nur für MS Windows verfügbar.
[[Datei:PythonIng_pyscripter1.jpg | 600px]]
== Spyder IDE ==
Spyder enthält bereits eine stabile Python-Version und etliche Module (z.B. matplotlib, numpy, control). Ansonsten kann dieses Softwarepaket vom Funktionsumfang her mit den anderen genannten IDEs locker mithalten. Spyder wurde unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Diese Software findet sich auf [https://www.spyder-ide.org].
[[Datei:Spyder-windows-screenshot.png | 600px]]
Siehe auch {{W|Spyder (Software)}}
== Sonstige ==
Die genannten IDEs sind nicht die Einzigen. Es gibt, um dem Image Pythons als beliebteste Programmiersprache gerecht zu werden, noch einige andere. Sowohl Open Source-Programme als auch kommerzielle Programme sind im Web zu finden, z.B. Thonny oder {{W|Visual Studio Code}}. Braucht man den Umfang von ausgewachsenen IDEs nicht, so kann man auch normale Texteditoren verwenden (z.B. {{W|Geany}} oder {{W|Kate_(Texteditor)|Kate}}).
= Debuggen und Testen =
Das Debuggen und Testen von Programmen sind wichtige Bestandteile der Programmierung. Syntaxfehler lassen sich i.A. leicht beheben. Schwieriger ist das Eingrenzen von logischen Fehlern, die ev. nur in bestimmten Situationen auftreten und keine explizite Fehlermeldung hervorrufen. Das Programm liefert falsche Ergebnisse oder es stürzt aus heiterem Himmel ab. Um das zu verhindern gibt es verschiedene Werkzeuge, die bei der Fehlersuche behilflich sein können. Vorerst siehe aber zwecks Begriffsklärung noch folgende Links:
* {{W|Debuggen}}
* {{W|Debugger}}
* {{W|Softwaretest}}
<gallery>
First Computer Bug, 1947.jpg
Test ganzheitlich.png
V-Modell.svg
</gallery>
== Das Modul pdb ==
Python bringt schon ein Modul zum Debuggen mit. Siehe z.B. [https://docs.python.org/3/library/pdb.html pdb — The Python Debugger].
Komfortabler lässt sich das aber mittels Integrierter Entwicklungsumgebungen (IDEs) angehen.
== Debuggen mit IDEs ==
Für die IDEs IDLE und Spyder sei kurz auf die entsprechenden Webseiten verwiesen:
* [https://www.cs.uky.edu/~keen/help/debug-tutorial/debug.html Debugging under IDLE].
* [https://docs.spyder-ide.org/current/panes/debugging.html Spyder Debugger]
Dort wird die Vorgehensweise auch mittels Screenshots erläutert.
== assert ==
assert ... behaupten, zusichern ({{W|Assertion (Informatik)}})
Python-Code:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10., 0.)
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1(10., 0.)
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 4, in print1
assert y != 0.0
^^^^^^^^
AssertionError
Python-Code:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1("10.", "5.")
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1("10.", "5.")
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 2, in print1
assert type(x) == float
^^^^^^^^^^^^^^^^
AssertionError
Aber auch bei nachfolgendem Code gibt es eine Fehlermeldung:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10, 5)
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1(10, 5)
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 2, in print1
assert type(x) == float
^^^^^^^^^^^^^^^^
AssertionError
Damit letzteres funktioniert, kann man den Programmcode so umschreiben:
def print1(x, y):
assert type(x) == float or type(x) == int
assert type(y) == float or type(y) == int
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10, 5)
Ausgabe:
2.0
2.0
Und jetzt fangen wir den <code>AssertionError</code> auf:
def print1(x, y):
try:
assert type(x) == float or type(x) == int
assert type(y) == float or type(y) == int
assert y != 0.0
print(x/y)
except(AssertionError):
print("Hallo")
print1(10., 5.)
print1("10.", "5.")
Ausgabe:
2.0
Hallo
Ich hoffe, es ist wenigstens im Ansatz klar geworden, wofür <code>assert</code> gut sein kann. Ausschalten kann man die <code>assert</code>-Überprüfung übrigens mit dem Python-Schalter <code>-O</code>.
== Doctests ==
Innerhalb eines Docstrings kann die Arbeit im interaktiven Modus simuliert werden. Nach den Promptzeichen (>>>) erfolgen dann bei unserem Beispiel innerhalb des Docstrings simulierte Aufrufe der Funktion <code>print1()</code>. Danach folgen jeweils die Sollresultate. Wird das Modul oder die Datei als Hauptprogramm aufgerufen, so wird die Funktion <code>doctest.testmode()</code> aufgerufen und ein Bericht auf der Konsole ausgegeben. Wird das Modul nicht als Hauptprogramm aufgerufen, sondern importiert, dann wird diese <code>testmod</code>-Funktion nicht aufgerufen. D.h. dieser Code kann sowohl für Testzwecke als auch für den produktiven Einsatz verwendet werden. Das ist auch sinnvoll, weil wenn man Teile der Datei immer löschen bzw. einfügen müsste, so würden sich Fehlerquellen auftun. Das würde den Sinn und Zweck von Doctests konterkarieren.
def print1(x=0., y=1.):
""" Dividiere zwei Zahlen
Autor: Intruder
Datum: 12.08.2025
>>> print1(2., 1.)
2.0
>>> print1(5., 2.)
2.5
>>> print1(5.)
5.0
"""
print(x/y)
if __name__ == "__main__":
import doctest
doctest.testmod(verbose=True)
Ausgabe:
Trying:
print1(2., 1.)
Expecting:
2.0
ok
Trying:
print1(5., 2)
Expecting:
2.5
ok
Trying:
print1(5.)
Expecting:
5.0
ok
1 items had no tests:
__main__
1 items passed all tests:
3 tests in __main__.print1
3 tests in 2 items.
3 passed and 0 failed.
Test passed.
Das gezeigte Beispiel ist so ziemlich das einfachste, das es gibt. Für weiterführende Details siehe z.B.:
* [https://peps.python.org/pep-0257/ PEP 257 – Docstring Conventions]
* [https://docs.python.org/3/library/doctest.html doctest — Test interactive Python examples]
== pytest ==
Siehe zu diesem Thema auch {{W|Modultest}}.
pytest ist ein externes Modul und muss vorab installiert werden, z.B. mittels
pip install -U pytest
pip install -U pytest-html
Python-Code, Datei test1.py:
def add(x, y):
return x + y
def test_answer():
assert add(1, 1) == 3
Starten von pytest in der Konsole:
pytest test1.py
Ausgabe:
==================================================== test session starts ====================================================
platform linux -- Python 3.12.11, pytest-8.4.1, pluggy-1.6.0
rootdir: /home/hr/Develop
plugins: anyio-4.10.0, metadata-3.1.1, html-4.1.1
collected 1 item
test1.py F [100%]
========================================================= FAILURES ==========================================================
________________________________________________________ test_answer ________________________________________________________
def test_answer():
> assert add(1, 1) == 3
E assert 2 == 3
E + where 2 = add(1, 1)
test1.py:6: AssertionError
================================================== short test summary info ==================================================
FAILED test1.py::test_answer - assert 2 == 3
===================================================== 1 failed in 0.09s =====================================================
Hier erhalten wir einen Fehler, da 1+1 eindeutig ungleich 3 ist. Aber aus irgendeinem Grund wollte der Programmierer oder Tester in diesem Fall, dass dies so ist. Testfälle werden übrigens mit dem Präfix <code>test_</code> eingeleitet.
Python-Code:
def add(x, y):
return x + y + 1
def test_answer():
assert add(1, 1) == 3
Ausgabe:
==================================================== test session starts ====================================================
platform linux -- Python 3.12.11, pytest-8.4.1, pluggy-1.6.0
rootdir: /home/hr/Develop
plugins: anyio-4.10.0, metadata-3.1.1, html-4.1.1
collected 1 item
test1.py . [100%]
===================================================== 1 passed in 0.01s =====================================================
Jetzt ist alles in Ordnung. Weiterführendes siehe z.B.
* [https://docs.pytest.org/en/stable/ pytest: helps you write better programs]
== unittest ==
Auch unittest dient zur Durchführung von Testreihen, ist aber Bestandteil von Python. Hier wird vorerst nicht näher darauf eingegangen. Siehe z.B.
* [https://docs.python.org/3/library/unittest.html unittest — Unit testing framework]
Lt. ''Inden: Python Challenge; dpunkt, 2021, Seite 481'' soll unittest weniger komfortabel als pytest sein.
Einen Vergleich von unittest mit pytest findet man in
* [https://knapsackpro.com/testing_frameworks/difference_between/pytest/vs/unittest pytest vs unittest]
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Python. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechenden weiterführenden Weblinks, Bücher und die Python-Hilfefunktion verwiesen. Python kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Das Themenspektrum ist auch durch die Einbindung externer Module fast beliebig erweiterbar.
= Weblinks=
== Python allgemein ==
* [https://www.python.org/ Python Homepage]
== Externe mathematische Module ==
* [https://numpy.org/ NumPy]
* [https://numpy.org/doc/stable/user/numpy-for-matlab-users.html NumPy for MATLAB users]
* [https://scipy.org/ SciPy]
* [https://www.sympy.org/en/index.html SymPy]
* [https://pandas.pydata.org/ pandas]
* [https://github.com/maroba/findiff findiff]
* [https://mpmath.org/ mpmath]
== Externe Module für Grafiken ==
* [https://matplotlib.org/ Matplotlib]
* [https://vpython.org/ VPython]
* [https://docs.vtk.org/en/latest/api/python.html VTK]
== Erstellung von User Interfaces ==
* [https://docs.python.org/3/library/tkinter.html tkinter - Python interface to Tcl/Tk]
* [https://docs.python.org/3/library/curses.html curses - Terminal handling for character-cell displays]
* [https://wiki.qt.io/Qt_for_Python Qt for Python]
* [https://www.gtk.org/docs/language-bindings/python GTK and Python]
== Erstellen virtueller Umgebungen ==
* [https://docs.python.org/3/library/venv.html venv - Creation of virtual environments]
== Sonstige ==
* [https://python-control.readthedocs.io/en/stable/ Python Control Systems Library]
* [https://pypi.org/project/regex/ regex - Regular Expressions]
* [http://pyromat.org/ PYroMat]
* [https://coolprop.org/coolprop/wrappers/Python/index.html CoolProp]
* [https://pypi.org/project/iapws/ iapws]
* [https://tespy.readthedocs.io/en/main/getting_started/introduction.html TESPy - Thermal Engineering Systems in Python]
= Bücher =
== Gedruckte Bücher, OpenBooks, Magazine ==
* Diverse: c't Python Lernen, Verstehen, Anwenden; Heise, 2022
* Ernesti, Kaiser: Python3 - das umfassende Handbuch; 5. Aufl., Rheinwerk, [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/ OpenBook]
* Inden: Python Challenge; dpunkt, 2021, ISBN 978-3-86490-809-5
* Klein: Numerisches Python; 2. Aufl., Hanser, 2023, ISBN 978-3-446-47170-2
* Steinkamp: Der Python-Kurs für Ingenieure und Naturwissenschaftler; Rheinwerk, 2021, ISBN 978-3-8362-7316-9
* Weigend: Python 3 - Das umfassende Praxisbuch; 9. Aufl., mitp, 2022, ISBN 978-3-7475-0544-1
* Woyand: Python für Ingenieure und Naturwissenschaftler; 4. Aufl., Hanser, 2021, ISBN 978-3-446-46483-4
== Andere Wikibooks ==
* [[:en:Subject:Python_programming_language | Englische Wikibooks zum Thema Python]]
* [[Python|Deutschsprachiges Python-Wikibook]] [[Bild:2von10.png|20%]]
* [[Python unter Linux|Python 2.7 unter Linux]] [[Bild:10von10.png|100%]]
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Julia für Ingenieure|
zurücklink=Ing Mathematik: Julia|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Landau-Notation|
vorlink=Ing Mathematik: Landau}}
dm7a1ukg78khfspl5qdz489829aa1n4
1087631
1087598
2026-06-04T16:15:35Z
Intruder
1513
/* Numerisches Differenzieren */
1087631
wikitext
text/x-wiki
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Julia für Ingenieure|
zurücklink=Ing Mathematik: Julia|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Landau-Notation|
vorlink=Ing Mathematik: Landau}}
= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Python ==
* Python ist eine universelle höhere Programmiersprache.
* Python ist objektorientiert.
* Python ist Open-Source (Python Software Foundation License).
* Python ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Python ist ein Interpreter.
* Python ist durch Module fast beliebig erweiterbar.
* Python als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | Python (Programmiersprache)}}
== Python installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Python-Paket von der Webseite [https://www.python.org/] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Python bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Aber auch die Spyder-Entwicklungsumgebung ([https://www.spyder-ide.org]) bietet einen guten Einstieg mit Python (das gilt auch für MS Windows). Spyder bringt auch schon etliche wichtige Module standardmäßig mit.
== Python starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Python-Programm doppelklicken. Und schon startet das Programm.
[[Datei:PythonIng_start1.jpg]]
Python im interaktiven Modus präsentiert sich dann so:
Python 3.12.4 (tags/v3.12.4:8e8a4ba, Jun 6 2024, 19:30:16) [MSC v.1940 64 bit (AMD64)] on win32
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
Alternativ kann das Programm auch über die Eingabeaufforderung oder die PowerShell gestartet werden:
c:\devel\Python>python.exe
Python 3.12.4 (tags/v3.12.4:8e8a4ba, Jun 6 2024, 19:30:16) [MSC v.1940 64 bit (AMD64)] on win32
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
=== Linux ===
Tippen Sie einfach das Wort „python“ (oder unter openSUSE Tumbleweed z.B. auch „python3.11“ oder „python3.13“) in einem Linux-Terminal ein, schließen den Befehl mit der RETURN-Taste ab, und schon startet Python im interaktiven Modus:
Python 3.13.12 (main, Feb 09 2026, 22:37:44) [GCC] on linux
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
Es gibt auch noch andere Möglichkeiten Python zwecks Programmausführung zu starten, z. B. den {{W|Shebang}} (<code>#!</code>) am Beginn eines Python-Scripts. Das Script sei als Script.py gespeichert. Dann kann das Script mit ./Script.py ausgeführt werden. Für openSUSE Tumbleweed sei nachfolgend ein lauffähiges "Hallo Welt!"-Script angegeben. Es wird in diesem Script der Python-Interpreter in der Version 3.13 verwendet :
#!/usr/bin/python3.13
print("Hallo Welt!")
Die Berechtigungen zum Ausführen der Datei müssen natürlich noch richtig gesetzt werden, z.B. mittels <code>chmod 777 Script.py</code>.
<small>Oder es wird in einen Pfad verschoben, in dem sich ausführbare Programme generell befinden (<code>echo $PATH</code>). Das Script kann dann wie ein normales Programm ohne weitere Angaben mit Script.py gestartet werden. Alternativ wird nicht das Script an sich verschoben, sondern nur ein symbolischer Link angelegt, z.B. mit <code>ln -s ~/tmp/Script.py ~/.local/bin/Script.py</code>.<code>~/.local/bin</code> sei ein im PATH gelegenes Verzeichnis. Dies sind aber schon Features für fortgeschrittene Linux-Benutzer und werden am Anfang eher selten benötigt.</small>
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Getestet wurden die Beispiele unter den Betriebssystemen
* MS Windows 10 mit der Python-Version 3.12.0 (teilweise auch mit 3.12.2 und 3.13.1; nur die Inhalte die bis spätestens Juli 2025 erstellt wurden)
* MS Windows 11 ab der Python-Version 3.13.4 (nur zum Teil; ab Juli 2025)
* openSUSE Leap 15.6 mit der Python-Version 3.11.12 (Spyder, nur vereinzelt) und zum Teil mit 3.12.11 (ab Juli 2025 bis November 2025).
* openSUSE Tumbleweed ab der Python-Version 3.13.9 (nur vereinzelt, ab November 2025)
An Beliebtheit rangiert Python mit Stand März 2026 mit einem Rating von 21,25% an 1. Stelle vor C und C++ (lt. [https://www.tiobe.com/tiobe-index/ TPCI - TIOBE Programming Community Index]). Lt. [https://innovationgraph.github.com/global-metrics/programming-languages GitHub Top 50 Programming Languages Globally] lag Python im Q3/2025 auf Rang 2, vor TypeScript und hinter JavaScript. Der Name "Python" rührt von der Komikertruppe {{W|Monty Python}} her. Die Icons für Python (z.B. Python selbst, Eric IDE, IDLE) sind aber durch die Python-Schlangenart symbolisiert.
<gallery>
Python-logo-notext.svg|Python-Logo
Guido van Rossum OSCON 2006.jpg|Guido van Rossum (geb. 1956), der Erfinder von Python
</gallery>
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Python mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Python-Interpreter ignoriert. Text kann mit der print-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Python und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
>>> # Das ist ein Kommentar
>>> print("Hallo Welt!")
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (>>>) ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Python-System geliefert.
Strings können in Python entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
Im Gegensatz zu Julia ist es hier egal, ob zwischen <code>print</code> und der öffnenden Klammer Leerzeichen stehen.
= Python als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Python im interaktiven Modus. Geben Sie dann die Formel
>>> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN ({{Taste|↵}}) und erhalten als Ergebnis
15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
>>> import math
>>> math.sin(math.sqrt(15))
-0.6679052983383519
Als erstes wird das math-Modul importiert. Dann wird der mathematische Ausdruck berechnet.
Eine andere Variante, die dasselbe Ergebnis liefert, ist
>>> from math import *
>>> sin(sqrt(15))
-0.6679052983383519
Es wird also aus dem Modul <code>math</code> alles importiert (erkennbar am <code>*</code>). Will man nicht alles importieren, so kann man das auch einschränken:
>>> from math import sin, sqrt
Beenden lässt sich das Python-Programm durch Eingabe von <code>exit()</code> (und natürlich ist zur Bestätigung die RETURN-Taste zu drücken).
== Die Hilfefunktion von Python ==
Bei Eingabe der Anweisung help() springt Python in den Hilfemodus.
Eingabe:
>>> help()
Eingabe:
help> math.sin
Ausgabe:
Help on built-in function sin in math:
math.sin = sin(x, /)
Return the sine of x (measured in radians).
Für die komplette Python-Dokumentation siehe [https://docs.python.org/3/]. Verlassen kann man den Hilfemodus durch das Drücken von STRG-C.
== Aufgaben ==
* Erkunden Sie die Tangensfunktion "tan" mittels Python-Hilfe (vergessen Sie nicht das math-Modul zu importieren und das <code>math.</code> vor <code>tan</code>)
* Berechnen Sie mit Python den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot \text{e}^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>. Siehe für die Exponentialfunktion im Python-Hilfesystem auch den Befehl <code>math.exp</code>. Alternativ kann auch die Konstante <code>math.e</code> eingesetzt werden. Potenzieren kann man bei Python mit dem **-Operator (z.B. 2**3 = 8). Für <math>\pi</math> gibt es <code>math.pi</code>.
= Python als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.py
# Das ist ein Kommentar
print("Hallo Welt!")
Python-Dateien werden mit der Dateiendung .py versehen. Achten Sie darauf, dass vor dem print keine Leerzeichen vorhanden sind. Das ist eine Python-Eigenheit. Wie wir später sehen werden, nutzt Python Einrückungen als syntaktisches Mittel, z.B. um bei Schleifen den Schleifenkörper zu kennzeichnen.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.py (sozusagen das Hauptprogramm) folgendermaßen zur Ausführung:
1) Starten Sie unter MS Windows die Eingabeaufforderung (oder alternativ auch die Windows PowerShell). Das sieht dann etwa so aus:
Microsoft Windows [Version 10.0.19045.3693]
(c) Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
C:\Users\xyz>
: <small>Falls jemand nicht weiß, wie man die Eingabeaufforderung startet: Eine Möglichkeit ist, einfach in der Taskleiste von Windows das "Start"-Symbol ([[Image:Windows_logo_-_2021_(Black).svg|10px]]) mit der rechten Maustaste anklicken. "Ausführen" auswählen (oder alternativ für die PowerShell unter Windows 10 den Eintrag "Windows PowerShell", unter Windows 11 den Eintrag "Terminal"). Im sich öffnenden Dialogfenster gibt man in die "Öffnen"-Zeile das Wort <code>cmd</code> ein und mit "OK" wird das Ganze bestätigt.</small>
2) Wechseln Sie mittels <code>cd c:\tmp</code> in das Verzeichnis c:\tmp
3) Angenommen, Sie haben Python unter dem Pfad <code>c:\devel\Python\</code> installiert. Starten Sie das Programm so (der Prompt <code>c:\tmp></code>ist natürlich nicht mit einzutippen):
c:\tmp>c:\devel\Python\python.exe test1.py
4) Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Die Vorgehensweise unter Linux ist prinzipiell gleich. Die kleinen Unterschiede, wie z.B. der Slash statt dem Backslash in Pfadangaben, sollten für Linux-Benutzer keine Hürde darstellen.
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen. Führende Underscores haben u.a. im Kontext mit der Objektorientierten Programmierung eine spezielle Bedeutung und sollten nicht für "normale" Variablenbezeichner verwendet werden.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Es gibt in Python etliche Schlüsselwörter (z.B. for, if oder return). Diese dürfen nicht als eigene Variablenbezeichner verwendet werden. Eine Liste aller Schlüsselwörter liefert das Script
import keyword
print(keyword.kwlist)
<small>Übung: Speichern Sie dieses Script in eine Datei, z.B. in c:\tmp\test1.py. Führen Sie diese Datei aus, um die Liste der Schlüsselwörter auszugeben.</small>
Da Python case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.py gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
print(z)
Bringen Sie die Datei test1.py zur Ausführung so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben. Dies führt aber zu unübersichtlichem Code.
x = 5; y = 10; z = x*y; print(z)
Ausgabe:
50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5
# x = x - 2
x -= 2
print(x)
Bildschirmausgabe:
3
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist. Den Inkrement-/Dekrementoperator (z.B. x++ oder x--) aus C/C++ oder Java kennt Python aber nicht.
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist mit Python problemlos möglich:
import math
wert = 10
print(wert)
wert = 35.5
print(wert)
wert = "Hallo"
print(wert)
wert = math.pi
print(wert)
Ausgabe:
10
35.5
Hallo
3.141592653589793
== Physische und logische Zeilen ==
In Python muss eine Anweisung in einer logischen Zeile Platz finden. Wird eine Anweisung aber zu lang für eine Zeile, dann kann sie in mehrere physische Zeilen unterteilt werden. Dies kann einerseits durch einen Backslash am Ende einer Zeile geschehen, z.B.
a = 2 + \
5
Dies stellt eine logische Zeile dar, die in zwei physische Zeilen unterbrochen ist.
Geklammerte Ausdrücke werden automatisch zu einer logischen Zeile verbunden, z.B.
a = (2 +
5)
Achtung: Im ersten Beispiel darf nach dem Backslash nichts mehr stehen, auch kein Kommentar. Dies trifft im zweiten Bespiel nicht zu, hier könnte noch ein Kommentar folgen, z.B.
a = (2 + # Kommentar
5)
Auch für Strings gibt es Möglichkeiten, diese auf mehrere Zeilen aufzuspalten.
# Kurzer String
str1 = "ABC"
# Langer String
str2 = """Hallo Welt,
Grüetzi Schwyzer,
Servus an alle"""
# Backslash
str3 = "UVW\
XYZ"
# Mit Klammern
str4 = ("Sehr langer Text, der automatisch .............. "
"in einer einzigen Variable zusammengefügt wird."
)
print(str1)
print(str2)
print(str3)
print(str4)
Ausgabe:
ABC
Hallo Welt,
Grüetzi Schwyzer,
Servus an alle
UVWXYZ
Sehr langer Text, der automatisch .............. in einer einzigen Variable zusammengefügt wird.
==Hexadezimale, oktale, binäre und andere Zahlen==
d = 1050 # Dezimalzahl
h = 0xAA2 # Hexadezimalzahl
o = 0o12 # Oktalzahl
b = 0b100001101 # Binärzahl
print(d)
print(h)
print(o)
print(b)
Ausgabe:
1050
2722
10
269
Groß- und Kleinbuchstaben sind in obigen Literalen übrigens egal. So kann man z.B. statt <code>0b1001</code> auch <code>0B1001</code> schreiben (siehe dazu [https://docs.python.org/3/reference/lexical_analysis.html#integer-literals]).
Sie können auch dezimale in hexadezimale Zahlen umwandeln, usw.:
h = hex(1050) # Dezimalzahl -> Hexadezimalzahl
b = bin(1050) # Dezimalzahl -> Binärzahl
o = oct(1050) # Dezimalzahl -> Oktalzahl
print(h)
print(b)
print(o)
Ausgabe:
0x41a
0b10000011010
0o2032
Gegeben sei die Zahl 121 zur Basis 3. Diese soll in eine Dezimalzahl umgewandelt werden. Das kann so geschehen:
z = int("121", 3)
print(z)
Ausgabe:
16
Dass dies richtig ist, davon kann man sich folgendermaßen überzeugen:
<math> 1 \cdot 3^2 + 2 \cdot 3^1 + 1 \cdot 3^0 = 9 + 6+ 1 = 16 </math>
Zahlen übersichtlicher schreiben kann man auch mittels Underscore, z.B.:
print("Eine Million (Variante 1) =", 1000000)
print("Eine Million (Variante 2) =", 1_000_000)
print("Eine Rechnung:", 2_000 * 400_000);
Es ergibt sich bei beiden Varianten die gleiche Ausgabe. Variante 2 ist aber im Sourcecode leichter lesbar, detto die Zahlen in der Rechnung:
Eine Million (Variante 1) = 1000000
Eine Million (Variante 2) = 1000000
Eine Rechnung: 800000000
== Strings und Platzhalter==
Ein paar einfache Beispiele:
print("Hallo {}" . format("Hugo"))
print("Hallo {:s}" . format("Hugo"))
print("Hallo %s" % "Hugo")
Ausgabe:
Hallo Hugo
Hallo Hugo
Hallo Hugo
Python-Code (formatted string literals):
str1 = "Hallo"
str2 = "Hugo"
print(f"{str1} {str2}")
Ausgabe:
Hallo Hugo
Komplexere Beispiele:
print("Hallo {} und {}" . format("Hugo", "Mike"))
print("Hallo {name1} und {name2}" . format(name2="Hugo", name1="Mike"))
# Füllzeichen: *
# Bündigkeit: > (=rechts), < (=links), ^ (=zentriert)
# Feldweite: 10
# Typ: s (=String), f (=Gleitkommazahl), d (=Dezimalzahl) etc.
print("Hallo {:*>10s}" . format("Hugo"))
print("Hallo {:*<10s}" . format("Hugo"))
Ausgabe:
Hallo Hugo und Mike
Hallo Mike und Hugo
Hallo ******Hugo
Hallo Hugo******
Python-Code:
str = "Hallo\t%s\t%7.2f\t%10.2e\t%i" % ("Hugo", 12.34567, 34.567, 264)
print(str)
Ausgabe:
Hallo Hugo 12.35 3.46e+01 264
Python-Code:
wert = 11.567
print(f"Ausgabe: {wert:.5f}")
Ausgabe:
Ausgabe: 11.56700
== Unicode ==
Neben den bekannten ASCII-Zeichen lassen sich Zeichen auch mittels Unicode beschreiben. Griechische Buchstaben oder komplexere mathematische Operatoren - all das sollte kein Problem sein. Siehe auch {{W|Unicode}}, {{W|Liste der Unicodeblöcke}} und {{W|Unicodeblock Mathematische Operatoren}}. Im Folgenden werden ein paar Zeichen (Allquantor, Nabla-Operator, Existenzquantor), die man aus der Mathematik kennt, erzeugt.
ch1 = "\N{FOR ALL}"
ch2 = "\N{NABLA}"
ch3 = "\u2203"
print(ch1, ch2, ch3)
Ausgabe:
∀ ∇ ∃
<small>Diese Ausgabe ergibt sich z.B. mit der IDLE-Shell oder mit Cygwin. Beim Ausführen über die Windows-Eingabeaufforderung oder Windows PowerShell unter MS Windows 10 erfolgt keine korrekte Darstellung. IDLE ist die mit Python mitgelieferte IDE ('''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironment, Integrierte Entwicklungsumgebung). Gegen Ende dieses Textes wird IDLE kurz beschrieben.
Das Problem mit der Windows Eingabeaufforderung lässt sich aber umgehen. Man muss nur eine Schriftart auswählen, die die Zeichen kennt, z.B. "DejaVu Sans Mono". Dazu klicken Sie einfach bei der Eingabeaufforderung mit der rechten Maustaste oben auf die weiße Leiste und wählen im aufpoppenden Fenster den Menüpunkt "Eigenschaften". Es öffnet sich ein Dialogfenster. Über den Reiter "Schriftart" lässt sich nun die Schriftart einstellen. Unter MS Windows 11 oder openSUSE Leap 15.6 (bash-Konsole) gibt es dieses Problem ohnehin nicht.</small>
== Reguläre Ausdrücke ==
Python kennt auch {{W|Regulärer Ausdruck|reguläre Ausdrücke}}. Dazu gibt es in Python das Modul <code>re</code>. Beipielsweise sollen alle Zahlen (<math>\text{zahl}\in\mathbb{N}_0</math>) in einem String gesucht und ausgegeben werden. Als String sei gegeben: <code>3x Grüße und 100 Kekse.</code> Das Muster (Pattern) ist <code>\d+</code>. <code>\d</code> steht für eine Dezimalziffer 0-9. Das Plus-Zeichen (+) steht symbolisch für ein oder mehrere Zeichen des vorherigen Ausdrucks. Hier also ein oder mehrere Dezimalziffern. Es wird die Funktion <code>findall</code> aus dem Modul <code>re</code>verwendet.
Python-Code:
from re import findall
str = "3x Grüße und 100 Kekse."
pat = "\\d+" # Doppel-Backslashes müssen verwendet werden, sonst gibt Python eine Warnung aus!
# alternativ: pat = r"\d+"
# oder: pat = "[0-9]+"
numb = findall(pat, str)
print(numb)
Ausgabe:
['3', '100']
Python kennt noch viele weitere Möglichkeiten mittels regulärer Ausdrücke zu hantieren. Dies soll hier aber nicht vertieft werden, da das Thema schon ziemlich speziell und komplex ist. Bei Bedarf siehe aber z.B. die Bücher ''Weigend, Seite 380ff'' und ''Ernesti, Kaiser'' [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/28_001.html] oder die Python-Dokumentation [https://docs.python.org/3/library/re.html]. Auch [[Python unter Linux: Reguläre Ausdrücke]] liefert ein umfangreiches und brauchbares Python-2-Kapitel zu den regulären Ausdrücken. Die dort gelisteten Beispiele müssten ggf. vor Verwendung auf Python-3 umgeschrieben werden. <small>Wie macht man das? Dazu siehe z.B. [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/43_001.html], [https://portingguide.readthedocs.io/en/latest/] oder [https://www.digitalocean.com/community/tutorials/how-to-port-python-2-code-to-python-3]</small>
<small>Es gibt auch ein externes Modul ''regex'', das bei Bedarf extra installiert werden muss ([https://pypi.org/project/regex/]). Es bietet zusätzliche Funktionalität und gründlicheren Unicode-Support. Dies sei hier aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt.</small>
== Verzweigungen ==
=== if ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
In Python gibt es keinen expliziten ENDE-Kennzeichner. Stattdessen wird der Code durch Einrückungen strukturiert. Alles mit der gleichen Einrückungstiefe gehört zum selben Block. Dies zeichnet Python vor anderen Programmiersprachen aus.
Die test1.py-Datei laute also wie folgt:
x = 5
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Man achte auch auf die Doppelpunkte in der if- und else-Zeile. Darauf vergisst man gerne, wenn man von anderen Programmiersprachen kommt.
Folgendes wäre in Python ein Fehler (genauer gesagt ein IndentationError).
x = 5
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Auch Nachstehendes würde nicht zum gewünschten Ergebnis führen (löst aber keine Fehlermeldung aus). Der letzte print-Befehl ist schon außerhalb der IF-ELSE-Verzweigung.
x = 3
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Ausgabe:
x ist kleiner als 4
x ist groesser oder gleich 4
Python kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
<, <= ... kleiner (gleich)
>, >= ... größer (gleich)
== ... gleich
!= ... ungleich
is ... identisch
is not ... nicht identisch
and ... AND
or ... OR
not ... NOT
Beispielsweise:
a = 5
b = 9
if a<=10 and b!=7:
print("OK")
else
print("Nicht OK")
Ausgabe:
OK
Der else-Block kann übrigens auch ersatzlos entfallen.
Mehrfache Verzweigungen werden durch das elif-Konstrukt erstellt.
a = 14
if a<=10:
print("<=5")
elif a>11 and a<15:
print("11 bis 15")
elif a>16 and a<20:
print("16 bis 20")
else:
print(">=20")
Ausgabe:
11 bis 15
In Python gibt es auch die Schlüsselwörter <code>True</code> (für wahr) und <code>False</code> (für falsch). Man beachte, dass sie mit Großbuchstaben beginnen. Andere Schreibweisen wären ein Fehler. Sie gehören zum Datentyp <code>bool</code>. Ihnen sind auch die Zahlen <code>1</code> und <code>0</code> zugewiesen.
=== match ===
Ab Python 3.10 gibt es auch die match-Anweisung. Dies ist das Python-Pendant für die switch-Anweisung in anderen Programmiersprachen, geht aber bei näherer Betrachtung weit darüber hinaus. Hier nur ein einfaches Beispiel:
x = "Hello"
match x:
case "Servus" | "Ciao": # or
print("Servus an alle")
case "Grüetzi":
print("Grüetzi Schwyzer")
case _: # other, default, sonstiges ...
print("Hallo Welt")
Ausgabe:
Hallo Welt
Für nähere Details siehe z.B. [https://www.geeksforgeeks.org/python-match-case-statement/], [https://learnpython.com/blog/python-match-case-statement/], [https://docs.python.org/3/tutorial/controlflow.html#match-statements] und das Python Enhancement Proposal (PEP) 636 – Structural Pattern Matching: Tutorial [https://peps.python.org/pep-0636] und dort insbesondere den Anhang A - Quick Intro.
<small><code>match, case, _</code> etc. sind sogenannte ''soft keywords''. Im Gegensatz zu den normalen Schlüsselwörtern dürfen ihnen auch Werte zugewiesen werden. Eine Liste der weichen Schlüsselwörter lässt sich durch <code>keyword.softkwlist</code> erstellen (die Anweisung gibt es seit Python 3.9). Siehe dazu auch [https://stackoverflow.com/questions/65800344/what-are-soft-keywords] und [https://docs.python.org/3/library/keyword.html#keyword.softkwlist].</small>
== Schleifen ==
=== while ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Python:
x = 0
while x <= 10:
print(x)
x += 1
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== for ===
for x in range(6):
print(x*2)
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Die Schleife läuft von 0 bis 5. Ausgegeben wird jeweils der Wert x*2. Aquivalent kann diese Schleife auch so geschrieben werden:
for x in range(0, 11, 2):
print(x)
Die Ausgabe ist wie oben. Der Startwert sei 0, der Endwert ist 11-1 und die Schrittweite ist 2.
Ein anderes Beispiel sei
for x in "text":
print(x)
Ausgabe:
t
e
x
t
== Schleifen abbrechen ==
=== break ===
<code>break</code> bricht die Schleife ab und setzt mit dem nächsten Befehl außerhalb der Schleife fort.
for var in range(100):
print(var)
if var == 5:
break
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
=== continue ===
<code>continue</code> bricht den aktuellen Schleifendurchlauf ab und setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort.
for var in range (11):
if var == 5:
continue
print(var)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== try - except ==
try:
z1 = 12 / 0
print(z1)
except ZeroDivisionError:
print("Das Ergebnis ist unendlich")
except:
print("Kann nicht berechnet werden!")
print("Bitte die Formel korrigieren!")
Ausgabe:
Das Ergebnis ist unendlich
Es wird versucht, eine Zahl durch Null zu dividieren. Das ist nicht möglich, es wird eine Ausnahme ausgelöst. Das Programm springt daher in den except-ZeroDivisionError-Block und führt die dort gelisteten Anweisungen aus (in unserem Fall eine print-Anweisung). Würden wir dieses Programm ohne try-except ausführen, so ergibt sich aus
z1 = 12 / 0
print(z1)
folgende Fehlermeldung und ein unmittelbarer Programmabbruch
Traceback (most recent call last):
File "C:\tmp\test1.py", line 1, in <module>
z1 = 12 / 0
ZeroDivisionError: division by zero
Mit dem try-except-Mechanismus können also Ausnahmen oder Fehler aufgefangen und behandelt werden. In unserem Beispiel ist das eher trivial, aber bei größeren Programmen kann das durchaus Sinn machen.
== pass ==
Ein leerer Block muss in Python mittels dem Schlüsselwort <code>pass</code> dargestellt werden. Z.B.
x = 2
if x == 1:
print("Wert ist ", x)
else:
pass
Würde man das <code>pass</code> im else-Block weglassen, so würde man eine Fehlermeldung erhalten:
IndentationError: expected an indented block after 'else' statement on line 5
= Funktionen =
== Aufrufen von Funktionen ==
Funktionen sind uns im Rahmen dieses Kurses schon zuhauf begegnet. Sei es die print()-, die math.sin()- oder die hex()-Funktion. All diese Funktionen werden von Python zur Verfügung gestellt, ohne dass man sie explizit programmieren müsste. Aufgerufen werden diese Funktionen, indem man ihren Namen eintippt, gefolgt von runden Klammern. In diesen Klammern können noch Argumente übergeben werden. Auch Rückgabewerte sind möglich.
== Funktionen selber schreiben ==
Funktionen werden mit dem def-Schlüsselwort (man definiert die Funktion) eingeleitet, danach folgt der Funktionsname, danach wiederum runde Klammern, in denen formale Argumente stehen können. Abgeschlossen wird die def-Zeile mit einem Doppelpunkt. Danach folgt der Funktionskörper. Dieser Funktionskörper muss wiederum eingerückt werden (wie von den Verzweigungen und Schleifen bekannt). Aufgerufen wird diese Funktion, indem man ihren Funktionsnamen eingibt, gefolgt von runden Klammern (ggf. mit den aktuellen Parametern). Z.B.
# Funktion definieren
def halloWelt(i):
# i ... beliebige Ganzzahl
print("Hallo " * i, end="")
print("Welt!")
# Funktion aufrufen
halloWelt(3)
Ausgabe:
Hallo Hallo Hallo Welt!
Unterschied zwischen formalen und aktuellen Parametern:
[[Datei:PythonIng_func1.jpg]]
<small>Aktuelle Parameter werden auch Argumente genannt.</small>
Rückgabe von Funktionswerten:
# Funktion definieren
def mathFunc(a, b):
r1 = a + b
r2 = a * b
return r1, r2
# Funktion aufrufen
a, b = mathFunc(3, 5)
# Ausgabe der zurückgegebenen Werte
print(a)
print(b)
Ausgabe:
8
15
Vorgabeparameter, z.B.:
def mathFunc(a=10, b=20):
r1 = a + b
r2 = a * b
return r1, r2
a, b = mathFunc(3, 5)
print(a)
print(b)
a, b = mathFunc(5)
print(a)
print(b)
a, b = mathFunc(b=6)
print(a)
print(b)
Ausgabe:
8
15
25
100
16
60
== Lambda-Funktionen ==
print((lambda a, b: a*b) (3, 5))
Ausgabe:
15
Eingeleitet wird eine Lambda-Funktion (auch Lambda-Form, Lambda-Operator oder anonyme Funktion genannt) mit dem Schlüsselwort <code>lambda</code>. Es folgen die formalen Argumente, danach ein Doppelpunkt, die Berechnungsvorschrift und ggf. abschliessend in Klammern die aktuellen Parameter.
Man kann einer Lambda-Funktion auch einen Funktionsnamen geben und die Funktion über diesen Namen aufrufen, z.B.
prod = lambda a, b: a*b
print(prod(3, 5))
Als Ausgabe wird wieder die Zahl 15 geliefert.
== Rekursive Funktionen ==
Funktionen können wiederum andere Funktionen aufrufen. Von einem rekursiven Funktionsaufruf spricht man, wenn die aufgerufene Funktion gleich der aufrufenden ist.
def printFunc(i):
if (i >= 5):
return
else:
print("Hallo Welt")
printFunc(i+1)
printFunc(1)
Ausgabe:
Hallo Welt
Hallo Welt
Hallo Welt
Hallo Welt
== Funktionsannotationen ==
Python ist sehr flexibel, was Typen angeht. Im Vorhergehenden haben wir generell keine Typangaben gemacht. Will man Typen angeben, so bietet Python das Konzept der Funktionsannotation.
def calcFunc(a: int, b: int) -> int:
return a+b
r1 = calcFunc(8, 9)
r2 = calcFunc(8.0, 9.0)
r3 = calcFunc("Hallo", "Welt")
print(r1)
print(r2)
print(r3)
Ausgabe:
17
17.0
HalloWelt
Jetzt sieht man auf den ersten Blick, welche Typen der Programmierer im Sinn hatte, als er die Funktion erstellte. Das Problem dabei ist nur, dass es Python ziemlich egal ist, welche Typen man im Endeffekt eingibt. Im obigen Beispiel können statt Integer-Typen u.a. auch Float- oder String-Typen eingegeben werden.
<small>
Siehe zum Thema "Type Checking" aber auch den später folgenden Abschnitt [[Ing_Mathematik:_Python#Type_Checker]].
</small>
== Variadische Funktionen ==
Python-Code:
def test1(a, *b):
print(a);
for c in b:
print(c);
test1("Hallo", "Welt", "Schweizer", "und alle anderen")
Ausgabe:
Hallo
Welt
Schweizer
und alle anderen
Mit dem Stern (auch als Splat-Operator bezeichnet) in der formalen Parameterliste bei der Funktion <code>test1</code> wird angezeigt, dass eine beliebige Anzahl von Argumenten übergeben wird. <small> Dies entspricht in etwa dem, was in anderen Programmiersprachen (PHP etc.) mittels Ellipse (<code>...</code>) angezeigt wird.</small>
= Tupel, Listen und andere =
[[Datei:Python 3. The standard type hierarchy.png|mini|hochkant=1.7|Datentypen und Strukturen]]
Tupel, Listen und einige andere sind Datenstrukturen oder Sequenzen.
Listen (z.B. eine Einkaufsliste) sind veränderbar (mutable). Ein Tupel kann dagegen nicht verändert werden (immutable). Listen werden beim Anlegen in eckige Klammern eingeschlossen, Tupel in runde Klammern. Beim Tupel können die Klammern auch weggelassen werden. Ein Tupel mit nur einem Element muss mit einem Beistrich abgeschlossen werden. Der Grund ist, dass Python sonst nicht entscheiden kann, ob ein Tupel angelegt werden soll, oder nur ein geklammerter Wert. Nachfolgend werden einige Operationen mit Listen und Tupel dargestellt.
Als Gedächtnisstütze kann man sich den Unterschied zwischen Tupel und Liste ev. so leichter merken:
: T'''u'''pel ... r'''u'''nde Klammern, '''u'''nveränderlich
: L'''i'''ste ... eck'''i'''ge Klammern, veränderl'''i'''ch.
# Liste und Tupel
liste = [1, 2, "Hallo"]
tupel = (1, 2, "Hallo")
# Ausgabe von liste und tupel
print(liste)
print(tupel)
# Ausgabe von Einzelelementen
print(liste[1])
print(tupel[2])
# Element an Liste anhängen und einfügen
liste.append(55)
liste.insert(4, "Welt")
print(liste)
# Element aus Liste entfernen
liste.remove(1)
print(liste)
# einige weitere Beispiele
liste2 = [1,]
tupel2 = 1, 2
tupel3 = (1,)
print(liste2)
print(tupel2)
print(tupel3)
Ausgabe:
[1, 2, 'Hallo']
(1, 2, 'Hallo')
2
Hallo
[1, 2, 'Hallo', 55, 'Welt']
[2, 'Hallo', 55, 'Welt']
[1]
(1, 2)
(1,)
Beispiel:
woerter = ["Hallo", "Welt"]
satz = " ".join(woerter)
print(satz)
Ausgabe:
Hallo Welt
Zu den Datenstrukturen gehören weiters auch Mengen und Dictionaries. Mengen sind von der Mathematik bekannt, sie sind ungeordnet und es kommen keine mehrfachen Elemente vor. Dictionaries sind durch Schlüssel :Wert-Paare gekennzeichnet. Mengen werden beim Anlegen wie Dictionaries in geschweifte Klammern eingeschlossen.
dict = {"vorname":"Hugo", "nachname":"Meister" }
menge = {1, 1, 3, 4, 4, 4, "Hallo"}
print(dict)
print(menge)
print(dict["vorname"])
Ausgabe:
{'vorname': 'Hugo', 'nachname': 'Meister'}
{1, 3, 4, 'Hallo'}
Hugo
Geschweifte Klammern ohne Inhalt stellen Dictionaries dar und keine Mengen:
di = {}
print(type(di))
Ausgabe:
<class 'dict'>
== List Comprehensions ==
Aus einer Eingabeliste soll eine Ausgabeliste erzeugt werden. Das kann folgendermaßen geschehen.
Mathematische Schreibweise: <math>lc = \{2x|x\in\ \mathbb{N}, 1\le x < 11\}</math>
Python-Code:
lc = [x*2 for x in range(1,11)]
print(lc)
Ausgabe:
[2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20]
Mathematische Schreibweise: <math>lc = \{2x | x \in \mathbb{N}, 1\le x < 11, x \bmod 2 = 0 \}</math>
Python-Code:
lc = [x*2 for x in range(1,11) if x%2 == 0]
print(lc)
Ausgabe:
[4, 8, 12, 16, 20]
Siehe auch {{W|List Comprehension}}.
== Set Comprehensions ==
Dies ist sehr ähnlich wie im vorigen Abschnitt beschrieben. Es wird aber keine Liste, sondern eine Menge erzeugt.
sc = {x*2 for x in range(1,11)}
print(sc)
Ausgabe:
{2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20}
== Listen zusammenführen - zip() ==
li1 = ["A", "B", "C", "D"]
li2 = [1, 2, 3, 4]
li3 = [5.5, 6.6, 7.7, 8.8]
z = zip(li1, li2, li3)
print(z)
li4 = list(z)
print(li4)
Ausgabe:
<zip object at 0x00000283B6C6AC80>
[('A', 1, 5.5), ('B', 2, 6.6), ('C', 3, 7.7), ('D', 4, 8.8)]
== Generatorausdruck ==
g = (i*2 for i in range(1,11))
print(g)
t = tuple(g)
print(t)
print(t[1:3])
Ausgabe:
<generator object <genexpr> at 0x00000241D2A4A5A0>
(2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20)
(4, 6)
== Slicing ==
slice ... Scheibe, Teil, in Scheiben schneiden
Beispiel: Zugriff auf Elemente eines geordneten sequentiellen Objekttyps (Liste, Tupel oder String):
str1 = "Hallo"
# Das erste Element wird mit dem Index 0 angesprochen
# [start (inkl.) : stop (exkl.) : step (default=1)]
str2 = str1[0:2]
# Alternativ auch: str2 = str1[:2]
print(str2)
tup1 = (0,1,2,3)
# Das letzte Element hat auch den Index -1, das vorletzte den Index -2 usw.
tup2 = tup1[-3:-1]
print(tup2)
lst1 = [[1, 5, 10, 20],
[30, 40, 50, 60]]
lst2 = lst1[1][1]
print(lst2)
Ausgabe:
Ha
(1, 2)
40
Beispiel: Umdrehen von Strings
str1 = "Hallo"
str2 = str1[::-1]
print(str2)
Ausgabe:
ollaH
= Objektorientierte Programmierung =
== Eine einfache Klasse ==
[[Datei:PythonIng_uml1.svg | 200px]]
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
fahr = Fahrzeug(150, 90)
print(fahr.convertGeschw())
Ausgabe:
41.666666666666664
Die Klasse Fahrzeug wird durch das class-Schlüsselwort eingeleitet. raeder ist ein Klassenattribut und public. __init__ wird bei der Objekterzeugung automatisch aufgerufen. Man achte darauf, dass diese Methode immer mit zwei Unterstrichen eingeleitet und abgeschlossen wird. Instanzattributen wird das Wort self vorangestellt. Wir sehen uns z.B. das Attribut self.__geschwind an. Auch hier werden zwei Unterstriche verwendet. Das bedeutet, dass dieses Attribut private ist. Bei den Methoden wird immer self als erster Parameter angegeben. Beim Aufruf der entsprechenden Funktion wird das self aber nicht berücksichtigt.
== Klassen importieren ==
Häufig ist es sinnvoll und übersichtlicher Klassen in eigenen Dateien zu speichern. Das sind dann eigene Module. Abgespeichert werden Sie mit der Endung py, wie bisher auch praktiziert. Aufgerufen werden Sie mit der import-Anweisung. Dann ist aber nur der Dateiname ohne Endung py zu verwenden. Klarer wird das mit einem Beispiel.
Datei c:\tmp\fahrzeug.py
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
Datei c:\tmp\test1.py
import fahrzeug
fahr = fahrzeug.Fahrzeug(150, 90)
print(fahr.convertGeschw())
Ausgabe:
41.666666666666664
Die üblichen import-Anweisungen lauten wie folgt:
{| {{prettytable}}
! import-Befehl
! Instanz
|-
| import xyz || xyz.Klasse
|-
| import xyz as x || x.Klasse
|-
| from xyz import Klasse || Klasse
|-
| from xyz import * || Klasse
|}
Der Vorteil der ersten beiden import-Anweisungen ist, dass es kaum zu Namenskollisionen kommen kann. Dafür hat man bei den letzten beiden Varianten weniger Tipparbeit.
== Vererbung ==
[[Datei:PythonIng_uml2.svg | 200px]]
Datei fahrzeug.py:
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
class Luftfahrzeug(Fahrzeug):
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung, fluegel):
super().__init__(geschwindigkeit, leistung)
self.__flueg = fluegel
def getFlueg(self):
return self.__flueg
Datei test1.py:
import fahrzeug
fahr = fahrzeug.Luftfahrzeug(150, 90, 4)
print(fahr.getFlueg())
Ausgabe:
4
= Grafiken zeichnen =
Für das Zeichnen von Grafiken wird hier das Modul <code>matplotlib</code> verwendet. <code>matplotlib</code> ist ein externes Modul und muss vor der ersten Verwendung installiert werden. Das geht so:
# Starten Sie ein Terminal (bei Windows die Eingabeaufforderung).
# Führen Sie darin folgenden Befehl aus <code>c:\devel\Python\Scripts\pip.exe install matplotlib</code>
pip ist übrigens der Paketmanager von Python ({{W|Pip_(Python)}}).
Optimalerweise installieren wir auch gleich das Modul <code>numpy</code> (Numerical Python). Wir werden es im Folgenden oft benötigen (nicht nur bei den Grafiken). Das funktioniert vom Prinzip her genauso, wie für <code>matplotlib</code> gezeigt.
<small>Verwenden Sie Spyder, so sind diese Schritte nicht nötig. Spyder inkludiert diese Pakete standardmäßig. Unter openSUSE Tumbleweed lassen sich diese Pakete mittels YaST oder zypper installieren.</small>
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y = np.cosh(x)
plt.plot(x,y)
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_cosh1.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. Das Untermodul pyplot des matplotlib-Moduls und das numpy-Modul werden importiert. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plt.plot()" ist der Zeichenbefehl. "plt.show" ist notwendig, um das Fenster mit der Grafik anzuzeigen.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen. "plt.grid()" zeichnet ein Gitter in die Grafik (kann auch weggelassen werden).
Die Bezeichnungen plt und np könnten auch anders gewählt werden. Es ist aber Konvention, diese so wie hier gezeigt zu wählen.
<small>Mit der im obigen Bild gezeigten Menüleiste kann die dargestellte Grafik nachträglich noch geändert werden (Zoom, Pan, Achsenparameter, Kurvenparameter etc.). Natürlich kann man das alles auch direkt programmieren. Wie das funktioniert wird ansatzweise etwas später gezeigt.</small>
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y = np.cosh(x) + 2**x
plt.plot(x,y)
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_cosh4.png]]
Man beachte, dass im Gegensatz zu Octave und Julia der ominöse Punkt (.) bei 2**x mit Python nicht benötigt wird. Das macht das Programmiererleben etwas einfacher.
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y1 = np.cosh(x) + 2**x
y2 = np.sin(x) * np.cos(x)
plt.plot(x, y1, label = "cosh(x) + 2**x")
plt.plot(x, y2, label = "sin(x) * cos(x)")
plt.grid()
plt.title("Funktionsgraphen")
plt.xlabel("x")
plt.ylabel("y")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_cosh2.png]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y1 = np.cosh(x) + 2**x
y2 = np.sin(x) * np.cos(x)
plt.plot(x, y1, label = "cosh(x) + 2**x", lw=5, ls="dotted")
plt.plot(x, y2, label = "sin(x) * cos(x)", lw=3, ls="--")
plt.grid()
plt.title("Funktionsgraphen")
plt.xlabel("x")
plt.ylabel("y")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_cosh3.png]]
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi[</math> gezeichnet werden.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0., 6*np.pi, .1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.title("Archimedische Spirale")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_spirale1.png]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den plt.axis()-Befehl verwenden.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0., 6*np.pi, .1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.title("Archimedische Spirale")
plt.axis("equal")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_spirale2.png]]
=== Funktion in Polardarstellung ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
fig = plt.figure()
ax = fig.add_subplot(projection="polar")
r = np.arange(0, 1, 0.01)
theta = r**3
line = ax.plot(theta, r)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_polar1.png]]
=== Logarithmische Achsenskalierung ===
==== Semilog ====
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0., 10, .1)
y = 10**x
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.semilogy()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_semilog1.png]]
==== LogLog ====
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0., 10, .1)
y = 10**x
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.loglog()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_loglog1.png]]
=== Gefüllte Fläche ===
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
x = np.arange(0, 3, 0.1)
y1 = 3*x - 1
y2 = x**2
plt.plot(x, y1, x, y2, color='black')
plt.fill_between(x, y1, y2, where=y1>=y2)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_gefuellt.png]]
=== Linien, Pfeile, Rechtecke, Kreise und Texte ===
import matplotlib as mpl
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots()
r = mpl.patches.Rectangle((0, 0), 3, 3, angle=30, fill=False)
c = mpl.patches.Circle((4, 4), 2, fill=False)
ax.add_patch(r)
ax.add_patch(c)
ax.plot([-2, 7], [-2, 0], color="black")
ax.arrow(0, 7, 5, 0, length_includes_head=True, head_width=0.5, head_length=1.5,
color="black")
ax.set_aspect("equal")
plt.axis([-3, 8, -3, 8])
plt.show()
[[Datei:PythonIng_linien_pfeile_etc.png]]
Text kann mit <code>ax.text(x, y, "Text")</code> hinzugefügt werden, bspw.
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots()
ax.text(0.1, 0.1, "Hallo")
ax.text(0.5, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
Oder einfacher auch ohne <code>subplots</code>
import matplotlib.pyplot as plt
plt.text(0.1, 0.1, "Hallo")
plt.text(0.5, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text1.png]]
Auch Sonderzeichen (griechische Buchstaben etc.) können verwendet werden (siehe dazu auch [https://matplotlib.org/stable/users/explain/text/mathtext.html]).
import matplotlib.pyplot as plt
plt.text(.3, .5,
r'$\Omega\ \psi\ \oint\ \nabla\ \dot a\ \frac{a}{b}\ a_b$',
size="20")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text20.svg]]
Jetzt wird noch gezeigt, wofür <code>subplots</code> sinnvoll eingesetzt werden können.
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots(nrows=1, ncols=2)
ax[0].text(0.1, 0.1, "Hallo")
ax[1].text(0.1, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text2.png]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben. Farben können mit dem plt.plot()-Parameter color gewählt werden.
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0, 6*np.pi, 0.1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
z = t
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_raumkurve1.png]]
=== Flächen ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_fläche1.png]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.5)
y = np.arange(0, 10, 0.5)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_wireframe(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_fläche2.png]]
Ein etwas komplexeres Beispiel:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0.1, 10, 0.1)
y = np.arange(0.1, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z1 = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
z2 = np.sin(x) + np.log(y)
z3 = x + np.cos(y)
z4 = x**2 - y
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"}, nrows=2, ncols=2)
ax[0][0].plot_surface(x, y, z1)
ax[0][1].plot_surface(x, y, z2)
ax[1][0].plot_surface(x, y, z3)
ax[1][1].plot_surface(x, y, z4)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_subplot1.png]]
Man beachte, dass man die Unterbilder im Bild nach dem Ausführen des Scripts z.B. mit der mittleren Maustaste einzeln drehen, oder über die Einträge in der Menüzeile einzeln bearbeiten kann. Mit ein paar Zeilen Programmtext lässt sich also eine Menge an Funktionalität generieren.
Die Farbgebung lässt sich über <code>colormaps</code> variieren.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
from matplotlib import cm
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z, cmap = cm.coolwarm)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_colormap1.png]]
Es gibt eine Menge an Colormaps, z.B. <code>plasma, Greys, Dark2, ocean</code>. Zwecks detaillierterer Infos siehe die matplotlib-Dokumentation. <small>Verwendet man die IDE namens IDLE, so gibt es dort auch die automatische Codevervollständigung. D.h. es werden alle Möglichkeiten (in unserem Fall nach dem Eintippen von <code>cm.</code> alle verfügbaren Colormaps) angezeigt.</small>
Die "edgecolor" und Linienbreite können auch frei gewählt werden:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
from matplotlib import cm
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z, cmap = cm.coolwarm, edgecolor="black", linewidth=1.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_colormap2.png]]
=== Höhenlinien ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
ax.contour(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien1.png|400px]]
Etwas abgewandelt sieht das so aus:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
hl = ax.contour(x, y, z)
ax.clabel(hl, inline = True)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien2.png|400px]]
Und noch eine Variante (mit einem Farbbalken) sei gezeigt.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
hl = ax.contourf(x, y, z)
fig.colorbar(hl)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien5.svg|400px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>.
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>.
== Animationen ==
=== Mit matplotlib ===
Auch mit matplotlib sind Animationen möglich. Das ist ein bisschen komplizierter und wird deshalb hier nur mit einem sehr einfachen Beispiel dargestellt (bei Interesse siehe z.B. auch das [https://matplotlib.org/stable/users/explain/animations/animations.html#animations Animations using Matplotlib-Tutorial]).
import matplotlib.pyplot as plt
import matplotlib.animation as ani
import matplotlib
import numpy as np
def update(frame):
line.set_xdata(x[:frame])
line.set_ydata(y[:frame])
return (line)
fig, ax = plt.subplots()
x = np.arange(0, 10, .1)
y = np.sin(x)
line, = ax.plot(x[0], y[0])
ax.set(xlim=[0, 10], ylim=[-1, 1])
a = ani.FuncAnimation(fig=fig, func=update, frames=100, interval=20)
plt.show()
# Speichere die Animation in einem animierten GIF (optional)
a.save(filename="c:/tmp/PythonIng_anim5.gif", writer="pillow")
[[Datei:PythonIng_anim5.gif]]
Es wird eine Sinuskurve auf den Bildschirm gezeichnet. In der letzten Zeile wird diese Animation in ein animiertes GIF gespeichert. Das ist natürlich optional und kann auch weggelassen werden.
=== Mit VPython ===
Aber auch mit dem Modul VPython lassen sich einfache 3D-Animationen erstellen. VPython ist ein externes Modul, das vorab installiert werden muss. Unter openSUSE Tumbleweed gibt es dzt. kein entsprechendes rpm-Paket. Die übliche Methode der Installation mittels YaST oder zypper ist somit nicht möglich. Auch eine direkte Verwendung von pip führt nur zu einer Fehlermeldung (<code>error: externally-managed-environment</code>). Es empfiehlt sich dort folgende Vorgehensweise:
# Erstelle zuerst eine virtuelle Umgebung, z.B.: <code>python3.11 -m venv ~/tmp/venv1</code>
# Wechsle das Verzeichnis: <code>cd ~/tmp/venv1/bin</code>
# Installiere das entsprechende Paket: <code>./pip install vpython</code>
# Führe das entsprechende Skript aus: <code>./python ~/tmp/test1.py</code>
Aktuell (März 2026) ist dieses Programmpaket lt. der [https://vpython.org/presentation2018/install.html VPython-Homepage] nur für die Python-Versionen 3.8 bis 3.12 verfügbar.
Ein Beispiel zu einer einfachen Animation wird nachfolgend geliefert.
from vpython import *
scene.width = 1200
scene.height = 600
scene.center = vector(20,0,0)
scene.background = color.white
cylinder(pos=vector(0,0,0), axis=vector(20,0,0), radius=5,
color=color.blue)
cone(pos=vector(0,0,0), axis=vector(-10,0,0), radius=5,
color=color.blue)
helix(pos=vector(20,0,0), axis=vector(40,0,0), radius=2,
coils=10, thickness=0.5, color=color.blue)
ball = sphere(pos=vector(20,0,0), color = color.green, radius = 1)
ball.p = vector(0.15, 0, 0)
toc = True
while True:
rate(200)
if(ball.pos.x <= 60 and toc == True):
ball.pos += ball.p
else:
toc = False
ball.pos -= ball.p
if(ball.pos.x <= 20 and toc == False):
toc = True
[[Datei:PythonIng_vpython_anim.JPG]]
Idealerweise öffnet sich beim Ausführen des Scripts ein Browserfenster. Darin wird die programmierte Animation gezeigt (siehe auch den obigen Screenshot). Eine Größenänderung können Sie mit der mittleren Maustaste initiieren. Die Szenerie drehen können Sie mit der rechten Maustaste.
=== Mit VTK ===
Komplexer, aber auch mächtiger als VPython ist die Verwendung von VTK ('''V'''isualization '''T'''ool'''k'''it). Genauer gesagt des Python-Wrappers von VTK. Dieses externe Python-Modul muss vorab installiert werden (z.B. mittels YaST, pip oder in eine virtuelle Umgebung). VTK ist eine Softwarebibliothek zur 3D-Visualisierung und wurde ursprünglich in C++ geschrieben. Verbreitet eingesetzt wird diese Bibliothek in der Wissenschaft und Forschung, z.B.
* in der medizinischen Bildgebung
* für Strömungssimulationen
* für Klimadaten
VTK funktioniert nach dem {{W|Grafikpipeline|Pipeline-Prinzip}}:
Source (Quellen) -> Filter -> Mapper (Senken) -> Actor/Renderer
Daten fließen von den Quellen zu den Senken.
Als einfaches Beispiel wird die Darstellung eines Zylinders gezeigt, der mit den Maustasten gedreht oder in der Größe geändert werden kann:
import vtk
# Zylinder erzeugen
cyl = vtk.vtkCylinderSource()
cyl.SetRadius(5.0)
cyl.SetHeight(20.0)
cyl.SetResolution(40)
# Geometrie in darstellbare Daten umwandeln
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(cyl.GetOutputPort())
# Objekt in der Szene
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
# Szene verwalten
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderer.AddActor(actor)
# Render-Fenster
render_window = vtk.vtkRenderWindow()
render_window.AddRenderer(renderer)
# Maus/Tastatur-Steuerung
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(render_window)
# Starten
render_window.Render()
interactor.Start()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_VTK_1.png]]
Gleiches Beispiel wie oben, aber mit einer Animationssequenz:
import vtk
import time
cyl = vtk.vtkCylinderSource()
cyl.SetRadius(5.0)
cyl.SetHeight(20.0)
cyl.SetResolution(40)
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(cyl.GetOutputPort())
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderer.AddActor(actor)
render_window = vtk.vtkRenderWindow()
render_window.AddRenderer(renderer)
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(render_window)
for i in range(360):
actor.RotateZ(1)
actor.RotateY(.5)
render_window.Render()
time.sleep(0.01)
Das Grafikfenster schließt sich nach Ablauf der Schleife. Das Fenster bleibt geöffnet, wenn Sie am Programmende folgenden Befehl hinschreiben
interactor.Start()
Um den animierten Zylinder grün einzufärben, müssen Sie Folgendes im obigen Programm ergänzen (Farbnamen):
colors = vtk.vtkNamedColors()
actor.GetProperty().SetColor(colors.GetColor3d("Green"))
Als Namen können Sie u.a. die CSS3 Web-Farben verwenden (siehe z.B. [https://wiki.selfhtml.org/wiki/Farbe/Farbangaben] und {{W|Webfarbe#CSS_3}}).
Alternativ funktioniert auch das ({{W|RGB-Farbraum|RGB}}):
actor.GetProperty().SetColor(0.0, 0.6, 0.0)
Wie der Zylinder mit einer Textur versehen wird, zeigt folgendes Programm:
import vtk
import time
cylinder = vtk.vtkCylinderSource()
cylinder.SetResolution(30)
cylinder.SetHeight(3.0)
cylinder.SetRadius(1.0)
cylinder.CappingOn()
texture_coords = vtk.vtkTextureMapToCylinder()
texture_coords.SetInputConnection(cylinder.GetOutputPort())
texture_coords.PreventSeamOn()
reader = vtk.vtkJPEGReader()
reader.SetFileName("PythonIng_textur.jpg")
texture = vtk.vtkTexture()
texture.SetInputConnection(reader.GetOutputPort())
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(texture_coords.GetOutputPort())
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
actor.SetTexture(texture)
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderWindow = vtk.vtkRenderWindow()
renderWindow.AddRenderer(renderer)
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(renderWindow)
renderer.AddActor(actor)
for i in range(360):
actor.RotateZ(1)
actor.RotateY(.5)
renderWindow.Render()
time.sleep(0.01)
interactor.Start()
<gallery>
PythonIng_textur.jpg | Textur-Datei
PythonIng_VTK_2.png | Ausgabe (Screenshot)
</gallery>
Nun aber genug von VTK und der Erstellung von Grafiken, weiter geht es mit mathematischeren Themen.
= Vektoren und Matrizen =
== Zahlenfolgen ==
Für das Erstellen von Zahlenfolgen bieten sich die Funktionen <code>arange</code> und <code>linspace</code> aus dem <code>numpy</code>-Modul an.
from numpy import *
start = 0
stop = 10
step = 2
num = 10
r = arange(start, stop, step) # step ... Schrittweite
l = linspace(start, stop, num) # num ... Anzahl der Werte
print("r = ", r)
print("l = ", l)
Ausgabe:
r = [0 2 4 6 8]
l = [ 0. 1.11111111 2.22222222 3.33333333 4.44444444 5.55555556
6.66666667 7.77777778 8.88888889 10. ]
Bei <code>arange</code> ist der <code>stop</code>-Wert nicht im Ergebnis enthalten, bei <code>linspace</code> aber sehr wohl.
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Arrays ===
In Python mit NumPy kann man Vektoren durch die Funktion array erzeugen.
import numpy as np
l1 = (-5, 3, 2)
l2 = (1, 1, 4)
a1 = np.array(l1)
a2 = np.array(l2)
a3 = a1 + a2
a4 = 2 * a2
print(a1)
print(a2)
print(a3)
print(a3[2])
print(a4)
Ausgabe:
[-5 3 2]
[1 1 4]
[-4 4 6]
6
[2 2 8]
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
import numpy as np
# Zeilenvektor
z = np.array([ [-5, 3, 2] ])
# Spaltenvektor
s = np.array([[1], [1], [4]])
print(z)
print(s)
Ausgabe:
[ [-5 3 2] ]
[[1]
[1]
[4]]
=== Skalarprodukt ===
import numpy as np
a1 = np.array((-5, 3, 2))
a2 = np.array((1, 1, 4))
skalarprodukt = np.dot(a1, a2)
print(skalarprodukt)
Ausgabe:
6
=== Vektorprodukt ===
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Python-Code:
import numpy as np
a1 = np.array((-5, 3, 2))
a2 = np.array((1, 1, 4))
vektorprodukt = np.cross(a1, a2)
print(vektorprodukt)
Ausgabe:
[10 22 -8]
=== Transponierter Vektor ===
import numpy as np
# Zeilenvektor
z = np.array([ [-5, 3, 2] ])
# Spaltenvektor
s = np.array([[1], [1], [4]])
# transponierter Vektor
z_tp = np.transpose(z)
# transponierter Vektor
s_tp = np.transpose(s)
print(z_tp)
print(s_tp)
Ausgabe:
[[-5]
[ 3]
[ 2]]
[ [1 1 4] ]
=== Vektorfelder visualisieren ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
# Daten generieren
x = np.arange(0, 10, 1)
y = np.arange(0, 10, 1)
X, Y = np.meshgrid(x, y)
U = X * Y
V = Y + X
# Plotten
fig, ax = plt.subplots()
ax.quiver(X, Y, U, V, angles='xy')
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_quiver1.png]]
== Matrizen==
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
print(m1)
Ausgabe:
[[1 2 3]
[4 5 6]]
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
# Element aus Zeile 2 und Spalte 3 (Achtung! Index startet bei Null)
print(m1[1,2])
Ausgabe:
6
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
m2 = np.matrix([[0, 0, 2], [1, 3, 2]])
print(m1 + m2)
print(m1 - m2)
Ausgabe:
[[1 2 5]
[5 8 8]]
[[1 2 1]
[3 2 4]]
=== Transponierte Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
mt = np.transpose(m)
print(m)
print(mt)
Ausgabe:
[[1 2 3]
[4 5 6]]
[[1 4]
[2 5]
[3 6]]
=== Rang einer Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3], [0, -5]])
rg = np.linalg.matrix_rank(m)
print(rg)
Ausgabe:
2
=== Inverse Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3], [0, -5]])
mi = np.linalg.inv(m)
print(mi)
Ausgabe:
[[ 1. 0.6]
[-0. -0.2]]
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 3, 4], [0, -5, 1]])
m2 = np.matrix([[1, 2], [2, 3], [0, 2]])
print(m1 @ m2)
Ausgabe:
[[ 7 19]
[-10 -13]]
=== Eigenwerte und Eigenvektoren ===
import numpy as np
m = np.matrix([[5, 8], [1, 3]])
D,V = np.linalg.eig(m)
# Eigenwerte
print(D)
# Eigenvektoren
print(V)
Ausgabe:
[7. 1.]
[[ 0.9701425 -0.89442719]
[ 0.24253563 0.4472136 ]]
=== Teilmatrizen ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3, 4], [0, -5, 1]])
print("m = ", m)
# Erste Zeile extrahieren
m1 = m[0,:]
print("m1 = ", m1)
# Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m[0,1]
print("m2 = ", m2)
# Zweite Spalte extrahieren
m3 = m[:, 1]
print("m3 = ", m3)
Ausgabe:
m = [[ 1 3 4]
[ 0 -5 1]]
m1 = [ [1 3 4] ]
m2 = 3
m3 = [[ 3]
[-5]]
=== Spezielle Matrizen ===
==== Nullmatrix ====
import numpy as np
z = np.zeros((3, 2))
print(z)
Ausgabe:
[[0. 0.]
[0. 0.]
[0. 0.]]
==== Einheitsmatrix ====
import numpy as np
z = np.eye(3)
print(z)
Ausgabe:
[[1. 0. 0.]
[0. 1. 0.]
[0. 0. 1.]]
==== Matrix mit lauter Einsen ====
import numpy as np
z = np.ones((3, 2))
print(z)
Ausgabe:
[[1. 1.]
[1. 1.]
[1. 1.]]
=== Spärlich besetzte Matrizen ===
Das Thema spärlich besetzter Matrizen wird hier nur kurz angerissen. Nähere Details siehe unter dem Weblink [https://docs.scipy.org/doc/scipy/reference/sparse.html#module-scipy.sparse].
import numpy as np
import scipy
A = scipy.sparse.csr_array(np.eye(5))
print(A)
Ausgabe:
(0, 0) 1.0
(1, 1) 1.0
(2, 2) 1.0
(3, 3) 1.0
(4, 4) 1.0
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
Beispiel:
import numpy as np
A = np.array([[5, 1], [0, 2]])
b = np.array([1, 2])
x = np.linalg.solve(A, b)
print(x)
Ausgabe:
[0. 1.]
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Python (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Polynome =
== Ein erstes einfaches Beispiel ==
Gegeben sei das Polynom <math>7x^3+5x^2+1</math>. In Python:
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
print(p)
Ausgabe:
3 2
7 x + 5 x + 1
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
print(p(1.5))
Ausgabe:
35.875
== Polynome integrieren und differenzieren ==
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
# 1. Ableitung
p1 = p.deriv()
p2 = p.deriv(1)
# 2. Ableitung
p3 = p.deriv(2)
# Integral
p4 = p.integ()
print(p1)
print(p2)
print(p3)
print(p4)
Ausgabe:
2
21 x + 10 x
2
21 x + 10 x
42 x + 10
4 3
1.75 x + 1.667 x + 1 x
== Nullstellen bestimmen ==
import numpy as np
p = np.poly1d([2, 5, 0, 4])
r = np.roots(p)
print(r)
Ausgabe:
[-2.7621427 +0.j 0.13107135+0.84077099j 0.13107135-0.84077099j]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Differenzieren und integrieren Sie das Polynom <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
= Nichtlineare Gleichungen und Gleichungssysteme =
== Nullstellenbestimmung ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
import scipy
import numpy as np
def f(x):
return x**2 - 5*np.cos(x) - 10
xstart = [-1, 1] # Startwerte
xn = scipy.optimize.root(f, xstart)
print(xn.x)
Ausgabe:
[-2.46813009 2.46813009]
Funktionsgraph:
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
== Gleichungssysteme ==
SymPy ist ein externes Modul, das symbolisches Rechnen ('''Sym'''bolic '''Py'''thon) ermöglicht.
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Mit Python ist das so möglich:
import sympy
x1, x2 = sympy.symbols("x1 x2")
f1 = 2*x1 + 4*x2
f2 = 4*x1 + 8*x2**3
s = sympy.solve((f1, f2), x1, x2)
print(s)
Ausgabe:
[(-2, 1), (0, 0), (2, -1)]
Plot:
[[Datei:IngPython_nl_gleichung1.svg|500px]]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Python durch den Buchstaben <code>j</code> symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + j \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + j \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{j\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - j \cdot \Im(z)</math>
Nachfolgend einige mathematische Operationen mit Python und NumPy.
import numpy as np
z1 = 2 + 5j # kartesische Darstellung
z2 = 3 * np.exp(3j) # Polardarstellung
# Addition
res = z1 + z2
print("z1 + z2 = ", res)
# Multiplikation
res = z1 * z2
print("z1 * z2 = ", res)
# Realteil
res = np.real(z2)
print("Realteil von z2 = ", res)
# Imaginärteil
res = np.imag(z2)
print("Imaginaerteil von z2 = ", res)
# Betrag
res = np.abs(z1)
print("Betrag von z1 = ", res)
# Argument
res = np.angle(z1)
print("Argument von z1 = ", res)
# Konjugiert komplexe Zahl
res = np.conj(z1)
print("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = ", res)
Ausgabe:
z1 + z2 = (-0.9699774898013365+5.423360024179601j)
z1 * z2 = (-8.05675510050068-14.003167400647481j)
Realteil von z2 = -2.9699774898013365
Imaginaerteil von z2 = 0.4233600241796016
Betrag von z1 = 5.385164807134504
Argument von z1 = 1.1902899496825317
Konjugiert komplexe Zahl von z1 = (2-5j)
= Interpolation =
import numpy as np
import scipy
import matplotlib.pyplot as plt
# Stützpunkte
xp = np.arange(1, 6)
yp = (0, -5, 2, 7, 6)
ti = np.arange(1, 5, 0.01)
i1 = scipy.interpolate.interp1d(xp, yp, kind = "linear")
i2 = scipy.interpolate.interp1d(xp, yp, kind = "cubic")
plt.plot(xp, yp, "rx")
plt.plot(xp, i1(xp))
plt.plot(ti, i2(ti))
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_interpol1.png]]
= Differenzialrechnung =
== Numerisches Differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
from findiff import Diff
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
x = np.linspace(0, 10, 1000)
f = 5 * x * np.sin(x)
dx = x[1] - x[0]
# Ableitung
d_dx = Diff(0, dx)
df_dx = d_dx(f)
# Grafik
plt.plot(x, f, label = "y")
plt.plot(x, df_dx, label = "y'")
plt.grid()
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
<small>findiff ist ein externes Modul. Dieses muss installiert werden (z.B. so: ...\Python\Scripts\pip.exe install --upgrade findiff). Für die Vorgehensweise unter openSUSE Tumbleweed siehe das Kapitel [[Ing_Mathematik:_Python#Mit_VPython | VPython]], nur dass das Ganze mit einer aktuelleren Python-Version exekutiert wird, z.B. mit Python 3.13. Das im Buch "Steinkamp: Der Python-Kurs für Ingenieure und Naturwissenschaftler, Rheinwerk" verwendete Modul "scipy.misc" ist veraltet (deprecated ... missbilligt). Lt. [https://docs.scipy.org/doc/scipy-1.17.0/dev/roadmap-detailed.html#misc SciPy-Dokumentation für die Version 1.17.0] wurden alle entsprechenden Features schon entfernt.</small>
== Symbolisches Differenzieren ==
Differenzieren Sie die Funktionen <math>f_1(x) = x^2</math> und <math>f_2(x) = \sin(x)\cos\left(\frac{x}{2}\right)</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f1 = x**2;
f2 = sympy.sin(x) * sympy.cos(x/2.)
d1 = sympy.diff(f1, x)
d2 = sympy.diff(f2, x)
print(d1)
print(d2)
Ausgabe:
2*x
-0.5*sin(0.5*x)*sin(x) + cos(0.5*x)*cos(x)
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Numerisches Integrieren ==
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math>.
import scipy
def f(x):
return x**2
i = scipy.integrate.quad(f, 0, 3)
print(i)
Ausgabe:
(9.000000000000002, 9.992007221626411e-14)
Das trifft den exakten Wert 9.0 ziemlich genau.
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{\infty} 2^{-x} dx</math>.
import scipy
import numpy as np
def f(x):
return 2**(-x)
i = scipy.integrate.quad(f, 0, np.inf)
print(i)
Ausgabe:
(1.4426950408889556, 4.486558477977586e-09)
== Symbolisches Integrieren ==
Berechnen Sie <math>\int x^2 \text{d}x</math> und <math>\int \sin{x}\cos{\frac{x}{2}} \text{d}x</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f1 = x**2
f2 = sympy.sin(x) * sympy.cos(x/2.)
i1 = sympy.integrate(f1, x)
i2 = sympy.integrate(f2, x)
print(i1)
print(i2)
Ausgabe:
x**3/3
-0.666666666666667*sin(0.5*x)*sin(x) - 1.33333333333333*cos(0.5*x)*cos(x)
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{\infty} 2^{-x} \text{d}x</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f = 2**(-x)
i = sympy.integrate(f, (x, 0, sympy.oo))
print(i)
Ausgabe:
1/log(2)
<code>sympy.oo</code> steht für das {{W|Unendlichzeichen}} <math>\infty</math> (die liegende Acht oder das Möbiusband). Mit <code>sympy.pprint(i)</code> ließe sich letzere Ausgabe etwas schöner schreiben:
1
──────
log(2)
Man beachtete, <code>log</code> steht hier für den natürlichen Logarithmus <code>ln</code>.
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von 1 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4.
* Integrieren Sie <math>\int x^x(\log (x) + 1)\mathrm dx</math> symbolisch.
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== DGL numerisch lösen ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen steht u.a. die Funktion scipy.integrate.solve_ivp() zur Verfügung. Diese Funktion implementiert auch das Runge-Kutta-Verfahren (RK45).
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
import scipy
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
def dy_dx(x, y):
return x**2 + y**3
y0 = [1]
xi = [0, 1]
x = np.arange(0, 1, 0.01)
z = scipy.integrate.solve_ivp(dy_dx, xi, y0, method="RK45", dense_output=True)
y = z.sol(x)
plt.plot(x, y.T)
plt.grid()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_dgl1.png]]
== DGL symbolisch lösen ==
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
import sympy
x = sympy.symbols("x")
y = sympy.Function("f")(x)
dgl = x**2 + y**3
lsg = sympy.dsolve(dgl, y)
print(lsg)
Ausgabe:
[Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)), Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)*(-1 - sqrt(3)*I)/2), Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)*(-1 + sqrt(3)*I)/2)]
Mit <code>sympy.pprint</code> (pretty print) lässt sich die Ausgabe etwas übersichtlicher darstellen.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
y = sympy.Function("f")(x)
dgl = x**2 + y**3
lsg = sympy.dsolve(dgl, y)
sympy.pprint(lsg)
Ausgabe:
⎡ _____ _____ ⎤
⎢ _____ 3 ╱ 2 3 ╱ 2 ⎥
⎢ 3 ╱ 2 ╲╱ -x ⋅(-1 - √3⋅ⅈ) ╲╱ -x ⋅(-1 + √3⋅ⅈ)⎥
⎢f(x) = ╲╱ -x , f(x) = ────────────────────, f(x) = ────────────────────⎥
⎣ 2 2 ⎦
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Python. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
=Laplace-Transformation=
Laplace-Transformation:
<math>F(s) =\mathcal{L} \left\{f\right\}(s) = \int_{0}^{\infty} f(t) \mathrm e^{-st} \,\mathrm{d}t, \qquad s\in\mathbb{C}
</math>
Inverse Laplace-Transformation:
<math>\mathcal{L}^{-1} \left\{F\right\}(t)
= \frac{1}{2 \pi \mathrm j} \int_{ \gamma - \mathrm j \infty}^{ \gamma + \mathrm j \infty} \mathrm e^{st} F(s)\,\mathrm ds
= \begin{cases}
f(t) & \text{für } t \geq 0 \\
0 & \text{für } t < 0
\end{cases}
</math>
Siehe auch [[Ing_Mathematik:_Laplace-Transformation]]
Code:
import sympy
from sympy.abc import t, s
# Laplace-Transformation der Funktion f(t) = 1 (Heaviside-Fkt.)
f = 1
# alternativ: f = sympy.Heaviside(t)
F = sympy.laplace_transform(f, t, s, noconds=True)
print("Laplace-Transformierte F(s):", F)
# Inverse Laplace-Transformation zurück in den Zeitbereich
f_inv = sympy.inverse_laplace_transform(F, s, t)
print("Inverse Transformation f(t):", f_inv)
Ausgabe:
Laplace-Transformierte F(s): 1/s
Inverse Transformation f(t): Heaviside(t)
Die Zeile
from sympy.abc import t, s
steht alternativ für
t = sympy.symbols("t")
s = sympy.symbols("s")
=Fourier-Reihen=
<math>
f(x)\approx \frac{a_{0}}{2}+\sum_{k=1}^{\infty}\left(a_{k}\cos\left(kx\right)+b_{k}\sin\left(kx\right)\right)
</math>
<math>
a_{k} = \frac{1}{\pi}\int_{-\pi}^{\pi}f(x)\cdot\cos\left(kx\right)\mathrm dx\quad\text{für }k\geq0
</math>
<math>
b_{k} = \frac{1}{\pi}\int_{-\pi}^{\pi}f(x)\cdot\sin\left(kx\right)\mathrm dx\quad\text{für }k\geq1
</math>
Für die Sägezahnfunktion <math>y=x;\, 0 < x < 2\pi</math> sei die Fourierreihe mit einem Python-Programm (unter Mithilfe von sympy) hergeleitet.
Code:
from sympy import fourier_series, pi, symbols, pprint
x = symbols('x')
f = x
s = fourier_series(f, (x, 0, 2*pi))
pprint(s.truncate(n=4))
Ausgabe:
2⋅sin(3⋅x)
-2⋅sin(x) - sin(2⋅x) - ────────── + π
3
Siehe auch [[Ing Mathematik: Fourierreihen]].
Ein komplizierteres Beispiel:
[[Datei:IngMath fourier bsp13.svg | 300px]]
<math>0\le t < T/2\text{:}\quad f(t) = H</math>
<math>T/2 \le t \le T\text{:}\quad f(t) = \frac{2H}{T}\left( t-\frac{T}{2}\right)</math>
Code:
import sympy as sp
H = sp.Symbol('H', positive=True)
T = sp.Symbol('T', positive=True)
t = sp.Symbol('t')
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T/2)),
(2*H/T*(t-T/2), (t > T/2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
Ausgabe:
⎛2⋅π⋅t⎞ ⎛4⋅π⋅t⎞ ⎛6⋅π⋅t⎞ ⎛2⋅π⋅t⎞ ⎛6⋅π⋅t⎞
H⋅sin⎜─────⎟ H⋅sin⎜─────⎟ H⋅sin⎜─────⎟ 2⋅H⋅cos⎜─────⎟ 2⋅H⋅cos⎜─────⎟
⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ 3⋅H
──────────── - ──────────── + ──────────── + ────────────── + ────────────── + ───
π 2⋅π 3⋅π 2 2 4
π 9⋅π
=Rechnen mit wirklich großen Zahlen=
Bekannt ist, dass Python kaum Einschränkungen beim Wertebereich von Ganzzahlen hat, z.B.
print(10**300)
Ausgabe (gekürzt):
100000000000000000000...00000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000
Ähnliches geht auch mit Gleitpunktzahlen, z.B. durch die Verwendung des Moduls mpmath:
import mpmath
print(mpmath.mpf(1500.4)**mpmath.mpf(300))
Ausgabe:
7.27975299218612e+952
Anderes Beispiel:
from mpmath import mp, pi
mp.dps = 100
print(pi)
Ausgabe:
3.141592653589793238462643383279502884197169399375105820974944592307816406286208998628034825342117068
mpmath kann noch einiges mehr, dazu sei aber auf die entsprechende Dokumentation auf der mpmath-Homepage verwiesen. mpmath ist Bestandteil von SymPy, kann aber auch separat installiert werden.
Aber auch Python selbst besitzt eine Möglichkeit, um mit großen bzw. exakten Gleitpunktzahlen zu rechnen, nämlich das interne Modul decimal. Dieses hat einige Vorteile gegenüber mpmath, aber auch gravierende Nachteile. Diese seien hier nicht detailliert aufgezählt. Grob gesagt hat decimal im Finanzwesen seine Berechtigung. Für wissenschaftliche Anwendungen wird aber mpmath vorzuziehen sein, da es u.a. vielfältige mathematische Funktionen bereit stellt. Nachfolgend ein einfaches Beispiel mit decimal:
import decimal
print("Potenzierung:", decimal.Decimal(1500.4) ** decimal.Decimal(300.0))
print("Einfache Addition:", 0.1 + 0.2)
decimal.getcontext().prec = 50
print("Addition mit decimal:", decimal.Decimal("0.1") + decimal.Decimal("0.2"))
Ausgabe:
Potenzierung: 7.279752992186121551039839134E+952
Einfache Addition: 0.30000000000000004
Addition mit decimal: 0.3
<u>Aufgabe:</u> Recherchieren Sie im Internet die genauen Vor- und Nachteile von decimal und mpmath. Verwenden Sie dazu auch KI (z.B. von Google, chatgpt).
=Regelungstechnische Aufgabenstellungen=
Für regelungstechnische Aufgaben gibt es u.a. das externe Paket <code>control</code>. Hier soll nicht detailliert darauf eingegangen werden. Anhand eines Beispiels soll anschließend nur die Visualisierung in Form eines Bode-Diagramms und der Sprungantwort gezeigt werden. Gegeben sei ein P-Regler mit <math>R = \frac{5}{2}</math> und eine Strecke <math>S= \frac{1}{30s^3+20s^2+10s+1,5}</math>. Gesucht sei vorerst ein Bode-Diagramm für den offenen Regelkreis und das Führungsverhalten.
import numpy as np
import control as ct
import matplotlib.pyplot as plt
zaehler1 = np.array([1.])
nenner1 = np.array([30., 20., 10., 1.5])
strecke = ct.tf(zaehler1, nenner1)
zaehler2 = np.array([5.])
nenner2 = np.array([2.])
regler = ct.tf(zaehler2, nenner2)
G0 = regler*strecke # oder: G0 = ct.series(regler, strecke)
Gw = ct.feedback(G0)
ct.bode_plot(G0, label='G0')
ct.bode_plot(Gw, label='Gw')
plt.show()
[[Datei:PythonIng_bode1.svg]]
Nun noch für obiges Beispiel die Sprungantwort. Diese zeigt einige große Überschwinger, d.h. der Regler kann sicher noch optimiert werden.
import numpy as np
import control as ct
import matplotlib.pyplot as plt
zaehler1 = np.array([1.])
nenner1 = np.array([30., 20., 10., 1.5])
strecke = ct.tf(zaehler1, nenner1)
zaehler2 = np.array([5.])
nenner2 = np.array([2.])
regler = ct.tf(zaehler2, nenner2)
G0 = regler*strecke
Gw = ct.feedback(G0)
t, y = ct.step_response(Gw)
plt.plot(t,y)
plt.title('Sprungantwort')
plt.xlabel('t')
plt.ylabel('h(t)')
plt.grid()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_bode3.svg]]
Einige weitere wichtige Daten (Phasenreserve, Amplitudenreserve, Durchtrittsfrequenz) lassen sich mittels der <code>control</code>-Funktion <code>margin()</code> ermitteln. Die Ortskurve lässt sich mit der Funktion <code>nyquist_plot()</code> zeichnen. Dies sei hier aber nicht weiter ausgeführt.
==Aufgaben==
* Zeichen Sie mit Python die Ortskurve für obiges Beispiel.
* Was passiert, wenn man die Reglerverstärkung weiter aufdreht (z.B. auf <math>R = \frac{25}{2}</math>)?
* Wie sehen das Bode-Diagramm und die Sprungantwort aus, wenn ein PI-Regler verwendet wird?
= Stereostatik etc. =
Das Modul SymPy bietet einige Möglichkeiten einfache Bauwerke zu berechnen, z.B. Balken oder Fachwerke. Nachfolgend wird ein einfaches Fachwerk berechnet und gezeichnet.
