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Mathematikunterricht/ Prim/ Zusammenfassung Mathematik für die Grundschule
0
1590
1091195
1091168
2026-09-21T16:47:12Z
JerusalemHistoryFan15
116923
/* Übungsaufgaben und Beispiele für Kinder */
1091195
wikitext
text/x-wiki
[[Mathematik: Schulmathematik|zurück]]
===Grundlagen===
Im folgenden werden (bisher) lediglich die mathematischen Bereiche der [[w:Kategorie:Arithmetik|Arithmetik]] und Ansätze der [[w:Zahlentheorie|Zahlentheorie]] dargestellt.
Als (gleichberechtigte) Teilbereiche der Mathematik in dieser Zusammenfassung fehlen die [[w:Geometrie|Geometrie]], das Größenrechnen sowie die strategischen Komponenten des Sachrechnens, die [[w:Stochastik|Stochastik]] und die [[w:Kombinatorik|Kombinatorik]], die jeweils (wenn auch teilweise nur in Ansätzen) auch schon in der Grundschule behandelt werden.
====Ziffern====
Die Ziffern bilden die Grundlage der Mathematik. Wir benutzen folgende Ziffern:
Null: 0
Eins: 1
Zwei: 2
Drei: 3
Vier: 4
Fünf: 5
Sechs: 6
Sieben: 7
Acht: 8
Neun: 9
====Zahlen====
Zahlen bestehen aus mindestens einer Ziffer.
Natürliche Zahlen (mit Ausnahme der Null) haben einen Vorgänger und einen Nachfolger:
Vorgänger Zahl Nachfolger
0 1 2
1 2 3
2 3 4
3 4 5
4 5 6
5 6 7
6 7 8
7 8 9
8 9 10
. . .
. . .
. . .
135 136 137
136 137 138
137 138 139
138 139 140
. . .
. . .
. . .
Um größere Zahlen als die 9 darzustellen, schreibt man mehrstellige Zahlen, zum Beispiel die Zehn: 10. Es tritt die Bündelung im Zehnersystem auf, wobei die nächste Stufe der Bündelung jeweils einer natürlichen Potenz der Basis 10 entspricht:
10, 100, 1000, 10000, etc.
Noch größere Zahlen haben entsprechend mehr Stellen, wie Einhundert: 100.
Bei vierstelligen Zahlen kann man den Punkt als Tausendertrennzeichen benutzen, damit die Zahlen leichter zu lesen sind: 1.000.
Man kann auch einfach eine Lücke lassen: 1 000.
Die Zahlen lassen sich wie folgt zerlegen:
T H Z E: Tausender Hunderter Zehner Einer
3 5 1 5 3 5 1 5
1 Zehner ist mehr als 5 Einer, 3 Tausender sind mehr als 5 Hunderter und auch mehr als 5 Einer.
In der Grundschule wird in der Regel der Zahlenraum in mehreren Schritten erweitert bzw. erschlossen:
1. Schuljahr Zahlenraum 0 bis 20
2. Schuljahr Zahlenraum bis 100
3. Schuljahr Zahlenraum bis 1.000
- sowie einfache Teilbereiche der Reellen Zahlen, d.h. Zahlen mit bis zu 3 Nachkommastellen (z.B. 0,123) und einfache Stammbrüche (wie 1/4).
4. Schuljahr Zahlenraum bis 1.000.000
====Rechenzeichen====
Die Rechenzeichen sind:
Gleich: =
Plus: +
Minus: -
Mal: ·
Geteilt durch: :
Bei Computern wird davon abweichend für das Malnehmen statt des Punktes · das Sternchen * und für das Geteilt durch statt des Doppelpunktes : der Schrägstrich / verwendet.
Das Gleichheitszeichen steht zwischen gleichen Werten:
1 = 1
2 = 2
1 + 1 = 2 oder auch 2 = 1 + 1
====Zahlengerade====
Man kann die Zahlen auch auf einer Zahlengeraden darstellen:
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Um eine bestimmte Zahl auf der Zahlengeraden darzustellen, benutzt man Pfeile mit dem Betrag (der Länge) der gewünschten Zahl:
5 LE
|----------------------------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Wie man an der Zahlengeraden ablesen kann, beträgt die Länge des Pfeils 5 Längeneinheiten(LE), dabei ist es egal, an welcher Stelle sich der Pfeil befindet:
5 LE
|----------------------------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Dieser Pfeil ist genauso lang wie der vorige, also 5 Längeneinheiten.
===Grundrechenarten===
====Addition====
Die Addition stellt entweder das Ermitteln der Mächtigkeit einer Vereinigungsmenge aus disjunkten Mengen (mit unterscheidbaren Elementen) dar: 5 Äpfel plus 2 Äpfel
oder das Zusammenlegen von Größen gemäß z.B. der folgenden Darstellung dar.
=====Addition dargestellt auf der Zahlengeraden=====
Um die Addition zweier Zahlen auf der Zahlengeraden darzustellen, braucht man zwei Pfeile:
1 LE
|---->
2 LE
|----------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Diese Pfeile werden dann einfach hintereinander angeordnet:
1 LE 2 LE
|---->|----------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Die Spitze des vorderen Pfeils zeigt dann auf das Ergebnis: 3 LE.
=====Addition mit Rechenzeichen=====
Bei der Addition werden mehrere Zahlen zusammengezählt: 1 + 1 = 2.
1.Summand + 2.Summand = Summe
Zählt man eins zu einer Zahl dazu, dann ist das Ergebnis der Nachfolger dieser Zahl. Zählt man zwei zu einer Zahl dazu, dann ist das Ergebnis der Nachfolger des Nachfolgers dieser Zahl: 2 + 2 = 4.
1 = 1
2 = 1 + 1
3 = 1 + 1 + 1
4 = 1 + 1 + 1 + 1
5 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1
6 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
7 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
8 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
9 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
10 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
5 + 3 = 5 + 1 + 1 + 1
= 6 + 1 + 1
= 7 + 1
= 8
Hierbei gilt das Kommutativgesetz, das Vertauschungsgesetz,<br>
das heißt, dass man Zahlen aus einer Summe beliebig vertauschen kann:<br>
3 + 5 = 3 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
= 4 + 1 + 1 + 1 + 1
= 5 + 1 + 1 + 1
= 6 + 1 + 1
= 7 + 1
= 8
5 + 3 = 3 + 5
=====Schriftliche Addition=====
Die schriftliche Addition wird verwendet, um mehrere oder große Zahlen zueinander zu addieren. Hierbei werden die zu addierenden Zahlen so angeordnet, dass jeweils gleichwertige Ziffern untereinander stehen ( Einer unter Einer - Zehner unter Zehner usw. ). Vor die zu addierenden Zahlen schreibt man als Kennzeichen der Addition jeweils ein "+":
35 795
+ 936
+ 326
Darunter zieht man einen Strich, unter den das Ergebnis gesetzt wird. Man addiert dabei die jeweils untereinander stehenden Ziffern zueinander, beginnend mit den Einern. Von dem Ergebnis schreibt man die letzte Ziffer unter den Strich. Wenn die Zahl mehrstellig ist, schreibt man die restlichen Ziffern (den Übertrag) in kleiner Schrift über den Strich bei der nächsthöheren Stelle.
Addition der Einerstellen mit anschließendem Übertrag
35 79'''5'''
+ 93'''6'''
+ 32'''6''' 5 + 6 + 6 = 17
'' 1'' <- '''Übertrag'''
---------
7 Einerstelle der Summe
Addition der Zehnerstellen mit anschließendem Übertrag
35 7'''9'''5
+ 9'''3'''6
+ 3'''2'''6 9 + 3 + 2 + 1 = 15
'' 1'''1''''' <- '''Übertrag'''
---------
57 Zehnerstelle der Summe
Addition der Hunderterstelle mit anschließendem Übertrag
35 '''7'''95
+ '''9'''36
+ '''3'''26 7 + 9 + 3 + 1 = 20
''2 '''1'''1'' <- '''Übertrag'''
---------
057 Hunderterstelle der Summe
Addition der Tausenderstelle ohne Übertrag
3'''5 '''795
+ 936
+ 326 5 + 2 = 7
'''''2 '''11'' <- Übertrag
---------
7 057 Tausenderstelle der Summe
Addition der Zehntausenderstelle ohne Übertrag
'''3'''5 795
+ 936
+ 326 3 = 3
''2 11'' <- Übertrag
---------
37 057 Zehntausenderstelle der Summe
Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass man nur relativ kleine Zahlen im Kopf addieren muss. So kann man Rechenfehler leichter ausfinding machen und muss nicht die gesamte Berechnung wiederholen.
Spannende Textaufgaben zur Addition:
Die Apfel-Ernte: Anna hilft auf einem Feld beim Früchteretten. Am Morgen pflückt sie 12 rote Äpfel. Am Nachmittag findet sie noch einmal 7 grüne Äpfel. Wie viele Äpfel hat Anna insgesamt gesammelt?
Rechenweg: 12 + 7 =
12 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 = ?
19 Äpfel!
Das Mundharmonika-Konzert: Leo übt Lieder auf seiner Mundharmonika. Er kann schon 5 hebräische Volkslieder fehlerfrei spielen. In dieser Woche lernt er noch 3 neue Lieder dazu. Wie viele Lieder kann Leo jetzt insgesamt spielen?
Rechenweg: 5 + 3 =
5 + 1 + 1 + 1 = ?
8 Lieder!
==== Übungsaufgaben und Beispiele für Kinder ====
Spannende Textaufgaben zur Addition:
Die Apfel-Ernte:
Anna hilft auf einem Feld beim Früchteretten. Am Morgen pflückt sie 12 rote Äpfel. Am Nachmittag findet sie noch einmal 7 grüne Äpfel. Wie viele Äpfel hat Anna insgesamt gesammelt?
Rechenweg: 12 + 7 =
12 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 = ?
19 Äpfel!
Das Mundharmonika-Konzert:
Leo übt Lieder auf seiner Mundharmonika. Er kann schon 5 hebräische Volkslieder fehlerfrei spielen. In dieser Woche lernt er noch 3 neue Lieder dazu. Wie viele Lieder kann Leo jetzt insgesamt spielen?
Rechenweg: 5 + 3 =
5 + 1 + 1 + 1 = ?
8 Lieder!
====Subtraktion====
Minuend - Subtrahend = Differenz oder Unterschied
=====Schriftliche Subtraktion=====
Die schriftliche Subtraktion ist etwas komplizierter, als die Addition. Bei zwei Zahlen ist es noch relativ einfach, schwieriger wird es bei 3 und mehr Zahlen.
Subtraktion von 2 Zahlen:
28-17=11
Schriftlich ist die Subtraktion eine umgekehrte Addition
Subtraktion der Einerstelle
28
-17 Man "füllt" die abzuziehende Zahl soweit auf, dass die obenliegende Zahl erreicht wird
---
<b>1</b> -> 7+1=8 und schreibt unter dem Ergebnisstrich in diesem Fall die 1.
Subtraktion der Zehnerstelle
28
-17
---
<b>1</b>1 -> 1+1=2
Auch hier gibt es einen Übertrag, nämlich dann, wenn die obenliegende Ziffer kleiner ist, als die zugehörige des Subtrahenden.
Dieser Übertrag wird dann zur nächsten Ziffer des Subtrahenden dazuaddiert:
Subtraktion der Einerstelle
31
-17
<b><i>1</i></b> -> Übertrag, denn 7+4=11 (die Zehnerstelle wird als Übertrag weiterverwendet)
---
<b>4</b>
Subtraktion der Zehnerstelle
31
-17
<b><i>1</i></b> -> Nun wird zur nächsten Ziffer des Subtrahenden der Übertrag hinzuaddiert,
--- also 10+10=20 und von der 30 abgezogen 30-20=10
<b>1</b>4
Drei und mehr Zahlen subtrahieren
89-17-45=27
Hier werden alle Zahlen, die ein Minus (-) als Vorzeichen haben, erstmal addiert.
17+45=62
und vom Minuenden danach abgezogen
89-62=27
D.h. es werden 2 Schritte ausgeführt. Nämlich die Addition aller Subtrahenden und danach die Subtraktion wie oben beschrieben.
====Multiplikation====
Ein Produkt ist die Addition gleicher Summanden, wobei ein Faktor den jeweiligen Summanden und ein weiterer Faktor die Anzahl der Summierungen darstellt.
1.Faktor · 2.Faktor = Produkt
=====Schriftliche Multiplikation=====
Bei der schriftlichen Multiplikation wird die erste Zahl mit den einzelnen Ziffern der zweiten Zahl nacheinander, beginnend bei der letzten Stelle, multipliziert. Für jede neue Ziffer wird eine neue Zeile benötigt. Man schreibt jede Multiplikation untereinander und addiert die einzelnen Werte.
Leicht veranschaulicht wird dies bei folgenden 3 Beispielen:
13*7
----
21 -> 7*3
(+) 70 -> 7*10
----
91
Bei zwei- und mehrstelligem Multiplikator macht man obige Rechnung für jede Ziffer "im Kopf" oder auf einer sogenannten Nebenrechnung
123*4<b>1</b>
------
<b>3</b> -> 1*3
123*41
------
<b>2</b>3 -> 1*20
123*41
------
<b>1</b>23 -> 1*100
Jetzt kommt die Zehnerzahl dran:
123*41
------
123
(+) <b>20</b> -> 40*3 = 120 (schreibe 20, merke 100)
123*41
------
123
(+) <b>9</b>20 -> 40*20 = 800 (+ die gemerkten 100 sind 900, also schreibe 9)
123*41
------
123
(+) <b>4</b>920 -> 40*100 = 4000 (also schreibe 4)
123*41
------
123
(+) 4920
------
5043
Zur besseren Übersicht kann man auch von "vorne" multiplizieren:
765*984
-------
688500 -> 765*900 = 900*700 + 900*60 + 900*5 = 688500 (s. a. schriftliche Addition)
(+) 61200 -> 765* 80 = 80*700 + 80*60 + 80*5 = 61200 (s. a. schriftliche Addition)
(+) 3060 -> 765* 4 = 4*700 + 4*60 + 4*5 = 3060 (s. a. schriftliche Addition)
-------
752760
Gebräuchlich ist auch, die Nullen der 10er-Potenz wegzulassen also bei 900 die letzten beiden Nullen und bei 80 die letzte.
765*984
-------
6885
6120
3060
-------
752760
Dies führt aber bei Ungeübten recht schnell zu versteckten Fehlerquellen.
====Division====
Die Division ist die Umkehrung der Multiplikation. Bei der Multiplikation wird berechnet:
Faktor 1 * Faktor 2 = Produkt
Bei der Division versucht man, aus dem Produkt und einem der beiden Faktoren den anderen zu errechnen:
Produkt : Faktor 1 = Faktor 2
''mit den Begriffen der Division:''
Dividend : Divisor = Quotient
=====Schriftliche Division=====
Bei der schriftlichen Division versucht man schrittweise, wie oft von links nach rechts in einem Teil des Dividenden der Divisor enthalten ist, und führt diese Versuche nacheinander für die nächsten Ziffern durch.
Aufgabe:
750792 : 763
Der Divisor besteht aus 3 Ziffern, als prüfen wir die ersten 3 Ziffern des Dividenden:
Wie oft ist 763 in 750 enthalten? Offensichtlich 0-mal.
750... : 763 = 0
Eine Null am Anfang einer Zahl bringt nichts, also prüfen wir die ersten 4 Ziffern:
Wie oft ist 763 in 7507 enthalten? Vermutung: mindestens 8-mal
7507.. : 763 = {{rot|8}} Zur Prüfung wird 763*8 ausgerechnet, das geht immer im Kopf:
-6104 Das geht, also wird subtrahiert, um mit dem Rest weiterzurechnen.
-------
1403
Oops, das Ergebnis ist größer als 763. Also ist 763 noch einmal mehr in 7507 enthalten. Neuer Versuch:
Wie oft ist 763 in 7507 enthalten? Vermutung: {{rot|9}}-mal
7507.. : 763 = {{rot|9}} Zur Prüfung wird 763*9 ausgerechnet:
-6867 Das geht, also wird subtrahiert, um mit dem Rest weiterzurechnen.
-------
640 Der Rest ist kleiner als 763, also liegen wir jetzt richtig.
Die nächste Ziffer aus der Aufgabenstellung wird heruntergezogen:
75079. : 763 = 9{{rot|8}}
-6867
-------
6409 {{grün|: 763}} Wie oft ist dieser Wert in 763 enthalten? Vermutung: {{rot|8}}-mal
-6104 Prüfung: 763*8
------- Das geht, also wird subtrahiert, um mit dem Rest weiterzurechnen.
305 Der Rest ist kleiner als 763, also liegen wir richtig.
Die nächste Ziffer aus der Aufgabenstellung wird heruntergezogen:
750792 : 763 = 98{{rot|5}}
-6867
-------
6409
-6104
-------
3052 {{grün|: 763}} Wie oft ist dieser Wert in 763 enthalten? Vermutung: {{rot|5}}-mal
-3815 Prüfung: 763*5
Oops, das Ergebnis ist größer als der letzte Restwert. Also ist 763 weniger als 5-mal in 3052 enthalten. Neuer Versuch:
750792 : 763 = 98{{rot|4}}
-6867
-------
6409
-6104
-------
3052 {{grün|: 763}} Wie oft ist dieser Wert in 763 enthalten? Vermutung: {{rot|4}}-mal
-3052 Prüfung: 763*4
-------
0 Rest 0
Diese Rechnung ist jetzt aufgegangen, genau zusammen mit der letzten Ziffer des Dividenden. Also ist die Division genau aufgegangen, und das Ergebnis lautet 984.
Die {{grün|grünen}} Angaben werden üblicherweise nicht geschrieben; sie zeigen, was jeweils dividiert wird.
Noch eine Aufgabe:
691752 : 984 = 7{{rot|0}}3 Erster Schritt 6917:984 - Vermutung: 7-mal
-6888
-------
295 {{grün|: 984}} Offensichtlich 0-mal, also ins Ergebnis {{rot|0}} eintragen
und sofort die nächste Ziffer herunterholen:
2952 {{grün|: 984}} Vermutung: 3-mal
-2952
-------
0 Rest 0
In gleicher Weise kann mit Dezimalzahlen dividiert werden (dies ist in der Regel nicht Stoff der Grundschule, wird aber hier der Vollständigkeit halber erwähnt):
* Fall 1: Die Division ganzer Zahlen geht nicht auf. Dann erhält der Quotient an dieser Stelle ein Komma und es wird für jeden Schritt eine '0' heruntergezogen.
* Fall 2: Der Dividend ist eine Dezimalzahl. Dann erhält der Quotient in dem Moment das Komma, wenn die erste Ziffer hinter dem Komma des Dividenden heruntergezogen wird.
* Fall 3: Der Divisor ist eine Dezimalzahl. Dann wird zuerst das Komma sowohl beim Dividenden als auch beim Divisor um die gleiche Anzahl von Stellen nach rechts verschoben, sodass der Divisor eine ganze Zahl ist; ggf. werden '0' angehängt. Beispiele:
123,456 : 7,891 wird berechnet als 123456 : 7891 ''Komma um 3 Stellen verschieben''
123,45 : 7,891 wird berechnet als 123450 : 7891 ''Komma um 3 Stellen verschieben, eine 0 anhängen''
123,456 : 7,89 wird berechnet als 12345,6 : 789 ''Komma um 2 Stellen verschieben''
===Rechengesetze===
====Kommutativgesetz====
Das '''Kommutativgesetz''' (lat. commutare - vertauschen), auf Deutsch Vertauschungsgesetz, legt fest, wie Argumente einer Operation vertauscht werden dürfen.
Die Summanden eines Summenterm können beliebig vertauscht werden, ohne das sich der Wert der Summe ändert:
<math>a + b\quad=\quad b + a</math>
Auch bei der Multiplikation können die Faktoren beliebig vertauscht werden, ohne dass sich der Wert ändert:
<math>a \cdot b\quad=\quad b \cdot a</math>
====Assoziativgesetz====
Das '''Assoziativgesetz''' (lat. associare - vereinigen, verbinden), auf Deutsch Verknüpfungsgesetz oder auch Verbindungsgesetz, wird erfüllt, wenn eine Klammerung beliebig gesetzt werden kann.
In dem folgenden Beispiel führen alle drei Summentermen zu der gleichen Summe. Sie sind also „Assoziativ“:
<math>\left( a + b \right) + c\quad=\quad a + b + c\quad=\quad a + \left( b + c \right)</math>
Das Selbe gilt für diese drei Produkttermen. Trotz unterschiedlicher Klammersetzung liefern Sie alle dieselbe Summe und sind somit ebenfalls „Assoziativ“:
<math>(a \cdot b ) \cdot c \quad=\quad a \cdot b \cdot c \quad=\quad a \cdot ( b \cdot c )</math>
Nicht Assoziativ sind dagegen Differenztermen:
<math>(a-b)-c \quad\neq\quad a-(b-c)</math>
Auch Quotienttermen sind nicht Assoziativ:
<math>(a/b)/c \quad\neq\quad a/(b/c)</math>
====Distributivgesetz====
Das '''Distributivgesetz''' (lat. distribuere „Verteilen“), auf Deutsch Verteilungsgesetz, gibt an, wie bei Verknüpfungen von z.B. Multiplikation und Addition die Klammern aufgelöst werden:
<math>a \cdot \left( b + c \right) = a \cdot b + a \cdot c</math>
jtqsnga437w03uwwht4v4fy9p5fb96v
1091196
1091195
2026-09-21T16:48:28Z
JerusalemHistoryFan15
116923
/* Schriftliche Addition */ Falsche Stelle
1091196
wikitext
text/x-wiki
[[Mathematik: Schulmathematik|zurück]]
===Grundlagen===
Im folgenden werden (bisher) lediglich die mathematischen Bereiche der [[w:Kategorie:Arithmetik|Arithmetik]] und Ansätze der [[w:Zahlentheorie|Zahlentheorie]] dargestellt.
Als (gleichberechtigte) Teilbereiche der Mathematik in dieser Zusammenfassung fehlen die [[w:Geometrie|Geometrie]], das Größenrechnen sowie die strategischen Komponenten des Sachrechnens, die [[w:Stochastik|Stochastik]] und die [[w:Kombinatorik|Kombinatorik]], die jeweils (wenn auch teilweise nur in Ansätzen) auch schon in der Grundschule behandelt werden.
====Ziffern====
Die Ziffern bilden die Grundlage der Mathematik. Wir benutzen folgende Ziffern:
Null: 0
Eins: 1
Zwei: 2
Drei: 3
Vier: 4
Fünf: 5
Sechs: 6
Sieben: 7
Acht: 8
Neun: 9
====Zahlen====
Zahlen bestehen aus mindestens einer Ziffer.
Natürliche Zahlen (mit Ausnahme der Null) haben einen Vorgänger und einen Nachfolger:
Vorgänger Zahl Nachfolger
0 1 2
1 2 3
2 3 4
3 4 5
4 5 6
5 6 7
6 7 8
7 8 9
8 9 10
. . .
. . .
. . .
135 136 137
136 137 138
137 138 139
138 139 140
. . .
. . .
. . .
Um größere Zahlen als die 9 darzustellen, schreibt man mehrstellige Zahlen, zum Beispiel die Zehn: 10. Es tritt die Bündelung im Zehnersystem auf, wobei die nächste Stufe der Bündelung jeweils einer natürlichen Potenz der Basis 10 entspricht:
10, 100, 1000, 10000, etc.
Noch größere Zahlen haben entsprechend mehr Stellen, wie Einhundert: 100.
Bei vierstelligen Zahlen kann man den Punkt als Tausendertrennzeichen benutzen, damit die Zahlen leichter zu lesen sind: 1.000.
Man kann auch einfach eine Lücke lassen: 1 000.
Die Zahlen lassen sich wie folgt zerlegen:
T H Z E: Tausender Hunderter Zehner Einer
3 5 1 5 3 5 1 5
1 Zehner ist mehr als 5 Einer, 3 Tausender sind mehr als 5 Hunderter und auch mehr als 5 Einer.
In der Grundschule wird in der Regel der Zahlenraum in mehreren Schritten erweitert bzw. erschlossen:
1. Schuljahr Zahlenraum 0 bis 20
2. Schuljahr Zahlenraum bis 100
3. Schuljahr Zahlenraum bis 1.000
- sowie einfache Teilbereiche der Reellen Zahlen, d.h. Zahlen mit bis zu 3 Nachkommastellen (z.B. 0,123) und einfache Stammbrüche (wie 1/4).
4. Schuljahr Zahlenraum bis 1.000.000
====Rechenzeichen====
Die Rechenzeichen sind:
Gleich: =
Plus: +
Minus: -
Mal: ·
Geteilt durch: :
Bei Computern wird davon abweichend für das Malnehmen statt des Punktes · das Sternchen * und für das Geteilt durch statt des Doppelpunktes : der Schrägstrich / verwendet.
Das Gleichheitszeichen steht zwischen gleichen Werten:
1 = 1
2 = 2
1 + 1 = 2 oder auch 2 = 1 + 1
====Zahlengerade====
Man kann die Zahlen auch auf einer Zahlengeraden darstellen:
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Um eine bestimmte Zahl auf der Zahlengeraden darzustellen, benutzt man Pfeile mit dem Betrag (der Länge) der gewünschten Zahl:
5 LE
|----------------------------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Wie man an der Zahlengeraden ablesen kann, beträgt die Länge des Pfeils 5 Längeneinheiten(LE), dabei ist es egal, an welcher Stelle sich der Pfeil befindet:
5 LE
|----------------------------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Dieser Pfeil ist genauso lang wie der vorige, also 5 Längeneinheiten.
===Grundrechenarten===
====Addition====
Die Addition stellt entweder das Ermitteln der Mächtigkeit einer Vereinigungsmenge aus disjunkten Mengen (mit unterscheidbaren Elementen) dar: 5 Äpfel plus 2 Äpfel
oder das Zusammenlegen von Größen gemäß z.B. der folgenden Darstellung dar.
=====Addition dargestellt auf der Zahlengeraden=====
Um die Addition zweier Zahlen auf der Zahlengeraden darzustellen, braucht man zwei Pfeile:
1 LE
|---->
2 LE
|----------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Diese Pfeile werden dann einfach hintereinander angeordnet:
1 LE 2 LE
|---->|----------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Die Spitze des vorderen Pfeils zeigt dann auf das Ergebnis: 3 LE.
=====Addition mit Rechenzeichen=====
Bei der Addition werden mehrere Zahlen zusammengezählt: 1 + 1 = 2.
1.Summand + 2.Summand = Summe
Zählt man eins zu einer Zahl dazu, dann ist das Ergebnis der Nachfolger dieser Zahl. Zählt man zwei zu einer Zahl dazu, dann ist das Ergebnis der Nachfolger des Nachfolgers dieser Zahl: 2 + 2 = 4.
1 = 1
2 = 1 + 1
3 = 1 + 1 + 1
4 = 1 + 1 + 1 + 1
5 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1
6 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
7 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
8 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
9 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
10 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
5 + 3 = 5 + 1 + 1 + 1
= 6 + 1 + 1
= 7 + 1
= 8
Hierbei gilt das Kommutativgesetz, das Vertauschungsgesetz,<br>
das heißt, dass man Zahlen aus einer Summe beliebig vertauschen kann:<br>
3 + 5 = 3 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
= 4 + 1 + 1 + 1 + 1
= 5 + 1 + 1 + 1
= 6 + 1 + 1
= 7 + 1
= 8
5 + 3 = 3 + 5
=====Schriftliche Addition=====
Die schriftliche Addition wird verwendet, um mehrere oder große Zahlen zueinander zu addieren. Hierbei werden die zu addierenden Zahlen so angeordnet, dass jeweils gleichwertige Ziffern untereinander stehen ( Einer unter Einer - Zehner unter Zehner usw. ). Vor die zu addierenden Zahlen schreibt man als Kennzeichen der Addition jeweils ein "+":
35 795
+ 936
+ 326
Darunter zieht man einen Strich, unter den das Ergebnis gesetzt wird. Man addiert dabei die jeweils untereinander stehenden Ziffern zueinander, beginnend mit den Einern. Von dem Ergebnis schreibt man die letzte Ziffer unter den Strich. Wenn die Zahl mehrstellig ist, schreibt man die restlichen Ziffern (den Übertrag) in kleiner Schrift über den Strich bei der nächsthöheren Stelle.
Addition der Einerstellen mit anschließendem Übertrag
35 79'''5'''
+ 93'''6'''
+ 32'''6''' 5 + 6 + 6 = 17
'' 1'' <- '''Übertrag'''
---------
7 Einerstelle der Summe
Addition der Zehnerstellen mit anschließendem Übertrag
35 7'''9'''5
+ 9'''3'''6
+ 3'''2'''6 9 + 3 + 2 + 1 = 15
'' 1'''1''''' <- '''Übertrag'''
---------
57 Zehnerstelle der Summe
Addition der Hunderterstelle mit anschließendem Übertrag
35 '''7'''95
+ '''9'''36
+ '''3'''26 7 + 9 + 3 + 1 = 20
''2 '''1'''1'' <- '''Übertrag'''
---------
057 Hunderterstelle der Summe
Addition der Tausenderstelle ohne Übertrag
3'''5 '''795
+ 936
+ 326 5 + 2 = 7
'''''2 '''11'' <- Übertrag
---------
7 057 Tausenderstelle der Summe
Addition der Zehntausenderstelle ohne Übertrag
'''3'''5 795
+ 936
+ 326 3 = 3
''2 11'' <- Übertrag
---------
37 057 Zehntausenderstelle der Summe
Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass man nur relativ kleine Zahlen im Kopf addieren muss. So kann man Rechenfehler leichter ausfinding machen und muss nicht die gesamte Berechnung wiederholen.
==== Übungsaufgaben und Beispiele für Kinder ====
Spannende Textaufgaben zur Addition:
Die Apfel-Ernte:
Anna hilft auf einem Feld beim Früchteretten. Am Morgen pflückt sie 12 rote Äpfel. Am Nachmittag findet sie noch einmal 7 grüne Äpfel. Wie viele Äpfel hat Anna insgesamt gesammelt?
Rechenweg: 12 + 7 =
12 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 = ?
19 Äpfel!
Das Mundharmonika-Konzert:
Leo übt Lieder auf seiner Mundharmonika. Er kann schon 5 hebräische Volkslieder fehlerfrei spielen. In dieser Woche lernt er noch 3 neue Lieder dazu. Wie viele Lieder kann Leo jetzt insgesamt spielen?
Rechenweg: 5 + 3 =
5 + 1 + 1 + 1 = ?
8 Lieder!
====Subtraktion====
Minuend - Subtrahend = Differenz oder Unterschied
=====Schriftliche Subtraktion=====
Die schriftliche Subtraktion ist etwas komplizierter, als die Addition. Bei zwei Zahlen ist es noch relativ einfach, schwieriger wird es bei 3 und mehr Zahlen.
Subtraktion von 2 Zahlen:
28-17=11
Schriftlich ist die Subtraktion eine umgekehrte Addition
Subtraktion der Einerstelle
28
-17 Man "füllt" die abzuziehende Zahl soweit auf, dass die obenliegende Zahl erreicht wird
---
<b>1</b> -> 7+1=8 und schreibt unter dem Ergebnisstrich in diesem Fall die 1.
Subtraktion der Zehnerstelle
28
-17
---
<b>1</b>1 -> 1+1=2
Auch hier gibt es einen Übertrag, nämlich dann, wenn die obenliegende Ziffer kleiner ist, als die zugehörige des Subtrahenden.
Dieser Übertrag wird dann zur nächsten Ziffer des Subtrahenden dazuaddiert:
Subtraktion der Einerstelle
31
-17
<b><i>1</i></b> -> Übertrag, denn 7+4=11 (die Zehnerstelle wird als Übertrag weiterverwendet)
---
<b>4</b>
Subtraktion der Zehnerstelle
31
-17
<b><i>1</i></b> -> Nun wird zur nächsten Ziffer des Subtrahenden der Übertrag hinzuaddiert,
--- also 10+10=20 und von der 30 abgezogen 30-20=10
<b>1</b>4
Drei und mehr Zahlen subtrahieren
89-17-45=27
Hier werden alle Zahlen, die ein Minus (-) als Vorzeichen haben, erstmal addiert.
17+45=62
und vom Minuenden danach abgezogen
89-62=27
D.h. es werden 2 Schritte ausgeführt. Nämlich die Addition aller Subtrahenden und danach die Subtraktion wie oben beschrieben.
====Multiplikation====
Ein Produkt ist die Addition gleicher Summanden, wobei ein Faktor den jeweiligen Summanden und ein weiterer Faktor die Anzahl der Summierungen darstellt.
1.Faktor · 2.Faktor = Produkt
=====Schriftliche Multiplikation=====
Bei der schriftlichen Multiplikation wird die erste Zahl mit den einzelnen Ziffern der zweiten Zahl nacheinander, beginnend bei der letzten Stelle, multipliziert. Für jede neue Ziffer wird eine neue Zeile benötigt. Man schreibt jede Multiplikation untereinander und addiert die einzelnen Werte.
Leicht veranschaulicht wird dies bei folgenden 3 Beispielen:
13*7
----
21 -> 7*3
(+) 70 -> 7*10
----
91
Bei zwei- und mehrstelligem Multiplikator macht man obige Rechnung für jede Ziffer "im Kopf" oder auf einer sogenannten Nebenrechnung
123*4<b>1</b>
------
<b>3</b> -> 1*3
123*41
------
<b>2</b>3 -> 1*20
123*41
------
<b>1</b>23 -> 1*100
Jetzt kommt die Zehnerzahl dran:
123*41
------
123
(+) <b>20</b> -> 40*3 = 120 (schreibe 20, merke 100)
123*41
------
123
(+) <b>9</b>20 -> 40*20 = 800 (+ die gemerkten 100 sind 900, also schreibe 9)
123*41
------
123
(+) <b>4</b>920 -> 40*100 = 4000 (also schreibe 4)
123*41
------
123
(+) 4920
------
5043
Zur besseren Übersicht kann man auch von "vorne" multiplizieren:
765*984
-------
688500 -> 765*900 = 900*700 + 900*60 + 900*5 = 688500 (s. a. schriftliche Addition)
(+) 61200 -> 765* 80 = 80*700 + 80*60 + 80*5 = 61200 (s. a. schriftliche Addition)
(+) 3060 -> 765* 4 = 4*700 + 4*60 + 4*5 = 3060 (s. a. schriftliche Addition)
-------
752760
Gebräuchlich ist auch, die Nullen der 10er-Potenz wegzulassen also bei 900 die letzten beiden Nullen und bei 80 die letzte.
765*984
-------
6885
6120
3060
-------
752760
Dies führt aber bei Ungeübten recht schnell zu versteckten Fehlerquellen.
====Division====
Die Division ist die Umkehrung der Multiplikation. Bei der Multiplikation wird berechnet:
Faktor 1 * Faktor 2 = Produkt
Bei der Division versucht man, aus dem Produkt und einem der beiden Faktoren den anderen zu errechnen:
Produkt : Faktor 1 = Faktor 2
''mit den Begriffen der Division:''
Dividend : Divisor = Quotient
=====Schriftliche Division=====
Bei der schriftlichen Division versucht man schrittweise, wie oft von links nach rechts in einem Teil des Dividenden der Divisor enthalten ist, und führt diese Versuche nacheinander für die nächsten Ziffern durch.
Aufgabe:
750792 : 763
Der Divisor besteht aus 3 Ziffern, als prüfen wir die ersten 3 Ziffern des Dividenden:
Wie oft ist 763 in 750 enthalten? Offensichtlich 0-mal.
750... : 763 = 0
Eine Null am Anfang einer Zahl bringt nichts, also prüfen wir die ersten 4 Ziffern:
Wie oft ist 763 in 7507 enthalten? Vermutung: mindestens 8-mal
7507.. : 763 = {{rot|8}} Zur Prüfung wird 763*8 ausgerechnet, das geht immer im Kopf:
-6104 Das geht, also wird subtrahiert, um mit dem Rest weiterzurechnen.
-------
1403
Oops, das Ergebnis ist größer als 763. Also ist 763 noch einmal mehr in 7507 enthalten. Neuer Versuch:
Wie oft ist 763 in 7507 enthalten? Vermutung: {{rot|9}}-mal
7507.. : 763 = {{rot|9}} Zur Prüfung wird 763*9 ausgerechnet:
-6867 Das geht, also wird subtrahiert, um mit dem Rest weiterzurechnen.
-------
640 Der Rest ist kleiner als 763, also liegen wir jetzt richtig.
Die nächste Ziffer aus der Aufgabenstellung wird heruntergezogen:
75079. : 763 = 9{{rot|8}}
-6867
-------
6409 {{grün|: 763}} Wie oft ist dieser Wert in 763 enthalten? Vermutung: {{rot|8}}-mal
-6104 Prüfung: 763*8
------- Das geht, also wird subtrahiert, um mit dem Rest weiterzurechnen.
305 Der Rest ist kleiner als 763, also liegen wir richtig.
Die nächste Ziffer aus der Aufgabenstellung wird heruntergezogen:
750792 : 763 = 98{{rot|5}}
-6867
-------
6409
-6104
-------
3052 {{grün|: 763}} Wie oft ist dieser Wert in 763 enthalten? Vermutung: {{rot|5}}-mal
-3815 Prüfung: 763*5
Oops, das Ergebnis ist größer als der letzte Restwert. Also ist 763 weniger als 5-mal in 3052 enthalten. Neuer Versuch:
750792 : 763 = 98{{rot|4}}
-6867
-------
6409
-6104
-------
3052 {{grün|: 763}} Wie oft ist dieser Wert in 763 enthalten? Vermutung: {{rot|4}}-mal
-3052 Prüfung: 763*4
-------
0 Rest 0
Diese Rechnung ist jetzt aufgegangen, genau zusammen mit der letzten Ziffer des Dividenden. Also ist die Division genau aufgegangen, und das Ergebnis lautet 984.
Die {{grün|grünen}} Angaben werden üblicherweise nicht geschrieben; sie zeigen, was jeweils dividiert wird.
Noch eine Aufgabe:
691752 : 984 = 7{{rot|0}}3 Erster Schritt 6917:984 - Vermutung: 7-mal
-6888
-------
295 {{grün|: 984}} Offensichtlich 0-mal, also ins Ergebnis {{rot|0}} eintragen
und sofort die nächste Ziffer herunterholen:
2952 {{grün|: 984}} Vermutung: 3-mal
-2952
-------
0 Rest 0
In gleicher Weise kann mit Dezimalzahlen dividiert werden (dies ist in der Regel nicht Stoff der Grundschule, wird aber hier der Vollständigkeit halber erwähnt):
* Fall 1: Die Division ganzer Zahlen geht nicht auf. Dann erhält der Quotient an dieser Stelle ein Komma und es wird für jeden Schritt eine '0' heruntergezogen.
* Fall 2: Der Dividend ist eine Dezimalzahl. Dann erhält der Quotient in dem Moment das Komma, wenn die erste Ziffer hinter dem Komma des Dividenden heruntergezogen wird.
* Fall 3: Der Divisor ist eine Dezimalzahl. Dann wird zuerst das Komma sowohl beim Dividenden als auch beim Divisor um die gleiche Anzahl von Stellen nach rechts verschoben, sodass der Divisor eine ganze Zahl ist; ggf. werden '0' angehängt. Beispiele:
123,456 : 7,891 wird berechnet als 123456 : 7891 ''Komma um 3 Stellen verschieben''
123,45 : 7,891 wird berechnet als 123450 : 7891 ''Komma um 3 Stellen verschieben, eine 0 anhängen''
123,456 : 7,89 wird berechnet als 12345,6 : 789 ''Komma um 2 Stellen verschieben''
===Rechengesetze===
====Kommutativgesetz====
Das '''Kommutativgesetz''' (lat. commutare - vertauschen), auf Deutsch Vertauschungsgesetz, legt fest, wie Argumente einer Operation vertauscht werden dürfen.
Die Summanden eines Summenterm können beliebig vertauscht werden, ohne das sich der Wert der Summe ändert:
<math>a + b\quad=\quad b + a</math>
Auch bei der Multiplikation können die Faktoren beliebig vertauscht werden, ohne dass sich der Wert ändert:
<math>a \cdot b\quad=\quad b \cdot a</math>
====Assoziativgesetz====
Das '''Assoziativgesetz''' (lat. associare - vereinigen, verbinden), auf Deutsch Verknüpfungsgesetz oder auch Verbindungsgesetz, wird erfüllt, wenn eine Klammerung beliebig gesetzt werden kann.
In dem folgenden Beispiel führen alle drei Summentermen zu der gleichen Summe. Sie sind also „Assoziativ“:
<math>\left( a + b \right) + c\quad=\quad a + b + c\quad=\quad a + \left( b + c \right)</math>
Das Selbe gilt für diese drei Produkttermen. Trotz unterschiedlicher Klammersetzung liefern Sie alle dieselbe Summe und sind somit ebenfalls „Assoziativ“:
<math>(a \cdot b ) \cdot c \quad=\quad a \cdot b \cdot c \quad=\quad a \cdot ( b \cdot c )</math>
Nicht Assoziativ sind dagegen Differenztermen:
<math>(a-b)-c \quad\neq\quad a-(b-c)</math>
Auch Quotienttermen sind nicht Assoziativ:
<math>(a/b)/c \quad\neq\quad a/(b/c)</math>
====Distributivgesetz====
Das '''Distributivgesetz''' (lat. distribuere „Verteilen“), auf Deutsch Verteilungsgesetz, gibt an, wie bei Verknüpfungen von z.B. Multiplikation und Addition die Klammern aufgelöst werden:
<math>a \cdot \left( b + c \right) = a \cdot b + a \cdot c</math>
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1091199
1091196
2026-09-22T04:28:31Z
JerusalemHistoryFan15
116923
/* Grundrechenarten */ Richtige Stelle
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wikitext
text/x-wiki
[[Mathematik: Schulmathematik|zurück]]
===Grundlagen===
Im folgenden werden (bisher) lediglich die mathematischen Bereiche der [[w:Kategorie:Arithmetik|Arithmetik]] und Ansätze der [[w:Zahlentheorie|Zahlentheorie]] dargestellt.
Als (gleichberechtigte) Teilbereiche der Mathematik in dieser Zusammenfassung fehlen die [[w:Geometrie|Geometrie]], das Größenrechnen sowie die strategischen Komponenten des Sachrechnens, die [[w:Stochastik|Stochastik]] und die [[w:Kombinatorik|Kombinatorik]], die jeweils (wenn auch teilweise nur in Ansätzen) auch schon in der Grundschule behandelt werden.
====Ziffern====
Die Ziffern bilden die Grundlage der Mathematik. Wir benutzen folgende Ziffern:
Null: 0
Eins: 1
Zwei: 2
Drei: 3
Vier: 4
Fünf: 5
Sechs: 6
Sieben: 7
Acht: 8
Neun: 9
====Zahlen====
Zahlen bestehen aus mindestens einer Ziffer.
Natürliche Zahlen (mit Ausnahme der Null) haben einen Vorgänger und einen Nachfolger:
Vorgänger Zahl Nachfolger
0 1 2
1 2 3
2 3 4
3 4 5
4 5 6
5 6 7
6 7 8
7 8 9
8 9 10
. . .
. . .
. . .
135 136 137
136 137 138
137 138 139
138 139 140
. . .
. . .
. . .
Um größere Zahlen als die 9 darzustellen, schreibt man mehrstellige Zahlen, zum Beispiel die Zehn: 10. Es tritt die Bündelung im Zehnersystem auf, wobei die nächste Stufe der Bündelung jeweils einer natürlichen Potenz der Basis 10 entspricht:
10, 100, 1000, 10000, etc.
Noch größere Zahlen haben entsprechend mehr Stellen, wie Einhundert: 100.
Bei vierstelligen Zahlen kann man den Punkt als Tausendertrennzeichen benutzen, damit die Zahlen leichter zu lesen sind: 1.000.
Man kann auch einfach eine Lücke lassen: 1 000.
Die Zahlen lassen sich wie folgt zerlegen:
T H Z E: Tausender Hunderter Zehner Einer
3 5 1 5 3 5 1 5
1 Zehner ist mehr als 5 Einer, 3 Tausender sind mehr als 5 Hunderter und auch mehr als 5 Einer.
In der Grundschule wird in der Regel der Zahlenraum in mehreren Schritten erweitert bzw. erschlossen:
1. Schuljahr Zahlenraum 0 bis 20
2. Schuljahr Zahlenraum bis 100
3. Schuljahr Zahlenraum bis 1.000
- sowie einfache Teilbereiche der Reellen Zahlen, d.h. Zahlen mit bis zu 3 Nachkommastellen (z.B. 0,123) und einfache Stammbrüche (wie 1/4).
4. Schuljahr Zahlenraum bis 1.000.000
====Rechenzeichen====
Die Rechenzeichen sind:
Gleich: =
Plus: +
Minus: -
Mal: ·
Geteilt durch: :
Bei Computern wird davon abweichend für das Malnehmen statt des Punktes · das Sternchen * und für das Geteilt durch statt des Doppelpunktes : der Schrägstrich / verwendet.
Das Gleichheitszeichen steht zwischen gleichen Werten:
1 = 1
2 = 2
1 + 1 = 2 oder auch 2 = 1 + 1
====Zahlengerade====
Man kann die Zahlen auch auf einer Zahlengeraden darstellen:
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Um eine bestimmte Zahl auf der Zahlengeraden darzustellen, benutzt man Pfeile mit dem Betrag (der Länge) der gewünschten Zahl:
5 LE
|----------------------------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Wie man an der Zahlengeraden ablesen kann, beträgt die Länge des Pfeils 5 Längeneinheiten(LE), dabei ist es egal, an welcher Stelle sich der Pfeil befindet:
5 LE
|----------------------------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Dieser Pfeil ist genauso lang wie der vorige, also 5 Längeneinheiten.
===Grundrechenarten===
====Addition====
Die Addition stellt entweder das Ermitteln der Mächtigkeit einer Vereinigungsmenge aus disjunkten Mengen (mit unterscheidbaren Elementen) dar: 5 Äpfel plus 2 Äpfel
oder das Zusammenlegen von Größen gemäß z.B. der folgenden Darstellung dar.
=====Addition dargestellt auf der Zahlengeraden=====
Um die Addition zweier Zahlen auf der Zahlengeraden darzustellen, braucht man zwei Pfeile:
1 LE
|---->
2 LE
|----------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Diese Pfeile werden dann einfach hintereinander angeordnet:
1 LE 2 LE
|---->|----------->
|-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-->
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Die Spitze des vorderen Pfeils zeigt dann auf das Ergebnis: 3 LE.
=====Addition mit Rechenzeichen=====
Bei der Addition werden mehrere Zahlen zusammengezählt: 1 + 1 = 2.
1.Summand + 2.Summand = Summe
Zählt man eins zu einer Zahl dazu, dann ist das Ergebnis der Nachfolger dieser Zahl. Zählt man zwei zu einer Zahl dazu, dann ist das Ergebnis der Nachfolger des Nachfolgers dieser Zahl: 2 + 2 = 4.
1 = 1
2 = 1 + 1
3 = 1 + 1 + 1
4 = 1 + 1 + 1 + 1
5 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1
6 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
7 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
8 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
9 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
10 = 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
5 + 3 = 5 + 1 + 1 + 1
= 6 + 1 + 1
= 7 + 1
= 8
Hierbei gilt das Kommutativgesetz, das Vertauschungsgesetz,<br>
das heißt, dass man Zahlen aus einer Summe beliebig vertauschen kann:<br>
3 + 5 = 3 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1
= 4 + 1 + 1 + 1 + 1
= 5 + 1 + 1 + 1
= 6 + 1 + 1
= 7 + 1
= 8
5 + 3 = 3 + 5
=====Schriftliche Addition=====
Die schriftliche Addition wird verwendet, um mehrere oder große Zahlen zueinander zu addieren. Hierbei werden die zu addierenden Zahlen so angeordnet, dass jeweils gleichwertige Ziffern untereinander stehen ( Einer unter Einer - Zehner unter Zehner usw. ). Vor die zu addierenden Zahlen schreibt man als Kennzeichen der Addition jeweils ein "+":
35 795
+ 936
+ 326
Darunter zieht man einen Strich, unter den das Ergebnis gesetzt wird. Man addiert dabei die jeweils untereinander stehenden Ziffern zueinander, beginnend mit den Einern. Von dem Ergebnis schreibt man die letzte Ziffer unter den Strich. Wenn die Zahl mehrstellig ist, schreibt man die restlichen Ziffern (den Übertrag) in kleiner Schrift über den Strich bei der nächsthöheren Stelle.
Addition der Einerstellen mit anschließendem Übertrag
35 79'''5'''
+ 93'''6'''
+ 32'''6''' 5 + 6 + 6 = 17
'' 1'' <- '''Übertrag'''
---------
7 Einerstelle der Summe
Addition der Zehnerstellen mit anschließendem Übertrag
35 7'''9'''5
+ 9'''3'''6
+ 3'''2'''6 9 + 3 + 2 + 1 = 15
'' 1'''1''''' <- '''Übertrag'''
---------
57 Zehnerstelle der Summe
Addition der Hunderterstelle mit anschließendem Übertrag
35 '''7'''95
+ '''9'''36
+ '''3'''26 7 + 9 + 3 + 1 = 20
''2 '''1'''1'' <- '''Übertrag'''
---------
057 Hunderterstelle der Summe
Addition der Tausenderstelle ohne Übertrag
3'''5 '''795
+ 936
+ 326 5 + 2 = 7
'''''2 '''11'' <- Übertrag
---------
7 057 Tausenderstelle der Summe
Addition der Zehntausenderstelle ohne Übertrag
'''3'''5 795
+ 936
+ 326 3 = 3
''2 11'' <- Übertrag
---------
37 057 Zehntausenderstelle der Summe
Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass man nur relativ kleine Zahlen im Kopf addieren muss. So kann man Rechenfehler leichter ausfinding machen und muss nicht die gesamte Berechnung wiederholen.
====Subtraktion====
Minuend - Subtrahend = Differenz oder Unterschied
=====Schriftliche Subtraktion=====
Die schriftliche Subtraktion ist etwas komplizierter, als die Addition. Bei zwei Zahlen ist es noch relativ einfach, schwieriger wird es bei 3 und mehr Zahlen.
Subtraktion von 2 Zahlen:
28-17=11
Schriftlich ist die Subtraktion eine umgekehrte Addition
Subtraktion der Einerstelle
28
-17 Man "füllt" die abzuziehende Zahl soweit auf, dass die obenliegende Zahl erreicht wird
---
<b>1</b> -> 7+1=8 und schreibt unter dem Ergebnisstrich in diesem Fall die 1.
Subtraktion der Zehnerstelle
28
-17
---
<b>1</b>1 -> 1+1=2
Auch hier gibt es einen Übertrag, nämlich dann, wenn die obenliegende Ziffer kleiner ist, als die zugehörige des Subtrahenden.
Dieser Übertrag wird dann zur nächsten Ziffer des Subtrahenden dazuaddiert:
Subtraktion der Einerstelle
31
-17
<b><i>1</i></b> -> Übertrag, denn 7+4=11 (die Zehnerstelle wird als Übertrag weiterverwendet)
---
<b>4</b>
Subtraktion der Zehnerstelle
31
-17
<b><i>1</i></b> -> Nun wird zur nächsten Ziffer des Subtrahenden der Übertrag hinzuaddiert,
--- also 10+10=20 und von der 30 abgezogen 30-20=10
<b>1</b>4
Drei und mehr Zahlen subtrahieren
89-17-45=27
Hier werden alle Zahlen, die ein Minus (-) als Vorzeichen haben, erstmal addiert.
17+45=62
und vom Minuenden danach abgezogen
89-62=27
D.h. es werden 2 Schritte ausgeführt. Nämlich die Addition aller Subtrahenden und danach die Subtraktion wie oben beschrieben.
====Multiplikation====
Ein Produkt ist die Addition gleicher Summanden, wobei ein Faktor den jeweiligen Summanden und ein weiterer Faktor die Anzahl der Summierungen darstellt.
1.Faktor · 2.Faktor = Produkt
=====Schriftliche Multiplikation=====
Bei der schriftlichen Multiplikation wird die erste Zahl mit den einzelnen Ziffern der zweiten Zahl nacheinander, beginnend bei der letzten Stelle, multipliziert. Für jede neue Ziffer wird eine neue Zeile benötigt. Man schreibt jede Multiplikation untereinander und addiert die einzelnen Werte.
Leicht veranschaulicht wird dies bei folgenden 3 Beispielen:
13*7
----
21 -> 7*3
(+) 70 -> 7*10
----
91
Bei zwei- und mehrstelligem Multiplikator macht man obige Rechnung für jede Ziffer "im Kopf" oder auf einer sogenannten Nebenrechnung
123*4<b>1</b>
------
<b>3</b> -> 1*3
123*41
------
<b>2</b>3 -> 1*20
123*41
------
<b>1</b>23 -> 1*100
Jetzt kommt die Zehnerzahl dran:
123*41
------
123
(+) <b>20</b> -> 40*3 = 120 (schreibe 20, merke 100)
123*41
------
123
(+) <b>9</b>20 -> 40*20 = 800 (+ die gemerkten 100 sind 900, also schreibe 9)
123*41
------
123
(+) <b>4</b>920 -> 40*100 = 4000 (also schreibe 4)
123*41
------
123
(+) 4920
------
5043
Zur besseren Übersicht kann man auch von "vorne" multiplizieren:
765*984
-------
688500 -> 765*900 = 900*700 + 900*60 + 900*5 = 688500 (s. a. schriftliche Addition)
(+) 61200 -> 765* 80 = 80*700 + 80*60 + 80*5 = 61200 (s. a. schriftliche Addition)
(+) 3060 -> 765* 4 = 4*700 + 4*60 + 4*5 = 3060 (s. a. schriftliche Addition)
-------
752760
Gebräuchlich ist auch, die Nullen der 10er-Potenz wegzulassen also bei 900 die letzten beiden Nullen und bei 80 die letzte.
765*984
-------
6885
6120
3060
-------
752760
Dies führt aber bei Ungeübten recht schnell zu versteckten Fehlerquellen.
====Division====
Die Division ist die Umkehrung der Multiplikation. Bei der Multiplikation wird berechnet:
Faktor 1 * Faktor 2 = Produkt
Bei der Division versucht man, aus dem Produkt und einem der beiden Faktoren den anderen zu errechnen:
Produkt : Faktor 1 = Faktor 2
''mit den Begriffen der Division:''
Dividend : Divisor = Quotient
=====Schriftliche Division=====
Bei der schriftlichen Division versucht man schrittweise, wie oft von links nach rechts in einem Teil des Dividenden der Divisor enthalten ist, und führt diese Versuche nacheinander für die nächsten Ziffern durch.
Aufgabe:
750792 : 763
Der Divisor besteht aus 3 Ziffern, als prüfen wir die ersten 3 Ziffern des Dividenden:
Wie oft ist 763 in 750 enthalten? Offensichtlich 0-mal.
750... : 763 = 0
Eine Null am Anfang einer Zahl bringt nichts, also prüfen wir die ersten 4 Ziffern:
Wie oft ist 763 in 7507 enthalten? Vermutung: mindestens 8-mal
7507.. : 763 = {{rot|8}} Zur Prüfung wird 763*8 ausgerechnet, das geht immer im Kopf:
-6104 Das geht, also wird subtrahiert, um mit dem Rest weiterzurechnen.
-------
1403
Oops, das Ergebnis ist größer als 763. Also ist 763 noch einmal mehr in 7507 enthalten. Neuer Versuch:
Wie oft ist 763 in 7507 enthalten? Vermutung: {{rot|9}}-mal
7507.. : 763 = {{rot|9}} Zur Prüfung wird 763*9 ausgerechnet:
-6867 Das geht, also wird subtrahiert, um mit dem Rest weiterzurechnen.
-------
640 Der Rest ist kleiner als 763, also liegen wir jetzt richtig.
Die nächste Ziffer aus der Aufgabenstellung wird heruntergezogen:
75079. : 763 = 9{{rot|8}}
-6867
-------
6409 {{grün|: 763}} Wie oft ist dieser Wert in 763 enthalten? Vermutung: {{rot|8}}-mal
-6104 Prüfung: 763*8
------- Das geht, also wird subtrahiert, um mit dem Rest weiterzurechnen.
305 Der Rest ist kleiner als 763, also liegen wir richtig.
Die nächste Ziffer aus der Aufgabenstellung wird heruntergezogen:
750792 : 763 = 98{{rot|5}}
-6867
-------
6409
-6104
-------
3052 {{grün|: 763}} Wie oft ist dieser Wert in 763 enthalten? Vermutung: {{rot|5}}-mal
-3815 Prüfung: 763*5
Oops, das Ergebnis ist größer als der letzte Restwert. Also ist 763 weniger als 5-mal in 3052 enthalten. Neuer Versuch:
750792 : 763 = 98{{rot|4}}
-6867
-------
6409
-6104
-------
3052 {{grün|: 763}} Wie oft ist dieser Wert in 763 enthalten? Vermutung: {{rot|4}}-mal
-3052 Prüfung: 763*4
-------
0 Rest 0
Diese Rechnung ist jetzt aufgegangen, genau zusammen mit der letzten Ziffer des Dividenden. Also ist die Division genau aufgegangen, und das Ergebnis lautet 984.
Die {{grün|grünen}} Angaben werden üblicherweise nicht geschrieben; sie zeigen, was jeweils dividiert wird.
Noch eine Aufgabe:
691752 : 984 = 7{{rot|0}}3 Erster Schritt 6917:984 - Vermutung: 7-mal
-6888
-------
295 {{grün|: 984}} Offensichtlich 0-mal, also ins Ergebnis {{rot|0}} eintragen
und sofort die nächste Ziffer herunterholen:
2952 {{grün|: 984}} Vermutung: 3-mal
-2952
-------
0 Rest 0
In gleicher Weise kann mit Dezimalzahlen dividiert werden (dies ist in der Regel nicht Stoff der Grundschule, wird aber hier der Vollständigkeit halber erwähnt):
* Fall 1: Die Division ganzer Zahlen geht nicht auf. Dann erhält der Quotient an dieser Stelle ein Komma und es wird für jeden Schritt eine '0' heruntergezogen.
* Fall 2: Der Dividend ist eine Dezimalzahl. Dann erhält der Quotient in dem Moment das Komma, wenn die erste Ziffer hinter dem Komma des Dividenden heruntergezogen wird.
* Fall 3: Der Divisor ist eine Dezimalzahl. Dann wird zuerst das Komma sowohl beim Dividenden als auch beim Divisor um die gleiche Anzahl von Stellen nach rechts verschoben, sodass der Divisor eine ganze Zahl ist; ggf. werden '0' angehängt. Beispiele:
123,456 : 7,891 wird berechnet als 123456 : 7891 ''Komma um 3 Stellen verschieben''
123,45 : 7,891 wird berechnet als 123450 : 7891 ''Komma um 3 Stellen verschieben, eine 0 anhängen''
123,456 : 7,89 wird berechnet als 12345,6 : 789 ''Komma um 2 Stellen verschieben''
=== Übungsaufgaben und Beispiele für Kinder ===
Spannende Textaufgaben zur Addition:
Die Apfel-Ernte:
Anna hilft auf einem Feld beim Früchteretten. Am Morgen pflückt sie 12 rote Äpfel. Am Nachmittag findet sie noch einmal 7 grüne Äpfel. Wie viele Äpfel hat Anna insgesamt gesammelt?
Rechenweg: 12 + 7 =
12 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 = ?
19 Äpfel!
Das Mundharmonika-Konzert:
Leo übt Lieder auf seiner Mundharmonika. Er kann schon 5 hebräische Volkslieder fehlerfrei spielen. In dieser Woche lernt er noch 3 neue Lieder dazu. Wie viele Lieder kann Leo jetzt insgesamt spielen?
Rechenweg: 5 + 3 =
5 + 1 + 1 + 1 = ?
8 Lieder!
===Rechengesetze===
====Kommutativgesetz====
Das '''Kommutativgesetz''' (lat. commutare - vertauschen), auf Deutsch Vertauschungsgesetz, legt fest, wie Argumente einer Operation vertauscht werden dürfen.
Die Summanden eines Summenterm können beliebig vertauscht werden, ohne das sich der Wert der Summe ändert:
<math>a + b\quad=\quad b + a</math>
Auch bei der Multiplikation können die Faktoren beliebig vertauscht werden, ohne dass sich der Wert ändert:
<math>a \cdot b\quad=\quad b \cdot a</math>
====Assoziativgesetz====
Das '''Assoziativgesetz''' (lat. associare - vereinigen, verbinden), auf Deutsch Verknüpfungsgesetz oder auch Verbindungsgesetz, wird erfüllt, wenn eine Klammerung beliebig gesetzt werden kann.
In dem folgenden Beispiel führen alle drei Summentermen zu der gleichen Summe. Sie sind also „Assoziativ“:
<math>\left( a + b \right) + c\quad=\quad a + b + c\quad=\quad a + \left( b + c \right)</math>
Das Selbe gilt für diese drei Produkttermen. Trotz unterschiedlicher Klammersetzung liefern Sie alle dieselbe Summe und sind somit ebenfalls „Assoziativ“:
<math>(a \cdot b ) \cdot c \quad=\quad a \cdot b \cdot c \quad=\quad a \cdot ( b \cdot c )</math>
Nicht Assoziativ sind dagegen Differenztermen:
<math>(a-b)-c \quad\neq\quad a-(b-c)</math>
Auch Quotienttermen sind nicht Assoziativ:
<math>(a/b)/c \quad\neq\quad a/(b/c)</math>
====Distributivgesetz====
Das '''Distributivgesetz''' (lat. distribuere „Verteilen“), auf Deutsch Verteilungsgesetz, gibt an, wie bei Verknüpfungen von z.B. Multiplikation und Addition die Klammern aufgelöst werden:
<math>a \cdot \left( b + c \right) = a \cdot b + a \cdot c</math>
pczk96z02ch4d9glvnf0rrq62yyc21g
Netzwerktechnik
0
6106
1091194
1091163
2026-09-21T16:40:35Z
Netzikon
116920
Hub: Funktionsweise als Multiport-Repeater präzisiert, Kollisionsdomäne und CSMA/CD ergänzt, Vergleich zum Switch korrigiert
1091194
wikitext
text/x-wiki
{{Regal|EDV|Elektrotechnik}}
== Zusammenfassung des Projekts ==
{{Vorlage:StatusBuch|2}}
* '''Buchpatenschaft / Ansprechperson:''' Bin interessiert: [[Benutzer:Biegemann|Wolfgang Biegemann]].
* '''Sind Co-Autoren gegenwärtig erwünscht?''' Ja, sehr gerne.
<div style="float:right; margin-left:20px; margin-bottom:20px; font-size:0.9em;"> __TOC__ </div>
== Grundbegriffe ==
=== Computernetze ===
Werden mehrere Computer so miteinander verbunden, dass sie Daten austauschen können, nennt man das ein Computernetz (engl.: Network). Die Computer sind dann „vernetzt“. Die Verbindung kann mit Kupferdraht, mit Glasfaserkabeln, über Funk oder auf anderem Weg realisiert werden. Die „Verteilerkästen“, an denen die Netzwerkkabel von den Computern sternförmig zusammenlaufen, nennt man Hub oder Switch.
Computernetze haben meist einen oder mehrere zentrale Computer, die man als Server bezeichnet. Das Wort „Server“ bedeutet „Diener“. Die Server verwalten die gemeinsamen Ressourcen (Speicherplatz, gemeinsame Drucker). Diejenigen Server, welche die Datenströme von einem Netz ins andere lenken, nennt man „Router“. Einen Computer, welcher die Dienste eines Servers in Anspruch nimmt, nennt man „Client“. Wenn Sie „eine Verbindung ins Internet aufbauen“, bildet Ihr PC zusammen mit dem Server des Providers (siehe {{w|Internetdienstanbieter}}) ein zeitweiliges Netz für die Dauer der Verbindung.
Wenn man zwei oder mehrere Computernetze miteinander verbindet, entsteht ein sogenanntes „Intranet“. Beispiel: Große Konzerne haben in jeder Niederlassung ein Computernetz. Die Computernetze der Niederlassungen werden untereinander durch „Standleitungen“ (das sind dauerhaft gemietete Telekommunikationsleitungen) zum firmeneigenen Internet verbunden (das sogenannte Intranet).
Ein ganz bestimmter Dienst, der ursprünglich nur ein paar Computer in den USA verbunden hat, ist gewachsen und zum WWW, dem [[w:World Wide Web|World Wide Web]], geworden. Das WWW unterscheidet sich von anderen Netzen durch
* weltweite Ausdehnung,
* öffentlichen Zugang,
* Verwendung der TCP/IP-Protokollfamilie.
== Definition Netzwerk ==
Als Netzwerk bezeichnet man ein System aus mehreren miteinander verbunden Computern, Terminals oder Peripheriegeräten. Das wesentliche an einem Netzwerk ist das Zusammenschalten und somit die gemeinsame Nutzung von Peripheriegeräten wie zum Beispiel einem Laserdrucker oder auch die gemeinsame Nutzung von Datenbeständen, zum Beispiel einer Firmendatenbank.
== Unterschied Peer-to-Peer und Client-Server Architektur ==
=== Peer-to-Peer ===
P2P (Peer to Peer) bezeichnet ein Netzwerk, in dem alle Rechner direkt miteinander verbunden sind, z. B. über Hub, Switch, Nullmodem, Crossover usw. Alle PC besitzen die gleichen Rechte und sind im Prinzip sowohl Server als auch Client. Bei Netzwerkpartys werden P2P-Netze aufgebaut oder in kleineren Firmennetzen.
Das heißt,
Vorteile:
* gleiche Rechte für alle Benutzer
* geringer Verwaltungsaufwand (jedoch nur bei überschaubarer Netzwerkgröße)
Nachteile:
* Rechtemissbrauch
* unsicher (Zugriff auf andere Benutzer)
* begrenzter Zugriff auf andere Clients (max. 10)
* großer Verwaltungsaufwand (bei größeren Netzen)
Ergänzung:
Die Definition für P2P ist so nicht ganz korrekt. Ein P2P Netzwerk, ist ein Netzwerk, welches ausschließlich aus Direktverbindungen und Freigaben besteht.
Ein gutes Beispiel sind die ersten, privaten Netzwerke. Diese bestanden aus direkten Verbindungen zwischen Computern und Computern. Als Netzwerkkarten dienten dabei die parallele (LPT) oder serielle (COM) Schnittstelle. Drucker oder sonstige Peripheriegeräte wurden an einem Computer angeschlossen und über Freigaben für andere Nutzer, freigegeben. Beispiele wären dafür das Kirschbaumnetzwerk oder LANTASIC.
Im Laufe der technischen Entwicklungen, bekam der Begriff P2P neue und erweiterte Bedeutungen.
In der Industrie wurden P2P Netzwerke bekannt, durch die Einführung von Tokenring-Systemen.
Der wesentliche Unterschied zu heutigen Netzwerken bzw., der Begrifflichkeit P2P ist: Die Systeme waren direkt miteinander Verbunden und aufeinander Angewiesen. Sobald ein Computer abgeschaltet wurde, funktionierte das gesamte Netzwerk nicht mehr, im Gegensatz zu Heute, wo ein einzelner Serverausfall, in der Regel, keinerlei Bedeutung hat.
=== Client-Server ===
In einem Netzwerk mit einer Client-Server Architektur greifen alle Rechner (Clients) auf bestimmte, von Servern zur Verfügung gestellte Dienste zu. Wie zum Beispiel eine zentrale Netzwerkanmeldung. Im Gegensatz zu einem Peer-to-Peer-Netz, müssen so nur bestimmte Rechner (die Server) immer laufen und auf Client-Anfragen warten, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Jedoch ist der Nachteil bei dieser Architektur, dass sich zum Beispiel im Falle eines Ausfalls des Anmeldeservers alle von ihm abhängigen Clients nicht mehr am Netzwerk anmelden können!
Andererseits trifft der gleiche Nachteil auch auf ein P2P-Netz zu: Wenn der PC ausfällt, der die benötigten Daten enthält (oder der Benutzer mal eben nach einer Installation neu startet), kann man auch nicht weiterarbeiten. Und wenn die benötigten Daten auf mehrere PC verteilt sind, ist störungsfreies Arbeiten nur möglich, wenn '''jeder''' PC eingeschaltet und funktionsfähig ist.
Vorteile der Client/Server Architektur:
* mehr als 10 PC und auch mehrere Server möglich
* erhöhte Sicherheit - hierarchische Strukturierung der Rechte/Rollen
* zentrale bzw. zentralisierte Verwaltung und Wartung
* hohe Anzahl von Diensten über das Netzwerk verfügbar
* zahlreiche Möglichkeiten, die Zuverlässigkeit zu erhöhen (Spiegelung, Backup-Server u. a.)
Nachteile:
* Komplexität
* Installationskosten (im Betrieb dann geringer)
* Wartung
* Ausfallrisiko (beim Server)
== Abgrenzung LAN, WLAN, PAN, WPAN, BAN, MAN, WAN, GAN ==
=== LAN – Local Area Network ===
Unter einem LAN versteht man ein Computernetzwerk innerhalb eines räumlich begrenzten Bereiches. LANs sind als feste Installation kabelgebunden und intern bei Firmen zu finden. Zunehmend werden sie auch in privaten Haushalten aufgebaut. Verwendet keine öffentlichen Leitungen.
=== WLAN – Wireless Local Area Network ===
WLAN bezeichnet eine kabellose Methode ein Netzwerk aufzubauen. Das kann zum Beispiel durch Bluetooth (oder HomeRF oder HiperLAN) erreicht werden. Im allgemeinen Sprachgebrauch steht WLAN für ein kabelloses, internes Funknetzwerk, dessen Netzwerkstandard IEEE 802.11 lautet. Die Daten werden im 2,4 GHz bzw. 5 GHz Frequenzband übertragen, was einer Wellenlänge von 12,5 cm bzw. 6 cm entspricht. Handelsübliche Endgeräte übertragen die Daten mit einer Reichweite von ca. 30–100 Meter. Diese Reichweite wird allerdings nur bei direkter Sichtverbindung auf dem freien Feld erreicht. Trifft das Signal auf ein Hindernis, z. B. auf eine Wand oder dem Fussboden, wird die Verbindung schwieriger. In diesem Fall kann der Anschluss einer externen Antenne auch bessere Ergebnisse liefern. Trotzdem sind Stahlbetonwände und Leichtbauwände, die auf Metallrahmen aufgeschraubt sind, voraussichtlich undurchdringlich. Auch der menschliche Körper kann die Verbindung unterbrechen.
Die Datenrate liegt zwischen 1 Mbit/s und 54 Mbit/s. Der Standard für die 541 Mbit/s, IEEE 802.11n, wurde im Januar 2006 verabschiedet.
WLANs sollten unbedingt verschlüsselt sein, um ein Abhören des Netzwerkverkehrs zu vermeiden. WEP-Verschlüsselungen bieten allerdings nur unzureichenden Schutz, sind aber immer noch geringfügig besser, als alle Daten im Klartext zu übertragen. WPA-Verschlüsselung ist deutlich aufwändiger zu knacken. Den höchsten Schutz bietet derzeit die WPA2-Verschlüsselung. Keine der zur Zeit gängigen WLAN-Zugriffsmethoden bietet hundertprozentigen Schutz, daher ist die Verschlüsselung auf einer höheren Ebene z. B. in Form eines VPNs angeraten. <!-- http://www.heise.de/security/meldung/Sicherheitsluecke-in-WPA2-entdeckt-1044869.html -->
=== PAN – Personal Area Network ===
Personal Area Network bezeichnet ein Netzwerk, welches von Kleingeräten wie etwa Handys oder PDAs aufgebaut und abgebaut werden kann. Die Verbindung wird kabelgebunden über USB u. ä. aufgebaut. In der Regel ist die Reichweite sehr kurz, wodurch Personal Area Networks die kleinste Art von Netzwerk bilden.
=== WPAN – Wireless Personal Area Network ===
WPAN ist die kabellose Art des PAN. Die Verbindung wird hier durch Bluetooth oder Infrarot aufgebaut.
=== BAN – Body Area Network ===
Unter einem Ban versteht man ein Netzwerk von Sensoren und Aktoren am oder innerhalb des menschlichen Körpers.
=== MAN – Metropolitan Area Network ===
Bei der EDV-Abkürzung MAN handelt es sich um ein Hochgeschwindigkeitsnetz, dessen äußere Knoten bis zu 50 Kilometer auseinander liegen dürfen um als MAN bezeichnet zu werden. Die Übertragungsgeschwindigkeit solcher Stadtbereichsnetze oder kurz MAN liegt bei ca. 200 MBit/s. Dieses Netzwerk eignet sich neben der Übertragung von Datenbeständen ebenso für die Übertragung von Videokonferenzen. Die MAN-Netzwerke sind durch die Standards IEEE 802.6 ANSI X3T9.5 genormt. Als Basis für ein MAN dient die [[Bild:Wikipedia-logo.png |20px]] [[wikipedia:de:DQDB|DQDB]]-Technologie.
=== WAN – Wide Area Network ===
Bei der Abkürzung WAN handelt es sich um ein Netzwerk, in dem Computer und Peripheriegeräte über große Entfernungen verbunden sind. Typischerweise sind dabei verschiedene lokale Netzwerke, die sich an unterschiedlichen Orten oder sogar in unterschiedlichen Ländern befinden, über Telefonleitungen verbunden. Als Schnittstelle zwischen verschiedenen lokalen Netzwerken dienen Hardware-Komponenten wie Bridges, Router und Gateways, wobei Gateways Netze mit unterschiedlicher Netzwerkarchitektur miteinander verbinden. Die bekanntesten WAN sind UUCP, SMDS und das WWW. WANs mit besonders hoher Übertragungsgeschwindigkeit werden auch als Information Highways oder Datenautobahnen bezeichnet.
=== GAN – Global Area Network ===
Bei der EDV-Abkürzung GAN handelt es sich um ein weltweites System von miteinander verbundenen Computern. In der Regel ein Netzwerk, das über Satellitenverbindungen zustandekommt.
== Gründe für Netzwerke ==
Die Vorteile eines Netzwerkes sind zum Beispiel, dass es möglich ist, gemeinsam auf Ressourcen und Daten zuzugreifen, außerdem die Kommunikation untereinander und auch die zentrale Administration.
Nachteile sind zum Beispiel dass sich Würmer usw. übers Netzwerk verbreiten können. Und wenn zum Beispiel der zentrale Anmeldeserver ausfallen sollte dann ist es im ganzen Netzwerk nicht mehr möglich sich anzumelden. Das gleiche gilt für einen Printserver, wenn dieser ausfällt, ist es nicht mehr möglich über den dazugehörigen Drucker zu drucken.
== [[Netzwerktechnik: Topologien|Topologien]] ==
{{w|Netztopologie}}
== [[Netzwerktechnik: Übertragungsmedien|Übertragungsmedien]] ==
* Kupferkabel (Koaxialkabel, Twisted Pair und andere z. B. {{w|Patchkabel}})
* Glasfaserkabel
* Funkwellen (kabellos, engl. wireless)
== [[Netzwerktechnik: Kabel|Kabel]] ==
'''Kupfer'''
* 2-adrig ungeschirmt
* Stromleitungen ungeschirmt
* Koaxial
* paarweise verdrillte Kabel (TP = twisted pair)
** UTP (Unshielded Twisted Pair)
** STP (Shielded Twisted Pair)
** S/STP (Screened Shielded Twisted Pair)
** S/UTP (Screened Unshielded Twisted Pair)
** Kategorien (Leistungsfähigkeit Komponenten)
** Linkklassen (Leistungsfähigkeit Netzwerk)
''' Glasfaser'''
*Glasfaser - gezogene Fäden aus gebranntem Quarzsand (Glas) oder POF - polymere optische Fasern (Kunststoff), werden meist unter dem Begriff Lichtwellenleiter (LWL) bzw. Lichtleitkabel (LLK) zusammengefasst und auch synonym verwendet. I.d.R. sind Glasfasern performanter als die auch häufig verwendeten POF.
*ein oder mehradrige (gemeinsam oder separat gemantelte) Kabeltypen möglich (z. B. bei Backbone- oder Überseeverbindungen)
*Single-Mode oder Multi-Mode Fasern, MM-Fasern bestehen aus mehreren parallel geführten Fasern in einem Mantel
*Licht kann zusätzlich in mehreren verschiedenen Wellenlängen über ein und dieselbe Faser übertragen werden, Kombination/Separation dann über Prismen an den Knoten
* Vorteile
** Sehr große Übertragungsraten möglich
** Sehr große Pakete in kurzer Zeit übermitteln
** Fast ohne Einschränkungen der Reichweite gegenüber Kupferleitungen (Kupfer max. ca. 100 m)
**Performance-Upgrades möglich durch bessere Transmitter/Receiver bzw. Transceiver z. B. 10 Gbit auf 40 Gbit, sofern es die verlegten LWL qualitativ unterstützen
* Nachteile
** Diffizilere Verlegung; Glasfaser darf nicht im 90° Winkel (Reflexion!) verlegt werden, was bspw. bei einem UTP Kabel möglich wäre, es müssen Bögen mit bestimmten Biegeradien eingehalten werden; Kabel müssen eine gewisse Mindestlänge aufweisen, damit die Lichtstärke die Komponenten nicht beschädigt.
** Kostenintensiver gegenüber konventioneller Kupferinstallation
** direkte Verbindung bzw. Verlängerung einzelner Fasern (Spleißen) sehr aufwendig bzw. fehleranfällig und nur mit speziellen Gerätschaften möglich, daher meist der Umweg über Spleißboxen, welche den Patchfeldern in der TP-Ethernet Verkabelung entsprechen und die Verbindung einzelner Fasern mit Buchsen, Steckern und einer weiteren Faser ermöglicht- was natürlich mit Signalverlusten verbunden ist und somit nach Möglichkeit vor allem im professionellen Bereich mit langen Wegstrecken vermieden werden sollte.
* Da Glasfaser sehr teuer ist und das Verlegen mehr Vorsicht bedarf wird es hauptsächlich für weite Strecken und in Bereichen mit viel Datenverkehr (Primärbereich) verwendet.
== Signalübertragung im Basisband ==
Basisband ist ein Begriff aus der Nachrichtenübertragungstechnik. Bei einer Basisbandübertragung wird der gesamte verfügbare Frequenzbereich für ein einziges Nutzsignal verwendet, bei analoger Telefonie ist das der Bereich von 300 bis 3400 Hz. Eine Mehrfachnutzung des Übertragungskanals findet nicht statt, obwohl sie möglich wäre.
== Bandbreite ==
Bandbreite bezeichnet den Abstand zweier Frequenzen, die einen bestimmten, kontinuierlich zusammenhängenden Frequenzbereich, ein Frequenzband bilden. Bandbreite B = f2 - f1. Das geometrische Mittel zwischen diesen Frequenzen (f1 für die untere Grenzfrequenz und f2 für die obere Grenzfrequenz) ist die Mittenfrequenz f0 die als geometrisches Mittel berechnet werden sollte.
Breitbandanwendungen sind zum Beispiel die DSL Technik und Kabelfernsehen.
Als visuelles Beispiel wird gerne eine Autobahn genommen. Die einzelnen Spuren stehen für die Bandbreite, während die Autos den Datenverkehr darstellen. Je mehr Spuren die Autobahn hat, desto mehr Autos können gleichzeitig fahren.
Daraus lässt sich eine einfache Faustregel ableiten:
Je größer die Bandbreite ist, desto mehr Daten können gleichzeitig fließen, was sich wiederum positiv auf die Übertragungsrate auswirkt.
Die Bandbreite wird meistens mit den Einheiten kbit/s (Kilobit/Sekunde) oder Mbit/s (Megabit/Sekunde) angegeben.
1 Mbit/s = 1000 kbit/s
== Strukturierte Verkabelung ==
Die Strukturierte Verkabelung stellt einen einheitlichen Aufbauplan für Verkabelungen für unterschiedliche Dienste (Sprache oder Daten) dar. Eine Strukturierte Verkabelung ist Teil der technischen Infrastruktur einer Liegenschaft und wird in die Bereiche Primär-, Sekundär- und Tertiärbereich eingeteilt.
[[Bild:Strukturierte_verkabelung.png]]
=== Primärbereich (Standort) ===
Der Primärbereich ist die Verkabelung der Gebäude eines Standortes untereinander und wird auch als Campusverkabelung bezeichnet. Der Primärbereich umfasst die Gebäudeverteiler und die Kabel zwischen den Gebäudeverteilern (Primärkabel) eines LAN. Im Primärbereich sind große Entfernungen, hohe Datenübertragungsraten sowie eine geringe Anzahl von Anschlusspunkten bestimmend. Hier ist die Glasfaser als Übertragungsmedium wegen ihrer geringen Dämpfung, großen Bandbreite (und damit Einsparung vieladriger Kupferkabel) und der elektromagnetischen Unempfindlichkeit besonders geeignet. Wenn man ein Kupferkabel verwendet, kann es zu einer Gefahr bei Gewitter werden. Dadurch sind die Gebäude nicht mehr galvanisch getrennt und im Falle eines Blitzeinschlages wird das Potential angehoben und es fließt ein sehr hoher Strom über das Kabel! Verwendete Kabelarten: Glasfaserkabel.
=== Sekundärbereich (Gebäude) ===
Der Sekundärbereich ist die vertikale Stockwerkverkabelung; die Verkabelung der Stockwerke eines Gebäudes untereinander und wird auch als Steigbereichverkabelung bezeichnet. Der Sekundärbereich umfasst die Stockwerkverteiler oder Etagenverteiler (Switches) und die Kabel die vom Gebäudeverteiler (Serverraum) zu den einzelnen Stockwerkverteilern (Sekundärkabel) führen. Verwendete Kabelarten (nach DIN): Twisted-Pair-Kabel, Glasfaserkabel.
=== Tertiärbereich (Etage) ===
Der Tertiärbereich ist die horizontale Stockwerkverkabelung; die Verkabelung innerhalb der Stockwerke eines Gebäudes und wird auch als Etagenverkabelung bezeichnet. Der Tertiärbereich umfasst die Kabel vom Stockwerkverteiler zu den Anschlussdosen (Tertiärkabel). Verwendete Kabelarten: Hauptsächlich Twisted-Pair-Kabel, bei Fibre to the Desk auch Glasfaserkabel.
= Messtechnik =
== Dämpfung ==
Als Dämpfung bezeichnet man die Verringerung des Ausschlages einer Schwingung. Durch Energieverlust (Abgabe von Energie an die Umgebung, viskose Reibung, etc.) verebbt die Schwingung eines Systems, wenn ihr keine neue Energie zugeführt wird.
== Nahnebensprechen (NEXT) und Fernnebensprechen (FEXT) ==
'''Nebensprechen''' oder ''Übersprechen'' (englische Bezeichnung ''Crosstalk'', abgekürzt ''XT'') ist ein Begriff aus der Telefonie und bezeichnet ursprünglich den Effekt, dass man manchmal am Telefon ein anderes Gespräch leise mithören kann - daher der Name. Zugrunde liegt ein einfacher physikalischer Vorgang: ein Adernpaar stellt einen elektrischen Schwingkreis dar und kann daher sowohl als Sender als auch als Empfänger von elektrischen Feldern dienen. Wird nun ein elektrisches Signal, wie beispielsweise das Sprachsignal, über ein Adernpaar übertragen, das gemeinsam mit mehreren anderen Adernpaaren in einem Kabel geführt ist, so wird dieses Signal durch Induktion auf andere Adernpaare übertragen. Das derart eingestreute Signal interferiert dann mit den Signalen, die auf den anderen Adernpaaren übertragen werden.
Bei Vollduplex-Datenübertragung unterscheidet man zwei Arten von Interferenz: Nahnebensprechen (near end crosstalk, NEXT) und Fernnebensprechen (far end crosstalk, FEXT). Das erste, NEXT, bezeichnet den Effekt auf ein anderes Signal, das in derselben Richtung übertragen wird wie das Originalsignal. Die stärkste Einstreuung findet dabei an dem Leitungsende statt, das direkt beim Sender des Originalsignals liegt, also am nahen Ende. Die zweite Art, FEXT, wird auf ein Signal eingestreut, das in der Gegenrichtung zum Originalsignal übertragen wird. FEXT ist wesentlich schwächer als NEXT, da es am fernen Ende eingestreut wird.
== Basic Link ==
Misst die Leitung, die Dosen und die Patchleitung zum Messgerät. Weil bei dieser Meßmethode die Länge der Meßleitungen in die kumulierte Längenangabe aller Messungen mit eingeht (z. B. bei jeder Messung 4 m Meßleitung) und daher durchaus schon mal Längen von einem km (nicht wirklich vorhandener Leitungen) zusammenkommen können, wird diese Methode nicht mehr verwendet.
[[Bild:Basic_link.jpg]]
== Permanent Link ==
Bezeichnet die Messstrecke zwischen den Dosen und der dazwischen liegenden Leitung. Also nur die fest verlegten und unveränderlichen Komponenten. Der Definitionsbereich endet an der Dose und lässt die Anschlussleitungen unberücksichtigt.
[[Bild:Permanent_link.JPG]]
Die roten Linien markieren das Ende der Messstrecke.
== Channel Link ==
Ist die Messstrecke zwischen Dose, Leitung und Patchpanel. Außerdem beinhaltet die Messung noch die Patchleitungen von der Dose zum Messgerät.
[[Bild:Channel_link.JPG]]
Die roten Linien markieren das Ende der Messstrecke.
= Normen =
== ISO ==
International Organization for Standardization (ISO) ist die internationale Vereinigung der Standardisierungsgremien von 148 Ländern; die ISO erarbeitet internationale Normen (engl.: Standards) in allen technischen Bereichen (außer in Elektrik und Elektronik, für die die IEC zuständig ist), darunter technische (z. B. MP3 oder Telefonkarten), klassifikatorische (z. B. Ländercodes wie .de, .nl, .jp.) und Verfahrensstandards (z. B. Qualitätsmanagement nach ISO 9000). Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) ist seit 1951 Mitglied der ISO. Die USA sind durch ANSI bei ISO vertreten.
== IEEE ==
Das IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers, meist als ai tripel ih gesprochen) ist ein weltweiter Berufsverband von Ingenieuren aus den Bereichen Elektrotechnik und Informatik. Es ist Veranstalter von Fachtagungen, Herausgeber diverser Fachzeitschriften und bildet Gremien für die Standardisierung von Technologien, Hardware und Software. Wissenschaftlichen Beiträgen in Zeitschriften oder zu Konferenzen des IEEE wird im Allgemeinen eine besonders hohe fachliche Güte unterstellt.
Das IEEE ist mit mehr als 360.000 Mitgliedern in 175 Ländern (2005) der größte technische Berufsverband der Welt. Es zergliedert sich in zahlreiche sog. Societies die sich mit speziellen Gebieten der Elektro- und Informationstechnik auseinandersetzen und in ihrer Vielfalt das gesamte Spektrum der Elektro- und Informationstechnik abdecken.
Das IEEE entstand am 1. Januar 1963 aus dem Zusammenschluss der beiden amerikanischen Ingenieursverbände American Institute of Electrical Engineers (AIEE) und Institute of Radio Engineers (IRE). Sein Logo zeigt stilisiert die Rechte-Hand-Regel des Elektromagnetismus innerhalb einer auf die Ecke gestellten Raute. Diese Raute symbolisiert den Drachen, mit dem Benjamin Franklin gezeigt hat, dass Blitze eine Form elektrischer Energie sind. Die Rechte-Hand-Regel wurde vom IRE übernommen, während der Drachen (die Raute) vom AIEE mitgebracht wurde.
=== Wichtige IEEE-Standards ===
==== IEEE 802 (LAN/MAN) ====
Das IEEE 802 ist ein Projekt des IEEE , welches sich seit Ende der 70er Jahre mit Standards im Bereich der lokalen Netze (LAN) beschäftigt. Das Projekt legt Netzwerkstandards auf den Schichten 1 und 2 des OSI-Schichtenmodells fest. Dabei wird die Sicherungsschicht in die Bereiche LLC (Logical Link Controll) und MAC (Media Access Control) unterteilt. Die Arbeitsgruppen des IEEE 802 geben aber auch Hinweise für eine sinnvolle Einbettung der Systeme in einen Gesamtzusammenhang (Netzwerkmanagement, Internetworking, ISO-Interaction).
Innerhalb des 802-Projektes sind verschiedene Arbeitsgruppen gebildet worden, die sich nach Bedarf auch mit neuen Aspekten beschäftigen.
{| border="1"
|-----
! Standard
! Thema der Gruppe
|-----
| 802.1 || Internetworking
|-----
| [[w:IEEE 802|802.2]] || Logical Link Control (LLC)
|-----
| 802.3 || CSMA/CD - Systeme, Ethernet
|-----
| 802.4 || Token Bus Zugriffsverfahren
|-----
| 802.5 || Token Ring Zugriffsverfahren
|-----
| 802.6 || Metropolitan Area Network (MAN)
|-----
| 802.7 || Breitbandübertragungstechnologie
|-----
| 802.8
| Glasfaserübertragungstechnologie
|-----
| 802.9
| Integrierte Sprach- und Datendienste
|-----
| 802.10 || Netzwerksicherheit
|-----
| [[w:IEEE_802.11|802.11]] || Drahtlose Netze
|-----
| 802.12
| Demand Priority Verfahren / 100-Mbit/s Ethernet
|-----
| 802.14 || Breitband Cable TV (CATV)
|-----
| 802.15
| Wireless Personal Area Network (WPAN)
|-----
| 802.16 || Broadband Wireless Access (BWA)
|-----
| 802.17 || Resilient Packet Ring (RPR)
|-----
| 802.18
| Radio Regulatory Technical Advisory Group (RRTAG)
|-----
| 802.19 || Coexistence TAG
|-----
| 802.20 || Drahtlose Breitbandnetze
|}
== ITU ==
Die International Telecommunication Union (ITU, frz: Union internationale des télécommunications, UIT) mit Sitz in Genf ist die einzige Organisation, die sich offiziell und weltweit mit technischen Aspekten der Telekommunikation beschäftigt. Sie geht zurück auf den 1865 gegründeten Internationalen Telegraphenverein und ist damit die älteste internationale Organisation. Heute ist sie eine Teilorganisation der UNO mit derzeit 190 Mitgliedsländern. Ihre Ziele sind Abstimmung und Förderung der internationalen Zusammenarbeit im Nachrichtenwesen. In ihrem Rahmen arbeiten Staatsregierungen, Unternehmen des privaten Sektors, sowie weitere regionale und nationale Organisationen zusammen. Grundlage der ITU ist der Internationale Fernmeldevertrag, der Aufgaben, Rechte und Pflichten der ITU-Organe festlegt.
Die Arbeitssprachen der ITU sind englisch, französisch und spanisch, und entsprechend hat diese internationale Sonderorganisation der Vereinten Nationen auch drei verschiedenen Namen, unter denen sie Dokumente veröffentlicht.
Die übergeordneten Gremien der ITU, die Plenipotentiary Conference und die World Conference bearbeiten allgemeine Prinzipien und generelle Konventionen. Die Studiengruppen der ITU hingegen leisten die eigentliche Arbeit: Sie bearbeiten technische Fragestellungen, die sie in regelmäßigen Sitzungen diskutieren. Die Ergebnisse werden als Empfehlungen (Recommendations) veröffentlicht und haben allerdings den Charakter von Normen.
== CCITT ==
Das CCITT - Comité Consultatif International Téléphonique et Télégraphique ist die frühere Bezeichnung eines der technischen Komitees der ITU, des jetzigen ITU Telecommunication Standardization Sector (ITU-T), d. h. der Abteilung der ITU, die technische Normen, Standards, und Empfehlungen für alle Gebiete der Telekommunikation erarbeitet. ITU-T besteht seit dem 1. März 1993, die Ursprünge des CCITT gehen zurück auf das Jahr 1865.
= [[Netzwerktechnik: Protokolle|Protokolle]] =
Netzwerkprotokolle können grundsätzlich in Kommunikationsprotokoll (KP), Zugriffsprotokolle (ZP), Anmeldeprotokolle (AP), Hilfsprotokolle (HP) und Verschlüsselungsprotokolle (VP) unterteilt werden.
1. ARP
ARP = Adress Resolution Protokoll. Das ARP arbeitet ähnlich wie DNS.
Der Unterschied liegt darin, dass ARP IP – Adressen in MAC Adressen
umwandelt und auch umgekehrt.
Dazu benutzt das Protokoll eine dynamische Adressermittlungstabelle,
die auch ARP – Cache genannt wird.
ARP ist also ein Hilfsprotokoll.
2. ATM und ATMARP
ATM = Asynchronous Transfer Mode. Das ATM ist ein KP. Dabei handelt es
sich um ein verbindungsloses Protokoll, da KEINE Verbindung zwischen
einem Sender und Empfänger bestehen muss.
ATM benutzt andere Adressen als die üblichen IP Adressen.
ATMARP = Asynchronous Transfer Mode - Adress Resolution Protokoll.
Das ATMARP arbeitet ähnlich wie das ARP mit dem Unterschied, dass die
dynamische Adressermittlungstabelle hier ATM – Adressen in IP Adressen
umwandelt und umgekehrt.
3. APIPA
APIPA = Automatic Private IP Adressierung.
Wenn Ihr Rechner ein DHCP – Client ist und der DHCP Server NICHT verfügbar ist,
wird bei einigen Betriebssystemen Ihrem Rechner mit APIPA automatisch eine
IP – Adresse aus dem Bereich 169.254.nnn.nnn (Klasse B Netz) zugewiesen.
Damit wird verhindert, dass ein Client OHNE IP – Adresse im Netz vorhanden ist.
Allerdings hat dieses Verfahren den Nachteil, dass Ihr Rechner KEINE Teilnehmer
in ihrem Netz mehr findet. Wenn diese anderen Workstations aber auch KEINEN DHCP
Server finden, werden auch diese Workstations eine APIPA Adresse besitzen und
sind damit wieder erreichbar. Allerdings werden APIPA-Adressen nicht geroutet.
Sollte auf Grund eines Netzwerkfehlers (z. B. fehlendes Netzwerkkabel) der DHCP
Server nicht gefunden werden, dann sind die anderen Netzwerkteilnehmer nicht mehr
verfügbar.
4. BGP
BGP = Border Gateway Protocol. Das BGP ist ein Hilfsprotokoll.
Es wird zum Routing zwischen autonomen Systemen verwandt. Es benutzt zum Senden
seiner Nachrichten, (Liste der autonomen Systeme) von Router zu Router, das TCP
Protokoll.
5. BOOTP
BOOTP = BOOT Protocol. Dieses Protokoll ist ein Kommunikationsprotokoll. Es
dient im Rahmen von PXE (Preboot eXecution Environment) dazu die Anfragen
des Clients (zu diesem Zeitpunkt noch ohne IP Adresse) an den Server zu stellen.
Mit BOOTP werden einfache Netzwerkeinstellungen wie IP-Adresse, Subnetzmaske und
Gateway übertragen, für komplexere Konfigurationen wird DHCP verwendet.
6. CHAP
CHAP = Challenge Handshake Authentification Protocol. CHAP ist ein Anmeldeprotokoll.
CHAP ist ein Protokoll, das innerhalb von PPP zur Authentifizierung verwendet wird.
Um die bei PAP auftretenden Sicherheitsrisiken zu verringern wurde CHAP entwickelt.
Dieses Verfahren wird als 3-Wege-Handshake bezeichnet.
Die Authentifizierung wird bei CHAP vom Host gesteuert. Hat sich der Client eingewählt
wird er vom Host zur Authentifizierung aufgefordert. Der Host schickt an den Client
einen zufälligen Wert (Challenge).
Aus der Zufallszahl, Benutzername und Passwort wird ein MD5-Hashwert gebildet. Er
wird an den Host übertragen (Response).
Der Host bildet ebenfalls aus der Zufallszahl und dem vorliegenden Benutzernamen
und Passwort einen Hashwert. Stimmen die gesendeten Benutzerdaten mit denen des
Hosts überein, wird die Authentifizierung akzeptiert (Accept).
Wenn nicht, wird sie abgelehnt (Reject).
Wurde die Authentifizierung akzeptiert, werden während der Verbindung die Benutzerdaten
periodisch geprüft (Re-Authentifizierung).
Wird die Verbindung abgehört bekommt der Lauscher nur den Hashwert, nicht Benutzernamen
und Passwort. Aus dem Hashwert lassen sich die Benutzerdaten nur mit viel Aufwand oder
dem Einsatz vorberechneter sog. Rainbowtables ermitteln.
Die mit CHAP ausgetauschten Benutzerdaten sind zum Beispiel durch eine Man-in-the-Middle-Attacke
gefährdet. Dabei schaltet sich ein Angreifer zwischen Client und Host. Er gaukelt dem Client
eine PAP- und dem Host eine CHAP-Authentifizierung vor. Bei PAP wird das Passwort im Klartext
übertragen.
CHAP ist im Regelfall das Verfahren, das bei der Anmeldung an den Internet-Zugang beim ISP
per Modem oder ISDN-Adapter durchgeführt wird.
7. CSMA/CD
CSMA/CD = Carrier Sense Multiple Access / Collision Detection. CSMA/CD ist ein Zugriffsprotokoll.
CSMA ist die Abkürzung für Carrier Sense Multiple Access und ein Begriff aus dem Bereich der
Telekommunikation und der Computernetzwerke.
Es ist ein dezentrales Verfahren zum Erlangen des Zugriffsrechts (Arbitration) nach dem
Konkurrenzverfahren auf Busleitungen wie z. B. den Feldbus, oder auch auf einen Funkkanal.
Carrier Sense steht für Überwachung des Trägerkanals und bedeutet, dass alle Teilnehmer
den Status der Busleitung beobachten und ihre Nachrichten nur senden, wenn gerade kein
anderer Teilnehmer sendet, der Kanal also frei ist.
CSMA teilt sich wiederum in verschiedene Verfahren zur Behandlung oder Vermeidung einer
Kollision auf dem Bus auf. Kollisionen können eintreten, wenn zwei oder mehr Teilnehmer
gleichzeitig mit dem Senden beginnen.
CSMA/CD erkennt Kollisionen und CSMA/CA versucht, die Konkurrenzsituation durch unter-
schiedliche Sendeverzögerungen zu vermeiden.
8. DHCP
DHCP = Dynamic Host Configuration Protocol. DHCP ist ein KP.
DHCP arbeitet mit einem DHCP Server und DHCP Clients. Der DHCP Server hat
eine feste IP Adresse und verwaltet einen Adresspool, aus dem er Clients auf Anforderung
eine Adresse und Optionen zusendet. Bei den Optionen handelt es sich um weitere Einstellungen
wie z. B. Subnetzmaske, Gateway, Hostname, DNS- oder WINS-Serveradressen.
DHCP ist ein Weiterentwicklung des BOOTP – Protokolls.
9. DNS
DNS = Domain Name Service oder auch Domain Name Space ist ein KP.
DNS ist für die Auflösung von IP – Adressen in Rechnernamen und umgekehrt zuständig. Dafür
braucht das System eine Datei namens "hosts" bzw. die Datei "lmhosts" (Lan Manager hosts,
hauptsächlich bei Windowssystemen mit NetBIOS ohne WINS benötigt). In dieser Datei stehen
die bekannten IP Adressen und deren Namenszuordnung bzw. deren Kurznamen.
Für den Menschen ist einfacher sich Namen zu merken, während der Computer besser mit
eindeutigen Nummern zurechtkommt.
Die Datei HOST kann von Hand editiert oder auch automatisch angepasst werden.
Das kann über die DHCP – Einstellungen eingestellt werden.
Während Computer sich mit Nummern identifizieren, ist es für Menschen einfacherer sich Domainnamen zu merken. DNS bringt diese Adressierungen zusammen. Wenn ich also die Domain de.wikibooks.org in meinen Browser eingebe, möchte dieser lieber die IP-Adresse haben und diese dann anschreiben. Also meldet sich mein Browser bei seinem DNS-Server und fragt die Adresse "de.wikibooks.org." an. Nehmen wir mal an, mein DNS-Server kennt die Adresse nicht und meldet sich nun bei einem Root-Server. Dieser kennt nur die Top- oder First Level Domains und sagt daher: "Ich habe keine Ahnung welche IP-Adresse 'de.wikibooks.org.' hat, aber ich kenne .org, frage doch da nach."
Der DNS-Server geht nun zum zuständigen Server für die Top Level Domain (TLD) .org, welcher aber nur die Sub- oder Second Level Domains kennt und bekommt die Antwort: "Ich weiß nur, wo Du wikibooks.org. findest. Frage doch mal da nach."
Nun fragt der DNS-Server bei wikibooks.org nach und dieser hat die Third Level Domain und nennt die IP-Adresse dem DNS-Server: 91.198.174.192
Diese IP-Adresse gibt der DNS-Server an den Browser zurück. Nun kann der Browser die Seite durch die IP-Adresse anfordern und damit die Seite für mich darstellen.
Der DNS-Server speichert die IP-Adresse für zukünftige Anfragen.
Zudem findet heutzutage eher eine günstigere Methode Anwendung, bei der der DNS-Server nur noch eine Stufe hochgeht und nicht mehr direkt den Root-Server ansteuert.
10. EAP
EAP = Extensible Authentification Protocol. EAP ist ein Anmeldeprotokoll.
EAP ist die Erweiterungdes Point to Point Protocol (PPP, Einwahl über ein Modem ins Netz.
EAP erlaubt es, eine größere Vielfalt an Authentifizierungs-Protokollen zu nutzen und
damit den unbefugten Zugriff weiter zu erschweren.
11. FTP
FTP = File Transfer Protocol
FTP ist ein Dateiübertragungsprotokoll und benutzt TCP zur Datenübertragung.
Es benutzt die Ports 20 (zur Kommando-, Kontroll- und Datenübertragung sowie
Port 21 zur Steuerung (Initiierung und Aufrechterhaltung) der jeweiligen Sitzung.
Mit FTP können Daten als Struktur, als Sätze oder als Seiten übertragen werden.
Die Übertragung von Strukturdaten erfolgt immer dann, wenn die Dateien keine
innere Struktur (keine Datensätze) enthält und somit als eine sequentielle Folge
von Bytes angesehen wird.
Die Übertragung von Sätzen erfolgt immer dann, wenn die Datei aus Datensätzen
besteht.
Die Übertragung von Seiten bezieht sich auf Seiten, die im Cache zwischengespeichert
sind (zum Beispiel Inhalte von Webseiten).
Da der Cache die Daten in sogenannten Seiten (Pages) speichert, handelt es sich
um die Übertragung von Seiten.
Zusätzlich unterscheidet man noch verschiedene Übertragungsmodi.
Im Modus STROM werden die Daten als ein Strom von Daten (Bytestrom) übertragen.
Im Modus BLOCK wird die Datei in Datenblöcke zerlegt (z. B. 1 Block = 4K, 1 Block
= 8K etc.) und diese als eine Serie von Datenblöcken übertragen.
Im Modus KOMPRIMIERT werden die Daten komprimiert übertragen. Dabei werden redundante
Informationen (z. B. 71 Leerzeichen werden als 71 Spaces codiert und damit wird eine
ganze Menge Speicher gespart) auf das erforderliche Mindestmaß reduziert.
FTP unterstützt nur eine begrenzte Anzahl von Befehlen.
Außerdem ist FTP relativ unsicher, da die Daten unverschlüsselt übertragen werden.
12. HTTP und HTTPS
HTTP = HyperText Transport Protocol || Secure HyperText Transport Protocol
HTTP ist das standardmäßige Protokoll, dass von den Webservern eingesetzt wird. Für
sensible Bereiche (LOGINs, geschlossene Benutzergruppen, Homebanking etc.) wird HTTPS
(das verschlüselte HTTP Protokoll) verwandt.
HTTP wertet in diesem Zusammenhang und unter Verwendung von DNS die übergebenen Adressen
(URI, URL, URN) aus.
URI = Unified Resource Identifier
URL = Unified Resource Locator
URN = Unified Resource Names
HTTP funktioniert folgendermaßen :
Der Client schickt eine Internetadresse an seinen zuständigen Server.
Nun wertet dieser per DNS - Server die Adresse aus.
Kennt er die Adresse, so gibt er die entsprechende Anfrage an den zuständigen Server
weiter. Dieser schickt die zugehörige Webseite an den anfragenden Server und dieser
schickt sie weiter an den Client.
Kennt er die Adresse nicht, so gibt er sie an seinen übergeordneten Server weiter.
Dieser wertet nun seinerseits die Adresse aus.
URL = www.test.beispiel.
Der aktuelle Server ist der letzte Punkt.
Wenn dieser die Adresse nicht kennt, dann wird die Adresse an den Server
Beispiel weitergegeben, der seinerseits die Anfrage prüft.
Dies bedeutet, dass WWW der Top Level (Hauptserver des Internets) ist.
Der nächste Server Test ist bereits der Top Level Domain untergeordnet.
Weitere Details würden dieses Dokument sprengen.
13. ICMP
ICMP = Internet Control Message Protocol
ICMP selbst ist ein Hilfsprotokoll.
Sie haben sicherlich schon das ICMP Protokoll unbemerkt benutzt.
In dem Moment, wo sie zur Netzwerkdiagnose PING benutzen, benutzen Sie
automatisch auch ICMP.
Die Meldung von PING z. B. „Destination Host unreachable“ ist eine ICMP
Meldung. ICMP wird also in der Regel zur Diagnose von Netzwerkproblemen genutzt.
14. IMAP
IMAP = Internet Mail Access Protocol
IMAP ist ein häufig zur Übertragung von Mails genutztes Internetprotokoll.
15. IPX/SPX
IPX = Internetwork Packet Exchange
SPX = Sequenced Packet Exchange
IPX/SPX ist eine Protokollfamilie, die Novell für NetWare entwickelt
hat. Sie geht auf Xerox XNS zurück: IPX entspricht dem dortigen IDP,
SPX dem SPP.
IPX arbeitet auf der Vermittlungsschicht und ist verbindungslos. Es
überträgt Datagramme ohne Empfangsbestätigung, vergleichbar mit IP
und UDP.
SPX setzt auf IPX auf und arbeitet auf der Transportschicht. Es
stellt eine gesicherte, verbindungsorientierte Übertragung her und
übernimmt Flusskontrolle sowie die Bestätigung empfangener Pakete.
Eine IPX-Adresse besteht aus einer 4 Byte langen Netznummer, einer
6 Byte langen Knotennummer und einer 2 Byte langen Socketnummer. Als
Knotennummer wird die MAC-Adresse der Netzwerkkarte verwendet, so
dass eine manuelle Adressvergabe am Arbeitsplatz entfällt. Das war
einer der Gründe für die frühere Verbreitung in kleineren Netzen.
Da IPX/SPX ohne Konfigurationsaufwand nutzbar war, wurde es auch von
vielen Spielen unter DOS und Windows 95 für den LAN-Modus verwendet.
Ab NetWare 5 (1998) setzte Novell auf natives TCP/IP. Aktuelle
Betriebssysteme unterstützen IPX/SPX nicht mehr; Windows hat die
Unterstützung mit Vista entfernt.
16. L2TP
L2TP = Layer 2 Tunneling Protocol ist ein Hilfsprotokoll.
L2TP richtet auf einer bestehenden Verbindung einen Tunnel auf. Es schirmt
bestimmte Verbindungsarten (IP-, Frame-Relay- bzw. ATM – Netz) mit einem
Tunnel ab.
Damit ermöglicht L2TP die Authentisierung von Remote Benutzern beim Aufbau
von VPN (Virtual Private Networks) mit RAS (Remote Access Service).
17. LDAP
LDAP = Leightweight Directory Access Protocol ist ein Zugriffsprotokoll.
LDAP ist ein Protokoll mit dem Anfragen an einen Verzeichnisdienst gestellt werden können.
Windows benutzt LDAP um Anfragen ans Active Directory zu stellen.
Unter Linux ist OpenLDAP verbreitet.
18. NAS
NAS = Network Access Service bzw. Network Access Server
NAS ist ein Authentifizierungs- und Authentisierungsprotokoll.
Um eine RAS (Remote Access Service) – Lösung zu implementieren, muss ein NAS
installiert sein.
Dieser Service übernimmt die Autorisierungs- und Authentifizierungsprüfungen.
Zusätzlich kann ein Logbuch erstellt werden, in dem die Accountinginformationen
zu jedem Benutzer gespeichert werden.
19. NetBEUI
NetBEUI = NetBIOS Extended User Interface
NetBEUI ist ein eigenes Microsoft Protokoll, das in Windows basierten Betriebs-
systemen eingesetzt wurde.
Dieses Protokoll wurde hauptsächlich bei WINDOWS 3.x eingesetzt und ist auf LANs
beschränkt, da es kein Routing unterstützt.
Dieses Protokoll wird von den modernen Betriebssystemen lediglich aus Kompatibilitäts-
gründen noch unterstützt.
20. NetBIOS
NetBIOS = Network Basic Input Output System
Das NetBIOS wird hauptsächlich in LANs eingesetzt, die ältere Betriebssysteme (DOS,
WIN 3.x etc.) benutzen.
Auch dieses Protokoll ist bereits veraltet und wird von modernen Betriebssystemen
ebenfalls nur aus Kompatibilitätsgründen unterstützt.
21. NDIS
NDIS = Network Driver Interface Specification
Microsoft Betriebssysteme (ab WINDOWS 2000) benutzen folgende Netzwerkarchitektur :
Clients (Redirector)
APIs
Server
TDI
TCP/IP
NetBEUI
NWLink (IPX)
AppleTalk
NDIS - Schicht
Netzwerkkartentreiber
NDIS ist eine Schichtgrenzenschnittstelle. Unterhalb dieser Grenze liegen die
Netzwerkkartentreiber.
22. OSPF und OSPFng
OSPF = Open Shortest Path First bzw. Open Shortest Path First new generation
OSPF (für IPv4) und OSPFng (für IPv6) sind zustandsorientierte Routing Proto-
kolle. Beim OSPF wird der Zustand von Verbindungen (Links) berücksichtigt.
Es ist also eine Link-State Routing Protokoll.
Die Routing Information wird beim OSPF direkt in die IP Pakete eingebettet ohne
ein Transportprotokoll zu benutzen.
Beim OSPF muss jeder Router für sich selbst eine Routingtabelle erstellen.
Er muss zusätzlich die Routing Informationen jedes anderen Routers in seiner
Routing Interface Datenbank speichern.
23. PAP
PAP = Password Authentification Protocol
PAP ist ein Hilfsprotokoll, das von PPP zur Authentisierung benutzt wird.
PAP wird als Prefix VOR einer PPP Dateneinheit eingefügt. Dabei werden
zusätzlich zu den eigentlichen Nutzdaten folgende Informationen (Code, Identifier,
Length) übertragen.
In CODE steht entweder
1 = Authentification Request REQ
2 = Authentification Acknowledgement ACK
3 = Authenttification Not Acknowledgement NAK
Die Authentifizierung nach PAP erfolgt mit Hilfe der Angaben :
Benutzer ID (Identification) und Password (Kennwort).
Der Nachteil von PAP liegt darin, dass User-ID und Passwort im Klartext
übermittelt werden.
24. PLP
PLP = Packet Layer Protocol
In der Paketvermittlung nach X.25 wird in der Vermittlungsschicht das PLP benutzt.
Es wird auch als X.25PLP bezeichnet.
Es ist für den Verbindungsaufbau und -abbau sowie für die Übertragung einer Verbindung
verantwortlich.
Es können gleichzeitig mehrere virtuelle Verbindungen über eine physikalische Leitung
abgewickelt werden.
25. POP
POP = Post Office Protocol
Das POP – Protokoll (POP3 Protokoll) dient dazu, Mail – Postfächer abzufragen.
Es arbeitet ähnlich wie IMAP und ist zuständig für den Download der Emails zum
lokalen PC des Postfachinhabers.
26. PPP
PPP = Point to Point Protocol
Das PPP ist ein Kommunikationsprotokoll. Es wird für die Übermittlung von Datenpaketen
von Protokollen der Netzwerkschicht (z. B. IP) über physische und virtuelle Punkt zu
Punkt Verbindungen verwendet.
Das PPP wird vor allem bei RAS eingesetzt.
Zum PPP gehören auch die Hilfsprotokolle PAP und CHAP.
27. PPTP
PPTP = Point to Point Tunneling Protocol
PPTP ist ebenfalls ein Hilfsprotokoll.
Das Tunneling ist ein Konzept, bei dem man beliebige Datenpakete über ein Weitverkehrsnetz
als reines Transitnetz transportiert. Dieses Konzept wird benutzt, um IP Datenpakete über
Netze zu transportieren, in denen man ein anderes Protokoll benutzt.
28. RADIUS
RADIUS = Remote Authentification Dial In User Protocol
Die Daten zwischen RADIUS Server und RADIUS Client werden als RADIUS Pakete übertragen.
RADIUS benutzt dazu das verbindungslose Protokoll UDP.
RADIUS ist der Port 1813 zugeordnet, in älteren Installationen auch 1645.
29. RTP
RTP = Real-time Transport Protocol
Das RTP ist ein Kommunikationsprotokoll.
Es dient der Übertragung von Audio- und Videodaten in Echtzeit in IP Netzen.
Beispiele für die Anwendung von RTP sind Videokonferenzen, Filme, die in Echtzeit
ausgestrahlt werden (z. B. Bilder von der Raumstation).
Das RTP vergibt neben einer laufenden Nummerierung einen Zeitstempel an die Audio-
und Videodatenpakete, um deren richtige Reihenfolge beim Empfänger zu gewährleisten.
30. RTCP
RTCP = Real Time Control Protocol
Das RTCP ist ein Hilfsprotokoll für RTP.
Für die Überwachung der QoS – Parameter (QoS = Quality of Service) sowie die
zusätzliche Steuerung zwischen Sender und Empfänger wird RTCP benutzt.
31. SLIP
SLIP = Serial Line Internet Protocol
Das SLIP ist ein Kommunikationsprotokoll.
Es wird benötigt, um IP Datenpakete über eine serielle Leitung zu übertragen.
Beispiele für SLIP sind Verbindungen über eine analoge oder digitale Telefonleitung
(analoge Telefonie, ISDN, DSL).
32. SMTP
SMTP = Simple Mail Transport Protocol
Das SMTP ist ein Kommunikationsprotokoll, das zum Austausch von Email dient.
Es basiert auf der Grundlage einer verbindungsorientierten Rechner zu Rechner
Kommunikation mittels TCP.
33. TCP
TCP = Transmission Control Protocol
Das TCP ist ein Kommunikationsprotokoll, das einen gesicherten, verbindungsorientierten
Vollduplex Datenstrom zwischen Sender und Empfänger ermöglicht.
TCP ist ein wesentlicher Bestandteil der TCP / IP Protokollfamilie.
34. TCP/IP
TCP/IP = Transmission Control Protocol – Internet Protocol
TCP/IP ist kein einzelnes Protokoll sondern eine gesamte Protokollfamilie.
Zu dieser Familie gehören eine ganze Menge anderer Protokolle.
FTP, NNTP, HTTP, HTTPS, SMTP, TELNET, DHCP, SNMP, NFS, LDAP etc.
Das TCP/IP ist heutzutage das Standardprotokoll für alle Arten von Netzwerken
(WAN, LAN, WLAN, MAN).
35. UDP
UDP = User Datagram Protocol
Das UDP ist ein Kommunikationsprotokoll, das über eine ungesicherte, verbindungslose
Kommunikation zwischen Sender und Empfänger abgewickelt wird.
Durch UDP können Anwendungen selbständige Datenblöcke (Datagramme) senden und empfangen.
UDP ist eine wichtige Grundlage für folgende Protokolle :
TFTP, RPC, NFS, DNS, SNMP, BOOTP, LDAP etc.
36. VoIP
VoIP = Voice over IP
VoIP ist eine Kommunikationform, die recht neu ist und zur Übertragung von Sprache ein
IP Netz (Internet Telefonie, Videokonferenzen) verwendet.
Wird VoIP innerhalb eines Firmen LANs benutzt, spricht man auch von Intranet-Telefonie,
bei VoIP im Internet von Internet-Telefonie.
Für den Einsatz von VoIP, müssen neben der Protokollinstallation noch bestimmte Hardware-
komponenten (Mikrofon, Headset, Lautsprecher, WebCam) installiert sein.
Selbstverständlich muss der PC über ausreichende Kapazitäten an Arbeitsspeicher sowie
über eine ausreichende Geschwindigkeit zur Kodierung und Dekodierung des Datenstroms verfügen.
Außerdem sollte auch die Netzwerkverbindung schnell genug sein um die anfallenden Datenmengen
zu übertragen.
37. WAP
WAP = Wireless Access Protocol
Das WAP ist ein verbindungsloses Kommunikationsprotokoll, das heutzutage bereits von
verschiedenen Endgeräten benutzt wird.
Zum Einen wird WAP von Mobiltelefonen benutzt, um Internetinhalte (im Rahmen von UMTS)
in beschränktem Umfang auf dem Handy darzustellen.
Zum Anderen wird WAP auch von mobilen Computern (Notebooks, PDAs) benutzt, um an so
genannten WLAN Access Points kabellos ins Internet zu gehen.
Zum Dritten wird WAP auch innerhalb von Gebäuden benutzt, um die sonst notwendige
Verkabelung zu vermeiden.
Allen Anwendungsgebieten gemeinsam ist das Problem der Datenübertragung.
Bei jeder Nutzung von WAP sollte darauf geachtet werden, dass die Übertragung immer
verschlüsselt erfolgen soll.
Bei einer unverschlüsselten Datenübertragung ist es für fremde Personen viel zu leicht
in das kabellose Netzwerk einzudringen und so die übertragenden Daten mitzulesen,
auf Kosten des Inhabers des Netzwerks zu surfen bzw. auf dessen PC zuzugreifen, Daten
auszuspionieren oder zu veränderen bzw. zu löschen.
Diese Beschreibung von Netzwerkprotokollen erhebt KEINEN Anspruch auf Vollständigkeit. Es
ist NUR eine kleine Auswahl der tatsächlich verfügbaren Protokolle.
= [[Netzwerktechnik: OSI|OSI-Schichtenmodell]] =
= Komponenten =
[[Bild:Komponenten schichten zuordnung.jpg]]
== Repeater ==
Repeater arbeiten optisch oder elektronisch auf der Schicht 1 des OSI-Schichtenmodells. Sie dienen dazu, mehrere Netzsegmente zu verbinden bzw. um das Signal auf langen Übertragungswegen wieder aufzufrischen.
Im Normalfall beeinflusst ein Repeater die auf der Leitung übertragenden Informationen nicht. Es gibt allerdings Ausnahmen, wie zum Beispiel die Repeater die die DTAG in ihrem Direktrufnetz verwendet um das Signal wieder mit dem Referenztakt zu synchronisieren.
== Hub ==
Ein Hub verbindet mehrere Netzwerkteilnehmer sternförmig miteinander. Er arbeitet auf Schicht 1 des OSI-Schichtenmodells und ist technisch ein Repeater mit mehreren Ports (Multiport-Repeater).
Ein Hub wertet keine Adressen aus. Jedes an einem Port eintreffende Signal wird verstärkt und unverändert an alle anderen Ports ausgegeben. Alle Teilnehmer empfangen dadurch sämtliche Daten und müssen selbst prüfen, ob diese für sie bestimmt sind.
Alle an einem Hub angeschlossenen Geräte teilen sich die Bandbreite und bilden eine gemeinsame Kollisionsdomäne. Senden zwei Teilnehmer gleichzeitig, kommt es zu einer Kollision, die über das Zugriffsverfahren CSMA/CD aufgelöst wird. Ein Betrieb im Vollduplex ist deshalb nicht möglich.
Im Gegensatz dazu wertet ein Switch die Zieladresse aus und leitet Daten gezielt nur an den Port weiter, an dem der Empfänger angeschlossen ist.
Hubs sind heute technisch überholt und werden praktisch nicht mehr hergestellt. Für Gigabit-Ethernet und schneller werden ausschließlich Switches eingesetzt.
== Switch ==
Ein Switch verbindet Endgeräte und Netzsegmente auf Schicht 2 des OSI-Schichtenmodells. Technisch ist er eine Bridge mit vielen Ports.
Der Switch lernt aus jedem empfangenen Frame die Quell-MAC-Adresse und trägt sie zusammen mit dem Eingangsport in seine MAC-Adresstabelle ein (auch Forwarding Database, FDB, oder bei Cisco CAM-Tabelle genannt). Einträge, die längere Zeit nicht mehr bestätigt werden, verfallen wieder, üblich sind 300 Sekunden.
Anhand dieser Tabelle leitet der Switch einen Frame nur an den Port weiter, hinter dem die Zieladresse liegt. Ist die Zieladresse noch unbekannt oder handelt es sich um einen Broadcast oder Multicast, sendet er den Frame an alle Ports außer dem Eingangsport (Flooding).
Jeder Switch-Port bildet eine eigene Kollisionsdomäne, im Vollduplex-Betrieb entstehen keine Kollisionen mehr. Alle Ports eines Switches gehören jedoch zur selben Broadcast-Domäne, sofern keine VLANs eingerichtet sind.
Bei der Weiterleitung unterscheidet man drei Verfahren:
* '''Store-and-Forward''': Der Frame wird vollständig empfangen und anhand der Prüfsumme kontrolliert.
* '''Cut-Through''': Die Weiterleitung beginnt, sobald die Zieladresse gelesen ist.
* '''Fragment-Free''': Die Weiterleitung beginnt nach den ersten 64 Byte, dadurch werden Kollisionsfragmente ausgefiltert.
Switches, die zusätzlich auf Schicht 3 routen können, bezeichnet man als Layer-3-Switch oder Multilayer-Switch.
== Bridge ==
Eine Bridge arbeitet wie ein Switch auch auf der 2. OSI-Schicht.
Ziel der Bridge ist es Kollisionen im Netzwerk zu verhindern. Sie verbindet mehrere Teilnetze miteinander und leitet nur diejenigen Pakete weiter, deren Ziel sich in einem anderen Teilnetz befindet.
== Router ==
Router arbeiten auf Schicht 3 des OSI-Schichtenmodells und sorgen dafür, dass die eintreffenden Daten den richtigen Weg finden. Router ermitteln den Weg mit Hilfe von Routingtabellen.
Dafür werden Routingprotokolle wie z. B. {{W|Border Gateway Protocol|Border Gateway Protocol (BGP)}}, {{W|Open Shortest Path First|Open Shortest Path First (OSPF)}}, {{W|Interior Gateway Routing Protocol|Interior Gateway Routing Protocol (IGRP)}}, EIGRP und {{W|Routing Information Protocol|Routing Information Protocol (RIP)}} verwendet.
Wobei zu beachten ist das EIGRP ein proprietäres Cisco-Protokoll ist und nur von Cisco-Routern unterstüzt wird.
Router verbinden Netzwerke.
Router lassen keine Broadcasts durch.
== Gateway ==
Gateways erlauben unter anderem Netzwerke, die auf vollkommen unterschiedlichen Protokollen basieren, miteinander zu kommunizieren.
Beispiele sind SMS to E-Mail, Fax to E-Mail und E-Mail to Sprache.
= Quellen =
* {{w|Topologie (Netzwerk)}}
* {{w|Strukturierte Verkabelung}}
* {{w|Twisted-Pair-Kabel}}
* {{w|Glasfaserkabel}}
* {{w|IPv4}} / [[w:IPv6|IPv6]]
* [http://www.selflinux.org/selflinux/html/tcpip.html SelfLinux: TCP/IP]
[[Kategorie:Buch]]
p7md3ujnhmbmwoc0zb4yl0c8adxqujx
Computerhardware: RAM
0
49637
1091197
1073316
2026-09-21T16:55:15Z
Netzikon
116920
Fehlerkorrektur: DDR3/DDR4 haben kein internes ECC, ECC-Module und On-Die-ECC bei DDR-5 unterschieden
1091197
wikitext
text/x-wiki
<noinclude><div class="noprint">{{:Computerhardware/ NAV/ RAM}}</div>
<div style="float:right; margin-left:20px; margin-bottom:20px; font-size:0.9em;"> __TOC__ </div></noinclude>
Die RAM-Speicherbausteine lassen sich in zwei Arten unterteilen, die auf ganz unterschiedlichen Technologien beruhen und dementsprechend in allen Kenndaten sehr unterschiedlich sind. Es gibt dynamischen RAM (DRAM) und statischen RAM (SRAM).
== DRAM ==
Der '''Dynamische Speicher (DRAM)''' ist verblüffend einfach aufgebaut. Jede Speicherzelle besteht aus einem Kondensator (das ist ein Kurzzeitspeicher für Elektrizität) und einem Transistor. Um eine „Eins“ zu speichern, wird der Kondensator aufgeladen. Soll eine „Null“ gespeichert werden, bleibt der Kondensator ungeladen. Wenn die CPU wissen will, was gespeichert ist (das nennt man eine Leseanforderung), gibt der Transistor die elektrische Ladung frei. Wenn eine „Eins“ gespeichert ist, fließt für einen kurzen Moment ein Entladestrom. Wenn eine „Null“ gespeichert war, fließt kein Strom. So oder so ist der Kondensator anschließend entladen. Das nennt man „zerstörendes Lesen“. Deshalb muss in einem zweiten Schritt der frühere Speicherinhalt wiederhergestellt werden. Ein solcher „Lesen-und-Wiederherstellen“-Zyklus dauert etwa fünf bis zehn ns (10 Nano-Sekunden), er kann also bis zu 200 Millionen mal pro Sekunde erfolgen. Das Lesen der Daten beansprucht etwa die Hälfte dieser Zeit, die andere Hälfte wird für das Zurückschreiben (Wiederherstellen) gebraucht.
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|[[File:2114 IMG 0806.JPG|thumb|180px|Einzelchip vor 1991]]||[[File:Samsung PC3200U-30331-Z 256MB 20060809.jpg|thumb|180px|PC-3200-Modul mit DDR-400 Speicherschaltkreisen]]||[[File:Corsair CM2X1024-6400C5DHX 20080221.jpg|thumb|220px|RAM mit Kühlkörper]]
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Warum aber wird der Speicher als „dynamisch“ bezeichnet? Halbleitermaterial ist kein perfekter Isolator. Wie der Name sagt, leitet es elektrischen Strom, wenn auch wenig. Deshalb verlieren die Kondensatoren ihre Ladung nicht nur durch das Lesen, sondern auch durch „Leckströme“. Darum muss die Ladung der winzigen Kondensatoren einige tausend Male in der Sekunde aufgefrischt (nachgeladen) werden. Während des Vorgangs der Auffrischung, die englisch als „Refresh” bezeichnet wird, kann die CPU nicht auf die Daten zugreifen.
DRAM ist wegen des simplen Funktionsprinzips günstig zu produzieren, wobei man hohe Packungsdichten erreicht. Deshalb wird DRAM als Arbeitsspeicher im PC eingesetzt.
Bis etwa 1991 wurden DRAM-Einzelchips verwendet. 36 Stück davon mussten in die Fassungen der Hauptplatine eingesteckt werden, um ein Megabyte Arbeitsspeicher zu bestücken. Stellen Sie sich den Aufwand vor, wenn einer davon defekt war und man durch Auswechseln ermitteln muss, welcher der defekte ist! Zum Glück kamen die Konstrukteure auf die Idee, 9 oder 18 dieser Schaltkreise auf eine kleine Platine von etwa 13 x 3 cm aufzulöten. Eine solche Platine nennt man „Speichermodul“, siehe übernächste Seite. Die Hauptplatine mit maximal vier derartigen Modulen statt mit 36 einzelnen Chips zu bestücken, ist eine große Erleichterung.
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=== Bauformen von DRAM ===
{{:Computerhardware: RAM: Geschwindigkeit}}
Dynamischer RAM wird seit Jahrzehnten in den verschiedensten Bauformen gefertigt. Vor dem Jahr 2002 wurden die PCs mit RAM in der Bauform SDRAM bestückt, das ist die Abkürzung für „Synchronous Dynamic Random Access Memory“. Seitdem heißen die verwendeten Bauformen DDR-1, DDR-2, DDR-3 und DDR-4.
==== DDR-1 ====
Die Pentium-CPUs bis zum Pentium III arbeiteten mit sogenannten SDRAM-Speichermodulen zusammen, deren Geschwindigkeit für den Pentium 4 nicht ausreichte. 1999 kamen die ersten „DDR“-Module auf den Markt. DDR steht für '''D'''oppelte '''D'''aten-'''R'''ate und bedeutet, dass zweimal pro Speichertakt Daten übertragen werden. Die erste Generation dieser Speicher (DDR-1) wurde mit 100 MHz getaktet, wegen der Verdopplung wurden daraus 200 MHz. Da bei jedem Speicherzugriff gleichzeitig 8 Byte (64 Bit) übertragen werden, errechnet sich die Datenübertragungsrate als 200 MHz x 8 Byte = 1600 MByte/s. Ein Speichermodul „PC3200“, bestückt mit „DDR-400“ Chips, erreichte maximal 3200 MByte/s bei 200 MHz.
==== DDR-2 ====
Eine erneute Verdopplung: Pro Speichertakt werden viermal Daten übertragen. Dadurch verdoppelt sich die Datenübertragungsrate erneut: Bei 100 MHz Takt werden 3200 MByte/s erreicht, maximal 8500 MByte/s bei 266 MHz sind möglich.
==== DDR-3 ====
Die Datenübertragungsrate verdoppelt sich zum dritten Mal: Pro Takt werden achtmal Daten übertragen. Die Datenübertragungsrate verdoppelt sich zum dritten Mal: Bei 100 MHz Takt werden 6400 MByte/s erreicht, maximal 19200 MByte/s bei 300 MHz sind möglich.
==== DDR-4 ====
Die Datenübertragungsrate wurde nicht verdoppelt, insofern ist DDR-4 keine neue Technologie. Die höhere Geschwindigkeit wird einerseits durch den höheren Speichertakt erreicht, andererseits durch eine höhere interne „Parallelisierung“.
Bei DDR3-Modulen muss alle 64 Millisekunden ein Refresh-Zyklus stattfinden. Die DDR4-Speichermodule steuern die Refreshrate dynamisch: Bei niedriger Temperatur verlieren die Speicherzellen weniger Elektronen und die Refresh-Häufigkeit kann verringert werden. Das spart etwa 20 % Energie und die CPU muss seltener auf das Ende eines Refresh-Zyklus warten. Weitere 15 % Energie spart die auf 1,2 Volt verringerte Betriebsspannung.
Erste Hersteller haben 2014 mit der Serienproduktion von „Stacked-DDR-4-RAM“ begonnen. Beim sogenannten „3D-Stacking“ werden wie bei der 3D-NAND-Technologie von SSDs mehrere Lagen Speicherzellen im Inneren des Chips übereinander gestapelt. Der Standard erlaubt bis zu acht Schichten von RAM-Zellen übereinander zu stapeln. Damit werden RAM-Riegel mit bis zu 512 GB möglich.
==== DDR-5 ====
Im Jahr 2018 soll die Spezifikation fertig sein: Doppelte Geschwindigkeit und Speicherkapazität bis 128 GB pro Modul, weniger Energiebedarf. Es wird ein reichliches Jahr dauern, bis die ersten DDR-5-Module und dazu passende Mainboards auf dem Markt sind.
=== Fehlerkorrektur ===
Normale Speichermodule für Desktop-PCs und Notebooks haben keine Fehlerkorrektur. Dafür gibt es spezielle ECC-Module (Error Correcting Code) mit zusätzlichen Speicherchips für Prüfbits. Sie können Einzelbitfehler korrigieren und Zweibitfehler erkennen. ECC funktioniert nur, wenn Prozessor und Hauptplatine es unterstützen, und wird vor allem in Servern und Workstations eingesetzt.
Seit DDR-5 besitzt jeder Speicherchip zusätzlich eine interne Fehlerkorrektur (On-Die-ECC). Sie schützt die Daten innerhalb des Chips, nicht aber auf dem Weg zum Prozessor, und ersetzt deshalb keine ECC-Module.
Auch der Inhalt von Prozessor-Cache, Flash-Speicher und Festplatten wird durch Fehlerkorrekturverfahren geschützt. Wozu ist das nötig?
Es gibt zufällige Störungen, z. B. durch Spannungsspitzen von der Energieversorgung. Überall auf der Erde gibt es eine natürliche Radioaktivität. Außerdem dringen Reste des Sonnenwindes und von energiereicher kosmischer Strahlung bis zur Erdoberfläche vor und können die Ladung aus einem Bit herausschlagen. Einmal im Monat (sehr grob geschätzt) wird einer Ihrer RAM-Bausteine so getroffen, dass ein Bit seinen Wert verliert. Dazu ein interessantes Fundstück aus den 70er Jahren:
''„Das National Laboratory in Los Alamos (New Mexico, USA) hat sich bei IBM einmal beschwert, dass bei ihren Kollegen in Livermore (Kalifornien, USA) bei den gleichen Rechnern viel weniger Fehler auftreten. Dazu muss man wissen, dass Los Alamos auf ca. 2200 m Höhe liegt, während Livermore in der Nähe von San Francisco etwa auf Meereshöhe liegt. In Los Alamos ist die kosmische Neutronenstrahlung fünfmal stärker als auf Meereshöhe.“'' (gefunden auf http://www.elektronik-kompendium.de/sites/com/1504141.htm).
Einzelbitfehler führen nur selten zu Abstürzen: Meist trifft es ungenutzte Programmteile oder Massendaten. Wenn in einer Video- oder Audiodatei ein Bit falsch ist, können Sie das unmöglich sehen oder hören.
{|{{prettytable}} align="right"
|+ Abstand der Mitte der Kerbe vom nächstgelegenen Rand
! ||Typ||Abstand
|-
|Desktop||SDRAM||24,5 mm
|-
|Desktop||DDR(-1)||60,0 mm
|-
|Desktop||DDR-2||62,7 mm
|-
|Desktop||DDR-3||55,0 mm
|-
|Desktop||DDR-4||
|-
|Notebook||DDR-2||15,5 mm
|-
|Notebook||DDR-3||24,8 mm
|}
=== Welcher RAM ist der richtige für Sie? ===
Ob Sie DDR-1, -2, -3 oder -4 brauchen, hängt ausschließlich von Ihrer Hauptplatine ab, denn für jeden RAM-Typ sieht der Steckplatz anders aus und er benötigt eine andere Versorgungsspannung. Die Anzahl der Kontakte ist unterschiedlich, und die Kerben befinden sich an unterschiedlichen Positionen. Sehen Sie im Handbuch der Hauptplatine nach, welcher Typ passt und welche Mindest- und Höchstgeschwindigkeit gefordert sind. Falls Sie aus dem englischen Handbuch nicht schlau werden, zeigen Sie es dem Verkäufer. Vielleicht können Sie auch einen der vorhandenen RAM-Bausteine ausbauen und als Muster mitnehmen. Oder Sie installieren SiSoft Sandra. Über „Hardware-Informationen“ → „Onboard-Geräte“ → „Hauptplatine“ → „Speicherbänke“ finden Sie die technischen Informationen zu Ihren Speichermodulen.
Die Geschwindigkeit können und sollten Sie (außer bei Laptops) etwas höher als das geforderte Minimum wählen. Meist ist die schnellste der gängigen Geschwindigkeiten gleichzeitig die beliebteste und aufgrund der hohen Verkaufszahlen auch die günstigste. Damit verbunden ist bei kompletter Neubestückung ein messbarer, aber kaum spürbarer Geschwindigkeitsvorteil.
Bei Mischbestückungen sollte das BIOS den Speichertakt so einstellen, dass das langsamste Modul damit zurechtkommt. Das klappt fast immer. Wenn Sie z. B. ein langsames 0,5-GB-Speichermodul DDR2-400 mit einem schnellen 2-GB-Modul DDR2-1000 ergänzen, würde das schnelle Modul von 1000 MHz auf 400 MHz heruntergetaktet. In diesem Fall ist es wahrscheinlich sinnvoller, auf das langsamere Speichermodul zu verzichten. Sie haben dann zwar weniger Speicher, der aber schneller getaktet wird.
Schnellere Speichertypen benötigen manuelle Einstellungen, da sonst nur der vom Hauptplatinen-Hersteller freigegebene Maximaltakt benutzt wird. Der Preis solcher Module steigt aber unverhältnismäßig stark an, obwohl keine spürbare Mehrleistung im normalen Betrieb erzielt wird.
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=== Warum den Arbeitsspeicher aufrüsten? ===
Die Größe des Arbeitsspeichers beeinflusst stark die Geschwindigkeit des Rechners. Wenn der Arbeitsspeicher knapp wird, muss das Betriebssystem prognostizieren, welche Programmkomponenten demnächst vermutlich nicht benötigt werden, und diese auf die (vieltausendmal langsamere) Festplatte auslagern. Wenn Sie einen vom Betriebssystem nicht vorausgeahnten Klick machen, muss das Betriebssystem ganz schnell irgendein ungenutztes Programmteil auslagern, um das von Ihnen gewünschte Programmteil laden zu können. Zu wenig Arbeitsspeicher bremst deshalb auch den schnellsten PC aus.
Komplettsysteme sind mit RAM eher knapp ausgestattet, um einen günstigen Preis zu erreichen. Für ein wenig Surfen, Musik hören und Videos betrachten reicht das auch. Doch wenn es die Möglichkeit gibt, sollte man schon beim Kauf eine bessere RAM-Ausstattung wählen.
Selbst wenn Ihr PC gleich nach dem Kauf schnell genug ist, wird er im Laufe der Monate immer langsamer. Wieso?
* Im Laufe der Zeit werden immer mehr Programme installiert. Vergleichen Sie einmal die heutige Anzahl der installierten Programme mit dem Stand kurz nach dem Kauf!
* Nicht nur die Programme belegen mehr Platz. Immer mehr Daten sammeln sich an. Fotos, Musik und Videos belegen viel Platz. Die Magnetköpfe der Festplatte müssen immer länger werdende Wege zurücklegen, um die benötigten Daten heranzuschaffen.
* Das Antivirenprogramm lädt jeden Tag eine Liste von neuen Bedrohungen herunter. Je umfangreicher diese Liste ist, desto länger dauert das Scannen jeder einzelnen Datei.
* Im Laufe der Zeit werden sowohl Windows als auch die installierten Programme durch Updates sowohl umfangreicher als auch langsamer. Ein Beispiel: Windows 7 Home in der 64-Bit-Version mit Servicepack 1 benötigte 1 + 80 + 11 + 1 Update, um den Stand vom 01.08.2012 zu erreichen.
* Windows bewahrt alle je verwendeten Bibliotheken, Treiber u. a. im „Komponentenspeicher“ WinSXS auf, auch die nach Updates (voraussichtlich) nicht mehr benötigten Dateien.
Allerdings wird nicht nur die Festplatte voller, sondern die zahlreicheren und größeren Dateien belegen mehr Arbeitsspeicher als vorher. Windows muss zunehmend oft ungenutzte Programmteile auslagern. Deshalb ist eine Aufrüstung (Vergrößerung) des Arbeitsspeichers meist sinnvoll.
Durch ständige technologische Fortschritte sinken die RAM-Preise, etwa 20 bis 40 % in manchen Jahren. Doch das gilt nur für die jeweils neueste Technologie. Veraltete Technologien werden nicht mehr weiterentwickelt und die Produktionsmengen sinken, deshalb bleiben die Preise für ältere RAM-Typen auf hohem Niveau.
12 bis 18 Monate nach dem Kauf eines PC können Sie passende RAM-Module billig nachkaufen. Wesentlich länger als zwei Jahre mit dem Nachkauf zu warten kann riskant sein, weil dann die passende RAM-Sorte möglicherweise nicht mehr hergestellt wird oder in so geringer Menge, dass wegen andauernder Nachfrage die Preise nicht sinken.
Mit der Vergrößerung des Arbeitsspeichers erzielt man ein sehr günstiges Verhältnis zwischen Preis und Leistungszuwachs. Mehr Leistung kann man auch durch das Auswechseln der CPU erreichen (falls das geht). Aber so eine Investition ist teuer (weil Sie die ausgebaute CPU nicht weiterverwenden können) und bringt vermutlich ein bescheidenes Resultat.
== SRAM ==
Der '''statische Speicher (SRAM)''' ist Elektronikbastlern als „Flip-Flop“ bekannt. Diese Schaltung ist recht kompliziert, denn pro Bit werden zwei Transistoren zum Speichern benötigt, plus vier Transistoren pro Bit zum Beschreiben und Auslesen plus mehrere Widerstände und Dioden. Dieser hohe Schaltungsaufwand bringt einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil:
* SRAM ist etwa einhundert mal schneller als DRAM.
* SRAM benötigt keine Auffrischung (Refresh).
* Die Information wird beim Auslesen nicht gelöscht, deshalb entfällt der bei DRAM notwendige Wiederherstellen-Zyklus.
Deshalb wird SRAM in der CPU als Cache-Speicher verwendet. Ein großer Cache-Speicher ist derart wichtig für die Leistung der CPU, dass ungefähr die Hälfte der in einer CPU enthaltenen Transistoren für den Cache verwendet werden.
Bitte nicht verwechseln:
* SRAM = statisch (eine Transistorschaltung),
* DRAM = dynamisch (Kondensatoren),
* SDRAM = Synchroner DRAM = synchron angesteuerte Kondensatoren.
== Warum kann man den Arbeitsspeicher nicht aus dem schnelleren SRAM fertigen? ==
Die CPU benötigt laufend Daten aus dem RAM. Während Prozessoren heute mit mehr als 2000 bis 3000 Megahertz arbeiten, schaffen DRAM-Speicher bestenfalls 800 MHz. Dieses Missverhältnis zwischen Speicher und Prozessortakt zwingt die CPU, sogenannte Wartezyklen einzuschieben, um auf Daten aus dem Speicher zu warten. Anders gesagt: Je schneller der Prozessor ist, desto öfter muss er auf Daten warten. In den letzten zehn Jahren sind CPUs etwa einhundert mal schneller geworden, während die RAM-Zugriffszeit im gleichen Zeitraum lediglich von 10 ns auf 7 ns gefallen ist. Schnellerer Speicher wäre wunderbar. Die DRAM-Technologie ist an der Grenze des Erreichbaren. Es wird intensiv nach alternativen Technologien gesucht, aber bisher ist keine der neuen Erfindungen in Massenproduktion gegangen.
SRAM wäre wegen mit seiner Zugriffszeit von unter 0,1 ns der ideale Ersatz, hat aber leider einige schwere Nachteile.
* Ein Arbeitsspeicher aus SRAM von 1 GB Kapazität würde einige tausend Euro kosten.
* SRAM belegt pro Bit eine etwa 15mal größere Fläche im Schaltkreis als DRAM
* SRAM benötigt deutlich mehr Energie
Der höhere Energie- und Flächenbedarf begrenzen die Verwendung von SRAM, vom Preis mal abgesehen. Die benötigte Leiterplattenfläche wäre riesig und die Datenwege würden zu lang werden. Um eine Strecke von 30 cm zu durchlaufen, braucht ein Lichtstrahl eine Nanosekunde. Elektrische Signale sind geringfügig langsamer als das Licht. Was nützt eine Zugriffszeit von unter 0,1 ns, wenn die Daten für den Weg bis zur CPU eine Nanosekunde brauchen? Die CPU müsste ganze drei Takte warten (bei einer 3-GHz-CPU entfallen drei CPU-Takte auf eine Nanosekunde).
Abgesehen von den oben genannten Nachteilen wäre die Leistungssteigerung eines SRAM Hauptspeichers nicht signifikant im Vergleich zu modernen Cachearchitekturen. Mit [http://de.wikipedia.org/wiki/Cache#Cachehierarchie Multilevelcaches], gefertigt aus SRAM (mit maximal nur wenigen MB Kapazität) und intelligenten [http://de.wikipedia.org/wiki/Cache#Arbeitsweise Schreibstrategien] sind vergleichbare Zugriffszeiten wie mit vollständig aus statischem RAM bestehendem Hauptspeicher möglich.
{{:Computerhardware/ Vorlage/ Links2|RAM|
* [[Computerhardware: RAM: 1 GB SRAM|Was würde 1 GB SRAM kosten?]]
* {{w|Static_Random_Access_Memory#Statisches_RAM_.28SRAM.29|SRAM}}
* {{w|Dynamic Random Access Memory|DRAM}}
* {{w|Dynamisches_RAM#Produktgenerationen_von_DRAMs|Produktgenerationen von DRAMs}}
|
* {{w|Halbleiterspeicher#Halbleiterspeichertypen|Stammbaum der Halbleiterspeicher}}
* [[Computerhardware: RAM: Aufrüstung|Speicher aufrüsten]]
* [[Computerhardware: RAM: Kauf|Kaufberatung]]
* [[Computerhardware: RAM: Montage|RAM einbauen]]
}}
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Traktorenlexikon: MAN 2F1
0
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2026-09-22T07:21:58Z
~2026-51058-48
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/* Getriebe */
1091230
wikitext
text/x-wiki
{{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: MAN |HERSTELLER= MAN}}
{{:Traktorenlexikon: Modell-Infobox
| HERSTELLER = [[Traktorenlexikon: MAN|MAN]]
| MODELLREIHE = F
| MODELL = 2F1
| BILD = MAN 2F1.JPG
| BILDBESCHREIBUNG = MAN 2 F 1 (Baujahr 1959)
| BAUWEISE = rahmenlose Blockbauweise
| PRODUKTIONSBEGINN = 1958
| PRODUKTIONSENDE = 1961
| STÜCKZAHL = 6041
| EIGENGEWICHT = 840-925
| LÄNGE = 2715
| BREITE = 1470
| HÖHE = 1450
| RADSTAND = 1650
| BODENFREIHEIT = 380
| SPURWEITE =
| SPURWEITE VORNE = 1250/1410
| SPURWEITE HINTEN = 1250/1500
| WENDERADIUS MIT LENKBREMSE = 2500
| WENDERADIUS OHNE LENKBREMSE =
| BEREIFUNG VORNE = 4.00-16 ASF
| BEREIFUNG HINTEN = 8-24 AS
| LEISTUNG KW = 9,5/10,2
| LEISTUNG PS = 13/14
| NENNDREHZAHL = 2000/2300
| ZYLINDER = 2
| HUBRAUM = 885
| DREHMOMENTANSTIEG =
| KRAFTSTOFF = Diesel
| KÜHLSYSTEM = Luftkühlung mittels Schwungradgebläse
| ANTRIEBSTYP = Hinterradantrieb
| GETRIEBE = 6/2-Getriebe
| HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT = 19,5
| KATEGORIESORTIERUNG = Man 2F1
}}
Eigentlich entschließt sich die MAN fünf Jahre zu spät in die untere Leistungsklasse einzusteigen. Dabei kommt ihr wieder die gute Zusammenarbeit mit der Firma Güldner zugute. Der verwendete luftgekühlte 13 PS Güldner 2-LKN-Motor wird hier im Auftrag der MAN auf das M-Verfahren umgebaut. Bereits nach einem Jahr steigert man die Motorleistung durch Drehzahlerhöhung auf 14 PS. Erstmals bei der MAN wird dieser Schlepper als Tragschlepper konzipiert. Trotz des eindeutigen Trends zu höheren Leistungsklassen mutierte der 2F1 zum meistverkauften MAN-Schlepper. Der '''2F1''' ist der kleinste Schlepper von [[Traktorenlexikon: MAN|MAN]]. Unter der Typenbezeichnung [[Traktorenlexikon: MAN 2F1S|2F1S]] war auch eine Schmalspurversion des 2F1 erhältlich. Außerdem ist dieses Modell das einzige, welches luftgekühlt ist.
==Motor==
* MAN-Güldner, Typ: 7502 M 177 bzw. 7502 M 178, stehender luftgekühlter Viertakt-Zweizylinder-Reihen-Saugmotor mit M-Verbrennungsverfahren, hängenden Ventilen, dreifach-gelagerter Kurbelwelle, Direkteinspritzung, Bosch-Einspritzpumpe, Mehrloch-Einspritzdüsen, Druckumlaufschmierung, auswechselbare Zylinderlaufbuchsen, zahnradgetriebene Nockenwelle, Ölbadluftfilter und Schwungrad-Gebläse.
Bis 1959: Motor D 7502 M 177
* Leistung = 9,5 kW (13 PS) bei 2000 U/min.
* Bohrung = 75 mm, Hub = 100 mm
* Verdichtung = 19:1
* Max. Drehmoment = 4,6 mkg bei 2000 U/min.
* Verdichtungsenddruck = 30 bis 23 atü
* Min. Öldruck bei warmen Motor = 1,5 atü
* Leerlaufdrehzahl = 650 bis 700 U/min.
* Max. Einspritzdruck = 175 atü
Ab 1959: Motor D 7502 M 178
* Leistung = 10,2 kW (14 PS) bei 2300 U/min.
* Bohrung = 75 mm, Hub = 100 mm
* Verdichtung = 19:1
* Max. Drehmoment = 4,9 mkg bei 2000 U/min.
* Verdichtungsenddruck = 30 bis 23 atü
* Min. Öldruck bei warmen Motor = 1,5 atü
* Leerlaufdrehzahl = 650 bis 700 U/min.
* Max. Einspritzdruck = 175 atü
* Bosch-Einspritzpumpe, Typ: PFR 2 A 60/120/7
* Bosch-Düsen-Halter, Typ: KBL 45 S 39
* Bosch-Düsen-Einsatz, Typ: DLLA 25 S 116
* Fördermenge pro Hub und Zylinder mit 13 PS = 26,3 bis 27,3 mm³
* Fördermenge pro Hub und Zylinder mit 14 PS = 27,3 bis 28,3 mm³
Güldner Motor mit der Typbezeichnung 2 LKM, dieser Motor läuft bei Güldner unter 2 LKN
==Kupplung==
* trockene Einscheibenkupplung (Komet K 10)
==Getriebe==
* Im Ölbad laufendes ZF-Schubrad-Getriebe, Typ: A-4 mit Mittelschaltung
* Erster Gang als Kriechgang ausgelegt
* 6 Vorwärtsgänge, 2 Rückwärtsgänge
==Geschwindigkeiten vor- und rückwärts==
"Mit Bereifung 8-24 AS"
* 1.Gang = 1,4 km/h.
* 2.Gang = 2,3 km/h.
* 3.Gang = 3,9 km/h.
* 4.Gang = 6,5 km/h.
* 5.Gang = 10,8 km/h.
* 6.Gang = 18,0 km/h.
* 1.Rückwärtsgang = 1,0 km/h.
* 2.Rückwärtsgang = 4,6 km/h.
Mit Bereifung 7-30 AS
* 1. Gang = 1,5 km/h
* 2. Gang = 2,5 km/h
* 3. Gang = 4,3 km/h
* 4. Gang = 7,3 km/h
* 5. Gang = 11,8 km/h
* 6. Gang = 19,9 km/h
* 1. Rückwärtsgang = 1,1 km/h
* 2. Rückwärtsgang = 5,1 km/h
==Zapfwelle==
* Fahrkupplung-abhängige Getriebezapfwelle, als Wegzapfwelle schaltbar
* Stummel = 1 3/8"- 6 Keile
* Drehzahl = 528 U/min.
* Drehzahl der Wegzapfwelle = 540 U/min. im vierten Gang ( max. 1453 U/min )
* Mähantrieb mit Sicherheits-Rutschkupplung
* Optional aufsteckbare Riemenscheibe, 180 Grad schwenkbar, mit 180 mm Durchmesser
* Drehzahl = 1600 U/min.
==Bremsen==
*Bauart Knorr A-4-115 K 180x30
*Fußbremse, auch als Lenkbremse nutzbar. Gestänge-Innenbackenbremse, auf Hinterräder wirkend
*Handbremse feststellbar, auf Bremspedalwelle wirkend
==Achsen==
* Pendelnd gelagerte Portal-Vorderachse
* Starre Portalachse als Hinterachse
* Mechanisch betätigte Differentialsperre
* Beide Achsen mit verstellbarer Spurweite durch Radumschlag
Zul. Achslast
* Vorn: 1050 kg
* Hinten: 1500 kg
==Lenkung==
*Ate-Ross-Lenkung Modell S 12
==Hydrauliksystem und Kraftheber==
* Optional hydraulischer ZF-Bosch-Blockkraftheber mit Dreipunktaufhängung
* Arbeitsvermögen: 350 mKg
* Zusätzlich mit Zwischenachs-Hydraulik
* Separates Steuerventil zur unabhängigen Betätigung
==Steuergeräte==
Nicht vorhanden, komplett mechanisch
==Elektrische Ausrüstung==
* 12 Volt-Einrichtung nach StVZO
* Batterie 12 V-56 Ah
* Bosch-Anlasser, Typ: EGE 1,3/12 AR 13
* Bosch-Lichtmaschine, Typ: LJ/REE 75/12/1800 C 1
* Bosch-Heizflansch, Typ: AH/H 12 Z 6
* Oder Beru-Heizflansch, Typ: HFG 40 m W (12 V-40 A)
Der Schlepper verfügt serienmäßig über eine Lichtanlage mit Abblend- und Fahrlicht und Blinkern sowie Anlasser, Gleichstromlichtmaschine und Hupe.
Sonderausstattungen waren zudem Fernthermometer sowie Betriebsstundenzähler.
==Maße und Abmessungen ==
* Länge: 2.715 mm
* Breite mit Normalspur: 1.470 mm
* Höhe über Lenkrad: 1.450 mm
* Höhe mit Mähwerk: 2.100 mm
* Höhe mit Wetterdach: 2.150 mm
* Spurweite vorn: 1.250 mm, umstellbar auf 1.410 mm
* Spurweite hinten: 1.250 mm, umstellbar auf 1.500 mm
* Radstand: 1.650 mm
* Bodenfreiheit unter der Vorderachse: 380 mm
* Bodenfreiheit im Bereich der Unterbaugeräte: 625 bis 640 mm
* Eigengewicht: 840 kg
* Zul. Gesamtgewicht: 2.500 kg
==Bereifung==
Vorderreifen:
*4.00-16
Hinterreifen:
*8-24 AS
*9-24 AS
*8-28 AS
*7-30 AS
==Füllmengen==
*Motorenöl: 4 Liter HD-Motorenöl SAE 20/20 W
*Triebwerk mit Mähantrieb: 8,75 Liter Getriebeöl SAE 80
*Triebwerk ohne Mähantrieb: 7,5 Liter Getriebeöl SAE 80
*Seitenvorgelege links & rechts: 1,3 Liter Getriebeöl SAE 80
*Lenkung: 0,25 Liter Getriebeöl SAE 80
*Riemenscheibenantrieb: 0,75 Liter Getriebeöl SAE 80
*Ölbadluftfilter: ca 0,3 Liter Motorenöl
*Kraftstofftank: 19 Liter
==Verbrauch==
*Kraftstoffverbrauch: 195 g/PSh
*Schmierölverbrauch: 1-2 g/PSh
==Kabine==
* Fahrerstand mit seitlichem-Aufstieg, gummigefederten Sesselsitz, linkem Beifahrersitz, Öldruck-Anzeige und Bordwerkzeug
* Optional mit Wetterdach, rechtem Beifahersitz, Betriebsstundenzähler, Fernthermometer und Sitzkissen für Beifahrer
==Sonderausrüstung==
*Kraftheber ZF/Bosch (Arbeitsvermögen 350 mkg)
*Mähwerk mit Hand- oder Hydraulikaushebung
*Zwischenachsgerät
*Riemenscheibenantrieb, auf Zapfwelle aufsteckbar
*Betriebsstundenzähler
*Fernthermometer
*Seilwinde
*Wetterdach
*zweiter Beifahrersitz
*vordere Kotflügel
*Sitzkissen für Beifahrer
*Radnabengewichte
==Sonstiges==
Der 2F1 ist bis auf Blechanbauteile (Motorhaube und Kotflügel) baugleich mit dem [[Traktorenlexikon: Fahr D 88|D 88]] von [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]], dem ''Typ 613'' von [[Traktorenlexikon: Ritscher|Ritscher]] und dem [[Traktorenlexikon: Güldner AK|Güldner AK 9]]. Allerdings wurde an den Motoren das M-Verfahren nachgerüstet und sie haben daher andere Zylinderköpfe und Kolben.