Python-Code:
from sympy.physics.continuum_mechanics.truss import Truss
t = Truss()
# Knoten
t.add_node(("A", -3, 0), ("B", 0, 0), ("C", 4, 0), ("D", 7, 0),
("E", 6, 1.5), ("F", 2, 3), ("G", -2, 1.5))
# Stäbe
t.add_member(("AB","A","B"), ("BC","B","C"), ("CD","C","D"))
t.add_member(("AG","A","G"), ("GB","G","B"), ("GF","G","F"))
t.add_member(("BF","B","F"), ("FC","F","C"), ("CE","C","E"))
t.add_member(("FE","F","E"), ("DE","D","E"))
# Auflager; roller ... Loslager, pinned ... Festlager
t.apply_support(("A","roller"), ("D","pinned"))
# Einwirkende Kräfte
t.apply_load(("G", 5, 270), ("E", 3, 90))
# Berechnung
t.solve()
print("Reaction Forces: ", t.reaction_loads)
print("Internal Forces: ", t.internal_forces)
# Fachwerk zeichnen
p = t.draw()
p.show()
Ausgabe auf der Konsole:
Reaction Forces: {'R_A_y': 4.20000000000000, 'R_D_x': 0, 'R_D_y': -2.20000000000000}
Internal Forces: {'AB': 2.80000000000000, 'BC': 0.333333333333333, 'CD': -1.46666666666667,
'AG': -5.04777178564958, 'GB': -2.05555555555556, 'GF': -1.23413387432364,
'BF': 0.411111111111111*sqrt(13), 'FC': -0.3*sqrt(13), 'CE': 1.50000000000000,
'FE': 0.284800124843917, 'DE': 2.64407093534026}
Zeichnung:
[[File:PythonIng_fachwerk1.svg|300px]]
Details zu diesem Thema siehe z.B. [https://docs.sympy.org/latest/modules/physics/continuum_mechanics/index.html Continuum Mechanics] oder [https://docs.sympy.org/latest/tutorials/physics/continuum_mechanics/index.html Continuum Mechanics Tutorials]. Auch andere mechanische Probleme werden von SymPy abgehandelt ([https://docs.sympy.org/latest/tutorials/physics/index.html Physics Tutorials]).
== Aufgabe ==
Gegeben sei ein einseitig eingespannter Kragträger. Belastet wird er durch eine Einzellast am Trägerende. Für die Daten siehe folgende ASCII-Skizze:
| 20 kN
//|---> x |
//| V
//|----------------------
//| 10 m |
Elastizitätsmodul E = 2,1*10⁵ N/mm²
Flächenträgheitsmoment I = 0.001 m⁴
Berechnen Sie die Auflagerreaktionen, den Querkraft- und Biegemomentenverlauf, sowie die Verformungen.
Stellen Sie dies mit Hilfe von SymPy graphisch und auch mittels Formeln dar. Verwenden Sie dazu auch pprint (pretty print) aus dem SymPy-Modul. Zwecks Lösungsansatz siehe die oben aufgeführte Seite "Continuum Mechanics Tutorials". Achten Sie auch auf die Einheiten! Kontrollieren Sie das Ganze mittels händischer Rechnung. In dem genannten Tutorial ist von "Singularity Functions" die Rede. Gemeint ist damit in diesem Kontext die {{W|Föppl-Klammer}}.
Einige Python-Programme, vorrangig zu Maschinenelementen, finden sich auf [https://baymp.de/download_python.html BayMP für Python] (Balken, Zahnräder, Stabknickung usw.).
=Thermodynamik=
== PYroMat ==
Für thermodynamische Aufgabenstellungen gibt es verschiedene externe Module. Eines davon ist PYroMat (siehe auch [http://pyromat.org]). Damit lassen sich thermodynamische Stoffdaten für viele Substanzen berechnen.
Beispiel (einige Stoffdaten für Wasser bei 400°C und 20 bar berechnen):
import pyromat as pm
# Wasserdaten laden:
H2O = pm.get('mp.H2O')
# Stoffdaten berechnen:
T = 673.15 # Temperatur in Kelvin
p = 20 # Druck in bar
v = H2O.v(T, p)
h = H2O.h(T, p)
s = H2O.s(T, p)
print(f"Spezifisches Volumen: {v} m³/kg")
print(f"Spezifische Enthalpie: {h} kJ/kg")
print(f"Spezifische Entropie: {s} kJ/(kg K)")
Ausgabe:
Spezifisches Volumen: [0.1512163] m³/kg
Spezifische Enthalpie: [3248.3789473] kJ/kg
Spezifische Entropie: [7.12924142] kJ/(kg K)
<small>
PYroMat muss vorab installiert werden (z.B. mittels pip, in eine virtuelle Umgebung)
</small>
<code>mp</code> steht für "multi phase". Für ein ideales Gas wäre <code>ig</code> zuständig, z.B. <code>'ig.O2'</code>.
Beispiel (T-s-Diagramm für Wasser zeichnen):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
import pyromat as pm
# Konfigurieren
pm.config["unit_pressure"] = "bar"
pm.config["unit_temperature"] = "K"
fluid = pm.get("mp.H2O")
# Temperaturbereich für das Nassdampfgebiet
T_tripel = 273.16
T_crit = 647.096
T = np.linspace(T_tripel, T_crit - 0.1, 200)
# Sättigungslinien berechnen und zeichnen
for x in np.linspace(0.0, 1.0, 5):
s = fluid.s(T=T, x=x)
if(x<=0.0):
plt.plot(s, T, label="Siedelinie x=%3.1f" % x, linewidth=2.0)
elif(x>=1.0):
plt.plot(s, T, label="Taulinie x=%3.1f" % x, linewidth=2.0)
else:
plt.plot(s, T, label="x=%3.1f" % x, linewidth=1.0)
# Isobaren zeichnen
p_values = [0.1, 1, 10, 50, 100]
T_isobar = np.linspace(T_tripel, 1000, 200)
t = 0.7
for p in p_values:
s_iso = fluid.s(T=T_isobar, p=p)
plt.plot(s_iso, T_isobar, 'k-', alpha=0.8, linewidth=0.8)
t += .05
idx = int(len(s_iso) * t)
plt.text(s_iso[idx], T_isobar[idx], f"{p} bar", fontsize=9, alpha=0.8)
# Diagramm zeichnen
plt.title("T-s-Diagramm für Wasser")
plt.xlabel("Spezifische Entropie s in kJ/kg K", fontsize=10)
plt.ylabel("Temperatur T in K", fontsize=10)
plt.legend(loc="best")
plt.grid(True)
plt.show()
Ausgabe (in etwa so):
[[Datei:T-s-Diagramm fuer Wasser.svg|400px]]
== CoolProp ==
Auch mit CoolProp können Stoffdaten berechnet werden. Siehe auch [https://coolprop.org/coolprop/wrappers/Python/index.html]
Beispiel (Wasser bei 20bar und 400°C):
import CoolProp.CoolProp as CP
fluid = 'Water'
T = 673.15 # Temperatur in Kelvin
P = 20e5 # Druck in Pascal
dichte = CP.PropsSI('D', 'T', T, 'P', P, fluid)
enthalpie = CP.PropsSI('H', 'T', T, 'P', P, fluid)
entropie = CP.PropsSI('S', 'T', T, 'P', P, fluid)
print(f"Spez. Volumen: {1/dichte:.6f} m³/kg")
print(f"Spez. Enthalpie: {enthalpie:.2f} J/kg")
print(f"Spez. Entropie: {entropie:.2f} J/kgK")
Ausgabe:
Spez. Volumen: 0.151215 m³/kg
Spez. Enthalpie: 3248344.02 J/kg
Spez. Entropie: 7129.16 J/kgK
== iapws ==
Um Werte für Wasser(dampf) zu erhalten (IAPWS; '''I'''nternational '''A'''ssociation for the '''P'''roperties of '''W'''ater and '''S'''team) gibt es die Bibliothek iapws. Siehe auch [https://iapws.org/] und [https://pypi.org/project/iapws/]
Beispiel (Wasser für 20bar und 400°C):
from iapws import IAPWS97
dampf = IAPWS97(P=2.0, T=673.15)
print(f"Spezifisches Volumen: {dampf.v:.6f} m³/kg")
print(f"Spezifische Enthalpie: {dampf.h:.2f} kJ/kg")
print(f"Spezifische Entropie: {dampf.s:.4f} kJ/(kgK)")
print(f"Phase: {dampf.phase}")
Ausgabe:
Spezifisches Volumen: 0.151208 m³/kg
Spezifische Enthalpie: 3248.23 kJ/kg
Spezifische Entropie: 7.1290 kJ/(kgK)
Phase: Gas
== TESPy ==
Ein anderes Modul für einen anderen Aufgabenzweck ist TESPy ('''T'''hermal '''E'''ngineering '''S'''ystems in '''Py'''thon). Dieses Modul ist für die Anlagensimulation zuständig. Für nähere Informationen siehe [https://tespy.readthedocs.io/en/main/getting_started/introduction.html]. Als Beipiel sei hier vorerst Code, der von der Google KI generiert wurde, angeführt. Der Code wurde überarbeitet, damit keine Warnungen auftreten. Bitte aber den Code trotzdem mit Vorsicht genießen, auch KI-generierter Code kann Fehler aufweisen. Eine Pumpe wird berechnet:
from tespy.components import Sink, Source, Pump
from tespy.connections import Connection
from tespy.networks import Network
# 1. Netzwerk definieren (Zentrales Steuerungselement)
# Wir wählen Wasser als Fluid und bar/Celsius als Einheiten
nw = Network(fluids=["water"])
nw.units.set_defaults(pressure="bar", pressure_difference="bar",
temperature="°C", enthalpy="kJ / kg")
# 2. Komponenten erstellen
eingang = Source("Wasserquelle")
ausgang = Sink("Wasserspeicher")
pumpe = Pump("Speisewasserpumpe")
# 3. Verbindungen definieren (Komponenten miteinander verknüpfen)
c1 = Connection(eingang, "out1", pumpe, "in1")
c2 = Connection(pumpe, "out1", ausgang, "in1")
# Verbindungen dem Netzwerk hinzufügen
nw.add_conns(c1, c2)
# 4. Randbedingungen und Parameter festlegen
# Zustand am Eingang (Druck, Temperatur, Massenstrom, Fluid-Zusammensetzung)
c1.set_attr(
v=1, # Massenstrom: 1 kg/s
T=20, # Temperatur: 20 °C
p=1, # Druck: 1 bar
fluid={"water": 1}, # 100% Wasser
)
# Zustand am Ausgang / Zielwerte der Pumpe
c2.set_attr(p=10) # Ziel-Druck nach der Pumpe: 10 bar
# Pumpeneigenschaften festlegen
pumpe.set_attr(eta_s=0.8) # Isentroper Wirkungsgrad von 80%
# 5. Simulation ausführen
nw.solve(mode="design")
# 6. Ergebnisse ausgeben
nw.print_results()
# Spezifische Werte direkt auslesen
print("\n--- Auswertung ---")
print(f"Erforderliche Pumpenleistung: {pumpe.P.val / 1000:.2f} kW")
print(f"Temperatur nach der Pumpe: {c2.T.val:.2f} °C")
Ausgabe (gekürzt):
iter | residual | progress | massflow | pressure | enthalpy | fluid | component
-------+------------+------------+------------+------------+------------+------------+------------
1 | 7.04e+04 | 12 % | 9.96e+02 | 0.00e+00 | 8.81e+04 | 0.00e+00 | 0.00e+00
2 | 5.91e-12 | 100 % | 1.11e-13 | 0.00e+00 | 7.39e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
3 | 5.80e-12 | 100 % | 0.00e+00 | 0.00e+00 | 7.25e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
4 | 5.80e-12 | 100 % | 0.00e+00 | 0.00e+00 | 7.25e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
Total iterations: 4, Calculation time: 0.01 s, Iterations per second: 480.85
##### RESULTS (Pump) #####
+-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------+
| | P | pr | dp | eta | eta_s | head |
|-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------|
| Speisewasserpumpe | 1.12e+06 | 1.00e+01 | -9.00e+00 | 8.00e-01 | 8.00e-01 | 9.19e+01 |
+-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------+
...
...
--- Auswertung ---
Erforderliche Pumpenleistung: 1124.77 kW
Temperatur nach der Pumpe: 20.07 °C
= Stochastik =
Die {{W|Stochastik}} ist ein sehr weites Feld. Hier werden etliche wichtige Themen kurz angerissen. Python stellt mit den Moduln math und statistics Software zu diesem Zwecke bereit. math und statistics sind bereits im Lieferumfang von Python enthalten. Aber auch mit den externen Modulen NumPy, SciPy, stochastic und pandas kann man Stochastik in Python betreiben. Die Theorie der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik soll etwas später in Band 5 dieser Buchreihe behandelt werden.
== Lageparameter ==
import statistics
werte = [1, 3, 4, 4, 1, 7, 9, 1, 2, 3]
m1 = statistics.mean(werte)
m2 = statistics.mode(werte)
m3 = statistics.median(werte)
print("Arithmetischer Mittelwert = ", m1)
print("Modalwert = ", m2)
print("Median = ", m3)
Ausgabe:
Arithmetischer Mittelwert = 3.5
Modalwert = 1
Median = 3.0
== Streuungsparameter ==
Beispiel (Berechnung der Standardabweichung):
import statistics
werte = [1, 3, 4, 4, 1, 7, 9, 1, 2, 3]
s = statistics.stdev(werte)
print("Standardabweichung = ", s)
Ausgabe:
Standardabweichung = 2.6770630673681683
Beispiel (Berechnung des Variationskoeffizienten V = Standardabweichung/Mittelwert)
import numpy as np
from scipy import stats
import statistics
k = 50
dat1 = [14, 21, 18, 25, 30, 17, 20]
dat = np.array(dat1)
# Mit SciPy
v = stats.variation(dat)
vddof = stats.variation(dat, ddof=1)
print("V SciPy: ", v)
print("V DDOF SciPy: ", vddof)
print(k*"-")
# mit NumPy
mittelwert1 = np.mean(dat)
std_abw1 = np.std(dat)
std_abw1ddof = np.std(dat, ddof=1)
v1= std_abw1 / mittelwert1
v1ddof = std_abw1ddof / mittelwert1
print("Mittelwert NumPy: ", mittelwert1)
print("Std.abw. NumPy: ", std_abw1)
print("Std.abw. DDOF NumPy: ", std_abw1ddof)
print("V NumPy: ", v1)
print("V DDOF NumPy: ", v1ddof)
print(k*"-")
# nur mit reinem Python
mittelwert2 = statistics.mean(dat1)
std_abw2 = statistics.stdev(dat1)
v2 = std_abw2 / mittelwert2
print("Mittelwert Python: ", mittelwert2)
print("Std.abw. Python: ", std_abw2)
print("V Python:", v2)
print(k*"-")
Ausgabe:
V SciPy: 0.23890355966467272
V DDOF SciPy: 0.25804533701889254
--------------------------------------------------
Mittelwert NumPy: 20.714285714285715
Std.abw. NumPy: 4.948716593053935
Std.abw. DDOF NumPy: 5.3452248382484875
V NumPy: 0.23890355966467272
V DDOF NumPy: 0.2580453370188925
--------------------------------------------------
Mittelwert Python: 20.714285714285715
Std.abw. Python: 5.3452248382484875
V Python: 0.2580453370188925
--------------------------------------------------
Der Unterschied bei der Standardabweichung zwischen reinem Python und den externen Bibliotheken SciPy und NumPy entsteht dadurch, dass einmal durch (n-1) und das andere Mal nur durch n dividiert wird. Dies kann bei NumPy und SciPy dadurch entschärft werden, indem <code>ddof=1</code> gesetzt wird. ddof steht für '''D'''elta '''D'''egrees '''o'''f '''F'''reedom.
== Kombinatorik ==
Beispiel:
import math
n = 7
k = 5
print("n! = ", math.factorial(n))
print("Kombinationen (n über k) = ", math.comb(n, k))
Ausgabe:
n! = 5040
Kombinationen (n über k) = 21
Siehe zu diesem Thema auch [[Ing Mathematik: Permutationen, Kombinationen, binomischer Lehrsatz]]. Die Anzahlen lassen sich einfach aus den dortigen Formeln ermitteln, z.B. bei Permutationen mit <math>n!</math> oder Variationen mit Wiederholungen als <math>n^k</math>. Will man die Kombinationen oder Variationen aber auch als Liste ausgeben, so kann das Modul <code>itertools</code> nützlich sein.
Beispiel (Variationen ohne Wiederholung):
from itertools import permutations
menge = ["A", "B", "C", "D"] # n = 4
k = 3
variationen = list(permutations(menge, k))
for v in variationen:
print("".join(v))
print(50*"-")
print(len(variationen))
Ausgabe (gekürzt):
ABC
ABD
ACB
...
DCA
DCB
--------------------------------------------------
24
Siehe zum Modul <code>itertools</code> auch die Website [https://docs.python.org/3/library/itertools.html].
* Variationen mit Wiederholung: <code>itertools.product()</code>
* Kombinationen ohne Wiederholung: <code>itertools.combinations()</code>
* Kombinationen mit Wiederholung: <code>itertools.combinations_with_replacement()</code>
== Zufallszahlen ==
Beispiel:
import random
# Ganzzahlige Zufallszahl von 1 bis 10
zufallszahl1 = random.randint(1, 10)
# Gleitpunktzahlen
# zwischen 0.0 und 1.0
zufallszahl2 = random.random()
# Zahl zwischen 1.5 und 9.5
zufallszahl3 = random.uniform(1.5, 9.5)
# aus Liste auswählen
farbe = ["Rot", "Grün", "Blau"]
zufallswert = random.choice(farbe)
print(zufallszahl1)
print(zufallszahl2)
print(zufallszahl3)
print(zufallswert)
Ausgabe, z.B.:
5
0.14147945849015753
6.894003397570905
Rot
Benötigt man mehrere Zufallszahlen, so ist das Modul <code>numpy</code> zu bevorzugen, z.B.:
* Normalverteilung: <code>np.random.normal(...)</code>
* Gleichverteilung: <code>np.random.uniform(...)</code>
== Histogramm ==
Zum Thema Histogramm siehe {{W|Histogramm}}.
Beispiel (mit Matplotlib):
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
daten = np.random.normal(loc=50, scale=10, size=1000)
plt.hist(daten, bins=25, edgecolor='darkgray')
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_histogramm.svg|300px]]
Beispiel (mit Seaborn):
import matplotlib.pyplot as plt
import seaborn as sns
import numpy as np
daten = np.random.normal(loc=50, scale=10, size=1000)
sns.set_theme(style="darkgrid")
sns.histplot(data=daten)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_histogramm2.svg|300px]]
Das Kürzel <code>sns</code> ist Konvention und steht für die fiktive Figur '''S'''amuel '''N'''orman '''S'''eaborn aus der US-Fernsehserie {{W|The West Wing – Im Zentrum der Macht | The West Wing}}.
== Box-Plot ==
[[File:Elements of a boxplot.svg|400px]]
Siehe auch {{W|Box-Plot}}.
Beispiel (mit Seaborn erstellt):
import seaborn as sns
import matplotlib.pyplot as plt
df = sns.load_dataset("tips")
sns.boxplot(data=df, x="day", y="tip", hue="day", legend=False)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_boxplot.svg|400px]]
Beispiel (mit Matplotlib erstellt):
import matplotlib.pyplot as plt
daten = [12, 15, 18, 19, 22, 25, 28, 30, 31, 35, 42, 55, 12, 25]
plt.boxplot(daten, patch_artist=True)
plt.title("Boxplot mit Matplotlib")
plt.ylabel("Daten")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_boxplot2.svg|300px]]
Um mehrere Box-Plots unterschiedlicher Farbe mit Matplotlib in einem Diagramm zu zeichnen, können Sie folgendermaßen vorgehen:
import matplotlib.pyplot as plt
daten = [[12, 15, 18, 19, 22, 25, 28, 30, 31, 35, 42, 55, 12, 25],
[10, 19, 20, 21, 20, 30, 19, 40, 11, 17, 19, 21]]
farben = ["green", "blue"]
boxplot = plt.boxplot(daten, patch_artist=True)
for patch, farbe in zip(boxplot['boxes'], farben):
patch.set_facecolor(farbe)
plt.title("Boxplot mit Matplotlib")
plt.ylabel("Daten")
plt.show()
== Regressionsrechnung ==
Beispiel:
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
# Messpunkte
x = np.array([1, 3, 5, 6, 8, 10, 20])
y = np.array([3, 4, 5, 5, 7, 9, 11])
# Regressionskurve (Grad 1 = lineare Regression, 2 = Polynom-Regression 2. Gr.)
# y = kx + d
k, d = np.polyfit(x, y, deg=1)
# y = ax**2 + bx + c
a, b, c = np.polyfit(x, y, deg=2)
x_l = np.linspace(1, 20, 100)
y_p = a * x_l**2 + b * x_l + c
# Zeichnen
plt.scatter(x, y, color='green', label='Messpunkte')
plt.plot(x, k*x + d, color='blue', label='Regressionsgerade')
plt.plot(x_l, y_p, color='red', label='Regressionspolynom 2. Gr.')
plt.xlabel('x')
plt.ylabel('y')
plt.grid()
plt.axis("equal")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_regression.svg|400px]]
== Korrelationsrechnung ==
Beispiel:
import pandas as pd
import matplotlib.pyplot as plt
# Messdaten
x = [1, 3, 4, 5, 6]
y = [2, 4, 6, 8, 5]
daten = {'X': x, 'Y': y}
df = pd.DataFrame(daten)
# Korrelation
korr = df['X'].corr(df['Y'])
print(f"Korrelationskoeff.: {korr}")
# Messpunkte zeichnen
plt.scatter(x, y, color='green', label='Messpunkte')
plt.grid()
plt.axis("equal")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
Korrelationskoeff.: 0.7556096518348252
[[Datei:IngMath_korrelation.svg|300px]]
== Mengen und Venn-Diagramme ==
Beispiel:
import matplotlib.pyplot as plt
from matplotlib_venn import venn2
menge_a = {1, 2, 3, 4, 5, 6}
menge_b = {4, 5, 6, 7, 8}
vereinigung = menge_a | menge_b
schnitt = menge_a & menge_b
print("Vereinigungsmenge = ", vereinigung)
print("Schnittmenge = ", schnitt)
venn2([menge_a, menge_b], set_labels=('Menge A', 'Menge B'))
plt.show()
Ausgabe:
Vereinigungsmenge = {1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8}
Schnittmenge = {4, 5, 6}
[[Datei:IngMath_venn.svg|300px]]
Siehe auch {{W|Mengendiagramm#Venn-Diagramme}}.
== Verteilungs- und Dichtefunktion ==
* CDF ... '''C'''umulative '''D'''istribution '''F'''unction, Verteilungsfunktion
* PDF ... '''P'''robability '''D'''ensity '''F'''unction, Dichtefunktion
Beispiel (Normalverteilung):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
from scipy.stats import norm
my, sigma = 0, 1
x = np.linspace(-4, 4, 50)
pdf = norm.pdf(x, my, sigma)
cdf = norm.cdf(x, my, sigma)
plt.plot(x, pdf, lw=2, label="Dichtefunktion")
plt.plot(x, cdf, lw=2, label="Verteilungsfunktion")
plt.legend()
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_cdf_pdf.svg|300px]]
Beispiel (<math>\chi^2</math>-Verteilung):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
import scipy.stats as stats
x = np.linspace(0, 20, 500)
# df ... degree of freedom, Freiheitsgrad
pdf = (stats.chi2.pdf(x, df=2), stats.chi2.pdf(x, df=5), stats.chi2.pdf(x, df=10))
for i in range(0,3):
if(i==0):
lab = "Freiheitsgrad 2"
elif(i==1):
lab = "Freiheitsgrad 5"
else:
lab = "Freiheitsgrad 10"
plt.plot(x, pdf[i], label=lab, lw=2)
plt.grid()
plt.legend()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_chi2.svg | 300px]]
== Schätzen und Testen ==
=== Intervallschätzung ===
Als Beispiel seien Daten gegeben, die von ''Dürr, Mayer: Wahrscheinlichkeitsrechnung und Schließende Statistik; 7. Aufl., Hanser, 2014, Seite 137'' stammen. Und zwar soll das 95%-Vertrauensintervall für den Mittelwert des Kaloriengehalts (kcal/100g) von Hähnchen ermittelt werden. Wir wollen das mit Python inkl. NumPy und SciPy durchführen. Die Stichprobe ist groß (50 Hähnchen):
Python-Code:
import numpy as np
import scipy.stats as stats
# Stichprobe
daten = [309, 202, 234, 252, 240, 225, 241, 212, 118, 191,
236, 204, 213, 220, 219, 218, 195, 159, 195, 206,
207, 232, 215, 210, 204, 332, 241, 225, 235, 193,
238, 187, 189, 203, 190, 252, 227, 212, 180, 178,
242, 236, 174, 240, 195, 223, 213, 209, 200, 203]
# Parameter definieren
konfidenzniveau = 0.95
mean = np.mean(daten)
std = np.std(daten, ddof=1)
stdfehler = stats.sem(daten)
intervall = stats.norm.interval(confidence=konfidenzniveau, loc=mean, scale=stdfehler)
print(f"Mittelwert: {mean}")
print(f"Standardabweichung: {std}")
print(f"Konfidenzintervall: {intervall}")
Ausgabe:
Mittelwert: 215.48
Standardabweichung: 33.14238915925757
Konfidenzintervall: (np.float64(206.29356722321992), np.float64(224.66643277678006))
Diese Werte stimmen gerundet mit denen im genannten Buch überein. Zum Code selbst:
* sem steht für '''s'''tandard '''e'''rror of the '''m'''ean.
* <code>scipy.stats.norm</code> ... Modul für die Normalverteilung.
=== Punktschätzung ===
Gleiche Daten wie oben bei der Intervallschätzung.
Python-Code:
import numpy as np
from scipy import stats
daten = [309, 202, 234, 252, 240, 225, 241, 212, 118, 191,
236, 204, 213, 220, 219, 218, 195, 159, 195, 206,
207, 232, 215, 210, 204, 332, 241, 225, 235, 193,
238, 187, 189, 203, 190, 252, 227, 212, 180, 178,
242, 236, 174, 240, 195, 223, 213, 209, 200, 203
]
mu_hat, sigma_hat = stats.norm.fit(daten)
print(f"Schätzer für den Erwartungswert (μ): {mu_hat:.4f}")
print(f"Schätzer für die Standardabweichung (σ): {sigma_hat:.4f}")
Ausgabe:
Schätzer für den Erwartungswert (μ): 215.4800
Schätzer für die Standardabweichung (σ): 32.8093
=== Hypothesentests ===
Beispiel:
import numpy as np
import scipy.stats as stats
x_quer = 12.075 # Stichproben-Mittelwert
var = 0.069 # Stichproben-Varianz
n = 90 # Stichprobengröße
my_0 = 12.0 # Nullhypothese
alpha = 0.05 # Signifikanzniveau
z_stat = (x_quer - my_0) / np.sqrt(var / n)
p_val = 2 * (1 - stats.norm.cdf(np.abs(z_stat)))
print(f"Z-Statistik: {z_stat:.4f}")
if p_val < alpha:
print(f"p-Wert: {p_val:.6f} < alpha:", alpha)
print("Die Nullhypothese wird verworfen.")
else:
print(f"p-Wert: {p_val:.6f} > alpha:", alpha)
print("Die Nullhypothese wird nicht verworfen.")
Ausgabe:
Z-Statistik: 2.7087
p-Wert: 0.006755 < alpha: 0.05
Die Nullhypothese wird verworfen.
== Statistische Qualitätskontrolle ==
Beispiel (Mittelwertkarte):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
# Gegeben
sollwert = 50.0
varianz = 4.0
stichproben_umfang = 1
daten = [49.5, 50.2, 53.0, 48.1, 52.6, 53.4, 49.8]
# Berechnung
standardabweichung = np.sqrt(varianz)
streuung = standardabweichung / np.sqrt(stichproben_umfang)
cl = sollwert
ucl = cl + 3 * streuung
lcl = cl - 3 * streuung
# Darstellung
plt.plot(daten, marker='o', linestyle='-', color='b', label='Messdaten')
plt.axhline(cl, color='green', linestyle='-', label=f'CL: {cl}')
plt.axhline(ucl, color='red', linestyle='--', label=f'UCL: {ucl:.2f}')
plt.axhline(lcl, color='red', linestyle='--', label=f'LCL: {lcl:.2f}')
plt.title('Mittelwertkarte')
plt.xlabel('Stichprobe')
plt.ylabel('Wert')
plt.legend(loc='lower left')
plt.grid(True)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_mittelwertkarte.svg|300px]]
Siehe auch {{W|Shewhart-Regelkarte}} und {{W|Qualitätsregelkarte}}.
* UCL ... '''U'''pper '''C'''ontrol '''Limit''', Obere Eingriffsgrenze
* LCL ... '''L'''ower '''C'''ontrol '''Limit''', Untere Eingriffsgrenze
* CL ... '''C'''enter '''L'''ine, Mittellinie
= Ein- und Ausgabe =
== print ==
Die Anweisung print haben wir schon oft verwendet. Hier soll anhand von Beispielen kurz beschrieben werden, was der Befehl print leisten kann.
print("Hallo", "Welt", 1, sep="-")
print("Hallo", end=" ")
print("Welt")
Ausgabe:
Hallo-Welt-1
Hallo Welt
== input ==
a = int(input("Zahl 1: "))
b = int(input("Zahl 2: "))
print("a + b = ", a+b)
Ausgabe (nach Eingabe der beiden Ganzzahlen):
Zahl 1: 4
Zahl 2: 5
a + b = 9
== Aus Dateien lesen ==
Es seinen die datei.txt
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
und test1.py
dat = open("datei.txt", mode = "r")
print(dat.read())
dat.close()
Ausgabe
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
Mit dem open()-Befehl wird die Datei datei.txt im Lesemodus geöffnet (r ... read). Mit dem read()-Befehl wird die Datei eingelesen und mittels print ausgegeben.
== In Dateien schreiben ==
dat = open("datei.txt", mode = "a", encoding = "utf-8")
dat.write("Hänge Zeile an\n")
dat.close()
Die Datei datei.txt sieht nach Abarbeitung des obigen Skripts nun so aus
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
Hänge Zeile an
Es wird die Datei im Schreibmodus geöffnet (a ... append (anhängend), w ... write (überschreibend)).
write() fügt hier also eine Zeile Text am Dateiende ein. close() schließt die Datei wieder.
Das close() kann man sich mit der with-Anweisung auch sparen.
with open("datei.txt", mode="a", encoding="utf-8") as dat:
dat.write("Hänge Zeile an\n")
= Benutzeroberflächen erstellen =
== tkinter ==
{{Wikipedia | Tkinter}}
Python bietet standardmäßig das Modul tkinter zur Programmierung von Benutzeroberflächen. Es müssen also bei der Verwendung von tkinter keine externen Module installiert werden. Hier wird eine (sehr) kurze Einführung in das Erstellen von grafischen Oberflächen mittels tkinter gegeben.
import tkinter as tk
win = tk.Tk()
win.title("Hallo Welt!")
win.minsize(300, 50)
but = tk.Button(win, text = "Push the button")
but.pack()
win.mainloop()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_gui1.jpg]]
Ein etwas komplizierteres Beispiel sei nachfolgend gezeigt. Es sollen zwei Strings miteinander verknüpft und ausgegeben werden.
import tkinter as tk
win = tk.Tk()
win.title("Hallo Welt!")
def on_button_clicked():
str = ent1.get() + ent2.get()
lab2["text"] = str
ent1 = tk.Entry(win)
ent2 = tk.Entry(win)
lab1 = tk.Label(win, text="verknuepfen mit")
lab2 = tk.Label(win, text="")
but = tk.Button(win, text = "=", command=on_button_clicked)
ent1.pack(side="left")
lab1.pack(side="left")
ent2.pack(side="left")
but.pack(side="left")
ent2.pack(side="left")
lab2.pack(side="left")
win.mainloop()
Ausgabe (vor der Eingabe der Teilstrings):
[[Datei:PythonIng_gui2.jpg]]
Ausgabe (nach der Eingabe der Teilstrings und dem Drücken des =-Buttons):
[[Datei:PythonIng_gui3.jpg]]
== curses ==
{{Wikipedia | curses}}
Mit dem curses-Modul lassen sich u.a. TUIs ('''T'''ext '''U'''ser '''I'''nterfaces) erstellen. Ein sehr einfaches Beispiel zur allgemeinen Funktionsweise wird nachstehend geliefert.
import curses
stdscr = curses.initscr()
curses.start_color()
curses.init_pair(1, curses.COLOR_RED, curses.COLOR_WHITE)
stdscr.clear()
stdscr.addstr("Hallo Welt", curses.color_pair(1))
stdscr.refresh()
stdscr.getch()
curses.endwin()
Als Ausgabe sollte <span style="color:#FF0000;">Hallo Welt</span> (rote Schrift auf weißem Hintergrund) auf dem Terminal/der Konsole erscheinen. Getestet wurde dies mit openSUSE Tumbleweed, Python-Version 3.13.12. Das entsprechende Python-curses-Package muss installiert sein.
Allgemeine Informationen zur Terminal-/Konsolengröße und Cursorposition liefert folgendes Programm:
import curses
stdscr = curses.initscr()
stdscr.addstr(3, 5, "LINES: %d" % curses.LINES)
stdscr.addstr(4, 5, "COLS: %d" % curses.COLS)
(y,x) = stdscr.getyx()
stdscr.addstr(5, 5, "Momentane Cursorposition: [%d, %d]" % (y, x))
(y,x) = stdscr.getbegyx()
stdscr.addstr(6, 5, "Koordinatenursprung: [%d, %d]" % (y, x))
(y,x) = stdscr.getmaxyx()
stdscr.addstr(7, 5, "Fenstergröße: [%d, %d]" % (y, x))
stdscr.addstr(11, 2, "Taste drücken -> Ende")
stdscr.refresh()
stdscr.getch()
curses.endwin()
Es sollte sich in etwa folgende Ausgabe ergeben:
LINES: 44
COLS: 110
Momentane Cursorposition: [4, 15]
Koordinatenursprung: [0, 0]
Fenstergröße: [44, 110]
Taste drücken -> Ende
Zur Funktionsweise von curses siehe auch das Wikibook [[ncurses]]. Zum Verständnis sind dort allerdings elementare Kenntnisse in der Programmiersprache C erforderlich.
== Qt ==
{{Wikipedia | Qt (Bibliothek)}}
Auch für das Qt-Framework gibt es eine Anbindung an Python. Nachfolgend ein einfaches Beispiel.
import sys
from PySide6.QtWidgets import QApplication, QLabel
app = QApplication(sys.argv)
label = QLabel("Hallo Welt!")
label.show()
sys.exit(app.exec())
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_gui10.png]]
== Gtk ==
{{Wikipedia | GTK (Programmbibliothek)}}
Eine idente Ausgabe, wie oben für Qt gezeigt, erzeugt z.B. folgendes Gtk-Programm:
import gi
gi.require_version("Gtk", "4.0")
from gi.repository import Gtk
def on_activate(app):
win = Gtk.ApplicationWindow(application=app)
lab = Gtk.Label(label="Hallo Welt!")
win.set_child(lab)
win.present()
app = Gtk.Application()
app.connect('activate', on_activate)
app.run(None)
Auch für die Benutzung von Qt und Gtk müssen die jeweiligen Packages installiert sein. Getestet wurden die entsprechenden Python-Programme nur unter openSUSE Tumbleweed. Wie das GTK-Paket unter MS Windows 11 installiert wird, siehe z.B. [https://www.gtk.org/docs/installations/windows Setting up GTK for Windows].
Damit sei aber das Thema "Benutzeroberflächen erstellen" hier abgeschlossen, da dies schon ein sehr spezielles Aufgabengebiet ist, das eher Informatiker und nicht so sehr Ingenieure anspricht. Bei Bedarf siehe aber ggf. die entsprechenden Links unten in diesem Tutorial. Dort sind weiterführende Informationen zu finden.
= Style Guide, flake8, pylint, Black etc. =
== Style Guide ==
Wie man schönen und richtigen Python-Code schreibt, erfahren Sie in
* [https://peps.python.org/pep-0008/ PEP 8 – Style Guide for Python Code]
== Formatter und Linter ==
Ein Modul, das prüft, ob die Richtlinien im Style Guide eingehalten wurden, ist ''flake8'':
* [https://flake8.pycqa.org/en/latest/ Flake8: Your Tool For Style Guide Enforcement]
Code formatieren kann man auch mit [https://pypi.org/project/black/ Black]. Z.B. übersetzt <code>black test1.py</code> die Datei <code>test1.py</code>
import sympy as sp
H = sp.Symbol("H", positive=True)
T = sp.Symbol("T", positive=True)
t = sp.Symbol("t")
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T / 2)),
(2 * H / T * (t - T / 2), (t > T / 2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
in
import sympy as sp
H = sp.Symbol("H", positive=True)
T = sp.Symbol("T", positive=True)
t = sp.Symbol("t")
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T / 2)), (2 * H / T * (t - T / 2), (t > T / 2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
Die Programmausgabe ist
reformatted test1.py
All done! ✨ 🍰 ✨
1 file reformatted.
Der Unterschied zwischen Black und Flake8:
* Black ist ein Code-Formatter. Er formatiert Ihren Code um, sodass er im Einklang mit PEP 8 steht.
* Flake8 ist ein {{W|Lint (Programmierwerkzeug) | Code-Linter}}. Flake8 verändert Ihren Code nicht, sondern durchsucht ihn nach potenziellen Fehlern etc.
Am obigen Beispiel sieht man auch, dass flake8 und Black nicht immer einer Meinung sind. Flake8 (<code>flake8 test1.py</code>) würde standardmäßig den mit Black formatierten Code bemängeln:
test1.py:8:80: E501 line too long (80 > 79 characters)
Diese Diskrepanz kann beseitigt werden. Da 79 Zeichen auf modernen Bildschirmen meist als zu kurz empfunden werden, ist ein Limit von 88 Zeichen (Black-Standard) oder mehr empfehlenswert. Um dies zu implementieren, erstellen Sie in Ihrem Projektverzeichnis eine <code>.flake8</code>-Datei mit dem Inhalt
[flake8]
max-line-length = 88
Und schon ignoriert Flake8 dieses Problem.
Ein anderer Linter ist pylint. Der würde beim Abarbeiten des obigen Beispiels, z.B. mit <code>pylint test1.py</code> noch eine Kleinigkeit bemängeln:
************* Module test1
/home/hr/tmp/test1.py:1:0: C0114: Missing module docstring (missing-module-docstring)
------------------------------------------------------------------
Your code has been rated at 8.57/10 (previous run: 8.57/10, +0.00)
Auch pylint muss vor der ersten Verwendung installiert werden (z.B. mittels pip, virtuelle Umgebung, YaST). Die Dokumentation zu pylint findet sich auf [https://pylint.readthedocs.io/en/latest/].
<u>Aufgabe:</u> Fügen Sie einen "module docstring" in die <code>test1.py</code>-Datei ein und testen Sie erneut mit flake8, Black und pylint. <small>Sehen Sie zum Thema docstrings auch [https://peps.python.org/pep-0257/#what-is-a-docstring PEP 257 – Docstring Conventions].</small>
Es gibt noch weitere Formatierungswerkzeuge für Python-Code. Z.B. [https://docs.astral.sh/ruff/ Ruff], ein moderner Code-Formatter und -Linter. Mittels <code>ruff check test1.py</code> würde obiger Code geprüft (Linter). <code>ruff format test1.py</code> formatiert den Code (Formatter).
== Type Checker ==
"Type Checker" sind z.B.
* mypy
* pyright
* ty
Diese prüfen die Datentypen, z.B. in folgendem Code
def greetings(name: str) -> str:
return "Hello, %s" % name
print(greetings(42))
Python selbst, flake8, ruff oder black würden diesen Code ohne zu Murren akzeptieren. "Type Checker" würden aber sehr wohl Alarm schlagen, z.B. liefert <code>mypy</code> folgende Ausgabe
test1.py:5: error: Argument 1 to "greetings" has incompatible type "int"; expected "str" [arg-type]
Found 1 error in 1 file (checked 1 source file)
== Sonstige Tools ==
Andere Tools für die statische Codeanalyse, die aber für Ingenieure weniger interessant sein dürften, sind z.B.
* Radon: Liefert verschiedene Codemetriken (Komplexität, Wartbarkeitsindex ...)
* Bandit: Findet Sicherheitslücken
Tools für die dynamische Codeanalyse, z.B.:
* DynaPyt (Framework zur dynamischen Programmanalyse)
* cProfile (Profiler)
* Memory Profiler (Speicheranalyse)
* Memray (Speicheranalyse)
* tracemalloc (Speicheranalyse)
Paket- und Projektmanagement (pip-Ersatz etc.):
* uv
* Poetry
* Conda
* pipx
= Einige Integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs)=
Werden Programmtexte größer und umfangreicher, so ist das Arbeiten mit der interaktiven Programmierumgebung bzw. das direkte Ausführen von Python-Skripten mühsam. Man wünscht sich z.B. Hilfen zum Debuggen oder die automatische Code-Vervollständigung. Zu diesem Zweck wurden IDEs (Integrated Development Environments) geschaffen. Von diesen seinen nachfolgend auszugsweise einige kurz beschrieben. Testen Sie einfach aus, welche davon für Sie bzw. für Ihr Python-Projekt geeignet sind.
== IDLE ==
IDLE ist die mit dem Python-Programmpaket mitgelieferte IDE. Der Name leitet sich einerseits ab vom Monty-Python-Mitglied Eric Idle, andererseits steht es als Abkürzung für "'''I'''ntegrated '''D'''evelopment and '''L'''earning '''E'''nvironment. IDLE ist einfach zu bedienen, bietet aber schon einen beachtlichen Leistungsumfang. Nachfolgend wird ein Screenshot zu IDLE geliefert. Rechts ist das Editor-Fenster zu sehen, links die interaktive Programmierumgebung. Um das Beispiel selbst nachvollziehen zu können, starten Sie IDLE. Das geht ähnlich, wie Sie die interaktive Programmierumgebung von Python starten (nur, dass Sie eben das IDLE-Icon doppelklicken und nicht das Python-Icon. Unter Linux geben Sie einfach in einem Terminal <code>idle3.13</code> o. Ä. ein). Weiter geht es mit "File - Open - ...". Die auszuführende Datei auswählen (im konkreten Fall ein "Hallo-Welt"-Programm). Es erscheint das rechte Fenster. Dort "Run - Run Module" auswählen. Und schon wird im linken Fenster "Hallo Welt!" ausgegeben.
[[Datei:PythonIng_idle1.jpg | 600px]]
Siehe auch {{W|IDLE}}.
== PyCharm ==
PyCharm ist ein kommerzielles Produkt. Es gab aber auch eine kostenlose Community Edition. Seit 2025 sind beide Varianten vereint. Für die ersten 30 Tage sind die Pro-Funktionen frei verfügbar, danach nur noch die Kernfunktionalitäten (oder man bezieht kostenpflichtig die Pro-Version). Zu beziehen ist PyCharm unter dem Weblink [https://www.jetbrains.com/pycharm/]. Nachfolgend ein etwas abgewandeltes "Hallo Welt"-Programm, editiert und ausgeführt mit PyCharm.
[[Datei:PyCharm_IDE_2023_screenshot.png | 600px]]
Siehe auch {{W|PyCharm}}.
== Eric ==
Auch eric ist Open Source und steht unter der GNU General Public License Version 3 oder später. Zu beziehen ist diese Software unter [https://eric-ide.python-projects.org/].
[[Datei:Screenshot_Eric_4.png | 600px]]
Siehe auch {{W|eric (Software)}}.
<small>
Unter openSUSE Tumbleweed sollte sich eric auch mit YaST installieren lassen. Bei mir gibt es aber dann beim Ausführen des eric-Programms eine Fehlermeldung (Stand März 2026):
...
ModuleNotFoundError: No module named 'PyQt6.QtPdfWidgets'
Umgehen kann man dieses Problem aber wieder mit dem Erstellen einer virtuellen Umgebung, in etwa so
python3.13 -m venv ~/tmp/venv1
cd ~/tmp/venv1/bin
./python3.13 -m pip install --upgrade --prefer-binary eric-ide
./eric7_ide
</small>
== PyScripter ==
Vom Funktionsumfang vergleichbar mit den vorherigen IDEs ist PyScripter. Auch PyScripter ist Open Source. Die Projekt-Homepage findet sich auf [https://sourceforge.net/projects/pyscripter/]. PyScripter ist nur für MS Windows verfügbar.
[[Datei:PythonIng_pyscripter1.jpg | 600px]]
== Spyder IDE ==
Spyder enthält bereits eine stabile Python-Version und etliche Module (z.B. matplotlib, numpy, control). Ansonsten kann dieses Softwarepaket vom Funktionsumfang her mit den anderen genannten IDEs locker mithalten. Spyder wurde unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Diese Software findet sich auf [https://www.spyder-ide.org].
[[Datei:Spyder-windows-screenshot.png | 600px]]
Siehe auch {{W|Spyder (Software)}}
== Sonstige ==
Die genannten IDEs sind nicht die Einzigen. Es gibt, um dem Image Pythons als beliebteste Programmiersprache gerecht zu werden, noch einige andere. Sowohl Open Source-Programme als auch kommerzielle Programme sind im Web zu finden, z.B. Thonny oder {{W|Visual Studio Code}}. Braucht man den Umfang von ausgewachsenen IDEs nicht, so kann man auch normale Texteditoren verwenden (z.B. {{W|Geany}} oder {{W|Kate_(Texteditor)|Kate}}).
= Debuggen und Testen =
Das Debuggen und Testen von Programmen sind wichtige Bestandteile der Programmierung. Syntaxfehler lassen sich i.A. leicht beheben. Schwieriger ist das Eingrenzen von logischen Fehlern, die ev. nur in bestimmten Situationen auftreten und keine explizite Fehlermeldung hervorrufen. Das Programm liefert falsche Ergebnisse oder es stürzt aus heiterem Himmel ab. Um das zu verhindern gibt es verschiedene Werkzeuge, die bei der Fehlersuche behilflich sein können. Vorerst siehe aber zwecks Begriffsklärung noch folgende Links:
* {{W|Debuggen}}
* {{W|Debugger}}
* {{W|Softwaretest}}
<gallery>
First Computer Bug, 1947.jpg
Test ganzheitlich.png
V-Modell.svg
</gallery>
== Das Modul pdb ==
Python bringt schon ein Modul zum Debuggen mit. Siehe z.B. [https://docs.python.org/3/library/pdb.html pdb — The Python Debugger].
Komfortabler lässt sich das aber mittels Integrierter Entwicklungsumgebungen (IDEs) angehen.
== Debuggen mit IDEs ==
Für die IDEs IDLE und Spyder sei kurz auf die entsprechenden Webseiten verwiesen:
* [https://www.cs.uky.edu/~keen/help/debug-tutorial/debug.html Debugging under IDLE].
* [https://docs.spyder-ide.org/current/panes/debugging.html Spyder Debugger]
Dort wird die Vorgehensweise auch mittels Screenshots erläutert.
== assert ==
assert ... behaupten, zusichern ({{W|Assertion (Informatik)}})
Python-Code:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10., 0.)
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1(10., 0.)
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 4, in print1
assert y != 0.0
^^^^^^^^
AssertionError
Python-Code:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1("10.", "5.")
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1("10.", "5.")
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 2, in print1
assert type(x) == float
^^^^^^^^^^^^^^^^
AssertionError
Aber auch bei nachfolgendem Code gibt es eine Fehlermeldung:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10, 5)
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1(10, 5)
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 2, in print1
assert type(x) == float
^^^^^^^^^^^^^^^^
AssertionError
Damit letzteres funktioniert, kann man den Programmcode so umschreiben:
def print1(x, y):
assert type(x) == float or type(x) == int
assert type(y) == float or type(y) == int
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10, 5)
Ausgabe:
2.0
2.0
Und jetzt fangen wir den <code>AssertionError</code> auf:
def print1(x, y):
try:
assert type(x) == float or type(x) == int
assert type(y) == float or type(y) == int
assert y != 0.0
print(x/y)
except(AssertionError):
print("Hallo")
print1(10., 5.)
print1("10.", "5.")
Ausgabe:
2.0
Hallo
Ich hoffe, es ist wenigstens im Ansatz klar geworden, wofür <code>assert</code> gut sein kann. Ausschalten kann man die <code>assert</code>-Überprüfung übrigens mit dem Python-Schalter <code>-O</code>.
== Doctests ==
Innerhalb eines Docstrings kann die Arbeit im interaktiven Modus simuliert werden. Nach den Promptzeichen (>>>) erfolgen dann bei unserem Beispiel innerhalb des Docstrings simulierte Aufrufe der Funktion <code>print1()</code>. Danach folgen jeweils die Sollresultate. Wird das Modul oder die Datei als Hauptprogramm aufgerufen, so wird die Funktion <code>doctest.testmode()</code> aufgerufen und ein Bericht auf der Konsole ausgegeben. Wird das Modul nicht als Hauptprogramm aufgerufen, sondern importiert, dann wird diese <code>testmod</code>-Funktion nicht aufgerufen. D.h. dieser Code kann sowohl für Testzwecke als auch für den produktiven Einsatz verwendet werden. Das ist auch sinnvoll, weil wenn man Teile der Datei immer löschen bzw. einfügen müsste, so würden sich Fehlerquellen auftun. Das würde den Sinn und Zweck von Doctests konterkarieren.
def print1(x=0., y=1.):
""" Dividiere zwei Zahlen
Autor: Intruder
Datum: 12.08.2025
>>> print1(2., 1.)
2.0
>>> print1(5., 2.)
2.5
>>> print1(5.)
5.0
"""
print(x/y)
if __name__ == "__main__":
import doctest
doctest.testmod(verbose=True)
Ausgabe:
Trying:
print1(2., 1.)
Expecting:
2.0
ok
Trying:
print1(5., 2)
Expecting:
2.5
ok
Trying:
print1(5.)
Expecting:
5.0
ok
1 items had no tests:
__main__
1 items passed all tests:
3 tests in __main__.print1
3 tests in 2 items.
3 passed and 0 failed.
Test passed.
Das gezeigte Beispiel ist so ziemlich das einfachste, das es gibt. Für weiterführende Details siehe z.B.:
* [https://peps.python.org/pep-0257/ PEP 257 – Docstring Conventions]
* [https://docs.python.org/3/library/doctest.html doctest — Test interactive Python examples]
== pytest ==
Siehe zu diesem Thema auch {{W|Modultest}}.
pytest ist ein externes Modul und muss vorab installiert werden, z.B. mittels
pip install -U pytest
pip install -U pytest-html
Python-Code, Datei test1.py:
def add(x, y):
return x + y
def test_answer():
assert add(1, 1) == 3
Starten von pytest in der Konsole:
pytest test1.py
Ausgabe:
==================================================== test session starts ====================================================
platform linux -- Python 3.12.11, pytest-8.4.1, pluggy-1.6.0
rootdir: /home/hr/Develop
plugins: anyio-4.10.0, metadata-3.1.1, html-4.1.1
collected 1 item
test1.py F [100%]
========================================================= FAILURES ==========================================================
________________________________________________________ test_answer ________________________________________________________
def test_answer():
> assert add(1, 1) == 3
E assert 2 == 3
E + where 2 = add(1, 1)
test1.py:6: AssertionError
================================================== short test summary info ==================================================
FAILED test1.py::test_answer - assert 2 == 3
===================================================== 1 failed in 0.09s =====================================================
Hier erhalten wir einen Fehler, da 1+1 eindeutig ungleich 3 ist. Aber aus irgendeinem Grund wollte der Programmierer oder Tester in diesem Fall, dass dies so ist. Testfälle werden übrigens mit dem Präfix <code>test_</code> eingeleitet.
Python-Code:
def add(x, y):
return x + y + 1
def test_answer():
assert add(1, 1) == 3
Ausgabe:
==================================================== test session starts ====================================================
platform linux -- Python 3.12.11, pytest-8.4.1, pluggy-1.6.0
rootdir: /home/hr/Develop
plugins: anyio-4.10.0, metadata-3.1.1, html-4.1.1
collected 1 item
test1.py . [100%]
===================================================== 1 passed in 0.01s =====================================================
Jetzt ist alles in Ordnung. Weiterführendes siehe z.B.
* [https://docs.pytest.org/en/stable/ pytest: helps you write better programs]
== unittest ==
Auch unittest dient zur Durchführung von Testreihen, ist aber Bestandteil von Python. Hier wird vorerst nicht näher darauf eingegangen. Siehe z.B.
* [https://docs.python.org/3/library/unittest.html unittest — Unit testing framework]
Lt. ''Inden: Python Challenge; dpunkt, 2021, Seite 481'' soll unittest weniger komfortabel als pytest sein.
Einen Vergleich von unittest mit pytest findet man in
* [https://knapsackpro.com/testing_frameworks/difference_between/pytest/vs/unittest pytest vs unittest]
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Python. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechenden weiterführenden Weblinks, Bücher und die Python-Hilfefunktion verwiesen. Python kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Das Themenspektrum ist auch durch die Einbindung externer Module fast beliebig erweiterbar.
= Weblinks=
== Python allgemein ==
* [https://www.python.org/ Python Homepage]
== Externe mathematische Module ==
* [https://numpy.org/ NumPy]
* [https://numpy.org/doc/stable/user/numpy-for-matlab-users.html NumPy for MATLAB users]
* [https://scipy.org/ SciPy]
* [https://www.sympy.org/en/index.html SymPy]
* [https://pandas.pydata.org/ pandas]
* [https://github.com/maroba/findiff findiff]
* [https://mpmath.org/ mpmath]
== Externe Module für Grafiken ==
* [https://matplotlib.org/ Matplotlib]
* [https://vpython.org/ VPython]
* [https://docs.vtk.org/en/latest/api/python.html VTK]
== Erstellung von User Interfaces ==
* [https://docs.python.org/3/library/tkinter.html tkinter - Python interface to Tcl/Tk]
* [https://docs.python.org/3/library/curses.html curses - Terminal handling for character-cell displays]
* [https://wiki.qt.io/Qt_for_Python Qt for Python]
* [https://www.gtk.org/docs/language-bindings/python GTK and Python]
== Erstellen virtueller Umgebungen ==
* [https://docs.python.org/3/library/venv.html venv - Creation of virtual environments]
== Sonstige ==
* [https://python-control.readthedocs.io/en/stable/ Python Control Systems Library]
* [https://pypi.org/project/regex/ regex - Regular Expressions]
* [http://pyromat.org/ PYroMat]
* [https://coolprop.org/coolprop/wrappers/Python/index.html CoolProp]
* [https://pypi.org/project/iapws/ iapws]
* [https://tespy.readthedocs.io/en/main/getting_started/introduction.html TESPy - Thermal Engineering Systems in Python]
= Bücher =
== Gedruckte Bücher, OpenBooks, Magazine ==
* Diverse: c't Python Lernen, Verstehen, Anwenden; Heise, 2022
* Ernesti, Kaiser: Python3 - das umfassende Handbuch; 5. Aufl., Rheinwerk, [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/ OpenBook]
* Inden: Python Challenge; dpunkt, 2021, ISBN 978-3-86490-809-5
* Klein: Numerisches Python; 2. Aufl., Hanser, 2023, ISBN 978-3-446-47170-2
* Steinkamp: Der Python-Kurs für Ingenieure und Naturwissenschaftler; Rheinwerk, 2021, ISBN 978-3-8362-7316-9
* Weigend: Python 3 - Das umfassende Praxisbuch; 9. Aufl., mitp, 2022, ISBN 978-3-7475-0544-1
* Woyand: Python für Ingenieure und Naturwissenschaftler; 4. Aufl., Hanser, 2021, ISBN 978-3-446-46483-4
== Andere Wikibooks ==
* [[:en:Subject:Python_programming_language | Englische Wikibooks zum Thema Python]]
* [[Python|Deutschsprachiges Python-Wikibook]] [[Bild:2von10.png|20%]]
* [[Python unter Linux|Python 2.7 unter Linux]] [[Bild:10von10.png|100%]]
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Julia für Ingenieure|
zurücklink=Ing Mathematik: Julia|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Landau-Notation|
vorlink=Ing Mathematik: Landau}}
staoqvxl89m96caufx1ximfcx99yfha
1087658
1087631
2026-06-05T08:52:13Z
Intruder
1513
/* Sonstige Tools */
1087658
wikitext
text/x-wiki
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Julia für Ingenieure|
zurücklink=Ing Mathematik: Julia|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Landau-Notation|
vorlink=Ing Mathematik: Landau}}
= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Python ==
* Python ist eine universelle höhere Programmiersprache.
* Python ist objektorientiert.
* Python ist Open-Source (Python Software Foundation License).
* Python ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Python ist ein Interpreter.
* Python ist durch Module fast beliebig erweiterbar.
* Python als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | Python (Programmiersprache)}}
== Python installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Python-Paket von der Webseite [https://www.python.org/] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Python bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Aber auch die Spyder-Entwicklungsumgebung ([https://www.spyder-ide.org]) bietet einen guten Einstieg mit Python (das gilt auch für MS Windows). Spyder bringt auch schon etliche wichtige Module standardmäßig mit.
== Python starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Python-Programm doppelklicken. Und schon startet das Programm.
[[Datei:PythonIng_start1.jpg]]
Python im interaktiven Modus präsentiert sich dann so:
Python 3.12.4 (tags/v3.12.4:8e8a4ba, Jun 6 2024, 19:30:16) [MSC v.1940 64 bit (AMD64)] on win32
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
Alternativ kann das Programm auch über die Eingabeaufforderung oder die PowerShell gestartet werden:
c:\devel\Python>python.exe
Python 3.12.4 (tags/v3.12.4:8e8a4ba, Jun 6 2024, 19:30:16) [MSC v.1940 64 bit (AMD64)] on win32
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
=== Linux ===
Tippen Sie einfach das Wort „python“ (oder unter openSUSE Tumbleweed z.B. auch „python3.11“ oder „python3.13“) in einem Linux-Terminal ein, schließen den Befehl mit der RETURN-Taste ab, und schon startet Python im interaktiven Modus:
Python 3.13.12 (main, Feb 09 2026, 22:37:44) [GCC] on linux
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
Es gibt auch noch andere Möglichkeiten Python zwecks Programmausführung zu starten, z. B. den {{W|Shebang}} (<code>#!</code>) am Beginn eines Python-Scripts. Das Script sei als Script.py gespeichert. Dann kann das Script mit ./Script.py ausgeführt werden. Für openSUSE Tumbleweed sei nachfolgend ein lauffähiges "Hallo Welt!"-Script angegeben. Es wird in diesem Script der Python-Interpreter in der Version 3.13 verwendet :
#!/usr/bin/python3.13
print("Hallo Welt!")
Die Berechtigungen zum Ausführen der Datei müssen natürlich noch richtig gesetzt werden, z.B. mittels <code>chmod 777 Script.py</code>.
<small>Oder es wird in einen Pfad verschoben, in dem sich ausführbare Programme generell befinden (<code>echo $PATH</code>). Das Script kann dann wie ein normales Programm ohne weitere Angaben mit Script.py gestartet werden. Alternativ wird nicht das Script an sich verschoben, sondern nur ein symbolischer Link angelegt, z.B. mit <code>ln -s ~/tmp/Script.py ~/.local/bin/Script.py</code>.<code>~/.local/bin</code> sei ein im PATH gelegenes Verzeichnis. Dies sind aber schon Features für fortgeschrittene Linux-Benutzer und werden am Anfang eher selten benötigt.</small>
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Getestet wurden die Beispiele unter den Betriebssystemen
* MS Windows 10 mit der Python-Version 3.12.0 (teilweise auch mit 3.12.2 und 3.13.1; nur die Inhalte die bis spätestens Juli 2025 erstellt wurden)
* MS Windows 11 ab der Python-Version 3.13.4 (nur zum Teil; ab Juli 2025)
* openSUSE Leap 15.6 mit der Python-Version 3.11.12 (Spyder, nur vereinzelt) und zum Teil mit 3.12.11 (ab Juli 2025 bis November 2025).
* openSUSE Tumbleweed ab der Python-Version 3.13.9 (nur vereinzelt, ab November 2025)
An Beliebtheit rangiert Python mit Stand März 2026 mit einem Rating von 21,25% an 1. Stelle vor C und C++ (lt. [https://www.tiobe.com/tiobe-index/ TPCI - TIOBE Programming Community Index]). Lt. [https://innovationgraph.github.com/global-metrics/programming-languages GitHub Top 50 Programming Languages Globally] lag Python im Q3/2025 auf Rang 2, vor TypeScript und hinter JavaScript. Der Name "Python" rührt von der Komikertruppe {{W|Monty Python}} her. Die Icons für Python (z.B. Python selbst, Eric IDE, IDLE) sind aber durch die Python-Schlangenart symbolisiert.
<gallery>
Python-logo-notext.svg|Python-Logo
Guido van Rossum OSCON 2006.jpg|Guido van Rossum (geb. 1956), der Erfinder von Python
</gallery>
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Python mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Python-Interpreter ignoriert. Text kann mit der print-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Python und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
>>> # Das ist ein Kommentar
>>> print("Hallo Welt!")
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (>>>) ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Python-System geliefert.
Strings können in Python entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
Im Gegensatz zu Julia ist es hier egal, ob zwischen <code>print</code> und der öffnenden Klammer Leerzeichen stehen.
= Python als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Python im interaktiven Modus. Geben Sie dann die Formel
>>> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN ({{Taste|↵}}) und erhalten als Ergebnis
15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
>>> import math
>>> math.sin(math.sqrt(15))
-0.6679052983383519
Als erstes wird das math-Modul importiert. Dann wird der mathematische Ausdruck berechnet.
Eine andere Variante, die dasselbe Ergebnis liefert, ist
>>> from math import *
>>> sin(sqrt(15))
-0.6679052983383519
Es wird also aus dem Modul <code>math</code> alles importiert (erkennbar am <code>*</code>). Will man nicht alles importieren, so kann man das auch einschränken:
>>> from math import sin, sqrt
Beenden lässt sich das Python-Programm durch Eingabe von <code>exit()</code> (und natürlich ist zur Bestätigung die RETURN-Taste zu drücken).
== Die Hilfefunktion von Python ==
Bei Eingabe der Anweisung help() springt Python in den Hilfemodus.
Eingabe:
>>> help()
Eingabe:
help> math.sin
Ausgabe:
Help on built-in function sin in math:
math.sin = sin(x, /)
Return the sine of x (measured in radians).
Für die komplette Python-Dokumentation siehe [https://docs.python.org/3/]. Verlassen kann man den Hilfemodus durch das Drücken von STRG-C.
== Aufgaben ==
* Erkunden Sie die Tangensfunktion "tan" mittels Python-Hilfe (vergessen Sie nicht das math-Modul zu importieren und das <code>math.</code> vor <code>tan</code>)
* Berechnen Sie mit Python den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot \text{e}^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>. Siehe für die Exponentialfunktion im Python-Hilfesystem auch den Befehl <code>math.exp</code>. Alternativ kann auch die Konstante <code>math.e</code> eingesetzt werden. Potenzieren kann man bei Python mit dem **-Operator (z.B. 2**3 = 8). Für <math>\pi</math> gibt es <code>math.pi</code>.
= Python als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.py
# Das ist ein Kommentar
print("Hallo Welt!")
Python-Dateien werden mit der Dateiendung .py versehen. Achten Sie darauf, dass vor dem print keine Leerzeichen vorhanden sind. Das ist eine Python-Eigenheit. Wie wir später sehen werden, nutzt Python Einrückungen als syntaktisches Mittel, z.B. um bei Schleifen den Schleifenkörper zu kennzeichnen.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.py (sozusagen das Hauptprogramm) folgendermaßen zur Ausführung:
1) Starten Sie unter MS Windows die Eingabeaufforderung (oder alternativ auch die Windows PowerShell). Das sieht dann etwa so aus:
Microsoft Windows [Version 10.0.19045.3693]
(c) Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
C:\Users\xyz>
: <small>Falls jemand nicht weiß, wie man die Eingabeaufforderung startet: Eine Möglichkeit ist, einfach in der Taskleiste von Windows das "Start"-Symbol ([[Image:Windows_logo_-_2021_(Black).svg|10px]]) mit der rechten Maustaste anklicken. "Ausführen" auswählen (oder alternativ für die PowerShell unter Windows 10 den Eintrag "Windows PowerShell", unter Windows 11 den Eintrag "Terminal"). Im sich öffnenden Dialogfenster gibt man in die "Öffnen"-Zeile das Wort <code>cmd</code> ein und mit "OK" wird das Ganze bestätigt.</small>
2) Wechseln Sie mittels <code>cd c:\tmp</code> in das Verzeichnis c:\tmp
3) Angenommen, Sie haben Python unter dem Pfad <code>c:\devel\Python\</code> installiert. Starten Sie das Programm so (der Prompt <code>c:\tmp></code>ist natürlich nicht mit einzutippen):
c:\tmp>c:\devel\Python\python.exe test1.py
4) Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Die Vorgehensweise unter Linux ist prinzipiell gleich. Die kleinen Unterschiede, wie z.B. der Slash statt dem Backslash in Pfadangaben, sollten für Linux-Benutzer keine Hürde darstellen.
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen. Führende Underscores haben u.a. im Kontext mit der Objektorientierten Programmierung eine spezielle Bedeutung und sollten nicht für "normale" Variablenbezeichner verwendet werden.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Es gibt in Python etliche Schlüsselwörter (z.B. for, if oder return). Diese dürfen nicht als eigene Variablenbezeichner verwendet werden. Eine Liste aller Schlüsselwörter liefert das Script
import keyword
print(keyword.kwlist)
<small>Übung: Speichern Sie dieses Script in eine Datei, z.B. in c:\tmp\test1.py. Führen Sie diese Datei aus, um die Liste der Schlüsselwörter auszugeben.</small>
Da Python case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.py gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
print(z)
Bringen Sie die Datei test1.py zur Ausführung so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben. Dies führt aber zu unübersichtlichem Code.
x = 5; y = 10; z = x*y; print(z)
Ausgabe:
50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5
# x = x - 2
x -= 2
print(x)
Bildschirmausgabe:
3
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist. Den Inkrement-/Dekrementoperator (z.B. x++ oder x--) aus C/C++ oder Java kennt Python aber nicht.
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist mit Python problemlos möglich:
import math
wert = 10
print(wert)
wert = 35.5
print(wert)
wert = "Hallo"
print(wert)
wert = math.pi
print(wert)
Ausgabe:
10
35.5
Hallo
3.141592653589793
== Physische und logische Zeilen ==
In Python muss eine Anweisung in einer logischen Zeile Platz finden. Wird eine Anweisung aber zu lang für eine Zeile, dann kann sie in mehrere physische Zeilen unterteilt werden. Dies kann einerseits durch einen Backslash am Ende einer Zeile geschehen, z.B.
a = 2 + \
5
Dies stellt eine logische Zeile dar, die in zwei physische Zeilen unterbrochen ist.
Geklammerte Ausdrücke werden automatisch zu einer logischen Zeile verbunden, z.B.
a = (2 +
5)
Achtung: Im ersten Beispiel darf nach dem Backslash nichts mehr stehen, auch kein Kommentar. Dies trifft im zweiten Bespiel nicht zu, hier könnte noch ein Kommentar folgen, z.B.
a = (2 + # Kommentar
5)
Auch für Strings gibt es Möglichkeiten, diese auf mehrere Zeilen aufzuspalten.
# Kurzer String
str1 = "ABC"
# Langer String
str2 = """Hallo Welt,
Grüetzi Schwyzer,
Servus an alle"""
# Backslash
str3 = "UVW\
XYZ"
# Mit Klammern
str4 = ("Sehr langer Text, der automatisch .............. "
"in einer einzigen Variable zusammengefügt wird."
)
print(str1)
print(str2)
print(str3)
print(str4)
Ausgabe:
ABC
Hallo Welt,
Grüetzi Schwyzer,
Servus an alle
UVWXYZ
Sehr langer Text, der automatisch .............. in einer einzigen Variable zusammengefügt wird.
==Hexadezimale, oktale, binäre und andere Zahlen==
d = 1050 # Dezimalzahl
h = 0xAA2 # Hexadezimalzahl
o = 0o12 # Oktalzahl
b = 0b100001101 # Binärzahl
print(d)
print(h)
print(o)
print(b)
Ausgabe:
1050
2722
10
269
Groß- und Kleinbuchstaben sind in obigen Literalen übrigens egal. So kann man z.B. statt <code>0b1001</code> auch <code>0B1001</code> schreiben (siehe dazu [https://docs.python.org/3/reference/lexical_analysis.html#integer-literals]).
Sie können auch dezimale in hexadezimale Zahlen umwandeln, usw.:
h = hex(1050) # Dezimalzahl -> Hexadezimalzahl
b = bin(1050) # Dezimalzahl -> Binärzahl
o = oct(1050) # Dezimalzahl -> Oktalzahl
print(h)
print(b)
print(o)
Ausgabe:
0x41a
0b10000011010
0o2032
Gegeben sei die Zahl 121 zur Basis 3. Diese soll in eine Dezimalzahl umgewandelt werden. Das kann so geschehen:
z = int("121", 3)
print(z)
Ausgabe:
16
Dass dies richtig ist, davon kann man sich folgendermaßen überzeugen:
<math> 1 \cdot 3^2 + 2 \cdot 3^1 + 1 \cdot 3^0 = 9 + 6+ 1 = 16 </math>
Zahlen übersichtlicher schreiben kann man auch mittels Underscore, z.B.:
print("Eine Million (Variante 1) =", 1000000)
print("Eine Million (Variante 2) =", 1_000_000)
print("Eine Rechnung:", 2_000 * 400_000);
Es ergibt sich bei beiden Varianten die gleiche Ausgabe. Variante 2 ist aber im Sourcecode leichter lesbar, detto die Zahlen in der Rechnung:
Eine Million (Variante 1) = 1000000
Eine Million (Variante 2) = 1000000
Eine Rechnung: 800000000
== Strings und Platzhalter==
Ein paar einfache Beispiele:
print("Hallo {}" . format("Hugo"))
print("Hallo {:s}" . format("Hugo"))
print("Hallo %s" % "Hugo")
Ausgabe:
Hallo Hugo
Hallo Hugo
Hallo Hugo
Python-Code (formatted string literals):
str1 = "Hallo"
str2 = "Hugo"
print(f"{str1} {str2}")
Ausgabe:
Hallo Hugo
Komplexere Beispiele:
print("Hallo {} und {}" . format("Hugo", "Mike"))
print("Hallo {name1} und {name2}" . format(name2="Hugo", name1="Mike"))
# Füllzeichen: *
# Bündigkeit: > (=rechts), < (=links), ^ (=zentriert)
# Feldweite: 10
# Typ: s (=String), f (=Gleitkommazahl), d (=Dezimalzahl) etc.
print("Hallo {:*>10s}" . format("Hugo"))
print("Hallo {:*<10s}" . format("Hugo"))
Ausgabe:
Hallo Hugo und Mike
Hallo Mike und Hugo
Hallo ******Hugo
Hallo Hugo******
Python-Code:
str = "Hallo\t%s\t%7.2f\t%10.2e\t%i" % ("Hugo", 12.34567, 34.567, 264)
print(str)
Ausgabe:
Hallo Hugo 12.35 3.46e+01 264
Python-Code:
wert = 11.567
print(f"Ausgabe: {wert:.5f}")
Ausgabe:
Ausgabe: 11.56700
== Unicode ==
Neben den bekannten ASCII-Zeichen lassen sich Zeichen auch mittels Unicode beschreiben. Griechische Buchstaben oder komplexere mathematische Operatoren - all das sollte kein Problem sein. Siehe auch {{W|Unicode}}, {{W|Liste der Unicodeblöcke}} und {{W|Unicodeblock Mathematische Operatoren}}. Im Folgenden werden ein paar Zeichen (Allquantor, Nabla-Operator, Existenzquantor), die man aus der Mathematik kennt, erzeugt.
ch1 = "\N{FOR ALL}"
ch2 = "\N{NABLA}"
ch3 = "\u2203"
print(ch1, ch2, ch3)
Ausgabe:
∀ ∇ ∃
<small>Diese Ausgabe ergibt sich z.B. mit der IDLE-Shell oder mit Cygwin. Beim Ausführen über die Windows-Eingabeaufforderung oder Windows PowerShell unter MS Windows 10 erfolgt keine korrekte Darstellung. IDLE ist die mit Python mitgelieferte IDE ('''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironment, Integrierte Entwicklungsumgebung). Gegen Ende dieses Textes wird IDLE kurz beschrieben.
Das Problem mit der Windows Eingabeaufforderung lässt sich aber umgehen. Man muss nur eine Schriftart auswählen, die die Zeichen kennt, z.B. "DejaVu Sans Mono". Dazu klicken Sie einfach bei der Eingabeaufforderung mit der rechten Maustaste oben auf die weiße Leiste und wählen im aufpoppenden Fenster den Menüpunkt "Eigenschaften". Es öffnet sich ein Dialogfenster. Über den Reiter "Schriftart" lässt sich nun die Schriftart einstellen. Unter MS Windows 11 oder openSUSE Leap 15.6 (bash-Konsole) gibt es dieses Problem ohnehin nicht.</small>
== Reguläre Ausdrücke ==
Python kennt auch {{W|Regulärer Ausdruck|reguläre Ausdrücke}}. Dazu gibt es in Python das Modul <code>re</code>. Beipielsweise sollen alle Zahlen (<math>\text{zahl}\in\mathbb{N}_0</math>) in einem String gesucht und ausgegeben werden. Als String sei gegeben: <code>3x Grüße und 100 Kekse.</code> Das Muster (Pattern) ist <code>\d+</code>. <code>\d</code> steht für eine Dezimalziffer 0-9. Das Plus-Zeichen (+) steht symbolisch für ein oder mehrere Zeichen des vorherigen Ausdrucks. Hier also ein oder mehrere Dezimalziffern. Es wird die Funktion <code>findall</code> aus dem Modul <code>re</code>verwendet.
Python-Code:
from re import findall
str = "3x Grüße und 100 Kekse."
pat = "\\d+" # Doppel-Backslashes müssen verwendet werden, sonst gibt Python eine Warnung aus!
# alternativ: pat = r"\d+"
# oder: pat = "[0-9]+"
numb = findall(pat, str)
print(numb)
Ausgabe:
['3', '100']
Python kennt noch viele weitere Möglichkeiten mittels regulärer Ausdrücke zu hantieren. Dies soll hier aber nicht vertieft werden, da das Thema schon ziemlich speziell und komplex ist. Bei Bedarf siehe aber z.B. die Bücher ''Weigend, Seite 380ff'' und ''Ernesti, Kaiser'' [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/28_001.html] oder die Python-Dokumentation [https://docs.python.org/3/library/re.html]. Auch [[Python unter Linux: Reguläre Ausdrücke]] liefert ein umfangreiches und brauchbares Python-2-Kapitel zu den regulären Ausdrücken. Die dort gelisteten Beispiele müssten ggf. vor Verwendung auf Python-3 umgeschrieben werden. <small>Wie macht man das? Dazu siehe z.B. [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/43_001.html], [https://portingguide.readthedocs.io/en/latest/] oder [https://www.digitalocean.com/community/tutorials/how-to-port-python-2-code-to-python-3]</small>
<small>Es gibt auch ein externes Modul ''regex'', das bei Bedarf extra installiert werden muss ([https://pypi.org/project/regex/]). Es bietet zusätzliche Funktionalität und gründlicheren Unicode-Support. Dies sei hier aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt.</small>
== Verzweigungen ==
=== if ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
In Python gibt es keinen expliziten ENDE-Kennzeichner. Stattdessen wird der Code durch Einrückungen strukturiert. Alles mit der gleichen Einrückungstiefe gehört zum selben Block. Dies zeichnet Python vor anderen Programmiersprachen aus.
Die test1.py-Datei laute also wie folgt:
x = 5
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Man achte auch auf die Doppelpunkte in der if- und else-Zeile. Darauf vergisst man gerne, wenn man von anderen Programmiersprachen kommt.
Folgendes wäre in Python ein Fehler (genauer gesagt ein IndentationError).
x = 5
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Auch Nachstehendes würde nicht zum gewünschten Ergebnis führen (löst aber keine Fehlermeldung aus). Der letzte print-Befehl ist schon außerhalb der IF-ELSE-Verzweigung.
x = 3
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Ausgabe:
x ist kleiner als 4
x ist groesser oder gleich 4
Python kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
<, <= ... kleiner (gleich)
>, >= ... größer (gleich)
== ... gleich
!= ... ungleich
is ... identisch
is not ... nicht identisch
and ... AND
or ... OR
not ... NOT
Beispielsweise:
a = 5
b = 9
if a<=10 and b!=7:
print("OK")
else
print("Nicht OK")
Ausgabe:
OK
Der else-Block kann übrigens auch ersatzlos entfallen.
Mehrfache Verzweigungen werden durch das elif-Konstrukt erstellt.
a = 14
if a<=10:
print("<=5")
elif a>11 and a<15:
print("11 bis 15")
elif a>16 and a<20:
print("16 bis 20")
else:
print(">=20")
Ausgabe:
11 bis 15
In Python gibt es auch die Schlüsselwörter <code>True</code> (für wahr) und <code>False</code> (für falsch). Man beachte, dass sie mit Großbuchstaben beginnen. Andere Schreibweisen wären ein Fehler. Sie gehören zum Datentyp <code>bool</code>. Ihnen sind auch die Zahlen <code>1</code> und <code>0</code> zugewiesen.
=== match ===
Ab Python 3.10 gibt es auch die match-Anweisung. Dies ist das Python-Pendant für die switch-Anweisung in anderen Programmiersprachen, geht aber bei näherer Betrachtung weit darüber hinaus. Hier nur ein einfaches Beispiel:
x = "Hello"
match x:
case "Servus" | "Ciao": # or
print("Servus an alle")
case "Grüetzi":
print("Grüetzi Schwyzer")
case _: # other, default, sonstiges ...
print("Hallo Welt")
Ausgabe:
Hallo Welt
Für nähere Details siehe z.B. [https://www.geeksforgeeks.org/python-match-case-statement/], [https://learnpython.com/blog/python-match-case-statement/], [https://docs.python.org/3/tutorial/controlflow.html#match-statements] und das Python Enhancement Proposal (PEP) 636 – Structural Pattern Matching: Tutorial [https://peps.python.org/pep-0636] und dort insbesondere den Anhang A - Quick Intro.
<small><code>match, case, _</code> etc. sind sogenannte ''soft keywords''. Im Gegensatz zu den normalen Schlüsselwörtern dürfen ihnen auch Werte zugewiesen werden. Eine Liste der weichen Schlüsselwörter lässt sich durch <code>keyword.softkwlist</code> erstellen (die Anweisung gibt es seit Python 3.9). Siehe dazu auch [https://stackoverflow.com/questions/65800344/what-are-soft-keywords] und [https://docs.python.org/3/library/keyword.html#keyword.softkwlist].</small>
== Schleifen ==
=== while ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Python:
x = 0
while x <= 10:
print(x)
x += 1
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== for ===
for x in range(6):
print(x*2)
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Die Schleife läuft von 0 bis 5. Ausgegeben wird jeweils der Wert x*2. Aquivalent kann diese Schleife auch so geschrieben werden:
for x in range(0, 11, 2):
print(x)
Die Ausgabe ist wie oben. Der Startwert sei 0, der Endwert ist 11-1 und die Schrittweite ist 2.
Ein anderes Beispiel sei
for x in "text":
print(x)
Ausgabe:
t
e
x
t
== Schleifen abbrechen ==
=== break ===
<code>break</code> bricht die Schleife ab und setzt mit dem nächsten Befehl außerhalb der Schleife fort.
for var in range(100):
print(var)
if var == 5:
break
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
=== continue ===
<code>continue</code> bricht den aktuellen Schleifendurchlauf ab und setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort.
for var in range (11):
if var == 5:
continue
print(var)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== try - except ==
try:
z1 = 12 / 0
print(z1)
except ZeroDivisionError:
print("Das Ergebnis ist unendlich")
except:
print("Kann nicht berechnet werden!")
print("Bitte die Formel korrigieren!")
Ausgabe:
Das Ergebnis ist unendlich
Es wird versucht, eine Zahl durch Null zu dividieren. Das ist nicht möglich, es wird eine Ausnahme ausgelöst. Das Programm springt daher in den except-ZeroDivisionError-Block und führt die dort gelisteten Anweisungen aus (in unserem Fall eine print-Anweisung). Würden wir dieses Programm ohne try-except ausführen, so ergibt sich aus
z1 = 12 / 0
print(z1)
folgende Fehlermeldung und ein unmittelbarer Programmabbruch
Traceback (most recent call last):
File "C:\tmp\test1.py", line 1, in <module>
z1 = 12 / 0
ZeroDivisionError: division by zero
Mit dem try-except-Mechanismus können also Ausnahmen oder Fehler aufgefangen und behandelt werden. In unserem Beispiel ist das eher trivial, aber bei größeren Programmen kann das durchaus Sinn machen.
== pass ==
Ein leerer Block muss in Python mittels dem Schlüsselwort <code>pass</code> dargestellt werden. Z.B.
x = 2
if x == 1:
print("Wert ist ", x)
else:
pass
Würde man das <code>pass</code> im else-Block weglassen, so würde man eine Fehlermeldung erhalten:
IndentationError: expected an indented block after 'else' statement on line 5
= Funktionen =
== Aufrufen von Funktionen ==
Funktionen sind uns im Rahmen dieses Kurses schon zuhauf begegnet. Sei es die print()-, die math.sin()- oder die hex()-Funktion. All diese Funktionen werden von Python zur Verfügung gestellt, ohne dass man sie explizit programmieren müsste. Aufgerufen werden diese Funktionen, indem man ihren Namen eintippt, gefolgt von runden Klammern. In diesen Klammern können noch Argumente übergeben werden. Auch Rückgabewerte sind möglich.
== Funktionen selber schreiben ==
Funktionen werden mit dem def-Schlüsselwort (man definiert die Funktion) eingeleitet, danach folgt der Funktionsname, danach wiederum runde Klammern, in denen formale Argumente stehen können. Abgeschlossen wird die def-Zeile mit einem Doppelpunkt. Danach folgt der Funktionskörper. Dieser Funktionskörper muss wiederum eingerückt werden (wie von den Verzweigungen und Schleifen bekannt). Aufgerufen wird diese Funktion, indem man ihren Funktionsnamen eingibt, gefolgt von runden Klammern (ggf. mit den aktuellen Parametern). Z.B.
# Funktion definieren
def halloWelt(i):
# i ... beliebige Ganzzahl
print("Hallo " * i, end="")
print("Welt!")
# Funktion aufrufen
halloWelt(3)
Ausgabe:
Hallo Hallo Hallo Welt!
Unterschied zwischen formalen und aktuellen Parametern:
[[Datei:PythonIng_func1.jpg]]
<small>Aktuelle Parameter werden auch Argumente genannt.</small>
Rückgabe von Funktionswerten:
# Funktion definieren
def mathFunc(a, b):
r1 = a + b
r2 = a * b
return r1, r2
# Funktion aufrufen
a, b = mathFunc(3, 5)
# Ausgabe der zurückgegebenen Werte
print(a)
print(b)
Ausgabe:
8
15
Vorgabeparameter, z.B.:
def mathFunc(a=10, b=20):
r1 = a + b
r2 = a * b
return r1, r2
a, b = mathFunc(3, 5)
print(a)
print(b)
a, b = mathFunc(5)
print(a)
print(b)
a, b = mathFunc(b=6)
print(a)
print(b)
Ausgabe:
8
15
25
100
16
60
== Lambda-Funktionen ==
print((lambda a, b: a*b) (3, 5))
Ausgabe:
15
Eingeleitet wird eine Lambda-Funktion (auch Lambda-Form, Lambda-Operator oder anonyme Funktion genannt) mit dem Schlüsselwort <code>lambda</code>. Es folgen die formalen Argumente, danach ein Doppelpunkt, die Berechnungsvorschrift und ggf. abschliessend in Klammern die aktuellen Parameter.
Man kann einer Lambda-Funktion auch einen Funktionsnamen geben und die Funktion über diesen Namen aufrufen, z.B.
prod = lambda a, b: a*b
print(prod(3, 5))
Als Ausgabe wird wieder die Zahl 15 geliefert.
== Rekursive Funktionen ==
Funktionen können wiederum andere Funktionen aufrufen. Von einem rekursiven Funktionsaufruf spricht man, wenn die aufgerufene Funktion gleich der aufrufenden ist.
def printFunc(i):
if (i >= 5):
return
else:
print("Hallo Welt")
printFunc(i+1)
printFunc(1)
Ausgabe:
Hallo Welt
Hallo Welt
Hallo Welt
Hallo Welt
== Funktionsannotationen ==
Python ist sehr flexibel, was Typen angeht. Im Vorhergehenden haben wir generell keine Typangaben gemacht. Will man Typen angeben, so bietet Python das Konzept der Funktionsannotation.
def calcFunc(a: int, b: int) -> int:
return a+b
r1 = calcFunc(8, 9)
r2 = calcFunc(8.0, 9.0)
r3 = calcFunc("Hallo", "Welt")
print(r1)
print(r2)
print(r3)
Ausgabe:
17
17.0
HalloWelt
Jetzt sieht man auf den ersten Blick, welche Typen der Programmierer im Sinn hatte, als er die Funktion erstellte. Das Problem dabei ist nur, dass es Python ziemlich egal ist, welche Typen man im Endeffekt eingibt. Im obigen Beispiel können statt Integer-Typen u.a. auch Float- oder String-Typen eingegeben werden.
<small>
Siehe zum Thema "Type Checking" aber auch den später folgenden Abschnitt [[Ing_Mathematik:_Python#Type_Checker]].
</small>
== Variadische Funktionen ==
Python-Code:
def test1(a, *b):
print(a);
for c in b:
print(c);
test1("Hallo", "Welt", "Schweizer", "und alle anderen")
Ausgabe:
Hallo
Welt
Schweizer
und alle anderen
Mit dem Stern (auch als Splat-Operator bezeichnet) in der formalen Parameterliste bei der Funktion <code>test1</code> wird angezeigt, dass eine beliebige Anzahl von Argumenten übergeben wird. <small> Dies entspricht in etwa dem, was in anderen Programmiersprachen (PHP etc.) mittels Ellipse (<code>...</code>) angezeigt wird.</small>
= Tupel, Listen und andere =
[[Datei:Python 3. The standard type hierarchy.png|mini|hochkant=1.7|Datentypen und Strukturen]]
Tupel, Listen und einige andere sind Datenstrukturen oder Sequenzen.
Listen (z.B. eine Einkaufsliste) sind veränderbar (mutable). Ein Tupel kann dagegen nicht verändert werden (immutable). Listen werden beim Anlegen in eckige Klammern eingeschlossen, Tupel in runde Klammern. Beim Tupel können die Klammern auch weggelassen werden. Ein Tupel mit nur einem Element muss mit einem Beistrich abgeschlossen werden. Der Grund ist, dass Python sonst nicht entscheiden kann, ob ein Tupel angelegt werden soll, oder nur ein geklammerter Wert. Nachfolgend werden einige Operationen mit Listen und Tupel dargestellt.
Als Gedächtnisstütze kann man sich den Unterschied zwischen Tupel und Liste ev. so leichter merken:
: T'''u'''pel ... r'''u'''nde Klammern, '''u'''nveränderlich
: L'''i'''ste ... eck'''i'''ge Klammern, veränderl'''i'''ch.
# Liste und Tupel
liste = [1, 2, "Hallo"]
tupel = (1, 2, "Hallo")
# Ausgabe von liste und tupel
print(liste)
print(tupel)
# Ausgabe von Einzelelementen
print(liste[1])
print(tupel[2])
# Element an Liste anhängen und einfügen
liste.append(55)
liste.insert(4, "Welt")
print(liste)
# Element aus Liste entfernen
liste.remove(1)
print(liste)
# einige weitere Beispiele
liste2 = [1,]
tupel2 = 1, 2
tupel3 = (1,)
print(liste2)
print(tupel2)
print(tupel3)
Ausgabe:
[1, 2, 'Hallo']
(1, 2, 'Hallo')
2
Hallo
[1, 2, 'Hallo', 55, 'Welt']
[2, 'Hallo', 55, 'Welt']
[1]
(1, 2)
(1,)
Beispiel:
woerter = ["Hallo", "Welt"]
satz = " ".join(woerter)
print(satz)
Ausgabe:
Hallo Welt
Zu den Datenstrukturen gehören weiters auch Mengen und Dictionaries. Mengen sind von der Mathematik bekannt, sie sind ungeordnet und es kommen keine mehrfachen Elemente vor. Dictionaries sind durch Schlüssel :Wert-Paare gekennzeichnet. Mengen werden beim Anlegen wie Dictionaries in geschweifte Klammern eingeschlossen.
dict = {"vorname":"Hugo", "nachname":"Meister" }
menge = {1, 1, 3, 4, 4, 4, "Hallo"}
print(dict)
print(menge)
print(dict["vorname"])
Ausgabe:
{'vorname': 'Hugo', 'nachname': 'Meister'}
{1, 3, 4, 'Hallo'}
Hugo
Geschweifte Klammern ohne Inhalt stellen Dictionaries dar und keine Mengen:
di = {}
print(type(di))
Ausgabe:
<class 'dict'>
== List Comprehensions ==
Aus einer Eingabeliste soll eine Ausgabeliste erzeugt werden. Das kann folgendermaßen geschehen.
Mathematische Schreibweise: <math>lc = \{2x|x\in\ \mathbb{N}, 1\le x < 11\}</math>
Python-Code:
lc = [x*2 for x in range(1,11)]
print(lc)
Ausgabe:
[2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20]
Mathematische Schreibweise: <math>lc = \{2x | x \in \mathbb{N}, 1\le x < 11, x \bmod 2 = 0 \}</math>
Python-Code:
lc = [x*2 for x in range(1,11) if x%2 == 0]
print(lc)
Ausgabe:
[4, 8, 12, 16, 20]
Siehe auch {{W|List Comprehension}}.
== Set Comprehensions ==
Dies ist sehr ähnlich wie im vorigen Abschnitt beschrieben. Es wird aber keine Liste, sondern eine Menge erzeugt.
sc = {x*2 for x in range(1,11)}
print(sc)
Ausgabe:
{2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20}
== Listen zusammenführen - zip() ==
li1 = ["A", "B", "C", "D"]
li2 = [1, 2, 3, 4]
li3 = [5.5, 6.6, 7.7, 8.8]
z = zip(li1, li2, li3)
print(z)
li4 = list(z)
print(li4)
Ausgabe:
<zip object at 0x00000283B6C6AC80>
[('A', 1, 5.5), ('B', 2, 6.6), ('C', 3, 7.7), ('D', 4, 8.8)]
== Generatorausdruck ==
g = (i*2 for i in range(1,11))
print(g)
t = tuple(g)
print(t)
print(t[1:3])
Ausgabe:
<generator object <genexpr> at 0x00000241D2A4A5A0>
(2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20)
(4, 6)
== Slicing ==
slice ... Scheibe, Teil, in Scheiben schneiden
Beispiel: Zugriff auf Elemente eines geordneten sequentiellen Objekttyps (Liste, Tupel oder String):
str1 = "Hallo"
# Das erste Element wird mit dem Index 0 angesprochen
# [start (inkl.) : stop (exkl.) : step (default=1)]
str2 = str1[0:2]
# Alternativ auch: str2 = str1[:2]
print(str2)
tup1 = (0,1,2,3)
# Das letzte Element hat auch den Index -1, das vorletzte den Index -2 usw.
tup2 = tup1[-3:-1]
print(tup2)
lst1 = [[1, 5, 10, 20],
[30, 40, 50, 60]]
lst2 = lst1[1][1]
print(lst2)
Ausgabe:
Ha
(1, 2)
40
Beispiel: Umdrehen von Strings
str1 = "Hallo"
str2 = str1[::-1]
print(str2)
Ausgabe:
ollaH
= Objektorientierte Programmierung =
== Eine einfache Klasse ==
[[Datei:PythonIng_uml1.svg | 200px]]
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
fahr = Fahrzeug(150, 90)
print(fahr.convertGeschw())
Ausgabe:
41.666666666666664
Die Klasse Fahrzeug wird durch das class-Schlüsselwort eingeleitet. raeder ist ein Klassenattribut und public. __init__ wird bei der Objekterzeugung automatisch aufgerufen. Man achte darauf, dass diese Methode immer mit zwei Unterstrichen eingeleitet und abgeschlossen wird. Instanzattributen wird das Wort self vorangestellt. Wir sehen uns z.B. das Attribut self.__geschwind an. Auch hier werden zwei Unterstriche verwendet. Das bedeutet, dass dieses Attribut private ist. Bei den Methoden wird immer self als erster Parameter angegeben. Beim Aufruf der entsprechenden Funktion wird das self aber nicht berücksichtigt.
== Klassen importieren ==
Häufig ist es sinnvoll und übersichtlicher Klassen in eigenen Dateien zu speichern. Das sind dann eigene Module. Abgespeichert werden Sie mit der Endung py, wie bisher auch praktiziert. Aufgerufen werden Sie mit der import-Anweisung. Dann ist aber nur der Dateiname ohne Endung py zu verwenden. Klarer wird das mit einem Beispiel.
Datei c:\tmp\fahrzeug.py
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
Datei c:\tmp\test1.py
import fahrzeug
fahr = fahrzeug.Fahrzeug(150, 90)
print(fahr.convertGeschw())
Ausgabe:
41.666666666666664
Die üblichen import-Anweisungen lauten wie folgt:
{| {{prettytable}}
! import-Befehl
! Instanz
|-
| import xyz || xyz.Klasse
|-
| import xyz as x || x.Klasse
|-
| from xyz import Klasse || Klasse
|-
| from xyz import * || Klasse
|}
Der Vorteil der ersten beiden import-Anweisungen ist, dass es kaum zu Namenskollisionen kommen kann. Dafür hat man bei den letzten beiden Varianten weniger Tipparbeit.
== Vererbung ==
[[Datei:PythonIng_uml2.svg | 200px]]
Datei fahrzeug.py:
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
class Luftfahrzeug(Fahrzeug):
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung, fluegel):
super().__init__(geschwindigkeit, leistung)
self.__flueg = fluegel
def getFlueg(self):
return self.__flueg
Datei test1.py:
import fahrzeug
fahr = fahrzeug.Luftfahrzeug(150, 90, 4)
print(fahr.getFlueg())
Ausgabe:
4
= Grafiken zeichnen =
Für das Zeichnen von Grafiken wird hier das Modul <code>matplotlib</code> verwendet. <code>matplotlib</code> ist ein externes Modul und muss vor der ersten Verwendung installiert werden. Das geht so:
# Starten Sie ein Terminal (bei Windows die Eingabeaufforderung).
# Führen Sie darin folgenden Befehl aus <code>c:\devel\Python\Scripts\pip.exe install matplotlib</code>
pip ist übrigens der Paketmanager von Python ({{W|Pip_(Python)}}).
Optimalerweise installieren wir auch gleich das Modul <code>numpy</code> (Numerical Python). Wir werden es im Folgenden oft benötigen (nicht nur bei den Grafiken). Das funktioniert vom Prinzip her genauso, wie für <code>matplotlib</code> gezeigt.
<small>Verwenden Sie Spyder, so sind diese Schritte nicht nötig. Spyder inkludiert diese Pakete standardmäßig. Unter openSUSE Tumbleweed lassen sich diese Pakete mittels YaST oder zypper installieren.</small>
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y = np.cosh(x)
plt.plot(x,y)
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_cosh1.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. Das Untermodul pyplot des matplotlib-Moduls und das numpy-Modul werden importiert. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plt.plot()" ist der Zeichenbefehl. "plt.show" ist notwendig, um das Fenster mit der Grafik anzuzeigen.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen. "plt.grid()" zeichnet ein Gitter in die Grafik (kann auch weggelassen werden).
Die Bezeichnungen plt und np könnten auch anders gewählt werden. Es ist aber Konvention, diese so wie hier gezeigt zu wählen.
<small>Mit der im obigen Bild gezeigten Menüleiste kann die dargestellte Grafik nachträglich noch geändert werden (Zoom, Pan, Achsenparameter, Kurvenparameter etc.). Natürlich kann man das alles auch direkt programmieren. Wie das funktioniert wird ansatzweise etwas später gezeigt.</small>
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y = np.cosh(x) + 2**x
plt.plot(x,y)
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_cosh4.png]]
Man beachte, dass im Gegensatz zu Octave und Julia der ominöse Punkt (.) bei 2**x mit Python nicht benötigt wird. Das macht das Programmiererleben etwas einfacher.
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y1 = np.cosh(x) + 2**x
y2 = np.sin(x) * np.cos(x)
plt.plot(x, y1, label = "cosh(x) + 2**x")
plt.plot(x, y2, label = "sin(x) * cos(x)")
plt.grid()
plt.title("Funktionsgraphen")
plt.xlabel("x")
plt.ylabel("y")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_cosh2.png]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y1 = np.cosh(x) + 2**x
y2 = np.sin(x) * np.cos(x)
plt.plot(x, y1, label = "cosh(x) + 2**x", lw=5, ls="dotted")
plt.plot(x, y2, label = "sin(x) * cos(x)", lw=3, ls="--")
plt.grid()
plt.title("Funktionsgraphen")
plt.xlabel("x")
plt.ylabel("y")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_cosh3.png]]
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi[</math> gezeichnet werden.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0., 6*np.pi, .1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.title("Archimedische Spirale")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_spirale1.png]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den plt.axis()-Befehl verwenden.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0., 6*np.pi, .1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.title("Archimedische Spirale")
plt.axis("equal")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_spirale2.png]]
=== Funktion in Polardarstellung ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
fig = plt.figure()
ax = fig.add_subplot(projection="polar")
r = np.arange(0, 1, 0.01)
theta = r**3
line = ax.plot(theta, r)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_polar1.png]]
=== Logarithmische Achsenskalierung ===
==== Semilog ====
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0., 10, .1)
y = 10**x
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.semilogy()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_semilog1.png]]
==== LogLog ====
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0., 10, .1)
y = 10**x
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.loglog()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_loglog1.png]]
=== Gefüllte Fläche ===
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
x = np.arange(0, 3, 0.1)
y1 = 3*x - 1
y2 = x**2
plt.plot(x, y1, x, y2, color='black')
plt.fill_between(x, y1, y2, where=y1>=y2)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_gefuellt.png]]
=== Linien, Pfeile, Rechtecke, Kreise und Texte ===
import matplotlib as mpl
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots()
r = mpl.patches.Rectangle((0, 0), 3, 3, angle=30, fill=False)
c = mpl.patches.Circle((4, 4), 2, fill=False)
ax.add_patch(r)
ax.add_patch(c)
ax.plot([-2, 7], [-2, 0], color="black")
ax.arrow(0, 7, 5, 0, length_includes_head=True, head_width=0.5, head_length=1.5,
color="black")
ax.set_aspect("equal")
plt.axis([-3, 8, -3, 8])
plt.show()
[[Datei:PythonIng_linien_pfeile_etc.png]]
Text kann mit <code>ax.text(x, y, "Text")</code> hinzugefügt werden, bspw.
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots()
ax.text(0.1, 0.1, "Hallo")
ax.text(0.5, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
Oder einfacher auch ohne <code>subplots</code>
import matplotlib.pyplot as plt
plt.text(0.1, 0.1, "Hallo")
plt.text(0.5, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text1.png]]
Auch Sonderzeichen (griechische Buchstaben etc.) können verwendet werden (siehe dazu auch [https://matplotlib.org/stable/users/explain/text/mathtext.html]).
import matplotlib.pyplot as plt
plt.text(.3, .5,
r'$\Omega\ \psi\ \oint\ \nabla\ \dot a\ \frac{a}{b}\ a_b$',
size="20")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text20.svg]]
Jetzt wird noch gezeigt, wofür <code>subplots</code> sinnvoll eingesetzt werden können.
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots(nrows=1, ncols=2)
ax[0].text(0.1, 0.1, "Hallo")
ax[1].text(0.1, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text2.png]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben. Farben können mit dem plt.plot()-Parameter color gewählt werden.
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0, 6*np.pi, 0.1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
z = t
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_raumkurve1.png]]
=== Flächen ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_fläche1.png]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.5)
y = np.arange(0, 10, 0.5)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_wireframe(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_fläche2.png]]
Ein etwas komplexeres Beispiel:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0.1, 10, 0.1)
y = np.arange(0.1, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z1 = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
z2 = np.sin(x) + np.log(y)
z3 = x + np.cos(y)
z4 = x**2 - y
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"}, nrows=2, ncols=2)
ax[0][0].plot_surface(x, y, z1)
ax[0][1].plot_surface(x, y, z2)
ax[1][0].plot_surface(x, y, z3)
ax[1][1].plot_surface(x, y, z4)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_subplot1.png]]
Man beachte, dass man die Unterbilder im Bild nach dem Ausführen des Scripts z.B. mit der mittleren Maustaste einzeln drehen, oder über die Einträge in der Menüzeile einzeln bearbeiten kann. Mit ein paar Zeilen Programmtext lässt sich also eine Menge an Funktionalität generieren.
Die Farbgebung lässt sich über <code>colormaps</code> variieren.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
from matplotlib import cm
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z, cmap = cm.coolwarm)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_colormap1.png]]
Es gibt eine Menge an Colormaps, z.B. <code>plasma, Greys, Dark2, ocean</code>. Zwecks detaillierterer Infos siehe die matplotlib-Dokumentation. <small>Verwendet man die IDE namens IDLE, so gibt es dort auch die automatische Codevervollständigung. D.h. es werden alle Möglichkeiten (in unserem Fall nach dem Eintippen von <code>cm.</code> alle verfügbaren Colormaps) angezeigt.</small>
Die "edgecolor" und Linienbreite können auch frei gewählt werden:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
from matplotlib import cm
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z, cmap = cm.coolwarm, edgecolor="black", linewidth=1.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_colormap2.png]]
=== Höhenlinien ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
ax.contour(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien1.png|400px]]
Etwas abgewandelt sieht das so aus:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
hl = ax.contour(x, y, z)
ax.clabel(hl, inline = True)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien2.png|400px]]
Und noch eine Variante (mit einem Farbbalken) sei gezeigt.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
hl = ax.contourf(x, y, z)
fig.colorbar(hl)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien5.svg|400px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>.
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>.
== Animationen ==
=== Mit matplotlib ===
Auch mit matplotlib sind Animationen möglich. Das ist ein bisschen komplizierter und wird deshalb hier nur mit einem sehr einfachen Beispiel dargestellt (bei Interesse siehe z.B. auch das [https://matplotlib.org/stable/users/explain/animations/animations.html#animations Animations using Matplotlib-Tutorial]).
import matplotlib.pyplot as plt
import matplotlib.animation as ani
import matplotlib
import numpy as np
def update(frame):
line.set_xdata(x[:frame])
line.set_ydata(y[:frame])
return (line)
fig, ax = plt.subplots()
x = np.arange(0, 10, .1)
y = np.sin(x)
line, = ax.plot(x[0], y[0])
ax.set(xlim=[0, 10], ylim=[-1, 1])
a = ani.FuncAnimation(fig=fig, func=update, frames=100, interval=20)
plt.show()
# Speichere die Animation in einem animierten GIF (optional)
a.save(filename="c:/tmp/PythonIng_anim5.gif", writer="pillow")
[[Datei:PythonIng_anim5.gif]]
Es wird eine Sinuskurve auf den Bildschirm gezeichnet. In der letzten Zeile wird diese Animation in ein animiertes GIF gespeichert. Das ist natürlich optional und kann auch weggelassen werden.
=== Mit VPython ===
Aber auch mit dem Modul VPython lassen sich einfache 3D-Animationen erstellen. VPython ist ein externes Modul, das vorab installiert werden muss. Unter openSUSE Tumbleweed gibt es dzt. kein entsprechendes rpm-Paket. Die übliche Methode der Installation mittels YaST oder zypper ist somit nicht möglich. Auch eine direkte Verwendung von pip führt nur zu einer Fehlermeldung (<code>error: externally-managed-environment</code>). Es empfiehlt sich dort folgende Vorgehensweise:
# Erstelle zuerst eine virtuelle Umgebung, z.B.: <code>python3.11 -m venv ~/tmp/venv1</code>
# Wechsle das Verzeichnis: <code>cd ~/tmp/venv1/bin</code>
# Installiere das entsprechende Paket: <code>./pip install vpython</code>
# Führe das entsprechende Skript aus: <code>./python ~/tmp/test1.py</code>
Aktuell (März 2026) ist dieses Programmpaket lt. der [https://vpython.org/presentation2018/install.html VPython-Homepage] nur für die Python-Versionen 3.8 bis 3.12 verfügbar.
Ein Beispiel zu einer einfachen Animation wird nachfolgend geliefert.
from vpython import *
scene.width = 1200
scene.height = 600
scene.center = vector(20,0,0)
scene.background = color.white
cylinder(pos=vector(0,0,0), axis=vector(20,0,0), radius=5,
color=color.blue)
cone(pos=vector(0,0,0), axis=vector(-10,0,0), radius=5,
color=color.blue)
helix(pos=vector(20,0,0), axis=vector(40,0,0), radius=2,
coils=10, thickness=0.5, color=color.blue)
ball = sphere(pos=vector(20,0,0), color = color.green, radius = 1)
ball.p = vector(0.15, 0, 0)
toc = True
while True:
rate(200)
if(ball.pos.x <= 60 and toc == True):
ball.pos += ball.p
else:
toc = False
ball.pos -= ball.p
if(ball.pos.x <= 20 and toc == False):
toc = True
[[Datei:PythonIng_vpython_anim.JPG]]
Idealerweise öffnet sich beim Ausführen des Scripts ein Browserfenster. Darin wird die programmierte Animation gezeigt (siehe auch den obigen Screenshot). Eine Größenänderung können Sie mit der mittleren Maustaste initiieren. Die Szenerie drehen können Sie mit der rechten Maustaste.
=== Mit VTK ===
Komplexer, aber auch mächtiger als VPython ist die Verwendung von VTK ('''V'''isualization '''T'''ool'''k'''it). Genauer gesagt des Python-Wrappers von VTK. Dieses externe Python-Modul muss vorab installiert werden (z.B. mittels YaST, pip oder in eine virtuelle Umgebung). VTK ist eine Softwarebibliothek zur 3D-Visualisierung und wurde ursprünglich in C++ geschrieben. Verbreitet eingesetzt wird diese Bibliothek in der Wissenschaft und Forschung, z.B.
* in der medizinischen Bildgebung
* für Strömungssimulationen
* für Klimadaten
VTK funktioniert nach dem {{W|Grafikpipeline|Pipeline-Prinzip}}:
Source (Quellen) -> Filter -> Mapper (Senken) -> Actor/Renderer
Daten fließen von den Quellen zu den Senken.
Als einfaches Beispiel wird die Darstellung eines Zylinders gezeigt, der mit den Maustasten gedreht oder in der Größe geändert werden kann:
import vtk
# Zylinder erzeugen
cyl = vtk.vtkCylinderSource()
cyl.SetRadius(5.0)
cyl.SetHeight(20.0)
cyl.SetResolution(40)
# Geometrie in darstellbare Daten umwandeln
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(cyl.GetOutputPort())
# Objekt in der Szene
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
# Szene verwalten
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderer.AddActor(actor)
# Render-Fenster
render_window = vtk.vtkRenderWindow()
render_window.AddRenderer(renderer)
# Maus/Tastatur-Steuerung
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(render_window)
# Starten
render_window.Render()
interactor.Start()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_VTK_1.png]]
Gleiches Beispiel wie oben, aber mit einer Animationssequenz:
import vtk
import time
cyl = vtk.vtkCylinderSource()
cyl.SetRadius(5.0)
cyl.SetHeight(20.0)
cyl.SetResolution(40)
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(cyl.GetOutputPort())
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderer.AddActor(actor)
render_window = vtk.vtkRenderWindow()
render_window.AddRenderer(renderer)
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(render_window)
for i in range(360):
actor.RotateZ(1)
actor.RotateY(.5)
render_window.Render()
time.sleep(0.01)
Das Grafikfenster schließt sich nach Ablauf der Schleife. Das Fenster bleibt geöffnet, wenn Sie am Programmende folgenden Befehl hinschreiben
interactor.Start()
Um den animierten Zylinder grün einzufärben, müssen Sie Folgendes im obigen Programm ergänzen (Farbnamen):
colors = vtk.vtkNamedColors()
actor.GetProperty().SetColor(colors.GetColor3d("Green"))
Als Namen können Sie u.a. die CSS3 Web-Farben verwenden (siehe z.B. [https://wiki.selfhtml.org/wiki/Farbe/Farbangaben] und {{W|Webfarbe#CSS_3}}).
Alternativ funktioniert auch das ({{W|RGB-Farbraum|RGB}}):
actor.GetProperty().SetColor(0.0, 0.6, 0.0)
Wie der Zylinder mit einer Textur versehen wird, zeigt folgendes Programm:
import vtk
import time
cylinder = vtk.vtkCylinderSource()
cylinder.SetResolution(30)
cylinder.SetHeight(3.0)
cylinder.SetRadius(1.0)
cylinder.CappingOn()
texture_coords = vtk.vtkTextureMapToCylinder()
texture_coords.SetInputConnection(cylinder.GetOutputPort())
texture_coords.PreventSeamOn()
reader = vtk.vtkJPEGReader()
reader.SetFileName("PythonIng_textur.jpg")
texture = vtk.vtkTexture()
texture.SetInputConnection(reader.GetOutputPort())
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(texture_coords.GetOutputPort())
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
actor.SetTexture(texture)
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderWindow = vtk.vtkRenderWindow()
renderWindow.AddRenderer(renderer)
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(renderWindow)
renderer.AddActor(actor)
for i in range(360):
actor.RotateZ(1)
actor.RotateY(.5)
renderWindow.Render()
time.sleep(0.01)
interactor.Start()
<gallery>
PythonIng_textur.jpg | Textur-Datei
PythonIng_VTK_2.png | Ausgabe (Screenshot)
</gallery>
Nun aber genug von VTK und der Erstellung von Grafiken, weiter geht es mit mathematischeren Themen.
= Vektoren und Matrizen =
== Zahlenfolgen ==
Für das Erstellen von Zahlenfolgen bieten sich die Funktionen <code>arange</code> und <code>linspace</code> aus dem <code>numpy</code>-Modul an.
from numpy import *
start = 0
stop = 10
step = 2
num = 10
r = arange(start, stop, step) # step ... Schrittweite
l = linspace(start, stop, num) # num ... Anzahl der Werte
print("r = ", r)
print("l = ", l)
Ausgabe:
r = [0 2 4 6 8]
l = [ 0. 1.11111111 2.22222222 3.33333333 4.44444444 5.55555556
6.66666667 7.77777778 8.88888889 10. ]
Bei <code>arange</code> ist der <code>stop</code>-Wert nicht im Ergebnis enthalten, bei <code>linspace</code> aber sehr wohl.
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Arrays ===
In Python mit NumPy kann man Vektoren durch die Funktion array erzeugen.
import numpy as np
l1 = (-5, 3, 2)
l2 = (1, 1, 4)
a1 = np.array(l1)
a2 = np.array(l2)
a3 = a1 + a2
a4 = 2 * a2
print(a1)
print(a2)
print(a3)
print(a3[2])
print(a4)
Ausgabe:
[-5 3 2]
[1 1 4]
[-4 4 6]
6
[2 2 8]
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
import numpy as np
# Zeilenvektor
z = np.array([ [-5, 3, 2] ])
# Spaltenvektor
s = np.array([[1], [1], [4]])
print(z)
print(s)
Ausgabe:
[ [-5 3 2] ]
[[1]
[1]
[4]]
=== Skalarprodukt ===
import numpy as np
a1 = np.array((-5, 3, 2))
a2 = np.array((1, 1, 4))
skalarprodukt = np.dot(a1, a2)
print(skalarprodukt)
Ausgabe:
6
=== Vektorprodukt ===
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Python-Code:
import numpy as np
a1 = np.array((-5, 3, 2))
a2 = np.array((1, 1, 4))
vektorprodukt = np.cross(a1, a2)
print(vektorprodukt)
Ausgabe:
[10 22 -8]
=== Transponierter Vektor ===
import numpy as np
# Zeilenvektor
z = np.array([ [-5, 3, 2] ])
# Spaltenvektor
s = np.array([[1], [1], [4]])
# transponierter Vektor
z_tp = np.transpose(z)
# transponierter Vektor
s_tp = np.transpose(s)
print(z_tp)
print(s_tp)
Ausgabe:
[[-5]
[ 3]
[ 2]]
[ [1 1 4] ]
=== Vektorfelder visualisieren ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
# Daten generieren
x = np.arange(0, 10, 1)
y = np.arange(0, 10, 1)
X, Y = np.meshgrid(x, y)
U = X * Y
V = Y + X
# Plotten
fig, ax = plt.subplots()
ax.quiver(X, Y, U, V, angles='xy')
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_quiver1.png]]
== Matrizen==
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
print(m1)
Ausgabe:
[[1 2 3]
[4 5 6]]
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
# Element aus Zeile 2 und Spalte 3 (Achtung! Index startet bei Null)
print(m1[1,2])
Ausgabe:
6
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
m2 = np.matrix([[0, 0, 2], [1, 3, 2]])
print(m1 + m2)
print(m1 - m2)
Ausgabe:
[[1 2 5]
[5 8 8]]
[[1 2 1]
[3 2 4]]
=== Transponierte Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
mt = np.transpose(m)
print(m)
print(mt)
Ausgabe:
[[1 2 3]
[4 5 6]]
[[1 4]
[2 5]
[3 6]]
=== Rang einer Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3], [0, -5]])
rg = np.linalg.matrix_rank(m)
print(rg)
Ausgabe:
2
=== Inverse Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3], [0, -5]])
mi = np.linalg.inv(m)
print(mi)
Ausgabe:
[[ 1. 0.6]
[-0. -0.2]]
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 3, 4], [0, -5, 1]])
m2 = np.matrix([[1, 2], [2, 3], [0, 2]])
print(m1 @ m2)
Ausgabe:
[[ 7 19]
[-10 -13]]
=== Eigenwerte und Eigenvektoren ===
import numpy as np
m = np.matrix([[5, 8], [1, 3]])
D,V = np.linalg.eig(m)
# Eigenwerte
print(D)
# Eigenvektoren
print(V)
Ausgabe:
[7. 1.]
[[ 0.9701425 -0.89442719]
[ 0.24253563 0.4472136 ]]
=== Teilmatrizen ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3, 4], [0, -5, 1]])
print("m = ", m)
# Erste Zeile extrahieren
m1 = m[0,:]
print("m1 = ", m1)
# Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m[0,1]
print("m2 = ", m2)
# Zweite Spalte extrahieren
m3 = m[:, 1]
print("m3 = ", m3)
Ausgabe:
m = [[ 1 3 4]
[ 0 -5 1]]
m1 = [ [1 3 4] ]
m2 = 3
m3 = [[ 3]
[-5]]
=== Spezielle Matrizen ===
==== Nullmatrix ====
import numpy as np
z = np.zeros((3, 2))
print(z)
Ausgabe:
[[0. 0.]
[0. 0.]
[0. 0.]]
==== Einheitsmatrix ====
import numpy as np
z = np.eye(3)
print(z)
Ausgabe:
[[1. 0. 0.]
[0. 1. 0.]
[0. 0. 1.]]
==== Matrix mit lauter Einsen ====
import numpy as np
z = np.ones((3, 2))
print(z)
Ausgabe:
[[1. 1.]
[1. 1.]
[1. 1.]]
=== Spärlich besetzte Matrizen ===
Das Thema spärlich besetzter Matrizen wird hier nur kurz angerissen. Nähere Details siehe unter dem Weblink [https://docs.scipy.org/doc/scipy/reference/sparse.html#module-scipy.sparse].
import numpy as np
import scipy
A = scipy.sparse.csr_array(np.eye(5))
print(A)
Ausgabe:
(0, 0) 1.0
(1, 1) 1.0
(2, 2) 1.0
(3, 3) 1.0
(4, 4) 1.0
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
Beispiel:
import numpy as np
A = np.array([[5, 1], [0, 2]])
b = np.array([1, 2])
x = np.linalg.solve(A, b)
print(x)
Ausgabe:
[0. 1.]
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Python (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Polynome =
== Ein erstes einfaches Beispiel ==
Gegeben sei das Polynom <math>7x^3+5x^2+1</math>. In Python:
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
print(p)
Ausgabe:
3 2
7 x + 5 x + 1
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
print(p(1.5))
Ausgabe:
35.875
== Polynome integrieren und differenzieren ==
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
# 1. Ableitung
p1 = p.deriv()
p2 = p.deriv(1)
# 2. Ableitung
p3 = p.deriv(2)
# Integral
p4 = p.integ()
print(p1)
print(p2)
print(p3)
print(p4)
Ausgabe:
2
21 x + 10 x
2
21 x + 10 x
42 x + 10
4 3
1.75 x + 1.667 x + 1 x
== Nullstellen bestimmen ==
import numpy as np
p = np.poly1d([2, 5, 0, 4])
r = np.roots(p)
print(r)
Ausgabe:
[-2.7621427 +0.j 0.13107135+0.84077099j 0.13107135-0.84077099j]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Differenzieren und integrieren Sie das Polynom <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
= Nichtlineare Gleichungen und Gleichungssysteme =
== Nullstellenbestimmung ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
import scipy
import numpy as np
def f(x):
return x**2 - 5*np.cos(x) - 10
xstart = [-1, 1] # Startwerte
xn = scipy.optimize.root(f, xstart)
print(xn.x)
Ausgabe:
[-2.46813009 2.46813009]
Funktionsgraph:
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
== Gleichungssysteme ==
SymPy ist ein externes Modul, das symbolisches Rechnen ('''Sym'''bolic '''Py'''thon) ermöglicht.
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Mit Python ist das so möglich:
import sympy
x1, x2 = sympy.symbols("x1 x2")
f1 = 2*x1 + 4*x2
f2 = 4*x1 + 8*x2**3
s = sympy.solve((f1, f2), x1, x2)
print(s)
Ausgabe:
[(-2, 1), (0, 0), (2, -1)]
Plot:
[[Datei:IngPython_nl_gleichung1.svg|500px]]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Python durch den Buchstaben <code>j</code> symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + j \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + j \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{j\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - j \cdot \Im(z)</math>
Nachfolgend einige mathematische Operationen mit Python und NumPy.
import numpy as np
z1 = 2 + 5j # kartesische Darstellung
z2 = 3 * np.exp(3j) # Polardarstellung
# Addition
res = z1 + z2
print("z1 + z2 = ", res)
# Multiplikation
res = z1 * z2
print("z1 * z2 = ", res)
# Realteil
res = np.real(z2)
print("Realteil von z2 = ", res)
# Imaginärteil
res = np.imag(z2)
print("Imaginaerteil von z2 = ", res)
# Betrag
res = np.abs(z1)
print("Betrag von z1 = ", res)
# Argument
res = np.angle(z1)
print("Argument von z1 = ", res)
# Konjugiert komplexe Zahl
res = np.conj(z1)
print("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = ", res)
Ausgabe:
z1 + z2 = (-0.9699774898013365+5.423360024179601j)
z1 * z2 = (-8.05675510050068-14.003167400647481j)
Realteil von z2 = -2.9699774898013365
Imaginaerteil von z2 = 0.4233600241796016
Betrag von z1 = 5.385164807134504
Argument von z1 = 1.1902899496825317
Konjugiert komplexe Zahl von z1 = (2-5j)
= Interpolation =
import numpy as np
import scipy
import matplotlib.pyplot as plt
# Stützpunkte
xp = np.arange(1, 6)
yp = (0, -5, 2, 7, 6)
ti = np.arange(1, 5, 0.01)
i1 = scipy.interpolate.interp1d(xp, yp, kind = "linear")
i2 = scipy.interpolate.interp1d(xp, yp, kind = "cubic")
plt.plot(xp, yp, "rx")
plt.plot(xp, i1(xp))
plt.plot(ti, i2(ti))
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_interpol1.png]]
= Differenzialrechnung =
== Numerisches Differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
from findiff import Diff
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
x = np.linspace(0, 10, 1000)
f = 5 * x * np.sin(x)
dx = x[1] - x[0]
# Ableitung
d_dx = Diff(0, dx)
df_dx = d_dx(f)
# Grafik
plt.plot(x, f, label = "y")
plt.plot(x, df_dx, label = "y'")
plt.grid()
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
<small>findiff ist ein externes Modul. Dieses muss installiert werden (z.B. so: ...\Python\Scripts\pip.exe install --upgrade findiff). Für die Vorgehensweise unter openSUSE Tumbleweed siehe das Kapitel [[Ing_Mathematik:_Python#Mit_VPython | VPython]], nur dass das Ganze mit einer aktuelleren Python-Version exekutiert wird, z.B. mit Python 3.13. Das im Buch "Steinkamp: Der Python-Kurs für Ingenieure und Naturwissenschaftler, Rheinwerk" verwendete Modul "scipy.misc" ist veraltet (deprecated ... missbilligt). Lt. [https://docs.scipy.org/doc/scipy-1.17.0/dev/roadmap-detailed.html#misc SciPy-Dokumentation für die Version 1.17.0] wurden alle entsprechenden Features schon entfernt.</small>
== Symbolisches Differenzieren ==
Differenzieren Sie die Funktionen <math>f_1(x) = x^2</math> und <math>f_2(x) = \sin(x)\cos\left(\frac{x}{2}\right)</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f1 = x**2;
f2 = sympy.sin(x) * sympy.cos(x/2.)
d1 = sympy.diff(f1, x)
d2 = sympy.diff(f2, x)
print(d1)
print(d2)
Ausgabe:
2*x
-0.5*sin(0.5*x)*sin(x) + cos(0.5*x)*cos(x)
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Numerisches Integrieren ==
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math>.
import scipy
def f(x):
return x**2
i = scipy.integrate.quad(f, 0, 3)
print(i)
Ausgabe:
(9.000000000000002, 9.992007221626411e-14)
Das trifft den exakten Wert 9.0 ziemlich genau.
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{\infty} 2^{-x} dx</math>.
import scipy
import numpy as np
def f(x):
return 2**(-x)
i = scipy.integrate.quad(f, 0, np.inf)
print(i)
Ausgabe:
(1.4426950408889556, 4.486558477977586e-09)
== Symbolisches Integrieren ==
Berechnen Sie <math>\int x^2 \text{d}x</math> und <math>\int \sin{x}\cos{\frac{x}{2}} \text{d}x</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f1 = x**2
f2 = sympy.sin(x) * sympy.cos(x/2.)
i1 = sympy.integrate(f1, x)
i2 = sympy.integrate(f2, x)
print(i1)
print(i2)
Ausgabe:
x**3/3
-0.666666666666667*sin(0.5*x)*sin(x) - 1.33333333333333*cos(0.5*x)*cos(x)
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{\infty} 2^{-x} \text{d}x</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f = 2**(-x)
i = sympy.integrate(f, (x, 0, sympy.oo))
print(i)
Ausgabe:
1/log(2)
<code>sympy.oo</code> steht für das {{W|Unendlichzeichen}} <math>\infty</math> (die liegende Acht oder das Möbiusband). Mit <code>sympy.pprint(i)</code> ließe sich letzere Ausgabe etwas schöner schreiben:
1
──────
log(2)
Man beachtete, <code>log</code> steht hier für den natürlichen Logarithmus <code>ln</code>.
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von 1 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4.
* Integrieren Sie <math>\int x^x(\log (x) + 1)\mathrm dx</math> symbolisch.
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== DGL numerisch lösen ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen steht u.a. die Funktion scipy.integrate.solve_ivp() zur Verfügung. Diese Funktion implementiert auch das Runge-Kutta-Verfahren (RK45).
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
import scipy
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
def dy_dx(x, y):
return x**2 + y**3
y0 = [1]
xi = [0, 1]
x = np.arange(0, 1, 0.01)
z = scipy.integrate.solve_ivp(dy_dx, xi, y0, method="RK45", dense_output=True)
y = z.sol(x)
plt.plot(x, y.T)
plt.grid()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_dgl1.png]]
== DGL symbolisch lösen ==
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
import sympy
x = sympy.symbols("x")
y = sympy.Function("f")(x)
dgl = x**2 + y**3
lsg = sympy.dsolve(dgl, y)
print(lsg)
Ausgabe:
[Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)), Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)*(-1 - sqrt(3)*I)/2), Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)*(-1 + sqrt(3)*I)/2)]
Mit <code>sympy.pprint</code> (pretty print) lässt sich die Ausgabe etwas übersichtlicher darstellen.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
y = sympy.Function("f")(x)
dgl = x**2 + y**3
lsg = sympy.dsolve(dgl, y)
sympy.pprint(lsg)
Ausgabe:
⎡ _____ _____ ⎤
⎢ _____ 3 ╱ 2 3 ╱ 2 ⎥
⎢ 3 ╱ 2 ╲╱ -x ⋅(-1 - √3⋅ⅈ) ╲╱ -x ⋅(-1 + √3⋅ⅈ)⎥
⎢f(x) = ╲╱ -x , f(x) = ────────────────────, f(x) = ────────────────────⎥
⎣ 2 2 ⎦
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Python. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
=Laplace-Transformation=
Laplace-Transformation:
<math>F(s) =\mathcal{L} \left\{f\right\}(s) = \int_{0}^{\infty} f(t) \mathrm e^{-st} \,\mathrm{d}t, \qquad s\in\mathbb{C}
</math>
Inverse Laplace-Transformation:
<math>\mathcal{L}^{-1} \left\{F\right\}(t)
= \frac{1}{2 \pi \mathrm j} \int_{ \gamma - \mathrm j \infty}^{ \gamma + \mathrm j \infty} \mathrm e^{st} F(s)\,\mathrm ds
= \begin{cases}
f(t) & \text{für } t \geq 0 \\
0 & \text{für } t < 0
\end{cases}
</math>
Siehe auch [[Ing_Mathematik:_Laplace-Transformation]]
Code:
import sympy
from sympy.abc import t, s
# Laplace-Transformation der Funktion f(t) = 1 (Heaviside-Fkt.)
f = 1
# alternativ: f = sympy.Heaviside(t)
F = sympy.laplace_transform(f, t, s, noconds=True)
print("Laplace-Transformierte F(s):", F)
# Inverse Laplace-Transformation zurück in den Zeitbereich
f_inv = sympy.inverse_laplace_transform(F, s, t)
print("Inverse Transformation f(t):", f_inv)
Ausgabe:
Laplace-Transformierte F(s): 1/s
Inverse Transformation f(t): Heaviside(t)
Die Zeile
from sympy.abc import t, s
steht alternativ für
t = sympy.symbols("t")
s = sympy.symbols("s")
=Fourier-Reihen=
<math>
f(x)\approx \frac{a_{0}}{2}+\sum_{k=1}^{\infty}\left(a_{k}\cos\left(kx\right)+b_{k}\sin\left(kx\right)\right)
</math>
<math>
a_{k} = \frac{1}{\pi}\int_{-\pi}^{\pi}f(x)\cdot\cos\left(kx\right)\mathrm dx\quad\text{für }k\geq0
</math>
<math>
b_{k} = \frac{1}{\pi}\int_{-\pi}^{\pi}f(x)\cdot\sin\left(kx\right)\mathrm dx\quad\text{für }k\geq1
</math>
Für die Sägezahnfunktion <math>y=x;\, 0 < x < 2\pi</math> sei die Fourierreihe mit einem Python-Programm (unter Mithilfe von sympy) hergeleitet.
Code:
from sympy import fourier_series, pi, symbols, pprint
x = symbols('x')
f = x
s = fourier_series(f, (x, 0, 2*pi))
pprint(s.truncate(n=4))
Ausgabe:
2⋅sin(3⋅x)
-2⋅sin(x) - sin(2⋅x) - ────────── + π
3
Siehe auch [[Ing Mathematik: Fourierreihen]].
Ein komplizierteres Beispiel:
[[Datei:IngMath fourier bsp13.svg | 300px]]
<math>0\le t < T/2\text{:}\quad f(t) = H</math>
<math>T/2 \le t \le T\text{:}\quad f(t) = \frac{2H}{T}\left( t-\frac{T}{2}\right)</math>
Code:
import sympy as sp
H = sp.Symbol('H', positive=True)
T = sp.Symbol('T', positive=True)
t = sp.Symbol('t')
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T/2)),
(2*H/T*(t-T/2), (t > T/2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
Ausgabe:
⎛2⋅π⋅t⎞ ⎛4⋅π⋅t⎞ ⎛6⋅π⋅t⎞ ⎛2⋅π⋅t⎞ ⎛6⋅π⋅t⎞
H⋅sin⎜─────⎟ H⋅sin⎜─────⎟ H⋅sin⎜─────⎟ 2⋅H⋅cos⎜─────⎟ 2⋅H⋅cos⎜─────⎟
⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ 3⋅H
──────────── - ──────────── + ──────────── + ────────────── + ────────────── + ───
π 2⋅π 3⋅π 2 2 4
π 9⋅π
=Rechnen mit wirklich großen Zahlen=
Bekannt ist, dass Python kaum Einschränkungen beim Wertebereich von Ganzzahlen hat, z.B.
print(10**300)
Ausgabe (gekürzt):
100000000000000000000...00000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000
Ähnliches geht auch mit Gleitpunktzahlen, z.B. durch die Verwendung des Moduls mpmath:
import mpmath
print(mpmath.mpf(1500.4)**mpmath.mpf(300))
Ausgabe:
7.27975299218612e+952
Anderes Beispiel:
from mpmath import mp, pi
mp.dps = 100
print(pi)
Ausgabe:
3.141592653589793238462643383279502884197169399375105820974944592307816406286208998628034825342117068
mpmath kann noch einiges mehr, dazu sei aber auf die entsprechende Dokumentation auf der mpmath-Homepage verwiesen. mpmath ist Bestandteil von SymPy, kann aber auch separat installiert werden.
Aber auch Python selbst besitzt eine Möglichkeit, um mit großen bzw. exakten Gleitpunktzahlen zu rechnen, nämlich das interne Modul decimal. Dieses hat einige Vorteile gegenüber mpmath, aber auch gravierende Nachteile. Diese seien hier nicht detailliert aufgezählt. Grob gesagt hat decimal im Finanzwesen seine Berechtigung. Für wissenschaftliche Anwendungen wird aber mpmath vorzuziehen sein, da es u.a. vielfältige mathematische Funktionen bereit stellt. Nachfolgend ein einfaches Beispiel mit decimal:
import decimal
print("Potenzierung:", decimal.Decimal(1500.4) ** decimal.Decimal(300.0))
print("Einfache Addition:", 0.1 + 0.2)
decimal.getcontext().prec = 50
print("Addition mit decimal:", decimal.Decimal("0.1") + decimal.Decimal("0.2"))
Ausgabe:
Potenzierung: 7.279752992186121551039839134E+952
Einfache Addition: 0.30000000000000004
Addition mit decimal: 0.3
<u>Aufgabe:</u> Recherchieren Sie im Internet die genauen Vor- und Nachteile von decimal und mpmath. Verwenden Sie dazu auch KI (z.B. von Google, chatgpt).
=Regelungstechnische Aufgabenstellungen=
Für regelungstechnische Aufgaben gibt es u.a. das externe Paket <code>control</code>. Hier soll nicht detailliert darauf eingegangen werden. Anhand eines Beispiels soll anschließend nur die Visualisierung in Form eines Bode-Diagramms und der Sprungantwort gezeigt werden. Gegeben sei ein P-Regler mit <math>R = \frac{5}{2}</math> und eine Strecke <math>S= \frac{1}{30s^3+20s^2+10s+1,5}</math>. Gesucht sei vorerst ein Bode-Diagramm für den offenen Regelkreis und das Führungsverhalten.
import numpy as np
import control as ct
import matplotlib.pyplot as plt
zaehler1 = np.array([1.])
nenner1 = np.array([30., 20., 10., 1.5])
strecke = ct.tf(zaehler1, nenner1)
zaehler2 = np.array([5.])
nenner2 = np.array([2.])
regler = ct.tf(zaehler2, nenner2)
G0 = regler*strecke # oder: G0 = ct.series(regler, strecke)
Gw = ct.feedback(G0)
ct.bode_plot(G0, label='G0')
ct.bode_plot(Gw, label='Gw')
plt.show()
[[Datei:PythonIng_bode1.svg]]
Nun noch für obiges Beispiel die Sprungantwort. Diese zeigt einige große Überschwinger, d.h. der Regler kann sicher noch optimiert werden.
import numpy as np
import control as ct
import matplotlib.pyplot as plt
zaehler1 = np.array([1.])
nenner1 = np.array([30., 20., 10., 1.5])
strecke = ct.tf(zaehler1, nenner1)
zaehler2 = np.array([5.])
nenner2 = np.array([2.])
regler = ct.tf(zaehler2, nenner2)
G0 = regler*strecke
Gw = ct.feedback(G0)
t, y = ct.step_response(Gw)
plt.plot(t,y)
plt.title('Sprungantwort')
plt.xlabel('t')
plt.ylabel('h(t)')
plt.grid()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_bode3.svg]]
Einige weitere wichtige Daten (Phasenreserve, Amplitudenreserve, Durchtrittsfrequenz) lassen sich mittels der <code>control</code>-Funktion <code>margin()</code> ermitteln. Die Ortskurve lässt sich mit der Funktion <code>nyquist_plot()</code> zeichnen. Dies sei hier aber nicht weiter ausgeführt.
==Aufgaben==
* Zeichen Sie mit Python die Ortskurve für obiges Beispiel.
* Was passiert, wenn man die Reglerverstärkung weiter aufdreht (z.B. auf <math>R = \frac{25}{2}</math>)?
* Wie sehen das Bode-Diagramm und die Sprungantwort aus, wenn ein PI-Regler verwendet wird?
= Stereostatik etc. =
Das Modul SymPy bietet einige Möglichkeiten einfache Bauwerke zu berechnen, z.B. Balken oder Fachwerke. Nachfolgend wird ein einfaches Fachwerk berechnet und gezeichnet.
Python-Code:
from sympy.physics.continuum_mechanics.truss import Truss
t = Truss()
# Knoten
t.add_node(("A", -3, 0), ("B", 0, 0), ("C", 4, 0), ("D", 7, 0),
("E", 6, 1.5), ("F", 2, 3), ("G", -2, 1.5))
# Stäbe
t.add_member(("AB","A","B"), ("BC","B","C"), ("CD","C","D"))
t.add_member(("AG","A","G"), ("GB","G","B"), ("GF","G","F"))
t.add_member(("BF","B","F"), ("FC","F","C"), ("CE","C","E"))
t.add_member(("FE","F","E"), ("DE","D","E"))
# Auflager; roller ... Loslager, pinned ... Festlager
t.apply_support(("A","roller"), ("D","pinned"))
# Einwirkende Kräfte
t.apply_load(("G", 5, 270), ("E", 3, 90))
# Berechnung
t.solve()
print("Reaction Forces: ", t.reaction_loads)
print("Internal Forces: ", t.internal_forces)
# Fachwerk zeichnen
p = t.draw()
p.show()
Ausgabe auf der Konsole:
Reaction Forces: {'R_A_y': 4.20000000000000, 'R_D_x': 0, 'R_D_y': -2.20000000000000}
Internal Forces: {'AB': 2.80000000000000, 'BC': 0.333333333333333, 'CD': -1.46666666666667,
'AG': -5.04777178564958, 'GB': -2.05555555555556, 'GF': -1.23413387432364,
'BF': 0.411111111111111*sqrt(13), 'FC': -0.3*sqrt(13), 'CE': 1.50000000000000,
'FE': 0.284800124843917, 'DE': 2.64407093534026}
Zeichnung:
[[File:PythonIng_fachwerk1.svg|300px]]
Details zu diesem Thema siehe z.B. [https://docs.sympy.org/latest/modules/physics/continuum_mechanics/index.html Continuum Mechanics] oder [https://docs.sympy.org/latest/tutorials/physics/continuum_mechanics/index.html Continuum Mechanics Tutorials]. Auch andere mechanische Probleme werden von SymPy abgehandelt ([https://docs.sympy.org/latest/tutorials/physics/index.html Physics Tutorials]).
== Aufgabe ==
Gegeben sei ein einseitig eingespannter Kragträger. Belastet wird er durch eine Einzellast am Trägerende. Für die Daten siehe folgende ASCII-Skizze:
| 20 kN
//|---> x |
//| V
//|----------------------
//| 10 m |
Elastizitätsmodul E = 2,1*10⁵ N/mm²
Flächenträgheitsmoment I = 0.001 m⁴
Berechnen Sie die Auflagerreaktionen, den Querkraft- und Biegemomentenverlauf, sowie die Verformungen.
Stellen Sie dies mit Hilfe von SymPy graphisch und auch mittels Formeln dar. Verwenden Sie dazu auch pprint (pretty print) aus dem SymPy-Modul. Zwecks Lösungsansatz siehe die oben aufgeführte Seite "Continuum Mechanics Tutorials". Achten Sie auch auf die Einheiten! Kontrollieren Sie das Ganze mittels händischer Rechnung. In dem genannten Tutorial ist von "Singularity Functions" die Rede. Gemeint ist damit in diesem Kontext die {{W|Föppl-Klammer}}.
Einige Python-Programme, vorrangig zu Maschinenelementen, finden sich auf [https://baymp.de/download_python.html BayMP für Python] (Balken, Zahnräder, Stabknickung usw.).
=Thermodynamik=
== PYroMat ==
Für thermodynamische Aufgabenstellungen gibt es verschiedene externe Module. Eines davon ist PYroMat (siehe auch [http://pyromat.org]). Damit lassen sich thermodynamische Stoffdaten für viele Substanzen berechnen.
Beispiel (einige Stoffdaten für Wasser bei 400°C und 20 bar berechnen):
import pyromat as pm
# Wasserdaten laden:
H2O = pm.get('mp.H2O')
# Stoffdaten berechnen:
T = 673.15 # Temperatur in Kelvin
p = 20 # Druck in bar
v = H2O.v(T, p)
h = H2O.h(T, p)
s = H2O.s(T, p)
print(f"Spezifisches Volumen: {v} m³/kg")
print(f"Spezifische Enthalpie: {h} kJ/kg")
print(f"Spezifische Entropie: {s} kJ/(kg K)")
Ausgabe:
Spezifisches Volumen: [0.1512163] m³/kg
Spezifische Enthalpie: [3248.3789473] kJ/kg
Spezifische Entropie: [7.12924142] kJ/(kg K)
<small>
PYroMat muss vorab installiert werden (z.B. mittels pip, in eine virtuelle Umgebung)
</small>
<code>mp</code> steht für "multi phase". Für ein ideales Gas wäre <code>ig</code> zuständig, z.B. <code>'ig.O2'</code>.
Beispiel (T-s-Diagramm für Wasser zeichnen):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
import pyromat as pm
# Konfigurieren
pm.config["unit_pressure"] = "bar"
pm.config["unit_temperature"] = "K"
fluid = pm.get("mp.H2O")
# Temperaturbereich für das Nassdampfgebiet
T_tripel = 273.16
T_crit = 647.096
T = np.linspace(T_tripel, T_crit - 0.1, 200)
# Sättigungslinien berechnen und zeichnen
for x in np.linspace(0.0, 1.0, 5):
s = fluid.s(T=T, x=x)
if(x<=0.0):
plt.plot(s, T, label="Siedelinie x=%3.1f" % x, linewidth=2.0)
elif(x>=1.0):
plt.plot(s, T, label="Taulinie x=%3.1f" % x, linewidth=2.0)
else:
plt.plot(s, T, label="x=%3.1f" % x, linewidth=1.0)
# Isobaren zeichnen
p_values = [0.1, 1, 10, 50, 100]
T_isobar = np.linspace(T_tripel, 1000, 200)
t = 0.7
for p in p_values:
s_iso = fluid.s(T=T_isobar, p=p)
plt.plot(s_iso, T_isobar, 'k-', alpha=0.8, linewidth=0.8)
t += .05
idx = int(len(s_iso) * t)
plt.text(s_iso[idx], T_isobar[idx], f"{p} bar", fontsize=9, alpha=0.8)
# Diagramm zeichnen
plt.title("T-s-Diagramm für Wasser")
plt.xlabel("Spezifische Entropie s in kJ/kg K", fontsize=10)
plt.ylabel("Temperatur T in K", fontsize=10)
plt.legend(loc="best")
plt.grid(True)
plt.show()
Ausgabe (in etwa so):
[[Datei:T-s-Diagramm fuer Wasser.svg|400px]]
== CoolProp ==
Auch mit CoolProp können Stoffdaten berechnet werden. Siehe auch [https://coolprop.org/coolprop/wrappers/Python/index.html]
Beispiel (Wasser bei 20bar und 400°C):
import CoolProp.CoolProp as CP
fluid = 'Water'
T = 673.15 # Temperatur in Kelvin
P = 20e5 # Druck in Pascal
dichte = CP.PropsSI('D', 'T', T, 'P', P, fluid)
enthalpie = CP.PropsSI('H', 'T', T, 'P', P, fluid)
entropie = CP.PropsSI('S', 'T', T, 'P', P, fluid)
print(f"Spez. Volumen: {1/dichte:.6f} m³/kg")
print(f"Spez. Enthalpie: {enthalpie:.2f} J/kg")
print(f"Spez. Entropie: {entropie:.2f} J/kgK")
Ausgabe:
Spez. Volumen: 0.151215 m³/kg
Spez. Enthalpie: 3248344.02 J/kg
Spez. Entropie: 7129.16 J/kgK
== iapws ==
Um Werte für Wasser(dampf) zu erhalten (IAPWS; '''I'''nternational '''A'''ssociation for the '''P'''roperties of '''W'''ater and '''S'''team) gibt es die Bibliothek iapws. Siehe auch [https://iapws.org/] und [https://pypi.org/project/iapws/]
Beispiel (Wasser für 20bar und 400°C):
from iapws import IAPWS97
dampf = IAPWS97(P=2.0, T=673.15)
print(f"Spezifisches Volumen: {dampf.v:.6f} m³/kg")
print(f"Spezifische Enthalpie: {dampf.h:.2f} kJ/kg")
print(f"Spezifische Entropie: {dampf.s:.4f} kJ/(kgK)")
print(f"Phase: {dampf.phase}")
Ausgabe:
Spezifisches Volumen: 0.151208 m³/kg
Spezifische Enthalpie: 3248.23 kJ/kg
Spezifische Entropie: 7.1290 kJ/(kgK)
Phase: Gas
== TESPy ==
Ein anderes Modul für einen anderen Aufgabenzweck ist TESPy ('''T'''hermal '''E'''ngineering '''S'''ystems in '''Py'''thon). Dieses Modul ist für die Anlagensimulation zuständig. Für nähere Informationen siehe [https://tespy.readthedocs.io/en/main/getting_started/introduction.html]. Als Beipiel sei hier vorerst Code, der von der Google KI generiert wurde, angeführt. Der Code wurde überarbeitet, damit keine Warnungen auftreten. Bitte aber den Code trotzdem mit Vorsicht genießen, auch KI-generierter Code kann Fehler aufweisen. Eine Pumpe wird berechnet:
from tespy.components import Sink, Source, Pump
from tespy.connections import Connection
from tespy.networks import Network
# 1. Netzwerk definieren (Zentrales Steuerungselement)
# Wir wählen Wasser als Fluid und bar/Celsius als Einheiten
nw = Network(fluids=["water"])
nw.units.set_defaults(pressure="bar", pressure_difference="bar",
temperature="°C", enthalpy="kJ / kg")
# 2. Komponenten erstellen
eingang = Source("Wasserquelle")
ausgang = Sink("Wasserspeicher")
pumpe = Pump("Speisewasserpumpe")
# 3. Verbindungen definieren (Komponenten miteinander verknüpfen)
c1 = Connection(eingang, "out1", pumpe, "in1")
c2 = Connection(pumpe, "out1", ausgang, "in1")
# Verbindungen dem Netzwerk hinzufügen
nw.add_conns(c1, c2)
# 4. Randbedingungen und Parameter festlegen
# Zustand am Eingang (Druck, Temperatur, Massenstrom, Fluid-Zusammensetzung)
c1.set_attr(
v=1, # Massenstrom: 1 kg/s
T=20, # Temperatur: 20 °C
p=1, # Druck: 1 bar
fluid={"water": 1}, # 100% Wasser
)
# Zustand am Ausgang / Zielwerte der Pumpe
c2.set_attr(p=10) # Ziel-Druck nach der Pumpe: 10 bar
# Pumpeneigenschaften festlegen
pumpe.set_attr(eta_s=0.8) # Isentroper Wirkungsgrad von 80%
# 5. Simulation ausführen
nw.solve(mode="design")
# 6. Ergebnisse ausgeben
nw.print_results()
# Spezifische Werte direkt auslesen
print("\n--- Auswertung ---")
print(f"Erforderliche Pumpenleistung: {pumpe.P.val / 1000:.2f} kW")
print(f"Temperatur nach der Pumpe: {c2.T.val:.2f} °C")
Ausgabe (gekürzt):
iter | residual | progress | massflow | pressure | enthalpy | fluid | component
-------+------------+------------+------------+------------+------------+------------+------------
1 | 7.04e+04 | 12 % | 9.96e+02 | 0.00e+00 | 8.81e+04 | 0.00e+00 | 0.00e+00
2 | 5.91e-12 | 100 % | 1.11e-13 | 0.00e+00 | 7.39e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
3 | 5.80e-12 | 100 % | 0.00e+00 | 0.00e+00 | 7.25e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
4 | 5.80e-12 | 100 % | 0.00e+00 | 0.00e+00 | 7.25e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
Total iterations: 4, Calculation time: 0.01 s, Iterations per second: 480.85
##### RESULTS (Pump) #####
+-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------+
| | P | pr | dp | eta | eta_s | head |
|-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------|
| Speisewasserpumpe | 1.12e+06 | 1.00e+01 | -9.00e+00 | 8.00e-01 | 8.00e-01 | 9.19e+01 |
+-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------+
...
...
--- Auswertung ---
Erforderliche Pumpenleistung: 1124.77 kW
Temperatur nach der Pumpe: 20.07 °C
= Stochastik =
Die {{W|Stochastik}} ist ein sehr weites Feld. Hier werden etliche wichtige Themen kurz angerissen. Python stellt mit den Moduln math und statistics Software zu diesem Zwecke bereit. math und statistics sind bereits im Lieferumfang von Python enthalten. Aber auch mit den externen Modulen NumPy, SciPy, stochastic und pandas kann man Stochastik in Python betreiben. Die Theorie der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik soll etwas später in Band 5 dieser Buchreihe behandelt werden.
== Lageparameter ==
import statistics
werte = [1, 3, 4, 4, 1, 7, 9, 1, 2, 3]
m1 = statistics.mean(werte)
m2 = statistics.mode(werte)
m3 = statistics.median(werte)
print("Arithmetischer Mittelwert = ", m1)
print("Modalwert = ", m2)
print("Median = ", m3)
Ausgabe:
Arithmetischer Mittelwert = 3.5
Modalwert = 1
Median = 3.0
== Streuungsparameter ==
Beispiel (Berechnung der Standardabweichung):
import statistics
werte = [1, 3, 4, 4, 1, 7, 9, 1, 2, 3]
s = statistics.stdev(werte)
print("Standardabweichung = ", s)
Ausgabe:
Standardabweichung = 2.6770630673681683
Beispiel (Berechnung des Variationskoeffizienten V = Standardabweichung/Mittelwert)
import numpy as np
from scipy import stats
import statistics
k = 50
dat1 = [14, 21, 18, 25, 30, 17, 20]
dat = np.array(dat1)
# Mit SciPy
v = stats.variation(dat)
vddof = stats.variation(dat, ddof=1)
print("V SciPy: ", v)
print("V DDOF SciPy: ", vddof)
print(k*"-")
# mit NumPy
mittelwert1 = np.mean(dat)
std_abw1 = np.std(dat)
std_abw1ddof = np.std(dat, ddof=1)
v1= std_abw1 / mittelwert1
v1ddof = std_abw1ddof / mittelwert1
print("Mittelwert NumPy: ", mittelwert1)
print("Std.abw. NumPy: ", std_abw1)
print("Std.abw. DDOF NumPy: ", std_abw1ddof)
print("V NumPy: ", v1)
print("V DDOF NumPy: ", v1ddof)
print(k*"-")
# nur mit reinem Python
mittelwert2 = statistics.mean(dat1)
std_abw2 = statistics.stdev(dat1)
v2 = std_abw2 / mittelwert2
print("Mittelwert Python: ", mittelwert2)
print("Std.abw. Python: ", std_abw2)
print("V Python:", v2)
print(k*"-")
Ausgabe:
V SciPy: 0.23890355966467272
V DDOF SciPy: 0.25804533701889254
--------------------------------------------------
Mittelwert NumPy: 20.714285714285715
Std.abw. NumPy: 4.948716593053935
Std.abw. DDOF NumPy: 5.3452248382484875
V NumPy: 0.23890355966467272
V DDOF NumPy: 0.2580453370188925
--------------------------------------------------
Mittelwert Python: 20.714285714285715
Std.abw. Python: 5.3452248382484875
V Python: 0.2580453370188925
--------------------------------------------------
Der Unterschied bei der Standardabweichung zwischen reinem Python und den externen Bibliotheken SciPy und NumPy entsteht dadurch, dass einmal durch (n-1) und das andere Mal nur durch n dividiert wird. Dies kann bei NumPy und SciPy dadurch entschärft werden, indem <code>ddof=1</code> gesetzt wird. ddof steht für '''D'''elta '''D'''egrees '''o'''f '''F'''reedom.
== Kombinatorik ==
Beispiel:
import math
n = 7
k = 5
print("n! = ", math.factorial(n))
print("Kombinationen (n über k) = ", math.comb(n, k))
Ausgabe:
n! = 5040
Kombinationen (n über k) = 21
Siehe zu diesem Thema auch [[Ing Mathematik: Permutationen, Kombinationen, binomischer Lehrsatz]]. Die Anzahlen lassen sich einfach aus den dortigen Formeln ermitteln, z.B. bei Permutationen mit <math>n!</math> oder Variationen mit Wiederholungen als <math>n^k</math>. Will man die Kombinationen oder Variationen aber auch als Liste ausgeben, so kann das Modul <code>itertools</code> nützlich sein.
Beispiel (Variationen ohne Wiederholung):
from itertools import permutations
menge = ["A", "B", "C", "D"] # n = 4
k = 3
variationen = list(permutations(menge, k))
for v in variationen:
print("".join(v))
print(50*"-")
print(len(variationen))
Ausgabe (gekürzt):
ABC
ABD
ACB
...
DCA
DCB
--------------------------------------------------
24
Siehe zum Modul <code>itertools</code> auch die Website [https://docs.python.org/3/library/itertools.html].
* Variationen mit Wiederholung: <code>itertools.product()</code>
* Kombinationen ohne Wiederholung: <code>itertools.combinations()</code>
* Kombinationen mit Wiederholung: <code>itertools.combinations_with_replacement()</code>
== Zufallszahlen ==
Beispiel:
import random
# Ganzzahlige Zufallszahl von 1 bis 10
zufallszahl1 = random.randint(1, 10)
# Gleitpunktzahlen
# zwischen 0.0 und 1.0
zufallszahl2 = random.random()
# Zahl zwischen 1.5 und 9.5
zufallszahl3 = random.uniform(1.5, 9.5)
# aus Liste auswählen
farbe = ["Rot", "Grün", "Blau"]
zufallswert = random.choice(farbe)
print(zufallszahl1)
print(zufallszahl2)
print(zufallszahl3)
print(zufallswert)
Ausgabe, z.B.:
5
0.14147945849015753
6.894003397570905
Rot
Benötigt man mehrere Zufallszahlen, so ist das Modul <code>numpy</code> zu bevorzugen, z.B.:
* Normalverteilung: <code>np.random.normal(...)</code>
* Gleichverteilung: <code>np.random.uniform(...)</code>
== Histogramm ==
Zum Thema Histogramm siehe {{W|Histogramm}}.
Beispiel (mit Matplotlib):
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
daten = np.random.normal(loc=50, scale=10, size=1000)
plt.hist(daten, bins=25, edgecolor='darkgray')
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_histogramm.svg|300px]]
Beispiel (mit Seaborn):
import matplotlib.pyplot as plt
import seaborn as sns
import numpy as np
daten = np.random.normal(loc=50, scale=10, size=1000)
sns.set_theme(style="darkgrid")
sns.histplot(data=daten)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_histogramm2.svg|300px]]
Das Kürzel <code>sns</code> ist Konvention und steht für die fiktive Figur '''S'''amuel '''N'''orman '''S'''eaborn aus der US-Fernsehserie {{W|The West Wing – Im Zentrum der Macht | The West Wing}}.
== Box-Plot ==
[[File:Elements of a boxplot.svg|400px]]
Siehe auch {{W|Box-Plot}}.
Beispiel (mit Seaborn erstellt):
import seaborn as sns
import matplotlib.pyplot as plt
df = sns.load_dataset("tips")
sns.boxplot(data=df, x="day", y="tip", hue="day", legend=False)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_boxplot.svg|400px]]
Beispiel (mit Matplotlib erstellt):
import matplotlib.pyplot as plt
daten = [12, 15, 18, 19, 22, 25, 28, 30, 31, 35, 42, 55, 12, 25]
plt.boxplot(daten, patch_artist=True)
plt.title("Boxplot mit Matplotlib")
plt.ylabel("Daten")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_boxplot2.svg|300px]]
Um mehrere Box-Plots unterschiedlicher Farbe mit Matplotlib in einem Diagramm zu zeichnen, können Sie folgendermaßen vorgehen:
import matplotlib.pyplot as plt
daten = [[12, 15, 18, 19, 22, 25, 28, 30, 31, 35, 42, 55, 12, 25],
[10, 19, 20, 21, 20, 30, 19, 40, 11, 17, 19, 21]]
farben = ["green", "blue"]
boxplot = plt.boxplot(daten, patch_artist=True)
for patch, farbe in zip(boxplot['boxes'], farben):
patch.set_facecolor(farbe)
plt.title("Boxplot mit Matplotlib")
plt.ylabel("Daten")
plt.show()
== Regressionsrechnung ==
Beispiel:
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
# Messpunkte
x = np.array([1, 3, 5, 6, 8, 10, 20])
y = np.array([3, 4, 5, 5, 7, 9, 11])
# Regressionskurve (Grad 1 = lineare Regression, 2 = Polynom-Regression 2. Gr.)
# y = kx + d
k, d = np.polyfit(x, y, deg=1)
# y = ax**2 + bx + c
a, b, c = np.polyfit(x, y, deg=2)
x_l = np.linspace(1, 20, 100)
y_p = a * x_l**2 + b * x_l + c
# Zeichnen
plt.scatter(x, y, color='green', label='Messpunkte')
plt.plot(x, k*x + d, color='blue', label='Regressionsgerade')
plt.plot(x_l, y_p, color='red', label='Regressionspolynom 2. Gr.')
plt.xlabel('x')
plt.ylabel('y')
plt.grid()
plt.axis("equal")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_regression.svg|400px]]
== Korrelationsrechnung ==
Beispiel:
import pandas as pd
import matplotlib.pyplot as plt
# Messdaten
x = [1, 3, 4, 5, 6]
y = [2, 4, 6, 8, 5]
daten = {'X': x, 'Y': y}
df = pd.DataFrame(daten)
# Korrelation
korr = df['X'].corr(df['Y'])
print(f"Korrelationskoeff.: {korr}")
# Messpunkte zeichnen
plt.scatter(x, y, color='green', label='Messpunkte')
plt.grid()
plt.axis("equal")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
Korrelationskoeff.: 0.7556096518348252
[[Datei:IngMath_korrelation.svg|300px]]
== Mengen und Venn-Diagramme ==
Beispiel:
import matplotlib.pyplot as plt
from matplotlib_venn import venn2
menge_a = {1, 2, 3, 4, 5, 6}
menge_b = {4, 5, 6, 7, 8}
vereinigung = menge_a | menge_b
schnitt = menge_a & menge_b
print("Vereinigungsmenge = ", vereinigung)
print("Schnittmenge = ", schnitt)
venn2([menge_a, menge_b], set_labels=('Menge A', 'Menge B'))
plt.show()
Ausgabe:
Vereinigungsmenge = {1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8}
Schnittmenge = {4, 5, 6}
[[Datei:IngMath_venn.svg|300px]]
Siehe auch {{W|Mengendiagramm#Venn-Diagramme}}.
== Verteilungs- und Dichtefunktion ==
* CDF ... '''C'''umulative '''D'''istribution '''F'''unction, Verteilungsfunktion
* PDF ... '''P'''robability '''D'''ensity '''F'''unction, Dichtefunktion
Beispiel (Normalverteilung):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
from scipy.stats import norm
my, sigma = 0, 1
x = np.linspace(-4, 4, 50)
pdf = norm.pdf(x, my, sigma)
cdf = norm.cdf(x, my, sigma)
plt.plot(x, pdf, lw=2, label="Dichtefunktion")
plt.plot(x, cdf, lw=2, label="Verteilungsfunktion")
plt.legend()
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_cdf_pdf.svg|300px]]
Beispiel (<math>\chi^2</math>-Verteilung):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
import scipy.stats as stats
x = np.linspace(0, 20, 500)
# df ... degree of freedom, Freiheitsgrad
pdf = (stats.chi2.pdf(x, df=2), stats.chi2.pdf(x, df=5), stats.chi2.pdf(x, df=10))
for i in range(0,3):
if(i==0):
lab = "Freiheitsgrad 2"
elif(i==1):
lab = "Freiheitsgrad 5"
else:
lab = "Freiheitsgrad 10"
plt.plot(x, pdf[i], label=lab, lw=2)
plt.grid()
plt.legend()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_chi2.svg | 300px]]
== Schätzen und Testen ==
=== Intervallschätzung ===
Als Beispiel seien Daten gegeben, die von ''Dürr, Mayer: Wahrscheinlichkeitsrechnung und Schließende Statistik; 7. Aufl., Hanser, 2014, Seite 137'' stammen. Und zwar soll das 95%-Vertrauensintervall für den Mittelwert des Kaloriengehalts (kcal/100g) von Hähnchen ermittelt werden. Wir wollen das mit Python inkl. NumPy und SciPy durchführen. Die Stichprobe ist groß (50 Hähnchen):
Python-Code:
import numpy as np
import scipy.stats as stats
# Stichprobe
daten = [309, 202, 234, 252, 240, 225, 241, 212, 118, 191,
236, 204, 213, 220, 219, 218, 195, 159, 195, 206,
207, 232, 215, 210, 204, 332, 241, 225, 235, 193,
238, 187, 189, 203, 190, 252, 227, 212, 180, 178,
242, 236, 174, 240, 195, 223, 213, 209, 200, 203]
# Parameter definieren
konfidenzniveau = 0.95
mean = np.mean(daten)
std = np.std(daten, ddof=1)
stdfehler = stats.sem(daten)
intervall = stats.norm.interval(confidence=konfidenzniveau, loc=mean, scale=stdfehler)
print(f"Mittelwert: {mean}")
print(f"Standardabweichung: {std}")
print(f"Konfidenzintervall: {intervall}")
Ausgabe:
Mittelwert: 215.48
Standardabweichung: 33.14238915925757
Konfidenzintervall: (np.float64(206.29356722321992), np.float64(224.66643277678006))
Diese Werte stimmen gerundet mit denen im genannten Buch überein. Zum Code selbst:
* sem steht für '''s'''tandard '''e'''rror of the '''m'''ean.
* <code>scipy.stats.norm</code> ... Modul für die Normalverteilung.
=== Punktschätzung ===
Gleiche Daten wie oben bei der Intervallschätzung.
Python-Code:
import numpy as np
from scipy import stats
daten = [309, 202, 234, 252, 240, 225, 241, 212, 118, 191,
236, 204, 213, 220, 219, 218, 195, 159, 195, 206,
207, 232, 215, 210, 204, 332, 241, 225, 235, 193,
238, 187, 189, 203, 190, 252, 227, 212, 180, 178,
242, 236, 174, 240, 195, 223, 213, 209, 200, 203
]
mu_hat, sigma_hat = stats.norm.fit(daten)
print(f"Schätzer für den Erwartungswert (μ): {mu_hat:.4f}")
print(f"Schätzer für die Standardabweichung (σ): {sigma_hat:.4f}")
Ausgabe:
Schätzer für den Erwartungswert (μ): 215.4800
Schätzer für die Standardabweichung (σ): 32.8093
=== Hypothesentests ===
Beispiel:
import numpy as np
import scipy.stats as stats
x_quer = 12.075 # Stichproben-Mittelwert
var = 0.069 # Stichproben-Varianz
n = 90 # Stichprobengröße
my_0 = 12.0 # Nullhypothese
alpha = 0.05 # Signifikanzniveau
z_stat = (x_quer - my_0) / np.sqrt(var / n)
p_val = 2 * (1 - stats.norm.cdf(np.abs(z_stat)))
print(f"Z-Statistik: {z_stat:.4f}")
if p_val < alpha:
print(f"p-Wert: {p_val:.6f} < alpha:", alpha)
print("Die Nullhypothese wird verworfen.")
else:
print(f"p-Wert: {p_val:.6f} > alpha:", alpha)
print("Die Nullhypothese wird nicht verworfen.")
Ausgabe:
Z-Statistik: 2.7087
p-Wert: 0.006755 < alpha: 0.05
Die Nullhypothese wird verworfen.
== Statistische Qualitätskontrolle ==
Beispiel (Mittelwertkarte):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
# Gegeben
sollwert = 50.0
varianz = 4.0
stichproben_umfang = 1
daten = [49.5, 50.2, 53.0, 48.1, 52.6, 53.4, 49.8]
# Berechnung
standardabweichung = np.sqrt(varianz)
streuung = standardabweichung / np.sqrt(stichproben_umfang)
cl = sollwert
ucl = cl + 3 * streuung
lcl = cl - 3 * streuung
# Darstellung
plt.plot(daten, marker='o', linestyle='-', color='b', label='Messdaten')
plt.axhline(cl, color='green', linestyle='-', label=f'CL: {cl}')
plt.axhline(ucl, color='red', linestyle='--', label=f'UCL: {ucl:.2f}')
plt.axhline(lcl, color='red', linestyle='--', label=f'LCL: {lcl:.2f}')
plt.title('Mittelwertkarte')
plt.xlabel('Stichprobe')
plt.ylabel('Wert')
plt.legend(loc='lower left')
plt.grid(True)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_mittelwertkarte.svg|300px]]
Siehe auch {{W|Shewhart-Regelkarte}} und {{W|Qualitätsregelkarte}}.
* UCL ... '''U'''pper '''C'''ontrol '''Limit''', Obere Eingriffsgrenze
* LCL ... '''L'''ower '''C'''ontrol '''Limit''', Untere Eingriffsgrenze
* CL ... '''C'''enter '''L'''ine, Mittellinie
= Ein- und Ausgabe =
== print ==
Die Anweisung print haben wir schon oft verwendet. Hier soll anhand von Beispielen kurz beschrieben werden, was der Befehl print leisten kann.
print("Hallo", "Welt", 1, sep="-")
print("Hallo", end=" ")
print("Welt")
Ausgabe:
Hallo-Welt-1
Hallo Welt
== input ==
a = int(input("Zahl 1: "))
b = int(input("Zahl 2: "))
print("a + b = ", a+b)
Ausgabe (nach Eingabe der beiden Ganzzahlen):
Zahl 1: 4
Zahl 2: 5
a + b = 9
== Aus Dateien lesen ==
Es seinen die datei.txt
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
und test1.py
dat = open("datei.txt", mode = "r")
print(dat.read())
dat.close()
Ausgabe
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
Mit dem open()-Befehl wird die Datei datei.txt im Lesemodus geöffnet (r ... read). Mit dem read()-Befehl wird die Datei eingelesen und mittels print ausgegeben.
== In Dateien schreiben ==
dat = open("datei.txt", mode = "a", encoding = "utf-8")
dat.write("Hänge Zeile an\n")
dat.close()
Die Datei datei.txt sieht nach Abarbeitung des obigen Skripts nun so aus
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
Hänge Zeile an
Es wird die Datei im Schreibmodus geöffnet (a ... append (anhängend), w ... write (überschreibend)).
write() fügt hier also eine Zeile Text am Dateiende ein. close() schließt die Datei wieder.
Das close() kann man sich mit der with-Anweisung auch sparen.
with open("datei.txt", mode="a", encoding="utf-8") as dat:
dat.write("Hänge Zeile an\n")
= Benutzeroberflächen erstellen =
== tkinter ==
{{Wikipedia | Tkinter}}
Python bietet standardmäßig das Modul tkinter zur Programmierung von Benutzeroberflächen. Es müssen also bei der Verwendung von tkinter keine externen Module installiert werden. Hier wird eine (sehr) kurze Einführung in das Erstellen von grafischen Oberflächen mittels tkinter gegeben.
import tkinter as tk
win = tk.Tk()
win.title("Hallo Welt!")
win.minsize(300, 50)
but = tk.Button(win, text = "Push the button")
but.pack()
win.mainloop()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_gui1.jpg]]
Ein etwas komplizierteres Beispiel sei nachfolgend gezeigt. Es sollen zwei Strings miteinander verknüpft und ausgegeben werden.
import tkinter as tk
win = tk.Tk()
win.title("Hallo Welt!")
def on_button_clicked():
str = ent1.get() + ent2.get()
lab2["text"] = str
ent1 = tk.Entry(win)
ent2 = tk.Entry(win)
lab1 = tk.Label(win, text="verknuepfen mit")
lab2 = tk.Label(win, text="")
but = tk.Button(win, text = "=", command=on_button_clicked)
ent1.pack(side="left")
lab1.pack(side="left")
ent2.pack(side="left")
but.pack(side="left")
ent2.pack(side="left")
lab2.pack(side="left")
win.mainloop()
Ausgabe (vor der Eingabe der Teilstrings):
[[Datei:PythonIng_gui2.jpg]]
Ausgabe (nach der Eingabe der Teilstrings und dem Drücken des =-Buttons):
[[Datei:PythonIng_gui3.jpg]]
== curses ==
{{Wikipedia | curses}}
Mit dem curses-Modul lassen sich u.a. TUIs ('''T'''ext '''U'''ser '''I'''nterfaces) erstellen. Ein sehr einfaches Beispiel zur allgemeinen Funktionsweise wird nachstehend geliefert.
import curses
stdscr = curses.initscr()
curses.start_color()
curses.init_pair(1, curses.COLOR_RED, curses.COLOR_WHITE)
stdscr.clear()
stdscr.addstr("Hallo Welt", curses.color_pair(1))
stdscr.refresh()
stdscr.getch()
curses.endwin()
Als Ausgabe sollte <span style="color:#FF0000;">Hallo Welt</span> (rote Schrift auf weißem Hintergrund) auf dem Terminal/der Konsole erscheinen. Getestet wurde dies mit openSUSE Tumbleweed, Python-Version 3.13.12. Das entsprechende Python-curses-Package muss installiert sein.
Allgemeine Informationen zur Terminal-/Konsolengröße und Cursorposition liefert folgendes Programm:
import curses
stdscr = curses.initscr()
stdscr.addstr(3, 5, "LINES: %d" % curses.LINES)
stdscr.addstr(4, 5, "COLS: %d" % curses.COLS)
(y,x) = stdscr.getyx()
stdscr.addstr(5, 5, "Momentane Cursorposition: [%d, %d]" % (y, x))
(y,x) = stdscr.getbegyx()
stdscr.addstr(6, 5, "Koordinatenursprung: [%d, %d]" % (y, x))
(y,x) = stdscr.getmaxyx()
stdscr.addstr(7, 5, "Fenstergröße: [%d, %d]" % (y, x))
stdscr.addstr(11, 2, "Taste drücken -> Ende")
stdscr.refresh()
stdscr.getch()
curses.endwin()
Es sollte sich in etwa folgende Ausgabe ergeben:
LINES: 44
COLS: 110
Momentane Cursorposition: [4, 15]
Koordinatenursprung: [0, 0]
Fenstergröße: [44, 110]
Taste drücken -> Ende
Zur Funktionsweise von curses siehe auch das Wikibook [[ncurses]]. Zum Verständnis sind dort allerdings elementare Kenntnisse in der Programmiersprache C erforderlich.
== Qt ==
{{Wikipedia | Qt (Bibliothek)}}
Auch für das Qt-Framework gibt es eine Anbindung an Python. Nachfolgend ein einfaches Beispiel.
import sys
from PySide6.QtWidgets import QApplication, QLabel
app = QApplication(sys.argv)
label = QLabel("Hallo Welt!")
label.show()
sys.exit(app.exec())
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_gui10.png]]
== Gtk ==
{{Wikipedia | GTK (Programmbibliothek)}}
Eine idente Ausgabe, wie oben für Qt gezeigt, erzeugt z.B. folgendes Gtk-Programm:
import gi
gi.require_version("Gtk", "4.0")
from gi.repository import Gtk
def on_activate(app):
win = Gtk.ApplicationWindow(application=app)
lab = Gtk.Label(label="Hallo Welt!")
win.set_child(lab)
win.present()
app = Gtk.Application()
app.connect('activate', on_activate)
app.run(None)
Auch für die Benutzung von Qt und Gtk müssen die jeweiligen Packages installiert sein. Getestet wurden die entsprechenden Python-Programme nur unter openSUSE Tumbleweed. Wie das GTK-Paket unter MS Windows 11 installiert wird, siehe z.B. [https://www.gtk.org/docs/installations/windows Setting up GTK for Windows].
Damit sei aber das Thema "Benutzeroberflächen erstellen" hier abgeschlossen, da dies schon ein sehr spezielles Aufgabengebiet ist, das eher Informatiker und nicht so sehr Ingenieure anspricht. Bei Bedarf siehe aber ggf. die entsprechenden Links unten in diesem Tutorial. Dort sind weiterführende Informationen zu finden.
= Style Guide, flake8, pylint, Black etc. =
== Style Guide ==
Wie man schönen und richtigen Python-Code schreibt, erfahren Sie in
* [https://peps.python.org/pep-0008/ PEP 8 – Style Guide for Python Code]
== Formatter und Linter ==
Ein Modul, das prüft, ob die Richtlinien im Style Guide eingehalten wurden, ist ''flake8'':
* [https://flake8.pycqa.org/en/latest/ Flake8: Your Tool For Style Guide Enforcement]
Code formatieren kann man auch mit [https://pypi.org/project/black/ Black]. Z.B. übersetzt <code>black test1.py</code> die Datei <code>test1.py</code>
import sympy as sp
H = sp.Symbol("H", positive=True)
T = sp.Symbol("T", positive=True)
t = sp.Symbol("t")
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T / 2)),
(2 * H / T * (t - T / 2), (t > T / 2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
in
import sympy as sp
H = sp.Symbol("H", positive=True)
T = sp.Symbol("T", positive=True)
t = sp.Symbol("t")
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T / 2)), (2 * H / T * (t - T / 2), (t > T / 2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
Die Programmausgabe ist
reformatted test1.py
All done! ✨ 🍰 ✨
1 file reformatted.
Der Unterschied zwischen Black und Flake8:
* Black ist ein Code-Formatter. Er formatiert Ihren Code um, sodass er im Einklang mit PEP 8 steht.
* Flake8 ist ein {{W|Lint (Programmierwerkzeug) | Code-Linter}}. Flake8 verändert Ihren Code nicht, sondern durchsucht ihn nach potenziellen Fehlern etc.
Am obigen Beispiel sieht man auch, dass flake8 und Black nicht immer einer Meinung sind. Flake8 (<code>flake8 test1.py</code>) würde standardmäßig den mit Black formatierten Code bemängeln:
test1.py:8:80: E501 line too long (80 > 79 characters)
Diese Diskrepanz kann beseitigt werden. Da 79 Zeichen auf modernen Bildschirmen meist als zu kurz empfunden werden, ist ein Limit von 88 Zeichen (Black-Standard) oder mehr empfehlenswert. Um dies zu implementieren, erstellen Sie in Ihrem Projektverzeichnis eine <code>.flake8</code>-Datei mit dem Inhalt
[flake8]
max-line-length = 88
Und schon ignoriert Flake8 dieses Problem.
Ein anderer Linter ist pylint. Der würde beim Abarbeiten des obigen Beispiels, z.B. mit <code>pylint test1.py</code> noch eine Kleinigkeit bemängeln:
************* Module test1
/home/hr/tmp/test1.py:1:0: C0114: Missing module docstring (missing-module-docstring)
------------------------------------------------------------------
Your code has been rated at 8.57/10 (previous run: 8.57/10, +0.00)
Auch pylint muss vor der ersten Verwendung installiert werden (z.B. mittels pip, virtuelle Umgebung, YaST). Die Dokumentation zu pylint findet sich auf [https://pylint.readthedocs.io/en/latest/].
<u>Aufgabe:</u> Fügen Sie einen "module docstring" in die <code>test1.py</code>-Datei ein und testen Sie erneut mit flake8, Black und pylint. <small>Sehen Sie zum Thema docstrings auch [https://peps.python.org/pep-0257/#what-is-a-docstring PEP 257 – Docstring Conventions].</small>
Es gibt noch weitere Formatierungswerkzeuge für Python-Code. Z.B. [https://docs.astral.sh/ruff/ Ruff], ein moderner Code-Formatter und -Linter. Mittels <code>ruff check test1.py</code> würde obiger Code geprüft (Linter). <code>ruff format test1.py</code> formatiert den Code (Formatter).
== Type Checker ==
"Type Checker" sind z.B.
* mypy
* pyright
* ty
Diese prüfen die Datentypen, z.B. in folgendem Code
def greetings(name: str) -> str:
return "Hello, %s" % name
print(greetings(42))
Python selbst, flake8, ruff oder black würden diesen Code ohne zu Murren akzeptieren. "Type Checker" würden aber sehr wohl Alarm schlagen, z.B. liefert <code>mypy</code> folgende Ausgabe
test1.py:5: error: Argument 1 to "greetings" has incompatible type "int"; expected "str" [arg-type]
Found 1 error in 1 file (checked 1 source file)
== Sonstige Tools ==
Andere Tools für die statische Codeanalyse, die aber für Ingenieure weniger interessant sein dürften, sind z.B.
* Radon: Liefert verschiedene {{W|Softwaremetrik|Codemetriken}} (Komplexität, Wartbarkeitsindex ...)
* Bandit: Findet Sicherheitslücken
Tools für die dynamische Codeanalyse, z.B.:
* DynaPyt (Framework zur dynamischen Programmanalyse)
* cProfile (Profiler)
* Memory Profiler (Speicheranalyse)
* Memray (Speicheranalyse)
* tracemalloc (Speicheranalyse)
Paket- und Projektmanagement (pip-Ersatz etc.):
* uv
* Poetry
* Conda
* pipx
= Einige Integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs)=
Werden Programmtexte größer und umfangreicher, so ist das Arbeiten mit der interaktiven Programmierumgebung bzw. das direkte Ausführen von Python-Skripten mühsam. Man wünscht sich z.B. Hilfen zum Debuggen oder die automatische Code-Vervollständigung. Zu diesem Zweck wurden IDEs (Integrated Development Environments) geschaffen. Von diesen seinen nachfolgend auszugsweise einige kurz beschrieben. Testen Sie einfach aus, welche davon für Sie bzw. für Ihr Python-Projekt geeignet sind.
== IDLE ==
IDLE ist die mit dem Python-Programmpaket mitgelieferte IDE. Der Name leitet sich einerseits ab vom Monty-Python-Mitglied Eric Idle, andererseits steht es als Abkürzung für "'''I'''ntegrated '''D'''evelopment and '''L'''earning '''E'''nvironment. IDLE ist einfach zu bedienen, bietet aber schon einen beachtlichen Leistungsumfang. Nachfolgend wird ein Screenshot zu IDLE geliefert. Rechts ist das Editor-Fenster zu sehen, links die interaktive Programmierumgebung. Um das Beispiel selbst nachvollziehen zu können, starten Sie IDLE. Das geht ähnlich, wie Sie die interaktive Programmierumgebung von Python starten (nur, dass Sie eben das IDLE-Icon doppelklicken und nicht das Python-Icon. Unter Linux geben Sie einfach in einem Terminal <code>idle3.13</code> o. Ä. ein). Weiter geht es mit "File - Open - ...". Die auszuführende Datei auswählen (im konkreten Fall ein "Hallo-Welt"-Programm). Es erscheint das rechte Fenster. Dort "Run - Run Module" auswählen. Und schon wird im linken Fenster "Hallo Welt!" ausgegeben.
[[Datei:PythonIng_idle1.jpg | 600px]]
Siehe auch {{W|IDLE}}.
== PyCharm ==
PyCharm ist ein kommerzielles Produkt. Es gab aber auch eine kostenlose Community Edition. Seit 2025 sind beide Varianten vereint. Für die ersten 30 Tage sind die Pro-Funktionen frei verfügbar, danach nur noch die Kernfunktionalitäten (oder man bezieht kostenpflichtig die Pro-Version). Zu beziehen ist PyCharm unter dem Weblink [https://www.jetbrains.com/pycharm/]. Nachfolgend ein etwas abgewandeltes "Hallo Welt"-Programm, editiert und ausgeführt mit PyCharm.
[[Datei:PyCharm_IDE_2023_screenshot.png | 600px]]
Siehe auch {{W|PyCharm}}.
== Eric ==
Auch eric ist Open Source und steht unter der GNU General Public License Version 3 oder später. Zu beziehen ist diese Software unter [https://eric-ide.python-projects.org/].
[[Datei:Screenshot_Eric_4.png | 600px]]
Siehe auch {{W|eric (Software)}}.
<small>
Unter openSUSE Tumbleweed sollte sich eric auch mit YaST installieren lassen. Bei mir gibt es aber dann beim Ausführen des eric-Programms eine Fehlermeldung (Stand März 2026):
...
ModuleNotFoundError: No module named 'PyQt6.QtPdfWidgets'
Umgehen kann man dieses Problem aber wieder mit dem Erstellen einer virtuellen Umgebung, in etwa so
python3.13 -m venv ~/tmp/venv1
cd ~/tmp/venv1/bin
./python3.13 -m pip install --upgrade --prefer-binary eric-ide
./eric7_ide
</small>
== PyScripter ==
Vom Funktionsumfang vergleichbar mit den vorherigen IDEs ist PyScripter. Auch PyScripter ist Open Source. Die Projekt-Homepage findet sich auf [https://sourceforge.net/projects/pyscripter/]. PyScripter ist nur für MS Windows verfügbar.
[[Datei:PythonIng_pyscripter1.jpg | 600px]]
== Spyder IDE ==
Spyder enthält bereits eine stabile Python-Version und etliche Module (z.B. matplotlib, numpy, control). Ansonsten kann dieses Softwarepaket vom Funktionsumfang her mit den anderen genannten IDEs locker mithalten. Spyder wurde unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Diese Software findet sich auf [https://www.spyder-ide.org].