* Zugkraft am Haken: 900 kg
* Max. Anhängelast: 7 Tonnen
==Literatur==
* MAN-Traktoren (Udo Paulitz) Seite 117
* MAN-Prospekte von 1922-1963 (Peter Streiber) Seite 80
* Technische Daten der M-Motoren (Schwungrad-Versand) Seite 3
==Weblinks==
{{Wikipedia1|MAN 2F1}}
http://fahrzeugseiten.de/Traktoren/MAN/2F1/2f1.html
{{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: MAN |HERSTELLER= MAN}}
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Mathe für Nicht-Freaks: Ordnungsrelation
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2026-09-22T10:57:38Z
Vorwald
76435
/* Halbordnung */ gramm.
1091266
wikitext
text/x-wiki
{{#invoke:Mathe für Nicht-Freaks/Seite|oben}}
''Ordnungen'' sind eine besondere Klasse binärer, homogener Relationen. Sie sind eine Verallgemeinerung der Ordnungsrelationen wie <math>\le</math> oder <math><</math>, die du bereits für die Zahlbereiche <math>\N</math>, <math>\Z</math> und <math>\R</math> kennst. Mit Hilfe von Ordnungsrelationen können Elemente einer Grundmenge ihrer Größe nach geordnet und miteinander verglichen werden.
Um eine Ordnung auf einer Menge zu definieren, reicht es, eine der beiden Relationen <math>\le</math> oder <math><</math> zu definieren. Die jeweils andere Relation lässt sich dann mit den folgenden Beziehungen darauf zurückführen:
* <math>x<y</math> genau dann, wenn <math>x \le y</math> und <math>x \ne y</math>,
* <math>x \le y</math> genau dann, wenn <math>x < y</math> oder <math>x = y</math>.
Ordnungsrelationen lassen sich umdrehen: so wird aus der Kleiner-Gleich-Relation <math>\le</math> die Grösser-Gleich-Relation <math>\ge</math> und aus der Echt-Kleiner-Relation <math><</math> wird die Echt-Größer-Relation <math>></math>. In Listen im Internet kann in der Regel gewählt werden, ob die Ergebnisse aufsteigend oder absteigend sortiert werden sollten.
Ordnungsrelationen gibt es auch außerhalb der Zahlen. So sind beispielsweise die Wörter im Lexikon alphabetisch geordnet.
== Totalordnung ==
[[File:Relation transitiv.png|thumb|Transitivität: Aus <math>a \le b</math> und <math>b \le c</math> folgt <math>a \le c</math>]]
Totalordnungen sind direkte Verallgemeinerungen der Kleiner-Gleich-Relation auf den Zahlen. Genau wie andere binäre homogene Relationen wird die Totalordnung über ihre [[Mathe für Nicht-Freaks: Eigenschaften binärer Relationen|Eigenschaften]] bestimmt.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Frage
|einrückung=nein
|frage=Welche Eigenschaft besitzt die Relation <math>\le</math> auf den Zahlbereichen <math>\N</math>, <math>\Z</math> und <math>\R</math>?
|antwort=
{{(!}} class="wikitable"
! Eigenschaft der Relation <math>\le</math> !! Begründung
{{!-}}
{{!}} reflexiv {{!!}} Für alle <math>x</math> ist <math>x\le x</math>.
{{!-}}
{{!}} antisymmetrisch {{!!}} Aus <math>x\le y</math> und <math>y\le x</math> folgt <math>x=y</math>
{{!-}}
{{!}} transitiv {{!!}} Aus <math>x\le y</math> und <math>y\le z</math> folgt <math>x\le z</math>
{{!-}}
{{!}} linear {{!!}} Für alle reellen Zahlen <math>x</math> und <math>y</math> ist <math>x\le y</math> oder <math>y\le x</math>
{{!-}}
{{!}} '''nicht''' irreflexiv {{!!}} Diese Relation ist reflexiv und die Grundmenge ist nicht leer
{{!-}}
{{!}} '''nicht''' symmetrisch {{!!}} Gegenbeispiel: Es ist <math>23\le 42</math> aber <math>42 \not\le 23</math> und damit kann die Relation nicht symmetrisch sein
{{!)}}}}
Eine Relation ist dann eine Totalordnung, wenn sie diejenigen vier Eigenschaften hat, die auch die Kleiner-Gleich-Relation für die Zahlen besitzt:
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Definition
|titel=Totalordnung
|definition=
Eine Totalordnung <math>\le</math> auf <math>M</math> ist eine binäre und homogene Relation auf der Grundmenge <math>M</math>, die folgende Eigenschaften besitzt:
* <math>\forall x \in M: x \le x</math> (Reflexivität)
* <math>\forall x,y \in M: x \le y \land y \le x \Rightarrow x = y</math> (Antisymmetrie)
* <math>\forall x,y,z \in M: x \le y \land y \le z \Rightarrow x \le z</math> (Transitivität)
* <math>\forall x,y \in M: x \le y \lor y \le x</math> (Linearität)}}
Da eine Totalordnung die direkte Verallgemeinerung der Ordnung auf der Zahlengeraden ist, welche eine „Linie“ ist, wird eine Totalordnung auch '''lineare Ordnung''' genannt.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Hinweis|In der Mathematik wird das Adjektiv „linear“ mehrfach verwendet. So kennst du „lineare Funktionen“ aus der Schule und in der linearen Algebra gibt es den Begriff der „linearen Abbildung”. Diese Begriffe haben aber nichts mit dem Begriff der „linearen Ordnung“ zu tun!}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beispiel
|titel=Totalordnung
|beispiel=
* Die <math>x\le y</math> Relation auf der Grundmenge <math>\N</math> ist eine Totalordnung.
* Die <math>x\le y</math> Relation auf der Grundmenge <math>\Z</math> ist eine Totalordnung.
* Die <math>x\le y</math> Relation auf der Grundmenge <math>\R</math> ist eine Totalordnung.
* Die alphabetische Ordnung der Wörter in einem Lexikon ist eine Totalordnung}}
Die Ordnungen <math>\le</math> auf den Zahlbereichen <math>\N</math>, <math>\Z</math> und <math>\R</math> sind zwar alle Totalordnungen, aber sie unterscheiden sich auch! So hat <math>\N</math> ein kleinstes Element, nämlich die <math>1</math>, aber weder <math>\Z</math> noch <math>\R</math> haben ein kleinstes Element. In <math>\R</math> gibt es zwischen zwei verschiedenen Elementen <math>x \ne y</math> mit <math>x \le y</math> immer ein weiteres Element <math>z</math> mit <math>z \ne x</math>, <math>z \ne y</math> und <math>x \le z \le y</math>. Das gilt für <math>\N</math> und <math>\Z</math> nicht.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Satz
|satz=Sei <math>\le</math> eine Totalordnung auf der Menge <math>M</math> und <math>A \subseteq M</math> eine Teilmenge von <math>M</math>. Dann ist die Einschränkung von <math>\le</math> auf <math>A</math> eine Totalordnung auf <math>A</math>.
|beweis=
Die [[Mathe für Nicht-Freaks: Binäre Relation#Einschränkung einer Relation|Einschränkung]] von <math>\le</math> auf <math>A</math> ist <math>\{ x, y \in A \, | \, x \le y \}</math>. Die vier Eigenschaften der Totalordnung auf <math>M</math> gelten natürlich auch für die Teilmenge <math>A \subseteq M</math>. Also ist <math>\{ x, y \in A \, | \, x \le y \}</math> eine Totalordnung auf <math>A</math>.
}}
Wie bereits gesagt, ist auch die Umkehrung <math>\ge</math> einer Totalordnung <math>\le</math> wieder eine Totalordnung:
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Frage
|typ=Aufgabe
|frage=Sei <math>\le</math> eine Totalordnung. Beweise, dass dann auch die konverse Relation <math>\ge</math> definiert durch <math>x\ge y :\Leftrightarrow y\le x</math> eine Totalordnung ist.
|antwort=
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>\ge</math> ist reflexiv
|beweisschritt=
Wir müssen beweisen, dass für alle <math>x</math> aus der Grundmenge <math>x\ge x</math> gilt. Nun gilt <math>x\ge x</math> nach Definition genau dann, wenn <math>x\le x</math> ist. Wir wissen aber bereits, dass <math>\le</math> reflexiv ist, und damit auch, dass <math>x\le x</math> für alle <math>x</math> gilt. Es folgt die Reflexivität von <math>\ge</math>.}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>\ge</math> ist antisymmetrisch
|beweisschritt=
Auch dies folgt aus der Antisymmetrie von <math>\le</math>. Für <math>\le</math> gilt nämlich <math>x\le y \land y\le x \Rightarrow x=y</math>. Setzen wir <math>x\ge y \Leftrightarrow y\le x</math> ein, folgt <math>y\ge x \land x\ge y \Rightarrow x=y</math> für alle <math>x</math> und <math>y</math> der Grundmenge. Dies ist die Antisymmetrieeigenschaft von <math>\ge</math>.}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>\ge</math> ist transitiv
|beweisschritt=
Sei <math>x\ge y</math> und <math>y\ge z</math>. Nach Definition ist dann <math>y\le x</math> und <math>z\le y</math>. Es folgt <math>z\le x</math> aus der Transitivität von <math>\le</math>. Damit gilt aber auch <math>x\ge z</math> nach der Definition von <math>\ge</math>. Ingesamt haben wir so <math>x\ge y \land y\ge z\Rightarrow x\ge z</math> gezeigt und damit die Transitivität von <math>\ge</math>.}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>\ge</math> ist linear
|beweisschritt=
Von <math>\le</math> wissen wir bereits, dass es linear ist. Also gilt für zwei <math>x</math> und <math>y</math>: <math>x\le y</math> oder <math>y\le x</math>. Nach Definition von <math>\ge</math> gilt dann auch für alle <math>x</math> und <math>y</math>: <math>y\ge x</math> oder <math>x\ge y</math>. Dies ist die Linearitätseigenschaft von <math>\ge</math>.}}}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Definition
|titel=Weitere Ordnungsrelationen auf Grundlage der Totalordnung
|definition=
Sei <math>\le</math> eine Totalordnung auf der Grundmenge <math>M</math>. Dann sind die weiteren Ordnungsrelationen <math><</math> und <math>></math> auf <math>M</math> folgendermaßen definiert:
* <math>x<y :\Leftrightarrow x \le y \land x\neq y</math>
* <math>x>y :\Leftrightarrow y < x</math>}}
Während <math>\ge</math> ebenfalls eine Totalordnung ist, ist das bei <math><</math> und <math>></math> nicht der Fall. Diese beiden Relationen sind ''strikte Totalordnungen'':
== Strikte Totalordnung ==
Analog zur Totalordnung, soll auch die Relation <math><</math> die Kleiner-Relation der reellen Zahlen verallgemeinern. Wenn eine Relation das tut, nennt man sie '''strikte Totalordnung'''. Welche Eigenschaften muss nun aber <math><</math> besitzen, um als strikte Totalordnung zu gelten?
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Frage
|frage=Welche Eigenschaften besitzt die Relation <math><</math> auf den Zahlbereichen <math>\N</math>, <math>\Z</math> und <math>\R</math> ?
|einrückung=nein
|antwort=
{{(!}} class="wikitable"
! Eigenschaft der Relation <math><</math> !! Begründung
{{!-}}
{{!}} irreflexiv {{!!}} Für alle <math>x</math> ist <math>x \not< x</math>.
{{!-}}
{{!!}} antisymmetrisch {{!!}} Ist <math>x < y</math>, so folgt automatisch <math>y\not< x</math>. Damit kann <math>x < y</math> und <math>y < x</math> nie gleichzeitig auftreten. Somit ist die Implikation <math>x < y \land y < x \Rightarrow x = y</math> stets wahr, weil die Prämisse <math>x<y\land y<x</math> stets falsch ist (siehe Abschnitt zur [[Mathe für Nicht-Freaks: Junktor#Anker:Implikation|Implikation]]).
{{!-}}
{{!}} asymmetrisch {{!!}} Die Kleiner-Relation ist antisymmetrisch und irreflexiv.
{{!-}}
{{!}} transitiv {{!!}} Aus <math>x < y</math> und <math>y < z</math> folgt <math>x < z</math>.
{{!-}}
{{!}} konnex {{!!}} Für zwei verschiedene Zahlen <math>x</math> und <math>y</math> gilt entweder <math>x < y</math> oder <math>y < x</math>.
{{!-}}
{{!}} trichotom {{!!}} Die Kleiner-Relation ist asymmetrisch und konnex.
{{!-}}
{{!}} '''nicht''' linear {{!!}} Für die Zahlen <math>x=1</math> und <math>y=1</math> gilt weder <math>x < y</math> noch <math>y < x</math>.
{{!-}}
{{!}} '''nicht''' reflexiv {{!!}} Es ist beispielsweise <math>1\not< 1</math>.
{{!-}}
{{!}} '''nicht''' symmetrisch {{!!}} Es ist beispielsweise <math>23 < 42</math>, aber nicht auch <math>42 < 23</math>.
{{!)}}}}
Aus dem Abschnitt zu den [[Mathe für Nicht-Freaks: Eigenschaften binärer Relationen|Eigenschaften binärer Relationen]] wissen wir, dass eine binäre Relation genau dann trichotom ist, wenn sie gleichzeitig irreflexiv, asymmetrisch, konnex und antisymmetrisch ist. Dementsprechend müssen wir von einer binären Relation nur die Trichotomie und die Transitivität fordern und es folgt dann bereits, dass diese Relation genau dieselben Eigenschaften wie die Echt-Kleiner-Relation besitzt. Deswegen wählen wir die Trichotomie und die Transitivität als die charakteristischen Eigenschaften einer strikten Totalordnung:
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Definition
|titel=strikte Totalordnung
|definition=
Eine binäre und homogene Relation <math><</math> auf der Grundmenge <math>M</math> heißt strikte Totalordnung, wenn <math><</math> folgende Eigenschaften besitzt:
* <math>\forall x,y,z \in M: x < y \land y < z \Rightarrow x < z</math> (Transitivität)
* <math>\forall x,y \in M: x < y \ \dot\lor\ x=y \ \dot\lor\ y < x</math> (Trichotomie)
}}
Das Symbol <math>\dot\lor</math> ist dabei die [[Mathe für Nicht-Freaks: Junktor#Anker:Kontravalenz|Kontravalenz]], also die Entweder-Oder-Verknüpfung zwischen Aussagen. Wir zeigen nun, dass die mit Hilfe einer Totalordnung <math>\le</math> definierte Relation <math><</math> eine strikte Totalordnung ist.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Satz
|satz=
Sei <math>\le</math> eine Totalordnung auf <math>M</math> und die Relation <math><</math> wie folgt definiert: <math>x < y: \Leftrightarrow x \le y \land x \ne y</math>. Dann ist <math><</math> eine strikte Totalordnung auf <math>M</math>.
|beweis=
Zu zeigen ist, dass <math><</math> transitiv und trichotom ist.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math><</math> ist transitiv
|beweisschritt=
Gelte <math>x < y \land y < z</math>. Nach Definition von <math><</math> gilt dann: <math>(x \le y \land x \ne y) \land (y \le z \land y \ne z)</math>. Mit der Transitivität von <math>\le</math> folgt <math>x \le z</math>. Weiterhin folgt aus <math>x \ne y</math> mit der Antisymmetrie von <math>\neg (x \le y)\lor \neg (y \le x)</math>. Da <math>x \le y</math> gilt, muss <math>\neg (y \le x)</math> gelten. Wäre nun <math>x = z</math>, würde daraus <math>\neg (y \le z)</math> folgen - Widerspruch! Also gilt <math>x \ne z</math>. Insgesamt haben wir <math>x \le z \land x \ne z</math> gezeigt, was nach Definition von <math><</math> gerade <math>x < z</math> ist.
}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math><</math> ist trichotom
|beweisschritt=
Gelte <math>x = y</math>, dann gilt nach Definition von <math><</math> weder <math>x < y</math> noch <math>y < x</math>. Gelte nun <math>x \ne y</math>. Mit der Linearität von <math>\le</math> gilt <math>x \le y \lor y \le x</math>. Wegen der Antisymmetrie von <math>\le</math> kann aber wegen <math>x \ne y</math> nicht beides gelten, also: <math>x \le y \, \dot\lor \, y \le x</math>. Daraus folgt <math>x < y \, \dot\lor \, y < x</math>. In beiden Fällen gilt also <math>x < y \, \dot\lor \, x = y \, \dot\lor \, y < x</math>.
}}}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Frage
|typ=Aufgabe
|frage=Sei <math>\le</math> eine Totalordnung. Beweise, dass dann auch die Relation <math>></math> definiert durch <math>x > y :\Leftrightarrow y \le x \land y \ne x</math> eine strikte Totalordnung ist.
|antwort=
Sei <math>\le</math> eine Totalordnung auf <math>M</math>. Wie im vorigen Abschitt gezeigt ist dann auch <math>\ge</math> mit <math>x \ge y :\Leftrightarrow y \le x</math> eine Totalordnung auf <math>M</math>. Die Definition von <math>></math> lässt sich wie folgt umschreiben: <math>x > y :\Leftrightarrow y \le x \land x \ne y</math>, also gilt <math>x > y \Leftrightarrow x \ge y \land x \ne y</math>. Nunmehr folgt der Beweis genauso wie eben für <math><</math> gezeigt.
}}
Sobald eine strikte Totalordnung <math><</math> definiert wurde, können ähnlich wie bei der Totalordnung weitere Ordnungsrelationen auf <math><</math> zurückgeführt werden:
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Definition
|titel=Weitere Ordnungsrelationen auf Grundlage der strikten Totalordnung
|definition=
Sei <math><</math> eine strikte Totalordnung auf der Grundmenge <math>M</math>. Dann sind die weiteren Ordnungsrelationen <math>\le</math>, <math>\ge</math> und <math>></math> auf <math>M</math> folgendermaßen definiert:
* <math>x\le y :\Leftrightarrow x<y \lor x=y</math>
* <math>x\ge y :\Leftrightarrow y>x \lor x=y</math>
* <math>x>y :\Leftrightarrow y < x</math>}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Frage
|typ=Aufgabe
|frage=Sei <math><</math> eine strikte Totalordnung. Beweise, dass dann auch die Relation <math>\le</math> definiert durch <math>x \le y :\Leftrightarrow y < x \lor y = x</math> eine Totalordnung ist.
|antwort=
Zu zeigen ist, dass <math>\le</math> reflexiv, antisymmetrisch, transitiv und linear ist.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>\le</math> ist reflexiv
|beweisschritt=
Es gilt <math>x = x</math>, also auch <math>x \le x</math>.
}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>\le</math> ist antisymmetrisch
|beweisschritt=
Gelte <math>x \le y \land y \le x</math>. Nach Definition von <math>\le</math> gilt dann: <math>(x < y \lor x = y) \land (y < x \lor y = x)</math>. Wegen der Trichotomie von <math><</math> können aber nicht <math>x < y</math> und <math>y < x</math> gemeinsam gelten oder eine der beiden Ungleichungen zusammen mit der Gleichung, also folgt <math>x = y</math>.
}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>\le</math> ist transitiv
|beweisschritt=
Gelte <math>x \le y \land y \le z</math>. Dann gilt nach Definition von <math>\le</math> <math>(x < y \lor x = y) \land (y < z \lor y = z)</math>. Ist <math>x = y</math> folgt <math>x = z</math>, also gilt <math>x \le z</math>. Ist <math>y = z</math>, folgt ebenfalls <math>x = z</math> und damit <math>x \le z</math>. Gelte also <math>x \ne y</math> und <math>y \ne z</math>. Dann gelten <math>x < y</math> und <math>y < z</math> und mit der Transitivität von <math><</math> folgt <math>x < z</math> und somit auch <math>x \le z</math>.
}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>\le</math> ist linear
|beweisschritt=
Mit der Trichotomie von <math><</math> gilt entweder <math>x < y</math> oder <math>x = y</math> oder <math>y < x</math>. Im ersten Fall gilt <math>x \le y</math>, ebenso im zweiten Fall. Im zweiten Fall gilt zusätzlich <math>y \le x</math>. Im dritten Fall gilt <math>y \le</math>. Insgesamt gilt <math>x \le y \lor y \le x</math>.
}}}}
Die Beweis, dass <math>\ge</math> eine Totalordnung ist verläuft analog.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Frage
|typ=Aufgabe
|frage=Sei <math><</math> eine strikte Totalordnung. Beweise, dass dann auch die Relation <math>></math> definiert durch <math>x > y :\Leftrightarrow y < x </math> eine strikte Totalordnung ist.
|antwort=
Zu zeigen ist, dass <math>></math> transitiv und trichotom ist.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>></math> ist transitiv
|beweisschritt=
Sei <math>x > y \land y > z</math>. Nach Definition von <math>></math> gilt dann auch: <math>y < x \land z < y</math>. Mit der Transitivität von <math><</math> folgt daraus <math>z < x</math>, also gilt <math>x > z</math>.
}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>></math> ist trichotom
|beweisschritt=
Es gilt <math>x > y \, \dot\lor \, x = y \, \dot\lor \, y > x</math>. Nach Definition von <math>></math> folgt daraus: <math>y > x \, \dot\lor \, x = y \, \dot\lor \, x > y</math>, das ist die Trichotomie von <math>></math>.
}}}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Frage
|typ=Aufgabe
|frage=Sei <math>\le</math> eine Totalordnung auf der Menge <math>M</math> und <math><</math> wie üblich definiert. Zeige:
{{Formel|<math>\forall x, y \in M: (x < y \Leftrightarrow y \nleq x)</math>}}
|antwort=Beweis:
Gilt <math>x < y</math>, so gilt nach Definition <math>x \le y</math> und <math>x \ne y</math>. Aus <math>x \ne y</math> folgt wegen der Antisymmetrie <math>x \nleq y \lor y \nleq x</math>. Da <math>x \nleq y</math> nicht gilt, muss <math>y \nleq x</math> gelten. Gelte nun <math>y \nleq x</math>. Dann folgt mit der Linearität <math>x \le y</math>. Gälte <math>x = y</math>, dann folgte mit der Reflexivität <math>y \le x</math> ↯. Also gilt <math>x \ne y</math> und insgesamt folgt <math>x < y</math>.
}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Frage
|typ=Aufgabe
|frage=Sei <math>\le</math> eine transitive binäre Relation auf der Menge <math>M</math> und <math><</math> wie üblich definiert. Zeige:
Gilt <math>\forall x, y \in M: (x < y \Leftrightarrow y \nleq x)</math>, so ist <math>\le</math> eine Totalordnung auf <math>M</math>.
|antwort='''Beweis:'''
Mit der Definition von <math><</math> lautet die Voraussetzung:
{{Formel|<math>(\ast) \quad x \le y \land x \ne y \Leftrightarrow y \nleq x</math>}}
Da <math>\le</math> transitiv ist, sind nur noch die drei anderen Eigenschaften zu zeigen.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=Reflexivität
|beweisschritt=
Für den Spezialfall <math>y = x</math> ist die linke Seite von (*) immer falsch. Also ist auch die rechte Seite falsch und es gilt die Reflexivität: <math>x \le x</math>.
}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=Antisymmetrie
|beweisschritt=
Gelte <math>x \le y \land y \le x</math>. Dann ist (*) nur wahr, wenn <math>x = y</math> gilt. Das zeigt die Antisymmetrie.
}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=Linearität
|beweisschritt=
Gilt <math>y \le x</math>, dann gilt auch <math>x \le y \lor y \le x</math>, also die Linearität. Gelte nun <math>y \nleq x</math>. Dann liefert (*) <math>x \le y \land x \ne y</math>, also ebenfalls die Linearität.
}}
Also ist <math>\le</math> eine Totalordnung. ✔
}}
== Zusammenhang von strikter Totalordnung zur Totalordnung ==
In den vorherigen beiden Abschnitten haben wir dargelegt, wie man aus einer Totalordnung und einer strikten Totalordnung einer Menge die jeweils andere Ordnung definieren kann. Es fehlt aber noch der Beweis, dass beide Wege gleichwertig sind, dass es also egal ist, welchen Weg man geht. Um dies zu zeigen, muss Zweierlei gezeigt werden:
# Sei <math>\le_1</math> eine Totalordnung, von der man die strikte Totalordnung <math><</math> über <math>x < y :\Leftrightarrow x \le_1 y \land x \neq y</math> bildet. Wenn man nun wieder die von <math><</math> induzierte Totalordnung <math>\le_2</math> über <math>x \le_2 y :\Leftrightarrow x < y \lor x = y</math> bildet, dann müssen die beiden Relationen <math>\le_1</math> und <math>\le_2</math> identisch sein. Es muss also gelten <math>x \le_2 y \Leftrightarrow x \le_1 y</math>.
# Analoges muss gelten, wenn man bei einer strikten Totalordnung <math><_1</math> beginnt und über den Zwischenschritt der von <math><_1</math> induzierten Totalordnung <math>\le</math> die von <math>\le</math> induzierte strikte Totalordnung <math><_2</math> bildet: <math>x <_2 y \Leftrightarrow x <_1 y</math>.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweis|beweis=
Sei <math>\le_1</math> eine Totalordnung und <math>\le_2</math> definiert über <math>x \le_2 y :\Leftrightarrow x < y \lor x = y</math>, wobei <math><</math> definiert ist über <math>x < y :\Leftrightarrow x \le_1 y \land x \neq y</math>.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>x \le_2 y \Leftrightarrow x \le_1 y</math>
|beweisschritt=Es gilt:
{{Formel|<math>\begin{align}
& \; x \le_2 y \\[0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ \mathsf{Definition \; von \; \le_2}\right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; x < y \lor x = y \\[0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ x < y \Leftrightarrow x \le_1 y \land x \neq y \right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; (x \le_1 y \land x \neq y) \lor x = y \\[0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ \mathsf{Distributivgesetz: \;} (A \land B) \lor C \Leftrightarrow (A \lor C) \land (B \lor C) \right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; (x \le_1 y \lor x = y) \land (x \neq y \lor x = y) \\[0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ A \lor \neg A \mathsf{\; ist \; eine \; Tautologie \; (immer \; wahr)} \right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; (x \le_1 y \lor x = y) \land \mathsf{W} \\[0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ A \land \mathsf{W} \Leftrightarrow A \right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; x \le_1 y \lor x = y \\[0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ \le_1 \mathsf{\; ist \; reflexiv} \right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; x \le_1 y
\end{align}</math>}}
}}
Den letzten Beweisschritt wollen wir näher ausführen: Um die Äquivalenz <math>x \le_1 y \Leftrightarrow x \le_1 y \lor x = y</math> zu zeigen, müssen wir die beiden Implikationen <math>x \le_1 y \Rightarrow x \le_1 y \lor x = y</math> und <math>x \le_1 y \lor x = y \Rightarrow x \le_1 y</math> beweisen. Die erste Implikation ist klar, weil <math>A \Rightarrow A \lor B</math> unabhängig von der Aussage <math>B</math> stets wahr ist. Wenn wir in der zweiten Implikation mit der Prämisse <math>x \le_1 y \lor x = y</math> starten, dann ist einer der beiden Fälle <math>x \le_1 y</math> und <math>x = y</math> wahr. In beiden Fällen gilt <math>x \le_1 y</math>, denn im ersten Fall gilt es sowieso und im zweiten Fall folgt es aus der Reflexivität von <math>\le_1</math>.
Sei nun <math><_1</math> eine strikte Totalordnung. Sei <math>\le</math> die von <math><_1</math> induzierte Totalordnung mit <math>x \le y \Leftrightarrow x <_1 y \lor x = y</math>. Sei wiederum <math><_2</math> definiert über <math>x <_2 y \Leftrightarrow x \le y \land x \neq y</math>.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=<math>x <_2 y \Leftrightarrow x <_1 y</math>
|beweisschritt=Es gilt:
{{Formel|<math>\begin{align}
& \; x <_2 y \\[0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ \mathsf{Definition \; von \; <_2}\right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; x \le y \land x \neq y \\ [0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ x \le y \Leftrightarrow x <_1 y \lor x = y \right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; (x <_1 y \lor x = y) \land x \neq y \\[0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ \mathsf{Distributivgesetz: \;} (A \lor B) \land C \Leftrightarrow (A \land C) \lor (B \land C) \right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; (x <_1 y \land x \neq y) \lor (x = y \land x \neq y) \\[0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ A \land \neg A \mathsf{\; ist \; immer \; falsch \;} (\mathsf{F}) \right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; (x <_1 y \land x \neq y) \lor \mathsf{F} \\[0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ A \lor F \Leftrightarrow A \mathsf{\; ist \; eine \; Tautologie} \right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; (x <_1 y \land x \neq y) \\[0.3em]
& \; {\color{Orange} \left\updownarrow\ <_1 \mathsf{\; ist \; irreflexiv} \right.} \\[0.3em]
\Leftrightarrow & \; x <_1 y
\end{align}</math>}}
}}}}
== Halbordnung ==
Es gibt Relationen, die bis auf die Linearität alle Eigenschaften der Totalordnung erfüllen. Damit verhalten sie sich fast wie Totalordnungen. Jedoch können bei diesen Relationen nicht alle Paare von Elementen der Grundmenge miteinander verglichen werden. Diese Relationen werden ''Halbordnungen'' oder ''partielle Ordnungen'' genannt (eben weil diese Ordnungen nur „zur Hälfte“ Totalordnungen sind):
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Definition
|titel=Halbordnung
|definition=
Eine Halbordnung <math>R\subseteq M\times M</math> ist eine binäre und homogene Relation auf der Grundmenge <math>M</math>, die folgende Eigenschaften besitzt:
* reflexiv
* antisymmetrisch
* transitiv}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beispiel
|titel=Halbordnung
|beispiel=
* Die Ist-Teiler-von-Beziehung auf <math>\N</math> ist eine Halbordnung.
* Die Teilmengenbeziehung auf jeder Menge von Mengen ist eine Halbordnung.}}
Aus der Definition folgt, dass jede Totalordnung eine Halbordnung ist. Aber nicht jede Halbordnung ist eine Totalordnung.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Frage
|typ=Aufgabe
|frage=Gib ein Beispiel für eine Halbordnung an, die keine Totalordnung ist.
|antwort=Die Teilmengenbeziehung <math>\subseteq</math> auf der [[Mathe für Nicht-Freaks: Potenzmenge|Potenzmenge]] <math>\mathcal{P}(\{1,2\}) = \{ \varnothing, \{1\}, \{2\}, \{1,2\} \}</math> ist eine Halbordnung, aber keine Totalordnung. So gilt für die Mengen <math>\{1\}</math> und <math>\{2\}</math> weder <math>\{1\} \subseteq \{2\}</math> noch <math>\{2\} \subseteq \{1\}</math> und damit ist <math>\subseteq</math> keine totale Relation.
}}
== Quasiordnung ==
[[File:Types of relation 1.png|thumb|Quasiordnungen sind sowohl Verallgemeinerungen der Halbordnung als auch der Äquivalenzrelation]]
Noch allgemeiner sind Quasiordnungen, auch Präordnungen genannt. Bei ihnen wird die Antisymmetrie nicht mehr verlangt.
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Definition
|titel=Quasiordnung
|definition=
Eine Quasiordnung <math>R\subseteq M\times M</math> ist eine binäre und homogene Relation auf der Grundmenge <math>M</math>, die folgende Eigenschaften besitzt:
* reflexiv
* transitiv}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beispiel
|titel=Quasiordnung
|beispiel=
* Die Ist-Teiler-von-Beziehung <math>x \mid y</math> auf <math>\Z</math> ist eine Quasiordnung.
Diese Relation ist nicht antisymmetrisch, denn es gilt beispielsweise <math>3 \mid -3</math> und <math>3 \mid -3</math> aber nicht <math>3 = -3</math>. Auf <math>\N</math> dagegen ist die Relation <math>|</math> eine Halbordnung.}}
Der Begriff der Quasiordnung verallgemeinert nicht nur den der Halbordnung, sondern zugleich auch den der Äquivalenzrelation.
== Nachweis von Ordnungsrelationen ==
Wenn du die Aufgabe hast zu entscheiden, ob eine gegebene Relation eine Totalordnung bzw. eine Halbordnung ist, so musst du schauen, ob diese Relation alle notwendigen Eigenschaften für diese Art von Relation erfüllt. Der folgende Entscheidungsbaum demonstriert dir die Vorgehensweise:
[[Datei:Entscheidungsbaum zum Nachweis von Ordnungsrelationen.svg|500px|zentriert|Entscheidungsbaum zum Nachweis von Ordnungsrelationen]]
=== Beispielaufgabe ===
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Aufgabe
|aufgabe=
Ist die Relation „<math>x</math> ist eine Teilmenge von <math>y</math>“ auf der Grundmenge <math>\mathcal P(\R)</math>, der Menge aller Teilmengen von <math>\R</math>, eine Halbordnung bzw. eine Totalordnung?
|lösung=
Hier kannst du schrittweise vorgehen:
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=Ist die Relation reflexiv?
|beweisschritt=
Ja, die Relation ist reflexiv, denn jede Menge ist nach Definition eine Teilmenge von sich selbst (Für alle Mengen <math>M</math> gilt <math>M\subseteq M</math>).}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=Ist die Relation antisymmterisch?
|beweisschritt=
Ja, die Relation ist antisymmetrisch, weil aus <math>A\subseteq B</math> und <math>B\subseteq A</math> die Gleichheit <math>A=B</math> folgt.}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=Ist die Relation transitiv?
|beweisschritt=
Ja, die Relation ist transitiv, weil aus <math>A\subseteq B</math> und <math>B\subseteq C</math> die Beziehung <math>A\subseteq C</math> folgt.}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=Ist die Relation linear?
|beweisschritt=
Nein, die Relation ist nicht linear. So ist weder <math>\{1,2,3\}\subseteq \{4,5,6\}</math> noch ist <math>\{4,5,6\}\subseteq\{1,2,3\}</math>.}}
{{:Mathe für Nicht-Freaks: Vorlage:Beweisschritt
|ziel=Ist die Relation eine Halbordnung bzw. eine Totalordnung?
|beweisschritt=
Da die Relation reflexiv, antisymmetrisch und transitiv ist, ist sie eine Halbordnung. Da die Relation aber nicht linear ist, ist sie keine Totalordnung.}}
}}
{{#invoke:Mathe für Nicht-Freaks/Seite|unten}}
d0mipd7hejjzxd6wppma2scp46ywfdm
Ing Mathematik: Numerische Mathematiksysteme am Beispiel von Octave
0
109787
1091179
1091176
2026-09-21T12:34:45Z
Intruder
1513
/* Objektorientierte Programmierung */ Bild hinzu
1091179
wikitext
text/x-wiki
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
zurücklink=Ing Mathematik: Computeralgebrasysteme am Beispiel von Maxima|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Octave ==
* Octave ist eine Software zur numerischen Lösung mathematischer Probleme.
* Octave ist Open-Source (GPL-Lizenz).
* Octave ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Octave ist weitgehend kompatibel zum Numerik-Standardprogramm {{W|Matlab|MATLAB}}.
* Octave ist ein Interpreter.
* Octave als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | GNU Octave}}
== Octave installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Octave-Paket von der Webseite [https://octave.org/download] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Octave bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Dazu gehen Sie auf die Seite [https://wiki.octave.org/Category:Installation], wählen die vorhandene Linux-Variante und folgen der angegebenen Beschreibung (z.B. <code>zypper ... </code> für openSUSE. Oder Sie benutzen unter openSUSE Tumbleweed direkt das Setup-Programm {{W|YaST}}).
== Octave starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Octave-Programm doppelklicken (für das Konsolenprogramm ... CLI, für die grafische Benutzeroberfläche ... GUI). Und schon startet das Programm.
[[Datei:octavestart1.jpg]]
=== Linux ===
In einer Linux-Konsole den Befehl "octave" eintippen, mit der RETURN-Taste bestätigen, und das Programm (CLI) startet:
GNU Octave (x86_64-suse-linux-gnu) version 11.1.0
Copyright (C) 1993-2026 The Octave Project Developers.
License GPLv3+: GNU GPL version 3 or later <https://gnu.org/licenses/gpl.html>
This is free software; see the source code for copying conditions.
There is NO WARRANTY, to the extent permitted by law. For details, type 'warranty'.
Home page: <https://octave.org>
Support resources: <https://octave.org/support>
Improve Octave: <https://octave.org/get-involved>
For changes from previous versions, type 'news'.
octave:1>
Um Octave mit der eingebauten GUI zu starten, kann der Befehl <code>octave --force-gui</code> verwendet werden:
[[File:Gnu_Octave_IDE.png|600px]]
Alternativ kann, z.B. unter openSUSE Tumbleweed (mit {{W|KDE Plasma 6|KDE-Plasma}}), die Octave-IDE auch über den Application Launcher im Menü ''Education -> GNU Octave'' gestartet werden.
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Im Folgenden wird immer das Konsolenprogramm (CLI ... Command Line Interface) für die Eingabe von Befehlen benutzt. Erst gegen Ende dieses Textes wird auch kurz auf das GUI von Octave eingegangen.
Teilweise werden Ergebnisse der älteren Octave-Version 3.0.3 dargestellt. Die dargestellten Grafiken und Ausgabetexte können je nach Version leicht voneinander abweichen. Der Text wurde ursprünglich mit der Octave-Version 3.0.3 erstellt und anschließend auf die Versionen 5.2 bis 11.1.0 aktualisiert. Dieser Mischmasch sollte aber kein Problem darstellen.
Getestet wurden die Beispiele ursprünglich unter dem Betriebssystem MS Windows 10, später auch mit MS Windows 11, bzw. mit openSUSE Leap 15.6 (Octave 6.4.0, nur vereinzelt) und ab März 2026 auch mit openSUSE Tumbleweed (ab Octave 10.3.0, nur vereinzelt).
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Octave mit dem Prozentzeichen (%) oder alternativ mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Octave-Interpreter ignoriert. Will man kompatibel mit MATLAB bleiben, so ist die Version mit dem %-Zeichen vorzuziehen. Text kann mit der disp-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Octave und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
octave-3.0.3.exe:1> % Das ist ein Kommentar
octave-3.0.3.exe:2> # und das auch
octave-3.0.3.exe:3> disp "Hallo Welt!"
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (z.B. octave-3.0.3.exe:1>) ist natürlich abhängig von der Octave-Version und den schon eingegebenen Zeilen. Er ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Octave-System geliefert.
Strings können in Octave entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
= Octave als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Octave. Geben Sie dann die Formel
octave-3.0.3.exe:1> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN und erhalten als Ergebnis
ans = 15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
octave-3.0.3.exe:2> sin(sqrt(15))
ans = -0.6679
Octave kennt eine Handvoll von Konstanten, z.B.:
Zeilenweise Eingabe:
% Die Kreiszahl PI
pi
% Die Eulersche Zahl
e
% Zur Maschinengenauigkeit
eps
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 2.7183
ans = 2.2204e-016
"ans" steht übrigens für den Begriff "answer" (auf Deutsch "Antwort"). Mit "ans" kann wie mit jeder anderen Variable oder Konstanten weitergerechnet werden, z.B.:
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 10
ans = 62.832
Die Ausgabe eines Befehls am Bildschirm (das "Echo") kann übrigens durch Anwendung des Semikolons (;) unterdrückt werden. Gezeigt werden soll dies nun mit Hilfe des obigen Beispiels. Es soll nur der Umfang ausgegeben werden, nicht der Radius.
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10;
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 62.832
Vielleicht ist manchem die Genauigkeit, mit der Echo bzw. der Befehl disp Werte ausgibt, nicht ausreichend. Dem kann Abhilfe verschafft werden und zwar so:
Eingabe:
format short
pi
format long
pi
format longe
pi
% usw.
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 3.14159265358979
ans = 3.14159265358979e+00
Beenden lässt sich das Octave-Programm durch Eingabe von quit oder exit (und natürlich zur Bestätigung die RETURN-Taste drücken).
== Die Hilfefunktion von Octave ==
Die Eingabe von help mit Angabe eines Funktionsnamens liefert detaillierte Infos zu der gesuchten Funktion.
Eingabe:
help sin
Ausgabe:
'sin' is a built-in function from the file libinterp/corefcn/mappers.cc
-- Y = sin (X)
Compute the sine for each element of X in radians.
See also: asin, sind, sinh.
Additional help for built-in functions and operators is
available in the online version of the manual. Use the command
'doc <topic>' to search the manual index.
Help and information about Octave is also available on the WWW
at https://www.octave.org and via the help@octave.org
mailing list.
Auch gibt es die doc-Funktion für eine vollständige Dokumentation des Octave-Systems, z.B.:
Eingabe:
doc
Ausgabe:
[[Datei:Octave_730_doc_screenshot.jpg]]
== Sonstige einfache Berechnungen ==
In octave gibt es eine "umgekehrte" Division:
11 / 2 % normale Division (Rechtsdivision)
11 \ 2 % umgekehrte Division (Linksdivision)
Ausgabe:
ans = 5.5000
ans = 0.1818
Potenzieren kann man so:
12^5
Ausgabe:
ans = 248832
Den Modulo-Operator % wie in C/C++, Java oder Python gibt es in Octave '''nicht'''. Das Prozentzeichen ist dem Kommentar vorbehalten. Man kann aber eine Funktion hierfür benutzen
y = mod(20, 3)
Ausgabe:
y = 2
Runden mit und auf Ganzzahlen kann man in Octave so:
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
y = int32(15) / int32(4)
Ausgabe:
x = 3
y = 4
Siehe dazu aber auch die Funktionen <code>floor</code>, <code>ceil</code> und <code>idivide</code>.
Mittels <code>int32()</code> werden Zahlen als 32-Bit-Ganzzahlen dargestellt. Standardmäßig ist der Datentyp nämlich <code>double</code>. Das ist zu beachten, es ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse.
Beispiel:
clear();
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
c = 10;
d = 3;
y = c / d
whos()
Ausgabe:
x = 3
y = 3.3333
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 4 int32
b 1x1 4 int32
c 1x1 8 double
d 1x1 8 double
x 1x1 4 int32
y 1x1 8 double
Total is 6 elements using 36 bytes
Ist der Wertebereich von <code>int32</code> zu klein (4 Bytes, <math>-2^{31}</math> bis <math>2^{31} - 1</math>), so gibt es auch <code>int64</code> (8 Bytes, <math>-2^{63}</math> bis <math>2^{63} - 1</math>).
<code>clear</code> löscht Namen und gibt den Speicherplatz wieder frei. <code>whos()</code> liefert detaillierte Informationen der aktuell definierten Variablen.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot e^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>.
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>2\; \text{cosd}(60) - 3\sin(\pi/5)</math>. Anmerkung: cosd erwartet den Parameter im Gradmaß (d für "degree"), sin erwartet den Parameter im Bogenmaß.
* Erkunden Sie die Fehlerfunktion "erf" mittels Octave-Hilfe.
* Welche Zahl ergibt sich durch <code>3 / 4 \ 2</code>?
* Welche Zahlen werden durch die folgenden Anweisungen ausgegeben?
idivide(int32(10), int32(3), "fix")
idivide(int32(10), int32(3), "round")
idivide(int32(10), int32(3), "floor")
idivide(int32(10), int32(3), "ceil")
floor(10.3)
ceil(10.3)
= Octave als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.m
% Das ist ein Kommentar
# und das auch
disp "Hallo Welt!"
Skriptdateien müssen mit der Dateiendung .m versehen werden. In der Octave-Konsole fügen Sie den Dateipfad mittels
octave-3.0.3.exe:1> addpath("c:/tmp")
hinzu (es ist der UNIX-spezifische Slash (/) zu benutzen). Alternativ können Sie zumindest unter MS Windows auch einen Doppel-Backslash (\\) einsetzen. Oder Sie wechseln mittels <code>cd c:/tmp</code> direkt ins Verzeichnis <code>c:/tmp</code>.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.m (sozusagen das Hauptprogramm) zur Ausführung
octave-3.0.3.exe:2> test1
Achtung: Die Datei (die Funktion oder das Hauptprogramm) ist in der Octave-Kommandozeile ohne .m-Dateiendung anzugeben. Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Zumindest unter Linux können Sie z.B. auch komfortabel den {{W|Shebang|Shebang}} (<code>#!</code>) nutzen. Gegeben sei das Octave-Script
#!/usr/bin/octave
disp("Hallo Welt!");
Gepeichert sei es ebenfalls als <code>test1.m</code>. Starten Sie ein Terminal, wechseln Sie in das entsprechende Arbeitsverzeichnis und geben Sie
./test1.m
ein, so erhalten Sie wieder
Hallo Welt!
als Ausgabe auf dem Terminal. Die Zugriffsberechtigung muss natürlich mittels <code>chmod</code> richtig gesetzt werden. Oder Sie führen direkt Octave mit der Datei <code>test1.m</code> aus:
octave test1.m
Sie sehen, mehrere Wege führen zum Ziel.
== Blockkommentare ==
In neueren Octave-Versionen ab dem Jahr 2009 sind auch Blockkommentare möglich. Blockkommentare werden wie normale Kommentare vom Octave-Interpreter ignoriert.
%{
Das ist ein
Blockkommentar
%}
#{
und das auch
#}
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Da Octave case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.m gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
Bringen Sie die Datei test1.m zur Ausführung, so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
x = 5
y = 10
z = 50
Normalerweise will man aber nur z anzeigen, die Werte von x und y sind ja bereits bekannt. Dazu fügen Sie an den Anweisungsenden, wie bereits weiter oben erwähnt, bei x und y jeweils ein Semikolon (;) an, um das Anweisungsende explizit zu markieren.
x = 5;
y = 10;
z = x*y
Nun erhalten Sie als Ergebnis nur noch
z = 50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben.
x = 5; y = 10; z = x*y
Ausgabe:
z = 50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5;
% inkrementiere x
++x
% x = x - 2
x -= 2
Bildschirmausgabe:
ans = 6
x = 4
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist.
Soll eine Anweisung auf mehrere Zeilen verteilt werden, z.B. weil sie zu lang ist, so kann dies durch Verwendung von drei Punkten (...) geschehen, wie nachfolgend dargestellt.
x = 5;
y = 1000 * x + ...
sin(x/2)
Ausgabe:
y = 5000.6
Diese Drei-Punkte-Methode soll nicht für in Anführungszeichen (") eingeschlossene Strings verwendet werden. Diese Methode ist seit geraumer Zeit "deprecated" und funktioniert mit der Version 9.1.0 gar nicht mehr. Benutzen Sie statt dessen den Backslash (\):
txt = "xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx\
yyyyyyyyyyyyyyyyy"
Ausgabe:
txt = xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxyyyyyyyyyyyyyyyyy
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist in Octave problemlos möglich:
wert = 10
wert = 35.5
wert = "Hallo"
wert = pi
Ausgabe:
wert = 10
wert = 35.500
wert = Hallo
wert = 3.1416
Der Befehl <code>who</code>, bzw. <code>whos</code> listet die gegenwärtig definierten Variablen, z.B.:
clear;
a = 10.5;
v = [1 2 3 4 5 12 13];
m = ["s1", "s2"; "s3", "s4"];
disp "***** Der Befehl who *****"
who
disp "***** Der Befehl whos *****"
whos
Ausgabe:
***** Der Befehl who *****
Variables visible from the current scope:
a m v
***** Der Befehl whos *****
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 8 double
m 2x4 8 char
v 1x7 56 double
Total is 16 elements using 72 bytes
==Hexadezimale und binäre Zahlen==
% Hexadezimale Zahl
disp( 0xABC )
% Binäre Zahl
disp( 0b1000011 )
Ausgabe (als Dezimalzahlen):
2748
67
Octave kann auch dezimale in binäre Zahlen etc. umwandeln:
dec2bin( 214 )
Ausgabe:
ans = 11010110
Siehe dazu in der Octave-Hilfe auch folgende Funktionen:
bin2dec, dec2base, dec2hex, hex2dec, base2dec
== Zahlenkolonnen ==
Eine Zahlenkolonne (oder ein Vektor) mit gleichen Abständen der Werte kann folgendermaßen erzeugt werden:
% a ... Startwert
% b ... Schrittweite
% c ... Endwert
a = 0;
b = 10;
c = 100;
x = a : b : c;
disp(x);
Ausgabe:
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Ähnliche Resultate lassen sich auch durch Anwendung der linspace-Funktion erhalten, z.B.:
% a ... Startwert
% b ... Endwert
% c ... Anzahl der Werte
a = 0;
b = 100;
c = 11;
v = linspace(a, b, c)
Ausgabe:
v =
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
== Verzweigungen ==
=== Die IF-Verzweigung ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
Die test1.m-Datei laute also wie folgt:
x = 5;
if x < 4
disp "x ist kleiner als 4";
else
disp "Der else-Zweig wird ausgefuehrt";
disp "x ist groesser oder gleich 4";
end
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Octave kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
* <, <= ... kleiner (gleich)
* >, >= ... größer (gleich)
* == ... gleich
* ~=, != ... ungleich
* &, && ... AND
* |, || ... OR
* ~, ! ... NOT
Beispielsweise:
a = 5;
b = 9;
if a<=10 & b!=7
disp("OK");
else
disp("Nicht OK");
end
Ausgabe:
OK
=== Die SWITCH-Verzweigung ===
In Pseudocode:
WECHSLE ZU var
FALLS wert1 == var
führe block1 aus
FALLS wert2 == var
führe block2 aus
...
SONST
führe blockn aus
ENDE
Eine Beispielsimplementierung in Octave könnte so aussehen:
x = "g";
switch(x)
case "k"
disp("klein");
case "g"
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
gross
Anmerkungen für C-Programmierer:
* in Octave darf zum Abschluß von ''case'' kein Doppelpunkt folgen (würde einen Syntaxfehler auslösen).
* ein ''break'' als Abschluß eines ''case''-Blocks ist nicht erlaubt (würde in Octave einen parse error auslösen). ''break'' ist Schleifen vorbehalten. ''switch'' hat in Octave keinen "Durchfall" und ähnelt somit eher der Fortran-Anweisung ''select case''.
Mehrere Fälle in einem ''case'' können wie nachfolgend behandelt werden:
x = "K";
switch(x)
case {"k" "K"}
disp("klein");
case {"g" "G"}
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
klein
== Schleifen ==
=== Die WHILE-Schleife ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Octave:
x = 0;
while x <= 10
disp(x);
x++;
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== Die DO-UNTIL-Schleife ===
Die DO-UNTIL-Schleife ist fußgesteuert. Beachte: Diese Schleife ist nicht äquivalent zu der aus anderen Programmiersprachen bekannten DO-WHILE-Schleife. DO-WHILE bedeutet "TUE SOLANGE", DO-UNTIL bedeutet "TUE BIS". Sie wird mindestens einmal ausgeführt.
Pseudocode:
TUE
führe block aus
BIS bedingung TRUE
Mittels Octave:
x = 0;
do
disp(x);
x++;
until(x >= 5)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
=== Die FOR-Schleife ===
for x = 0 : 2 : 10
disp(x);
end
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Der FOR-Schleifenkopf ist in Form einer Zahlenkolonne folgendermaßen aufgebaut:
for variable = startwert : schrittweite : endwert
Man beachte, dass Vektorisierung gegenüber einem Schleifendurchlauf eine erhebliche Zeiteinsparung bewirken kann (man siehe in der [https://docs.octave.org/latest/Vectorization-and-Faster-Code-Execution.html Octave-Dokumentation das Kapitel 19 "Vectorization and Faster Code Execution"]). Folgendes Beispiel ist an genanntes Octave-Kapitel angelehnt. Zuerst wird eine Berechnung mittels Schleifendurchlauf durchgeführt und der Zeitbedarf ausgegeben. Dieser Zeitbedarf hängt natürlich auch von der verwendeten Hardware etc. ab.
Eingabe:
n = m = 500;
a = b = eye(500);
t1 = time();
for i = 1:n
for j = 1:m
c(i,j) = a(i,j) + b(i,j);
endfor
endfor
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 3.7566
Der Zeitverbrauch beträgt hier also ca. 4 Sekunden. Im Gegensatz dazu
Eingabe:
a = b = eye(500);
t1 = time();
c = a + b;
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 1.5974e-05
ist der Zeitverbrauch hier sehr gering. Vektoren und Matrizen werden etwas später in diesem Text detailliert behandelt. Hier nur soviel: Mittels ''eye'' wird eine Einheitsmatrix kreiert.
=== Schleifen abbrechen ===
Zum Abbrechen einer Schleife gibt es den Befehl "break".
for var = 0 : 1 : 100
disp (var);
if var == 5
break;
end
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
"continue" setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort, z.B.
for var = 0 : 1 : 10
if var == 5
continue;
end
disp (var);
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Summe der ersten 10000 natürlichen Zahlen (bei 1 beginnend)
** in Form einer WHILE-Schleife
** in Form einer DO-UNTIL-Schleife
** in Form einer FOR-Schleife
** mittels sum-Befehl (siehe dazu auch die von Octave zur Verfügung gestellte Hilfefunktion).
** mittels gaußscher Summenformel (<math>\sum_{i=1}^n{i} = 1+2+...+n = n(n+1) / 2</math>)
* Schreiben Sie für obige Alternativen Programme mit denen der Zeitbedarf der Schleifen, Befehle bzw. Formeln gemessen werden kann. Welche Alternativen sind aus Zeitgründen (minimale Laufzeit) empfehlenswert?
= Grafiken zeichnen =
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plot" ist der Zeichenbefehl. "grid on" schaltet ein Zeichengitter ein.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen.
Sie könnten nun auf die Idee kommen, obiges Script unter Linux mit der Shebang-Zeile zu erweitern, um es direkt als Programm auszuführen.
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Die Enttäuschung folgt auf dem Fuß. Außer einem kurzen Aufblinken des Grafikfensters ist nicht viel zu sehen. Das Programm läuft einfach durch und wird nach der letzten Anweisung beendet. Abhilfe kann z.B. der <code>input</code>-Befehl schaffen:
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
refresh();
input("Zum Beenden RETURN-Taste drücken");
Das Programm wartet somit, bis Sie im Terminal die RETURN-Taste drücken. <code>refresh()</code> dient dazu, das Grafikfenster unmittelbar zu aktualisieren. Sonst würde das Ausgabefenster leer bleiben, bis es durch externe Anreize aktualisiert wird (z.B. durch Fenster minimieren/maximieren). Gleiches gilt für die <code>octave test1.m</code>-Variante.
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
plot(x,y);
grid on;
Man beachte den Punkt bei 2.^x (2 hoch x). Vergisst man den Punkt, dann erhält man eine Fehlermeldung (ähnlich dieser):
error: for x^y, only square matrix arguments are permitted and one argument must be scalar. Use .^ for elementwise power.
error: called from
test1 at line 2 column 3
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh2.jpg]]
Der Funktionsgraph kann auch als Fläche eingefärbt werden:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
fill (x, y, "b");
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh3.jpg | 500px]]
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
Mehrere Graphen lassen sich folgendermaßen in ein Fenster zeichnen:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, x,y2);
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Bild:octave_cosh14.jpg|600px]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1,"*r", x,y2,"ob");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_cosh4.jpg]]
Bei plot kann auch der Linienstil des jeweiligen Graphen angegeben werden, z.B. steht
* für Sternchenlinie
o für Kreise in der Linie
r für rot
b für blau
Ein ähnliches Resultat liefert der Code:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red", "*", x,y2, "Color", "blue", "o");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
Will man mehrere Graphen in ein Fenster zeichnen, aber nicht alles in einen plot-Befehl quetschen, so kann die "hold on"-Anweisung die Lösung des Problems sein:
%Lösche alle benutzerdefinierten Variablen aus der Symboltabelle
clear;
%Schließe alle Fenster
close all;
%Lösche Konsolenfenster und setze Cursor zurück
clc;
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red");
hold on;
plot(x,y2, "Color", "blue");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_coshsin1.jpg]]
Bei diesem Program wurden auch einige Möglichkeiten (clear, close, clc) gezeigt, um das System aufzuräumen. Ein "hold off" würde natürlich die hold-Funktion wieder ausschalten.
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi]</math> gezeichnet werden.
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
[[Datei:octave_spirale1.jpg]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den axis-Befehl verwenden (axis muss nach plot erscheinen).
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
axis equal;
[[Datei:octave_spirale222.jpg]]
=== Strichstärke ===
Für manche Zwecke ist es sinnvoll die Strichstärke des Graphen zu erhöhen. Dies kann über den Parameter "LineWidth" der plot-Funktion geschehen.
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
axis equal;
Ausgabe:
[[Datei:octave_spirale3.jpg]]
=== Beliebigen Text ausgeben ===
x = -10:0.1:10;
plot (x, sin (x), "LineWidth", 2);
text (2.7, 0.8, "Das ist die sin-Funktion");
Ausgabe:
[[Datei:octave_text1.jpg]]
=== Logarithmische Achseneinteilung ===
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
% Halblogarithmische Darstellung
semilogy(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_semilog1.jpg]]
Auch die x-Achse kann mit "semilogx" logarithmisch skaliert werden. Mit "loglog" werden beide Achsen logarithmisch skaliert.
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben (Hinweis: Siehe dazu auch die Octave-Hilfefunktion für den plot-Befehl).
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
* Erkunden Sie in der Octave-Hilfe den ezplot-Befehl.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
Mittels "plot3" lassen sich Raumkurven zeichnen.
t = 0 : .1 : 9*pi;
x = cos(t);
y = sin(t);
z = 1.3 .^ t;
plot3(x,y,z);
grid on;
[[Datei:octave_raumkurve1.jpg]]
=== Flächen ===
==== ezsurf ====
Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit 3D-Flächen zu erzeugen, besteht in der Verwendung des ezsurf-Befehls. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol (elementweise Multiplikation soll verwendet werden, keine Matrizenmultiplikation) in der anonymen Funktion. Was eine anonyme Funktion ist, wird weiter hinten in diesem Text kurz erklärt. Fürs Erste reicht es zu wissen, dass die Funktion f(x, y) jeweils im Intervall [0, 10] gezeichnet werden soll.
clear; close all; clc; clf;
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_ezsurf1.jpg|600px]]
Dieses Bild wurde mit der Octave-Version 5.2 erstellt. Es ist im Prinzip identisch zu jenen des folgenden Abschnitts, die mit der Version 3.0.3 erstellt wurden, nur die Farbschattierung ist anders. Ändern lässt sich diese Eigenschaft mit dem colormap-Befehl (siehe auch Octave-Hilfe):
clear; close all; clc; clf;
colormap(hot);
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_colormap_hot.jpg|600px]]
==== surf und mesh ====
Für das Zeichnen von Flächen existiert der surf-Befehl. Der meshgrid-Befehl kreiert ein Netz in der xy-Zeichenebene. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol der Formel für z.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
[[Datei:octave_flaeche1.jpg]]
Auch ein Farbstreifen kann via "colorbar" zur Grafik hinzugefügt werden.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
colorbar("East");
[[Datei:octave_flaeche2.jpg]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
x = 0 : .2 : 10;
y = 0 : .2 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
mesh(x_grid, y_grid, z);
Ausgabe:
[[Datei:octave_mesh1.jpg]]
==== Ellipsoide und Kegel ====
Für das Zeichnen von Kugeln oder Ellipsoiden stellt Octave den "sphere"-Befehl bzw. den "ellipsoid"-Befehl zur Verfügung.
clear; close all; clc;
% Ellipsoiden zeichnen
[x, y, z] = sphere(30);
surf(5*x, 4*y, 3*z);
hold on;
[x, y, z] = ellipsoid(5, 5, 5, 6, 3, 2, 30);
surf(x, y, z);
axis equal;
[[Bild:octave_ellipsoid2.jpg|600px]]
Für Zylinder und Kegel ist der "cylinder"-Befehl zuständig.
clear; close all; clc;
% Kegel und Zylinder zeichnen
[x, y, z] = cylinder([1 2], 100);
surf(x, y, z*3);
hold on;
[x, y, z] = cylinder([0.5 0.5], 50);
surf(x+3, y, z*2);
axis equal;
[[Bild:octave_cylinder2.jpg|600px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_kurve10.jpg]]
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_flaeche10.jpg]]
== Weiteres ==
=== subplot ===
Zeichnen mit Untergrafiken: Hier wird z.B. ein Fenster mit drei Untergrafiken gezeichnet.
Eingabe:
t = 0 : .5 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(t, t);
subplot(311);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid) );
subplot(312);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid) );
subplot(313);
surf(x_grid, y_grid, x_grid + cos(y_grid) );
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot2.jpg]]
Die dreistellige Ziffer beim subplot-Befehl bedeutet folgendes:
* Die erste Ziffer ist die Zeilenanzahl
* Die zweite Ziffer ist die Reihenanzahl und
* Die dritte Ziffer ist der Index.
Nun sei ein Beispiel mit 3x2-Untergrafiken angeführt.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
subplot(321);
plot(x, sin(x));
text(2, -0.5, "Index 1");
subplot(322);
plot(x, tan(x));
text(2, 2, "Index 2");
subplot(323);
plot(x, cosh(x) );
text(2, 3000, "Index 3");
subplot(324);
plot(x, gamma(x) )
text(2, 100000, "Index 4");
subplot(325);
plot(x, log(x) );
text(2, 0, "Index 5");
subplot(326);
plot(x, exp(x) );
text(2, 10000, "Index 6");
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot3.jpg]]
Hier ist sehr gut zu sehen, in welcher Reihenfolge der Index läuft.
=== figure ===
Zeichnen in verschiedene Fenster, z.B.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
figure(1)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid));
figure(2)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid));
Ausgabe:
[[Datei:octave_figure111.jpg|700px]]
=== Linien zeichnen ===
Zeichnen Sie eine Linie von der Koordinate [-15, 0] zu [15, 5]:
clear;
close all;
clc;
x = line([-15 15], [0, 5], "Color", "black", "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_linie1.jpg]]
Man beachte, dass Octave nicht Punkte P1(x1, y1), P2(x2, y2) erwartet, sondern einen x-Vektor [x1 x2] und einen y-Vektor [y1 y2].
Ein allgemeines Viereck wird z.B. mit folgendem Befehl gezeichnet.
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_viereck2.jpg]]
Auch dreidimensionale Formen lassen sich mit dem line-Befehl zeichnen:
clear; close all; clc;
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], [10, 20, 30, 40, 50], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_dreidim2.jpg]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie mittels "subplot" die Funktionsgrafen <math>y_1=\tan(x), y_2=\tan(2x), y_3=\tan\sqrt x, y_4=x\cdot \tan(x)</math> in folgender Form in ein Fenster:
** in 2x2-Darstellung
** in 1x4-Darstellung.
* Zeichnen Sie die im obigen Beispiel angegebenen Funktionsgrafen mittels "figure" jeweils in ein eigenes Fenster.
= Vektoren und Matrizen =
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1, 2, 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6; 7; 8]
Ausgabe:
v1 =
1 2 3
v2 =
6
7
8
Alternative Schreibweisen:
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1 2 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6
7
8]
Die Ausgabe entspricht der obigen Darstellung.
=== Zugriff auf Vektorelemente ===
Nachfolgend seien einige Zugriffsmöglichkeiten auf die einzelnen Vektorelemente erläutert.
Auf ein einzelnes Element kann via Index zugegriffen werden. Der Index startet bei 1:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3)
Ausgabe:
v2 = 4
Mehrere Elemente werden folgendermaßen angesprochen:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:4)
Ausgabe:
v2 =
4 8
Liefere den Teilvektor von einem gegebenen Index bis zum letzten Element:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:end)
Ausgabe:
v2 =
4 8 16
=== Addition und Subtraktion von Vektoren ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 7, 9];
res = v1 + v2
res = v1 - v2
Ausgabe:
res =
6 9 12
res =
-4 -5 -6
=== Multiplikation mit Skalaren ===
faktor = 3;
v = [1, 2, 3];
res = faktor * v
Ausgabe:
res =
3 6 9
=== Skalarprodukt ===
Das Skalarprodukt ist bekanntermaßen als <math>v_1 \cdot v_2 = |v_1| |v_2| \cos(\angle(v_1, v_2))</math> definiert. In Octave sieht das so aus:
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = dot(v1, v2)
Ausgabe:
res = 38
=== Vektorprodukt ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = cross(v1, v2)
Ausgabe:
res =
-4 8 -4
Enger an die mathematische Darstellung lehnt sich folgender Code an. Die zu multiplizierenden Vektoren seien in Form von Spaltenvektoren gegeben.
Mathematisch:
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Octave-Code:
a = [1
2
3];
b = [5
6
7];
res = cross(a, b)
Ausgabe:
res =
-4
8
-4
=== Transponierter Vektor ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5; 6; 7];
res1 = v1'
res2 = v2'
Ausgabe:
res1 =
1
2
3
res2 =
5 6 7
=== Einige weitere Vektorfunktionen ===
Beispiel:
% 1 + 2 + 3
v = [1 2 3];
sum(v)
Ausgabe:
ans = 6
Beispiel:
% 1 * 2 * 3 * 4
v = [1 2 3 4];
prod(v)
Ausgabe:
ans = 24
Beispiel:
% 1^2 + 2^2 + 3^2
v = [1 2 3];
sumsq (v)
Ausgabe:
ans = 14
== Matrizen ==
Gegeben sei folgende 2x3-Matrix <math>m=\left(\begin{array}{ccc}
1 & 2 & 3\\
4 & 5 & 6
\end{array}\right)</math>.
Eingabe:
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6]
Ausgabe:
m =
1 2 3
4 5 6
Alternativ und anschaulicher kann diese 2x3-Matrix auch so eingegeben werden:
m = [1 2 3
4 5 6]
Dies ist schon sehr nahe an der mathematischen Darstellungsweise.
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
m = [1 2 3
4 5 6];
% Element aus Zeile 2 und Spalte 3
m(2,3)
Ausgabe:
ans = 6
Eine andere Zugriffsmöglichkeit ist diese:
m = [1 2 3
4 5 6];
% Auf das fünfte Element soll zugegriffen werden
m(5)
Ausgabe:
ans = 3
Die Matrix wird also spaltenweise durchlaufen (nicht zeilenweise). Dies ist vielleicht auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, wird aber z.B. auch in Fortran so gehandhabt.
Auch Teilmatrizen können einfach gebildet werden:
m = [1 2 3
4 5 6];
m(2:end, 2:end)
Ausgabe:
ans =
5 6
Siehe zu diesem Thema auch etwas weiter hinten in diesem Text den Abschnitt "Teilmatrizen".
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [-4, -2, 0; 2, 4, 6];
m1 + m2
m1 - m2
Ausgabe:
ans =
-3 0 3
6 9 12
ans =
5 4 3
2 1 0
=== Transponierte Matrix ===
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m'
Ausgabe:
ans =
1 4
2 5
3 6
=== Rang einer Matrix ===
Der Rang einer Matrix Rg(M) ist die maximale Anzahl der linear unabhängigen Zeilenvektoren (Spaltenvektoren).
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [1, 2; 2, 4];
rank(m1)
rank(m2)
Ausgabe:
ans = 2
ans = 1
Regulär ist eine nxn-Matrix, wenn der Rg(M) = n. D.h. die erste Matrix m1 ist regulär, die zweite m2 singulär.
=== Inverse Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
inv(m1)
inv(m2)
Ausgabe:
ans =
1.00000 0.60000
0.00000 -0.20000
warning: matrix singular to machine precision
warning: called from
test1 at line 4 column 1
ans =
Inf Inf
Inf Inf
Die Matrix m2 in diesem Beispiel ist singulär (d.h. die Determinante ist 0). Determinanten werden etwas weiter unten in diesem Text behandelt. Inf steht für Infinity (= Unendlich).
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
m1 = [1, 3, 4; 0, -5, 1];
m2 = [1, 2; 2, 3; 0, 2];
m1 * m2
Ausgabe:
ans =
7 19
-10 -13
Will man aus irgendwelchen Gründen nicht das falksche Schema ausführen, sondern elementweise Multiplikation, so funktioniert das mit dem Punkt-Operator, z.B.
m1 = [1, 3; 0, -5];
m2 = [1, 2; 4, 2];
% falksches Schema
m1 * m2
% elementweise Multiplikation
m1 .* m2
Ausgabe:
ans =
13 8
-20 -10
ans =
1 6
0 -10
Verifikation, falksches Schema (Zeile*Spalte):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1+3*4 1*2+3*2 ] [ 13 8 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*1-4*5 0*2-5*2 ] = [ -20 -10 ]
Verifikation, elementweise Multiplikation (homologe Elemente):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1 3*2 ] [ 1 6 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*4 -5*2 ] = [ 0 -10 ]
=== Determinante einer Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
det(m1)
det(m2)
Ausgabe:
ans = -5
ans = 0
m1 ist regulär, m2 ist singulär. Determinanten können nur von quadratischen Matrizen gebildet werden.
=== Teilmatrizen ===
m = [1, 2, 3; 0, 5, 1];
% Die Matrix in einen Spaltenvektor umwandeln
m1 = m(:)
% Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m(1,2)
% Erste Zeile extrahieren
m3 = m(1, 1:3)
m4 = m(1, :)
% Zweite Spalte extrahieren
m5 = m(1:2, 2)
m6 = m(:, 2)
Ausgabe:
m1 =
1
0
2
5
3
1
m2 = 2
m3 =
1 2 3
m4 =
1 2 3
m5 =
2
5
m6 =
2
5
=== Einheitsmatrizen ===
eye(3,2)
Ausgabe:
ans =
1 0
0 1
0 0
=== Nullmatrizen ===
zeros(2,3)
Ausgabe:
ans =
0 0 0
0 0 0
=== Diagonalmatrizen ===
diag([1, 2, 3])
Ausgabe:
ans =
1 0 0
0 2 0
0 0 3
=== Spur einer Matrix ===
trace([1,2,3; 6,9, 0])
Ausgabe:
ans = 10
=== LR-Zerlegung einer Matrix ===
Führen Sie die LR-Faktorisierung (LR ... links/rechts bzw. LU ... left/upper) einer Matrix m aus. l sei die linke Dreiecksmatrix, r die rechte Dreiecksmatrix und p die Permutationsmatrix
m = [1 0 5
-1 1 -2
0 0 3];
[l, r, p] = lu(m)
Ausgabe:
l =
1 0 0
-1 1 0
0 0 1
r =
1 0 5
0 1 3
0 0 3
p =
1 0 0
0 1 0
0 0 1
=== Eigenwerte ===
a = [5 8
1 3];
% Eigenvektoren und Eigenwerte
[ev, ew] = eig(a)
Ausgabe:
ev =
0.9701 -0.8944
0.2425 0.4472
ew =
Diagonal Matrix
7 0
0 1
Die Eigenwerte sind hier <math>\lambda_1 = 7</math> und <math>\lambda_2 = 1</math>. Die Eigenvektoren sind [0.9701 0.2425] bzw. [-0.8944 0.4472]. Da das Gleichungssystem <math>(A - \lambda_i E) x_i = 0</math> singulär ist, sind alle Lösungsvektoren Vielfache dieser Eigenvektoren.
=== Schwach besetzte Matrizen ===
{{Wikipedia | Dünnbesetzte Matrix}}
Gegeben sei die schwach besetzte Matrix
m = [0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7]
Mittels dem sparse-Befehl kann man einfach die Elemente != 0 nach folgendem Schema eingeben.
sparse ([zeilenindizes] [spaltenindizes] [werte])
also in unserem Fall:
ms = sparse([1 2 3 3 4 5 5], [2 4 1 4 3 4 5], [1 3 4 2 1 1 7])
Ausgabe:
ms =
Compressed Column Sparse (rows = 5, cols = 5, nnz = 7)
(3, 1) -> 4
(1, 2) -> 1
(4, 3) -> 1
(2, 4) -> 3
(3, 4) -> 2
(5, 4) -> 1
(5, 5) -> 7
Die volle Matrix erhält man mit dem Befehl full:
m = full(ms)
Ausgabe:
m =
0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7
Grafisch anzeigen lassen kann man sich die Besetzung von Matrizen mit dem spy-Befehl:
spy(ms);
oder (für allgemeine Matrizen auch mittels)
spy(m);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse1.jpg]]
Wirklich interessant ist der spy-Befehl für größere Matrizen, z.B. um die Bandstruktur zu visualisieren.
e = eye(200);
es = sparse(e);
% Auf sparse-Matrizen kann genauso zugegriffen werden wie auf normalen Matrizen
es(100, 15) = 100;
spy(es);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse2.jpg]]
=== Matrizen mit Zufallswerten ===
Insbesondere für Testzwecke kann es manchmal sinnvoll sein größere Matrizen mit Zufallswerten zu bilden. Dazu stellt Octave u.a. den rand-Befehl zur Verfügung.
m = rand(5, 6)
Ausgabe:
m =
0.86605 0.61108 0.71347 0.97119 0.52428 0.21993
0.74059 0.49062 0.56073 0.68592 0.74737 0.62680
0.20790 0.84874 0.36834 0.31102 0.25813 0.28933
0.84732 0.98777 0.91512 0.42240 0.87891 0.63757
0.76823 0.80367 0.24639 0.78208 0.77170 0.95281
Die Zufallszahlen liegen gleichverteilt zwischen 0 und 1 und werden nach dem Mersenne-Twister-Verfahren mit einer Periode von <math>2^{19937}-1</math> gebildet.
Andere Verfahren sind:
* randn: Normalverteilte Pseudozufallselemente mit Mittelwert=0 und Varianz=1
* rande: Exponentialverteilte Zufallselemente
* randg: Gammaverteilte Zufallselemente
* randp: Poissonverteilte Zufallselemente
Details dazu siehe in der Octave-Hilfefunktion.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Winkel zwischen den beiden Vektoren a = [1 2 0] und b = [2 1 1]. Hinweis: Siehe diesbezüglich auch im Oktave-Hilfesystem den Befehl "norm".
* Gegeben seien Vektoren a = [1 2 5], b = [0 0 -1] und c = [-1 -2 2]. Berechnen Sie das Spatprodukt aus diesen drei Vektoren.
* Multiplizieren Sie die beiden Matrizen A und B (mit Octave und zur Kontrolle händisch)
A = [0 0 1
1 2 1]
B = [1 1
1 2
0 4]
* Ist die Matrix C regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
C = [-1 0 0 -4
2 0 1 5
7 6 2 0
3 0 2 6]
* Ist die Matrix D regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
D = [2 1 0 0
0 0 2 1
0 0 0 2
1 1 0 0]
* Berechnen Sie die Konditionszahl der folgenden Matrix. Hinweis: Siehe diesbezüglich im Oktave-Hilfesystem den Befehl cond
[3 4 -5
6 0 3
1 1 2]
* Berechnen Sie die Eigenwerte und Eigenvektoren der folgenden Matrix
[6 -3 4 0
0 7 -1 1
0 10 -3 -2
0 1 -2 1]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Octave durch den Buchstaben i, j, I oder J symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + i \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + i \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{i\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - i \cdot \Im(z)</math>
== Mit komplexen Zahlen rechnen ==
z1 = 2 + 5i; % kartesische Darstellung
z2 = 3 * exp(3j); % Polardarstellung
% Addition
res = z1 + z2;
disp("z1 + z2 = "); disp(res);
% Multiplikation
res = z1 * z2;
disp("z1 * z2 = "); disp(res);
% Realteil
res = real(z2);
disp("Realteil von z2 = "); disp(res);
% Imaginärteil
res = imag(z2);
disp("Imaginaerteil von z2 = "); disp(res);
% Betrag
res = abs(z1);
disp("Betrag von z1 = "); disp(res);
% Argument
res = angle(z1);
disp("Argument von z1 = "); disp(res);
% Konjugiert komplexe Zahl
res = conj(z1);
disp("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = "); disp(res);
Ausgabe:
z1 + z2 =
-0.96998 + 5.42336i
z1 * z2 =
-8.0568 - 14.0032i
Realteil von z2 =
-2.9700
Imaginaerteil von z2 =
0.42336
Betrag von z1 =
5.3852
Argument von z1 =
1.1903
Konjugiert komplexe Zahl von z1 =
2 - 5i
== Die gaußsche Zahlenebene ==
clear; close all; clc;
z1 = 3 + 5i;
z2 = 5 * exp(0.5i);
hold on;
plot(z1, "*");
compass(z1);
plot(z2, "o");
compass(z2);
grid on;
[[Datei:octave_komplex1.jpg]]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Quadratwurzel der komplexen Zahl <math>z = 3 + 2i</math>.
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Polarkoordinatendarstellung: <math>-11 - 3i</math> und <math>(1+i)^{10}</math>
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Normaldarstellung: <math>12 \cdot e^{i\cdot \pi / 4}</math> und <math>3 \cdot (\cos(\pi / 3) + i \cdot \sin(\pi / 3))</math>
* Zeichnen Sie die Zahl <math>3 + 5i</math> in der gaußschen Zahlenebene als Zeiger.
= Funktionen =
Um Programme zu strukturieren und einfacher zu gestalten können Programmteile in Funktionen ausgelagert werden. Eingebaute Funktionen haben wir schon kennengelernt (z.B. die Sinus-Funktion sin). Nun wollen wir sehen, wie man selbst solche Funktionen schreiben kann.
== Eine einfache Funktion schreiben ==
Datei addiere.m:
function res = addiere(a, b)
% Addiere zwei Zahlen a + b
res = a + b;
end
Datei test1.m:
addiere(10, 15)
Ausgabe:
ans = 25
* Jede Funktion sollte in einer eigenen m-Datei stehen.
* Der Dateiname sollte mit dem Funktionsnamen (natürlich ohne Dateiendung .m) übereinstimmen.
* Der Kommentar unter dem Funktionskopf wird als Hilfstext angezeigt, wenn die help-Funktion (hier "help addiere") aufgerufen wird.
== Inline-Funktionen ==
Kurze Funktionen können auch als Inline-Funktionen geschrieben werden.
addiere = inline("a + b");
x = 5;
y = 10;
z = addiere(x, y)
Oder in diesem Fall noch kürzer
addiere = inline("a + b");
z = addiere(5, 10)
Ausgabe:
z = 15
Bei neueren Octave-Versionen kann bei der Verwendung von Inline-Funktionen die Warnung
warning: inline is obsolete; use anonymous functions instead
erscheinen. Ein Blick in die Hilfe-Funktion
help inline
zeigt das selbe Ergebnis. Es sollen also anonyme Funktionen (siehe etwas weiter unten in diesem Text) anstelle von Inline-Funktionen verwendet werden.
== Funktionsstring ==
addiere = "a + b";
a = 5;
b = 10;
z = eval(addiere)
Ausgabe:
z = 15
== Anonyme Funktionen ==
{{Wikipedia | Anonyme Funktion}}
addiere = @(a, b) a + b;
x = 10;
y = 20;
z = addiere(x, y)
oder kürzer
addiere = @(a, b) a + b;
z = addiere(10, 20)
Ausgabe:
z = 30
== Nullstellen von Funktionen bestimmen ==
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
z = fzero(sinh2, 1)
Ausgabe:
z = -1.4436
Zur Kontrolle soll hier der Graph der Funktion dargestellt werden
clear;
close all;
clc;
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
x = -2 : 0.1 : 0;
y = sinh2(x);
z = fzero(sinh2, 1)
plot(x, y);
hold on;
plot(z, 0, "o", "Color", "red", "LineWidth", 2);
text (-1.8, 0.8, "Nullstelle");
line([z -1.7], [0, .7], "Color", "black");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_funktion5.jpg]]
Weiter unten im Text wird die ähnliche Funktion "fsolve" beschrieben. "fzero" benutzt zwei verschiedene Funktionen zur Problemlösung, darunter eben auch "fsolve".
Für die Nullstellenbestimmung von Polynomen gibt es die Funktion "roots". Näheres dazu folgt im nächsten Kapitel.
== Globale Variablen ==
Datei addiere.m:
function res = addiere()
global a b;
res = a + b;
end
Datei test1.m:
clear;
close all;
clc;
global a b;
a = 5;
b = 3;
addiere()
Ausgabe:
ans = 8
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie eine Funktion "ellipse", welche eine Ellipse am Bildschirm darstellt. Zur Erinnerung: Die Parameterdarstellung der Ellipse lautet <math>x = a\cdot\cos(t), y = b\cdot\sin(t), 0 \leq t \leq 2\pi</math>, Funktionsargumente seien a und b.
* Schreiben Sie <math>y = 2\cdot\sin(x) + 3\cdot\cos(x/2)</math>
** als normale Funktion
** als Funktionsstring
** als Inlinefunktion
** als anonyme Funktion
** stellen Sie diese Funktion grafisch am Bildschirm dar.
= Polynome =
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
% y = 2*x^3 + 5*x^2 + 4 für x = 2 berechnen
p = [2, 5, 0, 4];
polyval(p, 2)
Ausgabe:
ans = 40
== Polynome zeichnen ==
% y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 für das Intervall -5 <= x <= 5 grafisch darstellen
x = -5 : .1 : 5;
p = [2, 5, 0, 4];
y = polyval(p, x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_polynom1.jpg]]
== Nullstellen bestimmen ==
Für Polynome existiert die Funktion "roots" zur Nullstellenbestimmung.
% Nullstellen für y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 bestimmen
p = [2, 5, 0, 4];
r = roots(p)
Ausgabe:
r =
-2.76214 + 0.00000i
0.13107 + 0.84077i
0.13107 - 0.84077i
Dieses Polynom hat nur eine reelle Nullstelle. Diese liegt, wie am obigen Grafen zu ersehen ist, in der Nähe von -2.762. Die beiden anderen Nullstellen sind konjugiert komplex zueinander (wie es auch sein sollte).
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
* Zeichnen Sie das Polynom <math>y = 12x^4 - 70x</math> im Intervall <math>-5 \leq x \leq 5</math>.
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
== Einfache Berechnung mittels Gauß-Verfahren ==
{{Wikipedia | Gaußsches Eliminationsverfahren}}
Beispiel:
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = A \ b
Ausgabe:
x =
0
1
== Das gmres-Verfahren ==
gmres steht für Generalized Minimal Residual.
{{Wikipedia | GMRES-Verfahren}}
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = gmres(A, b)
Ausgabe:
gmres converged at iteration 2 to a solution with relative residual 2.22045e-16
x =
-1.6653e-16
1.0000e+00
Das Ergebnis weicht etwas vom gaußschen Verfahren ab, ist aber trotzdem im Rahmen der Näherung korrekt.
Weiters kennt Octave noch andere iterative Verfahren, z.B. cgs (Conjugate Gradient Squared) oder bicgstab (Bi-Conjugate Gradient Stabilized). Näheres zu diesen Verfahren siehe in der weiterführenden Literatur (z.B. bei Meister: Numerik linearer Gleichungssysteme, Vieweg+Teubner, 2011)
{{Wikipedia | CGS-Verfahren}}
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Octave (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Nichtlineare Gleichungssysteme =
== fsolve und fzero ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
xstart = 1;
[x, fval, info] = fsolve(f, xstart)
Ausgabe:
x = 2.4681
fval = -1.7764e-015
info = 1
* x ist eine Nullstelle in der Nähe vom Startwert xstart.
* fval ist die Abweichung, den f bei x aufweist.
* info ist ein "Fehlercode": 1 bedeutet, dass der relative Fehler in der spezifizierten Toleranz liegt (wie es sein soll). 3 würde bedeuten, dass der Algorithmus nicht konvergiert (z.B. weil keine Nullstelle existiert).
Zur Kontrolle plotten wir den Funktionsgraphen:
x = - 1 : .1 : 3;
y = x.^2 - 5.*cos(x) - 10;
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_nichtlin1.jpg]]
Und siehe da, die gesuchte Nullstelle liegt wie berechnet bei einem Wert nahe 2,5. Die Funktion <math>x^2 - 5\cos(x) - 10</math> hat noch eine zweite Nullstelle, wie in der folgenden Abbildung zu erkennen ist.
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
Diese zweite Nullstelle erhalten wir, wenn der Startwert in der Nähe dieser zweiten Nullstelle liegt, also z.B. bei -1. Ändern Sie einfach den entsprechenden Startwert im obigen Programmcode, und das Programm sollte die Nullstelle in der Nähe von -2.5 liefern.
Auch die Funktion ''fzero'' kann zur Lösung einer nichtlinearen Gleichung verwendet werden. Die Hilfe-Funktion von Octave empfiehlt dies sogar eindringlich für den Fall einer nichtlinearen Gleichung in einer Variablen. Für das gleiche Beispiel wie oben kann der Programmcode folgendermaßen aussehen:
Eingabe:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
[x0, y0] = fzero (f, [0, 3])
Ausgabe:
x0 = 2.4681
y0 = -1.2434e-14
== Gleichungssysteme ==
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Lösung:
f.m:
function y = f(x)
y(1) = 2*x(1) + 4*x(2);
y(2) = 4*x(1) + 8*x(2)^3;
end
test1.m:
clear;
close all;
clc;
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, -1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 0])
Ausgabe:
x =
-2 1
fval =
0 7.4930e-09
info = 1
x =
2 -1
fval =
0 -7.4930e-09
info = 1
x =
0 0
fval =
0 0
info = 1
== Aufgaben ==
* Bestimmen Sie die Nullstellen von <math>f(x) = x^2 - 3</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Bestimmen Sie die Nullstelle von <math>f(x) = sin(x) - x - 1</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Lösen Sie das folgende Gleichungssystem (und stellen Sie das Ganze grafisch am Bildschirm dar): <math> f_1 = x_1 + x_2 = 0; f_2 = x_1 + \sin{x_2} = 0</math>
= Interpolation =
== Eindimensionale Interpolation ==
{{Wikipedia | Interpolation (Mathematik)}}
Bezüglich eindimensionaler Interpolation sei auf die [https://docs.octave.org/v11.1.0/One_002ddimensional-Interpolation.html Octave-Dokumentation und Hilfefunktion zum Befehl " interp1"] verwiesen. Dort findet sich auch ein Programmbeispiel, das als Grundlage des folgenden Plots dient:
[[Datei:octave_interpol1.jpg]]
== Mehrdimensionale Interpolation ==
Bezüglich mehrdimensionaler Interpolation siehe die [https://docs.octave.org/v11.1.0/Multi_002ddimensional-Interpolation.html Hilfefunktion zu "interp2", "interp3" und "interpn"].
== Aufgabe ==
* Gegeben seinen die fünf Stützpunkte p1 = [1, 0], p2 = [2, -5], p3 = [3, 2], p4 = [4, 7], p5 = [5, 6]. Legen Sie eine Funktion (die Interpolierende) durch diese Stützpunkte. Eine Lösungsmöglichkeit:
xp = [1 2 3 4 5];
yp = [0, -5, 2, 7, 6];
xf = 1 : .1 : 5;
spl = interp1(xp, yp, xf, "spline");
pch = interp1(xp, yp, xf, "pchip");
plot(xp, yp, "or", "LineWidth", 2, xf, spl, "LineWidth", 2, ...
xf, pch, "LineWidth", 2);
legend("stuetzpunkte", "spline", "pchip", "location", "southeast");
[[Datei:octave_interpol3.jpg]]
= Differenzialrechnung =
== Polynome differenzieren ==
Es soll das Polynom <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> differenziert werden.
% Differenzieren des Polynoms y = 2*x^3 - 5*x^2 + 7
p = [2, -5, 0, 7];
polyder(p)
Ausgabe:
ans =
6 -10 0
D.h. also, die Ableitung von <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> ist <math>y' = 6x^2 - 10x</math>.
== Sonstige Funktionen differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 0.01 : 10;
y = 5 .* x .* sin(x);
y_strich = diff(y) / 0.01;
plot(x, y, "Color", "red", "LineWidth", 2);
hold on;
plot(x(1:length(x)-1), y_strich, "Color", "blue", "LineWidth", 2);
legend("y", "y'");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
diff(y) ist der Vektor aus den Differenzen y(2)-y(1), ..., y(n)-y(n-1). Für die genaue Arbeitsweise der diff-Funktion siehe "help diff".
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y^4 + 6y - 4</math>.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Polynome integrieren ==
Berechnen Sie das unbestimmte Integral von <math>y = 2x^3 - 7x^2 + 7</math>
p = [2, -7, 0, 7];
p_int = polyint(p)
Ausgabe:
p_int =
0.50000 -2.33333 0.00000 7.00000 0.00000
Das Ergebnis lautet also <math>\int{y dx} = 0.5x^4 - 2.33333x^3 + 7x + C</math> (auf die Integrationskonstante C darf nicht vergessen werden!).
== Gauß-Quadratur ==
{{Wikipedia | Gauß-Quadratur}}
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Gauß-Quadratur.
Datei f.m:
function y = f(x)
y = x^2;
end
Datei test1.m:
[v, ier, nfun, err] = quad ("f", 0, 3)
Ausgabe:
v = 9.0000
ier = 0
nfun = 21
err = 9.9920e-014
Erläuterung zur Ausgabe:
* v ... Resultat der Integration
* ier ... integer error code
* nfun ... Anzahl der Funktionsaufrufe
* err ... Fehler in der Lösung
== Quadratur mittels adaptiver Lobatto-Regel ==
Berechnen Sie diesmal das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Lobatto-Quadratur.
f = inline("x.^2");
v = quadl (f, 0, 3)
Ausgabe:
v = 9
Wie weiter oben bereits angesprochen kann bei der Ausgabe eine Warnung erfolgen. Inline-Funktionen sind inzwischen als obsolet erklärt und es sollen stattdessen anonyme Funktionen verwendet werden.
Zwecks Übung sei nachfolgend nochmals dieses Beispiel berechnet. Diesmal wird aber eine anonyme Funktion verwendet.
v = quadl (@(x) x.^2, 0, 3)
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y4 + 6y - 4</math>.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von -5 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4. Verwenden Sie hierzu die Simpsonregel (siehe dazu in der Hilfefunktion den Befehl "quadv").
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== ode23, ode45 und lsode ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen stehen die Funktionen
* ode23
bzw.
* ode45
zur Verfügung. Diese Funktionen implementieren das Runge-Kutta-Verfahren. "ode" steht für "Ordinary Differential Equation" (also auf Deutsch für "Gewöhnliche Differentialgleichung"). Die Zahlen bei ode23 oder ode45 stehen für die Ordnung.
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
clear;
close all;
clc;
[x, y] = ode45(@(x,y) (x^2+y^3), [0 1], 0);
plot(x, y, "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_ode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "ode45" (oder "ode23") siehe die Octave-Hilfe.
Auch die Funktion "lsode" steht zur Lösung von ODEs zur Verfügung.
Beispiel <math>y' = x + y</math>:
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1 : 5;
[y2, istate, msg] = lsode(@(x,y) (x + y), 1, t);
istate
msg
plot(t, y2);
Ausgabe:
istate = 2
msg = successful exit
[[Datei:octave_lsode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "lsode" siehe die Octave-Hilfe.
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Octave. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
= Die Fast-Fourier-Transformation =
{{Wikipedia | Schnelle Fourier-Transformation}}
Für die Funktion "fft" siehe das Octave-Hilfesystem.
= Mengenrechnung =
== Vereinigungsmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
union(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
1 2 3 4 6
== Schnittmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
intersect(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
2 4
= Logik =
Logische Operatoren werden oft benötigt, z.B. bei Schleifen und Verzweigungen.
Octave kennt die logischen Operatoren <code>or, and, not</code> und <code>xor</code>. Als Beispiel sei die Wahrheitstabelle für den Operator <code>or</code> dargestellt.
A B A or B
--------------------
true true true
true false true
false true true
false false false
In Octave kann das so ausgedrückt werden:
or( true, true )
or( true, false )
or( false, true )
or( false, false )
Ausgabe:
ans = 1
ans = 1
ans = 1
ans = 0
Zahlen ungleich 0 stehen für true, 0 für false. Z.B.:
or( 22, 0)
Ausgabe:
ans = 1
Äquivalent zu <code>or</code> ist der Operator <code>|</code>:
22 | 0
Ausgabe:
ans = 1
Zwecks näheren Informationen zu den Operatoren <code>and (&, &&), not (~, !)</code> und <code>xor</code> bemühe man Octaves Help-Funktion.
Bitweise logische Funktionen kennt Octave auch, so kann man z.B. zwei Zahlen mit dem bitweisen OR-Operator verknüpfen:
0b1100101
0b0110001
---------
0b1110101
Oder in Dezimalzahlen:
101
49
---
117
In Octave:
bitor( 0b1100101, 0b0110001 )
dec2bin( ans )
Ausgabe:
ans = 117
ans = 1110101
Zu <code>bitand, bitxor</code> usw. siehe die Octave-Hilfe-Funktion.
= Stochastik =
==Deskriptive Statistik ==
=== Lageparameter ===
Arithmetischer Mittelwert:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
mw = mean(vec)
Ausgabe:
mw = 5.7143
Der Median oder Zentralwert läßt sich folgendermaßen berechnen:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
median(vec)
Ausgabe:
ans = 4
Der Modus oder häufigste Wert läßt sich mittels "mode"-Funktion eruieren:
vec = [1 2 1 3 5 1 2 7];
[m, f, c] = mode (vec);
disp(m);
disp(f);
disp(c);
Ausgabe:
1
3
{
[1,1] = 1
}
m (erste Zeile der Ausgabe) ist der Modus. f (zweite Zeile) ist die Häufigkeit. Näheres dazu siehe im Octave-Hilfesystem.
=== Streuungsparameter ===
Varianz:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
v = var(vec)
Ausgabe:
v = 6.3333
Standardabweichung:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
s = std(vec)
Ausgabe:
s = 2.5166
=== Grafiken erzeugen ===
Histogramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6 1 1 1 2];
hist(v, max(v));
Ausgabe:
[[Datei:octave_histo2.jpg]]
Balkendiagramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
bar(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_bar111.jpg]]
Treppendiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stairs(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stairs1.jpg]]
Stabdiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stem(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stem1.jpg]]
=== Aufgaben ===
Gegeben sei folgende Datentabelle mit den Werten:
v1 = [3 4 1 1 7 2 1 9 2 5 9 7 2 2 9 2 2 1 2 8]
v2 = [1 1 0 2 3 4 1 2 7 0 2 1 5 5 5 4 5 2 5 0]
* Berechnen Sie die Lageparameter und Streuungsparameter des Vektors v1.
* Berechnen Sie Kovarianz und Korrelationskoeffizient der beiden zugeordneten Vektoren v1 und v2.
* Zeichnen Sie das Histogramm des Vektors v1.
== Wahrscheinlichkeitsrechnung ==
=== Kombinatorik ===
Der Binomialkoeffizient:
<math>\binom{n}{k}=\frac{n!}{k!(n-k)!}</math>
In Octave z.B.:
n = 30;
k = 4;
n_ueber_k = nchoosek (n, k)
Ausgabe:
n_ueber_k = 27405
Permutationen sind die verschiedenen Anordnungsmöglichkeiten mit der Anzahl n! = n * (n-1) * ... * 2 * 1.
Beispiel:
v = [1, 2, 3];
p = perms(v)
Ausgabe:
p =
1 2 3
2 1 3
1 3 2
2 3 1
3 1 2
3 2 1
n! (n-Fakultät) selbst kann so berechnet werden:
% 10!
n = 10;
factorial (n)
Ausgabe:
ans = 3628800
=== Verteilungen ===
Octave kennt eine ganze Reihe von Dichte- und Verteilungsfunktionen und zwar
* Probability Density Functions (PDF, Dichtefunktionen)
* Cumulative Distribution Functions (CDF, Verteilungsfunktionen)
Z.B.:
* Binomialverteilung:
** binopdf
** binocdf
* Hypergeometrische Verteilung:
** hygepdf
** hygecdf
* Normalverteilung:
** normpdf
** normcdf
* Studentverteilung:
** tpdf
** tcdf
* Weibullverteilung:
** wblpdf
** wblcdf
Ein Codebeispiel zur Binomialverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 1 : 10;
n = 10;
p = 0.1;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(221);
bar(x, b1);
title("binopdf");
text(1, 0.1, "n=10; p=0.1");
subplot(222);
bar(x, b2);
title("binocdf");
text(1, 0.5, "n=10; p=0.1");
n = 10;
p = 0.5;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(223);
bar(x, b1);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
subplot(224);
bar(x, b2);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
Ausgabe:
[[Datei:octave_bino3.jpg]]
Möglicherweise erhalten Sie bei diesem Beispiel eine Fehlermeldung in der Form
error: 'binopdf' undefined near line 8, column 6
The 'binopdf' function belongs to the statistics package from Octave
Forge which you have installed but not loaded. To load the package, run
'pkg load statistics' from the Octave prompt.
Laden Sie einfach das Paket für die Statistikfunktionen, wie in der Fehlermeldung beschrieben.
Ein Codebeispiel zur Normalverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = -4 : .1 : 4;
b1 = normpdf(x);
b2 = normcdf(x);
subplot(121);
plot(x, b1);
title("normpdf");
grid on;
subplot(122);
plot(x, b2);
title("normcdf");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_norm111.jpg]]
== Zufallszahlengeneratoren ==
Octave kann Zufallszahlen aus einer großen Anzahl von Verteilungen generieren, z.B.
* Chi-Quadrat-Verteilung: chi2rnd
* Log-Normal-Verteilung: lognrnd
* Normalverteilung: normrnd
Codebeispiel:
mean = 0;
standardabweichung = 1;
zufallszahl = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe (gibt eine Zufallszahl rund um den Mittelwert 0 aus), z.B.
zufallszahl = 1.0451
Auch Zufallsvektoren (oder Zufallsmatrizen) können erstellt werden:
mean = [0 0 0 0 0];
standardabweichung = 1;
zufallsvektor = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe, z.B.:
zufallsvektor =
1.47108 -0.51280 0.52726 0.31730 -1.04422
= Einfache Benutzeroberflächen erstellen=
== Input ==
fflush (stdout);
x = input("Gib eine Zahl ein: ");
disp(2 * x);
Ein-/Ausgabe:
Gib eine Zahl ein: 12
24
Der "fflush"-Befehl sollte immer vor dem Aufruf des input-Befehls aufgerufen werden. Näheres zu "fflush" siehe im Octave-Hilfesystem.
== Diverse einfache vorgefertigte Dialoge ==
Fehlermeldung:
errordlg("Fehlermeldung");
[[Bild:octave_fehlermeldung1.jpg]]
Warnung:
warndlg("Warnung");
[[Bild:octave_warnung1.jpg]]
Hilfedialog:
helpdlg
[[Bild:octave_hilfe1.jpg]]
Abfragedialog:
button = questdlg ("Frage")
[[Bild:octave_abfrage1.jpg]]
Eingabedialog:
in = inputdlg("Eingabe")
[[Bild:octave_eingabe1.jpg]]
Messagebox:
h = msgbox ("Eine Mitteilung!");
[[Bild:octave_messagebox1.jpg]]
== Komplexere vorgefertigte Dialogboxen ==
=== Menübox ===
auswahl = menu("Auswahl", "Affe", "Elefant", "Loewe", "Sonstiges");
switch(auswahl)
case 1
disp "Affe quietscht"
case 2
disp "Elefant trompetet"
case 3
disp "Loewe bruellt"
otherwise
disp "Sonstiges"
end
Ausgabe:
[[Bild:octave_menu1.jpg]]
Es werde beispielsweise die Nummer 2 gewählt.
Ausgabe:
Elefant trompetet
=== Dialogliste ===
clear;
close all;
clc;
opt = {"Eins", "Zwei", "Drei"};
[sel, ok] = listdlg ("ListString", opt, "SelectionMode", "Multiple");
if (ok == 1)
for i = 1 : numel(sel)
disp(opt{sel(i)});
end
else
disp("Cancel");
end
[[Bild:octave_dialog1.jpg]]
Es werden beispielsweise alle Optionen ausgewählt.
Ausgabe:
Eins
Zwei
Drei
=== Fortschrittsbalken ===
h = waitbar ([0.5])
[[Bild:octave_fortschritt1.jpg]]
=== Datei- und Verzeichnisdialoge ===
Dateidialog:
[fname, fpath, fltidx] = uigetfile ()
[[Bild:octave_dateidialog2.jpg]]
Ähnlich sind die Befehle "uiputfile" und "uigetdir". Dazu sei auf die Octave-Hilfe verwiesen.
== Eigene Dialoge kreieren ==
Dieses Thema sei hier nur kurz angerissen.
Programmcode:
d = dialog("Position", [300, 300, 250, 150], "Name", "Dialog");
txt = uicontrol("Parent", d, ...
"Style", "text", ...
"Position", [20, 80, 210, 40], ...
"String", "Hallo Welt");
btn_servus = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [30, 20, 80, 30], ...
"String", "Servus", ...
"Callback", "disp('Servus angeklickt!');");
btn_hallo = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [140, 20, 80, 30], ...
"String", "Hallo", ...
"Callback", "disp('Hallo angeklickt!');");
uiwait(d);
Ausgegebenes Dialogfenster:
[[Bild:octave_dialog100.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole (je nach gedrücktem Button), z.B.:
Servus angeklickt!
Die Position wird als [links, unten, breite, höhe] angegeben. Der Koordinatennullpunkt liegt, bezogen auf das Elternfenster, links unten. Es sind auch negative Koordinatenwerte möglich. Sinnvoll ist das z.B. bei einem dynamischen Ausblenden ohne zu löschen, oder für Animationen.
[[Bild:Cartesian-coordinate-system.svg | 150px]]
Wer mehr dazu wissen will, sei auf die Octave-Dokumentation verwiesen. Insbesondere siehe
* dialog
* uicontrol
* uipanel
* uibuttongroup
* uitable
* uimenu
* uitoolbar
== Aufgaben ==
=== Aufgabe 1 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit einem Texteingabefeld und einem Button. Beim Klicken auf den Button soll der Eingabetext auf der Konsole ausgegeben werden. Das Dialogfenster soll also in etwa so aussehen:
[[Bild:octave_dialog105.jpg]]
Da dies etwas komplizierter als das oben gezeigte Beispiel ist, werden nachfolgend ein paar Codefragmente zwecks Lösung angegeben:
Datei button_callback.m:
function button_callback(editHandle)
eingegText = get(editHandle, "String");
disp(eingegText);
end
Codefragement in test1.m:
% ...
edit = uicontrol(% ...
"Style", "edit", ...
%, ...
"HorizontalAlignment", "left");
btn = uicontrol(% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit));
% ...
Aufruf mit:
octave test1.m
Eingabe von z.B. "Hallo Welt!":
[[Bild:octave_dialog106.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole nach dem Drücken des Buttons:
Hallo Welt!
=== Aufgabe 2 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit zwei Eingabefeldern und einem Button. Eingegeben in diese zwei Eingabefelder werden vom Benutzer Zahlen. Auf der Konsole ausgegeben werden soll, nach Drücken des Buttons, das Produkt dieser zwei Zahlen.
Auch hier werden wieder Codefragemente angegeben.
Datei button_callback.m:
function button_callback(edit1, edit2)
zahl1 = str2double(get(edit1, 'String'));
zahl2 = str2double(get(edit2, 'String'));
disp(zahl1 * zahl2);
end
Codefragment Datei test1.m:
% ...
btn = uicontrol("Parent", d, ...
% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit1, edit2));
% ...
Was passiert, wenn der Benutzer keine Zahlen, sondern beliebige Strings eingibt?
= Fehlerhandling mit try/catch =
Die try/catch-Anweisung entspricht weitgehend jener, die aus höheren Programmiersprachen wie C++ oder Java bekannt sind. Aufgebaut ist diese Anweisungsfolge so:
try
BODY
catch
CLEANUP
end
Beispiel:
clear;
close all;
clc;
try
a = 10 / "zahl";
disp(a);
disp("Weiter im try-Block");
catch
disp("Catch: Kann nicht durch einen String dividieren");
end
Ausgabe:
Catch: Kann nicht durch einen String dividieren
Sinnvoll ist die try/catch-Folge, wenn z.B. auch in einem Fehlerfall Dateien wieder geschlossen werden sollen.
= Ein- und Ausgabe =
== Formatierte Ausgabe am Bildschirm, formatiertes Lesen von der Tastatur ==
Folgendes Beispiel ist der Octave-Hilfe (von Octave 3.0.3) entnommen:
pct = 37;
filename = "foo.txt";
printf ("Processed %d%% of `%s'.\nPlease be patient.\n", pct, filename);
Ausgabe:
Processed 37% of `foo.txt'.
Please be patient.
"printf" gibt einen formatierten String am Bildschirm (genauer in den Stream stdout) aus. Wie man sieht, orientiert sich das Format an der Programmiersprache C.
Für das formatierte Lesen vom Stream stdin (normalerweise also von der Tastatur) steht das Pendant "scanf" bereit.
== Von einem String lesen bzw. in einen String schreiben ==
Bezüglich der Funktionen
* sprintf
und
* sscanf
sei auf die Octave-Hilfefunktion verwiesen.
== Lesen und Schreiben von einer Datei ==
=== Datei schreiben ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Schreiben öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "w");
% Etwas in die Datei schreiben
fprintf(datei, "Hallo, Welt!");
% Datei schließen
fclose(datei);
=== Datei lesen ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Lesen öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "r");
% Etwas aus der Datei lesen
[string] = fscanf(datei, "%s");
disp(string);
% Datei schließen
fclose(datei);
Ausgabe:
Hallo,Welt!
=== Dateiende prüfen ===
Mittels des Befehls
feof(FID);
kann das Dateiende geprüft werden. Wenn die EOF-Bedingung zutrifft, dann wird 1 zurückgegeben, wenn nicht dann 0. Ein Beispiel folgt später als Lösung einer Aufgabe.
=== warning und error ===
Eine Warnung kann man am stderr-Stream ausgeben. Die warning-Funktion entspricht ansonsten der printf-Funktion. Nach Ausgabe der Warnung wird das Programm normal fortgesetzt.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
warning("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
warning: Matrix ist singulaer
warning: called from
test1 at line 5 column 3
Weiter geht's
Schärfer ist der error-Befehl. Die Fehlermeldung wird am stderr-Stream ausgegeben. Vom Format her entspricht diese Funktion dem printf-Befehl. Nach Ausgabe der Fehlermeldung wird das Programm beendet.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
error("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
error: Matrix ist singulaer
error: called from
test1 at line 5 column 3
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie ein Programm, das die Zahlen 1 bis 10 zeilenweise in eine Datei ausgibt.
* Lesen Sie diese Zeilen wieder von der Datei ein und geben Sie sie am Bildschirm aus.
* Gegeben sei eine Datei. Lesen Sie die Daten aus dieser Datei ein und rechnen Sie per Octave-Programm den Gesamtpreis für alle Tiere aus. Die Anzahl der Zeilen und der genaue Dateinhalt sei Ihnen vorab nicht bekannt. Bekannt ist nur das Datenformat wie folgt:
Nr. Name Einzelpreis Stueck
1 Affe 15000.50 2
2 Loewe 11000.90 1
3 Nashorn 45000.10 1
4 Elefant 51245.90 3
5 Tiger 9000.70 2
6 Maus 34.90 12
Eine einfache Lösung ohne Schnickschnack (Fehlerüberprüfungen etc.) für dieses Beispiel könnte wie folgt aussehen:
clear;
close all;
clc;
datei = fopen ("c:/tmp/daten1.txt", "r");
gesamtpreis = 0;
% Kopfzeile einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%s %s %s %s", "C");
while(feof(datei) == 0)
% Datensätze einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%d %s %f %d", "C");
gesamtpreis += preis*stk;
end
fclose(datei);
disp("Gesamtpreis = ");
format long;
disp(gesamtpreis);
Ausgabe:
Gesamtpreis =
258159.900000000
= Datencontainer =
== Datenstrukturen ==
Pseudocode:
STRUKTUR s
ZAHL a
VEKTOR b
STRING c
END
Octave-Code:
s.a = 45.9;
s.b = [1 2 3 4 5];
s.c = "Hallo!";
s
Ausgabe:
s =
scalar structure containing the fields:
a = 45.90000000000000
b =
1 2 3 4 5
c = Hallo!
Um ein paar weitere Möglichkeiten zum Handling mit Datenstrukturen aufzuzeigen, sei folgender Code aufgeführt.
Datei addsub.m
function res = addsub(a, b)
res.x = a + b;
res.y = a - b;
end
Datei test1.m
clear;
clc;
addsub(10, 50)
r = addsub(30, 70)
r.x
r.y
++r.x
Ausgabe:
ans =
scalar structure containing the fields:
x = 60
y = -40
r =
scalar structure containing the fields:
x = 100
y = -40
ans = 100
ans = -40
ans = 101
Die Funktion "addsub" liefert die Struktur res mit zwei Zahlenwerten. Die Elemente der Datenstruktur können auch außerhalb der Funktion angesprochen werden. Auch gerechnet werden kann mit diesen Elementen.
== Cell Arrays ==
Manchmal kann es sinnvoll sein mehrere Variablen verschiedenen Typs und Größe in einer Variablen zu speichern. Dies funktioniert ähnlich wie bei Vektoren. Es werden aber geschweifte Klammern verwendet.
Eingabe:
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44}
c{1}
c{1:2}
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = Hallo Welt!
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
ans = Hallo Welt!
ans = Hallo Welt!
ans =
2 2
Elemente des Cell Arrays können auch wieder mit Variablen anderen Typs überschrieben werden.
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44};
c{1} = 5;
c
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = 5
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
= Objektorientierte Programmierung =
Octave unterstützt auch objektorientierte Programmierung mit dem Schlüsselwort <code>classdef</code> (ab Version 4.0). Dieses Thema ist zwar etwas fortgeschritten, wird aber trotzdem kurz behandelt.
[[Bild:octave_oop1.svg|150px]]
Datei Auto.m:
classdef Auto
properties
marke1 = "Beemweh"
endproperties
methods
function zeige1(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke1]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei Cabrio.m:
classdef Cabrio < Auto
properties
marke2 = "Cabrio"
endproperties
methods
function zeige2(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke2]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei test1.m:
obj = Cabrio("Cabrio");
obj.zeige1();
obj.zeige2();
Ausgabe (Aufruf mittels "octave test1.m"):
Marke: Beemweh
Marke: Cabrio
GNU Octave kann auch Mehrfachvererbung:
classdef Unterklasse < Oberklasse1 & Oberklasse2
Für die Reihenfolge der Vererbung gilt: Die zuerst genannte Klasse hat Vorrang.
Man kann mittels <code>private, protected, public</code> Daten auch kapseln:
properties(SetAccess = private, GetAccess = public)
methods (Access = public)
Standardmäßig sind alle Methoden und Attribute <code>public</code>.
Weiterführendes siehe z.B. in der [https://docs.octave.org/latest/Object-Oriented-Programming.html Octave-Dokumentation].
= Octave im Zusammenspiel mit anderen Programmiersprachen =
Man kann GNU Octave zur Kommunikation mit anderen Programmiersprachen bewegen, und das in beide Richtungen:
* GNU Octave -> andere Programmiersprache
* andere Programmiersprache -> GNU Octave
Hier die ganzen Möglichkeiten detailliert zu beschreiben würde zu weit führen. Wir beschränken uns im Wesentlichen auf die Erstellung von .oct-Files (C/C++; Fortran würde auch gehen, ist aber komplizierter) und zählen im Anschluss daran ein paar weitere Varianten auf.
== .oct-Dateien ==
Eine .oct-Datei in GNU Octave ist eine kompilierte C/C++-Datei, die als dynamisch ladbares Objekt direkt in Octave ausgeführt werden kann. oct-Dateien sind meist schneller als nativer Octave-Code.
1. Schritt: Erstelle z.B. eine C++-Datei ''quadrat.cc'' (es soll das Quadrat einer Zahl berechnet werden)
#include <octave/oct.h>
DEFUN_DLD(quadrat, args, nargout, "Quadrat einer Zahl berechnen")
{
double x = args(0).double_value();
double res = x*x;
return octave_value(res);
}
* <code>DEFUN_DLD</code> ist ein Makro. Damit wird angezeigt, dass es sich um eine dynamisch ladbare Funktion handelt ('''De'''fine '''Fun'''ction – '''D'''ynamically '''L'''inked '''D'''istribution).
* Der erste Parameter muss mit dem Namen der Funktion und der erstellten oct-Datei übereinstimmen, also hier <code>quadrat</code>.
* <code>args</code>: Argumente die beim Aufruf in Octave übergeben werden.
* <code>nargout</code>: Anzahl der Rückgabewerte.
* "Quadrat einer Zahl berechnen": Dokumentationsstring
2. Schritt: ''quadrat.cc'' kompilieren
# Terminal öffnen
# In das quadrat.cc-Verzeichnis wechseln
# Octave aufrufen
# cc-Datei zu einer oct-Datei kompilieren: <code>mkoctfile quadrat.cc</code>
# Wenn das ohne Fehlermeldung durchläuft, so sollte im Anschluss eine (relativ große) ''quadrat.oct''-Datei im entsprechenden Verzeichnis zu finden sein.
3. Schritt: Funktion <code>quadrat()</code> in Octave aufrufen, z.B.:
y = quadrat(5)
Es ergibt sich folgende Ausgabe:
y = 25
Damit das funktioniert, müssen natürlich die entsprechenden Werkzeuge (Compiler etc.) installiert sein. Darauf wird hier aber nicht näher eingegangen.
Die Dokumentation zu den .oct-Dateien findet sich auf [https://docs.octave.org/v11.1.0/Oct_002dFiles.html].
== Andere Möglichkeiten ==
* .mex-Dateien ('''M'''ATLAB '''Ex'''ecutables): Wenn man kompatibel zu MATLAB bleiben muss
* Java- oder Python-Schnittstelle (Nachteil: langsamer als .oct-Dateien)
Bevor man aber diese Möglichkeiten in Anspruch nimmt, sollte man vektorisieren. Damit lassen sich oft schon höhere Geschwindigkeiten erzielen. Dieses Thema wurde früher schon kurz behandelt ([[Ing_Mathematik:_Numerische_Mathematiksysteme_am_Beispiel_von_Octave#Die_FOR-Schleife|FOR-Schleife]]).
= Octave und die Tabellenkalkulation =
== Lesen ==
GNU Octave kann auch CSV-, LibreOffice Calc- oder MS Excel-Dateien einlesen.
Gegeben sei folgende schematisierte Datei im LibreOffice Calc-Format (test1.ods):
Februar März
Freitag 23 26
Samstag 17 41
Sonntag 34 37
=== Direkt als ODS-Datei einlesen ===
Die odsread-Funktion muss via io-Package geladen werden. Dieses Package ist nicht standardmäßig installiert, sondern kann z.B. bei openSUSE Tumbleweed mittels YaST als octave-forge-io installiert werden. Danach wird das Package geladen (pkg load io) und die Daten mittels odsread eingelesen.
pkg load io
[num, txt, raw] = odsread('test1.ods');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Ausgabe:
23 26
17 41
34 37
------------
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] =
[3,2] =
[4,2] =
[1,3] = März
[2,3] =
[3,3] =
[4,3] =
}
------------
{
[1,1] = [](0x0)
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
=== Als CSV-Datei einlesen ===
Die Datei test1.ods wird per LibreOffice Calc als CSV-Datei test1.csv (Trennzeichen ist der Strichpunkt) gespeichert (Achtung: gespeichert, nicht exportiert!):
;Februar;März
Freitag;23;26
Samstag;17;41
Sonntag;34;37
==== Mit csv2cell ====
Wir wollen hier den Strichpunkt als Trennzeichen verwenden. Per Default wird nämlich der Beistrich als Trennzeichen interpretiert.
pkg load io;
data = csv2cell("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data{2, 2});
Ausgabe:
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
---------------
23
==== Mit dlmread ====
data = dlmread("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data(2, 2));
Ausgabe:
0 0 0
0 23 26
0 17 41
0 34 37
---------------
23
==== Mit importdata ====
data = importdata("test1.csv");
disp(data)
disp("------------")
disp(data.data);
disp("------------")
disp(data.data(2,2));
Ausgabe:
data =
23 26
17 41
34 37
textdata =
{
[1,1] = ;Februar;März
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
}
rowheaders =
{
[1,1] = Freitag
[2,1] = Samstag
[3,1] = Sonntag
}
------------
23 26
17 41
34 37
------------
41
Damit haben wir schon etliche Funktionen zu diesem Zweck kennengelernt. Weiter Funktionen zu
diesem Zweck sind z.B.
* csvread
* textscan
=== Als XLSX-Datei einlesen ===
Wir speichern unsere test1.ods-Datei als test1.xlsx-Datei. Dies ist das MS Excel-Standardformat. Und schon können wir den xlsread-Befehl zum Einlesen der Daten verwenden.
pkg load io
[num, txt, raw] = xlsread('test1.xlsx');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Die Ausgabe ist gleich wie oben bei der odsread-Funktion.
== Schreiben ==
=== Direkt als ODS-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
odswrite('test1.ods', data);
=== Als XLSX-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
xlswrite('test1.xlsx', data);
=== Als CSV-Datei schreiben ===
* dlmwrite
* csvwrite
* fprintf
= Octave GUI =
Das GUI-Programm ('''G'''raphical '''U'''ser '''I'''nterface) von Octave entspricht im Wesentlichen anderen Programmier-Benutzeroberflächen (IDEs ... '''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironments), wie z.B. Eclipse (Java), Code::Blocks (C/C++) oder Spyder (Python). Nachfolgend ist ein Screenshot des Octave-GUI mit einigen Anmerkungen dargestellt.
[[Bild:octave_gui2.jpg|600px]]
Probieren Sie einfach die Möglichkeiten der zur Verfügung gestellten GUI/IDE aus.
= Komplexere Aufgaben =
* Berechnen Sie die Fläche, den Umfang, die Seitenlängen, den Inkreis und den Umkreis eines Dreiecks. Stellen Sie das Dreieck inklusive In- und Umkreis grafisch dar. Speichern Sie die Daten in einer Datei. Die drei Eckpunkte dieses Dreiecks sollen vom Benutzer beliebig vorgegeben werden.
* Die Werte einer beliebig großen quadratischen Matrix seien in einer Datei gespeichert. Lesen Sie diese Datei ein und berechnen Sie daraus die Determinante der Matrix, die inverse Matrix, die Eigenvektoren und -werte, die Spur. Führen Sie die LR-Zerlegung durch. Geben Sie diese Werte am Bildschirm aus.
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Octave. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechende weiterführende Literatur, die Octave-Hilfefunktion und die Octave-Dokumentation verwiesen. Octave kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Aber auch Octave selbst ist erweiterbar. Man siehe z.B. Octave Packages (https://gnu-octave.github.io/packages/) oder man schreibt selbst Erweiterungen.
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
zurücklink=Ing Mathematik: Computeralgebrasysteme am Beispiel von Maxima|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
npaqu72pztgvdnvssvnk17j9d31pfww
1091182
1091179
2026-09-21T12:39:58Z
Intruder
1513
/* Objektorientierte Programmierung */ Bildgröße
1091182
wikitext
text/x-wiki
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
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hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Octave ==
* Octave ist eine Software zur numerischen Lösung mathematischer Probleme.
* Octave ist Open-Source (GPL-Lizenz).
* Octave ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Octave ist weitgehend kompatibel zum Numerik-Standardprogramm {{W|Matlab|MATLAB}}.
* Octave ist ein Interpreter.
* Octave als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | GNU Octave}}
== Octave installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Octave-Paket von der Webseite [https://octave.org/download] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Octave bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Dazu gehen Sie auf die Seite [https://wiki.octave.org/Category:Installation], wählen die vorhandene Linux-Variante und folgen der angegebenen Beschreibung (z.B. <code>zypper ... </code> für openSUSE. Oder Sie benutzen unter openSUSE Tumbleweed direkt das Setup-Programm {{W|YaST}}).
== Octave starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Octave-Programm doppelklicken (für das Konsolenprogramm ... CLI, für die grafische Benutzeroberfläche ... GUI). Und schon startet das Programm.
[[Datei:octavestart1.jpg]]
=== Linux ===
In einer Linux-Konsole den Befehl "octave" eintippen, mit der RETURN-Taste bestätigen, und das Programm (CLI) startet:
GNU Octave (x86_64-suse-linux-gnu) version 11.1.0
Copyright (C) 1993-2026 The Octave Project Developers.
License GPLv3+: GNU GPL version 3 or later <https://gnu.org/licenses/gpl.html>
This is free software; see the source code for copying conditions.
There is NO WARRANTY, to the extent permitted by law. For details, type 'warranty'.
Home page: <https://octave.org>
Support resources: <https://octave.org/support>
Improve Octave: <https://octave.org/get-involved>
For changes from previous versions, type 'news'.
octave:1>
Um Octave mit der eingebauten GUI zu starten, kann der Befehl <code>octave --force-gui</code> verwendet werden:
[[File:Gnu_Octave_IDE.png|600px]]
Alternativ kann, z.B. unter openSUSE Tumbleweed (mit {{W|KDE Plasma 6|KDE-Plasma}}), die Octave-IDE auch über den Application Launcher im Menü ''Education -> GNU Octave'' gestartet werden.
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Im Folgenden wird immer das Konsolenprogramm (CLI ... Command Line Interface) für die Eingabe von Befehlen benutzt. Erst gegen Ende dieses Textes wird auch kurz auf das GUI von Octave eingegangen.
Teilweise werden Ergebnisse der älteren Octave-Version 3.0.3 dargestellt. Die dargestellten Grafiken und Ausgabetexte können je nach Version leicht voneinander abweichen. Der Text wurde ursprünglich mit der Octave-Version 3.0.3 erstellt und anschließend auf die Versionen 5.2 bis 11.1.0 aktualisiert. Dieser Mischmasch sollte aber kein Problem darstellen.
Getestet wurden die Beispiele ursprünglich unter dem Betriebssystem MS Windows 10, später auch mit MS Windows 11, bzw. mit openSUSE Leap 15.6 (Octave 6.4.0, nur vereinzelt) und ab März 2026 auch mit openSUSE Tumbleweed (ab Octave 10.3.0, nur vereinzelt).
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Octave mit dem Prozentzeichen (%) oder alternativ mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Octave-Interpreter ignoriert. Will man kompatibel mit MATLAB bleiben, so ist die Version mit dem %-Zeichen vorzuziehen. Text kann mit der disp-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Octave und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
octave-3.0.3.exe:1> % Das ist ein Kommentar
octave-3.0.3.exe:2> # und das auch
octave-3.0.3.exe:3> disp "Hallo Welt!"
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (z.B. octave-3.0.3.exe:1>) ist natürlich abhängig von der Octave-Version und den schon eingegebenen Zeilen. Er ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Octave-System geliefert.
Strings können in Octave entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
= Octave als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Octave. Geben Sie dann die Formel
octave-3.0.3.exe:1> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN und erhalten als Ergebnis
ans = 15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
octave-3.0.3.exe:2> sin(sqrt(15))
ans = -0.6679
Octave kennt eine Handvoll von Konstanten, z.B.:
Zeilenweise Eingabe:
% Die Kreiszahl PI
pi
% Die Eulersche Zahl
e
% Zur Maschinengenauigkeit
eps
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 2.7183
ans = 2.2204e-016
"ans" steht übrigens für den Begriff "answer" (auf Deutsch "Antwort"). Mit "ans" kann wie mit jeder anderen Variable oder Konstanten weitergerechnet werden, z.B.:
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 10
ans = 62.832
Die Ausgabe eines Befehls am Bildschirm (das "Echo") kann übrigens durch Anwendung des Semikolons (;) unterdrückt werden. Gezeigt werden soll dies nun mit Hilfe des obigen Beispiels. Es soll nur der Umfang ausgegeben werden, nicht der Radius.
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10;
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 62.832
Vielleicht ist manchem die Genauigkeit, mit der Echo bzw. der Befehl disp Werte ausgibt, nicht ausreichend. Dem kann Abhilfe verschafft werden und zwar so:
Eingabe:
format short
pi
format long
pi
format longe
pi
% usw.
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 3.14159265358979
ans = 3.14159265358979e+00
Beenden lässt sich das Octave-Programm durch Eingabe von quit oder exit (und natürlich zur Bestätigung die RETURN-Taste drücken).
== Die Hilfefunktion von Octave ==
Die Eingabe von help mit Angabe eines Funktionsnamens liefert detaillierte Infos zu der gesuchten Funktion.
Eingabe:
help sin
Ausgabe:
'sin' is a built-in function from the file libinterp/corefcn/mappers.cc
-- Y = sin (X)
Compute the sine for each element of X in radians.
See also: asin, sind, sinh.
Additional help for built-in functions and operators is
available in the online version of the manual. Use the command
'doc <topic>' to search the manual index.
Help and information about Octave is also available on the WWW
at https://www.octave.org and via the help@octave.org
mailing list.
Auch gibt es die doc-Funktion für eine vollständige Dokumentation des Octave-Systems, z.B.:
Eingabe:
doc
Ausgabe:
[[Datei:Octave_730_doc_screenshot.jpg]]
== Sonstige einfache Berechnungen ==
In octave gibt es eine "umgekehrte" Division:
11 / 2 % normale Division (Rechtsdivision)
11 \ 2 % umgekehrte Division (Linksdivision)
Ausgabe:
ans = 5.5000
ans = 0.1818
Potenzieren kann man so:
12^5
Ausgabe:
ans = 248832
Den Modulo-Operator % wie in C/C++, Java oder Python gibt es in Octave '''nicht'''. Das Prozentzeichen ist dem Kommentar vorbehalten. Man kann aber eine Funktion hierfür benutzen
y = mod(20, 3)
Ausgabe:
y = 2
Runden mit und auf Ganzzahlen kann man in Octave so:
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
y = int32(15) / int32(4)
Ausgabe:
x = 3
y = 4
Siehe dazu aber auch die Funktionen <code>floor</code>, <code>ceil</code> und <code>idivide</code>.
Mittels <code>int32()</code> werden Zahlen als 32-Bit-Ganzzahlen dargestellt. Standardmäßig ist der Datentyp nämlich <code>double</code>. Das ist zu beachten, es ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse.
Beispiel:
clear();
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
c = 10;
d = 3;
y = c / d
whos()
Ausgabe:
x = 3
y = 3.3333
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 4 int32
b 1x1 4 int32
c 1x1 8 double
d 1x1 8 double
x 1x1 4 int32
y 1x1 8 double
Total is 6 elements using 36 bytes
Ist der Wertebereich von <code>int32</code> zu klein (4 Bytes, <math>-2^{31}</math> bis <math>2^{31} - 1</math>), so gibt es auch <code>int64</code> (8 Bytes, <math>-2^{63}</math> bis <math>2^{63} - 1</math>).
<code>clear</code> löscht Namen und gibt den Speicherplatz wieder frei. <code>whos()</code> liefert detaillierte Informationen der aktuell definierten Variablen.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot e^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>.
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>2\; \text{cosd}(60) - 3\sin(\pi/5)</math>. Anmerkung: cosd erwartet den Parameter im Gradmaß (d für "degree"), sin erwartet den Parameter im Bogenmaß.
* Erkunden Sie die Fehlerfunktion "erf" mittels Octave-Hilfe.
* Welche Zahl ergibt sich durch <code>3 / 4 \ 2</code>?
* Welche Zahlen werden durch die folgenden Anweisungen ausgegeben?
idivide(int32(10), int32(3), "fix")
idivide(int32(10), int32(3), "round")
idivide(int32(10), int32(3), "floor")
idivide(int32(10), int32(3), "ceil")
floor(10.3)
ceil(10.3)
= Octave als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.m
% Das ist ein Kommentar
# und das auch
disp "Hallo Welt!"
Skriptdateien müssen mit der Dateiendung .m versehen werden. In der Octave-Konsole fügen Sie den Dateipfad mittels
octave-3.0.3.exe:1> addpath("c:/tmp")
hinzu (es ist der UNIX-spezifische Slash (/) zu benutzen). Alternativ können Sie zumindest unter MS Windows auch einen Doppel-Backslash (\\) einsetzen. Oder Sie wechseln mittels <code>cd c:/tmp</code> direkt ins Verzeichnis <code>c:/tmp</code>.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.m (sozusagen das Hauptprogramm) zur Ausführung
octave-3.0.3.exe:2> test1
Achtung: Die Datei (die Funktion oder das Hauptprogramm) ist in der Octave-Kommandozeile ohne .m-Dateiendung anzugeben. Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Zumindest unter Linux können Sie z.B. auch komfortabel den {{W|Shebang|Shebang}} (<code>#!</code>) nutzen. Gegeben sei das Octave-Script
#!/usr/bin/octave
disp("Hallo Welt!");
Gepeichert sei es ebenfalls als <code>test1.m</code>. Starten Sie ein Terminal, wechseln Sie in das entsprechende Arbeitsverzeichnis und geben Sie
./test1.m
ein, so erhalten Sie wieder
Hallo Welt!
als Ausgabe auf dem Terminal. Die Zugriffsberechtigung muss natürlich mittels <code>chmod</code> richtig gesetzt werden. Oder Sie führen direkt Octave mit der Datei <code>test1.m</code> aus:
octave test1.m
Sie sehen, mehrere Wege führen zum Ziel.
== Blockkommentare ==
In neueren Octave-Versionen ab dem Jahr 2009 sind auch Blockkommentare möglich. Blockkommentare werden wie normale Kommentare vom Octave-Interpreter ignoriert.
%{
Das ist ein
Blockkommentar
%}
#{
und das auch
#}
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Da Octave case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.m gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
Bringen Sie die Datei test1.m zur Ausführung, so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
x = 5
y = 10
z = 50
Normalerweise will man aber nur z anzeigen, die Werte von x und y sind ja bereits bekannt. Dazu fügen Sie an den Anweisungsenden, wie bereits weiter oben erwähnt, bei x und y jeweils ein Semikolon (;) an, um das Anweisungsende explizit zu markieren.
x = 5;
y = 10;
z = x*y
Nun erhalten Sie als Ergebnis nur noch
z = 50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben.
x = 5; y = 10; z = x*y
Ausgabe:
z = 50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5;
% inkrementiere x
++x
% x = x - 2
x -= 2
Bildschirmausgabe:
ans = 6
x = 4
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist.
Soll eine Anweisung auf mehrere Zeilen verteilt werden, z.B. weil sie zu lang ist, so kann dies durch Verwendung von drei Punkten (...) geschehen, wie nachfolgend dargestellt.
x = 5;
y = 1000 * x + ...
sin(x/2)
Ausgabe:
y = 5000.6
Diese Drei-Punkte-Methode soll nicht für in Anführungszeichen (") eingeschlossene Strings verwendet werden. Diese Methode ist seit geraumer Zeit "deprecated" und funktioniert mit der Version 9.1.0 gar nicht mehr. Benutzen Sie statt dessen den Backslash (\):
txt = "xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx\
yyyyyyyyyyyyyyyyy"
Ausgabe:
txt = xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxyyyyyyyyyyyyyyyyy
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist in Octave problemlos möglich:
wert = 10
wert = 35.5
wert = "Hallo"
wert = pi
Ausgabe:
wert = 10
wert = 35.500
wert = Hallo
wert = 3.1416
Der Befehl <code>who</code>, bzw. <code>whos</code> listet die gegenwärtig definierten Variablen, z.B.:
clear;
a = 10.5;
v = [1 2 3 4 5 12 13];
m = ["s1", "s2"; "s3", "s4"];
disp "***** Der Befehl who *****"
who
disp "***** Der Befehl whos *****"
whos
Ausgabe:
***** Der Befehl who *****
Variables visible from the current scope:
a m v
***** Der Befehl whos *****
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 8 double
m 2x4 8 char
v 1x7 56 double
Total is 16 elements using 72 bytes
==Hexadezimale und binäre Zahlen==
% Hexadezimale Zahl
disp( 0xABC )
% Binäre Zahl
disp( 0b1000011 )
Ausgabe (als Dezimalzahlen):
2748
67
Octave kann auch dezimale in binäre Zahlen etc. umwandeln:
dec2bin( 214 )
Ausgabe:
ans = 11010110
Siehe dazu in der Octave-Hilfe auch folgende Funktionen:
bin2dec, dec2base, dec2hex, hex2dec, base2dec
== Zahlenkolonnen ==
Eine Zahlenkolonne (oder ein Vektor) mit gleichen Abständen der Werte kann folgendermaßen erzeugt werden:
% a ... Startwert
% b ... Schrittweite
% c ... Endwert
a = 0;
b = 10;
c = 100;
x = a : b : c;
disp(x);
Ausgabe:
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Ähnliche Resultate lassen sich auch durch Anwendung der linspace-Funktion erhalten, z.B.:
% a ... Startwert
% b ... Endwert
% c ... Anzahl der Werte
a = 0;
b = 100;
c = 11;
v = linspace(a, b, c)
Ausgabe:
v =
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
== Verzweigungen ==
=== Die IF-Verzweigung ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
Die test1.m-Datei laute also wie folgt:
x = 5;
if x < 4
disp "x ist kleiner als 4";
else
disp "Der else-Zweig wird ausgefuehrt";
disp "x ist groesser oder gleich 4";
end
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Octave kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
* <, <= ... kleiner (gleich)
* >, >= ... größer (gleich)
* == ... gleich
* ~=, != ... ungleich
* &, && ... AND
* |, || ... OR
* ~, ! ... NOT
Beispielsweise:
a = 5;
b = 9;
if a<=10 & b!=7
disp("OK");
else
disp("Nicht OK");
end
Ausgabe:
OK
=== Die SWITCH-Verzweigung ===
In Pseudocode:
WECHSLE ZU var
FALLS wert1 == var
führe block1 aus
FALLS wert2 == var
führe block2 aus
...
SONST
führe blockn aus
ENDE
Eine Beispielsimplementierung in Octave könnte so aussehen:
x = "g";
switch(x)
case "k"
disp("klein");
case "g"
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
gross
Anmerkungen für C-Programmierer:
* in Octave darf zum Abschluß von ''case'' kein Doppelpunkt folgen (würde einen Syntaxfehler auslösen).
* ein ''break'' als Abschluß eines ''case''-Blocks ist nicht erlaubt (würde in Octave einen parse error auslösen). ''break'' ist Schleifen vorbehalten. ''switch'' hat in Octave keinen "Durchfall" und ähnelt somit eher der Fortran-Anweisung ''select case''.
Mehrere Fälle in einem ''case'' können wie nachfolgend behandelt werden:
x = "K";
switch(x)
case {"k" "K"}
disp("klein");
case {"g" "G"}
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
klein
== Schleifen ==
=== Die WHILE-Schleife ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Octave:
x = 0;
while x <= 10
disp(x);
x++;
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== Die DO-UNTIL-Schleife ===
Die DO-UNTIL-Schleife ist fußgesteuert. Beachte: Diese Schleife ist nicht äquivalent zu der aus anderen Programmiersprachen bekannten DO-WHILE-Schleife. DO-WHILE bedeutet "TUE SOLANGE", DO-UNTIL bedeutet "TUE BIS". Sie wird mindestens einmal ausgeführt.
Pseudocode:
TUE
führe block aus
BIS bedingung TRUE
Mittels Octave:
x = 0;
do
disp(x);
x++;
until(x >= 5)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
=== Die FOR-Schleife ===
for x = 0 : 2 : 10
disp(x);
end
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Der FOR-Schleifenkopf ist in Form einer Zahlenkolonne folgendermaßen aufgebaut:
for variable = startwert : schrittweite : endwert
Man beachte, dass Vektorisierung gegenüber einem Schleifendurchlauf eine erhebliche Zeiteinsparung bewirken kann (man siehe in der [https://docs.octave.org/latest/Vectorization-and-Faster-Code-Execution.html Octave-Dokumentation das Kapitel 19 "Vectorization and Faster Code Execution"]). Folgendes Beispiel ist an genanntes Octave-Kapitel angelehnt. Zuerst wird eine Berechnung mittels Schleifendurchlauf durchgeführt und der Zeitbedarf ausgegeben. Dieser Zeitbedarf hängt natürlich auch von der verwendeten Hardware etc. ab.
Eingabe:
n = m = 500;
a = b = eye(500);
t1 = time();
for i = 1:n
for j = 1:m
c(i,j) = a(i,j) + b(i,j);
endfor
endfor
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 3.7566
Der Zeitverbrauch beträgt hier also ca. 4 Sekunden. Im Gegensatz dazu
Eingabe:
a = b = eye(500);
t1 = time();
c = a + b;
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 1.5974e-05
ist der Zeitverbrauch hier sehr gering. Vektoren und Matrizen werden etwas später in diesem Text detailliert behandelt. Hier nur soviel: Mittels ''eye'' wird eine Einheitsmatrix kreiert.
=== Schleifen abbrechen ===
Zum Abbrechen einer Schleife gibt es den Befehl "break".
for var = 0 : 1 : 100
disp (var);
if var == 5
break;
end
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
"continue" setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort, z.B.
for var = 0 : 1 : 10
if var == 5
continue;
end
disp (var);
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Summe der ersten 10000 natürlichen Zahlen (bei 1 beginnend)
** in Form einer WHILE-Schleife
** in Form einer DO-UNTIL-Schleife
** in Form einer FOR-Schleife
** mittels sum-Befehl (siehe dazu auch die von Octave zur Verfügung gestellte Hilfefunktion).
** mittels gaußscher Summenformel (<math>\sum_{i=1}^n{i} = 1+2+...+n = n(n+1) / 2</math>)
* Schreiben Sie für obige Alternativen Programme mit denen der Zeitbedarf der Schleifen, Befehle bzw. Formeln gemessen werden kann. Welche Alternativen sind aus Zeitgründen (minimale Laufzeit) empfehlenswert?
= Grafiken zeichnen =
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plot" ist der Zeichenbefehl. "grid on" schaltet ein Zeichengitter ein.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen.
Sie könnten nun auf die Idee kommen, obiges Script unter Linux mit der Shebang-Zeile zu erweitern, um es direkt als Programm auszuführen.
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Die Enttäuschung folgt auf dem Fuß. Außer einem kurzen Aufblinken des Grafikfensters ist nicht viel zu sehen. Das Programm läuft einfach durch und wird nach der letzten Anweisung beendet. Abhilfe kann z.B. der <code>input</code>-Befehl schaffen:
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
refresh();
input("Zum Beenden RETURN-Taste drücken");
Das Programm wartet somit, bis Sie im Terminal die RETURN-Taste drücken. <code>refresh()</code> dient dazu, das Grafikfenster unmittelbar zu aktualisieren. Sonst würde das Ausgabefenster leer bleiben, bis es durch externe Anreize aktualisiert wird (z.B. durch Fenster minimieren/maximieren). Gleiches gilt für die <code>octave test1.m</code>-Variante.
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
plot(x,y);
grid on;
Man beachte den Punkt bei 2.^x (2 hoch x). Vergisst man den Punkt, dann erhält man eine Fehlermeldung (ähnlich dieser):
error: for x^y, only square matrix arguments are permitted and one argument must be scalar. Use .^ for elementwise power.
error: called from
test1 at line 2 column 3
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh2.jpg]]
Der Funktionsgraph kann auch als Fläche eingefärbt werden:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
fill (x, y, "b");
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh3.jpg | 500px]]
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
Mehrere Graphen lassen sich folgendermaßen in ein Fenster zeichnen:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, x,y2);
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Bild:octave_cosh14.jpg|600px]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1,"*r", x,y2,"ob");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_cosh4.jpg]]
Bei plot kann auch der Linienstil des jeweiligen Graphen angegeben werden, z.B. steht
* für Sternchenlinie
o für Kreise in der Linie
r für rot
b für blau
Ein ähnliches Resultat liefert der Code:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red", "*", x,y2, "Color", "blue", "o");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
Will man mehrere Graphen in ein Fenster zeichnen, aber nicht alles in einen plot-Befehl quetschen, so kann die "hold on"-Anweisung die Lösung des Problems sein:
%Lösche alle benutzerdefinierten Variablen aus der Symboltabelle
clear;
%Schließe alle Fenster
close all;
%Lösche Konsolenfenster und setze Cursor zurück
clc;
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red");
hold on;
plot(x,y2, "Color", "blue");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_coshsin1.jpg]]
Bei diesem Program wurden auch einige Möglichkeiten (clear, close, clc) gezeigt, um das System aufzuräumen. Ein "hold off" würde natürlich die hold-Funktion wieder ausschalten.
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi]</math> gezeichnet werden.
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
[[Datei:octave_spirale1.jpg]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den axis-Befehl verwenden (axis muss nach plot erscheinen).
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
axis equal;
[[Datei:octave_spirale222.jpg]]
=== Strichstärke ===
Für manche Zwecke ist es sinnvoll die Strichstärke des Graphen zu erhöhen. Dies kann über den Parameter "LineWidth" der plot-Funktion geschehen.
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
axis equal;
Ausgabe:
[[Datei:octave_spirale3.jpg]]
=== Beliebigen Text ausgeben ===
x = -10:0.1:10;
plot (x, sin (x), "LineWidth", 2);
text (2.7, 0.8, "Das ist die sin-Funktion");
Ausgabe:
[[Datei:octave_text1.jpg]]
=== Logarithmische Achseneinteilung ===
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
% Halblogarithmische Darstellung
semilogy(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_semilog1.jpg]]
Auch die x-Achse kann mit "semilogx" logarithmisch skaliert werden. Mit "loglog" werden beide Achsen logarithmisch skaliert.
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben (Hinweis: Siehe dazu auch die Octave-Hilfefunktion für den plot-Befehl).
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
* Erkunden Sie in der Octave-Hilfe den ezplot-Befehl.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
Mittels "plot3" lassen sich Raumkurven zeichnen.
t = 0 : .1 : 9*pi;
x = cos(t);
y = sin(t);
z = 1.3 .^ t;
plot3(x,y,z);
grid on;
[[Datei:octave_raumkurve1.jpg]]
=== Flächen ===
==== ezsurf ====
Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit 3D-Flächen zu erzeugen, besteht in der Verwendung des ezsurf-Befehls. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol (elementweise Multiplikation soll verwendet werden, keine Matrizenmultiplikation) in der anonymen Funktion. Was eine anonyme Funktion ist, wird weiter hinten in diesem Text kurz erklärt. Fürs Erste reicht es zu wissen, dass die Funktion f(x, y) jeweils im Intervall [0, 10] gezeichnet werden soll.
clear; close all; clc; clf;
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_ezsurf1.jpg|600px]]
Dieses Bild wurde mit der Octave-Version 5.2 erstellt. Es ist im Prinzip identisch zu jenen des folgenden Abschnitts, die mit der Version 3.0.3 erstellt wurden, nur die Farbschattierung ist anders. Ändern lässt sich diese Eigenschaft mit dem colormap-Befehl (siehe auch Octave-Hilfe):
clear; close all; clc; clf;
colormap(hot);
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_colormap_hot.jpg|600px]]
==== surf und mesh ====
Für das Zeichnen von Flächen existiert der surf-Befehl. Der meshgrid-Befehl kreiert ein Netz in der xy-Zeichenebene. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol der Formel für z.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
[[Datei:octave_flaeche1.jpg]]
Auch ein Farbstreifen kann via "colorbar" zur Grafik hinzugefügt werden.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
colorbar("East");
[[Datei:octave_flaeche2.jpg]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
x = 0 : .2 : 10;
y = 0 : .2 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
mesh(x_grid, y_grid, z);
Ausgabe:
[[Datei:octave_mesh1.jpg]]
==== Ellipsoide und Kegel ====
Für das Zeichnen von Kugeln oder Ellipsoiden stellt Octave den "sphere"-Befehl bzw. den "ellipsoid"-Befehl zur Verfügung.
clear; close all; clc;
% Ellipsoiden zeichnen
[x, y, z] = sphere(30);
surf(5*x, 4*y, 3*z);
hold on;
[x, y, z] = ellipsoid(5, 5, 5, 6, 3, 2, 30);
surf(x, y, z);
axis equal;
[[Bild:octave_ellipsoid2.jpg|600px]]
Für Zylinder und Kegel ist der "cylinder"-Befehl zuständig.
clear; close all; clc;
% Kegel und Zylinder zeichnen
[x, y, z] = cylinder([1 2], 100);
surf(x, y, z*3);
hold on;
[x, y, z] = cylinder([0.5 0.5], 50);
surf(x+3, y, z*2);
axis equal;
[[Bild:octave_cylinder2.jpg|600px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_kurve10.jpg]]
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_flaeche10.jpg]]
== Weiteres ==
=== subplot ===
Zeichnen mit Untergrafiken: Hier wird z.B. ein Fenster mit drei Untergrafiken gezeichnet.
Eingabe:
t = 0 : .5 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(t, t);
subplot(311);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid) );
subplot(312);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid) );
subplot(313);
surf(x_grid, y_grid, x_grid + cos(y_grid) );
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot2.jpg]]
Die dreistellige Ziffer beim subplot-Befehl bedeutet folgendes:
* Die erste Ziffer ist die Zeilenanzahl
* Die zweite Ziffer ist die Reihenanzahl und
* Die dritte Ziffer ist der Index.
Nun sei ein Beispiel mit 3x2-Untergrafiken angeführt.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
subplot(321);
plot(x, sin(x));
text(2, -0.5, "Index 1");
subplot(322);
plot(x, tan(x));
text(2, 2, "Index 2");
subplot(323);
plot(x, cosh(x) );
text(2, 3000, "Index 3");
subplot(324);
plot(x, gamma(x) )
text(2, 100000, "Index 4");
subplot(325);
plot(x, log(x) );
text(2, 0, "Index 5");
subplot(326);
plot(x, exp(x) );
text(2, 10000, "Index 6");
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot3.jpg]]
Hier ist sehr gut zu sehen, in welcher Reihenfolge der Index läuft.
=== figure ===
Zeichnen in verschiedene Fenster, z.B.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
figure(1)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid));
figure(2)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid));
Ausgabe:
[[Datei:octave_figure111.jpg|700px]]
=== Linien zeichnen ===
Zeichnen Sie eine Linie von der Koordinate [-15, 0] zu [15, 5]:
clear;
close all;
clc;
x = line([-15 15], [0, 5], "Color", "black", "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_linie1.jpg]]
Man beachte, dass Octave nicht Punkte P1(x1, y1), P2(x2, y2) erwartet, sondern einen x-Vektor [x1 x2] und einen y-Vektor [y1 y2].
Ein allgemeines Viereck wird z.B. mit folgendem Befehl gezeichnet.
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_viereck2.jpg]]
Auch dreidimensionale Formen lassen sich mit dem line-Befehl zeichnen:
clear; close all; clc;
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], [10, 20, 30, 40, 50], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_dreidim2.jpg]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie mittels "subplot" die Funktionsgrafen <math>y_1=\tan(x), y_2=\tan(2x), y_3=\tan\sqrt x, y_4=x\cdot \tan(x)</math> in folgender Form in ein Fenster:
** in 2x2-Darstellung
** in 1x4-Darstellung.
* Zeichnen Sie die im obigen Beispiel angegebenen Funktionsgrafen mittels "figure" jeweils in ein eigenes Fenster.
= Vektoren und Matrizen =
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1, 2, 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6; 7; 8]
Ausgabe:
v1 =
1 2 3
v2 =
6
7
8
Alternative Schreibweisen:
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1 2 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6
7
8]
Die Ausgabe entspricht der obigen Darstellung.
=== Zugriff auf Vektorelemente ===
Nachfolgend seien einige Zugriffsmöglichkeiten auf die einzelnen Vektorelemente erläutert.
Auf ein einzelnes Element kann via Index zugegriffen werden. Der Index startet bei 1:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3)
Ausgabe:
v2 = 4
Mehrere Elemente werden folgendermaßen angesprochen:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:4)
Ausgabe:
v2 =
4 8
Liefere den Teilvektor von einem gegebenen Index bis zum letzten Element:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:end)
Ausgabe:
v2 =
4 8 16
=== Addition und Subtraktion von Vektoren ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 7, 9];
res = v1 + v2
res = v1 - v2
Ausgabe:
res =
6 9 12
res =
-4 -5 -6
=== Multiplikation mit Skalaren ===
faktor = 3;
v = [1, 2, 3];
res = faktor * v
Ausgabe:
res =
3 6 9
=== Skalarprodukt ===
Das Skalarprodukt ist bekanntermaßen als <math>v_1 \cdot v_2 = |v_1| |v_2| \cos(\angle(v_1, v_2))</math> definiert. In Octave sieht das so aus:
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = dot(v1, v2)
Ausgabe:
res = 38
=== Vektorprodukt ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = cross(v1, v2)
Ausgabe:
res =
-4 8 -4
Enger an die mathematische Darstellung lehnt sich folgender Code an. Die zu multiplizierenden Vektoren seien in Form von Spaltenvektoren gegeben.
Mathematisch:
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Octave-Code:
a = [1
2
3];
b = [5
6
7];
res = cross(a, b)
Ausgabe:
res =
-4
8
-4
=== Transponierter Vektor ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5; 6; 7];
res1 = v1'
res2 = v2'
Ausgabe:
res1 =
1
2
3
res2 =
5 6 7
=== Einige weitere Vektorfunktionen ===
Beispiel:
% 1 + 2 + 3
v = [1 2 3];
sum(v)
Ausgabe:
ans = 6
Beispiel:
% 1 * 2 * 3 * 4
v = [1 2 3 4];
prod(v)
Ausgabe:
ans = 24
Beispiel:
% 1^2 + 2^2 + 3^2
v = [1 2 3];
sumsq (v)
Ausgabe:
ans = 14
== Matrizen ==
Gegeben sei folgende 2x3-Matrix <math>m=\left(\begin{array}{ccc}
1 & 2 & 3\\
4 & 5 & 6
\end{array}\right)</math>.
Eingabe:
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6]
Ausgabe:
m =
1 2 3
4 5 6
Alternativ und anschaulicher kann diese 2x3-Matrix auch so eingegeben werden:
m = [1 2 3
4 5 6]
Dies ist schon sehr nahe an der mathematischen Darstellungsweise.
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
m = [1 2 3
4 5 6];
% Element aus Zeile 2 und Spalte 3
m(2,3)
Ausgabe:
ans = 6
Eine andere Zugriffsmöglichkeit ist diese:
m = [1 2 3
4 5 6];
% Auf das fünfte Element soll zugegriffen werden
m(5)
Ausgabe:
ans = 3
Die Matrix wird also spaltenweise durchlaufen (nicht zeilenweise). Dies ist vielleicht auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, wird aber z.B. auch in Fortran so gehandhabt.
Auch Teilmatrizen können einfach gebildet werden:
m = [1 2 3
4 5 6];
m(2:end, 2:end)
Ausgabe:
ans =
5 6
Siehe zu diesem Thema auch etwas weiter hinten in diesem Text den Abschnitt "Teilmatrizen".
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [-4, -2, 0; 2, 4, 6];
m1 + m2
m1 - m2
Ausgabe:
ans =
-3 0 3
6 9 12
ans =
5 4 3
2 1 0
=== Transponierte Matrix ===
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m'
Ausgabe:
ans =
1 4
2 5
3 6
=== Rang einer Matrix ===
Der Rang einer Matrix Rg(M) ist die maximale Anzahl der linear unabhängigen Zeilenvektoren (Spaltenvektoren).
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [1, 2; 2, 4];
rank(m1)
rank(m2)
Ausgabe:
ans = 2
ans = 1
Regulär ist eine nxn-Matrix, wenn der Rg(M) = n. D.h. die erste Matrix m1 ist regulär, die zweite m2 singulär.
=== Inverse Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
inv(m1)
inv(m2)
Ausgabe:
ans =
1.00000 0.60000
0.00000 -0.20000
warning: matrix singular to machine precision
warning: called from
test1 at line 4 column 1
ans =
Inf Inf
Inf Inf
Die Matrix m2 in diesem Beispiel ist singulär (d.h. die Determinante ist 0). Determinanten werden etwas weiter unten in diesem Text behandelt. Inf steht für Infinity (= Unendlich).
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
m1 = [1, 3, 4; 0, -5, 1];
m2 = [1, 2; 2, 3; 0, 2];
m1 * m2
Ausgabe:
ans =
7 19
-10 -13
Will man aus irgendwelchen Gründen nicht das falksche Schema ausführen, sondern elementweise Multiplikation, so funktioniert das mit dem Punkt-Operator, z.B.
m1 = [1, 3; 0, -5];
m2 = [1, 2; 4, 2];
% falksches Schema
m1 * m2
% elementweise Multiplikation
m1 .* m2
Ausgabe:
ans =
13 8
-20 -10
ans =
1 6
0 -10
Verifikation, falksches Schema (Zeile*Spalte):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1+3*4 1*2+3*2 ] [ 13 8 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*1-4*5 0*2-5*2 ] = [ -20 -10 ]
Verifikation, elementweise Multiplikation (homologe Elemente):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1 3*2 ] [ 1 6 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*4 -5*2 ] = [ 0 -10 ]
=== Determinante einer Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
det(m1)
det(m2)
Ausgabe:
ans = -5
ans = 0
m1 ist regulär, m2 ist singulär. Determinanten können nur von quadratischen Matrizen gebildet werden.
=== Teilmatrizen ===
m = [1, 2, 3; 0, 5, 1];
% Die Matrix in einen Spaltenvektor umwandeln
m1 = m(:)
% Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m(1,2)
% Erste Zeile extrahieren
m3 = m(1, 1:3)
m4 = m(1, :)
% Zweite Spalte extrahieren
m5 = m(1:2, 2)
m6 = m(:, 2)
Ausgabe:
m1 =
1
0
2
5
3
1
m2 = 2
m3 =
1 2 3
m4 =
1 2 3
m5 =
2
5
m6 =
2
5
=== Einheitsmatrizen ===
eye(3,2)
Ausgabe:
ans =
1 0
0 1
0 0
=== Nullmatrizen ===
zeros(2,3)
Ausgabe:
ans =
0 0 0
0 0 0
=== Diagonalmatrizen ===
diag([1, 2, 3])
Ausgabe:
ans =
1 0 0
0 2 0
0 0 3
=== Spur einer Matrix ===
trace([1,2,3; 6,9, 0])
Ausgabe:
ans = 10
=== LR-Zerlegung einer Matrix ===
Führen Sie die LR-Faktorisierung (LR ... links/rechts bzw. LU ... left/upper) einer Matrix m aus. l sei die linke Dreiecksmatrix, r die rechte Dreiecksmatrix und p die Permutationsmatrix
m = [1 0 5
-1 1 -2
0 0 3];
[l, r, p] = lu(m)
Ausgabe:
l =
1 0 0
-1 1 0
0 0 1
r =
1 0 5
0 1 3
0 0 3
p =
1 0 0
0 1 0
0 0 1
=== Eigenwerte ===
a = [5 8
1 3];
% Eigenvektoren und Eigenwerte
[ev, ew] = eig(a)
Ausgabe:
ev =
0.9701 -0.8944
0.2425 0.4472
ew =
Diagonal Matrix
7 0
0 1
Die Eigenwerte sind hier <math>\lambda_1 = 7</math> und <math>\lambda_2 = 1</math>. Die Eigenvektoren sind [0.9701 0.2425] bzw. [-0.8944 0.4472]. Da das Gleichungssystem <math>(A - \lambda_i E) x_i = 0</math> singulär ist, sind alle Lösungsvektoren Vielfache dieser Eigenvektoren.