[[Datei:Spyder-windows-screenshot.png | 600px]]
Siehe auch {{W|Spyder (Software)}}
== Sonstige ==
Die genannten IDEs sind nicht die Einzigen. Es gibt, um dem Image Pythons als beliebteste Programmiersprache gerecht zu werden, noch einige andere. Sowohl Open Source-Programme als auch kommerzielle Programme sind im Web zu finden, z.B. Thonny oder {{W|Visual Studio Code}}. Braucht man den Umfang von ausgewachsenen IDEs nicht, so kann man auch normale Texteditoren verwenden (z.B. {{W|Geany}} oder {{W|Kate_(Texteditor)|Kate}}).
= Debuggen und Testen =
Das Debuggen und Testen von Programmen sind wichtige Bestandteile der Programmierung. Syntaxfehler lassen sich i.A. leicht beheben. Schwieriger ist das Eingrenzen von logischen Fehlern, die ev. nur in bestimmten Situationen auftreten und keine explizite Fehlermeldung hervorrufen. Das Programm liefert falsche Ergebnisse oder es stürzt aus heiterem Himmel ab. Um das zu verhindern gibt es verschiedene Werkzeuge, die bei der Fehlersuche behilflich sein können. Vorerst siehe aber zwecks Begriffsklärung noch folgende Links:
* {{W|Debuggen}}
* {{W|Debugger}}
* {{W|Softwaretest}}
<gallery>
First Computer Bug, 1947.jpg
Test ganzheitlich.png
V-Modell.svg
</gallery>
== Das Modul pdb ==
Python bringt schon ein Modul zum Debuggen mit. Siehe z.B. [https://docs.python.org/3/library/pdb.html pdb — The Python Debugger].
Komfortabler lässt sich das aber mittels Integrierter Entwicklungsumgebungen (IDEs) angehen.
== Debuggen mit IDEs ==
Für die IDEs IDLE und Spyder sei kurz auf die entsprechenden Webseiten verwiesen:
* [https://www.cs.uky.edu/~keen/help/debug-tutorial/debug.html Debugging under IDLE].
* [https://docs.spyder-ide.org/current/panes/debugging.html Spyder Debugger]
Dort wird die Vorgehensweise auch mittels Screenshots erläutert.
== assert ==
assert ... behaupten, zusichern ({{W|Assertion (Informatik)}})
Python-Code:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10., 0.)
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1(10., 0.)
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 4, in print1
assert y != 0.0
^^^^^^^^
AssertionError
Python-Code:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1("10.", "5.")
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1("10.", "5.")
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 2, in print1
assert type(x) == float
^^^^^^^^^^^^^^^^
AssertionError
Aber auch bei nachfolgendem Code gibt es eine Fehlermeldung:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10, 5)
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1(10, 5)
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 2, in print1
assert type(x) == float
^^^^^^^^^^^^^^^^
AssertionError
Damit letzteres funktioniert, kann man den Programmcode so umschreiben:
def print1(x, y):
assert type(x) == float or type(x) == int
assert type(y) == float or type(y) == int
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10, 5)
Ausgabe:
2.0
2.0
Und jetzt fangen wir den <code>AssertionError</code> auf:
def print1(x, y):
try:
assert type(x) == float or type(x) == int
assert type(y) == float or type(y) == int
assert y != 0.0
print(x/y)
except(AssertionError):
print("Hallo")
print1(10., 5.)
print1("10.", "5.")
Ausgabe:
2.0
Hallo
Ich hoffe, es ist wenigstens im Ansatz klar geworden, wofür <code>assert</code> gut sein kann. Ausschalten kann man die <code>assert</code>-Überprüfung übrigens mit dem Python-Schalter <code>-O</code>.
== Doctests ==
Innerhalb eines Docstrings kann die Arbeit im interaktiven Modus simuliert werden. Nach den Promptzeichen (>>>) erfolgen dann bei unserem Beispiel innerhalb des Docstrings simulierte Aufrufe der Funktion <code>print1()</code>. Danach folgen jeweils die Sollresultate. Wird das Modul oder die Datei als Hauptprogramm aufgerufen, so wird die Funktion <code>doctest.testmode()</code> aufgerufen und ein Bericht auf der Konsole ausgegeben. Wird das Modul nicht als Hauptprogramm aufgerufen, sondern importiert, dann wird diese <code>testmod</code>-Funktion nicht aufgerufen. D.h. dieser Code kann sowohl für Testzwecke als auch für den produktiven Einsatz verwendet werden. Das ist auch sinnvoll, weil wenn man Teile der Datei immer löschen bzw. einfügen müsste, so würden sich Fehlerquellen auftun. Das würde den Sinn und Zweck von Doctests konterkarieren.
def print1(x=0., y=1.):
""" Dividiere zwei Zahlen
Autor: Intruder
Datum: 12.08.2025
>>> print1(2., 1.)
2.0
>>> print1(5., 2.)
2.5
>>> print1(5.)
5.0
"""
print(x/y)
if __name__ == "__main__":
import doctest
doctest.testmod(verbose=True)
Ausgabe:
Trying:
print1(2., 1.)
Expecting:
2.0
ok
Trying:
print1(5., 2)
Expecting:
2.5
ok
Trying:
print1(5.)
Expecting:
5.0
ok
1 items had no tests:
__main__
1 items passed all tests:
3 tests in __main__.print1
3 tests in 2 items.
3 passed and 0 failed.
Test passed.
Das gezeigte Beispiel ist so ziemlich das einfachste, das es gibt. Für weiterführende Details siehe z.B.:
* [https://peps.python.org/pep-0257/ PEP 257 – Docstring Conventions]
* [https://docs.python.org/3/library/doctest.html doctest — Test interactive Python examples]
== pytest ==
Siehe zu diesem Thema auch {{W|Modultest}}.
pytest ist ein externes Modul und muss vorab installiert werden, z.B. mittels
pip install -U pytest
pip install -U pytest-html
Python-Code, Datei test1.py:
def add(x, y):
return x + y
def test_answer():
assert add(1, 1) == 3
Starten von pytest in der Konsole:
pytest test1.py
Ausgabe:
==================================================== test session starts ====================================================
platform linux -- Python 3.12.11, pytest-8.4.1, pluggy-1.6.0
rootdir: /home/hr/Develop
plugins: anyio-4.10.0, metadata-3.1.1, html-4.1.1
collected 1 item
test1.py F [100%]
========================================================= FAILURES ==========================================================
________________________________________________________ test_answer ________________________________________________________
def test_answer():
> assert add(1, 1) == 3
E assert 2 == 3
E + where 2 = add(1, 1)
test1.py:6: AssertionError
================================================== short test summary info ==================================================
FAILED test1.py::test_answer - assert 2 == 3
===================================================== 1 failed in 0.09s =====================================================
Hier erhalten wir einen Fehler, da 1+1 eindeutig ungleich 3 ist. Aber aus irgendeinem Grund wollte der Programmierer oder Tester in diesem Fall, dass dies so ist. Testfälle werden übrigens mit dem Präfix <code>test_</code> eingeleitet.
Python-Code:
def add(x, y):
return x + y + 1
def test_answer():
assert add(1, 1) == 3
Ausgabe:
==================================================== test session starts ====================================================
platform linux -- Python 3.12.11, pytest-8.4.1, pluggy-1.6.0
rootdir: /home/hr/Develop
plugins: anyio-4.10.0, metadata-3.1.1, html-4.1.1
collected 1 item
test1.py . [100%]
===================================================== 1 passed in 0.01s =====================================================
Jetzt ist alles in Ordnung. Weiterführendes siehe z.B.
* [https://docs.pytest.org/en/stable/ pytest: helps you write better programs]
== unittest ==
Auch unittest dient zur Durchführung von Testreihen, ist aber Bestandteil von Python. Hier wird vorerst nicht näher darauf eingegangen. Siehe z.B.
* [https://docs.python.org/3/library/unittest.html unittest — Unit testing framework]
Lt. ''Inden: Python Challenge; dpunkt, 2021, Seite 481'' soll unittest weniger komfortabel als pytest sein.
Einen Vergleich von unittest mit pytest findet man in
* [https://knapsackpro.com/testing_frameworks/difference_between/pytest/vs/unittest pytest vs unittest]
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Python. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechenden weiterführenden Weblinks, Bücher und die Python-Hilfefunktion verwiesen. Python kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Das Themenspektrum ist auch durch die Einbindung externer Module fast beliebig erweiterbar.
= Weblinks=
== Python allgemein ==
* [https://www.python.org/ Python Homepage]
== Externe mathematische Module ==
* [https://numpy.org/ NumPy]
* [https://numpy.org/doc/stable/user/numpy-for-matlab-users.html NumPy for MATLAB users]
* [https://scipy.org/ SciPy]
* [https://www.sympy.org/en/index.html SymPy]
* [https://pandas.pydata.org/ pandas]
* [https://github.com/maroba/findiff findiff]
* [https://mpmath.org/ mpmath]
== Externe Module für Grafiken ==
* [https://matplotlib.org/ Matplotlib]
* [https://vpython.org/ VPython]
* [https://docs.vtk.org/en/latest/api/python.html VTK]
== Erstellung von User Interfaces ==
* [https://docs.python.org/3/library/tkinter.html tkinter - Python interface to Tcl/Tk]
* [https://docs.python.org/3/library/curses.html curses - Terminal handling for character-cell displays]
* [https://wiki.qt.io/Qt_for_Python Qt for Python]
* [https://www.gtk.org/docs/language-bindings/python GTK and Python]
== Erstellen virtueller Umgebungen ==
* [https://docs.python.org/3/library/venv.html venv - Creation of virtual environments]
== Sonstige ==
* [https://python-control.readthedocs.io/en/stable/ Python Control Systems Library]
* [https://pypi.org/project/regex/ regex - Regular Expressions]
* [http://pyromat.org/ PYroMat]
* [https://coolprop.org/coolprop/wrappers/Python/index.html CoolProp]
* [https://pypi.org/project/iapws/ iapws]
* [https://tespy.readthedocs.io/en/main/getting_started/introduction.html TESPy - Thermal Engineering Systems in Python]
= Bücher =
== Gedruckte Bücher, OpenBooks, Magazine ==
* Diverse: c't Python Lernen, Verstehen, Anwenden; Heise, 2022
* Ernesti, Kaiser: Python3 - das umfassende Handbuch; 5. Aufl., Rheinwerk, [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/ OpenBook]
* Inden: Python Challenge; dpunkt, 2021, ISBN 978-3-86490-809-5
* Klein: Numerisches Python; 2. Aufl., Hanser, 2023, ISBN 978-3-446-47170-2
* Steinkamp: Der Python-Kurs für Ingenieure und Naturwissenschaftler; Rheinwerk, 2021, ISBN 978-3-8362-7316-9
* Weigend: Python 3 - Das umfassende Praxisbuch; 9. Aufl., mitp, 2022, ISBN 978-3-7475-0544-1
* Woyand: Python für Ingenieure und Naturwissenschaftler; 4. Aufl., Hanser, 2021, ISBN 978-3-446-46483-4
== Andere Wikibooks ==
* [[:en:Subject:Python_programming_language | Englische Wikibooks zum Thema Python]]
* [[Python|Deutschsprachiges Python-Wikibook]] [[Bild:2von10.png|20%]]
* [[Python unter Linux|Python 2.7 unter Linux]] [[Bild:10von10.png|100%]]
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Julia für Ingenieure|
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c2ll19n12eksqtggbzond7ga3o4dyle
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2026-06-05T08:57:51Z
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wikitext
text/x-wiki
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= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Python ==
* Python ist eine universelle höhere Programmiersprache.
* Python ist objektorientiert.
* Python ist Open-Source (Python Software Foundation License).
* Python ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Python ist ein Interpreter.
* Python ist durch Module fast beliebig erweiterbar.
* Python als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | Python (Programmiersprache)}}
== Python installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Python-Paket von der Webseite [https://www.python.org/] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Python bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Aber auch die Spyder-Entwicklungsumgebung ([https://www.spyder-ide.org]) bietet einen guten Einstieg mit Python (das gilt auch für MS Windows). Spyder bringt auch schon etliche wichtige Module standardmäßig mit.
== Python starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Python-Programm doppelklicken. Und schon startet das Programm.
[[Datei:PythonIng_start1.jpg]]
Python im interaktiven Modus präsentiert sich dann so:
Python 3.12.4 (tags/v3.12.4:8e8a4ba, Jun 6 2024, 19:30:16) [MSC v.1940 64 bit (AMD64)] on win32
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
Alternativ kann das Programm auch über die Eingabeaufforderung oder die PowerShell gestartet werden:
c:\devel\Python>python.exe
Python 3.12.4 (tags/v3.12.4:8e8a4ba, Jun 6 2024, 19:30:16) [MSC v.1940 64 bit (AMD64)] on win32
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
=== Linux ===
Tippen Sie einfach das Wort „python“ (oder unter openSUSE Tumbleweed z.B. auch „python3.11“ oder „python3.13“) in einem Linux-Terminal ein, schließen den Befehl mit der RETURN-Taste ab, und schon startet Python im interaktiven Modus:
Python 3.13.12 (main, Feb 09 2026, 22:37:44) [GCC] on linux
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
Es gibt auch noch andere Möglichkeiten Python zwecks Programmausführung zu starten, z. B. den {{W|Shebang}} (<code>#!</code>) am Beginn eines Python-Scripts. Das Script sei als Script.py gespeichert. Dann kann das Script mit ./Script.py ausgeführt werden. Für openSUSE Tumbleweed sei nachfolgend ein lauffähiges "Hallo Welt!"-Script angegeben. Es wird in diesem Script der Python-Interpreter in der Version 3.13 verwendet :
#!/usr/bin/python3.13
print("Hallo Welt!")
Die Berechtigungen zum Ausführen der Datei müssen natürlich noch richtig gesetzt werden, z.B. mittels <code>chmod 777 Script.py</code>.
<small>Oder es wird in einen Pfad verschoben, in dem sich ausführbare Programme generell befinden (<code>echo $PATH</code>). Das Script kann dann wie ein normales Programm ohne weitere Angaben mit Script.py gestartet werden. Alternativ wird nicht das Script an sich verschoben, sondern nur ein symbolischer Link angelegt, z.B. mit <code>ln -s ~/tmp/Script.py ~/.local/bin/Script.py</code>.<code>~/.local/bin</code> sei ein im PATH gelegenes Verzeichnis. Dies sind aber schon Features für fortgeschrittene Linux-Benutzer und werden am Anfang eher selten benötigt.</small>
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Getestet wurden die Beispiele unter den Betriebssystemen
* MS Windows 10 mit der Python-Version 3.12.0 (teilweise auch mit 3.12.2 und 3.13.1; nur die Inhalte die bis spätestens Juli 2025 erstellt wurden)
* MS Windows 11 ab der Python-Version 3.13.4 (nur zum Teil; ab Juli 2025)
* openSUSE Leap 15.6 mit der Python-Version 3.11.12 (Spyder, nur vereinzelt) und zum Teil mit 3.12.11 (ab Juli 2025 bis November 2025).
* openSUSE Tumbleweed ab der Python-Version 3.13.9 (nur vereinzelt, ab November 2025)
An Beliebtheit rangiert Python mit Stand März 2026 mit einem Rating von 21,25% an 1. Stelle vor C und C++ (lt. [https://www.tiobe.com/tiobe-index/ TPCI - TIOBE Programming Community Index]). Lt. [https://innovationgraph.github.com/global-metrics/programming-languages GitHub Top 50 Programming Languages Globally] lag Python im Q3/2025 auf Rang 2, vor TypeScript und hinter JavaScript. Der Name "Python" rührt von der Komikertruppe {{W|Monty Python}} her. Die Icons für Python (z.B. Python selbst, Eric IDE, IDLE) sind aber durch die Python-Schlangenart symbolisiert.
<gallery>
Python-logo-notext.svg|Python-Logo
Guido van Rossum OSCON 2006.jpg|Guido van Rossum (geb. 1956), der Erfinder von Python
</gallery>
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Python mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Python-Interpreter ignoriert. Text kann mit der print-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Python und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
>>> # Das ist ein Kommentar
>>> print("Hallo Welt!")
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (>>>) ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Python-System geliefert.
Strings können in Python entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
Im Gegensatz zu Julia ist es hier egal, ob zwischen <code>print</code> und der öffnenden Klammer Leerzeichen stehen.
= Python als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Python im interaktiven Modus. Geben Sie dann die Formel
>>> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN ({{Taste|↵}}) und erhalten als Ergebnis
15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
>>> import math
>>> math.sin(math.sqrt(15))
-0.6679052983383519
Als erstes wird das math-Modul importiert. Dann wird der mathematische Ausdruck berechnet.
Eine andere Variante, die dasselbe Ergebnis liefert, ist
>>> from math import *
>>> sin(sqrt(15))
-0.6679052983383519
Es wird also aus dem Modul <code>math</code> alles importiert (erkennbar am <code>*</code>). Will man nicht alles importieren, so kann man das auch einschränken:
>>> from math import sin, sqrt
Beenden lässt sich das Python-Programm durch Eingabe von <code>exit()</code> (und natürlich ist zur Bestätigung die RETURN-Taste zu drücken).
== Die Hilfefunktion von Python ==
Bei Eingabe der Anweisung help() springt Python in den Hilfemodus.
Eingabe:
>>> help()
Eingabe:
help> math.sin
Ausgabe:
Help on built-in function sin in math:
math.sin = sin(x, /)
Return the sine of x (measured in radians).
Für die komplette Python-Dokumentation siehe [https://docs.python.org/3/]. Verlassen kann man den Hilfemodus durch das Drücken von STRG-C.
== Aufgaben ==
* Erkunden Sie die Tangensfunktion "tan" mittels Python-Hilfe (vergessen Sie nicht das math-Modul zu importieren und das <code>math.</code> vor <code>tan</code>)
* Berechnen Sie mit Python den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot \text{e}^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>. Siehe für die Exponentialfunktion im Python-Hilfesystem auch den Befehl <code>math.exp</code>. Alternativ kann auch die Konstante <code>math.e</code> eingesetzt werden. Potenzieren kann man bei Python mit dem **-Operator (z.B. 2**3 = 8). Für <math>\pi</math> gibt es <code>math.pi</code>.
= Python als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.py
# Das ist ein Kommentar
print("Hallo Welt!")
Python-Dateien werden mit der Dateiendung .py versehen. Achten Sie darauf, dass vor dem print keine Leerzeichen vorhanden sind. Das ist eine Python-Eigenheit. Wie wir später sehen werden, nutzt Python Einrückungen als syntaktisches Mittel, z.B. um bei Schleifen den Schleifenkörper zu kennzeichnen.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.py (sozusagen das Hauptprogramm) folgendermaßen zur Ausführung:
1) Starten Sie unter MS Windows die Eingabeaufforderung (oder alternativ auch die Windows PowerShell). Das sieht dann etwa so aus:
Microsoft Windows [Version 10.0.19045.3693]
(c) Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
C:\Users\xyz>
: <small>Falls jemand nicht weiß, wie man die Eingabeaufforderung startet: Eine Möglichkeit ist, einfach in der Taskleiste von Windows das "Start"-Symbol ([[Image:Windows_logo_-_2021_(Black).svg|10px]]) mit der rechten Maustaste anklicken. "Ausführen" auswählen (oder alternativ für die PowerShell unter Windows 10 den Eintrag "Windows PowerShell", unter Windows 11 den Eintrag "Terminal"). Im sich öffnenden Dialogfenster gibt man in die "Öffnen"-Zeile das Wort <code>cmd</code> ein und mit "OK" wird das Ganze bestätigt.</small>
2) Wechseln Sie mittels <code>cd c:\tmp</code> in das Verzeichnis c:\tmp
3) Angenommen, Sie haben Python unter dem Pfad <code>c:\devel\Python\</code> installiert. Starten Sie das Programm so (der Prompt <code>c:\tmp></code>ist natürlich nicht mit einzutippen):
c:\tmp>c:\devel\Python\python.exe test1.py
4) Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Die Vorgehensweise unter Linux ist prinzipiell gleich. Die kleinen Unterschiede, wie z.B. der Slash statt dem Backslash in Pfadangaben, sollten für Linux-Benutzer keine Hürde darstellen.
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen. Führende Underscores haben u.a. im Kontext mit der Objektorientierten Programmierung eine spezielle Bedeutung und sollten nicht für "normale" Variablenbezeichner verwendet werden.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Es gibt in Python etliche Schlüsselwörter (z.B. for, if oder return). Diese dürfen nicht als eigene Variablenbezeichner verwendet werden. Eine Liste aller Schlüsselwörter liefert das Script
import keyword
print(keyword.kwlist)
<small>Übung: Speichern Sie dieses Script in eine Datei, z.B. in c:\tmp\test1.py. Führen Sie diese Datei aus, um die Liste der Schlüsselwörter auszugeben.</small>
Da Python case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.py gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
print(z)
Bringen Sie die Datei test1.py zur Ausführung so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben. Dies führt aber zu unübersichtlichem Code.
x = 5; y = 10; z = x*y; print(z)
Ausgabe:
50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5
# x = x - 2
x -= 2
print(x)
Bildschirmausgabe:
3
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist. Den Inkrement-/Dekrementoperator (z.B. x++ oder x--) aus C/C++ oder Java kennt Python aber nicht.
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist mit Python problemlos möglich:
import math
wert = 10
print(wert)
wert = 35.5
print(wert)
wert = "Hallo"
print(wert)
wert = math.pi
print(wert)
Ausgabe:
10
35.5
Hallo
3.141592653589793
== Physische und logische Zeilen ==
In Python muss eine Anweisung in einer logischen Zeile Platz finden. Wird eine Anweisung aber zu lang für eine Zeile, dann kann sie in mehrere physische Zeilen unterteilt werden. Dies kann einerseits durch einen Backslash am Ende einer Zeile geschehen, z.B.
a = 2 + \
5
Dies stellt eine logische Zeile dar, die in zwei physische Zeilen unterbrochen ist.
Geklammerte Ausdrücke werden automatisch zu einer logischen Zeile verbunden, z.B.
a = (2 +
5)
Achtung: Im ersten Beispiel darf nach dem Backslash nichts mehr stehen, auch kein Kommentar. Dies trifft im zweiten Bespiel nicht zu, hier könnte noch ein Kommentar folgen, z.B.
a = (2 + # Kommentar
5)
Auch für Strings gibt es Möglichkeiten, diese auf mehrere Zeilen aufzuspalten.
# Kurzer String
str1 = "ABC"
# Langer String
str2 = """Hallo Welt,
Grüetzi Schwyzer,
Servus an alle"""
# Backslash
str3 = "UVW\
XYZ"
# Mit Klammern
str4 = ("Sehr langer Text, der automatisch .............. "
"in einer einzigen Variable zusammengefügt wird."
)
print(str1)
print(str2)
print(str3)
print(str4)
Ausgabe:
ABC
Hallo Welt,
Grüetzi Schwyzer,
Servus an alle
UVWXYZ
Sehr langer Text, der automatisch .............. in einer einzigen Variable zusammengefügt wird.
==Hexadezimale, oktale, binäre und andere Zahlen==
d = 1050 # Dezimalzahl
h = 0xAA2 # Hexadezimalzahl
o = 0o12 # Oktalzahl
b = 0b100001101 # Binärzahl
print(d)
print(h)
print(o)
print(b)
Ausgabe:
1050
2722
10
269
Groß- und Kleinbuchstaben sind in obigen Literalen übrigens egal. So kann man z.B. statt <code>0b1001</code> auch <code>0B1001</code> schreiben (siehe dazu [https://docs.python.org/3/reference/lexical_analysis.html#integer-literals]).
Sie können auch dezimale in hexadezimale Zahlen umwandeln, usw.:
h = hex(1050) # Dezimalzahl -> Hexadezimalzahl
b = bin(1050) # Dezimalzahl -> Binärzahl
o = oct(1050) # Dezimalzahl -> Oktalzahl
print(h)
print(b)
print(o)
Ausgabe:
0x41a
0b10000011010
0o2032
Gegeben sei die Zahl 121 zur Basis 3. Diese soll in eine Dezimalzahl umgewandelt werden. Das kann so geschehen:
z = int("121", 3)
print(z)
Ausgabe:
16
Dass dies richtig ist, davon kann man sich folgendermaßen überzeugen:
<math> 1 \cdot 3^2 + 2 \cdot 3^1 + 1 \cdot 3^0 = 9 + 6+ 1 = 16 </math>
Zahlen übersichtlicher schreiben kann man auch mittels Underscore, z.B.:
print("Eine Million (Variante 1) =", 1000000)
print("Eine Million (Variante 2) =", 1_000_000)
print("Eine Rechnung:", 2_000 * 400_000);
Es ergibt sich bei beiden Varianten die gleiche Ausgabe. Variante 2 ist aber im Sourcecode leichter lesbar, detto die Zahlen in der Rechnung:
Eine Million (Variante 1) = 1000000
Eine Million (Variante 2) = 1000000
Eine Rechnung: 800000000
== Strings und Platzhalter==
Ein paar einfache Beispiele:
print("Hallo {}" . format("Hugo"))
print("Hallo {:s}" . format("Hugo"))
print("Hallo %s" % "Hugo")
Ausgabe:
Hallo Hugo
Hallo Hugo
Hallo Hugo
Python-Code (formatted string literals):
str1 = "Hallo"
str2 = "Hugo"
print(f"{str1} {str2}")
Ausgabe:
Hallo Hugo
Komplexere Beispiele:
print("Hallo {} und {}" . format("Hugo", "Mike"))
print("Hallo {name1} und {name2}" . format(name2="Hugo", name1="Mike"))
# Füllzeichen: *
# Bündigkeit: > (=rechts), < (=links), ^ (=zentriert)
# Feldweite: 10
# Typ: s (=String), f (=Gleitkommazahl), d (=Dezimalzahl) etc.
print("Hallo {:*>10s}" . format("Hugo"))
print("Hallo {:*<10s}" . format("Hugo"))
Ausgabe:
Hallo Hugo und Mike
Hallo Mike und Hugo
Hallo ******Hugo
Hallo Hugo******
Python-Code:
str = "Hallo\t%s\t%7.2f\t%10.2e\t%i" % ("Hugo", 12.34567, 34.567, 264)
print(str)
Ausgabe:
Hallo Hugo 12.35 3.46e+01 264
Python-Code:
wert = 11.567
print(f"Ausgabe: {wert:.5f}")
Ausgabe:
Ausgabe: 11.56700
== Unicode ==
Neben den bekannten ASCII-Zeichen lassen sich Zeichen auch mittels Unicode beschreiben. Griechische Buchstaben oder komplexere mathematische Operatoren - all das sollte kein Problem sein. Siehe auch {{W|Unicode}}, {{W|Liste der Unicodeblöcke}} und {{W|Unicodeblock Mathematische Operatoren}}. Im Folgenden werden ein paar Zeichen (Allquantor, Nabla-Operator, Existenzquantor), die man aus der Mathematik kennt, erzeugt.
ch1 = "\N{FOR ALL}"
ch2 = "\N{NABLA}"
ch3 = "\u2203"
print(ch1, ch2, ch3)
Ausgabe:
∀ ∇ ∃
<small>Diese Ausgabe ergibt sich z.B. mit der IDLE-Shell oder mit Cygwin. Beim Ausführen über die Windows-Eingabeaufforderung oder Windows PowerShell unter MS Windows 10 erfolgt keine korrekte Darstellung. IDLE ist die mit Python mitgelieferte IDE ('''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironment, Integrierte Entwicklungsumgebung). Gegen Ende dieses Textes wird IDLE kurz beschrieben.
Das Problem mit der Windows Eingabeaufforderung lässt sich aber umgehen. Man muss nur eine Schriftart auswählen, die die Zeichen kennt, z.B. "DejaVu Sans Mono". Dazu klicken Sie einfach bei der Eingabeaufforderung mit der rechten Maustaste oben auf die weiße Leiste und wählen im aufpoppenden Fenster den Menüpunkt "Eigenschaften". Es öffnet sich ein Dialogfenster. Über den Reiter "Schriftart" lässt sich nun die Schriftart einstellen. Unter MS Windows 11 oder openSUSE Leap 15.6 (bash-Konsole) gibt es dieses Problem ohnehin nicht.</small>
== Reguläre Ausdrücke ==
Python kennt auch {{W|Regulärer Ausdruck|reguläre Ausdrücke}}. Dazu gibt es in Python das Modul <code>re</code>. Beipielsweise sollen alle Zahlen (<math>\text{zahl}\in\mathbb{N}_0</math>) in einem String gesucht und ausgegeben werden. Als String sei gegeben: <code>3x Grüße und 100 Kekse.</code> Das Muster (Pattern) ist <code>\d+</code>. <code>\d</code> steht für eine Dezimalziffer 0-9. Das Plus-Zeichen (+) steht symbolisch für ein oder mehrere Zeichen des vorherigen Ausdrucks. Hier also ein oder mehrere Dezimalziffern. Es wird die Funktion <code>findall</code> aus dem Modul <code>re</code>verwendet.
Python-Code:
from re import findall
str = "3x Grüße und 100 Kekse."
pat = "\\d+" # Doppel-Backslashes müssen verwendet werden, sonst gibt Python eine Warnung aus!
# alternativ: pat = r"\d+"
# oder: pat = "[0-9]+"
numb = findall(pat, str)
print(numb)
Ausgabe:
['3', '100']
Python kennt noch viele weitere Möglichkeiten mittels regulärer Ausdrücke zu hantieren. Dies soll hier aber nicht vertieft werden, da das Thema schon ziemlich speziell und komplex ist. Bei Bedarf siehe aber z.B. die Bücher ''Weigend, Seite 380ff'' und ''Ernesti, Kaiser'' [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/28_001.html] oder die Python-Dokumentation [https://docs.python.org/3/library/re.html]. Auch [[Python unter Linux: Reguläre Ausdrücke]] liefert ein umfangreiches und brauchbares Python-2-Kapitel zu den regulären Ausdrücken. Die dort gelisteten Beispiele müssten ggf. vor Verwendung auf Python-3 umgeschrieben werden. <small>Wie macht man das? Dazu siehe z.B. [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/43_001.html], [https://portingguide.readthedocs.io/en/latest/] oder [https://www.digitalocean.com/community/tutorials/how-to-port-python-2-code-to-python-3]</small>
<small>Es gibt auch ein externes Modul ''regex'', das bei Bedarf extra installiert werden muss ([https://pypi.org/project/regex/]). Es bietet zusätzliche Funktionalität und gründlicheren Unicode-Support. Dies sei hier aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt.</small>
== Verzweigungen ==
=== if ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
In Python gibt es keinen expliziten ENDE-Kennzeichner. Stattdessen wird der Code durch Einrückungen strukturiert. Alles mit der gleichen Einrückungstiefe gehört zum selben Block. Dies zeichnet Python vor anderen Programmiersprachen aus.
Die test1.py-Datei laute also wie folgt:
x = 5
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Man achte auch auf die Doppelpunkte in der if- und else-Zeile. Darauf vergisst man gerne, wenn man von anderen Programmiersprachen kommt.
Folgendes wäre in Python ein Fehler (genauer gesagt ein IndentationError).
x = 5
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Auch Nachstehendes würde nicht zum gewünschten Ergebnis führen (löst aber keine Fehlermeldung aus). Der letzte print-Befehl ist schon außerhalb der IF-ELSE-Verzweigung.
x = 3
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Ausgabe:
x ist kleiner als 4
x ist groesser oder gleich 4
Python kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
<, <= ... kleiner (gleich)
>, >= ... größer (gleich)
== ... gleich
!= ... ungleich
is ... identisch
is not ... nicht identisch
and ... AND
or ... OR
not ... NOT
Beispielsweise:
a = 5
b = 9
if a<=10 and b!=7:
print("OK")
else
print("Nicht OK")
Ausgabe:
OK
Der else-Block kann übrigens auch ersatzlos entfallen.
Mehrfache Verzweigungen werden durch das elif-Konstrukt erstellt.
a = 14
if a<=10:
print("<=5")
elif a>11 and a<15:
print("11 bis 15")
elif a>16 and a<20:
print("16 bis 20")
else:
print(">=20")
Ausgabe:
11 bis 15
In Python gibt es auch die Schlüsselwörter <code>True</code> (für wahr) und <code>False</code> (für falsch). Man beachte, dass sie mit Großbuchstaben beginnen. Andere Schreibweisen wären ein Fehler. Sie gehören zum Datentyp <code>bool</code>. Ihnen sind auch die Zahlen <code>1</code> und <code>0</code> zugewiesen.
=== match ===
Ab Python 3.10 gibt es auch die match-Anweisung. Dies ist das Python-Pendant für die switch-Anweisung in anderen Programmiersprachen, geht aber bei näherer Betrachtung weit darüber hinaus. Hier nur ein einfaches Beispiel:
x = "Hello"
match x:
case "Servus" | "Ciao": # or
print("Servus an alle")
case "Grüetzi":
print("Grüetzi Schwyzer")
case _: # other, default, sonstiges ...
print("Hallo Welt")
Ausgabe:
Hallo Welt
Für nähere Details siehe z.B. [https://www.geeksforgeeks.org/python-match-case-statement/], [https://learnpython.com/blog/python-match-case-statement/], [https://docs.python.org/3/tutorial/controlflow.html#match-statements] und das Python Enhancement Proposal (PEP) 636 – Structural Pattern Matching: Tutorial [https://peps.python.org/pep-0636] und dort insbesondere den Anhang A - Quick Intro.
<small><code>match, case, _</code> etc. sind sogenannte ''soft keywords''. Im Gegensatz zu den normalen Schlüsselwörtern dürfen ihnen auch Werte zugewiesen werden. Eine Liste der weichen Schlüsselwörter lässt sich durch <code>keyword.softkwlist</code> erstellen (die Anweisung gibt es seit Python 3.9). Siehe dazu auch [https://stackoverflow.com/questions/65800344/what-are-soft-keywords] und [https://docs.python.org/3/library/keyword.html#keyword.softkwlist].</small>
== Schleifen ==
=== while ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Python:
x = 0
while x <= 10:
print(x)
x += 1
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== for ===
for x in range(6):
print(x*2)
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Die Schleife läuft von 0 bis 5. Ausgegeben wird jeweils der Wert x*2. Aquivalent kann diese Schleife auch so geschrieben werden:
for x in range(0, 11, 2):
print(x)
Die Ausgabe ist wie oben. Der Startwert sei 0, der Endwert ist 11-1 und die Schrittweite ist 2.
Ein anderes Beispiel sei
for x in "text":
print(x)
Ausgabe:
t
e
x
t
== Schleifen abbrechen ==
=== break ===
<code>break</code> bricht die Schleife ab und setzt mit dem nächsten Befehl außerhalb der Schleife fort.
for var in range(100):
print(var)
if var == 5:
break
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
=== continue ===
<code>continue</code> bricht den aktuellen Schleifendurchlauf ab und setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort.
for var in range (11):
if var == 5:
continue
print(var)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== try - except ==
try:
z1 = 12 / 0
print(z1)
except ZeroDivisionError:
print("Das Ergebnis ist unendlich")
except:
print("Kann nicht berechnet werden!")
print("Bitte die Formel korrigieren!")
Ausgabe:
Das Ergebnis ist unendlich
Es wird versucht, eine Zahl durch Null zu dividieren. Das ist nicht möglich, es wird eine Ausnahme ausgelöst. Das Programm springt daher in den except-ZeroDivisionError-Block und führt die dort gelisteten Anweisungen aus (in unserem Fall eine print-Anweisung). Würden wir dieses Programm ohne try-except ausführen, so ergibt sich aus
z1 = 12 / 0
print(z1)
folgende Fehlermeldung und ein unmittelbarer Programmabbruch
Traceback (most recent call last):
File "C:\tmp\test1.py", line 1, in <module>
z1 = 12 / 0
ZeroDivisionError: division by zero
Mit dem try-except-Mechanismus können also Ausnahmen oder Fehler aufgefangen und behandelt werden. In unserem Beispiel ist das eher trivial, aber bei größeren Programmen kann das durchaus Sinn machen.
== pass ==
Ein leerer Block muss in Python mittels dem Schlüsselwort <code>pass</code> dargestellt werden. Z.B.
x = 2
if x == 1:
print("Wert ist ", x)
else:
pass
Würde man das <code>pass</code> im else-Block weglassen, so würde man eine Fehlermeldung erhalten:
IndentationError: expected an indented block after 'else' statement on line 5
= Funktionen =
== Aufrufen von Funktionen ==
Funktionen sind uns im Rahmen dieses Kurses schon zuhauf begegnet. Sei es die print()-, die math.sin()- oder die hex()-Funktion. All diese Funktionen werden von Python zur Verfügung gestellt, ohne dass man sie explizit programmieren müsste. Aufgerufen werden diese Funktionen, indem man ihren Namen eintippt, gefolgt von runden Klammern. In diesen Klammern können noch Argumente übergeben werden. Auch Rückgabewerte sind möglich.
== Funktionen selber schreiben ==
Funktionen werden mit dem def-Schlüsselwort (man definiert die Funktion) eingeleitet, danach folgt der Funktionsname, danach wiederum runde Klammern, in denen formale Argumente stehen können. Abgeschlossen wird die def-Zeile mit einem Doppelpunkt. Danach folgt der Funktionskörper. Dieser Funktionskörper muss wiederum eingerückt werden (wie von den Verzweigungen und Schleifen bekannt). Aufgerufen wird diese Funktion, indem man ihren Funktionsnamen eingibt, gefolgt von runden Klammern (ggf. mit den aktuellen Parametern). Z.B.
# Funktion definieren
def halloWelt(i):
# i ... beliebige Ganzzahl
print("Hallo " * i, end="")
print("Welt!")
# Funktion aufrufen
halloWelt(3)
Ausgabe:
Hallo Hallo Hallo Welt!
Unterschied zwischen formalen und aktuellen Parametern:
[[Datei:PythonIng_func1.jpg]]
<small>Aktuelle Parameter werden auch Argumente genannt.</small>
Rückgabe von Funktionswerten:
# Funktion definieren
def mathFunc(a, b):
r1 = a + b
r2 = a * b
return r1, r2
# Funktion aufrufen
a, b = mathFunc(3, 5)
# Ausgabe der zurückgegebenen Werte
print(a)
print(b)
Ausgabe:
8
15
Vorgabeparameter, z.B.:
def mathFunc(a=10, b=20):
r1 = a + b
r2 = a * b
return r1, r2
a, b = mathFunc(3, 5)
print(a)
print(b)
a, b = mathFunc(5)
print(a)
print(b)
a, b = mathFunc(b=6)
print(a)
print(b)
Ausgabe:
8
15
25
100
16
60
== Lambda-Funktionen ==
print((lambda a, b: a*b) (3, 5))
Ausgabe:
15
Eingeleitet wird eine Lambda-Funktion (auch Lambda-Form, Lambda-Operator oder anonyme Funktion genannt) mit dem Schlüsselwort <code>lambda</code>. Es folgen die formalen Argumente, danach ein Doppelpunkt, die Berechnungsvorschrift und ggf. abschliessend in Klammern die aktuellen Parameter.
Man kann einer Lambda-Funktion auch einen Funktionsnamen geben und die Funktion über diesen Namen aufrufen, z.B.
prod = lambda a, b: a*b
print(prod(3, 5))
Als Ausgabe wird wieder die Zahl 15 geliefert.
== Rekursive Funktionen ==
Funktionen können wiederum andere Funktionen aufrufen. Von einem rekursiven Funktionsaufruf spricht man, wenn die aufgerufene Funktion gleich der aufrufenden ist.
def printFunc(i):
if (i >= 5):
return
else:
print("Hallo Welt")
printFunc(i+1)
printFunc(1)
Ausgabe:
Hallo Welt
Hallo Welt
Hallo Welt
Hallo Welt
== Funktionsannotationen ==
Python ist sehr flexibel, was Typen angeht. Im Vorhergehenden haben wir generell keine Typangaben gemacht. Will man Typen angeben, so bietet Python das Konzept der Funktionsannotation.
def calcFunc(a: int, b: int) -> int:
return a+b
r1 = calcFunc(8, 9)
r2 = calcFunc(8.0, 9.0)
r3 = calcFunc("Hallo", "Welt")
print(r1)
print(r2)
print(r3)
Ausgabe:
17
17.0
HalloWelt
Jetzt sieht man auf den ersten Blick, welche Typen der Programmierer im Sinn hatte, als er die Funktion erstellte. Das Problem dabei ist nur, dass es Python ziemlich egal ist, welche Typen man im Endeffekt eingibt. Im obigen Beispiel können statt Integer-Typen u.a. auch Float- oder String-Typen eingegeben werden.
<small>
Siehe zum Thema "Type Checking" aber auch den später folgenden Abschnitt [[Ing_Mathematik:_Python#Type_Checker]].
</small>
== Variadische Funktionen ==
Python-Code:
def test1(a, *b):
print(a);
for c in b:
print(c);
test1("Hallo", "Welt", "Schweizer", "und alle anderen")
Ausgabe:
Hallo
Welt
Schweizer
und alle anderen
Mit dem Stern (auch als Splat-Operator bezeichnet) in der formalen Parameterliste bei der Funktion <code>test1</code> wird angezeigt, dass eine beliebige Anzahl von Argumenten übergeben wird. <small> Dies entspricht in etwa dem, was in anderen Programmiersprachen (PHP etc.) mittels Ellipse (<code>...</code>) angezeigt wird.</small>
= Tupel, Listen und andere =
[[Datei:Python 3. The standard type hierarchy.png|mini|hochkant=1.7|Datentypen und Strukturen]]
Tupel, Listen und einige andere sind Datenstrukturen oder Sequenzen.
Listen (z.B. eine Einkaufsliste) sind veränderbar (mutable). Ein Tupel kann dagegen nicht verändert werden (immutable). Listen werden beim Anlegen in eckige Klammern eingeschlossen, Tupel in runde Klammern. Beim Tupel können die Klammern auch weggelassen werden. Ein Tupel mit nur einem Element muss mit einem Beistrich abgeschlossen werden. Der Grund ist, dass Python sonst nicht entscheiden kann, ob ein Tupel angelegt werden soll, oder nur ein geklammerter Wert. Nachfolgend werden einige Operationen mit Listen und Tupel dargestellt.
Als Gedächtnisstütze kann man sich den Unterschied zwischen Tupel und Liste ev. so leichter merken:
: T'''u'''pel ... r'''u'''nde Klammern, '''u'''nveränderlich
: L'''i'''ste ... eck'''i'''ge Klammern, veränderl'''i'''ch.
# Liste und Tupel
liste = [1, 2, "Hallo"]
tupel = (1, 2, "Hallo")
# Ausgabe von liste und tupel
print(liste)
print(tupel)
# Ausgabe von Einzelelementen
print(liste[1])
print(tupel[2])
# Element an Liste anhängen und einfügen
liste.append(55)
liste.insert(4, "Welt")
print(liste)
# Element aus Liste entfernen
liste.remove(1)
print(liste)
# einige weitere Beispiele
liste2 = [1,]
tupel2 = 1, 2
tupel3 = (1,)
print(liste2)
print(tupel2)
print(tupel3)
Ausgabe:
[1, 2, 'Hallo']
(1, 2, 'Hallo')
2
Hallo
[1, 2, 'Hallo', 55, 'Welt']
[2, 'Hallo', 55, 'Welt']
[1]
(1, 2)
(1,)
Beispiel:
woerter = ["Hallo", "Welt"]
satz = " ".join(woerter)
print(satz)
Ausgabe:
Hallo Welt
Zu den Datenstrukturen gehören weiters auch Mengen und Dictionaries. Mengen sind von der Mathematik bekannt, sie sind ungeordnet und es kommen keine mehrfachen Elemente vor. Dictionaries sind durch Schlüssel :Wert-Paare gekennzeichnet. Mengen werden beim Anlegen wie Dictionaries in geschweifte Klammern eingeschlossen.
dict = {"vorname":"Hugo", "nachname":"Meister" }
menge = {1, 1, 3, 4, 4, 4, "Hallo"}
print(dict)
print(menge)
print(dict["vorname"])
Ausgabe:
{'vorname': 'Hugo', 'nachname': 'Meister'}
{1, 3, 4, 'Hallo'}
Hugo
Geschweifte Klammern ohne Inhalt stellen Dictionaries dar und keine Mengen:
di = {}
print(type(di))
Ausgabe:
<class 'dict'>
== List Comprehensions ==
Aus einer Eingabeliste soll eine Ausgabeliste erzeugt werden. Das kann folgendermaßen geschehen.
Mathematische Schreibweise: <math>lc = \{2x|x\in\ \mathbb{N}, 1\le x < 11\}</math>
Python-Code:
lc = [x*2 for x in range(1,11)]
print(lc)
Ausgabe:
[2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20]
Mathematische Schreibweise: <math>lc = \{2x | x \in \mathbb{N}, 1\le x < 11, x \bmod 2 = 0 \}</math>
Python-Code:
lc = [x*2 for x in range(1,11) if x%2 == 0]
print(lc)
Ausgabe:
[4, 8, 12, 16, 20]
Siehe auch {{W|List Comprehension}}.
== Set Comprehensions ==
Dies ist sehr ähnlich wie im vorigen Abschnitt beschrieben. Es wird aber keine Liste, sondern eine Menge erzeugt.
sc = {x*2 for x in range(1,11)}
print(sc)
Ausgabe:
{2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20}
== Listen zusammenführen - zip() ==
li1 = ["A", "B", "C", "D"]
li2 = [1, 2, 3, 4]
li3 = [5.5, 6.6, 7.7, 8.8]
z = zip(li1, li2, li3)
print(z)
li4 = list(z)
print(li4)
Ausgabe:
<zip object at 0x00000283B6C6AC80>
[('A', 1, 5.5), ('B', 2, 6.6), ('C', 3, 7.7), ('D', 4, 8.8)]
== Generatorausdruck ==
g = (i*2 for i in range(1,11))
print(g)
t = tuple(g)
print(t)
print(t[1:3])
Ausgabe:
<generator object <genexpr> at 0x00000241D2A4A5A0>
(2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20)
(4, 6)
== Slicing ==
slice ... Scheibe, Teil, in Scheiben schneiden
Beispiel: Zugriff auf Elemente eines geordneten sequentiellen Objekttyps (Liste, Tupel oder String):
str1 = "Hallo"
# Das erste Element wird mit dem Index 0 angesprochen
# [start (inkl.) : stop (exkl.) : step (default=1)]
str2 = str1[0:2]
# Alternativ auch: str2 = str1[:2]
print(str2)
tup1 = (0,1,2,3)
# Das letzte Element hat auch den Index -1, das vorletzte den Index -2 usw.
tup2 = tup1[-3:-1]
print(tup2)
lst1 = [[1, 5, 10, 20],
[30, 40, 50, 60]]
lst2 = lst1[1][1]
print(lst2)
Ausgabe:
Ha
(1, 2)
40
Beispiel: Umdrehen von Strings
str1 = "Hallo"
str2 = str1[::-1]
print(str2)
Ausgabe:
ollaH
= Objektorientierte Programmierung =
== Eine einfache Klasse ==
[[Datei:PythonIng_uml1.svg | 200px]]
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
fahr = Fahrzeug(150, 90)
print(fahr.convertGeschw())
Ausgabe:
41.666666666666664
Die Klasse Fahrzeug wird durch das class-Schlüsselwort eingeleitet. raeder ist ein Klassenattribut und public. __init__ wird bei der Objekterzeugung automatisch aufgerufen. Man achte darauf, dass diese Methode immer mit zwei Unterstrichen eingeleitet und abgeschlossen wird. Instanzattributen wird das Wort self vorangestellt. Wir sehen uns z.B. das Attribut self.__geschwind an. Auch hier werden zwei Unterstriche verwendet. Das bedeutet, dass dieses Attribut private ist. Bei den Methoden wird immer self als erster Parameter angegeben. Beim Aufruf der entsprechenden Funktion wird das self aber nicht berücksichtigt.
== Klassen importieren ==
Häufig ist es sinnvoll und übersichtlicher Klassen in eigenen Dateien zu speichern. Das sind dann eigene Module. Abgespeichert werden Sie mit der Endung py, wie bisher auch praktiziert. Aufgerufen werden Sie mit der import-Anweisung. Dann ist aber nur der Dateiname ohne Endung py zu verwenden. Klarer wird das mit einem Beispiel.
Datei c:\tmp\fahrzeug.py
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
Datei c:\tmp\test1.py
import fahrzeug
fahr = fahrzeug.Fahrzeug(150, 90)
print(fahr.convertGeschw())
Ausgabe:
41.666666666666664
Die üblichen import-Anweisungen lauten wie folgt:
{| {{prettytable}}
! import-Befehl
! Instanz
|-
| import xyz || xyz.Klasse
|-
| import xyz as x || x.Klasse
|-
| from xyz import Klasse || Klasse
|-
| from xyz import * || Klasse
|}
Der Vorteil der ersten beiden import-Anweisungen ist, dass es kaum zu Namenskollisionen kommen kann. Dafür hat man bei den letzten beiden Varianten weniger Tipparbeit.
== Vererbung ==
[[Datei:PythonIng_uml2.svg | 200px]]
Datei fahrzeug.py:
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
class Luftfahrzeug(Fahrzeug):
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung, fluegel):
super().__init__(geschwindigkeit, leistung)
self.__flueg = fluegel
def getFlueg(self):
return self.__flueg
Datei test1.py:
import fahrzeug
fahr = fahrzeug.Luftfahrzeug(150, 90, 4)
print(fahr.getFlueg())
Ausgabe:
4
= Grafiken zeichnen =
Für das Zeichnen von Grafiken wird hier das Modul <code>matplotlib</code> verwendet. <code>matplotlib</code> ist ein externes Modul und muss vor der ersten Verwendung installiert werden. Das geht so:
# Starten Sie ein Terminal (bei Windows die Eingabeaufforderung).
# Führen Sie darin folgenden Befehl aus <code>c:\devel\Python\Scripts\pip.exe install matplotlib</code>
pip ist übrigens der Paketmanager von Python ({{W|Pip_(Python)}}).
Optimalerweise installieren wir auch gleich das Modul <code>numpy</code> (Numerical Python). Wir werden es im Folgenden oft benötigen (nicht nur bei den Grafiken). Das funktioniert vom Prinzip her genauso, wie für <code>matplotlib</code> gezeigt.
<small>Verwenden Sie Spyder, so sind diese Schritte nicht nötig. Spyder inkludiert diese Pakete standardmäßig. Unter openSUSE Tumbleweed lassen sich diese Pakete mittels YaST oder zypper installieren.</small>
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y = np.cosh(x)
plt.plot(x,y)
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_cosh1.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. Das Untermodul pyplot des matplotlib-Moduls und das numpy-Modul werden importiert. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plt.plot()" ist der Zeichenbefehl. "plt.show" ist notwendig, um das Fenster mit der Grafik anzuzeigen.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen. "plt.grid()" zeichnet ein Gitter in die Grafik (kann auch weggelassen werden).
Die Bezeichnungen plt und np könnten auch anders gewählt werden. Es ist aber Konvention, diese so wie hier gezeigt zu wählen.
<small>Mit der im obigen Bild gezeigten Menüleiste kann die dargestellte Grafik nachträglich noch geändert werden (Zoom, Pan, Achsenparameter, Kurvenparameter etc.). Natürlich kann man das alles auch direkt programmieren. Wie das funktioniert wird ansatzweise etwas später gezeigt.</small>
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y = np.cosh(x) + 2**x
plt.plot(x,y)
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_cosh4.png]]
Man beachte, dass im Gegensatz zu Octave und Julia der ominöse Punkt (.) bei 2**x mit Python nicht benötigt wird. Das macht das Programmiererleben etwas einfacher.
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y1 = np.cosh(x) + 2**x
y2 = np.sin(x) * np.cos(x)
plt.plot(x, y1, label = "cosh(x) + 2**x")
plt.plot(x, y2, label = "sin(x) * cos(x)")
plt.grid()
plt.title("Funktionsgraphen")
plt.xlabel("x")
plt.ylabel("y")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_cosh2.png]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y1 = np.cosh(x) + 2**x
y2 = np.sin(x) * np.cos(x)
plt.plot(x, y1, label = "cosh(x) + 2**x", lw=5, ls="dotted")
plt.plot(x, y2, label = "sin(x) * cos(x)", lw=3, ls="--")
plt.grid()
plt.title("Funktionsgraphen")
plt.xlabel("x")
plt.ylabel("y")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_cosh3.png]]
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi[</math> gezeichnet werden.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0., 6*np.pi, .1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.title("Archimedische Spirale")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_spirale1.png]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den plt.axis()-Befehl verwenden.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0., 6*np.pi, .1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.title("Archimedische Spirale")
plt.axis("equal")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_spirale2.png]]
=== Funktion in Polardarstellung ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
fig = plt.figure()
ax = fig.add_subplot(projection="polar")
r = np.arange(0, 1, 0.01)
theta = r**3
line = ax.plot(theta, r)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_polar1.png]]
=== Logarithmische Achsenskalierung ===
==== Semilog ====
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0., 10, .1)
y = 10**x
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.semilogy()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_semilog1.png]]
==== LogLog ====
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0., 10, .1)
y = 10**x
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.loglog()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_loglog1.png]]
=== Gefüllte Fläche ===
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
x = np.arange(0, 3, 0.1)
y1 = 3*x - 1
y2 = x**2
plt.plot(x, y1, x, y2, color='black')
plt.fill_between(x, y1, y2, where=y1>=y2)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_gefuellt.png]]
=== Linien, Pfeile, Rechtecke, Kreise und Texte ===
import matplotlib as mpl
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots()
r = mpl.patches.Rectangle((0, 0), 3, 3, angle=30, fill=False)
c = mpl.patches.Circle((4, 4), 2, fill=False)
ax.add_patch(r)
ax.add_patch(c)
ax.plot([-2, 7], [-2, 0], color="black")
ax.arrow(0, 7, 5, 0, length_includes_head=True, head_width=0.5, head_length=1.5,
color="black")
ax.set_aspect("equal")
plt.axis([-3, 8, -3, 8])
plt.show()
[[Datei:PythonIng_linien_pfeile_etc.png]]
Text kann mit <code>ax.text(x, y, "Text")</code> hinzugefügt werden, bspw.
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots()
ax.text(0.1, 0.1, "Hallo")
ax.text(0.5, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
Oder einfacher auch ohne <code>subplots</code>
import matplotlib.pyplot as plt
plt.text(0.1, 0.1, "Hallo")
plt.text(0.5, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text1.png]]
Auch Sonderzeichen (griechische Buchstaben etc.) können verwendet werden (siehe dazu auch [https://matplotlib.org/stable/users/explain/text/mathtext.html]).
import matplotlib.pyplot as plt
plt.text(.3, .5,
r'$\Omega\ \psi\ \oint\ \nabla\ \dot a\ \frac{a}{b}\ a_b$',
size="20")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text20.svg]]
Jetzt wird noch gezeigt, wofür <code>subplots</code> sinnvoll eingesetzt werden können.
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots(nrows=1, ncols=2)
ax[0].text(0.1, 0.1, "Hallo")
ax[1].text(0.1, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text2.png]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben. Farben können mit dem plt.plot()-Parameter color gewählt werden.
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0, 6*np.pi, 0.1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
z = t
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_raumkurve1.png]]
=== Flächen ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_fläche1.png]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.5)
y = np.arange(0, 10, 0.5)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_wireframe(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_fläche2.png]]
Ein etwas komplexeres Beispiel:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0.1, 10, 0.1)
y = np.arange(0.1, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z1 = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
z2 = np.sin(x) + np.log(y)
z3 = x + np.cos(y)
z4 = x**2 - y
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"}, nrows=2, ncols=2)
ax[0][0].plot_surface(x, y, z1)
ax[0][1].plot_surface(x, y, z2)
ax[1][0].plot_surface(x, y, z3)
ax[1][1].plot_surface(x, y, z4)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_subplot1.png]]
Man beachte, dass man die Unterbilder im Bild nach dem Ausführen des Scripts z.B. mit der mittleren Maustaste einzeln drehen, oder über die Einträge in der Menüzeile einzeln bearbeiten kann. Mit ein paar Zeilen Programmtext lässt sich also eine Menge an Funktionalität generieren.
Die Farbgebung lässt sich über <code>colormaps</code> variieren.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
from matplotlib import cm
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z, cmap = cm.coolwarm)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_colormap1.png]]
Es gibt eine Menge an Colormaps, z.B. <code>plasma, Greys, Dark2, ocean</code>. Zwecks detaillierterer Infos siehe die matplotlib-Dokumentation. <small>Verwendet man die IDE namens IDLE, so gibt es dort auch die automatische Codevervollständigung. D.h. es werden alle Möglichkeiten (in unserem Fall nach dem Eintippen von <code>cm.</code> alle verfügbaren Colormaps) angezeigt.</small>
Die "edgecolor" und Linienbreite können auch frei gewählt werden:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
from matplotlib import cm
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z, cmap = cm.coolwarm, edgecolor="black", linewidth=1.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_colormap2.png]]
=== Höhenlinien ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
ax.contour(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien1.png|400px]]
Etwas abgewandelt sieht das so aus:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
hl = ax.contour(x, y, z)
ax.clabel(hl, inline = True)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien2.png|400px]]
Und noch eine Variante (mit einem Farbbalken) sei gezeigt.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
hl = ax.contourf(x, y, z)
fig.colorbar(hl)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien5.svg|400px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>.
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>.
== Animationen ==
=== Mit matplotlib ===
Auch mit matplotlib sind Animationen möglich. Das ist ein bisschen komplizierter und wird deshalb hier nur mit einem sehr einfachen Beispiel dargestellt (bei Interesse siehe z.B. auch das [https://matplotlib.org/stable/users/explain/animations/animations.html#animations Animations using Matplotlib-Tutorial]).
import matplotlib.pyplot as plt
import matplotlib.animation as ani
import matplotlib
import numpy as np
def update(frame):
line.set_xdata(x[:frame])
line.set_ydata(y[:frame])
return (line)
fig, ax = plt.subplots()
x = np.arange(0, 10, .1)
y = np.sin(x)
line, = ax.plot(x[0], y[0])
ax.set(xlim=[0, 10], ylim=[-1, 1])
a = ani.FuncAnimation(fig=fig, func=update, frames=100, interval=20)
plt.show()
# Speichere die Animation in einem animierten GIF (optional)
a.save(filename="c:/tmp/PythonIng_anim5.gif", writer="pillow")
[[Datei:PythonIng_anim5.gif]]
Es wird eine Sinuskurve auf den Bildschirm gezeichnet. In der letzten Zeile wird diese Animation in ein animiertes GIF gespeichert. Das ist natürlich optional und kann auch weggelassen werden.
=== Mit VPython ===
Aber auch mit dem Modul VPython lassen sich einfache 3D-Animationen erstellen. VPython ist ein externes Modul, das vorab installiert werden muss. Unter openSUSE Tumbleweed gibt es dzt. kein entsprechendes rpm-Paket. Die übliche Methode der Installation mittels YaST oder zypper ist somit nicht möglich. Auch eine direkte Verwendung von pip führt nur zu einer Fehlermeldung (<code>error: externally-managed-environment</code>). Es empfiehlt sich dort folgende Vorgehensweise:
# Erstelle zuerst eine virtuelle Umgebung, z.B.: <code>python3.11 -m venv ~/tmp/venv1</code>
# Wechsle das Verzeichnis: <code>cd ~/tmp/venv1/bin</code>
# Installiere das entsprechende Paket: <code>./pip install vpython</code>
# Führe das entsprechende Skript aus: <code>./python ~/tmp/test1.py</code>
Aktuell (März 2026) ist dieses Programmpaket lt. der [https://vpython.org/presentation2018/install.html VPython-Homepage] nur für die Python-Versionen 3.8 bis 3.12 verfügbar.
Ein Beispiel zu einer einfachen Animation wird nachfolgend geliefert.
from vpython import *
scene.width = 1200
scene.height = 600
scene.center = vector(20,0,0)
scene.background = color.white
cylinder(pos=vector(0,0,0), axis=vector(20,0,0), radius=5,
color=color.blue)
cone(pos=vector(0,0,0), axis=vector(-10,0,0), radius=5,
color=color.blue)
helix(pos=vector(20,0,0), axis=vector(40,0,0), radius=2,
coils=10, thickness=0.5, color=color.blue)
ball = sphere(pos=vector(20,0,0), color = color.green, radius = 1)
ball.p = vector(0.15, 0, 0)
toc = True
while True:
rate(200)
if(ball.pos.x <= 60 and toc == True):
ball.pos += ball.p
else:
toc = False
ball.pos -= ball.p
if(ball.pos.x <= 20 and toc == False):
toc = True
[[Datei:PythonIng_vpython_anim.JPG]]
Idealerweise öffnet sich beim Ausführen des Scripts ein Browserfenster. Darin wird die programmierte Animation gezeigt (siehe auch den obigen Screenshot). Eine Größenänderung können Sie mit der mittleren Maustaste initiieren. Die Szenerie drehen können Sie mit der rechten Maustaste.
=== Mit VTK ===
Komplexer, aber auch mächtiger als VPython ist die Verwendung von VTK ('''V'''isualization '''T'''ool'''k'''it). Genauer gesagt des Python-Wrappers von VTK. Dieses externe Python-Modul muss vorab installiert werden (z.B. mittels YaST, pip oder in eine virtuelle Umgebung). VTK ist eine Softwarebibliothek zur 3D-Visualisierung und wurde ursprünglich in C++ geschrieben. Verbreitet eingesetzt wird diese Bibliothek in der Wissenschaft und Forschung, z.B.
* in der medizinischen Bildgebung
* für Strömungssimulationen
* für Klimadaten
VTK funktioniert nach dem {{W|Grafikpipeline|Pipeline-Prinzip}}:
Source (Quellen) -> Filter -> Mapper (Senken) -> Actor/Renderer
Daten fließen von den Quellen zu den Senken.
Als einfaches Beispiel wird die Darstellung eines Zylinders gezeigt, der mit den Maustasten gedreht oder in der Größe geändert werden kann:
import vtk
# Zylinder erzeugen
cyl = vtk.vtkCylinderSource()
cyl.SetRadius(5.0)
cyl.SetHeight(20.0)
cyl.SetResolution(40)
# Geometrie in darstellbare Daten umwandeln
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(cyl.GetOutputPort())
# Objekt in der Szene
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
# Szene verwalten
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderer.AddActor(actor)
# Render-Fenster
render_window = vtk.vtkRenderWindow()
render_window.AddRenderer(renderer)
# Maus/Tastatur-Steuerung
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(render_window)
# Starten
render_window.Render()
interactor.Start()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_VTK_1.png]]
Gleiches Beispiel wie oben, aber mit einer Animationssequenz:
import vtk
import time
cyl = vtk.vtkCylinderSource()
cyl.SetRadius(5.0)
cyl.SetHeight(20.0)
cyl.SetResolution(40)
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(cyl.GetOutputPort())
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderer.AddActor(actor)
render_window = vtk.vtkRenderWindow()
render_window.AddRenderer(renderer)
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(render_window)
for i in range(360):
actor.RotateZ(1)
actor.RotateY(.5)
render_window.Render()
time.sleep(0.01)
Das Grafikfenster schließt sich nach Ablauf der Schleife. Das Fenster bleibt geöffnet, wenn Sie am Programmende folgenden Befehl hinschreiben
interactor.Start()
Um den animierten Zylinder grün einzufärben, müssen Sie Folgendes im obigen Programm ergänzen (Farbnamen):
colors = vtk.vtkNamedColors()
actor.GetProperty().SetColor(colors.GetColor3d("Green"))
Als Namen können Sie u.a. die CSS3 Web-Farben verwenden (siehe z.B. [https://wiki.selfhtml.org/wiki/Farbe/Farbangaben] und {{W|Webfarbe#CSS_3}}).
Alternativ funktioniert auch das ({{W|RGB-Farbraum|RGB}}):
actor.GetProperty().SetColor(0.0, 0.6, 0.0)
Wie der Zylinder mit einer Textur versehen wird, zeigt folgendes Programm:
import vtk
import time
cylinder = vtk.vtkCylinderSource()
cylinder.SetResolution(30)
cylinder.SetHeight(3.0)
cylinder.SetRadius(1.0)
cylinder.CappingOn()
texture_coords = vtk.vtkTextureMapToCylinder()
texture_coords.SetInputConnection(cylinder.GetOutputPort())
texture_coords.PreventSeamOn()
reader = vtk.vtkJPEGReader()
reader.SetFileName("PythonIng_textur.jpg")
texture = vtk.vtkTexture()
texture.SetInputConnection(reader.GetOutputPort())
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(texture_coords.GetOutputPort())
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
actor.SetTexture(texture)
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderWindow = vtk.vtkRenderWindow()
renderWindow.AddRenderer(renderer)
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(renderWindow)
renderer.AddActor(actor)
for i in range(360):
actor.RotateZ(1)
actor.RotateY(.5)
renderWindow.Render()
time.sleep(0.01)
interactor.Start()
<gallery>
PythonIng_textur.jpg | Textur-Datei
PythonIng_VTK_2.png | Ausgabe (Screenshot)
</gallery>
Nun aber genug von VTK und der Erstellung von Grafiken, weiter geht es mit mathematischeren Themen.
= Vektoren und Matrizen =
== Zahlenfolgen ==
Für das Erstellen von Zahlenfolgen bieten sich die Funktionen <code>arange</code> und <code>linspace</code> aus dem <code>numpy</code>-Modul an.
from numpy import *
start = 0
stop = 10
step = 2
num = 10
r = arange(start, stop, step) # step ... Schrittweite
l = linspace(start, stop, num) # num ... Anzahl der Werte
print("r = ", r)
print("l = ", l)
Ausgabe:
r = [0 2 4 6 8]
l = [ 0. 1.11111111 2.22222222 3.33333333 4.44444444 5.55555556
6.66666667 7.77777778 8.88888889 10. ]
Bei <code>arange</code> ist der <code>stop</code>-Wert nicht im Ergebnis enthalten, bei <code>linspace</code> aber sehr wohl.
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Arrays ===
In Python mit NumPy kann man Vektoren durch die Funktion array erzeugen.
import numpy as np
l1 = (-5, 3, 2)
l2 = (1, 1, 4)
a1 = np.array(l1)
a2 = np.array(l2)
a3 = a1 + a2
a4 = 2 * a2
print(a1)
print(a2)
print(a3)
print(a3[2])
print(a4)
Ausgabe:
[-5 3 2]
[1 1 4]
[-4 4 6]
6
[2 2 8]
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
import numpy as np
# Zeilenvektor
z = np.array([ [-5, 3, 2] ])
# Spaltenvektor
s = np.array([[1], [1], [4]])
print(z)
print(s)
Ausgabe:
[ [-5 3 2] ]
[[1]
[1]
[4]]
=== Skalarprodukt ===
import numpy as np
a1 = np.array((-5, 3, 2))
a2 = np.array((1, 1, 4))
skalarprodukt = np.dot(a1, a2)
print(skalarprodukt)
Ausgabe:
6
=== Vektorprodukt ===
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Python-Code:
import numpy as np
a1 = np.array((-5, 3, 2))
a2 = np.array((1, 1, 4))
vektorprodukt = np.cross(a1, a2)
print(vektorprodukt)
Ausgabe:
[10 22 -8]
=== Transponierter Vektor ===
import numpy as np
# Zeilenvektor
z = np.array([ [-5, 3, 2] ])
# Spaltenvektor
s = np.array([[1], [1], [4]])
# transponierter Vektor
z_tp = np.transpose(z)
# transponierter Vektor
s_tp = np.transpose(s)
print(z_tp)
print(s_tp)
Ausgabe:
[[-5]
[ 3]
[ 2]]
[ [1 1 4] ]
=== Vektorfelder visualisieren ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
# Daten generieren
x = np.arange(0, 10, 1)
y = np.arange(0, 10, 1)
X, Y = np.meshgrid(x, y)
U = X * Y
V = Y + X
# Plotten
fig, ax = plt.subplots()
ax.quiver(X, Y, U, V, angles='xy')
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_quiver1.png]]
== Matrizen==
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
print(m1)
Ausgabe:
[[1 2 3]
[4 5 6]]
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
# Element aus Zeile 2 und Spalte 3 (Achtung! Index startet bei Null)
print(m1[1,2])
Ausgabe:
6
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
m2 = np.matrix([[0, 0, 2], [1, 3, 2]])
print(m1 + m2)
print(m1 - m2)
Ausgabe:
[[1 2 5]
[5 8 8]]
[[1 2 1]
[3 2 4]]
=== Transponierte Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
mt = np.transpose(m)
print(m)
print(mt)
Ausgabe:
[[1 2 3]
[4 5 6]]
[[1 4]
[2 5]
[3 6]]
=== Rang einer Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3], [0, -5]])
rg = np.linalg.matrix_rank(m)
print(rg)
Ausgabe:
2
=== Inverse Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3], [0, -5]])
mi = np.linalg.inv(m)
print(mi)
Ausgabe:
[[ 1. 0.6]
[-0. -0.2]]
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 3, 4], [0, -5, 1]])
m2 = np.matrix([[1, 2], [2, 3], [0, 2]])
print(m1 @ m2)
Ausgabe:
[[ 7 19]
[-10 -13]]
=== Eigenwerte und Eigenvektoren ===
import numpy as np
m = np.matrix([[5, 8], [1, 3]])
D,V = np.linalg.eig(m)
# Eigenwerte
print(D)
# Eigenvektoren
print(V)
Ausgabe:
[7. 1.]
[[ 0.9701425 -0.89442719]
[ 0.24253563 0.4472136 ]]
=== Teilmatrizen ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3, 4], [0, -5, 1]])
print("m = ", m)
# Erste Zeile extrahieren
m1 = m[0,:]
print("m1 = ", m1)
# Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m[0,1]
print("m2 = ", m2)
# Zweite Spalte extrahieren
m3 = m[:, 1]
print("m3 = ", m3)
Ausgabe:
m = [[ 1 3 4]
[ 0 -5 1]]
m1 = [ [1 3 4] ]
m2 = 3
m3 = [[ 3]
[-5]]
=== Spezielle Matrizen ===
==== Nullmatrix ====
import numpy as np
z = np.zeros((3, 2))
print(z)
Ausgabe:
[[0. 0.]
[0. 0.]
[0. 0.]]
==== Einheitsmatrix ====
import numpy as np
z = np.eye(3)
print(z)
Ausgabe:
[[1. 0. 0.]
[0. 1. 0.]
[0. 0. 1.]]
==== Matrix mit lauter Einsen ====
import numpy as np
z = np.ones((3, 2))
print(z)
Ausgabe:
[[1. 1.]
[1. 1.]
[1. 1.]]
=== Spärlich besetzte Matrizen ===
Das Thema spärlich besetzter Matrizen wird hier nur kurz angerissen. Nähere Details siehe unter dem Weblink [https://docs.scipy.org/doc/scipy/reference/sparse.html#module-scipy.sparse].
import numpy as np
import scipy
A = scipy.sparse.csr_array(np.eye(5))
print(A)
Ausgabe:
(0, 0) 1.0
(1, 1) 1.0
(2, 2) 1.0
(3, 3) 1.0
(4, 4) 1.0
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
Beispiel:
import numpy as np
A = np.array([[5, 1], [0, 2]])
b = np.array([1, 2])
x = np.linalg.solve(A, b)
print(x)
Ausgabe:
[0. 1.]
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Python (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Polynome =
== Ein erstes einfaches Beispiel ==
Gegeben sei das Polynom <math>7x^3+5x^2+1</math>. In Python:
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
print(p)
Ausgabe:
3 2
7 x + 5 x + 1
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
print(p(1.5))
Ausgabe:
35.875
== Polynome integrieren und differenzieren ==
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
# 1. Ableitung
p1 = p.deriv()
p2 = p.deriv(1)
# 2. Ableitung
p3 = p.deriv(2)
# Integral
p4 = p.integ()
print(p1)
print(p2)
print(p3)
print(p4)
Ausgabe:
2
21 x + 10 x
2
21 x + 10 x
42 x + 10
4 3
1.75 x + 1.667 x + 1 x
== Nullstellen bestimmen ==
import numpy as np
p = np.poly1d([2, 5, 0, 4])
r = np.roots(p)
print(r)
Ausgabe:
[-2.7621427 +0.j 0.13107135+0.84077099j 0.13107135-0.84077099j]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Differenzieren und integrieren Sie das Polynom <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
= Nichtlineare Gleichungen und Gleichungssysteme =
== Nullstellenbestimmung ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
import scipy
import numpy as np
def f(x):
return x**2 - 5*np.cos(x) - 10
xstart = [-1, 1] # Startwerte
xn = scipy.optimize.root(f, xstart)
print(xn.x)
Ausgabe:
[-2.46813009 2.46813009]
Funktionsgraph:
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
== Gleichungssysteme ==
SymPy ist ein externes Modul, das symbolisches Rechnen ('''Sym'''bolic '''Py'''thon) ermöglicht.
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Mit Python ist das so möglich:
import sympy
x1, x2 = sympy.symbols("x1 x2")
f1 = 2*x1 + 4*x2
f2 = 4*x1 + 8*x2**3
s = sympy.solve((f1, f2), x1, x2)
print(s)
Ausgabe:
[(-2, 1), (0, 0), (2, -1)]
Plot:
[[Datei:IngPython_nl_gleichung1.svg|500px]]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Python durch den Buchstaben <code>j</code> symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + j \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + j \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{j\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - j \cdot \Im(z)</math>
Nachfolgend einige mathematische Operationen mit Python und NumPy.
import numpy as np
z1 = 2 + 5j # kartesische Darstellung
z2 = 3 * np.exp(3j) # Polardarstellung
# Addition
res = z1 + z2
print("z1 + z2 = ", res)
# Multiplikation
res = z1 * z2
print("z1 * z2 = ", res)
# Realteil
res = np.real(z2)
print("Realteil von z2 = ", res)
# Imaginärteil
res = np.imag(z2)
print("Imaginaerteil von z2 = ", res)
# Betrag
res = np.abs(z1)
print("Betrag von z1 = ", res)
# Argument
res = np.angle(z1)
print("Argument von z1 = ", res)
# Konjugiert komplexe Zahl
res = np.conj(z1)
print("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = ", res)
Ausgabe:
z1 + z2 = (-0.9699774898013365+5.423360024179601j)
z1 * z2 = (-8.05675510050068-14.003167400647481j)
Realteil von z2 = -2.9699774898013365
Imaginaerteil von z2 = 0.4233600241796016
Betrag von z1 = 5.385164807134504
Argument von z1 = 1.1902899496825317
Konjugiert komplexe Zahl von z1 = (2-5j)
= Interpolation =
import numpy as np
import scipy
import matplotlib.pyplot as plt
# Stützpunkte
xp = np.arange(1, 6)
yp = (0, -5, 2, 7, 6)
ti = np.arange(1, 5, 0.01)
i1 = scipy.interpolate.interp1d(xp, yp, kind = "linear")
i2 = scipy.interpolate.interp1d(xp, yp, kind = "cubic")
plt.plot(xp, yp, "rx")
plt.plot(xp, i1(xp))
plt.plot(ti, i2(ti))
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_interpol1.png]]
= Differenzialrechnung =
== Numerisches Differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
from findiff import Diff
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
x = np.linspace(0, 10, 1000)
f = 5 * x * np.sin(x)
dx = x[1] - x[0]
# Ableitung
d_dx = Diff(0, dx)
df_dx = d_dx(f)
# Grafik
plt.plot(x, f, label = "y")
plt.plot(x, df_dx, label = "y'")
plt.grid()
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
<small>findiff ist ein externes Modul. Dieses muss installiert werden (z.B. so: ...\Python\Scripts\pip.exe install --upgrade findiff). Für die Vorgehensweise unter openSUSE Tumbleweed siehe das Kapitel [[Ing_Mathematik:_Python#Mit_VPython | VPython]], nur dass das Ganze mit einer aktuelleren Python-Version exekutiert wird, z.B. mit Python 3.13. Das im Buch "Steinkamp: Der Python-Kurs für Ingenieure und Naturwissenschaftler, Rheinwerk" verwendete Modul "scipy.misc" ist veraltet (deprecated ... missbilligt). Lt. [https://docs.scipy.org/doc/scipy-1.17.0/dev/roadmap-detailed.html#misc SciPy-Dokumentation für die Version 1.17.0] wurden alle entsprechenden Features schon entfernt.</small>
== Symbolisches Differenzieren ==
Differenzieren Sie die Funktionen <math>f_1(x) = x^2</math> und <math>f_2(x) = \sin(x)\cos\left(\frac{x}{2}\right)</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f1 = x**2;
f2 = sympy.sin(x) * sympy.cos(x/2.)
d1 = sympy.diff(f1, x)
d2 = sympy.diff(f2, x)
print(d1)
print(d2)
Ausgabe:
2*x
-0.5*sin(0.5*x)*sin(x) + cos(0.5*x)*cos(x)
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Numerisches Integrieren ==
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math>.
import scipy
def f(x):
return x**2
i = scipy.integrate.quad(f, 0, 3)
print(i)
Ausgabe:
(9.000000000000002, 9.992007221626411e-14)
Das trifft den exakten Wert 9.0 ziemlich genau.
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{\infty} 2^{-x} dx</math>.
import scipy
import numpy as np
def f(x):
return 2**(-x)
i = scipy.integrate.quad(f, 0, np.inf)
print(i)
Ausgabe:
(1.4426950408889556, 4.486558477977586e-09)
== Symbolisches Integrieren ==
Berechnen Sie <math>\int x^2 \text{d}x</math> und <math>\int \sin{x}\cos{\frac{x}{2}} \text{d}x</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f1 = x**2
f2 = sympy.sin(x) * sympy.cos(x/2.)
i1 = sympy.integrate(f1, x)
i2 = sympy.integrate(f2, x)
print(i1)
print(i2)
Ausgabe:
x**3/3
-0.666666666666667*sin(0.5*x)*sin(x) - 1.33333333333333*cos(0.5*x)*cos(x)
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{\infty} 2^{-x} \text{d}x</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f = 2**(-x)
i = sympy.integrate(f, (x, 0, sympy.oo))
print(i)
Ausgabe:
1/log(2)
<code>sympy.oo</code> steht für das {{W|Unendlichzeichen}} <math>\infty</math> (die liegende Acht oder das Möbiusband). Mit <code>sympy.pprint(i)</code> ließe sich letzere Ausgabe etwas schöner schreiben:
1
──────
log(2)
Man beachtete, <code>log</code> steht hier für den natürlichen Logarithmus <code>ln</code>.
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von 1 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4.
* Integrieren Sie <math>\int x^x(\log (x) + 1)\mathrm dx</math> symbolisch.
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== DGL numerisch lösen ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen steht u.a. die Funktion scipy.integrate.solve_ivp() zur Verfügung. Diese Funktion implementiert auch das Runge-Kutta-Verfahren (RK45).
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
import scipy
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
def dy_dx(x, y):
return x**2 + y**3
y0 = [1]
xi = [0, 1]
x = np.arange(0, 1, 0.01)
z = scipy.integrate.solve_ivp(dy_dx, xi, y0, method="RK45", dense_output=True)
y = z.sol(x)
plt.plot(x, y.T)
plt.grid()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_dgl1.png]]
== DGL symbolisch lösen ==
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
import sympy
x = sympy.symbols("x")
y = sympy.Function("f")(x)
dgl = x**2 + y**3
lsg = sympy.dsolve(dgl, y)
print(lsg)
Ausgabe:
[Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)), Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)*(-1 - sqrt(3)*I)/2), Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)*(-1 + sqrt(3)*I)/2)]
Mit <code>sympy.pprint</code> (pretty print) lässt sich die Ausgabe etwas übersichtlicher darstellen.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
y = sympy.Function("f")(x)
dgl = x**2 + y**3
lsg = sympy.dsolve(dgl, y)
sympy.pprint(lsg)
Ausgabe:
⎡ _____ _____ ⎤
⎢ _____ 3 ╱ 2 3 ╱ 2 ⎥
⎢ 3 ╱ 2 ╲╱ -x ⋅(-1 - √3⋅ⅈ) ╲╱ -x ⋅(-1 + √3⋅ⅈ)⎥
⎢f(x) = ╲╱ -x , f(x) = ────────────────────, f(x) = ────────────────────⎥
⎣ 2 2 ⎦
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Python. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
=Laplace-Transformation=
Laplace-Transformation:
<math>F(s) =\mathcal{L} \left\{f\right\}(s) = \int_{0}^{\infty} f(t) \mathrm e^{-st} \,\mathrm{d}t, \qquad s\in\mathbb{C}
</math>
Inverse Laplace-Transformation:
<math>\mathcal{L}^{-1} \left\{F\right\}(t)
= \frac{1}{2 \pi \mathrm j} \int_{ \gamma - \mathrm j \infty}^{ \gamma + \mathrm j \infty} \mathrm e^{st} F(s)\,\mathrm ds
= \begin{cases}
f(t) & \text{für } t \geq 0 \\
0 & \text{für } t < 0
\end{cases}
</math>
Siehe auch [[Ing_Mathematik:_Laplace-Transformation]]
Code:
import sympy
from sympy.abc import t, s
# Laplace-Transformation der Funktion f(t) = 1 (Heaviside-Fkt.)
f = 1
# alternativ: f = sympy.Heaviside(t)
F = sympy.laplace_transform(f, t, s, noconds=True)
print("Laplace-Transformierte F(s):", F)
# Inverse Laplace-Transformation zurück in den Zeitbereich
f_inv = sympy.inverse_laplace_transform(F, s, t)
print("Inverse Transformation f(t):", f_inv)
Ausgabe:
Laplace-Transformierte F(s): 1/s
Inverse Transformation f(t): Heaviside(t)
Die Zeile
from sympy.abc import t, s
steht alternativ für
t = sympy.symbols("t")
s = sympy.symbols("s")
=Fourier-Reihen=
<math>
f(x)\approx \frac{a_{0}}{2}+\sum_{k=1}^{\infty}\left(a_{k}\cos\left(kx\right)+b_{k}\sin\left(kx\right)\right)
</math>
<math>
a_{k} = \frac{1}{\pi}\int_{-\pi}^{\pi}f(x)\cdot\cos\left(kx\right)\mathrm dx\quad\text{für }k\geq0
</math>
<math>
b_{k} = \frac{1}{\pi}\int_{-\pi}^{\pi}f(x)\cdot\sin\left(kx\right)\mathrm dx\quad\text{für }k\geq1
</math>
Für die Sägezahnfunktion <math>y=x;\, 0 < x < 2\pi</math> sei die Fourierreihe mit einem Python-Programm (unter Mithilfe von sympy) hergeleitet.
Code:
from sympy import fourier_series, pi, symbols, pprint
x = symbols('x')
f = x
s = fourier_series(f, (x, 0, 2*pi))
pprint(s.truncate(n=4))
Ausgabe:
2⋅sin(3⋅x)
-2⋅sin(x) - sin(2⋅x) - ────────── + π
3
Siehe auch [[Ing Mathematik: Fourierreihen]].
Ein komplizierteres Beispiel:
[[Datei:IngMath fourier bsp13.svg | 300px]]
<math>0\le t < T/2\text{:}\quad f(t) = H</math>
<math>T/2 \le t \le T\text{:}\quad f(t) = \frac{2H}{T}\left( t-\frac{T}{2}\right)</math>
Code:
import sympy as sp
H = sp.Symbol('H', positive=True)
T = sp.Symbol('T', positive=True)
t = sp.Symbol('t')
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T/2)),
(2*H/T*(t-T/2), (t > T/2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
Ausgabe:
⎛2⋅π⋅t⎞ ⎛4⋅π⋅t⎞ ⎛6⋅π⋅t⎞ ⎛2⋅π⋅t⎞ ⎛6⋅π⋅t⎞
H⋅sin⎜─────⎟ H⋅sin⎜─────⎟ H⋅sin⎜─────⎟ 2⋅H⋅cos⎜─────⎟ 2⋅H⋅cos⎜─────⎟
⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ 3⋅H
──────────── - ──────────── + ──────────── + ────────────── + ────────────── + ───
π 2⋅π 3⋅π 2 2 4
π 9⋅π
=Rechnen mit wirklich großen Zahlen=
Bekannt ist, dass Python kaum Einschränkungen beim Wertebereich von Ganzzahlen hat, z.B.
print(10**300)
Ausgabe (gekürzt):
100000000000000000000...00000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000
Ähnliches geht auch mit Gleitpunktzahlen, z.B. durch die Verwendung des Moduls mpmath:
import mpmath
print(mpmath.mpf(1500.4)**mpmath.mpf(300))
Ausgabe:
7.27975299218612e+952
Anderes Beispiel:
from mpmath import mp, pi
mp.dps = 100
print(pi)
Ausgabe:
3.141592653589793238462643383279502884197169399375105820974944592307816406286208998628034825342117068
mpmath kann noch einiges mehr, dazu sei aber auf die entsprechende Dokumentation auf der mpmath-Homepage verwiesen. mpmath ist Bestandteil von SymPy, kann aber auch separat installiert werden.
Aber auch Python selbst besitzt eine Möglichkeit, um mit großen bzw. exakten Gleitpunktzahlen zu rechnen, nämlich das interne Modul decimal. Dieses hat einige Vorteile gegenüber mpmath, aber auch gravierende Nachteile. Diese seien hier nicht detailliert aufgezählt. Grob gesagt hat decimal im Finanzwesen seine Berechtigung. Für wissenschaftliche Anwendungen wird aber mpmath vorzuziehen sein, da es u.a. vielfältige mathematische Funktionen bereit stellt. Nachfolgend ein einfaches Beispiel mit decimal:
import decimal
print("Potenzierung:", decimal.Decimal(1500.4) ** decimal.Decimal(300.0))
print("Einfache Addition:", 0.1 + 0.2)
decimal.getcontext().prec = 50
print("Addition mit decimal:", decimal.Decimal("0.1") + decimal.Decimal("0.2"))
Ausgabe:
Potenzierung: 7.279752992186121551039839134E+952
Einfache Addition: 0.30000000000000004
Addition mit decimal: 0.3
<u>Aufgabe:</u> Recherchieren Sie im Internet die genauen Vor- und Nachteile von decimal und mpmath. Verwenden Sie dazu auch KI (z.B. von Google, chatgpt).
=Regelungstechnische Aufgabenstellungen=
Für regelungstechnische Aufgaben gibt es u.a. das externe Paket <code>control</code>. Hier soll nicht detailliert darauf eingegangen werden. Anhand eines Beispiels soll anschließend nur die Visualisierung in Form eines Bode-Diagramms und der Sprungantwort gezeigt werden. Gegeben sei ein P-Regler mit <math>R = \frac{5}{2}</math> und eine Strecke <math>S= \frac{1}{30s^3+20s^2+10s+1,5}</math>. Gesucht sei vorerst ein Bode-Diagramm für den offenen Regelkreis und das Führungsverhalten.
import numpy as np
import control as ct
import matplotlib.pyplot as plt
zaehler1 = np.array([1.])
nenner1 = np.array([30., 20., 10., 1.5])
strecke = ct.tf(zaehler1, nenner1)
zaehler2 = np.array([5.])
nenner2 = np.array([2.])
regler = ct.tf(zaehler2, nenner2)
G0 = regler*strecke # oder: G0 = ct.series(regler, strecke)
Gw = ct.feedback(G0)
ct.bode_plot(G0, label='G0')
ct.bode_plot(Gw, label='Gw')
plt.show()
[[Datei:PythonIng_bode1.svg]]
Nun noch für obiges Beispiel die Sprungantwort. Diese zeigt einige große Überschwinger, d.h. der Regler kann sicher noch optimiert werden.
import numpy as np
import control as ct
import matplotlib.pyplot as plt
zaehler1 = np.array([1.])
nenner1 = np.array([30., 20., 10., 1.5])
strecke = ct.tf(zaehler1, nenner1)
zaehler2 = np.array([5.])
nenner2 = np.array([2.])
regler = ct.tf(zaehler2, nenner2)
G0 = regler*strecke
Gw = ct.feedback(G0)
t, y = ct.step_response(Gw)
plt.plot(t,y)
plt.title('Sprungantwort')
plt.xlabel('t')
plt.ylabel('h(t)')
plt.grid()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_bode3.svg]]
Einige weitere wichtige Daten (Phasenreserve, Amplitudenreserve, Durchtrittsfrequenz) lassen sich mittels der <code>control</code>-Funktion <code>margin()</code> ermitteln. Die Ortskurve lässt sich mit der Funktion <code>nyquist_plot()</code> zeichnen. Dies sei hier aber nicht weiter ausgeführt.
==Aufgaben==
* Zeichen Sie mit Python die Ortskurve für obiges Beispiel.
* Was passiert, wenn man die Reglerverstärkung weiter aufdreht (z.B. auf <math>R = \frac{25}{2}</math>)?
* Wie sehen das Bode-Diagramm und die Sprungantwort aus, wenn ein PI-Regler verwendet wird?
= Stereostatik etc. =
Das Modul SymPy bietet einige Möglichkeiten einfache Bauwerke zu berechnen, z.B. Balken oder Fachwerke. Nachfolgend wird ein einfaches Fachwerk berechnet und gezeichnet.