=== Schwach besetzte Matrizen ===
{{Wikipedia | Dünnbesetzte Matrix}}
Gegeben sei die schwach besetzte Matrix
m = [0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7]
Mittels dem sparse-Befehl kann man einfach die Elemente != 0 nach folgendem Schema eingeben.
sparse ([zeilenindizes] [spaltenindizes] [werte])
also in unserem Fall:
ms = sparse([1 2 3 3 4 5 5], [2 4 1 4 3 4 5], [1 3 4 2 1 1 7])
Ausgabe:
ms =
Compressed Column Sparse (rows = 5, cols = 5, nnz = 7)
(3, 1) -> 4
(1, 2) -> 1
(4, 3) -> 1
(2, 4) -> 3
(3, 4) -> 2
(5, 4) -> 1
(5, 5) -> 7
Die volle Matrix erhält man mit dem Befehl full:
m = full(ms)
Ausgabe:
m =
0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7
Grafisch anzeigen lassen kann man sich die Besetzung von Matrizen mit dem spy-Befehl:
spy(ms);
oder (für allgemeine Matrizen auch mittels)
spy(m);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse1.jpg]]
Wirklich interessant ist der spy-Befehl für größere Matrizen, z.B. um die Bandstruktur zu visualisieren.
e = eye(200);
es = sparse(e);
% Auf sparse-Matrizen kann genauso zugegriffen werden wie auf normalen Matrizen
es(100, 15) = 100;
spy(es);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse2.jpg]]
=== Matrizen mit Zufallswerten ===
Insbesondere für Testzwecke kann es manchmal sinnvoll sein größere Matrizen mit Zufallswerten zu bilden. Dazu stellt Octave u.a. den rand-Befehl zur Verfügung.
m = rand(5, 6)
Ausgabe:
m =
0.86605 0.61108 0.71347 0.97119 0.52428 0.21993
0.74059 0.49062 0.56073 0.68592 0.74737 0.62680
0.20790 0.84874 0.36834 0.31102 0.25813 0.28933
0.84732 0.98777 0.91512 0.42240 0.87891 0.63757
0.76823 0.80367 0.24639 0.78208 0.77170 0.95281
Die Zufallszahlen liegen gleichverteilt zwischen 0 und 1 und werden nach dem Mersenne-Twister-Verfahren mit einer Periode von <math>2^{19937}-1</math> gebildet.
Andere Verfahren sind:
* randn: Normalverteilte Pseudozufallselemente mit Mittelwert=0 und Varianz=1
* rande: Exponentialverteilte Zufallselemente
* randg: Gammaverteilte Zufallselemente
* randp: Poissonverteilte Zufallselemente
Details dazu siehe in der Octave-Hilfefunktion.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Winkel zwischen den beiden Vektoren a = [1 2 0] und b = [2 1 1]. Hinweis: Siehe diesbezüglich auch im Oktave-Hilfesystem den Befehl "norm".
* Gegeben seien Vektoren a = [1 2 5], b = [0 0 -1] und c = [-1 -2 2]. Berechnen Sie das Spatprodukt aus diesen drei Vektoren.
* Multiplizieren Sie die beiden Matrizen A und B (mit Octave und zur Kontrolle händisch)
A = [0 0 1
1 2 1]
B = [1 1
1 2
0 4]
* Ist die Matrix C regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
C = [-1 0 0 -4
2 0 1 5
7 6 2 0
3 0 2 6]
* Ist die Matrix D regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
D = [2 1 0 0
0 0 2 1
0 0 0 2
1 1 0 0]
* Berechnen Sie die Konditionszahl der folgenden Matrix. Hinweis: Siehe diesbezüglich im Oktave-Hilfesystem den Befehl cond
[3 4 -5
6 0 3
1 1 2]
* Berechnen Sie die Eigenwerte und Eigenvektoren der folgenden Matrix
[6 -3 4 0
0 7 -1 1
0 10 -3 -2
0 1 -2 1]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Octave durch den Buchstaben i, j, I oder J symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + i \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + i \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{i\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - i \cdot \Im(z)</math>
== Mit komplexen Zahlen rechnen ==
z1 = 2 + 5i; % kartesische Darstellung
z2 = 3 * exp(3j); % Polardarstellung
% Addition
res = z1 + z2;
disp("z1 + z2 = "); disp(res);
% Multiplikation
res = z1 * z2;
disp("z1 * z2 = "); disp(res);
% Realteil
res = real(z2);
disp("Realteil von z2 = "); disp(res);
% Imaginärteil
res = imag(z2);
disp("Imaginaerteil von z2 = "); disp(res);
% Betrag
res = abs(z1);
disp("Betrag von z1 = "); disp(res);
% Argument
res = angle(z1);
disp("Argument von z1 = "); disp(res);
% Konjugiert komplexe Zahl
res = conj(z1);
disp("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = "); disp(res);
Ausgabe:
z1 + z2 =
-0.96998 + 5.42336i
z1 * z2 =
-8.0568 - 14.0032i
Realteil von z2 =
-2.9700
Imaginaerteil von z2 =
0.42336
Betrag von z1 =
5.3852
Argument von z1 =
1.1903
Konjugiert komplexe Zahl von z1 =
2 - 5i
== Die gaußsche Zahlenebene ==
clear; close all; clc;
z1 = 3 + 5i;
z2 = 5 * exp(0.5i);
hold on;
plot(z1, "*");
compass(z1);
plot(z2, "o");
compass(z2);
grid on;
[[Datei:octave_komplex1.jpg]]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Quadratwurzel der komplexen Zahl <math>z = 3 + 2i</math>.
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Polarkoordinatendarstellung: <math>-11 - 3i</math> und <math>(1+i)^{10}</math>
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Normaldarstellung: <math>12 \cdot e^{i\cdot \pi / 4}</math> und <math>3 \cdot (\cos(\pi / 3) + i \cdot \sin(\pi / 3))</math>
* Zeichnen Sie die Zahl <math>3 + 5i</math> in der gaußschen Zahlenebene als Zeiger.
= Funktionen =
Um Programme zu strukturieren und einfacher zu gestalten können Programmteile in Funktionen ausgelagert werden. Eingebaute Funktionen haben wir schon kennengelernt (z.B. die Sinus-Funktion sin). Nun wollen wir sehen, wie man selbst solche Funktionen schreiben kann.
== Eine einfache Funktion schreiben ==
Datei addiere.m:
function res = addiere(a, b)
% Addiere zwei Zahlen a + b
res = a + b;
end
Datei test1.m:
addiere(10, 15)
Ausgabe:
ans = 25
* Jede Funktion sollte in einer eigenen m-Datei stehen.
* Der Dateiname sollte mit dem Funktionsnamen (natürlich ohne Dateiendung .m) übereinstimmen.
* Der Kommentar unter dem Funktionskopf wird als Hilfstext angezeigt, wenn die help-Funktion (hier "help addiere") aufgerufen wird.
== Inline-Funktionen ==
Kurze Funktionen können auch als Inline-Funktionen geschrieben werden.
addiere = inline("a + b");
x = 5;
y = 10;
z = addiere(x, y)
Oder in diesem Fall noch kürzer
addiere = inline("a + b");
z = addiere(5, 10)
Ausgabe:
z = 15
Bei neueren Octave-Versionen kann bei der Verwendung von Inline-Funktionen die Warnung
warning: inline is obsolete; use anonymous functions instead
erscheinen. Ein Blick in die Hilfe-Funktion
help inline
zeigt das selbe Ergebnis. Es sollen also anonyme Funktionen (siehe etwas weiter unten in diesem Text) anstelle von Inline-Funktionen verwendet werden.
== Funktionsstring ==
addiere = "a + b";
a = 5;
b = 10;
z = eval(addiere)
Ausgabe:
z = 15
== Anonyme Funktionen ==
{{Wikipedia | Anonyme Funktion}}
addiere = @(a, b) a + b;
x = 10;
y = 20;
z = addiere(x, y)
oder kürzer
addiere = @(a, b) a + b;
z = addiere(10, 20)
Ausgabe:
z = 30
== Nullstellen von Funktionen bestimmen ==
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
z = fzero(sinh2, 1)
Ausgabe:
z = -1.4436
Zur Kontrolle soll hier der Graph der Funktion dargestellt werden
clear;
close all;
clc;
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
x = -2 : 0.1 : 0;
y = sinh2(x);
z = fzero(sinh2, 1)
plot(x, y);
hold on;
plot(z, 0, "o", "Color", "red", "LineWidth", 2);
text (-1.8, 0.8, "Nullstelle");
line([z -1.7], [0, .7], "Color", "black");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_funktion5.jpg]]
Weiter unten im Text wird die ähnliche Funktion "fsolve" beschrieben. "fzero" benutzt zwei verschiedene Funktionen zur Problemlösung, darunter eben auch "fsolve".
Für die Nullstellenbestimmung von Polynomen gibt es die Funktion "roots". Näheres dazu folgt im nächsten Kapitel.
== Globale Variablen ==
Datei addiere.m:
function res = addiere()
global a b;
res = a + b;
end
Datei test1.m:
clear;
close all;
clc;
global a b;
a = 5;
b = 3;
addiere()
Ausgabe:
ans = 8
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie eine Funktion "ellipse", welche eine Ellipse am Bildschirm darstellt. Zur Erinnerung: Die Parameterdarstellung der Ellipse lautet <math>x = a\cdot\cos(t), y = b\cdot\sin(t), 0 \leq t \leq 2\pi</math>, Funktionsargumente seien a und b.
* Schreiben Sie <math>y = 2\cdot\sin(x) + 3\cdot\cos(x/2)</math>
** als normale Funktion
** als Funktionsstring
** als Inlinefunktion
** als anonyme Funktion
** stellen Sie diese Funktion grafisch am Bildschirm dar.
= Polynome =
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
% y = 2*x^3 + 5*x^2 + 4 für x = 2 berechnen
p = [2, 5, 0, 4];
polyval(p, 2)
Ausgabe:
ans = 40
== Polynome zeichnen ==
% y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 für das Intervall -5 <= x <= 5 grafisch darstellen
x = -5 : .1 : 5;
p = [2, 5, 0, 4];
y = polyval(p, x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_polynom1.jpg]]
== Nullstellen bestimmen ==
Für Polynome existiert die Funktion "roots" zur Nullstellenbestimmung.
% Nullstellen für y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 bestimmen
p = [2, 5, 0, 4];
r = roots(p)
Ausgabe:
r =
-2.76214 + 0.00000i
0.13107 + 0.84077i
0.13107 - 0.84077i
Dieses Polynom hat nur eine reelle Nullstelle. Diese liegt, wie am obigen Grafen zu ersehen ist, in der Nähe von -2.762. Die beiden anderen Nullstellen sind konjugiert komplex zueinander (wie es auch sein sollte).
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
* Zeichnen Sie das Polynom <math>y = 12x^4 - 70x</math> im Intervall <math>-5 \leq x \leq 5</math>.
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
== Einfache Berechnung mittels Gauß-Verfahren ==
{{Wikipedia | Gaußsches Eliminationsverfahren}}
Beispiel:
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = A \ b
Ausgabe:
x =
0
1
== Das gmres-Verfahren ==
gmres steht für Generalized Minimal Residual.
{{Wikipedia | GMRES-Verfahren}}
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = gmres(A, b)
Ausgabe:
gmres converged at iteration 2 to a solution with relative residual 2.22045e-16
x =
-1.6653e-16
1.0000e+00
Das Ergebnis weicht etwas vom gaußschen Verfahren ab, ist aber trotzdem im Rahmen der Näherung korrekt.
Weiters kennt Octave noch andere iterative Verfahren, z.B. cgs (Conjugate Gradient Squared) oder bicgstab (Bi-Conjugate Gradient Stabilized). Näheres zu diesen Verfahren siehe in der weiterführenden Literatur (z.B. bei Meister: Numerik linearer Gleichungssysteme, Vieweg+Teubner, 2011)
{{Wikipedia | CGS-Verfahren}}
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Octave (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Nichtlineare Gleichungssysteme =
== fsolve und fzero ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
xstart = 1;
[x, fval, info] = fsolve(f, xstart)
Ausgabe:
x = 2.4681
fval = -1.7764e-015
info = 1
* x ist eine Nullstelle in der Nähe vom Startwert xstart.
* fval ist die Abweichung, den f bei x aufweist.
* info ist ein "Fehlercode": 1 bedeutet, dass der relative Fehler in der spezifizierten Toleranz liegt (wie es sein soll). 3 würde bedeuten, dass der Algorithmus nicht konvergiert (z.B. weil keine Nullstelle existiert).
Zur Kontrolle plotten wir den Funktionsgraphen:
x = - 1 : .1 : 3;
y = x.^2 - 5.*cos(x) - 10;
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_nichtlin1.jpg]]
Und siehe da, die gesuchte Nullstelle liegt wie berechnet bei einem Wert nahe 2,5. Die Funktion <math>x^2 - 5\cos(x) - 10</math> hat noch eine zweite Nullstelle, wie in der folgenden Abbildung zu erkennen ist.
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
Diese zweite Nullstelle erhalten wir, wenn der Startwert in der Nähe dieser zweiten Nullstelle liegt, also z.B. bei -1. Ändern Sie einfach den entsprechenden Startwert im obigen Programmcode, und das Programm sollte die Nullstelle in der Nähe von -2.5 liefern.
Auch die Funktion ''fzero'' kann zur Lösung einer nichtlinearen Gleichung verwendet werden. Die Hilfe-Funktion von Octave empfiehlt dies sogar eindringlich für den Fall einer nichtlinearen Gleichung in einer Variablen. Für das gleiche Beispiel wie oben kann der Programmcode folgendermaßen aussehen:
Eingabe:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
[x0, y0] = fzero (f, [0, 3])
Ausgabe:
x0 = 2.4681
y0 = -1.2434e-14
== Gleichungssysteme ==
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Lösung:
f.m:
function y = f(x)
y(1) = 2*x(1) + 4*x(2);
y(2) = 4*x(1) + 8*x(2)^3;
end
test1.m:
clear;
close all;
clc;
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, -1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 0])
Ausgabe:
x =
-2 1
fval =
0 7.4930e-09
info = 1
x =
2 -1
fval =
0 -7.4930e-09
info = 1
x =
0 0
fval =
0 0
info = 1
== Aufgaben ==
* Bestimmen Sie die Nullstellen von <math>f(x) = x^2 - 3</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Bestimmen Sie die Nullstelle von <math>f(x) = sin(x) - x - 1</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Lösen Sie das folgende Gleichungssystem (und stellen Sie das Ganze grafisch am Bildschirm dar): <math> f_1 = x_1 + x_2 = 0; f_2 = x_1 + \sin{x_2} = 0</math>
= Interpolation =
== Eindimensionale Interpolation ==
{{Wikipedia | Interpolation (Mathematik)}}
Bezüglich eindimensionaler Interpolation sei auf die [https://docs.octave.org/v11.1.0/One_002ddimensional-Interpolation.html Octave-Dokumentation und Hilfefunktion zum Befehl " interp1"] verwiesen. Dort findet sich auch ein Programmbeispiel, das als Grundlage des folgenden Plots dient:
[[Datei:octave_interpol1.jpg]]
== Mehrdimensionale Interpolation ==
Bezüglich mehrdimensionaler Interpolation siehe die [https://docs.octave.org/v11.1.0/Multi_002ddimensional-Interpolation.html Hilfefunktion zu "interp2", "interp3" und "interpn"].
== Aufgabe ==
* Gegeben seinen die fünf Stützpunkte p1 = [1, 0], p2 = [2, -5], p3 = [3, 2], p4 = [4, 7], p5 = [5, 6]. Legen Sie eine Funktion (die Interpolierende) durch diese Stützpunkte. Eine Lösungsmöglichkeit:
xp = [1 2 3 4 5];
yp = [0, -5, 2, 7, 6];
xf = 1 : .1 : 5;
spl = interp1(xp, yp, xf, "spline");
pch = interp1(xp, yp, xf, "pchip");
plot(xp, yp, "or", "LineWidth", 2, xf, spl, "LineWidth", 2, ...
xf, pch, "LineWidth", 2);
legend("stuetzpunkte", "spline", "pchip", "location", "southeast");
[[Datei:octave_interpol3.jpg]]
= Differenzialrechnung =
== Polynome differenzieren ==
Es soll das Polynom <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> differenziert werden.
% Differenzieren des Polynoms y = 2*x^3 - 5*x^2 + 7
p = [2, -5, 0, 7];
polyder(p)
Ausgabe:
ans =
6 -10 0
D.h. also, die Ableitung von <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> ist <math>y' = 6x^2 - 10x</math>.
== Sonstige Funktionen differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 0.01 : 10;
y = 5 .* x .* sin(x);
y_strich = diff(y) / 0.01;
plot(x, y, "Color", "red", "LineWidth", 2);
hold on;
plot(x(1:length(x)-1), y_strich, "Color", "blue", "LineWidth", 2);
legend("y", "y'");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
diff(y) ist der Vektor aus den Differenzen y(2)-y(1), ..., y(n)-y(n-1). Für die genaue Arbeitsweise der diff-Funktion siehe "help diff".
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y^4 + 6y - 4</math>.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Polynome integrieren ==
Berechnen Sie das unbestimmte Integral von <math>y = 2x^3 - 7x^2 + 7</math>
p = [2, -7, 0, 7];
p_int = polyint(p)
Ausgabe:
p_int =
0.50000 -2.33333 0.00000 7.00000 0.00000
Das Ergebnis lautet also <math>\int{y dx} = 0.5x^4 - 2.33333x^3 + 7x + C</math> (auf die Integrationskonstante C darf nicht vergessen werden!).
== Gauß-Quadratur ==
{{Wikipedia | Gauß-Quadratur}}
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Gauß-Quadratur.
Datei f.m:
function y = f(x)
y = x^2;
end
Datei test1.m:
[v, ier, nfun, err] = quad ("f", 0, 3)
Ausgabe:
v = 9.0000
ier = 0
nfun = 21
err = 9.9920e-014
Erläuterung zur Ausgabe:
* v ... Resultat der Integration
* ier ... integer error code
* nfun ... Anzahl der Funktionsaufrufe
* err ... Fehler in der Lösung
== Quadratur mittels adaptiver Lobatto-Regel ==
Berechnen Sie diesmal das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Lobatto-Quadratur.
f = inline("x.^2");
v = quadl (f, 0, 3)
Ausgabe:
v = 9
Wie weiter oben bereits angesprochen kann bei der Ausgabe eine Warnung erfolgen. Inline-Funktionen sind inzwischen als obsolet erklärt und es sollen stattdessen anonyme Funktionen verwendet werden.
Zwecks Übung sei nachfolgend nochmals dieses Beispiel berechnet. Diesmal wird aber eine anonyme Funktion verwendet.
v = quadl (@(x) x.^2, 0, 3)
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y4 + 6y - 4</math>.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von -5 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4. Verwenden Sie hierzu die Simpsonregel (siehe dazu in der Hilfefunktion den Befehl "quadv").
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== ode23, ode45 und lsode ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen stehen die Funktionen
* ode23
bzw.
* ode45
zur Verfügung. Diese Funktionen implementieren das Runge-Kutta-Verfahren. "ode" steht für "Ordinary Differential Equation" (also auf Deutsch für "Gewöhnliche Differentialgleichung"). Die Zahlen bei ode23 oder ode45 stehen für die Ordnung.
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
clear;
close all;
clc;
[x, y] = ode45(@(x,y) (x^2+y^3), [0 1], 0);
plot(x, y, "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_ode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "ode45" (oder "ode23") siehe die Octave-Hilfe.
Auch die Funktion "lsode" steht zur Lösung von ODEs zur Verfügung.
Beispiel <math>y' = x + y</math>:
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1 : 5;
[y2, istate, msg] = lsode(@(x,y) (x + y), 1, t);
istate
msg
plot(t, y2);
Ausgabe:
istate = 2
msg = successful exit
[[Datei:octave_lsode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "lsode" siehe die Octave-Hilfe.
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Octave. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
= Die Fast-Fourier-Transformation =
{{Wikipedia | Schnelle Fourier-Transformation}}
Für die Funktion "fft" siehe das Octave-Hilfesystem.
= Mengenrechnung =
== Vereinigungsmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
union(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
1 2 3 4 6
== Schnittmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
intersect(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
2 4
= Logik =
Logische Operatoren werden oft benötigt, z.B. bei Schleifen und Verzweigungen.
Octave kennt die logischen Operatoren <code>or, and, not</code> und <code>xor</code>. Als Beispiel sei die Wahrheitstabelle für den Operator <code>or</code> dargestellt.
A B A or B
--------------------
true true true
true false true
false true true
false false false
In Octave kann das so ausgedrückt werden:
or( true, true )
or( true, false )
or( false, true )
or( false, false )
Ausgabe:
ans = 1
ans = 1
ans = 1
ans = 0
Zahlen ungleich 0 stehen für true, 0 für false. Z.B.:
or( 22, 0)
Ausgabe:
ans = 1
Äquivalent zu <code>or</code> ist der Operator <code>|</code>:
22 | 0
Ausgabe:
ans = 1
Zwecks näheren Informationen zu den Operatoren <code>and (&, &&), not (~, !)</code> und <code>xor</code> bemühe man Octaves Help-Funktion.
Bitweise logische Funktionen kennt Octave auch, so kann man z.B. zwei Zahlen mit dem bitweisen OR-Operator verknüpfen:
0b1100101
0b0110001
---------
0b1110101
Oder in Dezimalzahlen:
101
49
---
117
In Octave:
bitor( 0b1100101, 0b0110001 )
dec2bin( ans )
Ausgabe:
ans = 117
ans = 1110101
Zu <code>bitand, bitxor</code> usw. siehe die Octave-Hilfe-Funktion.
= Stochastik =
==Deskriptive Statistik ==
=== Lageparameter ===
Arithmetischer Mittelwert:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
mw = mean(vec)
Ausgabe:
mw = 5.7143
Der Median oder Zentralwert läßt sich folgendermaßen berechnen:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
median(vec)
Ausgabe:
ans = 4
Der Modus oder häufigste Wert läßt sich mittels "mode"-Funktion eruieren:
vec = [1 2 1 3 5 1 2 7];
[m, f, c] = mode (vec);
disp(m);
disp(f);
disp(c);
Ausgabe:
1
3
{
[1,1] = 1
}
m (erste Zeile der Ausgabe) ist der Modus. f (zweite Zeile) ist die Häufigkeit. Näheres dazu siehe im Octave-Hilfesystem.
=== Streuungsparameter ===
Varianz:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
v = var(vec)
Ausgabe:
v = 6.3333
Standardabweichung:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
s = std(vec)
Ausgabe:
s = 2.5166
=== Grafiken erzeugen ===
Histogramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6 1 1 1 2];
hist(v, max(v));
Ausgabe:
[[Datei:octave_histo2.jpg]]
Balkendiagramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
bar(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_bar111.jpg]]
Treppendiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stairs(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stairs1.jpg]]
Stabdiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stem(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stem1.jpg]]
=== Aufgaben ===
Gegeben sei folgende Datentabelle mit den Werten:
v1 = [3 4 1 1 7 2 1 9 2 5 9 7 2 2 9 2 2 1 2 8]
v2 = [1 1 0 2 3 4 1 2 7 0 2 1 5 5 5 4 5 2 5 0]
* Berechnen Sie die Lageparameter und Streuungsparameter des Vektors v1.
* Berechnen Sie Kovarianz und Korrelationskoeffizient der beiden zugeordneten Vektoren v1 und v2.
* Zeichnen Sie das Histogramm des Vektors v1.
== Wahrscheinlichkeitsrechnung ==
=== Kombinatorik ===
Der Binomialkoeffizient:
<math>\binom{n}{k}=\frac{n!}{k!(n-k)!}</math>
In Octave z.B.:
n = 30;
k = 4;
n_ueber_k = nchoosek (n, k)
Ausgabe:
n_ueber_k = 27405
Permutationen sind die verschiedenen Anordnungsmöglichkeiten mit der Anzahl n! = n * (n-1) * ... * 2 * 1.
Beispiel:
v = [1, 2, 3];
p = perms(v)
Ausgabe:
p =
1 2 3
2 1 3
1 3 2
2 3 1
3 1 2
3 2 1
n! (n-Fakultät) selbst kann so berechnet werden:
% 10!
n = 10;
factorial (n)
Ausgabe:
ans = 3628800
=== Verteilungen ===
Octave kennt eine ganze Reihe von Dichte- und Verteilungsfunktionen und zwar
* Probability Density Functions (PDF, Dichtefunktionen)
* Cumulative Distribution Functions (CDF, Verteilungsfunktionen)
Z.B.:
* Binomialverteilung:
** binopdf
** binocdf
* Hypergeometrische Verteilung:
** hygepdf
** hygecdf
* Normalverteilung:
** normpdf
** normcdf
* Studentverteilung:
** tpdf
** tcdf
* Weibullverteilung:
** wblpdf
** wblcdf
Ein Codebeispiel zur Binomialverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 1 : 10;
n = 10;
p = 0.1;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(221);
bar(x, b1);
title("binopdf");
text(1, 0.1, "n=10; p=0.1");
subplot(222);
bar(x, b2);
title("binocdf");
text(1, 0.5, "n=10; p=0.1");
n = 10;
p = 0.5;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(223);
bar(x, b1);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
subplot(224);
bar(x, b2);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
Ausgabe:
[[Datei:octave_bino3.jpg]]
Möglicherweise erhalten Sie bei diesem Beispiel eine Fehlermeldung in der Form
error: 'binopdf' undefined near line 8, column 6
The 'binopdf' function belongs to the statistics package from Octave
Forge which you have installed but not loaded. To load the package, run
'pkg load statistics' from the Octave prompt.
Laden Sie einfach das Paket für die Statistikfunktionen, wie in der Fehlermeldung beschrieben.
Ein Codebeispiel zur Normalverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = -4 : .1 : 4;
b1 = normpdf(x);
b2 = normcdf(x);
subplot(121);
plot(x, b1);
title("normpdf");
grid on;
subplot(122);
plot(x, b2);
title("normcdf");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_norm111.jpg]]
== Zufallszahlengeneratoren ==
Octave kann Zufallszahlen aus einer großen Anzahl von Verteilungen generieren, z.B.
* Chi-Quadrat-Verteilung: chi2rnd
* Log-Normal-Verteilung: lognrnd
* Normalverteilung: normrnd
Codebeispiel:
mean = 0;
standardabweichung = 1;
zufallszahl = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe (gibt eine Zufallszahl rund um den Mittelwert 0 aus), z.B.
zufallszahl = 1.0451
Auch Zufallsvektoren (oder Zufallsmatrizen) können erstellt werden:
mean = [0 0 0 0 0];
standardabweichung = 1;
zufallsvektor = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe, z.B.:
zufallsvektor =
1.47108 -0.51280 0.52726 0.31730 -1.04422
= Einfache Benutzeroberflächen erstellen=
== Input ==
fflush (stdout);
x = input("Gib eine Zahl ein: ");
disp(2 * x);
Ein-/Ausgabe:
Gib eine Zahl ein: 12
24
Der "fflush"-Befehl sollte immer vor dem Aufruf des input-Befehls aufgerufen werden. Näheres zu "fflush" siehe im Octave-Hilfesystem.
== Diverse einfache vorgefertigte Dialoge ==
Fehlermeldung:
errordlg("Fehlermeldung");
[[Bild:octave_fehlermeldung1.jpg]]
Warnung:
warndlg("Warnung");
[[Bild:octave_warnung1.jpg]]
Hilfedialog:
helpdlg
[[Bild:octave_hilfe1.jpg]]
Abfragedialog:
button = questdlg ("Frage")
[[Bild:octave_abfrage1.jpg]]
Eingabedialog:
in = inputdlg("Eingabe")
[[Bild:octave_eingabe1.jpg]]
Messagebox:
h = msgbox ("Eine Mitteilung!");
[[Bild:octave_messagebox1.jpg]]
== Komplexere vorgefertigte Dialogboxen ==
=== Menübox ===
auswahl = menu("Auswahl", "Affe", "Elefant", "Loewe", "Sonstiges");
switch(auswahl)
case 1
disp "Affe quietscht"
case 2
disp "Elefant trompetet"
case 3
disp "Loewe bruellt"
otherwise
disp "Sonstiges"
end
Ausgabe:
[[Bild:octave_menu1.jpg]]
Es werde beispielsweise die Nummer 2 gewählt.
Ausgabe:
Elefant trompetet
=== Dialogliste ===
clear;
close all;
clc;
opt = {"Eins", "Zwei", "Drei"};
[sel, ok] = listdlg ("ListString", opt, "SelectionMode", "Multiple");
if (ok == 1)
for i = 1 : numel(sel)
disp(opt{sel(i)});
end
else
disp("Cancel");
end
[[Bild:octave_dialog1.jpg]]
Es werden beispielsweise alle Optionen ausgewählt.
Ausgabe:
Eins
Zwei
Drei
=== Fortschrittsbalken ===
h = waitbar ([0.5])
[[Bild:octave_fortschritt1.jpg]]
=== Datei- und Verzeichnisdialoge ===
Dateidialog:
[fname, fpath, fltidx] = uigetfile ()
[[Bild:octave_dateidialog2.jpg]]
Ähnlich sind die Befehle "uiputfile" und "uigetdir". Dazu sei auf die Octave-Hilfe verwiesen.
== Eigene Dialoge kreieren ==
Dieses Thema sei hier nur kurz angerissen.
Programmcode:
d = dialog("Position", [300, 300, 250, 150], "Name", "Dialog");
txt = uicontrol("Parent", d, ...
"Style", "text", ...
"Position", [20, 80, 210, 40], ...
"String", "Hallo Welt");
btn_servus = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [30, 20, 80, 30], ...
"String", "Servus", ...
"Callback", "disp('Servus angeklickt!');");
btn_hallo = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [140, 20, 80, 30], ...
"String", "Hallo", ...
"Callback", "disp('Hallo angeklickt!');");
uiwait(d);
Ausgegebenes Dialogfenster:
[[Bild:octave_dialog100.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole (je nach gedrücktem Button), z.B.:
Servus angeklickt!
Die Position wird als [links, unten, breite, höhe] angegeben. Der Koordinatennullpunkt liegt, bezogen auf das Elternfenster, links unten. Es sind auch negative Koordinatenwerte möglich. Sinnvoll ist das z.B. bei einem dynamischen Ausblenden ohne zu löschen, oder für Animationen.
[[Bild:Cartesian-coordinate-system.svg | 150px]]
Wer mehr dazu wissen will, sei auf die Octave-Dokumentation verwiesen. Insbesondere siehe
* dialog
* uicontrol
* uipanel
* uibuttongroup
* uitable
* uimenu
* uitoolbar
== Aufgaben ==
=== Aufgabe 1 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit einem Texteingabefeld und einem Button. Beim Klicken auf den Button soll der Eingabetext auf der Konsole ausgegeben werden. Das Dialogfenster soll also in etwa so aussehen:
[[Bild:octave_dialog105.jpg]]
Da dies etwas komplizierter als das oben gezeigte Beispiel ist, werden nachfolgend ein paar Codefragmente zwecks Lösung angegeben:
Datei button_callback.m:
function button_callback(editHandle)
eingegText = get(editHandle, "String");
disp(eingegText);
end
Codefragement in test1.m:
% ...
edit = uicontrol(% ...
"Style", "edit", ...
%, ...
"HorizontalAlignment", "left");
btn = uicontrol(% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit));
% ...
Aufruf mit:
octave test1.m
Eingabe von z.B. "Hallo Welt!":
[[Bild:octave_dialog106.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole nach dem Drücken des Buttons:
Hallo Welt!
=== Aufgabe 2 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit zwei Eingabefeldern und einem Button. Eingegeben in diese zwei Eingabefelder werden vom Benutzer Zahlen. Auf der Konsole ausgegeben werden soll, nach Drücken des Buttons, das Produkt dieser zwei Zahlen.
Auch hier werden wieder Codefragemente angegeben.
Datei button_callback.m:
function button_callback(edit1, edit2)
zahl1 = str2double(get(edit1, 'String'));
zahl2 = str2double(get(edit2, 'String'));
disp(zahl1 * zahl2);
end
Codefragment Datei test1.m:
% ...
btn = uicontrol("Parent", d, ...
% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit1, edit2));
% ...
Was passiert, wenn der Benutzer keine Zahlen, sondern beliebige Strings eingibt?
= Fehlerhandling mit try/catch =
Die try/catch-Anweisung entspricht weitgehend jener, die aus höheren Programmiersprachen wie C++ oder Java bekannt sind. Aufgebaut ist diese Anweisungsfolge so:
try
BODY
catch
CLEANUP
end
Beispiel:
clear;
close all;
clc;
try
a = 10 / "zahl";
disp(a);
disp("Weiter im try-Block");
catch
disp("Catch: Kann nicht durch einen String dividieren");
end
Ausgabe:
Catch: Kann nicht durch einen String dividieren
Sinnvoll ist die try/catch-Folge, wenn z.B. auch in einem Fehlerfall Dateien wieder geschlossen werden sollen.
= Ein- und Ausgabe =
== Formatierte Ausgabe am Bildschirm, formatiertes Lesen von der Tastatur ==
Folgendes Beispiel ist der Octave-Hilfe (von Octave 3.0.3) entnommen:
pct = 37;
filename = "foo.txt";
printf ("Processed %d%% of `%s'.\nPlease be patient.\n", pct, filename);
Ausgabe:
Processed 37% of `foo.txt'.
Please be patient.
"printf" gibt einen formatierten String am Bildschirm (genauer in den Stream stdout) aus. Wie man sieht, orientiert sich das Format an der Programmiersprache C.
Für das formatierte Lesen vom Stream stdin (normalerweise also von der Tastatur) steht das Pendant "scanf" bereit.
== Von einem String lesen bzw. in einen String schreiben ==
Bezüglich der Funktionen
* sprintf
und
* sscanf
sei auf die Octave-Hilfefunktion verwiesen.
== Lesen und Schreiben von einer Datei ==
=== Datei schreiben ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Schreiben öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "w");
% Etwas in die Datei schreiben
fprintf(datei, "Hallo, Welt!");
% Datei schließen
fclose(datei);
=== Datei lesen ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Lesen öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "r");
% Etwas aus der Datei lesen
[string] = fscanf(datei, "%s");
disp(string);
% Datei schließen
fclose(datei);
Ausgabe:
Hallo,Welt!
=== Dateiende prüfen ===
Mittels des Befehls
feof(FID);
kann das Dateiende geprüft werden. Wenn die EOF-Bedingung zutrifft, dann wird 1 zurückgegeben, wenn nicht dann 0. Ein Beispiel folgt später als Lösung einer Aufgabe.
=== warning und error ===
Eine Warnung kann man am stderr-Stream ausgeben. Die warning-Funktion entspricht ansonsten der printf-Funktion. Nach Ausgabe der Warnung wird das Programm normal fortgesetzt.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
warning("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
warning: Matrix ist singulaer
warning: called from
test1 at line 5 column 3
Weiter geht's
Schärfer ist der error-Befehl. Die Fehlermeldung wird am stderr-Stream ausgegeben. Vom Format her entspricht diese Funktion dem printf-Befehl. Nach Ausgabe der Fehlermeldung wird das Programm beendet.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
error("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
error: Matrix ist singulaer
error: called from
test1 at line 5 column 3
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie ein Programm, das die Zahlen 1 bis 10 zeilenweise in eine Datei ausgibt.
* Lesen Sie diese Zeilen wieder von der Datei ein und geben Sie sie am Bildschirm aus.
* Gegeben sei eine Datei. Lesen Sie die Daten aus dieser Datei ein und rechnen Sie per Octave-Programm den Gesamtpreis für alle Tiere aus. Die Anzahl der Zeilen und der genaue Dateinhalt sei Ihnen vorab nicht bekannt. Bekannt ist nur das Datenformat wie folgt:
Nr. Name Einzelpreis Stueck
1 Affe 15000.50 2
2 Loewe 11000.90 1
3 Nashorn 45000.10 1
4 Elefant 51245.90 3
5 Tiger 9000.70 2
6 Maus 34.90 12
Eine einfache Lösung ohne Schnickschnack (Fehlerüberprüfungen etc.) für dieses Beispiel könnte wie folgt aussehen:
clear;
close all;
clc;
datei = fopen ("c:/tmp/daten1.txt", "r");
gesamtpreis = 0;
% Kopfzeile einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%s %s %s %s", "C");
while(feof(datei) == 0)
% Datensätze einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%d %s %f %d", "C");
gesamtpreis += preis*stk;
end
fclose(datei);
disp("Gesamtpreis = ");
format long;
disp(gesamtpreis);
Ausgabe:
Gesamtpreis =
258159.900000000
= Datencontainer =
== Datenstrukturen ==
Pseudocode:
STRUKTUR s
ZAHL a
VEKTOR b
STRING c
END
Octave-Code:
s.a = 45.9;
s.b = [1 2 3 4 5];
s.c = "Hallo!";
s
Ausgabe:
s =
scalar structure containing the fields:
a = 45.90000000000000
b =
1 2 3 4 5
c = Hallo!
Um ein paar weitere Möglichkeiten zum Handling mit Datenstrukturen aufzuzeigen, sei folgender Code aufgeführt.
Datei addsub.m
function res = addsub(a, b)
res.x = a + b;
res.y = a - b;
end
Datei test1.m
clear;
clc;
addsub(10, 50)
r = addsub(30, 70)
r.x
r.y
++r.x
Ausgabe:
ans =
scalar structure containing the fields:
x = 60
y = -40
r =
scalar structure containing the fields:
x = 100
y = -40
ans = 100
ans = -40
ans = 101
Die Funktion "addsub" liefert die Struktur res mit zwei Zahlenwerten. Die Elemente der Datenstruktur können auch außerhalb der Funktion angesprochen werden. Auch gerechnet werden kann mit diesen Elementen.
== Cell Arrays ==
Manchmal kann es sinnvoll sein mehrere Variablen verschiedenen Typs und Größe in einer Variablen zu speichern. Dies funktioniert ähnlich wie bei Vektoren. Es werden aber geschweifte Klammern verwendet.
Eingabe:
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44}
c{1}
c{1:2}
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = Hallo Welt!
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
ans = Hallo Welt!
ans = Hallo Welt!
ans =
2 2
Elemente des Cell Arrays können auch wieder mit Variablen anderen Typs überschrieben werden.
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44};
c{1} = 5;
c
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = 5
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
= Objektorientierte Programmierung =
Octave unterstützt auch objektorientierte Programmierung mit dem Schlüsselwort <code>classdef</code> (ab Version 4.0). Dieses Thema ist zwar etwas fortgeschritten, wird aber trotzdem kurz behandelt.
[[Bild:octave_oop1.svg|200px]]
Datei Auto.m:
classdef Auto
properties
marke1 = "Beemweh"
endproperties
methods
function zeige1(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke1]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei Cabrio.m:
classdef Cabrio < Auto
properties
marke2 = "Cabrio"
endproperties
methods
function zeige2(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke2]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei test1.m:
obj = Cabrio("Cabrio");
obj.zeige1();
obj.zeige2();
Ausgabe (Aufruf mittels "octave test1.m"):
Marke: Beemweh
Marke: Cabrio
GNU Octave kann auch Mehrfachvererbung:
classdef Unterklasse < Oberklasse1 & Oberklasse2
Für die Reihenfolge der Vererbung gilt: Die zuerst genannte Klasse hat Vorrang.
Man kann mittels <code>private, protected, public</code> Daten auch kapseln:
properties(SetAccess = private, GetAccess = public)
methods (Access = public)
Standardmäßig sind alle Methoden und Attribute <code>public</code>.
Weiterführendes siehe z.B. in der [https://docs.octave.org/latest/Object-Oriented-Programming.html Octave-Dokumentation].
= Octave im Zusammenspiel mit anderen Programmiersprachen =
Man kann GNU Octave zur Kommunikation mit anderen Programmiersprachen bewegen, und das in beide Richtungen:
* GNU Octave -> andere Programmiersprache
* andere Programmiersprache -> GNU Octave
Hier die ganzen Möglichkeiten detailliert zu beschreiben würde zu weit führen. Wir beschränken uns im Wesentlichen auf die Erstellung von .oct-Files (C/C++; Fortran würde auch gehen, ist aber komplizierter) und zählen im Anschluss daran ein paar weitere Varianten auf.
== .oct-Dateien ==
Eine .oct-Datei in GNU Octave ist eine kompilierte C/C++-Datei, die als dynamisch ladbares Objekt direkt in Octave ausgeführt werden kann. oct-Dateien sind meist schneller als nativer Octave-Code.
1. Schritt: Erstelle z.B. eine C++-Datei ''quadrat.cc'' (es soll das Quadrat einer Zahl berechnet werden)
#include <octave/oct.h>
DEFUN_DLD(quadrat, args, nargout, "Quadrat einer Zahl berechnen")
{
double x = args(0).double_value();
double res = x*x;
return octave_value(res);
}
* <code>DEFUN_DLD</code> ist ein Makro. Damit wird angezeigt, dass es sich um eine dynamisch ladbare Funktion handelt ('''De'''fine '''Fun'''ction – '''D'''ynamically '''L'''inked '''D'''istribution).
* Der erste Parameter muss mit dem Namen der Funktion und der erstellten oct-Datei übereinstimmen, also hier <code>quadrat</code>.
* <code>args</code>: Argumente die beim Aufruf in Octave übergeben werden.
* <code>nargout</code>: Anzahl der Rückgabewerte.
* "Quadrat einer Zahl berechnen": Dokumentationsstring
2. Schritt: ''quadrat.cc'' kompilieren
# Terminal öffnen
# In das quadrat.cc-Verzeichnis wechseln
# Octave aufrufen
# cc-Datei zu einer oct-Datei kompilieren: <code>mkoctfile quadrat.cc</code>
# Wenn das ohne Fehlermeldung durchläuft, so sollte im Anschluss eine (relativ große) ''quadrat.oct''-Datei im entsprechenden Verzeichnis zu finden sein.
3. Schritt: Funktion <code>quadrat()</code> in Octave aufrufen, z.B.:
y = quadrat(5)
Es ergibt sich folgende Ausgabe:
y = 25
Damit das funktioniert, müssen natürlich die entsprechenden Werkzeuge (Compiler etc.) installiert sein. Darauf wird hier aber nicht näher eingegangen.
Die Dokumentation zu den .oct-Dateien findet sich auf [https://docs.octave.org/v11.1.0/Oct_002dFiles.html].
== Andere Möglichkeiten ==
* .mex-Dateien ('''M'''ATLAB '''Ex'''ecutables): Wenn man kompatibel zu MATLAB bleiben muss
* Java- oder Python-Schnittstelle (Nachteil: langsamer als .oct-Dateien)
Bevor man aber diese Möglichkeiten in Anspruch nimmt, sollte man vektorisieren. Damit lassen sich oft schon höhere Geschwindigkeiten erzielen. Dieses Thema wurde früher schon kurz behandelt ([[Ing_Mathematik:_Numerische_Mathematiksysteme_am_Beispiel_von_Octave#Die_FOR-Schleife|FOR-Schleife]]).
= Octave und die Tabellenkalkulation =
== Lesen ==
GNU Octave kann auch CSV-, LibreOffice Calc- oder MS Excel-Dateien einlesen.
Gegeben sei folgende schematisierte Datei im LibreOffice Calc-Format (test1.ods):
Februar März
Freitag 23 26
Samstag 17 41
Sonntag 34 37
=== Direkt als ODS-Datei einlesen ===
Die odsread-Funktion muss via io-Package geladen werden. Dieses Package ist nicht standardmäßig installiert, sondern kann z.B. bei openSUSE Tumbleweed mittels YaST als octave-forge-io installiert werden. Danach wird das Package geladen (pkg load io) und die Daten mittels odsread eingelesen.
pkg load io
[num, txt, raw] = odsread('test1.ods');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Ausgabe:
23 26
17 41
34 37
------------
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] =
[3,2] =
[4,2] =
[1,3] = März
[2,3] =
[3,3] =
[4,3] =
}
------------
{
[1,1] = [](0x0)
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
=== Als CSV-Datei einlesen ===
Die Datei test1.ods wird per LibreOffice Calc als CSV-Datei test1.csv (Trennzeichen ist der Strichpunkt) gespeichert (Achtung: gespeichert, nicht exportiert!):
;Februar;März
Freitag;23;26
Samstag;17;41
Sonntag;34;37
==== Mit csv2cell ====
Wir wollen hier den Strichpunkt als Trennzeichen verwenden. Per Default wird nämlich der Beistrich als Trennzeichen interpretiert.
pkg load io;
data = csv2cell("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data{2, 2});
Ausgabe:
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
---------------
23
==== Mit dlmread ====
data = dlmread("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data(2, 2));
Ausgabe:
0 0 0
0 23 26
0 17 41
0 34 37
---------------
23
==== Mit importdata ====
data = importdata("test1.csv");
disp(data)
disp("------------")
disp(data.data);
disp("------------")
disp(data.data(2,2));
Ausgabe:
data =
23 26
17 41
34 37
textdata =
{
[1,1] = ;Februar;März
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
}
rowheaders =
{
[1,1] = Freitag
[2,1] = Samstag
[3,1] = Sonntag
}
------------
23 26
17 41
34 37
------------
41
Damit haben wir schon etliche Funktionen zu diesem Zweck kennengelernt. Weiter Funktionen zu
diesem Zweck sind z.B.
* csvread
* textscan
=== Als XLSX-Datei einlesen ===
Wir speichern unsere test1.ods-Datei als test1.xlsx-Datei. Dies ist das MS Excel-Standardformat. Und schon können wir den xlsread-Befehl zum Einlesen der Daten verwenden.
pkg load io
[num, txt, raw] = xlsread('test1.xlsx');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Die Ausgabe ist gleich wie oben bei der odsread-Funktion.
== Schreiben ==
=== Direkt als ODS-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
odswrite('test1.ods', data);
=== Als XLSX-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
xlswrite('test1.xlsx', data);
=== Als CSV-Datei schreiben ===
* dlmwrite
* csvwrite
* fprintf
= Octave GUI =
Das GUI-Programm ('''G'''raphical '''U'''ser '''I'''nterface) von Octave entspricht im Wesentlichen anderen Programmier-Benutzeroberflächen (IDEs ... '''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironments), wie z.B. Eclipse (Java), Code::Blocks (C/C++) oder Spyder (Python). Nachfolgend ist ein Screenshot des Octave-GUI mit einigen Anmerkungen dargestellt.
[[Bild:octave_gui2.jpg|600px]]
Probieren Sie einfach die Möglichkeiten der zur Verfügung gestellten GUI/IDE aus.
= Komplexere Aufgaben =
* Berechnen Sie die Fläche, den Umfang, die Seitenlängen, den Inkreis und den Umkreis eines Dreiecks. Stellen Sie das Dreieck inklusive In- und Umkreis grafisch dar. Speichern Sie die Daten in einer Datei. Die drei Eckpunkte dieses Dreiecks sollen vom Benutzer beliebig vorgegeben werden.
* Die Werte einer beliebig großen quadratischen Matrix seien in einer Datei gespeichert. Lesen Sie diese Datei ein und berechnen Sie daraus die Determinante der Matrix, die inverse Matrix, die Eigenvektoren und -werte, die Spur. Führen Sie die LR-Zerlegung durch. Geben Sie diese Werte am Bildschirm aus.
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Octave. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechende weiterführende Literatur, die Octave-Hilfefunktion und die Octave-Dokumentation verwiesen. Octave kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Aber auch Octave selbst ist erweiterbar. Man siehe z.B. Octave Packages (https://gnu-octave.github.io/packages/) oder man schreibt selbst Erweiterungen.
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2026-09-21T12:49:01Z
Intruder
1513
/* Objektorientierte Programmierung */
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wikitext
text/x-wiki
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
zurücklink=Ing Mathematik: Computeralgebrasysteme am Beispiel von Maxima|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Octave ==
* Octave ist eine Software zur numerischen Lösung mathematischer Probleme.
* Octave ist Open-Source (GPL-Lizenz).
* Octave ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Octave ist weitgehend kompatibel zum Numerik-Standardprogramm {{W|Matlab|MATLAB}}.
* Octave ist ein Interpreter.
* Octave als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | GNU Octave}}
== Octave installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Octave-Paket von der Webseite [https://octave.org/download] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Octave bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Dazu gehen Sie auf die Seite [https://wiki.octave.org/Category:Installation], wählen die vorhandene Linux-Variante und folgen der angegebenen Beschreibung (z.B. <code>zypper ... </code> für openSUSE. Oder Sie benutzen unter openSUSE Tumbleweed direkt das Setup-Programm {{W|YaST}}).
== Octave starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Octave-Programm doppelklicken (für das Konsolenprogramm ... CLI, für die grafische Benutzeroberfläche ... GUI). Und schon startet das Programm.
[[Datei:octavestart1.jpg]]
=== Linux ===
In einer Linux-Konsole den Befehl "octave" eintippen, mit der RETURN-Taste bestätigen, und das Programm (CLI) startet:
GNU Octave (x86_64-suse-linux-gnu) version 11.1.0
Copyright (C) 1993-2026 The Octave Project Developers.
License GPLv3+: GNU GPL version 3 or later <https://gnu.org/licenses/gpl.html>
This is free software; see the source code for copying conditions.
There is NO WARRANTY, to the extent permitted by law. For details, type 'warranty'.
Home page: <https://octave.org>
Support resources: <https://octave.org/support>
Improve Octave: <https://octave.org/get-involved>
For changes from previous versions, type 'news'.
octave:1>
Um Octave mit der eingebauten GUI zu starten, kann der Befehl <code>octave --force-gui</code> verwendet werden:
[[File:Gnu_Octave_IDE.png|600px]]
Alternativ kann, z.B. unter openSUSE Tumbleweed (mit {{W|KDE Plasma 6|KDE-Plasma}}), die Octave-IDE auch über den Application Launcher im Menü ''Education -> GNU Octave'' gestartet werden.
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Im Folgenden wird immer das Konsolenprogramm (CLI ... Command Line Interface) für die Eingabe von Befehlen benutzt. Erst gegen Ende dieses Textes wird auch kurz auf das GUI von Octave eingegangen.
Teilweise werden Ergebnisse der älteren Octave-Version 3.0.3 dargestellt. Die dargestellten Grafiken und Ausgabetexte können je nach Version leicht voneinander abweichen. Der Text wurde ursprünglich mit der Octave-Version 3.0.3 erstellt und anschließend auf die Versionen 5.2 bis 11.1.0 aktualisiert. Dieser Mischmasch sollte aber kein Problem darstellen.
Getestet wurden die Beispiele ursprünglich unter dem Betriebssystem MS Windows 10, später auch mit MS Windows 11, bzw. mit openSUSE Leap 15.6 (Octave 6.4.0, nur vereinzelt) und ab März 2026 auch mit openSUSE Tumbleweed (ab Octave 10.3.0, nur vereinzelt).
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Octave mit dem Prozentzeichen (%) oder alternativ mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Octave-Interpreter ignoriert. Will man kompatibel mit MATLAB bleiben, so ist die Version mit dem %-Zeichen vorzuziehen. Text kann mit der disp-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Octave und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
octave-3.0.3.exe:1> % Das ist ein Kommentar
octave-3.0.3.exe:2> # und das auch
octave-3.0.3.exe:3> disp "Hallo Welt!"
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (z.B. octave-3.0.3.exe:1>) ist natürlich abhängig von der Octave-Version und den schon eingegebenen Zeilen. Er ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Octave-System geliefert.
Strings können in Octave entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
= Octave als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Octave. Geben Sie dann die Formel
octave-3.0.3.exe:1> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN und erhalten als Ergebnis
ans = 15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
octave-3.0.3.exe:2> sin(sqrt(15))
ans = -0.6679
Octave kennt eine Handvoll von Konstanten, z.B.:
Zeilenweise Eingabe:
% Die Kreiszahl PI
pi
% Die Eulersche Zahl
e
% Zur Maschinengenauigkeit
eps
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 2.7183
ans = 2.2204e-016
"ans" steht übrigens für den Begriff "answer" (auf Deutsch "Antwort"). Mit "ans" kann wie mit jeder anderen Variable oder Konstanten weitergerechnet werden, z.B.:
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 10
ans = 62.832
Die Ausgabe eines Befehls am Bildschirm (das "Echo") kann übrigens durch Anwendung des Semikolons (;) unterdrückt werden. Gezeigt werden soll dies nun mit Hilfe des obigen Beispiels. Es soll nur der Umfang ausgegeben werden, nicht der Radius.
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10;
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 62.832
Vielleicht ist manchem die Genauigkeit, mit der Echo bzw. der Befehl disp Werte ausgibt, nicht ausreichend. Dem kann Abhilfe verschafft werden und zwar so:
Eingabe:
format short
pi
format long
pi
format longe
pi
% usw.
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 3.14159265358979
ans = 3.14159265358979e+00
Beenden lässt sich das Octave-Programm durch Eingabe von quit oder exit (und natürlich zur Bestätigung die RETURN-Taste drücken).
== Die Hilfefunktion von Octave ==
Die Eingabe von help mit Angabe eines Funktionsnamens liefert detaillierte Infos zu der gesuchten Funktion.
Eingabe:
help sin
Ausgabe:
'sin' is a built-in function from the file libinterp/corefcn/mappers.cc
-- Y = sin (X)
Compute the sine for each element of X in radians.
See also: asin, sind, sinh.
Additional help for built-in functions and operators is
available in the online version of the manual. Use the command
'doc <topic>' to search the manual index.
Help and information about Octave is also available on the WWW
at https://www.octave.org and via the help@octave.org
mailing list.
Auch gibt es die doc-Funktion für eine vollständige Dokumentation des Octave-Systems, z.B.:
Eingabe:
doc
Ausgabe:
[[Datei:Octave_730_doc_screenshot.jpg]]
== Sonstige einfache Berechnungen ==
In octave gibt es eine "umgekehrte" Division:
11 / 2 % normale Division (Rechtsdivision)
11 \ 2 % umgekehrte Division (Linksdivision)
Ausgabe:
ans = 5.5000
ans = 0.1818
Potenzieren kann man so:
12^5
Ausgabe:
ans = 248832
Den Modulo-Operator % wie in C/C++, Java oder Python gibt es in Octave '''nicht'''. Das Prozentzeichen ist dem Kommentar vorbehalten. Man kann aber eine Funktion hierfür benutzen
y = mod(20, 3)
Ausgabe:
y = 2
Runden mit und auf Ganzzahlen kann man in Octave so:
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
y = int32(15) / int32(4)
Ausgabe:
x = 3
y = 4
Siehe dazu aber auch die Funktionen <code>floor</code>, <code>ceil</code> und <code>idivide</code>.
Mittels <code>int32()</code> werden Zahlen als 32-Bit-Ganzzahlen dargestellt. Standardmäßig ist der Datentyp nämlich <code>double</code>. Das ist zu beachten, es ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse.
Beispiel:
clear();
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
c = 10;
d = 3;
y = c / d
whos()
Ausgabe:
x = 3
y = 3.3333
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 4 int32
b 1x1 4 int32
c 1x1 8 double
d 1x1 8 double
x 1x1 4 int32
y 1x1 8 double
Total is 6 elements using 36 bytes
Ist der Wertebereich von <code>int32</code> zu klein (4 Bytes, <math>-2^{31}</math> bis <math>2^{31} - 1</math>), so gibt es auch <code>int64</code> (8 Bytes, <math>-2^{63}</math> bis <math>2^{63} - 1</math>).
<code>clear</code> löscht Namen und gibt den Speicherplatz wieder frei. <code>whos()</code> liefert detaillierte Informationen der aktuell definierten Variablen.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot e^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>.
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>2\; \text{cosd}(60) - 3\sin(\pi/5)</math>. Anmerkung: cosd erwartet den Parameter im Gradmaß (d für "degree"), sin erwartet den Parameter im Bogenmaß.
* Erkunden Sie die Fehlerfunktion "erf" mittels Octave-Hilfe.
* Welche Zahl ergibt sich durch <code>3 / 4 \ 2</code>?
* Welche Zahlen werden durch die folgenden Anweisungen ausgegeben?
idivide(int32(10), int32(3), "fix")
idivide(int32(10), int32(3), "round")
idivide(int32(10), int32(3), "floor")
idivide(int32(10), int32(3), "ceil")
floor(10.3)
ceil(10.3)
= Octave als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.m
% Das ist ein Kommentar
# und das auch
disp "Hallo Welt!"
Skriptdateien müssen mit der Dateiendung .m versehen werden. In der Octave-Konsole fügen Sie den Dateipfad mittels
octave-3.0.3.exe:1> addpath("c:/tmp")
hinzu (es ist der UNIX-spezifische Slash (/) zu benutzen). Alternativ können Sie zumindest unter MS Windows auch einen Doppel-Backslash (\\) einsetzen. Oder Sie wechseln mittels <code>cd c:/tmp</code> direkt ins Verzeichnis <code>c:/tmp</code>.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.m (sozusagen das Hauptprogramm) zur Ausführung
octave-3.0.3.exe:2> test1
Achtung: Die Datei (die Funktion oder das Hauptprogramm) ist in der Octave-Kommandozeile ohne .m-Dateiendung anzugeben. Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Zumindest unter Linux können Sie z.B. auch komfortabel den {{W|Shebang|Shebang}} (<code>#!</code>) nutzen. Gegeben sei das Octave-Script
#!/usr/bin/octave
disp("Hallo Welt!");
Gepeichert sei es ebenfalls als <code>test1.m</code>. Starten Sie ein Terminal, wechseln Sie in das entsprechende Arbeitsverzeichnis und geben Sie
./test1.m
ein, so erhalten Sie wieder
Hallo Welt!
als Ausgabe auf dem Terminal. Die Zugriffsberechtigung muss natürlich mittels <code>chmod</code> richtig gesetzt werden. Oder Sie führen direkt Octave mit der Datei <code>test1.m</code> aus:
octave test1.m
Sie sehen, mehrere Wege führen zum Ziel.
== Blockkommentare ==
In neueren Octave-Versionen ab dem Jahr 2009 sind auch Blockkommentare möglich. Blockkommentare werden wie normale Kommentare vom Octave-Interpreter ignoriert.
%{
Das ist ein
Blockkommentar
%}
#{
und das auch
#}
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Da Octave case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.m gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
Bringen Sie die Datei test1.m zur Ausführung, so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
x = 5
y = 10
z = 50
Normalerweise will man aber nur z anzeigen, die Werte von x und y sind ja bereits bekannt. Dazu fügen Sie an den Anweisungsenden, wie bereits weiter oben erwähnt, bei x und y jeweils ein Semikolon (;) an, um das Anweisungsende explizit zu markieren.
x = 5;
y = 10;
z = x*y
Nun erhalten Sie als Ergebnis nur noch
z = 50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben.
x = 5; y = 10; z = x*y
Ausgabe:
z = 50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5;
% inkrementiere x
++x
% x = x - 2
x -= 2
Bildschirmausgabe:
ans = 6
x = 4
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist.
Soll eine Anweisung auf mehrere Zeilen verteilt werden, z.B. weil sie zu lang ist, so kann dies durch Verwendung von drei Punkten (...) geschehen, wie nachfolgend dargestellt.
x = 5;
y = 1000 * x + ...
sin(x/2)
Ausgabe:
y = 5000.6
Diese Drei-Punkte-Methode soll nicht für in Anführungszeichen (") eingeschlossene Strings verwendet werden. Diese Methode ist seit geraumer Zeit "deprecated" und funktioniert mit der Version 9.1.0 gar nicht mehr. Benutzen Sie statt dessen den Backslash (\):
txt = "xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx\
yyyyyyyyyyyyyyyyy"
Ausgabe:
txt = xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxyyyyyyyyyyyyyyyyy
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist in Octave problemlos möglich:
wert = 10
wert = 35.5
wert = "Hallo"
wert = pi
Ausgabe:
wert = 10
wert = 35.500
wert = Hallo
wert = 3.1416
Der Befehl <code>who</code>, bzw. <code>whos</code> listet die gegenwärtig definierten Variablen, z.B.:
clear;
a = 10.5;
v = [1 2 3 4 5 12 13];
m = ["s1", "s2"; "s3", "s4"];
disp "***** Der Befehl who *****"
who
disp "***** Der Befehl whos *****"
whos
Ausgabe:
***** Der Befehl who *****
Variables visible from the current scope:
a m v
***** Der Befehl whos *****
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 8 double
m 2x4 8 char
v 1x7 56 double
Total is 16 elements using 72 bytes
==Hexadezimale und binäre Zahlen==
% Hexadezimale Zahl
disp( 0xABC )
% Binäre Zahl
disp( 0b1000011 )
Ausgabe (als Dezimalzahlen):
2748
67
Octave kann auch dezimale in binäre Zahlen etc. umwandeln:
dec2bin( 214 )
Ausgabe:
ans = 11010110
Siehe dazu in der Octave-Hilfe auch folgende Funktionen:
bin2dec, dec2base, dec2hex, hex2dec, base2dec
== Zahlenkolonnen ==
Eine Zahlenkolonne (oder ein Vektor) mit gleichen Abständen der Werte kann folgendermaßen erzeugt werden:
% a ... Startwert
% b ... Schrittweite
% c ... Endwert
a = 0;
b = 10;
c = 100;
x = a : b : c;
disp(x);
Ausgabe:
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Ähnliche Resultate lassen sich auch durch Anwendung der linspace-Funktion erhalten, z.B.:
% a ... Startwert
% b ... Endwert
% c ... Anzahl der Werte
a = 0;
b = 100;
c = 11;
v = linspace(a, b, c)
Ausgabe:
v =
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
== Verzweigungen ==
=== Die IF-Verzweigung ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
Die test1.m-Datei laute also wie folgt:
x = 5;
if x < 4
disp "x ist kleiner als 4";
else
disp "Der else-Zweig wird ausgefuehrt";
disp "x ist groesser oder gleich 4";
end
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Octave kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
* <, <= ... kleiner (gleich)
* >, >= ... größer (gleich)
* == ... gleich
* ~=, != ... ungleich
* &, && ... AND
* |, || ... OR
* ~, ! ... NOT
Beispielsweise:
a = 5;
b = 9;
if a<=10 & b!=7
disp("OK");
else
disp("Nicht OK");
end
Ausgabe:
OK
=== Die SWITCH-Verzweigung ===
In Pseudocode:
WECHSLE ZU var
FALLS wert1 == var
führe block1 aus
FALLS wert2 == var
führe block2 aus
...
SONST
führe blockn aus
ENDE
Eine Beispielsimplementierung in Octave könnte so aussehen:
x = "g";
switch(x)
case "k"
disp("klein");
case "g"
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
gross
Anmerkungen für C-Programmierer:
* in Octave darf zum Abschluß von ''case'' kein Doppelpunkt folgen (würde einen Syntaxfehler auslösen).
* ein ''break'' als Abschluß eines ''case''-Blocks ist nicht erlaubt (würde in Octave einen parse error auslösen). ''break'' ist Schleifen vorbehalten. ''switch'' hat in Octave keinen "Durchfall" und ähnelt somit eher der Fortran-Anweisung ''select case''.
Mehrere Fälle in einem ''case'' können wie nachfolgend behandelt werden:
x = "K";
switch(x)
case {"k" "K"}
disp("klein");
case {"g" "G"}
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
klein
== Schleifen ==
=== Die WHILE-Schleife ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Octave:
x = 0;
while x <= 10
disp(x);
x++;
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== Die DO-UNTIL-Schleife ===
Die DO-UNTIL-Schleife ist fußgesteuert. Beachte: Diese Schleife ist nicht äquivalent zu der aus anderen Programmiersprachen bekannten DO-WHILE-Schleife. DO-WHILE bedeutet "TUE SOLANGE", DO-UNTIL bedeutet "TUE BIS". Sie wird mindestens einmal ausgeführt.
Pseudocode:
TUE
führe block aus
BIS bedingung TRUE
Mittels Octave:
x = 0;
do
disp(x);
x++;
until(x >= 5)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
=== Die FOR-Schleife ===
for x = 0 : 2 : 10
disp(x);
end
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Der FOR-Schleifenkopf ist in Form einer Zahlenkolonne folgendermaßen aufgebaut:
for variable = startwert : schrittweite : endwert
Man beachte, dass Vektorisierung gegenüber einem Schleifendurchlauf eine erhebliche Zeiteinsparung bewirken kann (man siehe in der [https://docs.octave.org/latest/Vectorization-and-Faster-Code-Execution.html Octave-Dokumentation das Kapitel 19 "Vectorization and Faster Code Execution"]). Folgendes Beispiel ist an genanntes Octave-Kapitel angelehnt. Zuerst wird eine Berechnung mittels Schleifendurchlauf durchgeführt und der Zeitbedarf ausgegeben. Dieser Zeitbedarf hängt natürlich auch von der verwendeten Hardware etc. ab.
Eingabe:
n = m = 500;
a = b = eye(500);
t1 = time();
for i = 1:n
for j = 1:m
c(i,j) = a(i,j) + b(i,j);
endfor
endfor
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 3.7566
Der Zeitverbrauch beträgt hier also ca. 4 Sekunden. Im Gegensatz dazu
Eingabe:
a = b = eye(500);
t1 = time();
c = a + b;
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 1.5974e-05
ist der Zeitverbrauch hier sehr gering. Vektoren und Matrizen werden etwas später in diesem Text detailliert behandelt. Hier nur soviel: Mittels ''eye'' wird eine Einheitsmatrix kreiert.
=== Schleifen abbrechen ===
Zum Abbrechen einer Schleife gibt es den Befehl "break".
for var = 0 : 1 : 100
disp (var);
if var == 5
break;
end
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
"continue" setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort, z.B.
for var = 0 : 1 : 10
if var == 5
continue;
end
disp (var);
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Summe der ersten 10000 natürlichen Zahlen (bei 1 beginnend)
** in Form einer WHILE-Schleife
** in Form einer DO-UNTIL-Schleife
** in Form einer FOR-Schleife
** mittels sum-Befehl (siehe dazu auch die von Octave zur Verfügung gestellte Hilfefunktion).
** mittels gaußscher Summenformel (<math>\sum_{i=1}^n{i} = 1+2+...+n = n(n+1) / 2</math>)
* Schreiben Sie für obige Alternativen Programme mit denen der Zeitbedarf der Schleifen, Befehle bzw. Formeln gemessen werden kann. Welche Alternativen sind aus Zeitgründen (minimale Laufzeit) empfehlenswert?
= Grafiken zeichnen =
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plot" ist der Zeichenbefehl. "grid on" schaltet ein Zeichengitter ein.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen.
Sie könnten nun auf die Idee kommen, obiges Script unter Linux mit der Shebang-Zeile zu erweitern, um es direkt als Programm auszuführen.
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Die Enttäuschung folgt auf dem Fuß. Außer einem kurzen Aufblinken des Grafikfensters ist nicht viel zu sehen. Das Programm läuft einfach durch und wird nach der letzten Anweisung beendet. Abhilfe kann z.B. der <code>input</code>-Befehl schaffen:
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
refresh();
input("Zum Beenden RETURN-Taste drücken");
Das Programm wartet somit, bis Sie im Terminal die RETURN-Taste drücken. <code>refresh()</code> dient dazu, das Grafikfenster unmittelbar zu aktualisieren. Sonst würde das Ausgabefenster leer bleiben, bis es durch externe Anreize aktualisiert wird (z.B. durch Fenster minimieren/maximieren). Gleiches gilt für die <code>octave test1.m</code>-Variante.
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
plot(x,y);
grid on;
Man beachte den Punkt bei 2.^x (2 hoch x). Vergisst man den Punkt, dann erhält man eine Fehlermeldung (ähnlich dieser):
error: for x^y, only square matrix arguments are permitted and one argument must be scalar. Use .^ for elementwise power.
error: called from
test1 at line 2 column 3
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh2.jpg]]
Der Funktionsgraph kann auch als Fläche eingefärbt werden:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
fill (x, y, "b");
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh3.jpg | 500px]]
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
Mehrere Graphen lassen sich folgendermaßen in ein Fenster zeichnen:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, x,y2);
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Bild:octave_cosh14.jpg|600px]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1,"*r", x,y2,"ob");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_cosh4.jpg]]
Bei plot kann auch der Linienstil des jeweiligen Graphen angegeben werden, z.B. steht
* für Sternchenlinie
o für Kreise in der Linie
r für rot
b für blau
Ein ähnliches Resultat liefert der Code:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red", "*", x,y2, "Color", "blue", "o");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
Will man mehrere Graphen in ein Fenster zeichnen, aber nicht alles in einen plot-Befehl quetschen, so kann die "hold on"-Anweisung die Lösung des Problems sein:
%Lösche alle benutzerdefinierten Variablen aus der Symboltabelle
clear;
%Schließe alle Fenster
close all;
%Lösche Konsolenfenster und setze Cursor zurück
clc;
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red");
hold on;
plot(x,y2, "Color", "blue");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_coshsin1.jpg]]
Bei diesem Program wurden auch einige Möglichkeiten (clear, close, clc) gezeigt, um das System aufzuräumen. Ein "hold off" würde natürlich die hold-Funktion wieder ausschalten.
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi]</math> gezeichnet werden.
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
[[Datei:octave_spirale1.jpg]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den axis-Befehl verwenden (axis muss nach plot erscheinen).
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
axis equal;
[[Datei:octave_spirale222.jpg]]
=== Strichstärke ===
Für manche Zwecke ist es sinnvoll die Strichstärke des Graphen zu erhöhen. Dies kann über den Parameter "LineWidth" der plot-Funktion geschehen.
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
axis equal;
Ausgabe:
[[Datei:octave_spirale3.jpg]]
=== Beliebigen Text ausgeben ===
x = -10:0.1:10;
plot (x, sin (x), "LineWidth", 2);
text (2.7, 0.8, "Das ist die sin-Funktion");
Ausgabe:
[[Datei:octave_text1.jpg]]
=== Logarithmische Achseneinteilung ===
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
% Halblogarithmische Darstellung
semilogy(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_semilog1.jpg]]
Auch die x-Achse kann mit "semilogx" logarithmisch skaliert werden. Mit "loglog" werden beide Achsen logarithmisch skaliert.
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben (Hinweis: Siehe dazu auch die Octave-Hilfefunktion für den plot-Befehl).
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
* Erkunden Sie in der Octave-Hilfe den ezplot-Befehl.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
Mittels "plot3" lassen sich Raumkurven zeichnen.
t = 0 : .1 : 9*pi;
x = cos(t);
y = sin(t);
z = 1.3 .^ t;
plot3(x,y,z);
grid on;
[[Datei:octave_raumkurve1.jpg]]
=== Flächen ===
==== ezsurf ====
Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit 3D-Flächen zu erzeugen, besteht in der Verwendung des ezsurf-Befehls. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol (elementweise Multiplikation soll verwendet werden, keine Matrizenmultiplikation) in der anonymen Funktion. Was eine anonyme Funktion ist, wird weiter hinten in diesem Text kurz erklärt. Fürs Erste reicht es zu wissen, dass die Funktion f(x, y) jeweils im Intervall [0, 10] gezeichnet werden soll.
clear; close all; clc; clf;
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_ezsurf1.jpg|600px]]
Dieses Bild wurde mit der Octave-Version 5.2 erstellt. Es ist im Prinzip identisch zu jenen des folgenden Abschnitts, die mit der Version 3.0.3 erstellt wurden, nur die Farbschattierung ist anders. Ändern lässt sich diese Eigenschaft mit dem colormap-Befehl (siehe auch Octave-Hilfe):
clear; close all; clc; clf;
colormap(hot);
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_colormap_hot.jpg|600px]]
==== surf und mesh ====
Für das Zeichnen von Flächen existiert der surf-Befehl. Der meshgrid-Befehl kreiert ein Netz in der xy-Zeichenebene. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol der Formel für z.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
[[Datei:octave_flaeche1.jpg]]
Auch ein Farbstreifen kann via "colorbar" zur Grafik hinzugefügt werden.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
colorbar("East");
[[Datei:octave_flaeche2.jpg]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
x = 0 : .2 : 10;
y = 0 : .2 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
mesh(x_grid, y_grid, z);
Ausgabe:
[[Datei:octave_mesh1.jpg]]
==== Ellipsoide und Kegel ====
Für das Zeichnen von Kugeln oder Ellipsoiden stellt Octave den "sphere"-Befehl bzw. den "ellipsoid"-Befehl zur Verfügung.
clear; close all; clc;
% Ellipsoiden zeichnen
[x, y, z] = sphere(30);
surf(5*x, 4*y, 3*z);
hold on;
[x, y, z] = ellipsoid(5, 5, 5, 6, 3, 2, 30);
surf(x, y, z);
axis equal;
[[Bild:octave_ellipsoid2.jpg|600px]]
Für Zylinder und Kegel ist der "cylinder"-Befehl zuständig.
clear; close all; clc;
% Kegel und Zylinder zeichnen
[x, y, z] = cylinder([1 2], 100);
surf(x, y, z*3);
hold on;
[x, y, z] = cylinder([0.5 0.5], 50);
surf(x+3, y, z*2);
axis equal;
[[Bild:octave_cylinder2.jpg|600px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_kurve10.jpg]]
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_flaeche10.jpg]]
== Weiteres ==
=== subplot ===
Zeichnen mit Untergrafiken: Hier wird z.B. ein Fenster mit drei Untergrafiken gezeichnet.
Eingabe:
t = 0 : .5 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(t, t);
subplot(311);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid) );
subplot(312);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid) );
subplot(313);
surf(x_grid, y_grid, x_grid + cos(y_grid) );
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot2.jpg]]
Die dreistellige Ziffer beim subplot-Befehl bedeutet folgendes:
* Die erste Ziffer ist die Zeilenanzahl
* Die zweite Ziffer ist die Reihenanzahl und
* Die dritte Ziffer ist der Index.
Nun sei ein Beispiel mit 3x2-Untergrafiken angeführt.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
subplot(321);
plot(x, sin(x));
text(2, -0.5, "Index 1");
subplot(322);
plot(x, tan(x));
text(2, 2, "Index 2");
subplot(323);
plot(x, cosh(x) );
text(2, 3000, "Index 3");
subplot(324);
plot(x, gamma(x) )
text(2, 100000, "Index 4");
subplot(325);
plot(x, log(x) );
text(2, 0, "Index 5");
subplot(326);
plot(x, exp(x) );
text(2, 10000, "Index 6");
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot3.jpg]]
Hier ist sehr gut zu sehen, in welcher Reihenfolge der Index läuft.
=== figure ===
Zeichnen in verschiedene Fenster, z.B.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
figure(1)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid));
figure(2)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid));
Ausgabe:
[[Datei:octave_figure111.jpg|700px]]
=== Linien zeichnen ===
Zeichnen Sie eine Linie von der Koordinate [-15, 0] zu [15, 5]:
clear;
close all;
clc;
x = line([-15 15], [0, 5], "Color", "black", "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_linie1.jpg]]
Man beachte, dass Octave nicht Punkte P1(x1, y1), P2(x2, y2) erwartet, sondern einen x-Vektor [x1 x2] und einen y-Vektor [y1 y2].
Ein allgemeines Viereck wird z.B. mit folgendem Befehl gezeichnet.
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_viereck2.jpg]]
Auch dreidimensionale Formen lassen sich mit dem line-Befehl zeichnen:
clear; close all; clc;
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], [10, 20, 30, 40, 50], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_dreidim2.jpg]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie mittels "subplot" die Funktionsgrafen <math>y_1=\tan(x), y_2=\tan(2x), y_3=\tan\sqrt x, y_4=x\cdot \tan(x)</math> in folgender Form in ein Fenster:
** in 2x2-Darstellung
** in 1x4-Darstellung.
* Zeichnen Sie die im obigen Beispiel angegebenen Funktionsgrafen mittels "figure" jeweils in ein eigenes Fenster.
= Vektoren und Matrizen =
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1, 2, 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6; 7; 8]
Ausgabe:
v1 =
1 2 3
v2 =
6
7
8
Alternative Schreibweisen:
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1 2 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6
7
8]
Die Ausgabe entspricht der obigen Darstellung.
=== Zugriff auf Vektorelemente ===
Nachfolgend seien einige Zugriffsmöglichkeiten auf die einzelnen Vektorelemente erläutert.
Auf ein einzelnes Element kann via Index zugegriffen werden. Der Index startet bei 1:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3)
Ausgabe:
v2 = 4
Mehrere Elemente werden folgendermaßen angesprochen:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:4)
Ausgabe:
v2 =
4 8
Liefere den Teilvektor von einem gegebenen Index bis zum letzten Element:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:end)
Ausgabe:
v2 =
4 8 16
=== Addition und Subtraktion von Vektoren ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 7, 9];
res = v1 + v2
res = v1 - v2
Ausgabe:
res =
6 9 12
res =
-4 -5 -6
=== Multiplikation mit Skalaren ===
faktor = 3;
v = [1, 2, 3];
res = faktor * v
Ausgabe:
res =
3 6 9
=== Skalarprodukt ===
Das Skalarprodukt ist bekanntermaßen als <math>v_1 \cdot v_2 = |v_1| |v_2| \cos(\angle(v_1, v_2))</math> definiert. In Octave sieht das so aus:
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = dot(v1, v2)
Ausgabe:
res = 38
=== Vektorprodukt ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = cross(v1, v2)
Ausgabe:
res =
-4 8 -4
Enger an die mathematische Darstellung lehnt sich folgender Code an. Die zu multiplizierenden Vektoren seien in Form von Spaltenvektoren gegeben.
Mathematisch:
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Octave-Code:
a = [1
2
3];
b = [5
6
7];
res = cross(a, b)
Ausgabe:
res =
-4
8
-4
=== Transponierter Vektor ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5; 6; 7];
res1 = v1'
res2 = v2'
Ausgabe:
res1 =
1
2
3
res2 =
5 6 7
=== Einige weitere Vektorfunktionen ===
Beispiel:
% 1 + 2 + 3
v = [1 2 3];
sum(v)
Ausgabe:
ans = 6
Beispiel:
% 1 * 2 * 3 * 4
v = [1 2 3 4];
prod(v)
Ausgabe:
ans = 24
Beispiel:
% 1^2 + 2^2 + 3^2
v = [1 2 3];
sumsq (v)
Ausgabe:
ans = 14
== Matrizen ==
Gegeben sei folgende 2x3-Matrix <math>m=\left(\begin{array}{ccc}
1 & 2 & 3\\
4 & 5 & 6
\end{array}\right)</math>.
Eingabe:
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6]
Ausgabe:
m =
1 2 3
4 5 6
Alternativ und anschaulicher kann diese 2x3-Matrix auch so eingegeben werden:
m = [1 2 3
4 5 6]
Dies ist schon sehr nahe an der mathematischen Darstellungsweise.
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
m = [1 2 3
4 5 6];
% Element aus Zeile 2 und Spalte 3
m(2,3)
Ausgabe:
ans = 6
Eine andere Zugriffsmöglichkeit ist diese:
m = [1 2 3
4 5 6];
% Auf das fünfte Element soll zugegriffen werden
m(5)
Ausgabe:
ans = 3
Die Matrix wird also spaltenweise durchlaufen (nicht zeilenweise). Dies ist vielleicht auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, wird aber z.B. auch in Fortran so gehandhabt.
Auch Teilmatrizen können einfach gebildet werden:
m = [1 2 3
4 5 6];
m(2:end, 2:end)
Ausgabe:
ans =
5 6
Siehe zu diesem Thema auch etwas weiter hinten in diesem Text den Abschnitt "Teilmatrizen".
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [-4, -2, 0; 2, 4, 6];
m1 + m2
m1 - m2
Ausgabe:
ans =
-3 0 3
6 9 12
ans =
5 4 3
2 1 0
=== Transponierte Matrix ===
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m'
Ausgabe:
ans =
1 4
2 5
3 6
=== Rang einer Matrix ===
Der Rang einer Matrix Rg(M) ist die maximale Anzahl der linear unabhängigen Zeilenvektoren (Spaltenvektoren).
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [1, 2; 2, 4];
rank(m1)
rank(m2)
Ausgabe:
ans = 2
ans = 1
Regulär ist eine nxn-Matrix, wenn der Rg(M) = n. D.h. die erste Matrix m1 ist regulär, die zweite m2 singulär.
=== Inverse Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
inv(m1)
inv(m2)
Ausgabe:
ans =
1.00000 0.60000
0.00000 -0.20000
warning: matrix singular to machine precision
warning: called from
test1 at line 4 column 1
ans =
Inf Inf
Inf Inf
Die Matrix m2 in diesem Beispiel ist singulär (d.h. die Determinante ist 0). Determinanten werden etwas weiter unten in diesem Text behandelt. Inf steht für Infinity (= Unendlich).
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
m1 = [1, 3, 4; 0, -5, 1];
m2 = [1, 2; 2, 3; 0, 2];
m1 * m2
Ausgabe:
ans =
7 19
-10 -13
Will man aus irgendwelchen Gründen nicht das falksche Schema ausführen, sondern elementweise Multiplikation, so funktioniert das mit dem Punkt-Operator, z.B.
m1 = [1, 3; 0, -5];
m2 = [1, 2; 4, 2];
% falksches Schema
m1 * m2
% elementweise Multiplikation
m1 .* m2
Ausgabe:
ans =
13 8
-20 -10
ans =
1 6
0 -10
Verifikation, falksches Schema (Zeile*Spalte):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1+3*4 1*2+3*2 ] [ 13 8 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*1-4*5 0*2-5*2 ] = [ -20 -10 ]
Verifikation, elementweise Multiplikation (homologe Elemente):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1 3*2 ] [ 1 6 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*4 -5*2 ] = [ 0 -10 ]
=== Determinante einer Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
det(m1)
det(m2)
Ausgabe:
ans = -5
ans = 0
m1 ist regulär, m2 ist singulär. Determinanten können nur von quadratischen Matrizen gebildet werden.
=== Teilmatrizen ===
m = [1, 2, 3; 0, 5, 1];
% Die Matrix in einen Spaltenvektor umwandeln
m1 = m(:)
% Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m(1,2)
% Erste Zeile extrahieren
m3 = m(1, 1:3)
m4 = m(1, :)
% Zweite Spalte extrahieren
m5 = m(1:2, 2)
m6 = m(:, 2)
Ausgabe:
m1 =
1
0
2
5
3
1
m2 = 2
m3 =
1 2 3
m4 =
1 2 3
m5 =
2
5
m6 =
2
5
=== Einheitsmatrizen ===
eye(3,2)
Ausgabe:
ans =
1 0
0 1
0 0
=== Nullmatrizen ===
zeros(2,3)
Ausgabe:
ans =
0 0 0
0 0 0
=== Diagonalmatrizen ===
diag([1, 2, 3])
Ausgabe:
ans =
1 0 0
0 2 0
0 0 3
=== Spur einer Matrix ===
trace([1,2,3; 6,9, 0])
Ausgabe:
ans = 10
=== LR-Zerlegung einer Matrix ===
Führen Sie die LR-Faktorisierung (LR ... links/rechts bzw. LU ... left/upper) einer Matrix m aus. l sei die linke Dreiecksmatrix, r die rechte Dreiecksmatrix und p die Permutationsmatrix
m = [1 0 5
-1 1 -2
0 0 3];
[l, r, p] = lu(m)
Ausgabe:
l =
1 0 0
-1 1 0
0 0 1
r =
1 0 5
0 1 3
0 0 3
p =
1 0 0
0 1 0
0 0 1
=== Eigenwerte ===
a = [5 8
1 3];
% Eigenvektoren und Eigenwerte
[ev, ew] = eig(a)
Ausgabe:
ev =
0.9701 -0.8944
0.2425 0.4472
ew =
Diagonal Matrix
7 0
0 1
Die Eigenwerte sind hier <math>\lambda_1 = 7</math> und <math>\lambda_2 = 1</math>. Die Eigenvektoren sind [0.9701 0.2425] bzw. [-0.8944 0.4472]. Da das Gleichungssystem <math>(A - \lambda_i E) x_i = 0</math> singulär ist, sind alle Lösungsvektoren Vielfache dieser Eigenvektoren.
=== Schwach besetzte Matrizen ===
{{Wikipedia | Dünnbesetzte Matrix}}
Gegeben sei die schwach besetzte Matrix
m = [0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7]
Mittels dem sparse-Befehl kann man einfach die Elemente != 0 nach folgendem Schema eingeben.
sparse ([zeilenindizes] [spaltenindizes] [werte])
also in unserem Fall:
ms = sparse([1 2 3 3 4 5 5], [2 4 1 4 3 4 5], [1 3 4 2 1 1 7])
Ausgabe:
ms =
Compressed Column Sparse (rows = 5, cols = 5, nnz = 7)
(3, 1) -> 4
(1, 2) -> 1
(4, 3) -> 1
(2, 4) -> 3
(3, 4) -> 2
(5, 4) -> 1
(5, 5) -> 7
Die volle Matrix erhält man mit dem Befehl full:
m = full(ms)
Ausgabe:
m =
0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7
Grafisch anzeigen lassen kann man sich die Besetzung von Matrizen mit dem spy-Befehl:
spy(ms);
oder (für allgemeine Matrizen auch mittels)
spy(m);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse1.jpg]]
Wirklich interessant ist der spy-Befehl für größere Matrizen, z.B. um die Bandstruktur zu visualisieren.
e = eye(200);
es = sparse(e);
% Auf sparse-Matrizen kann genauso zugegriffen werden wie auf normalen Matrizen
es(100, 15) = 100;
spy(es);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse2.jpg]]
=== Matrizen mit Zufallswerten ===
Insbesondere für Testzwecke kann es manchmal sinnvoll sein größere Matrizen mit Zufallswerten zu bilden. Dazu stellt Octave u.a. den rand-Befehl zur Verfügung.
m = rand(5, 6)
Ausgabe:
m =
0.86605 0.61108 0.71347 0.97119 0.52428 0.21993
0.74059 0.49062 0.56073 0.68592 0.74737 0.62680
0.20790 0.84874 0.36834 0.31102 0.25813 0.28933
0.84732 0.98777 0.91512 0.42240 0.87891 0.63757
0.76823 0.80367 0.24639 0.78208 0.77170 0.95281
Die Zufallszahlen liegen gleichverteilt zwischen 0 und 1 und werden nach dem Mersenne-Twister-Verfahren mit einer Periode von <math>2^{19937}-1</math> gebildet.
Andere Verfahren sind:
* randn: Normalverteilte Pseudozufallselemente mit Mittelwert=0 und Varianz=1
* rande: Exponentialverteilte Zufallselemente
* randg: Gammaverteilte Zufallselemente
* randp: Poissonverteilte Zufallselemente
Details dazu siehe in der Octave-Hilfefunktion.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Winkel zwischen den beiden Vektoren a = [1 2 0] und b = [2 1 1]. Hinweis: Siehe diesbezüglich auch im Oktave-Hilfesystem den Befehl "norm".
* Gegeben seien Vektoren a = [1 2 5], b = [0 0 -1] und c = [-1 -2 2]. Berechnen Sie das Spatprodukt aus diesen drei Vektoren.
* Multiplizieren Sie die beiden Matrizen A und B (mit Octave und zur Kontrolle händisch)
A = [0 0 1
1 2 1]
B = [1 1
1 2
0 4]
* Ist die Matrix C regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
C = [-1 0 0 -4
2 0 1 5
7 6 2 0
3 0 2 6]
* Ist die Matrix D regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
D = [2 1 0 0
0 0 2 1
0 0 0 2
1 1 0 0]
* Berechnen Sie die Konditionszahl der folgenden Matrix. Hinweis: Siehe diesbezüglich im Oktave-Hilfesystem den Befehl cond
[3 4 -5
6 0 3
1 1 2]
* Berechnen Sie die Eigenwerte und Eigenvektoren der folgenden Matrix
[6 -3 4 0
0 7 -1 1
0 10 -3 -2
0 1 -2 1]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Octave durch den Buchstaben i, j, I oder J symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + i \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + i \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{i\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - i \cdot \Im(z)</math>
== Mit komplexen Zahlen rechnen ==
z1 = 2 + 5i; % kartesische Darstellung
z2 = 3 * exp(3j); % Polardarstellung
% Addition
res = z1 + z2;
disp("z1 + z2 = "); disp(res);
% Multiplikation
res = z1 * z2;
disp("z1 * z2 = "); disp(res);
% Realteil
res = real(z2);
disp("Realteil von z2 = "); disp(res);
% Imaginärteil
res = imag(z2);
disp("Imaginaerteil von z2 = "); disp(res);
% Betrag
res = abs(z1);
disp("Betrag von z1 = "); disp(res);
% Argument
res = angle(z1);
disp("Argument von z1 = "); disp(res);
% Konjugiert komplexe Zahl
res = conj(z1);
disp("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = "); disp(res);
Ausgabe:
z1 + z2 =
-0.96998 + 5.42336i
z1 * z2 =
-8.0568 - 14.0032i
Realteil von z2 =
-2.9700
Imaginaerteil von z2 =
0.42336
Betrag von z1 =
5.3852
Argument von z1 =
1.1903
Konjugiert komplexe Zahl von z1 =
2 - 5i
== Die gaußsche Zahlenebene ==
clear; close all; clc;
z1 = 3 + 5i;
z2 = 5 * exp(0.5i);
hold on;
plot(z1, "*");
compass(z1);
plot(z2, "o");
compass(z2);
grid on;
[[Datei:octave_komplex1.jpg]]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Quadratwurzel der komplexen Zahl <math>z = 3 + 2i</math>.
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Polarkoordinatendarstellung: <math>-11 - 3i</math> und <math>(1+i)^{10}</math>
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Normaldarstellung: <math>12 \cdot e^{i\cdot \pi / 4}</math> und <math>3 \cdot (\cos(\pi / 3) + i \cdot \sin(\pi / 3))</math>
* Zeichnen Sie die Zahl <math>3 + 5i</math> in der gaußschen Zahlenebene als Zeiger.
= Funktionen =
Um Programme zu strukturieren und einfacher zu gestalten können Programmteile in Funktionen ausgelagert werden. Eingebaute Funktionen haben wir schon kennengelernt (z.B. die Sinus-Funktion sin). Nun wollen wir sehen, wie man selbst solche Funktionen schreiben kann.
== Eine einfache Funktion schreiben ==
Datei addiere.m:
function res = addiere(a, b)
% Addiere zwei Zahlen a + b
res = a + b;
end
Datei test1.m:
addiere(10, 15)
Ausgabe:
ans = 25
* Jede Funktion sollte in einer eigenen m-Datei stehen.
* Der Dateiname sollte mit dem Funktionsnamen (natürlich ohne Dateiendung .m) übereinstimmen.
* Der Kommentar unter dem Funktionskopf wird als Hilfstext angezeigt, wenn die help-Funktion (hier "help addiere") aufgerufen wird.
== Inline-Funktionen ==
Kurze Funktionen können auch als Inline-Funktionen geschrieben werden.
addiere = inline("a + b");
x = 5;
y = 10;
z = addiere(x, y)
Oder in diesem Fall noch kürzer
addiere = inline("a + b");
z = addiere(5, 10)
Ausgabe:
z = 15
Bei neueren Octave-Versionen kann bei der Verwendung von Inline-Funktionen die Warnung
warning: inline is obsolete; use anonymous functions instead
erscheinen. Ein Blick in die Hilfe-Funktion
help inline
zeigt das selbe Ergebnis. Es sollen also anonyme Funktionen (siehe etwas weiter unten in diesem Text) anstelle von Inline-Funktionen verwendet werden.
== Funktionsstring ==
addiere = "a + b";
a = 5;
b = 10;
z = eval(addiere)
Ausgabe:
z = 15
== Anonyme Funktionen ==
{{Wikipedia | Anonyme Funktion}}
addiere = @(a, b) a + b;
x = 10;
y = 20;
z = addiere(x, y)
oder kürzer
addiere = @(a, b) a + b;
z = addiere(10, 20)
Ausgabe:
z = 30
== Nullstellen von Funktionen bestimmen ==
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
z = fzero(sinh2, 1)
Ausgabe:
z = -1.4436
Zur Kontrolle soll hier der Graph der Funktion dargestellt werden
clear;
close all;
clc;
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
x = -2 : 0.1 : 0;
y = sinh2(x);
z = fzero(sinh2, 1)
plot(x, y);
hold on;
plot(z, 0, "o", "Color", "red", "LineWidth", 2);
text (-1.8, 0.8, "Nullstelle");
line([z -1.7], [0, .7], "Color", "black");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_funktion5.jpg]]
Weiter unten im Text wird die ähnliche Funktion "fsolve" beschrieben. "fzero" benutzt zwei verschiedene Funktionen zur Problemlösung, darunter eben auch "fsolve".
Für die Nullstellenbestimmung von Polynomen gibt es die Funktion "roots". Näheres dazu folgt im nächsten Kapitel.
== Globale Variablen ==
Datei addiere.m:
function res = addiere()
global a b;
res = a + b;
end
Datei test1.m:
clear;
close all;
clc;
global a b;
a = 5;
b = 3;
addiere()
Ausgabe:
ans = 8
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie eine Funktion "ellipse", welche eine Ellipse am Bildschirm darstellt. Zur Erinnerung: Die Parameterdarstellung der Ellipse lautet <math>x = a\cdot\cos(t), y = b\cdot\sin(t), 0 \leq t \leq 2\pi</math>, Funktionsargumente seien a und b.
* Schreiben Sie <math>y = 2\cdot\sin(x) + 3\cdot\cos(x/2)</math>
** als normale Funktion
** als Funktionsstring
** als Inlinefunktion
** als anonyme Funktion
** stellen Sie diese Funktion grafisch am Bildschirm dar.
= Polynome =
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
% y = 2*x^3 + 5*x^2 + 4 für x = 2 berechnen
p = [2, 5, 0, 4];
polyval(p, 2)
Ausgabe:
ans = 40
== Polynome zeichnen ==
% y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 für das Intervall -5 <= x <= 5 grafisch darstellen
x = -5 : .1 : 5;
p = [2, 5, 0, 4];
y = polyval(p, x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_polynom1.jpg]]
== Nullstellen bestimmen ==
Für Polynome existiert die Funktion "roots" zur Nullstellenbestimmung.
% Nullstellen für y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 bestimmen
p = [2, 5, 0, 4];
r = roots(p)
Ausgabe:
r =
-2.76214 + 0.00000i
0.13107 + 0.84077i
0.13107 - 0.84077i
Dieses Polynom hat nur eine reelle Nullstelle. Diese liegt, wie am obigen Grafen zu ersehen ist, in der Nähe von -2.762. Die beiden anderen Nullstellen sind konjugiert komplex zueinander (wie es auch sein sollte).
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
* Zeichnen Sie das Polynom <math>y = 12x^4 - 70x</math> im Intervall <math>-5 \leq x \leq 5</math>.
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
== Einfache Berechnung mittels Gauß-Verfahren ==
{{Wikipedia | Gaußsches Eliminationsverfahren}}
Beispiel:
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = A \ b
Ausgabe:
x =
0
1
== Das gmres-Verfahren ==
gmres steht für Generalized Minimal Residual.
{{Wikipedia | GMRES-Verfahren}}
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = gmres(A, b)
Ausgabe:
gmres converged at iteration 2 to a solution with relative residual 2.22045e-16
x =
-1.6653e-16
1.0000e+00
Das Ergebnis weicht etwas vom gaußschen Verfahren ab, ist aber trotzdem im Rahmen der Näherung korrekt.
Weiters kennt Octave noch andere iterative Verfahren, z.B. cgs (Conjugate Gradient Squared) oder bicgstab (Bi-Conjugate Gradient Stabilized). Näheres zu diesen Verfahren siehe in der weiterführenden Literatur (z.B. bei Meister: Numerik linearer Gleichungssysteme, Vieweg+Teubner, 2011)
{{Wikipedia | CGS-Verfahren}}
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Octave (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Nichtlineare Gleichungssysteme =
== fsolve und fzero ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
xstart = 1;
[x, fval, info] = fsolve(f, xstart)
Ausgabe:
x = 2.4681
fval = -1.7764e-015
info = 1
* x ist eine Nullstelle in der Nähe vom Startwert xstart.
* fval ist die Abweichung, den f bei x aufweist.
* info ist ein "Fehlercode": 1 bedeutet, dass der relative Fehler in der spezifizierten Toleranz liegt (wie es sein soll). 3 würde bedeuten, dass der Algorithmus nicht konvergiert (z.B. weil keine Nullstelle existiert).
Zur Kontrolle plotten wir den Funktionsgraphen:
x = - 1 : .1 : 3;
y = x.^2 - 5.*cos(x) - 10;
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_nichtlin1.jpg]]
Und siehe da, die gesuchte Nullstelle liegt wie berechnet bei einem Wert nahe 2,5. Die Funktion <math>x^2 - 5\cos(x) - 10</math> hat noch eine zweite Nullstelle, wie in der folgenden Abbildung zu erkennen ist.
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
Diese zweite Nullstelle erhalten wir, wenn der Startwert in der Nähe dieser zweiten Nullstelle liegt, also z.B. bei -1. Ändern Sie einfach den entsprechenden Startwert im obigen Programmcode, und das Programm sollte die Nullstelle in der Nähe von -2.5 liefern.
Auch die Funktion ''fzero'' kann zur Lösung einer nichtlinearen Gleichung verwendet werden. Die Hilfe-Funktion von Octave empfiehlt dies sogar eindringlich für den Fall einer nichtlinearen Gleichung in einer Variablen. Für das gleiche Beispiel wie oben kann der Programmcode folgendermaßen aussehen:
Eingabe:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
[x0, y0] = fzero (f, [0, 3])
Ausgabe:
x0 = 2.4681
y0 = -1.2434e-14
== Gleichungssysteme ==
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Lösung:
f.m:
function y = f(x)
y(1) = 2*x(1) + 4*x(2);
y(2) = 4*x(1) + 8*x(2)^3;
end
test1.m:
clear;
close all;
clc;
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, -1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 0])
Ausgabe:
x =
-2 1
fval =
0 7.4930e-09
info = 1
x =
2 -1
fval =
0 -7.4930e-09
info = 1
x =
0 0
fval =
0 0
info = 1
== Aufgaben ==
* Bestimmen Sie die Nullstellen von <math>f(x) = x^2 - 3</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Bestimmen Sie die Nullstelle von <math>f(x) = sin(x) - x - 1</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Lösen Sie das folgende Gleichungssystem (und stellen Sie das Ganze grafisch am Bildschirm dar): <math> f_1 = x_1 + x_2 = 0; f_2 = x_1 + \sin{x_2} = 0</math>
= Interpolation =
== Eindimensionale Interpolation ==
{{Wikipedia | Interpolation (Mathematik)}}
Bezüglich eindimensionaler Interpolation sei auf die [https://docs.octave.org/v11.1.0/One_002ddimensional-Interpolation.html Octave-Dokumentation und Hilfefunktion zum Befehl " interp1"] verwiesen. Dort findet sich auch ein Programmbeispiel, das als Grundlage des folgenden Plots dient:
[[Datei:octave_interpol1.jpg]]
== Mehrdimensionale Interpolation ==
Bezüglich mehrdimensionaler Interpolation siehe die [https://docs.octave.org/v11.1.0/Multi_002ddimensional-Interpolation.html Hilfefunktion zu "interp2", "interp3" und "interpn"].
== Aufgabe ==
* Gegeben seinen die fünf Stützpunkte p1 = [1, 0], p2 = [2, -5], p3 = [3, 2], p4 = [4, 7], p5 = [5, 6]. Legen Sie eine Funktion (die Interpolierende) durch diese Stützpunkte. Eine Lösungsmöglichkeit:
xp = [1 2 3 4 5];
yp = [0, -5, 2, 7, 6];
xf = 1 : .1 : 5;
spl = interp1(xp, yp, xf, "spline");
pch = interp1(xp, yp, xf, "pchip");
plot(xp, yp, "or", "LineWidth", 2, xf, spl, "LineWidth", 2, ...
xf, pch, "LineWidth", 2);
legend("stuetzpunkte", "spline", "pchip", "location", "southeast");
[[Datei:octave_interpol3.jpg]]
= Differenzialrechnung =
== Polynome differenzieren ==
Es soll das Polynom <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> differenziert werden.
% Differenzieren des Polynoms y = 2*x^3 - 5*x^2 + 7
p = [2, -5, 0, 7];
polyder(p)
Ausgabe:
ans =
6 -10 0
D.h. also, die Ableitung von <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> ist <math>y' = 6x^2 - 10x</math>.
== Sonstige Funktionen differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 0.01 : 10;
y = 5 .* x .* sin(x);
y_strich = diff(y) / 0.01;
plot(x, y, "Color", "red", "LineWidth", 2);
hold on;
plot(x(1:length(x)-1), y_strich, "Color", "blue", "LineWidth", 2);
legend("y", "y'");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
diff(y) ist der Vektor aus den Differenzen y(2)-y(1), ..., y(n)-y(n-1). Für die genaue Arbeitsweise der diff-Funktion siehe "help diff".
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y^4 + 6y - 4</math>.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Polynome integrieren ==
Berechnen Sie das unbestimmte Integral von <math>y = 2x^3 - 7x^2 + 7</math>
p = [2, -7, 0, 7];
p_int = polyint(p)
Ausgabe:
p_int =
0.50000 -2.33333 0.00000 7.00000 0.00000
Das Ergebnis lautet also <math>\int{y dx} = 0.5x^4 - 2.33333x^3 + 7x + C</math> (auf die Integrationskonstante C darf nicht vergessen werden!).
== Gauß-Quadratur ==
{{Wikipedia | Gauß-Quadratur}}
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Gauß-Quadratur.
Datei f.m:
function y = f(x)
y = x^2;
end
Datei test1.m:
[v, ier, nfun, err] = quad ("f", 0, 3)
Ausgabe:
v = 9.0000
ier = 0
nfun = 21
err = 9.9920e-014
Erläuterung zur Ausgabe:
* v ... Resultat der Integration
* ier ... integer error code
* nfun ... Anzahl der Funktionsaufrufe
* err ... Fehler in der Lösung
== Quadratur mittels adaptiver Lobatto-Regel ==
Berechnen Sie diesmal das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Lobatto-Quadratur.
f = inline("x.^2");
v = quadl (f, 0, 3)
Ausgabe:
v = 9
Wie weiter oben bereits angesprochen kann bei der Ausgabe eine Warnung erfolgen. Inline-Funktionen sind inzwischen als obsolet erklärt und es sollen stattdessen anonyme Funktionen verwendet werden.
Zwecks Übung sei nachfolgend nochmals dieses Beispiel berechnet. Diesmal wird aber eine anonyme Funktion verwendet.
v = quadl (@(x) x.^2, 0, 3)
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y4 + 6y - 4</math>.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von -5 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4. Verwenden Sie hierzu die Simpsonregel (siehe dazu in der Hilfefunktion den Befehl "quadv").
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== ode23, ode45 und lsode ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen stehen die Funktionen
* ode23
bzw.
* ode45
zur Verfügung. Diese Funktionen implementieren das Runge-Kutta-Verfahren. "ode" steht für "Ordinary Differential Equation" (also auf Deutsch für "Gewöhnliche Differentialgleichung"). Die Zahlen bei ode23 oder ode45 stehen für die Ordnung.
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
clear;
close all;
clc;
[x, y] = ode45(@(x,y) (x^2+y^3), [0 1], 0);
plot(x, y, "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_ode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "ode45" (oder "ode23") siehe die Octave-Hilfe.
Auch die Funktion "lsode" steht zur Lösung von ODEs zur Verfügung.
Beispiel <math>y' = x + y</math>:
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1 : 5;
[y2, istate, msg] = lsode(@(x,y) (x + y), 1, t);
istate
msg
plot(t, y2);
Ausgabe:
istate = 2
msg = successful exit
[[Datei:octave_lsode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "lsode" siehe die Octave-Hilfe.
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Octave. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
= Die Fast-Fourier-Transformation =
{{Wikipedia | Schnelle Fourier-Transformation}}
Für die Funktion "fft" siehe das Octave-Hilfesystem.
= Mengenrechnung =
== Vereinigungsmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
union(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
1 2 3 4 6
== Schnittmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
intersect(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
2 4
= Logik =
Logische Operatoren werden oft benötigt, z.B. bei Schleifen und Verzweigungen.
Octave kennt die logischen Operatoren <code>or, and, not</code> und <code>xor</code>. Als Beispiel sei die Wahrheitstabelle für den Operator <code>or</code> dargestellt.
A B A or B
--------------------
true true true
true false true
false true true
false false false
In Octave kann das so ausgedrückt werden:
or( true, true )
or( true, false )
or( false, true )
or( false, false )
Ausgabe:
ans = 1
ans = 1
ans = 1
ans = 0
Zahlen ungleich 0 stehen für true, 0 für false. Z.B.:
or( 22, 0)
Ausgabe:
ans = 1
Äquivalent zu <code>or</code> ist der Operator <code>|</code>:
22 | 0
Ausgabe:
ans = 1
Zwecks näheren Informationen zu den Operatoren <code>and (&, &&), not (~, !)</code> und <code>xor</code> bemühe man Octaves Help-Funktion.
Bitweise logische Funktionen kennt Octave auch, so kann man z.B. zwei Zahlen mit dem bitweisen OR-Operator verknüpfen:
0b1100101
0b0110001
---------
0b1110101
Oder in Dezimalzahlen:
101
49
---
117
In Octave:
bitor( 0b1100101, 0b0110001 )
dec2bin( ans )
Ausgabe:
ans = 117
ans = 1110101
Zu <code>bitand, bitxor</code> usw. siehe die Octave-Hilfe-Funktion.
= Stochastik =
==Deskriptive Statistik ==
=== Lageparameter ===
Arithmetischer Mittelwert:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
mw = mean(vec)
Ausgabe:
mw = 5.7143
Der Median oder Zentralwert läßt sich folgendermaßen berechnen:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
median(vec)
Ausgabe:
ans = 4
Der Modus oder häufigste Wert läßt sich mittels "mode"-Funktion eruieren:
vec = [1 2 1 3 5 1 2 7];
[m, f, c] = mode (vec);
disp(m);
disp(f);
disp(c);
Ausgabe:
1
3
{
[1,1] = 1
}
m (erste Zeile der Ausgabe) ist der Modus. f (zweite Zeile) ist die Häufigkeit. Näheres dazu siehe im Octave-Hilfesystem.
=== Streuungsparameter ===
Varianz:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
v = var(vec)
Ausgabe:
v = 6.3333
Standardabweichung:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
s = std(vec)
Ausgabe:
s = 2.5166
=== Grafiken erzeugen ===
Histogramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6 1 1 1 2];
hist(v, max(v));
Ausgabe:
[[Datei:octave_histo2.jpg]]
Balkendiagramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
bar(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_bar111.jpg]]
Treppendiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stairs(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stairs1.jpg]]
Stabdiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stem(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stem1.jpg]]
=== Aufgaben ===
Gegeben sei folgende Datentabelle mit den Werten:
v1 = [3 4 1 1 7 2 1 9 2 5 9 7 2 2 9 2 2 1 2 8]
v2 = [1 1 0 2 3 4 1 2 7 0 2 1 5 5 5 4 5 2 5 0]
* Berechnen Sie die Lageparameter und Streuungsparameter des Vektors v1.
* Berechnen Sie Kovarianz und Korrelationskoeffizient der beiden zugeordneten Vektoren v1 und v2.
* Zeichnen Sie das Histogramm des Vektors v1.
== Wahrscheinlichkeitsrechnung ==
=== Kombinatorik ===
Der Binomialkoeffizient:
<math>\binom{n}{k}=\frac{n!}{k!(n-k)!}</math>
In Octave z.B.:
n = 30;
k = 4;
n_ueber_k = nchoosek (n, k)
Ausgabe:
n_ueber_k = 27405
Permutationen sind die verschiedenen Anordnungsmöglichkeiten mit der Anzahl n! = n * (n-1) * ... * 2 * 1.
Beispiel:
v = [1, 2, 3];
p = perms(v)
Ausgabe:
p =
1 2 3
2 1 3
1 3 2
2 3 1
3 1 2
3 2 1
n! (n-Fakultät) selbst kann so berechnet werden:
% 10!
n = 10;
factorial (n)
Ausgabe:
ans = 3628800
=== Verteilungen ===
Octave kennt eine ganze Reihe von Dichte- und Verteilungsfunktionen und zwar
* Probability Density Functions (PDF, Dichtefunktionen)
* Cumulative Distribution Functions (CDF, Verteilungsfunktionen)
Z.B.:
* Binomialverteilung:
** binopdf
** binocdf
* Hypergeometrische Verteilung:
** hygepdf
** hygecdf
* Normalverteilung:
** normpdf
** normcdf
* Studentverteilung:
** tpdf
** tcdf
* Weibullverteilung:
** wblpdf
** wblcdf
Ein Codebeispiel zur Binomialverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 1 : 10;
n = 10;
p = 0.1;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(221);
bar(x, b1);
title("binopdf");
text(1, 0.1, "n=10; p=0.1");
subplot(222);
bar(x, b2);
title("binocdf");
text(1, 0.5, "n=10; p=0.1");
n = 10;
p = 0.5;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(223);
bar(x, b1);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
subplot(224);
bar(x, b2);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
Ausgabe:
[[Datei:octave_bino3.jpg]]
Möglicherweise erhalten Sie bei diesem Beispiel eine Fehlermeldung in der Form
error: 'binopdf' undefined near line 8, column 6
The 'binopdf' function belongs to the statistics package from Octave
Forge which you have installed but not loaded. To load the package, run
'pkg load statistics' from the Octave prompt.
Laden Sie einfach das Paket für die Statistikfunktionen, wie in der Fehlermeldung beschrieben.
Ein Codebeispiel zur Normalverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = -4 : .1 : 4;
b1 = normpdf(x);
b2 = normcdf(x);
subplot(121);
plot(x, b1);
title("normpdf");
grid on;
subplot(122);
plot(x, b2);
title("normcdf");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_norm111.jpg]]
== Zufallszahlengeneratoren ==
Octave kann Zufallszahlen aus einer großen Anzahl von Verteilungen generieren, z.B.
* Chi-Quadrat-Verteilung: chi2rnd
* Log-Normal-Verteilung: lognrnd
* Normalverteilung: normrnd
Codebeispiel:
mean = 0;
standardabweichung = 1;
zufallszahl = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe (gibt eine Zufallszahl rund um den Mittelwert 0 aus), z.B.
zufallszahl = 1.0451
Auch Zufallsvektoren (oder Zufallsmatrizen) können erstellt werden:
mean = [0 0 0 0 0];
standardabweichung = 1;
zufallsvektor = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe, z.B.:
zufallsvektor =
1.47108 -0.51280 0.52726 0.31730 -1.04422
= Einfache Benutzeroberflächen erstellen=
== Input ==
fflush (stdout);
x = input("Gib eine Zahl ein: ");
disp(2 * x);
Ein-/Ausgabe:
Gib eine Zahl ein: 12
24
Der "fflush"-Befehl sollte immer vor dem Aufruf des input-Befehls aufgerufen werden. Näheres zu "fflush" siehe im Octave-Hilfesystem.
== Diverse einfache vorgefertigte Dialoge ==
Fehlermeldung:
errordlg("Fehlermeldung");
[[Bild:octave_fehlermeldung1.jpg]]
Warnung:
warndlg("Warnung");
[[Bild:octave_warnung1.jpg]]
Hilfedialog:
helpdlg
[[Bild:octave_hilfe1.jpg]]
Abfragedialog:
button = questdlg ("Frage")
[[Bild:octave_abfrage1.jpg]]
Eingabedialog:
in = inputdlg("Eingabe")
[[Bild:octave_eingabe1.jpg]]
Messagebox:
h = msgbox ("Eine Mitteilung!");
[[Bild:octave_messagebox1.jpg]]
== Komplexere vorgefertigte Dialogboxen ==
=== Menübox ===
auswahl = menu("Auswahl", "Affe", "Elefant", "Loewe", "Sonstiges");
switch(auswahl)
case 1
disp "Affe quietscht"
case 2
disp "Elefant trompetet"
case 3
disp "Loewe bruellt"
otherwise
disp "Sonstiges"
end
Ausgabe:
[[Bild:octave_menu1.jpg]]
Es werde beispielsweise die Nummer 2 gewählt.
Ausgabe:
Elefant trompetet
=== Dialogliste ===
clear;
close all;
clc;
opt = {"Eins", "Zwei", "Drei"};
[sel, ok] = listdlg ("ListString", opt, "SelectionMode", "Multiple");
if (ok == 1)
for i = 1 : numel(sel)
disp(opt{sel(i)});
end
else
disp("Cancel");
end
[[Bild:octave_dialog1.jpg]]
Es werden beispielsweise alle Optionen ausgewählt.
Ausgabe:
Eins
Zwei
Drei
=== Fortschrittsbalken ===
h = waitbar ([0.5])
[[Bild:octave_fortschritt1.jpg]]
=== Datei- und Verzeichnisdialoge ===
Dateidialog:
[fname, fpath, fltidx] = uigetfile ()
[[Bild:octave_dateidialog2.jpg]]
Ähnlich sind die Befehle "uiputfile" und "uigetdir". Dazu sei auf die Octave-Hilfe verwiesen.
== Eigene Dialoge kreieren ==
Dieses Thema sei hier nur kurz angerissen.
Programmcode:
d = dialog("Position", [300, 300, 250, 150], "Name", "Dialog");
txt = uicontrol("Parent", d, ...
"Style", "text", ...
"Position", [20, 80, 210, 40], ...
"String", "Hallo Welt");
btn_servus = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [30, 20, 80, 30], ...
"String", "Servus", ...
"Callback", "disp('Servus angeklickt!');");
btn_hallo = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [140, 20, 80, 30], ...
"String", "Hallo", ...
"Callback", "disp('Hallo angeklickt!');");
uiwait(d);
Ausgegebenes Dialogfenster:
[[Bild:octave_dialog100.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole (je nach gedrücktem Button), z.B.:
Servus angeklickt!
Die Position wird als [links, unten, breite, höhe] angegeben. Der Koordinatennullpunkt liegt, bezogen auf das Elternfenster, links unten. Es sind auch negative Koordinatenwerte möglich. Sinnvoll ist das z.B. bei einem dynamischen Ausblenden ohne zu löschen, oder für Animationen.
[[Bild:Cartesian-coordinate-system.svg | 150px]]
Wer mehr dazu wissen will, sei auf die Octave-Dokumentation verwiesen. Insbesondere siehe
* dialog
* uicontrol
* uipanel
* uibuttongroup
* uitable
* uimenu
* uitoolbar
== Aufgaben ==
=== Aufgabe 1 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit einem Texteingabefeld und einem Button. Beim Klicken auf den Button soll der Eingabetext auf der Konsole ausgegeben werden. Das Dialogfenster soll also in etwa so aussehen:
[[Bild:octave_dialog105.jpg]]
Da dies etwas komplizierter als das oben gezeigte Beispiel ist, werden nachfolgend ein paar Codefragmente zwecks Lösung angegeben:
Datei button_callback.m:
function button_callback(editHandle)
eingegText = get(editHandle, "String");
disp(eingegText);
end
Codefragement in test1.m:
% ...
edit = uicontrol(% ...
"Style", "edit", ...
%, ...
"HorizontalAlignment", "left");
btn = uicontrol(% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit));
% ...
Aufruf mit:
octave test1.m
Eingabe von z.B. "Hallo Welt!":
[[Bild:octave_dialog106.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole nach dem Drücken des Buttons:
Hallo Welt!
=== Aufgabe 2 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit zwei Eingabefeldern und einem Button. Eingegeben in diese zwei Eingabefelder werden vom Benutzer Zahlen. Auf der Konsole ausgegeben werden soll, nach Drücken des Buttons, das Produkt dieser zwei Zahlen.
Auch hier werden wieder Codefragemente angegeben.
Datei button_callback.m:
function button_callback(edit1, edit2)
zahl1 = str2double(get(edit1, 'String'));
zahl2 = str2double(get(edit2, 'String'));
disp(zahl1 * zahl2);
end
Codefragment Datei test1.m:
% ...
btn = uicontrol("Parent", d, ...
% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit1, edit2));
% ...
Was passiert, wenn der Benutzer keine Zahlen, sondern beliebige Strings eingibt?
= Fehlerhandling mit try/catch =
Die try/catch-Anweisung entspricht weitgehend jener, die aus höheren Programmiersprachen wie C++ oder Java bekannt sind. Aufgebaut ist diese Anweisungsfolge so:
try
BODY
catch
CLEANUP
end
Beispiel:
clear;
close all;
clc;
try
a = 10 / "zahl";
disp(a);
disp("Weiter im try-Block");
catch
disp("Catch: Kann nicht durch einen String dividieren");
end
Ausgabe:
Catch: Kann nicht durch einen String dividieren
Sinnvoll ist die try/catch-Folge, wenn z.B. auch in einem Fehlerfall Dateien wieder geschlossen werden sollen.
= Ein- und Ausgabe =
== Formatierte Ausgabe am Bildschirm, formatiertes Lesen von der Tastatur ==
Folgendes Beispiel ist der Octave-Hilfe (von Octave 3.0.3) entnommen:
pct = 37;
filename = "foo.txt";
printf ("Processed %d%% of `%s'.\nPlease be patient.\n", pct, filename);
Ausgabe:
Processed 37% of `foo.txt'.
Please be patient.
"printf" gibt einen formatierten String am Bildschirm (genauer in den Stream stdout) aus. Wie man sieht, orientiert sich das Format an der Programmiersprache C.
Für das formatierte Lesen vom Stream stdin (normalerweise also von der Tastatur) steht das Pendant "scanf" bereit.
== Von einem String lesen bzw. in einen String schreiben ==
Bezüglich der Funktionen
* sprintf
und
* sscanf
sei auf die Octave-Hilfefunktion verwiesen.
== Lesen und Schreiben von einer Datei ==
=== Datei schreiben ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Schreiben öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "w");
% Etwas in die Datei schreiben
fprintf(datei, "Hallo, Welt!");
% Datei schließen
fclose(datei);
=== Datei lesen ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Lesen öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "r");
% Etwas aus der Datei lesen
[string] = fscanf(datei, "%s");
disp(string);
% Datei schließen
fclose(datei);
Ausgabe:
Hallo,Welt!
=== Dateiende prüfen ===
Mittels des Befehls
feof(FID);
kann das Dateiende geprüft werden. Wenn die EOF-Bedingung zutrifft, dann wird 1 zurückgegeben, wenn nicht dann 0. Ein Beispiel folgt später als Lösung einer Aufgabe.
=== warning und error ===
Eine Warnung kann man am stderr-Stream ausgeben. Die warning-Funktion entspricht ansonsten der printf-Funktion. Nach Ausgabe der Warnung wird das Programm normal fortgesetzt.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
warning("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
warning: Matrix ist singulaer
warning: called from
test1 at line 5 column 3
Weiter geht's
Schärfer ist der error-Befehl. Die Fehlermeldung wird am stderr-Stream ausgegeben. Vom Format her entspricht diese Funktion dem printf-Befehl. Nach Ausgabe der Fehlermeldung wird das Programm beendet.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
error("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
error: Matrix ist singulaer
error: called from
test1 at line 5 column 3
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie ein Programm, das die Zahlen 1 bis 10 zeilenweise in eine Datei ausgibt.
* Lesen Sie diese Zeilen wieder von der Datei ein und geben Sie sie am Bildschirm aus.
* Gegeben sei eine Datei. Lesen Sie die Daten aus dieser Datei ein und rechnen Sie per Octave-Programm den Gesamtpreis für alle Tiere aus. Die Anzahl der Zeilen und der genaue Dateinhalt sei Ihnen vorab nicht bekannt. Bekannt ist nur das Datenformat wie folgt:
Nr. Name Einzelpreis Stueck
1 Affe 15000.50 2
2 Loewe 11000.90 1
3 Nashorn 45000.10 1
4 Elefant 51245.90 3
5 Tiger 9000.70 2
6 Maus 34.90 12
Eine einfache Lösung ohne Schnickschnack (Fehlerüberprüfungen etc.) für dieses Beispiel könnte wie folgt aussehen:
clear;
close all;
clc;
datei = fopen ("c:/tmp/daten1.txt", "r");
gesamtpreis = 0;
% Kopfzeile einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%s %s %s %s", "C");
while(feof(datei) == 0)
% Datensätze einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%d %s %f %d", "C");
gesamtpreis += preis*stk;
end
fclose(datei);
disp("Gesamtpreis = ");
format long;
disp(gesamtpreis);
Ausgabe:
Gesamtpreis =
258159.900000000
= Datencontainer =
== Datenstrukturen ==
Pseudocode:
STRUKTUR s
ZAHL a
VEKTOR b
STRING c
END
Octave-Code:
s.a = 45.9;
s.b = [1 2 3 4 5];
s.c = "Hallo!";
s
Ausgabe:
s =
scalar structure containing the fields:
a = 45.90000000000000
b =
1 2 3 4 5
c = Hallo!
Um ein paar weitere Möglichkeiten zum Handling mit Datenstrukturen aufzuzeigen, sei folgender Code aufgeführt.
Datei addsub.m
function res = addsub(a, b)
res.x = a + b;
res.y = a - b;
end
Datei test1.m
clear;
clc;
addsub(10, 50)
r = addsub(30, 70)
r.x
r.y
++r.x
Ausgabe:
ans =
scalar structure containing the fields:
x = 60
y = -40
r =
scalar structure containing the fields:
x = 100
y = -40
ans = 100
ans = -40
ans = 101
Die Funktion "addsub" liefert die Struktur res mit zwei Zahlenwerten. Die Elemente der Datenstruktur können auch außerhalb der Funktion angesprochen werden. Auch gerechnet werden kann mit diesen Elementen.
== Cell Arrays ==
Manchmal kann es sinnvoll sein mehrere Variablen verschiedenen Typs und Größe in einer Variablen zu speichern. Dies funktioniert ähnlich wie bei Vektoren. Es werden aber geschweifte Klammern verwendet.
Eingabe:
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44}
c{1}
c{1:2}
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = Hallo Welt!
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
ans = Hallo Welt!
ans = Hallo Welt!
ans =
2 2
Elemente des Cell Arrays können auch wieder mit Variablen anderen Typs überschrieben werden.
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44};
c{1} = 5;
c
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = 5
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
= Objektorientierte Programmierung =
{{Wikipedia|Objektorientierte Programmierung}}
* {{W|Klasse (Objektorientierung)|Klasse}} ... die Schablone oder der Bauplan, enthält Methoden und Attribute
* {{W|Objekt (Programmierung)|Objekt}} ... eine Klasseninstanz (die konkrete Ausprägung der Klasse)
* {{W|Attribut (Programmierung)|Attribute}} ... die Eigenschaften eines Objekts
* {{W|Methode (Programmierung)|Methoden}} ... die Aktionen (Operationen), die ein Objekt ausführen kann
* {{W|Vererbung (Programmierung)|Vererbung}} ... neue Klassen (Subklassen, Unterklassen, abgeleitete Klassen) aus vorhandenen Klassen (Superklassen, Oberklassen, Basisklassen, Elternklassen) ableiten. Ermöglicht den Aufbau von Klassenhierarchien. Die Subklasse "erbt" Attribute und Methoden von der Superklasse. Octave unterstützt (so wie C++ und Python, aber im Gegensatz zu Java) Mehrfachvererbung.
== UML ==
* {{W|Unified Modeling Language|UML}} ... '''U'''nified '''M'''odeling '''L'''anguage, eine Modellierungssprache. Die UML enthält zahlreiche Diagrammarten, um Programme zu modellieren. Im Nachfolgenden wird nur das {{W|Klassendiagramm}} verwendet.
[[File:UmlCd Klasse-3.svg|300px]]
* {{W|Sichtbarkeit (Programmierung)|Sichtbarkeit}}:
** + ... public (öffentlich)
** - ... private (privat)
** # ... protected (geschützt)
* Vererbung:
<gallery>
InheritancePgmUML.svg | Abgeleitete Klasse erbt von Basisklasse (Einfachvererbung)
Diamond inheritance.svg | D erbt von B und C (Mehrfachvererbung). B und C erben von A (Einfachvererbung)
</gallery>
Für weitergehende Betrachtungen zur UML wird auf Spezialliteratur verwiesen, z.B.:
* Seidl et al.: UML@Classroom. dpunkt, 2012, ISBN 978-3-89864-776-2
* Rupp et al.: UML 2 glasklar. Hanser, 4. Aufl., 2012, ISBN 978-3-446-43057-0
== Klassen und Vererbung ==
Octave unterstützt auch objektorientierte Programmierung mit dem Schlüsselwort <code>classdef</code> (ab Version 4.0). Dieses Thema ist zwar etwas fortgeschritten, wird aber trotzdem kurz behandelt.
[[Bild:octave_oop1.svg|200px]]
Datei Auto.m:
classdef Auto
properties
marke1 = "Beemweh"
endproperties
methods
function zeige1(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke1]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei Cabrio.m:
classdef Cabrio < Auto
properties
marke2 = "Cabrio"
endproperties
methods
function zeige2(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke2]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei test1.m:
obj = Cabrio("Cabrio");
obj.zeige1();
obj.zeige2();
Ausgabe (Aufruf mittels "octave test1.m"):
Marke: Beemweh
Marke: Cabrio
GNU Octave kann auch Mehrfachvererbung:
classdef Unterklasse < Oberklasse1 & Oberklasse2
Für die Reihenfolge der Vererbung gilt: Die zuerst genannte Klasse hat Vorrang.
Man kann mittels <code>private, protected, public</code> Daten auch kapseln:
properties(SetAccess = private, GetAccess = public)
methods (Access = public)
Standardmäßig sind alle Methoden und Attribute <code>public</code>.
Weiterführendes siehe z.B. in der [https://docs.octave.org/latest/Object-Oriented-Programming.html Octave-Dokumentation].
= Octave im Zusammenspiel mit anderen Programmiersprachen =
Man kann GNU Octave zur Kommunikation mit anderen Programmiersprachen bewegen, und das in beide Richtungen:
* GNU Octave -> andere Programmiersprache
* andere Programmiersprache -> GNU Octave
Hier die ganzen Möglichkeiten detailliert zu beschreiben würde zu weit führen. Wir beschränken uns im Wesentlichen auf die Erstellung von .oct-Files (C/C++; Fortran würde auch gehen, ist aber komplizierter) und zählen im Anschluss daran ein paar weitere Varianten auf.
== .oct-Dateien ==
Eine .oct-Datei in GNU Octave ist eine kompilierte C/C++-Datei, die als dynamisch ladbares Objekt direkt in Octave ausgeführt werden kann. oct-Dateien sind meist schneller als nativer Octave-Code.
1. Schritt: Erstelle z.B. eine C++-Datei ''quadrat.cc'' (es soll das Quadrat einer Zahl berechnet werden)
#include <octave/oct.h>
DEFUN_DLD(quadrat, args, nargout, "Quadrat einer Zahl berechnen")
{
double x = args(0).double_value();
double res = x*x;
return octave_value(res);
}
* <code>DEFUN_DLD</code> ist ein Makro. Damit wird angezeigt, dass es sich um eine dynamisch ladbare Funktion handelt ('''De'''fine '''Fun'''ction – '''D'''ynamically '''L'''inked '''D'''istribution).
* Der erste Parameter muss mit dem Namen der Funktion und der erstellten oct-Datei übereinstimmen, also hier <code>quadrat</code>.
* <code>args</code>: Argumente die beim Aufruf in Octave übergeben werden.
* <code>nargout</code>: Anzahl der Rückgabewerte.
* "Quadrat einer Zahl berechnen": Dokumentationsstring
2. Schritt: ''quadrat.cc'' kompilieren
# Terminal öffnen
# In das quadrat.cc-Verzeichnis wechseln
# Octave aufrufen
# cc-Datei zu einer oct-Datei kompilieren: <code>mkoctfile quadrat.cc</code>
# Wenn das ohne Fehlermeldung durchläuft, so sollte im Anschluss eine (relativ große) ''quadrat.oct''-Datei im entsprechenden Verzeichnis zu finden sein.
3. Schritt: Funktion <code>quadrat()</code> in Octave aufrufen, z.B.:
y = quadrat(5)
Es ergibt sich folgende Ausgabe:
y = 25
Damit das funktioniert, müssen natürlich die entsprechenden Werkzeuge (Compiler etc.) installiert sein. Darauf wird hier aber nicht näher eingegangen.
Die Dokumentation zu den .oct-Dateien findet sich auf [https://docs.octave.org/v11.1.0/Oct_002dFiles.html].
== Andere Möglichkeiten ==
* .mex-Dateien ('''M'''ATLAB '''Ex'''ecutables): Wenn man kompatibel zu MATLAB bleiben muss
* Java- oder Python-Schnittstelle (Nachteil: langsamer als .oct-Dateien)
Bevor man aber diese Möglichkeiten in Anspruch nimmt, sollte man vektorisieren. Damit lassen sich oft schon höhere Geschwindigkeiten erzielen. Dieses Thema wurde früher schon kurz behandelt ([[Ing_Mathematik:_Numerische_Mathematiksysteme_am_Beispiel_von_Octave#Die_FOR-Schleife|FOR-Schleife]]).
= Octave und die Tabellenkalkulation =
== Lesen ==
GNU Octave kann auch CSV-, LibreOffice Calc- oder MS Excel-Dateien einlesen.
Gegeben sei folgende schematisierte Datei im LibreOffice Calc-Format (test1.ods):
Februar März
Freitag 23 26
Samstag 17 41
Sonntag 34 37
=== Direkt als ODS-Datei einlesen ===
Die odsread-Funktion muss via io-Package geladen werden. Dieses Package ist nicht standardmäßig installiert, sondern kann z.B. bei openSUSE Tumbleweed mittels YaST als octave-forge-io installiert werden. Danach wird das Package geladen (pkg load io) und die Daten mittels odsread eingelesen.
pkg load io
[num, txt, raw] = odsread('test1.ods');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Ausgabe:
23 26
17 41
34 37
------------
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] =
[3,2] =
[4,2] =
[1,3] = März
[2,3] =
[3,3] =
[4,3] =
}
------------
{
[1,1] = [](0x0)
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
=== Als CSV-Datei einlesen ===
Die Datei test1.ods wird per LibreOffice Calc als CSV-Datei test1.csv (Trennzeichen ist der Strichpunkt) gespeichert (Achtung: gespeichert, nicht exportiert!):
;Februar;März
Freitag;23;26
Samstag;17;41
Sonntag;34;37
==== Mit csv2cell ====
Wir wollen hier den Strichpunkt als Trennzeichen verwenden. Per Default wird nämlich der Beistrich als Trennzeichen interpretiert.
pkg load io;
data = csv2cell("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data{2, 2});
Ausgabe:
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
---------------
23
==== Mit dlmread ====
data = dlmread("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data(2, 2));
Ausgabe:
0 0 0
0 23 26
0 17 41
0 34 37
---------------
23
==== Mit importdata ====
data = importdata("test1.csv");
disp(data)
disp("------------")
disp(data.data);
disp("------------")
disp(data.data(2,2));
Ausgabe:
data =
23 26
17 41
34 37
textdata =
{
[1,1] = ;Februar;März
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
}
rowheaders =
{
[1,1] = Freitag
[2,1] = Samstag
[3,1] = Sonntag
}
------------
23 26
17 41
34 37
------------
41
Damit haben wir schon etliche Funktionen zu diesem Zweck kennengelernt. Weiter Funktionen zu
diesem Zweck sind z.B.
* csvread
* textscan
=== Als XLSX-Datei einlesen ===
Wir speichern unsere test1.ods-Datei als test1.xlsx-Datei. Dies ist das MS Excel-Standardformat. Und schon können wir den xlsread-Befehl zum Einlesen der Daten verwenden.
pkg load io
[num, txt, raw] = xlsread('test1.xlsx');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Die Ausgabe ist gleich wie oben bei der odsread-Funktion.
== Schreiben ==
=== Direkt als ODS-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
odswrite('test1.ods', data);
=== Als XLSX-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
xlswrite('test1.xlsx', data);
=== Als CSV-Datei schreiben ===
* dlmwrite
* csvwrite
* fprintf
= Octave GUI =
Das GUI-Programm ('''G'''raphical '''U'''ser '''I'''nterface) von Octave entspricht im Wesentlichen anderen Programmier-Benutzeroberflächen (IDEs ... '''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironments), wie z.B. Eclipse (Java), Code::Blocks (C/C++) oder Spyder (Python). Nachfolgend ist ein Screenshot des Octave-GUI mit einigen Anmerkungen dargestellt.
[[Bild:octave_gui2.jpg|600px]]
Probieren Sie einfach die Möglichkeiten der zur Verfügung gestellten GUI/IDE aus.
= Komplexere Aufgaben =
* Berechnen Sie die Fläche, den Umfang, die Seitenlängen, den Inkreis und den Umkreis eines Dreiecks. Stellen Sie das Dreieck inklusive In- und Umkreis grafisch dar. Speichern Sie die Daten in einer Datei. Die drei Eckpunkte dieses Dreiecks sollen vom Benutzer beliebig vorgegeben werden.
* Die Werte einer beliebig großen quadratischen Matrix seien in einer Datei gespeichert. Lesen Sie diese Datei ein und berechnen Sie daraus die Determinante der Matrix, die inverse Matrix, die Eigenvektoren und -werte, die Spur. Führen Sie die LR-Zerlegung durch. Geben Sie diese Werte am Bildschirm aus.
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Octave. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechende weiterführende Literatur, die Octave-Hilfefunktion und die Octave-Dokumentation verwiesen. Octave kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Aber auch Octave selbst ist erweiterbar. Man siehe z.B. Octave Packages (https://gnu-octave.github.io/packages/) oder man schreibt selbst Erweiterungen.
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
zurücklink=Ing Mathematik: Computeralgebrasysteme am Beispiel von Maxima|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
75v4b76r2y06wicvwhvr1djvem04n5n
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1091183
2026-09-21T13:00:42Z
Intruder
1513
/* Klassen und Vererbung */ vereinfacht
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wikitext
text/x-wiki
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
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= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Octave ==
* Octave ist eine Software zur numerischen Lösung mathematischer Probleme.
* Octave ist Open-Source (GPL-Lizenz).
* Octave ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Octave ist weitgehend kompatibel zum Numerik-Standardprogramm {{W|Matlab|MATLAB}}.
* Octave ist ein Interpreter.
* Octave als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | GNU Octave}}
== Octave installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Octave-Paket von der Webseite [https://octave.org/download] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Octave bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Dazu gehen Sie auf die Seite [https://wiki.octave.org/Category:Installation], wählen die vorhandene Linux-Variante und folgen der angegebenen Beschreibung (z.B. <code>zypper ... </code> für openSUSE. Oder Sie benutzen unter openSUSE Tumbleweed direkt das Setup-Programm {{W|YaST}}).
== Octave starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Octave-Programm doppelklicken (für das Konsolenprogramm ... CLI, für die grafische Benutzeroberfläche ... GUI). Und schon startet das Programm.
[[Datei:octavestart1.jpg]]
=== Linux ===
In einer Linux-Konsole den Befehl "octave" eintippen, mit der RETURN-Taste bestätigen, und das Programm (CLI) startet:
GNU Octave (x86_64-suse-linux-gnu) version 11.1.0
Copyright (C) 1993-2026 The Octave Project Developers.
License GPLv3+: GNU GPL version 3 or later <https://gnu.org/licenses/gpl.html>
This is free software; see the source code for copying conditions.
There is NO WARRANTY, to the extent permitted by law. For details, type 'warranty'.
Home page: <https://octave.org>
Support resources: <https://octave.org/support>
Improve Octave: <https://octave.org/get-involved>
For changes from previous versions, type 'news'.
octave:1>
Um Octave mit der eingebauten GUI zu starten, kann der Befehl <code>octave --force-gui</code> verwendet werden:
[[File:Gnu_Octave_IDE.png|600px]]
Alternativ kann, z.B. unter openSUSE Tumbleweed (mit {{W|KDE Plasma 6|KDE-Plasma}}), die Octave-IDE auch über den Application Launcher im Menü ''Education -> GNU Octave'' gestartet werden.
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Im Folgenden wird immer das Konsolenprogramm (CLI ... Command Line Interface) für die Eingabe von Befehlen benutzt. Erst gegen Ende dieses Textes wird auch kurz auf das GUI von Octave eingegangen.
Teilweise werden Ergebnisse der älteren Octave-Version 3.0.3 dargestellt. Die dargestellten Grafiken und Ausgabetexte können je nach Version leicht voneinander abweichen. Der Text wurde ursprünglich mit der Octave-Version 3.0.3 erstellt und anschließend auf die Versionen 5.2 bis 11.1.0 aktualisiert. Dieser Mischmasch sollte aber kein Problem darstellen.
Getestet wurden die Beispiele ursprünglich unter dem Betriebssystem MS Windows 10, später auch mit MS Windows 11, bzw. mit openSUSE Leap 15.6 (Octave 6.4.0, nur vereinzelt) und ab März 2026 auch mit openSUSE Tumbleweed (ab Octave 10.3.0, nur vereinzelt).
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Octave mit dem Prozentzeichen (%) oder alternativ mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Octave-Interpreter ignoriert. Will man kompatibel mit MATLAB bleiben, so ist die Version mit dem %-Zeichen vorzuziehen. Text kann mit der disp-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Octave und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
octave-3.0.3.exe:1> % Das ist ein Kommentar
octave-3.0.3.exe:2> # und das auch
octave-3.0.3.exe:3> disp "Hallo Welt!"
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (z.B. octave-3.0.3.exe:1>) ist natürlich abhängig von der Octave-Version und den schon eingegebenen Zeilen. Er ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Octave-System geliefert.
Strings können in Octave entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
= Octave als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Octave. Geben Sie dann die Formel
octave-3.0.3.exe:1> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN und erhalten als Ergebnis
ans = 15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
octave-3.0.3.exe:2> sin(sqrt(15))
ans = -0.6679
Octave kennt eine Handvoll von Konstanten, z.B.:
Zeilenweise Eingabe:
% Die Kreiszahl PI
pi
% Die Eulersche Zahl
e
% Zur Maschinengenauigkeit
eps
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 2.7183
ans = 2.2204e-016
"ans" steht übrigens für den Begriff "answer" (auf Deutsch "Antwort"). Mit "ans" kann wie mit jeder anderen Variable oder Konstanten weitergerechnet werden, z.B.:
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 10
ans = 62.832
Die Ausgabe eines Befehls am Bildschirm (das "Echo") kann übrigens durch Anwendung des Semikolons (;) unterdrückt werden. Gezeigt werden soll dies nun mit Hilfe des obigen Beispiels. Es soll nur der Umfang ausgegeben werden, nicht der Radius.
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10;
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 62.832
Vielleicht ist manchem die Genauigkeit, mit der Echo bzw. der Befehl disp Werte ausgibt, nicht ausreichend. Dem kann Abhilfe verschafft werden und zwar so:
Eingabe:
format short
pi
format long
pi
format longe
pi
% usw.
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 3.14159265358979
ans = 3.14159265358979e+00
Beenden lässt sich das Octave-Programm durch Eingabe von quit oder exit (und natürlich zur Bestätigung die RETURN-Taste drücken).
== Die Hilfefunktion von Octave ==
Die Eingabe von help mit Angabe eines Funktionsnamens liefert detaillierte Infos zu der gesuchten Funktion.
Eingabe:
help sin
Ausgabe:
'sin' is a built-in function from the file libinterp/corefcn/mappers.cc
-- Y = sin (X)
Compute the sine for each element of X in radians.
See also: asin, sind, sinh.
Additional help for built-in functions and operators is
available in the online version of the manual. Use the command
'doc <topic>' to search the manual index.
Help and information about Octave is also available on the WWW
at https://www.octave.org and via the help@octave.org
mailing list.
Auch gibt es die doc-Funktion für eine vollständige Dokumentation des Octave-Systems, z.B.:
Eingabe:
doc
Ausgabe:
[[Datei:Octave_730_doc_screenshot.jpg]]
== Sonstige einfache Berechnungen ==
In octave gibt es eine "umgekehrte" Division:
11 / 2 % normale Division (Rechtsdivision)
11 \ 2 % umgekehrte Division (Linksdivision)
Ausgabe:
ans = 5.5000
ans = 0.1818
Potenzieren kann man so:
12^5
Ausgabe:
ans = 248832
Den Modulo-Operator % wie in C/C++, Java oder Python gibt es in Octave '''nicht'''. Das Prozentzeichen ist dem Kommentar vorbehalten. Man kann aber eine Funktion hierfür benutzen
y = mod(20, 3)
Ausgabe:
y = 2
Runden mit und auf Ganzzahlen kann man in Octave so:
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
y = int32(15) / int32(4)
Ausgabe:
x = 3
y = 4
Siehe dazu aber auch die Funktionen <code>floor</code>, <code>ceil</code> und <code>idivide</code>.
Mittels <code>int32()</code> werden Zahlen als 32-Bit-Ganzzahlen dargestellt. Standardmäßig ist der Datentyp nämlich <code>double</code>. Das ist zu beachten, es ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse.
Beispiel:
clear();
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
c = 10;
d = 3;
y = c / d
whos()
Ausgabe:
x = 3
y = 3.3333
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 4 int32
b 1x1 4 int32
c 1x1 8 double
d 1x1 8 double
x 1x1 4 int32
y 1x1 8 double
Total is 6 elements using 36 bytes
Ist der Wertebereich von <code>int32</code> zu klein (4 Bytes, <math>-2^{31}</math> bis <math>2^{31} - 1</math>), so gibt es auch <code>int64</code> (8 Bytes, <math>-2^{63}</math> bis <math>2^{63} - 1</math>).
<code>clear</code> löscht Namen und gibt den Speicherplatz wieder frei. <code>whos()</code> liefert detaillierte Informationen der aktuell definierten Variablen.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot e^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>.
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>2\; \text{cosd}(60) - 3\sin(\pi/5)</math>. Anmerkung: cosd erwartet den Parameter im Gradmaß (d für "degree"), sin erwartet den Parameter im Bogenmaß.
* Erkunden Sie die Fehlerfunktion "erf" mittels Octave-Hilfe.
* Welche Zahl ergibt sich durch <code>3 / 4 \ 2</code>?
* Welche Zahlen werden durch die folgenden Anweisungen ausgegeben?
idivide(int32(10), int32(3), "fix")
idivide(int32(10), int32(3), "round")
idivide(int32(10), int32(3), "floor")
idivide(int32(10), int32(3), "ceil")
floor(10.3)
ceil(10.3)
= Octave als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.m
% Das ist ein Kommentar
# und das auch
disp "Hallo Welt!"
Skriptdateien müssen mit der Dateiendung .m versehen werden. In der Octave-Konsole fügen Sie den Dateipfad mittels
octave-3.0.3.exe:1> addpath("c:/tmp")
hinzu (es ist der UNIX-spezifische Slash (/) zu benutzen). Alternativ können Sie zumindest unter MS Windows auch einen Doppel-Backslash (\\) einsetzen. Oder Sie wechseln mittels <code>cd c:/tmp</code> direkt ins Verzeichnis <code>c:/tmp</code>.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.m (sozusagen das Hauptprogramm) zur Ausführung
octave-3.0.3.exe:2> test1
Achtung: Die Datei (die Funktion oder das Hauptprogramm) ist in der Octave-Kommandozeile ohne .m-Dateiendung anzugeben. Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Zumindest unter Linux können Sie z.B. auch komfortabel den {{W|Shebang|Shebang}} (<code>#!</code>) nutzen. Gegeben sei das Octave-Script
#!/usr/bin/octave
disp("Hallo Welt!");
Gepeichert sei es ebenfalls als <code>test1.m</code>. Starten Sie ein Terminal, wechseln Sie in das entsprechende Arbeitsverzeichnis und geben Sie
./test1.m
ein, so erhalten Sie wieder
Hallo Welt!
als Ausgabe auf dem Terminal. Die Zugriffsberechtigung muss natürlich mittels <code>chmod</code> richtig gesetzt werden. Oder Sie führen direkt Octave mit der Datei <code>test1.m</code> aus:
octave test1.m
Sie sehen, mehrere Wege führen zum Ziel.
== Blockkommentare ==
In neueren Octave-Versionen ab dem Jahr 2009 sind auch Blockkommentare möglich. Blockkommentare werden wie normale Kommentare vom Octave-Interpreter ignoriert.
%{
Das ist ein
Blockkommentar
%}
#{
und das auch
#}
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Da Octave case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.m gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
Bringen Sie die Datei test1.m zur Ausführung, so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
x = 5
y = 10
z = 50
Normalerweise will man aber nur z anzeigen, die Werte von x und y sind ja bereits bekannt. Dazu fügen Sie an den Anweisungsenden, wie bereits weiter oben erwähnt, bei x und y jeweils ein Semikolon (;) an, um das Anweisungsende explizit zu markieren.
x = 5;
y = 10;
z = x*y
Nun erhalten Sie als Ergebnis nur noch
z = 50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben.
x = 5; y = 10; z = x*y
Ausgabe:
z = 50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5;
% inkrementiere x
++x
% x = x - 2
x -= 2
Bildschirmausgabe:
ans = 6
x = 4
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist.
Soll eine Anweisung auf mehrere Zeilen verteilt werden, z.B. weil sie zu lang ist, so kann dies durch Verwendung von drei Punkten (...) geschehen, wie nachfolgend dargestellt.
x = 5;
y = 1000 * x + ...
sin(x/2)
Ausgabe:
y = 5000.6
Diese Drei-Punkte-Methode soll nicht für in Anführungszeichen (") eingeschlossene Strings verwendet werden. Diese Methode ist seit geraumer Zeit "deprecated" und funktioniert mit der Version 9.1.0 gar nicht mehr. Benutzen Sie statt dessen den Backslash (\):
txt = "xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx\
yyyyyyyyyyyyyyyyy"
Ausgabe:
txt = xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxyyyyyyyyyyyyyyyyy
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist in Octave problemlos möglich:
wert = 10
wert = 35.5
wert = "Hallo"
wert = pi
Ausgabe:
wert = 10
wert = 35.500
wert = Hallo
wert = 3.1416
Der Befehl <code>who</code>, bzw. <code>whos</code> listet die gegenwärtig definierten Variablen, z.B.:
clear;
a = 10.5;
v = [1 2 3 4 5 12 13];
m = ["s1", "s2"; "s3", "s4"];
disp "***** Der Befehl who *****"
who
disp "***** Der Befehl whos *****"
whos
Ausgabe:
***** Der Befehl who *****
Variables visible from the current scope:
a m v
***** Der Befehl whos *****
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 8 double
m 2x4 8 char
v 1x7 56 double
Total is 16 elements using 72 bytes
==Hexadezimale und binäre Zahlen==
% Hexadezimale Zahl
disp( 0xABC )
% Binäre Zahl
disp( 0b1000011 )
Ausgabe (als Dezimalzahlen):
2748
67
Octave kann auch dezimale in binäre Zahlen etc. umwandeln:
dec2bin( 214 )
Ausgabe:
ans = 11010110
Siehe dazu in der Octave-Hilfe auch folgende Funktionen:
bin2dec, dec2base, dec2hex, hex2dec, base2dec
== Zahlenkolonnen ==
Eine Zahlenkolonne (oder ein Vektor) mit gleichen Abständen der Werte kann folgendermaßen erzeugt werden:
% a ... Startwert
% b ... Schrittweite
% c ... Endwert
a = 0;
b = 10;
c = 100;
x = a : b : c;
disp(x);
Ausgabe:
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Ähnliche Resultate lassen sich auch durch Anwendung der linspace-Funktion erhalten, z.B.:
% a ... Startwert
% b ... Endwert
% c ... Anzahl der Werte
a = 0;
b = 100;
c = 11;
v = linspace(a, b, c)
Ausgabe:
v =
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
== Verzweigungen ==
=== Die IF-Verzweigung ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
Die test1.m-Datei laute also wie folgt:
x = 5;
if x < 4
disp "x ist kleiner als 4";
else
disp "Der else-Zweig wird ausgefuehrt";
disp "x ist groesser oder gleich 4";
end
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Octave kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
* <, <= ... kleiner (gleich)
* >, >= ... größer (gleich)
* == ... gleich
* ~=, != ... ungleich
* &, && ... AND
* |, || ... OR
* ~, ! ... NOT
Beispielsweise:
a = 5;
b = 9;
if a<=10 & b!=7
disp("OK");
else
disp("Nicht OK");
end
Ausgabe:
OK
=== Die SWITCH-Verzweigung ===
In Pseudocode:
WECHSLE ZU var
FALLS wert1 == var
führe block1 aus
FALLS wert2 == var
führe block2 aus
...
SONST
führe blockn aus
ENDE
Eine Beispielsimplementierung in Octave könnte so aussehen:
x = "g";
switch(x)
case "k"
disp("klein");
case "g"
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
gross
Anmerkungen für C-Programmierer:
* in Octave darf zum Abschluß von ''case'' kein Doppelpunkt folgen (würde einen Syntaxfehler auslösen).
* ein ''break'' als Abschluß eines ''case''-Blocks ist nicht erlaubt (würde in Octave einen parse error auslösen). ''break'' ist Schleifen vorbehalten. ''switch'' hat in Octave keinen "Durchfall" und ähnelt somit eher der Fortran-Anweisung ''select case''.
Mehrere Fälle in einem ''case'' können wie nachfolgend behandelt werden:
x = "K";
switch(x)
case {"k" "K"}
disp("klein");
case {"g" "G"}
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
klein
== Schleifen ==
=== Die WHILE-Schleife ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Octave:
x = 0;
while x <= 10
disp(x);
x++;
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== Die DO-UNTIL-Schleife ===
Die DO-UNTIL-Schleife ist fußgesteuert. Beachte: Diese Schleife ist nicht äquivalent zu der aus anderen Programmiersprachen bekannten DO-WHILE-Schleife. DO-WHILE bedeutet "TUE SOLANGE", DO-UNTIL bedeutet "TUE BIS". Sie wird mindestens einmal ausgeführt.
Pseudocode:
TUE
führe block aus
BIS bedingung TRUE
Mittels Octave:
x = 0;
do
disp(x);
x++;
until(x >= 5)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
=== Die FOR-Schleife ===
for x = 0 : 2 : 10
disp(x);
end
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Der FOR-Schleifenkopf ist in Form einer Zahlenkolonne folgendermaßen aufgebaut:
for variable = startwert : schrittweite : endwert
Man beachte, dass Vektorisierung gegenüber einem Schleifendurchlauf eine erhebliche Zeiteinsparung bewirken kann (man siehe in der [https://docs.octave.org/latest/Vectorization-and-Faster-Code-Execution.html Octave-Dokumentation das Kapitel 19 "Vectorization and Faster Code Execution"]). Folgendes Beispiel ist an genanntes Octave-Kapitel angelehnt. Zuerst wird eine Berechnung mittels Schleifendurchlauf durchgeführt und der Zeitbedarf ausgegeben. Dieser Zeitbedarf hängt natürlich auch von der verwendeten Hardware etc. ab.
Eingabe:
n = m = 500;
a = b = eye(500);
t1 = time();
for i = 1:n
for j = 1:m
c(i,j) = a(i,j) + b(i,j);
endfor
endfor
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 3.7566
Der Zeitverbrauch beträgt hier also ca. 4 Sekunden. Im Gegensatz dazu
Eingabe:
a = b = eye(500);
t1 = time();
c = a + b;
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 1.5974e-05
ist der Zeitverbrauch hier sehr gering. Vektoren und Matrizen werden etwas später in diesem Text detailliert behandelt. Hier nur soviel: Mittels ''eye'' wird eine Einheitsmatrix kreiert.
=== Schleifen abbrechen ===
Zum Abbrechen einer Schleife gibt es den Befehl "break".
for var = 0 : 1 : 100
disp (var);
if var == 5
break;
end
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
"continue" setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort, z.B.
for var = 0 : 1 : 10
if var == 5
continue;
end
disp (var);
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Summe der ersten 10000 natürlichen Zahlen (bei 1 beginnend)
** in Form einer WHILE-Schleife
** in Form einer DO-UNTIL-Schleife
** in Form einer FOR-Schleife
** mittels sum-Befehl (siehe dazu auch die von Octave zur Verfügung gestellte Hilfefunktion).
** mittels gaußscher Summenformel (<math>\sum_{i=1}^n{i} = 1+2+...+n = n(n+1) / 2</math>)
* Schreiben Sie für obige Alternativen Programme mit denen der Zeitbedarf der Schleifen, Befehle bzw. Formeln gemessen werden kann. Welche Alternativen sind aus Zeitgründen (minimale Laufzeit) empfehlenswert?
= Grafiken zeichnen =
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plot" ist der Zeichenbefehl. "grid on" schaltet ein Zeichengitter ein.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen.
Sie könnten nun auf die Idee kommen, obiges Script unter Linux mit der Shebang-Zeile zu erweitern, um es direkt als Programm auszuführen.
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Die Enttäuschung folgt auf dem Fuß. Außer einem kurzen Aufblinken des Grafikfensters ist nicht viel zu sehen. Das Programm läuft einfach durch und wird nach der letzten Anweisung beendet. Abhilfe kann z.B. der <code>input</code>-Befehl schaffen:
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
refresh();
input("Zum Beenden RETURN-Taste drücken");
Das Programm wartet somit, bis Sie im Terminal die RETURN-Taste drücken. <code>refresh()</code> dient dazu, das Grafikfenster unmittelbar zu aktualisieren. Sonst würde das Ausgabefenster leer bleiben, bis es durch externe Anreize aktualisiert wird (z.B. durch Fenster minimieren/maximieren). Gleiches gilt für die <code>octave test1.m</code>-Variante.
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
plot(x,y);
grid on;
Man beachte den Punkt bei 2.^x (2 hoch x). Vergisst man den Punkt, dann erhält man eine Fehlermeldung (ähnlich dieser):
error: for x^y, only square matrix arguments are permitted and one argument must be scalar. Use .^ for elementwise power.
error: called from
test1 at line 2 column 3
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh2.jpg]]
Der Funktionsgraph kann auch als Fläche eingefärbt werden:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
fill (x, y, "b");
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh3.jpg | 500px]]
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
Mehrere Graphen lassen sich folgendermaßen in ein Fenster zeichnen:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, x,y2);
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Bild:octave_cosh14.jpg|600px]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1,"*r", x,y2,"ob");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_cosh4.jpg]]
Bei plot kann auch der Linienstil des jeweiligen Graphen angegeben werden, z.B. steht
* für Sternchenlinie
o für Kreise in der Linie
r für rot
b für blau
Ein ähnliches Resultat liefert der Code:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red", "*", x,y2, "Color", "blue", "o");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
Will man mehrere Graphen in ein Fenster zeichnen, aber nicht alles in einen plot-Befehl quetschen, so kann die "hold on"-Anweisung die Lösung des Problems sein:
%Lösche alle benutzerdefinierten Variablen aus der Symboltabelle
clear;
%Schließe alle Fenster
close all;
%Lösche Konsolenfenster und setze Cursor zurück
clc;
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red");
hold on;
plot(x,y2, "Color", "blue");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_coshsin1.jpg]]
Bei diesem Program wurden auch einige Möglichkeiten (clear, close, clc) gezeigt, um das System aufzuräumen. Ein "hold off" würde natürlich die hold-Funktion wieder ausschalten.
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi]</math> gezeichnet werden.
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
[[Datei:octave_spirale1.jpg]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den axis-Befehl verwenden (axis muss nach plot erscheinen).
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
axis equal;
[[Datei:octave_spirale222.jpg]]
=== Strichstärke ===
Für manche Zwecke ist es sinnvoll die Strichstärke des Graphen zu erhöhen. Dies kann über den Parameter "LineWidth" der plot-Funktion geschehen.