Python-Code:
from sympy.physics.continuum_mechanics.truss import Truss
t = Truss()
# Knoten
t.add_node(("A", -3, 0), ("B", 0, 0), ("C", 4, 0), ("D", 7, 0),
("E", 6, 1.5), ("F", 2, 3), ("G", -2, 1.5))
# Stäbe
t.add_member(("AB","A","B"), ("BC","B","C"), ("CD","C","D"))
t.add_member(("AG","A","G"), ("GB","G","B"), ("GF","G","F"))
t.add_member(("BF","B","F"), ("FC","F","C"), ("CE","C","E"))
t.add_member(("FE","F","E"), ("DE","D","E"))
# Auflager; roller ... Loslager, pinned ... Festlager
t.apply_support(("A","roller"), ("D","pinned"))
# Einwirkende Kräfte
t.apply_load(("G", 5, 270), ("E", 3, 90))
# Berechnung
t.solve()
print("Reaction Forces: ", t.reaction_loads)
print("Internal Forces: ", t.internal_forces)
# Fachwerk zeichnen
p = t.draw()
p.show()
Ausgabe auf der Konsole:
Reaction Forces: {'R_A_y': 4.20000000000000, 'R_D_x': 0, 'R_D_y': -2.20000000000000}
Internal Forces: {'AB': 2.80000000000000, 'BC': 0.333333333333333, 'CD': -1.46666666666667,
'AG': -5.04777178564958, 'GB': -2.05555555555556, 'GF': -1.23413387432364,
'BF': 0.411111111111111*sqrt(13), 'FC': -0.3*sqrt(13), 'CE': 1.50000000000000,
'FE': 0.284800124843917, 'DE': 2.64407093534026}
Zeichnung:
[[File:PythonIng_fachwerk1.svg|300px]]
Details zu diesem Thema siehe z.B. [https://docs.sympy.org/latest/modules/physics/continuum_mechanics/index.html Continuum Mechanics] oder [https://docs.sympy.org/latest/tutorials/physics/continuum_mechanics/index.html Continuum Mechanics Tutorials]. Auch andere mechanische Probleme werden von SymPy abgehandelt ([https://docs.sympy.org/latest/tutorials/physics/index.html Physics Tutorials]).
== Aufgabe ==
Gegeben sei ein einseitig eingespannter Kragträger. Belastet wird er durch eine Einzellast am Trägerende. Für die Daten siehe folgende ASCII-Skizze:
| 20 kN
//|---> x |
//| V
//|----------------------
//| 10 m |
Elastizitätsmodul E = 2,1*10⁵ N/mm²
Flächenträgheitsmoment I = 0.001 m⁴
Berechnen Sie die Auflagerreaktionen, den Querkraft- und Biegemomentenverlauf, sowie die Verformungen.
Stellen Sie dies mit Hilfe von SymPy graphisch und auch mittels Formeln dar. Verwenden Sie dazu auch pprint (pretty print) aus dem SymPy-Modul. Zwecks Lösungsansatz siehe die oben aufgeführte Seite "Continuum Mechanics Tutorials". Achten Sie auch auf die Einheiten! Kontrollieren Sie das Ganze mittels händischer Rechnung. In dem genannten Tutorial ist von "Singularity Functions" die Rede. Gemeint ist damit in diesem Kontext die {{W|Föppl-Klammer}}.
Einige Python-Programme, vorrangig zu Maschinenelementen, finden sich auf [https://baymp.de/download_python.html BayMP für Python] (Balken, Zahnräder, Stabknickung usw.).
=Thermodynamik=
== PYroMat ==
Für thermodynamische Aufgabenstellungen gibt es verschiedene externe Module. Eines davon ist PYroMat (siehe auch [http://pyromat.org]). Damit lassen sich thermodynamische Stoffdaten für viele Substanzen berechnen.
Beispiel (einige Stoffdaten für Wasser bei 400°C und 20 bar berechnen):
import pyromat as pm
# Wasserdaten laden:
H2O = pm.get('mp.H2O')
# Stoffdaten berechnen:
T = 673.15 # Temperatur in Kelvin
p = 20 # Druck in bar
v = H2O.v(T, p)
h = H2O.h(T, p)
s = H2O.s(T, p)
print(f"Spezifisches Volumen: {v} m³/kg")
print(f"Spezifische Enthalpie: {h} kJ/kg")
print(f"Spezifische Entropie: {s} kJ/(kg K)")
Ausgabe:
Spezifisches Volumen: [0.1512163] m³/kg
Spezifische Enthalpie: [3248.3789473] kJ/kg
Spezifische Entropie: [7.12924142] kJ/(kg K)
<small>
PYroMat muss vorab installiert werden (z.B. mittels pip, in eine virtuelle Umgebung)
</small>
<code>mp</code> steht für "multi phase". Für ein ideales Gas wäre <code>ig</code> zuständig, z.B. <code>'ig.O2'</code>.
Beispiel (T-s-Diagramm für Wasser zeichnen):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
import pyromat as pm
# Konfigurieren
pm.config["unit_pressure"] = "bar"
pm.config["unit_temperature"] = "K"
fluid = pm.get("mp.H2O")
# Temperaturbereich für das Nassdampfgebiet
T_tripel = 273.16
T_crit = 647.096
T = np.linspace(T_tripel, T_crit - 0.1, 200)
# Sättigungslinien berechnen und zeichnen
for x in np.linspace(0.0, 1.0, 5):
s = fluid.s(T=T, x=x)
if(x<=0.0):
plt.plot(s, T, label="Siedelinie x=%3.1f" % x, linewidth=2.0)
elif(x>=1.0):
plt.plot(s, T, label="Taulinie x=%3.1f" % x, linewidth=2.0)
else:
plt.plot(s, T, label="x=%3.1f" % x, linewidth=1.0)
# Isobaren zeichnen
p_values = [0.1, 1, 10, 50, 100]
T_isobar = np.linspace(T_tripel, 1000, 200)
t = 0.7
for p in p_values:
s_iso = fluid.s(T=T_isobar, p=p)
plt.plot(s_iso, T_isobar, 'k-', alpha=0.8, linewidth=0.8)
t += .05
idx = int(len(s_iso) * t)
plt.text(s_iso[idx], T_isobar[idx], f"{p} bar", fontsize=9, alpha=0.8)
# Diagramm zeichnen
plt.title("T-s-Diagramm für Wasser")
plt.xlabel("Spezifische Entropie s in kJ/kg K", fontsize=10)
plt.ylabel("Temperatur T in K", fontsize=10)
plt.legend(loc="best")
plt.grid(True)
plt.show()
Ausgabe (in etwa so):
[[Datei:T-s-Diagramm fuer Wasser.svg|400px]]
== CoolProp ==
Auch mit CoolProp können Stoffdaten berechnet werden. Siehe auch [https://coolprop.org/coolprop/wrappers/Python/index.html]
Beispiel (Wasser bei 20bar und 400°C):
import CoolProp.CoolProp as CP
fluid = 'Water'
T = 673.15 # Temperatur in Kelvin
P = 20e5 # Druck in Pascal
dichte = CP.PropsSI('D', 'T', T, 'P', P, fluid)
enthalpie = CP.PropsSI('H', 'T', T, 'P', P, fluid)
entropie = CP.PropsSI('S', 'T', T, 'P', P, fluid)
print(f"Spez. Volumen: {1/dichte:.6f} m³/kg")
print(f"Spez. Enthalpie: {enthalpie:.2f} J/kg")
print(f"Spez. Entropie: {entropie:.2f} J/kgK")
Ausgabe:
Spez. Volumen: 0.151215 m³/kg
Spez. Enthalpie: 3248344.02 J/kg
Spez. Entropie: 7129.16 J/kgK
== iapws ==
Um Werte für Wasser(dampf) zu erhalten (IAPWS; '''I'''nternational '''A'''ssociation for the '''P'''roperties of '''W'''ater and '''S'''team) gibt es die Bibliothek iapws. Siehe auch [https://iapws.org/] und [https://pypi.org/project/iapws/]
Beispiel (Wasser für 20bar und 400°C):
from iapws import IAPWS97
dampf = IAPWS97(P=2.0, T=673.15)
print(f"Spezifisches Volumen: {dampf.v:.6f} m³/kg")
print(f"Spezifische Enthalpie: {dampf.h:.2f} kJ/kg")
print(f"Spezifische Entropie: {dampf.s:.4f} kJ/(kgK)")
print(f"Phase: {dampf.phase}")
Ausgabe:
Spezifisches Volumen: 0.151208 m³/kg
Spezifische Enthalpie: 3248.23 kJ/kg
Spezifische Entropie: 7.1290 kJ/(kgK)
Phase: Gas
== TESPy ==
Ein anderes Modul für einen anderen Aufgabenzweck ist TESPy ('''T'''hermal '''E'''ngineering '''S'''ystems in '''Py'''thon). Dieses Modul ist für die Anlagensimulation zuständig. Für nähere Informationen siehe [https://tespy.readthedocs.io/en/main/getting_started/introduction.html]. Als Beipiel sei hier vorerst Code, der von der Google KI generiert wurde, angeführt. Der Code wurde überarbeitet, damit keine Warnungen auftreten. Bitte aber den Code trotzdem mit Vorsicht genießen, auch KI-generierter Code kann Fehler aufweisen. Eine Pumpe wird berechnet:
from tespy.components import Sink, Source, Pump
from tespy.connections import Connection
from tespy.networks import Network
# 1. Netzwerk definieren (Zentrales Steuerungselement)
# Wir wählen Wasser als Fluid und bar/Celsius als Einheiten
nw = Network(fluids=["water"])
nw.units.set_defaults(pressure="bar", pressure_difference="bar",
temperature="°C", enthalpy="kJ / kg")
# 2. Komponenten erstellen
eingang = Source("Wasserquelle")
ausgang = Sink("Wasserspeicher")
pumpe = Pump("Speisewasserpumpe")
# 3. Verbindungen definieren (Komponenten miteinander verknüpfen)
c1 = Connection(eingang, "out1", pumpe, "in1")
c2 = Connection(pumpe, "out1", ausgang, "in1")
# Verbindungen dem Netzwerk hinzufügen
nw.add_conns(c1, c2)
# 4. Randbedingungen und Parameter festlegen
# Zustand am Eingang (Druck, Temperatur, Massenstrom, Fluid-Zusammensetzung)
c1.set_attr(
v=1, # Massenstrom: 1 kg/s
T=20, # Temperatur: 20 °C
p=1, # Druck: 1 bar
fluid={"water": 1}, # 100% Wasser
)
# Zustand am Ausgang / Zielwerte der Pumpe
c2.set_attr(p=10) # Ziel-Druck nach der Pumpe: 10 bar
# Pumpeneigenschaften festlegen
pumpe.set_attr(eta_s=0.8) # Isentroper Wirkungsgrad von 80%
# 5. Simulation ausführen
nw.solve(mode="design")
# 6. Ergebnisse ausgeben
nw.print_results()
# Spezifische Werte direkt auslesen
print("\n--- Auswertung ---")
print(f"Erforderliche Pumpenleistung: {pumpe.P.val / 1000:.2f} kW")
print(f"Temperatur nach der Pumpe: {c2.T.val:.2f} °C")
Ausgabe (gekürzt):
iter | residual | progress | massflow | pressure | enthalpy | fluid | component
-------+------------+------------+------------+------------+------------+------------+------------
1 | 7.04e+04 | 12 % | 9.96e+02 | 0.00e+00 | 8.81e+04 | 0.00e+00 | 0.00e+00
2 | 5.91e-12 | 100 % | 1.11e-13 | 0.00e+00 | 7.39e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
3 | 5.80e-12 | 100 % | 0.00e+00 | 0.00e+00 | 7.25e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
4 | 5.80e-12 | 100 % | 0.00e+00 | 0.00e+00 | 7.25e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
Total iterations: 4, Calculation time: 0.01 s, Iterations per second: 480.85
##### RESULTS (Pump) #####
+-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------+
| | P | pr | dp | eta | eta_s | head |
|-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------|
| Speisewasserpumpe | 1.12e+06 | 1.00e+01 | -9.00e+00 | 8.00e-01 | 8.00e-01 | 9.19e+01 |
+-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------+
...
...
--- Auswertung ---
Erforderliche Pumpenleistung: 1124.77 kW
Temperatur nach der Pumpe: 20.07 °C
= Stochastik =
Die {{W|Stochastik}} ist ein sehr weites Feld. Hier werden etliche wichtige Themen kurz angerissen. Python stellt mit den Moduln math und statistics Software zu diesem Zwecke bereit. math und statistics sind bereits im Lieferumfang von Python enthalten. Aber auch mit den externen Modulen NumPy, SciPy, stochastic und pandas kann man Stochastik in Python betreiben. Die Theorie der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik soll etwas später in Band 5 dieser Buchreihe behandelt werden.
== Lageparameter ==
import statistics
werte = [1, 3, 4, 4, 1, 7, 9, 1, 2, 3]
m1 = statistics.mean(werte)
m2 = statistics.mode(werte)
m3 = statistics.median(werte)
print("Arithmetischer Mittelwert = ", m1)
print("Modalwert = ", m2)
print("Median = ", m3)
Ausgabe:
Arithmetischer Mittelwert = 3.5
Modalwert = 1
Median = 3.0
== Streuungsparameter ==
Beispiel (Berechnung der Standardabweichung):
import statistics
werte = [1, 3, 4, 4, 1, 7, 9, 1, 2, 3]
s = statistics.stdev(werte)
print("Standardabweichung = ", s)
Ausgabe:
Standardabweichung = 2.6770630673681683
Beispiel (Berechnung des Variationskoeffizienten V = Standardabweichung/Mittelwert)
import numpy as np
from scipy import stats
import statistics
k = 50
dat1 = [14, 21, 18, 25, 30, 17, 20]
dat = np.array(dat1)
# Mit SciPy
v = stats.variation(dat)
vddof = stats.variation(dat, ddof=1)
print("V SciPy: ", v)
print("V DDOF SciPy: ", vddof)
print(k*"-")
# mit NumPy
mittelwert1 = np.mean(dat)
std_abw1 = np.std(dat)
std_abw1ddof = np.std(dat, ddof=1)
v1= std_abw1 / mittelwert1
v1ddof = std_abw1ddof / mittelwert1
print("Mittelwert NumPy: ", mittelwert1)
print("Std.abw. NumPy: ", std_abw1)
print("Std.abw. DDOF NumPy: ", std_abw1ddof)
print("V NumPy: ", v1)
print("V DDOF NumPy: ", v1ddof)
print(k*"-")
# nur mit reinem Python
mittelwert2 = statistics.mean(dat1)
std_abw2 = statistics.stdev(dat1)
v2 = std_abw2 / mittelwert2
print("Mittelwert Python: ", mittelwert2)
print("Std.abw. Python: ", std_abw2)
print("V Python:", v2)
print(k*"-")
Ausgabe:
V SciPy: 0.23890355966467272
V DDOF SciPy: 0.25804533701889254
--------------------------------------------------
Mittelwert NumPy: 20.714285714285715
Std.abw. NumPy: 4.948716593053935
Std.abw. DDOF NumPy: 5.3452248382484875
V NumPy: 0.23890355966467272
V DDOF NumPy: 0.2580453370188925
--------------------------------------------------
Mittelwert Python: 20.714285714285715
Std.abw. Python: 5.3452248382484875
V Python: 0.2580453370188925
--------------------------------------------------
Der Unterschied bei der Standardabweichung zwischen reinem Python und den externen Bibliotheken SciPy und NumPy entsteht dadurch, dass einmal durch (n-1) und das andere Mal nur durch n dividiert wird. Dies kann bei NumPy und SciPy dadurch entschärft werden, indem <code>ddof=1</code> gesetzt wird. ddof steht für '''D'''elta '''D'''egrees '''o'''f '''F'''reedom.
== Kombinatorik ==
Beispiel:
import math
n = 7
k = 5
print("n! = ", math.factorial(n))
print("Kombinationen (n über k) = ", math.comb(n, k))
Ausgabe:
n! = 5040
Kombinationen (n über k) = 21
Siehe zu diesem Thema auch [[Ing Mathematik: Permutationen, Kombinationen, binomischer Lehrsatz]]. Die Anzahlen lassen sich einfach aus den dortigen Formeln ermitteln, z.B. bei Permutationen mit <math>n!</math> oder Variationen mit Wiederholungen als <math>n^k</math>. Will man die Kombinationen oder Variationen aber auch als Liste ausgeben, so kann das Modul <code>itertools</code> nützlich sein.
Beispiel (Variationen ohne Wiederholung):
from itertools import permutations
menge = ["A", "B", "C", "D"] # n = 4
k = 3
variationen = list(permutations(menge, k))
for v in variationen:
print("".join(v))
print(50*"-")
print(len(variationen))
Ausgabe (gekürzt):
ABC
ABD
ACB
...
DCA
DCB
--------------------------------------------------
24
Siehe zum Modul <code>itertools</code> auch die Website [https://docs.python.org/3/library/itertools.html].
* Variationen mit Wiederholung: <code>itertools.product()</code>
* Kombinationen ohne Wiederholung: <code>itertools.combinations()</code>
* Kombinationen mit Wiederholung: <code>itertools.combinations_with_replacement()</code>
== Zufallszahlen ==
Beispiel:
import random
# Ganzzahlige Zufallszahl von 1 bis 10
zufallszahl1 = random.randint(1, 10)
# Gleitpunktzahlen
# zwischen 0.0 und 1.0
zufallszahl2 = random.random()
# Zahl zwischen 1.5 und 9.5
zufallszahl3 = random.uniform(1.5, 9.5)
# aus Liste auswählen
farbe = ["Rot", "Grün", "Blau"]
zufallswert = random.choice(farbe)
print(zufallszahl1)
print(zufallszahl2)
print(zufallszahl3)
print(zufallswert)
Ausgabe, z.B.:
5
0.14147945849015753
6.894003397570905
Rot
Benötigt man mehrere Zufallszahlen, so ist das Modul <code>numpy</code> zu bevorzugen, z.B.:
* Normalverteilung: <code>np.random.normal(...)</code>
* Gleichverteilung: <code>np.random.uniform(...)</code>
== Histogramm ==
Zum Thema Histogramm siehe {{W|Histogramm}}.
Beispiel (mit Matplotlib):
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
daten = np.random.normal(loc=50, scale=10, size=1000)
plt.hist(daten, bins=25, edgecolor='darkgray')
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_histogramm.svg|300px]]
Beispiel (mit Seaborn):
import matplotlib.pyplot as plt
import seaborn as sns
import numpy as np
daten = np.random.normal(loc=50, scale=10, size=1000)
sns.set_theme(style="darkgrid")
sns.histplot(data=daten)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_histogramm2.svg|300px]]
Das Kürzel <code>sns</code> ist Konvention und steht für die fiktive Figur '''S'''amuel '''N'''orman '''S'''eaborn aus der US-Fernsehserie {{W|The West Wing – Im Zentrum der Macht | The West Wing}}.
== Box-Plot ==
[[File:Elements of a boxplot.svg|400px]]
Siehe auch {{W|Box-Plot}}.
Beispiel (mit Seaborn erstellt):
import seaborn as sns
import matplotlib.pyplot as plt
df = sns.load_dataset("tips")
sns.boxplot(data=df, x="day", y="tip", hue="day", legend=False)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_boxplot.svg|400px]]
Beispiel (mit Matplotlib erstellt):
import matplotlib.pyplot as plt
daten = [12, 15, 18, 19, 22, 25, 28, 30, 31, 35, 42, 55, 12, 25]
plt.boxplot(daten, patch_artist=True)
plt.title("Boxplot mit Matplotlib")
plt.ylabel("Daten")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_boxplot2.svg|300px]]
Um mehrere Box-Plots unterschiedlicher Farbe mit Matplotlib in einem Diagramm zu zeichnen, können Sie folgendermaßen vorgehen:
import matplotlib.pyplot as plt
daten = [[12, 15, 18, 19, 22, 25, 28, 30, 31, 35, 42, 55, 12, 25],
[10, 19, 20, 21, 20, 30, 19, 40, 11, 17, 19, 21]]
farben = ["green", "blue"]
boxplot = plt.boxplot(daten, patch_artist=True)
for patch, farbe in zip(boxplot['boxes'], farben):
patch.set_facecolor(farbe)
plt.title("Boxplot mit Matplotlib")
plt.ylabel("Daten")
plt.show()
== Regressionsrechnung ==
Beispiel:
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
# Messpunkte
x = np.array([1, 3, 5, 6, 8, 10, 20])
y = np.array([3, 4, 5, 5, 7, 9, 11])
# Regressionskurve (Grad 1 = lineare Regression, 2 = Polynom-Regression 2. Gr.)
# y = kx + d
k, d = np.polyfit(x, y, deg=1)
# y = ax**2 + bx + c
a, b, c = np.polyfit(x, y, deg=2)
x_l = np.linspace(1, 20, 100)
y_p = a * x_l**2 + b * x_l + c
# Zeichnen
plt.scatter(x, y, color='green', label='Messpunkte')
plt.plot(x, k*x + d, color='blue', label='Regressionsgerade')
plt.plot(x_l, y_p, color='red', label='Regressionspolynom 2. Gr.')
plt.xlabel('x')
plt.ylabel('y')
plt.grid()
plt.axis("equal")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_regression.svg|400px]]
== Korrelationsrechnung ==
Beispiel:
import pandas as pd
import matplotlib.pyplot as plt
# Messdaten
x = [1, 3, 4, 5, 6]
y = [2, 4, 6, 8, 5]
daten = {'X': x, 'Y': y}
df = pd.DataFrame(daten)
# Korrelation
korr = df['X'].corr(df['Y'])
print(f"Korrelationskoeff.: {korr}")
# Messpunkte zeichnen
plt.scatter(x, y, color='green', label='Messpunkte')
plt.grid()
plt.axis("equal")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
Korrelationskoeff.: 0.7556096518348252
[[Datei:IngMath_korrelation.svg|300px]]
== Mengen und Venn-Diagramme ==
Beispiel:
import matplotlib.pyplot as plt
from matplotlib_venn import venn2
menge_a = {1, 2, 3, 4, 5, 6}
menge_b = {4, 5, 6, 7, 8}
vereinigung = menge_a | menge_b
schnitt = menge_a & menge_b
print("Vereinigungsmenge = ", vereinigung)
print("Schnittmenge = ", schnitt)
venn2([menge_a, menge_b], set_labels=('Menge A', 'Menge B'))
plt.show()
Ausgabe:
Vereinigungsmenge = {1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8}
Schnittmenge = {4, 5, 6}
[[Datei:IngMath_venn.svg|300px]]
Siehe auch {{W|Mengendiagramm#Venn-Diagramme}}.
== Verteilungs- und Dichtefunktion ==
* CDF ... '''C'''umulative '''D'''istribution '''F'''unction, Verteilungsfunktion
* PDF ... '''P'''robability '''D'''ensity '''F'''unction, Dichtefunktion
Beispiel (Normalverteilung):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
from scipy.stats import norm
my, sigma = 0, 1
x = np.linspace(-4, 4, 50)
pdf = norm.pdf(x, my, sigma)
cdf = norm.cdf(x, my, sigma)
plt.plot(x, pdf, lw=2, label="Dichtefunktion")
plt.plot(x, cdf, lw=2, label="Verteilungsfunktion")
plt.legend()
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_cdf_pdf.svg|300px]]
Beispiel (<math>\chi^2</math>-Verteilung):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
import scipy.stats as stats
x = np.linspace(0, 20, 500)
# df ... degree of freedom, Freiheitsgrad
pdf = (stats.chi2.pdf(x, df=2), stats.chi2.pdf(x, df=5), stats.chi2.pdf(x, df=10))
for i in range(0,3):
if(i==0):
lab = "Freiheitsgrad 2"
elif(i==1):
lab = "Freiheitsgrad 5"
else:
lab = "Freiheitsgrad 10"
plt.plot(x, pdf[i], label=lab, lw=2)
plt.grid()
plt.legend()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_chi2.svg | 300px]]
== Schätzen und Testen ==
=== Intervallschätzung ===
Als Beispiel seien Daten gegeben, die von ''Dürr, Mayer: Wahrscheinlichkeitsrechnung und Schließende Statistik; 7. Aufl., Hanser, 2014, Seite 137'' stammen. Und zwar soll das 95%-Vertrauensintervall für den Mittelwert des Kaloriengehalts (kcal/100g) von Hähnchen ermittelt werden. Wir wollen das mit Python inkl. NumPy und SciPy durchführen. Die Stichprobe ist groß (50 Hähnchen):
Python-Code:
import numpy as np
import scipy.stats as stats
# Stichprobe
daten = [309, 202, 234, 252, 240, 225, 241, 212, 118, 191,
236, 204, 213, 220, 219, 218, 195, 159, 195, 206,
207, 232, 215, 210, 204, 332, 241, 225, 235, 193,
238, 187, 189, 203, 190, 252, 227, 212, 180, 178,
242, 236, 174, 240, 195, 223, 213, 209, 200, 203]
# Parameter definieren
konfidenzniveau = 0.95
mean = np.mean(daten)
std = np.std(daten, ddof=1)
stdfehler = stats.sem(daten)
intervall = stats.norm.interval(confidence=konfidenzniveau, loc=mean, scale=stdfehler)
print(f"Mittelwert: {mean}")
print(f"Standardabweichung: {std}")
print(f"Konfidenzintervall: {intervall}")
Ausgabe:
Mittelwert: 215.48
Standardabweichung: 33.14238915925757
Konfidenzintervall: (np.float64(206.29356722321992), np.float64(224.66643277678006))
Diese Werte stimmen gerundet mit denen im genannten Buch überein. Zum Code selbst:
* sem steht für '''s'''tandard '''e'''rror of the '''m'''ean.
* <code>scipy.stats.norm</code> ... Modul für die Normalverteilung.
=== Punktschätzung ===
Gleiche Daten wie oben bei der Intervallschätzung.
Python-Code:
import numpy as np
from scipy import stats
daten = [309, 202, 234, 252, 240, 225, 241, 212, 118, 191,
236, 204, 213, 220, 219, 218, 195, 159, 195, 206,
207, 232, 215, 210, 204, 332, 241, 225, 235, 193,
238, 187, 189, 203, 190, 252, 227, 212, 180, 178,
242, 236, 174, 240, 195, 223, 213, 209, 200, 203
]
mu_hat, sigma_hat = stats.norm.fit(daten)
print(f"Schätzer für den Erwartungswert (μ): {mu_hat:.4f}")
print(f"Schätzer für die Standardabweichung (σ): {sigma_hat:.4f}")
Ausgabe:
Schätzer für den Erwartungswert (μ): 215.4800
Schätzer für die Standardabweichung (σ): 32.8093
=== Hypothesentests ===
Beispiel:
import numpy as np
import scipy.stats as stats
x_quer = 12.075 # Stichproben-Mittelwert
var = 0.069 # Stichproben-Varianz
n = 90 # Stichprobengröße
my_0 = 12.0 # Nullhypothese
alpha = 0.05 # Signifikanzniveau
z_stat = (x_quer - my_0) / np.sqrt(var / n)
p_val = 2 * (1 - stats.norm.cdf(np.abs(z_stat)))
print(f"Z-Statistik: {z_stat:.4f}")
if p_val < alpha:
print(f"p-Wert: {p_val:.6f} < alpha:", alpha)
print("Die Nullhypothese wird verworfen.")
else:
print(f"p-Wert: {p_val:.6f} > alpha:", alpha)
print("Die Nullhypothese wird nicht verworfen.")
Ausgabe:
Z-Statistik: 2.7087
p-Wert: 0.006755 < alpha: 0.05
Die Nullhypothese wird verworfen.
== Statistische Qualitätskontrolle ==
Beispiel (Mittelwertkarte):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
# Gegeben
sollwert = 50.0
varianz = 4.0
stichproben_umfang = 1
daten = [49.5, 50.2, 53.0, 48.1, 52.6, 53.4, 49.8]
# Berechnung
standardabweichung = np.sqrt(varianz)
streuung = standardabweichung / np.sqrt(stichproben_umfang)
cl = sollwert
ucl = cl + 3 * streuung
lcl = cl - 3 * streuung
# Darstellung
plt.plot(daten, marker='o', linestyle='-', color='b', label='Messdaten')
plt.axhline(cl, color='green', linestyle='-', label=f'CL: {cl}')
plt.axhline(ucl, color='red', linestyle='--', label=f'UCL: {ucl:.2f}')
plt.axhline(lcl, color='red', linestyle='--', label=f'LCL: {lcl:.2f}')
plt.title('Mittelwertkarte')
plt.xlabel('Stichprobe')
plt.ylabel('Wert')
plt.legend(loc='lower left')
plt.grid(True)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_mittelwertkarte.svg|300px]]
Siehe auch {{W|Shewhart-Regelkarte}} und {{W|Qualitätsregelkarte}}.
* UCL ... '''U'''pper '''C'''ontrol '''Limit''', Obere Eingriffsgrenze
* LCL ... '''L'''ower '''C'''ontrol '''Limit''', Untere Eingriffsgrenze
* CL ... '''C'''enter '''L'''ine, Mittellinie
= Ein- und Ausgabe =
== print ==
Die Anweisung print haben wir schon oft verwendet. Hier soll anhand von Beispielen kurz beschrieben werden, was der Befehl print leisten kann.
print("Hallo", "Welt", 1, sep="-")
print("Hallo", end=" ")
print("Welt")
Ausgabe:
Hallo-Welt-1
Hallo Welt
== input ==
a = int(input("Zahl 1: "))
b = int(input("Zahl 2: "))
print("a + b = ", a+b)
Ausgabe (nach Eingabe der beiden Ganzzahlen):
Zahl 1: 4
Zahl 2: 5
a + b = 9
== Aus Dateien lesen ==
Es seinen die datei.txt
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
und test1.py
dat = open("datei.txt", mode = "r")
print(dat.read())
dat.close()
Ausgabe
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
Mit dem open()-Befehl wird die Datei datei.txt im Lesemodus geöffnet (r ... read). Mit dem read()-Befehl wird die Datei eingelesen und mittels print ausgegeben.
== In Dateien schreiben ==
dat = open("datei.txt", mode = "a", encoding = "utf-8")
dat.write("Hänge Zeile an\n")
dat.close()
Die Datei datei.txt sieht nach Abarbeitung des obigen Skripts nun so aus
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
Hänge Zeile an
Es wird die Datei im Schreibmodus geöffnet (a ... append (anhängend), w ... write (überschreibend)).
write() fügt hier also eine Zeile Text am Dateiende ein. close() schließt die Datei wieder.
Das close() kann man sich mit der with-Anweisung auch sparen.
with open("datei.txt", mode="a", encoding="utf-8") as dat:
dat.write("Hänge Zeile an\n")
= Benutzeroberflächen erstellen =
== tkinter ==
{{Wikipedia | Tkinter}}
Python bietet standardmäßig das Modul tkinter zur Programmierung von Benutzeroberflächen. Es müssen also bei der Verwendung von tkinter keine externen Module installiert werden. Hier wird eine (sehr) kurze Einführung in das Erstellen von grafischen Oberflächen mittels tkinter gegeben.
import tkinter as tk
win = tk.Tk()
win.title("Hallo Welt!")
win.minsize(300, 50)
but = tk.Button(win, text = "Push the button")
but.pack()
win.mainloop()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_gui1.jpg]]
Ein etwas komplizierteres Beispiel sei nachfolgend gezeigt. Es sollen zwei Strings miteinander verknüpft und ausgegeben werden.
import tkinter as tk
win = tk.Tk()
win.title("Hallo Welt!")
def on_button_clicked():
str = ent1.get() + ent2.get()
lab2["text"] = str
ent1 = tk.Entry(win)
ent2 = tk.Entry(win)
lab1 = tk.Label(win, text="verknuepfen mit")
lab2 = tk.Label(win, text="")
but = tk.Button(win, text = "=", command=on_button_clicked)
ent1.pack(side="left")
lab1.pack(side="left")
ent2.pack(side="left")
but.pack(side="left")
ent2.pack(side="left")
lab2.pack(side="left")
win.mainloop()
Ausgabe (vor der Eingabe der Teilstrings):
[[Datei:PythonIng_gui2.jpg]]
Ausgabe (nach der Eingabe der Teilstrings und dem Drücken des =-Buttons):
[[Datei:PythonIng_gui3.jpg]]
== curses ==
{{Wikipedia | curses}}
Mit dem curses-Modul lassen sich u.a. TUIs ('''T'''ext '''U'''ser '''I'''nterfaces) erstellen. Ein sehr einfaches Beispiel zur allgemeinen Funktionsweise wird nachstehend geliefert.
import curses
stdscr = curses.initscr()
curses.start_color()
curses.init_pair(1, curses.COLOR_RED, curses.COLOR_WHITE)
stdscr.clear()
stdscr.addstr("Hallo Welt", curses.color_pair(1))
stdscr.refresh()
stdscr.getch()
curses.endwin()
Als Ausgabe sollte <span style="color:#FF0000;">Hallo Welt</span> (rote Schrift auf weißem Hintergrund) auf dem Terminal/der Konsole erscheinen. Getestet wurde dies mit openSUSE Tumbleweed, Python-Version 3.13.12. Das entsprechende Python-curses-Package muss installiert sein.
Allgemeine Informationen zur Terminal-/Konsolengröße und Cursorposition liefert folgendes Programm:
import curses
stdscr = curses.initscr()
stdscr.addstr(3, 5, "LINES: %d" % curses.LINES)
stdscr.addstr(4, 5, "COLS: %d" % curses.COLS)
(y,x) = stdscr.getyx()
stdscr.addstr(5, 5, "Momentane Cursorposition: [%d, %d]" % (y, x))
(y,x) = stdscr.getbegyx()
stdscr.addstr(6, 5, "Koordinatenursprung: [%d, %d]" % (y, x))
(y,x) = stdscr.getmaxyx()
stdscr.addstr(7, 5, "Fenstergröße: [%d, %d]" % (y, x))
stdscr.addstr(11, 2, "Taste drücken -> Ende")
stdscr.refresh()
stdscr.getch()
curses.endwin()
Es sollte sich in etwa folgende Ausgabe ergeben:
LINES: 44
COLS: 110
Momentane Cursorposition: [4, 15]
Koordinatenursprung: [0, 0]
Fenstergröße: [44, 110]
Taste drücken -> Ende
Zur Funktionsweise von curses siehe auch das Wikibook [[ncurses]]. Zum Verständnis sind dort allerdings elementare Kenntnisse in der Programmiersprache C erforderlich.
== Qt ==
{{Wikipedia | Qt (Bibliothek)}}
Auch für das Qt-Framework gibt es eine Anbindung an Python. Nachfolgend ein einfaches Beispiel.
import sys
from PySide6.QtWidgets import QApplication, QLabel
app = QApplication(sys.argv)
label = QLabel("Hallo Welt!")
label.show()
sys.exit(app.exec())
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_gui10.png]]
== Gtk ==
{{Wikipedia | GTK (Programmbibliothek)}}
Eine idente Ausgabe, wie oben für Qt gezeigt, erzeugt z.B. folgendes Gtk-Programm:
import gi
gi.require_version("Gtk", "4.0")
from gi.repository import Gtk
def on_activate(app):
win = Gtk.ApplicationWindow(application=app)
lab = Gtk.Label(label="Hallo Welt!")
win.set_child(lab)
win.present()
app = Gtk.Application()
app.connect('activate', on_activate)
app.run(None)
Auch für die Benutzung von Qt und Gtk müssen die jeweiligen Packages installiert sein. Getestet wurden die entsprechenden Python-Programme nur unter openSUSE Tumbleweed. Wie das GTK-Paket unter MS Windows 11 installiert wird, siehe z.B. [https://www.gtk.org/docs/installations/windows Setting up GTK for Windows].
Damit sei aber das Thema "Benutzeroberflächen erstellen" hier abgeschlossen, da dies schon ein sehr spezielles Aufgabengebiet ist, das eher Informatiker und nicht so sehr Ingenieure anspricht. Bei Bedarf siehe aber ggf. die entsprechenden Links unten in diesem Tutorial. Dort sind weiterführende Informationen zu finden.
= Style Guide, flake8, pylint, Black etc. =
== Style Guide ==
Wie man schönen und richtigen Python-Code schreibt, erfahren Sie in
* [https://peps.python.org/pep-0008/ PEP 8 – Style Guide for Python Code]
== Formatter und Linter ==
Ein Modul, das prüft, ob die Richtlinien im Style Guide eingehalten wurden, ist ''flake8'':
* [https://flake8.pycqa.org/en/latest/ Flake8: Your Tool For Style Guide Enforcement]
Code formatieren kann man auch mit [https://pypi.org/project/black/ Black]. Z.B. übersetzt <code>black test1.py</code> die Datei <code>test1.py</code>
import sympy as sp
H = sp.Symbol("H", positive=True)
T = sp.Symbol("T", positive=True)
t = sp.Symbol("t")
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T / 2)),
(2 * H / T * (t - T / 2), (t > T / 2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
in
import sympy as sp
H = sp.Symbol("H", positive=True)
T = sp.Symbol("T", positive=True)
t = sp.Symbol("t")
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T / 2)), (2 * H / T * (t - T / 2), (t > T / 2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
Die Programmausgabe ist
reformatted test1.py
All done! ✨ 🍰 ✨
1 file reformatted.
Der Unterschied zwischen Black und Flake8:
* Black ist ein Code-Formatter. Er formatiert Ihren Code um, sodass er im Einklang mit PEP 8 steht.
* Flake8 ist ein {{W|Lint (Programmierwerkzeug) | Code-Linter}}. Flake8 verändert Ihren Code nicht, sondern durchsucht ihn nach potenziellen Fehlern etc.
Am obigen Beispiel sieht man auch, dass flake8 und Black nicht immer einer Meinung sind. Flake8 (<code>flake8 test1.py</code>) würde standardmäßig den mit Black formatierten Code bemängeln:
test1.py:8:80: E501 line too long (80 > 79 characters)
Diese Diskrepanz kann beseitigt werden. Da 79 Zeichen auf modernen Bildschirmen meist als zu kurz empfunden werden, ist ein Limit von 88 Zeichen (Black-Standard) oder mehr empfehlenswert. Um dies zu implementieren, erstellen Sie in Ihrem Projektverzeichnis eine <code>.flake8</code>-Datei mit dem Inhalt
[flake8]
max-line-length = 88
Und schon ignoriert Flake8 dieses Problem.
Ein anderer Linter ist pylint. Der würde beim Abarbeiten des obigen Beispiels, z.B. mit <code>pylint test1.py</code> noch eine Kleinigkeit bemängeln:
************* Module test1
/home/hr/tmp/test1.py:1:0: C0114: Missing module docstring (missing-module-docstring)
------------------------------------------------------------------
Your code has been rated at 8.57/10 (previous run: 8.57/10, +0.00)
Auch pylint muss vor der ersten Verwendung installiert werden (z.B. mittels pip, virtuelle Umgebung, YaST). Die Dokumentation zu pylint findet sich auf [https://pylint.readthedocs.io/en/latest/].
<u>Aufgabe:</u> Fügen Sie einen "module docstring" in die <code>test1.py</code>-Datei ein und testen Sie erneut mit flake8, Black und pylint. <small>Sehen Sie zum Thema docstrings auch [https://peps.python.org/pep-0257/#what-is-a-docstring PEP 257 – Docstring Conventions].</small>
Es gibt noch weitere Formatierungswerkzeuge für Python-Code. Z.B. [https://docs.astral.sh/ruff/ Ruff], ein moderner Code-Formatter und -Linter. Mittels <code>ruff check test1.py</code> würde obiger Code geprüft (Linter). <code>ruff format test1.py</code> formatiert den Code (Formatter).
== Type Checker ==
"Type Checker" sind z.B.
* mypy
* pyright
* ty
Diese prüfen die Datentypen, z.B. in folgendem Code
def greetings(name: str) -> str:
return "Hello, %s" % name
print(greetings(42))
Python selbst, flake8, ruff oder black würden diesen Code ohne zu Murren akzeptieren. "Type Checker" würden aber sehr wohl Alarm schlagen, z.B. liefert <code>mypy</code> folgende Ausgabe
test1.py:5: error: Argument 1 to "greetings" has incompatible type "int"; expected "str" [arg-type]
Found 1 error in 1 file (checked 1 source file)
== Sonstige Tools ==
Andere Tools für die {{W|Statische Code-Analyse|statische Codeanalyse}}, die aber für Ingenieure weniger interessant sein dürften, sind z.B.
* Radon: Liefert verschiedene {{W|Softwaremetrik|Codemetriken}} (Komplexität, Wartbarkeitsindex ...)
* Bandit: Findet Sicherheitslücken
Tools für die {{W|Dynamisches Software-Testverfahren|dynamische Codeanalyse}}, z.B.:
* DynaPyt (Framework zur dynamischen Programmanalyse)
* cProfile (Profiler)
* Memory Profiler (Speicheranalyse)
* Memray (Speicheranalyse)
* tracemalloc (Speicheranalyse)
Paket- und Projektmanagement (pip-Ersatz etc.):
* uv
* Poetry
* Conda
* pipx
= Einige Integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs)=
Werden Programmtexte größer und umfangreicher, so ist das Arbeiten mit der interaktiven Programmierumgebung bzw. das direkte Ausführen von Python-Skripten mühsam. Man wünscht sich z.B. Hilfen zum Debuggen oder die automatische Code-Vervollständigung. Zu diesem Zweck wurden IDEs (Integrated Development Environments) geschaffen. Von diesen seinen nachfolgend auszugsweise einige kurz beschrieben. Testen Sie einfach aus, welche davon für Sie bzw. für Ihr Python-Projekt geeignet sind.
== IDLE ==
IDLE ist die mit dem Python-Programmpaket mitgelieferte IDE. Der Name leitet sich einerseits ab vom Monty-Python-Mitglied Eric Idle, andererseits steht es als Abkürzung für "'''I'''ntegrated '''D'''evelopment and '''L'''earning '''E'''nvironment. IDLE ist einfach zu bedienen, bietet aber schon einen beachtlichen Leistungsumfang. Nachfolgend wird ein Screenshot zu IDLE geliefert. Rechts ist das Editor-Fenster zu sehen, links die interaktive Programmierumgebung. Um das Beispiel selbst nachvollziehen zu können, starten Sie IDLE. Das geht ähnlich, wie Sie die interaktive Programmierumgebung von Python starten (nur, dass Sie eben das IDLE-Icon doppelklicken und nicht das Python-Icon. Unter Linux geben Sie einfach in einem Terminal <code>idle3.13</code> o. Ä. ein). Weiter geht es mit "File - Open - ...". Die auszuführende Datei auswählen (im konkreten Fall ein "Hallo-Welt"-Programm). Es erscheint das rechte Fenster. Dort "Run - Run Module" auswählen. Und schon wird im linken Fenster "Hallo Welt!" ausgegeben.
[[Datei:PythonIng_idle1.jpg | 600px]]
Siehe auch {{W|IDLE}}.
== PyCharm ==
PyCharm ist ein kommerzielles Produkt. Es gab aber auch eine kostenlose Community Edition. Seit 2025 sind beide Varianten vereint. Für die ersten 30 Tage sind die Pro-Funktionen frei verfügbar, danach nur noch die Kernfunktionalitäten (oder man bezieht kostenpflichtig die Pro-Version). Zu beziehen ist PyCharm unter dem Weblink [https://www.jetbrains.com/pycharm/]. Nachfolgend ein etwas abgewandeltes "Hallo Welt"-Programm, editiert und ausgeführt mit PyCharm.
[[Datei:PyCharm_IDE_2023_screenshot.png | 600px]]
Siehe auch {{W|PyCharm}}.
== Eric ==
Auch eric ist Open Source und steht unter der GNU General Public License Version 3 oder später. Zu beziehen ist diese Software unter [https://eric-ide.python-projects.org/].
[[Datei:Screenshot_Eric_4.png | 600px]]
Siehe auch {{W|eric (Software)}}.
<small>
Unter openSUSE Tumbleweed sollte sich eric auch mit YaST installieren lassen. Bei mir gibt es aber dann beim Ausführen des eric-Programms eine Fehlermeldung (Stand März 2026):
...
ModuleNotFoundError: No module named 'PyQt6.QtPdfWidgets'
Umgehen kann man dieses Problem aber wieder mit dem Erstellen einer virtuellen Umgebung, in etwa so
python3.13 -m venv ~/tmp/venv1
cd ~/tmp/venv1/bin
./python3.13 -m pip install --upgrade --prefer-binary eric-ide
./eric7_ide
</small>
== PyScripter ==
Vom Funktionsumfang vergleichbar mit den vorherigen IDEs ist PyScripter. Auch PyScripter ist Open Source. Die Projekt-Homepage findet sich auf [https://sourceforge.net/projects/pyscripter/]. PyScripter ist nur für MS Windows verfügbar.
[[Datei:PythonIng_pyscripter1.jpg | 600px]]
== Spyder IDE ==
Spyder enthält bereits eine stabile Python-Version und etliche Module (z.B. matplotlib, numpy, control). Ansonsten kann dieses Softwarepaket vom Funktionsumfang her mit den anderen genannten IDEs locker mithalten. Spyder wurde unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Diese Software findet sich auf [https://www.spyder-ide.org].
[[Datei:Spyder-windows-screenshot.png | 600px]]
Siehe auch {{W|Spyder (Software)}}
== Sonstige ==
Die genannten IDEs sind nicht die Einzigen. Es gibt, um dem Image Pythons als beliebteste Programmiersprache gerecht zu werden, noch einige andere. Sowohl Open Source-Programme als auch kommerzielle Programme sind im Web zu finden, z.B. Thonny oder {{W|Visual Studio Code}}. Braucht man den Umfang von ausgewachsenen IDEs nicht, so kann man auch normale Texteditoren verwenden (z.B. {{W|Geany}} oder {{W|Kate_(Texteditor)|Kate}}).
= Debuggen und Testen =
Das Debuggen und Testen von Programmen sind wichtige Bestandteile der Programmierung. Syntaxfehler lassen sich i.A. leicht beheben. Schwieriger ist das Eingrenzen von logischen Fehlern, die ev. nur in bestimmten Situationen auftreten und keine explizite Fehlermeldung hervorrufen. Das Programm liefert falsche Ergebnisse oder es stürzt aus heiterem Himmel ab. Um das zu verhindern gibt es verschiedene Werkzeuge, die bei der Fehlersuche behilflich sein können. Vorerst siehe aber zwecks Begriffsklärung noch folgende Links:
* {{W|Debuggen}}
* {{W|Debugger}}
* {{W|Softwaretest}}
<gallery>
First Computer Bug, 1947.jpg
Test ganzheitlich.png
V-Modell.svg
</gallery>
== Das Modul pdb ==
Python bringt schon ein Modul zum Debuggen mit. Siehe z.B. [https://docs.python.org/3/library/pdb.html pdb — The Python Debugger].
Komfortabler lässt sich das aber mittels Integrierter Entwicklungsumgebungen (IDEs) angehen.
== Debuggen mit IDEs ==
Für die IDEs IDLE und Spyder sei kurz auf die entsprechenden Webseiten verwiesen:
* [https://www.cs.uky.edu/~keen/help/debug-tutorial/debug.html Debugging under IDLE].
* [https://docs.spyder-ide.org/current/panes/debugging.html Spyder Debugger]
Dort wird die Vorgehensweise auch mittels Screenshots erläutert.
== assert ==
assert ... behaupten, zusichern ({{W|Assertion (Informatik)}})
Python-Code:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10., 0.)
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1(10., 0.)
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 4, in print1
assert y != 0.0
^^^^^^^^
AssertionError
Python-Code:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1("10.", "5.")
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1("10.", "5.")
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 2, in print1
assert type(x) == float
^^^^^^^^^^^^^^^^
AssertionError
Aber auch bei nachfolgendem Code gibt es eine Fehlermeldung:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10, 5)
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1(10, 5)
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 2, in print1
assert type(x) == float
^^^^^^^^^^^^^^^^
AssertionError
Damit letzteres funktioniert, kann man den Programmcode so umschreiben:
def print1(x, y):
assert type(x) == float or type(x) == int
assert type(y) == float or type(y) == int
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10, 5)
Ausgabe:
2.0
2.0
Und jetzt fangen wir den <code>AssertionError</code> auf:
def print1(x, y):
try:
assert type(x) == float or type(x) == int
assert type(y) == float or type(y) == int
assert y != 0.0
print(x/y)
except(AssertionError):
print("Hallo")
print1(10., 5.)
print1("10.", "5.")
Ausgabe:
2.0
Hallo
Ich hoffe, es ist wenigstens im Ansatz klar geworden, wofür <code>assert</code> gut sein kann. Ausschalten kann man die <code>assert</code>-Überprüfung übrigens mit dem Python-Schalter <code>-O</code>.
== Doctests ==
Innerhalb eines Docstrings kann die Arbeit im interaktiven Modus simuliert werden. Nach den Promptzeichen (>>>) erfolgen dann bei unserem Beispiel innerhalb des Docstrings simulierte Aufrufe der Funktion <code>print1()</code>. Danach folgen jeweils die Sollresultate. Wird das Modul oder die Datei als Hauptprogramm aufgerufen, so wird die Funktion <code>doctest.testmode()</code> aufgerufen und ein Bericht auf der Konsole ausgegeben. Wird das Modul nicht als Hauptprogramm aufgerufen, sondern importiert, dann wird diese <code>testmod</code>-Funktion nicht aufgerufen. D.h. dieser Code kann sowohl für Testzwecke als auch für den produktiven Einsatz verwendet werden. Das ist auch sinnvoll, weil wenn man Teile der Datei immer löschen bzw. einfügen müsste, so würden sich Fehlerquellen auftun. Das würde den Sinn und Zweck von Doctests konterkarieren.
def print1(x=0., y=1.):
""" Dividiere zwei Zahlen
Autor: Intruder
Datum: 12.08.2025
>>> print1(2., 1.)
2.0
>>> print1(5., 2.)
2.5
>>> print1(5.)
5.0
"""
print(x/y)
if __name__ == "__main__":
import doctest
doctest.testmod(verbose=True)
Ausgabe:
Trying:
print1(2., 1.)
Expecting:
2.0
ok
Trying:
print1(5., 2)
Expecting:
2.5
ok
Trying:
print1(5.)
Expecting:
5.0
ok
1 items had no tests:
__main__
1 items passed all tests:
3 tests in __main__.print1
3 tests in 2 items.
3 passed and 0 failed.
Test passed.
Das gezeigte Beispiel ist so ziemlich das einfachste, das es gibt. Für weiterführende Details siehe z.B.:
* [https://peps.python.org/pep-0257/ PEP 257 – Docstring Conventions]
* [https://docs.python.org/3/library/doctest.html doctest — Test interactive Python examples]
== pytest ==
Siehe zu diesem Thema auch {{W|Modultest}}.
pytest ist ein externes Modul und muss vorab installiert werden, z.B. mittels
pip install -U pytest
pip install -U pytest-html
Python-Code, Datei test1.py:
def add(x, y):
return x + y
def test_answer():
assert add(1, 1) == 3
Starten von pytest in der Konsole:
pytest test1.py
Ausgabe:
==================================================== test session starts ====================================================
platform linux -- Python 3.12.11, pytest-8.4.1, pluggy-1.6.0
rootdir: /home/hr/Develop
plugins: anyio-4.10.0, metadata-3.1.1, html-4.1.1
collected 1 item
test1.py F [100%]
========================================================= FAILURES ==========================================================
________________________________________________________ test_answer ________________________________________________________
def test_answer():
> assert add(1, 1) == 3
E assert 2 == 3
E + where 2 = add(1, 1)
test1.py:6: AssertionError
================================================== short test summary info ==================================================
FAILED test1.py::test_answer - assert 2 == 3
===================================================== 1 failed in 0.09s =====================================================
Hier erhalten wir einen Fehler, da 1+1 eindeutig ungleich 3 ist. Aber aus irgendeinem Grund wollte der Programmierer oder Tester in diesem Fall, dass dies so ist. Testfälle werden übrigens mit dem Präfix <code>test_</code> eingeleitet.
Python-Code:
def add(x, y):
return x + y + 1
def test_answer():
assert add(1, 1) == 3
Ausgabe:
==================================================== test session starts ====================================================
platform linux -- Python 3.12.11, pytest-8.4.1, pluggy-1.6.0
rootdir: /home/hr/Develop
plugins: anyio-4.10.0, metadata-3.1.1, html-4.1.1
collected 1 item
test1.py . [100%]
===================================================== 1 passed in 0.01s =====================================================
Jetzt ist alles in Ordnung. Weiterführendes siehe z.B.
* [https://docs.pytest.org/en/stable/ pytest: helps you write better programs]
== unittest ==
Auch unittest dient zur Durchführung von Testreihen, ist aber Bestandteil von Python. Hier wird vorerst nicht näher darauf eingegangen. Siehe z.B.
* [https://docs.python.org/3/library/unittest.html unittest — Unit testing framework]
Lt. ''Inden: Python Challenge; dpunkt, 2021, Seite 481'' soll unittest weniger komfortabel als pytest sein.
Einen Vergleich von unittest mit pytest findet man in
* [https://knapsackpro.com/testing_frameworks/difference_between/pytest/vs/unittest pytest vs unittest]
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Python. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechenden weiterführenden Weblinks, Bücher und die Python-Hilfefunktion verwiesen. Python kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Das Themenspektrum ist auch durch die Einbindung externer Module fast beliebig erweiterbar.
= Weblinks=
== Python allgemein ==
* [https://www.python.org/ Python Homepage]
== Externe mathematische Module ==
* [https://numpy.org/ NumPy]
* [https://numpy.org/doc/stable/user/numpy-for-matlab-users.html NumPy for MATLAB users]
* [https://scipy.org/ SciPy]
* [https://www.sympy.org/en/index.html SymPy]
* [https://pandas.pydata.org/ pandas]
* [https://github.com/maroba/findiff findiff]
* [https://mpmath.org/ mpmath]
== Externe Module für Grafiken ==
* [https://matplotlib.org/ Matplotlib]
* [https://vpython.org/ VPython]
* [https://docs.vtk.org/en/latest/api/python.html VTK]
== Erstellung von User Interfaces ==
* [https://docs.python.org/3/library/tkinter.html tkinter - Python interface to Tcl/Tk]
* [https://docs.python.org/3/library/curses.html curses - Terminal handling for character-cell displays]
* [https://wiki.qt.io/Qt_for_Python Qt for Python]
* [https://www.gtk.org/docs/language-bindings/python GTK and Python]
== Erstellen virtueller Umgebungen ==
* [https://docs.python.org/3/library/venv.html venv - Creation of virtual environments]
== Sonstige ==
* [https://python-control.readthedocs.io/en/stable/ Python Control Systems Library]
* [https://pypi.org/project/regex/ regex - Regular Expressions]
* [http://pyromat.org/ PYroMat]
* [https://coolprop.org/coolprop/wrappers/Python/index.html CoolProp]
* [https://pypi.org/project/iapws/ iapws]
* [https://tespy.readthedocs.io/en/main/getting_started/introduction.html TESPy - Thermal Engineering Systems in Python]
= Bücher =
== Gedruckte Bücher, OpenBooks, Magazine ==
* Diverse: c't Python Lernen, Verstehen, Anwenden; Heise, 2022
* Ernesti, Kaiser: Python3 - das umfassende Handbuch; 5. Aufl., Rheinwerk, [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/ OpenBook]
* Inden: Python Challenge; dpunkt, 2021, ISBN 978-3-86490-809-5
* Klein: Numerisches Python; 2. Aufl., Hanser, 2023, ISBN 978-3-446-47170-2
* Steinkamp: Der Python-Kurs für Ingenieure und Naturwissenschaftler; Rheinwerk, 2021, ISBN 978-3-8362-7316-9
* Weigend: Python 3 - Das umfassende Praxisbuch; 9. Aufl., mitp, 2022, ISBN 978-3-7475-0544-1
* Woyand: Python für Ingenieure und Naturwissenschaftler; 4. Aufl., Hanser, 2021, ISBN 978-3-446-46483-4
== Andere Wikibooks ==
* [[:en:Subject:Python_programming_language | Englische Wikibooks zum Thema Python]]
* [[Python|Deutschsprachiges Python-Wikibook]] [[Bild:2von10.png|20%]]
* [[Python unter Linux|Python 2.7 unter Linux]] [[Bild:10von10.png|100%]]
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Julia für Ingenieure|
zurücklink=Ing Mathematik: Julia|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Landau-Notation|
vorlink=Ing Mathematik: Landau}}
deiqbw6gp5e7felkijcevn6e5sbvove
1087666
1087660
2026-06-05T11:52:35Z
Intruder
1513
Eclipse IDE hinzu
1087666
wikitext
text/x-wiki
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Julia für Ingenieure|
zurücklink=Ing Mathematik: Julia|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Landau-Notation|
vorlink=Ing Mathematik: Landau}}
= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Python ==
* Python ist eine universelle höhere Programmiersprache.
* Python ist objektorientiert.
* Python ist Open-Source (Python Software Foundation License).
* Python ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Python ist ein Interpreter.
* Python ist durch Module fast beliebig erweiterbar.
* Python als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | Python (Programmiersprache)}}
== Python installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Python-Paket von der Webseite [https://www.python.org/] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Python bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Aber auch die Spyder-Entwicklungsumgebung ([https://www.spyder-ide.org]) bietet einen guten Einstieg mit Python (das gilt auch für MS Windows). Spyder bringt auch schon etliche wichtige Module standardmäßig mit.
== Python starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Python-Programm doppelklicken. Und schon startet das Programm.
[[Datei:PythonIng_start1.jpg]]
Python im interaktiven Modus präsentiert sich dann so:
Python 3.12.4 (tags/v3.12.4:8e8a4ba, Jun 6 2024, 19:30:16) [MSC v.1940 64 bit (AMD64)] on win32
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
Alternativ kann das Programm auch über die Eingabeaufforderung oder die PowerShell gestartet werden:
c:\devel\Python>python.exe
Python 3.12.4 (tags/v3.12.4:8e8a4ba, Jun 6 2024, 19:30:16) [MSC v.1940 64 bit (AMD64)] on win32
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
=== Linux ===
Tippen Sie einfach das Wort „python“ (oder unter openSUSE Tumbleweed z.B. auch „python3.11“ oder „python3.13“) in einem Linux-Terminal ein, schließen den Befehl mit der RETURN-Taste ab, und schon startet Python im interaktiven Modus:
Python 3.13.12 (main, Feb 09 2026, 22:37:44) [GCC] on linux
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>
Es gibt auch noch andere Möglichkeiten Python zwecks Programmausführung zu starten, z. B. den {{W|Shebang}} (<code>#!</code>) am Beginn eines Python-Scripts. Das Script sei als Script.py gespeichert. Dann kann das Script mit ./Script.py ausgeführt werden. Für openSUSE Tumbleweed sei nachfolgend ein lauffähiges "Hallo Welt!"-Script angegeben. Es wird in diesem Script der Python-Interpreter in der Version 3.13 verwendet :
#!/usr/bin/python3.13
print("Hallo Welt!")
Die Berechtigungen zum Ausführen der Datei müssen natürlich noch richtig gesetzt werden, z.B. mittels <code>chmod 777 Script.py</code>.
<small>Oder es wird in einen Pfad verschoben, in dem sich ausführbare Programme generell befinden (<code>echo $PATH</code>). Das Script kann dann wie ein normales Programm ohne weitere Angaben mit Script.py gestartet werden. Alternativ wird nicht das Script an sich verschoben, sondern nur ein symbolischer Link angelegt, z.B. mit <code>ln -s ~/tmp/Script.py ~/.local/bin/Script.py</code>.<code>~/.local/bin</code> sei ein im PATH gelegenes Verzeichnis. Dies sind aber schon Features für fortgeschrittene Linux-Benutzer und werden am Anfang eher selten benötigt.</small>
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Getestet wurden die Beispiele unter den Betriebssystemen
* MS Windows 10 mit der Python-Version 3.12.0 (teilweise auch mit 3.12.2 und 3.13.1; nur die Inhalte die bis spätestens Juli 2025 erstellt wurden)
* MS Windows 11 ab der Python-Version 3.13.4 (nur zum Teil; ab Juli 2025)
* openSUSE Leap 15.6 mit der Python-Version 3.11.12 (Spyder, nur vereinzelt) und zum Teil mit 3.12.11 (ab Juli 2025 bis November 2025).
* openSUSE Tumbleweed ab der Python-Version 3.13.9 (nur vereinzelt, ab November 2025)
An Beliebtheit rangiert Python mit Stand März 2026 mit einem Rating von 21,25% an 1. Stelle vor C und C++ (lt. [https://www.tiobe.com/tiobe-index/ TPCI - TIOBE Programming Community Index]). Lt. [https://innovationgraph.github.com/global-metrics/programming-languages GitHub Top 50 Programming Languages Globally] lag Python im Q3/2025 auf Rang 2, vor TypeScript und hinter JavaScript. Der Name "Python" rührt von der Komikertruppe {{W|Monty Python}} her. Die Icons für Python (z.B. Python selbst, Eric IDE, IDLE) sind aber durch die Python-Schlangenart symbolisiert.
<gallery>
Python-logo-notext.svg|Python-Logo
Guido van Rossum OSCON 2006.jpg|Guido van Rossum (geb. 1956), der Erfinder von Python
</gallery>
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Python mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Python-Interpreter ignoriert. Text kann mit der print-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Python und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
>>> # Das ist ein Kommentar
>>> print("Hallo Welt!")
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (>>>) ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Python-System geliefert.
Strings können in Python entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
Im Gegensatz zu Julia ist es hier egal, ob zwischen <code>print</code> und der öffnenden Klammer Leerzeichen stehen.
= Python als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Python im interaktiven Modus. Geben Sie dann die Formel
>>> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN ({{Taste|↵}}) und erhalten als Ergebnis
15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
>>> import math
>>> math.sin(math.sqrt(15))
-0.6679052983383519
Als erstes wird das math-Modul importiert. Dann wird der mathematische Ausdruck berechnet.
Eine andere Variante, die dasselbe Ergebnis liefert, ist
>>> from math import *
>>> sin(sqrt(15))
-0.6679052983383519
Es wird also aus dem Modul <code>math</code> alles importiert (erkennbar am <code>*</code>). Will man nicht alles importieren, so kann man das auch einschränken:
>>> from math import sin, sqrt
Beenden lässt sich das Python-Programm durch Eingabe von <code>exit()</code> (und natürlich ist zur Bestätigung die RETURN-Taste zu drücken).
== Die Hilfefunktion von Python ==
Bei Eingabe der Anweisung help() springt Python in den Hilfemodus.
Eingabe:
>>> help()
Eingabe:
help> math.sin
Ausgabe:
Help on built-in function sin in math:
math.sin = sin(x, /)
Return the sine of x (measured in radians).
Für die komplette Python-Dokumentation siehe [https://docs.python.org/3/]. Verlassen kann man den Hilfemodus durch das Drücken von STRG-C.
== Aufgaben ==
* Erkunden Sie die Tangensfunktion "tan" mittels Python-Hilfe (vergessen Sie nicht das math-Modul zu importieren und das <code>math.</code> vor <code>tan</code>)
* Berechnen Sie mit Python den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot \text{e}^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>. Siehe für die Exponentialfunktion im Python-Hilfesystem auch den Befehl <code>math.exp</code>. Alternativ kann auch die Konstante <code>math.e</code> eingesetzt werden. Potenzieren kann man bei Python mit dem **-Operator (z.B. 2**3 = 8). Für <math>\pi</math> gibt es <code>math.pi</code>.
= Python als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.py
# Das ist ein Kommentar
print("Hallo Welt!")
Python-Dateien werden mit der Dateiendung .py versehen. Achten Sie darauf, dass vor dem print keine Leerzeichen vorhanden sind. Das ist eine Python-Eigenheit. Wie wir später sehen werden, nutzt Python Einrückungen als syntaktisches Mittel, z.B. um bei Schleifen den Schleifenkörper zu kennzeichnen.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.py (sozusagen das Hauptprogramm) folgendermaßen zur Ausführung:
1) Starten Sie unter MS Windows die Eingabeaufforderung (oder alternativ auch die Windows PowerShell). Das sieht dann etwa so aus:
Microsoft Windows [Version 10.0.19045.3693]
(c) Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
C:\Users\xyz>
: <small>Falls jemand nicht weiß, wie man die Eingabeaufforderung startet: Eine Möglichkeit ist, einfach in der Taskleiste von Windows das "Start"-Symbol ([[Image:Windows_logo_-_2021_(Black).svg|10px]]) mit der rechten Maustaste anklicken. "Ausführen" auswählen (oder alternativ für die PowerShell unter Windows 10 den Eintrag "Windows PowerShell", unter Windows 11 den Eintrag "Terminal"). Im sich öffnenden Dialogfenster gibt man in die "Öffnen"-Zeile das Wort <code>cmd</code> ein und mit "OK" wird das Ganze bestätigt.</small>
2) Wechseln Sie mittels <code>cd c:\tmp</code> in das Verzeichnis c:\tmp
3) Angenommen, Sie haben Python unter dem Pfad <code>c:\devel\Python\</code> installiert. Starten Sie das Programm so (der Prompt <code>c:\tmp></code>ist natürlich nicht mit einzutippen):
c:\tmp>c:\devel\Python\python.exe test1.py
4) Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Die Vorgehensweise unter Linux ist prinzipiell gleich. Die kleinen Unterschiede, wie z.B. der Slash statt dem Backslash in Pfadangaben, sollten für Linux-Benutzer keine Hürde darstellen.
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen. Führende Underscores haben u.a. im Kontext mit der Objektorientierten Programmierung eine spezielle Bedeutung und sollten nicht für "normale" Variablenbezeichner verwendet werden.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Es gibt in Python etliche Schlüsselwörter (z.B. for, if oder return). Diese dürfen nicht als eigene Variablenbezeichner verwendet werden. Eine Liste aller Schlüsselwörter liefert das Script
import keyword
print(keyword.kwlist)
<small>Übung: Speichern Sie dieses Script in eine Datei, z.B. in c:\tmp\test1.py. Führen Sie diese Datei aus, um die Liste der Schlüsselwörter auszugeben.</small>
Da Python case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.py gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
print(z)
Bringen Sie die Datei test1.py zur Ausführung so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben. Dies führt aber zu unübersichtlichem Code.
x = 5; y = 10; z = x*y; print(z)
Ausgabe:
50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5
# x = x - 2
x -= 2
print(x)
Bildschirmausgabe:
3
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist. Den Inkrement-/Dekrementoperator (z.B. x++ oder x--) aus C/C++ oder Java kennt Python aber nicht.
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist mit Python problemlos möglich:
import math
wert = 10
print(wert)
wert = 35.5
print(wert)
wert = "Hallo"
print(wert)
wert = math.pi
print(wert)
Ausgabe:
10
35.5
Hallo
3.141592653589793
== Physische und logische Zeilen ==
In Python muss eine Anweisung in einer logischen Zeile Platz finden. Wird eine Anweisung aber zu lang für eine Zeile, dann kann sie in mehrere physische Zeilen unterteilt werden. Dies kann einerseits durch einen Backslash am Ende einer Zeile geschehen, z.B.
a = 2 + \
5
Dies stellt eine logische Zeile dar, die in zwei physische Zeilen unterbrochen ist.
Geklammerte Ausdrücke werden automatisch zu einer logischen Zeile verbunden, z.B.
a = (2 +
5)
Achtung: Im ersten Beispiel darf nach dem Backslash nichts mehr stehen, auch kein Kommentar. Dies trifft im zweiten Bespiel nicht zu, hier könnte noch ein Kommentar folgen, z.B.
a = (2 + # Kommentar
5)
Auch für Strings gibt es Möglichkeiten, diese auf mehrere Zeilen aufzuspalten.
# Kurzer String
str1 = "ABC"
# Langer String
str2 = """Hallo Welt,
Grüetzi Schwyzer,
Servus an alle"""
# Backslash
str3 = "UVW\
XYZ"
# Mit Klammern
str4 = ("Sehr langer Text, der automatisch .............. "
"in einer einzigen Variable zusammengefügt wird."
)
print(str1)
print(str2)
print(str3)
print(str4)
Ausgabe:
ABC
Hallo Welt,
Grüetzi Schwyzer,
Servus an alle
UVWXYZ
Sehr langer Text, der automatisch .............. in einer einzigen Variable zusammengefügt wird.
==Hexadezimale, oktale, binäre und andere Zahlen==
d = 1050 # Dezimalzahl
h = 0xAA2 # Hexadezimalzahl
o = 0o12 # Oktalzahl
b = 0b100001101 # Binärzahl
print(d)
print(h)
print(o)
print(b)
Ausgabe:
1050
2722
10
269
Groß- und Kleinbuchstaben sind in obigen Literalen übrigens egal. So kann man z.B. statt <code>0b1001</code> auch <code>0B1001</code> schreiben (siehe dazu [https://docs.python.org/3/reference/lexical_analysis.html#integer-literals]).
Sie können auch dezimale in hexadezimale Zahlen umwandeln, usw.:
h = hex(1050) # Dezimalzahl -> Hexadezimalzahl
b = bin(1050) # Dezimalzahl -> Binärzahl
o = oct(1050) # Dezimalzahl -> Oktalzahl
print(h)
print(b)
print(o)
Ausgabe:
0x41a
0b10000011010
0o2032
Gegeben sei die Zahl 121 zur Basis 3. Diese soll in eine Dezimalzahl umgewandelt werden. Das kann so geschehen:
z = int("121", 3)
print(z)
Ausgabe:
16
Dass dies richtig ist, davon kann man sich folgendermaßen überzeugen:
<math> 1 \cdot 3^2 + 2 \cdot 3^1 + 1 \cdot 3^0 = 9 + 6+ 1 = 16 </math>
Zahlen übersichtlicher schreiben kann man auch mittels Underscore, z.B.:
print("Eine Million (Variante 1) =", 1000000)
print("Eine Million (Variante 2) =", 1_000_000)
print("Eine Rechnung:", 2_000 * 400_000);
Es ergibt sich bei beiden Varianten die gleiche Ausgabe. Variante 2 ist aber im Sourcecode leichter lesbar, detto die Zahlen in der Rechnung:
Eine Million (Variante 1) = 1000000
Eine Million (Variante 2) = 1000000
Eine Rechnung: 800000000
== Strings und Platzhalter==
Ein paar einfache Beispiele:
print("Hallo {}" . format("Hugo"))
print("Hallo {:s}" . format("Hugo"))
print("Hallo %s" % "Hugo")
Ausgabe:
Hallo Hugo
Hallo Hugo
Hallo Hugo
Python-Code (formatted string literals):
str1 = "Hallo"
str2 = "Hugo"
print(f"{str1} {str2}")
Ausgabe:
Hallo Hugo
Komplexere Beispiele:
print("Hallo {} und {}" . format("Hugo", "Mike"))
print("Hallo {name1} und {name2}" . format(name2="Hugo", name1="Mike"))
# Füllzeichen: *
# Bündigkeit: > (=rechts), < (=links), ^ (=zentriert)
# Feldweite: 10
# Typ: s (=String), f (=Gleitkommazahl), d (=Dezimalzahl) etc.
print("Hallo {:*>10s}" . format("Hugo"))
print("Hallo {:*<10s}" . format("Hugo"))
Ausgabe:
Hallo Hugo und Mike
Hallo Mike und Hugo
Hallo ******Hugo
Hallo Hugo******
Python-Code:
str = "Hallo\t%s\t%7.2f\t%10.2e\t%i" % ("Hugo", 12.34567, 34.567, 264)
print(str)
Ausgabe:
Hallo Hugo 12.35 3.46e+01 264
Python-Code:
wert = 11.567
print(f"Ausgabe: {wert:.5f}")
Ausgabe:
Ausgabe: 11.56700
== Unicode ==
Neben den bekannten ASCII-Zeichen lassen sich Zeichen auch mittels Unicode beschreiben. Griechische Buchstaben oder komplexere mathematische Operatoren - all das sollte kein Problem sein. Siehe auch {{W|Unicode}}, {{W|Liste der Unicodeblöcke}} und {{W|Unicodeblock Mathematische Operatoren}}. Im Folgenden werden ein paar Zeichen (Allquantor, Nabla-Operator, Existenzquantor), die man aus der Mathematik kennt, erzeugt.
ch1 = "\N{FOR ALL}"
ch2 = "\N{NABLA}"
ch3 = "\u2203"
print(ch1, ch2, ch3)
Ausgabe:
∀ ∇ ∃
<small>Diese Ausgabe ergibt sich z.B. mit der IDLE-Shell oder mit Cygwin. Beim Ausführen über die Windows-Eingabeaufforderung oder Windows PowerShell unter MS Windows 10 erfolgt keine korrekte Darstellung. IDLE ist die mit Python mitgelieferte IDE ('''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironment, Integrierte Entwicklungsumgebung). Gegen Ende dieses Textes wird IDLE kurz beschrieben.
Das Problem mit der Windows Eingabeaufforderung lässt sich aber umgehen. Man muss nur eine Schriftart auswählen, die die Zeichen kennt, z.B. "DejaVu Sans Mono". Dazu klicken Sie einfach bei der Eingabeaufforderung mit der rechten Maustaste oben auf die weiße Leiste und wählen im aufpoppenden Fenster den Menüpunkt "Eigenschaften". Es öffnet sich ein Dialogfenster. Über den Reiter "Schriftart" lässt sich nun die Schriftart einstellen. Unter MS Windows 11 oder openSUSE Leap 15.6 (bash-Konsole) gibt es dieses Problem ohnehin nicht.</small>
== Reguläre Ausdrücke ==
Python kennt auch {{W|Regulärer Ausdruck|reguläre Ausdrücke}}. Dazu gibt es in Python das Modul <code>re</code>. Beipielsweise sollen alle Zahlen (<math>\text{zahl}\in\mathbb{N}_0</math>) in einem String gesucht und ausgegeben werden. Als String sei gegeben: <code>3x Grüße und 100 Kekse.</code> Das Muster (Pattern) ist <code>\d+</code>. <code>\d</code> steht für eine Dezimalziffer 0-9. Das Plus-Zeichen (+) steht symbolisch für ein oder mehrere Zeichen des vorherigen Ausdrucks. Hier also ein oder mehrere Dezimalziffern. Es wird die Funktion <code>findall</code> aus dem Modul <code>re</code>verwendet.
Python-Code:
from re import findall
str = "3x Grüße und 100 Kekse."
pat = "\\d+" # Doppel-Backslashes müssen verwendet werden, sonst gibt Python eine Warnung aus!
# alternativ: pat = r"\d+"
# oder: pat = "[0-9]+"
numb = findall(pat, str)
print(numb)
Ausgabe:
['3', '100']
Python kennt noch viele weitere Möglichkeiten mittels regulärer Ausdrücke zu hantieren. Dies soll hier aber nicht vertieft werden, da das Thema schon ziemlich speziell und komplex ist. Bei Bedarf siehe aber z.B. die Bücher ''Weigend, Seite 380ff'' und ''Ernesti, Kaiser'' [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/28_001.html] oder die Python-Dokumentation [https://docs.python.org/3/library/re.html]. Auch [[Python unter Linux: Reguläre Ausdrücke]] liefert ein umfangreiches und brauchbares Python-2-Kapitel zu den regulären Ausdrücken. Die dort gelisteten Beispiele müssten ggf. vor Verwendung auf Python-3 umgeschrieben werden. <small>Wie macht man das? Dazu siehe z.B. [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/43_001.html], [https://portingguide.readthedocs.io/en/latest/] oder [https://www.digitalocean.com/community/tutorials/how-to-port-python-2-code-to-python-3]</small>
<small>Es gibt auch ein externes Modul ''regex'', das bei Bedarf extra installiert werden muss ([https://pypi.org/project/regex/]). Es bietet zusätzliche Funktionalität und gründlicheren Unicode-Support. Dies sei hier aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt.</small>
== Verzweigungen ==
=== if ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
In Python gibt es keinen expliziten ENDE-Kennzeichner. Stattdessen wird der Code durch Einrückungen strukturiert. Alles mit der gleichen Einrückungstiefe gehört zum selben Block. Dies zeichnet Python vor anderen Programmiersprachen aus.
Die test1.py-Datei laute also wie folgt:
x = 5
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Man achte auch auf die Doppelpunkte in der if- und else-Zeile. Darauf vergisst man gerne, wenn man von anderen Programmiersprachen kommt.
Folgendes wäre in Python ein Fehler (genauer gesagt ein IndentationError).
x = 5
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Auch Nachstehendes würde nicht zum gewünschten Ergebnis führen (löst aber keine Fehlermeldung aus). Der letzte print-Befehl ist schon außerhalb der IF-ELSE-Verzweigung.
x = 3
if x < 4:
print("x ist kleiner als 4")
else:
print("Der else-Zweig wird ausgefuehrt")
print("x ist groesser oder gleich 4")
Ausgabe:
x ist kleiner als 4
x ist groesser oder gleich 4
Python kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
<, <= ... kleiner (gleich)
>, >= ... größer (gleich)
== ... gleich
!= ... ungleich
is ... identisch
is not ... nicht identisch
and ... AND
or ... OR
not ... NOT
Beispielsweise:
a = 5
b = 9
if a<=10 and b!=7:
print("OK")
else
print("Nicht OK")
Ausgabe:
OK
Der else-Block kann übrigens auch ersatzlos entfallen.
Mehrfache Verzweigungen werden durch das elif-Konstrukt erstellt.
a = 14
if a<=10:
print("<=5")
elif a>11 and a<15:
print("11 bis 15")
elif a>16 and a<20:
print("16 bis 20")
else:
print(">=20")
Ausgabe:
11 bis 15
In Python gibt es auch die Schlüsselwörter <code>True</code> (für wahr) und <code>False</code> (für falsch). Man beachte, dass sie mit Großbuchstaben beginnen. Andere Schreibweisen wären ein Fehler. Sie gehören zum Datentyp <code>bool</code>. Ihnen sind auch die Zahlen <code>1</code> und <code>0</code> zugewiesen.
=== match ===
Ab Python 3.10 gibt es auch die match-Anweisung. Dies ist das Python-Pendant für die switch-Anweisung in anderen Programmiersprachen, geht aber bei näherer Betrachtung weit darüber hinaus. Hier nur ein einfaches Beispiel:
x = "Hello"
match x:
case "Servus" | "Ciao": # or
print("Servus an alle")
case "Grüetzi":
print("Grüetzi Schwyzer")
case _: # other, default, sonstiges ...
print("Hallo Welt")
Ausgabe:
Hallo Welt
Für nähere Details siehe z.B. [https://www.geeksforgeeks.org/python-match-case-statement/], [https://learnpython.com/blog/python-match-case-statement/], [https://docs.python.org/3/tutorial/controlflow.html#match-statements] und das Python Enhancement Proposal (PEP) 636 – Structural Pattern Matching: Tutorial [https://peps.python.org/pep-0636] und dort insbesondere den Anhang A - Quick Intro.
<small><code>match, case, _</code> etc. sind sogenannte ''soft keywords''. Im Gegensatz zu den normalen Schlüsselwörtern dürfen ihnen auch Werte zugewiesen werden. Eine Liste der weichen Schlüsselwörter lässt sich durch <code>keyword.softkwlist</code> erstellen (die Anweisung gibt es seit Python 3.9). Siehe dazu auch [https://stackoverflow.com/questions/65800344/what-are-soft-keywords] und [https://docs.python.org/3/library/keyword.html#keyword.softkwlist].</small>
== Schleifen ==
=== while ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Python:
x = 0
while x <= 10:
print(x)
x += 1
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== for ===
for x in range(6):
print(x*2)
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Die Schleife läuft von 0 bis 5. Ausgegeben wird jeweils der Wert x*2. Aquivalent kann diese Schleife auch so geschrieben werden:
for x in range(0, 11, 2):
print(x)
Die Ausgabe ist wie oben. Der Startwert sei 0, der Endwert ist 11-1 und die Schrittweite ist 2.
Ein anderes Beispiel sei
for x in "text":
print(x)
Ausgabe:
t
e
x
t
== Schleifen abbrechen ==
=== break ===
<code>break</code> bricht die Schleife ab und setzt mit dem nächsten Befehl außerhalb der Schleife fort.
for var in range(100):
print(var)
if var == 5:
break
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
=== continue ===
<code>continue</code> bricht den aktuellen Schleifendurchlauf ab und setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort.
for var in range (11):
if var == 5:
continue
print(var)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== try - except ==
try:
z1 = 12 / 0
print(z1)
except ZeroDivisionError:
print("Das Ergebnis ist unendlich")
except:
print("Kann nicht berechnet werden!")
print("Bitte die Formel korrigieren!")
Ausgabe:
Das Ergebnis ist unendlich
Es wird versucht, eine Zahl durch Null zu dividieren. Das ist nicht möglich, es wird eine Ausnahme ausgelöst. Das Programm springt daher in den except-ZeroDivisionError-Block und führt die dort gelisteten Anweisungen aus (in unserem Fall eine print-Anweisung). Würden wir dieses Programm ohne try-except ausführen, so ergibt sich aus
z1 = 12 / 0
print(z1)
folgende Fehlermeldung und ein unmittelbarer Programmabbruch
Traceback (most recent call last):
File "C:\tmp\test1.py", line 1, in <module>
z1 = 12 / 0
ZeroDivisionError: division by zero
Mit dem try-except-Mechanismus können also Ausnahmen oder Fehler aufgefangen und behandelt werden. In unserem Beispiel ist das eher trivial, aber bei größeren Programmen kann das durchaus Sinn machen.
== pass ==
Ein leerer Block muss in Python mittels dem Schlüsselwort <code>pass</code> dargestellt werden. Z.B.
x = 2
if x == 1:
print("Wert ist ", x)
else:
pass
Würde man das <code>pass</code> im else-Block weglassen, so würde man eine Fehlermeldung erhalten:
IndentationError: expected an indented block after 'else' statement on line 5
= Funktionen =
== Aufrufen von Funktionen ==
Funktionen sind uns im Rahmen dieses Kurses schon zuhauf begegnet. Sei es die print()-, die math.sin()- oder die hex()-Funktion. All diese Funktionen werden von Python zur Verfügung gestellt, ohne dass man sie explizit programmieren müsste. Aufgerufen werden diese Funktionen, indem man ihren Namen eintippt, gefolgt von runden Klammern. In diesen Klammern können noch Argumente übergeben werden. Auch Rückgabewerte sind möglich.
== Funktionen selber schreiben ==
Funktionen werden mit dem def-Schlüsselwort (man definiert die Funktion) eingeleitet, danach folgt der Funktionsname, danach wiederum runde Klammern, in denen formale Argumente stehen können. Abgeschlossen wird die def-Zeile mit einem Doppelpunkt. Danach folgt der Funktionskörper. Dieser Funktionskörper muss wiederum eingerückt werden (wie von den Verzweigungen und Schleifen bekannt). Aufgerufen wird diese Funktion, indem man ihren Funktionsnamen eingibt, gefolgt von runden Klammern (ggf. mit den aktuellen Parametern). Z.B.
# Funktion definieren
def halloWelt(i):
# i ... beliebige Ganzzahl
print("Hallo " * i, end="")
print("Welt!")
# Funktion aufrufen
halloWelt(3)
Ausgabe:
Hallo Hallo Hallo Welt!
Unterschied zwischen formalen und aktuellen Parametern:
[[Datei:PythonIng_func1.jpg]]
<small>Aktuelle Parameter werden auch Argumente genannt.</small>
Rückgabe von Funktionswerten:
# Funktion definieren
def mathFunc(a, b):
r1 = a + b
r2 = a * b
return r1, r2
# Funktion aufrufen
a, b = mathFunc(3, 5)
# Ausgabe der zurückgegebenen Werte
print(a)
print(b)
Ausgabe:
8
15
Vorgabeparameter, z.B.:
def mathFunc(a=10, b=20):
r1 = a + b
r2 = a * b
return r1, r2
a, b = mathFunc(3, 5)
print(a)
print(b)
a, b = mathFunc(5)
print(a)
print(b)
a, b = mathFunc(b=6)
print(a)
print(b)
Ausgabe:
8
15
25
100
16
60
== Lambda-Funktionen ==
print((lambda a, b: a*b) (3, 5))
Ausgabe:
15
Eingeleitet wird eine Lambda-Funktion (auch Lambda-Form, Lambda-Operator oder anonyme Funktion genannt) mit dem Schlüsselwort <code>lambda</code>. Es folgen die formalen Argumente, danach ein Doppelpunkt, die Berechnungsvorschrift und ggf. abschliessend in Klammern die aktuellen Parameter.
Man kann einer Lambda-Funktion auch einen Funktionsnamen geben und die Funktion über diesen Namen aufrufen, z.B.
prod = lambda a, b: a*b
print(prod(3, 5))
Als Ausgabe wird wieder die Zahl 15 geliefert.
== Rekursive Funktionen ==
Funktionen können wiederum andere Funktionen aufrufen. Von einem rekursiven Funktionsaufruf spricht man, wenn die aufgerufene Funktion gleich der aufrufenden ist.
def printFunc(i):
if (i >= 5):
return
else:
print("Hallo Welt")
printFunc(i+1)
printFunc(1)
Ausgabe:
Hallo Welt
Hallo Welt
Hallo Welt
Hallo Welt
== Funktionsannotationen ==
Python ist sehr flexibel, was Typen angeht. Im Vorhergehenden haben wir generell keine Typangaben gemacht. Will man Typen angeben, so bietet Python das Konzept der Funktionsannotation.
def calcFunc(a: int, b: int) -> int:
return a+b
r1 = calcFunc(8, 9)
r2 = calcFunc(8.0, 9.0)
r3 = calcFunc("Hallo", "Welt")
print(r1)
print(r2)
print(r3)
Ausgabe:
17
17.0
HalloWelt
Jetzt sieht man auf den ersten Blick, welche Typen der Programmierer im Sinn hatte, als er die Funktion erstellte. Das Problem dabei ist nur, dass es Python ziemlich egal ist, welche Typen man im Endeffekt eingibt. Im obigen Beispiel können statt Integer-Typen u.a. auch Float- oder String-Typen eingegeben werden.
<small>
Siehe zum Thema "Type Checking" aber auch den später folgenden Abschnitt [[Ing_Mathematik:_Python#Type_Checker]].
</small>
== Variadische Funktionen ==
Python-Code:
def test1(a, *b):
print(a);
for c in b:
print(c);
test1("Hallo", "Welt", "Schweizer", "und alle anderen")
Ausgabe:
Hallo
Welt
Schweizer
und alle anderen
Mit dem Stern (auch als Splat-Operator bezeichnet) in der formalen Parameterliste bei der Funktion <code>test1</code> wird angezeigt, dass eine beliebige Anzahl von Argumenten übergeben wird. <small> Dies entspricht in etwa dem, was in anderen Programmiersprachen (PHP etc.) mittels Ellipse (<code>...</code>) angezeigt wird.</small>
= Tupel, Listen und andere =
[[Datei:Python 3. The standard type hierarchy.png|mini|hochkant=1.7|Datentypen und Strukturen]]
Tupel, Listen und einige andere sind Datenstrukturen oder Sequenzen.
Listen (z.B. eine Einkaufsliste) sind veränderbar (mutable). Ein Tupel kann dagegen nicht verändert werden (immutable). Listen werden beim Anlegen in eckige Klammern eingeschlossen, Tupel in runde Klammern. Beim Tupel können die Klammern auch weggelassen werden. Ein Tupel mit nur einem Element muss mit einem Beistrich abgeschlossen werden. Der Grund ist, dass Python sonst nicht entscheiden kann, ob ein Tupel angelegt werden soll, oder nur ein geklammerter Wert. Nachfolgend werden einige Operationen mit Listen und Tupel dargestellt.
Als Gedächtnisstütze kann man sich den Unterschied zwischen Tupel und Liste ev. so leichter merken:
: T'''u'''pel ... r'''u'''nde Klammern, '''u'''nveränderlich
: L'''i'''ste ... eck'''i'''ge Klammern, veränderl'''i'''ch.
# Liste und Tupel
liste = [1, 2, "Hallo"]
tupel = (1, 2, "Hallo")
# Ausgabe von liste und tupel
print(liste)
print(tupel)
# Ausgabe von Einzelelementen
print(liste[1])
print(tupel[2])
# Element an Liste anhängen und einfügen
liste.append(55)
liste.insert(4, "Welt")
print(liste)
# Element aus Liste entfernen
liste.remove(1)
print(liste)
# einige weitere Beispiele
liste2 = [1,]
tupel2 = 1, 2
tupel3 = (1,)
print(liste2)
print(tupel2)
print(tupel3)
Ausgabe:
[1, 2, 'Hallo']
(1, 2, 'Hallo')
2
Hallo
[1, 2, 'Hallo', 55, 'Welt']
[2, 'Hallo', 55, 'Welt']
[1]
(1, 2)
(1,)
Beispiel:
woerter = ["Hallo", "Welt"]
satz = " ".join(woerter)
print(satz)
Ausgabe:
Hallo Welt
Zu den Datenstrukturen gehören weiters auch Mengen und Dictionaries. Mengen sind von der Mathematik bekannt, sie sind ungeordnet und es kommen keine mehrfachen Elemente vor. Dictionaries sind durch Schlüssel :Wert-Paare gekennzeichnet. Mengen werden beim Anlegen wie Dictionaries in geschweifte Klammern eingeschlossen.
dict = {"vorname":"Hugo", "nachname":"Meister" }
menge = {1, 1, 3, 4, 4, 4, "Hallo"}
print(dict)
print(menge)
print(dict["vorname"])
Ausgabe:
{'vorname': 'Hugo', 'nachname': 'Meister'}
{1, 3, 4, 'Hallo'}
Hugo
Geschweifte Klammern ohne Inhalt stellen Dictionaries dar und keine Mengen:
di = {}
print(type(di))
Ausgabe:
<class 'dict'>
== List Comprehensions ==
Aus einer Eingabeliste soll eine Ausgabeliste erzeugt werden. Das kann folgendermaßen geschehen.
Mathematische Schreibweise: <math>lc = \{2x|x\in\ \mathbb{N}, 1\le x < 11\}</math>
Python-Code:
lc = [x*2 for x in range(1,11)]
print(lc)
Ausgabe:
[2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20]
Mathematische Schreibweise: <math>lc = \{2x | x \in \mathbb{N}, 1\le x < 11, x \bmod 2 = 0 \}</math>
Python-Code:
lc = [x*2 for x in range(1,11) if x%2 == 0]
print(lc)
Ausgabe:
[4, 8, 12, 16, 20]
Siehe auch {{W|List Comprehension}}.