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
axis equal;
Ausgabe:
[[Datei:octave_spirale3.jpg]]
=== Beliebigen Text ausgeben ===
x = -10:0.1:10;
plot (x, sin (x), "LineWidth", 2);
text (2.7, 0.8, "Das ist die sin-Funktion");
Ausgabe:
[[Datei:octave_text1.jpg]]
=== Logarithmische Achseneinteilung ===
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
% Halblogarithmische Darstellung
semilogy(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_semilog1.jpg]]
Auch die x-Achse kann mit "semilogx" logarithmisch skaliert werden. Mit "loglog" werden beide Achsen logarithmisch skaliert.
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben (Hinweis: Siehe dazu auch die Octave-Hilfefunktion für den plot-Befehl).
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
* Erkunden Sie in der Octave-Hilfe den ezplot-Befehl.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
Mittels "plot3" lassen sich Raumkurven zeichnen.
t = 0 : .1 : 9*pi;
x = cos(t);
y = sin(t);
z = 1.3 .^ t;
plot3(x,y,z);
grid on;
[[Datei:octave_raumkurve1.jpg]]
=== Flächen ===
==== ezsurf ====
Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit 3D-Flächen zu erzeugen, besteht in der Verwendung des ezsurf-Befehls. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol (elementweise Multiplikation soll verwendet werden, keine Matrizenmultiplikation) in der anonymen Funktion. Was eine anonyme Funktion ist, wird weiter hinten in diesem Text kurz erklärt. Fürs Erste reicht es zu wissen, dass die Funktion f(x, y) jeweils im Intervall [0, 10] gezeichnet werden soll.
clear; close all; clc; clf;
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_ezsurf1.jpg|600px]]
Dieses Bild wurde mit der Octave-Version 5.2 erstellt. Es ist im Prinzip identisch zu jenen des folgenden Abschnitts, die mit der Version 3.0.3 erstellt wurden, nur die Farbschattierung ist anders. Ändern lässt sich diese Eigenschaft mit dem colormap-Befehl (siehe auch Octave-Hilfe):
clear; close all; clc; clf;
colormap(hot);
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_colormap_hot.jpg|600px]]
==== surf und mesh ====
Für das Zeichnen von Flächen existiert der surf-Befehl. Der meshgrid-Befehl kreiert ein Netz in der xy-Zeichenebene. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol der Formel für z.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
[[Datei:octave_flaeche1.jpg]]
Auch ein Farbstreifen kann via "colorbar" zur Grafik hinzugefügt werden.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
colorbar("East");
[[Datei:octave_flaeche2.jpg]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
x = 0 : .2 : 10;
y = 0 : .2 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
mesh(x_grid, y_grid, z);
Ausgabe:
[[Datei:octave_mesh1.jpg]]
==== Ellipsoide und Kegel ====
Für das Zeichnen von Kugeln oder Ellipsoiden stellt Octave den "sphere"-Befehl bzw. den "ellipsoid"-Befehl zur Verfügung.
clear; close all; clc;
% Ellipsoiden zeichnen
[x, y, z] = sphere(30);
surf(5*x, 4*y, 3*z);
hold on;
[x, y, z] = ellipsoid(5, 5, 5, 6, 3, 2, 30);
surf(x, y, z);
axis equal;
[[Bild:octave_ellipsoid2.jpg|600px]]
Für Zylinder und Kegel ist der "cylinder"-Befehl zuständig.
clear; close all; clc;
% Kegel und Zylinder zeichnen
[x, y, z] = cylinder([1 2], 100);
surf(x, y, z*3);
hold on;
[x, y, z] = cylinder([0.5 0.5], 50);
surf(x+3, y, z*2);
axis equal;
[[Bild:octave_cylinder2.jpg|600px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_kurve10.jpg]]
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_flaeche10.jpg]]
== Weiteres ==
=== subplot ===
Zeichnen mit Untergrafiken: Hier wird z.B. ein Fenster mit drei Untergrafiken gezeichnet.
Eingabe:
t = 0 : .5 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(t, t);
subplot(311);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid) );
subplot(312);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid) );
subplot(313);
surf(x_grid, y_grid, x_grid + cos(y_grid) );
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot2.jpg]]
Die dreistellige Ziffer beim subplot-Befehl bedeutet folgendes:
* Die erste Ziffer ist die Zeilenanzahl
* Die zweite Ziffer ist die Reihenanzahl und
* Die dritte Ziffer ist der Index.
Nun sei ein Beispiel mit 3x2-Untergrafiken angeführt.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
subplot(321);
plot(x, sin(x));
text(2, -0.5, "Index 1");
subplot(322);
plot(x, tan(x));
text(2, 2, "Index 2");
subplot(323);
plot(x, cosh(x) );
text(2, 3000, "Index 3");
subplot(324);
plot(x, gamma(x) )
text(2, 100000, "Index 4");
subplot(325);
plot(x, log(x) );
text(2, 0, "Index 5");
subplot(326);
plot(x, exp(x) );
text(2, 10000, "Index 6");
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot3.jpg]]
Hier ist sehr gut zu sehen, in welcher Reihenfolge der Index läuft.
=== figure ===
Zeichnen in verschiedene Fenster, z.B.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
figure(1)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid));
figure(2)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid));
Ausgabe:
[[Datei:octave_figure111.jpg|700px]]
=== Linien zeichnen ===
Zeichnen Sie eine Linie von der Koordinate [-15, 0] zu [15, 5]:
clear;
close all;
clc;
x = line([-15 15], [0, 5], "Color", "black", "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_linie1.jpg]]
Man beachte, dass Octave nicht Punkte P1(x1, y1), P2(x2, y2) erwartet, sondern einen x-Vektor [x1 x2] und einen y-Vektor [y1 y2].
Ein allgemeines Viereck wird z.B. mit folgendem Befehl gezeichnet.
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_viereck2.jpg]]
Auch dreidimensionale Formen lassen sich mit dem line-Befehl zeichnen:
clear; close all; clc;
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], [10, 20, 30, 40, 50], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_dreidim2.jpg]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie mittels "subplot" die Funktionsgrafen <math>y_1=\tan(x), y_2=\tan(2x), y_3=\tan\sqrt x, y_4=x\cdot \tan(x)</math> in folgender Form in ein Fenster:
** in 2x2-Darstellung
** in 1x4-Darstellung.
* Zeichnen Sie die im obigen Beispiel angegebenen Funktionsgrafen mittels "figure" jeweils in ein eigenes Fenster.
= Vektoren und Matrizen =
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1, 2, 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6; 7; 8]
Ausgabe:
v1 =
1 2 3
v2 =
6
7
8
Alternative Schreibweisen:
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1 2 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6
7
8]
Die Ausgabe entspricht der obigen Darstellung.
=== Zugriff auf Vektorelemente ===
Nachfolgend seien einige Zugriffsmöglichkeiten auf die einzelnen Vektorelemente erläutert.
Auf ein einzelnes Element kann via Index zugegriffen werden. Der Index startet bei 1:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3)
Ausgabe:
v2 = 4
Mehrere Elemente werden folgendermaßen angesprochen:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:4)
Ausgabe:
v2 =
4 8
Liefere den Teilvektor von einem gegebenen Index bis zum letzten Element:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:end)
Ausgabe:
v2 =
4 8 16
=== Addition und Subtraktion von Vektoren ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 7, 9];
res = v1 + v2
res = v1 - v2
Ausgabe:
res =
6 9 12
res =
-4 -5 -6
=== Multiplikation mit Skalaren ===
faktor = 3;
v = [1, 2, 3];
res = faktor * v
Ausgabe:
res =
3 6 9
=== Skalarprodukt ===
Das Skalarprodukt ist bekanntermaßen als <math>v_1 \cdot v_2 = |v_1| |v_2| \cos(\angle(v_1, v_2))</math> definiert. In Octave sieht das so aus:
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = dot(v1, v2)
Ausgabe:
res = 38
=== Vektorprodukt ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = cross(v1, v2)
Ausgabe:
res =
-4 8 -4
Enger an die mathematische Darstellung lehnt sich folgender Code an. Die zu multiplizierenden Vektoren seien in Form von Spaltenvektoren gegeben.
Mathematisch:
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Octave-Code:
a = [1
2
3];
b = [5
6
7];
res = cross(a, b)
Ausgabe:
res =
-4
8
-4
=== Transponierter Vektor ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5; 6; 7];
res1 = v1'
res2 = v2'
Ausgabe:
res1 =
1
2
3
res2 =
5 6 7
=== Einige weitere Vektorfunktionen ===
Beispiel:
% 1 + 2 + 3
v = [1 2 3];
sum(v)
Ausgabe:
ans = 6
Beispiel:
% 1 * 2 * 3 * 4
v = [1 2 3 4];
prod(v)
Ausgabe:
ans = 24
Beispiel:
% 1^2 + 2^2 + 3^2
v = [1 2 3];
sumsq (v)
Ausgabe:
ans = 14
== Matrizen ==
Gegeben sei folgende 2x3-Matrix <math>m=\left(\begin{array}{ccc}
1 & 2 & 3\\
4 & 5 & 6
\end{array}\right)</math>.
Eingabe:
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6]
Ausgabe:
m =
1 2 3
4 5 6
Alternativ und anschaulicher kann diese 2x3-Matrix auch so eingegeben werden:
m = [1 2 3
4 5 6]
Dies ist schon sehr nahe an der mathematischen Darstellungsweise.
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
m = [1 2 3
4 5 6];
% Element aus Zeile 2 und Spalte 3
m(2,3)
Ausgabe:
ans = 6
Eine andere Zugriffsmöglichkeit ist diese:
m = [1 2 3
4 5 6];
% Auf das fünfte Element soll zugegriffen werden
m(5)
Ausgabe:
ans = 3
Die Matrix wird also spaltenweise durchlaufen (nicht zeilenweise). Dies ist vielleicht auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, wird aber z.B. auch in Fortran so gehandhabt.
Auch Teilmatrizen können einfach gebildet werden:
m = [1 2 3
4 5 6];
m(2:end, 2:end)
Ausgabe:
ans =
5 6
Siehe zu diesem Thema auch etwas weiter hinten in diesem Text den Abschnitt "Teilmatrizen".
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [-4, -2, 0; 2, 4, 6];
m1 + m2
m1 - m2
Ausgabe:
ans =
-3 0 3
6 9 12
ans =
5 4 3
2 1 0
=== Transponierte Matrix ===
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m'
Ausgabe:
ans =
1 4
2 5
3 6
=== Rang einer Matrix ===
Der Rang einer Matrix Rg(M) ist die maximale Anzahl der linear unabhängigen Zeilenvektoren (Spaltenvektoren).
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [1, 2; 2, 4];
rank(m1)
rank(m2)
Ausgabe:
ans = 2
ans = 1
Regulär ist eine nxn-Matrix, wenn der Rg(M) = n. D.h. die erste Matrix m1 ist regulär, die zweite m2 singulär.
=== Inverse Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
inv(m1)
inv(m2)
Ausgabe:
ans =
1.00000 0.60000
0.00000 -0.20000
warning: matrix singular to machine precision
warning: called from
test1 at line 4 column 1
ans =
Inf Inf
Inf Inf
Die Matrix m2 in diesem Beispiel ist singulär (d.h. die Determinante ist 0). Determinanten werden etwas weiter unten in diesem Text behandelt. Inf steht für Infinity (= Unendlich).
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
m1 = [1, 3, 4; 0, -5, 1];
m2 = [1, 2; 2, 3; 0, 2];
m1 * m2
Ausgabe:
ans =
7 19
-10 -13
Will man aus irgendwelchen Gründen nicht das falksche Schema ausführen, sondern elementweise Multiplikation, so funktioniert das mit dem Punkt-Operator, z.B.
m1 = [1, 3; 0, -5];
m2 = [1, 2; 4, 2];
% falksches Schema
m1 * m2
% elementweise Multiplikation
m1 .* m2
Ausgabe:
ans =
13 8
-20 -10
ans =
1 6
0 -10
Verifikation, falksches Schema (Zeile*Spalte):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1+3*4 1*2+3*2 ] [ 13 8 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*1-4*5 0*2-5*2 ] = [ -20 -10 ]
Verifikation, elementweise Multiplikation (homologe Elemente):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1 3*2 ] [ 1 6 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*4 -5*2 ] = [ 0 -10 ]
=== Determinante einer Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
det(m1)
det(m2)
Ausgabe:
ans = -5
ans = 0
m1 ist regulär, m2 ist singulär. Determinanten können nur von quadratischen Matrizen gebildet werden.
=== Teilmatrizen ===
m = [1, 2, 3; 0, 5, 1];
% Die Matrix in einen Spaltenvektor umwandeln
m1 = m(:)
% Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m(1,2)
% Erste Zeile extrahieren
m3 = m(1, 1:3)
m4 = m(1, :)
% Zweite Spalte extrahieren
m5 = m(1:2, 2)
m6 = m(:, 2)
Ausgabe:
m1 =
1
0
2
5
3
1
m2 = 2
m3 =
1 2 3
m4 =
1 2 3
m5 =
2
5
m6 =
2
5
=== Einheitsmatrizen ===
eye(3,2)
Ausgabe:
ans =
1 0
0 1
0 0
=== Nullmatrizen ===
zeros(2,3)
Ausgabe:
ans =
0 0 0
0 0 0
=== Diagonalmatrizen ===
diag([1, 2, 3])
Ausgabe:
ans =
1 0 0
0 2 0
0 0 3
=== Spur einer Matrix ===
trace([1,2,3; 6,9, 0])
Ausgabe:
ans = 10
=== LR-Zerlegung einer Matrix ===
Führen Sie die LR-Faktorisierung (LR ... links/rechts bzw. LU ... left/upper) einer Matrix m aus. l sei die linke Dreiecksmatrix, r die rechte Dreiecksmatrix und p die Permutationsmatrix
m = [1 0 5
-1 1 -2
0 0 3];
[l, r, p] = lu(m)
Ausgabe:
l =
1 0 0
-1 1 0
0 0 1
r =
1 0 5
0 1 3
0 0 3
p =
1 0 0
0 1 0
0 0 1
=== Eigenwerte ===
a = [5 8
1 3];
% Eigenvektoren und Eigenwerte
[ev, ew] = eig(a)
Ausgabe:
ev =
0.9701 -0.8944
0.2425 0.4472
ew =
Diagonal Matrix
7 0
0 1
Die Eigenwerte sind hier <math>\lambda_1 = 7</math> und <math>\lambda_2 = 1</math>. Die Eigenvektoren sind [0.9701 0.2425] bzw. [-0.8944 0.4472]. Da das Gleichungssystem <math>(A - \lambda_i E) x_i = 0</math> singulär ist, sind alle Lösungsvektoren Vielfache dieser Eigenvektoren.
=== Schwach besetzte Matrizen ===
{{Wikipedia | Dünnbesetzte Matrix}}
Gegeben sei die schwach besetzte Matrix
m = [0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7]
Mittels dem sparse-Befehl kann man einfach die Elemente != 0 nach folgendem Schema eingeben.
sparse ([zeilenindizes] [spaltenindizes] [werte])
also in unserem Fall:
ms = sparse([1 2 3 3 4 5 5], [2 4 1 4 3 4 5], [1 3 4 2 1 1 7])
Ausgabe:
ms =
Compressed Column Sparse (rows = 5, cols = 5, nnz = 7)
(3, 1) -> 4
(1, 2) -> 1
(4, 3) -> 1
(2, 4) -> 3
(3, 4) -> 2
(5, 4) -> 1
(5, 5) -> 7
Die volle Matrix erhält man mit dem Befehl full:
m = full(ms)
Ausgabe:
m =
0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7
Grafisch anzeigen lassen kann man sich die Besetzung von Matrizen mit dem spy-Befehl:
spy(ms);
oder (für allgemeine Matrizen auch mittels)
spy(m);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse1.jpg]]
Wirklich interessant ist der spy-Befehl für größere Matrizen, z.B. um die Bandstruktur zu visualisieren.
e = eye(200);
es = sparse(e);
% Auf sparse-Matrizen kann genauso zugegriffen werden wie auf normalen Matrizen
es(100, 15) = 100;
spy(es);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse2.jpg]]
=== Matrizen mit Zufallswerten ===
Insbesondere für Testzwecke kann es manchmal sinnvoll sein größere Matrizen mit Zufallswerten zu bilden. Dazu stellt Octave u.a. den rand-Befehl zur Verfügung.
m = rand(5, 6)
Ausgabe:
m =
0.86605 0.61108 0.71347 0.97119 0.52428 0.21993
0.74059 0.49062 0.56073 0.68592 0.74737 0.62680
0.20790 0.84874 0.36834 0.31102 0.25813 0.28933
0.84732 0.98777 0.91512 0.42240 0.87891 0.63757
0.76823 0.80367 0.24639 0.78208 0.77170 0.95281
Die Zufallszahlen liegen gleichverteilt zwischen 0 und 1 und werden nach dem Mersenne-Twister-Verfahren mit einer Periode von <math>2^{19937}-1</math> gebildet.
Andere Verfahren sind:
* randn: Normalverteilte Pseudozufallselemente mit Mittelwert=0 und Varianz=1
* rande: Exponentialverteilte Zufallselemente
* randg: Gammaverteilte Zufallselemente
* randp: Poissonverteilte Zufallselemente
Details dazu siehe in der Octave-Hilfefunktion.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Winkel zwischen den beiden Vektoren a = [1 2 0] und b = [2 1 1]. Hinweis: Siehe diesbezüglich auch im Oktave-Hilfesystem den Befehl "norm".
* Gegeben seien Vektoren a = [1 2 5], b = [0 0 -1] und c = [-1 -2 2]. Berechnen Sie das Spatprodukt aus diesen drei Vektoren.
* Multiplizieren Sie die beiden Matrizen A und B (mit Octave und zur Kontrolle händisch)
A = [0 0 1
1 2 1]
B = [1 1
1 2
0 4]
* Ist die Matrix C regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
C = [-1 0 0 -4
2 0 1 5
7 6 2 0
3 0 2 6]
* Ist die Matrix D regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
D = [2 1 0 0
0 0 2 1
0 0 0 2
1 1 0 0]
* Berechnen Sie die Konditionszahl der folgenden Matrix. Hinweis: Siehe diesbezüglich im Oktave-Hilfesystem den Befehl cond
[3 4 -5
6 0 3
1 1 2]
* Berechnen Sie die Eigenwerte und Eigenvektoren der folgenden Matrix
[6 -3 4 0
0 7 -1 1
0 10 -3 -2
0 1 -2 1]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Octave durch den Buchstaben i, j, I oder J symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + i \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + i \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{i\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - i \cdot \Im(z)</math>
== Mit komplexen Zahlen rechnen ==
z1 = 2 + 5i; % kartesische Darstellung
z2 = 3 * exp(3j); % Polardarstellung
% Addition
res = z1 + z2;
disp("z1 + z2 = "); disp(res);
% Multiplikation
res = z1 * z2;
disp("z1 * z2 = "); disp(res);
% Realteil
res = real(z2);
disp("Realteil von z2 = "); disp(res);
% Imaginärteil
res = imag(z2);
disp("Imaginaerteil von z2 = "); disp(res);
% Betrag
res = abs(z1);
disp("Betrag von z1 = "); disp(res);
% Argument
res = angle(z1);
disp("Argument von z1 = "); disp(res);
% Konjugiert komplexe Zahl
res = conj(z1);
disp("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = "); disp(res);
Ausgabe:
z1 + z2 =
-0.96998 + 5.42336i
z1 * z2 =
-8.0568 - 14.0032i
Realteil von z2 =
-2.9700
Imaginaerteil von z2 =
0.42336
Betrag von z1 =
5.3852
Argument von z1 =
1.1903
Konjugiert komplexe Zahl von z1 =
2 - 5i
== Die gaußsche Zahlenebene ==
clear; close all; clc;
z1 = 3 + 5i;
z2 = 5 * exp(0.5i);
hold on;
plot(z1, "*");
compass(z1);
plot(z2, "o");
compass(z2);
grid on;
[[Datei:octave_komplex1.jpg]]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Quadratwurzel der komplexen Zahl <math>z = 3 + 2i</math>.
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Polarkoordinatendarstellung: <math>-11 - 3i</math> und <math>(1+i)^{10}</math>
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Normaldarstellung: <math>12 \cdot e^{i\cdot \pi / 4}</math> und <math>3 \cdot (\cos(\pi / 3) + i \cdot \sin(\pi / 3))</math>
* Zeichnen Sie die Zahl <math>3 + 5i</math> in der gaußschen Zahlenebene als Zeiger.
= Funktionen =
Um Programme zu strukturieren und einfacher zu gestalten können Programmteile in Funktionen ausgelagert werden. Eingebaute Funktionen haben wir schon kennengelernt (z.B. die Sinus-Funktion sin). Nun wollen wir sehen, wie man selbst solche Funktionen schreiben kann.
== Eine einfache Funktion schreiben ==
Datei addiere.m:
function res = addiere(a, b)
% Addiere zwei Zahlen a + b
res = a + b;
end
Datei test1.m:
addiere(10, 15)
Ausgabe:
ans = 25
* Jede Funktion sollte in einer eigenen m-Datei stehen.
* Der Dateiname sollte mit dem Funktionsnamen (natürlich ohne Dateiendung .m) übereinstimmen.
* Der Kommentar unter dem Funktionskopf wird als Hilfstext angezeigt, wenn die help-Funktion (hier "help addiere") aufgerufen wird.
== Inline-Funktionen ==
Kurze Funktionen können auch als Inline-Funktionen geschrieben werden.
addiere = inline("a + b");
x = 5;
y = 10;
z = addiere(x, y)
Oder in diesem Fall noch kürzer
addiere = inline("a + b");
z = addiere(5, 10)
Ausgabe:
z = 15
Bei neueren Octave-Versionen kann bei der Verwendung von Inline-Funktionen die Warnung
warning: inline is obsolete; use anonymous functions instead
erscheinen. Ein Blick in die Hilfe-Funktion
help inline
zeigt das selbe Ergebnis. Es sollen also anonyme Funktionen (siehe etwas weiter unten in diesem Text) anstelle von Inline-Funktionen verwendet werden.
== Funktionsstring ==
addiere = "a + b";
a = 5;
b = 10;
z = eval(addiere)
Ausgabe:
z = 15
== Anonyme Funktionen ==
{{Wikipedia | Anonyme Funktion}}
addiere = @(a, b) a + b;
x = 10;
y = 20;
z = addiere(x, y)
oder kürzer
addiere = @(a, b) a + b;
z = addiere(10, 20)
Ausgabe:
z = 30
== Nullstellen von Funktionen bestimmen ==
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
z = fzero(sinh2, 1)
Ausgabe:
z = -1.4436
Zur Kontrolle soll hier der Graph der Funktion dargestellt werden
clear;
close all;
clc;
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
x = -2 : 0.1 : 0;
y = sinh2(x);
z = fzero(sinh2, 1)
plot(x, y);
hold on;
plot(z, 0, "o", "Color", "red", "LineWidth", 2);
text (-1.8, 0.8, "Nullstelle");
line([z -1.7], [0, .7], "Color", "black");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_funktion5.jpg]]
Weiter unten im Text wird die ähnliche Funktion "fsolve" beschrieben. "fzero" benutzt zwei verschiedene Funktionen zur Problemlösung, darunter eben auch "fsolve".
Für die Nullstellenbestimmung von Polynomen gibt es die Funktion "roots". Näheres dazu folgt im nächsten Kapitel.
== Globale Variablen ==
Datei addiere.m:
function res = addiere()
global a b;
res = a + b;
end
Datei test1.m:
clear;
close all;
clc;
global a b;
a = 5;
b = 3;
addiere()
Ausgabe:
ans = 8
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie eine Funktion "ellipse", welche eine Ellipse am Bildschirm darstellt. Zur Erinnerung: Die Parameterdarstellung der Ellipse lautet <math>x = a\cdot\cos(t), y = b\cdot\sin(t), 0 \leq t \leq 2\pi</math>, Funktionsargumente seien a und b.
* Schreiben Sie <math>y = 2\cdot\sin(x) + 3\cdot\cos(x/2)</math>
** als normale Funktion
** als Funktionsstring
** als Inlinefunktion
** als anonyme Funktion
** stellen Sie diese Funktion grafisch am Bildschirm dar.
= Polynome =
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
% y = 2*x^3 + 5*x^2 + 4 für x = 2 berechnen
p = [2, 5, 0, 4];
polyval(p, 2)
Ausgabe:
ans = 40
== Polynome zeichnen ==
% y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 für das Intervall -5 <= x <= 5 grafisch darstellen
x = -5 : .1 : 5;
p = [2, 5, 0, 4];
y = polyval(p, x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_polynom1.jpg]]
== Nullstellen bestimmen ==
Für Polynome existiert die Funktion "roots" zur Nullstellenbestimmung.
% Nullstellen für y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 bestimmen
p = [2, 5, 0, 4];
r = roots(p)
Ausgabe:
r =
-2.76214 + 0.00000i
0.13107 + 0.84077i
0.13107 - 0.84077i
Dieses Polynom hat nur eine reelle Nullstelle. Diese liegt, wie am obigen Grafen zu ersehen ist, in der Nähe von -2.762. Die beiden anderen Nullstellen sind konjugiert komplex zueinander (wie es auch sein sollte).
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
* Zeichnen Sie das Polynom <math>y = 12x^4 - 70x</math> im Intervall <math>-5 \leq x \leq 5</math>.
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
== Einfache Berechnung mittels Gauß-Verfahren ==
{{Wikipedia | Gaußsches Eliminationsverfahren}}
Beispiel:
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = A \ b
Ausgabe:
x =
0
1
== Das gmres-Verfahren ==
gmres steht für Generalized Minimal Residual.
{{Wikipedia | GMRES-Verfahren}}
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = gmres(A, b)
Ausgabe:
gmres converged at iteration 2 to a solution with relative residual 2.22045e-16
x =
-1.6653e-16
1.0000e+00
Das Ergebnis weicht etwas vom gaußschen Verfahren ab, ist aber trotzdem im Rahmen der Näherung korrekt.
Weiters kennt Octave noch andere iterative Verfahren, z.B. cgs (Conjugate Gradient Squared) oder bicgstab (Bi-Conjugate Gradient Stabilized). Näheres zu diesen Verfahren siehe in der weiterführenden Literatur (z.B. bei Meister: Numerik linearer Gleichungssysteme, Vieweg+Teubner, 2011)
{{Wikipedia | CGS-Verfahren}}
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Octave (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Nichtlineare Gleichungssysteme =
== fsolve und fzero ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
xstart = 1;
[x, fval, info] = fsolve(f, xstart)
Ausgabe:
x = 2.4681
fval = -1.7764e-015
info = 1
* x ist eine Nullstelle in der Nähe vom Startwert xstart.
* fval ist die Abweichung, den f bei x aufweist.
* info ist ein "Fehlercode": 1 bedeutet, dass der relative Fehler in der spezifizierten Toleranz liegt (wie es sein soll). 3 würde bedeuten, dass der Algorithmus nicht konvergiert (z.B. weil keine Nullstelle existiert).
Zur Kontrolle plotten wir den Funktionsgraphen:
x = - 1 : .1 : 3;
y = x.^2 - 5.*cos(x) - 10;
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_nichtlin1.jpg]]
Und siehe da, die gesuchte Nullstelle liegt wie berechnet bei einem Wert nahe 2,5. Die Funktion <math>x^2 - 5\cos(x) - 10</math> hat noch eine zweite Nullstelle, wie in der folgenden Abbildung zu erkennen ist.
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
Diese zweite Nullstelle erhalten wir, wenn der Startwert in der Nähe dieser zweiten Nullstelle liegt, also z.B. bei -1. Ändern Sie einfach den entsprechenden Startwert im obigen Programmcode, und das Programm sollte die Nullstelle in der Nähe von -2.5 liefern.
Auch die Funktion ''fzero'' kann zur Lösung einer nichtlinearen Gleichung verwendet werden. Die Hilfe-Funktion von Octave empfiehlt dies sogar eindringlich für den Fall einer nichtlinearen Gleichung in einer Variablen. Für das gleiche Beispiel wie oben kann der Programmcode folgendermaßen aussehen:
Eingabe:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
[x0, y0] = fzero (f, [0, 3])
Ausgabe:
x0 = 2.4681
y0 = -1.2434e-14
== Gleichungssysteme ==
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Lösung:
f.m:
function y = f(x)
y(1) = 2*x(1) + 4*x(2);
y(2) = 4*x(1) + 8*x(2)^3;
end
test1.m:
clear;
close all;
clc;
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, -1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 0])
Ausgabe:
x =
-2 1
fval =
0 7.4930e-09
info = 1
x =
2 -1
fval =
0 -7.4930e-09
info = 1
x =
0 0
fval =
0 0
info = 1
== Aufgaben ==
* Bestimmen Sie die Nullstellen von <math>f(x) = x^2 - 3</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Bestimmen Sie die Nullstelle von <math>f(x) = sin(x) - x - 1</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Lösen Sie das folgende Gleichungssystem (und stellen Sie das Ganze grafisch am Bildschirm dar): <math> f_1 = x_1 + x_2 = 0; f_2 = x_1 + \sin{x_2} = 0</math>
= Interpolation =
== Eindimensionale Interpolation ==
{{Wikipedia | Interpolation (Mathematik)}}
Bezüglich eindimensionaler Interpolation sei auf die [https://docs.octave.org/v11.1.0/One_002ddimensional-Interpolation.html Octave-Dokumentation und Hilfefunktion zum Befehl " interp1"] verwiesen. Dort findet sich auch ein Programmbeispiel, das als Grundlage des folgenden Plots dient:
[[Datei:octave_interpol1.jpg]]
== Mehrdimensionale Interpolation ==
Bezüglich mehrdimensionaler Interpolation siehe die [https://docs.octave.org/v11.1.0/Multi_002ddimensional-Interpolation.html Hilfefunktion zu "interp2", "interp3" und "interpn"].
== Aufgabe ==
* Gegeben seinen die fünf Stützpunkte p1 = [1, 0], p2 = [2, -5], p3 = [3, 2], p4 = [4, 7], p5 = [5, 6]. Legen Sie eine Funktion (die Interpolierende) durch diese Stützpunkte. Eine Lösungsmöglichkeit:
xp = [1 2 3 4 5];
yp = [0, -5, 2, 7, 6];
xf = 1 : .1 : 5;
spl = interp1(xp, yp, xf, "spline");
pch = interp1(xp, yp, xf, "pchip");
plot(xp, yp, "or", "LineWidth", 2, xf, spl, "LineWidth", 2, ...
xf, pch, "LineWidth", 2);
legend("stuetzpunkte", "spline", "pchip", "location", "southeast");
[[Datei:octave_interpol3.jpg]]
= Differenzialrechnung =
== Polynome differenzieren ==
Es soll das Polynom <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> differenziert werden.
% Differenzieren des Polynoms y = 2*x^3 - 5*x^2 + 7
p = [2, -5, 0, 7];
polyder(p)
Ausgabe:
ans =
6 -10 0
D.h. also, die Ableitung von <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> ist <math>y' = 6x^2 - 10x</math>.
== Sonstige Funktionen differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 0.01 : 10;
y = 5 .* x .* sin(x);
y_strich = diff(y) / 0.01;
plot(x, y, "Color", "red", "LineWidth", 2);
hold on;
plot(x(1:length(x)-1), y_strich, "Color", "blue", "LineWidth", 2);
legend("y", "y'");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
diff(y) ist der Vektor aus den Differenzen y(2)-y(1), ..., y(n)-y(n-1). Für die genaue Arbeitsweise der diff-Funktion siehe "help diff".
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y^4 + 6y - 4</math>.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Polynome integrieren ==
Berechnen Sie das unbestimmte Integral von <math>y = 2x^3 - 7x^2 + 7</math>
p = [2, -7, 0, 7];
p_int = polyint(p)
Ausgabe:
p_int =
0.50000 -2.33333 0.00000 7.00000 0.00000
Das Ergebnis lautet also <math>\int{y dx} = 0.5x^4 - 2.33333x^3 + 7x + C</math> (auf die Integrationskonstante C darf nicht vergessen werden!).
== Gauß-Quadratur ==
{{Wikipedia | Gauß-Quadratur}}
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Gauß-Quadratur.
Datei f.m:
function y = f(x)
y = x^2;
end
Datei test1.m:
[v, ier, nfun, err] = quad ("f", 0, 3)
Ausgabe:
v = 9.0000
ier = 0
nfun = 21
err = 9.9920e-014
Erläuterung zur Ausgabe:
* v ... Resultat der Integration
* ier ... integer error code
* nfun ... Anzahl der Funktionsaufrufe
* err ... Fehler in der Lösung
== Quadratur mittels adaptiver Lobatto-Regel ==
Berechnen Sie diesmal das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Lobatto-Quadratur.
f = inline("x.^2");
v = quadl (f, 0, 3)
Ausgabe:
v = 9
Wie weiter oben bereits angesprochen kann bei der Ausgabe eine Warnung erfolgen. Inline-Funktionen sind inzwischen als obsolet erklärt und es sollen stattdessen anonyme Funktionen verwendet werden.
Zwecks Übung sei nachfolgend nochmals dieses Beispiel berechnet. Diesmal wird aber eine anonyme Funktion verwendet.
v = quadl (@(x) x.^2, 0, 3)
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y4 + 6y - 4</math>.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von -5 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4. Verwenden Sie hierzu die Simpsonregel (siehe dazu in der Hilfefunktion den Befehl "quadv").
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== ode23, ode45 und lsode ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen stehen die Funktionen
* ode23
bzw.
* ode45
zur Verfügung. Diese Funktionen implementieren das Runge-Kutta-Verfahren. "ode" steht für "Ordinary Differential Equation" (also auf Deutsch für "Gewöhnliche Differentialgleichung"). Die Zahlen bei ode23 oder ode45 stehen für die Ordnung.
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
clear;
close all;
clc;
[x, y] = ode45(@(x,y) (x^2+y^3), [0 1], 0);
plot(x, y, "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_ode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "ode45" (oder "ode23") siehe die Octave-Hilfe.
Auch die Funktion "lsode" steht zur Lösung von ODEs zur Verfügung.
Beispiel <math>y' = x + y</math>:
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1 : 5;
[y2, istate, msg] = lsode(@(x,y) (x + y), 1, t);
istate
msg
plot(t, y2);
Ausgabe:
istate = 2
msg = successful exit
[[Datei:octave_lsode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "lsode" siehe die Octave-Hilfe.
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Octave. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
= Die Fast-Fourier-Transformation =
{{Wikipedia | Schnelle Fourier-Transformation}}
Für die Funktion "fft" siehe das Octave-Hilfesystem.
= Mengenrechnung =
== Vereinigungsmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
union(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
1 2 3 4 6
== Schnittmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
intersect(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
2 4
= Logik =
Logische Operatoren werden oft benötigt, z.B. bei Schleifen und Verzweigungen.
Octave kennt die logischen Operatoren <code>or, and, not</code> und <code>xor</code>. Als Beispiel sei die Wahrheitstabelle für den Operator <code>or</code> dargestellt.
A B A or B
--------------------
true true true
true false true
false true true
false false false
In Octave kann das so ausgedrückt werden:
or( true, true )
or( true, false )
or( false, true )
or( false, false )
Ausgabe:
ans = 1
ans = 1
ans = 1
ans = 0
Zahlen ungleich 0 stehen für true, 0 für false. Z.B.:
or( 22, 0)
Ausgabe:
ans = 1
Äquivalent zu <code>or</code> ist der Operator <code>|</code>:
22 | 0
Ausgabe:
ans = 1
Zwecks näheren Informationen zu den Operatoren <code>and (&, &&), not (~, !)</code> und <code>xor</code> bemühe man Octaves Help-Funktion.
Bitweise logische Funktionen kennt Octave auch, so kann man z.B. zwei Zahlen mit dem bitweisen OR-Operator verknüpfen:
0b1100101
0b0110001
---------
0b1110101
Oder in Dezimalzahlen:
101
49
---
117
In Octave:
bitor( 0b1100101, 0b0110001 )
dec2bin( ans )
Ausgabe:
ans = 117
ans = 1110101
Zu <code>bitand, bitxor</code> usw. siehe die Octave-Hilfe-Funktion.
= Stochastik =
==Deskriptive Statistik ==
=== Lageparameter ===
Arithmetischer Mittelwert:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
mw = mean(vec)
Ausgabe:
mw = 5.7143
Der Median oder Zentralwert läßt sich folgendermaßen berechnen:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
median(vec)
Ausgabe:
ans = 4
Der Modus oder häufigste Wert läßt sich mittels "mode"-Funktion eruieren:
vec = [1 2 1 3 5 1 2 7];
[m, f, c] = mode (vec);
disp(m);
disp(f);
disp(c);
Ausgabe:
1
3
{
[1,1] = 1
}
m (erste Zeile der Ausgabe) ist der Modus. f (zweite Zeile) ist die Häufigkeit. Näheres dazu siehe im Octave-Hilfesystem.
=== Streuungsparameter ===
Varianz:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
v = var(vec)
Ausgabe:
v = 6.3333
Standardabweichung:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
s = std(vec)
Ausgabe:
s = 2.5166
=== Grafiken erzeugen ===
Histogramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6 1 1 1 2];
hist(v, max(v));
Ausgabe:
[[Datei:octave_histo2.jpg]]
Balkendiagramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
bar(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_bar111.jpg]]
Treppendiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stairs(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stairs1.jpg]]
Stabdiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stem(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stem1.jpg]]
=== Aufgaben ===
Gegeben sei folgende Datentabelle mit den Werten:
v1 = [3 4 1 1 7 2 1 9 2 5 9 7 2 2 9 2 2 1 2 8]
v2 = [1 1 0 2 3 4 1 2 7 0 2 1 5 5 5 4 5 2 5 0]
* Berechnen Sie die Lageparameter und Streuungsparameter des Vektors v1.
* Berechnen Sie Kovarianz und Korrelationskoeffizient der beiden zugeordneten Vektoren v1 und v2.
* Zeichnen Sie das Histogramm des Vektors v1.
== Wahrscheinlichkeitsrechnung ==
=== Kombinatorik ===
Der Binomialkoeffizient:
<math>\binom{n}{k}=\frac{n!}{k!(n-k)!}</math>
In Octave z.B.:
n = 30;
k = 4;
n_ueber_k = nchoosek (n, k)
Ausgabe:
n_ueber_k = 27405
Permutationen sind die verschiedenen Anordnungsmöglichkeiten mit der Anzahl n! = n * (n-1) * ... * 2 * 1.
Beispiel:
v = [1, 2, 3];
p = perms(v)
Ausgabe:
p =
1 2 3
2 1 3
1 3 2
2 3 1
3 1 2
3 2 1
n! (n-Fakultät) selbst kann so berechnet werden:
% 10!
n = 10;
factorial (n)
Ausgabe:
ans = 3628800
=== Verteilungen ===
Octave kennt eine ganze Reihe von Dichte- und Verteilungsfunktionen und zwar
* Probability Density Functions (PDF, Dichtefunktionen)
* Cumulative Distribution Functions (CDF, Verteilungsfunktionen)
Z.B.:
* Binomialverteilung:
** binopdf
** binocdf
* Hypergeometrische Verteilung:
** hygepdf
** hygecdf
* Normalverteilung:
** normpdf
** normcdf
* Studentverteilung:
** tpdf
** tcdf
* Weibullverteilung:
** wblpdf
** wblcdf
Ein Codebeispiel zur Binomialverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 1 : 10;
n = 10;
p = 0.1;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(221);
bar(x, b1);
title("binopdf");
text(1, 0.1, "n=10; p=0.1");
subplot(222);
bar(x, b2);
title("binocdf");
text(1, 0.5, "n=10; p=0.1");
n = 10;
p = 0.5;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(223);
bar(x, b1);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
subplot(224);
bar(x, b2);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
Ausgabe:
[[Datei:octave_bino3.jpg]]
Möglicherweise erhalten Sie bei diesem Beispiel eine Fehlermeldung in der Form
error: 'binopdf' undefined near line 8, column 6
The 'binopdf' function belongs to the statistics package from Octave
Forge which you have installed but not loaded. To load the package, run
'pkg load statistics' from the Octave prompt.
Laden Sie einfach das Paket für die Statistikfunktionen, wie in der Fehlermeldung beschrieben.
Ein Codebeispiel zur Normalverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = -4 : .1 : 4;
b1 = normpdf(x);
b2 = normcdf(x);
subplot(121);
plot(x, b1);
title("normpdf");
grid on;
subplot(122);
plot(x, b2);
title("normcdf");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_norm111.jpg]]
== Zufallszahlengeneratoren ==
Octave kann Zufallszahlen aus einer großen Anzahl von Verteilungen generieren, z.B.
* Chi-Quadrat-Verteilung: chi2rnd
* Log-Normal-Verteilung: lognrnd
* Normalverteilung: normrnd
Codebeispiel:
mean = 0;
standardabweichung = 1;
zufallszahl = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe (gibt eine Zufallszahl rund um den Mittelwert 0 aus), z.B.
zufallszahl = 1.0451
Auch Zufallsvektoren (oder Zufallsmatrizen) können erstellt werden:
mean = [0 0 0 0 0];
standardabweichung = 1;
zufallsvektor = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe, z.B.:
zufallsvektor =
1.47108 -0.51280 0.52726 0.31730 -1.04422
= Einfache Benutzeroberflächen erstellen=
== Input ==
fflush (stdout);
x = input("Gib eine Zahl ein: ");
disp(2 * x);
Ein-/Ausgabe:
Gib eine Zahl ein: 12
24
Der "fflush"-Befehl sollte immer vor dem Aufruf des input-Befehls aufgerufen werden. Näheres zu "fflush" siehe im Octave-Hilfesystem.
== Diverse einfache vorgefertigte Dialoge ==
Fehlermeldung:
errordlg("Fehlermeldung");
[[Bild:octave_fehlermeldung1.jpg]]
Warnung:
warndlg("Warnung");
[[Bild:octave_warnung1.jpg]]
Hilfedialog:
helpdlg
[[Bild:octave_hilfe1.jpg]]
Abfragedialog:
button = questdlg ("Frage")
[[Bild:octave_abfrage1.jpg]]
Eingabedialog:
in = inputdlg("Eingabe")
[[Bild:octave_eingabe1.jpg]]
Messagebox:
h = msgbox ("Eine Mitteilung!");
[[Bild:octave_messagebox1.jpg]]
== Komplexere vorgefertigte Dialogboxen ==
=== Menübox ===
auswahl = menu("Auswahl", "Affe", "Elefant", "Loewe", "Sonstiges");
switch(auswahl)
case 1
disp "Affe quietscht"
case 2
disp "Elefant trompetet"
case 3
disp "Loewe bruellt"
otherwise
disp "Sonstiges"
end
Ausgabe:
[[Bild:octave_menu1.jpg]]
Es werde beispielsweise die Nummer 2 gewählt.
Ausgabe:
Elefant trompetet
=== Dialogliste ===
clear;
close all;
clc;
opt = {"Eins", "Zwei", "Drei"};
[sel, ok] = listdlg ("ListString", opt, "SelectionMode", "Multiple");
if (ok == 1)
for i = 1 : numel(sel)
disp(opt{sel(i)});
end
else
disp("Cancel");
end
[[Bild:octave_dialog1.jpg]]
Es werden beispielsweise alle Optionen ausgewählt.
Ausgabe:
Eins
Zwei
Drei
=== Fortschrittsbalken ===
h = waitbar ([0.5])
[[Bild:octave_fortschritt1.jpg]]
=== Datei- und Verzeichnisdialoge ===
Dateidialog:
[fname, fpath, fltidx] = uigetfile ()
[[Bild:octave_dateidialog2.jpg]]
Ähnlich sind die Befehle "uiputfile" und "uigetdir". Dazu sei auf die Octave-Hilfe verwiesen.
== Eigene Dialoge kreieren ==
Dieses Thema sei hier nur kurz angerissen.
Programmcode:
d = dialog("Position", [300, 300, 250, 150], "Name", "Dialog");
txt = uicontrol("Parent", d, ...
"Style", "text", ...
"Position", [20, 80, 210, 40], ...
"String", "Hallo Welt");
btn_servus = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [30, 20, 80, 30], ...
"String", "Servus", ...
"Callback", "disp('Servus angeklickt!');");
btn_hallo = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [140, 20, 80, 30], ...
"String", "Hallo", ...
"Callback", "disp('Hallo angeklickt!');");
uiwait(d);
Ausgegebenes Dialogfenster:
[[Bild:octave_dialog100.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole (je nach gedrücktem Button), z.B.:
Servus angeklickt!
Die Position wird als [links, unten, breite, höhe] angegeben. Der Koordinatennullpunkt liegt, bezogen auf das Elternfenster, links unten. Es sind auch negative Koordinatenwerte möglich. Sinnvoll ist das z.B. bei einem dynamischen Ausblenden ohne zu löschen, oder für Animationen.
[[Bild:Cartesian-coordinate-system.svg | 150px]]
Wer mehr dazu wissen will, sei auf die Octave-Dokumentation verwiesen. Insbesondere siehe
* dialog
* uicontrol
* uipanel
* uibuttongroup
* uitable
* uimenu
* uitoolbar
== Aufgaben ==
=== Aufgabe 1 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit einem Texteingabefeld und einem Button. Beim Klicken auf den Button soll der Eingabetext auf der Konsole ausgegeben werden. Das Dialogfenster soll also in etwa so aussehen:
[[Bild:octave_dialog105.jpg]]
Da dies etwas komplizierter als das oben gezeigte Beispiel ist, werden nachfolgend ein paar Codefragmente zwecks Lösung angegeben:
Datei button_callback.m:
function button_callback(editHandle)
eingegText = get(editHandle, "String");
disp(eingegText);
end
Codefragement in test1.m:
% ...
edit = uicontrol(% ...
"Style", "edit", ...
%, ...
"HorizontalAlignment", "left");
btn = uicontrol(% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit));
% ...
Aufruf mit:
octave test1.m
Eingabe von z.B. "Hallo Welt!":
[[Bild:octave_dialog106.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole nach dem Drücken des Buttons:
Hallo Welt!
=== Aufgabe 2 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit zwei Eingabefeldern und einem Button. Eingegeben in diese zwei Eingabefelder werden vom Benutzer Zahlen. Auf der Konsole ausgegeben werden soll, nach Drücken des Buttons, das Produkt dieser zwei Zahlen.
Auch hier werden wieder Codefragemente angegeben.
Datei button_callback.m:
function button_callback(edit1, edit2)
zahl1 = str2double(get(edit1, 'String'));
zahl2 = str2double(get(edit2, 'String'));
disp(zahl1 * zahl2);
end
Codefragment Datei test1.m:
% ...
btn = uicontrol("Parent", d, ...
% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit1, edit2));
% ...
Was passiert, wenn der Benutzer keine Zahlen, sondern beliebige Strings eingibt?
= Fehlerhandling mit try/catch =
Die try/catch-Anweisung entspricht weitgehend jener, die aus höheren Programmiersprachen wie C++ oder Java bekannt sind. Aufgebaut ist diese Anweisungsfolge so:
try
BODY
catch
CLEANUP
end
Beispiel:
clear;
close all;
clc;
try
a = 10 / "zahl";
disp(a);
disp("Weiter im try-Block");
catch
disp("Catch: Kann nicht durch einen String dividieren");
end
Ausgabe:
Catch: Kann nicht durch einen String dividieren
Sinnvoll ist die try/catch-Folge, wenn z.B. auch in einem Fehlerfall Dateien wieder geschlossen werden sollen.
= Ein- und Ausgabe =
== Formatierte Ausgabe am Bildschirm, formatiertes Lesen von der Tastatur ==
Folgendes Beispiel ist der Octave-Hilfe (von Octave 3.0.3) entnommen:
pct = 37;
filename = "foo.txt";
printf ("Processed %d%% of `%s'.\nPlease be patient.\n", pct, filename);
Ausgabe:
Processed 37% of `foo.txt'.
Please be patient.
"printf" gibt einen formatierten String am Bildschirm (genauer in den Stream stdout) aus. Wie man sieht, orientiert sich das Format an der Programmiersprache C.
Für das formatierte Lesen vom Stream stdin (normalerweise also von der Tastatur) steht das Pendant "scanf" bereit.
== Von einem String lesen bzw. in einen String schreiben ==
Bezüglich der Funktionen
* sprintf
und
* sscanf
sei auf die Octave-Hilfefunktion verwiesen.
== Lesen und Schreiben von einer Datei ==
=== Datei schreiben ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Schreiben öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "w");
% Etwas in die Datei schreiben
fprintf(datei, "Hallo, Welt!");
% Datei schließen
fclose(datei);
=== Datei lesen ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Lesen öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "r");
% Etwas aus der Datei lesen
[string] = fscanf(datei, "%s");
disp(string);
% Datei schließen
fclose(datei);
Ausgabe:
Hallo,Welt!
=== Dateiende prüfen ===
Mittels des Befehls
feof(FID);
kann das Dateiende geprüft werden. Wenn die EOF-Bedingung zutrifft, dann wird 1 zurückgegeben, wenn nicht dann 0. Ein Beispiel folgt später als Lösung einer Aufgabe.
=== warning und error ===
Eine Warnung kann man am stderr-Stream ausgeben. Die warning-Funktion entspricht ansonsten der printf-Funktion. Nach Ausgabe der Warnung wird das Programm normal fortgesetzt.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
warning("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
warning: Matrix ist singulaer
warning: called from
test1 at line 5 column 3
Weiter geht's
Schärfer ist der error-Befehl. Die Fehlermeldung wird am stderr-Stream ausgegeben. Vom Format her entspricht diese Funktion dem printf-Befehl. Nach Ausgabe der Fehlermeldung wird das Programm beendet.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
error("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
error: Matrix ist singulaer
error: called from
test1 at line 5 column 3
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie ein Programm, das die Zahlen 1 bis 10 zeilenweise in eine Datei ausgibt.
* Lesen Sie diese Zeilen wieder von der Datei ein und geben Sie sie am Bildschirm aus.
* Gegeben sei eine Datei. Lesen Sie die Daten aus dieser Datei ein und rechnen Sie per Octave-Programm den Gesamtpreis für alle Tiere aus. Die Anzahl der Zeilen und der genaue Dateinhalt sei Ihnen vorab nicht bekannt. Bekannt ist nur das Datenformat wie folgt:
Nr. Name Einzelpreis Stueck
1 Affe 15000.50 2
2 Loewe 11000.90 1
3 Nashorn 45000.10 1
4 Elefant 51245.90 3
5 Tiger 9000.70 2
6 Maus 34.90 12
Eine einfache Lösung ohne Schnickschnack (Fehlerüberprüfungen etc.) für dieses Beispiel könnte wie folgt aussehen:
clear;
close all;
clc;
datei = fopen ("c:/tmp/daten1.txt", "r");
gesamtpreis = 0;
% Kopfzeile einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%s %s %s %s", "C");
while(feof(datei) == 0)
% Datensätze einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%d %s %f %d", "C");
gesamtpreis += preis*stk;
end
fclose(datei);
disp("Gesamtpreis = ");
format long;
disp(gesamtpreis);
Ausgabe:
Gesamtpreis =
258159.900000000
= Datencontainer =
== Datenstrukturen ==
Pseudocode:
STRUKTUR s
ZAHL a
VEKTOR b
STRING c
END
Octave-Code:
s.a = 45.9;
s.b = [1 2 3 4 5];
s.c = "Hallo!";
s
Ausgabe:
s =
scalar structure containing the fields:
a = 45.90000000000000
b =
1 2 3 4 5
c = Hallo!
Um ein paar weitere Möglichkeiten zum Handling mit Datenstrukturen aufzuzeigen, sei folgender Code aufgeführt.
Datei addsub.m
function res = addsub(a, b)
res.x = a + b;
res.y = a - b;
end
Datei test1.m
clear;
clc;
addsub(10, 50)
r = addsub(30, 70)
r.x
r.y
++r.x
Ausgabe:
ans =
scalar structure containing the fields:
x = 60
y = -40
r =
scalar structure containing the fields:
x = 100
y = -40
ans = 100
ans = -40
ans = 101
Die Funktion "addsub" liefert die Struktur res mit zwei Zahlenwerten. Die Elemente der Datenstruktur können auch außerhalb der Funktion angesprochen werden. Auch gerechnet werden kann mit diesen Elementen.
== Cell Arrays ==
Manchmal kann es sinnvoll sein mehrere Variablen verschiedenen Typs und Größe in einer Variablen zu speichern. Dies funktioniert ähnlich wie bei Vektoren. Es werden aber geschweifte Klammern verwendet.
Eingabe:
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44}
c{1}
c{1:2}
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = Hallo Welt!
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
ans = Hallo Welt!
ans = Hallo Welt!
ans =
2 2
Elemente des Cell Arrays können auch wieder mit Variablen anderen Typs überschrieben werden.
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44};
c{1} = 5;
c
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = 5
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
= Objektorientierte Programmierung =
{{Wikipedia|Objektorientierte Programmierung}}
* {{W|Klasse (Objektorientierung)|Klasse}} ... die Schablone oder der Bauplan, enthält Methoden und Attribute
* {{W|Objekt (Programmierung)|Objekt}} ... eine Klasseninstanz (die konkrete Ausprägung der Klasse)
* {{W|Attribut (Programmierung)|Attribute}} ... die Eigenschaften eines Objekts
* {{W|Methode (Programmierung)|Methoden}} ... die Aktionen (Operationen), die ein Objekt ausführen kann
* {{W|Vererbung (Programmierung)|Vererbung}} ... neue Klassen (Subklassen, Unterklassen, abgeleitete Klassen) aus vorhandenen Klassen (Superklassen, Oberklassen, Basisklassen, Elternklassen) ableiten. Ermöglicht den Aufbau von Klassenhierarchien. Die Subklasse "erbt" Attribute und Methoden von der Superklasse. Octave unterstützt (so wie C++ und Python, aber im Gegensatz zu Java) Mehrfachvererbung.
== UML ==
* {{W|Unified Modeling Language|UML}} ... '''U'''nified '''M'''odeling '''L'''anguage, eine Modellierungssprache. Die UML enthält zahlreiche Diagrammarten, um Programme zu modellieren. Im Nachfolgenden wird nur das {{W|Klassendiagramm}} verwendet.
[[File:UmlCd Klasse-3.svg|300px]]
* {{W|Sichtbarkeit (Programmierung)|Sichtbarkeit}}:
** + ... public (öffentlich)
** - ... private (privat)
** # ... protected (geschützt)
* Vererbung:
<gallery>
InheritancePgmUML.svg | Abgeleitete Klasse erbt von Basisklasse (Einfachvererbung)
Diamond inheritance.svg | D erbt von B und C (Mehrfachvererbung). B und C erben von A (Einfachvererbung)
</gallery>
Für weitergehende Betrachtungen zur UML wird auf Spezialliteratur verwiesen, z.B.:
* Seidl et al.: UML@Classroom. dpunkt, 2012, ISBN 978-3-89864-776-2
* Rupp et al.: UML 2 glasklar. Hanser, 4. Aufl., 2012, ISBN 978-3-446-43057-0
== Klassen und Vererbung ==
Octave unterstützt auch objektorientierte Programmierung mit dem Schlüsselwort <code>classdef</code> (ab Version 4.0). Dieses Thema ist zwar etwas fortgeschritten, wird aber trotzdem kurz behandelt.
[[Bild:octave_oop1.svg|200px]]
Datei Auto.m:
classdef Auto
properties
marke1 = "Beemweh"
endproperties
methods
function zeige1(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke1]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei Cabrio.m:
classdef Cabrio < Auto
properties
marke2 = "Cabrio"
endproperties
methods
function zeige2(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke2]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei test1.m:
obj = Cabrio();
obj.zeige1();
obj.zeige2();
Ausgabe (Aufruf mittels "octave test1.m"):
Marke: Beemweh
Marke: Cabrio
GNU Octave kann auch Mehrfachvererbung:
classdef Unterklasse < Oberklasse1 & Oberklasse2
Für die Reihenfolge der Vererbung gilt: Die zuerst genannte Klasse hat Vorrang.
Man kann mittels <code>private, protected, public</code> Daten auch kapseln:
properties(SetAccess = private, GetAccess = public)
methods (Access = public)
Standardmäßig sind alle Methoden und Attribute <code>public</code>.
Weiterführendes siehe z.B. in der [https://docs.octave.org/latest/Object-Oriented-Programming.html Octave-Dokumentation].
= Octave im Zusammenspiel mit anderen Programmiersprachen =
Man kann GNU Octave zur Kommunikation mit anderen Programmiersprachen bewegen, und das in beide Richtungen:
* GNU Octave -> andere Programmiersprache
* andere Programmiersprache -> GNU Octave
Hier die ganzen Möglichkeiten detailliert zu beschreiben würde zu weit führen. Wir beschränken uns im Wesentlichen auf die Erstellung von .oct-Files (C/C++; Fortran würde auch gehen, ist aber komplizierter) und zählen im Anschluss daran ein paar weitere Varianten auf.
== .oct-Dateien ==
Eine .oct-Datei in GNU Octave ist eine kompilierte C/C++-Datei, die als dynamisch ladbares Objekt direkt in Octave ausgeführt werden kann. oct-Dateien sind meist schneller als nativer Octave-Code.
1. Schritt: Erstelle z.B. eine C++-Datei ''quadrat.cc'' (es soll das Quadrat einer Zahl berechnet werden)
#include <octave/oct.h>
DEFUN_DLD(quadrat, args, nargout, "Quadrat einer Zahl berechnen")
{
double x = args(0).double_value();
double res = x*x;
return octave_value(res);
}
* <code>DEFUN_DLD</code> ist ein Makro. Damit wird angezeigt, dass es sich um eine dynamisch ladbare Funktion handelt ('''De'''fine '''Fun'''ction – '''D'''ynamically '''L'''inked '''D'''istribution).
* Der erste Parameter muss mit dem Namen der Funktion und der erstellten oct-Datei übereinstimmen, also hier <code>quadrat</code>.
* <code>args</code>: Argumente die beim Aufruf in Octave übergeben werden.
* <code>nargout</code>: Anzahl der Rückgabewerte.
* "Quadrat einer Zahl berechnen": Dokumentationsstring
2. Schritt: ''quadrat.cc'' kompilieren
# Terminal öffnen
# In das quadrat.cc-Verzeichnis wechseln
# Octave aufrufen
# cc-Datei zu einer oct-Datei kompilieren: <code>mkoctfile quadrat.cc</code>
# Wenn das ohne Fehlermeldung durchläuft, so sollte im Anschluss eine (relativ große) ''quadrat.oct''-Datei im entsprechenden Verzeichnis zu finden sein.
3. Schritt: Funktion <code>quadrat()</code> in Octave aufrufen, z.B.:
y = quadrat(5)
Es ergibt sich folgende Ausgabe:
y = 25
Damit das funktioniert, müssen natürlich die entsprechenden Werkzeuge (Compiler etc.) installiert sein. Darauf wird hier aber nicht näher eingegangen.
Die Dokumentation zu den .oct-Dateien findet sich auf [https://docs.octave.org/v11.1.0/Oct_002dFiles.html].
== Andere Möglichkeiten ==
* .mex-Dateien ('''M'''ATLAB '''Ex'''ecutables): Wenn man kompatibel zu MATLAB bleiben muss
* Java- oder Python-Schnittstelle (Nachteil: langsamer als .oct-Dateien)
Bevor man aber diese Möglichkeiten in Anspruch nimmt, sollte man vektorisieren. Damit lassen sich oft schon höhere Geschwindigkeiten erzielen. Dieses Thema wurde früher schon kurz behandelt ([[Ing_Mathematik:_Numerische_Mathematiksysteme_am_Beispiel_von_Octave#Die_FOR-Schleife|FOR-Schleife]]).
= Octave und die Tabellenkalkulation =
== Lesen ==
GNU Octave kann auch CSV-, LibreOffice Calc- oder MS Excel-Dateien einlesen.
Gegeben sei folgende schematisierte Datei im LibreOffice Calc-Format (test1.ods):
Februar März
Freitag 23 26
Samstag 17 41
Sonntag 34 37
=== Direkt als ODS-Datei einlesen ===
Die odsread-Funktion muss via io-Package geladen werden. Dieses Package ist nicht standardmäßig installiert, sondern kann z.B. bei openSUSE Tumbleweed mittels YaST als octave-forge-io installiert werden. Danach wird das Package geladen (pkg load io) und die Daten mittels odsread eingelesen.
pkg load io
[num, txt, raw] = odsread('test1.ods');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Ausgabe:
23 26
17 41
34 37
------------
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] =
[3,2] =
[4,2] =
[1,3] = März
[2,3] =
[3,3] =
[4,3] =
}
------------
{
[1,1] = [](0x0)
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
=== Als CSV-Datei einlesen ===
Die Datei test1.ods wird per LibreOffice Calc als CSV-Datei test1.csv (Trennzeichen ist der Strichpunkt) gespeichert (Achtung: gespeichert, nicht exportiert!):
;Februar;März
Freitag;23;26
Samstag;17;41
Sonntag;34;37
==== Mit csv2cell ====
Wir wollen hier den Strichpunkt als Trennzeichen verwenden. Per Default wird nämlich der Beistrich als Trennzeichen interpretiert.
pkg load io;
data = csv2cell("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data{2, 2});
Ausgabe:
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
---------------
23
==== Mit dlmread ====
data = dlmread("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data(2, 2));
Ausgabe:
0 0 0
0 23 26
0 17 41
0 34 37
---------------
23
==== Mit importdata ====
data = importdata("test1.csv");
disp(data)
disp("------------")
disp(data.data);
disp("------------")
disp(data.data(2,2));
Ausgabe:
data =
23 26
17 41
34 37
textdata =
{
[1,1] = ;Februar;März
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
}
rowheaders =
{
[1,1] = Freitag
[2,1] = Samstag
[3,1] = Sonntag
}
------------
23 26
17 41
34 37
------------
41
Damit haben wir schon etliche Funktionen zu diesem Zweck kennengelernt. Weiter Funktionen zu
diesem Zweck sind z.B.
* csvread
* textscan
=== Als XLSX-Datei einlesen ===
Wir speichern unsere test1.ods-Datei als test1.xlsx-Datei. Dies ist das MS Excel-Standardformat. Und schon können wir den xlsread-Befehl zum Einlesen der Daten verwenden.
pkg load io
[num, txt, raw] = xlsread('test1.xlsx');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Die Ausgabe ist gleich wie oben bei der odsread-Funktion.
== Schreiben ==
=== Direkt als ODS-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
odswrite('test1.ods', data);
=== Als XLSX-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
xlswrite('test1.xlsx', data);
=== Als CSV-Datei schreiben ===
* dlmwrite
* csvwrite
* fprintf
= Octave GUI =
Das GUI-Programm ('''G'''raphical '''U'''ser '''I'''nterface) von Octave entspricht im Wesentlichen anderen Programmier-Benutzeroberflächen (IDEs ... '''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironments), wie z.B. Eclipse (Java), Code::Blocks (C/C++) oder Spyder (Python). Nachfolgend ist ein Screenshot des Octave-GUI mit einigen Anmerkungen dargestellt.
[[Bild:octave_gui2.jpg|600px]]
Probieren Sie einfach die Möglichkeiten der zur Verfügung gestellten GUI/IDE aus.
= Komplexere Aufgaben =
* Berechnen Sie die Fläche, den Umfang, die Seitenlängen, den Inkreis und den Umkreis eines Dreiecks. Stellen Sie das Dreieck inklusive In- und Umkreis grafisch dar. Speichern Sie die Daten in einer Datei. Die drei Eckpunkte dieses Dreiecks sollen vom Benutzer beliebig vorgegeben werden.
* Die Werte einer beliebig großen quadratischen Matrix seien in einer Datei gespeichert. Lesen Sie diese Datei ein und berechnen Sie daraus die Determinante der Matrix, die inverse Matrix, die Eigenvektoren und -werte, die Spur. Führen Sie die LR-Zerlegung durch. Geben Sie diese Werte am Bildschirm aus.
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Octave. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechende weiterführende Literatur, die Octave-Hilfefunktion und die Octave-Dokumentation verwiesen. Octave kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Aber auch Octave selbst ist erweiterbar. Man siehe z.B. Octave Packages (https://gnu-octave.github.io/packages/) oder man schreibt selbst Erweiterungen.
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
zurücklink=Ing Mathematik: Computeralgebrasysteme am Beispiel von Maxima|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
g2hqrbts3lpphp77f9p2dyxcv38xnw0
1091186
1091185
2026-09-21T13:12:35Z
Intruder
1513
/* Die FOR-Schleife */
1091186
wikitext
text/x-wiki
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
zurücklink=Ing Mathematik: Computeralgebrasysteme am Beispiel von Maxima|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Octave ==
* Octave ist eine Software zur numerischen Lösung mathematischer Probleme.
* Octave ist Open-Source (GPL-Lizenz).
* Octave ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Octave ist weitgehend kompatibel zum Numerik-Standardprogramm {{W|Matlab|MATLAB}}.
* Octave ist ein Interpreter.
* Octave als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | GNU Octave}}
== Octave installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Octave-Paket von der Webseite [https://octave.org/download] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Octave bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Dazu gehen Sie auf die Seite [https://wiki.octave.org/Category:Installation], wählen die vorhandene Linux-Variante und folgen der angegebenen Beschreibung (z.B. <code>zypper ... </code> für openSUSE. Oder Sie benutzen unter openSUSE Tumbleweed direkt das Setup-Programm {{W|YaST}}).
== Octave starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Octave-Programm doppelklicken (für das Konsolenprogramm ... CLI, für die grafische Benutzeroberfläche ... GUI). Und schon startet das Programm.
[[Datei:octavestart1.jpg]]
=== Linux ===
In einer Linux-Konsole den Befehl "octave" eintippen, mit der RETURN-Taste bestätigen, und das Programm (CLI) startet:
GNU Octave (x86_64-suse-linux-gnu) version 11.1.0
Copyright (C) 1993-2026 The Octave Project Developers.
License GPLv3+: GNU GPL version 3 or later <https://gnu.org/licenses/gpl.html>
This is free software; see the source code for copying conditions.
There is NO WARRANTY, to the extent permitted by law. For details, type 'warranty'.
Home page: <https://octave.org>
Support resources: <https://octave.org/support>
Improve Octave: <https://octave.org/get-involved>
For changes from previous versions, type 'news'.
octave:1>
Um Octave mit der eingebauten GUI zu starten, kann der Befehl <code>octave --force-gui</code> verwendet werden:
[[File:Gnu_Octave_IDE.png|600px]]
Alternativ kann, z.B. unter openSUSE Tumbleweed (mit {{W|KDE Plasma 6|KDE-Plasma}}), die Octave-IDE auch über den Application Launcher im Menü ''Education -> GNU Octave'' gestartet werden.
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Im Folgenden wird immer das Konsolenprogramm (CLI ... Command Line Interface) für die Eingabe von Befehlen benutzt. Erst gegen Ende dieses Textes wird auch kurz auf das GUI von Octave eingegangen.
Teilweise werden Ergebnisse der älteren Octave-Version 3.0.3 dargestellt. Die dargestellten Grafiken und Ausgabetexte können je nach Version leicht voneinander abweichen. Der Text wurde ursprünglich mit der Octave-Version 3.0.3 erstellt und anschließend auf die Versionen 5.2 bis 11.1.0 aktualisiert. Dieser Mischmasch sollte aber kein Problem darstellen.
Getestet wurden die Beispiele ursprünglich unter dem Betriebssystem MS Windows 10, später auch mit MS Windows 11, bzw. mit openSUSE Leap 15.6 (Octave 6.4.0, nur vereinzelt) und ab März 2026 auch mit openSUSE Tumbleweed (ab Octave 10.3.0, nur vereinzelt).
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Octave mit dem Prozentzeichen (%) oder alternativ mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Octave-Interpreter ignoriert. Will man kompatibel mit MATLAB bleiben, so ist die Version mit dem %-Zeichen vorzuziehen. Text kann mit der disp-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Octave und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
octave-3.0.3.exe:1> % Das ist ein Kommentar
octave-3.0.3.exe:2> # und das auch
octave-3.0.3.exe:3> disp "Hallo Welt!"
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (z.B. octave-3.0.3.exe:1>) ist natürlich abhängig von der Octave-Version und den schon eingegebenen Zeilen. Er ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Octave-System geliefert.
Strings können in Octave entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
= Octave als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Octave. Geben Sie dann die Formel
octave-3.0.3.exe:1> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN und erhalten als Ergebnis
ans = 15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
octave-3.0.3.exe:2> sin(sqrt(15))
ans = -0.6679
Octave kennt eine Handvoll von Konstanten, z.B.:
Zeilenweise Eingabe:
% Die Kreiszahl PI
pi
% Die Eulersche Zahl
e
% Zur Maschinengenauigkeit
eps
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 2.7183
ans = 2.2204e-016
"ans" steht übrigens für den Begriff "answer" (auf Deutsch "Antwort"). Mit "ans" kann wie mit jeder anderen Variable oder Konstanten weitergerechnet werden, z.B.:
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 10
ans = 62.832
Die Ausgabe eines Befehls am Bildschirm (das "Echo") kann übrigens durch Anwendung des Semikolons (;) unterdrückt werden. Gezeigt werden soll dies nun mit Hilfe des obigen Beispiels. Es soll nur der Umfang ausgegeben werden, nicht der Radius.
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10;
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 62.832
Vielleicht ist manchem die Genauigkeit, mit der Echo bzw. der Befehl disp Werte ausgibt, nicht ausreichend. Dem kann Abhilfe verschafft werden und zwar so:
Eingabe:
format short
pi
format long
pi
format longe
pi
% usw.
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 3.14159265358979
ans = 3.14159265358979e+00
Beenden lässt sich das Octave-Programm durch Eingabe von quit oder exit (und natürlich zur Bestätigung die RETURN-Taste drücken).
== Die Hilfefunktion von Octave ==
Die Eingabe von help mit Angabe eines Funktionsnamens liefert detaillierte Infos zu der gesuchten Funktion.
Eingabe:
help sin
Ausgabe:
'sin' is a built-in function from the file libinterp/corefcn/mappers.cc
-- Y = sin (X)
Compute the sine for each element of X in radians.
See also: asin, sind, sinh.
Additional help for built-in functions and operators is
available in the online version of the manual. Use the command
'doc <topic>' to search the manual index.
Help and information about Octave is also available on the WWW
at https://www.octave.org and via the help@octave.org
mailing list.
Auch gibt es die doc-Funktion für eine vollständige Dokumentation des Octave-Systems, z.B.:
Eingabe:
doc
Ausgabe:
[[Datei:Octave_730_doc_screenshot.jpg]]
== Sonstige einfache Berechnungen ==
In octave gibt es eine "umgekehrte" Division:
11 / 2 % normale Division (Rechtsdivision)
11 \ 2 % umgekehrte Division (Linksdivision)
Ausgabe:
ans = 5.5000
ans = 0.1818
Potenzieren kann man so:
12^5
Ausgabe:
ans = 248832
Den Modulo-Operator % wie in C/C++, Java oder Python gibt es in Octave '''nicht'''. Das Prozentzeichen ist dem Kommentar vorbehalten. Man kann aber eine Funktion hierfür benutzen
y = mod(20, 3)
Ausgabe:
y = 2
Runden mit und auf Ganzzahlen kann man in Octave so:
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
y = int32(15) / int32(4)
Ausgabe:
x = 3
y = 4
Siehe dazu aber auch die Funktionen <code>floor</code>, <code>ceil</code> und <code>idivide</code>.
Mittels <code>int32()</code> werden Zahlen als 32-Bit-Ganzzahlen dargestellt. Standardmäßig ist der Datentyp nämlich <code>double</code>. Das ist zu beachten, es ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse.
Beispiel:
clear();
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
c = 10;
d = 3;
y = c / d
whos()
Ausgabe:
x = 3
y = 3.3333
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 4 int32
b 1x1 4 int32
c 1x1 8 double
d 1x1 8 double
x 1x1 4 int32
y 1x1 8 double
Total is 6 elements using 36 bytes
Ist der Wertebereich von <code>int32</code> zu klein (4 Bytes, <math>-2^{31}</math> bis <math>2^{31} - 1</math>), so gibt es auch <code>int64</code> (8 Bytes, <math>-2^{63}</math> bis <math>2^{63} - 1</math>).
<code>clear</code> löscht Namen und gibt den Speicherplatz wieder frei. <code>whos()</code> liefert detaillierte Informationen der aktuell definierten Variablen.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot e^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>.
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>2\; \text{cosd}(60) - 3\sin(\pi/5)</math>. Anmerkung: cosd erwartet den Parameter im Gradmaß (d für "degree"), sin erwartet den Parameter im Bogenmaß.
* Erkunden Sie die Fehlerfunktion "erf" mittels Octave-Hilfe.
* Welche Zahl ergibt sich durch <code>3 / 4 \ 2</code>?
* Welche Zahlen werden durch die folgenden Anweisungen ausgegeben?
idivide(int32(10), int32(3), "fix")
idivide(int32(10), int32(3), "round")
idivide(int32(10), int32(3), "floor")
idivide(int32(10), int32(3), "ceil")
floor(10.3)
ceil(10.3)
= Octave als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.m
% Das ist ein Kommentar
# und das auch
disp "Hallo Welt!"
Skriptdateien müssen mit der Dateiendung .m versehen werden. In der Octave-Konsole fügen Sie den Dateipfad mittels
octave-3.0.3.exe:1> addpath("c:/tmp")
hinzu (es ist der UNIX-spezifische Slash (/) zu benutzen). Alternativ können Sie zumindest unter MS Windows auch einen Doppel-Backslash (\\) einsetzen. Oder Sie wechseln mittels <code>cd c:/tmp</code> direkt ins Verzeichnis <code>c:/tmp</code>.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.m (sozusagen das Hauptprogramm) zur Ausführung
octave-3.0.3.exe:2> test1
Achtung: Die Datei (die Funktion oder das Hauptprogramm) ist in der Octave-Kommandozeile ohne .m-Dateiendung anzugeben. Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Zumindest unter Linux können Sie z.B. auch komfortabel den {{W|Shebang|Shebang}} (<code>#!</code>) nutzen. Gegeben sei das Octave-Script
#!/usr/bin/octave
disp("Hallo Welt!");
Gepeichert sei es ebenfalls als <code>test1.m</code>. Starten Sie ein Terminal, wechseln Sie in das entsprechende Arbeitsverzeichnis und geben Sie
./test1.m
ein, so erhalten Sie wieder
Hallo Welt!
als Ausgabe auf dem Terminal. Die Zugriffsberechtigung muss natürlich mittels <code>chmod</code> richtig gesetzt werden. Oder Sie führen direkt Octave mit der Datei <code>test1.m</code> aus:
octave test1.m
Sie sehen, mehrere Wege führen zum Ziel.
== Blockkommentare ==
In neueren Octave-Versionen ab dem Jahr 2009 sind auch Blockkommentare möglich. Blockkommentare werden wie normale Kommentare vom Octave-Interpreter ignoriert.
%{
Das ist ein
Blockkommentar
%}
#{
und das auch
#}
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Da Octave case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.m gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
Bringen Sie die Datei test1.m zur Ausführung, so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
x = 5
y = 10
z = 50
Normalerweise will man aber nur z anzeigen, die Werte von x und y sind ja bereits bekannt. Dazu fügen Sie an den Anweisungsenden, wie bereits weiter oben erwähnt, bei x und y jeweils ein Semikolon (;) an, um das Anweisungsende explizit zu markieren.
x = 5;
y = 10;
z = x*y
Nun erhalten Sie als Ergebnis nur noch
z = 50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben.
x = 5; y = 10; z = x*y
Ausgabe:
z = 50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5;
% inkrementiere x
++x
% x = x - 2
x -= 2
Bildschirmausgabe:
ans = 6
x = 4
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist.
Soll eine Anweisung auf mehrere Zeilen verteilt werden, z.B. weil sie zu lang ist, so kann dies durch Verwendung von drei Punkten (...) geschehen, wie nachfolgend dargestellt.
x = 5;
y = 1000 * x + ...
sin(x/2)
Ausgabe:
y = 5000.6
Diese Drei-Punkte-Methode soll nicht für in Anführungszeichen (") eingeschlossene Strings verwendet werden. Diese Methode ist seit geraumer Zeit "deprecated" und funktioniert mit der Version 9.1.0 gar nicht mehr. Benutzen Sie statt dessen den Backslash (\):
txt = "xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx\
yyyyyyyyyyyyyyyyy"
Ausgabe:
txt = xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxyyyyyyyyyyyyyyyyy
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist in Octave problemlos möglich:
wert = 10
wert = 35.5
wert = "Hallo"
wert = pi
Ausgabe:
wert = 10
wert = 35.500
wert = Hallo
wert = 3.1416
Der Befehl <code>who</code>, bzw. <code>whos</code> listet die gegenwärtig definierten Variablen, z.B.:
clear;
a = 10.5;
v = [1 2 3 4 5 12 13];
m = ["s1", "s2"; "s3", "s4"];
disp "***** Der Befehl who *****"
who
disp "***** Der Befehl whos *****"
whos
Ausgabe:
***** Der Befehl who *****
Variables visible from the current scope:
a m v
***** Der Befehl whos *****
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 8 double
m 2x4 8 char
v 1x7 56 double
Total is 16 elements using 72 bytes
==Hexadezimale und binäre Zahlen==
% Hexadezimale Zahl
disp( 0xABC )
% Binäre Zahl
disp( 0b1000011 )
Ausgabe (als Dezimalzahlen):
2748
67
Octave kann auch dezimale in binäre Zahlen etc. umwandeln:
dec2bin( 214 )
Ausgabe:
ans = 11010110
Siehe dazu in der Octave-Hilfe auch folgende Funktionen:
bin2dec, dec2base, dec2hex, hex2dec, base2dec
== Zahlenkolonnen ==
Eine Zahlenkolonne (oder ein Vektor) mit gleichen Abständen der Werte kann folgendermaßen erzeugt werden:
% a ... Startwert
% b ... Schrittweite
% c ... Endwert
a = 0;
b = 10;
c = 100;
x = a : b : c;
disp(x);
Ausgabe:
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Ähnliche Resultate lassen sich auch durch Anwendung der linspace-Funktion erhalten, z.B.:
% a ... Startwert
% b ... Endwert
% c ... Anzahl der Werte
a = 0;
b = 100;
c = 11;
v = linspace(a, b, c)
Ausgabe:
v =
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
== Verzweigungen ==
=== Die IF-Verzweigung ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
Die test1.m-Datei laute also wie folgt:
x = 5;
if x < 4
disp "x ist kleiner als 4";
else
disp "Der else-Zweig wird ausgefuehrt";
disp "x ist groesser oder gleich 4";
end
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Octave kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
* <, <= ... kleiner (gleich)
* >, >= ... größer (gleich)
* == ... gleich
* ~=, != ... ungleich
* &, && ... AND
* |, || ... OR
* ~, ! ... NOT
Beispielsweise:
a = 5;
b = 9;
if a<=10 & b!=7
disp("OK");
else
disp("Nicht OK");
end
Ausgabe:
OK
=== Die SWITCH-Verzweigung ===
In Pseudocode:
WECHSLE ZU var
FALLS wert1 == var
führe block1 aus
FALLS wert2 == var
führe block2 aus
...
SONST
führe blockn aus
ENDE
Eine Beispielsimplementierung in Octave könnte so aussehen:
x = "g";
switch(x)
case "k"
disp("klein");
case "g"
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
gross
Anmerkungen für C-Programmierer:
* in Octave darf zum Abschluß von ''case'' kein Doppelpunkt folgen (würde einen Syntaxfehler auslösen).
* ein ''break'' als Abschluß eines ''case''-Blocks ist nicht erlaubt (würde in Octave einen parse error auslösen). ''break'' ist Schleifen vorbehalten. ''switch'' hat in Octave keinen "Durchfall" und ähnelt somit eher der Fortran-Anweisung ''select case''.
Mehrere Fälle in einem ''case'' können wie nachfolgend behandelt werden:
x = "K";
switch(x)
case {"k" "K"}
disp("klein");
case {"g" "G"}
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
klein
== Schleifen ==
=== Die WHILE-Schleife ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Octave:
x = 0;
while x <= 10
disp(x);
x++;
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== Die DO-UNTIL-Schleife ===
Die DO-UNTIL-Schleife ist fußgesteuert. Beachte: Diese Schleife ist nicht äquivalent zu der aus anderen Programmiersprachen bekannten DO-WHILE-Schleife. DO-WHILE bedeutet "TUE SOLANGE", DO-UNTIL bedeutet "TUE BIS". Sie wird mindestens einmal ausgeführt.
Pseudocode:
TUE
führe block aus
BIS bedingung TRUE
Mittels Octave:
x = 0;
do
disp(x);
x++;
until(x >= 5)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
=== Die FOR-Schleife ===
for x = 0 : 2 : 10
disp(x);
end
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Der FOR-Schleifenkopf ist in Form einer Zahlenkolonne folgendermaßen aufgebaut:
for variable = startwert : schrittweite : endwert
Man beachte, dass Vektorisierung gegenüber einem Schleifendurchlauf eine erhebliche Zeiteinsparung bewirken kann (man siehe in der [https://docs.octave.org/latest/Vectorization-and-Faster-Code-Execution.html Octave-Dokumentation das Kapitel 19 "Vectorization and Faster Code Execution"]). Folgendes Beispiel ist an genanntes Octave-Kapitel angelehnt. Zuerst wird eine Berechnung mittels Schleifendurchlauf durchgeführt und der Zeitbedarf ausgegeben. Dieser Zeitbedarf hängt natürlich auch von der verwendeten Hardware etc. ab.
Eingabe:
n = m = 500;
a = b = eye(500);
t1 = time();
for i = 1:n
for j = 1:m
c(i,j) = a(i,j) + b(i,j);
endfor
endfor
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 3.7566
Der Zeitverbrauch beträgt hier also ca. 4 Sekunden. Im Gegensatz dazu
Eingabe:
a = b = eye(500);
t1 = time();
c = a + b;
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 1.5974e-05
ist der Zeitverbrauch hier sehr gering. Vektoren und Matrizen werden etwas später in diesem Text detailliert behandelt. Hier nur soviel: Mittels ''eye'' wird eine Einheitsmatrix kreiert.
Octave hat im Gegensatz zu MATLAB keinen {{W|Just-in-time-Kompilierung|JIT-Compiler}} (JIT ... '''J'''ust '''i'''n '''T'''ime). Darum ist Vektorisierung gerade hier von eminenter Bedeutung.
=== Schleifen abbrechen ===
Zum Abbrechen einer Schleife gibt es den Befehl "break".
for var = 0 : 1 : 100
disp (var);
if var == 5
break;
end
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
"continue" setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort, z.B.
for var = 0 : 1 : 10
if var == 5
continue;
end
disp (var);
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Summe der ersten 10000 natürlichen Zahlen (bei 1 beginnend)
** in Form einer WHILE-Schleife
** in Form einer DO-UNTIL-Schleife
** in Form einer FOR-Schleife
** mittels sum-Befehl (siehe dazu auch die von Octave zur Verfügung gestellte Hilfefunktion).
** mittels gaußscher Summenformel (<math>\sum_{i=1}^n{i} = 1+2+...+n = n(n+1) / 2</math>)
* Schreiben Sie für obige Alternativen Programme mit denen der Zeitbedarf der Schleifen, Befehle bzw. Formeln gemessen werden kann. Welche Alternativen sind aus Zeitgründen (minimale Laufzeit) empfehlenswert?
= Grafiken zeichnen =
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plot" ist der Zeichenbefehl. "grid on" schaltet ein Zeichengitter ein.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen.
Sie könnten nun auf die Idee kommen, obiges Script unter Linux mit der Shebang-Zeile zu erweitern, um es direkt als Programm auszuführen.
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Die Enttäuschung folgt auf dem Fuß. Außer einem kurzen Aufblinken des Grafikfensters ist nicht viel zu sehen. Das Programm läuft einfach durch und wird nach der letzten Anweisung beendet. Abhilfe kann z.B. der <code>input</code>-Befehl schaffen:
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
refresh();
input("Zum Beenden RETURN-Taste drücken");
Das Programm wartet somit, bis Sie im Terminal die RETURN-Taste drücken. <code>refresh()</code> dient dazu, das Grafikfenster unmittelbar zu aktualisieren. Sonst würde das Ausgabefenster leer bleiben, bis es durch externe Anreize aktualisiert wird (z.B. durch Fenster minimieren/maximieren). Gleiches gilt für die <code>octave test1.m</code>-Variante.
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
plot(x,y);
grid on;
Man beachte den Punkt bei 2.^x (2 hoch x). Vergisst man den Punkt, dann erhält man eine Fehlermeldung (ähnlich dieser):
error: for x^y, only square matrix arguments are permitted and one argument must be scalar. Use .^ for elementwise power.
error: called from
test1 at line 2 column 3
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh2.jpg]]
Der Funktionsgraph kann auch als Fläche eingefärbt werden:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
fill (x, y, "b");
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh3.jpg | 500px]]
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
Mehrere Graphen lassen sich folgendermaßen in ein Fenster zeichnen:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, x,y2);
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Bild:octave_cosh14.jpg|600px]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1,"*r", x,y2,"ob");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_cosh4.jpg]]
Bei plot kann auch der Linienstil des jeweiligen Graphen angegeben werden, z.B. steht
* für Sternchenlinie
o für Kreise in der Linie
r für rot
b für blau
Ein ähnliches Resultat liefert der Code:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red", "*", x,y2, "Color", "blue", "o");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
Will man mehrere Graphen in ein Fenster zeichnen, aber nicht alles in einen plot-Befehl quetschen, so kann die "hold on"-Anweisung die Lösung des Problems sein:
%Lösche alle benutzerdefinierten Variablen aus der Symboltabelle
clear;
%Schließe alle Fenster
close all;
%Lösche Konsolenfenster und setze Cursor zurück
clc;
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red");
hold on;
plot(x,y2, "Color", "blue");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_coshsin1.jpg]]
Bei diesem Program wurden auch einige Möglichkeiten (clear, close, clc) gezeigt, um das System aufzuräumen. Ein "hold off" würde natürlich die hold-Funktion wieder ausschalten.
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi]</math> gezeichnet werden.
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
[[Datei:octave_spirale1.jpg]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den axis-Befehl verwenden (axis muss nach plot erscheinen).
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
axis equal;
[[Datei:octave_spirale222.jpg]]
=== Strichstärke ===
Für manche Zwecke ist es sinnvoll die Strichstärke des Graphen zu erhöhen. Dies kann über den Parameter "LineWidth" der plot-Funktion geschehen.
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
axis equal;
Ausgabe:
[[Datei:octave_spirale3.jpg]]
=== Beliebigen Text ausgeben ===
x = -10:0.1:10;
plot (x, sin (x), "LineWidth", 2);
text (2.7, 0.8, "Das ist die sin-Funktion");
Ausgabe:
[[Datei:octave_text1.jpg]]
=== Logarithmische Achseneinteilung ===
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
% Halblogarithmische Darstellung
semilogy(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_semilog1.jpg]]
Auch die x-Achse kann mit "semilogx" logarithmisch skaliert werden. Mit "loglog" werden beide Achsen logarithmisch skaliert.
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben (Hinweis: Siehe dazu auch die Octave-Hilfefunktion für den plot-Befehl).
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
* Erkunden Sie in der Octave-Hilfe den ezplot-Befehl.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
Mittels "plot3" lassen sich Raumkurven zeichnen.
t = 0 : .1 : 9*pi;
x = cos(t);
y = sin(t);
z = 1.3 .^ t;
plot3(x,y,z);
grid on;
[[Datei:octave_raumkurve1.jpg]]
=== Flächen ===
==== ezsurf ====
Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit 3D-Flächen zu erzeugen, besteht in der Verwendung des ezsurf-Befehls. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol (elementweise Multiplikation soll verwendet werden, keine Matrizenmultiplikation) in der anonymen Funktion. Was eine anonyme Funktion ist, wird weiter hinten in diesem Text kurz erklärt. Fürs Erste reicht es zu wissen, dass die Funktion f(x, y) jeweils im Intervall [0, 10] gezeichnet werden soll.
clear; close all; clc; clf;
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_ezsurf1.jpg|600px]]
Dieses Bild wurde mit der Octave-Version 5.2 erstellt. Es ist im Prinzip identisch zu jenen des folgenden Abschnitts, die mit der Version 3.0.3 erstellt wurden, nur die Farbschattierung ist anders. Ändern lässt sich diese Eigenschaft mit dem colormap-Befehl (siehe auch Octave-Hilfe):
clear; close all; clc; clf;
colormap(hot);
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_colormap_hot.jpg|600px]]
==== surf und mesh ====
Für das Zeichnen von Flächen existiert der surf-Befehl. Der meshgrid-Befehl kreiert ein Netz in der xy-Zeichenebene. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol der Formel für z.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
[[Datei:octave_flaeche1.jpg]]
Auch ein Farbstreifen kann via "colorbar" zur Grafik hinzugefügt werden.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
colorbar("East");
[[Datei:octave_flaeche2.jpg]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
x = 0 : .2 : 10;
y = 0 : .2 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
mesh(x_grid, y_grid, z);
Ausgabe:
[[Datei:octave_mesh1.jpg]]
==== Ellipsoide und Kegel ====
Für das Zeichnen von Kugeln oder Ellipsoiden stellt Octave den "sphere"-Befehl bzw. den "ellipsoid"-Befehl zur Verfügung.
clear; close all; clc;
% Ellipsoiden zeichnen
[x, y, z] = sphere(30);
surf(5*x, 4*y, 3*z);
hold on;
[x, y, z] = ellipsoid(5, 5, 5, 6, 3, 2, 30);
surf(x, y, z);
axis equal;
[[Bild:octave_ellipsoid2.jpg|600px]]
Für Zylinder und Kegel ist der "cylinder"-Befehl zuständig.
clear; close all; clc;
% Kegel und Zylinder zeichnen
[x, y, z] = cylinder([1 2], 100);
surf(x, y, z*3);
hold on;
[x, y, z] = cylinder([0.5 0.5], 50);
surf(x+3, y, z*2);
axis equal;
[[Bild:octave_cylinder2.jpg|600px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_kurve10.jpg]]
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_flaeche10.jpg]]
== Weiteres ==
=== subplot ===
Zeichnen mit Untergrafiken: Hier wird z.B. ein Fenster mit drei Untergrafiken gezeichnet.
Eingabe:
t = 0 : .5 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(t, t);
subplot(311);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid) );
subplot(312);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid) );
subplot(313);
surf(x_grid, y_grid, x_grid + cos(y_grid) );
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot2.jpg]]
Die dreistellige Ziffer beim subplot-Befehl bedeutet folgendes:
* Die erste Ziffer ist die Zeilenanzahl
* Die zweite Ziffer ist die Reihenanzahl und
* Die dritte Ziffer ist der Index.
Nun sei ein Beispiel mit 3x2-Untergrafiken angeführt.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
subplot(321);
plot(x, sin(x));
text(2, -0.5, "Index 1");
subplot(322);
plot(x, tan(x));
text(2, 2, "Index 2");
subplot(323);
plot(x, cosh(x) );
text(2, 3000, "Index 3");
subplot(324);
plot(x, gamma(x) )
text(2, 100000, "Index 4");
subplot(325);
plot(x, log(x) );
text(2, 0, "Index 5");
subplot(326);
plot(x, exp(x) );
text(2, 10000, "Index 6");
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot3.jpg]]
Hier ist sehr gut zu sehen, in welcher Reihenfolge der Index läuft.
=== figure ===
Zeichnen in verschiedene Fenster, z.B.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
figure(1)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid));
figure(2)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid));
Ausgabe:
[[Datei:octave_figure111.jpg|700px]]
=== Linien zeichnen ===
Zeichnen Sie eine Linie von der Koordinate [-15, 0] zu [15, 5]:
clear;
close all;
clc;
x = line([-15 15], [0, 5], "Color", "black", "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_linie1.jpg]]
Man beachte, dass Octave nicht Punkte P1(x1, y1), P2(x2, y2) erwartet, sondern einen x-Vektor [x1 x2] und einen y-Vektor [y1 y2].
Ein allgemeines Viereck wird z.B. mit folgendem Befehl gezeichnet.
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_viereck2.jpg]]
Auch dreidimensionale Formen lassen sich mit dem line-Befehl zeichnen:
clear; close all; clc;
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], [10, 20, 30, 40, 50], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_dreidim2.jpg]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie mittels "subplot" die Funktionsgrafen <math>y_1=\tan(x), y_2=\tan(2x), y_3=\tan\sqrt x, y_4=x\cdot \tan(x)</math> in folgender Form in ein Fenster:
** in 2x2-Darstellung
** in 1x4-Darstellung.
* Zeichnen Sie die im obigen Beispiel angegebenen Funktionsgrafen mittels "figure" jeweils in ein eigenes Fenster.
= Vektoren und Matrizen =
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1, 2, 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6; 7; 8]
Ausgabe:
v1 =
1 2 3
v2 =
6
7
8
Alternative Schreibweisen:
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1 2 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6
7
8]
Die Ausgabe entspricht der obigen Darstellung.
=== Zugriff auf Vektorelemente ===
Nachfolgend seien einige Zugriffsmöglichkeiten auf die einzelnen Vektorelemente erläutert.
Auf ein einzelnes Element kann via Index zugegriffen werden. Der Index startet bei 1:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3)
Ausgabe:
v2 = 4
Mehrere Elemente werden folgendermaßen angesprochen:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:4)
Ausgabe:
v2 =
4 8
Liefere den Teilvektor von einem gegebenen Index bis zum letzten Element:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:end)
Ausgabe:
v2 =
4 8 16
=== Addition und Subtraktion von Vektoren ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 7, 9];
res = v1 + v2
res = v1 - v2
Ausgabe:
res =
6 9 12
res =
-4 -5 -6
=== Multiplikation mit Skalaren ===
faktor = 3;
v = [1, 2, 3];
res = faktor * v
Ausgabe:
res =
3 6 9
=== Skalarprodukt ===
Das Skalarprodukt ist bekanntermaßen als <math>v_1 \cdot v_2 = |v_1| |v_2| \cos(\angle(v_1, v_2))</math> definiert. In Octave sieht das so aus:
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = dot(v1, v2)
Ausgabe:
res = 38
=== Vektorprodukt ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = cross(v1, v2)
Ausgabe:
res =
-4 8 -4
Enger an die mathematische Darstellung lehnt sich folgender Code an. Die zu multiplizierenden Vektoren seien in Form von Spaltenvektoren gegeben.
Mathematisch:
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Octave-Code:
a = [1
2
3];
b = [5
6
7];
res = cross(a, b)
Ausgabe:
res =
-4
8
-4
=== Transponierter Vektor ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5; 6; 7];
res1 = v1'
res2 = v2'
Ausgabe:
res1 =
1
2
3
res2 =
5 6 7
=== Einige weitere Vektorfunktionen ===
Beispiel:
% 1 + 2 + 3
v = [1 2 3];
sum(v)
Ausgabe:
ans = 6
Beispiel:
% 1 * 2 * 3 * 4
v = [1 2 3 4];
prod(v)
Ausgabe:
ans = 24
Beispiel:
% 1^2 + 2^2 + 3^2
v = [1 2 3];
sumsq (v)
Ausgabe:
ans = 14
== Matrizen ==
Gegeben sei folgende 2x3-Matrix <math>m=\left(\begin{array}{ccc}
1 & 2 & 3\\
4 & 5 & 6
\end{array}\right)</math>.
Eingabe:
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6]
Ausgabe:
m =
1 2 3
4 5 6
Alternativ und anschaulicher kann diese 2x3-Matrix auch so eingegeben werden:
m = [1 2 3
4 5 6]
Dies ist schon sehr nahe an der mathematischen Darstellungsweise.
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
m = [1 2 3
4 5 6];
% Element aus Zeile 2 und Spalte 3
m(2,3)
Ausgabe:
ans = 6
Eine andere Zugriffsmöglichkeit ist diese:
m = [1 2 3
4 5 6];
% Auf das fünfte Element soll zugegriffen werden
m(5)
Ausgabe:
ans = 3
Die Matrix wird also spaltenweise durchlaufen (nicht zeilenweise). Dies ist vielleicht auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, wird aber z.B. auch in Fortran so gehandhabt.
Auch Teilmatrizen können einfach gebildet werden:
m = [1 2 3
4 5 6];
m(2:end, 2:end)
Ausgabe:
ans =
5 6
Siehe zu diesem Thema auch etwas weiter hinten in diesem Text den Abschnitt "Teilmatrizen".
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [-4, -2, 0; 2, 4, 6];
m1 + m2
m1 - m2
Ausgabe:
ans =
-3 0 3
6 9 12
ans =
5 4 3
2 1 0
=== Transponierte Matrix ===
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m'
Ausgabe:
ans =
1 4
2 5
3 6
=== Rang einer Matrix ===
Der Rang einer Matrix Rg(M) ist die maximale Anzahl der linear unabhängigen Zeilenvektoren (Spaltenvektoren).
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [1, 2; 2, 4];
rank(m1)
rank(m2)
Ausgabe:
ans = 2
ans = 1
Regulär ist eine nxn-Matrix, wenn der Rg(M) = n. D.h. die erste Matrix m1 ist regulär, die zweite m2 singulär.
=== Inverse Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
inv(m1)
inv(m2)
Ausgabe:
ans =
1.00000 0.60000
0.00000 -0.20000
warning: matrix singular to machine precision
warning: called from
test1 at line 4 column 1
ans =
Inf Inf
Inf Inf
Die Matrix m2 in diesem Beispiel ist singulär (d.h. die Determinante ist 0). Determinanten werden etwas weiter unten in diesem Text behandelt. Inf steht für Infinity (= Unendlich).
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
m1 = [1, 3, 4; 0, -5, 1];
m2 = [1, 2; 2, 3; 0, 2];
m1 * m2
Ausgabe:
ans =
7 19
-10 -13
Will man aus irgendwelchen Gründen nicht das falksche Schema ausführen, sondern elementweise Multiplikation, so funktioniert das mit dem Punkt-Operator, z.B.
m1 = [1, 3; 0, -5];
m2 = [1, 2; 4, 2];
% falksches Schema
m1 * m2
% elementweise Multiplikation
m1 .* m2
Ausgabe:
ans =
13 8
-20 -10
ans =
1 6
0 -10
Verifikation, falksches Schema (Zeile*Spalte):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1+3*4 1*2+3*2 ] [ 13 8 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*1-4*5 0*2-5*2 ] = [ -20 -10 ]
Verifikation, elementweise Multiplikation (homologe Elemente):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1 3*2 ] [ 1 6 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*4 -5*2 ] = [ 0 -10 ]
=== Determinante einer Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
det(m1)
det(m2)
Ausgabe:
ans = -5
ans = 0
m1 ist regulär, m2 ist singulär. Determinanten können nur von quadratischen Matrizen gebildet werden.
=== Teilmatrizen ===
m = [1, 2, 3; 0, 5, 1];
% Die Matrix in einen Spaltenvektor umwandeln
m1 = m(:)
% Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m(1,2)
% Erste Zeile extrahieren
m3 = m(1, 1:3)
m4 = m(1, :)
% Zweite Spalte extrahieren
m5 = m(1:2, 2)
m6 = m(:, 2)
Ausgabe:
m1 =
1
0
2
5
3
1
m2 = 2
m3 =
1 2 3
m4 =
1 2 3
m5 =
2
5
m6 =
2
5
=== Einheitsmatrizen ===
eye(3,2)
Ausgabe:
ans =
1 0
0 1
0 0
=== Nullmatrizen ===
zeros(2,3)
Ausgabe:
ans =
0 0 0
0 0 0
=== Diagonalmatrizen ===
diag([1, 2, 3])
Ausgabe:
ans =
1 0 0
0 2 0
0 0 3
=== Spur einer Matrix ===
trace([1,2,3; 6,9, 0])
Ausgabe:
ans = 10
=== LR-Zerlegung einer Matrix ===
Führen Sie die LR-Faktorisierung (LR ... links/rechts bzw. LU ... left/upper) einer Matrix m aus. l sei die linke Dreiecksmatrix, r die rechte Dreiecksmatrix und p die Permutationsmatrix
m = [1 0 5
-1 1 -2
0 0 3];
[l, r, p] = lu(m)
Ausgabe:
l =
1 0 0
-1 1 0
0 0 1
r =
1 0 5
0 1 3
0 0 3
p =
1 0 0
0 1 0
0 0 1
=== Eigenwerte ===
a = [5 8
1 3];
% Eigenvektoren und Eigenwerte
[ev, ew] = eig(a)
Ausgabe:
ev =
0.9701 -0.8944
0.2425 0.4472
ew =
Diagonal Matrix
7 0
0 1
Die Eigenwerte sind hier <math>\lambda_1 = 7</math> und <math>\lambda_2 = 1</math>. Die Eigenvektoren sind [0.9701 0.2425] bzw. [-0.8944 0.4472]. Da das Gleichungssystem <math>(A - \lambda_i E) x_i = 0</math> singulär ist, sind alle Lösungsvektoren Vielfache dieser Eigenvektoren.
=== Schwach besetzte Matrizen ===
{{Wikipedia | Dünnbesetzte Matrix}}
Gegeben sei die schwach besetzte Matrix
m = [0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7]
Mittels dem sparse-Befehl kann man einfach die Elemente != 0 nach folgendem Schema eingeben.
sparse ([zeilenindizes] [spaltenindizes] [werte])
also in unserem Fall:
ms = sparse([1 2 3 3 4 5 5], [2 4 1 4 3 4 5], [1 3 4 2 1 1 7])
Ausgabe:
ms =
Compressed Column Sparse (rows = 5, cols = 5, nnz = 7)
(3, 1) -> 4
(1, 2) -> 1
(4, 3) -> 1
(2, 4) -> 3
(3, 4) -> 2
(5, 4) -> 1
(5, 5) -> 7
Die volle Matrix erhält man mit dem Befehl full:
m = full(ms)
Ausgabe:
m =
0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7
Grafisch anzeigen lassen kann man sich die Besetzung von Matrizen mit dem spy-Befehl:
spy(ms);
oder (für allgemeine Matrizen auch mittels)
spy(m);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse1.jpg]]
Wirklich interessant ist der spy-Befehl für größere Matrizen, z.B. um die Bandstruktur zu visualisieren.
e = eye(200);
es = sparse(e);
% Auf sparse-Matrizen kann genauso zugegriffen werden wie auf normalen Matrizen
es(100, 15) = 100;
spy(es);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse2.jpg]]
=== Matrizen mit Zufallswerten ===
Insbesondere für Testzwecke kann es manchmal sinnvoll sein größere Matrizen mit Zufallswerten zu bilden. Dazu stellt Octave u.a. den rand-Befehl zur Verfügung.
m = rand(5, 6)
Ausgabe:
m =
0.86605 0.61108 0.71347 0.97119 0.52428 0.21993
0.74059 0.49062 0.56073 0.68592 0.74737 0.62680
0.20790 0.84874 0.36834 0.31102 0.25813 0.28933
0.84732 0.98777 0.91512 0.42240 0.87891 0.63757
0.76823 0.80367 0.24639 0.78208 0.77170 0.95281
Die Zufallszahlen liegen gleichverteilt zwischen 0 und 1 und werden nach dem Mersenne-Twister-Verfahren mit einer Periode von <math>2^{19937}-1</math> gebildet.
Andere Verfahren sind:
* randn: Normalverteilte Pseudozufallselemente mit Mittelwert=0 und Varianz=1
* rande: Exponentialverteilte Zufallselemente
* randg: Gammaverteilte Zufallselemente
* randp: Poissonverteilte Zufallselemente
Details dazu siehe in der Octave-Hilfefunktion.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Winkel zwischen den beiden Vektoren a = [1 2 0] und b = [2 1 1]. Hinweis: Siehe diesbezüglich auch im Oktave-Hilfesystem den Befehl "norm".
* Gegeben seien Vektoren a = [1 2 5], b = [0 0 -1] und c = [-1 -2 2]. Berechnen Sie das Spatprodukt aus diesen drei Vektoren.
* Multiplizieren Sie die beiden Matrizen A und B (mit Octave und zur Kontrolle händisch)
A = [0 0 1
1 2 1]
B = [1 1
1 2
0 4]
* Ist die Matrix C regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
C = [-1 0 0 -4
2 0 1 5
7 6 2 0
3 0 2 6]
* Ist die Matrix D regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
D = [2 1 0 0
0 0 2 1
0 0 0 2
1 1 0 0]
* Berechnen Sie die Konditionszahl der folgenden Matrix. Hinweis: Siehe diesbezüglich im Oktave-Hilfesystem den Befehl cond
[3 4 -5
6 0 3
1 1 2]
* Berechnen Sie die Eigenwerte und Eigenvektoren der folgenden Matrix
[6 -3 4 0
0 7 -1 1
0 10 -3 -2
0 1 -2 1]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Octave durch den Buchstaben i, j, I oder J symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + i \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + i \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{i\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - i \cdot \Im(z)</math>
== Mit komplexen Zahlen rechnen ==
z1 = 2 + 5i; % kartesische Darstellung
z2 = 3 * exp(3j); % Polardarstellung
% Addition
res = z1 + z2;
disp("z1 + z2 = "); disp(res);
% Multiplikation
res = z1 * z2;
disp("z1 * z2 = "); disp(res);
% Realteil
res = real(z2);
disp("Realteil von z2 = "); disp(res);
% Imaginärteil
res = imag(z2);
disp("Imaginaerteil von z2 = "); disp(res);
% Betrag
res = abs(z1);
disp("Betrag von z1 = "); disp(res);
% Argument
res = angle(z1);
disp("Argument von z1 = "); disp(res);
% Konjugiert komplexe Zahl
res = conj(z1);
disp("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = "); disp(res);
Ausgabe:
z1 + z2 =
-0.96998 + 5.42336i
z1 * z2 =
-8.0568 - 14.0032i
Realteil von z2 =
-2.9700
Imaginaerteil von z2 =
0.42336
Betrag von z1 =
5.3852
Argument von z1 =
1.1903
Konjugiert komplexe Zahl von z1 =
2 - 5i
== Die gaußsche Zahlenebene ==
clear; close all; clc;
z1 = 3 + 5i;
z2 = 5 * exp(0.5i);
hold on;
plot(z1, "*");
compass(z1);
plot(z2, "o");
compass(z2);
grid on;
[[Datei:octave_komplex1.jpg]]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Quadratwurzel der komplexen Zahl <math>z = 3 + 2i</math>.
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Polarkoordinatendarstellung: <math>-11 - 3i</math> und <math>(1+i)^{10}</math>
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Normaldarstellung: <math>12 \cdot e^{i\cdot \pi / 4}</math> und <math>3 \cdot (\cos(\pi / 3) + i \cdot \sin(\pi / 3))</math>
* Zeichnen Sie die Zahl <math>3 + 5i</math> in der gaußschen Zahlenebene als Zeiger.
= Funktionen =
Um Programme zu strukturieren und einfacher zu gestalten können Programmteile in Funktionen ausgelagert werden. Eingebaute Funktionen haben wir schon kennengelernt (z.B. die Sinus-Funktion sin). Nun wollen wir sehen, wie man selbst solche Funktionen schreiben kann.
== Eine einfache Funktion schreiben ==
Datei addiere.m:
function res = addiere(a, b)
% Addiere zwei Zahlen a + b
res = a + b;
end
Datei test1.m:
addiere(10, 15)
Ausgabe:
ans = 25
* Jede Funktion sollte in einer eigenen m-Datei stehen.
* Der Dateiname sollte mit dem Funktionsnamen (natürlich ohne Dateiendung .m) übereinstimmen.
* Der Kommentar unter dem Funktionskopf wird als Hilfstext angezeigt, wenn die help-Funktion (hier "help addiere") aufgerufen wird.
== Inline-Funktionen ==
Kurze Funktionen können auch als Inline-Funktionen geschrieben werden.
addiere = inline("a + b");
x = 5;
y = 10;
z = addiere(x, y)
Oder in diesem Fall noch kürzer
addiere = inline("a + b");
z = addiere(5, 10)
Ausgabe:
z = 15
Bei neueren Octave-Versionen kann bei der Verwendung von Inline-Funktionen die Warnung
warning: inline is obsolete; use anonymous functions instead
erscheinen. Ein Blick in die Hilfe-Funktion
help inline
zeigt das selbe Ergebnis. Es sollen also anonyme Funktionen (siehe etwas weiter unten in diesem Text) anstelle von Inline-Funktionen verwendet werden.
== Funktionsstring ==
addiere = "a + b";
a = 5;
b = 10;
z = eval(addiere)
Ausgabe:
z = 15
== Anonyme Funktionen ==
{{Wikipedia | Anonyme Funktion}}
addiere = @(a, b) a + b;
x = 10;
y = 20;
z = addiere(x, y)
oder kürzer
addiere = @(a, b) a + b;
z = addiere(10, 20)
Ausgabe:
z = 30
== Nullstellen von Funktionen bestimmen ==
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
z = fzero(sinh2, 1)
Ausgabe:
z = -1.4436
Zur Kontrolle soll hier der Graph der Funktion dargestellt werden
clear;
close all;
clc;
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
x = -2 : 0.1 : 0;
y = sinh2(x);
z = fzero(sinh2, 1)
plot(x, y);
hold on;
plot(z, 0, "o", "Color", "red", "LineWidth", 2);
text (-1.8, 0.8, "Nullstelle");
line([z -1.7], [0, .7], "Color", "black");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_funktion5.jpg]]
Weiter unten im Text wird die ähnliche Funktion "fsolve" beschrieben. "fzero" benutzt zwei verschiedene Funktionen zur Problemlösung, darunter eben auch "fsolve".
Für die Nullstellenbestimmung von Polynomen gibt es die Funktion "roots". Näheres dazu folgt im nächsten Kapitel.
== Globale Variablen ==
Datei addiere.m:
function res = addiere()
global a b;
res = a + b;
end
Datei test1.m:
clear;
close all;
clc;
global a b;
a = 5;
b = 3;
addiere()
Ausgabe:
ans = 8
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie eine Funktion "ellipse", welche eine Ellipse am Bildschirm darstellt. Zur Erinnerung: Die Parameterdarstellung der Ellipse lautet <math>x = a\cdot\cos(t), y = b\cdot\sin(t), 0 \leq t \leq 2\pi</math>, Funktionsargumente seien a und b.
* Schreiben Sie <math>y = 2\cdot\sin(x) + 3\cdot\cos(x/2)</math>
** als normale Funktion
** als Funktionsstring
** als Inlinefunktion
** als anonyme Funktion
** stellen Sie diese Funktion grafisch am Bildschirm dar.
= Polynome =
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
% y = 2*x^3 + 5*x^2 + 4 für x = 2 berechnen
p = [2, 5, 0, 4];
polyval(p, 2)
Ausgabe:
ans = 40
== Polynome zeichnen ==
% y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 für das Intervall -5 <= x <= 5 grafisch darstellen
x = -5 : .1 : 5;
p = [2, 5, 0, 4];
y = polyval(p, x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_polynom1.jpg]]
== Nullstellen bestimmen ==
Für Polynome existiert die Funktion "roots" zur Nullstellenbestimmung.
% Nullstellen für y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 bestimmen
p = [2, 5, 0, 4];
r = roots(p)
Ausgabe:
r =
-2.76214 + 0.00000i
0.13107 + 0.84077i
0.13107 - 0.84077i
Dieses Polynom hat nur eine reelle Nullstelle. Diese liegt, wie am obigen Grafen zu ersehen ist, in der Nähe von -2.762. Die beiden anderen Nullstellen sind konjugiert komplex zueinander (wie es auch sein sollte).
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
* Zeichnen Sie das Polynom <math>y = 12x^4 - 70x</math> im Intervall <math>-5 \leq x \leq 5</math>.
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
== Einfache Berechnung mittels Gauß-Verfahren ==
{{Wikipedia | Gaußsches Eliminationsverfahren}}
Beispiel:
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = A \ b
Ausgabe:
x =
0
1
== Das gmres-Verfahren ==
gmres steht für Generalized Minimal Residual.
{{Wikipedia | GMRES-Verfahren}}
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = gmres(A, b)
Ausgabe:
gmres converged at iteration 2 to a solution with relative residual 2.22045e-16
x =
-1.6653e-16
1.0000e+00
Das Ergebnis weicht etwas vom gaußschen Verfahren ab, ist aber trotzdem im Rahmen der Näherung korrekt.
Weiters kennt Octave noch andere iterative Verfahren, z.B. cgs (Conjugate Gradient Squared) oder bicgstab (Bi-Conjugate Gradient Stabilized). Näheres zu diesen Verfahren siehe in der weiterführenden Literatur (z.B. bei Meister: Numerik linearer Gleichungssysteme, Vieweg+Teubner, 2011)
{{Wikipedia | CGS-Verfahren}}
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Octave (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Nichtlineare Gleichungssysteme =
== fsolve und fzero ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
xstart = 1;
[x, fval, info] = fsolve(f, xstart)
Ausgabe:
x = 2.4681
fval = -1.7764e-015
info = 1
* x ist eine Nullstelle in der Nähe vom Startwert xstart.
* fval ist die Abweichung, den f bei x aufweist.
* info ist ein "Fehlercode": 1 bedeutet, dass der relative Fehler in der spezifizierten Toleranz liegt (wie es sein soll). 3 würde bedeuten, dass der Algorithmus nicht konvergiert (z.B. weil keine Nullstelle existiert).
Zur Kontrolle plotten wir den Funktionsgraphen:
x = - 1 : .1 : 3;
y = x.^2 - 5.*cos(x) - 10;
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_nichtlin1.jpg]]
Und siehe da, die gesuchte Nullstelle liegt wie berechnet bei einem Wert nahe 2,5. Die Funktion <math>x^2 - 5\cos(x) - 10</math> hat noch eine zweite Nullstelle, wie in der folgenden Abbildung zu erkennen ist.
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
Diese zweite Nullstelle erhalten wir, wenn der Startwert in der Nähe dieser zweiten Nullstelle liegt, also z.B. bei -1. Ändern Sie einfach den entsprechenden Startwert im obigen Programmcode, und das Programm sollte die Nullstelle in der Nähe von -2.5 liefern.
Auch die Funktion ''fzero'' kann zur Lösung einer nichtlinearen Gleichung verwendet werden. Die Hilfe-Funktion von Octave empfiehlt dies sogar eindringlich für den Fall einer nichtlinearen Gleichung in einer Variablen. Für das gleiche Beispiel wie oben kann der Programmcode folgendermaßen aussehen:
Eingabe:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
[x0, y0] = fzero (f, [0, 3])
Ausgabe:
x0 = 2.4681
y0 = -1.2434e-14
== Gleichungssysteme ==
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Lösung:
f.m:
function y = f(x)
y(1) = 2*x(1) + 4*x(2);
y(2) = 4*x(1) + 8*x(2)^3;
end
test1.m:
clear;
close all;
clc;
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, -1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 0])
Ausgabe:
x =
-2 1
fval =
0 7.4930e-09
info = 1
x =
2 -1
fval =
0 -7.4930e-09
info = 1
x =
0 0
fval =
0 0
info = 1
== Aufgaben ==
* Bestimmen Sie die Nullstellen von <math>f(x) = x^2 - 3</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Bestimmen Sie die Nullstelle von <math>f(x) = sin(x) - x - 1</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Lösen Sie das folgende Gleichungssystem (und stellen Sie das Ganze grafisch am Bildschirm dar): <math> f_1 = x_1 + x_2 = 0; f_2 = x_1 + \sin{x_2} = 0</math>
= Interpolation =
== Eindimensionale Interpolation ==
{{Wikipedia | Interpolation (Mathematik)}}
Bezüglich eindimensionaler Interpolation sei auf die [https://docs.octave.org/v11.1.0/One_002ddimensional-Interpolation.html Octave-Dokumentation und Hilfefunktion zum Befehl " interp1"] verwiesen. Dort findet sich auch ein Programmbeispiel, das als Grundlage des folgenden Plots dient:
[[Datei:octave_interpol1.jpg]]
== Mehrdimensionale Interpolation ==
Bezüglich mehrdimensionaler Interpolation siehe die [https://docs.octave.org/v11.1.0/Multi_002ddimensional-Interpolation.html Hilfefunktion zu "interp2", "interp3" und "interpn"].
== Aufgabe ==
* Gegeben seinen die fünf Stützpunkte p1 = [1, 0], p2 = [2, -5], p3 = [3, 2], p4 = [4, 7], p5 = [5, 6]. Legen Sie eine Funktion (die Interpolierende) durch diese Stützpunkte. Eine Lösungsmöglichkeit:
xp = [1 2 3 4 5];
yp = [0, -5, 2, 7, 6];
xf = 1 : .1 : 5;
spl = interp1(xp, yp, xf, "spline");
pch = interp1(xp, yp, xf, "pchip");
plot(xp, yp, "or", "LineWidth", 2, xf, spl, "LineWidth", 2, ...
xf, pch, "LineWidth", 2);
legend("stuetzpunkte", "spline", "pchip", "location", "southeast");
[[Datei:octave_interpol3.jpg]]
= Differenzialrechnung =
== Polynome differenzieren ==
Es soll das Polynom <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> differenziert werden.
% Differenzieren des Polynoms y = 2*x^3 - 5*x^2 + 7
p = [2, -5, 0, 7];
polyder(p)
Ausgabe:
ans =
6 -10 0
D.h. also, die Ableitung von <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> ist <math>y' = 6x^2 - 10x</math>.
== Sonstige Funktionen differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 0.01 : 10;
y = 5 .* x .* sin(x);
y_strich = diff(y) / 0.01;
plot(x, y, "Color", "red", "LineWidth", 2);
hold on;
plot(x(1:length(x)-1), y_strich, "Color", "blue", "LineWidth", 2);
legend("y", "y'");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
diff(y) ist der Vektor aus den Differenzen y(2)-y(1), ..., y(n)-y(n-1). Für die genaue Arbeitsweise der diff-Funktion siehe "help diff".
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y^4 + 6y - 4</math>.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Polynome integrieren ==
Berechnen Sie das unbestimmte Integral von <math>y = 2x^3 - 7x^2 + 7</math>
p = [2, -7, 0, 7];
p_int = polyint(p)
Ausgabe:
p_int =
0.50000 -2.33333 0.00000 7.00000 0.00000
Das Ergebnis lautet also <math>\int{y dx} = 0.5x^4 - 2.33333x^3 + 7x + C</math> (auf die Integrationskonstante C darf nicht vergessen werden!).
== Gauß-Quadratur ==
{{Wikipedia | Gauß-Quadratur}}
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Gauß-Quadratur.
Datei f.m:
function y = f(x)
y = x^2;
end
Datei test1.m:
[v, ier, nfun, err] = quad ("f", 0, 3)
Ausgabe:
v = 9.0000
ier = 0
nfun = 21
err = 9.9920e-014
Erläuterung zur Ausgabe:
* v ... Resultat der Integration
* ier ... integer error code
* nfun ... Anzahl der Funktionsaufrufe
* err ... Fehler in der Lösung
== Quadratur mittels adaptiver Lobatto-Regel ==
Berechnen Sie diesmal das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Lobatto-Quadratur.
f = inline("x.^2");
v = quadl (f, 0, 3)
Ausgabe:
v = 9
Wie weiter oben bereits angesprochen kann bei der Ausgabe eine Warnung erfolgen. Inline-Funktionen sind inzwischen als obsolet erklärt und es sollen stattdessen anonyme Funktionen verwendet werden.
Zwecks Übung sei nachfolgend nochmals dieses Beispiel berechnet. Diesmal wird aber eine anonyme Funktion verwendet.
v = quadl (@(x) x.^2, 0, 3)
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y4 + 6y - 4</math>.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von -5 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4. Verwenden Sie hierzu die Simpsonregel (siehe dazu in der Hilfefunktion den Befehl "quadv").
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== ode23, ode45 und lsode ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen stehen die Funktionen
* ode23
bzw.
* ode45
zur Verfügung. Diese Funktionen implementieren das Runge-Kutta-Verfahren. "ode" steht für "Ordinary Differential Equation" (also auf Deutsch für "Gewöhnliche Differentialgleichung"). Die Zahlen bei ode23 oder ode45 stehen für die Ordnung.
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
clear;
close all;
clc;
[x, y] = ode45(@(x,y) (x^2+y^3), [0 1], 0);
plot(x, y, "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_ode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "ode45" (oder "ode23") siehe die Octave-Hilfe.
Auch die Funktion "lsode" steht zur Lösung von ODEs zur Verfügung.
Beispiel <math>y' = x + y</math>:
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1 : 5;
[y2, istate, msg] = lsode(@(x,y) (x + y), 1, t);
istate
msg
plot(t, y2);
Ausgabe:
istate = 2
msg = successful exit
[[Datei:octave_lsode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "lsode" siehe die Octave-Hilfe.
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Octave. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
= Die Fast-Fourier-Transformation =
{{Wikipedia | Schnelle Fourier-Transformation}}
Für die Funktion "fft" siehe das Octave-Hilfesystem.
= Mengenrechnung =
== Vereinigungsmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
union(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
1 2 3 4 6
== Schnittmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
intersect(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
2 4
= Logik =
Logische Operatoren werden oft benötigt, z.B. bei Schleifen und Verzweigungen.
Octave kennt die logischen Operatoren <code>or, and, not</code> und <code>xor</code>. Als Beispiel sei die Wahrheitstabelle für den Operator <code>or</code> dargestellt.
A B A or B
--------------------
true true true
true false true
false true true
false false false
In Octave kann das so ausgedrückt werden:
or( true, true )
or( true, false )
or( false, true )
or( false, false )
Ausgabe:
ans = 1
ans = 1
ans = 1
ans = 0
Zahlen ungleich 0 stehen für true, 0 für false. Z.B.:
or( 22, 0)
Ausgabe:
ans = 1
Äquivalent zu <code>or</code> ist der Operator <code>|</code>:
22 | 0
Ausgabe:
ans = 1
Zwecks näheren Informationen zu den Operatoren <code>and (&, &&), not (~, !)</code> und <code>xor</code> bemühe man Octaves Help-Funktion.
Bitweise logische Funktionen kennt Octave auch, so kann man z.B. zwei Zahlen mit dem bitweisen OR-Operator verknüpfen:
0b1100101
0b0110001
---------
0b1110101
Oder in Dezimalzahlen:
101
49
---
117
In Octave:
bitor( 0b1100101, 0b0110001 )
dec2bin( ans )
Ausgabe:
ans = 117
ans = 1110101
Zu <code>bitand, bitxor</code> usw. siehe die Octave-Hilfe-Funktion.
= Stochastik =
==Deskriptive Statistik ==
=== Lageparameter ===
Arithmetischer Mittelwert:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
mw = mean(vec)
Ausgabe:
mw = 5.7143
Der Median oder Zentralwert läßt sich folgendermaßen berechnen:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
median(vec)
Ausgabe:
ans = 4
Der Modus oder häufigste Wert läßt sich mittels "mode"-Funktion eruieren:
vec = [1 2 1 3 5 1 2 7];
[m, f, c] = mode (vec);
disp(m);
disp(f);
disp(c);
Ausgabe:
1
3
{
[1,1] = 1
}
m (erste Zeile der Ausgabe) ist der Modus. f (zweite Zeile) ist die Häufigkeit. Näheres dazu siehe im Octave-Hilfesystem.
=== Streuungsparameter ===
Varianz:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
v = var(vec)
Ausgabe:
v = 6.3333
Standardabweichung:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
s = std(vec)
Ausgabe:
s = 2.5166
=== Grafiken erzeugen ===
Histogramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6 1 1 1 2];
hist(v, max(v));
Ausgabe:
[[Datei:octave_histo2.jpg]]
Balkendiagramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
bar(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_bar111.jpg]]
Treppendiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stairs(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stairs1.jpg]]
Stabdiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stem(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stem1.jpg]]
=== Aufgaben ===
Gegeben sei folgende Datentabelle mit den Werten:
v1 = [3 4 1 1 7 2 1 9 2 5 9 7 2 2 9 2 2 1 2 8]
v2 = [1 1 0 2 3 4 1 2 7 0 2 1 5 5 5 4 5 2 5 0]
* Berechnen Sie die Lageparameter und Streuungsparameter des Vektors v1.
* Berechnen Sie Kovarianz und Korrelationskoeffizient der beiden zugeordneten Vektoren v1 und v2.
* Zeichnen Sie das Histogramm des Vektors v1.
== Wahrscheinlichkeitsrechnung ==
=== Kombinatorik ===
Der Binomialkoeffizient:
<math>\binom{n}{k}=\frac{n!}{k!(n-k)!}</math>
In Octave z.B.:
n = 30;
k = 4;
n_ueber_k = nchoosek (n, k)
Ausgabe:
n_ueber_k = 27405
Permutationen sind die verschiedenen Anordnungsmöglichkeiten mit der Anzahl n! = n * (n-1) * ... * 2 * 1.
Beispiel:
v = [1, 2, 3];
p = perms(v)
Ausgabe:
p =
1 2 3
2 1 3
1 3 2
2 3 1
3 1 2
3 2 1
n! (n-Fakultät) selbst kann so berechnet werden:
% 10!
n = 10;
factorial (n)
Ausgabe:
ans = 3628800
=== Verteilungen ===
Octave kennt eine ganze Reihe von Dichte- und Verteilungsfunktionen und zwar
* Probability Density Functions (PDF, Dichtefunktionen)
* Cumulative Distribution Functions (CDF, Verteilungsfunktionen)
Z.B.:
* Binomialverteilung:
** binopdf
** binocdf
* Hypergeometrische Verteilung:
** hygepdf
** hygecdf
* Normalverteilung:
** normpdf
** normcdf
* Studentverteilung:
** tpdf
** tcdf
* Weibullverteilung:
** wblpdf
** wblcdf
Ein Codebeispiel zur Binomialverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 1 : 10;
n = 10;
p = 0.1;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(221);
bar(x, b1);
title("binopdf");
text(1, 0.1, "n=10; p=0.1");
subplot(222);
bar(x, b2);
title("binocdf");
text(1, 0.5, "n=10; p=0.1");
n = 10;
p = 0.5;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(223);
bar(x, b1);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
subplot(224);
bar(x, b2);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
Ausgabe:
[[Datei:octave_bino3.jpg]]
Möglicherweise erhalten Sie bei diesem Beispiel eine Fehlermeldung in der Form
error: 'binopdf' undefined near line 8, column 6
The 'binopdf' function belongs to the statistics package from Octave
Forge which you have installed but not loaded. To load the package, run
'pkg load statistics' from the Octave prompt.
Laden Sie einfach das Paket für die Statistikfunktionen, wie in der Fehlermeldung beschrieben.
Ein Codebeispiel zur Normalverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = -4 : .1 : 4;
b1 = normpdf(x);
b2 = normcdf(x);
subplot(121);
plot(x, b1);
title("normpdf");
grid on;
subplot(122);
plot(x, b2);
title("normcdf");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_norm111.jpg]]
== Zufallszahlengeneratoren ==
Octave kann Zufallszahlen aus einer großen Anzahl von Verteilungen generieren, z.B.
* Chi-Quadrat-Verteilung: chi2rnd
* Log-Normal-Verteilung: lognrnd
* Normalverteilung: normrnd
Codebeispiel:
mean = 0;
standardabweichung = 1;
zufallszahl = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe (gibt eine Zufallszahl rund um den Mittelwert 0 aus), z.B.
zufallszahl = 1.0451
Auch Zufallsvektoren (oder Zufallsmatrizen) können erstellt werden:
mean = [0 0 0 0 0];
standardabweichung = 1;
zufallsvektor = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe, z.B.:
zufallsvektor =
1.47108 -0.51280 0.52726 0.31730 -1.04422
= Einfache Benutzeroberflächen erstellen=
== Input ==
fflush (stdout);
x = input("Gib eine Zahl ein: ");
disp(2 * x);
Ein-/Ausgabe:
Gib eine Zahl ein: 12
24
Der "fflush"-Befehl sollte immer vor dem Aufruf des input-Befehls aufgerufen werden. Näheres zu "fflush" siehe im Octave-Hilfesystem.
== Diverse einfache vorgefertigte Dialoge ==
Fehlermeldung:
errordlg("Fehlermeldung");
[[Bild:octave_fehlermeldung1.jpg]]
Warnung:
warndlg("Warnung");
[[Bild:octave_warnung1.jpg]]
Hilfedialog:
helpdlg
[[Bild:octave_hilfe1.jpg]]
Abfragedialog:
button = questdlg ("Frage")
[[Bild:octave_abfrage1.jpg]]
Eingabedialog:
in = inputdlg("Eingabe")
[[Bild:octave_eingabe1.jpg]]
Messagebox:
h = msgbox ("Eine Mitteilung!");
[[Bild:octave_messagebox1.jpg]]
== Komplexere vorgefertigte Dialogboxen ==
=== Menübox ===
auswahl = menu("Auswahl", "Affe", "Elefant", "Loewe", "Sonstiges");
switch(auswahl)
case 1
disp "Affe quietscht"
case 2
disp "Elefant trompetet"
case 3
disp "Loewe bruellt"
otherwise
disp "Sonstiges"
end
Ausgabe:
[[Bild:octave_menu1.jpg]]
Es werde beispielsweise die Nummer 2 gewählt.
Ausgabe:
Elefant trompetet
=== Dialogliste ===
clear;
close all;
clc;
opt = {"Eins", "Zwei", "Drei"};
[sel, ok] = listdlg ("ListString", opt, "SelectionMode", "Multiple");
if (ok == 1)
for i = 1 : numel(sel)
disp(opt{sel(i)});
end
else
disp("Cancel");
end
[[Bild:octave_dialog1.jpg]]
Es werden beispielsweise alle Optionen ausgewählt.
Ausgabe:
Eins
Zwei
Drei
=== Fortschrittsbalken ===
h = waitbar ([0.5])
[[Bild:octave_fortschritt1.jpg]]
=== Datei- und Verzeichnisdialoge ===
Dateidialog:
[fname, fpath, fltidx] = uigetfile ()
[[Bild:octave_dateidialog2.jpg]]
Ähnlich sind die Befehle "uiputfile" und "uigetdir". Dazu sei auf die Octave-Hilfe verwiesen.
== Eigene Dialoge kreieren ==
Dieses Thema sei hier nur kurz angerissen.
Programmcode:
d = dialog("Position", [300, 300, 250, 150], "Name", "Dialog");
txt = uicontrol("Parent", d, ...
"Style", "text", ...
"Position", [20, 80, 210, 40], ...
"String", "Hallo Welt");
btn_servus = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [30, 20, 80, 30], ...
"String", "Servus", ...
"Callback", "disp('Servus angeklickt!');");
btn_hallo = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [140, 20, 80, 30], ...
"String", "Hallo", ...
"Callback", "disp('Hallo angeklickt!');");
uiwait(d);
Ausgegebenes Dialogfenster:
[[Bild:octave_dialog100.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole (je nach gedrücktem Button), z.B.:
Servus angeklickt!
Die Position wird als [links, unten, breite, höhe] angegeben. Der Koordinatennullpunkt liegt, bezogen auf das Elternfenster, links unten. Es sind auch negative Koordinatenwerte möglich. Sinnvoll ist das z.B. bei einem dynamischen Ausblenden ohne zu löschen, oder für Animationen.
[[Bild:Cartesian-coordinate-system.svg | 150px]]
Wer mehr dazu wissen will, sei auf die Octave-Dokumentation verwiesen. Insbesondere siehe
* dialog
* uicontrol
* uipanel
* uibuttongroup
* uitable
* uimenu
* uitoolbar
== Aufgaben ==
=== Aufgabe 1 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit einem Texteingabefeld und einem Button. Beim Klicken auf den Button soll der Eingabetext auf der Konsole ausgegeben werden. Das Dialogfenster soll also in etwa so aussehen:
[[Bild:octave_dialog105.jpg]]
Da dies etwas komplizierter als das oben gezeigte Beispiel ist, werden nachfolgend ein paar Codefragmente zwecks Lösung angegeben:
Datei button_callback.m:
function button_callback(editHandle)
eingegText = get(editHandle, "String");
disp(eingegText);
end
Codefragement in test1.m:
% ...
edit = uicontrol(% ...
"Style", "edit", ...
%, ...
"HorizontalAlignment", "left");
btn = uicontrol(% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit));
% ...
Aufruf mit:
octave test1.m
Eingabe von z.B. "Hallo Welt!":
[[Bild:octave_dialog106.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole nach dem Drücken des Buttons:
Hallo Welt!
=== Aufgabe 2 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit zwei Eingabefeldern und einem Button. Eingegeben in diese zwei Eingabefelder werden vom Benutzer Zahlen. Auf der Konsole ausgegeben werden soll, nach Drücken des Buttons, das Produkt dieser zwei Zahlen.
Auch hier werden wieder Codefragemente angegeben.
Datei button_callback.m:
function button_callback(edit1, edit2)
zahl1 = str2double(get(edit1, 'String'));
zahl2 = str2double(get(edit2, 'String'));
disp(zahl1 * zahl2);
end
Codefragment Datei test1.m:
% ...
btn = uicontrol("Parent", d, ...
% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit1, edit2));
% ...
Was passiert, wenn der Benutzer keine Zahlen, sondern beliebige Strings eingibt?
= Fehlerhandling mit try/catch =
Die try/catch-Anweisung entspricht weitgehend jener, die aus höheren Programmiersprachen wie C++ oder Java bekannt sind. Aufgebaut ist diese Anweisungsfolge so:
try
BODY
catch
CLEANUP
end
Beispiel:
clear;
close all;
clc;
try
a = 10 / "zahl";
disp(a);
disp("Weiter im try-Block");
catch
disp("Catch: Kann nicht durch einen String dividieren");
end
Ausgabe:
Catch: Kann nicht durch einen String dividieren
Sinnvoll ist die try/catch-Folge, wenn z.B. auch in einem Fehlerfall Dateien wieder geschlossen werden sollen.
= Ein- und Ausgabe =
== Formatierte Ausgabe am Bildschirm, formatiertes Lesen von der Tastatur ==
Folgendes Beispiel ist der Octave-Hilfe (von Octave 3.0.3) entnommen:
pct = 37;
filename = "foo.txt";
printf ("Processed %d%% of `%s'.\nPlease be patient.\n", pct, filename);
Ausgabe:
Processed 37% of `foo.txt'.
Please be patient.
"printf" gibt einen formatierten String am Bildschirm (genauer in den Stream stdout) aus. Wie man sieht, orientiert sich das Format an der Programmiersprache C.
Für das formatierte Lesen vom Stream stdin (normalerweise also von der Tastatur) steht das Pendant "scanf" bereit.
== Von einem String lesen bzw. in einen String schreiben ==
Bezüglich der Funktionen
* sprintf
und
* sscanf
sei auf die Octave-Hilfefunktion verwiesen.
== Lesen und Schreiben von einer Datei ==
=== Datei schreiben ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Schreiben öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "w");
% Etwas in die Datei schreiben
fprintf(datei, "Hallo, Welt!");
% Datei schließen
fclose(datei);
=== Datei lesen ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Lesen öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "r");
% Etwas aus der Datei lesen
[string] = fscanf(datei, "%s");
disp(string);
% Datei schließen
fclose(datei);
Ausgabe:
Hallo,Welt!
=== Dateiende prüfen ===
Mittels des Befehls
feof(FID);
kann das Dateiende geprüft werden. Wenn die EOF-Bedingung zutrifft, dann wird 1 zurückgegeben, wenn nicht dann 0. Ein Beispiel folgt später als Lösung einer Aufgabe.
=== warning und error ===
Eine Warnung kann man am stderr-Stream ausgeben. Die warning-Funktion entspricht ansonsten der printf-Funktion. Nach Ausgabe der Warnung wird das Programm normal fortgesetzt.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
warning("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
warning: Matrix ist singulaer
warning: called from
test1 at line 5 column 3
Weiter geht's
Schärfer ist der error-Befehl. Die Fehlermeldung wird am stderr-Stream ausgegeben. Vom Format her entspricht diese Funktion dem printf-Befehl. Nach Ausgabe der Fehlermeldung wird das Programm beendet.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
error("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
error: Matrix ist singulaer
error: called from
test1 at line 5 column 3
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie ein Programm, das die Zahlen 1 bis 10 zeilenweise in eine Datei ausgibt.
* Lesen Sie diese Zeilen wieder von der Datei ein und geben Sie sie am Bildschirm aus.
* Gegeben sei eine Datei. Lesen Sie die Daten aus dieser Datei ein und rechnen Sie per Octave-Programm den Gesamtpreis für alle Tiere aus. Die Anzahl der Zeilen und der genaue Dateinhalt sei Ihnen vorab nicht bekannt. Bekannt ist nur das Datenformat wie folgt:
Nr. Name Einzelpreis Stueck
1 Affe 15000.50 2
2 Loewe 11000.90 1
3 Nashorn 45000.10 1
4 Elefant 51245.90 3
5 Tiger 9000.70 2
6 Maus 34.90 12
Eine einfache Lösung ohne Schnickschnack (Fehlerüberprüfungen etc.) für dieses Beispiel könnte wie folgt aussehen:
clear;
close all;
clc;
datei = fopen ("c:/tmp/daten1.txt", "r");
gesamtpreis = 0;
% Kopfzeile einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%s %s %s %s", "C");
while(feof(datei) == 0)
% Datensätze einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%d %s %f %d", "C");
gesamtpreis += preis*stk;
end
fclose(datei);
disp("Gesamtpreis = ");
format long;
disp(gesamtpreis);
Ausgabe:
Gesamtpreis =
258159.900000000
= Datencontainer =
== Datenstrukturen ==
Pseudocode:
STRUKTUR s
ZAHL a
VEKTOR b
STRING c
END
Octave-Code:
s.a = 45.9;
s.b = [1 2 3 4 5];
s.c = "Hallo!";
s
Ausgabe:
s =
scalar structure containing the fields:
a = 45.90000000000000
b =
1 2 3 4 5
c = Hallo!
Um ein paar weitere Möglichkeiten zum Handling mit Datenstrukturen aufzuzeigen, sei folgender Code aufgeführt.
Datei addsub.m
function res = addsub(a, b)
res.x = a + b;
res.y = a - b;
end
Datei test1.m
clear;
clc;
addsub(10, 50)
r = addsub(30, 70)
r.x
r.y
++r.x
Ausgabe:
ans =
scalar structure containing the fields:
x = 60
y = -40
r =
scalar structure containing the fields:
x = 100
y = -40
ans = 100
ans = -40
ans = 101
Die Funktion "addsub" liefert die Struktur res mit zwei Zahlenwerten. Die Elemente der Datenstruktur können auch außerhalb der Funktion angesprochen werden. Auch gerechnet werden kann mit diesen Elementen.
== Cell Arrays ==
Manchmal kann es sinnvoll sein mehrere Variablen verschiedenen Typs und Größe in einer Variablen zu speichern. Dies funktioniert ähnlich wie bei Vektoren. Es werden aber geschweifte Klammern verwendet.
Eingabe:
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44}
c{1}
c{1:2}
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = Hallo Welt!
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
ans = Hallo Welt!
ans = Hallo Welt!
ans =
2 2
Elemente des Cell Arrays können auch wieder mit Variablen anderen Typs überschrieben werden.
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44};
c{1} = 5;
c
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = 5
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
= Objektorientierte Programmierung =
{{Wikipedia|Objektorientierte Programmierung}}
* {{W|Klasse (Objektorientierung)|Klasse}} ... die Schablone oder der Bauplan, enthält Methoden und Attribute
* {{W|Objekt (Programmierung)|Objekt}} ... eine Klasseninstanz (die konkrete Ausprägung der Klasse)
* {{W|Attribut (Programmierung)|Attribute}} ... die Eigenschaften eines Objekts
* {{W|Methode (Programmierung)|Methoden}} ... die Aktionen (Operationen), die ein Objekt ausführen kann
* {{W|Vererbung (Programmierung)|Vererbung}} ... neue Klassen (Subklassen, Unterklassen, abgeleitete Klassen) aus vorhandenen Klassen (Superklassen, Oberklassen, Basisklassen, Elternklassen) ableiten. Ermöglicht den Aufbau von Klassenhierarchien. Die Subklasse "erbt" Attribute und Methoden von der Superklasse. Octave unterstützt (so wie C++ und Python, aber im Gegensatz zu Java) Mehrfachvererbung.
== UML ==
* {{W|Unified Modeling Language|UML}} ... '''U'''nified '''M'''odeling '''L'''anguage, eine Modellierungssprache. Die UML enthält zahlreiche Diagrammarten, um Programme zu modellieren. Im Nachfolgenden wird nur das {{W|Klassendiagramm}} verwendet.
[[File:UmlCd Klasse-3.svg|300px]]
* {{W|Sichtbarkeit (Programmierung)|Sichtbarkeit}}:
** + ... public (öffentlich)
** - ... private (privat)
** # ... protected (geschützt)
* Vererbung:
<gallery>
InheritancePgmUML.svg | Abgeleitete Klasse erbt von Basisklasse (Einfachvererbung)
Diamond inheritance.svg | D erbt von B und C (Mehrfachvererbung). B und C erben von A (Einfachvererbung)
</gallery>
Für weitergehende Betrachtungen zur UML wird auf Spezialliteratur verwiesen, z.B.:
* Seidl et al.: UML@Classroom. dpunkt, 2012, ISBN 978-3-89864-776-2
* Rupp et al.: UML 2 glasklar. Hanser, 4. Aufl., 2012, ISBN 978-3-446-43057-0
== Klassen und Vererbung ==
Octave unterstützt auch objektorientierte Programmierung mit dem Schlüsselwort <code>classdef</code> (ab Version 4.0). Dieses Thema ist zwar etwas fortgeschritten, wird aber trotzdem kurz behandelt.
[[Bild:octave_oop1.svg|200px]]
Datei Auto.m:
classdef Auto
properties
marke1 = "Beemweh"
endproperties
methods
function zeige1(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke1]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei Cabrio.m:
classdef Cabrio < Auto
properties
marke2 = "Cabrio"
endproperties
methods
function zeige2(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke2]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei test1.m:
obj = Cabrio();
obj.zeige1();
obj.zeige2();
Ausgabe (Aufruf mittels "octave test1.m"):
Marke: Beemweh
Marke: Cabrio
GNU Octave kann auch Mehrfachvererbung:
classdef Unterklasse < Oberklasse1 & Oberklasse2
Für die Reihenfolge der Vererbung gilt: Die zuerst genannte Klasse hat Vorrang.
Man kann mittels <code>private, protected, public</code> Daten auch kapseln:
properties(SetAccess = private, GetAccess = public)
methods (Access = public)
Standardmäßig sind alle Methoden und Attribute <code>public</code>.
Weiterführendes siehe z.B. in der [https://docs.octave.org/latest/Object-Oriented-Programming.html Octave-Dokumentation].
= Octave im Zusammenspiel mit anderen Programmiersprachen =
Man kann GNU Octave zur Kommunikation mit anderen Programmiersprachen bewegen, und das in beide Richtungen:
* GNU Octave -> andere Programmiersprache
* andere Programmiersprache -> GNU Octave
Hier die ganzen Möglichkeiten detailliert zu beschreiben würde zu weit führen. Wir beschränken uns im Wesentlichen auf die Erstellung von .oct-Files (C/C++; Fortran würde auch gehen, ist aber komplizierter) und zählen im Anschluss daran ein paar weitere Varianten auf.
== .oct-Dateien ==
Eine .oct-Datei in GNU Octave ist eine kompilierte C/C++-Datei, die als dynamisch ladbares Objekt direkt in Octave ausgeführt werden kann. oct-Dateien sind meist schneller als nativer Octave-Code.
1. Schritt: Erstelle z.B. eine C++-Datei ''quadrat.cc'' (es soll das Quadrat einer Zahl berechnet werden)
#include <octave/oct.h>
DEFUN_DLD(quadrat, args, nargout, "Quadrat einer Zahl berechnen")
{
double x = args(0).double_value();
double res = x*x;
return octave_value(res);
}
* <code>DEFUN_DLD</code> ist ein Makro. Damit wird angezeigt, dass es sich um eine dynamisch ladbare Funktion handelt ('''De'''fine '''Fun'''ction – '''D'''ynamically '''L'''inked '''D'''istribution).
* Der erste Parameter muss mit dem Namen der Funktion und der erstellten oct-Datei übereinstimmen, also hier <code>quadrat</code>.
* <code>args</code>: Argumente die beim Aufruf in Octave übergeben werden.
* <code>nargout</code>: Anzahl der Rückgabewerte.
* "Quadrat einer Zahl berechnen": Dokumentationsstring
2. Schritt: ''quadrat.cc'' kompilieren
# Terminal öffnen
# In das quadrat.cc-Verzeichnis wechseln
# Octave aufrufen
# cc-Datei zu einer oct-Datei kompilieren: <code>mkoctfile quadrat.cc</code>
# Wenn das ohne Fehlermeldung durchläuft, so sollte im Anschluss eine (relativ große) ''quadrat.oct''-Datei im entsprechenden Verzeichnis zu finden sein.
3. Schritt: Funktion <code>quadrat()</code> in Octave aufrufen, z.B.:
y = quadrat(5)
Es ergibt sich folgende Ausgabe:
y = 25
Damit das funktioniert, müssen natürlich die entsprechenden Werkzeuge (Compiler etc.) installiert sein. Darauf wird hier aber nicht näher eingegangen.
Die Dokumentation zu den .oct-Dateien findet sich auf [https://docs.octave.org/v11.1.0/Oct_002dFiles.html].
== Andere Möglichkeiten ==
* .mex-Dateien ('''M'''ATLAB '''Ex'''ecutables): Wenn man kompatibel zu MATLAB bleiben muss
* Java- oder Python-Schnittstelle (Nachteil: langsamer als .oct-Dateien)
Bevor man aber diese Möglichkeiten in Anspruch nimmt, sollte man vektorisieren. Damit lassen sich oft schon höhere Geschwindigkeiten erzielen. Dieses Thema wurde früher schon kurz behandelt ([[Ing_Mathematik:_Numerische_Mathematiksysteme_am_Beispiel_von_Octave#Die_FOR-Schleife|FOR-Schleife]]).
= Octave und die Tabellenkalkulation =
== Lesen ==
GNU Octave kann auch CSV-, LibreOffice Calc- oder MS Excel-Dateien einlesen.
Gegeben sei folgende schematisierte Datei im LibreOffice Calc-Format (test1.ods):
Februar März
Freitag 23 26
Samstag 17 41
Sonntag 34 37
=== Direkt als ODS-Datei einlesen ===
Die odsread-Funktion muss via io-Package geladen werden. Dieses Package ist nicht standardmäßig installiert, sondern kann z.B. bei openSUSE Tumbleweed mittels YaST als octave-forge-io installiert werden. Danach wird das Package geladen (pkg load io) und die Daten mittels odsread eingelesen.
pkg load io
[num, txt, raw] = odsread('test1.ods');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Ausgabe:
23 26
17 41
34 37
------------
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] =
[3,2] =
[4,2] =
[1,3] = März
[2,3] =
[3,3] =
[4,3] =
}
------------
{
[1,1] = [](0x0)
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
=== Als CSV-Datei einlesen ===
Die Datei test1.ods wird per LibreOffice Calc als CSV-Datei test1.csv (Trennzeichen ist der Strichpunkt) gespeichert (Achtung: gespeichert, nicht exportiert!):
;Februar;März
Freitag;23;26
Samstag;17;41
Sonntag;34;37
==== Mit csv2cell ====
Wir wollen hier den Strichpunkt als Trennzeichen verwenden. Per Default wird nämlich der Beistrich als Trennzeichen interpretiert.
pkg load io;
data = csv2cell("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data{2, 2});
Ausgabe:
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
---------------
23
==== Mit dlmread ====
data = dlmread("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data(2, 2));
Ausgabe:
0 0 0
0 23 26
0 17 41
0 34 37
---------------
23
==== Mit importdata ====
data = importdata("test1.csv");
disp(data)
disp("------------")
disp(data.data);
disp("------------")
disp(data.data(2,2));
Ausgabe:
data =
23 26
17 41
34 37
textdata =
{
[1,1] = ;Februar;März
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
}
rowheaders =
{
[1,1] = Freitag
[2,1] = Samstag
[3,1] = Sonntag
}
------------
23 26
17 41
34 37
------------
41
Damit haben wir schon etliche Funktionen zu diesem Zweck kennengelernt. Weiter Funktionen zu
diesem Zweck sind z.B.
* csvread
* textscan
=== Als XLSX-Datei einlesen ===
Wir speichern unsere test1.ods-Datei als test1.xlsx-Datei. Dies ist das MS Excel-Standardformat. Und schon können wir den xlsread-Befehl zum Einlesen der Daten verwenden.
pkg load io
[num, txt, raw] = xlsread('test1.xlsx');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Die Ausgabe ist gleich wie oben bei der odsread-Funktion.
== Schreiben ==
=== Direkt als ODS-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
odswrite('test1.ods', data);
=== Als XLSX-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
xlswrite('test1.xlsx', data);
=== Als CSV-Datei schreiben ===
* dlmwrite
* csvwrite
* fprintf
= Octave GUI =
Das GUI-Programm ('''G'''raphical '''U'''ser '''I'''nterface) von Octave entspricht im Wesentlichen anderen Programmier-Benutzeroberflächen (IDEs ... '''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironments), wie z.B. Eclipse (Java), Code::Blocks (C/C++) oder Spyder (Python). Nachfolgend ist ein Screenshot des Octave-GUI mit einigen Anmerkungen dargestellt.
[[Bild:octave_gui2.jpg|600px]]
Probieren Sie einfach die Möglichkeiten der zur Verfügung gestellten GUI/IDE aus.
= Komplexere Aufgaben =
* Berechnen Sie die Fläche, den Umfang, die Seitenlängen, den Inkreis und den Umkreis eines Dreiecks. Stellen Sie das Dreieck inklusive In- und Umkreis grafisch dar. Speichern Sie die Daten in einer Datei. Die drei Eckpunkte dieses Dreiecks sollen vom Benutzer beliebig vorgegeben werden.
* Die Werte einer beliebig großen quadratischen Matrix seien in einer Datei gespeichert. Lesen Sie diese Datei ein und berechnen Sie daraus die Determinante der Matrix, die inverse Matrix, die Eigenvektoren und -werte, die Spur. Führen Sie die LR-Zerlegung durch. Geben Sie diese Werte am Bildschirm aus.
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Octave. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechende weiterführende Literatur, die Octave-Hilfefunktion und die Octave-Dokumentation verwiesen. Octave kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Aber auch Octave selbst ist erweiterbar. Man siehe z.B. Octave Packages (https://gnu-octave.github.io/packages/) oder man schreibt selbst Erweiterungen.
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
zurücklink=Ing Mathematik: Computeralgebrasysteme am Beispiel von Maxima|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
6rwhswtv1uvs5qydzbvcse6ddqv6js5
1091189
1091186
2026-09-21T14:01:00Z
Intruder
1513
/* Mit importdata */ typo
1091189
wikitext
text/x-wiki
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
zurücklink=Ing Mathematik: Computeralgebrasysteme am Beispiel von Maxima|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Octave ==
* Octave ist eine Software zur numerischen Lösung mathematischer Probleme.
* Octave ist Open-Source (GPL-Lizenz).
* Octave ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Octave ist weitgehend kompatibel zum Numerik-Standardprogramm {{W|Matlab|MATLAB}}.
* Octave ist ein Interpreter.
* Octave als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | GNU Octave}}
== Octave installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Octave-Paket von der Webseite [https://octave.org/download] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Octave bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Dazu gehen Sie auf die Seite [https://wiki.octave.org/Category:Installation], wählen die vorhandene Linux-Variante und folgen der angegebenen Beschreibung (z.B. <code>zypper ... </code> für openSUSE. Oder Sie benutzen unter openSUSE Tumbleweed direkt das Setup-Programm {{W|YaST}}).
== Octave starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Octave-Programm doppelklicken (für das Konsolenprogramm ... CLI, für die grafische Benutzeroberfläche ... GUI). Und schon startet das Programm.
[[Datei:octavestart1.jpg]]
=== Linux ===
In einer Linux-Konsole den Befehl "octave" eintippen, mit der RETURN-Taste bestätigen, und das Programm (CLI) startet:
GNU Octave (x86_64-suse-linux-gnu) version 11.1.0
Copyright (C) 1993-2026 The Octave Project Developers.
License GPLv3+: GNU GPL version 3 or later <https://gnu.org/licenses/gpl.html>
This is free software; see the source code for copying conditions.
There is NO WARRANTY, to the extent permitted by law. For details, type 'warranty'.
Home page: <https://octave.org>
Support resources: <https://octave.org/support>
Improve Octave: <https://octave.org/get-involved>
For changes from previous versions, type 'news'.
octave:1>
Um Octave mit der eingebauten GUI zu starten, kann der Befehl <code>octave --force-gui</code> verwendet werden:
[[File:Gnu_Octave_IDE.png|600px]]
Alternativ kann, z.B. unter openSUSE Tumbleweed (mit {{W|KDE Plasma 6|KDE-Plasma}}), die Octave-IDE auch über den Application Launcher im Menü ''Education -> GNU Octave'' gestartet werden.
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Im Folgenden wird immer das Konsolenprogramm (CLI ... Command Line Interface) für die Eingabe von Befehlen benutzt. Erst gegen Ende dieses Textes wird auch kurz auf das GUI von Octave eingegangen.
Teilweise werden Ergebnisse der älteren Octave-Version 3.0.3 dargestellt. Die dargestellten Grafiken und Ausgabetexte können je nach Version leicht voneinander abweichen. Der Text wurde ursprünglich mit der Octave-Version 3.0.3 erstellt und anschließend auf die Versionen 5.2 bis 11.1.0 aktualisiert. Dieser Mischmasch sollte aber kein Problem darstellen.
Getestet wurden die Beispiele ursprünglich unter dem Betriebssystem MS Windows 10, später auch mit MS Windows 11, bzw. mit openSUSE Leap 15.6 (Octave 6.4.0, nur vereinzelt) und ab März 2026 auch mit openSUSE Tumbleweed (ab Octave 10.3.0, nur vereinzelt).
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Octave mit dem Prozentzeichen (%) oder alternativ mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Octave-Interpreter ignoriert. Will man kompatibel mit MATLAB bleiben, so ist die Version mit dem %-Zeichen vorzuziehen. Text kann mit der disp-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Octave und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
octave-3.0.3.exe:1> % Das ist ein Kommentar
octave-3.0.3.exe:2> # und das auch
octave-3.0.3.exe:3> disp "Hallo Welt!"
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (z.B. octave-3.0.3.exe:1>) ist natürlich abhängig von der Octave-Version und den schon eingegebenen Zeilen. Er ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Octave-System geliefert.
Strings können in Octave entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
= Octave als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Octave. Geben Sie dann die Formel
octave-3.0.3.exe:1> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN und erhalten als Ergebnis
ans = 15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
octave-3.0.3.exe:2> sin(sqrt(15))
ans = -0.6679
Octave kennt eine Handvoll von Konstanten, z.B.:
Zeilenweise Eingabe:
% Die Kreiszahl PI
pi
% Die Eulersche Zahl
e
% Zur Maschinengenauigkeit
eps
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 2.7183
ans = 2.2204e-016
"ans" steht übrigens für den Begriff "answer" (auf Deutsch "Antwort"). Mit "ans" kann wie mit jeder anderen Variable oder Konstanten weitergerechnet werden, z.B.:
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 10
ans = 62.832
Die Ausgabe eines Befehls am Bildschirm (das "Echo") kann übrigens durch Anwendung des Semikolons (;) unterdrückt werden. Gezeigt werden soll dies nun mit Hilfe des obigen Beispiels. Es soll nur der Umfang ausgegeben werden, nicht der Radius.