== Set Comprehensions ==
Dies ist sehr ähnlich wie im vorigen Abschnitt beschrieben. Es wird aber keine Liste, sondern eine Menge erzeugt.
sc = {x*2 for x in range(1,11)}
print(sc)
Ausgabe:
{2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20}
== Listen zusammenführen - zip() ==
li1 = ["A", "B", "C", "D"]
li2 = [1, 2, 3, 4]
li3 = [5.5, 6.6, 7.7, 8.8]
z = zip(li1, li2, li3)
print(z)
li4 = list(z)
print(li4)
Ausgabe:
<zip object at 0x00000283B6C6AC80>
[('A', 1, 5.5), ('B', 2, 6.6), ('C', 3, 7.7), ('D', 4, 8.8)]
== Generatorausdruck ==
g = (i*2 for i in range(1,11))
print(g)
t = tuple(g)
print(t)
print(t[1:3])
Ausgabe:
<generator object <genexpr> at 0x00000241D2A4A5A0>
(2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20)
(4, 6)
== Slicing ==
slice ... Scheibe, Teil, in Scheiben schneiden
Beispiel: Zugriff auf Elemente eines geordneten sequentiellen Objekttyps (Liste, Tupel oder String):
str1 = "Hallo"
# Das erste Element wird mit dem Index 0 angesprochen
# [start (inkl.) : stop (exkl.) : step (default=1)]
str2 = str1[0:2]
# Alternativ auch: str2 = str1[:2]
print(str2)
tup1 = (0,1,2,3)
# Das letzte Element hat auch den Index -1, das vorletzte den Index -2 usw.
tup2 = tup1[-3:-1]
print(tup2)
lst1 = [[1, 5, 10, 20],
[30, 40, 50, 60]]
lst2 = lst1[1][1]
print(lst2)
Ausgabe:
Ha
(1, 2)
40
Beispiel: Umdrehen von Strings
str1 = "Hallo"
str2 = str1[::-1]
print(str2)
Ausgabe:
ollaH
= Objektorientierte Programmierung =
== Eine einfache Klasse ==
[[Datei:PythonIng_uml1.svg | 200px]]
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
fahr = Fahrzeug(150, 90)
print(fahr.convertGeschw())
Ausgabe:
41.666666666666664
Die Klasse Fahrzeug wird durch das class-Schlüsselwort eingeleitet. raeder ist ein Klassenattribut und public. __init__ wird bei der Objekterzeugung automatisch aufgerufen. Man achte darauf, dass diese Methode immer mit zwei Unterstrichen eingeleitet und abgeschlossen wird. Instanzattributen wird das Wort self vorangestellt. Wir sehen uns z.B. das Attribut self.__geschwind an. Auch hier werden zwei Unterstriche verwendet. Das bedeutet, dass dieses Attribut private ist. Bei den Methoden wird immer self als erster Parameter angegeben. Beim Aufruf der entsprechenden Funktion wird das self aber nicht berücksichtigt.
== Klassen importieren ==
Häufig ist es sinnvoll und übersichtlicher Klassen in eigenen Dateien zu speichern. Das sind dann eigene Module. Abgespeichert werden Sie mit der Endung py, wie bisher auch praktiziert. Aufgerufen werden Sie mit der import-Anweisung. Dann ist aber nur der Dateiname ohne Endung py zu verwenden. Klarer wird das mit einem Beispiel.
Datei c:\tmp\fahrzeug.py
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
Datei c:\tmp\test1.py
import fahrzeug
fahr = fahrzeug.Fahrzeug(150, 90)
print(fahr.convertGeschw())
Ausgabe:
41.666666666666664
Die üblichen import-Anweisungen lauten wie folgt:
{| {{prettytable}}
! import-Befehl
! Instanz
|-
| import xyz || xyz.Klasse
|-
| import xyz as x || x.Klasse
|-
| from xyz import Klasse || Klasse
|-
| from xyz import * || Klasse
|}
Der Vorteil der ersten beiden import-Anweisungen ist, dass es kaum zu Namenskollisionen kommen kann. Dafür hat man bei den letzten beiden Varianten weniger Tipparbeit.
== Vererbung ==
[[Datei:PythonIng_uml2.svg | 200px]]
Datei fahrzeug.py:
class Fahrzeug:
raeder = 4
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung):
self.__geschwind = geschwindigkeit
self.__leistung = leistung
def setGeschwindigkeit(self, geschwindigkeit): # geschwindigkeit in km/h
self.__geschwind = geschwindigkeit
def setLeistung(self, leistung):
self.__leistung = leistung
def convertGeschw(self):
# geschwindigkeit in m/s rueckgeben
return self.__geschwind / 3.6
class Luftfahrzeug(Fahrzeug):
def __init__(self, geschwindigkeit, leistung, fluegel):
super().__init__(geschwindigkeit, leistung)
self.__flueg = fluegel
def getFlueg(self):
return self.__flueg
Datei test1.py:
import fahrzeug
fahr = fahrzeug.Luftfahrzeug(150, 90, 4)
print(fahr.getFlueg())
Ausgabe:
4
= Grafiken zeichnen =
Für das Zeichnen von Grafiken wird hier das Modul <code>matplotlib</code> verwendet. <code>matplotlib</code> ist ein externes Modul und muss vor der ersten Verwendung installiert werden. Das geht so:
# Starten Sie ein Terminal (bei Windows die Eingabeaufforderung).
# Führen Sie darin folgenden Befehl aus <code>c:\devel\Python\Scripts\pip.exe install matplotlib</code>
pip ist übrigens der Paketmanager von Python ({{W|Pip_(Python)}}).
Optimalerweise installieren wir auch gleich das Modul <code>numpy</code> (Numerical Python). Wir werden es im Folgenden oft benötigen (nicht nur bei den Grafiken). Das funktioniert vom Prinzip her genauso, wie für <code>matplotlib</code> gezeigt.
<small>Verwenden Sie Spyder, so sind diese Schritte nicht nötig. Spyder inkludiert diese Pakete standardmäßig. Unter openSUSE Tumbleweed lassen sich diese Pakete mittels YaST oder zypper installieren.</small>
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y = np.cosh(x)
plt.plot(x,y)
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_cosh1.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. Das Untermodul pyplot des matplotlib-Moduls und das numpy-Modul werden importiert. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plt.plot()" ist der Zeichenbefehl. "plt.show" ist notwendig, um das Fenster mit der Grafik anzuzeigen.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen. "plt.grid()" zeichnet ein Gitter in die Grafik (kann auch weggelassen werden).
Die Bezeichnungen plt und np könnten auch anders gewählt werden. Es ist aber Konvention, diese so wie hier gezeigt zu wählen.
<small>Mit der im obigen Bild gezeigten Menüleiste kann die dargestellte Grafik nachträglich noch geändert werden (Zoom, Pan, Achsenparameter, Kurvenparameter etc.). Natürlich kann man das alles auch direkt programmieren. Wie das funktioniert wird ansatzweise etwas später gezeigt.</small>
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y = np.cosh(x) + 2**x
plt.plot(x,y)
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_cosh4.png]]
Man beachte, dass im Gegensatz zu Octave und Julia der ominöse Punkt (.) bei 2**x mit Python nicht benötigt wird. Das macht das Programmiererleben etwas einfacher.
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y1 = np.cosh(x) + 2**x
y2 = np.sin(x) * np.cos(x)
plt.plot(x, y1, label = "cosh(x) + 2**x")
plt.plot(x, y2, label = "sin(x) * cos(x)")
plt.grid()
plt.title("Funktionsgraphen")
plt.xlabel("x")
plt.ylabel("y")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_cosh2.png]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(-3., 3.1, .1)
y1 = np.cosh(x) + 2**x
y2 = np.sin(x) * np.cos(x)
plt.plot(x, y1, label = "cosh(x) + 2**x", lw=5, ls="dotted")
plt.plot(x, y2, label = "sin(x) * cos(x)", lw=3, ls="--")
plt.grid()
plt.title("Funktionsgraphen")
plt.xlabel("x")
plt.ylabel("y")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_cosh3.png]]
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi[</math> gezeichnet werden.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0., 6*np.pi, .1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.title("Archimedische Spirale")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_spirale1.png]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den plt.axis()-Befehl verwenden.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0., 6*np.pi, .1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.title("Archimedische Spirale")
plt.axis("equal")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_spirale2.png]]
=== Funktion in Polardarstellung ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
fig = plt.figure()
ax = fig.add_subplot(projection="polar")
r = np.arange(0, 1, 0.01)
theta = r**3
line = ax.plot(theta, r)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_polar1.png]]
=== Logarithmische Achsenskalierung ===
==== Semilog ====
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0., 10, .1)
y = 10**x
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.semilogy()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_semilog1.png]]
==== LogLog ====
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0., 10, .1)
y = 10**x
plt.plot(x, y)
plt.grid()
plt.loglog()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_loglog1.png]]
=== Gefüllte Fläche ===
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
x = np.arange(0, 3, 0.1)
y1 = 3*x - 1
y2 = x**2
plt.plot(x, y1, x, y2, color='black')
plt.fill_between(x, y1, y2, where=y1>=y2)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_gefuellt.png]]
=== Linien, Pfeile, Rechtecke, Kreise und Texte ===
import matplotlib as mpl
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots()
r = mpl.patches.Rectangle((0, 0), 3, 3, angle=30, fill=False)
c = mpl.patches.Circle((4, 4), 2, fill=False)
ax.add_patch(r)
ax.add_patch(c)
ax.plot([-2, 7], [-2, 0], color="black")
ax.arrow(0, 7, 5, 0, length_includes_head=True, head_width=0.5, head_length=1.5,
color="black")
ax.set_aspect("equal")
plt.axis([-3, 8, -3, 8])
plt.show()
[[Datei:PythonIng_linien_pfeile_etc.png]]
Text kann mit <code>ax.text(x, y, "Text")</code> hinzugefügt werden, bspw.
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots()
ax.text(0.1, 0.1, "Hallo")
ax.text(0.5, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
Oder einfacher auch ohne <code>subplots</code>
import matplotlib.pyplot as plt
plt.text(0.1, 0.1, "Hallo")
plt.text(0.5, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text1.png]]
Auch Sonderzeichen (griechische Buchstaben etc.) können verwendet werden (siehe dazu auch [https://matplotlib.org/stable/users/explain/text/mathtext.html]).
import matplotlib.pyplot as plt
plt.text(.3, .5,
r'$\Omega\ \psi\ \oint\ \nabla\ \dot a\ \frac{a}{b}\ a_b$',
size="20")
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text20.svg]]
Jetzt wird noch gezeigt, wofür <code>subplots</code> sinnvoll eingesetzt werden können.
import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots(nrows=1, ncols=2)
ax[0].text(0.1, 0.1, "Hallo")
ax[1].text(0.1, 0.5, "Welt", size="40", family="cursive", style="italic",
rotation=30.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_text2.png]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben. Farben können mit dem plt.plot()-Parameter color gewählt werden.
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
t = np.arange(0, 6*np.pi, 0.1)
x = t * np.cos(t)
y = t * np.sin(t)
z = t
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_raumkurve1.png]]
=== Flächen ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_fläche1.png]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.5)
y = np.arange(0, 10, 0.5)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_wireframe(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_fläche2.png]]
Ein etwas komplexeres Beispiel:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0.1, 10, 0.1)
y = np.arange(0.1, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z1 = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
z2 = np.sin(x) + np.log(y)
z3 = x + np.cos(y)
z4 = x**2 - y
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"}, nrows=2, ncols=2)
ax[0][0].plot_surface(x, y, z1)
ax[0][1].plot_surface(x, y, z2)
ax[1][0].plot_surface(x, y, z3)
ax[1][1].plot_surface(x, y, z4)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_subplot1.png]]
Man beachte, dass man die Unterbilder im Bild nach dem Ausführen des Scripts z.B. mit der mittleren Maustaste einzeln drehen, oder über die Einträge in der Menüzeile einzeln bearbeiten kann. Mit ein paar Zeilen Programmtext lässt sich also eine Menge an Funktionalität generieren.
Die Farbgebung lässt sich über <code>colormaps</code> variieren.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
from matplotlib import cm
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z, cmap = cm.coolwarm)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_colormap1.png]]
Es gibt eine Menge an Colormaps, z.B. <code>plasma, Greys, Dark2, ocean</code>. Zwecks detaillierterer Infos siehe die matplotlib-Dokumentation. <small>Verwendet man die IDE namens IDLE, so gibt es dort auch die automatische Codevervollständigung. D.h. es werden alle Möglichkeiten (in unserem Fall nach dem Eintippen von <code>cm.</code> alle verfügbaren Colormaps) angezeigt.</small>
Die "edgecolor" und Linienbreite können auch frei gewählt werden:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
from matplotlib import cm
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots(subplot_kw={"projection": "3d"})
ax.plot_surface(x, y, z, cmap = cm.coolwarm, edgecolor="black", linewidth=1.0)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_colormap2.png]]
=== Höhenlinien ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
ax.contour(x, y, z)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien1.png|400px]]
Etwas abgewandelt sieht das so aus:
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
hl = ax.contour(x, y, z)
ax.clabel(hl, inline = True)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien2.png|400px]]
Und noch eine Variante (mit einem Farbbalken) sei gezeigt.
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
x = np.arange(0, 10, 0.1)
y = np.arange(0, 10, 0.1)
x, y = np.meshgrid(x, y)
z = np.sin(x) + 3 * np.cos(y)
fig, ax = plt.subplots()
hl = ax.contourf(x, y, z)
fig.colorbar(hl)
plt.show()
[[Datei:PythonIng_höhenlinien5.svg|400px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>.
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>.
== Animationen ==
=== Mit matplotlib ===
Auch mit matplotlib sind Animationen möglich. Das ist ein bisschen komplizierter und wird deshalb hier nur mit einem sehr einfachen Beispiel dargestellt (bei Interesse siehe z.B. auch das [https://matplotlib.org/stable/users/explain/animations/animations.html#animations Animations using Matplotlib-Tutorial]).
import matplotlib.pyplot as plt
import matplotlib.animation as ani
import matplotlib
import numpy as np
def update(frame):
line.set_xdata(x[:frame])
line.set_ydata(y[:frame])
return (line)
fig, ax = plt.subplots()
x = np.arange(0, 10, .1)
y = np.sin(x)
line, = ax.plot(x[0], y[0])
ax.set(xlim=[0, 10], ylim=[-1, 1])
a = ani.FuncAnimation(fig=fig, func=update, frames=100, interval=20)
plt.show()
# Speichere die Animation in einem animierten GIF (optional)
a.save(filename="c:/tmp/PythonIng_anim5.gif", writer="pillow")
[[Datei:PythonIng_anim5.gif]]
Es wird eine Sinuskurve auf den Bildschirm gezeichnet. In der letzten Zeile wird diese Animation in ein animiertes GIF gespeichert. Das ist natürlich optional und kann auch weggelassen werden.
=== Mit VPython ===
Aber auch mit dem Modul VPython lassen sich einfache 3D-Animationen erstellen. VPython ist ein externes Modul, das vorab installiert werden muss. Unter openSUSE Tumbleweed gibt es dzt. kein entsprechendes rpm-Paket. Die übliche Methode der Installation mittels YaST oder zypper ist somit nicht möglich. Auch eine direkte Verwendung von pip führt nur zu einer Fehlermeldung (<code>error: externally-managed-environment</code>). Es empfiehlt sich dort folgende Vorgehensweise:
# Erstelle zuerst eine virtuelle Umgebung, z.B.: <code>python3.11 -m venv ~/tmp/venv1</code>
# Wechsle das Verzeichnis: <code>cd ~/tmp/venv1/bin</code>
# Installiere das entsprechende Paket: <code>./pip install vpython</code>
# Führe das entsprechende Skript aus: <code>./python ~/tmp/test1.py</code>
Aktuell (März 2026) ist dieses Programmpaket lt. der [https://vpython.org/presentation2018/install.html VPython-Homepage] nur für die Python-Versionen 3.8 bis 3.12 verfügbar.
Ein Beispiel zu einer einfachen Animation wird nachfolgend geliefert.
from vpython import *
scene.width = 1200
scene.height = 600
scene.center = vector(20,0,0)
scene.background = color.white
cylinder(pos=vector(0,0,0), axis=vector(20,0,0), radius=5,
color=color.blue)
cone(pos=vector(0,0,0), axis=vector(-10,0,0), radius=5,
color=color.blue)
helix(pos=vector(20,0,0), axis=vector(40,0,0), radius=2,
coils=10, thickness=0.5, color=color.blue)
ball = sphere(pos=vector(20,0,0), color = color.green, radius = 1)
ball.p = vector(0.15, 0, 0)
toc = True
while True:
rate(200)
if(ball.pos.x <= 60 and toc == True):
ball.pos += ball.p
else:
toc = False
ball.pos -= ball.p
if(ball.pos.x <= 20 and toc == False):
toc = True
[[Datei:PythonIng_vpython_anim.JPG]]
Idealerweise öffnet sich beim Ausführen des Scripts ein Browserfenster. Darin wird die programmierte Animation gezeigt (siehe auch den obigen Screenshot). Eine Größenänderung können Sie mit der mittleren Maustaste initiieren. Die Szenerie drehen können Sie mit der rechten Maustaste.
=== Mit VTK ===
Komplexer, aber auch mächtiger als VPython ist die Verwendung von VTK ('''V'''isualization '''T'''ool'''k'''it). Genauer gesagt des Python-Wrappers von VTK. Dieses externe Python-Modul muss vorab installiert werden (z.B. mittels YaST, pip oder in eine virtuelle Umgebung). VTK ist eine Softwarebibliothek zur 3D-Visualisierung und wurde ursprünglich in C++ geschrieben. Verbreitet eingesetzt wird diese Bibliothek in der Wissenschaft und Forschung, z.B.
* in der medizinischen Bildgebung
* für Strömungssimulationen
* für Klimadaten
VTK funktioniert nach dem {{W|Grafikpipeline|Pipeline-Prinzip}}:
Source (Quellen) -> Filter -> Mapper (Senken) -> Actor/Renderer
Daten fließen von den Quellen zu den Senken.
Als einfaches Beispiel wird die Darstellung eines Zylinders gezeigt, der mit den Maustasten gedreht oder in der Größe geändert werden kann:
import vtk
# Zylinder erzeugen
cyl = vtk.vtkCylinderSource()
cyl.SetRadius(5.0)
cyl.SetHeight(20.0)
cyl.SetResolution(40)
# Geometrie in darstellbare Daten umwandeln
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(cyl.GetOutputPort())
# Objekt in der Szene
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
# Szene verwalten
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderer.AddActor(actor)
# Render-Fenster
render_window = vtk.vtkRenderWindow()
render_window.AddRenderer(renderer)
# Maus/Tastatur-Steuerung
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(render_window)
# Starten
render_window.Render()
interactor.Start()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_VTK_1.png]]
Gleiches Beispiel wie oben, aber mit einer Animationssequenz:
import vtk
import time
cyl = vtk.vtkCylinderSource()
cyl.SetRadius(5.0)
cyl.SetHeight(20.0)
cyl.SetResolution(40)
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(cyl.GetOutputPort())
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderer.AddActor(actor)
render_window = vtk.vtkRenderWindow()
render_window.AddRenderer(renderer)
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(render_window)
for i in range(360):
actor.RotateZ(1)
actor.RotateY(.5)
render_window.Render()
time.sleep(0.01)
Das Grafikfenster schließt sich nach Ablauf der Schleife. Das Fenster bleibt geöffnet, wenn Sie am Programmende folgenden Befehl hinschreiben
interactor.Start()
Um den animierten Zylinder grün einzufärben, müssen Sie Folgendes im obigen Programm ergänzen (Farbnamen):
colors = vtk.vtkNamedColors()
actor.GetProperty().SetColor(colors.GetColor3d("Green"))
Als Namen können Sie u.a. die CSS3 Web-Farben verwenden (siehe z.B. [https://wiki.selfhtml.org/wiki/Farbe/Farbangaben] und {{W|Webfarbe#CSS_3}}).
Alternativ funktioniert auch das ({{W|RGB-Farbraum|RGB}}):
actor.GetProperty().SetColor(0.0, 0.6, 0.0)
Wie der Zylinder mit einer Textur versehen wird, zeigt folgendes Programm:
import vtk
import time
cylinder = vtk.vtkCylinderSource()
cylinder.SetResolution(30)
cylinder.SetHeight(3.0)
cylinder.SetRadius(1.0)
cylinder.CappingOn()
texture_coords = vtk.vtkTextureMapToCylinder()
texture_coords.SetInputConnection(cylinder.GetOutputPort())
texture_coords.PreventSeamOn()
reader = vtk.vtkJPEGReader()
reader.SetFileName("PythonIng_textur.jpg")
texture = vtk.vtkTexture()
texture.SetInputConnection(reader.GetOutputPort())
mapper = vtk.vtkPolyDataMapper()
mapper.SetInputConnection(texture_coords.GetOutputPort())
actor = vtk.vtkActor()
actor.SetMapper(mapper)
actor.SetTexture(texture)
renderer = vtk.vtkRenderer()
renderWindow = vtk.vtkRenderWindow()
renderWindow.AddRenderer(renderer)
interactor = vtk.vtkRenderWindowInteractor()
interactor.SetRenderWindow(renderWindow)
renderer.AddActor(actor)
for i in range(360):
actor.RotateZ(1)
actor.RotateY(.5)
renderWindow.Render()
time.sleep(0.01)
interactor.Start()
<gallery>
PythonIng_textur.jpg | Textur-Datei
PythonIng_VTK_2.png | Ausgabe (Screenshot)
</gallery>
Nun aber genug von VTK und der Erstellung von Grafiken, weiter geht es mit mathematischeren Themen.
= Vektoren und Matrizen =
== Zahlenfolgen ==
Für das Erstellen von Zahlenfolgen bieten sich die Funktionen <code>arange</code> und <code>linspace</code> aus dem <code>numpy</code>-Modul an.
from numpy import *
start = 0
stop = 10
step = 2
num = 10
r = arange(start, stop, step) # step ... Schrittweite
l = linspace(start, stop, num) # num ... Anzahl der Werte
print("r = ", r)
print("l = ", l)
Ausgabe:
r = [0 2 4 6 8]
l = [ 0. 1.11111111 2.22222222 3.33333333 4.44444444 5.55555556
6.66666667 7.77777778 8.88888889 10. ]
Bei <code>arange</code> ist der <code>stop</code>-Wert nicht im Ergebnis enthalten, bei <code>linspace</code> aber sehr wohl.
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Arrays ===
In Python mit NumPy kann man Vektoren durch die Funktion array erzeugen.
import numpy as np
l1 = (-5, 3, 2)
l2 = (1, 1, 4)
a1 = np.array(l1)
a2 = np.array(l2)
a3 = a1 + a2
a4 = 2 * a2
print(a1)
print(a2)
print(a3)
print(a3[2])
print(a4)
Ausgabe:
[-5 3 2]
[1 1 4]
[-4 4 6]
6
[2 2 8]
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
import numpy as np
# Zeilenvektor
z = np.array([ [-5, 3, 2] ])
# Spaltenvektor
s = np.array([[1], [1], [4]])
print(z)
print(s)
Ausgabe:
[ [-5 3 2] ]
[[1]
[1]
[4]]
=== Skalarprodukt ===
import numpy as np
a1 = np.array((-5, 3, 2))
a2 = np.array((1, 1, 4))
skalarprodukt = np.dot(a1, a2)
print(skalarprodukt)
Ausgabe:
6
=== Vektorprodukt ===
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Python-Code:
import numpy as np
a1 = np.array((-5, 3, 2))
a2 = np.array((1, 1, 4))
vektorprodukt = np.cross(a1, a2)
print(vektorprodukt)
Ausgabe:
[10 22 -8]
=== Transponierter Vektor ===
import numpy as np
# Zeilenvektor
z = np.array([ [-5, 3, 2] ])
# Spaltenvektor
s = np.array([[1], [1], [4]])
# transponierter Vektor
z_tp = np.transpose(z)
# transponierter Vektor
s_tp = np.transpose(s)
print(z_tp)
print(s_tp)
Ausgabe:
[[-5]
[ 3]
[ 2]]
[ [1 1 4] ]
=== Vektorfelder visualisieren ===
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
# Daten generieren
x = np.arange(0, 10, 1)
y = np.arange(0, 10, 1)
X, Y = np.meshgrid(x, y)
U = X * Y
V = Y + X
# Plotten
fig, ax = plt.subplots()
ax.quiver(X, Y, U, V, angles='xy')
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_quiver1.png]]
== Matrizen==
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
print(m1)
Ausgabe:
[[1 2 3]
[4 5 6]]
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
# Element aus Zeile 2 und Spalte 3 (Achtung! Index startet bei Null)
print(m1[1,2])
Ausgabe:
6
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
m2 = np.matrix([[0, 0, 2], [1, 3, 2]])
print(m1 + m2)
print(m1 - m2)
Ausgabe:
[[1 2 5]
[5 8 8]]
[[1 2 1]
[3 2 4]]
=== Transponierte Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 2, 3], [4, 5, 6]])
mt = np.transpose(m)
print(m)
print(mt)
Ausgabe:
[[1 2 3]
[4 5 6]]
[[1 4]
[2 5]
[3 6]]
=== Rang einer Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3], [0, -5]])
rg = np.linalg.matrix_rank(m)
print(rg)
Ausgabe:
2
=== Inverse Matrix ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3], [0, -5]])
mi = np.linalg.inv(m)
print(mi)
Ausgabe:
[[ 1. 0.6]
[-0. -0.2]]
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
import numpy as np
m1 = np.matrix([[1, 3, 4], [0, -5, 1]])
m2 = np.matrix([[1, 2], [2, 3], [0, 2]])
print(m1 @ m2)
Ausgabe:
[[ 7 19]
[-10 -13]]
=== Eigenwerte und Eigenvektoren ===
import numpy as np
m = np.matrix([[5, 8], [1, 3]])
D,V = np.linalg.eig(m)
# Eigenwerte
print(D)
# Eigenvektoren
print(V)
Ausgabe:
[7. 1.]
[[ 0.9701425 -0.89442719]
[ 0.24253563 0.4472136 ]]
=== Teilmatrizen ===
import numpy as np
m = np.matrix([[1, 3, 4], [0, -5, 1]])
print("m = ", m)
# Erste Zeile extrahieren
m1 = m[0,:]
print("m1 = ", m1)
# Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m[0,1]
print("m2 = ", m2)
# Zweite Spalte extrahieren
m3 = m[:, 1]
print("m3 = ", m3)
Ausgabe:
m = [[ 1 3 4]
[ 0 -5 1]]
m1 = [ [1 3 4] ]
m2 = 3
m3 = [[ 3]
[-5]]
=== Spezielle Matrizen ===
==== Nullmatrix ====
import numpy as np
z = np.zeros((3, 2))
print(z)
Ausgabe:
[[0. 0.]
[0. 0.]
[0. 0.]]
==== Einheitsmatrix ====
import numpy as np
z = np.eye(3)
print(z)
Ausgabe:
[[1. 0. 0.]
[0. 1. 0.]
[0. 0. 1.]]
==== Matrix mit lauter Einsen ====
import numpy as np
z = np.ones((3, 2))
print(z)
Ausgabe:
[[1. 1.]
[1. 1.]
[1. 1.]]
=== Spärlich besetzte Matrizen ===
Das Thema spärlich besetzter Matrizen wird hier nur kurz angerissen. Nähere Details siehe unter dem Weblink [https://docs.scipy.org/doc/scipy/reference/sparse.html#module-scipy.sparse].
import numpy as np
import scipy
A = scipy.sparse.csr_array(np.eye(5))
print(A)
Ausgabe:
(0, 0) 1.0
(1, 1) 1.0
(2, 2) 1.0
(3, 3) 1.0
(4, 4) 1.0
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
Beispiel:
import numpy as np
A = np.array([[5, 1], [0, 2]])
b = np.array([1, 2])
x = np.linalg.solve(A, b)
print(x)
Ausgabe:
[0. 1.]
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Python (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Polynome =
== Ein erstes einfaches Beispiel ==
Gegeben sei das Polynom <math>7x^3+5x^2+1</math>. In Python:
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
print(p)
Ausgabe:
3 2
7 x + 5 x + 1
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
print(p(1.5))
Ausgabe:
35.875
== Polynome integrieren und differenzieren ==
import numpy as np
p = np.poly1d([7, 5, 0, 1])
# 1. Ableitung
p1 = p.deriv()
p2 = p.deriv(1)
# 2. Ableitung
p3 = p.deriv(2)
# Integral
p4 = p.integ()
print(p1)
print(p2)
print(p3)
print(p4)
Ausgabe:
2
21 x + 10 x
2
21 x + 10 x
42 x + 10
4 3
1.75 x + 1.667 x + 1 x
== Nullstellen bestimmen ==
import numpy as np
p = np.poly1d([2, 5, 0, 4])
r = np.roots(p)
print(r)
Ausgabe:
[-2.7621427 +0.j 0.13107135+0.84077099j 0.13107135-0.84077099j]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Differenzieren und integrieren Sie das Polynom <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
= Nichtlineare Gleichungen und Gleichungssysteme =
== Nullstellenbestimmung ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
import scipy
import numpy as np
def f(x):
return x**2 - 5*np.cos(x) - 10
xstart = [-1, 1] # Startwerte
xn = scipy.optimize.root(f, xstart)
print(xn.x)
Ausgabe:
[-2.46813009 2.46813009]
Funktionsgraph:
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
== Gleichungssysteme ==
SymPy ist ein externes Modul, das symbolisches Rechnen ('''Sym'''bolic '''Py'''thon) ermöglicht.
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Mit Python ist das so möglich:
import sympy
x1, x2 = sympy.symbols("x1 x2")
f1 = 2*x1 + 4*x2
f2 = 4*x1 + 8*x2**3
s = sympy.solve((f1, f2), x1, x2)
print(s)
Ausgabe:
[(-2, 1), (0, 0), (2, -1)]
Plot:
[[Datei:IngPython_nl_gleichung1.svg|500px]]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Python durch den Buchstaben <code>j</code> symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + j \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + j \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{j\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - j \cdot \Im(z)</math>
Nachfolgend einige mathematische Operationen mit Python und NumPy.
import numpy as np
z1 = 2 + 5j # kartesische Darstellung
z2 = 3 * np.exp(3j) # Polardarstellung
# Addition
res = z1 + z2
print("z1 + z2 = ", res)
# Multiplikation
res = z1 * z2
print("z1 * z2 = ", res)
# Realteil
res = np.real(z2)
print("Realteil von z2 = ", res)
# Imaginärteil
res = np.imag(z2)
print("Imaginaerteil von z2 = ", res)
# Betrag
res = np.abs(z1)
print("Betrag von z1 = ", res)
# Argument
res = np.angle(z1)
print("Argument von z1 = ", res)
# Konjugiert komplexe Zahl
res = np.conj(z1)
print("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = ", res)
Ausgabe:
z1 + z2 = (-0.9699774898013365+5.423360024179601j)
z1 * z2 = (-8.05675510050068-14.003167400647481j)
Realteil von z2 = -2.9699774898013365
Imaginaerteil von z2 = 0.4233600241796016
Betrag von z1 = 5.385164807134504
Argument von z1 = 1.1902899496825317
Konjugiert komplexe Zahl von z1 = (2-5j)
= Interpolation =
import numpy as np
import scipy
import matplotlib.pyplot as plt
# Stützpunkte
xp = np.arange(1, 6)
yp = (0, -5, 2, 7, 6)
ti = np.arange(1, 5, 0.01)
i1 = scipy.interpolate.interp1d(xp, yp, kind = "linear")
i2 = scipy.interpolate.interp1d(xp, yp, kind = "cubic")
plt.plot(xp, yp, "rx")
plt.plot(xp, i1(xp))
plt.plot(ti, i2(ti))
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_interpol1.png]]
= Differenzialrechnung =
== Numerisches Differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
from findiff import Diff
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
x = np.linspace(0, 10, 1000)
f = 5 * x * np.sin(x)
dx = x[1] - x[0]
# Ableitung
d_dx = Diff(0, dx)
df_dx = d_dx(f)
# Grafik
plt.plot(x, f, label = "y")
plt.plot(x, df_dx, label = "y'")
plt.grid()
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
<small>findiff ist ein externes Modul. Dieses muss installiert werden (z.B. so: ...\Python\Scripts\pip.exe install --upgrade findiff). Für die Vorgehensweise unter openSUSE Tumbleweed siehe das Kapitel [[Ing_Mathematik:_Python#Mit_VPython | VPython]], nur dass das Ganze mit einer aktuelleren Python-Version exekutiert wird, z.B. mit Python 3.13. Das im Buch "Steinkamp: Der Python-Kurs für Ingenieure und Naturwissenschaftler, Rheinwerk" verwendete Modul "scipy.misc" ist veraltet (deprecated ... missbilligt). Lt. [https://docs.scipy.org/doc/scipy-1.17.0/dev/roadmap-detailed.html#misc SciPy-Dokumentation für die Version 1.17.0] wurden alle entsprechenden Features schon entfernt.</small>
== Symbolisches Differenzieren ==
Differenzieren Sie die Funktionen <math>f_1(x) = x^2</math> und <math>f_2(x) = \sin(x)\cos\left(\frac{x}{2}\right)</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f1 = x**2;
f2 = sympy.sin(x) * sympy.cos(x/2.)
d1 = sympy.diff(f1, x)
d2 = sympy.diff(f2, x)
print(d1)
print(d2)
Ausgabe:
2*x
-0.5*sin(0.5*x)*sin(x) + cos(0.5*x)*cos(x)
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Numerisches Integrieren ==
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math>.
import scipy
def f(x):
return x**2
i = scipy.integrate.quad(f, 0, 3)
print(i)
Ausgabe:
(9.000000000000002, 9.992007221626411e-14)
Das trifft den exakten Wert 9.0 ziemlich genau.
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{\infty} 2^{-x} dx</math>.
import scipy
import numpy as np
def f(x):
return 2**(-x)
i = scipy.integrate.quad(f, 0, np.inf)
print(i)
Ausgabe:
(1.4426950408889556, 4.486558477977586e-09)
== Symbolisches Integrieren ==
Berechnen Sie <math>\int x^2 \text{d}x</math> und <math>\int \sin{x}\cos{\frac{x}{2}} \text{d}x</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f1 = x**2
f2 = sympy.sin(x) * sympy.cos(x/2.)
i1 = sympy.integrate(f1, x)
i2 = sympy.integrate(f2, x)
print(i1)
print(i2)
Ausgabe:
x**3/3
-0.666666666666667*sin(0.5*x)*sin(x) - 1.33333333333333*cos(0.5*x)*cos(x)
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{\infty} 2^{-x} \text{d}x</math>.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
f = 2**(-x)
i = sympy.integrate(f, (x, 0, sympy.oo))
print(i)
Ausgabe:
1/log(2)
<code>sympy.oo</code> steht für das {{W|Unendlichzeichen}} <math>\infty</math> (die liegende Acht oder das Möbiusband). Mit <code>sympy.pprint(i)</code> ließe sich letzere Ausgabe etwas schöner schreiben:
1
──────
log(2)
Man beachtete, <code>log</code> steht hier für den natürlichen Logarithmus <code>ln</code>.
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von 1 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4.
* Integrieren Sie <math>\int x^x(\log (x) + 1)\mathrm dx</math> symbolisch.
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== DGL numerisch lösen ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen steht u.a. die Funktion scipy.integrate.solve_ivp() zur Verfügung. Diese Funktion implementiert auch das Runge-Kutta-Verfahren (RK45).
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
import scipy
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
def dy_dx(x, y):
return x**2 + y**3
y0 = [1]
xi = [0, 1]
x = np.arange(0, 1, 0.01)
z = scipy.integrate.solve_ivp(dy_dx, xi, y0, method="RK45", dense_output=True)
y = z.sol(x)
plt.plot(x, y.T)
plt.grid()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_dgl1.png]]
== DGL symbolisch lösen ==
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
import sympy
x = sympy.symbols("x")
y = sympy.Function("f")(x)
dgl = x**2 + y**3
lsg = sympy.dsolve(dgl, y)
print(lsg)
Ausgabe:
[Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)), Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)*(-1 - sqrt(3)*I)/2), Eq(f(x), (-x**2)**(1/3)*(-1 + sqrt(3)*I)/2)]
Mit <code>sympy.pprint</code> (pretty print) lässt sich die Ausgabe etwas übersichtlicher darstellen.
import sympy
x = sympy.symbols("x")
y = sympy.Function("f")(x)
dgl = x**2 + y**3
lsg = sympy.dsolve(dgl, y)
sympy.pprint(lsg)
Ausgabe:
⎡ _____ _____ ⎤
⎢ _____ 3 ╱ 2 3 ╱ 2 ⎥
⎢ 3 ╱ 2 ╲╱ -x ⋅(-1 - √3⋅ⅈ) ╲╱ -x ⋅(-1 + √3⋅ⅈ)⎥
⎢f(x) = ╲╱ -x , f(x) = ────────────────────, f(x) = ────────────────────⎥
⎣ 2 2 ⎦
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Python. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
=Laplace-Transformation=
Laplace-Transformation:
<math>F(s) =\mathcal{L} \left\{f\right\}(s) = \int_{0}^{\infty} f(t) \mathrm e^{-st} \,\mathrm{d}t, \qquad s\in\mathbb{C}
</math>
Inverse Laplace-Transformation:
<math>\mathcal{L}^{-1} \left\{F\right\}(t)
= \frac{1}{2 \pi \mathrm j} \int_{ \gamma - \mathrm j \infty}^{ \gamma + \mathrm j \infty} \mathrm e^{st} F(s)\,\mathrm ds
= \begin{cases}
f(t) & \text{für } t \geq 0 \\
0 & \text{für } t < 0
\end{cases}
</math>
Siehe auch [[Ing_Mathematik:_Laplace-Transformation]]
Code:
import sympy
from sympy.abc import t, s
# Laplace-Transformation der Funktion f(t) = 1 (Heaviside-Fkt.)
f = 1
# alternativ: f = sympy.Heaviside(t)
F = sympy.laplace_transform(f, t, s, noconds=True)
print("Laplace-Transformierte F(s):", F)
# Inverse Laplace-Transformation zurück in den Zeitbereich
f_inv = sympy.inverse_laplace_transform(F, s, t)
print("Inverse Transformation f(t):", f_inv)
Ausgabe:
Laplace-Transformierte F(s): 1/s
Inverse Transformation f(t): Heaviside(t)
Die Zeile
from sympy.abc import t, s
steht alternativ für
t = sympy.symbols("t")
s = sympy.symbols("s")
=Fourier-Reihen=
<math>
f(x)\approx \frac{a_{0}}{2}+\sum_{k=1}^{\infty}\left(a_{k}\cos\left(kx\right)+b_{k}\sin\left(kx\right)\right)
</math>
<math>
a_{k} = \frac{1}{\pi}\int_{-\pi}^{\pi}f(x)\cdot\cos\left(kx\right)\mathrm dx\quad\text{für }k\geq0
</math>
<math>
b_{k} = \frac{1}{\pi}\int_{-\pi}^{\pi}f(x)\cdot\sin\left(kx\right)\mathrm dx\quad\text{für }k\geq1
</math>
Für die Sägezahnfunktion <math>y=x;\, 0 < x < 2\pi</math> sei die Fourierreihe mit einem Python-Programm (unter Mithilfe von sympy) hergeleitet.
Code:
from sympy import fourier_series, pi, symbols, pprint
x = symbols('x')
f = x
s = fourier_series(f, (x, 0, 2*pi))
pprint(s.truncate(n=4))
Ausgabe:
2⋅sin(3⋅x)
-2⋅sin(x) - sin(2⋅x) - ────────── + π
3
Siehe auch [[Ing Mathematik: Fourierreihen]].
Ein komplizierteres Beispiel:
[[Datei:IngMath fourier bsp13.svg | 300px]]
<math>0\le t < T/2\text{:}\quad f(t) = H</math>
<math>T/2 \le t \le T\text{:}\quad f(t) = \frac{2H}{T}\left( t-\frac{T}{2}\right)</math>
Code:
import sympy as sp
H = sp.Symbol('H', positive=True)
T = sp.Symbol('T', positive=True)
t = sp.Symbol('t')
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T/2)),
(2*H/T*(t-T/2), (t > T/2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
Ausgabe:
⎛2⋅π⋅t⎞ ⎛4⋅π⋅t⎞ ⎛6⋅π⋅t⎞ ⎛2⋅π⋅t⎞ ⎛6⋅π⋅t⎞
H⋅sin⎜─────⎟ H⋅sin⎜─────⎟ H⋅sin⎜─────⎟ 2⋅H⋅cos⎜─────⎟ 2⋅H⋅cos⎜─────⎟
⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ ⎝ T ⎠ 3⋅H
──────────── - ──────────── + ──────────── + ────────────── + ────────────── + ───
π 2⋅π 3⋅π 2 2 4
π 9⋅π
=Rechnen mit wirklich großen Zahlen=
Bekannt ist, dass Python kaum Einschränkungen beim Wertebereich von Ganzzahlen hat, z.B.
print(10**300)
Ausgabe (gekürzt):
100000000000000000000...00000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000
Ähnliches geht auch mit Gleitpunktzahlen, z.B. durch die Verwendung des Moduls mpmath:
import mpmath
print(mpmath.mpf(1500.4)**mpmath.mpf(300))
Ausgabe:
7.27975299218612e+952
Anderes Beispiel:
from mpmath import mp, pi
mp.dps = 100
print(pi)
Ausgabe:
3.141592653589793238462643383279502884197169399375105820974944592307816406286208998628034825342117068
mpmath kann noch einiges mehr, dazu sei aber auf die entsprechende Dokumentation auf der mpmath-Homepage verwiesen. mpmath ist Bestandteil von SymPy, kann aber auch separat installiert werden.
Aber auch Python selbst besitzt eine Möglichkeit, um mit großen bzw. exakten Gleitpunktzahlen zu rechnen, nämlich das interne Modul decimal. Dieses hat einige Vorteile gegenüber mpmath, aber auch gravierende Nachteile. Diese seien hier nicht detailliert aufgezählt. Grob gesagt hat decimal im Finanzwesen seine Berechtigung. Für wissenschaftliche Anwendungen wird aber mpmath vorzuziehen sein, da es u.a. vielfältige mathematische Funktionen bereit stellt. Nachfolgend ein einfaches Beispiel mit decimal:
import decimal
print("Potenzierung:", decimal.Decimal(1500.4) ** decimal.Decimal(300.0))
print("Einfache Addition:", 0.1 + 0.2)
decimal.getcontext().prec = 50
print("Addition mit decimal:", decimal.Decimal("0.1") + decimal.Decimal("0.2"))
Ausgabe:
Potenzierung: 7.279752992186121551039839134E+952
Einfache Addition: 0.30000000000000004
Addition mit decimal: 0.3
<u>Aufgabe:</u> Recherchieren Sie im Internet die genauen Vor- und Nachteile von decimal und mpmath. Verwenden Sie dazu auch KI (z.B. von Google, chatgpt).
=Regelungstechnische Aufgabenstellungen=
Für regelungstechnische Aufgaben gibt es u.a. das externe Paket <code>control</code>. Hier soll nicht detailliert darauf eingegangen werden. Anhand eines Beispiels soll anschließend nur die Visualisierung in Form eines Bode-Diagramms und der Sprungantwort gezeigt werden. Gegeben sei ein P-Regler mit <math>R = \frac{5}{2}</math> und eine Strecke <math>S= \frac{1}{30s^3+20s^2+10s+1,5}</math>. Gesucht sei vorerst ein Bode-Diagramm für den offenen Regelkreis und das Führungsverhalten.
import numpy as np
import control as ct
import matplotlib.pyplot as plt
zaehler1 = np.array([1.])
nenner1 = np.array([30., 20., 10., 1.5])
strecke = ct.tf(zaehler1, nenner1)
zaehler2 = np.array([5.])
nenner2 = np.array([2.])
regler = ct.tf(zaehler2, nenner2)
G0 = regler*strecke # oder: G0 = ct.series(regler, strecke)
Gw = ct.feedback(G0)
ct.bode_plot(G0, label='G0')
ct.bode_plot(Gw, label='Gw')
plt.show()
[[Datei:PythonIng_bode1.svg]]
Nun noch für obiges Beispiel die Sprungantwort. Diese zeigt einige große Überschwinger, d.h. der Regler kann sicher noch optimiert werden.
import numpy as np
import control as ct
import matplotlib.pyplot as plt
zaehler1 = np.array([1.])
nenner1 = np.array([30., 20., 10., 1.5])
strecke = ct.tf(zaehler1, nenner1)
zaehler2 = np.array([5.])
nenner2 = np.array([2.])
regler = ct.tf(zaehler2, nenner2)
G0 = regler*strecke
Gw = ct.feedback(G0)
t, y = ct.step_response(Gw)
plt.plot(t,y)
plt.title('Sprungantwort')
plt.xlabel('t')
plt.ylabel('h(t)')
plt.grid()
plt.show()
[[Datei:PythonIng_bode3.svg]]
Einige weitere wichtige Daten (Phasenreserve, Amplitudenreserve, Durchtrittsfrequenz) lassen sich mittels der <code>control</code>-Funktion <code>margin()</code> ermitteln. Die Ortskurve lässt sich mit der Funktion <code>nyquist_plot()</code> zeichnen. Dies sei hier aber nicht weiter ausgeführt.
==Aufgaben==
* Zeichen Sie mit Python die Ortskurve für obiges Beispiel.
* Was passiert, wenn man die Reglerverstärkung weiter aufdreht (z.B. auf <math>R = \frac{25}{2}</math>)?
* Wie sehen das Bode-Diagramm und die Sprungantwort aus, wenn ein PI-Regler verwendet wird?
= Stereostatik etc. =
Das Modul SymPy bietet einige Möglichkeiten einfache Bauwerke zu berechnen, z.B. Balken oder Fachwerke. Nachfolgend wird ein einfaches Fachwerk berechnet und gezeichnet.
Python-Code:
from sympy.physics.continuum_mechanics.truss import Truss
t = Truss()
# Knoten
t.add_node(("A", -3, 0), ("B", 0, 0), ("C", 4, 0), ("D", 7, 0),
("E", 6, 1.5), ("F", 2, 3), ("G", -2, 1.5))
# Stäbe
t.add_member(("AB","A","B"), ("BC","B","C"), ("CD","C","D"))
t.add_member(("AG","A","G"), ("GB","G","B"), ("GF","G","F"))
t.add_member(("BF","B","F"), ("FC","F","C"), ("CE","C","E"))
t.add_member(("FE","F","E"), ("DE","D","E"))
# Auflager; roller ... Loslager, pinned ... Festlager
t.apply_support(("A","roller"), ("D","pinned"))
# Einwirkende Kräfte
t.apply_load(("G", 5, 270), ("E", 3, 90))
# Berechnung
t.solve()
print("Reaction Forces: ", t.reaction_loads)
print("Internal Forces: ", t.internal_forces)
# Fachwerk zeichnen
p = t.draw()
p.show()
Ausgabe auf der Konsole:
Reaction Forces: {'R_A_y': 4.20000000000000, 'R_D_x': 0, 'R_D_y': -2.20000000000000}
Internal Forces: {'AB': 2.80000000000000, 'BC': 0.333333333333333, 'CD': -1.46666666666667,
'AG': -5.04777178564958, 'GB': -2.05555555555556, 'GF': -1.23413387432364,
'BF': 0.411111111111111*sqrt(13), 'FC': -0.3*sqrt(13), 'CE': 1.50000000000000,
'FE': 0.284800124843917, 'DE': 2.64407093534026}
Zeichnung:
[[File:PythonIng_fachwerk1.svg|300px]]
Details zu diesem Thema siehe z.B. [https://docs.sympy.org/latest/modules/physics/continuum_mechanics/index.html Continuum Mechanics] oder [https://docs.sympy.org/latest/tutorials/physics/continuum_mechanics/index.html Continuum Mechanics Tutorials]. Auch andere mechanische Probleme werden von SymPy abgehandelt ([https://docs.sympy.org/latest/tutorials/physics/index.html Physics Tutorials]).
== Aufgabe ==
Gegeben sei ein einseitig eingespannter Kragträger. Belastet wird er durch eine Einzellast am Trägerende. Für die Daten siehe folgende ASCII-Skizze:
| 20 kN
//|---> x |
//| V
//|----------------------
//| 10 m |
Elastizitätsmodul E = 2,1*10⁵ N/mm²
Flächenträgheitsmoment I = 0.001 m⁴
Berechnen Sie die Auflagerreaktionen, den Querkraft- und Biegemomentenverlauf, sowie die Verformungen.
Stellen Sie dies mit Hilfe von SymPy graphisch und auch mittels Formeln dar. Verwenden Sie dazu auch pprint (pretty print) aus dem SymPy-Modul. Zwecks Lösungsansatz siehe die oben aufgeführte Seite "Continuum Mechanics Tutorials". Achten Sie auch auf die Einheiten! Kontrollieren Sie das Ganze mittels händischer Rechnung. In dem genannten Tutorial ist von "Singularity Functions" die Rede. Gemeint ist damit in diesem Kontext die {{W|Föppl-Klammer}}.
Einige Python-Programme, vorrangig zu Maschinenelementen, finden sich auf [https://baymp.de/download_python.html BayMP für Python] (Balken, Zahnräder, Stabknickung usw.).
=Thermodynamik=
== PYroMat ==
Für thermodynamische Aufgabenstellungen gibt es verschiedene externe Module. Eines davon ist PYroMat (siehe auch [http://pyromat.org]). Damit lassen sich thermodynamische Stoffdaten für viele Substanzen berechnen.
Beispiel (einige Stoffdaten für Wasser bei 400°C und 20 bar berechnen):
import pyromat as pm
# Wasserdaten laden:
H2O = pm.get('mp.H2O')
# Stoffdaten berechnen:
T = 673.15 # Temperatur in Kelvin
p = 20 # Druck in bar
v = H2O.v(T, p)
h = H2O.h(T, p)
s = H2O.s(T, p)
print(f"Spezifisches Volumen: {v} m³/kg")
print(f"Spezifische Enthalpie: {h} kJ/kg")
print(f"Spezifische Entropie: {s} kJ/(kg K)")
Ausgabe:
Spezifisches Volumen: [0.1512163] m³/kg
Spezifische Enthalpie: [3248.3789473] kJ/kg
Spezifische Entropie: [7.12924142] kJ/(kg K)
<small>
PYroMat muss vorab installiert werden (z.B. mittels pip, in eine virtuelle Umgebung)
</small>
<code>mp</code> steht für "multi phase". Für ein ideales Gas wäre <code>ig</code> zuständig, z.B. <code>'ig.O2'</code>.
Beispiel (T-s-Diagramm für Wasser zeichnen):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
import pyromat as pm
# Konfigurieren
pm.config["unit_pressure"] = "bar"
pm.config["unit_temperature"] = "K"
fluid = pm.get("mp.H2O")
# Temperaturbereich für das Nassdampfgebiet
T_tripel = 273.16
T_crit = 647.096
T = np.linspace(T_tripel, T_crit - 0.1, 200)
# Sättigungslinien berechnen und zeichnen
for x in np.linspace(0.0, 1.0, 5):
s = fluid.s(T=T, x=x)
if(x<=0.0):
plt.plot(s, T, label="Siedelinie x=%3.1f" % x, linewidth=2.0)
elif(x>=1.0):
plt.plot(s, T, label="Taulinie x=%3.1f" % x, linewidth=2.0)
else:
plt.plot(s, T, label="x=%3.1f" % x, linewidth=1.0)
# Isobaren zeichnen
p_values = [0.1, 1, 10, 50, 100]
T_isobar = np.linspace(T_tripel, 1000, 200)
t = 0.7
for p in p_values:
s_iso = fluid.s(T=T_isobar, p=p)
plt.plot(s_iso, T_isobar, 'k-', alpha=0.8, linewidth=0.8)
t += .05
idx = int(len(s_iso) * t)
plt.text(s_iso[idx], T_isobar[idx], f"{p} bar", fontsize=9, alpha=0.8)
# Diagramm zeichnen
plt.title("T-s-Diagramm für Wasser")
plt.xlabel("Spezifische Entropie s in kJ/kg K", fontsize=10)
plt.ylabel("Temperatur T in K", fontsize=10)
plt.legend(loc="best")
plt.grid(True)
plt.show()
Ausgabe (in etwa so):
[[Datei:T-s-Diagramm fuer Wasser.svg|400px]]
== CoolProp ==
Auch mit CoolProp können Stoffdaten berechnet werden. Siehe auch [https://coolprop.org/coolprop/wrappers/Python/index.html]
Beispiel (Wasser bei 20bar und 400°C):
import CoolProp.CoolProp as CP
fluid = 'Water'
T = 673.15 # Temperatur in Kelvin
P = 20e5 # Druck in Pascal
dichte = CP.PropsSI('D', 'T', T, 'P', P, fluid)
enthalpie = CP.PropsSI('H', 'T', T, 'P', P, fluid)
entropie = CP.PropsSI('S', 'T', T, 'P', P, fluid)
print(f"Spez. Volumen: {1/dichte:.6f} m³/kg")
print(f"Spez. Enthalpie: {enthalpie:.2f} J/kg")
print(f"Spez. Entropie: {entropie:.2f} J/kgK")
Ausgabe:
Spez. Volumen: 0.151215 m³/kg
Spez. Enthalpie: 3248344.02 J/kg
Spez. Entropie: 7129.16 J/kgK
== iapws ==
Um Werte für Wasser(dampf) zu erhalten (IAPWS; '''I'''nternational '''A'''ssociation for the '''P'''roperties of '''W'''ater and '''S'''team) gibt es die Bibliothek iapws. Siehe auch [https://iapws.org/] und [https://pypi.org/project/iapws/]
Beispiel (Wasser für 20bar und 400°C):
from iapws import IAPWS97
dampf = IAPWS97(P=2.0, T=673.15)
print(f"Spezifisches Volumen: {dampf.v:.6f} m³/kg")
print(f"Spezifische Enthalpie: {dampf.h:.2f} kJ/kg")
print(f"Spezifische Entropie: {dampf.s:.4f} kJ/(kgK)")
print(f"Phase: {dampf.phase}")
Ausgabe:
Spezifisches Volumen: 0.151208 m³/kg
Spezifische Enthalpie: 3248.23 kJ/kg
Spezifische Entropie: 7.1290 kJ/(kgK)
Phase: Gas
== TESPy ==
Ein anderes Modul für einen anderen Aufgabenzweck ist TESPy ('''T'''hermal '''E'''ngineering '''S'''ystems in '''Py'''thon). Dieses Modul ist für die Anlagensimulation zuständig. Für nähere Informationen siehe [https://tespy.readthedocs.io/en/main/getting_started/introduction.html]. Als Beipiel sei hier vorerst Code, der von der Google KI generiert wurde, angeführt. Der Code wurde überarbeitet, damit keine Warnungen auftreten. Bitte aber den Code trotzdem mit Vorsicht genießen, auch KI-generierter Code kann Fehler aufweisen. Eine Pumpe wird berechnet:
from tespy.components import Sink, Source, Pump
from tespy.connections import Connection
from tespy.networks import Network
# 1. Netzwerk definieren (Zentrales Steuerungselement)
# Wir wählen Wasser als Fluid und bar/Celsius als Einheiten
nw = Network(fluids=["water"])
nw.units.set_defaults(pressure="bar", pressure_difference="bar",
temperature="°C", enthalpy="kJ / kg")
# 2. Komponenten erstellen
eingang = Source("Wasserquelle")
ausgang = Sink("Wasserspeicher")
pumpe = Pump("Speisewasserpumpe")
# 3. Verbindungen definieren (Komponenten miteinander verknüpfen)
c1 = Connection(eingang, "out1", pumpe, "in1")
c2 = Connection(pumpe, "out1", ausgang, "in1")
# Verbindungen dem Netzwerk hinzufügen
nw.add_conns(c1, c2)
# 4. Randbedingungen und Parameter festlegen
# Zustand am Eingang (Druck, Temperatur, Massenstrom, Fluid-Zusammensetzung)
c1.set_attr(
v=1, # Massenstrom: 1 kg/s
T=20, # Temperatur: 20 °C
p=1, # Druck: 1 bar
fluid={"water": 1}, # 100% Wasser
)
# Zustand am Ausgang / Zielwerte der Pumpe
c2.set_attr(p=10) # Ziel-Druck nach der Pumpe: 10 bar
# Pumpeneigenschaften festlegen
pumpe.set_attr(eta_s=0.8) # Isentroper Wirkungsgrad von 80%
# 5. Simulation ausführen
nw.solve(mode="design")
# 6. Ergebnisse ausgeben
nw.print_results()
# Spezifische Werte direkt auslesen
print("\n--- Auswertung ---")
print(f"Erforderliche Pumpenleistung: {pumpe.P.val / 1000:.2f} kW")
print(f"Temperatur nach der Pumpe: {c2.T.val:.2f} °C")
Ausgabe (gekürzt):
iter | residual | progress | massflow | pressure | enthalpy | fluid | component
-------+------------+------------+------------+------------+------------+------------+------------
1 | 7.04e+04 | 12 % | 9.96e+02 | 0.00e+00 | 8.81e+04 | 0.00e+00 | 0.00e+00
2 | 5.91e-12 | 100 % | 1.11e-13 | 0.00e+00 | 7.39e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
3 | 5.80e-12 | 100 % | 0.00e+00 | 0.00e+00 | 7.25e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
4 | 5.80e-12 | 100 % | 0.00e+00 | 0.00e+00 | 7.25e-12 | 0.00e+00 | 0.00e+00
Total iterations: 4, Calculation time: 0.01 s, Iterations per second: 480.85
##### RESULTS (Pump) #####
+-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------+
| | P | pr | dp | eta | eta_s | head |
|-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------|
| Speisewasserpumpe | 1.12e+06 | 1.00e+01 | -9.00e+00 | 8.00e-01 | 8.00e-01 | 9.19e+01 |
+-------------------+----------+----------+-----------+----------+----------+----------+
...
...
--- Auswertung ---
Erforderliche Pumpenleistung: 1124.77 kW
Temperatur nach der Pumpe: 20.07 °C
= Stochastik =
Die {{W|Stochastik}} ist ein sehr weites Feld. Hier werden etliche wichtige Themen kurz angerissen. Python stellt mit den Moduln math und statistics Software zu diesem Zwecke bereit. math und statistics sind bereits im Lieferumfang von Python enthalten. Aber auch mit den externen Modulen NumPy, SciPy, stochastic und pandas kann man Stochastik in Python betreiben. Die Theorie der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik soll etwas später in Band 5 dieser Buchreihe behandelt werden.
== Lageparameter ==
import statistics
werte = [1, 3, 4, 4, 1, 7, 9, 1, 2, 3]
m1 = statistics.mean(werte)
m2 = statistics.mode(werte)
m3 = statistics.median(werte)
print("Arithmetischer Mittelwert = ", m1)
print("Modalwert = ", m2)
print("Median = ", m3)
Ausgabe:
Arithmetischer Mittelwert = 3.5
Modalwert = 1
Median = 3.0
== Streuungsparameter ==
Beispiel (Berechnung der Standardabweichung):
import statistics
werte = [1, 3, 4, 4, 1, 7, 9, 1, 2, 3]
s = statistics.stdev(werte)
print("Standardabweichung = ", s)
Ausgabe:
Standardabweichung = 2.6770630673681683
Beispiel (Berechnung des Variationskoeffizienten V = Standardabweichung/Mittelwert)
import numpy as np
from scipy import stats
import statistics
k = 50
dat1 = [14, 21, 18, 25, 30, 17, 20]
dat = np.array(dat1)
# Mit SciPy
v = stats.variation(dat)
vddof = stats.variation(dat, ddof=1)
print("V SciPy: ", v)
print("V DDOF SciPy: ", vddof)
print(k*"-")
# mit NumPy
mittelwert1 = np.mean(dat)
std_abw1 = np.std(dat)
std_abw1ddof = np.std(dat, ddof=1)
v1= std_abw1 / mittelwert1
v1ddof = std_abw1ddof / mittelwert1
print("Mittelwert NumPy: ", mittelwert1)
print("Std.abw. NumPy: ", std_abw1)
print("Std.abw. DDOF NumPy: ", std_abw1ddof)
print("V NumPy: ", v1)
print("V DDOF NumPy: ", v1ddof)
print(k*"-")
# nur mit reinem Python
mittelwert2 = statistics.mean(dat1)
std_abw2 = statistics.stdev(dat1)
v2 = std_abw2 / mittelwert2
print("Mittelwert Python: ", mittelwert2)
print("Std.abw. Python: ", std_abw2)
print("V Python:", v2)
print(k*"-")
Ausgabe:
V SciPy: 0.23890355966467272
V DDOF SciPy: 0.25804533701889254
--------------------------------------------------
Mittelwert NumPy: 20.714285714285715
Std.abw. NumPy: 4.948716593053935
Std.abw. DDOF NumPy: 5.3452248382484875
V NumPy: 0.23890355966467272
V DDOF NumPy: 0.2580453370188925
--------------------------------------------------
Mittelwert Python: 20.714285714285715
Std.abw. Python: 5.3452248382484875
V Python: 0.2580453370188925
--------------------------------------------------
Der Unterschied bei der Standardabweichung zwischen reinem Python und den externen Bibliotheken SciPy und NumPy entsteht dadurch, dass einmal durch (n-1) und das andere Mal nur durch n dividiert wird. Dies kann bei NumPy und SciPy dadurch entschärft werden, indem <code>ddof=1</code> gesetzt wird. ddof steht für '''D'''elta '''D'''egrees '''o'''f '''F'''reedom.
== Kombinatorik ==
Beispiel:
import math
n = 7
k = 5
print("n! = ", math.factorial(n))
print("Kombinationen (n über k) = ", math.comb(n, k))
Ausgabe:
n! = 5040
Kombinationen (n über k) = 21
Siehe zu diesem Thema auch [[Ing Mathematik: Permutationen, Kombinationen, binomischer Lehrsatz]]. Die Anzahlen lassen sich einfach aus den dortigen Formeln ermitteln, z.B. bei Permutationen mit <math>n!</math> oder Variationen mit Wiederholungen als <math>n^k</math>. Will man die Kombinationen oder Variationen aber auch als Liste ausgeben, so kann das Modul <code>itertools</code> nützlich sein.
Beispiel (Variationen ohne Wiederholung):
from itertools import permutations
menge = ["A", "B", "C", "D"] # n = 4
k = 3
variationen = list(permutations(menge, k))
for v in variationen:
print("".join(v))
print(50*"-")
print(len(variationen))
Ausgabe (gekürzt):
ABC
ABD
ACB
...
DCA
DCB
--------------------------------------------------
24
Siehe zum Modul <code>itertools</code> auch die Website [https://docs.python.org/3/library/itertools.html].
* Variationen mit Wiederholung: <code>itertools.product()</code>
* Kombinationen ohne Wiederholung: <code>itertools.combinations()</code>
* Kombinationen mit Wiederholung: <code>itertools.combinations_with_replacement()</code>
== Zufallszahlen ==
Beispiel:
import random
# Ganzzahlige Zufallszahl von 1 bis 10
zufallszahl1 = random.randint(1, 10)
# Gleitpunktzahlen
# zwischen 0.0 und 1.0
zufallszahl2 = random.random()
# Zahl zwischen 1.5 und 9.5
zufallszahl3 = random.uniform(1.5, 9.5)
# aus Liste auswählen
farbe = ["Rot", "Grün", "Blau"]
zufallswert = random.choice(farbe)
print(zufallszahl1)
print(zufallszahl2)
print(zufallszahl3)
print(zufallswert)
Ausgabe, z.B.:
5
0.14147945849015753
6.894003397570905
Rot
Benötigt man mehrere Zufallszahlen, so ist das Modul <code>numpy</code> zu bevorzugen, z.B.:
* Normalverteilung: <code>np.random.normal(...)</code>
* Gleichverteilung: <code>np.random.uniform(...)</code>
== Histogramm ==
Zum Thema Histogramm siehe {{W|Histogramm}}.
Beispiel (mit Matplotlib):
import matplotlib.pyplot as plt
import numpy as np
daten = np.random.normal(loc=50, scale=10, size=1000)
plt.hist(daten, bins=25, edgecolor='darkgray')
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_histogramm.svg|300px]]
Beispiel (mit Seaborn):
import matplotlib.pyplot as plt
import seaborn as sns
import numpy as np
daten = np.random.normal(loc=50, scale=10, size=1000)
sns.set_theme(style="darkgrid")
sns.histplot(data=daten)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_histogramm2.svg|300px]]
Das Kürzel <code>sns</code> ist Konvention und steht für die fiktive Figur '''S'''amuel '''N'''orman '''S'''eaborn aus der US-Fernsehserie {{W|The West Wing – Im Zentrum der Macht | The West Wing}}.
== Box-Plot ==
[[File:Elements of a boxplot.svg|400px]]
Siehe auch {{W|Box-Plot}}.
Beispiel (mit Seaborn erstellt):
import seaborn as sns
import matplotlib.pyplot as plt
df = sns.load_dataset("tips")
sns.boxplot(data=df, x="day", y="tip", hue="day", legend=False)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_boxplot.svg|400px]]
Beispiel (mit Matplotlib erstellt):
import matplotlib.pyplot as plt
daten = [12, 15, 18, 19, 22, 25, 28, 30, 31, 35, 42, 55, 12, 25]
plt.boxplot(daten, patch_artist=True)
plt.title("Boxplot mit Matplotlib")
plt.ylabel("Daten")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_boxplot2.svg|300px]]
Um mehrere Box-Plots unterschiedlicher Farbe mit Matplotlib in einem Diagramm zu zeichnen, können Sie folgendermaßen vorgehen:
import matplotlib.pyplot as plt
daten = [[12, 15, 18, 19, 22, 25, 28, 30, 31, 35, 42, 55, 12, 25],
[10, 19, 20, 21, 20, 30, 19, 40, 11, 17, 19, 21]]
farben = ["green", "blue"]
boxplot = plt.boxplot(daten, patch_artist=True)
for patch, farbe in zip(boxplot['boxes'], farben):
patch.set_facecolor(farbe)
plt.title("Boxplot mit Matplotlib")
plt.ylabel("Daten")
plt.show()
== Regressionsrechnung ==
Beispiel:
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
# Messpunkte
x = np.array([1, 3, 5, 6, 8, 10, 20])
y = np.array([3, 4, 5, 5, 7, 9, 11])
# Regressionskurve (Grad 1 = lineare Regression, 2 = Polynom-Regression 2. Gr.)
# y = kx + d
k, d = np.polyfit(x, y, deg=1)
# y = ax**2 + bx + c
a, b, c = np.polyfit(x, y, deg=2)
x_l = np.linspace(1, 20, 100)
y_p = a * x_l**2 + b * x_l + c
# Zeichnen
plt.scatter(x, y, color='green', label='Messpunkte')
plt.plot(x, k*x + d, color='blue', label='Regressionsgerade')
plt.plot(x_l, y_p, color='red', label='Regressionspolynom 2. Gr.')
plt.xlabel('x')
plt.ylabel('y')
plt.grid()
plt.axis("equal")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_regression.svg|400px]]
== Korrelationsrechnung ==
Beispiel:
import pandas as pd
import matplotlib.pyplot as plt
# Messdaten
x = [1, 3, 4, 5, 6]
y = [2, 4, 6, 8, 5]
daten = {'X': x, 'Y': y}
df = pd.DataFrame(daten)
# Korrelation
korr = df['X'].corr(df['Y'])
print(f"Korrelationskoeff.: {korr}")
# Messpunkte zeichnen
plt.scatter(x, y, color='green', label='Messpunkte')
plt.grid()
plt.axis("equal")
plt.legend(loc="best")
plt.show()
Ausgabe:
Korrelationskoeff.: 0.7556096518348252
[[Datei:IngMath_korrelation.svg|300px]]
== Mengen und Venn-Diagramme ==
Beispiel:
import matplotlib.pyplot as plt
from matplotlib_venn import venn2
menge_a = {1, 2, 3, 4, 5, 6}
menge_b = {4, 5, 6, 7, 8}
vereinigung = menge_a | menge_b
schnitt = menge_a & menge_b
print("Vereinigungsmenge = ", vereinigung)
print("Schnittmenge = ", schnitt)
venn2([menge_a, menge_b], set_labels=('Menge A', 'Menge B'))
plt.show()
Ausgabe:
Vereinigungsmenge = {1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8}
Schnittmenge = {4, 5, 6}
[[Datei:IngMath_venn.svg|300px]]
Siehe auch {{W|Mengendiagramm#Venn-Diagramme}}.
== Verteilungs- und Dichtefunktion ==
* CDF ... '''C'''umulative '''D'''istribution '''F'''unction, Verteilungsfunktion
* PDF ... '''P'''robability '''D'''ensity '''F'''unction, Dichtefunktion
Beispiel (Normalverteilung):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
from scipy.stats import norm
my, sigma = 0, 1
x = np.linspace(-4, 4, 50)
pdf = norm.pdf(x, my, sigma)
cdf = norm.cdf(x, my, sigma)
plt.plot(x, pdf, lw=2, label="Dichtefunktion")
plt.plot(x, cdf, lw=2, label="Verteilungsfunktion")
plt.legend()
plt.grid()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_cdf_pdf.svg|300px]]
Beispiel (<math>\chi^2</math>-Verteilung):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
import scipy.stats as stats
x = np.linspace(0, 20, 500)
# df ... degree of freedom, Freiheitsgrad
pdf = (stats.chi2.pdf(x, df=2), stats.chi2.pdf(x, df=5), stats.chi2.pdf(x, df=10))
for i in range(0,3):
if(i==0):
lab = "Freiheitsgrad 2"
elif(i==1):
lab = "Freiheitsgrad 5"
else:
lab = "Freiheitsgrad 10"
plt.plot(x, pdf[i], label=lab, lw=2)
plt.grid()
plt.legend()
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_chi2.svg | 300px]]
== Schätzen und Testen ==
=== Intervallschätzung ===
Als Beispiel seien Daten gegeben, die von ''Dürr, Mayer: Wahrscheinlichkeitsrechnung und Schließende Statistik; 7. Aufl., Hanser, 2014, Seite 137'' stammen. Und zwar soll das 95%-Vertrauensintervall für den Mittelwert des Kaloriengehalts (kcal/100g) von Hähnchen ermittelt werden. Wir wollen das mit Python inkl. NumPy und SciPy durchführen. Die Stichprobe ist groß (50 Hähnchen):
Python-Code:
import numpy as np
import scipy.stats as stats
# Stichprobe
daten = [309, 202, 234, 252, 240, 225, 241, 212, 118, 191,
236, 204, 213, 220, 219, 218, 195, 159, 195, 206,
207, 232, 215, 210, 204, 332, 241, 225, 235, 193,
238, 187, 189, 203, 190, 252, 227, 212, 180, 178,
242, 236, 174, 240, 195, 223, 213, 209, 200, 203]
# Parameter definieren
konfidenzniveau = 0.95
mean = np.mean(daten)
std = np.std(daten, ddof=1)
stdfehler = stats.sem(daten)
intervall = stats.norm.interval(confidence=konfidenzniveau, loc=mean, scale=stdfehler)
print(f"Mittelwert: {mean}")
print(f"Standardabweichung: {std}")
print(f"Konfidenzintervall: {intervall}")
Ausgabe:
Mittelwert: 215.48
Standardabweichung: 33.14238915925757
Konfidenzintervall: (np.float64(206.29356722321992), np.float64(224.66643277678006))
Diese Werte stimmen gerundet mit denen im genannten Buch überein. Zum Code selbst:
* sem steht für '''s'''tandard '''e'''rror of the '''m'''ean.
* <code>scipy.stats.norm</code> ... Modul für die Normalverteilung.
=== Punktschätzung ===
Gleiche Daten wie oben bei der Intervallschätzung.
Python-Code:
import numpy as np
from scipy import stats
daten = [309, 202, 234, 252, 240, 225, 241, 212, 118, 191,
236, 204, 213, 220, 219, 218, 195, 159, 195, 206,
207, 232, 215, 210, 204, 332, 241, 225, 235, 193,
238, 187, 189, 203, 190, 252, 227, 212, 180, 178,
242, 236, 174, 240, 195, 223, 213, 209, 200, 203
]
mu_hat, sigma_hat = stats.norm.fit(daten)
print(f"Schätzer für den Erwartungswert (μ): {mu_hat:.4f}")
print(f"Schätzer für die Standardabweichung (σ): {sigma_hat:.4f}")
Ausgabe:
Schätzer für den Erwartungswert (μ): 215.4800
Schätzer für die Standardabweichung (σ): 32.8093
=== Hypothesentests ===
Beispiel:
import numpy as np
import scipy.stats as stats
x_quer = 12.075 # Stichproben-Mittelwert
var = 0.069 # Stichproben-Varianz
n = 90 # Stichprobengröße
my_0 = 12.0 # Nullhypothese
alpha = 0.05 # Signifikanzniveau
z_stat = (x_quer - my_0) / np.sqrt(var / n)
p_val = 2 * (1 - stats.norm.cdf(np.abs(z_stat)))
print(f"Z-Statistik: {z_stat:.4f}")
if p_val < alpha:
print(f"p-Wert: {p_val:.6f} < alpha:", alpha)
print("Die Nullhypothese wird verworfen.")
else:
print(f"p-Wert: {p_val:.6f} > alpha:", alpha)
print("Die Nullhypothese wird nicht verworfen.")
Ausgabe:
Z-Statistik: 2.7087
p-Wert: 0.006755 < alpha: 0.05
Die Nullhypothese wird verworfen.
== Statistische Qualitätskontrolle ==
Beispiel (Mittelwertkarte):
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
# Gegeben
sollwert = 50.0
varianz = 4.0
stichproben_umfang = 1
daten = [49.5, 50.2, 53.0, 48.1, 52.6, 53.4, 49.8]
# Berechnung
standardabweichung = np.sqrt(varianz)
streuung = standardabweichung / np.sqrt(stichproben_umfang)
cl = sollwert
ucl = cl + 3 * streuung
lcl = cl - 3 * streuung
# Darstellung
plt.plot(daten, marker='o', linestyle='-', color='b', label='Messdaten')
plt.axhline(cl, color='green', linestyle='-', label=f'CL: {cl}')
plt.axhline(ucl, color='red', linestyle='--', label=f'UCL: {ucl:.2f}')
plt.axhline(lcl, color='red', linestyle='--', label=f'LCL: {lcl:.2f}')
plt.title('Mittelwertkarte')
plt.xlabel('Stichprobe')
plt.ylabel('Wert')
plt.legend(loc='lower left')
plt.grid(True)
plt.show()
Ausgabe:
[[Datei:IngMath_mittelwertkarte.svg|300px]]
Siehe auch {{W|Shewhart-Regelkarte}} und {{W|Qualitätsregelkarte}}.
* UCL ... '''U'''pper '''C'''ontrol '''Limit''', Obere Eingriffsgrenze
* LCL ... '''L'''ower '''C'''ontrol '''Limit''', Untere Eingriffsgrenze
* CL ... '''C'''enter '''L'''ine, Mittellinie
= Ein- und Ausgabe =
== print ==
Die Anweisung print haben wir schon oft verwendet. Hier soll anhand von Beispielen kurz beschrieben werden, was der Befehl print leisten kann.
print("Hallo", "Welt", 1, sep="-")
print("Hallo", end=" ")
print("Welt")
Ausgabe:
Hallo-Welt-1
Hallo Welt
== input ==
a = int(input("Zahl 1: "))
b = int(input("Zahl 2: "))
print("a + b = ", a+b)
Ausgabe (nach Eingabe der beiden Ganzzahlen):
Zahl 1: 4
Zahl 2: 5
a + b = 9
== Aus Dateien lesen ==
Es seinen die datei.txt
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
und test1.py
dat = open("datei.txt", mode = "r")
print(dat.read())
dat.close()
Ausgabe
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
Mit dem open()-Befehl wird die Datei datei.txt im Lesemodus geöffnet (r ... read). Mit dem read()-Befehl wird die Datei eingelesen und mittels print ausgegeben.
== In Dateien schreiben ==
dat = open("datei.txt", mode = "a", encoding = "utf-8")
dat.write("Hänge Zeile an\n")
dat.close()
Die Datei datei.txt sieht nach Abarbeitung des obigen Skripts nun so aus
Hallo Welt.
Wie geht es dir?
...
Hänge Zeile an
Es wird die Datei im Schreibmodus geöffnet (a ... append (anhängend), w ... write (überschreibend)).
write() fügt hier also eine Zeile Text am Dateiende ein. close() schließt die Datei wieder.
Das close() kann man sich mit der with-Anweisung auch sparen.
with open("datei.txt", mode="a", encoding="utf-8") as dat:
dat.write("Hänge Zeile an\n")
= Benutzeroberflächen erstellen =
== tkinter ==
{{Wikipedia | Tkinter}}
Python bietet standardmäßig das Modul tkinter zur Programmierung von Benutzeroberflächen. Es müssen also bei der Verwendung von tkinter keine externen Module installiert werden. Hier wird eine (sehr) kurze Einführung in das Erstellen von grafischen Oberflächen mittels tkinter gegeben.
import tkinter as tk
win = tk.Tk()
win.title("Hallo Welt!")
win.minsize(300, 50)
but = tk.Button(win, text = "Push the button")
but.pack()
win.mainloop()
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_gui1.jpg]]
Ein etwas komplizierteres Beispiel sei nachfolgend gezeigt. Es sollen zwei Strings miteinander verknüpft und ausgegeben werden.
import tkinter as tk
win = tk.Tk()
win.title("Hallo Welt!")
def on_button_clicked():
str = ent1.get() + ent2.get()
lab2["text"] = str
ent1 = tk.Entry(win)
ent2 = tk.Entry(win)
lab1 = tk.Label(win, text="verknuepfen mit")
lab2 = tk.Label(win, text="")
but = tk.Button(win, text = "=", command=on_button_clicked)
ent1.pack(side="left")
lab1.pack(side="left")
ent2.pack(side="left")
but.pack(side="left")
ent2.pack(side="left")
lab2.pack(side="left")
win.mainloop()
Ausgabe (vor der Eingabe der Teilstrings):
[[Datei:PythonIng_gui2.jpg]]
Ausgabe (nach der Eingabe der Teilstrings und dem Drücken des =-Buttons):
[[Datei:PythonIng_gui3.jpg]]
== curses ==
{{Wikipedia | curses}}
Mit dem curses-Modul lassen sich u.a. TUIs ('''T'''ext '''U'''ser '''I'''nterfaces) erstellen. Ein sehr einfaches Beispiel zur allgemeinen Funktionsweise wird nachstehend geliefert.
import curses
stdscr = curses.initscr()
curses.start_color()
curses.init_pair(1, curses.COLOR_RED, curses.COLOR_WHITE)
stdscr.clear()
stdscr.addstr("Hallo Welt", curses.color_pair(1))
stdscr.refresh()
stdscr.getch()
curses.endwin()
Als Ausgabe sollte <span style="color:#FF0000;">Hallo Welt</span> (rote Schrift auf weißem Hintergrund) auf dem Terminal/der Konsole erscheinen. Getestet wurde dies mit openSUSE Tumbleweed, Python-Version 3.13.12. Das entsprechende Python-curses-Package muss installiert sein.
Allgemeine Informationen zur Terminal-/Konsolengröße und Cursorposition liefert folgendes Programm:
import curses
stdscr = curses.initscr()
stdscr.addstr(3, 5, "LINES: %d" % curses.LINES)
stdscr.addstr(4, 5, "COLS: %d" % curses.COLS)
(y,x) = stdscr.getyx()
stdscr.addstr(5, 5, "Momentane Cursorposition: [%d, %d]" % (y, x))
(y,x) = stdscr.getbegyx()
stdscr.addstr(6, 5, "Koordinatenursprung: [%d, %d]" % (y, x))
(y,x) = stdscr.getmaxyx()
stdscr.addstr(7, 5, "Fenstergröße: [%d, %d]" % (y, x))
stdscr.addstr(11, 2, "Taste drücken -> Ende")
stdscr.refresh()
stdscr.getch()
curses.endwin()
Es sollte sich in etwa folgende Ausgabe ergeben:
LINES: 44
COLS: 110
Momentane Cursorposition: [4, 15]
Koordinatenursprung: [0, 0]
Fenstergröße: [44, 110]
Taste drücken -> Ende
Zur Funktionsweise von curses siehe auch das Wikibook [[ncurses]]. Zum Verständnis sind dort allerdings elementare Kenntnisse in der Programmiersprache C erforderlich.
== Qt ==
{{Wikipedia | Qt (Bibliothek)}}
Auch für das Qt-Framework gibt es eine Anbindung an Python. Nachfolgend ein einfaches Beispiel.
import sys
from PySide6.QtWidgets import QApplication, QLabel
app = QApplication(sys.argv)
label = QLabel("Hallo Welt!")
label.show()
sys.exit(app.exec())
Ausgabe:
[[Datei:PythonIng_gui10.png]]
== Gtk ==
{{Wikipedia | GTK (Programmbibliothek)}}
Eine idente Ausgabe, wie oben für Qt gezeigt, erzeugt z.B. folgendes Gtk-Programm:
import gi
gi.require_version("Gtk", "4.0")
from gi.repository import Gtk
def on_activate(app):
win = Gtk.ApplicationWindow(application=app)
lab = Gtk.Label(label="Hallo Welt!")
win.set_child(lab)
win.present()
app = Gtk.Application()
app.connect('activate', on_activate)
app.run(None)
Auch für die Benutzung von Qt und Gtk müssen die jeweiligen Packages installiert sein. Getestet wurden die entsprechenden Python-Programme nur unter openSUSE Tumbleweed. Wie das GTK-Paket unter MS Windows 11 installiert wird, siehe z.B. [https://www.gtk.org/docs/installations/windows Setting up GTK for Windows].
Damit sei aber das Thema "Benutzeroberflächen erstellen" hier abgeschlossen, da dies schon ein sehr spezielles Aufgabengebiet ist, das eher Informatiker und nicht so sehr Ingenieure anspricht. Bei Bedarf siehe aber ggf. die entsprechenden Links unten in diesem Tutorial. Dort sind weiterführende Informationen zu finden.
= Style Guide, flake8, pylint, Black etc. =
== Style Guide ==
Wie man schönen und richtigen Python-Code schreibt, erfahren Sie in
* [https://peps.python.org/pep-0008/ PEP 8 – Style Guide for Python Code]
== Formatter und Linter ==
Ein Modul, das prüft, ob die Richtlinien im Style Guide eingehalten wurden, ist ''flake8'':
* [https://flake8.pycqa.org/en/latest/ Flake8: Your Tool For Style Guide Enforcement]
Code formatieren kann man auch mit [https://pypi.org/project/black/ Black]. Z.B. übersetzt <code>black test1.py</code> die Datei <code>test1.py</code>
import sympy as sp
H = sp.Symbol("H", positive=True)
T = sp.Symbol("T", positive=True)
t = sp.Symbol("t")
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T / 2)),
(2 * H / T * (t - T / 2), (t > T / 2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
in
import sympy as sp
H = sp.Symbol("H", positive=True)
T = sp.Symbol("T", positive=True)
t = sp.Symbol("t")
f = sp.Piecewise(
(H, (t > 0) & (t < T / 2)), (2 * H / T * (t - T / 2), (t > T / 2) & (t < T))
)
f_series = sp.fourier_series(f, (t, 0, T))
sp.pprint(f_series.truncate(4))
Die Programmausgabe ist
reformatted test1.py
All done! ✨ 🍰 ✨
1 file reformatted.
Der Unterschied zwischen Black und Flake8:
* Black ist ein Code-Formatter. Er formatiert Ihren Code um, sodass er im Einklang mit PEP 8 steht.
* Flake8 ist ein {{W|Lint (Programmierwerkzeug) | Code-Linter}}. Flake8 verändert Ihren Code nicht, sondern durchsucht ihn nach potenziellen Fehlern etc.
Am obigen Beispiel sieht man auch, dass flake8 und Black nicht immer einer Meinung sind. Flake8 (<code>flake8 test1.py</code>) würde standardmäßig den mit Black formatierten Code bemängeln:
test1.py:8:80: E501 line too long (80 > 79 characters)
Diese Diskrepanz kann beseitigt werden. Da 79 Zeichen auf modernen Bildschirmen meist als zu kurz empfunden werden, ist ein Limit von 88 Zeichen (Black-Standard) oder mehr empfehlenswert. Um dies zu implementieren, erstellen Sie in Ihrem Projektverzeichnis eine <code>.flake8</code>-Datei mit dem Inhalt
[flake8]
max-line-length = 88
Und schon ignoriert Flake8 dieses Problem.
Ein anderer Linter ist pylint. Der würde beim Abarbeiten des obigen Beispiels, z.B. mit <code>pylint test1.py</code> noch eine Kleinigkeit bemängeln:
************* Module test1
/home/hr/tmp/test1.py:1:0: C0114: Missing module docstring (missing-module-docstring)
------------------------------------------------------------------
Your code has been rated at 8.57/10 (previous run: 8.57/10, +0.00)
Auch pylint muss vor der ersten Verwendung installiert werden (z.B. mittels pip, virtuelle Umgebung, YaST). Die Dokumentation zu pylint findet sich auf [https://pylint.readthedocs.io/en/latest/].
<u>Aufgabe:</u> Fügen Sie einen "module docstring" in die <code>test1.py</code>-Datei ein und testen Sie erneut mit flake8, Black und pylint. <small>Sehen Sie zum Thema docstrings auch [https://peps.python.org/pep-0257/#what-is-a-docstring PEP 257 – Docstring Conventions].</small>
Es gibt noch weitere Formatierungswerkzeuge für Python-Code. Z.B. [https://docs.astral.sh/ruff/ Ruff], ein moderner Code-Formatter und -Linter. Mittels <code>ruff check test1.py</code> würde obiger Code geprüft (Linter). <code>ruff format test1.py</code> formatiert den Code (Formatter).
== Type Checker ==
"Type Checker" sind z.B.
* mypy
* pyright
* ty
Diese prüfen die Datentypen, z.B. in folgendem Code
def greetings(name: str) -> str:
return "Hello, %s" % name
print(greetings(42))
Python selbst, flake8, ruff oder black würden diesen Code ohne zu Murren akzeptieren. "Type Checker" würden aber sehr wohl Alarm schlagen, z.B. liefert <code>mypy</code> folgende Ausgabe
test1.py:5: error: Argument 1 to "greetings" has incompatible type "int"; expected "str" [arg-type]
Found 1 error in 1 file (checked 1 source file)
== Sonstige Tools ==
Andere Tools für die {{W|Statische Code-Analyse|statische Codeanalyse}}, die aber für Ingenieure weniger interessant sein dürften, sind z.B.
* Radon: Liefert verschiedene {{W|Softwaremetrik|Codemetriken}} (Komplexität, Wartbarkeitsindex ...)
* Bandit: Findet Sicherheitslücken
Tools für die {{W|Dynamisches Software-Testverfahren|dynamische Codeanalyse}}, z.B.:
* DynaPyt (Framework zur dynamischen Programmanalyse)
* cProfile (Profiler)
* Memory Profiler (Speicheranalyse)
* Memray (Speicheranalyse)
* tracemalloc (Speicheranalyse)
Paket- und Projektmanagement (pip-Ersatz etc.):
* uv
* Poetry
* Conda
* pipx
= Einige Integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs)=
Werden Programmtexte größer und umfangreicher, so ist das Arbeiten mit der interaktiven Programmierumgebung bzw. das direkte Ausführen von Python-Skripten mühsam. Man wünscht sich z.B. Hilfen zum Debuggen oder die automatische Code-Vervollständigung. Zu diesem Zweck wurden IDEs (Integrated Development Environments) geschaffen. Von diesen seinen nachfolgend auszugsweise einige kurz beschrieben. Testen Sie einfach aus, welche davon für Sie bzw. für Ihr Python-Projekt geeignet sind.
== IDLE ==
IDLE ist die mit dem Python-Programmpaket mitgelieferte IDE. Der Name leitet sich einerseits ab vom Monty-Python-Mitglied Eric Idle, andererseits steht es als Abkürzung für "'''I'''ntegrated '''D'''evelopment and '''L'''earning '''E'''nvironment. IDLE ist einfach zu bedienen, bietet aber schon einen beachtlichen Leistungsumfang. Nachfolgend wird ein Screenshot zu IDLE geliefert. Rechts ist das Editor-Fenster zu sehen, links die interaktive Programmierumgebung. Um das Beispiel selbst nachvollziehen zu können, starten Sie IDLE. Das geht ähnlich, wie Sie die interaktive Programmierumgebung von Python starten (nur, dass Sie eben das IDLE-Icon doppelklicken und nicht das Python-Icon. Unter Linux geben Sie einfach in einem Terminal <code>idle3.13</code> o. Ä. ein). Weiter geht es mit "File - Open - ...". Die auszuführende Datei auswählen (im konkreten Fall ein "Hallo-Welt"-Programm). Es erscheint das rechte Fenster. Dort "Run - Run Module" auswählen. Und schon wird im linken Fenster "Hallo Welt!" ausgegeben.
[[Datei:PythonIng_idle1.jpg | 600px]]
Siehe auch {{W|IDLE}}.
== PyCharm ==
PyCharm ist ein kommerzielles Produkt. Es gab aber auch eine kostenlose Community Edition. Seit 2025 sind beide Varianten vereint. Für die ersten 30 Tage sind die Pro-Funktionen frei verfügbar, danach nur noch die Kernfunktionalitäten (oder man bezieht kostenpflichtig die Pro-Version). Zu beziehen ist PyCharm unter dem Weblink [https://www.jetbrains.com/pycharm/]. Nachfolgend ein etwas abgewandeltes "Hallo Welt"-Programm, editiert und ausgeführt mit PyCharm.
[[Datei:PyCharm_IDE_2023_screenshot.png | 600px]]
Siehe auch {{W|PyCharm}}.
== Eric ==
Auch eric ist Open Source und steht unter der GNU General Public License Version 3 oder später. Zu beziehen ist diese Software unter [https://eric-ide.python-projects.org/].
[[Datei:Screenshot_Eric_4.png | 600px]]
Siehe auch {{W|eric (Software)}}.
<small>
Unter openSUSE Tumbleweed sollte sich eric auch mit YaST installieren lassen. Bei mir gibt es aber dann beim Ausführen des eric-Programms eine Fehlermeldung (Stand März 2026):
...
ModuleNotFoundError: No module named 'PyQt6.QtPdfWidgets'
Umgehen kann man dieses Problem aber wieder mit dem Erstellen einer virtuellen Umgebung, in etwa so
python3.13 -m venv ~/tmp/venv1
cd ~/tmp/venv1/bin
./python3.13 -m pip install --upgrade --prefer-binary eric-ide
./eric7_ide
</small>
== PyScripter ==
Vom Funktionsumfang vergleichbar mit den vorherigen IDEs ist PyScripter. Auch PyScripter ist Open Source. Die Projekt-Homepage findet sich auf [https://sourceforge.net/projects/pyscripter/]. PyScripter ist nur für MS Windows verfügbar.
[[Datei:PythonIng_pyscripter1.jpg | 600px]]
== Spyder IDE ==
Spyder enthält bereits eine stabile Python-Version und etliche Module (z.B. matplotlib, numpy, control). Ansonsten kann dieses Softwarepaket vom Funktionsumfang her mit den anderen genannten IDEs locker mithalten. Spyder wurde unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Diese Software findet sich auf [https://www.spyder-ide.org].
[[Datei:Spyder-windows-screenshot.png | 600px]]
Siehe auch {{W|Spyder (Software)}}
== Eclipse IDE==
Die {{W|Eclipse_(IDE)|Eclipse-IDE}} kann ebenfalls für Python aufgerüstet werden. Dazu gibt es das PyDev-Plugin. Installiert wird es über
* Help > Eclipse Marketplace...
* Find - PyDev - Install
* Danach muss noch der Pfad zum Python-Interpreter festgelegt werden (Window > Preferences > PyDev > Interpreters > Python Interpreter > New ...).
Das Ergebnis ist ähnlich wie im folgenden Bild, nur dass statt C/C++ Python Verwendung findet.
[[Datei:Setting Up Eclipse CDT helloout.png | 600px]]
== Sonstige ==
Die genannten IDEs sind nicht die Einzigen. Es gibt, um dem Image Pythons als beliebteste Programmiersprache gerecht zu werden, noch einige andere. Sowohl Open Source-Programme als auch kommerzielle Programme sind im Web zu finden, z.B. Thonny oder {{W|Visual Studio Code}}. Braucht man den Umfang von ausgewachsenen IDEs nicht, so kann man auch normale Texteditoren verwenden (z.B. {{W|Geany}} oder {{W|Kate_(Texteditor)|Kate}}).
= Debuggen und Testen =
Das Debuggen und Testen von Programmen sind wichtige Bestandteile der Programmierung. Syntaxfehler lassen sich i.A. leicht beheben. Schwieriger ist das Eingrenzen von logischen Fehlern, die ev. nur in bestimmten Situationen auftreten und keine explizite Fehlermeldung hervorrufen. Das Programm liefert falsche Ergebnisse oder es stürzt aus heiterem Himmel ab. Um das zu verhindern gibt es verschiedene Werkzeuge, die bei der Fehlersuche behilflich sein können. Vorerst siehe aber zwecks Begriffsklärung noch folgende Links:
* {{W|Debuggen}}
* {{W|Debugger}}
* {{W|Softwaretest}}
<gallery>
First Computer Bug, 1947.jpg
Test ganzheitlich.png
V-Modell.svg
</gallery>
== Das Modul pdb ==
Python bringt schon ein Modul zum Debuggen mit. Siehe z.B. [https://docs.python.org/3/library/pdb.html pdb — The Python Debugger].
Komfortabler lässt sich das aber mittels Integrierter Entwicklungsumgebungen (IDEs) angehen.
== Debuggen mit IDEs ==
Für die IDEs IDLE und Spyder sei kurz auf die entsprechenden Webseiten verwiesen:
* [https://www.cs.uky.edu/~keen/help/debug-tutorial/debug.html Debugging under IDLE].
* [https://docs.spyder-ide.org/current/panes/debugging.html Spyder Debugger]
Dort wird die Vorgehensweise auch mittels Screenshots erläutert.
== assert ==
assert ... behaupten, zusichern ({{W|Assertion (Informatik)}})
Python-Code:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10., 0.)
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1(10., 0.)
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 4, in print1
assert y != 0.0
^^^^^^^^
AssertionError
Python-Code:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1("10.", "5.")
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1("10.", "5.")
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 2, in print1
assert type(x) == float
^^^^^^^^^^^^^^^^
AssertionError
Aber auch bei nachfolgendem Code gibt es eine Fehlermeldung:
def print1(x, y):
assert type(x) == float
assert type(y) == float
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10, 5)
Ausgabe:
2.0
Traceback (most recent call last):
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 8, in <module>
print1(10, 5)
File "/home/hr/Develop/test1.py", line 2, in print1
assert type(x) == float
^^^^^^^^^^^^^^^^
AssertionError
Damit letzteres funktioniert, kann man den Programmcode so umschreiben:
def print1(x, y):
assert type(x) == float or type(x) == int
assert type(y) == float or type(y) == int
assert y != 0.0
print(x/y)
print1(10., 5.)
print1(10, 5)
Ausgabe:
2.0
2.0
Und jetzt fangen wir den <code>AssertionError</code> auf:
def print1(x, y):
try:
assert type(x) == float or type(x) == int
assert type(y) == float or type(y) == int
assert y != 0.0
print(x/y)
except(AssertionError):
print("Hallo")
print1(10., 5.)
print1("10.", "5.")
Ausgabe:
2.0
Hallo
Ich hoffe, es ist wenigstens im Ansatz klar geworden, wofür <code>assert</code> gut sein kann. Ausschalten kann man die <code>assert</code>-Überprüfung übrigens mit dem Python-Schalter <code>-O</code>.
== Doctests ==
Innerhalb eines Docstrings kann die Arbeit im interaktiven Modus simuliert werden. Nach den Promptzeichen (>>>) erfolgen dann bei unserem Beispiel innerhalb des Docstrings simulierte Aufrufe der Funktion <code>print1()</code>. Danach folgen jeweils die Sollresultate. Wird das Modul oder die Datei als Hauptprogramm aufgerufen, so wird die Funktion <code>doctest.testmode()</code> aufgerufen und ein Bericht auf der Konsole ausgegeben. Wird das Modul nicht als Hauptprogramm aufgerufen, sondern importiert, dann wird diese <code>testmod</code>-Funktion nicht aufgerufen. D.h. dieser Code kann sowohl für Testzwecke als auch für den produktiven Einsatz verwendet werden. Das ist auch sinnvoll, weil wenn man Teile der Datei immer löschen bzw. einfügen müsste, so würden sich Fehlerquellen auftun. Das würde den Sinn und Zweck von Doctests konterkarieren.
def print1(x=0., y=1.):
""" Dividiere zwei Zahlen
Autor: Intruder
Datum: 12.08.2025
>>> print1(2., 1.)
2.0
>>> print1(5., 2.)
2.5
>>> print1(5.)
5.0
"""
print(x/y)
if __name__ == "__main__":
import doctest
doctest.testmod(verbose=True)
Ausgabe:
Trying:
print1(2., 1.)
Expecting:
2.0
ok
Trying:
print1(5., 2)
Expecting:
2.5
ok
Trying:
print1(5.)
Expecting:
5.0
ok
1 items had no tests:
__main__
1 items passed all tests:
3 tests in __main__.print1
3 tests in 2 items.
3 passed and 0 failed.
Test passed.
Das gezeigte Beispiel ist so ziemlich das einfachste, das es gibt. Für weiterführende Details siehe z.B.:
* [https://peps.python.org/pep-0257/ PEP 257 – Docstring Conventions]
* [https://docs.python.org/3/library/doctest.html doctest — Test interactive Python examples]
== pytest ==
Siehe zu diesem Thema auch {{W|Modultest}}.
pytest ist ein externes Modul und muss vorab installiert werden, z.B. mittels
pip install -U pytest
pip install -U pytest-html
Python-Code, Datei test1.py:
def add(x, y):
return x + y
def test_answer():
assert add(1, 1) == 3
Starten von pytest in der Konsole:
pytest test1.py
Ausgabe:
==================================================== test session starts ====================================================
platform linux -- Python 3.12.11, pytest-8.4.1, pluggy-1.6.0
rootdir: /home/hr/Develop
plugins: anyio-4.10.0, metadata-3.1.1, html-4.1.1
collected 1 item
test1.py F [100%]
========================================================= FAILURES ==========================================================
________________________________________________________ test_answer ________________________________________________________
def test_answer():
> assert add(1, 1) == 3
E assert 2 == 3
E + where 2 = add(1, 1)
test1.py:6: AssertionError
================================================== short test summary info ==================================================
FAILED test1.py::test_answer - assert 2 == 3
===================================================== 1 failed in 0.09s =====================================================
Hier erhalten wir einen Fehler, da 1+1 eindeutig ungleich 3 ist. Aber aus irgendeinem Grund wollte der Programmierer oder Tester in diesem Fall, dass dies so ist. Testfälle werden übrigens mit dem Präfix <code>test_</code> eingeleitet.
Python-Code:
def add(x, y):
return x + y + 1
def test_answer():
assert add(1, 1) == 3
Ausgabe:
==================================================== test session starts ====================================================
platform linux -- Python 3.12.11, pytest-8.4.1, pluggy-1.6.0
rootdir: /home/hr/Develop
plugins: anyio-4.10.0, metadata-3.1.1, html-4.1.1
collected 1 item
test1.py . [100%]
===================================================== 1 passed in 0.01s =====================================================
Jetzt ist alles in Ordnung. Weiterführendes siehe z.B.
* [https://docs.pytest.org/en/stable/ pytest: helps you write better programs]
== unittest ==
Auch unittest dient zur Durchführung von Testreihen, ist aber Bestandteil von Python. Hier wird vorerst nicht näher darauf eingegangen. Siehe z.B.
* [https://docs.python.org/3/library/unittest.html unittest — Unit testing framework]
Lt. ''Inden: Python Challenge; dpunkt, 2021, Seite 481'' soll unittest weniger komfortabel als pytest sein.
Einen Vergleich von unittest mit pytest findet man in
* [https://knapsackpro.com/testing_frameworks/difference_between/pytest/vs/unittest pytest vs unittest]
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Python. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechenden weiterführenden Weblinks, Bücher und die Python-Hilfefunktion verwiesen. Python kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Das Themenspektrum ist auch durch die Einbindung externer Module fast beliebig erweiterbar.
= Weblinks=
== Python allgemein ==
* [https://www.python.org/ Python Homepage]
== Externe mathematische Module ==
* [https://numpy.org/ NumPy]
* [https://numpy.org/doc/stable/user/numpy-for-matlab-users.html NumPy for MATLAB users]
* [https://scipy.org/ SciPy]
* [https://www.sympy.org/en/index.html SymPy]
* [https://pandas.pydata.org/ pandas]
* [https://github.com/maroba/findiff findiff]
* [https://mpmath.org/ mpmath]
== Externe Module für Grafiken ==
* [https://matplotlib.org/ Matplotlib]
* [https://vpython.org/ VPython]
* [https://docs.vtk.org/en/latest/api/python.html VTK]
== Erstellung von User Interfaces ==
* [https://docs.python.org/3/library/tkinter.html tkinter - Python interface to Tcl/Tk]
* [https://docs.python.org/3/library/curses.html curses - Terminal handling for character-cell displays]
* [https://wiki.qt.io/Qt_for_Python Qt for Python]
* [https://www.gtk.org/docs/language-bindings/python GTK and Python]
== Erstellen virtueller Umgebungen ==
* [https://docs.python.org/3/library/venv.html venv - Creation of virtual environments]
== Sonstige ==
* [https://python-control.readthedocs.io/en/stable/ Python Control Systems Library]
* [https://pypi.org/project/regex/ regex - Regular Expressions]
* [http://pyromat.org/ PYroMat]
* [https://coolprop.org/coolprop/wrappers/Python/index.html CoolProp]
* [https://pypi.org/project/iapws/ iapws]
* [https://tespy.readthedocs.io/en/main/getting_started/introduction.html TESPy - Thermal Engineering Systems in Python]
= Bücher =
== Gedruckte Bücher, OpenBooks, Magazine ==
* Diverse: c't Python Lernen, Verstehen, Anwenden; Heise, 2022
* Ernesti, Kaiser: Python3 - das umfassende Handbuch; 5. Aufl., Rheinwerk, [https://openbook.rheinwerk-verlag.de/python/ OpenBook]
* Inden: Python Challenge; dpunkt, 2021, ISBN 978-3-86490-809-5
* Klein: Numerisches Python; 2. Aufl., Hanser, 2023, ISBN 978-3-446-47170-2
* Steinkamp: Der Python-Kurs für Ingenieure und Naturwissenschaftler; Rheinwerk, 2021, ISBN 978-3-8362-7316-9
* Weigend: Python 3 - Das umfassende Praxisbuch; 9. Aufl., mitp, 2022, ISBN 978-3-7475-0544-1
* Woyand: Python für Ingenieure und Naturwissenschaftler; 4. Aufl., Hanser, 2021, ISBN 978-3-446-46483-4
== Andere Wikibooks ==
* [[:en:Subject:Python_programming_language | Englische Wikibooks zum Thema Python]]
* [[Python|Deutschsprachiges Python-Wikibook]] [[Bild:2von10.png|20%]]
* [[Python unter Linux|Python 2.7 unter Linux]] [[Bild:10von10.png|100%]]
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Julia für Ingenieure|
zurücklink=Ing Mathematik: Julia|
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vortext=Landau-Notation|
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Mathematrix: Aufgabensammlung/ Strichrechnungen mit mehreren Variablen
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<li><math>\textstyle\ 11 a^3 + 5 a^5 -8 - 7 a^3 + 8 a^5 - 12 a^3 + 5 + a^2 - 12 a^5 + 3</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 11\ m^5 + 5\ a^5 - 7\ n^5 - 3\ d + 8\ m^5 - 12\ n^5 + 2\ m^4 - n^5</math></li>
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<li><math>\textstyle\ - 15 x^3 + 4 x^5 - 12 y^3 + 11 x^5 - 8 x^3 + 8 y^3 - 2 x^5 - 9 x^5</math></li>
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<li><math>\textstyle\ - 10 b^4 - 7 v^7 + 3 v^7 + b^4 - 2 v^7 + 8 v^7 - 5 b^3 + 9 b^4</math></li>
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<li><math>\textstyle\ + 5 + 10 k^2 - 2 k^9 + 8 k^8 - 7 - 7 k^9 + 9 k^9 + k^2 - 11 k^2 - 3</math></li>
<li><math>\textstyle\ 10 k^2 - 2 j^9 + 8 k^9 - 7 - 7 k^9 + 13 j^9 + k^2 - 11 k^2 </math></li>
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<li><math>\textstyle\ - 3\ m\ n + m\ a - 7\ a\cdot n - 3\ d + 8\ m\cdot n - 12\ a\ n + 2\ m\ a - 4\ n\ m</math></li>
<li><math>\textstyle\ 8\ a\cdot w^3 + 4 a^3 w - 3 w^3 a + 5 q + 9 w^3 a - 12 a^3 + 2 w^3 - 7 a^3 w</math></li>
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<li><math>\textstyle\ - 6 x^3 + 14 x^5 - 2 - y^3 + 11 z^5 - 3 x^3 + 5 y^3 - 1 - 2 z^5 - z^5 - 4 y^3 + 13</math></li>
<li><math>\textstyle\ + 2 s\ p - 11\ w + 8\ s\cdot p - 12\ p\ n + 2\ s\ x - 9\ p\ s + 5\ s\ x - 3\ p\cdot n</math></li>
<li><math>\textstyle\ c\cdot m^4 + 3 q + 8 m^4 c - 7 c^4 + 2 m^4 - 13 c^4 m + 8 c^4 m - 7 m^4 c</math></li>
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<li><math>\textstyle\ 4 + 10 c^6 - 8 m^7 + 3 m^7 + b^6 + 4 v^7 + 17 - 11 c^6 - 2 v^7 - 32</math></li>
<li><math>\textstyle\ + 4\ v\ h + 5\ h\ a - 3\ h\ v - 11\ v + 8\ s\cdot v - v\ w + 2\ h\ a - 7\ v\cdot w</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 9 z^7 m - 3 m^7 z - 12\ z\cdot m^7 + 5 q + 8 m^7 z - 12 c^7 + 2 m^7 - 3 z^7 m - 5 m^7 z</math></li>
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<li><math>\textstyle\ + 10 k^5 - 2 j^4 + 8 v^4 - 7 d^4 + 6 + 13 d^4 + k^5 - 11 k^5 - 1</math></li>
<li><math>\textstyle\ 5\ s\cdot e - e\ m + 3\ m\ e + s\ e - 3\ e\cdot m + 5\ m\ a - 3\ m\ e - 9\ s - 7\ e\cdot s</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 6 w^9 c - 7 c^9 w - 11\ w\cdot c^9 + 5 b + 8 c^9 w - 12 w^7 + 2 c^9 - w^9 m</math></li>
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<li><math>\textstyle\ 11 a^3 + 5 a^5 -8 - 7 a^3 + 8 a^5 - 12 a^3 + 5 + a^2 - 12 a^5 + 3</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 11\ m^5 + 5 a^5 - 7 m^5 - 3 m^4 + 8 m^5 - 12 a^5 + 2 m^4 - a^5</math></li>
<li><math>\textstyle\ + 11\ a \cdot w^3 + 5 a^3 w - 7 w^3 a + 3 q - 4 w^3 a - 12 a^3 + 2 w^3 - 3 w \cdot a^3</math></li>
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<li><math>\textstyle\ - 15 s^4 - 11 + 4 s^5 + 12 s^4 + 11 s^5 + 3 + 3 s^4 + 8 s^3 - 2 s^5 - 9 s^5 + 7</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 15 x^3 + 4 x^5 - 12 y^3 + 11 x^5 - 8 x^3 + 8 y^3 - 2 x^5 - 9 x^5</math></li>
<li><math>\textstyle\ 2\ c\cdot m^4 + 3 q + 8 m^4 c - 12 c^4 + 2 m^4 - 3 c^4 m + 5 c^4 m - 7 m^4 c</math></li>
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<li><br>
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<li><math>\textstyle\ - 11 - 10 m^4 - 7 m^7 + 3 m^7 + 4 + m^4 - 2 m^7 + 5 m^7 - 5 m^3 + 7</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 10 b^4 - 7 v^7 + 3 v^7 + b^4 - 2 v^7 + 8 v^7 - 5 b^3 + 9 b^4</math></li>
<li><math>\textstyle\ + 9 z^7 m - 3 m^7 z - 12\ z\cdot m^7 + 5 q + 8 m^7 z - 12 c^7 + 2 m^7 - 3 z^7 m</math></li>
<section end="03" />
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<li><br>
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<section begin="04" />
<li><math>\textstyle\ + 5 + 10 k^2 - 2 k^9 + 8 k^8 - 7 - 7 k^9 + 9 k^9 + k^2 - 11 k^2 - 3</math></li>
<li><math>\textstyle\ 10 k^2 - 2 j^9 + 8 k^9 - 7 - 7 k^9 + 13 j^9 + k^2 - 11 k^2 </math></li>
<li><math>\textstyle\ - 4 w^2 c - 3 c^2 w - 12\ w\cdot c^2 + 5 q + 8 c^2 w - 12 w^7 + 2 c^2 - 3 w^2 m</math></li>
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|
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<li><math>\textstyle\ + 17 a^7 - 5 a^6 + 5 a^5 - 7 a^7 + 9 + 8 a^6 - 12 a^7 + 2 a^7 - 3 a^6 - 6</math></li>
<li><math>\textstyle\ + 17 a^7 - 5 a^6 + 5 a^6 - 7 b^7 + 8 a^6 - 12 a^7 + 2 b^7 - 3 a^6</math></li>
<li><math>\textstyle\ 8\ a\cdot w^3 + 4 a^3 w - 3 w^3 a + 5 q - w\cdot a^3 + 9 w^3 a - 12 a^3 + 2 w^3 - 7 a^3 w</math></li>
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<li><math>\textstyle\ - 6 x^3 + 14 x^5 - 2 - x^3 - 11 x^5 - 3 x^3 + 5 x^3 - 1 - 2 x^5 - x^5 - 4 x^2 + 13</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 6 z^3 + 14 x^5 - x^3 - 11 x^5 - 3 x^3 + x^3 - 2 x^5 - x^5 - 4 z^3</math></li>
<li><math>\textstyle\ c\cdot m^4 + 3 q + 8 m^4 c + 3 e - 7 c^4 + 2 m^4 - 13 c^4 m + 8 c^4 m - 7 m^4 c</math></li>
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<li><math>\textstyle\ 4 + 10 c^6 - 8 c^7 + 3 c^7 + c^6 + 11 + 4 c^7 + 17 - 11 c^6 - 2 c^2 - 32</math></li>
<li><math>\textstyle\ 10 k^6 - 8 m^7 + 3 m^7 + k^6 + 4 k^7 + 11 k^6 - 2 m^7</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 9 z^7 m - 3 m^7 z - 12\ z \cdot m^7 + 5 q + 8 m^7 z - 12 c^7 + 2 m^7 - 3 m \cdot z^7 - 5 m^7 z</math></li>
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|
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<li><math>\textstyle\ - 5 + 10 k^5 - 2 k^3 + 8 k^4 - 7 k^4 + 6 + 13 k^4 + k^5 - 11 k^5 - 2</math></li>
<li><math>\textstyle\ 10 k^5 - 2 k^3 + 8 k^4 - 7 u^4 + 13 u^4 + k^5 - 11 k^5 + k^3</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 6 w^9 c - 7 c^9 w - 11\ w\cdot c^9 + 5 b + 8 c^9 w - 12 w^7 + 2 c^9 - w^9 m</math></li>
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Yomomo
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<li><math>\textstyle\ 11 a^3 + 5 a^5 -8 - 7 a^3 + 8 a^5 - 12 a^3 + 5 + a^2 - 12 a^5 + 3</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 11\ m^5 + 5 a^5 - 7 m^5 - 3 m^4 + 8 m^5 - 12 a^5 + 2 m^4 - a^5</math></li>
<li><math>\textstyle\ + 11\ a \cdot w^3 + 5 a^3 w - 7 w^3 a + 3 q - 4 w^3 a - 12 a^3 + 2 w^3 - 3 w \cdot a^3</math></li>
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<li><math>\textstyle\ - 15 s^4 - 11 + 4 s^5 + 12 s^4 + 11 s^5 + 3 + 3 s^4 + 8 s^3 - 2 s^5 - 9 s^5 + 7</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 15 x^3 + 4 x^5 - 12 y^3 + 11 x^5 - 8 x^3 + 8 y^3 - 2 x^5 - 9 x^5</math></li>
<li><math>\textstyle\ 2\ c\cdot m^4 + 3 q + 8 m^4 c - 12 c^4 + 2 m^4 - 3 c^4 m + 5 c^4 m - 7 m^4 c</math></li>
<section end="02" />
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|
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<li><br>
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<section begin="03" />
<li><math>\textstyle\ - 11 - 10 m^4 - 7 m^7 + 3 m^7 + 4 + m^4 - 2 m^7 + 5 m^7 - 5 m^3 + 7</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 10 b^4 - 7 v^7 + 3 v^7 + b^4 - 2 v^7 + 8 v^7 - 5 b^3 + 9 b^4</math></li>
<li><math>\textstyle\ + 9 z^7 m - 3 m^7 z - 12\ z\cdot m^7 + 5 q + 8 m^7 z - 12 c^7 + 2 m^7 - 3 z^7 m</math></li>
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<li><br>
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<section begin="04" />
<li><math>\textstyle\ + 5 + 10 k^2 - 2 k^9 + 8 k^8 - 7 - 7 k^9 + 9 k^9 + k^2 - 11 k^2 - 3</math></li>
<li><math>\textstyle\ 10 k^2 - 2 j^9 + 8 k^9 - 7 - 7 k^9 + 13 j^9 + k^2 - 11 k^2</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 4 w^2 c - 3 c^2 w - 12\ w\cdot c^2 + 5 q + 8 c^2 w - 12 w^7 + 2 c^2 - 3 w^2 m</math></li>
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|
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<li><br>
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<li><math>\textstyle\ + 17 a^7 - 5 a^6 + 5 a^5 - 7 a^7 + 9 + 8 a^6 - 12 a^7 + 2 a^7 - 3 a^6 - 6</math></li>
<li><math>\textstyle\ 17 a^7 - 5 a^6 + 5 a^6 - 7 b^7 + 8 a^6 - 12 a^7 + 2 b^7 - 3 a^6</math></li>
<li><math>\textstyle\ 8\ a\cdot w^3 + 4 a^3 w - 3 w^3 a + 5 q - w\cdot a^3 + 9 w^3 a - 12 a^3 + 2 w^3 - 7 a^3 w</math></li>
<section end="05" />
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|
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</li>
<li><br>
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<li><math>\textstyle\ - 6 x^3 + 14 x^5 - 2 - x^3 - 11 x^5 - 3 x^3 + 5 x^3 - 1 - 2 x^5 - x^5 - 4 x^2 + 13</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 6 z^3 + 14 x^5 - x^3 - 11 x^5 - 3 x^3 + x^3 - 2 x^5 - x^5 - 4 z^3</math></li>
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<li><br>
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<li><math>\textstyle\ 4 + 10 c^6 - 8 c^7 + 3 c^7 + c^6 + 11 + 4 c^7 + 17 - 11 c^6 - 2 c^2 - 32</math></li>
<li><math>\textstyle\ 10 k^6 - 8 m^7 + 3 m^7 + k^6 + 4 k^7 + 11 k^6 - 2 m^7</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 9 z^7 m - 3 m^7 z - 12\ z \cdot m^7 + 5 q + 8 m^7 z - 12 c^7 + 2 m^7 - 3 m \cdot z^7 - 5 m^7 z</math></li>
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<section begin="08" />
<li><math>\textstyle\ - 5 + 10 k^5 - 2 k^3 + 8 k^4 - 7 k^4 + 6 + 13 k^4 + k^5 - 11 k^5 - 2</math></li>
<li><math>\textstyle\ 10 k^5 - 2 k^3 + 8 k^4 - 7 u^4 + 13 u^4 + k^5 - 11 k^5 + k^3</math></li>
<li><math>\textstyle\ - 6 w^9 c - 7 c^9 w - 11\ w\cdot c^9 + 5 b + 8 c^9 w - 12 w^7 + 2 c^9 - w^9 m</math></li>
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|
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Ungarisch/Ungarisch-Lesebuch-Einfache-Texte-für-Kinder/Oben-unten
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2026-06-04T18:44:22Z
Thirunavukkarasye-Raveendran
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text/x-wiki
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{{Navigation hoch|
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;'''Oben, unten, usw.'''
=== 1 ===
:1. A házunknak három emelete van.
:2. A nagymama az első emeleten lakik, lent.
:3. Mi a második emeleten lakunk, középen.
:4. A harmadik emeleten egy bácsi lakik, fent.
:5. A bácsi neve Kovács úr.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A házunknak három emelete van. - Unser Haus hat drei Stockwerke.
:2. A nagymama az első emeleten lakik, lent. - Oma wohnt im ersten Stock, unten.
:3. Mi a második emeleten lakunk, középen. - Wir wohnen im zweiten Stock, in der Mitte.
:4. A harmadik emeleten egy bácsi lakik, fent. - Im dritten Stock wohnt ein alter Herr, oben.
:5. A bácsi neve Kovács úr. - Der Herr heißt Herr Kovács.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Unser Haus hat drei Stockwerke.
:2. Oma wohnt im ersten Stock, unten.
:3. Wir wohnen im zweiten Stock, in der Mitte.
:4. Im dritten Stock wohnt ein alter Herr, oben.
:5. Der Herr heißt Herr Kovács.
|}
=== 2 ===
:1. Kovács úr egyedül lakik fent.
:2. Nagyon csendes ember.
:3. Reggel hallani, ahogy sétál a lakásban.
:4. A lépései lassúak és nehezek.
:5. Anya azt mondja, idős és fáj a lába.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Kovács úr egyedül lakik fent. - Herr Kovács wohnt oben allein.
:2. Nagyon csendes ember. - Er ist ein sehr stiller Mensch.
:3. Reggel hallani, ahogy sétál a lakásban. - Morgens hört man, wie er in der Wohnung geht.
:4. A lépései lassúak és nehezek. - Seine Schritte sind langsam und schwer.
:5. Anya azt mondja, idős és fáj a lába. - Mama sagt, er ist alt und sein Bein tut weh.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Herr Kovács wohnt oben allein.
:2. Er ist ein sehr stiller Mensch.
:3. Morgens hört man, wie er in der Wohnung geht.
:4. Seine Schritte sind langsam und schwer.
:5. Mama sagt, er ist alt und sein Bein tut weh.
|}
=== 3 ===
:1. A nagymama lent van, közel a kerthez.
:2. Az ablakából látja a fákat.
:3. Mi fentebb vagyunk, a második emeleten.
:4. Mi magasabbra látunk, a tetőkre is.
:5. Fentről szebb a kilátás.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A nagymama lent van, közel a kerthez. - Oma ist unten, nah am Garten.
:2. Az ablakából látja a fákat. - Aus ihrem Fenster sieht sie die Bäume.
:3. Mi fentebb vagyunk, a második emeleten. - Wir sind weiter oben, im zweiten Stock.
:4. Mi magasabbra látunk, a tetőkre is. - Wir sehen höher, auch auf die Dächer.
:5. Fentről szebb a kilátás. - Von oben ist die Aussicht schöner.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Oma ist unten, nah am Garten.
:2. Aus ihrem Fenster sieht sie die Bäume.
:3. Wir sind weiter oben, im zweiten Stock.
:4. Wir sehen höher, auch auf die Dächer.
:5. Von oben ist die Aussicht schöner.
|}
=== 4 ===
:1. A lépcsőn felfelé megyek a második emeletre.
:2. Lefelé megyek, ha a nagymamához megyek.
:3. Felfelé nehezebb, mint lefelé.
:4. Lefelé gyorsan szaladok.
:5. Felfelé lassan megyek és megszámolom a lépcsőket.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A lépcsőn felfelé megyek a második emeletre. - Ich gehe auf der Treppe nach oben in den zweiten Stock.
:2. Lefelé megyek, ha a nagymamához megyek. - Ich gehe nach unten, wenn ich zu Oma gehe.
:3. Felfelé nehezebb, mint lefelé. - Nach oben ist es schwerer als nach unten.
:4. Lefelé gyorsan szaladok. - Nach unten laufe ich schnell.
:5. Felfelé lassan megyek és megszámolom a lépcsőket. - Nach oben gehe ich langsam und zähle die Stufen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Ich gehe auf der Treppe nach oben in den zweiten Stock.
:2. Ich gehe nach unten, wenn ich zu Oma gehe.
:3. Nach oben ist es schwerer als nach unten.
:4. Nach unten laufe ich schnell.
:5. Nach oben gehe ich langsam und zähle die Stufen.
|}
=== 5 ===
:1. A madarak fent repülnek.
:2. Mi lent állunk és nézzük őket.
:3. A felhők még feljebb vannak.
:4. A nap a legmagasabban van.
:5. Én soha nem leszek olyan magasan.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A madarak fent repülnek. - Die Vögel fliegen oben.
:2. Mi lent állunk és nézzük őket. - Wir stehen unten und schauen ihnen zu.
:3. A felhők még feljebb vannak. - Die Wolken sind noch weiter oben.
:4. A nap a legmagasabban van. - Die Sonne ist am höchsten.
:5. Én soha nem leszek olyan magasan. - Ich werde nie so hoch sein.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Vögel fliegen oben.
:2. Wir stehen unten und schauen ihnen zu.
:3. Die Wolken sind noch weiter oben.
:4. Die Sonne ist am höchsten.
:5. Ich werde nie so hoch sein.
|}
=== 6 ===
:1. A polcon a könyvek fent vannak.
:2. A játékok lent vannak a polcon.
:3. A fent lévő könyvekhez szék kell.
:4. A lent lévő játékokat könnyen elérem.
:5. Anya a legfelső polcra teszi, amit nem akar, hogy megtaláljak.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A polcon a könyvek fent vannak. - Die Bücher im Regal sind oben.
:2. A játékok lent vannak a polcon. - Das Spielzeug ist unten im Regal.
:3. A fent lévő könyvekhez szék kell. - Für die Bücher oben brauche ich einen Stuhl.
:4. A lent lévő játékokat könnyen elérem. - Das Spielzeug unten erreiche ich leicht.
:5. Anya a legfelső polcra teszi, amit nem akar, hogy megtaláljak. - Mama stellt ins oberste Fach, was sie nicht finden lassen will.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Bücher im Regal sind oben.
:2. Das Spielzeug ist unten im Regal.
:3. Für die Bücher oben brauche ich einen Stuhl.
:4. Das Spielzeug unten erreiche ich leicht.
:5. Mama stellt ins oberste Fach, was sie nicht finden lassen will.
|}
=== 7 ===
:1. A repülő fent van az égen.
:2. Olyan magasan van, hogy kicsinynek látszik.
:3. Mégis belefér száz ember.
:4. Lent a földön autók mennek.
:5. Az autók nagyobbnak látszanak, mint a repülő.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A repülő fent van az égen. - Das Flugzeug ist oben am Himmel.
:2. Olyan magasan van, hogy kicsinynek látszik. - Es ist so hoch, dass es klein aussieht.
:3. Mégis belefér száz ember. - Trotzdem passen hundert Menschen hinein.
:4. Lent a földön autók mennek. - Unten auf der Erde fahren Autos.
:5. Az autók nagyobbnak látszanak, mint a repülő. - Die Autos sehen größer aus als das Flugzeug.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Das Flugzeug ist oben am Himmel.
:2. Es ist so hoch, dass es klein aussieht.
:3. Trotzdem passen hundert Menschen hinein.
:4. Unten auf der Erde fahren Autos.
:5. Die Autos sehen größer aus als das Flugzeug.
|}
=== 8 ===
:1. A fa teteje fent van.
:2. A gyökerek lent vannak a földben.
:3. A gyümölcs fent terem az ágakon.
:4. Lefelé hull, ha megérett.
:5. A lehullott alma lent van a fűben.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A fa teteje fent van. - Die Spitze des Baumes ist oben.
:2. A gyökerek lent vannak a földben. - Die Wurzeln sind unten in der Erde.
:3. A gyümölcs fent terem az ágakon. - Die Früchte wachsen oben an den Ästen.
:4. Lefelé hull, ha megérett. - Sie fällt nach unten, wenn sie reif ist.
:5. A lehullott alma lent van a fűben. - Der gefallene Apfel liegt unten im Gras.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Spitze des Baumes ist oben.
:2. Die Wurzeln sind unten in der Erde.
:3. Die Früchte wachsen oben an den Ästen.
:4. Sie fällt nach unten, wenn sie reif ist.
:5. Der gefallene Apfel liegt unten im Gras.
|}
=== 9 ===
:1. A víz mindig lefelé folyik.
:2. Soha nem folyik felfelé magától.
:3. A hegy tetejéről a völgybe folyik.
:4. A völgy mindig lent van.
:5. Ezt a törvényt gravitációnak hívják.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A víz mindig lefelé folyik. - Wasser fließt immer nach unten.
:2. Soha nem folyik felfelé magától. - Es fließt nie von selbst nach oben.
:3. A hegy tetejéről a völgybe folyik. - Von der Bergspitze fließt es ins Tal.
:4. A völgy mindig lent van. - Das Tal ist immer unten.
:5. Ezt a törvényt gravitációnak hívják. - Dieses Gesetz nennt man Schwerkraft.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Wasser fließt immer nach unten.
:2. Es fließt nie von selbst nach oben.
:3. Von der Bergspitze fließt es ins Tal.
:4. Das Tal ist immer unten.
:5. Dieses Gesetz nennt man Schwerkraft.
|}
=== 10 ===
:1. Ha valamit feldobok, visszaesik.
:2. Felfelé megy, aztán megáll.
:3. Aztán lefelé esik vissza.
:4. Ez mindig így van, kivétel nélkül.
:5. A gravitáció mindent lehúz.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Ha valamit feldobok, visszaesik. - Wenn ich etwas hochwerfe, fällt es zurück.
:2. Felfelé megy, aztán megáll. - Es geht nach oben, dann hält es an.
:3. Aztán lefelé esik vissza. - Dann fällt es wieder nach unten.
:4. Ez mindig így van, kivétel nélkül. - Das ist immer so, ohne Ausnahme.
:5. A gravitáció mindent lehúz. - Die Schwerkraft zieht alles nach unten.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Wenn ich etwas hochwerfe, fällt es zurück.
:2. Es geht nach oben, dann hält es an.
:3. Dann fällt es wieder nach unten.
:4. Das ist immer so, ohne Ausnahme.
:5. Die Schwerkraft zieht alles nach unten.
|}
=== 11 ===
:1. Az ágy felett van a lámpa.
:2. Az ágy alatt van a cipőm.
:3. Az asztal felett semmi nincs.
:4. Az asztal alatt a macska alszik.
:5. A macska szeret lent, a sötétben lenni.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az ágy felett van a lámpa. - Über dem Bett hängt die Lampe.
:2. Az ágy alatt van a cipőm. - Unter dem Bett liegt mein Schuh.
:3. Az asztal felett semmi nincs. - Über dem Tisch ist nichts.
:4. Az asztal alatt a macska alszik. - Unter dem Tisch schläft die Katze.
:5. A macska szeret lent, a sötétben lenni. - Die Katze ist gern unten, im Dunkeln.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Über dem Bett hängt die Lampe.
:2. Unter dem Bett liegt mein Schuh.
:3. Über dem Tisch ist nichts.
:4. Unter dem Tisch schläft die Katze.
:5. Die Katze ist gern unten, im Dunkeln.
|}
=== 12 ===
:1. A hegytetőn hó van.
:2. Lent a völgyben zöld fű van.
:3. Fent hideg van, lent meleg.
:4. Minél feljebb megyünk, annál hidegebb.
:5. A legmagasabb hegyeken mindig van hó.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A hegytetőn hó van. - Auf dem Berggipfel liegt Schnee.
:2. Lent a völgyben zöld fű van. - Unten im Tal gibt es grünes Gras.
:3. Fent hideg van, lent meleg. - Oben ist es kalt, unten warm.
:4. Minél feljebb megyünk, annál hidegebb. - Je weiter wir nach oben gehen, desto kälter wird es.
:5. A legmagasabb hegyeken mindig van hó. - Auf den höchsten Bergen liegt immer Schnee.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Auf dem Berggipfel liegt Schnee.
:2. Unten im Tal gibt es grünes Gras.
:3. Oben ist es kalt, unten warm.
:4. Je weiter wir nach oben gehen, desto kälter wird es.
:5. Auf den höchsten Bergen liegt immer Schnee.
|}
=== 13 ===
:1. A tengerben is van fent és lent.
:2. Fent van a felszín, ahol a hullámok vannak.
:3. Lent a mélységben sötét van.
:4. A halak mindenütt úsznak, fent és lent.
:5. A búvárok lefelé merülnek a mélybe.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A tengerben is van fent és lent. - Auch im Meer gibt es oben und unten.
:2. Fent van a felszín, ahol a hullámok vannak. - Oben ist die Oberfläche, wo die Wellen sind.
:3. Lent a mélységben sötét van. - Unten in der Tiefe ist es dunkel.
:4. A halak mindenütt úsznak, fent és lent. - Die Fische schwimmen überall, oben und unten.
:5. A búvárok lefelé merülnek a mélybe. - Die Taucher tauchen nach unten in die Tiefe.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Auch im Meer gibt es oben und unten.
:2. Oben ist die Oberfläche, wo die Wellen sind.
:3. Unten in der Tiefe ist es dunkel.
:4. Die Fische schwimmen überall, oben und unten.
:5. Die Taucher tauchen nach unten in die Tiefe.
|}
=== 14 ===
:1. Felfelé nézek, ha a csillagokat nézem.
:2. Lefelé nézek, ha a hangyákat nézem.
:3. A csillagok nagyon messze vannak fent.
:4. A hangyák nagyon közel vannak lent.
:5. Mindkettő csodálatos.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Felfelé nézek, ha a csillagokat nézem. - Ich schaue nach oben, wenn ich die Sterne betrachte.
:2. Lefelé nézek, ha a hangyákat nézem. - Ich schaue nach unten, wenn ich die Ameisen betrachte.
:3. A csillagok nagyon messze vannak fent. - Die Sterne sind sehr weit oben.
:4. A hangyák nagyon közel vannak lent. - Die Ameisen sind sehr nah unten.
:5. Mindkettő csodálatos. - Beide sind wunderbar.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Ich schaue nach oben, wenn ich die Sterne betrachte.
:2. Ich schaue nach unten, wenn ich die Ameisen betrachte.
:3. Die Sterne sind sehr weit oben.
:4. Die Ameisen sind sehr nah unten.
:5. Beide sind wunderbar.
|}
=== 15 ===
:1. A liftben van egy fel gomb és egy le gomb.
:2. Ha felfele megyek, a felső gombot nyomom.
:3. Ha lefele megyek, az alsót.
:4. A lift gyorsabb, mint a lépcső.
:5. De én inkább a lépcsőn megyek.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A liftben van egy fel gomb és egy le gomb. - Im Aufzug gibt es einen Knopf nach oben und einen nach unten.
:2. Ha felfele megyek, a felső gombot nyomom. - Wenn ich nach oben fahre, drücke ich den oberen Knopf.
:3. Ha lefele megyek, az alsót. - Wenn ich nach unten fahre, den unteren.
:4. A lift gyorsabb, mint a lépcső. - Der Aufzug ist schneller als die Treppe.
:5. De én inkább a lépcsőn megyek. - Aber ich gehe lieber auf der Treppe.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Im Aufzug gibt es einen Knopf nach oben und einen nach unten.
:2. Wenn ich nach oben fahre, drücke ich den oberen Knopf.
:3. Wenn ich nach unten fahre, den unteren.
:4. Der Aufzug ist schneller als die Treppe.
:5. Aber ich gehe lieber auf der Treppe.
|}
=== 16 ===
:1. Az ég fent van, a föld lent van.
:2. Ez mindig igaz, mindenhol a világon.
:3. Az emberek a lenti földön élnek.
:4. A felhők fent úsznak.
:5. A kettő között élünk mi.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az ég fent van, a föld lent van. - Der Himmel ist oben, die Erde ist unten.
:2. Ez mindig igaz, mindenhol a világon. - Das gilt immer, überall auf der Welt.
:3. Az emberek a lenti földön élnek. - Die Menschen leben auf der Erde unten.
:4. A felhők fent úsznak. - Die Wolken schweben oben.
:5. A kettő között élünk mi. - Zwischen beiden leben wir.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Der Himmel ist oben, die Erde ist unten.
:2. Das gilt immer, überall auf der Welt.
:3. Die Menschen leben auf der Erde unten.
:4. Die Wolken schweben oben.
:5. Zwischen beiden leben wir.
|}
=== 17 ===
:1. A kút mélyen a földbe nyúlik.
:2. Lent a kút alján víz van.
:3. A vizet felfelé húzzák a kútból.
:4. Régen kézzel húzták, ma pumpa csinálja.
:5. Apánk is megjavított egy ilyen pumpát.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A kút mélyen a földbe nyúlik. - Der Brunnen reicht tief in die Erde.
:2. Lent a kút alján víz van. - Unten am Grund des Brunnens gibt es Wasser.
:3. A vizet felfelé húzzák a kútból. - Das Wasser wird nach oben aus dem Brunnen gezogen.
:4. Régen kézzel húzták, ma pumpa csinálja. - Früher zog man es mit der Hand, heute macht es eine Pumpe.
:5. Apánk is megjavított egy ilyen pumpát. - Unser Papa hat auch so eine Pumpe repariert.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Der Brunnen reicht tief in die Erde.
:2. Unten am Grund des Brunnens gibt es Wasser.
:3. Das Wasser wird nach oben aus dem Brunnen gezogen.
:4. Früher zog man es mit der Hand, heute macht es eine Pumpe.
:5. Unser Papa hat auch so eine Pumpe repariert.
|}
=== 18 ===
:1. A napraforgó felfelé néz.
:2. Mindig a nap felé fordul.
:3. A nap felette van, magasan az égen.
:4. A napraforgó gyökere lent van a földben.
:5. Fent virág, lent gyökér, ez az élete.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A napraforgó felfelé néz. - Die Sonnenblume schaut nach oben.
:2. Mindig a nap felé fordul. - Sie dreht sich immer zur Sonne.
:3. A nap felette van, magasan az égen. - Die Sonne ist über ihr, hoch am Himmel.
:4. A napraforgó gyökere lent van a földben. - Die Wurzel der Sonnenblume ist unten in der Erde.
:5. Fent virág, lent gyökér, ez az élete. - Oben Blüte, unten Wurzel, das ist ihr Leben.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Sonnenblume schaut nach oben.
:2. Sie dreht sich immer zur Sonne.
:3. Die Sonne ist über ihr, hoch am Himmel.
:4. Die Wurzel der Sonnenblume ist unten in der Erde.
:5. Oben Blüte, unten Wurzel, das ist ihr Leben.
|}
=== 19 ===
:1. Az emeletes ágyon fent és lent is lehet aludni.
:2. A bátyám fent alszik.
:3. Én lent alszom.
:4. Fentről jobban látni az egész szobát.
:5. De lent könnyebb le- és felszállni.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az emeletes ágyon fent és lent is lehet aludni. - Im Etagenbett kann man oben und unten schlafen.
:2. A bátyám fent alszik. - Mein Bruder schläft oben.
:3. Én lent alszom. - Ich schlafe unten.
:4. Fentről jobban látni az egész szobát. - Von oben sieht man das ganze Zimmer besser.
:5. De lent könnyebb le- és felszállni. - Aber unten ist es leichter ein- und auszusteigen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Im Etagenbett kann man oben und unten schlafen.
:2. Mein Bruder schläft oben.
:3. Ich schlafe unten.
:4. Von oben sieht man das ganze Zimmer besser.
:5. Aber unten ist es leichter ein- und auszusteigen.
|}
=== 20 ===
:1. Kovács úr fentről néha lehoz egy almát nekünk.
:2. Leballag a lépcsőn lassan.
:3. Becsönget és odaadja.
:4. Aztán visszamegy felfelé.
:5. Anya azt mondja, jó szomszéd.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Kovács úr fentről néha lehoz egy almát nekünk. - Herr Kovács bringt uns manchmal von oben einen Apfel.
:2. Leballag a lépcsőn lassan. - Er geht langsam die Treppe herunter.
:3. Becsönget és odaadja. - Er klingelt und gibt ihn uns.
:4. Aztán visszamegy felfelé. - Dann geht er wieder nach oben.
:5. Anya azt mondja, jó szomszéd. - Mama sagt, er ist ein guter Nachbar.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Herr Kovács bringt uns manchmal von oben einen Apfel.
:2. Er geht langsam die Treppe herunter.
:3. Er klingelt und gibt ihn uns.
:4. Dann geht er wieder nach oben.
:5. Mama sagt, er ist ein guter Nachbar.
|}
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hochtext=Inhaltsverzeichnis: Ganz kurze und einfache Texte für Kinder|
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;'''Oben, unten, usw.'''
=== 1 ===
:1. A házunknak három emelete van.
:2. A nagymama az első emeleten lakik, lent.
:3. Mi a második emeleten lakunk, középen.
:4. A harmadik emeleten egy bácsi lakik, fent.
:5. A bácsi neve Kovács úr.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A házunknak három emelete van. - Unser Haus hat drei Stockwerke.
:2. A nagymama az első emeleten lakik, lent. - Oma wohnt im ersten Stock, unten.
:3. Mi a második emeleten lakunk, középen. - Wir wohnen im zweiten Stock, in der Mitte.
:4. A harmadik emeleten egy bácsi lakik, fent. - Im dritten Stock wohnt ein alter Herr, oben.
:5. A bácsi neve Kovács úr. - Der Herr heißt Herr Kovács.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Unser Haus hat drei Stockwerke.
:2. Oma wohnt im ersten Stock, unten.
:3. Wir wohnen im zweiten Stock, in der Mitte.
:4. Im dritten Stock wohnt ein alter Herr, oben.
:5. Der Herr heißt Herr Kovács.
|}
=== 2 ===
:1. Kovács úr egyedül lakik fent.
:2. Nagyon csendes ember.
:3. Reggel hallani, ahogy sétál a lakásban.
:4. A lépései lassúak és nehezek.
:5. Anya azt mondja, idős és fáj a lába.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Kovács úr egyedül lakik fent. - Herr Kovács wohnt oben allein.
:2. Nagyon csendes ember. - Er ist ein sehr stiller Mensch.
:3. Reggel hallani, ahogy sétál a lakásban. - Morgens hört man, wie er in der Wohnung geht.
:4. A lépései lassúak és nehezek. - Seine Schritte sind langsam und schwer.
:5. Anya azt mondja, idős és fáj a lába. - Mama sagt, er ist alt und sein Bein tut weh.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Herr Kovács wohnt oben allein.
:2. Er ist ein sehr stiller Mensch.
:3. Morgens hört man, wie er in der Wohnung geht.
:4. Seine Schritte sind langsam und schwer.
:5. Mama sagt, er ist alt und sein Bein tut weh.
|}
=== 3 ===
:1. A nagymama lent van, közel a kerthez.
:2. Az ablakából látja a fákat.
:3. Mi fentebb vagyunk, a második emeleten.
:4. Mi magasabbra látunk, a tetőkre is.
:5. Fentről szebb a kilátás.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A nagymama lent van, közel a kerthez. - Oma ist unten, nah am Garten.
:2. Az ablakából látja a fákat. - Aus ihrem Fenster sieht sie die Bäume.
:3. Mi fentebb vagyunk, a második emeleten. - Wir sind weiter oben, im zweiten Stock.
:4. Mi magasabbra látunk, a tetőkre is. - Wir sehen höher, auch auf die Dächer.
:5. Fentről szebb a kilátás. - Von oben ist die Aussicht schöner.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Oma ist unten, nah am Garten.
:2. Aus ihrem Fenster sieht sie die Bäume.
:3. Wir sind weiter oben, im zweiten Stock.
:4. Wir sehen höher, auch auf die Dächer.
:5. Von oben ist die Aussicht schöner.
|}
=== 4 ===
:1. A lépcsőn felfelé megyek a második emeletre.
:2. Lefelé megyek, ha a nagymamához megyek.
:3. Felfelé nehezebb, mint lefelé.
:4. Lefelé gyorsan szaladok.
:5. Felfelé lassan megyek és megszámolom a lépcsőket.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A lépcsőn felfelé megyek a második emeletre. - Ich gehe auf der Treppe nach oben in den zweiten Stock.
:2. Lefelé megyek, ha a nagymamához megyek. - Ich gehe nach unten, wenn ich zu Oma gehe.
:3. Felfelé nehezebb, mint lefelé. - Nach oben ist es schwerer als nach unten.
:4. Lefelé gyorsan szaladok. - Nach unten laufe ich schnell.
:5. Felfelé lassan megyek és megszámolom a lépcsőket. - Nach oben gehe ich langsam und zähle die Stufen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Ich gehe auf der Treppe nach oben in den zweiten Stock.
:2. Ich gehe nach unten, wenn ich zu Oma gehe.
:3. Nach oben ist es schwerer als nach unten.
:4. Nach unten laufe ich schnell.
:5. Nach oben gehe ich langsam und zähle die Stufen.
|}
=== 5 ===
:1. A madarak fent repülnek.
:2. Mi lent állunk és nézzük őket.
:3. A felhők még feljebb vannak.
:4. A nap a legmagasabban van.
:5. Én soha nem leszek olyan magasan.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A madarak fent repülnek. - Die Vögel fliegen oben.
:2. Mi lent állunk és nézzük őket. - Wir stehen unten und schauen ihnen zu.
:3. A felhők még feljebb vannak. - Die Wolken sind noch weiter oben.
:4. A nap a legmagasabban van. - Die Sonne ist am höchsten.
:5. Én soha nem leszek olyan magasan. - Ich werde nie so hoch sein.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Vögel fliegen oben.
:2. Wir stehen unten und schauen ihnen zu.
:3. Die Wolken sind noch weiter oben.
:4. Die Sonne ist am höchsten.
:5. Ich werde nie so hoch sein.
|}
=== 6 ===
:1. A polcon a könyvek fent vannak.
:2. A játékok lent vannak a polcon.
:3. A fent lévő könyvekhez szék kell.
:4. A lent lévő játékokat könnyen elérem.
:5. Anya a legfelső polcra teszi azt, amit a gyerekek nem érhetnek el.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A polcon a könyvek fent vannak. - Die Bücher im Regal sind oben.
:2. A játékok lent vannak a polcon. - Das Spielzeug ist unten im Regal.
:3. A fent lévő könyvekhez szék kell. - Für die Bücher oben brauche ich einen Stuhl.
:4. A lent lévő játékokat könnyen elérem. - Das Spielzeug unten erreiche ich leicht.
:5. Anya a legfelső polcra teszi azt, amit a gyerekek nem érhetnek el. - Mama stellt das ins oberste Regal, was die Kinder nicht erreichen dürfen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Bücher im Regal sind oben.
:2. Das Spielzeug ist unten im Regal.
:3. Für die Bücher oben brauche ich einen Stuhl.
:4. Das Spielzeug unten erreiche ich leicht.
:5. Mama stellt das ins oberste Regal, was die Kinder nicht erreichen dürfen.
|}
=== 7 ===
:1. A repülő fent van az égen.
:2. Olyan magasan van, hogy kicsinynek látszik.
:3. Mégis belefér száz ember.
:4. Lent a földön autók mennek.
:5. Az autók nagyobbnak látszanak, mint a repülő.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A repülő fent van az égen. - Das Flugzeug ist oben am Himmel.
:2. Olyan magasan van, hogy kicsinynek látszik. - Es ist so hoch, dass es klein aussieht.
:3. Mégis belefér száz ember. - Trotzdem passen hundert Menschen hinein.
:4. Lent a földön autók mennek. - Unten auf der Erde fahren Autos.
:5. Az autók nagyobbnak látszanak, mint a repülő. - Die Autos sehen größer aus als das Flugzeug.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Das Flugzeug ist oben am Himmel.
:2. Es ist so hoch, dass es klein aussieht.
:3. Trotzdem passen hundert Menschen hinein.
:4. Unten auf der Erde fahren Autos.
:5. Die Autos sehen größer aus als das Flugzeug.
|}
=== 8 ===
:1. A fa teteje fent van.
:2. A gyökerek lent vannak a földben.
:3. A gyümölcs fent terem az ágakon.
:4. Lefelé hull, ha megérett.
:5. A lehullott alma lent van a fűben.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A fa teteje fent van. - Die Spitze des Baumes ist oben.
:2. A gyökerek lent vannak a földben. - Die Wurzeln sind unten in der Erde.
:3. A gyümölcs fent terem az ágakon. - Die Früchte wachsen oben an den Ästen.
:4. Lefelé hull, ha megérett. - Sie fällt nach unten, wenn sie reif ist.
:5. A lehullott alma lent van a fűben. - Der gefallene Apfel liegt unten im Gras.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Spitze des Baumes ist oben.
:2. Die Wurzeln sind unten in der Erde.
:3. Die Früchte wachsen oben an den Ästen.
:4. Sie fällt nach unten, wenn sie reif ist.
:5. Der gefallene Apfel liegt unten im Gras.
|}
=== 9 ===
:1. A víz mindig lefelé folyik.
:2. Soha nem folyik felfelé magától.
:3. A hegy tetejéről a völgybe folyik.
:4. A völgy mindig lent van.
:5. Ezt a törvényt gravitációnak hívják.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A víz mindig lefelé folyik. - Wasser fließt immer nach unten.
:2. Soha nem folyik felfelé magától. - Es fließt nie von selbst nach oben.
:3. A hegy tetejéről a völgybe folyik. - Von der Bergspitze fließt es ins Tal.
:4. A völgy mindig lent van. - Das Tal ist immer unten.
:5. Ezt a törvényt gravitációnak hívják. - Dieses Gesetz nennt man Schwerkraft.
|}
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Wasser fließt immer nach unten.
:2. Es fließt nie von selbst nach oben.
:3. Von der Bergspitze fließt es ins Tal.
:4. Das Tal ist immer unten.
:5. Dieses Gesetz nennt man Schwerkraft.
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=== 10 ===
:1. Ha valamit feldobok, visszaesik.
:2. Felfelé megy, aztán megáll.
:3. Aztán lefelé esik vissza.
:4. Ez mindig így van, kivétel nélkül.
:5. A gravitáció mindent lehúz.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Ha valamit feldobok, visszaesik. - Wenn ich etwas hochwerfe, fällt es zurück.
:2. Felfelé megy, aztán megáll. - Es geht nach oben, dann hält es an.
:3. Aztán lefelé esik vissza. - Dann fällt es wieder nach unten.
:4. Ez mindig így van, kivétel nélkül. - Das ist immer so, ohne Ausnahme.
:5. A gravitáció mindent lehúz. - Die Schwerkraft zieht alles nach unten.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
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:1. Wenn ich etwas hochwerfe, fällt es zurück.
:2. Es geht nach oben, dann hält es an.
:3. Dann fällt es wieder nach unten.
:4. Das ist immer so, ohne Ausnahme.
:5. Die Schwerkraft zieht alles nach unten.
|}
=== 11 ===
:1. Az ágy felett van a lámpa.
:2. Az ágy alatt van a cipőm.
:3. Az asztal felett semmi nincs.
:4. Az asztal alatt a macska alszik.
:5. A macska szeret lent, a sötétben lenni.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az ágy felett van a lámpa. - Über dem Bett hängt die Lampe.
:2. Az ágy alatt van a cipőm. - Unter dem Bett liegt mein Schuh.
:3. Az asztal felett semmi nincs. - Über dem Tisch ist nichts.
:4. Az asztal alatt a macska alszik. - Unter dem Tisch schläft die Katze.
:5. A macska szeret lent, a sötétben lenni. - Die Katze ist gern unten, im Dunkeln.
|}
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
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:1. Über dem Bett hängt die Lampe.
:2. Unter dem Bett liegt mein Schuh.
:3. Über dem Tisch ist nichts.
:4. Unter dem Tisch schläft die Katze.
:5. Die Katze ist gern unten, im Dunkeln.
|}
=== 12 ===
:1. A hegytetőn hó van.
:2. Lent a völgyben zöld fű van.
:3. Fent hideg van, lent meleg.
:4. Minél feljebb megyünk, annál hidegebb.
:5. A legmagasabb hegyeken mindig van hó.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A hegytetőn hó van. - Auf dem Berggipfel liegt Schnee.
:2. Lent a völgyben zöld fű van. - Unten im Tal gibt es grünes Gras.
:3. Fent hideg van, lent meleg. - Oben ist es kalt, unten warm.
:4. Minél feljebb megyünk, annál hidegebb. - Je weiter wir nach oben gehen, desto kälter wird es.
:5. A legmagasabb hegyeken mindig van hó. - Auf den höchsten Bergen liegt immer Schnee.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
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|
:1. Auf dem Berggipfel liegt Schnee.
:2. Unten im Tal gibt es grünes Gras.
:3. Oben ist es kalt, unten warm.
:4. Je weiter wir nach oben gehen, desto kälter wird es.
:5. Auf den höchsten Bergen liegt immer Schnee.
|}
=== 13 ===
:1. A tengerben is van fent és lent.
:2. Fent van a felszín, ahol a hullámok vannak.
:3. Lent a mélységben sötét van.
:4. A halak mindenütt úsznak, fent és lent.
:5. A búvárok lefelé merülnek a mélybe.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A tengerben is van fent és lent. - Auch im Meer gibt es oben und unten.
:2. Fent van a felszín, ahol a hullámok vannak. - Oben ist die Oberfläche, wo die Wellen sind.
:3. Lent a mélységben sötét van. - Unten in der Tiefe ist es dunkel.
:4. A halak mindenütt úsznak, fent és lent. - Die Fische schwimmen überall, oben und unten.
:5. A búvárok lefelé merülnek a mélybe. - Die Taucher tauchen nach unten in die Tiefe.
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
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:1. Auch im Meer gibt es oben und unten.
:2. Oben ist die Oberfläche, wo die Wellen sind.
:3. Unten in der Tiefe ist es dunkel.
:4. Die Fische schwimmen überall, oben und unten.
:5. Die Taucher tauchen nach unten in die Tiefe.
|}
=== 14 ===
:1. Felfelé nézek, ha a csillagokat nézem.
:2. Lefelé nézek, ha a hangyákat nézem.
:3. A csillagok nagyon messze vannak fent.
:4. A hangyák nagyon közel vannak lent.
:5. Mindkettő csodálatos.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Felfelé nézek, ha a csillagokat nézem. - Ich schaue nach oben, wenn ich die Sterne betrachte.
:2. Lefelé nézek, ha a hangyákat nézem. - Ich schaue nach unten, wenn ich die Ameisen betrachte.
:3. A csillagok nagyon messze vannak fent. - Die Sterne sind sehr weit oben.
:4. A hangyák nagyon közel vannak lent. - Die Ameisen sind sehr nah unten.
:5. Mindkettő csodálatos. - Beide sind wunderbar.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Ich schaue nach oben, wenn ich die Sterne betrachte.
:2. Ich schaue nach unten, wenn ich die Ameisen betrachte.
:3. Die Sterne sind sehr weit oben.
:4. Die Ameisen sind sehr nah unten.
:5. Beide sind wunderbar.
|}
=== 15 ===
:1. A liftben van egy fel gomb és egy le gomb.
:2. Ha felfele megyek, a felső gombot nyomom.
:3. Ha lefele megyek, az alsót.
:4. A lift gyorsabb, mint a lépcső.
:5. De én inkább a lépcsőn megyek.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A liftben van egy fel gomb és egy le gomb. - Im Aufzug gibt es einen Knopf nach oben und einen nach unten.
:2. Ha felfele megyek, a felső gombot nyomom. - Wenn ich nach oben fahre, drücke ich den oberen Knopf.
:3. Ha lefele megyek, az alsót. - Wenn ich nach unten fahre, den unteren.
:4. A lift gyorsabb, mint a lépcső. - Der Aufzug ist schneller als die Treppe.
:5. De én inkább a lépcsőn megyek. - Aber ich gehe lieber auf der Treppe.
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
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|
:1. Im Aufzug gibt es einen Knopf nach oben und einen nach unten.
:2. Wenn ich nach oben fahre, drücke ich den oberen Knopf.
:3. Wenn ich nach unten fahre, den unteren.
:4. Der Aufzug ist schneller als die Treppe.
:5. Aber ich gehe lieber auf der Treppe.
|}
=== 16 ===
:1. Az ég fent van, a föld lent van.
:2. Ez mindig igaz, mindenhol a világon.
:3. Az emberek a lenti földön élnek.
:4. A felhők fent úsznak.
:5. A kettő között élünk mi.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az ég fent van, a föld lent van. - Der Himmel ist oben, die Erde ist unten.
:2. Ez mindig igaz, mindenhol a világon. - Das gilt immer, überall auf der Welt.
:3. Az emberek a lenti földön élnek. - Die Menschen leben auf der Erde unten.
:4. A felhők fent úsznak. - Die Wolken schweben oben.
:5. A kettő között élünk mi. - Zwischen beiden leben wir.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Der Himmel ist oben, die Erde ist unten.
:2. Das gilt immer, überall auf der Welt.
:3. Die Menschen leben auf der Erde unten.
:4. Die Wolken schweben oben.
:5. Zwischen beiden leben wir.
|}
=== 17 ===
:1. A kút mélyen a földbe nyúlik.
:2. Lent a kút alján víz van.
:3. A vizet felfelé húzzák a kútból.
:4. Régen kézzel húzták, ma pumpa csinálja.
:5. Apánk is megjavított egy ilyen pumpát.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A kút mélyen a földbe nyúlik. - Der Brunnen reicht tief in die Erde.
:2. Lent a kút alján víz van. - Unten am Grund des Brunnens gibt es Wasser.
:3. A vizet felfelé húzzák a kútból. - Das Wasser wird nach oben aus dem Brunnen gezogen.
:4. Régen kézzel húzták, ma pumpa csinálja. - Früher zog man es mit der Hand, heute macht es eine Pumpe.
:5. Apánk is megjavított egy ilyen pumpát. - Unser Papa hat auch so eine Pumpe repariert.
|}
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Der Brunnen reicht tief in die Erde.
:2. Unten am Grund des Brunnens gibt es Wasser.
:3. Das Wasser wird nach oben aus dem Brunnen gezogen.
:4. Früher zog man es mit der Hand, heute macht es eine Pumpe.
:5. Unser Papa hat auch so eine Pumpe repariert.
|}
=== 18 ===
:1. A napraforgó felfelé néz.
:2. Mindig a nap felé fordul.
:3. A nap felette van, magasan az égen.
:4. A napraforgó gyökere lent van a földben.
:5. Fent virág, lent gyökér, ez az élete.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A napraforgó felfelé néz. - Die Sonnenblume schaut nach oben.
:2. Mindig a nap felé fordul. - Sie dreht sich immer zur Sonne.
:3. A nap felette van, magasan az égen. - Die Sonne ist über ihr, hoch am Himmel.
:4. A napraforgó gyökere lent van a földben. - Die Wurzel der Sonnenblume ist unten in der Erde.
:5. Fent virág, lent gyökér, ez az élete. - Oben Blüte, unten Wurzel, das ist ihr Leben.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Sonnenblume schaut nach oben.
:2. Sie dreht sich immer zur Sonne.
:3. Die Sonne ist über ihr, hoch am Himmel.
:4. Die Wurzel der Sonnenblume ist unten in der Erde.
:5. Oben Blüte, unten Wurzel, das ist ihr Leben.
|}
=== 19 ===
:1. Az emeletes ágyon fent és lent is lehet aludni.
:2. A bátyám fent alszik.
:3. Én lent alszom.
:4. Fentről jobban látni az egész szobát.
:5. De lent könnyebb le- és felszállni.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az emeletes ágyon fent és lent is lehet aludni. - Im Etagenbett kann man oben und unten schlafen.
:2. A bátyám fent alszik. - Mein Bruder schläft oben.
:3. Én lent alszom. - Ich schlafe unten.
:4. Fentről jobban látni az egész szobát. - Von oben sieht man das ganze Zimmer besser.
:5. De lent könnyebb le- és felszállni. - Aber unten ist es leichter ein- und auszusteigen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Im Etagenbett kann man oben und unten schlafen.
:2. Mein Bruder schläft oben.
:3. Ich schlafe unten.
:4. Von oben sieht man das ganze Zimmer besser.
:5. Aber unten ist es leichter ein- und auszusteigen.
|}
=== 20 ===
:1. Kovács úr fentről néha lehoz egy almát nekünk.
:2. Leballag a lépcsőn lassan.
:3. Becsönget és odaadja.
:4. Aztán visszamegy felfelé.
:5. Anya azt mondja, jó szomszéd.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Kovács úr fentről néha lehoz egy almát nekünk. - Herr Kovács bringt uns manchmal von oben einen Apfel.
:2. Leballag a lépcsőn lassan. - Er geht langsam die Treppe herunter.
:3. Becsönget és odaadja. - Er klingelt und gibt ihn uns.
:4. Aztán visszamegy felfelé. - Dann geht er wieder nach oben.
:5. Anya azt mondja, jó szomszéd. - Mama sagt, er ist ein guter Nachbar.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Herr Kovács bringt uns manchmal von oben einen Apfel.
:2. Er geht langsam die Treppe herunter.
:3. Er klingelt und gibt ihn uns.
:4. Dann geht er wieder nach oben.
:5. Mama sagt, er ist ein guter Nachbar.
|}
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hochtext=Inhaltsverzeichnis: Ganz kurze und einfache Texte für Kinder|
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;'''Oben, unten, usw.'''
=== 1 ===
:1. A házunknak három emelete van.
:2. A nagymama az első emeleten lakik, lent.
:3. Mi a második emeleten lakunk, középen.
:4. A harmadik emeleten egy bácsi lakik, fent.
:5. A bácsi neve Kovács úr.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A házunknak három emelete van. - Unser Haus hat drei Stockwerke.
:2. A nagymama az első emeleten lakik, lent. - Oma wohnt im ersten Stock, unten.
:3. Mi a második emeleten lakunk, középen. - Wir wohnen im zweiten Stock, in der Mitte.
:4. A harmadik emeleten egy bácsi lakik, fent. - Im dritten Stock wohnt ein alter Herr, oben.
:5. A bácsi neve Kovács úr. - Der Herr heißt Herr Kovács.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Unser Haus hat drei Stockwerke.
:2. Oma wohnt im ersten Stock, unten.
:3. Wir wohnen im zweiten Stock, in der Mitte.
:4. Im dritten Stock wohnt ein alter Herr, oben.
:5. Der Herr heißt Herr Kovács.
|}
=== 2 ===
:1. Kovács úr egyedül lakik fent.
:2. Nagyon csendes ember.
:3. Reggel hallani, ahogy sétál a lakásban.
:4. A lépései lassúak és nehezek.
:5. Anya azt mondja, idős és fáj a lába.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Kovács úr egyedül lakik fent. - Herr Kovács wohnt oben allein.
:2. Nagyon csendes ember. - Er ist ein sehr stiller Mensch.
:3. Reggel hallani, ahogy sétál a lakásban. - Morgens hört man, wie er in der Wohnung geht.
:4. A lépései lassúak és nehezek. - Seine Schritte sind langsam und schwer.
:5. Anya azt mondja, idős és fáj a lába. - Mama sagt, er ist alt und sein Bein tut weh.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Herr Kovács wohnt oben allein.
:2. Er ist ein sehr stiller Mensch.
:3. Morgens hört man, wie er in der Wohnung geht.
:4. Seine Schritte sind langsam und schwer.
:5. Mama sagt, er ist alt und sein Bein tut weh.
|}
=== 3 ===
:1. A nagymama lent van, közel a kerthez.
:2. Az ablakából látja a fákat.
:3. Mi fentebb vagyunk, a második emeleten.
:4. Mi magasabbra látunk, a tetőkre is.
:5. Fentről szebb a kilátás.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A nagymama lent van, közel a kerthez. - Oma ist unten, nah am Garten.
:2. Az ablakából látja a fákat. - Aus ihrem Fenster sieht sie die Bäume.
:3. Mi fentebb vagyunk, a második emeleten. - Wir sind weiter oben, im zweiten Stock.
:4. Mi magasabbra látunk, a tetőkre is. - Wir sehen höher, auch auf die Dächer.
:5. Fentről szebb a kilátás. - Von oben ist die Aussicht schöner.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Oma ist unten, nah am Garten.
:2. Aus ihrem Fenster sieht sie die Bäume.
:3. Wir sind weiter oben, im zweiten Stock.
:4. Wir sehen höher, auch auf die Dächer.
:5. Von oben ist die Aussicht schöner.
|}
=== 4 ===
:1. A lépcsőn felfelé megyek a második emeletre.
:2. Lefelé megyek, ha a nagymamához megyek.
:3. Felfelé nehezebb, mint lefelé.
:4. Lefelé gyorsan szaladok.
:5. Felfelé lassan megyek és megszámolom a lépcsőket.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A lépcsőn felfelé megyek a második emeletre. - Ich gehe auf der Treppe nach oben in den zweiten Stock.
:2. Lefelé megyek, ha a nagymamához megyek. - Ich gehe nach unten, wenn ich zu Oma gehe.
:3. Felfelé nehezebb, mint lefelé. - Nach oben ist es schwerer als nach unten.
:4. Lefelé gyorsan szaladok. - Nach unten laufe ich schnell.
:5. Felfelé lassan megyek és megszámolom a lépcsőket. - Nach oben gehe ich langsam und zähle die Stufen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Ich gehe auf der Treppe nach oben in den zweiten Stock.
:2. Ich gehe nach unten, wenn ich zu Oma gehe.
:3. Nach oben ist es schwerer als nach unten.
:4. Nach unten laufe ich schnell.
:5. Nach oben gehe ich langsam und zähle die Stufen.
|}
=== 5 ===
:1. A madarak fent repülnek.
:2. Mi lent állunk és nézzük őket.
:3. A felhők még feljebb vannak.
:4. A nap a legmagasabban van.
:5. Én soha nem leszek olyan magasan.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A madarak fent repülnek. - Die Vögel fliegen oben.
:2. Mi lent állunk és nézzük őket. - Wir stehen unten und schauen ihnen zu.
:3. A felhők még feljebb vannak. - Die Wolken sind noch weiter oben.
:4. A nap a legmagasabban van. - Die Sonne ist am höchsten.
:5. Én soha nem leszek olyan magasan. - Ich werde nie so hoch sein.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Vögel fliegen oben.
:2. Wir stehen unten und schauen ihnen zu.
:3. Die Wolken sind noch weiter oben.
:4. Die Sonne ist am höchsten.
:5. Ich werde nie so hoch sein.
|}
=== 6 ===
:1. A polcon a könyvek fent vannak.
:2. A játékok lent vannak a polcon.
:3. A fent lévő könyvekhez szék kell.
:4. A lent lévő játékokat könnyen elérem.
:5. Anya a legfelső polcra teszi azt, amit a gyerekek nem érhetnek el.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A polcon a könyvek fent vannak. - Die Bücher im Regal sind oben.
:2. A játékok lent vannak a polcon. - Das Spielzeug ist unten im Regal.
:3. A fent lévő könyvekhez szék kell. - Für die Bücher oben brauche ich einen Stuhl.
:4. A lent lévő játékokat könnyen elérem. - Das Spielzeug unten erreiche ich leicht.
:5. Anya a legfelső polcra teszi azt, amit a gyerekek nem érhetnek el. - Mama stellt das ins oberste Regal, was die Kinder nicht erreichen dürfen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Bücher im Regal sind oben.
:2. Das Spielzeug ist unten im Regal.
:3. Für die Bücher oben brauche ich einen Stuhl.
:4. Das Spielzeug unten erreiche ich leicht.
:5. Mama stellt das ins oberste Regal, was die Kinder nicht erreichen dürfen.
|}
=== 7 ===
:1. A repülő fent van az égen.
:2. Olyan magasan van, hogy kicsinynek látszik.
:3. Mégis belefér száz ember.
:4. Lent a földön autók mennek.
:5. Az autók nagyobbnak látszanak, mint a repülő.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A repülő fent van az égen. - Das Flugzeug ist oben am Himmel.
:2. Olyan magasan van, hogy kicsinynek látszik. - Es ist so hoch, dass es klein aussieht.
:3. Mégis belefér száz ember. - Trotzdem passen hundert Menschen hinein.
:4. Lent a földön autók mennek. - Unten auf der Erde fahren Autos.
:5. Az autók nagyobbnak látszanak, mint a repülő. - Die Autos sehen größer aus als das Flugzeug.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Das Flugzeug ist oben am Himmel.
:2. Es ist so hoch, dass es klein aussieht.
:3. Trotzdem passen hundert Menschen hinein.
:4. Unten auf der Erde fahren Autos.
:5. Die Autos sehen größer aus als das Flugzeug.
|}
=== 8 ===
:1. A fa teteje fent van.
:2. A gyökerek lent vannak a földben.
:3. A gyümölcs fent terem az ágakon.
:4. Az érett almák lefelé hullanak.
:5. A lehullott alma lent van a fűben.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A fa teteje fent van. - Die Spitze des Baumes ist oben.
:2. A gyökerek lent vannak a földben. - Die Wurzeln sind unten in der Erde.
:3. A gyümölcs fent terem az ágakon. - Die Früchte wachsen oben an den Ästen.
:4. Az érett almák lefelé hullanak. – Die reifen Äpfel fallen herunter.
:5. A lehullott alma lent van a fűben. - Der gefallene Apfel liegt unten im Gras.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Spitze des Baumes ist oben.
:2. Die Wurzeln sind unten in der Erde.
:3. Die Früchte wachsen oben an den Ästen.
:4. Die reifen Äpfel fallen herunter.
:5. Der gefallene Apfel liegt unten im Gras.
|}
=== 9 ===
:1. A víz mindig lefelé folyik.
:2. Soha nem folyik felfelé magától.
:3. A hegy tetejéről a völgybe folyik.
:4. A völgy mindig lent van.
:5. Ezt a törvényt gravitációnak hívják.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A víz mindig lefelé folyik. - Wasser fließt immer nach unten.
:2. Soha nem folyik felfelé magától. - Es fließt nie von selbst nach oben.
:3. A hegy tetejéről a völgybe folyik. - Von der Bergspitze fließt es ins Tal.
:4. A völgy mindig lent van. - Das Tal ist immer unten.
:5. Ezt a törvényt gravitációnak hívják. - Dieses Gesetz nennt man Schwerkraft.
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
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:1. Wasser fließt immer nach unten.
:2. Es fließt nie von selbst nach oben.
:3. Von der Bergspitze fließt es ins Tal.
:4. Das Tal ist immer unten.
:5. Dieses Gesetz nennt man Schwerkraft.
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=== 10 ===
:1. Ha valamit feldobok, visszaesik.
:2. Felfelé megy, aztán megáll.
:3. Aztán lefelé esik vissza.
:4. Ez mindig így van, kivétel nélkül.
:5. A gravitáció mindent lehúz.
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!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
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:1. Ha valamit feldobok, visszaesik. - Wenn ich etwas hochwerfe, fällt es zurück.
:2. Felfelé megy, aztán megáll. - Es geht nach oben, dann hält es an.
:3. Aztán lefelé esik vissza. - Dann fällt es wieder nach unten.
:4. Ez mindig így van, kivétel nélkül. - Das ist immer so, ohne Ausnahme.
:5. A gravitáció mindent lehúz. - Die Schwerkraft zieht alles nach unten.
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
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:1. Wenn ich etwas hochwerfe, fällt es zurück.
:2. Es geht nach oben, dann hält es an.
:3. Dann fällt es wieder nach unten.
:4. Das ist immer so, ohne Ausnahme.
:5. Die Schwerkraft zieht alles nach unten.
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=== 11 ===
:1. Az ágy felett van a lámpa.
:2. Az ágy alatt van a cipőm.
:3. Az asztal felett semmi nincs.
:4. Az asztal alatt a macska alszik.
:5. A macska szeret lent, a sötétben lenni.
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!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
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|
:1. Az ágy felett van a lámpa. - Über dem Bett hängt die Lampe.
:2. Az ágy alatt van a cipőm. - Unter dem Bett liegt mein Schuh.
:3. Az asztal felett semmi nincs. - Über dem Tisch ist nichts.
:4. Az asztal alatt a macska alszik. - Unter dem Tisch schläft die Katze.
:5. A macska szeret lent, a sötétben lenni. - Die Katze ist gern unten, im Dunkeln.
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
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:1. Über dem Bett hängt die Lampe.
:2. Unter dem Bett liegt mein Schuh.
:3. Über dem Tisch ist nichts.
:4. Unter dem Tisch schläft die Katze.
:5. Die Katze ist gern unten, im Dunkeln.
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=== 12 ===
:1. A hegytetőn hó van.
:2. Lent a völgyben zöld fű van.
:3. Fent hideg van, lent meleg.
:4. Minél feljebb megyünk, annál hidegebb.
:5. A legmagasabb hegyeken mindig van hó.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A hegytetőn hó van. - Auf dem Berggipfel liegt Schnee.
:2. Lent a völgyben zöld fű van. - Unten im Tal gibt es grünes Gras.
:3. Fent hideg van, lent meleg. - Oben ist es kalt, unten warm.
:4. Minél feljebb megyünk, annál hidegebb. - Je weiter wir nach oben gehen, desto kälter wird es.
:5. A legmagasabb hegyeken mindig van hó. - Auf den höchsten Bergen liegt immer Schnee.
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
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:1. Auf dem Berggipfel liegt Schnee.
:2. Unten im Tal gibt es grünes Gras.
:3. Oben ist es kalt, unten warm.
:4. Je weiter wir nach oben gehen, desto kälter wird es.
:5. Auf den höchsten Bergen liegt immer Schnee.
|}
=== 13 ===
:1. A tengerben is van fent és lent.
:2. Fent van a felszín, ahol a hullámok vannak.
:3. Lent a mélységben sötét van.
:4. A halak mindenütt úsznak, fent és lent.
:5. A búvárok lefelé merülnek a mélybe.
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!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A tengerben is van fent és lent. - Auch im Meer gibt es oben und unten.
:2. Fent van a felszín, ahol a hullámok vannak. - Oben ist die Oberfläche, wo die Wellen sind.
:3. Lent a mélységben sötét van. - Unten in der Tiefe ist es dunkel.
:4. A halak mindenütt úsznak, fent és lent. - Die Fische schwimmen überall, oben und unten.
:5. A búvárok lefelé merülnek a mélybe. - Die Taucher tauchen nach unten in die Tiefe.
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
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:1. Auch im Meer gibt es oben und unten.
:2. Oben ist die Oberfläche, wo die Wellen sind.
:3. Unten in der Tiefe ist es dunkel.
:4. Die Fische schwimmen überall, oben und unten.
:5. Die Taucher tauchen nach unten in die Tiefe.
|}
=== 14 ===
:1. Felfelé nézek, ha a csillagokat nézem.
:2. Lefelé nézek, ha a hangyákat nézem.
:3. A csillagok nagyon messze vannak fent.
:4. A hangyák nagyon közel vannak lent.
:5. Mindkettő csodálatos.
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!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Felfelé nézek, ha a csillagokat nézem. - Ich schaue nach oben, wenn ich die Sterne betrachte.
:2. Lefelé nézek, ha a hangyákat nézem. - Ich schaue nach unten, wenn ich die Ameisen betrachte.
:3. A csillagok nagyon messze vannak fent. - Die Sterne sind sehr weit oben.
:4. A hangyák nagyon közel vannak lent. - Die Ameisen sind sehr nah unten.
:5. Mindkettő csodálatos. - Beide sind wunderbar.
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
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:1. Ich schaue nach oben, wenn ich die Sterne betrachte.
:2. Ich schaue nach unten, wenn ich die Ameisen betrachte.
:3. Die Sterne sind sehr weit oben.
:4. Die Ameisen sind sehr nah unten.
:5. Beide sind wunderbar.
|}
=== 15 ===
:1. A liftben van egy fel gomb és egy le gomb.
:2. Ha felfele megyek, a felső gombot nyomom.
:3. Ha lefele megyek, az alsót.
:4. A lift gyorsabb, mint a lépcső.
:5. De én inkább a lépcsőn megyek.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A liftben van egy fel gomb és egy le gomb. - Im Aufzug gibt es einen Knopf nach oben und einen nach unten.
:2. Ha felfele megyek, a felső gombot nyomom. - Wenn ich nach oben fahre, drücke ich den oberen Knopf.
:3. Ha lefele megyek, az alsót. - Wenn ich nach unten fahre, den unteren.
:4. A lift gyorsabb, mint a lépcső. - Der Aufzug ist schneller als die Treppe.
:5. De én inkább a lépcsőn megyek. - Aber ich gehe lieber auf der Treppe.
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
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:1. Im Aufzug gibt es einen Knopf nach oben und einen nach unten.
:2. Wenn ich nach oben fahre, drücke ich den oberen Knopf.
:3. Wenn ich nach unten fahre, den unteren.
:4. Der Aufzug ist schneller als die Treppe.
:5. Aber ich gehe lieber auf der Treppe.
|}
=== 16 ===
:1. Az ég fent van, a föld lent van.
:2. Ez mindig igaz, mindenhol a világon.
:3. Az emberek a lenti földön élnek.
:4. A felhők fent úsznak.
:5. A kettő között élünk mi.
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!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
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|
:1. Az ég fent van, a föld lent van. - Der Himmel ist oben, die Erde ist unten.
:2. Ez mindig igaz, mindenhol a világon. - Das gilt immer, überall auf der Welt.
:3. Az emberek a lenti földön élnek. - Die Menschen leben auf der Erde unten.
:4. A felhők fent úsznak. - Die Wolken schweben oben.
:5. A kettő között élünk mi. - Zwischen beiden leben wir.
|}
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Der Himmel ist oben, die Erde ist unten.
:2. Das gilt immer, überall auf der Welt.
:3. Die Menschen leben auf der Erde unten.
:4. Die Wolken schweben oben.
:5. Zwischen beiden leben wir.
|}
=== 17 ===
:1. A kút mélyen a földbe nyúlik.
:2. Lent a kút alján víz van.
:3. A vizet felfelé húzzák a kútból.
:4. Régen kézzel húzták, ma pumpa csinálja.
:5. Apánk is megjavított egy ilyen pumpát.
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!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A kút mélyen a földbe nyúlik. - Der Brunnen reicht tief in die Erde.
:2. Lent a kút alján víz van. - Unten am Grund des Brunnens gibt es Wasser.
:3. A vizet felfelé húzzák a kútból. - Das Wasser wird nach oben aus dem Brunnen gezogen.
:4. Régen kézzel húzták, ma pumpa csinálja. - Früher zog man es mit der Hand, heute macht es eine Pumpe.
:5. Apánk is megjavított egy ilyen pumpát. - Unser Papa hat auch so eine Pumpe repariert.
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
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:1. Der Brunnen reicht tief in die Erde.
:2. Unten am Grund des Brunnens gibt es Wasser.
:3. Das Wasser wird nach oben aus dem Brunnen gezogen.
:4. Früher zog man es mit der Hand, heute macht es eine Pumpe.
:5. Unser Papa hat auch so eine Pumpe repariert.
|}
=== 18 ===
:1. A napraforgó felfelé néz.
:2. Mindig a nap felé fordul.
:3. A nap felette van, magasan az égen.
:4. A napraforgó gyökere lent van a földben.
:5. Fent virág, lent gyökér, ez az élete.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A napraforgó felfelé néz. - Die Sonnenblume schaut nach oben.
:2. Mindig a nap felé fordul. - Sie dreht sich immer zur Sonne.
:3. A nap felette van, magasan az égen. - Die Sonne ist über ihr, hoch am Himmel.
:4. A napraforgó gyökere lent van a földben. - Die Wurzel der Sonnenblume ist unten in der Erde.
:5. Fent virág, lent gyökér, ez az élete. - Oben Blüte, unten Wurzel, das ist ihr Leben.
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{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Sonnenblume schaut nach oben.
:2. Sie dreht sich immer zur Sonne.
:3. Die Sonne ist über ihr, hoch am Himmel.
:4. Die Wurzel der Sonnenblume ist unten in der Erde.
:5. Oben Blüte, unten Wurzel, das ist ihr Leben.
|}
=== 19 ===
:1. Az emeletes ágyon fent és lent is lehet aludni.
:2. A bátyám fent alszik.
:3. Én lent alszom.
:4. Fentről jobban látni az egész szobát.
:5. De lent könnyebb le- és felszállni.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az emeletes ágyon fent és lent is lehet aludni. - Im Etagenbett kann man oben und unten schlafen.
:2. A bátyám fent alszik. - Mein Bruder schläft oben.
:3. Én lent alszom. - Ich schlafe unten.
:4. Fentről jobban látni az egész szobát. - Von oben sieht man das ganze Zimmer besser.
:5. De lent könnyebb le- és felszállni. - Aber unten ist es leichter ein- und auszusteigen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Im Etagenbett kann man oben und unten schlafen.
:2. Mein Bruder schläft oben.
:3. Ich schlafe unten.
:4. Von oben sieht man das ganze Zimmer besser.
:5. Aber unten ist es leichter ein- und auszusteigen.
|}
=== 20 ===
:1. Kovács úr fentről néha lehoz egy almát nekünk.
:2. Leballag a lépcsőn lassan.
:3. Becsönget és odaadja.
:4. Aztán visszamegy felfelé.
:5. Anya azt mondja, jó szomszéd.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Kovács úr fentről néha lehoz egy almát nekünk. - Herr Kovács bringt uns manchmal von oben einen Apfel.
:2. Leballag a lépcsőn lassan. - Er geht langsam die Treppe herunter.
:3. Becsönget és odaadja. - Er klingelt und gibt ihn uns.
:4. Aztán visszamegy felfelé. - Dann geht er wieder nach oben.
:5. Anya azt mondja, jó szomszéd. - Mama sagt, er ist ein guter Nachbar.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Herr Kovács bringt uns manchmal von oben einen Apfel.
:2. Er geht langsam die Treppe herunter.
:3. Er klingelt und gibt ihn uns.
:4. Dann geht er wieder nach oben.
:5. Mama sagt, er ist ein guter Nachbar.
|}
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;'''Oben, unten, usw.'''
=== 1 ===
:1. A házunknak három emelete van.
:2. A nagymama az első emeleten lakik, lent.
:3. Mi a második emeleten lakunk, középen.
:4. A harmadik emeleten egy bácsi lakik, fent.
:5. A bácsi neve Kovács úr.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A házunknak három emelete van. - Unser Haus hat drei Stockwerke.
:2. A nagymama az első emeleten lakik, lent. - Oma wohnt im ersten Stock, unten.
:3. Mi a második emeleten lakunk, középen. - Wir wohnen im zweiten Stock, in der Mitte.
:4. A harmadik emeleten egy bácsi lakik, fent. - Im dritten Stock wohnt ein alter Herr, oben.
:5. A bácsi neve Kovács úr. - Der Herr heißt Herr Kovács.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Unser Haus hat drei Stockwerke.
:2. Oma wohnt im ersten Stock, unten.
:3. Wir wohnen im zweiten Stock, in der Mitte.
:4. Im dritten Stock wohnt ein alter Herr, oben.