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10;
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 62.832
Vielleicht ist manchem die Genauigkeit, mit der Echo bzw. der Befehl disp Werte ausgibt, nicht ausreichend. Dem kann Abhilfe verschafft werden und zwar so:
Eingabe:
format short
pi
format long
pi
format longe
pi
% usw.
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 3.14159265358979
ans = 3.14159265358979e+00
Beenden lässt sich das Octave-Programm durch Eingabe von quit oder exit (und natürlich zur Bestätigung die RETURN-Taste drücken).
== Die Hilfefunktion von Octave ==
Die Eingabe von help mit Angabe eines Funktionsnamens liefert detaillierte Infos zu der gesuchten Funktion.
Eingabe:
help sin
Ausgabe:
'sin' is a built-in function from the file libinterp/corefcn/mappers.cc
-- Y = sin (X)
Compute the sine for each element of X in radians.
See also: asin, sind, sinh.
Additional help for built-in functions and operators is
available in the online version of the manual. Use the command
'doc <topic>' to search the manual index.
Help and information about Octave is also available on the WWW
at https://www.octave.org and via the help@octave.org
mailing list.
Auch gibt es die doc-Funktion für eine vollständige Dokumentation des Octave-Systems, z.B.:
Eingabe:
doc
Ausgabe:
[[Datei:Octave_730_doc_screenshot.jpg]]
== Sonstige einfache Berechnungen ==
In octave gibt es eine "umgekehrte" Division:
11 / 2 % normale Division (Rechtsdivision)
11 \ 2 % umgekehrte Division (Linksdivision)
Ausgabe:
ans = 5.5000
ans = 0.1818
Potenzieren kann man so:
12^5
Ausgabe:
ans = 248832
Den Modulo-Operator % wie in C/C++, Java oder Python gibt es in Octave '''nicht'''. Das Prozentzeichen ist dem Kommentar vorbehalten. Man kann aber eine Funktion hierfür benutzen
y = mod(20, 3)
Ausgabe:
y = 2
Runden mit und auf Ganzzahlen kann man in Octave so:
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
y = int32(15) / int32(4)
Ausgabe:
x = 3
y = 4
Siehe dazu aber auch die Funktionen <code>floor</code>, <code>ceil</code> und <code>idivide</code>.
Mittels <code>int32()</code> werden Zahlen als 32-Bit-Ganzzahlen dargestellt. Standardmäßig ist der Datentyp nämlich <code>double</code>. Das ist zu beachten, es ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse.
Beispiel:
clear();
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
c = 10;
d = 3;
y = c / d
whos()
Ausgabe:
x = 3
y = 3.3333
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 4 int32
b 1x1 4 int32
c 1x1 8 double
d 1x1 8 double
x 1x1 4 int32
y 1x1 8 double
Total is 6 elements using 36 bytes
Ist der Wertebereich von <code>int32</code> zu klein (4 Bytes, <math>-2^{31}</math> bis <math>2^{31} - 1</math>), so gibt es auch <code>int64</code> (8 Bytes, <math>-2^{63}</math> bis <math>2^{63} - 1</math>).
<code>clear</code> löscht Namen und gibt den Speicherplatz wieder frei. <code>whos()</code> liefert detaillierte Informationen der aktuell definierten Variablen.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot e^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>.
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>2\; \text{cosd}(60) - 3\sin(\pi/5)</math>. Anmerkung: cosd erwartet den Parameter im Gradmaß (d für "degree"), sin erwartet den Parameter im Bogenmaß.
* Erkunden Sie die Fehlerfunktion "erf" mittels Octave-Hilfe.
* Welche Zahl ergibt sich durch <code>3 / 4 \ 2</code>?
* Welche Zahlen werden durch die folgenden Anweisungen ausgegeben?
idivide(int32(10), int32(3), "fix")
idivide(int32(10), int32(3), "round")
idivide(int32(10), int32(3), "floor")
idivide(int32(10), int32(3), "ceil")
floor(10.3)
ceil(10.3)
= Octave als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.m
% Das ist ein Kommentar
# und das auch
disp "Hallo Welt!"
Skriptdateien müssen mit der Dateiendung .m versehen werden. In der Octave-Konsole fügen Sie den Dateipfad mittels
octave-3.0.3.exe:1> addpath("c:/tmp")
hinzu (es ist der UNIX-spezifische Slash (/) zu benutzen). Alternativ können Sie zumindest unter MS Windows auch einen Doppel-Backslash (\\) einsetzen. Oder Sie wechseln mittels <code>cd c:/tmp</code> direkt ins Verzeichnis <code>c:/tmp</code>.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.m (sozusagen das Hauptprogramm) zur Ausführung
octave-3.0.3.exe:2> test1
Achtung: Die Datei (die Funktion oder das Hauptprogramm) ist in der Octave-Kommandozeile ohne .m-Dateiendung anzugeben. Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Zumindest unter Linux können Sie z.B. auch komfortabel den {{W|Shebang|Shebang}} (<code>#!</code>) nutzen. Gegeben sei das Octave-Script
#!/usr/bin/octave
disp("Hallo Welt!");
Gepeichert sei es ebenfalls als <code>test1.m</code>. Starten Sie ein Terminal, wechseln Sie in das entsprechende Arbeitsverzeichnis und geben Sie
./test1.m
ein, so erhalten Sie wieder
Hallo Welt!
als Ausgabe auf dem Terminal. Die Zugriffsberechtigung muss natürlich mittels <code>chmod</code> richtig gesetzt werden. Oder Sie führen direkt Octave mit der Datei <code>test1.m</code> aus:
octave test1.m
Sie sehen, mehrere Wege führen zum Ziel.
== Blockkommentare ==
In neueren Octave-Versionen ab dem Jahr 2009 sind auch Blockkommentare möglich. Blockkommentare werden wie normale Kommentare vom Octave-Interpreter ignoriert.
%{
Das ist ein
Blockkommentar
%}
#{
und das auch
#}
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Da Octave case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.m gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
Bringen Sie die Datei test1.m zur Ausführung, so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
x = 5
y = 10
z = 50
Normalerweise will man aber nur z anzeigen, die Werte von x und y sind ja bereits bekannt. Dazu fügen Sie an den Anweisungsenden, wie bereits weiter oben erwähnt, bei x und y jeweils ein Semikolon (;) an, um das Anweisungsende explizit zu markieren.
x = 5;
y = 10;
z = x*y
Nun erhalten Sie als Ergebnis nur noch
z = 50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben.
x = 5; y = 10; z = x*y
Ausgabe:
z = 50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5;
% inkrementiere x
++x
% x = x - 2
x -= 2
Bildschirmausgabe:
ans = 6
x = 4
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist.
Soll eine Anweisung auf mehrere Zeilen verteilt werden, z.B. weil sie zu lang ist, so kann dies durch Verwendung von drei Punkten (...) geschehen, wie nachfolgend dargestellt.
x = 5;
y = 1000 * x + ...
sin(x/2)
Ausgabe:
y = 5000.6
Diese Drei-Punkte-Methode soll nicht für in Anführungszeichen (") eingeschlossene Strings verwendet werden. Diese Methode ist seit geraumer Zeit "deprecated" und funktioniert mit der Version 9.1.0 gar nicht mehr. Benutzen Sie statt dessen den Backslash (\):
txt = "xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx\
yyyyyyyyyyyyyyyyy"
Ausgabe:
txt = xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxyyyyyyyyyyyyyyyyy
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist in Octave problemlos möglich:
wert = 10
wert = 35.5
wert = "Hallo"
wert = pi
Ausgabe:
wert = 10
wert = 35.500
wert = Hallo
wert = 3.1416
Der Befehl <code>who</code>, bzw. <code>whos</code> listet die gegenwärtig definierten Variablen, z.B.:
clear;
a = 10.5;
v = [1 2 3 4 5 12 13];
m = ["s1", "s2"; "s3", "s4"];
disp "***** Der Befehl who *****"
who
disp "***** Der Befehl whos *****"
whos
Ausgabe:
***** Der Befehl who *****
Variables visible from the current scope:
a m v
***** Der Befehl whos *****
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 8 double
m 2x4 8 char
v 1x7 56 double
Total is 16 elements using 72 bytes
==Hexadezimale und binäre Zahlen==
% Hexadezimale Zahl
disp( 0xABC )
% Binäre Zahl
disp( 0b1000011 )
Ausgabe (als Dezimalzahlen):
2748
67
Octave kann auch dezimale in binäre Zahlen etc. umwandeln:
dec2bin( 214 )
Ausgabe:
ans = 11010110
Siehe dazu in der Octave-Hilfe auch folgende Funktionen:
bin2dec, dec2base, dec2hex, hex2dec, base2dec
== Zahlenkolonnen ==
Eine Zahlenkolonne (oder ein Vektor) mit gleichen Abständen der Werte kann folgendermaßen erzeugt werden:
% a ... Startwert
% b ... Schrittweite
% c ... Endwert
a = 0;
b = 10;
c = 100;
x = a : b : c;
disp(x);
Ausgabe:
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Ähnliche Resultate lassen sich auch durch Anwendung der linspace-Funktion erhalten, z.B.:
% a ... Startwert
% b ... Endwert
% c ... Anzahl der Werte
a = 0;
b = 100;
c = 11;
v = linspace(a, b, c)
Ausgabe:
v =
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
== Verzweigungen ==
=== Die IF-Verzweigung ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
Die test1.m-Datei laute also wie folgt:
x = 5;
if x < 4
disp "x ist kleiner als 4";
else
disp "Der else-Zweig wird ausgefuehrt";
disp "x ist groesser oder gleich 4";
end
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Octave kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
* <, <= ... kleiner (gleich)
* >, >= ... größer (gleich)
* == ... gleich
* ~=, != ... ungleich
* &, && ... AND
* |, || ... OR
* ~, ! ... NOT
Beispielsweise:
a = 5;
b = 9;
if a<=10 & b!=7
disp("OK");
else
disp("Nicht OK");
end
Ausgabe:
OK
=== Die SWITCH-Verzweigung ===
In Pseudocode:
WECHSLE ZU var
FALLS wert1 == var
führe block1 aus
FALLS wert2 == var
führe block2 aus
...
SONST
führe blockn aus
ENDE
Eine Beispielsimplementierung in Octave könnte so aussehen:
x = "g";
switch(x)
case "k"
disp("klein");
case "g"
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
gross
Anmerkungen für C-Programmierer:
* in Octave darf zum Abschluß von ''case'' kein Doppelpunkt folgen (würde einen Syntaxfehler auslösen).
* ein ''break'' als Abschluß eines ''case''-Blocks ist nicht erlaubt (würde in Octave einen parse error auslösen). ''break'' ist Schleifen vorbehalten. ''switch'' hat in Octave keinen "Durchfall" und ähnelt somit eher der Fortran-Anweisung ''select case''.
Mehrere Fälle in einem ''case'' können wie nachfolgend behandelt werden:
x = "K";
switch(x)
case {"k" "K"}
disp("klein");
case {"g" "G"}
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
klein
== Schleifen ==
=== Die WHILE-Schleife ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Octave:
x = 0;
while x <= 10
disp(x);
x++;
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== Die DO-UNTIL-Schleife ===
Die DO-UNTIL-Schleife ist fußgesteuert. Beachte: Diese Schleife ist nicht äquivalent zu der aus anderen Programmiersprachen bekannten DO-WHILE-Schleife. DO-WHILE bedeutet "TUE SOLANGE", DO-UNTIL bedeutet "TUE BIS". Sie wird mindestens einmal ausgeführt.
Pseudocode:
TUE
führe block aus
BIS bedingung TRUE
Mittels Octave:
x = 0;
do
disp(x);
x++;
until(x >= 5)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
=== Die FOR-Schleife ===
for x = 0 : 2 : 10
disp(x);
end
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Der FOR-Schleifenkopf ist in Form einer Zahlenkolonne folgendermaßen aufgebaut:
for variable = startwert : schrittweite : endwert
Man beachte, dass Vektorisierung gegenüber einem Schleifendurchlauf eine erhebliche Zeiteinsparung bewirken kann (man siehe in der [https://docs.octave.org/latest/Vectorization-and-Faster-Code-Execution.html Octave-Dokumentation das Kapitel 19 "Vectorization and Faster Code Execution"]). Folgendes Beispiel ist an genanntes Octave-Kapitel angelehnt. Zuerst wird eine Berechnung mittels Schleifendurchlauf durchgeführt und der Zeitbedarf ausgegeben. Dieser Zeitbedarf hängt natürlich auch von der verwendeten Hardware etc. ab.
Eingabe:
n = m = 500;
a = b = eye(500);
t1 = time();
for i = 1:n
for j = 1:m
c(i,j) = a(i,j) + b(i,j);
endfor
endfor
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 3.7566
Der Zeitverbrauch beträgt hier also ca. 4 Sekunden. Im Gegensatz dazu
Eingabe:
a = b = eye(500);
t1 = time();
c = a + b;
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 1.5974e-05
ist der Zeitverbrauch hier sehr gering. Vektoren und Matrizen werden etwas später in diesem Text detailliert behandelt. Hier nur soviel: Mittels ''eye'' wird eine Einheitsmatrix kreiert.
Octave hat im Gegensatz zu MATLAB keinen {{W|Just-in-time-Kompilierung|JIT-Compiler}} (JIT ... '''J'''ust '''i'''n '''T'''ime). Darum ist Vektorisierung gerade hier von eminenter Bedeutung.
=== Schleifen abbrechen ===
Zum Abbrechen einer Schleife gibt es den Befehl "break".
for var = 0 : 1 : 100
disp (var);
if var == 5
break;
end
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
"continue" setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort, z.B.
for var = 0 : 1 : 10
if var == 5
continue;
end
disp (var);
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Summe der ersten 10000 natürlichen Zahlen (bei 1 beginnend)
** in Form einer WHILE-Schleife
** in Form einer DO-UNTIL-Schleife
** in Form einer FOR-Schleife
** mittels sum-Befehl (siehe dazu auch die von Octave zur Verfügung gestellte Hilfefunktion).
** mittels gaußscher Summenformel (<math>\sum_{i=1}^n{i} = 1+2+...+n = n(n+1) / 2</math>)
* Schreiben Sie für obige Alternativen Programme mit denen der Zeitbedarf der Schleifen, Befehle bzw. Formeln gemessen werden kann. Welche Alternativen sind aus Zeitgründen (minimale Laufzeit) empfehlenswert?
= Grafiken zeichnen =
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plot" ist der Zeichenbefehl. "grid on" schaltet ein Zeichengitter ein.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen.
Sie könnten nun auf die Idee kommen, obiges Script unter Linux mit der Shebang-Zeile zu erweitern, um es direkt als Programm auszuführen.
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Die Enttäuschung folgt auf dem Fuß. Außer einem kurzen Aufblinken des Grafikfensters ist nicht viel zu sehen. Das Programm läuft einfach durch und wird nach der letzten Anweisung beendet. Abhilfe kann z.B. der <code>input</code>-Befehl schaffen:
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
refresh();
input("Zum Beenden RETURN-Taste drücken");
Das Programm wartet somit, bis Sie im Terminal die RETURN-Taste drücken. <code>refresh()</code> dient dazu, das Grafikfenster unmittelbar zu aktualisieren. Sonst würde das Ausgabefenster leer bleiben, bis es durch externe Anreize aktualisiert wird (z.B. durch Fenster minimieren/maximieren). Gleiches gilt für die <code>octave test1.m</code>-Variante.
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
plot(x,y);
grid on;
Man beachte den Punkt bei 2.^x (2 hoch x). Vergisst man den Punkt, dann erhält man eine Fehlermeldung (ähnlich dieser):
error: for x^y, only square matrix arguments are permitted and one argument must be scalar. Use .^ for elementwise power.
error: called from
test1 at line 2 column 3
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh2.jpg]]
Der Funktionsgraph kann auch als Fläche eingefärbt werden:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
fill (x, y, "b");
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh3.jpg | 500px]]
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
Mehrere Graphen lassen sich folgendermaßen in ein Fenster zeichnen:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, x,y2);
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Bild:octave_cosh14.jpg|600px]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1,"*r", x,y2,"ob");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_cosh4.jpg]]
Bei plot kann auch der Linienstil des jeweiligen Graphen angegeben werden, z.B. steht
* für Sternchenlinie
o für Kreise in der Linie
r für rot
b für blau
Ein ähnliches Resultat liefert der Code:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red", "*", x,y2, "Color", "blue", "o");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
Will man mehrere Graphen in ein Fenster zeichnen, aber nicht alles in einen plot-Befehl quetschen, so kann die "hold on"-Anweisung die Lösung des Problems sein:
%Lösche alle benutzerdefinierten Variablen aus der Symboltabelle
clear;
%Schließe alle Fenster
close all;
%Lösche Konsolenfenster und setze Cursor zurück
clc;
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red");
hold on;
plot(x,y2, "Color", "blue");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_coshsin1.jpg]]
Bei diesem Program wurden auch einige Möglichkeiten (clear, close, clc) gezeigt, um das System aufzuräumen. Ein "hold off" würde natürlich die hold-Funktion wieder ausschalten.
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi]</math> gezeichnet werden.
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
[[Datei:octave_spirale1.jpg]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den axis-Befehl verwenden (axis muss nach plot erscheinen).
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
axis equal;
[[Datei:octave_spirale222.jpg]]
=== Strichstärke ===
Für manche Zwecke ist es sinnvoll die Strichstärke des Graphen zu erhöhen. Dies kann über den Parameter "LineWidth" der plot-Funktion geschehen.
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
axis equal;
Ausgabe:
[[Datei:octave_spirale3.jpg]]
=== Beliebigen Text ausgeben ===
x = -10:0.1:10;
plot (x, sin (x), "LineWidth", 2);
text (2.7, 0.8, "Das ist die sin-Funktion");
Ausgabe:
[[Datei:octave_text1.jpg]]
=== Logarithmische Achseneinteilung ===
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
% Halblogarithmische Darstellung
semilogy(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_semilog1.jpg]]
Auch die x-Achse kann mit "semilogx" logarithmisch skaliert werden. Mit "loglog" werden beide Achsen logarithmisch skaliert.
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben (Hinweis: Siehe dazu auch die Octave-Hilfefunktion für den plot-Befehl).
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
* Erkunden Sie in der Octave-Hilfe den ezplot-Befehl.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
Mittels "plot3" lassen sich Raumkurven zeichnen.
t = 0 : .1 : 9*pi;
x = cos(t);
y = sin(t);
z = 1.3 .^ t;
plot3(x,y,z);
grid on;
[[Datei:octave_raumkurve1.jpg]]
=== Flächen ===
==== ezsurf ====
Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit 3D-Flächen zu erzeugen, besteht in der Verwendung des ezsurf-Befehls. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol (elementweise Multiplikation soll verwendet werden, keine Matrizenmultiplikation) in der anonymen Funktion. Was eine anonyme Funktion ist, wird weiter hinten in diesem Text kurz erklärt. Fürs Erste reicht es zu wissen, dass die Funktion f(x, y) jeweils im Intervall [0, 10] gezeichnet werden soll.
clear; close all; clc; clf;
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_ezsurf1.jpg|600px]]
Dieses Bild wurde mit der Octave-Version 5.2 erstellt. Es ist im Prinzip identisch zu jenen des folgenden Abschnitts, die mit der Version 3.0.3 erstellt wurden, nur die Farbschattierung ist anders. Ändern lässt sich diese Eigenschaft mit dem colormap-Befehl (siehe auch Octave-Hilfe):
clear; close all; clc; clf;
colormap(hot);
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_colormap_hot.jpg|600px]]
==== surf und mesh ====
Für das Zeichnen von Flächen existiert der surf-Befehl. Der meshgrid-Befehl kreiert ein Netz in der xy-Zeichenebene. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol der Formel für z.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
[[Datei:octave_flaeche1.jpg]]
Auch ein Farbstreifen kann via "colorbar" zur Grafik hinzugefügt werden.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
colorbar("East");
[[Datei:octave_flaeche2.jpg]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
x = 0 : .2 : 10;
y = 0 : .2 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
mesh(x_grid, y_grid, z);
Ausgabe:
[[Datei:octave_mesh1.jpg]]
==== Ellipsoide und Kegel ====
Für das Zeichnen von Kugeln oder Ellipsoiden stellt Octave den "sphere"-Befehl bzw. den "ellipsoid"-Befehl zur Verfügung.
clear; close all; clc;
% Ellipsoiden zeichnen
[x, y, z] = sphere(30);
surf(5*x, 4*y, 3*z);
hold on;
[x, y, z] = ellipsoid(5, 5, 5, 6, 3, 2, 30);
surf(x, y, z);
axis equal;
[[Bild:octave_ellipsoid2.jpg|600px]]
Für Zylinder und Kegel ist der "cylinder"-Befehl zuständig.
clear; close all; clc;
% Kegel und Zylinder zeichnen
[x, y, z] = cylinder([1 2], 100);
surf(x, y, z*3);
hold on;
[x, y, z] = cylinder([0.5 0.5], 50);
surf(x+3, y, z*2);
axis equal;
[[Bild:octave_cylinder2.jpg|600px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_kurve10.jpg]]
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_flaeche10.jpg]]
== Weiteres ==
=== subplot ===
Zeichnen mit Untergrafiken: Hier wird z.B. ein Fenster mit drei Untergrafiken gezeichnet.
Eingabe:
t = 0 : .5 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(t, t);
subplot(311);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid) );
subplot(312);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid) );
subplot(313);
surf(x_grid, y_grid, x_grid + cos(y_grid) );
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot2.jpg]]
Die dreistellige Ziffer beim subplot-Befehl bedeutet folgendes:
* Die erste Ziffer ist die Zeilenanzahl
* Die zweite Ziffer ist die Reihenanzahl und
* Die dritte Ziffer ist der Index.
Nun sei ein Beispiel mit 3x2-Untergrafiken angeführt.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
subplot(321);
plot(x, sin(x));
text(2, -0.5, "Index 1");
subplot(322);
plot(x, tan(x));
text(2, 2, "Index 2");
subplot(323);
plot(x, cosh(x) );
text(2, 3000, "Index 3");
subplot(324);
plot(x, gamma(x) )
text(2, 100000, "Index 4");
subplot(325);
plot(x, log(x) );
text(2, 0, "Index 5");
subplot(326);
plot(x, exp(x) );
text(2, 10000, "Index 6");
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot3.jpg]]
Hier ist sehr gut zu sehen, in welcher Reihenfolge der Index läuft.
=== figure ===
Zeichnen in verschiedene Fenster, z.B.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
figure(1)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid));
figure(2)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid));
Ausgabe:
[[Datei:octave_figure111.jpg|700px]]
=== Linien zeichnen ===
Zeichnen Sie eine Linie von der Koordinate [-15, 0] zu [15, 5]:
clear;
close all;
clc;
x = line([-15 15], [0, 5], "Color", "black", "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_linie1.jpg]]
Man beachte, dass Octave nicht Punkte P1(x1, y1), P2(x2, y2) erwartet, sondern einen x-Vektor [x1 x2] und einen y-Vektor [y1 y2].
Ein allgemeines Viereck wird z.B. mit folgendem Befehl gezeichnet.
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_viereck2.jpg]]
Auch dreidimensionale Formen lassen sich mit dem line-Befehl zeichnen:
clear; close all; clc;
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], [10, 20, 30, 40, 50], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_dreidim2.jpg]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie mittels "subplot" die Funktionsgrafen <math>y_1=\tan(x), y_2=\tan(2x), y_3=\tan\sqrt x, y_4=x\cdot \tan(x)</math> in folgender Form in ein Fenster:
** in 2x2-Darstellung
** in 1x4-Darstellung.
* Zeichnen Sie die im obigen Beispiel angegebenen Funktionsgrafen mittels "figure" jeweils in ein eigenes Fenster.
= Vektoren und Matrizen =
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1, 2, 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6; 7; 8]
Ausgabe:
v1 =
1 2 3
v2 =
6
7
8
Alternative Schreibweisen:
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1 2 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6
7
8]
Die Ausgabe entspricht der obigen Darstellung.
=== Zugriff auf Vektorelemente ===
Nachfolgend seien einige Zugriffsmöglichkeiten auf die einzelnen Vektorelemente erläutert.
Auf ein einzelnes Element kann via Index zugegriffen werden. Der Index startet bei 1:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3)
Ausgabe:
v2 = 4
Mehrere Elemente werden folgendermaßen angesprochen:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:4)
Ausgabe:
v2 =
4 8
Liefere den Teilvektor von einem gegebenen Index bis zum letzten Element:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:end)
Ausgabe:
v2 =
4 8 16
=== Addition und Subtraktion von Vektoren ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 7, 9];
res = v1 + v2
res = v1 - v2
Ausgabe:
res =
6 9 12
res =
-4 -5 -6
=== Multiplikation mit Skalaren ===
faktor = 3;
v = [1, 2, 3];
res = faktor * v
Ausgabe:
res =
3 6 9
=== Skalarprodukt ===
Das Skalarprodukt ist bekanntermaßen als <math>v_1 \cdot v_2 = |v_1| |v_2| \cos(\angle(v_1, v_2))</math> definiert. In Octave sieht das so aus:
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = dot(v1, v2)
Ausgabe:
res = 38
=== Vektorprodukt ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = cross(v1, v2)
Ausgabe:
res =
-4 8 -4
Enger an die mathematische Darstellung lehnt sich folgender Code an. Die zu multiplizierenden Vektoren seien in Form von Spaltenvektoren gegeben.
Mathematisch:
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Octave-Code:
a = [1
2
3];
b = [5
6
7];
res = cross(a, b)
Ausgabe:
res =
-4
8
-4
=== Transponierter Vektor ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5; 6; 7];
res1 = v1'
res2 = v2'
Ausgabe:
res1 =
1
2
3
res2 =
5 6 7
=== Einige weitere Vektorfunktionen ===
Beispiel:
% 1 + 2 + 3
v = [1 2 3];
sum(v)
Ausgabe:
ans = 6
Beispiel:
% 1 * 2 * 3 * 4
v = [1 2 3 4];
prod(v)
Ausgabe:
ans = 24
Beispiel:
% 1^2 + 2^2 + 3^2
v = [1 2 3];
sumsq (v)
Ausgabe:
ans = 14
== Matrizen ==
Gegeben sei folgende 2x3-Matrix <math>m=\left(\begin{array}{ccc}
1 & 2 & 3\\
4 & 5 & 6
\end{array}\right)</math>.
Eingabe:
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6]
Ausgabe:
m =
1 2 3
4 5 6
Alternativ und anschaulicher kann diese 2x3-Matrix auch so eingegeben werden:
m = [1 2 3
4 5 6]
Dies ist schon sehr nahe an der mathematischen Darstellungsweise.
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
m = [1 2 3
4 5 6];
% Element aus Zeile 2 und Spalte 3
m(2,3)
Ausgabe:
ans = 6
Eine andere Zugriffsmöglichkeit ist diese:
m = [1 2 3
4 5 6];
% Auf das fünfte Element soll zugegriffen werden
m(5)
Ausgabe:
ans = 3
Die Matrix wird also spaltenweise durchlaufen (nicht zeilenweise). Dies ist vielleicht auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, wird aber z.B. auch in Fortran so gehandhabt.
Auch Teilmatrizen können einfach gebildet werden:
m = [1 2 3
4 5 6];
m(2:end, 2:end)
Ausgabe:
ans =
5 6
Siehe zu diesem Thema auch etwas weiter hinten in diesem Text den Abschnitt "Teilmatrizen".
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [-4, -2, 0; 2, 4, 6];
m1 + m2
m1 - m2
Ausgabe:
ans =
-3 0 3
6 9 12
ans =
5 4 3
2 1 0
=== Transponierte Matrix ===
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m'
Ausgabe:
ans =
1 4
2 5
3 6
=== Rang einer Matrix ===
Der Rang einer Matrix Rg(M) ist die maximale Anzahl der linear unabhängigen Zeilenvektoren (Spaltenvektoren).
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [1, 2; 2, 4];
rank(m1)
rank(m2)
Ausgabe:
ans = 2
ans = 1
Regulär ist eine nxn-Matrix, wenn der Rg(M) = n. D.h. die erste Matrix m1 ist regulär, die zweite m2 singulär.
=== Inverse Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
inv(m1)
inv(m2)
Ausgabe:
ans =
1.00000 0.60000
0.00000 -0.20000
warning: matrix singular to machine precision
warning: called from
test1 at line 4 column 1
ans =
Inf Inf
Inf Inf
Die Matrix m2 in diesem Beispiel ist singulär (d.h. die Determinante ist 0). Determinanten werden etwas weiter unten in diesem Text behandelt. Inf steht für Infinity (= Unendlich).
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
m1 = [1, 3, 4; 0, -5, 1];
m2 = [1, 2; 2, 3; 0, 2];
m1 * m2
Ausgabe:
ans =
7 19
-10 -13
Will man aus irgendwelchen Gründen nicht das falksche Schema ausführen, sondern elementweise Multiplikation, so funktioniert das mit dem Punkt-Operator, z.B.
m1 = [1, 3; 0, -5];
m2 = [1, 2; 4, 2];
% falksches Schema
m1 * m2
% elementweise Multiplikation
m1 .* m2
Ausgabe:
ans =
13 8
-20 -10
ans =
1 6
0 -10
Verifikation, falksches Schema (Zeile*Spalte):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1+3*4 1*2+3*2 ] [ 13 8 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*1-4*5 0*2-5*2 ] = [ -20 -10 ]
Verifikation, elementweise Multiplikation (homologe Elemente):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1 3*2 ] [ 1 6 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*4 -5*2 ] = [ 0 -10 ]
=== Determinante einer Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
det(m1)
det(m2)
Ausgabe:
ans = -5
ans = 0
m1 ist regulär, m2 ist singulär. Determinanten können nur von quadratischen Matrizen gebildet werden.
=== Teilmatrizen ===
m = [1, 2, 3; 0, 5, 1];
% Die Matrix in einen Spaltenvektor umwandeln
m1 = m(:)
% Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m(1,2)
% Erste Zeile extrahieren
m3 = m(1, 1:3)
m4 = m(1, :)
% Zweite Spalte extrahieren
m5 = m(1:2, 2)
m6 = m(:, 2)
Ausgabe:
m1 =
1
0
2
5
3
1
m2 = 2
m3 =
1 2 3
m4 =
1 2 3
m5 =
2
5
m6 =
2
5
=== Einheitsmatrizen ===
eye(3,2)
Ausgabe:
ans =
1 0
0 1
0 0
=== Nullmatrizen ===
zeros(2,3)
Ausgabe:
ans =
0 0 0
0 0 0
=== Diagonalmatrizen ===
diag([1, 2, 3])
Ausgabe:
ans =
1 0 0
0 2 0
0 0 3
=== Spur einer Matrix ===
trace([1,2,3; 6,9, 0])
Ausgabe:
ans = 10
=== LR-Zerlegung einer Matrix ===
Führen Sie die LR-Faktorisierung (LR ... links/rechts bzw. LU ... left/upper) einer Matrix m aus. l sei die linke Dreiecksmatrix, r die rechte Dreiecksmatrix und p die Permutationsmatrix
m = [1 0 5
-1 1 -2
0 0 3];
[l, r, p] = lu(m)
Ausgabe:
l =
1 0 0
-1 1 0
0 0 1
r =
1 0 5
0 1 3
0 0 3
p =
1 0 0
0 1 0
0 0 1
=== Eigenwerte ===
a = [5 8
1 3];
% Eigenvektoren und Eigenwerte
[ev, ew] = eig(a)
Ausgabe:
ev =
0.9701 -0.8944
0.2425 0.4472
ew =
Diagonal Matrix
7 0
0 1
Die Eigenwerte sind hier <math>\lambda_1 = 7</math> und <math>\lambda_2 = 1</math>. Die Eigenvektoren sind [0.9701 0.2425] bzw. [-0.8944 0.4472]. Da das Gleichungssystem <math>(A - \lambda_i E) x_i = 0</math> singulär ist, sind alle Lösungsvektoren Vielfache dieser Eigenvektoren.
=== Schwach besetzte Matrizen ===
{{Wikipedia | Dünnbesetzte Matrix}}
Gegeben sei die schwach besetzte Matrix
m = [0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7]
Mittels dem sparse-Befehl kann man einfach die Elemente != 0 nach folgendem Schema eingeben.
sparse ([zeilenindizes] [spaltenindizes] [werte])
also in unserem Fall:
ms = sparse([1 2 3 3 4 5 5], [2 4 1 4 3 4 5], [1 3 4 2 1 1 7])
Ausgabe:
ms =
Compressed Column Sparse (rows = 5, cols = 5, nnz = 7)
(3, 1) -> 4
(1, 2) -> 1
(4, 3) -> 1
(2, 4) -> 3
(3, 4) -> 2
(5, 4) -> 1
(5, 5) -> 7
Die volle Matrix erhält man mit dem Befehl full:
m = full(ms)
Ausgabe:
m =
0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7
Grafisch anzeigen lassen kann man sich die Besetzung von Matrizen mit dem spy-Befehl:
spy(ms);
oder (für allgemeine Matrizen auch mittels)
spy(m);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse1.jpg]]
Wirklich interessant ist der spy-Befehl für größere Matrizen, z.B. um die Bandstruktur zu visualisieren.
e = eye(200);
es = sparse(e);
% Auf sparse-Matrizen kann genauso zugegriffen werden wie auf normalen Matrizen
es(100, 15) = 100;
spy(es);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse2.jpg]]
=== Matrizen mit Zufallswerten ===
Insbesondere für Testzwecke kann es manchmal sinnvoll sein größere Matrizen mit Zufallswerten zu bilden. Dazu stellt Octave u.a. den rand-Befehl zur Verfügung.
m = rand(5, 6)
Ausgabe:
m =
0.86605 0.61108 0.71347 0.97119 0.52428 0.21993
0.74059 0.49062 0.56073 0.68592 0.74737 0.62680
0.20790 0.84874 0.36834 0.31102 0.25813 0.28933
0.84732 0.98777 0.91512 0.42240 0.87891 0.63757
0.76823 0.80367 0.24639 0.78208 0.77170 0.95281
Die Zufallszahlen liegen gleichverteilt zwischen 0 und 1 und werden nach dem Mersenne-Twister-Verfahren mit einer Periode von <math>2^{19937}-1</math> gebildet.
Andere Verfahren sind:
* randn: Normalverteilte Pseudozufallselemente mit Mittelwert=0 und Varianz=1
* rande: Exponentialverteilte Zufallselemente
* randg: Gammaverteilte Zufallselemente
* randp: Poissonverteilte Zufallselemente
Details dazu siehe in der Octave-Hilfefunktion.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Winkel zwischen den beiden Vektoren a = [1 2 0] und b = [2 1 1]. Hinweis: Siehe diesbezüglich auch im Oktave-Hilfesystem den Befehl "norm".
* Gegeben seien Vektoren a = [1 2 5], b = [0 0 -1] und c = [-1 -2 2]. Berechnen Sie das Spatprodukt aus diesen drei Vektoren.
* Multiplizieren Sie die beiden Matrizen A und B (mit Octave und zur Kontrolle händisch)
A = [0 0 1
1 2 1]
B = [1 1
1 2
0 4]
* Ist die Matrix C regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
C = [-1 0 0 -4
2 0 1 5
7 6 2 0
3 0 2 6]
* Ist die Matrix D regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
D = [2 1 0 0
0 0 2 1
0 0 0 2
1 1 0 0]
* Berechnen Sie die Konditionszahl der folgenden Matrix. Hinweis: Siehe diesbezüglich im Oktave-Hilfesystem den Befehl cond
[3 4 -5
6 0 3
1 1 2]
* Berechnen Sie die Eigenwerte und Eigenvektoren der folgenden Matrix
[6 -3 4 0
0 7 -1 1
0 10 -3 -2
0 1 -2 1]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Octave durch den Buchstaben i, j, I oder J symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + i \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + i \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{i\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - i \cdot \Im(z)</math>
== Mit komplexen Zahlen rechnen ==
z1 = 2 + 5i; % kartesische Darstellung
z2 = 3 * exp(3j); % Polardarstellung
% Addition
res = z1 + z2;
disp("z1 + z2 = "); disp(res);
% Multiplikation
res = z1 * z2;
disp("z1 * z2 = "); disp(res);
% Realteil
res = real(z2);
disp("Realteil von z2 = "); disp(res);
% Imaginärteil
res = imag(z2);
disp("Imaginaerteil von z2 = "); disp(res);
% Betrag
res = abs(z1);
disp("Betrag von z1 = "); disp(res);
% Argument
res = angle(z1);
disp("Argument von z1 = "); disp(res);
% Konjugiert komplexe Zahl
res = conj(z1);
disp("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = "); disp(res);
Ausgabe:
z1 + z2 =
-0.96998 + 5.42336i
z1 * z2 =
-8.0568 - 14.0032i
Realteil von z2 =
-2.9700
Imaginaerteil von z2 =
0.42336
Betrag von z1 =
5.3852
Argument von z1 =
1.1903
Konjugiert komplexe Zahl von z1 =
2 - 5i
== Die gaußsche Zahlenebene ==
clear; close all; clc;
z1 = 3 + 5i;
z2 = 5 * exp(0.5i);
hold on;
plot(z1, "*");
compass(z1);
plot(z2, "o");
compass(z2);
grid on;
[[Datei:octave_komplex1.jpg]]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Quadratwurzel der komplexen Zahl <math>z = 3 + 2i</math>.
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Polarkoordinatendarstellung: <math>-11 - 3i</math> und <math>(1+i)^{10}</math>
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Normaldarstellung: <math>12 \cdot e^{i\cdot \pi / 4}</math> und <math>3 \cdot (\cos(\pi / 3) + i \cdot \sin(\pi / 3))</math>
* Zeichnen Sie die Zahl <math>3 + 5i</math> in der gaußschen Zahlenebene als Zeiger.
= Funktionen =
Um Programme zu strukturieren und einfacher zu gestalten können Programmteile in Funktionen ausgelagert werden. Eingebaute Funktionen haben wir schon kennengelernt (z.B. die Sinus-Funktion sin). Nun wollen wir sehen, wie man selbst solche Funktionen schreiben kann.
== Eine einfache Funktion schreiben ==
Datei addiere.m:
function res = addiere(a, b)
% Addiere zwei Zahlen a + b
res = a + b;
end
Datei test1.m:
addiere(10, 15)
Ausgabe:
ans = 25
* Jede Funktion sollte in einer eigenen m-Datei stehen.
* Der Dateiname sollte mit dem Funktionsnamen (natürlich ohne Dateiendung .m) übereinstimmen.
* Der Kommentar unter dem Funktionskopf wird als Hilfstext angezeigt, wenn die help-Funktion (hier "help addiere") aufgerufen wird.
== Inline-Funktionen ==
Kurze Funktionen können auch als Inline-Funktionen geschrieben werden.
addiere = inline("a + b");
x = 5;
y = 10;
z = addiere(x, y)
Oder in diesem Fall noch kürzer
addiere = inline("a + b");
z = addiere(5, 10)
Ausgabe:
z = 15
Bei neueren Octave-Versionen kann bei der Verwendung von Inline-Funktionen die Warnung
warning: inline is obsolete; use anonymous functions instead
erscheinen. Ein Blick in die Hilfe-Funktion
help inline
zeigt das selbe Ergebnis. Es sollen also anonyme Funktionen (siehe etwas weiter unten in diesem Text) anstelle von Inline-Funktionen verwendet werden.
== Funktionsstring ==
addiere = "a + b";
a = 5;
b = 10;
z = eval(addiere)
Ausgabe:
z = 15
== Anonyme Funktionen ==
{{Wikipedia | Anonyme Funktion}}
addiere = @(a, b) a + b;
x = 10;
y = 20;
z = addiere(x, y)
oder kürzer
addiere = @(a, b) a + b;
z = addiere(10, 20)
Ausgabe:
z = 30
== Nullstellen von Funktionen bestimmen ==
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
z = fzero(sinh2, 1)
Ausgabe:
z = -1.4436
Zur Kontrolle soll hier der Graph der Funktion dargestellt werden
clear;
close all;
clc;
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
x = -2 : 0.1 : 0;
y = sinh2(x);
z = fzero(sinh2, 1)
plot(x, y);
hold on;
plot(z, 0, "o", "Color", "red", "LineWidth", 2);
text (-1.8, 0.8, "Nullstelle");
line([z -1.7], [0, .7], "Color", "black");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_funktion5.jpg]]
Weiter unten im Text wird die ähnliche Funktion "fsolve" beschrieben. "fzero" benutzt zwei verschiedene Funktionen zur Problemlösung, darunter eben auch "fsolve".
Für die Nullstellenbestimmung von Polynomen gibt es die Funktion "roots". Näheres dazu folgt im nächsten Kapitel.
== Globale Variablen ==
Datei addiere.m:
function res = addiere()
global a b;
res = a + b;
end
Datei test1.m:
clear;
close all;
clc;
global a b;
a = 5;
b = 3;
addiere()
Ausgabe:
ans = 8
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie eine Funktion "ellipse", welche eine Ellipse am Bildschirm darstellt. Zur Erinnerung: Die Parameterdarstellung der Ellipse lautet <math>x = a\cdot\cos(t), y = b\cdot\sin(t), 0 \leq t \leq 2\pi</math>, Funktionsargumente seien a und b.
* Schreiben Sie <math>y = 2\cdot\sin(x) + 3\cdot\cos(x/2)</math>
** als normale Funktion
** als Funktionsstring
** als Inlinefunktion
** als anonyme Funktion
** stellen Sie diese Funktion grafisch am Bildschirm dar.
= Polynome =
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
% y = 2*x^3 + 5*x^2 + 4 für x = 2 berechnen
p = [2, 5, 0, 4];
polyval(p, 2)
Ausgabe:
ans = 40
== Polynome zeichnen ==
% y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 für das Intervall -5 <= x <= 5 grafisch darstellen
x = -5 : .1 : 5;
p = [2, 5, 0, 4];
y = polyval(p, x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_polynom1.jpg]]
== Nullstellen bestimmen ==
Für Polynome existiert die Funktion "roots" zur Nullstellenbestimmung.
% Nullstellen für y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 bestimmen
p = [2, 5, 0, 4];
r = roots(p)
Ausgabe:
r =
-2.76214 + 0.00000i
0.13107 + 0.84077i
0.13107 - 0.84077i
Dieses Polynom hat nur eine reelle Nullstelle. Diese liegt, wie am obigen Grafen zu ersehen ist, in der Nähe von -2.762. Die beiden anderen Nullstellen sind konjugiert komplex zueinander (wie es auch sein sollte).
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
* Zeichnen Sie das Polynom <math>y = 12x^4 - 70x</math> im Intervall <math>-5 \leq x \leq 5</math>.
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
== Einfache Berechnung mittels Gauß-Verfahren ==
{{Wikipedia | Gaußsches Eliminationsverfahren}}
Beispiel:
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = A \ b
Ausgabe:
x =
0
1
== Das gmres-Verfahren ==
gmres steht für Generalized Minimal Residual.
{{Wikipedia | GMRES-Verfahren}}
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = gmres(A, b)
Ausgabe:
gmres converged at iteration 2 to a solution with relative residual 2.22045e-16
x =
-1.6653e-16
1.0000e+00
Das Ergebnis weicht etwas vom gaußschen Verfahren ab, ist aber trotzdem im Rahmen der Näherung korrekt.
Weiters kennt Octave noch andere iterative Verfahren, z.B. cgs (Conjugate Gradient Squared) oder bicgstab (Bi-Conjugate Gradient Stabilized). Näheres zu diesen Verfahren siehe in der weiterführenden Literatur (z.B. bei Meister: Numerik linearer Gleichungssysteme, Vieweg+Teubner, 2011)
{{Wikipedia | CGS-Verfahren}}
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Octave (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Nichtlineare Gleichungssysteme =
== fsolve und fzero ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
xstart = 1;
[x, fval, info] = fsolve(f, xstart)
Ausgabe:
x = 2.4681
fval = -1.7764e-015
info = 1
* x ist eine Nullstelle in der Nähe vom Startwert xstart.
* fval ist die Abweichung, den f bei x aufweist.
* info ist ein "Fehlercode": 1 bedeutet, dass der relative Fehler in der spezifizierten Toleranz liegt (wie es sein soll). 3 würde bedeuten, dass der Algorithmus nicht konvergiert (z.B. weil keine Nullstelle existiert).
Zur Kontrolle plotten wir den Funktionsgraphen:
x = - 1 : .1 : 3;
y = x.^2 - 5.*cos(x) - 10;
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_nichtlin1.jpg]]
Und siehe da, die gesuchte Nullstelle liegt wie berechnet bei einem Wert nahe 2,5. Die Funktion <math>x^2 - 5\cos(x) - 10</math> hat noch eine zweite Nullstelle, wie in der folgenden Abbildung zu erkennen ist.
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
Diese zweite Nullstelle erhalten wir, wenn der Startwert in der Nähe dieser zweiten Nullstelle liegt, also z.B. bei -1. Ändern Sie einfach den entsprechenden Startwert im obigen Programmcode, und das Programm sollte die Nullstelle in der Nähe von -2.5 liefern.
Auch die Funktion ''fzero'' kann zur Lösung einer nichtlinearen Gleichung verwendet werden. Die Hilfe-Funktion von Octave empfiehlt dies sogar eindringlich für den Fall einer nichtlinearen Gleichung in einer Variablen. Für das gleiche Beispiel wie oben kann der Programmcode folgendermaßen aussehen:
Eingabe:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
[x0, y0] = fzero (f, [0, 3])
Ausgabe:
x0 = 2.4681
y0 = -1.2434e-14
== Gleichungssysteme ==
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Lösung:
f.m:
function y = f(x)
y(1) = 2*x(1) + 4*x(2);
y(2) = 4*x(1) + 8*x(2)^3;
end
test1.m:
clear;
close all;
clc;
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, -1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 0])
Ausgabe:
x =
-2 1
fval =
0 7.4930e-09
info = 1
x =
2 -1
fval =
0 -7.4930e-09
info = 1
x =
0 0
fval =
0 0
info = 1
== Aufgaben ==
* Bestimmen Sie die Nullstellen von <math>f(x) = x^2 - 3</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Bestimmen Sie die Nullstelle von <math>f(x) = sin(x) - x - 1</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Lösen Sie das folgende Gleichungssystem (und stellen Sie das Ganze grafisch am Bildschirm dar): <math> f_1 = x_1 + x_2 = 0; f_2 = x_1 + \sin{x_2} = 0</math>
= Interpolation =
== Eindimensionale Interpolation ==
{{Wikipedia | Interpolation (Mathematik)}}
Bezüglich eindimensionaler Interpolation sei auf die [https://docs.octave.org/v11.1.0/One_002ddimensional-Interpolation.html Octave-Dokumentation und Hilfefunktion zum Befehl " interp1"] verwiesen. Dort findet sich auch ein Programmbeispiel, das als Grundlage des folgenden Plots dient:
[[Datei:octave_interpol1.jpg]]
== Mehrdimensionale Interpolation ==
Bezüglich mehrdimensionaler Interpolation siehe die [https://docs.octave.org/v11.1.0/Multi_002ddimensional-Interpolation.html Hilfefunktion zu "interp2", "interp3" und "interpn"].
== Aufgabe ==
* Gegeben seinen die fünf Stützpunkte p1 = [1, 0], p2 = [2, -5], p3 = [3, 2], p4 = [4, 7], p5 = [5, 6]. Legen Sie eine Funktion (die Interpolierende) durch diese Stützpunkte. Eine Lösungsmöglichkeit:
xp = [1 2 3 4 5];
yp = [0, -5, 2, 7, 6];
xf = 1 : .1 : 5;
spl = interp1(xp, yp, xf, "spline");
pch = interp1(xp, yp, xf, "pchip");
plot(xp, yp, "or", "LineWidth", 2, xf, spl, "LineWidth", 2, ...
xf, pch, "LineWidth", 2);
legend("stuetzpunkte", "spline", "pchip", "location", "southeast");
[[Datei:octave_interpol3.jpg]]
= Differenzialrechnung =
== Polynome differenzieren ==
Es soll das Polynom <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> differenziert werden.
% Differenzieren des Polynoms y = 2*x^3 - 5*x^2 + 7
p = [2, -5, 0, 7];
polyder(p)
Ausgabe:
ans =
6 -10 0
D.h. also, die Ableitung von <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> ist <math>y' = 6x^2 - 10x</math>.
== Sonstige Funktionen differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 0.01 : 10;
y = 5 .* x .* sin(x);
y_strich = diff(y) / 0.01;
plot(x, y, "Color", "red", "LineWidth", 2);
hold on;
plot(x(1:length(x)-1), y_strich, "Color", "blue", "LineWidth", 2);
legend("y", "y'");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
diff(y) ist der Vektor aus den Differenzen y(2)-y(1), ..., y(n)-y(n-1). Für die genaue Arbeitsweise der diff-Funktion siehe "help diff".
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y^4 + 6y - 4</math>.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Polynome integrieren ==
Berechnen Sie das unbestimmte Integral von <math>y = 2x^3 - 7x^2 + 7</math>
p = [2, -7, 0, 7];
p_int = polyint(p)
Ausgabe:
p_int =
0.50000 -2.33333 0.00000 7.00000 0.00000
Das Ergebnis lautet also <math>\int{y dx} = 0.5x^4 - 2.33333x^3 + 7x + C</math> (auf die Integrationskonstante C darf nicht vergessen werden!).
== Gauß-Quadratur ==
{{Wikipedia | Gauß-Quadratur}}
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Gauß-Quadratur.
Datei f.m:
function y = f(x)
y = x^2;
end
Datei test1.m:
[v, ier, nfun, err] = quad ("f", 0, 3)
Ausgabe:
v = 9.0000
ier = 0
nfun = 21
err = 9.9920e-014
Erläuterung zur Ausgabe:
* v ... Resultat der Integration
* ier ... integer error code
* nfun ... Anzahl der Funktionsaufrufe
* err ... Fehler in der Lösung
== Quadratur mittels adaptiver Lobatto-Regel ==
Berechnen Sie diesmal das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Lobatto-Quadratur.
f = inline("x.^2");
v = quadl (f, 0, 3)
Ausgabe:
v = 9
Wie weiter oben bereits angesprochen kann bei der Ausgabe eine Warnung erfolgen. Inline-Funktionen sind inzwischen als obsolet erklärt und es sollen stattdessen anonyme Funktionen verwendet werden.
Zwecks Übung sei nachfolgend nochmals dieses Beispiel berechnet. Diesmal wird aber eine anonyme Funktion verwendet.
v = quadl (@(x) x.^2, 0, 3)
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y4 + 6y - 4</math>.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von -5 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4. Verwenden Sie hierzu die Simpsonregel (siehe dazu in der Hilfefunktion den Befehl "quadv").
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== ode23, ode45 und lsode ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen stehen die Funktionen
* ode23
bzw.
* ode45
zur Verfügung. Diese Funktionen implementieren das Runge-Kutta-Verfahren. "ode" steht für "Ordinary Differential Equation" (also auf Deutsch für "Gewöhnliche Differentialgleichung"). Die Zahlen bei ode23 oder ode45 stehen für die Ordnung.
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
clear;
close all;
clc;
[x, y] = ode45(@(x,y) (x^2+y^3), [0 1], 0);
plot(x, y, "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_ode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "ode45" (oder "ode23") siehe die Octave-Hilfe.
Auch die Funktion "lsode" steht zur Lösung von ODEs zur Verfügung.
Beispiel <math>y' = x + y</math>:
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1 : 5;
[y2, istate, msg] = lsode(@(x,y) (x + y), 1, t);
istate
msg
plot(t, y2);
Ausgabe:
istate = 2
msg = successful exit
[[Datei:octave_lsode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "lsode" siehe die Octave-Hilfe.
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Octave. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
= Die Fast-Fourier-Transformation =
{{Wikipedia | Schnelle Fourier-Transformation}}
Für die Funktion "fft" siehe das Octave-Hilfesystem.
= Mengenrechnung =
== Vereinigungsmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
union(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
1 2 3 4 6
== Schnittmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
intersect(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
2 4
= Logik =
Logische Operatoren werden oft benötigt, z.B. bei Schleifen und Verzweigungen.
Octave kennt die logischen Operatoren <code>or, and, not</code> und <code>xor</code>. Als Beispiel sei die Wahrheitstabelle für den Operator <code>or</code> dargestellt.
A B A or B
--------------------
true true true
true false true
false true true
false false false
In Octave kann das so ausgedrückt werden:
or( true, true )
or( true, false )
or( false, true )
or( false, false )
Ausgabe:
ans = 1
ans = 1
ans = 1
ans = 0
Zahlen ungleich 0 stehen für true, 0 für false. Z.B.:
or( 22, 0)
Ausgabe:
ans = 1
Äquivalent zu <code>or</code> ist der Operator <code>|</code>:
22 | 0
Ausgabe:
ans = 1
Zwecks näheren Informationen zu den Operatoren <code>and (&, &&), not (~, !)</code> und <code>xor</code> bemühe man Octaves Help-Funktion.
Bitweise logische Funktionen kennt Octave auch, so kann man z.B. zwei Zahlen mit dem bitweisen OR-Operator verknüpfen:
0b1100101
0b0110001
---------
0b1110101
Oder in Dezimalzahlen:
101
49
---
117
In Octave:
bitor( 0b1100101, 0b0110001 )
dec2bin( ans )
Ausgabe:
ans = 117
ans = 1110101
Zu <code>bitand, bitxor</code> usw. siehe die Octave-Hilfe-Funktion.
= Stochastik =
==Deskriptive Statistik ==
=== Lageparameter ===
Arithmetischer Mittelwert:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
mw = mean(vec)
Ausgabe:
mw = 5.7143
Der Median oder Zentralwert läßt sich folgendermaßen berechnen:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
median(vec)
Ausgabe:
ans = 4
Der Modus oder häufigste Wert läßt sich mittels "mode"-Funktion eruieren:
vec = [1 2 1 3 5 1 2 7];
[m, f, c] = mode (vec);
disp(m);
disp(f);
disp(c);
Ausgabe:
1
3
{
[1,1] = 1
}
m (erste Zeile der Ausgabe) ist der Modus. f (zweite Zeile) ist die Häufigkeit. Näheres dazu siehe im Octave-Hilfesystem.
=== Streuungsparameter ===
Varianz:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
v = var(vec)
Ausgabe:
v = 6.3333
Standardabweichung:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
s = std(vec)
Ausgabe:
s = 2.5166
=== Grafiken erzeugen ===
Histogramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6 1 1 1 2];
hist(v, max(v));
Ausgabe:
[[Datei:octave_histo2.jpg]]
Balkendiagramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
bar(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_bar111.jpg]]
Treppendiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stairs(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stairs1.jpg]]
Stabdiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stem(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stem1.jpg]]
=== Aufgaben ===
Gegeben sei folgende Datentabelle mit den Werten:
v1 = [3 4 1 1 7 2 1 9 2 5 9 7 2 2 9 2 2 1 2 8]
v2 = [1 1 0 2 3 4 1 2 7 0 2 1 5 5 5 4 5 2 5 0]
* Berechnen Sie die Lageparameter und Streuungsparameter des Vektors v1.
* Berechnen Sie Kovarianz und Korrelationskoeffizient der beiden zugeordneten Vektoren v1 und v2.
* Zeichnen Sie das Histogramm des Vektors v1.
== Wahrscheinlichkeitsrechnung ==
=== Kombinatorik ===
Der Binomialkoeffizient:
<math>\binom{n}{k}=\frac{n!}{k!(n-k)!}</math>
In Octave z.B.:
n = 30;
k = 4;
n_ueber_k = nchoosek (n, k)
Ausgabe:
n_ueber_k = 27405
Permutationen sind die verschiedenen Anordnungsmöglichkeiten mit der Anzahl n! = n * (n-1) * ... * 2 * 1.
Beispiel:
v = [1, 2, 3];
p = perms(v)
Ausgabe:
p =
1 2 3
2 1 3
1 3 2
2 3 1
3 1 2
3 2 1
n! (n-Fakultät) selbst kann so berechnet werden:
% 10!
n = 10;
factorial (n)
Ausgabe:
ans = 3628800
=== Verteilungen ===
Octave kennt eine ganze Reihe von Dichte- und Verteilungsfunktionen und zwar
* Probability Density Functions (PDF, Dichtefunktionen)
* Cumulative Distribution Functions (CDF, Verteilungsfunktionen)
Z.B.:
* Binomialverteilung:
** binopdf
** binocdf
* Hypergeometrische Verteilung:
** hygepdf
** hygecdf
* Normalverteilung:
** normpdf
** normcdf
* Studentverteilung:
** tpdf
** tcdf
* Weibullverteilung:
** wblpdf
** wblcdf
Ein Codebeispiel zur Binomialverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 1 : 10;
n = 10;
p = 0.1;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(221);
bar(x, b1);
title("binopdf");
text(1, 0.1, "n=10; p=0.1");
subplot(222);
bar(x, b2);
title("binocdf");
text(1, 0.5, "n=10; p=0.1");
n = 10;
p = 0.5;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(223);
bar(x, b1);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
subplot(224);
bar(x, b2);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
Ausgabe:
[[Datei:octave_bino3.jpg]]
Möglicherweise erhalten Sie bei diesem Beispiel eine Fehlermeldung in der Form
error: 'binopdf' undefined near line 8, column 6
The 'binopdf' function belongs to the statistics package from Octave
Forge which you have installed but not loaded. To load the package, run
'pkg load statistics' from the Octave prompt.
Laden Sie einfach das Paket für die Statistikfunktionen, wie in der Fehlermeldung beschrieben.
Ein Codebeispiel zur Normalverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = -4 : .1 : 4;
b1 = normpdf(x);
b2 = normcdf(x);
subplot(121);
plot(x, b1);
title("normpdf");
grid on;
subplot(122);
plot(x, b2);
title("normcdf");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_norm111.jpg]]
== Zufallszahlengeneratoren ==
Octave kann Zufallszahlen aus einer großen Anzahl von Verteilungen generieren, z.B.
* Chi-Quadrat-Verteilung: chi2rnd
* Log-Normal-Verteilung: lognrnd
* Normalverteilung: normrnd
Codebeispiel:
mean = 0;
standardabweichung = 1;
zufallszahl = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe (gibt eine Zufallszahl rund um den Mittelwert 0 aus), z.B.
zufallszahl = 1.0451
Auch Zufallsvektoren (oder Zufallsmatrizen) können erstellt werden:
mean = [0 0 0 0 0];
standardabweichung = 1;
zufallsvektor = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe, z.B.:
zufallsvektor =
1.47108 -0.51280 0.52726 0.31730 -1.04422
= Einfache Benutzeroberflächen erstellen=
== Input ==
fflush (stdout);
x = input("Gib eine Zahl ein: ");
disp(2 * x);
Ein-/Ausgabe:
Gib eine Zahl ein: 12
24
Der "fflush"-Befehl sollte immer vor dem Aufruf des input-Befehls aufgerufen werden. Näheres zu "fflush" siehe im Octave-Hilfesystem.
== Diverse einfache vorgefertigte Dialoge ==
Fehlermeldung:
errordlg("Fehlermeldung");
[[Bild:octave_fehlermeldung1.jpg]]
Warnung:
warndlg("Warnung");
[[Bild:octave_warnung1.jpg]]
Hilfedialog:
helpdlg
[[Bild:octave_hilfe1.jpg]]
Abfragedialog:
button = questdlg ("Frage")
[[Bild:octave_abfrage1.jpg]]
Eingabedialog:
in = inputdlg("Eingabe")
[[Bild:octave_eingabe1.jpg]]
Messagebox:
h = msgbox ("Eine Mitteilung!");
[[Bild:octave_messagebox1.jpg]]
== Komplexere vorgefertigte Dialogboxen ==
=== Menübox ===
auswahl = menu("Auswahl", "Affe", "Elefant", "Loewe", "Sonstiges");
switch(auswahl)
case 1
disp "Affe quietscht"
case 2
disp "Elefant trompetet"
case 3
disp "Loewe bruellt"
otherwise
disp "Sonstiges"
end
Ausgabe:
[[Bild:octave_menu1.jpg]]
Es werde beispielsweise die Nummer 2 gewählt.
Ausgabe:
Elefant trompetet
=== Dialogliste ===
clear;
close all;
clc;
opt = {"Eins", "Zwei", "Drei"};
[sel, ok] = listdlg ("ListString", opt, "SelectionMode", "Multiple");
if (ok == 1)
for i = 1 : numel(sel)
disp(opt{sel(i)});
end
else
disp("Cancel");
end
[[Bild:octave_dialog1.jpg]]
Es werden beispielsweise alle Optionen ausgewählt.
Ausgabe:
Eins
Zwei
Drei
=== Fortschrittsbalken ===
h = waitbar ([0.5])
[[Bild:octave_fortschritt1.jpg]]
=== Datei- und Verzeichnisdialoge ===
Dateidialog:
[fname, fpath, fltidx] = uigetfile ()
[[Bild:octave_dateidialog2.jpg]]
Ähnlich sind die Befehle "uiputfile" und "uigetdir". Dazu sei auf die Octave-Hilfe verwiesen.
== Eigene Dialoge kreieren ==
Dieses Thema sei hier nur kurz angerissen.
Programmcode:
d = dialog("Position", [300, 300, 250, 150], "Name", "Dialog");
txt = uicontrol("Parent", d, ...
"Style", "text", ...
"Position", [20, 80, 210, 40], ...
"String", "Hallo Welt");
btn_servus = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [30, 20, 80, 30], ...
"String", "Servus", ...
"Callback", "disp('Servus angeklickt!');");
btn_hallo = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [140, 20, 80, 30], ...
"String", "Hallo", ...
"Callback", "disp('Hallo angeklickt!');");
uiwait(d);
Ausgegebenes Dialogfenster:
[[Bild:octave_dialog100.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole (je nach gedrücktem Button), z.B.:
Servus angeklickt!
Die Position wird als [links, unten, breite, höhe] angegeben. Der Koordinatennullpunkt liegt, bezogen auf das Elternfenster, links unten. Es sind auch negative Koordinatenwerte möglich. Sinnvoll ist das z.B. bei einem dynamischen Ausblenden ohne zu löschen, oder für Animationen.
[[Bild:Cartesian-coordinate-system.svg | 150px]]
Wer mehr dazu wissen will, sei auf die Octave-Dokumentation verwiesen. Insbesondere siehe
* dialog
* uicontrol
* uipanel
* uibuttongroup
* uitable
* uimenu
* uitoolbar
== Aufgaben ==
=== Aufgabe 1 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit einem Texteingabefeld und einem Button. Beim Klicken auf den Button soll der Eingabetext auf der Konsole ausgegeben werden. Das Dialogfenster soll also in etwa so aussehen:
[[Bild:octave_dialog105.jpg]]
Da dies etwas komplizierter als das oben gezeigte Beispiel ist, werden nachfolgend ein paar Codefragmente zwecks Lösung angegeben:
Datei button_callback.m:
function button_callback(editHandle)
eingegText = get(editHandle, "String");
disp(eingegText);
end
Codefragement in test1.m:
% ...
edit = uicontrol(% ...
"Style", "edit", ...
%, ...
"HorizontalAlignment", "left");
btn = uicontrol(% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit));
% ...
Aufruf mit:
octave test1.m
Eingabe von z.B. "Hallo Welt!":
[[Bild:octave_dialog106.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole nach dem Drücken des Buttons:
Hallo Welt!
=== Aufgabe 2 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit zwei Eingabefeldern und einem Button. Eingegeben in diese zwei Eingabefelder werden vom Benutzer Zahlen. Auf der Konsole ausgegeben werden soll, nach Drücken des Buttons, das Produkt dieser zwei Zahlen.
Auch hier werden wieder Codefragemente angegeben.
Datei button_callback.m:
function button_callback(edit1, edit2)
zahl1 = str2double(get(edit1, 'String'));
zahl2 = str2double(get(edit2, 'String'));
disp(zahl1 * zahl2);
end
Codefragment Datei test1.m:
% ...
btn = uicontrol("Parent", d, ...
% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit1, edit2));
% ...
Was passiert, wenn der Benutzer keine Zahlen, sondern beliebige Strings eingibt?
= Fehlerhandling mit try/catch =
Die try/catch-Anweisung entspricht weitgehend jener, die aus höheren Programmiersprachen wie C++ oder Java bekannt sind. Aufgebaut ist diese Anweisungsfolge so:
try
BODY
catch
CLEANUP
end
Beispiel:
clear;
close all;
clc;
try
a = 10 / "zahl";
disp(a);
disp("Weiter im try-Block");
catch
disp("Catch: Kann nicht durch einen String dividieren");
end
Ausgabe:
Catch: Kann nicht durch einen String dividieren
Sinnvoll ist die try/catch-Folge, wenn z.B. auch in einem Fehlerfall Dateien wieder geschlossen werden sollen.
= Ein- und Ausgabe =
== Formatierte Ausgabe am Bildschirm, formatiertes Lesen von der Tastatur ==
Folgendes Beispiel ist der Octave-Hilfe (von Octave 3.0.3) entnommen:
pct = 37;
filename = "foo.txt";
printf ("Processed %d%% of `%s'.\nPlease be patient.\n", pct, filename);
Ausgabe:
Processed 37% of `foo.txt'.
Please be patient.
"printf" gibt einen formatierten String am Bildschirm (genauer in den Stream stdout) aus. Wie man sieht, orientiert sich das Format an der Programmiersprache C.
Für das formatierte Lesen vom Stream stdin (normalerweise also von der Tastatur) steht das Pendant "scanf" bereit.
== Von einem String lesen bzw. in einen String schreiben ==
Bezüglich der Funktionen
* sprintf
und
* sscanf
sei auf die Octave-Hilfefunktion verwiesen.
== Lesen und Schreiben von einer Datei ==
=== Datei schreiben ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Schreiben öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "w");
% Etwas in die Datei schreiben
fprintf(datei, "Hallo, Welt!");
% Datei schließen
fclose(datei);
=== Datei lesen ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Lesen öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "r");
% Etwas aus der Datei lesen
[string] = fscanf(datei, "%s");
disp(string);
% Datei schließen
fclose(datei);
Ausgabe:
Hallo,Welt!
=== Dateiende prüfen ===
Mittels des Befehls
feof(FID);
kann das Dateiende geprüft werden. Wenn die EOF-Bedingung zutrifft, dann wird 1 zurückgegeben, wenn nicht dann 0. Ein Beispiel folgt später als Lösung einer Aufgabe.
=== warning und error ===
Eine Warnung kann man am stderr-Stream ausgeben. Die warning-Funktion entspricht ansonsten der printf-Funktion. Nach Ausgabe der Warnung wird das Programm normal fortgesetzt.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
warning("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
warning: Matrix ist singulaer
warning: called from
test1 at line 5 column 3
Weiter geht's
Schärfer ist der error-Befehl. Die Fehlermeldung wird am stderr-Stream ausgegeben. Vom Format her entspricht diese Funktion dem printf-Befehl. Nach Ausgabe der Fehlermeldung wird das Programm beendet.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
error("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
error: Matrix ist singulaer
error: called from
test1 at line 5 column 3
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie ein Programm, das die Zahlen 1 bis 10 zeilenweise in eine Datei ausgibt.
* Lesen Sie diese Zeilen wieder von der Datei ein und geben Sie sie am Bildschirm aus.
* Gegeben sei eine Datei. Lesen Sie die Daten aus dieser Datei ein und rechnen Sie per Octave-Programm den Gesamtpreis für alle Tiere aus. Die Anzahl der Zeilen und der genaue Dateinhalt sei Ihnen vorab nicht bekannt. Bekannt ist nur das Datenformat wie folgt:
Nr. Name Einzelpreis Stueck
1 Affe 15000.50 2
2 Loewe 11000.90 1
3 Nashorn 45000.10 1
4 Elefant 51245.90 3
5 Tiger 9000.70 2
6 Maus 34.90 12
Eine einfache Lösung ohne Schnickschnack (Fehlerüberprüfungen etc.) für dieses Beispiel könnte wie folgt aussehen:
clear;
close all;
clc;
datei = fopen ("c:/tmp/daten1.txt", "r");
gesamtpreis = 0;
% Kopfzeile einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%s %s %s %s", "C");
while(feof(datei) == 0)
% Datensätze einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%d %s %f %d", "C");
gesamtpreis += preis*stk;
end
fclose(datei);
disp("Gesamtpreis = ");
format long;
disp(gesamtpreis);
Ausgabe:
Gesamtpreis =
258159.900000000
= Datencontainer =
== Datenstrukturen ==
Pseudocode:
STRUKTUR s
ZAHL a
VEKTOR b
STRING c
END
Octave-Code:
s.a = 45.9;
s.b = [1 2 3 4 5];
s.c = "Hallo!";
s
Ausgabe:
s =
scalar structure containing the fields:
a = 45.90000000000000
b =
1 2 3 4 5
c = Hallo!
Um ein paar weitere Möglichkeiten zum Handling mit Datenstrukturen aufzuzeigen, sei folgender Code aufgeführt.
Datei addsub.m
function res = addsub(a, b)
res.x = a + b;
res.y = a - b;
end
Datei test1.m
clear;
clc;
addsub(10, 50)
r = addsub(30, 70)
r.x
r.y
++r.x
Ausgabe:
ans =
scalar structure containing the fields:
x = 60
y = -40
r =
scalar structure containing the fields:
x = 100
y = -40
ans = 100
ans = -40
ans = 101
Die Funktion "addsub" liefert die Struktur res mit zwei Zahlenwerten. Die Elemente der Datenstruktur können auch außerhalb der Funktion angesprochen werden. Auch gerechnet werden kann mit diesen Elementen.
== Cell Arrays ==
Manchmal kann es sinnvoll sein mehrere Variablen verschiedenen Typs und Größe in einer Variablen zu speichern. Dies funktioniert ähnlich wie bei Vektoren. Es werden aber geschweifte Klammern verwendet.
Eingabe:
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44}
c{1}
c{1:2}
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = Hallo Welt!
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
ans = Hallo Welt!
ans = Hallo Welt!
ans =
2 2
Elemente des Cell Arrays können auch wieder mit Variablen anderen Typs überschrieben werden.
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44};
c{1} = 5;
c
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = 5
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
= Objektorientierte Programmierung =
{{Wikipedia|Objektorientierte Programmierung}}
* {{W|Klasse (Objektorientierung)|Klasse}} ... die Schablone oder der Bauplan, enthält Methoden und Attribute
* {{W|Objekt (Programmierung)|Objekt}} ... eine Klasseninstanz (die konkrete Ausprägung der Klasse)
* {{W|Attribut (Programmierung)|Attribute}} ... die Eigenschaften eines Objekts
* {{W|Methode (Programmierung)|Methoden}} ... die Aktionen (Operationen), die ein Objekt ausführen kann
* {{W|Vererbung (Programmierung)|Vererbung}} ... neue Klassen (Subklassen, Unterklassen, abgeleitete Klassen) aus vorhandenen Klassen (Superklassen, Oberklassen, Basisklassen, Elternklassen) ableiten. Ermöglicht den Aufbau von Klassenhierarchien. Die Subklasse "erbt" Attribute und Methoden von der Superklasse. Octave unterstützt (so wie C++ und Python, aber im Gegensatz zu Java) Mehrfachvererbung.
== UML ==
* {{W|Unified Modeling Language|UML}} ... '''U'''nified '''M'''odeling '''L'''anguage, eine Modellierungssprache. Die UML enthält zahlreiche Diagrammarten, um Programme zu modellieren. Im Nachfolgenden wird nur das {{W|Klassendiagramm}} verwendet.
[[File:UmlCd Klasse-3.svg|300px]]
* {{W|Sichtbarkeit (Programmierung)|Sichtbarkeit}}:
** + ... public (öffentlich)
** - ... private (privat)
** # ... protected (geschützt)
* Vererbung:
<gallery>
InheritancePgmUML.svg | Abgeleitete Klasse erbt von Basisklasse (Einfachvererbung)
Diamond inheritance.svg | D erbt von B und C (Mehrfachvererbung). B und C erben von A (Einfachvererbung)
</gallery>
Für weitergehende Betrachtungen zur UML wird auf Spezialliteratur verwiesen, z.B.:
* Seidl et al.: UML@Classroom. dpunkt, 2012, ISBN 978-3-89864-776-2
* Rupp et al.: UML 2 glasklar. Hanser, 4. Aufl., 2012, ISBN 978-3-446-43057-0
== Klassen und Vererbung ==
Octave unterstützt auch objektorientierte Programmierung mit dem Schlüsselwort <code>classdef</code> (ab Version 4.0). Dieses Thema ist zwar etwas fortgeschritten, wird aber trotzdem kurz behandelt.
[[Bild:octave_oop1.svg|200px]]
Datei Auto.m:
classdef Auto
properties
marke1 = "Beemweh"
endproperties
methods
function zeige1(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke1]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei Cabrio.m:
classdef Cabrio < Auto
properties
marke2 = "Cabrio"
endproperties
methods
function zeige2(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke2]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei test1.m:
obj = Cabrio();
obj.zeige1();
obj.zeige2();
Ausgabe (Aufruf mittels "octave test1.m"):
Marke: Beemweh
Marke: Cabrio
GNU Octave kann auch Mehrfachvererbung:
classdef Unterklasse < Oberklasse1 & Oberklasse2
Für die Reihenfolge der Vererbung gilt: Die zuerst genannte Klasse hat Vorrang.
Man kann mittels <code>private, protected, public</code> Daten auch kapseln:
properties(SetAccess = private, GetAccess = public)
methods (Access = public)
Standardmäßig sind alle Methoden und Attribute <code>public</code>.
Weiterführendes siehe z.B. in der [https://docs.octave.org/latest/Object-Oriented-Programming.html Octave-Dokumentation].
= Octave im Zusammenspiel mit anderen Programmiersprachen =
Man kann GNU Octave zur Kommunikation mit anderen Programmiersprachen bewegen, und das in beide Richtungen:
* GNU Octave -> andere Programmiersprache
* andere Programmiersprache -> GNU Octave
Hier die ganzen Möglichkeiten detailliert zu beschreiben würde zu weit führen. Wir beschränken uns im Wesentlichen auf die Erstellung von .oct-Files (C/C++; Fortran würde auch gehen, ist aber komplizierter) und zählen im Anschluss daran ein paar weitere Varianten auf.
== .oct-Dateien ==
Eine .oct-Datei in GNU Octave ist eine kompilierte C/C++-Datei, die als dynamisch ladbares Objekt direkt in Octave ausgeführt werden kann. oct-Dateien sind meist schneller als nativer Octave-Code.
1. Schritt: Erstelle z.B. eine C++-Datei ''quadrat.cc'' (es soll das Quadrat einer Zahl berechnet werden)
#include <octave/oct.h>
DEFUN_DLD(quadrat, args, nargout, "Quadrat einer Zahl berechnen")
{
double x = args(0).double_value();
double res = x*x;
return octave_value(res);
}
* <code>DEFUN_DLD</code> ist ein Makro. Damit wird angezeigt, dass es sich um eine dynamisch ladbare Funktion handelt ('''De'''fine '''Fun'''ction – '''D'''ynamically '''L'''inked '''D'''istribution).
* Der erste Parameter muss mit dem Namen der Funktion und der erstellten oct-Datei übereinstimmen, also hier <code>quadrat</code>.
* <code>args</code>: Argumente die beim Aufruf in Octave übergeben werden.
* <code>nargout</code>: Anzahl der Rückgabewerte.
* "Quadrat einer Zahl berechnen": Dokumentationsstring
2. Schritt: ''quadrat.cc'' kompilieren
# Terminal öffnen
# In das quadrat.cc-Verzeichnis wechseln
# Octave aufrufen
# cc-Datei zu einer oct-Datei kompilieren: <code>mkoctfile quadrat.cc</code>
# Wenn das ohne Fehlermeldung durchläuft, so sollte im Anschluss eine (relativ große) ''quadrat.oct''-Datei im entsprechenden Verzeichnis zu finden sein.
3. Schritt: Funktion <code>quadrat()</code> in Octave aufrufen, z.B.:
y = quadrat(5)
Es ergibt sich folgende Ausgabe:
y = 25
Damit das funktioniert, müssen natürlich die entsprechenden Werkzeuge (Compiler etc.) installiert sein. Darauf wird hier aber nicht näher eingegangen.
Die Dokumentation zu den .oct-Dateien findet sich auf [https://docs.octave.org/v11.1.0/Oct_002dFiles.html].
== Andere Möglichkeiten ==
* .mex-Dateien ('''M'''ATLAB '''Ex'''ecutables): Wenn man kompatibel zu MATLAB bleiben muss
* Java- oder Python-Schnittstelle (Nachteil: langsamer als .oct-Dateien)
Bevor man aber diese Möglichkeiten in Anspruch nimmt, sollte man vektorisieren. Damit lassen sich oft schon höhere Geschwindigkeiten erzielen. Dieses Thema wurde früher schon kurz behandelt ([[Ing_Mathematik:_Numerische_Mathematiksysteme_am_Beispiel_von_Octave#Die_FOR-Schleife|FOR-Schleife]]).
= Octave und die Tabellenkalkulation =
== Lesen ==
GNU Octave kann auch CSV-, LibreOffice Calc- oder MS Excel-Dateien einlesen.
Gegeben sei folgende schematisierte Datei im LibreOffice Calc-Format (test1.ods):
Februar März
Freitag 23 26
Samstag 17 41
Sonntag 34 37
=== Direkt als ODS-Datei einlesen ===
Die odsread-Funktion muss via io-Package geladen werden. Dieses Package ist nicht standardmäßig installiert, sondern kann z.B. bei openSUSE Tumbleweed mittels YaST als octave-forge-io installiert werden. Danach wird das Package geladen (pkg load io) und die Daten mittels odsread eingelesen.
pkg load io
[num, txt, raw] = odsread('test1.ods');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Ausgabe:
23 26
17 41
34 37
------------
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] =
[3,2] =
[4,2] =
[1,3] = März
[2,3] =
[3,3] =
[4,3] =
}
------------
{
[1,1] = [](0x0)
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
=== Als CSV-Datei einlesen ===
Die Datei test1.ods wird per LibreOffice Calc als CSV-Datei test1.csv (Trennzeichen ist der Strichpunkt) gespeichert (Achtung: gespeichert, nicht exportiert!):
;Februar;März
Freitag;23;26
Samstag;17;41
Sonntag;34;37
==== Mit csv2cell ====
Wir wollen hier den Strichpunkt als Trennzeichen verwenden. Per Default wird nämlich der Beistrich als Trennzeichen interpretiert.
pkg load io;
data = csv2cell("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data{2, 2});
Ausgabe:
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
---------------
23
==== Mit dlmread ====
data = dlmread("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data(2, 2));
Ausgabe:
0 0 0
0 23 26
0 17 41
0 34 37
---------------
23
==== Mit importdata ====
data = importdata("test1.csv");
disp(data)
disp("------------")
disp(data.data);
disp("------------")
disp(data.data(2,2));
Ausgabe:
data =
23 26
17 41
34 37
textdata =
{
[1,1] = ;Februar;März
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
}
rowheaders =
{
[1,1] = Freitag
[2,1] = Samstag
[3,1] = Sonntag
}
------------
23 26
17 41
34 37
------------
41
Damit haben wir schon etliche Funktionen zu diesem Zweck kennengelernt. Weitere Funktionen zu
diesem Zweck sind z.B.
* csvread
* textscan
=== Als XLSX-Datei einlesen ===
Wir speichern unsere test1.ods-Datei als test1.xlsx-Datei. Dies ist das MS Excel-Standardformat. Und schon können wir den xlsread-Befehl zum Einlesen der Daten verwenden.
pkg load io
[num, txt, raw] = xlsread('test1.xlsx');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Die Ausgabe ist gleich wie oben bei der odsread-Funktion.
== Schreiben ==
=== Direkt als ODS-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
odswrite('test1.ods', data);
=== Als XLSX-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
xlswrite('test1.xlsx', data);
=== Als CSV-Datei schreiben ===
* dlmwrite
* csvwrite
* fprintf
= Octave GUI =
Das GUI-Programm ('''G'''raphical '''U'''ser '''I'''nterface) von Octave entspricht im Wesentlichen anderen Programmier-Benutzeroberflächen (IDEs ... '''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironments), wie z.B. Eclipse (Java), Code::Blocks (C/C++) oder Spyder (Python). Nachfolgend ist ein Screenshot des Octave-GUI mit einigen Anmerkungen dargestellt.
[[Bild:octave_gui2.jpg|600px]]
Probieren Sie einfach die Möglichkeiten der zur Verfügung gestellten GUI/IDE aus.
= Komplexere Aufgaben =
* Berechnen Sie die Fläche, den Umfang, die Seitenlängen, den Inkreis und den Umkreis eines Dreiecks. Stellen Sie das Dreieck inklusive In- und Umkreis grafisch dar. Speichern Sie die Daten in einer Datei. Die drei Eckpunkte dieses Dreiecks sollen vom Benutzer beliebig vorgegeben werden.
* Die Werte einer beliebig großen quadratischen Matrix seien in einer Datei gespeichert. Lesen Sie diese Datei ein und berechnen Sie daraus die Determinante der Matrix, die inverse Matrix, die Eigenvektoren und -werte, die Spur. Führen Sie die LR-Zerlegung durch. Geben Sie diese Werte am Bildschirm aus.
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Octave. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechende weiterführende Literatur, die Octave-Hilfefunktion und die Octave-Dokumentation verwiesen. Octave kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Aber auch Octave selbst ist erweiterbar. Man siehe z.B. Octave Packages (https://gnu-octave.github.io/packages/) oder man schreibt selbst Erweiterungen.
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
zurücklink=Ing Mathematik: Computeralgebrasysteme am Beispiel von Maxima|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
0goypku7q35bv2a0s6v6w8tbk2b6rhe
1091193
1091189
2026-09-21T16:26:35Z
Intruder
1513
/* Klassen und Vererbung */ Bild hinzu
1091193
wikitext
text/x-wiki
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
zurücklink=Ing Mathematik: Computeralgebrasysteme am Beispiel von Maxima|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
= Hallo Welt und allgemeine Hinweise =
== Was ist Octave ==
* Octave ist eine Software zur numerischen Lösung mathematischer Probleme.
* Octave ist Open-Source (GPL-Lizenz).
* Octave ist für viele Betriebssysteme erhältlich (z.B. für Linux, MS Windows, macOS).
* Octave ist weitgehend kompatibel zum Numerik-Standardprogramm {{W|Matlab|MATLAB}}.
* Octave ist ein Interpreter.
* Octave als Programmiersprache ist case-sensitive - d.h. Groß- und Kleinschreibung ist relevant bei der Eingabe von Befehlen.
{{Wikipedia | GNU Octave}}
== Octave installieren ==
=== MS Windows ===
Laden Sie das aktuelle Octave-Paket von der Webseite [https://octave.org/download] herunter. Weiter geht es wie bei jedem anderen größeren zu installierenden Programm. Einfach das Installationsprogramm im Explorer doppelklicken und den Anweisungen des Setup-Programmes folgen.
=== Linux ===
Entweder ist Octave bereits standardmäßig installiert, ansonsten ist die Installation mittels Paketmanagementsystem einfach möglich. Dazu gehen Sie auf die Seite [https://wiki.octave.org/Category:Installation], wählen die vorhandene Linux-Variante und folgen der angegebenen Beschreibung (z.B. <code>zypper ... </code> für openSUSE. Oder Sie benutzen unter openSUSE Tumbleweed direkt das Setup-Programm {{W|YaST}}).
== Octave starten ==
=== MS Windows ===
Das Icon für das Octave-Programm doppelklicken (für das Konsolenprogramm ... CLI, für die grafische Benutzeroberfläche ... GUI). Und schon startet das Programm.
[[Datei:octavestart1.jpg]]
=== Linux ===
In einer Linux-Konsole den Befehl "octave" eintippen, mit der RETURN-Taste bestätigen, und das Programm (CLI) startet:
GNU Octave (x86_64-suse-linux-gnu) version 11.1.0
Copyright (C) 1993-2026 The Octave Project Developers.
License GPLv3+: GNU GPL version 3 or later <https://gnu.org/licenses/gpl.html>
This is free software; see the source code for copying conditions.
There is NO WARRANTY, to the extent permitted by law. For details, type 'warranty'.
Home page: <https://octave.org>
Support resources: <https://octave.org/support>
Improve Octave: <https://octave.org/get-involved>
For changes from previous versions, type 'news'.
octave:1>
Um Octave mit der eingebauten GUI zu starten, kann der Befehl <code>octave --force-gui</code> verwendet werden:
[[File:Gnu_Octave_IDE.png|600px]]
Alternativ kann, z.B. unter openSUSE Tumbleweed (mit {{W|KDE Plasma 6|KDE-Plasma}}), die Octave-IDE auch über den Application Launcher im Menü ''Education -> GNU Octave'' gestartet werden.
== Ein paar Worte zur Erklärung ==
Im Folgenden wird immer das Konsolenprogramm (CLI ... Command Line Interface) für die Eingabe von Befehlen benutzt. Erst gegen Ende dieses Textes wird auch kurz auf das GUI von Octave eingegangen.
Teilweise werden Ergebnisse der älteren Octave-Version 3.0.3 dargestellt. Die dargestellten Grafiken und Ausgabetexte können je nach Version leicht voneinander abweichen. Der Text wurde ursprünglich mit der Octave-Version 3.0.3 erstellt und anschließend auf die Versionen 5.2 bis 11.1.0 aktualisiert. Dieser Mischmasch sollte aber kein Problem darstellen.
Getestet wurden die Beispiele ursprünglich unter dem Betriebssystem MS Windows 10, später auch mit MS Windows 11, bzw. mit openSUSE Leap 15.6 (Octave 6.4.0, nur vereinzelt) und ab März 2026 auch mit openSUSE Tumbleweed (ab Octave 10.3.0, nur vereinzelt).
== Ein erstes Programm ==
Kommentare werden in Octave mit dem Prozentzeichen (%) oder alternativ mit der Raute (#) eingeleitet. Sie werden vom Octave-Interpreter ignoriert. Will man kompatibel mit MATLAB bleiben, so ist die Version mit dem %-Zeichen vorzuziehen. Text kann mit der disp-Funktion ausgegeben werden. Starten Sie Octave und geben sie folgende Anweisungen zeilenweise ein
octave-3.0.3.exe:1> % Das ist ein Kommentar
octave-3.0.3.exe:2> # und das auch
octave-3.0.3.exe:3> disp "Hallo Welt!"
Als Ergebnis erhalten Sie
Hallo Welt!
Der Prompt (z.B. octave-3.0.3.exe:1>) ist natürlich abhängig von der Octave-Version und den schon eingegebenen Zeilen. Er ist selbstverständlich nicht einzutippen, sondern wird vom Octave-System geliefert.
Strings können in Octave entweder in Anführungszeichen (") gesetzt werden oder in Hochkommatas('). In diesem Text wird die erste Variante bevorzugt eingesetzt.
= Octave als Taschenrechner =
== Allgemeines ==
Wir wollen 3 * 5 berechnen. Dazu starten wir Octave. Geben Sie dann die Formel
octave-3.0.3.exe:1> 3 * 5
ein, drücken die Taste ENTER/RETURN und erhalten als Ergebnis
ans = 15
Auch kompliziertere Ausdrücke sind möglich. Beispielsweise mit Winkelfunktionen, Quadratwurzeln etc. Wir wollen nun den Ausdruck <math>\sin\sqrt{15}</math> berechnen :
octave-3.0.3.exe:2> sin(sqrt(15))
ans = -0.6679
Octave kennt eine Handvoll von Konstanten, z.B.:
Zeilenweise Eingabe:
% Die Kreiszahl PI
pi
% Die Eulersche Zahl
e
% Zur Maschinengenauigkeit
eps
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 2.7183
ans = 2.2204e-016
"ans" steht übrigens für den Begriff "answer" (auf Deutsch "Antwort"). Mit "ans" kann wie mit jeder anderen Variable oder Konstanten weitergerechnet werden, z.B.:
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 10
ans = 62.832
Die Ausgabe eines Befehls am Bildschirm (das "Echo") kann übrigens durch Anwendung des Semikolons (;) unterdrückt werden. Gezeigt werden soll dies nun mit Hilfe des obigen Beispiels. Es soll nur der Umfang ausgegeben werden, nicht der Radius.
Eingabe:
% Der Kreisradius sei 10
10;
% Der Kreis-Umfang mit diesem Radius sei folgendes
2 * pi * ans
Ausgabe:
ans = 62.832
Vielleicht ist manchem die Genauigkeit, mit der Echo bzw. der Befehl disp Werte ausgibt, nicht ausreichend. Dem kann Abhilfe verschafft werden und zwar so:
Eingabe:
format short
pi
format long
pi
format longe
pi
% usw.
Ausgabe:
ans = 3.1416
ans = 3.14159265358979
ans = 3.14159265358979e+00
Beenden lässt sich das Octave-Programm durch Eingabe von quit oder exit (und natürlich zur Bestätigung die RETURN-Taste drücken).
== Die Hilfefunktion von Octave ==
Die Eingabe von help mit Angabe eines Funktionsnamens liefert detaillierte Infos zu der gesuchten Funktion.
Eingabe:
help sin
Ausgabe:
'sin' is a built-in function from the file libinterp/corefcn/mappers.cc
-- Y = sin (X)
Compute the sine for each element of X in radians.
See also: asin, sind, sinh.
Additional help for built-in functions and operators is
available in the online version of the manual. Use the command
'doc <topic>' to search the manual index.
Help and information about Octave is also available on the WWW
at https://www.octave.org and via the help@octave.org
mailing list.
Auch gibt es die doc-Funktion für eine vollständige Dokumentation des Octave-Systems, z.B.:
Eingabe:
doc
Ausgabe:
[[Datei:Octave_730_doc_screenshot.jpg]]
== Sonstige einfache Berechnungen ==
In octave gibt es eine "umgekehrte" Division:
11 / 2 % normale Division (Rechtsdivision)
11 \ 2 % umgekehrte Division (Linksdivision)
Ausgabe:
ans = 5.5000
ans = 0.1818
Potenzieren kann man so:
12^5
Ausgabe:
ans = 248832
Den Modulo-Operator % wie in C/C++, Java oder Python gibt es in Octave '''nicht'''. Das Prozentzeichen ist dem Kommentar vorbehalten. Man kann aber eine Funktion hierfür benutzen
y = mod(20, 3)
Ausgabe:
y = 2
Runden mit und auf Ganzzahlen kann man in Octave so:
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
y = int32(15) / int32(4)
Ausgabe:
x = 3
y = 4
Siehe dazu aber auch die Funktionen <code>floor</code>, <code>ceil</code> und <code>idivide</code>.
Mittels <code>int32()</code> werden Zahlen als 32-Bit-Ganzzahlen dargestellt. Standardmäßig ist der Datentyp nämlich <code>double</code>. Das ist zu beachten, es ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse.
Beispiel:
clear();
a = int32(10);
b = int32(3);
x = a / b
c = 10;
d = 3;
y = c / d
whos()
Ausgabe:
x = 3
y = 3.3333
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 4 int32
b 1x1 4 int32
c 1x1 8 double
d 1x1 8 double
x 1x1 4 int32
y 1x1 8 double
Total is 6 elements using 36 bytes
Ist der Wertebereich von <code>int32</code> zu klein (4 Bytes, <math>-2^{31}</math> bis <math>2^{31} - 1</math>), so gibt es auch <code>int64</code> (8 Bytes, <math>-2^{63}</math> bis <math>2^{63} - 1</math>).
<code>clear</code> löscht Namen und gibt den Speicherplatz wieder frei. <code>whos()</code> liefert detaillierte Informationen der aktuell definierten Variablen.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>\frac{1}{2}\cdot e^2 \cdot \tan(\pi/3)</math>.
* Berechnen Sie mit Octave den Ausdruck <math>2\; \text{cosd}(60) - 3\sin(\pi/5)</math>. Anmerkung: cosd erwartet den Parameter im Gradmaß (d für "degree"), sin erwartet den Parameter im Bogenmaß.
* Erkunden Sie die Fehlerfunktion "erf" mittels Octave-Hilfe.
* Welche Zahl ergibt sich durch <code>3 / 4 \ 2</code>?
* Welche Zahlen werden durch die folgenden Anweisungen ausgegeben?
idivide(int32(10), int32(3), "fix")
idivide(int32(10), int32(3), "round")
idivide(int32(10), int32(3), "floor")
idivide(int32(10), int32(3), "ceil")
floor(10.3)
ceil(10.3)
= Octave als Scriptsprache =
Häufig wird man aber kompliziertere Anweisungsfolgen verarbeiten müssen. Diese will man normalerweise nicht jedesmal neu eingeben, sondern in einer Datei speichern und diese Datei dann zur Ausführung bringen. Speichern Sie dazu folgenden Code in einer Textdatei, z.B. unter MS Windows als c:\tmp\test1.m
% Das ist ein Kommentar
# und das auch
disp "Hallo Welt!"
Skriptdateien müssen mit der Dateiendung .m versehen werden. In der Octave-Konsole fügen Sie den Dateipfad mittels
octave-3.0.3.exe:1> addpath("c:/tmp")
hinzu (es ist der UNIX-spezifische Slash (/) zu benutzen). Alternativ können Sie zumindest unter MS Windows auch einen Doppel-Backslash (\\) einsetzen. Oder Sie wechseln mittels <code>cd c:/tmp</code> direkt ins Verzeichnis <code>c:/tmp</code>.
Danach bringen Sie die Skriptdatei test1.m (sozusagen das Hauptprogramm) zur Ausführung
octave-3.0.3.exe:2> test1
Achtung: Die Datei (die Funktion oder das Hauptprogramm) ist in der Octave-Kommandozeile ohne .m-Dateiendung anzugeben. Wie erwartet ergibt sich folgende Ausgabe am Bildschirm
Hallo Welt!
Zumindest unter Linux können Sie z.B. auch komfortabel den {{W|Shebang|Shebang}} (<code>#!</code>) nutzen. Gegeben sei das Octave-Script
#!/usr/bin/octave
disp("Hallo Welt!");
Gepeichert sei es ebenfalls als <code>test1.m</code>. Starten Sie ein Terminal, wechseln Sie in das entsprechende Arbeitsverzeichnis und geben Sie
./test1.m
ein, so erhalten Sie wieder
Hallo Welt!
als Ausgabe auf dem Terminal. Die Zugriffsberechtigung muss natürlich mittels <code>chmod</code> richtig gesetzt werden. Oder Sie führen direkt Octave mit der Datei <code>test1.m</code> aus:
octave test1.m
Sie sehen, mehrere Wege führen zum Ziel.
== Blockkommentare ==
In neueren Octave-Versionen ab dem Jahr 2009 sind auch Blockkommentare möglich. Blockkommentare werden wie normale Kommentare vom Octave-Interpreter ignoriert.
%{
Das ist ein
Blockkommentar
%}
#{
und das auch
#}
== Variablen ==
Variablenbezeichner können aus Buchstaben (A-Za-z), Ziffern (0-9) und Underscores (_) bestehen, dürfen aber nicht mit einer Zahl beginnen.
Gültige Variablenbezeichner wären also:
xyz
x1
_wert
name_anzahl
Da Octave case-sensitiv ist, repräsentieren folgende Bezeichner verschiedene Variablen:
xyz
XYZ
xYz
Werte werden an Variablen mittels Gleich-Zeichen (=) zugewiesen. Im Folgenden wird der Code immer in der Datei c:\tmp\test1.m gespeichert.
x = 5
y = 10
z = x*y
Bringen Sie die Datei test1.m zur Ausführung, so erhalten Sie folgende Bildschirmausgabe
x = 5
y = 10
z = 50
Normalerweise will man aber nur z anzeigen, die Werte von x und y sind ja bereits bekannt. Dazu fügen Sie an den Anweisungsenden, wie bereits weiter oben erwähnt, bei x und y jeweils ein Semikolon (;) an, um das Anweisungsende explizit zu markieren.
x = 5;
y = 10;
z = x*y
Nun erhalten Sie als Ergebnis nur noch
z = 50
Sie können auch mehrere Anweisungen in einer Zeile durch Semikolon getrennt schreiben.
x = 5; y = 10; z = x*y
Ausgabe:
z = 50
Auch aus der Programmiersprache C/C++ oder Java bekannte Konstrukte können Sie verwenden, z.B.
x = 5;
% inkrementiere x
++x
% x = x - 2
x -= 2
Bildschirmausgabe:
ans = 6
x = 4
Beachten Sie, dass mit dem =-Zeichen eine Wertezuweisung durchgeführt wird. Dies ist nicht äquivalent zum mathematischen =-Zeichen, wie am vorigen Beispiel zu ersehen ist.
Soll eine Anweisung auf mehrere Zeilen verteilt werden, z.B. weil sie zu lang ist, so kann dies durch Verwendung von drei Punkten (...) geschehen, wie nachfolgend dargestellt.
x = 5;
y = 1000 * x + ...
sin(x/2)
Ausgabe:
y = 5000.6
Diese Drei-Punkte-Methode soll nicht für in Anführungszeichen (") eingeschlossene Strings verwendet werden. Diese Methode ist seit geraumer Zeit "deprecated" und funktioniert mit der Version 9.1.0 gar nicht mehr. Benutzen Sie statt dessen den Backslash (\):
txt = "xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx\
yyyyyyyyyyyyyyyyy"
Ausgabe:
txt = xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxyyyyyyyyyyyyyyyyy
Variablen sind nicht an einen bestimmten Datentyp gebunden, folgendes ist in Octave problemlos möglich:
wert = 10
wert = 35.5
wert = "Hallo"
wert = pi
Ausgabe:
wert = 10
wert = 35.500
wert = Hallo
wert = 3.1416
Der Befehl <code>who</code>, bzw. <code>whos</code> listet die gegenwärtig definierten Variablen, z.B.:
clear;
a = 10.5;
v = [1 2 3 4 5 12 13];
m = ["s1", "s2"; "s3", "s4"];
disp "***** Der Befehl who *****"
who
disp "***** Der Befehl whos *****"
whos
Ausgabe:
***** Der Befehl who *****
Variables visible from the current scope:
a m v
***** Der Befehl whos *****
Variables visible from the current scope:
variables in scope: top scope
Attr Name Size Bytes Class
==== ==== ==== ===== =====
a 1x1 8 double
m 2x4 8 char
v 1x7 56 double
Total is 16 elements using 72 bytes
==Hexadezimale und binäre Zahlen==
% Hexadezimale Zahl
disp( 0xABC )
% Binäre Zahl
disp( 0b1000011 )
Ausgabe (als Dezimalzahlen):
2748
67
Octave kann auch dezimale in binäre Zahlen etc. umwandeln:
dec2bin( 214 )
Ausgabe:
ans = 11010110
Siehe dazu in der Octave-Hilfe auch folgende Funktionen:
bin2dec, dec2base, dec2hex, hex2dec, base2dec
== Zahlenkolonnen ==
Eine Zahlenkolonne (oder ein Vektor) mit gleichen Abständen der Werte kann folgendermaßen erzeugt werden:
% a ... Startwert
% b ... Schrittweite
% c ... Endwert
a = 0;
b = 10;
c = 100;
x = a : b : c;
disp(x);
Ausgabe:
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Ähnliche Resultate lassen sich auch durch Anwendung der linspace-Funktion erhalten, z.B.:
% a ... Startwert
% b ... Endwert
% c ... Anzahl der Werte
a = 0;
b = 100;
c = 11;
v = linspace(a, b, c)
Ausgabe:
v =
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
== Verzweigungen ==
=== Die IF-Verzweigung ===
Die IF-Verzweigung ist aus anderen Programmiersprachen bereits bekannt. In Pseudocode lässt sie sich folgendermaßen darstellen:
WENN bedingung TRUE
führe block1 aus
SONST
führe block2 aus
ENDE
Die test1.m-Datei laute also wie folgt:
x = 5;
if x < 4
disp "x ist kleiner als 4";
else
disp "Der else-Zweig wird ausgefuehrt";
disp "x ist groesser oder gleich 4";
end
Ausgabe:
Der else-Zweig wird ausgefuehrt
x ist groesser oder gleich 4
Octave kennt eine Reihe von Vergleichs- und Verknüpfungsoperatoren:
* <, <= ... kleiner (gleich)
* >, >= ... größer (gleich)
* == ... gleich
* ~=, != ... ungleich
* &, && ... AND
* |, || ... OR
* ~, ! ... NOT
Beispielsweise:
a = 5;
b = 9;
if a<=10 & b!=7
disp("OK");
else
disp("Nicht OK");
end
Ausgabe:
OK
=== Die SWITCH-Verzweigung ===
In Pseudocode:
WECHSLE ZU var
FALLS wert1 == var
führe block1 aus
FALLS wert2 == var
führe block2 aus
...
SONST
führe blockn aus
ENDE
Eine Beispielsimplementierung in Octave könnte so aussehen:
x = "g";
switch(x)
case "k"
disp("klein");
case "g"
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
gross
Anmerkungen für C-Programmierer:
* in Octave darf zum Abschluß von ''case'' kein Doppelpunkt folgen (würde einen Syntaxfehler auslösen).
* ein ''break'' als Abschluß eines ''case''-Blocks ist nicht erlaubt (würde in Octave einen parse error auslösen). ''break'' ist Schleifen vorbehalten. ''switch'' hat in Octave keinen "Durchfall" und ähnelt somit eher der Fortran-Anweisung ''select case''.
Mehrere Fälle in einem ''case'' können wie nachfolgend behandelt werden:
x = "K";
switch(x)
case {"k" "K"}
disp("klein");
case {"g" "G"}
disp("gross");
otherwise
disp("sonstiges")
end
Ausgabe:
klein
== Schleifen ==
=== Die WHILE-Schleife ===
Die WHILE-Schleife ist kopfgesteuert. Sie funktioniert wie aus anderen Programmiersprachen bekannt.
In Pseudocode:
SOLANGE bedingung TRUE
führe block aus
ENDE
In Octave:
x = 0;
while x <= 10
disp(x);
x++;
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
=== Die DO-UNTIL-Schleife ===
Die DO-UNTIL-Schleife ist fußgesteuert. Beachte: Diese Schleife ist nicht äquivalent zu der aus anderen Programmiersprachen bekannten DO-WHILE-Schleife. DO-WHILE bedeutet "TUE SOLANGE", DO-UNTIL bedeutet "TUE BIS". Sie wird mindestens einmal ausgeführt.
Pseudocode:
TUE
führe block aus
BIS bedingung TRUE
Mittels Octave:
x = 0;
do
disp(x);
x++;
until(x >= 5)
Ausgabe:
0
1
2
3
4
=== Die FOR-Schleife ===
for x = 0 : 2 : 10
disp(x);
end
Ausgabe:
0
2
4
6
8
10
Der FOR-Schleifenkopf ist in Form einer Zahlenkolonne folgendermaßen aufgebaut:
for variable = startwert : schrittweite : endwert
Man beachte, dass Vektorisierung gegenüber einem Schleifendurchlauf eine erhebliche Zeiteinsparung bewirken kann (man siehe in der [https://docs.octave.org/latest/Vectorization-and-Faster-Code-Execution.html Octave-Dokumentation das Kapitel 19 "Vectorization and Faster Code Execution"]). Folgendes Beispiel ist an genanntes Octave-Kapitel angelehnt. Zuerst wird eine Berechnung mittels Schleifendurchlauf durchgeführt und der Zeitbedarf ausgegeben. Dieser Zeitbedarf hängt natürlich auch von der verwendeten Hardware etc. ab.
Eingabe:
n = m = 500;
a = b = eye(500);
t1 = time();
for i = 1:n
for j = 1:m
c(i,j) = a(i,j) + b(i,j);
endfor
endfor
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 3.7566
Der Zeitverbrauch beträgt hier also ca. 4 Sekunden. Im Gegensatz dazu
Eingabe:
a = b = eye(500);
t1 = time();
c = a + b;
t2 = time();
t_diff = t2-t1
Ausgabe:
t_diff = 1.5974e-05
ist der Zeitverbrauch hier sehr gering. Vektoren und Matrizen werden etwas später in diesem Text detailliert behandelt. Hier nur soviel: Mittels ''eye'' wird eine Einheitsmatrix kreiert.
Octave hat im Gegensatz zu MATLAB keinen {{W|Just-in-time-Kompilierung|JIT-Compiler}} (JIT ... '''J'''ust '''i'''n '''T'''ime). Darum ist Vektorisierung gerade hier von eminenter Bedeutung.
=== Schleifen abbrechen ===
Zum Abbrechen einer Schleife gibt es den Befehl "break".
for var = 0 : 1 : 100
disp (var);
if var == 5
break;
end
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
5
"continue" setzt mit dem nächsten Schleifendurchlauf fort, z.B.
for var = 0 : 1 : 10
if var == 5
continue;
end
disp (var);
end
Ausgabe:
0
1
2
3
4
6
7
8
9
10
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Summe der ersten 10000 natürlichen Zahlen (bei 1 beginnend)
** in Form einer WHILE-Schleife
** in Form einer DO-UNTIL-Schleife
** in Form einer FOR-Schleife
** mittels sum-Befehl (siehe dazu auch die von Octave zur Verfügung gestellte Hilfefunktion).
** mittels gaußscher Summenformel (<math>\sum_{i=1}^n{i} = 1+2+...+n = n(n+1) / 2</math>)
* Schreiben Sie für obige Alternativen Programme mit denen der Zeitbedarf der Schleifen, Befehle bzw. Formeln gemessen werden kann. Welche Alternativen sind aus Zeitgründen (minimale Laufzeit) empfehlenswert?
= Grafiken zeichnen =
== 2D ==
=== Graph einer Funktion ===
Es soll die cosh-Funktion im Intervall <math>x\in[-3,3]</math> gezeichnet werden. Der Programmcode lautet in der einfachsten Form:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh.jpg]]
Der Code ist quasi selbsterklärend. x läuft von -3 bis +3. y wird für jeden x-Wert per Formel ausgerechnet. "plot" ist der Zeichenbefehl. "grid on" schaltet ein Zeichengitter ein.
Die Schrittweite 0.1 wurde so gewählt, um einen ausreichend glatten Verlauf des Graphen zu gewährleisten. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Berechnungszeit und Ansehnlichkeit. Testen Sie einfach ein paar verschiedene Werte, um ein Gefühl dafür zu zu bekommen.
Sie könnten nun auf die Idee kommen, obiges Script unter Linux mit der Shebang-Zeile zu erweitern, um es direkt als Programm auszuführen.
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
Die Enttäuschung folgt auf dem Fuß. Außer einem kurzen Aufblinken des Grafikfensters ist nicht viel zu sehen. Das Programm läuft einfach durch und wird nach der letzten Anweisung beendet. Abhilfe kann z.B. der <code>input</code>-Befehl schaffen:
#!/usr/bin/octave
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x);
plot(x,y);
grid on;
refresh();
input("Zum Beenden RETURN-Taste drücken");
Das Programm wartet somit, bis Sie im Terminal die RETURN-Taste drücken. <code>refresh()</code> dient dazu, das Grafikfenster unmittelbar zu aktualisieren. Sonst würde das Ausgabefenster leer bleiben, bis es durch externe Anreize aktualisiert wird (z.B. durch Fenster minimieren/maximieren). Gleiches gilt für die <code>octave test1.m</code>-Variante.
Ein etwas komplexeres Beispiel ist Folgendes
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
plot(x,y);
grid on;
Man beachte den Punkt bei 2.^x (2 hoch x). Vergisst man den Punkt, dann erhält man eine Fehlermeldung (ähnlich dieser):
error: for x^y, only square matrix arguments are permitted and one argument must be scalar. Use .^ for elementwise power.
error: called from
test1 at line 2 column 3
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh2.jpg]]
Der Funktionsgraph kann auch als Fläche eingefärbt werden:
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
fill (x, y, "b");
Ausgabe:
[[Datei:octave_cosh3.jpg | 500px]]
=== Graphen mehrerer Funktionen und weiteres ===
Mehrere Graphen lassen sich folgendermaßen in ein Fenster zeichnen:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, x,y2);
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Bild:octave_cosh14.jpg|600px]]
Um die Linienstile etwas individueller zu gestalten, ist folgender Programmcode gedacht:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1,"*r", x,y2,"ob");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_cosh4.jpg]]
Bei plot kann auch der Linienstil des jeweiligen Graphen angegeben werden, z.B. steht
* für Sternchenlinie
o für Kreise in der Linie
r für rot
b für blau
Ein ähnliches Resultat liefert der Code:
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red", "*", x,y2, "Color", "blue", "o");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
Will man mehrere Graphen in ein Fenster zeichnen, aber nicht alles in einen plot-Befehl quetschen, so kann die "hold on"-Anweisung die Lösung des Problems sein:
%Lösche alle benutzerdefinierten Variablen aus der Symboltabelle
clear;
%Schließe alle Fenster
close all;
%Lösche Konsolenfenster und setze Cursor zurück
clc;
x = -3 : .1: 3;
y1 = cosh(x) + 2.^x;
y2 = sin(x) .* cos(x);
plot(x,y1, "Color", "red");
hold on;
plot(x,y2, "Color", "blue");
title("Funktionsgraphen");
legend("cosh ...", "sin ...");
xlabel("x");
ylabel("y");
grid on;
[[Datei:octave_coshsin1.jpg]]
Bei diesem Program wurden auch einige Möglichkeiten (clear, close, clc) gezeigt, um das System aufzuräumen. Ein "hold off" würde natürlich die hold-Funktion wieder ausschalten.
=== Funktion in Parameterdarstellung ===
Es soll die archimedische Spirale <math>x = t \cos(t), y = t \sin(t)</math> im Intervall <math>[0, 6\pi]</math> gezeichnet werden.
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
[[Datei:octave_spirale1.jpg]]
Diese Darstellung erscheint verzerrt. Will man gleiche Achsenskalierungen, so kann man den axis-Befehl verwenden (axis muss nach plot erscheinen).
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y);
grid on;
axis equal;
[[Datei:octave_spirale222.jpg]]
=== Strichstärke ===
Für manche Zwecke ist es sinnvoll die Strichstärke des Graphen zu erhöhen. Dies kann über den Parameter "LineWidth" der plot-Funktion geschehen.
t = 0 : .1: 6*pi;
x = t .* cos(t);
y = t .* sin(t);
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
axis equal;
Ausgabe:
[[Datei:octave_spirale3.jpg]]
=== Beliebigen Text ausgeben ===
x = -10:0.1:10;
plot (x, sin (x), "LineWidth", 2);
text (2.7, 0.8, "Das ist die sin-Funktion");
Ausgabe:
[[Datei:octave_text1.jpg]]
=== Logarithmische Achseneinteilung ===
x = -3 : .1: 3;
y = cosh(x) + 2.^x;
% Halblogarithmische Darstellung
semilogy(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_semilog1.jpg]]
Auch die x-Achse kann mit "semilogx" logarithmisch skaliert werden. Mit "loglog" werden beide Achsen logarithmisch skaliert.
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die Strophoide <math>x = \frac{a(t^2-1)}{t^2+1}, y = \frac{at(t^2-1)}{t^2+1}, a = 2, -3 \leq t \leq 3</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_strophoide.jpg]]
* Zeichnen Sie die verschlungene Hypozykloide <math>x = (R-r)\cos t + c\cos\frac{R-r}{r}t, y = (R-r)\sin t - c\sin\frac{R-r}{r}t, c = 3, r = 2, R = 6, -15 \leq t \leq 15</math>. Das Ganze sollte in etwa so aussehen wie folgende Grafik:
[[Datei:octave_hypozykloide.jpg]]
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Linienstile und Farben (Hinweis: Siehe dazu auch die Octave-Hilfefunktion für den plot-Befehl).
* Testen Sie bei den obigen Übungsaufgaben verschiedene Werte für a, c, r und R.
* Erkunden Sie in der Octave-Hilfe den ezplot-Befehl.
== 3D ==
=== Räumliche Kurven ===
Mittels "plot3" lassen sich Raumkurven zeichnen.
t = 0 : .1 : 9*pi;
x = cos(t);
y = sin(t);
z = 1.3 .^ t;
plot3(x,y,z);
grid on;
[[Datei:octave_raumkurve1.jpg]]
=== Flächen ===
==== ezsurf ====
Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit 3D-Flächen zu erzeugen, besteht in der Verwendung des ezsurf-Befehls. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol (elementweise Multiplikation soll verwendet werden, keine Matrizenmultiplikation) in der anonymen Funktion. Was eine anonyme Funktion ist, wird weiter hinten in diesem Text kurz erklärt. Fürs Erste reicht es zu wissen, dass die Funktion f(x, y) jeweils im Intervall [0, 10] gezeichnet werden soll.
clear; close all; clc; clf;
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_ezsurf1.jpg|600px]]
Dieses Bild wurde mit der Octave-Version 5.2 erstellt. Es ist im Prinzip identisch zu jenen des folgenden Abschnitts, die mit der Version 3.0.3 erstellt wurden, nur die Farbschattierung ist anders. Ändern lässt sich diese Eigenschaft mit dem colormap-Befehl (siehe auch Octave-Hilfe):
clear; close all; clc; clf;
colormap(hot);
f = @(x, y) sin(x) + 3.*cos(y);
ezsurf (f, [0, 10]);
[[Bild:octave_colormap_hot.jpg|600px]]
==== surf und mesh ====
Für das Zeichnen von Flächen existiert der surf-Befehl. Der meshgrid-Befehl kreiert ein Netz in der xy-Zeichenebene. Beachten Sie beim folgenden Beispiel auch wieder den Punkt beim Multiplikationssymbol der Formel für z.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
[[Datei:octave_flaeche1.jpg]]
Auch ein Farbstreifen kann via "colorbar" zur Grafik hinzugefügt werden.
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
surf(x_grid, y_grid, z);
colorbar("East");
[[Datei:octave_flaeche2.jpg]]
Das Ganze in Netzdarstellung läßt sich so programmieren:
x = 0 : .2 : 10;
y = 0 : .2 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
z = sin(x_grid) + 3.*cos(y_grid);
mesh(x_grid, y_grid, z);
Ausgabe:
[[Datei:octave_mesh1.jpg]]
==== Ellipsoide und Kegel ====
Für das Zeichnen von Kugeln oder Ellipsoiden stellt Octave den "sphere"-Befehl bzw. den "ellipsoid"-Befehl zur Verfügung.
clear; close all; clc;
% Ellipsoiden zeichnen
[x, y, z] = sphere(30);
surf(5*x, 4*y, 3*z);
hold on;
[x, y, z] = ellipsoid(5, 5, 5, 6, 3, 2, 30);
surf(x, y, z);
axis equal;
[[Bild:octave_ellipsoid2.jpg|600px]]
Für Zylinder und Kegel ist der "cylinder"-Befehl zuständig.
clear; close all; clc;
% Kegel und Zylinder zeichnen
[x, y, z] = cylinder([1 2], 100);
surf(x, y, z*3);
hold on;
[x, y, z] = cylinder([0.5 0.5], 50);
surf(x+3, y, z*2);
axis equal;
[[Bild:octave_cylinder2.jpg|600px]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie die räumliche Kurve <math>x = 2 \cdot \cosh(t)</math>, <math>y = 5 \cdot \sin(t)</math>, <math> z = t^{2} - t</math>, <math>0 \leq t \leq 3\pi</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_kurve10.jpg]]
* Zeichnen Sie die Fläche <math>z = \log(x) + \cos(y)</math>. Das Ganze sollte etwa wie folgt aussehen:
[[Datei:octave_flaeche10.jpg]]
== Weiteres ==
=== subplot ===
Zeichnen mit Untergrafiken: Hier wird z.B. ein Fenster mit drei Untergrafiken gezeichnet.
Eingabe:
t = 0 : .5 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(t, t);
subplot(311);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid) );
subplot(312);
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid) );
subplot(313);
surf(x_grid, y_grid, x_grid + cos(y_grid) );
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot2.jpg]]
Die dreistellige Ziffer beim subplot-Befehl bedeutet folgendes:
* Die erste Ziffer ist die Zeilenanzahl
* Die zweite Ziffer ist die Reihenanzahl und
* Die dritte Ziffer ist der Index.
Nun sei ein Beispiel mit 3x2-Untergrafiken angeführt.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
subplot(321);
plot(x, sin(x));
text(2, -0.5, "Index 1");
subplot(322);
plot(x, tan(x));
text(2, 2, "Index 2");
subplot(323);
plot(x, cosh(x) );
text(2, 3000, "Index 3");
subplot(324);
plot(x, gamma(x) )
text(2, 100000, "Index 4");
subplot(325);
plot(x, log(x) );
text(2, 0, "Index 5");
subplot(326);
plot(x, exp(x) );
text(2, 10000, "Index 6");
Ausgabe:
[[Datei:octave_subplot3.jpg]]
Hier ist sehr gut zu sehen, in welcher Reihenfolge der Index läuft.
=== figure ===
Zeichnen in verschiedene Fenster, z.B.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : .1 : 10;
y = 0 : .1 : 10;
[x_grid, y_grid] = meshgrid(x, y);
figure(1)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + cos(y_grid));
figure(2)
surf(x_grid, y_grid, sin(x_grid) + log(y_grid));
Ausgabe:
[[Datei:octave_figure111.jpg|700px]]
=== Linien zeichnen ===
Zeichnen Sie eine Linie von der Koordinate [-15, 0] zu [15, 5]:
clear;
close all;
clc;
x = line([-15 15], [0, 5], "Color", "black", "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_linie1.jpg]]
Man beachte, dass Octave nicht Punkte P1(x1, y1), P2(x2, y2) erwartet, sondern einen x-Vektor [x1 x2] und einen y-Vektor [y1 y2].
Ein allgemeines Viereck wird z.B. mit folgendem Befehl gezeichnet.
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_viereck2.jpg]]
Auch dreidimensionale Formen lassen sich mit dem line-Befehl zeichnen:
clear; close all; clc;
line([-15 15 10 -5, -15], [0, 5, 20, 15, 0], [10, 20, 30, 40, 50], "LineWidth", 2);
[[Datei:octave_dreidim2.jpg]]
=== Aufgaben ===
* Zeichnen Sie mittels "subplot" die Funktionsgrafen <math>y_1=\tan(x), y_2=\tan(2x), y_3=\tan\sqrt x, y_4=x\cdot \tan(x)</math> in folgender Form in ein Fenster:
** in 2x2-Darstellung
** in 1x4-Darstellung.
* Zeichnen Sie die im obigen Beispiel angegebenen Funktionsgrafen mittels "figure" jeweils in ein eigenes Fenster.
= Vektoren und Matrizen =
== Vektoren ==
Vektoren sollten jedem aus der Linearen Algebra bekannt sein.
=== Zeilen- und Spaltenvektoren ===
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1, 2, 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6; 7; 8]
Ausgabe:
v1 =
1 2 3
v2 =
6
7
8
Alternative Schreibweisen:
% Ein Zeilenvektor
v1 = [1 2 3]
% Ein Spaltenvektor
v2 = [6
7
8]
Die Ausgabe entspricht der obigen Darstellung.
=== Zugriff auf Vektorelemente ===
Nachfolgend seien einige Zugriffsmöglichkeiten auf die einzelnen Vektorelemente erläutert.
Auf ein einzelnes Element kann via Index zugegriffen werden. Der Index startet bei 1:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3)
Ausgabe:
v2 = 4
Mehrere Elemente werden folgendermaßen angesprochen:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:4)
Ausgabe:
v2 =
4 8
Liefere den Teilvektor von einem gegebenen Index bis zum letzten Element:
v1 = [1 2 4 8 16];
v2 = v1(3:end)
Ausgabe:
v2 =
4 8 16
=== Addition und Subtraktion von Vektoren ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 7, 9];
res = v1 + v2
res = v1 - v2
Ausgabe:
res =
6 9 12
res =
-4 -5 -6
=== Multiplikation mit Skalaren ===
faktor = 3;
v = [1, 2, 3];
res = faktor * v
Ausgabe:
res =
3 6 9
=== Skalarprodukt ===
Das Skalarprodukt ist bekanntermaßen als <math>v_1 \cdot v_2 = |v_1| |v_2| \cos(\angle(v_1, v_2))</math> definiert. In Octave sieht das so aus:
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = dot(v1, v2)
Ausgabe:
res = 38
=== Vektorprodukt ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5, 6, 7];
res = cross(v1, v2)
Ausgabe:
res =
-4 8 -4
Enger an die mathematische Darstellung lehnt sich folgender Code an. Die zu multiplizierenden Vektoren seien in Form von Spaltenvektoren gegeben.
Mathematisch:
<math>a\ast b=\left(\begin{array}{c}
a_{1}\\
a_{2}\\
a_{3}
\end{array}\right)\ast\left(\begin{array}{c}
b_{1}\\
b_{2}\\
b_{3}
\end{array}\right)=\left(\begin{array}{c}
a_{2}b_{3}-a_{3}b_{2}\\
a_{3}b_{1}-a_{1}b_{3}\\
a_{1}b_{2}-a_{2}b_{1}
\end{array}\right)
</math>
Octave-Code:
a = [1
2
3];
b = [5
6
7];
res = cross(a, b)
Ausgabe:
res =
-4
8
-4
=== Transponierter Vektor ===
v1 = [1, 2, 3];
v2 = [5; 6; 7];
res1 = v1'
res2 = v2'
Ausgabe:
res1 =
1
2
3
res2 =
5 6 7
=== Einige weitere Vektorfunktionen ===
Beispiel:
% 1 + 2 + 3
v = [1 2 3];
sum(v)
Ausgabe:
ans = 6
Beispiel:
% 1 * 2 * 3 * 4
v = [1 2 3 4];
prod(v)
Ausgabe:
ans = 24
Beispiel:
% 1^2 + 2^2 + 3^2
v = [1 2 3];
sumsq (v)
Ausgabe:
ans = 14
== Matrizen ==
Gegeben sei folgende 2x3-Matrix <math>m=\left(\begin{array}{ccc}
1 & 2 & 3\\
4 & 5 & 6
\end{array}\right)</math>.
Eingabe:
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6]
Ausgabe:
m =
1 2 3
4 5 6
Alternativ und anschaulicher kann diese 2x3-Matrix auch so eingegeben werden:
m = [1 2 3
4 5 6]
Dies ist schon sehr nahe an der mathematischen Darstellungsweise.
=== Zugriff auf Matrizenelemente ===
m = [1 2 3
4 5 6];
% Element aus Zeile 2 und Spalte 3
m(2,3)
Ausgabe:
ans = 6
Eine andere Zugriffsmöglichkeit ist diese:
m = [1 2 3
4 5 6];
% Auf das fünfte Element soll zugegriffen werden
m(5)
Ausgabe:
ans = 3
Die Matrix wird also spaltenweise durchlaufen (nicht zeilenweise). Dies ist vielleicht auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, wird aber z.B. auch in Fortran so gehandhabt.
Auch Teilmatrizen können einfach gebildet werden:
m = [1 2 3
4 5 6];
m(2:end, 2:end)
Ausgabe:
ans =
5 6
Siehe zu diesem Thema auch etwas weiter hinten in diesem Text den Abschnitt "Teilmatrizen".
=== Addition und Subtraktion von Matrizen ===
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [-4, -2, 0; 2, 4, 6];
m1 + m2
m1 - m2
Ausgabe:
ans =
-3 0 3
6 9 12
ans =
5 4 3
2 1 0
=== Transponierte Matrix ===
m = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m'
Ausgabe:
ans =
1 4
2 5
3 6
=== Rang einer Matrix ===
Der Rang einer Matrix Rg(M) ist die maximale Anzahl der linear unabhängigen Zeilenvektoren (Spaltenvektoren).
m1 = [1, 2, 3; 4, 5, 6];
m2 = [1, 2; 2, 4];
rank(m1)
rank(m2)
Ausgabe:
ans = 2
ans = 1
Regulär ist eine nxn-Matrix, wenn der Rg(M) = n. D.h. die erste Matrix m1 ist regulär, die zweite m2 singulär.
=== Inverse Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
inv(m1)
inv(m2)
Ausgabe:
ans =
1.00000 0.60000
0.00000 -0.20000
warning: matrix singular to machine precision
warning: called from
test1 at line 4 column 1
ans =
Inf Inf
Inf Inf
Die Matrix m2 in diesem Beispiel ist singulär (d.h. die Determinante ist 0). Determinanten werden etwas weiter unten in diesem Text behandelt. Inf steht für Infinity (= Unendlich).
=== Multiplikation von Matrizen (falksches Schema) ===
m1 = [1, 3, 4; 0, -5, 1];
m2 = [1, 2; 2, 3; 0, 2];
m1 * m2
Ausgabe:
ans =
7 19
-10 -13
Will man aus irgendwelchen Gründen nicht das falksche Schema ausführen, sondern elementweise Multiplikation, so funktioniert das mit dem Punkt-Operator, z.B.
m1 = [1, 3; 0, -5];
m2 = [1, 2; 4, 2];
% falksches Schema
m1 * m2
% elementweise Multiplikation
m1 .* m2
Ausgabe:
ans =
13 8
-20 -10
ans =
1 6
0 -10
Verifikation, falksches Schema (Zeile*Spalte):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1+3*4 1*2+3*2 ] [ 13 8 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*1-4*5 0*2-5*2 ] = [ -20 -10 ]
Verifikation, elementweise Multiplikation (homologe Elemente):
[ 1 3 ] [ 1 2 ] [ 1*1 3*2 ] [ 1 6 ]
[ 0 -5 ] [ 4 2 ] = [ 0*4 -5*2 ] = [ 0 -10 ]
=== Determinante einer Matrix ===
m1 = [1, 3; 0, -5 ];
m2 = [1, 2; 2, 4];
det(m1)
det(m2)
Ausgabe:
ans = -5
ans = 0
m1 ist regulär, m2 ist singulär. Determinanten können nur von quadratischen Matrizen gebildet werden.
=== Teilmatrizen ===
m = [1, 2, 3; 0, 5, 1];
% Die Matrix in einen Spaltenvektor umwandeln
m1 = m(:)
% Das Element aus der 1. Zeile und der 2. Spalte extrahieren
m2 = m(1,2)
% Erste Zeile extrahieren
m3 = m(1, 1:3)
m4 = m(1, :)
% Zweite Spalte extrahieren
m5 = m(1:2, 2)
m6 = m(:, 2)
Ausgabe:
m1 =
1
0
2
5
3
1
m2 = 2
m3 =
1 2 3
m4 =
1 2 3
m5 =
2
5
m6 =
2
5
=== Einheitsmatrizen ===
eye(3,2)
Ausgabe:
ans =
1 0
0 1
0 0
=== Nullmatrizen ===
zeros(2,3)
Ausgabe:
ans =
0 0 0
0 0 0
=== Diagonalmatrizen ===
diag([1, 2, 3])
Ausgabe:
ans =
1 0 0
0 2 0
0 0 3
=== Spur einer Matrix ===
trace([1,2,3; 6,9, 0])
Ausgabe:
ans = 10
=== LR-Zerlegung einer Matrix ===
Führen Sie die LR-Faktorisierung (LR ... links/rechts bzw. LU ... left/upper) einer Matrix m aus. l sei die linke Dreiecksmatrix, r die rechte Dreiecksmatrix und p die Permutationsmatrix
m = [1 0 5
-1 1 -2
0 0 3];
[l, r, p] = lu(m)
Ausgabe:
l =
1 0 0
-1 1 0
0 0 1
r =
1 0 5
0 1 3
0 0 3
p =
1 0 0
0 1 0
0 0 1
=== Eigenwerte ===
a = [5 8
1 3];
% Eigenvektoren und Eigenwerte
[ev, ew] = eig(a)
Ausgabe:
ev =
0.9701 -0.8944
0.2425 0.4472
ew =
Diagonal Matrix
7 0
0 1
Die Eigenwerte sind hier <math>\lambda_1 = 7</math> und <math>\lambda_2 = 1</math>. Die Eigenvektoren sind [0.9701 0.2425] bzw. [-0.8944 0.4472]. Da das Gleichungssystem <math>(A - \lambda_i E) x_i = 0</math> singulär ist, sind alle Lösungsvektoren Vielfache dieser Eigenvektoren.
=== Schwach besetzte Matrizen ===
{{Wikipedia | Dünnbesetzte Matrix}}
Gegeben sei die schwach besetzte Matrix
m = [0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7]
Mittels dem sparse-Befehl kann man einfach die Elemente != 0 nach folgendem Schema eingeben.
sparse ([zeilenindizes] [spaltenindizes] [werte])
also in unserem Fall:
ms = sparse([1 2 3 3 4 5 5], [2 4 1 4 3 4 5], [1 3 4 2 1 1 7])
Ausgabe:
ms =
Compressed Column Sparse (rows = 5, cols = 5, nnz = 7)
(3, 1) -> 4
(1, 2) -> 1
(4, 3) -> 1
(2, 4) -> 3
(3, 4) -> 2
(5, 4) -> 1
(5, 5) -> 7
Die volle Matrix erhält man mit dem Befehl full:
m = full(ms)
Ausgabe:
m =
0 1 0 0 0
0 0 0 3 0
4 0 0 2 0
0 0 1 0 0
0 0 0 1 7
Grafisch anzeigen lassen kann man sich die Besetzung von Matrizen mit dem spy-Befehl:
spy(ms);
oder (für allgemeine Matrizen auch mittels)
spy(m);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse1.jpg]]
Wirklich interessant ist der spy-Befehl für größere Matrizen, z.B. um die Bandstruktur zu visualisieren.
e = eye(200);
es = sparse(e);
% Auf sparse-Matrizen kann genauso zugegriffen werden wie auf normalen Matrizen
es(100, 15) = 100;
spy(es);
Ausgabe:
[[Datei:octave_sparse2.jpg]]
=== Matrizen mit Zufallswerten ===
Insbesondere für Testzwecke kann es manchmal sinnvoll sein größere Matrizen mit Zufallswerten zu bilden. Dazu stellt Octave u.a. den rand-Befehl zur Verfügung.
m = rand(5, 6)
Ausgabe:
m =
0.86605 0.61108 0.71347 0.97119 0.52428 0.21993
0.74059 0.49062 0.56073 0.68592 0.74737 0.62680
0.20790 0.84874 0.36834 0.31102 0.25813 0.28933
0.84732 0.98777 0.91512 0.42240 0.87891 0.63757
0.76823 0.80367 0.24639 0.78208 0.77170 0.95281
Die Zufallszahlen liegen gleichverteilt zwischen 0 und 1 und werden nach dem Mersenne-Twister-Verfahren mit einer Periode von <math>2^{19937}-1</math> gebildet.
Andere Verfahren sind:
* randn: Normalverteilte Pseudozufallselemente mit Mittelwert=0 und Varianz=1
* rande: Exponentialverteilte Zufallselemente
* randg: Gammaverteilte Zufallselemente
* randp: Poissonverteilte Zufallselemente
Details dazu siehe in der Octave-Hilfefunktion.
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Winkel zwischen den beiden Vektoren a = [1 2 0] und b = [2 1 1]. Hinweis: Siehe diesbezüglich auch im Oktave-Hilfesystem den Befehl "norm".
* Gegeben seien Vektoren a = [1 2 5], b = [0 0 -1] und c = [-1 -2 2]. Berechnen Sie das Spatprodukt aus diesen drei Vektoren.
* Multiplizieren Sie die beiden Matrizen A und B (mit Octave und zur Kontrolle händisch)
A = [0 0 1
1 2 1]
B = [1 1
1 2
0 4]
* Ist die Matrix C regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
C = [-1 0 0 -4
2 0 1 5
7 6 2 0
3 0 2 6]
* Ist die Matrix D regulär? Wenn ja, dann bilden Sie die inverse Matrix.
D = [2 1 0 0
0 0 2 1
0 0 0 2
1 1 0 0]
* Berechnen Sie die Konditionszahl der folgenden Matrix. Hinweis: Siehe diesbezüglich im Oktave-Hilfesystem den Befehl cond
[3 4 -5
6 0 3
1 1 2]
* Berechnen Sie die Eigenwerte und Eigenvektoren der folgenden Matrix
[6 -3 4 0
0 7 -1 1
0 10 -3 -2
0 1 -2 1]
= Komplexe Zahlen =
Die imaginäre Einheit wird in Octave durch den Buchstaben i, j, I oder J symbolisiert. Darstellen kann man eine komplexe Zahl bekannterweise in mehreren Formen:
* Kartesische Darstellung <math>z = \Re(z) + i \cdot \Im(z)</math>
* Polardarstellungen <math>z = r \cdot (\cos(\phi) + i \cdot \sin(\phi)) = r \cdot e^{i\cdot \phi}</math>
Die konjugiert komplexe Zahl ist <math>z^* = \Re(z) - i \cdot \Im(z)</math>
== Mit komplexen Zahlen rechnen ==
z1 = 2 + 5i; % kartesische Darstellung
z2 = 3 * exp(3j); % Polardarstellung
% Addition
res = z1 + z2;
disp("z1 + z2 = "); disp(res);
% Multiplikation
res = z1 * z2;
disp("z1 * z2 = "); disp(res);
% Realteil
res = real(z2);
disp("Realteil von z2 = "); disp(res);
% Imaginärteil
res = imag(z2);
disp("Imaginaerteil von z2 = "); disp(res);
% Betrag
res = abs(z1);
disp("Betrag von z1 = "); disp(res);
% Argument
res = angle(z1);
disp("Argument von z1 = "); disp(res);
% Konjugiert komplexe Zahl
res = conj(z1);
disp("Konjugiert komplexe Zahl von z1 = "); disp(res);
Ausgabe:
z1 + z2 =
-0.96998 + 5.42336i
z1 * z2 =
-8.0568 - 14.0032i
Realteil von z2 =
-2.9700
Imaginaerteil von z2 =
0.42336
Betrag von z1 =
5.3852
Argument von z1 =
1.1903
Konjugiert komplexe Zahl von z1 =
2 - 5i
== Die gaußsche Zahlenebene ==
clear; close all; clc;
z1 = 3 + 5i;
z2 = 5 * exp(0.5i);
hold on;
plot(z1, "*");
compass(z1);
plot(z2, "o");
compass(z2);
grid on;
[[Datei:octave_komplex1.jpg]]
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie die Quadratwurzel der komplexen Zahl <math>z = 3 + 2i</math>.
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Polarkoordinatendarstellung: <math>-11 - 3i</math> und <math>(1+i)^{10}</math>
* Verwandeln Sie folgende Zahlen in die Normaldarstellung: <math>12 \cdot e^{i\cdot \pi / 4}</math> und <math>3 \cdot (\cos(\pi / 3) + i \cdot \sin(\pi / 3))</math>
* Zeichnen Sie die Zahl <math>3 + 5i</math> in der gaußschen Zahlenebene als Zeiger.
= Funktionen =
Um Programme zu strukturieren und einfacher zu gestalten können Programmteile in Funktionen ausgelagert werden. Eingebaute Funktionen haben wir schon kennengelernt (z.B. die Sinus-Funktion sin). Nun wollen wir sehen, wie man selbst solche Funktionen schreiben kann.
== Eine einfache Funktion schreiben ==
Datei addiere.m:
function res = addiere(a, b)
% Addiere zwei Zahlen a + b
res = a + b;
end
Datei test1.m:
addiere(10, 15)
Ausgabe:
ans = 25
* Jede Funktion sollte in einer eigenen m-Datei stehen.
* Der Dateiname sollte mit dem Funktionsnamen (natürlich ohne Dateiendung .m) übereinstimmen.
* Der Kommentar unter dem Funktionskopf wird als Hilfstext angezeigt, wenn die help-Funktion (hier "help addiere") aufgerufen wird.
== Inline-Funktionen ==
Kurze Funktionen können auch als Inline-Funktionen geschrieben werden.
addiere = inline("a + b");
x = 5;
y = 10;
z = addiere(x, y)
Oder in diesem Fall noch kürzer
addiere = inline("a + b");
z = addiere(5, 10)
Ausgabe:
z = 15
Bei neueren Octave-Versionen kann bei der Verwendung von Inline-Funktionen die Warnung
warning: inline is obsolete; use anonymous functions instead
erscheinen. Ein Blick in die Hilfe-Funktion
help inline
zeigt das selbe Ergebnis. Es sollen also anonyme Funktionen (siehe etwas weiter unten in diesem Text) anstelle von Inline-Funktionen verwendet werden.
== Funktionsstring ==
addiere = "a + b";
a = 5;
b = 10;
z = eval(addiere)
Ausgabe:
z = 15
== Anonyme Funktionen ==
{{Wikipedia | Anonyme Funktion}}
addiere = @(a, b) a + b;
x = 10;
y = 20;
z = addiere(x, y)
oder kürzer
addiere = @(a, b) a + b;
z = addiere(10, 20)
Ausgabe:
z = 30
== Nullstellen von Funktionen bestimmen ==
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
z = fzero(sinh2, 1)
Ausgabe:
z = -1.4436
Zur Kontrolle soll hier der Graph der Funktion dargestellt werden
clear;
close all;
clc;
sinh2 = @(x) sinh(x) + 2;
x = -2 : 0.1 : 0;
y = sinh2(x);
z = fzero(sinh2, 1)
plot(x, y);
hold on;
plot(z, 0, "o", "Color", "red", "LineWidth", 2);
text (-1.8, 0.8, "Nullstelle");
line([z -1.7], [0, .7], "Color", "black");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_funktion5.jpg]]
Weiter unten im Text wird die ähnliche Funktion "fsolve" beschrieben. "fzero" benutzt zwei verschiedene Funktionen zur Problemlösung, darunter eben auch "fsolve".
Für die Nullstellenbestimmung von Polynomen gibt es die Funktion "roots". Näheres dazu folgt im nächsten Kapitel.
== Globale Variablen ==
Datei addiere.m:
function res = addiere()
global a b;
res = a + b;
end
Datei test1.m:
clear;
close all;
clc;
global a b;
a = 5;
b = 3;
addiere()
Ausgabe:
ans = 8
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie eine Funktion "ellipse", welche eine Ellipse am Bildschirm darstellt. Zur Erinnerung: Die Parameterdarstellung der Ellipse lautet <math>x = a\cdot\cos(t), y = b\cdot\sin(t), 0 \leq t \leq 2\pi</math>, Funktionsargumente seien a und b.
* Schreiben Sie <math>y = 2\cdot\sin(x) + 3\cdot\cos(x/2)</math>
** als normale Funktion
** als Funktionsstring
** als Inlinefunktion
** als anonyme Funktion
** stellen Sie diese Funktion grafisch am Bildschirm dar.
= Polynome =
== Einzelne Polynomwerte berechnen ==
% y = 2*x^3 + 5*x^2 + 4 für x = 2 berechnen
p = [2, 5, 0, 4];
polyval(p, 2)
Ausgabe:
ans = 40
== Polynome zeichnen ==
% y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 für das Intervall -5 <= x <= 5 grafisch darstellen
x = -5 : .1 : 5;
p = [2, 5, 0, 4];
y = polyval(p, x);
plot(x,y);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_polynom1.jpg]]
== Nullstellen bestimmen ==
Für Polynome existiert die Funktion "roots" zur Nullstellenbestimmung.
% Nullstellen für y = 2*x^3 - 5*x^2 + 4 bestimmen
p = [2, 5, 0, 4];
r = roots(p)
Ausgabe:
r =
-2.76214 + 0.00000i
0.13107 + 0.84077i
0.13107 - 0.84077i
Dieses Polynom hat nur eine reelle Nullstelle. Diese liegt, wie am obigen Grafen zu ersehen ist, in der Nähe von -2.762. Die beiden anderen Nullstellen sind konjugiert komplex zueinander (wie es auch sein sollte).
== Aufgaben ==
* Berechnen Sie den Wert für x = 3 des Polynoms <math>y = 2x^4 - 3x^3 - x + 7</math>.
* Berechnen Sie die Nullstellen von <math>y = 7x^5 - 3x^2 + 12</math>.
* Zeichnen Sie das Polynom <math>y = 12x^4 - 70x</math> im Intervall <math>-5 \leq x \leq 5</math>.
= Lineare Gleichungssysteme =
Sei <math>Ax = b</math> ein lineares Gleichungssystem. <math>A</math> sei die Koeffizientenmatrix, <math>x</math> der Lösungsvektor und <math>b</math> ein bekannter Vektor.
== Einfache Berechnung mittels Gauß-Verfahren ==
{{Wikipedia | Gaußsches Eliminationsverfahren}}
Beispiel:
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = A \ b
Ausgabe:
x =
0
1
== Das gmres-Verfahren ==
gmres steht für Generalized Minimal Residual.
{{Wikipedia | GMRES-Verfahren}}
A = [5 1
0 2];
b = [1
2];
x = gmres(A, b)
Ausgabe:
gmres converged at iteration 2 to a solution with relative residual 2.22045e-16
x =
-1.6653e-16
1.0000e+00
Das Ergebnis weicht etwas vom gaußschen Verfahren ab, ist aber trotzdem im Rahmen der Näherung korrekt.
Weiters kennt Octave noch andere iterative Verfahren, z.B. cgs (Conjugate Gradient Squared) oder bicgstab (Bi-Conjugate Gradient Stabilized). Näheres zu diesen Verfahren siehe in der weiterführenden Literatur (z.B. bei Meister: Numerik linearer Gleichungssysteme, Vieweg+Teubner, 2011)
{{Wikipedia | CGS-Verfahren}}
== Aufgabe ==
* Lösen Sie folgendes Gleichungssystem mittels Octave (und zur Kontrolle auch händisch):
5x + 6y - 2z = 12
3x - y - 3z = 6
2x + 2y + 4z = 5
= Nichtlineare Gleichungssysteme =
== fsolve und fzero ==
Löse eine beliebige Gleichung f(x) = 0, z.B. <math> f(x) = x^2 - 5\cos(x) - 10 = 0 </math>:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
xstart = 1;
[x, fval, info] = fsolve(f, xstart)
Ausgabe:
x = 2.4681
fval = -1.7764e-015
info = 1
* x ist eine Nullstelle in der Nähe vom Startwert xstart.
* fval ist die Abweichung, den f bei x aufweist.
* info ist ein "Fehlercode": 1 bedeutet, dass der relative Fehler in der spezifizierten Toleranz liegt (wie es sein soll). 3 würde bedeuten, dass der Algorithmus nicht konvergiert (z.B. weil keine Nullstelle existiert).
Zur Kontrolle plotten wir den Funktionsgraphen:
x = - 1 : .1 : 3;
y = x.^2 - 5.*cos(x) - 10;
plot(x,y, "LineWidth", 2);
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_nichtlin1.jpg]]
Und siehe da, die gesuchte Nullstelle liegt wie berechnet bei einem Wert nahe 2,5. Die Funktion <math>x^2 - 5\cos(x) - 10</math> hat noch eine zweite Nullstelle, wie in der folgenden Abbildung zu erkennen ist.
[[Datei:octave_nichtlin2.jpg]]
Diese zweite Nullstelle erhalten wir, wenn der Startwert in der Nähe dieser zweiten Nullstelle liegt, also z.B. bei -1. Ändern Sie einfach den entsprechenden Startwert im obigen Programmcode, und das Programm sollte die Nullstelle in der Nähe von -2.5 liefern.
Auch die Funktion ''fzero'' kann zur Lösung einer nichtlinearen Gleichung verwendet werden. Die Hilfe-Funktion von Octave empfiehlt dies sogar eindringlich für den Fall einer nichtlinearen Gleichung in einer Variablen. Für das gleiche Beispiel wie oben kann der Programmcode folgendermaßen aussehen:
Eingabe:
f = @(x) x^2 - 5*cos(x) - 10;
[x0, y0] = fzero (f, [0, 3])
Ausgabe:
x0 = 2.4681
y0 = -1.2434e-14
== Gleichungssysteme ==
Folgende Aufgabe ist dem Buch "Knorrenschild: Numerische Mathematik, Hanser, 2017, Seite 72" entnommen. Zu lösen ist das nichtlineare Gleichungssystem
<math>f_1 = 2x_1 + 4x_2 = 0 </math>
<math>f_2 = 4x_1 + 8x_2^3 = 0</math>
Lösung:
f.m:
function y = f(x)
y(1) = 2*x(1) + 4*x(2);
y(2) = 4*x(1) + 8*x(2)^3;
end
test1.m:
clear;
close all;
clc;
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, -1])
[x, fval, info] = fsolve (@f, [0, 0])
Ausgabe:
x =
-2 1
fval =
0 7.4930e-09
info = 1
x =
2 -1
fval =
0 -7.4930e-09
info = 1
x =
0 0
fval =
0 0
info = 1
== Aufgaben ==
* Bestimmen Sie die Nullstellen von <math>f(x) = x^2 - 3</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Bestimmen Sie die Nullstelle von <math>f(x) = sin(x) - x - 1</math>. Plotten Sie den Grafen.
* Lösen Sie das folgende Gleichungssystem (und stellen Sie das Ganze grafisch am Bildschirm dar): <math> f_1 = x_1 + x_2 = 0; f_2 = x_1 + \sin{x_2} = 0</math>
= Interpolation =
== Eindimensionale Interpolation ==
{{Wikipedia | Interpolation (Mathematik)}}
Bezüglich eindimensionaler Interpolation sei auf die [https://docs.octave.org/v11.1.0/One_002ddimensional-Interpolation.html Octave-Dokumentation und Hilfefunktion zum Befehl " interp1"] verwiesen. Dort findet sich auch ein Programmbeispiel, das als Grundlage des folgenden Plots dient:
[[Datei:octave_interpol1.jpg]]
== Mehrdimensionale Interpolation ==
Bezüglich mehrdimensionaler Interpolation siehe die [https://docs.octave.org/v11.1.0/Multi_002ddimensional-Interpolation.html Hilfefunktion zu "interp2", "interp3" und "interpn"].
== Aufgabe ==
* Gegeben seinen die fünf Stützpunkte p1 = [1, 0], p2 = [2, -5], p3 = [3, 2], p4 = [4, 7], p5 = [5, 6]. Legen Sie eine Funktion (die Interpolierende) durch diese Stützpunkte. Eine Lösungsmöglichkeit:
xp = [1 2 3 4 5];
yp = [0, -5, 2, 7, 6];
xf = 1 : .1 : 5;
spl = interp1(xp, yp, xf, "spline");
pch = interp1(xp, yp, xf, "pchip");
plot(xp, yp, "or", "LineWidth", 2, xf, spl, "LineWidth", 2, ...
xf, pch, "LineWidth", 2);
legend("stuetzpunkte", "spline", "pchip", "location", "southeast");
[[Datei:octave_interpol3.jpg]]
= Differenzialrechnung =
== Polynome differenzieren ==
Es soll das Polynom <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> differenziert werden.
% Differenzieren des Polynoms y = 2*x^3 - 5*x^2 + 7
p = [2, -5, 0, 7];
polyder(p)
Ausgabe:
ans =
6 -10 0
D.h. also, die Ableitung von <math>y = 2x^3 - 5x^2 + 7</math> ist <math>y' = 6x^2 - 10x</math>.
== Sonstige Funktionen differenzieren ==
Als Beispiel differenzieren wir <math>y = 5x\sin{x}</math> und stellen das Ganze grafisch dar.
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 0.01 : 10;
y = 5 .* x .* sin(x);
y_strich = diff(y) / 0.01;
plot(x, y, "Color", "red", "LineWidth", 2);
hold on;
plot(x(1:length(x)-1), y_strich, "Color", "blue", "LineWidth", 2);
legend("y", "y'");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_diff1.jpg]]
diff(y) ist der Vektor aus den Differenzen y(2)-y(1), ..., y(n)-y(n-1). Für die genaue Arbeitsweise der diff-Funktion siehe "help diff".
== Aufgaben ==
* Differenzieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y^4 + 6y - 4</math>.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
* Differenzieren Sie die Funktion <math>y = \frac{\sinh(x)}{(1+x)}</math> und stellen Sie y, sowie y' grafisch am Bildschirm dar.
= Integralrechnung =
== Polynome integrieren ==
Berechnen Sie das unbestimmte Integral von <math>y = 2x^3 - 7x^2 + 7</math>
p = [2, -7, 0, 7];
p_int = polyint(p)
Ausgabe:
p_int =
0.50000 -2.33333 0.00000 7.00000 0.00000
Das Ergebnis lautet also <math>\int{y dx} = 0.5x^4 - 2.33333x^3 + 7x + C</math> (auf die Integrationskonstante C darf nicht vergessen werden!).
== Gauß-Quadratur ==
{{Wikipedia | Gauß-Quadratur}}
Berechnen Sie das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Gauß-Quadratur.
Datei f.m:
function y = f(x)
y = x^2;
end
Datei test1.m:
[v, ier, nfun, err] = quad ("f", 0, 3)
Ausgabe:
v = 9.0000
ier = 0
nfun = 21
err = 9.9920e-014
Erläuterung zur Ausgabe:
* v ... Resultat der Integration
* ier ... integer error code
* nfun ... Anzahl der Funktionsaufrufe
* err ... Fehler in der Lösung
== Quadratur mittels adaptiver Lobatto-Regel ==
Berechnen Sie diesmal das Integral <math>\int_{0}^{3}x^2 dx</math> mittels Lobatto-Quadratur.
f = inline("x.^2");
v = quadl (f, 0, 3)
Ausgabe:
v = 9
Wie weiter oben bereits angesprochen kann bei der Ausgabe eine Warnung erfolgen. Inline-Funktionen sind inzwischen als obsolet erklärt und es sollen stattdessen anonyme Funktionen verwendet werden.
Zwecks Übung sei nachfolgend nochmals dieses Beispiel berechnet. Diesmal wird aber eine anonyme Funktion verwendet.
v = quadl (@(x) x.^2, 0, 3)
== Aufgaben ==
* Integrieren Sie das Polynom <math>y = 5y^5 - y4 + 6y - 4</math>.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = \log(x) + 10x</math> von -5 bis 5.
* Integrieren Sie die Funktion <math>y = x^3</math> von 0 bis 4. Verwenden Sie hierzu die Simpsonregel (siehe dazu in der Hilfefunktion den Befehl "quadv").
= Gewöhnliche Differenzialgleichungen =
== ode23, ode45 und lsode ==
Für die Lösung von Differenzialgleichungen stehen die Funktionen
* ode23
bzw.
* ode45
zur Verfügung. Diese Funktionen implementieren das Runge-Kutta-Verfahren. "ode" steht für "Ordinary Differential Equation" (also auf Deutsch für "Gewöhnliche Differentialgleichung"). Die Zahlen bei ode23 oder ode45 stehen für die Ordnung.
{{Wikipedia | Runge-Kutta-Verfahren}}
Beispiel <math>y' = x^2 + y^3</math>:
clear;
close all;
clc;
[x, y] = ode45(@(x,y) (x^2+y^3), [0 1], 0);
plot(x, y, "LineWidth", 2);
Ausgabe:
[[Datei:octave_ode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "ode45" (oder "ode23") siehe die Octave-Hilfe.
Auch die Funktion "lsode" steht zur Lösung von ODEs zur Verfügung.
Beispiel <math>y' = x + y</math>:
clear;
close all;
clc;
t = 0 : .1 : 5;
[y2, istate, msg] = lsode(@(x,y) (x + y), 1, t);
istate
msg
plot(t, y2);
Ausgabe:
istate = 2
msg = successful exit
[[Datei:octave_lsode1.jpg]]
Bezüglich der genauen Funktionsweise von "lsode" siehe die Octave-Hilfe.
== Aufgaben ==
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \frac{1}{x\cdot y}</math> mit Octave. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>m' = -k\cdot m</math>. Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie die DGl händisch lösen.
* Lösen Sie die Differenzialgleichung <math>y' = \sqrt{|y|}</math>.
= Die Fast-Fourier-Transformation =
{{Wikipedia | Schnelle Fourier-Transformation}}
Für die Funktion "fft" siehe das Octave-Hilfesystem.
= Mengenrechnung =
== Vereinigungsmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
union(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
1 2 3 4 6
== Schnittmenge ==
v1 = [1 2 3 4];
v2 = [2 4 6];
intersect(v1, v2)
Ausgabe:
ans =
2 4
= Logik =
Logische Operatoren werden oft benötigt, z.B. bei Schleifen und Verzweigungen.
Octave kennt die logischen Operatoren <code>or, and, not</code> und <code>xor</code>. Als Beispiel sei die Wahrheitstabelle für den Operator <code>or</code> dargestellt.
A B A or B
--------------------
true true true
true false true
false true true
false false false
In Octave kann das so ausgedrückt werden:
or( true, true )
or( true, false )
or( false, true )
or( false, false )
Ausgabe:
ans = 1
ans = 1
ans = 1
ans = 0
Zahlen ungleich 0 stehen für true, 0 für false. Z.B.:
or( 22, 0)
Ausgabe:
ans = 1
Äquivalent zu <code>or</code> ist der Operator <code>|</code>:
22 | 0
Ausgabe:
ans = 1
Zwecks näheren Informationen zu den Operatoren <code>and (&, &&), not (~, !)</code> und <code>xor</code> bemühe man Octaves Help-Funktion.
Bitweise logische Funktionen kennt Octave auch, so kann man z.B. zwei Zahlen mit dem bitweisen OR-Operator verknüpfen:
0b1100101
0b0110001
---------
0b1110101
Oder in Dezimalzahlen:
101
49
---
117
In Octave:
bitor( 0b1100101, 0b0110001 )
dec2bin( ans )
Ausgabe:
ans = 117
ans = 1110101
Zu <code>bitand, bitxor</code> usw. siehe die Octave-Hilfe-Funktion.
= Stochastik =
==Deskriptive Statistik ==
=== Lageparameter ===
Arithmetischer Mittelwert:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
mw = mean(vec)
Ausgabe:
mw = 5.7143
Der Median oder Zentralwert läßt sich folgendermaßen berechnen:
vec = [1 2 3 4 5 12 13];
median(vec)
Ausgabe:
ans = 4
Der Modus oder häufigste Wert läßt sich mittels "mode"-Funktion eruieren:
vec = [1 2 1 3 5 1 2 7];
[m, f, c] = mode (vec);
disp(m);
disp(f);
disp(c);
Ausgabe:
1
3
{
[1,1] = 1
}
m (erste Zeile der Ausgabe) ist der Modus. f (zweite Zeile) ist die Häufigkeit. Näheres dazu siehe im Octave-Hilfesystem.
=== Streuungsparameter ===
Varianz:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
v = var(vec)
Ausgabe:
v = 6.3333
Standardabweichung:
vec = [1 2 3 1 1 6 7];
s = std(vec)
Ausgabe:
s = 2.5166
=== Grafiken erzeugen ===
Histogramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6 1 1 1 2];
hist(v, max(v));
Ausgabe:
[[Datei:octave_histo2.jpg]]
Balkendiagramme:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
bar(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_bar111.jpg]]
Treppendiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stairs(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stairs1.jpg]]
Stabdiagramm:
v = [1 1 2 3 1 6 7 6];
stem(v);
Ausgabe:
[[Datei:octave_stem1.jpg]]
=== Aufgaben ===
Gegeben sei folgende Datentabelle mit den Werten:
v1 = [3 4 1 1 7 2 1 9 2 5 9 7 2 2 9 2 2 1 2 8]
v2 = [1 1 0 2 3 4 1 2 7 0 2 1 5 5 5 4 5 2 5 0]
* Berechnen Sie die Lageparameter und Streuungsparameter des Vektors v1.
* Berechnen Sie Kovarianz und Korrelationskoeffizient der beiden zugeordneten Vektoren v1 und v2.
* Zeichnen Sie das Histogramm des Vektors v1.