:5. Der Herr heißt Herr Kovács.
|}
=== 2 ===
:1. Kovács úr egyedül lakik fent.
:2. Nagyon csendes ember.
:3. Reggel hallani, ahogy sétál a lakásban.
:4. A lépései lassúak és nehezek.
:5. Anya azt mondja, idős és fáj a lába.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Kovács úr egyedül lakik fent. - Herr Kovács wohnt oben allein.
:2. Nagyon csendes ember. - Er ist ein sehr stiller Mensch.
:3. Reggel hallani, ahogy sétál a lakásban. - Morgens hört man, wie er in der Wohnung geht.
:4. A lépései lassúak és nehezek. - Seine Schritte sind langsam und schwer.
:5. Anya azt mondja, idős és fáj a lába. - Mama sagt, er ist alt und sein Bein tut weh.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Herr Kovács wohnt oben allein.
:2. Er ist ein sehr stiller Mensch.
:3. Morgens hört man, wie er in der Wohnung geht.
:4. Seine Schritte sind langsam und schwer.
:5. Mama sagt, er ist alt und sein Bein tut weh.
|}
=== 3 ===
:1. A nagymama lent van, közel a kerthez.
:2. Az ablakából látja a fákat.
:3. Mi fentebb vagyunk, a második emeleten.
:4. Mi magasabbra látunk, a tetőkre is.
:5. Fentről szebb a kilátás.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A nagymama lent van, közel a kerthez. - Oma ist unten, nah am Garten.
:2. Az ablakából látja a fákat. - Aus ihrem Fenster sieht sie die Bäume.
:3. Mi fentebb vagyunk, a második emeleten. - Wir sind weiter oben, im zweiten Stock.
:4. Mi magasabbra látunk, a tetőkre is. - Wir sehen höher, auch auf die Dächer.
:5. Fentről szebb a kilátás. - Von oben ist die Aussicht schöner.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Oma ist unten, nah am Garten.
:2. Aus ihrem Fenster sieht sie die Bäume.
:3. Wir sind weiter oben, im zweiten Stock.
:4. Wir sehen höher, auch auf die Dächer.
:5. Von oben ist die Aussicht schöner.
|}
=== 4 ===
:1. A lépcsőn felfelé megyek a második emeletre.
:2. Lefelé megyek, ha a nagymamához megyek.
:3. Felfelé nehezebb, mint lefelé.
:4. Lefelé gyorsan szaladok.
:5. Felfelé lassan megyek és megszámolom a lépcsőket.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A lépcsőn felfelé megyek a második emeletre. - Ich gehe auf der Treppe nach oben in den zweiten Stock.
:2. Lefelé megyek, ha a nagymamához megyek. - Ich gehe nach unten, wenn ich zu Oma gehe.
:3. Felfelé nehezebb, mint lefelé. - Nach oben ist es schwerer als nach unten.
:4. Lefelé gyorsan szaladok. - Nach unten laufe ich schnell.
:5. Felfelé lassan megyek és megszámolom a lépcsőket. - Nach oben gehe ich langsam und zähle die Stufen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Ich gehe auf der Treppe nach oben in den zweiten Stock.
:2. Ich gehe nach unten, wenn ich zu Oma gehe.
:3. Nach oben ist es schwerer als nach unten.
:4. Nach unten laufe ich schnell.
:5. Nach oben gehe ich langsam und zähle die Stufen.
|}
=== 5 ===
:1. A madarak fent repülnek.
:2. Mi lent állunk és nézzük őket.
:3. A felhők még feljebb vannak.
:4. A nap a legmagasabban van.
:5. Én soha nem leszek olyan magasan.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A madarak fent repülnek. - Die Vögel fliegen oben.
:2. Mi lent állunk és nézzük őket. - Wir stehen unten und schauen ihnen zu.
:3. A felhők még feljebb vannak. - Die Wolken sind noch weiter oben.
:4. A nap a legmagasabban van. - Die Sonne ist am höchsten.
:5. Én soha nem leszek olyan magasan. - Ich werde nie so hoch sein.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Vögel fliegen oben.
:2. Wir stehen unten und schauen ihnen zu.
:3. Die Wolken sind noch weiter oben.
:4. Die Sonne ist am höchsten.
:5. Ich werde nie so hoch sein.
|}
=== 6 ===
:1. A polcon a könyvek fent vannak.
:2. A játékok lent vannak a polcon.
:3. A fent lévő könyvekhez szék kell.
:4. A lent lévő játékokat könnyen elérem.
:5. Anya a legfelső polcra teszi azt, amit a gyerekek nem érhetnek el.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A polcon a könyvek fent vannak. - Die Bücher im Regal sind oben.
:2. A játékok lent vannak a polcon. - Das Spielzeug ist unten im Regal.
:3. A fent lévő könyvekhez szék kell. - Für die Bücher oben brauche ich einen Stuhl.
:4. A lent lévő játékokat könnyen elérem. - Das Spielzeug unten erreiche ich leicht.
:5. Anya a legfelső polcra teszi azt, amit a gyerekek nem érhetnek el. - Mama stellt das ins oberste Regal, was die Kinder nicht erreichen dürfen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Bücher im Regal sind oben.
:2. Das Spielzeug ist unten im Regal.
:3. Für die Bücher oben brauche ich einen Stuhl.
:4. Das Spielzeug unten erreiche ich leicht.
:5. Mama stellt das ins oberste Regal, was die Kinder nicht erreichen dürfen.
|}
=== 7 ===
:1. A repülő fent van az égen.
:2. Olyan magasan van, hogy kicsinynek látszik.
:3. Mégis belefér száz ember.
:4. Lent a földön autók mennek.
:5. Az autók nagyobbnak látszanak, mint a repülő.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A repülő fent van az égen. - Das Flugzeug ist oben am Himmel.
:2. Olyan magasan van, hogy kicsinynek látszik. - Es ist so hoch, dass es klein aussieht.
:3. Mégis belefér száz ember. - Trotzdem passen hundert Menschen hinein.
:4. Lent a földön autók mennek. - Unten auf der Erde fahren Autos.
:5. Az autók nagyobbnak látszanak, mint a repülő. - Die Autos sehen größer aus als das Flugzeug.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Das Flugzeug ist oben am Himmel.
:2. Es ist so hoch, dass es klein aussieht.
:3. Trotzdem passen hundert Menschen hinein.
:4. Unten auf der Erde fahren Autos.
:5. Die Autos sehen größer aus als das Flugzeug.
|}
=== 8 ===
:1. A fa teteje fent van.
:2. A gyökerek lent vannak a földben.
:3. A gyümölcs fent terem az ágakon.
:4. Az érett almák lefelé hullanak.
:5. A lehullott alma lent van a fűben.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A fa teteje fent van. - Die Spitze des Baumes ist oben.
:2. A gyökerek lent vannak a földben. - Die Wurzeln sind unten in der Erde.
:3. A gyümölcs fent terem az ágakon. - Die Früchte wachsen oben an den Ästen.
:4. Az érett almák lefelé hullanak. – Die reifen Äpfel fallen herunter.
:5. A lehullott alma lent van a fűben. - Der gefallene Apfel liegt unten im Gras.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Spitze des Baumes ist oben.
:2. Die Wurzeln sind unten in der Erde.
:3. Die Früchte wachsen oben an den Ästen.
:4. Die reifen Äpfel fallen herunter.
:5. Der gefallene Apfel liegt unten im Gras.
|}
=== 9 ===
:1. A víz mindig lefelé folyik.
:2. Soha nem folyik felfelé magától.
:3. A hegy tetejéről a völgybe folyik.
:4. A völgy mindig lent van.
:5. Ezt a törvényt gravitációnak hívják.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A víz mindig lefelé folyik. - Wasser fließt immer nach unten.
:2. Soha nem folyik felfelé magától. - Es fließt nie von selbst nach oben.
:3. A hegy tetejéről a völgybe folyik. - Von der Bergspitze fließt es ins Tal.
:4. A völgy mindig lent van. - Das Tal ist immer unten.
:5. Ezt a törvényt gravitációnak hívják. - Dieses Gesetz nennt man Schwerkraft.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Wasser fließt immer nach unten.
:2. Es fließt nie von selbst nach oben.
:3. Von der Bergspitze fließt es ins Tal.
:4. Das Tal ist immer unten.
:5. Dieses Gesetz nennt man Schwerkraft.
|}
=== 10 ===
:1. Ha valamit feldobok, visszaesik.
:2. Felfelé halad, majd megáll.
:3. Aztán lefelé esik vissza.
:4. Ez mindig így van, kivétel nélkül.
:5. A gravitáció mindent lehúz.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Ha valamit feldobok, visszaesik. - Wenn ich etwas hochwerfe, fällt es zurück.
:2. Felfelé halad, majd megáll. - Es bewegt sich nach oben, dann hält es an.
:3. Aztán lefelé esik vissza. - Dann fällt es wieder nach unten.
:4. Ez mindig így van, kivétel nélkül. - Das ist immer so, ohne Ausnahme.
:5. A gravitáció mindent lehúz. - Die Schwerkraft zieht alles nach unten.
|}
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Wenn ich etwas hochwerfe, fällt es zurück.
:2. Es bewegt sich nach oben, dann hält es an.
:3. Dann fällt es wieder nach unten.
:4. Das ist immer so, ohne Ausnahme.
:5. Die Schwerkraft zieht alles nach unten.
|}
=== 11 ===
:1. Az ágy felett van a lámpa.
:2. Az ágy alatt van a cipőm.
:3. Az asztal felett semmi nincs.
:4. Az asztal alatt a macska alszik.
:5. A macska szeret lent, a sötétben lenni.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az ágy felett van a lámpa. - Über dem Bett hängt die Lampe.
:2. Az ágy alatt van a cipőm. - Unter dem Bett liegt mein Schuh.
:3. Az asztal felett semmi nincs. - Über dem Tisch ist nichts.
:4. Az asztal alatt a macska alszik. - Unter dem Tisch schläft die Katze.
:5. A macska szeret lent, a sötétben lenni. - Die Katze ist gern unten, im Dunkeln.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Über dem Bett hängt die Lampe.
:2. Unter dem Bett liegt mein Schuh.
:3. Über dem Tisch ist nichts.
:4. Unter dem Tisch schläft die Katze.
:5. Die Katze ist gern unten, im Dunkeln.
|}
=== 12 ===
:1. A hegytetőn hó van.
:2. Lent a völgyben zöld fű van.
:3. Fent hideg van, lent meleg.
:4. Minél feljebb megyünk, annál hidegebb.
:5. A legmagasabb hegyeken mindig van hó.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A hegytetőn hó van. - Auf dem Berggipfel liegt Schnee.
:2. Lent a völgyben zöld fű van. - Unten im Tal gibt es grünes Gras.
:3. Fent hideg van, lent meleg. - Oben ist es kalt, unten warm.
:4. Minél feljebb megyünk, annál hidegebb. - Je weiter wir nach oben gehen, desto kälter wird es.
:5. A legmagasabb hegyeken mindig van hó. - Auf den höchsten Bergen liegt immer Schnee.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Auf dem Berggipfel liegt Schnee.
:2. Unten im Tal gibt es grünes Gras.
:3. Oben ist es kalt, unten warm.
:4. Je weiter wir nach oben gehen, desto kälter wird es.
:5. Auf den höchsten Bergen liegt immer Schnee.
|}
=== 13 ===
:1. A tengerben is van fent és lent.
:2. Fent van a felszín, ahol a hullámok vannak.
:3. Lent a mélységben sötét van.
:4. A halak mindenütt úsznak, fent és lent.
:5. A búvárok lefelé merülnek a mélybe.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A tengerben is van fent és lent. - Auch im Meer gibt es oben und unten.
:2. Fent van a felszín, ahol a hullámok vannak. - Oben ist die Oberfläche, wo die Wellen sind.
:3. Lent a mélységben sötét van. - Unten in der Tiefe ist es dunkel.
:4. A halak mindenütt úsznak, fent és lent. - Die Fische schwimmen überall, oben und unten.
:5. A búvárok lefelé merülnek a mélybe. - Die Taucher tauchen nach unten in die Tiefe.
|}
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Auch im Meer gibt es oben und unten.
:2. Oben ist die Oberfläche, wo die Wellen sind.
:3. Unten in der Tiefe ist es dunkel.
:4. Die Fische schwimmen überall, oben und unten.
:5. Die Taucher tauchen nach unten in die Tiefe.
|}
=== 14 ===
:1. Felfelé nézek, ha a csillagokat nézem.
:2. Lefelé nézek, ha a hangyákat nézem.
:3. A csillagok nagyon messze vannak fent.
:4. A hangyák nagyon közel vannak lent.
:5. Mindkettő csodálatos.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Felfelé nézek, ha a csillagokat nézem. - Ich schaue nach oben, wenn ich die Sterne betrachte.
:2. Lefelé nézek, ha a hangyákat nézem. - Ich schaue nach unten, wenn ich die Ameisen betrachte.
:3. A csillagok nagyon messze vannak fent. - Die Sterne sind sehr weit oben.
:4. A hangyák nagyon közel vannak lent. - Die Ameisen sind sehr nah unten.
:5. Mindkettő csodálatos. - Beide sind wunderbar.
|}
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Ich schaue nach oben, wenn ich die Sterne betrachte.
:2. Ich schaue nach unten, wenn ich die Ameisen betrachte.
:3. Die Sterne sind sehr weit oben.
:4. Die Ameisen sind sehr nah unten.
:5. Beide sind wunderbar.
|}
=== 15 ===
:1. A liftben van egy fel gomb és egy le gomb.
:2. Ha felfele megyek, a felső gombot nyomom.
:3. Ha lefele megyek, az alsót.
:4. A lift gyorsabb, mint a lépcső.
:5. De én inkább a lépcsőn megyek.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A liftben van egy fel gomb és egy le gomb. - Im Aufzug gibt es einen Knopf nach oben und einen nach unten.
:2. Ha felfele megyek, a felső gombot nyomom. - Wenn ich nach oben fahre, drücke ich den oberen Knopf.
:3. Ha lefele megyek, az alsót. - Wenn ich nach unten fahre, den unteren.
:4. A lift gyorsabb, mint a lépcső. - Der Aufzug ist schneller als die Treppe.
:5. De én inkább a lépcsőn megyek. - Aber ich gehe lieber auf der Treppe.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Im Aufzug gibt es einen Knopf nach oben und einen nach unten.
:2. Wenn ich nach oben fahre, drücke ich den oberen Knopf.
:3. Wenn ich nach unten fahre, den unteren.
:4. Der Aufzug ist schneller als die Treppe.
:5. Aber ich gehe lieber auf der Treppe.
|}
=== 16 ===
:1. Az ég fent van, a föld lent van.
:2. Ez mindig igaz, mindenhol a világon.
:3. Az emberek a lenti földön élnek.
:4. A felhők fent úsznak.
:5. A kettő között élünk mi.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az ég fent van, a föld lent van. - Der Himmel ist oben, die Erde ist unten.
:2. Ez mindig igaz, mindenhol a világon. - Das gilt immer, überall auf der Welt.
:3. Az emberek a lenti földön élnek. - Die Menschen leben auf der Erde unten.
:4. A felhők fent úsznak. - Die Wolken schweben oben.
:5. A kettő között élünk mi. - Zwischen beiden leben wir.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Der Himmel ist oben, die Erde ist unten.
:2. Das gilt immer, überall auf der Welt.
:3. Die Menschen leben auf der Erde unten.
:4. Die Wolken schweben oben.
:5. Zwischen beiden leben wir.
|}
=== 17 ===
:1. A kút mélyen a földbe nyúlik.
:2. Lent a kút alján víz van.
:3. A vizet felfelé húzzák a kútból.
:4. Régen kézzel húzták, ma pumpa csinálja.
:5. Apánk is megjavított egy ilyen pumpát.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A kút mélyen a földbe nyúlik. - Der Brunnen reicht tief in die Erde.
:2. Lent a kút alján víz van. - Unten am Grund des Brunnens gibt es Wasser.
:3. A vizet felfelé húzzák a kútból. - Das Wasser wird nach oben aus dem Brunnen gezogen.
:4. Régen kézzel húzták, ma pumpa csinálja. - Früher zog man es mit der Hand, heute macht es eine Pumpe.
:5. Apánk is megjavított egy ilyen pumpát. - Unser Papa hat auch so eine Pumpe repariert.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Der Brunnen reicht tief in die Erde.
:2. Unten am Grund des Brunnens gibt es Wasser.
:3. Das Wasser wird nach oben aus dem Brunnen gezogen.
:4. Früher zog man es mit der Hand, heute macht es eine Pumpe.
:5. Unser Papa hat auch so eine Pumpe repariert.
|}
=== 18 ===
:1. A napraforgó felfelé néz.
:2. Mindig a nap felé fordul.
:3. A nap felette van, magasan az égen.
:4. A napraforgó gyökere lent van a földben.
:5. Fent virág, lent gyökér, ez az élete.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A napraforgó felfelé néz. - Die Sonnenblume schaut nach oben.
:2. Mindig a nap felé fordul. - Sie dreht sich immer zur Sonne.
:3. A nap felette van, magasan az égen. - Die Sonne ist über ihr, hoch am Himmel.
:4. A napraforgó gyökere lent van a földben. - Die Wurzel der Sonnenblume ist unten in der Erde.
:5. Fent virág, lent gyökér, ez az élete. - Oben Blüte, unten Wurzel, das ist ihr Leben.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Sonnenblume schaut nach oben.
:2. Sie dreht sich immer zur Sonne.
:3. Die Sonne ist über ihr, hoch am Himmel.
:4. Die Wurzel der Sonnenblume ist unten in der Erde.
:5. Oben Blüte, unten Wurzel, das ist ihr Leben.
|}
=== 19 ===
:1. Az emeletes ágyon fent és lent is lehet aludni.
:2. A bátyám fent alszik.
:3. Én lent alszom.
:4. Fentről jobban látni az egész szobát.
:5. De lent könnyebb le- és felszállni.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az emeletes ágyon fent és lent is lehet aludni. - Im Etagenbett kann man oben und unten schlafen.
:2. A bátyám fent alszik. - Mein Bruder schläft oben.
:3. Én lent alszom. - Ich schlafe unten.
:4. Fentről jobban látni az egész szobát. - Von oben sieht man das ganze Zimmer besser.
:5. De lent könnyebb le- és felszállni. - Aber unten ist es leichter ein- und auszusteigen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Im Etagenbett kann man oben und unten schlafen.
:2. Mein Bruder schläft oben.
:3. Ich schlafe unten.
:4. Von oben sieht man das ganze Zimmer besser.
:5. Aber unten ist es leichter ein- und auszusteigen.
|}
=== 20 ===
:1. Kovács úr fentről néha lehoz egy almát nekünk.
:2. Leballag a lépcsőn lassan.
:3. Becsönget és odaadja.
:4. Aztán visszamegy felfelé.
:5. Anya azt mondja, jó szomszéd.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Kovács úr fentről néha lehoz egy almát nekünk. - Herr Kovács bringt uns manchmal von oben einen Apfel.
:2. Leballag a lépcsőn lassan. - Er geht langsam die Treppe herunter.
:3. Becsönget és odaadja. - Er klingelt und gibt ihn uns.
:4. Aztán visszamegy felfelé. - Dann geht er wieder nach oben.
:5. Anya azt mondja, jó szomszéd. - Mama sagt, er ist ein guter Nachbar.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Herr Kovács bringt uns manchmal von oben einen Apfel.
:2. Er geht langsam die Treppe herunter.
:3. Er klingelt und gibt ihn uns.
:4. Dann geht er wieder nach oben.
:5. Mama sagt, er ist ein guter Nachbar.
|}
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;'''Oben, unten, usw.'''
=== 1 ===
:1. A házunknak három emelete van.
:2. A nagymama az első emeleten lakik, lent.
:3. Mi a második emeleten lakunk, középen.
:4. A harmadik emeleten egy bácsi lakik, fent.
:5. A bácsi neve Kovács úr.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A házunknak három emelete van. - Unser Haus hat drei Stockwerke.
:2. A nagymama az első emeleten lakik, lent. - Oma wohnt im ersten Stock, unten.
:3. Mi a második emeleten lakunk, középen. - Wir wohnen im zweiten Stock, in der Mitte.
:4. A harmadik emeleten egy bácsi lakik, fent. - Im dritten Stock wohnt ein alter Herr, oben.
:5. A bácsi neve Kovács úr. - Der Herr heißt Herr Kovács.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Unser Haus hat drei Stockwerke.
:2. Oma wohnt im ersten Stock, unten.
:3. Wir wohnen im zweiten Stock, in der Mitte.
:4. Im dritten Stock wohnt ein alter Herr, oben.
:5. Der Herr heißt Herr Kovács.
|}
=== 2 ===
:1. Kovács úr egyedül lakik fent.
:2. Nagyon csendes ember.
:3. Reggel hallani, ahogy sétál a lakásban.
:4. A lépései lassúak és nehezek.
:5. Anya azt mondja, idős és fáj a lába.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Kovács úr egyedül lakik fent. - Herr Kovács wohnt oben allein.
:2. Nagyon csendes ember. - Er ist ein sehr stiller Mensch.
:3. Reggel hallani, ahogy sétál a lakásban. - Morgens hört man, wie er in der Wohnung geht.
:4. A lépései lassúak és nehezek. - Seine Schritte sind langsam und schwer.
:5. Anya azt mondja, idős és fáj a lába. - Mama sagt, er ist alt und sein Bein tut weh.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Herr Kovács wohnt oben allein.
:2. Er ist ein sehr stiller Mensch.
:3. Morgens hört man, wie er in der Wohnung geht.
:4. Seine Schritte sind langsam und schwer.
:5. Mama sagt, er ist alt und sein Bein tut weh.
|}
=== 3 ===
:1. A nagymama lent van, közel a kerthez.
:2. Az ablakából látja a fákat.
:3. Mi fentebb vagyunk, a második emeleten.
:4. Mi magasabbra látunk, a tetőkre is.
:5. Fentről szebb a kilátás.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A nagymama lent van, közel a kerthez. - Oma ist unten, nah am Garten.
:2. Az ablakából látja a fákat. - Aus ihrem Fenster sieht sie die Bäume.
:3. Mi fentebb vagyunk, a második emeleten. - Wir sind weiter oben, im zweiten Stock.
:4. Mi magasabbra látunk, a tetőkre is. - Wir sehen höher, auch auf die Dächer.
:5. Fentről szebb a kilátás. - Von oben ist die Aussicht schöner.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Oma ist unten, nah am Garten.
:2. Aus ihrem Fenster sieht sie die Bäume.
:3. Wir sind weiter oben, im zweiten Stock.
:4. Wir sehen höher, auch auf die Dächer.
:5. Von oben ist die Aussicht schöner.
|}
=== 4 ===
:1. A lépcsőn felfelé megyek a második emeletre.
:2. Lefelé megyek, ha a nagymamához megyek.
:3. Felfelé nehezebb, mint lefelé.
:4. Lefelé gyorsan szaladok.
:5. Felfelé lassan megyek és megszámolom a lépcsőket.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A lépcsőn felfelé megyek a második emeletre. - Ich gehe auf der Treppe nach oben in den zweiten Stock.
:2. Lefelé megyek, ha a nagymamához megyek. - Ich gehe nach unten, wenn ich zu Oma gehe.
:3. Felfelé nehezebb, mint lefelé. - Nach oben ist es schwerer als nach unten.
:4. Lefelé gyorsan szaladok. - Nach unten laufe ich schnell.
:5. Felfelé lassan megyek és megszámolom a lépcsőket. - Nach oben gehe ich langsam und zähle die Stufen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Ich gehe auf der Treppe nach oben in den zweiten Stock.
:2. Ich gehe nach unten, wenn ich zu Oma gehe.
:3. Nach oben ist es schwerer als nach unten.
:4. Nach unten laufe ich schnell.
:5. Nach oben gehe ich langsam und zähle die Stufen.
|}
=== 5 ===
:1. A madarak fent repülnek.
:2. Mi lent állunk és nézzük őket.
:3. A felhők még feljebb vannak.
:4. A nap a legmagasabban van.
:5. Én soha nem leszek olyan magasan.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A madarak fent repülnek. - Die Vögel fliegen oben.
:2. Mi lent állunk és nézzük őket. - Wir stehen unten und schauen ihnen zu.
:3. A felhők még feljebb vannak. - Die Wolken sind noch weiter oben.
:4. A nap a legmagasabban van. - Die Sonne ist am höchsten.
:5. Én soha nem leszek olyan magasan. - Ich werde nie so hoch sein.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Vögel fliegen oben.
:2. Wir stehen unten und schauen ihnen zu.
:3. Die Wolken sind noch weiter oben.
:4. Die Sonne ist am höchsten.
:5. Ich werde nie so hoch sein.
|}
=== 6 ===
:1. A polcon a könyvek fent vannak.
:2. A játékok lent vannak a polcon.
:3. A fent lévő könyvekhez szék kell.
:4. A lent lévő játékokat könnyen elérem.
:5. Anya a legfelső polcra teszi azt, amit a gyerekek nem érhetnek el.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A polcon a könyvek fent vannak. - Die Bücher im Regal sind oben.
:2. A játékok lent vannak a polcon. - Das Spielzeug ist unten im Regal.
:3. A fent lévő könyvekhez szék kell. - Für die Bücher oben brauche ich einen Stuhl.
:4. A lent lévő játékokat könnyen elérem. - Das Spielzeug unten erreiche ich leicht.
:5. Anya a legfelső polcra teszi azt, amit a gyerekek nem érhetnek el. - Mama stellt das ins oberste Regal, was die Kinder nicht erreichen dürfen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Bücher im Regal sind oben.
:2. Das Spielzeug ist unten im Regal.
:3. Für die Bücher oben brauche ich einen Stuhl.
:4. Das Spielzeug unten erreiche ich leicht.
:5. Mama stellt das ins oberste Regal, was die Kinder nicht erreichen dürfen.
|}
=== 7 ===
:1. A repülő fent van az égen.
:2. Olyan magasan van, hogy kicsinynek látszik.
:3. Mégis belefér száz ember.
:4. Lent a földön autók mennek.
:5. Az autók nagyobbnak látszanak, mint a repülő.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A repülő fent van az égen. - Das Flugzeug ist oben am Himmel.
:2. Olyan magasan van, hogy kicsinynek látszik. - Es ist so hoch, dass es klein aussieht.
:3. Mégis belefér száz ember. - Trotzdem passen hundert Menschen hinein.
:4. Lent a földön autók mennek. - Unten auf der Erde fahren Autos.
:5. Az autók nagyobbnak látszanak, mint a repülő. - Die Autos sehen größer aus als das Flugzeug.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Das Flugzeug ist oben am Himmel.
:2. Es ist so hoch, dass es klein aussieht.
:3. Trotzdem passen hundert Menschen hinein.
:4. Unten auf der Erde fahren Autos.
:5. Die Autos sehen größer aus als das Flugzeug.
|}
=== 8 ===
:1. A fa teteje fent van.
:2. A gyökerek lent vannak a földben.
:3. A gyümölcs fent terem az ágakon.
:4. Az érett almák lefelé hullanak.
:5. A lehullott alma lent van a fűben.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A fa teteje fent van. - Die Spitze des Baumes ist oben.
:2. A gyökerek lent vannak a földben. - Die Wurzeln sind unten in der Erde.
:3. A gyümölcs fent terem az ágakon. - Die Früchte wachsen oben an den Ästen.
:4. Az érett almák lefelé hullanak. – Die reifen Äpfel fallen herunter.
:5. A lehullott alma lent van a fűben. - Der gefallene Apfel liegt unten im Gras.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Spitze des Baumes ist oben.
:2. Die Wurzeln sind unten in der Erde.
:3. Die Früchte wachsen oben an den Ästen.
:4. Die reifen Äpfel fallen herunter.
:5. Der gefallene Apfel liegt unten im Gras.
|}
=== 9 ===
:1. A víz mindig lefelé folyik.
:2. Soha nem folyik felfelé magától.
:3. A hegy tetejéről a völgybe folyik.
:4. A völgy mindig lent van.
:5. Ezt a törvényt gravitációnak hívják.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A víz mindig lefelé folyik. - Wasser fließt immer nach unten.
:2. Soha nem folyik felfelé magától. - Es fließt nie von selbst nach oben.
:3. A hegy tetejéről a völgybe folyik. - Von der Bergspitze fließt es ins Tal.
:4. A völgy mindig lent van. - Das Tal ist immer unten.
:5. Ezt a törvényt gravitációnak hívják. - Dieses Gesetz nennt man Schwerkraft.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Wasser fließt immer nach unten.
:2. Es fließt nie von selbst nach oben.
:3. Von der Bergspitze fließt es ins Tal.
:4. Das Tal ist immer unten.
:5. Dieses Gesetz nennt man Schwerkraft.
|}
=== 10 ===
:1. Ha valamit feldobok, visszaesik.
:2. Felfelé halad, majd megáll.
:3. Aztán lefelé esik vissza.
:4. Ez mindig így van, kivétel nélkül.
:5. A gravitáció mindent lehúz.
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!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Ha valamit feldobok, visszaesik. - Wenn ich etwas hochwerfe, fällt es zurück.
:2. Felfelé halad, majd megáll. - Es bewegt sich nach oben, dann hält es an.
:3. Aztán lefelé esik vissza. - Dann fällt es wieder nach unten.
:4. Ez mindig így van, kivétel nélkül. - Das ist immer so, ohne Ausnahme.
:5. A gravitáció mindent lehúz. - Die Schwerkraft zieht alles nach unten.
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Wenn ich etwas hochwerfe, fällt es zurück.
:2. Es bewegt sich nach oben, dann hält es an.
:3. Dann fällt es wieder nach unten.
:4. Das ist immer so, ohne Ausnahme.
:5. Die Schwerkraft zieht alles nach unten.
|}
=== 11 ===
:1. Az ágy felett van a lámpa.
:2. Az ágy alatt van a cipőm.
:3. Az asztal felett semmi nincs.
:4. Az asztal alatt a macska alszik.
:5. A macska szeret lent, a sötétben lenni.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az ágy felett van a lámpa. - Über dem Bett hängt die Lampe.
:2. Az ágy alatt van a cipőm. - Unter dem Bett sind meine Schuhe. (!!!)
:3. Az asztal felett semmi nincs. - Über dem Tisch ist nichts.
:4. Az asztal alatt a macska alszik. - Unter dem Tisch schläft die Katze.
:5. A macska szeret lent, a sötétben lenni. - Die Katze ist gern unten, im Dunkeln.
|}
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Über dem Bett hängt die Lampe.
:2. Unter dem Bett sind meine Schuhe. (!!!)
:3. Über dem Tisch ist nichts.
:4. Unter dem Tisch schläft die Katze.
:5. Die Katze ist gern unten, im Dunkeln.
|}
=== 12 ===
:1. A hegytetőn hó van.
:2. Lent a völgyben zöld fű van.
:3. Fent hideg van, lent meleg.
:4. Minél feljebb megyünk, annál hidegebb.
:5. A legmagasabb hegyeken mindig van hó.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A hegytetőn hó van. - Auf dem Berggipfel liegt Schnee.
:2. Lent a völgyben zöld fű van. - Unten im Tal gibt es grünes Gras.
:3. Fent hideg van, lent meleg. - Oben ist es kalt, unten warm.
:4. Minél feljebb megyünk, annál hidegebb. - Je weiter wir nach oben gehen, desto kälter wird es.
:5. A legmagasabb hegyeken mindig van hó. - Auf den höchsten Bergen liegt immer Schnee.
|}
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Auf dem Berggipfel liegt Schnee.
:2. Unten im Tal gibt es grünes Gras.
:3. Oben ist es kalt, unten warm.
:4. Je weiter wir nach oben gehen, desto kälter wird es.
:5. Auf den höchsten Bergen liegt immer Schnee.
|}
=== 13 ===
:1. A tengerben is van fent és lent.
:2. Fent van a felszín, ahol a hullámok vannak.
:3. Lent a mélységben sötét van.
:4. A halak mindenütt úsznak, fent és lent.
:5. A búvárok lefelé merülnek a mélybe.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A tengerben is van fent és lent. - Auch im Meer gibt es oben und unten.
:2. Fent van a felszín, ahol a hullámok vannak. - Oben ist die Oberfläche, wo die Wellen sind.
:3. Lent a mélységben sötét van. - Unten in der Tiefe ist es dunkel.
:4. A halak mindenütt úsznak, fent és lent. - Die Fische schwimmen überall, oben und unten.
:5. A búvárok lefelé merülnek a mélybe. - Die Taucher tauchen nach unten in die Tiefe.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Auch im Meer gibt es oben und unten.
:2. Oben ist die Oberfläche, wo die Wellen sind.
:3. Unten in der Tiefe ist es dunkel.
:4. Die Fische schwimmen überall, oben und unten.
:5. Die Taucher tauchen nach unten in die Tiefe.
|}
=== 14 ===
:1. Felfelé nézek, ha a csillagokat nézem.
:2. Lefelé nézek, ha a hangyákat nézem.
:3. A csillagok nagyon messze vannak fent.
:4. A hangyák nagyon közel vannak lent.
:5. Mindkettő csodálatos.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Felfelé nézek, ha a csillagokat nézem. - Ich schaue nach oben, wenn ich die Sterne betrachte.
:2. Lefelé nézek, ha a hangyákat nézem. - Ich schaue nach unten, wenn ich die Ameisen betrachte.
:3. A csillagok nagyon messze vannak fent. - Die Sterne sind sehr weit oben.
:4. A hangyák nagyon közel vannak lent. - Die Ameisen sind sehr nah unten.
:5. Mindkettő csodálatos. - Beide sind wunderbar.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Ich schaue nach oben, wenn ich die Sterne betrachte.
:2. Ich schaue nach unten, wenn ich die Ameisen betrachte.
:3. Die Sterne sind sehr weit oben.
:4. Die Ameisen sind sehr nah unten.
:5. Beide sind wunderbar.
|}
=== 15 ===
:1. A liftben van egy fel gomb és egy le gomb.
:2. Ha felfele megyek, a felső gombot nyomom.
:3. Ha lefele megyek, az alsót.
:4. A lift gyorsabb, mint a lépcső.
:5. De én inkább a lépcsőn megyek.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A liftben van egy fel gomb és egy le gomb. - Im Aufzug gibt es einen Knopf nach oben und einen nach unten.
:2. Ha felfele megyek, a felső gombot nyomom. - Wenn ich nach oben fahre, drücke ich den oberen Knopf.
:3. Ha lefele megyek, az alsót. - Wenn ich nach unten fahre, den unteren.
:4. A lift gyorsabb, mint a lépcső. - Der Aufzug ist schneller als die Treppe.
:5. De én inkább a lépcsőn megyek. - Aber ich gehe lieber auf der Treppe.
|}
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!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Im Aufzug gibt es einen Knopf nach oben und einen nach unten.
:2. Wenn ich nach oben fahre, drücke ich den oberen Knopf.
:3. Wenn ich nach unten fahre, den unteren.
:4. Der Aufzug ist schneller als die Treppe.
:5. Aber ich gehe lieber auf der Treppe.
|}
=== 16 ===
:1. Az ég fent van, a föld lent van.
:2. Ez mindig igaz, mindenhol a világon.
:3. Az emberek a lenti földön élnek.
:4. A felhők fent úsznak.
:5. A kettő között élünk mi.
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|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az ég fent van, a föld lent van. - Der Himmel ist oben, die Erde ist unten.
:2. Ez mindig igaz, mindenhol a világon. - Das gilt immer, überall auf der Welt.
:3. Az emberek a lenti földön élnek. - Die Menschen leben auf der Erde unten.
:4. A felhők fent úsznak. - Die Wolken schweben oben.
:5. A kettő között élünk mi. - Zwischen beiden leben wir.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Der Himmel ist oben, die Erde ist unten.
:2. Das gilt immer, überall auf der Welt.
:3. Die Menschen leben auf der Erde unten.
:4. Die Wolken schweben oben.
:5. Zwischen beiden leben wir.
|}
=== 17 ===
:1. A kút mélyen a földbe nyúlik.
:2. Lent a kút alján víz van.
:3. A vizet felfelé húzzák a kútból.
:4. Régen kézzel húzták, ma pumpa csinálja.
:5. Apánk is megjavított egy ilyen pumpát.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A kút mélyen a földbe nyúlik. - Der Brunnen reicht tief in die Erde.
:2. Lent a kút alján víz van. - Unten am Grund des Brunnens gibt es Wasser.
:3. A vizet felfelé húzzák a kútból. - Das Wasser wird nach oben aus dem Brunnen gezogen.
:4. Régen kézzel húzták, ma pumpa csinálja. - Früher zog man es mit der Hand, heute macht es eine Pumpe.
:5. Apánk is megjavított egy ilyen pumpát. - Unser Papa hat auch so eine Pumpe repariert.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Der Brunnen reicht tief in die Erde.
:2. Unten am Grund des Brunnens gibt es Wasser.
:3. Das Wasser wird nach oben aus dem Brunnen gezogen.
:4. Früher zog man es mit der Hand, heute macht es eine Pumpe.
:5. Unser Papa hat auch so eine Pumpe repariert.
|}
=== 18 ===
:1. A napraforgó felfelé néz.
:2. Mindig a nap felé fordul.
:3. A nap felette van, magasan az égen.
:4. A napraforgó gyökere lent van a földben.
:5. Fent virág, lent gyökér, ez az élete.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
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!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. A napraforgó felfelé néz. - Die Sonnenblume schaut nach oben.
:2. Mindig a nap felé fordul. - Sie dreht sich immer zur Sonne.
:3. A nap felette van, magasan az égen. - Die Sonne ist über ihr, hoch am Himmel.
:4. A napraforgó gyökere lent van a földben. - Die Wurzel der Sonnenblume ist unten in der Erde.
:5. Fent virág, lent gyökér, ez az élete. - Oben Blüte, unten Wurzel, das ist ihr Leben.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Die Sonnenblume schaut nach oben.
:2. Sie dreht sich immer zur Sonne.
:3. Die Sonne ist über ihr, hoch am Himmel.
:4. Die Wurzel der Sonnenblume ist unten in der Erde.
:5. Oben Blüte, unten Wurzel, das ist ihr Leben.
|}
=== 19 ===
:1. Az emeletes ágyon fent és lent is lehet aludni.
:2. A bátyám fent alszik.
:3. Én lent alszom.
:4. Fentről jobban látni az egész szobát.
:5. De lent könnyebb le- és felszállni.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Az emeletes ágyon fent és lent is lehet aludni. - Im Etagenbett kann man oben und unten schlafen.
:2. A bátyám fent alszik. - Mein Bruder schläft oben.
:3. Én lent alszom. - Ich schlafe unten.
:4. Fentről jobban látni az egész szobát. - Von oben sieht man das ganze Zimmer besser.
:5. De lent könnyebb le- és felszállni. - Aber unten ist es leichter ein- und auszusteigen.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Im Etagenbett kann man oben und unten schlafen.
:2. Mein Bruder schläft oben.
:3. Ich schlafe unten.
:4. Von oben sieht man das ganze Zimmer besser.
:5. Aber unten ist es leichter ein- und auszusteigen.
|}
=== 20 ===
:1. Kovács úr fentről néha lehoz egy almát nekünk.
:2. Leballag a lépcsőn lassan.
:3. Becsönget és odaadja.
:4. Aztán visszamegy felfelé.
:5. Anya azt mondja, jó szomszéd.
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">magyar - német</span> '''
|-
|
:1. Kovács úr fentről néha lehoz egy almát nekünk. - Herr Kovács bringt uns manchmal von oben einen Apfel.
:2. Leballag a lépcsőn lassan. - Er geht langsam die Treppe herunter.
:3. Becsönget és odaadja. - Er klingelt und gibt ihn uns.
:4. Aztán visszamegy felfelé. - Dann geht er wieder nach oben.
:5. Anya azt mondja, jó szomszéd. - Mama sagt, er ist ein guter Nachbar.
|}
{| class="mw-collapsible mw-collapsed wikitable" style="width: 100%"
|-
!'''<span style="color:#F0F;">deutsch</span> '''
|-
|
:1. Herr Kovács bringt uns manchmal von oben einen Apfel.
:2. Er geht langsam die Treppe herunter.
:3. Er klingelt und gibt ihn uns.
:4. Dann geht er wieder nach oben.
:5. Mama sagt, er ist ein guter Nachbar.
|}
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Traktorenlexikon: AGCO-Allis 9635
0
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1087591
2026-06-04T14:01:42Z
Baupit
56622
Neue Seite (vgl. [[WB:AZ]])
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wikitext
text/x-wiki
{{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: AGCO-Allis |HERSTELLER= AGCO-Allis}}
{{:Traktorenlexikon: Modell-Infobox
| HERSTELLER = AGCO-ALLIS
| MODELLREIHE = 9600 er- Serie
| MODELL = 9633
| BILD =
| BILDBESCHREIBUNG =
| BAUWEISE = Blockbauweise
| PRODUKTIONSBEGINN = 1994
| PRODUKTIONSENDE = 1997
| STÜCKZAHL =
| EIGENGEWICHT = 6.566 (4 WD: 7.156 kg)
| LÄNGE = 4.762
| BREITE = 2.438
| HÖHE = 3.137
| RADSTAND = 3.129 (4 WD: 2.959)
| BODENFREIHEIT = 584 (4 WD: 572)
| SPURWEITE =
| SPURWEITE VORNE = 1.651-2.261 (1.516-2.322)
| SPURWEITE HINTEN = 1.575-2.720
| WENDERADIUS MIT LENKBREMSE = 4.200 (4 WD: 4.500)
| WENDERADIUS OHNE LENKBREMSE = 4.900 (4 WD: 5.900)
| BEREIFUNG VORNE = 11.00-16 ASF (4 WD: 14.9 R 28 AS)
| BEREIFUNG HINTEN = 18.4 R 38 AS
| LEISTUNG KW = 100,8
| LEISTUNG PS = 137
| NENNDREHZAHL = 2.200
| ZYLINDER = 6
| HUBRAUM = 7.637
| DREHMOMENTANSTIEG = 27
| KRAFTSTOFF = Diesel
| KÜHLSYSTEM = Wasserkühlung
| ANTRIEBSTYP = Heck- oder Allradantrieb
| GETRIEBE = 18 V/9 R
| HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT = 40
| KATEGORIESORTIERUNG =
}}
Im Jahr 1994 wurde die erste Generation der 9600 er-Baureihe durch die zweite Generation der 9600 er-Baureihe ersetzt. Dieser Austausch markierte den Wechsel von luftgekühlten K.H.D.-Aggregaten zu wassergekühlten DETROIT-DIESEL Aggregaten. Der AGCO-ALLIS 9635 war abgesehen vom Motor, weitgehend mit dem Vorgängermodell 9630 identisch.
==Motor==
* DETROIT-DIESEL, Typ: DT-466 , stehender wassergekühlter Viertakt-Sechszylinder-Reihen-Saugmotor mit Direkteinspritzung, hängenden Ventile, Kraftstoffpumpe, Leichtmetall-Kolben, BOSCH-Einspritzpumpe, mechanischer BOSCH-Drehzahlregler, Druckumlaufschmierung mittels Zahnradpumpe, BOSCH-Mehrloch-Einspritzdüsen, zahnradgetriebene Nockenwelle, DONALDSON-Trockenluftfilter, Ölkühler, Turbolader, siebenfach-gelagerte Kurbelwelle, auswechselbare Zylinderlaufbuchsen und Lamellenkühler mit Lüfter.
* Bohrung = 109,2 mm, Hub = 135,9 mm
* Verdichtungsverhältnis = 15,8:1
* Max. Drehmoment = 597 Nm bei 1.550 U/min.
* Drehmomentanstieg = 27 % bei 1.798 U/min.
* Mittlere Kolbengeschwindigkeit = 9,97 m/s
* Max. Drehmomentanstieg = 36,1 %
* Geregelter Drehzahlbereich = 650 bis 2.425 U/min.
* Ladedruck = 1,08 bar
==Kupplung==
* Elektrohydraulisch-betätigte, nasse FUNK-Mehrscheibenkupplung, Typ: 9400
14 Scheiben mit 148,8 mm Durchmesser
==Getriebe==
* Im Ölbad laufendes, synchronisiertes FUNK-POWERSHIFT-Getriebe, Typ: YZ 15021 A/9400 EB mit Einhebelbedienung
* Neun hydraulisch-betätigte Lamellenkupplungen/-bremsen verbinden verschiedene Getriebestufen (Planetenradsätze oder Stirnradstufen)
* Der Gangwechsel erfolgt mittels Getriebesteuergerät, um die Kupplungen sanft zu schließen oder zu öffnen
* Lastschaltbarer Gangwechsel ohne dass der Kraftfluss zum Antrieb unterbrochen wird
18 Vorwärts- und 9 Rückwärtsgänge
==Geschwindigkeiten vor- und rückwärts==
"Geschwindigkeiten mit Bereifung 18.4 R 42 AS"
{| class="wikitable"
|-
! bei Motordrehzahl (U/min) !! 2.200
|-
| 1.Gang || 2,53 km/h
|-
| 2.Gang || 2,99 km/h
|-
| 3.Gang || 3,50 km/h
|-
| 4.Gang || 4,00 km/h
|-
| 5.Gang || 4,73 km/h
|-
| 6.Gang || 5,54 km/h
|-
| 7.Gang || 6,52 km/h
|-
| 8.Gang || 7,70 km/h
|-
| 9.Gang || 9,01 km/h
|-
| 10.Gang || 10,47 km/h
|-
| 11.Gang || 12,37 km/h
|-
| 12.Gang || 14,47 km/h
|-
| 13.Gang || 16,58 km/h
|-
| 14.Gang || 19,60 km/h
|-
| 15.Gang || 22,93 km/h
|-
| 16.Gang || 26,99 km/h
|-
| 17.Gang || 31,90 km/h
|-
| 18.Gang || 37,33 km/h
|-
! Rückwärtsgänge !!
|-
| 1.Gang || 3,06 km/h
|-
| 2.Gang || 3,62 km/h
|-
| 3.Gang || 4,24 km/h
|-
| 4.Gang || 4,86 km/h
|-
| 5.Gang || 5,74 km/h
|-
| 6.Gang || 6,71 km/h
|-
| 7.Gang || 7,90 km/h
|-
| 8.Gang || 9,34 km/h
|-
| 9.Gang || 10,93 km/h
|-
|}
==Zapfwelle==
* Mechanisch-betätigte, kupplungsunabhängige Motorzapfwelle
* Stummel = 1 3/8"- 6 Keile und 1 3/4"- 20 teilig
* Zweifach schaltbar, 540/1.000 U/min.
* 540 U/min. bei 2.228 U/min.- Motordrehzahl
* 1.000 U/min. bei 2.199 U/min.- Motordrehzahl
Übertragbare Leistung = 137,4 DIN-PS
==Bremsen==
* Pedal-betätigte, hydraulisch-nasse AGCO-RAYBESTOS-Scheibenbremse, auf den Differentialseitenwellen wirkend, als Einzelrad-Bremse ausgebildet
Mechanisch-betätigte, unabhängige Feststellbremse, als trockene Scheibenbremse ausgebildet
* Optional mit Zweikreis-Druckluftbremsanlage oder wahlweise kombiniert als Ein- und Zweikreis-Druckluftbremsanlage
==Achsen==
* Pendelnd-gelagerte Teleskop-Vorderachse
Verstellbare Spurweite = 1.651 bis 2.261 mm
* Pendelnd-gelagerte, elektrohydraulisch-betätigte und lastschaltbare Planetenachse, mit zentraler Gelenkwelle
Zwei Spurweiten durch Radumschlag = 1.516 oder 2.322 mm
* Hinterachse mit Kegelradgetriebe und Stirnradübersetzung
* Elektrohydraulisch-betätigte, nasse Differentialsperre
Verstellbare Spurweite = 1.575 bis 2.720 mm (auf Wunsch bis 3.200 mm)
* Vordere Achslast-4 WD = 2.767 kg
* Hintere Achslast-4 WD = 5.236 kg
==Lenkung==
* Hydrostatische EATON-Lenkung
==Hydrauliksystem und Kraftheber==
* Hydraulischer Kraftheber mit elektronischer Unterlenkerregelung (EHR)
* Einfachwirkender Hubzylinder
* Optional mit einem- oder zwei einfachwirkender Zusatz-Hubzylinder
* Sicherheitsventil des Arbeitszylinder auf 203 bar eingestellt
* Dreipunktkupplung der Kategorie II/III/III N, mit Schnellkuppler
"Funktionen:"
* Heben, Senken, Neutral- und Schwimmstellung, Zugwiderstands- und Lageregelung sowie stufenlose Mischregelung
* Hubhöhenbegrenzung und hydraulisch-mechanische Transportsicherung
Geschlossenes System mit Axialkolbenpumpe und einer Förderleistung von 75,0 l/min. bei 175 bar und 65,1 l/min. bei 141 bar
* Leistung der Hydraulik = 15,3 kW
Max. Hubkraft 610 mm hinter den Koppelpunkten = 2.682 kg (Optional mit einem Zusatzhubzylinder = 3.168 kg)
* Max. Hubkraft 610 mm hinter den Koppelpunkten, mit zwei Zusatzhubzylinder = 4.139 kg
==Steuergeräte==
* Drei einfach- oder doppelt-wirkendes Steuergerät
* Auf Wunsch bis zu vier einfach- oder doppelt-wirkende Steuergeräte
==Elektrische Ausrüstung==
"12 Volt-Einrichtung"
* Zwei Batterien, 12 V-580 Ah
* DELCO-Anlasser, Typ: 28 MT/Type: 171 (12 V-2,9 kW)
* DELCO-Lichtmaschine, Type: 15 SI (14 V-105 A)
==Maße und Abmessungen==
* Länge über alles = 4.762 mm (4 WD = 4.991 mm)
* Breite je nach Spurweite = 2.438 bis 3.435 mm
* Höhe über Kabine = 3.137 mm
* Höhe über Auspuff = 3.132 mm
* Radstand = 3.129 mm (4 WD = 2.959 mm)
* Bodenfreiheit = 584 mm (4 WD = 572 mm)
* Betriebsgewicht = 7.413 kg (4 WD = 8.003 kg)
==Bereifung==
"Standardbereifung:"
* Vorne = 11.00-16 AS Front (4 WD = 14.9 R 28 und 16.9 R 28 AS)
* Hinten = 18.4 R 38, 18.4 R 42 und 20.8 R 42 AS
==Füllmengen==
* Tankinhalt = 253,5 l, auf Wunsch = 367,0 l
* Motoröl mit Filter = 29,5 l
* Kühlsystem = 28,5 l
* Getriebe und Hydraulik = 83,3 l
* Power-Shift = 5,7 l
==Verbrauch==
* Kraftstoffverbrauch = 33,2 l/h bei 101,0 kw und Nenndrehzahl
==Kabine==
* Vollverglaste, gummigelagerte, staub- und schallisolierte AGCO-Kabine mit ebenen Boden, Luftfedersitz, digitale Anzeigen, vier Arbeitsscheinwerfer, Heck- und Seitenfenster ausstellbar, Heizung mit Gebläse und Klimaanlage
==Sonderausrüstung==
* Zusatzgewichte
* Arbeitsscheinwerfer hinten
==Literatur & Weblinks==
* tractordata.com
* Brochure AGCO-Allis Corporation
* digitalcommoms.unl.edu (Test-Nr 1697/95)
<references />
{{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: AGCO-Allis |HERSTELLER= AGCO-Allis}}
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1087591
2026-06-04T14:02:10Z
Baupit
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wikitext
text/x-wiki
{{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: AGCO-Allis |HERSTELLER= AGCO-Allis}}
{{:Traktorenlexikon: Modell-Infobox
| HERSTELLER = AGCO-ALLIS
| MODELLREIHE = 9600 er- Serie
| MODELL = 9635
| BILD =
| BILDBESCHREIBUNG =
| BAUWEISE = Blockbauweise
| PRODUKTIONSBEGINN = 1994
| PRODUKTIONSENDE = 1997
| STÜCKZAHL =
| EIGENGEWICHT = 6.566 (4 WD: 7.156 kg)
| LÄNGE = 4.762
| BREITE = 2.438
| HÖHE = 3.137
| RADSTAND = 3.129 (4 WD: 2.959)
| BODENFREIHEIT = 584 (4 WD: 572)
| SPURWEITE =
| SPURWEITE VORNE = 1.651-2.261 (1.516-2.322)
| SPURWEITE HINTEN = 1.575-2.720
| WENDERADIUS MIT LENKBREMSE = 4.200 (4 WD: 4.500)
| WENDERADIUS OHNE LENKBREMSE = 4.900 (4 WD: 5.900)
| BEREIFUNG VORNE = 11.00-16 ASF (4 WD: 14.9 R 28 AS)
| BEREIFUNG HINTEN = 18.4 R 38 AS
| LEISTUNG KW = 100,8
| LEISTUNG PS = 137
| NENNDREHZAHL = 2.200
| ZYLINDER = 6
| HUBRAUM = 7.637
| DREHMOMENTANSTIEG = 27
| KRAFTSTOFF = Diesel
| KÜHLSYSTEM = Wasserkühlung
| ANTRIEBSTYP = Heck- oder Allradantrieb
| GETRIEBE = 18 V/9 R
| HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT = 40
| KATEGORIESORTIERUNG =
}}
Im Jahr 1994 wurde die erste Generation der 9600 er-Baureihe durch die zweite Generation der 9600 er-Baureihe ersetzt. Dieser Austausch markierte den Wechsel von luftgekühlten K.H.D.-Aggregaten zu wassergekühlten DETROIT-DIESEL Aggregaten. Der AGCO-ALLIS 9635 war abgesehen vom Motor, weitgehend mit dem Vorgängermodell 9630 identisch.
==Motor==
* DETROIT-DIESEL, Typ: DT-466 , stehender wassergekühlter Viertakt-Sechszylinder-Reihen-Saugmotor mit Direkteinspritzung, hängenden Ventile, Kraftstoffpumpe, Leichtmetall-Kolben, BOSCH-Einspritzpumpe, mechanischer BOSCH-Drehzahlregler, Druckumlaufschmierung mittels Zahnradpumpe, BOSCH-Mehrloch-Einspritzdüsen, zahnradgetriebene Nockenwelle, DONALDSON-Trockenluftfilter, Ölkühler, Turbolader, siebenfach-gelagerte Kurbelwelle, auswechselbare Zylinderlaufbuchsen und Lamellenkühler mit Lüfter.
* Bohrung = 109,2 mm, Hub = 135,9 mm
* Verdichtungsverhältnis = 15,8:1
* Max. Drehmoment = 597 Nm bei 1.550 U/min.
* Drehmomentanstieg = 27 % bei 1.798 U/min.
* Mittlere Kolbengeschwindigkeit = 9,97 m/s
* Max. Drehmomentanstieg = 36,1 %
* Geregelter Drehzahlbereich = 650 bis 2.425 U/min.
* Ladedruck = 1,08 bar
==Kupplung==
* Elektrohydraulisch-betätigte, nasse FUNK-Mehrscheibenkupplung, Typ: 9400
14 Scheiben mit 148,8 mm Durchmesser
==Getriebe==
* Im Ölbad laufendes, synchronisiertes FUNK-POWERSHIFT-Getriebe, Typ: YZ 15021 A/9400 EB mit Einhebelbedienung
* Neun hydraulisch-betätigte Lamellenkupplungen/-bremsen verbinden verschiedene Getriebestufen (Planetenradsätze oder Stirnradstufen)
* Der Gangwechsel erfolgt mittels Getriebesteuergerät, um die Kupplungen sanft zu schließen oder zu öffnen
* Lastschaltbarer Gangwechsel ohne dass der Kraftfluss zum Antrieb unterbrochen wird
18 Vorwärts- und 9 Rückwärtsgänge
==Geschwindigkeiten vor- und rückwärts==
"Geschwindigkeiten mit Bereifung 18.4 R 42 AS"
{| class="wikitable"
|-
! bei Motordrehzahl (U/min) !! 2.200
|-
| 1.Gang || 2,53 km/h
|-
| 2.Gang || 2,99 km/h
|-
| 3.Gang || 3,50 km/h
|-
| 4.Gang || 4,00 km/h
|-
| 5.Gang || 4,73 km/h
|-
| 6.Gang || 5,54 km/h
|-
| 7.Gang || 6,52 km/h
|-
| 8.Gang || 7,70 km/h
|-
| 9.Gang || 9,01 km/h
|-
| 10.Gang || 10,47 km/h
|-
| 11.Gang || 12,37 km/h
|-
| 12.Gang || 14,47 km/h
|-
| 13.Gang || 16,58 km/h
|-
| 14.Gang || 19,60 km/h
|-
| 15.Gang || 22,93 km/h
|-
| 16.Gang || 26,99 km/h
|-
| 17.Gang || 31,90 km/h
|-
| 18.Gang || 37,33 km/h
|-
! Rückwärtsgänge !!
|-
| 1.Gang || 3,06 km/h
|-
| 2.Gang || 3,62 km/h
|-
| 3.Gang || 4,24 km/h
|-
| 4.Gang || 4,86 km/h
|-
| 5.Gang || 5,74 km/h
|-
| 6.Gang || 6,71 km/h
|-
| 7.Gang || 7,90 km/h
|-
| 8.Gang || 9,34 km/h
|-
| 9.Gang || 10,93 km/h
|-
|}
==Zapfwelle==
* Mechanisch-betätigte, kupplungsunabhängige Motorzapfwelle
* Stummel = 1 3/8"- 6 Keile und 1 3/4"- 20 teilig
* Zweifach schaltbar, 540/1.000 U/min.
* 540 U/min. bei 2.228 U/min.- Motordrehzahl
* 1.000 U/min. bei 2.199 U/min.- Motordrehzahl
Übertragbare Leistung = 137,4 DIN-PS
==Bremsen==
* Pedal-betätigte, hydraulisch-nasse AGCO-RAYBESTOS-Scheibenbremse, auf den Differentialseitenwellen wirkend, als Einzelrad-Bremse ausgebildet
Mechanisch-betätigte, unabhängige Feststellbremse, als trockene Scheibenbremse ausgebildet
* Optional mit Zweikreis-Druckluftbremsanlage oder wahlweise kombiniert als Ein- und Zweikreis-Druckluftbremsanlage
==Achsen==
* Pendelnd-gelagerte Teleskop-Vorderachse
Verstellbare Spurweite = 1.651 bis 2.261 mm
* Pendelnd-gelagerte, elektrohydraulisch-betätigte und lastschaltbare Planetenachse, mit zentraler Gelenkwelle
Zwei Spurweiten durch Radumschlag = 1.516 oder 2.322 mm
* Hinterachse mit Kegelradgetriebe und Stirnradübersetzung
* Elektrohydraulisch-betätigte, nasse Differentialsperre
Verstellbare Spurweite = 1.575 bis 2.720 mm (auf Wunsch bis 3.200 mm)
* Vordere Achslast-4 WD = 2.767 kg
* Hintere Achslast-4 WD = 5.236 kg
==Lenkung==
* Hydrostatische EATON-Lenkung
==Hydrauliksystem und Kraftheber==
* Hydraulischer Kraftheber mit elektronischer Unterlenkerregelung (EHR)
* Einfachwirkender Hubzylinder
* Optional mit einem- oder zwei einfachwirkender Zusatz-Hubzylinder
* Sicherheitsventil des Arbeitszylinder auf 203 bar eingestellt
* Dreipunktkupplung der Kategorie II/III/III N, mit Schnellkuppler
"Funktionen:"
* Heben, Senken, Neutral- und Schwimmstellung, Zugwiderstands- und Lageregelung sowie stufenlose Mischregelung
* Hubhöhenbegrenzung und hydraulisch-mechanische Transportsicherung
Geschlossenes System mit Axialkolbenpumpe und einer Förderleistung von 75,0 l/min. bei 175 bar und 65,1 l/min. bei 141 bar
* Leistung der Hydraulik = 15,3 kW
Max. Hubkraft 610 mm hinter den Koppelpunkten = 2.682 kg (Optional mit einem Zusatzhubzylinder = 3.168 kg)
* Max. Hubkraft 610 mm hinter den Koppelpunkten, mit zwei Zusatzhubzylinder = 4.139 kg
==Steuergeräte==
* Drei einfach- oder doppelt-wirkendes Steuergerät
* Auf Wunsch bis zu vier einfach- oder doppelt-wirkende Steuergeräte
==Elektrische Ausrüstung==
"12 Volt-Einrichtung"
* Zwei Batterien, 12 V-580 Ah
* DELCO-Anlasser, Typ: 28 MT/Type: 171 (12 V-2,9 kW)
* DELCO-Lichtmaschine, Type: 15 SI (14 V-105 A)
==Maße und Abmessungen==
* Länge über alles = 4.762 mm (4 WD = 4.991 mm)
* Breite je nach Spurweite = 2.438 bis 3.435 mm
* Höhe über Kabine = 3.137 mm
* Höhe über Auspuff = 3.132 mm
* Radstand = 3.129 mm (4 WD = 2.959 mm)
* Bodenfreiheit = 584 mm (4 WD = 572 mm)
* Betriebsgewicht = 7.413 kg (4 WD = 8.003 kg)
==Bereifung==
"Standardbereifung:"
* Vorne = 11.00-16 AS Front (4 WD = 14.9 R 28 und 16.9 R 28 AS)
* Hinten = 18.4 R 38, 18.4 R 42 und 20.8 R 42 AS
==Füllmengen==
* Tankinhalt = 253,5 l, auf Wunsch = 367,0 l
* Motoröl mit Filter = 29,5 l
* Kühlsystem = 28,5 l
* Getriebe und Hydraulik = 83,3 l
* Power-Shift = 5,7 l
==Verbrauch==
* Kraftstoffverbrauch = 33,2 l/h bei 101,0 kw und Nenndrehzahl
==Kabine==
* Vollverglaste, gummigelagerte, staub- und schallisolierte AGCO-Kabine mit ebenen Boden, Luftfedersitz, digitale Anzeigen, vier Arbeitsscheinwerfer, Heck- und Seitenfenster ausstellbar, Heizung mit Gebläse und Klimaanlage
==Sonderausrüstung==
* Zusatzgewichte
* Arbeitsscheinwerfer hinten
==Literatur & Weblinks==
* tractordata.com
* Brochure AGCO-Allis Corporation
* digitalcommoms.unl.edu (Test-Nr 1697/95)
<references />
{{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: AGCO-Allis |HERSTELLER= AGCO-Allis}}
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Ungarisch/Ungarisch-Grammatik/Rektion
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2026-06-04T15:25:25Z
Thirunavukkarasye-Raveendran
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Neue Seite (vgl. [[WB:AZ]])
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wikitext
text/x-wiki
{{Navigation hoch|
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
== Was bedeutet Rektion (vonzat)? ==
== Die Logik der Suffix-Steuerung
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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2026-06-04T15:31:51Z
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/* Was bedeutet Rektion (vonzat)? */
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wikitext
text/x-wiki
{{Navigation hoch|
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
== Was bedeutet Rektion (vonzat)? ==
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
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=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
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(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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/* Was bedeutet Rektion (vonzat)? */
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text/x-wiki
{{Navigation hoch|
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
:Im Ungarischen funktioniert das genauso.
:Das ungarische Wort dafür ist vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“). Auch im Ungarischen folgt die überwiegende Mehrheit der Verben einer einfachen Logik.
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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Thirunavukkarasye-Raveendran
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/* Was ist Rektion (vonzat)? */
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wikitext
text/x-wiki
{{Navigation hoch|
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um die soll es hier vorwiegend gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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Thirunavukkarasye-Raveendran
47852
/* Was ist Rektion (vonzat)? */
1087634
wikitext
text/x-wiki
{{Navigation hoch|
hochtext=Inhaltsverzeichnis: Grammatik|
hochlink=Ungarisch#Grammatik}}
:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um die soll es hier vorwiegend gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
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:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern.
:oder man liest ungarische originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörigen Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: jemanden finden - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gene auch platzsparend abgekürtz als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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Thirunavukkarasye-Raveendran
47852
/* Angaben zur Rektion */
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wikitext
text/x-wiki
{{Navigation hoch|
hochtext=Inhaltsverzeichnis: Grammatik|
hochlink=Ungarisch#Grammatik}}
:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um die soll es hier vorwiegend gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürtz als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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2026-06-04T16:44:44Z
Thirunavukkarasye-Raveendran
47852
/* Was ist Rektion (vonzat)? */
1087636
wikitext
text/x-wiki
{{Navigation hoch|
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hochlink=Ungarisch#Grammatik}}
:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um diese "Stolpersteine" soll es hier besonders gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürtz als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
:Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen Deutsch und Ungarisch:
:Im Deutschen „kommt ein Zug in Berlin an“ (lokal/räumlich).
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt in Berlin-rein an:)
::Im Ungarischen „ankommen“ (megérkezik) verlangt bei einer Stadt oder Land die Lokativendung (Ortsfall; Raumendung: „-ba/-be" - „in etwas hinein“; Illativ).
:ABER für Personen als Ankunftsziel:
:Megérkezem a barátomhoz. - Ich komme bei meinem Freund an. (= Ich treffe bei meinem Freund ein) - für Personen die Lokativendung (Ortsfall;Nähe-Endung: „-hoz/-hez/-höz“ - „zu jemandem hin“;Allativ )
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um diese "Stolpersteine" soll es hier besonders gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürtz als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
:Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen Deutsch und Ungarisch:
:Im Deutschen „kommt ein Zug in Berlin an“ (lokal/räumlich).
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt in Berlin-rein an:)
::Im Ungarischen „ankommen“ (megérkezik) verlangt bei einer Stadt oder Land die Lokativendung (Ortsfall; Raumendung: „-ba/-be" - „in etwas hinein“; Illativ).
:ABER für Personen als Ankunftsziel:
:Megérkezem a barátomhoz. - Ich komme bei meinem Freund an. (= Ich treffe bei meinem Freund ein) - für Personen die Lokativendung (Ortsfall;Nähe-Endung: „-hoz/-hez/-höz“ - „zu jemandem hin“;Allativ )
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um diese "Stolpersteine" soll es hier besonders gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern. Da die meisten Verben im Ungarischen und im Deuschen den gleichen Fall verlangen wird für diese die Angabe über den verlangten Fall einfach weggelassen. Du die abweichenden Rektionen werden angegeben.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürzt als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
:Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen Deutsch und Ungarisch:
:Im Deutschen „kommt ein Zug in Berlin an“ (lokal/räumlich).
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt in Berlin-rein an:)
::Im Ungarischen „ankommen“ (megérkezik) verlangt bei einer Stadt oder Land die Lokativendung (Ortsfall; Raumendung: „-ba/-be" - „in etwas hinein“; Illativ).
:ABER für Personen als Ankunftsziel:
:Megérkezem a barátomhoz. - Ich komme bei meinem Freund an. (= Ich treffe bei meinem Freund ein) - für Personen die Lokativendung (Ortsfall;Nähe-Endung: „-hoz/-hez/-höz“ - „zu jemandem hin“;Allativ )
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um diese "Stolpersteine" soll es hier besonders gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern. Da die meisten Verben im Ungarischen und im Deuschen den gleichen Fall verlangen wird für diese die Angabe über den verlangten Fall einfach weggelassen. Du die abweichenden Rektionen werden angegeben.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürzt als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
:vmit ír - etwas schreiben (das "t" in valamit ist der Akkusativ) (Ich schreibe wen oder was? - Akkusativ)
:Írok egy mondatot. - Ich schreibe einen Satz.
:vkit lát - jemanden sehen (das "t" in vkit zeigt den Akkusativ an) (Ich sehe wen oder was? - Akkusativ)
:Látom a tanárt. - Ich sehe den Lehrer.
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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:Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen Deutsch und Ungarisch:
:Im Deutschen „kommt ein Zug in Berlin an“ (lokal/räumlich).
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt in Berlin-rein an:)
::Im Ungarischen „ankommen“ (megérkezik) verlangt bei einer Stadt oder Land die Lokativendung (Ortsfall; Raumendung: „-ba/-be" - „in etwas hinein“; Illativ).
:ABER für Personen als Ankunftsziel:
:Megérkezem a barátomhoz. - Ich komme bei meinem Freund an. (= Ich treffe bei meinem Freund ein) - für Personen die Lokativendung (Ortsfall;Nähe-Endung: „-hoz/-hez/-höz“ - „zu jemandem hin“;Allativ )
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um diese "Stolpersteine" soll es hier besonders gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern. Da die meisten Verben im Ungarischen und im Deuschen den gleichen Fall verlangen wird für diese die Angabe über den verlangten Fall einfach weggelassen. Du die abweichenden Rektionen werden angegeben.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürzt als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
:vmit ír - etwas schreiben (das "t" in valamit ist der Akkusativ) (Ich schreibe wen oder was? - Akkusativ)
:Írok egy mondatot. - Ich schreibe einen Satz.
:vkit lát - jemanden sehen (das "t" in vkit zeigt den Akkusativ an) (Ich sehe wen oder was? - Akkusativ)
:Látom a tanárt. - Ich sehe den Lehrer.
:auch folgende Angabe für die zu Verben zugehörigen Fälle ist zu finden:
:talál t. - finden (das "t." ist dann die Abkrüzung für targyeset = Akkusativ) - also: finden (Kkk.)
:talál vmit - enthält aber die gleiche Aussage
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
:Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen Deutsch und Ungarisch:
:Im Deutschen „kommt ein Zug in Berlin an“ (lokal/räumlich).
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt in Berlin-rein an:)
::Im Ungarischen „ankommen“ (megérkezik) verlangt bei einer Stadt oder Land die Lokativendung (Ortsfall; Raumendung: „-ba/-be" - „in etwas hinein“; Illativ).
:ABER für Personen als Ankunftsziel:
:Megérkezem a barátomhoz. - Ich komme bei meinem Freund an. (= Ich treffe bei meinem Freund ein) - für Personen die Lokativendung (Ortsfall;Nähe-Endung: „-hoz/-hez/-höz“ - „zu jemandem hin“;Allativ )
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um diese "Stolpersteine" soll es hier besonders gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern. Da die meisten Verben im Ungarischen und im Deuschen den gleichen Fall verlangen wird für diese die Angabe über den verlangten Fall einfach weggelassen. Du die abweichenden Rektionen werden angegeben.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürzt als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
:vmit ír - etwas schreiben (das "t" in valamit ist der Akkusativ) (Ich schreibe wen oder was? - Akkusativ)
:Írok egy mondatot. - Ich schreibe einen Satz.
:vkit lát - jemanden sehen (das "t" in vkit zeigt den Akkusativ an) (Ich sehe wen oder was? - Akkusativ)
:Látom a tanárt. - Ich sehe den Lehrer.
:auch folgende Angabe für die zu Verben zugehörenden Fälle ist zu finden:
:talál t. - finden (das "t." ist dann die Abkrüzung für targyeset = Akkusativ) - also: finden (Akk.)
:talál vmit - enthält aber die gleiche Information - etwas finden
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
d5f3f8tvede0vzc2li6g420ggajf8ke
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:Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen Deutsch und Ungarisch:
:Im Deutschen „kommt ein Zug in Berlin an“ (lokal/räumlich).
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt in Berlin-rein an:)
::Im Ungarischen „ankommen“ (megérkezik) verlangt bei einer Stadt oder Land die Lokativendung (Ortsfall; Raumendung: „-ba/-be" - „in etwas hinein“; Illativ).
:ABER für Personen als Ankunftsziel:
:Megérkezem a barátomhoz. - Ich komme bei meinem Freund an. (= Ich treffe bei meinem Freund ein) - für Personen die Lokativendung (Ortsfall;Nähe-Endung: „-hoz/-hez/-höz“ - „zu jemandem hin“;Allativ )
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um diese "Stolpersteine" soll es hier besonders gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern. Da die meisten Verben im Ungarischen und im Deuschen den gleichen Fall verlangen wird für diese die Angabe über den verlangten Fall einfach weggelassen. Du die abweichenden Rektionen werden angegeben.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürzt als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
:ír vmit - etwas schreiben (das "t" in valamit ist der Akkusativ) (Ich schreibe wen oder was? - Akkusativ)
:Írok egy mondatot. - Ich schreibe einen Satz.
:vkit lát - jemanden sehen (das "t" in vkit zeigt den Akkusativ an) (Ich sehe wen oder was? - Akkusativ)
:Látom a tanárt. - Ich sehe den Lehrer.
:auch folgende Angabe für die zu Verben zugehörenden Fälle ist zu finden:
:talál t. - finden (das "t." ist dann die Abkrüzung für targyeset = Akkusativ) - also: finden (Akk.)
:talál vmit - enthält aber die gleiche Information - etwas finden
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
:Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen Deutsch und Ungarisch:
:Im Deutschen „kommt ein Zug in Berlin an“ (lokal/räumlich).
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt nach Berlin-rein an.)
::Im Ungarischen „ankommen“ (megérkezik) verlangt bei einer Stadt oder Land die Lokativendung (Ortsfall; Raumendung: „-ba/-be" - „in etwas hinein“; Illativ).
:ABER für Personen als Ankunftsziel:
:Megérkezem a barátomhoz. - Ich komme bei meinem Freund an. (= Ich treffe bei meinem Freund ein) - für Personen die Lokativendung (Ortsfall;Nähe-Endung: „-hoz/-hez/-höz“ - „zu jemandem hin“;Allativ )
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um diese "Stolpersteine" soll es hier besonders gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern. Da die meisten Verben im Ungarischen und im Deuschen den gleichen Fall verlangen wird für diese die Angabe über den verlangten Fall einfach weggelassen. Du die abweichenden Rektionen werden angegeben.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürzt als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
:ír vmit - etwas schreiben (das "t" in valamit ist der Akkusativ) (Ich schreibe wen oder was? - Akkusativ)
:Írok egy mondatot. - Ich schreibe einen Satz.
:vkit lát - jemanden sehen (das "t" in vkit zeigt den Akkusativ an) (Ich sehe wen oder was? - Akkusativ)
:Látom a tanárt. - Ich sehe den Lehrer.
:auch folgende Angabe für die zu Verben zugehörenden Fälle ist zu finden:
:talál t. - finden (das "t." ist dann die Abkrüzung für targyeset = Akkusativ) - also: finden (Akk.)
:talál vmit - enthält aber die gleiche Information - etwas finden
:Noch mal Eingangsbeispiel ganz oben:
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt nach Berlin-rein an.)
:Dazu findet man den Wörterbucheintrag: megérkezik valahova
:valahova - irgendwohin
:megérkezik vhova - ankommen (irgendwohin)
::- das deckt gleichzeitig Orte ab: Berlinbe - nach Berlin-rein
::- und auch Personen: megérkezik a tanárhoz - beim (zum) Lehrer ankommen
== Ungarische Verben mit "abweichender" Rektion ==
:tűnik vminek - scheinen, erscheinen, sieht so aus, sich gebahren
:Könnyebb, mint amilyennek tűnik. = Es ist leichter, als es scheint.
:vminek a darabja - jemandes Teil
== Lokativ ==
:Die 9 Ortsfälle (in diesem Lehrbuch aus Sicht des Sprachwissenschaftlers nicht ganz korrekt als Lokativ bezeichnet) werden bei Angeben zur Verwendung in Verbindung mit Verben auch mit valami korrigiert. Diese weichen nicht unbedingt von der deutschen Logik bei ihrem Gebrauch ab. Aber es gib oft erklärungsbedarf, da das ungarische System detaillierter und eindeutiger ist, als das deutsche.
Bei der Vokalharmonie lässt das "mi" nur eine einzige Möglichkeit:
:Oberflächen-Fälle:
::vmire
::vmin
::vmiról
:Raum-Fälle:
::vmibe
::vmiben
::vmiból
:Nähe-Fälle:
::vmihez
::vminál
::vmitől
:zeng (vmitől) - es schallt (von irgendwo her)
:elfordul vkitől/vmitől - (sich) von etw wegwenden
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
:Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen Deutsch und Ungarisch:
:Im Deutschen „kommt ein Zug in Berlin an“ (lokal/räumlich).
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt nach Berlin-rein an.)
::Im Ungarischen „ankommen“ (megérkezik) verlangt bei einer Stadt oder Land die Lokativendung (Ortsfall; Raumendung: „-ba/-be" - „in etwas hinein“; Illativ).
:ABER für Personen als Ankunftsziel:
:Megérkezem a barátomhoz. - Ich komme bei meinem Freund an. (= Ich treffe bei meinem Freund ein) - für Personen die Lokativendung (Ortsfall;Nähe-Endung: „-hoz/-hez/-höz“ - „zu jemandem hin“;Allativ )
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um diese "Stolpersteine" soll es hier besonders gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern. Da die meisten Verben im Ungarischen und im Deuschen den gleichen Fall verlangen wird für diese die Angabe über den verlangten Fall einfach weggelassen. Du die abweichenden Rektionen werden angegeben.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürzt als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
:ír vmit - etwas schreiben (das "t" in valamit ist der Akkusativ) (Ich schreibe wen oder was? - Akkusativ)
:Írok egy mondatot. - Ich schreibe einen Satz.
:vkit lát - jemanden sehen (das "t" in vkit zeigt den Akkusativ an) (Ich sehe wen oder was? - Akkusativ)
:Látom a tanárt. - Ich sehe den Lehrer.
:auch folgende Angabe für die zu Verben zugehörenden Fälle ist zu finden:
:talál t. - finden (das "t." ist dann die Abkrüzung für targyeset = Akkusativ) - also: finden (Akk.)
:talál vmit - enthält aber die gleiche Information - etwas finden
:Noch mal Eingangsbeispiel ganz oben:
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt nach Berlin-rein an.)
:Dazu findet man den Wörterbucheintrag: megérkezik valahova
:valahova - irgendwohin
:megérkezik vhova - ankommen (irgendwohin)
::- das deckt gleichzeitig Orte ab: Berlinbe - nach Berlin-rein
::- und auch Personen: megérkezik a tanárhoz - beim (zum) Lehrer ankommen
== Ungarische Verben mit "abweichender" Rektion ==
:tűnik vminek - scheinen, erscheinen, sieht so aus, sich gebahren
:Könnyebb, mint amilyennek tűnik. = Es ist leichter, als es scheint.
:vminek a darabja - jemandes Teil
== Lokativ ==
:Die 9 Ortsfälle (in diesem Lehrbuch aus Sicht des Sprachwissenschaftlers nicht ganz korrekt als Lokativ bezeichnet) werden bei Angeben zur Verwendung in Verbindung mit Verben auch mit valami korrigiert. Diese weichen nicht unbedingt von der deutschen Logik bei ihrem Gebrauch ab. Aber es gib oft erklärungsbedarf, da das ungarische System detaillierter und eindeutiger ist, als das deutsche.
Bei der Vokalharmonie lässt das "mi" nur eine einzige Möglichkeit:
:Oberflächen-Fälle:
::vmire
::vmin
::vmiról
:Raum-Fälle:
::vmibe
::vmiben
::vmiból
:Nähe-Fälle:
::vmihez
::vminál
::vmitől
:zeng (vmitől) - es schallt (von irgendwo her)
:elfordul vkitől/vmitől - sich abwenden (von jemandem / von etwas)
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
:Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen Deutsch und Ungarisch:
:Im Deutschen „kommt ein Zug in Berlin an“ (lokal/räumlich).
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt nach Berlin-rein an.)
::Im Ungarischen „ankommen“ (megérkezik) verlangt bei einer Stadt oder Land die Lokativendung (Ortsfall; Raumendung: „-ba/-be" - „in etwas hinein“; Illativ).
:ABER für Personen als Ankunftsziel:
:Megérkezem a barátomhoz. - Ich komme bei meinem Freund an. (= Ich treffe bei meinem Freund ein) - für Personen die Lokativendung (Ortsfall;Nähe-Endung: „-hoz/-hez/-höz“ - „zu jemandem hin“;Allativ )
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um diese "Stolpersteine" soll es hier besonders gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern. Da die meisten Verben im Ungarischen und im Deuschen den gleichen Fall verlangen wird für diese die Angabe über den verlangten Fall einfach weggelassen. Du die abweichenden Rektionen werden angegeben.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürzt als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
:ír vmit - etwas schreiben (das "t" in valamit ist der Akkusativ) (Ich schreibe wen oder was? - Akkusativ)
:Írok egy mondatot. - Ich schreibe einen Satz.
:vkit lát - jemanden sehen (das "t" in vkit zeigt den Akkusativ an) (Ich sehe wen oder was? - Akkusativ)
:Látom a tanárt. - Ich sehe den Lehrer.
:auch folgende Angabe für die zu Verben zugehörenden Fälle ist zu finden:
:talál t. - finden (das "t." ist dann die Abkrüzung für targyeset = Akkusativ) - also: finden (Akk.)
:talál vmit - enthält aber die gleiche Information - etwas finden
:Noch mal Eingangsbeispiel ganz oben:
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt nach Berlin-rein an.)
:Dazu findet man den Wörterbucheintrag: megérkezik valahova
:valahova - irgendwohin
:megérkezik vhova - ankommen (irgendwohin)
::- das deckt gleichzeitig Orte ab: Berlinbe - nach Berlin-rein
::- und auch Personen: megérkezik a tanárhoz - beim (zum) Lehrer ankommen
== Ungarische Verben mit "abweichender" Rektion ==
:tűnik vminek - scheinen, erscheinen, sieht so aus, sich gebahren
:Könnyebb, mint amilyennek tűnik. = Es ist leichter, als es scheint.
:vminek a darabja - jemandes Teil
== Lokativ ==
:Die 9 Ortsfälle (in diesem Lehrbuch aus Sicht des Sprachwissenschaftlers nicht ganz korrekt als Lokativ bezeichnet) werden bei Angeben zur Verwendung in Verbindung mit Verben auch mit valami korrigiert. Diese weichen nicht unbedingt von der deutschen Logik bei ihrem Gebrauch ab. Aber es gib oft erklärungsbedarf, da das ungarische System detaillierter und eindeutiger ist, als das deutsche.
Bei der Vokalharmonie lässt das "mi" nur eine einzige Möglichkeit:
:Oberflächen-Fälle:
::vmire
::vmin
::vmiról
:Raum-Fälle:
::vmibe
::vmiben
::vmiból
:Nähe-Fälle:
::vmihez
::vminál
::vmitől
:zeng (vmitől) - es schallt (von irgendwo her)
:elfordul vkitől/vmitől - sich abwenden (von jemandem / von etwas)
:eltol (vmitől/vhonnan) - abrücken (von etwas weg / von irgendwoher bzw. aus einem Ort heraus)
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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:'''Verben verlangen bestimmte Fälle (Rektion / Vonzatok)'''
:Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen Deutsch und Ungarisch:
:Im Deutschen „kommt ein Zug in Berlin an“ (lokal/räumlich).
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt nach Berlin-rein an.)
::Im Ungarischen „ankommen“ (megérkezik) verlangt bei einer Stadt oder Land die Lokativendung (Ortsfall; Raumendung: „-ba/-be" - „in etwas hinein“; Illativ).
:ABER für Personen als Ankunftsziel:
:Megérkezem a barátomhoz. - Ich komme bei meinem Freund an. (= Ich treffe bei meinem Freund ein) - für Personen die Lokativendung (Ortsfall;Nähe-Endung: „-hoz/-hez/-höz“ - „zu jemandem hin“;Allativ )
== Was ist Rektion (vonzat)? ==
:„Rektion“ ist der lateinische Fachbegriff dafür, dass bestimmte Verben zwingend einen bestimmten Fall verlangen. Das ist auch im Deutschen so, nur dass es da für Muttersprachler automatisch geht, ohne darüber nachzudenken.
::Ich antworte dir (Dativ). - ("antworten" regiert den Dativ - im Deutschen)
::Ich frage dich (Akkusativ). - ("fragen" regiert den Akkusativ - im Deutschen)
::Ich gedenke deiner (Genitiv).
::an dich; von dir; über dich; über dir;
::aus, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber - mit Dativ (Deutschen Muttersprachlern ist diese Qual erspart geblieben. Nur die Berliner, die sagen immer "dir", auch wenn es richtig ist.)
:Im Ungarischen verlangen die meisten Verben den gleichen Fall wie im Deutschen, aber einige wenige nicht. Um diese "Stolpersteine" soll es hier besonders gehen.
:vonzat - Rektion / Regierung (die Fähigkeit eines Verbs, einer Präposition usw., einen bestimmten Fall oder eine bestimmte Konstruktion zu verlangen).
:igevonzat - verbale Rektion (das ist noch genauer und wird besonders häufig verwendet, weil es meist um Verben geht).
:vonzat (wörtlich: „Anhang“ oder „Anschluss“).
:ungarisch: von = deutsch: ziehen (Merkhilfe: Das Verb zieht einen Fall nach sich.)
:vonz - anziehen; regieren (Grammatik)
:vanzás - Anziehung
:vonzóerő - Anzeihungskraft
:Die Wikipedia erklärt den Grammatikbegriff Rektion:
::''Rektion (von lateinisch regere ‚beherrschen‘) ist ein Begriff der Grammatik und bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Wort (Regens) und einem von ihm abhängigen, regierten Satzteil (Dependens, seltener Rektum). Der klassische Begriff der Rektion orientiert sich an der Beziehung zwischen einem Verb und seinem grammatischen Objekt: Das Verb fordert an seinem Objekt ein bestimmtes Kasusmerkmal, regiert also diesen Kasus bzw. dieses Objekt (z. B. „jemandem helfen“ - Dativ).''
== Angaben zur Rektion ==
:Angaben zur Rektion findet man in guten Lehrbüchern oder Wörterbüchern. Da die meisten Verben im Ungarischen und im Deuschen den gleichen Fall verlangen wird für diese die Angabe über den verlangten Fall einfach weggelassen. Du die abweichenden Rektionen werden angegeben.
:Oder man liest ungarische Texte in Lehrbüchern oder gar Originaltexte aufmerksam und erschließt sich so den erforderlichen, zum Verb gehörenden, Fall.
:In deutschen Wörterbüchern steht dann: "jemanden finden" - soll heißen: finden muss mit dem Akkusativ verwendet werden. - Wen oder was finden? - gerne auch platzsparend abgekürzt als "jn. finden"
:jemandem helfen (jm. helfen); etwas lesen; jn/etw finden; jm etw anvertauen
:So auch in ungarischen Wörterbüchern:
:valaki - irgendjemand (Nominativ)
:valami - irgendetwas (Nominativ)
:vki = valaki
:vmi = vlami
:ír vmit - etwas schreiben (das "t" in valamit ist der Akkusativ) (Ich schreibe wen oder was? - Akkusativ)
:Írok egy mondatot. - Ich schreibe einen Satz.
:vkit lát - jemanden sehen (das "t" in vkit zeigt den Akkusativ an) (Ich sehe wen oder was? - Akkusativ)
:Látom a tanárt. - Ich sehe den Lehrer.
:auch folgende Angabe für die zu Verben zugehörenden Fälle ist zu finden:
:talál t. - finden (das "t." ist dann die Abkrüzung für targyeset = Akkusativ) - also: finden (Akk.)
:talál vmit - enthält aber die gleiche Information - etwas finden
:Noch mal Eingangsbeispiel ganz oben:
:A vonat megérkezik Berlinbe. - Der Zug kommt in Berlin an. (Wörtlich: Der Zug kommt nach Berlin-rein an.)
:Dazu findet man den Wörterbucheintrag: megérkezik valahova
:valahova - irgendwohin
:megérkezik vhova - ankommen (irgendwohin)
::- das deckt gleichzeitig Orte ab: Berlinbe - nach Berlin-rein
::- und auch Personen: megérkezik a tanárhoz - beim (zum) Lehrer ankommen
== Ungarische Verben mit "abweichender" Rektion ==
:tűnik vminek - scheinen, erscheinen, sieht so aus, sich gebahren
:Könnyebb, mint amilyennek tűnik. = Es ist leichter, als es scheint.
:becsül vmire - etwas (auf einen Wert) schätzen / veranschlagen / einschätzen
:Én nagyra becsülöm a véleményedet. - Ich schätze deine Meinung sehr hoch ein. (nagyra becsül - hoch schätzen)
:vminek a darabja - jemandes Teil
== Lokativ ==
:Die 9 Ortsfälle (in diesem Lehrbuch aus Sicht des Sprachwissenschaftlers nicht ganz korrekt als Lokativ bezeichnet) werden bei Angeben zur Verwendung in Verbindung mit Verben auch mit valami korrigiert. Diese weichen nicht unbedingt von der deutschen Logik bei ihrem Gebrauch ab. Aber es gib oft erklärungsbedarf, da das ungarische System detaillierter und eindeutiger ist, als das deutsche.
Bei der Vokalharmonie lässt das "mi" nur eine einzige Möglichkeit:
:Oberflächen-Fälle:
::vmire
::vmin
::vmiról
:Raum-Fälle:
::vmibe
::vmiben
::vmiból
:Nähe-Fälle:
::vmihez
::vminál
::vmitől
:zeng (vmitől) - es schallt (von irgendwo her)
:elfordul vkitől/vmitől - sich abwenden (von jemandem / von etwas)
:eltol (vmitől/vhonnan) - abrücken (von etwas weg / von irgendwoher bzw. aus einem Ort heraus)
== Die Logik der Suffix-Steuerung ==
=== Direktionale Ergänzungen (Zielrichtung: Wohin?) ===
=== Lokale Ergänzungen (Ort: Wo?) ===
=== Ablativische Ergänzungen (Herkunft: Woher?) ===
== Die wichtigsten Ergänzungstypen ==
=== Verben mit Akkusativ-Rektion (tárgyas igék) ===
=== Verben mit Dativ-Rektion (részeseset-vonzat) ===
=== Verben mit lokalen Suffixen (-ban/-ben, -on/-en/-ön, -nál/-nél) ===
== Bedeutungsänderung durch Suffixwechsel ==
(Beispiel: beszél valamiről vs. beszél valakivel)
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