== Wahrscheinlichkeitsrechnung ==
=== Kombinatorik ===
Der Binomialkoeffizient:
<math>\binom{n}{k}=\frac{n!}{k!(n-k)!}</math>
In Octave z.B.:
n = 30;
k = 4;
n_ueber_k = nchoosek (n, k)
Ausgabe:
n_ueber_k = 27405
Permutationen sind die verschiedenen Anordnungsmöglichkeiten mit der Anzahl n! = n * (n-1) * ... * 2 * 1.
Beispiel:
v = [1, 2, 3];
p = perms(v)
Ausgabe:
p =
1 2 3
2 1 3
1 3 2
2 3 1
3 1 2
3 2 1
n! (n-Fakultät) selbst kann so berechnet werden:
% 10!
n = 10;
factorial (n)
Ausgabe:
ans = 3628800
=== Verteilungen ===
Octave kennt eine ganze Reihe von Dichte- und Verteilungsfunktionen und zwar
* Probability Density Functions (PDF, Dichtefunktionen)
* Cumulative Distribution Functions (CDF, Verteilungsfunktionen)
Z.B.:
* Binomialverteilung:
** binopdf
** binocdf
* Hypergeometrische Verteilung:
** hygepdf
** hygecdf
* Normalverteilung:
** normpdf
** normcdf
* Studentverteilung:
** tpdf
** tcdf
* Weibullverteilung:
** wblpdf
** wblcdf
Ein Codebeispiel zur Binomialverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = 0 : 1 : 10;
n = 10;
p = 0.1;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(221);
bar(x, b1);
title("binopdf");
text(1, 0.1, "n=10; p=0.1");
subplot(222);
bar(x, b2);
title("binocdf");
text(1, 0.5, "n=10; p=0.1");
n = 10;
p = 0.5;
b1 = binopdf (x, n, p);
b2 = binocdf (x, n, p);
subplot(223);
bar(x, b1);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
subplot(224);
bar(x, b2);
text(1, 0.1, "n=10; p=0.5");
Ausgabe:
[[Datei:octave_bino3.jpg]]
Möglicherweise erhalten Sie bei diesem Beispiel eine Fehlermeldung in der Form
error: 'binopdf' undefined near line 8, column 6
The 'binopdf' function belongs to the statistics package from Octave
Forge which you have installed but not loaded. To load the package, run
'pkg load statistics' from the Octave prompt.
Laden Sie einfach das Paket für die Statistikfunktionen, wie in der Fehlermeldung beschrieben.
Ein Codebeispiel zur Normalverteilung:
clear;
close all;
clc;
x = -4 : .1 : 4;
b1 = normpdf(x);
b2 = normcdf(x);
subplot(121);
plot(x, b1);
title("normpdf");
grid on;
subplot(122);
plot(x, b2);
title("normcdf");
grid on;
Ausgabe:
[[Datei:octave_norm111.jpg]]
== Zufallszahlengeneratoren ==
Octave kann Zufallszahlen aus einer großen Anzahl von Verteilungen generieren, z.B.
* Chi-Quadrat-Verteilung: chi2rnd
* Log-Normal-Verteilung: lognrnd
* Normalverteilung: normrnd
Codebeispiel:
mean = 0;
standardabweichung = 1;
zufallszahl = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe (gibt eine Zufallszahl rund um den Mittelwert 0 aus), z.B.
zufallszahl = 1.0451
Auch Zufallsvektoren (oder Zufallsmatrizen) können erstellt werden:
mean = [0 0 0 0 0];
standardabweichung = 1;
zufallsvektor = normrnd (mean, standardabweichung)
Ausgabe, z.B.:
zufallsvektor =
1.47108 -0.51280 0.52726 0.31730 -1.04422
= Einfache Benutzeroberflächen erstellen=
== Input ==
fflush (stdout);
x = input("Gib eine Zahl ein: ");
disp(2 * x);
Ein-/Ausgabe:
Gib eine Zahl ein: 12
24
Der "fflush"-Befehl sollte immer vor dem Aufruf des input-Befehls aufgerufen werden. Näheres zu "fflush" siehe im Octave-Hilfesystem.
== Diverse einfache vorgefertigte Dialoge ==
Fehlermeldung:
errordlg("Fehlermeldung");
[[Bild:octave_fehlermeldung1.jpg]]
Warnung:
warndlg("Warnung");
[[Bild:octave_warnung1.jpg]]
Hilfedialog:
helpdlg
[[Bild:octave_hilfe1.jpg]]
Abfragedialog:
button = questdlg ("Frage")
[[Bild:octave_abfrage1.jpg]]
Eingabedialog:
in = inputdlg("Eingabe")
[[Bild:octave_eingabe1.jpg]]
Messagebox:
h = msgbox ("Eine Mitteilung!");
[[Bild:octave_messagebox1.jpg]]
== Komplexere vorgefertigte Dialogboxen ==
=== Menübox ===
auswahl = menu("Auswahl", "Affe", "Elefant", "Loewe", "Sonstiges");
switch(auswahl)
case 1
disp "Affe quietscht"
case 2
disp "Elefant trompetet"
case 3
disp "Loewe bruellt"
otherwise
disp "Sonstiges"
end
Ausgabe:
[[Bild:octave_menu1.jpg]]
Es werde beispielsweise die Nummer 2 gewählt.
Ausgabe:
Elefant trompetet
=== Dialogliste ===
clear;
close all;
clc;
opt = {"Eins", "Zwei", "Drei"};
[sel, ok] = listdlg ("ListString", opt, "SelectionMode", "Multiple");
if (ok == 1)
for i = 1 : numel(sel)
disp(opt{sel(i)});
end
else
disp("Cancel");
end
[[Bild:octave_dialog1.jpg]]
Es werden beispielsweise alle Optionen ausgewählt.
Ausgabe:
Eins
Zwei
Drei
=== Fortschrittsbalken ===
h = waitbar ([0.5])
[[Bild:octave_fortschritt1.jpg]]
=== Datei- und Verzeichnisdialoge ===
Dateidialog:
[fname, fpath, fltidx] = uigetfile ()
[[Bild:octave_dateidialog2.jpg]]
Ähnlich sind die Befehle "uiputfile" und "uigetdir". Dazu sei auf die Octave-Hilfe verwiesen.
== Eigene Dialoge kreieren ==
Dieses Thema sei hier nur kurz angerissen.
Programmcode:
d = dialog("Position", [300, 300, 250, 150], "Name", "Dialog");
txt = uicontrol("Parent", d, ...
"Style", "text", ...
"Position", [20, 80, 210, 40], ...
"String", "Hallo Welt");
btn_servus = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [30, 20, 80, 30], ...
"String", "Servus", ...
"Callback", "disp('Servus angeklickt!');");
btn_hallo = uicontrol("Parent", d, ...
"Position", [140, 20, 80, 30], ...
"String", "Hallo", ...
"Callback", "disp('Hallo angeklickt!');");
uiwait(d);
Ausgegebenes Dialogfenster:
[[Bild:octave_dialog100.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole (je nach gedrücktem Button), z.B.:
Servus angeklickt!
Die Position wird als [links, unten, breite, höhe] angegeben. Der Koordinatennullpunkt liegt, bezogen auf das Elternfenster, links unten. Es sind auch negative Koordinatenwerte möglich. Sinnvoll ist das z.B. bei einem dynamischen Ausblenden ohne zu löschen, oder für Animationen.
[[Bild:Cartesian-coordinate-system.svg | 150px]]
Wer mehr dazu wissen will, sei auf die Octave-Dokumentation verwiesen. Insbesondere siehe
* dialog
* uicontrol
* uipanel
* uibuttongroup
* uitable
* uimenu
* uitoolbar
== Aufgaben ==
=== Aufgabe 1 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit einem Texteingabefeld und einem Button. Beim Klicken auf den Button soll der Eingabetext auf der Konsole ausgegeben werden. Das Dialogfenster soll also in etwa so aussehen:
[[Bild:octave_dialog105.jpg]]
Da dies etwas komplizierter als das oben gezeigte Beispiel ist, werden nachfolgend ein paar Codefragmente zwecks Lösung angegeben:
Datei button_callback.m:
function button_callback(editHandle)
eingegText = get(editHandle, "String");
disp(eingegText);
end
Codefragement in test1.m:
% ...
edit = uicontrol(% ...
"Style", "edit", ...
%, ...
"HorizontalAlignment", "left");
btn = uicontrol(% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit));
% ...
Aufruf mit:
octave test1.m
Eingabe von z.B. "Hallo Welt!":
[[Bild:octave_dialog106.jpg]]
Ausgabe auf der Konsole nach dem Drücken des Buttons:
Hallo Welt!
=== Aufgabe 2 ===
Erzeugen Sie ein Dialogfenster mit zwei Eingabefeldern und einem Button. Eingegeben in diese zwei Eingabefelder werden vom Benutzer Zahlen. Auf der Konsole ausgegeben werden soll, nach Drücken des Buttons, das Produkt dieser zwei Zahlen.
Auch hier werden wieder Codefragemente angegeben.
Datei button_callback.m:
function button_callback(edit1, edit2)
zahl1 = str2double(get(edit1, 'String'));
zahl2 = str2double(get(edit2, 'String'));
disp(zahl1 * zahl2);
end
Codefragment Datei test1.m:
% ...
btn = uicontrol("Parent", d, ...
% ...
"Callback", @(src, event) button_callback(edit1, edit2));
% ...
Was passiert, wenn der Benutzer keine Zahlen, sondern beliebige Strings eingibt?
= Fehlerhandling mit try/catch =
Die try/catch-Anweisung entspricht weitgehend jener, die aus höheren Programmiersprachen wie C++ oder Java bekannt sind. Aufgebaut ist diese Anweisungsfolge so:
try
BODY
catch
CLEANUP
end
Beispiel:
clear;
close all;
clc;
try
a = 10 / "zahl";
disp(a);
disp("Weiter im try-Block");
catch
disp("Catch: Kann nicht durch einen String dividieren");
end
Ausgabe:
Catch: Kann nicht durch einen String dividieren
Sinnvoll ist die try/catch-Folge, wenn z.B. auch in einem Fehlerfall Dateien wieder geschlossen werden sollen.
= Ein- und Ausgabe =
== Formatierte Ausgabe am Bildschirm, formatiertes Lesen von der Tastatur ==
Folgendes Beispiel ist der Octave-Hilfe (von Octave 3.0.3) entnommen:
pct = 37;
filename = "foo.txt";
printf ("Processed %d%% of `%s'.\nPlease be patient.\n", pct, filename);
Ausgabe:
Processed 37% of `foo.txt'.
Please be patient.
"printf" gibt einen formatierten String am Bildschirm (genauer in den Stream stdout) aus. Wie man sieht, orientiert sich das Format an der Programmiersprache C.
Für das formatierte Lesen vom Stream stdin (normalerweise also von der Tastatur) steht das Pendant "scanf" bereit.
== Von einem String lesen bzw. in einen String schreiben ==
Bezüglich der Funktionen
* sprintf
und
* sscanf
sei auf die Octave-Hilfefunktion verwiesen.
== Lesen und Schreiben von einer Datei ==
=== Datei schreiben ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Schreiben öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "w");
% Etwas in die Datei schreiben
fprintf(datei, "Hallo, Welt!");
% Datei schließen
fclose(datei);
=== Datei lesen ===
% Datei c:\tmp\datei.test zum Lesen öffnen
datei = fopen ("c:/tmp/datei.test", "r");
% Etwas aus der Datei lesen
[string] = fscanf(datei, "%s");
disp(string);
% Datei schließen
fclose(datei);
Ausgabe:
Hallo,Welt!
=== Dateiende prüfen ===
Mittels des Befehls
feof(FID);
kann das Dateiende geprüft werden. Wenn die EOF-Bedingung zutrifft, dann wird 1 zurückgegeben, wenn nicht dann 0. Ein Beispiel folgt später als Lösung einer Aufgabe.
=== warning und error ===
Eine Warnung kann man am stderr-Stream ausgeben. Die warning-Funktion entspricht ansonsten der printf-Funktion. Nach Ausgabe der Warnung wird das Programm normal fortgesetzt.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
warning("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
warning: Matrix ist singulaer
warning: called from
test1 at line 5 column 3
Weiter geht's
Schärfer ist der error-Befehl. Die Fehlermeldung wird am stderr-Stream ausgegeben. Vom Format her entspricht diese Funktion dem printf-Befehl. Nach Ausgabe der Fehlermeldung wird das Programm beendet.
m = [1 2
3 6];
if(det(m) == 0)
error("Matrix ist singulaer");
end
disp("Weiter geht's");
Ausgabe:
error: Matrix ist singulaer
error: called from
test1 at line 5 column 3
== Aufgaben ==
* Schreiben Sie ein Programm, das die Zahlen 1 bis 10 zeilenweise in eine Datei ausgibt.
* Lesen Sie diese Zeilen wieder von der Datei ein und geben Sie sie am Bildschirm aus.
* Gegeben sei eine Datei. Lesen Sie die Daten aus dieser Datei ein und rechnen Sie per Octave-Programm den Gesamtpreis für alle Tiere aus. Die Anzahl der Zeilen und der genaue Dateinhalt sei Ihnen vorab nicht bekannt. Bekannt ist nur das Datenformat wie folgt:
Nr. Name Einzelpreis Stueck
1 Affe 15000.50 2
2 Loewe 11000.90 1
3 Nashorn 45000.10 1
4 Elefant 51245.90 3
5 Tiger 9000.70 2
6 Maus 34.90 12
Eine einfache Lösung ohne Schnickschnack (Fehlerüberprüfungen etc.) für dieses Beispiel könnte wie folgt aussehen:
clear;
close all;
clc;
datei = fopen ("c:/tmp/daten1.txt", "r");
gesamtpreis = 0;
% Kopfzeile einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%s %s %s %s", "C");
while(feof(datei) == 0)
% Datensätze einlesen
[nr, name, preis, stk] = fscanf(datei, "%d %s %f %d", "C");
gesamtpreis += preis*stk;
end
fclose(datei);
disp("Gesamtpreis = ");
format long;
disp(gesamtpreis);
Ausgabe:
Gesamtpreis =
258159.900000000
= Datencontainer =
== Datenstrukturen ==
Pseudocode:
STRUKTUR s
ZAHL a
VEKTOR b
STRING c
END
Octave-Code:
s.a = 45.9;
s.b = [1 2 3 4 5];
s.c = "Hallo!";
s
Ausgabe:
s =
scalar structure containing the fields:
a = 45.90000000000000
b =
1 2 3 4 5
c = Hallo!
Um ein paar weitere Möglichkeiten zum Handling mit Datenstrukturen aufzuzeigen, sei folgender Code aufgeführt.
Datei addsub.m
function res = addsub(a, b)
res.x = a + b;
res.y = a - b;
end
Datei test1.m
clear;
clc;
addsub(10, 50)
r = addsub(30, 70)
r.x
r.y
++r.x
Ausgabe:
ans =
scalar structure containing the fields:
x = 60
y = -40
r =
scalar structure containing the fields:
x = 100
y = -40
ans = 100
ans = -40
ans = 101
Die Funktion "addsub" liefert die Struktur res mit zwei Zahlenwerten. Die Elemente der Datenstruktur können auch außerhalb der Funktion angesprochen werden. Auch gerechnet werden kann mit diesen Elementen.
== Cell Arrays ==
Manchmal kann es sinnvoll sein mehrere Variablen verschiedenen Typs und Größe in einer Variablen zu speichern. Dies funktioniert ähnlich wie bei Vektoren. Es werden aber geschweifte Klammern verwendet.
Eingabe:
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44}
c{1}
c{1:2}
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = Hallo Welt!
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
ans = Hallo Welt!
ans = Hallo Welt!
ans =
2 2
Elemente des Cell Arrays können auch wieder mit Variablen anderen Typs überschrieben werden.
c = {"Hallo Welt!", [2 2], 44};
c{1} = 5;
c
Ausgabe:
c =
{
[1,1] = 5
[1,2] =
2 2
[1,3] = 44
}
= Objektorientierte Programmierung =
{{Wikipedia|Objektorientierte Programmierung}}
* {{W|Klasse (Objektorientierung)|Klasse}} ... die Schablone oder der Bauplan, enthält Methoden und Attribute
* {{W|Objekt (Programmierung)|Objekt}} ... eine Klasseninstanz (die konkrete Ausprägung der Klasse)
* {{W|Attribut (Programmierung)|Attribute}} ... die Eigenschaften eines Objekts
* {{W|Methode (Programmierung)|Methoden}} ... die Aktionen (Operationen), die ein Objekt ausführen kann
* {{W|Vererbung (Programmierung)|Vererbung}} ... neue Klassen (Subklassen, Unterklassen, abgeleitete Klassen) aus vorhandenen Klassen (Superklassen, Oberklassen, Basisklassen, Elternklassen) ableiten. Ermöglicht den Aufbau von Klassenhierarchien. Die Subklasse "erbt" Attribute und Methoden von der Superklasse. Octave unterstützt (so wie C++ und Python, aber im Gegensatz zu Java) Mehrfachvererbung.
== UML ==
* {{W|Unified Modeling Language|UML}} ... '''U'''nified '''M'''odeling '''L'''anguage, eine Modellierungssprache. Die UML enthält zahlreiche Diagrammarten, um Programme zu modellieren. Im Nachfolgenden wird nur das {{W|Klassendiagramm}} verwendet.
[[File:UmlCd Klasse-3.svg|300px]]
* {{W|Sichtbarkeit (Programmierung)|Sichtbarkeit}}:
** + ... public (öffentlich)
** - ... private (privat)
** # ... protected (geschützt)
* Vererbung:
<gallery>
InheritancePgmUML.svg | Abgeleitete Klasse erbt von Basisklasse (Einfachvererbung)
Diamond inheritance.svg | D erbt von B und C (Mehrfachvererbung). B und C erben von A (Einfachvererbung)
</gallery>
Für weitergehende Betrachtungen zur UML wird auf Spezialliteratur verwiesen, z.B.:
* Seidl et al.: UML@Classroom. dpunkt, 2012, ISBN 978-3-89864-776-2
* Rupp et al.: UML 2 glasklar. Hanser, 4. Aufl., 2012, ISBN 978-3-446-43057-0
== Klassen und Vererbung ==
Octave unterstützt auch objektorientierte Programmierung mit dem Schlüsselwort <code>classdef</code> (ab Version 4.0). Dieses Thema ist zwar etwas fortgeschritten, wird aber trotzdem kurz behandelt.
[[Bild:octave_oop1.svg|200px]]
Datei Auto.m:
classdef Auto
properties
marke1 = "Beemweh"
endproperties
methods
function zeige1(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke1]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei Cabrio.m:
classdef Cabrio < Auto
properties
marke2 = "Cabrio"
endproperties
methods
function zeige2(obj)
disp(["Marke: ", obj.marke2]);
endfunction
endmethods
endclassdef
Datei test1.m:
obj = Cabrio();
obj.zeige1();
obj.zeige2();
Ausgabe (Aufruf mittels "octave test1.m"):
Marke: Beemweh
Marke: Cabrio
GNU Octave kann auch Mehrfachvererbung:
[[Bild:octave_oop2.svg|200px]]
classdef Unterklasse < Oberklasse1 & Oberklasse2
Für die Reihenfolge der Vererbung gilt: Die zuerst genannte Klasse hat Vorrang.
Man kann mittels <code>private, protected, public</code> Daten auch kapseln:
properties(SetAccess = private, GetAccess = public)
methods (Access = public)
Standardmäßig sind alle Methoden und Attribute <code>public</code>.
Weiterführendes siehe z.B. in der [https://docs.octave.org/latest/Object-Oriented-Programming.html Octave-Dokumentation].
= Octave im Zusammenspiel mit anderen Programmiersprachen =
Man kann GNU Octave zur Kommunikation mit anderen Programmiersprachen bewegen, und das in beide Richtungen:
* GNU Octave -> andere Programmiersprache
* andere Programmiersprache -> GNU Octave
Hier die ganzen Möglichkeiten detailliert zu beschreiben würde zu weit führen. Wir beschränken uns im Wesentlichen auf die Erstellung von .oct-Files (C/C++; Fortran würde auch gehen, ist aber komplizierter) und zählen im Anschluss daran ein paar weitere Varianten auf.
== .oct-Dateien ==
Eine .oct-Datei in GNU Octave ist eine kompilierte C/C++-Datei, die als dynamisch ladbares Objekt direkt in Octave ausgeführt werden kann. oct-Dateien sind meist schneller als nativer Octave-Code.
1. Schritt: Erstelle z.B. eine C++-Datei ''quadrat.cc'' (es soll das Quadrat einer Zahl berechnet werden)
#include <octave/oct.h>
DEFUN_DLD(quadrat, args, nargout, "Quadrat einer Zahl berechnen")
{
double x = args(0).double_value();
double res = x*x;
return octave_value(res);
}
* <code>DEFUN_DLD</code> ist ein Makro. Damit wird angezeigt, dass es sich um eine dynamisch ladbare Funktion handelt ('''De'''fine '''Fun'''ction – '''D'''ynamically '''L'''inked '''D'''istribution).
* Der erste Parameter muss mit dem Namen der Funktion und der erstellten oct-Datei übereinstimmen, also hier <code>quadrat</code>.
* <code>args</code>: Argumente die beim Aufruf in Octave übergeben werden.
* <code>nargout</code>: Anzahl der Rückgabewerte.
* "Quadrat einer Zahl berechnen": Dokumentationsstring
2. Schritt: ''quadrat.cc'' kompilieren
# Terminal öffnen
# In das quadrat.cc-Verzeichnis wechseln
# Octave aufrufen
# cc-Datei zu einer oct-Datei kompilieren: <code>mkoctfile quadrat.cc</code>
# Wenn das ohne Fehlermeldung durchläuft, so sollte im Anschluss eine (relativ große) ''quadrat.oct''-Datei im entsprechenden Verzeichnis zu finden sein.
3. Schritt: Funktion <code>quadrat()</code> in Octave aufrufen, z.B.:
y = quadrat(5)
Es ergibt sich folgende Ausgabe:
y = 25
Damit das funktioniert, müssen natürlich die entsprechenden Werkzeuge (Compiler etc.) installiert sein. Darauf wird hier aber nicht näher eingegangen.
Die Dokumentation zu den .oct-Dateien findet sich auf [https://docs.octave.org/v11.1.0/Oct_002dFiles.html].
== Andere Möglichkeiten ==
* .mex-Dateien ('''M'''ATLAB '''Ex'''ecutables): Wenn man kompatibel zu MATLAB bleiben muss
* Java- oder Python-Schnittstelle (Nachteil: langsamer als .oct-Dateien)
Bevor man aber diese Möglichkeiten in Anspruch nimmt, sollte man vektorisieren. Damit lassen sich oft schon höhere Geschwindigkeiten erzielen. Dieses Thema wurde früher schon kurz behandelt ([[Ing_Mathematik:_Numerische_Mathematiksysteme_am_Beispiel_von_Octave#Die_FOR-Schleife|FOR-Schleife]]).
= Octave und die Tabellenkalkulation =
== Lesen ==
GNU Octave kann auch CSV-, LibreOffice Calc- oder MS Excel-Dateien einlesen.
Gegeben sei folgende schematisierte Datei im LibreOffice Calc-Format (test1.ods):
Februar März
Freitag 23 26
Samstag 17 41
Sonntag 34 37
=== Direkt als ODS-Datei einlesen ===
Die odsread-Funktion muss via io-Package geladen werden. Dieses Package ist nicht standardmäßig installiert, sondern kann z.B. bei openSUSE Tumbleweed mittels YaST als octave-forge-io installiert werden. Danach wird das Package geladen (pkg load io) und die Daten mittels odsread eingelesen.
pkg load io
[num, txt, raw] = odsread('test1.ods');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Ausgabe:
23 26
17 41
34 37
------------
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] =
[3,2] =
[4,2] =
[1,3] = März
[2,3] =
[3,3] =
[4,3] =
}
------------
{
[1,1] = [](0x0)
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
=== Als CSV-Datei einlesen ===
Die Datei test1.ods wird per LibreOffice Calc als CSV-Datei test1.csv (Trennzeichen ist der Strichpunkt) gespeichert (Achtung: gespeichert, nicht exportiert!):
;Februar;März
Freitag;23;26
Samstag;17;41
Sonntag;34;37
==== Mit csv2cell ====
Wir wollen hier den Strichpunkt als Trennzeichen verwenden. Per Default wird nämlich der Beistrich als Trennzeichen interpretiert.
pkg load io;
data = csv2cell("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data{2, 2});
Ausgabe:
{
[1,1] =
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
[1,2] = Februar
[2,2] = 23
[3,2] = 17
[4,2] = 34
[1,3] = März
[2,3] = 26
[3,3] = 41
[4,3] = 37
}
---------------
23
==== Mit dlmread ====
data = dlmread("test1.csv", ";");
disp(data);
disp("---------------");
disp(data(2, 2));
Ausgabe:
0 0 0
0 23 26
0 17 41
0 34 37
---------------
23
==== Mit importdata ====
data = importdata("test1.csv");
disp(data)
disp("------------")
disp(data.data);
disp("------------")
disp(data.data(2,2));
Ausgabe:
data =
23 26
17 41
34 37
textdata =
{
[1,1] = ;Februar;März
[2,1] = Freitag
[3,1] = Samstag
[4,1] = Sonntag
}
rowheaders =
{
[1,1] = Freitag
[2,1] = Samstag
[3,1] = Sonntag
}
------------
23 26
17 41
34 37
------------
41
Damit haben wir schon etliche Funktionen zu diesem Zweck kennengelernt. Weitere Funktionen zu
diesem Zweck sind z.B.
* csvread
* textscan
=== Als XLSX-Datei einlesen ===
Wir speichern unsere test1.ods-Datei als test1.xlsx-Datei. Dies ist das MS Excel-Standardformat. Und schon können wir den xlsread-Befehl zum Einlesen der Daten verwenden.
pkg load io
[num, txt, raw] = xlsread('test1.xlsx');
disp(num)
disp("------------")
disp(txt);
disp("------------")
disp(raw);
Die Ausgabe ist gleich wie oben bei der odsread-Funktion.
== Schreiben ==
=== Direkt als ODS-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
odswrite('test1.ods', data);
=== Als XLSX-Datei schreiben ===
pkg load io
data = {
"", "Februar", "März";
"Freitag", 23, 26;
"Samstag", 17, 41;
"Sonntag", 34, 37
};
xlswrite('test1.xlsx', data);
=== Als CSV-Datei schreiben ===
* dlmwrite
* csvwrite
* fprintf
= Octave GUI =
Das GUI-Programm ('''G'''raphical '''U'''ser '''I'''nterface) von Octave entspricht im Wesentlichen anderen Programmier-Benutzeroberflächen (IDEs ... '''I'''ntegrated '''D'''evelopment '''E'''nvironments), wie z.B. Eclipse (Java), Code::Blocks (C/C++) oder Spyder (Python). Nachfolgend ist ein Screenshot des Octave-GUI mit einigen Anmerkungen dargestellt.
[[Bild:octave_gui2.jpg|600px]]
Probieren Sie einfach die Möglichkeiten der zur Verfügung gestellten GUI/IDE aus.
= Komplexere Aufgaben =
* Berechnen Sie die Fläche, den Umfang, die Seitenlängen, den Inkreis und den Umkreis eines Dreiecks. Stellen Sie das Dreieck inklusive In- und Umkreis grafisch dar. Speichern Sie die Daten in einer Datei. Die drei Eckpunkte dieses Dreiecks sollen vom Benutzer beliebig vorgegeben werden.
* Die Werte einer beliebig großen quadratischen Matrix seien in einer Datei gespeichert. Lesen Sie diese Datei ein und berechnen Sie daraus die Determinante der Matrix, die inverse Matrix, die Eigenvektoren und -werte, die Spur. Führen Sie die LR-Zerlegung durch. Geben Sie diese Werte am Bildschirm aus.
= Ausblick =
Dies war eine kurze Einführung in die Berechnungs- und Darstellungsmöglichkeiten mit Octave. Es sollten etliche relevante Themen behandelt, oder zumindest kurz angesprochen worden sein. Wem dieser Text nicht ausreichend ist, der sei auf die entsprechende weiterführende Literatur, die Octave-Hilfefunktion und die Octave-Dokumentation verwiesen. Octave kennt noch viel mehr Befehle, als hier dargestellt wurden. Aber auch Octave selbst ist erweiterbar. Man siehe z.B. Octave Packages (https://gnu-octave.github.io/packages/) oder man schreibt selbst Erweiterungen.
{{Navigation_zurückhochvor_buch|
zurücktext=Maxima|
zurücklink=Ing Mathematik: Computeralgebrasysteme am Beispiel von Maxima|
hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis|
hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure|
vortext=Julia für Ingenieure|
vorlink=Ing Mathematik: Julia}}
47ban03tt0yiwzmrcg0c9jj815sq21d
Diskussion:Ing Mathematik: Numerische Mathematiksysteme am Beispiel von Octave
1
109846
1091191
1091170
2026-09-21T15:07:23Z
Intruder
1513
/* Frage an die Google KI -> Ist das Kapitel "Octave" im Ing Math-Wikibook empfehlenswert? */ Antwort
1091191
wikitext
text/x-wiki
Was fehlt noch:
* Korrekturlesen
* Bilder umbenennen (entsprechend Wikipediaregeln und alte Bilder zum Löschen vorschlagen)
* Feedback (ist der Text verständlich, zu leicht/zu schwierig ...)
* Raum für Verbesserungen und Erweiterungen gibt es immer
Stand: --[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 18:47, 9. Mai 2020 (CEST)
: Bilder habe ich umbenannt und alte Bilder zum Löschen vorgeschlagen --[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 16:32, 10. Mai 2020 (CEST)
: Einmal Korrektur gelesen habe ich den Text auch --[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 15:49, 16. Mai 2020 (CEST)
== Anmerkung zu Nichtlineare Gleichungssysteme / Gleichungssysteme ==
Das angegebene fsolve-Beispiel funktioniert mit der Octave-Version 7.3.0 nicht! Fehlermeldung:
error: for x^y, only square matrix arguments are permitted and one argument must be scalar. Use .^ for elementwise power.
error: called from
f at line 2 column 5
fsolve at line 246 column 8
test1 at line 5 column 17
Aber auch die ähnlichen Beispiele in der Octave-Dokumentation zu fsolve funtionieren nicht - gleiche Fehlermeldung. Das macht mich stutzig. Ev. ist das ein Bug in Octave? Abwarten, ob die Fehlermeldung in einer späteren Version weiterhin auftritt?
--[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 18:22, 5. Mär. 2023 (CET)
: Kein Bug, sondern ein Fehler meinerseits! Beispiel funktioniert auch mit Octave 7.3.0. --[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 18:17, 7. Mär. 2023 (CET)
== Version 8.1.0 ==
Der Text wurde mit der Octave-Version 8.1.0 durchgesehen. --[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 14:07, 11. Mär. 2023 (CET)
== Version 8.3.0 ==
Der Text wurde mit der Octave-Version 8.3.0 durchgesehen. --[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 10:19, 22. Okt. 2023 (CEST)
== Version 9.1.0 ==
Der Text wurde mit der Octave-Version 9.1.0 durchgesehen. --[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 16:57, 19. Mär. 2024 (CET)
== Frage an die Google KI -> Ist das Kapitel "Octave" im Ing Math-Wikibook empfehlenswert? ==
Antwort von soeben: "Das Kapitel „Numerische Mathematiksysteme am Beispiel von Octave“ im Wikibook „Ing: Mathematik für Ingenieure“ ist sehr empfehlenswert" ... Wenn Sie Mathematik im Ingenieurskontext anwenden müssen, ist das Kapitel eine der besten kostenlosen deutschsprachigen Ressourcen ... [[Benutzer:Intruder|Intruder]] 14:42, 19. Sep. 2026 (CEST)
:Frage an Google KI von soeben: "Welche fortgeschrittene Spezialthemen fehlen?"
:Antwort: ... Für fortgeschrittene ingenieurwissenschaftliche Anwendungen, forschungsnahe Arbeiten oder spezialisierte Berechnungen fehlen jedoch vor allem Themen der höheren Numerik, Effizienzoptimierung und modernen Systemintegration:
:* ... PDEs ... Implementierungen zur Finite-Elemente-Methode (FEM) oder zu Finiten Differenzen...
:* Steife Differentialgleichungen ...
:* Optimierung und Curve Fitting ... Gradientenverfahren, genetische Algorithmen, Levenberg-Marquardt für Ausgleichsrechnungen ...
:* Signalverarbeitung und Frequenzanalyse ... FFT, Filterdesign ...
:* Performance und fortgeschrittene Programmierung ...
:** Vektorisierung vs. Schleifen ...
:** Dünnbesetzte Matrizen ...
:** Objektorientierte Programmierung ,..
:* Schnittstellen und Systemintegration ...
:** Hardware-Anbindung und Datei-I/O ... xlsread ... Echtzeit-Datenerfassung über serielle Schnittstellen ...
:** Anbindung an C/C++ oder Python ...
:Kommentare meinerseits dazu:
:* OOP wurde explizit ausgenommen. Lt. Google KI "... classdef ... wird in Octave nur sehr eingeschränkt oder gar nicht vollständig unterstützt. Komplexe MATLAB-Objektstrukturen laufen daher oft nicht fehlerfrei."
:* Vektorisierung vs. Schleifen wird kurz behandelt (unter dem Kapitel "FOR-Schleifen"). Ev. kann man auch kurz erwähnen, dass Octave (im Gegensatz zu MATLAB) keinen JIT-Compiler hat.
:* Zu sparse-Matrizen gibt es das kurze Kapitel "Schwach besetzte Matrizen"
:* Anbindung an C/C++ oder Python: Dazu gibt nun ein kurzes Kapitel (speziell zu oct-Dateien - C/C++)
:* Zu PDEs, FEM, genetische Algorithmen, Signalverarbeitung etc. gibt es ganze Bücher. Ob das in diesem Kapitel abgehandelt werden soll/muss?
:[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 17:49, 20. Sep. 2026 (CEST)
::Ergänzung: Die (höhere) Numerik wird erst später in diesem Buch behandelt. Dort gibt es auch Programme/Skripte, allerdings in Python und nicht in Octave! [[Benutzer:Intruder|Intruder]] 17:59, 20. Sep. 2026 (CEST)
::xlsread etc. wird nun auch behandelt. [[Benutzer:Intruder|Intruder]] 08:50, 21. Sep. 2026 (CEST)
::OOP wird nun auch kurz gestreift. [[Benutzer:Intruder|Intruder]] 09:54, 21. Sep. 2026 (CEST)
:::'''Exkurs:''' Da bei mir unter openSUSE mit dem Firefox-Browser die Seite [https://docs.octave.org/latest/Object-Oriented-Programming.html Octave-Object-Oriented-Programming] nicht richtig angezeigt wurde und das ev. auch andere Nutzer betreffen könnte. Problem war eine Schriftart, die nicht oder "weiß auf weißem Hintergrund" angezeigt wurde. '''Lösung''':
:::# ''about:config'' aufrufen
:::# ''browser.display.use_document_fonts'' auf 0 setzen
:::# Firefox neu starten
:::# Octave-Seite neu aufrufen
:::Dann hat es bei mir funktioniert. Der zuvor unsichtbare Text wird nun angezeigt (die Lösung dieses Problems hat mich Stunden an Recherchezeit gekostet). [[Benutzer:Intruder|Intruder]] 17:07, 21. Sep. 2026 (CEST)
atwhf9qupclktzfe32zyib5mmmsfyv2
Gitarre: CAGED-Skalen verbinden
0
115903
1091247
1091162
2026-09-22T08:14:16Z
~2026-50710-50
116926
noinclude
1091247
wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{:Gitarre/ Navi|Sologitarre|
{{:Gitarre: Sologitarre/ Navi Improvisation in Dur und Moll}}|
img=Guitar 1.svg |bg=#F8f8f8|border=darkorange|color=dark|px=80|navi=Einführung in die Sologitarre}}
</noinclude>
= CAGED-Skalen verbinden =
<div class="noprint">
:[[File:Scala_Griffbrett_ani.gif]]
</div>
{{todo|Diese Lektion ist in einem Gitarrenforum entstanden, und muss korrekturgelesen werden, stilistisch noch überarbeitet und nachformatiert werden. Nach Möglichkeit sollten die ASCII-TABS durch ansprechendere Grafiken ersetzt werden. Animation überarbeiten.|Mjchael|Gitarre}}
Auch wenn die 5 CAGED-Skalen grundlegend für die Improvisation auf dem Griffbrett sind, so decken sie nicht alles ab, was einem bei der Improvisation über Dur- und Moll-Tonleitern begegnen kann.
Wir lernen hier, wie man recht einfach von einer Skalenform in die Nachbar-Skalenform hineinsliden kann. Möglicherweise sind dort die Barré-Akkorde oder Powerchords einfacher zu greifen oder man bekommt einen Lauf oder einen Lick oder eine Verzierung (z.B. Hammering) einfacher hin.
== Slidemodul ==
:[[File:Scala 6 71 2-2 34 5.svg]]
oder zwischen der G- und H-Saite:
:[[File:Scala_6_71_2-2_34_5_GB.svg]]
Mit dem Slidemodul kannst du recht einfach quer über das ganze Griffbrett improvisieren. Du lernst, dass dich niemand zwingt, in einer Skala eingesperrt zu bleiben, wie es das englische Merkwort CAGED (von engl. cage = Käfig) suggeriert.
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw= "C" >
\version "2.22.0"
\markup \column {
%% Überschrift / Headline
\halign #CENTER {
\bold "C Dur • Am Karré umsteigen"
}
\halign #CENTER {
"C major • Change at the square"
}
%% Aussehen / Look
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 15)
(number-type . roman-upper)
))
%% Finger
%% Saite Bund "Intervall" Farbe
%% string fret "interval" color
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 0 "E" blue )
(place-fret 1 1 "F" blue )
(place-fret 1 3 "G" black )
(place-fret 1 5 "A" black )
(place-fret 1 7 "B" red )
(place-fret 1 8 "C" red )
(place-fret 1 10 "D" black )
(place-fret 1 12 "E" blue )
(place-fret 1 13 "F" blue )
(place-fret 1 15 "G" black )
(place-fret 2 0 "B" blue )
(place-fret 2 1 "C" blue )
(place-fret 2 3 "D" black )
(place-fret 2 5 "E" yellow3 )
(place-fret 2 6 "F" yellow3 )
(place-fret 2 8 "G" black )
(place-fret 2 10 "A" black )
(place-fret 2 12 "B" blue )
(place-fret 2 13 "C" blue )
(place-fret 2 15 "D" black )
(place-fret 3 0 "G" black )
(place-fret 3 2 "A" black )
(place-fret 3 4 "B" yellow3 )
(place-fret 3 5 "C" yellow3 )
(place-fret 3 7 "D" black )
(place-fret 3 9 "E" purple )
(place-fret 3 10 "F" purple )
(place-fret 3 12 "G" black )
(place-fret 3 14 "A" black )
(place-fret 4 0 "D" black )
(place-fret 4 2 "E" green2 )
(place-fret 4 3 "F" green2 )
(place-fret 4 5 "G" black )
(place-fret 4 7 "A" black )
(place-fret 4 9 "B" purple )
(place-fret 4 10 "C" purple )
(place-fret 4 12 "D" black )
(place-fret 4 14 "E" green2 )
(place-fret 4 15 "F" green2 )
(place-fret 5 0 "A" black )
(place-fret 5 2 "B" green2 )
(place-fret 5 3 "C" green2 )
(place-fret 5 5 "D" black )
(place-fret 5 7 "E" red )
(place-fret 5 8 "F" red )
(place-fret 5 10 "G" black )
(place-fret 5 12 "A" black )
(place-fret 5 14 "B" green2 )
(place-fret 5 15 "C" green2 )
(place-fret 6 0 "E" blue )
(place-fret 6 1 "F" blue )
(place-fret 6 3 "G" black )
(place-fret 6 5 "A" black )
(place-fret 6 7 "B" red )
(place-fret 6 8 "C" red )
(place-fret 6 10 "D" black )
(place-fret 6 12 "E" blue )
(place-fret 6 13 "F" blue )
(place-fret 6 15 "G" black )
)
}
}
\paper{
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line-width=150\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f
}
</score>
</div>
{{clear}}
Nehmen wir an, du improvisierst in G-Dur. Du hast dir die erstbeste CAGED-Skala mit Gr
undton im 3. Bund auf der E-Saite rausgesucht.
;G-Dur (E- bzw. F-Form)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
1-2-7;1-3-1;1-5-2;
2-3-5;2-5-6;
3-2-2;3-4-3;3-5-4;
4-2-6;4-4-7;4-5-1;
5-2-3;5-3-4;5-5-5;
6-2-7;6-3-1;6-5-2;"
}
\paper{
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line-width=180\mm
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bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
Jetzt nehmen wir mal an, der Sänger oder die Sängerin singt gerade in deiner Tonlage, und du merkst, das es sich mit deiner Improvisation beißt. So etwas passiert, wenn Sänger und Gitarrist sich beide in der selben Tonhöhe befinden.
Du entscheidest dich, dieses Tonspektrum dem Sänger zu überlassen (gute Wahl!) und versuchst deine ganze Improvisation in einer höheren Lage zu spielen, so dass man die Stimme des Sängers und deine Improvisation klar voneinander unterscheiden kann.
Aber wie kommt man jetzt recht elegant in eine höhere Lage, ohne erst lange überlegen zu müssen, welcher Akkord, welcher Bund, welche Skala?
== Von der (E-)F- in die D-Form ==
[[Image:Scala Carree.svg|left]]Mein Tipp: orientiere dich wieder an den Halbtonschritten bzw. an dem Karré.
{{clear}}
;G-Dur (2. Fingersatz)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
3-2-2;3-4-3;3-5-4;
4-2-6;4-4-7;4-5-1;"
}
\paper{
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bookTitleMarkup = ##f
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</score>
Hier ist für dich ein geeigneter Umsteigeplatz, der dich so gut wie keine Überlegungen kostet. Du muss dir gar keine Gedanken über Skalenformen und Akkorde zu machen, denn die ergeben sich von ganz alleine.
;Das Slide-Modul
:[[File:Scala 6 71 2-2 34 5.svg]]
Auf einem der beiden Saiten (D- oder G-Saite) rutschst du einfach zwei Bünde weiter.
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
3-2-2;3-4-3;3-5-4;3-7-5;
4-2-6;4-4-7;4-5-1;4-7-6;"
}
\paper{
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</score>
Wie du das machst ist dir völlig frei gestellt.
Du kannst mit dem Zeigefinger zwei Bünde weiter rutschen
<div style="float:left; padding:5px; border:black solid 1px; width:450px;">
<pre>
E -|---|---|---|---|---|---|---|---|---|-
H -|---|---|---|---|---|---|---|---|---|-
G -|---|-Z-|==>|-Z-|-M-|---|-K-|---|---|-
D -|---|-Z-|==>|-Z-|<M>|---|-K-|---|---|-
A -|---|---|---|---|---|---|---|---|---|-
E -|---|---|---|---|---|---|---|---|---|-
</pre>
</div>
{{clear}}
oder rutsche mit dem kleinen Finger weiter
<div style="float:left; padding:5px; border:black solid 1px; width:450px;">
<pre>
E -|---|---|---|---|---|---|---|---|---|-
H -|---|---|---|---|---|---|---|---|---|-
G -|---|-Z-|---|-M-|-K-|==>|-K-|---|---|-
D -|---|-Z-|---|-M-|<K>|==>|-K-|---|---|-
A -|---|---|---|---|---|---|---|---|---|-
E -|---|---|---|---|---|---|---|---|---|-
</pre>
</div>
{{clear}}
und zeihe die anderen Finger einfach mit.
; G-DUR (1. Fingersatz im 4.Bund)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
3-4-3;3-5-4;3-7-5;
4-4-7;4-5-1;4-7-6;"
}
\paper{
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line-width=180\mm
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bookTitleMarkup = ##f
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</score>
Auf welcher Saite du den Slide machst, ist völlig wurscht. Klar ist, dass du im ersten Fingersatz gelandet bist. Klimpere etwas im ersten Fingersatz herum und verschaffe dir so etwas Orientierung.
Nach unten muss jetzt der zweite Fingersatz folgen. Beachte den Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite. Du brauchst dir vorerst keine Gedanken darüber zu machen, in was für einer Skala du dich eigentlich befindest, sondern du klimpere einfach herum, und hast nur die drei Fingersätze und den Lagewechsel vor Augen.
; G-DUR (D-Form Ausschnitt)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
1-5-6;1-7-7;1-8-1;
2-5-6;2-7-7;2-8-1;
3-4-3;3-5-4;3-7-5;
4-4-7;4-5-1;4-7-2;"
}
\paper{
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bookTitleMarkup = ##f
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</score>
Spätestens jetzt weißt du einfach, dass es die D-Dur-Form ist. Nach einiger Übung erkennst du die typischen Formen auf Anhieb. Es gibt ja bloß 5 CAGED-Skalen.
Ergänze noch die Skala mit dem 3. Fingersatz.
; G-DUR (D-Form)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
1-5-2;1-7-3;1-8-4;
2-5-6;2-7-7;2-8-1;
3-4-3;3-5-4;3-7-5;
4-4-7;4-5-1;4-7-2;
5-5-5;5-7-6;
6-5-2;6-7-3;6-8-4;
"
}
\paper{
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</score>
So rutscht man recht einfach von eine Skala in die andere. Hier war es vom (E)F-Typ in den D-Typ.
== Von der D- in die C-Form ==
Angenommen, es ist immer noch zu tief, oder du willst für deine Improvisation noch mal eines drauflegen und noch höher spielen.
Wo ist jetzt der beste Punkt zum Sliden?
; G-DUR (2. Fingersatz unten)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
1-5-2;1-7-3;1-8-4;
2-5-6;2-7-7;2-8-1;
"
}
\paper{
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</score>
Natürlich dort, wo das nächste Karré auf der rechten Seite ist. Hier slidest du wieder genau so, wie oben beschrieben
; G-DUR (Slidemodul unten)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
1-5-2;1-7-3;1-8-4;1-10-5;
2-5-6;2-7-7;2-8-1;2-10-2;
"
}
\paper{
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</score>
Klimpere wieder eine Weile im ersten Fingersatz herum, und überlege, wie es nach oben weitergehen muss.
; G-DUR (2. Fingersatz unten)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
1-7-3;1-8-4;1-10-5;
2-7-7;2-8-1;2-10-2;
"
}
\paper{
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</score>
Über dem ersten Fingersatz kommt der dritte Fingersatz, aber es gibt noch den Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite.
; G-DUR (C-Form Ausschnitt)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
1-7-3;1-8-4;1-10-5;
2-7-7;2-8-1;2-10-2;
3-7-5;3-9-6;
"
}
\paper{
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line-width=180\mm
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bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
Spätestens hier merkst du, dass du in der Skala der C-Form bist. Wenn du die Vorübungen gemacht hast, wirst du an die untere Hälfte der C-Dur-Tonleiter erinnert. <span class="noprint">(siehe: [[Gitarre:_C-Dur-Tonleiter_auf_den_Melodie-Saiten|C-Dur auf den Melodiesaiten]])</span>
Bei der C-Dur-Form gibt es keinen Lagewechsel, weil sich dieser ja zwischen der G- und H-Saite mit dem des 3. Fingersatz aufhebt. Also ergänze nach oben einfach den zweiten und darüber den ersten Fingersatz.
; G-DUR (C-Form)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
1-7-3;1-8-4;1-10-5;
2-7-7;2-8-1;2-10-2;
3-7-5;3-9-6;
4-7-2;4-9-3;4-10-4;
5-7-6;5-9-7;5-10-1;
6-7-3;6-8-4;6-10-6;
"
}
\paper{
indent=0\mm
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oddHeaderMarkup=##f
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</score>
== Von der C- in die (A-)Bb-Form ==
Jetzt willst du von der C-Form noch eine Lage weiterrücken.
Klettere nach oben in die Bass-Saiten zum nächsten Karré.
; G-DUR (Slidemodul 7.Bund)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
4-7-2;4-9-3;4-10-4;4-12-5;
5-7-6;5-9-7;5-10-1;5-12-2;
"
}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
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</score>
Und hier beginnt das gleiche Spiel von vorn.
Ab jetzt wird es für die Finger recht eng. Sollten die Bünde für dich nicht mehr erreichbar sein (Insbesondere für die Klassik- oder Akkustikgitarrenspieler), rücke einfach auf den Griffbrett zurück und übe die weiteren Wechsel in einer anderen Tonart. Wie wäre es, wir machen mit C-Dur weiter?
; C-DUR (1. Fingersatz A- bzw. Bb-Form)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
4-2-3;4-3-4;4-5-5;
5-2-7;5-3-1;5-5-2;
"
}
\paper{
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line-width=180\mm
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oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
Nach unten geht es weiter mit dem zweiten Fingersatz. Allerdings kommt hier noch der Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite mit hinzu.
; C-DUR (A- bzw. Ausschnitt)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
2-3-2;2-5-3;2-6-4;
3-2-6;3-4-7;3-5-1;
4-2-3;4-3-4;4-5-5;
5-2-7;5-3-1;5-5-2;
"
}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
Klimpere erst mal eine Weile bei diesem zweiten Fingersatz herum, und präge dir den den Lagewechsel der A- bzw. Bb-Form gut ein, denn er kommt notgedrungen auch in der nächst höheren Lage vor.
Bei Bedarf kannst du die Skala selbst noch vervollständigen.
== Von der (A-)Bb- in die G-Form ==
Doch halten wir uns hier nicht lange auf, sondern gehen einfach weiter zum nächsten Slide-Punkt.
;Das Slide-Modul zwischen der G- und H-Saite
:[[File:Scala_6_71_2-2_34_5_GB.svg]]
Trotz des Lagewechsels funktioniert der Slide genau so wie du ihn schon vorher ausgeführt hast. Auf der entsprechenden Saite, wo du sliden willst, ändert sich nichts am Fingersatz.
; C-DUR (1. Fingersatz G-Form)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
2-5-3;2-6-4;2-8-5;
3-4-7;3-5-1;3-7-2;
"
}
\paper{
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</score>
Nur gut dass wir den Lagewechsel jetzt schon hinter uns haben. So ist die Skala nämlich leichter nach unten mit einem Teil des zweiten Fingersatzes aufzufüllen.
; C-DUR (G-Form Ausschnitt)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
1-5-6;1-7-7;1-8-1;
2-5-3;2-6-4;2-8-5;
3-4-7;3-5-1;3-7-2;
"
}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
Nach oben schließt sich der 3. Fingersatz an, der auf der E-Saite in den 2. Fingersatz mündet.
; C-DUR (G-Form)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
1-5-6;1-7-7;1-8-1;
2-5-3;2-6-4;2-8-5;
3-4-7;3-5-1;3-7-2;
4-5-5;4-7-6;
5-5-2;5-7-3;5-8-4;
6-5-6;6-7-7;6-8-1;
"
}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
== Von der G- in die (E-)F-Form ==
Um den nächsten Slide-Punkt zu erwischen, musst du ganz nach oben auf die Bass-Saiten wandern.
;C-Dur 2. Fingersatz (G-Form)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
5-5-2;5-7-3;5-8-4;
6-5-6;6-7-7;6-8-1;
"
}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
Jetzt wird in den Bass-Saiten geslidet.
; C-Dur Slidemodul oben
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
5-5-2;5-7-3;5-8-4;5-10-5;
6-5-6;6-7-7;6-8-1;6-10-2;
"
}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
Den kann man nun einfach nach unten weiter auffüllen
;C-Dur 1. Fingersatz (F-Form)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
5-7-3;5-8-4;5-10-5;
6-7-7;6-8-1;6-10-2;
"
}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
Damit schließt sich der Kreis.
;C-Dur (F-Form)
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup
\override #'(fret-diagram-details . ( (number-type . roman-upper)
(finger-code . in-dot) (orientation . landscape))) {
%% s:3 = 3x so groß
%% f:1 zeigt Finger als Kreise
%% f:2 zeigt Finger neben den Saiten
%% 6-3-2 Saite-Bund-Finger/Intervall
%% 4-o zeigt 4. Saite offen
\fret-diagram #"s:3;f:1;
1-7-7;1-8-1;1-10-2;
2-8-5;2-10-6;
3-7-2;3-9-3;3-10-4;
4-7-6;4-9-7;4-10-1;
5-7-3;5-8-4;5-10-5;
6-7-7;6-8-1;6-10-2;
"
}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
== Übung ==
Es gibt mit Sicherheit noch zig andere Möglichkeiten, um von einer Lage in die andere Lage zu wechseln. Wahrscheinlich wirst du dich dabei an (Barré-)Akkorden orientieren. Aber es gibt wohl kaum eine einfachere Methode, die bei allen fünf CAGED-Skalen gleichermaßen funktioniert, um mal eben von einer Skala in die nächste zu rutschen, und so das ganze Griffbrett der Gitarre zu erobern.
Du brauchst nicht viel mehr zu beachten, als die drei Fingersätze, den Übergang zwischen der G-und H-Saite, und den Slide bei den Halbtonschritten.
=== Beispiel ===
Suche dir mal ein recht langes Lied heraus, welches in einer Tonart bleibt, und du wirst sehen, wie viel Spaß es macht, während des Liedes einmal quer über das ganze Griffbrett hin und her zu wandern.
* {{Youtube-Suche|child+in+time+deep+purple|Child in Time (Deep Purple)}}
:'''G G Am _ G G Am _ F F G _ G G Am''' Die Tonart ist Am.
* {{Youtube-Suche|All+Too+Well+10+Minute+Version+Taylor+Swift|All Too Well (10 Minute Version)Taylor Swift}}
<div class="noprint">
Zum Abschluss nochmal die 5 Moll-Skalenformen quer über das Griffbrett verteilt
:[[Image:Scala Griffbrett moll ani.gif]]
</div>
Wie man von einer Skala in die andere zurückrutscht, findest du mit Sicherheit leicht selber raus.
:[[File:Scala Griffbrett.svg]]
Viel Spaß beim ausprobieren.
<noinclude>
{{Navigation hoch}}
{{Navigation zurückhochvor
|zurücklink=Gitarre: Tonart mittels Skalen bestimmen
|zurücktext=Tonart mittels Skalen bestimmen
|hochlink=Gitarre: Die Major-Patterns
|hochtext=Einführung: Major-Patterns
|vorlink=Gitarre: CAGED-Longform
|vortext=CAGED-Longform
}}
</noinclude>
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Programmieren in C/C++
0
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1091187
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2026-09-21T13:13:21Z
D. Justen
102048
PDF neu generiert
1091187
wikitext
text/x-wiki
<!-- {{Regal|Programmierung}} -->
{{Infoleiste|Programmierung|Studium|L}}
{{Im Buchkatalog}}
{{Druckversion}}
{{Hinweis PDF|ProgrammierenInC_C++.pdf|subst:PAGENAME}}
== Zusammenfassung des Projekts ==
{{Vorlage:StatusBuch|10}}
* '''Zielgruppe:''' Studenten der Informatik/Elektrotechnik. Programmierer, die Sachverhalte nachschlagen wollen.
<!-- Für welche Leute soll das Buch geschrieben werden? z.B. "Bergsteiger" oder "EDV-Dozenten". -->
* '''Lernziele:''' Tiefergehendes Verständnis der Programmiersprache C
<!-- Was sollen die Leute aus der Zielgruppe nach dem Lesen des Buches gelernt haben? -->
* '''Buchpatenschaft/Ansprechperson:''' [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]]
<!-- Sollten Anmerkungen und/oder Fragen zum Inhalt oder auch organisatorischer Art zum Buch bestehen, so kann es nützlich sein, einen Hauptautoren / eine Ansprechperson / Kümmerling / Buchpaten zu benennen. Auch kann hier der Kontakt genutzt werden, um nicht gleich bei einer Löschdiskussion - sondern eben weit davor - über den Inhalt zu diskutieren. Da wir Wiki-User an den Lehrbüchern in unserer Freizeit freiwillig arbeiten, kann es mitunter vorkommen, dass ein einzelner Autor eine Zeit lang nicht sofort auf eine Anfrage antwortet. -->
* '''Sind Co-Autoren gegenwärtig erwünscht?''' Derzeit keine Co-Autoren erwünscht. Fehler/Wünsche/Bessere Erklärung/Änderungen bitte nur auf die Diskussionsseite schreiben, ich füge sie an geeigneter Stelle ein!
<!-- Manche Autoren wünschen jede Menge Beteiligung, andere möchten in der Anfangsphase FÜR EINEN BEGRENZTEN ZEITRAUM ungestört schreiben. Stelle bitte zweifelsfrei klar, was DU möchtest, und passe deine gegenwärtige Festlegung an den Buchfortschritt an! Die meisten Wikibookianer werden sich rücksichtsvoll daran halten. Im folgenden drei Formulierungsvorschläge: -->
<!-- Schreibt, was ihr wollt, ich freu mich darüber! Kaputtmachen könnt ihr nichts! -->
<!-- Inhaltliche Änderungen bitte nur auf die Diskussionsseite schreiben, ich füge sie an geeigneter Stelle ein! -->
<!-- Wenn ich erst mal die detaillierte Gliederung fertig habe, könnt ihr euch gern beteiligen! -->
<!-- Du kannst auch die Vorlagen {{Bitte Mitarbeit mit Hauptautor vorab abstimmen}} oder {{Hauptautor wünscht Mitarbeit}} verwenden. -->
<!-- * '''Richtlinien für Co-Autoren:''' -->
<!-- Ein Liste aller Übereinkünfte, an die sich Buchschreiber halten sollten. Etwa Siezen/Duzen, Rechtschreibung, Absprachen, Platzierung der Links etc. -->
* '''Projektumfang und Abgrenzung zu anderen Wikibooks:''' Diese Buch dient als Skript für die Vorlesung 'Programmieren in C'.
<!-- Gibt es andere Wikibooks, die sich mit dem gleichen oder einem ähnlichen Thema beschäftigen, und was soll an diesem Buch anders sein? Was soll alles in das Buch rein, was nicht? -->
<!-- * '''Themenbeschreibung:''' -->
<!-- Kurze Beschreibung der Themen, die behandelt werden sollen, sofern nicht aus dem Inhaltsverzeichnis klar ersichtlich -->
<!-- * '''Aufbau des Buches:''' --- -->
<!-- Schreibe eine möglichst ausführliche Gliederung, damit potentielle Leser dein Buch auf ihre Beobachtungsliste setzen und Co-Autoren einen Platz für ihren Beitrag planen können. Bedenke: -->
* '''Programmierbeispiele:''' Programmieren lernt man am besten durch Programmieren. Um dieses zu ermöglichen sind bei allen Codebeispielen Links zum [https://www.godbolt.org/ Compiler Explorer] vorhanden (mehr dazu im Vorwort)
* '''Sonstiges:''' Der Titel dieses Buches lautet 'Programmieren in C/C++. Derzeit liegt jedoch das Augenmerk auf C. C++ Features werden vorrangig dann erwähnt, wenn der C++ Syntax vom C Syntax abweicht. Im späteren sollen noch C++ spezifische Kapitel folgen!
* '''Sonstiges:''' Weitere Infos siehe [[Programmieren in C/C++: Vorwort|Vorwort ]]
<!-- Hier können noch weitere Anmerkungen zum Buch angebracht werden. Z.B. Lizenzangaben, falls das Buch bereits woanders publiziert wurde. -->
<!-- Falls du ein automatisch erstelltes Inhaltsverzeichnis nicht willst, ersetze das nachfolgende TOC durch NOTOC -->
<!-- Einklammerung mit noinclude, damit dieses nicht in der Druckversion erscheint -->
<noinclude>__NOTOC__</noinclude>
<!-- Neue Kapitel
[[Programmieren in C/C++: Ausnahmebehandlung]]
[[Programmieren in C/C++: Klassen]] noch nicht angelegt
[[Programmieren in C/C++: Templates]] noch nicht angelegt
-->
== [[Programmieren in C/C++: Vorwort|Vorwort]] ==
== [[Programmieren in C/C++: Einführung/Literatur|Einführung/Literatur]] ==
== [[Programmieren in C/C++: Toolchain/Entwicklungsumgebung|Toolchain/Entwicklungsumgebung]]==
== [[Programmieren in C/C++: Grundlagen|Grundlagen]] ==
== [[Programmieren in C/C++: Datentypen|Datentypen]] ==
== [[Programmieren in C/C++: DatentypeSpecifier|Datatype-/Storage Class Specifier]] ==
== [[Programmieren in C/C++: Zeiger|Zeiger]] ==
== [[Programmieren in C/C++: Array|Array]] ==
== [[Programmieren in C/C++: Präprozessor|Präprozessor]]==
== [[Programmieren in C/C++: BestPractice|Best Practice]]==
<br />
<!--{{Buchkandidat|20230714}}-->
[[Kategorie:Buch]]
q9ncx0by2iliwqjnl4dsd6eq3fjz34d
Benutzer Diskussion:D. Justen
3
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1090871
2026-09-21T13:52:53Z
Dirk Hünniger
48754
/* Neue PDF Version gewünscht? */ Antwort
1091188
wikitext
text/x-wiki
== Willkommen ==
Sehr geehrter Herr Professor Justen,
willkommen in den deutschen Wikibooks. Ich denke ich spreche für alle Aktive, wenn ich sage, wir freuen uns sehr auf Ihre Inhalte. In der aktuell sehr kleinen Gemeinschaft hier wird üblicherweise geduzt, ich habe aber vorerst das ''Sie'' in der Ansprache gewählt. Platzieren Sie gern Hinweise auf Ihrer Nutzerseite und ich erbitte Nachsicht für mögliche "flapsige" Ansprachen. Ich gehe vorerst davon aus, dass Sie keine weitere Erfahrung im Wikimedia-Universum haben, sollte dies dennoch falsch sein, könnten die folgenden Hinweise ggf. überflüssig sein.
Falls Sie Hilfe benötigen, steht [[Wikibooks:Ich brauche Hilfe]] zur Verfügung. Die Hilfeseiten finden Sie unter dem [[Hilfe:Wikibooks-Lehrbuch]]. In der [[Wikibooks:Rundschau]] gibt es ''sortierte Übersichten'' der Aktivitäten. Sonstige Gemeinschaftsseiten werden aktuell nur sehr spärlich genutzt. Gerne können Sie mich auch per Mail oder auf meiner Nutzerdiskussion kontaktieren und konkrete Fragen stellen. Soweit es mir möglich ist, kann ich mit Rat und Tat im Wikisystem zur Verfügung stehen.
Sicherheitshalber möchte ich auch darauf hinweisen, dass die hiesigen Lizenzen eine kommerzielle Weiterverwendung der erstellten Inhalte zulassen, falls Sie das noch nicht bewusst wahr genommen haben sollten.
Ich wünsche viel Freude hier! Viele Grüße, [[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]<sup>[[Benutzer Diskussion:HirnSpuk|Disk]]</sup> – 17:25, 14. Jul. 2023 (CEST)
:Hallo HirnSpuk,
:mittlerweile ist mein Buch 'Programmieren in C/C++' sehr weit Fortgeschritten. Wenn nichts dazwischen kommt, sollte das letzte Kapitel Ende diesen Monats nach wikibooks überführt worden sein.
:Daher meine Frage, was muss ich machen, damit das Buch aus der Rubrik 'Buchkandidaten und Buchanfänge' nach 'Fortgeschrittene Werke' oder 'Fertige und fast fertige Werke' verschoben wird. Oder kann ich das selbst machen?
:VG
:D. Justen [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 16:19, 13. Mär. 2024 (CET)
::Hi! Siehe mal [[Hilfe:Fertigstellen/_Das_fertige_Buch|hier]]! Super Arbeit allerdings! Und kurze Frage: Wofür ist die [[Vorlage:Print version]] gedacht? Zu Zeit hat sie eigentlich keinen Inhalt. LG! [[Benutzer:Yomomo|Yomomo]] 03:56, 21. Mär. 2024 (CET)
:::Bin gerade dabei, eine Print Version anzulegen. Das war mein erster Versuch. Bin nach der Anleitung vorgegangen, jedoch bisher erfolglos [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 07:43, 21. Mär. 2024 (CET)
:::: Hallo Herr Prof. Justen, ich habe gerade mal eine PDF und Druckversion für das Buch angelegt. Ich hoffe sie gefällt Ihnen. Der LaTeX Quelltext ist dem PDF angehängt, so das sie im Prinzip auch noch Dinge ändern können. Technisch geschieht die Kompilierung von Wiki nach LaTeX durch mein Hobbyprojekt https://mediawiki2latex.wmflabs.org/ . Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 11:32, 21. Mär. 2024 (CET)
:::::Danke für die Bemühungen.
:::::Ich hatte noch Probleme gehabt, dass meine Links zum Compiler Explorer mit in der Printversion angezeigt wurden und war dabei, dieses Problem zu beheben. Das Problem scheint nun aber nicht mehr aufzutreten.
:::::Wenn ich es richtig verstehe, müsste bei jeder Änderung manuell eine neue PDF Datei erstellt werden. Oder läuft dies automatisch.
:::::Eine Frage hätte ich noch, was ist der Unterschied zwischen <nowiki><noinclude></nowiki> und <nowiki><div class="noprint"></nowiki> [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 11:43, 21. Mär. 2024 (CET)
:::::: Mit <nowiki><noinclude></nowiki> werden die markierten Bereiche beim Expandieren der Vorlagen durch die Wikisoftware entfernt, somit sind sie in der HTML Seite "Druckversion", nicht mehr enthalten. Die <pre><div class="noprint"></pre> Anweisung richtet sich an den Browser, und weist diesen an die markieren Bereiche zwar normal anzuzeigen aber beim Ausdruck über den Drucker entfernen. Die PDF Version kann durch mein Programm generiert werden und wurde auch durch mein Programm generiert. Wenn man eine aktualisierte Version wünscht muss man mein Programm erneut aufrufen und die Ausgegebene Datei erneut von Hand in das Wiki hochladen. Will man immer automatisch das PDF erhalten, was aus den aktuellsten Wiki Daten neu generiert wurde, so kann man mein Programm im Oberen Menü Seitenmenü unter Werkzeugen "Multi Format Export" direkt aufrufen. Man könnte darauf basierend auch eine Vorlage basteln. Das Problem ist nur, dass das Programm für einen Lauf ca. 3 Minuten braucht und ich den Nutzer eigentlich nicht so lange warten lassen möchte. [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 12:10, 21. Mär. 2024 (CET)
Dirk, könntest du dann vielleicht für dieses Buch eine ODF Version erzeugen und dem Autor schicken? Es wäre vielleicht dann leichter, das Buch immer wieder zu ändern... LG! [[Benutzer:Yomomo|Yomomo]] 16:21, 21. Mär. 2024 (CET)
:ich kann, das wahrscheinlich tun, nur halte ich es für besser den Wiki-Quelltext als Basis zu nehmen und davon immer wieder neu zu generieren, da das ja nur ca. 3 Minuten dauert. Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 16:31, 21. Mär. 2024 (CET)
:In der Tat habe ich noch das Original als Papyrus Autor vorliegen. Aus dieser könnte ich auch eine PDF Version generieren. Insofern wäre das momentan nicht notwendig. Danke für die Bemühungen [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 18:36, 21. Mär. 2024 (CET)
::Wenn ich das gut verstehe, sind die 2 Seiten: [[Programmieren in C/C++: Print version]], [[Vorlage:Print version]] nicht mehr notwendig und können gelöscht werden? [[Benutzer:Yomomo|Yomomo]] 22:43, 22. Mär. 2024 (CET)
:::Korrekt. Für die eine Seite hatte ich auch einen Löschantrag gestellt, weiß aber nicht, ob das der korrekte Weg war [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 09:40, 23. Mär. 2024 (CET)
::::Wenn eine Seite (nur) von einer Person (oder Gruppe) erstellt und bearbeitet wurde und diese Person (oder Gruppe) die Seite nicht mehr braucht, ist ein Löschantrag sogar fast notwendig :-)... Ich lösche dann die zwei Seiten noch. LG und gutes weiteres Schaffen! [[Benutzer:Yomomo|Yomomo]] 20:12, 23. Mär. 2024 (CET)
Eine kurze Rückmeldung meinerseits, ich habe die Nachfrage tatsächlich nicht mitbekommen, ich bitte um Entschuldigung. Danke Yomomo und Dirk, dass Ihr Support geleistet habt. Wenn ich die Diskussion richtig verfolgt habe, gibt es keine Unklarheiten mehr? Viele Grüße, [[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]<sup>[[Benutzer Diskussion:HirnSpuk|Disk]]</sup> – 23:12, 23. Mär. 2024 (CET)
:Hallo,
:den Prozess zur Hochstufung des Buches von Buchkandidat zum Buch habe ich durchlaufen. Nun wundere ich mich, dass dieses Buch immer noch unter Buchkandidat steht. Was muss ich tun, damit es als fertiges Buch geführt wird?
:PS: Bisher habe ich nur kleine Änderungen getätigt, so dass ich noch nicht die Notwendigkeit zum Erstellen einer neuen PDF gesehen haben. Werde ich aber demnächst aktualisieren (aus dem parallel vorhandenen Papyrus-Buch) [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 10:31, 19. Jun. 2024 (CEST)
::Hallo Herr Prof. Justen,
::ich sehe nicht wo genau noch steht, dass es sich um einen Buchkandidaten handelt. Es gibt eigentlich eine offizielle Liste aller Buchkandidaten: [[:Kategorie:Wikibooks:Buchkandidat]]. Da finde ich es im Moment nicht. Könne Sie vielleicht einen Link auf die Seite angeben, wo es noch als Buchkandidat geführt wird?
::Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 11:23, 19. Jun. 2024 (CEST)
:::Hr. Prof. Justen hat am 22. Apr. 2024 die Kategorie "Buchkandidat" im Buch auskommentiert (durch Buchkatalog ersetzt). Wahrscheinlich erscheint es deshalb nicht mehr in der Liste Buchkandidat. Ich weiß aber auch nicht wie die weitere Vorgehensweise ist? Muss der Autor tätig werden (Im Buchregal und im Buchkatalog die Einträge manuell ergänzen)? Oder machen das die Admins? Oder passiert das automatisch über Kategorien? --[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 12:03, 19. Jun. 2024 (CEST)
:::Auf der Übersichtseite vom Regal Programmierung https://de.wikibooks.org/wiki/Regal:Programmierung steht das Buch noch unter Buchkatalog.
:::Ich könnte zwar diese Seite bearbeiten, aber da das Buch dort automatisch eingetragen wurde, packe ich das nur sehr ungern an. [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 13:22, 19. Jun. 2024 (CEST)
::::Hallo Herr Prof. Justen,
::::ich habe die Seite gerade mal geändert und das Buch in den Buchkatalog eingefügt. Gerne könne Sie jederzeit die von mir hierbei erstellten Hinweistexte an Ihre Erfordernisse anpassen. Insbesondere:
:::: [[Wikibooks:Buchkatalog/ Strukturwissenschaften/ Programmieren in C/C++]]
::::Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 13:57, 19. Jun. 2024 (CEST)
:::::Danke für die prompte Bearbeitung
:::::Die von ihnen erstellte Seite kannte ich bisher nicht und hab auch noch keinen direkten Weg gefunden, wie man auf diese Seite kommt. [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 14:04, 19. Jun. 2024 (CEST)
::::::Die Seite ist Teil der Seite [[Wikibooks:Buchkatalog/ Strukturwissenschaften]] sie ist dort im Sinne eine Makro Expansion eingebunden. Der sechste Eintrag von unten. [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 14:15, 19. Jun. 2024 (CEST)
== Fragen zum C/C++ Buch ==
Hallo Herr Prof. Justen,
ich versuche gerade ihr Buch durchzulesen. An einer Stelle komme ich nicht weiter:
Frage 1)
https://de.wikibooks.org/wiki/Programmieren_in_C/C%2B%2B:_Grundlagen#Max._Speicherbedarf_von_Variablen
Die strukts haben jeweils 16 Elemente, die Größe ändert sich aber bei den oberen drei nur um einen Faktor 8 und nur beim letzten um einen Faktor 16. Das verstehe ich nicht. Ich denke die Größe müsste sich in jedem Schritt um einen Faktor 16 ändern. Oder alternativ müssten die ersten 3 strukts nur jeweils 8 Elemente haben.
Frage 2)
https://de.wikibooks.org/wiki/Programmieren_in_C/C%2B%2B:_Grundlagen#Abh%C3%A4ngigkeiten_bzgl._Rechnerarchitektur
in der ersten Tabelle in der Überschrift der dritten Spalte stand:
32-Bit Datentransport/Operation bei 32-Bit Datenbreite
ich habe das geändert auf
16-Bit Datentransport/Operation bei 32-Bit Datenbreite
bin mir aber nicht sicher ob das richtig war.
Sollten mir noch weitere Sachen auffallen werde ich hier weitere Fragen stellen. Einige Dinge die mir als offensichtliche Rechtschreibfehler erschienen habe ich behoben, ohne das explizit zu erwähnen.
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 18:25, 23. Mär. 2024 (CET)
:Danke für ihren Einsatz. Bei Frage 1 haben sie Recht, sollte natürlich 16 anstatt 8 heißen. Habe ich soeben geändert. Der Fehler bei Frage 2) ist auch korrekte. Die rechte Spalte sollte 16-Bit Datentransport bei 32-Bit Datenbreite heißen [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 18:52, 23. Mär. 2024 (CET)
Frage 3)
Im letzten Quelltext im Abschnitt
https://de.wikibooks.org/wiki/Programmieren_in_C/C%2B%2B:_Datentypen#Bitfelder
wird laut Compiler Explorer folgendes ganz am Ende ausgegeben:
bitfield: 4ccccd * 2^(+123-127)
ich sehe das Pluszeichen problematisch. Es bezieht sich meiner Ansicht nach auf die Fließkommazahl als ganzes und eben nicht auf den Exponenten. Meiner Ansicht nach sollte die Ausgabe lauten:
bitfield: +4ccccd * 2^(123-127)
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 13:07, 25. Mär. 2024 (CET)
:Hallo Herr Hünniger,
:danke für den Hinweis. Sie haben recht, das Vorzeichen bezieht sich auf die Mantisse. Der Exponent selbst ist eine vorzeichenlose Zahl mit Offset. Ich habe den Beispielcode angepasst.
:Nochmals danke für die ganzen Korrekturen. Ich hoffe, sie sind mir nicht böse, wenn ich nicht ständig bei den Korrekturen auf 'Danke' drücken. [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 13:50, 25. Mär. 2024 (CET)
Frage 4)
Hallo Herr Prof. Justen,
im Abschnitt
https://de.wikibooks.org/wiki/Programmieren_in_C/C%2B%2B:_Zeiger#Zeiger_auf_Zeiger
im zweiten Quelltext ist ein Speicherdump angegeben. Dieser bezieht sich auf die Situation nach 3) und nicht auf die Situation am ende des Quelltexts. Das finde ich verwirrend, weil es die beiden Zeilen "ohne Worte / gerne im Dump nachvollziehen" gibt welche aber nur zu verstehen sind wenn man sich den dump am ende des Quelltextes anschaut, welcher aber nicht angegeben ist.
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 10:40, 28. Mär. 2024 (CET)
:Hallo Herr Hünniger,
:stimmt. Überschrift des Codeabschnittes ist 'aus Datentypsicht' und Schwerpunkt des Codeabschnittes ist dann eher der Speicherdump. Ich werde das über Ostern auftrennen.
:Viele Grüße [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 11:18, 28. Mär. 2024 (CET)
Frage 5)
in der Abbildung [[Datei:Sichtweise auf Arrays auf Basis eines Speicherabzuges mit Darstellung der Offsetberechnung.png|600px]]
ist etwas falsch. In der mittleren und rechten Spalte sind ptr1 und ptr2 vertauscht. ptr1 ist ein Objekt mit einem index und ptr2 ist ein Objekt mit zwei Indizes. In der mittleren Spalte steht jedoch ptr2[0] und ptr1[0][0] genauso in der rechten Spalte ptr1[0][0]
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 15:39, 28. Mär. 2024 (CET)
Frage 6)
in der Abbildung [[Datei:Array versus Zeiger auf Zeiger.png|600px]] sind mehrere Ungereimtheiten.
Zuerst zum linken Speicherauszug "Array von Array" bei der Initialisierung des dritten Eintrages steht:
{0x31,50,063,0}
in der Spalte Array von Array steht:
[2][0]=49
[2][1]=32
[2][2]=33
das entspricht nicht der Initialisierung:
0x31=16*3+1=49. Das ist noch Ok
50=50!=32. Das ist falsch. Aber 0x32=16*3+2=50. Also würde 0x32 anstelle von 32 in der Spalte Array von Array passen. Alternativ ginge auch 50 (dezimal).
063=8*6+3=51!=33. Das ist falsch. Aber auch hier 0x33=16*3+3=51. Also würde 0x33 anstelle von 32 in der Spalte Array von Array passen. Alternativ ginge auch 51 (dezimal).
Nun zur rechten Spalte Zeiger auf Zeiger. str1 ist "ICH\0" laut rechter Spalte im Quelltext in der Mitte zwischen den beiden Spalten allerdings steht dort "Welt". Dann kommt "Erde\0", das ist Ok. Dann kommt in der rechten Spalte 49,32,33,0 und im Quelltext in der Mitte "123\0". Das ist entweder 0x31,0x32,0x33,0x00 oder 49 ,50,51,0 (dezimal). Dann kommen die Pointer arr2. Die stimmen zwar zur Zeit, jedoch, müssen sie alle mit geändert werden weil ganz oben der rechten Spalte "ICH\0" und nicht wie im Quelltext "Welt\0" steht und sich somit alles verschiebt. Das letzte Quartett der rechten Spalte (Zeiger auf Zeiger) schließlich zeigt auch 0x0040405B. Das ist die Adresse von str3. Laut Quelltext muss sie aber auf die Adresse arr2 zeigen.
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 16:22, 28. Mär. 2024 (CET)
=== Einmal durch===
So ich wäre jetzt einmal durch das Buch durch: Wobei ich mir den Teil über der Präprozessor nur grob angeschaut habe. Ein paar Fehler weniger als vorher sind jetzt drin. Gut gefallen hat mir das Verhältnis aus Quelltext zu Fließtext. Um das Buch zu lesen waren einige "Kopfrechnungen" erforderlich, an einer Stelle musst ich mir Stift und Papier zur Hilfe nehmen. Für Programmieranfänger ist es nicht so gut geeignet. Dafür gibt es [[C++-Programmierung]] und viele mehr. Aber wenn man schon sich schon länger mit Informatik beschäftigt ist es gut sich die Sprache C einmal aus dieser formaleren Perspektive anzuschauen. Man verseht dadurch auch die Bedeutung verschiedener Konstruktionen die einem sonst sehr kryptisch vorkommen. So dass das Buch auch für die Praxis von Bedeutung ist.
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 13:39, 29. Mär. 2024 (CET)
:Hallo Herr Hünniger,
:danke für das Korrekturlesen und ihre Stellungnahme. Die obigen Anmerkungen habe ich soeben korrigiert (in der Hoffnung, dass demnächst die aktualisierten Bilder vom Server ausgeliefert werden)
:Ich höre leider oftmals, dass C eine 'scheiß' Sprache ist. Das liegt aber nicht an der Sprache, sondern eher daran, dass die Personen vor der Tastatur den Syntax der Sprache nie richtig gelernt haben. Ziel der Vorlesung ist unter anderen, den Studierenden den Syntax der Sprache C (und die Hinterfragung der Syntax in anderen Sprachen) näher zu bringen und zu verstehen, wie andere Sprachen intern arbeiten (dazu gibt es diverse Übungsaufgaben, die hier nicht enthalten sind).
:Viele Grüße [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 17:20, 29. Mär. 2024 (CET)
== PDF Version aktualisiert ==
Hallo Herr Prof. Justen,
ich habe die PDF Version aktualisiert, so dass nun die von Ihnen behobenen Fehler auch dort behoben sind. In der Druckversion, also nicht der PDF-Version, sondern auf der Seite [[Programmieren in C/C++/ Druckversion]] gibt es das Problem, dass alle Kapitel ab dem Kapitel Zeiger fehlen, bzw. nur als Link vorhanden sind. Dies liegt an einer Beschränkung der MediaWiki Software, die hier versucht Rechenleistung an der falschen Stelle zu sparen. Im der PDF-Version gibt es dieses Problem nicht. Ich wünsche Ihnen schöne Ostertage und einen guten Start ins neue Semester.
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 15:39, 30. Mär. 2024 (CET)
== Neue PDF Version gewünscht? ==
Hallo Herr Prof. Justen,
ich habe gerade, in den von Ihnen bei der Bearbeitung angegebenen Kommentaren, gesehen das Sie am PDF Arbeiten. Sollten Sie Fragen zur PDF Erstellung haben oder hierzu Hilfe benötigen sprechen Sie mich gerne an. Ich wünschen Ihnen schöne Feiertagen und einen guten Rutsch,
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 13:03, 11. Dez. 2025 (CET)
:Hallo Herr Hünniger,
:danke für das Angebot, auf das ich gerne demnächst zurückkommen möchte. Während des Semesters sind mir noch einige Sachen aufgefallen, die ich noch ändern möchte. Diese Änderungen bedingen jedoch auch eine kleine Umstrukturierung, so dass ich diese erst nach der Klausur durchführen möchte. Viele Grüße [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 13:47, 11. Dez. 2025 (CET)
::Hallo Herr Hünniger,
::ich bin derzeit dabei, das Buch zu aktualisieren. Damit ich nicht wieder Sie für die PDF-Erstellung bemühen muss, habe ich meinen Mitarbeiter dran gesetzt, sich mal das PDF-Tool von Ihnen anzuschauen. Leider entspricht sein Ergebnis nicht dem Ergebnis von Ihnen. Könnten sie uns ein paar Tipps zu ihren Tool geben.
::Nach erfolgreicher Erstellung muss ich dann einfach die Datei mit identischen Namen wie die Ihrige überschreiben. Oder muss ich noch etwas anderes tätigen
::Danke schonmal vorab
::D. Justen [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 10:46, 16. Sep. 2026 (CEST)
:::Hallo Herr Prof. Justen,
:::habe ihren Post hier erst jetzt gesehen, nachdem Sie das PDF selbst hochgeladen haben und das Problem offenbar selbst lösen konnten. Ich denke Sie mussten lediglich im Web Interface unter "Template Expansion" den Wert "Expand templates internally" auswählen. Wenn noch Fragen bestehen sollten sprechen Sie mich gerne an.
:::Gerne auch telefonisch unter:
:::02845 9492207
:::Viele Grüße Dirk Hünniger [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 15:52, 21. Sep. 2026 (CEST)
:Hallo Herr Hünniger,
:ggf. können sie mir doch direkt weiterhelfen. Meine Letzte Änderung habe ich aufgrund eines Druckfehlers von wikibooks getätigt. In meinen Buch habe ich Links zu Compiler Explorer auf Basis eines selbst geschriebenen Makros eingebaut. Wenn ich diese wie folgt einleite ist die Druckausgabe (STRG-P) korrekt
: {{noprint|
: [{{:Programmieren in C/C++:Vorlage:CompilerExplorerLink|example_c=
: #include <stdio.h>
: #include "class.h"
:Einige dieser Links wollte aufgrund der besseren Zuordnung eingerückt haben. Dazu habe ich : vorangestellt:
: :{{noprint|
: [{{:Programmieren in C/C++:Vorlage:CompilerExplorerLink|example_c=
: #include <stdio.h>
: #include "class.h"
:Dieser Doppelpunkt führt nun allerdings in der Druckausgabe dazu, dass der Inhalt des 'Makros' kodiert mit in die Druckausgabe eingefügt wird.
:Beispiel:
: Öffnen im Compiler Explorer (https://www.godbolt.org/#g:!((g:!((g:!((h:codeEditor,i:filename:example.c.............
:Daher meine vorherige Änderung.
:Ggf. ist dies ein Fehler innerhalb von WikiBooks. An wen könnte ich mich diesbezüglich wenden?
:Viele Grüße [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 14:02, 11. Dez. 2025 (CET)
::Hallo Herr Prof Justen,
::ich konnte den Fehler nachvollziehen. Ich denke das Problem ist der Zeilenumbruch der unmittelbar nach <code>{{noprint|</code> folgt. Wenn Sie diesen entfernen klappt alles. Vergleichen Sie hierzu [[Benutzer:Dirk Hünniger/justen err1]] und [[Benutzer:Dirk Hünniger/justen err2]] . Gerne können Sie sich melden falls noch etwas unklar sein sollte
::Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 16:14, 11. Dez. 2025 (CET)
c8zyxal5vm62xw7tvqc22kub88jn3q5
1091190
1091188
2026-09-21T14:17:13Z
D. Justen
102048
/* Neue PDF Version gewünscht? */ Antwort
1091190
wikitext
text/x-wiki
== Willkommen ==
Sehr geehrter Herr Professor Justen,
willkommen in den deutschen Wikibooks. Ich denke ich spreche für alle Aktive, wenn ich sage, wir freuen uns sehr auf Ihre Inhalte. In der aktuell sehr kleinen Gemeinschaft hier wird üblicherweise geduzt, ich habe aber vorerst das ''Sie'' in der Ansprache gewählt. Platzieren Sie gern Hinweise auf Ihrer Nutzerseite und ich erbitte Nachsicht für mögliche "flapsige" Ansprachen. Ich gehe vorerst davon aus, dass Sie keine weitere Erfahrung im Wikimedia-Universum haben, sollte dies dennoch falsch sein, könnten die folgenden Hinweise ggf. überflüssig sein.
Falls Sie Hilfe benötigen, steht [[Wikibooks:Ich brauche Hilfe]] zur Verfügung. Die Hilfeseiten finden Sie unter dem [[Hilfe:Wikibooks-Lehrbuch]]. In der [[Wikibooks:Rundschau]] gibt es ''sortierte Übersichten'' der Aktivitäten. Sonstige Gemeinschaftsseiten werden aktuell nur sehr spärlich genutzt. Gerne können Sie mich auch per Mail oder auf meiner Nutzerdiskussion kontaktieren und konkrete Fragen stellen. Soweit es mir möglich ist, kann ich mit Rat und Tat im Wikisystem zur Verfügung stehen.
Sicherheitshalber möchte ich auch darauf hinweisen, dass die hiesigen Lizenzen eine kommerzielle Weiterverwendung der erstellten Inhalte zulassen, falls Sie das noch nicht bewusst wahr genommen haben sollten.
Ich wünsche viel Freude hier! Viele Grüße, [[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]<sup>[[Benutzer Diskussion:HirnSpuk|Disk]]</sup> – 17:25, 14. Jul. 2023 (CEST)
:Hallo HirnSpuk,
:mittlerweile ist mein Buch 'Programmieren in C/C++' sehr weit Fortgeschritten. Wenn nichts dazwischen kommt, sollte das letzte Kapitel Ende diesen Monats nach wikibooks überführt worden sein.
:Daher meine Frage, was muss ich machen, damit das Buch aus der Rubrik 'Buchkandidaten und Buchanfänge' nach 'Fortgeschrittene Werke' oder 'Fertige und fast fertige Werke' verschoben wird. Oder kann ich das selbst machen?
:VG
:D. Justen [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 16:19, 13. Mär. 2024 (CET)
::Hi! Siehe mal [[Hilfe:Fertigstellen/_Das_fertige_Buch|hier]]! Super Arbeit allerdings! Und kurze Frage: Wofür ist die [[Vorlage:Print version]] gedacht? Zu Zeit hat sie eigentlich keinen Inhalt. LG! [[Benutzer:Yomomo|Yomomo]] 03:56, 21. Mär. 2024 (CET)
:::Bin gerade dabei, eine Print Version anzulegen. Das war mein erster Versuch. Bin nach der Anleitung vorgegangen, jedoch bisher erfolglos [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 07:43, 21. Mär. 2024 (CET)
:::: Hallo Herr Prof. Justen, ich habe gerade mal eine PDF und Druckversion für das Buch angelegt. Ich hoffe sie gefällt Ihnen. Der LaTeX Quelltext ist dem PDF angehängt, so das sie im Prinzip auch noch Dinge ändern können. Technisch geschieht die Kompilierung von Wiki nach LaTeX durch mein Hobbyprojekt https://mediawiki2latex.wmflabs.org/ . Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 11:32, 21. Mär. 2024 (CET)
:::::Danke für die Bemühungen.
:::::Ich hatte noch Probleme gehabt, dass meine Links zum Compiler Explorer mit in der Printversion angezeigt wurden und war dabei, dieses Problem zu beheben. Das Problem scheint nun aber nicht mehr aufzutreten.
:::::Wenn ich es richtig verstehe, müsste bei jeder Änderung manuell eine neue PDF Datei erstellt werden. Oder läuft dies automatisch.
:::::Eine Frage hätte ich noch, was ist der Unterschied zwischen <nowiki><noinclude></nowiki> und <nowiki><div class="noprint"></nowiki> [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 11:43, 21. Mär. 2024 (CET)
:::::: Mit <nowiki><noinclude></nowiki> werden die markierten Bereiche beim Expandieren der Vorlagen durch die Wikisoftware entfernt, somit sind sie in der HTML Seite "Druckversion", nicht mehr enthalten. Die <pre><div class="noprint"></pre> Anweisung richtet sich an den Browser, und weist diesen an die markieren Bereiche zwar normal anzuzeigen aber beim Ausdruck über den Drucker entfernen. Die PDF Version kann durch mein Programm generiert werden und wurde auch durch mein Programm generiert. Wenn man eine aktualisierte Version wünscht muss man mein Programm erneut aufrufen und die Ausgegebene Datei erneut von Hand in das Wiki hochladen. Will man immer automatisch das PDF erhalten, was aus den aktuellsten Wiki Daten neu generiert wurde, so kann man mein Programm im Oberen Menü Seitenmenü unter Werkzeugen "Multi Format Export" direkt aufrufen. Man könnte darauf basierend auch eine Vorlage basteln. Das Problem ist nur, dass das Programm für einen Lauf ca. 3 Minuten braucht und ich den Nutzer eigentlich nicht so lange warten lassen möchte. [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 12:10, 21. Mär. 2024 (CET)
Dirk, könntest du dann vielleicht für dieses Buch eine ODF Version erzeugen und dem Autor schicken? Es wäre vielleicht dann leichter, das Buch immer wieder zu ändern... LG! [[Benutzer:Yomomo|Yomomo]] 16:21, 21. Mär. 2024 (CET)
:ich kann, das wahrscheinlich tun, nur halte ich es für besser den Wiki-Quelltext als Basis zu nehmen und davon immer wieder neu zu generieren, da das ja nur ca. 3 Minuten dauert. Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 16:31, 21. Mär. 2024 (CET)
:In der Tat habe ich noch das Original als Papyrus Autor vorliegen. Aus dieser könnte ich auch eine PDF Version generieren. Insofern wäre das momentan nicht notwendig. Danke für die Bemühungen [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 18:36, 21. Mär. 2024 (CET)
::Wenn ich das gut verstehe, sind die 2 Seiten: [[Programmieren in C/C++: Print version]], [[Vorlage:Print version]] nicht mehr notwendig und können gelöscht werden? [[Benutzer:Yomomo|Yomomo]] 22:43, 22. Mär. 2024 (CET)
:::Korrekt. Für die eine Seite hatte ich auch einen Löschantrag gestellt, weiß aber nicht, ob das der korrekte Weg war [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 09:40, 23. Mär. 2024 (CET)
::::Wenn eine Seite (nur) von einer Person (oder Gruppe) erstellt und bearbeitet wurde und diese Person (oder Gruppe) die Seite nicht mehr braucht, ist ein Löschantrag sogar fast notwendig :-)... Ich lösche dann die zwei Seiten noch. LG und gutes weiteres Schaffen! [[Benutzer:Yomomo|Yomomo]] 20:12, 23. Mär. 2024 (CET)
Eine kurze Rückmeldung meinerseits, ich habe die Nachfrage tatsächlich nicht mitbekommen, ich bitte um Entschuldigung. Danke Yomomo und Dirk, dass Ihr Support geleistet habt. Wenn ich die Diskussion richtig verfolgt habe, gibt es keine Unklarheiten mehr? Viele Grüße, [[Benutzer:HirnSpuk|HirnSpuk]]<sup>[[Benutzer Diskussion:HirnSpuk|Disk]]</sup> – 23:12, 23. Mär. 2024 (CET)
:Hallo,
:den Prozess zur Hochstufung des Buches von Buchkandidat zum Buch habe ich durchlaufen. Nun wundere ich mich, dass dieses Buch immer noch unter Buchkandidat steht. Was muss ich tun, damit es als fertiges Buch geführt wird?
:PS: Bisher habe ich nur kleine Änderungen getätigt, so dass ich noch nicht die Notwendigkeit zum Erstellen einer neuen PDF gesehen haben. Werde ich aber demnächst aktualisieren (aus dem parallel vorhandenen Papyrus-Buch) [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 10:31, 19. Jun. 2024 (CEST)
::Hallo Herr Prof. Justen,
::ich sehe nicht wo genau noch steht, dass es sich um einen Buchkandidaten handelt. Es gibt eigentlich eine offizielle Liste aller Buchkandidaten: [[:Kategorie:Wikibooks:Buchkandidat]]. Da finde ich es im Moment nicht. Könne Sie vielleicht einen Link auf die Seite angeben, wo es noch als Buchkandidat geführt wird?
::Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 11:23, 19. Jun. 2024 (CEST)
:::Hr. Prof. Justen hat am 22. Apr. 2024 die Kategorie "Buchkandidat" im Buch auskommentiert (durch Buchkatalog ersetzt). Wahrscheinlich erscheint es deshalb nicht mehr in der Liste Buchkandidat. Ich weiß aber auch nicht wie die weitere Vorgehensweise ist? Muss der Autor tätig werden (Im Buchregal und im Buchkatalog die Einträge manuell ergänzen)? Oder machen das die Admins? Oder passiert das automatisch über Kategorien? --[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 12:03, 19. Jun. 2024 (CEST)
:::Auf der Übersichtseite vom Regal Programmierung https://de.wikibooks.org/wiki/Regal:Programmierung steht das Buch noch unter Buchkatalog.
:::Ich könnte zwar diese Seite bearbeiten, aber da das Buch dort automatisch eingetragen wurde, packe ich das nur sehr ungern an. [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 13:22, 19. Jun. 2024 (CEST)
::::Hallo Herr Prof. Justen,
::::ich habe die Seite gerade mal geändert und das Buch in den Buchkatalog eingefügt. Gerne könne Sie jederzeit die von mir hierbei erstellten Hinweistexte an Ihre Erfordernisse anpassen. Insbesondere:
:::: [[Wikibooks:Buchkatalog/ Strukturwissenschaften/ Programmieren in C/C++]]
::::Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 13:57, 19. Jun. 2024 (CEST)
:::::Danke für die prompte Bearbeitung
:::::Die von ihnen erstellte Seite kannte ich bisher nicht und hab auch noch keinen direkten Weg gefunden, wie man auf diese Seite kommt. [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 14:04, 19. Jun. 2024 (CEST)
::::::Die Seite ist Teil der Seite [[Wikibooks:Buchkatalog/ Strukturwissenschaften]] sie ist dort im Sinne eine Makro Expansion eingebunden. Der sechste Eintrag von unten. [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 14:15, 19. Jun. 2024 (CEST)
== Fragen zum C/C++ Buch ==
Hallo Herr Prof. Justen,
ich versuche gerade ihr Buch durchzulesen. An einer Stelle komme ich nicht weiter:
Frage 1)
https://de.wikibooks.org/wiki/Programmieren_in_C/C%2B%2B:_Grundlagen#Max._Speicherbedarf_von_Variablen
Die strukts haben jeweils 16 Elemente, die Größe ändert sich aber bei den oberen drei nur um einen Faktor 8 und nur beim letzten um einen Faktor 16. Das verstehe ich nicht. Ich denke die Größe müsste sich in jedem Schritt um einen Faktor 16 ändern. Oder alternativ müssten die ersten 3 strukts nur jeweils 8 Elemente haben.
Frage 2)
https://de.wikibooks.org/wiki/Programmieren_in_C/C%2B%2B:_Grundlagen#Abh%C3%A4ngigkeiten_bzgl._Rechnerarchitektur
in der ersten Tabelle in der Überschrift der dritten Spalte stand:
32-Bit Datentransport/Operation bei 32-Bit Datenbreite
ich habe das geändert auf
16-Bit Datentransport/Operation bei 32-Bit Datenbreite
bin mir aber nicht sicher ob das richtig war.
Sollten mir noch weitere Sachen auffallen werde ich hier weitere Fragen stellen. Einige Dinge die mir als offensichtliche Rechtschreibfehler erschienen habe ich behoben, ohne das explizit zu erwähnen.
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 18:25, 23. Mär. 2024 (CET)
:Danke für ihren Einsatz. Bei Frage 1 haben sie Recht, sollte natürlich 16 anstatt 8 heißen. Habe ich soeben geändert. Der Fehler bei Frage 2) ist auch korrekte. Die rechte Spalte sollte 16-Bit Datentransport bei 32-Bit Datenbreite heißen [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 18:52, 23. Mär. 2024 (CET)
Frage 3)
Im letzten Quelltext im Abschnitt
https://de.wikibooks.org/wiki/Programmieren_in_C/C%2B%2B:_Datentypen#Bitfelder
wird laut Compiler Explorer folgendes ganz am Ende ausgegeben:
bitfield: 4ccccd * 2^(+123-127)
ich sehe das Pluszeichen problematisch. Es bezieht sich meiner Ansicht nach auf die Fließkommazahl als ganzes und eben nicht auf den Exponenten. Meiner Ansicht nach sollte die Ausgabe lauten:
bitfield: +4ccccd * 2^(123-127)
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 13:07, 25. Mär. 2024 (CET)
:Hallo Herr Hünniger,
:danke für den Hinweis. Sie haben recht, das Vorzeichen bezieht sich auf die Mantisse. Der Exponent selbst ist eine vorzeichenlose Zahl mit Offset. Ich habe den Beispielcode angepasst.
:Nochmals danke für die ganzen Korrekturen. Ich hoffe, sie sind mir nicht böse, wenn ich nicht ständig bei den Korrekturen auf 'Danke' drücken. [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 13:50, 25. Mär. 2024 (CET)
Frage 4)
Hallo Herr Prof. Justen,
im Abschnitt
https://de.wikibooks.org/wiki/Programmieren_in_C/C%2B%2B:_Zeiger#Zeiger_auf_Zeiger
im zweiten Quelltext ist ein Speicherdump angegeben. Dieser bezieht sich auf die Situation nach 3) und nicht auf die Situation am ende des Quelltexts. Das finde ich verwirrend, weil es die beiden Zeilen "ohne Worte / gerne im Dump nachvollziehen" gibt welche aber nur zu verstehen sind wenn man sich den dump am ende des Quelltextes anschaut, welcher aber nicht angegeben ist.
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 10:40, 28. Mär. 2024 (CET)
:Hallo Herr Hünniger,
:stimmt. Überschrift des Codeabschnittes ist 'aus Datentypsicht' und Schwerpunkt des Codeabschnittes ist dann eher der Speicherdump. Ich werde das über Ostern auftrennen.
:Viele Grüße [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 11:18, 28. Mär. 2024 (CET)
Frage 5)
in der Abbildung [[Datei:Sichtweise auf Arrays auf Basis eines Speicherabzuges mit Darstellung der Offsetberechnung.png|600px]]
ist etwas falsch. In der mittleren und rechten Spalte sind ptr1 und ptr2 vertauscht. ptr1 ist ein Objekt mit einem index und ptr2 ist ein Objekt mit zwei Indizes. In der mittleren Spalte steht jedoch ptr2[0] und ptr1[0][0] genauso in der rechten Spalte ptr1[0][0]
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 15:39, 28. Mär. 2024 (CET)
Frage 6)
in der Abbildung [[Datei:Array versus Zeiger auf Zeiger.png|600px]] sind mehrere Ungereimtheiten.
Zuerst zum linken Speicherauszug "Array von Array" bei der Initialisierung des dritten Eintrages steht:
{0x31,50,063,0}
in der Spalte Array von Array steht:
[2][0]=49
[2][1]=32
[2][2]=33
das entspricht nicht der Initialisierung:
0x31=16*3+1=49. Das ist noch Ok
50=50!=32. Das ist falsch. Aber 0x32=16*3+2=50. Also würde 0x32 anstelle von 32 in der Spalte Array von Array passen. Alternativ ginge auch 50 (dezimal).
063=8*6+3=51!=33. Das ist falsch. Aber auch hier 0x33=16*3+3=51. Also würde 0x33 anstelle von 32 in der Spalte Array von Array passen. Alternativ ginge auch 51 (dezimal).
Nun zur rechten Spalte Zeiger auf Zeiger. str1 ist "ICH\0" laut rechter Spalte im Quelltext in der Mitte zwischen den beiden Spalten allerdings steht dort "Welt". Dann kommt "Erde\0", das ist Ok. Dann kommt in der rechten Spalte 49,32,33,0 und im Quelltext in der Mitte "123\0". Das ist entweder 0x31,0x32,0x33,0x00 oder 49 ,50,51,0 (dezimal). Dann kommen die Pointer arr2. Die stimmen zwar zur Zeit, jedoch, müssen sie alle mit geändert werden weil ganz oben der rechten Spalte "ICH\0" und nicht wie im Quelltext "Welt\0" steht und sich somit alles verschiebt. Das letzte Quartett der rechten Spalte (Zeiger auf Zeiger) schließlich zeigt auch 0x0040405B. Das ist die Adresse von str3. Laut Quelltext muss sie aber auf die Adresse arr2 zeigen.
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 16:22, 28. Mär. 2024 (CET)
=== Einmal durch===
So ich wäre jetzt einmal durch das Buch durch: Wobei ich mir den Teil über der Präprozessor nur grob angeschaut habe. Ein paar Fehler weniger als vorher sind jetzt drin. Gut gefallen hat mir das Verhältnis aus Quelltext zu Fließtext. Um das Buch zu lesen waren einige "Kopfrechnungen" erforderlich, an einer Stelle musst ich mir Stift und Papier zur Hilfe nehmen. Für Programmieranfänger ist es nicht so gut geeignet. Dafür gibt es [[C++-Programmierung]] und viele mehr. Aber wenn man schon sich schon länger mit Informatik beschäftigt ist es gut sich die Sprache C einmal aus dieser formaleren Perspektive anzuschauen. Man verseht dadurch auch die Bedeutung verschiedener Konstruktionen die einem sonst sehr kryptisch vorkommen. So dass das Buch auch für die Praxis von Bedeutung ist.
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 13:39, 29. Mär. 2024 (CET)
:Hallo Herr Hünniger,
:danke für das Korrekturlesen und ihre Stellungnahme. Die obigen Anmerkungen habe ich soeben korrigiert (in der Hoffnung, dass demnächst die aktualisierten Bilder vom Server ausgeliefert werden)
:Ich höre leider oftmals, dass C eine 'scheiß' Sprache ist. Das liegt aber nicht an der Sprache, sondern eher daran, dass die Personen vor der Tastatur den Syntax der Sprache nie richtig gelernt haben. Ziel der Vorlesung ist unter anderen, den Studierenden den Syntax der Sprache C (und die Hinterfragung der Syntax in anderen Sprachen) näher zu bringen und zu verstehen, wie andere Sprachen intern arbeiten (dazu gibt es diverse Übungsaufgaben, die hier nicht enthalten sind).
:Viele Grüße [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 17:20, 29. Mär. 2024 (CET)
== PDF Version aktualisiert ==
Hallo Herr Prof. Justen,
ich habe die PDF Version aktualisiert, so dass nun die von Ihnen behobenen Fehler auch dort behoben sind. In der Druckversion, also nicht der PDF-Version, sondern auf der Seite [[Programmieren in C/C++/ Druckversion]] gibt es das Problem, dass alle Kapitel ab dem Kapitel Zeiger fehlen, bzw. nur als Link vorhanden sind. Dies liegt an einer Beschränkung der MediaWiki Software, die hier versucht Rechenleistung an der falschen Stelle zu sparen. Im der PDF-Version gibt es dieses Problem nicht. Ich wünsche Ihnen schöne Ostertage und einen guten Start ins neue Semester.
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 15:39, 30. Mär. 2024 (CET)
== Neue PDF Version gewünscht? ==
Hallo Herr Prof. Justen,
ich habe gerade, in den von Ihnen bei der Bearbeitung angegebenen Kommentaren, gesehen das Sie am PDF Arbeiten. Sollten Sie Fragen zur PDF Erstellung haben oder hierzu Hilfe benötigen sprechen Sie mich gerne an. Ich wünschen Ihnen schöne Feiertagen und einen guten Rutsch,
Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 13:03, 11. Dez. 2025 (CET)
:Hallo Herr Hünniger,
:danke für das Angebot, auf das ich gerne demnächst zurückkommen möchte. Während des Semesters sind mir noch einige Sachen aufgefallen, die ich noch ändern möchte. Diese Änderungen bedingen jedoch auch eine kleine Umstrukturierung, so dass ich diese erst nach der Klausur durchführen möchte. Viele Grüße [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 13:47, 11. Dez. 2025 (CET)
::Hallo Herr Hünniger,
::ich bin derzeit dabei, das Buch zu aktualisieren. Damit ich nicht wieder Sie für die PDF-Erstellung bemühen muss, habe ich meinen Mitarbeiter dran gesetzt, sich mal das PDF-Tool von Ihnen anzuschauen. Leider entspricht sein Ergebnis nicht dem Ergebnis von Ihnen. Könnten sie uns ein paar Tipps zu ihren Tool geben.
::Nach erfolgreicher Erstellung muss ich dann einfach die Datei mit identischen Namen wie die Ihrige überschreiben. Oder muss ich noch etwas anderes tätigen
::Danke schonmal vorab
::D. Justen [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 10:46, 16. Sep. 2026 (CEST)
:::Hallo Herr Prof. Justen,
:::habe ihren Post hier erst jetzt gesehen, nachdem Sie das PDF selbst hochgeladen haben und das Problem offenbar selbst lösen konnten. Ich denke Sie mussten lediglich im Web Interface unter "Template Expansion" den Wert "Expand templates internally" auswählen. Wenn noch Fragen bestehen sollten sprechen Sie mich gerne an.
:::Gerne auch telefonisch unter:
:::02845 9492207
:::Viele Grüße Dirk Hünniger [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 15:52, 21. Sep. 2026 (CEST)
::::Hallo Herr Hünniger
::::danke für ihre Rückmeldung. Mein Mitarbeiter hat die Einstellung rausbekommen gehabt, die ich dann vorhin angewendet habe. Da ich ihre Version nicht überschreiben konnte, habe ich eine neue PDF-Datei angelegt.
::::VG
::::D. Justen [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 16:17, 21. Sep. 2026 (CEST)
:Hallo Herr Hünniger,
:ggf. können sie mir doch direkt weiterhelfen. Meine Letzte Änderung habe ich aufgrund eines Druckfehlers von wikibooks getätigt. In meinen Buch habe ich Links zu Compiler Explorer auf Basis eines selbst geschriebenen Makros eingebaut. Wenn ich diese wie folgt einleite ist die Druckausgabe (STRG-P) korrekt
: {{noprint|
: [{{:Programmieren in C/C++:Vorlage:CompilerExplorerLink|example_c=
: #include <stdio.h>
: #include "class.h"
:Einige dieser Links wollte aufgrund der besseren Zuordnung eingerückt haben. Dazu habe ich : vorangestellt:
: :{{noprint|
: [{{:Programmieren in C/C++:Vorlage:CompilerExplorerLink|example_c=
: #include <stdio.h>
: #include "class.h"
:Dieser Doppelpunkt führt nun allerdings in der Druckausgabe dazu, dass der Inhalt des 'Makros' kodiert mit in die Druckausgabe eingefügt wird.
:Beispiel:
: Öffnen im Compiler Explorer (https://www.godbolt.org/#g:!((g:!((g:!((h:codeEditor,i:filename:example.c.............
:Daher meine vorherige Änderung.
:Ggf. ist dies ein Fehler innerhalb von WikiBooks. An wen könnte ich mich diesbezüglich wenden?
:Viele Grüße [[Benutzer:D. Justen|D. Justen]] 14:02, 11. Dez. 2025 (CET)
::Hallo Herr Prof Justen,
::ich konnte den Fehler nachvollziehen. Ich denke das Problem ist der Zeilenumbruch der unmittelbar nach <code>{{noprint|</code> folgt. Wenn Sie diesen entfernen klappt alles. Vergleichen Sie hierzu [[Benutzer:Dirk Hünniger/justen err1]] und [[Benutzer:Dirk Hünniger/justen err2]] . Gerne können Sie sich melden falls noch etwas unklar sein sollte
::Viele Grüße [[Benutzer:Dirk Hünniger|Dirk Hünniger]] 16:14, 11. Dez. 2025 (CET)
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Gödel
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2026-09-21T15:33:07Z
Santiago
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/* Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ */ ::GÖDEL:: statt ,er‘
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wikitext
text/x-wiki
[[Kategorie: Buch]]
{{Regal|ort=Philosophie}}
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==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">[ sonst wäre er sicher
nicht Erzbischof von Canterbury geworden ]</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">[ kosmologischen, teleologischen etc. ]</span> Gottesbeweis“</span> —, obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und das Theorem ANSELMS)</span>, auch nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, widerspruchfrei und daher wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, <span style="color:#FF6000">»''ohne jede Begrenzung gelten''«</span>; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den unbegrenzt Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheit und Begrenztheit, abgestuft, d.h. <span style="color:#FF6000">„analog"</span>, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare ,Bestimmungen‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> des Denkens und des Seins, die allen ,Seienden‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, mit ,modaler‘ Notwendigkeit, <span style="color:#4C58FF">— ‚□‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum unbegrenzt Unendlichen ihrer selbst, und <span style="color:#FF6000">»''dasjenige, was sie ausdrücken, drücken sie ohne jede Begrenzung aus''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>; und damit stehen sie ontologisch in einer <span style="color:#FF6000">„analogen"</span> ,Beziehung‘ zu GOTT, dem absolut Vollkommenen und unbegrenzt Unendlichen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. den scholastischen ,Merksatz‘ ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''□∀y'''‘ — </span> <span style="color:#FF6000">„wesentlich analog"</span> zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und als Wesenseigenschaften ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Die GÖDEL-Axiome und -Definitionen werden jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch"</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit ,Nicht-Transzendentalia‘, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘, belegt werden. <span style="color:#00B000">(Dieser ,Sachverhalt‘ wird von Kritikern des GÖDEL-Systems, — zu vorschnell —, verwendet, um ihre Behauptungen zu ,belegen‘, das GÖDEL-Kalkül und seine Konsequenzen seien ,falsch‘.)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> abgestuft, auf einen ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische, zusätzliche Unvollkommenheit, die sich generell in der notwendigen, und unausweichlichen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,prôton kinoûn akinêton‘</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,noêseôs noêsis‘ <small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem unbegrenzt Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die logische Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Logisch evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls in allen Beweisgängen ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die Transzendentalien, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, als Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass eine spezifische ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10:, 1. Hauptergebnis im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia oúsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">»''eine Abneigung gegen das Gebet hatte''«</span> und auch <span style="color:#FF6000">»''nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte''«</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, und mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist widerspruchsfrei möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT'' <span style="color:#00B000">['' <span style="color:#FF6000">»widerspruchsfrei«</span> '']</span> '',möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der annimmt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit wäre dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘. ]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>.
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome und Definitionen, wie GÖDEL sie konzipiert hat, bzw. ob die Theoreme und Korollare, die aus diesen Axiomen ,regulär’ (├ ) abgeleitet werden, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Formulierung und -Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief |11|6|LUT}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, ,bestimmt‘. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für GOTT'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, ''das Wesen'', <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, ''GOTTES'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>«</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe polytheïstisch, mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚ousía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia oúsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,oúsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist die unbegrenzte Summe der unendlichen Vollkommenheiten''«</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz''«</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn sowohl das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, als auch alle <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span> im Kalkül, für den Dreifaltigen GOTT der Christen stehen, was dann im Korollar-3, mit der Identität, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum selbst ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">| ,aídion kai ousía kai enérgeia oúsa‘ |</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span>»''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, ohne selbst ,entstanden‘ zu sein, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, immer schon ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, und damit ,erkannte‘, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' sowohl die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als auch das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.1)</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.2)</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist ohne zeitlichen Anfang, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Damit hat GÖDEL ein altes <span style="color:#4C58FF">„theologisches“</span> Theorem, philosophisch der Vergessenheit entrissen. Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage des MOSE ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘, im Dornbusch, thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>.
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ehe die Berge geboren wurden, ehe die Erde entstand und das Weltall erschaffen wurden, bist du, o GOTT, von Ewigkeit zu Ewigkeit''«</span>, <small>({{Bibel | Psalm |90|2|LUT}})</small>. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines zeitlos-ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''«</span>, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat; <span style="color:#00B000">( nachgestellt im Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem 586 v.Ch. durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, nach einem <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span>, dargestellt mit Term :09:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identität von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-ist-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird; jedoch nicht ohne uns. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS, die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span>, bzw. diese außergewöhnliche und einzigartige <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> von GOTT und Mensch, ist der wirkliche und historische Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt; vergegenwärtigt für jede Generation der Menschen in und durch die <span style="color:#4C58FF">„Kirche“</span> JESU CHRISTI.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ die <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Kalkül-Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃x'''‘ —</span>, von dem ein Christ sagen kann, dass es sowohl <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, immer schon ‚da’ war und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus, Korollar-3)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme für GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönenden‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Widerspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand, ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT im Theorem ANSELMS. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie KANTS ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die unbegrenzte Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört in GOTT zu den ,Transzendentalia’. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘, bzw. ,Denken‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS <span style="color:#FF6000">»</span>''in der Natur der Dinge'' <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> ''existiert''<span style="color:#FF6000">«</span>, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (d.h. mit dem Begriff ,GOTT‘, als der ,Größte‘, im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (der GOTT ANSELMS), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, widerspruchsfrei, logisch richtig, und damit sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>re</big></span>“</span>, die Natur)</span>, GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>natura rerum</big></span>“</span>)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> perspektivisch in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(Natur)</span>, GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. hier im Kontext ''':''' die exklusive Einheit von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS; von Vater, Sohn und Geist im <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>; die Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und die unbegrenzte Summeneinheit und Koinzidenz der unendlichen Transzendentalien in GOTT, ist, — mit HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. ——— Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den, an sich, notwendigen, ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, als ,Wesenseigenschaften‘ koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Definition-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>, und auf die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span> der Naturen von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS,
bzw. auch auf den inneren Zusammenhang der drei Buch-Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül, mit Hilfe von logischen Meta-Terme, adaptiert. Zusätzliche, notwendige Regeln und Gesetze werden dann ,benannt‘, wenn sie in der Kalkül-Durchführung auftreten.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{„aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{„X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{„X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{Freie-Um-Benennung der Individuum-Variable x in y } \\
\text{ ,modal‘-frei gewählte Kalkül-Prämisse ::} {\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{„Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}}\text{ ::} & \text{All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann} & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}}\text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder} & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im} & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion F} & \text{folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang; <span style="color:#00B000">(im ersten Beweisgang gibt es keine Definition)</span>. Wobei diese Definitionen auch nur dann <span style="color:#FF6000">„wahr und widerspruchsfrei”</span> sind, wenn ihre Eigenschafts-Variablen ausschließlich mit ,Transzendentalien‘ belegt werden. Andernfalls sind sie sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch”</span>. Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">»''das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig''«</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>''«</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist wesentlich göttlich''«</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für den GOTT der Christen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> ''das Wesen dieses GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>«</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Warum es in der modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, im GÖDEL-System, ,Definitionen‘ gibt, erklärt GÖDEL formal-syntaktisch ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Definitionen dienen ja nur der kürzeren Schreibwelse und sind daher prinzipiell überflüssig.''«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 6 in seinem Hauptwerk ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Über formal unentscheidbare Sätze der Principia Mathematica und verwandter Systeme I</big></span>''‘.)</span> Für die <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Interpretation und Hermeneutik seines Kalküls, sind die ,Definitionen‘ im GÖDEL-System jedoch wesentlich, und letztlich entscheidend. Erst dadurch wird sein Axiomensystem zur <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie”</span>. GÖDEL gibt selbst den hermeneutischen Hinweis dazu, wenn er über den höherstufigen Eigenschaftsbegriff <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> sagt, der nur ,indirekt‘ definiert wird, jedoch mit seinem gesamten Axiomensystem ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne, (unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span> Die Deutung dieses ,höherstufigen‘ Begriffs als ein anderes Wort für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> ergibt sich aus der <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Evaluierung, d.h. der Einordnung des GÖDEL-Systems in die ,laufende‘ <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span>, seit Menschen, sich über den Sinn der Welt und unseres Lebens in ihr, Gedanken machen. GOTT, der ,transzendent‘, — unabhängig —, zur Welt ist, ist Thema im Theorem ANSELMS, um das es ja im GÖDEL-Kalkül geht. Eine <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Hermeneutik des GÖDEL-Systems ist daher legitim, die, als ein Bemühen um ein überzeugendes Verstehen, aus dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Vorwissen vieler Generationen schöpft. Dieses ,Vorwissen‘ ist ,vorgängig‘ zum GÖDEL-System, und hat daher, — ,sachlich‘, und nicht nur ,zeitlich‘, — Priorität zum syntaktischen System GÖDELS; und ist damit legitim auch Interpretations-Vorgabe.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL, im 20. Jahrhundert, ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, <span style="color:#00B000">(speziell ,zugeschnitten‘ auf seinen ,ontologischen‘ Beweis)</span>, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, im 21. Jahrhundert, ist die kongeniale und logische Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze, mit Meta-Terme, dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme und Korollare, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, <span style="color:#00B000">[ in eckigen Klammern ]</span>, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ''„Benennungen“'')</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">'''AE:'''</span> Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang. Theoreme und Korollare sind ,modal‘ gleichwertig.
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponendo ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] } \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv denkbar“} & \ & \text{„Es ist widerspruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der GÖDEL-Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen GÖDEL-Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich damit sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> in unserer Welt gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der, nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> möglich und formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Term :27: ,besagt‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv, d.h. ohne Widerspruch möglich, dass es positive Eigenschaften gibt''«</span>; denn die Behauptung, <span style="color:#00B000">(Prämisse :02:)</span>, es sei nicht möglich, dass es positive Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(,Transzendentalia‘)</span>, in unserer Welt gibt, führt zu einem Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>, und ist daher falsch und ,unlogisch’. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften in der Welt'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''und damit auch die, die in GOTT sind''«</span>. <span style="color:#00B000">(Der 2. Beweisgang bestätigt, dass es in GOTT tatsächlich positive Eigenschaften gibt.)</span> Die ,Gleichwertigkeit‘ aller Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(ihre ,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei und sinnvoll, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, d.i. die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren, Individuum-Variablen. Dieses Term-Element ,gilt‘, mit Notwendigkeit allgemein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, jedoch nur für positive Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, und wird sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, Eigenschaften eingesetzt werden, die, — von Natur aus —, weder positiv noch negativ sind, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen, für beliebige positive Eigenschaften, ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der positiven Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung beliebiger positiver Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, bzw. ,Transzendentalia‘, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine, von zwei Eigenschafts-Variablen, durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer positiven Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘, positiven Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten, positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind. Mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, wird formal die <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> aller ,Transzententalia‘ in der Welt, und auch der ,Zusammenfall‘ aller Gegensätze in GOTT, abgebildet.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. <span style="color:#00B000">(In der mystischen Tradition, im ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Dialog über die Vorsehung‘</big></span>'', dem Hauptwerk der Heiligen KATHARINA von Siena, Mystikerin und Lehrerin der Kirche, sagt GOTT-VATER zur KATHARINA ''':''' <span style="color:#FF6000">»''ICH BIN der IST'', <span style="color:#00B000">[ aus mir selbst ]</span>, ''du bist, die nicht ist'', <span style="color:#00B000">[ aus dir selbst ]</span>.«</span> Das ist eine wichtige, deutende Ergänzung, und die authentische <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation dieser Exodus Text-Stelle. Das ist der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES.)</span>
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Möglichkeits-Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Das Möglichkeits-Korollar-1 behält jedoch die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist damit nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
Das Modale-Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx, <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>, in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''gilt, und daraus logisch folgt, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''auch die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''gilt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar'' ''':''' ''es ist wahr, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''aus der Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''logisch folgt''«</span>. Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span> in Zeile 11 und Zeile 18 steht formal-syndaktisch, allgemein nur für ,Transzendentalia‘, und ist für alle ,Nicht-Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>. Dasselbe gilt auch für <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist sein Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist dann unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als ,modal‘ freigewählte Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es auch in GOTT so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften''«</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt''«</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘ und wahr, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis. Beide Aussagen im Term :23: interpretieren sich gegenseitig.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''alle Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der deswegen GOTT ist, weil er alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für ,GOTT‘. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Der GOTT der Christen'' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> '',existiert‘ für uns ,notwendig‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im-, und durch den 2. Beweisgang, im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen, bzw. verifiziert.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘, d.h. der Agnostizismus ist einfach nur ein ,logischer Irrtum‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Das Modale-Prinzip <span style="color:#4C58FF">['''RM''']</span> in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn es wahr ist, dass aus'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> ''ein'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> ''logisch folgt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar, dass, wenn'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist, auch'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist''«</span>. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> in Term :18: ist als ,modal notwendig‘ durch den Term :15: verifiziert '''!''' )</span>
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und eine <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupte Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
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! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens] :: [A → B, A├ B]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu verifizierten ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über den <span style="color:#4C58FF">[ Modus Barbara ] :: [ A → B, B → C ├ A → C ] </span>, mit dem modalen Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, als <span style="color:#4C58FF">‚B → C‘</span> im kategorischen Syllogismus, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘, nach ANSELM, die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte, auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen, d.h. transzendentalen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. als logisch annehmbar, verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. logisch annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> und ,logisch‘ annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL ,postulierte‘, und im Basis-Theorem-2 verifizierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Die GÖDEL-Erklärung zum Axiom-4 entspricht der Modal-Regel zur sog. ,Nezessisierung‘ in der KRIPKE-Logik nach GÖDEL. <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ] '''::''' [ ├ A →├ □ A ]</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Angenommen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''ist in einem Kalkül eine Prämisse, oder darin regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span> ''abgeleitet, dann folgt in diesem Kalkül regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span>, ''dass dieses'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''auch ,modal‘ notwendig'' <span style="color:#4C58FF">— ,□‘ —</span> ''ist''«</span>. GÖDEL hat jedoch diese modale Notwendigkeit nur in der ,Natur‘ der positiven Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, gesehen, und mit den Aussagen im Axiom-4 expliziert ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt, nur dann sind die Axiome wahr''«</span>. Ob dieselbe modale ,Notwendigkeit‘ auch auf Aussagen über Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘, die weder positiv noch negativ sind, zutrifft, ist nicht erwiesen. Hier kann nur von modaler ,Kontingenz‘ gesprochen werden, die universal, alles Seiende innerhalb der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> betrifft. Somit sind die Aussagen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''A'''‘ —</span> in der GÖDEL-Regel, nur auf Aussagen über ,positive‘ Eigenschaften eingeschränkt, und nicht allgemein gültig. Die <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ]</span> ist nur für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“ „modal wahr“</span>, und für ,Nicht-Transzendentalia‘ immer <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>.
Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ und ,Zuschreibungen‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Dieses Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigartigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ diese Theoreme damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Die Definition-2 ist nur dann <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit positive Eigenschaften, d.h. mit <span style="color:#FF6000">„Transzendentalien“</span>, besetzt werden. Diese Definition ist jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn ihre Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem ,Einen‘, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen aller Gegensätze in Einem‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, den schon der Philosoph und Kardinal NIKOLAUS von Kues als <span style="font-family: Times;"><big>,coincidentia oppositorum‘</big></span> verstanden hat.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt''«</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">»''Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES''«</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT''«</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ und unsinnig ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘, d.h. Term :10: ist der Ausdruck einer ,Glaubensüberzeugung‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang. Dem geht folgende Beobachtung voraus ''':''' Der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, hat in seiner syntaktischen Stellung hier, im Theorem-3, nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist damit, in seiner Position als Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, auch nicht mehr davon syntaktisch abhängig, sondern stützt sich formal-syntaktisch nur auf die behauptete Möglichkeit GOTTES; daher muss diese ,angenommene‘ Möglichkeit noch bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘, der diesen Zusammenhang, und seinen Mangel, erkannt hat ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen'' <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Entscheidend dafür ist der mathematisch-logische Beweis GÖDELS, dass der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften, bzw. ,Transzendentalia‘.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Glaubensprämisse ''':''' Term :01:. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Weil es <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> ist, dass die Transzendentalien, bzw. die Vollkommenheiten ontologisch, — dem Sein nach —‚ alle <span style="color:#00B000">(zueinander)</span> widerspruchsfrei, und alle <span style="color:#00B000">(miteinander)</span> gleichwertig sind, ist es auch <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, dass es möglich ist, dass GOTT, — dem Sein nach —‚ da ist, <span style="color:#00B000">(d.h. existiert)</span>, der die unbegrenzte Summe aller ultimativen Transzendentalia, bzw. der unendlichen Vollkommenheiten allen Grades ist, wie es der ,christliche Glaube‘ des Erzbischofs ANSELM und seiner Anvertrauten ,annimmt‘.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
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! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist notwendig falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A, A→B ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' <span style="color:#00B000">( Dieser Beweisgang ist praktisch identisch mit dem 1. Beweisgang, jedoch gestrafft und präzisiert nach G.J.WIRSCHING. Diese Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens beginnt sofort mit dem Korollar-1 <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> aus dem 1. Beweisgang, als in Frage gestelltes ,Theorem‘, und beweist, ohne das Axiom-3 <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, und ohne die GÖDEL-Prämisse <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span>, in einem Zwischenergebnis, die innere Widersprüchlichkeit und damit auch die Unhaltbarkeit der atheistischen Glaubens-Annahme, aus rein logischen ,Gründen‘, bzw. Axiomen. )</span>
Dieser Beweisgang geht von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, als Glaubens-Annahme, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden muss. Denn mit der Behauptung der Existenz GOTTES allein ist es nicht getan. Es muss auch seine ,Möglichkeit‘, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT bewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür die Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. die Transzendentalien)</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(was im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, auch GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; das dann im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz von ,Transzendentalien‘ in der Welt, ist ein, mit Beispielen belegbares, allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert. Das Axiom-2 wird jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn seine Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind, die keine ,Transzendentalia‘ sind.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT <span style="color:#FF6000">„unvergleichlich“</span> ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚IST‘'' <span style="color:#00B000">(aus mir selbst)</span>«</span>, der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Unlogische und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel, für zwei ,wahre‘ <span style="color:#4C58FF">— W —</span> ,materiale Implikationen‘, in denen die Voraussetzung jeweils falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, ist, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, sequitur quotlibet, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, etiam verum, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, in einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, auch mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''GOTT ist nicht''<span style="color:#FF6000">«</span>. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' ''<span style="color:#FF6000">»</span>Es ist unmöglich, dass GOTT ist''<span style="color:#FF6000">«</span>. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, dessen ,Existenz‘ jedoch, aus dem ,Glauben‘, im Voraus, schon angenommen worden ist. Dieser Sachverhalt ist das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Das Möglichkeits-Korollar-1 muss jetzt immer, wie folgt, gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist <u>widerspruchfrei</u> möglich, dass GOTT ist''«</span>. Damit hat GÖDEL, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! KANT verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist, — wie KANT sagt —, kein ,reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. Jedoch in GOTT ist ,Sein‘ ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist ,real‘ die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns, — aus Liebe —, immer schon ,da‘ ist ''':''' in der ,Hypostatischen Union‘, sowohl als GOTT von Ewigkeit zu Ewigkeit, als auch als Mensch in unserer Zeitlichkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht —, sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein, indem er für den GOTT ANSELMS annimmt ''':''' GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert, <span style="color:#00B000">(was ANSELM nie gesagt hat)</span>. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. Thomas verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. Weder THOMAS, noch KANT, haben verstanden, worum es ANSELM mit der Aufstellung seines Theorems eigentlich ging. Die Existenz GOTTES wurde von ANSELM nie in Frage gestellt. Für ANSELM wäre es ,Unsinn‘, einen Beweis für die Existenz GOTTES verlangen zu wollen. Ihm ging es um die Frage, ob es logisch ,sinnvoll‘ ist, an GOTT zu glauben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logische Evidenz''«</span>, und damit auch für die ,Sinnhaftigkeit‘ des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, <span style="color:#00B000">(und auch des ägyptischen Pharaos ECHNATON und seiner Frau NOFRETETE)</span>, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein ,spekulierender‘ Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt'' ''':''' ''das ist ,wahr‘ wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist ein allgemein gültiges Faktum unserer Welt, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unsinnig ist, und daher, mit Recht, als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL, in seiner Bedeutung, in gewisser Weise, neben KOPERNIKUS, weil seine Kalkül-Ergebnisse, wie die Berechnungs-Ergebnisse dieses Pioniers der damaligen Zeitenwende, heute, in unserem Äon, ebenfalls mit eingefleischte Vorurteile aufräumen, ohne aber, dass GÖDEL für sich selbst, im Glauben, logisch konsequent gewesen wäre. <span style="color:#00B000">(Er ist sich der Tragweite und der Konsequenzen seiner <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> anscheinend nicht bewusst gewesen, wenn er sagt ''':''' Man sei heute noch <span style="color:#FF6000">»''weit davon entfernt, das theologische Weltbild wissenschaftlich begründen zu können''«</span>, nachdem sein Kalkül das <span style="color:#FF6000">„atheistische Weltbild“</span> fundamental ins Wanken gebracht und als irrationalen ,Unsinn‘ entlarvt hat. Sein Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) indirekt, dass das <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltbild''«</span>, im Beweisgang ,Widerlegung‘, aus dem Widerspruch des Gegenteils, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span>, offensichtlich doch, wissenschaftlich begründet werden kann)</span>.
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Kurt GÖDEL ist auch deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung dieses Beweises keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den Gott der Christen''«</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem ,regulär‘-möglichen Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie vorhin, im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es GOTT gibt''«</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist unmöglich, dass es GOTT gibt''«</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit der Möglichkeit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem ANSELMS geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig, schon immer existiert, und beweist, mit dem GÖDEL-Kalkül, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL abschließend sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden. Für den Erzbischof ANSELM war die Existenz GOTTES, überall und jederzeit, die ungefragte und für ihn die selbstverständlichste Voraussetzung aller seiner Bemühungen, in seinem Leben, und in seinem Beruf als christlicher Amtsträger, und auch als Theologe in den philosophischen Überlegungen über seinen Glauben. Mit diesen Überlegungen hat er, mit GÖDEL, bewiesen ''':''' Glaube ist nicht irrational, kein Sprung ins Unbekannte, sondern eine freie, vernünftige Entscheidung. Glaube ist rational und vertrauenswürdig.
Zusammengefasst heißt das Ergebnis dieser Bemühungen ANSELMS ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u> an GOTT glauben, weil der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unlogisch ist. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
Zum Abschluss, und für eine bessere Verständlichkeit dieser Studie, hat die KI, der ich diese Studie für die Erstellung eines Podcast übergeben habe, eine, — sogar für Kinder —, verständliche Metapher kreiert. Sie sagt, man stelle sich vor ''':''' Es sei irgendwo ein ,Schatz’ vergraben, und es gäbe auch eine ,Schatzkarte’ für diesen ,Schatz’. Kurt GÖDEL ist nun gekommen, und hat mit seinem Kalkül bewiesen, dass diese ,Schatzkarte’ korrekt ist und fehlerfrei. Ob aber jemand, mit Hilfe dieser ,Schatzkarte’ auf ,Schatzsuche’ gehen will oder nicht ''':''' das ist und bleibt jedem selbst überlassen, und ist immer eine freie, und ganz persönliche Entscheidung. Damit hat die KI erstaunlich treffend, sowohl die Bedeutung, als auch die reale Funktion des GOTT-Glaubens in der Lebens-Wirklichkeit unserer Welt und Zeit charakterisiert, in Übereinstimmung mit der Gleichniserzählung JESU vom ,Schatz im Acker’; <small><span style="color:#00B000">( vgl. {{Bibel | Matthäus-Evangelium |13|44|EU}} )</span></small>. Der ,Schatz’ ist die <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>Βασιλεία του Θεού</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,Basileía tou Theoú’</span>, d.h. das <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>, oder auch das <span style="color:#CC66FF">»''Himmelreich''«</span>. Die ,Schatzkarte’ ist der Glaube an GOTT. Die ,Schatzsuche’ ist der Weg des Glaubens in der Nachfolge JESU, der uns den Weg zeigt zum Ziel, zur Erfüllung aller unserer Sehnsüchte und Wünsche ''':''' die Teilhabe am <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>.
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;Fußnoten
<references />
0u1hvqoghqc9mpacpf9dss63xtficzv
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Santiago
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{{Regal|ort=Philosophie}}
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==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">[ sonst wäre er sicher
nicht Erzbischof von Canterbury geworden ]</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">[ kosmologischen, teleologischen etc. ]</span> Gottesbeweis“</span> —, obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und das Theorem ANSELMS)</span>, auch nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, widerspruchfrei und daher wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, <span style="color:#FF6000">»''ohne jede Begrenzung gelten''«</span>; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den unbegrenzt Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheit und Begrenztheit, abgestuft, d.h. <span style="color:#FF6000">„analog"</span>, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare ,Bestimmungen‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> des Denkens und des Seins, die allen ,Seienden‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, mit ,modaler‘ Notwendigkeit, <span style="color:#4C58FF">— ‚□‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum unbegrenzt Unendlichen ihrer selbst, und <span style="color:#FF6000">»''dasjenige, was sie ausdrücken, drücken sie ohne jede Begrenzung aus''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>; und damit stehen sie ontologisch in einer <span style="color:#FF6000">„analogen"</span> ,Beziehung‘ zu GOTT, dem absolut Vollkommenen und unbegrenzt Unendlichen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. den scholastischen ,Merksatz‘ ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''□∀y'''‘ — </span> <span style="color:#FF6000">„wesentlich analog"</span> zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und als Wesenseigenschaften ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Die GÖDEL-Axiome und -Definitionen werden jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch"</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit ,Nicht-Transzendentalia‘, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘, belegt werden. <span style="color:#00B000">(Dieser ,Sachverhalt‘ wird von Kritikern des GÖDEL-Systems, — zu vorschnell —, verwendet, um ihre Behauptungen zu ,belegen‘, das GÖDEL-Kalkül und seine Konsequenzen seien ,falsch‘.)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> abgestuft, auf einen ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische, zusätzliche Unvollkommenheit, die sich generell in der notwendigen, und unausweichlichen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,prôton kinoûn akinêton‘</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,noêseôs noêsis‘ <small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem unbegrenzt Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die logische Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Logisch evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls in allen Beweisgängen ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die Transzendentalien, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, als Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass eine spezifische ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10:, 1. Hauptergebnis im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia oúsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">»''eine Abneigung gegen das Gebet hatte''«</span> und auch <span style="color:#FF6000">»''nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte''«</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, und mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist widerspruchsfrei möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT'' <span style="color:#00B000">['' <span style="color:#FF6000">»widerspruchsfrei«</span> '']</span> '',möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der annimmt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit wäre dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘. ]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>.
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome und Definitionen, wie GÖDEL sie konzipiert hat, bzw. ob die Theoreme und Korollare, die aus diesen Axiomen ,regulär’ (├ ) abgeleitet werden, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Formulierung und -Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief |11|6|LUT}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, ,bestimmt‘. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für GOTT'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, ''das Wesen'', <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, ''GOTTES'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>«</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe polytheïstisch, mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚ousía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia oúsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,oúsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist die unbegrenzte Summe der unendlichen Vollkommenheiten''«</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz''«</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn sowohl das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, als auch alle <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span> im Kalkül, für den Dreifaltigen GOTT der Christen stehen, was dann im Korollar-3, mit der Identität, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum selbst ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">| ,aídion kai ousía kai enérgeia oúsa‘ |</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span>»''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, ohne selbst ,entstanden‘ zu sein, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, immer schon ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, und damit ,erkannte‘, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' sowohl die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als auch das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.1)</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.2)</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist ohne zeitlichen Anfang, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Damit hat GÖDEL ein altes <span style="color:#4C58FF">„theologisches“</span> Theorem, philosophisch der Vergessenheit entrissen. Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage des MOSE ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘, im Dornbusch, thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>.
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ehe die Berge geboren wurden, ehe die Erde entstand und das Weltall erschaffen wurden, bist du, o GOTT, von Ewigkeit zu Ewigkeit''«</span>, <small>({{Bibel | Psalm |90|2|LUT}})</small>. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines zeitlos-ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''«</span>, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat; <span style="color:#00B000">( nachgestellt im Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem 586 v.Ch. durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, nach einem <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span>, dargestellt mit Term :09:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identität von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-ist-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird; jedoch nicht ohne uns. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS, die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span>, bzw. diese außergewöhnliche und einzigartige <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> von GOTT und Mensch, ist der wirkliche und historische Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt; vergegenwärtigt für jede Generation der Menschen in und durch die <span style="color:#4C58FF">„Kirche“</span> JESU CHRISTI.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ die <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Kalkül-Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃x'''‘ —</span>, von dem ein Christ sagen kann, dass es sowohl <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, immer schon ‚da’ war und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus, Korollar-3)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme für GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönenden‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Widerspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand, ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT im Theorem ANSELMS. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie KANTS ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die unbegrenzte Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört in GOTT zu den ,Transzendentalia’. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘, bzw. ,Denken‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS <span style="color:#FF6000">»</span>''in der Natur der Dinge'' <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> ''existiert''<span style="color:#FF6000">«</span>, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (d.h. mit dem Begriff ,GOTT‘, als der ,Größte‘, im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (der GOTT ANSELMS), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, widerspruchsfrei, logisch richtig, und damit sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>re</big></span>“</span>, die Natur)</span>, GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>natura rerum</big></span>“</span>)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> perspektivisch in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(Natur)</span>, GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. hier im Kontext ''':''' die exklusive Einheit von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS; von Vater, Sohn und Geist im <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>; die Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und die unbegrenzte Summeneinheit und Koinzidenz der unendlichen Transzendentalien in GOTT, ist, — mit HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. ——— Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den, an sich, notwendigen, ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, als ,Wesenseigenschaften‘ koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Definition-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>, und auf die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span> der Naturen von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS,
bzw. auch auf den inneren Zusammenhang der drei Buch-Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül, mit Hilfe von logischen Meta-Terme, adaptiert. Zusätzliche, notwendige Regeln und Gesetze werden dann ,benannt‘, wenn sie in der Kalkül-Durchführung auftreten.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{„aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{„X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{„X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{Freie-Um-Benennung der Individuum-Variable x in y } \\
\text{ ,modal‘-frei gewählte Kalkül-Prämisse ::} {\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{„Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}}\text{ ::} & \text{All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann} & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}}\text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder} & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im} & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion F} & \text{folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang; <span style="color:#00B000">(im ersten Beweisgang gibt es keine Definition)</span>. Wobei diese Definitionen auch nur dann <span style="color:#FF6000">„wahr und widerspruchsfrei”</span> sind, wenn ihre Eigenschafts-Variablen ausschließlich mit ,Transzendentalien‘ belegt werden. Andernfalls sind sie sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch”</span>. Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">»''das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig''«</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>''«</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist wesentlich göttlich''«</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für den GOTT der Christen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> ''das Wesen dieses GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>«</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Warum es in der modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, im GÖDEL-System, ,Definitionen‘ gibt, erklärt GÖDEL formal-syntaktisch ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Definitionen dienen ja nur der kürzeren Schreibwelse und sind daher prinzipiell überflüssig.''«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 6 in seinem Hauptwerk ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Über formal unentscheidbare Sätze der Principia Mathematica und verwandter Systeme I</big></span>''‘.)</span> Für die <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Interpretation und Hermeneutik seines Kalküls, sind die ,Definitionen‘ im GÖDEL-System jedoch wesentlich, und letztlich entscheidend. Erst dadurch wird sein Axiomensystem zur <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie”</span>. GÖDEL gibt selbst den hermeneutischen Hinweis dazu, wenn er über den höherstufigen Eigenschaftsbegriff <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> sagt, der nur ,indirekt‘ definiert wird, jedoch mit seinem gesamten Axiomensystem ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne, (unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span> Die Deutung dieses ,höherstufigen‘ Begriffs als ein anderes Wort für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> ergibt sich aus der <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Evaluierung, d.h. der Einordnung des GÖDEL-Systems in die ,laufende‘ <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span>, seit Menschen, sich über den Sinn der Welt und unseres Lebens in ihr, Gedanken machen. GOTT, der ,transzendent‘, — unabhängig —, zur Welt ist, ist Thema im Theorem ANSELMS, um das es ja im GÖDEL-Kalkül geht. Eine <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Hermeneutik des GÖDEL-Systems ist daher legitim, die, als ein Bemühen um ein überzeugendes Verstehen, aus dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Vorwissen vieler Generationen schöpft. Dieses ,Vorwissen‘ ist ,vorgängig‘ zum GÖDEL-System, und hat daher, — ,sachlich‘, und nicht nur ,zeitlich‘, — Priorität zum syntaktischen System GÖDELS; und ist damit legitim auch Interpretations-Vorgabe.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL, im 20. Jahrhundert, ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, <span style="color:#00B000">(speziell ,zugeschnitten‘ auf seinen ,ontologischen‘ Beweis)</span>, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, im 21. Jahrhundert, ist die kongeniale und logische Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze, mit Meta-Terme, dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme und Korollare, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, <span style="color:#00B000">[ in eckigen Klammern ]</span>, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ''„Benennungen“'')</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">'''AE:'''</span> Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang. Theoreme und Korollare sind ,modal‘ gleichwertig.
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponendo ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] } \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv denkbar“} & \ & \text{„Es ist widerspruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der GÖDEL-Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen GÖDEL-Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich damit sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> in unserer Welt gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der, nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> möglich und formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Term :27: ,besagt‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv, d.h. ohne Widerspruch möglich, dass es positive Eigenschaften gibt''«</span>; denn die Behauptung, <span style="color:#00B000">(Prämisse :02:)</span>, es sei nicht möglich, dass es positive Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(,Transzendentalia‘)</span>, in unserer Welt gibt, führt zu einem Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>, und ist daher falsch und ,unlogisch’. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften in der Welt'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''und damit auch die, die in GOTT sind''«</span>. <span style="color:#00B000">(Der 2. Beweisgang bestätigt, dass es in GOTT tatsächlich positive Eigenschaften gibt.)</span> Die ,Gleichwertigkeit‘ aller Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(ihre ,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei und sinnvoll, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, d.i. die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren, Individuum-Variablen. Dieses Term-Element ,gilt‘, mit Notwendigkeit allgemein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, jedoch nur für positive Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, und wird sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, Eigenschaften eingesetzt werden, die, — von Natur aus —, weder positiv noch negativ sind, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen, für beliebige positive Eigenschaften, ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der positiven Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung beliebiger positiver Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, bzw. ,Transzendentalia‘, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine, von zwei Eigenschafts-Variablen, durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer positiven Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘, positiven Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten, positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind. Mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, wird formal die <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> aller ,Transzententalia‘ in der Welt, und auch der ,Zusammenfall‘ aller Gegensätze in GOTT, abgebildet.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. <span style="color:#00B000">(In der mystischen Tradition, in der ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Legenda Maior‘</big></span>'' 92, über das Leben der Heiligen KATHARINA von Siena, Mystikerin und Lehrerin der Kirche, sagt GOTT-VATER zur KATHARINA ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weißt du, Meine Tochter, wer du bist und wer Ich bin'' '''?''' ''Du bist die, die nicht ist'', <span style="color:#00B000">[ aus dir selbst ]</span>, ''Ich aber bin derjenige, der IST'', <span style="color:#00B000">[ aus mir selbst ]</span>.«</span> Das ist eine wichtige, deutende Ergänzung, und die authentische <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation dieser Exodus Text-Stelle. Das ist der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichbarkeit“</span> GOTTES.)</span>
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Möglichkeits-Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Das Möglichkeits-Korollar-1 behält jedoch die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist damit nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
Das Modale-Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx, <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>, in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''gilt, und daraus logisch folgt, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''auch die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''gilt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar'' ''':''' ''es ist wahr, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''aus der Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''logisch folgt''«</span>. Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span> in Zeile 11 und Zeile 18 steht formal-syndaktisch, allgemein nur für ,Transzendentalia‘, und ist für alle ,Nicht-Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>. Dasselbe gilt auch für <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist sein Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist dann unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als ,modal‘ freigewählte Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es auch in GOTT so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften''«</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt''«</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘ und wahr, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis. Beide Aussagen im Term :23: interpretieren sich gegenseitig.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''alle Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der deswegen GOTT ist, weil er alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für ,GOTT‘. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Der GOTT der Christen'' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> '',existiert‘ für uns ,notwendig‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im-, und durch den 2. Beweisgang, im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen, bzw. verifiziert.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘, d.h. der Agnostizismus ist einfach nur ein ,logischer Irrtum‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Das Modale-Prinzip <span style="color:#4C58FF">['''RM''']</span> in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn es wahr ist, dass aus'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> ''ein'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> ''logisch folgt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar, dass, wenn'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist, auch'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist''«</span>. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> in Term :18: ist als ,modal notwendig‘ durch den Term :15: verifiziert '''!''' )</span>
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und eine <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupte Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens] :: [A → B, A├ B]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu verifizierten ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über den <span style="color:#4C58FF">[ Modus Barbara ] :: [ A → B, B → C ├ A → C ] </span>, mit dem modalen Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, als <span style="color:#4C58FF">‚B → C‘</span> im kategorischen Syllogismus, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘, nach ANSELM, die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte, auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen, d.h. transzendentalen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. als logisch annehmbar, verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. logisch annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> und ,logisch‘ annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL ,postulierte‘, und im Basis-Theorem-2 verifizierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Die GÖDEL-Erklärung zum Axiom-4 entspricht der Modal-Regel zur sog. ,Nezessisierung‘ in der KRIPKE-Logik nach GÖDEL. <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ] '''::''' [ ├ A →├ □ A ]</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Angenommen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''ist in einem Kalkül eine Prämisse, oder darin regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span> ''abgeleitet, dann folgt in diesem Kalkül regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span>, ''dass dieses'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''auch ,modal‘ notwendig'' <span style="color:#4C58FF">— ,□‘ —</span> ''ist''«</span>. GÖDEL hat jedoch diese modale Notwendigkeit nur in der ,Natur‘ der positiven Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, gesehen, und mit den Aussagen im Axiom-4 expliziert ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt, nur dann sind die Axiome wahr''«</span>. Ob dieselbe modale ,Notwendigkeit‘ auch auf Aussagen über Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘, die weder positiv noch negativ sind, zutrifft, ist nicht erwiesen. Hier kann nur von modaler ,Kontingenz‘ gesprochen werden, die universal, alles Seiende innerhalb der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> betrifft. Somit sind die Aussagen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''A'''‘ —</span> in der GÖDEL-Regel, nur auf Aussagen über ,positive‘ Eigenschaften eingeschränkt, und nicht allgemein gültig. Die <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ]</span> ist nur für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“ „modal wahr“</span>, und für ,Nicht-Transzendentalia‘ immer <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>.
Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ und ,Zuschreibungen‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Dieses Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigartigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ diese Theoreme damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Die Definition-2 ist nur dann <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit positive Eigenschaften, d.h. mit <span style="color:#FF6000">„Transzendentalien“</span>, besetzt werden. Diese Definition ist jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn ihre Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem ,Einen‘, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen aller Gegensätze in Einem‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, den schon der Philosoph und Kardinal NIKOLAUS von Kues als <span style="font-family: Times;"><big>,coincidentia oppositorum‘</big></span> verstanden hat.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt''«</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">»''Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES''«</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT''«</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ und unsinnig ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘, d.h. Term :10: ist der Ausdruck einer ,Glaubensüberzeugung‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang. Dem geht folgende Beobachtung voraus ''':''' Der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, hat in seiner syntaktischen Stellung hier, im Theorem-3, nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist damit, in seiner Position als Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, auch nicht mehr davon syntaktisch abhängig, sondern stützt sich formal-syntaktisch nur auf die behauptete Möglichkeit GOTTES; daher muss diese ,angenommene‘ Möglichkeit noch bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘, der diesen Zusammenhang, und seinen Mangel, erkannt hat ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen'' <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Entscheidend dafür ist der mathematisch-logische Beweis GÖDELS, dass der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften, bzw. ,Transzendentalia‘.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Glaubensprämisse ''':''' Term :01:. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Weil es <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> ist, dass die Transzendentalien, bzw. die Vollkommenheiten ontologisch, — dem Sein nach —‚ alle <span style="color:#00B000">(zueinander)</span> widerspruchsfrei, und alle <span style="color:#00B000">(miteinander)</span> gleichwertig sind, ist es auch <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, dass es möglich ist, dass GOTT, — dem Sein nach —‚ da ist, <span style="color:#00B000">(d.h. existiert)</span>, der die unbegrenzte Summe aller ultimativen Transzendentalia, bzw. der unendlichen Vollkommenheiten allen Grades ist, wie es der ,christliche Glaube‘ des Erzbischofs ANSELM und seiner Anvertrauten ,annimmt‘.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist notwendig falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A, A→B ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' <span style="color:#00B000">( Dieser Beweisgang ist praktisch identisch mit dem 1. Beweisgang, jedoch gestrafft und präzisiert nach G.J.WIRSCHING. Diese Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens beginnt sofort mit dem Korollar-1 <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> aus dem 1. Beweisgang, als in Frage gestelltes ,Theorem‘, und beweist, ohne das Axiom-3 <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, und ohne die GÖDEL-Prämisse <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span>, in einem Zwischenergebnis, die innere Widersprüchlichkeit und damit auch die Unhaltbarkeit der atheistischen Glaubens-Annahme, aus rein logischen ,Gründen‘, bzw. Axiomen. )</span>
Dieser Beweisgang geht von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, als Glaubens-Annahme, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden muss. Denn mit der Behauptung der Existenz GOTTES allein ist es nicht getan. Es muss auch seine ,Möglichkeit‘, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT bewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür die Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. die Transzendentalien)</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(was im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, auch GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; das dann im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz von ,Transzendentalien‘ in der Welt, ist ein, mit Beispielen belegbares, allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert. Das Axiom-2 wird jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn seine Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind, die keine ,Transzendentalia‘ sind.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT <span style="color:#FF6000">„unvergleichlich“</span> ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚IST‘'' <span style="color:#00B000">(aus mir selbst)</span>«</span>, der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Unlogische und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel, für zwei ,wahre‘ <span style="color:#4C58FF">— W —</span> ,materiale Implikationen‘, in denen die Voraussetzung jeweils falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, ist, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, sequitur quotlibet, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, etiam verum, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, in einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, auch mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''GOTT ist nicht''<span style="color:#FF6000">«</span>. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' ''<span style="color:#FF6000">»</span>Es ist unmöglich, dass GOTT ist''<span style="color:#FF6000">«</span>. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, dessen ,Existenz‘ jedoch, aus dem ,Glauben‘, im Voraus, schon angenommen worden ist. Dieser Sachverhalt ist das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Das Möglichkeits-Korollar-1 muss jetzt immer, wie folgt, gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist <u>widerspruchfrei</u> möglich, dass GOTT ist''«</span>. Damit hat GÖDEL, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! KANT verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist, — wie KANT sagt —, kein ,reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. Jedoch in GOTT ist ,Sein‘ ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist ,real‘ die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns, — aus Liebe —, immer schon ,da‘ ist ''':''' in der ,Hypostatischen Union‘, sowohl als GOTT von Ewigkeit zu Ewigkeit, als auch als Mensch in unserer Zeitlichkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht —, sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein, indem er für den GOTT ANSELMS annimmt ''':''' GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert, <span style="color:#00B000">(was ANSELM nie gesagt hat)</span>. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. Thomas verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. Weder THOMAS, noch KANT, haben verstanden, worum es ANSELM mit der Aufstellung seines Theorems eigentlich ging. Die Existenz GOTTES wurde von ANSELM nie in Frage gestellt. Für ANSELM wäre es ,Unsinn‘, einen Beweis für die Existenz GOTTES verlangen zu wollen. Ihm ging es um die Frage, ob es logisch ,sinnvoll‘ ist, an GOTT zu glauben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logische Evidenz''«</span>, und damit auch für die ,Sinnhaftigkeit‘ des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, <span style="color:#00B000">(und auch des ägyptischen Pharaos ECHNATON und seiner Frau NOFRETETE)</span>, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein ,spekulierender‘ Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt'' ''':''' ''das ist ,wahr‘ wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist ein allgemein gültiges Faktum unserer Welt, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unsinnig ist, und daher, mit Recht, als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL, in seiner Bedeutung, in gewisser Weise, neben KOPERNIKUS, weil seine Kalkül-Ergebnisse, wie die Berechnungs-Ergebnisse dieses Pioniers der damaligen Zeitenwende, heute, in unserem Äon, ebenfalls mit eingefleischte Vorurteile aufräumen, ohne aber, dass GÖDEL für sich selbst, im Glauben, logisch konsequent gewesen wäre. <span style="color:#00B000">(Er ist sich der Tragweite und der Konsequenzen seiner <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> anscheinend nicht bewusst gewesen, wenn er sagt ''':''' Man sei heute noch <span style="color:#FF6000">»''weit davon entfernt, das theologische Weltbild wissenschaftlich begründen zu können''«</span>, nachdem sein Kalkül das <span style="color:#FF6000">„atheistische Weltbild“</span> fundamental ins Wanken gebracht und als irrationalen ,Unsinn‘ entlarvt hat. Sein Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) indirekt, dass das <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltbild''«</span>, im Beweisgang ,Widerlegung‘, aus dem Widerspruch des Gegenteils, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span>, offensichtlich doch, wissenschaftlich begründet werden kann)</span>.
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Kurt GÖDEL ist auch deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung dieses Beweises keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den Gott der Christen''«</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem ,regulär‘-möglichen Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie vorhin, im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es GOTT gibt''«</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist unmöglich, dass es GOTT gibt''«</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit der Möglichkeit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem ANSELMS geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig, schon immer existiert, und beweist, mit dem GÖDEL-Kalkül, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL abschließend sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden. Für den Erzbischof ANSELM war die Existenz GOTTES, überall und jederzeit, die ungefragte und für ihn die selbstverständlichste Voraussetzung aller seiner Bemühungen, in seinem Leben, und in seinem Beruf als christlicher Amtsträger, und auch als Theologe in den philosophischen Überlegungen über seinen Glauben. Mit diesen Überlegungen hat er, mit GÖDEL, bewiesen ''':''' Glaube ist nicht irrational, kein Sprung ins Unbekannte, sondern eine freie, vernünftige Entscheidung. Glaube ist rational und vertrauenswürdig.
Zusammengefasst heißt das Ergebnis dieser Bemühungen ANSELMS ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u> an GOTT glauben, weil der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unlogisch ist. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
Zum Abschluss, und für eine bessere Verständlichkeit dieser Studie, hat die KI, der ich diese Studie für die Erstellung eines Podcast übergeben habe, eine, — sogar für Kinder —, verständliche Metapher kreiert. Sie sagt, man stelle sich vor ''':''' Es sei irgendwo ein ,Schatz’ vergraben, und es gäbe auch eine ,Schatzkarte’ für diesen ,Schatz’. Kurt GÖDEL ist nun gekommen, und hat mit seinem Kalkül bewiesen, dass diese ,Schatzkarte’ korrekt ist und fehlerfrei. Ob aber jemand, mit Hilfe dieser ,Schatzkarte’ auf ,Schatzsuche’ gehen will oder nicht ''':''' das ist und bleibt jedem selbst überlassen, und ist immer eine freie, und ganz persönliche Entscheidung. Damit hat die KI erstaunlich treffend, sowohl die Bedeutung, als auch die reale Funktion des GOTT-Glaubens in der Lebens-Wirklichkeit unserer Welt und Zeit charakterisiert, in Übereinstimmung mit der Gleichniserzählung JESU vom ,Schatz im Acker’; <small><span style="color:#00B000">( vgl. {{Bibel | Matthäus-Evangelium |13|44|EU}} )</span></small>. Der ,Schatz’ ist die <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>Βασιλεία του Θεού</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,Basileía tou Theoú’</span>, d.h. das <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>, oder auch das <span style="color:#CC66FF">»''Himmelreich''«</span>. Die ,Schatzkarte’ ist der Glaube an GOTT. Die ,Schatzsuche’ ist der Weg des Glaubens in der Nachfolge JESU, der uns den Weg zeigt zum Ziel, zur Erfüllung aller unserer Sehnsüchte und Wünsche ''':''' die Teilhabe am <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>.
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;Fußnoten
<references />
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2026-09-22T07:23:44Z
Santiago
19191
/* Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ */
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wikitext
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[[Kategorie: Buch]]
{{Regal|ort=Philosophie}}
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==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">[ sonst wäre er sicher
nicht Erzbischof von Canterbury geworden ]</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">[ kosmologischen, teleologischen etc. ]</span> Gottesbeweis“</span> —, obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und das Theorem ANSELMS)</span>, auch nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, widerspruchfrei und daher wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, <span style="color:#FF6000">»''ohne jede Begrenzung gelten''«</span>; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den unbegrenzt Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheit und Begrenztheit, abgestuft, d.h. <span style="color:#FF6000">„analog"</span>, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare ,Bestimmungen‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> des Denkens und des Seins, die allen ,Seienden‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, mit ,modaler‘ Notwendigkeit, <span style="color:#4C58FF">— ‚□‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum unbegrenzt Unendlichen ihrer selbst, und <span style="color:#FF6000">»''dasjenige, was sie ausdrücken, drücken sie ohne jede Begrenzung aus''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>; und damit stehen sie ontologisch in einer <span style="color:#FF6000">„analogen"</span> ,Beziehung‘ zu GOTT, dem absolut Vollkommenen und unbegrenzt Unendlichen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. den scholastischen ,Merksatz‘ ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''□∀y'''‘ — </span> <span style="color:#FF6000">„wesentlich analog"</span> zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und als Wesenseigenschaften ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Die GÖDEL-Axiome und -Definitionen werden jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch"</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit ,Nicht-Transzendentalia‘, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘, belegt werden. <span style="color:#00B000">(Dieser ,Sachverhalt‘ wird von Kritikern des GÖDEL-Systems, — zu vorschnell —, verwendet, um ihre Behauptungen zu ,belegen‘, das GÖDEL-Kalkül und seine Konsequenzen seien ,falsch‘.)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> abgestuft, auf einen ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische, zusätzliche Unvollkommenheit, die sich generell in der notwendigen, und unausweichlichen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,prôton kinoûn akinêton‘</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,noêseôs noêsis‘ <small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem unbegrenzt Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die logische Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Logisch evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls in allen Beweisgängen ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die Transzendentalien, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, als Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass eine spezifische ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10:, 1. Hauptergebnis im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia oúsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">»''eine Abneigung gegen das Gebet hatte''«</span> und auch <span style="color:#FF6000">»''nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte''«</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, und mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist widerspruchsfrei möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT'' <span style="color:#00B000">['' <span style="color:#FF6000">»widerspruchsfrei«</span> '']</span> '',möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der annimmt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit wäre dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘. ]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>.
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome und Definitionen, wie GÖDEL sie konzipiert hat, bzw. ob die Theoreme und Korollare, die aus diesen Axiomen ,regulär’ (├ ) abgeleitet werden, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Formulierung und -Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief |11|6|LUT}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, ,bestimmt‘. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für GOTT'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, ''das Wesen'', <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, ''GOTTES'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>«</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe polytheïstisch, mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚ousía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia oúsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,oúsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist die unbegrenzte Summe der unendlichen Vollkommenheiten''«</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz''«</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn sowohl das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, als auch alle <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span> im Kalkül, für den Dreifaltigen GOTT der Christen stehen, was dann im Korollar-3, mit der Identität, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum selbst ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">| ,aídion kai ousía kai enérgeia oúsa‘ |</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span>»''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, ohne selbst ,entstanden‘ zu sein, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, immer schon ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, und damit ,erkannte‘, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' sowohl die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als auch das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.1)</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.2)</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist ohne zeitlichen Anfang, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Damit hat GÖDEL ein altes <span style="color:#4C58FF">„theologisches“</span> Theorem, philosophisch der Vergessenheit entrissen. Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage des MOSE ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘, im Dornbusch, thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>.
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ehe die Berge geboren wurden, ehe die Erde entstand und das Weltall erschaffen wurden, bist du, o GOTT, von Ewigkeit zu Ewigkeit''«</span>, <small>({{Bibel | Psalm |90|2|LUT}})</small>. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines zeitlos-ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''«</span>, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat; <span style="color:#00B000">( nachgestellt im Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem 586 v.Ch. durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, nach einem <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span>, dargestellt mit Term :09:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identität von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-ist-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird; jedoch nicht ohne uns. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS, die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span>, bzw. diese außergewöhnliche und einzigartige <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> von GOTT und Mensch, ist der wirkliche und historische Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt; vergegenwärtigt für jede Generation der Menschen in und durch die <span style="color:#4C58FF">„Kirche“</span> JESU CHRISTI.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ die <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Kalkül-Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃x'''‘ —</span>, von dem ein Christ sagen kann, dass es sowohl <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, immer schon ‚da’ war und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus, Korollar-3)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme für GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönenden‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Widerspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand, ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT im Theorem ANSELMS. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie KANTS ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die unbegrenzte Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört in GOTT zu den ,Transzendentalia’. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘, bzw. ,Denken‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS <span style="color:#FF6000">»</span>''in der Natur der Dinge'' <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> ''existiert''<span style="color:#FF6000">«</span>, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (d.h. mit dem Begriff ,GOTT‘, als der ,Größte‘, im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (der GOTT ANSELMS), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, widerspruchsfrei, logisch richtig, und damit sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>re</big></span>“</span>, die Natur)</span>, GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>natura rerum</big></span>“</span>)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> perspektivisch in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(Natur)</span>, GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. hier im Kontext ''':''' die exklusive Einheit von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS; von Vater, Sohn und Geist im <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>; die Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und die unbegrenzte Summeneinheit und Koinzidenz der unendlichen Transzendentalien in GOTT, ist, — mit HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. ——— Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den, an sich, notwendigen, ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, als ,Wesenseigenschaften‘ koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Definition-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>, und auf die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span> der Naturen von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS,
bzw. auch auf den inneren Zusammenhang der drei Buch-Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül, mit Hilfe von logischen Meta-Terme, adaptiert. Zusätzliche, notwendige Regeln und Gesetze werden dann ,benannt‘, wenn sie in der Kalkül-Durchführung auftreten.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{„aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{„X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{„X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{Freie-Um-Benennung der Individuum-Variable x in y } \\
\text{ ,modal‘-frei gewählte Kalkül-Prämisse ::} {\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{„Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}}\text{ ::} & \text{All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann} & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}}\text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder} & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im} & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion F} & \text{folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang; <span style="color:#00B000">(im ersten Beweisgang gibt es keine Definition)</span>. Wobei diese Definitionen auch nur dann <span style="color:#FF6000">„wahr und widerspruchsfrei”</span> sind, wenn ihre Eigenschafts-Variablen ausschließlich mit ,Transzendentalien‘ belegt werden. Andernfalls sind sie sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch”</span>. Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">»''das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig''«</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>''«</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist wesentlich göttlich''«</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für den GOTT der Christen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> ''das Wesen dieses GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>«</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Warum es in der modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, im GÖDEL-System, ,Definitionen‘ gibt, erklärt GÖDEL formal-syntaktisch ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Definitionen dienen ja nur der kürzeren Schreibwelse und sind daher prinzipiell überflüssig.''«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 6 in seinem Hauptwerk ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Über formal unentscheidbare Sätze der Principia Mathematica und verwandter Systeme I</big></span>''‘.)</span> Für die <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Interpretation und Hermeneutik seines Kalküls, sind die ,Definitionen‘ im GÖDEL-System jedoch wesentlich, und letztlich entscheidend. Erst dadurch wird sein Axiomensystem zur <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie”</span>. GÖDEL gibt selbst den hermeneutischen Hinweis dazu, wenn er über den höherstufigen Eigenschaftsbegriff <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> sagt, der nur ,indirekt‘ definiert wird, jedoch mit seinem gesamten Axiomensystem ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne, (unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span> Die Deutung dieses ,höherstufigen‘ Begriffs als ein anderes Wort für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> ergibt sich aus der <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Evaluierung, d.h. der Einordnung des GÖDEL-Systems in die ,laufende‘ <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span>, seit Menschen, sich über den Sinn der Welt und unseres Lebens in ihr, Gedanken machen. GOTT, der ,transzendent‘, — unabhängig —, zur Welt ist, ist Thema im Theorem ANSELMS, um das es ja im GÖDEL-Kalkül geht. Eine <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Hermeneutik des GÖDEL-Systems ist daher legitim, die, als ein Bemühen um ein überzeugendes Verstehen, aus dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Vorwissen vieler Generationen schöpft. Dieses ,Vorwissen‘ ist ,vorgängig‘ zum GÖDEL-System, und hat daher, — ,sachlich‘, und nicht nur ,zeitlich‘, — Priorität zum syntaktischen System GÖDELS; und ist damit legitim auch Interpretations-Vorgabe.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL, im 20. Jahrhundert, ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, <span style="color:#00B000">(speziell ,zugeschnitten‘ auf seinen ,ontologischen‘ Beweis)</span>, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, im 21. Jahrhundert, ist die kongeniale und logische Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze, mit Meta-Terme, dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme und Korollare, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, <span style="color:#00B000">[ in eckigen Klammern ]</span>, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ''„Benennungen“'')</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">'''AE:'''</span> Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang. Theoreme und Korollare sind ,modal‘ gleichwertig.
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponendo ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] } \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv denkbar“} & \ & \text{„Es ist widerspruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der GÖDEL-Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen GÖDEL-Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich damit sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> in unserer Welt gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der, nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> möglich und formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Term :27: ,besagt‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv, d.h. ohne Widerspruch möglich, dass es positive Eigenschaften gibt''«</span>; denn die Behauptung, <span style="color:#00B000">(Prämisse :02:)</span>, es sei nicht möglich, dass es positive Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(,Transzendentalia‘)</span>, in unserer Welt gibt, führt zu einem Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>, und ist daher falsch und ,unlogisch’. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften in der Welt'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''und damit auch die, die in GOTT sind''«</span>. <span style="color:#00B000">(Der 2. Beweisgang bestätigt, dass es in GOTT tatsächlich positive Eigenschaften gibt.)</span> Die ,Gleichwertigkeit‘ aller Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(ihre ,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei und sinnvoll, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, d.i. die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren, Individuum-Variablen. Dieses Term-Element ,gilt‘, mit Notwendigkeit allgemein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, jedoch nur für positive Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, und wird sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, Eigenschaften eingesetzt werden, die, — von Natur aus —, weder positiv noch negativ sind, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen, für beliebige positive Eigenschaften, ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der positiven Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung beliebiger positiver Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, bzw. ,Transzendentalia‘, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine, von zwei Eigenschafts-Variablen, durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer positiven Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘, positiven Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten, positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind. Mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, wird formal die <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> aller ,Transzententalia‘ in der Welt, und auch der ,Zusammenfall‘ aller Gegensätze in GOTT, abgebildet.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. <span style="color:#00B000">(In der mystischen Tradition, in der ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Legenda Maior‘</big></span>'' 92, über das Leben der Heiligen KATHARINA von Siena, Mystikerin und Lehrerin der Kirche, sagt GOTT-VATER zur KATHARINA ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weißt du, Meine Tochter, wer du bist und wer Ich bin'' '''?''' ''Du bist die, die nicht ist'', <span style="color:#00B000">[ aus dir selbst ]</span>, ''Ich aber bin derjenige, der IST'', <span style="color:#00B000">[ aus mir selbst ]</span>.«</span> Das ist eine wichtige, deutende Ergänzung, und die authentische <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation dieser Exodus Text-Stelle. Das ist der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichbarkeit“</span> GOTTES.)</span>
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Möglichkeits-Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Das Möglichkeits-Korollar-1 behält jedoch die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist damit nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
Das Modale-Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx, <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>, in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''gilt, und daraus logisch folgt, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''auch die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''gilt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar'' ''':''' ''es ist wahr, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''aus der Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''logisch folgt''«</span>. Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span> in Zeile 11 und Zeile 18 steht formal-syndaktisch, allgemein nur für ,Transzendentalia‘, und ist für alle ,Nicht-Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>. Dasselbe gilt auch für <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist sein Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist dann unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als ,modal‘ freigewählte Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es in GOTT auch so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften''«</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt''«</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘ und wahr, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis. Beide Aussagen im Term :23: interpretieren sich gegenseitig.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''alle Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der deswegen GOTT ist, weil er alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für ,GOTT‘. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Der GOTT der Christen'' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> '',existiert‘ für uns ,notwendig‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im-, und durch den 2. Beweisgang, im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen, bzw. verifiziert.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘, d.h. der Agnostizismus ist einfach nur ein ,logischer Irrtum‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Das Modale-Prinzip <span style="color:#4C58FF">['''RM''']</span> in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn es wahr ist, dass aus'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> ''ein'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> ''logisch folgt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar, dass, wenn'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist, auch'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist''«</span>. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> in Term :18: ist als ,modal notwendig‘ durch den Term :15: verifiziert '''!''' )</span>
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und eine <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupte Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens] :: [A → B, A├ B]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu verifizierten ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über den <span style="color:#4C58FF">[ Modus Barbara ] :: [ A → B, B → C ├ A → C ] </span>, mit dem modalen Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, als <span style="color:#4C58FF">‚B → C‘</span> im kategorischen Syllogismus, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘, nach ANSELM, die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte, auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen, d.h. transzendentalen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. als logisch annehmbar, verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. logisch annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> und ,logisch‘ annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL ,postulierte‘, und im Basis-Theorem-2 verifizierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Die GÖDEL-Erklärung zum Axiom-4 entspricht der Modal-Regel zur sog. ,Nezessisierung‘ in der KRIPKE-Logik nach GÖDEL. <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ] '''::''' [ ├ A →├ □ A ]</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Angenommen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''ist in einem Kalkül eine Prämisse, oder darin regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span> ''abgeleitet, dann folgt in diesem Kalkül regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span>, ''dass dieses'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''auch ,modal‘ notwendig'' <span style="color:#4C58FF">— ,□‘ —</span> ''ist''«</span>. GÖDEL hat jedoch diese modale Notwendigkeit nur in der ,Natur‘ der positiven Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, gesehen, und mit den Aussagen im Axiom-4 expliziert ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt, nur dann sind die Axiome wahr''«</span>. Ob dieselbe modale ,Notwendigkeit‘ auch auf Aussagen über Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘, die weder positiv noch negativ sind, zutrifft, ist nicht erwiesen. Hier kann nur von modaler ,Kontingenz‘ gesprochen werden, die universal, alles Seiende innerhalb der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> betrifft. Somit sind die Aussagen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''A'''‘ —</span> in der GÖDEL-Regel, nur auf Aussagen über ,positive‘ Eigenschaften eingeschränkt, und nicht allgemein gültig. Die <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ]</span> ist nur für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“ „modal wahr“</span>, und für ,Nicht-Transzendentalia‘ immer <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>.
Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ und ,Zuschreibungen‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Dieses Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigartigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ diese Theoreme damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Die Definition-2 ist nur dann <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit positive Eigenschaften, d.h. mit <span style="color:#FF6000">„Transzendentalien“</span>, besetzt werden. Diese Definition ist jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn ihre Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem ,Einen‘, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen aller Gegensätze in Einem‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, den schon der Philosoph und Kardinal NIKOLAUS von Kues als <span style="font-family: Times;"><big>,coincidentia oppositorum‘</big></span> verstanden hat.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt''«</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">»''Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES''«</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT''«</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ und unsinnig ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘, d.h. Term :10: ist der Ausdruck einer ,Glaubensüberzeugung‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang. Dem geht folgende Beobachtung voraus ''':''' Der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, hat in seiner syntaktischen Stellung hier, im Theorem-3, nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist damit, in seiner Position als Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, auch nicht mehr davon syntaktisch abhängig, sondern stützt sich formal-syntaktisch nur auf die behauptete Möglichkeit GOTTES; daher muss diese ,angenommene‘ Möglichkeit noch bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘, der diesen Zusammenhang, und seinen Mangel, erkannt hat ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen'' <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Entscheidend dafür ist der mathematisch-logische Beweis GÖDELS, dass der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften, bzw. ,Transzendentalia‘.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Glaubensprämisse ''':''' Term :01:. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Weil es <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> ist, dass die Transzendentalien, bzw. die Vollkommenheiten ontologisch, — dem Sein nach —‚ alle <span style="color:#00B000">(zueinander)</span> widerspruchsfrei, und alle <span style="color:#00B000">(miteinander)</span> gleichwertig sind, ist es auch <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, dass es möglich ist, dass GOTT, — dem Sein nach —‚ da ist, <span style="color:#00B000">(d.h. existiert)</span>, der die unbegrenzte Summe aller ultimativen Transzendentalia, bzw. der unendlichen Vollkommenheiten allen Grades ist, wie es der ,christliche Glaube‘ des Erzbischofs ANSELM und seiner Anvertrauten ,annimmt‘.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist notwendig falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A, A→B ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' <span style="color:#00B000">( Dieser Beweisgang ist praktisch identisch mit dem 1. Beweisgang, jedoch gestrafft und präzisiert nach G.J.WIRSCHING. Diese Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens beginnt sofort mit dem Korollar-1 <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> aus dem 1. Beweisgang, als in Frage gestelltes ,Theorem‘, und beweist, ohne das Axiom-3 <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, und ohne die GÖDEL-Prämisse <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span>, in einem Zwischenergebnis, die innere Widersprüchlichkeit und damit auch die Unhaltbarkeit der atheistischen Glaubens-Annahme, aus rein logischen ,Gründen‘, bzw. Axiomen. )</span>
Dieser Beweisgang geht von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, als Glaubens-Annahme, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden muss. Denn mit der Behauptung der Existenz GOTTES allein ist es nicht getan. Es muss auch seine ,Möglichkeit‘, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT bewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür die Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. die Transzendentalien)</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(was im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, auch GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; das dann im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz von ,Transzendentalien‘ in der Welt, ist ein, mit Beispielen belegbares, allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert. Das Axiom-2 wird jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn seine Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind, die keine ,Transzendentalia‘ sind.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT <span style="color:#FF6000">„unvergleichlich“</span> ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚IST‘'' <span style="color:#00B000">(aus mir selbst)</span>«</span>, der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Unlogische und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel, für zwei ,wahre‘ <span style="color:#4C58FF">— W —</span> ,materiale Implikationen‘, in denen die Voraussetzung jeweils falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, ist, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, sequitur quotlibet, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, etiam verum, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, in einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, auch mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''GOTT ist nicht''<span style="color:#FF6000">«</span>. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' ''<span style="color:#FF6000">»</span>Es ist unmöglich, dass GOTT ist''<span style="color:#FF6000">«</span>. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, dessen ,Existenz‘ jedoch, aus dem ,Glauben‘, im Voraus, schon angenommen worden ist. Dieser Sachverhalt ist das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Das Möglichkeits-Korollar-1 muss jetzt immer, wie folgt, gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist <u>widerspruchfrei</u> möglich, dass GOTT ist''«</span>. Damit hat GÖDEL, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! KANT verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist, — wie KANT sagt —, kein ,reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. Jedoch in GOTT ist ,Sein‘ ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist ,real‘ die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns, — aus Liebe —, immer schon ,da‘ ist ''':''' in der ,Hypostatischen Union‘, sowohl als GOTT von Ewigkeit zu Ewigkeit, als auch als Mensch in unserer Zeitlichkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht —, sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein, indem er für den GOTT ANSELMS annimmt ''':''' GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert, <span style="color:#00B000">(was ANSELM nie gesagt hat)</span>. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. Thomas verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. Weder THOMAS, noch KANT, haben verstanden, worum es ANSELM mit der Aufstellung seines Theorems eigentlich ging. Die Existenz GOTTES wurde von ANSELM nie in Frage gestellt. Für ANSELM wäre es ,Unsinn‘, einen Beweis für die Existenz GOTTES verlangen zu wollen. Ihm ging es um die Frage, ob es logisch ,sinnvoll‘ ist, an GOTT zu glauben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logische Evidenz''«</span>, und damit auch für die ,Sinnhaftigkeit‘ des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, <span style="color:#00B000">(und auch des ägyptischen Pharaos ECHNATON und seiner Frau NOFRETETE)</span>, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein ,spekulierender‘ Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt'' ''':''' ''das ist ,wahr‘ wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist ein allgemein gültiges Faktum unserer Welt, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unsinnig ist, und daher, mit Recht, als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL, in seiner Bedeutung, in gewisser Weise, neben KOPERNIKUS, weil seine Kalkül-Ergebnisse, wie die Berechnungs-Ergebnisse dieses Pioniers der damaligen Zeitenwende, heute, in unserem Äon, ebenfalls mit eingefleischte Vorurteile aufräumen, ohne aber, dass GÖDEL für sich selbst, im Glauben, logisch konsequent gewesen wäre. <span style="color:#00B000">(Er ist sich der Tragweite und der Konsequenzen seiner <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> anscheinend nicht bewusst gewesen, wenn er sagt ''':''' Man sei heute noch <span style="color:#FF6000">»''weit davon entfernt, das theologische Weltbild wissenschaftlich begründen zu können''«</span>, nachdem sein Kalkül das <span style="color:#FF6000">„atheistische Weltbild“</span> fundamental ins Wanken gebracht und als irrationalen ,Unsinn‘ entlarvt hat. Sein Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) indirekt, dass das <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltbild''«</span>, im Beweisgang ,Widerlegung‘, aus dem Widerspruch des Gegenteils, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span>, offensichtlich doch, wissenschaftlich begründet werden kann)</span>.
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Kurt GÖDEL ist auch deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung dieses Beweises keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den Gott der Christen''«</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem ,regulär‘-möglichen Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie vorhin, im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es GOTT gibt''«</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist unmöglich, dass es GOTT gibt''«</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit der Möglichkeit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem ANSELMS geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig, schon immer existiert, und beweist, mit dem GÖDEL-Kalkül, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL abschließend sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden. Für den Erzbischof ANSELM war die Existenz GOTTES, überall und jederzeit, die ungefragte und für ihn die selbstverständlichste Voraussetzung aller seiner Bemühungen, in seinem Leben, und in seinem Beruf als christlicher Amtsträger, und auch als Theologe in den philosophischen Überlegungen über seinen Glauben. Mit diesen Überlegungen hat er, mit GÖDEL, bewiesen ''':''' Glaube ist nicht irrational, kein Sprung ins Unbekannte, sondern eine freie, vernünftige Entscheidung. Glaube ist rational und vertrauenswürdig.
Zusammengefasst heißt das Ergebnis dieser Bemühungen ANSELMS ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u> an GOTT glauben, weil der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unlogisch ist. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
Zum Abschluss, und für eine bessere Verständlichkeit dieser Studie, hat die KI, der ich diese Studie für die Erstellung eines Podcast übergeben habe, eine, — sogar für Kinder —, verständliche Metapher kreiert. Sie sagt, man stelle sich vor ''':''' Es sei irgendwo ein ,Schatz’ vergraben, und es gäbe auch eine ,Schatzkarte’ für diesen ,Schatz’. Kurt GÖDEL ist nun gekommen, und hat mit seinem Kalkül bewiesen, dass diese ,Schatzkarte’ korrekt ist und fehlerfrei. Ob aber jemand, mit Hilfe dieser ,Schatzkarte’ auf ,Schatzsuche’ gehen will oder nicht ''':''' das ist und bleibt jedem selbst überlassen, und ist immer eine freie, und ganz persönliche Entscheidung. Damit hat die KI erstaunlich treffend, sowohl die Bedeutung, als auch die reale Funktion des GOTT-Glaubens in der Lebens-Wirklichkeit unserer Welt und Zeit charakterisiert, in Übereinstimmung mit der Gleichniserzählung JESU vom ,Schatz im Acker’; <small><span style="color:#00B000">( vgl. {{Bibel | Matthäus-Evangelium |13|44|EU}} )</span></small>. Der ,Schatz’ ist die <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>Βασιλεία του Θεού</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,Basileía tou Theoú’</span>, d.h. das <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>, oder auch das <span style="color:#CC66FF">»''Himmelreich''«</span>. Die ,Schatzkarte’ ist der Glaube an GOTT. Die ,Schatzsuche’ ist der Weg des Glaubens in der Nachfolge JESU, der uns den Weg zeigt zum Ziel, zur Erfüllung aller unserer Sehnsüchte und Wünsche ''':''' die Teilhabe am <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>.
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;Fußnoten
<references />
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Santiago
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wikitext
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[[Kategorie: Buch]]
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==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">[ sonst wäre er sicher
nicht Erzbischof von Canterbury geworden ]</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">[ kosmologischen, teleologischen etc. ]</span> Gottesbeweis“</span> —, obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und das Theorem ANSELMS)</span>, auch nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, widerspruchfrei und daher wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, <span style="color:#FF6000">»''ohne jede Begrenzung gelten''«</span>; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den unbegrenzt Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheit und Begrenztheit, abgestuft, d.h. <span style="color:#FF6000">„analog"</span>, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare ,Bestimmungen‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> des Denkens und des Seins, die allen ,Seienden‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, mit ,modaler‘ Notwendigkeit, <span style="color:#4C58FF">— ‚□‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum unbegrenzt Unendlichen ihrer selbst, und <span style="color:#FF6000">»''dasjenige, was sie ausdrücken, drücken sie ohne jede Begrenzung aus''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>; und damit stehen sie ontologisch in einer <span style="color:#FF6000">„analogen"</span> ,Beziehung‘ zu GOTT, dem absolut Vollkommenen und unbegrenzt Unendlichen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. den scholastischen ,Merksatz‘ ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''□∀y'''‘ — </span> <span style="color:#FF6000">„wesentlich analog"</span> zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und als Wesenseigenschaften ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Die GÖDEL-Axiome und -Definitionen werden jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch"</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit ,Nicht-Transzendentalia‘, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘, belegt werden. <span style="color:#00B000">(Dieser ,Sachverhalt‘ wird von Kritikern des GÖDEL-Systems, — zu vorschnell —, verwendet, um ihre Behauptungen zu ,belegen‘, das GÖDEL-Kalkül und seine Konsequenzen seien ,falsch‘.)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> abgestuft, auf einen ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische, zusätzliche Unvollkommenheit, die sich generell in der notwendigen, und unausweichlichen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,prôton kinoûn akinêton‘</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,noêseôs noêsis‘ <small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem unbegrenzt Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die logische Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Logisch evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls in allen Beweisgängen ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die Transzendentalien, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, als Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass eine spezifische ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10:, 1. Hauptergebnis im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia oúsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">»''eine Abneigung gegen das Gebet hatte''«</span> und auch <span style="color:#FF6000">»''nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte''«</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, und mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist widerspruchsfrei möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT'' <span style="color:#00B000">['' <span style="color:#FF6000">»widerspruchsfrei«</span> '']</span> '',möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der annimmt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit wäre dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘. ]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>.
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome und Definitionen, wie GÖDEL sie konzipiert hat, bzw. ob die Theoreme und Korollare, die aus diesen Axiomen ,regulär’ (├ ) abgeleitet werden, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Formulierung und -Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief |11|6|LUT}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, ,bestimmt‘. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für GOTT'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, ''das Wesen'', <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, ''GOTTES'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>«</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe polytheïstisch, mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚ousía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia oúsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,oúsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist die unbegrenzte Summe der unendlichen Vollkommenheiten''«</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz''«</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn sowohl das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, als auch alle <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span> im Kalkül, für den Dreifaltigen GOTT der Christen stehen, was dann im Korollar-3, mit der Identität, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum selbst ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">| ,aídion kai ousía kai enérgeia oúsa‘ |</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span>»''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, ohne selbst ,entstanden‘ zu sein, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, immer schon ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, und damit ,erkannte‘, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' sowohl die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als auch das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.1)</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.2)</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist ohne zeitlichen Anfang, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Damit hat GÖDEL ein altes <span style="color:#4C58FF">„theologisches“</span> Theorem, philosophisch der Vergessenheit entrissen. Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage des MOSE ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘, im Dornbusch, thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>.
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ehe die Berge geboren wurden, ehe die Erde entstand und das Weltall erschaffen wurden, bist du, o GOTT, von Ewigkeit zu Ewigkeit''«</span>, <small>({{Bibel | Psalm |90|2|LUT}})</small>. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines zeitlos-ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''«</span>, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat; <span style="color:#00B000">( nachgestellt im Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem 586 v.Ch. durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, nach einem <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span>, dargestellt mit Term :09:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identität von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-ist-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird; jedoch nicht ohne uns. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS, die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span>, bzw. diese außergewöhnliche und einzigartige <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> von GOTT und Mensch, ist der wirkliche und historische Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt; vergegenwärtigt für jede Generation der Menschen in und durch die <span style="color:#4C58FF">„Kirche“</span> JESU CHRISTI.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ die <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Kalkül-Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃x'''‘ —</span>, von dem ein Christ sagen kann, dass es sowohl <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, immer schon ‚da’ war und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus, Korollar-3)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme für GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönenden‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Widerspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand, ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT im Theorem ANSELMS. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie KANTS ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die unbegrenzte Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört in GOTT zu den ,Transzendentalia’. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘, bzw. ,Denken‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS <span style="color:#FF6000">»</span>''in der Natur der Dinge'' <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> ''existiert''<span style="color:#FF6000">«</span>, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (d.h. mit dem Begriff ,GOTT‘, als der ,Größte‘, im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (der GOTT ANSELMS), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, widerspruchsfrei, logisch richtig, und damit sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>re</big></span>“</span>, die Natur)</span>, GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>natura rerum</big></span>“</span>)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> perspektivisch in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(Natur)</span>, GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. hier im Kontext ''':''' die exklusive Einheit von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS; von Vater, Sohn und Geist im <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>; die Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und die unbegrenzte Summeneinheit und Koinzidenz der unendlichen Transzendentalien in GOTT, ist, — mit HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. ——— Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den, an sich, notwendigen, ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, als ,Wesenseigenschaften‘ koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Definition-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>, und auf die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span> der Naturen von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS,
bzw. auch auf den inneren Zusammenhang der drei Buch-Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül, mit Hilfe von logischen Meta-Terme, adaptiert. Zusätzliche, notwendige Regeln und Gesetze werden dann ,benannt‘, wenn sie in der Kalkül-Durchführung auftreten.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{„aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{„X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{„X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{Freie-Um-Benennung der Individuum-Variable x in y } \\
\text{ ,modal‘-frei gewählte Kalkül-Prämisse ::} {\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{„Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}}\text{ ::} & \text{All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann} & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}}\text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder} & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im} & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion F} & \text{folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang; <span style="color:#00B000">(im ersten Beweisgang gibt es keine Definition)</span>. Wobei diese Definitionen auch nur dann <span style="color:#FF6000">„wahr und widerspruchsfrei”</span> sind, wenn ihre Eigenschafts-Variablen ausschließlich mit ,Transzendentalien‘ belegt werden. Andernfalls sind sie sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch”</span>. Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">»''das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig''«</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>''«</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist wesentlich göttlich''«</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für den GOTT der Christen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> ''das Wesen dieses GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>«</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Warum es in der modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, im GÖDEL-System, ,Definitionen‘ gibt, erklärt GÖDEL formal-syntaktisch ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Definitionen dienen ja nur der kürzeren Schreibwelse und sind daher prinzipiell überflüssig.''«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 6 in seinem Hauptwerk ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Über formal unentscheidbare Sätze der Principia Mathematica und verwandter Systeme I</big></span>''‘.)</span> Für die <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Interpretation und Hermeneutik seines Kalküls, sind die ,Definitionen‘ im GÖDEL-System jedoch wesentlich, und letztlich entscheidend. Erst dadurch wird sein Axiomensystem zur <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie”</span>. GÖDEL gibt selbst den hermeneutischen Hinweis dazu, wenn er über den höherstufigen Eigenschaftsbegriff <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> sagt, der nur ,indirekt‘ definiert wird, jedoch mit seinem gesamten Axiomensystem ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne, (unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span> Die Deutung dieses ,höherstufigen‘ Begriffs als ein anderes Wort für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> ergibt sich aus der <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Evaluierung, d.h. der Einordnung des GÖDEL-Systems in die ,laufende‘ <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span>, seit Menschen, sich über den Sinn der Welt und unseres Lebens in ihr, Gedanken machen. GOTT, der ,transzendent‘, — unabhängig —, zur Welt ist, ist Thema im Theorem ANSELMS, um das es ja im GÖDEL-Kalkül geht. Eine <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Hermeneutik des GÖDEL-Systems ist daher legitim, die, als ein Bemühen um ein überzeugendes Verstehen, aus dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Vorwissen vieler Generationen schöpft. Dieses ,Vorwissen‘ ist ,vorgängig‘ zum GÖDEL-System, und hat daher, — ,sachlich‘, und nicht nur ,zeitlich‘, — Priorität zum syntaktischen System GÖDELS; und ist damit legitim auch Interpretations-Vorgabe.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL, im 20. Jahrhundert, ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, <span style="color:#00B000">(speziell ,zugeschnitten‘ auf seinen ,ontologischen‘ Beweis)</span>, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, im 21. Jahrhundert, ist die kongeniale und logische Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze, mit Meta-Terme, dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme und Korollare, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, <span style="color:#00B000">[ in eckigen Klammern ]</span>, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ''„Benennungen“'')</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">'''AE:'''</span> Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang. Theoreme und Korollare sind ,modal‘ gleichwertig.
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponendo ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] } \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv denkbar“} & \ & \text{„Es ist widerspruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der GÖDEL-Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen GÖDEL-Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich damit sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> in unserer Welt gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der, nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> möglich und formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Term :27: ,besagt‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv, d.h. ohne Widerspruch möglich, dass es positive Eigenschaften gibt''«</span>; denn die Behauptung, <span style="color:#00B000">(Prämisse :02:)</span>, es sei nicht möglich, dass es positive Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(,Transzendentalia‘)</span>, in unserer Welt gibt, führt zu einem Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>, und ist daher falsch und ,unlogisch’. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften in der Welt'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''und damit auch die, die in GOTT sind''«</span>. <span style="color:#00B000">(Der 2. Beweisgang bestätigt, dass es in GOTT tatsächlich positive Eigenschaften gibt.)</span> Die ,Gleichwertigkeit‘ aller Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(ihre ,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei und sinnvoll, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, d.i. die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren, Individuum-Variablen. Dieses Term-Element ,gilt‘, mit Notwendigkeit allgemein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, jedoch nur für positive Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, und wird sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, Eigenschaften eingesetzt werden, die, — von Natur aus —, weder positiv noch negativ sind, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen, für beliebige positive Eigenschaften, ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der positiven Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung beliebiger positiver Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, bzw. ,Transzendentalia‘, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine, von zwei Eigenschafts-Variablen, durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer positiven Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘, positiven Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten, positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind. Mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, wird formal die <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> aller ,Transzententalia‘ in der Welt, und auch der ,Zusammenfall‘ aller Gegensätze in GOTT, abgebildet.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. <span style="color:#00B000">(In der mystischen Tradition, in der ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Legenda Maior‘</big></span>'' 92, über das Leben der Heiligen KATHARINA von Siena, Mystikerin und Lehrerin der Kirche, sagt GOTT-VATER zur KATHARINA ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weißt du, Meine Tochter, wer du bist und wer Ich bin'' '''?''' ''Du bist die, die nicht ist'', <span style="color:#00B000">[ aus dir selbst ]</span>, ''Ich aber bin derjenige, der IST'', <span style="color:#00B000">[ aus mir selbst ]</span>.«</span> Das ist eine wichtige, deutende Ergänzung, und die authentische <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation dieser Exodus Text-Stelle. Das ist der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichbarkeit“</span> GOTTES.)</span>
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Möglichkeits-Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Das Möglichkeits-Korollar-1 behält jedoch die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist damit nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
Das Modale-Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx, <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>, in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''gilt, und daraus logisch folgt, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''auch die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''gilt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar'' ''':''' ''es ist wahr, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''aus der Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''logisch folgt''«</span>. Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span> in Zeile 11 und Zeile 18 steht formal-syndaktisch, allgemein nur für ,Transzendentalia‘, und ist für alle ,Nicht-Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>. Dasselbe gilt auch für <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist sein Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist dann unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als ,modal‘ freigewählte Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es in GOTT auch so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften''«</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt''«</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘ und wahr, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis. Beide Aussagen im Term :23: interpretieren sich gegenseitig.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''alle Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der deswegen GOTT ist, weil er alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für ,GOTT‘. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Der GOTT der Christen'' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> '',existiert‘ für uns ,notwendig‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im-, und durch den 2. Beweisgang, im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen, bzw. verifiziert.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘, d.h. der Agnostizismus ist einfach nur ein ,logischer Irrtum‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Das Modale-Prinzip <span style="color:#4C58FF">['''RM''']</span> in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn es wahr ist, dass aus'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> ''ein'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> ''logisch folgt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar, dass, wenn'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist, auch'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist''«</span>. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> in Term :18: ist als ,modal notwendig‘ durch den Term :15: verifiziert '''!''' )</span>
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und eine <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupte Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens] :: [A → B, A├ B]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu verifizierten ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über den <span style="color:#4C58FF">[ Modus Barbara ] :: [ A → B, B → C ├ A → C ] </span>, mit dem modalen Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, als <span style="color:#4C58FF">‚B → C‘</span> im kategorischen Syllogismus, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘, nach ANSELM, die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte, auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen, d.h. transzendentalen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. als logisch annehmbar, verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. logisch annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> und ,logisch‘ annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL ,postulierte‘, und im Basis-Theorem-2 verifizierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Die GÖDEL-Erklärung zum Axiom-4 entspricht der Modal-Regel zur sog. ,Nezessisierung‘ in der KRIPKE-Logik nach GÖDEL. <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ] '''::''' [ ├ A →├ □ A ]</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Angenommen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''ist in einem Kalkül eine Prämisse, oder darin regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span> ''abgeleitet, dann folgt in diesem Kalkül regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span>, ''dass dieses'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''auch ,modal‘ notwendig'' <span style="color:#4C58FF">— ,□‘ —</span> ''ist''«</span>. GÖDEL hat jedoch diese modale Notwendigkeit nur in der ,Natur‘ der positiven Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, gesehen, und mit den Aussagen im Axiom-4 expliziert ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt, nur dann sind die Axiome wahr''«</span>. Ob dieselbe modale ,Notwendigkeit‘ auch auf Aussagen über Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘, die weder positiv noch negativ sind, zutrifft, ist nicht erwiesen. Hier kann nur von modaler ,Kontingenz‘ gesprochen werden, die universal, alles Seiende innerhalb der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> betrifft. Somit sind die Aussagen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''A'''‘ —</span> in der GÖDEL-Regel, nur auf Aussagen über ,positive‘ Eigenschaften eingeschränkt, und nicht allgemein gültig. Die <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ]</span> ist nur für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“ „modal wahr“</span>, und für ,Nicht-Transzendentalia‘ immer <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>.
Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ und ,Zuschreibungen‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Dieses Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigartigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ diese Theoreme damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Die Definition-2 ist nur dann <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit positive Eigenschaften, d.h. mit <span style="color:#FF6000">„Transzendentalien“</span>, besetzt werden. Diese Definition ist jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn ihre Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem ,Einen‘, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen aller Gegensätze in Einem‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, den schon der Philosoph und Kardinal NIKOLAUS von Kues als <span style="font-family: Times;"><big>,coincidentia oppositorum‘</big></span> verstanden hat.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt''«</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">»''Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES''«</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT''«</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ und unsinnig ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘, d.h. Term :10: ist der Ausdruck einer ,Glaubensüberzeugung‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang. Dem geht folgende Beobachtung voraus ''':''' Der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, hat in seiner syntaktischen Stellung hier, im Theorem-3, nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist damit, in seiner Position als Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, auch nicht mehr davon syntaktisch abhängig, sondern stützt sich formal-syntaktisch nur auf die behauptete Möglichkeit GOTTES; daher muss diese ,angenommene‘ Möglichkeit noch bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘, der diesen Zusammenhang, und seinen Mangel, erkannt hat ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen'' <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Entscheidend dafür ist der mathematisch-logische Beweis GÖDELS, dass der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften, bzw. ,Transzendentalia‘.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Glaubensprämisse ''':''' Term :01:. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Weil es <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> ist, dass die Transzendentalien, bzw. die Vollkommenheiten ontologisch, — dem Sein nach —‚ alle <span style="color:#00B000">(zueinander)</span> widerspruchsfrei, und alle <span style="color:#00B000">(miteinander)</span> gleichwertig sind, ist es auch <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, dass es möglich ist, dass GOTT, — dem Sein nach —‚ da ist, <span style="color:#00B000">(d.h. existiert)</span>, der die unbegrenzte Summe aller ultimativen Transzendentalia, bzw. der unendlichen Vollkommenheiten allen Grades ist, wie es der ,christliche Glaube‘ des Erzbischofs ANSELM und seiner Anvertrauten ,annimmt‘.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist notwendig falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A, A→B ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' <span style="color:#00B000">( Dieser Beweisgang ist praktisch identisch mit dem 1. Beweisgang, jedoch gestrafft und präzisiert nach G.J.WIRSCHING. Diese Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens beginnt sofort mit dem Korollar-1 <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> aus dem 1. Beweisgang, als in Frage gestelltes ,Theorem‘, und beweist, ohne das Axiom-3 <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, und ohne die GÖDEL-Prämisse <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span>, in einem Zwischenergebnis, die innere Widersprüchlichkeit und damit auch die Unhaltbarkeit der atheistischen Glaubens-Annahme, aus rein logischen ,Gründen‘, bzw. Axiomen. )</span>
Dieser Beweisgang geht von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, als Glaubens-Annahme, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden muss. Denn mit der Behauptung der Existenz GOTTES allein ist es nicht getan. Es muss auch seine ,Möglichkeit‘, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT bewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür die Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. die Transzendentalien)</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(was im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, auch GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; das dann im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz von ,Transzendentalien‘ in der Welt, ist ein, mit Beispielen belegbares, allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert. Das Axiom-2 wird jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn seine Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind, die keine ,Transzendentalia‘ sind.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT <span style="color:#FF6000">„unvergleichlich“</span> ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚IST‘'' <span style="color:#00B000">(aus mir selbst)</span>«</span>, der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Unlogische und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel, für zwei ,wahre‘ <span style="color:#4C58FF">— W —</span> ,materiale Implikationen‘, in denen die Voraussetzung jeweils falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, ist, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, sequitur quotlibet, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, etiam verum, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, in einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, auch mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''GOTT ist nicht''<span style="color:#FF6000">«</span>. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' ''<span style="color:#FF6000">»</span>Es ist unmöglich, dass GOTT ist''<span style="color:#FF6000">«</span>. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, dessen ,Existenz‘ jedoch, aus dem ,Glauben‘, im Voraus, schon angenommen worden ist. Dieser Sachverhalt ist das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Das Möglichkeits-Korollar-1 muss jetzt immer, wie folgt, gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist <u>widerspruchfrei</u> möglich, dass GOTT ist''«</span>. Damit hat GÖDEL, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! KANT verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist, — wie KANT sagt —, kein ,reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. Jedoch in GOTT ist ,Sein‘ ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist ,real‘ die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns, — aus Liebe —, immer schon ,da‘ ist ''':''' in der ,Hypostatischen Union‘, sowohl als GOTT von Ewigkeit zu Ewigkeit, als auch als Mensch in unserer Zeitlichkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht —, sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein, indem er für den GOTT ANSELMS annimmt ''':''' GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert, <span style="color:#00B000">(was ANSELM nie gesagt hat)</span>. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. Thomas verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. Weder THOMAS, noch KANT, haben verstanden, worum es ANSELM mit der Aufstellung seines Theorems eigentlich ging. Die Existenz GOTTES wurde von ANSELM nie in Frage gestellt. Für ANSELM wäre es ,Unsinn‘, einen Beweis für die Existenz GOTTES verlangen zu wollen. Ihm ging es um die Frage, ob es logisch ,sinnvoll‘ und ,vernünftig‘ ist, an GOTT zu glauben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logische Evidenz''«</span>, und damit auch für die ,Sinnhaftigkeit‘ des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, <span style="color:#00B000">(und auch des ägyptischen Pharaos ECHNATON und seiner Frau NOFRETETE)</span>, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein ,spekulierender‘ Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt'' ''':''' ''das ist ,wahr‘ wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist ein allgemein gültiges Faktum unserer Welt, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unsinnig ist, und daher, mit Recht, als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL, in seiner Bedeutung, in gewisser Weise, neben KOPERNIKUS, weil seine Kalkül-Ergebnisse, wie die Berechnungs-Ergebnisse dieses Pioniers der damaligen Zeitenwende, heute, in unserem Äon, ebenfalls mit eingefleischte Vorurteile aufräumen, ohne aber, dass GÖDEL für sich selbst, im Glauben, logisch konsequent gewesen wäre. <span style="color:#00B000">(Er ist sich der Tragweite und der Konsequenzen seiner <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> anscheinend nicht bewusst gewesen, wenn er sagt ''':''' Man sei heute noch <span style="color:#FF6000">»''weit davon entfernt, das theologische Weltbild wissenschaftlich begründen zu können''«</span>, nachdem sein Kalkül das <span style="color:#FF6000">„atheistische Weltbild“</span> fundamental ins Wanken gebracht und als irrationalen ,Unsinn‘ entlarvt hat. Sein Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) indirekt, dass das <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltbild''«</span>, im Beweisgang ,Widerlegung‘, aus dem Widerspruch des Gegenteils, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span>, offensichtlich doch, wissenschaftlich begründet werden kann)</span>.
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Kurt GÖDEL ist auch deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung dieses Beweises keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den Gott der Christen''«</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem ,regulär‘-möglichen Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie vorhin, im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es GOTT gibt''«</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist unmöglich, dass es GOTT gibt''«</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit der Möglichkeit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem ANSELMS geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig, schon immer existiert, und beweist, mit dem GÖDEL-Kalkül, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL abschließend sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden. Für den Erzbischof ANSELM war die Existenz GOTTES, überall und jederzeit, die ungefragte und für ihn die selbstverständlichste Voraussetzung aller seiner Bemühungen, in seinem Leben, und in seinem Beruf als christlicher Amtsträger, und auch als Theologe in den philosophischen Überlegungen über seinen Glauben. Mit diesen Überlegungen hat er, mit GÖDEL, bewiesen ''':''' Glaube ist nicht irrational, kein Sprung ins Unbekannte, sondern eine freie, vernünftige Entscheidung. Glaube ist rational und vertrauenswürdig.
Zusammengefasst heißt das Ergebnis dieser Bemühungen ANSELMS ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u> an GOTT glauben, weil der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unlogisch ist. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
Zum Abschluss, und für eine bessere Verständlichkeit dieser Studie, hat die KI, der ich diese Studie für die Erstellung eines Podcast übergeben habe, eine, — sogar für Kinder —, verständliche Metapher kreiert. Sie sagt, man stelle sich vor ''':''' Es sei irgendwo ein ,Schatz’ vergraben, und es gäbe auch eine ,Schatzkarte’ für diesen ,Schatz’. Kurt GÖDEL ist nun gekommen, und hat mit seinem Kalkül bewiesen, dass diese ,Schatzkarte’ korrekt ist und fehlerfrei. Ob aber jemand, mit Hilfe dieser ,Schatzkarte’ auf ,Schatzsuche’ gehen will oder nicht ''':''' das ist und bleibt jedem selbst überlassen, und ist immer eine freie, und ganz persönliche Entscheidung. Damit hat die KI erstaunlich treffend, sowohl die Bedeutung, als auch die reale Funktion des GOTT-Glaubens in der Lebens-Wirklichkeit unserer Welt und Zeit charakterisiert, in Übereinstimmung mit der Gleichniserzählung JESU vom ,Schatz im Acker’; <small><span style="color:#00B000">( vgl. {{Bibel | Matthäus-Evangelium |13|44|EU}} )</span></small>. Der ,Schatz’ ist die <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>Βασιλεία του Θεού</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,Basileía tou Theoú’</span>, d.h. das <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>, oder auch das <span style="color:#CC66FF">»''Himmelreich''«</span>. Die ,Schatzkarte’ ist der Glaube an GOTT. Die ,Schatzsuche’ ist der Weg des Glaubens in der Nachfolge JESU, der uns den Weg zeigt zum Ziel, zur Erfüllung aller unserer Sehnsüchte und Wünsche ''':''' die Teilhabe am <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>.
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;Fußnoten
<references />
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1091246
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Santiago
19191
/* Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ */ Zusatz
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wikitext
text/x-wiki
[[Kategorie: Buch]]
{{Regal|ort=Philosophie}}
{{Vorlage:StatusBuch|9}}
==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">[ sonst wäre er sicher
nicht Erzbischof von Canterbury geworden ]</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">[ kosmologischen, teleologischen etc. ]</span> Gottesbeweis“</span> —, obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und das Theorem ANSELMS)</span>, auch nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, widerspruchfrei und daher wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, <span style="color:#FF6000">»''ohne jede Begrenzung gelten''«</span>; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den unbegrenzt Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheit und Begrenztheit, abgestuft, d.h. <span style="color:#FF6000">„analog"</span>, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare ,Bestimmungen‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> des Denkens und des Seins, die allen ,Seienden‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, mit ,modaler‘ Notwendigkeit, <span style="color:#4C58FF">— ‚□‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum unbegrenzt Unendlichen ihrer selbst, und <span style="color:#FF6000">»''dasjenige, was sie ausdrücken, drücken sie ohne jede Begrenzung aus''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>; und damit stehen sie ontologisch in einer <span style="color:#FF6000">„analogen"</span> ,Beziehung‘ zu GOTT, dem absolut Vollkommenen und unbegrenzt Unendlichen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. den scholastischen ,Merksatz‘ ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''□∀y'''‘ — </span> <span style="color:#FF6000">„wesentlich analog"</span> zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und als Wesenseigenschaften ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Die GÖDEL-Axiome und -Definitionen werden jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch"</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit ,Nicht-Transzendentalia‘, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘, belegt werden. <span style="color:#00B000">(Dieser ,Sachverhalt‘ wird von Kritikern des GÖDEL-Systems, — zu vorschnell —, verwendet, um ihre Behauptungen zu ,belegen‘, das GÖDEL-Kalkül und seine Konsequenzen seien ,falsch‘.)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> abgestuft, auf einen ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische, zusätzliche Unvollkommenheit, die sich generell in der notwendigen, und unausweichlichen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,prôton kinoûn akinêton‘</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,noêseôs noêsis‘ <small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem unbegrenzt Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die logische Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Logisch evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls in allen Beweisgängen ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die Transzendentalien, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, als Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass eine spezifische ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10:, 1. Hauptergebnis im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia oúsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">»''eine Abneigung gegen das Gebet hatte''«</span> und auch <span style="color:#FF6000">»''nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte''«</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, und mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist widerspruchsfrei möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT'' <span style="color:#00B000">['' <span style="color:#FF6000">»widerspruchsfrei«</span> '']</span> '',möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der annimmt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit wäre dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘. ]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>.
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome und Definitionen, wie GÖDEL sie konzipiert hat, bzw. ob die Theoreme und Korollare, die aus diesen Axiomen ,regulär’ (├ ) abgeleitet werden, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Formulierung und -Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief |11|6|LUT}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, ,bestimmt‘. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für GOTT'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, ''das Wesen'', <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, ''GOTTES'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>«</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe polytheïstisch, mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚ousía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia oúsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,oúsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist die unbegrenzte Summe der unendlichen Vollkommenheiten''«</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz''«</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn sowohl das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, als auch alle <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span> im Kalkül, für den Dreifaltigen GOTT der Christen stehen, was dann im Korollar-3, mit der Identität, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum selbst ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">| ,aídion kai ousía kai enérgeia oúsa‘ |</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span>»''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, ohne selbst ,entstanden‘ zu sein, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, immer schon ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, und damit ,erkannte‘, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' sowohl die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als auch das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.1)</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.2)</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist ohne zeitlichen Anfang, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Damit hat GÖDEL ein altes <span style="color:#4C58FF">„theologisches“</span> Theorem, philosophisch der Vergessenheit entrissen. Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage des MOSE ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘, im Dornbusch, thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>.
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ehe die Berge geboren wurden, ehe die Erde entstand und das Weltall erschaffen wurden, bist du, o GOTT, von Ewigkeit zu Ewigkeit''«</span>, <small>({{Bibel | Psalm |90|2|LUT}})</small>. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines zeitlos-ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''«</span>, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat; <span style="color:#00B000">( nachgestellt im Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem 586 v.Ch. durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, nach einem <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span>, dargestellt mit Term :09:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identität von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-ist-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird; jedoch nicht ohne uns. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS, die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span>, bzw. diese außergewöhnliche und einzigartige <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> von GOTT und Mensch, ist der wirkliche und historische Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt; vergegenwärtigt für jede Generation der Menschen in und durch die <span style="color:#4C58FF">„Kirche“</span> JESU CHRISTI.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ die <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Kalkül-Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃x'''‘ —</span>, von dem ein Christ sagen kann, dass es sowohl <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, immer schon ‚da’ war und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus, Korollar-3)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme für GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönenden‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Widerspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand, ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT im Theorem ANSELMS. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie KANTS ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die unbegrenzte Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört in GOTT zu den ,Transzendentalia’. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘, bzw. ,Denken‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS <span style="color:#FF6000">»</span>''in der Natur der Dinge'' <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> ''existiert''<span style="color:#FF6000">«</span>, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (d.h. mit dem Begriff ,GOTT‘, als der ,Größte‘, im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (der GOTT ANSELMS), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, widerspruchsfrei, logisch richtig, und damit sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>re</big></span>“</span>, die Natur)</span>, GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>natura rerum</big></span>“</span>)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> perspektivisch in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(Natur)</span>, GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. hier im Kontext ''':''' die exklusive Einheit von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS; von Vater, Sohn und Geist im <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>; die Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und die unbegrenzte Summeneinheit und Koinzidenz der unendlichen Transzendentalien in GOTT, ist, — mit HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. ——— Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den, an sich, notwendigen, ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, als ,Wesenseigenschaften‘ koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Definition-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>, und auf die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span> der Naturen von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS,
bzw. auch auf den inneren Zusammenhang der drei Buch-Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül, mit Hilfe von logischen Meta-Terme, adaptiert. Zusätzliche, notwendige Regeln und Gesetze werden dann ,benannt‘, wenn sie in der Kalkül-Durchführung auftreten.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{„aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{„X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{„X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{Freie-Um-Benennung der Individuum-Variable x in y } \\
\text{ ,modal‘-frei gewählte Kalkül-Prämisse ::} {\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{„Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}}\text{ ::} & \text{All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann} & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}}\text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder} & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im} & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion F} & \text{folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang; <span style="color:#00B000">(im ersten Beweisgang gibt es keine Definition)</span>. Wobei diese Definitionen auch nur dann <span style="color:#FF6000">„wahr und widerspruchsfrei”</span> sind, wenn ihre Eigenschafts-Variablen ausschließlich mit ,Transzendentalien‘ belegt werden. Andernfalls sind sie sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch”</span>. Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">»''das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig''«</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>''«</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist wesentlich göttlich''«</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für den GOTT der Christen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> ''das Wesen dieses GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>«</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Warum es in der modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, im GÖDEL-System, ,Definitionen‘ gibt, erklärt GÖDEL formal-syntaktisch ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Definitionen dienen ja nur der kürzeren Schreibwelse und sind daher prinzipiell überflüssig.''«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 6 in seinem Hauptwerk ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Über formal unentscheidbare Sätze der Principia Mathematica und verwandter Systeme I</big></span>''‘.)</span> Für die <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Interpretation und Hermeneutik seines Kalküls, sind die ,Definitionen‘ im GÖDEL-System jedoch wesentlich, und letztlich entscheidend. Erst dadurch wird sein Axiomensystem zur <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie”</span>. GÖDEL gibt selbst den hermeneutischen Hinweis dazu, wenn er über den höherstufigen Eigenschaftsbegriff <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> sagt, der nur ,indirekt‘ definiert wird, jedoch mit seinem gesamten Axiomensystem ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne, (unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span> Die Deutung dieses ,höherstufigen‘ Begriffs als ein anderes Wort für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> ergibt sich aus der <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Evaluierung, d.h. der Einordnung des GÖDEL-Systems in die ,laufende‘ <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span>, seit Menschen, sich über den Sinn der Welt und unseres Lebens in ihr, Gedanken machen. GOTT, der ,transzendent‘, — unabhängig —, zur Welt ist, ist Thema im Theorem ANSELMS, um das es ja im GÖDEL-Kalkül geht. Eine <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Hermeneutik des GÖDEL-Systems ist daher legitim, die, als ein Bemühen um ein überzeugendes Verstehen, aus dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Vorwissen vieler Generationen schöpft. Dieses ,Vorwissen‘ ist ,vorgängig‘ zum GÖDEL-System, und hat daher, — ,sachlich‘, und nicht nur ,zeitlich‘, — Priorität zum syntaktischen System GÖDELS; und ist damit legitim auch Interpretations-Vorgabe.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL, im 20. Jahrhundert, ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, <span style="color:#00B000">(speziell ,zugeschnitten‘ auf seinen ,ontologischen‘ Beweis)</span>, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, im 21. Jahrhundert, ist die kongeniale und logische Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze, mit Meta-Terme, dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme und Korollare, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, <span style="color:#00B000">[ in eckigen Klammern ]</span>, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ''„Benennungen“'')</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">'''AE:'''</span> Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang. Theoreme und Korollare sind ,modal‘ gleichwertig.
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponendo ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] } \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv denkbar“} & \ & \text{„Es ist widerspruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der GÖDEL-Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen GÖDEL-Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich damit sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> in unserer Welt gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der, nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> möglich und formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Term :27: ,besagt‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv, d.h. ohne Widerspruch möglich, dass es positive Eigenschaften gibt''«</span>; denn die Behauptung, <span style="color:#00B000">(Prämisse :02:)</span>, es sei nicht möglich, dass es positive Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(,Transzendentalia‘)</span>, in unserer Welt gibt, führt zu einem Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>, und ist daher falsch und ,unlogisch’. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften in der Welt'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''und damit auch die, die in GOTT sind''«</span>. <span style="color:#00B000">(Der 2. Beweisgang bestätigt, dass es in GOTT tatsächlich positive Eigenschaften gibt.)</span> Die ,Gleichwertigkeit‘ aller Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(ihre ,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei und sinnvoll, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, d.i. die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren, Individuum-Variablen. Dieses Term-Element ,gilt‘, mit Notwendigkeit allgemein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, jedoch nur für positive Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, und wird sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, Eigenschaften eingesetzt werden, die, — von Natur aus —, weder positiv noch negativ sind, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen, für beliebige positive Eigenschaften, ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der positiven Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung beliebiger positiver Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, bzw. ,Transzendentalia‘, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine, von zwei Eigenschafts-Variablen, durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer positiven Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘, positiven Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten, positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind. Mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, wird formal die <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> aller ,Transzententalia‘ in der Welt, und auch der ,Zusammenfall‘ aller Gegensätze in GOTT, abgebildet.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. <span style="color:#00B000">(In der mystischen Tradition, in der ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Legenda Maior‘</big></span>'' 92, über das Leben der Heiligen KATHARINA von Siena, Mystikerin und Lehrerin der Kirche, sagt GOTT-VATER zur KATHARINA ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weißt du, Meine Tochter, wer du bist und wer Ich bin'' '''?''' ''Du bist die, die nicht ist'', <span style="color:#00B000">[ aus dir selbst ]</span>, ''Ich aber bin derjenige, der IST'', <span style="color:#00B000">[ aus mir selbst ]</span>.«</span> Das ist eine wichtige, deutende Ergänzung, und die authentische <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation dieser Exodus Text-Stelle. Das ist der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichbarkeit“</span> GOTTES.)</span>
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Möglichkeits-Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Das Möglichkeits-Korollar-1 behält jedoch die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist damit nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
Das Modale-Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx, <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>, in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''gilt, und daraus logisch folgt, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''auch die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''gilt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar'' ''':''' ''es ist wahr, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''aus der Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''logisch folgt''«</span>. Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span> in Zeile 11 und Zeile 18 steht formal-syndaktisch, allgemein nur für ,Transzendentalia‘, und ist für alle ,Nicht-Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>. Dasselbe gilt auch für <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist sein Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist dann unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als ,modal‘ freigewählte Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es in GOTT auch so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften''«</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt''«</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘ und wahr, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis. Beide Aussagen im Term :23: interpretieren sich gegenseitig.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''alle Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der deswegen GOTT ist, weil er alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für ,GOTT‘. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Der GOTT der Christen'' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> '',existiert‘ für uns ,notwendig‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im-, und durch den 2. Beweisgang, im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen, bzw. verifiziert.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘, d.h. der Agnostizismus ist einfach nur ein ,logischer Irrtum‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Das Modale-Prinzip <span style="color:#4C58FF">['''RM''']</span> in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn es wahr ist, dass aus'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> ''ein'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> ''logisch folgt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar, dass, wenn'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist, auch'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist''«</span>. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> in Term :18: ist als ,modal notwendig‘ durch den Term :15: verifiziert '''!''' )</span>
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und eine <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupte Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens] :: [A → B, A├ B]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu verifizierten ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über den <span style="color:#4C58FF">[ Modus Barbara ] :: [ A → B, B → C ├ A → C ] </span>, mit dem modalen Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, als <span style="color:#4C58FF">‚B → C‘</span> im kategorischen Syllogismus, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘, nach ANSELM, die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte, auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen, d.h. transzendentalen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. als logisch annehmbar, verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. logisch annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> und ,logisch‘ annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL ,postulierte‘, und im Basis-Theorem-2 verifizierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Die GÖDEL-Erklärung zum Axiom-4 entspricht der Modal-Regel zur sog. ,Nezessisierung‘ in der KRIPKE-Logik nach GÖDEL. <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ] '''::''' [ ├ A →├ □ A ]</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Angenommen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''ist in einem Kalkül eine Prämisse, oder darin regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span> ''abgeleitet, dann folgt in diesem Kalkül regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span>, ''dass dieses'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''auch ,modal‘ notwendig'' <span style="color:#4C58FF">— ,□‘ —</span> ''ist''«</span>. GÖDEL hat jedoch diese modale Notwendigkeit nur in der ,Natur‘ der positiven Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, gesehen, und mit den Aussagen im Axiom-4 expliziert ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt, nur dann sind die Axiome wahr''«</span>. Ob dieselbe modale ,Notwendigkeit‘ auch auf Aussagen über Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘, die weder positiv noch negativ sind, zutrifft, ist nicht erwiesen. Hier kann nur von modaler ,Kontingenz‘ gesprochen werden, die universal, alles Seiende innerhalb der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> betrifft. Somit sind die Aussagen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''A'''‘ —</span> in der GÖDEL-Regel, nur auf Aussagen über ,positive‘ Eigenschaften eingeschränkt, und nicht allgemein gültig. Die <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ]</span> ist nur für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“ „modal wahr“</span>, und für ,Nicht-Transzendentalia‘ immer <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>.
Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ und ,Zuschreibungen‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Dieses Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigartigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ diese Theoreme damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Die Definition-2 ist nur dann <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit positive Eigenschaften, d.h. mit <span style="color:#FF6000">„Transzendentalien“</span>, besetzt werden. Diese Definition ist jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn ihre Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem ,Einen‘, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen aller Gegensätze in Einem‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, den schon der Philosoph und Kardinal NIKOLAUS von Kues als <span style="font-family: Times;"><big>,coincidentia oppositorum‘</big></span> verstanden hat.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt''«</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">»''Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES''«</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT''«</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ und unsinnig ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘, d.h. Term :10: ist der Ausdruck einer ,Glaubensüberzeugung‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang. Dem geht folgende Beobachtung voraus ''':''' Der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, hat in seiner syntaktischen Stellung hier, im Theorem-3, nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist damit, in seiner Position als Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, auch nicht mehr davon syntaktisch abhängig, sondern stützt sich formal-syntaktisch nur auf die behauptete Möglichkeit GOTTES; daher muss diese ,angenommene‘ Möglichkeit noch bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘, der diesen Zusammenhang, und seinen Mangel, erkannt hat ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen'' <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Entscheidend dafür ist der mathematisch-logische Beweis GÖDELS, dass der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften, bzw. ,Transzendentalia‘.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Glaubensprämisse ''':''' Term :01:. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Weil es <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> ist, dass die Transzendentalien, bzw. die Vollkommenheiten ontologisch, — dem Sein nach —‚ alle <span style="color:#00B000">(zueinander)</span> widerspruchsfrei, und alle <span style="color:#00B000">(miteinander)</span> gleichwertig sind, ist es auch <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, dass es möglich ist, dass GOTT, — dem Sein nach —‚ da ist, <span style="color:#00B000">(d.h. existiert)</span>, der die unbegrenzte Summe aller ultimativen Transzendentalia, bzw. der unendlichen Vollkommenheiten allen Grades ist, wie es der ,christliche Glaube‘ des Erzbischofs ANSELM und seiner Anvertrauten ,annimmt‘.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist notwendig falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A, A→B ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' <span style="color:#00B000">( Dieser Beweisgang ist praktisch identisch mit dem 1. Beweisgang, jedoch gestrafft und präzisiert nach G.J.WIRSCHING. Diese Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens beginnt sofort mit dem Korollar-1 <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> aus dem 1. Beweisgang, als in Frage gestelltes ,Theorem‘, und beweist, ohne das Axiom-3 <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, und ohne die GÖDEL-Prämisse <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span>, in einem Zwischenergebnis, die innere Widersprüchlichkeit und damit auch die Unhaltbarkeit der atheistischen Glaubens-Annahme, aus rein logischen ,Gründen‘, bzw. Axiomen. )</span>
Dieser Beweisgang geht von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, als Glaubens-Annahme, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden muss. Denn mit der Behauptung der Existenz GOTTES allein ist es nicht getan. Es muss auch seine ,Möglichkeit‘, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT bewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür die Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. die Transzendentalien)</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(was im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, auch GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; das dann im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz von ,Transzendentalien‘ in der Welt, ist ein, mit Beispielen belegbares, allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert. Das Axiom-2 wird jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn seine Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind, die keine ,Transzendentalia‘ sind.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT <span style="color:#FF6000">„unvergleichlich“</span> ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚IST‘'' <span style="color:#00B000">(aus mir selbst)</span>«</span>, der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Unlogische und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel, für zwei ,wahre‘ <span style="color:#4C58FF">— W —</span> ,materiale Implikationen‘, in denen die Voraussetzung jeweils falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, ist, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, sequitur quotlibet, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, etiam verum, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, in einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, auch mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''GOTT ist nicht''<span style="color:#FF6000">«</span>. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' ''<span style="color:#FF6000">»</span>Es ist unmöglich, dass GOTT ist''<span style="color:#FF6000">«</span>. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, dessen ,Existenz‘ jedoch, aus dem ,Glauben‘, im Voraus, schon angenommen worden ist. Dieser Sachverhalt ist das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Das Möglichkeits-Korollar-1 muss jetzt immer, wie folgt, gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist <u>widerspruchfrei</u> möglich, dass GOTT ist''«</span>. Damit hat GÖDEL, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! KANT verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist, — wie KANT sagt —, kein ,reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. Jedoch in GOTT ist ,Sein‘ ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist ,real‘ die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns, — aus Liebe —, immer schon ,da‘ ist ''':''' in der ,Hypostatischen Union‘, sowohl als GOTT von Ewigkeit zu Ewigkeit, als auch als Mensch in unserer Zeitlichkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht —, sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein, indem er für den GOTT ANSELMS annimmt ''':''' GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert, <span style="color:#00B000">(was ANSELM nie gesagt hat)</span>. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. Thomas verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. Weder THOMAS, noch KANT, haben verstanden, worum es ANSELM mit der Aufstellung seines Theorems eigentlich ging. Die Existenz GOTTES wurde von ANSELM nie in Frage gestellt. Für ANSELM wäre es ,Unsinn‘, einen Beweis für die Existenz GOTTES verlangen zu wollen. Ihm ging es um die Frage, ob es logisch ,sinnvoll‘ und ,vernünftig‘ ist, an GOTT zu glauben; und kein ,Sprung‘ ins Ungewisse. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logische Evidenz''«</span>, und damit auch für die ,Vernünftigkeit‘ des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, <span style="color:#00B000">(und auch des ägyptischen Pharaos ECHNATON und seiner Frau NOFRETETE)</span>, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein ,spekulierender‘ Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt'' ''':''' ''das ist ,wahr‘ wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist ein allgemein gültiges Faktum unserer Welt, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unsinnig ist, und daher, mit Recht, als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL, in seiner Bedeutung, in gewisser Weise, neben KOPERNIKUS, weil seine Kalkül-Ergebnisse, wie die Berechnungs-Ergebnisse dieses Pioniers der damaligen Zeitenwende, heute, in unserem Äon, ebenfalls mit eingefleischte Vorurteile aufräumen, ohne aber, dass GÖDEL für sich selbst, im Glauben, logisch konsequent gewesen wäre. <span style="color:#00B000">(Er ist sich der Tragweite und der Konsequenzen seiner <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> anscheinend nicht bewusst gewesen, wenn er sagt ''':''' Man sei heute noch <span style="color:#FF6000">»''weit davon entfernt, das theologische Weltbild wissenschaftlich begründen zu können''«</span>, nachdem sein Kalkül das <span style="color:#FF6000">„atheistische Weltbild“</span> fundamental ins Wanken gebracht und als irrationalen ,Unsinn‘ entlarvt hat. Sein Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) indirekt, dass das <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltbild''«</span>, im Beweisgang ,Widerlegung‘, aus dem Widerspruch des Gegenteils, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span>, offensichtlich doch, wissenschaftlich begründet werden kann)</span>.
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Kurt GÖDEL ist auch deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung dieses Beweises keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den Gott der Christen''«</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem ,regulär‘-möglichen Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie vorhin, im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es GOTT gibt''«</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist unmöglich, dass es GOTT gibt''«</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit der Möglichkeit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem ANSELMS geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig, schon immer existiert, und beweist, mit dem GÖDEL-Kalkül, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL abschließend sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden. Für den Erzbischof ANSELM war die Existenz GOTTES, überall und jederzeit, die ungefragte und für ihn die selbstverständlichste Voraussetzung aller seiner Bemühungen, in seinem Leben, und in seinem Beruf als christlicher Amtsträger, und auch als Theologe in den philosophischen Überlegungen über seinen Glauben. Mit diesen Überlegungen hat er, mit GÖDEL, bewiesen ''':''' Glaube ist nicht irrational, kein Sprung ins Unbekannte, sondern eine freie, vernünftige Entscheidung. Glaube ist rational und vertrauenswürdig.
Zusammengefasst heißt das Ergebnis dieser Bemühungen ANSELMS ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u> an GOTT glauben, weil der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unlogisch ist. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
Zum Abschluss, und für eine bessere Verständlichkeit dieser Studie, hat die KI, der ich diese Studie für die Erstellung eines Podcast übergeben habe, eine, — sogar für Kinder —, verständliche Metapher kreiert. Sie sagt, man stelle sich vor ''':''' Es sei irgendwo ein ,Schatz’ vergraben, und es gäbe auch eine ,Schatzkarte’ für diesen ,Schatz’. Kurt GÖDEL ist nun gekommen, und hat mit seinem Kalkül bewiesen, dass diese ,Schatzkarte’ korrekt ist und fehlerfrei. Ob aber jemand, mit Hilfe dieser ,Schatzkarte’ auf ,Schatzsuche’ gehen will oder nicht ''':''' das ist und bleibt jedem selbst überlassen, und ist immer eine freie, und ganz persönliche Entscheidung. Damit hat die KI erstaunlich treffend, sowohl die Bedeutung, als auch die reale Funktion des GOTT-Glaubens in der Lebens-Wirklichkeit unserer Welt und Zeit charakterisiert, in Übereinstimmung mit der Gleichniserzählung JESU vom ,Schatz im Acker’; <small><span style="color:#00B000">( vgl. {{Bibel | Matthäus-Evangelium |13|44|EU}} )</span></small>. Der ,Schatz’ ist die <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>Βασιλεία του Θεού</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,Basileía tou Theoú’</span>, d.h. das <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>, oder auch das <span style="color:#CC66FF">»''Himmelreich''«</span>. Die ,Schatzkarte’ ist der Glaube an GOTT. Die ,Schatzsuche’ ist der Weg des Glaubens in der Nachfolge JESU, der uns den Weg zeigt zum Ziel, zur Erfüllung aller unserer Sehnsüchte und Wünsche ''':''' die Teilhabe am <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>.
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;Fußnoten
<references />
51oosj9ohc39mfbc9a7f83ymi5kvbwn
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Santiago
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wikitext
text/x-wiki
[[Kategorie: Buch]]
{{Regal|ort=Philosophie}}
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==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">[ sonst wäre er sicher
nicht Erzbischof von Canterbury geworden ]</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">[ kosmologischen, teleologischen etc. ]</span> Gottesbeweis“</span> —, obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und das Theorem ANSELMS)</span>, auch nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, widerspruchfrei und daher wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, <span style="color:#FF6000">»''ohne jede Begrenzung gelten''«</span>; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den unbegrenzt Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheit und Begrenztheit, abgestuft, d.h. <span style="color:#FF6000">„analog"</span>, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare ,Bestimmungen‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> des Denkens und des Seins, die allen ,Seienden‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, mit ,modaler‘ Notwendigkeit, <span style="color:#4C58FF">— ‚□‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum unbegrenzt Unendlichen ihrer selbst, und <span style="color:#FF6000">»''dasjenige, was sie ausdrücken, drücken sie ohne jede Begrenzung aus''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>; und damit stehen sie ontologisch in einer <span style="color:#FF6000">„analogen"</span> ,Beziehung‘ zu GOTT, dem absolut Vollkommenen und unbegrenzt Unendlichen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. den scholastischen ,Merksatz‘ ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''□∀y'''‘ — </span> <span style="color:#FF6000">„wesentlich analog"</span> zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und als Wesenseigenschaften ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Die GÖDEL-Axiome und -Definitionen werden jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch"</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit ,Nicht-Transzendentalia‘, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘, belegt werden. <span style="color:#00B000">(Dieser ,Sachverhalt‘ wird von Kritikern des GÖDEL-Systems, — zu vorschnell —, verwendet, um ihre Behauptungen zu ,belegen‘, das GÖDEL-Kalkül und seine Konsequenzen seien ,falsch‘.)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> abgestuft, auf einen ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische, zusätzliche Unvollkommenheit, die sich generell in der notwendigen, und unausweichlichen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,prôton kinoûn akinêton‘</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,noêseôs noêsis‘ <small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem unbegrenzt Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die logische Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Logisch evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls in allen Beweisgängen ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die Transzendentalien, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, als Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass eine spezifische ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10:, 1. Hauptergebnis im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia oúsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">»''eine Abneigung gegen das Gebet hatte''«</span> und auch <span style="color:#FF6000">»''nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte''«</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, und mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist widerspruchsfrei möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT'' <span style="color:#00B000">['' <span style="color:#FF6000">»widerspruchsfrei«</span> '']</span> '',möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der annimmt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit wäre dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘. ]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>.
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome und Definitionen, wie GÖDEL sie konzipiert hat, bzw. ob die Theoreme und Korollare, die aus diesen Axiomen ,regulär’ (├ ) abgeleitet werden, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Formulierung und -Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief |11|6|LUT}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, ,bestimmt‘. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für GOTT'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, ''das Wesen'', <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, ''GOTTES'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>«</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe polytheïstisch, mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚ousía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia oúsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,oúsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist die unbegrenzte Summe der unendlichen Vollkommenheiten''«</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz''«</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn sowohl das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, als auch alle <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span> im Kalkül, für den Dreifaltigen GOTT der Christen stehen, was dann im Korollar-3, mit der Identität, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum selbst ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">| ,aídion kai ousía kai enérgeia oúsa‘ |</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span>»''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, ohne selbst ,entstanden‘ zu sein, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, immer schon ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, und damit ,erkannte‘, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' sowohl die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als auch das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.1)</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.2)</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist ohne zeitlichen Anfang, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Damit hat GÖDEL ein altes <span style="color:#4C58FF">„theologisches“</span> Theorem, philosophisch der Vergessenheit entrissen. Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage des MOSE ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘, im Dornbusch, thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>.
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ehe die Berge geboren wurden, ehe die Erde entstand und das Weltall erschaffen wurden, bist du, o GOTT, von Ewigkeit zu Ewigkeit''«</span>, <small>({{Bibel | Psalm |90|2|LUT}})</small>. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines zeitlos-ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''«</span>, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat; <span style="color:#00B000">( nachgestellt im Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem 586 v.Ch. durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, nach einem <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span>, dargestellt mit Term :09:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identität von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-ist-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird; jedoch nicht ohne uns. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS, die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span>, bzw. diese außergewöhnliche und einzigartige <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> von GOTT und Mensch, ist der wirkliche und historische Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt; vergegenwärtigt für jede Generation der Menschen in und durch die <span style="color:#4C58FF">„Kirche“</span> JESU CHRISTI.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ die <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Kalkül-Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃x'''‘ —</span>, von dem ein Christ sagen kann, dass es sowohl <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, immer schon ‚da’ war und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus, Korollar-3)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme für GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönenden‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Widerspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand, ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT im Theorem ANSELMS. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie KANTS ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die unbegrenzte Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört in GOTT zu den ,Transzendentalia’. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘, bzw. ,Denken‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS <span style="color:#FF6000">»</span>''in der Natur der Dinge'' <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> ''existiert''<span style="color:#FF6000">«</span>, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (d.h. mit dem Begriff ,GOTT‘, als der ,Größte‘, im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (der GOTT ANSELMS), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, widerspruchsfrei, logisch richtig, und damit sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>re</big></span>“</span>, die Natur)</span>, GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>natura rerum</big></span>“</span>)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> perspektivisch in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(Natur)</span>, GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. hier im Kontext ''':''' die exklusive Einheit von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS; von Vater, Sohn und Geist im <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>; die Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und die unbegrenzte Summeneinheit und Koinzidenz der unendlichen Transzendentalien in GOTT, ist, — mit HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. ——— Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den, an sich, notwendigen, ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, als ,Wesenseigenschaften‘ koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Definition-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>, und auf die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span> der Naturen von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS,
bzw. auch auf den inneren Zusammenhang der drei Buch-Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül, mit Hilfe von logischen Meta-Terme, adaptiert. Zusätzliche, notwendige Regeln und Gesetze werden dann ,benannt‘, wenn sie in der Kalkül-Durchführung auftreten.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{„aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{„X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{„X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{Freie-Um-Benennung der Individuum-Variable x in y } \\
\text{ ,modal‘-frei gewählte Kalkül-Prämisse ::} {\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{„Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}}\text{ ::} & \text{All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann} & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}}\text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder} & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im} & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion F} & \text{folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang; <span style="color:#00B000">(im ersten Beweisgang gibt es keine Definition)</span>. Wobei diese Definitionen auch nur dann <span style="color:#FF6000">„wahr und widerspruchsfrei”</span> sind, wenn ihre Eigenschafts-Variablen ausschließlich mit ,Transzendentalien‘ belegt werden. Andernfalls sind sie sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch”</span>. Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">»''das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig''«</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>''«</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist wesentlich göttlich''«</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für den GOTT der Christen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> ''das Wesen dieses GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>«</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Warum es in der modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, im GÖDEL-System, ,Definitionen‘ gibt, erklärt GÖDEL formal-syntaktisch ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Definitionen dienen ja nur der kürzeren Schreibwelse und sind daher prinzipiell überflüssig.''«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 6 in seinem Hauptwerk ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Über formal unentscheidbare Sätze der Principia Mathematica und verwandter Systeme I</big></span>''‘.)</span> Für die <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Interpretation und Hermeneutik seines Kalküls, sind die ,Definitionen‘ im GÖDEL-System jedoch wesentlich, und letztlich entscheidend. Erst dadurch wird sein Axiomensystem zur <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie”</span>. GÖDEL gibt selbst den hermeneutischen Hinweis dazu, wenn er über den höherstufigen Eigenschaftsbegriff <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> sagt, der nur ,indirekt‘ definiert wird, jedoch mit seinem gesamten Axiomensystem ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne, (unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span> Die Deutung dieses ,höherstufigen‘ Begriffs als ein anderes Wort für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> ergibt sich aus der <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Evaluierung, d.h. der Einordnung des GÖDEL-Systems in die ,laufende‘ <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span>, seit Menschen, sich über den Sinn der Welt und unseres Lebens in ihr, Gedanken machen. GOTT, der ,transzendent‘, — unabhängig —, zur Welt ist, ist Thema im Theorem ANSELMS, um das es ja im GÖDEL-Kalkül geht. Eine <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Hermeneutik des GÖDEL-Systems ist daher legitim, die, als ein Bemühen um ein überzeugendes Verstehen, aus dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Vorwissen vieler Generationen schöpft. Dieses ,Vorwissen‘ ist ,vorgängig‘ zum GÖDEL-System, und hat daher, — ,sachlich‘, und nicht nur ,zeitlich‘, — Priorität zum syntaktischen System GÖDELS; und ist damit legitim auch Interpretations-Vorgabe.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL, im 20. Jahrhundert, ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, <span style="color:#00B000">(speziell ,zugeschnitten‘ auf seinen ,ontologischen‘ Beweis)</span>, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, im 21. Jahrhundert, ist die kongeniale und logische Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze, mit Meta-Terme, dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme und Korollare, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, <span style="color:#00B000">[ in eckigen Klammern ]</span>, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ''„Benennungen“'')</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">'''AE:'''</span> Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang. Theoreme und Korollare sind ,modal‘ gleichwertig.
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponendo ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] } \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv denkbar“} & \ & \text{„Es ist widerspruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der GÖDEL-Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen GÖDEL-Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich damit sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> in unserer Welt gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der, nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> möglich und formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Term :27: ,besagt‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv, d.h. ohne Widerspruch möglich, dass es positive Eigenschaften gibt''«</span>; denn die Behauptung, <span style="color:#00B000">(Prämisse :02:)</span>, es sei nicht möglich, dass es positive Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(,Transzendentalia‘)</span>, in unserer Welt gibt, führt zu einem Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>, und ist daher falsch und ,unlogisch’. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften in der Welt'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''und damit auch die, die in GOTT sind''«</span>. <span style="color:#00B000">(Der 2. Beweisgang bestätigt, dass es in GOTT tatsächlich positive Eigenschaften gibt.)</span> Die ,Gleichwertigkeit‘ aller Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(ihre ,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei und sinnvoll, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, d.i. die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren, Individuum-Variablen. Dieses Term-Element ,gilt‘, mit Notwendigkeit allgemein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, jedoch nur für positive Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, und wird sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, Eigenschaften eingesetzt werden, die, — von Natur aus —, weder positiv noch negativ sind, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen, für beliebige positive Eigenschaften, ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der positiven Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung beliebiger positiver Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, bzw. ,Transzendentalia‘, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine, von zwei Eigenschafts-Variablen, durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer positiven Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘, positiven Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten, positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind. Mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, wird formal die <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> aller ,Transzententalia‘ in der Welt, und auch der ,Zusammenfall‘ aller Gegensätze in GOTT, abgebildet.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. <span style="color:#00B000">(In der mystischen Tradition, in der ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Legenda Maior‘</big></span>'' 92, über das Leben der Heiligen KATHARINA von Siena, Mystikerin und Lehrerin der Kirche, sagt GOTT-VATER zur KATHARINA ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weißt du, Meine Tochter, wer du bist und wer Ich bin'' '''?''' ''Du bist die, die nicht ist'', <span style="color:#00B000">[ aus dir selbst ]</span>, ''Ich aber bin derjenige, der IST'', <span style="color:#00B000">[ aus mir selbst ]</span>.«</span> Das ist eine wichtige, deutende Ergänzung, und die authentische <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation dieser Exodus Text-Stelle. Das ist der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichbarkeit“</span> GOTTES.)</span>
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Möglichkeits-Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Das Möglichkeits-Korollar-1 behält jedoch die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist damit nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
Das Modale-Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx, <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>, in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''gilt, und daraus logisch folgt, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''auch die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''gilt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar'' ''':''' ''es ist wahr, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''aus der Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''logisch folgt''«</span>. Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span> in Zeile 11 und Zeile 18 steht formal-syndaktisch, allgemein nur für ,Transzendentalia‘, und ist für alle ,Nicht-Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>. Dasselbe gilt auch für <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist sein Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist dann unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als ,modal‘ freigewählte Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es in GOTT auch so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften''«</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt''«</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘ und wahr, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis. Beide Aussagen im Term :23: interpretieren sich gegenseitig.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''alle Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der deswegen GOTT ist, weil er alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für ,GOTT‘. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Der GOTT der Christen'' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> '',existiert‘ für uns ,notwendig‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im-, und durch den 2. Beweisgang, im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen, bzw. verifiziert.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘, d.h. der Agnostizismus ist einfach nur ein ,logischer Irrtum‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Das Modale-Prinzip <span style="color:#4C58FF">['''RM''']</span> in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn es wahr ist, dass aus'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> ''ein'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> ''logisch folgt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar, dass, wenn'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist, auch'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist''«</span>. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> in Term :18: ist als ,modal notwendig‘ durch den Term :15: verifiziert '''!''' )</span>
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und eine <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupte Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens] :: [A → B, A├ B]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu verifizierten ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über den <span style="color:#4C58FF">[ Modus Barbara ] :: [ A → B, B → C ├ A → C ] </span>, mit dem modalen Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, als <span style="color:#4C58FF">‚B → C‘</span> im kategorischen Syllogismus, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘, nach ANSELM, die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte, auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen, d.h. transzendentalen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. als logisch annehmbar, verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. logisch annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> und ,logisch‘ annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL ,postulierte‘, und im Basis-Theorem-2 verifizierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Die GÖDEL-Erklärung zum Axiom-4 entspricht der Modal-Regel zur sog. ,Nezessisierung‘ in der KRIPKE-Logik nach GÖDEL. <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ] '''::''' [ ├ A →├ □ A ]</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Angenommen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''ist in einem Kalkül eine Prämisse, oder darin regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span> ''abgeleitet, dann folgt in diesem Kalkül regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span>, ''dass dieses'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''auch ,modal‘ notwendig'' <span style="color:#4C58FF">— ,□‘ —</span> ''ist''«</span>. GÖDEL hat jedoch diese modale Notwendigkeit nur in der ,Natur‘ der positiven Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, gesehen, und mit den Aussagen im Axiom-4 expliziert ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt, nur dann sind die Axiome wahr''«</span>. Ob dieselbe modale ,Notwendigkeit‘ auch auf Aussagen über Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘, die weder positiv noch negativ sind, zutrifft, ist nicht erwiesen. Hier kann nur von modaler ,Kontingenz‘ gesprochen werden, die universal, alles Seiende innerhalb der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> betrifft. Somit sind die Aussagen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''A'''‘ —</span> in der GÖDEL-Regel, nur auf Aussagen über ,positive‘ Eigenschaften eingeschränkt, und nicht allgemein gültig. Die <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ]</span> ist nur für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“ „modal wahr“</span>, und für ,Nicht-Transzendentalia‘ immer <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>.
Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ und ,Zuschreibungen‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Dieses Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigartigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ diese Theoreme damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Die Definition-2 ist nur dann <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit positive Eigenschaften, d.h. mit <span style="color:#FF6000">„Transzendentalien“</span>, besetzt werden. Diese Definition ist jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn ihre Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem ,Einen‘, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen aller Gegensätze in Einem‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, den schon der Philosoph und Kardinal NIKOLAUS von Kues als <span style="font-family: Times;"><big>,coincidentia oppositorum‘</big></span> verstanden hat.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt''«</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">»''Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES''«</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT''«</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ und unsinnig ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘, d.h. Term :10: ist der Ausdruck einer ,Glaubensüberzeugung‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang. Dem geht folgende Beobachtung voraus ''':''' Der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, hat in seiner syntaktischen Stellung hier, im Theorem-3, nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist damit, in seiner Position als Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, auch nicht mehr davon syntaktisch abhängig, sondern stützt sich formal-syntaktisch nur auf die behauptete Möglichkeit GOTTES; daher muss diese ,angenommene‘ Möglichkeit noch bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘, der diesen Zusammenhang, und seinen Mangel, erkannt hat ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen'' <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Entscheidend dafür ist der mathematisch-logische Beweis GÖDELS, dass der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften, bzw. ,Transzendentalia‘.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Glaubensprämisse ''':''' Term :01:. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Weil es <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> ist, dass die Transzendentalien, bzw. die Vollkommenheiten ontologisch, — dem Sein nach —‚ alle <span style="color:#00B000">(zueinander)</span> widerspruchsfrei, und alle <span style="color:#00B000">(miteinander)</span> gleichwertig sind, ist es auch <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, dass es möglich ist, dass GOTT, — dem Sein nach —‚ da ist, <span style="color:#00B000">(d.h. existiert)</span>, der die unbegrenzte Summe aller ultimativen Transzendentalia, bzw. der unendlichen Vollkommenheiten allen Grades ist, wie es der ,christliche Glaube‘ des Erzbischofs ANSELM und seiner Anvertrauten ,annimmt‘.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist notwendig falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A, A→B ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' <span style="color:#00B000">( Dieser Beweisgang ist praktisch identisch mit dem 1. Beweisgang, jedoch gestrafft und präzisiert nach G.J.WIRSCHING. Diese Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens beginnt sofort mit dem Korollar-1 <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> aus dem 1. Beweisgang, als in Frage gestelltes ,Theorem‘, und beweist, ohne das Axiom-3 <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, und ohne die GÖDEL-Prämisse <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span>, in einem Zwischenergebnis, die innere Widersprüchlichkeit und damit auch die Unhaltbarkeit der atheistischen Glaubens-Annahme, aus rein logischen ,Gründen‘, bzw. Axiomen. )</span>
Dieser Beweisgang geht von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, als Glaubens-Annahme, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden muss. Denn mit der Behauptung der Existenz GOTTES allein ist es nicht getan. Es muss auch seine ,Möglichkeit‘, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT bewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür die Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. die Transzendentalien)</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(was im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, auch GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; das dann im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz von ,Transzendentalien‘ in der Welt, ist ein, mit Beispielen belegbares, allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert. Das Axiom-2 wird jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn seine Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind, die keine ,Transzendentalia‘ sind.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT <span style="color:#FF6000">„unvergleichlich“</span> ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚IST‘'' <span style="color:#00B000">(aus mir selbst)</span>«</span>, der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Unlogische und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel, für zwei ,wahre‘ <span style="color:#4C58FF">— W —</span> ,materiale Implikationen‘, in denen die Voraussetzung jeweils falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, ist, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, sequitur quotlibet, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, etiam verum, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, in einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, auch mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''GOTT ist nicht''<span style="color:#FF6000">«</span>. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' ''<span style="color:#FF6000">»</span>Es ist unmöglich, dass GOTT ist''<span style="color:#FF6000">«</span>. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, dessen ,Existenz‘ jedoch, aus dem ,Glauben‘, im Voraus, schon angenommen worden ist. Dieser Sachverhalt ist das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Das Möglichkeits-Korollar-1 muss jetzt immer, wie folgt, gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist <u>widerspruchfrei</u> möglich, dass GOTT ist''«</span>. Damit hat GÖDEL, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! KANT verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist, — wie KANT sagt —, kein ,reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. Jedoch in GOTT ist ,Sein‘ ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist ,real‘ die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns, — aus Liebe —, immer schon ,da‘ ist ''':''' in der ,Hypostatischen Union‘, sowohl als GOTT von Ewigkeit zu Ewigkeit, als auch als Mensch in unserer Zeitlichkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht —, sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein, indem er für den GOTT ANSELMS annimmt ''':''' GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert, <span style="color:#00B000">(was ANSELM nie gesagt hat)</span>. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. Thomas verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. Weder THOMAS, noch KANT, haben verstanden, worum es ANSELM mit der Aufstellung seines Theorems eigentlich ging. Die Existenz GOTTES wurde von ANSELM nie in Frage gestellt. Für ANSELM wäre es ,Unsinn‘, einen Beweis für die Existenz GOTTES verlangen zu wollen. Ihm ging es um die Frage, ob es logisch ,sinnvoll‘ und ,vernünftig‘ ist, an GOTT zu glauben; und kein ,Sprung‘ ins Ungewisse. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logische Evidenz''«</span>, und damit auch für die ,Vernünftigkeit‘ des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, <span style="color:#00B000">(und auch des ägyptischen Pharaos ECHNATON und seiner Frau NOFRETETE)</span>, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, ,vernünftig‘, und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein ,spekulierender‘ Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt'' ''':''' ''das ist ,wahr‘ wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist ein allgemein gültiges Faktum unserer Welt, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unsinnig ist, und daher, mit Recht, als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL, in seiner Bedeutung, in gewisser Weise, neben KOPERNIKUS, weil seine Kalkül-Ergebnisse, wie die Berechnungs-Ergebnisse dieses Pioniers der damaligen Zeitenwende, heute, in unserem Äon, ebenfalls mit eingefleischte Vorurteile aufräumen, ohne aber, dass GÖDEL für sich selbst, im Glauben, logisch konsequent gewesen wäre. <span style="color:#00B000">(Er ist sich der Tragweite und der Konsequenzen seiner <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> anscheinend nicht bewusst gewesen, wenn er sagt ''':''' Man sei heute noch <span style="color:#FF6000">»''weit davon entfernt, das theologische Weltbild wissenschaftlich begründen zu können''«</span>, nachdem sein Kalkül das <span style="color:#FF6000">„atheistische Weltbild“</span> fundamental ins Wanken gebracht und als irrationalen ,Unsinn‘ entlarvt hat. Sein Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) indirekt, dass das <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltbild''«</span>, im Beweisgang ,Widerlegung‘, aus dem Widerspruch des Gegenteils, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span>, offensichtlich doch, wissenschaftlich begründet werden kann)</span>.
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Kurt GÖDEL ist auch deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung dieses Beweises keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den Gott der Christen''«</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem ,regulär‘-möglichen Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie vorhin, im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es GOTT gibt''«</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist unmöglich, dass es GOTT gibt''«</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit der Möglichkeit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem ANSELMS geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig, schon immer existiert, und beweist, mit dem GÖDEL-Kalkül, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL abschließend sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden. Für den Erzbischof ANSELM war die Existenz GOTTES, überall und jederzeit, die ungefragte und für ihn die selbstverständlichste Voraussetzung aller seiner Bemühungen, in seinem Leben, und in seinem Beruf als christlicher Amtsträger, und auch als Theologe in den philosophischen Überlegungen über seinen Glauben. Mit diesen Überlegungen hat er, mit GÖDEL, bewiesen ''':''' Glaube ist nicht irrational, kein Sprung ins Unbekannte, sondern eine freie, vernünftige Entscheidung. Glaube ist rational und vertrauenswürdig.
Zusammengefasst heißt das Ergebnis dieser Bemühungen ANSELMS ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u> an GOTT glauben, weil der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unlogisch ist. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
Zum Abschluss, und für eine bessere Verständlichkeit dieser Studie, hat die KI, der ich diese Studie für die Erstellung eines Podcast übergeben habe, eine, — sogar für Kinder —, verständliche Metapher kreiert. Sie sagt, man stelle sich vor ''':''' Es sei irgendwo ein ,Schatz’ vergraben, und es gäbe auch eine ,Schatzkarte’ für diesen ,Schatz’. Kurt GÖDEL ist nun gekommen, und hat mit seinem Kalkül bewiesen, dass diese ,Schatzkarte’ korrekt ist und fehlerfrei. Ob aber jemand, mit Hilfe dieser ,Schatzkarte’ auf ,Schatzsuche’ gehen will oder nicht ''':''' das ist und bleibt jedem selbst überlassen, und ist immer eine freie, und ganz persönliche Entscheidung. Damit hat die KI erstaunlich treffend, sowohl die Bedeutung, als auch die reale Funktion des GOTT-Glaubens in der Lebens-Wirklichkeit unserer Welt und Zeit charakterisiert, in Übereinstimmung mit der Gleichniserzählung JESU vom ,Schatz im Acker’; <small><span style="color:#00B000">( vgl. {{Bibel | Matthäus-Evangelium |13|44|EU}} )</span></small>. Der ,Schatz’ ist die <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>Βασιλεία του Θεού</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,Basileía tou Theoú’</span>, d.h. das <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>, oder auch das <span style="color:#CC66FF">»''Himmelreich''«</span>. Die ,Schatzkarte’ ist der Glaube an GOTT. Die ,Schatzsuche’ ist der Weg des Glaubens in der Nachfolge JESU, der uns den Weg zeigt zum Ziel, zur Erfüllung aller unserer Sehnsüchte und Wünsche ''':''' die Teilhabe am <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>.
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;Fußnoten
<references />
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1091254
1091249
2026-09-22T08:35:52Z
Santiago
19191
/* Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ */ Zusatz
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wikitext
text/x-wiki
[[Kategorie: Buch]]
{{Regal|ort=Philosophie}}
{{Vorlage:StatusBuch|9}}
==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">[ sonst wäre er sicher
nicht Erzbischof von Canterbury geworden ]</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">[ kosmologischen, teleologischen etc. ]</span> Gottesbeweis“</span> —, obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und das Theorem ANSELMS)</span>, auch nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, widerspruchfrei und daher wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, <span style="color:#FF6000">»''ohne jede Begrenzung gelten''«</span>; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den unbegrenzt Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheit und Begrenztheit, abgestuft, d.h. <span style="color:#FF6000">„analog"</span>, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare ,Bestimmungen‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> des Denkens und des Seins, die allen ,Seienden‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, mit ,modaler‘ Notwendigkeit, <span style="color:#4C58FF">— ‚□‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum unbegrenzt Unendlichen ihrer selbst, und <span style="color:#FF6000">»''dasjenige, was sie ausdrücken, drücken sie ohne jede Begrenzung aus''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>; und damit stehen sie ontologisch in einer <span style="color:#FF6000">„analogen"</span> ,Beziehung‘ zu GOTT, dem absolut Vollkommenen und unbegrenzt Unendlichen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. den scholastischen ,Merksatz‘ ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''□∀y'''‘ — </span> <span style="color:#FF6000">„wesentlich analog"</span> zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und als Wesenseigenschaften ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Die GÖDEL-Axiome und -Definitionen werden jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch"</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit ,Nicht-Transzendentalia‘, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘, belegt werden. <span style="color:#00B000">(Dieser ,Sachverhalt‘ wird von Kritikern des GÖDEL-Systems, — zu vorschnell —, verwendet, um ihre Behauptungen zu ,belegen‘, das GÖDEL-Kalkül und seine Konsequenzen seien ,falsch‘.)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> abgestuft, auf einen ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische, zusätzliche Unvollkommenheit, die sich generell in der notwendigen, und unausweichlichen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,prôton kinoûn akinêton‘</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,noêseôs noêsis‘ <small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem unbegrenzt Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die logische Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Logisch evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls in allen Beweisgängen ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die Transzendentalien, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, als Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass eine spezifische ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10:, 1. Hauptergebnis im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia oúsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">»''eine Abneigung gegen das Gebet hatte''«</span> und auch <span style="color:#FF6000">»''nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte''«</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, und mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist widerspruchsfrei möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT'' <span style="color:#00B000">['' <span style="color:#FF6000">»widerspruchsfrei«</span> '']</span> '',möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der annimmt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit wäre dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘. ]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>.
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome und Definitionen, wie GÖDEL sie konzipiert hat, bzw. ob die Theoreme und Korollare, die aus diesen Axiomen ,regulär’ (├ ) abgeleitet werden, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Formulierung und -Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief |11|6|LUT}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, ,bestimmt‘. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für GOTT'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, ''das Wesen'', <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, ''GOTTES'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>«</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe polytheïstisch, mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚ousía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia oúsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,oúsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist die unbegrenzte Summe der unendlichen Vollkommenheiten''«</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz''«</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn sowohl das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, als auch alle <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span> im Kalkül, für den Dreifaltigen GOTT der Christen stehen, was dann im Korollar-3, mit der Identität, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum selbst ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">| ,aídion kai ousía kai enérgeia oúsa‘ |</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span>»''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, ohne selbst ,entstanden‘ zu sein, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, immer schon ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, und damit ,erkannte‘, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' sowohl die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als auch das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.1)</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.2)</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist ohne zeitlichen Anfang, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Damit hat GÖDEL ein altes <span style="color:#4C58FF">„theologisches“</span> Theorem, philosophisch der Vergessenheit entrissen. Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage des MOSE ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘, im Dornbusch, thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>.
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ehe die Berge geboren wurden, ehe die Erde entstand und das Weltall erschaffen wurden, bist du, o GOTT, von Ewigkeit zu Ewigkeit''«</span>, <small>({{Bibel | Psalm |90|2|LUT}})</small>. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines zeitlos-ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''«</span>, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat; <span style="color:#00B000">( nachgestellt im Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem 586 v.Ch. durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, nach einem <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span>, dargestellt mit Term :09:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identität von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-ist-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird; jedoch nicht ohne uns. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS, die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span>, bzw. diese außergewöhnliche und einzigartige <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> von GOTT und Mensch, ist der wirkliche und historische Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt; vergegenwärtigt für jede Generation der Menschen in und durch die <span style="color:#4C58FF">„Kirche“</span> JESU CHRISTI.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ die <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Kalkül-Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃x'''‘ —</span>, von dem ein Christ sagen kann, dass es sowohl <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, immer schon ‚da’ war und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus, Korollar-3)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme für GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönenden‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Widerspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand, ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT im Theorem ANSELMS. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie KANTS ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die unbegrenzte Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört in GOTT zu den ,Transzendentalia’. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘, bzw. ,Denken‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS <span style="color:#FF6000">»</span>''in der Natur der Dinge'' <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> ''existiert''<span style="color:#FF6000">«</span>, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (d.h. mit dem Begriff ,GOTT‘, als der ,Größte‘, im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (der GOTT ANSELMS), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, widerspruchsfrei, logisch richtig, und damit sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>re</big></span>“</span>, die Natur)</span>, GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>natura rerum</big></span>“</span>)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> perspektivisch in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(Natur)</span>, GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. hier im Kontext ''':''' die exklusive Einheit von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS; von Vater, Sohn und Geist im <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>; die Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und die unbegrenzte Summeneinheit und Koinzidenz der unendlichen Transzendentalien in GOTT, ist, — mit HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. ——— Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den, an sich, notwendigen, ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, als ,Wesenseigenschaften‘ koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Definition-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>, und auf die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span> der Naturen von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS,
bzw. auch auf den inneren Zusammenhang der drei Buch-Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül, mit Hilfe von logischen Meta-Terme, adaptiert. Zusätzliche, notwendige Regeln und Gesetze werden dann ,benannt‘, wenn sie in der Kalkül-Durchführung auftreten.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{„aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{„X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{„X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{Freie-Um-Benennung der Individuum-Variable x in y } \\
\text{ ,modal‘-frei gewählte Kalkül-Prämisse ::} {\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{„Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}}\text{ ::} & \text{All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann} & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}}\text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder} & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im} & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion F} & \text{folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang; <span style="color:#00B000">(im ersten Beweisgang gibt es keine Definition)</span>. Wobei diese Definitionen auch nur dann <span style="color:#FF6000">„wahr und widerspruchsfrei”</span> sind, wenn ihre Eigenschafts-Variablen ausschließlich mit ,Transzendentalien‘ belegt werden. Andernfalls sind sie sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch”</span>. Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">»''das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig''«</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>''«</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist wesentlich göttlich''«</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für den GOTT der Christen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> ''das Wesen dieses GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>«</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Warum es in der modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, im GÖDEL-System, ,Definitionen‘ gibt, erklärt GÖDEL formal-syntaktisch ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Definitionen dienen ja nur der kürzeren Schreibwelse und sind daher prinzipiell überflüssig.''«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 6 in seinem Hauptwerk ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Über formal unentscheidbare Sätze der Principia Mathematica und verwandter Systeme I</big></span>''‘.)</span> Für die <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Interpretation und Hermeneutik seines Kalküls, sind die ,Definitionen‘ im GÖDEL-System jedoch wesentlich, und letztlich entscheidend. Erst dadurch wird sein Axiomensystem zur <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie”</span>. GÖDEL gibt selbst den hermeneutischen Hinweis dazu, wenn er über den höherstufigen Eigenschaftsbegriff <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> sagt, der nur ,indirekt‘ definiert wird, jedoch mit seinem gesamten Axiomensystem ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne, (unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span> Die Deutung dieses ,höherstufigen‘ Begriffs als ein anderes Wort für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> ergibt sich aus der <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Evaluierung, d.h. der Einordnung des GÖDEL-Systems in die ,laufende‘ <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span>, seit Menschen, sich über den Sinn der Welt und unseres Lebens in ihr, Gedanken machen. GOTT, der ,transzendent‘, — unabhängig —, zur Welt ist, ist Thema im Theorem ANSELMS, um das es ja im GÖDEL-Kalkül geht. Eine <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Hermeneutik des GÖDEL-Systems ist daher legitim, die, als ein Bemühen um ein überzeugendes Verstehen, aus dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Vorwissen vieler Generationen schöpft. Dieses ,Vorwissen‘ ist ,vorgängig‘ zum GÖDEL-System, und hat daher, — ,sachlich‘, und nicht nur ,zeitlich‘, — Priorität zum syntaktischen System GÖDELS; und ist damit legitim auch Interpretations-Vorgabe.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL, im 20. Jahrhundert, ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, <span style="color:#00B000">(speziell ,zugeschnitten‘ auf seinen ,ontologischen‘ Beweis)</span>, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, im 21. Jahrhundert, ist die kongeniale und logische Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze, mit Meta-Terme, dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme und Korollare, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, <span style="color:#00B000">[ in eckigen Klammern ]</span>, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ''„Benennungen“'')</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">'''AE:'''</span> Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang. Theoreme und Korollare sind ,modal‘ gleichwertig.
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponendo ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] } \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv denkbar“} & \ & \text{„Es ist widerspruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der GÖDEL-Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen GÖDEL-Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich damit sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> in unserer Welt gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der, nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> möglich und formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Term :27: ,besagt‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv, d.h. ohne Widerspruch möglich, dass es positive Eigenschaften gibt''«</span>; denn die Behauptung, <span style="color:#00B000">(Prämisse :02:)</span>, es sei nicht möglich, dass es positive Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(,Transzendentalia‘)</span>, in unserer Welt gibt, führt zu einem Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>, und ist daher falsch und ,unlogisch’. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften in der Welt'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''und damit auch die, die in GOTT sind''«</span>. <span style="color:#00B000">(Der 2. Beweisgang bestätigt, dass es in GOTT tatsächlich positive Eigenschaften gibt.)</span> Die ,Gleichwertigkeit‘ aller Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(ihre ,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei und sinnvoll, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, d.i. die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren, Individuum-Variablen. Dieses Term-Element ,gilt‘, mit Notwendigkeit allgemein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, jedoch nur für positive Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, und wird sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, Eigenschaften eingesetzt werden, die, — von Natur aus —, weder positiv noch negativ sind, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen, für beliebige positive Eigenschaften, ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der positiven Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung beliebiger positiver Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, bzw. ,Transzendentalia‘, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine, von zwei Eigenschafts-Variablen, durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer positiven Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘, positiven Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten, positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind. Mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, wird formal die <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> aller ,Transzententalia‘ in der Welt, und auch der ,Zusammenfall‘ aller Gegensätze in GOTT, abgebildet.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. <span style="color:#00B000">(In der mystischen Tradition, in der ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Legenda Maior‘</big></span>'' 92, über das Leben der Heiligen KATHARINA von Siena, Mystikerin und Lehrerin der Kirche, sagt GOTT-VATER zur KATHARINA ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weißt du, Meine Tochter, wer du bist und wer Ich bin'' '''?''' ''Du bist die, die nicht ist'', <span style="color:#00B000">[ aus dir selbst ]</span>, ''Ich aber bin derjenige, der IST'', <span style="color:#00B000">[ aus mir selbst ]</span>.«</span> Das ist eine wichtige, deutende Ergänzung, und die authentische <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation dieser Exodus Text-Stelle. Das ist der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichbarkeit“</span> GOTTES.)</span>
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Möglichkeits-Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Das Möglichkeits-Korollar-1 behält jedoch die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist damit nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
Das Modale-Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx, <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>, in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''gilt, und daraus logisch folgt, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''auch die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''gilt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar'' ''':''' ''es ist wahr, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''aus der Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''logisch folgt''«</span>. Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span> in Zeile 11 und Zeile 18 steht formal-syndaktisch, allgemein nur für ,Transzendentalia‘, und ist für alle ,Nicht-Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>. Dasselbe gilt auch für <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist sein Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist dann unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als ,modal‘ freigewählte Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es in GOTT auch so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften''«</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt''«</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘ und wahr, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis. Beide Aussagen im Term :23: interpretieren sich gegenseitig.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''alle Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der deswegen GOTT ist, weil er alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für ,GOTT‘. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Der GOTT der Christen'' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> '',existiert‘ für uns ,notwendig‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im-, und durch den 2. Beweisgang, im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen, bzw. verifiziert.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘, d.h. der Agnostizismus ist einfach nur ein ,logischer Irrtum‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Das Modale-Prinzip <span style="color:#4C58FF">['''RM''']</span> in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn es wahr ist, dass aus'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> ''ein'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> ''logisch folgt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar, dass, wenn'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist, auch'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist''«</span>. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> in Term :18: ist als ,modal notwendig‘ durch den Term :15: verifiziert '''!''' )</span>
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und eine <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupte Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens] :: [A → B, A├ B]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu verifizierten ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über den <span style="color:#4C58FF">[ Modus Barbara ] :: [ A → B, B → C ├ A → C ] </span>, mit dem modalen Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, als <span style="color:#4C58FF">‚B → C‘</span> im kategorischen Syllogismus, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘, nach ANSELM, die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte, auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen, d.h. transzendentalen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. als logisch annehmbar, verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. logisch annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> und ,logisch‘ annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL ,postulierte‘, und im Basis-Theorem-2 verifizierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Die GÖDEL-Erklärung zum Axiom-4 entspricht der Modal-Regel zur sog. ,Nezessisierung‘ in der KRIPKE-Logik nach GÖDEL. <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ] '''::''' [ ├ A →├ □ A ]</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Angenommen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''ist in einem Kalkül eine Prämisse, oder darin regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span> ''abgeleitet, dann folgt in diesem Kalkül regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span>, ''dass dieses'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''auch ,modal‘ notwendig'' <span style="color:#4C58FF">— ,□‘ —</span> ''ist''«</span>. GÖDEL hat jedoch diese modale Notwendigkeit nur in der ,Natur‘ der positiven Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, gesehen, und mit den Aussagen im Axiom-4 expliziert ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt, nur dann sind die Axiome wahr''«</span>. Ob dieselbe modale ,Notwendigkeit‘ auch auf Aussagen über Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘, die weder positiv noch negativ sind, zutrifft, ist nicht erwiesen. Hier kann nur von modaler ,Kontingenz‘ gesprochen werden, die universal, alles Seiende innerhalb der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> betrifft. Somit sind die Aussagen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''A'''‘ —</span> in der GÖDEL-Regel, nur auf Aussagen über ,positive‘ Eigenschaften eingeschränkt, und nicht allgemein gültig. Die <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ]</span> ist nur für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“ „modal wahr“</span>, und für ,Nicht-Transzendentalia‘ immer <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>.
Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ und ,Zuschreibungen‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Dieses Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigartigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ diese Theoreme damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Die Definition-2 ist nur dann <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit positive Eigenschaften, d.h. mit <span style="color:#FF6000">„Transzendentalien“</span>, besetzt werden. Diese Definition ist jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn ihre Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem ,Einen‘, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen aller Gegensätze in Einem‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, den schon der Philosoph und Kardinal NIKOLAUS von Kues als <span style="font-family: Times;"><big>,coincidentia oppositorum‘</big></span> verstanden hat.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt''«</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">»''Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES''«</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT''«</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ und unsinnig ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘, d.h. Term :10: ist der Ausdruck einer ,Glaubensüberzeugung‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang. Dem geht folgende Beobachtung voraus ''':''' Der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, hat in seiner syntaktischen Stellung hier, im Theorem-3, nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist damit, in seiner Position als Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, auch nicht mehr davon syntaktisch abhängig, sondern stützt sich formal-syntaktisch nur auf die behauptete Möglichkeit GOTTES; daher muss diese ,angenommene‘ Möglichkeit noch bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘, der diesen Zusammenhang, und seinen Mangel, erkannt hat ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen'' <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Entscheidend dafür ist der mathematisch-logische Beweis GÖDELS, dass der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften, bzw. ,Transzendentalia‘.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Glaubensprämisse ''':''' Term :01:. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Weil es <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> ist, dass die Transzendentalien, bzw. die Vollkommenheiten ontologisch, — dem Sein nach —‚ alle <span style="color:#00B000">(zueinander)</span> widerspruchsfrei, und alle <span style="color:#00B000">(miteinander)</span> gleichwertig sind, ist es auch <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, dass es möglich ist, dass GOTT, — dem Sein nach —‚ da ist, <span style="color:#00B000">(d.h. existiert)</span>, der die unbegrenzte Summe aller ultimativen Transzendentalia, bzw. der unendlichen Vollkommenheiten allen Grades ist, wie es der ,christliche Glaube‘ des Erzbischofs ANSELM und seiner Anvertrauten ,annimmt‘.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist notwendig falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A, A→B ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' <span style="color:#00B000">( Dieser Beweisgang ist praktisch identisch mit dem 1. Beweisgang, jedoch gestrafft und präzisiert nach G.J.WIRSCHING. Diese Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens beginnt sofort mit dem Korollar-1 <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> aus dem 1. Beweisgang, als in Frage gestelltes ,Theorem‘, und beweist, ohne das Axiom-3 <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, und ohne die GÖDEL-Prämisse <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span>, in einem Zwischenergebnis, die innere Widersprüchlichkeit und damit auch die Unhaltbarkeit der atheistischen Glaubens-Annahme, aus rein logischen ,Gründen‘, bzw. Axiomen. )</span>
Dieser Beweisgang geht von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, als Glaubens-Annahme, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden muss. Denn mit der Behauptung der Existenz GOTTES allein ist es nicht getan. Es muss auch seine ,Möglichkeit‘, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT bewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür die Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. die Transzendentalien)</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(was im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, auch GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; das dann im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz von ,Transzendentalien‘ in der Welt, ist ein, mit Beispielen belegbares, allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert. Das Axiom-2 wird jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn seine Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind, die keine ,Transzendentalia‘ sind.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT <span style="color:#FF6000">„unvergleichlich“</span> ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚IST‘'' <span style="color:#00B000">(aus mir selbst)</span>«</span>, der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Unlogische und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel, für zwei ,wahre‘ <span style="color:#4C58FF">— W —</span> ,materiale Implikationen‘, in denen die Voraussetzung jeweils falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, ist, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, sequitur quotlibet, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, etiam verum, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, in einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, auch mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''GOTT ist nicht''<span style="color:#FF6000">«</span>. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' ''<span style="color:#FF6000">»</span>Es ist unmöglich, dass GOTT ist''<span style="color:#FF6000">«</span>. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, dessen ,Existenz‘ jedoch, aus dem ,Glauben‘, im Voraus, schon angenommen worden ist. Dieser Sachverhalt ist das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Das Möglichkeits-Korollar-1 muss jetzt immer, wie folgt, gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist <u>widerspruchfrei</u> möglich, dass GOTT ist''«</span>. Damit hat GÖDEL, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! KANT verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist, — wie KANT sagt —, kein ,reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. Jedoch in GOTT ist ,Sein‘ ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist ,real‘ die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns, — aus Liebe —, immer schon ,da‘ ist ''':''' in der ,Hypostatischen Union‘, sowohl als GOTT von Ewigkeit zu Ewigkeit, als auch als Mensch in unserer Zeitlichkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht —, sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein, indem er für den GOTT ANSELMS annimmt ''':''' GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert, <span style="color:#00B000">(was ANSELM nie gesagt hat)</span>. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. Thomas verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. Weder THOMAS, noch KANT, haben verstanden, worum es ANSELM mit der Aufstellung seines Theorems eigentlich ging. Die Existenz GOTTES wurde von ANSELM nie in Frage gestellt. Für ANSELM wäre es ,Unsinn‘, einen Beweis für die Existenz GOTTES verlangen zu wollen. Ihm ging es um die Frage, ob es logisch ,sinnvoll‘ und ,vernünftig‘ ist, an GOTT zu glauben; und kein ,Sprung‘ ins Ungewisse, d.h. ob der Glaube rational und vertrauenswürdig ist. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logische Evidenz''«</span>, und damit auch für die ,Vernünftigkeit‘, bzw. ,Rationalität‘ des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, <span style="color:#00B000">(und auch des ägyptischen Pharaos ECHNATON und seiner Frau NOFRETETE)</span>, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, ,vernünftig‘, und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein ,spekulierender‘ Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt'' ''':''' ''das ist ,wahr‘ wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist ein allgemein gültiges Faktum unserer Welt, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unsinnig ist, und daher, mit Recht, als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL, in seiner Bedeutung, in gewisser Weise, neben KOPERNIKUS, weil seine Kalkül-Ergebnisse, wie die Berechnungs-Ergebnisse dieses Pioniers der damaligen Zeitenwende, heute, in unserem Äon, ebenfalls mit eingefleischte Vorurteile aufräumen, ohne aber, dass GÖDEL für sich selbst, im Glauben, logisch konsequent gewesen wäre. <span style="color:#00B000">(Er ist sich der Tragweite und der Konsequenzen seiner <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> anscheinend nicht bewusst gewesen, wenn er sagt ''':''' Man sei heute noch <span style="color:#FF6000">»''weit davon entfernt, das theologische Weltbild wissenschaftlich begründen zu können''«</span>, nachdem sein Kalkül das <span style="color:#FF6000">„atheistische Weltbild“</span> fundamental ins Wanken gebracht und als irrationalen ,Unsinn‘ entlarvt hat. Sein Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) indirekt, dass das <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltbild''«</span>, im Beweisgang ,Widerlegung‘, aus dem Widerspruch des Gegenteils, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span>, offensichtlich doch, wissenschaftlich begründet werden kann)</span>.
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Kurt GÖDEL ist auch deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung dieses Beweises keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den Gott der Christen''«</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem ,regulär‘-möglichen Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie vorhin, im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es GOTT gibt''«</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist unmöglich, dass es GOTT gibt''«</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit der Möglichkeit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem ANSELMS geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig, schon immer existiert, und beweist, mit dem GÖDEL-Kalkül, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL abschließend sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden. Für den Erzbischof ANSELM war die Existenz GOTTES, überall und jederzeit, die ungefragte und für ihn die selbstverständlichste Voraussetzung aller seiner Bemühungen, in seinem Leben, und in seinem Beruf als christlicher Amtsträger, und auch als Theologe in den philosophischen Überlegungen über seinen Glauben. Mit diesen Überlegungen hat er, mit GÖDEL, bewiesen ''':''' Glaube ist nicht irrational, kein Sprung ins Unbekannte, sondern eine freie, vernünftige Entscheidung. Glaube ist rational und vertrauenswürdig.
Zusammengefasst heißt das Ergebnis dieser Bemühungen ANSELMS ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u> an GOTT glauben, weil der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unlogisch ist. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
Zum Abschluss, und für eine bessere Verständlichkeit dieser Studie, hat die KI, der ich diese Studie für die Erstellung eines Podcast übergeben habe, eine, — sogar für Kinder —, verständliche Metapher kreiert. Sie sagt, man stelle sich vor ''':''' Es sei irgendwo ein ,Schatz’ vergraben, und es gäbe auch eine ,Schatzkarte’ für diesen ,Schatz’. Kurt GÖDEL ist nun gekommen, und hat mit seinem Kalkül bewiesen, dass diese ,Schatzkarte’ korrekt ist und fehlerfrei. Ob aber jemand, mit Hilfe dieser ,Schatzkarte’ auf ,Schatzsuche’ gehen will oder nicht ''':''' das ist und bleibt jedem selbst überlassen, und ist immer eine freie, und ganz persönliche Entscheidung. Damit hat die KI erstaunlich treffend, sowohl die Bedeutung, als auch die reale Funktion des GOTT-Glaubens in der Lebens-Wirklichkeit unserer Welt und Zeit charakterisiert, in Übereinstimmung mit der Gleichniserzählung JESU vom ,Schatz im Acker’; <small><span style="color:#00B000">( vgl. {{Bibel | Matthäus-Evangelium |13|44|EU}} )</span></small>. Der ,Schatz’ ist die <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>Βασιλεία του Θεού</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,Basileía tou Theoú’</span>, d.h. das <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>, oder auch das <span style="color:#CC66FF">»''Himmelreich''«</span>. Die ,Schatzkarte’ ist der Glaube an GOTT. Die ,Schatzsuche’ ist der Weg des Glaubens in der Nachfolge JESU, der uns den Weg zeigt zum Ziel, zur Erfüllung aller unserer Sehnsüchte und Wünsche ''':''' die Teilhabe am <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>.
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;Fußnoten
<references />
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Santiago
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/* Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ */ Unterstrich
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wikitext
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[[Kategorie: Buch]]
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==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>==
<span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃
(Psalm 14,1)</div></big></span>
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>===
Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">[ sonst wäre er sicher
nicht Erzbischof von Canterbury geworden ]</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">[ kosmologischen, teleologischen etc. ]</span> Gottesbeweis“</span> —, obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' ... Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und das Theorem ANSELMS)</span>, auch nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. GOTT hat es nicht nötig, ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> zu werden.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>===
Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel, sondern, es setzt die Existenz eines GOTTES, einfach als gegeben, schon voraus. GÖDEL beweist dann mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, widerspruchfrei und daher wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span>
Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>.
Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span>
Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>===
Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span>
::Und er fügt in Klammer hinzu ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref>
GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Vorlieben. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref>
Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, <span style="color:#FF6000">»''ohne jede Begrenzung gelten''«</span>; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese <span style="color:#FF6000">„analoge"</span> ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den unbegrenzt Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheit und Begrenztheit, abgestuft, d.h. <span style="color:#FF6000">„analog"</span>, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare ,Bestimmungen‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> des Denkens und des Seins, die allen ,Seienden‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span>, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(bzw. Unvollkommenheiten)</span>, mit ,modaler‘ Notwendigkeit, <span style="color:#4C58FF">— ‚□‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum unbegrenzt Unendlichen ihrer selbst, und <span style="color:#FF6000">»''dasjenige, was sie ausdrücken, drücken sie ohne jede Begrenzung aus''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>; und damit stehen sie ontologisch in einer <span style="color:#FF6000">„analogen"</span> ,Beziehung‘ zu GOTT, dem absolut Vollkommenen und unbegrenzt Unendlichen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. In der Seinsordnung sind die Transzendentalien ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, <span style="color:#00B000">(vgl. z. B. den scholastischen ,Merksatz‘ ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>,ens et verum convertuntur‘</big></span>)</span>. Damit sind sie auch von einander abhängig, was GÖDEL sowohl im Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, für positive Eigenschaften, als auch in der Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, und in der Definition-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''y'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''□∀y'''‘ — </span> <span style="color:#FF6000">„wesentlich analog"</span> zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematisch-logische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2, in sein Kalkül explizit eingeführt und als Wesenseigenschaften ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Die GÖDEL-Axiome und -Definitionen werden jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch"</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit ,Nicht-Transzendentalia‘, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘, belegt werden. <span style="color:#00B000">(Dieser ,Sachverhalt‘ wird von Kritikern des GÖDEL-Systems, — zu vorschnell —, verwendet, um ihre Behauptungen zu ,belegen‘, das GÖDEL-Kalkül und seine Konsequenzen seien ,falsch‘.)</span>
Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, <span style="color:#FF6000">„analogisch"</span> abgestuft, auf einen ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gut und edel)</span>, manifestieren, relativ zum ,ultimativ‘-unbegrenzten Bezugspunkt ihrer selbst. Die faktische, zusätzliche Unvollkommenheit, die sich generell in der notwendigen, und unausweichlichen Vergänglichkeit aller Dinge zeigt, ist einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat.
Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,prôton kinoûn akinêton‘</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ des ARISTOTELES benutzt, ohne diese Herkunft explizit referenziert zu haben. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,noêseôs noêsis‘ <small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, und der innere Zusammenhang der <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist.
Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem unbegrenzt Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die logische Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Logisch evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige, und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der ,bewiesenen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>.
Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable, <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span>, binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und mehrere Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls in allen Beweisgängen ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem, <span style="color:#00B000">(und das Korollar aus Axiom-4)</span>, sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die Transzendentalien, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, als Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass eine spezifische ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der <span style="color:#FF6000">»''mathematischen Evidenz''«</span> des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden.
Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>)</span> formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der auch allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>===
Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘</big></span>'', <span style="color:#00B000">(1704)</span>‚ ''<span style="font-family: Times;"><big>Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f.
Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht vom biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''«</span> ]</span>, ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10:, 1. Hauptergebnis im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span>
<span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia oúsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ im 2. Beweisgang GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist genau dann der GOTT der Christen, wenn das Wesen dieses GOTTES sein eigenes Sein ist''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘, übereinstimmend mit dem Theorem des ARISTOTELES. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT, der <span style="color:#FF6000">»''eine Abneigung gegen das Gebet hatte''«</span> und auch <span style="color:#FF6000">»''nie zu den sonntäglichen Kirchgängern zählte''«</span><ref>Uwe SCHULTZ ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Immanuel Kant</big></span>''‘, Rowohlt Monographie 50659, Seite 12</ref>, hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option. Die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, als Wissenschaft von GOTT, die natürlich immer auch verbunden sein muss mit der täglichen ,Erfahrung‘ einer Glaubens-Praxis, im Gebet und in den Gottesdienst-Feiern des <span style="color:#4C58FF">„Theologen“</span>, und die daraus entsteht, ist eine ziemlich ,ausgereifte‘ Disziplin. Es haben sich, durch Jahrhunderte hindurch, viele gläubige und auch gescheite Menschen, schon im Judentum, und dann im Christentum, und ebenfalls im Islam, darum bemüht.)</span>
:: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span> '''::''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, und mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist widerspruchsfrei möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT'' <span style="color:#00B000">['' <span style="color:#FF6000">»widerspruchsfrei«</span> '']</span> '',möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ '''::''' <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> '''::''' für jede mögliche Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der annimmt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt der Möglichkeitsbeweis im GÖDEL-Kalkül an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit wäre dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘. ]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 12</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span>.
Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte.
Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ z. B. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E. ''':''' ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, Hg. B.BULDT et alia, Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Band 1</ref>
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>===
Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome und Definitionen, wie GÖDEL sie konzipiert hat, bzw. ob die Theoreme und Korollare, die aus diesen Axiomen ,regulär’ (├ ) abgeleitet werden, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Formulierung und -Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170.
Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>.
‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'', <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span>
Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann.
In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ von mir. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span>
Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief |11|6|LUT}})</small>)</span>
Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>===
Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt, <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span>, den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘, als <span style="color:#FF6000">„Prämisse“</span>, eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. Beweisgang, dem Basisbeweis, und im 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">‚'''PX'''‘</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>.
In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, ,bestimmt‘. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für GOTT'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, ''das Wesen'', <span style="color:#4C58FF">—<sub>ess</sub>—, </span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, ''GOTTES'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>«</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe polytheïstisch, mehrere ,göttliche Wesen‘, bzw. ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span>
<div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „'''G'''öttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „'''G'''OTT-Sein“</span> </div>
Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''Sein ist kein reales Prädikat''«</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche, ontologische Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚ousía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span>
Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚ousía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia oúsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,oúsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist die unbegrenzte Summe der unendlichen Vollkommenheiten''«</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz''«</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, syntaktisch formalisiert hat, wenn sowohl das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, als auch alle <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span> im Kalkül, für den Dreifaltigen GOTT der Christen stehen, was dann im Korollar-3, mit der Identität, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, bzw. der Koinzidenz beider Individuum-Variablen, explizit gezeigt wird.
Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum selbst ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">| ,aídion kai ousía kai enérgeia oúsa‘ |</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — ''<span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ ein Existierendes, das alles Übrige ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span>»''das ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span>
Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, ohne selbst ,entstanden‘ zu sein, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, immer schon ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, und damit ,erkannte‘, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>.
Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' sowohl die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als auch das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.1)</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#00B000">(Theorem-2.2)</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist ohne zeitlichen Anfang, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':'''
<div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div>
Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Damit hat GÖDEL ein altes <span style="color:#4C58FF">„theologisches“</span> Theorem, philosophisch der Vergessenheit entrissen. Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage des MOSE ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘, im Dornbusch, thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small>.
Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ehe die Berge geboren wurden, ehe die Erde entstand und das Weltall erschaffen wurden, bist du, o GOTT, von Ewigkeit zu Ewigkeit''«</span>, <small>({{Bibel | Psalm |90|2|LUT}})</small>. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span>
Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines zeitlos-ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unlogisch‘ und ,unsinnig‘, weil die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''«</span>, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat; <span style="color:#00B000">( nachgestellt im Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderbt, handeln abscheulich; da ist keiner, der Gutes tut''«</span>. Historischer Hintergrund zu diesem Psalm-Text ''':''' Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem 586 v.Ch. durch die Truppen des NEBUKADNEZAR II.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten.
Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, nach einem <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span>, dargestellt mit Term :09:.
<span style="color:#00B000">(Die ontologische Identität von Dasein und Wesen in GOTT, ist die, für uns, <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> konkret ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist verwirklicht worden in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen, in seiner Kindwerdung in Bethlehem, durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name'', <span style="color:#00B000">[ sein Wesen ]</span>, ''ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-ist-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird; jedoch nicht ohne uns. Die <span style="color:#4C58FF">„Menschwerdung“</span> GOTTES in JESUS CHRISTUS, die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span>, bzw. diese außergewöhnliche und einzigartige <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> von GOTT und Mensch, ist der wirkliche und historische Beginn der <span style="color:#4C58FF">„Erlösung“</span> des Menschen und der Welt; vergegenwärtigt für jede Generation der Menschen in und durch die <span style="color:#4C58FF">„Kirche“</span> JESU CHRISTI.)</span>
Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>.
Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in den Ressourcen dieses Beweisganges ''':''' in der Definition-3, und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>===
<div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div>
KANT sagt ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als ,wirklich‘ bloß gedachten Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>.
GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ die <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Kalkül-Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃x'''‘ —</span>, von dem ein Christ sagen kann, dass es sowohl <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, immer schon ‚da’ war und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus, Korollar-3)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme für GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span>
Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönenden‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Widerspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>.
<span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.i. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand, ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, wenn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur dem Irrtum einer falschen System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT im Theorem ANSELMS. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, — das ist das, als ,wirklich‘ bloß nur ,gedachte‘ Ding —, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie KANTS ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span>
Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS.
<div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div>
Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':'''
<span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>.
Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die unbegrenzte Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘ in GOTT)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört in GOTT zu den ,Transzendentalia’. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>.
Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, für uns mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 2. Beweisgang aus Term :16: ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein ,regulär‘-mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span>.
Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen.
'''Resümee :'''
Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren.
Kurt GÖDEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span>
Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben, die belegen, dass er sich bei GOTT geirrt, und die Funktion des christlichen Glaubens für die Philosophie falsch eingeschätzt hat)</span> ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span>
Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen’</span> Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘.
Dazu der Kommentar von HEGEL ''':'''
::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘, bzw. ,Denken‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«, <small>{{Bibel | Genesis |1|3|EU}}</small>;</span> oder auch ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da''«,</span> <small>{{Bibel | Psalm |33|9|EU}}</small>.]</span>«</span>
Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe und unserer Welt gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, auch ,einfache Modelle‘ von unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘, wenn er sagt ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS <span style="color:#FF6000">»</span>''in der Natur der Dinge'' <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> ''existiert''<span style="color:#FF6000">«</span>, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (d.h. mit dem Begriff ,GOTT‘, als der ,Größte‘, im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (der GOTT ANSELMS), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, widerspruchsfrei, logisch richtig, und damit sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>re</big></span>“</span>, die Natur)</span>, GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>natura rerum</big></span>“</span>)</span> der ,raum-zeitlichen‘ Welt der Dinge ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> perspektivisch in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit, <span style="color:#00B000">(Natur)</span>, GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘.
Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. hier im Kontext ''':''' die exklusive Einheit von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS; von Vater, Sohn und Geist im <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>; die Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und die unbegrenzte Summeneinheit und Koinzidenz der unendlichen Transzendentalien in GOTT, ist, — mit HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span>
Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. ——— Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den, an sich, notwendigen, ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, als ,Wesenseigenschaften‘ koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Definition-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3.
Wenn im Korollar-3 das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> z. B. für GOTT, dem ,Vater‘ der Christen, und das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''y'''‘ —</span> für GOTT, dem ,Sohn‘, d.h. für ,JESUS CHRISTUS‘ steht, oder für den ,HEILIGEN GEIST‘, <span style="color:#00B000">(den ,Dreifaltigen GOTT‘ der Christenheit)</span>; oder auch für die Gottesbezeichnung ,GOTT-ADONAI‘ der Juden, oder für die Gottesbezeichnung ,ALLAH‘ der Muslime steht, dann weist dieses Korollar, für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∀y'''‘ —</span>, mit der ,ontologischen Identität‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x=y'''‘ —</span>, auf die ,Koinzidenz‘ des <span style="color:#4C58FF">„Dreifaltigen“</span>, und auf die <span style="color:#4C58FF">„Hypostatische Union“</span> der Naturen von GOTT und Mensch in JESUS CHRISTUS,
bzw. auch auf den inneren Zusammenhang der drei Buch-Religionen hin.
===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>===
In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül, mit Hilfe von logischen Meta-Terme, adaptiert. Zusätzliche, notwendige Regeln und Gesetze werden dann ,benannt‘, wenn sie in der Kalkül-Durchführung auftreten.
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div>
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<small>
<math>\begin{align}
{\color{blue}\text{ ◇}} \text{ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & {\color{blue}\text{ □}} \text{ :: notwendig ↔ wirklich, für jede mögliche Welt ↔ exklusiv} \\
\text{logischer Meta-Term ::} {\color{blue}\text{ [ A ├ B ]}} \text{ ::} & \text{„aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.“} \\
\text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine Eigenschaft);} & \text{die Aussage, z.B. in der Kalkül-Zeile 10, wird als ,Term :10:‘ bezeichnet} \\
{\color{blue}\text{ AE}} \text{ ::} & \text{Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\
{\color{blue}\text{ Xx}} \text{ ::} & \text{„X ist eine Eigenschaft der Individuum-Variable x.“ } \\
{\color{blue}\text{ ¬PX}} \text{ ::} & \text{„X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\
{\color{blue}\text{ Instanz(X := Y)}} \text{ ::} & \text{Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\
\text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\
{\color{blue}\text{ FUB(x := y)}} \text{ ::} & \text{Freie-Um-Benennung der Individuum-Variable x in y } \\
\text{ ,modal‘-frei gewählte Kalkül-Prämisse ::} {\color{blue}\text{ Gx}} \text{ ::} & \text{„Die Variable x steht für den GOTT der Christen.“ } \\
{\color{blue}\text{ [ G(y) ├ ⱯyG(y) ]}}\text{ ::} & \text{All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\
\text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann} & \text{folgt ,regulär‘ (├ ), dass auch jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\
{\color{blue}\text{[ ⱯXA(X) ├ A(X) ]}}\text{ ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\
\text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder} & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\
{\color{blue}\text{ KOMM(↔)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (A↔ B) ↔ (B ↔ A) ]}} \text{ :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\
{\color{blue}\text{ DIST(□∧)}}\text{ ::} & \;{\color{blue}\text{[ (□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B) ]}} \text{ :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\
\text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, A ├ B ]}} \text{ :: (Modus ponendo ponens) :: Abtrennregel.} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\
\text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;{\color{blue}\text{[ A → B, ¬B ├ ¬A ]}} \text{ :: (Modus tollendo tollens)} \\
\text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist,} & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\
\text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ A ├ B ╞ A → B ]}} \text{ :: (logische Implikation)} \\
\text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im} & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\
\text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;{\color{blue}\text{[ ├ ¬A → F ╞ A ]}} \text{ :: (Reductio ad absurdum)} \\
\text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion F} & \text{folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref>
Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang; <span style="color:#00B000">(im ersten Beweisgang gibt es keine Definition)</span>. Wobei diese Definitionen auch nur dann <span style="color:#FF6000">„wahr und widerspruchsfrei”</span> sind, wenn ihre Eigenschafts-Variablen ausschließlich mit ,Transzendentalien‘ belegt werden. Andernfalls sind sie sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch”</span>. Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergebnis ,regulär‘ abgeleitet, <span style="color:#00B000">(,errechnet‘)</span>, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist.
Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der ,modalen‘ Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">»''das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> existiert notwendig''«</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ </span>''«</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''ist wesentlich göttlich''«</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''für den GOTT der Christen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, ''steht, dann ist GOTT-Sein'', <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> ''das Wesen dieses GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>«</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein.
Warum es in der modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, im GÖDEL-System, ,Definitionen‘ gibt, erklärt GÖDEL formal-syntaktisch ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Definitionen dienen ja nur der kürzeren Schreibwelse und sind daher prinzipiell überflüssig.''«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 6 in seinem Hauptwerk ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Über formal unentscheidbare Sätze der Principia Mathematica und verwandter Systeme I</big></span>''‘.)</span> Für die <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Interpretation und Hermeneutik seines Kalküls, sind die ,Definitionen‘ im GÖDEL-System jedoch wesentlich, und letztlich entscheidend. Erst dadurch wird sein Axiomensystem zur <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie”</span>. GÖDEL gibt selbst den hermeneutischen Hinweis dazu, wenn er über den höherstufigen Eigenschaftsbegriff <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> sagt, der nur ,indirekt‘ definiert wird, jedoch mit seinem gesamten Axiomensystem ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne, (unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span> Die Deutung dieses ,höherstufigen‘ Begriffs als ein anderes Wort für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> ergibt sich aus der <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Evaluierung, d.h. der Einordnung des GÖDEL-Systems in die ,laufende‘ <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span>, seit Menschen, sich über den Sinn der Welt und unseres Lebens in ihr, Gedanken machen. GOTT, der ,transzendent‘, — unabhängig —, zur Welt ist, ist Thema im Theorem ANSELMS, um das es ja im GÖDEL-Kalkül geht. Eine <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Hermeneutik des GÖDEL-Systems ist daher legitim, die, als ein Bemühen um ein überzeugendes Verstehen, aus dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen”</span> Vorwissen vieler Generationen schöpft. Dieses ,Vorwissen‘ ist ,vorgängig‘ zum GÖDEL-System, und hat daher, — ,sachlich‘, und nicht nur ,zeitlich‘, — Priorität zum syntaktischen System GÖDELS; und ist damit legitim auch Interpretations-Vorgabe.
Um philosophische, und sogar <span style="color:#4C58FF">„theologische”</span> Theoreme exakt zu formulieren, und untersuchen zu können, hat der Ausnahmelogiker GÖDEL, im 20. Jahrhundert, ein Tor aufgestoßen, das uns ermöglichen kann, <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, und logisch objektiv nachprüfbar, in diesen Disziplinen zu argumentieren. Mit seiner modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe, <span style="color:#00B000">(speziell ,zugeschnitten‘ auf seinen ,ontologischen‘ Beweis)</span>, hat GÖDEL dem alten Wunsch eines Raimundus LULLUS, eines Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, eines Immanuel KANT, und anderer, nach einer nachprüfbaren ,Universalsprache‘ in den Geisteswissenschaften, entsprochen; analog zur Mathematik, als Universalsprache in den Naturwissenschaften. Der sog. ,Theorembeweiser‘ der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO, mit Hilfe eines Computers, im 21. Jahrhundert, ist die kongeniale und logische Folge aus diesem Quanten-Schritt GÖDELS.
In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze, mit Meta-Terme, dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Die GÖDEL Axiome und Definitionen, die Theoreme und Korollare, die Zwischenergebnisse, das Endergebnis, und die logischen Meta-Terme, <span style="color:#00B000">[ in eckigen Klammern ]</span>, werden kontextabhängig, <span style="color:#00B000">(durch ''„Benennungen“'')</span>, interpretiert, <span style="color:#00B000">(angezeigt durch ,Interpretationspunkte‘ — '''::''' —, falls nötig)</span>. Der jeweilige Beweisgang wird in den Anmerkungen ausführlich und umfassend kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">'''AE:'''</span> Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem modalen Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang. Theoreme und Korollare sind ,modal‘ gleichwertig.
====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\
\text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\
\text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\
\text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponendo ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\
\text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\
\text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\
\text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\
\text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\
\text{18} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] } \\
\text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\
\text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\
\text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\
\text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\
\text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv denkbar“} & \ & \text{„Es ist widerspruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der GÖDEL-Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen GÖDEL-Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich damit sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span>
Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als Kalkül-Ressource, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> in unserer Welt gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der, nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> möglich und formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Term :27: ,besagt‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv, d.h. ohne Widerspruch möglich, dass es positive Eigenschaften gibt''«</span>; denn die Behauptung, <span style="color:#00B000">(Prämisse :02:)</span>, es sei nicht möglich, dass es positive Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(,Transzendentalia‘)</span>, in unserer Welt gibt, führt zu einem Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>, und ist daher falsch und ,unlogisch’. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften in der Welt'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''und damit auch die, die in GOTT sind''«</span>. <span style="color:#00B000">(Der 2. Beweisgang bestätigt, dass es in GOTT tatsächlich positive Eigenschaften gibt.)</span> Die ,Gleichwertigkeit‘ aller Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(ihre ,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘ sind, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei und sinnvoll, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ,ohne Widerspruch‘ ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist auch ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich, für jede mögliche Welt«</span>'' gibt ''':''' Term :11: im 3. Beweisgang. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, d.i. die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens.
Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 über die ,Wesenseigenschaften‘, im 2. Beweisgang, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren, Individuum-Variablen. Dieses Term-Element ,gilt‘, mit Notwendigkeit allgemein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x'''‘ —</span>, jedoch nur für positive Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, und wird sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, Eigenschaften eingesetzt werden, die, — von Natur aus —, weder positiv noch negativ sind, wie z. B. ,rot‘ oder ,schwer‘. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen, für beliebige positive Eigenschaften, ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der positiven Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung beliebiger positiver Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, bzw. ,Transzendentalia‘, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine, von zwei Eigenschafts-Variablen, durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer positiven Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘, positiven Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik, weil alle relevanten, positiven Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Transzendentalia“</span>, immer auch miteinander kompatibel sind. Mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, wird formal die <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span> aller ,Transzententalia‘ in der Welt, und auch der ,Zusammenfall‘ aller Gegensätze in GOTT, abgebildet.
Da die Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span>
GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. <span style="color:#00B000">(In der mystischen Tradition, in der ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Legenda Maior‘</big></span>'' 92, über das Leben der Heiligen KATHARINA von Siena, Mystikerin und Lehrerin der Kirche, sagt GOTT-VATER zur KATHARINA ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weißt du, Meine Tochter, wer du bist und wer Ich bin'' '''?''' ''Du bist die, die nicht ist'', <span style="color:#00B000">[ aus dir selbst ]</span>, ''Ich aber bin derjenige, der IST'', <span style="color:#00B000">[ aus mir selbst ]</span>.«</span> Das ist eine wichtige, deutende Ergänzung, und die authentische <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation dieser Exodus Text-Stelle. Das ist der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichbarkeit“</span> GOTTES.)</span>
Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref>
In der Kalkül-Zeile 29 wird das Möglichkeits-Korollar-1 durch einen <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponens ]</span> mit Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: ,abgekoppelt‘, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Das Möglichkeits-Korollar-1 behält jedoch die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist damit nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen.
Das Modale-Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx, <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>, in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''gilt, und daraus logisch folgt, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''auch die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''gilt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar'' ''':''' ''es ist wahr, dass mit ,modaler‘ Notwendigkeit'' <span style="color:#00B000">( □ )</span>, ''für alle'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''aus der Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''die Aussage'' <span style="color:#4C58FF">‚'''B'''‘</span> ''logisch folgt''«</span>. Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀xXx'''‘ —</span> in Zeile 11 und Zeile 18 steht formal-syndaktisch, allgemein nur für ,Transzendentalia‘, und ist für alle ,Nicht-Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>. Dasselbe gilt auch für <span style="color:#4C58FF">['''RK''']</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
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! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
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<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\
\text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\
\text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\
\text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\
\text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\
\text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist sein Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\
\text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\
\text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\
\text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\
\text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\
\text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\
\text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\
\text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\
\text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\
\text{15} &\quad \Box \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\
\text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\
\text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\
\text{18} &\quad \Box \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\
\text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\
\text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\
\text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\
\text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\
\text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\
\text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\
\text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\
\text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\
\text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\
\text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\
\text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\
\text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\
\text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\
\text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\
\text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
<span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile, oder ein Text-Element, zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span>
Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist dann unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span>
Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als ,modal‘ freigewählte Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''allgemeinen positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span>, im Bezug auf GOTT hinterfragt ''':''' Gibt es in GOTT auch so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''in GOTT keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die <span style="color:#00B000">(wesentlichen)</span> Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘ und ,widerspruchsfrei‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften''«</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt''«</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!'''
Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘ und wahr, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis. Beide Aussagen im Term :23: interpretieren sich gegenseitig.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''alle Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der deswegen GOTT ist, weil er alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für ,GOTT‘. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span>
Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Der GOTT der Christen'' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> '',existiert‘ für uns ,notwendig‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das ,regulär‘-mögliche Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im-, und durch den 2. Beweisgang, im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen, bzw. verifiziert.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — ist unlogisch und daher ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘ zu den Annahmen über die Existenz GOTTES, ob oder nicht, <span style="color:#00B000">(d.h. ein ,methodologischer‘ Agnostizismus)</span>, ist gegen jede ,Logik‘; und ist auch ,falsch‘, d.h. der Agnostizismus ist einfach nur ein ,logischer Irrtum‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen.
Das Modale-Prinzip <span style="color:#4C58FF">['''RM''']</span> in Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Wenn es wahr ist, dass aus'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> ''ein'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> ''logisch folgt, dann ist in einem Kalkül regulär'' <span style="color:#00B000">( ├ )</span> ''ableitbar, dass, wenn'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist, auch'' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''B'''‘ —</span> '',modal‘ notwendig'' <span style="color:#00B000">( □ )</span> ''ist''«</span>. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''A'''‘ —</span> in Term :18: ist als ,modal notwendig‘ durch den Term :15: verifiziert '''!''' )</span>
Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und eine <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> anerkennt.
Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupte Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>.
====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\
\text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\
\text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\
\text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\
\text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\
\text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist widespruchsfrei möglich, dass es GOTT gibt“} \\
\text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\
\text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\
\text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\
\text{ } & \text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\
\text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\
\text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\
\text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\
\text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\
\text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens] :: [A → B, A├ B]} \\
\text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\
\text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\
\text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\
\text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\
\text{ } & \text{„Es gibt GOTT wirklich, für jede mögliche Welt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{1. Hauptergebnis !} \\
\text{11} & \quad \;\Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\
\text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil es widerspruchsfrei möglich ist, dass es GOTT gibt,} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! 2. Hauptergebnis ! } \\
\text{ } & \;\;\text{ist der Glaube, dass es GOTT wirklich gibt, widerspruchsfrei“} \\
\text{12} & \quad \;\Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\
\text{13} & \quad \;\Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion]:DIST(□∧)} \\
\text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für jede mögliche Welt nur den GOTT der Christen“} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu verifizierten ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span>
Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, der ,glaubt‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über den <span style="color:#4C58FF">[ Modus Barbara ] :: [ A → B, B → C ├ A → C ] </span>, mit dem modalen Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, als <span style="color:#4C58FF">‚B → C‘</span> im kategorischen Syllogismus, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘, nach ANSELM, die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte, auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen, d.h. transzendentalen Voraussetzungen, hier, für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. als logisch annehmbar, verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, bzw. logisch annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. wie ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span>
Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> und ,logisch‘ annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL ,postulierte‘, und im Basis-Theorem-2 verifizierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Die GÖDEL-Erklärung zum Axiom-4 entspricht der Modal-Regel zur sog. ,Nezessisierung‘ in der KRIPKE-Logik nach GÖDEL. <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ] '''::''' [ ├ A →├ □ A ]</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Angenommen'', <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''ist in einem Kalkül eine Prämisse, oder darin regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span> ''abgeleitet, dann folgt in diesem Kalkül regulär'' <span style="color:#4C58FF">(├ )</span>, ''dass dieses'' <span style="color:#4C58FF">‚'''A'''‘</span> ''auch ,modal‘ notwendig'' <span style="color:#4C58FF">— ,□‘ —</span> ''ist''«</span>. GÖDEL hat jedoch diese modale Notwendigkeit nur in der ,Natur‘ der positiven Eigenschaften, alias ,Transzendentalia‘, gesehen, und mit den Aussagen im Axiom-4 expliziert ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt, nur dann sind die Axiome wahr''«</span>. Ob dieselbe modale ,Notwendigkeit‘ auch auf Aussagen über Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘, die weder positiv noch negativ sind, zutrifft, ist nicht erwiesen. Hier kann nur von modaler ,Kontingenz‘ gesprochen werden, die universal, alles Seiende innerhalb der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> betrifft. Somit sind die Aussagen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''A'''‘ —</span> in der GÖDEL-Regel, nur auf Aussagen über ,positive‘ Eigenschaften eingeschränkt, und nicht allgemein gültig. Die <span style="color:#4C58FF">[ Nezessisierungsregel ]</span> ist nur für <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“ „modal wahr“</span>, und für ,Nicht-Transzendentalia‘ immer <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>.
Der unbegrenzt Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar im 2. Beweisgang mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ und ,Zuschreibungen‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Dieses Theorem-2 ist dann, in weiterer Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, <span style="color:#00B000">(wie auch das Korollar-3 von der exklusiven Einzigartigkeit GOTTES)</span>, und ,verankert‘ diese Theoreme damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit.
Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span>, formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, — wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT steht —, dann sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, die <span style="color:#FF6000">„ultimativen Transzendentalia“</span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Die Definition-2 ist nur dann <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, wenn ihre Eigenschafts-Variablen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span>, mit positive Eigenschaften, d.h. mit <span style="color:#FF6000">„Transzendentalien“</span>, besetzt werden. Diese Definition ist jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn ihre Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> für GOTT, dem ,Einen‘, steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen aller Gegensätze in Einem‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner <span style="color:#FF6000">„ultimativen“</span> Vollkommenheiten, d.h. aller <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> und Zuschreibungen, in dem unbegrenzt Unendlichen, GOTT, den schon der Philosoph und Kardinal NIKOLAUS von Kues als <span style="font-family: Times;"><big>,coincidentia oppositorum‘</big></span> verstanden hat.)</span>
In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt''«</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">»''Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES''«</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube an GOTT widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT''«</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, sondern setzt vielmehr die Existenz GOTTES notwendig als gegeben schon voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist aber, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span> ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und somit logisch ,falsch‘ und unsinnig ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span>
Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass GOTT ,notwendig‘ existiert, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘, d.h. Term :10: ist der Ausdruck einer ,Glaubensüberzeugung‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang. Dem geht folgende Beobachtung voraus ''':''' Der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, hat in seiner syntaktischen Stellung hier, im Theorem-3, nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist damit, in seiner Position als Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, auch nicht mehr davon syntaktisch abhängig, sondern stützt sich formal-syntaktisch nur auf die behauptete Möglichkeit GOTTES; daher muss diese ,angenommene‘ Möglichkeit noch bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘, der diesen Zusammenhang, und seinen Mangel, erkannt hat ''':'''
::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">» ''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen'' <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>.
Diesen <span style="color:#FF6000">»''unvollständigen Beweis''«</span> hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und widerspruchfreien Möglichkeits-Korollar-1, vervollständigt, und damit hat er mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span> bewiesen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens''«</span> enthält <span style="color:#FF6000">»''keinen Widerspruch''«</span> '''!''' Das Korollar-1 ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalien)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Glaubens-Theorem ANSELMS die gesuchte <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> erreicht, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Entscheidend dafür ist der mathematisch-logische Beweis GÖDELS, dass der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt.
Zusammenfassung ''':'''
Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften, bzw. ,Transzendentalia‘.
Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen.
Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, das Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>, und damit ist das Glaubens-Theorem-3, als ganzes, ,widerspruchsfrei‘. Das Theorem ANSELMS ist, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig, und nicht mehr von der ,methodologischen‘ Glaubensprämisse ''':''' Term :01:. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span>, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Glaubens-Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Weil es <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span> ist, dass die Transzendentalien, bzw. die Vollkommenheiten ontologisch, — dem Sein nach —‚ alle <span style="color:#00B000">(zueinander)</span> widerspruchsfrei, und alle <span style="color:#00B000">(miteinander)</span> gleichwertig sind, ist es auch <span style="color:#FF6000">„modal wahr“</span>, dass es möglich ist, dass GOTT, — dem Sein nach —‚ da ist, <span style="color:#00B000">(d.h. existiert)</span>, der die unbegrenzte Summe aller ultimativen Transzendentalia, bzw. der unendlichen Vollkommenheiten allen Grades ist, wie es der ,christliche Glaube‘ des Erzbischofs ANSELM und seiner Anvertrauten ,annimmt‘.
====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>====
{|class="wikitable"
|-
! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div>
|-
! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span>
|-
|
<small>
<math>\begin{align}
\text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\
\text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\
\text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\
\text{[RK]} &\quad \Box\; \forall x A \;\Longrightarrow\;\Box\; \forall x B\; \text{ ├ }\;\Box \; \forall x (A \Longrightarrow\; B)\ & \ & \; \; \text{( :: Modales Prinzip KRIPKE-Γ-Ɐx)} \\
\text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \; \; \text{( „das —,x‘— steht für den GOTT, —,G‘—, der Christen“ )} \\
\text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\
\text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\
\text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\
\text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\
\text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\
\text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\
\text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\
\text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\
\text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\
\text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist notwendig falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\
\text{09} & \quad \Box \; \forall x (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{□ⱯxXx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\
\text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“ :[RK]} \\
\text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\
\text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A, A→B ├ B ]} \\
\text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\
\text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\
\text{15} & \quad \Box \; \forall x \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{□ⱯxXx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\
\text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“ :[RK]} \\
\text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\
\text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\
\text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ &
\text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\
\text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\
\text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\
\text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\
\text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\
\text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\
\end{align}</math>
</small>
|}
Anmerkung-7 ''':''' <span style="color:#00B000">( Dieser Beweisgang ist praktisch identisch mit dem 1. Beweisgang, jedoch gestrafft und präzisiert nach G.J.WIRSCHING. Diese Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens beginnt sofort mit dem Korollar-1 <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> aus dem 1. Beweisgang, als in Frage gestelltes ,Theorem‘, und beweist, ohne das Axiom-3 <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, und ohne die GÖDEL-Prämisse <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span>, in einem Zwischenergebnis, die innere Widersprüchlichkeit und damit auch die Unhaltbarkeit der atheistischen Glaubens-Annahme, aus rein logischen ,Gründen‘, bzw. Axiomen. )</span>
Dieser Beweisgang geht von der Existenz GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, als Glaubens-Annahme, aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden muss. Denn mit der Behauptung der Existenz GOTTES allein ist es nicht getan. Es muss auch seine ,Möglichkeit‘, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT bewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM)</span>, dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür die Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. die Transzendentalien)</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(was im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''PG'''‘ —</span>, auch GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; das dann im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz von ,Transzendentalien‘ in der Welt, ist ein, mit Beispielen belegbares, allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— ,'''PX'''‘ —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert. Das Axiom-2 wird jedoch sofort <span style="color:#FF6000">„modal falsch“</span>, wenn seine Variablen mit nicht-positive Eigenschaften, wie ,rot‘ oder ,schwer‘ belegt werden, die nicht ,transzendental‘-allgemein gültig sind, die keine ,Transzendentalia‘ sind.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT <span style="color:#FF6000">„unvergleichlich“</span> ist, wenn <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚IST‘'' <span style="color:#00B000">(aus mir selbst)</span>«</span>, der Grund für die <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">,'''x'''‘</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">,'''G'''‘</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">,'''P'''‘</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch und unsinnig ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Möglichkeits-Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>.
Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar.
Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':'''
{|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;"
|-
!colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion
|-
!<math>A</math>
!<math>B</math>
!<math>A</math> und <math>B</math>
!<math>A</math> oder <math>B</math>
!wenn <math>A</math> dann <math>B</math>
!sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math>
!entweder <math>A</math> oder <math>B</math>
|-
!W!!W
|W||W||W||W||F
|-
!W!!F
|F||W||F||F||W
|-
!F!!W
|F||W||W||F||W
|-
!F!!F
|F||F||W||W||F
|}
<span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span>
Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Unlogische und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel, für zwei ,wahre‘ <span style="color:#4C58FF">— W —</span> ,materiale Implikationen‘, in denen die Voraussetzung jeweils falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, ist, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, sequitur quotlibet, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, etiam verum, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, in einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, auch mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2.
Für KANT entsteht ein Widerspruch in den Prädikaten eines Satzes.
::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref>
Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''GOTT ist nicht''<span style="color:#FF6000">«</span>. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' ''<span style="color:#FF6000">»</span>Es ist unmöglich, dass GOTT ist''<span style="color:#FF6000">«</span>. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, dessen ,Existenz‘ jedoch, aus dem ,Glauben‘, im Voraus, schon angenommen worden ist. Dieser Sachverhalt ist das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann aber am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Möglichkeits-Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Das Möglichkeits-Korollar-1 muss jetzt immer, wie folgt, gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist <u>widerspruchfrei</u> möglich, dass GOTT ist''«</span>. Damit hat GÖDEL, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologisch-<span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! KANT verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist, — wie KANT sagt —, kein ,reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. Jedoch in GOTT ist ,Sein‘ ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist ,real‘ die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns, — aus Liebe —, immer schon ,da‘ ist ''':''' in der ,Hypostatischen Union‘, sowohl als GOTT von Ewigkeit zu Ewigkeit, als auch als Mensch in unserer Zeitlichkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht —, sein Wesen.</ref>)</span>, und <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span>, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein, indem er für den GOTT ANSELMS annimmt ''':''' GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert, <span style="color:#00B000">(was ANSELM nie gesagt hat)</span>. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. Thomas verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. Weder THOMAS, noch KANT, haben verstanden, worum es ANSELM mit der Aufstellung seines Theorems eigentlich ging. Die Existenz GOTTES wurde von ANSELM nie in Frage gestellt. Für ANSELM wäre es ,Unsinn‘, einen Beweis für die Existenz GOTTES verlangen zu wollen. Ihm ging es um die Frage, ob es logisch ,sinnvoll‘ und ,vernünftig‘ ist, an GOTT zu glauben; und kein ,Sprung‘ ins Ungewisse, d.h. <u>ob der Glaube</u> rational und vertrauenswürdig ist. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logische Evidenz''«</span>, und damit auch für die ,Vernünftigkeit‘, bzw. ,Rationalität‘ des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt universell ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, <span style="color:#00B000">(und auch des ägyptischen Pharaos ECHNATON und seiner Frau NOFRETETE)</span>, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, ,vernünftig‘, und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, weil es <u>ohne Widerspruch</u> ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>.
Es geht hier bei GÖDEL nicht um Theoriefindung oder ähnliches. GÖDEL ist kein ,spekulierender‘ Theoretiker. GÖDEL ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt'' ''':''' ''das ist ,wahr‘ wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser Aussage ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische, nachprüfbare, und für jeden Menschen sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet, und damit falsch und unlogisch ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist ein allgemein gültiges Faktum unserer Welt, dass der Atheismus, — mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span> —, wirklich falsch und unsinnig ist, und daher, mit Recht, als ,Unsinn‘ bezeichnet werden darf '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so wahr und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span> um mathematisch-logische Fakten. Damit steht GÖDEL, in seiner Bedeutung, in gewisser Weise, neben KOPERNIKUS, weil seine Kalkül-Ergebnisse, wie die Berechnungs-Ergebnisse dieses Pioniers der damaligen Zeitenwende, heute, in unserem Äon, ebenfalls mit eingefleischte Vorurteile aufräumen, ohne aber, dass GÖDEL für sich selbst, im Glauben, logisch konsequent gewesen wäre. <span style="color:#00B000">(Er ist sich der Tragweite und der Konsequenzen seiner <span style="color:#4C58FF">„axiomatischen Theologie“</span> anscheinend nicht bewusst gewesen, wenn er sagt ''':''' Man sei heute noch <span style="color:#FF6000">»''weit davon entfernt, das theologische Weltbild wissenschaftlich begründen zu können''«</span>, nachdem sein Kalkül das <span style="color:#FF6000">„atheistische Weltbild“</span> fundamental ins Wanken gebracht und als irrationalen ,Unsinn‘ entlarvt hat. Sein Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) indirekt, dass das <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltbild''«</span>, im Beweisgang ,Widerlegung‘, aus dem Widerspruch des Gegenteils, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematisch-logischer Evidenz''«</span>, offensichtlich doch, wissenschaftlich begründet werden kann)</span>.
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Kurt GÖDEL ist auch deswegen ein Ausnahmelogiker.
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===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>===
Wenn man das GÖDEL-Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im GÖDEL-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und solange in der logischen Durchführung dieses Beweises keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich hier um <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> handelt, <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat.
Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das'' <span style="color:#4C58FF">‚'''x'''‘</span> ''steht für den Gott der Christen''«</span>. Diese Abhängigkeit ist bis zur Zeile 10 offensichtlich und logisch korrekt. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem ,regulär‘-möglichen Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt, in der Zeile 11, als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie vorhin, im ,regulär‘-möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es GOTT gibt''«</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist unmöglich, dass es GOTT gibt''«</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit der Möglichkeit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Daraus ergibt sich eine logische Verschiebung in der Argumentationskette, denn dieser Begründungs-Teil, der jetzt die Widerspruchsfreiheit für den Konsequenz-Teil liefert, ist selbst unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, muss er als logische Begründung für die Widerspruchsfreiheit und als Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Konsequenz-Teils gelesen werden, und damit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. <u>Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig ist</u>, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem ANSELMS geht davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig, schon immer existiert, und beweist, mit dem GÖDEL-Kalkül, dass diese Glaubens-Annahme widerspruchsfrei und sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL abschließend sagt. GOTT hat es ja auch nicht ,nötig‘, bewiesen zu werden. Für den Erzbischof ANSELM war die Existenz GOTTES, überall und jederzeit, die ungefragte und für ihn die selbstverständlichste Voraussetzung aller seiner Bemühungen, in seinem Leben, und in seinem Beruf als christlicher Amtsträger, und auch als Theologe in den philosophischen Überlegungen über seinen Glauben. Mit diesen Überlegungen hat er, mit GÖDEL, bewiesen ''':''' Glaube ist nicht irrational, kein Sprung ins Unbekannte, sondern eine freie, vernünftige Entscheidung. Glaube ist rational und vertrauenswürdig.
Zusammengefasst heißt das Ergebnis dieser Bemühungen ANSELMS ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit ist er widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u> an GOTT glauben, weil der Nicht-GOTT-Glaube zu einem Widerspruch führt, und damit falsch und unlogisch ist. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!'''
Zum Abschluss, und für eine bessere Verständlichkeit dieser Studie, hat die KI, der ich diese Studie für die Erstellung eines Podcast übergeben habe, eine, — sogar für Kinder —, verständliche Metapher kreiert. Sie sagt, man stelle sich vor ''':''' Es sei irgendwo ein ,Schatz’ vergraben, und es gäbe auch eine ,Schatzkarte’ für diesen ,Schatz’. Kurt GÖDEL ist nun gekommen, und hat mit seinem Kalkül bewiesen, dass diese ,Schatzkarte’ korrekt ist und fehlerfrei. Ob aber jemand, mit Hilfe dieser ,Schatzkarte’ auf ,Schatzsuche’ gehen will oder nicht ''':''' das ist und bleibt jedem selbst überlassen, und ist immer eine freie, und ganz persönliche Entscheidung. Damit hat die KI erstaunlich treffend, sowohl die Bedeutung, als auch die reale Funktion des GOTT-Glaubens in der Lebens-Wirklichkeit unserer Welt und Zeit charakterisiert, in Übereinstimmung mit der Gleichniserzählung JESU vom ,Schatz im Acker’; <small><span style="color:#00B000">( vgl. {{Bibel | Matthäus-Evangelium |13|44|EU}} )</span></small>. Der ,Schatz’ ist die <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>Βασιλεία του Θεού</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ,Basileía tou Theoú’</span>, d.h. das <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>, oder auch das <span style="color:#CC66FF">»''Himmelreich''«</span>. Die ,Schatzkarte’ ist der Glaube an GOTT. Die ,Schatzsuche’ ist der Weg des Glaubens in der Nachfolge JESU, der uns den Weg zeigt zum Ziel, zur Erfüllung aller unserer Sehnsüchte und Wünsche ''':''' die Teilhabe am <span style="color:#CC66FF">»''Königtum GOTTES''«</span>.
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;Fußnoten
<references />
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CPRT
0
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2026-09-22T06:02:27Z
Pelikam
111447
/* Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) */
1091201
wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) ==
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/cef7| Energie E (Bezugssystem) - CPRT/cef7]]
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/51da| Energie F (Eine neue Variable) - CPRT/51da]]
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/6971| Energie G (Zwei neue Variable) - CPRT/6971]]
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*{{Stage short|25%}}[[CPRT/8dfb| Energie J (Zwei neue Variable) - CPRT/8dfb]]
*{{Stage short|25%}}[[CPRT/e08d| Energie K (Drei neue Variable) - CPRT/e08d]]
*{{Stage short|25%}}[[CPRT/4576| Energie L (Zwei neue Variable) - CPRT/4576]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,V) ==
*[[CPRT.I.A.04|03 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,V) - CPRT.I.A.04]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,p) ==
*[[CPRT.I.A.05|04 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,p) - CPRT.I.A.05]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,p) ==
*[[CPRT.I.A.06|05 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,p) - CPRT.I.A.06]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,V) ==
*[[CPRT.I.A.07|06 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,V) - CPRT.I.A.07]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,V) ==
*[[CPRT.I.A.08|07 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,t,S) - CPRT.I.A.08]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,p) ==
*[[CPRT.I.A.09|08 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,t,p) - CPRT.I.A.09]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,p) ==
*[[CPRT.I.A.10|09 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,p) - CPRT.I.A.10]]
= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.7a82|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.C|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.67de|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.D|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.5521|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.E|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.677a|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.F|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.29d5|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.G|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[PCRT/I/d3ee| - PCRT/I/d3ee]]
*[[PCRT/I/ea1b| - PCRT/I/ea1b]]
*[[PCRT/I/a36e| - PCRT/I/a36e]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[CPRT/185f|02 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) - CPRT/185f]]
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,V) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,p) ==
*[[CPRT.I.A.10|09 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,p) - CPRT.I.A.10]]
= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.7a82|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.C|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.67de|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.D|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.5521|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.E|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.677a|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.F|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.29d5|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.G|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[PCRT/I/d3ee| - PCRT/I/d3ee]]
*[[PCRT/I/ea1b| - PCRT/I/ea1b]]
*[[PCRT/I/a36e| - PCRT/I/a36e]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[CPRT/185f|02 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) - CPRT/185f]]
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Pelikam
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/* Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) ==
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/cef7| Energie E (Bezugssystem) - CPRT/cef7]]
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/51da| Energie F (eine neue Variable) - CPRT/51da]]
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*{{Stage short|25%}}[[CPRT/e08d| Energie K (drei neue Variable) - CPRT/e08d]]
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,V) ==
*[[CPRT.I.A.04|03 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,V) - CPRT.I.A.04]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,p) ==
*[[CPRT.I.A.05|04 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,p) - CPRT.I.A.05]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,p) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,V) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,V) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,p) ==
*[[CPRT.I.A.09|08 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,t,p) - CPRT.I.A.09]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,p) ==
*[[CPRT.I.A.10|09 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,p) - CPRT.I.A.10]]
= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.7a82|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.C|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.67de|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.D|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.5521|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.E|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.677a|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.F|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.29d5|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.G|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[PCRT/I/d3ee| - PCRT/I/d3ee]]
*[[PCRT/I/ea1b| - PCRT/I/ea1b]]
*[[PCRT/I/a36e| - PCRT/I/a36e]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[CPRT/185f|02 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) - CPRT/185f]]
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Pelikam
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/* Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,V) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,V) ==
*[[CPRT.I.A.07|06 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,V) - CPRT.I.A.07]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,V) ==
*[[CPRT.I.A.08|07 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,t,S) - CPRT.I.A.08]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,p) ==
*[[CPRT.I.A.09|08 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,t,p) - CPRT.I.A.09]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,p) ==
*[[CPRT.I.A.10|09 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,p) - CPRT.I.A.10]]
= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.7a82|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
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*[[CPRT.I.677a|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
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*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
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*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
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* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
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*[[CPRT/185f|02 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) - CPRT/185f]]
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Pelikam
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/* Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,p) ==
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= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.7a82|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.C|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.67de|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
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*[[CPRT.I.5521|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
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*[[CPRT.I.677a|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.F|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.29d5|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.G|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
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*[[PCRT/I/ea1b| - PCRT/I/ea1b]]
*[[PCRT/I/a36e| - PCRT/I/a36e]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[CPRT/185f|02 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) - CPRT/185f]]
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Pelikam
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/* Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/cef7| Energie E (Bezugssystem) - CPRT/cef7]]
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/51da| Energie F (eine neue Variable) - CPRT/51da]]
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/6971| Energie G (zwei neue Variable) - CPRT/6971]]
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/9cdc| Energie H (eine neue Variable) - CPRT/9cdc]]
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,V) ==
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= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.7a82|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.C|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.67de|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.D|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.5521|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.E|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.677a|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.F|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.29d5|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.G|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[PCRT/I/d3ee| - PCRT/I/d3ee]]
*[[PCRT/I/ea1b| - PCRT/I/ea1b]]
*[[PCRT/I/a36e| - PCRT/I/a36e]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[CPRT/185f|02 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) - CPRT/185f]]
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Pelikam
111447
/* Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,V) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
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== Energien F, G, H, L, K, J, I, E im Koordinatensystem (N,t,V) ==
*[[CPRT.I.A.04|03 F, G, H, L, K, J, I, E im Koordinatensystem (N,t,V) - CPRT.I.A.04]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,p) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,V) ==
*[[CPRT.I.A.07|06 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,V) - CPRT.I.A.07]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,V) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,p) ==
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= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.7a82|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.C|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.67de|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.D|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
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*[[CPRT.I.E|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
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*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[PCRT/I/d3ee| - PCRT/I/d3ee]]
*[[PCRT/I/ea1b| - PCRT/I/ea1b]]
*[[PCRT/I/a36e| - PCRT/I/a36e]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
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Pelikam
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/* Energien F, G, H, L, K, J, I, E im Koordinatensystem (N,t,V) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/cef7| Energie E (Bezugssystem) - CPRT/cef7]]
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*{{Stage short|100%}}[[CPRT/8dfb| Energie J (zwei neue Variable) - CPRT/8dfb]]
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== Energien F, G, H, L, K, J, I, E im Koordinatensystem (N,t,V) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,V) ==
*[[CPRT.I.A.07|06 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,V) - CPRT.I.A.07]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,V) ==
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= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
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== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
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* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
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Pelikam
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/* Energien F, G, H, L, K, J, I, E im Koordinatensystem (N,t,V) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,V) ==
*[[CPRT.I.A.08|07 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,t,S) - CPRT.I.A.08]]
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,p) ==
*[[CPRT.I.A.10|09 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,p) - CPRT.I.A.10]]
= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
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*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[PCRT/I/d3ee| - PCRT/I/d3ee]]
*[[PCRT/I/ea1b| - PCRT/I/ea1b]]
*[[PCRT/I/a36e| - PCRT/I/a36e]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[CPRT/185f|02 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) - CPRT/185f]]
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Pelikam
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/* Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,t,p) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/cef7| Energie E (Bezugssystem) - CPRT/cef7]]
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== Energien F, G, H, L, K, J, I, E im Koordinatensystem (N,t,V) ==
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= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.7a82|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.C|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.67de|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.D|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.5521|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.E|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.677a|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.F|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.29d5|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.G|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
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*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[PCRT/I/d3ee| - PCRT/I/d3ee]]
*[[PCRT/I/ea1b| - PCRT/I/ea1b]]
*[[PCRT/I/a36e| - PCRT/I/a36e]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
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Pelikam
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/* Energien G, H, L, K, J, I, E, F im Koordinatensystem (N,t,p) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,p) ==
*[[CPRT.I.A.09|08 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,t,p) - CPRT.I.A.09]]
== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,p) ==
*[[CPRT.I.A.10|09 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,p) - CPRT.I.A.10]]
= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
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*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
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== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
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* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
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Pelikam
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/* Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,p) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/cef7| Energie E (Bezugssystem) - CPRT/cef7]]
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= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
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*[[CPRT.I.G|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[PCRT/I/d3ee| - PCRT/I/d3ee]]
*[[PCRT/I/ea1b| - PCRT/I/ea1b]]
*[[PCRT/I/a36e| - PCRT/I/a36e]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[CPRT/185f|02 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) - CPRT/185f]]
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Pelikam
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/* Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (\mu,S,V) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/cef7| Energie E (Bezugssystem) - CPRT/cef7]]
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/51da| Energie F (eine neue Variable) - CPRT/51da]]
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== Energien F, G, H, L, K, J, I, E im Koordinatensystem (N,t,V) ==
*{{Stage short|25%}}[[CPRT.I.A.04|Energie F (Bezugssystem) - CPRT.I.A.04]]
== Energien G, H, L, K, J, I, E, F im Koordinatensystem (N,t,p) ==
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== Energien L, K, J, I, E, F, G, H im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,p) ==
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*[[CPRT.I.A.10|09 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,p) - CPRT.I.A.10]]
= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.7a82|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.C|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.67de|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.D|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.5521|Teil D: Kreisprozesse mit einem idealen Gas]]
*[[CPRT.I.E|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.677a|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.F|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.29d5|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
*[[CPRT.I.G|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[PCRT/I/d3ee| - PCRT/I/d3ee]]
*[[PCRT/I/ea1b| - PCRT/I/ea1b]]
*[[PCRT/I/a36e| - PCRT/I/a36e]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[CPRT/185f|02 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (N,S,V) - CPRT/185f]]
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Pelikam
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/* Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (\mu,t,V) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/cef7| Energie E (Bezugssystem) - CPRT/cef7]]
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*{{Stage short|25%}}[[CPRT.I.A.04|Energie F (Bezugssystem) - CPRT.I.A.04]]
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== Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,p) ==
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*[[CPRT.I.A.10|09 Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (mu,S,p) - CPRT.I.A.10]]
= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.7a82|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.C|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
*[[CPRT.I.67de|Teil C: Entropie, Funktionen des Zustands und Änderungen des Zustands des idealen Gases]]
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*[[CPRT.I.E|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.677a|Anhang A1: Mathematische Grundlagen]]
*[[CPRT.I.F|Anhang A2: Formelsammlung Kreisprozesse]]
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*[[CPRT.I.G|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
*[[PCRT/I/d3ee| - PCRT/I/d3ee]]
*[[PCRT/I/ea1b| - PCRT/I/ea1b]]
*[[PCRT/I/a36e| - PCRT/I/a36e]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
*[[PCRT/I/a8bd| - PCRT/I/a8bd]]
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
*[[PCRT/I/aa9d| - PCRT/I/aa9d]]
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Pelikam
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/* Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (\mu,t,p) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/cef7| Energie E (Bezugssystem) - CPRT/cef7]]
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== Energien F, G, H, L, K, J, I, E im Koordinatensystem (N,t,V) ==
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== Energien G, H, L, K, J, I, E, F im Koordinatensystem (N,t,p) ==
*{{Stage short|25%}}[[CPRT.I.A.05| Energie G (Bezugssystem) - CPRT.I.A.05]]
== Energien H, L, K, J, I, E, F, G im Koordinatensystem (N,S,p) ==
*{{Stage short|25%}}[[CPRT.I.A.06| Energie H (Bezugssystem) - CPRT.I.A.06]]
== Energien L, K, J, I, E, F, G, H im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,S,p) ==
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== Energien K, J, I, E, F, G, H im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,p) ==
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= Teil B: =
*[[CPRT.I.B|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
*[[CPRT.I.7a82|Teil B: Erhaltungssätze und Bilanzgleichungen]]
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== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
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* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
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Pelikam
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/* Energien E, F, G, H, I, J, K, L im Koordinatensystem (\mu,S,p) */
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wikitext
text/x-wiki
[[PCRT|< Reversible Thermodynamik für die Zusammenarbeit von Mathematik-, Physik-, Chemie-, Ingenieur-Wissenschaften - PCRT]]
== 0. Ein Wort an evtl. Co-Autor:innen: ==
Teil I ist gerade in der Entstehung. Er hat ein bestimmtes Konzept. Dieses Konzept hat sich das Autorenkollektiv Pelikam
ausgedacht. Teil A richtet sich an Physiker:innen ist also Mathematik-belastet und erklärt die Reversible Thermodynamik.
Teil I ist so gedacht, daß es jeder/jede verstehen kann. Bitte lasst Teil I erstmal soweit wachsen, bis das Konzept fertig ist.
Das Konzept ist ab jetzt (07-2026) in ca. 6 Monaten (12-2026) fertig, bzw. Teil I ist nach den Vorstellungen von Autorenkollektiv Pelikam dann zu 80% fertig. SOLANGE BITTE NICHTS REINSCHREIBEN. ANREGUNGEN, GEWÜNSCHTE TEXTBAUSTEINE, FEHLER , GEWÜNSCHTE MITARBEIT, EIGENE ZIELSETZUNGEN etc. BITTE IN DISKUSSION (s.o.) EINTRAGEN. Teil I beruht im wesentlichen auf Formeln, die erklärt werden und anhand im Teil I befindlichen Übungen mit am Ende von Teil I aufgeführten Lösungen. Da es sich bei der Zielgruppe um Physiker:innen handelt, ist Teil I mehr formelbehaftet als das ähnliche Buch Physikalische Chemie: Reversible Thermodynamik
DANKE Autorenkollektiv Pelikam (Teil I sticht ca. Ende 2026 in den See, dann können alle Autor:innen, die dazu etwas beitragen möchten hineinschreiben. Auch dann wäre Pelikam dankbar, wenn der Geist von Teil I, das Didaktikkonzept erst aufgenommen wird und dann die eigenen Beiträge hinzugefügt werden. Sollte eigentlich bei Physiker:innen kein Problem sein.
Stand: 07-2026
= Formelsammlung - CPRT =
= Inhaltsverzeichnis =
*[[CPRT/I/b4c9|Einleitung zur 1. Auflage - CPRT/I/b4c9]]
= Teil A: Funktionen des Zustands und deren Differentiale in verschiedenen Koordinatensystemen =
*[[CPRT/cf51|01 Zustandsfunktionen und ihre Differentiale in ihren (eigenen) natürlichen Variablen - CPRT/cf51]]
== Energien E, F, G, H, L, K, J, I im Koordinatensystem (N,S,V) ==
*{{Stage short|100%}}[[CPRT/cef7| Energie E (Bezugssystem) - CPRT/cef7]]
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*{{Stage short|100%}}[[CPRT/b380| Energie I (eine neue Variable) - CPRT/b380]]
== Energien F, G, H, L, K, J, I, E im Koordinatensystem (N,t,V) ==
*{{Stage short|25%}}[[CPRT.I.A.04|Energie F (Bezugssystem) - CPRT.I.A.04]]
== Energien G, H, L, K, J, I, E, F im Koordinatensystem (N,t,p) ==
*{{Stage short|25%}}[[CPRT.I.A.05| Energie G (Bezugssystem) - CPRT.I.A.05]]
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== Energien K, J, I, E, F, G, H im Koordinatensystem (<math>\mu</math>,t,p) ==
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*[[CPRT.I.G|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.552d|Anhang A3: Lösung der Übungsaufgaben]]
*[[CPRT.I.99|Literatur]]
*[[CPRT.I.619e|Literatur]]
== Freie Unterverzeichnisse ==
*[[PCRT/I/d88f| - PCRT/I/d88f]]
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* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Chemische Physik --- Reversible Thermodynamik]]
* [[Physikalische Chemie --- Reversible Thermodynamik]]
*[[PCRT/I/bc9d| - PCRT/I/bc9d]]
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Pelikam
111447
/* Energie E */
1091202
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie E (Bezugssystem) ==
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
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|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} </math>
|-
|| <math> (04)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,N\,\frac{\partial t}{\partial N} + S\,\frac{\partial t}{\partial S} + V\,\frac{\partial t}{\partial V} </math>
|-
|| <math> (05)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} </math>
|-
|| <math> (06)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt - V\,d(-p) </math>
|-
|| <math> (07)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,N\frac{\partial \,dE}{\partial N} + S\frac{\partial \,dE}{\partial S}
+ V\frac{\partial \,dE}{\partial V} \neq dE(N,S,V) </math>
|}
== Herleitungen Energie E ==
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial E}{\partial N} dN
+ \frac{\partial E}{\partial S} dS
+ \frac{\partial E}{\partial V} dV </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,dN\frac{\partial E}{\partial N}
+ dS\frac{\partial E}{\partial S}
+ dV\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,dN\,\mu + dS\,t + d(-V)\,p </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> \frac{\partial}{\partial N}\left(dN \frac{\partial E}{\partial N}\right)</math>||<math> = </math>
|| <math> dN\frac{\partial }{\partial N}\frac{\partial E}{\partial N},\quad
\frac{\partial}{\partial N}\left(dN\right) = d\frac{\partial N}{\partial N} = d(1) = 0\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> d\mu(N,S,V) </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,d\frac{\partial E}{\partial N} \neq 0 </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,dN\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial N}
+ dS\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial N}
+ dV\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial N} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,dN\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial N}
+ dS\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial S}
+ dV\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial}{\partial N}\left(dN\frac{\partial E}{\partial N}\right)
+ \frac{\partial}{\partial N}\left(dS\frac{\partial E}{\partial S}\right)
+ \frac{\partial}{\partial N}\left(dV\frac{\partial E}{\partial V}\right) </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial}{\partial N} dE \neq 0 </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> \frac{\partial}{\partial S}\left(dS \frac{\partial E}{\partial S}\right)</math>||<math> = </math>
|| <math> dS\frac{\partial }{\partial S}\frac{\partial E}{\partial S},\quad
\frac{\partial}{\partial S}\left(dS\right) = d\frac{\partial S}{\partial S} = d(1) = 0\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> dt(N,S,V) </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,d\frac{\partial E}{\partial S} \neq 0 </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,dN\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial S}
+ dS\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial S}
+ dV\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial S} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,dN\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial N}
+ dS\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial S}
+ dV\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial}{\partial S}\left(dN\frac{\partial E}{\partial N}\right)
+ \frac{\partial}{\partial S}\left(dS\frac{\partial E}{\partial S}\right)
+ \frac{\partial}{\partial S}\left(dV\frac{\partial E}{\partial V}\right) </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial}{\partial S} dE \neq 0 </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> \frac{\partial}{\partial V}\left(dV \frac{\partial E}{\partial V}\right)</math>||<math> = </math>
|| <math> dV\frac{\partial }{\partial V}\frac{\partial E}{\partial V},\quad
\frac{\partial}{\partial V}\left(dV\right) = d\frac{\partial V}{\partial V} = d(1) = 0\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> dp(N,S,V) </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,d\frac{\partial E}{\partial (-V)} \neq 0 </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,dN\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial (-V)}
+ dS\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial (-V)}
+ dV\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial (-V)} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,dN\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial V}
- dS\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial V}
- dV\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,dN\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial N}
- dS\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial S}
- dV\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,\frac{\partial}{\partial V}\left(dN\frac{\partial E}{\partial N}\right)
- \frac{\partial}{\partial V}\left(dS\frac{\partial E}{\partial S}\right)
- \frac{\partial}{\partial V}\left(dV\frac{\partial E}{\partial V}\right) </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,\frac{\partial}{\partial V} dE </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial}{\partial (-V)} dE \neq 0 </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> E(N,S,V) </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\mu\,N + t\,S + p\,(-V) </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial E}{\partial N}\,N
+ \frac{\partial E}{\partial S}\,S
+ \frac{\partial E}{\partial V}\,V </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\,\frac{\partial E}{\partial N}
+ S\,\frac{\partial E}{\partial S}
+ V\,\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\,\mu + S\,t + (-V)\,p </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> \frac{\partial}{\partial N}\left(N \frac{\partial E}{\partial N}\right)</math>||<math> = </math>
|| <math> \frac{\partial E}{\partial N} + N\frac{\partial }{\partial N}\frac{\partial E}{\partial N}\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\frac{\partial \mu}{\partial N}
+ S\frac{\partial \mu}{\partial S}
+ V\frac{\partial \mu}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial N}
+ S\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial N}
+ V\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial N} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial N}
+ S\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial S}
+ V\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial}{\partial N}\left(N\frac{\partial E}{\partial N}\right)
+ \frac{\partial}{\partial N}\left(S\frac{\partial E}{\partial S}\right)
+ \frac{\partial}{\partial N}\left(V\frac{\partial E}{\partial V}\right)
- \frac{\partial E}{\partial N} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial E}{\partial N}
- \frac{\partial E}{\partial N} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\mu - \mu = 0 </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> \frac{\partial}{\partial S}\left(S \frac{\partial E}{\partial S}\right)</math>||<math> = </math>
|| <math> \frac{\partial E}{\partial S} + S\frac{\partial }{\partial S}\frac{\partial E}{\partial S}\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (04)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\,\frac{\partial t}{\partial N}
+ S\,\frac{\partial t}{\partial S}
+ V\,\frac{\partial t}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\,\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial S}
+ S\,\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial S}
+ V\,\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial S} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\,\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial N}
+ S\,\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial S}
+ V\,\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial}{\partial S}\left(N\frac{\partial E}{\partial N}\right)
+ \frac{\partial}{\partial S}\left(S\frac{\partial E}{\partial S}\right)
+ \frac{\partial}{\partial S}\left(V\frac{\partial E}{\partial V}\right)
- \frac{\partial E}{\partial S} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial E}{\partial S}
- \frac{\partial E}{\partial S} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,t - t = 0 </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> \frac{\partial}{\partial V}\left(V \frac{\partial E}{\partial V}\right) </math>||<math> = </math>
|| <math> \frac{\partial E}{\partial V} + V\frac{\partial }{\partial V}\frac{\partial E}{\partial V}\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (05)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\frac{\partial p}{\partial N}
+ S\frac{\partial p}{\partial S}
+ V\frac{\partial p}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial (-V)}
+ S\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial (-V)}
+ V\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial (-V)} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,N\frac{\partial}{\partial N}\frac{\partial E}{\partial V}
- S\frac{\partial}{\partial S}\frac{\partial E}{\partial V}
- V\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,N\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial N}
- S\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial S}
- V\frac{\partial}{\partial V}\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,\frac{\partial}{\partial V}\left(N\frac{\partial E}{\partial N}\right)
- \frac{\partial}{\partial V}\left(S\frac{\partial E}{\partial S}\right)
- \frac{\partial}{\partial V}\left(V\frac{\partial E}{\partial V}\right)
+ \frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,\frac{\partial E}{\partial V}
+ \frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,\frac{\partial E}{\partial (-V)}
- \frac{\partial E}{\partial (-V)} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,p - p = 0 </math>
|-
|| <math> (06)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,N\,d\mu - S\,dt - V\,d(-p) </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,N\,d\frac{\partial E}{\partial N}
- S\,d\frac{\partial E}{\partial S}
- V\,d\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,d\left(N\frac{\partial E}{\partial N}\right)
- d\left(S\frac{\partial E}{\partial S}\right)
- d\left(V\frac{\partial E}{\partial V}\right) </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>
|| <math> +\,\frac{\partial E}{\partial N} dN
+ \frac{\partial E}{\partial S} dS
+ \frac{\partial E}{\partial V} dV </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> -\,dE + dE = 0 </math>
|-
|| <math> (07)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\frac{\partial \,dE}{\partial N}
+ S\frac{\partial \,dE}{\partial S}
+ V\frac{\partial \,dE}{\partial V} \neq dE(N,S,V) </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\,d\frac{\partial E}{\partial N}
+ S\,d\frac{\partial E}{\partial S}
+ V\,d\frac{\partial E}{\partial V} </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>
|| <math> +\,N\,d\mu + S\,dt + V\,d(-p) = 0 </math>
|}
f4mzhts22r51d5y63bqjjh9f9soeoqi
CPRT/51da
0
119066
1091203
1091098
2026-09-22T06:06:21Z
Pelikam
111447
/* Energie F */
1091203
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie F (eine neue Variable) ==
<math>S</math> kommt, <math>t</math> geht.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dF(N,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{F}\,dN + t_{E}^{F}\,dS + p_{E}^{F}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> F(N,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,N + p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{F}\,N + t_{E}^{F}\,S + p_{E}^{F}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
- (-V)\,d\left[ p - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S}\,\right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S}\,\right]
- (-V)\,d\left[ p - S\frac{\partial p}{\partial S}\,\right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
- (-V)\,d\left[ p + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
== Herleitungen Energie F ==
2svc026arczwa71vw558vw8tpkmgftm
1091224
1091203
2026-09-22T07:11:07Z
Pelikam
111447
/* Variante b) */
1091224
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie F (eine neue Variable) ==
<math>S</math> kommt, <math>t</math> geht.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dF(N,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{F}\,dN + t_{E}^{F}\,dS + p_{E}^{F}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> F(N,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,N + p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{F}\,N + t_{E}^{F}\,S + p_{E}^{F}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
- (-V)\,d\left[ p - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S}\,\right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S}\,\right]
- (-V)\,d\left[ p - S\frac{\partial p}{\partial S}\,\right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
- (-V)\,d\left[ p + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
== Herleitungen Energie F ==
c3y2oixrik35h5zj7a0w08wqgbio4d6
CPRT/6971
0
119123
1091205
1091104
2026-09-22T06:09:44Z
Pelikam
111447
/* Energie G */
1091205
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie G (zwei neue Variable) ==
<math>S, V</math> kommen, <math>t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dG(N,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN - S\,dt -(-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{G}\,dN + t_{E}^{G}\,dS + p_{E}^{G}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> G(N,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,N </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{G}\,N + t_{E}^{G}\,S + p_{E}^{G}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
== Herleitungen Energie G ==
hdp8p7gio5uz3pa9o2zgsjdnzc0xif1
1091214
1091205
2026-09-22T06:43:46Z
Pelikam
111447
/* Variante c) */
1091214
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie G (zwei neue Variable) ==
<math>S, V</math> kommen, <math>t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dG(N,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN - S\,dt -(-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{G}\,dN + t_{E}^{G}\,dS + p_{E}^{G}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> G(N,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,N </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{G}\,N + t_{E}^{G}\,S + p_{E}^{G}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
== Herleitungen Energie G ==
gj4c1slnztkcsukvm7fk1g1qjpb0y4q
1091225
1091214
2026-09-22T07:11:34Z
Pelikam
111447
/* Variante b) */
1091225
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie G (zwei neue Variable) ==
<math>S, V</math> kommen, <math>t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dG(N,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN - S\,dt -(-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{G}\,dN + t_{E}^{G}\,dS + p_{E}^{G}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> G(N,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,N </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{G}\,N + t_{E}^{G}\,S + p_{E}^{G}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
== Herleitungen Energie G ==
attipf5cg8jio6wyzomf1rzrpf1yzz2
1091259
1091225
2026-09-22T08:43:57Z
Pelikam
111447
/* Energie G (zwei neue Variable) */
1091259
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie G (zwei neue Variable) ==
<math>S, V</math> kommen, <math>t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dG(N,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN - S\,dt -(-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{G}\,dN + t_{E}^{G}\,dS + p_{E}^{G}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> G(N,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,N </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{G}\,N + t_{E}^{G}\,S + p_{E}^{G}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
- (-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
== Herleitungen Energie G ==
8u5wto03y796xbzgax7rg8k6qdhcyub
1091260
1091259
2026-09-22T08:44:15Z
Pelikam
111447
/* Energie G (zwei neue Variable) */
1091260
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie G (zwei neue Variable) ==
<math>S, V</math> kommen, <math>t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dG(N,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN - S\,dt -(-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{G}\,dN + t_{E}^{G}\,dS + p_{E}^{G}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> G(N,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,N </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{G}\,N + t_{E}^{G}\,S + p_{E}^{G}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial t}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
- (-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- (-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
== Herleitungen Energie G ==
qm6k2elahzbcnk55gq3lzg45bl30cee
CPRT/9cdc
0
119132
1091206
1091105
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Pelikam
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/* Energie H */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie H (eine neue Variable) ==
<math>V</math> kommt, <math>p</math> geht.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
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+\,\mu\,dN + t\,dS -(-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dH(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{H}\,dN + t_{E}^{H}\,dS + p_{E}^{H}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
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+\,\mu\,N + t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> H(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{H}\,N + t_{E}^{H}\,S + p_{E}^{H}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dH(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> H(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ t - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right]
- (-V)\,d\left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dH(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
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+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> H(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ t - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ t - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
- (-V)\,d\left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
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|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dH(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
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|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> H(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ t + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ t + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
- (-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
== Herleitungen Energie H ==
keboalsxtaecj6adpggvc1h1cb6yrjf
1091226
1091206
2026-09-22T07:12:06Z
Pelikam
111447
/* Variante b) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie H (eine neue Variable) ==
<math>V</math> kommt, <math>p</math> geht.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dH(N,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS -(-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dH(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{H}\,dN + t_{E}^{H}\,dS + p_{E}^{H}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> H(N,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,N + t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> H(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{H}\,N + t_{E}^{H}\,S + p_{E}^{H}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
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+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dH(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> H(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ t - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right]
- (-V)\,d\left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dH(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ t - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> H(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ t - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ t - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
- (-V)\,d\left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dH(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ t + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> H(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ t + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ t + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
- (-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
== Herleitungen Energie H ==
c548mi3vs337jxp423fluh1kvsmg1be
CPRT/8dfb
0
119134
1091200
1091115
2026-09-22T05:59:24Z
Pelikam
111447
/* Energie J */
1091200
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
Zwei neue Variable: <math>S, V</math> kommen, <math>t, p</math> gehen.
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
Zwei neue Variable: <math>S, V</math> kommen, <math>t, p</math> gehen.
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
Zwei neue Variable: <math>S, V</math> kommen, <math>t, p</math> gehen.
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
elnyyt0e5efzz30cd385li4r2avkba5
1091208
1091200
2026-09-22T06:15:33Z
Pelikam
111447
/* Energie J (Zwei neue Variable) */
1091208
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N</math>, <math>S</math> kommen. <math>\mu</math>, <math>t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
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|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
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|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
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|-
|| <math> (02b)\quad </math>
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|-
|| <math> (03b)\quad </math>
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+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
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|-
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+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
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|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
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+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
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|-
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|-
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+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
rt7rbzrho671221d5n6bzdez59bip8k
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Pelikam
111447
/* Energie J (Zwei neue Variable) */
1091209
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
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+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
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|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
8tsiqyajgrftqq58yftxobrzntdhu1z
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Pelikam
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/* Variante b) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
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+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
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|-
|| <math> (03b)\quad </math>
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+ \left[ \mu - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
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|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
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+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
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- S\,d\left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
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|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
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|-
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|-
|| <math> (03c)\quad </math>
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|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
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2026-09-22T06:28:29Z
Pelikam
111447
/* Variante b) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
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|-
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|-
|| <math> \quad\quad </math>
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
2mtayey0agsz96hcsfy0it6alyssmck
1091212
1091211
2026-09-22T06:33:31Z
Pelikam
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/* Variante b) */
1091212
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
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2026-09-22T06:40:59Z
Pelikam
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/* Variante c) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dG(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> G(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N + \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] - S\,d\left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] </math>
|}
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Pelikam
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/* Variante c) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ \mu + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ \mu + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
8ulfkpli324w2xwdr112wfrzw8ufbcu
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Pelikam
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/* Variante c) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
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|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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/* Variante b) */
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wikitext
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[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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1091262
1091228
2026-09-22T08:46:34Z
Pelikam
111447
/* Energie J (Zwei neue Variable) */
1091262
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
- (-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
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|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
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+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
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|-
|| <math> (03c)\quad </math>
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+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
- (-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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CPRT/4576
0
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1091218
1091047
2026-09-22T06:57:00Z
Pelikam
111447
1091218
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
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+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (02a)\quad </math>
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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1091218
2026-09-22T07:00:18Z
Pelikam
111447
/* Energie J (Zwei neue Variable) */
1091219
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie L (Zwei neue Variable) ==
<math>N, V</math> kommen. <math>\mu, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dL(\mu,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS - V\,d(-p) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,dN + t_{E}^{L}\,dS + p_{E}^{L}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> L(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,N + t_{E}^{L}\,S + p_{E}^{L}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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2026-09-22T07:01:12Z
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/* Energie L (Zwei neue Variable) */
1091220
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie L (Zwei neue Variable) ==
<math>N, V</math> kommen. <math>\mu, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dL(\mu,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS - (-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,dN + t_{E}^{L}\,dS + p_{E}^{L}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> L(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,N + t_{E}^{L}\,S + p_{E}^{L}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
cew70by6d77zqirzn941qic3h60kllw
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2026-09-22T07:09:34Z
Pelikam
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/* Variante a) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie L (Zwei neue Variable) ==
<math>N, V</math> kommen. <math>\mu, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dL(\mu,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS - (-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,dN + t_{E}^{L}\,dS + p_{E}^{L}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> L(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,N + t_{E}^{L}\,S + p_{E}^{L}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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Pelikam
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/* Variante b) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie L (Zwei neue Variable) ==
<math>N, V</math> kommen. <math>\mu, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dL(\mu,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS - (-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,dN + t_{E}^{L}\,dS + p_{E}^{L}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> L(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,N + t_{E}^{L}\,S + p_{E}^{L}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (03b)\quad </math>
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
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|-
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|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
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|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
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+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
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|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
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|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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/* Variante b) (am einfachsten zu merken) */
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wikitext
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[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie L (Zwei neue Variable) ==
<math>N, V</math> kommen. <math>\mu, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dL(\mu,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS - (-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,dN + t_{E}^{L}\,dS + p_{E}^{L}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> L(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,N + t_{E}^{L}\,S + p_{E}^{L}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
ikyzqpabk1zgt8lrjb6df8mlf3okxwy
1091232
1091229
2026-09-22T07:25:54Z
Pelikam
111447
/* Variante c) */
1091232
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie L (Zwei neue Variable) ==
<math>N, V</math> kommen. <math>\mu, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dL(\mu,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS - (-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,dN + t_{E}^{L}\,dS + p_{E}^{L}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> L(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,N + t_{E}^{L}\,S + p_{E}^{L}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
qnpk1osbgeuzrr8dgnt9mk7rnk24rc1
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2026-09-22T07:26:20Z
Pelikam
111447
/* Variante b) (am einfachsten zu merken) */
1091233
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie L (Zwei neue Variable) ==
<math>N, V</math> kommen. <math>\mu, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dL(\mu,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS - (-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,dN + t_{E}^{L}\,dS + p_{E}^{L}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> L(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,N + t_{E}^{L}\,S + p_{E}^{L}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
ij6klseexuosfdwutrk806tl523wg7o
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2026-09-22T07:30:50Z
Pelikam
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/* Variante c) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie L (Zwei neue Variable) ==
<math>N, V</math> kommen. <math>\mu, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dL(\mu,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS - (-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,dN + t_{E}^{L}\,dS + p_{E}^{L}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> L(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,N + t_{E}^{L}\,S + p_{E}^{L}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N + \left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N + \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] - S\,d\left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
pwm1tmdm4pcuhm0eaqbvzfnam2fu1w7
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Pelikam
111447
/* Variante a) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie L (Zwei neue Variable) ==
<math>N, V</math> kommen. <math>\mu, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dL(\mu,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS - (-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,dN + t_{E}^{L}\,dS + p_{E}^{L}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> L(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,N + t_{E}^{L}\,S + p_{E}^{L}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
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|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
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|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
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+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
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|-
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+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N + \left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N + \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] - S\,d\left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
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1091261
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Pelikam
111447
/* Energie L (Zwei neue Variable) */
1091261
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie L (Zwei neue Variable) ==
<math>N, V</math> kommen. <math>\mu, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dL(\mu,S,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS - (-V)\,dp </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,dN + t_{E}^{L}\,dS + p_{E}^{L}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> L(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{L}\,N + t_{E}^{L}\,S + p_{E}^{L}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
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|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} - V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dL(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> L(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N + \left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N + \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] - S\,d\left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
- (-V)\,d\left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
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CPRT/e08d
0
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1091238
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1091238
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text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie J (Zwei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dJ(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
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+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
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|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
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|-
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|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
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|-
|| <math> (01c) </math>
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+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dJ(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> J(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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2026-09-22T07:41:38Z
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/* Energie J (Zwei neue Variable) */
1091239
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[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie K (Drei neue Variable) ==
<math>N, S</math> kommen. <math>\mu, t</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,dN + t_{E}^{J}\,dS + p_{E}^{J}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(\mu,t,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{J}\,N + t_{E}^{J}\,S + p_{E}^{J}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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1091240
1091239
2026-09-22T07:53:44Z
Pelikam
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/* Energie K (Drei neue Variable) */
1091240
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie K (Drei neue Variable) ==
<math>N, S, V</math> kommen. <math>\mu, t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt - (-V)\,dp = 0 </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,dN + t_{E}^{K}\,dS + p_{E}^{K}\,d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,N + t_{E}^{K}\,S + p_{E}^{K}\,(-V) = 0,\quad \mu_{E}^{K} = t_{E}^{K} = p_{E}^{K} = 0 </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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2026-09-22T08:03:48Z
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111447
/* Variante a) */
1091241
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie K (Drei neue Variable) ==
<math>N, S, V</math> kommen. <math>\mu, t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt - (-V)\,dp = 0 </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,dN + t_{E}^{K}\,dS + p_{E}^{K}\,d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,N + t_{E}^{K}\,S + p_{E}^{K}\,(-V) = 0,\quad \mu_{E}^{K} = t_{E}^{K} = p_{E}^{K} = 0 </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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1091243
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Pelikam
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/* Variante a) */
1091243
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie K (Drei neue Variable) ==
<math>N, S, V</math> kommen. <math>\mu, t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt - (-V)\,dp = 0 </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,dN + t_{E}^{K}\,dS + p_{E}^{K}\,d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,N + t_{E}^{K}\,S + p_{E}^{K}\,(-V) = 0,\quad \mu_{E}^{K} = t_{E}^{K} = p_{E}^{K} = 0 </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0 (N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0 (N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
+ S\,\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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2026-09-22T08:10:25Z
Pelikam
111447
/* Variante a) */
1091244
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie K (Drei neue Variable) ==
<math>N, S, V</math> kommen. <math>\mu, t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt - (-V)\,dp = 0 </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,dN + t_{E}^{K}\,dS + p_{E}^{K}\,d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,N + t_{E}^{K}\,S + p_{E}^{K}\,(-V) = 0,\quad \mu_{E}^{K} = t_{E}^{K} = p_{E}^{K} = 0 </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
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- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
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+ N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
+ S\,\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
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|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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1091245
1091244
2026-09-22T08:14:09Z
Pelikam
111447
/* Variante a) */
1091245
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie K (Drei neue Variable) ==
<math>N, S, V</math> kommen. <math>\mu, t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt - (-V)\,dp = 0 </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,dN + t_{E}^{K}\,dS + p_{E}^{K}\,d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,N + t_{E}^{K}\,S + p_{E}^{K}\,(-V) = 0,\quad \mu_{E}^{K} = t_{E}^{K} = p_{E}^{K} = 0 </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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1091248
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2026-09-22T08:21:58Z
Pelikam
111447
/* Variante b) (am einfachsten zu merken) */
1091248
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie K (Drei neue Variable) ==
<math>N, S, V</math> kommen. <math>\mu, t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt - (-V)\,dp = 0 </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,dN + t_{E}^{K}\,dS + p_{E}^{K}\,d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,N + t_{E}^{K}\,S + p_{E}^{K}\,(-V) = 0,\quad \mu_{E}^{K} = t_{E}^{K} = p_{E}^{K} = 0 </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
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- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
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- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
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|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial V}
- S\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
lsafa66caxm8129v2foqc2f1fos8wim
1091252
1091248
2026-09-22T08:29:47Z
Pelikam
111447
/* Variante b) (am einfachsten zu merken) */
1091252
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie K (Drei neue Variable) ==
<math>N, S, V</math> kommen. <math>\mu, t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt - (-V)\,dp = 0 </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,dN + t_{E}^{K}\,dS + p_{E}^{K}\,d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,N + t_{E}^{K}\,S + p_{E}^{K}\,(-V) = 0,\quad \mu_{E}^{K} = t_{E}^{K} = p_{E}^{K} = 0 </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N + \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] - S\,d\left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
-\,(-V)\,d\left[ p + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
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1091253
1091252
2026-09-22T08:34:15Z
Pelikam
111447
/* Variante c) */
1091253
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie K (Drei neue Variable) ==
<math>N, S, V</math> kommen. <math>\mu, t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt - (-V)\,dp = 0 </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,dN + t_{E}^{K}\,dS + p_{E}^{K}\,d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,N + t_{E}^{K}\,S + p_{E}^{K}\,(-V) = 0,\quad \mu_{E}^{K} = t_{E}^{K} = p_{E}^{K} = 0 </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
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|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + 0 \right] dN + \left[ 0 + 0 \right] dS
+ \left[ p + 0 \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + 0 \right] N + \left[ 0 + 0 \right] S
+ \left[ 0 + 0 \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + 0 \right] N + \left[ 0 + 0 \right] S
+ \left[ 0 + 0 \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + 0 \right] - S\,d\left[ 0 + 0 \right]
- (-V)\,d\left[ 0 + 0 \right] </math>
|}
ey0mfn6bo94fo2it44sj8qxed7rs01c
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Pelikam
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/* Variante c) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie K (Drei neue Variable) ==
<math>N, S, V</math> kommen. <math>\mu, t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt - (-V)\,dp = 0 </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,dN + t_{E}^{K}\,dS + p_{E}^{K}\,d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,N + t_{E}^{K}\,S + p_{E}^{K}\,(-V) = 0,\quad \mu_{E}^{K} = t_{E}^{K} = p_{E}^{K} = 0 </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + 0 \right] dN + \left[ 0 + 0 \right] dS
+ \left[ p + 0 \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + 0 \right] N + \left[ 0 + 0 \right] S
+ \left[ 0 + 0 \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + 0 \right] N + \left[ 0 + 0 \right] S
+ \left[ 0 + 0 \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + 0 \right] - S\,d\left[ 0 + 0 \right]
- (-V)\,d\left[ 0 + 0 \right] </math>
|}
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Pelikam
111447
/* Variante c) */
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wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - PCRT/I]]
== Energie K (Drei neue Variable) ==
<math>N, S, V</math> kommen. <math>\mu, t, p</math> gehen.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu - S\,dt - (-V)\,dp = 0 </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,dN + t_{E}^{K}\,dS + p_{E}^{K}\,d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(\mu,t,p) </math>||<math> = </math>||<math>
0 </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{K}\,N + t_{E}^{K}\,S + p_{E}^{K}\,(-V) = 0,\quad \mu_{E}^{K} = t_{E}^{K} = p_{E}^{K} = 0 </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS
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|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
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- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] dN
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- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
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- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial N}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} - S\frac{\partial t}{\partial (-V)}
- (-V)\frac{\partial p}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN + \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
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|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN + \left[ 0 - S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - S\frac{\partial p}{\partial S}\right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
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+ \left[ 0 - V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN + \left[ 0 - V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 - V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V)\quad (N,S,V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
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+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] S </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} - S\frac{\partial \mu}{\partial S}
- V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} - S\frac{\partial t}{\partial S}
- S\frac{\partial t}{\partial S} \right] </math>
|-
|| <math> \quad\quad </math>
|| <math> </math>||<math> = </math>||<math>
- (-V)\,d\left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} - S\frac{\partial p}{\partial S}
- V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,S\,dt </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + V\frac{\partial \mu}{\partial V} + N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 + V\frac{\partial t}{\partial V} + N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 + V\frac{\partial p}{\partial V} + N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (01c) </math>
|| <math> -\,(-V)\,dp </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + N\frac{\partial \mu}{\partial N} + S\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dN
+ \left[ 0 + N\frac{\partial t}{\partial N} + S\frac{\partial t}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 + N\frac{\partial p}{\partial N} + S\frac{\partial p}{\partial S} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dK(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + 0 \right] dN + \left[ 0 + 0 \right] dS
+ \left[ p + 0 \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> K(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + 0 \right] N + \left[ 0 + 0 \right] S
+ \left[ 0 + 0 \right] (-V) = 0 </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + 0 \right] N + \left[ 0 + 0 \right] S
+ \left[ 0 + 0 \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + 0 \right] - S\,d\left[ 0 + 0 \right]
- (-V)\,d\left[ 0 + 0 \right] </math>
|}
a2n77v9ve1ngthtpldkz7nsxw3cp131
Gitarre: Training erster Fingersatz
0
119948
1091180
1089358
2026-09-21T12:35:34Z
~2026-50710-50
116926
/* Einsingen */
1091180
wikitext
text/x-wiki
{{:Gitarre/ Navi|Sologitarre|
{{:Gitarre: Sologitarre/ Navi Improvisation in Dur und Moll}}|
img=Guitar 1.svg |bg=#F8f8f8|border=darkorange|color=dark|px=80|navi=Einführung in die Sologitarre}}
=Training 1. Fingersatz=
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_first_fingering.svg]]
Das "Karree" ist bei diesem Fingersatz links.
{|
!Fingersatz
!width="30px"|
!Intervalle
|-
|[[Image:Scala ZM K.svg]]
!width="30px"|
|[[Image:Scala 71_2-34_5.svg]]
|}
Wir wollen diese hier mit konkreten Übungen auf allen Saitenlagen üben.
Die folgenden Übungen enthalten oft eine Folge von ein- oder zweitaktigen Sequenzen. Eine Sequen ist ein Motiv, dass sich auf verschiedenen Tonhöhen wiederholt.
Es kommen auch Ausschnitte aus klassischen Stücken, Folksongs, Kinderlieder o.ä. vor. Die einfache Struktur oder der Bekanntheitsgrad der Melodien sollen dir das Üben erleichtern. Du musst dir so nicht jede einzelne Note aus der Tabulatur entschlüsseln, sondern die Finger finden in Vorerwartung der Melodie leichter ihre Position.
== Eintaktige Sequenzen ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 7 3 darkgrey )
(place-fret 5 8 4 yellow3 )
(place-fret 5 10 5 darkgrey )
(place-fret 6 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 6 8 1 black )
(place-fret 6 10 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Beachte, dass der Grundton (1) unter dem Ringfinger (also im zweiten Bund dieses Fingersatzes) ist. Bei deinen freien Improvisation in Dur fängst du anfangs günstigerweise mit der (1) an. Den Grundton C findest du hier im 8. Bund auf der E-Saite unter dem Mittelfinger.
Ein Powerchord (beispielsweise C5) oder ein normaler Akkord am Ende ist optional (d.h. freiwillig). So ein Akkord eicht dein Ohr auf den Grundton der gerade geforderten Tonart. Du muss jedoch etwas überlegen, wie du vom Akkord wieder zurück in den Fingersatz kommst. Das gelingt mal leichter mal schwieriger. Daher ist ein Akkord für spätere Wiederholungen gedacht. Anfangs reicht auch der Grundton als Schluss.
{{Tipp|Lerne bei der C-Dur-Tonleiter nicht nur die Intervalle <br>
3 4 - 5<br>
j7 1 - 2 <br>
sondern benenne auch jede einzelne Note. <br>
E F - G<br>
H C - D<br>
So bekommst du einen recht einfachen Überblick über das Griffbrett.}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (E- / F-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
<c g' c>1^\markup { \bold {(C5)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Halbtaktige Sequenzen ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 7 3 darkgrey )
(place-fret 4 8 4 yellow3 )
(place-fret 4 10 5 darkgrey )
(place-fret 5 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 8 1 black )
(place-fret 5 10 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Diesmal hast du halbtaktige Sequenzen, die einmal wiederholt werden. Auch ohne Notenkenntnisse kannst du den Verlauf und die Wiederholungen der Sequenzen einfacher am Notenbild verfolgen, als an der Tabulatur; insbesondere wenn du dir gleichzeitig die Übung dabei anhörst. Der optionale Powerchord am Ende stabilisiert auch hier wieder den Grundton. Den Grundton F findest du im 8. Bund auf der A-Saite.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (A- / Bb-Form) in F-Dur"
subtitle="Halbtaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key f \major
f8 c' bes a g bes a g
f a g f e g f e f1
f8 c' bes a g bes a g
f a g f e g f e <f c' f>1^\markup { \bold {(F5)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Ein Vogel wollte Hochzeit machen ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 7 3 darkgrey )
(place-fret 3 8 4 yellow3 )
(place-fret 3 10 5 darkgrey )
(place-fret 4 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 4 8 1 black )
(place-fret 4 10 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Hier habe ich ein relativ bekanntes Kinderlied gefunden, dass perfekt zum 1. Fingersatz passt. Die Tondauern sind für Ungeübte in Sachen Noten schwer herauszulesen. Kennst du aber das Stück, oder hörst du es dir mehrmals an, so ist es keine unüberwindbare Schwierigkeit. Den Grundton Bb findest du im 8. Bund auf der D-Saite.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (D-Form) in Bb-Dur"
subtitle="Ein Vogel wollte Hochzeit machen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key bes \major
r2. r8 d'8 |
f8 d f d es c es c |
d bes f' d c( f) f f16 d | \break
bes8 8 8 f'16 d c8 c c f16 es |
d8 bes c a bes4 r4
\bar "|."
}
myLyrics = \lyricmode {
\set stanza = "1."
Ein Vo -- gel wol -- lte Hoch -- zeit mach -- en
In dem grü -- nen Wal -- de
Fi -- de -- ra -- la -- la, fi -- de -- ra -- la -- la
Fi -- de -- ra -- la -- la -- la -- la
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice = "mySong" {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new Lyrics \lyricsto "mySong" { \myLyrics }
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
\new Lyrics \lyricsto "mySong" { \myLyrics }
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Halbtaktige Sequenzen mit Lagewechsel ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 5 3 darkgrey )
(place-fret 2 6 4 yellow3 )
(place-fret 2 8 5 darkgrey )
(place-fret 3 4 "j7" yellow3 )
(place-fret 3 5 1 black )
(place-fret 3 7 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Bei der G-Form kommt es zwischen der G- und H-Saite zu einem Lagewechsel. Du musst dir jedesmal eine Strategie zurechtlegen, wann und wie du am besten den Lagewechsel durchführst.
Wenn du Glück hast, findest du im Notenbild einen Hinweis, wie man günstig die Lage wechseln kann. Ich empfehle dir dort wo die 2 über den Noten steht, den Mittelfinger zu nehmen.
*(1 = Z, 2 = M, 3 = R, 4 = K, 0 = leere Saite)
Betrachte solche Hinweis nur als Vorschlag, denn es gibt keine verbindliche Regel, wie der Lagewechsel zu erfolgen hat. Übst du die gleiche Sequenzen ein paar Saiten höher oder tiefer, geht es leichter von der Hand. Du kannst übrigens jede einzelne Übung auf allen Saitenlagen üben.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (G-Form) in C-Dur"
subtitle="Halbtaktige Sequenzen mit Lagewechsel"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #4
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g'8 e f g f d e f
e c-2 d e d b c d c1
g'8 e f g f d e f
e c-2 d e d b c d <c g' c>1^\markup { \bold {(C5)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Einsingen ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 2 3 darkgrey )
(place-fret 1 3 4 yellow3 )
(place-fret 1 5 5 darkgrey )
(place-fret 2 2 "j7" yellow3 )
(place-fret 2 3 1 black )
(place-fret 2 5 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Diese beiden Motive kennen viele, die schon einmal in einem Chor gesungen haben. Das erste Motiv übt ausschnitte einer Tonleiter. D E F# G A ist in erster Linie der Beginn der D-Dur-Tonleiter, könnte aber auch ebensogut einen Ausschnitt am Ende der G-Dur Tonleiter darstellen. Man übt also, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein, den Anfang und das Ende einer Tonleiter. Das zweite Motiv eicht den Chor auf die gerade geforderte Tonart. Hier werden nur Akkordtöne in einer auf- oder absteigenden Tonfolge gespielt (auch Arpeggios genannt). Der A7-Akkord enthält sowohl den Leitton (j7) der zum Grundton (1) hin leitet, als auch den Strebeton (4) die zur Durterz (3) hin strebt. Mit den zwei spannungsreichen Tönen, die sich zum Grundakkord auflösen wollen, wird der Chor auf die Durtonart eingenordet.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (C-Form) in D-Dur"
subtitle="Einsingen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key d \major
d8^\markup { \bold {D} } e fis g a g fis e | d1
d8 e fis g a g fis e | d1
\break
d4^\markup { \bold {D} } fis8 a | g4^\markup { \bold {A7} } e8 cis | d1^\markup { \bold {D} }
d4^\markup { \bold {D} } fis8 a | g4^\markup { \bold {A7} } e8 cis |
\set TabStaff.minimumFret = #0
<d, a' d fis>1^\markup { \bold {D} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Weiterführendes ===
{{Navigation Vertiefung|Gitarre: CAGED-Stammtöne - Erster Fingersatz | Erster Fingersatz quer über das Griffbrett}}
80koycgmr1a6v5mp34ihlwlilizgaeu
Gitarre: Training zweiter Fingersatz
0
119949
1091181
1090710
2026-09-21T12:36:47Z
~2026-50710-50
116926
/* Asturias (Ausschnitt) */
1091181
wikitext
text/x-wiki
{{:Gitarre/ Navi|Sologitarre|
{{:Gitarre: Sologitarre/ Navi Improvisation in Dur und Moll}}|
img=Guitar 1.svg |bg=#F8f8f8|border=darkorange|color=dark|px=80|navi=Einführung in die Sologitarre}}
=Training 2. Fingersatz=
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
Das "Karree" ist bei diesem Fingersatz rechts.
{|
!Fingersatz
!width="30px"|
!Intervalle
|-
|[[Image:Scala Z_RK.svg]]
!width="30px"|
|[[Image:Scala 6_71-2_34.svg]]
|}
Auch diesen Fingersatz wollen wir mit konkreten Übungen auf allen Saitenlagen üben.
== Rondeau (Auszug) ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 5 2 darkgreen )
(place-fret 5 7 3 darkgrey )
(place-fret 5 8 4 yellow3 )
(place-fret 6 5 6 darkgreen )
(place-fret 6 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 6 8 1 black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Die eintaktige Sequenzen wurde aus einem Rondeau von J.S. Bach entnommen, dass du beliebig wiederholen kannst.
Den Grundton C findest du wieder im 8. Bund auf der E-Saite; diesmal unter dem kleinen Finger.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (G-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
<c e g c>1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
{{Tipp|Lasse die Finger so lange wie möglich liegen. Lasse den Zeigefinger liegen, wenn der Mittelfinger und der kleine Finger folgt. Nimmst du den kleinen Finger wieder weg, ist der Mittelfinger schon auf seinem Platz. Nimmst du den Mittelfinger weg, ist der Zeigefinger schon auf seinem Platz.}}
{{Tipp|Lerne bei der C-Dur-Tonleiter nicht nur die Intervalle <br>
1 - 3 4<br>
6 - j7 1<br>
sondern benenne auch jede einzelne Note. <br>
D - E F<br>
A - H C<br>
So bekommst du einen recht einfachen Überblick über das Griffbrett.}}
== "Das häßliche Entlein" oder "Alle meine Entchen"<ref>Anspielung auf ein Märchen der Gebrüder Grimm nebst einem bekannten deutschen Kinderlied.</ref> in Moll ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 5 2 darkgreen )
(place-fret 4 7 3 darkgrey )
(place-fret 4 8 4 yellow3 )
(place-fret 5 5 6 darkgreen )
(place-fret 5 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 8 1 black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Die vorherige Übung war in Dur, und hier verwenden wir ein und den selben Fingersatz in Moll. Wie du siehst und hörst, lässt sich ein Fingersatz oder ein Pattern nicht eindeutig einer einzigen Tonart zuordnen. Der Schlusston oder der Schlussakkord (hier der Ton D bzw. der Akkord Dm) bestimmt die Tonart. Der Grundton D ist hier die Sexte (6) des zugrunde liegenden Major-Pattern. Er lässt sich leicht über den Stimmton im 5. Bund der A-Saite ableiten.
Wenn in einer Tabulatur über einer Ziffer zwei Notenhälse stehen, so ist das ein Zeichen für eine halbe Note, die zwei Schläge dauert. Da dieses für viele Gitarristen sehr ungewöhnlich aussieht, verzichtet man oft auf Taktstriche in der Tabulatur. In dem Fall lässt sich die Tondauer allein an den Notenwerten ablesen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Am-Form) in Dm"
subtitle="Das häßliche Entlein" subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key d \minor
d4 e f g a2 2 bes4 4 4 4 a1
bes4 4 4 4 a1 g4 4 4 4 f2 2
e4 4 4 4 d1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Die Moldau (Hauptmotiv) ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 5 2 darkgreen )
(place-fret 3 7 3 darkgrey )
(place-fret 3 8 4 yellow3 )
(place-fret 4 5 6 darkgreen )
(place-fret 4 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 4 8 1 black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Die folgende Melodie klingt fast wie die vorhergehende, nur auf einer anderen Tonstufe. Doch mit dem anderen Rhythmus ist es das Hauptmotiv von der Komposition {{Youtube-Suche|Smetana+Die+Moldau|"Die Moldau" von Bedrich Smetana}} (ohne Auftakt und rhythmisch vereinfacht).
Auch wenn es hier nur die Molltonleiter rauf und runter geht, merkst du hoffentlich, wieviel der Takt und Rhythmus an der Wirkung ausmacht. Wenn du später mal meinst, deine Improvisationen hören sich langweilig an, dann solltest du dich mehr mit Rhythmus beschäftigen. Dazu kannst du dich auch ein wenig mit Schlagmustern beschäftigen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Dm-Form) in Em"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key e \minor
e4 fis8 g4 a8 b4. b4. c4. c4. b2.
a4. a4. g4 a8 g4. fis4. fis4. e2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Sascha (vereinfacht) ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 3 2 darkgreen )
(place-fret 2 5 3 darkgrey )
(place-fret 2 6 4 yellow3 )
(place-fret 3 2 6 darkgreen )
(place-fret 3 4 "j7" yellow3 )
(place-fret 3 5 1 black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Das Lied "Sascha" wird hier auf der G- und H-Saite gespielt. Wir müssen uns Strategien zurechtlegen, welchen Fingersatz wir am besten für die Lagewechsel verwenden.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Bb- /Gm7-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-4 e e c-3 e e e c |
b d-3 c-4 b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f'-4 f f r e e e r |
e d c-4 b a a a r |
}
\set TabStaff.minimumFret = #5
<c e a>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 60
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Auf den anderen Saitenlagen geht die Melodie einfacher von der Hand.
== Asturias (Ausschnitt) ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 5 2 darkgreen )
(place-fret 1 7 3 darkgrey )
(place-fret 1 8 4 yellow3 )
(place-fret 2 5 6 darkgreen )
(place-fret 2 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 2 8 1 black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Das ganze Stück Asturias ist ein Meisterstück. Doch es mag dich vielleicht freuen, dass es gar nicht mehr lange dauert, bis du zumindest ein kleines Vorzeigestück mit den ersten Takten des Stückes kannst. Dies hier ist schon einmal eine Vorübung.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D-Dur bzw. Bm-Form) in Em"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key e \minor
\repeat volta 2 \relative c'{
e8 b' c a b g | e8 b' c a b g |
e8 b' c a b g | a fis g a fis g^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
<e, b, e g b e'>2.^\markup { \bold {(Em)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Weiterführendes ===
{{Navigation Vertiefung|Gitarre: CAGED-Stammtöne - Zweiter Fingersatz | Zweiter Fingersatz quer über das Griffbrett}}
rdaq5mqwxwcuubs51t59jficwjnr6zv
CPRT/b380
0
121708
1091207
1091106
2026-09-22T06:12:54Z
Pelikam
111447
/* Energie I */
1091207
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie I (eine neue Variable) ==
<math>N</math> kommt, <math>\mu</math> geht.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dI(\mu,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dI(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{I}\,dN + t_{E}^{I}\,dS + p_{E}^{I}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> I(\mu,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S + p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> I(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{I}\,N + t_{E}^{I}\,S + p_{E}^{I}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dI(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- (-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N}\,\right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N}\,\right]
- (-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N}\,\right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
- (-V)\,d\left[ p + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
== Herleitungen Energie I ==
6gldpamuag9ntp3akyoep35f0nlo7zr
1091227
1091207
2026-09-22T07:12:25Z
Pelikam
111447
/* Variante b) */
1091227
wikitext
text/x-wiki
[[CPRT|< Inhaltsverzeichnis - CPRT]]
== Energie I (eine neue Variable) ==
<math>N</math> kommt, <math>\mu</math> geht.
{|
|-
|| <math> (01)\quad </math>
|| <math> dE(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu\,dN + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dI(\mu,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\mu + t\,dS + p\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (02)\quad </math>
|| <math> dI(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{I}\,dN + t_{E}^{I}\,dS + p_{E}^{I}\,d(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> I(\mu,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,t\,S + p\,(-V) </math>
|-
|| <math> (03)\quad </math>
|| <math> I(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+\,\mu_{E}^{I}\,N + t_{E}^{I}\,S + p_{E}^{I}\,(-V) </math>
|}
=== Variante a) ===
(04a) folgt aus (03) und (03a). (05a) folgt aus (02a) und (03a).
{|
|-
|| <math> (01a)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02a)\quad </math>
|| <math> dI(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} \right] d(-V) </math>
|-
| <math> (03a)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
| <math> (04a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05a)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial \mu}{\partial S} \right]
- (-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial \mu}{\partial (-V)} \right] </math>
|}
=== Variante b) (am einfachsten zu merken) ===
(04b) folgt aus (03) und (03b). (05b) folgt aus (02b) und (03b).
{|
|-
|| <math> (01b)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02b)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] dN
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] dS
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03b)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N
+ \left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N} \right] N
+ \left[ 0 - N\frac{\partial t}{\partial N} \right] S
+ \left[ 0 - N\frac{\partial p}{\partial N} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05b)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 - N\frac{\partial \mu}{\partial N}\,\right]
- S\,d\left[ t - N\frac{\partial t}{\partial N}\,\right]
- (-V)\,d\left[ p - N\frac{\partial p}{\partial N}\,\right] </math>
|}
=== Variante c) ===
(04c) folgt aus (03) und (03c). (05c) folgt aus (02c) und (03c).
{|
|-
|| <math> (01c)\quad </math>
|| <math> -\,N\,d\mu(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (02c)\quad </math>
|| <math> dF(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] dN
+ \left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] dS
+ \left[ p + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] d(-V) </math>
|-
|| <math> (03c)\quad </math>
|| <math> F(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ p + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (04c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
+ \left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right] N
+ \left[ 0 + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right] S
+ \left[ 0 + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] (-V) </math>
|-
|| <math> (05c)\quad </math>
|| <math> 0\,(N,S,V) </math>||<math> = </math>||<math>
-\,N\,d\left[ 0 + S\frac{\partial \mu}{\partial S} + V\frac{\partial \mu}{\partial V} \right]
- S\,d\left[ t + S\frac{\partial t}{\partial S} + V\frac{\partial t}{\partial V} \right]
- (-V)\,d\left[ p + S\frac{\partial p}{\partial S} + V\frac{\partial p}{\partial V} \right] </math>
|}
== Herleitungen Energie I ==
fa1ph7pcpjryxxt1eg1pmdagfrxn31w
First Responder/ Gerätschaften
0
123028
1091198
1091155
2026-09-21T17:02:42Z
2ndoptimist
116642
kleinere korrekturen und ergänzungen
1091198
wikitext
text/x-wiki
Hier geht es darum zu verstehen, von was der RD spricht. Und wenn man als Helfer eingesetzt wird, zu verstehen wie diese Mittel (insbes. die Traggeräte) eingesetzt wird und was man z.b. beim Transport über ein Treppenhaus zu beachten hat.
== Einsatztasche FR ==
Ein First Responder rückt oft in Situationen ein, in denen der Rettungsdienst noch Minuten entfernt ist. Die Ausrüstung muss daher auf zwei Säulen beruhen: Überlebenswichtige Sofortmassnahmen (Blutstillung, Beatmung) und Arbeitserleichterung/ Zugangsschaffung (Licht, offene Türen).
=== Grundausstattung ===
Folgende Ausrüstungsgegenstände sind zum Beispiel im Kanton Aargau in der Grundausstattung enthalten:
* '''Tasche:''' Rote Kunststofftasche mit Beschriftung "First Responder" - Empfehle, diese mit wasserfestem Marker noch mit dem Namen zu versehen. Erleichtert die Zuordnung nach dem Einsatz wenn mehrerer FR auf Platz waren.
* '''Warnweste''' mit Aufdruck "First Responder": Dient der eigenen Sicherheit im Verkehr und identifiziert den Helfer sofort als offiziellen Ersthelfer gegenüber Passanten und dem eintreffenden Rettungsdienst.
* '''Handschuhe:''' Medizinische Einmalhandschuhe (nitril, puderfrei).
* '''FFP2 Masken:''' Schutz vor Tröpfcheninfektionen (z.B. bei Reanimation oder stark hustenden Patienten).
* '''Taschenmaske''' in Hartschalenbox: Für die effiziente und hygienische Beatmung. Die Hartschalenbox verhindert, dass die Maske in der Tasche beschädigt wird oder unhygienisch wird.
* '''Händedesinfektionsmittel:''' Für die Eigenschutzmassnahmen nach dem Einsatz.
* '''Rettungsdecke:''' Gegen Auskühlung und Wetterschutz. ''Tipp: Folie so falten, dass sie mit einem Handgriff aufklappbar ist.''
* '''Kompresse:''' Zur Versorgung von stark blutenden Wunden und als Druckpolster.
* '''elastische Binde:''' Zum Fixieren der Kompressen oder zum Anlegen eines Druckverbands.
* '''Kleiderschere:''' Zum Aufschneiden von Kleidung (z.B. bei Beinbrüchen, um den Puls zu fühlen, oder bei Thoraxverletzungen).
=== Erweiterte Erste Hilfe ===
Über das normale First-Responder-Set hinaus können noch weitere Sachen dazugepackt werden. Diese Hilffsmittel setzen eine entsprechende Vertiefung über die Anwendung voraus!
* '''Tourniquet:''' Bei Extremitätenblutungen, die nicht durch Druckverband zu stoppen sind. ''Achtung: Nur mit spezieller Ausbildung anwenden! Auf Anziehzeit unbedingt schreiben (z.B. mit Kugelschreiber auf das Tourniquet).''
* '''Abdichtpflaster (Chest-Seal) für Brustkorbverletzungen:''' Bei offenen Brustkorbverletzungen, um das Eindringen von Luft in den Brustraum zu verhindern.
=== Taktische Hilfsmittel (Die "Lifehacks") ===
Diese Dinge sind keine klassischen Medizinprodukte, aber in der First-Responder-Praxis oft Gold wert, um Zeit zu sparen, Sicherheit zu erhöhen und Zugang zu schaffen.
* '''Taschenlampe (besser: Stirnlampe):''' Unverzichtbar. Zum Pupillenkontrollieren, Auffinden von Patienten in unbeleuchteten Wohnungen, Parks oder bei Verkehrsunfällen nachts. ''Tipp: Eine Stirnlampe lässt beide Hände frei.''
* '''Türpuffer / Keil:''' Bei Hauseingangstüren mit Selbstschliesser-Automatik. Verhindert, dass die Tür ins Schloss fällt, während man auf den Rettungsdienst wartet oder Material aus dem Auto holt.
* '''Post-it:''' Um die Lichtschranke von Aufzügen zu blockieren. Verhindert, dass der Lift schliesst wenn man den Patienten und das Material etappenweise zum Lift schafft. Spart wertvolle Minuten in Hochhäusern.
* '''Edding oder ähnlich:''' Wichtig um die Anziehzeit auf das Tourniquet zu schreiben. Auch nützlich, um Vitalwerte und Zeit & Massnahmen zu notieren, bis der Rettungsdienst eintrifft.
== Diagnostikgeräte RD ==
== Fahrzeug und deren Ausstattung (noch überarbeiten!) ==
Die Ausstattung eines Rettungswagens ist in der Norm EN 1789 geregelt. Nicht jedes Fahrzeug hat alle die aufgeführten Ausrüstungsgegenstände dabei, die Liste ist auch nicht vollständig.
=== Patiententransport ===
Haupttrage mit Fahrgestell: Die eigentliche Krankentrage im Fahrzeug.
Schaufeltrage: Zum schonenden Bewegen von Patienten aus engen Räumen oder Unfallfahrzeugen.
Vakuum-Matratze: Formstabile Unterlage für Wirbelsäulenverletzungen. Die Luft wird abgesaugt, sodass sie sich dem Körper anpasst und ihn fixiert.
Sitztrage / Evakuationsstuhl: Für den Transport von gehfähigen oder sitzenden Patienten (z.B. über Treppen).
Tragetuch: (oft als Mulden-Tuch) Zum Tragen von Patienten über Treppen oder unwegsames Gelände durch mehrere Helfer.
Spineboard: Mit Kopffixation und Gurten. Dient der Rettung aus Fahrzeugen und der Ganzkörper-Immobilisation (kann in der Haupttrage integriert sein).
Kurzes Wirbelsäulenbrett / KED (Kendrick Extrication Device): Fixationssatz zur Ruhigstellung des oberen Wirbelsäulenbereichs (Hals- und Brustwirbelsäule) bei der Fahrzeugrettung.
=== Ruhigstellung (Immobilisation) ===
Schienensatz: Zur Ruhigstellung von Knochenbrüchen (z.B. Vakuum-Schienen oder SAM-Splints).
Halskrause (C-Spine): Zur Ruhigstellung der Halswirbelsäule.
=== Atmung ===
Stationäre Sauerstoffanlage (mind. 2000 l): Fest im Fahrzeug installierte Sauerstoffversorgung.
Tragbares Sauerstoffgerät (mind. 400 l): Die mitnehmbare O2-Flasche für den Einsatzort. In blauer Tasche, meist bei der seitlichen Schiebetüre rechts verlastet.
Beatmungsbeutel (Ambu-Beutel): Mit Masken und Guedel-Tuben (oropharyngeale Atemwegssicherung für Bewusstlose) für alle Altersstufen. Mit O<sub>2</sub>-Anschluss.
Taschenmaske: Mund-zu-Maske-Beatmungshilfe mit O2-Anschluss.
Absauganlage: Stationär (elektrisch) und manuell tragbar (für Sekret/Blut aus den Atemwegen).
=== Diagnostik ===
Blutdruckmessgerät: Manuell und automatisch (NIBP am Monitor).
Pulsoximeter (SpO<sub>2</sub>): Messung der Sauerstoffsättigung im Blut (Fingerclip).
Thermometer: Für die Körpertemperatur.
Blutzuckermessgerät: Für die Bestimmung des Blutzuckers (z.B. bei Diabetikern).
Taschenlampe: Zur Prüfung der Pupillenreaktion.
=== Medikamente ===
Analgetika (Schmerzmittel): Medikamente zur Schmerzbekämpfung (z.B. Fentanyl, Morphin).
=== Kreislauf ===
Infusionslösungen: (z.B. NaCl 0.9% oder Ringer-Laktat).
Infusions- und Injektionszubehör: Venenverweilkanülen (Braunülen), Spritzen, Infusionssysteme, Fixationsmaterial.
Bone Injection Gun, BIG: Zur Durchführung eines Zuganges durch Knochen für Infusionen.
Infusionswärmegerät (z.B. Fluido): Erwärmt Infusionslösungen auf Körpertemperatur (37 °C) – wichtig bei Massiv-Blutungen, um den Patienten nicht auszukühlen.
Infusionshalterung: (Stativ) für laufende Infusionen am Einsatzort.
Druckinfusionsmanschette: Manschette, die um die Infusionsflasche gelegt und mit Druck befüllt wird, um Flüssigkeit sehr schnell (unter Druck) zu infundieren.
Perfusorspritzen & Spritzenpumpen: Für die genaue, kontinuierliche Gabe von Medikamenten (z.B. Katecholamine).
ZVK-Set: Zentraler Venenkatheter (für den Notarzt / NAW).
=== Überwachung & Reanimation ===
Defibrillator/Monitor: Gerät zur Defibrillation und Aufzeichnung des EKGs (Herzrhythmus). Oft mit integriertem externem Herzschrittmacher (Pacer) zur Stimulation des Herzens.
Intubationsbesteck: Laryngoskop (mit Spateln), Endotrachealtuben, Führungsstab (Bougie), Tubus-Fixation, Blockerspritze (Cuff). Hinweis: Magill-Zangen und Stethoskope gehören ebenfalls dazu.
Inhalator: Vernebler-Set für Medikamente bei Asthma/COPD.
Thoraxdrainage-Set: Ausrüstung zum Entlasten eines Spannungspneumothorax (Lungenkollaps mit Druckaufbau im Brustkorb). Oft auf NAW/NAW-AR beschränkt.
Transportventilator: Notfall- und Transportbeatmungsgerät für intubierte Patienten.
PEEP-Ventil: Ventil für den Beatmungsbeutel, das einen Gegendruck aufbaut, um die Lunge offenzuhalten.
Kapnometer / EtCO<sub>2</sub>: Messung des CO<sub>2</sub> in der Ausatemluft (Standard zur Überwachung der korrekten Tubuslage und Beatmungseffizienz, oft im Monitor integriert).
=== Verbandmittel und Pflegehilfsmittel ===
Krankenhausdecke & Laken: Zum Warmhalten des Patienten.
Wundverbände: Material zur Wundabdeckung (Kompressen, Binden, Pflaster).
Brandsalben / Metalline: Spezielle Wundabdeckung bei Verbrennungen und Verätzungen.
Amputatbehälter (gekühlt): Spezialbehälter, der abgetrennte Körperteile auf ca. 4 °C kühlt, um eine Replantation im Spital zu ermöglichen.
Nierenschale: Auffangschale für Ausscheidungen oder Wundsekret.
Spuckbeutel / Brechbeutel: Für erbrechende Patienten.
Bettpfanne & Urinflasche: Zur Verrichtung der Notdurft auf der Trage.
Sharps-Container: Stichsicheres Behältnis für spitze Abfälle (Kanülen, Ampullen).
Magenspülgarnitur: (Selten präklinisch genutzt) für Vergiftungen.
Handschuhe: Steril (für invasive Eingriffe) und Unsteril (Einmalhandschuhe).
Geburtsetui: Notgeburt-Satz für ausserklinische Entbindungen.
Abfallbehälter: Für medizinischen und normalen Abfall.
Tragenauflage (Inkontinenz-Vlies): Saugfähiges Vliestuch für die Krankentragenauflage.
=== Persönliche Schutzausrüstung (PSA) & Hygiene ===
Warnweste / Schutzjacke: Mit Reflex-Streifen zur Sicherung der Einsatzstelle.
Schutzanzug: Für besondere Anforderungen (z.B. CSA-Anzug bei Gefahrgut/Asbest).
Arbeitshandschuhe: Schnittfeste Schutzhandschuhe für technische Hilfeleistung.
Sicherheitsschuhe: Schutz vor durchtretenden Gegenständen.
Schutzhelm: Bei Unfällen und technischen Einsätzen.
Infektionsschutzset: Schutzbrillen, FFP2/3-Masken, Schutzkittel.
Desinfektionsmittel: Hände- und Flächendesinfektion.
=== Rettungs- und Schutzausrüstung ===
Rettungswerkzeug: Einfacher Satz (Brechstange, Keil) zum Öffnen von Türen.
Gurtschneider: Spezielle Schere zum Durchtrennen von Sicherheitsgurten.
Warndreieck / Warnlampen: Zur Absicherung von Unfallstellen.
Stirnlampe / Handscheinwerfer: Für Ausleuchtung bei Dunkelheit.
Feuerlöscher: Pulver- oder CO<sub>2</sub>-Löscher im Fahrzeug.
=== Kommunikation ===
Funkgerät (TETRA / FMS): Handfunksprechgerät für die Leitstelle und Kameraden. Oft mit integriertem Pager (DME) für Alarmierung.
Mobiltelefon / Smartphone: Für Rückfragen bei Ärzten/Spitälern oder bei Funklöchern.
Intercom: Sprechanlage zwischen Fahrerhaus und Krankenraum im Rettungswagen.
qltd0me8fl4utl23uwxf6qm25ydgsfk
Gitarre: CAGED-Stammtöne - Erster Fingersatz
0
123107
1091250
1090836
2026-09-22T08:28:12Z
~2026-50710-50
116926
1091250
wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{bc|[[Gitarre: Training erster Fingersatz|Training erster Fingersatz]]}}
{{bc|[[Gitarre: CAGED-Stammtöne - Zweiter Fingersatz|Zweiter Fingersatz quer überdas Griffbrett]]}}
{{:Gitarre/ Navi|Sologitarre|
{{:Gitarre: Sologitarre/ Navi Improvisation in Dur und Moll}}|
img=Guitar 1.svg |bg=#F8f8f8|border=darkorange|color=dark|px=80|navi=Einführung in die Sologitarre}}
</noinclude>
== Erster Fingersatz ==
=== Eintaktige Sequenzen ===
Du wirst feststellen, dass sich die Sequenzen recht schnell lernen lassen.
==== 1. Fingersatz • C-Form (open) ====
Die erste Lage mit leeren Saiten stellt noch keine Herausforderung dar.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
% \set TabStaff.minimumFret = #2
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<br>
==== 1. Fingersatz • A- (Bb-)Form ====
Du musst noch nicht einmal den C-Barré im 3. Bund bemühen, um den Grundton zu finden. Die C-Dur-Tonleiter in den ersten drei Bünden reicht. Natürlich kannst du auch den Startton G suchen. Die Tabulatur sagt dir "D-Saite 5. Bund". Erinnere dich daran, dass dies der Stimmton der D-Saite ist (beim Stimmen nach Bünden). Auch hier ist der Fingersatz leicht.
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
;1. Fingersatz • A- (Bb-)Form
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 2 3 darkgrey )
(place-fret 4 3 4 yellow3 )
(place-fret 4 5 5 darkgrey )
(place-fret 5 2 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 3 1 black )
(place-fret 5 5 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (A- (Bb)-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8-4 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<br>
==== 1. Fingersatz • G-Form ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
;1. Fingersatz • G-Form
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 4.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 5 3 darkgrey )
(place-fret 2 6 4 yellow3 )
(place-fret 2 8 5 darkgrey )
(place-fret 3 4 "j7" yellow3 )
(place-fret 3 5 1 black )
(place-fret 3 7 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Bei der G-Form kommt es zwischen der G- und H-Saite zu einem Lagewechsel. Du musst dir jedesmal eine Strategie zurechtlegen, wann und wie du am besten den Lagewechsel durchführst.
Wenn du Glück hast, findest du im Notenbild einen Hinweis, wie man günstig die Lage wechseln kann. Ich empfehle dir dort wo die 2 über den Noten steht, den Mittelfinger zu nehmen.
*(1 = Z, 2 = M, 3 = R, 4 = K, 0 = leere Saite)
Betrachte solche Hinweis nur als Vorschlag, denn es gibt keine verbindliche Regel, wie der Lagewechsel zu erfolgen hat. Übst du die gleiche Sequenzen ein paar Saiten höher oder tiefer, geht es leichter von der Hand.
Beachte den Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite. Den Grundton C kannst du dir auch vom Ringfinger auf der G-Saite des C-Barrés ableiten.
Du musst dir hier eine Strategie zurechtlegen, wann du den Lagewechsel durchführen möchtest. Ich empfehle hier, den Lagewechsel so früh wie möglich zu machen, damit du den Zeigefinger frei hast, um gleich hintereinander zwei Töne in einem Bund zu spielen. Betrachte die Angaben zum Fingersatz nur als Vorschlag.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (G-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #4
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8-4 f e f g e f g
f e d-4 e-2 f-3 d e f
e d c d e c-1 d-4 e-2
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<br>
Hier eine alternative Lösung. Du kannst einen kleinen Barré über die Noten C und E legen, und den Lagewechsel später ausführen. Das V unter dem C zeigt hier den 5. Bund an, und nicht etwa Abschläge. Der Lagewechsel erfolgt hier im letzten Takt.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (G-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #4
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8-4 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d-2
\textSpannerDown
\override TextSpanner.bound-details.left.text = "V"
c-1\startTextSpan
d e-1 c-1 d e-1\stopTextSpan
d-4 c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== 1. Fingersatz • E- (F-)Form ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
;1. Fingersatz • E- (F-)Form
<score raw="1">
\version "2.24.4"
\markup {
\override #'(size . 4.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 7 3 darkgrey )
(place-fret 5 8 4 yellow3 )
(place-fret 5 10 5 darkgrey )
(place-fret 6 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 6 8 1 black )
(place-fret 6 10 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Den Grundton C auf der E-Saite kannst du dir vom C-Barré der E-Form (wie ein F- Barré) im 8. Bund ableiten. Der Fingersatz ist wieder einfach.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (E-(F)-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== 1. Fingersatz • D-Form ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
;1. Fingersatz • D-Form
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 4.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 9 3 darkgrey )
(place-fret 3 10 4 yellow3 )
(place-fret 3 12 5 darkgrey )
(place-fret 4 9 "j7" yellow3 )
(place-fret 4 10 1 black )
(place-fret 4 12 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>Die Tonhöhe ist die selbe, wie in der G-Form, wo wir uns komplizierte Strategien für den Fingersatz zurechtlegen mussten. In dieser Lage ist alles einfacher. Wenn du später mal einen herausfordernden Lick zwischen der G- und H-Saite hast, wäre eine weitere gangbare Strategie den Lick in eine fingertechnisch günstigere Lage zu verlegen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (D-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<br>
==== 1. Fingersatz • C-Form ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
;1. Fingersatz • C-Form
<score raw="1">
\version "2.24.4"
\markup {
\override #'(size . 4.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 12 3 darkgrey )
(place-fret 1 13 4 yellow3 )
(place-fret 1 15 5 darkgrey )
(place-fret 2 12 "j7" yellow3 )
(place-fret 2 13 1 black )
(place-fret 2 15 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div> Hier wurde die C-Durtonleiter in den 12. Bund verlegt. Der Grundton ist auf der H-Saite im 13. Bund. (Eine Oktave höher als bei der C-Dur Tonleiter in den ersten drei Bünden.) Wer keine E-Gitarre hat oder wer keine Akkustik mit Cutaway hat, der kann die C-Form auch in einem niedrigeren Bund üben.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c''' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Hier gehts weiter==
oypcurrnd6d1p05i2xiw1fadpaejeal
1091267
1091250
2026-09-22T11:13:49Z
~2026-50710-50
116926
/* Hier gehts weiter */ Vorbereitung
1091267
wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{bc|[[Gitarre: Training erster Fingersatz|Training erster Fingersatz]]}}
{{bc|[[Gitarre: CAGED-Stammtöne - Zweiter Fingersatz|Zweiter Fingersatz quer überdas Griffbrett]]}}
{{:Gitarre/ Navi|Sologitarre|
{{:Gitarre: Sologitarre/ Navi Improvisation in Dur und Moll}}|
img=Guitar 1.svg |bg=#F8f8f8|border=darkorange|color=dark|px=80|navi=Einführung in die Sologitarre}}
</noinclude>
== Erster Fingersatz ==
=== Eintaktige Sequenzen ===
Du wirst feststellen, dass sich die Sequenzen recht schnell lernen lassen.
==== 1. Fingersatz • C-Form (open) ====
Die erste Lage mit leeren Saiten stellt noch keine Herausforderung dar.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
% \set TabStaff.minimumFret = #2
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<br>
==== 1. Fingersatz • A- (Bb-)Form ====
Du musst noch nicht einmal den C-Barré im 3. Bund bemühen, um den Grundton zu finden. Die C-Dur-Tonleiter in den ersten drei Bünden reicht. Natürlich kannst du auch den Startton G suchen. Die Tabulatur sagt dir "D-Saite 5. Bund". Erinnere dich daran, dass dies der Stimmton der D-Saite ist (beim Stimmen nach Bünden). Auch hier ist der Fingersatz leicht.
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
;1. Fingersatz • A- (Bb-)Form
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 2 3 darkgrey )
(place-fret 4 3 4 yellow3 )
(place-fret 4 5 5 darkgrey )
(place-fret 5 2 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 3 1 black )
(place-fret 5 5 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (A- (Bb)-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8-4 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<br>
==== 1. Fingersatz • G-Form ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
;1. Fingersatz • G-Form
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 4.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 5 3 darkgrey )
(place-fret 2 6 4 yellow3 )
(place-fret 2 8 5 darkgrey )
(place-fret 3 4 "j7" yellow3 )
(place-fret 3 5 1 black )
(place-fret 3 7 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Bei der G-Form kommt es zwischen der G- und H-Saite zu einem Lagewechsel. Du musst dir jedesmal eine Strategie zurechtlegen, wann und wie du am besten den Lagewechsel durchführst.
Wenn du Glück hast, findest du im Notenbild einen Hinweis, wie man günstig die Lage wechseln kann. Ich empfehle dir dort wo die 2 über den Noten steht, den Mittelfinger zu nehmen.
*(1 = Z, 2 = M, 3 = R, 4 = K, 0 = leere Saite)
Betrachte solche Hinweis nur als Vorschlag, denn es gibt keine verbindliche Regel, wie der Lagewechsel zu erfolgen hat. Übst du die gleiche Sequenzen ein paar Saiten höher oder tiefer, geht es leichter von der Hand.
Beachte den Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite. Den Grundton C kannst du dir auch vom Ringfinger auf der G-Saite des C-Barrés ableiten.
Du musst dir hier eine Strategie zurechtlegen, wann du den Lagewechsel durchführen möchtest. Ich empfehle hier, den Lagewechsel so früh wie möglich zu machen, damit du den Zeigefinger frei hast, um gleich hintereinander zwei Töne in einem Bund zu spielen. Betrachte die Angaben zum Fingersatz nur als Vorschlag.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (G-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #4
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8-4 f e f g e f g
f e d-4 e-2 f-3 d e f
e d c d e c-1 d-4 e-2
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<br>
Hier eine alternative Lösung. Du kannst einen kleinen Barré über die Noten C und E legen, und den Lagewechsel später ausführen. Das V unter dem C zeigt hier den 5. Bund an, und nicht etwa Abschläge. Der Lagewechsel erfolgt hier im letzten Takt.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (G-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #4
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8-4 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d-2
\textSpannerDown
\override TextSpanner.bound-details.left.text = "V"
c-1\startTextSpan
d e-1 c-1 d e-1\stopTextSpan
d-4 c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== 1. Fingersatz • E- (F-)Form ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
;1. Fingersatz • E- (F-)Form
<score raw="1">
\version "2.24.4"
\markup {
\override #'(size . 4.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 7 3 darkgrey )
(place-fret 5 8 4 yellow3 )
(place-fret 5 10 5 darkgrey )
(place-fret 6 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 6 8 1 black )
(place-fret 6 10 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Den Grundton C auf der E-Saite kannst du dir vom C-Barré der E-Form (wie ein F- Barré) im 8. Bund ableiten. Der Fingersatz ist wieder einfach.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (E-(F)-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== 1. Fingersatz • D-Form ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
;1. Fingersatz • D-Form
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 4.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 9 3 darkgrey )
(place-fret 3 10 4 yellow3 )
(place-fret 3 12 5 darkgrey )
(place-fret 4 9 "j7" yellow3 )
(place-fret 4 10 1 black )
(place-fret 4 12 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>Die Tonhöhe ist die selbe, wie in der G-Form, wo wir uns komplizierte Strategien für den Fingersatz zurechtlegen mussten. In dieser Lage ist alles einfacher. Wenn du später mal einen herausfordernden Lick zwischen der G- und H-Saite hast, wäre eine weitere gangbare Strategie den Lick in eine fingertechnisch günstigere Lage zu verlegen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (D-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
<br>
==== 1. Fingersatz • C-Form ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
;1. Fingersatz • C-Form
<score raw="1">
\version "2.24.4"
\markup {
\override #'(size . 4.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 12 3 darkgrey )
(place-fret 1 13 4 yellow3 )
(place-fret 1 15 5 darkgrey )
(place-fret 2 12 "j7" yellow3 )
(place-fret 2 13 1 black )
(place-fret 2 15 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div> Hier wurde die C-Durtonleiter in den 12. Bund verlegt. Der Grundton ist auf der H-Saite im 13. Bund. (Eine Oktave höher als bei der C-Dur Tonleiter in den ersten drei Bünden.) Wer keine E-Gitarre hat oder wer keine Akkustik mit Cutaway hat, der kann die C-Form auch in einem niedrigeren Bund üben.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Eintaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c''' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
\once \override NoteHead #'color = #red c1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
g8 f e f g e f g
f e d e f d e f
e d c d e c d e
d c b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==Hier gehts weiter==
== Halbtaktige Sequenzen ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 7 3 darkgrey )
(place-fret 4 8 4 yellow3 )
(place-fret 4 10 5 darkgrey )
(place-fret 5 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 8 1 black )
(place-fret 5 10 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Diesmal hast du halbtaktige Sequenzen, die einmal wiederholt werden. Auch ohne Notenkenntnisse kannst du den Verlauf und die Wiederholungen der Sequenzen einfacher am Notenbild verfolgen, als an der Tabulatur; insbesondere wenn du dir gleichzeitig die Übung dabei anhörst. Der optionale Powerchord am Ende stabilisiert auch hier wieder den Grundton. Den Grundton F findest du im 8. Bund auf der A-Saite.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (A- / Bb-Form) in F-Dur"
subtitle="Halbtaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key f \major
f8 c' bes a g bes a g
f a g f e g f e f1
f8 c' bes a g bes a g
f a g f e g f e <f c' f>1^\markup { \bold {(F5)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Ein Vogel wollte Hochzeit machen ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 7 3 darkgrey )
(place-fret 3 8 4 yellow3 )
(place-fret 3 10 5 darkgrey )
(place-fret 4 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 4 8 1 black )
(place-fret 4 10 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Hier habe ich ein relativ bekanntes Kinderlied gefunden, dass perfekt zum 1. Fingersatz passt. Die Tondauern sind für Ungeübte in Sachen Noten schwer herauszulesen. Kennst du aber das Stück, oder hörst du es dir mehrmals an, so ist es keine unüberwindbare Schwierigkeit. Den Grundton Bb findest du im 8. Bund auf der D-Saite.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (D-Form) in Bb-Dur"
subtitle="Ein Vogel wollte Hochzeit machen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key bes \major
r2. r8 d'8 |
f8 d f d es c es c |
d bes f' d c( f) f f16 d | \break
bes8 8 8 f'16 d c8 c c f16 es |
d8 bes c a bes4 r4
\bar "|."
}
myLyrics = \lyricmode {
\set stanza = "1."
Ein Vo -- gel wol -- lte Hoch -- zeit mach -- en
In dem grü -- nen Wal -- de
Fi -- de -- ra -- la -- la, fi -- de -- ra -- la -- la
Fi -- de -- ra -- la -- la -- la -- la
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice = "mySong" {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new Lyrics \lyricsto "mySong" { \myLyrics }
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
\new Lyrics \lyricsto "mySong" { \myLyrics }
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Halbtaktige Sequenzen mit Lagewechsel ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 5 3 darkgrey )
(place-fret 2 6 4 yellow3 )
(place-fret 2 8 5 darkgrey )
(place-fret 3 4 "j7" yellow3 )
(place-fret 3 5 1 black )
(place-fret 3 7 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Bei der G-Form kommt es zwischen der G- und H-Saite zu einem Lagewechsel. Du musst dir jedesmal eine Strategie zurechtlegen, wann und wie du am besten den Lagewechsel durchführst.
Wenn du Glück hast, findest du im Notenbild einen Hinweis, wie man günstig die Lage wechseln kann. Ich empfehle dir dort wo die 2 über den Noten steht, den Mittelfinger zu nehmen.
*(1 = Z, 2 = M, 3 = R, 4 = K, 0 = leere Saite)
Betrachte solche Hinweis nur als Vorschlag, denn es gibt keine verbindliche Regel, wie der Lagewechsel zu erfolgen hat. Übst du die gleiche Sequenzen ein paar Saiten höher oder tiefer, geht es leichter von der Hand. Du kannst übrigens jede einzelne Übung auf allen Saitenlagen üben.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (G-Form) in C-Dur"
subtitle="Halbtaktige Sequenzen mit Lagewechsel"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #4
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
g'8 e f g f d e f
e c-2 d e d b c d c1
g'8 e f g f d e f
e c-2 d e d b c d <c g' c>1^\markup { \bold {(C5)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Einsingen ==
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape )
(finger-code . in-dot )
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 2 3 darkgrey )
(place-fret 1 3 4 yellow3 )
(place-fret 1 5 5 darkgrey )
(place-fret 2 2 "j7" yellow3 )
(place-fret 2 3 1 black )
(place-fret 2 5 2 darkgreen )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Diese beiden Motive kennen viele, die schon einmal in einem Chor gesungen haben. Das erste Motiv übt ausschnitte einer Tonleiter. D E F# G A ist in erster Linie der Beginn der D-Dur-Tonleiter, könnte aber auch ebensogut einen Ausschnitt am Ende der G-Dur Tonleiter darstellen. Man übt also, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein, den Anfang und das Ende einer Tonleiter. Das zweite Motiv eicht den Chor auf die gerade geforderte Tonart. Hier werden nur Akkordtöne in einer auf- oder absteigenden Tonfolge gespielt (auch Arpeggios genannt). Der A7-Akkord enthält sowohl den Leitton (j7) der zum Grundton (1) hin leitet, als auch den Strebeton (4) die zur Durterz (3) hin strebt. Mit den zwei spannungsreichen Tönen, die sich zum Grundakkord auflösen wollen, wird der Chor auf die Durtonart eingenordet.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="1. Fingersatz (C-Form) in D-Dur"
subtitle="Einsingen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key d \major
d8^\markup { \bold {D} } e fis g a g fis e | d1
d8 e fis g a g fis e | d1
\break
d4^\markup { \bold {D} } fis8 a | g4^\markup { \bold {A7} } e8 cis | d1^\markup { \bold {D} }
d4^\markup { \bold {D} } fis8 a | g4^\markup { \bold {A7} } e8 cis |
\set TabStaff.minimumFret = #0
<d, a' d fis>1^\markup { \bold {D} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Weiterführendes ===
c5b8m1jen3h7nwxf3ozz3ld04agrpkp
Gitarre: CAGED-Stammtöne - Zweiter Fingersatz
0
123115
1091184
1091154
2026-09-21T12:55:21Z
~2026-50710-50
116926
clear
1091184
wikitext
text/x-wiki
{{bc|[[Gitarre: Training zweiter Fingersatz|Training zweiter Fingersatz]]}}
{{bc|[[Gitarre: CAGED-Stammtöne - Erster Fingersatz]]|Erster Fingersatz quer überdas Griffbrett}}
== Zweiter Fingersatz ==
:[[Datei:Scala 6_71-2_34.svg]]
Zuerst suchen wir uns in der C-Dur-Tonleiter überall den zweiten Fingersatz heraus.
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
=== Rondeau (Auszug) ===
Die eintaktige Sequenzen ist aus einem Rondeau von J.S. Bach. Der Grundton C (rot) wird mit dem kleinen Finger gegriffen.
==== Rondeau (C-Form (offen)) ====
Am Anfang des Griffbrettes wir den zweiten Fingersatz nicht vollständig gebraucht.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau ((A-) Bb-Form) ====
In der A-(Bb-)Form müssen wir den Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite beachten. Übrigens werden hier die Töne in der englischen Form angegeben. (Bb-Form und der Ton B statt des deutschen H.)
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (A-, Bb-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-3 d e f e d c e-4
d-2 c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d-1 b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (G-Form) ====
Leite dir den Grundton C (rot) vom Barré im 8. Bund ab, oder suche das A im 5. Bund (grün).
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (G-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b \once \override NoteHead #'color = #green a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau ((E-) F-Form) ====
Der kleine Finger des C-Barré im 8. Bund in der E- bzw. F-Form gibt gleichzeitig das C des zweiten Fingersatz an.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (E- F-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (D-Form) ====
Für den Grundton C müssen wir uns die D-Form gar nicht unbedingt ins Gedächtnis rufen, wenn uns die C-Form viel vertrauter ist.
Die hohe Lage ist für E-Gitarristen oder Gitarren mit Cutaway gedacht. Auf der Konzertgitarre ist die sehr hohe Lage schlecht zu spielen. Rücke ein paar Bünde zurüch.
Noten über dem hohen C (mit mehr ks zwei Hilfslinien) wird dir seltener begegnen, da in dem Fall bevorzugt die Noten nach unten oktaviert werden. (Beachte die 8 im Notensystem.) Bei den weiteren Übungen werden jedoch die Versionen mit den vielen Hilfslinien angezeigt.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
\ottava #1 e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (C-Form) ====
Mit der C-Form in den ersten drei Bünden im Hinterkopf ist der 12. Bund leicht zu bewältigen. Wieder eine Übung, die weniger für Konzertgitarren geeignet ist.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== "Das häßliche Entlein" oder "Alle meine Entchen"<ref>Anspielung auf ein Märchen der Gebrüder Grimm nebst einem bekannten deutschen Kinderlied.</ref> in A-Moll ===
Die vorherige Übung war in Dur, und hier verwenden wir ein und den selben Fingersatz in Moll. Wie du siehst und hörst, lässt sich ein Fingersatz oder ein Pattern nicht eindeutig einer einzigen Tonart zuordnen. Der Schlusston oder der Schlussakkord (hier der Ton A bzw. der Akkord Am) bestimmt die Tonart. Der Grundton A ist hier die Sexte (6) des zugrunde liegenden C-Major-Pattern. Es bleibt dir überlassen, ob du zur Orientierung lieber den Grundton A (grün) bestimmst, oder das C aus dem Karré (rot).
Wenn in einer Tabulatur über einer Ziffer zwei Notenhälse stehen, so ist das ein Zeichen für eine halbe Note, die zwei Schläge dauert. Da dieses für viele Gitarristen sehr ungewöhnlich aussieht, verzichtet man oft auf Taktstriche in der Tabulatur. In dem Fall lässt sich die Tondauer allein an den Notenwerten ablesen.
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
==== Das häßliche Entlein (Am-Form (offen)) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-/Am-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Gm-Form) ====
Der Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite ist hier leicht zu bewältigen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Gm-/Bb-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d-1 e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2-4 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Em-Form) ====
Auch hier ist es wieder einfacher den Ton A (grün) zu suchen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Em-/G-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Dm-Form) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (D- /Bm7-Form) ====
Statt lange nach dem Grundton der D-Form zu suchen, erinneren wir uns kurz, wo der Grundton C auf der H- (B-)Saite sein muß (13. Bund).
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Am-Form) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Am-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Die Moldau (Hauptmotiv) ===
Die Abfolge der Töne der folgenden Übung unterscheidet sich kaum von der vorhergehenden. Doch mit dem anderen Rhythmus haben wir das Hauptmotiv von der Komposition {{Youtube-Suche|Smetana+Die+Moldau|"Die Moldau" von Bedrich Smetana}} (ohne Auftakt und rhythmisch vereinfacht).
Auch wenn es hier (wie in der 7. Übung) nur die Molltonleiter rauf und runter geht, merkst du hoffentlich, wieviel der Takt und Rhythmus an der Wirkung ausmacht. Wenn du später mal meinst, deine Improvisationen hören sich langweilig an, dann solltest du dich mehr mit Rhythmus beschäftigen. Dazu kannst du dich auch ein wenig mit Schlagmustern beschäftigen.
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
==== Die Moldau (Am-Form (offen)) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Am-Form (offen)) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #2
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Gm-Form) ====
Warum die Form hier Gm-Form genannt wird, das wird dir in den nachfolgenden Lektionen klarer werden. Auf Fingersatzangaben können wir hier verzichten, wenn du vorher "Alle meine Entchen in Moll" gespielt hast.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Bb- /Gm-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Em-Form) ====
Hier bietet sich besonders an, den Am-Barré zur Orientierung zu verwenden.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Em-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Dm-Form) ====
Auch hier gibt dir der kleine Finger des Am-Barrés den Grundton an. Du kannst dir die Dm-Form aber auch über die F-Form (C im 8. Bund) ableiten.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (D- /Bm7-Form) ====
Zähle vom C (H-Saite, 13. Bund) rückwärts zum A.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Am-Form) ====
Hier wird die erste Übung in den 12. Bund verschoben.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Sascha (vereinfacht) ===
[[Liederbuch/ Sascha|Sascha]] (auch bekannt unter "Sascha geizte mit den Worten" oder "Sascha liebt nicht große Worte") ist in beliebtes Kinder-, Jugend- und Pfadfinderlied.
==== Sascha (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 0 "2" darkgreen )
(place-fret 4 2 "3" darkgrey )
(place-fret 4 3 "4" yellow3 )
(place-fret 5 0 "6" darkgreen )
(place-fret 5 2 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 3 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Das Lied startet mit dem Ton E. Man könntetheoretisch in der zweiten Lage spielen und mit dem Zeigefinger starten. Doch üblicher ist Zeigefinger erster Bund, Mittelfinger zweiter Bund, Ringfinger 3. Bund.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #2
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-2 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Gm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 3 2 darkgreen )
(place-fret 2 5 3 darkgrey )
(place-fret 2 6 4 yellow3 )
(place-fret 3 2 6 darkgreen )
(place-fret 3 4 "j7" yellow3 )
(place-fret 3 5 1 black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Das Lied "Sascha" wird hier auf der G- und H-Saite gespielt. Wir müssen uns Strategien zurechtlegen, welchen Fingersatz wir am besten für die Lagewechsel verwenden.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Bb- /Gm7-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-4 e e c-3 e e e c |
b d-3 c-4 b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f'-4 f f r e e e r |
e d c-4 b a a a r |
}
\set TabStaff.minimumFret = #5
<c e a>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 80
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Auf den anderen Saitenlagen geht die Melodie einfacher von der Hand.
==== Sascha (Em-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 5 "2" darkgreen )
(place-fret 5 7 "3" darkgrey )
(place-fret 5 8 "4" yellow3 )
(place-fret 6 5 "6" darkgreen )
(place-fret 6 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 6 8 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Den Grundton A leiten wir wieder vom Am-Barré im 5. Bund ab.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (G- /Em-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a c e a>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Dm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 7 "2" darkgreen )
(place-fret 3 9 "3" darkgrey )
(place-fret 3 10 "4" yellow3 )
(place-fret 4 7 "6" darkgreen )
(place-fret 4 9 "j7" yellow3 )
(place-fret 4 10 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Den Grundton A leiten wir wieder vom kleinen Finger des Am-Barré im 5. Bund ab.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a' c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (D- /Bm7-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 10 "2" darkgreen )
(place-fret 1 12 "3" darkgrey )
(place-fret 1 13 "4" yellow3 )
(place-fret 2 10 "6" darkgreen )
(place-fret 2 12 "j7" yellow3 )
(place-fret 2 13 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Wenn im 12. Bund der B-Saite der Ton B ist, dann ist 2 Bünde vorher das A. Das Lied beginnt mit E, also 12. Bund E-Saite
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #10
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a, e' a c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 4)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 12 "2" darkgreen )
(place-fret 4 14 "3" darkgrey )
(place-fret 4 15 "4" yellow3 )
(place-fret 5 12 "6" darkgreen )
(place-fret 5 14 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 15 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Die erste Übung wird in den 12. Bund verschoben. Grundton A = A-Saite 12. Bund. Von da aus zählst du bis zum E.
;A B C D E
Klassik-Gitarristen rücken ggf. ein paar Bünde zurück.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a >1^\markup { \bold {(A5)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Asturias (Ausschnitt) ===
Das ganze Stück Asturias ist ein Meisterstück. Doch es mag dich vielleicht freuen, dass es gar nicht mehr lange dauert, bis du zumindest die ersten Takte als kleines Vorzeigestück spielen kannst. Dies hier ist schon einmal eine Vorübung.
Es gibt auch eine einfache Version für Anfänger im Notenlesen.
• [[Gitarre: Notenlesen - Asturias-einfach|Asturias - vereinfacht]] (incl. Tabs)
==== Asturias (Am-Form (offen)) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 0 "D" darkgreen )
(place-fret 4 2 "E" darkgrey )
(place-fret 4 3 "F" yellow3 )
(place-fret 5 0 "A" darkgreen )
(place-fret 5 2 "B" yellow3 )
(place-fret 5 3 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Vergiss nicht, neben dem Fingersatz auch die Notennamen zu üben.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Am-Form - offen) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c{
a8 e'-2 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
<a, e' a c' e >2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Gm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 3 "D" darkgreen )
(place-fret 2 5 "E" darkgrey )
(place-fret 2 6 "F" yellow3 )
(place-fret 3 2 "A" darkgreen )
(place-fret 3 4 "B" yellow3 )
(place-fret 3 5 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Vergiss nicht, neben dem Fingersatz auch die Notennamen zu üben.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Gm-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c'{
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Em-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 5 "D" darkgreen )
(place-fret 5 7 "E" darkgrey )
(place-fret 5 8 "F" yellow3 )
(place-fret 6 5 "A" darkgreen )
(place-fret 6 7 "B" yellow3 )
(place-fret 6 8 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Em-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c{
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Dm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 7 "D" darkgreen )
(place-fret 3 9 "E" darkgrey )
(place-fret 3 10 "F" yellow3 )
(place-fret 4 7 "A" darkgreen )
(place-fret 4 9 "B" yellow3 )
(place-fret 4 10 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Dm-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (D-/ Bm7-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 10 "D" darkgreen )
(place-fret 1 12 "E" darkgrey )
(place-fret 1 13 "F" yellow3 )
(place-fret 2 10 "A" darkgreen )
(place-fret 2 12 "B" yellow3 )
(place-fret 2 13 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( D- / Bm7-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #10
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c'' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 12 "D" darkgreen )
(place-fret 4 14 "E" darkgrey )
(place-fret 4 15 "F" yellow3 )
(place-fret 5 12 "A" darkgreen )
(place-fret 5 14 "B" yellow3 )
(place-fret 5 15 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Am-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #12
< a e' a' c'' e'' >2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
9lvh4vah3fixn102jtfo2oy9g3i4u44
1091251
1091184
2026-09-22T08:29:22Z
~2026-50710-50
116926
1091251
wikitext
text/x-wiki
{{bc|[[Gitarre: Training zweiter Fingersatz|Training zweiter Fingersatz]]}}
{{bc|[[Gitarre: CAGED-Stammtöne - Erster Fingersatz|Erster Fingersatz quer überdas Griffbrett]]}}
== Zweiter Fingersatz ==
:[[Datei:Scala 6_71-2_34.svg]]
Zuerst suchen wir uns in der C-Dur-Tonleiter überall den zweiten Fingersatz heraus.
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
=== Rondeau (Auszug) ===
Die eintaktige Sequenzen ist aus einem Rondeau von J.S. Bach. Der Grundton C (rot) wird mit dem kleinen Finger gegriffen.
==== Rondeau (C-Form (offen)) ====
Am Anfang des Griffbrettes wir den zweiten Fingersatz nicht vollständig gebraucht.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau ((A-) Bb-Form) ====
In der A-(Bb-)Form müssen wir den Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite beachten. Übrigens werden hier die Töne in der englischen Form angegeben. (Bb-Form und der Ton B statt des deutschen H.)
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (A-, Bb-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-3 d e f e d c e-4
d-2 c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d-1 b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (G-Form) ====
Leite dir den Grundton C (rot) vom Barré im 8. Bund ab, oder suche das A im 5. Bund (grün).
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (G-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b \once \override NoteHead #'color = #green a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau ((E-) F-Form) ====
Der kleine Finger des C-Barré im 8. Bund in der E- bzw. F-Form gibt gleichzeitig das C des zweiten Fingersatz an.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (E- F-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (D-Form) ====
Für den Grundton C müssen wir uns die D-Form gar nicht unbedingt ins Gedächtnis rufen, wenn uns die C-Form viel vertrauter ist.
Die hohe Lage ist für E-Gitarristen oder Gitarren mit Cutaway gedacht. Auf der Konzertgitarre ist die sehr hohe Lage schlecht zu spielen. Rücke ein paar Bünde zurüch.
Noten über dem hohen C (mit mehr ks zwei Hilfslinien) wird dir seltener begegnen, da in dem Fall bevorzugt die Noten nach unten oktaviert werden. (Beachte die 8 im Notensystem.) Bei den weiteren Übungen werden jedoch die Versionen mit den vielen Hilfslinien angezeigt.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
\ottava #1 e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (C-Form) ====
Mit der C-Form in den ersten drei Bünden im Hinterkopf ist der 12. Bund leicht zu bewältigen. Wieder eine Übung, die weniger für Konzertgitarren geeignet ist.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== "Das häßliche Entlein" oder "Alle meine Entchen"<ref>Anspielung auf ein Märchen der Gebrüder Grimm nebst einem bekannten deutschen Kinderlied.</ref> in A-Moll ===
Die vorherige Übung war in Dur, und hier verwenden wir ein und den selben Fingersatz in Moll. Wie du siehst und hörst, lässt sich ein Fingersatz oder ein Pattern nicht eindeutig einer einzigen Tonart zuordnen. Der Schlusston oder der Schlussakkord (hier der Ton A bzw. der Akkord Am) bestimmt die Tonart. Der Grundton A ist hier die Sexte (6) des zugrunde liegenden C-Major-Pattern. Es bleibt dir überlassen, ob du zur Orientierung lieber den Grundton A (grün) bestimmst, oder das C aus dem Karré (rot).
Wenn in einer Tabulatur über einer Ziffer zwei Notenhälse stehen, so ist das ein Zeichen für eine halbe Note, die zwei Schläge dauert. Da dieses für viele Gitarristen sehr ungewöhnlich aussieht, verzichtet man oft auf Taktstriche in der Tabulatur. In dem Fall lässt sich die Tondauer allein an den Notenwerten ablesen.
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
==== Das häßliche Entlein (Am-Form (offen)) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-/Am-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Gm-Form) ====
Der Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite ist hier leicht zu bewältigen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Gm-/Bb-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d-1 e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2-4 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Em-Form) ====
Auch hier ist es wieder einfacher den Ton A (grün) zu suchen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Em-/G-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Dm-Form) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (D- /Bm7-Form) ====
Statt lange nach dem Grundton der D-Form zu suchen, erinneren wir uns kurz, wo der Grundton C auf der H- (B-)Saite sein muß (13. Bund).
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Am-Form) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Am-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Die Moldau (Hauptmotiv) ===
Die Abfolge der Töne der folgenden Übung unterscheidet sich kaum von der vorhergehenden. Doch mit dem anderen Rhythmus haben wir das Hauptmotiv von der Komposition {{Youtube-Suche|Smetana+Die+Moldau|"Die Moldau" von Bedrich Smetana}} (ohne Auftakt und rhythmisch vereinfacht).
Auch wenn es hier (wie in der 7. Übung) nur die Molltonleiter rauf und runter geht, merkst du hoffentlich, wieviel der Takt und Rhythmus an der Wirkung ausmacht. Wenn du später mal meinst, deine Improvisationen hören sich langweilig an, dann solltest du dich mehr mit Rhythmus beschäftigen. Dazu kannst du dich auch ein wenig mit Schlagmustern beschäftigen.
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
==== Die Moldau (Am-Form (offen)) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Am-Form (offen)) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #2
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Gm-Form) ====
Warum die Form hier Gm-Form genannt wird, das wird dir in den nachfolgenden Lektionen klarer werden. Auf Fingersatzangaben können wir hier verzichten, wenn du vorher "Alle meine Entchen in Moll" gespielt hast.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Bb- /Gm-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Em-Form) ====
Hier bietet sich besonders an, den Am-Barré zur Orientierung zu verwenden.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Em-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Dm-Form) ====
Auch hier gibt dir der kleine Finger des Am-Barrés den Grundton an. Du kannst dir die Dm-Form aber auch über die F-Form (C im 8. Bund) ableiten.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (D- /Bm7-Form) ====
Zähle vom C (H-Saite, 13. Bund) rückwärts zum A.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Am-Form) ====
Hier wird die erste Übung in den 12. Bund verschoben.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Sascha (vereinfacht) ===
[[Liederbuch/ Sascha|Sascha]] (auch bekannt unter "Sascha geizte mit den Worten" oder "Sascha liebt nicht große Worte") ist in beliebtes Kinder-, Jugend- und Pfadfinderlied.
==== Sascha (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 0 "2" darkgreen )
(place-fret 4 2 "3" darkgrey )
(place-fret 4 3 "4" yellow3 )
(place-fret 5 0 "6" darkgreen )
(place-fret 5 2 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 3 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Das Lied startet mit dem Ton E. Man könntetheoretisch in der zweiten Lage spielen und mit dem Zeigefinger starten. Doch üblicher ist Zeigefinger erster Bund, Mittelfinger zweiter Bund, Ringfinger 3. Bund.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #2
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-2 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Gm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 3 2 darkgreen )
(place-fret 2 5 3 darkgrey )
(place-fret 2 6 4 yellow3 )
(place-fret 3 2 6 darkgreen )
(place-fret 3 4 "j7" yellow3 )
(place-fret 3 5 1 black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Das Lied "Sascha" wird hier auf der G- und H-Saite gespielt. Wir müssen uns Strategien zurechtlegen, welchen Fingersatz wir am besten für die Lagewechsel verwenden.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Bb- /Gm7-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-4 e e c-3 e e e c |
b d-3 c-4 b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f'-4 f f r e e e r |
e d c-4 b a a a r |
}
\set TabStaff.minimumFret = #5
<c e a>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 80
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Auf den anderen Saitenlagen geht die Melodie einfacher von der Hand.
==== Sascha (Em-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 5 "2" darkgreen )
(place-fret 5 7 "3" darkgrey )
(place-fret 5 8 "4" yellow3 )
(place-fret 6 5 "6" darkgreen )
(place-fret 6 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 6 8 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Den Grundton A leiten wir wieder vom Am-Barré im 5. Bund ab.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (G- /Em-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a c e a>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Dm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 7 "2" darkgreen )
(place-fret 3 9 "3" darkgrey )
(place-fret 3 10 "4" yellow3 )
(place-fret 4 7 "6" darkgreen )
(place-fret 4 9 "j7" yellow3 )
(place-fret 4 10 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Den Grundton A leiten wir wieder vom kleinen Finger des Am-Barré im 5. Bund ab.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a' c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (D- /Bm7-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 10 "2" darkgreen )
(place-fret 1 12 "3" darkgrey )
(place-fret 1 13 "4" yellow3 )
(place-fret 2 10 "6" darkgreen )
(place-fret 2 12 "j7" yellow3 )
(place-fret 2 13 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Wenn im 12. Bund der B-Saite der Ton B ist, dann ist 2 Bünde vorher das A. Das Lied beginnt mit E, also 12. Bund E-Saite
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #10
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a, e' a c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 4)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 12 "2" darkgreen )
(place-fret 4 14 "3" darkgrey )
(place-fret 4 15 "4" yellow3 )
(place-fret 5 12 "6" darkgreen )
(place-fret 5 14 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 15 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Die erste Übung wird in den 12. Bund verschoben. Grundton A = A-Saite 12. Bund. Von da aus zählst du bis zum E.
;A B C D E
Klassik-Gitarristen rücken ggf. ein paar Bünde zurück.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a >1^\markup { \bold {(A5)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Asturias (Ausschnitt) ===
Das ganze Stück Asturias ist ein Meisterstück. Doch es mag dich vielleicht freuen, dass es gar nicht mehr lange dauert, bis du zumindest die ersten Takte als kleines Vorzeigestück spielen kannst. Dies hier ist schon einmal eine Vorübung.
Es gibt auch eine einfache Version für Anfänger im Notenlesen.
• [[Gitarre: Notenlesen - Asturias-einfach|Asturias - vereinfacht]] (incl. Tabs)
==== Asturias (Am-Form (offen)) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 0 "D" darkgreen )
(place-fret 4 2 "E" darkgrey )
(place-fret 4 3 "F" yellow3 )
(place-fret 5 0 "A" darkgreen )
(place-fret 5 2 "B" yellow3 )
(place-fret 5 3 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Vergiss nicht, neben dem Fingersatz auch die Notennamen zu üben.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Am-Form - offen) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c{
a8 e'-2 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
<a, e' a c' e >2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Gm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 3 "D" darkgreen )
(place-fret 2 5 "E" darkgrey )
(place-fret 2 6 "F" yellow3 )
(place-fret 3 2 "A" darkgreen )
(place-fret 3 4 "B" yellow3 )
(place-fret 3 5 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Vergiss nicht, neben dem Fingersatz auch die Notennamen zu üben.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Gm-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c'{
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Em-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 5 "D" darkgreen )
(place-fret 5 7 "E" darkgrey )
(place-fret 5 8 "F" yellow3 )
(place-fret 6 5 "A" darkgreen )
(place-fret 6 7 "B" yellow3 )
(place-fret 6 8 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Em-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c{
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Dm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 7 "D" darkgreen )
(place-fret 3 9 "E" darkgrey )
(place-fret 3 10 "F" yellow3 )
(place-fret 4 7 "A" darkgreen )
(place-fret 4 9 "B" yellow3 )
(place-fret 4 10 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Dm-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (D-/ Bm7-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 10 "D" darkgreen )
(place-fret 1 12 "E" darkgrey )
(place-fret 1 13 "F" yellow3 )
(place-fret 2 10 "A" darkgreen )
(place-fret 2 12 "B" yellow3 )
(place-fret 2 13 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( D- / Bm7-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #10
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c'' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 12 "D" darkgreen )
(place-fret 4 14 "E" darkgrey )
(place-fret 4 15 "F" yellow3 )
(place-fret 5 12 "A" darkgreen )
(place-fret 5 14 "B" yellow3 )
(place-fret 5 15 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Am-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #12
< a e' a' c'' e'' >2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
o2fg2mjeexaolkwaumu69f7r1xwxak8
1091264
1091251
2026-09-22T10:17:25Z
~2026-50710-50
116926
Topnavi
1091264
wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{bc|[[Gitarre: Training zweiter Fingersatz|Training zweiter Fingersatz]]}}
{{bc|[[Gitarre: CAGED-Stammtöne - Erster Fingersatz]]|Erster Fingersatz quer überdas Griffbrett}}
{{:Gitarre/ Navi|Sologitarre|
{{:Gitarre: Sologitarre/ Navi Improvisation in Dur und Moll}}|
img=Guitar 1.svg |bg=#F8f8f8|border=darkorange|color=dark|px=80|navi=Einführung in die Sologitarre}}
</noinclude>
== Zweiter Fingersatz ==
:[[Datei:Scala 6_71-2_34.svg]]
Zuerst suchen wir uns in der C-Dur-Tonleiter überall den zweiten Fingersatz heraus.
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
=== Rondeau (Auszug) ===
Die eintaktige Sequenzen ist aus einem Rondeau von J.S. Bach. Der Grundton C (rot) wird mit dem kleinen Finger gegriffen.
==== Rondeau (C-Form (offen)) ====
Am Anfang des Griffbrettes wir den zweiten Fingersatz nicht vollständig gebraucht.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau ((A-) Bb-Form) ====
In der A-(Bb-)Form müssen wir den Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite beachten. Übrigens werden hier die Töne in der englischen Form angegeben. (Bb-Form und der Ton B statt des deutschen H.)
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (A-, Bb-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-3 d e f e d c e-4
d-2 c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d-1 b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (G-Form) ====
Leite dir den Grundton C (rot) vom Barré im 8. Bund ab, oder suche das A im 5. Bund (grün).
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (G-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b \once \override NoteHead #'color = #green a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau ((E-) F-Form) ====
Der kleine Finger des C-Barré im 8. Bund in der E- bzw. F-Form gibt gleichzeitig das C des zweiten Fingersatz an.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (E- F-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (D-Form) ====
Für den Grundton C müssen wir uns die D-Form gar nicht unbedingt ins Gedächtnis rufen, wenn uns die C-Form viel vertrauter ist.
Die hohe Lage ist für E-Gitarristen oder Gitarren mit Cutaway gedacht. Auf der Konzertgitarre ist die sehr hohe Lage schlecht zu spielen. Rücke ein paar Bünde zurüch.
Noten über dem hohen C (mit mehr ks zwei Hilfslinien) wird dir seltener begegnen, da in dem Fall bevorzugt die Noten nach unten oktaviert werden. (Beachte die 8 im Notensystem.) Bei den weiteren Übungen werden jedoch die Versionen mit den vielen Hilfslinien angezeigt.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
\ottava #1 e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (C-Form) ====
Mit der C-Form in den ersten drei Bünden im Hinterkopf ist der 12. Bund leicht zu bewältigen. Wieder eine Übung, die weniger für Konzertgitarren geeignet ist.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== "Das häßliche Entlein" oder "Alle meine Entchen"<ref>Anspielung auf ein Märchen der Gebrüder Grimm nebst einem bekannten deutschen Kinderlied.</ref> in A-Moll ===
Die vorherige Übung war in Dur, und hier verwenden wir ein und den selben Fingersatz in Moll. Wie du siehst und hörst, lässt sich ein Fingersatz oder ein Pattern nicht eindeutig einer einzigen Tonart zuordnen. Der Schlusston oder der Schlussakkord (hier der Ton A bzw. der Akkord Am) bestimmt die Tonart. Der Grundton A ist hier die Sexte (6) des zugrunde liegenden C-Major-Pattern. Es bleibt dir überlassen, ob du zur Orientierung lieber den Grundton A (grün) bestimmst, oder das C aus dem Karré (rot).
Wenn in einer Tabulatur über einer Ziffer zwei Notenhälse stehen, so ist das ein Zeichen für eine halbe Note, die zwei Schläge dauert. Da dieses für viele Gitarristen sehr ungewöhnlich aussieht, verzichtet man oft auf Taktstriche in der Tabulatur. In dem Fall lässt sich die Tondauer allein an den Notenwerten ablesen.
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
==== Das häßliche Entlein (Am-Form (offen)) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-/Am-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Gm-Form) ====
Der Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite ist hier leicht zu bewältigen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Gm-/Bb-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d-1 e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2-4 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Em-Form) ====
Auch hier ist es wieder einfacher den Ton A (grün) zu suchen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Em-/G-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Dm-Form) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (D- /Bm7-Form) ====
Statt lange nach dem Grundton der D-Form zu suchen, erinneren wir uns kurz, wo der Grundton C auf der H- (B-)Saite sein muß (13. Bund).
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Am-Form) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Am-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Die Moldau (Hauptmotiv) ===
Die Abfolge der Töne der folgenden Übung unterscheidet sich kaum von der vorhergehenden. Doch mit dem anderen Rhythmus haben wir das Hauptmotiv von der Komposition {{Youtube-Suche|Smetana+Die+Moldau|"Die Moldau" von Bedrich Smetana}} (ohne Auftakt und rhythmisch vereinfacht).
Auch wenn es hier (wie in der 7. Übung) nur die Molltonleiter rauf und runter geht, merkst du hoffentlich, wieviel der Takt und Rhythmus an der Wirkung ausmacht. Wenn du später mal meinst, deine Improvisationen hören sich langweilig an, dann solltest du dich mehr mit Rhythmus beschäftigen. Dazu kannst du dich auch ein wenig mit Schlagmustern beschäftigen.
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
==== Die Moldau (Am-Form (offen)) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Am-Form (offen)) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #2
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Gm-Form) ====
Warum die Form hier Gm-Form genannt wird, das wird dir in den nachfolgenden Lektionen klarer werden. Auf Fingersatzangaben können wir hier verzichten, wenn du vorher "Alle meine Entchen in Moll" gespielt hast.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Bb- /Gm-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Em-Form) ====
Hier bietet sich besonders an, den Am-Barré zur Orientierung zu verwenden.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Em-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Dm-Form) ====
Auch hier gibt dir der kleine Finger des Am-Barrés den Grundton an. Du kannst dir die Dm-Form aber auch über die F-Form (C im 8. Bund) ableiten.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (D- /Bm7-Form) ====
Zähle vom C (H-Saite, 13. Bund) rückwärts zum A.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Am-Form) ====
Hier wird die erste Übung in den 12. Bund verschoben.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Sascha (vereinfacht) ===
[[Liederbuch/ Sascha|Sascha]] (auch bekannt unter "Sascha geizte mit den Worten" oder "Sascha liebt nicht große Worte") ist in beliebtes Kinder-, Jugend- und Pfadfinderlied.
==== Sascha (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 0 "2" darkgreen )
(place-fret 4 2 "3" darkgrey )
(place-fret 4 3 "4" yellow3 )
(place-fret 5 0 "6" darkgreen )
(place-fret 5 2 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 3 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Das Lied startet mit dem Ton E. Man könntetheoretisch in der zweiten Lage spielen und mit dem Zeigefinger starten. Doch üblicher ist Zeigefinger erster Bund, Mittelfinger zweiter Bund, Ringfinger 3. Bund.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #2
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-2 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Gm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 3 2 darkgreen )
(place-fret 2 5 3 darkgrey )
(place-fret 2 6 4 yellow3 )
(place-fret 3 2 6 darkgreen )
(place-fret 3 4 "j7" yellow3 )
(place-fret 3 5 1 black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Das Lied "Sascha" wird hier auf der G- und H-Saite gespielt. Wir müssen uns Strategien zurechtlegen, welchen Fingersatz wir am besten für die Lagewechsel verwenden.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Bb- /Gm7-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-4 e e c-3 e e e c |
b d-3 c-4 b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f'-4 f f r e e e r |
e d c-4 b a a a r |
}
\set TabStaff.minimumFret = #5
<c e a>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 80
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Auf den anderen Saitenlagen geht die Melodie einfacher von der Hand.
==== Sascha (Em-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 5 "2" darkgreen )
(place-fret 5 7 "3" darkgrey )
(place-fret 5 8 "4" yellow3 )
(place-fret 6 5 "6" darkgreen )
(place-fret 6 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 6 8 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Den Grundton A leiten wir wieder vom Am-Barré im 5. Bund ab.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (G- /Em-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a c e a>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Dm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 7 "2" darkgreen )
(place-fret 3 9 "3" darkgrey )
(place-fret 3 10 "4" yellow3 )
(place-fret 4 7 "6" darkgreen )
(place-fret 4 9 "j7" yellow3 )
(place-fret 4 10 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Den Grundton A leiten wir wieder vom kleinen Finger des Am-Barré im 5. Bund ab.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a' c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (D- /Bm7-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 10 "2" darkgreen )
(place-fret 1 12 "3" darkgrey )
(place-fret 1 13 "4" yellow3 )
(place-fret 2 10 "6" darkgreen )
(place-fret 2 12 "j7" yellow3 )
(place-fret 2 13 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Wenn im 12. Bund der B-Saite der Ton B ist, dann ist 2 Bünde vorher das A. Das Lied beginnt mit E, also 12. Bund E-Saite
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #10
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a, e' a c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 4)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 12 "2" darkgreen )
(place-fret 4 14 "3" darkgrey )
(place-fret 4 15 "4" yellow3 )
(place-fret 5 12 "6" darkgreen )
(place-fret 5 14 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 15 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Die erste Übung wird in den 12. Bund verschoben. Grundton A = A-Saite 12. Bund. Von da aus zählst du bis zum E.
;A B C D E
Klassik-Gitarristen rücken ggf. ein paar Bünde zurück.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a >1^\markup { \bold {(A5)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Asturias (Ausschnitt) ===
Das ganze Stück Asturias ist ein Meisterstück. Doch es mag dich vielleicht freuen, dass es gar nicht mehr lange dauert, bis du zumindest die ersten Takte als kleines Vorzeigestück spielen kannst. Dies hier ist schon einmal eine Vorübung.
Es gibt auch eine einfache Version für Anfänger im Notenlesen.
• [[Gitarre: Notenlesen - Asturias-einfach|Asturias - vereinfacht]] (incl. Tabs)
==== Asturias (Am-Form (offen)) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 0 "D" darkgreen )
(place-fret 4 2 "E" darkgrey )
(place-fret 4 3 "F" yellow3 )
(place-fret 5 0 "A" darkgreen )
(place-fret 5 2 "B" yellow3 )
(place-fret 5 3 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Vergiss nicht, neben dem Fingersatz auch die Notennamen zu üben.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Am-Form - offen) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c{
a8 e'-2 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
<a, e' a c' e >2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Gm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 3 "D" darkgreen )
(place-fret 2 5 "E" darkgrey )
(place-fret 2 6 "F" yellow3 )
(place-fret 3 2 "A" darkgreen )
(place-fret 3 4 "B" yellow3 )
(place-fret 3 5 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Vergiss nicht, neben dem Fingersatz auch die Notennamen zu üben.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Gm-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c'{
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Em-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 5 "D" darkgreen )
(place-fret 5 7 "E" darkgrey )
(place-fret 5 8 "F" yellow3 )
(place-fret 6 5 "A" darkgreen )
(place-fret 6 7 "B" yellow3 )
(place-fret 6 8 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Em-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c{
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Dm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 7 "D" darkgreen )
(place-fret 3 9 "E" darkgrey )
(place-fret 3 10 "F" yellow3 )
(place-fret 4 7 "A" darkgreen )
(place-fret 4 9 "B" yellow3 )
(place-fret 4 10 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Dm-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (D-/ Bm7-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 10 "D" darkgreen )
(place-fret 1 12 "E" darkgrey )
(place-fret 1 13 "F" yellow3 )
(place-fret 2 10 "A" darkgreen )
(place-fret 2 12 "B" yellow3 )
(place-fret 2 13 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( D- / Bm7-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #10
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c'' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 12 "D" darkgreen )
(place-fret 4 14 "E" darkgrey )
(place-fret 4 15 "F" yellow3 )
(place-fret 5 12 "A" darkgreen )
(place-fret 5 14 "B" yellow3 )
(place-fret 5 15 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Am-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #12
< a e' a' c'' e'' >2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
hek3vtnmrpa854hxbm51h2ulgvazw1m
1091265
1091264
2026-09-22T10:19:58Z
~2026-50710-50
116926
Bild/* "Das häßliche Entlein" oder "Alle meine Entchen"Anspielung auf ein Märchen der Gebrüder Grimm nebst einem bekannten deutschen Kinderlied. in A-Moll */
1091265
wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{bc|[[Gitarre: Training zweiter Fingersatz|Training zweiter Fingersatz]]}}
{{bc|[[Gitarre: CAGED-Stammtöne - Erster Fingersatz]]|Erster Fingersatz quer überdas Griffbrett}}
{{:Gitarre/ Navi|Sologitarre|
{{:Gitarre: Sologitarre/ Navi Improvisation in Dur und Moll}}|
img=Guitar 1.svg |bg=#F8f8f8|border=darkorange|color=dark|px=80|navi=Einführung in die Sologitarre}}
</noinclude>
== Zweiter Fingersatz ==
:[[Datei:Scala 6_71-2_34.svg]]
Zuerst suchen wir uns in der C-Dur-Tonleiter überall den zweiten Fingersatz heraus.
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
=== Rondeau (Auszug) ===
Die eintaktige Sequenzen ist aus einem Rondeau von J.S. Bach. Der Grundton C (rot) wird mit dem kleinen Finger gegriffen.
==== Rondeau (C-Form (offen)) ====
Am Anfang des Griffbrettes wir den zweiten Fingersatz nicht vollständig gebraucht.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau ((A-) Bb-Form) ====
In der A-(Bb-)Form müssen wir den Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite beachten. Übrigens werden hier die Töne in der englischen Form angegeben. (Bb-Form und der Ton B statt des deutschen H.)
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (A-, Bb-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-3 d e f e d c e-4
d-2 c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d-1 b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (G-Form) ====
Leite dir den Grundton C (rot) vom Barré im 8. Bund ab, oder suche das A im 5. Bund (grün).
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (G-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b \once \override NoteHead #'color = #green a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau ((E-) F-Form) ====
Der kleine Finger des C-Barré im 8. Bund in der E- bzw. F-Form gibt gleichzeitig das C des zweiten Fingersatz an.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (E- F-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (D-Form) ====
Für den Grundton C müssen wir uns die D-Form gar nicht unbedingt ins Gedächtnis rufen, wenn uns die C-Form viel vertrauter ist.
Die hohe Lage ist für E-Gitarristen oder Gitarren mit Cutaway gedacht. Auf der Konzertgitarre ist die sehr hohe Lage schlecht zu spielen. Rücke ein paar Bünde zurüch.
Noten über dem hohen C (mit mehr ks zwei Hilfslinien) wird dir seltener begegnen, da in dem Fall bevorzugt die Noten nach unten oktaviert werden. (Beachte die 8 im Notensystem.) Bei den weiteren Übungen werden jedoch die Versionen mit den vielen Hilfslinien angezeigt.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
\ottava #1 e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Rondeau (C-Form) ====
Mit der C-Form in den ersten drei Bünden im Hinterkopf ist der 12. Bund leicht zu bewältigen. Wieder eine Übung, die weniger für Konzertgitarren geeignet ist.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-Form) in C-Dur"
subtitle="Rondeau (Auszug)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-2 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
}
\once \override NoteHead #'color = #red c1^\markup { \bold {(C)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
e8 d e f e d c e
d c d e d c b d
c b c d c b a c
b a b c d b c d
c
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== "Das häßliche Entlein" oder "Alle meine Entchen"<ref>Anspielung auf ein Märchen der Gebrüder Grimm nebst einem bekannten deutschen Kinderlied.</ref> in A-Moll ===
Die vorherige Übung war in Dur, und hier verwenden wir ein und den selben Fingersatz in Moll. Wie du siehst und hörst, lässt sich ein Fingersatz oder ein Pattern nicht eindeutig einer einzigen Tonart zuordnen. Der Schlusston oder der Schlussakkord (hier der Ton A bzw. der Akkord Am) bestimmt die Tonart. Der Grundton A ist hier die Sexte (6) des zugrunde liegenden C-Major-Pattern. Es bleibt dir überlassen, ob du zur Orientierung lieber den Grundton A (grün) bestimmst, oder das C aus dem Karré (rot).
Wenn in einer Tabulatur über einer Ziffer zwei Notenhälse stehen, so ist das ein Zeichen für eine halbe Note, die zwei Schläge dauert. Da dieses für viele Gitarristen sehr ungewöhnlich aussieht, verzichtet man oft auf Taktstriche in der Tabulatur. In dem Fall lässt sich die Tondauer allein an den Notenwerten ablesen.
:[[Datei:Crd Grundtonschema ani.gif]]
==== Das häßliche Entlein (Am-Form (offen)) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C-/Am-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Gm-Form) ====
Der Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite ist hier leicht zu bewältigen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Gm-/Bb-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d-1 e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2-4 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Em-Form) ====
Auch hier ist es wieder einfacher den Ton A (grün) zu suchen.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Em-/G-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Dm-Form) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (D- /Bm7-Form) ====
Statt lange nach dem Grundton der D-Form zu suchen, erinneren wir uns kurz, wo der Grundton C auf der H- (B-)Saite sein muß (13. Bund).
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Das häßliche Entlein (Am-Form) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Am-Form) in Am"
subtitle="Das häßliche Entlein"
subsubtitle="oder: Alle meine Entchen in Moll"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4-1 b
\once \override NoteHead #'color = #red
c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b c d e2 e f4 f f f e1
f4 f f f e1 d4 d d d c2 c
b4 b b b a1
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Die Moldau (Hauptmotiv) ===
Die Abfolge der Töne der folgenden Übung unterscheidet sich kaum von der vorhergehenden. Doch mit dem anderen Rhythmus haben wir das Hauptmotiv von der Komposition {{Youtube-Suche|Smetana+Die+Moldau|"Die Moldau" von Bedrich Smetana}} (ohne Auftakt und rhythmisch vereinfacht).
Auch wenn es hier (wie in der 7. Übung) nur die Molltonleiter rauf und runter geht, merkst du hoffentlich, wieviel der Takt und Rhythmus an der Wirkung ausmacht. Wenn du später mal meinst, deine Improvisationen hören sich langweilig an, dann solltest du dich mehr mit Rhythmus beschäftigen. Dazu kannst du dich auch ein wenig mit Schlagmustern beschäftigen.
:[[Datei:C-Major-Scale_on_the_fretboard_second_fingering.svg]]
==== Die Moldau (Am-Form (offen)) ====
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Am-Form (offen)) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #2
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Gm-Form) ====
Warum die Form hier Gm-Form genannt wird, das wird dir in den nachfolgenden Lektionen klarer werden. Auf Fingersatzangaben können wir hier verzichten, wenn du vorher "Alle meine Entchen in Moll" gespielt hast.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Bb- /Gm-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Em-Form) ====
Hier bietet sich besonders an, den Am-Barré zur Orientierung zu verwenden.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Em-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Dm-Form) ====
Auch hier gibt dir der kleine Finger des Am-Barrés den Grundton an. Du kannst dir die Dm-Form aber auch über die F-Form (C im 8. Bund) ableiten.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (D- /Bm7-Form) ====
Zähle vom C (H-Saite, 13. Bund) rückwärts zum A.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #9
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Die Moldau (Am-Form) ====
Hier wird die erste Übung in den 12. Bund verschoben.
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Die Moldau (Hauptmotiv)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\once \override NoteHead #'color = #green
a4 b8
\once \override NoteHead #'color = #red
c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant \addlyrics {
a4 b8 c4 d8 e4. e4. f4. f4. e2.
d4. d4. c4 d8 c4. b4. b4. a2.
}
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Sascha (vereinfacht) ===
[[Liederbuch/ Sascha|Sascha]] (auch bekannt unter "Sascha geizte mit den Worten" oder "Sascha liebt nicht große Worte") ist in beliebtes Kinder-, Jugend- und Pfadfinderlied.
==== Sascha (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 0 "2" darkgreen )
(place-fret 4 2 "3" darkgrey )
(place-fret 4 3 "4" yellow3 )
(place-fret 5 0 "6" darkgreen )
(place-fret 5 2 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 3 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Das Lied startet mit dem Ton E. Man könntetheoretisch in der zweiten Lage spielen und mit dem Zeigefinger starten. Doch üblicher ist Zeigefinger erster Bund, Mittelfinger zweiter Bund, Ringfinger 3. Bund.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
% \set TabStaff.minimumFret = #2
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-2 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Gm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 3 2 darkgreen )
(place-fret 2 5 3 darkgrey )
(place-fret 2 6 4 yellow3 )
(place-fret 3 2 6 darkgreen )
(place-fret 3 4 "j7" yellow3 )
(place-fret 3 5 1 black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Das Lied "Sascha" wird hier auf der G- und H-Saite gespielt. Wir müssen uns Strategien zurechtlegen, welchen Fingersatz wir am besten für die Lagewechsel verwenden.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (Bb- /Gm7-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key c \major
\repeat volta 2 {
e8-4 e e c-3 e e e c |
b d-3 c-4 b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f'-4 f f r e e e r |
e d c-4 b a a a r |
}
\set TabStaff.minimumFret = #5
<c e a>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 80
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
Auf den anderen Saitenlagen geht die Melodie einfacher von der Hand.
==== Sascha (Em-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 5 "2" darkgreen )
(place-fret 5 7 "3" darkgrey )
(place-fret 5 8 "4" yellow3 )
(place-fret 6 5 "6" darkgreen )
(place-fret 6 7 "j7" yellow3 )
(place-fret 6 8 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Den Grundton A leiten wir wieder vom Am-Barré im 5. Bund ab.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (G- /Em-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a c e a>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Dm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 7 "2" darkgreen )
(place-fret 3 9 "3" darkgrey )
(place-fret 3 10 "4" yellow3 )
(place-fret 4 7 "6" darkgreen )
(place-fret 4 9 "j7" yellow3 )
(place-fret 4 10 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Den Grundton A leiten wir wieder vom kleinen Finger des Am-Barré im 5. Bund ab.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (F- /Dm-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a' c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (D- /Bm7-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 10 "2" darkgreen )
(place-fret 1 12 "3" darkgrey )
(place-fret 1 13 "4" yellow3 )
(place-fret 2 10 "6" darkgreen )
(place-fret 2 12 "j7" yellow3 )
(place-fret 2 13 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Wenn im 12. Bund der B-Saite der Ton B ist, dann ist 2 Bünde vorher das A. Das Lied beginnt mit E, also 12. Bund E-Saite
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (D- /Bm7-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c'' {
\set TabStaff.minimumFret = #10
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a, e' a c e>1^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Sascha (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 4)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 12 "2" darkgreen )
(place-fret 4 14 "3" darkgrey )
(place-fret 4 15 "4" yellow3 )
(place-fret 5 12 "6" darkgreen )
(place-fret 5 14 "j7" yellow3 )
(place-fret 5 15 "1" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Die erste Übung wird in den 12. Bund verschoben. Grundton A = A-Saite 12. Bund. Von da aus zählst du bis zum E.
;A B C D E
Klassik-Gitarristen rücken ggf. ein paar Bünde zurück.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz (C- /Am-Form) in Am"
subtitle="Sascha (vereinfacht)"
}
myKey = {
\time 4/4
\tempo 4 = 80
\set Score.tempoHideNote = ##t
\key c \major
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\myKey
\repeat volta 2 {
e8-3 e e c e e e c |
b d c b c a a a |
}
\repeat volta 2 {
f' f f r e e e r |
e d c b a a a r |
}
<a e' a >1^\markup { \bold {(A5)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\clef "treble_8"
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\myKey
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
=== Asturias (Ausschnitt) ===
Das ganze Stück Asturias ist ein Meisterstück. Doch es mag dich vielleicht freuen, dass es gar nicht mehr lange dauert, bis du zumindest die ersten Takte als kleines Vorzeigestück spielen kannst. Dies hier ist schon einmal eine Vorübung.
Es gibt auch eine einfache Version für Anfänger im Notenlesen.
• [[Gitarre: Notenlesen - Asturias-einfach|Asturias - vereinfacht]] (incl. Tabs)
==== Asturias (Am-Form (offen)) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 0 "D" darkgreen )
(place-fret 4 2 "E" darkgrey )
(place-fret 4 3 "F" yellow3 )
(place-fret 5 0 "A" darkgreen )
(place-fret 5 2 "B" yellow3 )
(place-fret 5 3 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Vergiss nicht, neben dem Fingersatz auch die Notennamen zu üben.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Am-Form - offen) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
% \set TabStaff.minimumFret = #5
% \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c{
a8 e'-2 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
<a, e' a c' e >2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Gm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 2 3 "D" darkgreen )
(place-fret 2 5 "E" darkgrey )
(place-fret 2 6 "F" yellow3 )
(place-fret 3 2 "A" darkgreen )
(place-fret 3 4 "B" yellow3 )
(place-fret 3 5 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
Vergiss nicht, neben dem Fingersatz auch die Notennamen zu üben.
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Gm-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #2
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c'{
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Em-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 5 5 "D" darkgreen )
(place-fret 5 7 "E" darkgrey )
(place-fret 5 8 "F" yellow3 )
(place-fret 6 5 "A" darkgreen )
(place-fret 6 7 "B" yellow3 )
(place-fret 6 8 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Em-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #5
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c{
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (Dm-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 3 7 "D" darkgreen )
(place-fret 3 9 "E" darkgrey )
(place-fret 3 10 "F" yellow3 )
(place-fret 4 7 "A" darkgreen )
(place-fret 4 9 "B" yellow3 )
(place-fret 4 10 "C" black )
)
}}
\paper{
indent=0\mm
line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Dm-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #7
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
indent=0\mm
%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
line-width=140\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
==== Asturias (D-/ Bm7-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 1 10 "D" darkgreen )
(place-fret 1 12 "E" darkgrey )
(place-fret 1 13 "F" yellow3 )
(place-fret 2 10 "A" darkgreen )
(place-fret 2 12 "B" yellow3 )
(place-fret 2 13 "C" black )
)
}}
\paper{
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line-width=100\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( D- / Bm7-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #10
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c'' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #0
< a, e a c' e' a'>2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
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%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
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% bookTitleMarkup=##f
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</score>
==== Asturias (Am-Form) ====
<div style="float:left; padding:5px;margin:5px; border:black solid 1px; ">
<score raw="1">
\version "2.14.2"
\markup {
\override #'(size . 3.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(orientation . landscape)
(finger-code . in-dot)
(dot-color . #'black)
(dot-radius . 0.4)
(dot-position . 0.5)
(top-fret-thickness . 6)
(fret-count . 3)
(number-type . roman-upper)
))
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 4 12 "D" darkgreen )
(place-fret 4 14 "E" darkgrey )
(place-fret 4 15 "F" yellow3 )
(place-fret 5 12 "A" darkgreen )
(place-fret 5 14 "B" yellow3 )
(place-fret 5 15 "C" black )
)
}}
\paper{
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oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f}
</score>
</div>
{{clear}}
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title="2. Fingersatz ( Am-Form) in Am"
subtitle="Asturias (Ausschnitt)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = {
\set TabStaff.minimumFret = #12
\set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
\key a \minor
\repeat volta 2 \relative c' {
a8 e'-3 f d e c | a8 e' f d e c
a8 e' f d e c | d b c d b c |
^\markup {2x} | }
\set TabStaff.minimumFret = #12
< a e' a' c'' e'' >2.^\markup { \bold {(Am)} }
\bar "|."
}
%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
<<
\new Voice {
\clef "treble_8"
\time 6/8
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
\Diskant
}
\new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
>>
\layout {}
}
%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
<<
\unfoldRepeats {
\new Staff <<
\tempo 4 = 120
\time 4/4
\set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
\clef "G_8"
\Diskant
>>
}
>>
\midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
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%% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
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